JSl tmifftf Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Freitag, 24. September 1920 Nummer 401 >1»»Au YUt' ufchUm tmw» nA eamUM.n* ta»*——— KÄSMä". cufiJSi ai.�SL'�. fei d« tortM«u»«•««»' Vnrlla«mW. Ctrat*».» Abend-Ausgabe� M_--—- itwycwiuuu* v-von*,ou Sadna 208«, ms. uu «tfl. 4828. trejff :'®«1 $erßner■Vrgtm � t>fr Vnofißätiö/ffeii symlömofratie Steatfäffanös tnli' >rtr-l S D» Ä- ieZ� -Z «O-I 3* Pa> n6ld ia>� -»« * f11 jrtK" s mo»* -.-x *9 A ä M rif' SS '5- !:?' Die Reaktion in Frankreich Die Wahl Millerands zum Präsidenten von Frankreich iß mit großer Mehrheit erfolgt. Pon 892 Stimmen hat Mille- rand 695 erhalten während der Radikalsozialift Doumergue nur 106 und der Sozialift Delory nur 69 erhalten hat. Millerand wurde am 10. Februar 1859 in Paris geboren, und erregte bereits als junger Anwalt durch feine Beredsam- feit Aufsehen. In der Mitte der achtziger Jahre wurde er Mitglied der Kammer und schloß sich der äußersten Linken an. fiktt»«« fPftf+Ti+f fn Xstfi flTf»ntlför»um Wut im'___ p Kampf„...____-r..... rand sich vollständig von der trennt hat..._ Heute gehört Millerand mit seinem ganzen Wesen zum Bürgertum, dessen Vertrauen er, wie der Wahlausgang gezeigt hat, in vollem Umfange besitzt. Wenn auch seine PoNtik bisher einige Unterschied- gezeigt hat von der Tlemenceaus. so oa? sie sich doch vollkommen innerhalb der bürgerlichen Eeenzen bewegt und war nur nicht in demselben Maße vom militaristischen Geiste erfüllt. Als erwählter Kandidat des gesamten Bürgertums, insbesondere seines reaktionären Teils, wird Millerand sich bestrebt zeigen, ihre Wunsche zu verwirklichen. Bezeichnend für die gegenwartige politische Situation tu Frankreich'ist die Tatsache, daß Bestrebungen im Gange find, die Macht und die Befuqnisse des Präfidenten von Frankreich zu erweitern und daß die Diskussion, die in der letzten Zeit in der französischen Presse darüber sich entloonn-n fmt n* Millerands I mebn � Daß Millerand nicht daran denkt, in feiner neuen Eigen- schast als Präsident sich den polirischen Einfluß nehmen zu lassen, sondern ihn in h ö h e r e m M a ß e geltend zu machen. als das bisher w Frankreich dem Präfidenten gestattet mar, zeigt die A n t w o r t, die er nach der Sitzung der National- Versammlung bei der Ueberreichung der Urkunde seiner Gr- nennung zum Präfidenten der Republik auf die ihm d«ge» brachten Glückwünsche erteilte. Cr antwortete U. a.: »Das siegreich« Frankreich muh sein« Ruine« mied« ansSauen. « muh seine Wunden verbinden, und um die» zu erreiche», muh t» die»ollsiöudig« Durchführung aller ans d«»rund- läge des Verjailla Friei-cnvverlrnzes ihm gegenüber eingeg-rnge- »r» Verpflichtungen«lange«,»ine neue Parole ist in» Leben gerufen worden, die frauzSflschc Demokratie muh im SInoer nehmen mit ihren«lliierte» üb« den Fortbestand und ihre»eU«e Eni- wicklnng wachen. Der PrLsident de« Republik hat die besondere Ausgabe,»nt« Mitwirkung d« Minist« und ter Präsidenten der Kammern die Fartsetzung einer Antze«. Politik zu sicher«, die»«sere» Siege»»nd»«, serer Toten würdig ist.* Diese Rede kennzeichnet die politische Situation in Frankreich. Die Macht de» Bürgertums ist in steigendem Maße imWachsen bogrifsen und das Bürgertum geht jetzt deshalb dcuu über, den Einfluß der vom Volke gewählten demokratischen Vertretung zu Gunsten der Machtvollkommen- Helten des Präsidenten»rhoMi»»J—_* — v«. „v«muuue zeigt, vag auch die französischen Genossen die große Gefahr der Verwirklichung dieser Absichten erkennen. daß aber dierevolutionareArdeiterbeweanng in Frankreich gegenwärtig z n s ch w a ch ist. um die Abände- rung der Verfassung im Sinn« einer Vermehrung der Vor- rechte des Präsidenten abzuwehren. Widersprüche In der ErklämNg des Genossen Adolph Hoffman«, die wir in der heutigen Morgenausgabe der„Freiheit*-»«öffentlich- ten. betont Adolph Hoffmami ausdrücklich, daß die Erklärung, die von Däumig. Koenep, Etoeck« und ihm unterzeichnet sei. selbst- verständlich für die gesamt« Parteipresse de- stimmt war, denn sonst hätte der Protest ja überhaupt keinen Sinn gehabt. Hoffmami legt also Wert auf die Feststellung, daß es die Abficht d« Unterzeichner gewesen, fei, diese Erklärung auch der„Freiheit* zur Veröffentlichung zu übermitteln. Demgegenüber ist von Bedeutung, daß ein and«« Unterzeichner de» Aufnifs, der Genosse Koene«, in ein« Versammlung in Ldmio.Weft am Mittunnb«klärt bat. der Aufruf aeae» W jrf'M ig 5 0 V 'S fc t\ m "» —--*** u,»VW*»IW»« vup uyu VUU� aufgenommen hätte. Koenen also behanptet da, gnade Gegenteil von dem, wa» sei« Mii»nt«zeich«er Adolph Hoffman» erklärt. Dies« Wid«Ipruch zwischen den ErNärungen d« beiden Ge- Nossen ist kew zufälliger. Er ist das Ergebnis d«— milde aus- gedrückt— verschiedenen Auffassung, die von dies« Seite geäußert werden. Während Koenen ebenso wie Däumig offen ans die Spaltung hinarbeitet«— Däumig hat in der Frankfurt« Per- sammlung am Mittwoch offen erklärt, daß« die Spaltung der Partei will— scheint Adolph Hoffmann noch zu denjenigen zu gehören, die es für ratsam« finden, die Masse d« Parteigenossen über die wahren Absichten im Dunkeln zu lassen. Wir wollen bei dies« Gelegenheit aber noch einmal ansdrllck- lich betonen, daß wir die G e h e i m k o r r e s p o n d e n z. die diesen Aufruf der JRoten Fahne* übermittelt hat. nochnt-mal-zn Gesicht bekommen haben. Sie ist ein Erzeugnis, das sowohl d« Redaktion d«„Freiheit*, wie anch der Redaktion der.Leip- zig« Volkszeitung" aus begreiflichen Gründen vorent- .._f,., pW„ F-. L.---.» 9.- � �~- wir i daß neu» So, N je mens ran.....»»»»»ssen find. Die L,«»,»»» i/aotu ni egend bei Strjelcowizna zweimal auf unsere Patrouillen ge- a. Am 19. Septemb« hat die litauisch« Artillerie unsere Stellungen am See Eluch beschossen. Eine litauische Patrouille, die stch zu weit vorgewagt hatte, wurde gefangen genomme«. Die Litauer haben ihre Stellungen verstärkt. Alexandrowsk von Wrangel genommen New York, 24. September. Associated Preß meldet vom 22. Septemb« ans Konstantinopel, daß General Wrangel Alexandrowsl genommen und dadsi SO Ge- schütze erobert hat. Zusammenstöße w Italien Turin. 28, September. Da« Bureau Stefani meldet: Lei der Beerdigung von zwei Ar« oeitern griff ein« Gruppe Anarchisten eine« ans dem Rade vorbei- kommenden Polizeibeamten an. Es kam zu einem Zusammenstoß Zwischen et«« 88 Anarchisten und der Polizei, dieeinenTote» nnd sieben Lerwnnd-e«—----*■ kommen sei, von selbst. 4,»»., I* �"---- gca wisse er nicht*, ergibt sich für Urteils fähigr Polnischer Heeresbericht. Kopenhagen. 24. September. Nach einem Telegramm aus Warschau melbet der polnische Heeresbericht vom 23. September: Unsere Truppen haben die ganze Linie längs des Flusses Z b ru c z besetzt. In Wol- hynken haben wir Wyszogradek und die w chtig« Stadt Krzemieniec besetzt. Gleichzeitig ist �unsere Kavallerie bis zum Flusse Eornn vorgedrungen und hat oie Städte �.strogo. Bubrun und Derazno besetzt. In der Gegend wo r d lich vo m Pripjet haben wir 2250 Gefangene gemacht und � Maschinengewehre er- beutet. Der feindliche Angriff am Hrpn.i lub.ich voii Erodno ist blutig abaewieien worden. Der Feind netz neun Maschinengewehr!: zurück. In diese» Abschnitt habe« wir mehrere Dörfer eing« >r 2 Die Vereinbarungen vom Metallarbeiterverband angenommen Mailand, 28. September. Gestern abend beendigt« der Metallarbeiterverband seine Sitzungen: mit 118 gegen 18 Stimmen wurde ein« von Buozzi eingebrachte Tagesordnung angenommen, melch« die Vereinbarungen gutheißt und dem Ausschuß erneutes Vertraue« aus- spricht. Die Tagesordnung wird einer allgemeine« Ab- stimm»»« der Arbeiter unterliege». Le Rond bleibt Benthe«(O.-S.1, 2». September. Räch der polnischen Erenzzeitung wird der polnischen Tele- graphen-Agentur aus angeblich gut informierten Kreisen in Parts berichtet, daß der Botschastmat die Politik Le Ronds vollkommen billige. Le Rond werde auf seinem oberschlefilchen Posta« ver» bleiben und dorthin in allernächster Zeit zurülSehre». Ein merkwürdiges Gerichtsverfahren Benthe«. 28. September. Gegen die Gewerkschaftsführer, die an der Einberufung der Protestversammlungen gegen die Berletzung der oder- schlesischen Neutralität am 17. August teilgenommen haben, schwebt beim interalliierte« S ander g« richt«« MMpW, Von Benno Rvaß. p Der«onotone Bürgerschrei nach Ruhe und immerfort R u b C soll den Anstatt zum Wiederaufbau bilden. Derweil I quillt sich besagte» Bürgertum unaufhörlich damit ab, immer neue Unruhen-Bakterien ins Volk zu jagen. Ist eine Steuer unter Dach und Fach, so taucht schon wieder eine neue, wo- möglich noch quälendere, auf. Zur Zeit tritt die M i e t- ste u e r auf den Plan und sie ist in der„Freiheit* vom 18. d. Ms. bereits gewürdigt worden. Aber nicht grundsätz» lich. sondern mehr fachlich. Unsere Stellung als revolu-! tionäre Partei ist klar und lückenlos gegeben. Wir fordern programmattsch kurz und knapp, die Vergesell- !