Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang ...LuKla«». Somit»»» me» flRoirtoe»«« FSrs�ÄSl-S aur""" HCT«t}B»»pTtt» 10,— M. i» aennu«ahlbar lxjng fuf)wn sämtlich» Pi 6«|0jf» fflt StMfchlr»b und p-zLglich B«luta-«uffch!a», prr Donnerstag, 23. September 1920 Rummer 399. Abend-Ausgabe� »I», 2845, 451««Ol. Ut\ 4M«, j SerRner X)tym btr Vnofiößitßfft&t StyMbemofraUe SMttftjtfanösi Der österreichische Wahlkampf von Zttlta» Vrannthal-Wie«. Der VZahlkampf, der w den nächsten Tagen w Oesterreich insetzen wird, wird der erbittertste, hätteste und ungestümste lerden, der jemals ausgefochten wurde, den« die Spahl am 7. Oktober wird für die Geschichte der jungen Republik von weittragendster Bedeutung werden. Der Zusammenbruch der ZentralmSchte hat der österreichi» ,Jn �mikles Maß von Macht in die Sozialdemokratie hat dies« __|___ J. siwisinmcw lt. eines der freiesten repudlttaniilyen tvcmi-tnwesen Eu- pas aufgebaut und sie hat ein sehr fortgeschrittenes Ar» ttsrecht geschaffen. Während in Budapest und München e RStedirtattrr der Konterrevolutton den Weg berettete, elt die österreichische Arbeiterklasse den Verlockungen von sten und Westen stand und wehrte dadurch den Sieg der eattion ab. In diese« beide» Iahren find aber die Mächte der Konter» oolution in ganz Europa gewaltig erstarkt. Deutschöster» ich ist das ärmste aller Länder, am bärtesten durch de« ."-— f..*/fctrinr(h>ii verarmt. Der stkriede. den ------------ � d-n Öest�. fieta nur das steinige, unfruchtbare Gebirgsgelände. die lenarme« Kalkalpen, ein Land ohne Rohstoffe und Le. �SiMon�stad� die Rc?� OsttaK "" an* den Quellen des eigenen Lan. ,z, OU4' beispiellose " aersnot oiänner �-�Ä�/oaeraf�t' �Dieser unerhörten, m der Welt- "tig allgemeinen und im St. Germainer Fried« �N-kris- �Z& Not steht natürlich auch die So» lesonderen b�ru g�er. Diese Not ist aber Hel» »emokrati« mach Leistung der Sozialdemokratie, Helfer der �°kti-«�te r. � z���ionenvoll zwei k � K?edite und Käufe im Ausland« gesichert z« r« durch Kred Kcaftion her Bevölkerung. Sie ver» n. verschweigt v �ot und macht dafür die So- l nur auf df* Das wachsende Finanzchaos »enwkratie ve a Sozialdemokratie, die rücksichtsloseste rg naturgemasi fordern. In der Tat gelang es. euerung de» 9 � werden zu lassen, die den Be- Bermogensabgabe��d�rstandes der Reaktion freilich lden infolge d doch einen erheblichen Teil ihres �°lle- übe lu.ge, � Steuergesetze zu schaffen. htums konsisz � Revolution zugewachsenen Ver- zie lm Krieg« u � �xus einen schweren Tribut en hart ergr! Steuerzahler, die über die ganze "l- 5»- Emp�ng damit über einen erheb» K-t öffentlichen Meinung, wendet sich daher mit n Teil der?ne Sozialdemokratie. Die Sozial- ' Ä eindringlich als den Weg aus den österreichi. akratie hatein g � Deutschland gezeigt. Der An- 1 an D-utschand ist der Anschluß der ß D-utschost lution an die deutsche Revolution. creichisch-n /b..'»amte Reaktion zu der einen kom- er verbundet siw Znschlusi an Deutschland. Kämpft en Müsse o-S���terklasse$ die Vereinigung mit dem Ssterrelchlsche t0 die gesamte und geeinigt« lutionaren d-u im Oesterreichs mit dem konter- ttion für di-«er-r in der Wahlschlacht vor �m�den auswärtigen Kurs Oesterreichs in den nächsten ren si-�ss�de Europas hat die Konterrevolution sc n kemem Laave Hniiarn> Die ungarische Arbeiterklatt. zllendung dl-- � x Die Absallsbewegung der e Republck"N lands wird erst ms Rollen ge- rndc und Suoo Horthys liegt, wenn der Habs» wenn Wwn einzieht. Daher ist der französische iC Kai er l" Eifer bestrebt, die Reaktwn Oester- -lL°M-«tt�lem�'l� LeMndigung Oesterreichs vtft Der polnisch-litauische Konflikt Eine Unterredung mit dem Außen- minister Dr. Purickei (Eigener Drahtdertcht der.Freihett'� Kowno, 21. September. Uns« Korrefponbent hatte gestern eine längere Unterredung mit dem litanifchea Minister d«S»uSwättigen. Dr. Paricket. Aus die Frage über dt» Ursache d«S polntsch-lttanischen SouflMeS erklärt« der Mnister: Der«onfliv ist folgendermaßen entstallden. Die dorbrkgende» volfchewiste» hatte« die Pole» anch auS de» Gebiete« zurückgedrängt. die litauisches Terriiorinm»ach ihrer Bevölkerung»nd nach den, Friedensverträge mit Rußland darstelle». Sie haben deshalb anch de» größte» Teil dieser Gebiet« sehr bald unserer Berwaltnng über- gebe»,«l» nun der Rückschlag bei der russischen 4. Arme« eintrat. drangen die Pole« in die« litauische Gebiet ein. Mr erhoben am 27.»ngnst gegen diese? Vorgehe« in einer Rote Protest«nd erklärten, daß wtt auch ferner bereit seien, die Neutra- lität»» wahre». Damit aber kein Konfliktstoff zwischen Polen»nd Staue» entstände, müßte» die Polen die lttanisch« Grenzerespe!- tiefen,«u der Stelle, wo die Grenze noch nicht feststehend und zum Teil strittig sei, solle eine Demarkationslinie verein- bart werden. Mr erhielten anf dies« Rote zunächst keine Autwort. Statt dessen erschien eine polnische Delegation in Kownv mit dem Angebot»in« polnssch-litauische» Militärkouvention, das wir selbstverständlich ablehnen mußten. Während wir aber hier »och mit der polnische» Delegation verhandelten, griffe» die Pole» plötzlich unsere bei Augustowo stehenden schwachen Abtei« Inngen an. Bei dem entstehende» Kampfe gab eS Verwundete und Tot««nd uns«« Truppen wurden bis über Suwalkt und Eeioi hinaus zurückgedrängt. Da dies alles vor Beendigung der fchwe« benden««Handlungen geschah, sah die Utanische Heeresleitung sich gezwnng», ihrerseits Trupp« zu konzentrieren und die Polen wieder au» de» eroberten Gebiet« zurückzndrängeu. Unsere Trupp« nahm« also Eeini und Smvalkt wieder in Besitz«nd drang« bis Augustowo vor. Am 4. September endlich kam die polnische Antwort«ms unsere Note vom 27.«ngnst. In dieser Note schlägt die polnisch« Regierung uns die sog«a»nte Linie vom S. Dezember 191» zur Auerteurnng vor mit der Behaupwng, daß diese Linie vom Obersten Rat anerkannt nud genehmigt sei. AlleS, wa» westlich dieser Linie liege, solle zu Polen gehören. Wir hatten von dieser Linie offiziell keinerlei Kenntnis. Der Oberst« Rat hatte «n» von dieser Linie und seiner angeblich« Entscheidung»temalS MUteilnug gemacht. Auch die hier anwesend« Ententevertreter wußten nichts von dieser Linie, ja. der ftanzöfische wie der«nglisch« Vertreter erklärten mir anf mein Defrag«, daß fie zu« erst« Male von dieser Linie hörte». Mr antwortete» deshalb anf die polnische Rote, daß diese Linie, von deren Sxist«z wir von Seit« der Entente nicht unterrichtet«är«. litauisches Gebiet«wschließe und deshalb für un»»n au nehm bar fei. Außerdem würde das Aufgeben dieses Gebietes eine Verletzung der Neutra- lität bedeuten, da c» d« Polen alZ Aufmarschgebiet flog« Grodno dienen könnte. Wir erklärten aber unsere Bereit- schaft, über die ganze Frage mündlich zu verhandeln. Jnzwisch« setzte ei»»ener polnischer Angriff ei«. Die Polen hatte» von der inzwischen ruhig geworden««sstschen Front Truppen zurückgezogen und griffen mit diese» parken Reserven unsere Trupp« an«nd drängt« fie wiederum bt» Scini zurück. In einer uen« Note erklärt« stch die polnische Regierung zu Verhandlungen bereit, beschuldigt«»nS fälschlich mehr- facher NeutralitätSverletzang« und bestand tm übrige» anf der Forderung der Ltnto vom ö. Dezember. Obwohl in den milt- tärischen Operationen eine neue Wendung etugetret« war und wir die Pol» wieder üb« Eeini hinan» zurückgedrängt hatten, erklärt« wir uu» bereit, anf Grund der polnischen Lorschlig« zu verhandeln. Anf Grund dieser»nferer Rote vom 12. August trat am 14. August der Waffenstillstand w Kraft»nd die Verhandlungen in Kalwarta begann«. Hebet We Verhandlung« selbst erklärte der Minister ausveftage» Die Polen besteh« anch weiter anf der Linie vom 8. Dezember. Da wtt uuS zur Zeit in sehr günsttgerSitnation befind« nnd'! die Polen weit zurückgedrängt haben, so wäre eS nnserersett» et» sehr weitgehendes Entgegenkomme», wen» wtt diese Linie anerkennen würden. Wir haben deshalb die Forderung der Pole» abgelehnt, habe» ihn« aber ein Angebot über die Errichtung. «wer vorläufig« neutralen Zone gemacht. Anf dtefeg An» gebot haben wir noch keine Autwort. Die Lints vom 8. Dezember aber muß für nns deshalb unannehmbar bleib«, weil sie Gebiet» mit litauischer Bevölkerung an Polen fallen läßt. Unser Korrespondent fragte dm Minister nach dm Beziehungen- dcS litauisch« Staate? zu Rnßland. Der Minister antwortete: Die Polen beschuldig« uns geheimer Verträge mit Rußland. Wtt haben außer dem Frled«svertrage mit Rnßland keinerlei Verträge. MS wir den Friedensvertrag in MoSka» intter- zeichnet«, haben wir erklärt, daß wtt es nicht al» eine.feindselige Handlung betrachten würden, w«n die Russen im Verlaufe der Kämpfe gegm Polen litauische Gebtete besetzen würden, die t» dm Händ« der