Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Sonnabend, 18. September 1920 Nummer 390» Morgen-Ausgabe «ffROttt*«rföirtn» morgrn« mit»adiwIMag«, Buimta« im» SRontog« imt . iL®ct»c,u,»pRi» brtrSgt Sri frdtr ZZ-st-llu», ht« Hau» fSr®iofe«®(Tlln 10,— M. tot osrant zahlbar, von fcn Spedition fettft abgeholt 8,80 M. Für Past» b«ptg oehntett lämiUcht Poflattfial!-n Sffttlltmgfn nttgegnt. Unter etxetfbaiib oezogen für Deottchlc ad nitb OeftenriA l«,» JB.. für bat übrige»u.Iartb 21,50 M. ptlü glich Vawia-Auffchlag, per Brie, für Deotlchlaob trab Oesterreich 30,— SB. •pMMMm onb SS eTl.( l®«U« CS,«ntte« tröste 8.» Me«chtfefoattetie SlonpareinezeHe ober beten N artin kostet 5,— SR. etnschNestNH »eoetitrtg»Mfchlag.»leine«N, eigen; Do, ieitgebmchte Wort 2,— W., lebe» wette» Wort 1,80 M., einschliesjlich Teucrungezufchlog. Lonfenbe Anzeigen laut Torts. FonttlietuSlnzeigen unb Siellrn.Sesuche 3,20 M. netto pro Zeile. SieHeneDefneb» tat Wort-Sinzeigen: ba, fettgebnttSue Wort 1,50 M., jebes wettere Wort 1,— SB- 2646, 461« 4603, 4665, 4649, 4M. $erRh(T-Oqftm bw Vnobfiättßlffeti 30)ialönnoFtat{p Stcutfififctnöss An die deutsche Arbeiterschaft! Der Krieg Palen« gegen Rußland geht weiter. Also ist e« auch weiter Sure Aufgabe, jeden neutralitätswid, »igen Iransport von Waffen und Munition, der Deutschland passiert, anzuhalten. Die Neutralität Deutschlands muh strengstens gewahrt bleiben. Auch Tran». parte für die heimlichen Organisationen der Reaktion(Ein- wohnerwchr, Orgcsch usw.) sind festzuhalten, mag es sich um grohe Sendungen oder um kleine Waffen- und Munition»- mengen handeln. Die Transportkontrolle wird auf der Visenbahn durch die Eisenbahner, in den Häfen durch die Transport« a r b e i t- r ausgeübt, überall im Einvernehmen mit den von den gewerkschaftlichen und politischen Organisationen der Arbeiter eingesetzten Kommissionen, die hinter den Visen. bahnern und Transportarbeiter» stehen. Dies« haben jeden Neutralität»- und gesetzwidrigen Transport festzuhalten. Di« gesamte übrige Arbeiterschaft hat dafür zu sorgen, datz die zu beanstandenden Transporte garnicht erst der Eisenbahn zum Transport übergeben werden. Arbeiter! Saht Euch durch nicht« irremachen! Schützt weiter und noch schärfer als bisher die Neutralität Deutschland»! Bekämpft weiter und noch energischer al« bis- her die Bewaffnung der Reaktion! Nicht« it-fed ieRegierung.nuraufSuchfelbst verlatzt Euch und haltet überall dieAugen auf! Für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbnnd: Graßmann. Für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands: Wel». Für die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschland»: Roseufeld. Für den Deutschen Eisenbahner-Berband: Brauner. Für den Deutsche» Transportarbeiter-Berband: Bender. Für de» Eisenbahn'Betrieb»rat: Mutz. Reaktionäre Umtriebe in Bayern Aus Bayern, dem Orgesch-Lande, kommen wieder Nach- richten, die auf eine Verstärkung der monarchistischen, konter- revolutionären Bewegung hinweisen. Diese Bewegung geht fand in Hand mit der mit französischer Hilfe betriebenen oslösungsbewegung vom Reiche. Der„Täglichen Rundschau" wird darüber von unterrichteter Seite berichtet: „Organisiert wird die separistische Bewegung durch die politische Propagandaabteilung beim französischen Mi- n i st e r p r ä s i d i u m. die sich„Union d'expanston nationale" nennt. Der französische Gesandte in München. Dard, hat bedeu- tende Kredite zur Verfügung erhalten und hofft Unterstützung zu finden. Die Mitglieder der französischen Militärmission in München haben vom französischen Ministerpräsidium geheime Instruktionen zur Organisierung von Propaganda- Mittelpunkten im bayerischen Hochadel und im bayerischen Bürgertum erhalten. Bestimmte Salons in München sollen diesem Zwecke dienstbar gemacht werden. Zur Erreichung ihres Zieles spielen die fftanzosen die s p a r t a k i st i- s ch e Gefahr in Norddeutschland aus. Sie hoffen damit durch- zusetzen, daß der Adel und ein Teil der Bürger und mittleren Grundbesitzer Bayerns derTrennungvomReiche zustimmen und sich mit einer militärischen Besetzung durch Frankreich zur Verteidigung gegen den Bolschewismus ein- verstanden erklären. Man will dann unter französischem Protektorat einen unabhängigen F ö d e r a t i v st a a t er- richten, dem Bayern mit Franken, die Pfalz, die Rheinlande und Luxemburg, vielleicht auch Oesterreich angehören würden. Zur ..Belohnung" soll der Anteil Bayerns an der deutschen Kriegs- schuld bedeutend herabgemindert werden." Aus den weiteren Mitteilungen der„T. R." ist noch her- vorzuheben, daß die Träger dieser Propaganda eine Anzahl hochfeudaler Herrschaften(Gräfin Hollerstein und Sohn, Baronin Stackelberg u. a.) sind, die mit dem französischen und russischen Adel versippt und verschwägert sind und so- wohl mit dem Chef der französischen Propaganda in der Schweiz, Graf Martinprey, wie mit dem Eenralstab Wrangels in enger Fühlung stehen. Es ist also das alte bekannte Bild: der durch keine nationalen Interessen be- schwerte internationale Feudaladel im Dienste der internationalen Reaktion, der mit heuchlerischen Worten über die Wahrung der„heiligsten nationalen Güter" im Jnter- esse seiner Machteryaltung bereit ist, ärgsten Landes- verrat zu begehen und gemeinsam mit dem gestern bis aufs Messer bekämpften„Erbfeind" die Interessen des Volkes zu verraten. In der Richtung dieser landesverräterischen Politik der Reaktion liegt all das. was in den letzten Monaten die Politik Bayerns kennzeichnete: das immer frechere Treiben der Regierung Kahr, die Konzentration aller Führer der militärischen Konterrevolution in Bayern, der Ausbau der Orgesch, die ihr Netz von Bayern aus über da sganze Reich spannt, endlich das behördliche Bestreben, sich die französische Erlaubnis zur Erhaltung der Einwohnerwehren zu verschaffen. Die offiziöse Korrespondenz Hoffmann berichtet darüber: „Die„Bayerische S t a a t s z e i t u n g" übernimmt eine Meldung der Pariser„Humanite", wonach der General von Mftj, der militärische Adlatus des französischen Gesandten in München erklärt habe, daß die französische Regierung gegen den Fortbestand der bayerischen wehren nichts einzuwenden habe." Da-— der Cinwohner- Cilt« als )a die„Bayerische Staatszeitung" als amtliches Organ Regierung diese Meldung kommentarlos wiedergibt, erscheint das Einverständnis der Regierung Kahr mit den Franzosen sehr naheliegend. Roch bemerkenswerter aber ist die Meldung, die der„Vorwärts" an leitender Stelle wiedergibt: „Die sozialdemokratisch« Partei in Bayern erhielt von»er- schieden«« Seiten aus einer Reih« von Einwohner» wehre» die Mitteilung, dah anlätzlich des in München— 25. September stattfindenden Landesschietzens de« «ohnerwehren Bayern» der Kronprinz Rupprecht König in Bayern ausgerufen werden solle. Es sei Vorsorge getrosten worden, datzdieReichswehrkeinerleiSchwie» rigkeiten bereiten werde." Diese Meldung ist die logische Konsequenz der oben geschilderten reaktionären Treibereien in Bayern. leitet vom Hochadel, genährt von den Franzose auf die Einwohnerwehren und die Orgesch-Leute,»ey» wie monarchistische Gegenrevolution in Bayern geradewegs auf ihr Ziel los— um selbst um den Preis der Zereitzung Deutsch- lands— einen Stützpunkt für die Vernichtung der Republik und die Aufrichtung der Monarchie im Deutschen Reiche zu schaffen. Herr von Kahr spricht Bamberg. 17. September. Anlätzlich der Landestagung der Bayerischen Volkspartei in Bamberg hat Ministerpräsident von Kahr eine längere Rede gehalten, in der er u. a. ausführte: Innere und äutzere Feinde, vor allem auch Feinde de» Reichs sind emsig an der Minierarbeit, immer wieder den Teufel der Felonie und der s e p a r a- t i st i s ch e n Bestrebungen Bayerns an die Wand zu malen. Wenn ich dazu ein Wort sagen darf, so kann es zunächst nur die Wieder- holung meines freudigenundrückhaltlosenBekennt- nisses zum einigen Deutschen Reiche sein, wie ich es bereits an anderer Stelle abgelegt habe. Wir wollen gute Bayern und gute Deutsche sein, in guten wie in bösen Tagen. Ebenso fest, wie meine Treue zum Reich steht auch meine Ueberzeugung, dah das Reich nur föderalistisch sein kann, oder es ist überhaupt nicht. Föderalismus ist nicht gleichbedeutend mit Partikularismus und bedeutet keine Schwächung des Reiches. Wir verlangen den föde- ralistischen Aufbau des Reiibes in oN-e.rv.e o!»!» v--1- Die Einheit der Gewerkschaften Von Richard Seidel., Das Bekenntnis zur Zerstörung der Eewerkschafisinter» nationale und zur Spaltung der Gewerkschaften ist der wich- tiaste Inhalt des Weiten Artikels von Richard Müller. Wahrend er den Willen zum Kampf gegen die Amsterdamer Internationale mit dem Ziel ihrer Zerstörung offen bekun- det, fügt er allerdings hinzu, er vermöge nicht zu g l a u b e«, datz daraus eine Spaltung der nationalen Organisationen ent könne. guter Glaube"— oder böser Wille— sie glauben deichseln zu können. Wer die Entwicklung der Eewerkschafts- bewegung der Welt in den letzten Jahren n n v o r e i n- genommen beobachtet hat, der wird erkennen, datz ihre Wirkungsmöglichkeiten mehr und mehr abhängig waren von' der Stärke ihrer internationalen Verbindungen. Gerade für die wichtigsten Arbeiterkategorien trifft das am meisten zu. Man betrachte die auherordentlich weittragenden Be- fchlüsse des internationalen Bergarbeiter- kongrefses in Genf. Kein einziger dieser Beschlüsse ist durchführbar in nationalem Rahmen, sie alle erfordern inni- ges Zusammenwirken der Bergarbeiter aller Länder. Reh- men wir nun den Fall, es gelänge, den deutschen Berg- arbeiterverband für die dritte Internationale zu gewinnen. so würde das seine Loslösung vom Zentrum seiner Kraft, von der geschlossenen Bergarbeiterinternationale und— vor allem— von der englischen Berg- arbeiterbewegung bedeuten. Glaubt Müller, e» werde gelingen, die englischen Bergarbeiter davon zu über- zeugen, datz der alte S m i l l i e ein„Gelber" ist, den ma« ausstohen müsse, um den deutschen Bergarbeitern zur drittens Internationale folgen zu können? Over nimmt er an. datz diejenigen deutschen Bergarbeiter, die mit einer Zerstörung ihrer Internationale nicht einverstanden sind, einer solche«! Entwicklung rubig und tatenlos zuschauen werden? Sie mühten sofort einen neuen deutschen Verband gründen, um wiederum Verbindung mit den matzgebenden Kohlenländern der Welt zu suchen. Dann wären allerdings sie, die„Oppor- tunisten", die Urheber der Spaltung, wird man antworten. Selbst wenn das richtig wäre, was ich noch bestreite, so wäre es ein billiger Triumph, der die Tatsache der Spal- tung nicht aus der Welt zu schaffen vermag. Es kommt! auch gar nicht darauf an, wer schließlich den letzten An-! n � e.-___----- p.-.i---- Augenblick im Zweifel, da stärker sein wird, als der diese innere Logst l a u b e Müllers. der Dinge jen, als die Form, und gibt zu verstehen, daß die Form! zerschlagen werden könne, wenn Ziel und Wesen der Be- wegung, wie die Kommunisten beides auffassen, leiden. Das ''' �............ der bestreiten könne.« stellt als die Notwendig-� . fes". So gedreht ist da«! eine Verschiebung der Frage. Nicht um Organisation?-. formen handelt es sich, sondern um die Einheit der Organisationen. Daß das zwei unendlich verschiedene Dinge sind, wird jedermann zugeben, dem es nicht darauf c.u-' kommt, mir und den Genossen, die gleicher Meinung etwas zu u n t e r st e l l«n.~........ Im übrigen bleibt zu beweisen,' proletarischen Klassenkampfes sein kann. Mir steht allerdings die Einheit der Bewegung, nicht ihre Form,' außerordentlich hoch. Der sehr einsichtigen Veme.»- kung S i n o w j e w s, die Müller zitiert, stimme ich des-! wegen vollkommen zu, nur finde ich, daß sie in den Forderun- gen und Leitsätzen der Kommunisten leider keine praktische Anwendung gefunden hat. s Müller beruft sich auf unser Aktionsprogramm und erklärt danach, zur Eroberung der politischen Macht bedürfe das Pro- lettltirit hör nnfitirrftoie Mnri-oi 11 n h hör rtiotnortf/ti-ti—..--«.! ,.— 7„vi,-v/v......