((Haftung des Grund und Bodens. Hier gibt es kein Drehen nnd Deuteln, hier heißt es gerade ans aufs Ziel! Die gar zu spärliche Befassuug mit der Wohnungsfrage zeitigt in unseren Reihen ein schädliches Mißverstehen der Materie. Die Wohnungsnot� hat sich im und mich dem Kriege zu einem iuternatio-� nalen Unglück ausgewachsen und besäße die Welt einen wirklichen Völkerbund, so wäre durch ihn dieses Unglück. am besten zu mildern.— Tatsächlich hat auch schon im Zuni' dieses Jahres in London ein internationaler Haus- j bau- und Stadtplan-Kongreß(Jnter-Allied Houstng midi Towu Planning Council) stattgefunden. Nach Professor, Berno uli- Bafel waren weder Deutschland noch Oester- � reich dort vertreten, hingegen England, Frankreich, Italien. Japah, Amerika, Norwegen, Schweden, Dänemark, Kanada»! die übrigen Dominions, Belgien, China, Polen, Tschechoslo-! wakei, Rumänien, Jugoslawien und Finnland, lleterall i Wohnungsnot. Aber mit keinem Wort sprach man von der Mietsteuer. Im französischen Senat ist vor etwa 6 bis 8> Wochen beschlossen worden, auf die Dauer van 10 Jahren alljährlich eine Anleihe von 730 Millionen Frank zur Er-< st-Üung neuer Wohnungen aufzunehmen. Rur unser liebes j Orgesch-Land kommt mit der Mietsteuer, um aus deren Er- trägen neue Wohnungen zu erbauen. Auf der Tagesord- nuna standen einige englische Resolutionen, die als Haupt- pveck die zwei Forderungen aufstellten: 1. Die Regierungen aller Länder verpflichten stch, ew Hausbauprogramm aufzustellen» das in 20 Jahren vollständig zur Durchführung kommt. 2. Die Mindestforderung an Wohnungen für das ge- nannte Programm lautet: Drei Schlafräume, ein Wohn- räum(mit Kochgelegenheit) und Bad. Ich wiederhole, dies ist eine von England eingebrachte, Entschließung und sie fußt auf dem Einfamilienhaus. In einem verrotteten Militärstaat wie Preußen-Deutschland, baute man Kasernen und mitten in die Berliner City hinein — einen Kaiserlichen Pferdestall!— Die Stellungnahme der Arbeiter läßt ein Bericht der„Frankfurter Zeitung" erken- nen. Auf der letzten Jahresversammlung der e n g 1 ischen Arbeiterpartei wurde die Entfernung des Wohnung s» Ministers gefordert. Man verlangte Baugeldbefchaf» fnng durch eine Kapitalsteuer(in Deutschland kommt man mit der Mietsteuer), Rationierung der Baustoffe und Bauausführungen durch die Eewerkschaf- ten oder Baugilden. Hören wir noch eine andere bürgerlich-reaktio« n ä r e Stimme, Herrn A. T h i m m- Düsseldorf in der„Z. f. Wohmv." gegen die Mietsteuer:„Ein ganz beson- deres«nd ein besonders schwieriges Problem dürfte es aber fein, zu entscheiden, in welcher Weise die Erträgnisse der Wohnstcuer oder die mit Rücksicht auf die Deckung durch die Wohnsteuer aufgenommenen Kapitalien dem W o h- nungsbau zugeführt werden sollen. Je reich- licher die Mittel fließen, umso größer wird die Gefahr der Kostensteigerung. Da in den Kalkulationen des Bauwesens der wichtigste Faktor der Ar- beitslohn ist, so entscheidet das Maß der dafür geleisteten j Arbeit tatsächlich die Rentabilität, obwohl unzweifel- Haft auch übermäßig hohe Händlergewinne! und Zuschläge das Bauen verteuert haben. Es gilt dahsr vor allem, die Arbeiter in eine für den Erfolg ver-i antwortliche Stellung zum Wohnungsbau zu bringen, damit die große Aktion der Mittelbefchaffung l nicht nutzlos verpufft und nur ein n e u e r A n l a ß dazu f wird, die deutsche VolkswirtschaftzumBankerott > Zu treiben. Dieses Problem ift noch keineswegs: gelöst. Ohne feine Lösung aber bleibt auch die Wohn-! « e« e r w e r t l o s f* i vom..«.iv« öui*Ä'iununB 0C|teiiren-daukostenzufc zweckte Erfolg weiterhin sichergestellt werden könnte. ,r>. daran erinnert, daß man den Weg der genossenschaftlichen I Selbsthilfe der Interessenten, vielleicht auf offen tlich-rocht- licher Grundlage, noch garittcht in Erwägung gezogen zu j haben scheint. Allerdings reicht dieses Problem erheblich 4 weiter, als die schwache Hilfe der Vaukostenzr-H s ch ü s s e.... AÄ diesem Wege tönnen»edenfalle ganz au- here Mittel e�schtpssen werden, als scttM zur Vcrfiigfing .iw'•*' r''•*'*'' standen: die Besteuerung(gemeint ist die Mietsteuer. D. Verf.) brächte bestenfalls diele seitherigen Mittel auf— deren Unzulänglichkeit allseitig a n e r k a n n t ist... Zum andern wird die Steuer, wenn schon einmal die Preis st eigerungderWohnungs- mieten freigegeben werden soll, aller Wahr- icheinlichkeit nach eine weitere Belastung der Mieter darstellen. Nach den seitherigen Erfahrungen gelegentlich der Lockerung der Zwangswirtschaft, ist es mehr als unwahr- scheinlich, dag die Steuer außerhalb des Betrages der Stei- gerung bleiben wird. Und die gesetzlichen Kautelen wird man noch Zrfinden müssen, die derartiges zu hindern in der Lage sind!" Alle Milderungen. Deutungen und Abänderungen dürfen und können die U. S. P. D. nicht einen Augenblick wankend machen. Unser Programm lehnt jede indirekte Steuer ab, womit keinesfalls gemeint ist, wir mühten nun jede direkte Steuer bewilligen. Steuertechnisch ist die Miet- Iteuer eine Aufwandsteuer. politisch ist sie ausschließlich als kulturfeindlich zu bewerten und mit aller Kraft zur Strecke zu bringen. Eine erhebliche Linderung der Wohnungsnot kann nur eine mit äußerster Konse- qucnz durchgeführte Beschlagnahme herbeiführen. Und ge- rade hiergegen wehrt sich die Bourgeoisie mit aller Kraft, unterstützt durch die höhere Beamtenschaft, die mit der Er- fasfung überflüsstger Wohnräume, also mit der Durchführung der Beschlagnahme betraut ist. Die deutsche Bourgeoisie steht politisch auf einem besonders tiefen Niveau. Das hat die demokratische Presse nach dem Ausfall der letzten Reichstagswahl selbst mehrfach hervorgehoben., Diese Bour- geoisie begreift blitzschnell den„Sogen der Reichswehr", hat „volles Verständnis" für den Wert der Handgranate als „politisches Beruhigungsmittel"— aber soziales Ver- standnis geht dem deutschen Kapitalisten völlig ab. Die Wohnungsnot begreift er nicht, weil er sie nicht fühlt. Er muß siealsozu fühlen bekommen und das ge- ichieht auf dem Wege durch die Beschlagnahme. Die Beschlag- nahmeformulare sollten in fetter Schrift die Worte zeigen: Zeder Mensch hatein Rech taufeine menschen- würdige Wohnung! Fühlt die Bourgeoisie die Wohnungsnot, dann begreift sie diese und dann drängt sie mit Hochdruck auf Beseitigung dieser Plage.— Beharrt . die Regierung, dieser Vollzugsrat des Kapitalismus, auf der Mietsteuer, dann muß auch das Kapital diese Steuer aufbringen. Die Arbeiterklasse kennt den richtigen Weg zur Niederkämpf ung der Mietsteuer! Partei und Eewerkschaften werden eine Lohnbewegung fördern, die den Ausgleich gegen die M i e t st e u e r schafft. Es steht im llebrigen fest, daß das Kapital garnicht ernsthaft an Neuwohnungen denkt, das beweisen unwiderleglich die Anzeigen über Abbruche leistungsfähiger Ziegeleien, die ausschließlich zu spe- nilativen Zwecken erfolgten. Dieser Skandal hat das Reichswirtschaftsministerium gezwungen, sich an die Regie- rungen der Länder mit dem dringenden Ersuchen zu wenden, oen„unwirtschaftlichen Abbruch von Ziegeleien im Interesse der Allgemeinheit und der in ihrer Existenz bedroh- ten Arbeiterschaft mit allen gesetzlichen Mitteln zu verhindern. Ein Gemeinwesen wie Berlin müßte längst eigene Ziegeleien und Baustoffabrikation besitzen, wenn es Voraussicht unh Verständnis für den Regie bau beherrscht kälten. Sorgen w i r dafür, daß n e u e r Wein in die alten Schläuche ftießt. Zunächst lautet die Parole durch ganz Deutschland: Nieder mit der Miet st euer) Arbeitszwang Eine verdächtige Meldung Das„Berliner Tageblatt" veröffentlicht an auffallender Stelle folgend« Meldung: � Wie wir erfahren, beschäftigt sich das Reichswirtschafts» m i n i st e r i« m gegenwärtig im Zusammenhang mit der Frage der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auch mit dem Gedanken der Einführung einer allgemeinen Arbeitsdienftpslicht, Man hält hier eine solche Arbeitsdienftpslicht nicht nur au» er» Die große Befreiung Bon Henri Barbusse. Mit Ziiltlmin»»« d« R»,>»-«,« l a», in Bo(«l Mb Leipzig entnehmen wir auch Viesen Adschni» dem dieser lag« er» scheivenden slammende, Manijeg, da- Bardnsse. der Dichter de, .Jene:»-, nntcr den Ittel jt e t Echt«»»» in»b- g r»» d,«■ all« Denkenden richtet. Deutschland! Rein, dt« deutsche Revolution war anfangs keineswegs ein« Parodie, wie offiziöse Ententeblätter e» behaupteten.... Au» der anfangs von ehrlichem Freiheit«» willen erfüllten deutsche« Ration hat die Entente eine sich selber ähnliche Demokratie gemacht:«in oerzerrte» wilhelminische» Reich. Alle echten Sozialisten Deutschland» geben zu wie Htlserding, daß der Lauf der Dinge seit dem 8. November 1918 da» Proletariat in politischer wie wirtschaftlicher Hinsicht sehr geschwächt hat. Mehr: eben diejenigen, die zu den Soldaten sagten:.Seht! Schlagt euch! Einmal noch! E» ist der letzte Krieg! Aber ihr müßt