Pol« seien. Die Pol« versuch«, daran»«in« N«<- tralitätsbruch zu konstruier«, obwohl ihn« sehr gut bekannt ish. daß fie selbst ja diese Gebiete zu militärischen Operation« benutzt haben, daß sie in ihrem Besttz war«, so daß wir weder da» Recht »och die Macht hatt«, den Russen d« Einmarsch in dies« Gebiet» zn verweigern. Die Russen haben übrigen? keineswegs all« Uta«» tscheu Gebiete besetzt, die die Pol« besetzt hatten, sonder» nur die» j«ig«, die für die militärischen Operation« unbedingt notocndiP waren. Ueber dttse Gebiete ist alsbald ein Ränmuna 8« abkomme» getrost« worden, wonach die» Territorium in drei Zone» geräumt werden sollte. Die Russen habe» sich genau an dieses Abkommen gehalten, habe» die erste und zweite Zone bereit» vollständig geräumt und ebenso auch große Teile der dritte» Zone. Nur da» Gebiet an der für die militärische« Operation« notweu- big« Bahnlinie Grodno— Lida— Molodetschu» ist noch! w ihrem Besttz. Die Russen habe» also alle ihre Ver- pfltchtungen in loyalster Weise erfüllt. Als betz- fptelSweise litauische Bolschewisten versucht», in Wilna eine«ig«» Regierung zu errichtm, wurde dieseS Borgeh« w Moskau nicht gebilligt und der Versuch scheiterte völlig. Anch für dtt tnfolg» der Okkupation in dm besetzten Gebiet« angerichtet« Schäden hat die «sstsche Regierung vollen Ersatz zugesagt, so daß nuser» Beziehungen zur russisch« Regierung durchaus gute find. Der Warenaustausch zwischen unserm Land nnd Rußland wird demgemäß in kurzem begiune». Wtt müssen dabei allerding» einige Vorsicht walten lassen, damit nicht infolge der Billigkeit unserer Waren gegenüber den Preis« in Rußland allzuviel nach Rußland abströmt. Der Warmverkehr wird deshalb in kurzem normiert Verden. Auch für deutsche Waren wird dann der Weg durch Litauen «ach Rußland geöffnet werd«. Znr Zeit find allerdings»och einig» Wege nicht ganz in Ordnung. Ueber die deutsch-litanische»»eziehunge» äußert» sich der Minister, nachdem er feiner lebhaft« Freude über die An- Wesenheit eineS deutsch« Presse-Vertreters in Litauen Ausdruck gegeben hatte, daß er mit Gmngtunng feststell« könne, daß die Beziehung« zwischm beiden Ländern dt« denkbar best« feie». Er hoffe, daß in allernächster Zeit die Verhandlung« über ei» Wird schaftSabkommen zwischen Deutschland und Litauen beginnen würde». .Wtt find bisher lediglich durch dringende politische Anfgaben von dies« Verhandlungen abgehall« worden. Wir führ« aber hentt schon sehr viel War« nach Deutschland a«S. Aber mich hier muß eine Normierung eintreten anf der Basis von Kompmsatio» im Warenaustausch. Unsere AuSfnhr übersteigt ja zur Zeit unsere Ei», fuhr erheblich. In dm erst« vier Monaten Hab« wir schätzung», weise für 400 Million« Mark ausgeführt nnd nur für 80 Million« Mark eingeführt." Über seine bevorstehend« Reise nach Westearopa sagte der Minister, Ich werde mich in einig« Tag« nach Berlin und London begebe», um dort mit dm leitend« polllisch« Kreis» Fühlung zn nehmen und die wichtigen schwebend« politisch« Frag« ,n kläre« Auch die wirtschaftlich« Verhältnisse werden bei dies« Besprechung« berühtt werden müss«. Anf der Rückreise werde ich dann anch Parts berühr«.(CopyHgM Im Amenct bj CMe«co Tribaae.) j mit Ungarn zu forder«, die Restaurierung der Habsburger zu verwirklichen. Liegt die Reaktion in diesem Wahlkampf entscheidend, dann wirst sich Oesterreich in Ungarns Arme, dann steht der neugebtldeten„Kleinen Entente" die Union der französischen Protektoratsstaaten Oestorreich-Ungarn ge- genüber. Ein neuer Kriegsherd ist geschaffen, dessen Flam- men das ganze Europa verzebren mühten. So kämpft die österreichische Arbeiterklasse in diesem Wahlkampf wahrhaftig um hohe Güter. Sie kämpft, indem' sie für den Bestand der Republik kämpft, für die Demokratie Europas, für den Frieden: sie kämpft, mdem sie für den An- schlusi an Deutschland kämpft, für die Einheit des deutscheu Reiches, gegen die Abfallsbestrebungsn Bayerns und der Rheinlande: sie kämpft, indem sie sich dem franko-maayari- schen Einkreisungsplänen widersetzt, für die europäische Revo- lutwn. In der Wahlschlacht werden daher die Schicksals- würfe! nicht allein der österreichischen Arbeiterklasse, sonder« der Arbeiterklasse überhaupt rollen. Die Hauptlast in diesem Kampfe ruht auf den Schulter« der Sozialdemokratie. Das reaktionäre Bürgertum ist in zwei große Parteien gespalten: der Partei des katholischen Klerikalismus, den„Christlichsozialen" und der Partei des sogenannten freiheitlichen deutschationalen Bürgertum», den „Eroßdeutschen". Die Christlichsozialen haben von Anüe, ginn gegen den Anschluß an Deutschland gekämpft, den An» [chluß bisher vereitelt und ein Bündnis mit dem reaktto- narcn Ungarn erstrebt. Die Großdeutschen haben zwar den Anschlußgedanken in ihre Wahlparole aufgenommen, aber in der Praxis sich in den Dienst der franko-magyarischen Ein« kreisungspläne gestellt. Sie bekämpfen mit derselben Heftig. keit wie die Christlichsozialen die republikanischen Instituti» nen Oesterreichs: in der großdsutschen Presse erscheinen w» fit b«n christNchsozlalen Blättern, gleichlautende, seitenlange, von Budapest undPrangins bezahlte Inserate, die gegen oie Aiischlußpolitik der Sozialdemokraten, für das Bündnis mit Ungarn und die Restaurierung der Habsburger Stimmung machen. In ihrem Kampfe gegen die Arbeiterklasse verraten sie die deutsche Nation und ebnen der sranko-magyarischen Politik die Wege. So ist die Reaktion zu einer Unterschieds- losen Masse zusammengeballt, die nur eines erstrebt: die Niederwerfung der Arbeiterklasse und die Wiederaufrichtung der habsburgischeu Monarchie. Mit einer Verblendung sondergleichen leisten die öfter, reichiichen Kommunisten in diesem entscheidenden K'm-zfe der Reaktion unfreiwillige Helfersdienste. Die öfter» -ecchtschen Kommunisten haben anfangs die Parole ausgege- den: Keine Wahlbeteiligung zu diesem bürgerlichen Parla- ment: jede gültige Stimme zur Wahl, so erklärten sie in ihrem Flugblatt, bedeutet ein Bekenntnis zum kapitalistischen. Staat. Jr.des kam von Moskau an die österreichischen Kom- nmmsten Order, sich an den Wahlen zu beteiligen. Dem Bs- fehle Lenins haben die Kommunisten sofort entsprochen und ihre erste Wahlparole umgeworfen. Der Wahlkampf der Kommunisten richtet sich aber nicht gegen die Bourgeoisie und die Reaktion, sondern gegen die Sozialdemokratie, die ste, seit sie das Parlament auch zur„posttipen Arbeit" benutzt, des Verrates an der Arbeiterklasse zeiht und deren Niederlage ste nun erstrebt. Die Kommunisten worden kaum in größerer Zahl ins Parlament einziehen. Ihre Widerspruchs- volle Politik in den zwei letzten Iahren. die, hatte sie Erfolg fiehabt, der österreichischen dusselhe Schicksal mie der ungari» wen Arbeiterklasse bereitet hätte, hat ste bei den breiten Masten diekrediriert. Aber es wird ihnen doch gelingen, einen Teil der malkontenten Arbeiter um sich zu sammeln, der Sozialdemokratie einen Teil ihrer Stimmen zu ent- zieben und ihre Machtstellung im Parlament zu schwächen. Tausende über das ganze Reick, zersplitterter Stimmen der Kommunisteil werden in dem Wahlergebnis nicht zur Gel- tung kommen, aber der Sozialdemokratie verloren gehen. Die bürgerliche Reaktion bemüht stch mit allen Kräften, die Sozialdemokratie zu diskreditieren: in diesem Bestreben findet sie Unterstützung durch die kommunistischen Agitato- ren. So befindet sich die Sozialdemokratie im Kreuzfeuer zwischen rechts und links. Die Front der Reaktion ist gegen die Arbeiterklasse ge- stblosten und festgefügt. Die Verantwortung für das Ver- hängnis, das die Arbeiterklasse durch den Sieg der Reaktion bedroht, fällt auf die kommunistische Partei, die die prole- tarische Front zerrissen und daher die Aktionskrast der Ar- bsiierklaste geschwächt hat. mit voller Wucht. Es gilt in diesem Wahlkampf die Einkreisung des mitteleuro- päischen Sozialismus zu vereiteln— und die Kom- munisten unterhalten stch über Zweck und Nutzen der Rätcdiktatur und des Parlamentarismus. Es gilt die bedrohte proletarische Machtstellung in der Re- publik gegen einen unerhörten Ansturm der geeinten Re- aktion zu sichern— und die Kommunisten nützen den Wahl- kämpf aus. um die Spaltung der Arbeiterklasse zu vertiefen. Die konkrete Aufgabe der Revolution für das österreichische Proletariat ist die Behauptung der republikanischen Berfas- sung unseres Gemeinwesens und der Anschluß an Deutsch- land. Aber die Kommunisten halten ihre Blicke star.r nach Moskau gewendet und wissen nur eins: das Gedeihen ihrer Partei. Die engherzige, phantastische Politik der Kommu- nisten hat in Ungarn zur furchtbarsten Niederlage des ungar- fudischen Sozialismus geführt- in Oesterreich wird sich die artet wohl stärk und festgefügt genug erweisen, um d« röletariat vor schwerstem Schaven zu bewahren.