Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Dienstag 12, Oktober 1920 Nummer 430• Morgen-Ausgabe Mi«MAB«Stent»«b««(ÜmWBS».«BMUe»»»» M-m-SZ«» thnooL De? Bezugspreis bötflßt bei freier Zustellung in» Haus fllr Vrost�Beelt» lv,— im. w> votau««ahldsr. von der Sptdiilss ftlbft»bgihoU 8,60«L Kür Post» ttjug nc�mni fSrntlUbt Post-nftaltm«ffttlliingtn attgtaRi. Umtt eittifbonk für s>aaf Zeit gefestigt sein. Der polnische Gewaltstreich Kowno, 11. Oktober. Die Litauische Tel.-Agentur teilt mit: Als polnische Truppe« von ihrer maßlosen Kampfgier getrieben, in die litauische Haupt. stadt eindrangen, bemächtigte sich nicht nur der Litauer, sonder« auch der dort weilenden Ausländer eine Empörung über solches Richteinhalten de, Friedensvertrages. Die Entente» ertre» t e r haben der sogenannten Zentralleitung Litauens schriftlia ihren schärfsten Pratest ausgedrückt und ausdrücklich erklärt, da? die Ententeoeriretungen in Litauen keine andere Regierung aw erkennen«ücken als die in Kowno weilende verfassungsmäßig! litauische Regierung. Heute ist ein Extrazug nach Wilna adge! sandt worden, um die in Wilna zuriickgebNebenen ausländisches Missionen«ach Kowno abzuholen. Die Rigaer Waffenstillstands- bedingungen DL. Riga, IL Oktober. Die vckingungen de» ruMsch-polnischen Waffenstillstandes stickt kurz zusammengefaßt folgende: L Die Feindseligkeit«» find 11« Stunde««ach Unterzeichnung der FricdenspräliminaricS einzustellen. 2. Beide vmee» h-steu die besetzten Gebiet« jeuselt« der W-fsenstillstaudslini« zu räum«». 3. Dl« Rauwuug beginnt U Stunden nach Annahme de, Waffenftillstaudes. 4. Keinerlei ziviles oder«Ultärisches Eigentum«och»ngehSrige der Bevölle- rung, dürfen verschleppt«ecken. S. Diese Punkte find rdruso vov der polnischen wie von der roten Armee zu beobachte«, fc Oest- lich der Wasfenstillftandslini« wick riue neutral« Zou« so- 30 Kilometer geschaffe«. 7. Di« Durchsühruug der Wassrustill- staudsbckingungen liegt einer MUitärmisfio« mit besondere« voll- »achten ob. 8. Ein« gemischte MilitSrkovuaissio» wird die Aus- rrchterhaltung der Waffenftillstaudsbckingungru zu überwache«, haben. 0. Zwischen beiden Armeen darf während de» Wassel»\ stillstände» keinerlei Verbindung unterhalten werden. 10. Ick« Person, die die vorerwähnten Bedingungen»erletzt, kann zu» Kriegsgesaugene« gemacht wecken. iL Der Waffrustill- stand wird ZS Tage dauern, doch kau« er von der eine»«der anderen Partei nur mit 30stvndiger Frist gekündigt werden. Nach Ablauf der 2S Tage verlängert sich der Waffenstillstand«utoma» tisch, und von diesem Augenblick an bedarf es zu fei»»« Kündigung einer Frist von zehn Tage«. * Die Sekretariate der ruMch-ukrainischen und der polnische« Delegationen in Riga teilen mit: Am 8. Oktober, 11 Uhr abendl wurde festgestellt, daß redaktioneller Schwierigkeiten halder di< Punkte des Waffenstillstandes und Präliminarsriedensvertrageä nicht endgültig formuliert werden konnten. Die Unterschreibung' konnte deshalb am verabredeten Tage nicht erfolgen. Zehü Punkte des Vertrages find indes bereits formuliert und beidl' Delegationen zweifeln nicht daran, daß die Formulierung der übrigen Punkte in kürzester Zeit erfolgen und die Unterzeichnung des Waffenstillstand- und Praliminarfriedensvertrage» stattfin- den wick. Diese offizielle Mitteilung trägt die Unterschrifte« der Sekr« täre der Heiden Delegationen. Ergebnis der Waffeuabgab« in Sroß-Berllu. Räch einer Mel- dung der Telegraphen-Union betragen die festgestellten amtliche«' Zisjern für dir Waffenabgabe im Landespolizeibezirk Groß- Berlin: 31500 Gewehre, 1064 Maschinengewehre und Maschinen« Pistolen und 1960 000 Schußwaffenmuninon: außerdem wurde«> 2 Kanonen kleineren Kalibers abgeliefert. Nach Versicherung der! zuständigen Stellen entspricht die Waifenabqabe durchaus den Er-• Wartungen. .Die Sowjet-Regierung an das französisch« Proletariat.?"! e,nem Aufruf an die französische Arbeiterschaft wendet sich di« Sowjet-Reaieruna gegen die feindselige Politik Frank'. reichs. Starke französische Kräfte seien in Konstanttnop� vttsammelt, um gegen Sowjet-Rußland in den Krieg zu ziehe«- (Ebenlo fei die Anwesenheit der französischen Flotte i- schwärzen Meer e»ne Bedrohung der Sowjet-Republik. Türkisch« Vffeupv« gegen Armenie». Räch de« letzte» ar- Kleinasien eingetroffenen Nachrichten, haben die türkischen R-- V tionalisten eine Aktion gegen Armenien eingeleitet! Die Ar» memer sollen bereits mehrere Städte verloren haben und scheine- sich in einer kritischen Lage zu befinden. Rauscher, Gesandter siir Georgien. Wie P. P. R. au» politische« Kreisen«nähren, ist der Ministerialdirektor de» Auswärtige- Amts Ulrich Rauscher zum Gesandt«« bei der sozialchi» 1 schen Reypblik Georgien ernannt worden. Parteitag der Rechtssozialisten lEigene Drahtmeldung der Freiheit".) Cassel. 11. Oktober. Sonntag abend wurde die Tagung mit den Reden zweier Casse- ler eröffnet. Oberbürgermeister Scheide mann und der alt« ?Zfannkuch gruben allerei Erinnerungen aus der alten Casse- er Arbeiterbewegung aus. Schon in diesen Eröffnungsreden aber wurde das Thema angeschlagen, das dann immer wiederkehrt, die Wahrung der Einigkeit der sozialdemokratischen Partei gegen das abschreckende Beispiel des kommenden Halleschen Parteitages Ex-Reichskanzler. der U. S. P. Zu Vorsthende« wurde« zwei Müller und Scheidemann, bestellt. Müller begann mit einem Protest gegen den Versail- ler Frieden und begrüßte dann die fremden Gäste. Belgier und Engländer lassen sich entschuldigen. S t a u n i n g- Dänemark und Engsberg- Schweden begrüßten den Parteitag und feier- ten die starke Sozialdemokratie unter kleinen Seitenhieben gegen die spaltende U. S. P. Für die Danziger Sozialisten bringt Frau Wohlgemut Grüße und Treugelöbnisse und bittet um Unter- ftützung. Dasselbe tut Dr. Grell für die Genossen des Saar- remers. Die Tagesordnung wird bestätigt. Doch sol- len beim parlamentarischen Bericht neben dem Berichterstatter Hildebrandt Wissels und Schmidt als Referenten für die Wirtschaftsfrage sprechen. Wir haben die beiden bereits 9 Am Montag begann die Eiüuna mit einer Begrüßungsrede des Holländers B liegen. Er uberbracht« die Grüße der holländi- schen Partei, bedauerte die Spaltung und erhofft, daß die Sozial- demokratie die Arbeiter wieder einigen«erde. Die Sozialisten der Tschecho-Slowakei bedauern, keinen Vertreter entsen- den zu können, da.sie alle ihre Kräfte zum Kampf gegen die Kom- munisten brauchen. Wels erstattet den Bericht de« Parteiporstande». Er feiert die Fortschritte des letzten Jahres und wendet fich in scharfer Polemik gegen den Bolschewismus. Die kom- munistische Kriegspolitik würde Deutschland zum Schlachtfeld Europas machen. Die auswärtige Politik diktiere infolge des Versailler Berttages die Boraussetzungen der inneren Politik. Die Sozialdemokratie bekämpft den Versailler Bertrag, aber ste erkennt die Pflicht der Wiedergutmachung an und unterscheidet stch dadurch von den Nationalisten. Aber die Wieder- gutmachung muß Deutschland ermöglicht werden. Vornehm- lich sein« Arbeitskrast muß in ihren Dienst gestellt werden. Die Sozialdemokratie hat zu fordern: Revision der Verträge in so- zialistischem Sinn«, sofortige Inangriffnahme des Wiederaufbaus, einen internationalen polltische Generalstob, der die Aktion nach Grundsätzen bestimmt, und sofortige Wieder-'nähme der Beziehungen zu Rußland, auch unter den Bolsch:� u-n. Die bürger- lichen Parteien nutze» jetzt in der Regierung ihren Wahlsteg aus. Wir werden wieder einmal in die Regierung kommen und ihnen dann die Säuberung der Beamtenschaft in uns«- rem Sinne nachmachen. Zur Wirtschaftsfrage erklärt Wels, die kapitalistische Znitiative habe versagt und vom Willen der Arbester hängt vor- nehmlich die Lösung ab. Die Bergarbeiter«erden ihre Macht ausnützen für die Sozialisterung. Die Gefahren schemati- scher Verstaatlichung müsse« vermieden werden. Die Kernfrage ist die Regelung der Valuta, die nur international mög- lich ist. Die Völker müssen stch zur Wicd-'rgutmachung oereinigen. Bartels gibt den Kasienbericht. Die von den Gegnern prophe- reite Massenslucht zur ll. C. P. und K. P. D. sei nicht einge- treten. Mit dem Jahreszuwachs von 16800 beträgt die Stärke der Partei 1118 200 Mitglieder. Damit ist unsere Partei dtt stärkste in Deutschland. Die ll. E. P. wäre froh, wenn ste die Halste hatte. Bedauerlich ist allerdings der Rüttgang der weib- lichen Mitglieder um 18 000. Die Parteipresse stieg von 05 auf 117 Blätter. Die..Neue Zeit" hat leider an Abonnenten sehr ver- loren. Kassel werde zum erste« Mal seit 1013 einen Ueberschuß haben. Der Bestand am Jahresschluß war 215 548 M. Dem Der- mögen wurden 17 037 M. zugeführt. An Beiträgen der Organi. sationen wurden geleistet 1 433 058 M. Hierauf ttitt Mittagspause ein. In der Nachmittagsfitzung beginnt die Debatte. Rimerfall-Mllnchen sagt u. a.. man müsse sehr vorstchtlg sein mit der Aufnahme von U. E. P.-Leuten. wenn die Partei in Halle sches durch die deutschen Gewerkschaften. Wir werden die von Euch in unserer Sitzung erhaltenen— natürlich nicht ausrei- chenden— Mitteilungen über die Gründung der Oekonomiegesell- schaft an die Gewerkschaften Rußlands weitergebe«. Die Verhandlungen aber müssen wir auf eine Zeit verschieben, wo das Auswärtige Amt und die Polizei die russischen Delegierten unbe- helligt lassen werden." Die russische Delegation muß ihren Aufenthalt in Deutschland abbrechen, weil sie am 0. Ottober aus dem Auswärtigen Amt die Mitteilung erhielt, daß sie sich nur noch bis zu« 14. Oktober in Deutschland aushalten darf, und auch dir« nur unter der Bedin» gung, daß ste nicht mehr in Arbeiteroersammlungen auftreten. Das ist erstens ein Maulkorb und zweitens ein« Aus- Weisung und drittens die Drohung mit dem gemalt- samen Abschub, falls die russischen Gewerkschaftsvertreter sich den Mund nicht würden verbieten lassen. Eine solche Hand- lungswcise der deutschen Regierung verurteilen wir auf das allerschärfste, denn sie ist unwürdig, kindisch und dumm. Ei« steht im Widerspruch zu den mehrfachen heuchlerischen Beteuerungen der deutschen Regierung, daß sie bereit sei. freund- liche Beziehungen zu Sowjetruhland anzubahnen. Wenn Aeutze- rangen der Regierung überhaupt noch Glauben finden sollten in der Arbeiterschaft,— es gibt ja»och Kreise, bei denen das der Fall ist— so wird dieser Glaube hiermit wohl endgültig aufgehört haben zu-Mieren. Und das schärfste Miß- trauen wird überall in der Arbeiterschaft an seine Stelle treten. Streik der städtischen Arbeiter in Sachsen In Chemnitz ist vor einigen Tagen ein Skett der Arbeiter in den stadtischen Gas- und Elektrizitätswerke« ausgebrochen. Die Ursache ist ein Lohnkonflikt und Verhandlungen sind im Gange. Chemnitz ist ohne Licht und zum Teil auch ohne Wasser, wogegen die Aerzte in einer Kundgebung protestiert haben. Infolge Easmangels ist der Straßenbahn betrieb zum Teil eingestellt worden. Nach neueren Meldungen greift der Stteik auch auf andere Städte über. So wird aus Leipzio gemeldet, daß die städtischen Arbeiter am Montag in den Ausstand getreten sind, wodurch die Stadt ohne elektrischen Strom, ohne Gas und seit heute Vor- mittag auch ohne Wasserversorgung ist. Der Straßenbahn- verkehr kann zum Teil aufrechterhalten werden. In Dresden dagegen mußte die Städtische Straßenbahn den Betrieb einstellen. ebenfalls weil die Arbeiter der Städtischen Elektrizitätswerke gleichzeitig mit den Leipziger Arbeitern in den Streik getreten stnv. Der Streik in Hegermühle Di« Unruhen im Elettrizitätswerk Hegernrülle, von denen wir berichteten, sind beigelegt. Nachdem das Werk zunächst mit Sicherhettswehr besetzt worden ist. sind durch einem nach Heger- mühle entsandten Regierungskommissar VerHand- lungen angeknüpft worden. Der amtliche Preußische Presse- meldet darüber:„Heute herrscht in Segermühle Ruhe. Em Teil der Arbeiter hat die Arbeit wieder aufgenommen. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Ein kleiner Teil der Polizei bleibt bis zur volligen Herstellung der Ordnung in Hegermühle." Zu Konflikten zwischen der Polizei und den Streikenden ist es nicht gekommen. Magnus Hirschfeld am Leben Räch einer Münchener Meldung sollte Sanitätsrat Dr. Magnus Hirschfeld in München seinen Verletzungen erlegen sein. Wie wir hören, ttifst diese Nachricht nicht zu. Dr. Hirschfeld konnte viel- mehr heute aus dem Münchener Krankenhaus entlassen wer- den und wird am Dienstag in Berlin eintreffen. Dr. Hirschfeld ist auf der Rückreise nach der Schweiz, wo er als Sachverständiger in einem Mordprozeß tätig war, während eines Vortrage» in München tätlich angegriffen und so schwer mißhandelt wor- den, daß er im Krankenhaus zu München behandelt werden ______ ,u........ ueu,«u» er im jrratuenqaus zu anunajen oeqanoeil Werve« der Ausnahme von U. S. P.-Leuten, wenn die Partei in Halle mutzte. Es ist bisher nicht gelungen, die Täter zu ermitteln. Sie auseinanderfalle. Die Schreier, die von dort kommen, vertreiben- zum nationalen Pöbel, der in Bayern unter dem vidi« rrchigen Elemente bei uns. sonderen Schutz der Regierung steht Cohen-Berli« setzt stch für die kontinentale Politik ein. Mr müssen eine Verständigung mit Frankreich erstreben. um die Wiedergutmachung zu betteiben.(Starker Beifall). Bernstein weist auf die schwache der französischen Sozialdemokraten hin. die keinen Einfluß auf die auswärtige Politik Frank- reichs haben, weil ste fich durch die Moskauer Losungen zu einer überradikalen Politik verleiten lassen. Die Einigung mit der U. D. P. läßt fich nicht forcieren. Zur inneren Einigung ist noch nicht der Zeitpunkt. Die Unabhängigen haben zuviel von Moskau angenommen. Alles was fetzt erreicht werden kann, ist möglichste Objektivität nach link», damit das Bewußtsein«rbalten bleibt, daß wir im Grunde eine Familie sind.(Starker Beifall.) Fellig-Ehemnttz übt Kritik am Parteivorstand. Er habe beim Steuerabzug.'in der Kartoffelfrage usw. die Jnitia- iive vermissen lassen. Der Austritt aus der Regierung mußte erfolgen. Aber die schlimmen Folgen für die Arbeiterinteressen machen es nötig, mit der Regierung Schluß zu machen und durch Neuwahlen Besserung zu erzielen. Heilmann wendet sich heftig gegen Cohen bzw. die Konttnen- talpolitik. Wir dürfen nicht von Frankreich und England sprechen, sondern von Sezialismus und Kapital ismn». Adolf Braun empfiehlt Cohen eine Neis« in die befetzten Ge- biete, damit er sich von der französischen Eewaltberr?»nk» . wv»,vi» j-euc in o« vezetzten Gebiete. damit"« sich von der ftanzösischen Gewaltherrschaft über- zeuge. Aus einer Unterredung mit hervorragend� enMchen Arbeiterparlamentariern teilt er mit, baß 1018 Xloyd George unter allen Umständen Frieden mit Deuttchland machen wollt« gegen Aufgabe rnrn Belgien»nd Di« letzte Offensive de» deutschen Heere» hat diese Möglichkeit zerschlagen. Eisenhardt-Hamburg: Bauer hat seiner Zeit gesagt die Kapp-Putschverrüter müßten hart bestraft werden. Da» Gegen- teil ist eingetreten, so macht man sich lächerlich. Er warnt, über die Kämpfe in der U. S. P. Schadenfreude zu zeigen.— Dann wird die Sitzung geschlossen. Ausweisung der russischen Gewerk- schastsvertreter Die Genossen Los o«, k y und Anzclooiisch, Mitglieder der ruMchen Eewerffchaft-del-gation. teilen uns mit. daß ihr Auf- �thalt in Deutschland mit dem 14. Oktober b e e n d e t ist. so daß sie ihre Arbelten in Deutschland nicht zu Ende führen können. Es ist ihnen aus oiesem Grunde nicht möglich, den zahlreichen aus den verschledenften Gegenden Deutschlands von verschiedenen Ver- bänden und Gewertschastskartellen gekommenen Einladun- g e n zu folgen, um dort an den Versammlungen der Gewerffchaf, ttn teilzunehmen und in ihnen zu sprechen. h g...„—,,---„ uiiu �rußiano zu oeeiiven, mit deren Führung eine in gemeinsamer Sitzung gewählte Kom- Mission aus Vertretern der russischen Gewerkschaft»!»«!«- zation und des Allgemeinen deutschen Gewerk» schaftsbundes beauftragt worden war. Die Genossen schreiben dazu: .Die Russischen Gewerkschaften haben«in lebhaftes Interesse für die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Beziehungen zwi- jchen beiden Ländern und für die Kontrolle d«, Warenaustan» Eine Verleumdung Die Kampfmethode« der„Noten Fahne" In der„Noten Fahne" war vor einigen Tagen behauptet wor- den, Genosse R a d t k e habe in NeuLlln den Vertretern der Ar» beilslosen erklärt, der Magistrat werde seine Beschlüsse den Er- werbslosen gegenüber auch mit Maschinengewehren durch- setzen. Diese Verleumdung wurde, wie alles, was die„Rote Fahne" lieferte, sofort als„Parole" aufgegriffen und die Kom- munisten gehen damit bereits in den Versammlungen hausieren. Eine Kommission, die»pit der Untersuchung der Angelegenheit betraut wurde, gibt jetzt folgende Erklärung ab: Ein Diskussionsredner(Richard Müller K.P.D.1 behauptete, der Genosse, Stadrat Radtke, habe in einer Sitzung von Ma» gistratsvertretern auf eine Frage des Vertreters der Rotstands- arbeiter, V a f s i l i e r e. was der Magistrat zu tun gedenke, wenn eine Einigung zwischen Notstandsarbeitern und Erwerbslosen nicht zustande käme, geantwortet: Dan« würde der Monistrat mit allen ihm zu Gebote stehenden Mittelm auch mit Maschinengewehren, seine Beschlüsse duri-iiühren.(Leiiamm- lungsnottt des Genossen Max Koch K. A. P. D.). Auf Wunjch de« Genossen Radtke ttat eine Untersuchungskommission im Neuköllner Rathaus zusammen. Sämtliche Teilnehmer der fraglichen Sitzung vom 8. Oktober 1020, in der die Aeußerung des Genossen Raotke gefallen sein soll, waren anwesend. F e st- gestellt wuroe. dag Genosse Radtke die Aeußerung in dem Sinne getan bat. daß der Magistrat nach seiner(Radtkes) per- sönlichen Ansicht von alle» Machtmitteln im Verord- nungswege Gebrauch machen würde. Dieser Auffassung schlössen sich sämtliche Anwesenden an. Die Kommission tat dasselbe. Alle Auslagen wurden protokolliert.« Heinrich Strehle iL S. P-, Otto Knaatz U. S. P., Max Hoch K. A. P. D., Bernhard Jost U. S. P.. Helmuth Rege n st e i n S. P. D. E» kamen noch zwei Arttkel der„Roten Fahne" über diese An- aelegenheit zur Sprache, als deren Verfasser sich Vassilier« bekannte. Zur Charakterisierung dieses Mannes mag da» fol- geyiie dienen: Drei Mitglieder des Arbeitslosenrates Neukölln, Mitglieder der K. A. P. D. erklärten, nachdem die Angelegenheit Radtke erledigt war, daß sie mit Arbeiteroertretern von der Sorte eines Vassiliere nicht mehr an einem Tisch« sitzen könnten. Drei Milliarden neues Papiergeld. Der Reichsdankanswei» der letzten Woche stellt einen Rekord dar. Der Betrag der um- lauieicden Reichsbanknoten Hot sich um 24 Milliarden, der Dar- lehnsscheine um 335 Millionen Mar! erböht. Die Papiergeld- Produktion der letzten Woche betrug demnach annähernd drei Milliarden Mark und läßt damit alle Leistungen auf diesem Gebiete weit hinter sich zurück.— Je tiefer die allgemeine Pro- duktion sinkt, je höher hebt stch offenbar die Leistungsfähigkeit der Notenpresse. Beschlagnahme»o« Flugzeugmoteren. In der Mühle von Groß» kötz bei E ü n z b u r a wurden am Sonnabend neue Flug- zeug motoren, die dort versteckt gehalten waren, von der Ententekommijsion beschlagnahmt. Sie stellen«inen Wert»an über drei Millionen dar.-•.-T-, Die Aussperrung im Zeitungsgewerbe Kampfbereitschaft der Berliner Buchdrukker Der Gauvorsitzende von Berlin des Buchdrucker-Verij bände s gab gestern in einer stark besuchten Versammlung samt» licher Funktionäre einen Situationsbericht Oer die Entstehung und den Stand des Kampfes im Z ei tun gs gewerb«. Er teilt u. a. mit, daß in allen be« streikten Betrieben und in den Betrieben, wo die Unter« Bis letzt find zirka 16 500 Arbeiter ausgesperrt, resp. ftistlo» entlassen worden. Die Formen, die der Kampf jetzt angenommen hat, lasse« die Möglichkeit zu, daß diese Zahl in kurzem auf ,0—«0 000 anwachsen kann, da die Unternehmer entschlossen sind. den Kampf auf die Spitze zu treiben. Masfini betonte, daß der Kampf im Zeitungsaewerbe da» größte Interesse der gesamten Arbeiterschaft wachruft« müsse, da die Unternehmer den Kamps mit der Parole Abbau der Löhne p.s.? i50 3 1' haben. Die Förderung'der Arbeitnehmer, die ta- rislichen Löhne um 25 Prozent zu erhöhen, haben die Unter- mit einem 20prozentigen Lohnabzug beantwortet. Massini verwies weiter darauf, daß die Prinzipale die w in» ellt W..> und den Weisungen der Eauleitung Folge zu leisten. Die Tarif« Verhandlungen für das Buchdruckgewerde be« ginnen am 25. Oktober und da wird es sich zeigen müssen, daß auch die Buchdrucker ihren Mann za stehen wissen.(Beifall.) Der Vorsitzende brachte folgend« Resolution des Gauvorftandes zur Verlesung: Die am 11. Oktober in Kliems Festsälen versammelten Ver« traueusleute sämtlicher Buchdruckereien Eroß-Berlins haben de« Bericht ihres Eauvorsitzenden M a s s i n i über die Aussperrung der Arbeiterschaft in den Zeitungsbettieben zur Kenntnis ge- nommen. Sie haben daraus ersehen, daß die Solidarität der Buchdrucker gegenüber den um eine menschenwürdige Existenz kämpfenden Angestellten des Zeitungsgewerbes von den Zeitungs- Verlegern zum Anlaß genommen wird, ihre Personale unter Bruch des gellenden Tarifoertrages auf die Straße zu werfen. Die Klaae der Unternehmer gegen die Solidaritätskundgebung der Buchdrucker ist vom Tariffchiedsgcricht abgewiesen worden. Die Unternehmer waren nun verpflichtet, das Tarifamt zur Eni» scheidung anzurufen. Sie haben sich aber über den Tarifvertrag und die gesetzlichen Bestimmungen rücksichtslos hinmezgefetzi und die Personale ausgesperrt. Sie haben weiter auch oiczenigen Zeitungsherausgeber, bei denen keinerlei Differenzen bestände«. gezwungen, das Erscheinen ihrer Zeitungen einzustellen und ihre Arbeiterschaft zu e n t l a s s e n. Die Drohung, den Kon- flill auf die übrigen Buchdruckereien Berlins und des Reich» auszudehnen, zeigt die wahren Absichten des Großunternehmer- tum» der Zeitungsindustrie, als Stoßtrupp für die Herabdruckung der Lebenshaltung der Arbeiterschaft aufzntreten. Die versammrtten Bertrauensleute erklär»«, daß dies« Ge« waltpolitik de» Unternehmertums den geschlossenen Widerstand der Buchdrucker finde« wird. Di« Luchdrucker Berlin» werden jede Arbeft für die ausgesperrten Betrieb« ablehnen und überlasse« die Verantwortung für die Folgen den Buchdrulkercibcsttzrrn. die stch dazu hergeben wollen de« Machtgelüste« de, Zeitungslapital» Lorspanndienste zu leisten. Die Haltung der Unternehmer bei den Verhandlungen de» Schlichtungsausschusses sowie vor dem Reichsarbeitsministerium hat gezeigt, daß dieselben keine Verständigung wollen. sondern eher gewillt find, eine große, für die gesamte Volkswirt- schaft außerordentlich wichtige Industrie lahm zu legen, als ei« paar erbärmlich bezahlten Zeitungsangestellten die Fristung ihr« Existenz zu erleichtern. Die versammelte« fordern deshalb voa der Neicheregiernng, daß sie diesen Satotageversuchen des tarifbrüchigen Zeitung» kapftal» mit alle« ihr zu Gebote stehenden Machtmittel» entgegentritt und dafür Sorge ttägt, daß den berechtigten An» sprllchen de» ln den Zeitungsbettieben Beschäftigten aus Lebens» Möglichkeit entsprochen wird. In der Diskussion unterstrichen mehrere Redner den Stand- vunkt der Eauleitung. Fiedler begründete eine Entschlie- ßung. in der verlangt wird, daß im Falle einer weiteren Aus- sperrung das Verhalten der Prinzipale es nach sich ziehen müsse,! daß die Bewegung zu einem einheitlichen Kampfe um die Ver- besserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen für das graphische Gewerbe ausgenutzt werden muß. Jedoch soll der Kamps nicht als reiner Lohnkampf, sondern als Kampf um die Produk- tionskontrolle geführt werden. Ein großer Teil der Dis- kussionsredner unterstützt mit Wärme diese Entschließung. Ein Revner teilt- mit. daß die Redakteure der Firma Mosse zu dem Lshnkampf der Angestellten Stellung genommen und sich nr einer Resolution auf den Standpunkt gestellt haben, daß die Gehälter und Löhne der Arbeiter und Angestellten nicht zeit- gemäß seien und die Tarifsätze dringend einer Umgestaltung bedürfen. Nach mchrstündiger Debatte wurde die Resolution de» Gauvorftandes mit großer Mehrheit angenom- m e n. Damit erübrigten sich alle anderen gestellten Anttäg«. Aus der Partei\ Sinowjew kommt allein nach Halle Das Zentralkomitee der U. S. P. hat am 11. Oktober folgende» Telegramm au» Renal erhalten:„Reise heute im Austrage der Exekiuive zum Parteitag nach Halle." Reval, den 0. Oktober 20. Sinowjew. Erklärung des Bezirksparteitags Halle-Merseburg Auf dem Bezirksparteitag Halle-Merjeburg wurde folgende Ent- schließung gefaßt: Der Bezirkeparteitag der U.S.P. für den Agitationsbezirk Halle-Merseburg erklart, daß Sie Urwahlen der Delegierten zum Reichsparteitag in allen Kreisen des Bezirks nicht in Mitglieder- Versammlungen, sondern in mehrstündiger Urwahl in Wahllokale» vorgenommen wurden. Der Bezirksparteitag«hebt en«gischen Protest gegen die un- glaubliche Leichtfertigkeit und Anmaßung, mit der die Freiheit. ohne nähere Unterlagen zu haben, die Nichtigkeitserklärung der Mandais de, Halleschen Bezirks als eine fesistehende Tatsache hin- stellt. Ferner erhebt der Bezirkspartcitaa entrüsteten Protest gegen die Versuche, die proletarisch« Disziplin oer Halleschen und der Mans» ftlder Genossen in Frage zu stellen und führenden Genossen des Bezirks Aeugenmgen in den Mund zu legen, die entstellt oder gar völlig aus der Luft gegriffen find. Di« Leitung des Bezirkspartektags Halle Jllgenstein. Oelßner. Peters. Es ist ein« Leichtfertigkeit sondergleichen, zu behaupten, wir hätten unseren Artikel ohnenäherellnterlagen veröffent. licht. Die Unterlage« standen un» zur Verfügung und wir haben keinen Grund, ste nicht für ebenso echt zu halte« wie die Cr, klärungen der Gegenseite. Druckfehlerverichtlgung. aus Aerger über die anda ten Satz unferer A' der �anntagcauogabe«ra ne-f»«..»,».»....——_ heißen:„Diele Roll« der verfolgten Unschuld(nicht Mo»l kas«') steht ahrr ihnen, m UNenpeniM» xz E-fichi." A Wert heim Leipziger 5frosse König sfra s s e PosenthoJer Ötra55e Montzpfafz Holland. Rotkohl Pfund 35 pf. Holl.Wirsingkohl Pfund 45 pf. Mohrrüben..... Pfund 25 pt Sellerie......... Pfund 80pf. Grünkohl....... Pfund 45pf. Spinat.........Pfund 50pf. Maiskolben.... Pfund 25 pf Goldparmänen... p�d 1 � liroler'safeläpfel p�d 1�° �morettenbirnen pfund1°� Heue Zeigen.....Pfund 4 80 Maronen........ Pfund 3a0 Winter- Kartoffeln lO Pfund 3®° M freier Zusendung In CroB- Berlin OAOO Innertialb 8 Tagen..... Zentner Soweit Vorrat: Weißkohl..... pi..« 25 � Zwiebeln..... Pf.� 75" Blumenkohl. �... 35� Kochäpfel____ p.-.- 85" ][/ursi- und Fleischwaren zu billigsten Tagespreisen Hühner Enten Gänse ■ s■ s Sprottbücklinge-.r,.� Pf-. 480 Grüne Heringe.Pfund 2®° Gr. Salzheringe. stück 35 Pf. Fettheringe... stuck 1 20 Neuer Sauerkohl prund 70p«. GänSe-Stückenfleisch..Pfund 11°° Gänsehautfett.. Pfund 19°° Goudakäse..... Pfund 12°° Holländer Käse. Pfund 13®° Pflaumenmus... Pfund 390 Kunsthonig..... Pfund 7 20 Frische Schellfische Pfund von 2� Frische Schardenzungen Pfund 220 Unentbehrlich für Jeden Haushalt Ist Mit freiem Schllisselabonnement Theater md Serpüpp Volksbühne ?'/, UI)t! ßetWeiojDlpea Reses Älkstheater ASpcnicter Str. 68. iv, am-. Nora Nose- Theater _ Uh-: Erstanfführnag �tttcr Lampe «xtitmtff T»heater Ha srnhetde IS Km iB.Okiobtt, abbs. 7 Uhr: «esm de» weißen Schrecken— Fite Sowjek-Nnßlalld. Stttototijcatfc O pernhaus 7 Uhr- Mab. Butterfly L ch a afp I e I h a u» 7 Uhr- Peer Gynt Dttektioa: Max Reinhardt. Deutsches Theater «>/, Uhr- Faust (Charlattr Hagtnbrach, aBenin Äraub, Paul Lange) Kamerjoiele ?>/, Uhr! Stella fHelear Thimig, Agnes Strauh, Margarethe Kupfer, Thea Kasten, Wilhelm Dielerle) Ms Schachielhavs «arlstrastr 7 Uhr: Danto» bertWSfchn, Ernst Deuifch, Paul SLueher, Hubert von Meprinh. Friedrich Kühne, Hugo Dobltn, Wilhelm Dollier.) Theater i. d. Königgrätzer Str. vi,>ui<: Erdgeist (ramriBOtska, Alben etemtücti Wittwoch i Siaulch Donnerstag:«Iraaiolln, «.SlfeHeims.e-lfnor.Aiemaun, Brandt, PrSchl, Dehmn Komödienhaus 't-'UhrZerAnMMel .u Ssx patienderg Berliner Theater '1,8 Uhr- Oer letzte Walzer mit Fritzi Maffarp. Direkt.! Birtvr Barnon>»i»n Wng- Theater vi, uh.: Liebe (Louaii, Böti, Leos) Wittw. u. Dannerstag TL Uhr: Da» Geliibde. lCausiaillo. l.»»», illöpfer, Und) Freitag 7 Uhr: Peer Gynt (Lue, Grllalng, Loire») ZeM. KM-Theater Allabendlich T\, Uhr: Die SSeldullgsreise Mau Adaltlerl, Trade Heeterberi) Aesidenz- Theater Bahnhof Iannomistbriiche Untergruudbahnhos Klostrrstr. Täglich Uhr: Die Freundin fTilla Durieul, �oelle, Bildt, Alber», Vallenfin) Mittwoch,�3 Uhr: W II»!!! Ml kl!!! (Ida Wüst, Burg. Limburg, Balelti, Falkenstein) Mittwoch nachm. i Uhr: RetkSppchen ilelijaffin Sil»mm u. d. gr. Oktober-Programm VI« S rsrlezf's «srgs v. f. Onre Charl. Montrell K. Edler u. Nicki Die 4 EHner's Mewu?? 7 7? SoRDtass 2 Uorsteiiistii Nachmittagsvorstllg. ungekürzt wie abds. Erm. Preise. Apollo- Theater Frledrichstr. 218 VI* illlaSeaW VI* Harems-Nächte Sonntags 3Va U. 1 Kind frei. echter Heost-Dreibohnenkaffee Königstadt- Thealcr (Iannowistbrllche) Täglich 7» Wala. S ü n g er � Im Dallfaal: Ton* Kammer-Tanzsptele Büloiostr. e, am Nollendorsplast Tägl. TU Uhr: Orientalische» Ballett «ikt«i-nii Ben. '/-s Folies Caprice w Versicherung gegen Ehebruch mit Fccb. GSviluetber. O c Im 3 Z CirenS Neuk«jllit Ktit.-Frludrieh-Str. «i» po.Uei rrU.stlunb 7*1, Uhr: N « N «p r der Herr des Todes. Tancpelast Königstadt- Kasino HolxmorktstraSe 72 am Bhf. Jannowistbrilche TSglla«, Seil Woohe«!«!* 71tJ, Soantega 5 U. '/.s Wal�Meater./.« Kllsrp's sel. Witwe Stg.Z'I, u.: Der Hausdrache Richard Oswald- Llchtsptele Kantstrasse 163 TTHEArwa Xllrflretwdimn 217 Täglich VI, Uhr- Di«»ene Renne: u Hille Uell! In dem neuen «ichard 0»n>ald» Film NanolesciTs Memoiren. Iud. weidlich. Hauptrolle«! ENlllWKWa.RItWtllet, Ahle Salidrock.LIIii Lohr«. HeSda Lmlim. Regie: Richard Oswald Einlast: 8.40, 8. SO Uhr Test»: Fritz»rllnban«. Einlag.: Theobald Tiger Mufik von Rudolf Nelson. TU» eter» Kott bus To Tel MonUplat« 14811. TSZl: 7% 8. 8f%>ta» naebm. SThr: IlteSSnger BISthceo-Kduait errtn-m«.4-6 0, XXsXsX BBBBHBBHBB KABARETT ,Die Rakete" X / «» Eck* Kant» und JoachlmatlMlar StraSa. KllnsUar. Leitung s Dr. Kugan Rahart, TelefBn:»ialgplatr 100». B bbbbbhbbbbbbi iBIIIIgas Möbel- i Angebot I Sroste Auswahl Kompl. bunte Küchen 675 W. Bunt« Ttoffruhebetten 315 M. Bettstellen vou SIS M. a« rtödel« IlrodNanailoI--- Liefere»nch nach»n»n>ar«». Hübsi-lZroK Große Frankfurter Straße 141 Jnvalideustratze S. AWUMK Uraufführung U. T. NOLLENDORFPLATZ Donnerstag, den 14. Oktober 7 u. 8 43 übt PUTSCH- * LIEST Lustspiel oon Erich Schön felder u. Ty/l Übt REGIE: ERICH SCHONFELDER H- u p 1 t o l l* a: OSSI OSWÄLDA Josephine Dora /Hermann Thimig Viktor Janson/ Albert Paulig DIE TUGENDHAFTE JOSEPHINE Sthmank In 3 Akten mit LEO PEUKERT EIB>B JE iL iE Unter den Linden 21 2 Uraufführungen arola Toelle in DeMte lig I» AvsstattimghWspiel aus der Avkobzett in 5 Aften V>S SWt M»dUeüi Kriminalroman aus alten Zeiten in 6 Liften »auptrolle: Robert Warwick Beginn: 830 Iii» Trihüno"®'r'®r- mab-rt mvIv il'ÜUUt Eharlottendurg am Knie. Täglich 8 Uhr abanda s Bunbury s Lnstsplel von Oscar Wilde. M. Hoost, Berlin CSS, Prenxlauar Str. 40 Keäbel-SlraSe 11■> Alexander 1470 Wl! 9' 7 und /.S Orr CAB1R1A Der Kampf um die Weltherrschaft Die tEelllge stmK>itci£k Filmlepenöe /a 6 Akten oon THeA von Hnrbou Der zweite May- Retjle-Melslerfllm äsr: Eva May Allred Oeroacb ms Burftbeattr Vita n. Woche WlxllecHapel Regie: IE. A- Dupont Hauptdanteller. Mlerendortl Orll Hegeaa 7, Woche Sumixnin Regie Emst Eubilicts Hauptrolle. Pola Negrl MO.f Schaaspiel in 5 Akten von Hans von Hostenstht! fitgK. audoit met>r Ad» Hauptrolle-. Lotte Neumarin Reingefallen B. B- Lustspiel in 2 Akten mH Arnold Rlcdc Der Henker von SE Marlen Küosflensdte Oberleitung i Joe Moy Verfasset und Regiaaettn Frite Freister Hauptrolle: Eva May Die Tarantel Sensationsßlm oou Kort Flgdor Regie: Rudolf Blebrocte Das ValutanbKdel mit Ossi Oswalda Wochcnfeg» Ol» 7 Uli* Sonolega Beginn 4 Ulur «laaka-, Alan., Z-bel-, Silber, nnd W-lstfllchse,»amen. Prlzmllntel, Hrrren.Beh»«. Sportpelze bis zur Halste der Preise heradgesest». Ferner Tutawan», Paletot», lllstee, stllher di« lA» Wk., setzt»SV bis 4SV Mit.«roste Posten Hosen, Stllch av Md.(Keine Lombardwaren.i Lrihtzaa« Morstzplotz SSa.«röstte» Spe�-lhau» dies. Art. Uraufführung U. T. KURFURSTENDAMM Freitag, den 15» Oktober 8� Ubr Martyrium REGIE: PAUL LUDWIG STEIN Hauptrollen: POLA NEGRI Ed. von Winterstein/ Emsl Stahl' Nachbaut/ Erns! Hofmann Nr. 430 Beilage zur„Freiheit" Dienstag, 12. Oktober 1920 Grundsätzliches zur Wohnungsfrage Von L«nno Maag. Die ganze Verlogenheit und Hilflosigkeit der kapita- l i st i s ch e n Gesellschaft kommt wohl nirgends finnfälliger zum Ausdruck als in der Wohnungsfrage. Wir So- zialisten werden seit Jahrzehnten schon als sie— Zer- störer der Familie bezeichnet. In Wahrheit ist es gerade der Kapitalismus, der draui und dran ist, sein heuchlerisch geliebtes.Familienleben" mehr und mehr in Atome aufzulösen. Die Wohnungsnot wird sehr bald die ordnungsmäßige Begründung einer Familie zur völligen Unmöglichkeit machen. Uns erwächst die Ausgabe, alle auftauchenden Probleme und ihre Lösung aus- schließlich unter dem EesichtswinkeldesSozia- l i s m u s zu prüfen. Auf diese Weise schützen wir uns sicher vor Irrungen und schweren Fehlern. Die Wohnungsfrage ist ein Teil der sozialen Frage überhaupt, wahrscheinlich sogar der wichtigste. Nichts ist natürlicher un d's elbstverständlicher als das Recht auf eine Wohnung. Der Kapitalismus zerstampft unter leinen Hufen auch die natürlichsten Rechte. Darum sprechen seine Ckribenten gar zu gern, wenn von Wohnungen der Arbeiter die Rede ist, von llnterkunfts- st ä t t e n. Wer hörte davon, daß man etwa Regierungs- räte, Bankdirektoren oder Staatsanwälte in Wellblech- bara ken unterbrachte? Daraus geht klar hervor, daß die heutige Gesellschaft der besitzlosen Klasse das Recht auf Wohnung höhnisch verweigert. Was man uns ver- weigert, müssen wir uns unter Aufbietung allerKräfteerringen. Gar zu lange hat das Prole- tariat sich um die Wohnungsfrage überhaupt nicht geküm- mert. Und da kommen wir gleich zu einem sehr heiklen Kapitel. Den Gewerkschaften, namentlich den Bauarbei- tern, lag von jeher die Pflicht ob, sich eingehend mit der Wohnungsfrage zu beschäftigen. Das soll ja nun wohl anders werden, hoffen wir, daß es vielleicht nicht zu spät ist. Wir wissen, daß die kapitalistische Gesellschaft die Woh- nungsnot. besonders in ihrem heutigen, steigenden Umfange, weder mildern noch beseitigen will. Da muß es denn die U.S. P.D. sein, die Ordnung in die chaotischen und korrup- ten Verhältnisse bringt. Wir haben zu fordern die Her- gäbe gewaltiger Mittel zum Aufbau fester Wohnräume. Sine„Republik", die 2500 Millionen Mark und noch mehr alljährlich für ein Heer zur Verminderung der Ar- Leiterklasse und zum Schutze der Geldschränke aufbringt, muß ein Dielfaches an Milliarden für eilige Erbauungen von Kleinwohnungen heranschaffen, und vom Kapital sind die Mittel hierfür aufzubringen. Solchen Projekten wie Mietsteuer, Wohnraumsteuer ist unsere Zustimmung unbedingt zu versagen. Das könnte der Reattion und dem Bodenkapital gewiß passen, wenn die Allgemeinheit ihnen die Gelder für Wohnbauten in den Rachen werfen würde. Die Arbeiterklasse hat den Krieg nicht herbeigeführt, sie hat auch von Rechtswegen die traurigen Folgen der Mordperwde nicht zu kragen. Roch übt sie in weiser Mäßigung Geduld. Aber wie lange soll diese noch auf die Probe gestellt werden? Wir dürfen auch die Wohnungsfrage nicht mit ande- ren Dingen verquicken und belasten. Gar zu gern und häufig spricht man von Wohn- und Siedlungsfragen. �n der jetzigen Notlage dient die Siedlungsfrage mehr dazu, der revolutionären Arbeiterklasse weiße Salbe zu verabfol- gen. Der Siedlungsgcdanke ist auf das Eigenhaus ein- gestellt und hat mit der Bekämpfung der Wohnungsnot überhaupt nichts zu schaffen. Schon während des Krieges haben die beiden Vorbeischützen Ludendorff und Damaschke den Rummel mit den„Krieger- h e i m st ä t t e n" gefördert. Und jetzt gehört es zum„guten Ton", über„Siedlungswesen" zu sprechen. Die meisten wi»» � dabei überhaupt nicht, wovon die Rede ist und die Hl."ss verstehen nicht viel von der Sache. Ob man den „Sj�rwarte" zu den meisten oder zu den wenigen rechnen soll, werden die Leser entscheiden. In seiner Aus- gäbe vom 30. Juli 1920(Nr. 378) schreibt er: Irfiäne«1(finrfln � eine Heimstätte bauen und einen ichonen Garten anlegen lassen, wer kein Geld hat. muh diese Arbeit selbst leisten, wenn er zum gleichen Ziele gelangen will..... Von den 60 Erwerbslosen, die in den Bergbau zur Arbeit gingen und in der Freizeit den Aufbau der Siedlungen vornehmen wollten, haben nur 18 ausgehalten. Den anderen fehlte die Willenskraft, über alle Hemmungen und Schwierigkeiten hinweg bis zu einem Erfolg durchzuhal- t e n, sich im Geiste genossenschaftlicher Arbeit den Erfordernissen des Eesamtstrebens unterzuordnen. Die Opponenten und Krakeeler verschwanden....." Das schreibt buchstäblich der„Vorwärts" unter dem Titel„Siedlungsarbeit. Das Werk von Völpke." Der Lei- ter dieser Siedlung ist der N o s k e- Hauptmann S ch m u d e.— Nun zu einer anderen Presseäußerung: „Anfiedlung und Bekämpfung städtischer Wohnungsnot sind zwei verschiedene Aufgaben, die mcht miteinander verquickt werden sollten. Man kann der augenblicklichen Wohnungsnot in den Erohstädten nicht durch Siedlungsbestrebungen abhelfen und e» hieße den Siedlunasgedanken Abbruch tun. wollte man ihn, der doch nur allmählich zur Verwirklichung ge- bracht werden kann, als wirksames Mittel gegen die Wohnungs- not nutzbar machen."— Das hört sich schon etwas vernünftiger an, als die über- geschnappte Sprache des„Vorwärts". Und dennoch stammt es von dem konservativen Regierunasbaumeister K r a f f e r t (Verl. Tagebl. vom 1. Aug. 1920, Nr. 358). Unsere grundsätzliche Stellung bezeichnet Punkt 4 des Leipziger Aktionsprogramms. „In den Städten und vorwiegend industriellen Gemeinden ist das Privateigentum an Grund und Boden in Gemeindeeigentum zu überführen: ausreichende Wohnungen sind von den Gemeinden herzu st elle n." Damit ist unser Weg klar vorgezeichnet. Wir haben in den Eemeindekollegien unsere Stimme zu erheben. Das Recht der Wohnungsbeschlage übt die Gemeinde aus. Die von S o z i a l i st e n geleiteten Kommunen treten schnell zusammen, um sich über gemeinsame Wege zur Schaffung guter und preiswerter Kleinwohnungen zu verständigen. Vielleicht schafft ein Preisausschreiben gute Entwürfe. Dieser sozialistische Kommunalverband verfügt sicherlich über Mittel, um höhere Preise auszusetzen und damit stärkere Talente anzulocken als die knickrige und ausbeutungsgierige Bourgeoisie dies immer getan hat.— Wir brauchen ein Notgesetz, wonach bei Zwangs- Versteigerungen die Kommunen das Vorkaufs- recht erhalten. Gerade auf Erfüllung dieser Forderung ist großer Wert zu legen. Wir find der Auffassung, daß eine konsequent durchgeführte Beschlagnahme und der Aufkauf falliter Wohn- und Fabrikgebäude der Bourgeoisie höchst persönlich die Qualen der Wohnungsnot begreiflich machen wird. Bis jetzt wissen diese Herrschaften nur aus den Zeitungen, daß es—„eine Wohnungsnot geben soll". Nach unserer Kenntnis der Dinge ist es durchaus möglich, im neuen Berlin 20 000 Kleinwohnungen(1 bis 2 Zim- mer) durch Beschlagnahme zu erfassen. Bor allen Dingen kommen der Westen, der alte und der neue, die Vororte und die Villenkolonien in Frage. In die Pillenkolonien gehören die Kriegsverletzten. Kontrollbeamte haben darauf zu achten, daß in erster Linie Arbeiter in diese gesunden Gegenden kommen und die beschlagnahmten Zim- mer den erforderlichen Komfort keinesfalls vermissen lassen. So stellen wir uns nämlich den Dank des Vater- landes vor! Diese Beschlagnahme muß in ganz Deutsch- land durchgeführt werden. Jeder Haus- und Villenbesitzer hat den Umbau auf se i n e K o st e n nach Vorschrift der Wohnungsämter und Bauarbeiter- Organisation vorzunehmen. Die Heeresverwaltung verfügt noch über gewaltige Bestände an Baustoffen aller Art und der Minister für Volkswohlfahrt, dem be- kanntlich das Wohnungswesen untersteht, wäre gut beraten, wollte er diese schönen Dinge umgehend beschlagnahmen. Ueberhaupt muß bei den Behörden schneller und gründ- licher gearbeitet werden. Hierbei muß daran erinnert wer- den, mit welcher affenartigen Geschwindigkeit das Gesetz Groß-Berlin verschlechtert wurde. Die ausführenden Genossen müssen eben eine besonders kräftige Energie ent- wickeln. Verfallen auch sie etwa dem Laster der Erwägun- gen, so wird ihnen ganz bestimmt die Organisation Beine machen. Wir marschieren in das Stadium der Tat, wehe dem, der seinen Platz nicht ausfüllt. Neues vom„Demokraten" Dr. Engel Der Zentralverband der Angestellten schreibt uns: Trotzdem der alte Tarifvertrag für die kaufmännischen AngS- stellten des Elas- und Keranrik-Eroßhandels recht bescheidene Ee- hälter aufwies, erklärten sich doch die Angestellten damit einver« standen, denselben bis zum 81. Juli d. Z. zu verlängern. Für die neue Tarifperiode ab 1. August wurden von uns Forderungen dem Arbeitgeberverband übermittelt, die bei einigermaßen gutem Willen hätten durchgedrückt werden können. In der untersten Gruppe wurde z. B. für einen Angestellten im 21. Lebensjahre ein Gehalt von 600 Mk. verlangt. Die Gehälter, die die An- gestellten verlangten, sind in anderen Branchen, die ebenso unter schlechter Konjunktur zu leiden haben, längst überholt. Wenn die Angestellten nun aber dachten, bei dem Arbcitgeberverband Ent- gegenkommen zu finden, hatten sie sich geirrt. Ar-' hier treibt der Geist des Dr. Engel sein Unwesen. Unter F mg dieses echten Demokraten wurde jedwede Erhöhung der Gehälter ab- gelehnt, und als wir energisch darauf bestanden, wurde uns ge- sagt, daß ein Abbau der Gehälter um IS% unbedingt eintreten müsse, trotzdem in dieser Branche im vorigen Jahre und Anfang dieses Jahres ganz enorm verdient worden ist und sich auch'jetzt schon wieder die Geschäftslage bei den meisten Firmen erheblich bessert. Der von uns angerufene Schlichtungsausschuß machte am 10. September d. I. beiden Parteien einen Einigungsvorschlag, der nur eine unerhebliche Erböhung der Gehälter vorsah. Aber auch dieser Vorschlag, der einstimmig gemacht worden war. wurde von dem Dr. Engelschen Verbände abgelehnt. Die Angestellte� werden aus diesem Verhalten die Konsequenzen zu ziehen wissen. Sie sehen jedenfalls klar, was das Cesasele der Herren vom Schlage des Dr. Engel über den Wirtschaftsfrieden auf sich hat. Die Lohnbewegung im Berliner Vnchhandel Der von der Afa-Angestesitenverband des Buchhandels, Buch- und Zeitungsgewerbe, Zentralverband der Angestellten— in der Tarifstreitigkeit im Eroß-Berliner Buchhandel angerufene Schlich- tungsausfchuß hatte Termin auf Dienstag, den 12. Oktober an- gesetzt. Am gleichen Abend sollte eine Vollversammlung der An- Sestellten und Markthelfer des Groß-Berliner Buchhandels zum iwecke der endgültigen Beschlußfassung stattfinden. Die Funktionäre hatten beschlossen, nochmals mit dem Arbeite aeberverband zu verhandeln. Diese Verhandlung fand am letztet« Sonnabend statt. Der Arbeitgeberverband erklärte, infolge Ab- Wesenheit seiner Vorstandsmitglieder am Dienstag nicht vor dem Schlichtungsausschuß verhandeln zu können, wollte aber am Frei- tag, den 15. d. M. vor dem Schlichtungsausschuß erscheinen. Die Verhandlungskommission lehnte diesen Vorschlag ab, in dem ein Verschleppungsversuch erblickt wurde. Nachdem aber die Arbeit- geber erklärten, thre Mitgliederversammlung bereits am Frei- tag, den 15. Oktober zum Zwecke der Beschlußfassung über An- nähme oder Ablehnung des dann gefällten Schiedsspruches ab- zuhalten, stimmten schließlich die Vertreter der Asa der Verlegung des Termins zu. Die ursprünglich für Dienstag vorgesehene Vollversammlung aller Angestellten und Markthelfer im Eroß-Berliner Buchhandel findet nunmehr Freitag, den 15. Oktober, abends 7% Uhr im„Schultheis, Hasenhcide 22—31 statt. In dieser Ver- sammlung wird der Schiedsspruch sowie die dann vorliegende Ent» scheidung der Arbeitgeber- Versammlung mitgeteilt werden. Ferner wird auch endgültig über die weiter zu tresfenden Maß- nahmen entschieden. Alle Angestellten und Markthelfer des Groß- Berliner Buchhandels müssen in der Freitag-Versammlung un- bedingt anwesend sein. Asa, Ortskartell Eroß-Verlin. Deutscher Tranoportarbeiter-Berband. Roch keine Beendigung des Mühlenarbeiterstreiks Eine heute vormittag stattgefundene Versammlung dev gesamten streikenden Miihlenarbeiter Eroß-Berlins nahm den Cituationsbericht entgegen. Die Versammlung war einstimmig der Meinung, daß das Eingreifen der Technischen Nothilfe sowie die sonstigen Maßnahmen, der Unternehmer sie nicht irre machen kann an dem Festhalten in ihrer Einmütigkeit. Im Gegenteil, die Kollegenschaft gewinnt immer mehr die Ansicht, daß es hier sich um einen Kampf handelt, der heraufbeschworen ist von den Unternehmern, um die Arbeiterschaft zurückzustoßen in die vor- revolutionären Verhältnisse. Das kann und darf nicht sein, und sind die Mühlenarbeiter einstiiumia der Ansicht, daß der Kampf durchgehalten werden muß, bis der Schiedsspruch restlos an- erkannt ist. Hunger 4) «»man von Knut Hamsun. RD35iin? umher und sann über die Sache nach und konnte sie nickt los werden und fand die gewichtigsten Einwände gegen diese Willkür des Herrn, gerade mich für die Schuld aller anderen büßen zu lassen. Noch nachdem ich eine Bank ™"nd mich gefetzt hatte, fuhr diese Frage fort, mich °u vftchaftlgen und mich am Nachdenken über andere Dinae jenem Maitage an. wo meine Widerwär- uvh nnA 0o,Incn �tten. konnte ich so deutlich eine nach Zunehmende Schwäche spüren; ich wurde gleichsam �,�?att, um mich selbst dorthin zu steuern und zu führen. S? mJ,. 4e: eitt schwärm kleiner schädlicher Insekten gedrungen und hatte mich gleichsam ausgehöhlt. Wie, wenn es Gottes Absicht war. mich ganz- vernichten?! Ich stand wieder auf und ging vor der Bank auf und Nieder. ganzes Wesen befand sich in diesem Augenblick in h™ Mrm 1 �ual; ich hatte sogar Schmerzen in iirfi vermochte sie kaum zu halten wie gewöhn- iin tetzten schweren Mahlzeit fühlte ich auch fnn i'h umr übersättigt und erregt und spazierte hin und her ohne aufzublicken, die Menschen, die kamen und gmgen, glitten wie Schatten vorüber. Endlich wurde meine«ank von zwei Herren besetzt, die ihre Zigarren anzündeten und sich laut unterhielten: ich wurde ärgerlich und wollte sie anreden, besann mich alici und ging an das andere Ende des Parks, wo ich mir wieder eine Bank suchte. Hier setzte ich mich. Der Gedanke an Gott begann mich von neuem zu beschäf- ttgen. Es dünkte mich unverantwortlich, daß er jedesmal, wenn ich eine Stelle suchte, dazwischen trat und alles störte — denn es war doch nur das tägliche Brot, um das ich bat. Ich hatte bemerkt, daß. wenn ich längere Zeit Hunger gehabt. mein Gehirn gleichsam ganz still aussickert« und meinen Kopf leer ließ. Er wurde dann ganz leicht und abwesend, ich fühlte sein Gewicht nicht mehr aus den Schultern, und mir war. als glotzte ich jeden, den ich anblickte, mit allzu weit aufgerissenen Augen an. Ich saß auf der Bank und dachte nach und wurde immer erbitterter gegen Gott und die anhakenden Qualen, die er mir auferlegte. Wenn er glaubte, mich zu sich hinaufziehen! und mich besser machen zu können, indem er mich zu Tode peinigte und mir Mißgeschick auf Mißgeschick in den Weg legte, so war das Irrtum; das war sicher. Und fast weinend vor Trotz blickte ich empor und sagte ihm das ein für allemal in meinem stillen Sinn. Stücke dessen, was ich als Kind gelernt, fielen mir wieder ein. Der Bibelton erklang vor meinem Ohr, und ich sprach ganz leise mit mir selbst und legte spöttisch den Kopf auf oie Seite. Weshalb sorgte ich mich um das, was ich essen, was ich ttinken würde, in was ich meinen elenden Körper hüllen sollte? Hatte mein himmlischer Vater nicht für mich gesorgt, wie für die Spatzen auf dem Dach« und mir die Gnade erwiesen, auf seinen geringen Diener zu deuten? Gott hatte mein Nervennetz mtt seinem Finger berührt und langsam die Fäden in Unordnung gebracht. Und Gott hatte seinen Finger zurückgezogen, und Fasern und zarte Wurzel- chen meiner Nervenfäden waren daran hängen geblieben. Und Gottes Finger hatte ein Loch gebohrt und eine Wunde in mein Gehirn. Aber da Gott mich mit dem Finger seiner Hand berührt hatte, ließ er mich und berührte mich nicht mehr und ließ mir Böses nicht widerfahren. Sondern er ließ mich in Frieden ziehen, und ließ mich gehen mit jener Wunde. Und nichts Böses widerfährt mir von Gott, der der Herr ist in alle Ewigkeit... Aus dem Studentenhain trug der Wind Musik zu mtt her- auf; es war also nach zwei Uhr. Ich holte mein Papier her- vor. um zu versuchen, ob ich schreiben könne, im selben Augen- vlrck fiel mir mein Barbierabonnementsbuch aus der Tasche. Ich öffnete es und zählte die Blätter, es waren noch 6 Karten. Gott fei Dank! sagte ich unwillkürlich, ich konnte mich doch noch ein paar Wochen rasieren lassen und ein"wenig schmuck aussehen! Dieser kleine Besitz, der mir noch geblie- b«n, oersetzte mich gleich in ein« bessere Stimmung; sürsorg- lich Mattete uh d,e Karten und steckte das Buch wieder in Schreiben konnte ich jedoch nicht. Nach ein paar Reihen fiel mir nichts mehr ein; nlelne Gedanken waren anderswo, und ich vermochte mich nicht zu einer bestimmten Anstren- gung aufzuraffen. Alles und jedes wirkte auf mich ein und zerstreute mich. Fliegen und kleine Mücken setzten sich auf oas Papier und störten mich; ich blies, um sie zu verjagen. blies und blies immer stärker, aber umsonst. Die kleineu Tiere legen sich hintenüber, machen sich schwer und wider- fetzen sich, so daß ihre dünnen Beinchen sich krümmen. Sie ind nicht von der Stelle zu bringen. Sie finden etwas, woran sie sich festhalten können, stemmen die Beine gegen ein Komma oder eine Unebenheit im Papier und bleiben so lange unbeweglich, bis sie es selbst für gut befinden, sich zu entfernen. Eine Zeitlang beschäftigten diese kleinen Untiere mich, ich kreuzte die Beine und ließ mir Zeit, sie zu beobachten. Plötz- lich zitterten ein paar hohe Klarinettentöne aus dem Hain zu mir herauf und gaben meinen Gedanken eigen neuen Stoß. Mißmutig, weil ich meinen Artikel nicht fertig brin-� !ien konnte, steckte ich die Papiere wieder in die Tasche und ehnte mich zurück. In diesem Augenblick ist mein Kopf so klar, daß ich die feinsten Gedanken denken kann, ohne zn er- müden. Wie ich so in dieser Stellung liege und den Blick über meine BrrFt fort die Beine entlang schweifen lasse, ge- wahre ich die zuckende Bewegung, die mein Fuß bei jedem Pulsschlag macht. Ich richte mich halb empor und sehe au, meine Füße, und in diesem Augenblick überkommt mich eine phantastische, fremdartige Stimmung, die ich nie zuvor emp- funden; ein leiser, seltsamer Stoß durchfährt meine Nerven, wie wenn Schauer kalten Lichts sie durchzuckten. Ale ich meine Schuhe ansah, war mir, als hatte ich einen guten treund getroffen und einen losgerissenen Teil� Mernes elbst wiederbekommen; ein Wiedererkennungsgefühl durch- zittert meine Sinne, Tränen treten mir in die Augen, unc> mir ist, als feien meine Schübe ein leise rauschender Ton, der mir entgegenschlägt. Schwäche! sagte ich hart und vaure die Fäuste und sagte noch einmal: Schwäche! Ich verspotte� mich selbst wegen dieser lächerlichen Empfindungen, nracyle mich mit vollem Bewußtsein zum Narren, redete streng uno> verständig mit mir und kniff die Augen mit Gewalt zui- men. um die Tränen zurüazudröngen. Wie wenn i# w*' Schuhe nie zuvor gesehen hätte, fange«ch�an,'hr U"-» zu studieren: ihre Mimik, wenn«h den Fuß bewege,) Form, das abgenützte Oberleder, und dabei entdeckeich.dß ihre Falten und Bitzen Nähte ihnen Ausdruck verleihen. ihnen Physiognomie geben. Etwas von'n�yW'S"r.H Wesen war in diese Schuhe übergegangen, sie wirt.en aus mich wie ein Hauch gegen mein eigenes Ich, ein atmende» Teil von mir selbst. �«(Fortsetzung folgt.) Neue Lohnsätze der Kellerarbeiter . d- Mts. fand eine stark besuchte Versammlung der im ZZeutschen Transportarbeiter-Verband organisierten Kellerarbei- ter-,-arbeiterinnen und Kutscher aus den Weingroßhandlungen. sowie Likörfabriken statt. Nachdem am 29. v. Mts. eine Ver- fammlung der Vertrauensleute und Betriebsräte abgehalten wurde uird diese beschlossen hat, den Mitgliedern die neuen Ab- machunaen zu empfehlen, wurde nach sehr eingehender Aussprache die Zustimmung zu folgendem Lohnabkommen gegen wenige Stimmen gegeben:' l. Der Wochenlohn beträgt für männliche Arbeiter vom vollen- deten 20. Lebensjahre an bei Eintritt in den Beruf 2Zb M., 2. nach halbiähriger Berufstätigkeit 240 M.; 3. nach einjähriger Berufstätigkeit 24ä M.: 4. Kutscher erhalten pro Woche 10 M. mehr. 5. Der Wochenlohn für Arbeiterinnen vom vollendeten 18. Lebensjahre an beträgt beiin Eintritt in den Berus IW M.: «. nach halbjähriger Berufstätigkeit 100 M.: 7. nack, einjähriger Beruistätiar-it W:."tr.iMiontnnro»:«.,»« jn Likörbetrieben er- soweit sie ausschließ- ......----------------------------- �.chästigi find, erhalten «tnen Zuschlag von 10 M. pro Woche. In den Weingroßhandlungen tritt die Crhöbung der Lohn- säße erst nach ein- bezw. zweijähriger Berufstätigkeit in Kraft. Gedruckte Vereinbarungen find im Verbandsbureau, Engel- Ufer 13, Zimmer 38, zu haben. Tarifbewegung der verufsdetelti»«. Die Bereinigung der Be- rufsdetektive.(I. D. II.) Internationale Detektiv-llnion. Angestelltenverband e. V.. Sitz Berlin-Schöneberg. Hauvistr. 93, steht mit den Arbeitgebern ni Tarifverbandlungen, die bis zum 13. d. Mts. beendet sein sollen, andernfalls am IS. d. Mts. der schlich-. tunasausschuß Groß-Berlin fich mit der Regelung befassen wilst Dieses ist seit Bestehen des Detektivberuss der erste Angestellten- verband und die erste Bewegung um eine Besserstellung der An- gestellten dieses Berufes zu erreichen. Die Vereinigung bezweckt, wie wir hören, die Ausmerzung aller unsauberen Elemente im Achtung? Konditorei-Personal! Die Tarifverhandlungen find «scheitert. In der am 14. Oktober, abends 7 Uhr, in Schutzes Zrachtsälen. am Königsgraben 2. stattfindenden allgemeinen Sektionsversammlung wird Bericht erstattet und über die weiteren Maßnahmen beraten. VerbindlichKeitserstlärrniq des Angesteiltentarifes der Metallindustrie Der Tarifvertrag vom 28. Juni 1920 für die kaufmännischen und technischen Angestellten der Groß-Derliner Metallindustrie ist nebst dem Elflänzungsvertrage vom 15. Juli 1920(Kunstgewerbezeichner) am 8. Oktober 1920 für allgemein verbindlich erklärt worden. Die allgemeine Verbindlichkeit beginnt mit dem 28. Juni 1920, Hinsicht- lich der Gehaltsbestimmungen und Gehaltssätze mit dem 1. Juni Durch diese Verbindlichkeitserklärung siird alle Groß-Verliner Metallbetriebe, die dem Verband Berliner Metallindustrieller nicht angehören, gezwungen, ihre gesamten Angestellten nach dem Tarif vom 28. Juni l 920 zu entlohnen. Die Betriebs- und Angestellten- räte muffen unverzüglich darauf dringe», daß die Neugruppierung und die Nachzahlung ab 1. Juni 1920 erfolgt. Tarifverträge und die Ergänzungen hierzu sowie die gedruckten Protokolle über die-Tarifverhandlungen, welche zum Verständnis des Tarifvertrages unbedingt notwendig find, find in der Geschäfts- stelle des Ortskartells Groß-Berlin der Afa, Belle-Alliancestr. 7/10, täglich von 10 bis 2 lifo Sonnabend von 10 bis 1 Uhr, außerdem Montags und Freitags von 5 bis 7 Uhr nachmittags zu haben. Es empfiehlt fick, daß möglichst Sammelbestellungen aufgegeben und die geforderten Exemplare zusammen abgeholt werden. Der Preis des Tarifvertrages ist 1.30 Mark. Afa, Ortskartell Eroß-Berlin. eh»««!!**, A»lerr»«I.«De Itrbeit« unk Srr-üUitanM, kie iwOche» 87. OTotJ IftJO uni 10. Sfjrit IffiO entlr.fien»oibtn st»d. lortnctt sich mit ber ilrb:it»b«Icki?inigi>»z bei« Horftanb ott»bmolin«« Kauot-v>a»ichutz- leflttc, Ablershsf. metbrn zw«L« Zfach-ablun,. Xti XtbtlUicat. Schulnot in Groß-Berlin Am 12. Oktober beginnt ein neues Schuljahr. Damit hält im Schulwesen Groß-Berlins eine tiefgreifende Neuerung ihren Ein- zug. Die Eröffnung weltlicher Schulen. Leider gibt es neben diesen Lichtseiten im Schulwesen Groß-Berlins auch Schatten- feiten. Vom Schatten wird in überreichlichem Maße der Süd- ostcn Berlins getroffen. 1300 Schulkinder sollen mit dem 12. Ok- tober von Neukölln den Schulen im Südosten Berlins überwiesen werden. Man eröfinet nun nicht etwa neue Klaffen für diese Kinder, sondern erhöht einfach die Zahl der Kinder in den Klaffen der betroffenen Berliner Schulen aus 33. Durch dteses Schiebe- system verlieren 30 Lehrer ihre Stellung. Kein Fünkchen sozialen Verftändniffes scheint bei den Herren vorhanden zu sein, welche die Verantwortung für dergleichen Anordnungen Übernammen haben. Kennen diese Herren»ich: die Not der Junglehrer? Man komme nicht mit dem Einwand, die 30 Lehrer werden in Berlin untergebracht. Würden nicht 30 Neuköllner Schulklaffen aufgelöst und würden deren Kinder nicht auf bestehende Berliner Schulklaffen verteilt, dann mutzte Berlin nicht 30 Neuköllns: Lehrkräfte beschäftigen, sondern könnte Neueinstellungen vor- nehmen. Wo bleibt jedoch vor allem die Rücksicht aus die Kinder? Vor kurzem wies Gen. Dx. Moses in einem Leitartikel der„Frei- heit" auf die geschwächte Gesundheit der Kinder hin. Grauenvoll waren sein« Schilderungen, und doch waren sie nicht zu schwarz: das weiß jeder, der im Schulleben steht. Jene Herren aber, die verantwortlich sind, für die neuerdings erhöhte Frequenz in den Berliner Schulklaffcndes Südostens, scheinen eine Uebersüllung der Schulklaffen für das beste Heilmittel gegen Tuberkulose zu halten. Es steht fest, daß sich Neukölln in Not befindet. Schon viele Jahre hindurch hat es fliegende Schulklaffen, wie sie Verlin früher auch kannte. Durch die Energie der sozialdemokratischen Stadtverordneten find in Berlin diese Zustände beseitigt worden, während in Neukölln— vielleicht aus finanziellen Gründen— nicht in nötigem Maße für Schulneubauten gesorgt worden ist. Unter dieser Nachlässigkeit darf man jedoch keinesfalls die Berliner Kinder leiden laffen. Das sozialistische Groß-Berlin muß einen anderen Ausweg zur Beseitigung der fliegenden Klaffen Neuköllns finden. Wie wäre es mir Barackenbauten als Not- behelf? Auf jeden Fall muß aber die Anordnung rückgängig gemacht weroen, die durch Ueberfüllnng der Klaffen die Gesund- heit von Kindern und Lehrern schädigt und die Not der Jung- lehrer vergrößert. Was m anderen Städten— Leipzig und Drcs- den haben höchstens 40 Kinder in einer Klaffe— möglich ist, muß Eroß-Berlin auch leisten können. Eltern und Lehrer im Südosten Berlins, schließt euch zufam- men, wendet euch an die zuständigen stellen und zwingt sie zu Magnahmen, die dem Geist der Zeit entsprechen. Musik und Kunstlehre haben in den kurz bevorstehenden Kursen der Lichtenbergcr Volkshochschule(Verwaltungsbezirk 17) weit- gehende Berücksichtigung gefunden. Professor Karl Thiel- Charlotenburg beginnt am 13. Oktober im Lichtenberger Real- gqmnasinm an der Parkaue(achtmal Mittwochs 8—9)4 Uhr mit Ausnahme vom 10. und 17. November, Hörgeüühr 0 M.) Vor- leiungen mit musikalischen Erläuterungen, die er„Höhenzüge der Instrumentalmusik� betitelt hat. Josef Haydn, Beethoven. Schubert. Schumann, Brahms. Berlioz, Liszt, Strauß und Arnold Schönberg werden u. a. in den Kreis der Betrachtungen gezogen werden.— Direktor Dr. Bolle- Karlshorst wird im Kant-Realaymnafium in Karlshorst unter dem Thema �Richard Wagners dramatische Kunst" eine Ein- sührung in das Verständnis der Tondramen Wagners mit musi- kalischen Demonstrationen(am Flügel: Dr. Ender) darbieten. Beginn der Vorlesungen: 14. Oktober(zehnmal Donnerstags 8— Oy, Uhr. Hörgebiihr 7,50 M). U. o. werden das Leben und Wirken, die Iugendwerke(Der fliegende Holländer— Tann« Häuser— Lohengrin) und die Hauptwerke Richard Wagners (Meistersinger— Tristan und IiOlbe— Ring— Parsival) be» trachtet werden.— Dr. B. Daun- Friedenau wird im Cecilien» Lyzeum in Lichtenberg am 10. Oktober(zehnmal Sonnabends 8 bis 9)4 Uhr. Hörgebühr 7,50 M.), Vorlesungen über„Große Bildnismaler aus alter und neue st er Zeit" de- ginnen. Lichtbilder und Lumisresche Farbenaufnahmen werde» das Verständnis für die Betrachiun� von Gemälden von Dürer, Holbein. Lionardo. Rafael. Tizian. Rubens, van Dyck. Rembrändt, Halz, Valeiquez. Rynolds, Eainsöorough, Feuerbach und von modernen Nealistcn, Impressionisten und Expressionisten erleichtern.— Im„Offenen Z e i ch e n l a a l" wird Maler und Zeichenlehrer M u l l e r- Lichtenberg in einer Arbeits- gemeiiffchast praktische Uebungcn zum Erarbeilen von Verständnis für bildende und angewandte Kunst(Schwarzweiß-Kunst, Graphik) veranstalten. Beginn de- Hebungen: 12. Oktober im Realgymnasium an der Packaue.(Zehnmal Dienstags 7—9 Uhr abends, Hörgebühr 7,50 M). Schwangerenberatung in Neukölln. Die von der Stadt Neu« kölln im Einvernehmen mit der Direktion der Brandenburgische» Provinzial-Hebammenlebranstalt geschaffene Einrichtung einer Schwangeren- und Wöchnerinnenberatungsstelle im Gebäude der Hebammenlehranstalt. Neukölln. Mariendorfer Weg 28/29, ist nach den an amtlicher Stelle gemachten Beobachtungen noch nicht all- gemein bekannt. An genannter Stelle findet unter"Mtung des Oberarztes der Anstalt einmal wöchentlich, und v Donnerstags von 5— 6 y. Uhr, eine Sprechstunde für werdende Mütter und Wöchnerinnen statt, denen sowohl in gesundheitlicher, wie wirt- schaftlichcn und juristischen Fragen unentgeltlich fachmännisch« Auskunft und Beratung zuteil wird.— Neben dieser eigentlichen Schwangerenberatung besteht im Neuköllner Rat« hause, Zimmer 220, 2 Trevpen, eine allgemeine Frauenberatuiyrs- stelle, in der sämtliche Fälle von Frauennot und Frauenratlosig« keii behandelt werden. Diese Dienststelle, die unter bewährter weiblicher Leitung stefo ist täglich(außer Donnerstag) von 11 bis 12 Uhr geöfsnet. Zunahme der Einäscherungen. Die Zahl der Einäscherungen in den deutschen Bestattungen war im Laufe des Jahres ettras zurückgegangen, ist aber im August wiederum um so viel gestie- gen, daß die ersten acht Monate des Jahres bereits eine klrine Zunahme gegen das Vorjahr, van 11 110 auf 11 143 brachten. Insgesamt find bis jetzt in Deutschland 140 099 Leichen einge- äschert worden. Im August fanden 1177 Einäscherungen statt, und zwar in Augsburg 1. Baden-Baden 7. Berlin 270, Brarrn- schweig 15, Bremen 49,(Chemnitz 45. Coburg 15, Danzig 9, Dai m- stadt 4, Dessau 8. Dresden 58. Eilenach 20, Eßlingen 2, Frank- fürt am Main 20 Freiburg 6, Friedberg 2t Gera 17, Göppingen 3, Görlitz 15, Gotha 43. Greifswald 0. Hagen 2, Halle 10. Hamburg 01, Heidelberg 12, Heilbronn 5, Hirschberg 8. Jena 19, Karlsnihe 0, Kiel 10. Königsberg i. P. 12, Konstanz 2,.'Krefeld 0, Leipzig 89, Lübeck 5. Mainz 20, Mannheim 32. 3X.tv ningen 6. München 43. Nürnberg 15, Offenbach 10, Pforzhein, 0, Plauen 10, Pößneck 7. Reutlingen g.-Sonneberg 10, Stuttgart 31, Tilsit 3, Treptow 43. Ulm 7. Weiniar 8, Wiesbaden 18, Zittau 15. Zwickau 10. Charlottenborg. Der Leiter der Schwerhörigenschule hkilt, mit Ausnahme der Ferien, an jedem Mittwoch und Sonn- abend, von 12—1 Uhr. in der städtischen Schwer- Hörigenschule, Spree st r. 22. eine pädagogische Spruch- stunde ab, in welcher den Angehörigen von schwerhoriaen, er- täubten und taubstummen Kindern unentgeltlich Rat und Auskunft erteilt wird. Der Weltuntergang. Die Frag« nach dem Weltuntergang hat für den klardenkenden Menschen eigentlich nur einen deschränkten stehen wie dem Vergehen alles Seins erzeugte. Um diese Ding« hat die Zeit einen dichten Sagenschleier gewoben. Mit diesem ist aber dem Frager nicht gedient, denn er wünscht eine richtig« Sl -Gl WM kom8'* 5« 1U �MtkommBn, fintjen tie )d«a,.uberra,then- des. Ihnen besondere Freude Be- w8ed"fM-""»"er wieder werden Sie die "�""prteWeerken. jjen.die einKauf bef un« Äb£*-0e""£" aisem finden lle bei um »«ete das Allerneueste Modernste zu den bll' liflsten Preisen w:e Könlastr. ZZ usausseestr. 113 Am Bahnhof AlasanckarplaU U,f»«attincr Bahnhof Diesen Mantel, z« hm ein ganz vor« zitglicher Stoff verarbeitet ist, weich, flauschig, au» rein« Wolle und in schSnen grünen und hellbraunen Farbtönen dezent fcerkrt Seine Verarbeitung ist streng modern und elegant mit schönem großen, hoch- stülpbaren Kragen und großen Manschetten. Und unser Prei» für diesen in jeder Beziehung de- gehrenswerten Mantel, ist doch nur �'c' � aus die �»gebnike der»u>de:nen Wij!ci>ichaft Itutzt. Das ist der Gegenstand einer sieben Doppelstunden währen- den Vortragsreihe, die Herr Felix Linke an der Lichten- berger Volkshochlch'.'le(Gecilien-Lyzeum, Dienstags von 7—9 Uhr) am l2. Oktober beginnt. Den eigentlichen Inhalt der Vorträge bilden Betrachtungen übe: die kosmische Stabilität des Erdenlebens: die. einzelnen Möglichkeiten de: Gefahren für das Erdenleben werden erörtert. Letzten Endes ist ja die Frage des Weltunterganges nur ein Teil der Frage nach dem Werden der Welten, die Gegenstand des 1. Kurses des Herrn Linke gewesen ist. Aber die Neugier des wissensdurstigcn Publikums richtet hch. auch auf das Wie des Untergangs, und das wird in dem Zyklus «rörtert werden. Hörerkarien für diese Vorlesungsreihe sind zum Preise von 5,23 Mk. in der Geschäftsstelle der Volkshochschule, Rathausstr. IS, Baracke 2, täglich von S— 7 Uhr zu haben. Di« neue Nummer der„Freien Welt" bringt vieles, was die Arbeiter interessiert. Wir weisen aus folgende Beiträge bin: einen reich illustrierten Artikel„Berliner Rummelplätze", her„Ar- beiter-Büchertisch". der Besprechungen politischer Broschüren, sowie von Belletristik und neuen sozialistischen Zeitschriften bringt. Für die sportliebenden Arbeiter ist ein Bild und ein kleiner Artikel berechnet: die Schaspieler finden die Scharubrik und die Frauen wird die Erzählung„Aus Fabians Garten", die Ee- schichte eines Arbeiters, in den sich die Tochter des Bürger- meisters verliebt, interessieren.„Der schlafende Knabe" von Rembrandt und das Gedicht„Aschen der Soldaten" mit einem Bildnis des großen Dichters Walt Whitman. ergänzen das viel- feitige Heft, das nur 6g Pf. kostet, auch nach der Richtung der Kunst hin. Gefunden. Eine Brieftasche mit Inhalt, eine Mitgliedskarte der U. S. P. D. usw. auf den Namen Max Rosinsky. Abzuholen bei Gastwirt Fike, Alt-Landsberg. Poststr. 13. Die gewesenen politischen Gesangenen und Inhaftierten wer-- den ersucht, sich zwecks Anmeldung ihrer genauen Ansprüche in der Zeit von 2 bis 6 Uhr nachmittags, in der Manteuffelstr. 72, Lokal Bar, zu melden. Der Ausschuß. Aus den Organisationen 1. Zlftrttt. 6. SIBieiltiitg. Set Zahlwarge» sind«! I)< alc nicht stett. Leknnnt- «.lsolgt NS-B. z.»iftritt. 1. Abt«!l»»q. Mittwoch,«fcenfc? 7 Uhr, genirlnsom» Z-Hl-Bend ■ Bei Nickel. Teltow«! Sit. IB. 4. Sip-ttt. litti.ias, 7 Uhr, ist«bteiliing». Obleute der l-«»ui«ete» Nominttnon bei««Änel, Ä-lliB«r oit. 40.,.,,....„ 4. Dütritt. 10. ABtelwng. Mittwoch, g-metnlcheftliche: Zehl-B-nb B-i Pro- hnsle. Sooenick«! Sit. 6.„ S.»ift'i«. Lbt-ilnnn<,!ühr-i.?ill-tts zur„Prol-t--ijch-n Feierstunde" Bei """oBsirohs 24, abholen. Lebensmittelkalender •fett! gcjtnttn. Er-ch-inen i(k««Bedingte Ptti-Ht....„. 5. Siit'i». 0. AB-eil«no.. Mittwoch. l!l. Lttober,»Bends 7 Uhr, Zahlabend .- Bei-tilslatu:«»,. IS. Si-trikt.«IN lZ. Oktober. 7 Uhr. vollfitiung der As-tationskoini»,,si-n Sei O. M-rr. LNienourgec Str. w. Wahl des Obmannes.„. 18.?i!teitt. Bildungskamintliton. Tlenstap. 7 Uhr. Sei vaNcr.?ant,tr. 07. OBe-ichönew-ibe. Tienstag. 7>. Uhr.!!>-rü.tnbssii!»ng Bei Zninerg. W-ihe,-!«-. TnraBtzrng der Btldunaskanimissieii. Dienstag.� 7 Uhr bei«afche. Sdlershal. Oi-nstag, 7>4 Uhr.»Iiionsratssitzunz bei Miethke. Oppenitr. 56. Mrttwech Zablabend im Beziriglakol.. v So,.?eoletatierjU!>-»b. Gruppe Osten. Heute. 7 Ubr abends, wichtige Mit- glieseroeriamniluiig bei Narnp«. Gubener Sir. 12. Eischeinen aller natwendia. Sazialistilch« Pr»letart«ri»qind, Berlin, Weddiug-■ Heute,'zo Uhr. in der Schuir Müller- Ecke Triftsnag»..Zimmer 8, Eintührungsabcnd be-tehend aus Musikvorträgen, Ansprachen. Rezitetionei! llsw. Gäste willlaininen. Saziiilistisch« Proletarieringenb, Gruppe Süden. Heute. 7 llhr� pünktlich, Gruppenabend. Portrag: Die Gewerkschaitcn. Neserent: gngendaen. ,r. Kruschle. Teaung-orl: 112. Gerneindeschule. Wailertaritr. 81. glalsenzirnmer 18. S»8. Proleterierjng-n» Eh»rl»ttenb«>g. Dienstag. 7!? Uhr, Mi!gl>eder°°r- sarnrnlnng bei Much», Nofinenstr. 7. Vereinskalender Zentralaertand»er Maschinisten. Sonntag, de» 17. Ottober, G-neralo-rsamni- lung l siehe Znserat). Deutlcher Werlnieifter-Berba,».«ezirksverein 25. Bersammlung Dienstag de« 12. Oltooer, 7'h Uhr, in Haoerlands FestsSle«. P«rtrag des K»l>«Z-n Rotae. Deutscher«errmeister-Verdand, Fachorupp« MetaNschrauben-Indusiiie. Werk- meister-Persammlung heute nachm. 7 Uhr. im Schultheiß. Neuo Zakobstr. 24-25. Weltmeister der Zigaretten-Industrle. Allgemeine Versammlung heut«, 7sb Uhr, im Schultheid. Neue Zakobstr. 24-25. � �, Aentraloerband der ilneetteNte». Fachgruppe 171 sNahrangx»nd Genuß- mittel-Zndnstrie und-Handelt: Fachgruppenoersammlung an, IS. Oktober,-bends 8 Ubr. M.istkersäle, L°i,e,-Wilh.:m.Tt. Zl. Fachgruppe t?» iHochbnug-w-'be,: OesZeniliche Verjammlnng an, 12. Oktober abend- 7>h Uhr, Sophiensal«, Sophien- strage 17-18..< «olk-sürsoeg«. Pertranen smännerversammlnna am Dienstag, d«, Ii. Oktober, adends 7 Uhr. Thema: Die Neuorganisation'in Sreh-Verlin. Abteilung Tegel (Bezirk 801 Bei Andresen, Schlieperftr. 8». ABteilnng Westliche Borerte am Den- ----.—--- 1---■ �-■'—"i' 75 und-8 am Don- aoenos r uvr, oer a-rzi----V» �0d 07 in Oranienburg, im Siralsunder Hos. StraMinder Straii-.. Gastwirt sangeliellte ll. S. fi.®. Der todl-Parmiitag findet»an jetzt ab Weinbergaweg 2«. bei Gerhold, Nestallrant, statt. Gee-en Darlegung de, Leben-inittel-Answeiies werden Vv Zentner Kartosseln s« «zops an diet-nige« Einwohner ausgegeben, deren Name mit dem Bitch>raB-, L— Z beginnt. Teerten,. Auf Abschnitt Ii! der Berlin-Troptswer SeBrnsiiiitielkart«>25 Gr. Kunsthonig. Auf ABschnitt SO der B-Ilin-Treptower Lebrnsmiiteltarte 2 Pakete Sügsroff. Tteglit,. Anmeldung»SM 11. Bis 18. OktoBer: i!5,W M. nn» 1000 Gr. Teigwaren zu 4 M. aus Abschnitt 18. Perkaus aom 14. Bis 18. Oktober! 250 Gr. Zerealirnmehl ans Abschnitt 8l der Seglitzer Karte zn 0.85 Sc. Njtlmeradoes. ,7» Er. Zucker tZnlandszi-tkerV aus Abschnitt 08.«!?«r.»u« .andszullcr oul Abschnitt 0g der.Zuckerkarte(5t die.Zeil Mm l. dr--t. O>» tober d.?. Ans�di« Pe-iMkerie sux Einzelpersene»(12. Au-gadG gelb�.M Gr! Marmelade aus V 4.50 M. tiir 1 Pjl'.nd. Paraameldnng für den Pezug veie 1 Dal- Malzerirakt sür Personen im Alter»an 85 Fahren»«d-darüber zun« Preise von 4,80 M. Paranmeldung für den Bezug oen 8 Päckchen Milchsiin« speisen sür Kinder im 1. bis 14. Lebrn-fahrs zum Preis«»°n 0.55 M.>e Pack» chen. Für Kriegsbelchädiate o»n 80 Prozent Erwerbsunfähizkeit Und darüber: 4 Psund Nährmittel, l Dose kandenstert« Milch. Für werdend« Mütter: 4 Pfd. Näormittel. 50 bis 200 lhr. Trockenganzei t8,t0 Ii?, pr« 50 Gramml. 1 Dale Malzertrakt. 8 Sit.. 8 Dosen Kondensmilch je 5 SS.(nur im 4. Bis ein» schließlich 8. Monatl, 1 Päckchen Milsir. 0,85 M.». Für stillende Miitter: 50 bis 200 Kr. Trockenganzei, 1 Dose Malzextrakt. 8 9t., I Päckchen Ailfix 0,35 M. Teltow. 250 Gr. Ferealmehl für 75 Plg. aus Abschnitt 25. Ans die Kranken- mehlkarte entfallen 050 Kr. Krankenmehl sür 2.85 Sl. und 850 Gr. Zveizenmehd sür IM.— Fettwochenmenge 70 für. Butter sür 2,45 W.— Mittwoch, nach- mittags von 4 bis 0 Uhr Berkauf von kondensterier Maaemilch an Personen im Alter von 65 Zahlen lind darüber svwie an KriegsBelchäMoie. Aus jeden der vorzulegenden Ausweis« entsälit eine Büchse für 1,70 M. Der aus den Abschnitt Nr. 00 der Zuckerkart« und aus die Zuckerzusahkarten für Kinder entfallende Zn« landozucker kann von beut« ab bei den Kanfleuten entnommen«erden. Prei» für 75« Gr. 8 M.. für 500 Gr. S M.; für 875 Gr. 1,50 M. und für 25« Gr. 1 M. Beranfworllfck, für die Nedaktion e» SieBfchüst. Berffd-Friedeuau. Ptr» anfwortlfch für den Znleratenfeil Ltidwli» Kanreriuer. fkarlshortt..-» Verlagspenostenschast„Freth-tt" e.» m b. H.. Berti».— Druck dir„Freiheit"» Druckerei G m. b. H. Perl!« G 2. Preff« tZfraii» Z-f. Soeben efsehiemen! MisA Horrefponno«} Hr. 12-13 Aus dem Inhalt: M. Golki: Wladimir Jljitsck L-»i»./ 91. Lenin: Erfolge«nd Schwieria- teiten der Sowjetmacht./ L. Troyki: Die Arbeiterklasse und ihre Eowjetpolttik./ hadijejoiiun» Pettenkof6rstr.29 ÜnlöHStr. 113 114 ZtMlvnbM wMMWMStji« «-(aiait»st.n.«roß-B»lh. IMkütltlMMIMMglMNtlMINItzMMtzMW «»» Sovntag.». 1 7, Osttvber »ormiltags n Uhr finde«>» Festfäle. Wtberiiwße 1 7 Ge»tt6!M!üWlW ftalt. Tagesoibnung: 1. ckvasti eine» tvevoN» mijchtlgte« S. Kaste., tieeicht g. Berieht der Bevnmeltneeg 4. almtv»,,« lZ. Dmefchirds»«» S» ist Pflicht sedes-Ivzei.e» Kollegen, pündilichzu erscheine«. Die Ortsoetwaltnug. Peutfchrr Bae>«vbeierv»e?ba»» Berein Berti» Iratbohrrr,e»»iud»» ; bohre», Reibahle», Eehueir- ?«lleiuea, Kvlzfchraubeu allst e. FSrster, Gharloitdg., Reue Sheistftr. 7, Hof lind» par«. MM üet Ge«il!Se- M SWM« — �—-..... Filiale Grotz-Derli«.>- � Die für heute, Dienetag. den 12. vktsbee 1920, angesagte Bersammlung in der BShom-Brauerei findet wegen des gegen die ruffifche» Genossen erlassenen Redeverbote» niekt statt. Die Ortsvern>altu«g. 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Recd; Die revolutiot ire Bewedang in AmeHU� t Ar�n-RalU: �e sonritstische Ee./echind in Ruminien./ J. Mercblewtkl(Ks�sUT: Polen und die Wellrevolnttcn./ W. Mstatin. Zwei Jahre Ökonomischor Diktatur de. ProlelariaU in Ruiland./ A. UnaUchwria; Dt. Sowie tmachl und che Denkmäler dea Allerioau./ M. Gorki: Die Internationale der InleUektueUen./ Korrespondemen der „Kommunistischen Internationale"./ Dokument« der Inlornaiionalen KwnjDO.r.HaeSejI �Bewegunü./ Vom der Tätigkeit des Exekutivkomitee» der Kommunistitc�en Internationale./ Helden und dwtyrcr der prole- tanschen Revolution./ Au* der internationalen kommacj�tisckcn Freske./ Berichte und romte. 275 Seiten. Preis Mark 6,—. Auslicferungsstcllc für Deutschland: M-ßÄMMml, Sari§op MG. Lmis kaMey. Havdaig. II . W«! I IltM-WM 000 Aevlewpett 130 Ittic. an 5S5 n IC6„ ,» 333»» 08 n M inkl. Laxauteucr. Jeder Ring ist»ogcnlos aus massivem Golde hergestellt bei voller Garantie für Feingehalt I 1 Jede QröOc am Lager. <3. ASb. 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Welch,«hssrokiere stostem steh in der«h» Oh? Welch»«horakter» ziehen sich an? 80!! man ösn Lekönsten kLiraten? Bio Ksenst, einen gesund«« OUnnm»n helioMMe». «ssenns bleiben so viefe lMBdchrn fitzo«?.... W>» konm di« Kran den SNana in bt* PH» fesseln* «DU sb am Wkn.ee behandelt. Aorten jo SdtO, g.S»,«.50. 5.50 mit Stenn n der«drudkeUa. Kassenil jsaontz 1 Stund» nur Beginn._ Erscheint nur einmal Kifflinal ftxnui WumU nium! Nickel I Stanniol- papior! CarriiffUirv! Gtithjrrvmpfnsche b. 150! Salpctersaureo Silber! mmm, (l>o(*brMd:I EttborbroeSpl �laitinobUMcI Taaesprclfe! CEbctmetoU« � l 3 j�q�chrrfh'. 31 � Kupfer SNessing, Blei, zink Quecksilber zahlt millberbletbare Preis« Lychener Str. 5 an der Hochbahn Tauziger Sir. SUMuns I Privatorrkänferu. Hanbnwsker! Für Metalle �»hlt nnr di- höchste» Preise WMMMMsU ZensstiDneii sind unseie Preise fiir NupIrnTs vi«!, Zlik-ii, Zinn, WaiBmotafl, OtMcheillMe I. 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