bis zum Schluß aushalten, bis zur völligen Entwafsnung Deutschlands"— siehaben aus politische« und au» Klassengründen den deutschen Imperialismus geschont und seine Bewaffnung auf- recht gehalten, soweit fie erforderlich ist, um lonterrevolutionär« Arbeit zu tun. Man ließ ihm»ine Arme« oo» 100 000 Offizieren, wie Baillant-Touturier richtig gesagt hat. und eine bewaffnet» Polizei, die ein unleugbares Heer darstellt. Die vollkommene Abrüstung Deutschland» würde die der anderen Länder«ach fich ziehen. Die Einschmelzung der Kriegsmittel würde deu Krieg "unmöglich machen. Damit wäre dem Reichtum der Schieber ein Ende gesetzt, ihre Macht über die Menschenherd« wäre gebrochen. Frankreich gegen Deutschland? llnstnn! Hier wie überall uud ewig: Kapitalismus gegen Proletariat! Während wir im Schützengraben mit Bajonett und Spate» Be- fehlen gehorchten und uns gegen deu Menschen, gegen Elend und Rot zu wehren hatten, bedeckt mit Schweiß, Hagel. Blut«nd Finsternis in unendlichen Wüsten hausten, deren Grans igkeit kein Maler je wird darstellen tönue«, wo wir»n, über Kadaver tief beugen mußten, um t» ertenne«, wem sie gehörten— so waren die letzten Spure» ihr« Herkunst vom ewigen Dreck nnd vom Blut ihre« Herzen» verwischt! — während wir zuweilen murmelten: JMt ei» paar Tage, Rächte. Jahreszeiten, Winterfeldzüge,«och einmal alle», wenn nur die Ueberlebenden dann fich verbrüdern wie hier dies« Toten! daß endlich aus Schlimmem Gute» steige l.«nd e» zeichnet« sich. dank unserer Hoffnung und Vertrauensseligkeit, ein Morgendämmern rosig von den dunNea Himmelsgebirgen ab— gletch- zeitig schrieben die Volksvertreter w gewohnter Weis« ihre ge- wohnten Geheimverträge—, während alledem geschah irgendwo aus dem Erdendall eine groß« menschliche vefreiung. Aber der rusststhe Militarismus, zusammen mit de« deutsche«, dein französischen, dem englische»«nd amerkkantschen Mlftaris- zieherklchen Gründen für notwendig, sondern glimbt. daß man auf diesem Wege auch eher den großen Anforderungen der Urproduktion gerecht werden kann. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß die Arbeitsdienftpslicht mit der früheren militärischen Dienstpflicht in keiner Weise in Parallele gestellt werden kann. Bekanntlich hat Bulgarien bereits eine solche Arbeitsdienst- Pflicht eingerührt, die eine einjährige Dienstzeit für den Mann und eine halbjährige Dienstzeit für die Frau vorsieht. Zu einem Gesetzentwurf ist die Sache noch nicht gediehen: das Kabinett hat sich jedenfalls noch nicht mit der Frage beschäftigt. Diese Nachricht ist höchst unklar formuliert. Ihre Jnspira- toren scheinen selbst noch nicht recyt zu wissen, wie das aus- sehen soll, was da vorbereitet zu werden scheint. Geradezu unglaublich ist es aber, daß die Stelle, von der die Meldung ausgeht, es wagt, von„erzieherischen Gründen" für die Ar- beitspflicht zu sprechen. Die Arbeiterschaft bedarf der Er- ziehung zur Arbeit nicht. Sie verlangt nach Arbeit und for- dert nur jene Geltung in Staat und Wirtschaft, die ihrer entscheidenden Bedeutung im Produktions- prozeß entspringt. Ebenso anzüglich ist die Behauptung, man könne mit der Arbeitspflicht die Arbeitslosigkeit be- kämpfen. Dahinter steckt die gemeine Verdächtigung, die Ar- beitslosigkeit fei so groß, weil sich die Arbeiterschaft der Ar- beit entzieht. Sollte indes die ganze Meldung ein Fühler fem, so können wir den Interessenten sagen, daß sich die Ar- beite'rschaft keinem Arbeitszwang beugen wird, der von der Staatsgewalt des kapi- talistifchen Klaff e'nstaates geübt wird. Der Anfang des Lohnabbaues? In der Presse erscheint folgende Meldung: Am Donnerstag fand in den Räumen der Vereinigung Groß- städtischer Zeitungsverleger. Wilhelmstraße SS, auf Antrag der Angestelltenverbänve ein« Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband für das Berliner Zeitunasgewerb« statt. Bon feiten der Angestelltenverbände wurden Gehaltserhöhungen auf die bestehenden tarifmäßigen Gehaltssätze von 20 bis 50 Prozent gefordert. Von selten der Vertreter der Arbeitgeber wurde darauf hingewiesen, daß nach den übereinstimmenden Feststellungen der Lebenshaltungsstatisttker die Kosten der Lebenshaltung seit der letzten Tariffestsetzung im Mai d. Z. zurückgegangen sind und dem- entsprechend ein Abbau der Tariffatze in Vorschlag gebracht. Eine Einigung zpar nicht zu erzielen, da die Anaesielltenvertreter an ihrer Forderung auf Erhöhung der Gehaltssätze grundsätzlich fest- hielten und andererseits die Ardeitgeber den Zeitpunkt für ge» kommen hielte», über einen Abbau zu verhandeln. Die Behauptung, die Lebenshaltungsstatistik zeige ein Sinken der Kosten der Lebenshaltung an, ist«ine Unwahr- he it. Von einer allgemeinen Ermäßigung kann gar nicht die Rede sein. Dagegen weift die Statistik aus, daß die Löhne und Gehälter in keinem Stadium jene Höhe erreicht haben, die notwendig gewesen wäre, um die Steigerung der Preisewetizumachen. Stets schleppten fich die Lohn- erhöhungen mühsam hinter der Preissteigerung her. Darum ist es eine Unverschämtheit, vom Abbau der Löhne zu reden, wenn vielleicht einig« Zahlenakrobaten die Senkung der Preise für einzelne Waren in eine allgemeine Preis- Minderung umdeuten. So will das Unternehmertum die Krise benutzen, um die Lage der Angestellten noch mehr her- abzudrücken. Gegen diesen ersten offenen Ver- such der Ausbeuter muß sich die gesamte Ar» beiterschaft von vornherein mit aller Schärfe wenden. Die bayerische Einwohnerwehr Dreimal stärker als die Reichswehr I In M ü n ch e n findet am Sonntag das Köntgsschleßeu der bayerischen Einwohnerwehr statt. Das. geschieht i» demselben Augenblick, wo in Preußen da» Entwaffnungsgesetz gegen die Ar- beiter durchgeführt wird und in Moabit vor einem Ausnahme- gericht 24 Arbeiter deshalb unter Anklage stehen, weil ste einer Organisation angehörten, dt« zur Abwehr des Kapp- Putsche« ins Leben gerufen wurde. Das Königsschießen der bayerischen Einwohnerwehr ist mehr al» ein bloße» Veretnsver- gniigen. Es ist ein Generalappell der bewaffneten Reaktion,«ine Heerschau zur Musterung jener Verbände, deren klare Aufgabe «s ist, zur gegebenen Stund« de« Vortrupp der monarchistische« mus, all« behelmt und schwer bewaffnet, fünf Eisenträger, fünf Untiere bereiteten fich vor, an einer Wand einen Apostel zu er- schießen, weil er wie Jesus Thristus, wenn er jurückkäme, aus- rief:„Die«usbeutung des Menschen durch den Menschen muß aufhören!"(Deutsch von Iwan Göll.) Nawrforschertag Auf dem Naturforschenog iu Nauheim sprach gesieru Prof. Lichten- st e in<9Blen) über seine BerjüngungSexpcrimente nach der Stetnachschen Methode. Er hat außer bei Tieren auch bei altcu Männern bis zu 72 Jahren einige günsttae Erfolge erzielt, indem »ach einem Zeitraum von etwa ö Monaten eine Steigerung der körperliche« und geistigen Fähigkeite» ewschlteßlich Wiederkehr der geschlechtlichen Funktion erzielt wurde. P-osisior Dr. Z u m b« s ch» München sprach über Probleme der Syphilis. Er legte die Art der Ansteckung und die auf diese iolgende» Früh- und Späierscheinunge» dar und verwies besonders aas die große» Unters ciäcde zwischen angeborener uud erworbener Syphilis. Bei der erworbenen erfolgt die Ansteckung durch die Haut. Die bei erworbener EyphUie in die inneren Organe etugedrungenen Erreger werden vielfach dort mit einem Schutzwall umgeben, a»> dem sich die besondere Art der Sväterschetnunaeu erklärt. Unter lebhafter Beteitigung fand dann gestern auf dem Natur- forschertag die große Giustetudebatte statt unter dem Vorsitz des GeheimralS Planck Bei der Diskussion, an der sich hervor- ragende Physiker uud Mathematiker beteiligte«, kam es zu einer scharfe» Auseinandersetzung zwischen E tust ein nnd Leuard, iu »er Einstein verschiedene Eiuwäud« gegen seine RelativttStStheori« widerlegt«.