-•" Ungarische Korruption in Oesterreich Die Chriftlichsozialen als Stipendiate« Horthys TU. Wie«, 22. September. Die..Wiener Arbeiter-Zeitung- veröffentlicht den Wortlaut zweier Briefe, welche der Pressechef der Wiener ungarischen Gesandtschaft, Dr. Reich, an den(fhef der Presseahteilung im Ministerium des Aeuheren, Eckhardt, gerichtet hat. In diesen beiden Briefen beschäftigt sich Dr. Reich mit der Unterstützung der Wiener Ehristltchsozialen Blätter bei den bevorstehenden Wahlen und verweist darauf. datz es besser wäre, wenn diese ungeheuren Kosten von der politi- ichen Abteilung bezahlt würden, weil im Dispositionsfonds solche Herbst-Herrlichkeiten Die Heide blüht... � �..,.,, Die blassen, bescheidenen Blüten des Heidekrauts leuchten und leben in dem gedämpften Glanz und Gold der Herbstsonne. Durch Wochen war der Himmel schwarz, und schwere Regen schütteten auf die Erde. Bisweilen stietzen die RegenstrSme so stark, als ob sie mit einer Wucht und Wut sondergleichen vom Himmel auf die Erde gerissen würden. Aber dann siegte die Sonne. Nach der vielen Feuchtigkeit blüht das Heidekraut mit ein« seltenen Fruchtbarkeit und die feine» Farben funkeln eigenartig und zart in d« holden Herbstsonn«. Herbst-Herrlichkeit. � 3« der Nähe der Heide mit den unendlich vielen Blüten, die gleich Perlen und wie matte Korallen an Stengel und Stiel Neben, ein Kartoffelfeld. Eine große Anzahl Arbeiter ist fleißig am Werk, die Frücht« zu ernten und in groß- Säcke zu sammeln. In der Berliner Universität war unlängst dieser An- Achtung! Notleidende Studenten! Rittergut Marienhöhe bei Saarow sucht Studenten zum Kartoffelausmachen. Freie Fahrt dritter Klasse bis Fllrstenwalde. Dann Fußmarsch iH Stunden!! Pro Korb Kartoffeln fünfzig Pfennige!! Nach fachmanrnfcher An- öcht können täglich dreißig Körbe Kartoffeln geerntet werden.. Gutes, gesundes Essen aus der Feldküche. Abends gesellig« Unter- Haltung. Unterkunft im Sommerlager, Zelt mit Fcldbein�. Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln. Aber die klügsten Rittergutsbesitzer hängen stch ein soziales Mantelchen um l,äoir steuern der Not der Studenten!"), drücken die Preise und haben die billigsten Kartoffeln, die sie am teuersten verkaufen. Hubst-Herrlichkeit des Herrn �Rittergutsbesitzers. Am Rand des Waldes Villen. Groß, prunkend, protzig. Hier hat noch nie ein Kommissar der Republik— ganz bescheiden natürlich— mit der Frage angeklopft, wie viel obdachlose Fa- mitten ftn den unbenutzten Räumen Zuflucht aus langem Elend und Schutz vor dem Winter finden können. Hinter jeder Villa hochragende Haufen Koks. Hier kennt man kein Klagen und Zogen vor der Kälte des Winters.— Aus dem Wald kommen in langem Zug gequälte Menschen. Ungefüge Bündel Holz auf dem Rücken gebunden, keuchen nc, schier erdrückt vvw der Last, nach der wetten Wohnung. /großen Summen zu sehr ins Auge springe» würde«. Ekeichzeit, ' teilt« Dr. Reich mit, daß er die ihm überwiesenen zwetMillto- n e n Kronen an den Bestimmungsort gelangen ließ und die be- treffende Stelle stch verpflichtete, 8b Prozent des vollen Betrages für Inserate zu verwenden. Die„Arbeiter-Zeitung" wendet sich im besonderen dagegen, daß außer den christlich-sozialen Blättern auch das großdeutsche Blatt„Deutsche Tageszei- tung" dieses Inserat aufgenommen und sich gut bezahlen lieh. Die Rigaer Verhandlungen Ei« Funkspruch Dombskis TU. Warschan, 23. September. Wie ein Funkspruch Dombskis aus Riga besagt, scheint die russi- sche Delegation, und besonders ihr Vorsitzender Joffe, jetzt im Gegensatz zu der Konferenz in Minsk den ehrlichen Willen für einen Per st ändigungs frieden zu haben. Die nächste Plenarsitzung der Friedenskonferenz �wurde auf Freitag, den 24. d. M., nachmittags I Uhr, angesetzt. Tschitscheriu kommt nach Riga TU. Riga, 23- September.(Telunton.) Wie der Korrespondent des Eazetta Warczawska" aus Kreisen der russischen FriedensdeleLation erfährt, wird die Ankunft Tschitfcherins in Riga für Anfang nächster Woche erwartet. Russischer Heeresbericht Moskau. 22. September. Russischer Kriegsbericht vom 2t. September: In der Gegend von Grodno hat der Feind starke Truppenkonzentrationen vor- genommen und die Offensive ergriffen. Auf einer Front von bü Werst sind fortgesetzt Kämpft im Gange. In der Gegend pon Wolkomgl-k wird mit wechselndem Erfolg gekämpft, 2mt haben mehrere Maschinengewehre erbeutet. Nordwestlich von Prushang haben wir einige Ortschaften ini Sturm genommen. Im Gebiet von Husiatyn haben unsere Truppen längs des Zbrucz Stellungen besetzt. Im Krim abschnitt halten die örtlichen Kämpft bei Aftxandrow an. Polnischer Heeresbericht Kopenhagen, 38. Eeptemder. NaÄ einem Telegramm au? Warschau besagt der polnisch« Heeresbericht yom 22. Eeptemher, daß die polilifcheu Truppen jetzt an der EÜdfront das ganze Bebtet bis zu« Zbruez erobert haben. Di« Stadt Pruzanq ist in polnische« Hände«. Die Litauer ziehen neue Stretlkräfte zusammen. Ei« ganzes Regiment Budjennys gesauge« HR Warschau, 28. September. Bei der Sinnahme von Klewan hat«in ganzes Regiment von Budjennys Heer kapituliert. Budjenny selbst wurde ernstlich verletzt. Der englische Konflikt voudo«, 22. September. Die Konferenz zwischen Lloyd George und den Dele» gierten des Rrbelterdreibinde» am Mittwoch Abend dauert« 3',i Stunden. Dft Delegierten des Dreibundes werden üb« die Berhandiungcu in d« Vollversammlung am Do«n«stag vormittag Bericht erstatten. Es verlautet, d«ß Lloyd Georg« ieiue» Standpunkt aufrecht erhalten habe, daß die Frage de, Lohnerhöhungen eiuew Schiedsgericht zu unter» breiten fei. London, 83. September. Einer Reutermeldung zufolge schlug Lloyd Georg« bei der gestrige» Konserenz«u de» Delegftrten de« Arb.lierdrclbuüdc» vor. daß die Bergarbeit« und W«ktesitzer sich dahin einige», daß die Erhöhung de» Löh««»»»der Erzeugung ab» hiingig gemacht wird. Er schlug vor, daß eine Mindest« erzeugt) na festgesetzt wird und daß alle Ueberproduktion eine besondere Entlohnung zur Folge hat.- Die Mindesterzeugung soll sich unt« dem augenblicklichen Stande bewege»! dadurch würde «in« sofortig« Lohnerhöhung gesichert sei». London, 22. September.(Reuter.) Der verhängnisvollen Sitzung des Dre"-"nd«», die heute in London stattfand, um üh« den drohenden Bergarbeiter� streik zu beraten, wohnten etwa sog Deleglert« bei. Am späten Rachmfttag wurde verkündet, d« Kongreß habe beschlossen. eine Abordnung zu Lloyd George zu«ntfenden, um von der Regierung nachträglich die Annahme der Forderungen � arbeit« zu verlangen. Lloyd Georg« erklärte sich bereit die Ab- ordnung zu empfangen. Der Winter wird lang und kalt sein. Die Kohlen ab« find teuer und für Haus und Herd der kleinen Leute werden sie wieder rar sein und nicht reichen. Herbst-Herrlichkeit des armen Mannes. In de« Schaufenstern d« großen Modewarengeschäfte alle Schätze und Schönheiten der Welt. Hüft. Federn. Kleider. Schirme, Schuhe, Samt. Seide. Pelze: und die Preise für die. die Macht und Millionen haben. Da» war so gang und gäbe unt« dem Eottesgnadentum der Monarchie und behält sein« Richtigkeit unter der Republik. Die Sonne ist gesunken, und die Lust ist klar und kalt. Durch die Schar vor den Schaufenstern schieben sich zwei Menschen. Sie im bloßen Kopf, ein verschlissenes, abgegriffenes Tnch um die spitzen Schultern, und mit einem fadenscheinigen Rock, dessen Farbe nicht mehr erraten werden kann. Er in einer schäbigen, schmutzigen Militäruniform mit vielen großen, grausamen Schicksalen. Der rechte Aermel der Litewka ist leer,"und den erbärmlichen Körper tragen Krücken. Beide sehen aus wie Menschen, die lange nicht mehr wissen, wie wohl Un voller Magen tut. Di« Frau schaut auf die Schätze im Schaufenster. Man kann in dem von Sorge und Mühen zermarterten Gesicht nicht lesen, was in dieser Seele lebt. Neugier, Neid, Verlange«. Verzweiflung, Eier, Gleichgültigkeit, Trauer, Trotz? Dann gehen sie. Dann sagt er:„Siehst du, Mutter, wenn ich nicht mußt Soldat werd'n und nu nich' Krüppel war' und meine Arbeit hätt', könnt' ich dir auch sa«a» Feines und Warmes für den Mint« kauf'»!" » Herbst-Httrlichteiten! Karl Fischer. Rätewahl im Walde Wir find Steinbrecher. Zwölf Mau« find wir. Uns« Steinbruch liegt auf dem„Spttzenberge". Mitte» im Eichen- und Fichtenwald. Der Betriebsrat und sein Ersatzmann sollen gewählt werden. Wir hocken auf der Bruchstelle. Basattgestein umsteht u«S. Ernst «nd stillschweigend. Und hohe schwarzseldeue Fichte». Leise trillern sie ei» sonniges Stachmtttagslted. St» schriller Pfiff. Da» war der.Markwarf, de» Eichelhäher. Preisgabe des eigenen Willens Ein gewaltiges Aushebens macht der ,, Vorwärts" von de« Beschlüssen der gestrigen Sitzung des Reichskabinetts über die scharfe Anwendung oer Steuergesetze und die Anbab- nung der Sozialisierung der Kohlenwirt»- schaff. Das Blatt erblickt in den Beschlüssen die Bereift schaft des Kabinetts zu„tief einschneidenden finanz- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen" und behandelt de« ganzen Vorgang so, als seten Besitzsteuer und Sozialisierung bereits beschlossene Tatsache, und zwar in einer Form, d i e die Arbeiterklasse fordern muß. Darauf kommt es nämlich an. Man weiß, was alles in Deutschland als Sozialisierung und Besteuerung des Besitzes bezeichnet wurde — unter Zustimmung der Rechtssozialisten. Das Reichsnoft opfer, das vom„Vorwärts" erwähnt wird, gibt selbst ein Bild davon. Es ist weder ein Opfer, noch eine wirksame Be- steueruiig des Besitzes, fondern führt einige Notpfennige in die Kassen des Reiches. Es ist die Ätrappe einer Besitz- steuer, angefertigt zu dem Zweck, den Besitz vor wirksamer Besteuerung zu bewahren. Und wie die Cozialisierung des Kabinetts der Schwerindustrie aussehen wird, bleibt doch noch abzuwarten. Das Gute an den Kabinettsbeschlüssen ist nur, daß sie uns versprechen, das Kabinett werde durch die Unterbreitung des Gesetzes über die Sozialisierung sein.Ee- ficht bald enthüllen. Werm der„Vorwärts" bei dieser Sachlage schreibt:„Die Sozialdemokratische Partei wird ihn aufmerksam prüfen in der Abficht, nicht von vornherein verneinende Kritik zu treiben, sondern etwas Positives zustand« zu bringen, das der Gesamtheit frommt", so kommt schon diese Wendung einem Blankavertryuensvotum ziemlich nahe. Diese Aeußerung erinnert peinlich an die bekannte wohl« wollende Neutralität der Nechtssozialisten gegen- Über dem Kabinett und verstärkt die Neigung, die von der Parteipresse der Rechtssozialisten zwar dementierten, aber in der Oeffentlichkeit hartnäckig aufrechterhaltenen Gerüchte glaubhaft zu finden, daß sich die Rechtssozialfften in jüngst stattgefundenen Verhandlungen wiederum zu einer solchen unkritischen Haltung bereit erklärt hol»'». Der Eindruck wird gestärkt durch die weiteren Be» trachtungen des heutigen„Vorwärts", in denen es heißt: „Seine Darlegungen zeigten unwiderleglich, daß wir uns auf einer schwindelnden Fahrt in den Abgruiw befinden und daß uns nur schärfstes Äuziehen der Bremse— vielleicht noch— retten kann. Das Kabinett ist ihm willig auf de« Weg gefolatz von dem« sich Rettung verspricht. Die Parteien werden nicht umhin können, das gketche zu tun, wobei Ueberprüfung v:o:n Einzelheiten natürlich vorbehalten bleibt. Dabei mitzuwirken ist die Sozialdemokratie, auch außerhalb der unverändert bleibenden Regierung stehend, de» reit. Es bandelt sich um letzte Schicksalsfragen unseres Volkes, bei deren Lösung sich keine Partei der sachlichen Mitoer- antwortung entziehen kann." Eine solche Haltung heißt den Einfluß her Arbeiterklasse von vornherein preisgeben. Um so notwendiger ist es. daß die Arbeiterklasse selbst unter Führung unserer Partei die angekündigten Anstrengungen des Kabinetts aufmerksam verfolgt. Wir erwarten von der bevorstehenden gesetzgeberi» scheu Flickerei keine Schicksalswende für das arbeitende Volk. sondern werden uns bereithalten, den ganzen Einfluß der Arbeiterklasse einzusetzen für eine Sozialisierung, die diesen Namen verdient. Amnestie für HSlzgardisten (Eigene Drahtmeldung der„Freiheit".)? Dresden. 22. September. � Nachdem da» Dresdn« Landgericht hie Anwendung des Am» nestiegesetzes auf die Angehörigen der Hölzgorde ab» gelehnt hatte, ist setzt auf die-Beschwerde der Verteidig« Rechtsanwälte H e g e w i k in Cell», Glaser und Rudols ll h l i g in Dresden und Loeffler in Plauen vom Oberlandesgericht Dresden da» Verfahren gegen alle Hölzgardisten, ausgenommen Brandstifter,«in gestellt worden. Damit erlange» über 100 Gefangene dft Freiheit zurück. tteberfchweenmungen in Italien. Dnech heftige RegenM« sind mehrere Bergstüfle, so der Tom, der Eormore, der Ferme illw. über die Ufer gelr-tru«ud haben daS umliegend» Siebtet überschwemmt. Da? Wasser steht a« mehreren Stellen üb« zwei Meter hoch. Der verkehr in einem großen Teil Rordttatteut ist völlig lahmgelegt und zahlreiche Häuser sind zerstört. Sonne liebäugelt mit Wolkendamen. Sie tragen fein« weiß« Spitzenröckchen. Wir find eine Stunde von der nächste» menschliche« Eiedlnag entfernt. Die Menschen wohnen nnten w den Tälern. Wir arbette» auf Bcrgesspltzen. Rissig« Gesichter. Knotige Hände. Vertragen« Kleider. Aber helle Augen. Ob brau», blau, grü» oder gran: alle Angen sind blauk wt« dft Sonne. . Wort« kreuzen fich. Ohne erregt z« sein. Worte werden gewogen. Hier— mitten trn etusamen Wald— hier«erden revolutionär« Idee« kühn vorgetragen: da Will« ist scharf wie der Pfiff d-S .Markwart'. Uusere Vertreter sind gewählt. Sie sollen dem Bürgettmn unsere Zähne zeigen: und das werden uusere Genosse» tu». Wir habe« nicht die Klügsten gewählt: aber die Rädigsten. Da ist der starke Schftsier: ein Man» wie«in Köhler, stämmig wie ein» Tanne. Sein Antlitz ist der Ausdruck eines altrömtschc» Gladiatoren. Dieser»oser Betriebsrat, war vor Jahren ein Kessel» schmted. Sei» Vertreter ist ein Handschuhmacher. Dft Vrwerbslosevnot brachte ihn zu unS. Er ist ein Sachse. Schweigsam. Klein: aber gelenkig wie eine Eichkatz«. Seine Angen find listig. Listig und ruhig. Wir sind fettig. Die RStewahl war kurz. Männer handeln. Zur Arbeil! Brechtzangen bohren sich in die Spatten der Basalt» platte». Picken ttcffca spitz und trümmerud. Blöcke werden mit leisem Klang ailscinander gesetzt Hämmer pocheu den Stein kurz »nd vennchftud an: gesährltch« Splitter klopfe» klirrend aas die Schutzbrillen. Arbeit dampft. Es wird geruht. Man läßt die Lnuge« verfchuaufen. Kein Gespräch. Schweigen. Luch Schweige« tur Walde. Nur das leise, überaus trauliche Zirpen der fteiwdllchttt Tannenmetfen. Gedanken wandern. Wolke» wander». Zelte« wandern. Bos ans et» Ziel: nicht Herr und nicht Knecht! Brüder, Brüder! Max Dort». Die Hochflut der Konzerte Hai jetzt schon bei Saisonbegwn. früher denn je, allabendlich mit Hochdruck eingesetzt, allen pefstmistiichc» Voraussagen zum Trotz über baZ nahe Ende der Konzettierei. deren Ucb ermaß einzudämmen nicht nur für die Mustkreserenten ein Glück war«. Heransgegrissen aus der unabsehbaren Flut der Solisten stt da» Konzerl von Mtscha Elmau, der fich ans der Violine als ew Vittuoft großen Stils, aber ohne letzt« Berttefuvg. bewädtts. Bs» Liederabend» sei Ludwig Heß heroorgchobeu, deff» SW* i Die Kartoffelwirtschast SC. T. SB. verbreitet amtlich: Aus Verbraucherkreisen wird die Befürchtung laut, daß infolg» Freigabe der Kartoffel« Wirtschaft Kartoffeln von den Händlern in gröheren Mengen und zu übermäßigen, für den Konsum nicht erträglichen Preisen aufgekauft und über die Hafenplätze und besonders über das be- fetzte Gebiet in das Ausland verschoben werden. Diese Annahme findet in den tatsächlichen Verhältnissen kein« Stütze. Die Aus- fuhr von Kartoffeln ist verboten und unter harte Strafe gestellt. Eine Ausnahme ist zugunsten der Bevölkerung des Saarreviers gemacht worden: dabei wurde jedoch Vorsorge getroffen, dag nur die zur Ernährung der Bevölkerung notwendi- gen Mengen geliefert werden, und dag diese Mengen wirklich der deutschen Bevölkerung de» Saarreoicrs zugute kommen. Zum Zwecke der Bekämpfung des Schleichhandels war bereits durch die Reichsbeauftragten für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr eine Organisation geschaffen, welche die Kartoffelausfuhr ver- hinderte. Um den wiederausgetauchten Klagen Rechnung zu tragen, hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft den Reichebeaustragten erneut angewiesen, in Verbindung mit dem Reichsverkehrsministerium die Ausfuhrkontrolle wesentlich zu verschärfen. Auch der von den Konsumenten beklagte Ankauf von Kartoffeln durch Brennereien ist nicht st a t t h a f t, da die Verarbeitung von Kartoffeln in gewerblichen Brennereien von der Zustimmung der Reichskarsoffelstelle abhängig gemacht ist, die ihre Zustimmung bisher nicht erteilt und sie lediglich für den Fall in Aussicht gestellt hat, daß Kartoffeln verarbeitet werden, die als Abfälle von den Kommunalverbönden abgestoßen werden müssen. Ferner ist in weiten Bevölterungskreisen die Besorgnis ent- standen, daß Kartoffeln zu einem für die breite Masse ertrag- l i ch e n Preise nicht mehraufden Marktkommen, da die Erzeuger und Händler Kartoffeln nicht unter dem Preise liefern wollen, der für die gemäß Verordnung vom 21. Mai 1920 vertraglich sichergestellten Kartoffeln vereinbart ist. Die hieraus sich ergebenden Schwierigkeiten sollen in einer z» Beginn der nächsten Woche zwischen Prodozeuten« und Sewerkschastsverbänden stattfindenden Besprechung behoben«erde». Es soll hierbei an- gestrebt werden, nach dem Vorbild der für einzelne Bezirke bereits getroffenen Vereinbarungen auf dem Wege der Verständigung zwischen Produzenten und Konsumenten eine Preissenkung durch Einwirkung auf die unteren Organisationen durchzuführen. Ein eigenmächtiges Eingreifen in die Transporte muß unter allen Umständen vermieden werden, da hierdurch in den Städten Preis- treibereien hervorgerufen und besonders die minderbemittelte Be- völkerung in den Industriebezirken einer gefährlichen Kartoffelnot ausgeantwortet würde. Nachdem also durch die energische Selbsthilfe eine? Teils der Arbeiterschaft die Frage der Preisfestsetzung für die Kar- toffeln robust in den Vordergrund geruckt ist. bemühen sich die amtlichen Stellen. Ausgleichsmöglichkeiten zu schaffen. Für jeden Kener der Verhältnisse lag es auf der Hand, daß mit der Freigabe der Kartoffeln sofort alle die Symptome wieder in Erscheinung treten, die wir nun bei fast allen Pro- dukten erlebten, die in die freie Wirtschast zurückgeführt wurden. Es mußte deshalb selbstverständlich sein, daß man sich an den amtlichen Stellen sofort mit den zu erwartenden Mißständen beschäftigte und ihnen durch geeignete Maß- nahmen vorbeugte. Wir habe an dieser Stelle oft genug auf diese Dinge hin- gewiesen. Es ist aber hier wie überall dasselbe Spiel: Man läßt die Dinge treiben und wenn die Arbeiter, aus ganz selbstverständlicher Notwendigkeit heraus, zur Selbst- Hilfe greifen, dann hagelt es im bürgerlichen Prefsewald über „Nebenregierung der Arbeiter" und dergl. Die von der amtlichen Veröffentlichung angekündigte Ve- sprechung zwischen Produzenten und Ecwerkschaftsverbänden begrüßen wir. Wir verlangen, daß man sich dort nicht nur ausspricht, sondern daß die Beratungen auch so- fort ihren gesetzlichen Niederschlag finden. Treibt die Kartoffelwirtschaft so weiter wie bisher, dann. haben wir mit Preissteigerungen, zeitweiliger Entblößung des Kar- toffelmarktes zu rechnen. Daß sich das die Arbeiterschaft nicht gefallen lassen wird und kann, ist klar. Ein neues Notetatgesetz Ter vreuSischen Loudelveriammlung ist ein Entwurk Zligegaugen. der de» bestehende Notctatpeietz, daS Ende September abläuft, bi» zu« 31. Dezember d. I. verlängert. Um die Etatsberatungen für den Etat für 1920, der noch garnicht beraten ist, im HauvteiuS» nicht mehr alle? hergibt, der sich aber letzthin mit Schuberts ,Wi»te, reise* und Beethovens Gesänge.an die fern« Geliebte' wiever als ein Hochmögeoder Meister beseelten Ausdrucks erwies. Der Gemischte Thor Grosi-Berlin, der miter Leitung von Hermann Scherchen steht, trat D� iStaqabend im großen Saal der ..Neuen Welt" unter freudigem BeNall zum eisten Mal vor die Oeffentlichkeit. Wenn man berückstchllgt. daß der Sjer«st fett vi« Monaten besteht, so kann man der Arbeit, die hier Tcherchen und selue Sängerschar geleistet haben,«ichl die Anerkennung versagen. Hier und t>a zeigten sich noch Unebenheiten. Einzelne Stücke, wie ..Vetter Michel" und„Hopsa. Schwabenliesel" waren köstlich anzn- hören in ihr« naiven Freud-gkeU. Für den schon öfter gehörten „Roigardistenmarsch" und den..russischen T-aixermirsch" dürste die Männerstimme allein vorzuziehen sei». Der stark pathetische Ge. halt der beiden Gesänge verliert durch daS Ucberwtegeo der weiche» Fraacnstimmen. Die ßeftttJt wurde» umrahmt von Stresthquart. tien von Beethoven und Tschaikowski, die vom schnberi- Qnartett mit Wärme und technischer Fertigkeit vorgetragen wurden. In EinzelvortrSgen für Bioline zeigte sich Fra» Schubert als eine Geigerin von Tempeiament und bravouröser Technik. Es empfiehlt stch. Programm-Aenderungen und die«ezeichnunge» der Eivzelvorträge, die auf dem Programm fehlen, den Zuhörer» mitzateiien. Lz. Dckr Männerchor„Solidarität" sGesangverew der graphischen Hilfsarbeiter) trat am Sonntag abend mit einem Konzert in der «inaakademie an die Orfsentlichkeit. Im große» ganzen waren befriedigend, belouders in der Technik, aber es f.hlt der nur etwa KO Köpfe �ählt, das nötige die Verträge dem schwachen Chor. Ltimmenmaterial. Deshalb war eSxauch vom Chormeister, Herrn Thilo, zuviel, stch an zwei fo schwere Chöre wie Brnckneitz.Trösterin Musit' und Lachners»Hymne an die Musik' beranzriwazen. ämj. Eriolg des Ab nd- trogen die vorzüglichen Solifte» wesentlich� v« «eben Herrn Willy Jaeger lOrgel und Klavier) Frl. Hecken.' ba ch(Violine) mrd Frl. Hahn(Sop.an). Kuitstbeta für Ariegsbeschädigte. g» den Räumen der Teulscheo Kunstglieder- Gejellichafl tu Schöneberg fand eine Bor. führung vor Pressevertretern statt, in der verschieden« Neoerun-en ans dem Gebiete deS Kunstbeinbaaes gezeigt wurden. Die vor- führungcn zeigien, daß Forlschriite i» der Ve-voUkommnung der küllstliche» Glieder gewacht worde» siud. defouderS um eine freie Aeweglichkeil des Kniegelenkes z» erzieleu und«ue wirksame Streck. krakl des Beines zu schaffen. IN bei-nemee zu Meter Kunst und Arbeiterschaft findet am Sonnabend d— '• Sepiember, 8 Uhr abends, tn der Aula der Rückerlschuir ...aß«, für die Hörer der S? v i k S h 0 ch f ch» l k u r j? est,«0Ä statt. Auschließend Besprechung über Bestchtlgung der in der Sil,» MwweflQÜe d-S Rene» Rathause» m Schö»ederg ftaltfindeud�.' Ausstellung:.Geschmack im Alltag". Vortrag tig»»g der Slusstelltmg auch für Gäste»urentgeltlch. Vefich« schasse»» fördern, wirb das Plenum tu der nächste» Woche einig« Tage avesetzea. Der Präsident wird a» die Ausschüsse daS Er» suchen richten, ihre Arbeiten möglichst bald»um Ab- schluß»» bringen, da abgeseh u von einigen»lew'gleUen iaft der geiamle gesetzgeberische Stoff im Schoß« der Auischüsse ruht und wie ei» hervorragende» Mita'ied der Landesvtriawmlunft kürzlich mit sarkasltschcm Lächeln konstatiert«, sich dort gründlich auerukt. Dieses AuSschuß-Dtlemma beruht»nettem gewisse» Teile an der Ardeil- Müdigkeit der Rrbeilöbtere« unter de» Abgeordneten und den Echwieilgkette», sgchkuudige Ersatzleute zu finden, auch die Zahl der Ausschusse ist viel i» groß. Dazu kommen hie Wochen- langen Debatten tu de» Ausschüssen, sodoß die Piena, vorHandlungen uur Wiederholungen sind und ihr A.such darunter leidet. Die Stellung der Organisationen Erfurt Im Ortsverein Erfurt wurde folgend« Resolution Schnetter mit 226 gegen 101 Stimmen angenommen: „Die am 12. September tagende Versammlung der Ortsgruppe Erfurt erkennt in de» Aufnahmebedingungen der Moskauer Inter- nationale Notwendigkeiten, die als Voraussetzungen siir die sieg- reiche Durchführung des proletarischen Klassenkampfes zu erfüllen sind. Die Versammlung erachtet deshalb in anbetracht der weit- politischen Lage, die in jedem Augenblick tatkräftiges, wternatio- nakes Handeln erfordern kann, den schleunigsten Anschluß an die S. Internationale für notwendig. Sollte die Eni- Wicklung der Dinge schon vor dem difinitiv voll-ogenen Anschluß internationale Aktionen erfordern, so muß unsere Partei so hau- dein, als ob sie bereits angeschlossen sei." Die Abstimmung in Magdeburg Durch den Unabhängigen Zeitunasdienst wurde berichtet, daß vo» den Magdeburger Parteigenossen mit großer Mehrheit eine R-soluliou für die An» ahme der Moskauer Bedinaungeu beschlösse»! worden sei. Die„Mägde burger Boiks-Zcilung" berichlet nun folgendes über den Schluß der Vcrsam>nluna: „Beider uun solgcndr.iAbstimumug. die unter der größten Unruhe vor sich ging, wurde zuerst über �ie ablehnende Resolution der Funktionäre abgestimmt. Obwohl die Gegeupiobe vorgenommen wurde, blieb das Resultat sehr zweiscihast. Als dann die Gegenprobe gegen die Resolution für die Bedingungen vorgenommen wurde, ging eS so lebhait zu. daß viele Geuosseu die Änfforderung zur Abstimmung vom Vvrftandotisch überhört hatten. Do? wurde nachher von den Befürivorieru der Bedingungen so auSgolegi, als habe stch die Mehr- heit dafür entschieden. Da die Wahl der Parteitagsdelegurten d»»rch Urabstimmling der ge» samten Miigliedschaft nach dem Berhälluismahlsystem«folgt,, wird nachher besser festzustellen sein, auf welche Seite stch dl« Magdeburger Geuossittnen and Genossen stellen.' Braunschweig (Eigene Drahtmeldung der„F r e i h e i t".) Braunschweig, 23. September. Die gestrige starkbesacht« Mitgli«derv«sammlung der Partei führte die Diskussion über de» Anschluß au die 3 International« zu End«. Aus Beranlassnag der bedtugungSlosen Anschlußsreuudc war der Ge- nosse Eichhorn auS Berlin in der Versammlung erschienen. Da die Bezirksleitung vorher rein zufällig von der beabstchligten An» Wesenheit Eichhorns erfahren hatte, Halle fie Beranlassnng eenommen, die Genosfstl Sender»Frantfurt a. M. einznlade». Die Vcrsamm- lang übertrug auf Autrag Eichhorn das Relerat und Tont Send« das Korreferat. Bei der Abstimmung wurde die Resolution der«n- bedingten Anschlußsreunde mit etwa'/, Mehrheit abgelehnt und sodanu mit überwältigender Mchrdcit eine Resolution angenommen, die die 21 Beding», gen enlschteden ablehnt. Bemer- keiisiv'rt war, daß die b.dingunaslo'eu Aufchlußfreunde, die da» Selbstbestimmungerecht der Milglieder zugunsten der 21 Bedingungen ausheben wollen, in dies« Versammlung den Antrag aus geheime Abstimmung stellte». D« Antrag wurde aber unier lebhafte» Zu- rufe» au« der Versammlung gegen ctwa 8» Stimmen abgelehnt. Gan Südhessen I» einer Gaukoirserenz in Dariustadt wurde nach einem Referat von Ben. Avemarie und Korreferat vo», Gen. Maus, nach reich- halttger Diskussion, folgende Eui'chlteßuug mit übergroßer Mehrheil angenommen: Di- heute iu Daru.stadt tagende Konferenz der Per- treier des Gaues Südhesi.u erkennt m de» Bedtugunge» deS 2. Kongresses der 8. Juterumionale die Richtlinieu. welche für de» revolittrouärcu Kampf des ProUlaaatS notwendig sind. Sie Ver- langt ohne Vorbehalt de» so'oriigen Anschluß an die 8. Juter. nationale. D>e Konferenz spricht dem russischen und italientschon Proletariat in stinem heldenmütigen Kamps ihre volle Sympathie Dieselbe ..... Entschließung wnrde in der Mitgliederversammlung d« Ortsgruppe Darmstadl-Ärheillgeu mit großer M hrheit angenommen. Mainz In einer stark besuchten Krcisverfammlung sprach Dißmann gegen und Sumpf für Annahme der Bedingungen. Die V«- sammlnug stimmte mit großer Mehrheit einer Resolution zu, die besagt: ,T>ie heutige Mitgliederversamlung erkennt den Anschluß an Moskau als notwendig an, lehnt aber die Annahme der Bedingungen als unannehmbar»ntschieden ab." Vorstandskonferenz für Schwabe» nnd Neubnrg Die Konferenz der Vorstände de» Kreises Schwaben nnd Reu- bürg hat einstimmig beschlossen: »Es ist Pflicht l«dei revolutionären Organisation, sich einer revolutionären Internationale anzuschließen. Wie wir bereits vor einem Jahr den direkten Anjchlup an Moskau forderten, so erneuern wir heute diese Forderung und begrüßen es, daß stch der Kreis der Eenossen, die stch für den Anschlug aussprechen,, de- deutend vergrößert hat unter den Verhältnissen, die zum Zusam- menschluß und Handeln drängen. Die von der 8. International« gestellten Bedingungen, die in den 21 Punkten niedergelegt sind. In der...... (Schlesien) wurde Internationale." Renrode(Kohlenbezirk) Kreisversammlung des Reurod« Kohlenrevi«« vurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Unter Anerkennung der schwierigen Lage Sowjetruhlande ist die Arbeiterschast bereit. Sowjetrußland taikräftig zu unterstützen. Wir legen aber ganz enilchieden Verwahrung ein, uns von den Diktatoren der Moskauer Internationale als politische Hans- tviirst« behandeln zu lassen. Die mögen eg stch gesallen lassen, die die Knute küssen, mit der ste geprügelt werden. Die Versammlung lehnt die Anschluhbedingungen, die als reaktionär und herausfordernd bezeichnet werden müssen, a b. da durch die Annahme derselben die revolutionäre Arbeiterbewegung in Deutschland in kürzester Zeit zerschlagen wäre, zum Schäden der Revolution des Weltproletariats. Aus den Berliner Parteiorganisationen L. Distrikt Rock» ein« ausgedebnteu Debatte wurde am Mittwoch mit 216 Stimmen fo gerde Resolutiou angenomnie»: „Tie Vcrsammluug ertennt tn dem voa>w SeldstbesttmmungSrecht aller PaUeiinilalieder die»»um änqltch. Porbediiiqung jeder revolu- lionärea Masici.bewegiing G rade im Hinblick aus de» bevor- steheudeu Endtamps gegen die �ourgcoisie rn die aktive T.tlnabme der Masse» und ihre größte Seidstbesiätig>uft die wiclüipfte Boraus- setzuug für die E>ob«uog und Behauptung der politischen Macht. Die Anschlußbediugungen der Moskauer Interuatioual« tragen diese» RoUveabtgkeitv» ebensowenig Rechnung wie da» besonders geartete» V«bältnissen d« westenropäischeit Arbeiterbewegnng, Deshalb lehnt die Versa mmlunq diese Bedingungen ab, d«ea Durchführung nicht nur die Zcrtrümme>unq der Partei, sondern auch eine starke Tchadigung der revoluttonäreu Beivcgung in Deutschland bewirken würde. Die Versammlung erwartet vom Parteitag, daß er eine annehm» bare Giuudlage schafft, aus der stch der Zusammeiischluß aller sozial« revolulionäie» Panelco. eiplchiteßlich der PaUcteu der dritte» International-. h«�oiiühren läßt." Eine Resolution für Annahme der Bedingaugeu erhielt uu» 169 Stimmen. Lichtenberg I««in« gutbesuchten Versammlung nahmen die Partes» genossen Lichtenbergs Stellung zu der Frage des Anschlusses an die S. Internationale. Da in den einzelnen Vierteln mit Refe» renten besetzte Versammlungen schon vorher stattgefunden hatten» wurde in der Generalversammlung sofort in die Diskussion einge- treten. Die Aussprache war zeitweise recht leidenschaftlich. Pi« vorgenommene Abstimmung ergab, daß etwa zwei Drittel der an» rt»«%»* 75" w— e.r-_A?----, �- r 0 3tl* Bedinguiige» —... vwfu.uiiuit.„�.nc am 21. September in der Parkaue tagende außerordentliche Generalver» sammlung des Distrikts Lichtenbern stellt sich nach ausführlicher Diskussion auf den Standpunkt, dag es unbedlnat notwendig ist, den Klassenkampf in schärf«« und zielklarer« Weise zu führen, um die bürgerltch-kapiraliftische Wirtschaftsweise zu beseltigen: da dies nur in wtsrnationalem Sinne möglich ist, nimmt die«er» sammlung die 21 P e d i n g U n g e n an, um sich der 3. Inter- national« anzuschlichen." Es wurde fern« beschlossen, die D e l e g i« r t en zum Parteitag durch Urwahlen zu wählen und zwar findet die Urwahl am Sonntag, den 3. Oktober, von vormittags g Uhr bi» nachmittags S Uhr tn folgenden Lokalen statt: 1. Viertel: Held, Mainzer Str. 18. 2.. Ral-z-k. Weichselstr. 30. 8.„ Oelar Blume. Boxhagen« Str. 82. 4.„ Krüger, Türschmidtstr. 33. • B.„ Millberg, Hagelsstt. 1. 8-. Haß, Mällendorsstr. 106. Einem Antrag ESbel-Rosellek,„den Parteitag bi» Mitte Ra« vemb« zu vertagen, da die Zeit bis zum IL. Oktober zu kurz ist, die Genossen über die Frage der 3. Internationale zu orientieren und die geplante Urabstimmung technisch nicht durchführbar ist", wird zugestimmt und beschlossen, ihn dem Parteivorstand zu über- weisen. j Tempelhof Der Ortsverein Tempelhof stimmte in d« MltgNedervev» sammlung am Mittwoch mit etwa 200 gegen 12 Stimme» für die Bedingungen und Anschluß au die 3. Jnlernaitonale. Zum Parteitag wurde Richard Müll«, für die KretSgeneralversammlnng Max Schmidt und Jrrgaug destimmt. US P.-Sektion der Post- nnd Telegraphie Die in der U. S. P. D.-Sektion der Post, und Telegraphie(Post- distriktj zusammengeschlossenen Parteimitglieder haben sich am verflossenen Montag in einer gutbesuchten Versammlung in d« Schulaula Eteinstraße mit den Moskau« Aufnahmebedingungen beschäftigt. Besondere Referenten wurden auf Grund eine» Be- schlusses der Gefamtfunktionärversammlung nicht zugelassen. Nach einer ergiebigen Aussprache, in der die beiden Richtungen ab- wechselnd zu Wort kamen, wurde ein Antrag, der den Vorbehalts- losen Anschluß an Moskau fordert, mit knapper Zweidrtttelmehr- heit angenommen. Der Vorstand, der fein politisches Bekenntnis abgegeben hat, lehnte mit il Stimmen gegen 1 die Bedin, gungen ad. Eenosse E t 8 ck e r schickt uns eine Erklärung, die fich mit den Artikeln des Genossen Prager über die Parteispalwng bctzßt. Aus dem sachlichen Inhalt fei die Mitteilung wiedergegeben.' haß Stück« als Mitglied des Zentralkomitees, das die Reichstags- wahlpropagllüda organisatorisch zu leiten hatte, neben mehreren ganz link» stehenden Genossen, auch einig« rechtsstehende Genossen, darunter auch Präger, mit Wahlarbeiten beauftragt habe. Prager scheine nicht bemerkt zu haben, daß seine Entwürfe, wie die manch anderer Genossen, einer zum Teil erheblichen llebnarbeit unter- zogen worden seien. Genosse P r a g« r erklärt dazu: Ich habe an die Tatsache mein« im Auftrage des Parteivorstandes verrichteten Arbeit zu dem Wahlkampf nur deshalb erinnert, weil von Stock« und feinen Freunden behauptet worden war, die„Frethett"-Redakteure hätten das Aktionsprogramm sabotiert. Zu den„rechtsstehenden Ge- nassen" gehöre ich heute ebensowenig wie zu jener Zeit, da Stöck« noch seine patriotischen Kriegsberichte an die„Rheinische Zeitung" geschrieben hat. In Erinnerung daran, daß man sse nach seiner Behauptung„überarbeitet" habe, spricht er wohl davon, daß auch meine bescheidene« Arbeiten für den Parteivorstand einer„Ueber- arbeit" unterzogen worden seien. Wie es sich mit der Prinzipien- fsstigkeit SiSckers vereinbart, daß er gerade mir als einem der „rechtsstehenden Genossen" die Bearbeitung des Aktionspro- gramme». de» wichtigsten Dokument» der Partei, übertragen hat, das mag er mit stch und feinen Freunden ausmachen. Die kapitalifttsche Diktatur Sliany, 22. September.(Renter.) Drei von de» fünf Sozialisten, die au» der gesetz-eben» den Körperfthaft de« Staates New York zu Beginn dieses Jahre« ausgeschlosse» und letzte Woche wieder hineiaaewähll worde» waren, sind von Neuem ausgeschlossen war- den. Die anderen beiden, denen gestattet wurde, ihre Mandat« bei.,»behalten, find sofort zurückgetreten. Mit welchen Regeln der Demokratie wird man diese er- neute Brutalität begründen? Dip ASNefttnng de» Schiffsraumes. Räch ein« Mitteilung d« Wiedergutmachungskommission sind his zum 18. September 1920 von Deutschland insgesamt 1 844 565 Brutto- Registertonnen Schiffsraum abgeliefert worden. Wo bleibt die Arbeit, Inangriffnahme von Bante»? Vom Deutsche» Bauarbuler-Berband, verein Berlin, wird uns geschrieben: Wir befinde««uS jetzt in ein« Zeit, wo all« verfügbarm Kräfte dienstbar gemacht n«de» müßten, um dm Staat vor unnötigen Ausgaben ,v bewahren. E»u Beispiel, wie weit dem von maßgebend« Stelle»achgekommen wird. Seit längerer Zeit tollte am RetchStagSuf« das Postscheckamt er. richtet werden»od im Fiübiadr begann man dann auch mit den AuStchachtardeite« v»d Heisiellnug der Fundamente. E- de Juni wuide» bona auf dem Suvmitffo Swege die Arbeitet! für den Hochbau vergeden und erhtelien als Mtnd«f>fochel«de ftii dt« Maurerarbetteu die Ftrma Slreubel, und für die B�tonarb�!. die Mns>ivda»g�s llschaft dm Zuf t lag. äkne» u. 7 Mk. mit Frledenskaulschuk 5 Satire»chrliillckie Scraniie. Zahnziehen mit Betäubunr bei Besleiiung»an Schissen gratis. Kronen o. 30[ssk. cn Spez.; Zflhne ohne Gaumen. Keine L-urnspre»�. Zahn-Praxis üatvani» v.n-usnq,»,.». r Nun stnd feit dieser Zeit drei Monate!nZ Land gegangen, ohne daß die Bnuleitnng der Ober-Posldirektion sich schlüssig geworden wäre, wie die Arbeiten nunmehr ausgeführt werden sollten. Der alte Amtsschimmel trottet wie in der Vorkriegszeit seinen bnreankratischon Gang weiter. Die Finnen, die die Aufträge erhielten, waren somit gezwungen, eine proßs Anzahl von Leuten zu entlassen, trotzdem sie genügend Aufträge von den Behörden hatten, die aber von oben herab sado- tiert werden. Die Folge davon ist, daß die ErwerbSlosensürsorge unnöligerweise belastet wird. Wir fragen uns unn. mußte daZ sein? Hätten hier nicht die Behörden Hand in Hand z« arbeiten wenn eS gilt, den Staat bor Ausgaben zu bewahren? Hier sollte mau mit eisernem Besen mal anskehreu, damit die Schvldige» zur positiven Arbeit erzogen werden. Die Zeichnungen von der betr. Baustelle wander« von einer In- stanz zur andern und liegen jetzt wahrscheinlich in der Wilhelmstraße fest, weil die ausschlaggebenden Leute zum Teil in Ferien waren und anderseits ja eine sichere Existenz haben, was kümmert ihnen da das LoS der Arbeitslosen. Was sagt übrigens der Herr RelchSpostmintst« dazu? Seine Ausgabe wird es jetzt sein, die Arbeiteu endlich weiter ausführen zu lassen. Hier könmc übrigens daS ArbeKLbeschaffungSamt eingreife» und die O. P. D. zur Ausführung der Arbeit zwingen. Wir wenden uns somit au die Oeffeutlichkeit um zu zeigen, daß die Behörden zum großen Teil an der ArbeitSlosigkeü selbst Schuld stnd. Wir hoffen, daß unser Hinweis genügen wird, die O. P. D. von der Notwendigkeit der Arbeiten zu überzeuge». Achtung vallschuhmachmek Unsere Lohnbewegung in den vcr- bandsiabrtke» ist uunmehr zum Abschluß gebracht. Wir ersuchen alle Kollegen, darauf zu achten, daß die vereinbarten Sätze überall bezahlt werde» und daß die Nachzahlung auf alle dtejeniaen Sachen zn erfolgen hat. welche nach den-K. September zur Abltescrung gelangt sind, soweit dieselben nach den» l. September ausgegeben wurden. Denjenigen Kollegen, welche in NichiverbaudSfabrikcn be- schäftigt sind, machen wir eS zur Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß die Lohnsätze auch iu diesen Bekleben durchgeführt werden; weigern sich Arbeitgeber, den Tarif zu bezahlen, ist uns sofort NlUteilung zu machen, damit wir daS Nötige veranlassen können. Lohntarife sind in unserem Bureau abzuholeu. Die OrtS Verwaltung. Bildner der Jugend Vom Elternbeirat der 82. Knabenschule wird uns geschrieben: Noch immer gibt es Lehrer, die durch ihre Handlungen beweisen, daß sie für das wichtige Amt, Bildner der Jugend zu sein, nicht die erforderlichen Eigenschaften besitzen. An der 82. Knabenschule in der Pettenkoferstraße trug sich am Dienstag folgender Fall zu: Während der Pause waren zwei Knaben, da es stark regnete, im Klassenzimmer geblieben. Der Lehrer Ilm er, der die Aufsicht führte, erboste sich darüber derart, daß er dem Knaben Iahnke an der Eurgel packte und ihn abschüttelte. Dann stürzte er auf den Schüler Schwerhans los, packte ihn gleichfalls an der Gurgel und würgte ihn derart, daß noch heute die Strangulierungsmerkmale deutlich zu erkennen find. Der Schularzt hat die Mißhandlung ausdrücklich festgestellt. Die Angelegenheit wurde von den Vätern der mißhandelten Kinder und von einem Mitglied de» Eltern- beirats dem Rektor vorgetragen, der von dem Fall bereits unter- richtet war und die Beschwerdeführenden ersuchte, die Schul- deputation in Kenntnis zu setzen. Der am meisten mißhandelte Knabe, der Schüler Schwerhans, wurde vom Rektor ausdrücklich afs braver und anständiger Junge bezeichnet. Aber ganz ab- gesehen davon, ob sich die Knaben irgend etwas zu schulden kam- wen ließen oder nicht: die Art, wie der Lehrer Ilm« erzieherisch auf sie einzuwirken versuchte, verdient die schärfste Mißbilligung und erweckt in den Kreisen der Eltern die Ueberzeugung, daß Herr Ilm« zum Jugendbildner überhaupt nicht geeignet ist. Der Elternbeirat wird sich mit d« Sache noch eingehend beschäftigen und die Versetzung des Lehrers beantragen. Löhne«nd Preise ans dem Lande Wir haben schon des öfteren darauf hingewiesen, daß die Land- wirke für ihre Erzeugnisse zwar unbezahlbare Preise fordern, u. a. auch unter Bernfung auf die erhöhten Löhne, iu Wirklichkeit aber Löhne zahlen, die dazu in gar keinem BerKSltnis stehen. So teilt uns ein Neuköllner Arbeiter jetzt wieder mtl. daß er sich in Buckow bei Britz zum iftartoffelbuddeln gemeldet habe. Der Landwirt habe ihm aber nur einen Tngelohu von 9 Mar! geben wolle«. Als der Arbeiter fragte, was er denn für einen Zentner Whtterkartoffeln zahlen müßte, wurden ihm 89 Mark abverlangt. Der Arbeiter weist nun darauf hin, daß er vor 30 Jahren schon einen Tagelohu von 8 Mark erhalten habe, wofür er sich zwei Zentner beste Speise- karioffeln kaufen konnte; jetzt bekommt et für seinen Tagelohn jedoch unr 39 Pfund Karioffeln. Ein anderer Fall wird uns aus Marienfelde berichtet. Dort wird den Arbeitern für 129 Pfund Kartoffeln ausroden ein Lohn von einer Mark und ein Pfund Kartoffeln angeboten. Der Kaufpreis der Kartoffeln beträgt dort ebenfalls 39 Mark pro Zentner. Und das nennt der Inspektor noch eine anständige Entlohnung! Aus dein Angeführten ersieht mau, daß Gestehungskosten und Preis derKartoffeln in einem ganz ungleichen Verhältnis stehen. Weundie Regierung sich also nicht der Bethilfe des Wuchers schuldig machen will, muß sie den Kartoffelpreis herabsetzen. Oder sollen wir Wied« das elende Schauspiel«leben, daß die Kai tossein in der Erde der, faulen, weil sich nicht genügend Arbeitskräfte finden, die bereit sind, für elenden Loh» und schlechte Unterkunft bei der Kartoffelernte zu helfen. Wie weit soll die Lohndrücker« und der Wucher der Land- Wirte denn noch gehen? lieber den Montesfori-Kindergarten der Gemeinde Berlin-Lank- witz, bekanntlich dem ersten Kindergarten dieser Art in Deutsch- land, veranstaltet die Gemeindeverwaltung iu der Eemcindehalle in der Dillgestraße, am Donnerstag, den 39. September ct., abends 7 Uhr, einen Lichtbildervortrag, dem sich eine Aussprache anschlie- ßen soll. Die Gemeindeverwaltung hofft durch diese Maßnahme allen Freunden und Intereffenlen d« Montessori-Sache Aufklä- rung bieten und ihnen an der Hand gut« Lichtbilder den Betrieb des Kindergartens veranfchaülichen zu können. Sie ist leid« nicht' mehr in der Lage, den sich häufenden Anträgen auf Zulassung mm Besuch des Kindergartens zu entsprechen, da hierdurch der Betrieb erheblich gestört wird. Zur Deckung d« Unkosten wird der geringe Entrittspreis von 59 Pfg.«hoben. lleb« die Vorgänge, die sich Dienstag früh vor dem Städtischen Obdach abgespielt haben, wird�uns von dem Vertreter des Be- trieüsrats mitgeteilt, daß das wenn behauptet werde, das Personal habe eine drohende Haltung eingenonimen. Umgekeh,_,. gegen Wärter tätlich geworden, ein Hausdiener fei fo schwer zu- gerichtet worden, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Eine recht verdächtige Rolle spiele ein Mann, früh« Baltikum«, der Anw«bung«n für den ostpreußischen Land- und Heimatschutz betreibe, und vorgibt, Vertreter d« Obdachlosen zu sein. Vor ihm müsse gewarnt werden. Grohe Koksschiebungen find von Beamten der RevisiouS- abteilung in der Kohlenversorgungsstelle ausgeklärt worden. Diese hatten!u Erfahrung gebracht, daß ein Kohlenhändler A. Ofidat aus Steglitz bei der Firma Tauber in der Turmstraße 64 199 Zentner Koks abgeladen hatte, ohne dafür Kohlenkarten zu verlangen. Dafür waren aber auch die Preise umso höher. Der Koks wurde von benachrichtigten Kriminalbeamten beschlagnahmt, ebenso das Geld, das der Händl« dafür erhalten hatte. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Kohlenhändlers wurde ein kleines Geheimbuch gefunden, iu o«r dieser seine ganzen Schleichhandelslieferungen eingetragen hatte, ebenso waren darin die Wucherpreise verzeichnet. Alle Betetltg- ten werde« von der Strafbehörde zur Rechenschaft gezoaeu. Wirtschaftliche Beihilfe für Berlin« Kriegsgefangene. Es wird hiermit nochmals darauf hingewiesen, daß der letzte Termin für die Einreichung von Anträgen auf Wirtschaftsbeihilfe der 1. Ok- tober d. I. ist. Spät« eintreffende berückfichttgt werden. Zweite Gesuche nach Ablauf d« Einspruchsfrist von 14 Tagen zwecklos. Gesuch, von Kriegsgefangenen, die außerhalb des Stadtkreises Berlin wohnen, werden hier nicht bearbeitet und find an die zuständige Kriegsgefangenenheimkehr zu richten. Anträge der jetzt noch aus d« Gefangenschaft heimkehrenden Berlin« Kriegsgefangenen müssen spätestens 3 Monate nach Entlassung aus dem Heeres- dienste der Kriegsgefangenenheimkehr, B«lin C. 2, Schloßplatz 1, eingereicht werden. Gefälscht« Süßstoff. Di« Zuckerversorgnnasstelle Berlin gibt bekannt, daß gefälschter, völlig wertloser Süßstoff, der Vorzugs- weife aus Natron und Spuren von Süßstoff besteht, häufig von nicht zur Lieferung von S-Packung-Süßstosf zugelassenen Händlern in kleinen Briefchen in den Verkehr gebracht wird. Sie Personal nach kein« Rickwng hin eme Demonstration vereitelt habe. Es fei auch unzutreffend, 1"m W'---"— losen gegen die Obdac lekehrt seien Obdachlofe I»». 2. P.D.».Distrikt, j In b«r Nacht vom 18. zum 17. b. Ml»., nnirtt unser alter braver Panel« 1««uosse, d-rechnhmacher- | mtister j August Genx j var bern Hause St-glitz-r 1 Strub- 24 erstochen. Die Beerbisung findet I amFreitag, den 24. d. M.» I nachmittags 4 Uhr, auf dem LuIh«r«K!rchhof iu! | Lankwist statt. Ehre»Inn AinlankvBl Um reg- Beteiligung! ersucht Dar B erstand, j Pöltüschtt MMeur (iit dir Leitung Der .gteitzeif, Bkamschioeia gesucht. Anstellung nach den Bestimmungen de, Verein« Ar- beU erpresse. Bewerbungen umgehend o. d.«erlag, Schoppen, städler Str. 2/4, erbeten. la«cherda«k! 1 Das sicherste Wittel, da» �bL Rauchen ganz od. teilweise einzustellen. Wirkung verMünchen iII!!!I!!IIÜlIII!iBülI!l I!! miüllll.lllin» BSHHHHHHHHHBfflHEl i BorWafte AuzMgte i Organisier« Euch, tretet ei* In «2? verband»er Borbeftrastcu De frA wollen geschlaisen die Mif.ststn sfff t rvhheiten der Alaffenjufti, behän ... den Rechtsschutz- .. Deutschland». Wir ......[iststaiüx und lvefilhls- W'---' rveqetten oer«InssntsufHj bebampsen. Siot«nd"Äuedunft hostentes. «st, Witgllebe, brtcntenbe HonorarermShigung WA bei Bertridigun, in Strassachen. Wieberaufnahme £?: br, B-riahrrn, usw. Unsere GeschSstastelle befindet Vä sich nur: Bstrwaldstr. 441, Eck- Dnelsenanstr. SÄ Fernspr. Dlorigpiag 7443(Brieflich Rüchporto). ES OT mmMrnmi Kinder- Puder .Pfeifferoi" rein hygleniscber Padcr ron hervorrajender Wirkung fflr jvng«nd«1t, soüjc in keinem Haushaft fehlen. Man verlange aurdrOoklioh„Pfeiferei" In Blechstreudosfin.— Erhaltlich in Apotheken, Drogerien o. einscnl. Geschäften Hsrdtoller: Apotheiur Otto Pfeiffer u. Piefcler Berlin N69,Sobiii8fr.16 weist darauf hin. daß Süßstoff H-Packung nur auf Eüßstoff-Karte» abschnitt und nur in Drogenhandlungen verabfolgt werden darf. Der Händl«, welch« verfälschten Süßstoff in Verkehr bringt macht sich strafbar. Wegen Umzuges d« Stadtbibliothek aus der Zimmerftraße nach dem Marstallgebäude, am Schloßplatz, wird d« Lesesaal der Stadtbibliothek am 2. Oktober, abends g Uhr, geschlossen. Di« Büchcrannahmestelle im Lesesaal bleibt auch noch fernerhin werk- täglich von 10— ö Uhr geöffnet. lieber Wiedereröffnung Stadtbibliothek werden Bekanntmachungen«gehen. VorawssichUiches Wetter für Berlin«nd Umgebuna a« Freitag. Zeitweise ansktärend und am Tage ziemlich mild� überwiegend neblig, bei größiens schwachen, siidwestltchm .Keine«heblichen Ntcdnschtäge. Aus den Organisationen der düng a« ild. jedoch , Winden. Lsr Lrltazuhlibeud KiÜjleitftr. findet nicht Fretteg. sende»« 7.«strs«. 3. LbieiUug heute abend 6 Uhr, Schulaula, ffluijjltnfii. 50, statt. 12. Distrllt. Freitag. 7 Uhr, Sitzung der ZeitUngs-KommisjwU bat Briiggoui, eae�.nejeldcr- Ecke Stubbenkaoimerstrahe. Reiitölln. ll. 6. P.-Elterniäle der 15. Eemeiirdeschule: Bersammlung heilte atead 7 Uhr. bei Tausendsreand, Steinmetzstr. 101. Echöurberg. Freitag, 7ii Uhr, in allen Bezirken tkitra.Zahlabend»lt iln»- vahnre des 4. und 7. Bezirke-. Der 7. Bezirk ragt Mittwoch, de» 2Z. Oktober, 7ih Uhr. Wer länger als drei Monate mit fe'"'—' kann an der Urwahl nicht teilnehmen. Eensss nunq!— Bäte- und tSewerkschastskominislion: Fritz-Reutcr-Stragc. Wethense«. Freitag, mittag- 1 llhr, Verlamwluug der Ärbeitslole» in der Turnhalle Vtktoriastrahe. Tagesordnung: Wahl der Arheitsl-l-nräte. Xait* legitimiert. Lichtenberg. BiSliothckkommilfi»». Sitzung am Sonnabend, den 25. September. abends S Uhr, in der Bibliothek. Kronprinzenstr. 47. Lichtenberg. Kinderdemonstratlon für die weltliche Schul«. Di« Kinder und die Senosseu tresien sich am Sonntag um 12',i Uhr auf dem Platz vor dem Bahnhof Eiralau-iNummelsbura(Ecke Sonntagliratzc). Lichtenberg. Sitzung aller Elternbeiräte am Freitag, abend» tz Uhr, im<5» sangssaal des Tezilienlpzenms. Die Odlente der Schulen um TU Uhr ebenda. Treptow-Baomfchulenweg. Heute abend, pünktlich ich? Uhr, allgemeine Wt» glieberverfaminlung bei Sliüchke, Am Treptower Park. Tagesordnung: dieferat und Äorreserat über den AnfchlnfJ an die dritte Znternattonal«. Legitimati»« zum Eintritt durch Mitgliedsbuch. Ireptow. Heute abend 7!fl Uhr, findet Im Neuen Gesellschaftsbaus« ewe ätient- liche Mietereersammlung statt, wobei über gesetzwidrig« Matznahmen der Miett- einigungsämier. sowie über dee drohenden Mieierstrelk ausführlich gesprochen wird. Eopenick. Freiloa, den 24., abends 7'/i Uhr, im Lokal»es Eeaosien Henschel deben dem Stadttheaier), Sitzung der Frauenarbeit-kommissten. Fr-ltaa, den " r, im Lokal des tsienoflen Ehrenberg, Eltjabethstr. 2, Ätzung Sonnabend, den 25., abends 6 Uhr, im Raihaus- aller Funktionäre und Abgeordneten des L., abends 7�> Uhr, der Bildungskommlssion. fitzungssaal wichtig« Zusammenkunft 16. Berwaltnngsbezirks. Sie Ingeodweihe w Tempelhof für die Orte Tempelhos, Marirndorf, Lichle» rad« und Marienfeldc sindet am Sonntag, den 26. d. M., oorm. lst llhr, in der Aula des Lozeum», Eermaniaftr. ä-S, stati. Weiherede: Lehrer Wiitbane:, Orgelt Kapcllm. Redl. Violine: Konzertmeister Masiow. Eintritt so Pfg. Karten l« den Verkaussstellen der Konsuwgenosienschaft erhältlich. Vereinskalender Zentrak» erSand de»«egeftelltee. Fachgruppe l und Zb(Reichs-, Staat Post» und Veriorgungsbehärden lowie der Abwicklnnzsstelleu): MiigliederversammtuiiS am 24. Eepiember. abend- 714 Uhr, Rosenthaler Hos. Eroker Saal, Zlosenthaler Siratze Il-lZ.— Fachgruppe Za lKriegsorznnilationei,): Miigliedereerlommluna Freitag, den 24. September, nachmittag» 5 Uhr Aula ii.ubstr. iS.— Fochgrupx« 7_ lWaree-Äaufhäuser und Spezialqeschästel: Oe'sentliche Versammlung am 24. Sep- tember. abend»"ih Uhr, Charlottenbitta, Hohenstaufen-Säle. Kottbuler Damm 7». — Fachgruppe lld(Holzh-ndel): Mitgliederversammlung am U. September, abend» 7 Uhr, Schultheitz. Reue Fakobstr. 24-25.— Fachgruppe l7 l �Zliehlljänd- ler): Ecktionseersommlung am 24. September, Be Pe-A g i a nce-S tr. 7-10. >senberg. Eintrittskarten zu Ii) �'fg. I�nd Tneuoerei» �Fichte", Turnplatz" tragung der Vereinsmetsterschastee gramm 1 M. verantwortlich für dl« Redaktion: Leo LleischStz. BerNu-Frledeuau.. v«e> antwortlich für den Zuserateatell: Ludwig«omertner,«arlehor».— verlagigen-ssenschast UZreihei«-«. S. m. b. H.. Berti».- Druck dar.Freiheit"» Druckerei®. m. 5. H.. Berlin K. 2. Breite S trotze S-g. kttr öl® schuSentSsssene lugend erschien soeben: Ins. Leben hinein Für die Jugend zusammengestellt von 0g. Engelbert Graf Reicher Inhalt Gebunden 8,00 Mk. Gute Ausstattung Organisationen vrollen sich des Bezuges wegen direkt wenden an die Verlagsgenossenseliiaft SFreiheil e.G. m.b.H. Abteilung Buchhandel" Berlin 0 2, Breite Str. 8-9 Verkaufe i W'.npu'iraaaa.mwitifwtifflritn-i? aUetjer« Noneerfatienb- lezikon,«.(letzte) Auflage in 22 Halblederbänden oerkauft Buchhandlung.Freiheft-, Breite Ltrafle 8/S._ Pelzgarnituren I Alaska. süchsr n«. 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