„ur die Sorge für das Reich in Bayern wieder lebendiger ist, und datz das Reich in Bayern seine besten und treuesten Söhne hat. Wer etwas anderes behauptet, sagt die Unwahrheit, und Unwahr- heit bleibt Unwahrheit, auch wenn man sie recht oft wiederholt. Es widerstrebt uns, auf derartige Fälschungen immer wieder die Reickstreue der bayerischen Regierung zu versichern. Unter an- ständigen Menschen genügt das Manneswort. Von Wichtigkeit aber ist, wie der Außenminister des Reiches mir wiederholt und noch in allerjüngster Zeit versichert hat, datz er auf die Reichstreue der bayerischen Regierung rückhaltlos vertraue. Die sinnisch-russischen Friedensverhandlungen sind wese'st- lichen beendet. Die finnländi.che Delegation ist der Anstcht, vag die Unterzeichnung des Friedensvertrages in allernächster oeir stattfinden müsse. W- V,-- I»v*rlb WV14.V weder die U. S. P. noch die dritte Internationale„etwas tu tun haben".. � � Ist man aber davon uberzeugt, daß man zur Eroberung der politischen Macht, also zur erfolgreichen Führung en'--' heidendex politischer Kampfe die Parteß und die Gewerk» haften braucht, so muß man entweder die Gewerkschaften o nehmen wie sie s i n.d oder man muß in der Tut. die politischen Kämpfe vertagen,„bis die Gewerkschaften ro- volutionär geworden sind", was Müller mit Recht ablehnt.' Die Frage ist also, wie kann das revolutionäre Proletariat- die Gewerkschaften in den Dienst des Klassenkampfes stellen?� Kann das geschehen, indem„kommunistische Zellen" angetan werden, die sich der Organisationsleitung„bemächtigen'» sollen? Bewegt sich diese Arbeit in den Bahnen der bisherigen. Perrevolutionierung her Gewerkschaften„von innen heraus', wogegen ich oewitz mchts einzuwenden Hab«, so ist das ein langer Prozeß, auf den man. wie Müller sagt, nicht warten kann. Führt di« ZellenMldung zur Loslosung einzelner Gruppen, was ich fürchte, so wird der Einfluß der revolutionären Gewerkschafter auf die organisierten Massen nur ge- rinaer und das Ziel rückt in weitere Ferne. Also bleibt für meinen einfachen Verstand nur eins. Wir haben als Einzelne die Pflicht, den Revolutionierungeprozeß energisch fortzusetzen, die Partei des revolutionären Pro- letariats aber mutz in kritischer politischer Situation an die Leitung der Gewerkschaften herantreten und sie zum gemeinsamen Handeln auffordern. Ist die Situation ersolgver- sprechend und das Proletariat in revolutionärer Bei dann r Pflicht■ Dann hat man erstens wohl oder übel mit den Eewerk- schaften„etwas zu tun", und zweitens mutz man sie dann „als gleichberechtigte Faktoren zur Führung politischer Kämpfe anerkennen", denn wenn die Eewerk, chaften mit gleicher Verantwortung mittun sollen, so werden sie auch gleiches Recht zur Mitbestimmung fordern. Verweigern wir ihnen das, so geben wir ihnen mir einen— vielleicht erwünschten— Grund, allein oder gar nicht zu han- dein. An der Geschicklichkeit und politischen Begabung der Parteiführer wird es liegen, daß sie in der gemein- samen Leitung die geistig« Führung behalten. Haben wir dieses Ziel im Auge, so haben wir auch die Pflicht, die Ee- werkschaften mit aller Macht vor der Gefahr der Spaltung zu bewahren, denn was ist mit Organisationssplittern noch anzufangen. mo uno oas Proierariat m revolutionärer Bewegung, ist es keiner Gewerkschaftsleitung möglich, sich dieser � zu entziehen, mag sie Legten oder Müller heißen. Lernt das„Opportunismus" ist, wie mir Müller nachsagt, so will ich gern ein Opportunist sein. Weitz ich doch. Mtz reoolutionäre M als e n b e w e g u n g e n nur auf diese Art möglich sind. Will man dagegen den Putsch der kleinen energischen Minderheit, der uns in Deutschland schon einige Niederlagen eingetragen hat. so soll man es anders machen. Rur diese Alternative ist möglich. Zur Rätefrage übergehend, sagt Müller, er habe nie d i e Räte über die Partei stellen wollen, nur das Räte- system sei ein„überparre"" ellen rteiliches Gebilde". W> Das verstünde ich nicht zu trennen. Wenn ich nicht sehr irre, so wird doch das Rätesystem durch die Räte gebildet. Wenn aber, er- klärt Müller weiter, bei Gelegenheit des Äapp-Putsches fefordert worden sei, die Entscheidung sei in die Hände der Vollversammlung der Räte zu legen,.dann legten wir sie damit de facto in die Hände der Partei, da ja diese durch ihre Funktionäre die Volloersammlung beherrscht. Wenn der Genosse Seidel darin den Versuch erblickt,„die Partei ins Echlepotau der Räte zu nehmen", so kann das höchstens auf die oberen Parteiinstanzen zutreffen, die es ver- säumten, die praktischen Konsequenzen aus unserem Aktions- Programm zu ziehen." Bisher wurde die Partei allerdings repräsentiert durch die „oberen Parteiinstanzen". Und die Anhänger der Bedin- gungen und Orgaittsatious f o r m e n der dritten Internat io- nale sollten am wenigsten etwas gegen �Instanzen" sagen, denn gerade durch die Anerkennung der Moskauer Formeln würden das Jnstanzenwese» und die Instanzenmacht zu neuer, unerhörter Blüte geführt worden. Im übrigen kann ich mir aus dem Geständnis Müllers nur folgenden Vers machen: Glauben wir, die Räte in der Hand zu haben, und pstzt uns die Haltung der Parteileitung nicht, so fordern wir ins Recht der Entscheidung für die RSr«. Im anderen Falle �Verden wir die Räte gerne durch die Partei„geistig beHerr- schen und leiten" lassen. Eine gleiche Taktik kann ich mir gegenüber den Gewerkschaften vorstellen: Solange uns die Gewerkschaften nicht behagen, sind wir für eine selbständige Räteorganisation, weil wir hoffen dürfen, sie in die Hand zu bekommen. Haben wir uns aber der Gewerkschaften„be- mächtigt", so können wir auch umgekehrt, falls etwa die selbständigen Räte uns nicht zu willen sein sollten. Da« wäre die Konsequenz der Taktik, die Müller im Falle des itimation für nternationale jBWfMGBWWBW Glück zu ihrem Zuwachs. Die englischen Kohlenarbeiter Es ist möglich, datz der Konflikt im englischen Kohlenberg- bau, falls es wirklicki zum Streik kommt, auch allgemein« wirtschaftliche und politische Bedeutung gewinnt. Di« gegen- wärtigen Forderungen der Bergarbeiter sind wirtschaftlicher Ratur. Sie verlangen eine Lohnerhöhung, die den Kosten der Lebenshaltung entspricht, und gleichzeitig eine Verbilli- aung der Hausbrandkohle. Sie fühlen sich zu diesem Ver- langen um so mehr berechtigt, als im Kohlenbergbau unge- heure Gewinne erzielt worden sind und weiter erzielt wer- den. Die Regierung, mit der verhandelt wird, da sie den Kohlenbergbau noch kontrolliert, vertritt den Standpunkt. datz die Lohnfragen einem Schiedsgericht zu unterbreiten find. Dagegen lehnt sie dt« Verdilliaung der Hausbrand- kohle mit der Begründung ab, datz darüber nur sie selbst und das Parlament entscheiden könne, da es sich dabei um eine Angelegenheit der Allgemeinheit handle, Es mutz also damit S-rechnet werden, datz am 25. September der Streit der Bergarbeiter einsetzt. Per Arbeiterdreibund steht hinter dem Vorgehen der Bergleute, d. h. die Bergarbeiter sind der w: kräftigen Unterstützung der wichtigsten englischen Gewerkschaften sicher, und das ist ein starker Rückhalt. Auf der andern Seit« sam- melt jedoch auch das Kapital seine Kräfte. Die Unter- ' nohmerverdände haben bereits erklärt, datz sie in diesem .Winter„den Trade Unionismu» zerschmettern wollen", und a« ist anzunehmen, datz die Regierung Lloyd Georaes sich zwar öffentlich nicht mit diesem Ziele identifiziert, daß sie aber innerlich ganz mit ihm einverstanden ist und den Unter- nehmern keine Schwierigkeiten bereiten wird. Vielleicht hofft Lloyd George, datz sich im Verlauf eines solchen Riesen- i rampfes die Stimmung bildet, die einer Sammlung der bür- gerlichen Parteien gegen die Arbeiterschaft günstig ist. Man spricht jetzt schon von einer möglichen Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Es kann fein, eits mehrfach versucht hat,. industrielle Kämpfe politisch auszunutzen, und datz er ernstlich bemüht sein mutz, seine politische Stellung zu stärken. Cr und seine Partei hoffen vielleicht in doopeltcr Weise von den «ine große Wahlagitation entfalten könnten, sie spekulieren weiter auf di« Verärgerung weiter Schichten der Niitte'.klasie, vor allem auch der Frauen, die am unmittelbarsten di« Be- gleiterscheinugen und Folgen«inee allgemeinen Berg- arheiterausstandes spüren würden, und sie spielen vielleicht auch mit der Idee, im geeigneten Moment als Vermittler aufzutreten und sich so die Sympathien der llnaufgeklärten sichern zu können. Wie es auch sein mag, die englische Arbeiterschaft steht vor den schwersten Kämpfen, und sie bedarf der Unterstützung von allen Seiten. Nicht nur der Bergbau kämpft, andere In- dustrien kündigen ebenfalls Kämpfe an, wie z. B. das Trans- portgewerbe. Aber auch ohne diese gleichzeitig nebeneinander verlaufenden Auseinandersetzungen ist es klar, datz ein all- gemeiner Bergarbeiterstreik von längerer Dauer das gesamte Wirtschaftsleben brach legen mutz, und datz Tausendc und Abertausende in den Kampf hineingezogen werden, ob sie nun wollen oder nicht. Die Verhandlungen HR. London, 17. September. In der Konferenz mit den Vertretern der Bergarbeiter hat Sir Robert Hörne darauf hingewiesen, datz er in dieser Frage als Vertreter der Oeffcntltchkeit auftrete und datz er die verlangte Lohnerhöhung nicht zubilligen könne, weil er sich davon überzeicht habe, datz eine derartige Erhöhung nicht berechtigt fei. In diesem Zusammenhange sei die Frage der Produktion von größtem Gewicht. Die Forderung nach einer LohnerhWung soll jetzt einem unparteiischen Schiedsgericht überwiesen werden. Bevor dies bewilligt, wird eine Vermehrung der Grzeu- gnng aber notwendigerweise eine Erhöhung der Löhne und ein« Herabsetzung des Steinkohlenpreise» zur Folg« haben. Was aber den Verkaufspreis der Kohle betrifft, kann nicht» anderes be- lassen werden, als was bereits geschehen ist. Hörne wiederholte nen Vorschlag, datz die Bergarbeiter und die Bergwerksbesitzer die Frage der Konsolidierung der er Lohnberechnung im Verhältnis en. ilhret der Bergarbeiter, hat mit Rachdruck die Wichtigkeit der Tolsache betont, datz die Bergarbeiter die?! o t- wendigkeit der Vermehrung der Erzeugung an- erkennen mühten. Die Zeitungen sagen zu dieser Erklärung, datz dies«inen grohen Schritt nach vorwärts bedeute. Brace sagt« weiter, datz er zum ersten Male die Bergwerksföderation auffor- der«, all« Hilfsmittel zu gebranchen. über die sie verfügt, und zwar zuerst in einer Konferenz mit den Bergwerksbefitzern, in der über die Ursache der verminderten Erzeugung beraten werden soll, zwei- wolle er alles tun, um einen Weg anzubahnen, auf welchem tens wolle et alles tun. um einen Weg anzuvaynxn, auf web. di« Nation die Steinkohlen erhalten solle, die sie nötig' hat. Er drang darauf, daß mit Rik» ficht auf diesen Umstand die Forderung der Lohnerhöhung sofort bewilligt wird. Seinen Anregungen wurde jedoch nicht Folge gegeben und man debat- tierie hierüber als die Konferenz bereits vertagt wurde. London, 16. September.(Reuter.) Der Bollzugsausschutz der Bergardeiter hat den ganze« Tag mit Hörne, de« Präsidenten des Handelsamtv, berate«. Di« Aussichten auf ein« friedliche Regelung haben sich de- trächtlich gebessert. Die Konferenz hat sich bis morgen vertagt. zusammenkommen sollten, um Löhne auf der Grundlage einer Lohnberechnung zu Erzeugung zu besprc 8 r a c e. einer der � Tschechische Gewerkschaftsvertreter in Berlin Die gewerkschaftliche Delegation der tschechisch-slowakische» Re- publik befindet sich augenblicklich auf der Dnrchreise nach Ruh- land in Berlin. In Ruhland will die Delegation die Wirtschaft- lichen und politischen Zustände studieren. Die Delegation besteht aus den Genossen Jakob Polach für die Textilarbeiter, Adal- bert Du»der für die Metallarbeiter, Karl Pitak, Krnansky, Zulws V e r c i k, Frau Josefa Seweri- n o w a. Martin Schwab und anderen. Die tschechischen Gewerkschaften zählen jetzt über 709000 Mitglieder. Di« deutschen Gewerkschaften fuhren teilweise eine separate Existenz. Orgesch in Braunschweig Räch einer Telunion-Meldung aus Braunschweig hat die dortige Einwohnerwehr nach ihrer Auflösung eine nickt uninter- «ssant« Umbildung vorgenommen. Einige ihrer Vertrauens- leute haben die Vereinigung„Selbstschutz G. in. b. H." gegründet. Die neue Vereinig--------° Und prall ische Pereinlguna S rische Angriffe zu gewähren, soweit staatlicher und stadttscher Schütz nicht ausreicht. Aufnahme findet jeder anftändlge Mann ohne Unierschied der Stellung. Religion, Rasse und Partei. Di« Ver einigung will eine Art Freiwilligenpolizei bilden. Sie ist der IMBmm,~' Diese-..... ouBeren Gewandes._______.....