—(Aus dem Haag kommt yout« dt« Meldung, daß die holläudtsch« Reaier«»g gestern die Ernennung von Professor Dr. Einstein zum außerordeutUchea Professor für Natunviffenschasle» an der Uutverfität tu L e v d e u genehmigte.) Bei einem Vortrag über die ReichSschulkonferenz und de» naturwissenschaftlichen Schulunterricht hielt Prof. T i m« r d t n g- Braunschweig einen durch und durch reaktionäre« Bortrag, der sei«« Spitze gegen die Bestrebungen der Volksschnllehrer »»d gegen die sreigeistigc Bolksansklarnng richtete. Bez-ichueuder- weise fand auch dieser vorkrag den Betfall der soztalisteujremldltche» Fachkollegeu. � Auf dem Kongreß deutscher Naturforscher und Aerzte wurden auch„die«tuen Forschungen über den Bau der Moleküle»nd Atome" behandelt. Berichterstatter waren die Professoren D e b y e- Zürich, Frank-Berltn und Kassel- München. Kein Wissenschaftler zweifelt heute mehr an der Exi- stenz der Atome. Die Atome find komplizierte Gebilde, in denen «in Baustein, nämlich das negative Elektrizitätsatom, das Elektron, /stets angetroffen wird. Dieses ist eine zweitauftndmal kleiner« Mass« als das Wasserstoffatom. Wie kann man die Zahl der Elektronen im Atom zählen? Die, ist möglich durch Deob- gchtung der Jnteysstät der Röntgenstrahlen, welche von alles Gegenrevolution zu spielen. Layern ist seii dem Kapp-Puffch das gelobte Land der Gegenrevolution geworden. Die Einwohner» wehr gibt ihr das Rückgrat. Es ist daher notwendig, über ihr« Zusammensetzung einiges zu sagen, damit auch dem Schwerhörig- sten endlich klar wird, wie groß die Gefahr ist, die aus de» Süden kommt. Bayern ist der Sitz der Orgesch, der obersten Instanz alle» Landesorganisationen der Einwohnerwehr Deutschlands. Leiter- ist der Forstrat Esch er ich. Die Landesleitung der bayerische» Einwohnerwehr befindet stch in München. Als Leiter sungiereu: Oberst von Tan«stein(früher 1. schwer. Reiter-Regt.), Oberstleutnant Freiherr von Riedel, Oberstleutnant Freiherr von Köhn itz, Leutnant von Meggden, Major Freiherr voa Godin, Leutnant Freiherr von Manteuffel und andere. � Bayern ist gegliedert in 10 Kreise, und zwar außer den 7 R» gierungskreisen noch in die Kreise München, Nürnberg und Allgäu. Die Kreise sind geteilt in Gaue. Diese ent- sprechen denBezirksämtern. In den Gauen sind die Ortswehren Zusammengesßt. Im ganzen sind es ISS Gaue. Die Forma- tionen stnd Riegen und Gruppen. Eine Riege entspricht der um- gefahren Stärke einer Friedenskompagnie und ist geführt von einem Offizier. Die Städte sind in Bezirke eingeteilt. Jeder Bezirk umfaßt je nach der Tepße 6 bis 8 Riegen, von insgesamt im Durchschnitt 1000 Mann.�o daß für München 2S- bis 30 008 Wehrmänner zu rechnen sind. Die ehemaligen Zeitfreiwil- l igenkompagnien sind in besonderen Formationen der E. W. angegeben und stehen im Ernstfalle unter dem Befehl der Reichswehr. Ausrüstung liegt auf den Kammern der Reichswehr. Die B e w a f f n u n g ist sehr gut. In ganz Bayern befinden sich etwa S00 800 Gewehre in den Hände« der S. W. Die Zahl der M. G. ist nicht bekannt, sicher ebenfalls sehr groß. Bei jedem Ge- wehr befindet fich SV Schuß Jnsantertemunition. Außerdem ist eine nicht allzu große Zahl Uebungsmunition vorhanden. Di« E. W. verfügt iu Bayern auch über eiue höhere Zahl von Ge» schützen, als der gesamten Reichswehr Deutschland, laut Friedens- vertrag zugestanden find. Dies« find meist aus großen Gütern ver- steckt. Offiziell hat die E. W. keine Geschütze. Flugzeuge befinde« stch ebenfalls auf Gütern versteckt. Die Einwohnerwehr hat auch. einen eigenen Nachrichte«- dienst. Eitz: Ringhotel-München. Leitung: Hauptmann Schenk. Eigene Späher hat die E. W. nicht. Sie wird mit Nachrichten versorgt vom Späherdienst der grüne» Wehr(Polizei- wehr). Die Finanzierung der Orgesch geschieht iu der Hauptsache durch die Schwerindustrie. Großgrundbesttzer und Banken. Der Schatz- «eister ist der Industrielle Kannegießer- Baden. Di« E. SB. wird finanziert au» Staatemitteln. Der Landesschatz« meiste, ist R öck l. München. Die Gehälter tu der Lande-leitnng betragen 12— 1S00 Mark monatlich. Um nach außen den militärischen Gharakter d« Ein- wohnerwehr zu verschleiern, gibt es bei der C. W. k'nen Herrn Major. Hauptmann us»„ sondern nnr«inen Herr» Soundso. So stnd». B. an de« Türen der Bureauräum« der Landesleitung nur die Namen der Abteilungsleiter usw. angebracht, ihr« Dienst- grade werden»erjchwiegen. Einige der leitenden Personen rech- ue« aus Hungerrevolte« im kommenden Winter Und hoffe» im Gegenschlag in Verbindung mit Reichswehr und sonstige» Wehren die alt, Herrlichkeit wieder oufttchten zu könne». S» ist bestimmt damit zu rechnen, daß bei einer Aktion der Gege»- revolution eine einheitliche Leitung der gesamte» d« waffneten Macht de» Bürgertum» iu Erscheinung treten wird. Bei de« Königsschteßen am kommenden Sonntag wird jeder Wehrmann 10 scharfe Patronen erhalten. Welchen Aus- gang das Schießen nehmen wird, ist nicht bekannt. Es lagen gewichtige Gründe vor. mit einer allgemeinen Erhebung zu rechne«. Der neue Monarch liegt tu Bayern seit langem auf der Lauer und wartet auf den Tag seine» Einzug». Di« Ent» hüllung de» Planes wird seine Ausführung um einige Zeit ver» schoben haben. Aber daß der Tag der allgemeinen Erhebung noch kommen wird, damit rechnet heut« in Bayern jeder Gegner der Republik. Im Unterausschuß des Reichswirtschafisrat» wurden Anträge der Agrarier auf Freigabe von 40 Prozent der Gerste an die Er- En, der vollständigen Aufhebung der Zwangswirtschaft für !r, auf Verlängernng de» Frühdruschprämie abgelehnt. isso ein Antrag, den Brauereien erhöhte Mengen von Gerste zur Bierbereitung zur Verfügung zu stellen. mmmmmmmmmmmm—mmmm mmmmmmmmmmmmrn Körpern zerstreut werden, etwa in dn Weise, wie ein« milchig« Flüssigkeit das Licht zerst-eut, eine Erscheinung, welche ihre Ur- fache findet in der Bewegung der durch die ausfallenden Röntgen» strahlen erschiittnte« Elektronen. So findet man die Zahl der Elektronen im Atom etwa gletch dem halben Atomgewicht. Di« Abstände der Elektronen kann man schätzen aus Grund voa magnetischen Messungen und findet dafür etwa ein hundert- Millionstel Zentimeter. Di« Elektronen sind im Atom nicht ruhig t«lagert, fie bewegen sich, wie man gleichfalls auf Grund von liessungen festgestellt hat, mit Geschwindigkeiten von etwa ein dreihnndertstel Lichtgeschwindigkeit und die Lichtgeschwindigkeit be- trägt bekanntlich dreihundert Millionen Meter in der Sekunde. Da die Elektronen negativ elektrisch geladen find, so muß es in jedem Atom einen positiv geladenen Rest geben, der das Ganze des Atoms neutraltsiert. Ein positives Elektron ist bisher nicht gefunden worden. Dagegen senden radioaktive Substanzen positiv geladene Teilchen aus, die sogenannten Alpha-Strahlen, welche erkannt wurden als der Rest der vom Helumatom übrig bleibt nach Absprengung zweier Elektronen. Aus Beob- achtungen an diesen Alpha-Strahlen hat Rutherford den Schluß ziehen können, daß die positive Ladung im Atom von autzerordent- licher Kleinheit ist. Professor Frank-Berltn behandelt da» Thema vom svektr»- skopischen Standpunkt au» und zeigt, daß die Spektroskopie in guter Uebereinstimmung mit dn Bohrstben Atomtheorie stebt. so wird in diesem Zusammenhange der Etarkeffekt und der Zeemann- effekt(die Aufspaltung von Spektrallinien im elektrischen und im magnetischen Felde) erklärlich. Professor Kassel-München will eine mathematisch-physika- lisch« Erklärung dn chemischen Erscheinungen auf Grund de» Baues der Atome anbahnen und stützt seine Theorie aus die An- nahm« der räumlichen Anordnung dn Elektronen in Schalen um den Atomkern. Das Ideals wäre«tue rein mathematisch« Chemie, die auf Grund dn Vnbindungsformen die chemischen Eigenschaften dn Verbindungen erkennen ließe. Es ist zu Höffen. dag wir auf diesem Wege bald weitere Fortschritte machen wer- den und es uns so gelingen wird, die Gesamtheit dn anorgani- schen Naturerscheinungen zu einer Einheit zusammenzuschmelzen, Geheimrat Professor Dr. R i n««- Leipzig sprach Lbn da» „feinbauliche Wesen der Kristalle". Er führte ein». gehend aus, daß die Kristallwelt in vieler Beziehung g-staltlich. physikalifch und chemisch überhaupt vorbildlich für den Bau der Materie ist«nd deutlich»nd fichtbar zeigen läßt, was man bei Atomen und Molekeln wegen ihrer Kleinheit und wirren Lage» rung lediglich theoretisch erschließen kann. Die einheitlich« Auf- fassung der Materie führt zu dem allgemeinen Erundzug des Feinbaus aller Materie, dn im Wechsel von Eigenschaften mft der Richtung und dem Moment der Stabilität unter dem Einfluß anziehender und abstoßender richtender Kräfte besteht. Den breitesten Ueberolick über die allgemeinen Verhältnisse der fein- bauliche?: Vereinigungen gewährt die Betrachtung der Umwand- langen, die fich an der Matnie ereignen, wenn sie aus dem gas- förmigen Zustand in den flüssigen oder den kriftaMnische« Zus stand übergehen und auch umgekehrt. 4 Nur für Deutschland? A. S. Noch immer herrscht, trotz mehrfacher Anfragen und Feststellungen, Unklarheit darüber, ob die 21 Punkte der Moskauer Anschluhbedingungen auch für Frankreich Geltung haben. Die Anhänger des unbedingten Anschlusses in Frank- reich beharren bei ihrem Standpunkte, daß für sie nur die neun Punkt« des Begleitschreibens maßgebend seien. Wir finden darüber in der französischen Parteipresse folgende Aeußerungen. Zm„Populaire" vom 17. September schreibt Andre Le Troquer: .D>ie Debatte ist im Begriff, fich zu klären, denn Frossard hat im Verumltungsaussajufi erklärt, daß auch er nicht die 21 Bedin- gungen annehmen werde." � �. Zn der„Humanite" antwortet Frossard m der NaH- schrift zu emem Artikel, in dem er für den Anschluß an dm dritte Internationale eintritt, folgendes: „Mein Freund Andre Le Troquer berichtet im.