\ Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Sonntag, 26. September 1920 Nummer 404• Morgen-Ausgabe ..»««u.,.«».«h*«, sw.». 8.9. __________«»iip-rtilleMe i»tr knt««am» Sioftrt 8,— OL«>»fch>KGlIM 0«»ei»»s»,uf chl».. jilnne An»«»«»; Das fkrlaedriirktr ivort 2,— M., jede« nxitet«' aUart I.SV 9K, dnfcfiliefiltd) T«lm-!ls»zusch!-g. Sacftr.Sc«Hjrisen InU Tarif. «OTttliensOngriatii uro Sttllrn-W-suche»,20 Ott. Rttto pro Zrilc.©ttCov�tfudi».. " fflJon�JnittBni- bat frttgrbruelitc OPott 1�0 Ol., jrdro roctttte Wort L— Bfc ««Mich« SottniB 2020. 264S, 4610 4QN, 4USp 4040. 4024. berliner-Orgon btr VnaMänßlgeti S&Mömwfratie SeutTcbtanba An die Partei! Wir werden um die Veröffentlichung des nach- stehenden Aufrufs ersucht: Parteigenossen und Genossinnen! „Ein in der Geschichte der Arbeiterbewegung u n e r- hörtesGeschehnis zwingt uns. die Parteigenossenschaft aufzurufen. Vier Mitglieder des Zentraloor- ftandes vermfentlichen in der Zeitung einer anderen Partei einen Aufruf direkt»an die Parteimitglieder". An- gehörige der Parteileitung benuben die»Rote Fahne", um zu den Mitgliedern unserer Partei zu sprechen. Das ist der Gipfel! Bar allen Parteigefühls setzen Mitglieder des Zentral- Komitees mitten in der jetzigen Parteikrise unsere Partei der ......... a)~i~H„„nc:nrnhi' aus iXmmer war Grund- „rrgV»«„}„ Äorkitiender der Partei und drei Mitglieder des lentral-Kdinitees sogar gegen diesen ganz selbstverständlichen ZruMa� dessen Verletzung für jedes einfache Parteimitglied [Sfeuna aus der Parte: zur Folge gehabt hatte. Beschlutz des Zentralvorstandes, den Parteitag Nicht r?im November, und auch nicht, wie ursvrünglich beschlossen. Z 24 OktobeN'ondern schon am 12 Oktober stattfinden zu �ssen'hat die Unterzeichner des Aufrufs. w,e ste sagen, in i- Oeifentlichkeit getrieben. Sie behaupten, wir wollten urch die Vorverlegung des Parteitags den Birten sansbrud der Mitgliedschaften verfalschen, indem w,r ,it allen Mitteln der Ueberrunipelung oer,uchten. uns für en kommeirden Parteitag noch eine gefügige Mehrheit zu erschaffen. E i n e l ä ch e r l. che B e h a u p t u n g! In bat nur die Sorge um die uns anver- r�ii t c Partei uns veranlasst, den Parteitag schon für -n 12 Oktober einzuberufen. Der Streit um die dritte „formitünate ist auf den Höhepunkt gelangt. Ueberall in !»! Partei tobt der Kampf um die Anschlussbedingungen. Die wo° � muh die Partei unerfüllt lassen, weil ie Parteiorganisation durch den Parteistreit völlig lahmge- .„/in Ebensowenig kann die Fraktion m,t der not,- �»i�lassenbeit und mit der nötigen Autorität den Kampf �®Äea„crn im Parlament führe.,. In der Partei- -itung sÄ ist ein parteigenössisches Arbeiten überhaupt �-.nn�es�dafür'noch eines Beweises bedurfte, so würden Äe vi« Vorstandsmitglieder durch Veröffentlichung ihres ukrufes gebracht haben. So verfahren Manner. denen von -» Parteigenossen die Leitung der Parte, anvertraut ,st! en Parreigr" n. �. mtt bct«partct ums �r indie Partei, geschweige denn � die �Än Umständen können wir es vor der deutschen . ��'iN/ dettn Interessen uns anvertraut sind, nicht lrbeiterichaft. Entscheidung über die Moskauer erantwor � � unbedingt nötig hinauszuschieben. Zedmgungen l g über die Streitfrage fertig. ),e Genossen sim> berichtet, daß die Genossen Referenten S Ko ref«enwn über den Anschluss an die dritte Inter- nd Korreseren � hören wollen, dass sie auch von Diskussionen Abstand nehmen und aus Entscheidung rängen Von � i n er U e b e r r u... p e i u n g kann �"die�M al s e u n se r e r P a r t e i m i t g l i ed e r Es helsst, die A 1 1 man meint, dass sie noch nmer nicht über den Inhalt der Moskauer Bedingungen Mebrbeit desBeiratsunndderKon- m ikf i on hat sich auf den Standpunkt des ? r ssmttees gestellt und die Einberufung des Partei- sentral-Kom'tees � gebilligt. Damit haben sich uch dit«ertreter der Genossen im Lande auf unseren Stand- unkt gestellt. behauptet, wir,„die reformistische In dem Ausruf Partei", fühlten uns in od opportums, � �ten so schwach, so dass wir schon nseren sachlichen» die Internationale auf die v°ra"- di-® m Gegen diese rganisatorische«�r» � t e st i e r e n w,r aufs ener- Ze Haupt uns v weit von uns. Reformisten und Uchste! Mr w-ssen � � � � Ablehnung Opportunisten-u I Opportunismus, in d« schärfsten es Reform, nms revolutionären Sozialismus von Zertretung der Z am allerwenigsten von den i e m a n d u v e r, m i t h�en die organisa- cnterzeichnern de P�dergrund geschoben, sondern die. arische Frage in ovn Opportunismus, ,n der schärfsten «W SBifietftanb,[Äm(" )äum,g und Stoäer n'm ben °D �"ilnter' eichner des Aufrufs fragen:«Wollen wir eine Dl« Unterzeichner Massenpartei werden? Wollen larr. reine, revoln des Proletariats mit allen sir deshalb 0'!,.■ � anstreben? Wollen wir eine starte, N- ZnWrnÄnale der wahrhaft revolutionären'Parteien iller Länder?" Darauf antworten wir: Jawohl, das«ollen wir! Darüber gibt es in der ganzen Partei gar keinen Streit. Es ist eine völlige Verschiebung der Frage, auf die es ankommt, wenn so getan wird, als ob über diese Frage eine Meinungsverschiedenheit unter uns bestände. W i r rotestieren gegen diesen Vertuschungsver- u ch. Wir wehren uns dagegen, daß dieArbeiterüber ie Tragweite ihrer Beschlüsse getäuscht werden, die über die Zukunft der ganzen Bewegung ent- scheiden. In Wahrheit handelt e» sich n i ch t um die Frage: Wollen wir den Anschluss an Moskau? Die von der U. E. P. zu beantwortende Frage lautet vielmehr: Wollen wir unter d e n 21 B e d i n g u n ge n den Anschluss an die dritte Znter- nationale vollziehen? Wollen wir die Selbständigkeit der Partei und das Selb st be stimmungsrecht ihrer Mitglieder erhalten, oder wollen wir es preisgeben? Rur das Selbstbestimmungsrecht der Massen bietet Schutz gegen fektenhaftes Er- st a r r« n. Rur für den Kampfe. ihre aktive Selbstbetätigung gibt Gewähr Sieg in unserem revolutionären Die Unterzeichner des Aufrufs behaupten ferner, wir hätten jede sachliche Klärung der Streitfrage dadurch verhindert, dass wir es abgelehnt hätten, einen Vertreter des Moskauer Erekutw-Komitees zu unserem Parteitag einzuladen, um über die verschiedene Auslegung der Auf- nahmebedingungen Auskunft zu geben. Aller- dings haben wir das abgelehnt, wie wir überhaupt abgelehnt haben, zu diesem Parteitag Vertreter anderer ausländischer Parteien einzuladen. Die Ablehnung ist aber nicht erfolgt, weil wir es als unserer Partei unwürdig erklarten, diese Exekutive, die' uns solche Aufnahmebedingungeft gestellt hat, zu einem solchen Parteitag einzuladen. Bestimmend war vielmehr für uns, dass die Bedingungen klar und eindeutig find und einer Auslegung nicht be- dürfen, �eder Parteigenosse kann ohne weiteres Sinn und Bedeutung der Bedingungen erkennen. Schliesslich warnt der Aufruf vor dem„heuchlerischen Ge- rede der rechten Führer über die Spaltung". Ja. haben wir denn nicht allen Grund, die Gefahr der Spaltung den Parteigenossen vor Augen zu führen? Kann denn wirk- lich jemand noch die Grösse dieser Gefahr verkennen? Auch hierfür haben die Unterzeichner des Aufrufs den schlüssigsten Beweis geliefert, indem sie mit den Kommunisten Hand in Hand arbeiten, Erklärungen gegen ihre Kollegen in einer kommunistischen Par- teizeitungveröffentlichen.derkommunisti- ich?« Presse ihre Geheimkorrespondenz zu- schicken und selb st eine„Kommuni st ische Rundschau" gegründet haben. Die Unterzeichner des Aufrufs haben bereits eineParteiinderPartei geschaffen. Jetzt, wo sie sich bei diesem parteischädigenden Treiben ertappt sehen, wollen sie den Eindruck erwecken, als ob eine Spaltung der Partei nicht in den Bereich der Mög- lichkeit gerückt wäre. Parteigenossen und Genossinnen? Lasst Euch nicht täuschen! Darin haben die Unterzeichner des Aufrufs recht: es geht um das Schicksal unserer revolutionären Partei, um dasSchicksalder Revolution? Rur die Stärke der revolutionären Bewegungen in den ein- zelnen Ländern ermöglicht eine wirkliche Znternatio- nale der Tat. Im Interesse der deutschen, im Interesse der russischen Re- volution, im Interesse der Zukunft der Internationale lehnen wir die Moskauer Bedingungen ab. Die revolutionären Aufgaben der Unabhängigen Sozial- demokratischen Partei sind noch nicht erfüllt, und deshalb mussdiell. S. P. be stehenbleiben. Nicht Schwächung und Spaltung, sondern Stärkung der Unabhängi- gen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, der einzigen revolutionären, sozialistischen Massenpartei Deutschlands istGebotderrevolu- tionären Politik und proletarische Pflicht! Deshalb müssen diese Bedingungen, deren Annahme die Spaltung der Partei bedeutet, abgelehnt werden. Parteigenossen und Genossinnen? Wollt Ihr. dass unsere Bewegung aus der schweren Krise ungeschwächt hervorgeht, wollt Ihr, dass Eure Partei die grossen Kämpfe, vor denen wir stehen, siegreich durchführt, so schart Euch um die Fahne der Partei! Schützt die Partei! Lasst Euch Eure Waffen im Befreiungskampf des Proletariats nicht zerbrechen! Berlin, den 25. September 1920. Erispien.Dittmann. Künstler. Moses, Nemitz. Rofenfeld, Luise Zietz. Hat die USP. abzudanken? Bon Otto Meier. Die deutsche Arbeiterschaft steht in der Phase ihrer bedeift> tendsten und damit zugleich in ihrer entscheidenden Krise. Rur wenige Wochen trennen uns von dem Tage, an dem da# Urteil über die stärkste revolutionäre Partei der Welt ge- sprachen wird. Aber weder um Sein noch um Nichtsein der U. S. P. handelt es sich in dieser Situation! in unserer Partei ist niemals Zeit für parteipartikularistische Erörterun- gen gewesen. Es handelt sich um den Lebensbe- stand der deutschen Arbeiterklasse, der nur durch die Einheit ihres sozialrevolutionä- ren Vortrupps verbürgt wird, überhaupt. Damit, d. h. mit der Zielsicherheit, der geschlossenen revoluti»-. nären Aktivität der deutschen Arbeiterklasse steht und fällt auch das Problem der dritten Internationale. Es ist in diesem Augenblick notwendig, aus die überaus' bedauerliche Tatsache hinzuweisen, dass schon jetzt als Folge- der„klärenden" Auseinandersetzungen innerhalb der Partei' deren Stohkraft nach aussen hin teilweise lahmgelegt ist. Nach der„Klärung", d. h. nach der �Reinigung" der Partei von allen sogenannten opportunistischen und arbeiterverräteri- schen Elementen wird das keineswegs besser werden. Die überaus starke Strömung gegen die Moskauer Bedingungen zeigt bereits jetzt zur Genüge, dass nicht nur einzelne Perso-� nen über die Klinge springen müssen, sondern dass ein grosser Teil der Mitglieder garnicht daran denkt, unter den aus- gestellten Bedingungen den Anschluß an die 3. Internationale zu vollziehen.. Man mag das für richtig oder falsch halten, Tatsache ist, dass dieser Klärungsprozess zu« gleich ein Zersetzungsprozess des revolutio- nären deutschen Proletariats ist. llnd das in einer Situation, in der nach Ansicht der Annahmebeförwor- ter„um jeden Preis" der Bürgerkrieg, ja der letzte entschei- dende Waffengana des Proletariats mit dem Kapitalismus unmittelbar bevorsteht. In schwierigen Situationen ist es Immer zwecklos, wie die Katze um den heißen Brei herum zu gehen. Die Wahrheit, mag sie noch so bitter sein, ist insofern heilsam, als sie vor Illusionen bewahrt. Eine solche gefährliche Illusion ist die Erwartung der„erlösenden Tat" durch den Anschluss au die 3. Internationale auf der Basis der 21 Bedingungen, die die Spaltung der größten revolutionären Partei Deutschlands bedeuten. Die Spaltung ist leider schon jetzt eine Tatsache, die nicht mehr aus der Welt geschafft werden kann. Die uns vom Moskauer Exekutivkomitee gestellten Bedin- gungen find im einzelnen bereits durch die in der Parteipresse ?epflogene Diskussion eingehend gewürdigt und ihre Anfecht« arkeit klar gestellt worden. Daß sie zum Teil durchaus an- fechtbar sind, müssen auch ihre Befürworter zugeben. Sie, die nach dem Moskauer Diktat nunmehr den rücksichtslosen Kamps gegen den sogenannten Opportunismus in der Partei aufnehmen müssen, sind dadurch in eine peinliche Situation geraten. In die Defensive gedrängt, verteidigen sie die Be- dingungen als etwas Einheitliches, als Ganzes, dass nur aus � der weltpolitischen Situation heraus zu erklären und zu bc-s werten sei. Eine Auslegung, die zweifellos etwas für sich hat. f Eben weil die Bedingungen nur als Ganzes ohne jede Einschränkung angenommen werden können, ist es ein! Treppenwitz der Weltgeschichte, wenn ausgerechnet Adolph, Hoffmann in Nr. 394 der„Freiheit" das von uns s. Zt.« mit der ganzen Lauge ätzenden Spottes bedachte und seitdem' geflügelte Wort des ehemaligen Kanzlers Michaelis:„Wie ich es auffasse!" an die Spitze seines Leitartikels stellt. Solche „Auffassungen" sind in hohem Masse geeignet, das Stirn- runzeln der Gewaltigen in Moskau hervorzurufen. Wir. die wir auf ablehnendem Standpunkt stehen, glauben uns noch am ehesten mit Moskau im Einklang zu befinden, wenn wir immer und immer wieder gegenüber allen Abschwächungs- und Beschwichtigungsversuchen auf die b u ch st a b e n g e- treueBefolgungder gestellten Bedingungen hinweisen. Diese unsere„Auffassung" hat sich nach den Auslassungen der berufensten Interpreten der Moskauer Bedingungen Levi und Thalheimer über die„U. S. P.-Leutchen" und„den ftch in die 3. Internationale einschmuggelnden Elementen" bis zur absoluten Erkenntnis gesteigert., Hängen wir deshalb der Katze rechtzeitig die Schelle um. Die der ll. S. P. gestellten Bedingungen haben eine verfluchte Aehnlichkeit mit jenem verbrecherischen österreichischen Ultimatum an Serbien von 1914, das unerfüllbare Forderungen enthielt und für den Fall der Nichterfüllung Krieg androhte. Dieses Ultimatum hat denn auch tatsächlich den von den ab«- witzigen Machthaber» in Berlin und Wien beabsichtigten Weltbrand entfacht. Die unerfüllbaren Bedin- ungen, die ultiwativen Charakters sind, aben als Ganzes den Zweck, die U. S. P. zu zertrümmern. Dieser Zweck heiligt das Mittel, die bis- her infolge ihrer Politik völlig bedeutungslose Komm«- nistische Partei, die aber bereits als Sektion der 3. Internationale anerkannt ist, mit dem Leich- nam der U. S. P. gross zu füttern. Das Exekutivkomitee kann garnicht anders handeln, wenn es nicht die von ihm ins Le-. oen gerufene und von ihr unterstützte Kommunistische Porter Deutschlands glatt verleugnen will.■■«yr.-■.