„___ Zum Schutz von Eigentum und Leben ist ja die Polize'i da, und«« ist kaum darüber zu Nagen, datz zu wenig da sei. Wenn die Vereinigung der Meinung ist. datz die braunschmc.gische R« ünd ihr den Garaus machen sollte. Sie könnte sonst eines -inton �rMen.0" � dieser Organisation ihr blaue» Lloyd Georges Doppelspiel London. 16. September. Der Aktiousrat der Arbeiterpartei oeröfscntlicht ein« Erklärung über seine»«ziehungenzfl«amene». Darin heilst es, Llond Georg« selbst habe de« Rat ausgefordert, durch Kameurw auf die russisch« Regierung Ginflvtz auszuüben. Dar Rat fei zu diesem Zwecke mehrfach an«amenew heran- getreten. Dies« habe niemale«r ucht. die Politit des Rate- iü Beeinflusse«. Di« einzige Politik, die überhaupt erörtert wurde, sei di« der Sowjetregierung gewesen. Antzeedem seien di« Beztehnnge» zu Polen und die Friedenesrage im allgemeinen zur Sprach« gekommen. Dies« Erklärung des englischen Aktionsrates wirft auf die Be- Gründung Lloyd Georges für die Abreise Kamenews«in eigen- tümliche» Licht. Lloyd George lietz offiziell erklären, datz Käme- new besonders durch seine Beziehungen zu dem Aktionsrat sich der politischen Propaganda schuldig gemacht habe. Run erfährt man. datz gerade Lloyd George den Aktionsrat aufgefordert hat, durch K amenew auf die russische Regierung einzuwirken. Di« ganz« Politik Lloyd Georges, den Sowjetvertretern, wie überhaupt Ruhland gegenüber, ist nach dieser ncnesten Enthüllung «in Beweis für die Grundsatzlosigkeit, die Ka.nencw dem Korrespondenten der Frankfurter Zeitung" al, die eigent, liche Politik Lloyd Georges bezeichnet«. Die franzSfische Präsidentschafts- Kandidatur Paris, 17. September. Einer Blättennekdnaa z»kolq« wird Mi ll er and. fall« er sich weigern sollte, für den Pröfloentenposten zu kandidieren, den Rat geben, alle Glimmen auf seinm Freund I» n n a r j unter NuZschlnß aller auderm Kandidaten zu»eretntge». 9er Rbgeerdnete Doussand hat die Borfitzenden der Parteien tu einer 6 mg eingeladen, in der man sich über die Wahl eine» Kandidaten für Sit Piedcabstimmung einigen soll. Einberufu-� Kammer Paris. 17. September. Ter Ministerrat hat beschlossen, das Parlament zar Gnigegennahme der Mitteilung der Demission DeSchanels zu« nächste» Dier-Stag«inzubcinfen. Beilegung des Breslauer Konflikts Breslau,<7. September. JB.?. B. meldet: Das französische Konsulat wird i« den nächsten Tagen seine Tätiqkeft wieder ausnehmen Der ver- «inbarte militärische Akt vor dem Konsulat ist heute ohne Störnng bei ausgezeichneter Haltung der Trupps vor sich gegangen. Die russische Arbeiterdelegation w Hamburg TU. Hamburg, 17. September. Die russische Delegation, die sich seither in Ehriftiania aus« gehalten'wt. ist heut« morgen mit dem russischen Dampfer ,.Ro- i botnik" über Bergen kommend in Hamburg eingetroffen. Di« Delegation besteht aus 15 Mitgliedern, welche die Arbeiter- »erhältnisse in Deutschland studieren soll. Bon diesen 15 Ätitglie» der» sollen 4 bis 5 Personen die R e i s e e r l a u b n i s für das innere Deutschland besitzen, klebe» di« Einreisccrlaubnis für die übrige« Mitglieder der Delegation sind Berhandlunge« rm Gange. Die Stellung der Organisationen Mecklenburg In zwei gut besuchten Versammlungen nahmen die Rostock er Mitglieder der 11.®. P D. ein Referat«nd Korreferat über die Frage des Anschlusses an Moskau entgegen. Nach auegiebigsier Diskussion wurde dieiolpendeRefolution e i n st i m m igangenominen: .Die OrtSgivppe R o ft o ck der U. S. P. D. hält den Z.llpunkt kür gelowmen, den Anschloß an die 3. Internationale zu vollziehen. Die Versammlung stellt sich auf den Boden der MoStauer Bedingungen. Zur Gtärkvng der v. Internationale«nd Beschleunigung der Welt- revolutio» wird der sofortige Anschloß gefordert." Aehniichs Beschlüsse haben die Ortsgruppen G oldderg»nd G t r« l t tz-> l t gefaßt. Generalversammlung der Kölner Parteigenosse» In zwei Generalversammlungen beschäftigte« sich die Liliier Partei- geuofle» mit der Frage der International« und de» vom Mos- kaue, Kongreß vorgelegten Bedingungen. Mit erdrückender Mehrheit wurde folgende Resolution angenommen: den MMmWWWWWWWU.. WWWWj verlangte« Bedingungen an. Sie erwartet, daß jedes einzelne Mit- glied der Partei sich entscheid«, ob eS gewillt ist. alle die Konsequenzen auf ssch zu nehme», die der Beitritt zur». Kommunistische» Jnter- national« zur Folge hat. Nnr wer grundsätzlich die Leitsätze anerkeujtt, deren Folgerungen in den 21 Bedingungen zum Ausdruck kommen, hat ein Anrecht. Mitglied unserer Partei zu sei». Die Partei muß in Auknoft«tt einheitliche» Richtlinien und organisatorisch straff zenlralifiert«arschteteu. Verschiedene grnndsStzliche Auffassungen innerhalb der Partei, die de» SommlungSprozeß des geiamten deutschen Proletariats erschweren, well sie de« Gegner« dos' zu deren Verwirrnugiarbeit innerhalb der Arbeitermassen liesern. darf e» in Zukunft nicht«ehr geben. Ebenso muß die Takill de? Kampfes unserer Partei eine einheitliche sei». Wir erklären unS für den Zusammenschluß der kl. C. P. mit der K. P. D. zur Bildung einer großen revolutionären Masscnpartei in Deutschland, da? be- sonders, da»uS von der 8. P. D. grundsätzlich»tchlS mehr trennt. Di« Generalversammlung fordert den Anschluß an die S. Kommu- mfttfch« Internationale." Aus den Berliner Parteiorganisationen 12. Distrikt In einer Versammlung de» 1». Distrikts sprachen am Donners- tag Genossin Anna Geyer für und Genosse Sei del gegen den stmvuüm....... gefähr 50 Stimmen, für folgende Resolution: „Die Generalversammlung des 13. Distrikts erkennt dt« Be- dingungen zur Aufnahm« in die 8. Znternationale grund-i s ä tz l i ch an und fordert di« ll. S. P. auf, sofort den A n s ch l u tz an die kammunistisch« International« zu vollziehen. Die Seneralversammlung ist der Ueberzeuaung, daß die Welt- revolutio» nur durch den Zusammenschluh aller revo- lutionären Kraft« in einer Znternationale der Tat sieg- reich zum Abschluß gebracht werden kann" 12. Distrikt Der 1k. Distrikt nahm am 11. September im Moabiter Stadt- theater in gut besuchter Versammlung Stellung zur dritten Jnter- nationale. Beide Referenten, Genosse Dittmann sowie Ge- noss« M a l z a h n ernteten großen Beifall. Zur Diskussion hatten »soviel Genosse» gemeioel, datz die Veriammlung nicht zu Ende ührt werden konnte. Da Genosse Dittmann erst wieder am SK. September frei ist. muhte di« Versammlung bis dahin pertagt werden. Di« Fortsetzung der Verlammluna' findet nun am 28. September, abends 7 Uhr, im Moabit«» Stadtheater statt 1«. Distrikt Die Mitglieder des 10. Dlltritts nahmen in zwei anfeinander- folgenden Bersamnllungen Stellung zu der Frage des An- lchlufses an die 8. International«. An die Reserate des Genossen Eichhorn und de» Korreferente«, Genossen Emil Barth, schloß sich«ine«noge.dehntö Diskussion. Nach dem Schlußwort der Referenten wurde die nachstehende Resolution mit übergroßer Mehrheit angenommen: Di« in den Germaniasülen tagende, außerordentliche General« Di« in den Germantasalen tagende,,___... Versammlung des 16. Distrikts beschließt: Die vom 2. Kongreß der kommunistischen Znternationale aufgestellten Bedingungen und Thesen werden grundsätzlich an«akannt. Sie sind "...... flir Umi' aufgestellten Bedingungen dt« unerlätzlichen Vorbedingungen für Umgestaltung unserer Partei zu einer wahrhaft revolutionären Klass«nlampfpar«ei. zm Hinblick darauf, daß die Situation in Deutschland, wie auch Beschleunigung zu vollziehen. Für den national« Akttonen durch die Entwicklung der l, daß tnter- _____.... singe erforderlich werden, bevor der Anschluß endgültig vollzogen ist, ist die Parteileitung verpflichtet, so zu handeln, al» ob st« bereits angeschlossen ist. Des«eitere« wurde gegen wenige Stimmen eine Resolution angenommen, di« aus» schärfste die Handlung de» Genossen D i t t° mann betr. der Artikel in der.Lsteihett" verurteilt. 11. Distrikt. Heute Sonnabend, abend» 6 Uhr. finden in samt- ltche»~ statt. abholen, Spedition, Gothenstr. 40. Mandatsniederlegung. Der sozialbemokrotische Abgeordnete Sossmann-Psaft de? frützere bayerisch« Mytsterprästbent, legte fit» Sanbtaggmandat nieder. I Schulrevolution Cnt Schzeck» dich Weörus an die Eltern und Lehrer der Kinder des Proletariats. Bon Z o h. B r o e s e. roar von jeher das Aschenbrödel der preutzt- ichen llnterrichtsverwaltung. Auch die Revolution hat sie aus vleser Magdstellung nicht befreit. Das Ziel jahrzehntelanger xampse— die Arbeits- und weltliche Einheitsschule— in ver Reichsverfassung liegt sie„verankert". Dort ruht sie wohl- geborgen, gleich einer versunkenen Glocke in der Soerrzone oer Spcrrparagraphen.(Siehe Artikel 146, Abs. 2 und Ar- 174.) _ Doch dem Freistaate Preußen erscheinen selbst die heurigen Zustande auf dem Gebiete des Bolksschulwesens noch zu rosig. Er ist drauf und dran, der preußischen Bollsschule einen neuen Meilenstein auf ihrem Leidenswege zu setzeil. Denn nichts andere» bewirkt der„Entwurf eines Gesetzes betr. das Dien steinkommen der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Volks- 'chulen", wenn er von der preußischen Landesversamm- wng in der ihr vorliegenden Fassung angenommen wird. Dieser Entwurf regelt die Aufbringung der Kosten der Tchuluntcrhaltung uird Lehrerbesoldung. Die Zahlung der persönlichen Schullasten übernimmt die Landrs'chulllasse. Sie erliält die erforderlichen Geldmittel durch Etaatsbeiträge sBesoldungsbeiträge), durch Echulverbands-(Schulgemeiude-) �ertrage und etwaige eigene Einnahmen. Bon diesen so ver- emnahmten Beiträgen zahlt die Landesschulkasse an die Ge- Meinden lSchuloerbände): 1. für jedes schulpflichtige Kind ohne Rücksicht auf die vorhandenen Schulstellen ein Beschu- wngsgeld von 100 M., 2. einen Beitrag als Staatsbeitrag wr jcde Lehrerstelle. Damit würde der Staat ungefähr drei viertel der persönlichen Schullasten der Schulverbändc tragen. Die Bestimmungen über den Beitrag zu den Lehrerstellen bilden die Fußangel des Entwurfes. Der Staat zahlt nämlich seine Beitrage nur für so viel Lehrerstellen, als die Gesamt- schülerzahl des Schulverbandes durch 60 dividiert ergibt. Auf je 60Kinder soll also eine Lehrkraft entfallen. Haben Gemeinden für je 40 Kinder eine Lehrerstelle eingerichtet, so haben sie für ein Drittel ihrer Lehrerstellen die Kosten selbst aufzubringen. Dadurch werüen Gemeinden mit einem fortschrittlichen Schulwesen— und hierfür kommen nur die Städte und vor allen Dingen die Großstädte in Betracht— für ihre Fortschrittlichkeit noch be- straft. Bei der allgemeinen Finanznot der Städte wird dieser Brems- und Eparentwurf seine unheilvolle Wirkung tun: Die Lehrerstellen werden verringert, die Kinder des Prole- lariats in den Klassenräumen noch mehr zusammengepfercht werden. Der ungeheure Rückschritt, den man mit einer Kiassenfrequenz von SO Kindern unternimmt, wird offenbar an Hand der Statistik über den Stand der Klassenbesuchs- Ziffer der letzten Jahre. In Nr. 36 der„Allgemeinen Deutschen Lehrerzeitung" ver- osfentlicht der bekannte Schulreformer Tews darüber folgendes Zahlenmaterial:„Schon im Jahre 1912/13 kamen auf einen Lehrer in Berlin 39,43, in Charlottenburg 38,22, in Magdeburg 39,03. in Berlin-Wilmersdorf 36,97, in Pots- dam 35- Volksschüler, in Breslau 44,92, in Dortmund 52,62, in Duisburg 54,58, in Neukölln 56,66, in Herne 59,12, in ! Hamburg 31,62, Lübeck 32,11, Darmstadt 34,27.— Nicht nur die Großstädte, auch die Mittel- und Kleinstädte haben kleinere Klassenfrequenzziffern als 60. Auf eine Schulstelle kommen nach der Zählung von 1911 in den Städten Kinder: in Ostpreußen 46,4, in ÄZestpreußen 52,2, in Brandenburg 45,6, in Pommern 45,3, in Posen 57,4, in Schlesien 52,6, in Sachsen 43,2, in Schleswig-Holstein 45,8, in Hannover 47,9, in Westfalen 54,1, in Hessen-Nassau 46,4, im Rheinland 53,2, im Staate durchschnittlich 49.3. Auf dem Lande kamen 1911 im Staatsdurchschnitt auf eine Schulstelle 61,5 Kinder. Viele Provinzen blieben sehr wesentlich hinter dieser Zahl zurück. 