�Populaire". daß ich im Verwaltungsausschuh erklärt habe, tch würde die 21 Bedingungen nicht annehmen. Ich habe gesagt und ich halte es aufrecht, daß unter den 21 eine geimlse Anzahl Vedingunaen find. die mir nicht annehmbar erscheinen. Ich habe ee in Jaby wiederholt, in Moskau habe ich Sinowicw schon davon unter- richtet. Daran ist nichts neues. Aber bis zu e.ner neuen Losung kenne ich neun� Bedingungen und nur neu«, und ,ch ' �Frossard"scheint also derselben Meinung zu sein, wie der Genosse Meric. der in der..Humamte" auseinanderaesetzt hat, die 21 Punkte hätten n u r f ü r d i e d e u t s ch e P a r- t e i Geltung, und Moskau wolle den Franzosen m An- betracht ihrer besseren Haltung diese Bedingungen nicht au� erlegen. lieber dieses Doppels p i e l, das Schweigen des Moskauer Exekutivkomitees unterstutzt wird, noch ein Wort zu verlieren, halten n Es ist aber interessant festzustellen, daß selbst die neun französischen Punkte in Eng-and die scha rfste Ablehnung erfahren, und zwar"'cht nur von der l-abour Party und von der Unabhängigen Arbeiterpartel, sondern auch von dem den Bolschewisten sehr nahestehenden„Daily Herald". Das Blatt schreibt: diesran.«" w di7 brN" In.7rÄwn?l? wirden solb Wr h°b-n ltee? von de- Zunahme diese/ Bedingungen etwas anderes zu »ine vollständig« Zertrümmerung der sranzästschen Dnrtli. Unler Pariser Korrcspondent weist daraus hin. daß selbst fÄ nnv�ckt/t Beg«ist«rung für die Grundsätze des 5°Z"i.mvs rine Sprache führt, die nach den Worten des Er«- wt?vkomUees der dritten International« allein genüge, um aus der �'onnnunistischen Partei ausgeschlossen p. werden. mir Zwilcken der Zweiten und der Dritte« be- onn! �M� wlr datz di. Zweite tot ist. denn die Tatsachen Daten zeigten uns. daß st« unfähig ist irgendein- wirkliche Und w r sagten damals, daß das. was jetzt not- u»>t««7 u« w'�r tütit International, sei. wie ste ständig ist. n-> a«» ist. sondern eine lebens- und kämpf- �i/ernationale der nicht nur die setzige Dritte angehören fe sonder» g«°de auch jene Elemente, die die Zweite schon »■rrl�n haben weil sie schon über diese hinausgegangen waren, nfez noch keiner andern Organisation angeschlossen hatten. ftiLt folifien neuen Internationale würden sich auch all« anderen Organisanonen angeschlossen haben. d!e die notwendigen Bedin- «.noen erfüllt d. b. die den Willen gehabt hotten, das kaplta- erstem ju zertrümmern nnd das Reaime des Profits, de« Betruäes der Gewalt und der Konkurrenz durch em Regime der sozialistische« Genossenschaft zu ersetzen. mir lind nie Säuberer" gewesen. Wir können nicht der M-i. nu?a s im daß man marxistischer sein mutz als Marx. U«d de, a'«-; 6 0 international«. Marx, war immer bestrebt, unter Ätttch-n der Internationale alle die lebeudige« Kräfte de, btttiLn A?b-iterw-lt wie jene de»«ontineut» z« oereinig.»." M-vr der Daily Herald" schon so über die„milden" neun B.?kte der Franzosen urteilt, wie würde erst sein Urteil über K- 2 Punkte ausfallen? Es ist eben so. daß je weiter nach d-n, Weiten hin das Entsetzen über die Moskauer Spreng. me?boden wächst. Selbst!n der S ch w e i z. wo der rührige tt/Klü J der Partei seit Jahr und Tag eine intensive An- schliistvrooaaanda betreibt, wagt niemand die Annahme der � U/kte z! propagieren. Interessant ist die Stellung des Baseler Genos�n Fr. Schneider, der kürzlich im sinne Stäatsoper wuide gestern Richard Waguer,.Trista» X r» i ht' tn der laugersebuteu Neueinstud-erovg gegebeu.«i» «.o murde szenisch und darstellettlch weder gesucht noch ge. Deko oliv hielt mau stch maßvoll an da» Uebliche und schuf tunden. TcU., H„rmo»ien de» Maler» ArnvaulinoS(der tn nußer den fcr.|. kg„g,rrisch unvergleichlich mehr gab) und d°r de« OberspieUeiter« Hürth wentg. wa, !ÄÄ«d.rige Bild der«uffahrima hinausragte. Manche» de- über da» btsh �«erschlcchterung. Die Schiffes, ene deutete im sl* b d uJ hinter berechtigte««nsprüchen zurück. Jülich i'i � uch ihre best« Berliner Borgängertn Thilo Platchtnger. nstaw sondern auch'vreo�lt�Anllur wogegen bleibt wil Z n biuter dem idealen uulkanverg.ßlichea Tristau Wilhelm 5"? jJ lnxld Vt ist für die,« Roll««tchl geboren, g.dt ÄrüningS wert z- iz von der Lied« Geweihte» u»d wird »' NN, am besten auf dem Echm.w.n-iager t« dritte»«k. ge. w?-«�ciner immerhin vo» ernster Hingab«»nd stark durch. '* m v' fejnB«» getragenen Leistung. Ip'elte der unglückliche ßalteudem stou« � Helger», trotz fafnerifcheu Stimmaas. �önig Mark« de» ßz�ch« Rolle. Für den treuen»urweual wände», �ne un«», Bresla» Herrn Rode geholt. wL>?flrdmte Karin Brauzell ihr fammmelwelches Or. m �«� Schwb wÄte der Beifall dem Werk nnd allen MU. ZiJZ l/iu End. nehme«.£ B. __ nnitna«. Lustspiel»o« GottmH(SrstauffLhnmg im .Mtrandolwa gsniggrätzer Slraßeh Etue heitere ve. The a t» r t-» Evolutionären Tageu der vouraeoifi«. Der -anglostgteit avl Rdrl«nd da gescheite««irtL Damal, ochwonf vom Vtt��vldont» N-bermut»od halbe Deutlichkeit im ZZ, Neuthoben; der Adel hat stch geärgert wie stch heute Zürsertvw p-sr v Zternheim wurmt. Da» polierte Stück schrieb die Bourgeoist ,. Rebell, de« d« Schall hinter den Ohre« ein vor ichl g. vollen Wahrheit erst am Sude verzuckert „„ nDrllu,.,a„„nm Wahrheit erst«a Sude verzuckert und bei»olltommeust«»omödienfchreid« Stalten« herausrückt., wirkt ibc med? ttti auch eine?, man amüsiert en wie er stch damatS über seine Mit- »IS verblüffte er durch ewe vergeistigt« menschen luu'u""TT: c�. der Polemik gegen den Adel vermodert Technil: aber weil der � g,, Uhrwerl. Goldoni war der ist»viril die Mache heut« � EmpSra.«tu haldweg» forscher I tJnrr Uett aber räum« K»! wtt s°dlä"dsscher Raum«(vo. S. Stern hergerichtet) < Jht Binfanb gefällig die Wirtin der B.l setze ims— ein italienische» S il«»Ä| Rahmen. 8«tt«h«l« und Peellerin. Di. Schcheit &\IU IU» �71.*«»---' d«K RahmeuS H««durgt. m». äk? des Anschlusses in der Groß-BerNner Funkksonärverfamm- lung sprach. Er befürwortet zwar im Basler„Vorwärts" die Annahme der 21 Punkte—- für D e u t s ch l a n d. ja er sehnt direkt die Spaltung der U. S. P. D. herbei. Aber für die Schweiz hält er"ihre Annahme nicht für geboten, weil sie die allgemeine politische Situation verschlechtern und die Arbeiterklasse spalten würde. „In unserem Lande— schreibt er— find die Verhältnisse noch wesentlich anders. Unser Wirtschaftsleben ist relativ und von kapitalistischen Gefichtspunkten aus gesehen, noch intakt, was in Deutschland nicht der Fall ist. Die Bourgeoisie und ihre Regie- rungen find darum noch im Besitze ihrer vollen Macht, wenn sie auch hie und da Scheinkonzessionen machen müssen, um die Un- zufriedenheit der Masse,: zu dämpfen oder einen Span in die Ar- belterschast zu tragen. Die deutsche Regierung ist machtlos, voll- ständig der Entente ausgeliefert. Die Lebensverhältnisse sind bei uns trotz der enormen Teuerung immer noch besser als in Deutsch- land. Aus diesen Gründen hat der Revolutionierunasprozetz der Massen hier noch nicht den Grad erreicht wie tm Nachbarlande, wozu wohl auch die schwerfälligere Natur des einheimischen Ar- beiters mit beiträgt. Eine Spaltung in der jetzigen Zeit würde nicht, wie in Deutschland, zur Busscheidung einer Oberschicht ohne grohen Anhang führen, sondern mitten durch die Arbeiter- s ch a f t gehen. Das revolutionär gesinnte Industrieproletariat einiger Städte(Basel, Zürich, Schafshnusen) würde sich vom ge- werblichen, ländlichen und Beamtcnproletariat trennen und damit eine gewaltige Stärkung des Feindes herbeiführen, der stch heute doch in allen Gegenden des Landes mehr oder weniger bedroht fühlt. Eine Spaltung bedeutet aber den Kamps in der Ardeiter« schast selbst, dem die Bourgeoiste als lachender Dritter zuschaue« würde. Wer darüber bewußt hinweg steht, meint es«lt dem Proletariat kaum ehrlich." Wie aus diesen Ausführungen hervorgeht, gibt fich der Genosse Schneider über die Klassenverhältnisse in der Schweiz keinen Täuschungen hin, und eben deshalb kommt er zu einer Ablehnung der 21 Punkte für die Schweiz(an deren Stelle er die Annahme einer Anzahl von Thesen empfiehlt). Um so unverantwortlicher ist es, daß er ohne genaue Kenntnis der deutschen Verhältnisse die Annahme der 21 Punkte für Deutschland auf das leidenschaftlichste empfiehlt und es sogar als einen Fortschritt betrachtet, wenn die U. S. P. in Stücke gerissen wird. In anderem Sinne müssen wir hier an den Vers denken, den Genosse Adölf H o f f m a n n in seinem Artikel zitierte: Ich bitt' dich, beissger Florian. Verschon' mein Haus, zünd' andre an." organisiert, öder aber vier Wochen nach erfolgter Entlas Heeresdienst einer sozialistischen Partei beigetreten und alied der ll. S. P. D. sein. Jeder Distrikt schlägt höch Bezirksorganisation 4 Potsdam Der erweiterte Bezirksvorstand hat in seiner Sitzung am 1». September beschlossen, von einer Generalversammlung Abstand zu nehmen, dafür aber am Sonntag, den 2K. September, in allen Distrikten Distriktskonferenzen abzuhalten, die stch mit dieser Frage beschästigen sollen. Es wird immer ei« Redner für und einer gegen die Bedingungen sprechen. Die Distriltsleitun- gen werden zu dieser Konserenz umgehend einladen