Ewzelpreis 30 Pfg.- 3. Zahrgmig Frettag, S. September 1920 Nummer 304- Morgeu-Ausgabe gfchdm«mm«, und«uchmUMg», Sonntag, uab Montag, ma Der»ejngsprtl, beträgt tri freiet Zuftellung in»©ans für Drob-Berli» w». ttn voraus zahlbar, von der Sveditwn selbst aboebolt 8.50 M. Mr Post- i woraus zahlbar, von der Spedition selbst abgeholt 8,50 M. Für Post- tliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband brige Ausland 21,50 M. a*t«gftoti Knttu CS. Vttüt Strofj. 8.8. Die acht,»spalten. RonpareMezeNe ober deren Raum kostet 8,— M... «leine Anzeigen; Sa, fettgebruAte Wort 2>— W., jede, Wori. I>SV�M.> einschließlich Tenerungszuschlag. Lausende Anzeigen lant Toris. fiannlien-A», eigen und Siellen-Gcfuche Z�o W. Netto pro geile. Stelle««es»ch, in WoNeAnzeigen: da» settgedruchte Wort 1>so M., lebe» weitere Wort U-«. Smsstllchtr: Sack«- 20,0. 26i5, 451« 4S0Z. 4635, 4649. 4SBL verffner■Organ bar Vnabbättßlgen Svtmtöeniofraüp Oeatfcöfanös DasErgebnis von Moskau 2. Die Kommunistische Partei und die proletarische Revolution. Von Sepp Oerter. Cs fällt mir nicht ein, den russischen Stiefel zu lecken, r�chowenig ersterbe ich in demutsvoller, kritikloser Hoch- «chtung vor der Kommunistischen Partei. Gerade die Nicht- «nien, die der Kongreß in Moskau in seinem Expose über e Kommunistische Partei und die proletarische Revolution �igestellt hat, geben mir Vcranlasiung zu einer, ich will es One weiteres sagen, recht rücksichtslosen Kritik der Kom- Mnistjschen Partei. Diese Partei ist nichts an- neu1 es a�s c'n revolutionärer Popanz, aus- >» pft mit einem durchaus spießbürgerlichen Inhalt. Sie t weder marxistisch noch überhaupt sozialistisch. Marx hat Us gelehrt, daß der Klassenkampf des Proletariats die Aktion einer erkennenden und klasienbewußten Masse sein lassen der Pro- sniisse. �—rier zu einer einslußlosen Herde herabwürdigen, die den Kommandos irgend welcher Parteigrößen, die sich irgendwo den, in militärischer Disziplin und Subordination ge- horcht. Denn um was handelt es sich in den ganzen Nicht- 'Wien: Die Kommuni st ische Partei maßt sich ?"> Diktator der gesamten Arbeiter- Bewegung zu sein und alles, was sich nicht willenlos und ergeben unter diesen Diktator beugt, wird rücksichtslos �kämpft und ausgeschaltet. An Stelle einer Massen- Bewegung, die erfüllt ist von sozialistischer Erkenntnis und realistischem Klassenbewußtsein, will sie eine spießbürger- ''«Je Verschwörerklique setzen nach dem Muster der Car- Uunarj. Weil die Kommunistische Partei in ihrem inntten �esen weder revolutionär noch marxistisch ist, deshalb muß lle sich in ihrem taktischen Programm auf die Methoden °er bürgerlichen Verschwörer zurückziehen. .. Pon diesem Gesichtspunkte aus betrachtet haben die Nicht- unwn der Kommunistischen Partei ein ganz anderes Gesicht. ?'ese Richtlinien stellen nichts anderes dar als eine r 'Utionäre Phraseologie, die unhistorisch un----- Marxistisch ist und mehr zur Verwirrung der Arbeiterklasse M des Klassenkampfes beiträgt, als irgendwie nützen kann. �chon die Voraussetzungen, die in den Richtlinien gegeben forden, sind durchaus unhistorisch und verwirrend. Sie ent- wichen wohl den immer sich wiederholenden Phrasen der ev 0 und un- ,->» wOl)*. vvib»Ii» in vv| vv*; W"T'-/■"* I~---- nmunistischcn Partei vom nahen Zusammenbruch, aber �.entsprechen in keiner Weise den tatsächlichen Verhält- 'v»cn. Es ist nicht wahr, daß in fast allen Ländern, wo es �tie bedeutende Arbeiterbewegung gibt, die Arbeiterklasse einer Reihe erbitterter Kämpfe mit der Waffe in der steht. Diese Unrichtigkeit ist aber die Grundlage, auf der sich die ganzen R ich t- i.'tzieit aufbauen. Somit fallen eigentlich diese Richt- swien in sich selbst zusammen. Es ist immer das eigenartige chr Kommunistischen Partei gewesen, daß sie den Massen et- was vorgaukelte, was ohne auch nur die geringste tatsach- che Unterlage war. Sie hat bisher nichts anderes getan, h.ch Verwirrung in die Massen getragen. Und gerade dem ' ch5 Zuzuschreiben, daß, weil sich ihre Voraussetzungen nicht chullten. auch in ihren Reihen immer neue Spaltungen ein- Preten sind, so daß die Kommunistische Partei, soweit Deutschland in Betracht kommt, nur noch aus einer Reihe "9 gegenseitig widerstreitender„Zellen" besteht. Vkan muß daher lächeln, wenn die Kommunistische Partei vor. Äand ist w kecker Anmaßung von sich sagt, daß sie der vor- sieschrittenste, klassenbewußteste und der revolutionärste Teil Arbeiterklasse sei. Mit solcher Anmabuna schaut die Kommunistische Partei naserümpfend auf Winten anderen Arbeiterbewegung herab �ufen, mit ihr :n di sei. Mit solcher Anmaßung schaut die nrtei naserümpfend auf den Plebs der ge- erbewegung herab und halt sich für en Verworrenheiten und Un- e gesamte Arbeiterklasse zu -'- v:- Diktatur -"HO) z u Mitteln greisen, um v•- 5'ter masfe zu gängeln und zu zügeln, /.'es andere sind als revolutionär, so zia- -. 7� uuuere inu ui» '.si'sch und freiheitlich. Wenn eine kleine Minder- der gesamten Arbeiterbewegung befehlen will, brauch: -L'�lbstverständlich einen eisernen Zentralismus, der leoe �lbständigkeit und Freiheit der Persönlichkeit und ebenso ..�Selbständigkeit und Freiheit der sozialistischen Parteien Ushebt. Sie muß eine kirchliche oder militärische Unter- "Higkeit nor dem Parteioberkommando fordern, das von Uherein jeden Widerspruch ausschaltet. Kommunistische Partei muß entsprechend ihrem Vieren Wesen dazu kommen, daß sie neben dem legalen in» i zentrum noch ein illegales schafft, in dessen Hände alle ventliche Macht gelegt ist. Denn ein legales Parteizentrum WM MW hkl Polnische Gegenvorschläge erwartet Warschau, 2. September.(Funkspruch.) Eine amtliche Kundgebung besagt: Die russische Dele- gation in Minsk hat den Wunsch, die Verhandlungen zu er- leichtern und zu beschleunigen, nur die sowjetistischcn Mili- tärbehörden zeigen eine wenig wohlwollende Haltung. D i e russische Delegation betrachtet ihre 13 Punkte nicht als Ultimatum, sondern erwar- tet polnische Gegenvorschläge. Die Haltung der Russen läßt hoffen, daß der dauerhafte, von uns gewünschte Friede bald geschlossen sein wird. Der Vorfitzende der polnischen Friedensdelegation, D 0 m b s k y, ist am Dienstag in Warschau eingetroffen. Die Frage des Ortes der näheren Verhandlungen war bis gestern noch«cht entschieden. Trotzki über die außerpolitische Lage DA. Moskau, 1. September. Trotzki hat dieser Tage in der Versammlung der Genossen- schaften und Betriebsräte über die außenpolitische Lage gesprochen und hierbei geäußert: Es gibt zwei A u s w e g e aus der jetzigen Lage. Entweder beachtet Polen di« Lehre, die es erhalten hat, gestützt. oder wird Polen wieder, auf den Weltimperialismus versuchen, das Kriegsglück zu erproben, um Sowjetrußland'zu erwürgen. Im ersten<>alle wird Polen eine gerechte Rechnung über die vielen Menschenleben erhalten, die durch den polnischrussischen Krieg vernichtet worden sind. Im anderen Falle aber werden die Arveiter- und Bauernrepubliken Rußland und Ukraine alles aufbieten--- c-—" Mitteln bcs Reool ausbreten, was sie an Kampfkräften und Kampf- besitzen, um dt e r ote Fah n e d e r p r 0 l e t a r i s ch en lution auch»n Warschau aufzurichten '-Wt' Die Lage an der Ostfront SR. M 0 s k a«. 2. September. 0 e�'e i�e'?t�D-r�?eind�f..At'/'i*"''»* beginnen, sind ü,«L. hin mÜH dV"b 1"�'* bie Offensiw zu erreichen, indem j ,» ne?aX» hnk i?* dauern fort. Die Polen h« TOeiAinf l'.r.'brem Rückzug von der Berefina befangene und Geschütze verloren haben. Siecke gezwungen, eine bestimmt« Pjfj J" St* ,�C ist keineswegs ae- nn,?l5n»i. e»t5« � unerschöpfliche Reserven und Hilss- �»iiP-nb s!««' bat«ach vorübergehenden Rückschlägen noch genügend Kräfte, um sich für einen neuen durchschlagenden �t't'JTausflcsetzt sein und könnte unter Um- nntürlfr t!i P°n dessen Existenz man nur weiß, kann meo-n t! ausgesetzt werden und kann auch nie D- r n r n t« Dummheiten zur Rechenschaft gezogen werden. ■ 1 p � t a r 1 s ch e Befreiungskampf ist aber O»? fnVtVif e.diesichunterAusschlußder D e n e n t l t ch 1 c 1 1 vollzieht. Und all das revolutio- nare Gerede von Illegalität und militärischer Disziplin ist » genommen nur eine Nachäffung früherer dürger- ncher Revolutionsmethoden, die unsere großen Theoretiker des Sozialismus glaubten überwunden zu haben, indem sie mit aller Entschiedenheit dafür eintraten, daß die Arbeiterbewegung aus der Periode der geheimen Verschwörungen herauskam und zu einer großen Massenbewegung wurde. Die Anerkennung der Richtlinien der Kommunistischen Partei durch die Unabhängige Sozialdemokratie würde geradezu bedeuten: Unsere Partei als Massen- Partei zu vernichten und zu einer Sekte zu machen, die sich sehr bald in hundert andere Sekten zer- spalten und zergliedern würde. Es gibt ja leider in unserer Partei Genossen, die innerlich ihr Ideal erblicken in der Kommunistischen Partei. Ihre Pflicht als ehrliche Menschen wäre es gewesen, aus unserer Partei zu scheiden und sich den Kommunisten anzuschließen. Sie blieben in unserer Partei, Partei niemals die kommunistischen Grund- sätze als die ihrigen anerkannt hat. Wenn sie sich im Leipziger Aktionsprogramm auf den Boden der Dik- tatur des Proletariats und der Räteherrschaft gestellt hat, so hat sie dabei nicht an jene spießbürgerliche Auffassung von Diktatur gedacht, wie die Kommunisten. Sie hat nicht daran gedacht, daß die Diktatur einer Partei über die Ar- beiterklasse aufgerichtet werden soll. Sie kämpft dafür, daß Sieg umzugruppieren, wie sie schon einmal gegen Denikin, Kokt« schal und Zudcnitsch bewiesen hat. Moskau, 2. September. Russischer Heeresbericht vom 1. September: Im Abschnitt E r 0 d n 0, nördlich von Sokolka, sind örtliche Kämpfe im Gange. Abschnitt C h 0 l m: Unsere Abteilungen warfen den Gegner, der das rechte Ufer des Bug bei dem Orte Opalin erreicht hatte, auf das linke Ufer des Flusses zurück. Im Abschnitt W l a d i- mir-Wolhynsk entwickeln unsere Truppen den Vormarsch. --- imi~'-------'~" Nach der Einnahme von Grubeschow besetzten wir eine Reih« Ortschaften 10 Werst westlich dieser Stadt. Im Abschnitt Sokol für uns erfolgreiche Kämpfe. Abschnitt Lemberg: Unter dem Drucke des Gegners ginge« unsere Abteilungen etwas nach Osten zurück. An der K r i m f r 0 n t, in den Abschnitten Veroslaw und O r e ch 0 w, kämpfen unsere Truppen mit dem Gegner, der hart- näckigen Widerstand leistet. Budjennys Rückzug Königsbergs September. Zm Suwalkigebiet ist seit dem Einmarsch der Polen di« Lage unverändert. Bei Filipowo, an der deutschen Grenze, sind polnische Patrouillen ausgetreten. Nördlich von Sokolka finden Kämpfe mit schwachen russischen Nachhuten statt. Die neue Osten» sioe auf dem Znnenflügel der 12. Armee und der Arme« VndjennH'u begegnet erfolgreicher polnischer Abwehr. Die Arme« Budjenny'v selbst ist durch Flankenumsassung aus der Richtung Erabowiek« und nordwestlich von Tomaszow in bedrängter Lage und hat de« Rückzug eingeleitet. Zn der Kegend von Lemberg befinden sich die Bolschewistea nördlich der Bahn Lemberg-Brody im Rückzüge. Die Streiklage in Stuttgart TU. S t« t t g a r t, 2. September. 1 DerEeneralstrcik geht weiter. Die unter dem Vor» sitz der Regierung geführten Verhandlungen haben zu keine» Ergebnis geführt, da die Arbeitgeber sich weigerten, mit dem Aktionsausschuß zu verhandeln, der als eine vorübergehende Er» scheinung und nicht als Vertretung der Arbeiterschaft anzusehe« sei. Die Arbeitgeber erklärten sich aber bereit, mit den Eewert» schaften und einer von den Arbeitern der geschlossenen Betrieb« gewählten Kommission die Verhandlungen fortzusetzen. Eine gestern nachmittag abgehaltene Vollversammlung de« Betriebsräte, die einen stürmischen Verlauf nahm, hat be» schlössen, den Aktionsausschuß aufzulösen, und die Weiter«' sührung des Streiks sowie die Fortführung der Verhandlungen in die Hände der Gewerkschasten zu legen. Zm Lande draußen ist der Streik im Abslauen begriffen. die Herrschaft der Arbeiterklasse herbei« gefllhrtwerde.umdie Produktionsmittel aus dem Be- sitz der Privatkapitalisten in den Besitz der Allgemeinheit zu führen, um mit Schaffung der wirtschaftlichen Gleichheit die soziale und politische Gleichheit zu verwirklichen und damit eine sozialistische Demokratie aufzurichten. Die Unabhängige Sozialdemokratie ist die revolutionäre, sozialistische Partei; ihr Aktionsprogramm, das sie sich in Leipzig gab, konnte die Richtlinien a b ge b e n s ur eine wirkliche revolutionäre, s ozi alt st i s ch e Internationale. Das vermögen die Richtlinien der Kommunistischen Partei und der Moskauer Internationale in keiner Weife. Durch diese Richtlinien wurde das Zu- standekommen einer wirNich sozialistischen und revolutio- nären Internationale verhindert werden. Das müssen die Parteigenossen mit aller Klarheit erkennen, dann werden sie die richtige Stellungnahme zur Moskauer Internationale finden. �. Unsere Partei wird, und das wird das Gute fein, as uns jetzt Moskau beschert hat, als revolutio- was v.-__ n ä r e", 1 0 z l a n st n ch e Partei die Scheidelinie Zwischen sich und der Kommuni st ischen Par- --------------" � V' er er d a I er spießbürgerlichen und > n P a r t e i. st r e n g e r als bis tei, als eine reaktionäre:.......—,.. Ziehen müssen. Sie wird innerlich geschlossener, sie wird zielklarer werden, und sie wird endlich in ihrer Hal- rung und Takt i k s ich losmachen von dem ver- ächtlichen Hinüber schielen nach der Kom- muni st ischen Partei, deren Zungenradika» lismus man glaubte nachahmen zu müsse«. Nochmals fei es gesagt: Nicht die Kommunistische Partei. sondern unsere Partei, die U. S. P. D., ist berufen, dem internationalen Proletariat jene programmatischen und tak- tischen Richtlinien zu geben, die allein eine revolutionäre. eine sozialistische und----------- bauen können. aktionssähige Internationale auf- Pläne der ruffischen Gegen- revolutionäre Der Wiener Vertreter des„Verl. Tageblatts meldet alar- mierende Einzelheiten über die konterrevolutionären Vorbc- rcitungen russischer Atonarchistcn, die neuerdings im Anschluß an die militärischen Erfolge der Polen eine fieberhafte Tätigkeit entfalten und hierbei die Unterstützung deutscher reaktionärer Kreise genießen. Es heißt in diesem Bericht: 00t eini9cn. Tagen Vertreter der in Berlin weilenden russischen gegenrevolutionäre Generale in Wien eingetroffen, uni mi-� Öfm Bertreter Sawinkows, der sich gegenwärtig in Warschau aushalt, in Verbindung zu treten. Als Vertreter Sawintows ist yerichelinann, der frühere Staatsanwalt von Petersburg, der sich "Urch seine Prozesse gegen die polnischen Sozialisten bekannt ge- nach Wien ae kommen. Als Vertreter des Generals Blskupskl, der jetzt in� Deutschland aus den Resten der früheren Bermont-Armee eine Truppe von etwa 4000 Mann gesammelt und Werber auch nach� Budapest geschickt hat. war der Rittmeister Herichelmann erschienen. Als Vertreter des Generals Arsenjew, der sich mit ungesähr 5000 Man« der früheren Armee Vermont der Ossen�ive gegen Sowjetrußland anschließen und zusammen mit dem Führer der Petljura-Truppen in Galizien, Omljanko Paw- lowiksch gegen die Russen operieren will, war der russische Ritt- mcister Baron Rosenberg nach Wien gekommen. Die Besprechungen Herschelmanns mit den Vertretern Arsenjews und Biskupskis be- sitzen auch eine gewisse internationale Bedeutung. Sawinkow. der frühere Sozialrevolutionär, der bereits Koltjchak unterstützt hat und sich jetzt mr Wränget einsetzt, vertritt die franzosische Richtung m der russijchen geaenrevolutionären Bcipegung. die ihr Ziel im engsten Verein mit Frankreich„ohne Schädigung des Friedens von Versailles" erreichen will. Biskupski und Arsenjew da- gegen find Anhänger der deutschen Richtung die streng monar- chistisch, alles von einem Bündnis mit der Reaktion in Deutsch- land erwartet und schon jetzt in engster Verbindung mit den Re- attionären in Deutschland steht. Nach Mitteilungen, die Baroit Rosrnberg hier in Freundeskresse« gemacht hat. erhalten die russischen Gegenrevolutionäre in Berlin ans deutschen rechtsstehen- den Kreisen reiche Unterstützungen, die jetzt einem zu diesem Zweck gebildeten mehrgliedrrgen Komitee übergeben werden. Aus den Mitteilungen Rosenbergs geht ferner hervor, daß die russischen Gegenrevolutionäre in Berlin stark mit einem Umschwung in Deutschland rechnen und als das beste Mittel, der Realtion in Deutschland zum Sieg verhelfet,, die Erregung kommunistischer Un- ruhe» betrachten. Die Besprechungen zwischen den Vertretern Sawintows und de? Generale Arsenjew und Biskupski lzaben hier unter der vermittelnden Tätigkeit eines Herrn v. Dilmar statt- gefunden. Ditmar ist ein Mitglied der Familie der..rujnich-n Stinnes", die im Douezbecken riesige Kohlengruben besaßen. Seine Aufgabe ist es. in Wien eine militärische Kontrollstelle einzurichten und die Herausgabe einer deutsch-russsschen Zeitschrift vorzube- reiten. Die Besprechungen der Vertreter Arsenjews und Bis- lnpskis mit dem Staatsprokurator Herschelmann haben bereit? zu einer gewissen.Annäherung geführt. Ohne die Verbindung mit der Reaktion in Deutschland fallen zu lassen, soll doch versuch: werden, den Kampf zunächst in engster Verbindung mit Frank- reich zu führen. Im Ramels Arsenjews und Biskupskis haben .Baron Rosenben} und Rittmeister Herschelmann sich bereit erklärt. dps HauptgewiH auf die Unterstützung Wrangels zu legen, da er bereits die Anerkennung Frankreichs gefunden habe. Staats- prokurator Herschelmann hat sich von hier nach Belgrad begeben. um sich mit den dort bestehende» Organisationen der russischen Gegenrevolutionäre in Verbindung zu setzen, die gleichfalls für die Wiederherstellung der Monarchi« in Rußland arbeiten. Von Belgrad durfte sich Herschelmann im Auftrag Sawinkows vor- . aüssichtlich zu Wrangel begeben. Die Aerbmdungen zwischen Wien »rib Sawinkow wird durch die Wiener polnische Gcsoiidij.haft auf- rechterhalten. Asles deutet daraus hm, daß sich die russische� Gegenrevolutionäre im Ausland bereits vorbereiten, das Erbe �ch der SypHkauer Sowjejsegieruilg-tzMwten, Reichsregierung und Arbeiterschaft Die Verordnungen tjes Neichkuerkehrsniinisters Kröner, durch welche die Wafsentontrol!- der Arbeiterschaft beseitigt werden soll, stellen«inen Bruch der?on der Reichsregierung mit der Reichskommijsion der Arbeiterorganisationen gettosfenen B e r- ein barungen dar. Auch der Reichskanzler Fehren- dach hat gestern dem Genossen Dr. Rofenfeld gegenüber ans- driicklich anerkannt,»aß Pje Perordnungen vrpners mit den von der Regierung der Reichskomnissfio« gemachten Bersprechuu- ge» unvereinbar find. Die Reichskommisfion verlangte am Mittwoch eine Verhandlung mit G r ö« e r. Diese sollte Dopnerstag iiattfinden. Bis Donners- tag aber hatte Herr Kröne» fich auf de« Herfenstandpunkt de- jonnen. Gr lehntf Donnerstag ab, die Reichs- tommijsio» zu empfangen, er wollte nur mit de« Ber- lretcrn der Kewertsch ästen sprechen. Da» lehnte natürlich die Reichskommisfion ab. die nicht dulde« kann, daß die Regie- rumg die Persone« bestimmt, die als Vertreter der Arbeiterschaft � auftrete«. Diese Bestimmung liegt allein in den Hände» der Ar- i riworgaisssationen. die sich in ihr Recht, selbst ihre Vertreter ,« der Reaktionär Gröner seinen Freunden»o» ber Rechten, die von e-ner Nebenregiernng der Ardeiter schreiben, dann sagen zu koancoi. er habe ja nur»in Mitglieh de- R-ichstggs empsaggen. Selbstverständlich lehnte Genosse Dr. R o s« n f e l d ab, von dieser Gnade Gabrauch zg machen;«r ließ Herrn krönfr jagen, daß er nicht den geringsten Wert daraus leg», allein empfangen zu Heute nachmittag treten die Spitz enorganisßjsonen d«r Partei-» und Gewerkjchafteu zusammen, um ,n der durch den Umfall der Regiervng geschasfenen ne«t« Situation Stellung zu nehme«. Wir erwarten, paß die Bertreter der Arheftersch-ft fich geschlpsse» hinter Ä,e Reichskon, Mission und hinter die von Herrn«röaer hinausgcworseuen Betriebsräte stelle«. Di- Sieutralität Densschlands muß streng geqghrt. di» Wassel,- und Wu-fitionstransporte müsse« sorgfältigst geprüft nick alle zweiselhasten Transporte müsse» auch««»terhin angehalten werde». Dfe Hage iv Oberfchlefien Beuthen. O.-Schf.. 2. September. MTB. meldet r Die Bildung von Bürg erwehren auf pars- tälsschcr Grundlage schreitet unted großen Schwierig- leiten langsam fort, einmal, wen M-ldungen zu den wehren uveroaupr oeryinoorn ropno».'"'.u-'i-n ourzre oic Bildung der Wehr deshalb unterbleiben. we,l die Ententekom- Mission abgeneigt ist, die Kasten auf den allgemeine« Landesetat zu übernehmen, Kattowitz, Z. September. Mschreitet un- der Wösten ... v»,..." östlichen>\ici|cii des Aufftandsgebietes ist die Vermalt Ü Ng s r q t i gl e i t we» terhin empsircklich gestört. Di» Tätigkeit der Gerichte, der Zoll- «ick Postämter ist in den Grenzbezirtcn fast vollkommen lcuinv- g' legi. Die allgemeine Unsicherheit steigt von Tag z« Tag. Lach- richten über schwere Mißhandlungen, Plünperun- ge». Ueberfällc und M o r d t a t«z laufe« täglich ein.$« Ptzeläika, an der Grenze, wurde« jetzt die Leichen izo n a cht Personen ausgegraben, die am 20. August erschossen, kn die Vrinitz geworfen und dann auf dem Cholerafriedhof in Przelaika beigesetzt worden waren. In Baingow ist jetzi ein Grab mit sechs Leichen festgestellt worden, die anscheinend wie die Opfer von Iosephstal, ermordet worden sind. Unter den Opfern von Iosephstal befindet sich ein Elsässer und vier Tschecho- slowaken. Die Ursachen der Vorgänge in Schlesien Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten bat w seiner gestrigen Sitzung folgenden Antrag gegen die Stimmen der Auadhängigcn angenommen: „Der euiivärtige Ausschuß ersucht die NeichsrcgienMtz, angesichts der Vorgeuge in Schlesieu um Mitteilung einer Zusammenstellung der in betress der polusschen Uebergriffe und deren Duldung durch die französischen«tellen authentisch feststellbaren Tatsachen, durch welche eine begreifliche Erregung der deutsche« Bcvölke- rung in Schlesien hervorgerufen wordcu ist." Der Antrag war gestellt von den Abgg. Haußman«, Hörschel. Müller- Franken, Scheidemann, Schiffer, Schulz-Bromberg und Sttesemann. Der Arbeitermord w Frankfurt a.M. (Eigene Drahtmeldung der„F reihe i t") Frankfurt a. M., 2. September. Der Eencralstreik ist heute nachmittag in der Vcrtruwns- männerfitzung«och nicht beschlvssech worden, dagegen wird heute abend eine Sitzung des Kewerkschasts- kartells jtattfindeii, und dort stille» die Bertrasenslevte un- serer Partei und die Eewerkschaftedelegirrte» dahül wirke«, daß ein solcher Eeneralstteiksbeschluß aus 24 Stunden gefaßt wird. Aber höchstwahrscheinlich kommt es nicht zum Generalstreik, da die RechtsZoziatisten sich ablehnend vexhaite». Bei den Verhandlungen hent« nachmittag mit de« Bürger- meister und dem Magistrat konnte irgendwelches Eni- gegen kommen an die Arbeitslasra nicht erzielt werden. Die Reäitssozialifie« fordern ihre Ber- trauensleute auf, sich nicht am Streik zu beteiligen. Heute morgen ruhte in den größten Betrieben die Arbeit, die Ar- beitcr waren aber in den Betrieben. Frankfurt a. M., Z. September.(W. T. SB.) Von den bei den gestrigen Kundgebungen der Arbeitslosen Schwerverletzten sind inzwischen S, darunter eine Frau, im Kran- kenhaus gestorben. Gestern abend ist ein weiterer AZensenladen in der Fahrgassc ausgeplündert worden. Mehrere Rädelsführer sind verhaftet worden. Nach Mitteilung der städtischen Nachrichtenstelle sind noch 4 Schwer- und.8 Leichtverletzte eingeliesert worden. Litauen und das Memelland (Drahtmeldung unseres Korrespondenten.) Kemna, l. September 1920. Die Verhandlungen, die Litauen bisher über das Memelland Mit per Entente geführt hat, haben wentg Beachtung gefnicke«, obwohl sie für Deutschland nicht ohne Bedentuerg stick. Die litauische Regierung hat der Entente gegenüber immer betont. daß sie wirtschaftlich aus hie Memej Psindung und die Stadt Memel als Hafen angewiesen fe«. Vjsber haben die Litauer aber offenbar wenig Gegenliebe bei den das Gebiet verwaltenden Frarzzoien gesunden, dagegen hoffen sie mit der Unterstützung der Engländer einiges zu erreichen. Die Schwierigkeiten liegen vor allem darin, da« da» W e m r l- land wesentlich kultivierter ist als Litauen und daß die dortige Bevötterung protestanHsch ist im Gegensatz zu den sonst katholischen Litauern. Dieser Tatsache Hoven dse Enten tevertreter sich nicht verschließen können und sie scheinen deshalb nicht gewillt zu sein, die litauischen Wünsche zu erfüllen. Die Dinge werden sich wahrscheinlich so entwickeln, daß das Memelland selbständig wird und nur gewiss« Verwal- tungszweige mit Litauen vereinigt werden. Die Lijaüer haben auch diesen Weg schon praktisch zu beschreiten versucht, iickem sie zuflächst eine Zollunion mit dem Memel- land anstrebten. Aber auch diese Versuche sind bisher gescheitert. An der ehemals deutschen Grenze wollten die Litauer durch ihre eigenen Beamten eine Z o l l st a t, o n erftchten, vie auf Grmrd der durch die litauische Regierung festgelegten Bestimmungen zu verwalten sei. Das Memelland lolltc nur einen Teil der Zoll- einnahmen erhalten. Demgegenüber schlugen die Vertreter des SNemellandes vor, daß Litapen nur eine Kontrolle aus- üben solle, während die Zollerhebung und Festsetzung der Zollsätze Sache des Memellandes bleiben sollte. Die Verhandlungen wurden schließlich abgebrochen Da man in Litauen ver- — fltzß zur, Jen ziemmu ncrcizi. anes m woyr auch dgraut zurückzu,«»»». s siteh Wil Wh Nil«% groß und leocntztg in, Bplke ist. �» st I° Der polnisch-litauische Konflikt � K-jonp, 1, September. ?(£inc Note des Ministers des Auswärtige« besagt: is die Polen während ihrer Gegenoffensive nordwärts vor- ten. hat die litauische Legierung am 27. 8. eine Rote»ach Warschau gesandt, worin sie vorschlug, um jeden Konflikt zwischen den polnischen und litauischen Truppen zu vermeiden, eine provs- sorische Demarkationslinie festzulegen. Fast zur selben Zeit kam eine niilrtprische Delegation aus Warschau nach Kowno mit dem Vorschlag, über mUltänsthe Fragen zu verhandeln und an erster Stelle eine Demarkationslinie zu ziehen. Die litauische Regierung war vosr der Aufrichtigkeit de» polnischen Regierung um so mehr überzeugt, als die Polen wiederholt, und erst kürzlich auf der Konferenz von Riga, gm 23. 8., ertjärt hatten, daß Polen dauernd von dem Wunsch beseelt sei, eine sreundschoftliche Lösung der strittigen Fragen zwischen Polen und Litauen zu finden. selbst dann, wenn die direkte« Äcrhandtunge« zu keinem end- «lUsgeu Resultat führeil sollten: Polen wäre geneigt, die zwsschen ,hm und Litauen bestehenden Streitigkejte», dnrch anders fried- liche Wittel zu regeln, die bei zivisssierten Ratspne« zzbränchsich find, ohne zu den Waffen zu greisen. Ohne auf die Rote vom 27. 8. geantwortet zu haben, n» Streitkräften schwache litauische Sülbtsilungen angegriffen, die den Kanal von Apgustowo bewachten. Die Litauer haben sich, über rascht durch tue überlegenen polnisch?« Stteitkrästc. j« der Richtung von Kälwaxiza zurückgezogen, nachdem sie Tote und Verwundet« eingebüßj hatten. Die oben erwähnten Tatsachen beweisen klar genug, daß die polnische Regierung litauisches Gebiet mit m>ittari- scher Macht befetzt hat, nachdem sie eine freundliche und. friedliche Absicht vorgetäuscht hatte. Angesichts dieser Tat- fachen, bleibt Litauen nur übrig, sich mit allen möglichen Mitteln zu verteidigen und»inur neuen polnischen Sinfcll i« verhindern. Gin Blutvergießen kann nur in dem Fall verhindert � �- 0°' zurückziehen und die MM Demarlationslinie abwarten, tzie im ischeu Regierung bestimmt wird. Beipr-chnngen ber FinanMinister«binzelstaptev finde« jjj» H e r A stadt stau, an denfti SM der ReiwölNlNlfter Mrth teil- nimmt. Gegenstand d�r Peratggg?» finch Ws gllem o'---. k u n g S. 7 r G'*;'T 4> �i*.•Vyjr-s' Wrangels LügemnelÄungen M. Moska», S. September. Die So w j ektr upp e n haben im Kuban starke Stcllvngr» befetzt. Di« Landungstrvppen SBeangels find voMM vetaichtet. Dir Berichte von Wrangels Bonvassch und 6» oderung von verschiedenen Orte« find vvllständrg unwahr. der Um gebang von Ob-fsa, Rostaterina und Roffa« haben»ich dir Truppe« von Wrangel nicht einmsl zeigt. Die Machtfiellung»er Ssmfettrnppen ist anch in Vpt vollständig befestigt und nicht im geringsten in Gefahr. Die Eov' jet? in Aferbeidschan verfügen über starke zuverläsfige Truppe«! Die Ententeflotte vor Danzig Danzig, 2. September: Nachdem vorgestern der«merrkanische Panzerkrenzel „Pitts bürg" hier eingetroffen war, liefen heute ein amen' karrrfcher Zerstörer und der amerikanische HilfskreuZi' „Mars" in den hiesigen Hafen ein. Das belgisch-franzSsische Abkommeil Belgien sucht Schutz gegen neue Aeberfälle HR. Brüssel. 2. September. ttuna des velgijchen Heeres geändert. Das v wiick nicht mehr in dem Dreieck Löwen— Mcchcl n� Brüssel tonzentriert, sondern die Front wird künftig geZs' Osten gerichtet werden müsse». Die Rolle Antwerpens ausgespie!?. Währcnö es früher die letzte Verteidigungsstelle mens war, hat es diese Bedeutung jetzt verlöten. In dem neue» Abkommen werden gleichfalls Vorvereitunaen für die Nicht u n S des Rückzugs getroffen, falls ein Einfall des feindstG? Heeres nicht obgewicjen werden tan«. Dieser Rückzug wird Fj dann nicht nach Brüssel oder Antwerpen, sondern in der Richtuns der französischen Hauptstadt Paris bewegen. Das Blatt ertlam daß das Mitbestimmungsrecht des belgischen P?* laments durch dieses Abkommen nicht beeinträcht1»* nicht enthalten. Es beabsichtigt lediglich ein Zusammenrollt� und die Truppenkostjektration auf gemeinsam� Sitlje. Die Streikerklärung der englischen Bergarbeiter London,?. September.(Reuter.) Auf der Konferenz der Delegierten der Berglevte wurde vormittag aus Antrag des Bollzagsausschusses beschlossen, Streikerklärung ig alle» Tistritten in der Weis« abz« gebe»,»atz die«rbeitoeinstessung bis ZS. Septe» ter allgemein dnrchgefühpt ist. Ein Ausschltttzantrag gegen Moske Wolfis Bnreau berichtet: Die Hauptversammlung des sozlackemokratsschen Vereins Graft Kief hat beschsoffen, auf dem kommenden sozialdemokratischen P"1' teiiag in Kastel die Aposchliehunfi Roskes aps Partei zu beantragen, und zwar wegen des von ihm verfaßt� Buches„Von Kiel bis Kapp", das schwere Beleidigung«» Kieftr Genossen enthatte. � Echan früher ist von einzelnen Unzufriedene» der Ausschlaft Rpskes aus der rechtssozialistischen Partei beantragt morde«: Die Gesamtpartei hat dem aber nicht stattgegeben, sie fühlte ßfl so sehr als Roetep artet, daß sie den Träger dieses Name»' aus ihren Reihen nicht ausschließe» wollte. Und es ist kenn- zeichnend fstr das Wesen der rechtssozialistischen Partei, daß dies» neue Antra« nicht etwa wegen seiner, die Arbeit crklasft so sehr schädigenden Tgten erfolgen soll, sondern lediglich deshaW weil sich„viele Genossen" durch sein Buch von ihm persönli« beleidigt fühlen. Wir hegen keinen Zweifel darüber, daß au« dieser Antrag keine Zustimmung finden wird. Denn Roste, de!» trotz allem, wa» vorhergegangen war, von seinen Partzisreunde» noch dgs Amt eines Oberpräsidenten von Hannpo«' übertragen wurde, ist noch eine zu wertvolle Stütze der rechts sozialistischen Partei, als daß sie sich seiner entledigen könnte. Die Konferenz der Ernähruugs- minister Am Mittwoch fanh'm Reichsernädrungsminifterium die Konsi' renz der Ernäbinngsminister der Länder mit dem Reichscrna� rungsminister Hermes statt. In der Sitzung, die sich bis in d»» späten Nachmittag hinzog, gab der Minister Hex mes zuew einen Ueberblstk über die Gesamtlage. Ber der dann solgendol. sehr«ingebenden Aussprache wurden vielseitige Anregungen gegeben. Die Minister stimmten den Forderungen, die das Reich*' Ministerium für die Sicherung der Ernährung, insbesondere fw die Sicherung einer Fleisch- und Brptreseppe gt- ftellt hatte, z». An besonderen Wüschen wurde eine ß e r l n« et* Ausmahlung des Getreides gefordeit. Elnc neue D- jprechung der Ernahrpngsmin'.ner ,m ganze« Reiche ist für Pl( nächste« Wochen in Aussicht genommen. Luther verzichtet Kssen. 2. September.(MTB.) Zur Frag« der Nomiisserung de» Essener Oberbürgermeister Dr. Luther zum Oberbürgermeister von Berlin durch jämtluy- bürgerlichen Patteien erfuhren wir. daß irgend ejne vorherig� Fühlungnahme mit Oberburgemrister Hr. Luther picht erfoM ist. Dr. Luther hgt unser ckem Ausdruck Knfxichttgen Hankes mitgeteilt, daß er eine etzwgjge Wehl nicht annehmcs würde. � Avr Steuerung der Arbeitslosigkeit 10 Millionen p»m Reichsaptt fjjr Arbeitsvermittlung fcewlfli#* Die Abteilung der Arbeitsbefchaffstna des- Landes-Ärbcitsamtep Groß Berlin hat in der Erwägung, daß«gn�urch Vornahme«e» wichtigsten Reparaturen an Häusern ui' und in Wohnungen sehr m» t a r t zur MiWs. losenfürjorg» und a« da« Rcichsamt sür Arämlsvevmittlung g»� 'htct, ihr«inen Fand» von 1l> Hi'"".........| P'« hofft, mit! Ärstfif üriuuoz�~ ,rr-- ling hat diesem Antrag« VÄt Zll'stt mm««» erffchen Mttef in der angegebenen Höh« irpduttiven Erwerbsloseuflftsoeg� richtet, ihr eine« Fand» von 1 l> M i ll i o a« nW �... Fsung z» stelle«. Sie hofft mit diesem Betrage stSndia 2 Ü 0?� A r h e l t- l o s a rn Trbeit bringen zu tonne». Das Reichsaann s», Arbeitsvermittlung Hai diesem Antrag« lein« erteilt und di« ersorderlichen bewilligt. Räch d-n Verordnungen der wwtsst � demE�u�en wÄ«.' dt» günstig« Geftgeichett ßi benutzen iwendiz« Reparafurarbeiten in und a« den Haufen>mt diese» schüsse« ausiähren zu laffen. Anträge sind zu richten an W l zu acht Stunden gerechnet. Di» Abteilung Arbeits ffun� wich sich nunmehr an dt«�Huu»-»irte und Mieter m* I Betriebsorganisation und freie Gewerkschaften FiMktionärversammlung de» Berliner Gewerk- schaftskommisfio» �rosige Tätigkeit der Propagandisten für die Betriebs- tiinn i nen' �'c aut eine verhängnisvolle weitere Zersplitte- .."°>s„"Uhrer könne» sich mcht mit dem entschuldigen, was un- n.V��rte Massen getan haben. Zm übrigen sehen wir doch haute fftAr 8 ftch einzelne Gewerkschaftsführer mit allen Mitteln lrnel- d!?]$Sat. recht Ichtechleu) gegen den Willen der vorwärtsdrängend Massen wenden und sich dabei auf die rückschrittlichen Ele- �Nte die ihnen eine Mehrheit bilden, stützen, insofern können t also Schmidts Ausführungen nicht unterstreichen. x.. e? sonst ausführte, traf mehr den Kernpunkt der Sache. X..«ach, daß die Rebauvtvng der B.-O.-Leute falsch ist, r.i,? den freien Gewerkschaften der Beamtenapparat den Haupt- ' der Mitgliederbeiträge auffresse. Das Schimpfen auf das jUotmzcntum" sei lächersich, denn wenn die B.-O. erst einmal Iwrl sein würden wie die freien Gewerkschaften, dann würden ll°Hch„Bonzen" bekommen, die nicht anders sind als die jetzigen. ...l. Recht wies Schmidt darauf hin, daß die von den B.-O. pro- Mute Dezentralisation der Gewerkschaften jede. Akrionsfahig- t?ll dcriplfc.»,«Ni- i-t-r hriftv Ni<> B sD nudi nur verde u utxi IH tuKirttuuuicn' in X'— pitalistjjchen Betrieben. Es)ei ein Skandok, dost z. B. a der Berliner Konsumgenossenschaft, in der Berliner Allge- Mnen Ortskrankenkasse uud beiden Groh-Berliner Magistraten M Arbeiter und AngestellRn den Haupttrupp der B.-O. b�deu. -viese Leute fühlen sich in ihrer Stellung sicher und drücken l'.ch?or den höheren M i t gl i c d e r b e i trage n tn J?" freien Gewerkschaften. Die B.-O., deren An- ??�ger mit der Ä. A. P. D. fast überall identisch sind, seien wie ganze« Struktur nach imr zu geeignet, einem Spitzel- mm Tür und Tor zu öffnen. Redner bewies an einigen Bei- diese Behauptung, indem er darauf hinwies, sag die Ztigtc Deutsche Wirtschaftshilfe in der Oranienburger in Arbeiter- unV Angestelltenkreisen Personen suche, dt« ein Nachrichtenblatt, das oou reaktionären Unternehmern chördcn ausgehalten wird, gegen Entgelt Nachrichten aus .. �etrtehcn bringen sollen. Zu einigen Fällon ist«s gelungen, "lllgliebet der B.-O. als Mitarbeiter des Rachrichtenblattes �zustellen. Die Berichte waren aber von Anfang bis zu Ende «Schmidt kam zu der Echlubfolgerung. dass die Bewogung der durchaus ernst zu nehmen lei. denn ne bedeute, eine Zer- L"«erung der Gcwerejchaslsbewcgung. Diese habe,' aber keine Veranlassung, in der g�'envärkigeu Keit etwas zuzulassen, was °1<: Kräfte des Proletariats zu vermindern imstande sei. Di« Ge- Mkschaiissunklionarc müßten daher ihr Tseil dazu beitragen, daß B.-O. überall aus das schärfste b-ttnaift werden. H-nosse Richard Mßilnr, der das zwättc Rcherat hielt, ."."«ahrie sich, anaereat durch e'.nan Zwtnya'lriis aus der Der- '°Mmlung, gegen den im.vorwärts" erhphenen Vorwurf, Müller Zab« während seiner Tätigkeit als llledr.ktrur au der„Metall- »lbeiterzeituna" doppeltes Geholt bezviVU, nä,nlich als Redak- 'Ur unt> Mitglied der Betrlebsratczcptrale. Der Artikel im 'miifiätts" sei von älnrana bis zu Ende erlogen. „Zur Sache führte der Redner dann folgendes aus: Es könne N jetzt weniger darum handeln, die Bßtriebsräte-prganiwionen P Grund und Boden zu rede«, fondan» es müsse untersucht wer- M. au- welchen llrsachen sie antstzinden sind, waruv«e ge- naitflioiiiche Erfolge erzielen und wie sie zu ssekämpfeu . Dr« B.-O. sind nur ein Teil der vielen Absplitterungen von lteien Gewerkschaften. .Mülher ging nun in knappen Umrissen apf die Hewerkschafts- Z'wtgung ln Deutichland ein und erwähnte dabei die verschieden- Mflen gewerfschastlichcn Richtunaey, die vor dem Kriege be- Mde«. Während des Krieges und später Hab« eine gewisse An- tttzng Mischen einzelnen dieser Richtungen stattgefunden, die <« den Ä-beitsgemeinschaftei? znlammenchnden. Die Mit- deimhl der freie« Gewerkschaften wuchs nach der Revolution �«aktfg, aber auch die früheren syndikalistischen Berbändp �urdmi stärker. Die Revolution brychte UtfS izeue Methodey des �ein syndikalistischen Bewegung bat' fidTnun eine für Deutschland . Peweauag gebildet, die Archeiterunion. die weder stzvdi» alllstifch«och sozialistisch ist, sondcan aus beiden Richtungen das nt, was sie zur Propagierung ihrer Ideen gebraucht. Bewegung gehören dip Betrievsorganisatjanen. o und der Fipeie Angestelltenoerbanh gehören siung nicht-u dieser Gattung, sondern diese ... ,...) nur aus A«Zufriedenheit von ihren Stamm- Vganisationen abgesplittert und könnten leicht wieder de« freien ??Mrkschaftsd«weaung zugeführt werden. Auch«uf di« Berg- mnion treffe dies zu, die nur wegen der Gewaltpolitik des Sergarbetterverbandes yine«\t großen Umfang angenom- ,..er' schildert dann den Werdegang der B.-O. in Berlin. -sprünglich sei sie von der. K. P. D. als Grundlage fnr rh« lganisatip» benutzt worden. Auf dem Hetde!ber«r Parteitag 2* K. P. D. wurde jedoch«,eg«il di» Stimmen der Berliner und Hamburger Delegierten geg/n die B.-O. Stellung genommen, wo- J�urch cg z«r Hpalfung und Zur Gründung der K. A. P.D. l»«. 5? s«i wahr. d!eß sowohl In der K.«.% D. wie fn der B.-O. l? l'fl großes»pitzeltum breit mache und die Korruptjon an �■�Q.QcsorbttUiic fei, ,5« dem Programm der B.-O. finde man eine unerhörte Per? ichandelung des Rätegedankens, und leider fallen J&le Arbeiter darauf Mein. Auch Lenin habe M'n feinen K«' v- j r Meinung, daß in dieser Beziehung viel versäumt worden»st, Mem nichl genügend.für Aufklärung gesorgt wurde. Eine Ge- Waltpolitik lehnt Redner aber ab, sondern es müsse»ersucht ffstden, die Mitglieder her B.-y. durch Aufklarung wieder zu den freien Gewerkschaften herüberzuziehen. Bar allen Dingen muss« » d.« fr«ien.««werkich-sten alles b-leit,g Werden, was d�n B.-O. als Pr o?» si»" d«m i t t e l ,'ene« könne: bejju gehöre auch, daß mit Legien unp Ron- jotlen aufgeräu«t«««de. Wenn in den freien Gevertschaften �nter der Gedanke vorherrschend bleibe, daß man mtt pilfe der �kbcitsgemeinschäftkn. beim' Kapitalismus wieder«u? die Beine �ssen müsse, UM da>« in den Sozialismus hinuderzualeiten, bäiin könne man von dieser Seite keine revolutionären Kämpft Methoden erwarten und liefere damit den Anhängern d« 83.-0. �g'taiionsstoff. Deshalb miisse»tzch hik feÄrÄÄäS f" �kstgenanatc« drei Rednern im allgemeinen Zllugers AnsichteD �geheißc», während der� letzte Redner.ich netzh» W üchmidi� '"'lasiuni, detynnic.>«"--M n. Zn kurzen Schlußworten bekräftigten die beiden Referenten nochmals ihre Ausführungen und dann gelangte nachstehende Resolution einstimmig zur Annahme: „Die am 1. September 1920 in der„Neuen Welt" versanu melten Funktionäre aller Freien Gewerkschaften oerurteilen vstf das schärfste die Gründung und Propaganda der Betriebs- organifationen. Sie erblick»« darin eine gegen das Klassen- intsresse aller Arbeitnehmer gerichtete Handlung, die Oi-oignet ist, die Geschlossenheit und Kampfkraft der Arbeiterllösse zu schwäche». Die ans den Boden der freien Gewerkschaften stehenden Ar- beitnchmer müssen die Betriebsorganisationen a.b lehnen, weil sie in ihrer Wirkung reaktionär sind, inde�e sie von der Führung des Klassenkampfes gegen das Gesamt-Unter- nehmertum ablenkt. Die Anhänger der B.-Ok. betreiben da- durch bewußt oder unbewußt die Geschäfte der Unternehmer. Die Funktionäre der fteien Eewerkschaftwn bekunden aufs neue, daß sie an der Geschlossenheit der Gewerlschaftsbewegung nicht rütteln lassen und daß sie jede Zer/plitterung und Quer- treibercien mit den schärfsten Mitteln befempsen werden. Wer sich für die Bctriebsoraanisation betüfögt, stellt sich damir außerhalb der freien Gewerkschaften/' Der Vorsitzende, Genosse Sa bath. wies dann nochmals auf die vom Eenosien Schmidt in fein.arn Referat erwähnte Tat- fache hin. daß in der Konsumgevojlenfchaft und in der Orts- krankenkasse der Stadt Berlin die B.-O. herrsche. Die freien Ge- werkschaften, die dies« Institutionen mit geschaffen habe«, werden es sich überlegen müssen, ob fta sich diesen Zustand»och lange gefallen lassen wolle».» Der Württembergische Generalstreik Uns wird geschrieben l Die„Rote Fahne" ijam 1. September bezeichnet die Meldung der„Freiheit" vom 31,. August über de» Genoralstreik in Württem- berg als„tendenzic«; und lächerlich" und fährt dann fort:„Die „Rote Fahne" hat die offenkundige Feststellung gemacht, daß das Borgehen der w'/rktemberAischen Regierung, dl« Aussperrung der Stuttgarter Metallarbeiter, ein Schlag gegen di« in deren Pc- trieben vorgekommene Wahl von Arbeiterräten, und der Kampf um den schon,.monatelang verweigerten Steuerabzug nur«in Por- wand war,/ Hierzu muß festgestellt werden: Bei der Firma Daimler gestand schon seit Wochen die Absicht, die 2099 Arbeiter zu entlade*. Der Kampf um den verweigerten Steuerabzug war lediglich der Vorwand für die Entlassung revolutionärer Arbeiter aus denn Betriebe. Der Generalstreik ist also im besten Sinne ein Solidaritätsstreik der württembergischen Arbeiter. Deshalb kon- zensierte sich von vornherein der Kamps auf die Wiederein- ft/ssung der ausgesperrten Arbeiter. Die Stuttgarter Arobiter- schaft war sich von Ansang an bewußt, daß der Kamps um den Steuerabzug nicht eine schwäbische Landesangelegeicheit ist. Sie war sich darüber klar, daß der Kampf gegen den Steuerabzug nur geführt werden kann auf der ganze» Linie. Wie einseitig die Regierung ihre Steuerexekutive als Anwalt der besitzenden Klasse anwendet, geht daraus hervor, daß die FirmaDaimlcrder Stadt Stuttgart seit% Iahren Millionen Gemeindesteuer schuldet. Die Firma erklärt, fein Gelt zu haben. Der Proletarier jedoch soll das Geld aufbringen. Trotz der teuren Lebenshaltung, trotz der nicht ausreichenden Löhne. Wenn die Arbeittr nicht zahlen können, dann«erden sie auf die Straße geworfen. D»r Generalstreik hat das gesamte Bürgertum mobilisiert. Re- gieruug und Unternehmer gehen Arm in Arm. Da die bürgerliche Lügenpresse nicht erscheinen kann, hat die Regierung die Druckerei der„Wiirttembergifchen Zeitung" beschlagnahmt und läßt ein „EiiHZitsblatt" herstellen zur Bekämpfung des Generalstreiks. Di« Haftung dcx industrielle» Arbeiterschaft ist ohne Tadel. Hinter dem Streik stehen alle politischen Partejen und Gemerkschafts- kartell für Württemberg und Hohenzollerm Mißglückte Aktion gegen die Arbeiterschaft I« November 1919 verbreitet« sich in Einbeck s Hannover) die Nachricht, da« in de« benachbarten Rotendurger Schloß ein Wasfenlager ki. das die Reaktionäre angelegt hätte». Wenige Tage vorher hatten die Arbeiter dort bereits eine bewaffnet« Organisation der Frontsoldaten(„Stahl- Helm")«ntwaftnet. Die Arbeiter glaubte» auch jetzt wieder, ein Waffenl�er der Reaktion beschlagnahmen zu rönnen, sie be- waftneten sich mit de» v,«oehren des„Stahlhelm", zogen zum Rotenburger Schloß und durchsuchten es, fanden allerdings nichts. Jetzt, nach �l�ahr. wollt» man den beteiligte« Arbeitern an den Kragen ffch-n. Gegen acht Mitglieder der U.«.»». uich gegen fünf Mitglieder der ß.«. D. wurde Anklatze erhoben wegen Lan�friedensbruch, Bijlpuuß bewaffneter Kaufen, Anmaßung«i»«»»ffech'tlich«« Amt». Sie standen Dienstag vor der Strafkammer Göttin gen. und all«, war zur Verurteilung der«rb-iter bereit. Da erhob sich der Verteidiger, Genosse Rosenfeld-Berlin, und beniiiragtc zur allgeineinen Verwunderung der Richter die E i« st e l l u n g de» Verfahrens aus Grund der Amnestie,«ach länger«! Ausführungen des Verteidigers und lauaer Beratung des Ge- das Gericht, das Peefadte»«»»zustellen. . ,,...«tragte Genosse Rosenfeld, auch noch di« K°st-» der Verteidigung und die Amz-Yagte««nt- standenen Versaumniskost«» auf di« Staatskasse ZK•& Wten auf Grund der Amnestie hätte einstelle»«ujs«»- dann war« der Termin hinfällig geworden. Das Gericht beschloß dm U/bernahme der erwähnte» Kosten auf die �Ktziakasf« lehnte allerdings ei»« Schuld für das Statt, finden des Termins ab und wälzte sie auf die Giaats- tzN» Diel fJW t zeigt, wie wenig die Behörden geneigt sind. «e gestoßen zu werden, die Awaeitie anzuwenden. Es wäre�Sache d«s Iüstizministers. für ein« strikte Durchführung des Amnestlegefetzes Sorge zu tragen. Die Klasienjustiz m Halle FreilafsuKg des(Bensen Ferchlandt Ret»«« dem Alian-Pr-zeß hat fMerz-it der Prozeß geg« d«, Vorptzenden de? revolutionären SoldateprateS t».Hätz«,»en Leutnant Ferchlandt. viel Aufsehen erregt. Ferchlandt. der unserer Partei snaedört und schon vor hex Einnahme Halles durch die Noske, trnppe» durch eine« heimtückischen Ueberfatl verhaftet n«d juerch die Sendboten der Garde,«aoallerie- Schütze»-DtptSon mit Stricken gefesselt nach Berlin verschleppt wurde, erfreute sich des besondere» Hafleß' Wllrdsgc Gegenstück wegen aller mögb �______ WffvM» M Last geleai wurde«. Der SrcklaK die Hbchststraf» von lb Jahre» beantragt. Veno.,.--------- hatte Berufuns»inaeleat Jetzt ist aber da««ersah r«» e i u a e st e l l t und Geuoffe Ferchlandt ans Grund der Anmesite au« her Haft entlasse» worden, ,« de« er Kv Monate geschmachtet hat. Neve Verhaftungen Die Hallische Klassenjustiz ruht Und rastet nimmer. So ist dieser tage tu Halle der gesamt««orftapd der K.A.P. ver. haftet worden nnter der Beschuldig»., g,«r habe sich an Waffe«. schiebunge» beteiligt. Offenbar handelt e» sich hier um Vorgänge. U SÄl?!* fÄäi'Ä » Mt iweiat«-««• JfWm Gm/»W. elt nach Berlin ve�chleppt wurde, erfreute stch deS »fse» her RoSkereqchtft»«. Gel» Pro�ß*>** da« lück lum Kilian-Prozeß. Er erhielt b Jahre Gefängnis ibgltche» und unmöglichen Toten, dt« ihm von d« Der Kampf zwifchen Friedrich und Horthy Tll. Budapest. 2. September. 1 Ministerpräsident Graf Teleli wird in den nächsten Tagen an seinen Posten zurückkehren, da sich sein Gesundheitszustand be- deutend gebessert hat. Hinter den Kulissen geht der Kapipf zwischen Friedrich und feinen Anhängern einerseits und dem Reichsverwefer Hoxthy andererseits weiter. Friedrichs An- Hanger� arbeiten mit allen Mitteln, um so dem Kabinett Schwierigkeiten zu bereiten, wie auch dem Reichsverwefer Horthy durch das Aufwerfen der Thronfrage zu schädigen. Die Anhangerschllst �oct Friedrichspartei wird aber immer geringer. Die Anhänger Friedrichs glaubte», die Throufrage als Zankapfel IN die Nationalversammlung �Xnbcs kann.mrn jetzt feststellen. d°Z � nicht Hungen ist. dies« Frage zur Dlskufsion zu stellen. Vielmehr ist die KSntzsfrage jetzt wieder in den Hintergrund gedrängt worden. Die Wrangelvertretlmg w Berlin Zu der Meldung, daß der Rebellcnfübrer General Wrangcl in Berlin eine Vertretung unterhält, wird uns von der Freien Vereinigung zum Studium des deutschen Kom- mimismus geschrieben: W-r sind in der Lage, zu dem das Verhältnis Deutschlands zu Rußland schwer schädigenden Treiben der Wrangel-Agentur kränzende Mitteilungen machen zu können. Di« Wrangel-Agentur letzt seit Juni d. Z. in Berlin, ohne daß die.Behörden ringe» ttten wären. Der Leiter der Agentur ist ein gewisser Eiben- horst-Pawlik. Rittmeister im Armeehauptquartier des Generals Wrangel. Er trat mit reichen Geldmitteln auf und betrjcb eine intensive Agitation für Auswanderung uon Deutschen nach de« Krim, die auch heute noch sortgesetzt wird. Die Formen der Agitation kommen einer Anwerbung für die Wrangel-Armee gleich. Mit Vorliebe berufen sich die Beauftragten des Werbers auf di« Anerkennung Wrangels durch die französische Regierung. die ein Freibrief aus die Truppenwerbung für Wrangel in Deutsch- land sein soll. Für di« allgemeine Bewertung des Wrangel-Un- ternebmens ist interessant zu wissen, daß der erwähnte Eiben- Horst-Pocwlik deutsche Akademiker juckte, die auf Grund deutscher Arbeuten über die Wirtschaftsverhäftmiie der Krim«ne Siedl« ngs- Werdeschrrft ausarbeiten sollten. Lsiuen. hie sich»m Bureau des Wvangel-Agenken, Hedemannftrah« Z2, einfanden, wurde erklärt. daß man nur auf Männer reflektier«, die zur„Verteidiguna der unabhängigen Krim" entschlossen feien. Auch Finanzkreise wurden für die BesiedMng der Krim zu interessieren gesucht. Der in- zwischen gestorbene Baron Falz-Feiv soll 72 Oliv Desiatine« Land zur Verfügung gestellt haben. Im Hinblick auf reiche Holzschätz: wurde die Verlags- und Papierindustrie ammiert. Die Regierung scheint dieser AZrqngel-Agentur gegenüber dasselbe Spiel treiben zu wollen, das wir während des Bal- tikum-Abenteucrs erlebt haben. Sie muß schon längst Kenntnis von den Aluoerbungen der russischen Reaktwnäre für die Krim haben. Sie hat bisher nichts dagegen unter- nommen und auch jetzt noch sieht sie anscheinend stillschweigend zu. wie das Unwesen fortgesetzt wird. Wir verlangen, dast die Regierung dieses russische Per schwörer« est in Berlin sofort aufhebt und dafür sorgt, daß d i e Anwerbungen für die gegeureoolptionäre Armee des Genersls ÄZrangel unterbunden werden! Der AustvanderungsschwinÄe! Bon dem Herausgeber der„Rätezeitung" Dr. Alfons Gold« fchmidt erhalte» wir folgende Zuschrift: „Bevor eine, Erklärung der Interessengemeinschaft der Aus». »andererargantsationen nach Sowjet-Rußland zu dem Artirül Wilhelm Ditt manne in Rr. WL der.Freiheit" vom St. August erfolgt, erlaub« ich mir als Herausgebet der ,.Röt«zettung' Folgendes zu ficHierfcp;„Wie durch el»e«005 Audahl rnrn Beispielen bestätigt werden tonn, sind die Mitglieder der Inter- essengemeinichast immer wieder auf die in SowjeftRvßtaiid noch notwendigerweise haschende« wirtschaftltthe» Echwiacigtelten hingewiesen worden. Besonders auch in Artikeln von Gumprich dem Vorsitzenden des Vollzugs«.«? der Interessengemeinschaft und n»r. die nach unserer Rückkehr aus Moekau verostentucht wurden (..Rätezeitvng" Rr. 22»nd 2ö). In diesen Artikeln h»«h« unter anboten:„Sie kommen nicht]» ein Land, in dem Milch und Honig fließen. Sie kommen in ein Land der schweren Rot. Sie müssen sich opferbeteit rnacken und müssen manches hinnehme«, was vielleicht unbequemer ist als in Deutschland. Ferner: ..$*.kann nicht scharf aeiiug betont werden, daß dzeMigen. die nach Rußland ouswa«««, wovon, sich ganz klar darüber se»n müssen, daß si« aar«eine besoicheren Lergünstigungen m erwarten haben: daß si« vielmehr in«in Land fommen. in dem ihrer harte, schwere und zietbewußte Arbeit harrt- Co dürft« ferner nicht ganz leicht sein, stch d«« fremde« Sitte« und Gebräuchen anzupassen. Aus all dem geht hervor, daß di« Auswanderer- piomerc manch« Gntbe�ung«« aus sich nehmen müssen." Wenn der erste Transport torlweis« versagt habe« sollt«, so liegt das meines Wissens an befpnderen Uwstände«. fiin* die rvohl r oai üc richtet werden wird. Unter A, Erkennung d«r ungeheuren und graziöse.« Mgcniia- torischen Arbeit, die Sowjet-Rußland trqtz den schau crtgsicu VA- hÄiNisse« geleistet Ä7 h»t danach �eressingemmnst�ft keineswegs versäumt, dl« D«ig« so darzusteSe«, w'« sie sind. C'e ist kei« Werbezentral«, st« hat«cht» Tgentenhaste» a« sich, sie ist eine srete proletarische Orsamsatio«. dt« os sich zn« An ig» de macht. Cowjet-Richland und tavit«ch de« deutschen Proleterwt M heisHN." Zu den Aeußerungen Dr. Soldschmidt« ist St. lache«. d»h in den letzte» Nummarn der„Rätezaitung" m ewigen Artikeln erdings«ine großer« Zurückhaltung gegenüber de« Fange der _______________ Rußland geübt wird. Di«» ändert aber ulchts an der Touche, daß die„Räuzeitung". tri« sich als Orgän htt Iütöeessengemeinschaft d«r Auswanbererorgan isationen nach erung Sowjetrußland bezeichnet, seit Aonatei Propaganda für die Auswanderung_____. betrieb und nichts«ntetUöß. v« die rusMe» nisse. in günstigste« Lichte darzusteSen��Ied�� der in «i»« Wematisch« SowjchMßGnb "> VeMll- Kritik an breitesten Maßstäbe betriebe.wn«uanwtcheeuiMvropa- ganda wurde«erad« in der.Mötezeilung" fcharffte be-. kämpft und als Ausfluß von Opportuniswus. uf«. be- zeichnet. Als wir ich»» i» vor,««« I-Hr Sfll«» de«. AUH«a«de-. rungssckwindtl auftrat«», zogen wir»ne fi* Mttgste Ungnade. der„Rätegciiung" zu die tn uMte»««ls« �her uns herfteft Gegenüber unstr» Binrnunge» erklärte d'»„RatezeMiig" noch in Nr.«b des vorigen Jahrgang» an leite�er Stell«, daß Ar- Hefter fävtlicher Beruf«»»ter aitnstigcn Bedingungeil Unter- kuuft und Verdienst in oerfchiwsenen Eou»ernem«ut» fänden. Uns dagegen wurde gründen hie d jedoch, w» df« .»«st w'r au» egoistischen Partei- 't blind Haft«, wollten. Nun «tigen PrspaHanda tlot ■I&t JiöteiU devchher E„________ nr Dr. Eoldschmidt awuben machen.� ft keineswegs versävmt habe,„die lftellen.«ie ste ssno". Dl«»« Behauplung ist«in ebenso krasser Schwiadel.«t« die ganze Propaganda, di« die �Riftk�eitung" seit M-«Ue» für dt« Auswandtkuag nach Rußland Viktoria Erbsen t60 Haferflocken Waf�c Bohnen" 1.75 ßcis( pnmo. votrWsj Gclrcidefeaffee• 3?° Dänischer Fettbdse l#.,50 nolldndaVollfdttedsc• 20; Butter Handlungen Lordo Union xtssnuinnr LaiScnio°° Reichel! TWer null BeWWiM Volksbühne Freiig.?>!, u.: E. Landpartie Beraiickeltr Beschichte Neues Boldscheater Köpenicker Str. S8. 7»/, Uhr: Biberpelz. Neues vperetteuhaus Direktion ftean Aren ilkö 7 Uhr Die Cslkösbaroneas Operette in drei Akten nach einem Motiv Petöfis von Fritz Grünbaum. Staatsthcater Opernhaus 7 Uhr: Maniis ErammBüen Schauspielhau, 7 uhr- Kronprwz Direktion: Max Reinhardt« Deutsches Theater 7>I, Uhr: Iaakobs Zraum. Kammerspiele 7V, Uhr- Der Sahn. Großes Schauspielhaus Karlstratze 7»/, Uhr: Lysistrata (17. Abteilung, V. Abend) Direktion Carl Meinhard- Rud. Bernauer Theater i. d. Königgrätzer Str. i>z8 Uhr: GestSndnis. Morgen zum 1. Male: Baumeister Solneh. Schauspiel v. Henrik Ibsen. (Albert Steinruck, Erika Glässner, Käte Hannemann, Rose Veldtkirch, Gustav Botz, Heinz Stieda. Feli? Rosfert.) Stg. nachm. Geständnis. Sonntag und Montag: Baumeister Solnetz. Komödienhaus >1,8- eint Wacht i. Paradie, adle. ®cr Biberpelz Stg. nachm. Berliner Theater X: Der letzte Mzer Stg. nachm. 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Sohlettow/ Käthe Haaefc/ John Gottowt Föhn ven HansBrennort and Wilhelm Rath Segle: Hane Werkmeister DarwelssePfau Tragödie einer Tänzerin mit Grit Heg esa nnd Hans Mierendorf e. E. A, Dupont Dr. Klaus , B. B. Luetspiel in 3 Akten mit Conrad Dreher [17, THaeenhelde fernen Kakadu undKlabilz Spezial- Behandlung ronenleiftrn, h-rtnSchlge Hornlelften, Rnsschlog, U-W öchtollche» Blntnntersnchnng, Solnors.�lnr., Oestro» Sprzlol�lerztl. I st)IÜN?LtF»- gel. HRlonstolt nah« Alezandcr�plag, i»-1, 4-8, Sonnt. 10-12, Damenzinrnteri� Dr. Skotti für all« GeschO ______ Haut», Harn., Fraucnle«°? hartnäckige Harnleiden, Ausschlag, nern. Schwäche, gegen»rj komb. Saivarsan» Kuren, Blutnnrersuchnngen, im ältesten � Spezial-Arzt SDuiD. üCUPut|an- W4uui4aiä|«4ufuikgnk, im- j Dir.: Löser senior rrÄ'toÄ Mur Rosenthaler Str. 69-70 Bo�aier"� llsa Heinssen, Dentistin Neukölln, Hasenheide 119 am Hermannplatz. 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Die Partei steht vor ihrer Schicksalswende. init„,?°> ur Tode Geweihten haben das Recht, ein Wörtchen 'ution"■' s. den Begriffen„Reformismus" und„Revo- �iosta» m die ganze Sache gar nicht richtig bezeichnet. Die liW?>Ü?"»ollen nicht die Zusammenfassung, sondern die Zer- Zuvicd» k Evolutionären Weltproletariats. Das ist das Schwer- eteUun y 1 Agitation. Ditzmann verbreitet sich auch über die �voluli» Moskauer zu den Gewerkschaften, die als gegen- die« uar bezeichnet werden. Er wendet sich entschieden gegen n a z... Z°'chnung„gelbe Gewerkschaftsinternatio- gem-i«. und setzt auseinander, was man in Deutschland im all- intern? unter„gelhen" Gewerkschaften versteht. Wer unsere klar m S""!®. Solidarität bezweifelt, der soll sich erst einmal darit>>?° Ä? über die Erfordernisie einer internationalen Solr- tomin». Ditzmann schildert die Kopenhagener Metallarbeiter- »«min. t l)ie proletarische Solidarität praktisch in Angriff ge- Die- t, trotzdem aber ebenfalls als„gelbe" bezeichnet wird. «„«�.deiter Englands, Frankreichs und Amerikas spielen eine die r.1! �ulle in den kommenden Kämpfen. Ditzmann ver- treteen y uuf Grund seiner persönlichen Besprechungen mit Per- totiof1• underen Länder über das Kräfteverhältnis des Prole- tn den Ententeländern und beweist, wieviel dort noch zur hob-n Bewegung des Proletariats zu tun ist. In Italien tion r.". Arbeiter zu Tode gestreikt, so daß heute die Reak- 2 uls je sei. Die englischen Arbeiter lehnen es Sßir if t ab. sich den Moskauer Kampfmethoden anzuschließen. Aitid." Pflicht, die sozialrevolutionäreil Parteien aller »Sr.! Zusammenzusasicn. Durch die Moskauer Bedingungen g.„"äs völlig vereitelt. Wir lehnen diese Bedingun- S e I hu' �' e kein Mensch akzeptiert, der noch auf �'pstachtung h ä l t. Wir haben begründete Vermutung, ilrnm diesen Bedingungen die deutschen Parteischieber stehen. ioft un wendet sich zum Schluß nochmals eindringlich und leb- L..S°gen den Anschluß. sLebhafter Beifall.) i,.,„?'ch°Hamburg bestreitet Dißmanns Behauptungen, daß i». Icho Genossen binter den (Ez n»? Entspinnt sich eine heftige Diskussion zwische 7,!° uem Redner über dessen Beitritt zur Unabho en Dsi t t m a n n Di» �"�ui Redner Uber dessen«emm z i».ueuen Verhältnisse zwingen dazu, sich auf einen neuen Boden P e, i Ich bin überzeugt, daß die Massen der Lr'.oi s i ch für Moskau entscheiden. Wenn unsere in die dritte Internationale eintritt.'werden wir dort ergewicht haben und können das abändern, was uns nicht .lZuruf: Da kennen Sie die Russen schlecht.) Wir sind den revolutionären Kampf trotz der Staatsanwälte auf- tieiki, um desto eher die soziale Revolution vorwärts zu «tid v Redner geht auch auf den Hamburger Parteikonflikt Hat i Person Wilhelm Herzogs ein. Es sei nichts bewiesen ikin verzog, deshalb habe man bis jetzt keine Ursache gehabt, rtJU entfernen. Bew 0"tn 3ietz: Ach bin verwundert, von den Befürwortern der w.'dflltngen zu hören, daß wir bei einem früheren Beschluß des �wgungslosen Anschlusses heute besser dagestanden hätten. Uns iß es dann aber wohl so ergangen wie den Amerikanern und Itim en. Rur Cklavenseelen können den Bedingungen zu- fitäi denkende Menschen nicht. Man versucht, dies als Animo- ,5* oder Feindseligkeit gegen Rußland darzulegen. Das ist eine Sem � Berjchiedung der Tatsachen. Wenn wir würdelos ,/ug. wären, uns den Moskauer Bedingungen zu unterwerfen, fugten wir uns fürderhin allen Parolen fügen, welche uns aus Moskau ,wo jeder Einblick in die deutschen Verhältnisse fehlt, ausgegeben werden. Bei Anerkennung des Ausschlußverfahrsns der 3. Internationale würde eine unerhörte Korruption der Partei eintreten. Ebenso würde die geistige Regsamkeit der Mitglied- schaft erschüttert werden. Einfach ist es wohl, der Moskauer Zen- trale das Denken und die Verantwortung für den Kampf zu über- lassen, aber das deutsche Proletariat wird diese Bevormundung nicht dulden und als unmöglich abweisen. Die Delegation hatte zu verhandeln auf Grundlage der Autonomie unserer Partei. Gilt das heute nicht möhr? Der Geist läßt sich nicht terrorisieren. Es ist nur eine Konsequenz, daß wir bei Annahme der Be- dingungen auch den Namen aufgeben müssen, denn dann sind wir keine Unabhängige Partei mehr. Der Name unserer Partei ist ein Programm. Dahlem: Dittmann habe kein wahres Bild von Rußland entworfen. Die Aufsätze, die Cachin und Frossard in der„Humanite" veröffentlicht haben, geben ein anderes Bild. Zwischen Sowjet- rutzland und dritter International« besteh« kein Unterschied. Weiter zitiert Dahlem Bruchstücke aus Aufsätzen von Eachin und Frossard in der„Humanite", welche sich anerkennend über Ruß- land äußern. Die Zentral« habe die Leipziger Beschlüsse sabotiert. Toni Sender: Die Partei stehe vor der schwersten Krise. Die Frage sei nicht: Für dder gegen Moskau, sondern es handele sich um die gestellten Bedingungen. Wir haben immer proletarische Solidarität ausgeübt. Wir müssen uns auf die Todesursache der zweiten Internationale besinnen. Sie ist zugrunde gegangen, weil die einzelnen Zweige verfault sind. An bindenden Beschlüssen habe es nie gefehlt. Es ist notwendig, die uns vorgelegten Bedingungen ernsthaft zu prüfen. Es ist interessant, daß auch S e r r a t i den Bedingungen seine Zustimmung versagt habe. Wir müssen die russischen Verhältnisse untersuchen, um daraus zu lernen. Mit dem bloßen und blinden Bewundern sei nichts erreicht. Auf Grund der russischen Ersahrungen könne keine internationale Taktik abgelernt werden. Schon die Tatsache, daß in Rußland nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung organisiert sei, weist auf eine völlige Verschiedenheit der Bedingungen hin. Wir brauchen in Deutschland eine Massenpartei. Unsere eigenen Er- fahrungen sollen uns vor der Unterwerfung unter eine Zentrale warnen. Wir haben uns nie für den Versailler Frieden ein- gesetzt, aber wir können auch nicht mit einem Saltomortale darüber hinwegspringen. Wie man in Moskau den Zentralismus auf- faßt, das beweise der Punkt 21, welcher von vornherein den Aus- schluß derjenigen verlange, welche die Bedingungen nicht an- erkennen. DLwell bestreitet der Genossin Sender gegenüber, daß der Paragraph 21 der Bedingungen es ausspricht, daß alle Delegierten, die sich gegen den Anschluß wenden, ausgeschlossen werden sollen. Wir wissen genau so gut wie die Genossin Sender, daß wir in Deutschland ganz andere Verhältnisse haben als in Rußsand. Im Organisationsstatut der dritten Internationale ist ausdrücklich vorgesehen, daß nicht alle taktischen Fragen der einzelnen Länder vorgeschrieben werden. Redner verweist auf Erispiens Programm- rede auf dem Leipziger Parteitag, zitiert Stellen daraus, die be- weisen, daß Crispien damals ausgesprochen hat, was jetzt von Rußland gefordert wird. Düwell zitiert auch die„Rote Fahne" vom Donnerstag, in der die Aeußerungen Dittmanns und Erispiens über den Zentralismus, die sie in Moskau abgaben, wesentlich abweichen von dem, was sie hier sagen. Nach Ein- spruch Dittmanns muß Genosse Düwell den ganzen Passus ver- lesen.(Zwischen Dittmann und Düwell kommt es darüber zu hartnäckigen Auseinandersetzungen und heftiger Unruhe der Ver- sammlung.) Zum Problem des Terrors sagt Düwell, daß doch auch bei uns schon manche» geschehen sei, was dem Tevror sehr nahe komme. Eichhorn bemerkt zur Geschäftsordnung, daß die Freunde des Anschlusses beim Sprechen stetig vom Vorstandstisch mit Zwischen- rufen unterbrochen werden. Henke entgegnet Eichhorn, daß man sich nur der Angriffe erwehrt habe. Adolf Hoffmann unterstützt Eichhorn in seiner Kritik der Dis- kussion und bringt weitere Beweise kür unparlamentarisch« Aus- drücke, mit denen Redner belegt worden sind. Genossin Zietz verteidigt diesen Angriffen gegenüber die Ge- schästsführung. Henke-Bremen weist DLwell gegenüber darauf hin, daß der§ 21 der Bedingungen ganz e i n d e u t i g s e i.'Es handelt sich hier um die Frage, sollen wir uns einer Internationale anschließen, deren Bedingungen von einer Partei, die die Staatsgewalt aus-, übt, die alle M'ttel des Staates zur Anwendung bringt, stipuliert: r sind, i-o lautet dl« �rage, und nicht anders. Es wird' doch selbst' indirekt zugegeben daß eine ganze Reihe von Parteien in die' dritte Internationale auch bereits aufgenommen sind, die sehr n stark mit reformistischen Elementen durchsetzt sind. Kautskq n zitiert ja in seiner Broschüre Auslassungen der führenden Russen' aus dem Jahre 1g17, die völlig dem widersprechen, was die Russen' als bindende Verpflichtungen verlangen. Wenn sie selbst solchen entscheidenden Wandlungen unterliegen, was gibt ihnen das Recht. mit diktatorischer Bestimmtheit die Unterordnung unter ihre Thesen zu fordern? Die Kommunistische Partei will uns zwingen, auf ihren Boden zu treten. Wer will mir das Gegenteil beweisen?.. Wo ist Platz für die Tätigkeit andersdenkender Genossen über� einzelne Fragen der Gewerkschaften und dergleichen? Däumig,'« Stoecker, Geyer und andere sind bis jetzt in unserer Partei als verkappte Kommunisten tötig gewesen. Sie haben längst zur Kommunistischen Partei gehört und deshalb haben sie auch hinter n dem Rücken' der Partei gegen die Partei gearbeitet. Koenen- meint, in der Praxis kommt es ganz anders. Aber was haben e wir in der Praxis erlebt? Die Genossen Koenen und andere 6 sind die ganze Zeit im Lande herumgereist und haben auf jeden i- Buchstaben des Leipziger Programms gepocht. Es würde ein« n Selbstentwürdigung sein, wenn wir uns diesen Bedingungen fügen würden. Alles, y?as in der Arbeiterschaft zusammengehört., muß zusammengefaßt werden. Das ist der Fortschritt der Ar-'' beitcrbewegung, auch für die Weltrevolution. Wer alles. ignoriert, was sich außer Rußland vollzieht, der leistet der Welt- f. H revolution einen schlechten Dienst. Wir müssen die Bedingungen� I ablehnen, so erweisen wir der Weltrevolution den besten Dienst.�'I (Bravo.) � I Rachmittagssitzung. V'« Genossin Zietz eröffnet um Uhr die Sitzung. Der Vorstand schlägt vor, den Nachmittag noch mxt der Diskussion auszufüllen und Freitag vormittag die Schlutzreferate entgegenzunehmen.>, Böttcher(Stuttgart): Die Frage der Internationale ist die Frage der Revolution. Deutschland brauche eine feste revolu»-. tronäre Führung. Der internationale Kapitalismus ist durch die� 1 Zerrüttung des Krieges zum Weltkapitalismus umgeändert wor-�... den. Die Bedingungen der Weltrevolution gleichen sich an den» Zentren immer mehr aus. Die heute noch verschiedenen Voraus-* setzungen werden von der dritten Internationale nicht verkannt. Da man sich mit den Grundsätzen der dritten Internationale ein-' verstanden erklärt habe, so könne man doch unmöglich glauben, dast die Fühm dieser Internationale gegen die Tatsachen blind sind.' Man hat durch Herausgreisen der Agrarfrage den Russen Oppor- tunismus vorgeworfen, aber es sei ein Unterschied zwischen Oppor- tunismus vor und nach der Revolution. Der Kampf gegen:' die dritte Internationale werde geführt von der„Leipziger Volks-' zeitung", die sogleich nach Erscheinen der Bedingungen den RufF nach einer vierten Internationale erhoben habe. Wer jetzt der weißen Garde Material geaen Sowjetrußland liefere/ begeh« Hochverrat. Die russischen Bolsthewisten hätten selbst immers mit Offenheit über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse gesprochen., Wir werden immer den Machenschaften für eine vierte Inter-- nationale entgegentreten, wo auch immer von ihr gesprochen' wird..F Hilferdina: Bei der Beantwortung der Frage der Internationale. müsse jede Personensrag« ausscheiden. Aber das darf nicht dazu führen, daß man verschweige, was mit den Bedingungen verbun-. den ist. Die Delegation sei vor ihrer Abreise darin einig ge,� wesen, daß die Verhandlungen in Moskau nur unter Wahrung-. der Autonomie der Partei zu erfolgen hätten. Die Bedingungen� der dritten Internationale schalten jede geistig« Betätigung der Massen aus. Alle Verlage, alle Zeitungen unterständen einer � Zentrale und diese wieder einer illegalen Znstanz. Es handle sich jetzt um eine Frage der Organisation, mit deren Hilfe die revo- lutionären Bewegungen allein zu einer Massenbewegung zu machen find. Sonst geht die Verbindung mit den Massen verloren. Gen. Däumig hat eine theoretische Rechtfertigung von uns verlangt.'. Ich frage, ob die asiatische Bewegung theoretisch so weit fortge-t schritten ist. Es ist konterrevolutionär, die sozialistischen Parte»««', zu spalten. Man hat uns falsches Verhalten während der Kapp-' tage vorgeworfen. Die russische„Isvestija" hat damals selbst- eine versöhnliche Stellung zu der neuen Regierung eingenommen.) i Die schwere Stunde Roman J Bietor Pani» ®me dunkle, aber sternübersäte Winternacht. Kein Mond ...Hlmmel, aber der weihe, ringsum hingelagerte Schnee .suchtet mir den Weg. Still ist es, kein Lüftchen regt sich, , � es knistert ein eisiger Frost, und zuweilen stockt mir der lt? r Fröstelnd wickle ich mich dichter in meinen . Mantel, aber es hilft nichts, der Frost durchdringt mich auf die Haut, macht mich zittern, mit den Zähnen Jpern. Oft begine ich zu laufen, aber bald werde ich uve, der Atem stockt mir, ich fühle Geräusch im Kopf, und � den Augen wird�es mir dunkel. �"Sen wird es mir dunkel. 'Ngen Weg. ich bin ihn mehr als einmal ge- tadt ki»» � Spaziergange unternahm. Das zunächst der loa tilgende Dorf, befindet sich in einer Entfernung— n. T*61. Stunden, letzt aber will es mir scheinen, als: von wan- WIUIIVCII, uvu. ivi„ II,»»———---- ich schon eine ganze Ewigkeit, das Dorf ist aber immer � sehen, auch nicht das große Hotel, das, in der geojsix � Dorfes erbaut, für die Gelage der städtischen Bour- hatte aber das Gefühl, als würde ich nie im Leben s�'ele anlangen,— das Gefühl einer unendlichen Ein- »an* Vmfängt einen, wenn es scheint, als wäre keine Ver- es gewesen, und als gäbe es keine Zukunft... wenn Wt t> als mühtest du ewig das Leid des gegenwärtigen steh« licks tragen... wenn es scheint, als wäre die Zeit ge�J*egeblieben. um deine Qualen unendlich trostlos zu f�Uweilen. jedoch scheint es mir, als beginne ich einzu- Und � frieren zuerst mein Gehirn, meine Gedanken ein, �ue mich scheinbar darüber, wozu existieren sie feW..:•*• Sie wirbeln einem bloß die Seele auf, sie ver- die Gefühle in stürmischen Aufruhr... * das mal Geschichten, welche Dinge dort vor sich freund wiederholt mehrmals mein ehemaliger Universitäts- lj�uo, mein Arzt, indem er meine Erzählung von der schreck- rjriL" Hungersnot in der Stadt anhört, und ebenso die Nach- �vom langsamen Hungertode Wowas. Ftcnx' Prüder, ein Leben ohne Kinder, ist ein Elend ohne End« mit den Kindern aber haben die Leiden kein vorm Dabei schüttelte er seinen grohen kahlen Kopf bald hnJuurfsvoll. halb im Zweifel über etwas, das sich rätsel- i* ins Leben eingeschlichen hat. „Aber ruhe dich nur aus!" sagt er beruhigend,„wir wollen ein wenig Milch herbeischaffen, du muht dich nur inzwischen gründlich erwärmen, um des Morgens den Rückweg anzu- treten, es ist schon drei Uhr nachts!" Ich frage ihn, ob er schon lange hier lebt. „Seit der Zeit,.da die Bolschewiki die Macht erlangt haben, ist diese Stätte ausschweifender Gelage zerstört wor- den, das frühere Restaurant für Prassereien ist geschlossen worden und ist uns mitsamt dem ganzen Inventar�für die Gründung einer Kommune übergeben worden! Es gibt hier augenblicklich vierhundert Kommunisten." Meinem erstaunten Blick begegnend, lächelte er freundlich und nickt mit dem Kopfe, als wollte er sagen:„Ich verstehe wohl! „Du, als Schriftsteller, bist gewih erstaunt, dah ich, ein berühmter Arzt in der Stadt, der etwa meine dreißigtausend jährlich verdiente, alles hingeworfen habe, und mit Frau und Kindern in die Kommune gegangen bin? Ha— ha!"— lacht er gutmütig,„du mein Lieber, bist ja selber ein Russe, und dabei noch ein gründlicher Kenner der russischen Seele,— vor dir liegen die Karten, du muht es verstehen! Die russische Seele kann niemals an die Erde genagelt werden, dort ist es ihr zu dumpf, verstehst du, es ekelt ihr vor diesem ruhtgeii Kleinbürgertum, sie strebt ins Freie, sie stürmt in die Welt hinaus,' begreifst du, ganz unbewußt träumt sie von Helden- taten, von Märtyrertüm! Was sind mir meine dreißig- tausend Rubel, mein Auto, die luxuriöse Wohnung wert, wenn ich ewig als ein Bespieener umhergehen muß?— hier liegt das Rätsel der russischen Seele, die so krankhaft sensibel ist. Niemand als sie selber bespuckt sich, verstehst du,' wenn sie fett geworden, tief in die kleinbürgerliche Glückseligkeit ver- sinkt. Dann beginnt der Russe schwermütig, traurig zu wer- den, dann stürzt er sich in ausschweifende Schwelgerei. Von der grauen Alltäglichkeit des Lebens„trübt" meine Seele, dieser Ausdruck existiert ja auch allein in der russischen Sprache." Ich frage ihn: „Und jetzt?" „Jetzt, wiederholt er. seinen kahlen Kopf kratzend,„jetzt fühle ich, daß ich mich auf dem rechten Wege befinde, ich lebe mit ruhiger Seele, ich arbeite, ich pflege die Bauern, die Kommunisten, und ich fühle mich wohl dabei, der Lauch ist immer voll, und was braucht der Mensch noch mehr, wenn seine Seele ruhig ist? Auch meine Frau, diese frühere müßige Dame, arbeitet, und die Kinder wachsen heran. Die Houpt- fache aber ist die. verstehe Mensch, daß dieses widerwärtige, erdrückende Gefühl der Geldgier, der Feindseligkeit zu den Menschen geschwunden ist. Ich bin den Menschen näher De- treten.— wenn du nur wüßtest, welche grenzenlosen Reich- tllmer in einer jeden dieser einfachen Seelen verborgen find., Ich fühle, daß ich jetzt meine Sünden abbüße, die ich während? dreißig, vierzig Jahren begangen, wo ich als Parasit von. fremder Arbeit lebte und immer wie ein Wolf um mich? blickte. Jetzt aber erfüllt mich ein Gefühl der Rührung, wenn? ich mit dem Menschen in Berührung komme." Er schweigt, wahrscheinlich über die folgenden Gedanken� nachsinnend. Draußen dämmert das Morgenlicht. n „Weißt du, hier, weit vom Wirrwarr des Stadtlebens,� denkt man tiefer und ruhiger, und hier erst habe ich das- russische Volk kennen gelernt, von dem wir. die Intelligenz,? früher mit so großem Aplomb gesprochen haben. Jetzt be** ginne ich hier tief an das Mesfiastum Rußlands zu glauben»? und nirgends konnte sich der Kommunismus so üppig und1 schnell entwickeln, als in Rußland. An sich ist der Kom-� munismus materialistisch, harr, er denkt nur an den Bauch.: Wenn er zuerst bei einem von Natur aus mater ialistischenj Volke angewandt würde, so könnte das Bild vielleicht nicht, ganz so verlockend erscheinen. Aber das russische Volk tstj anders... glaube nicht, daß es bei mir Chauvinismus ist.? — verstehe, nie bin ich mehr Internationalist gewesen, aber;. man muß doch die Wahrheit sagen! Blicke einmal in diese unermeßliche, grenzenlose, russische Natur. Unsere russische? Steppe, kann die eine Grenze haben? Zielst sie sich nich< unendlich in die Ferne?... Ebenso versteht der Russe nicht« wie der Mensch eine Grenze, eine Schranke schassen kann, eine dunkle, sinnlose Furche ziehen, auf beiden Seiten, Pfähle errichten kann, mit der Aufschrift: Das hier ist deiw — das dort ist mein. Sein Verstand, sein Gewissen fassen. das einfach nicht. Das Umherftreifen ist ja auch eine. große Seele und ein feinfühlendes Gewissen, und an alles im Leben tritt es mit. einer religiösen Andacht heran. 9lun hat es dieser prächtig gemeißelten Statue des Kommunismus seinen freien Geist eingehaucht, es hat sein lebendiges Ge/ wissen hineingelegt, und vom Tode erwachend, aufersteht' die kalte Leiche. Die Welt soll so sehen, daß es auf einem« solch Hohen moralischen Piedestal, wie die geschaffene soziale, Gleichheit, das Glück auf Erden verwirklichen wird. Du« mußt aber nicht glauben, �daß das russische Volk aus dem> Kommunismus sich einen Fetisch macht, es errät instinktiv, f daß die Durchführung des Kommunismus bloß ein Mittels ist, während das Ziel noch ferne schwebt. Es errät in-j stinktiv, daß die einzige Rechtfertigung eines gerechten so-: zialen Baues darin besteht, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich frei geistig und moralisch zu vervollkommnen,' und immer höher und höher zu den Himmeln strebend,'. hier auf Erden zum Eott-Menschen werden, von selbstver»' leugnender, lichter Liebe zum Nächsten erfüllt. � (Schluß folgt.)* 1' 1 Die Bestimmung unserer Politik darf uns nicht aus der Hand genommen werden- lieber die Politik eines Zusammenschlusses mit Ruhland zum Krieg gegen die Entente werde jetzt viel dis- kutiert. Diese Idee findet bereits Unterstützung. Soll aber in solcher ungeheuerlich wichtigen Frage die deutsche Arbeiterschaft von der Mitbestimmung ausgeschlossen werden? Sollen wir die deutschen Arbeiter von der Aufklärung hierüber abhalten? Ich fürchte, datz die russische Revolutüm im dialektischen Prozeg um- schlagt in die Förderung der Konterrevolution. Wir dürfen nicht auf die russischen Bajonette schauen, sondern aus die Oekonomie. Die Pfeiler der Weltrevolution stehen heute in England und Deutschland. Jeder Sozialist müsse sich auflehnen gegen die rusn>chen Bedingungen.(Starker Beifall.) Adolf Hoffmann: Der Arbeiter hat begriffen, datz es um seinen Kopf und Kragen geht. Er hat begriffen, daß eine geschlossene Internationale der Arbeiterschaft notwendig ist. Gen. H i l f e r- ding hat gefragt, wie sich die Massen verhalten werden. Diese sind sür den Anschlug. Wir müssen uns vor einem neuen vierten August sichern. Auf diese Erwägung seien die Bedingungen der dritten Internationale zurückzuführen. Ich habe dem Terror nie das Wort geredet, aber wie die weitere Entwicklung verlaufen ist, werden die Massen den Terror über den Kopf der Partei- führer hinweg ausführen. Es kommt nicht auf den Namen einer Partei au, sondern aus das, was dahinter steht. Das Parteipro- gramm sei nicht ausgeführt, sondern unterbunden worden. Wir erheben heute Einspruch gegen die öffentliche Kritik an den rufst- schen Zuständen. Ich habe die größte Verehrung für Kautsky. Ich verdanke ihm meine ganze sozialistische Schulung. Aber Kautsky sei den rufstschen Genossen durch seine Schrift in den Rücken ge- fallen. Hoffmann habe damals Kautsky vor der Veröffentlichung gewarnt. Wir müssen es anerkennen, daß ste jetzt an der Front und im Hinterland eine außerordentliche sozialistische Propaganda entfalten. Wenn die Frage von vornherein als Frage für oder gegen die Bedingungen behandelt worden wäre, hätte die De- vatt« unmöglich diesen Verlauf nehmen können.(Beifall.) Block(Leipzig): In dem Absatz 7 wird immer unverblümt der Hinauswurf von Kautsky und H i l f e r d i n g gefordert. Die Bedingungen räumen einer Zentrale das uneingeschränkte Aus- lchlußrecht ein. Darüber könne man doch nicht hinwcggleiten. In der Rede Hüumigs und noch deutlicher in der Rede Geyers waren Gedankengänge enthalten, die sehr oerwandt find mit Auffastun- gen. die in letzter Zeit wiederholt in der„Roten Fahne" aufge- .treten stnd. Ich möchte ihre Tendenz als Halbnationalbolfchewis- mus bezeichnen. Wir sollen uns heute ausgehungert in einen Waffenaang mit Frankreich stürzen. Solche Forderung ist in diesem Augenblick ein Verbrechen. In der nächsten Zeit werde um die Seelen der Arbeiterschaft geworben werden. In diesem Kampfe erwarte ich von dem Zeitungsdienst eine durchaus objektive Hal- tung.(Starker Beifall.) Eichhorn weist den törichten Gedanken zurück, als ob es den rusfifchen Kommunisten darauf ankäme, die deutsche Arbeiterschaft in den Krieg gegen die Entente zu treiben. Das Gespenst des Rationalbolschewismus macht auf mich keinen Eindruck, er wird von den Kommunisten selbst aufs fchärsste abgelehnt. Eichhorn schildert das Werden der ersten und zweiten Internationale. Das Versagen der zweiten Internationale am 4. August 1314 beruhte wohl nicht allein auf der Autonomie, sondern auf ihren faulen Teilen. Aber hätten wir eine straffe Zentralisation damals ge- habt, so hätte man viel früher die zweite Internationale reinigen oder umbilden können. Hilferding zitiert das Ausnahmegesetz. Gerade da war alles straff zentralistert aufgebaut.(Zurufe!) Eine illegale Organisation wie ste damals bestand, konnte aar nicht ander» als zentralisiert organisiert sein. Ich war auch bis ISIS noch für die Autonomie der einzelnen Parteiorganisationen und habe Rosa Luxemburg und Liebknecht deswegen bekämpft. Aber die Revolution hat uns das Gegenteil gelehrt. Wir brauchen eine Exekutive, die Gewalt hat, die Parteien ausschließt, die sich nicht fügen. Ich spreche die neue Internationale nicht als eine Art Seminar für Erforschung des wistenschaftlichen Sozialis- mus, wie e» die zweite Internationale war, sondern als eins s 5 Kampforganisation an. Eschhorn wendet stch ebenfalls gegen die '�Darstellung der russischen Zustände, die der antibolschewistischen Liga auf ein Jahr Stoff gäben. Wenn wir eintreten, haben wir mitzubestimmen.(Einspruch Dittmanns.) Man darf nicht über alle diese Dinge stolpern. Man muß einfach den Verstand sprechen lasten in solchen revolutionären Zeiten. Eichhorn weist darauf- hin, daß auch in der alten Partei der Parteivorstand sich die Kon- trolle über die Parteipresse vorbehält. In der Praxis find solche Dinge eben Selbstverständlichkeiten. Man kann nur solange in einer Partei sein, als man ihre Grundsätze anerkennt.(Stiir- misch« Zustimmung von allen Seiten.) Diese Bestimmungen werden uns nicht davon abhalten, zur dritten Internationale zu gehen.(Lebhafter Beifall.). »reitscheid meint, daß die Reden von beiden Seiten nicht mehr überzeugen könnten. Es sei also gleichgültig, aufgeregt oder weniger ausgeregt zü diskutieren. Es muß aber betont werden. daß die internationale Solidarität feit jeher von uns gewahrt worden ist und immer geübt werden wird, gleichviel, wie wir theoretisch zu Sowjetruglond stehen.(Sehr richtig!) Di« Be- lölignug dieser internationalen Solidarität gegenüber Sowjet, rußtand mutz uns aber überlasten bleiben, die müssen wir selbst bestimmen.(Sehr richtig!) Wir glauben der Sowjetrepublik den besten Dienst zu«rwäisen. wenn wir ausführlich und freimütig Kritik üben. Das wäre eine traurige Internationale, die die freie Kritik unterbinden würde. Obwohl ich selbst wahrscheinlich auf dem Altar der dritten Internationale geopfert werden soll, so betone ich doch auch hier, was ich immer betont habe, daß wir mit den russischen Kommunisten zur Einigung kommen müssen. Aber wenn wir diesen Bedingungen entsprechen, dann leisten wir der deutschen Revolution nicht den Dienst, den wir ihr nach unserer Einsicht leisten müssen. Die Bedingungen stnd nicht abzu- schwächen, ste sind ultimativ. Breitscheid ist überzeugt, daß die Deutschen strengere Bedingungen erhalten haben als beispiels- weilc die Franzosen. Die Russen haben eine deutsche Revolution nach ihren nationalen Erfordernisten nötig, die sie selbst geistig und physisch von Moskau leiten wollen. Ich habe für Würde, für Namen und Emblem« nicht viel übrig. Es kommt einzig und allein darauf an, od die Ding««inen Fortschritt für die Reoolution bedeuten. Und da« kann ich hier nicht anerkennen. E» handelt stch nicht um die Würde, sondern um den Einfluß und wir würden in Moskau immer i» einer hoffnungslosen Miuderhett bleibcn. Auch der Ausschluß wird der Revolution nicht dienen. Breitscheid nimmt Kautsky warm in Schutz gegen die Vorwürfe, daß er weißer Konterrevolutionär sei. Auch unsere Revolotion mutz aufgebaut fein auf Wissenschaft und Theorie. Ich wünsche die Beantwortung der entscheidenden Frage- Anerkennen die Anhänger der dritten internationale die Diktatur de» Proletariats, so wie sie in RizMand ausgeübt wird? Denn dort herrscht nicht die Dtttawr des Proletariats, nicht die der kommunistischen Partei, sondern die Diktatur euiiger weniger Führer. Das mag gut oder schlecht sein, das ,st aber fo. Es ist nicht nur der Revolutionär, der diese Bedingungen unbe,ehcn schluckt, der revolutionäre Charakter einer Partei hangt davon ab, was man in seinem Lande unter Einsetzung aller Opfer zu tun gewillt ist.(Lebhafter Beifall.)...... Bratz-Remscheld steht auf dem Standpunkt, daß es kerne Un- Möglichkeit geben kann. Wenn wir als revolutionäre Partei gelten und unser« Pflicht tun wolle», müssen wir über kurz oder lang zu einem Verhältnis mit der dritten internationale kom- nun. Wenn die Russen bei diesen Bedingungen die Weitsicht haben fehlen lassen, die ich so,sst an ihnen bewuudere. so ist es doch durchaus möglich, daß die Russen aus ihren Verbaltnissen heraus zu einer solchen Beurteiluna gekomme« sind. Wir haben festzu- stellen, was an diesen Bedingungen auszusetzen ist. Rußland handelt auf Grund von Erfahrungen, die es in der Revolution ge- macht hat.(Zuruf: In der russischen!) Nein, auch in der deutsche». Die Kommunisten find grheilt worden von ihrer Taktik und baden sich unserem Standpunkt entschieden genähert. Mit de« Generalstreik allein erreiche« wir«icht du sozialistische Macht. Wir müssen uns auch darüber klar werden, daß wir bei den Endkämpfen um den bewasfnete« Ausstand ni-!.! herum- komme«,»reß stellt fest, daß die Konsequenzen für diese An- fchauung bi» jetzt nicht gezogen worden find. Da» ist de« Genossen im Land nicht unbekannt. Der Schrei«ach der Einigkeit ist der Arbeiterschaft nicht einsuggeriert. sondern er ist aus der Rot des Kampfes erwachsen. Die. Möglichkeiten zur Erhebung sind doch gegeben, einen Zeitpunkt zu bestimmen, bin ich nicht ver- messen genug. Die Arbeiter werden aus eigener Erfahrung den Kampf führe» mit dem schlimmsten Terror. Das sagen unsere besten Genossen, die kalten Blutes die Flinte auf die Schulter nehmen und an die vorderste Stelle eilen. Dann werden wir sogar die Diktatur über das Proletariat ausüben müpen. Wir haben es dann auch mit undisziplinierten Massen zu tun, die ge- bändigt werden müssen, soll es nicht zum Chaos kommen. Genau das gleiche gilt von der Preßfreiheit. Das sind gesammelte Er- fahrungen, die man nicht aus dem Auge lassen darf. Wir werden sogar nicht anders können, den Terror in unseren eigenen Reihen durchzuführen. Das stnd die Meinungen der Arbeiter, die ge- kämpft haben. Wir werden Verbrecher sein, wenn wir den Leuten sagen, wir wollen die Diktatur und führen sie nicht durch.(Leb- hafter Beifall.) Gen. Künstler: Das Zentralkomitee hat gemeinsam das Ant- wortschreiben an die dritte Internationale durchberaten und ge- rade Däumig und Stoecker hätten hieran einen großen Anteil. Auf der Grundlage dieses Schreibens hätten Stoecker und Däumig in Rußland verhandeln sollen. Ich habe im Dezember zu der Gruppe gehört. die bedingungslos für den Anschluß an die dritte Internationale war, aber die jetzt vorgelegten Bedingungen lausen aus eine Zertrüm- merung unserer Partei hinaus. Ich bin erstaunt, daß gerade Gen. Däumig sich den Bedingungen unterwerfen will. Nicht in Worten erkennen wir den Revolutionär, sondern da, wo das Einsetzen der eigenen Person im Kampfe notwendig werde. Alles was die Freunde von der Näteoraanifation am 9. Mai d. I. beschlossen haben, würde durch die Bedingungen der dritten Zoter- nationale über den Hausen geworfen. Eine Partei, die die poli- tische Meinungsfreiheit nicht ertragen kann, ist ein politischer Leichnam., Een. Ledebour teilt zur Geschäftsordnung mit. daß Gen. Ballod aus Rußland zurückgekehrt fei und hier als Gast beiwohne. Een. Ledebour fragt an, ob die Konferenz ein Referat dieses Genossen entgegennehmen möchte. Der Vorschlag findet große Unterstützung. Zunächst aber wird die Debatte weitergeführt. Wilhelm Herzog: Wenn man aus der Sonne Moskaus zurückkehrt und hier in perfidester Weife angegriffen wird, fo möchte man verzweifeln. Ich muß mich gegen diese Angriffe verteidigen. Sie gingen zuerst aus von dem Rechtssozialisten Heinemann. Hilser- ding hat behauptet, ich hätte Gelder der bürgerlichen Regierung unterschlagen. Ferner soll ich mit der antibolschewistischen Liga verhandelt haben. Diese Verhandlungen sollen sich an meinen hohen Forderungen zerschlagen haben. Dieser Angriff ist von der „Weltbühne" ausgegangen. Herzog habe daraufhin den Herausgeber der Weitbühne, öffentlich als Verleumder und Mist- käfer bezeichnet, ohne daß dieser Klage gegen ihn erhoben habe. Der„Vorwärts" babe denn ja auch die Anschuldigungen zurück- genommen. Der Vorfitzende der ll. S. P. D. habe dann gestern diese Angriffe wiederholt. Es fei unwahr, daß eine Untersuchung gegen Herzog erst von Crispien angeregt worden sei. Er habe selbst diese Untersuchung beantragt. Die persönlichen Angriffe sind identisch mit den Angriffen wegen meines Verhaltens in Moskau. Auf die Frage, wer Herzog nach Moskau gesandt habe, verliest Herzog einen Brief eines Mitgliedes ver kommunistischen Internationale, aus dem hervorgeht, daß man ihn als Publizist eingeladen habe. Da Herzog sehr weitschweifend wird, wird er wiederholt unterbrochen. erhält aber zur Widerlegung der persönlichen Angriffe verlän- gerte Redezeit. Die Mentalität der Bolschewisten und der deut- fchen Unabhängigen sei wie Tag und Nacht. Nach 40 Minuten Redezeit entscheidet die Konferenz, daß Herzog abtreten müsse. Es folgten einige persönliche Bemerkungen. Tri»- p i en hebt die Anklagepunkte hervor, die gegen Herzog vorliegen. Zur Debatte spricht nachher noch Een. Ernst: Die Aussprache über die dritte Internationale komme zu spät. Von der Zentrale sei viel verabsäumt worden. Was Moskau programmatisch fest- gelegt habe, sei unannehmbar. Die Erfahrungen der Kapp-Tage lehren die Unmöglichkeit der in den Bcdii'.,uiigen enthaltenen Zentralisation. Die Diktatur habe stch im Industriegebiet gerade dort bewährt, wo ste von unten heraufkam. Es berührt eigen- tiimlich. daß gerade die Parteigenossen die Annahme der Vehin- gungen befürworten, die bisher die Auffassung vertreten haben. daß der Aufbau der revolutionären Organisationen von unten auf zu erfolgen habe. Es muß jetzt in der Partei Klarheit geschaffen werden. An den Toren Deutschlands steht die Reaktion. Wir müssen Schluß machen mit dem Parteigezänk und kämpfen für die deutsche Revolution und für die Weltrevolution.(Beifall.) Referat Ballods Ballod erklärt, daß er in Moskau im Auftrage der lettländi- fchen Regierung war und daß er stch gefreut hat über diese Ge- legenheit, die russischen Zustande zu beurteilen, da er sich seit 23 Jahren mit der russischen Boltswirtschast beschäftigt haoe. Ich hatte auch die Meinung, daß Sowietrußland wirtschaftlich uns und wir Rußland stützen könnten. Ich bin von dieser Meinung abgekommen. Genosse Ballod erklärt, daß aus klimatischen Grün- den die russische Nphrungsmittelversoraung stark beeinflußt sei, «amlichdurch die große Dürre in der sog. schwarzen Erde. Das ganze Wolga-Eebiet hat wenig über das Saatkorn geerntet. Es glbt gewiß Vorräte, aber sie reichen nicht aus. Die Frage ist, ist es möglich, datz Rußland überhaupt allein durchlommt. Die Transportkrise ist ja etwas gegen das Vorjahr behoben, aber das Transportwesen kann natürlich nicht im ent- ferntcsten den Ansorderunaen gerecht werden. Ballod schildert ausführlich die völlige Entwertung des Geldes, die dazu führt. daß die Bauern nur sehr ungern gegen das Papier Produkte ab- ?. l!;enn?c, welche abzugeben haben. Der Redner legt auch ausluhrlich dar. daß vor einer Einwanderung ausländi- scher Arbeiter nach Nutzland dringend zu warnen ist. wenn dies« nicht gut organisiert und vorbereitet ist. Ballod vergleicht die Aufwendungen, d.e Rußland zur Abwehr der Invasion zu machen hat. mit denen Deutschlands während des Krieges. Er weist darauf hin. daß Deutschland 23 Millionen Tonnen Getreide früher eingeführt hat. wahrend Rußland 23 Millionen Tonnen Getreide ausgeführt hat. Das Entscheidende ist nicht, wer die Diktatur ausübt sondern was geleistet wird. Man muß cknerkennen, das, die Boffchewiften ossen sind, allerdings nicht so offen, als man wünschen möckte. Ballod schildert an vielen Einzelheiten, zu welchen Schwierig- leiten die Not und die herrschenden Zustände geführt haben. Die industrielle Produktion ist auf ungefähr ein Fünftel bis ein Sechstel der Friedensprodultion zurückgegangen. Das liegt zum Teil am Rohstoffmangel, zum Teil aber auch daran, daß die Bauern Flachs usw. gegen das Sowjetgeld nicht herausgeben. Die prinzipiellen Methoden passen eben den Bauer« nicht. Man hat offiziell da» Motto ausgestellt: Beraub« die großen Bauern, seid gerecht gegen die mittleren Bauern, helft und schützt die armen Bauern: aber auch dieses Prinzip oerbessert die allge- meine Lage nicht. Zum Beweise, daß der Robstoffmangel allein nicht am Niedergang der russischen Wirtschaft schuld-ist, verweist Ballod auf die Zuckerindustrle, wo die Rohstoffe da stnd, trotzdem sei es nicht gelungen, die Zuckerinduitrie instand zu setzen. Ballod betont allerdings, datz der Bürgerkrieg natürlich die Hauptschuld an de« Berhiiltnissen trage. Das Donezkohlenbecken hat schon durch den deutschen Einmarsch gelitten, dann besetzten es die Ukrainer, dann Deniklin. Es ist klar, daß die Ertragsfähigkeit darunter zu leiden hat. Es find gegen- wältig 103 330 Arbeiter da beschäftigt, trotzdem wird nur ein Sechstel des Friehensstandes gefördert. An Petroleum und Erdöl hat Rußland ungeheure Vorräte, aber durch die Transporttrife ist es unmöglich, diese Vorräte ins Innere Rußlands zu dringen. Ballod' würdigt die Leistung und den Idealismus der sührenden russischeti Genosse«. Aber er sagt auch, daß ste es nicht geschafft haben, die Wirtschast instand zu setzen. Er zieht wiederum den Vergleich mit Deutschland, da, als Eetreideeinfuhrland vier Jahre getzen die Weltblockade standgehalten hat. Die rufst- scheu Arbeiter waren im Anfang durchweg syndikalistisch gesinnt. sie dachten nicht an ihre Arbeitsgenossen, sondern nur an sich. Es ist heute genau der alte Amtsschimmel, der Bureaukratismus, der auch unter dem Zarismus geherrscht hat. Von einer rationellen Durchführung der Sozialisterung kann man leider nicht« Ballod erklärt das ungeheure Anschwellen der Beamtenschan durch, daß die Not einfach viele Leute zwang, staatliche ur Abgeben an Deutschland würde es selbst nicht langeis,� jetzt mit Polen Frieden gemacht wird und die ganze Arm« Arbeitszwcckeii benutzt würde. Man kann zu den Russen wie man will, sie haben nicht den Beweis, erbracht, daß I G ihrem Lande de« Sozialismus aufzurichten imstande ,ins. i> hafter Beifall.) m- Genossin Zietz dankt dem Referenten für den Vortrag. � Eine Anregung des Genossen Adolf H o f f m a nn. nossen Stoecker ein kurzes Korreferat zu den AusfuM� Ballods zu gewähren, wird dadurch erledigt, daß Stoenc klärt, in seinem Schlußwort auf Ballods Ausfuhrung«» ew �Genosse Obuch-Düsseldorf stellte dann an den Genossen die Anfrage, wie es mit der llralindustrie und der Mun» erzcuguna stehe_$ Ballod beantwortet die gestellten Fragen. Im Ural st» den 97 Hochöfen noch 19 in Betrieb. Die Hauptschuld ist„ genügende Versorgung der Uralbevölkerung mit Lebcnsm'- Die heutige russische Arme« ist mit den besten, modernsten I � sischrn Gewehren und Geschützen versehen, die zum Teil au. j changelsk, zum Teil von Koltjchak und Denikin stammen... Fischversorgung ist noch relativ am günstigsten. Am schwierip� ist die S a l z v e r s v r g u n g. Man bot an der lettlanen. Grenze für 1 Fuder Salz 1 Fuder Flachs, trotzdem das ig. einen hundertfach höheren Preis hat. Die Schiffahrt unm' ebenfalls einem starken Zusammenbruch.. Eichhorn ist mit Crispien einverstanden, daß über•p"'. Referat diskutiert wird. Er meint, daß Ballod den Wert! ,, wissenschaftlichen Darlegungen abgeschwächt habe durch sein«* tischen Schlußfolgerungen.. m Auf eine weitere Anfrage über die Rolle des Gewerl!»!».«, und Genossenschaftswesens erklärt Ballod, daß er darüber genügend unterrichtet sei.$ Darauf wird die Debatte geschlossen und die Sitzung„ Freitag vertagt. Es sollen noch die Schlußworte der Rest"' -entgegengenommen werden. Berichtigung. In der Rede des Genossen Stoecker, hie � in der gestrigen Morgen-Ausgabe veröffentlichten, ist ein_ weggeblieben, auf dessen Wiedergabe Genosse Stoecker eiitscstl, den Wert legt. Es handelt sich um den einleitenden Satz. fciofider tptnp mchp ffßannn iinh der allö J INS habe, lege ich Wert darauf, i« aller Oeffentllchkeit 1» klären, daß wir uns nach wie vor i« jeder Weise mit den rll!t>i Genossen solidarisch erklären." Genosse Stoecker fand mit u', Worten starken Beifall bei den Delegierten.— Der Berichterst<> stellt fest, daß der einleitende Satz des Genossen Stoecker dull? Wechsel in der Berichtausnahme verlorengegangen ist. Stimmen der Parteipreffe „Volkswille"(Augsburg). ,} Bis jetzt ist noch nicht viel in die Oeffentlichkeit gedrung«� daß anzunehmen ist, daß die Delegation nicht viel Ersrcui� zu berichten weiß. Es ist aber anzunehmen, daß die Koni«. die am 1. September tagen soll, und an der alle..Instaiu� Rcf* ettti Som fp-rrtöftma: TrtTf ttliiflßlt teilnehmen, sich mit dem Ergebnis befassen soll. Wir müssen aestehen, wir haben kein rechte» vertraue» zu derartige« sevenzen. Erinnern wir uns nur an die letzte, die Endo Ja i tagte, und ein Resultat zeitigte, das dem im November in Le>u. angenommenen Aktionsprogramm geradezu Hohn lachte. 1 vielleicht kein Zufall.''''. schärfste Attacke gegen keine Gefahr vor.______._______ H_______ rüchig mache, Crispien und Hilferding hatten schon den„Ton � gegeben. Jene Konferenz hat denn auch ihren Zweck vollaul. füllt, das Aktionsprogramm trat in den Hintergrund und> angebend war Hilferdmg in der„Freiheit". Sollte die neue � ferenz den gleichen Zweck haben? Sehr wahrscheinlich, den«� liegt Gefahr vor, daß die Opportunisten ins Gedränge kow?.� Die Delegation hatte nämlich aus Moskau ganz bestimmte v' mitgebracht und zwar die Aufforderung an unsere Partei, reinigen von den opportunistischen Führern, damit die Partei ihrem revolutionären Handeln und in ihrer revolutionären Wickelung nicht gehemmt werde. Diese Ordre ist sehr deutlich F wird wohl auch von alle« Genossen, deren Urteil nicht g«:'-! wird, richtig verstanden werden. Nun muß die USP. die des Beitritts zur S. Internationale klar und deutlich, warten, es darf kein Hm- und Herlavieren mehr geben 5�lyi dem notwendigen Anschluß an eine kampfkräftige internatio»� Proletarierorganisation und der Sympathie zu den Führern. ,� diesen notwendigen Anschluß mit allen Mitteln zu yintcrtre'� verstanden haben. Moskau war aber noch deutlicher und ha> reits einige Namen genannt, die dem Anschluß der USP..aN Internationale im Wege stehen u. a. Kautsky und Hilferdinfl-� ist sehr bedauerlich, daß sich unsere Partei erst auffordern W';. muß, einer Notwendigkeit zu entsprechen. Wenn mit dieser«JA forderung aber dem Anschluß die Wege geebnet wären, könnte»u sie hinnehmen, aber es muß leider angenommen werden, dav � sowohl Kautsky wie auch Kilferding sträuben werden, die quenz aus der Aufforderung zu ziehen. Es ist vielmehr anz»'. men, daß man die Konserenz zusammenberust. um den Sachverhalt zu verwässern, den opportunistischen Führern j, den größten Einfluß in der Partei sichert und den Anschluß ai>� Z. Internationale N weiter hinausschiebt. Dieser eveniu«' Praxis muß mit aller Entschiedenheit widersprochen werde«, j, Ohne Rückficht auf Beschlüsse der Konferenz, die in der ang�, teten Richtung liegen könnten, müssen wir uns ans Werk um unsere Partei ausnahmesähig zu machen. Bekanntlich beschloß vor nicht ganz einem Jahr der Landes� teitaa der USP. Bayerns, den Anschluß an Moskau. Dt»''« ?am durch diesen Beschluß ver Wille der Mitglieder � Ausdruck. Und was haben wir in der Praxis erlebt? Der La»6,,, vorstand, der auf dem Parteitag neu gewühlt oder besia'� wurde und dessen Einzelmitglieder sich wohlbewußt sind, daß � Landesvorstand die Beschlüsse des Parteitages nicht nur zu rkUG tieren. sondern mit aller Kraft zur Durchführung zu bringen G- die ausführende Körperschaft der Beschlüsse in Bayern h?',.� bisher darin gefallen, in punkto auf den Beschluß zu pfeifen.... Der u an die 8. Internatio». schaden ist gar nicht" nicht der notwendigen Revolutionierung der Köpfe, Kampf des Spießbürgertums gegen di» Revolution. f,4i Ein klassischer Aussyruch eines in den Reihen der bayer. angesehenen Führers mag hier Raum finden. Er lautete: muß aus der U.S,P. hinaus, der ist viel zu t*v lutionä r." J Genossen, es wird Zeit, daß ihr eure Stimme erhebt, es hdA mehr davon ab, als nur den einmal ausgesprochenen Willen � wir weiter zu. daß die Führer unserer Partei dieser ihr ein G, präge geben, daß ne nicht mehr in eine revolutionäre Interna'- nale paßt, dann ist der Daseinszweck unserer Partei verfehlt.* darf nicht geschehen. schleunigste Einberufung de» Lande spart'« rages für Bayern und konsequente Durchführung aller N'zz «ahme» zur Reinigung uusem Partei von Opportunisten* «ahme«„_. Spretzbiieger«. unsererseits so schnell als möglich eine Umfrage zu veranstalten. Wir haben daher an alle unsere Betriebs- und Anaestelltenräte zwei Fragebogen versandt mit der Bitte, um genaueste Ausferti- gung und Rückjendung bis spätestens 10. September. Wir wenden uns hiermit nochmals an alle Betriebs- und Angestelltenräte, unserer Aufforderung bestimmt nachzukommen, um das wertvolle Material sammeln zu können. Sollten einige der Afa angeschlosse- nen Betriebsräte noch keine Fragebogen von uns erhalten haben, so bitten wir, dieselben bei uns unverzüglich anzufordern. Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände. Ortslartell Eroß-Berlin. Flatau. Liebeskind.' Achtung Betriebsräte bei Abschluß von Arbeitsordnungen. Die Unternehmer versuchen dem gemeinsam vereinbarten Text der Arbeitsordnung(Metallarbeiter-Zeitnvg Nr. 35) für die beionde en Berbältnlsse tu de» Betrieben(MontagS-Belriebe) all« mSgtichcu Anhängsel zu gebe». Die Kollege« werden ersticht, mir nach vorheriger Rücksprache mit der Ortsverwaltnng ihre Zustimmung zu geben. Deutscher Metallarbeiter-Berband. Die OrlSverwaltnng. Gewerkschaftliches Für die Kommunalisierung des Baugewerbes Das neue Groji-Bcrlm steht wirtichaftepoliiisch vor ungeheure« Aufgaben. Zchnlanscnde Familien find ohne Wohnung und doch stockt die ganze Bautätigkctt, weil im Krieg« die kostbarsten Materialien für Verutchlnugszwecke verbraucht wurde», und weil man nack dem Kriege die Reste au Rohstoffen und ProdultiouS- mittel», für die bessere Bezahlung, ins Ausland geschleppt hat. An Ricseugcwinnc gewöhnt, wolle» die Unternehmer, da die Konsum- kraft fehlt, ihre Betriebe nur aufrecht crhaltcu. wenn ihnen diese Gewinne aus öffentlichen Mitteln im voraus sichergestellt werde». Eine Wirtschaftspolitik, die den sechs Jahre laug betriebenen Bankerott aus die Spitze treibt. Um der Gemeinde Groß-Berlin zum Bewußtsein zu bringen, daß sie neue Wege gehen muß, um fich der unsiuntgen Preistreiberei und Baukerolteurwirtschaft»u cnt- ziehen, haben die Organisationen des Baugewerbe? gemeinsam mit der Afa Donnerstag sieben Versammlungen abgehalten, in denen folgende Resolution bcschloffen wurde: „Die elenden Zustände im Baugewerbe und die große WohnungS- not, herbeigeführt durch die infolge der kapitalistischen Profitwtrt- schaft eingetretene Bertcuerung der Material- und Banprcise, führen immer weitere Kreise zur Erkenntnis, daß nur die Eoziali- f t e r u n g des Bau- und Wohnungswesens eine gründ- liche Befferung herbeiführen kann. Tiefe kann und muß herbei- geführt werden, wenn oll« Vertreter der im Baugewerbe tätigen Berufe, die Betriebsräte, die Angestellten und ihr« Orgauisatiougn, in Gemeinschaft mit' den politischen Vertretern der Arbeiter in der Kommune Groß-Berlin die praktischen Maßnahmen zur Kommpnalisierung des Baugeverbek sofort in Groß-Berlin Betriebsräte uiuto« nun aus wruno oer von uuue&ijeim unucjjrvrnrn �Qhl ein provisorischer Eruppenrat gewählt, der eizergisch bei der L�reinigten Zentrale auf schleunigste Acndernng der ungeordneten ~m,äft8 fahren ab Gesundbrunnen Züge um 12. 16, 12.46, 1.16, 0.31. Noch Eesundbrv ladren Züge um 6.27, 7.01, 7.17, 7.47, 8.01, 8.17. i-när» Wilmere»«»!. Tchmargz�.tars, Grunewald. Heute, Auagab« der Funtt � ausweise für den erweiterten Vorstand und den Obleuten der NommtsstaneN der„ssieiheit-Ipedition. Taubstummen< Partei- Band, USVD.-Pezrrk Grast-Veilin. Oeskentliche stummcnversammlunq am Freitag, den 3. September, abends sh7 Uhr,> Prachtiälen„AI,.Berlin- kEia'scr Saals. Di« barenden Genaffen werden geoe»»- ihre laublrummen Kellegen aus diese Bersammluna ausmerisam ju mofl)«»; Steglitz. Heute, 8 Uhr, Sitzung der Agitationslommilstan b-l Rangl, straste 4. Erscheinen unbedingt er, orderlich.«.»i-« Temptlhai. Genolsen, die gewillt stnd, fich an der am Sonntag, den b. Eep der. nachmittags 4 Uhr in Schünow bei Zollen stattfindenden Versammlung» beteiligen, lreffen stch um 11.30 am Bahnhof Mariendars. Mariendars. Heute, 7!H Uhr. gunltionüroerlammlung bei Streiter, Eham«' ' S-ltian»er Gl-swiNee, Pili-»,b«esfingglaser. Heute, 7 Uhr, Seydelstr. � Seitionsoerl-mmlung. Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Die scstionslei V Vereins Kalender Zentr-l-erb»«» der«»geftrllir». Fachgruppe 4- sVertrauensleuteverlammlu� der Verstcheruuqseinnehmerl. 3. 9., abends 6 Uhr im Restaurant«all«. N-Bt?- - Fachgruppe 10.?g fBlulen, schürzen, Fupons). Oesrenilich- Versammt»�. 714 Ubr, abends. Mustk-rs-le. Kailer-Wilhelmstr. 31 CHochjeitsJaot)— gruppe 12 sBaugewertes. Oefsentliche Ve-sammlung, 3. 9./ Uhr»bends,, baadsbureau, Zimmer 6, Veste-Allianr« Str. 7<10.— Fachgruppe IKj(K druckereiens. S-ttian-sttzung. 3. 0., 7 Uhr abend-, Verdandsbureau. Zimmer Belle-Alliance-Str. 7-10. Aus den Organisationen 4. Distrikt. Vollpersanlinlun» der Näte- und Eewerkschastskommisstonen, Sann- tag vormittag, tzlh Uhr bei Lasser, Lausitzer Str. 25. 8. Distrikl. Sonnabend, 6 Uhr, bei Dietrich, Marsiliusftr. 23, Vall-ersammlung aller politischen Kommissionen des Distrikts. Nur Kommisstonsmitglieber haben Zutritt. 8. Distrikt. JunktionLrausweise. die sür die Versammlung am Sonnabend be- nötigt werden, stnd heute abend bei den Ableilungsführern abzuholen. Zutritt haben nur Abteilungs- und Bezirkssührer, Aktionsra» und Vorstand. 13. Distrilt. Der Kursus des Genossen Ausländer über da, Kommuni, tische Manisest findet nunmehr am Freitag, den 3. September d. Z. im Lokal von Bardubn, Schivelbetnerstr. 23, pLnitlich 744 Uhr, statt. 13. Distrikt. Die am Sonnabend angesetzt« Sitzung der politischen und«gitatians- kommtiston fällt umständehalber au». 13. Distrikt. 3. Abteilung. Freitag, 7 Uhr, Abteilungskanferenz mit den Kam- misstonsobleuten zusammen Swinemünder Str. 51 bei Bentsch. «Ile-Aukance-'Str.<-10.. �_.... D-ntschee Tr«n-?s»t»rb-it«r-Bekband. Branche der-chwer- und Leichtfuhnocr� tsch?r an? säniLlichen Fubrbetrieben Groß-Berlins. Frertag, 7 Uhr. bei-vo te.'ierstr.!7. allgemein« Versammlung.»... �.lAafip Buchbinder verband. Heute, nachmittag H5 Uhr. im Taal 4 des' Hauses,. Enaelufer 15, Versammlung der in Buchbindereien. Buchdruckerei-. Kontobuchsabriken belchaftigten Frauen. Tagesordnung:„Entlassung der ö* nach de: Verordnung des Demobilmachungskommissars". � � verband der �risenrgehilsen. Heute, vormittags 10 Uhr. sendet eint omnt Arbeitslosenversammlung der Friseurgehilsen statt. Referent: Genosse Bo ßr vom Arbeitslosenrat. Verband sozialistischer Geichlch i�er Lehrer. Sonnabend. 7!4 Uhr. ZlathlUtS. Arbeitssitzung,' Geschichtsunterricht. Unsere Elternbeiräte find herzlich eingei — Voryer um 0 Uhr Geschasts-Vollsitzung. �-.. Arbeitslosenräte Geob-V-rli». Am Dienstag, den 7. September, pünktlich aven 7 Uhr. findet-ine Vollversammlung von Grotz-Berlin statt. Arbeitslosenlommission. Am Sonnabend, mittags, pukkttich 1 Uhr, finde � Besprechung im Bureau des Arbeitslosenrates. Älofterftr. 92, 2 Tip., statt, w liche Bran'chentom Missionen müssen vertreten sein. � � 7 uftt, Aepvblitani.'cher Führerband. Bezirk 5 und 6 fOsten-Lichtenbarg). Heut«. 7 UP Mitgliederversammlung. Petersburger Str. 4. �chulaula.«anl« Vertraaensmannerverlammlung des AUgemernen�Verbandes der.�a angestellten. Heute, 7 Uhr. in den Sophiensälen. cophienstr.!<, in der die. Mari und�E m o n t s über die Verhandlungen des vierten ordentlichen bandstagek�vericht erstatten«erden.,,«v..i t w- 7 Hbf» Freie....ialiltische Zng-nb, Gruppe Südosten���Heut��Fie�tag� ab-nb- 7�»»., große öfentliche Zilgendversammlung in der Echu! „Bedeutung des internationalen?ugendtages'. Sch�wlmm'ver/in" �WellV-"sÄ�bteilung �Berlin' und Lichtenbergs. Amtliche glieder tressen stch Sonntag, oormittag,'>.10 Uhr am Bahnhas W, Hieben» „Internationalen Iugendtag". Abmarsch 1054 nach Picheisberge(zum Freund").. �„ Lebensmittelkalender L-rlln. Von beut«, den 3. d, M ob wird bis aus meit-r-z Mts die« 1 B»-Karten o; Liter Vollmilch o-rallsgabt die übrige Be!,-s»ung bl-,bt un- ändert.- Der Abschnitt 50 der„S«onn�tm««ptember einge' 8 werden, Bus dielen«bichnitt können Pier Päckchen süstftoss H'Pockuns, � Preise von je 1 M„ verousgobt und entnommen werden. Die Abschnitt« dürfen nicht mehr eingelöst werde». �,,„ ,, Weihense«. Werdende und stillende Mutter ,n der Verioussstell« eolelerstl�kz 1 Psund«i-n-nhonig zum Preise von IZM.. 1 Stuck K-rnscise zum. » M. Für Kinder im ersten und zweiten Lebensiobre 4 Pakete Zwieback Malz, 1 Stück Kernseise, 1 Psund N-i,»der 1 Psund Haserslocken. Di- Goldhamsterei beginnt wieder und hat bereit» Preissteigerungen zur Folge i" habt. Infolge rechtzeitiger JEinkäuse verarbeite ich garant. 20 Kar. Goldkronen 75.— Zahnersatz in echtem KanWK der Zahn von 5— a« Jahn-Praxis B. Wölfs, Charlottenburg Berliner Straße 110, am Will)ilm-Platz. herzustellen und zu bevorzugen, ist heute jedermonn» dreifache Pflicht! 1, weil die Derdanung»organe, zumal die durch Kriegshost geschwächten, keine grobe Nahrung auszunutzen vermögen, vielmehr haa Beste daraus unverdairt wieder ab- ftohen! 2, weil weder Staat«och Konsument mit Slahrungamltteln solche Der- schwendung treiben bönnen, dah da» Wertvollste der genossenen Speisen unverdaut den Darm 3. weil" w' Oualltät-fabrikaten mehr persönlicher Ardeitsfieih und daher mehr Arbeiislohn stecht»l» ,m groben M-schin-nfutter. Wer feinem Körper und Geldbeutel dienen will, der geniest- immer k-use also stet»«eichardt» Edelfabrikate! Erhältlich in den R-ichardtfiliolen! -tlnhaltstr.?, Lewziger Str. 10«, Prinzenstr. 30, Rosen, Haler Str.«!,, Rheinstr-s,- 1, Svittelmarkt 14, Eharlottenburg, W ilmcr» d orser Straste 40�41, sowie in a�n an Schildern und Plakaten»ertlichen E-schäfl-n. Sonst direkter Bi,,„nd ob Äeichordtwerk Wandsbek. SriekliillkIlen.NllnM flsukt Lrossmann, lolisnnissir. 4 Nord» 1062t._ Kupfer 13.— Zinnl LBtzInn, WelBmetall, Kupfer, Rot* guB, Messing, Aluminium, Nickel, Biet* Quecksilber,»c�mTi� Stanlolpapler, Kapselbiel, Zahngebisse, Zahn bis 100 9». I PlaUnabfBlle, Gold- u, Silber. Sachen, höchste Tagespreise. ■delmatall- Einkaufsbureau, Weberstr. 31. m«lü» ElZtlllt«MW O bis 200 Mark, jedoch nicht unter V M. pro Jahn Plaliii-BrmWe. i Maiite«Ii».■ »zu dckannthöchsten Preisen GO-ll.Silderbnills und Jurvelrn kaust weit über den höchsten Tagespreis J. Herz Fehrbelliner Str. 52 Vorderhaus links, parterre Kupfer Hessing 311 höchsten Tagespreisen Wnhauser Allee Al Ringbahnhof Schönhauser Allee. Hetslie Ufeikieger ZINN Quecksilber kaufen laufend Kosliner Straße k SAlzelldorfer Straße Z 9 u. 7.SÜ mm kauft zu höchsten Preisen. Kirstm. WetlstraßeR. -Messing. Bl«i,«»tguß kaust, höchst- Preis« zahlerid, imWllsl Nähe Oranienburger Tor. 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Min«Mrbeiln-BerbM Dermattungsstelle Berlin. reNesanaeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder gestorben sind, der Werkzeugdreher Fritz Thieger am 27. August. £>ic Beerdigung findet am Freitag, den Z. d. Mts., nach- mittags 3*U Uhr, von der Leichenhalle des Heiland-Kirch- Hofes in Plötzensce aus statt. Der Anschläger Nitton Bremer Boigtstraße 39, am 30. August. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 4. d. Mts., nachmittags 2M. Uhr, von der Leichenhalle des Stadt. Friedhofes in Ahrensfelde aus statt. Der Schmied Kerl Fritz Malplaquetstraße 37, am 31. August. Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 4. d. Mts., nachmittags Uhr, im Krematorium Gerichtstr. statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ehre ihre« lllndenkeu! Die Ort»ver«attuug. KUpstt Mark 13.— Rvtgllß. 11.50 öle fing. 6.- Ae. 3.30 Bton. bis 38.- ufm. zahlt Wiemer Pescelstr. 3 Helmholtzsttaße 11 1, beides an der Wb:: Wliu"Silber zur eigenen Derwenbung, daher atlerhöchfte Preise, kauft Dental. Lsboratorinm .«urflirst-, Kursürstenstr. 89. DER MIETERSCHUTZ »est« gemeinverständliche Darstellung des Mieterschutzes und der Höchstmietenverordrmng Unentbehrlich für jeden Mieter p'el» 4.00 Nk. I-I Preis 4.00 Mk. Zu beziehen durch' die„Freiheit"-Spedition: „Freiheit" Buchhandlung, Berlin C2, Breite Str.8-9. Bekanntmachung. Allgemeine vstskrankeiittlsse Aerliu-WUmersdors. «. Nachtrag jur Kaflensatzung. »eschisssen in der ardentlichen «usschustfitzung». 2». Juni 1020. Geändert find die gg l, 19, 20. 48, 66 und 80. BerliivWIImersbors, den 3. Juli 1020. engelhardt, T-lkmttt, � Dorsitzend«,. Schriftführer. «enehmigt; Gharlottenburg, be» 9. August 1920. Oberversicheruagsa«« G.vtz» Berlüi. gez. Menzel.. Stempel. Ausferrtgllug. Nr. II. S.K. 627. 29. Dieser 6. Nachtrag ist g«. nehmigt und tritt, soweit die» nicht aus Grund der D-rarbnung der Negierun» vom 30. April 1920 bisher geschehe» is«.«ft htm 6. September 1920 in«rast. $« genaue Wartlaut be, Satzungslnderung ist»1» Statutennachtrag gebruch« unb kam«»am 6. Septem- »er b. Is. ,d im Kassen. lakol, Schalter 12, unent. gelllich gefarbert wrrhrn, Merlin- Wtlmersbors, de« 1. September l«v. Ützsrstsn». Engelhardt, Porfitzenber. DMer MtMbeitll-ArbB Äernjaltungsstelle Berlm N. A. Linienstr. 83-8- Seschäsözeil»ou vorm. g Ahr di;«ach«. 4 Uhr. Telesthan; Amt Norde« 1»S. 12Z!». 1087, S714. Achtung! KlelttMWe! Achtung Zu der heute Freitag, den S. September» abends 6'/, Uhr In der Schulaula, KoppcnplaS' statlfindeuden Versammlung der Betriebsrate und Vetriebsoblrute komme» nur die Fun'' t i o» ä r e der Elektroindustrie in Betracht Die Ortsvermaltung�, Deutscher BmrhM-Mmid Bezirksverei« Berti« Sektion Tiefbad Am Sonntsg, den 5. September 1020, vorm. 9 Uhr, det Boeker, Webefttr. 17, Versammlung aller ln den Tlesbsnbetrieben beschäftigten OTitgtleb**» Tagesordnung: 1. Unser Tarifvertrag. 2. Dtskusfion. Werte Kollegen I Da e» stch um-ine ä-tzetst wichtige gelegenheit henbelt. ist«« Pflicht«ine» jeden Mitgliebe»,»n scheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Dle Sektionsleltung. I. A.: Karl Tornow. DkÄscha BeMWMdciler-BekbB Filiale Berlin:: Sebaftianftratze 37i3f> Filiale lllchtung I ■Kchtungj Hene»'. Knaben- und AmMliintei-Konseßtion. Zuschneider, Znschneiberimen, Hosen-" Westenschneider nnd-Schneiderinne ____—_ nteg»_ bei Bseber, Weberstr. 17, ein« erinnen. abend» 7 Uhr, finde» issMche WiAll-MmNlW statt. Tagesordnung! 1. Müsse« mi» bi« Tarife nnegefiaUenT SRefnnrt Kolleg« Fischer. 2. Diskusston. zu sein Brmerplslslen käust zu sten Preisen Kirstets, A eichend ergrr um jederzeit aeruste Di« K-m-nisfi»». Folgend«»eschfistssttzungen mllsten w-g-nAufgab« de, Lokalsvofi ziegler nach dem Lokal«an«ssch»,«rllnstr.»l.»erlegt werke«- sGeainn aller Sitzungen abend» 7 Uhe.)...... Am 3.. Sonnabend im Monat: für Pohl» Schmidt, s. Neich� man», Gebr.Mane», lliappold& Söhne, Müller t Leopold, Adolf«. Stern. Am 3. Montag im Monat! für Koh I-Fokobawitz, z. Waegew-, ftern,«. Ne,» Co.,»ök 4, Schit», Wiener«- Putzrat»., Nach de« Lokal von Ctnwens, Sophien str.•: Am 2. Montag im Monat: für Bender 4- Gattmann, Weitz»« «, Warschane?, Daube 4-»anopke, Buchsbaum» Leiser-. Die Kollegen»on der Fa. Max Lest-,: jede» 4. Sonnabe» im Monat im.Schulthettz- a.». Schillin, drücke, Gck-Holzm-rktstr.� SBtenkrauei «»0? DssSamese leeren stellt sofort«in I. Spetltlon Strassi 11. J