2n Schleowig-Holstein j. B. kamen nur 50 Kinder auf eine Schulstelle und auch in Pommern nicht 60(57.2). Hieraus ist ersichtlich, daß nur die kulturell rückständigen Landgemeinden mit ihrer hohen Klassenbesuchszisfer eine Förderung von Seiten des Staates erfahren, die aher in der Praris ohne Bedeutung bleiben wird. Denn die Gemeinden haben die sächlichen Kosten der Echulunterhattung zu tragen. Da die Bauern, die„notleidenden Landwirte", bekanntlich kein Einkommen haben, werden sie kaum die Lehrerstellen einrichten, die sich bei dem SO-Divisor ergeben. Der Lehrer auf dem Lande wird weiter verurteilt bleiben, seine Lämmer im engen, überfüllten Schulstalle zu sammeln. Aehnliche Zustände will der„Entwurf" nun auch für die Städte herbeiführen. Die Volksschule soll auch hier wieder völlig Armenschule, Schule des Elends, werden. Di« Kinder de» Proletariats, die am meisten unter den traurigen ««<«ttfi-ifmk Sa» . den wird. Möchte doch der Bolksschullehrer- lchaft nun endlich die Augen nicht nur über-, sondern auch aufgehen, damit sie sehend werden in bezug auf ihre politische Einste!- l u n g. Ihr Wohl und Wehe ist mit dem des, Kolkes" untrennbar verbunden. Wie man sie und ihre Arbeit einschätzt, so schätzt man das Volk ein. Die Vertreter des Proletariats allein kämpfen für die berechtigte Gleichstellung aller Lehren- den an Volks- und höheren Schulen. Darum rann der Platz des Bolksschullehrere nur-an der Seite des revolutionären Proletariats sein. Schon engagieren die Lehrervereinc in ihrem Abwehrkampf gegen die..60" die Elternbeiräte. Die Unterstützung unserer Genossen ist ihnen gewiß. Unser Genosse Dr. Löwenstein, der Obcrschulrat von Der- lin werden wird, kennt kein vornehmeres Ziel, als alle die von der Lehrerschaft auf dem Gebiete der Schulpolitik seit Jahrzehnten erstrebten Forderungen— soweit dies im Rah- men ver Gesetze möglich ist— zu realisieren. Die Lehrer- schaft Groß-Berlins sollte ihn deshalb mit offenen Armen empfangen und sich nicht durch das ohnmächtige Geheul eines reaktionär-klerikal-liberalen Klüngels betören lassen. Die Lehrerschaft Eroß-Berlins erinnere sich der Ohrfeigen, die ihr der kommunale Freisinn in reichlichem Maße ausgeteilt hat. Im Landtag werden die Vertreter der U. S. P. D. einen Antrag embnngen, der den Bcsoldungsentwurf mit seiner kulturwidrigen Schulpolitik bekämpft, der dahin abzielen wird, die einheitliche Regelung der Klassenfrequenz für den ganzen Staat als ein Ding der Unmöglichkeit nachzuweisen. Auf kulturellem Gebiete, auf dem Ecb'.ete der Volksbildung sparen, heißt ein Volk in Knechtschaft treiben. Doch das ist das Kennzeichen des kapitalistisch-büraerlichen Staates: er schnürt den Geldsack zu. wenn es das Bildungs- Niveau der Massen zu hebenailt. Er gibt mit vollen Händen seinen Schildhaltern: dem Militarismus, dem Bureaukratis- mus, dem Klsrikalismus. Man spare bei der Sicherheits- wehr, man verringere den burcaukratischen Apparat auf allen Gebieten der Verwaltung, man ziehe die Kirch« zu höheren Einkommensteuern heran. Da liegen Sparpunkte. die eine Gesundung des Volksganzen ermöglichen.— Da» Proletariat wird kein Mittel unversucht lassen, den „Entwurf" mit seiner reaktionären Tendenz zu Fall zu brin- gen. Die Anträge unserer Genossen im Preußenparlament müssen unterftützl werden durch Massenversammlungen, De- monstrationen und Eingaben an die Behörden. Volksschullehrer! Treter mit ein in die Front! Prole tarier! Schützt eure Kinder vor körperlichem und Untergang! geistigem ÖC*«CUWCviUilvnt, Ml»«?*-»!»!»***•,(», tt+.w pÖ" zusammengepfercht. Statt für mehr Licht und Luft !Ur sonnige Räume zu sorgen, die Klassenbeluchsziffer herab- visetzen. um den Gesundheitszustand der Kinder zu heben. j£ird die Klassenfrequenz auf ein Schock festgesetzt. Vom «tandpunkte der Schulhygiene ist diese Echockzahl ein Ver. «•rechen am Kinde, ein Raubbau an der Volksgesundheit d:s heranwachsenden Geschlechts, ein Raubbau an der Gesundheit ver Lehrer Die Echockzahl macht aber auch alle modernen pädaao- Bsichcn Bestrebungen zur Utopie. Wie-soll der Lehrer bei e'ner solchen Schulerzahl die individuelle Eigenart eine» Ätnbes erforschen? Jede Differenzierung, der Zusammen- jÄluß zu Arbeits- und Ve�abungsgemeinschasten wfrd zur Unmöglichkeit. Die Schwachen bleiben unberücksichtigt. Sic issussen„sitzenbleibe n". An eine Entfaltung der Selbst- �rtigkoit der Kinder ist garnicht zu denken. Wie kann da der Lehrer noch auf Schülerfragen— die einfachste Art der �elbsttätiqkoit der Kinder—- eingehen? Er hat für„ge- "cherte Untcrrtchteergebnisse" zu sorgen, für den„Durch- bhiütt der Klasse" zu arbeiten. So bleibt ihm nur Ein- pulen und Drill. Di« Lernschule wird zur Notwendigkeit. «le Erhöhung der Klasscnfrequenz wird um so— Preußische Landesversammlung ZtÄflbrtt Sein cri eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 80 Minuten. uf der Taa'sordnung sieben«vfragen. Darunter eine unseres Genosse» Siitttisch. Er beschwert sich darüber, daß nicht der vom ar«t«au»schußdes Eanlekreises in»orscdlag gebrachte Kandidat Diebusch zum Landrat ernannt worden sei, sondern der eine Minderheit»«rtretende bitherige kommissarische Bcrlreter Zhiele. Ein Regterunasvertreter: Der KretSaueschuß hat nur vorfchlagSrecht. die Regierung ist nicht daran aebundeu. ES solflt die Beratung de» Antrage? aller Parteien mit Ausnahme der Unabhängigen, die friedliche Berufstätig- keit der deutschen Staatsbürger in der Previnz Oberschlesten vor polnischen Ueberarifse» und Gewalttätigkeiten unbedingt ,u schütze» und dafür zu sorgen, daß die Volksabstimmung in Oberschlesten richtig vor sich geht. Abg. Dr. Porfch(Ztr.): SS ist nicht zweckmäßig, jetzt auSführ- llch über die oberschlestfche» Ding« zu sprechen, ich bitte Sie. dm Antrag anzunedmcn. «hg. Tonradt(Dnat): Ich bw entgegeuaesetzter Anficht, wir müssen eingehend über die unhaltbare» Zustände in Oberschlesten sprechen. Vizepräsident Dr. v. Arles gibt ein Telegramm 8iX> heimattrouer Obcrscdlefler in Gagan bekannt, in dem die Regierung ausgefordert wird, dafür einzutreten, daß die Unruhen beigelegt werden, daß baldige Abstimmung herbeigeführt und auch den Oberschleüern da? Reckt der Abstimmung gewähneistet wird. Abg. Scholich lSoz.): Dem Appell an die Regierung zu Repres- salien zu grnsen, können wir nicht zustimmen. Wir haben genug von solchem Vorgehen»och aus dem Kriege. Wir wünsche», daß w Ruhe und Ordnung olle diese Unstimmigkeiten erledigt werdeu. Mioistorprästdent Braun: Auch die Staalkregierung hat mit Ent» setzen und Sckmerz Kenntnis genommen von den surwtbareu Er- e'ginsscu, die stch in Obers chic sie n abgespielt haben und täglich noch ablpielen. Tie Slaatsregierung ist dauernd bemüht gcwest u, das Schicksal der Oderschleiur zu mildern. Das wird auch in Zu- kuoft geschehen. Die Vorkommnisse in Overschlesieu zeigen mit itaiifainet Deutlichkeit, daß doS Versailler G- w alt d i ktat er Sieger nicht ein Dokument de» Friedens und der Völtcrver- söhnung ist. Nachdem das üder wältigende Bekenntnis zum Deutsch» tum, das die Bevölkerui g im oft» und wcstprenbiichen Ausiimmungs- gebiet abgelegt, aller Welt offendari hat, wie schSudüch die Diktatoren von Versailles von polnitcher Seile irregciührt worden sind, versuchen di« Polen in Oberichlesien, sich durch G e w a t t a»- «endung»iner erneuten Blamage zu enl teheu. Die neuerdings bekannt gewordenen Dolumente dem»«-» lu—" n.— w. als der Redner«eiterspreckien will, unter ungeheurer Em» qavg. Die Milglieder der Rechten, des Zentrums und dal deniokratischcn Paitei verlassen den Saal.) Dle Herren von der Rechten können doch gar nicht bestreiten, daß der Sturm auf das deutsche Haus tn Kattowip und auf da? französisch« Konsulat in Breslau nicht von den Polov hervorgerufen ist. Auch den»weiten Absatz des Antrags lehnen wit ab, well dadurch den internationalen Verwicklungen Tür und Tot geöffnet werden. Wir wissen garnicht, wie man stch die AuSfüh' rungen dieser Maßnahmen denkt. Will vielleicht Herr von Sccckl mit seiner Reichswehr einmarschieren und Oberschlesten all KriegSgediet erklären? DaS lehnen wir grundsätzlich ab. Wit wollen nicht, daß Oberschlesten ein Tummelplatz für uatio- «alisttsche Kämvfe wird. Wir wissen auch, daß Oberschlesten eine Lebensfrage für Deutschland ist. Aber nicht durch nattonalistiicht Tumulte kann mo» Oberschlesten retten, sonder»! nur durch Eut» gegeniroimnen aegewüber der arbeitende» BevöUierung. Wir wissen auch, daß der inter ationalo KavilatismuS weiter nichts will, alt ein großes Durcheinander auf dem Kontinent herbeizu- führen, um dann sein« Scichäste machen ,» können. Mau will die Proletarier iür dielen Kapitalismus einspanne». Wir lehnen dieses Spiel ab. Nieder mit dem Kapitalismus, hoch der Sozialismus.' söravo bei den Unabh.) Ada. Pifchke(D. V.): Pslnische Slndente» l aben w Posen fiW Oberschlesten geworben Sie zwangen die Deutschen, das deutsche Haus zu ver!»ssen. Die oberichlestsche Frage ist nicht in Ober« schlcsieu gemacht, soudern iu Polen vorbereitet uud erdacht. Man will Oderschlesien von Deutschland abreißen, man will das Deutsch- tum in Oberschlesien vernichte». ES folgt di« Beratung de« Antrag? der Abg. Stertng, Dr. Porsch, Dominicas. Hergt. Dr. v. Richler, Hann». Gen.. di« Slaatsregierung zu ersuche», durch Vermltilnng der Reichsregierung uuvenitglich dahin zu wirken, daß die Saarbevölkerung vor willkürlicher Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit geschützt insbesondere die dem Friedensverträge widersprechende» Aus- Weisungen zurückgezogen, sowie die durch den Friedensvertrag und wiederholte Erklärung der Soarregierung garantierte» Rechte und Freiheiten unbedingt sichergestellt werden. Abg. Dr. Bell iZ.) begründet den Antrag. Abg. SUrse(®oj): Den französische» und«ngkische« Gewerkschaftlern rufe ich zu, daß sie ihren Einfluß aus« üben, daß im Eaargebiet andere Verhältnisse eintreten. Mtnisterpräfident Braun: Im Eaargebiet habe» wir es nicht mit nationalen Gegensätzen zu tun, sondern»ur mit schwerem Druck des Eroberer?, mit dem die kerndeutsche Bevölkerung bedrängt wird. Der bedrückten und vertriebenen deutschen Be- amten weiden wir uns fleiS annehmen. Die Behandlung durch die Franrosen«»spricht nicht den feierlich gegebeneu Zusagen. Die deutsche Regi.rung Hai bei dem Saarregt ruugzkommtffar Einspruch erhoben. Die Saarbevölkerung kann versichert sein, daß wir bemüht sind sich uns ihrer in ihrer Bedrängnis anzunehmen. DaS Saargebtet war deutsch und wird trotz allen Bedrängnissen der französische» Eroberer deutsch bleiben.(Lebhafter Beifall) Abg. vaunort:(Dem.): Als Saarländer danke ich der Re- gierung für das bewiesene Verständnis für unsere Nöte. Das Saar- gebiet ist»rdentschcS Land ohne jeden Prozentsatz«remden Blutes. Abg. Herten(U. Soz.): Wir Unabhängigen habe» st ts gegen den Militarismus gekämpft, gleichgültig, von welcher Seile er kommt. Wir verlangen, daß in jedem besetzte» Gebiet die Freiheit der Person geachtet wird, und nur well der Antrag in dieser Rich- lung einwandiret formuliert ist. werden wir dasür stimme». Abg. Ebersbach(Dnat): Die Regierung müsse mit größerer Energie alz biSher auf Einhaltung der Bntragsbesitmmriugen hatten. Abg. Kalle(D. vp.): Die Erklärung des Mintsterpröfidenten war erfreulich. Unsere Gegner im Osten und Wenen werden da» Gegen- teil von de« erreichen, was sie wolle». Die Saarländer werden durchhalten. Damit schließ! di« Bespreckinvg. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Hierauf vertagt sich das HauS. Nächste Sitzung DieuSiag, S Uhr. „.....-laciuni iviamage zu»nt tehru. Dl« nevcrdings : gewordene» Dolumente beweisen, daß die Polen ihren Auf- stand vor langer Hand vorbereitet haben. Die Gefahr ist noch nicht aebann». a----.---■ gebannt, f ja gerades Lfj<*an,,rtt«ommisstsn. die sich ,ur Gebieterin . iflsifierfiN, um tre �reihetl der Absiiimnung zu pörend ist let yiitchtsiunoenzon!. oute-oeaumui-H------— u-ei» tcm die der Volksschulithrer. Ter Besoldungsentwurf ver- .Urft diesen Unterschied so ungeheuerlich, daß er von der ge- «°Mten Volksschullehrerschaft geradezu als Schmach empkun. sichern, nunmehr ntchr imstande war."die Ruhe»u erhatten. Ich »uie hier vor aller Weit die Interalliierten zur Erfüllung dieser .. ht auf löebh. Betiall). Gemeinsam mit der Reichsregie.ung wird die Staat sregterung nach wie vor betrübt i«i«, auf georduetc, eine freie, unbehinderte Abstimmung der Oberschlefier stcherud« Oer- häliniss« in Ooerscklcfie» hiuzuwirien. Avg. Dr. Vrund(Dem.): Mit immer steigender Sorg« verfolgen anch mein» Freunde die Eniwicklmrg der Ding« tn Oberschlesten. Es ist Hobe Zeit, diese Dina» in aller Oeffentttchkcit zu tennzei-önen. (Sebr richtig!) Wir geloben tu dieser Srnude, tinier» odcrschlestschen Brüdern»nd Schwestern die Treue z« halten.(Beifall.) Genosse I-iegler: Auch meiue Freunde sind der Meu-uug, daß die Zustände tn Oberschlesten»»haltbar geworden find. Die Sct.uid irägr da? Treiben der n a t i o n a l t st i s ch e n E l e m» n r e b e i d e rS e t t e n nicht unr der Polen, sondern auch der Dentsche». Die Polen stnb s gelehrig« Schüler der dentschenNational ist«» und,~rt9e J Hakatisteu geweien. Di« demsche Regiirung ist mitschuldrg, � Bessern daß dt« Stimmung»uter den Arbeticrn in Ovi rfenlesie« für Deutsch- land ntcht mehr so günstig>st. wie st« sein sollt«. DaS ist die Folge der Maßnahmen desHrrn Hörilng während de« großen Gltecks. Nun zu Herr» Staatsministor Bramn. Wilhelm Ii. hall« gar nicht besser rede» können als er. Wollen Sie etwa einen neue» Tanz beginnen? Es«Sr« besser gewesen, an biese» Tisch««i■——*•-—-• der nur von pol- Reichswirtschaftsrat Die Getreidewirtschaft Der Unterausschuß des Reichswlrtschastsrats für Landwirt» schaft und Ernährung beschäftigte sich gestern mit der Getreide- Wirtschaft. Der Leiter der Reichsgetreid« stelle, Geheimrat Kleiner, entwarf ein trübes Bild von der neuen Ernte. Die Roggenernt« habe fast überall stark enttäuscht. Durst die vom Ernährungsau-fchuß des Reichstages durchgesetzt« volle freigäbe des Deputats der Landarbeiter ergebe sich ein Aus- all von 300 000 Tonnen für die AllgemmwirtschaU und es werde eine neue Quelle für den Schleichhandel eröffnet. Die Reichsgetreidestelle schätze vorläufig die neue Ernte an Brot (etreide nur auf etwa 7 Millionen Tonnen. Die Anbaufläche llr Brotgetreide Hab« sich gegen da» Vorjahr insgesamt um 7,83 Prozent verminoer t. Das Ernteergebnis bleibe tn ganzen wesentlich hinter dem Bedarf zurück. Darum sei di« Reich:- getreidestelle gegen eine Erhöhung der Brotratton, wolle aoe: eine Herabsetzung der Ausmahlung von 90 auf 83 Prozent zug> stehen, jedoch nur bei gleichzeitiger Brotstreckung von 11' Prozent. Im übrigen müßten wir bis 2 Millionen Tonnt' Brotgetreide hauptsachlich aus Amerika einführen. B>, einem Durchschnitts»«» von 3000 M. für die Tonne würde dies' Einfuhr 10 Milliarden Mark erfordern. Ein« Uebernahme diese Kosten auf den Vrotpreis würde unsozial sein, nach Ansül der Reichsgetreidestelle müßten st« auf die Reichstaffe übernomme und durch allgemeine Steuern ausgebracht werden, Die Anlies. rung von Getreide einschließlich Hafer sei in diesem Jahr gege■ das Vorjahr bi, zum 13. September von Z41000 Tonnen or 537 000 Tonnen gestiegen, aber im Vorjahre habe gerade«r diese Zeit«ine wesentliche Verbesserung der Anlieferung cingesetz., während wir jetzt anscheinend bereits wieder in rückläufiger B> wegung stehen. Am schlimmsten beunruhig« nickt der Ausfall d.v Ernte, sondern daß die Exekutiv» auf dem Gebiet« der öffsit- lichen Wirtschast außerordentlich stark versage und die An- ordnungen nicht befolgt würden. deutschen Aohlenliafdruns«« an Frankreich. Nack »„./iL..».—— vte fculichen ffohbmlteseeungen im h a6' ersten Absatz, d t n?f,t doch'est. daß deutsche eStürm?sftv heraufbeschworen haben. �SMrw'fche minutenlange Pfütrufe. Das ganz« Hau« erhebt sich »l«___________.... einer Hov> SMtlduug betrogen..._____. Aitgust insgesamt 1973 000 Tonne«. DoS Programm, noeh dem im Seplewder L Millionen Tonnen geliefert werden sollen, sei in allen Einzelheiten festgelegt und f. ine Durchführung vollzieh« sich unter dc'r ed genden Bedingungen. Der Müuchener Pro toftstr eist. Da» zweistündige, von de» kommnniften wegen der Verhaftung des Abg. Eisenbetaer prokir mierte Proteststreik wnrde nur veretnzelt durchgeführt. Bei der Straßenbahn und tn de» Werkstätten der Staatsbahn wnrde die Arbeit nirgends»ingestellt. Wledorauftrahm« der Arbeit i« Haueburger Hafen. D!« im Hamburger Hasenarbellerstroik hat Herne eine wesentliche . ,, rung erfahren. Ein« große Anzahl Arbeiter hat die Arbei. »ted« aufgenommen. Infolge de? Hamburger Hafenacbeiterstreik> haben»ihrer« für Hamburg bestimmte Dampfer ander« Häsen ans' gesucht. Fried« zwischen Deutschland und Rumänien. Nack Ne>!- stkalion des virt.oettsverlf"geL von Versailles durch das niwämsel? Parlament ist die Ntederttg'Mg der RottfikatlonSurlunde in Parsi, «m 14. d. M. erfolgt. Damit ist der Flieden» oertrag zw'schcn Deutschland und Rumänien in Kraft getreten. Beilegung des«igttschen Elcktrizitätsarbeiterstreillo. Die "" die�venr. ier des Verbände» der SleiH�> Nt.ternehmer nud die«etir.ier dev V.rdand-s der Sleii'tz'ttstt arbeiter haben beschlossen, daß die A deit so schnell wie mbgli.'.) wieder anfgenemme» werde« soll. Ter allg»»e>«« Streik tn der Elektrizität Sindustrio ist damit betaelegt. Die Pest ist, wie au« Stockholm«emekdet wird, auf ber.t Dai' ps.r Lim« festgrstellt worden. Zu Go'iobueg hatteii nenn Deutsche und zwei Schweden vorher da« Sch>ss verlassen. Vor- diesen elf Personen scheint aber keiner von de» Pest angesteckt worden zn sein. Theater uah Setpiipnp «f WM W• IWil f r Mtf Hi¥ Irtif ViWiHr I Wif 1 Volksbühne Sonnabend V1', Uhr; JerMler v.ZMM Mcs Bollislheater ÄöpenicKer Str. 68. './.uh-- Biberpelz Staatstheater Opernhaus 7 Uhr: Silhouetten Tufannens Geheimnis, Kostümball Schauspielhaus 7 Uhr; Coriolan Direktion: Max Reinhardt. Deutsches Theater 7 Uhr: Und Pippa tanzt KaMerspiele 8 Uhr: Die Brandstiitt- Eroßes Schauspielhaus Aarlstraße Zum 1. Male 8 Uhr: Jedermann(Auß. Abonn.) Neues Speretteuhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr DlsCsUrösdoronv»» Operette in drei Akten nach einem Motiv Petüfis von Fritz Grünbaum. Weinbergsweg 19-26 Er oder Er Trimou- Theater �Bahnhof Fmdrichstraße* Sonnabend 4 U. Kleine Preise: Rotkäppchen «W Untreu Jä.: Der gute Ms Wdeuz- Theater (Stadtbahn Iannowitz brücke, Untergrundbahn Klosterstraße) -,.»uhr- m MMN Sonntag 4 Uhr: DerStörenfried Rose-Theater 71/, Uhr: Die Hatten. Kammcr-Tamzspiele Blllowstr. 6, am Nollcndorsplatz Tiigl. 8Uhr: Orientalisches Ballett Ätlhi JCtami Ben. fl Tlis_tera KotlUn.To A Tel Montrplatz M814. u Tägl: 7V, □. Sonnt»» nachm. 3 Uhr m ttitsLSnger Ulli theen-Konzen Porvk II-IV, o.4— 6 ü. Königstadt- Theater Rlexanderstr. 21(Bahnhof Iannowitzbrücke) Täglich 7«> Gala- Sänger m De. Skotti für alle Gefchlechtss vpo'CSJtlClE Mkl Jb% Haut-, Harn-, Frauenleiden, hartnäckige Harnleiden, Ausschlag, nerv. Schwäche, gegen Spphitts Komb. Salvarsan- Kuren. Blutuntersuchungen, im älteste« Kur- Dir.- Löser senior ii?;�tDoÄi0; Nur Rosen thaler Str. 69-70 ÄÄ;." _ siir Haut- und Geschlechtsleiden bei Männer u. Frauen. Blutunterstichungen, nerv. Schwäche. 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Lösen, Nkinrstr.O nahe Älexandeeplatz. 9-1, 4�, Sonntags 9.1. Damen separat. Utfcetbiete jede» llnmRnpife für Kupfer Ratgnst, Messing, Blei, Zink, stlluininium, sämtl. Späne, Nickel, Queckstlber. Zinn Schönhauser'Allee 14». lUGeld HI für jede Wertsache. Höchste Ankaufspreise f. Pfandscheine, Brillanten, Goldgegenftände, Teppiche, Bücher usw. Wolff, Friedrichstr. 41 lll, Ecke Kochstr. Bekanntmachung l. Es entfallen ans den Abschnitt„»»« der allgemeinen Lebensmittelstarte der Stadt Berlin 125 Gramm Nährmittel nach Mahgabe der vorhandenen Bestände an: Hafergrütze zum Preise von O.'j? Mark je Pfund Sago,*» 1,60■»■ Teigwaren,.« 2,00..„ 2. Unter Ausschluß nachträglicher Annahme find die Anmelde- abschnitte vom Sonntag, den 19. bis Mittwoch, den 22. September 1920 bei den Kleinhändlern abzugeben. 3. Die Kleinhändler haben die Anmeldeabschnitte zu der oben aufgerufenen Nummer bei den Großhändlern am Donnerstag, den 23. September abzuliefern. 4. Nicht abgeholte Ware verfällt mit dem 23. Oktober 1920. Berlin, den 16. September 1920. Der Magistrat. Tgb.-Nr. 7485 NS. Abteilung für Nährmittel. DeWer WMiimsMjler-NldM Filiale Berlin:: Sebastianstrahe»7-38 BettiebsMe u.-Sblevte Der Damen- u. Hmenmatzbranche Versammlung am Sonntag, den 19. September 1920, vormittags 9", Uhr, bei Baresch, Alte Iakobstraße 64. Tagesordnung: 1. Wahl eines Vertreters zum Betriebs- ratekongreß. 2. Verschiedenes. Nur Betriebsräte und-Obleute dieser Branchen mit Legiti- mationsdarte der Detriebsrätezentrale Münzstraße oder der SPD. u. dem Mltgliedsbuch oder-Karte mit nicht über sechs restierenden Beiträgen haben Zutritt. Die Branchenleitunge«. MM TmsmMM-BMO Bezirk Groß-Berlin. Deutscher Portier-Verband (Sektion Vii der Deutschen Transportarbeiter-Beibandes) Sonntag, den 10. September oorrnittag,»s, Uhr Große Demonstration irer, Heizer. Wächter aller Drost-Berliner Partiers, Fahrstuhlfüh u. Hausreinigerinnen. Gesan>t-San>lnelpunkt:'Wi enberg- plan. Kein Kollege und keine Kollegin darf bei dieser Demon- straNon fehlen. Di« Sektionslritnng. Möbeltransportbranche Am Sonntag, den 1». September, vormittags g Uhr, Vollversammlung in den»Central. Festsälen», Alte Iakodste. 32. Die Branchenleituug. MM MMMjjer-BMO Verwaltungsstelle Berlin. rodszanzsigs Den Aollegen zur Nachricht, daß unser Kollege, der Metallarbeiter UHHi Freund Schreinerstr. 20, am 13. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. d. Mi«., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Städt. Friedhofe» In Ahrensseide aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Sssefiruk Den Kollegen zur Nachricht, daß unser rkpllege, der Klempner Julius Teßmann Aüdersdorfer Straße 26, am 12. d. Mts. gestorben ist. Nachstehende Kollegen l verzeichnen: sind noch als Kriegsopfer zu Ruelolt Boeeje, Metallarbeiter, gefallen am 20. 9. 1917. tZusisv Klein, Metalldreher, fficfongenfchaft August 1019 gestorben. Wilhelm Krüppel, Metallarbeiter, Desangenschast | 12. 2. 1919 gestorben. Artur Ludwig, Schlosser, Lazarett 1»1« g-storbe«. dstax Kelle, Metallarbeiter, vermißt 30. 9. 1916. Rlehard Klleichert, Schlosser, Lazarett gestorben. Bruno Rothenburg, Einrichter, vermißt 3. 12.'917. Eugen Schlosser, Hilssmontrur. Gesangenschast | 23. 2. 1919 gestorben. Ehre ihrem Andenken I Die Ortsvermaltnng, Allgemeine Ortskrankenkasse für Berlin-Tcmpelhof. Einladung. zu der am Montag, den 27. September IllLO» abend» 7 Uhr im Restaurai» Hermann Schulz, Derlin.Tempelhas, Berliner Straße 125, stattfindenden ordentlichen Ausschuß-Sitznng der Dertreter der Arbritgebcr und der Drrsicherten. Tagesordnung: l. Beschlußfassung über den zwischen dem Krankenkassen, verband Groß-Berlin,»nd dem Zentralverband der An, gestellten vereinbarten Tarifvertrag. 2. Abänderung der Dienstordnung. 3. Derschiedrnes. Beschwerden und Anfragen find bis spätestens Mittwoch, be» 22. September, bei der Kassrnvcrwoltung fchristlich einzureichen. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse siir Brrlii�Dempelhos (gez.) Paul KSilmer, 1. Dorsißeuder. 14. d. Mts verschied plötzlich und | unerwartet unser Lagerhalter Herr ßemlianl Buschglldorf j j Der Verstorbene war ein langjähriger, treuer Mitarbeiter unserer Genossenschaft,| und verlieren wir in ihm einen zielbewußten Förderer unserer Organisation., Wir werden dem Verschiedenen ein j dauerndes Andenken bewahren. | Vorstand und Aufslchlsrat dar{ ! Konsum» Genossenschaft Berlin und Umgegend e. G. m. b. H. • Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 18., i | nachmittag« 2 Uhr, im Krematorium, Gerichtstr,, statt.| I G. A. Hannewackerl , echt eitwöteC SchWstabllklWlds! | Abgabe an meine Kau- tabakkundsch. jede Menge I empf. jetzt ständig Tabak- B gesch. Kronvrinzcnstr. 3 ßNäheRingbahnh.Frkf.Allee Erstklasfig und ebenbürtig der feinsten Maßarbeit gefertigte Iakettanzüge, Cutaweyanzüge, Naglanulster, Herrenpaletots, Kammgarnhosen verkauft zu noch nicht dagewesenen Preisen Luft, Aeichenberger Straße 16, vorn I, direkt am Kottbuser Tor. j USPD. 13. Distrikt. 1 Am 13. Sept. verschied! I unser Genosse, der Dreher| Ernst Plaumann j Swincmünder Straße 74, an Lungenentzündung. Die Einäscherung findet � am Sonnabend, den 18. i d. Alts., nachm. 4 Uhr, Gerichtstraße, statt. Um 1 | rege Beteiligung ersucht[ Der Vorstand. Waldgrundstttcke* Qu.-N. AT 40,— verk. Heiland» Petershagen a. d.Ostb.,Waldstr' Berlin SO. Sresüeier$(r. 4, am M&ttfer lot 1- ii! Anzüge| Hosen I Ulster W i m s �Direktion Carl Meinhard- Rud. Bernauer Theater i. d. Königgrätzer Str. >l,8 Uhr: Erdgeist Sonntag> ,8 Uhr: Erdgeist ». Uhr:«rd 3 Uhr: Geständnis Montag>!»8 Uhr: Erdgeist Di.',811.: Baumeister Solneß Komödienhaus �1,8: Eine Stacht i. Paradies Stg. 2 Uhr: Der Biberpelz Berliner Theater X: Der lefsie Walzer mit ffrlhi Maflarq. Stg. 311.: Wie einst im Mai Wsg-Mltt Heute und Sonntag, 7>, Uhr: Die Tänzetin lLeopoldin» Konstantin) NIontag 7 Uhr: Peer Gqnt Deutsch. Kiiiistl.-Theater Allabendlich 7>j, Uhr: m SchMuagsrelse Inszenierung: Victor Palst mit Max Adalbert und Trude Hesterberg. -/«8 Cafino- Theater-v.s Kaorp's sei. Wwe Stg. o'la U.: Gebrlldrr Zorn Apollo- Theater Friedrichstr. 21« fii-UeWM» sowie weitere 10 Septembersensationen Sonntag» 3'/, U. 1 Kind frei. Neue Welt Arnold Scholz Hasenheide 108-114 Täglich Konzert und Vorstellung Dienstags» Mittwochs, Donnerstags u. Sonntage W»WW»> Großer Ball, mm Die Kasseeküche ist tägl. geSffn. Ansang wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Ikvatsr'. !».go»«i,tt,alar p>. lieute uml«PI/ folg. Tage:# /2 in EfoderEr u.d.gr. Programm! Endo: Vor 10 Uhr. Sonntag«: 2 Voretollunger. und olle Bedarfsartikel preiswert. Preisi. 101 1 franko Foto-Industrie Berlin«8, Friedrichstr. 14. dtel'KUI''palS5i™r"«rS.r. Heute bis Montag, 20. Sept Erstaufführung Im gesamten Osten« Die neue Detektiv-Sensation Der Hund von Baskerville Stcr Teil Das Sanatorium Dr. Maedonald 5 Akte aoDcrdcm Dlo Mönner taugen alle nichts(LustspieO- Ab Dienstaf, 21 September Der SeelenverkSufer, Slttendrama, 6 Akte. liitp:: �lipfmarfien kauft Groß mann, Johannisstr. 4. Norden IOC 21. Alte Gebisse Zahle pro Zahn 13—200 M. KnopfstistzLhne 0 M. Brennstiftzähne, Platin in seder Form bis ISO M. Bold- nnd Silberbruch noch Dogesprelsrn. Neelle Bedienung. Einkauf von 10—6 Uhr abend». Geemann, Uhlandstr. 52, I HARKE VESTA Der kollossale Umsatz bestälifit die gute Qualität und Preiswürdigkett Verkauf nur an Wiedcrverkäufcr L. Wechselmann, unÄr.A ■ Fernsprecher: Nollendorf 879.------- I »fw-sr 1. 1. Ecke Schönhauser Ällee und alle anderen Metalle. «idllii! IMiHiKSi- lautir! 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Vollzähligen Besuch erwartet Die Vrtsvermattnng. Mitttvoch» den 22. September» nachmittag« 5 Uhr, id großen Saal des Gewerkschaftshauses. Engelufer 15 BiMWs-WMmsaMlliig Tagesordnung: 1. Quartolsbericht. 2. Bericht über dU Angestrlltenwahlen. 3. Bericht der Anstcllungs-Prüsungskoop Mission über Neuwahlen. 4. B-rschiedcnco. Zu dieser Bersammlung haben nur die gewählten Delegierte» Zutritt. Diese werde» gebeten, vollzählig zu erscheinen. Di» Ortsvermaltan». Die Stell« einer MilMnali ig de $deim Ausbau der bezirksweise zu gliedernden Jugend- � fürsorge. Anstellung erfolgt aus Privatdienstoertrag mtt\ $ Rechtsanspruch auf Pension nach erfolgreicher einjähriger J Probezeit. Anfangsgehalt 9700 Mark, steigend in 16 Jahren\ $auf 13 300 Mark, hierzu z. Zt. 50 Prozent Ausgleichsznschlag.? Während der Probezeit 75 Prozent des AnfangsgehaUes.% Gesuche von Bewerbcrinucn mtt geeigneten praktischen? t Ersahrungen und Vorbildung sind mit ausführlichem Lebens- H * lauf und Zeugnisabschriften zum 1. Nov. d. I. einzureichen. T \ Reukölln, den 12. September 1920.) t Der Magistrat, s lknlkaena persönlich garantier, ohne UUilClilt Stechen, ohne Schneide» lö'owimvgtll. ZTrrT?«' ______ täglich 10 bis 6, Sonntag 10 bis 12. Cnsaler, Berlin» Schlegelstr. 10, part., am Stettin er Bahnh- ZIekung am 13. uneß 14. Pktovsr Lotterie Original Lose der Frelwilllaen Sanitäts-Kolonnen vom Roten Kreuz «ISS Gewinnt Mkw. lOOOOCN. Loa« überall au haben. Wanzen und Motten nebst Brut vernichtet radikal ErhSlW i« Apachkw, Drogerien md einschläg. StslhSfteo. Hersteller: Apotheker OXXo Pfeifferol Uliuofcn lüO•••.• a drh 3. TS. 5*50. 9■ nh 11 Iii Moitkiitod......... in Beutrln ä 75 Pt Kopf- und Haarwasser gngen Läuse.. Fl 4 und 6 i)t. Parasiten-Linimeut geg. Körper, u. Kleiderläuse Fl. 4 n. 0 M. Tricresol-Puder gegen Flöhe......... 3 M Pfeiffer& Plehler, Berlin N, Schnlstraße 16. ZinilS. MS.i.� Bierschlanger» bis 35.�-, sämtliche Altmetalle böchstzah»« WOlel exkra Me; Zinnschmelze Prinzessinnens�'- 1' Moritzplatz, nahe Werchri«- i Nr. 390 Beilage zur„Freiheit" Sonnabend, 18. September 1920 Keine Verteidiger für die ungarischen Volkskommissare! Aus Wien wird uns geschrieben: Seit mehr als zwei Monaten stehen die ungarischen "olkskommissare vor ihren Blutrichtern. Die Anklage, dag w Räuber, Mörder, Falschmünzer, Hochverräter seien, ist so un- jjnnig, dag der Prozeß nur geführt werden kann, indem alle Leute, netten während der Rätcherrschaft irgendeine Unannehmlichkeit angestoßen oder ein Leid zugefügt wurde, nun als„Zeugen" in »em Prozeß aufmarschieren müssen, obwohl all dies mit der Sache der Volkskommissare in gar keinem Zusammenhang steht. Für den ntoug des Prozesses ist es recht bezeichnend, daß zum Beispiel der �ersuch, den Beweis zu erbringen, daß die Diktatur des Prole- iariats durch Gewalt errichtet wurde, vollkommen fehlschlug. Nach- btnander erschienen der Polizeipräsident, die Vorsteher der Eisen- dahnstationen, des Telegraphen- und Telephonaintes, die Kom- tnandanten der Armee und alle führenden Funktionäre der öffcnt- nchcn Anstalten und erklärten, daß am 21. März nirgends Ee- ®e Anklage lautet aber darauf, daß die Volkskommissare die �acht durch Anwendung von Gewalt an sich rissen. .Eigentlich mußte der Prozeß schon nach den bisherigen Ergeb- nissen niedergeschlagen werden: dem stehen aber die gegen die niederen Sowjetfunktionäre gefällten Urteile und Hinrichtungen Entgegen. Das Gericht ist der Gefangene dieser Urteile, denn wenn die Untergebenen der Volkskommissare verureilt wurden, dann würde der Fretfpruch der Vollskommissare oder die Nieder- fchlagung des Prozesses alles bisherigen Urteile als das brand- warten, was sie sind: als Blut- und Schandurteile ohne irgend- welch« rechtliche Grundlage. Dies darf nicht geschehen und so duält sich das Gericht mit diesem Prozeß vergebens ab. In der ungarischen Oeffentlichkeit wurde übrigens dieser Prozeß »er proletarischen Revolution von dem Prozeß der Oktoberrevo- iution, zu welchem sich die Verhandlung wegen der Erschießung des wrafen Tisza entwickelte, völlig in den Hintergrund gedrängt. Die Berichte über den Prozeß der Volkskommissare werden voll- kämmen entstellt und scharf zensuriert, so daß die Oeffentlichkeit Jjar nicht erfährt, worum es sich handelt und was in der Vcr- Handlung vorgeht: über den Tiszaprozeß läßt die Regierung trotz dem Papiermangel einen stenographischen Bericht herstellen, der Massenhaft kolportiert wird. Nun sollen aber die Volkskommissare der Möglichkeit einer halbwegs ordentlichen Verteidigung beraubt werden. Die Horthysche Polizei entdeckte nämlich einen großen »Komplott": auf einem von Budapest nach Wien abgehenden Dampfer wurde ein Schiffsoffizier verhaftet, der ein Paket nach Wien„schmuggeln" wollte: in dem Paket wurden die stenograxhi- tchen Berichte über den Prozeß aufgefunden und Briefe an den in Wien weilenden Volkskommissar Äunfi und an den Ober- kommandanten der Roten Armee, Wilhelm Böhm, in welchen viner der Verteidiger, Dr. Michael N a g y, einen Bericht über den Prozeß erstattete und Geld für die Kosten des Prozesses von den genannten Genossen verlangte, denn die ungarische sozialdemo- kratische Partei hat bisher für die Unterstützung der Gefangenen Und für den Rechtsschutz 1700 000 Kronen verausgabt und hat nicht die Möglichkeit, die verhältnismäßig geringen Kosten dieses fttoßen Prozesses aufzutreiben. Der Verteidiger Nagy mußte nüchten, die eingeleitete Untersuchung stellte fest, daß die Vertei- diger bisher aus Wien 130 000 Kronen erhalten haben, was ange- sichts des Umstandes, daß neun Rechtsanwälte seit zwei Monaten tagtäglich der Verhandlung beiwohnen, eine große und lebens- gefährliche Arbeit versehen müssen, ein außerordentlich niedriger betrag ist, der nicht einmal ihre Barauslagen deckt. Obwohl die Verteidiger erklärten, daß ihnen mitgeteilt wurde, daß dieser Geldbetrag aus den Sammlungen und Spenden der westeuropäischen Arbeiterparteien und der in den Vereinigten Staaten lebenden ungarischen Arbeitern stammt, wurde ein in- lames Kesseltreiben gegen sie. begonnen, daß sie im„Dienste und Solde der Bolschewisten" stehen und die Hasenherzigen von ihnen !o eingeschüchtert, daß mehrere die Verteidigung niederlegten, die übrigen aber vom Gerichte und von den bürgerlichen und militäri- lchen Terroristen dazu gezwungen werden. Der Organisator der Verteidigung, der Rechtsanwalt Michael Nagy, aber mußte die Flucht ergreifen, denn gelänge er in die Hände der Terroristen, möchten sie ihn bestimmt umbringen, obwohl er nichts anderes tat, als seine gesetzliche Verteidigerpflicht erfüllte. Dieser Vorfall wird nun zur Folge haben, daß die Volkskommis- sare auch des sehr geringen und fragwürdigen Schutzes verlustig werden, den ihnen die bisherige Verteidigung angedeihtn ließ und sie nun auf Gnade und Ungnade den Blutrichtern des Horthy aus- geliefert werden. Die gesteigerte Aufmerksamkeit des internatio- nalen Proletariats und ihre erhöhte Opferwilligkeit kann nur die in entsetzliche Lage geratenen ungarischen Revolutionäre vor dem äußersten schützen! Detriebsrätezentrale Düsseldorf Uns wird geschrieben: Die am LS. August in E l b e r f« l d auf der Konferenz der Betriebsräte de? rheinifch-westfälifchen Industrie- bezirkS(Selbständige Organisation) gewählte provisorische Zentrale tagte am 9. September in Düsseldorf. Tie Zentrale der selbständigen Betriebsräte hat sich nunmehr konstituiert und wird ihre Arbeiten sofort ausnehmen. Ein engerer Arbeitsausschuß aus acht Genossen der Städte Düsseldorf, Essen. Elberfeld- Barmen, Köln, Remscheid und Neust wurde gewählt. Zum provi- sortschen Borstand wurden die Genossen Braß- Remscheid als erster, Gen. B l ö m e r< Düsseldorf als zweiter Borsitzender, Gen. S t ö w e r- Düsseldorf als erster. Gen. Büren- Elberfeld alS zweiter Schrift- führet bestimmt. Die auf der Konferenz angenommenen Richt- linicn mit den nötige» Erläuterungen werden w allernächster Zeit nochmals veröffentlicht. Die Transportarbeiter der Berliner Metallindustrie protestiere« Eine äußerst stark besuchte Vertrauensmänner-Bertammlung von der Sektion 5 beS Deutschen Transportarbeiter-Verbandes nahm Donnerstag zu den Tarisverhaudlungen in der Metallindustrie Stellung. Dec Sektionsleiter F r o m k e gab einen eingehenden Bericht über den bisherigen Gang der Berhandlungeu und wies auf die Schwierigkeiten sowie Schwerfälligkeiten hin, die diese Verhandlungen begleiten. Wie schwer diese Verhandlungen geführt werden, gehe sehr deutlich daraus hervor, dast der Rahmenvertrag, der dem ersten Kollektivab- kommen vom Jahre 1918 beigegeben war, bereits am 1. April lSlg zum 1. Oktober 1919 gekuubigt worden ist; trotzdem seit der Kündi- gutig bereits l1/» Jahre verflossen sind, sei bisher»och kein Ersatz geschaffen. Auch der Lohn- und EingruppieruugSvertrag, den der Schied?- fpruch vom 21. 8. und die Teilschiedssprüche vom 2. 11. 