und erwarten wir. dag jede Ortsgruppe vertreten ist. Auf der Distriltskonfcrenz werden die Delegierten zum Partei- tag in Vorschlag gebracht. �Diese müssen)wei Jahre sozialistisch �tssung vom letzt Mit- WW._...tens vier und zwar zwei für und zwei gegen die Be- Delegierte vor, dingungen. Arabstlnnnung Ilm ein getreues Spiegelbild über die Stimnmng in der Partei zu bekommen, müssen bis spätestens zum S. Oktober tn allen Orts- firuppen Urabstimmung stattsinden, in denen festgestellt werden oll, wieviel Mitglieder für die Ausnahmebedingungen»nd wie- viel dagegen sind. Di« Wahl der Deleaierten geschieht nach dem Verhältnis- Wahlsystem, so dag beide Richtungen gemäß ihrer Stärke ank dem Parteitag vertreten sind. Laut Beschluß der Verbandsgeneralversommlung bildet der Be- S Irksverband Berlin-Brandenburg ab L Oktober 1920«in ein- «itliches Organisationsgebilde mit zentraler Verwaltung und Kassensührung. Die Kassierer find darauf aufmerksam zu machen, daß nur noch bis zum Dienstag, den 28. September 1920 Marlen bei uns ab- gerechnet werden. Listen, Eitramarken. Referentenmaterial. Broschüre«. Land. «««« usw. find bis zum 30. September abzurechnen. Nach dem 4. Oktober find sämtliche Abrechnungen und Material- ansorderungen an den Genossen Richard Herbst. Berlin C.2, Breite Str. 8-9, 1. Ausgang, 1 Treppe, zu richten. Der Bezirksvorstand. Richtlinie« für die Urabstimmung oetreff» der Ausaahmebedingunge» der 3. Internationale. Abstimmung ist geheim. Stimmzettel müssen klar nnd deutlich erkennen lassen, ob für odsr gegen die Bedingungen. Di« Stimmzettel stnd aufzubewahre«. Die Ortsgruppen können selbst de» Tag der Abstimmung fest- setzen. ». Dieselbe muß aber spätestens am 3. Oktober stattfinden. ü Das Zählrejultat ist nach untenstehendem Muster zu protokol- lieren nnd sofort an das Bureau der ll. E. P, Berlin 0. 112, _ Rene Bahnhofftr. 81 einzusenden... � 7. Zahleesultate, die spater al» am 6. Oktober einlause», könne» nicht mehr berücksichtigt«erde«. 8. Das Abstimmungslomitee ist so zusammenzusetzen, daß bekde Richtungen darin gleickmätzig vertreten stnd. Protokoll der Urabstimmung am 8. 10. 20. Diese, Protokoll muß nach erfolgter Abstimmung sofort am Sonntag, den 8. 10. an uns abgesandt werden. Ort: Wieviel Mitglieder insgesamt: Es haben abgestimmt: davon für die Aufnahm- Bedingungen. gegen die Aufnahmebedingungen. Besonder« Bemerkungen: Unterschrift und Ortsgruppenstempel: Vorsitzender Vorsitzender der Ortsgruppe. des Abstimmungskomitees. Aus den Berliner Parteiorganisationen 14. Distrikt 3« zwei gut besuchte« Versammlungen«ahmen die Mtglied» nach etnem Referat vom Genossen Rosenfeld nnd einem Kor- referat de» Genoffen Einstein Stellung zum Anschluß an die 8. International«. Räch eingehender Diskusston gelangte folgende Reiolution mit X-Mehrheit zur Annahme:„Die am 21. 9. 20 tagende Generalversammlung des 1«. Distrikts erklärt sich mit den Ausnahmebedingungen des 2. Kongresses det Internationale einverstanden. Ste erblickt in«wer stranen zentralisttschen Zusammenfassung aller revolutionär»�: Arbeiter den einzigen Weg, die Weltrevolution in allen Ländern siegreich vorwärt» z» treiben." Mariettdorf In einer gut besuchten Mitgliederversammlung wurde nach längerer, lebhascer ober sachlicher Debatte eine Abstimmung vor- genommen. Sie ergab X-Majorität für folgende Resolution: „Die Mitglieder von Martendorf geloben auch weiterhin, für die Befreiung ihr Alles einzusetzen. Am aber ein Weitertreiben d:t sozialen Weltrevolution zu ermöglichen und ein Versumpfen der- selben unmöglich zu machen, fordern sie vom Parteitag nähme der Bedingungen und somit den Anschluß an- t 3. Internationale. Niederschönhause« Am Mittwoch, den 22. September, fand im Schloß Schönhaus� eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung statt. Zu' i Thema: Anschluß an die 3. Internationale, sprachen die Gen S ch w cn k für und S t ö s s i n g e r gegen den bedingungslosen" schluh. Nach sehr erregter Debatte, in der zwei Resolutionen �- und zwei gegen die Bedingungen eingegangen waren, erklär: sich die Genossen und Genossinnen mit HS Stimmen für jn 78 Stimmen gegen den Anschluß. Als Delegierte zum Parici! i werden die Genossen Hiege und Rieger gewühlt. Orkan in Amerika. Ein Orka». der mit einer Gcschrvindss»- kdt von 40 Sekunden dahinfährt, erreichte am Mittwoch 3K:• Orleans, wo er eine» großen Schaden anrichtete. Häuser zeistört. Bäume umgeivorfeu. ein Zug entgleiste, aller Verkehr'. still, die Schiffahrt ist lahmgelegt, die Telegraphen» und Telex inöhte sind zerstört. Zahlreiche Einwohner flüchten von der ShV: in» Innere. Bis jetzt wurde ein Toter gemeldet. Cholera und Hungersnot in China. Die Cholera wütet i: den nordöstlichen Distrikte» so heftig, daß die Leute ans den Str.rven sterben. Viele Familien nehmen Gift, um auf dies« Weise d..> Hnugertode zu entgehe«. Aus der Parteipresse Die neue Rümmer der„Freien Welt" bringt zahlreiche Bin- aus der Arbeiterbewegung. Unter anderem: Zerstörung von{'■'* schützwagen durch Arbeiter im Interesse von Sowjetrußla-. Esthnische Arbeiterdemonstraiionen, Russische Rote K: Schwestern der Roten Armee, Filmaufnahme von Lenin, der In nationale Iugendtag in Berlin, Demonstration für die welüi.■ Schule in Neukölln. Der politische Teil enthält ferner einen tikel über die Moskauer Bedingungen„Unannehmbar" von F- Stössinger. In zwei reich illustrierten Artikeln werden: antichristliche Charakter der katholischen Kirche" und„Die F v• der Gartenstädte" behandelt. Sportbilder, Zeichnungen von-> beitern und der Roman ergänzen das reichhaltige Heft. Preis.. Heftes 60 Psg. .......................................... Gewerkschaftliches INI»«»?, Im! I»»'l>> I*» m»»? M II T II| :1 »" 4 **" Samariterhilfe in den Betrieben Vom Arbeiter-Samariter-Bund wird nn» geschrieben: Räch den neuesten statistischen Feststellungen sind im Jahre 1 rund 576 000, im Jahre 1918 667 000 Betriebsunfälle zur Am;::. dung gelatwt. von denen 1918 über 11 000 einen tödlichen Ausgc nahmen. Leider ergeben die statistischen Feststellungen noch ni wie aroß die Anzahl der dadurch verursachlen Krankheitslage.> wie hoch die Summe de» dadurch hervorgerufenen Lohnausfal!.> ist. Es muß die Frage ausgeworfen werden, ob nickt die Zahl i Krankheitstage und der Lobnausfall wesentlich herabgemind;. worden wäre, wenn in allen Betrieben die sanitären Einrichtungc der Neuzeit entsprechen würden und wenn in jedem Betrieb c i sachkundige Skothelfer sofort zur Stelle gewesen wären. Es ist ei 7 alte Erfahrungstatsache, daß der erste Verband entscheidend ist>: den weiteren Verlauf der Wundheilung. Den Betriebsräten ist durch Gesetz die Sorge für die Schaffui. t «nd Unterhaltung der sanitären Einrichtungen übertragen r den. Diese haben daher die Pflicht, die Spezialorganisationen drv Arbeiterbewegung auf diesem Gebiete, die Arbeiter-SaniSt:! Kolonnen, zur Mitarbeit heranzuziehen. Wenn an einem O noch kein« Ärbeiter-Samariter-Kolonne besteht, müssen sse bestro. sein,«in« solch« Organisation zur Erledigung dtcser und andr Aufgaben aus dem Gebiete der Volkswoblfahrt ins Leben zu rufe!'. Wir fordern die arbeitenden Massen ans. geeignete Kläfle für Nothtlfe in den Betrieben und für Sanitätsdienst bei allen O leaenheiten zur Verfügung zu stellen. Die Gesihüstsstelle des 0< better-Samariter-Bunde«. Berlin-Charlottenburg, Kaiser-Friedru> Straße 41, ist gern bereit, alle» notwendig« Material für di Bildung von Arbeiter-Samariter-Kolonnen zu liefern. Die Ar- beiterschaft muß stch durch weiteste Ausbreitung des Arbeiter-Sr mariter-Vundes eine eigene Wohlsahrtsorganisation schaffen uu'o die Wohlfahrtspflege für seine Klassenangehörigen selbst in die Hand nehmen. Ans der Schürzen«, Inpon« nnd KinderKlcider« Konfektion Grotz-Berlins Oven genannte Branchen rekrutieren stch zu 96 Prozent aus Heimarbeiterinnen. Sie gehörten schon vor dem Kriepe zu den schlecht bezahltesten and so ist es auch heute nah. Hat man es dach hier mit einer Gruppe von Arbeitgebern zu«an, di« jeder Gerechtigkeit nnd jedem sozialen Empfinden feindlich gegenüber stehen. Der Arbeitnehmer wird nicht als Eubiclt, sondern als willenlose» Ausbeutungeobjett betrachtet und b- handelt.. aß Letzteres geschehen kann, tragen die in der Branche Bei.tzäftigten ein groß Teil Schuld selbst dadurch, daß ste den Weg zur Organisation noch nicht beschritten haben. Ei« regelrechte» Tarifverhältnis wie bei anderen Branche,: de» Bekleidungsarbeiterverbandes besteht bei dieser Erupp' nach nicht, außer, man betrachtet das feit Januar d. I. bestehende Provisorium als solches, bei dem ein Stundenlohn von 2 M. für die Berechnung der Stückpreise zugrunde gelegt war. In Wirk- lichkeit wird es aber nicht erreicht. Auf die minimalen Forderungen(welche schon X Jahr zurück- liegen) von 3 M. pro Stunde bei Berechnung des Etucknreises, freier Garnlieferung und Gewährung von Ferien, wagen die Ar- beitgeber Löhne(Stunde 2ch0 M.) zu bieten, die den Wirtschaft- lichen Verhältnissen in keiner Weis« Rechnung tragen. Rückhalt- los ist bei der Verhandlung von den Arbeitgebern ausgesprochen worden:„Was schadet ee. wenn eine Hetmarbeiterin 60 Stunden wöchentlich arbeitet." Brutal und schamlos muß man derartige Aeußerungen bezeichnen. Di« Gewährung von Ferien für die Arbeitnehmer wird prinzipiell abgelehnt, ebenso Nähgarn unentgeltlich zu liesern. Es wäre von hohem Interesse in den Ver- kaufsläden die gezahlten Arbeitslöhne neben den Unternehmer- preisen zu nennen. Wenn es besser werden soll, müsse jede Ar- oeiterin und jeder Arbeiter die Pflicht fühlen, die Angehörigen und Bekannten aufzurütteln und ste der Organisation zuzuführen, um auch dieser Gruppe«in menschenwürdiges Dasein zu»er- schaffen._ j Opposition der Buchdrulker. Sitzung des erweiterten Aktion?