■..;r:,, # Man mufe es den MaHthabern in Moskau lasl/en, daß fie in der WaU ihrer Mittel wenig wählerffch fmd. und noch dazu mit«ner Konsequenz vorgehen, die ihresgleichen sucht, eine« Konsequenz freilich, die sie bei anderen Ee- legenhetten aus �Zweckm�ßigkeitsarunden" hintangestellt haben. Wenn man schon der Parteileitung einen Vor- wurf machen will, so den. daß sie dem T r e t3> e n verschiedener prominenter Genossen, die es sich zur Aufgabe gestellt hatten, gaitz systematisch die Partei zu unterwühlen und für die K. P. D. sturmreif zu machen, nicht mit der nötigen Energisentgegengetreten ist. Die Masken sind gefallen. Der Parteitag hat die Pflicht, den Schlußpunkt hinter diese seit geraumer Zeit betriebene und durch die Moskauer Bedingungen in das letzte Stadium getretene parteizersetzends Tätigkeit zu setzen. Er muß auf jeden Fall eine Klärung bringen. And das Proletariat? Die Masse ist erfüllt von einem bis zur Siedehitze ge- steigerten Drange nach Aktivität. Die fturch das unerträgliche Elend der immer weiter um sich fressenden Arbeits- losigteit hervorgerufene verzweifelte Stimmung beherrscht, das muß einmal offen gesagt viarden, auch dem größten Teil der Annahmebes-Lrworter in unseren Reihen. Sie sind gewillt, alle Bedingungen ohne weiteres zu schlucken aus dem an sich begreiflichen Ge- fühl heraus, daß es„so nicht weiter geht". Die unklare Formel:„Es muß etwas geschehen!", beherrscht die Köpfe und drängt die Massen unter Verzicht auf den„rückständigen" wissenschaftlichen Sozialisinus auf eine pseudorevolutionäre Bahn. Diese Massenftimmung kommt den Annahtnebefür- wortern zustatten. Es ist ein überaus gefährliches Symp- tont, daß, abgesehen von einigen rühmlichen Ausnahmen, ein großer Teil der Mitgliedschaft über- Haupt Nicht in eine sachliche Prüfung der Be- d i n g u n e n eintreten w r l l. Es ist unmöglich, unter Berücksichtigung der in Deutschland herrschenden innerpoli- tischen Verhältnisse zu einer Auswirkung der durch das grenzenlose Eleiid gesteigerten Aktivität der Massen zu ge- langen, wenn man diese Massen im entscheidenden Moment durch ein befristetes Ultimatum auseinandorroißt. In dieser Hinsicht lind die 21 Bedingungen, die angeblich den Zusammenschluß de« gesamten revolutionären Proletariats för- dern sollen, eine contradictio in adjecto, d. h. ein Wider- sptuch in sich selbst. Zn dieser gefährlichen Situation darf diell. S. P. nnterkeinenUmständenabdanken. Gerade der„rückständige" Marxismus darf keineswegs vor der jeweiligen Gefühlsstimmung der Massen kapitulieren,' andererseits darf er sich niemals von den Massen trennen: er hat innerhalb der Arbeiterklasse zu wirken, weil er die einzig positiv« und vorwärtstreibende Kraft ist. Darin liegt die historische Mission der u. S. P., die noch zu er- füllen ist. Die Partei hat alle Schwierigkeiten von rechte über- wunden. Sie hatauchWiderstandskraft genug, Borläufig ist die jetzi dinj _e Krise zu überdauern. Borläufig i allerdings'die Kampffront des revolutionären deutschen Proletariats zerrissen. Zn einer Situation jedoch, in der die Ereignisse sich jeden Tag überstürzen können, wird die Ernüchterung um so eher eintreten, als für die Arbeiterschaft jeder Schritt abseits vom Wege marxistischer Erkenntnis schwere Rückschläge zeitigt. Wo keine Argumente helfen, wirkt das Beispiel und die Erfahrung. Die U. S. P. wird auch künstig die Banner- trägerin des revolutionären deutschen Proletariats sein. Sie wird das wieder gut zu machen haben, was jetzt an der Arbeiterklasse gesündigt wird. Sie wird den Kampf mit allen revolutionären Mitteln, die dem Proletariat zur Verfügung stehen, gegen den Kapitalismus führen. Und gerade dadurch wird sie beweisen, daß ihr Dasein für jede revolutionäre Intel- nationale, mag sie nun einen Namen tragen, welchen sie will, unentbehrlich ist. Die Parteizertrümmerung Zu dem Aufruf von Däumig, Koenen, Adolph H of f m a n n und Stöcker hat ein Teil der Partei- presse Stellung genommen. Unter der Ueberschrist„Das Tischtuch ist zerschnitten" schreibt der„Sozial- d e m o k r a t" in Stuttgart: Durch die Aeröffentlichung dieses Aufrufes im Zentralorgan einer gegnerischen Partei, das feine Hauptaufgabe darin erblickt. die UTP. tagtäglich mit Dreck zu bewerfen, haben die Däumig und Stöcker mitsamt ihren Genossen das Tischtuch zwischen sich und der Partei, der sie bisher«NAehört haben, zerschnitten. Sie haben das, was sie mit lzeuchlerischcm Augirncufschlag verkünden»erHüten «! wollen, selbst in die Tat umgesetzt: die Spaltung der Partei. ine Partei würde sich selbst aufgeben, wenn sie auch nur noch einen Tag länger Leute in ihren Reihen dulden würde, die sich selbst in solch offenkundiger Weise des Parteiverrats über- rühren. Di« Däumig und Stöcker haben sich dadurch selbst außer- halb der Partei gestellt. Das Zentralkomitee der Partei muh den hingeworfenen Fehdehandschuh aufnehmen und mit fester Hand zupacken. Es darf sich in dieser entscheidenden Stunde nicht«ehr von Sentimentalitäten und Sefühlerückfichten leiten lasie». Es geht um da» Schicksal der ganzen Partei! Lange genug haben 'stese Leute in unserer Partei, vorgeschoben von der KPD., das unwürdig-: Spiel der Zerstörung der Partei getrieben. Es ist nun, nachdem sie sich selbst entlarvt haben, genug dieses un-vürdl- gen Spiels. Slun erst»erstehen wir, warum das Zentralkomiree der Partei auf einen so frühzeitigen Termin für die Abhaltung des Partei- tage» drängt. Mit Leuten, die so offenkundig des Parteiverrars übersührt sind, ist ein« weitere Btttgenassenschaft unmöglich, ist ein Zusammenarbeiten in den Zentralinstanzen der Partei erst recht ausgeschlossen. Man kann über die prinzipielle und tak- tische Haltung der Partei und ihrer Znstanzen und über organisa- ümsche Maßnahmen derselben verschiedener Meinung sein, aber diese Meimingsverschiedenheiten müssen ausgetragen werden innerhalb der Partei selbst. Ein Soldat, der ins gegnerische Lager geht, um von dort aus die eigene Armeeführung zu begeifern, ist «in Dekrkur und muh als solcher behandelt werden. Die»Lunug und Stück« und ihre Busenfreund« haben das getan. Auf sie mutz daher die volle Schwere der Konsequenzen ihres Handelns fallen. «uch wir hatten ursprünglich die Hinausschiebung des Partei- tags verlangt, gerade weil wir die„sachliche Aufklärungsarbeit" nicht fürchten, weil wir wissen, datz die Moskau-P>ye, in die die Propheten Moskaus weite Kreise der Parteigenossen versetzt haben, nach dieser sachlichen Aufklämngearbeit einer Ernüchterung weichen würde.....> Es wäre zum Lachen, wenn die Sache nicht so bitter ernst wäre. Zawohl, wir wollen ein�starke straffe Znter- nationale dar wahrhaft r�olutionären Prole- tarier aller Länder! Das aber, was die Däumig und Stöcker wollen, ist die Znternationale der Parteibanzen einzekner Länder, zumindest läuft ihr Tun darauf hinaus. Jawohl, wir«ollen die Diktatur des Proletariats? Da» aber, was dt« Däumig und Stöcker, die bisherigen Prediger de« Selbstbcstimmungorecht« der Massen, wollen, ist die Dil- tatur der Parteibonzen über da» Proutariat. Letztere mag vielleicht in einem Lande wie Rußland heute notwendig'ein — wir wollen deshalb auf die russischen Kommunisten keinen Stein werfen— aber in Deutschland ist diese rusüsche Abart der Dilta- tur«ine glatte Unmöglichkeit. Wenn sich die Däumig und Stocker darüber entrüsten, datz das Zentralkomitee es abgelehnt hat,»inen russischen„Ausleger" für das Moskauer Ausnahmediktat zu bestellen, so ist dies eitel Heuchelei. In Moskau schreibt man eine sehr deutliche Sprache. eine Sprach«, die so deutlich ist, datz lelbst die Au�legungskünste der Däumig und Stöcker in der„Roten Fahne" zufchanden gemacht werden. Das Zontralloinitec hat hie: einen Beschlutz gefaßt. der ganz der Würde der Partei entspricht. Das Zentral- komitee mutz aber noch einen Schritt weiter gehen. Es mutz klar und intschiedcn aussprechen, datz die Partei nicht nur auf den Moskauer„Ausleger" verzichtet, soii- dern auch auf die Berliner Ausleger, auf die Däumig. Stöcker und Konsorten. Das ist ein unumgängliches Gebot der Selbst- erhaltung, der Selbstachtung und Würde der Partei. Es i st d a s dringendste Gebot der Stunde. Die„Volkstribüne" in Elberfeld schreibt unter der Ueberschrist„ Ueberrumpelung?": Einen ungewöhnlichen Weg, der aber zeigt, wohin die Reise gehen soll, haben die Führer der Bewegung für die Annahm« der Bedingungen eingeschlagen. Z n der„R o ü« n Fahne" und in der ebenfalls kommunistischen Duisburger „Freiheit" veröffentlichen die llSP.-Genossen Däumig, Stöcker, Koenen und Adolph Ho.ffmann einen Aufruf, der in schärfster Sprache die.rechtsstehenden Mitglieder des Zentralrates" der IISP. beschuldigt, sie wollten durch die Früherverlegung des Parteitages auf den 12. Oktober die Parteimitglieder über- rumpeln, weil sie die Aufklärungserbeil der Befürworter fürchten. Der uxgowiihnache Schritt der Unterzeichner des Aufrufes ist wohl nur durch die Absicht zn verstehen, unter allen Umstände« die Unabhängige Partei den. Kommunisten zuzutreiben. Diese haben sich bereits als deutsche Sektion der 3. Internationale etabliert, um einen anderen Auswqg für die iiSP.-Genossen, welche die Bedingungen annehmen woben, n-chr frei zu lassen. Wäre es anders. dann hätten Däumig urd Stöcker mindestens versucht, in der eigenen Parteipresse mit. ihrem Aufruf zu Wort zn kommen. Wie die Berliner„Freiheit" feitstellt, ist dieser Versuch nicht gemacht worden. Mitglieder des. Zentralvorstandes der llSP. fühlen sich bereits so ein» mit einer anderen Partei, datz sie hinter dem Rücken der Porstandsgeucssen zu kommunistischen Organen gehen, um von dort aus die Angriffe auf die Partei zu richten, der sie noch angehören. Sie sind freilich für diesen Zweck gern angenom- men, denn aus der so betriebenen Zersplitterung der llSP. erhoffen die Kommunisten den sonst fehlenden Gewinn an Mit- gliederzuwachs. Däumig und Slöcker wissen, datz die kommu- nistifche Partei die Zerstörung der llSP. betreibt. Däumig und Stöcker mache» sich daran mitschuldig. Das mutz festgehalten werden. Wäre ihr Weg gerade und ihre Absichten rein, dann müßten sie versuchen, in der eigenen Presse zu Wort zu kommen. die ihnen inimer in ausreichender Weise zur Verfügung stand. Es wäre nutzlos, über dies Pechalten starke Worte zu verschwen- den. Aber wir könn-m nicht unterlassen, auf den Jubel der kapitalistischen Presse Über diesen Streich der Zerfleischung hinzu- »eisen. Wo bleibt da die revolutionäre Disziplin, die doch von den Führern sbenso zu beachten ist, wie von den Massen der Mitglieder und die durch die Moskauer Bedingungen angeblich ihre Stärkung erfahren soll. Verteilung der Delegierten zum Parteitag Zentralkomitee. Beirat und Kontrollkommission haben am U. 9. m einer gemeinsamen Sitzung auf«rund der von den Bezirke» vorgelegten Abrechnungen und entrichteten Beträge die Delegier- ten verteilt. Bon einem Bezirk sind die restierenden Beiträge erst »ach de« Termin entrichtet worden, st» doch hier nur«in Pflicht- delegierter zugeteilt»erden konnte. Dasselbe trifft einigt Bezirke, die in den vorherigen Qvartalen ihre Verpflichtungen nickt voll erfüllt habe«. Es erhalten: Baden...... 1 Deleg. Mecklenburg.... 1 Deleg. Bayern..... 15, Mtttelrhtin.... 5, Brandenburg... 58» Niederrhein... 51„ Br-u-fchmeig... 8„ Oberschlesten.,. 1„ Bremen..... 9„ Oldbg�Ostfrsld... 3„ Themnitz..... 1. Ostpreußen.... 18„ D-nzig....... Oeftl. Westfalen.. 1.. Dresden..... 12„ Plauen 18,... S„ Frankfurt a. M... 15„ Pommern.... 8„ Halle...... 42„ Schlesien...., 1, Hamburg..... 1„ Schleswig-Holstein. 9„ Hannover.... 5„ Thüringen.... 20.. Hesssn-Wald.... 2„ Wetzl. Westfalen.. 24, Leipzig.••. 55„ Weftpreutzen... 2, Razdeburg■•••«» Württemberg.., 9„ Zttt«,...... 3 Deleg. Nrwahl In Berlin für den Parteitag Richtliinen für die Wahl de, Delegierten zu dem am 12. Oktober stattfindenden Parteitag. Die Wahl der Delegierten zu» Parteitag findet durch Urwahl nach de« verhältniswahlsustem in der Bezirksorgauisation statt, und zwar am Sonnabend, de« 2. Oktober, in der Zeit von nach- mittags 5 bis g Uhr und am Sonntag, den 8. Oktober, in der Zeit von 19 bis 1 Uhr mittags. Di« Distrikte haben bis zum Donnerstag, den 89. September, ihre Delegiert« n-Lorschliige dem Bureau Breiteste. 8/9 einzu- reichen, llnter den Lorgcschlazenen müssen sich je 3 Befürworter und 8 Sezner der Asschlutzbedtngunge» befinden, unter diesen je eine Genossin. Bei de» Vorschlägen ist zu berücksichtige«, daß die uufzustellen- de« Kandidaten«»< 5 jährige Mitgliedschaft einer sozialistischen Partei auszuweisen haben, doch ist unter allen Umständen Bedingung, baß die Kandidaten 2 Jahre der Unabhängigen Partei angehören müssen od« in besonderen Fälle» derselbe» spätesten» 4 Wochen«ach der Entlassung aus de» Heere bei- getreten stirb. Ucber die Reihenfolg« der»afzustellenden Kandidaten ent- scheidet«in Wahlausschutz, in welchen jeder Distrikt je einen ver- treter für und gegen die Anfchlußbedingungrn zu entsenden hat. Dieselben sind dem BerbandsSurrau ebenfalls bis zum Donnerstag, den ZV. September, namhaft zu machen. Die Stimmzettel müssen außer den Namen der Kandidaten den Vermerk für oder gegen die An schloß»«dingungen tragen. Ein« Berbandsgeneralversammlung findet auf Beschluß de« Zentralvorstandes vor dem Parteitage nicht wehr statt. Der Zentralvorstand des Bczirksverdandes Prrlin-BrandenVurg. Longuet gegen die Moskauer Bedingungen London, LS. September.(Havae.) Freitag abend ha» in der ersten Konferenz der Unabhängigen Arbeiterpartei in London der französische Sozialistenführor Longuet gesprochen»nd avsgefühtt. daß er in der Zweiten Internationale keiuie Hoffnung mehr sehe, daß«S aber den französischen und englischen Arbeitern auch nichtmöglichsei,der Dritten Internationale beizutreten, solange die Russen darauf bestünden, großen Ländern, wie Frankreich, Eng- land und Teutschland, Grundsätze und Methoden aufzuzwingen» wie fie während entsr Revolution angewendet würden. Millerands Botschaft Millerand hat aus Anlaß cher llebernahme der Präsidentschaft eine Botschaft veröffentlicht, in der es an den wichtigsten Stellen heißt: Die Ration ist für immer mit dem republikanischen Regime verknüpft, das, nachdem es die Irrtümer und die Fehler persön, licher Macht wieder zutgemacht hat, sein Werk vollendet, indem es die Einheit des Vaterlandes wieder herstellt. Das allgemeine Wahlrecht ist jouverä». Ihre Willenskundgebungen durch die Stimme der erwählten Bertteter bedürfen, um vollendet und ge« achtet zu werden, einer /reien Exekutive unter der Kontrolle des Parlaments, sowie«ins unabhängige Legislative. Die Per- Mischung der Gewalten fft der Keim aller Tyrannei. Sie werden im Verein mit der Regierung die Ihnen günstig erscheinende Stunde wählen, um mit Fluger Hand die an den konstitutionellen Ersetzen wünschenswerten Aenderunge« vorzunehmen. Bevor die Einrichtung der BerSeiserungen in Frage kommt, die nur in ruhi- ger Stunde oermirllichr merden können, mutz ein dringendes Be- dürfnis zu gutem Abschluß gebracht werden. Unsere verwüsteten Gebiete, lebende Zeugen vom Leid und Heroismus ihrer Bevölkerung schreien nach der Notwendigkeit, durch unerschütterliche Geschlossenheit, in Mäßigung und voller Uebereinstimmung mit unseren Alliierten die vollständige Aus- führung der angenommenen und unterzeichneten Verpflichtungen zu erlangen. Der Bertrag von Versailles stellt mit den diplomatischen Instrumenten, die ihn begleitet haben und ihm gefolgt sind, die Charte eines neuen Europas und einer neuen Welt dar. Unsere Diplomatie wird dafür sorgen, datz er strikt ausgeführt wird. Unabänderlich, getreu den Alliancen, die durch das vergossene Blut für immer zusammengehalten werden, wird sie mit eifersüchtiger Sorgfalt darüber wachen, datz keine Ver- letzungen zugefügt werden den Interessen und Rechten der durch unseren Sieg geborenen oder wieder erweckten Nationen. Paris, 25. September. In der Kammer wwtde nach Verlesung der Botschaft des Präfi- Kenten Millerand die Regierungserklärung durch den Präsidenten 2 e y g u e s oerlesen. Der Präsident der Kammer teilte darauf mit, datz zwei Interpellationen eingereicht worden sind, die eine über die allgemeine innere Politik der Regierung und besonders über die Politik den Arbeiterorganisationen gegenüber, und die zweit« über die allgemeine auswärtige Politik. Minifterpräsi- dent Lsygues erklärte, er stünde der Kammer zur Besprechung zur Beifügung. Die Internationale Fwanzkonferenz Brüssel, 25. September. Die Internationale Fiuanjkouferenz hat die vou dem Organisatiouz« auSschnß