1919 bildet, sind ebenfalls am lö. März zum 30. April gekündigt worden. Berhaudlnngen zum Abschluß eines neuen Vertrages find geführt worden, soweit sie die Eingruppierung betreffen. In zwei Sitzungen haben die Transportarbeiterveriretcr mit den Arbeitgebern verhandelt, die aber infolge der unüberbrückbaren Gegensätze zu keiner Verstand i- gung suhlten. Die Eingruppierung der Transportarbeiter ist somit auch abermals von einem unparteiischen Schiedsgericht vorgenommen worden. Der gefällte Schiedsspruch trägt den Forderungen der Trausportarbciler sehr wenig Rechnung und läßt im großen und ganzen alles beim früheren Zustande. Die Transportarbeiter sehen sich genötigt, gegen die weiter bestehenden Ungerechtigkeiten den Kampf von neuem aufzunehmen. Soweit ein neues Lohnabkommen in Betracht kommt, ist noch gar keine Stellung genommen worden. Die Arbeitgeber haben eS bisher äußerst gnl verstanden, sich um diese Frage herumzudrücken. Auch eine Aurcgung der Arbeitnehmer, bis zum Abschluß deZ neue» Lohn Vertrages eine Teuerungszulage von 1 Mk. pro Stunde als Ausgleich zu zahlen, fand die Ablehnung der Arbeitgeber. Fromke wies bei dieser Gelegenheit auf die immer noch bestehende Teuerung hin und daß der Hinweis der Arbeitgeber auf die Verbtlliguug der Lebensmittelpreise unwahr sei. Alle Diskussionsredner unterstützten die Ausführungen des Bericht- erstailerS uud wiesen ergänzend auf die verkürzte Arbeitszeit in •rrn wW«»________,..'___. und die Arbeiter zur MM»»dw!»Nu?« m" * Ml«* „............... iju«vnnrag, oen i«. September, vormittag? 10 Uhr, eine Protcstversammlung aller-vrar.s- und Arbeiterinnen«ach dem GcwcrkschastshauL, Engel- Unruberuke« l»--— portardeiier....................«uu» vem escwcrriaiaiishaue, Engelufer 14-16, einzuberufen, in der Stellung zu den Borgängen in der Metallindustrie zu nehmen ist. Die Konferenz spricht die Erwartung aus, daß sich die Transportarbeiter der Bcrilucr Metalltiidufttre ihrer Aufgabe bewußt sind, und hofft, daß diese Dcmonstratiou von allen auf das nachdrücklichste propagiert und unterstützt wird. Das Pferdejuppchen Erzählung von Paul Zech. .Als die'Dämmerung schattenhaft über das Feld kroch, tngen sie zusammen nach Hause. Vor der Strahenbiegung rehte sich Juppchen noch einmal um und sog die verworrenen 'eräusche vom Kirmesplatz wie einen schönen Geruch ein. Gleich nach dem Abendessen fing man an sich auszuziehen. osen und Röcke flogen über die Stuhllehnen. Mutter holte en neuen blauen Leinenanzua für Juppchen aus der Kom- tode und legte ihn auf den Schemel vor dem Bett. „Und nun fix in die Falle und morgen frisch aufgewacht'" alterte der Vater. Bald wurde es totenstill im Hause. Aus der Kammer und am Boden herab, wo die Großmutter schlief, scholl schweres chnarchen. Draußen im Garten blieb graugrünes Dämmerlicht, bis tr Mond vorüber war. Juppchen wachte die halbe Nacht. Zauberte sich Pferdchen l allen Farben vor und wählte sich aus der Schar einen einen schlanken Silberschimmel aus. Darauf ritt er hurtig der Berg und Tal einer fremden Ferne zu und fühlte sich achfen und wie einen glänzenden Ritter aus dem Märchen- ich. Und als die Uhr schlug, drei harte angezählte Schläge, ihlte Juppchen dieses wie einen Befehl über sich: zurück- 'kehren und auszuharren in der Bestimmung des Vaters. So wollte er nun ohne Gedanken wachliegen und warten, s die Mutter aufstand und das Feuer in der Küche schürte. Aber seine Augenlider wurden so schwer und aus der eihen Wand des Zimmers fingerte ein blutroter Schatten. nstig zog Juppchen die Decke über den Kopf. Der Mutier schwere Holzpantoffeln, die über die Diele impften und nach draußen gingen und wieder zurück- imen, rissen ihn wie ein heftiger Schreck empor. Er fuhr tstig in die Leinenhosen und ging breitbetnig an die xlsserleitung. Mit viel Umständlichkeit wusch er sich Brust. acken und Hals, so wie er es beim Vater gesehen hatte. anach setzte er sich wartend an den Tisch. Da kam auch schon der Vater aus der Kammer. Schaute ilaftrunken drein und blieb gähnend vor dem Herd stehen. Die Mutter stellte den Kaffee auf den �ifch und schnitt ts Brot zu recht, das Bater und Juppchen mitnehmen sollten 'f die Ernte. Juppchen trank hastig den Kaffee und vervollständigte sefnen Anzug. Ein Schauer der Erwartung fröstelte über sein schmales Gesicht und färbte die Lippen blau. �/ tr L>nn�m beim Arm und zog ihn hinaus in den kühlen Morgen. II. Ueber den roten Lehmweg zog schon ein langer schwarzer Zug von Fronleuten der Grube zu. Man ging wie über einen Feuerwerkplatz. Die kleinen Häuser aii der Straße warsen große, braunblaue Vierecke auf den geölten Weg. Das Geräusch der Seiltürme flog gewitternd über die krausen .ietzc des Rauches. Rußschwärme jagten wirbelnd durchein- oniier. Töne von menschlichen Stimmen: Ein Zusammen- geworfenes, dumpfes melodisches Summen wie von Infekten zerrissen in der Orgie der materiellen Brandung. Klangen nur in Pausen nach wie gedunsene Halle eines Echos. Waren Endungen eines Spieles, das ßccie verlor. Im Schein der wattigen Lampenhelle, die kaum die Giebel berührte, wanderten alle Menschen krumm, wie vergreist. Sie schienen nichts mehr wissen zu wollen und träumten ihre Wege hinab. Erde zitterte ihren Hälsen zu und mühte sich, die eckigen durchgearbeiteten Schädel zu halten. In den Köpfen waren allein nur Kerne noch wach. Alles, was diese Kerne umhüllte, war ein trunkener Mechanismus. Eine Welle regelte ihn. Ein Magnetismus, der von einer außer- ordentlich organisierten Zentrale herkam: zu regieren und zu profanieren. Und eines dieser Tore gähnte gefräßig und sog die Men- schen, die waren, mühelos hinein. Lange Arme ruderten, Gesichter sprangen weiß vor. Knochige Hände griffen Zahlen an. Gewirr von Lampen flog auf. Signalglocken überschrien den Steiger, der vielerlei Namen gleichgültig aufrief. Und die Namen bejahten halb- gemurmelt die Aufrufe. Dann und wann schnellte eine Hand empor: wie. wenn Kinder Schulweisheiten auskrainen. Eine Hand, die kühle Gefühle spürte. Wäre ein Wille darüber ge- legen, hätte sie zugestoßen. Spitz und blank. Und wäre warm geworden in Röte. Die Menschen aber wanderten in die Kaue. Das war ein kalkweißer Saal zu ebener Erde. Lange Steintröge mit sließendem Wasser flankierten die Wände. Von der Decke Die Aniformschneider fordern Betriebswerkstätte« Die UniforuilieferungS-Schncider besckäftigten sich i» einer Vor- fammlung mit der Tagesordnung:„Betriebswerkstätten, Berufs« und Tarifsragen in der gegenwärtigen Zeit." Nach einem Referat uud anschließender Disknssion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die bei Schultz, KönigSgraben, versammelten Kollegen nnv Kolleginnen der Liefernngsbranche erklären hiermit:„Wir sind davon überzeugt, daß die Art der Vergebung von Aufträgen nicht dem Jnicrefse der Arbeiter und Arbeiterinnen entspricht. Wir fordern deshalb, daß die Behörden ihre Aufträge in eigen« Regie übernehmen und daß sie zu diesem Zwecke Betriebs« werkstütten einrichten unter vollständiger Ausschaltung deS Privatkapitals und der Zwischcnunternehmer. Wo bereits Be» lriebSwerkstätte» bestehe«, sind dieselben unverzüglich auSzubane» und zu Musterbetrieben zu gestalten." Im Schlußwort betonte der Referent, daß es nun mit der Au» nähme der Resolution nicht sein Bewenden habe» solle, sonder» jeder einzelne müsse in diesem Sinne wirken, um dem Ziele näher zu kommen und den Erfolg zu sichern. Achtung, Bauarbeiter! Die vom Bauarbeiterverband verausgabten Gammellisten für den Wiederaufbau des Leipziger Bolkshauses sind unverzüglich im Bureau des Deutschen BauarbeiterverbandeS, Engelufer 16, Zimmer 63, abzuliefern. Deutscher Banardeiterverband. Bezirksverein Berlin. Die Lederarbeiter und-Arbeiterinnen beschlossen w einer gut besuchten Versammlung die ablaufenden Tarife für die Weiß- uud Lohleder-Brauchc zu kündigen und neue Lohnforderungen zu stellen. Die Versammlung beauftragte die Tarifkommission, die Forderungen beider Gruppen auszuarbeiten und de» Kollegen zu unterbreiten. Den Bericht von der Gaukouferenz erstatteten die beiden Delegierten Bnrkhardt und Jäger, die den Kollege» empfahlen, für den Bezirkstarif einzutreten, da in der Prcviuz gegenwärtig bessere Löhne gezahlt werden als hier. Stundenlöhnen von 4,60—3,20 Mark in Berlin flehen solche von 6,00—7,00 Mark in der Provinz gegenüber. Die Versammlung beschloß, Schritte für den Abschluß eines Bezirtstarlfes in die Wege zu leiten. Um Groß-Berlin Der Kampf um den Magistrat geht mit unverminderter Heftigkeit fort. Wenn alle Stricke reißen, soll der Obervräst, dent helfen, eine nette Illustration zur Selbstverwaltung der Gemeinde. Der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Weyl hat die Mit- glieder der neuen Berliner Stadtverordnetenversammlung zu sechs Plenarsitzungen, die hintereinander stattfinden sollen, nach dem Berliner Rathaus eingeladen. Diese Versammlun- gen sollen nachmittags pünktlich um 4 Uhr beginnen und dürften von längerer Dauer fein, weil dreißig Magistratsmit- glieder in getrennten Wahlgängen mit Stimmzetteln gewählt werden sollen. Die Versammlungen sind anberaumt auf Mittwoch, den 22., Donnerstag, den 23., Freitag, den 24., Sonnabend, den 25., Montag, den 27. und Dienstag, de« 28. Septeinber. Ueber die Stellung der demokratischen Fraktion der preußi- schen Landesversammlung zu den Anträgen weiß die ,Mos- fische Zeitung" folgendes mitzuteilen: „Wie wir hören, hat die demokratische Fraktion der Landesversammlung sich heute in einer Fraktionssitzung neuerlich mit der Groß-Berliner Frage beschäftigt und be- schlössen, den Antrag der Deutschnationalen Volkspartei, die Inkraftsetzung des Gesetzes über Groß-Berlin auf un- bestimmte Zeit hinauszuschieben, abzulehnen, ebenso die vor- stehenden Anträge der Deurschen Volkspartet. Dagegen hat die demokratische Fraktion beschlossen, für den Antrag des Zentrums zu stimmen, der eine Absonderung der 88 11 tun- besoldete Stadträte) und 23(Wahl der Bürgermeister in den Bezirken durch die Bezirksvertretungen) verlangt. Die Zentrumsfraktion hat sich mit dem Antrag der Deutfchnatio- nalen bisher noch nicht beschäftigt. Der 25. Wahlausschuß J« der gestrigen Sitzung des Wahlausschusses zur Borbereitung der Mngistiatswahl von Berlin wurde zunächst ein Schreibe» des Oberpräsidenten durch Uebergaug zur Tagesordnung erledigt, da baumelte in gedrehten Wirbeln das verschwärzte Blau der Arbeitsanzüge. Man zog sich um. Die Luft stank von Schweiß und ver» schwitztcr Unterkleidung. Dann standen Akte, blanke Bronzen. Tatzcnbreite Klauen klatschten zum Spaß auf muskulöse Schultern. Krampsadern standen geschwollen auf Fleisch- klumpen der Oberarme und Unterschenkel. Geschlechtliches lag dumpfverkrochcn in den Höhlen. Rur das gewohnte Werfen init Zoten, das gering und automatenhaft war, täuschte Springlebendigkeit vor. Die Glocke ratterte wieder. Und ein Blöken schwoll wie Gedränge von Schafen im engen Stall. Hitzige Geräusche aus den Kehlen hatten aber kein Medium zu durchdringen. Juppchen stand mit hochroten Wangen und klopfenden- Herzens da. Etwas in ihm, das lange geschwiegen hatte, jubelte auf. Der Vater aber sagte plötzlich ganz barsch:„Marsck! hallo!" Und übergab den Jungen dem Schreiber und entfernte sich mit einem gleichgültigen„Glück auf!" Mit fünf anderen Burschen, die schon länger auf der Grube waren, wurde Juppchen in den Förderlorb geschoben. Dann ging es hinunter. Dreihundert Meter tief. Juppchen fühlte, wie sich alles in seinem Leib im Kreisel drehte und nach oben stieg. Sein Mund wässerte sauer, und seine Rase begann zu bluten. Da hielt der Korb mit einem heftigen Stoß. Die Burschen zerrten Juppchen heraus und stießen ihn durch den Quer- schacht zur Pferdehalle. Warmer Stallgeruch kam aus dem niedrigen Saal. An fünfzig Pferds standen da in Reih und Glied vor den langen Zemcntkrippen. Von der schwarzen glimmernden Decke bau- melten lange Lichterrcihen und der weiße Strahlengischt schäumte in die entlegensteii Ecken., Ein Halbinvalide führte die Aussicht über den Stall. Jupp. chen reichte ihm den Schein, den er vom Schreiber erhalten hatte, und bekam darauf seinen Platz angewiesen. Ein Äte- rer Bursche mußte ihn mit der Handhabung von Striegel und Bürste bekanntmachen und ihm das Füttern zeigen. Juppchen paßte mit hellen Augen auf und begriff sehr schnell. Er fühlte sich jetzt dem Willen des Paters überlegen und triumphierte innerlich. (Schluß folgt.