« auSschuffes am Eonnabeud. de« 25, d. Ml?., adcud? 7 Uhr. bei Baum,— Bezirk S. Neukölln. Zusammenkunft am Sonntag, de» 26. tz. 391?., vorm. 9 Vi Uhr püicktlich. bei P-echnIk. Okersir, 5, Bezirk 4. Die Kollegen werden gebeten, an: Sonntag den 2(5 Okt. pünktlich 3 Uhr zu einer ganz kurzen Besprechung bei Kirsch. PeterSburgelstr, zn erscheinen. Funktionäre der Autoschlosser lr.ffen sich heute abend, 6 Uhr de: Poweleit, Jostystr. 7., NÜKlIKrSUtzILN Schwfa««� u.wanxen besefffgf" Ächneil.sfchSr u. achmer�os Kukirat toooooofachbewafwt. Pneis M.3,-Jn ApctheKen«.Dpogecicn«r»himiW «MNTpWldM'M?', KyKlPO' ciflZfq j Pveßkommissio« I Sitzung Sonnabnd, den 25. September, abends pünktlich 6 Uhr, in der Breite Straße. Eeschüftsführender Ausschuß 5J4 Uhr. Bestätigte Magistratsmitglieder Die am Mittwoch von der Berliner Stadtverordneicuvrrsammlmrq gewählten uenen MagistralSmitgltoder. Obcrbärgermc.fler Mermuth, Kämmerer Bocse, Stadtbaurat Ludwig Hoffmann. Stadtbaurat Habn, Sladtmedizinalrat Dr Rabenow, der Bei kehre dezcrueut Dr. Adler, Bergasftssor Horten und Syndikus Dr. Lange sind vomOberprästdemev bestätigt worden. Neuwahl für de« Teltower Kreistag. Am rächiten Sonntag findet in dem N. stkrcise Teltow die Neu- wähl iii? de» Kreistag statt. Infolge der Neubildung der Stadt- gemeinde Klost'Berliii scheiden am l Oktober 2« Orte und 7 Guts- bewirke mit I Sg samt LLst voo Einwohnern ans dem bisherigen Kreit? Teltow a'uS. In dem alte« Kreis verbleiben nnr noch länd- Itchc Orte mit lObOCK» Einwohner. Zu wählen.find insgesamt 4b Abgrordnetc. NowawcS wählt st, Zossen S, Teltow 3, Trevbin I, Mitler wa'de I und Teup tz 1 Abgeordneten. In diese» Orten findet die Wahl dura) die Gmieindevereretung statt. Die übrigen 24 Ab- geordneten werden an, die Landgemeinden»erteilt. Die Wahl in diesen Ori.n wUd össentlich vo> genommen. Wahlberechtigt ist jeder Kre Saagehörlge, männlich wie weiblich, der daL 20. Lebensjahr vollendet hat und S Monate im Kreise wohnt. Die Bedentui'g dcS Kreistages wird vielfach w unseren Reihe« unterschätzt. Wenn er a> ch in der Hauptsache Berwa'tungSarbctlen zu er' diaen hat, so habe» auch diese für die Arbeite« klaffe ein« er» hcbltche Bedeutung. Es kann der Arbeiterschaft nicht gleichgültig sein, >re che» Einfluß fie an» die Lebe, Smittt lvertorguog, dieStruererhrbung, die Kranke«-pflegt. doS Erzichungs- und Bildungs Wesen die WohnungS- und Verkehre Politik»nd daL Polijeilvescn an�uübr'n verinag. Allem das Poltzciwcsen läflt crkeunen, wie notwendig eS ist, daß unsere Genoffen versuchen, einen starken Einfluß innerhalb des Kreistages zu gewinnen. Die? ist um so erforderlicher, als tm Kreis« Teltow noch immer der Großgrnudbisitz vorherrschend ist. Es ist Pflicht unserer Genossen in den Orten, die in dem alten KreiS Teltow verbleiben, rechtzeitig am Sonntag zur Wahl zu gehen und sich an den Wahlarbeiteu zu beteiligen. Die KreistagSwahl im Kreise Teltow muß erneut zum Ausdruck bringen, daß auch in de» ländlichen Orten die unabhängige sozialdemokratische Partei feste» Fuß gefaßt hat. Für die weltliche Schule, gegen den Religions- Unterricht! demoustrieren am Sonntag, den 2S. d. M, nachmittags 3 Uhr, h* Lustgarten die Schulkinder und deren Eltern. An der MusenmS- treppe nehmen die Kinder Aufst-llung und zu ihnen werden Lehrer »nd Lehrerinnen über da? Thema sprechen:.Wollt ihr gläubige oder denke..de Menschen werden?' An der Domtreppe werden Dr. Georg Zepler und Adolph Hoffmaun die Eltern auffordern, ihre Kinder vor der Lüge zu schützen. Als Sammelpunkte für die Aufstellung der Züge find folgende Plätze vorges.hen: I. Kiistriuer Platz(Ostbahnhof) 2. Mariannenplah(Fnre-wehr-Denkmay Z. Belle-Alllanecplatz(Ecke Ltudenstraße) 4. Hnmboldthain(Kirche) Die umliegenden Vororte schließe» sich der nächpgelegeuen Gammel- stelle an. A). marsch nach dem Lustgart«»«m 1 Uhr. r Wir ersuche» alle Anhänger eiuer freien Schule, dafür Sorge zu tragen, daß die Kundgebung eine imposante wird«nd be» Dunkel» Männern, die jetzt wieder auch in Berlin ihr Unwesen treiben, ge» igt wird, daß die Bewohner von Geoß-Berlw nicht eine christliche, ondcru die weltliche Schule für ihre Kinder verlangen. Nieder mit der Heuchelei, fort mit der Lüge! Wie kann Heizmaterial gespart werde»? Der Magistrat Berlin übersendet der Presse folgenden beachtens- werten Artikel:„Aus Mangel an Arbeitskräften und Dcmstoffen und auch wegen der steigenden Teuerung auf wirtschaftlichem Ge- biete find die Ausbesserungen der Feuerungsanlagen in Wohn- Häusern entweder nur mangelhaft oder garnicht ausgeführt worden. Zahlreiche Oefen und Kochmaschinen find baufällig. Hieraus ergibt sich der Verbrauch gratzer Brennstofsmengen, mit denen heut äußerst sparsam uinzuachen ist. Außerdem entsteht vielfach erhebliche Feuersgefahr. Besonders aber geht die duri' den Brand erzeugte Wärme zum großen Teil wirkungslos dur die Schornsteine ab. Ordnungsmäßiger Zustand der Heiz- und Kochöfen ist mehr wie je nötig. Sie müssen fugendicht sein am Rauchrohr und an der Heiztiir dicht schließen. Außerdem ist für guten Zug in den Oefen zu sorgen, um schnelles Brennen zu Sichern. Ruß und Flugasche dürfen in den Zügen nicht lagern, da onst die Wärme an die Kachelwandung sich nicht überträgt. Bei alten Oefen mit unzweckmäßig tiefen Feuerungsräumcn läßt sich zwecks Brennstosfersparnis der Fencrungsraum leicht und billig oerkürzen. Bei Kochherden muß für einen fachgemäßen Fcue- rungseinbau und richtige Roftlnge gesorgt werden. Alle Haus- eigentiimer haben allergrößtes Interesse, sämtliche Feuerstätten auf ihren Grundstiicken alljährlich vor Beginn der Heiz,zeit von einem Töpfermeister hinsichtlich oer oorerivähnten Erfordernisse sorgfältig nachsehen und nötigenfalls ausbessern zu lassen. Hier- durch wird nicht nur an Brennstoffen gespart, sondern auch ver- mieden, daß die Feurungsanlagen früher als nötig umgesetzt oder neu hergestellt werden müssen. Nachdem jetzt der frühere Mangel an Arbeitskräften behoben ist, kann nur dringend empfohlen wer- den, alle bisher unterbliebenen Töpferarbeiten schleunigst nach- holen zu lassen." Wir glauben annehmen zu dürfen, daß sich viele Hausbesitzer dennoch nicht an diese Mahnung kehren werden, trotzdem sie zur Bornahme der Reparaturen verpflichtet sind. Es wird daher Auf- gäbe der Mieterrätc sein, für die Durchführung der genannten Maßnahmen Sorge zu tragen, denn es liegt sowohl im Interesse der einzelnen Mieter wie auch der Allgemeinheit, daß unsere knappen Heizstoffe nicht ungenützt zum Schornstein hinausgejagt weroen. einickendorf. Die neue Regierung hat ihr Pro« der Zwangswirtschaft, so schnell verwirklicht, as Grauen davor bekommen wird. Inzwischen stlgen all« Arbeitsschule. Am Sonntag, den Sß. September, wi-d in der L. Hilfsichi le, Binwevstraße TT. die sehenswerte Ansft.'llung der „Arbeitsschule" eröffnet. G öffnet ist die Ausstellung von Ib Uhr morgens bis S Uhr obendZ Alle Genossinnen und Genoffen Berichs werden gebeten, zu dieser kostenlosen Besichtigung zu erscheinen. Die Eltern der znr Schulentlassung kommenden Knabe« «nd Mädchen werden erneut auf die hohe Bedeutung hing.'wi-se», dt« der Ergreifung eines richtigen imd angemeffene» Berufes oder einer Beschäftigung durch die Schulenilassenen beizulegen ist. Schon manches junge Menschenkind ist daran gescheitert, daß ihm bei der Wahl feines LebenSbernfeS nicht der richtig« Rat zur Seite gestanden hat. Wo in den Vororte» keine Elelle» für Bernfsbeiatüng vor- Hände« find, werden die Rat suchenden Eltern an das B rufSomt der Stadt Berlin, Oranienburger Str. K4, gewiesen. Weitere AuS- kunft erteilen jederzeit während d« Dteustslunden die Jugendämter. Bei der Quäkers; ig hat sich im Laufe der Zeit eine recht bedauerliche Erschein»»... gestellt. Viele Eltern haben anscheinend aegiaubi, daß daS Qnäkeressen«in Ersatz für eine häusliche Mahlzeit fein soll. Nicht? wäre so falsch und so unrecht wie diese Auffassung. Die QnSkermission weist immer wieder darauf hin. daß nur dann die Speisung an den Kindern Erfolg haben kann, wenn sie durch kein« ander« häusliche Mahlzeit verdrängt wird. Die Eltern mögen also auf diesen Umstand Obacht geben und in Zuknnfi de» rn d« Qnäkerspetsung teilnehmenden Kindern keine häuslichen Mahlzeit«» vorenthalten. Wirtschaftsamt Reinickendorf. gramm, Aufhebung daß sie bald selbst das haben die Gemeinden den Ansturin der Hilfsbedürftigen Kategorien auszuhalten, deren Elend von Tag zu Tag steigt. Sie fragen nicht danach, daß.die Gemeinde ohnmächtig ist, daß die Bourgeoisieregierung alles auf die Gemeinde abwälzt. Ab« auch für die in Arbeit Stehenden wird die in freiem Handel er» hältliche Ware immer unerschwinglicher. Di- Geschäftswelt sucht die Konjunktur auszunutzen.