aufgestellte Geschäftsordnung angenommen, ohne daß sich Widerspruch erHobe« hätte. Es wurde beschlossen, daß die Dele- gierte« nur einmal zu jedem Gegenstaude das Wort haben könuteu, daß da« Kranzösischv die amtliche Sprache der Koufereuz sei» und daß jede Rede inL Englische übersetzt werden solle. Jeder Delegierte hat«in« Stimm«; die Entfchliestungen werde» zur»amentlichen Abstimmung gestellt, vm alS amtliche Ratschläge der Kouferenz zu gelte», nmssen die Ent- schließunze» einstimmig angenommen werden, andernfalls wird der dem Bölkerbundsrate erstattete Bericht nur eine Feststellung der auSewaudergeheuden Meinungen der Konferenz bedeuten. Die Kon- ferenz trat dann i» die Tagesordnung ein. die vertretenen Nationen werde» ihr« finanzielle und wirtschaftlich» Lage darlegen, zuerst Dänemark. Di« Stellung der deutsche» Delegation Paris, 25. September.' Wie Hasas aus Brüssel meldet, haben die deutsche und di» französische Delegation auf der Brüsseler Konferenz Ee- legenheit gehabt, sich bei der Eröffnung der Konferenz zu treffen, und ihre Mitglieder haben sich über das Programm der Konfeeenz und über den Geist, in dem die Besprechung des Programms zweck- mäßig fein wird, unterhalten. Im Lauf« dieser offiziösen Unter- hallung ist es klar geworden, datz die deutschen Delegierten an diese B<"'prechllng nicht mit einem Geiste gehen, der von dem der anderen Delegationen verschieden ist. Sie betrachten die Brüsseler Konferenz als eine Versammlung von Sachverständigen, die dazu berufen sind, über ein begrenztes Programm zu beraten, und sie scheinen von dem aufrichtigen Wunsche beseelt, in loyaler Weise mit den anderen Mitgliedern mitzuarbeiten, ohne datz fie versuchen wollen, in irgend einer Weise unerwünschte Fragen aufzuwerfen. Die deutschen Delegierten werden, wenn die Reibe an fie ge- kommen sein wird, ein Exposee über di« F. nanzlage ihresLandes verlesen. Sie verbergen nicht, datz dieses Exposee sich in nichts von dem unterscheiden wird, das fie nach Spaa mitgebracht haben, da in der äußeren und inneren Lag« Deutsch- lands keine Aenderung eingetreten ist. Die in Spaa von der deutschen Regierung eingenommene Stellung bleibt, wie sie erklären, unverändert und sie wird die deutsche Delegation in Brüssel bei ihrem Expose« und in ihrer Hallung bestimmen. Vertagung der englischen Berg- arbeiterkonferenz HR. London, 25. September. Die Tagung der Bergarbefter ist bis Donnerstag verschoben worden. Die Krise ist in ein neues Stadium eingetreten. Der Streikausbruch ist verschoben worden. Gestern vormittag kam es zu einer kurzen Bolloersammlung, in der die Ansichten aufeinander platzten. Zum Schluß wurde der Vollzugsausschuß der Grubenleute ermäch» tigt, mit Lloyd George eine.llnterrsdung nachzusuchen. Der Prs- mier wurde telephonisch um eine Gewährung einer solchen ersucht und er entsprach sofort dem Ansuchen, indem er Emillie und Ge- Nossen zu einer Konferenz nach der Downingstreet einlud. Keine Steuerpläne in Preußen Amtlich wird mitgeteilt, datz die Nachrichten über angebliche Steuerpläne des preußischen Finanzministeriums nicht zutreffen. Im Finanzministerium seien für die dringend nötig« Deckung der großen Fehlbeträge in Preutzen Pläne ausgearbeitet, die indessen zur Borlage an sie Lnndesversammlung noch nicht reif seien.. Landtagswahlen in Sachsen Dresden, 24. September.' Da« Gesamtministerium hat in seiner heutigen Sitzung die Landtagswahlen für den Freistaat Sachsen auf den 14. November d. Is. festgesetzt. f WWWM sm M . Zu Land auch Fünfter Berhandlungstag � Beginn der gärigen Verhandlung stellte der Bo lgerichtsdirsktor Dr. Ernst, fest, dag sämtliche Anac die elf, die aus der Saft entlasten find, zur Stelle find. Vorsitzende, lnacklagten, Die —. die elf, die aus der Saft entlasten______________ von der Staatsanwaltschaft ausgesprochene Befürchtung, daß die Angeklagten, wenn sie aus der Haft entlassen werden, nicht mehr erscheinen würden, ist dadurch gegenstandslos geworden. Als nächster Zeuge wird der Kriminaloberwachtmeister S ch i l- ler vernommen. Dieser Zeuge hat mehrere der Angeklagten in der Voruntersuchung vernommen. Die von ihm angefertigten ftotokolle bilden die hauptsächliche Unterlage für die Anklage der taatsanwaltschaft. Der Zeuge gibt an, dag er ron der Ab- teilung 1a den Auftrag erhalten habe, die Angelegenheit zu ... �—..... r. oon �em äJD« habe er die Untersuchung' Zuerst Eefichtspunkt der Ermordung des Äacht me ist er« ? gsleitet. An Hand der Protokolle d-elt der " sche�e�den Zeugen die Aussagen der einzelnen Angeklagten 4»Cll vrv------- u------- w Der, Die Verteidigung stellt bei einzelnen Aussagen, die die An- geklagten seinerzeit gemacht haben, wiederholt die Frage, ob der -,euae bei Vernehmung der Angeklagten diese in irgend einer 'tßeise beeinflußt habe. Der Verteidiger. Zustizrat Fränkl, stellt dem Zeugen die Frage, ob es üblich sei, bei derartigen Per- nehmungen sogenannte Suggestivfragen zu stellen. Der Zeuge legt dagegen entschiedenste Verwahrung ein. Es sei ausgeschlos- sen, daß die Angeklagten bei seinen Vernehmungen in irgend einer Weise beeinflußt worden seien. Im weiteren Verlauf der Verhandlung kommt es zwischen dem Verteidiger Rechtsanwalt L a m p und dem Vorsitzenden zu einem Zusammenstoß. Rechtsanwalt L a m p hielt den» Zeugen Schiller vor, daß heute jeder Beamte bei Aussagen vor Gericht sehr vorsichtig aussage, damit er nicht gefaßt werden kann. Der Vorfitzende ersucht den Verteidiger. (ich in seinen Ausdrücken zu mäßigen. Rechtsanwalt ß a m p; Jawohl, ich behaupte, alle Beamte tun die». Vorsitzender: Das können Sie nicht behaupten, denn es gibt doch noch ein Gesetz. N.-A. L a m p: Das Gesetz ist für mich garnicht maßqebend. Das Gesetz ist nicht, was schwarz auf weiß gedruckt isti sondern was daraus gemacht wird. Vors.: Sie erkennen also das Gesetz nicht an? R.-A. Lamp: Rein. Mir kommt es auf die Wahrheit an. nicht auf den Buchstaben des Gesetzes, ich verachte das Gesetz. Vors.: Wir sitzen hier, um das Gesetz zu ützan, und wenn Sie sagen, Sie verachten es, .ann w i-s sen wir, welche Meinung Sie haben. R.-A. Lamp: Ich sitze hier al» Vertreter der Wahr- '"♦ Sir aber treiben B e r u r t e i l u ng s p o l i t i k. he i Der ifttNMi und°Br oh�inerseits"und dem'Vorsitzenden andererseits, ?,» l itt inlt».<"« II. n bi.Un W-11-» an!, ratio den Saal. Der Vorsitzende erklart, daß er diekn beiden Verteidigern nicht mehr folgen könne fw möchten .«1 iackliche Fragen an den Zeugen richten. R.-A. L a m v stellt hierauf den Beweisantrag, daß der Zeuge Schiller während Lenin, der Konterrevolutionär" und„Anttbolfchewist" Von Wilhelm Dittmann. Weil konterrevolutionäre Zeitungen und Organisationen mit Auszügen aus meinen Artikeln über Rußland versuchen antibolschewistische Stimmungsmache zu treiben, doshalb werde ich jetzt von Freunden der Moskauer Anschlußbedin- . �... m..„!r„»„h in VnrFammhinnf" spricht,> onoer Ii � also unterschiedslos»ttv wx»»------ aen von der Konterrevolution gegen Sowietrußland ausge- Nachtet werden, für.Konterrevolutionär-" und Ä bolschewiften" erklärt. Diese Konsequenz lobe ,ch mir. Was dem einen recht, ist dem andern billig. zweifle aber etwas daran, daß diese„Gerechtiakeits- anbalten wird, wenn metn wel�remde� KrÜikus er- a tdl i£UDC A Wik VM. - � Ln Wrliitet Anschlagsäulen ein Riesenplakat mit prangte den d e- Lenins, die er auf dem Auszogen au �halten hatte und in Kongreß der"an? � � � �urch die A r b e i t« r r ä t e "--�. kolleaialen Betriebsleitung' forderte. Das ausgeübten..- Nutzanwendung:„Siehst du, deutscher Plakat gipfelte m oer � v Rußland herrsche das Ube.ter. dir schwindelt � � Kontcrrevolu- R-testzstem und � versuchten so Stimmung rivnare Anuvoua, � Räch der Logik meine- gegen Sowletrustlan- zu n � � S P. D.-Arbeiter die Kritikers mußte steigen, vor einem solchen Genossen, �chamro� ms G> geschmiedet hatte", das ��d« Eegenrevo � �, Nach dieser Logik war er zeiht also r"°"-„tirtnät" und„Antibolschewist" geworden, Z��'N dls ÄuLung" und„Reinigung" der Partest für den Ausschluß! itjt, 0 V/T f den Hunger zu rampfeil, einen Brief. ands aufrust, gegen v.rpflegungsgrundlage der er bestätigt, daß dm« er gew�en fei wie jetzt und -owi�republik wen Proviantkrife erlebe. je � werden die antibolschewrstlschen Organisa- selbstverstand Nch �„vven" nickt entaeben lassp» �i-der konterrevolutionär" und„anti- '� nawrl'ch w �im. Lenin ist„Konterreoolutio- °lschowistts��t jst� geworden. l.!— TAMmrimn In Zeitz wurde Mir cuck des Aufrufs oer � t= egierung zur Einführung der allgemeinen Arbeits- flicht vom 26. Februar 1920, m dem es heißt: ..Die arbeitenden Städte und Teile des Landes ersticken unter dem Drucke des Hungers. Die Eifenbahnen kriechen kaum, Häuser find zerstört, die Städte ersticken im Schmutz. der Voruntersuchung geäußert habe, wenn diese Arbeit erfolgreich verliefe, er evtl. zum Kommissar befördert werden würde. Der der Verterdiger. daß der Sohn 11 Jahre alt sei. Das Gericht lehnt den gestellten Bewelsantrag nach kurzer Beratung ab. Die Ver- nehmung dieses Zeugen zreht sich bis nachmittags 3 Uhr hin. Die Verteidiger richten an den Zeugen viele Fragen, die sich sämtlich aus die tn dem Protokoll w ledergegebenen Aeußerungen beziehen. Als nächster Zeuge wird der Kriminalkommissar M a ß l a ck vernommen. Auch dieser Zeuge gibt an. daß die Sache erst als Mordsache behandelt worden sei, später wurde die Untersuchung zwar led-gl-cy darauf gerichtet, ob in der K. A.P.D. eine mili- Organisation besteh«. Der Zeuge sibildert dann, daß« anlaßuch des Blau-Prozesses das erste Mal von einer K. O. gehört �-----*' � �« � T-- Px•......z. Kommunistischen Sportklub über die einzelnen Aussagen der AngeNaaten in der Vorunter- suchung. die er protokollarisch festgelegt hat. nähere Auskunft und bestätigt im wesentlichen die in diesem Protokoll gemachten Angaben. Bei der Gelegenheit bringt R.-A. Dr. Weinberg nochmals die Sache mit dem«chwcinebraten und Hammelkotelett. mit welchen der Angeklagte Falk, nachdem er die anderen Angeklagten mit seinen Aussagen belastet hat, traktiert worden ist, zur Sprache. Der Zeuge, Kriminalkommissar M a ß l a ck, stellt die Sache so hin. daß von einer Bestechung gar keine Red« sein könneMOie V-rncbmung des Angeklagten Falk hätte sich mchreremals�tber die Mittagsstunden hinausgezogen. Aus diesem Grunde habe er veranlaßt, daß Falk in Begleitung eines Beamten im Prälaten am Alexanderplatz gespeist worden ist. Die Verteidigung legt dem Kriminalkommissar dann die Frage vor, aus welchem Fonds derartige Dinge bezahlt werden. Der Zeuge erklärt dazu, das sei eine innendienstliche Angelegen- heit des Polizeipräsidiums, zu der er die Aussage verweigert. R.-A. Weinherg: Sie haben nur den Angeklagten Falk, der die Angeklagten belastet hat, mit Hammelbraten vnd Schweine- kotelett traktieren lassen. Haben Sie den Angeklagten Falk nur mit dem Essen traktiert, weil er belastende Aussagen gegen seine Mitangeklagte» gemacht hat? R.-A. Bönheim: Herr Zeuge, Sie müssen es unter Ihrem Eid aussagen! Der Zeug«, Kriminalkommissar Maßlack, schweigt. R.-A. Wein- berg: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Di« Verteidigung stellt darauf den Antrag, einen Gerichtsbeschluß darüber herbeizuführen, daß der Zeuge oerpflichtet ist, Auskunft darüber zu geben, ob die Abteilung 1a des Polizeipräsidiums einen Fonds unterhält, aus welchem Spitzel, Agenten und ähn- liche Personen gespeist werden. Nach längerer Beratung ver- kündet der Vorsitzende, daß das Gericht die Zulassung dieser Frage abgelehnt hat. Der Vorsitzende fährt dann in der weiteren Vernehmung des Zeugen fort. Um Uhr verlassen sämtliche Pressevertreter den Gerichtssaal. da sie nicht mehr imstande sind, infolge der viel- stündlichen Verhandlung in einem völlig ungelüsteten Gerichts- saal zu folgen. Die Angeklagten Dollny, Mehlberg, General, Krüger und Götze wurden auf Antrag der Verteidigung aus der Haft entlassen. Epidemien grassieren und der Tod mäht rechts und links. Die Industrie ist zerstört........" Diese offene Darlegung der tatsächlichen Verhältnisse, die im Februar 1920 in Rußland herrschten, ist am Schlüsse de» -'~i antibolschewistischer Seite herausgegebenen Flugblatt« folgender Weise kommentiert: „Dieser Aufruf gibt ein erschütterndes Bild der Tat- fachen in Rußlands Keine Verschönerun, von in .......-— i..........umv �.wiiufuiiviunu wird an dem Zugeständnis der Sowjetregierung, daß Rußland gegen- wältig an Schmutz und Hunger zugrunde geht, etwas andern können. Das ist das wahre Bild der„Rätedikta- tur". das tatsächlich« Ergebnis kommunistischer Wirtschast. Gebt diesen Aufruf weiter! Hängt ihn rn allen Arbeitsstätten aus!" Wer wollte leugnen, daß die Sowjetregierung in ihrem Aufruf der Konterrevolution diese„Waffen geliefert" hat? Lemn und seine Regierung sind demnach die größten..Konter- renoluttonare" und„Äntibolschewisten". Fast alle ihre Auf- rufe, Artikel und Reden werden von ihren Gegnern gegen fie und ihr Regierunassystem ausgeschlachtet. Sollen sie nun ev°® schweigen, sollen Lenin und Genossen die Wahrheit nicht sagen, weil fie von der Konterrevolution gegen die Sowjetmacht ausgemünzt wird? Nach der Logik meiner freundl'chen Kritiker allerdings.. Parte, genossen mit gesundem Menschenverstand werden darüber aber wohl anderer Meinung sem. Kein Politiker vi davor geschützt, daß seine Aeußerungen von seinen Eeg- nern gegen ihn fruktifiziert werden. Sind doch auch früher unzahlige Aeußerungen Bebele und anderer unserer Fuhrer gegen die Sozialdemokratie ausgeschlachtet worden! Aver niemals ist es einem Parteigenossen eingefallen, zu fordern, dag die Wahrheit nicht hätte gesagt werden dürfen, datz man fich vor den Genossen„schämen müßte", die dem Gegner„die Waffen geschmiedet". Eine solche Forderung zeigt nur die Unfähigkeit ihrer Väter, die Grundsätze des Sozialismus vertreten zu können. Zu welchen Konsequenzen eine solche opportunistische Duck- mauser-Tartik führen würde, zeigte sich dieser Tage, als ein englischer Genosse sich bm uns darüber berlagt«, daß Kautskqs Buch über die Schuld der deutschen Regierung am Ausbruch des Weltkrieges von hätte Kautsky also den Nachweis nicht führen dürfen, daß der deutsche Imperialismus den Weltkrieg vom Zaune gebrochen hat! Wer steht nicht an diesem Beispiel, wie unsinnig es ist. zu fordern, daß ein Politiker aus Opportunismus die Wahrheit verschweigen solle? Ich werde fie auch künftig stets rücksichtslos aussprscheu und werde es mit Gleichmut ertragen, deswegen von der Dummheit oder der Niedertracht als„Konterrevolutionär" und„Antibolschewist" beschimpft zu worden. Befinde ich mich dabei doch— wie ich hier nach- gewiesen habe— in der nach Meinung meiner Widersacher besten Gesellschaft, in derjenigen Lenins und seiner Sowjet- Regierung. Die Entente in Litauen (Eigene Drahtmeldung der„Freiheit".) Kowno, 24. September. Da die in den Randstaaten aufgehäuften Konfliktstoffe bei den verschiedenartigen Interessen der Ententemächte leicht zu einem Konflikt zwischen diesen führen können, so ist die Haltung der hiesigen Ententemissionen zu einander nicht ohne Iiitercsio. Eine offizielle diplomatische Vertretung ha, die Entepic in Litauen Werhauvk nicht, da fie de für« den Staat nicht anerkannt hat, um so eifriger find die konsularischen Vertreter und die militärischen Missionen geschäftlich tätig. Die Franzosen haben sich gleich zu Beginn ihrer Anwesenheit durch ihr Auftreten die Sympathien der Bevölkerung verscherzt. Mit der Verschärfung des litauisch- polnischen Konfliktes, in dem die Franzosen auf polnischer Seite wirkten, ist ihre Unbeliebtheit gestiegen. Dagegen sind die Eng- l ander zurzeit politisch Trumpf. Man erhofft mit ihrer Hilfe die politische Anerkennung des Staates durch die Entente zu er« wirken. Ob diese Hoffnung nicht trügerisch ist, bleibt abzuwarten. Sicher ist, datz auch in englischen Kreisen kaum jemand an die Wirtschaft» liche Existenzmöglichkeil des litauischen Staates glaubt. Die Engländer bemühen sich nur zurzeit möglichst viel Konzessionen und Vorrechte in die Hand zu bekommen und zwar auf so lange Fristen, daß bei einer Wiedervereinigung des Landes mit Ruß« land sie auch dann noch im Besitz der wichtigsten Ausbeutung-« rechte sind. Das größte Hemmnis dabei bietet ihnen die Tat- fach«, daß Litauen durch die Darlehnskasfe Ost noch immer deutsche Valuta hat.» Hätte das Land eigene Valuta, so würde dies in kurzer Zeit trotz aktiver Handelsbilanz so schlecht sein, daß das Land den Engländern einfach in die Hände fallen würde. Deshalb versuchen die Engländer jetzt schon mehrfach, der litau» ischen Regierung das Angebot der Emission englisch garantierter Noten zu machen. Die Bedingungen waren aber stets so, daß sie mehr oder minder wirtschaftliche Sklaverei Litauens bedeutet hätten. Die litauische Regierung bat dieses Angebot deshalb bisher abgelehnt. t I»- America by Chicago Tribüne., Polnische Erfolge in Galizien DA. Wien, 26. Septrm er, Nach Warschauer Meldungen erzielen die Polen aus der instis+ea Front weitere Fortschritte. Der Tieg der polnischen Truppen In Ostgalizien wächst sich immer mehr und mehr zu einer Katastrophe der Reüerarme« Budjenvqz ans. General Budje»»y selbst wurde schwer verletzt.— Man wird sich erinnern, daß Budjenny schon einmal als schwer verwundet erklärt wurde, um dann plötzlich in Oflgaltzie« aufzalaucheu. Kongreß der tschechischen Linken (Eigener Drahbbericht der„Freiheit".' Prag, 25. September. Heute nahm der Kongreß der tschechischen sozialdemokratischen Linken mit einer vertraulichen Vorberatung unter Ausschluß von Journalisten seinen Anfang. Die Tagung selbst eröffnete Genosse Smeral als stellver» tretender Vorsitzender des Vollzugsausschusses der Partei. An« wesend waren 826 Delegierte. Die Zahl wird sich noch erhöhen, da noch nicht all« Mandate überprüft sind. Die Gesamtsumme der Delegierten beträgt 466. Der politische Sekretär S t a t u l a und der Organisations- sekretär Teska waren erßhienen. Letzterer referierte über den Stand der Parteiorganisation, ferner fand eine Debatte über die parlamentarische Tätigkeit statt. Es wurde beschlossen, dem Par- teitag eine Resolution znk Annahme»orzulegen. Die Resolution lautet: „Der Bericht des parlamentarischen Kluis, wie er in der Par« teipresse veröffentlicht wurde, wird zur Kenntnis genommen. Es wird konstatiert, daß es der Tätigkeit der Abgeordneten nicht gelungen ist. die Forderungen durchzusetzen, die auf dem letzten Parteitag Weikhnachten 1916 formuliert wurden, ssDer Wartei- tag macht die Abgeordneten nicht persönlich dafür verantwortlich, aher er ist überzeugt, datz das Bestehen der Koalitionspolitik nicht dazu führen kann, die Politik zu verwirklichen, die für das Proletariat notwendig ist. Für die Zukunft legt der Parteitag den Abgeordneten nahe, grundsätzlich jede Koalitionspolitik mit der Bourgeoisie abzulehnen und die parlamentarische Tribüne zur Aufrüttelung de» arbeitenden Volles in Stadt und Land zu benutzen." Nachmittags referiert« Redakteur Skala über die.letzten Be« gebenheiten in der Redaktion des Rudo Prawa. In dieser De- batt« wurde besonders nachdrücklich betont, daß die Einheit der Partei unter allen Umständen, gegebenenfalls gegen den Willen des äußersten rechten und äußersten linken Flügels aus- rechterhalten werden müsse. Ferner wurde der Vollzugsausschuß der Partei, die Abgeordnetenfraktion und die Parteikontrolle auf« gefordert, fich binnen 24 Stunden, also morgen am 1. Tag des Kon- gresse». einzufinden, um Bericht zu erstatten. Die Tagesordnung für morgen wird verändert. Sie lautet: 1. Unser bisherige, Borgehsn. Referent: Statula. 2. Programm und Taktik der Partei, Referent: Smeral. 3. Betriebsräte und Arbeiterrät?. Referent: SabatowsN 4. Sozialisierung, Referent: Burian. S. Erziehung und Kultur, Referent: Strauß. v. Die International«, Referent: Ekallat. Die Stellung der Organisationen Groß-Dresde« Dresden, 26. September (Eigene Drahtmeldnng der„Freiheit") I» einer überfüllte» Kreisgeneralverfauimluug der U.S.P. Groß« Dresdens referierte» die Genoffen M a l za H n und Radold au» Berlin, beide unter stürmischen Betfauskundgebungen der Ber» Mvska»er Bedingungen ausspricht. Achter sächsischer Kreis Dresden, 2S. September 1 (Eigene Drahtmeldnng der„Freiheit".) i Sm Heidenauer Bezirk tagten die Vertreter der Gruppen de» achten«reifes. Die Versammlung war von mehreren hundert Per- sonen besucht und lehnte nach etner Aussprache über die An» schlußfrag« die Moskauer Bedingungen gegen 3 Stimmen a b. Betriebsräte Zentrale___ der Betriebsräte «msschüsse derjenigen Nndustrtegruppen. welche am Moniag, den 27., Dienstag, den 28. und Mittwoch, den 29. chre Haupigruppen- Versammlung haben, müsse» zwei Stunde» vor Stattfinden ihrer Bersammluug zwecks Abholung von Material und Informationen w der Zentrale, Müuzstraße 24, sich einfinden. ahne 4 u. 7 mit. mit Frledenskautsdiuk 5 Sahre r»üNIick. Somntte. Zahnriehen ml» Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen v. 30 ülk. an Spez.: Zflhne ohne Gaumen. Keine imruspreis«. Zahn-Praxis Haivani» osniiaer«r,v»% 2 GANZE SEITE wiirda nidttgasiüGera, um Ihnen eine auch nur annähernde VorstelSung von der gewaStagen�Srä&e und VielseitlgheSt unseres Lagers zu geteen. •?v L» Vi l<*V' vV�Liil hjflhi 3(bfl 's ifis? K Ait« X M tiSw' IWP' ,« »vi». 4*«<£v* 4''« „0WA.'*"i'1 � ä.« v.*«v4v..nv.«v'»v �v»« _ tcVi«� sv et«4 V»«' v«f (vS* vS» UvVtev»4v���\ Ac' iVVe» oo4 �■Vv»4 W_... » so* \\< s f-SI FL iL Wir greifen daher einige wenige Beispiele auf gut Glück heraus. Säe sind charakteristisch dafür, wie gut und wie billig Sie bei uns kaufen k&nnen. ./»//j Modernes Herbft-Koffum Die elegante lange Form(Jacke 90 cm. halb auf Seide) in der beliebten, vor- nehmen foultartigen Ware, üppig garniert, In verschiedenen modischen Farben Enizückende Jacke sehr vorteilhaft durch ihren vorzüglichen, flott karierten wannen Stoff, außerordentlich jugendliche Form, besonders fesch u.kleidsam Der StrapaziermanM geschaffen für den täglichen Cebraucfwnit seiner bttckskinartigen Herrenware mit karierter Abseite, besonders dauerhafter Verarbeitung (schmucke Seidenstepperci) und seinen dunkles, soliden Farbtönen (Cinigstr. 33 Chausseestr. 113 Am Bahnhof Alexanderplals Beim Sleltlner Bahnhof I Nr. 404 1. Beilage zur„Freiheit Sonntag, 26. September 1920 Kappunruhen und Eisenbahnen Von W. Thurau. Bertt« Ms Aapp-Lüttwitz am Morgen des 13. März ihren Berliner Staatsstreich vollbracht hatten, erließ der damalige Minister der öffentlichen Arbeiten Oeser folgendes Telegramm an alle Dienststellen und Aemter: Berlin in vergangener Nacht Versuch einer Umwälzung. Weiterer politischer Kurs noch nicht bekannt, bestimmt aber werden Rechte der Arbeiter und Beamten nicht berührt werden, gleichgültig, in welcher Richtung Regierung fuhrt. Gemeinsames Interesse aller Parteren und aller Deutschen er- fordert unbedingt Inganghaltung der Eisenbahnen, um Hun- gersnot zu verhüten. Ersuche sofort Vertreter der Beamten uns Arbeiter zusammenzurufen und in �k�� �mne zu unter- richten, damit Aufrechterhalten der Arbeit uberall gesichert. Also sprach der demokratische Minister Oeser. Mit einem Feuereifer stürzten sich die in ihren vormarzlichen n-knnaenen Beamten auf dieses Telegramm, das einen Freibrief für alle Ereignisse abgab. Als selbstverständlich war für g;?;, hat, der Schlußsatz desselben nur eine Ver- brämung7eine Verbeugung vor der darst�te. Es und Arbeitern aufrechtzuerhalten. Ganz wie früher vor dem 9. November 1918. genau so wie jetzt in Horthy- sruyer, vor ocm �<■?„ allen Fallen, in denen die Ronmten°und Arbeiter getreu' ihres der Verfassung geleisteten Eides die Republik schützen wollten, dadurch, daß sie von dem Mittel der Arbeitsverweigerung gebrauch machten, holten die eidesvergesienen, riiMäMg�n�Beamten�m�N i�a�i s� e S i l s- Äe Beamten- und Arbeiterorganisationen waren politisch aber doZ"e?wa� ���aemeinen�Eewerkschaft�unde ?e? be�. B-kämpfung des hochverräterischen Akt-- ein- führende , V«�«I.tiasriifitunfl sehr vieler Beamten und de- - ffis Ministertelegramm glaubten viele Ober- emfluht durch o 9 � wiedergekommen! die Zeit, in b-amte d.e alte schone Zeit für w� � � b"', e vornehmste Pflicht an. die verfasiungstreuen sahen sie es für h Hilfe des meuternden Militärs im Soäter nach dem Zusammenbruch der Kappiade. Schach zu halten.«nur die Anlagen und Werk- sagte man bann. � schützen. Vorweg sei bemerkt, daß die stattenvorSab g- einzigen Sabotageakt hat nach- Ve�altung auch n.-y � eiTl|eiti0 fiil Äapp �tei- Verhalten, vieler führenden Beamten sahen sich die Ahmenden ve 9 den Reichsverkehrsminister Bell zu Gewerkschaften gez� Vorgehen anderer Verwaltungen, auch � K,'t-nbabnb?triebe einen au- Gewerkschaftsvertretern bestehen- ,m Eifenbah � gzausschuß zwecks Nachprüfung des Ver- haltend solch» Beamten einzusetzen. � � Der Minister gab mittels Erlaß vom 27. April d. I. unter « d»Nr 3778 diesem Wunsche statt und ernannte als Kom- misiar in diesem Ausschuß den Geheimrat Reese. Der Minister Nvu er verfügte unter dem 31. Mai d. Z.. daß dem Ausschuh ?nneae den B-l-stungsstoff zu sichten und darüber zu °b in welchen Einzelfällen ein vorbereitende» Unter- entscheiden, ln w v � � Dieses sollte dann geführt � von einem Untersuchungsausschuß, bestehend aus dem werden von bct[n 5tage kommenden Eewerkschafts- Komwisiar un� de» förmlichen Disziplinarverfahrens der Minister selbst vor. i Ansang zeigte sich das Bestreben, daß alle Beamten auf Von«nfa g Z des Ministers Oeser in ihren Anord- Grund der L��sterium gedeckt werden sollten. Die Verfasser nun�en vom Unterstaatssekretär Bodenftein und Ge- der Depesche die angeblich nur die Hungersnot vom ? e!.Ala«inIfe abwenden wollten. Durch da» Telegramm waren toweit es die Aufrechterhaltung des Betriebe- betraf. tatsäch ch. sow«� g, deckt, um so mehr.°l, Oes.r die«er- - für dasselbe, wenn auch widerwillig, übernahm. av�wortung Vernehmungen wurde bewiesen, daß in DerStaatsanwalt mit dem Zeigefinger Von Zgna, Wrobel. � an-ib-nleer Kommunistenprozeß hat ein�Staatsanwalt Im Weiße> inn Rede gesagt: �ie Staatsanwaltschaft Rammtn iM B-rw' �ijchkeiten. die jetzt täglich Spalten der wird fllllen. beschäftigen, so daß bald Verhandlungen gegen -��Fnden werden. Die Personlichleiten werden zwar durch diese meine Worte gewarnt, aber ich muß es hier im Interesse der Sache betonen. Staatsanwalt Rammin nicht deutlicher aus- Schade, da b' I gerne wissen, wen er mit diesen Person- gedrückt hat. ��uen ihm deutlicher kommen. lichkelten gew � der einzige, der Angriffe auf sich dadurch Der Richte � der Angegriffene, zu Gericht sitzt. Weil abwehren mn>. ����dleibt viele«, was man gegen deutsch« Staatsanwälte zu sagen hätte. Das Wenige, das Richter undStaat�d, � � � �-l. Uns nicht. gegen sie g l. ist durch Erziehung und Abstammung Der preub'Icho hier von den Richtern gesagt wird, gilt konservativ, l für die freier gestellten Staatsanwälte.) m weit hoher � ble alten Korpsstudenten hinter dem Es ,st em uniuu, werfen und ihre politische Neutralität Gerichtstisch«n neutral kann heute kein denkender Mensch sein. betonen, Amtshandlungen, Verfügungen und Urteils- Jmmer— ber letzte Ausschlag, das letzte feine Schwanken spruchen- w' der Wage nicht vom Gehirn, sondern vom des Züngleins eeizen ausgehen.« bem Hakenkreuz abgestempelt, von Aufden Um°.> am Sedantag umbrüllt, ebenso besoffen teutonischen Volk ins Referendar-Examen und be- wie stramm, ll» am alle Formalien: von seiner eigenen steht es. Es B � oder nichts. Sie erklären dir haarscharf zwischen Eigentum und Besitz- den Unterschied den Unterschteo a �nd einem gefallenen Mädchen wissen sie zwischen einer v Studentenvereinigungen, die al« einzige nicht. Ausgew-chs��stellung in sich tragen, besser zu sein als die Idee nur noch � �nd preußisch-herzlos die Menschen ver- anderen. lernen i.�mpfsinnigen Egoismus anwenden, der da achten und I �„durchsetzen", ohne Rücksicht auf die anderen. glaubt, man mutz I b� Ätief, gezeigt. Denen hat er's nicht Wohin das fnh«. gezeigt. q,.f„endar mit den Honoratioren der kleinen Stadt, Sitzt der J"' Station absolviert, zusammen, so umweht ihn in der cr seme �gbak und nationalem Muff,, in der die allen Fällen die gewerkschaftlich organisierten Bediensteten genau wußten, daß die Dienstverweigerung lediglich zum Schutze der verfassungsmäßigen Regierung dienen sollte. Die intellektuel so viel höher stehenden Oberbeamten hatten diese Einsicht aber in keinem Falle. Sie wußten angeblich von einem Putsch gar nichts, sondern kamen nur der Anordnung des Ministers nach. Ein Betriebsingenieur Heydemann in Stargard in Pommern, der selbst zugab, Zeitungen aller Richtungen gelesen zu haben, wollte von einem Putsch nichts wissen, trotzdem ihm nach- gewiesen wurde, daß die Zeitungen schon am 12. März, abends. den bevorstehenden Putsch anzeigten, ihn am 13. früh ausführlich schilderten und der Eisenbahnverkehr mit Zeitungsversand noch am 14. März funktionierte. Da an diesem Tage die rechts- stehenden Zeitungen noch gedruckt und versandt wurden, mußte er von dem Putsch unterrichtet sein. Dieser Feststellung wußte er nichts mehr entgegenzusetzen. Dieser Herr, dem bewiesen wurde, daß er gerade meuterndes Militär herangeholt hatte, ist für feine der Republik geleisteten Dienste zum Eisenbahn- Inspektor befördert worden. Regierungsrat Müller in Stargard faßte das Telegramm des Ministers, das die Aufrechterhaltung des Betriebes anord- nete, so auf, daß er seinen Dienst sofort verließ und das Kom- mando über die dortige Einwohnerwehr übernahm. Diese sollte seiner Meinung nach nur für Ruhe und Ordnung, die niemand gestört hatte, sorgen. Der Kommissar Reese faßte nun in allen Untersuchungsfällen sein Amt so auf, daß er sich als Sachwalter der angeschuldigten Oberbeamten fühlte. Zum Beweis hierfür sei nur ein Fall an- geführt, der sich in Köslin abspielte. Auch hier war von reaktio- nären Beamten Militär zur Aufrechterhaltung des Betriebes herangeholt worden. Auf die Frage eines Mitgliedes des Aus- schusses, ob wirklich meuterndes Militär verfassungstreue Beamte und Arbeiter im Dienste schützen sollte, wo sie von niemand be- droht oder belästigt waren, erwiderte der Kommissar: Aber es gab doch gar kein meuterndes Militär. Da» Dienstgebäude der Eisenbahndirektlon Stettin war durch Regierungsrat P a u l y zum Parteibureau der deutschnationalen Volkspartei umgewandelt worden. Die Depeschen der Regierung wurden zurückgehalten, dagegen die »erlogenen Berichte der kappistischen Partei auf den Dienst- apparaten von ihm aller Welt zugeleitet. Auch der Präsident Schultz e in Stettin spielte eine mehr als zweifelhafte Rolle. Mit seinem Einverständnis wurde ein Vertreter der Eewerk- schaffen aus seinem Dienstzimmer von meuterndem Militär mitten aus einer Sitzung heraus verhaftet. Der Ausschuß beantragte am 5. Juli bei dem neuen Reichsverkehrsminister E r o e n e r die Einleitung des Disziplinarverfahrens gegen den Präsidenten Schultz-. Der Minister sagte genaue Prüfung des Falles zu. hatte aber schonaml. Juli unter Nr. E. 1. 9. Nr. 5535/20 verfügt, daß der Präsident seine Dienstgeschäfte, deren bisherige Führung seine volle Anerkennung gefunden hätte, alsbald wieder zu übernehmen hätte. Die schriftlich ausgesprochene Verwunde- rung der Gewerkschaften beantwortete man dahingehend, daß es sich um einen sehr bedauerlichen Irrtum handelte. In Verlin war eine Vernehmung der angeschuldigten Beamten niemals zustande zu bringen. Noch unter dem 28. Juni wurde dem Ausschuß mitgeteilt, daß von den in Frage kommenden Be- amten drei dienstlich abwesend und vier beurlaubt seien, und ge- rad« in Berlin mußte sehr gründlich und sehr tief in das reaktio- när« Wespennest hineingeleuchtet werden. Nachdem in Wittenberge in einem Falle ein angeschuldig- ter Beamter sich geweigert hatte, dem vom Minister eingesetzten Ausschuß Rede und Antwort zu stehen, machte dieses Verfahren. wie von unsichtbaren Wellen getragen. Schule. In ganz plan- mäßiger Weise wurden die Arbeiten des Ausschusses sabotiert. Die Gewerkschaftsvertreter wiesen in einem Bericht vom 8. Juli d. Z. an den Minister Eroener darauf hin, daß ein Teil der höheren Beamten, jedes Verantwortlichkeitsgefühl vermissen lasse, wenn sie in dieser versteiften und hinterlistigen Weise glaubten, mit den ffiewetltoaffen verfahren zu können. Gleichzeitig wiesen sie auf die Gefahr hin. die sich naturgemäß ergibt, wenn die Gewert- schaftsvertreter die Oeffentlichkeit von dem hinterhältigen Ver- halten der angeschuldigten Verwaltungsmitglieder unterrichten würden. Da-s für die Eewertschastsvertreter klar war, daß der Wlrttus rektor all dieser Schwierigkeiten, um kein deutlicheres Wort zu gebrauchen, der Reichskommissar selbst sei. ent- zogen sie ihm in dem oben angeführten Schreiben an den Minister sämtlich ihr Vertrauen. Wie recht ste mit ihrer Behauptung hatten, wurde sofort durch die nächste Phase bestätigt. Eeheimrat Reese teilte, nachdem er Kenntnis von dem Schreiben der Gewerkschaftsvertreter erhalte» hatte, dem Minister schriftlich mit, daß die Gewerkschaftsvertreter zu ihm, dem Minister, kein Vertrauen hätten und, da er, der Kom- missar, den Standpunkt des Ministers teile, auch er das Vertraue» derselben eingebüßt hätte. Dieser Bericht des Reichskommissars- Reese ist, gelinde gesagt, eine bewußte Täuschung des Mi» nisterv, die bei allen Gewerkschaftsvertretern Empörung auslöst«, Wie ein rettender Engel kam den angeschuldigten Oberbeamte«' das Amntstiegesetz. Der Verkehrsminister beeilte stch sofort, de»' Gewerkschaften mitzuteilen, daß auf Grund der Amnestie, der Untersuchungsausschuß seine Tä"gkeit einstellen müsse. Gegen ein paar der angeschuldigten Oberbeamten, von denen keiner i» der erzreaktionären Eisenbahn-Direktion Berlin fitzt, leitete der Minister das Disziplinarverfahren ein. Sie werden also, von einem Kameradengertcht abgeurteilt werden und die Treppe herauffallen, damit ste beim nächsten Putsch der Orgesch ffyu' schätzenswerte Erfahrung in den Dienst der Sache stellen können,� Wie anders ist man mit gewöhnlichen Beamten umgesprungen»! die sich aktiv in den Dienst der verfassungsmäßigen Regierung ge- stellt hatten? Ein einziger Fall beleuchtet die Situation blitz- artig. Ein Rangierer in Strausberg, der den von den Ge- werkschaften angekündigten Generalstreik seinerseits durch Still- legung des Zugdienstes unterstützen wollte, wurde ohne weiteres entlassen. Auf seinen Einspruch hatte die Kollegialsttzung der Eisenbahn-Direktion Berlin stch mit der Angelegenheit zu be- fassen, die mit der schwachen Majorität von 14 gegen 11 Stimme» die Entlassung bestätigte. Selbstverständlich zieht man zu solche» Sitzungen, trotz dringenden Ersuchens, keinen Eewerkschastsver» treter, auch den Angeschuldigten selbst, nicht Hinz«. Es ist genau wie bei der Reichswehr. Verfassungstreues Personal wird unterdrückt oder entfernt, diejenigen Elements dagegen, die beim Kapp-Putsch frondierten, werden belohnt.' Die Erregung des Personals ist durch solche Zustände! bis zur Siedehitze gesteigert. Ein kleiner Zufall noch und das Faß läuft über. Dann setzen wieder lokale Streiks und Unruhe» aller Art ein und man kann vom Regierungstisch über die lln» Vernunft der Arbeiter und Beamten wieder wettern. Die Kappverbrecher in der EisenbahnverwafB tung haben ihre Zuverlässigkeit und Brauchbarkeit bewiesen. Beim nächsten Putsch werden sie mit spielender Leichtigkeit je» weisen, daß sie darauf brennen, es dem Obersten Ledebour«ach- machen zu können und den der Verfassung vor ganz kurzer Zelt neu geleisteten Treueid genau so zu brechen, wie e» sich für charakterlose Beamte geziemt und wie sie es schon einmal getan haben. Der Deutsche Beamtenbund zur Besoldungsordnung Der Reichsautachterausschuß des Deutschen Beamtenbundes, des Allgemeinen Deutschen Eewerkschaftsbundes wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen die wiederholt beliebte Methode, gegen Be- soldungsvorschläge der Beamtenschaft in der Oeffentlichkeit von vornherein dadurch Stimmung zu machen, daß der finanzielle Effekt dieser Vorschläge mit Steuer- oder Finanzvlänen allge- meiner Natur in Verbindung gebracht wird. Im besonderen stellt er auf Erund der Presseberichte mit lebhaftem Befremden fest, daß der Reichsfinanzminister in der Sitzung des Reichskabinetts vom 22. d. Mts. zwar den Gesamtaufwand für die Beamtenbesoldung und die geforderte Höhestufuna einer Anzahl von Beamtengruppeu fesfftellt, die große Zahl der in Frage kommenden Beamten und die geringe Summe, die auf den einzelnen Beamten entfällt, abe, nicht genannt und auch nicht betont hat, daß sich die Ausgaben für Beamtenbesoldung im Vergleich zu den Gesamtausgaben des Reiches gegenüber der Vorkriegszeit nfcht erhöht, sonder» vev mindert haben. Der Reichsgutachteraussthuß hat feine Vorschläge unter Veriüv stchtigung der Lebenshaltung aller nichtbeamteten Volkskreis« und unter weitgehender Rücksichtnahme auf die mißliche Finanz- läge des Reiches auf Grund der knappsten» festgestellten Eigen- bedürfntsse der Beamtenschaft aufgestellt. Er erwartet daher auf da» Bestimmteste, daß Regierung und Reichstag sich der Berechti- gung dieser Vorschläge nicht verschließen werden. Hämorrhoiden und die Landgerichtsdirektoren gedeihen. Hier wird et groß, hier ist feine Welt. Es ist Ehrensache für die jungen Herren, es dem Ersten Staatsanwalt an Strammheit und kor- rektem Eesichtsausdruck gleichzutun. Die Unglücklichen, die ihnen zur Aburteilung in die Finger fallen, sind, was sie dem Luden- dorff waren: Menschenmaterial. Man muß einmal in irgendeiner politischen Angelegenheit mit einem Staatsanwalt in der Vorvernehmung gesprochen haben, um dieses Niveau ermessen zu können. Es sind keine dummen Leute, beileibe nicht. Sie sind sogar aus ihre Weise anständig, sie haben einen Comment, der ihnen geläufig ist. etwas rechteckige Formen — und es sind doch Preußen vom reinsten, schlechtesten Wasser. Es fehlt ihnen irgend etwas, das die richtigen Menschen haben: das Verständnis für das Leiden der Welt und für den Schmerz und für alles, was über Sauerkraut, Frauenbrüste und das Straf- gesetzbuch herausgeht. Das dünkt sich welterfahren, weil es einmal mit einem Kriminalkommissar durch ein paar Kaschemmen ge- gangen ist, und weil es weiß, wo der Einbrecher seine Beute ver- kauft, und weil e» ein paar Fachausdrücke beherrscht— und weiß doch in den meisten Fällen von der Welt weniger als ein kluger, warmherziger Berliner Kneipenwirt. Und richtet über Menschen. Ueber den Wert eines Richterstandes entscheidet das Volk. Nicht irgendein kleiner Staatsanwalt. Durch keinen Urteilsspruch ist der Eindruck aus der Welt zu wischen, daß diese Leute jedem Politisch-Radikalen mißgünstig und feindlich gegenüberstehen. Und sie hängen aneinander wie die Kletten. Als die Type Marloh damals die 32 Matrosen ermorden ließ, fand er im Kriminal- gerichtsgebäude gleich zwei Staatsanwälte, die ihm Entfchuldi- gungsberichte schreiben halfen.„Ein Hurenhaus geriet in Brand. Schnell sprangen, um zu helfen und zu retten, zwei Dutzend Mönche ans den Betten. Wo waren die? Die waren bei der Hand." Die unheimliche Gewandheit, mit der noch die letzte kleinge- druckte Anmerkung in Olshausens Strafgesetzbuchkommentar gegen! das, was diese da.Kommunisten" nennen, hergeholt wird, die unheimliche Gewandheit, mit der dieselbe Anmerkung für die Frei- korps, für die Liebknecht-Mörder, für die Monocle-Träger, für jede» Achjelstück angewandt wird— diese affenartige Fixigkeit hat das Vertrauen des Volkes zu seinen Richtern untergraben. Unmöglich ist die Ausbildung dieses Richterstandes, unmöglich seine Stellung im Strafprozeß. Es gibt mitunter einen Ange- klagten— aber immer zwei Staatsanwälte. Einer heißt Vor-! sitzender. Man muß hören, mit welch überheblichem, feindseligem i und mißtrauischem Ton der, der doch unbefangen richten soll, die Angeklagten anspricht. Nun ist allerdings Berlin verrufen da- für— und mir sagten Anwälte in Hamburg, daß man diesen Untanffizietstoni der stch ja in Moabtt auch auf die leider stramm stehenden Verteidiger erstreckt, dort nicht kenne. Aber uns jedenfalls ist Großzügigkeit fremd, und wenn ich auch weiß, daß den Richtern mitunter ein unglaubliches Gelichter unter die Finge« kommt, daß sie mindestens viermal am Tage über den Abhub eine« Großstadt zu urteilen haben, fo vermisse ich doch da» Verständnis für die Schuld des sozialen Mileus und vor allem das Ver- ständnis für die Wirkung einer Strafe. Würfeln die Herreu Strafmaße aus?. Der Staatsanwalt Rammin ist aufgestanden und hat den Zeige« finger emporgehoben und hat gedroht. Er mag stch wieder hin- setzen. Der Stand des deutschen Richters ist fast der einzige im ganzen Reich, der sich feine Unbestechlichkeit auch in dieser Zeil bewahrt hat. Das soll ihm nicht vergessen sein.(Schlimm g« nug, daß das heute ein Lob ist.) Aber es gibt schlimmere Korrup- tion, als die de» Geldes— es gibt eine Verderbnis der Seele; die Trägheit des Herzens. Die Korpsstudenten sangen:„Sind wir nicht zur Herrlichkeil geboren?" Ihr seid es nicht. Ihr könnt Euch beleidigt fühlen, mit dem Zeigefinger drohen und strafen. Vertrauen erzwinge» könnt Ihr nicht.,- «in Apparat zum Händetrockue«. Das Handtuch zur gemein- samen Benutzung in den Toiletteräumen der Hotels, Gastwirt- schaften, Bahnhöfe usw. bildet eine große Gefahr für die Volks- gesundheit, da es die llebertragung von Krankheiten begünstigt. In Amerika bekämpft man dieses gemeinsame Handtuch schon seit vielen Jahren auf das gründlichste. Schon vor dem Krieg, baben 33 Staaten Nordamerikas durch Verordnungen den Ge- brauch gemeinsamer Handtücher untersagt. Vielfach suchte man die verfemten Handtücher durch solche aus Papier zu ersetzen, die überhaupt nur einmal Verwendung finden. Eine weit bessere Ein» richtung hat, wie da«..Wissen" mitteilt, D. C. Ward, der Haus- inspektor des Distriktsgebäudes in Washington, in den Ämsch- räumen dieses Gebäudes geschaffen: sie ist gleich zweckmäßig in hygienischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht. Es ist ezn eiettrijche, Sandtrockner in Gestalt eines rechteckigen Kastens von 33 Zcnti- meter Breite und 28 Zentimeter Tiefe, dessen Vorderwand eins breite Oeffnung zum Hineinstecken der Hände besitzt. 1):- Konstruktion des Trockenapparates selbst ist sehr einfach,' er besteht aus einem Ventilator, der durch ein elektrisches Heizel'.ment erwärmte Luft durch mehrere Leitungen preßt, deren Ausströmungsökfnun- gen so angeordnet sind, daß die heraustretende erwärmte Luft die Hände von allen Seiten trifft. Der Ventilator wird durch-me» Fußhebel in Tätigkeit gesetzt: die Hände kommen n'it keinem Teile der Vorrichtung in Berührung Das Trocknen der Hände in diesem Apparat erfordert genau eine halbe Minute. Da der Apparat die llebertragung von Krankheitsstofsen aussAließt- «mpffehlt«r sich von selbst. G Mschastliches •*•••••••*••••••••••>>••»•■•• N Partei- und Gewerkschaftsmitglieder! Durch den Aufruf vom 18. August d. I. ist der Oeffentlichkeit o,e Einberusung des ersten Betriebsrätekongresses Deutschlands älfm?ßer bekannt gegeben. Die Zahl der Delegierten wird etwa 1100 betragen. Trotz mehrmaliger Aufforderung ist es leider nrcht gelungen, den Bedürfnissen auf Logis Rechnung zu tragen. Parter- und Eewerkschaftsmitglieder, die in der Lage sind, gegen annehmbare Bezahlung Delegierte vom 1. bis 7. Oktober aufzu- nehmens werden ersucht, dieses unter Angabe ihrer genauen Adresse und Zahl der Aufzunehmenden mit dem Vermerk„Unterkunft" sauf dem Briefumschlag) an die Betriebsrätezentrale des All- gememen Deutschen Eewerkschaftsbundes sA. D.E.B.) und der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände(Ufa). Berlin 6016, Engeluser 15, 4 Tr., umgehend ntitzuteilen. * Empfangsabend zum Betricbsrätekongreh. Die Betriebsräte- zentrale des A. D. E. B. und der Afa veranstaltet für die Dele- gierten des ersten Betriebsrätekongresses Deutschlands am Mon- toß.|>£tt 4. Oktober, abend 7 Uhr, im grotzen Saal der„Neuen Welt, Hasenheide 168/114, einen Empfangsabend. Eintritts- karten für Eäste zum Preise von 3.50 M. sind bei der Berliner Eewerkschaftskommission, Engelufer 13, 1 Tr.. Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände, Belle-Alliance-Str. 7—10, und im Betriebsrätesekretariat, In den Zelten 23, zu haben. Gewerkschaftsfunktionäre der USPD. Am Donnerstag, abends 7 Uhr. findet in Kliems Festsälen, Hasen- Heide, eine Versammlung sämtlicher Eewerkschaftsfunktionäre der kl. E. P. und der Funktionäre der Räte- und Eewerkschaftskom- Missionen statt. Tagesordnung: Die Moskauer oder die Amster- vamer Internationale. Referenten: Genosse Losowski, Mitglied der russischen Eewerkschaftsdelegation, Genosse R. Müller. Einberufer: Obmann der Räte- und Gewerkschaftskommission. M. Hesselbarth. Konflikt im Zeitungsgewerbe? Die Angestellten des Berliner Zeitungsgewerbes hatten eine den Zeitverhältnissen entsprechende Erhöhung ihrer gegenwärtigen Gehälter beantragt. Die Arbeitgeber dieser Branche haben diese Forderung nicht nur nicht bewilligt, sondern vielmehr einen 20?z igen Lohnabbau in Vorschlag gebracht. Die eigenen Zeitungen dieser Unternehmer bringen gerade jetzt wieder täglich Berichte, die das Anwachsen der Preise für Lebensmittel usw. erkennen lassen, im Zusammenhang mit dem Sinken der Valuta. Wenn den An- gestellten Gehaltserhöhungen gewährt werden sollen, dann gilt alles nicht, was die Unternehmer sonst zur Begründung eigener Forderungen vorzubringen wissen. Die Arbeitnehmerschaft kann verelenden, wenn nur dix Unternehmer ihren Vorteil erreichen und ihre Lebenshaltung genau wie im Frieden aufrechterhalten können. Zn einer Veröffentlichung der bürgerlichen Presse be- rufen sie sich jetzt darauf, das) bekannte Lebenshaltungs-Statistiker nachgewiesen hätten, daß die Kosten der Lebenshaltung feit der letzten Tariffestsetzung im Mai zurückgegangen wären. Un- erwähnt lassen sie hierbei, daß die statistischen Feststellungen für die Periode, für welche jetzt von den Angestellten neue Forde- rungen geltend gemacht werden, noch gar nicht vorliegen, dasi diese aber das Steigen der Lebensmittelpreise usw. erkennen lassen werden. Am Mittwoch, den 29. September, nachmittags 5% Uhr, findet im Deutschen Hof, Luckauer Str. 15, eine öffentliche Per- fammlung aller Angestellten des Berliner Zeitungsgewerbes statt. Die Tagesordnung lautet:. ,,20% Lohnabbau im Zeitungs- vewerbe." Referieren werden die Kollegen Guiard und Mayer von der Afa. Vertreter der Arbeitgeber sind zu dieser Versammlung eingeladen. Es ist anzunehmen, daß die Arbeit- geber doch jedenfalls ihre für den Lohnabbau vorgebrachten Ar- gumente als so durchgreifend ansehen, dag sie diese auch vor der Angestelltenschaft vertreten werden. Afa, Ortskartell Eroß-Verlin. Richtigstellung! In der„Freiheit" Nr. 4M vom 24. September bringt die Be- triebsrätezentrale eine Notiz„Zur Aufklärung", in der sie sich mit der Wahl des Genossen Silber mann zum Sekretär der Betriebsrätezentrale beschäftigt. Zur Steuer der Wahrheit sei folgendes bemerkt: In der Versammlung der Parteifunktionäre in der„Neuen Welt" trat Richard Müller an mich(Sabath) heran und bat. ,die Eewerkschaftskommission möchte einen Angestellten als Sekretär für die Betriebsrätezentrale benennen. Müller glaubte, wie auch aus einer späteren Sitzung der provisorischen Zentrale hervorging, daß die Eewerkschaftskommission.hierzu den Zentral- verband der Angestellten angehen könne. Diesen Borschlag lehnte ich jedoch ganz entschieden ab. da wir die Stellung des Zentraloerbandes der Angestellten, der auch dem Ortskartell der Afa angeschlossen ist, in der Betriebs- rätefrage genau kennen. Ich versprach, dag die Ee- werkschaftskommission einen Angestellten für den Posten als Sekretär vorschlagen werde, ohne den Zentralverband der Angestell- ten deswegen anzugehen. Dieses geschah, indem wir den Es- nossen Silbermann persönlich baten, den Posten zu ubernehmen, der auch, wie aus der„Aufklärung" hervorgeht, gewühlt worden ist. Jetzt werden nun an diese Wahl verschiedene falsche Dar- stellungen geknüpft. � �..„_m Als man bei der Wahl des Genossen Silbermann in der USP.- Fraktion der Betriebsräte Bedenken gegen die Person Silber- manns erhob, bat ich(Vollmerhaus) als Vertreter der Eewerk- schaftskommiffion, diese Bedenken zurückzustellen, da ja die Eewerkschaftskommission mit der Betriebsrätezentrale eine Verein- barung getroffen habe. Wen die Eewerkschaftskommission, da sie einmal deswegen angegangen sei, als Sekretär in Vorschlag bringt, mllgte den Vertretern der Betriebsräte gleichgültig sein, denn auch wir hätten ja zum Teil mehr oder weniger unseren besonderen Standpunkt in der Betriebsrätefrage vertreten. Daraus geht klar hervor, daß ich in der betreffenden Verfamm- lung nicht gesagt haben kann:„Es genüge doch schliesslich, wenn ein Mitglied des Zentralverbandes der Angestellten zunäck«» als Mitarbeiter in der Zentrale der Betriebsräte tätig sei, das sei doch das ehrliche Bestreben des Zentralverbandes der Angestell- ten. Darüber sei in der Eewerkschaftskommission bezw. im Ee- werkschaftsausschuh gesprochen worden." Diese Aeusserung ist von mir nicht gebraucht worden und wird mir nur in den Mund gelegt. Wir betonen also noch einmal, dass ein Einvernehmen über die Person des Genossen Silbermann wie überhaupt in dieser Frage zwischen der Eewerkschaftskommission und dem Zentralverband der Angestellten in keiner Weise bestanden hat. Wenn diese Angelegenheit, wie aus der weiteren„Ausklärung" hervorgeht, jetzt dazu herhalten soll, den evtl. Kampf gegen den Zentraloerband der Angestellten seitens der Betriebsräte- zentrale aufzunehmen, so wäre das höchst bedauerlich, denn wir haben immer betont, daß dieser Kampf vrmieden werden musi. Hoffentlich sieht man auch in der Betriebsrätezentrale ein, dass ein solcher Kampf nicht zum Ziele führt. E. Sabath. Carl Bollmerhaus. Funktionärversammlung des Transportarbeiter- Verbandes Am 23. September d. Js. fand eine allgemeine Funktiouärver- fammlung der Bezirksverwaltung Groß-B�rlin d?S Deutschen Transportarbeiter- Verbandes in der„Neuen Welt- statt, in der der Be- vollmächtigte Otto Ort mann über das Thema:„Die Taktik der Unternehmer bei den letzten Kämpfen im Trans- port- und Verkehrsgewerbe und unsere Stellungnahme dazu- referierte. Auf reiches Tatsachenmaterial sich stützend wies Redner nach, daß die Arbeitgeber durch zahlreiche Kündigungen der Tarif- vertrage versuchen, ohne Tarif arbeiten zu lassen, bezw. die Löhne abzubauen. Dieser Versuch soll bei den Jugendlichen und Un- verheirateten seineu Anfang nehmen. Zur Erreichung dieses Zieles schlagen die Arbeitgeber die Taktik ein, mit Entlassungen. Verkürzung der Arbeitszeit und Schließung der Betriebe vorzugchen. Nachgesuchte Verhandlungen der Organisation wurden von den Arbeitgebern ab- gelehnt. Alle Macht setzen sie den Schlichtungsausschüssen, die noch Lohnerhöhungen ausgesprochen, in Ablehnung dieser Schiedssprüche entgegen. Auch �>cmobilmachungskommissare folgen den Einwänden der Arbeitgeber, diese Schiedssprüche nicht für verbindlich zu erklären, da diese nicht im Staatsinterefle liegen. Die Organisation ist häufig dieser angewandten Taktik der Unternehmer durch Proteste und Ar- beitseinstellungen entgegengetreten. Den kommende» noch schwereren Kämpfe« muß an eine Aufbesserung der Kaffeuverhältnisse gedacht werden. Im Jahre 1319 sind für Streiks..... Mk. 3 630 914.— für Erwerbslosen- und Krankcnunterstützuugen„ 2 703 386.— Insgesamt Mk. 6 340 800.— nur fürStreiks sind bereits fürl820 im l. Ouartal Mk. 845 114.— im II. Quartal. 2 053 4l6.— für 2 Monate im III. Quartal„ 5 000 000.— also insgesamt für die Zeit vom 1. Januar 1313 bis August 1320 12 000 000.— M. ausgegeben worden. Der Verband und erweiterte Verbandsvorstand, sowie die Gau- leiterkonfercnz haben beschlossen, je 2 Exlramarken des zu leistendeu Wochenbeitrages für das III. und IV. Quartal zn erheben. Eine weitere Regelung der Beitragssrage, ob die Extramarken für daS nächste Jahr weiter beibehalten oder eine generelle Regelung der Beitragsklassen staUsindeu soll, wird durch Urabstimmung entschieden. Aller Einfluß sei jetzt geltend zu machen, daß den arbeitslosen Kollegen Arbeitsmöglichkeit geschaffen wird, um Slot und Elend zu lindern. Einheit und Geschlossenheit sei erforderlich. In der Diskussion sprachen sich die Redner allgemein zur Beitrags- frage zustimmend aus. Es wurde aber gewünscht, daß für die Arbeitslosen mehr getan werden müsse. Scharfe Kritik wurde an der Sabotage der Unternehmer geübt. Folgende Entschließung wurde mit übergroßer Majorität an- genommen: Die am Donnerstag, den 23. September 1320, in der Neuen Welt, Hasenheide, tagende allgemeine Funktionärversammlung des Deutschen Transportarbeitcr-Berbandes, Bezirk Groß-Berlin, beschließt, dem von den Unternehmerorganisationen angestrebten Lohnabbau und der Ein- führung von Prämicnsysiem oder sonstigen Verschlechterungen den schärfsten Widerstand entgegenzusetzen. Diese Maßnahme ist da- durch begründet, daß die wirtschaftliche Lage im allgemeinen keine Verbilligung für die wichtigsten und notwendigsten Bedarfsartikel aufzuweisen vermag, sondern voraussichtlich mit Preiscrhöhungeit gerechnet werden muß. Die Versammelten verkennen nicht, daß die schon seit Monate» in den verschiedensten Gegenden Deutschlands entbrannten großen Kämpfe gewaltige Mittel(mehr wie 12 Millionen Mark) erforderte» und verpflichten sich deshalb, für die Aufbringung der weiter notwendigen Miltel, die durch das Statut begründet sind, nach besten Kräften zu wirken, um in allen Fällen den Machtgelüsten der Unternehmer erfolgreich begegnen zu können. Branchenversammlung der Gummiarbetter. Die sehr stark be- suchte Branchenversammlung der technischen Eummiarbeiter Groß- Berlins nahm am Donnerstag, den 23. September 1920, Stellung zur Berriebsrätefrage und dem seit 8 Wochen bestehenden Streik bei der Asbestsirma Reinhold in Reinickendorf. Ein Antrag der Branchenleitung aus Aufhebung des bestehenden Beschlusses, einen Stundenlohn pro Woche als Pflichtbeitrag für die Streikenden abzuliefern, wurde einstimmig abgelehnt. Ebenso einstimmig wurde ein Gegenantrag, diesen Beschluß während der Dauer des Streiks aufrecht zu erhalten, angenommen. Die Diskussion er- ab, daß die ganze Branche nach wie vor geschlossen hinter den Streikenden steht und unter Würdigung des Kampfobjektes(Mass- regelung des Betriebsrates) bereit ist, jedes Opfer zu bringen. Der zweite Punkt der Tagesordnung, Bericht der Delegierten von der Reichskonferenz in Hannover) ergab Uebereinstimmunz der Branche mit der Haltung der Delegierten. Arbeitgeber für die Betriebsorganisation. Unter dieser U-berschrift verösfentiichteu wir in Nr. 34l der„Freiheit" einen uns übermittelten Artikel, worin der Verfasser darauf hinwies, daß ein Arbeitgeber für die Bctriebsorganisation Propaganda macht. Der Genannte, Bäckermeister E mi l Schubert, sendet uns darauf ein« längere Zuschrift, in der er die ihn persönlich herabsetzenden An». griffe zurückweist und erklärt, daß er aus keinem anderen Grund« für die B.O. tätig sei— und zwar unentgeltlich— als daß er diese\ Organisationsform im Gegensatz zu dm andern Gewerkschaften aus revolulionärer Ueberzeugung für nützlicher balte. Der Zentralverdand der Angestellten, Ortsgruppe Groß-Berlin, BellcAlliance-Str. 7-10, ruf: zur öffenllrchen Versammlung am Montag, den 27. September, nachmittags 5 Uhr, in der Patzen- hofer-Braucrei, Fidicinstr. 2, auf. Tagesordnung: Wer sichert die Zukunft der Angestellten bei Behörden. Die drohenden Massen- entlaffungen bei den Behörden machen es zur Pflicht jedes be« hördlichen Angestellten, zu dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung, Frifeurgehilsen und Friseusen Groß-Berlins! Dienstag, 28., abends 7 y7 Uhr, in den„Bubi-Sälen", Neue Königftr. 26, Ver« fammlung der Opposition. Tagesordnung: Unsere Stellungnahme zu der kommenden Generalversammlung. Alle Kollegen und Kolle- ginnen, die sich mit der Handhabung der Geschäftsführung des Zweigvereins sowie Verbandsvorstandes nicht einverstanden er- klären, müssen erscheinen! Buchdrucker, Bezirk 6(Süd). Die Vorbesprechung am Sonntag- vormittag fällt aus. Zextraliirrband de» iliig-ftellt«». Fachgruppe 7 lZparen-, Kaufhäuser und Sve» zialgeschästef. Lessentliche Versammlung. Sonntag. 2K. g., vormittags lk Uh?, Zirkus Busch, Am Bahnhof Börse.— Fachgruppe 14b lEeldschrankfaoriken, Kunft- und Bauschlosfereiens. Die für Montag. 27. g. vorgesehene Asa-MitgliedcrMr- sammlung. findet nicht statt, sondern Dienstag, 28. s„ abends 7 Uhr im Bundes- haus, W'-rftstr. 7.— Zugendgruppe. Sonntag. 20., Besichtigung der Anlagen der Bäckerei der Konsumgenossenschaften Beilin und Umgegend in lempelhof, Teile- strasje. Treffpunkt morgens 8 Uhr, Ringbahnhos Neukölln. Eäste, vor allem die Eltern sind dazu eingeladen. Zentralverband der Angestellte». Aachgruppe l, 2 und z(Reichs-. Staats-, Gemeinde-. Post- und Bersorgungsbehorden. sowie Kriegsorganisationen und Ab- wicklungsstellen). Oessentliche Versammlung. 27. S„ nachm. 5 Uhr,. Brauerei Pahenhoser, Fidicinstr. 2-Z.— Fachgruppe la(Versicherungs-Ernnehmer). Mitgliederversammlung. 27. 9., nachm. 6 Uhr. Dresdener Kasino, Dresdener Strahe Nr. 96-90.— Fachgruvpc 4d(Kranlenlaisen). Milgliedcrversammlung. 27. 9.„ nachm. 4 Uhr, Königstadt-Brauerei, Schönhauser Allee 9-lI.— Fachgruppe 0 (alle Sektionen). Fachgiuppcn-Sihung. 27. 9.. abends 7 Uhr. Vcrbandslolal, Bellc-Alliance-Ftrohe 7-io.— Fachgruppe 8a fErportf, Mitgliederversammlung, 27. 9., abends 7 Uhr, Neue Philharmonie. Köpenicker Str. 90-97.— Fach- gruvne 14c lMalchincn, L-erkieugbau. Eiestereien). Mitgliederversammlung, 27. d. M., abends 7 Uhr, Rosenthaler Hof(Eroger Saal), Rofenthaler Str. 11-12. Wertvolle Bücher zum Selbstunterricht. Gut Deutsch durch Selbstunterricht. Enthaltend:'Sprachlehre, Nechtschreiblehre und Zeichensetzung. Von M. Qbelacker. Preis M. S.—. Deutsch,«ne es fehlerlos geschrieben und gesprochen wird. Nene deutsche Sprachlehre für den Selbstunterricht. Eine ausgezeichnete Anleitung, die deutsche Muttersprache zu erlernen, richtig zu schreiben und zu sprechen. Von Th. Paul, Seminarlehrer. Preis M. 14.40. Deutsche Aussatzschule für den Selbstunterricht. Anleitung zur selbständigen U Anfertigung von Aufsätzen verschiedener Art mit besonderer Rücksicht aus die Prüfungsarbeiten bei Anstellung im Staatsdienst usw.VonM.OdelacKer. Preis M. 6.—. Duden: Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremd- wörter. Preis M. t4.40. Die neue Rechtschreiblehre. Praktisches Lehrbuch um durch Selbstunterricht richtig deutsch schreiben zu lernen. Bon M. llbelacker. Preis M. Reue» deutsche» Wörterbuch und Fremdwörterbuch. Mit Aussprache- bezeichnung unter Berücksichtigung der neuesten Orthographie. Angabe der Silben- trennung und der Interpunktionsregeln. Von Rektor Walter Hardt. Preis M. 14.4V. Gut Nechnen durch Selbstunterricht. Enthaltend alle Rechnungsarten, von den einfachsten bis zu den schwierigsten, mit Auflösungen und vollständiger Ausrechnung der gegebenen Beispiele, wie solche im Beamten- und Geschäftsleben vorkommen. Von L. Schulze. Preis M.. Praktisches Rechnen. Praktisches Handbuch für Gewerbetreibende und Beamte für den Selbstunterricht. Das Werk behandelt in leicht verständlicher Sprache alle wichtigen Arten des bürgerlichen und kaufmännischen Rechnens. Von Dr. Otto Weber. Preis M. 14.40. Arithmetik und Algebra durch Selbstunterricht. Ein praktisches Lehrbuch der Arithmetik und Algebra in durchaus klarer, leichtfaßlicher Darstellung mit Aus- rechnung der gegebenen Beispiele, zahlreichen Obungsaufgaben und dazu gehörigen Auflösungen. Von Prof. Dr. G. Ulrich. Preis M. 14.4V. 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Bode, kauf- männischer Korrespondent. Preis M. 14.40. Geschäftspraxis in Handel und Gcmerbe. Ratgeber für Kaufleute, Handel« und Gewerbetreibende aller Arten, welche im geschäftlichen Berkehr tüchtig werden und vorroärtsdommen wollen. Das Buch wird den nach kaufmännischer Bildung Strebenden ein guter Lehrer und den Geschäftsinhabern ein zuverlässiges Nach- schlagewerk sein. Bon Dr. Ioh. Obst. Preis M. 14.40. Bürgerliches Gesetzbuch für das Deutsche Reich. �Textausgabe mit Einleitung. und Sachregister. Herausgegeben von Karl Pannier. Preis M. 10.80. Der kleine Rechtsanmalt für Haus und Kontor. Ausführliche Darstellung de» Sivil- und Strafrechts. Praktische Anleitung, um sich in allen Gerichts- und lagefachen, soweit zulässig, selbst vertreten zu können. Mit vielen Klagebeispielen und Musterklageformularen. Mit Anhang: Das Strafgesetzbuch. Bon Dr. K. Fuchs. Preis M. Reue» Rechtshandbuch mit Formularen und Mustern. Ratgeber für Kaufleute, Gewerbetreibende und Private im gesamten Gerichtswesen, nebst Abfassung von Klagen sowie Einziehung der Außenstände. Bon Dr. E. Solani. Preis M. 14.40. Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich. Bon Dr. P. Daude. Preis M. 14.40. Strafpro-cstordnung für das Deutsche Reich und das Gerichtsverfassungsgesetz. Bon Dr. P. Daude. Preis M. 10.80. Zu beziehen durch Voglers Bücherkabinett, Perlin TW. 11, Anhaltstraße 6, Abteilung 8. riiiiiiiinilll «MW Was ist den Kindern jetzt nötig? Mit dem Äeginn der nassen Jahreszeit ist es unbedingt erforderlich, daß die Kinder mit haltbarer, wetterfester Fuß» bekleidung ausgerüstet werden. Wir verfügen zurzeit über große Vorräte sehr preiswerter, rationell gearbeiteter Kinder- Schuhwaren und empfehlen, in Anbetracht der zu erwartenden höheren preise den etwaigen Vedarf schon seht einzudecken. j Kräftige Kinder-Echnurstiefel| Elegante Kinder-Halbschuhe in allerbesier Qualität und Verarbeitung Z mlt Spangen, beste Qualität und Verarbeitung g Gr. 19—24 22—24 2Z— 26 27-30 31—33 36—39 s Gr. 23-24 25- 26 27— 30 31—35 M0 49 687 99: 412: 133: 1 29: 32: 41' 53: zum Schnüren, Derby, mit und ohne| Gr. 27—30 Tackkappe Gr. 31— 35 i 65: 25: Kinder-Turnschuhe mit starker vCederfohle Reizende Baby-Schuhe 25—301 MhIsS Nr. 404 2. Beilage 3Ut„Freiheit" Sonntag. 26. September 1920 Zur Jugendweihe! Proletarier. Genossen! Ihr seid nicht hier, um ein Schau- spiel zu genießen. Eure eigenen Kinder und die Kinder Eurer Kiassengenossen empfangen heute die Weihe. Der Auszug aus dem Kinderland— ein symbolischer Akt— das soll ihnen die Weihe bedeuten. Sie treten ein ins Weite, ins Land der Zukunft! Eng, grau und dumpf liegt die Kindheit hinter ihnen' denn Proletarierkinderzeit heißt auch schon Aot. Kummer und häufig Arbeit, viel zu schwere Arbeit, die den kleinen Körper und die freudehungrige Seele drückten und quälten Doch schaut! Tatenfroh und siegesbewußt schreiten sie da- her, trotz alledem! Proletarier. Genossen! Und Ihr!? Es genügt nicht, dem Nachwuchs Feiern zu veranstalten und den Feiern beizu- wohnen. Ihrselbstmüßtfcierlich— w e ih ev o l l sein! Die Leistungen der Künstler brauchen nicht stören- des Beifallklatschen als Lohn(so beifa>lslüst-rn und eitel sind unsere Künstler nicht, wie �hr vielleicht wahnt.). Durch Euren Beifall zerreißt Ihr das ferne, unsichtbare und doch alles einende Band des Miterlebtns! Erlebt Eure Kind- heit, Eure Jugeildzeit noch einmal in dieser Stunde. Denkt an den Augenblick, wo Ihr— aus Tradition vielleicht schwört auf einen Glauben, den Ihr im Laufe der Zeit in schwerem Ringen mit Euch selbst verloren habt. Oder denkt daran, wo auch Euch Proletarier eine Feier ver- anstalten und Idr Euch dem Dienst des welterlo senden So- zialismus weihtet. Denkt daran, was Ihr gelobet und was s/erlebt' Ihr noch einmal den Eintritt in die Reihen der ��un'ten �en�erst�n�Äritt �f�dem �ege �n müsi�n, auf �daini� gelobt�Eu��iwn'zu helfen, ihnen Weggenoß Kamvia-noki au sein! Das ist Weihe— zwiefache Weihe! Die eine für die Jugend von den Alten, d.e andere ruck- strömend von der Jugend aur die Alten. Darum tötet nicht die Wirkung dieser herrlichen Stunde durch unnötige Störungen(�Aviatzen, Husten, Klatschen und voraeitiaes'vigjig�laufen)! Denkt daran, Proletarier und �?osscn�es ist�e?n Schauspiel, es ist ein Erlebnis... H. K. Verschleuderung von Fenerwehrgnt Di- Feuerwehr ist bis jetzt noch unter d» Oberhoheit des «oli�ivräsldiums. Ihr Allgewaltiger ist der i-weilige Brand- dir� Di« Stadt Berlin hat im wesentlichen die Rechnungen zu bezahlen: auf die Verwaltung stcht ihr ein direkter Einfluß nicht zu! Die Stadtväter waren immer spendabel, wenn e» sich um den Feuerschutz handelte.. �, c.. So kam es daß die Verwaltung der Feuerwehr ungehindert aus dem Vollen schöpfen konnte. Von Sachverständigen wird behaup- tet daß gerade bei der Feuerwehr große Summen nicht hätten ausgegeben werden brauchen, ohne die Feuersicherheit hintenan zu l-t-en Wie wenig gewissenhaft in der Verwaltung der Feuerwehr »-„leitet wird, geht aus Mitteilungen hervor, die über den Ver- Nltmatcrial gemacht werden. An ein« Altwarenhand- tili Z L-ww Jnvalidenstratze 51. ist Feuerwehrgut zu so nie- 'stigen Preisen verkauft worden, die man kaum für möglich halten �151 rnZtajO M�sStahl mit Etch-nsti-l). ?79?KU�Al!c1sen.�?o'Kil° Alteisen ä 5.50 M. 4 Kilo Neusilber» 3 an.. 355 Kilo Lumpen ä 20i> stehen in keinem Verhältnis zu dem ta«chI7Mrt Wrd d�ch für Al.eisen heut,«ehr wie da. �Ämliede?°de-' Ausschuffes der Feuerwehr haben dem Brand. aeaenüber entschieden Einspruch erhoben, worauf er er- klärt� das ginge dem Beamtenausschuß gar nichts an. Er über- Atopie in der Wirklichkeit Eine Friedensnovelle von August Strindberg. i>och wenn er krank ist, liebt er sie!- sagte das Weib "er �Priester hereinkam, trat er ans Bett und nahm VasÄaubc? S�st'-s?- fragte der Kranke.- Was «m.s'Äffen?- war des Priesters kurze Antwort. « Ltt von Bleichroden auf. flog �"willen daß er feine Pflicht getan!— Soses � Priester und nahm ein feuchtes Hand- Ii»r dem Kranken um den Kopf schlug.— Hören Sie Sie noch können. Jetzt sind Sie verurteilt? �ousameren Lose als die- drei! Hören Sie „cm kenne die Symptome! Sie stehen auf tn?U des Wahnsinns. Sie muffen verluchen, dielen renze D*be Äu denken! Denken Sie ihn stark, und Sie wie Ihr Gehirn sich ordnet! Sehen Sie mich I Vrien Sie meinen Worten, wenn Sie können! Sie - � oeaangen! Sie betrachten Ihren einen Teil als od?r dritte Person! Wie sind Sie dahin gekom- Bf}**?efiert Sie, das»st die Gesellschaftslüge, die uns 3aj, Als Sie heute an Zhre Frau schrieben, )m ein Mensch, ein wahrer, einfacher, guter " Sie mit mir sprachen, waren Sie ein an- '' Sn? der Scha'lspieler seinen Menschen verliert und illZat von Rollen wird, so wird auch der Gesell- inglome s 8n)Ct Personen. Wenn nun durch �Ärtüng, eine Aufregung, ein Erdbeben des Seele birst, so liegen die beiden Naturen da. ''«-ile und betrachten einander.- Ich sehe ein Buch moden. das, ich auch kenne. Es war ein tief- ü] ornntT vielleicht der ticyste von allen. Er durch- "fSd und die Nichtigkeit des Erdenlebens so sehr, 'ZZZn unserem Herrn und Heiland gelernt, doch i Zlatb Nicht aufhören, ein Doppelgänger zu sein. nte dcsha ��urt. die Gewohnheit, die menschliche »as Leben, o-e Rückfall! Sie hören. Herr, daß ich che b al3 das Brevier gelesen habe! Und ich nd/re.cht flIs Priester, denn wir beide— folgen • tzt gen««!— wir verstehen einander! Glaube« schreite seine Befugniffe. Ießt läßt der Branddirektor öffentlich er- klären, daß es sich um einen Vertrag mit dieser Altwarenfirma handele, er habe aber Veranlassung genommen, den Kauf wieder rückgängig zu machen. Soweit wir unterrichtet sind, sind schon Stiefel und Aexte nach Breslau gewandert. Der Herr Brand- direktor hätte sich bei dem Beamtenausschuß bedanken muffen, für sein« Aufmerksamkeit, anstatt ihn in dieser brüsken Weife abzufertigen. Die Sache selbst ist ein öffentlicher Skandal und zeigt, daß die Verwaltung der Feuerwehr das anvertraute Gut in einer Weife verwaltet, die nicht scharf genug verurteilt werden kann. Es wird Zeit, daß die Stadt die Feuerwehr in die Hand bekommt, um eine geordnete Verwaltung herbeizuführen. Prügelpädagogen Zu den Prügelpädagogen, d. h. Lehrern, die glauben, ohne Prügel die Erziehung der ihnen anvertrauten Kinder nicht durch- führen zu können, scheint auch der Rektor Mädel von der 46. Genieindeschule zu gehören. Dieser übernimmt es sogar, an Stelle der Klassenlehrer, die Prügel persönlich zu verabreichen. Dabei macht es ihm scheinbar auch gar nichts aus, die körperliche Verfaffung des zu Prügelnden außer Acht zu lassen. In einem uns geschilderten Fall vollzog er eine starke Züchtigung an einem schwächlichen und kranken Knaben, der unter schulärztlicher Be- wachung steht. Krankenernährung erhält und nach ärztlichem Zeug- nis Herz- und Lungenleidend ist. Auf die Beschwerde des Vaters im Beisein des Elternbeirats erklärte der Rektor feine Handlungsweise als Folge seiner Ueber- arbeitung. Dabei hatte er aber ein Gutachten des Schularztes eingeholt, ob der Zustand des Kindes eine körperliche Züchtigung zulasse. Dieser Arzt, ein Gemütsmensch, schrieb denn auch:„Eine körperliche Züchtigung mit Maßen schadet niemanden, auch nicht H. F." Das schreibt derselbe Arzt, der für den Schüler noch kurz vorher wegen seines körperlichen Zustandcs alle Vergünstigungen empfahl. Ob er dabei auch an Prügel gedacht hat? Rückkehr von Kindern aus Schweden Die am 30. Juni d. I. nach Schweden ausgereisten Kinder wer- den am Dienstag, den 28. September, um 7>� Uhr morgens am Stettiner Bahnhof zurückerwartet. Die Eltern werden gebeten, sich eine halbe Stunde vor Eintreffen des Zuges auf dem freien Platze vor dem Vorortbahnhaf, alphabetisch geordnet nach dem Anfangsbuckstaben ibrer Ziachnamen, zu versammeln. Di« Helfer werden mit Buchstabenschildern bei dem' Ordnen behilflich lein. Um das Wiederfinden von Eltern und Kindern zu er- leichtern und die Ausgabe des Gepäcks zu beschleunigen, wird drin- gend gebeten, an dem angewiesenen Platz stehen zu bleiben und nicht nach der Mitte zu drängen. Das Gepäck wird bei den ein- zelnen Kruppen ausgerufen. Für etwa 100 Kinder haben die Schwedischen Pflegeeltern die Erlaubnis zu einer Verlängerung ihres Aufenthaltes eingeholt. Leider war es nicht möglich, die Namen dieser Kinder so recht- zeitig zu erfahren, daß eme Einzelbenachrichtigung an die Eltern erfolgen könnte. Die Eltern dieser Kinder werden gebeten, sich den vergeblichen Weg nach dem Bahnhof am Dienstag nicht ver- drießen zu lassen. Es ist im Interesse der Kinder besser, wenn 100 Eltern vergeblich kommen, als wenn 10 Kinder ohne Hilfe auf dem Bahnhof stehen! Stadtverordnetensiraktion Groß-Berlin« Dienstag, den 28. September, abends k Uhr, findet eine Sitzung der alten und der neuen Fraktion im Rathaus, Zimmer 109, statt. Wir ersuchen, bestimmt anwesend zu sein. Bezirksverband Berlin-Branbenbnrg Ab Montag, den 27. September, befinden sich die Bureaus im �aule der..Frei'"" Die Bureaus Hause der„Freiheit", Berftn C 2, Breitestr. 8-9. aus sind geöffnet in der Zeit von 10 bis 5 Uhr täglich. Ttanbmordverfnch an einer Pfandleiheria, Gestern vor« mittag wurve auf die in der Kl. Flantfurter Str. 20-2l wohnende Srau Bicrkorn. die dort infolge BettlSgrlgkeit ihre? Manne» allein ne Pfandleihe betreibt, ei« Ranbmord versucht. Drei Männer kamen und boten ei» Pfand an und schlag!'« dabei der Pfaudleiheri» mit einer Eifeuftange auf den Kopf, knebelten und fesselten sie. Die Frau vermochte aber trotzdem Hilfe zu rufe«. Ein vorübergehender Scnudumnn konnte die drei flickenden Räuber mit ihrer Beute fest» kalten. E» entspann sich ei» Kampf, wobei einer der Täter eine Hieb- und Sch'.istvcrlctzuug an der Hand und am HalS davontrug. Herbeikommende Kriminalbeamte brachten dann die drei Festgenom- mcuen nach dem Polizeipräsidium. Der Raubmord in de, Linienftraße harrt noch seiner Auf- llarung. Die Kriminalbeamten sind ständig unterwegs: man Sie, ich fühlte nicht den Fluch des Doppellebens, das ich führe! Ich hege keinen Zweifel an den heiligen Dingen, denn sie sind mir in Fleisch und Blut übergegangen. Herr, ?oer rch weih, daß ich nicht im Namen Gottes spreche, wenn tch spreche. Die Lüge, sehen Sie, die bekommen wir im Mut- terleibe, aus der Mutterbrust, und wer unter den gegenwär- ngen Verhältnissen die lautere Wahrheit sagen wollte... ja, ja.— Können Sie mir folgen?— Der Kranke lauschte gierig, und seine Augenlider hatten sich während der ganzen Ausführung des Priesters nicht ein ernziges Mal gesenkt. — And nun zu Ihnen—, fuhr der Priester fort.— Es gibt einen kleinen Berräter mit einer Fackel in der Hand, einen Engel, der mit einem Korb Rosen herumgeht und die Abfallhaufen des Lebens bestreut: das ist ein Enget der Lüge und heißt das Schöne! Die Heiden haben ihn in Griechenland verehrt, die Fürsten ihm gehuldigt, denn er hatte dem Volke das Gesicht geblendet, daß sie nicht die Dinge sahen, wie sie sind. Gr geK durch das ganze Leben hindurch und verfälscht. verfälscht! Warum, ihr Krieger, warum kleidet ihr euch in feine Trachten mit Gold und leuchtenden Farben? Warum arbeitet ihr immer unter Musik und fliegenden Fahnen? Nicht darum, um das zu verbergen, was hinter eurem Ee- werbe liegt? Wenn ihr die Wahrheit liebtet, würdet ihr in weißen Blusen gehen wie Schlächter, daß die Blutflecken recht zu sehen sind; würdet ihr mit Messer und Markpfriem 8ehen wie ein Etückmeister im Schlächterladen, mit Beilen, ie von Blut triefen und von Talg klebrig sind! Statt der Musikchöre würdet ihr eine Schar heulender Menschen vor euch herjagen. Menschen, die der Anblick des Schlachtfeldes wahnfinnig gemacht hat: statt der Fahnen würdet ihr Lei. chentücher tragen und im Trosse Särge führen.— Der Kranke, der sich jetzt in Zuckungen wand, faltete die Hände zum Gebet und kaute an den Nägeln rund herum. Der Priester hatte ein furchtbares Aussehen angenommen. hart, unerbittlich, haßerfüllt, und er fuhr fort: — Du bist von Natur ein guter Kerl, und nicht deinen guten Menschen will ich strafen, nein, ich strafe dich als Ver- treter. wie du dich genannt hast, und deine Strafe soll an- deren eine Warnung werden! Willst du die drei Leichen sehen? Willst du sie sehen?— — Nein, in Jesu Namen!— schrie der Kranke, dessen Hemd von Angstschweiß feucht war und an seinem Schulterblatt klebte. — Deine Feigheit beweist, daß du ein Mensch bist und feig wie«in solcher.—- glaubt, daß ein etwa 20 jähriger Mensch als Täter in Frage komme. Die Ehefrau des Ermordeten, die heute, von Westpreuße« kommend, zur Vernehmung erwartet wird, kann vielleicht über de» Verkehr Engelmanns Anhaltspunkte geben. Eine Liebestragödie hat sich gestern in einem Hotel am Plan« ufer abgespielt. Dort wurde ein junges Paar erschossen auf« gefunden. Es scheint, daß der junge Mann zunächst sein« Be» gleiterin und dann sich selbst erschossen hat. Die Toten wurde« festgestellt als die 23 Jahre alte Arbeiterin Elf« Bismarck au» der Arndtstraße 42 und der 20 Jahre alte Werkzeugmacher Paul Seydlitz aus der Liberdastraßc 13 zu Neukölln. Die Leichen wur« den beschlagnahmt und dem Scheuhaufe überwiesen. Die Abstempelung der Kontrollkarten der Erwerbslosen auf de« Arbeitsnachweisen findet, wie der Hauptausschuh der Erwerb», lojenfürsorge E:oß-Beilin. mitteilt, am Montag, den 27. Sr», tember d. I. in der gewöhnlichen Weise statt. Alle ander» laute» den Bekanntmachungen sind unzutreffend. Diejenigen arbeitslosen Genossen des 4. Distrikt», die am 2% d. Mts. nicht beim Genosser Laaser, Lausitzer Straße waren, vi« Wochen arbeitslos find, sechs Monate Beiträge gezahlt baden und mindestens sechs Monate Abonnenten der„Freiheit" sind, werden ersucht, sich umgehend beim Genossen Sinnes, Skalitzer Str. 101, zu melden. Ausweis mitbringen. Erwerbslose Neinickendorf! Am Montaa, den 27. September. vornullags 10 Uhr im„Bürgergarten*, Hauptstr. 50, Erwerbslosen« Versammlung. Tagesordnung: Di« letzten Vorkommnisse i» de» Ftnanzkomm>ssia>i. Gesunden! Auf der Funktionärkonferenz bei Rettschlag am Sonnabend sind folgend« Gegenstände gefunden worden: 10 Mark, ein Kraftfahrschein lautend auf den Namen Emil Preuß. — Desgleichen weisen wir noch einmal darauf hin, daß die Summe für das verlorengegangene Jackett eines unserer dar- stellenden Kinder vom 1. Mai d. Z. bis jetzt noch nicht abgehoben. ,st. Die Verlierer werden gebeten, die oben bezeichneten Gegen« stände werktäglich in der Zeit von 5— 6 Uhr bei R. Ruppert, Koch« Hannstraße 30, 2 Treppen, abzuholen. Berichtigung. In dem von uns in Nr. 399 veröffentlichten Artikel„Bildner der Jugend", handelt es sich um die 28 0. Ee- meindeschule und nicht um die 82. Ferner sind nicht nur zwei Knaben, sondern die ganze Klasse im Zimmer geblieben, dar« unter der Schüler Schwerfens. Der Redaktion fehlen in ihrem Archiv folgende Nummern der „Roten Fahne" vom Jahrgang 1919: 4, 8, 10, 13, 16, 46, 48— 51, 62, 64—67. 70. Genossen, welche im Besitz dieser Nummern find und gewillt sind, diese abzugeben, werden gebeten, diese der Redaktion zu überlassen. Weitzensee: Heute Sonntag von 10 5 Uhr ElterubeiratSwabl t« der S. Gemc-indefchule, Berukastelersiraße. Uusere Genossinnen und Genossen wählen die Lille„Rabiger*. Umleitung von Straßenbahnlinie«. Untergrundbahn-Bauarbei« ten in der Berliner, Ecke Erlstraße zu Neukölln machen für etwa zwei Wochen vom 27. d Mts. ab nach 9 Uhr abends(mit Aus- nähme der Nächte vom Sonnabend zum Sonntag und vom Sonn- tag zum Montag) die Umleitung einer Anzahl von Linien in beiden Richtungen erforderlich. Es werden verkehren: Linien 7, 15. 47. 48. Z und P über Kaiser-Friedrich-Straße. Herzbergstraße. Richardstraße und Thüringer Straße, Linie 27 über Kaiser- Friedrich-Straße und Herzberastraße vis zum Richardplatz, Linien 22und46über Reichenberger. Glogauer. Pannier-, Kaiser-Friedrich- und Herzbergstraße, Linie 53 über Wißmann-, Karlsgarten-, Hermann-, Steinmetz-, Berg-, Ziethen-, Hermannstraße, Linie 94 über Kaiser-Friedrich-Straße, Hermannplatz, Wißmann-, Karlsgarten- straße(Rückweg die ganze Hermannstraße), Hermannstraße, Linie 19 wird bis zur Erkstraße verkürzt. Di« Bolkskunstabende in Lichtenberg, dt« vom städtischen volksuuterhaltungSauSschuß veranstaltet werden, erfreuen sich eineS lebhaften Jntercflc« bei der BevSlkermig. Da die BorzugSkarten für die beiden ersten Abonnementsreihen bereits ausverkauft sind, wird eine dritte eingerichtet, für die Borzugskarten»um Preise von 8 Mk. bis zum S. Oktober tn den verkauf-stellen(a. a. Schnlabteilnng. Rat- hansstraße, Baracke ll; Zheaterbilletverkauf Müggelstr. 2) erworben werden können. Die ersten Kunstabende lBlüthnerorchester-«onzcrt) finden am 27, und 28. September, im Realgymnasium tn der Parkaue statt. Für die dritte Reihe ist die erste Veranstaltung auf den S. Oktober festgesetzt. Aus den Organisationen NffttaNoNsk-mi-isN»». mntts, Itn rr-tnck., Uhr. T>Kr>tts.tl«ut-kmKr«A »t wie berichtet Schiitle-str-ih-. I-ndern Stiol-uer«rück» 8-ü der W->le»iri!ck» mS � 6te weltlich« Schule". Referent, venolfe Lcbrer Zvlonz. s. Diitrilt. Elternbeirat«. Der Bildnngskursu, nimmt feinen Fortgang Dlens- to«, den 28. September, abends 7 Uhr, in der Aula Petersburger Str. 4. 9. SlüriU. Montag, 7 übe. erweitert« ZZorstandafitzung bei Kenfel. BStzowftr. i. tt. Xiitriü. al.in'aa. 7 Uhr, engere Lorftanbssitzxng bei Aoeft, Waltstr. 1.— lienstaa. 7 Uhr. Diftrittekanseren» bei Äi-yer, Allerftr. 120.» lZ. Dlitriit. Vlontag. ptlnktllch» Uhr. engere, um 7 Uhr erweiterte Porftand»- fit-ung bei Hoffmann. Lrchener Str. 8.— Montag. 7 Uhr. Zrauenleseobend der i. Lbteilung»ei Mahnt rgi, Carmen-Syloa Ecke Krersenhagener Stratz«. 12. Jtftritt. Noniag. fäij Uhr. Persammlung der Eltern der ZVS. Knaben- und 215. Mädchenschule in der Aula der alten DunSerschuI«, Dunckerltr. 8S-«. Er- tcheiuen ur> bedingt notwendig. U. Tillritt. Bildungskomntisfton, Sitzung. lNontoll ftr-tz- i». It. Vthrilt. Montag, abends 1'i Uhr, Distrtktslonfcrenz bei Kaiser, Eotz- lowskyhr. Zt. lt. Diiuilt. Frauenabend, Montag, 7h Uhr, Oldeniurger Str. 10 tel Marx. lt.. 1». Tihrilt nnd Ebarlsttenbvrg.«ildungskommistzen Am Sonntag, den 8. Oktober beginnen die tllnftl-iischen Abende, die ständig all» lt Tage oeran- Halle:»erden. Dieselben linden in der Aula, ZwimiusB. Z, Satt. Der Ein- triltoprei- briräzi l M. Der erste aoreeinsame Kursus über Äatianalekonomle begniiit anr Donnerstag, den lt. Oktober w der Aula Zßiabeftratze. Kurshonoiar lt. NN» 15. Tiitritt. Die i'leinolseir tressen sich zur Denrailftration für die Welt- liche Schul», 12 Uhr im Kleinen Tiergarten am Kriegerdenkmal. Schulpflichtige Kinder sind mittubringen. 1«. Xtstrttt. Montag, 7 lihr, gemsinsam» Slternperjennmlung der 181. nnd IM. Eemeindelchul« in der Aula Müller- Elle Triitstratze. Taaesaldnung: t. Ge- schäitodel'.cht der Elternbeiräte. 2. Lortrag,.Die Arbeit'Ichulc". Zleserent: Ret- to« Kuchonbeller. Auch die Eltern, welche Kinder setzt eingeichull haben, sind ein- ltz. Xijtrikt. Montag, 5 Uhr, Porstandssitzung bei Klinge, SeHirSraf«.— Mon> 7 Uhr, auherordeptklche Distrikiskonlerenz. Er'cheine» sämtlicher Funktionär« 7 Uhr bei Hllbncr.«audg. neiwendig. Mittwoch, HH7 Ahr. autzerardeniliche ltzeneraloerfnmmluitg ln den Eermaitia-Prachtiä.'en, Ehaussee krage. Dazu inüssen die Bezirkzführer noch durch Handzettel einladen. Handzettel ll. Tillriir, l., 2. und S. Abteilung. Kommunale Kommiii!»», Armentommisfton, Sitzung Dienstag, 7 Uhr bei Th. Witte, Passwalter Str. 1. 17. TistrUt. Wontag, 8 Uhr, Volltztzung kommlssion. Lüderitz Sri. 58 sBMlothck). 17. Distrikt. Aemmunale Kommission. Dienstag 7 Uhr, Schulaula der ZOt. Ge- uieindeschllie. Lütticher Str. 47-18, Vortrag de, Genolsen Professor Ballod, So- zinlisierung und Aontmunalinerung in der Gemeinde Erag-BerUtl. der Frauenarbeit»- und Kinderschutz- geladen V~ leg rheelettendueg. Montag, 7 Uhr, kombinierte Sitzung aller Fuultionäre im Bolkohau».»r. Zimmer. Eharlotteuburg, 5. Gruppe. Tien-iag. abend» 7 Uhr. findet im Polkabau» Ezirezahlabend Natt. Ansiprache über die dritte Internationale. All« Bezirk»- uersrdueten der 5. Kruppe werden hiermit dringend eingeladen. Keptölln..Zur Masscndcmonftration für die weltliche Schule, die beute nachmittag im LuKgerien tallfindet. treffen sich die Eenosst» UN» Ecnossiuiie» mit ihren Kindern heute, mittags l Uhr, am Kermannvlau. Niemand dars fehlen! Neukdll». Rontaa. den 17, September, abends 7 Uhr, 2. Viertel bei Kehr- mann, Finow Eike Weserstratzes Z. Visriel bei Weliich, Emler Str. 9B; t. Viertel bei Reumann, Lichtenradener Strohe: 1. Viertel, Dienstag, den 28. September bei Kall. Pilügerftrahe EU« Panuiersuatze.— Elternu: rsammlung. Dicnei-g. d-n 28. Sentember Z0, abends 7 Uhr in der Zchulaula, Emdcner strahc,:.-orirag über: Die Dilferonjierung in unserer Schule. Lichtenberg. Frauenleseabend. Motliaq. 7h Uhr. EäcUien-Lnzeu«, Jtathauj- Srahe 7. Erscheinen aller Senelännen drineend notwendig. Adlershpf. Rontag, 7'i Uhr im Zeichensaal der 2. Eemeindejcho.l«, Rahickest«. ll, Frauenabend. Vortrag. vberschönemetde. Montag, 6 Uhr, Sitzung der kommunalen KommiMon, der Mitglieder des Stsuerauslchulles und de Zioreinschltzung-sommisiion hei Imberg. Um 8 Uhr Kemeindooertreterfrakliau im i-iben Lokal. P.cin.ichendors-kveh. Montag, 7 Uhr, Sitzung des Atl-onsratez, Kejchäsisleitung, ordentliche Kommission, und Volkshaliskommisslon im Voikohaus. Wilmersdorf. Schmorg«nd»rf-E»une:nold. Montag. 7V. Uhr, Sitzung des er wettet ten Vorllandc- bei Urban. Berliner Str. 18.— Dienstag. 7 Uhr. Sitzung der Elaeinbeiräte in der Spedition„Freiheit". Vereinskalender Zentralperba«» der SngeSellte», Fachgruppe 2 lEemeinde-Anoeitelltel. Di« Vertraulnsmännoioeisammlung fipdet nicht am Dienstag, den 28. d. M., sondern am l. Oktober ISA, abend»«-? Uhr im Schultheih-Nestauiant, Reue Zakab- swah- 28-Zt. Salt. Buchbinderoerbaich. Album-, Mappen, und Galanterie., sowl, xolzrah»! % br-nche. am Dienstag, den 28. 9. 20, nachm. 4% Uhr. Branchrm-ersamnit:.ng I dresdener Garten, Dre�uener Str. 4L. Tagesordnung: Vortrag und BeriÄte. Sälnh-Prpduktip-töepossenfchasl. Montag, 7 Uhr, Ärsammlung in Slaoerla>> Fest�a-en, Neue Frlcdrichstr. 85. Arbeitor-Sampriter-K ol ar ne Berlin 27. September, abends 7 Uhr 7 Uhr. Prüfung der Äutji teilung Bezirksv WWW.---------- W>M—------__________________ bita; Pannorstaa, den. ZV. sept-mb-r, abcuds 7 Uhr. Miigliederoersammlung m PiSenhaqen. Scharowcberstr.«n. Taschen. Ausweis und Armbinde mitbringen. Zi-pubkikanischer Füheerbund. B-zirk Ii sSRoabit). Auherordentllche Mitglieds oerkammlung, Montag, 7>. Uhr, Salzwedelrr Str. lZ. Soziolistische Veoielarlersugend. Zu der heute abend in der Schulaula, Latz Strahl 31, srattjiabenden achu.:nilaksung»feicr laden wir all« jungen"reunde w Freundinnen, deren Eltern und Bekannte, sreundlichs: ein. Saaleröifnung: 4 UA Beginn: 3 Uiir. Sojinlillisch: Preletarlm-.Zugend. Gruppe Süden. Montag, 7 Uhr,- Schulest lassungsfeier in der Schutz'ula ZLalseriorstr. Zl. Eeiang, Nezttatton, Anspracht Zchulentlossen« und deren Eltern, sowie ältere Augendiiche, sind eingeladen. Lebensmittelkalender Milchoerforgnn«. Am 20. September wird auf die sh Liter- Krenkenkoete ei» mallg Ii Liter Milch parausgabt. Jeotoersorgeng. In der Zllpch« vom 27. September bis 8. Oktober darf Vi» und Wehl nur auf die Brotkarte abgegeben werden, deren Abschnitt« das Stich« wort Spree tragen. Ilmmelduiig des Zuckerbezuge» beim Kleinhänbler. Wer vom l. Oktober ab seinen Zucker uon einem anderen Kleinhändler als birher beziehen will. die tlmmeldung in der Zelt vom 27. September bis 0. Okrober d. I. eii-.ichliesj! bewirke». s-.lin. In der Woche oom 27. September bis 3. Oktober gelangen aus Am ichnin 57 de.' türoh- erUner Lebcnrmittellarte bezrrk-werse 100 Gramm aus' Ilndische» Büchscusloisch— Eorned beef— lausschlietziich SfuS'engcmbhll 125 Gramm ausländisches Eefriersleisch oder 250 Gramm inländische» Frisch zur Allsgabe. Bi» zu ein Fänsiel der Wochenmenge ist wie üblich aus bangen der Schlächter' in Wurst-a entnehmen. Ö«nickend»:;. Ii Piund Kunsidoaig(251), 40 Gramm Butter(für 2 Wochen), 150 Gramm Schmalz, 500 Gramm Maismehl.(252) verantwortlich für die Redaktion: Leo LtebfchLtz. BerNn-Friedenau. Per» antwortlich für den Snlccptcntdl: Ludwig Komeriner. Karlshorft.-- verlagsaenosssnlchaft...rteiheit" e. E. m. b. H.. Berlin.— Druck der..Freiheit� Druckerei E. m. d. H.. Berlin E. 2. Brette Stroh« 84). (i lOll . BM Kt SkMilSk' M SlNMMtt ___ Filiale Groh-B«rUtt. Gemeinde- Betriebe. Montag, Äe» 27. September 1S20, abend» 6 Ahr, tat Lokal „KSnigabankl", Große Frankfurter Straße 117: MMMWk SMttONsWMM!! «klrr Delegierten ans den Gemeindebetrieben Groh-Berlws. Tagesordnung: Beschlußfassung über die Anträge zum«.Lohutarif Die Delegierten der Gemeindebeiriebe sind verpflichtet, in dieser Ber- sammlung vollzählig zu erscheinen. Mitgliedsbuch und Delegierteukarte legitimieren. Di« vrtsverwaltung. MM WMMer-MM Pe?N5i':Äls5We Perm 91 54, Messtr. m 'Oc!c;d:l'>;C'ii von»»NN. 9 Uhr bi« noäiu. 4 Uhr. Teikyh»!.: AM Mkdeu 1»5. 1Z8S. 1S87.»III. TodcsuAnsalg«. •ot JkaXtgen zn Slachrich», daß unser Kolleg«, der\ Klempner Paul LOderltz Brunnen ftretz: 53, am 24. d. Mio. an Herzschlag ge»! storbev ist. Eh»« seiueiu«ndeuben! Die Beerdigung findet am Dienmag. den 28. September,] nachm. Ztz, Uhr, von der Leichenhalle de» Elisabethüirch- hpse», Prinzcnallee, au» statt. Ne.'e Beteiligung erwartet Die Ortsueruialtiiug. Achtung? Achtung! Badeapparate-Klempner! Am Montag, den 57. Ztpitm&it �920, nachm. 4''. Uhr» im Lokal non TVehlsfch, Skalitze? Straße 22 Versammlung ?!t g e« 0 r d»>zng: 1. Bericht von de» Berhandllingen beim D- o-ilwochungsbommilfar. 2. Diobuffion. Z. Berschiedenes. Rkitgliedpbuch legitimiert> «,n»teu.tag, deu»S. Sepien,»»« 1820,«ach«» 5 US*. im Lohst»an Wegun, Setzdtiftratzc 30 Versammlung S chreibmaschinenoMechaniker und aller diesen Betrieben beschäfttgien Kollege« und Kolleginnen. Iag«»»rd»nng> l. Unser TSrtfoertsag. 2. Dishuffio». 3. Pe�chtede««». de« in SrieWMl zwischen Tchlller llÄ> Litte Schiller mdvoethe jede«»and 382 Seite» Ork und gut gebunden Nur 3,— Mk Pari» ertra % • lttll(lllll|gl>ig|IlilHIIII vuchhaudluug „Freiheit" Breite Strahe 8-S IlllM Zreunden nnd Bekennten die lraurigo . nckcht, dgtz mein lieber !aan und Bater. der ioemer mww Kameruner Straße T am 23.». verstorben ist. Die Emäfcherung findet am 20. dM nachmittags 4 Uhr, Gerichtftraße statt. Frau SNarM MUllrr nedft Kind». �Nen �7elm6en. v«ksl,nten *nw\c den Koliegen des| Metatlarbeiter- Verbandes i viixe hiermit für die zahl« j reiche BcteiHxirfiff bei der Einäscheruag;«eines lieben Mannes Herrn. Willert 1 meinen heriliohslen Denk. Mari« Wlllart I und Kiodcf. Dienstag, den SS. Septembe* lggo, abend» 7 Uhr Branchenversammlung drr Autogen- und Elektro-Schiveiher und Schweitzerinnen im Getperdschaftphpn», Engewfer 18(Baal»>. Zaeesprdnung: 1. Bericht nnn den Verbandlangen it* Itcjf;. Umgruppierung. 2. Bericht der Kommission Über Unfall- »erhiUuusei! in drr autogenen Olletallbearbeitiing. 3. Branchen- auoelegenheito« und. Birschisdencs. Zämtlich« mit drm Autogen-Lchweiß- und Schueideoersahrcn pexo«! dargei*. 34, Üoti, S8»2. Anfiedewngev Rosenthal I Zribstbauparj. günstige Be. dingungen. Hülsen, Steglitz, Treltfchkeftrahc. Tel. 2»»«. DeMtt PeMmMM-BerlimIs Zpittale«rrNn>- etbofnenftraftc 37�# Am 23. d. M. abends»/«lO Uhr ist infolsse von Verletzungen, die bei einem heimtückischen Ueberfall ihm zugefügt wurden, unser Kollege, der Former Karl MQIIar Kameruner Str. 7, aus den Reihen des Proletariats geschieden. In jahrzehntelanger rastloser gewerkschaftlicher wie politischer Tätigkeit hat er stets im Vordergrund des Tageskampfes der Berliner Arbeiterschaft gestanden. Kaum, daß die Berliner Metallarbeiter seine unermüdliche Arbeitskraft für den Befreiungskampf des Proletariats durch Einstellung in unserer Verwaltungsstelle zur höchsten Entfaltung führen wollten, mußte.er in der Vollkraft seines Lebens von uns gehen. Die Berliner Metallarbeiter werden ihm dauernd ein ehrendes Andenken bewahren. Die OrtsverwaHung u. die Angestellten d. Deutschen Metallarbeiter-Verbandes Verwaltungsstelle Berlin Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 29. September, nachmittags 4 Öhr im Krematorium Qerichtstraße statt. am Montag, den 27. September 1320. abends ? Uhr, in den Wermania-Sälen,(Shmiffeeftr HO. rggesardn um,! l. Blitteilungen. 2. Änträge. 3.»«.icht vom interuatwaaleo Schneiderbougretz in Kopenhagen. Bes. Kolleg« Sabath. 4. PerschiedeiK-. Miigliebsdnch oder.San« legitimiert; ohne dies»der mit mehr als 1 mstiereuden Woche*:.«, rüa-n bei» Zurritt. s. A.: Will, Lehmann. DeAscher NetolllMeiitt.Perbiikd. Deutscher Holzarbeiter-Perbaud. PxrblUid der Maler md LachiererW Berblllld der SMer. Montag, den 27. September 1320. abend« 5-.', Uhr Versammlung aller in den Wagen- und Karosscriebetrieb-n be- schäftigte» Vertrauensleute und Funktionäre bei BoeKcr. Meberstratze 17. Erscheine« aller Kollegen notwendig. Die vrtsverwaltnnge«. Achtung! Töpfer! Achtung! Mittwoch, de« 23. September 1323, abends « Uhr des Zenttalverbande« der Töpfer in den Sophiensälen, Sophienllraße 17-18. Tagesordnung: Bericht der Lohnkommission. «UD�»»Uä»UWU»W»»W»»»»«>li»>»W»»D» m Allen Freiheit- Abonnenten S der tüsherigen Spedition Zacher, S I- FiSCherbrttCHe 2, m Mitteilung, daß i diese Spedition vom j. Oktober ab nicht n mehr besteht. Unsere Abonnenten g ■ werden für die Folge durch die Spedition■ uns. Haupt- 5 8-9, bedient. 5 letztere zu richten.■ Verlagsgsnossenschaft„Freiheit" Allen Senosscn zur Nach- eicht I Mittwoch, 22. d. Mts. starb nach kurzem Leiden meine liebe grau Eliese Pieper im Alter von 25 Jahren. Die Beerdigung finbc: am Montag, de» 27. d. Wie., nachmittags 3 Uhr, auf de« Städt. Fried- Hof tn Wilmersdorf statt. Gerda Eoblenzer Ms S0. September täglich « bis 7 Uhr orrkanfrN wir, um unserer Konkurrenz die Spitze zu bieten, zu antz-rgiivöqo'lch billigen Pretsen- Schalgardlren, abgepatzte sschmal) 3«,-, 40,—, «3,-, Künstiergardinen, drei- teilt,, weist und bunt, Fenster 8»,—, 75,—, SS,-, llst,—,«am din-nstost«, Meter, 8,—. 8,30, 15,— usw., dopy�ttbreit 19,50, 35,00, 28,50, Tllllbett. deche», zwcibeltig 45,--, 55,—., W,—. Lang, und Halbftorrs 75,—. lOO,—, 150,-, elegnop Wgd«»»aar»i:-.re>! �00.— aa. Tiuggardlnen, Tisch», cht*. Vimenbeche», Bteppdechen, Teppiche, Lchiserftost«. Fahrn Vergütung, an Brautleute na si, übe Beschenke. All- Waren bis zu drn«ieaantest stattungen N0 erat ig. Herj>. Weiningcr, Spezialhau»'für Belegenhettsläufc,»ormau«. Prag« l tl tlstche Welameisterstr.) dintze Ttadtbabnbof Bbrf«. Aus» -»<« ck liiqie, So Prozent herabgesetzt. Tiplop. Tnrinstrusto Zd. � Äotalansotrkanf wrarü »eschäftsanfgabe. Modern, Bit, der. bedeutend hrrudgrsetzt, �c-is,. 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