} dasselbe eine private Meinungsäußerung' des OberprSfidenteu enthielt. Der Wahlausschuß hatte in seinen bisherigen Sitzungen Stellung gc- nommen zur Wahl der Fachstadträte und beschäftigte stch gestern mit der Wahl der verbleidenden 20 Magistratsmitglieder. Vyrgeschlagen wurden von der SPD die Herren: Dr. Löhning. Dr. Simousohp. Karl Koblenzer, Hugo Pölsch, Wilhelm Ahrens, Emil Wutzki. Kohl. Frau Grousky. Bon der USPD. die Herren: Otto Gäbel, W. Schöning, Karl Leid, Frau Dr. Wevl, EmontS. Hermann Radle, August Hinze, § ermann Ranke, Paul Brühl, Georg Stolt, Max Peters und errmaun Weise. Nach der Bekanntgabe der Borschläge der beide» sozialistischen Parteien verließen bis auf die Demokraten die bürgerlichen Parteien den Sitzungssaal. Die Herren Dr. Löhnina, Dr. Simonsohn, Kob- lenzer, Pölsch, LlhrenS, Wutzki, Frau GronSky, Leid, Frau Dr. Wcyl, Hinze und Weise wurden mit allen Stimmen, die übrigen Kandi- baten mit den Stimmen der beiden soziaiistischen Parteien bei Sttmmcnenthaltung der demokratischen Vertreter gewählt. Bezirksverband Berlin-Brandenburg Heute, Sonnabend 10 Uhr vormittags, Sitzung de? gefchäfts- führenden AusschusieZ in der Schicklerstraße S>S. Neu« städtische Anleihe. Der Magistrat hat soeben der Stadt- verordneten- Versammlung eine Borlage auf Genehmigung einer Anleihe in Höhe von Lök Millionen Mark zugehen lassen. Diese Anleihe soll zur vorläufigen Begleichung d«S nach§ 59 des Landes- steuergesetzes vom Reiche der Stadtgemctude Berlin geschuldeten Be- träges für Familenunterstützuugen und sonstige Kriegswohlfahrts- ausgaben dienen und wird in Gestalt von Schuldverschreibungen auf den Inhaber mit vierprozentiger Berzinsnng herausgebracht. Die Schuldverschreibungen sollen auf 10 000. 5 000. 2 000, 1 000, 500, 200 und 100 Mark lauten. Drohende Schließung von Rettungastellen. Der Verein der Aerzte des Grob-Berliuer Rettuugswcsens hat stch in setner Sitzung am 15. September mit der beabsichiigien Schltehuna der Rettungs- stellen tu der Adalbertstraße, Eicheudorffstraße und Koppensiraß« be- schäftigt, und in einer au den Aerbandsansschuß gerichteten Erklärung im Interesse deS hilfesnchende» Publikums entschieden Einspruch gegen die Schließung ei hoben. Der Berein steht in dieser eine große Schädigung des Publikums, da? durch die weiten Wege zur Rettungsstelle an der Rnssuchung ärztlicher Not Hilfe verhindert wird. Nament- ltch in der Nachtzeit, in der die Tttaßenbahnverbin düngen aufhören, wird eS der arbeitenden und minderbemittelten Bevölkerung fast unmöglich gemacht, bei plötzlichen Erkrankungen und Unglücksfällen den Arzt der Rettungsstelle schnell herbeizurufen, da der Fernsprecher zu dieser Zeit nur der wohlhabenden Bevölkerung zur Berfflpnng steht. Keine Stillegung der Fernsprechämter Rheingau und Westend. Durch die Berlmer Presse ging die Nachricht, daß die Fernspreck- ämtcr Rheinga» und Westend von einer Stillegung bedroht seien, da sich in ihnen Teile von belgischen Fernsprechvermitt- lungseinrichtungen befinden, die von der belgischen Regierung zurückgefordert und nun aus dem Betriebe wieoer Herausgenom- men werden müßten. Wie nun das Wolff-Bureau meldet, kann von einer unabsehbaren Einschränkung des Berliner Fernsprech- verkehre keine Rede sein. Das offiziöse Bureau verstchcri, daß selbst für den Fall einer Auslieferung der Apparatteile an die belgische Regierung alle Möglichkeiten erwogen und die Wege ieftgcleat stnd, wie die Frage technisch ohne Benachteiligung der Teilnehmer zu lösen sein wird. Große Aufregung, so wird unS geschrieben, verursachte am Mittwoch abend gegen K Uhr auf dem Bahnhof Warschauer Brücke die Fahrlässigkeit eineS jugendlichen SichorheitSbeamteu. Mit scharf- geladenem und ungesichertem Karabiner stolzierte er aus dem Bahn- steig umher. Plötzlich krachte ein Schuß, glücklicherweise ohne jemand zu verwunden. Ist es schon verurtcileuswert, daß die Sicherheits- beamten ein Gewehr in die Hand bekommen, um damit den Schutz des Publikums zu sichern, so ist öS einfach ein Skandal sondergleichen, auf verkehrsreichen Bahnhöfen unter Meuschenmassen mit scharf- geladeueu Flinten herum, uspazieren. Wer garantiert dafür, daß solche Fahrlässigkeit nicht wieder vorkommt? Was sagt die Eisenbahn- direiliou zu diesen Gefährdu«geu ihres reisenden Publikums? Elternbeiratswahl. Sonntag, den 19. d. Mts-, finde» tu der Städttschen Mädchenmittelschule, Minna- Caue r-S ch u l e, Ritter- straße 4-5. die ElternbetratSwahlcn von vormittags 9 Uhr bis nach- mittags 7 Uhr iu der Turnhalle statt. Aufgestellt sind 2 Listen, die christlichuupolitische und die Liste für die weltliche Schule, welche mit dem Namen„Henning" anfängt. Die proletarische Hilfsaktion. Der schweizerische Schul- verein wandte sich an die Kinderschutz-Kommisston um Verschickung von 200 Arbeiterkindern(Inhaftierten und Arbeitslosen). Der Transport wurde im Sinne unserer schweizer Freunde von der Kinderschutz-Kommisston in geschickter Weise erledigt. Und Muster- hafte Ordnung herrschte, trotz 4 Begleitpersonen bei den 200 Kindern. Kein Paket fehlte, zur Freude der Eltern und Kinder. Slls die Kinderschutz-Kommisston, dem Wunsche der norwegischen Freunde entsprechend, mit diesen Berbindungen anknüpfte zwecks Ber- fchickung von 1000 Kindern der USPD. und KPD. nach dort, er- schienen im Jugendamt Kriminalbeamte, die stch über das Treiben der Kinderschutz-Kommisston zu informieren versuchte». Es ist also anscheinend verboten, für USPD.- und KPD.-Kinder zu sorgen. Heimkehr der Lichtenberger Kinder vom Landaufenthalt. Die Rückbeförderung der vom städtischen Wohltahrtsamt zum Landaufenthalt entsandten Lichtenberger Kinder soll in Begleitung von Lchrpersonen wie folgt stattfinde»: 1. Kinder aus Ostpreußen am Donnerstag, den 90. September, 2. aus den Kreisen Ostpriegnttz am k. Oktober uud Grebenhagen am 8. Oktober; 8. aus dm Kreise» Ruppiu uud Weststernberg am Freitag, de» 8., und Sonnabend, den 9. Oktober 1920. Nähere Mitteilung geht den Landgemeinden und den Eltern zu. Soweit einzelne Kinder im Einvernehmen mit den Pstegeeltern noch länger auf dem Lande bleiben sollen» ist dem Wohlfahrtsamt baldigst Mitteilung zu machen. Die Beförderung erfolgt zum 4. Teil des Fahrpreises der 4. Klasse in der 3. Wagenklasse. SS ist Aufgabe der Eltern, ihre Kinder mit dem notwendigen Reisegeld auszustatten. Eine persöu- liche Rückmeldung der im Transport zurückkehrenden Kinder beim Wohlfahrtsamt ist nicht erforderlich; Lebensmittelkarten können vielmehr bei der Ausgabestelle in der Schule. Scharnwebn. straße, unter Vorlage des Stadtkindcr-Ausweises ohne weiteres iu Empfang genommen werde«. Die gewesene« politische« Gefangene««nd Inhaftierte« treffen sich am Montag, den 20., abends 7 Uhr iu d.m Lokal Mau- teuffelstr. 72(Baar). Bericht des Ausschuffes über deu Stand der Verhandlung mit der Regierung usw. Jeder Genosse muß im eigenen Jntereffe erscheinen. Entsprechende Ausweise sind mitzubringen. Der Ausschub. Die Jirkno-Saison eröffnet. Der bekannte Zirkus Stofch- S a r r a s a n t wird am l5. September sein Engagement im ZirluS Bu-ch mit seinem gesamten Tiermaterial und seiner mehrhundert- köpfigen Küustlerschar antreten. Ein Sommersest im Berliner Prater, Knstanien-Allee, veran- stalten dteGenoffru des 12 und 18 Distriktes am kommenden Sonntag. Anfang nachmittags 4 Uhr. Einlaß 8 Uhr. Da das Programm et» gutes ist, wird den Geroffeu der Besuch empfohlen. Außer dem „Neuen Tonkünstler-Orchefter" find der Gesangverein„Norden und „Neu Et wacht" sowie der Turuverelu„Fichte" zur Mitwirkung gc- wonnen worden. Aus den Organisationen t. Distritt. Abteilungssühiei haben zwecks Znformatian am E«nnab««b» K Ilhr bei Helmut zu erlchetnen.„., 7. Diftritt. Tic Teilnehmer zu dem am IS. September stattfindenden Ml« im Botanischen Garten treffen sich friib Uhr, Plast vor der Jlatngjj Warschauer-. Ecke Rcvaler Slratz«. Bon da an mit der Stadtbahn noch inch»» Ö? �em�Sonniaa. den 9.. tn de. S.Mha--� findenden künftlerifchen Vortragsabend stno noch bei allen Funltionere» e � g/WriU. Heute abend, 7 Uhr. bei Retifchlag. Schreinerftrast«. ''""—-n-niitalied-r und Funktionäre. Polllisch- Lage..»£ Äend 8 Uhr. nach Schtust de. AnnkiW» konferenz. wichtig« Besprechung, bei N-ttschlag, Schr-inerstrahe. � 9. Diftrilt. Rät« und«»»er!schosto!on>mtist»n. Heute abend, 7 Uhr. Eipn bei Tecgs, Bötzow-, Ecke Wollenberger Straße. 1l. Diitrikt. Am Sonnabend abend tann der Vortrag de« Genossen»»>" nicht stattfinden. 11. Sljtriki. Am Dienstag, den 21. 9., abend» 7 Uhr. kommunale Komr nnd Tchulobleute. Zusammenkunft bei Leuschner. Ackerftr. 110. Vortrag „Gefunghcilswesen". im 12. Dillrikt. Sämtliche Abteiluni ID. d. Mts.. um VjD UÖt, bei Hoffinnnn, Jiijojenst Ciiog« o. tuiflv 18. Listritt. Alle Funktionäre erscheinen heut« abend, pünktlich» Uhr," Hübner, Eaudystr. 16. Niemand darf fehlen...„ 15. Distrilt. Sonntag abend. 7 Uhr. Vorftand«ststung bei Petermann, t"" deraer Str. 15. Erscheinen sämtlicher Mitalteder unbedingt notwendig., 17. Distrikt. Di- tn dem Versammlungsberich» der Dlenetag'MorgenniU� enthaltene Angabe, daß die Forlsestung»er Mitgliederoersammluna aw f. Menden Sonntag stattfindet, ist ein« irrige. Dt» Fortsestung der Derlammu» findet statt am Sonntag, den 2ii. September,»ormittag» um V,V) Uhr.««Ig der Pumpstation. jceiirnugung vor Pumonnrion, oe» �remaiorrum» uno oer anderen kommune-, Einitchtungen der Gemeinde. E» ist Pflicht aller Funktionäre, an der Beim? guna teilzunehmen. E» findet ein« genau« Erklärung aller Einrichtungen Llchteaberg. Moutag, 7 Uhr. Vorstandssistung bei Schulz, Scharnw>/l>erstr. Dienstag, 7 Uhr, In der Aula. Parkaue, Mitatlederverfammtung. Tage-ordnu-x „Aussprache über die Bedingungen von Moskau." Mitgliedsbuch tegitims--" Wer mit den Beiträgen länger al» 8 Monate im Rückstond ist. hat W Zutritt. «dteeshof. Montag. 7H Uhr, Sitzung der Fraaenarbeitskommissio»" Vaschin. Sedanstr. 8.. Oberschineweld«. Sonntag, 10 Uhr, Sitzung der Veifister de» MieteinigillV amie« und de: Mitglieder»er Wohnungskommisston. bei Imberg. ,..j Nöntgental, Zepernick und Umgezend. Heul«. Sonabond, 714 Uhr, Im von?f?arx. Rönigenial, Bärwolsstraße, öslenlliche Wähleroersammtung. Tag-J ordnung: 1. Die politisch« Lag«. Nesercnt Senoste Brühl, z. Die Vedeutso des Kreistage». Vereinskalender Deutscher werlmeister-Veriand. Sämtlich« Werkmeister In der Mühlenindül� «ersammeln sich Montag, nachm.» Uhr, im Bureau, Etralauer Str. 5«, 1>7 Deutscher Tranoportarbetter.Berband. Sektion 5, Industriearbeiter,«onnrn- Stzh Uhr. in den Gesamträumen de, Gewerkschastshause», Engeluser. Prolestversammlung aller Packer, Lager- und Transportarbeiter und Arbeiterin--! aus sämtlichen Botrieben der Groß-Berliner Metallindustrie. Mitgliedsbuch d'f? ol» Legitimation.— Betriebsräte und Obleute der Sektion 5, ZndustriearbetN- Montag, tVj Uhr, bei Äarn», Voltastr. 87. wichtige Konferenz. Der ictchthotm gen Tagesordnung wegen ist vollzähliges Erscheinen notwendig. Legitimatioen karte und Verbandsbuch dienen als Ausweis., � Zentraloerbond der«itttcher, Wetnküsee und HUssartette». Valloersammlu»» Montag, S Uhr. im e'cw-i!Ichastsdaus. Saal 1. Vortrag de» Eenassen BS« merbaus über„WirttchaslepolUik und Gewerkschaften"... Verband soziatiltische» Lehrer. Heute abend, 7 Uhr, Vollststung, Hinter dS Sarnisonliiche. Wichtige Entichließuna. u Arbeit«'-Scgeltlub.Freternita». Heute abend, Hb Uhr, Sitzung im Kstck- hau». Köpenick, Maricnftr. 60. Nommission für Landesschulgesetzgetnng. Sitzung am Montag fällt an». Verantwortlich für die Redaktion! Lea Lieblchütz, Verlin-Friedenau. Le« antwortltch für den Inseratenteil: Ludwig �omeriner, Karlshorst. Verlagsgenossenlchaft.Freiheit"«. G. m. b. Berlin.— Druck der„Freiheu' Druckerei S. m. b. S..«erlin ck. 2.«reite Straße 8-0., Am f. Gktober erscheint, herausgegeben von Ernst däumig, CurtGeyer, Walter Stoecker «in« neu« politisch« Z«itschrtft, di« Kommunistische �nnöschan Bekannt« Genoffen de» In- und Auslande» haben sich zur Mit- arbeit bereit erklärt. Aufgabe der Zeitschrift soll e» sein, vom revolutionären marxistischen Standpunkt au», zu allen da» inter» nationale Proletariat bewegend« Fragen, Stellung zu nehmen. Sie erscheint zunächst alle lg Tage, später jede Ivoch«. va» ksest umfaßt l« bis 32 Seiten und kostet im verkauf z Mark. Bestellungen b allen Postanfi.(zg. Nachtr.) u. Parteibuchhdlg od. an Willi Elderfelö, Charlottendurg 2, Gutenbergstc. IS> Anfragen usw. an die gleich« Adresse. Trauringe Dukatengold 900 gest. Stück 180.- 14 kor. Gold 585 gest. 8 kor. 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