— Um die Preise auf das Maß des Erträglichen zu halten, gleichzeitig aber auch preisregulierend z» wirken, ist eine Reihe von Eemeind-n durch Errichtung eigener Lsbensmittelaeschäfte zur Selbsthilfe geschritten. Zu diesen Ge« meinden gehört auch Reinickendorf, welches heute bereit 11 Verkaufsstellen besitzt, die sich eines ständig steigende Zuspruchs der Bevölkerung erfreuen. Auch viele, die diese Ein« richtungen früher bekämpft haben, sehen wir jetzt ihren Bedarf dort decken. Das gleiche gilt von der Vekleidungsstelle im Wirt» fchaftsamt. An der arbeitenden Bevölkerung wird es in erster Linie liegen, soweit sie ihren Bedarf nicht in den Läden der Konsumgenossenschaft deckt, die Eemeindeeinrick so fleißig zu benutzen, daß diese Pionierarbeit auf dem Gebiete der Koininnnalisierung der Anfang zu einem großen Netz über ganz Verlin werden kann. Auch auf die, schon seit längerer Zeit be- stehenden Holz- und Kohlen platze wird hingewiesen, wo der Bevölkerung zu verhältnismüßig billigen Preisen sämtliche Arten von Brennmaterialien abgegeben werden. Ein Inserat der heutigen Nummer zeigt die Lage der Gcmeindeläden, sowie der Holz- und Kohlenplätze an. Hennigsdorf. Die Gemeinde Hai einen Posten Anzugstoffe»nr Vnssügrntg. welche In beliei'iger Menge abgegeben werde». De« Pr is bcirägt pro m L0,— Mark. Der verkauf findet im RaihauS, Zimmer lZ. statt. Borauofichtlichev Wetter für Berlin und Umgebnng am Toanadrnd. Ziemlich kühl, zeitiveis« etmaS aukklnpend, jedoch über» wieg-nd Ifchl ober neblig mit geringen Regenfällen und mäßige» nordöstlichen Winden. Aus den Organisationen «.®tftrItL rfteliofl, den 24. September, 8 Uhr, Elternvers-mmlung der 2». ttnnben'chulc PaexrI-Allee 41-4:. lojeeotSniiNfl; Ssntum fordern wir die weit» liche SiSuif. R-serent: Seliter Eexoll- TO c n j. II. Odlenti I-imtlicher SÄuien, heute. 7 Uhr, wichtine Zulammentunst bei Vorleben, Vurgodorsstr. 13. Keine Schule darf sohlen. LIchtenb-i Straß« U Sonnabend, abends 7 Uhr, im Reftaurant Sto», Friedrich-Karl» lprechuitg der Betriebsräte mit dem Arbeitslosenrat Lichten Vereinskalender Iiimnxreli,.Ficht-'. Der ZentralvorNand unserer Bart«! hat-»blich da» Schreiben aoantworteti wir ersuchen die Mitglieder dr, E.-L. i» der nächste» Zentral-olliailds-S>h»ng nicht zu erscheinen. Derantwortli antwortlich Verlag' sä« die Redaktion: Leo LI«dich atz. lich für den Znl-r-tenteil: Lndwia Komeriner, genoiienschast JiretHeU" e. 8. m b. Berlin.— Druck Druckerei S. m. d.&., Berlin(£. 2. Breite Strohe Berlin-Friedena». Ber- Karlshorst.— der«gc-iHeU-. 8-9. BIR MIETERSCHUTZ Beste saiaeinvci'stanäliche DErslelSung d« Mieterschutzes und der Höchstrnieien Verordnung Unentbehrlich für jeden Bieter Preis 4 Mark Zu beziehen von der Bnchhandtung„Freiheit", Breite StraBe 8-9 auch in allen Filialen der Freiheit erhältlich. V«(. Heft soeben«rschieneiu Kommunistische Rundschau Iftraxsgegtbes von ttrnsi VSumlg, CurtSeper, Walter Stoecker An» de« Inhalt« Walter Staecker» Unser Fiel/ Ernst VSnmigt Der Moskauer«ongreß/ g. werner-Ess»«: ver «ern Its«onfiit«,/ Anna Geyer! proletarisch« DleutralK« t» der Revolution?/ Lurt Geyer: Grundsätzlich« Steuerpolitik/ Wildelm Aotntn: Die Sozialifierwng—»in» Machftrage/ Richard M tiller! —■-....."'~" ,n» r. m in 111 wiin—ihif um ni Sil. BltllHIili ftcht«er sofort Ig. MW «nflngerl». Auerst>. Hilf»- arbeite»,»el-s-nh.». Aus- bUbe» i» D-rbauf.«lug. unter M» Sgp. d. Freiheit Berlin»2, Breit, Str. M. Arbeitskleidung;; Berufskleidung kaufen Sie am besten und billigsten in dem grfiBten Spesiaügesehäft von Kohnen& Jöring:s BerBin Aleranderstr. 12 Rosenthaler Str. 53 Landsberger Allee 148 Neukölln, Bergs tr. »i Grundsätzlich« Steuerpolitik/ Wild« Sozialifiernng—»in» Machftrage/ Vi« Gemeekschaften, die Betriebsrät« und die S. Intee» nationale/ Lertha Srannthal: Die Lranrn»nd die Internationale/ Max Sarthel: vre Revolte/ G.Ainowjew: verZeirtralismns/ Bücherbefprechnng»« preis bt* Heftes I MitÄk Sepettungen». �»sfm-nn's Varl««. Verlin 9 27, Vlnmenstratze 22«. «. m.». ch., saeßenSSvM. Svevilevre tmö vwmmlgegsvnWer ab Montag bei«. Hoffmann's Berlas enthaltend die Pvmane Viols lrieolor ein slillor Musikant Waldwinkei Beim Vetter Christian Im Nachbarhause links Psyche Pole Poppenspäler (4 Bände in schönem Karton) 10 Mark Zu bcxieliea durch BliiiSLIWnM Breite Strasse 8-9 MMmtp M Fabrikpreisen »o» S.SVMk. an CsW ßeis mnStiß «u» s.so Mark XsrISsZirins r» 5«sch4st Weberftraße 3Z 2.®e)chäft Wahmainistr. 24 Stnmtf Äffst. 3074 Derkanf« Bettstelle Watratz«, wchil», Dem« Strohe 28.___ L eate, kauft hente! 8» noch nicht dagewelen-n diMzeu •preise« erstlllasstge blaue unb jeraastfrte J»»nt°n-ug°. i�tw. roauanjDff-, Dehrochanz««-, Ragl-nul„cr. W-rcnß0p»et°». Kammgcn-nhosen. b-rger Str. 1«.»orn l. du°»t am KoUbnser Tor.__ «-»»ss«»I«nsilge.»den» bürtig jeder Waharbeit, in Blml- kammgarn, Twlll solch« Goto» wag,>;f streifte Hose», Paletot», finden Sic nur bei Burgherr. Britzer Straße 20, vom I>. 60»ü biMger wie im Labe». Br»'«ä«ir44>i«1bl SeheNaeb. alle S-rteu kaust ...... et bemuft' laufend und erblttft Offerte Laikfabrik Bratsch, lin-Reinickendo�. erte Ber- T«hrrnda«ki»»f,Schivandtd?, Änienstr. IS.____ Stach, m>d lottriol kauft cklsässer Straße 32, Laden. Norden 8243. Zahmgedlss», Platin, Sold» bruch und Sildrrbrnch, Edel- uchsachc» kauft elze.Biumenstr.lli stein-, Schmuchsache» Ebelnierallschmelze.Biuu Tisch», Plan», Pachlciueu, «S-rne kaust Engel, Wölben- berge« Str. 7 I. Pinset, Schellack, Lei», Benzin sowie sämtliche Wateria» lie» Kausen Schmidt ck Wehner, shehrbrlllnrr Str. 2«. Ii® tepf sclini® Ren nö,r Drücken über de» Augen, so warten Sie nicht, bis sich die Bescdweroen ftciacrn, sondern lasirn Sie rechtzeitig ihre Augen Untersucben. I» den meisten Kalle» h-dt-in sorgsäUig augepaßte« Augenglas all« Beschwerde». ftr MAX TRiJSCHg Dresdener Strnfie 131(am Kettbuser Ver) l ,-hl. H-ndi. ch-m. Sehlir-it nollständig uoflenlos und»arautlert iür gute passend: Augengläser(Dublä» Fassung Saudsderger Allee 13» � �....."■•' Wiihc und lassen Sie recht bald Ihre Auge» prilseit.\ Alq. 3903.) ihre Augen un'.crmmcu. Optikormeister � r&'-J?" tu »tento, Tchellach. Bletweiß, Trrpcnti» Set», Schst. Scheuch Slc nicht dir kleine und Werkzeuge u. Maschinen WM w mfin rawawi tw»ii•'•' Spiralbohrer, Schmirgel» leine», Holz», Schloß- und NIaschinchschrauben, Nägel u. chcUen kauft dauernd L» pleno iporchan«, Overberge» Str. 31. Spiralbohrrr bausch Werl» Ichghanblnngm Lnisennser 18, Lübecker Str. 33, Aigner Str. 3. vffschberzen, alte und»che, inst Brandt, Schlefischc Str. 12. kaust Morttzpla» 1484. Spiralbohrer» Schmirgel- leinen kauft Hchulng, Laubs« beiger Straße 85, Kgst.029g. Spira l b o hr er kauft Schlosseret, Tharloiteuburg, Katser-ihriedrich-Straße 7. Sptralbohrer kauft Lebltzki, älommandanteustr.«5._ Sptralbohrer kauft gu hlch» jfen�Brrtf«» Löscher, Chaussee» �iralbahre» Kauft ledrü Postch Lang« Str. 13,«»gang «rantstr., Lab«. (il!i.ltz'tt!lllt..t..ltl.i.ilit..lllilii.tz Verschiedenes�! N»?I, Dauer« lisch« rrpariertBoch, Rcichchberger Straße 7. StraheuhSubler. Welt» schlager Gormannstr. 14, Polzi» Sounabend 4, Sountag 10. ...t. Mietgesuche SNSblierie» Limmer sucht lunger Handwerker» Nähe War» schauer Brücke. Offerte» an Speditwu, Laokerstr. 2. EVf-Mf* BaranffiBSfü« Arbeits«: arkt muu Junge Frau gesucht f. d. Nachmittag so» ,lt3 bl»'/yJ. f. leicht« Arbeit, al» DehUfe im gaanatelier. Elise Engelmaun, O 18, Elbinger Str. 34. üstsnfrau oerlaugt. öMtim Timiemm», Hemslivrs bei Berliu Steinmetz ftraße 7. Ansiedelunge« ksssntksll Sv a« d lt A« Ovatrrairutt 30 Mark, 100 Mark Anzahlung. Hülsen, Steglitz, VionnMeftr. U Fernsprecher Steglitz 2894. SWIiWe «M erhält man lu der Pvchhandkmß „Freiheit" Breite Strasse 8-g. >»»!>!»»»« nserate I für den darauffolgende» Tag vis 4 Uhr nadjntuteff*. bei der Erpedition, Berttn C2» Vreite Str. 8-9, eurgeUefert srw. MKiWINilViU aktuell 1 ZeltgamSSI Die Internationale Vom Bund dor Kommunlatoa Ms aar Intcrnotlonslo dor WoNrovolution *oa Artar Crlsplen — Preis 3.— Mark— Zu beziehen-iaecb jade Cothhsndluirs, durcli Jeden JleHunjwpedifesr od-fdireUro« du VortzagagonooaotisctiaK„Frolholt" c. ti. m. t>. 14. Abt- auchhondol, Barlin C2. Brolto: