Nr. 192. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. Telp 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Jnserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Erhöhung des Heringszolles. Zum festen Bestand der Ernährung des deutschen Ar beiters gehört heutzutage der Hering. Da das Fleisch vom Rind, Kalb und Schwein meist unerschwinglich ist, so ersetzt man es so oft wie möglich durch den billigen Hering. Denn nicht wegen seines Wohlgeschmacks, sondern wegen seines billigen Preises hat der Arbeiter fich an den Heringskonsum gewöhnt. Durch ihn ist er im stande, sich häufiger FleischNahrung zu geftatten. Donnerstag, den 19. August 1897. Politische Nebersicht. in Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ermächtigung seitens der Berufsgenossenschaften zu wachen. Mannschaftsfrage, die Heranziehung und Heranbildung einer neuerdings zwei Verfügungen erlassen. In der einen wendet er größeren Bahl von zum Heringsfang geeigneten Personen, sich gegen die geschraubte, weitschweifige Darstellung von amtlichen gelöst werden müsse. Die in Deutschland vorhandene Mann- Borgängen u. f. w. und verlangt eine präzise Fassung. In der schaft reicht nicht aus, um im Falle einer weiteren Aus- anderen Verfügung bekämpft er die eingeriffene Unfitte, bei Be dehnung des deutschen Heringsfanges, die nach Erhöhung des förderungen, Auszeichnungen von Borgefeßten die devotesten Glück. wünsche an den betreffenden zu richten." Bolles unausbleiblich wäre, die Logger zu bemannen, so daß Die Berufsgenossenschaften haben dem Reichsdie bestehenden und neuen Gesellschaften an dem Mangel Versicherungsamte die Rechnungsergebnisse des Jahres 1896 übergenügend befähigter Mannschaft zu grunde gehen würden." mittelt. Die dem Bundesrathe und Reichstage zu unterbreitende Dieses Urtheil aus kompetenten Kreisen sollte hinreichen, Busammenstellung fann somit in Angriff genommen werden. Zum um die Illusionen der chauvinistischen Heringszoll- Politiker zu letzten Male wird sich, wie wir den Berl. Pol. Nachr." entnehmen, Trotzdem so der Hering für die Volfsernährung die Rolle zerstören. in dieser Zusammenstellung ein Posten befinden, der elf Jahre hineines Zufluchtsmittels bei knappem Geldbeutel spielt, war er Nichtsdestoweniger werden sich jene Kreise nicht belehren durch recht beträchtliche Beträge aufgewiesen hat, der Zuschlag bisher schon in gefalzenem Zustande mit einem Bolle belegt. laffen, die aus finanziellen oder wirthschaftlichen Gründen ein aum Reservefonds. Nach dem Gefeze waren die BerufsgenossenAus dem Verbrauch von Heringen fließt der Reichstaffe zur Beit erhebliches Interesse an einer Erhöhung des Heringszolles fchaften verpflichtet, die ersten elf Jahre ihrer Thätigkeit hindurch einen bestimmten Prozentsatz der von ihnen gezahlten Entaus Zöllen eine Summe von 3½ Millionen Mark zu. Jede haben. Diese werden es nicht unterlaffen, dem deutschen schädigungen in einen Reserve fonds abzuführen. Die Zinsen dez Arbeiterfamilie dürfte an Heringszoll wenigstens 50-100 Pf. Hering ein Loblied zu fingen und alles aufbieten, um dem Fonds sollen ihm dann noch solange weiter zugeschlagen werden, pro Jahr dem Staate entrichten. Doch dieser Zollfab deutschen Arbeiter den vertheuerten Hering auf dem Mittags- bis er die doppelte Höhe der Jahresausgaben erreicht hat. Alle scheint einer Reihe deutscher Fischerei Interessenten nicht tisch zu serviren. Berufsgenossenschaften jedoch, bei denen der Fonds schon nach Abzu genügen, denn sie gehen seit einiger Zeit die Reichs- Nicht früh genug kann daher die Arbeiterklasse dieser lauf des 11. Jahres die gesetzlich vorgeschriebene Höhe erreicht hat, regierung an, den Heringszoll gleich von 3 M. auf 10 M. Theuerungspolitik entgegentreten; nicht scharf genug können sind ermächtigt, die Reservefondszinsen zur Bestreitung laufender pro Faß zu erhöhen. Pläne zurückgewiesen werden, die nichts anderes als eine ver- Ausgaben zu verwenden. Dem Reichs- Versicherungsamte wird nun Es ist nun ganz klar, daß eine derartige Bertheuerung mehrte Belastung gerade des ärmsten Theiles der Bevölkerung die neue Aufgabe erwachsen, über die rechtmäßige Benutzung dieser. des billigsten Fleisch Nahrungsmittels für die Lebenshaltung bezivecken. lad Gine ganze Anzahl der letzteren hat bereits beschlossen, ein es nicht unbeträchtlichen Theiles unserer Arbeiterbevölkerung die 3insen nicht weiter zuzuschlagen, sondern zur von Nachtheil sein müßte, und darum haben wir jede Er Erleichterung in der Belastung der Berufs= höhung des Heringszolles gleich von vornherein abzuweisen, Berlin, 18. Auguft. genossen zu verwenden, was den letzteren jedenfalls mit ohne auch nur die Gründe zu kennen, mit denen eine Er höhung des gegenwärtigen Heringszolles motivirt werden archisten wird wieder in den Zeitungen geschrieben. Nach Male für das Jahr 1897 zur Geltung fommen. Wie lange fie Bon internationalen Abmachungen gegen die An- Rücksicht auf die bisher von Jahr zu Jahr höher gewordenen Beiträge recht erfreulich sein wird. Die Erleichterung wird zum ersten soal. Nicht weniger als zehn Millionen Mart foll einer alles eher als zuverlässigen Quelle soll der deutsche allerdings andauern wird, hängt von der Differenz ab, welche der die Reichstaffe an diesem Zoll profitiren und die Gesammtlast dieses Mehrertrags würde wieder einmal auf die Raiser die Initiative für ein derartiges Vorgehen ergriffen jebige Refervefondsbestand und die doppelte Jahresausgaben summe haben. Dhne Ohne uns Arbeiter abgewälzt werden. Statt 50-100 Pf. würde eine weiter einzulassen, eine Prüfung dieser Meldung aufweifen. Sobald der Fonds unter die gefeßliche Grenze der wollen wir blos bemerken, daß legteren gelangt ist, wird mit dem Zuschlag der Zinsen wieder bea Arbeiterfamilie 1,50-3 M. Zuschlag für ihren Verbrauch an Seringen zu zahlen haben. Kauft sich der Arbeiter bei seinen auch auf diesem Wege fich nichts erreichen läßt. Gewissen gonnen werden müffen. Forderungen von Staaten, wie Rußland und Spanien können Trotzdem werden die Unternehmer auch künftig über die überaus unsichtbar neben dem Ladentisch des Kaufmanns und läßt einigten Staaten nicht entsprechen. Und was die verbündeten Nordd. Allg. 3tg." redigirt. Sie hat nun schon den Satz auf bescheidenen Mitteln öfter einen Hering, sofort steht der Fiskus Länder wie England, Belgien, die Schweiz und die Ver- schweren Lasten der Arbeiterversicherung klagen. Ganz im Geiste des Absolutismus wird jetzt die fich von dem ärmsten Proletarier mitleidslos den 3u Polizeien aller Länder zu gemeinsamer Ueberwachung der gestellt, daß Polizeiverordnungen Gefeße im Sinne schlag bezahlen. Und dieser Zuschlag soll nunmehr verdreifacht Anarchisten, wohlorganisirtem Nachrichtendienst u. dgl. machen der Verfassung feien. Im Artikel 30 der Verfassung wird Bu Bolizeien aller Länder zu gemeinsamer Ueberwachung der Dagegen frühzeitig sich zu verwahren, haben die Arbeiter tönnen, geschieht schon heute und geschah auch schon seit bestimmt, daß das Gefeß, insbesondere zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, die Ausübung des durch die Verfassung allen Grund und Ursache. Denn der geforderten Erhöhung Daß man für den Anarchismus durch derartige Beitungs- gewährleisteten Vereins- und Versammlungswesens regele. des Heringszolles steht man in Regierungskreisen aus nachrichten nur Reklame macht, sollten doch gerade die ehr- Nordd. Allg. 3tg." schreibt: finanziellen Rücksichten sehr sympathisch gegenüber. Die Inter- lichen Gegner des Anarchismus beherzigen. effe nten führen zwei Gesichtspunkte zur Begründung ihrer Forderung ins Feld, die gerade jezt sehr gerne gehört Herr Faure, der Präsident der französischen Republik, werden. Einmal soll eine nationale Heringsfischerei hat sich mit fürstlichem Erfolge nach Petersburg eingeschifft, im großen Stile geschaffen werden, sodann soll in wo ihm ein Empfang nach dem bei Kaiserbesuchen üblichem diefer Heringsfischer ei die künftige Mannschaft für die Beremoniell bereitet werden wird. Um sich einen besonders herzKriegsmarine herangebildet werden. Zum großen Schmerze lichen Empfang seitens des Baren zu sichern, hat man eines unferer Marine- Enthusiasten muß nämlich die Wahrnehmung der bekannten, ganz gefahrlosen Attentate- nach der Abreise gemacht werden, daß die Zahl der in der deutschen Seefischerei des Herrn Faure arrangirt. beschäftigten Personen seit 1882 erheblich abgenommen hat. Ueber diesen neuesten Polizeispaß liegen folgende Depeschen Damals wurden 13 395 die Seefischerei betreibende Pesonen aus Paris vor: in Deutschland gezählt; 1895 jedoch über 1000 weniger, im ganzen nur noch 12 224. Diese Abnahme ist einerseits auf die mit der Seefischerei verbundene sehr schwere und mühselige Arbeit, andererseits auf den Umstand zurückzuführen, daß im letzten Jahrzehnt die deutsche Dampferflotte ganz erheblich gewachsen ist. Die See bevölkerung zieht es vor, sich auf den Dampfern zu vermiethen, da dort die Heuern höher und die Arbeit nicht so aufreibend wie bei der Fischerei ist. Man will nun in Marine- Fachkreisen bemerkt haben, daß die in der Seefischerei thätig gewesenen Personen besseres seemännisches Personal für unsere Kriegsflotte abgeben, wie das Personal der Dampferflotten. Es liegt also ein lebhaftes Interesse vor, das Wachsthum der Seefischer- Bevölkerung künstlich durch Schaffung einer nationalen Hochseefischerei zu bewirken. Schon bisher hat freilich ziemlich man, erfolglos, den deutschen Heringsfang durch Suventionen aus der Reichskasse zu Ueber die griechische Kriegsentschädigung liegen heute wieder heben versucht. Von den 10 Millionen Doppelzentnern Salz- fich direkt widersprechende Melbungen vor: Während dem" Temps" aus Athen gemeldet war, daß die heringen, die Deutschland in den Jahren 1891-1895 einführte, wurden von deutschen Fischern nur 239 750 Doppel- griechischen Kapitaliften 80 000 Pfund zur Bablung der ersten Rate der Kriegsentschädigung aufbringen werden, lassen sich die„ Times" zentner gefangen, also taum 3-4 pCt. des Gesammtbedarfs. gleichfalls aus Athen berichten, daß noch fein Plan über die AusBei diesem winzigen Aufschwung der deutschen Heringszahlung der ersten Rate der Kriegsentschädigung zu ftande gefischerei ist es geradezu vermessen, mit den Holländern, kommen ist. Die Banten sollen nicht in der Lage sein, viel Gold Engländern und Schotten in Konkurrenz treten zu wollen. anzubieten. werden! es langem. Behn Minuten nach der Abreise Faure's erfolgte auf dem Boulevard Magenta am Fuße eines Kiosk in der Nähe des Bahnhofs eine unerhebliche Detonation, wahrscheinlich von einer Petarde, durch die kein Sachschaden angerichtet und niemand verlegt wurde. Dem Zwischenfall wird keine Bedeutung beigelegt. 17 Unter Gesetz ist jedes Gesetz zu verstehen, das auf vers fassungsmäßigem Wege zu ftande gekommen ist und dahin gehören auch polizeiliche Verordnungen, welche von den dazu berufenen Organen innerhalb des Kreises ihrer Machtbefugnisse erlassen sind. Der erste Theil des Gates, bemerkt hierzu die Lib. Korr.", ist unanfechtbar, und gerade, weil er unanfechtbar ist, ist der zweite Theil grundfalsch. Gesetz und Polizeiverordnung ist nicht daffelbe. Eine Polizeiverordnung darf nie einem Geseze widersprechen, und da das Gesetz vom 11. März 1830 die Ausübung des durch die Verfassung gewährleisteten Vereins- und Versammlungsrecht regelt, so haben die Polizeibehörden fein Recht, durch Polizeiverordnungen noch weitere Regelungen vorzunehmen.Und wieder ein kleines Mittel für die nothleidende Landwirthschaft. Der Regierungspräsident von Ostpreußen veröffentlicht in einem Extrablatt des Amtsblatts die landespolizeiliche Anordnung, wodurch für aus Rußland eingeführtes Handelsgeflügel eine breitägige Quarantäne an der Grenze vorgeschrieben Der Gegenstand, welcher in der Nähe des Nord- Bahnhofes wird. Die Verordnung wird mit der Gefahr, die dem Geflügel von bei der Abfahrt des Präsidenten Faure explodirte, war eine 30 Zentimeter lange Röhre mit einem Durchmesser von 5 3entimeter; der Cholera droht, begründet. dieselbe war in einem fleinen leerstehenden Laden an der Ecke des Bismarck als Zenfor nationalökonomischer Boulevard Magenta und der Rue Lafayette niedergelegt. Einige andbücher. Professor Lujo Brentano hatte für die erste AufNägel, welche auf furze Entfernungen auf das Trottoir geschleudert lage des von Professor Schönberg herausgegebenen bekannten nun waren, sowie aufgefundene Papierschnigel, welche die Worte: in vierter Auflage erscheinenden Handbuches der politischen Vive la liberté"( Hoch die Freiheit!), Vive la Pologne"( Soch Defonomie" die gewerbliche Arbeiterfrage bearbeitet. Warum an Bolen!) enthielten, weisen anscheinend darauf hin, daß der Ur- stelle dieses Verfassers in den späteren Auflagen der Herausgeber heber dieses Attentats dasselbe unzurechnungsfähige Individuum diesen Abschnitt der Gewerbepolitik behandelt hat, wird nun durch ist, welches auch die Explosion im Bois de Bologne und auf der die Frankfurter Zeitung" auch weiteren Kreifen bekannt. Das Blatt schreibt: Place de la Concorde seinerzeit verursachte. " " " " In der erwähnten Abhandlung machte Brentano treffende Bemerkungen über die Fa britsfeudalität"- Bemer tungen, deren Richtigkeit von allen fortschrittlich gesinnten Sozialpolitikern längst anerkannt ist, aber von den bismärckischen Gesinnungsgenossen äußerst unangenehm empfunden wurde. Da erhielt denn auch eines schönen Tages es war in den achtziger Jahren der Herausgeber des Handbuches ein Schreiben aus dem Reichskanzler= amte, worin lesen war, es sei doch nicht angebracht, daß in einem Buche, welches von so vielen Die Schotten befizen allein 7000 Heringsfahrzeuge und fangen Die Lage der Engländer im nördlichen Judien scheint Studenten, Beamten 2c. gelesen wird, derartige jährlich mindestens 1000 Millionen Stüd. Bei demi immer gefährlicher zu werden. Das deuten auch die heute aus Bemerkungen enthalten waren. Darauf wurde Brentano Heringsreichthum der Ostküste Ostküste Englands und Schott- englischer Quelle stammenden Nachrichten an, die wir hier folgen ersucht, bei der nächsten Auflage in diesem Sinne an seiner Ablands wäre handlung Aenderungen vorzunehmen. Brentano verzichtete jedoch schottischen und den englischen laffen: etwaigen Theile der Stämme der Afridi und der Orakzai haben sich unter solchen Umständen gänzlich auf die Mitarbeit, und es erFischern ein leichtes, der Konkurrenz einer schien in der zweiten Auflage des Handbuches die Arbeiterfrage" empört. Es geht das Gerücht, daß die Orakzais in großer deutschen Heringsfischerei auch bei noch höherem Bolle als jetzt Stärke über den Baß von Kuram nach Thal vorrücken. Falls von Schönberg, die sich allerdings durch einen gänzlichen Mangel geplant wird, Schach zu bieten, und die ganze Zollerhöhung der Aufstand des Afridi- Stammes allgemein wird, werden die Engländer von Gesichtspunkten auszeichnet." wäre darum von vornherein absolut nicht geeignet, den geplanten gezwungen fein, ihre Stellnngen in Lundi und Kotal aufzugeben. Und da will man den Einfluß des Stumm auf den Stand Zweck zu erreichen. Die Times" melden aus Simla von gestern, daß bei dem der offiziellen nationalökonomischen Wissenschaft unterschätzen. Dazu kommt noch ein anderer Grund, der von den Zoll- Gefecht im oberen Swat- Thale zwei englische Offiziere gefallen sind weitere Bismarciana. Die Wiener Freie Preffe" interessenten, soweit sie offen und ehrlich sind, gelegentlich zu und einer verwundet wurde. Die aus ihrer verschanzten Stellung scheint auch den Ehrgeiz zu haben, als Friedrichsruher Hofblatt zu geftanden werden muß. Weder der Zoll noch Subventionen vertriebenen Stämme follen 3000 Mann start gewesen sein, fungiren. Seit einiger Zeit veröffentlicht sie Aeußerungen des aus der Reichskasse können die deutsche Seebevölkerung veranHerzogs von Lauenburg, so auch heute. Diefelben sind zum theil Lassen, sich wieder mehr der Seefischerei zuzuwenden. Be sehr interessant, so daß auch wir sie nach einer Wiener Depesche Auch Herr v. Podbielski hat schon seine Lobredner der Magdeburgischen 3tg." veröffentlichen: merkenswerth und direkt gegen eine Zollerhöhung ausschlags Presse. So finden wir in der„ Tägl. Rundschau" die Die heutigen Konservativen in Preußen finden nicht gebend sollte eine Aeußerung der Emdener Heringsfischerei- folgende Notiz, die wir mit allem gebotenen" Borbehalt wiedergeben: durchgehends die Billigung des Fürsten Bismarck:„ Die Gerlach Gesellschaft in einem ihrer letzten Jahresberichte Der neue Staatssekretär des Reichspostamts, v. Podbielski, und Stahl sind heutzutage nicht mehr anzutreffen, die Unsere Gesellschaft hat dem Antrage welcher von seiner Inspektionsreise nach Frankfurt a. D. wieder hatten wirklich noch ihre Ideale vom ton auf höheren Bollschutz gegenüber den Standpunkt ein zurückgekehrt ist, geht in seinen Reformen dem bureaukratischen fervativen Staatswefen und gingen ihnen nach. Heutgenommen, daß vor einer Erhöhung des Zolles zunächst die Bopfe energisch zu Leibe. So hat er an die Ober- Postdirektionen zu tage bat Streberei alles verdrängt. Der eine will Dort heißt es: * Deutsches Reich. " " Partei- Nachrichten. Beförderung in seinem Amte, man will doch nicht ewig Landrath| Theorie und Praxis ftritte verneint und verpönt werden. Bater- I bleiben. Der andere wünscht eine höhere Ordensklasse landsliebe, militärisches Ghrgefühl, Hingabe des Individuums an zu erhalten. Der dritte erstrebt auf Wunsch seiner Frau die Sache des Gemeinwohls find Begriffe, die in einer auf das Zum Parteitag in Hamburg möchte die Magdeb. BoltsEinladungen zu Hoffeftlichkeiten. Der vierte möchte dem Prinzip ber allgemeinen Wehrpflicht aufgebauten Armee stimme" in Erwägung gezogen wissen, ob nicht die eventuelle Eins Avancement feines Sohnes sich förderlich erweisen, und so geht es Organisation lebendig fein müssen, wenn das Prinzip felber berufung eines Parteitages für Preußen im Anfort. Ich will nicht sagen, daß diese Charakteristik auf alle Konser nicht mehr Schaden als Nutzen stiften soll. Wo aber wäre in dem schluß an ben allgemeinen Parteitag zweckdienlich ist. Auf diesem vativen im Lande zutrifft, ich habe mehr die Führer im sozialdemokratischen Parteiprogramm für jene Soldaten und Parteitag könnte dann die Frage wegen Betheiligung an den Auge, welche heutzutage einflußreicher find, als sie Bürgertugenden Raum? Wenn die Führer der belgischen Umfturz- Landtagswahlen endgiltig entschieden werden, während der Gesammt es jemals waren..... Sonft ist auch ein gewisser Neid partei fich so sehr für die Einführung der allgemeinen Behrpflicht parteitag fich nur mit der Frage, ob Aufhebung oder Beibehaltung eine hervorstechende Eigenschaft meiner Standes ins Beug legen, so geschieht dies aus ganz anderen als aus bes bekannten Kölner Beschlusses zu befaffen hätte. genoffen. patriotisch idealen Regungen. Sie erhoffen Sie erhoffen von der Durch Wie uns von unterrichteter Seite mitgetheilt wird, hat die Bu den neulich erwähnten postalischen Reminiscenzen führung gedachter Neuerung eine wesentliche Verstärkung Parteileitung die Berufung eines besonderen preußischen Parteitages des Fürsten sind noch folgende Nachträge zu machen: Der Fürst des fozialdemokratischen Elements in Reib und Glied, und, auch in den Kreis ihrer Erwägungen gezogen. Man tam aber einSprach von ber Beit, als er 110ch preußischer da es um die Disziplin und Subordmation bes belgischen ftinimig zu der Ansicht, von einer solchen Maßnahme abzustehen, da Bundestags- Gesandter in Frankfurt war, da Militärs schon jetzt nicht zum besten bestellt ist, dürfte als die Frage der Wahlbetheiligung eine folche sei, für deren Entscheidung fei es mit dem Briefgeheimniß auch eine solche ziemlich sicher angenommen werden können, daß bei dem uns die praktischen Erfahrungen der nicht preußischen Genossen von Sache gewesen. Er habe seinen ausländischen Kollegen, wenn vermittelten Uebergang vom Ronstriptionssystem zu der allgemeinen Gewicht feien. Diese Genossen also von der Diskussion auszuschließen, fie ibm Briefe aur Mitbestellung durch den Wehrpflicht, ohne vorherige Anpaffung des Dffizier und Unters würde aur Klärung gewiß nicht beitragen. Sollte auf dem Parteipreußischen Kourier übergeben wollten, dirett offiziertorps an die neuen Verhältnisse, die Moral der Truppe tag aber der Wunsch ausgesprochen werden, die Abstimmung abgerathen, es zu thun, da er nur, wenn er persönlich mit vollends Schiffbruch leiden werde, was natürlich niemandem größeren über die Frage auf die zunächst intereffirten preußischen Genossen den Brieffchaften reifte, die nöthige Garantie übernehmen fönnte. Vorschub leisten würde, als der sozialdemokratischen Propaganda zu befchränken, so hat es der Parteitag jederzeit in der Hand, einen dahingehenden Beschluß zu fassen. In anderen Ländern sei es noch schlimmer gewesen, namentlich auch im Heere." er werden es in Desterreich. Gin öfterreichischer Minifter, dem gegenüber Unsere Leser werden es begreifen, wenn wir es ablehnen, mit Die Sozialdemokratie Pommerns hält am 19. September er sich einmal über die ersichtliche Verlegung eines Briefes beschwert Herrn Schweinburg über die Begriffe: Patriotismus, Vaterlands in Stettin ihren 7. Provinzial- Parteitag ab. Die hatte, habe mit bezug auf den betreffenden Beamten, dem die Schuld dabei liebe und Hingabe des Individuums an das Gemeinwohl zu diskutiren. Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Provinzial- Vertrauensmannes; boch gleich wegjagen. In Rußland sei früher wenigstens die Deff- selbstverständlich, wie wir, die endgiltige Beseitigung des wahl ein? Referent U. Runge. 3. Anträge der Genossen. nung gewiffer Briefe, bevor sie an den Adressaten gelangten, ganz Militarismus anstreben, für die Einführung der all- A18 Reichstagskandidat für den schlesischen Bergwerksbezirk felbstverständlich gewefen. Höchst charakteristisch dafür war, was gemeinen Wehrpflicht eintreten, weil das gegenwärtig Ratto wiß- 3abrze ist der Parteigenosse Sach Be aus der Fürst in dieser Hinsicht von einem der früheren Baren erzählte. Dieser habe sich gelegentlich darüber beklagt, daß seine Bettern in Deutschland in ihren Korrespondenzen nach Rußland so viel Un günftiges über ihn schrieben und dann hinzugefügt: Damit ich es ja ganz gewiß erfahre, fchicken sie ihre Briefe fogar durch die Poft." Auch auf die deutschen National- Eigenthümlichkeiten kam die Rebe. Der Fürst bemerkte unter anderem, wir seien eigentlich immter noch eine Unteroffiziersnation. Jeder sei auf die Treffen erpicht. Durchschnittlich habe jeder im öffentlichen Leben Stehende nur das Maß von Selbstgefühl, das seiner staatlichen Abftempelung, feinen staatlichen Rang- und Ordensverhältnissen entspräche. Ausnahmen seien rühmlich, aber felten..." " Wir sind sehr begierig, wie fich Krenz- 3tg.", Deutsche Zages- 8tg." und ähnliche Organe der Junker und Junkergenoffen mit den neuesten Aeußerungen ihres speziellen Nationalheros abfinden werden. in Belgien herrschende System( Loskaufsystem) eine ungebeure Ungerechtigkeit in fich birgt. Nach dem herrschenden Gesez ist es jedem Reichen möglich, seine Söhne durch Loskauf vom Militärbienft frei au machen, währenddem die Söhne des Bolles die Blut steuer für das Land allein aufzubringen haben. So ist der Schweinburg wieder einmal ganz gründlich rein gefallen! Miederlande. Saag, 17. Auguft. Nach einer amtlichen Melbung kam es heute auf der westlich von Java liegenden holländischen Insel Lombok zu Ruheſtörungen. Die Anstifter tödteten in dem Dorfe Sesela einen holländischen Beamten und verwundeten einen anderen. Die Truppen bemächtigten fich eines Rampongs( Eingeborenendorfes) und tödteten 25 Sasts. Die Ursache der Ruheftörung ist nicht bekannt, scheint jedoch lokaler Natur zu fein. Die Bevölkerung der umgebenden Dörfer verhält sich ruhig. Soll Schweden. Lüneburg, 17. Auguft. Neuer Militär- lebungs. Stockholm, 17. Auguft. Die Post Tidningar" theilt mit, die play. Die Militärverwaltung steht augenblicklich mit mehreren Eisenbahn- Verwaltung beabsichtige, im Herbst eine Bu Sofbefizern der Ortschaft Wendisch- Evern in Unterhandlung awecks fammenkunft mit den Direktionen der Privatbahnen zu Wege zu Antaufs eines neuen, rund 800 Morgen großen Militär bringen, um zu versuchen, rücksichtlich der Einführung des Zonen Uebungsplates. Durchschnittlich sollen für den Morgen etwa tarifs in Schweden Verhandlungen einzuleiten. 45 m. bezahlt werden. 花果 Königsberg i. Pr., 15. Auguft. Die vor kurzem hier ins Leben getretene antisemitische Rönigsberger Boltszeitung" ist nach dreiwöchigem Bestehen eingegangen.Rußland. Warschau, 18. Auguft. Anläßlich des bevorstehenden Baren. befuchs soll ein faiserlicher Utas erscheinen, durch welchen die feit der Unterwerfung des Polen- Aufstandes gegen die Polen in traft stehenden Ausnahme Verfügungen aufgehoben werden und eine Die bekannte Bernsteinfirma Stantien u. Becker ist in den alleinigen Befih des geheimen Kommerzienrathes Ammestie ertheilt wird. Moris Becker übergegangen. Gleichzeitig wird gemeldet, daß die städtischen Behörden von Danzig die weitere Berpachtung der Bernsteinnugung auf der Nehrung von Neufähr bis Polst an die Firma Stantien u. Becker, welche die Pachtung drei Jahre innegehabt hat, abgelehnt und die weitere Verpachtung an die Firma Hettich, Stellmacher u. Ko. zu Danzig für 6000 m. pro Jahr befchloffen haben. Italien.? - Sibirien ein zweites Ralifornien? Dem, Daily Chronicle" wird aus Rußland gemeldet, daß die nach Ochotst, in Ramtschatka, von der russischen Regierung ausgefandte Bergwerks Expedition am ochotskischen Meere zwölf reiche Goldfelder an den Flüffen Artischs, Nemooja, Lantara und anderswo entdeckt hat. Gegenwärtig zieht die Expedition in die Gegenden nördlich von Ochotet, um das Westufer von Kamtschatka nach Gold zu durch Sammellisten für die vom Sochwasser geforschen. Die russische Regierung wird bald eine zweite Expedition schädigten Arbeiter tonfisairt. Dieser Fall, den man nach Sibirien fenden, um weitere Erhebungen über die sibirischen einfach für unmöglich halten sollte, ist, wie wir der Sächs. Arbeiter Goldfelder anzustellen. In Rußland glaubt man, daß Sibirien Beitung entnehmen, im achten sächsischen Reichstags- Wahlkreise mit der Beit noch ein zweites Kalifornien werden wird." eingetreten. In Sebnih sind die vom sozialdemokratschen Verein für den achten Wahlkreis zur Unterstügung hilfsbedürftiger Arbeiter in Umlauf gefeßten Sammellisten von den behördlichen Organen be Ein sozialistischer Wahlfieg. Bei einer Nachwahl schlagnahmt worden, mit dem Hinweis, daß die Sammlung nicht zur Deputirtenkammer wurde im piemontesischen Wahlkreise Casale angemeldet" sei. Die Sache erscheint aber noch unverständlicher, der Sozialist Rombani gegen einen Anhänger Crispi's mit großer wenn man berücksichtigt, daß die Sammlung auf grund eines Mehrheit gewählt. Vereinsbeschlusses vorgenommen wird. Der sozialdemokratische Verein hat im§ 4 des Statuts einen Paffus, nach welchem der Vorstand in besonderen Fällen berechtigt ist, Extrabeiträge von den Mitgliedern in irgend einer Form zu erheben. Das Statut ist natürlich von der Behörde anerkannt. Daß bei Nichtmitgliedern was übrigens in diesem Falle wohl auch nicht schlimm wäre gesammelt worden ist, dafür liegt kein Beweis vor. Wozu also diese Maßnahmen gerade gegen die Arbeiter? Haben etwa die bürgerlichen Sammelfomitee's erst um Genehmigung nachgesucht? Warum will man den Arbeitern verwehren, ihren bedrängten Arbeitsbrüdern zu Hilfe zu kommen?! " End Spanien. - Und noch ein Anarchistengeset zu dem unseren Lesern schon bekannten will die spanische Regierung fordern. Das felbe soll nichts weniger als das Recht der Ausweisung und Depor tation solcher spanischer Anarchisten enthalten, welche feiner nach den spanischen Ausnahmegesehen verfolgbaren That verdächtig find. Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Ausnahmegefegpolitit hätte man doch von den spanischen Ministern etwas schlaueres er warten dürfen. munlad sa Türkei. Ronstantinopel, 16. August.( Times." Die Pforte hat, be 16. unruhigt durch den in Kurdistan herrschenden Zustand von Anarchie, eine allgemeine Mobilifirung in den östlichen Bilajets an geordnet.Bwid au aufgestellt, der ehemalige Vorsitzende des fächsischen Bergund Hüttenarbeiter Verbandes, einer Organisation, die trotz ihrer fegensreichen Wirksamkeit von den sächsischen Behörden vernichtet Ju Köln Stadt ist von einer Parteiverfammlung einstimmig wieder Genoffe Hofrichter als Reichstagskandidat aufgestellt wurde. worden. Für den Wahlkreis Weiden Neustadt a. S. kandidirt Ge noffe Kurt Breder aus Nürnberg. Als Delegieter zum Parteitag in Hamburg ist für Köln. Stadt der Genoffe Gi13 bach gewählt. Im Wahlkreise Kiel Rendsburg sind nach der letzten Abrechnung insgesammt 1418 Parteigenossen in 9 Vereinen politisch organisirt. Die stärksten Vereine sind die zu Kiel, Neumünfter und Gaarden mit 600, 370 und 150 Mitgliedern. Die SchleswigHolsteinische Volksztg.", das Organ des Kreises, hat 4227 Abonnenten, Darunter 2178 in Kiel. Die Wahlkreiskaffe hatte in den letzten beiden Jahren eine Einnahme von 2908,80 m. Ebenso viel betrug die Ausgabe. Unter den Einnahmen befinden sich 1978 m. aus Riel. Für die 2 and agitation wurden in demselben Zeitraum aus der Wahlkreiskaffe und aus Mitteln der einzelnen Orte insgefammt 8500 M. aufgewendet. Die Lokaltasse in Riel hatte eine Einnahme von 5902,47 M. und eine Ausgabe von 5471,80 M. lung mit Zweibrittelmehrheit, sich an den diesjährigen Stadt. Die Parteigenoffen in Köln beschlossen in einer Bersamm verordneten Ersabwahlen nicht zu betheiligen. Die Mehrheit hält es für vollkommen aussichtslos, gegenüber dem dominirenden Zentrum einen Erfolg zu erringen. Eine Agitation8- Zeitung, die den Zwed verfolgt, die indifferenten Arbeiter für unsere Bestrebungen zu gewinnen, wird unter dem Titel„ Morgenroth" von den Parteigen offen in Iberfeld herausgegeben. Das Blatt soll mindestens monatlich einmal im Umfang von 8 Seiten erscheinen und pro Nummer nur 5 Pfennig toften, damit es auch der schlechtestgestellte Arbeiter taufen kann. den diesjährigen Stadtverordneten Wahlen mit AufIn Rohwein in Sachsen beschloffen bie Parteigenoffen, sich an ftellung einer eigenen Liste zu betheiligen. # Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Reutlingen in Württem berg erhielten die Arbeiterkandidaten des Gewerkschaftskartells 357-427 Stimmen, die Christlichsozialen nur 68 und darunter. Todtenlifte der Partei. In Pühlheim bei Nürnberg ist der Defonom Johann Riegel im 75. Lebensjahre gestorben. Er gehörte bereits seit den 70er Jahren zu unseren Anhängern und hat auch unter dem Sozialistengesetz durch unerschrockene Agitation unter der ländlichen Bevölkerung feinen Mann geftanden. Ehre dem Braven! 91790 Polizeiliches, Gerichtliches 2c.ni Die Amtshauptmannschaft in Grimma hatte wegen des fiber ganz Sachsen verbreiteten Flugblattes zwei Genoffen, welche sich daran betheiligten, mit je 10 M. Geldstrafe belegt. Die Ver bung groben Unfuge" hat dazu wieder herhalten müffen. Das Schöffengericht bestätigte diese Strafe. In Bauten sind, wie wir berichteten, in gleicher Sache drei Genoffen vom Schöffengericht freigefprochen worden. Welches Gericht hat nun Recht? Gegen das letztere Urtheil hat allerdings der Staatsanwalt, wie wir erfahren haben, Berufung eingelegt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Achtung, Stellmacher! Bewilligt haben die Firmen Bogt, Stahl, Lütfi u. Bruhns und Böschel. Buzug ift feruzuhalten bei Engel, Demminerftr. 5, und Vogt u. Faulmann, Ali Moabit. Die Konftantinopel, 17. Auguft.( Int. Korr.") Der französische Botschafter& a mbou batte gestern eine Unterredung mit dem Großvezir, worin er auf den peinlichen Eindruck hinwies, den die zahlreichen Verhaftungen von Jungtürfen in der öffentlichen Meinung Frankreichs und anderer Länder hervor gerufen haben. Der französischen Regierung feien diese Borgänge um desmillen sehr unangenehm, weil sie erft vor kurzem auf Wunsch Agitationstommiffion. der türkischen Regierung die in Frankreich lebenden Jungtürken zu einer versöhnlichen Haltung gegenüber dem Sultan ermahnt und ihnen die Rückkehr nach Konstantinopel anempfohlen habe. Konftantinopel.( Temps".) Eine Bande von 1000 Armeniern begab sich auf türkisches Gebiet, wurde aber von den Türten auf serbisches Gebiet geworfen. 5019 Amerika. Deutsches Reich. Straßburg i. E., 17. Auguft.( Eig. Ber.) Am Tage nach der hiesigen Bezirtstags- Nachwahl brachte die Straßb. Poft" einen Bericht über eine„ Siegesfeier", welche angeblich von der " Freien sozialdemokratischen Bereinigung Straßburgs" abgehalten worden und in welcher Genoffe Böhle einige Toafte auf die Rleritalen ausgebracht haben sollte zum Dank dafür, daß die felben uns diesmal wie früher ihre Wahlunterstützung hätten zu theil werden laffen. Obgleich das Machwert den Stempel der Myftifitation an der Stirne trug, fanden sich doch Leute, welche baffelbe für baare Münze nahmen und den Versuch machten, daraus Kapital gegen die schwarz- rothe Verbrüderung zu schlagen. Die hiesige Breffe, welche mit den journalistischen Gepflogenheiten der Boft" vertraut ist, ignorirte natürlich die Sache, mit Ausnahme Die Organisation der Lederarbeiter( Weißgerber, Lohgerber, Lederzurichter, Lederfärber) feiert zur Zeit das Jubiläum ihres der Heimath" des protestantischen Pfarrers Suffet, der auf den 25 jährigen Bestehens. Im Jahre 1872 erging von Berlin Leim ging und im Ton gerechter Entrüftung die von Böhle angeb aus die Anregung, die bis dahin bestehenden zünstlerischen Organilich so schwer kompromittirten fleritalen Stüßen für Thron und sationen der Weißgerbergesellen, die sogenannten Bruder. Altar" darob gehörig abkanzelte. Dies wäre für uns jedoch noch im Kanea, 18. Auguft. Die internationale militärische fchaften, Sinne der modernen Arbeiterbewegung tein Grund zur Stellungnahme in diefer Sache gewesen, wenn nicht und ihnen die Wahrung der Inter auch auswärtige, darunter Berliner Blätter( z. B. die Gerichtstommission wird morgen im Oberkommando zu umzugestalten, National Btg.") fich der Angelegenheit bemächtigt und dieselbe zu einer fammentreten. Die Admirale haben den Gouverneur aufgefordert, effen der Arbeiter gegenüber den Unternehmern zur HauptSag gegen die schwarze und rothe Internationale" benüßt hätten. Nach die ottomanische Gendarmerie dem Kapitän der aufgabe zu machen. Zur befferen Erreichung dieses Zieles war ein dem nun gar aus den Kreifen unserer eigenen Parteigenoffen, fottalienischen Rarabinieri aum Swede wirffanten Busentralistischer Zusammenschluß der örtlichen Vereine über ganz aus dem benachbarten Baben, aus Stuttgart, Berlin und anderen sammenarbeitens und einheitlicher Lettung zu unterstellen; Deutschland geplant. Obgleich nun das Unternehmerthum, das in Orten, Anfragen an ihren Korrespondenten gelangt find, die mit ferner baten diefelben den Gouverneur, den Gendarmen ihren dieser zeitgemäßen Reform ein feindliches Unternehmen erblickte, dem Hinweis auf die Berichte bürgerlicher Blätter um Auftlärung Solb burch die gol! Einnahmen zu sichern. fowie die günstlerisch gesinnten Gefellen dies Bestreben mit allen in diefer Sache bitten, halten wir es doch für angebracht, ausbrückMitteln zu vereiteln bemfiht waren, tam doch im August 1872 die lich festzustellen, daß wie bereits erwähnt an der ganzen Nachricht von einer Siegesfeier ber hiesigen Sozialisten und den dabei Amt der Vereinigten Staaten bat den Befehl erlassen, am 1. Ottober Berlin. Dem heutigen Gewerkschafter mag es fonderbar erscheinen, daß das Washington, 17. Auguft.( Daily Chronicle.") Das Marine. Gründung einer lofen Zentralisation unter dem Namen Nord, deutscher Weißgerberbund" zu stande. Der Sitz desselben war ausgebrachten Zo aften tein wahres Wort ist, daß vielmehr in New- Port eine Flottille von 6 Torpedobooten in Dienst zu Aufnahmegeld für Mitglieder damals 4 Thaler betrug. In den ein auf freier Erfindung beruhender Wahlfchera ftellen, welche nach dem Golf von Mexiko gehen und dort bis zum ersten Jahren hatte der Bund noch vielfach gegen den Widerstand ber, Straßb. Poft" vorliegt. nächsten Frühjahr bleiben folle. Das Marine- Amt bezeichne als der eigenen Berufsgenoffen zu kämpfen. Als er aber festen Fuß Grund zu diefer Maßregel die Bornahme von Manövern, doch gefaßt hatte, verlangten die Unternehmer kategorisch den Austritt glaube man, daß dieselbe mit der Kubafrage zusammenhänge. aus der Organisation, was der Verband jedoch erfolgreich zurücwies. Die Goldfelder von Klondyke( Alaska) follen mit Auf dem Kongreß des Jahres 1876 gab es eine scharfe Ausder Hauptstadt von Ranada und New- Yort durch eine Telegraphen- einandersetzung mit den Vertretern einiger füddeutscher, dem linie verbunden werden. Sobald die Berhandlungen, die gegen Bunde nicht angehörenden Vereine. Diese machten der Verwaltung wärtig zwischen England und den Bereinigten Staaten fchweben, des Bundes den Vorwurf der Harmonieduselei, befürworteten zum Abschluß gelangt sein werden, will die kanadische Regierung die eine schärfere Tattit und wollten bas damalige sozialdemokratische Geärgert über den glänzenden Erfolg, ben Linie bis zu dem von Schiffen erreichbaren äußersten Punkt am Bentralorgan Boltsstaat" zum Publikationsorgan des Bundes ges unsre belgischen Parteigenoffen mit ihrer antimilitaristischen Demons Lynn- Kanal anlegen. Von dort soll die Verbindung mit dem Innern macht wiffen." Die norddeutschen Vertreter widersprachen dem, fie stration am vergangenen Sonntag in Brüssel errangen, quält sich der des Landes durch Hundeschlitten aufrecht erhalten werden. wollten, daß sich der Bund nur mit wirthschaftlichen Fragen befasse Schweinburg heute im Schweiße seines Angesichts, die Sozial- Die Aussichten der Getreide Ernte in Argen- und die Politit aus dem Spiel laffe. Die Anträge der Süddeutschen demokraten anzupöbeln. Der glänzende Berlauf der Demonstration, tinien sollen nach einer Depesche aus Buenos- Aires ganz aus wurden abgelehnt. Der Bund nahm nun die Bezeichnung„ Allbie Sympathie der ganzen liberal denkenden Bevölkerung Belgiens gezeichnete sein. gemeiner Weißgerber- Verband" an, und verlegte am all das ist zu start in die Erscheinung getreten, als daß es 1. Ottober 1877 seinen Sig nach Altenburg. Eine Fachzeitung wurde gegründet, die unter dem Titel Vereinsblatt" zuerst am 3. Febr.1878 erschien. selbst von dem Zwölftausend- Mark- Mann abgeleugnet werden könnte. Sie wurde anfangs monatlich einmal, feit 1886 zweimal im Monat herausgegeben; feit 1896 führt sie den Titel„ Lederarbeiter- Zeitung" und wird zur Zeit in einer Auflage von 5000 Exemplaren hergestellt. Die Gozialistenbak des Jahres 1878 veranlaßte die Kirchhainer Gerbermeister zu einem allerdings vergeblichen Vorstoß gegen den dortigen Berein. Am 2. November 1878 wurde der Berein in Das Institut colonial international( bas internationale toloniale Institut) wird in Berlin vom 6. bis 8. September tagen. Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Puntte: Die Arbeiterfrage; die Beschaffung von Kolonialbeamten; die Protektorate; die Landfrage und die finanziellen Beziehungen zwischen den Mutterlande und den Kolonien. Belgien. Dr. Guido Weik, das Mufter eines unabhängigen, hoch Er versucht deshalb die Motive der Sozialisten zu verdächtigen. begabten, stets treu zur Sache des Boltes haltenden Journalisten, Eine ehrlich gemeinte Begeisterung für die allgemeine Wehrpflicht feiert heute in Frankfurt a. M. feinen 75. Geburtstag. Mit seinen richtung," ber fie allein befähigt, die lebendige Kraft eines Bolles auf zahlreichen Berehrern vereinigen auch wir die Glückwünsche für den ben Gipfel militärischer Leistungsfähigkeit zu erheben, in der Pflege Rampfesgenossen Johann Jacoby's, den leitenden Redakteur der moralischer Imponderabilien liegt, die von der sozialdemokratischen| Bukunft" und der Waage". " zu • Ausland. Ju Bilbao( Spanien) find die Steinschleifer in den Ausstand getreten. Achtzehn Personen sollen wegen Ruheftörung verhaftet worden sein. v. Bolenz, der bei der Reichstagswahl von unserem Genoffen Gerisch beAmtshauptmann für den Bezirk Plauen ist der bekannte Herr fiegt wurde. In der Bekämpfung unserer Partei zeigt sich Herr v. Polenz ungemein eifrig, die seltsamsten Blüthen sächsischer Auslegung des Versammlungsrechts verdanten gerade feinem Scharffinn ihr Entstehen. Wie arg es dafür in seinem Wirkungsbereiche um den Arbeiterschutz bestellt ist, zeigt die eben zitirte Angabe des Fabrikinspektors. Gerichts- Beifung. " Liegnig auf grund des Sozialistengefeßes aufgelöst, aber schon nach Aus Winsen a. d. Luhe in Hannover meldet das Bolts| mäßigen Behandlung der Gehilfen auf allen Stationen, fowie nach 7 Zagen wieder freigegeben. Sonst hatte der Verband, der sich blatt für Harburg", daß in der Lederfabrit von Borg- Gewährung von Urlaub ohne Lohnabaug zum Ausdruck gelangen. ftreng im Rahmen gewerkschaftlicher Bestrebungen hielt, unter der städt 15 Gerber am 13. August die Arbeit einstellten. Vor Ostern Wirkung des Sozialistengesetzes nicht zu leiden. 1880 wurde die dieses Jahres war der Lohn aus Rücksicht auf die Konkurrenz zum berichtet der Fabritiuspettor für Plauen im fächsischen Vogtlande: Ueber geradezu schmachvolle Zustände in den Ziegeleien Gründung einer Zentral- Kranten- und Sterbekaffe für die Verbands. theil um 25 pet, gefürst worden, was sich damals die Arbeiter ge. In einer Biegelei schliefen z. B. fechs Mädchen au je drei in mitglieder beschlossen, die am 19. April des folgenden Jahres ins fallen ließen. Als sie jest mit einer weit geringeren Lohnforderung in einer Ziegelei schliefen z. B. sechs Mädchen zu je drei in Leben trat. Eine Reise- Unterstügung in Form von Meilengeldern 10 bis 15 pet.- famen, erhielten sie eine ablehnende Antwort. einem Bett, und noch dazu in einer schrägwandigen Dachkammer trat 1884 in traft. Der Verband nahm im Laufe der Jahre nicht Sie fordern noch: den Zehnstundentag, wöchentliche Wohnzahlung von fo geringer Größe, daß auf jede der Arbeiterinnen ein Luftnur an Mitgliederzahl beständig zu, er wurde auch mehr und mehr( bisher war diese alle 14 Tage) und Erhöhung des Lohnes der raum von knapp drei Kubikmeter entfiel, während inspektionsseitig im Geifte der modernen Arbeiterbewegung ausgestaltet. Während Silfsarbeiter von 12 auf 15 M. im allgemeinen für Schlafräume ein freier Luftraum von zehn anfangs nur gelernte Weißgerber aufgenommen wurden, Rubikmetern für die Person gefordert wird." fteht, der induftriellen Entwickelung entsprechend, seit 1889 aus. Bum theil sind sie bereits beendet, ohne daß etwas erreicht zu Im schlesischen Bergrevier brachen wieber eine Anzahl Streits der Eintritt auch den sogenannten ungelernten Tagelöhnern fein scheint. Die Beschlüsse des Gewerkschaftstongreffes zu Halber stadt, betreffend den Zusammenschluß der Berufsorganisationen Industrie- Verbänden, rief im Aus Budapest wird unterm 18. Auguft telegraphirt: Nach rief im Weißgerber- Verband eine dem die Architekten und Baumeister die Forderungen der Maurer lebhafte Strömung für Durchführung dieser Beschlüsse hervor. Eine und Bauarbeiter rundweg abgelehnt haben, wird morgen ber Verschmelzung aller in Frage fommenden Kategorien der Leder Streit ausbrechen. Es dürften sich daran etwa 20 000 Arbeiter be industrie tam jedoch nicht zu stande, vielmehr wurde im Jahre 1898 theiligen. die Gründung eines Lederarbeiter Verbandes mit dem Size in Berlin vollzogen, dem sich die nächstverwandten Berufe der Lohift zu berichten, daß in London jetzt insgesammt 205 Firmen be Zur Achtstunden- Bewegung der englischen Maschinenbauer gerber und Lederfärber anschlossen. Die Organisation der obgerber ist jünger, wie die der willigt haben, sodaß nur noch 32 übrig bleiben, wo der Streit bezw. Ift zur Vertheilung von Druckschriften in öffentlichen Weißgerber. Zwar hatten die Lohgerber in den 70er Jahren auch die Aussperrung weiter besteht. Am Sonntag in acht Tagen foll im totalen eine polizeiliche Erlaubniß erforderlich? Diese Frage unterlag schon lokale Vereine, die jedoch mehr der Pflege der Geselligkeit und Hydepark eine große Demonstration zu gunsten des Achstundentags der Beurtheilung der 8. Ferien- Straffammer des Landgerichts I Berlin. hergebrachter zünstlerischer Einrichtungen, als der Vertretung abgehalten werden. Der Generalsekretär der Maschinenbauer- Bewert. Es handelt sich um folgenden Fall: Der Vergolder Magnussen hat moderner Arbeiterbestrebungen dienten. Die qualifizirten Arbeiter schaft, Mr. Barnes, ftellte in einer Versammlung die Lage troß im März d. J. in einer öffentlichen Versammlung Flugblätter, welche verschmähten ein Busammengehen mit minder qualifizirten oder gar der Aussperrungen in Sheffield und Oldham als durchaus be zum Abonnement auf den Vorwärts" auffordern, vertheilt und verschmähten ein Zusammengehen mit minder qualifizirten oder gar friedigend bar. Diese neuesten Aussperrungen brächten die Zahl der ist deshalb vom Schöffengericht auf grund von§ 10 des Preßungelernten Arbeitern. Das mag daher kommen, daß sich der hand- friedigend werksmäßige Betrieb in der Lohgerberei länger erhalten hat, als in ausständigen Mitglieder genannter Gewerkschaft auf 20 000, die gefeßes, welcher für die Bertheilung von Druckschriften an öffentlichen der Weißgerberei. Im Jahre 1895 wurde ein Zentralverein wöchentlich zufammen 17 000 Pfund Sterling Streifunterftügung zu Straßen, Pläßen und anderen öffentlichen Orten eine polizei der Gerber und Lederzurichter mit dem Size in empfangen haben. Beinahe die Hälfte dieser Summe werde aufliche Erlaubniß vorschreibt, verurtheilt worden. Rechtsanwalt Altona gegründet, der aber nur gelernte Arbeiter dieses Berufs aufnahm. gebracht durch Extrabeiträge, sodaß aus der Kasse wöchentlich nur Sonnenfeld, welcher den Angeschuldigten vor der Strafkammer 1888 wurde dagegen beschlossen, daß alle in der Gerberei und etwa 9000 Pfund Sterling genommen zu werden brauchen. vertheidigte, gab zu, daß die Wertheilung allerdings in einer öffentLederzurichteret beschäftigten Arbeiter aufgenommen werden könnten. deutende Schiffsbaufirma macht bekannt, daß fie infolge der anstattgefunden habe. Aus Hartlepool wird heute berichtet: Gine hiesige be lichen Versammlung, welche in einem Schantlokal abgehalten wurde, Im Jahre 1898 löste fich der Zentralverein der Gerber und LederSolche Botale müßten zwar als öffentliche zurichter auf, um mit dem Verband der Weißgerber zusammenzutreten dauernden Differenzen mit den Arbeitern der Maschinenwerkstätten Orte in Sinne des§ 10 des Preßgefeßes gelten, jedoch zu dem Verband aller in der Lederfabritation befchäf zu Ende dieser Woche ihre Angestellten ablohnen werde. Bon diesem werde dieser Paragraph wesentlich eingeschränkt durch den tigten Arbeiter Deutschlands. Der Verband zählt zur Zeit Beschluß werden mehr als 2000 Mann betroffen. § 48 der Reichs Gewerbe Ordnung, in der Faffung, welche 80 Vereine mit 4220 Mitgliedern, während in den Orten, wo die Organi derfelbe am 1. Juli 1888 erhalten hat, und welcher ausdrücklich fation Fuß gefaßt hat, insgesammt 9869 Berufsgenossen vorhanden sind. Räumen eine besondere Erlaubniß nicht erforderlich ist. Es sei bisbestimmt, daß zur Vertheilung von Druckschriften in geschlossenen Die zahlreichen theils gewonnenen, theils verlorenen Lohnbewegungen, welche beide Organisationen vor ihrer Verschmelzung mit großen her stets angenommen, daß zu solchen geschlossenen Räumen auch Opfern durchgefochten haben, legen Zeugniß dafür ab, daß sie nach Wirthshäuser gehören, und habe also der Angeschuldigte, selbst wenn beften Kräften für die Interessen ihrer Berufsangehörigen gewirkt es sich um eine öffentliche Versammlung handelte, eine Erlaubniß haben. Wir wünschen dem Verbande ein ferneres träftiges Ge- inspektoren wird von der„ Frankfurter Zeitung" an dem Beispiel Bertheidigers in vollem Umfange bei, sprach den Angeklagten frei Der große Nuhen der Anstellung von weiblichen Fabrik nicht nöthig gehabt. Der Gerichtshof trat den Ausführungen des deihen zum Nußen für alle Leberarbeiter. Achtung, Goldarbeiter! Jn Rathenow ftellten nach nicht das Land theoretischer Klügelei, sondern das Land des tasse auf. Englands anschaulich geschildert. England, sagt das Blatt, ist und legte auch die erwachsenen nothwendigen Ausgaben der Staatsboraufgegangener Ründigung am letzten Sonnabend 30 Goldarbeiter Experiments. Man prüfte dort nicht lange das Für und Wider, ( Pincenezarbeiter) wegen Lohnreduzirung die Arbeit ein. fondern ernannte 1893 die beiden ersten Fabrikinspektorinnen für richteter Betrug führte am Mittwoch den Polier Joseph Stakowski Ein gegen die Berufsgenossenschaft des Baugewerks geDie Unterhandlungen zwecks Einigung sind bis jetzt resultatlos ver England und Wales, gleichzeitig mit der Anstellung von 15 Assistenten vor die 121. Abtheilung des Schöffengerichts zu Berlin. laufen. Ferner steht in Pforzheim ben Rettenmachern aus der Arbeiterklasse. Der An eine Lohnreduktion bevor, während den Kettenmacherinnen die alten Sebung der handarbeitenden Frauen nur auf dem worin er Ansprüche auf eine Rente geltend machte mit der Bgründung, Man erkannte, daß eine wesentliche geklagte hatte an die Berufsgenossenschaft eine Eingabe gerichtet, Löhne wieder bewilligt worden find. Endlich ist mitzutheilen, daß Wege des Staatsschuhe& möglich ist, und um diesen daß er bei Baggerarbeiten zu Schaden gekommen und dadurch zeitfich in Nürnberg die Feingoldschläger in Lobudifferenzen wirksam zu machen, erklärte man die Mitarbeit von Frauen lebens in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt worden sei. Natürlich befinden. Es wird ersucht, den 8uzug nach Rathenow, für unerläßlich und zwar aus folgenden Gründen: 1. Das wurden Ermittelungen darüber angeftellt, ob die von dem Antrag Pforzheim und Nürnberg zu vermeiden. größere Verständniß der Frau für die Bedürfnisse des eigenen Ge- fteller gemachten Angaben auf Wahrheit beruhten. Hierbei stellte Der Vorstand des Verbandes der Eisenbahner Deutsch schlechtes, sowie der Kinder, und die damit verbundene Erleichterung, fich heraus, daß der Angeklagte zu einer Zeit, als der Bagger garnicht lands, Siz Hamburg, veröffentlicht in seinem Organ, dem„ Weckruf Beider Vertrauen zu gewinnen. 2. Die Rücksicht auf das Schani in Thätigkeit war, als der Angeklagte in angeheitertem Zustande auf der Eisenbahner", folgende Bekanntmachung: Gegenüber den in gefühl in Angelegenheiten der Gefundheit und des Auftandes. Die demselben zu Falle tam, weil er nach einem Sperling greifen wollte. legter Beit ergangenen Verfügungen der Eisenbahnbehörden in Verschiedenheit des Geschlechtes zwinge entweder zur Verlegung des Er hatte sich hierbei eine leichte Verstauchung des Fußes Berlin, Bremen, Hannover, Frankfurt a. M., Baden, Breslau, Schamgefühles und damit zur sittlichen Schädigung der Arbeiterin, zugezogen. Und hierfür verlangte der Angeklagte eine Lebensrente. Altona 2c., betr. den V. d. E. D., verweisen wir auf die gesetzlichen oder zur Umgebung einfchlägiger Fragen und damit zu ihrer Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Ge und verfassungsmäßigen Bestimmungen, nach denen in Deutschland gesundheitlichen Schädigung. 3. Anlage und Ausbildung der fängnißstrafe von 6 Wochen, der Gerichtshof war aber der Ansicht, die gewerblichen 2c. Berbindungen erlaubt sind und ferner die Frau, die sie zur Behandlung zahlreicher Einzelheiten einer vor, daß der plumpe Betrugsversuch eine härtere Ahndung verdiente und Vereins und Versammlungsfreiheit garantirt ist. Insbesondere ver- geschrittenen Gesetzgebung vorzüglich geeignet mache. weifen wir auf die Ablehnung der Regierungsvorlage in Sachen allgemein fittliche Einfluß, den die Inspektorin auszuüben im stande Monaten. 4. Der verurtheilte den Angeklagten zu einer Gefängnißstrafe von zwei des Vereins- und Bersammlungsrechtes im preußischen Abgeordneten fein werde. haufe vom 24. Juli cr. Die Orts- Gruppenvorstände, Bertrauens Teute und fämmtliche Mitglieder des Verbandes werden hiermit an gewiesen, in zweckentsprechender Weise das ungebührliche und ebenso gefeßlich unzulässige Gebahren der respektiven Verwaltungen in den Kreifen der Kollegen gehörig zu kennzeichnen. Ueberall ist vorläufig darauf zu halten, daß eventuelle verwaltungsseitige Reverse bezw. Verpflichtungsscheine ohne weiteres, trot Angehörigkeit zum V. d. E. D., unterschrieben werden. Die Unterschriften sind aus den angeführten Gründen ohne jede moralische Verbindlichkeit. Die vielfach aus dem Reiche an uns gerichteten Fragen, wie fich die Eisenbahner Gewerkschaft für die Folge zu den Koalitionsverboten" stellt, find im vorstehenden beantwortet und wird zu gelegener Beit bas weitere bekannt gegeben werden." Soziales. Die Frankfurter Beitung" führt dann weiter aus, daß das Institut der Fabrikinspektorinnen in England troß seines turzen Bestandes äußerst fegensreich gewirkt hat, daß es vor allem die männlichen Fabritiufpektoren zu größeren Leistungen anspornte und daß die Thätigkeit der Fabrikinspektorinnen von Mitgliedern aller Parteien, Vertretern der Wissenschaft und Führern industrieller, öfonomischer und politischer Vereine mit feltener Ein stimmigkeit gerühmt" wird. " " " war. 4. Ferienftrafkammer des Landgerichts I zu Berlin Kenntniß von dem Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit nahm am Mittwoch die Jubalte eines Buches, welches fich Bom Baume des Lebens" bes titelte, vom Schriftsteller Dr. Richard Wrede verfaßt und vom Maler Hans Ballusch et mit Zeichnungen versehen Die Auflagebehörde behauptete, daß Text und Zeichnungen unzüchtiger Natur seien und hatte dieferhalb gegen die beiden genannten Personen Strafantrag gestellt. Wegen der einen in dem Buche wiederabgedruckten Erzählung„ Amanda" war Dr. Wrede Der preußische Handelsminister hat die 2 andespolizei bereits vor Jahresfrist angeklagt und freigesprochen worden. behör den darauf aufmerkſamm gemacht, daß nach Ausweis der Der Staatsanwalt beharrte auf seinem Standpunkt und beantragte 1896er Berichte der Gewerbe und Fabrikinspettoren gegen Wrede 200 M., gegen Balluschek 50 M. Geldstrafe und die Polizeibehörden, insbesondere in kleinen Städten und Einziehung des Buches. Nach kurzer Berathung verkündete der auf dem Lande, bei Anwendung der den Arbeiterschuß Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Hoppe, die Freisprechung, da Aus Stettin wird uns geschrieben: Da die streitenden regelnden gesetzlichen und Ausführungsbestimmungen noch häufig tros des theilweise beiflen Sujets die Darstellungsweise rein Tischler schon in voriger Woche befchloffen hatten, den Ausstand fehlgreifen. Die thunlichst weite Verbreitung der amtlichen fünstlerisch und nicht frivol sei und die Holzschnittmanier der fortzusehen, falls es vor dem Gewerbegericht zu feiner Einigung mit Ausgabe der Jahresberichte werde daher die fachgemäße Durch Zeichnungen ein ernster Runftstil sei. den Unternehmern kommen sollte, welche Befürchtung nun leider ein führung der Arbeiterschuß- Gesetzgebung mehr und mehr fördern. getroffen ift, fo dauert der Streit unverändert fort. Es ist jedoch Auch hinsichtlich der Auslegung des Vereins- und Wertutscher Karl Leonhardt eine Anflage wegen Unterschlagung zu ver Einer Verfettung sonderbarer Umstände hat der Droschken Aussicht vorhanden, daß die Aufhebung des Streits befchloffen und sammlungsrechts läßt die Intelligenz der Lokalpolizei be- banten, die ihn vor das Schöffengericht in Moabit führte. Leonhardt aur Werkstattsperre übergegangen wird, denn es sind nur noch 52 Ge- tanntlich vielfach das äußerste zu wünschen übrig. fellen zu unterstüßen. bekam eines Tages eine Polizeifuhre, d. h. er mußte eine Anzahl Man ift allgemein der Ansicht, daß tros des Buzuges der Fabritinspettoren mit den Arbeiterorgani- am Alexanderplatz fahren. Natürlich war der Sendung ein SchußZu der neuesten Schweinburgerei gegen den Verkehr Schußmannsmäntel aus einem Revierbureau nach dem Präsidium girta 150 Arbeitspläge zu befeßen sind, und daß trotz des fationen bemerkt die katholische Germania" in Beziehung mann mitgegeben. Nach Beendigung dieses Geschäfts fuhr 2. nach Beschlusses der Unternehmer, keinen Streifenden einzustellen, diese auf unsere gestrige Notis gegen die Berliner Politischen Nach Hause, um auszuspannen, da er die Nacht zuvor gefahren batte doch Arbeit erhalten werden. Der Streit hat bis jetzt zirka richten":„ Der Vorwärts" hält sich mit recht über diese Sprache und 16 Stunden auf dem Bocke gewefen war. Auf dem Hofe 86 000 M. geloftet. des offiziösen Blattes auf. Es ist allerdings vorgekommen und angekommen, bemerkte er beim Hochschlagen des bisher zurückUeber den beendigten Streit der Textilarbeiter zu wird infolge der politischen Verheßung weiter Arbeiterkreise geschlagenen Berdecks, daß in demselben ein Schußmanusmantel lag, Delmenhorft geht uns noch nachstehendes zu: Der Ausstand hat noch öfter vorkommen, daß mit der neuen Institution Mißbrauch welcher offenbar liegen geblieben war von der vorher gemachten im ganzen 5 Wochen gedauert. Unter den Verhältnissen, welche bei getrieben wird. Daß aber objektiv ein Busammenwirken zwischen Polizeifuhre her. 2. machte von seinem Funde auf dem Hofe an Ausbruch des Streits vorhanden waren, schien es faft unmöglich, Arbeiterorganisationen und Gewerberathen empfehlenswerth ist, wesenden Personen Mittheilung und nahm den Mantel, den er auf diese 3000 Ausständigen und Ausgesperrten so lange über Wasser zu unterliegt für uns keinem Zweifel. Es giebt doch auch nichtfozial- dem Hofe nicht lassen konnte, mit in feine Wohnung, um denselben, halten. Es fehlte vorerst an jeglicher Organisation und demokratische Arbeiterorganisationen. Den Arbeitern aus politischen nachdem er sich ausgeschlafen haben würde, auf dem Fundwaren auch aus demselben Grunde feine Mittel am Gründen die Möglichkeit einer Verbefferung ihrer Lage auf fried bureau abzuliefern, wozu ihm 24 Stunden Frist reglement Drte vorhanden. Sodann brach auch zu gleicher Zeit der Streit auf lichem Wege zu rauben, ist unerlaubt." mäßig gestattet find. Auf dem Polizeipräsidium war der Jutespinnerei und Weberei, an welchem ca. 800 Perfonen be theiligt waren, aus. Zum Glück war dieser Streit nach einwöchiger alten unverheiratheten Arbeiter an den städtischen und es Die Stadtverwaltung Kölns hat für die noch nicht 25 Jahre mittlerweile das Fehlen des Mantels auch bemerkt worden wurde eifrig recherchirt, 11131 den Verbleib des= Dauer beendet. Dank dem energischen Vorgeben der Streifleitung Gas, Elektrizitäts- und Wasserwerten den Spar- felben zu erkunden. Das Resultat der Nachforschungen war, daß war es möglich, den Streik zu einem für die Arbeiter guten Ende wang eingeführt. Es wird ein bestimmter Betrag des Lohns ein Leonhardt den Mantel haben müsse. Als man ihu in feiner zu führen. Da nur wenig Mittel vorhanden waren, entschloß sich behalten und in der städtischen Spartasse angelegt. Gespart muß Wohnung aufsuchte, war er schon wieder fort und hatte auch den bie Streifleitung zur Herausgabe von Coupons, welche bei den Ge mindestens werden von einem Arbeiter im Alter von 14 Jahren Mantel wieder mitgenommen. Als schließlich beide, Leonhardt und schäftsleuten statt des baaren Geldes in Zahlung gegeben werden sollten. Halbmonatlich 1 M., von 15 Jahren 1,50, von 16 Jahren 2 W., von der Mantel, ermittelt worden waren, machte die Polizei die Ent Es sollte hierdurch erreicht werden, daß erstens die jungen 17 Jahren 2,50, von 18 Jahren 8 M., von 19 Jahren 3,50, von deckung, daß der nach militärischer Art in den Mantel eins Leute die Streitunterftüßung nicht auf unnüße Art und 20 Jahren und darüber 4 M. Vor dem 25. Lebensjahre fann der genähte Name des Inhabers herausgetrennt war. Dieser Weise ausgeben, sondern nur für die nothwendigften Lebens Arbeiter seine Ersparnisse nur dann ausgezahlt bekommen, wenn er hat wurde 111111 Leonhardt bezichtigt; er wurde ver= mittel verivenden. Zweitens wurde dadurch stets ein ge fich einen eigenen Hausstand gründet oder wenn er zum Militär dächtigt, die Absicht gehabt zu haben, den Mantel für wisser Kredit offen gehalten. Bu einem gewiffen Prozent eingezogen ist. Das schönste an dieser sosialpolitischen Quackfalberei, fich zu behalten. Vor Gericht wurde den geladenen at wurden die Coupons von Woche zu Woche ausgelöst. Die die drüben im Rheinland Mode zu werden beginnt, ist die Thatsache, Schuhmannszeugen ausgesagt, daß der Name in dem Mantel noch Unterstügungen wurden ein Drittel in baarem Gelde und zwei daß die Löhne, die die Stadt Köln zahlt, nichts weniger als reichlich enthalten gewefen wäre, als dieser mit den anderen Mänteln in die Drittel in Coupons ausbezahlt. Nur hierdurch allein war es mög bemeffen sind. Droschte verladen wurde. Auch hätte dieser Mantel ganz zu unterst lich, den Streit so lange hinzuhalten. Die Direktion hatte sich bereits zu verschiedenen Malen in Verhandlungen eingelaffen. wird, in Erfurt 47 Firmen auf eine Anfrage sich bereit erklärt. vorhanden, daß Leonhardt während der halben Minute, welche, Ten Nennuhr- Ladenschluß einzuführen, haben, wie berichtet eines Backes von 92 Mänteln gelegen, und es sei die Möglichkeit Aber erst am Sonntage tam es zu einem völligen Ausgleich. Außer dem gestern von uns mitgetheilten, haben die Arbeiter auch Es ist charakteristisch für die jämmerlichen Zustände im Handels- wie dieser zugab, der begleitende Schußmann einmal die Mäntel diesen Mantel hervordie Zuficherung erhalten, daß Maßregelungen nicht stattfinden gewerbe, daß selbst diese geringfügige Berbefferung im Intereffe der ohne Aufsicht gelaffen hatte, gerade gezerrt und in das Wagenverdeck prattizirt habe. Leonhardt sollen. Aus der Mitte der Arbeiter herans soll ein Arbeiter aufmännischen Angestellten noch regiftrict werden muß. wies auf die Unmöglichkeit einer solchen Estamiotirung hin und ausschuß gewählt werden. beftritt auch, daß ein Name in dem Mantel gewesen sei. Gin Glücksumsitand für Leonhardt war, daß dieser auf dent Droschtenhose anderen Personen gegenüber gleich Mittheilung von dem Funde gemacht hatte. In diesem Umstande erblickte der Gerichtshof ein ausreichendes Moment der Entlastung von der Annahme, daß Leonhardt den Mantel habe unterschlagen wollen; auch erwog derselbe, daß die Kosten für die Umänderung des Mantels, um bis zur Höhe von 15 M. von der Fabrikleitung gezahlt. Da nun Der Verband der Gehilfen im mittlern Dienst preußischer diesen für Leonhardt gebrauchsfähig zu machen, sich wohl ebenso noch ein ganz beträchtlicher Posten Schulden zu bezahlen ist, so Staatseisenbahuen, der diese Woche in Berlin feinen zweiten hoch gestellt haben würden, wie die Ausgabe für einen bittet das Delmenhorster Komitee, die Sammlungen noch fort- Verbandstag abhielt, beauftragte seinen Vorstand, in Gemeinschaft Rutschermantel, und daß der vielleicht nur lose eingenähte zufeßen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge- mit dem Stationsgehilfen Berbande in Köln eine Petition an das Name durch irgend welche Zufälligkeiten aus dem Mantel preußische Abgeordnetenhaus zu richten, in der, unter Schilderung herausgeriffen sein konnte. Auf grund dieser Erwägungen der ber ungünstigen Lage der Stationsgehilfen, um eine wurde der Angeklagte" freigesprochen. Wie leicht sich auch Ber- Erhöhung der Bezüge gebeten wird. In einer zweiten, an den Gifen Polizeibeamte irren können, zeigt übrigens auch der folgende bahnminister gerichteten Eingabe soll der Wunsch nach einer gleich sehr drastische Fall: Der Droschkentutscher Otto Baum war be der den von Die Answanderung aus und über Hamburg hat im Jahre Dieser Vertrag wurde vom Aufsichtsrath, der Direktion und 1896 etwas nachgelaffen. 1895 betrug die Zahl der Auswanderer Arbeitern gewählten Kommission 55 097, im Jahre 1896 aber nur 52 748. Es wird angenommen, gegenfeitig unterzeichnet. Es wurde auch gleichzeitig vereinbart, daß daß die Differenz auf den Hafenarbeiter- Ausstand zurückzuführen ist, die wegen Kontraktbruchs einbehaltenen Löhne ausbezahlt durch den die Hamburger Baffagier- Expedienten Ende vorigen Jahres werden. Ferner wird allen denjenigen, welche für die gezwungen waren, die Paffagiere nach anderen Hafenplägen zu vereinbarten Bedingungen nicht anfangen wollen, ein Reisegelb dirigiren. beten. In Ju Effen haben die organifirten Buch bruder Girardet'schen Buchdruckerei wegen Entlaffung ihres trauensmannes bis auf zwei ihr Arbeitsverhältniß gekündigt. $ 3 Literarisches. neben Wir sind überzeugt, daß der Notizkalender zu seinen zahlreichen alten Freunden recht viele neue erwerben wird. Arbeiterführer durch Dresden und Umgegend. Herausgeber Arno Reichard. Preis 20 Pf. Wer von unseren Parteigenossen die sächsische Hauptstadt besucht, thut gut, sich dieses billige Büchlein zuzulegen. Es enthält eine Menge Angaben, die der Fremde wohl gebrauchen kann. Zu beziehen ist der Arbeiterführer" durch die Expedition der„ Sächsischen Arbeiter Zeitung" in Dresden, durch die Expedition der„ Sächsischen Arbeiter Beitung" in Dresden, Gerbergaffe 1. Versammlungen. " " " Von in -0 In der außerordentlichen Generalversammlung des fchuldigt, an einem bestimmten Tage zu einer bestimmten Stunde können, das lasse sich nicht beurtheilen. Mit Phrasen tomme man den Kreuzungspunkt der Leipziger- und Mauerstraße troß des in der Zollpolitit nicht aus, dieselbe müffe vielmehr ruhig und flar deutschen Holzarbeiter Verbandes vom 12. d. M. wurden herrschenden starken Verkehrs im Trabe passirt und sich dadurch einer beurt heilt werden. Diskutirt wurde über den Vortrag nicht. Der Kunze, Klingner, Roblenzer, Hübner und Tabbert Uebertretung des Straßenpolizei Reglements,§ 40, schuldig Borsigende wies auf eine am 21. November für den Verein statt in den Vorstand wiedergewählt; neu hinzu gewählt wird Haselopp gemacht zu haben, welche Frevelthat er mit 6 Mart Strafe findende Vorstellung in der Urania hin und schloß die Versammlung als Revisor. Zost berichtet sodann über die bevorstehende Lohnbüßen sollte. Da sich Baum feiner Schuld und Fehle bewußt mit einer Aufforderung zur regen Theilnahme an dem Verein und bewegung der Baudrechsler. Diese wollen jetzt die 52 stündige Arbeitszeit fordern, weil bei ihnen die Konjunktur jetzt am günstigsten war, indem er zu der gedachten Zeit mit seinem Fuhrwerke noch dessen Bestrebungen. ruhig auf dem Droschkenhofe seines Fuhrherrn sich befunden, also In der öffentlichen Versammlung der Händler und Händ- liege. Die Versammlung ist mit dem Vorgehen der Baudrechsler noch gar nicht angespannt hatte, so ließ er es auf eine richterliche lerinnen, die am Dienstag im Englischen Garten" tagte, tam es einverstanden und überläßt es der Drechsler Rommission, Entscheidung ankommen. In dem Termine stellte sich denn auch wiederholt zu recht erregten Szenen, die theils durch die überaus die nöthigen Vorarbeiten zu machen. Glocke berichtet dann kurz richtig heraus, daß ein Frrthum des betreffenden Polizeibeamten, stürmischen Beifallsbekundungen den Rednern gegenüber veranlaßt über die auswärtigen Streits, soweit sie für die Berliner in betracht der Braun denunzirt hatte, vorliege, und daher mußte auch dieser waren und anderseits den Unwillen der Versammelten gegen den kommen. Er kommt dabei auf den Stettiner Streit zu sprechen und Angeklagte" fostenlos freigesprochen werden. Dergleichen Frrthümer Lokal Anzeiger" bekundeten. Die Tagesordnung bildete die tadelt die ungeschickte und verlegende Art, wie die Holzarbeiters tönnen aber unter Umständen recht verhängnißvoll werden, zwar Fortsetzung der Diskussion der aufgelöften Versammlung vom Zeitung" die Berliner Organisation angerempelt habe. Nach Ernicht für die Polizeibeamten, wohl aber für die Beschuldigten. 11. August bei Gründel, die sich bereits mit dem Artikel, ledigung einiger Verbandsangelegenheiten erfolgte Schluß der Verder am 1. Auguft im„ Lokal- Anzeiger" enthalten war, be sammlung. schäftigte. In diesem Artikel wurde der Straßenhandel auf Die lokalorganisirten Maurer tagten am 15. Auguft in das schärffte bekämpft, die Waare der Straßenhändler als minder Cohn's Festsälen, wo Genoffe Re ßler einen mit lebhaftem Beifall Arbeiter Notiz- Kalender für das Jahr 1898. Berlin. Verlag: werthig und ekelerregend bezeichnet, die Händler selbst in thatsächlich aufgenommenen Vortrag über das Telegraphiren ohne Drahtleitung Expedition der Buchhandlung Vorwärts. 236 S. G. Preis unqualifizirbarer Weise angegriffen und deren Thun und Treiben in hielt. Sodann wurden einige Unterstüßungen genehmigt. Ferner 60 Pf. übertrieben abfälliger Art verurtheilt und anderseits entschieden für wurden die Anwesenden aufgefordert, für die Verbreitung der Der Text dieses allen deutschen Arbeitern unentbehrlich ge- die Markthallenstandinhaber Partei genommen. In einer Fußnote be-„ Einigkeit" und für deren Abonnement rege zu agitiren. wordenen Taschenbuches, das in diesem Jahre vom Nürn- fundete die Redaktion des„ L.-A." ihr Einverständniß mit dem Einsender" Einigkeit" und für deren Abonnement rege zu agitiren. In der öffentlichen Bauarbeiter Vers berger Berlage Woerlein 11. Cie. in den Verlag der des Artikels, der unter der Rubrik" Deffentliche Meinung" Aufnahme ge- Rixdorf. Buchhandlung Vorwärts übergegangen. ift, steht im Beichen funden hatte, und ihre Parteinahme gegen den Straßenhandel. Ein Einsammlung am 15. d. M. wurde beschlossen, Material zu sammeln der Reichstags- Wahlen des nächsten Jahres. Alles, was gesandt, in welchem auf den Artikel aus den Reihen der Straßen- über die Lage der niederen Bauarbeiter und dasselbe zu veröffentfür die nächstjährigen Wahlschlachten des deutschen Proletariats händler entgegnet wurde, fand bisher keine Aufnahme. Der in der lichen. Den Maurern wird es zur Pflicht gemacht, auf die Bauvon Werth ist, finden die Leser des Arbeiter- Notiz- Kalenders Versammlung anwesende Vertreter des„ Lokal Anzeiger" lehnte mit arbeiter einzuwirken, damit sie der Organisation beitreten. Auf geschickt zusammengestellt, so die Bestimmungen des Reichs der Motivirung, daß der betreffende Artikel der Ausdruck der öffent- jedem Bau sollen die Bauarbeiter Vertrauensmänner bestimmen, tags Wahlgefezes und des zu diesem erlassenen Reglements, lichen Meinung sei und unter der betreffenden Rubrik Aufnahme welche bei Lohnforderungen die Führung übernehmen. ferner praktische Winke zur Wahlrechts- Ausübung, dann eine genaue, gefunden habe, jede Verantwortung ab und bestreitet im übrigen, Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule ftehenden Bücher sind umgehend Donnerstags abends von 9 bis durch Aufnahme aller Nachwahlen bis zur Gegenwart ergänzten daß eine Erwiderung seitens der Straßenhändler bei der Redaktion Brunnenstr. 25, ift bis auf weiteres gefchloffen; die noch ausist, hält aber die Möglichkeit, daß die 10 Uhr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diesem Tage in der NordTabelle der Ergebnisse der letzten Reichstagswahlen für alle 397 Wahl- eingegangen schule entgegengenommen, ebenso in folgenden Bahlstellen: Gottfr. Schulz, nicht für ausgeschlossen. gegangen, freise. Weitere Bestimmungen über den Reichstag schließen diese selbe verloren Admiralftr. 40a; Reul, Barnimftr. 42; Babiel, Rosenthalerfir. 57; Gleinert, wurde die ganze Schreibweise im nächsten Jahre doppelt wichtigen Abschnitte des Notizkalenders. Den verschiedenen Rednern Müllerfir. 7a; Paul Mücke, Manteuffelstr. 128; H. Königs, Dieffenbachstr. 30. Aus dem weiteren werthvollen Inhalte desselben heben wir dieses sogenannten unparteiischen" Blattes äußerst scharf kritisirt alle Bufchriften find an den Vorfizenden Paul Müde jr., SO. Man hervor: die Adressen der Vorstände der zentralisirten Gewerkschaften und darauf hingewiesen, daß dasselbe bei den verschiedenartigen An- teuffelfir. 128, Geldfendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 80, und der Zentralkommission der lokalorganisirten Gewerkschaften, die lässen, bei den wirthschaftlichen Kämpfen der Arbeiter sowohl, als au fenden. Tele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Zeit, Boyenfir. 40 bet Adressen der deutschen Gewerbe- Aufsichtsbeamten, eine sehr nüßliche auch bei politischen Ereignissen eine einseitig ausgeprägte Stellung Gieshott.- Sub- D ft, bei Toltsdorf, Sorauer- u. Görligerftr.- Ede.- I ub ber Sozialistischer Lese- und Abhandlung Stadthagens: Etwas von den Rechten und Pflichten gegen die Arbeiter einnehme und eine Politik, insbesondere wenn es Freunde bet Burghause, Buttbuferstr. 32. August Getb, im Restaurant Distutirtlub, Reichenbergerfir. 157. der gewerblichen Arbeiter" dann einem vollständigen gilt in Patriotismus zu machen, im reaktionärsten Sinne betreibt, Strett, Naunynſtr. 87. Friedrich Engels, Weißenburgerstr. 53 bet einem Posttarif, im weiteren Ralendarium mit historischen Gedenktagen, Dft, Tilsiterfir. 40 bet Schillinger( jeden Donnerstag nach dem aber nur auf das Geschäft bedacht sei und tiefel. Der diesem Gesichtspunkt aus geleitet werde. anderen nennenswerthen Kleinigkeiten, sehr interessante Tabellen von. Ver 1. und 15.). Morgenroth, Siebenwalderfir. 43 bei R. Wilte( jeden Donnerstag Brüderlichkeit, jeden Donnerstag nach dem 1. und Artikel, nach dem 1. und 15.) über die Militär Ausgaben des Deutschen Reiches, über antwortung für den in betracht kommenden 15. im Monat Landsbergerstr. 8 bet Haseloff. Friedrich Engels II, GörDas Wachsthum der Reichsschulden und der Zinsen welchem sämmtliche Straßenhändler beschimpft werden, fönne ligerstr. 40 bet Thäder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Ab. Neufür dieselben, dann Winke für die erste Hilfe bei Unglücks- sich die Redaktion nicht entziehen, zumal das Blatt wiederholt mann, Brunnenstraße 150. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu fällen, Wochentabellen für Einnahmen und Ausgaben, Notizkalender für ähnliche Notizen gebracht hat und durch die Anmerkung gegen die richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends St. Urban, jeden Tag des Jahres. Eine Anzahl weißer Notizblätter bilden den Straßenhändler sich mit dem Artikel identifizirte. Nach einer langen 9-11 Uhr: uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Kummer's cher Gesangverein, Koppenftr. 47 bei Schluß des praktisch angelegten, diesmal schön in einen mit netter Diskussion, in der alle Redner ausnahmslos diese Stellungnahme Annenstr. 9 bet Proz. Entwich. Vorwärts II.( Beutner'scher Männerchor) Schliemannstraße 6 des L.-A.", wodurch eine große Anzahl Personen, die noch zum bet Gührt. Vignette versehenen Ganzleinenband gebundenen Büchleins. - Süd- Ost, Wrangelstr. 93 bei Ludwig. Frühlings= Morgenroth I, Rummelsburg, Theil Krüppel sind und sich durch den Handel ihr Brot verdienen Iuft, Bülowstraße 69 bei Werner. wollen, getränkt werden, auf das heftigste verurtheilen, ge: Mozartstraße 7 bei Benger. 3aget nicht, Steglig, Albrechtstr. 125. Borar, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Flöter scher Gesangverein, Die Gesangverein der Berliner Kürschner, WeinFruchtftr. 36 im Restaurant. langte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: am Dienstag im Englischen Garten" tagende öffentliche aße 11 bet Feindt.- 2yra II, Charlottenburg, Straße 6a Nr. 1 bet Bartsch. Liebesluft I, FürstenVersammlung der Händlerr und Händlerinnen Berlins Einigteit III, Groß- Lichterfelde, Anhalter Play Adlershof in Adlershof, Oppenstr. 1 walbe an der Spree, Schloßtellerei. protestirt energisch gegen die Verdächtigungen und Beschimpfungen bei Schubert.- Morgenroth IV, Köpenic, Schönerlinderstr. 9 bet Schulz. des Lokal- Anzeiger" gegen die Straßenhändler Berlins, welche sich gutun ft III, Belten i. d. M., Wilhelmstr. 19 im Hotel W. Grunow.-Fröhlich, in ihrem guten Ruf dem Publikum gegenüber geschädigt fühlen. Hummelsburg, Kantſtr. 36 bei Schröter. – Bineta, Kajan en rofe, Forſterir. 22 Die Händler sind der Ansicht, daß ihre Waare mindestens ebenso bet stunge.- reiheitstlänge III, Luckenwalde, Haag Nr. 3, bet Berhardt. - Alpenröslein, Bergstr. 60 bet Silgenfeld. Matengruß III, gut ist wie die in den Kellern und Hallen, da die Keller meistens Gangestuft I, Buttbuferfir. 30 bei Ferd. Reimann. Deutsche Eiche II, Brandenburg dumpfig und naß sind, dagegen unsere Waare Tag und Nacht in Friedrichshagen, Friedrichstraße 134. Freiheit III, Neu- Weißenfee, Röntg der frischen Luft und dem Verderben deshalb nicht so ausgesetzt a S., Hauptstraße, Wintel's Ealon. Chauffee 88. 2orelet, Grünthalerstr. 3-4 bei Hemmerling. Jugenda Sangestreue, Ueber die Handelspolitik und die Arbeiter sprach Genoffe ist. Wir halten den ganzen Artikel des Lokal Anzeiger" nur als tuft( gent. Thor), Lichtenbergerstraße 15 bet Bolzmann. Stebestuft II, Kornblume, Schippel am Dienstag in einer Versammlung des Wahlvereins den Ausbruch des Konkurrenzneides der seßhaften Händler, Haus Brandenburg a. H., Wollenweberfir. 3( Gasthof zur Mühle). Große Frantfurterstr. 138 bet Gold. Sängerhort, Mariannenftr. 48 bei für den sechsten Reichstags- Wahlkreis. Es sei nur ein Schlagwort befizer und Standinhaber. Die Berliner Straßenhändler halten es Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bet Glafer. Alpenführte der Redner aus wenn man den Freihandel als etwas für ihr gutes Recht, dort zu handeln, wo sie den meisten siebehenfchel. Siedes Echo, Reichenbergerstr. 118 bet gantsch. finden." Nach Annahme der Resolution dehnte glühen, Staligerstr. 22 bei Raabe. Oberon, Oranienftr. 51 bei Helfer. liberales, freiheitliches, den Schutzoll dagegen als etwas rückschritt- Absatz Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. die Debatte weiter über den Lokal Anzeiger" aus. Borsigender P. Gent, Dresdenerstraße 107/8. Alle Menderungen, den Vereinsliches bezeichne. Nicht durch politische Parteistellung, sondern durch sich wirthschaftliche Interessen werde die Neigung zu Freihandel oder Eine Unterbrechung der Diskussion entstand, als ein Redner in seinen talender betreffend, sind zu richten an. Bendix, Alexandrinenftr. 100. Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen So feien in jener Zeit, als Deutsch- Ausführungen in schroffer Weise auch den Vertreter des LokalSchußzoll bedingt. zu richten an Hermann Braunschweig, Dress denerstraße 80 2. Hof. Mehr Licht, Weißenfee, Donnerstag: land noch Getreide ausführte, unsere Agrarier Freihändler Anzeiger" und die zahlreich anwesenden Berichterstatter angriff, worauf im Bereinskalender Weiße Afche, Görligerstraße 69 gewesen, weil sie in den Bollschranken des Auslandes ein Hinderniß dieselben protestirend den Versammlungssaal verließen und durch Straßburgerstraße 66 bet Sorrer. Pfeifended e I, Langeftr. 24 bei Jeratsch. Columbus, für ihre Ausfuhr erblickt hätten. Andererseits hätten die Industriellen, die dadurch allgemein entstandene Unruhe die Versammlung beinahe bet Echulze. Ginigtett II, Röpeniderstraße 171 bet Urbanfiraße 34 bet Krüger. Die per tichmann. Glüh= als unsere Industie erst auf der Stufe der Entwickelung stand, das der Auflösung verfiel und deshalb vertagt werden mußte. Ohne Furcht, Wienerstraße 44 bei Schmidt. Tabatblüthe, Bergrößte Interesse daran gehabt, durch industrielle Schutzzölle sich die fsönlichen Auslaffungen des Vorredners wurden von den nachfolgenden licht 11, Siebenwalderjiraße 27 bet Purmann. Gemüthlich fett II, Faldensteinstraße 7 Ronkurrenz mit den ausländischen Industrieerzeugnissen zu er- Rednern, ebenso wie die fortwährenden Zwischenrufe dieser Herren, nauerstraße 91 bet Schols. bet Trittelwig. Havanna 1, Rirdorf, Juliusstr. 59 bei Neubauer. Leichtern. wäre eines gerügt. Von einem Redner wurde bemängelt, daß in der vorher Tegeler Alpen, Schulfstr. 21 bei Frante. Ohne Schutzölle die Entwickelung industriell noch rückständigen Landes Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger Berein nicht möglich. Da gehenden Versammlung kein Berichterstatter vom Vorwärts" anOrchester- Verein Allegro, aber das Gedeihen der Industrie auch im Intereffe der wesend war und der von ihm verfaßte Bericht, obwohl er fachlich unter uns, Beuffelstr. 66 bet D. Fischer. Hauchklub Süd- Weft, Simeonftraße 18 bet Michaelis. Rauchklub Kernspige, Rüdersdorferstraße 8 bet Arbeiter liege, so sei also ein industrieller Schutzzoll auch für die gehalten, keine Aufnahme im Vorwärts" fand. Wie der Redner Oranienftraße 180 bei Rautenberg. Stattlub Unter uns, Eisenbahnstraße 7 bet Bauer. Arbeiter von Nußen, die andererseits wieder ein Interesse an anführte, wird er sich deshalb beschwerdeführend an die Preß- A. Böhl. Stattlub Süd, niedrigen Brotpreisen, also zollfreier Getreideeinfuhr hätten, ebenso fommission wenden. Im weiteren wurde in der Diskussion auf Orchesterchor Vorwärts, Rirdorf( Bittoria- Säle). Böchstraße 21 bet Krebs. Gefangverein Gängertrets,( Mufitwie die industriellen Unternehmer, da ja der Brotpreis wieder auf die behördlichen Beschränkungen hingewiesen, denen die Straßen- Instrumenten- Arbeiter), Naunynstraße 78 bet a. Börer. sind und die, wie behauptet wurde, Borwärts, Inselstr. 10 bei Stabernac.- Ar better- Rabfahrerverein die Höhe der Arbeitslöhne zurückwirke. Die Politik der Handels- händler unterworfen sind und die, verträge, welche in Deutschland nach der Schuzzoll- Aera platgegriffen zum großen Theil durch die Hausbefizer veranlaßt worden Berlin, Sizung jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat, Andreasstr. 26 bet Wilfe. Statflub Gemüthlicher Ramsch, Blumenftr. 21a bet Jonas.. Guitarren und daß wir sind, die befürchten, ihre dumpfigen und nassen Keller nicht zu Statflub Grand Schwarz, Chrifiburgerfir. 47 bet Stein. hat, sei eine ganz richtige. Sie bestehe darin, Rauchklub Ohnes unsere Getreidezölle ermäßigten, und dadurch den bei uns Getreide vermiethen. Auf das Entschiedenste wurde protestirt gegen die Be- Gesangverein Eintracht, Schönhauser Allee 139 bet Mauß. Gesangverein Ritterhof, Lindeneinführenden Ländern den Absatz erleichterten, wogegen diefelben sich hauptung, daß die Straßenhändler minderwerthige, verdorbene und sorge, Louiſenufer 52 bei Münsberg. Pflanzerverein Beilchen, Nixdorf. Jeben Tanzklub Donnerstag nach dem 15. im Restaurant Feldschlößchen, Eisenstr. 73. verpflichten mußten, durch Herabsehung ihrer Industriezölle uns unsaubere Waaren feilbieten und Beispiele angeführt, die diese Be- ftraße 106 bet Friß Zubell. Theaters ihren Markt zu öffnen. Weil dieses Prinzip ein richtiges sei, habe hauptung bei verschiedenen seßhaften Händlern rechtfertigen würden. union, jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. Perlebergerstr. 23. auch die Sozialdemokratie dafür gestimmt. Falsch sei die Annahme, Im übrigen betreiben viele feßhafte Händler und Standinhaber verein Aschenbrödel II, Ackerstr. 144, Borst. Kasino. Arbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnverein Fichte, Berlin. 7. Männer Abtheilung, Reichenbergerstraße 131. daß durch die Schutzzollpolitik, welche Deutschland von Ende der außerdem den Straßenhandel, sodaß auch diese keine Veranlassung Von einem Redner Abends von 8-10 Uhr: 2. Damen- Abtheil., Ackerstr. 67. Freie Turnerschaft Rirdorf- Briz, 70er bis Anfang der 90er Jahre befolgte, andere Länder veranlaßt baben gegen den Straßenhandel vorzugehen. worden seien, gleichfalls Schutzölle einzuführen. Sollte die In- wurde behauptet, daß der Amtsvorsteher von Stralau Berliner 2. Echüler- Abtheilung von 7-8% Uhr, 2. Männer- Abth. von 8%-10% Uhr, Briz, duftrie in den Bereinigten Staaten sich entwickeln, jo brauchten sie Händler zum Stralauer Fischzug nicht zuläßt und die betreffenden Chauffeestraße bei Lange. eben industrielle Schutzölle und mußten solche im Interesse ihrer Gesuche abgelehnt hat. Zum Schluß der Versammlung, der nach Industrie festsetzen. Nun habe ja der neuerdings von den Vereinigten Uhr erfolgte, wurde aufgefordert, der Freien Vereinigung der Staaten eingeführte hohe Bolltarif, der jedoch nicht so schlimm aus Händler und Händlerinnen beizutreten und außerdem noch auf das gefallen fei, wie es anfangs schien, in Deutschland den Wunsch nach eingerichtete Auskunftsbureau aufmerksam gemacht. einem Zollfriege gegen Nordamerika hervorgerufen. Vor einem Zoll- Die Bandrechsler haben gemeinsam mit den Stellmachern am friege an sich brauche man nicht zurückschrecken. Ein solcher fönne Montag in verschiedenen Werkstellen die Forderung auf Reduzirung unter Umständen nüßlich sein, aber es frage sich, ob in diesem Falle der Arbeitszeit auf 52 Stunden pro Woche gestellt, und wie in der für uns etwas herauskommt. Diejenigen, welche am meisten zum gut besuchten Drechslerversammlung, die im Englischen Garten tagte, Bollfriege heßen, seien unsere Agrarier. Sie könnten ja, wenn der berichtet werden konnte, auch theilweise sofort bewilligt erhalten. In Strieg Erfolg habe, was jedoch sehr zweifelhaft set, höhere Getreidepreise betracht kommen nur die Baudrechslereien, wo die Arbeiter an der erzielen, während im anderen Falle der Getreidepreis unter die derzeitige allgemeinen Holzarbeiter- Bewegung nicht theilgenommen hatten resp. Höhe nicht finten tönne; also zu verlieren hätten die Agrarier bei die einheitliche Durchführung der 52ftündigen Arbeitszeit inDer lauen Wenn wir auch ohne das amerikanische folge Geschäfts Konjunktur nicht angängig dem Zolfriege nichts. Von acht dieser Werkstellen, in welchen Getreide auskommen tönnten, so hätten doch die Konsumenten die war. Rosten des Zollkrieges zu tragen in Form erhöhter Zölle auf 54 Drechsler, die meist organisirt sind, beschäftigt waren, wurden Petroleum, Baumwolle und andere amerikanische Produkte. Auf in sechs die Forderung gestellt und von vier Firmen bewilligt. Kitzingen, 18. Auguft.( W. T. B.) Die Kitzinger Zeitung" feinen Fall aber würde es gelingen, Amerika aus der Bahn der Seitens der Organisation wird die Bewegung gutgeheißen, um das Entwickelung zum Industriestaat zu drängen. Mit dem Zucker: Mißverhältniß zu beseitigen, welches darin besteht, daß die Drechsler meldet: In der R. Hellermann'schen Weinhandlung in Dettelsbach zoll fönnen uns die Amerikaner nicht schädigen, denn in den Tischlerwerkstätten, die fast durchwegs eine fürzere Arbeits entstand heute Nachmittag 1/2 Uhr Großfeuer. Nachdem es nach brauchen unseren Zucker. Ameritaner Wenn die den zeit durch die Holzarbeiterbewegung errungen haben, im Gegensaß angestrengter Arbeit gelöscht war, brach gegen Abend das Feuer Zuckerzoll um Betrag der von Deutschland gezahlten zu der 54 und 56stündigen Arbeitszeit der Baudrechsler. Wie von mit erneuter Heftigkeit wieder aus. Mehrere Personen sollen ver Ausfuhrprämie erhöht haben, so sei das formell ein Bruch des den einzelnen Rednern angeführt wurde, ist die Konjunktur brannt sein. Pilsen, 18. Auguft.( B. H.) Gestern nach beendigtem Zapfens Meistbegünstigungsvertrages, jedoch entspreche es den Forderungen gegenwärtig eine sehr günstige, Arbeitslose in dieser Spezialder Billigkeit, da ja Deutschland durch die Ausfuhrprämie den branche sind nur sehr wenige vorhanden, so daß, zumal die ftreich, der aus Anlaß des Geburtstages Kaiser Franz Josef's stattamerikanischen Zoll um den Betrag derselben herabfeße. Die Zucker- Rassenverhältnisse der Organisation sehr gute sind, Aussicht fand, zogen Czechen, mit Stöcken und Steinen bewaffnet, lärmend vor prämie erscheine als ein lächerlicher Zustand. Die Arbeiter hätten vorhanden ist, die Meister zur Anerkennung dieser Forderung zu das deutsche Haus, vor die Turnhalle und die deutsche Schule, wo tein Intereffe, die Zuckerfabrikanten in ihrem Sturm gegen Amerika veranlassen. Gerügt wurde das unsolidarische Verhalten der Drechsler mit großen Steinen zahlreiche Fensterscheiben eingeworfen wurden. zu unterstüßen. Unsere industrielle Ausfuhr nach Nordamerita sei trotz bei der Firma Schmidt u. Komp. und hierauf die Kommission er Ein Kellner der Turnhalle wurde verwundet. Rosenberg( Ungarn), 18. Auguft.( B. H.) Ein junges Mädchen, aller Steigerung der amerikanischen Schutzölle die gleiche geblieben. mächtigt, über diejenigen Werkstellen die Sperre zu verhängen, in Schon jetzt sei die Hochschuß- Bollpolitit Amerika's auf starten welchen die geforderte Arbeitszeit nicht zur Einführung gelangt. Die 17jährige Nichte des bischöflichen Sefretärs, ist von einem jungen Widerspruch im eigenen Lande gestoßen, es sei möglich, daß bereits Wie im weiteren ausgeführt wurde, werden in einer Anzahl von Kaplan, dessen Bekanntschaft sie bei einem Kitchenkonzert gemacht in den nächsten Jahren eine Zollherabsetzung eintrete. Man dürfe Drechslereien so häufig Ueberstunden gearbeitet, daß die festgesetzte hatte, entführt worden. nicht wie es in sozialdemokratischen Beitungen geschehe den Arbeitszeit vollständig illusorisch gemacht ist und ferner, daß Freiburg( Schweiz), 17. Auguft.( W. T. B.) Die Generalfreihändlerischen Gedanken so auffaffen: Herabsetzung der die in der verflossenen Lohnbewegung erzielten Lohnzuschläge fort versammlung des Katholikentongresses beschloß heute, daß der nächste Getreidezölle ohne Rücksicht auf auf das, was andere Länder während reduzirt werden, so daß in vielen Fällen kaum der Minimal- Kongreß im Jahre 1900 in München zusammentreten soll. Simla, 18. Auguft.( Meldung des Neuter'schen Bureaus".) thun. Ohne eine solche Rücksicht sei eine vernünftige Bollpolitit lohn von 21 M. erzielt wird. Diese Zustände üben einen schädlichen nicht durchzuführen. Der Zollkrieg, den wir seinerzeit mit Rußland Einfluß selbstverständlich auch auf diejenigen Geschäfte aus, wo Eer Stamm der Afridis rückt das Defilé von Khyber entlang gegen führten, sei eine ganz richtige Politik gewesen, die auch vom Stand geregelte Arbeitsverhältnisse herrschen. Nach kurzer Diskussion wurde Jamrud vor, während die Orkatzais Samana bedrohen. Zwei punkt des Arbeiters gebilligt werden tönne. Der Erfolg habe auch die Kommission beauftragt, unter diesen Kollegen eine rege Agitation Abtheilungen des Stammes der Mazazai haben sich verrinigt und der deutschen Regierung gegen die deutsche Sozialdemokratie zu entfalten, damit zu gelegenerer Zeit in allen hiesigen Konkurrenz bedrohen den Posten von Parachenar im Thale von Kurau. Die Recht gegeben, Es habe sich gezeigt, daß unter Umständen ein werkstellen für die Beseitigung der Mißstände, welche sich in bezug isolirten Truppenabtheilungen, welche die vorgeschobenen Posten energischer Druck auch für die Arbeiter von großem Nußen sein auf die Lohnverhältnisse und durch die Ueberstundenarbeit im befekt halten, haben den Befehl erhalten, sich zurückzuziehen und fich auf das Fort Lockhart zu konzentriren. Ob wir Amerita gegenüber den gleichen Erfolg erringen Laufe der Zeit herausgebildet haben, allgemein eingetreten wird. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. fie Den " = sind Ruderverein Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unterricht und Uebungsstunde für Echüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. Kommandantenftr. 62, abends 9 Uhr, Unterricht und Uebung in der ganz ver einfachten Arends'schen Stenographie. Arends'scher Stenographen- Verein„ Apollobund", Becker's Bierhallen, Le Cercle de Conversation Fançaise s'asassemble touts les jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Français: Jeudi Séance a 9 h. dans son local Rest. ,, Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. Deutscher Arbeiterverein Vorwärts", Kopenhagen, K., Compagnies Strade Nr. 48, Café Bolangé. Depelthen und lehte Nachrichten. München, 18. Auguft.( B. S.) Auf den bayerischen Staatsbahnen werden nach der M. A. 3tg." nunmehr verschiedene Züge etwa mit tragbaren Telephonapparaten ausgerüstet werden, die es dem Zugführer ermöglichen, bei Unglücksfällen auf der Strecke sich in die Leitung einzuschalten, um rasch Hilfe zu erlangen. " Br. 192. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donertag, 19. Auguf 1897, Bericht über die Reichstagsfraktion. Bekanntlich hatte derfelbe sächsische Landtag, der durch feine Wahlreform die Arbeiter in der Geltendmachung ihrer Interessen nach Kräften von dem gefeßlichen parlamentarischen Wege abzudrängen versuchte, zu gleicher Beit zu einem Schlage gegen die Konsumvereine ausgeholt, die dereinst vom Bürgerthum so oft als wesentlicher Bestandtheil einer friedlichen, staatserhaltenden Sozialreform gefeiert und empfohlen worden waren. " mögen für die Gründung des Geschäfts als Maßstab für die Steuer, Diesmal bemühte man sich geflisfentlich, sachlich zu bleiben, obwohl so werden im ersten Jahre drei Behntel des ganzen sauer er der sozialdemokratische Antrag rundweg den gefeßlichen Achtstundendarbten Vermögens des Konsumvereins durch die Umsatzsteuer tag für alle im Lohn, Arbeits- und Dienstverhältniß im Gewerbe, parlamentarische Thätigkeit der sozialdemokratischen aufgezehrt.( Hört! hört! links.) 8000 M. von 10 000 M. Vermögen, Handels- und Verkehrswesen" stehenden Bersonen forderte. die die Aermsten der Armen aufgebracht haben, das ist wahrhaftig Freilich, die Wahlen stehen vor der Thür. Doch das reicht zur chriftlich, meine Herren! Nehmen wir aber den Gewinn als Erklärung der überraschend eingehenden Erörterung unserer 10. November 1896 bis 25. Juni 1897. Maßstab an, sehen wir den Fall, daß der gesammte Gewinn Forderung nicht aus." Die Diskussion hat vielmehr gezeigt, Da der Reichstag im vorigen Juli nur vertagt, nicht geschlossen dieses Vereins sich im Jahre auf 10 pCt. des Umsages, also auf daß vor ber stetig fortschreitenden wirthschaftlichen Ents worden war, so blieben nach dem Wiederzufammentritt sämmtliche 15 000 m. bezifferte das trifft ungefähr zu. Ich habe hier die wickelung die festesten Vorurtheile nicht standhalten und daß diese von der sozialdemokratischen Fraktion gestellten, noch nicht erledigten Statistit der 148 Konsumvereine, die eine Mitgliederzahl von Entwickelung sich in unseren Tagen so rasch vollzieht, daß binnen Anträge in traft. Wir dürfen wohl davon absehen, sie an dieser 118 000 Köpfen hatten und einen Jahresumsah Don rund weniger Jahre Fragen in den Kreis praktischer politischer ErStelle zu wiederholen, nachdem wir sie im vorigen Bericht( f. Gothaer 28 Millionen erzielten, zu dem noch ein Umsatz mit Bäckern und wägungen einrücken, die vordem lediglich ein Gegenstand nebelProtokoll S. 42 ff.) ausführlich wiedergegeben haben. Fleischern im Gesammtbetrag von 3 Millionen hinzukommt, also hafter Schwärmerei oder einer gewissenlosen Verhehung" schienen The jedoch irgend eine unserer Forderungen nach dem üblichen zusammen rund 31 Millionen Mark. Auf diesen Umsatz entfiel eine und die man darum früher mit ein paar Schlagworten genügend parlamentarischen Geschäftsgange zur Berathung tam, hatte die durchschnittliche Dividende von rund 3 096 000 m. oder 10 pet., fo erledigt glaubte. Die immer umfaffendere Abkürzung der ArbeitsFrattion Gelegenheit, eine der kleinlichsten Bedrückungen der Arbeiter, daß auf den Kopf jedes Mitgliedes der Konsumvereine durchschnitt- zeit in den Großindustrien Deutschlands, besonders aber Englands, noch dazu in ihren denkbar konservativsten Bestrebungen, durch eine lich 26 M. pro Jahr tamen. hat einen wesentlichen Umschwung in den Anschauungen der fortInterpellation zur Sprache zu bringen. Meine Herren, schon dieser geringe Betrag, der durchschnittlich geschritteneren bürgerlichen Elemente hervorgerufen. Auf der auf den Kopf fällt, sollte eine Regierung, die vorgiebt, auch eine anderen Seite allerdings: je mehr man den Achtstundentag als Regierung der Armen zu sein und dessen brüstet man sich ja das unabänderlich Kommende fürchten Terut, desto stärker fortgesetzt abhalten, eine solche Steuer auf solche Inftitutionen bäumt sich auch das gefährdete Profitintereffe auf. und Organisationen legen zu laffen.( Sehr richtig! bei den Sozial- Herr v. Stumm war wie immer der Hauptvertreter dieser demokraten.) einseitigsten Unternehmerbefürchtungen. Nach ihm ist die freie Zeit Nehmen wir also eine Summe von 15 000 M. Gewinn an, die für den Arbeiter überhaupt vom Uebel, besonders jedoch für den in dem gedachten Verein mit 150 000 M. Umfaß gemacht wurden. deutschen, der sich dann umsomehr in den Vereinen herumtreibt und Nun ist in Parteifreifen zweifellos die mitunter bis zur offenen Werden 2 pCt. Umsatzsteuer verlangt, so werden 3000 M. vom so seinen Ausgabe- Etat auf das Aeußerste erhöht".( Rebhafter Bekämpfung gesteigerte Abneigung des alten orthodoxen Lassalleanis Reingewinn durch die Umsatzsteuer verzehrt. Das find 20 pt. Beifall.) Außerdem gebe der deutsche Arbeiter und seine Frau viel mus gegenüber den Schulze- Deligsch'schen Gründungen längst er- intommensteuer, die der Konsumverein ohne die zu viel für Vergnügungen, Spirituosen und Putz aus: selbst durch loschen. So gut wie man durch die Erfahrungen dreier Jahrzehnte anderen Steuern bezahlt, die er ebenfalls an Staat und Ge- Prämien sei er nicht zu größerem Fleischkonsum zu veranlassen;„ er belehrt worden ist: das eherne Lohngesetz verhindere nicht, daß meinden zu entrichten hat.( Hört! hört! links.) läßt das Fleisch, selbst wenn man es ihm umsonst giebt, stehen." abnorme Preiserhöhungen der nothwendigen Lebens- und GenußWir Sozialdemokraten haben uns in unferen Darum fönne er nie so viel leisten wie der Engländer mittel, etwa durch Zölle und Steuern, die Arbeiterklasse in ihrer fühnsten Träumen in bezug auf Steuerprojekte nur dazu ver- und auch nie eine englische Arbeitszeit beanspruchen. Lebenshaltung dauernd zurückbringen fönnen- so gut hat stiegen, erst von einem Reineinkommen von über 1 Million Mart Schließlich, um der Komit seiner Ausführungen die Krone aufman auf der anderen Seite auch eingesehen, daß Preis- per Jahr 10 pCt. zu erheben. Aber die sächsische Regierung willigt zusetzen, appellirte derfelbe Herr Stumm, der täglich nach Ausermäßigungen der Konsumwaaren durchaus nicht mit der uns ein, daß ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens, und fet es nabmegesehen gegen die organisirte Arbeiterklasse schreit, der seinen abänderlichen Gewalt eines Fatums in Lohnverkürzungen um das des fleinsten Vereins, eine Einkommensteuer von mindestens eigenen Arbeitern die erlaubten Zeitungen und Einkaufsläden vors zuschlagen brauchen, sondern daß sie vielfach für die Arbeiter- 20 pt. erhoben werde!( Hört! hört! bei den Sozialdemo- schreibt, der seine Untergebenen nur mit seiner Erlaubniß beirathen flaffe die Möglichkeit einer reichlicheren und besseren Lebensweise traten.) täßt, an das ,, freie Selbstbestimmungsrecht des erwachsenen Arbeiters", schaffen, wenn auch innerhalb ziemlich enger Grenzen. Neben den Meine Herren, als vor einigen Jahren im preußischen an die ,, Gleichberechtigung, an die er von Gott und Rechts wegen Arbeitergewerkschaften, die, von sonstigen Zielen abgesehen, un- andtag das Einkommensteuer Gesetz berathen und in der Anspruch hat in Deutschland." Sie suchen durch diesen Antrag mittelbar auf eine Erhöhung des Geldlohnes ausgehen, find so viel- sweiten Rammer der Antrag gestellt wurde, die großen Einkommen den Arbeiter in eine Knechtschaft hineinzuzwingen, die toller und fach die Arbeiter- Konsumgenossenschaften emporgewachsen, die den von mehr als 100 000 m. pro Jahr mindestens mit 4 pet. zu be- fchlimmer ist, als sie der schlimmste Arbeitgeber jemals hätte ersinnen gleichen Geldlohn in mehr Nahrung, Bequemlichkeit und, Genuß um- steuern, erklärte die Mehrheit, das sei nahezu eine Konfistation tönnen."( Lebhaftes Bravo rechts.) Als ihm dieses Pulver ausging. zusehen gestatten, weil sie an den todten Roften unseres fapitalistisch- des Einkommens; wer dies verlange, fei schlimmer als die Sozial warf Herr Stumm noch einige aus den schmuzigften Beitungsverwahrloften und desorganisirten Kleinhandels tausendfach sparen demokraten... Also 4 pet. ist in diesem Augenblick das Minimum winkeln aufgelesene übelriechende Aepfel gegen die Sozialdemokratie fönnen. Gerade wo die gewerkschaftlichen Koalitionen der Arbeiter deffen, was in irgend einem deutschen Staat von den größten und die Gewerkschaften. schwach und die Geldlöhne niedrig sind, hat man mit um so größerer Einkommen erhoben wird. Aber, meine Herren, hier schlägt man Bähigkeit die Ronsumvereine entwickelt. talten Blutes eine Steuer vor, die 20 pCt. des Einkommens beträgt, die, wenn man 3 pet. Umsatzsteuer erheben würde, auf 30 pet. wächst und bei 5 pCt. volle 50 pCt. des gesammten Reineinkommens der Vereine und häufig noch mehr in Anspruch nähme. Was soll man zu einem solchen Gewaltatt fagen? Und das geschieht von einer Regierung und von einer Kammer, die in demselben Athemzug, wo sie gegen die Arbeiterorganisationen in dieser unerhörten und standalösen Weise vorgeht, alles aufbietet, um das Genoffenschaftswesen in der Landwirthschaft von Staatswegen zu unterstützen. ( Hört! hört! links.) " " - " Aber wenn man Selbst der nationalliberale Redner Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim vermochte diese tollen Bocksprünge nicht mitzumachen. Herr Aber so hoch man ihre Bedeutung für die Lebenshaltung des v. Heyl liebt es fonft, sich etwas auf den Sozialreformer hinausProletariats heute schon veranschlagen mag, sozialdemokratische zuspielen; seine Mittel erlauben ihm das. Daß in dieser Richtung Partei Einrichtungen sind sie nicht und werden sie aber gar fein Verlaß auf ihn ist, bewiesen seine ganz unangebrachten niemals sein. Wieweit sich Konsumvereine bilden und am Leben Denunziationen gegen die chriftlich- sozialen Profefforen und Geisthalten können, hängt nicht von der Stärke und dem Wachsthum lichen", die doch wahrhaftig zahm genug sind, und sein Betonen der unferes Parteilebens, sondern einfach davon ab, wie verbreitet und Lasten" unserer Industrie. Herr v. Heyl hat ähnliche Erfahrungen wie ausgeprägt das Bedürfniß nach Schutz vor der üblichen Kleingemacht wie Frhr. v. Stummi, daß nämlich eine Abkürzung der handelsausbeutung ist. Nicht die Stellung in der Partei, sondern Arbeitszeit, auch wenn die Arbeiter selbst es wünschen, von den geschäftliche Erfahrung und Fähigkeit entscheiden über die Zusammen Frauen derselben durchaus abgelehnt wird", und daß blos setzung der Leitung. Freilich werden, wie bei allen Schöpfungen der Die ganze Erörterung war zweifellos der Reichsregierung höchst die Wirthschaften sich vermehren". Schließlich wünschte Herr Arbeiter, Mitglieder wie Borstände oft genug Sozialdemokraten, peinlich. Herr von Bötticher zog sich daher mit einigen nichts- v. Heyl höchstens eine strengere Handhabung der bestehenden vielfach ausschließlich Sozialdemokraten fein- genau so wie Offiziers- fagenden Redensarten, in denen er Meister war, aus der Verlegen Gewerbe- Ordnung, Enqueten und einen neuen Schuzzoll- Maximalund Beamten- Waarenvereine gewöhnlich konservative Mehrheiten auf- beit und überließ die Vertheidigung der sächsischen Krähwinkeleien tarif. Es liegt uns fern, selbst nach dieser Leistung Herrn v. Heyl weisen werden, ohne darum konservative Parteigründungen zu sein. dem sächsischen Geheimrath Fischer, der zunächst seiner Regierung mit Herrn v. Stumm auf eine Stufe zu stellen. Andererseits fällt der sozialdemokratischen Partei in erster Linie die nachrühmte, daß diese dem Drängen der kleinen Krämer und Ladner einen staatlichen Schutz für das starte deutsche Kapital in demselben Aufgabe zu, die Interessen der Arbeiterklasse auch auf diesem Gebiete anfangs tapfer Widerstand geleistet, auch manche gute Seite der Athem fordert, in dem man einen gefeßlichen Schuß für die ökono gegen die heimtückische politische Niebertracht bes kon- Konsumvereine anerkannt habe; einige Erlaffe und Kundgebungen, misch Schwachen ablehnt, so beweist das zum mindesten, daß ein furrenzneides und gegen behördliche Uebergriffe zu ver- so die der Kreishauptmannschaft von Zwickau und des Amts- Millionär schwer aus seiner Haut heraus tann. Und daß ein solcher theidigen. Wo fänden die Arbeiter Deutschlands denn auch außer- bauptmanns von Chemnik, gab er sogar offen als unzulässig preis. Redner von den Nationalliberalen vorgeschickt wurde, weil er in halb der Sozialdemokratie eine öffentliche Bertretung selbst ihrer Dann kam jedoch das echt sächsische Andrerseits zum Ausdruck: ihren Kreifen noch als der fachverständigste Sozialpolitiker gilt, läßt friedlichften und wenn man will: fonservativsten Bestrebungen? Auswüchse an sich guter Einrichtungen müsse man bekämpfen, die auf die Durchschnittsanschauungen in dieser Partei ungefähr einen Als daher der fächsische Landtag in einem Antrage eine präzis sächsische Regierung erwäge zur Zeit noch, wieweit eine Sonder Schluß zu. puale gewerbliche Steuer" verlangt hatte für alle Erwerbs. und besteuerung der Filialgeschäfte sich im Rahmen einer Gewerbesteuer Die Konservativen wußten wenigstens, was sie wollten. Det Wirthschaftsgenossenschaften, die in Filialen Lebensmittel, Genuß- halte und darum statthaft sei. Man solle das Ergebniß dieser Abgeordnete v. Butttamer Blauth mußte freilich zugestehen, mittel, Bekleidungsgegenstände und ähnliche für den täglichen Ge- Erwägungen abwarten. daß dereinst, Ende der sechziger Jahre, namhafte Ronservative einen brauch dienende Artikel" verkaufen, als eine Reihe sächsischer Ge- Die Konservativen schwiegen; Herr v. Podbielsti, heute Antrag auf gefeßliche Festlegung eines Normalarbeitstages gestellt meinden die Einführung einer strangulirenden Umsatzstener beschlossen Generalpoftmeister und damals Leiter des Waarenvereins für batten: nun, das sind über dreißig Jahre her, feitdem hat sich und zu diesem unerhörten Vorgehen durch Erlasse höherer Behörden Offiziere, war zwar ein sehr aufmerksamer Zuhörer, er hütete sich manches in der Welt geändert". Heute leiften solche Anträge der Sachfens geradezu herausgefordert wurden, da versuchte die Fraktion jedoch wohlweislich, entweder gegen die konservativen Beamten Revolution Vorschub", und heute will tein Buttkamer ben Arbeiter die Reichsregierung zu einer flaren Stellungnahme zu der Frage zu vereine oder gegen die konservativen Wähler in Kleinbürgerfreifen unter Polizeinufsicht stellen":" Sie wollen durch eine gefegliche Maßregel veranlaffen: aufzutreten. Ganz Fett und Flamme war dagegen der Antisemit die freie Ausnußung der Arbeitstraft beschränken; das ist doch was gedenkt der Herr Reichskanzler gegen diese Maßnahmen 3immermann; er wollte alle großen Waarenhäuser, gleich viel schließlich weiter nichts wie eine Vermögenstonfistation". Herr zu thun, die eine Berlegung des§ 7 Biffer 6 der Reichs- Ge- ob sie einem Rudolph Herzog, einem Beamtenverein oder einer v. Kardorff warnte in ähnlicher Weise vor dem Weg der werbe- Ordnung und einen Berstoß gegen Artikel II der Reichs- Arbeitergenoffenschaft gehören, als gefährliche und bedenkliche Er Revolution", um zum Schluß ein Gefeß zu verlangen, das bratonische verfaffung enthalten und im Widerspruch mit dem Gesetz über scheinung im Erwerbsleben" vom Erdboden vertilgen. Strafen verhängt, wenn es streifenden Arbeitern von den anderen die Erwerbs- und Wirthschafts- Genossenschaften vom 1. Mai 1889 Am fanatischsten geberdete sich überraschenderweise der Redner Streifenden erschwert wird, zur Arbeit zurückzukehren. Dieser Plan ftehen? des Zentrums, Herr Fuchs aus Köln. Er brachte es im Eifer des giftigsten Gegners der kaiserlichen Erlasse von 1890 hat ja Die Rechtslage war, wie der Referent hervorhob, eine ganz fogar fertig, Lassalle gegen die heutige Sozialdemokratie zu ver- seitdem selbst unter den Urhebern dieser Erlaffe Schule gemacht. flare. Die Reichs- Gewerbe- Ordnung verbietet bekanntlich alle theidigen: Ich stehe vollkommen auf dem Standpunkt Lassalle's, Die Antisemiten waren in einer schlimmen Lage. Als Abgaben für den Betrieb eines Gewerbes", außer den an den wenn ich der Ansicht bin, daß in der Entwickelung des Konsum Gegner des Großkapitals gönnen sie diesem eine Einschränkung Staat und an die Gemeinden zu entrichtenden Gewerbesteuern." vereinswesens teine Hilfe für den Arbeiter zu suchen ist. Es ist seiner Ausbeutungsfreiheit; als Erwählte des fleinen Mannes Nun mag der fächsische Bundesrathsvertreter ja glauben, daß es zu- dies in dem bekannten Satz vom ehernen ohngefes, fürchten sie die Rückwirkungen auf das Kleingewerbe, das so oft lässig ist, ein bestimmtes Gewerbe mit einer Gewerbesteuer, etwa die auf welchem ja Lassalle gestanden hat, ja auch largelegt. In nur von maßlofer Arbeitszeit lebt. Herr Bindewald wie Herr Birthe mit der Schanksteuer, zu belegen, diese Steuer mag auch nach ebereinstimmung hiermit bin auch ich der Anschauung, Förster zappelten sich an diesem Widerspruch ab, um natürlich den verschiebenen Betriebsgrößen abgestuft sein können auf jeden baß die Ausgestaltung der Löhne, die Höhe derfelben gewiß nicht am Ende fich gegen den gefeglichen Maximalarbeitstag zu wenden. Fall find aber alle Betriebe derfelben Stufe gleich zu stellen; die in unabhängig ist von der Höhe der Lebensmittelpreise, und, wenn es Herr Förster meinte felbft nach den letzten bitteren Erfahrungen Der Gewerbe- Ordnung verbürgte freie Konkurrenz, die Grundfäße somit durch die Konsumvereine wirklich erreicht würde, was ich noch in aller Harmlosigkeit:„ Auch was die Bäckereiverordnung anunferes Handelsrechts verbieten es, unter zwei sonst gleichen Kon- übrigens bezweifle, die Preise der Lebensmittel herunter betrifft, so glaube ich wohl, daß die Meister untereinander kurrenten den einen schlechter zu behandeln, weil er nicht eine 8udrücken, dies auch einen entsprechenden Einfluß auf die Aus- die Sache beffer regeln würden, als wenn man ihnen so vom grünen physische Person, sondern eine offene Handelsgesellschaft, eine Aktien- gestaltung der Löhne ganz gewiß ausüben, auch sie herab- Tisch aus in ihre eigenen Angelegenheiten hineinredet. Die Handwerks. gesellschaft oder eine Genossenschaft ist. Weiter mußte selbst Herr brüden würde. Also, meine Herren, es ist mit den Konsumvereinen meister würden mag man es immerhin so nennen nach mittelFischer aus dem sächsischen Ministerium des Innern ohne den Arbeitern nicht zu helfen. Und wenn ich somit hier Stellung alterlichem Vorbild, nach dem Vorbild der alten Zunstzeit, mit dem weiteres zugeben, daß, wenn man auf die Konfumvereine, die unter gegen die Konsumvereine nehme, dann schützt mich Lassalle vor dem Ausschuß der Gesellen Hand in Hand vorgehen und diese Dinge dieses Gesetz fallen, eine so exorbitante Steuer, eine Prohibitivsteuer Vorwurf, daß ich damit die Arbeiterinteressen in irgend einer Weise feststellen müffen. Erstens bestehen diese Zünfte noch lange nicht, legen wollte, die die Fortexistenz der Konsumvereine geradezu un- verlegte." Das Zentrum dürfte von diesem Anhänger des aller zweitens wollen die Meifter keine wirklich unabhängigen Gehilfens möglich machen würde, dies zwar nicht dem Wort, aber wohl dem ehernften Lohngefeßes wenig erbaut gewesen sein, desavouirte ihn ausschüsse neben sich dulden, und drittens wollen die Arbeiter keine Geiste des Reichsgesetzes widersprechen würde; darüber ist gar kein aber auch nicht. Hatte doch im November 1895 das Zentrum in Böcke zu Gärtnern einsehen. Zweifel." Nun zahlten 148 fächsische Konsumvereine, die am ber bayerischen Rammer für den Antrag Luz geftimmt, der eine Die Freisinnigen fonnten auch bei diesem Anlaß die 4. Oktober 1896 in Dresden durch Vertreter versammelt waren, strangulirende Befteuerung der Waarenhäuser, Versandtgeschäfte, alten manchesterlichen Gierschalen nicht ganz asRoßen, obwohl bereits an Staats- Einkommensteuer per Jahr rund 81 000 m., an Bentralgeschäfte, Bazare und anderer Großunternehmungen" forderte; doch heute selbst freisinnige Arbeiter, wie die in den Hirsch'schen Gemeindefteuern rund 109 000 M., an Grundsteuern rund 7000 m., auch im preußischen Landtag waren kurz vorher Zentrumsredner Gewerkvereinen, in Petitionen für eine gesetzliche Regelung der an Beiträgen zu Handels- und Gewerbekammern 1500 m., für den ähnlichen Antrag v. Brockhausen eingetreten. Hier, wie in Arbeitszeit eintreten. Der Abg. Dr. Schneider fürchtete als an Schanfftener 3225 M., im ganzen 202 000 M. Seht man diesen anderen Fragen der Gewerbe- Ordnung, wird diese stärkste Partei Konsequenz ein Sinten des Lohnes oder eine Zunahme der FrauenSteuersatz in Bergleich zu dem Reingewinn von rund 3 Millionen des Reichstages ihre Abhängigkeit von dem wirthschaftlich gedrückten arbeit. Er war jedoch andererseits ehrlich genug, als Vorbedingung Mart, dann zahlen die Konsumveretne 6 pct. ihres Einkommens, Kleinbürgerthum, meist auch noch dem ökonomisch weniger entwickelter des freien" Lohukampfes auch das freieste Koalitionsrecht und die b. h. ihres Reingewinns an Staats- und Gemeindesteuern, daß ist Diftritte, niemals los werden. gefeßliche Anerkennung der Berufsvereine zu verlangen. Aehnlich Ein positives Ergebniß hatte die Debatte nicht, weil noch feiner lauteten die Ausführungen des wilden Abg. Röside; mehr genau daffelbe, was in Sachsen ein Mann von 10 bis 100 000 m. Einkommen alljährlich auch zu bezahlen hat. Weiter gab unser der sächsischen Gemeindebeschlüsse in kraft getreten und die sächsische mit einem Stich in das staatssozialistische sprach der Abgeordnete Redner folgende Berechnung und Kritik der Wirkung der geplanten Regierung, wie sie behauptete, noch nicht zu irgendwelcher Zuftim- Süpe den. Umsatzsteuer: mung zu solchen Beschlüssen bereit war. Die füddeutsche Voltspartei vertrat hingegen durch den Abg. Bleiben wir einmal bei dem niedrigften Satz der Umfaßfteuer, Die neueste Aeußerung des sächsischen Ministeriums des Innern aller den gefeßlichen Behnstundentag als Brogrammpunkt. Der den man in Sachsen befchloffen hat( 2 pet.), und vergegen wurde, wie üblich, erst beim Auseinandergehen des Reichstages be- Rebner fügte fogar hinzu, er persönlich halte den achtstündigen wärtigen wir uns, was das bedeutet. Nehmen wir an: wir haben kannt. Die Fraktion war daher noch nicht in der Lage, dazu Arbeitstag für den Normalarbeitstag der Zukunft. einen Ronfumverein, von Arbeitern und fleinen Leuten gegründet, Stellung zu nehmen. bie fich 10 000 m. Kapital erspart haben; der Konsumverein erlangt mit Hilfe dieses Kapitals einen Waarenumfah von * * Das Zentrum war bei der ganzen Verhandlung entscheidend und seine Haltung war einmal schwächlich und selbst in der schwächGine überraschende Zurückhaltung übte ein großer Theil lichen Zurückhaltung noch zweibentig. Abg. Hiye billigte wenigstens 150 000 m. per Jahr; das ist, da die Leute ihren ganzen Bedarf unserer Gegner bei der Berathung unseres Achtstunden- Antrages. in der Theorie alle Gründe für die Einführung eines gesetzlichen an Lebensbedürfnissen im Konsumverein kaufen und obendrein die Früher ist bei ähnlichen Anlässen oft lediglich über gefeßlich vor Maximal- Arbeitstages:" Ich für meine Person bin fiberzeugt, daß Baarzahlung eingeführt ist ein auch moralisch außerordentlich geschriebene Tagedieberei, über den Anfang zum sozialdemokratischen wir heute ganz gut den zehnftündigen Arbeitstag einführen tönnten, wichtiges Moment, wohl anzunehmen. 2 pt. der Umsatzsteuer Zuchthausstaate und über ähnliche Erfindungen der sehr verbreiteten ohne jede Schädigung der Industrie." Auch der Achtstundentag find also 3000 m. Steuer. Meine Herren, nehmen Sie das Ver- Klaffe der politisch nicht Burechnungsfähigen gegeifert worden. wäre kein Prinzip, teine sozialdemokratische Forderung; er ist eine Frage nüchterner, praktischer Erwägungen". Dann rückte aber der beleidigung eine Tragweite gegeben, die früher niemand geahnt oder| drücklich festgelegt ist, wie in der Rheinprovinz, Frankfurt a. M., neugewählte Freiherr v. Hertling ins Gefecht und verfocht gar gewollt hätte. Anhalt, Baden, Württemberg, Elsaß- Lothringen, Hamburg, Hessen die alte firchlich- manchesterliche Richtung:„ Wenn es sogar erwiesen Es war charakteristisch, daß die Redner aller Parteien die Un- und auf dem platten Lande in Mecklenburg, ist hier und da durch wäre, daß eine solche Verkürzung der Arbeitszeit für die Arbeiter in würdigkeit und Unhaltbarkeit der jetzt bestehenden Zustände an die Rechtsprechung ein Züchtigungsrecht eingeführt. Das Bürgerden gewerblichen Betrieben überall die erwünschten Folgen hätte, wenn erkannten. Selbst der Nationalliberale Dr. Friedberg gestand liche Gesetzbuch beseitigt das zwar von 1900 an, ändert aber es erwiesen wäre, daß alle industriellen Betriebe sich diese Verkürzung ein, daß über die Handhabung der betreffenden strafrechtlichen nichts wesentliches, weil das Gesinde troß der Prügel den der Arbeitszeit ohne Schädigung gefallen lassen könnten, so würde Bestimmungen durch die Staatsanwaltschaft allerdings in unserer Dienst nicht verlassen darf. Es ist eine weitere auss für mich dennoch die große Frage übrig bleiben, ob für die all- Bevölkerung lebhafte Klagen bestehen. Es kann dem aufmerksnahmerechtliche Bestimmung in den meisten Gesinde= Drdgemeine Staatsgefeßgebung, die die Interessen aller samen Beobachter nicht entgehen, daß vielfach Majestäts- nungen, daß Strafen gegenüber dem Gesinde deswegen erkannt Stände gleichmäßig zu berücksichtigen hat, ein Eingehen auf den beleidigungen, die geradezu auf Quisquilien beruhen, vor das werden können, weil es seine privatrechtlichen Verpflichtungen nicht fozialdemokratischen Antrag zweckmäßig wäre." Allerdings trat Forum der Gerichte gezogen werden, Allerdings trat Forum der Gerichte gezogen werden, und ich glaube, daß erfüllt habe der Herrschaft gegenüber. Umgekehrt besteht ein Recht, Herr v. Hertling wenigstens für das freiefte Koalitionsrecht der eine eventuelle Reform nach dieser Richtung hin sehr zweck- die Herrschaft deshalb zu bestrafen, weil sie ihre privatrechtlichen Arbeiter ein und er hatte den ersten Antrag Hiße mitunterschrieben, mäßig und wünschenswerth für unsere gesammte Strafrechtspflege Verpflichtungen dem Gesinde gegenüber nicht erfüllt habe, nicht. der unter Berufung auf die kaiserlichen Februar- Erlasse dahin ging: sein würde. Auch ich möchte mich dafür erflären, daß bei Einleitung Besonders ausnahmerechtlich ist ferner, daß Gesinde Dienstbücher die verbündeten Regierungen zu ersuchen, thunlichst bald dem der Majestätsbeleidigungs- Prozesse die vorherige Genehmigung einer geführt werden müssen, und daß da Führungsattefte allerlei Art Reichstage einen Gesetzentwurf zum Zwecke der Beschränkung der höheren Instanz als maßgebend erachtet wird." hineinkommen dürfen. Arbeitszeit der Arbeiter( über 16 Jahre) in Fabriten auf Nur die Konservativen die Freikonservativen schwiegen Weiter wäre zu erwähnen, daß die Kündigungspflichten nicht höchstens drei und sechzig Stunden wöchentlich vorhielten die bestehenden Zustände für erträglich, höchstens die gleich sind, daß die Kündigungsgründe mannigfaltig der Herrschaft zulegen. Nothwendigkeit vorheriger Genehmigung zur Erhebung von Anklagen gegeben sind, daß dem Gesinde aber in ganz seltenen Fällen das wollten sie zugestehen. Ja, die Duellpartei ging sogar soweit, zu Recht gegeben ist, seinen Dienst vor der Zeit verlassen zu dürfen, behaupten, wenn ein Gefeß häufiger wie früher übertreten werde, daß der ländliche Arbeiter, wie man etwa ein entlaufenes müsse man es verschärfen. Stück Vieh zurückbringt, zurückgebracht werden darf seitens der Der Abg. Richter fündigte an, daß bei fortgesetzten Angriffen Polizei zur Herrschaft. Am wesentlichsten erscheint aber, daß endlich gegen den Reichstag zu untersuchen sein würde, ob die bisherige aufgehoben werden die Bestimmungen, welche die Koalition der parlamentarische Praxis, Aeußerungen der Krone, die nicht ländlichen Arbeiter hindern. In dem größten Theile Deutschgedeckt werden durch den Minister, wenn sie sich auf die Rechte des lands, insbesondere in dem Musterpreußen, wird das Gesinde durch Reichstags und den Reichstag selbst beziehen, nicht zur Verftrenge Strafandrohungen gehindert, seine Lohn- und Arbeitshandlung zu stellen, unter den obwaltenden Verhältnissen noch bedingungen, seine Lebenshaltung durch Zusammenschluß mit seinen länger aufrecht erhalten werden kann.( Sehr richtig! Ich bin der Arbeitsgenossen, mit seinen Leidensgenossen zu verbessern. Nach der Meinung, daß, wenn der Reichstag dazu übergeht, eine solche Richtung hin besteht das bekannte preußische Gesetz von 1854, das Aeußerung zur Diskussion zu stellen, dann die alte gute Sitte unter mit Gefängniß bis zu einem Jahre droht, wenn mehrere ländliche den fürstlichen Personen ausnahmslos alsbald wieder sich einbürgern Arbeiter sich zusammenthun, sich vereinigen und öffentlich auffordern wird, in öffentlichen Angelegenheiten, in, bezug auf andere gefeß- zur Niederlegung der Arbeit oder zum Zusammenschluß behufs Ergebende Körperschaften feine Aeußerungen zu thun, als unter der langung höherer, besserer Arbeitsbedingungen. Verantwortlichkeit von den betreffenden Ministern." Die Schwächlichkeit dieses Antrages liegt auf der Hand, aber das Plaidoyer des Herrn v. Hertling lief mehr auf Ablehnung deffelben und auf Unterstützung des zweiten Zentrumsantrages hinaus: die verbündeten Regierungen zu erfitchen: 1. Erhebungen insbesondere unter Befragung der Gewerbe- Aufsichtsbeamten, der Krankenkassen- Vorstände und Aerzte, sowie durch Vergleichung der Statistik der Krankenkassen und Juvaliditätsanstalten darüber anzustellen, in welchen gewerblichen Betrieben durch übermäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird; 2. auf grund dieser Erhebungen überall dort, wo eine solche Gesundheitsgefährdung vorliegt, in Ausführung des§ 120e, Absatz 3, der Gewerbe- Ordnung durch entsprechende Verordnungen die Arbeitszeit zu regeln. Die Abstimmung verlief auch dementsprechend. Der sozialdemo fratische Antrag war aussichtslos; der erste Zentrumsantrag fiel, für den zweiten konnte selbst Herr v. Stumm sich erheben, denn er enthält nichts, was nicht schon in der Gewerbe- Ordnung steht und was der arbeitsstatistischen Kommission des Reiches nicht schon als Aufgabe zuertheilt wäre. Die Regierung hatte bezeichnender Weise während der ganzen breitägigen Debatte geschwiegen. Nur die Sozialdemokraten traten energisch für eine der wichtigsten sozialpolitischen Forderungen der Gegenwart ein, Bemerkenswerth war die Stellung der Parteien auch bei Berathung unseres Antrages auf Aufhebung der Majestätsbeleidigungs Paragraphen. = Vorher jedoch eine Bemerkung! Für die glatte Aufhebung der Majestätsbeleidigungs- Paragraphen erklärte sich außer der Sozialdemokratie keine Partei. Der freisinnige Antrag auf Ueberweisung an eine Kommission fiel ebenfalls. Immer hin waren die Erörterungen für die Regierung eine sehr verständliche Warnung, daß sie sich auf dem betretenen Wege sehr bald in vollständiger Vereinsamung befinden werde. Einziger Artikel. = Nun wird immer geltend gemacht, wir müßten ein besonderes Gefinderecht haben. Ja- frug unser Redner- wo haben Sie denn die feste Grenzlinie, wer zum Gesinde gehört, und wer nicht? Sehen Sie doch die großen Hotels, wo Dienstboten beschäftigt werden als Köchinnen, Stubenmädchen u. s. w., die doch in den Gewerbebetrieben beschäftigt sind, die sind heute der Gesinde- Ordnung unterstellt und würden auch der Reichs- Gesinde- Ordnung unterstehen. Es laufen in vielen Fällen Hausdienst und Gewerbedienst Noch viel entschiedener und wirksamer flang diese Warnung so eng neben einander, daß eine Trennung undurchführbar aus den Verhandlungen über die Vereinsgesetzgebung heraus. An st. Nun erst bei den landwirthschaftlichen Betrieben, die diefem Tage war die Niederlage der Regierung eine so vollständige einen gewerblichen Nebenbetrieb haben, bei den Zuckerund vernichtende, daß später wie üblich: nach Schluß des Reichs fabriken, Brennereien u. s. w., da finden wir, daß diejenigen tages ein Ministerwechsel daraus entstand. Freilich, eine Nieder- Bestimmungen, die für landwirthschaftliche Arbeiter gelten, auch auf lage der Regierung ist in Deutschland noch kein Sieg des Willens diese gewerblichen Arbeiter Anwendung finden. Daraus geht zur der parlamentarischen Mehrheit. genüge hervor, daß gerade in diesen Fällen ein dringendes Bedürfniß Die Einbringung des reaktionären Vereinsgesetz Entwurfes im vorliegt, die bis jetzt bestehenden Gesetze zu beseitigen, einfach auch Herr v. Stumm log am 24. Juni 1897 dem preußischen preußischen Landtag am 12. Mai veranlaßte die Vertreter der diesen Arbeitern das Koalitionsrecht einzuräumen, zumal Herrenhause vor, die Bebel und Konsorten hätten die Frechheit ge- Sozialdemokratie, der süddeutschen und der freisinnigen Boltspartei, es gerade die Arbeitgeber find speziell in der Prohabt, im Reichstage zu beantragen, daß die Bestrafung von Majestäts- des Zentrums, der Polen und der Antisemiten, sofort das alte, im ving Sachsen ist es der Fall, die, obwohl sie wissen, daß es den beleidigungen aufgehoben werden soll". Das sei eine Dreiftigkeit, Vorjahre bereits in drei Lesungen angenommene Nothvereinsgesetz Arbeitern verboten ist, von dem Koalitionsrecht Gebrauch zu machen, die jedes glaubliche Maß übersteigt". Ueber den Ton streiten wir zu wiederholen: gerade das Koalitionsrecht gegen die Arbeiter benußen. nicht, er mag dem Herrenhause, besonders an dem berühmten Dort haben wir das sonderbare Schauspiel, daß die Zuckerfabrikanten sich Lansbubentag" durchaus angemessen gewesen sein. Für so Inländische Vereine jeder Art dürfen mit einander in Ver- zusammenthun und Koalitionen gegen die Arbeiter gründen und eine unwissend halten wir jedoch das Herrenhaus nicht, daß es die bindung treten. Entgegenstehende landesgefeßliche Bestimmungen durch das Gesch gegebene Waffe benutzen, wofür die Arbeiter, wenn inhaltlichen Unwahrheiten des Scharfmachers für baare Münze find aufgehoben. sie sich derselben Waffe bedienen, sich Gefängnißstraße bis zu einem hätte nehmen fönnen. Herr v. Stumm war allerdings, Die erfte und zweite Berathung erfolgten am 18., die dritte Jahre zuziehen würden." als ea zum Treffen im Reichstage verduftet; das am 20. Mai. Die namentliche Abstimmung ergab 207 Stimmen Die Freisin nigen erkannten die Unhaltbarkeit des bestehen strikte Gegentheil von einem homerischen Helden schimpft er dafür und nur 53 dagegen, bei einer Stimmenthaltung. Auch die den Rechtszustandes an und brachten das in dem unten abgedruckten nun, nachdem der Männerkampf vorbei ist. Daß jedoch gar kein Nationalliberalen stimmten einmüthig mit der Majorität, obwohl Antrag Lenzmann zum Ausdruck. Das Zentrum suchte etwas Anlaß zum Schimpfen vorlag, hätten ihm die Reichstagsreden der sie vorher die Unterstüßung des Antrages aus taktischen Er- abzuwiegeln, betonte jedoch durch den Abg. Va chem auch die Nationalliberalen und des Zentrums und die- andächtigen Ge- wägungen" abgelehnt hatten. Reformbedürftigkeit der Gesinde- Ordnungen. fichter zeigen können, mit denen die Konservativen dem Gauge der Der Merger bei den Parteien, die im Vorjahre der Zusicherung Ganz ablehnend verhielten sich die Konservativen. Ihr Redner, Berhandlungen folgten und die auch nicht eine Spur von Entrüstung des Reichskanzlers Glauben geschenkt hatten, war ein um so all- der Pastor Schall, verstieg sich sogar zu Behauptungen wie die verriethen, geschweige denn, daß irgend ein Laut der Empörung gemeinerer, als die Sozialdemokratie sich darauf berufen konnte, zu folgenden: Diejenigen, die heute eine dominirende, ja oft über ihre Lippen gekommen wäre. Schrieb doch nach der Vereins- rechter Zeit gewarnt zu haben, wie der Reichstag noch seine Trümpfe tyrannisirende Stellung einnehmen, gesegdebatte, in welcher die Person des Monarchen eine viel größere in den Händen hatte. Der Abg. Lieber, den das Haupt- Herrschaften, sondern sind vielfach die Diengen( sehr Rolle spielte die Rede des Abg. Richter trieste von Majestäts- verschulden an der unzeitgemäßen Nachgiebigkeit des Reichstages richtig! rechts und in der Mitte), ich kann auch sagen: die Arbeiter beleidigungen", äußerte unser Biedermann aus Saarabien, natür- traf, äußerte sich sehr unwirsch: gegen ihre Herren. Wer da anderes behauptet, kennt die thatlich wiederum hinterher im Herrenhause, während er im Reichs- Es blieb uns nichts anderes übrig, als unseren nachdrücklichsten sächlichen Verhältnisse nicht. Ich könnte Ihnen aus meinen Ertage sich abermals außer Schußweite hielt das offizielle Organ Widerspruch gegen diesen Versuch, ein hier im Reichstag gegebenes fahrungen und aus meinem Kreise eine Menge von Fällen nennen, des Bundes der Landwirthe:" Im Reichstage sind auf frei Versprechen in Preußen einzulösen, durch die einfache Wiederholung wo nicht der Herr der Züchtigende gewesen ist, sondern wo finniger Seite länge angeschlagen worden, die wir gern aus des damaligen Antrags zum unzweideutigsten Ausdrucke zu bringen. es der Dienst bote gewesen, der sich an seinem Herrn vergriffen anderm Munde vernommen hätten. Vieles von dem, was gesagt( Sehr richtig!) Das ist feine Demonstration, sondern das ist hat.( Heiterkeit links.) In einem Nachbarort meiner Gemeinde ist wurde, war der Ausdruck einer mächtig anschwellenden Bolts- gestatten Sie mir diesen hartklingenden Ausdruck soviel die einfachste es erst fürzlich vorgekommen, daß ein Knecht seinen Bauer stimmung, die weit über die Kreise der bösen Nothwehr. ich weiß, ohne alle Veranlassung geschlagen hat. Das hat den Nörgler" und" Demagogen" hinaus greift." M. H., ich komme auf diejenigen Verhandlungen im Augenblicke| Mann veranlaßt, unmittelbar nachher sein Gehöst zu verfaufen, Doch um auf den sozialdemokratischen Antrag zurückzukommen, nicht zurück, die zur Abgabe dieses Versprechens führten gelegentlich weil er sagt: unter solchen Umständen will ich nicht länger Beso nimmt er den fürstlichen Personen feineswegs jeden Schutz gegen der Berathung der Anträge Aucker und Auer über den Erlaß eines fizer sein." Beleidigungen, sondern er läßt ihnen denselben Schuh, den jeder Reichs Vereinsgesetzes. Dagegen habe ich meinerseits mit allem andere Staatsbürger auch in Anspruch nehmen darf; die Handhabung Nachdrucke zu betonen dasjenige Versprechen, welches uns geder Strafgeseze durch unsere Richter würde sogar noch immer zu legentlich der Berathung des bürgerlichen Gesetzbuches verhältnißmäßig schärferer Beurtheilung führen, wenn der Beleidigte am 27. Juni 1896 feitens des Herrn Reichskanzlers hier gegeben sich in höherer Stellung befindet. Wie hat man in Sachsen die Be- worden ist. " tam, " A " nicht die Unser Antrag wurde schließlich abgelehnt, dagegen folgender Antrag Lenzmann angenommen: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gesezentwurf vorzulegen, wodurch die Rechtsverhält= nisse zwischen den land- und forstwirthschaftlichen Arbeitern sowie dem Gesinde einerseits und deren Arbeitgebern andererseits reichsgesehlich geregelt werden. Dieser Beschluß entsprach im wesentlichen einer am 11. De zember 1896 bereits gebilligten Resolution zum Bürgerlichen Gesetzbuch: 21 Punkt halte in gerade dem ein leidigung eines Schüßenkönigs und Stadtrathes schon büßen müssen; Wie war damals die Lage? Es handelte sich um die Frage, wie leicht wird dagegen gewöhnlich die Ehre eines Arbeiters be- ob eine solche Bestimmung in das Bürgerliche Gesetzbuch auffunden! Doch würde es bei ferneren Klagen stets eines Antrages genommen, ob dadurch die verbündeten Regierungen vor die des Beleidigten bedürfen, während jetzt der Staatsanwalt auf jede Frage gestellt werden sollten, entweder mit dem ganzen Denunziation hin in Thätigkeit treten muß; die Wahrung berechtigter Bürgerlichen Gesetzbuch auch diese Bestimmung zu schlucken, oder Interessen(§ 193) würde später geltend gemacht werden können, aber um dieser Bestimmung willen das größte nationale Wert, es werde die Erwartung ausgesprochen, daß.. 2. die Verträge, während sie jetzt bei Majestätsbeleidigungen stets wegfällt. Der welches jemals den Reichstag beschäftigt hat, scheitern zu lassen. durch welche sich jemand verpflichtet, einen Theil feiner geistigen fezialdemokratische Antrag will also nur den unerhörten Zustand( Unruhe rechts. Sehr richtig! in der Mitte und links.) In dieser oder körperlichen Arbeitskraft für die häusliche Gemeinschaft, ein feitigen, daß ein Monarch fortgesetzt durch Angriffe auf Lage wurde uns vom Herrn Reichskanzler das ost bezogene Ver- wirthschaftliches oder ein gewerbliches Unternehmen eines sinzelne Personen, ganze Parteien und parlamentarische Mehr- sprechen abgegeben... anderen gegen einen vereinbarten Lohn zu verwenden. heiten zu Gegenäußerungen geradezu herausfordert, aus denen Welchen Werth sollen unter geraden ehrlichen für das Deutsche Reich bald thunlichst einheitlich geregelt werden. dann ftrebfame Staatsanwälte immer und immer wieder, auch Männern solche in feierlicher Stunde abgegebene Zusagen noch bei mildester und vorsichtigster Ausdrucksweise, den Strick zu haben, wenn sie an solchen juristischen Spißfindigkeiten zu Bruche Gegen die Bäckerei- Verordnung liefen die Konservativen abereinem Majestätsbeleidigungsprozeß zu drehen versuchen. Unser gehen sollen.( Lebhaftes Bravo! und sehr richtig! in der Mitte mals Sturm. Ihren vorjährigen Antrag, die Verordnung nicht Redner äußerte hierzu mit Recht: und links.) Ich kann die redliche Versicherung abgeben, daß meine in Wirksamkeit treten zu lassen", hatten sie jetzt dahin berichtigt", Im Jahre 1889 hieß es aus fürstlichem Mund: politischen Freunde, dem Versprechen des Herrn Reichskanzlers ver- die Vorschriften abzuändern". Für mich ist jeder Sozialdemokrat gleichbedeutend mit trauend, vertrauend troy aller Warnungen von Ihr Redner, der Graf Stolberg- Wernigerode, machte sich Reichs- und Vaterlandsfeind. sozialdemokratischer Seite( Bustimmung links), darauf die Begründung sehr leicht. Er bedauerte es auf das lebhaftefte, Meine Herren, das ist eine Auffassung, die weit verbreitet ist, verzichtet haben, entsprechende Bestimmungen in das Bürgerliche daß man gerade mit einem Handwerk begonnen hat, während es Sie wird uns alle Tage vorgeworfen; neuerdings freilich Gesetzbuch aufzunehmen, daß wir in unserem guten Rechte sind, doch unsere Aufgabe ist, gerade das Handwerk zu schonen; dann gehören auch noch andere Leute alt den Vaterlands- die blanke Einlösung des so von uns verstandenen Ber- aber werden in diesem Handwerk wiederum die mittleren Betriebe feinden( Sehr richtig! und Heiterkeit links), oder zu den sprechens nunmehr zu fordern.( Sehr wahr! in der Mitte und geschädigt, und gerade diese wollen wir doch schützen und vaterlandslosen Gefellen, was ungefähr auf dasselbe hinauskommt. links.) Daß wir diese Forderung erheben in dem nämlichen Augen- stärken Schließlich aber und diesen für Das ist eine beleidigende Aeußerung, die wir alle Tage von blick, Schlag auf Schlag und Zug um Bug, in welchem die könig- ich ben wichtigsten bestand unseren Feinden hören. Aber wir wehren uns auch gegen lich preußische Regierung den Versuch macht, die Einlösung dieses Bäckereigewerbe zwischen Arbeitern und Arbeitgebern diese Feinde, die uns das sagen, und damit sind wir zufrieden. Bersprechens in ihrer Art mit Verbesserungen" im Sinne des patriarchalisches Verhältniß, so wie es leider heutzutage Wir sind die Leyten, bie jemandem die Freiheit, Herrn Staatssekretärs von Boetticher zu verbrämen, darüber sollte nicht mehr in allen Gewerben vorhanden ist, und durch diese Verfeine Meinung zu äußern, sei sie uns noch so unman sich billigerweise nicht wundern, und man sollte auch unserer ordnung ist gerade das patriarchalische Verhältniß gestört worden, angenehm und unbequem, wehren wollen. Meine Ueberzeugung nach nicht über" Demonstrationen" schreien." und das ich leugne es nicht- ist für mich der Hauptgrund ge= Herren, daß wir unsere Feinde nicht fürchten, dafür find Sie Herr v. Stumm erklärte das freilich im Herrenhause für ein- wesen, die Einführung der Verordnung zu bedauern." Was nun Die lebendigen Zeugen. Noch nie ist eine Verhandlung in diesem fache Heuchelei". die Art der Abänderung anlange, so werde dieselbe hauptsächlich Hause gewesen, die sich gegen uns richtete, wo nicht die in drei Punkten bestehen müssen. Einmal haben wir den Wunsch, Sozialdemokratie ihren Mann gestellt hätte und allezeit stellen daß die Stundenzahl, die hier pro Tag angerechnet wird, wird. Daß wir also unseren Mann zu stellen im stande find pro Woche angerechnet werden möge. Zweitens haben wir den und uns nicht fürchten, auch da, wo die große Meyrheit gegen Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage Wunsch, daß diese Bäckerei- Verordnung beschränkt werde auf uns ist, haben wir bewiesen; aber wir verlangen bis zur nächsten Session einen Gesezentwurf vorzulegen, wodurch die großen Städte.... Drittens endlich haben wir den Wunsch, dennoch, daß, wenn man uns attadirt und uns fämmtliche I andesgesezlichen Sonderbestimmungen daß auch in den großen Städten die Bäckerei- Verordnung beschränkt Beleidigungen ins Angesicht schleudert, wir über die Rechtsverhältnisse der land und forstwirthschaftlichen werde auf die großen Betriebe, d. h. auf diejenigen Betriebe, auch das einfachste und natürlich ste Menschen= Arbeiter und des Gefindes zu ihren Arbeitgebern beziehungs- die so groß sind, daß sie thatsächlich diesen Anforderungen entsprechen recht haben, auf diese Beleidigungen die ent weise zu ihrer Dienstherrschaft aufgehoben werden und an fönnen, ohne darunter zu leiden." Da bliebe nun freilich von der sprechende Antwort zu geben. Das ist einfach selbst- deren Stelle die Bestimmungen der Reichs Gewerbe Ordnung ganzen Verordnung nichts mehr übrig. verständlich, aber heute nicht möglich. Der eigentliche Wortführer gegen das bischen Sozialreform Dazu tritt heute die scheußliche Erscheinung, daß elendeste, Die, rechtliche" Stellung unseres Gesindes ist bekannt. Einmal- war jedoch auch hier König Stumm. Einmal verabscheut der niedrigste Rachsucht irgend welche unüberlegte Aeußerung aufgreift, führte unser Redner aus enthalten fast alle Gesinde- Ordnungen Heirathskonsensertheiler und Freund aller Ausnahmegesetze gegen nur um eine verhaßte Person ins Unglück zu stürzen. Selbst der mehr oder weniger klar die Vorschrift, daß das Gesinde stavenähnlich Arbeiter auch hier tiefinuerlich alle Polizei Eingriffe. preußische Justizminister hat dies als einen Krebsschaden anerkannt, zur Befolgung aller Befehle, die die Herrschaft ertheilt, verpflichtet fonnten wir schon beim Achtstundentag feststellen. Hier kam aber die Staatsanwälte dürfen theils solche Eingaben nicht ohne sei. Es ist dann die besondere Ausnahmebestimmung in fast allen es gleich biedermännisch zum Ausdruck: Meine Herren, ich bin Folgen laffen, theils treibt sie ihre Gesinnung und ihre Abhängteit Gesinde- Ordnungen enthalten, daß man Scheltworte und Büchti- doch der Ansicht, daß wir auf dem gefährlichen Boden geradezu zu möglichst schneidigem Vorgehen. Schließlich hat die Heran- gungen der Herrschaft widerspruchslos, ja, einige Gesinde- Ordnungen nicht zu weit gehen dürfen, die Polizei in alle möglichen ziehung des dolus eventualis- wie im Falle Liebknecht, aber auch sagen sogar: mit Ehrerbietung und Bescheidenheit, über sich ergehen Dinge hineinreden zu lassen( fehr richtig! rechts), gegenüber Verlegern und Druckern- dem Begriff der Majestäts- laffen müsse. Auch da, wo solches Büchtigungsrecht nicht aus die eigentlich nicht zu ihrer Aufgabe gehören, und daß wir dadurch " Einer der ersten vorjährigen Anträge der Reichstags- Fraktion ging dahin: Der Reichstag wolle beschließen: treten. " Das aus dem Rechtsstaat, der früher von der liberalen und noch mehr von der radikalen Partei immer als Schiboleth aufgestellt wurde, einen Polizeistaat machen.( Sehr richtig! rechts.) Davor möchte ich warnen Ich bin darin doppelt ängstlich beim Handwerk( Sehr richtig! rechts), und zwar nicht blos deshalb, weil es sich beim Handwerk um verhältnißmäßig nothleidende Erwerbszweige handelt, denen geholfen werden muß, wie auch der Landwirthschaft, sondern noch mehr darum, weil es sich hier um ein Eindringen in private, in Familienverhältnisse handelt, welches zu ganz exorbitanten Verhältnissen geführt hat. Bei einer Wittwe, die das Gewerbe mit einem Gesellen betreibt, tommt die Polizei nachts spioniren; sie wird aus dem Bette geholt 2c. Ja, was sind das für Zustände!"( Sehr richtig! rechts.) Das einzige Gute an der Polizei wäre nach Herrn Stumm noch, daß sie die Geseze mitunter nicht achtet und öfter ein Auge zudrückt". Uebrigens ist selbst die heutige Gewerbe- Juspektion dem wackeren Freiheitskämpfer bereits verdächtig geworden. Ihr Urtheil ist ebenso getrübt wie etwa das der Kathedersozialisten, nach der ganzen Art und Weise, wie bisher auf die sozialpolitische Stimmung dieser Herren eingewirkt worden ist( sehr richtig! rechts) nicht von dem Herrn Staatssekretär, muß ich annehmen, daß deren Auffassung über die Bäckerei Verordnung doch einigermaßen, wenn ich auch nicht fagen will, sozialpolitisch getrübt, so doch jedenfalls beeinflußt erscheint"( sehr richtig! rechts). Herr Stumm will die kleineren Paufen zwischen der Arbeit nicht in die 12- bis 13stündige Schicht eingerechnet sehen; er will wegen der zeitweiligen kleineren Pausen sogar von der vorgeschriebenen achtstündigen Unterbrechung zwischen je zwei Arbeitsschichten großmüthig Abstand nehmen. Mit köstlicher Naivetät fügte er hinzu: Wenn jemand zehn halbstündige Pausen hat, so wird doch nicht geleugnet werden können, daß das eine sehr erhebliche Verminderung der Arbeitszeit ist."( Sehr richtig! rechts.) Zehn halbstündige Pausen innerhalb einer zwölfftündigen Schicht! Der Bäckermeister, der seinen Betrieb derart organisirt hätte, brauchte wirklich nicht auf die Bäckereiverordnung zu warten, um pleite zu gehen. " 1. für Handlungsgehilfen und Lehrlinge die Arbeitszeit geregelt und eine Beschäftigung derselben in der Zeit von acht Uhr abends bis sechs Uhr morgens im allgemeinen aus geschlossen wird, gegangen. Bei der dritten Lesung beantragte die Fraktion noch, I nun einmal heute ein allgemein verbreitetes Laster, besonders unter folgende Resolution anzunehmen: Großindustriellen und Großgrundbesitzern. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, baldthunlichst die Vorlegung Auch unter den Kleingewerbetreibenden! Um diesen eines Gefeßentwurfes zu veranlassen, wodurch eine Tonne zum Spielen vorzuwerfen, während ihnen der Wettbewerb des Großkapitals seine tödtlichen Harpunen weiter in den Leib treibt, hatte man ihnen die allgemeine Zwangsinnung zugedacht. Dieses Gaukelbild der zünftlerischen Phantasie schien durch die Berlepsch'sche Handwerkervorlage wirklich erreichbar nahe gerückt. Nach dem Eingreifen der süd- und mitteldeutschen Regierungen ist es wieder in die weite Ferne entschwunden. Allerdings, groß genug ist die Abschlagszahlung an die Hiße und Gamp noch immer; nur wenige verbiffene Bünftler wie die Abgg. Metzner und v. Viereck verwarfen sie als Danaergeschenk. 2. die Gewerbe Inspektion auf das Handelsgewerbe ausgedehnt und die Beaufsichtigung besonderen Handelsinspettoren übertragen wird. Das Zentrum verwässerte diese klaren und bestimmten Forderungen, erweiterte sie allerdings auch in mancher Beziehung, indem es die Regierungen aufforderte, a) in Erwägung darüber einzutreten, inwieweit und mit welcher Maßgabe die Bestimmungen der§§ 120 a bis 120e und 134 a bis 139b der Gewerbe Ordnung unter zweckentsprechender Anpassung an die besonderen Bedürfnisse auf das Handelsgewerbe auszudehnen sind; Für unsere Parteigenoffen sind besonders folgende Theile des Gesetzes wichtig: Die allgemeine Errichtung von Zwangsinnungen für alle Kleingewerbe, einfach durch Verfügung der höheren Verwaltungsbehörden, war bereits im Bundesrathe gefallen. Wollen die Handwerker irgend eines Bezirks in Zukunft für sich eine Zunft, so haben sie vorerst den Nachweis zu führen, daß sie die Mehrheit der Meister in ihrem Fache hinter sich haben. Erst dann kann die Behörde anordnen, daß innerhalb eines bestimmten Bezirkes sämmtliche Gewerbetreibende, welche das gleiche Handwerk oder verwandte Handwerke ausüben, einer neu zu errichtenden Innung( 3wangsinnung) als Mitglieder anzugehören haben." Damit ist es den 3unftgegnern bei einiger Rührigkeit vielfach ermöglicht, alle Für die Arbeiter in der Kleider- und Wäschekonfektion hatte Anläufe aur 3wangsorganisation scheitern zu man schon im Vorjahre, aus Anlaß des großen Streits, allgemein machen. bestimmte Schuhmaßregeln verlangt. b) thunlichst bald dem Reichstage einen entsprechenden Gesez entwurf vorzulegen. Diese Resolution fand dann fast einstimmige Annahme. Ein Theil der Konservativen konnte sich allerdings noch nicht einmal zu dieser ziemlich nichtssagenden Sympathie Rundgebung für die Handelsgehilfen aufschwingen. Eine faiserliche Verordnung vom 31. Mai 1897 hat nunmehr die wesentlichen Bestimmungen der§§ 135 bis 139 und des§ 139b der Gewerbe- Ordnung auf die Wertstätten der Kleider- und Wäsche konfektion ausgedehnt. Es dürfen also auch hier Kinder unter dreizehn Jahren nicht beschäftigt werden. Kinder über dreizehn Jahre dürfen nur Die jämmerliche Abhängigkeit der Antisemiten vom be- beschäftigt werden, wenn sie nicht mehr zum Besuche der Volksschule schränktesten, störrischesten Spießbürgerthum spiegelte sich besonders verpflichtet sind. Die Beschäftigung von Kindern unter vierzehn in der Rede des Abg. Vielhaben von der Partei der deutsch- Jahren darf die Dauer von sechs Stunden täglich nicht über Sozialen Reform" wieder:„ Die konservative Partei beantragt nur schreiten. eine Abänderung. Das hilft aber bei dieser Sache meines Er- Junge Leute zwischen vierzehn and sechzehn Jahren dürfen achtens durchaus nichts; es muß eine vollständige Aufhebung nicht länger als zehn Stunden täglich beschäftigt werden. der Verordnung stattfinden. Eine solche muß auch stattfinden im Für die jugendlichen Arbeiter sind ferner Beginn und Schluß Interesse der Gesellen, und ich hebe bei dieser Gelegenheit hervor, der Arbeitsstunden, Dauer und Art der Pausen, Sonn- und Festtagsdaß die Gesellen fast in allen(!) Versammlungen erklärt haben: ruhe wie in den Fabriken geordnet. wenn doch an der Verordnung geändert werden solle, dann wäre es ihnen lieber, wenn sie vollständig aufgehoben würde" Ebenso bei den Arbeiterinnen, die also auch den 11( bez. für Sonnabend den 10-) stündigen Maximalarbeitstag zugebilligt erhalten. Obwohl damals ohne jede parlamentarische Bedeutung, so ist es doch heute von Interesse, daß der Abg. v. Podbielsti Weiter ist die Anzeige des Betriebs an die Ortspolizei vorpersönlich ebenfalls die Aufhebung, nicht die Abänderung der geschrieben, ebenso das Aushängen der neuen Verordnung selber, Bundesraths- Verfügung wünschte. Diese diene nur der Sozial- fowie des Verzeichnisses der jugendlichen Arbeiter nebst ihrer demokratie, um schließlich einem Gewerbe, was noch einigermaßen Arbeitszeit. auf gesundem Boden steht, die Beine wegzureißen, damit es hinfällt und zu grunde geht und dadurch Ihnen wieder Soldaten zuführt für Ihre große Armee." Hoffentlich fällt Der Herr Generalpoftmeister als Minister nicht so leicht aus dem Sattel, wie hier aus dem Bild. Und hoffentlich überträgt er feine Liebe zu den Bäckergesellen nicht auf die Arbeiter seines Ressorts. Sie tönnten sonst böse Tage zu gewärtigen haben. Der konservative Antrag tam schließlich nicht zur Annahme, auch nicht in der Stumm'schen Formulirung, welche die Abänderung in einer den berechtigten Interessen des Bäckergewerbes entfprechenden Weise" verlangte und die von den Konservativen in ihren Antrag aufgenommen wurde. Vielmehr beschloß der Reichstag in namentlicher Abstimmung mit 148 gegen 104 Stimmen gemäß einem Zentrumsantrag Bichler: in Erwägung, daß in den Sitzungen des Reichstages vom 22./23. April v. J. und vom 13. Januar I. J. durch Redner verschiedener Parteien, welche die Mehrheit des Reichstage repräsentiren, das Bedürfniß einer Abänderung der vom Bundesrath unterm 4. März v. J. erlassenen Bestimmungen, be treffend den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien, ausdrücklich anerkannt worden ist; Ueber die als Regel festgesetzte Zeit dürfen Arbeiterinnen über sechzehn Jahre an sechzig Tagen im Jahre beschäftigt werden. Diese Beschäftigung darf dreizehn Stunden täglich nicht überschreiten und nicht länger als bis zehn Uhr abends dauern. Hierbei kommt jeder Tag in Anrechnung, an welchem auch nur eine Arbeiterin über die normale Dauer der Arbeitszeit hinaus beschäftigt ist. Durch ein Verzeichniß sind die Tage der Ueberarbeit genau kontrollirbar zu machen, für die Ortspolizei sowohl wie für den Gewerbe- Aufsichtsbeamten. " Besondere Ausnahmen infolge von Naturereignissen und Unglücks fällen oder wegen der Natur des Betriebs" oder aus Rücksichten auf die Arbeiter" find ähnlich wie bei den Fabriken den Verwaltungs: behörden unter bestimmter Begrenzung überlassen. Diese neuen Bestimmungen, die mit dem 1. Juli 1897 in fraft getreten sind, finden jedoch keine Anwendung: 1. auf Werkstätten, in welchen der Arbeitgeber au 3 schließlich zu seiner Familie gehörige Personen oder nur gelegentlich nicht zu seiner Familie gehörige Personen beschäftigt, " Die Jnnungsbildung muß nach der Novelle folgenden Berlauf nehmen. An die Behörden muß zunächst ein„ Antrag Betheiligter" gelangen. Der Antrag fann gestellt werden, entweder von einer für das betreffende Handwerk bereits bestehenden freien Innung oder von einer Anzahl bisher unorganisirter Handwerker, die mit einent Male Lust verspüren, zu einer Innung zusammenzutreten. Findet die Behörde, daß die Antragsteller nur einen fleinen Bruchtheil der betheiligten Handwerker bilden", oder daß durch andere Einrichtungen als diejenige einer Innung für die Wahrnehmung der gemeinsamen gewerblichen Interessen der betheiligten Handwerke ausreichende Fürsorge getroffen ist", so braucht sie gar nicht einmal eine Abstimmung erst herbeizuführen; sie kann den Antrag kurzweg in den Papierkorb wandern lassen. Im anderen Falle kommt es zur Abstimmung. Der hierbei maßgebende§ 100 a lautet nunmehr: Um festzustellen, ob die Mehrheit zustimmt, hat die höhere Verwaltungsbehörde die betheiligten Gewerbetreibenden durch ortsübliche Bekanntmachung ohne besondere Mittheilung zu einer Aeußerung für oder gegen die Einführung des Beitrittszwanges aufzufordern. Bei der Abstimmung entscheidet die Mehrheit der jenigen, welche sich an derfelben betheiligt haben. Die Situation ist nunmehr für die Gegner der Zwangsinnung unseres Grachtens gar nicht so ungünstig, als man vielfach be= fürchtet hat. Der Erfolg wird, wie gesagt, wesentlich davon ab= hängen, welche Umficht und Agitationskraft dieselben entfalten. Einmal gilt es, sich nicht überrumpeln zu lassen. Die„ ortsübliche Bekanntmachung", die zur Abstimmung über die Einführung des Beitrittszwanges auffordert, verbürgt, besonders in manchen Großstädten, noch keineswegs, daß die Betheiligten in größerer Zahl von der über ihnen schwebenden Entscheidung erfahren und daraufhin zur Abstimmung gehen. Die Listenführung, wer an einem Sandiert als betheiligt" gilt, wird auch außerordentlich viel zu wünschen übrig lassen, weil eine Anzahl Handwerker nicht nur eine Branche ausübt, also den verschiedensten Gewerben willkürlich zugeschrieben werden kann, und weil ferner die Trennung von Handwerfer und Fabrikant ebenfalls sehr willkürlich erfolgen wird. Hier werden die Innungsgegner unter den selbständigen Handwertern gut thun, beständig aufmerksam zu sein und Kontrolle zu üben. Dann heißt es aber weiter auch, die Indifferenten und Schwankenden zu einer entschiedenen Stellungnahme bei der Abstimmung 2. auf Werkstätten, in welchen die Herstellung oder Be- zu bringen. Die eigentlichen Zünftler sind fast in keinem Gewerbe arbeitung von Waaren der Kleider- und Wäschekonfektion nur und fast in keinem Bezirk besonders zahlreich, jedoch sie sind in Erwägung, daß die vom Bundesrathe veranlaßten Er- gelegentlich erfolgt. organisirt und wissen sich oft vor den urtheilslosen Kleingewerbehebungen einer Prüfung noch nicht unterzogen werden konnten, Weitergehende Befugnisse hatte dann der Bundesrath in einem treibenden als ihre befugten Repräsentanten, als die ausschließlichen dieselben auch dem Reichstag nicht mitgetheilt sind, sich mithin Gefeßentwurf betreffend die Abänderung der Vertreter ihrer Interessen aufzuspielen. Hier hätte unsere noch nicht beurtheilen läßt, welche Aenderungen nach Ver- Gewerbe- Ordnung und des Krankenversicherung 3- Agitation zur rechten Zeit einzusetzen, um das Spiel der Gegner zu schiedenheit der Verhältnisse in den einzelnen Landestheilen noth- Gefeßes" vom Reichstag eingeräumt verlangt, und zwar nicht vereiteln. wendig und zweckmäßig sind, um den berechtigten Interessen der nur für die Konfettion, sondern für die Hausindustrie im allBäckermeister und Gesellen zu entsprechen und dadurch eine dauernd gemeinen. Ist ein zünstlerischer Antrag einmal bei einer Abstimmung von der Mehrheit der Wetheiligten abgelehnt, so wird er nach der befriedigende Regelung herbeizuführen, Der Entwurf tam am 24. Mai zur ersten Lesung, durch eine Gewerbe- Ordnungs- Novelle meistens auf drei Jahre hinaus als recht unglückliche Verfettung von Umständen blieb er jedoch un- erledigt angesehen werden können. Ist der Zwangsbeitritt jedoch erledigt. einmal durch Abstimmung angenommen, so treten diejenigen Beſtimmungen in kraft, die eine Aufhebung des Zunftzwanges später fast unmöglich machen. letzte parlamentarische Sieg der Bünstler mit einer recht schweren Es gilt hier also, den Anfängen zu widerstehen; dann kann der Enttäuschung der Sieger enden. über den Antrag v. Kardorff und Genossen zur Zagesordnung überzugehen. Der Antrag entsprach der vermittelnden Haltung des Zentrums, Der Sozialdemokratie ging er nicht weit genug. Das Zentrum das durch Hinausschieben die Frage in größerer Ruhe zur Ent- bekundete Neigung, ihn rasch im Plenum zu erledigen, wollte aber scheidung kommen lassen will. Die Regierung scheint ebenfalls dem von den Nationalliberalen geäußerten Wunsch auf Rommissionsdarauf zu hoffen, daß die Bäckermeister sich mit der Zeit müde schreien berathung nicht widersprechen, weil dies alte gegenseitige Bragis werden; bei der Sonntagsruhe war der erste große Lärm ja auch bald unter den Parteien ist. Die Kommission konstituirte sich am vorüber. Nach der Erklärung v. Bötticher's haben sich schon jetzt gegen die 26. Mar, also gerade beim Beginn der Pfingstferien. Die vier Aufhebung oder Abänderung der Verordnung, zur Zeit wenigftens, Tage abermaligen Beisammenfeins im Juni schienen der Kommission erklärt die Regierung von Preußen, mit der Beschränkung, daß sich nicht ausreichend zur Erledigung der Vorlage; die Kommission diese ablehnende Haltung auf die grundsäglichen Bestimmungen be- unterließ daher die Berathung. Bulegt nahmen dann die Sozialzieht, die Regierung vom Königreich Sachsen, die Regierung von demokraten die Regierungsvorlage mit einigen Erweiterungen Württemberg und die Regierung von Reuß jüngere Linie. Für jetzt als Antrag zur Gewerbeordnungs- Novelle auf, die eben ihrem glaube ich nicht in Aussicht stellen zu können, daß die verbündeten Abschluß entgegenging. Die Fraktion zog sich mit Absicht mühsam errungenen Stellung der Arbeiter durch besondere InnungsRegierungen fich zu einer Aufhebung der Bäckereiverordnung ent- auf gewisse Mindestforderungen zurück, weil an sich schöpfungen eintreten. Ueberall wird in diesen besonderen Jnnungsschließen werden." schöpfungen die Arbeitervertretung zu größerer Bedeutungslosigkeit und Abhängigkeit niedergedrückt sein wie sonst. Die Sozialdemokratie stimmte für den Uebergang zur Tages ordnung unter Ablehnung der Pichler'schen Motivirung. Berhältnißmäßig günstig haben in der verflossenen Seffion die Handlungsgehilfen abgeschnitten. eine Mehrheit zu gewinnen möglich schien. Die Verbindung mit der Gewerbe- Ordnung, die man wegen der Geschäftslage im Haufe nicht hatte umgeben können, verbot nun aber wieder dem innungsfreundlichen Zentrum, Ja zu sagen, weil die Handwerkerorganisation, mit diesem Zusak bepackt, kaum noch auf eine Mehr heit rechnen fonnte. Das schließt jedoch nicht aus, daß das Gesetz selbst dann noch immer eine schwere Schädigung und Vernachlässigung der Arbeiterrechte in sich schließt. Nicht nur bei der gewerblichen Rechtsprechung, sondern auch bei den Krankenkassen, beim Arbeitsnachweis fann eine schwere Schädigung der allgemeinen Organisation, besonders aber auch der Der Kampf gegen die Margarine wird nach der letzten Berständigung zwischen Regierung und Reichstag wohl auf einige Seit zum Stillstand gekommen sein. Wir meinen allerdings, daß gerade In dem neuen Handelsgesetzbuch ist bekanntlich ein eigener Ab- Diese ganze Entwickelung der Angelegenheit wäre ziemlich hier der gläubigen bäuerlichen Gefolgschaft unserer Agrarier schnitt den„ Handlungsgehilfen und Handlungslehrlingen" gewidmet, gleichgiltig, wenn man in Deutschland mit festen sozialpolitischen schließlich eine schwere Enttäuschung bevorsteht. Das Kompromiß, Gegenüber dem alten Gesetzbuch, das hier nur wenige allgemeine Strebungen in der Regierung und in den Parteien rechnen könnte; mit dem sich die Regierung durch Herrn v. Boetticher einverSäße aufstellte und im übrigen auf den Ortsgebrauch verwies, fie ist auf das Lebhafteste zu beklagen, weil im Herbst der Bundes standen erklärte, lief darauf hinaus, für den Kleinhandel in Orten war das bereits ein Fortschritt. Von vornherein bewegten fich rath felber vielleicht muthig vor dem Ausbeuterlärm zurück mit weniger wie 5000 Einwohnern feine getrennten Verkaufsräume aber auch fast alle Vorschläge der Regierung in der Richtung weicht, der am Ende nicht ausbleibt. Hielt es doch der kon zu verlangen und den Zusaß, an dem man Margarine und eines größeren Schutzes der Angestellten vor den Folgen einer fervative Redner in der ersten Lesung, der Abg. Merbach Margarinekäse erkennen soll, der Bundesraths- Verordnung zu überschrankenlosen Vertragsfreiheit, bei der der Stärkere ein Sachsen, bereits für seine Aufgabe, die Ausdehnung der Vorschläge laffen, und zwar mit der Einschränkung, daß dadurch Beschaffenfach die Bedingungen zu Ungunsten des Schwächeren festsetzt. auf die Hausindustrie überhaupt zu bekämpfen:" Wenn die Rom- beit und Farbe" der Margarine nicht geschädigt werden dürfen. So waren schon im Regierungsentwurf bestimmte, nicht zu über mission für Arbeiterstatistik nachgewiesen hat, daß in der Konfektions: Mit dem Grundgedanken, einen betrügerischen Wettbewerb zwischen schreitende Schranken gezogen für Vereinbarungen über die Kündigungs- und Wäschebranche Mißstände bestehen, und der Gesetzgeber Butter und Margarine auszuschließen, haben wir uns von fristen, sowie für die immer tollere Formen annehmenden Verträge über macht daraus: für bestimmte Gewerbe kann der Bundesrath jeher einverstanden erklärt. Doch einmal ist flir viele den Ausschluß jeder späteren Konkurrenz, also für die sogenannten Lohnbücher oder Arbeitszettel vorschreiben, das geht uns doch zu fleine Händler die Trennung der Verkaufsräume unmöglich, Konkurrenzklauseln, durch die dem Gehilfen bisher oft jede Mög- weit.( Sehr richtig! rechts.) Für bestimmte" Gewerbe find wir sie werden sich, oft mit beträchtlichem Schaden, zur Fühlichkeit abgeschnitten wurde, eine neue Stellung in derselben Branche nicht zu haben; in diesem Fall sind wir zu haben für die Kleider- rung der einen oder der anderen Waare entschließen müſſen. anzunehmen oder sich in seinem Fache selbständig zu machen. In und Wäschekonfektion, aber nicht für weiteres. Diefelben Be Bei dieser Umbildung des Kleinverschleißes werden wahrscheinlich der Kommission wie im Plenum gelang es, diese schüchternen An- denken gelten auch für das Mituachhausenehmen von Arbeit. Auch die großen fapitalfräftigen Margarinefabriken zuletzt und darum läufe der Regierung noch wesentlich zu verstärken. Ein großer hier würden wir fofort zustimmen, wenn im Gesez stünde: am besten lachen; sie haben viel eher wie die Butterproduzenten das Erfolg der sozialdemokratischen Partei ist es auch, daß der§ 137a. Für die Kleider- und Wäschebranche kann durch Beschluß Geld, überall eigene Berkaufsstellen zu gründen und Krämer und Abschnitt über die Handlungsgehilfen bereits vom 1. Januar des Bundesraths angeordnet werden 1. f. w." Dasselbe gilt auch für Fleischer mit fetten Prozenten für die alleinige Führung von Mar1897 ab maßgebend ist, während das Handelsgesetzbuch als die Aenderung des Krankenkassengeseyes. Wir bedauern also, dem garine zu gewinnen. Ob sich dann unter dem Anfporn dieser Kon Ganzes erst am 1. Januar 1900 in fraft tritt. Insbesondere Entwurf dieses Gesetzes in seiner jeßigen Form unsere Zustimmung furrenz das große Kapital auch der Organisation des Butterabfayzes eine Unmasse harter Konkurrenzklauseln, die man bis 1900 noch nicht ertheilen zu können." mehr wie bisher widmen wird, bleibe dahingestellt. Der fleine hätte auferlegen tönnen, werden so den jungen Kaufleuten erspart Milch- und Butterproduzent, selbst wenn er an Mollerei Genossenbleiben. schaften betheiligt ist, würde auch dann vom Regen in die Tranfe kommen. " Daß man sich an die eigentliche Heimarbeit,- die schlimmste Form der Ausbeutung auf diesem Gebiet und für das Kapital zu gleich der Ausweg, allen Einschränkungen der Fabrik- und Werkstätten ausbeutung auszuweichen- nicht heranwagen würde, das war vollends vorauszusehen. Um so mehr wachsen hier die Ansprüche au die Organisationen der Arbeiter selbst. Auch die Vorschriften über das Lehrlingswesen sind im großen und ganzen von einem durchaus liberalen Geist durchweht. Die untlare Stellung der Hansdiener, Martthelfer, Packer und ähnlicher Arbeiter in faufmännischen Betrieben, veranlaßte die Fraktion zu dem Antrag, daß von ganz vorübergehenden Dienst leistungen abgefehen die im Handelsgewerbe Beschäftigten nie. Damit hätten wir die Ergebnisse der letzten Tagung, soweit sie ma 13 zum Gesinde gerechnet werden dürfen. Der Antrag fiel, von der Fraktion unmittelbar angeregt oder die Arbeiter direkt be ebenso wie in der Kommission die Forderung des Achtuhr- Komptoir trafen, wohl erschöpft. Die Ausbeute des letzten Sessionsabschnittes und Ladenschlusses, und des zehnstündigen Maximal- Arbeitstages für die Arbeiter ist, wie man sieht, eine weniger wie bescheidene; für Gehilfen, des Achtstundentages für Lehrlinge unter 18 Jahren. und wenn man das preußische Vereinsgefeß gegen die paar kleinen Eine Resolution für kaufmännische Schiedsgerichte nach sozialpolitischen Fortschritte in die Waagschale wirft, so tönnte König Art der Gewerbegerichte war bereits in der Kommiffion durch Stumm eigentlich sehr zufrieden sein. Doch die Unzufriedenheit ist Nichts war für unfere allgemeinen politischen Zustände charak teristischer wie das schließliche Scheitern der Justizuovelle. Bekanntlich hatte man um ihretwillen im vorigen Juli das Parlament vertagt. War sie doch schon einmal nach nicht weniger wie 38 Sigungen unerledigt in der Kommission stecken geblieben. Indeß, die Vertagung hat wohl einige Abgeordnete vor dem rascheren Abschluß der gegen sie schwebenden Prozesse bewahrt, der Justiznovelle hat sie nichts genügt. Die Schuld liegt einzig und allein an der Regierung. Seit dem Jahre 1883 bereits hatte der Reichstag wiederholt in Anträgen und Ertrag der Beschlüssen die Einführung der Berufung gegen die Straf- und sonstiger Abenteuerer aller Art. Admiral Hollmann reichte seine[ zahler in Zukunft nicht zwei Gößen an ftelle des einen Moloch Lammer- Urtheile und ebenso feit 1881 die Entschädigung Entlassung ein; aus den Kundgebungen der Regierungsspigen mußte opfern, fo wird er bei den nächsten Wahlen alle Kräfte gegen die unschuldig Berurtheilter gefordert. Endlich kam die man auf Kampf schließen. Doch die Logit hat für den Gang der Regierungsparteien anzuspannen haben. Regierung diesem Drängen nach, aber da die Einsehung einer neuen deutschen Politit feinerlei Bedeutung. Der Lärm der Flotten- Zunächst hat die leiblich feste Haltung des Reichstages Gerichtsinstanz natürlich Ausgaben verursacht für Vermehrung der enthusiasten beruhigte sich, die Regierung begnügte sich mit ihrem wenigftens bewirkt, daß die Reichsfinanzen bei dem infolge Richter und sonstige Kosten, so fann man auf der anderen Seite Etat. Der ganze Erfolg war, daß der Chef der Marineverwaltung des guten Geschäftsganges fortdauernd hohen auf Ersparnisse, wo das Knaufern wahrhaftig am schlechtesten und mit ihm ein gut Stück des Ansehens der einheitlichen" Regie: Verbrauchssteuern und Posteinnahmen sich auch weiter noch günftig angebracht war. Die Straffammern wollte man in Zukunft nur rung über Bord ging. Freilich, Hollmann geht und Tirpitz kommnt. gestalten. Allerdings find die Beziehungen zwischen Reichs- und mit drei Richtern befeßen, das Vorverfahren wollte man beseitigen, Man ist dem Konflikt nur vorläufig ausgewichen, auf ihn endgiltig ver- Einzelstaats- Finanzen durch die letzte vom Zentrum gebilligte die Beweisaufnahme einschränken; später sollte das Wiederaufnahme zichtet hat man, wie die letzten Ereignisse beweisen, durchaus nicht. Regelung noch verwickelter und unübersichtlicher geworden wie je Verfahren erschwert sein. Ja, wenn es der Erfüllung von Kultur Welch ein riesenhaftes Anschwellen unseres Marine- Etats würde vorher. Auch das Etatsrecht des Reichstages ist nicht so gut ge aufgaben gilt, da fehlt uns das Geld an allen Ecken und Enden! es sein, was die Durchführung der Denkschrift mit sich bringen fahren wie bei der ersten lex Lieber, von deren konstitutioneller Dann sollte auch der Staatsanwalt das Recht der Berufung er- müßte? Schon bisher legte das Auwachsen der Marine Ausgaben Wichtigkeit das Zentrum so viel Rühmens machte. halten, so daß der Angeklagte unter Umständen in der höheren den Schultern der Steuerzahler schwere Laften auf, sie hat die Daß auch die Besoldungsausbesserung der 1890/91 leer aus Instanz auch schlechter abschneiden konnte wie bei der ersten Gut Steigerung unserer Schuldenlast wesentlich mit befördert. Die Aus- gegangenen Beamten in legter Stunde noch zur Annahme kam, scheidung. Bei politischen Prozessen hätte das zweifellos au wesent- gaben für Marine betrugen nach den Rechnungsabschlüssen, bezw. dürfen wir in diesem Zusammenhange wohl mit erwähnen. lichen Verzögerungen und Verschlechterungen geführt, weil die für 1896/97 und 1897/98 nach den Voranschlägen: Staatsanwaltschaft bei jedem liberalen Urtheil die Umstoßung vor Gesammt dem höheren Gericht erstrebt haben würde. Ausgabe 1872.. sman 1873. Der Reichstag bestand darauf, daß nach wie vor der Hauptnachdruck zu legen sei auf die Sicherung möglichst reifer und richtiger Entscheidungen gleich im ersten Verfahren ist doch die Berufung fchließlich auch vielfach eine Geldfrage. Er hielt hier demnach vor allem an dem Fünfmänner- Kollegium feft, von dem zu einer Verurtheilung auch ferner vier Mitglieder einig sein sollten, während beim Dreimänner Kollegium der Regierung bereits zwei Drittel den Ausschlag gegeben haben würden. Hieran scheiterte die Verdi 1878,79 ftändigung vorläufig, denn nothwendige Forderungen, wie die Einführung der Berufung und der Entschädigung, lassen sich auf die Dauer mit Finanzrücksichten Kleinlichster Art wahrhaftig nicht d abweisen. Der ganze Verlauf der Sache ist nur kennzeichnend für die Res gierung, die kurz vor Thoresschluß, ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken, 44 Millionen als erste Nate für die Neubewaffnung der Artillerie gefordert und auch erhalten hat. Dagegen find die Marinepläne diesmal im Reichstage noch abgewiesen worden. Schon der Statsentwurf hatte in seinen Marineforderungen alle Fraktionen stubig gemacht. Der Zentrumsredner Frißen hatte ganz bedeutende Abstriche" für nothwendig erklärt, nicht mit unfehlbarer Gewißheit Steuern wenn nette 31 082 100 Davon wurden auf Anleihe verwiesen 25 969 000 1874. 38 731 700 1875. 49 209 600 3 365 000 1876/77 41 009 500 7 999 200 1877/78 60 384 500 26 320 900 61 713 600 24 289 300 1879/80 43 664 700 16 717 300 1880/81 39 955 800 11 226 500 1881/82 37 711 100 8 351 100 1882/83 36 881 300 8 588 300 1883/84 39 813 600 10 307 200 1884/85 48 434 000 14 020 900 1885/86 52 058 800 11 556 200 1886/87 50 467.600 12 199 100 1887/88 52 857 100 11 085 700 1888/89 51 048 900 11 632 100 1889/90 54 901 800 10 763 800 1890,91 71 727 600 26 306 200 1891,92 75 397.000 24 789 300 1892/93 90 439 100 19 317 700 1893/94 81 240 900 12 126 700 1894/95 78 532 900 5 042 800 1895/96 85 893 200 7 671 500 . 1896/97 1897/98 • 86 259 900 116 974 300 5 830 800 28 708 700 tommen follten; das Zentrum wolle nicht mit nicht mit vollen Segeln in einen Ozean von Flottenplänen hineinsteuern, wo es schließlich keinen Halt und fein Ende mehr gebe. Der fonfervative Etatsredner v. Leipziger fand die Zunahme des Marine- Etats ganz bedenklich". Der Nationalliberale Dr. Paasche bezeichnete es als„ undenkbar", daß in dem Tempo weiter gearbeitet E3 find insgesammt seit 1872, also in 26 Jahren, im ganzen werde, das hier vorgeschlagen wird; die Nationalliberalen würden 15011/3 Millionen Mark für die Marine verausgabt oder bewilligt ebenfalls bereit sein, ernstlich abzustreichen. Anfang Februar fiel worden, davon weit über die Hälfte in den legten zehn Jahren, also dann nach einem Essen bei dem unvermeidlichen Finanzminister seit dem Regierungsantritt Wilhelm's II. Ju der Deutschrift wurden Dr. v. Miquel aus hohem Munde die Aeußerung, daß das Ge- weiter für die drei nächsten Etatsjahre 1898/99, 1899/1900, 1900/1901 forderte nicht nur teine Stürzungen vertrage, sondern noch entfernt neue Schiffsbauten angemeldet, welche einen Kostenaufwand von nicht ausreiche, Deutschland die ihm gebührende Macht zur See au 182 888 000 Mart erheischen, sodaß zuzüglich der von der Regieerhalten und zu verschaffen. Anfang März schenkte die bekannterung für 1897/98 geforderten Schiffsbauten und der aus den VorDeutschrift der Budgetkommission reinen Wein ein. Der Reichs- jahren überkommenen Restforderungen sich ein Aufwand für Schiffs Fangler gestand zwar der„ Niederschrift" lediglich informatorischen neubauten von Merth zu, billigte jedoch" die in ihr verkündeten Ziele. National 328 371 000 Mart liberale und Ronservative beeilten sich, fofort einzufchwenken, so ergiebt. Was dann von 1901/2 ab fommen soll, blieb vorsichtig in daß man schon Wahlen zur Gewinnung einer Flottenkartellmehrheit Dunkel gehüllt. Aber ein Blinder kann es mit dem Stocke fühlen, herannahen sah. Die Budgetkommission strich trotzdem 12,4 Millionen daß sich auf diesem Gebiete die gleiche Entwickelung zu vollziehen Dom Etatsentwurf, das Plenum hielt die Abstriche aufrecht. beginnt, wie sie für die Landarmee bereits zu so ungeheuerlichen Längere Zeit brodelte und gährte es gewaltig in den Kreisen der Opfern geführt. Verhältnißmäßig zeigt die Marine sogar ein Schiffsbauer, Rheder und Kolonialinteressenten, der Weltpolitiker rascheres Wachfen ihres Aufwandes wie das Heer. Will der SteuerFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 19. August: Menes tgl. Operntheater( Kroll). Don Juan. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 1812. Anfang 71 Uhr. Deutsches. Freiwild. Anfang 72 Uhr. Berliner. Der Beilchenfresser. Leffing. Die Geisha. Weften. 7½ Uhr. Die Jüdin. Anfang Nenes. Der Stellvertreter. Anfang 72 Uhr. Unter den Linden. Gasparone. Anfang 71% Uhr. Schiller. Weh dem, der lügt. Anfang 8 Uhr. Zentral. Ein fideler Abend. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Ein toller Einfall. Oftend. Unsere Reichspost. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Verbotene Früchte, Belle Alliance. Spezialitäten. 6 Uhr. Apollo. Venus auf Erden. 8 Uhr. 30 Kinder Baffage- Panoptiknin. ber Wüste. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Donnerstag, ab. 8 Uhr: Gröffnungs Borstellung. Zum 1. Male: Weh den der lügt. Freitag, abends 8 Uhr: Weh' dem der lügt. Sonnabend, abends 8 Uhr: Weh' dem der lügt. Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß Unsere Reichspoſt. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Anfang 51/2 Uhr. Auftreten fämmtlicher Spezialitäten. Hugo Schulz. Paula Grigatti, Henriette Ferry, Harry Marly. Lebende Photographien. Morgen: Diefelbe Borstellung. Montag, den 23. August: Benefiz für Hugo Schulz. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Täglich um 9 Uhr: Urania Tanbenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung tägl. geöffnet von 10 Uhr vormittags Concerthaus Leipzigerstr.No.48. Täglich: ab, Eintritt 50 Pf.- Wissenschaftl. Hoffmann's Quartett Theater abends 8 Uhr. 2 Passageund Humoristen. Panopticum. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree: Saal und II. Rang 30 Pf., Leyte Woche! Sperrfis 50 Pf., Logen u. I. Rang 1 M. 30 Kinder der Wüste. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Bärenweib die grösste Sehenswürdigkeit des ablaufenden Jahrhunderts ist wieder da!!! Neu! des Maestro Liberti, Italienische Kapelle 5 Herren, 2 Damen. S Central- Theater Alte Jakobftr. 30. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien Allee 97-99. Täglich: Im Reiche der Sirenen. Große Ausstattungsburleste mit Gefang und Tanz in 3 Abtheil. Ludwig Glaser, Humorist. Robert Dill, Operet.t- Sänger. Little Nannon, Miniat. Soubr. Geschwister Ernesto, dopp. Seil. Barbarina's Ballet. Mrs. Trudy, Luftpotpourri. Kinematograph!( lebende Photogr.) neue Serien Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. 50 f. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Konzert. Theatervorstellung. Auftreten Direktion Richard Schultz. Spezialitätenkünstl. I. Ranges Emil Thomas a. G. Dienstag, den 17. August 1897: Bum 90. Male: Nen! Neu! Rofen aus dem Süden. Ein fideler Abend. Original- Burleste mit Gefang von Burleske dramatische Revue in einem Vorspiel und 3 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstadt. Musik von ver: schiedenen Meistern, arrangirt vom Kapellmeister Julius Einöbshofer. Anfang 18 Uhr. Geride. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: im Saal: Grosser Ball. Yiktoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Play. ( Garten resp. Saal)! Täglich: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Neues Programm! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billets à 40 Pf. und FamilienBillets à 1 M. nur im Vorverkauf. ( Siehe Blafate.) Heute nach der Soiree: Tanz- Kränzchen. Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a, Jnh. H. Pierry. Heute, Donnerstag: Auf vielseitigen Wunsch: Dagegen ist die Reform der Unfallversicherung nach der Rommissionsberathung ftecken geblieben. Die InvalidengesetzNovelle hat es zu einer Kommissionsberathung überhaupt nicht ge bracht. Hier stehen für die nächste Seffion noch wichtige Auseinandersetzungen bevor; die Arbeiter werden gut thun, beide Fragen nicht aus dem Auge zu verlieren. Die Wahlen rücken immer näher heran, man kann die Wünsche der großen Wählermassen nicht fo leicht bei Seite schieben. Das schließlich angenommene Auswanderungsgeseh ents behrt wenigstens derjenigen Ausnahmebestimmungen gegen die aus wanderungsluftigen Landarbeiter, die man früher plante und die unfere Junker auch jetzt wieder vertraten. Das Gefeß war an sich weniger bedeutsam, wie die beigefügten Motive, die in Phrafen von unserer überseeischen nationalen Mission und in Träumen von einer möglichen Ablenkung und Leitung der Auswanderung förmlich schwelgten. Die Erhöhung der Dampfersubvention für Ostasien blieb in der Schwebe. Die jährlich regelmäßig wiederkehrenden vielseitigen Erörterungen beim Etat, die Debatten, die sich an wichtige Tagesereignisse an fnüpfen, branchen wir wohl nicht besonders zu schildern, obwohl sie vielfach einen sensationellen Verlauf nahmen. Wir erinnern nur an die Auseinandersetzungen über die elsaß Lothringische Mißwirthschaft, über den Schandfleck der politischen Polizei, über den Brüfewiß Standal, das Duellunwesen und die Armeemißstände, über die Bismarck Enthüllungen, dann wiederum über die Gewerbe- Inspektion, die Strafvollstreckung, das Seemanns wefen überall tämpfte die Fraktion in der vordersten Linie des Angriffes. A Die nächste Seffion wird die Kräfte der Fraktion noch mehr anspannen. Stehen wir doch vor den Wahlen und alle Barteien sowie die Regierungen werden durch alle möglichen parlamentarischen und außerparlamentarischen Manöver den Wahlaufmarsch zu ihren Gunsten zu beeinflussen suchen. Auf allen Seiten wird man weiter Damit rechnen, daß die Marineforderungen vorzeitig zum Ausbruche des Wahltampfes führen können. Mögen die Parteigenossen im Lande fich für die große Ents scheidung rüften, von ber nicht nur das Schicksal unferer Marines politit, sondern die Richtung unserer ganzen inneren Entwickelung in Deutschland wesentlich abhängen muß. Rein politisches Grunds recht ist in Deutschland durch ein langes verfaffungsmäßiges Leben bereits so feftgewurzelt, daß es allen reattionären Stürmen gewachsen wäre. Was bei uns den verbrieften Rechten des Volkes noch an innerer Lebenskraft fehlt, das muß das Volk selber durch doppelte politische Energie und Rührigkeit ersetzen. Die deutsche Arbeiter klasse war hier von je vorbildlich. Mögen die nächsten Wahlen sie auf der Höhe ihrer geschichtlichen Bedeutung zeigen! Aufruf! Nach den unheilvollen Verheerungen, welche Württemberg durch Ges witter und Ueberschwemmungen erlitten hat, find noch andere Theile unferes deutschen Vaterlandes, namentlich Schlesien und das Königreich Sachsen, Die Verwüstungen sind von einer gleichen Heimsuchung betroffen worden. ganz außergewöhnlich groß, und die Besorgniß vor neuen Gefahren ist nicht unberechtigt. Mag sich die Hilfe, welche der Wohlthätigkeitsfinn unserer Mitbürger ben Unglücklichen zu leisten nie ermüdet, in diesem Falle ebenso start bethätigen. Die Unterzeichneten sind zu einem Komitee zusammengetreten, welches Betträge für alle von dem Unheil betroffenen Landestheile in Deutschland zu sammeln beabsichtigt. Beiträge werden angenommen von ber stäbt. Hauptstiftungstaffe, Rathhaus, Bimmer 25( Zentralftelle), von den städtischen Sparkassen- Annahmestellen, von den Zeitungsredaktionen, welche sich zur Annahme, behufs Ab führung an die Zentralstelle bereit erklären, von der Mehrzahl der hiesigen Banken und Bankfirmen, von dem Zentralbureau des Königl. Polizeipräsidiums, Portal III, Zimmer 161, 1 Tr. Spenden von Kleidungsstücken, Wirthschaftsgegenständen 2c. werden von dem Verein der Berliner Spebiteure tostenfrei abgeholt und ebenfo nach den Stationen der Ueberschwemmungsgebiete fpedirt. Anmeldungen sind an den Vorsitzenden dieses Vereins, königlichen Kommerzienrath und Handelsrichter Herrn Emil Jacob, Holzmarktstr. 65, zu richten. Ueber die eingegangenen Beiträge wird öffentlich quittirt werden. Wegen möglichst schneller und angemessener Vertheilung der Gaben wird sich das Komitee mit den zuständigen Behörden und den örtlichen Hilfs Komitee's in Verbindung setzen. Berlin, den 14. August 1897. い E d. Arnhold, Kommerzienrath. W. Arnold, Ober: Verwaltungss Gerichtsrath. v, on Below Saleste, Mitglied des Herrenhauses. E. Beringer, Fabritant. Dr. v. Bleichröder Drchfa, Ritterguts befizer. J. Böttger, Bankdirektor. Heinrich Brunner, Geh. Justizrath, z. 8. Reftor der Universität. Chrzescinsti, kaiserl. Rea gieringsrath. Dr. v. Cuny, Geh. Justizrath und Professor der Rechte, Mitglied des Reichstags und des preuß. Abgeordnetenhauses. Freiherr v. Erffa Wernburg, fgl. Kammerherr und Mitglied des Hauses der Abgeordneten. v. Fischer, Ministerialdirektor und Bundesraths: Bevoll mächtigter. Dr. Otto v. Glasenapp, Geh. Ober- Finanzrath und Mit glied des Reichsbant- Direktoriums. Goldberger, Geh. Kommerzienrath. M. Grojs, Vorsitzender des Vereins der Württemberger. F. Grub, Dr. Gutbrod, Direktor im Reichs Juſtizamt. v. Hansemann, Geh. Kommerzienrath und Generalfonful. Dr. Harts Avis! Sonnabend, den 28. August: Großes Sommerfest mit brillanterann, Sanitätsrath. Dr. Hand, Professor und Geh. Reg.- Rath, 3. 8. Prorektor der fgl. techn. Hochschule, Charlottenburg. Dr. L. Hod, Direktor des Zoolog. Gartens. Graf Guido Hendel v. Donnersmarck- Neudeck. Herz, Geh. Kommerzienrath und Vorsitzender d. Aeltesten der Kaufmannschaft. Chr. Kraft, Erbprinz zu Hohenlohe- Dehringen, Oberst Bade zu Hause. Erittlaffige Spezialitäten ze. fgl. Dekonomierath. Extra- Borſtellung, Ball sc Möbel in jebem Stil und feber Holzart, äußerst billig, auch auf Thellzahlung. Schützenstr. 2. Ostbahn- Park Morgen und die folgenden Tage: Am Küstriner Platz Hermann Imbs. Am Küstriner Platz Ein fibeler Abend. Schweizer Garten. Täglich; Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Neu! Der Skumme und fein Affe. Ausstattungs- Ensemble. Nene Attraktions- Nummern. Kämmerer. Dr. jur. Jacobi, Profeſſor und Juſtizrath. v. Jages in ann, Großherzogl. Badischer Gesandter. Emil Jacob, Königl. kom Gr. Lager gebrauchter und verliehen merzienrath. Julius Ifaac, Königl. Kommerzienrath. Se a e m pf, [ 2287L Stadtrath. Dr. Kahl, Professor und Geh. Justizrath. v. Kardorff, gewesener Möbel. Landrath a. D. und Mitglied des Reichstages. R. Sauffmann, Gen. Bertreter d. Württembg. Metallwaarenfabrik. Kirschner, Bürgermeister. Dr. Paul Krause, Rechtsanwalt u. Notar, 2. Vizepräsident b. Hauses der Abgeordneten. Kreitling, Stadtverordneter. Dr. Kries, Geh. Regierungsrath. Krückeberg, Superintendent a. D. und Pfarrer a. d. Zionskirche. v. Kuyke, Oberst Lieutenant 3. D. 2. Kyllmann, önigl. Baurath und Stadtverordneter. Hugo Landau, kommerzien rath. Dr. Langerhans, Stadtverordneten- Vorsteher. Graf v. Lerchens feld Koefering, Königl. Bayerischer Gesandter. Gustav Manns Heimer, Kaufmanu. S. Meyer, Justizrath und Stadtverordneter. Michelet, Stadtverordneten Vorsteher Stellvertreter. Dr. D. Pflei berer, Brofeffor. Rathenan, General- Direktor der Allgemeinen Glektrizitäts- Gesellschaft. Freiherr Hugo v. Reisch a ch, Hofmarschall Kaiserin Ihrer Majestät der Friedrich. D. Rieth, Architeft. v. Schider, Gen. Konsul u. Geschäftsinhaber der Diskonto- Gesellschaft. Ministerial- Direktor und Bundesraths: Bevollmächtigter. Dr. Gustav Schmoller, Profeffor u. Mitglied des Staatsraths. E. Sch niewind tönigl. Hof: u. Domprediger. Dr. G. Siemens, Direktor der Deutschen Bant. Singer, Stadtverordneter u. Mitglied d. Reichstags. Dr. Freis herr v. So dent, Profeffor u. Pfarrer a. d. Jerusalems- Kirche. Dr. Spahn, Kommerzienrath, Vicepräsident b. Reichstags u. Mitgl. d. Hauses d. Ab geordneten. Spinola, Geh. Ober- Regierungsrath u. Direktor d. königl. Charitee, Stadtverordneter. Freiherr v. Spiz emberg, Regierungss Affeffor. Steinwand, Regierungsrath. Robert v. Stieglit, interim. fönigl. sächsischer Geschäftsträger. Freiherr v. Süßtind, Major im 4. Garde- Regiment zu Fuß. Freiherr v. Barnbüler, fönigl. württem bergischer Gesandter. Ed. Veit, Geh. Kommerzienrath. Dr. Wetna garten, Profeffor. Wiebe, Wirkt. Geh. Rath. v. Windheim, Bolizeis präsident. Wito wsti, Geh. Regierungsrath. Belle, Oberbürgermeister, Am Königsthor.( Haltestelle der Entree Sonntags 20 Bf., Sinder 10 Bf. Wochentags 10 Pf., Kinder 10 f. fide, Kommerzienrath und Mitglied des Reichstags. E. Russet, Venus auf Erden. Berdebahn) Am Friedrichshain. Otto Reutter, Mr. Rudinoff, Else Arevalo etc. etc. Staffeneröffnung 61/2 Uhr. Konzert 7 Uhr. Anf. d. Vorst. 8 Uhr. Mittwoch, den 1. September er.: Eröffnung der Neues Riesen- Programm! Ein Sport- Fest in Wusterhausen. Gr. Ausstattungs- Operetten- Burleste. Sarrajani's urkomisch dressirte Thier Familie. Ju Saale: Grosser Ball. Boltsbeluftigungen aller Art. Entree 30 Pf. Im September ist nur noch Winter Saison. Anfang 5 hr. Bollständig nenes Programm. ein Sonnabend zu vergeben. Kaffeeküche. Boltsbeluftigungen. Mittwoch: Kinder- Fest. Brauerei- Ausschank der Brauerei Stralau Oeconomie: Birkholz& Mittag. Jeden Sonntag und Donnerstag: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert der 20 Mann starken Hauskapelle. Im Saale: Grosser Ball bei gänzlich freiem Entree. Sport- und Ruderboote in gr. Auswahl stehen zur Verfügung. Kaffeeküche v. 2-7 Uhr. Volksbelustigungen jeder Art. 2 verdeckte Kegelbahnen. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Birkholz& Mittag. Berantwortlicher Redakteur: Anguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 192. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 19. Auguſt 1897. Für die Opfer der HochwasserKatastrophen find uns ferner die folgenden Beiträge zugegangen: 2194,43. Tokales. = ziemlich ironisch abgefertigt haben, so daß der Malefikant noch immer Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M. wegen fahrlässiger Körper= " Nervosität, gegen die eine Kaltwasserkur entschieden am Plaz wäre. In selbstmörderischer Absicht brachte sich gestern Morgen die Vom Kaiser Wilhelm II. Einige hiesige Blätter beschäftigen in den fünfziger Jahren stehende Wittwe eines Nittergutsbesizers Arbeiter der Vergolderei von Weber 1,25. Von der Gelbgießer sich zur Zeit mit der Frage, welche Hutweite Kaiser Wilhelm II. aus Charlottenburg, eine Frau Louise R., einen tiefen Schnitt in den Gesellenschaft 20,-. Arbeiter- Radfahrer Verein Berlin, Filiale trägt. Der zur Zeit mit der deutschen Regierung besonders bes Hals bei. Die Frau wohnte feit längerer Zeit mit ihren zum theil Norden 2,-. Steinmetz- Werkplatz von Gebr. Beidler 24,30..- E.- G., freundete Sultan der Türkei hat dem deutschen Kaiser neuerdings schon erwachsenen Kindern in der Schlüterstraße. Nach der UeberAckerstraße, Werkzeugbau 38,20. G. F. 1,-, Friz Jonas 1,50. einige recht hübsch ausgewählte Geschente zugesandt. Sie bezeugung der Staatsanwaltschaft soll sie fürzlich in einer ErbschaftsOchs 1, 4 Mitglieder des Arbeiter- Bildungsvereins Schmargen- stehen aus deutschen Kanonen, welche die Türken in früheren angelegenheit einen Falscheid geleistet haben und wurde deshalb ihre dorf 2,25. Von Segern der Buchdruckerei Schrinner 5,-. Personal Jahrhunderten auf Schlachtfeldern erbeutet und als Siegestrophäen Verhaftung angeordnet. Als nun gestern Morgen mehrere Kriminals der Firma Albert Frisch 21,-. A. Sch. 10,-. Arbeiter Unter- heimgeführt haben. Aus Paris wird einem hiesigen Blatte berichtet: beamte in der R.'schen Wohnung erschienen, um die Verhaftung vorfügungsverein in Mühlheim d. Gen. Rau 72,95. Kaiser Wilhelm soll nach einer Meldung des„ Memor. diplom." zunehmen und Frau R. von dem Grunde ihrer Anwesenheit MitSumma 200,45. Bereits quittirt 1993,98. Gesammtsumme mehreren Großmächten die Idee der Schaffung einer inter- theilung machten, ergriff diese plöglich ein Tischmesser und führte nationalen Polizei zur Ueberwachung der An- damit die That aus. Sehr schwer verletzt wurde sie in eine AnWeitere Beiträge nimmt unsere Expedition entgegen. archisten unterbreitet und sich auch schon die Zustimmung der ftalt gebracht, wo sie vernehmungsunfähig darniederliegt. Mehrheit der monarchischen Staaten gesichert haben. Ob da die inter- Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die nationale Polizei helfen kann, erscheint zweifelhaft, wenn man bedenkt, Leiche der 54 Jahre alten Dachdeckerswiitwe Luise Zinsel geb. daß vor emem guten Jahrzehnt laut amtlicher Mittheilung aus der Bernardi aus der Weydingerstr. 8. Frau Zinsel hatte hier eine kleine Schweiz bei dem von der Berliner Polizei mit 250 M. Wohnung und ernährte sich durch Abtragen in der Zentral- Marktmonatlich honorirten Polizeispitzel Schröder nicht allein eine halle. Hierbei hatte sie einen aus Dalldorf beurlaubten jüngeren Vom Sündenbabel macht man sich hier und da recht grauliche wohlgefüllte Kist mit deutschem Dyna mit gefimden wurde, sondern Mann aus der Katharinenstraße fennen gelernt, mit dem sie den Vorstellungen. Männiglich weiß, welch' unliebfames Aufsehen das daß Schröder im Jahre 1882 auch den Druck der blutrünstig Tag über viel verkehrte. Urtheil des Herrn Predigers Berlin über die Berliner anarchistischen Freiheit" mit deutschem Polizeigelde in ihrer Wohnung liegen, nachdem sie seit einigen Tagen über Dieser fand die Frau gestern todt Sittenzustände gemacht hat. Nun höre man aber das Urtheil, bezahlte. Die Spigel der internationalen Polizei werden nicht Schmerzen in der Seite geklagt hatte. das die zweite Biviltammer des taiserl. Land- viel besser sein, als die der deutschen. gerichts zu 3abern im Elsaß in einem Ehescheidungs- Prozeß Eine Gartenbau Ansstellung in neuer Auflage war am am 5. Mai d. J. verkündigt hat und das uns in der Ausfertigung Wilhelm II. und Wilhelm der Große. Am Thurm des Dienstag Abend im Apollo Theater improvifirt worden. Un vorgelegen hat. Wir schicken voraus, daß es sich dabei um eine Ehe Karlsberges bei Oliva soll ein Reliefbildniß Kaiser Wilhelms I. heimlich hohe Berge von Wundern der Bindekunst häuften sich auf handelte, die ein junger, in einem fleinen Orte wohnender Mann angebracht werden. Der Kaifer hat dazu die Genehmigung ertheilt, der Bühne, als der Vorhang zum hundertsten Male über Benus mit einer Berlinerin aus einer den besten Ständen angehörenden nur hat er gleichzeitig die Inschrift geändert. Diefelbe lautete ur- auf Erden" niedergegangen war, und immer noch famen Familie eingegangen war. Die Ehe wurde jedoch nach kurzer Dauer sprünglich:" Dem Kaiser Wilhelm I"; iegt lautet sie:„ Raiser geschäftige Leute mit neuen Sträußen, Kränzen und Körben herangeschieden. In den Urtheilsgründen des Ehescheidungs- Erkenntnisses Wilhelm dem Großen widmet diese Tafel die Gemeinde Oliva." gerückt. Frägt man, was denn los war, daß nicht allein das heißt es wörtlich:" Schon im allgemeinen mußte doch der Be Religion ist Privatsache. Mit diesem Grundsatz soll es nach Theater, sondern auch ein gut theil der Blumenläden in der flagte bei seiner Verheirathung sich darüber klar sein, daß er sich der Zeit" in Widerspruch stehen, daß wir das Schwänzen des Re- Friedrichstraße vorzeitig die Kaffe unter der Parole„ ausverkauft" mit einem Mädchen aus der Großstadt verheirathe, daß also ligionsunterrichts als ein Zeichen der Intelligenz bei den Fort- chließen mußten, so wird man billig staunen, ob der Kunde, daß seine Frau in Anschauungen und Verkehrsformen aufgewachsen sei, bildungsschülern aufgefrischt haben. Ist es etwa fein Zeichen von alle die überschwenglichen Huldigungen, die sich sogar bis zu werden und mit den herkömmlichen Begriffen von Privatsache sein muß und am allerwenigsten etwas mit einem Königin welche notorisch als lagere und freiere angesehen Intelligenz, wenn die Lehrlinge sich schon sagen, daß die Religion filbernen Lorbeerkränzen hinauf verfliegen, nicht irgend einer von Trapezunt galten, sondern einem einfachen, jungfräulicher Ehrbarkeit und Zucht oft in wider praktischen Unterricht zu thun haben sollte, der einzig bestimmt ist, etwas bläßlichen Mann im schwarzen Frack, der biss spruch stehen. So ist denn auch der Inhalt des Poesiebuches ihnen für spätere Jahre das Fortkommen in der Welt zu erleichtern? her als Kapellmeister des Theaters schlicht und recht seines ohne Zweifel ein moralisch sehr bedenklicher, insbesondere beweisen Die Beit" will doch nicht gar den frommen Augenausschlag als Amtes gewaltet hatte und nun im Begriffe stand, in gleicher Eigendie Korrespondenz über das Heirathsgesuch und das bereits zitirte eines der Mittel im sozialen Wettbewerb angewendet wissen? schaft nach Paris abzudampfen. Allerdings ist Herr Lincke im Gedicht eine starke Dofis Frivolität, allein der Beklagte mit einem„ fließenden Straßenbrand" hatte sich vorgestern mit den kleinen Knirpfen aufnehmen kann, die jetzt das so Nebenamte auch noch Komponist, und zwar einer, der es immerhin durfte nicht voraussehen, daß die Klägerin eine löbliche Ausnahme von der allgemeinen Regel Nachmittag die Feuerwehr zu beschäftigen. Ein auf einem Roll- schon sehr defekte Neich der Operette vollends verwüsten. fein werde." In welchen Kreisen der Berliner Gesellschaft, fo wagen, welcher den Weinbergsweg passirte, befindliches Spiritusfaß Manches luftige Musikstück hat er geschaffen und wenn einige fragt die Woff. 3tg.", der wir diese Mittheilung entnehmen, muß war leck geworden und die Flüssigkeit ergoß sich, ohne daß der feiner Melodien, wie der„ Schaffner, lieber Schaffner" eine der Verfasser dieses Urtheils und die II. Zivilkammer in Babern Kutscher hiervon etwas bemerkte, auf die Straße. Ein leider nicht etwas weitgehende Popularität" erlangt haben, so muß man beüberhaupt wohl ihre Kenntniß über Berliner Sittenzustände ge- ermittelter Baffant machte sich nun das Vergnügen, den aus denken, daß der Vater nicht in jedem Falle für die Rüdigkeit fammelt haben, und was sagen die Berliner Kollegen, die selbst gelaufenen Spiritus zu entzünden. In wenigen Augenblicken leckte feines Kindes verantwortlich gemacht werden kann. Derartige Töchter haben, zu diesem Urtheil? die Flamme an dem Wagen empor und setzte das Faß in Brand, Sünden sind ja auch von dem Komponisten durch manches liebliche Das Zentralkomitee für die durch Unwetter Geschädigten welches bei der nun folgenden Explosion sofort auseinandergerissen Melodiengefüge in der„ Venus" wieder gut gemacht worden. Berlin Deutschlands hat unter Borsiz des Oberbürgermeisters Belle die wurde. Der brennende Spiritus ergoß sich auf den Straßendamm hat nun also einen populären Komponisten weniger, und das mag Bertheilung der bewilligten 100 000 m. und die Bewilligung von und floß den abschüssigen Fahrweg entlang dem Rosenthaler Thore im Apollo- Theater schon die Begeisterung begreiflich machen. Alle noch 100 000 M. genehmigt. Ein Antrag wegen Aushändigung von zu. Die sofort alarmirte Feuerwehr hinderte eine Weiterentwickelung aber, vom Leiermann bis zur Operettendiva, die bisher das Gold Sammelbüchsen wurde abgelehnt. Der Antrag auf Abordnung von konnte erst nach längerem Bemühen durch Aufwerfen von Sand er- daß ja auch von den Folies Bergères ein Weg nach hier führt. des Feuers dadurch, daß sie einen Erddamm zog. Das Feuer selbst des Herrn Lincke in Kleingeld umsetzten, mögen sich damit trösten, Delegirten aus dem Bentralkomitee in die betroffenen Gegenden zur stickt werden. Natürlich war der Verkehr durch den Weinbergsweg Einziehung von Informationen ist mit der Modifikation genehmigt worden, daß nicht nur Mitglieder des Zentralfomitee's, sondern auch für einige Zeit gestört. andere Personen, welche der gefchäftsführende Ausschuß für geeignet erachtet, als Delegirte entfendet werden sollen, um eine einheitliche Organisation und Information zu schaffen. Die Hauskollekte wurde gleichfalls genehmigt. " Da die Staats- Eisenbahnverwaltung jezt die für die Ueberschwemmten eingehenden Sendungen frei befördert, so hat der Vorfizende der Berliner Spediteure, Herr Kommerzienrath Jacob, sich erboten, da er nun die Frachtkosten spart, die Verpackung auf seine Roften zu bewirken. " Der Fernsprechverkehr mit Stadthagen ist eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt 1 M. an der Park- Allee und fiel an der Stelle, wo der kommandirende Hauptmann stand, taum einen Meter von ihm zu Boden. Die Detonationen wurden noch in Nieder- Schöneweide, Rigdorf und im Osten von Berlin vernommen. Aus den Nachbarorten. Sozialdemokratischen Arbeiter- Bildungsverein 3 werden hierdurch auf Adlershof und Umgegend. Die Mitglieder des hiesigen die hent, Donnerstag, abends 82 Uhr, im Lokal von Scheer zu Köpenick stattfindende Vereinsversammlung aufmerksam gemacht. Genosse Massats ch wird über Aberglaube und seine Entstehungsursache" referiren. Recht rege Betheiligung und Agitation für diese Versammlung wird den Parteigenossen zur Pflicht gemacht. Der Vorstand. Eine Sprengung von eisernen Streben, welche vollständig freilagen und infolgedessen ohne Benutzung von Bohrlöchern befeitigt werden mußten, haben die Mannschaften der Garde- Pioniere in Treptow auszuführen gehabt. Auf dem Terrain der Thurmbahn im ehemaligen Vergnügungspark befanden sich 64 je drei Meter lange und anderthalb Boll starte Eisenstreben, welche bis 1 Meter Um ein gefahrlofes Ein- und Aussteigen des Publikums in tief unter Grundwasser eingelassen waren. Alle bisherigen Ver- Nachmittag in der Kolonie Hirschgarten bei Köpenick der Einen Mordversuch und Selbstmord verübte am Dienstag die Wagen der Stadt, Ring- und Vorortzüge zu sichern, fuche, die Streben durch Arbeiter entfernen zu lassen, waren verift seinerzeit von der Eisenbahn- Verwaltung die praktische Einrichtung geblich und so wurde die Hilfe der Garde- Pioniere in Anspruch 48 jährige Werkmeister Kirsch aus Pankow, Brehmestr. 55 wohnhaft. getroffen worden, daß auf den Stationen rechts neben den Geleisen genommen. Die sämmtlichen Streben wurden mit je 3 Patronen, in glücklichsten Verhältnissen. Erst vor einem Jahre entstanden R. ist seit 20 Jahren verheirathet. Er lebte mit feiner Frau bisher Mertpfähle für die Lokomotivführer angebracht sind, welche einen gemischten Sprengstoff enthielten, versehen, derdamit sie genau sehen, wo sie nach der wechselnden Länge ihres gestalt, daß die Patronen in gleichmäßiger Höhe zwischen den Gatten Meinungsverschiedenheiten, die sich immer mehr Buges zu halten haben. Auf diesen Merfpfählen steht in den Eisenstangen etwa 10 Bentimeter über dem Wasserspiegel be- uspizten und schließlich dahinführten, daß sich das Ehepaar trennte. deutlich lesbarer Schrift: Halt bei 8, bei 9, 10, 11 oder feftigt wurden. In Rücksicht auf die außerordentliche Gefahr für Frau K. zog mit ihrer aus erster Ehe stammenden Tochter zu ihrer 12 Wagen", oder es find nur die entsprechenden Bahlen die Umgebung fand die Sprengung schon früh um 5 Uhr statt. Die Schwester, einer Frau Elbert, welche in der Kolonie Hirschgarten 8, 9, 10, 11, 12 angegeben. Bei dieser genauen Angabe Wirkung war eine gewaltige. Die Streben wurden durch die riesige Bersuche gemacht, sich mit seiner Frau zu einigen, doch vergeblich. eine Sommerwohnung innehatte. Wiederholt hatte der Werkmeister der Saltepunkte sollte es faum möglich sein, daß die Züge in die Explosionskraft auseinandergerissen, und Stücke von 40-50 Pfund Gestern Nachmittag begab sich K. nach der Kolonie Hirschgarten, um Stationen zu weit oder nicht weit genug hineinfahren. Trogdem über 15 Meter weit fortgeschleudert. Un vielen Stellen wat das kommt dies auf den meisten Stationen fast täglich vor, so daß die Eisen durch den Luftdruck buchstäblich gepreßt worden. Lose umher- ihrer Schwester und Tochter auf einem Spaziergang begriffen war, nochmals einen Einigungsversuch anzustellen. Frau R., welche mit Fahrgäste der ersten oder letzten Wagen, besonders aber aus diesem, liegende Steine und Bretter wurden durch den Luftdruck empor- traf den Werkmeister in der Nähe der nach dem Bahnhof führenden vor oder hinter der Bahnsteiganrampung aussteigen gehoben und weit fortgeschleudert. Ein großer Stein flog bis nach müssen, d. h. gezwungen sind, auf den nicht erhöhten Boden oft Prowenade. Frau R. verhielt sich auch jetzt den Bitten ihres Gatten mehr als einen Meter tief hinabzuspringen. Schon gegenüber ablehnend und bezeichnete ein ferneres Zusammenleben wiederholt haben Fahrgäste hierdurch Unfälle erlitten, wie z. B. erst mit ihm als unmöglich. Plötzlich und unvermittelt zog Kirsch einen Revolver hervor und gab zunächst einen Schuß auf seine Gattin vor ganz kurzem eine ältere Frau dabei zu Falle gekommen ist und ab, welche, in den Unterleib getroffen, sofort zusammenbrach. Zwei einen Beinbruch davongetragen hat. Die Leiche des Knaben Willy Schulz aus Berlin, der bei dem weitere Schüsse, auf die Tochter und Frau E. gerichtet, verfehlten Die Firma Simens u. Halske beabsichtigt eine weitere Dampferunglück in Dresden ertrant, wurde, wie aus Dresden ihr Ziel. Dann setzte der Mörder sich die Waffe gegen die Schläfe elektrische Stadtbahn hierselbst herzustellen und hat dazu gemeldet wird, vorgestern Abend in Coppa in der Elbe aufgefunden. und jagte sich eine Kugel in den Kopf, ehe noch von dem nahen die vorläufige grundsätzliche Genehmigung der städtischen Behörden nachgesucht. Diese Stadtbahn soll im Anschluß an die im Bau be= Durch eine Spiritusexplosion ist am Dienstag Abend um Bahnhofs Restaurant hinzukommende Personen dies verhindern griffene am Potsdamer Platz endigende elektrische Stadtbahn 7/2 Uhr auf dem Stettiner Babuhofe der 30 Jahre alte Klempner fonnten. Die Kugel drang in das Gehirn und führte den augenEs handelt sich um die blicklichen Tod herbei. Die schwer verletzte Frau, deren Zustand parallel zur Leipzigerstraße Berlin vom Westen nach Osten durchqueren Julius Ruppert schwer verunglückt. und längs der Spree ihre Fortsetzung bis in den Often der Explosion einer Spirituslampe, die in dem Augenblicke erfolgte, als jedoch glücklicherweise nicht hoffnungslos ist, wurde nach der Charitee Stadt finden. Diefelbe foll sich vom Potsdamer Platz aus Ruppert die Lampe anzünden wollte. Die Ursache des Unfalles gebracht. Dieselbe soll sich vom Potsdamer Platz aus fonnte noch nicht bestimmt ermittelt werden. Der Verunglückte, der als Unterpflasterbahn unter der Voß- und Mohrenstraße Der Billetfchaffuer Paul Hoffmann, der in der Nacht zum entlang bis zum Hausvogtei Plaz in der Veteranenftr. 8 wohnt, wurde mit schweren Verlegungen an 12. d. M. in Groß- Besten von einem Zuge überfahren und getödtet hinziehen und von hier ab aus der Untergrundbahn in eine Hochbahn aufsteigen, welche den verschiedenen Körpertheilen in ein Krankenhaus gebracht, nach- worden ist, wurde bereits am Freitag, den 13., abends 6 Uhr, auf den Spittelmarkt überschreitet und sich längs der Spree vorläufig dem er auf der Unfallstation in der Eichendorffstraße einen Noth Beranlaffung des Ortsvorstehers zu Klein- Beften beerdigt. Hiergegen wollen die Anverwandten des H. Beschwerde beim Landrathsamt bis zur Schillingsbrücke fortbewegt. Den diesbezüglichen Entwurf verband erhalten hatte. hat die Firma gleichzeitig dem königl. Polizeipräsidium mit dem Die Arbeiterfrau Ida Hille, Waldemarstr. 38 wohnhaft, erheben, weil ohne jede Veranlassung die Beerdigung zu früh erfolgr Antrage unterbreitet, zunächst wie dies in den Ausführungs. stürzte sich gestern Vormittag, wie uns mitgetheilt wird, nach einem sei. Auch soll$. unter Formalitäten beerdigt sein, die nach Ansicht anweisungen nach dem Zusatz über Kleinbahnen vorgesehen ist, Streit mit ihrem Ehemann aus dem Fenster ihrer im dritten Stock der nächsten Anverwandten nicht zu billigen sind. Die Frau des Vers unter Befürwortung der in Rede stehenden Bahn hinsichtlich ihrer gelegenen Wohnung in den Hof hinab. Die Unglückliche erlitt einen unglückten, die während des Unglücksfalles vom Orte abwesend war, Dringlichkeit und Nothwendigkeit die grundsägliche Ent- Bruch beider Unterschenkel sowie einen Schädelbruch und wurde kehrte am 14. August nach Klein- Besten zurück und stand vor der vollendeten Thatsache, daß ihr Mann beerdigt war. Die Kinder, die schließung des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten herbei- mittels Krankenwagens in ein Krankenhaus gebracht. genau wußten, daß die Mutter am Sonnabend nach Hause zurückzuführen. kehren werde, baten den Ortsvorsteher mit der Beerdigung zu warten. Dies Verlangen lehnte indeffen der letztere ab. Er erschien mit Erdarbeitern, die direkt von der Arbeitsstätte requirirt waren und nahm die Beerdigung vor, indem er zu den Kindern äußerte: wer mit will der mag kommen. Auch andere Personen, darunter höhere Bahnbeamte, haben ihre Verwunderung über das seltsame Benehmen des Ortsvorstehers ausgesprochen. Es bleibt nun abzuwarten, was das Landrathsamt in dieser Sache thun wird. 19 M Nach Spandau gebracht wurde am Dienstag durch einen Die Große Berliner Pferdeeisenbahn- Gesellschaft hat jetzt Sergeanten und einen Unteroffizier der Tambour Heste von der dem Magistrat die Projekte für die Einrichtung der nachbezeichneten 3. Kompagnie des Garde- Füfilierregiments. Heste war betrunken zu beiden Linien für den elektrischen Betrieb und zwar I. der Linie einer dienstlichen Trommelprobe gekommen und hat dem Regiments: Schöneberg Spittelmarkt- Alexanderplatz und II. der Linie tambour, der ihm deshalb Vorhaltungen machte, mit beleidigenden Demminerstraße Alexanderplat- Morigplatz- Kreuzberg zur Ge- Redensarten geantwortet. Für diesen leichtsinnigen Streich ist der nehmigung unterbreitet. Für die Linie unter I. ist a) von ihrem Arme jetzt zu Festungsgefängniß verurtheilt worden. Ausgangspunkt in Schöneberg( Ebersstraße) bis zur Südseite der Das Polizeipräsidium theilt mit: Am 18. b. M. wurde auf d. Kreuzung der Bülowstraße mit der Potsdamerstraße Obers leitungsbetrieb, b) von dort bis zum Spittelmarkt( Beuth dem Kartoffelfelde an der Prenzlauer Allee in der Nähe des SteuerEine Berliner Falschmünzerbande hat am Dienstag Spandau flraße) Akkumulatorenbetrieb und c) vom Spittelmarkt hauses ein neugeborenes, lebendes, ca. 2 Tage altes Kind weiblichen heimgesucht. Es waren drei Männer, wovon der eine es über= bis zum Endpunkt am Alexanderplatz und Königsgraben Ober Geschlechts, eingewickelt in ein leinenes Frauenhemd und das Futter nommen hatte, das falsche Geld, durchweg Thalerstücke, untereines grünen Frauenrockes aufgefunden. Diejenigen Per- zubringen. Während seine Genossen draußen warteten, begab er Ieitungsbetrieb, für die Linie II. durchweg Ober- fonen, welche Angaben über die Mutter des ausgesetzten sich in Läden und Schanklokale, wo er Kleinigkeiten für 10 oder Leitungsbetrieb beabsichtigt. Kindes machen können, wollen in den Vormittags- 20 Pf. taufte; jedesmal gab er einen Thaler in Zahlung und erhielt Mit der Einstellung von Nichtraucherwagen III. Klaffe auf stunden im Polizeipräsidium, 2. Stock, Zimmer 325, melden. fleines Geld heraus. Auf der Straße übergab er den Genossen die Bimmer 325, melden. der Stadtbahn ist nunmehr begonnen worden. Gegenwärtig befinden Anfangs Mai d. J. hat ein unbekannt gebliebener Mann in einem kleinen Münzen und nahm wieder neue Falschstücke in Empfang. Ein fich 60 derartige Wagen im Betriebe. Botal in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße einen paar Geschäftsinhaber hatten nachträglich die Thaler als falsche Der Vorstand der Aerztekammer für Berlin Brandenburg, fleinen, grauleinenen Handkoffer in Aufbewahrung gegeben und erkannt und sich auf die Suche nach den Falschmünzern gemacht. so lesen wir, soll sich durch eine medizinische Zeitschrift beleidigt ge- bisher nicht abgeholt. Reyterer enthält neben anderer Wäsche und Es gelang, den Verbreiter der falschen Thalerstücke in der Schönfühlt haben. Nach langer Berathung entschloß er sich, bei dem Kleidungsstücken 17 Taschentücher gezeichnet M. K. Der unbekannte walderstraße zu treffen, als er eben einen Bigarrenladen verlassen Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg eine Audienz zu Eigenthümer wolle sich in den Vormittagsstunden von 9-12 Uhr hatte. Er wurde verhaftet; seine Gefährten find aber entkommen. erbitten, um anzufragen, was man gegen den Redakteur der betreffen- im Zimmer 37 des Polizeipräsidiums melden. Der bekannte Heil- Der Verhaftete gab sich für den Bäcker und Handelsmann Frih den Zeitschrift machen solle. Herr v. Achenbach soll die Deputation tünstler Richard Mohrmann ist auf grund eines Ersuchens der Franke, Berlin, Elisabethstraße 12b, aus. An falschen Thalern, die eine verschwommene Prägung aufweisen und aus Blet gefertigt find, hatte er noch zwei bei sich; er behauptet, fie im Kartenspiel von Unbekannten erhalten zu haben. Die Namen feiner Begleiter will er nicht kennen. Wichtig für Arbeiter! Briefkasten der Redaktion. Weller Prognofe file Donnerstag, den 19. August 1897. Arbeitsvermittelung für Stellmacher. In der gestrigen Nummer der Bewölkung und Gewitterregen; nachher aufklarend und etwas Warm und schwül bei mäßigen füdwestlichen Winden, zunehmen. unferes Blattes ist bereits mitgetheilt: die Adresse des Arbeitsvermittlers tst Elfafferstr. 9 nicht 3. Berliner Wetterbureau, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Reinickendorf! Soeben erschien im Verlage der Morgen, Freitag, abends 8%, Uhr, bei Cohn, Beuthftr. 20/21 I.: abends 81 Uhr, in Böttcher's See Buchhandlung Vorwärts Berlin Arbeiter Notiz kalender 1898. 17 Bogen hl. 8%. In Calico gebunden 60 Pfg., Porto 10 Pfg. Inhaltsverzeichnis: Kalendarium und Geschichtskalender. Reichstagswahlgefek und Reglement. Praktische Winke zur Wahlrechtsausübung. Ergebnis der lehten Reichstagswahlen( fortgeführt bis zu ben legten Nachwablen mit Angabe der gewählten Abgeordneten und der in febem Wahltreise auf jede einzelne Partet abgegebenen Stimmenzahl, sowie des Prozentsages der fozialdemokratischen Stimmenzahl für jeden Wahlkreis). Wachsthum der Sozialdemokratie feit Busammenſegung und Befugniffe des Stetchstags. Adressen 1871. 1 fäntmtlicher deutscher Gewerkschaftsorganisationen und sämmtlicher Fabrikinspektoren unter genauer Angabe bes Inspektionsbezirtes. Rechte und Pflichten der gewerblichen Arbeiter; Schutzbestimmungen für Minderjährige Sonnabend, den 21. August 1897, park( ft. Saal), Martstr. 1-2. Oeffentliche Versammlung Sigung der Ortsverwaltung 292/8 und der Werkstatt- Kontrollkommission. d. Verein zur Wahrung der Intereffen der Gaft- und Schankwirthe Berlind und Umgegend. Freitag, den 20. Angust er., nachmittags 5% Uhr, beim Kollegen Kühne in Weissensee, Mölterstr. 20: AF Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Friz Witte über: Die Schmugfonkurrenz im Gastwirthsgewerbe." 2. Disfuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Berschiedenes und Bereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch ersucht 4. und Arbeiterinnen. Was ist beim Ar- cour 1 better unpfändbar? Unterftligung der Familienangehörigen der zu Uebungen Ginberufenen. Post, Telegramm- und Backettarif für In- und Ausland. Militärausgaben seit 1872, Wachsthum der Reichsschulden fett 1870; wieviel Binfen wir für Reichsschulden ſeit 1874 zahlten. Erste Hilfe bei Unglücksfällen. Wissenswerthe Kleinigkeiten. Wochen- Ginnahme- u. Ausgabe- Tabellen. Notiz- Kalendarium für jeden Tag. Bir können den überaus reichhaltigen Kalender, der gerade für die nächstjährigen Wahlen ein unentbehrliches Nachschlagebuch ist und Lager bag buffer cogen,& ent licher Fabrikinspektoren, Gewert schaftsorganisationen und die populäre Darlegung Stadthagens über Rechte und Pflichten der Arbeiter für alle Arbeiterkreise an praktischem Werth gewonnen hat, allen Arbeitern bestens empfehlen. Möbel verliehen gewesene und nene, ftaunend billig, Theilzahlung gestattet. 69/10 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Magen- und Lungenleiden. 2 öffentliche Vorträge vom prakt. Naturheilkundigen Grundmann am Donnerstag, den 19. August, Andreasftr. 21 und Freitag, den 20. August, Admiralftr. 18 c, abends 81 hr. Diefe Borträge werden mit Lichtbildern, welche die Entstehung, Heilung und Verhütung veranschaulichen, im dunklen Saal erklärt. 23552* Gäste, Frauen u. Männer willkommen. Eintritt 15 Pf. Der Vorstand des Vereins für Körper und Naturheilkunde. Fernsprecher- Amt IV, 447. Einsegnungs- Anzüge in glatten Kammgarn, Satin, Diagonal- und [ 23622*] Euchstoffen, 1 und 2 reihig von 12-24 M. M. Schulmeister, er Dresdenerstr. 4 Schneider: Meister, Bitte genau auf die Firma zu achten. am Rott: Bufer.Th. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Wie stärken wir unfere Organisation?( Referent wird in der Versammlung befannt gemacht.) 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 102/4 Der Einberufer. Tobes Anzeige. Allen Genossen, Kollegen, Freunden u. Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schlosser IM Oskar Ludwig pröglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag Nachm. 51% Uhr von der Leichenhalle des St. Pauls firchhofes( Seestraße) aus statt.( 23631 Die trauernde Wittwe n. Kindern. Danksagung. tühler. Von der Reise zurück. Zahn- Arzt Ritter, Zuzug von Formern, Kernmachern n. Maschinenformern Kommandantenstr. 30. nach der Firma Rössemann& Vereinsbrauerei- Ausschank. Großes Gala- Kinderfest Heute Donnerstag: mit den größten Ueberraschungen. Entree 15 Pf., Rinder 10 Pf., wofür 1 Boos 1. Stoclaterne gratis. 746 M. Berndt, Detonom. Empfehle mein Weiß- u. Vairisch: Bier Lokal, franz. Billard allen meinen Freunden und Genossen und bitte um geneigten Zuspruch. 786 Wilhelm Gerlach, Pallisadenstr. 46. Achtung, Vereine! Gr. Simmer, 60 Perf., mit ff. ftrument, mehrere Abende frei, darunter Freitag, ebenso ein Bimmer für ca. 20 Perf. alle Tage frei. R. Augustin, Kastanien- Allee 11. anf 786 * Kühnemann ist streng fernznhatten. Achtung, Holzarbeiter! Zuzug fernhalten von Drechslern und Tischlern von Engel, Demminerftr. 5, Voigt& Faulmann, Alt Moabit. Die Ortsverwaltung 292/7 Junger Parteigenosse ( 21 Jahre alt), tüchtiger Stenograph, bisher 2 Jahre als Lotalreporter und Korrettor an liberalem Provinzblatt in Univ. Stadt thätig gewesen, wünscht iu verändern und am liebsten an größerem Partei oder Gewerksch.- Bl. zivecs Ausbildung einzutreten. Ginfritt fann 1. Oftober oder ev. später erfolgen. Geft. Offert. unt. M. L. 500 postlagernd Greifswald( Pommern). 826 Dirigent für Dienstag fucht Arbeiter- Gefang verein. Adreffen erb. Barutherstr. 9, ich hiermit allen Berwandten und Be 4 Tr. bei Scharmacher. tannten, dem Holzarbeiter Verband, Arbeiter Gefangverein fucht der Zahlstelle 2, den Fabriken von Zur Einsegnung empfehle ich schwarze Dirigenten für Dienstag. Schriftliche Equis, Schmanzig, Cojewsti meinen Cachemire, Crepp u. gentufierte Stoffe. Offerten bei Lemke, Faldenftemherzlichsten Dank aus. 776 Mickenau, Refterh. Sorauerftr.30 p. ftraße 17. Für die vielen Bewetse herzlichfter Theilnahme, sowie die kostbaren Kranz spenden bei ber Beerdigung meines lieben Mannes Paul Beyer spreche Wwe. Auguste Beyer geb. Kühn. Wedding- Park Müllerstraße 178. Gr. Garten- Lokalitäten, verdeckte Sommer- Kegelbahnen, Franz. Billards, Beluftigungen aller Art. Kaffeeküche täglich geöffnet. Jeden Donnerstag: Johannisbeerwein Bahn- Atelier. Gr. 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Franke, Alte Jafobfir. 16. nimmt die Erp. entgegen. 115312 91 425 602 722 33 883 51 110058 81 113 240 55 483 93 117047 59 70 112 47 375 622 725 807 922 33 118090 125 828 746 65[ 150] 910 89 119221 77 710 926 120219 85 311 25 471 538 79 92 663 93 121042 121 80 209 551 688 90 801 910 66 122417 518 600 44 70 736 43 816 1123044 270 302 7 514 97 746 973 90 124381 412 513 52[ 150] 644 70 711 834[ 300] 960 80 125219 829( 150) 85 496 584 758 91 935 78 86 126811 40 48 566 604 16 850 127109 99 202 44[ 150] 432 67 524 721 51 832 61 948 55[ 1500] 128182 290 813 425 576 646 987 120003 88 144 56 216 847 442 545 56 606 945 130018 184 279 816 727 59 900 25 181097 185 98 225 67 308[ 200] 418 576 616 19 88 998 132090 107 81 95 237 409 91 520 133077 78 160 289 650.88 746 826 134044 61 189 269 304 18 85 475 82 855 135251 366 409 61 845 51 136148 258 723 37 839 61 137138 324 404 46 586 759 69 71[ 500] 86 803 30 87 970 138050 274 78 354 409 88 525 681 811 83 139082 187[ 150] 232 312 488 576 787 51 811 41 906 82 140052 882 410 38[ 200] 62 555 97 709 879 955 71 141267 592 630 58 89 748 50 60 68 832 142288 819 529 78[ 150] 750 69 963[ 150] 93 143187 248 89 99 5022 72[ 150] 95 822 51( 200) 144196 226 58 458 660 728 [ 150] 856 145256 89 380 413 81 91 563 630 817 968 74 98 146024 80 367 650 728 986 147025 357 420 544 62 75[ 150] 741 148071 184[ 150] 90 239 343 98 699 720 60 856 149024 217 464 538 607 69 877 974 best 150243 57 379 685 71 752 965 151232 65 91 632 152036 96 144 483 527 32 747[ 150] 837 923 55 81 91 153335 517( 200) 685 716 804 85 930 56[ 300] 68[ 150] 154107 431 44 662[ 150] 766 966 155066 85 113 247 496 686 824[ 150] 90 909 98 156185 486 905 157079 158299 [ 150] 142 59 269 303 501 686 765 95 804 89 820 430 83 94 569 726 952 159034 109 222 704[ 150] 807 994 99 160020 23 52 92 323 24 444 515 728 935[ 150] 91 161122 242 393 518 28 82 656 713 162248 501 679 832 930 92 163149 265 701 840 929 65 164107 268 546 55 755[ 150] 967 165059 126 93 315 50 62[ 200] 462 532 643 62 892 94 166028 71 198 227 32 78 468 90 601 713 57 904 20 57[ 150] 107094 316 90 597 757 812 81 168013 40 150 586 785 53 812 918 39 169086 217 579 678 981 91 170065 75 125 90 338[ 150] 477 502 79 85 651 874 907 171021 38 226 38 356 417 511[ 200] 40 646 743 918 65 172019 133 61 475 648 82 751 838 173033 260 836 68 85 402 784 174148 205 18 99 675 781 878 175202 473 752 904 170031 101 213 311 23 42 412[ 1500] 61 586 610 20 49 807[ 300] 67 81 177157 61 282 723 893 97 947 96 178025( 150] 82 141 337 66 624 89 783[ 150] 821 179147 51 223 351 454 512 87 787 180105 21 98 284 346 88 674 841 68 911 181046 89 104 467 653 828 96 182131 338 48 581 787 826 956 90 183022 62 108 452 62 95[ 150] 513 36 607 38 777 941 184418 53 527 720 25 857 940 185035 60 69 81 90 160 260 308 501 660 63 712 186015 22 44 48 201 518 53 608 729 823 971 187195 842 409 518 15 681 707 890 188008 42 114 52 510 96 628 48 189010 68 158 201 419 83 61 856 918 91 190135 514 70 667 736 875 95 971 191251 816 53 471 558 99 652 768 846 79 192138 52 96 401 50 664 719 806 52 906 193117 88 282 509 668 783 922 194023 75 314 80 443 578 90 699 739 73 888 195064 157 257[ 150] 78 875 409 526 95[ 200] 700 51[ 150] 899 985 196019 183 238 83 403 92 502 623 743 76 920 40 197058 63[ 150] 118 273 97 699 876 79 980[ 200] 198090 98 167 98 233 47 724 26 856 969 199032 149 97-201 55 566 605 772 92[ 150] 200040 246 586 636 48 819 987 201129 45 250 358 555 721 52.96 846 914 202294 398 519 60 772 208109 47 95 264 384 548 836 204045 78 98 201 18 49 432 37[ 150] 577 613 46 700 29 87 91 877 205013 16 77 815 612 60 781 96 200112 222 571 618 784 878 984 207206 509 24 40 67 647 88 772 935 208082 831 512 86 671 724 47 818 946 50 75 209416 500[ 150] 95 97 640 702 29 803 210094 172 252 94 545 600 62 822 211051 545 [ 200] 633 752 212821 48 488 570( 150) 685 788 98 213062 228 309 548 54 57 662 314071 448 66 72 648 786 814 65 906 74 215098 349 698 754 898 938 68 216004[ 150] 25 292 856 90 572 684 823 88 914 70 [ 1500] 217178 810 536 68 621 48 820 218033 45 61 127 84 65 83 245 72 727 219286 61 363 615 97 799 801 16 34 920 55 88[ 150] 220091 188 99 257 413 526 30 76 634 56 712 801 16 70 918 221005 322 404 555 662 67 744 818 86 941 61 222045 277 810 13 60 417 556 805 63 923 51 223494 565 661 705 895 948 52 79 221232 72 96 593 749 51 52 225083 208 52 825 76 442 100130 298 321 31 91 562 667 870 101075 118 722 809 11 51 64 79 955 82 102227 44 467 775 954 96 103001 30 36 663 746 67 86 91 104282 92 851 542 71 604 864 811 957( 200) 105107 33 65 200 74 399 607 90 948 61 106466[ 150] 663 819 85 107117 19 [ 150] 27 271 326 493 716 99 909 87 93 108067 209 358 608 89 857 942 109057 163 822 438 559 719 55 883 914 110399 676 706 111469 561 694 714 856 112033 42 227 68 308 417 558[ 150] 72 812 30 72 982 118017 99 112 75 86 374 99 410 64 607 29 986 114121 249 854 Berantwortlicher diedakteur: Auguft Jacobey in Bertin. Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 10 000 M au 3000 Mt. 2 au 1500 Mt., 6 au 500 Mr. 3. Ziehung b. 2. Klaffe 197. Kal. Preuß. Lotterie. 111036 364 529 659 769 895 985 Biehung vom 18. Auguft 1897, Nachmittags. Nur die Gewinne über 110 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 18 222 29 65 91 328 37 452 651 721 955 1058 238 68 426 626 76 860[ 150] 2018 241 348 486 534 86 697 817 909 14 88 3012 102 5 306 473 581 82 618 868 979 4287 97 810 429 80 60 542 675 92 5155 357 452 634 707 39 884 62 6031 98 375 408 728 52 7036[ 200] 167 431 44 90 589 612 81 878 959 97 8092 232 70 306 15 19 422 515 682 927 40[ 200] 9022 31 33 198 280 376 562 607 73 94 701 811 69 962 10030 98 196 792 805 900 35 11094 238 371 85 455 511 684 882 12086[ 150] 124 83[ 150] 886 400 18 520 994 18150 802 38 428 39 577 645 702 12 95 864 978 [ 200] 95 14066 102 28[ 150] 54 98 822 407 46 88 519 45 683 97 827 15067 246 305[ 150] 51 434 97 555 606 69 969 16098 135 217 544 762 883 87 917 76 17017 48 484 78 594 765 88 807[ 800] 18065 92 103 84 66 318 76 91 682 792 887 960 10120 578 690 838 57 20118 247 466 550 790 813 19 77 917 21018 882 915 19 27 53 64 22018 108 21 499 619 847 77 23000 175 201 365( 200) 488 526 752 859 996 24009 55 178 387 430 647 743 836 914 25017 561 92 96 677 725 27 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