Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Montag, 18. Oktober 1S20 Nummer 441» Abend-Ausgabe •b«ttxfllttt* er(®ftirJ«ntnt* rat raetaiUlun, Crant««. rat(Bratog« tna einmal. So Btjng�jTtli tettäji btl frrin R-ftellnai in» Hau» ffli»roil-Berli, 10,— m. in DOTcar zahlbar,»o» bei Sptbilion srlbp»bhthol» 8,!» M. Filr Post» t«I»t»rhmen sZmilich» Poslanftallr» Brftrlliinoe» entgrarn. Unter Streifdanb bezogen«, Dentichle ad»ob Oesterreich l«,io M., für da» Übrige«uelaich 2l,S0 M. p-züglich Dawia�losschlag. per Brief Hb vcntfchland rat Oesterreich SB. •ty.tttU« rat«rata«i«raUa«(.«raw» Strafe«••«. Bit achtgefraftra««onoareillezeNe aber terra«anm tastet S,—**.«tnfchstestNch Senernng», Uschlag,«leine Anzeige»; Da» fritgebrnchie Worl 2,- SB., jebe» weiter» Wort l,S0 W., einschließlich Tenernngszuschlag. Vansenb» Anzeige» lau, �-ris. »amilirixAnzrigen und Stellen-Drsuche Z,Z0 M. netto pro Zeile. Stella ich» Li WorteAnzeigen: da, settgebruchle Wort l,SS M., lebe» weitere Won. 33. Falchmqa: Se-tnu- 2030, 2841. Uli 4803. 4838. 4648, 4833. berliner-Orffon bpr VnafiMitß/gen SojinlömwFratfc S>eat/WtonöB Die Entscheidung ist gefallen. Ein Teil der Delegierten zu dem vom Zentralkomitee der U. S. P. D. einberufenen Parteitag hat seinen Austritt aus der Partei vollzogen und ist in das kommunistische Lager übergegangen. Die revolutionäre Arbeiterbewegung ist durch diese Spal- tung für den Augenblick geschwächt worden. Statt Zu- sammenfassung aller Kräfte im Kampf für die Eroberung der Macht und für die Verwirklichung des Sozialismus haben die Kommunisten unter dem Druck von aujjen die revolutionäre Massenpartei des deutschen Proletariats zersetzt und ihre Kraft zersplittert. Die U. S. P. D. hat stets uner- fchütterlich und unter großen Opfern den Kampf für die Grundsätze des revolutionären inter» nationalen Sozialismus geführt. e» vvi?-»VtlCyC» 418.QlllUmC.8.4UUiV UHU JV ICIU-i�Ui flu. ®in< Internationale der revolutionären Tat zur Beendigung oes imperialistischen Krieges und zur Niederringung des Kapitalismus gewirkt. �.�ährend der Revolution setzte fich die Partei ein für die ».Ii?»-�5' Proletariats bis zur endgültigen Sicherung der proletarischen Herrschaft und der Beseitigung aller poli» tischen und ökonomischen Machtpositionen der Bourgeoisie. Die Politik der U. S. P. D. wurde»mitelt durch die Rechtssozialisten. Sie hielten an der Koalition mit dem Bürgertum fest, poli- tisch, indem sse ihnen die Ministerien überließen, die sofortige Einberufung der Nationalversammlung forderten und der Ablösung der proletarischen Diktatur durch den bürgerlichen Parlamentarismus die Wege ebneten: ökonomisch, indem sie an Stelle der sofortigen Verwirklichung des Sozialismus in den entscheidenden Wirtschaftszweigen die Politik der Ar- forts?tzten���� � dem kapitalistischen Unternehmertum Auf der anderen Seite haben die Kommunisten in fV.*1 Entwicklungszeit die gemeinsamen Aktionen des revo- �ionaren Proletariats aus Eigensüchtelei durch die skla- russischer Methoden durchkreuzt und ge- schwächt. Die U. S. P- hat solchen finnlosen Putschereien, Sammlung aller Energien der Arbeiterklasse zum Kampf für die Eroberung der politischen Macht ent- gegengestellt. Erfüllt von dem Bewußtsein, daß die Krise des Kapitalismus von der Arbeiterklasse zum revolutionären Vorstoß ausgenutzt werden muß. aber auch im Besitz der marxistischen Einsicht in die ökonomischen Bedingungen des Kampfes, vertrat sie in jeder Phase der revo- mtionären Entwicklung das Eesamtinteresse der Bewegung gegenüber der rechtssozialistischen Kam- promißpolitik wie gegenüber der kommunistischen Revolu- tlonsmache. In diesem Kampfe wurde die U. S. P. zur revolutionären Massenpartei und die Hoffnung war begründet, unter ihrer Fahne das gesamte Proletariat zu sammeln, zu einigen, und es so bereit zu machen für den Entscheidungskampf gegen den Kapitalismus. In diesem Augenblick wurde die Partei überfallen. Die russischen Kommunisten fordern zu ihrer Unterstützung die sofortig eEntfachung des Bürgerkrieges und der Revolution in allen Ländern, ohne Rücksicht auf die Verschiedenheit der ökonomischen und politischen Voraus- setzungen für das Proletariat und ohne Rücksicht auf die Folgen. Die deutschen Kommunisten sind infolge ihrer Poli- tik einen einflußlose Sekte geblieben, zu schwach, um als revolutionärer Stoßtrupp gebraucht zu werden. Deshalb sollten die Massen der Ü. S. P. D. unter die kommunistische Diktatur kommen. Damit aber diese Diktatur Widerstands- H a l l e, den 17. Oktober 1920. los ausgeübt werden könne, m u ß t e die ll. S. P. gespalten werden. Alle, die den kommunistischen Wahn erkannt hatten, die russischen Methoden auf Deutschland uneingeschränkt zu übertragen, mußten ferngehalten werden. Daher die Be- dingungen und Thesen der Moskauer Internationale, die die Spaltung der Arbeiterparteien fordert, um über den verbleibenden Rest uneingeschränkt herrschen zu können. Die ll. S. P. D. hätte mit der Annahme der 21 Bc- dingungen nicht nur ihr Wesen geopfert, sondern auch die Zukunft der revolutionären Arbeiterbewegung in Deutschland. Diese wäre rettungslos ausgeliefert worden den Bedürfnissen der russischen kommunistischen Partei. Die deutsche Arbeiter- bewegung wäre das Objekt einer Hasardpolitik ge- worden, auf die sie keinen selbständigen Einfluß mehr gehabt hätte. Das durfte nicht geschehen und das wird nichtgeschehen! Die U.S.P.D. bleibtbe stehen alsdiedeutscherevolutionäre, sozialistische Partei! Sie muß bestehen bleiben, weil nur sie imstande! st, dieAufgabenzulösen, die die revolutionäre Situation der Arbeiter- klaffe stellt. Wir halten fest an unserem Leipziger Aktionsprogramm. Wir erstreben mit allen MittelndieEroberungderpolitischenMacht und ihre Behauptung durch die Diktatur des Proletariats. Wir führen den Kampf wei- tergegendierechtssozialistischePolitikdes Reformismus, der Koalition mit den bür- gerlichen Parteien und den Arbeitsgemein- schaften mit dem Unternehmertum. Wir lehnen es aber ab, die Arbeiterschaft mit täg- lich wechselnden Parolen in neue Putsche hineinzuhetzen und durch Täuschung über die wirklichen Machtverhältnisse un- erfüllbare Illusionen zu wecken. Das Proletariat führt in Deutschland einen harten und schweren Kampf gegen einen gutgerüsteten, gutorganisierten, starken Gegner, der ihm einig und geschlossen entgegentritt. Zn diesem Kampf kann die deutsch« Arbeiterklasse nur den Sieg in einem zähen Ringen erobern» wenn sie selbst einig ist. Geeint kann das Proletariat nicht werden durch Einigungs- zentralen, voreilige Schaffung politischer Arbeiterräte und andere Organisationsspielereien oder durch ausgeklügelte Parolen. Einig»kanndasProletariatnurwer- den im revolutionären Kampf um Ziele, die aus seiner Klassenlage, aus seinem Klassenbewußtsein sich mit Notwendigkeit ergeben. Deshalb muß das Proletariat in den Kampf um konkrete Ziele, die ihm reale Machterweite- rung bringen, geführt werden. Nur in diesen Kämpfen, die mit zunehmender Energie, zunehmender Geschlossenheit und Einigkeit geführt werden müssen, werden die Massen zum Entscheidungskampf um die Eroberung der politischen Macht gesammelt werden. Im Vordergrund dieser Kämpfe muß aber immer die Verwirklichung des Sozialis- m u s stehen. Deshalb fordern wir in der gegenwärtigen Situation die proletarische Massenaktion zur sofortigen Znangrisf- nähme der Sozialifierung in den entscheidenden Wirt- schaftszweigen, insbesondere den Kampf um die sofortige Sozialifierung im Bergbau. Wir fordern angesichts der schweren ökonomischen Krise die Arbeiter und Angestellten auf zum Kampf um die E r w e i- terung der Rechte der Betriebsräte zur Er- ringung der Produktionskontrolle. rcich�gste Aufgabe ist gegenwärtig der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Da die Arbeitslosigkeit die untrenn- bare Begleiterscheinung des kapitalistischen Wirtschaftslevens ist, so ist die Verwirklichung des Sozialismus die wirksamste Hilfe für die Arbeitslosen. Wir fordern das Verbotder Stillegungder Be» triebe, ihre Fortführung zur Herstellung von Be- darfsgegen ständen des Mafsenkonsums. Wir fordern zur Linderung der augenblicklichen Not aus» reichende Arbeitsgelegenheit für die Arbeits- losen und durchgreifende Erhöhung der Unter- stützung bis zur Garantie des Existenzminimums, das unter Mitwirkung der Gewerkschaften und Betriebsräte fest- zusetzen ist. Unsere Vertreter in den Gemeinden müssen eine e n e r- gische Kommunalisierung s vo l i t i k betreiben. insbesondere eine sozialistische Wohnungspoli- t i k, unterstützt durch eine Sozialisierung des Baugewerbes und der Bauhilfsindustrien und der Forsten. Wir fordern die sofortige rücksichtslose Erhebung der Besitz- und Vermögens st euer n, die Durch- brechung der bürgerlichen Finanzpolitik durch die sofortige Sozialisierung der entscheidenden Produktionszweige. Wir fordern ausreichende soziale Fürsorge, insbesondere für die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen» Ärbeitsinvaliden und Altersrenter. Die Partei ist sich bewußt, daß die Erfüllung aller dieser Forderungen des Proletariats eine Machtfrage ist, die nicht durch parlamentarische Entscheidungen gelöst werden kann. Die gesamte politische und ökonomische Macht der Arveiter» klasse muß in diesen Kämpfen zur Anwendung gelangen. Deshalb müssen auch die ökonomischen Organisationen der Hand- und Kopfarbeiter mit revolutionärem Geist erfüllt werden. Deshalb verpflichtet die Partei ihre Vertreter in den Gewerkschaften und Betriebsräten, unablässig d i e Politik der Arbeitsgemeinschaften zu be- kämpfen. Sie lehnt alle paritätischen Seldstverwaltungs- körper ab und erblickt in einer von diesen getragenen„Plan- Wirtschaft" auf kapitalistischer Grundlage eine schädliche Zlluston, die die Arbeiterklasse von dem Kampf um den So- zialismus ablenkt. Gewerkschaften und Betriebs- räte müssen sich vor allem als Organisation zur Verwirklichung des Sozialismus be- trachten. Die Gewerkschaften werden diese Aufgabe um so besser erfüllen, je mehr sie sich auch organisatorisch für die Kämpfe stärken. Deshalb unterstützen wir die Umwand» lung der Gewerkschaften in Industrieorga- nisationen und lehnen jede Zersplitterung und Spaltung der. Gewerkschaften auf natio- naler oder internationaler Basis mit aller Entschiedenheit ab. Getreu ihrer bisherigen Haltung ruft die U. S. P. D. alle Arbeiter auf, sich im Kampf um sie zu scharen! Die Entwicklung seit dem 9. November hat den Bänke- rott des Reformsozialismus besiegelt. Seine Politik hat der Bourgeoisie zur Herrschaft geholfen, das Pro- letariat gelähmt. Die kommunistische Partei aber hat ebenfalls die Politik des wissenschaftlichen Sozialismus aufgegeben und verfällt immer mehr dem Abenteurer» tum durch putschi st ifche Aktionen von Minder- heiten, die Revolution erzwingen zu wollen. Diese Politik führt nur zur neuen Zersplitterung und zu g e f ä h r l i ch e n Niederlagen. Die II. S. P. D. ruft die Arbeiterklasse auf gegen den Opportunismus rechts und den Putschismus links zur Führung einer energischen Politik, die den Kampf um kon- krete Ziele der Arbeiterklasse steigert bis zur Entscheidung um den Besitz der politischen Macht. Es lebe die Unabhängige Sozialdemokratie Deutschlands! Es lebe der internationale revolutionäre Sozialismus! Halle, oen i/. sjuooer 1920. Das Zentralkomitee der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ,.«a. ex Vorsitzende: Crispien, Ledebour. R.« t 9Hofe6' sne,niö' Aosenfeld, Schneider, Math. Wurm und Zietz. Verrat. Dißmann. Donalres. Henke. Knauf. Kürbs. Lipinski, Ludwig. Seuder.(Tony). Simon. K ontrol lkommiffron: Agnes(Lore), Bock, Fuchs, Güth, Karsten, Schwarz, Wangels. Abrechnung und Aufbau Ei« hoffnungsvoller Anfang Am Sonntag morgen versammelten sich die Delegierten der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutsch- lands, die auf dem Boden des Leipziger Aktionsprogramms stehen und in der jetzigen Organisation der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands verbleiben wollen, zur Fortsetznutz des Parteitages im Saale des„Zoologischen Gartens" in Halle. Sie enttäuschten damit die Neukommu- nisten, die von einer Flucht nach Leipzig träumten. Die Unabhängige Sozialdemokratie brachte damit zum Ausdruck, daß sie sich stark und kräftig fühlt, um auch in einem Ort tagen zu können, in dem gegenwärtig die Organisation der Partei gegen sie entschieden hat. Ob das aber auch für die Folge der Fall sein wird, ist zum mindesten recht zweifel- Haft. Denn der Tagung unseres Parteitages wohnten auch die Vertreter der politischen Redaktion des Halleschen „Volksblattes" bei, die Genossen Hennig und Bock, die ge- leitet von ihrer marxistischen Erkenntnis und dem durch jahrzehntelange Tätigkeit in der Arbeiterbewegung aner- zogenen Verantwortungsgefühl mit aller Entschiedenheit auf dem Boden unserer Partei stehen und den Kampf für ihre Anschauungen in Halle aufnehmen werden. Im Mittelpunkt des Parteitages stand die Rede Hilfer« d i n g s. Hatte er schon auf der gemeinsamen Tagung dem Bolschewismus in Theorie und Praxis, die marxistische Erkenntnis und Politik entgegengefetzt, so zog er jetzt aus den Vorgängen vor der Spaltung und aus dieser selbst die theoretischen und praktischen Konsequenzen. Mit einer inneren Leidenschaftlichkeit, die selbst an ihm, der stets wäh« rend des Redens erst die Worte formt, überrascht, schleuderte er seine Anklage gegen das bolschewistische System, das nur zu zerstören vermag, und die Arbeiterbewegung zerstört, in die Welt. Seine Rede war eine gründliche Abrechnung mit Sinowjew. eine Abrechnung, die getragen war von der stur- mischen Zustimmung des ganzen Parteitages. Diese Zu- stimmung aber gründete sich nicht nur auf diese negative Kritik des bolschewistischen Systems, sondern ebenso sehr auf das positive Ziel, den von Hilferding angekündigten Kampf aller revolutionären Kräfte für die Verwirklichung des Sozialismus und die Hoffnung, in diesem Kampf zur Lösung der großen geschichtlichen Aufgabe zu kommen, die der Unabhängigen Sozialdemokratie gestellt ist, die Massen des Proletariats um ihr Banner zu scharen. Einstimmig wurde das Manifest, das die Grund- gedanken und die Richtlinien der Tätigkeit der Unabhängi- Sen Sozialdemokratischen Partei enthält, gebilligt, und im lnschlutz daran auch sofort praktische Arbeit geleistet, die der Partei und der Arbeiterklasse die Möglichkeit geben soll, diesen Zielen nätzer zu kommen. Nach einer Schlußrede Ditt- manns und begeisterten Hochrufen auf die Unabhängig« So- zialdemokratische Partei ging dann der Parteitag zu Ende, in der Gewißheit, daß die Partei auch aus dieser Krise ge« stärkt hervorgehen und dem deutschen Proletariat Führerin und Bannerträgerin in den kommenden Kämpfen sein wird. Die Rede HUferdittgs: Die Parteitagswoche, die hinter uns liegt, hat ihre große inter- rationale Bedeutung. Zum ersten Male ist e» möglich gewesen. (ah vor der europäischen Arbeiterklasse auf einem internationalen Forum Bolschewismus und wissenschaftlicher Marxismus ein- ander gegenüber gestellt worden sind, und der Bolschewismus ist enthüllt worden als ein System einer opportuutsti- schenMachtpolitik. das in immer steigenden Widerspruch ge- rät zu den wichtigsten Prinzipien des Marxismus und der ökono- mischen Einsicht in die Bedingungen der Verwirklichung des So- zialismus. Aber nicht nur die Theorie des Bolschewismus hat in dieser Woche ihre erste schwere Niederlage erlitten, noch viel mehr ist die Enthüllung seiner Methode für ihn verhängnisvoll ge« worden. was ist die Methode de« volschewismu»? Diese Methode besteht darin,«inen Teil der Arbeiterschaft da» durch zu einem Stoßtrupp der Moskauer Herrschaftspolltik zu machen, indem man die übelsten Instinkte der rückständigsten Elemente der Arbeiterklasse ausruft, um einen tiefen Zwiespalt zwi- schen den Massen und ihren Vertrauensmännern zu schasse«, in dem Bewußtsein, daß diese ganze Methode«in« solche des Kampfes mit vergifteten Waffe« ist.(Sehr richtig!) Zwischen uns und dem Bolschewismus hat sich nicht nur eine theoretische Kluft gezeigt, es hat sich vor allen ein sittlicher Abgrund aufgetan.(Lauter Beifall.) Dieser Abgrund ist um so tiefer, als S i n o w j e w selbst gezeigt hat, daß«rkeinWort glaubt von den Beschuldigungen, die er ausgestoßen hat. Er glaubt nicht an die„bewußt- Gaunerei", von der er schrieb, weil derselbe Mann, der das gesagt hat. uns ein neues Angebot gemacht hat. sich mit uns zu vereinigen. Wir brauchen nur Be- dingungen zu nennen und die Russen seien vielleicht bereit, un» gnädig aufzunehmen. Das war ein Trick den er da aewagt hat. Wir aber konnten daraus erkennen, daß diese Leute ganz andere sittliche und moralisch« Anschauungen haben, als irgend einer von uns.(Sehr richtig!) E» ist außerordentlich wichtig, da» Sinowjew. solang« wir im Saale war««.«» nicht mehr hat wagen können. nochmals den Mund aufzutun, weil er ,um ersten Male auf etwa» Unerwartetes gestoßen ist: auf den entschlossene« Willen eines r-volutionSren Teiles der euro« päischen Arbeiterklasse, mit dieser Ai-thode Schluß zu machen. Das ist ein historisches Ereignis von großer Bedeutung, weil den Bol- sthewisten gezeigt worden ist, daß es Schranken gibt für ihr« Berleumdungstaktik und für die Zerspaltung der Arbeiterklasse. Es muß aber auch noch hinzugefügt werden, daß unsere Debatten noch eine andere Seite hatten, die'tieftraurig ist vom internationalen Standpunkt. Wir habe» immer wieder betont: Das stärkst« revolutionäre Interesse des Welt- Proletariats ist es, daß die Herrschaft des russischen Proletariats aufrecht erhalten, daß die Konterrevolution seiner nicht Herr werde. Segen dieses revolutionär« Interesse ist von niemanden schlimmer gesündigt worden al« von den ruMschen Kommunisten, die den Zwiespalt hineintragen in die europäische Arbeiterllasse, die ihnen helfen will.(Stürmischer Beifall.) Das ist da» größte Verbreche« gewesen«n der russische, Arbeiterieweguns!' (Erneuter Beifall.) Mir sahen auf dieser internationalen Tribüne erscheinen den Genossen M a r t o w, und schon in dem äußeren Bilde haben wir sehen können: Auf der einen Seite eine herrschend« Schicht, und auf der andere« Seite den Vertreter der Beherrschten, und uns hat das Herz gebebt, als wir den Genossen Martow sahen,' diesen Vertreter des russischen Proletariats, das Fleisch ist von unserem Fleisch und Blut von unserem Blut,«inen von den Beherrschte«, einen von den Sozialisten in Rußland, gegen den der Bolsche- wismus seinen Terrorismus richtet. Gegen diese Methode des Terrorismus konnte kein schärferer Protest erhoben«erden, al» das bleiche und abgemagerte Antlitz des Genossen Martow, das plötzlich auf der Tribüne erschien. Nach Martow kam ein Vertreter des westeuropäischen Prole- tariats, kam L o n g u« t, und wir hörten von ihm, daß diese Bedingungen unannehmbar find für Frankreich, für sein Land, und hörten von ihm. der einer der besten Kenner der englischen Arbeiterbewegung ist, daß die Bedingungen un- annehmbar find auch für England. Er sprach mir auch von einem Brief von H i l l q u i t h, dem Vertreter des amerikanischen So- zialismus, der mitteilt, daß diese Bedingungen abgelehnt werden von ihm sowie von dem Märtyrer des amerikanischen Sozialismus, dem Genossen Eugen D e b s. Aber das Auftreten von Longuet hatte nicht nur diese negative Bedeutung: wir schöpfen daraus die Hoffnung, daß es uns in allernächster Zeit möglich fein wird, mit dem franzöfischen, englische«, amerikauischen, schweizerischen, öfter- reichische« und audereu Sozialisten zusammenzukommen und uns mit den Parteien, die wie wir den Zusammenschluß mit der dritten Internationale wollen, zu verständigen über die Möglichkeiten. Wir werden da zusammenkommen und zunächst zusammenarbeite» können mit den fortgeschrittenen europäischen Arbeiterklassen der- jenigen Länder, auf die es ankommt, für die Durchführung des Sozialismus. Diese Vereinigung wird den Kern bilden für die Bereinigung des östlichen und des westlichen Proletariats. Wir werden einen festen Boden unter den Füßen bekommen, auf dem eine wirkliche revolutionäre Internationale der Tat begründet wer- den kann. Das ist die große internationale Ve- deutung dieser Parteiwoche gewesen.(Lebhafter Beifall.) Ein Wort über die Bedeutung für Deutschland: noch einmal hat dann Sinowjew, als wir den Saal verlassen hatten, den Versuch gemacht, seine Methode in unserer Abwesenheit wieder zur Anwendung zu bringen. Er hat davon gesprochen, daß die Luft gereinigt sei von den„Agenten des Kapitalismus" (Pfui! Pfui!), von den„Erispiens und den anderen Vertretern bürgerlicher Ideologie". Wir wollen nicht in seinen Ton ver- fallen, in den Ton des Antwortschreibens, und wir wollen nicht von einer bewußten Gaunerei sprechen. Sondern wir wollen sagen, daß uns nach diesem Erlebnis jene Beschimpfungen vollständig ka't lasse«. »eil wir die Entschlossenhit besitzen, mit aller Rücksichtslosigkeit und Entschlossenheit dieser niedrigen Methode unseren unbeug- samen Widerstand entgegenzusetzen. Und da»lassen Sie sich gesagt sein, Genossen, mit aller Entschiedenheit.(Sehr richtig!) Wir werde« einstehen einer für all« und alle für jede einzelne Person. die angegriffen wird, ganz gleich, von wem diese Angriffe kommen. Wir werden in unseren Reihen zu üben haben Brüderlich- keit und unverbrüchliche Solidarität einer mit dem anderen.(Stürmischer Beifall.) Gewiß es ist uns schwer, daß unsere revolutionäre Arbeiter- dewegung gespalten worden ist aus Hochmut, aus dem Willen zu einer Machtpolitik von Leute», die von westeuropäischen Ver- Hältnissen keine Ahnung haben: noch schwerer, daß zu dieser Ver- blendung sich unsere früheren Mitkämpfer gesunden haben, die meinen: weil die Massen jetzt dieses ungeduldige Bedürfnis nach Erlösung habe», weil sie infolge einer schweren ökonomischen Krlsi» möglichst ftarkklingende radikal« Losungen hören wollen, so müßten sie dem Ras der Masse nach einer radikalen Lösung«nt- gegenkommen wollen. Aber wir wissen doch, daß das eine un- bedingt notwendige Krisis ist. eine Krists, in der devt- schen Arbeiterbewegung, um sie zur Gesundung kommen zu lassen. Was hat uns denn bisher gehindert, daß wir nicht im- stand« waren eine konsequente Politik zu verfolgen? Daß uns bei jeder Aktion unser« eigenen Parteigenossen in den Rücken fiele«. Jetzt ist die Partei frei, und das M a n i f e st zeigt ihnen. daß wir arbeiten wollen. Wir wollen das Proletariat einigen im Kampse um konkret« bestimmt« Ziele, die fich aus seiner Klassen- lag« ergeben, Ziel«, die von allen proletarischen Organisationen verfolgt»erden müssen, ob die Führer mitgehen wollen»der nicht. Darin liegt heut« die Kunst, proletarische Politik zu machen, solche Kämpf« zu führen, denen auch die anderen Parteien und Organi- sationen, trotz ihres beschränkten Formelgeistes nicht werden wider- streben können. Deshalb haben wir unser« konkreten Forderunge» gestellt, immer in dem Bewußtsein, daß im Mittelpunkt all unserer Äktione« stehe« muß: Die LerwirNichung des Sozialismus. Des- halb steht als erste Forderung die Frage der Sozialisierung desBergbaues. Wir wissen, daß alle Einzelsoziallflerungea noch nicht die Verwirklichung de» Sozialismus find, aber wir wissen, daß wir es da im Kampfe um die Kohlen- sozialisterung zu tun haben mit einer geschlossenen bur- gerlichen Front, daß im Kampfe um diese konkreten Probleme infolgedessen das Proletariat sehr rasch an die Grenze des bürgerlichen Widerstandes gelangt und daß wir au» diesem Kampfe fich«utwickeln sehen«erden de« großen Endkamps, der von bestimmten konkreten Anlässen ausgehe« muß. der geführt «erde«»nß»« die Eroberung der politischen Macht.(Brausender Beifall.) Wir bilden un« nicht ein, daß wir diese Einzelaktionen verwirk- liche» könne» mit parlamentarischen Mitteln. Wir wissen, daß wir die geschlossene Kraft des Proletariats und alle seiner ökono- mischen Organisationen dazu brauchen.(Beifall.) Wir wissen, daß die Entscheidung nicht parlamentarisch zu fällen ist, sonder« er- »wuitgen werden wird durch die Massenaktionea de» Proletariats selbst. In dies« Massenaktionen wollen wir das Proletariat führen, damit es aufhört sich zu zerfleischen um ganz abstrakter Formeln willen.(Lebhafter Beifall.) Diese Politik wollen wir machen. Das ist die Poiltik, in der wir aufs schärfste Stellung nehmen werden gegen die. welche radikale Phrasen setzen an die Stell« von Aktionen, ebenso auch gegen jene, die den Sozialismus preisgeben. Wir brauchen diese Kämpfe, um den Reformsozia- liomus, der i» de» letzte» Monate« etwa» übermütig geworden ist, vor d« Arbeiterschaft zu eutlarven. und wir werden kämpfen, und sehe« bei diese» Kamps.« getrost i» dt- Zukunft.(Lebhafter Beifall.) Genossen, ich muh offen gestehen, so schmerzlich die Partesspal- tung für den Augenblick ist. si« ist der Beginn einer besseren Zeit. (Stürmischer Beifall.) Wie stehen denn die Dinge? Wovon leben die Kommunisten in Westeuropa? Ei« leben von jener schmerz- lichen Demoralisation, von jener Umwandlung aller Begriffe, die durch den Krieg erzeugt worden ist. sie leben von der D e g r a d a- t i o n d e r M e n s ch h e i t, die das fürchterliche Massenmorden der Menschen ity den letzten Jahren hervorgerufen hat.(Lebhafter Beifall.) Und wir. Genossen, wir leben davon, daß die geschicht- liche Entwicklung für uns ist. daß der Kapitalismus feine Toten- gräber selber erzeugt, daß das Proletariat, wenn diese abschcu- lichen Wirkungen des Krieges überstanden fein werden, zu der Ein» ficht gelangen wird, daß es den Kapitalismus überwinden kann nicht durch bloß« Gewaltanwendung, sondern daß e» fich sähig zeigt, geistig und sittlich sich höher zu entwickelu al» da» Bürger- tum.(Lebhafter Beifall.) Wir lebe« davon, Parteigenossen, daß da» Proletariat in diese« Kämpfe« wachse« wird, daß«» reff«er» den wird, sittlich und geistig und organisatorisch.(Großer Beifall.) Wir leben, Parteigenossen, wir lebe» oo» der ausgehenden Per- «unst, und jene, sie sterben an den absterbenden Illusionen. (Minuterlanger stürmischer Beifall.) Die Verleumdung der Gewerkschaften Zurückweisung durch den Parteitag der USP. Der Parteitag der ll. S.P. beschloß in seiner letzten Sitzung folgende Resolution: Der Borfitzende de» Exekutivkomitees der Z. Internationale, Sinowjew, brachte in seinem Referat zum Ausdruck, daß die der Amsterdamer Internationa'« angeschlossenen Ecwerlschasten viel gefährlicher seien al» vürgerwehr, Orgesch und Weißgardisten. Diese Methode der bewußten und beabsichtigten Verleumdung der freien Eewerffchaltsbewesung wurde am nächsten Tage durch den Ver:reter der russischen Eewerffchastcn, Losowsky, fottge- letzt, er waate es. den in den Gewerkschaften oronni'ierten revolu- tionärcn Arbeitern und Angestellten nationalistische Politik zu unterstellen nvd die der Amsterdamer Internationale angeschlosse- nen Eewerlschasten als,® elve" zu verleumden. Zu all diesen Beschimpsun-zen brachte es die sogenannte„Linke" des Parteitages einsch ießlich der ans jener Seite sitzenden Gewerk- schnstsvertreter fertig, stllrmi'chen BrifaN zu spenden. Der Parteitag der U. S. P. D. weist aufs entschiedenste diese nnerhörten Belchitnpsun"«! und dauernde Hrrnble�ung der in den freien Eewerlschaftrn organisierten vielen Millionen von Ar- britern, Arbeiterinnen und Annestellten und die Methede der be» mußten Berhe�unq der Gewerffibaften und die daraus folgend« Spaltung der Gewerkschaften zurück. Er fordert alle Mitglieder der Partei auf. mit verdoppelter Energie den Kamvf um die Revolutioniernng der freien Gewerkschaften und ihr« Umwandlung in Indu- ftrieoroanisa�ionen sortzusührcn, unter schärfster Ablehnung der Politik der Slrbeitsgcmrinlchakten. Angesichts der starken Einheitsfront de» gesamten Unternehmer- tum» ist die geschlossene Front der sreien Gewerk- schaften als Kamvfinstrument g.gen die kapita istischen Ber- elendnnostendenzen ein« zwingende No«wrndigkeit.� Darüber bin» aus aber müssen die sreigewerlschtftlichen Organisationen aller Hand- und Kopfarbeiter gemeinsam mit den Betriebs- raten den Komps nm die Produtionskontrolle führen ,ur llin- leitung«nd Unterstüt-nng des Kampses vm die Eroberung de« politi'ihcn Macht durch das Proletariat und die Verwirklichung de» Sozialismus. Dieser Vesreiunqskomvf kann nur zum Sieg« führen, wenn die Einhcitslront der«irtscha?tlich-n O �inisationen de» revolutionären Broletariat» unangetastet bleibt. Der Parteitag fordert daher alle Genossen und GenoGnne» auf, jeden Versuch— von me'cher Seit« er auch kommen möae■— die Zersplitterung in die Reihen der nationalen wie intern-"»- nalen freien Gewerkschaftooroanil-tionen hineinzutragen« 0"l» entschiedenste zurückzuweisen. �___. Wer di, Spaltung in die freie E-werlschaftodewo�ng htnetn. trägt, schwächt die Macht de» revolutionären Proletariat», st rkt die Bourgeoisie und das Unternehmertum, verrat vl« Interessen der Arbeiter«nd verzögert damit den Sieg des So iansmus. Es lebe die EinheUssront der revolntionaren Hand- und Kopfarbeiter! An die Parteigenossen Grotz-Berlins Da» Unvermeidliche ist nunmehr zar Tatsache geworden. Sin Teil der Delegierten hat sich aus dem Parteitag« in Hall« für di« restlose Annahm« nnd Erfüllung der vom Moskauer Exekutiv».!» komltee für die Ausnahme in die dütte Internationale gestellte» 21 Bedingungen erklärt. Wenn Worte noch einen Sinn haben, so stnd jetzt alle Mitglieder, die sich für die Annahme der 21 Be- dingungrn erklären, nach dem klaren Wortlaut der KZ 1K und 17 der Bedingungen nnd de»§ Z des Statut» der Kommunistischen Internationale v er p ficht et. sich der Kommunistischen Partei Deutschlands(Sektion der dritten Internationale) anzuschließen. Da nach dem Beschluß des März-Parteitage» lülg niemand gleichzeitig einer andere» Partei angehören darf, haben dies« Mitglieder der Partri da» Recht orr« ir kt. sich künftig Genossen d er U.S. P.D. zu nennen. Damit ist die offizielle Msplitternng de» nen-kommunlstische» Flügel» von der Unabhängige» Sozialdemokratische» Partei Deutschlands»cllzogen. Wir rufen nunmehr die Genossen, die nach Ablehnung der Be- dingungen und damit jeder kommunistische» Taktik sich fest aus de» Bode» de» vom Parteitage der U.S.P. D. beschlossenen Mani» festes zu stellen, aus, sich sofort fest zusammenzuschließen und aus der Grundlage dieses Mniseftes den revolutionären Kamps für die Verwirklichung de» Sozialismus gegen den Kapitalismus auszn- nehmen! Wir find der Ueberzengnng, daß nach drr durch di« Absplltte- rung erfolgten Ueberwindung der inneren Lähmung nunmehr die U S. P.D. Kraft genug hat. ans der Grundlage des wissenschas!» liche« Sozialismus den rücksichtslosen Kampf gegen die Real» tion z» führe«. In kurzer Zelt wird dir Partei das wrrden, wozu st« durch Erfüllung ihrer historischen Mission bernsen ist: Die revolutionäre Massenpartei de» klassea» bewußten sozialistischen Proletariat» Deutsch» land«. Di« Hoffnung der Reaktion, die Krise in der dent- schen Arbeiterbewegung für ihre dunNen Pläne ausnützen zu tön- neu, darf sich nicht erfüllen. Die Erwartung drr Nrindllrgerlichen S. P. D., im Trüben zu fische», wird durch den konsequenten Kampf der U. S. P. D. für dir DUtatur des Proletariats zu schänden wer« de». Aber ebenso rllckfichtlo» wird nunmehr die U. S P. D. den Kampf gegen all« Parteien ausnehmen, die putschistische Metho- de» im revolutionären Kampfe glauben anwenden zu müssen; Methoden, dlc aus Grund der historischen Erfahrungen schon längst nicht mehr zum Rüstzeug der modernen Arbeiterbewegung geboren, sondern nur dazu angetan find, das Proletariat zu zerreißen, seine Stoßkraft zu lähmen und der Reaktion willsiihrizeu Bor» spann zu leiste«. Ein« International« der wahrhaft revolntionären Tat kann nur lebeaosähig fein, wenn die Aktivität der Massen durch das weitgehendste Mitbestimmungsrecht der Mitglieder dqr«in« zelneu nationalen Parteien sichergestellt ist. Eine International« ist nur möglich, wenn da» gesamt« revolutionäre Proletariat der westeuropäischen Länder, und auch dir Unabhängige Sozialdemo» kratische Partei Deutschland» ihr angehöre». Genossinnen nnd Genossen! Leistet keiner Parok« Folge, die in diesen schweren Tagen in ebenso durchsichtiger wie demagogischer Weise von irgendwelchen Vertretern der abgesplitterten neu» kommunistischen Partei ausgeht! Laßt Euch nicht »erwirren? Die Unabhängige Sezialdemokratffche Partei Deoffch- lands wird vertrete» durch ihr« beiden Vorsitzenden C r i s p i e» «nd Ledevonr. Run frisch ans Werk! Es leb« di« soziale Rtvolutisn! Es lebe die Internationale! Bezirksverband Berlin-Brandenburg Der Sk)chäftssührende Ausschuß. Erklärung In flmninet 440 der.Freiheit" vom Sonntag, den 47. er. »«findet sich ein Inserat, welches die Funktionäre des Be- zirksoerbandes Berlin-Brandenburg zu einer am Montag, de« 18. er. stattfindende» Versammlung nach der Neuen VZelt einladet. Dieses Inserat ist von unverantwortlicher Seite in die .Freiheit" lanciert worden. Wir wolle« die Gelegenheit benutzen, um mit aller Deutlichkeit daraus hinzuweisen, dah außer dem geschästssShrenden Ausschuß, der für den Bezirks» verband Berlin-Brandenburg verantwortlich zeichnet, nie» »and da» Recht hat, den Funktionärkörper zu irgend welchen Versammlungen und Konserenzen zusammen zu berufen. Die Eeschästsleitung. Der Parteitag der USP. (6. Lerhandlungstag Vormittag.) Salle. 17. Oktober. �)ie heutige Sitzung des Parteitages findet im Saale des Zoolo- gischen Gartens statt. Genosse Dittmann eröffnet die Sitzung um 9% Uhr: Der Parteitag der Unabhängigen Sozialdemokratie setzt seine Verhandlungen fort. Die Folgen der Zustimmung zur Suio- lution Däumig-Stöcker hat gestern Genosse Tri-.pren in seiner Gr- klärung festgestellt. Auch die Mitglieder de, Zentralkomitees, die er diese Resolution gestimmt haben, scheiden aus oer Zentral- ituna au» und»erliere« ihre»»".gliedschait. Wir kommen jetzt S.r Abstimmung über d»e Resolution Lededour, die dem arleitag vorlag. Die Resolution Ledebour wird einstimmig angenom» * Zur �schäfisordnung beantrag Genossin Sender, auf die Tages- ordnuna des Parteitages auch die poltttsche Lage und die Orgaiit- solionosrage zu stellen. E» wird beschlossen, die beiden Punkte in die.ugesordnung aufzunehmen. Genossin Sender geht noch mit einigen Worten aus die»er- gangenen Tage ein und ruft die zahllosen Leschiinpsungen und Verunklimpsungen ins Gedächtnis. Es ist nur durch die uner- schöpfliche Langmut von unserer Seite möglich gewesen, daß S i n o w j« w und L o s o w s k q so ausführlich reden konnten. Wir müssen aber auch vor aller Oesfenllichkeit diese Beschimpfungen unserer Gewerkschaftsbewegung zurückweisen. Genossin Sender legt eine entsprechende Resolution vor und bltt-t. sie nicht nur anzunehmen, sondern auch draußen den Kampf auszunehmen gegen die Zertrümmerung der Gewerkschaften. zLedhaster Beifall.) Genosse Sabath drückt seine Freude und Genugtuung über da» einmütige Zusammenstehen gegen die Bes..inpfungen der Ge- «erlschaften aus. Das hat mich die Bitternisie dieser Tag« ver- gesicn machen. Wir sind nicht n»r Eewer5chafter gewefen. sondern fbrnso auch unabhängige Sozialisten. Kein überzeugter Eewerk- schaster wird sich diese Beleidigungen gefallen lasten. Sabath macht Mitteilung von der Tätigkeit des Allgemeinen deutschen Gewerkschastsdundes für die Hebung der wirtschaftlichen Lage Sow- irtrußlands. Die 25 Millionen Kronen, die dem Gewerkfckwfts- »und von den schwedischen Arbeitern überwiesen wurden zur Hilfe für die deutschen Gewerkschaften, sollten für Sowsetrußland verwendet werden. Es ist alles versucht worden, um das Ver- rehrswesen in Rußland wieder aufzurichten. Wir pflogen alle »udlunge«. auch mit Viktor Kopp, wir sollten die Kon- 1°ie Lieferungen erhalten, damit die russische Arbeiter- L � kapitalistisch ausgebeutet werde. Da kam ein Ver- »reter der russischen Regierung nach Deutschland und erklärte, die ««»»ksch-it-r stehen im«eaensatz zu de» denlschen K-m. � mit ihnen können wir kein Sejchäst mache«. Und er ging zu dem Großindustriellen H e n t s ch e l nach Kastel, und machte dort se»ne Bestellungen.(Hört! Hört!) Dazu sagten selbst die nisfl- schen Eewerlschaster, daß sie ihr« Auslandsvertreter energisch kon- trollieren müßten. Sabath schließt unter lebhaftem Beifall, daß er nie bofsnungsfroher in die Zukunft gesehen Hab« al» jetzt. Es wird Schluß der Debatte beschlosten. Genossin Sender bittet tm Schlußwort um Ablehnung zweier Abänderungsanträge und die Resolution in vorliegender Form anzunehmen. Die Abände- rungsanträge werden dann zurückgezogen, die Resolution darauf einstimmig angenommen. Sie folgt am Schluß des Be- richts. Zum zweiten Punkt der Tagesordmlng: Die politisch« Lag« und die Stellung der Unabhängigen Sozialdemokratie erhält da» Wort der Genost« Crispie«. Er bemerkt, daß die hauptsächlichsten Züge der politischen Lage bereits bei der Be- sprechung über die Internationale hervorgehoben wurden. So habe ich mich in meinem Referat auch über die Frage der Demo- k r a t i e und Diktatur ausgesprochen. Wir wollen die Dilta» tu« de» Proletariat» nicht als Bhr»i«, sondern als unerläßliche» Mittel zur Behauptung der politischen Macht. Wie wir zur Diktatur gelangen, darin unterscheiden wir uns grundsätzlich von der kommunistischen Zertrümmerung»- und Verelendungspolitlk. Wir betreiben sofort aktiv den Kampf um die politisch« Macht. Mit der wachsenden Verelendung erlahmt die revolutionär« Energie. Wir haben gemeinsam mit den Eewerk- fchasten gegen die Verelendungstenden., en des Kapitalismus anzukämpfen und gleichzeitig um die Eroberung der politischen .. dung durch Zehauptung der Macht führen können. Wir haben ein M a n l- f e st ausgearbeitet, dos ich abfatzweife verlesen und kurz erläutern werde. lSieh« 1. Seite.) Genoste Crispien begleitet die einzelnen Stellen des Manifestes mit kurzen Ausführungen, die den Inhalt des Manifestes aus der knappen sachlichen Form in die Höhe politischer und Wirtschaft- licher Betrachtung über alle Problem« heben. Ganz besonders energisch werden die Schlußfolgerungen aus dem grundsätzlichen Teil gezogen, ebenso eindringlich verweist Genost« Crispien aus die praktische Arbeit in den Kommunen, auf die Arbeitslofenfrage, für die keine besonderen Organisationen in Frage kommen, sondern die Schulter an Schulter in Partei und Gewerkschaften mitzu- kämpfen haben. Die Verlesung, des Manifestes wird mit leb- haftem Beifall und Bravo aufgenommen. Den Schluß des Berichts bringen wir in der Morgenausgab«. ebenso den Bericht über die Tagung der Neukommunisten. „Agenten des Kapitals" Nachdem die Delegierten der Unabhängigen Sozialdemo- kratie den Volksparksaal in Halle verlassen hatten, um den Parteitag an anderer Stell« fortzusetzen, hielt Sinowjew an die zurückgebliebenen Neukommunisten eine Ansprache, die nach der..Roten Fahne" so lautete: Genossen! Nur ein herzliche» Willkommen in der dritten Inter- Nationale. Einen Teil von denen, die sich beute abgesondert haben werden wir wieder zurückbekommen. Die proletarischen Elemente werden zurückkommen, die anderen brauchen wir nicht wäg«» st« im Bourgeoisie gehen! Heute ist«in großes Ereignis »or sich gegangen, das feinen Widerhall in Englaad. Frankrcrch i» der oanien Welt finden wird. Das deutsche Proletariat hat I�ch als Ws.°n den Opportunisten getrennt» Ich soll Euch im Namen der Kommunistischen Internationale vor chlagen. einen zugehen. Die N.E. P.D. hat bewiesen, daß es in Deutschkand denkende Arbeiter gibt. Noch einmal, seid willkommen tn der dritten Internationale. Geht hinaus ins Land und sagt den Ar- beitern: Ihr seid jetzt Mitglieder der Kommunistischen Inter- nationale. Es lebe die U. S. P. D., die jetzt zur wirklichen Kom- munistischen Partei geworden ist. Es lebe die geeinigte Kommu- nistische Partei Deutschlands, es lebe die Weltreoolution! Wenn dieser Bursche die deutschen Arbeiter, die sich der Moskauer Diktatur nicht fügen wollen, als Agenten der Bourgeoisie bezeichnet, so ist es durchaus ehrenvoll für sie. In Wirklichkeit besorgt der die Geschäfte der Bourgeoisie, der die C p a l t u n g der A r b e i t e r k l a s s e als g r o ß e s Ereignis feiert und die Erwartung ausspricht, datz sie sich auch in den anderen Ländern vollziehen werde. Im übrigen hat Sinowjew in dieser Rede festgestellt, daß er die jetzt aus der II. S. P. ausgeschiedenen Anhänger der Bedingungen als eine Kommuni st ische Partei an- erkenne. Alles Geschwätz der Neukommunisten, daß sie die alte U. E. P. seien, ist also durch das autoritive Zeugnis des Vorsitzenden der Moskauer Internationale hinfällig ge- worden. Wer die Moskauer Bedingungen anerkennt, der ist aus der Unabhängigen Sozialdemokratie ausgeschieden. (t voran- Ein dummer Gewaltstreich Sinowjew und Losowsby ansgewiese» Wie eine bürgerliche Korrespondenz meldet, hat auf Ber- anlassung der Reichsregierung der preußische Minister Se» vering. den Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Mos- kauer Internationale Sinowjew und den Präsidenten der russischen Gewerkschaftsverbände L o s o w s k i aus Deutschland ausgewiesen. Sinowjew ist krank, er hat starkes Fieber und befindet sich in ärztlicher Behandlung. Losowski wollte sich über Dresden nach Stuttgart begebe«: inosfiziell ist ihm mitgeteilt worden, daß die italienische Regierung die Einreiseerlaubnis nicht erteilen werde. Beide werden jetzt von Polizeibeamten überwacht. Es ist ihnen aufgegeben worden, daß sie mit der nächsten Gelegenheit das Deut- sche Reich verlassen müssen. Diese Ausweisung ist das verkehrteste, was die deut- sche Regierung tun konnte. Sie hat sich offenbar von der bürgerlichen Presse beeinflussen lassen, die stürmisch nach E e- waltmaßregeln gegen die bolschewistische Gefahr ge- rufen hat. Es hat sich aber bereits in Halle auf dem P a r» teitag der Unabhängigen Sozialdemo» kratie gezeigt, daß die Wortführer des Bolschewismus mit geistigen Mitteln bekämpft werden können und daß die kommunistisch-anarchistischen Ideen wie Seifenblasen zer» platzen, wenn sie mit den Gedanken des wissenschaftlichen Sozialismus in Berührung kommen. Die Ausweisung ist auch durchaus unbegründet, denn weder Losowsky noch Sinowjew sind von der deutschen Re- gierung bei der Erteilung der Einreiseerlaubnis irgendwelche Bedingungen auferlegt worden. Genau so wie wir die kommunistische Putschpolitik verur» teilen, so p r o t e st i e r e n wir dagegen, daß gegen die Ber» treter dieser Politik mit Eewaltmaßnahmen des bürger» lichen Staates vorgegangen wird. Die deutschen Arbeiter wollen den Kamps gegen die kommunistisch-anarchistischen Ideen mit den Waffen des Geistes auskämpfen! Die österreichischen Wahlen Wien, 17. Oktober. Dt« Wahkbetetkizv»» sllr die Rationoloersammlun«, in den Wiener vezirle» war tn de» Lormlttagspunden aussalleud schwach, bessert« sich aber im Laase de» Tage» und erreichte schließ» lich 8»— 86 Prozent. Visher sind solaende Wahlresultat« bekannt: Im ersten Wahlkreis, der sieben Mandat« hat, wurden Srwählt: 2 Sozialdemokraten, und zwar Otto Bauer und ludol, Müller, Z Christlichsoziale. Weißkirchner, Seipel und Schmitz,«in Großdeutscher. Waueck, und der Kandidat de» bürgerlichen Arbeitspartei Ottokar Tzeruiu(bisher 3 Soz� 2 Chriftlichsoz., 1 Deutschnationaler und 1 bürgerlicher Demokrat). Auf die E o, i a l d» m o k r a t e u entfallen iu diesem Wahlkreise 37 238 Stimmen, aegen 50 033 Stimmen bei der früheren Wahl, aus die Ehriftlichsozialen 12310 l bisher 37 10Z), aus die Großdeutschrn 18 100 fbisher 13 081) und aus die bürgerliche Ar- beitspartei 15 684 fbisher 14 588). Im Wahlkreise 2 wurden gewählt 2 Sozialdemokraten. 2 Christlichsoziale und ein Großdeutscher fbisher 3 Sozialdemokraten und 2 Christlich'oziale.) In diesem Wahlkreis unterlag Dr. Ludwig Hartman«. Im 3. Wahlkreis blieb der Vcfißstand de« gleiche und es wurden gewählt 3 Sozialdemokraten, 2 Christlichsoziale und ein Groß» deutscher. In Salzburg wurden gewählt: 4 Chriftlichso'iale, 2 S o» zialdemokrate» und ein Großdeutscher. Di« Großdeutschen verlieren hier ein Mandat an die Chriftlich-Sozialen. Der große Streik in England London, 18. Oktober. Tausende von Arbeitern der verschiedenen Industrien haben die Arbeit dereit« eingestellt. Die Blätter schätzen die Zahl der End« dieser Woche Feiernden einschließlich der Bergleute aus zwei Millionen. In den Häsen de» Süden» find schon Stockungen eingetreten. Di« mit Exportware» belandene« Dampfer liegen fest. 250000 Klempner und Metallarbeiter so«!« Angehörige der anderen Berufszweig« haben in S ü d w a l« s die Arbeit plötzlich eingestellt. In Manchester sind 70 000 Arbeiter der Baumwollspinnereien und der Metallbranche von der Arbeitseinstellung dedroht. 80 000 Metallarbeitern ist i» Shef» field aus ein« Woche gekündigt worden. Die Stahlwerk« in L e« d s sind geschlossen worden. In West-Schott» l a n d und in G l a» g o w ist die Lage i» der Industrie beunruhi« gend. Di« Baumwollspinnereiarbeiter von Blackbnrn, die die Arbeit zum Teil schon eingestellt hatten, find ausnahmslos von einer gänzlichen Unterbrechung der Arbeit bedroht. In einer Botschaft an das englisch« Boll sagt Lloyd Georg«. daß die Regierung alles getan hat. um die Katastrophe«ine» Bergarbeiterstreiks zu verhindern. Aber die Bergarbeiter denken nur an ihren Gewinn und haben sich gegen die Ratschläge ihrer Führer gewandt. Die Nation wird sich diesem Angriff der Bergarbeiter mit allen Kräften widersetzen und wird ohne Zweifel dabei Erfolg haben. Der Premierminister ermahnt dann zur S p a r sa m k e i t und betont, daß die Unternehmer versuchen müssen, die Arbeitslosigkeit in ihren Betrieben so lang- wie möglich zu vermeiden. Drohender Transportarbelt rstreik t..?"«»nei.)J?nnneTnrn°6*nk abgehaltenen Versammlung ber Per- .i o?«-.�aportarbeitern von London wurde «lne Resolution im Sinne einer nationalen Forderung ana». nommen, die sich sur einen Mi n d e st l o h n von 4 Pfund 7 Schll- Ilng pro Woche ausspricht. Ferner wurde d!« S t r« I k a n k ü n. digung mit einer Frist bi» zum 2S. Oktober beschlossen. Die Resolution besagt auch, daß die Transportarbeiter bereit seien. allen auf Grund der Solidarität mit den Beraarbei, tern erhaltene» Weisungen nachzukommen. Eine Kommunistische Vorstellung Die zu gestern vormittag nach der„Reuen Welt" einberufene Kommunistenversammlung sollte nach der Absicht der Veranstalter mit dem„Konterrevolutionär" Dittmann Abrechnung halten. Man hatte sich, da die einheimischen Kräfte hierzu nicht aus- reichten, für diesen Zweck Sinowjew verschrieben. Der Verpmm« lungsleiter teille jedoch mit. daß Sinowjew so schwer erkrankt sei» daß er nur eine kurz« Ansprache halten könne. Dr. Ernst Meyer, der Vertreter der K. P. D.. sollte an seiner Stelle die„Abrechnung" vornehmen. Plötzlich erschien jedoch Sinowjew, von der Verjamm» lung mit frenetischem Jubel begrüßt, auf der Bühne, um im gleichen Moment wieder zu verschwinden. Unbeeinflußt« Be- obachter mußten von dieser Szene den Eindruck haben, als wenn man einer religiös fanatisierten Menge ein Götzenbild zeigen wollte. Zum mindesten mutete das ganze wie ein Theatermache an. Di« Regie klappte jedoch sehr schlecht. Dr. Meyer hielt ein inhaltlich völlig leeres Referat, in dem gegen den Genassen Dittmann die üblichen kommunistischen Hetze- reien wiederholt wurden. Eine Widerlegung der von Dittmann vorgebrachten Tatsachen erbrachte auch Dr. Meyer nicht. Bs- merkenswert ist die schamlose Aeußerung Dr. Meyers, die Unab» hängige Vartei sei ein größerer Feind der Arbeiterklasse, als die Bourgeoisie und die antibolschcwisilfche Liga. Die Ausführungen Dr. Meyers wurden von der Versammlung mit einigem Schweigen aufgenommen. Iustizrat Dr. B r o h von der K. A. P. rechnete dann mit der K. P. D. ab. Die Versammlung ließ ihn jedoch nicht zu Ende sprechen. Nack, einigen weiteren Disku stonsrcdnern und einem Schlußwort Dr. Meyers nahm die Vorstellung— wenn auch nicht ganz programmäßig— ihr Ende. Einbrecher beim Zentralkomitee In das Bureau des Zentralkomitees der ll.S.P. am Schiff- bauerdamm versuchten in der Nacht vom Sonnabend zum Sonn- tag mehrere junge Leute einen Einbruch zu verüben. Während vor dem Haupteingang ein größerer Trupp Posten stand, über- stiegen 4 Personen das eiserne Tor, drückten die Tür des Quer« gebäudes ein und schlichen sich in die obersten Räume. Als sie im Begrif waren, die Tür zu knacken, wurden sie durch den Portier überrascht, der sich ihnen energisch entgegenstellte und sie abhielt, die Tür zu erbrechen. Nun bekamen es die Spitz- buben auf einmal mit der Angst zu tun. Sie erklärten, es sei nicht ihre Absicht einzubrechen, vielmehr bandelten sie im Auf- trage von Däumig, Stöcker und Adolph Hoffmann, von oenen sie die Anweisung erhalten hätten, das Bureau zu> „überwachen". Zum Beweis dessen zeigten sie einen Schlüssel vor. Der Portier machte sie darauf aufmerksam, daß e r zur Bewachung des Hauses bestellt sei und fremder Hilfe in so später Stunde nicht bedürfe. Die jungen Leute zogen darauf wieder ab. Da wir nicht glauben können, daß die erste Aktion der Neu- kommunistischen Partei in der Inszenierung eines nächtlichen Einbruch» besteht, muß angenomemn werden, daß es sich um gewöhnliche Einbrecher handelte. Der Schiedsspruch im Einzelhandel ist auf Grund einer Abstimmung in den Betrieben von den Angestellten mit üderwultigendcr Majorität ak- gelehnt worden. Am Montag, den 18. Okiober, abends 7y. ithv nehmen die Funktionäre des Zentrolverbandes der Angestellten- ous dem Einzelhandel(Warsn-Kauihäuser und Spezialgeschäfte) im„Klubhaus". Ohmstr. 2, Stellung zur Sachlage. Funitionür- ausweis und Mitgliedsbuch legitimieren. Zentralverband der Angestellten. Bezirksfürforgerinnen für sit-lich gefährdete Kinder Seit einiger Zeit sind in allen Stadtteilen Berlins Bezirks- jugcndämter und Bezirkssürjorgestellen eingerichtet worden. Die Schuldeputation weist auf diese Einrichtung der Beürksjugend- pflege hin und macht daraus aufmerksam, daß für den Bezirk einer jeden der 14 Frauenwohlfahrtsst�llen Vezirksi!!rs''rgerinnen ein- gestellt sind, die(gleichwie die Schulschwestern sich der gesund- hei t lich gefährdeten und verwahrlosten Kinder anneiimen) sür die Arbeit an den sittlich gefährdeten Kindern in Betracht kommen. Die Bezirksfürsorge ist zwar noch im Ausbau begriffen und wird erst nach und nach ihre Aufgabeagebiele voll erfassen können. Die Schuldeputation stellt aber anHeim, sich schon jetzt der Bezirksfürsorge. soweit es nicht schon geschieht, zu bedienen, wenn es sich um erzieherische Beeinflussung der Kinder oder um Be» aufsichtlgung der Familien usw. handelt. Die Bezirksfürsorge stellen heißen: Mitte(Heilige- gelststraße 7. 3 Tr.). Tiergarten(Dennewitzstr. 21a), Eörllrzer Bahnhof(Wrangclstr. 85). Andreas(Heiligegeiststr. 7, Z Tr.), Sriedrlchshain(Eeorgenkirchstr. 11), Cchlesijcher Bahnhof(Peters- urger Str. 4). Prenzlauer Alle«(Stargarder Str. 9), Schön- hauser Allee(Greifenhagener Str. 53-59), Humboldhain(Matt- straße 13). Moabit(Rathenow« Str. 11, Kriminalgericht, Z. 243), Wedding(Cellerstr. 10, 2 Tr.. Z. 33). Die Bezirkssugendämter heißen: Kreu'berg(Brltzer Straße 17-18, 2 Tr.), Am Viehhof(Eckertstr. 1ö), Gesundbrunnen (Badstc. 10). An der Volkshochschule Groß-Berlin beginnen am Dienstag, den 19. Oktober folgende Vortragsreihen: Prof. Bäsch in: Die Landkarte und ihre Benutzung, Georgenstr. 34/33, abends 7 Uhr. »- Prio.-Doz. Dr. Rieffert: Das logische Denken, Dorothern- straße 12. abend» 7 Uhr.— Stud.-Rat I a e n i ch e n: Mathema- tik II, Landwirtschaftliche Hochschule. Jnvalidenrst. 42, abends 7 Uhr.— A. H o'r t e n: Sozialisicrung und Wiederaufbau. Gym- nasium Gleimstr. 4g. abends 7 Uhr.— Prof. Werner: Ein- führung in das Verständnis der Werke bildender Kunst, ebenda, abends 7 Uhr:— Dr. Mersmann: Das deutsche Volkslied, Oberreolschule Pastcurstr. 14/43. abends 7 Uhr.— Stud.-Rat Rohrberg: Mathematik I. Realgymnasium Treptow. Rene Krugallee 6. abends 7 Uhr.— Stud.-Rat Kempka: Vom Licht und vom Sehen, Realgymnasium Mittenwalder Str. 31/37, abends 7 Uhr.— Dr. Kaisenberg: Die politischen Volksrechte im neuen Deutschland, ebenda, abends 7 Uhr.— Stud.-Rat Schulze: Elektrizitätslehre l, Viktorla-Luisenschule. Uhlandstr. 91/92, abends 7 Uhr.— Dr. Sternberg: Grundfragen der Ethik, ebenda, abends 7 Uhr.— A. Stein: Die kulturelle und wirtschaftlich« Entwicklung Rußlands. Humboldtschule. Eraf-Rödernkors-'. Tegel, abends 7 Uhr.— Karten an den bekannten Verkaufsstellen und an den Abendkassen. Cia Bezirkswohnungsamt im Verwaltungsbezirk 17. Die Ver- einbarungen zwischen dem Magistrat Lichtenberg und den Orts- vorständen der übrigen Gemeinden des 17. Verwaltungsbezirkes über die Neuorganisation der Angelegenheiten des Wohnung?- wesens haben nunmehr die Genehmigung des Magistrats Berlin (Hauptwohnunasamt) erhalten. Dom B e z i r k» w o h n u n g s- amt in Lichtenberg werden die Wohnung»! n I p e I- tionen 17» und 17 d angegliedert, wobei auf emen Inj tionsbezirk etwa je 109 000 Einwohner entfal�m Zur I' j'eklion 17» in Lichtenberg gehört das Tebie. Lichtonbern bis zur Cis-nbahnltnie der Ostbahn. Das Gebiet östlich der Cisenbahn- bezirk am Bahnhof Lichtenberg— Frkdrlchsfelbe.�h. der Orts» i'urter Alle« iruner Wqfe GleiwiHer Str., Eiselastr., Hauptstr. 7— 65, Hönower Wiesenweg, Heinrichstr., Irenenstr., Leopoldstr., Ludwigstr., Lückstr., Ma- §istrats-Kreuzungs, Mittel- und Hinterweg, Margaretenstr., >iaximjlianstr., Lstbahnstr., Prinzen-Allee, Portlandstr., Rosen- felder Str., Ruprechtstr., Saganer Str., Seestr., Sophienstr., Skan- dinavischestr., Wenddorfstr., Wi!heln?str., Zoptenerstr.) und die Vc- zirke Karlshorst. Friedrichsfelde, Biesdorf. Kaulsdorf, Mahlsdorf, Marzahn, Hellersdorf und Wuhlgarten gehören zur Inspektion 17 d, die ihren Sitz in der Gemeinde Friedrichsfelde hat. Diese Neuorganisation tritt mit dem 21. Oktober bereits in Kraft. Beim Kartoffelsuchen erschossen wurde die 31 Jahre alte Ehe- frau Mathilde Henjel vom Köllnischen Ufer 54. Frau Hensel war mit der Ehefrau Weidhof, die im gleichen Hause wohnt, nach Günsdorf bei Dahlem herausgefahren, um dort die Acker nach Kartoffeln abzusuchen. Dabei sollen die Fraun mit einem Feld- Hüter zusammengestoßen sein, der von der Waffe Gebrauch machte und Frau Hensel crschoh und Frau Wcidchof so schwer verwundete, daß sie nach dem Krankenhaus in Buckow gebracht werden mußte. voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Dienstag: Frisch und vielfach heiter, nachts sehr kalt, in den Mittagstunden milder bei ziemlich frischen nordwestlichen Winden. der«Ata d«, Lozeu«,, rötich-rfti-h« Ecke Pankstraß« et* mufikalischer Vortrags- abend, das„Vollslied" statt. Eiatrittsprogramme zu 1,50 M. find zu haben: Bai- leben. Mldenotoflr. 20; Witt. Basewalter Str. I; Wald, Pflugstr. S;„l-reiheit". Erpedition, Pankstr. 00; Kroll, Utredjter Str-He Ecke Hennigsdorfer Stralje sowie bei dem Abieilungstaifierer des 16. Distrikts. Kroll. Dienstag. Aus den Organisationen I. Distrikt. Mittwoch, 20. Okiober, abends 7 Uhr, findet In de» Ziefidenz-Fefi- stlen, Landsberger Str. 21, eine MitgUeberverfanrmlung aller iSegne» ber Bedingungen für Anfchlufi an die dritte Internationale des Distrikts statt. T.-O.: 1. Bericbterstattimg vorn Parteitag. 2. Stellungnahme zum Auf- und Ausda» unserer Organisarion im Distrikt. Das jirov. Komitee. 2. A.; Mehner, Müller, Werst. I. Distrikt. Mittwoch, 20. Oktober, abends 7 Uhr, bei Boeker, Webeistr. 17, austerordentliche Eeneral-Beriammlung. Tauesordnung; 1. Bericht vom Parteitag in Halle. 2. Wahl der Delegierten zur Berbands-ISeneralversammlung. 2. Di- striktsangelegeirheiten. Mitgliedsbuch oder-karte ist vorzuzeigen. 7. T istritt. Dienstag, Ig. Oktober, abends 7M, Uhr, engere Porstandsfistung bei Bläfing, Eubener Str. 24. 7. Drftrilt. Waisenkommiffion(Kommunale Kommission), dazu all« Partei- genossen, die für Waisenpslege Interesse haben, am Mittwoch, 20. Oktober, Sitzung mit Borirag bei Krumbach, Warschauer str. 61. Beginn 7 Uhr. 12. Distrikt. Dienstag, 7 Uhr, erweiterte Borstandsfitzung bei Hoffmann, Ltzchener Str. 8. 14. Distrikt. Die für Mittwoch, 20. Oktober, geplante Distrikts-Eeneraloersamni- Jung findet nicht statt. Der Vorstand. II.. 17. und IS. Distrikt. Sonnabend, 22. Oktober, abends 7 Uhr, findet in Eharlöttenburg. Sitzungen der Kommisfionen. Dienstag, abends 7 Uhr, Kindcr- fchntz- und Fraueir-Komlnlsfion im Bolkshaus, Stehbierballe. Kommunale Kom- mlffion im Rathans. Zimmer I. Mittwoch, abends 7 Uhr, Agitationskommisston im Bolkshaus, Srehbierhalle. Donnerstag, abends 7Ilhr, Politische Kommisgov im Bolkshaus, Stehbierhalle, Räte» und Eewelkschllfts-Kommifsion im Rathaus, Zimmer 1. Eh-rlottenburg. Die Fraktionssttzung findet heute nicht statt. Friedenau. Dienstag, abends 7sij Uhr. öffeniliche Verfammluna IM Helmholtz- Gymnasium, Rubenstraste. Thema: Kirchenpolrtik oder Volksaufklärung. Ref.: Senosse Seydel.„. Panlow. Mittwoch. 20. Oktober, abends 7(4 Uhr. Mitolieder-Beriammlunz aller Konfumgenofienschafter in der Schulaula Ernnswstratze. Tagesordnung; Warum müssen wir den Eeschüftanteil erhöhen? Strolo». Die Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, aoends pünktlich V't llfir, bei Steinicke, statt. Tagesordnung; Bericht vom Parteitag.>»d»n o«»ck«!»ii»n l Loade» erschimnon! Die Soziologie des Bolschewismus Mit Brzlignobme auf das Proilrm der Internationale. Bon M. Iefttnnu». Preis S Mark. Ungekürzte Ausgabe für Organisationen 1 Mark. Bestesluvaen richte man sofort au die Buehhan<3!ung„FRCiHGIT" Berlin C. 2, Breite Sir. 8-9. Volksbühne 7 Uhr: W Samoslus. I. seil Neves VMstheater Köpenickn Str. 68. V/, uhr- Nora «xMulffa. * Theater Um 20. Oktober Müllerstraste 142 Segen den ireihen SchreSiea- FSr EoNjel-Siußllmd. Staatstheater Overnhaus 7 Uhr Silbo«etten, Kostüm- ball. Bajazzi. Schauspielhaus 7 Uhr: Godiva Dtreklion: Max Reinhardt. ZelZtHes Thealer 7U.: v«r Naackmnnn von Vsnep'g KMinersplele vi, Uhr: Stella Großes Schliuspielhaud Karlstrahe S UHr: Jedermann(Duß�Ab.� TriUios�Mr Bahnhof Friedrichstrahe Heute und taglich'/jB Uhr: Der Bnan w Fiii (Ida Wüst. Burg, Limburg, Valetti, Falkenstein) LGz-HM Direkt,: Bictoe Daeiivio.sttz 7-/, Uhr: MS GMljöe (llon, tantin, Lop«, Klopfer, Lind) Dienstag 7>/, Uhr- Liebt (Uosssn, Sötr, l.oos) Mittwoch TK'o Hot: Das GelUbde. Donnerstag 7 Uhr: Peer Gynt sl.oo«, lZrvnlny, l.o»sen) Freitag 7l/2 Uhr Das Grlttbde Sonnabend 7 Uhr: Zrnn 1. SNale Flamme (Dorsch. Brüning, Felsing, Hott- mann, Hillebrand, Götz, Pröckl, Lind) Deutsch. Künsl?.-Theater Allabendlich 7»), Uhr: Die MMlWrM i dUax Adalbert, TruoeHe«terbcrj) Königstadt- Theater (InnnowitzdrLcke) Täglich Gala. S2ng«e Im Anllsaal: Tanz Neues LxerettenlMs Direkrion Jean Ären 7 Uhr: AeDeuz-TheM Bahnhof Ianno witzbrücke Untergrunddahnhof Klosterftr. Heute und täglich'/ß Uhr: Die Freundin (Tilla Duricux, Toellr, Bildt, Alber«, Vallenim)_ MedrichWUhelinstadlisches - Theater- Vh Uhr: Hoheit die f änzerin Theater t. d. Königgrätzer Str. -,.8 Ubr: Rausch (Maria Orslia, A fied Qlb't, Johannes Siiemai»:, Frida Aichard, Rose Vtldtkirch, Ernst Dernburg, K. A. Römer) Montag: Erdgeist MariaOroka, Alben Ereinrllch) Dienstag: Rausch Mittle.: Baumeister Solnef) (AlbeNStcinrLck.EeikawI-tznrr) Donnerstag: Rausch iiag: Mirandolina Opeeeitr in drei Akten nach einem Motiv Peiöfis oon Frik Crllnbanm. Elfe Heims, Saliner, Riemann, Brandt, Pröchl, Rehmer, Sonnabend: Rausch Sonntag: Rausch Momag: Erdgeist Komödienhaus jS Ubr: Der Hexr Minister mit Max Pallendrrg ionnabend: Zum ersten Male Dir Sache mit Lola Schwank in drei Akten mit M Mmm nofefin: Tora a.©., Emmi, Sturm, Heinz Stieda, Hermann Picha, Leonhard Haskel, Herben.«iperf Berliner Theater a Uhr: Der letzte Walzer Fritzi Massary HekM Ztg. nachm. 3'/, und Uhr- Gastspiel > Hartstein in der 3. Kompagnie'. . Theater 7t f, Uhr- r Lampe es C'�rice � rung ogen Ehebruch th, Grilneetee. TSülich 7'/, Uhr: nur noch bis einschließlich Dienstag, den 19. Okt., m NW UZÄ Ab Mittwoch. 20. Oktober und das große Programm. mm 2" rTHSATSR KurfUrsfendomm 217 Täglich VI, Uhr: Dir neue Revue: Text- Fritz Srlinbau«. Einlag.: Theobald Tiger Musik von Rudolf Nelson. j ZperisütSt: Xsbn-Prsxis kneitsr �Iklg. Alvenslebeuftrsthe 21, Hochbohuhof Bülowstraße Rur 2 feste Preise Goldkronen:: Brücken u StistzShne. Gau»nenlo?er Iahnersatz. Zähne 5 M. und 7,50 M. Schöne naiürliche Farben nnb Formen mit i Mnnbunterfuchung gratis. Keine Lupuspreife. echlem Kautschuk und schNftllcher Sarainie. Sprechstunden wochentags 0—12, 2— S Uhr. Tbaater« Kottnno.TOi Tel. Moritzplot: 14814. j I Tigi VI,"■ Sonntag nachm. S Uhr; SUSeSSnger Kltttligen- ügpreN ?vr,k II— 1H. a.4— 6 IT. Apollo- Theater Friedrichstr. 2t» VI2 MSenW ri2 Harems-Nächte Sonntag» 3t(j IL 1 Kind frei. Dr. Joffe für«»schlecht»., tdfSeZSaC HTZi Haut., Harn., Frauenleiden, hartnLrb. Haraleid., Ausschlag, nern. Schwäche, Snphili», Lal»arsan«Kur»n> Plntnntersuchungrn, Pestrahlungen Änst7.L�"' vin.v. I-össi», b!ünr8tr.9 nahe Blexanderplatz. S-1. 4-8. Sonntag» 9-1. Damen separat, 5pQzicii-Zkrzt Z hartnackige Harnleiden, Ausschlag, i Dr. Skottt für alle Geschlechts» Haut-, Harn-, Frauenleiden, j, nerv. Schwache, gegen Syphilis Komb. Salvarfan- Kuren, Blutuntersuchungen, im ättestdn Kur. Vir.? Loser senior Nur Rosenthaler Str. 69-70?/.?!!r. ktainspar& Co. konzeff.Laborat. für SUu» unterfuch.Fäden.Harn etc. FrieöiWrJi.Ä: idiSslr. 56-57. E i Epr. 10-1,4-7, Sonnt. 10-1 > Tcilzahl. SeparDamenz. Kammer-Tanzspiele Dülowstr. 6, am Nollendorfplatz TLgl. T'/« Uhr: Orientalische» Ballett Kiki Kiaini Boy. .u autoc fanden, wenn alles andere versagte, Nachweis- bar noch Hilfe im Natura- Institut(ärztliche Leitung), Vlücherplatz3.(Hallesch.TorflO-l 4—8, Sonnt. 11—1. Damen- zinuner separat, vr. moä. l.uä«ig> Broschüre für M. 2.K0 im ver- schloss. Umschlag ohne Ausdruck gibt Aufschluß. viel reichst. Auswahl I.Speise-. zininr., Hrrrenzirnm.. E-hlafziinniern, sar. bigen Kilchen. Tinzel. möbel In jeder Auolüh-; rung. Aus Wunsch kleinste I An- und Abzahlung.[ Lagrrdefuch erbeten und lohnend■ Dcrlin!i 34, Weinbergs, j weg 1, Rofenthalerplatz. PELZ -Waren Pelawarenfabrlk Kosmas Krcnr.nirhn«.,,,, KohcinicliHP...... Alaskafliclise..... Slskos, WaüstraOe 20, I.. Fi lEiU Jahrg. 191 9 Gebunden 20.— Mark Bnfiöaniii..Zreihelt" Breite Straße«—» ;ffr. Riod-rbaruiin- j Rord-Pankou»� Hachrufl Allen zur Nachricht, daß unsere Genossin ! fpiftla e? verstorben ist. Die Be- J erdigung hat bereits stattgefunden Ehre i£r em Andenken 1 | Die Seschästsleituns. Vä-iMW Bar-r-wiguug im Zentrum«n« ja vergeben 1 Fimuler ü�d K»-h«°ls Wohnung für einzelne Frau, glrtchjentg ®n:aufch von 2 Zimmerwob:l. Ost. unter A. 5g an dt- Ezpedt. tton ber Freiheit, Brettestr. 8 0. futtsr-stzzilko Nähgarne und Seiden Kauf» jeden Posten für eigenen 1 Bedarf. Zahle höchste Preise. I Schncibcrnieistcr» f Kastanienallee 52, Laden» l Telephon Humboldt 246. s v»h«r»'I> sn haben JB Bettnäsee Befroloog sofort ZJJL/ Alter o. Geschlecht an- gebenAusk. ums dis kret ttarflonalComp.21 Berlin, Belle- 3Ui«nce-Stra3e 32 1 miiisien-Ils« 900 gestempelt 150 Mk, an 5F5 n Ko m.. 333„ 65 n.. inkl. Luxusstcoer. Jeder Bin» ist tugcnlos aus massivem Oelde hergestellt bei voller Garantie lör reingebaltl Jede Größe am Lager. CS. ßJb. Thal Erstes Berliner Spezia!' geschalt für Trauringe. eis, SeydelriraBe 5 (Sp:ttclmarkl!. Elflöno Faörlkatlon. Roßhaare"Ä" 9. Rarheuftein 9. in. b. H. Charlotten bürg, Winbscheidstr 5. VIllULWe Goldbruch Silberbruch Me ZMUWe Quecksilber Kaust zum höchsten Tageskurs John» Chausseeftraße 110. v. I, Pönal 1, nahe Anvalidenstraße. Schubert» Bärwaldstraße 53, nahe Blücherstraße. £3gr jetzt besonders billigst!"5EÜR ............. M 30«. ............. IN.:«50 I ............. M. S»>0 Untergrundbahn Splttelmarkt. Kupfer NeWg. Zill!! W. LuclliMer. Z�Webisse Silbe« weit üdor Isgesprsls Brunn enstr. 11 Beuffelstt. 29 Fennstt. 48 Weidenweg 72 In der Gemeinde Berlin-Neinicken'dorf ist die Stelle einer Schulpflegerin sofott zu besetzen. Die Entschädigung beträgt für Unverheiratete 815 Mark, für Verheiratete 805 Mark monatlich. Bewerbungen mit Lebenslauf und beglaubigten Zeugnis- abschrift. sind umgeh, an den Gemeindevorstand einzureichen. Die »SeuIlSllner Metall. Einkaufs-Zeniraie Aottbuser Damin 60, am Harmannplatz, kaust M.ZGW, Blei. M Jkk&.kkAAA.AAAA.ALi -Osten Grüner Weg 80 zahlt höchste Tagespreise für Kupfer, Messing, :: Blei Zink usw u fyfr-wwvwwwvywv M Sie ffliiSetüe lasier I!I!ai!>Il!I>!lail>!II!si!>!!il!!!!!!i!>!>>a!>>>i!!!!!l>i>s>lI«ii!>>l>>U!!>>!Iill!l!lll!l!ai!»ll!!iaiI kann es nicht verhindern, dass ihr Kind gelegentlich Ungeziefer aus der Schule mitbringt. Dieses wird radikal vernichtot durch PFEIFFEEIOL Kopfwasser gegen L3use und deren Brut(Nisse). Paraslten-Linimcnt gegen Körper- und Kleiderläuse, Trlcrecol-Pudar gegen Flöhe. Schwolnstirter Orün-Ersoti gegen Schwaben, Wanzentod, Erfolg garantiert. Erhältlich in allen Apotheken, Drogerien osw. Apoth Otto Pfölffar 4 Plefiler, Ber in N.65. $ An den hiesigrn Demainbeschuleti ist die Stelle einer technischen Lehrerin sofort zu besehen. Derlangt witb die Befählaung im Tue: en und Handarbeit. Eadgülltge Anstellung bei Rewäbrung nicht ousgefchlosten. An ber Fortbildungsschule für Mädchen Ist feener die Stelle cii:cr geprüften C-weideschulichrerin soson zu descken und find Bewerbungen um beide Stellen um- gehend an den Semeindevorstand Beritir-Reinlckendorf einzureichen. KMer Iß, 7,63 U. 6,35 kaust zu höchsten Preisen Kirstcin, Linienftraße 50. natall« Kupfer» Rotgutz, Dlei, Messing,»Zink, Zinn und Lagermetall, Onrelrsilbae unüderbietdaec Tagespreise Zuckermann, Elsasser Straße v» vorn II Tr. - Norden 4661.—— Kupfer Messing, Biel, SinK Zahle die höchsten Tagespreis 10ljkHZkiw8'.r.l Ecke Schönhauser Allee. �/ üb. 100 SN. 3 SN. FaHrgel» f Kup?er, MessinSj Blei, Zink, Zinn usw. Höchste Tagespreise pckatallalnleauiloaantrsi' StegBitzQrser.4l Lützow 3167,> Botenfrauen m Die löoraei Str.— üeiWlronn JfJ MA» ferner, Sreifswlte Str.j? Botenfrauen verlangt sofort SpeöKion tmU. pmloMm Wallstratze 68. 5,äää" Kleine Anzeigen 9a» Ueberfchriftou»»»« J,— Md., f.de««eitere Wort im Text l.SO Mk. netto. Stellungsgesuche! Uaberrchriftou» ort 1.50 M»., jedrs«eitere Wort im Text t.— Md. Jackettan,«»». Ulster, rrr prima Stoffe. Maßarbeit, kau» fen Sie am billigste» Leihhaus, Prinzeiistrosie 105. «reuzfllchse I«M—.Aiaek« föchte 150,—.Zobels» chselSilb«. sichle I Rorföchsel Töglteh«, Riesenserkauf neuer GRe,«» heilstäuse ZU stauneneere, enden Sportpreisen, Pfendlcikheu» Schönhauser Allee 11»(Ring- dahnhof, Hochbahnhos). Nur Ueberzcuguug macht mahe, Anzüge, Ulster, aller- billigste Bezugsquelle für Händ» In und Dcrbrauchee, Warmer, Dragonerstraß« 5. -pelzgarntturen! Alaska- füchfe 110, Roifüchse 126, Zobel- füchjelSOüIinrt, pt-game«reu,- füchse, Sllberföchse, spwie alle anbeeem Vel-aetrn,«le, neue, keine Ber-etzware, zu stennen- ereegend spottkilligeN Sommer» preise» I l!«th»»ll«l Warschauer »traha ««»»tuouoerkamsk«ffki. Ouaiitti«»,»bgepahn«chals. grnstn 24.-»». t)»ch»l»}««i' («cki luri, fit« ante Halkstor«, LgAsftore». M-dra-o-r»snen.«ardinen. stoffe äußerst billig,.chel-g-n- heitsköuse'. Wizniher, Wlchert» strasie 72 l(dem Laden) am Ringbahnhof Echönhausn Allee (Fahrtvergütung). Gardinen verkauf Deuts sis', Landsderger Straße 1». Achtung! Gardins». Ad Sonnabend, den 16. bis 26. Od- tobn erhält Borzeiger dieses Inf-eates 2»>, Rabatt auf jeden Einkauf. Wir offerieren drei- leiiige«ardi en IN nur guten Ouaiitöle» zu 7!.—, 100.— IIS.— Wart. Stllchtvare, schmal 7�»,»oppeidrrir 15.— Mark aufmlrts. Reiches Lager in Bell»«»«, 7«.— an, Store« 7»—. HOcheleganle Seinen» Saedhini 1(0— Gchte,»estichte lladra.garbkan m perfchie» be»e» Breiolagen. Spezialität: «alegeuhellopasten I i I ffirw dinenhau, Zimtt, Aöpenicher Straße Hunderteins. Aweite Etage. Stadtbahn Iannowitz» brücke, Untngrundbahti Insel» brücke(kein Laden). > lSrnosten! Raglans, Ulftn, ] Schlüpfer, Anzüge, Eulawaq«, gestreifte Hofen, Winlremodelle, I find eingetroffen in unüber« Noffener großer A-smahl von 500 Mk. an. Burgher, Britzer Straße 20, vorn II. Fahrver- bindung Aoilbufrr Brücke. Ladeneinrichtung mit M ar» moeplatten billig zu verkaufen. MSHrwg, Holtciste. ISa. Möbel, gebraucht r>nb neu. Smbe und Küche, gut erhalten, 1M0— Rebfcld, B-dstraß-Zt. Hausnummer achten. Moderne Schlafzimmer, An- kleidefchrönke, einzelne, Büfett, Anrichteküche, Sofa, Umbau, Bettstellen, verschiedenes mehr. Teitz, Köpenick er Straße 164, IV. Shaiselangu«, 150,— bi, 600,—, Metallbetten 250,— bi, 2000,—, weiße Schlafzimmer Meicke, Augustlrr. 22-, Qugb. Eaufgesuche| Lelm» Kilo bis 18.—.Schellack, Lemon 110.—, Orangesch ll eck 75.—, jeden Posten kaust H rbst, Tapezierer, Große Hamburger Straße 18-19. Jnftnllattonsmatertol kaust jeden Posten Kothe, AHeins- berger Straße 52. Siicke» Piene» Packleinen, Game kauft Engel, Wolden- b erger Str. 7 l. Firnis» Schellack. Paraffin, Leim kaust Pottratz, Grüner Weg 91. Fehrrsdankauf» Schwandtke, Linienftraße 19._ Kokoski» Goldschmied, baust über Tagespreise: Platin, Gold, Sllberdruch, Unmodernen Schmuck. Zahngcdisse, Brenn- stifte. Eigene Berwertimg. Goldwarcn-Fabrik Brunnen- Pratze 168. i1."!!•.>.«????.?!?».: Werkzeuge i u. Maschine� --zi Sptralbohrme, nene, Sck», gclleinewand Uaast HSchstzoo� Kaiser, SrrisswaldcrSn- Splratbohre» kauft Posten gegen sofortige Wolske, ChaeloNenburg, straßc 15, Hof rechts Dqnamo und Spule. kauft bSchstzah!cndO.2chk»A Langcftr. 27(Eck- Andrea«�. Alezanber 2»2!i.___- Spiralbalzvor kauft Äommanbonttn'tr. 65. Vafchmagnat» Schwandtke, LinicnstratK� Spiralbohre? kauf Posten Lange Str. 12, 1 Kraut str.» Laden. Verschieden� ((::.vpu.z'0! uz.' u-zroz'-" Dauern, Zfchcrepane Reichen barger Straße 7.