Einzelpreis so Pfg.« 3. Jahrgang Montag» 25. Oktober 1920 Nummer 453» Aben3-Nusgave 10,— M. t» mtm» i »«M,*Htmn- brttlli M Mn SoOtimi. w, feffa« fb«ing�ttln »»* On 6p«6(«o*(»IMi»>>g,l,»U 8,50 98 i�r Post» anftaitCT»rftfünnjui nrtctom. Unicr©frttflio«» : Hb tnt(d)l«A»«»d OtftOTttdi 19,50 an ,"(ttr»»»'tMet lüislanb 21,50 M. UtllH« MUbCaffdiU«,(X*®rfri fb»it«Ian» ak(Mttrrrl« SO,- w. W».�HifuOnw«OTtcortfTIfjtf»» l*tt Htm Slenw k»st-» 8,— M. �nfbNeAOch Snmmg.inKOla*-«Witt Jlmrtgfü; So»(MtofBniAtt Won%- M,. l«bM mntrt. won l.SO an., NnIchN�Uch TkUkn>ns,tus a?or«-alii«risn>: da» rtttgednick!» aPott 1,60 an,. Irdr» wrttrr, avon 1,— an» SmAtchir: So«»» 2030. UC.«8U 4103. 4034, 484«,«Ui. berliner-Organ ber Vnabbättglffen SopialörmofraUe Oeutßöfanös Der Weg zur Macht! Funktionär-Konferenz des Bezirksverbandes Berlin-Brandenburg U. S. P.D. Es ik anders gekommen, wie fo mancher Zweifler fürchtete. Di« gestrige Funktionürverfammlung der Unabhängigen So- zialdemokratie, Bezirksverband Berlin-Brandenburg, ge- staltete sich zu einem machtvollen Bekenntnis zur Organisation und den Zielen der Unabhyn- gigenSozial Demokratie. Der arohe Saal der Ger- maniafestsäle, bis zum letzten Platz, auch die Tribünen, ge- füllt, sah und hörte zum ersten Male wieder nach langer Zeit —«...t---. politische Darlegungen, die aus der tiefsten Er MUS uno oer anenungeu uuqivuufu uuiurungcn. aues das was seit langem durch den Hader in der Arbeiterbewegung verschüttet war, die Quellen sozialistischer Erkenntnis und revolutionären Möllens, sie wurden wieder durch das vom Geiste des wissenschaftlichen Sozialismus erfüllte Referat des Genossen Hilferding ans Licht gebracht und die peinliche Aufmerksamkeit und der brausende, jubelnde Bei- fall der Genossinnen und Genossen bewies, wie hier einem tiefen Verlangen endlich Genüge geleistet wurde. Die Rede des Genossen Hilferding führte uns zurück m die Vorkr,egsze,t und charakterisierte die reformistische �endenz die damals, hervorgerufen durch die kapitalistische BlStezelt, dm Arbeiterbewegung erfüllte. Sie führte uns weiter zum Errege, zeigt« uns die Wandlungen, die das Pro- letariat von der anfänglichen entschlossenen Teilnahme am nationalen Krieg und seinen Zielen bis zur schärfsten Kriec gegnerschaft und bewuhten Reoolutionswillen durchmachte. Und sie führte uns dann mitten in die Revolution hinein, deckte schonungslos alle begangenenFehler auf und zeigte den Weg, der zu gehen ist, wenn das Proletariat zum Siege ge- langen soll. Diese Rede gestaltete sich weiterhin zu einer wahrhaft glänzenden, von gröhten Gesichtspunkten ausgehen- den Auseinandersetzung mit dem Bolsche- w i s m u s. Sie klang aus in einem vom tiefsten sittlichen Ernst getragenen hinreißenden Bekenntnis zu den weit- umspannenden Zdealen des Sozialismus, der in seinem letzten Wesenskern reinste Menschlichkeit, höchste Kul- tur, schaffende und genießende, für das Proletariat und die Menschheit insgesamt bedeutet. Wir dürfen mit vollem Rechte erwarten, daß von der gestrigen Versammlung eine neue Etappe des Berliner revolutionären Proletariats ihren Anfang genommen hat. Der Wille zur Revolution, verbunden mit der klaren Einsicht in die Bedingungen des proletarischen Kampfes, sie werden wieder vorherrschen nach der Periode des öden Zanks um Schlagworte, um dreimal geheiligte Begriffe. Wir haben wieder Raum und Ellbogenfreiheit zur Betätigung. Wer diese Versammlung miterlebt hat. der hat empfunden, daß hier gebundene Aktivität gelöst wurde. Wir sehen getrost in die Zukunft. Der Anfang ist glück- und siegver- heißend. änd gestern die erlin-Branden- Am überfüllten Saale der..Germania''-FestsSle erste Funktlonärkonferenz des Bezirksveroandes bürg U. E. P. D. statt. Der Vorsitzende Brühl bemerkt« einleitend, daß auf dem Partei- tag in f>alle das eingetroffen ist, was vorauszusehen war. Der stelze Bau der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschland ist gesprengt. Aus den sich ergebenden Anzeiche» ist jedoch zu ersehen, daß das, was geplant war. nicht gelungen ist. Für Berlin-Brandenburg kann festgestellt werden, daß die Delegierten auf dem Parteitag in Hall« für und gegen die Bc- dinaüngen da» gleiche Stärkeverhältni» hatten. Di» nach dem Parteitag in Berlin-Brandenburg vorgenommene Sich. runa unter den Mitgliedern hat ergeben, daß die übergroß« Mehr- zahl der Berliner Parleigenosien bei der Fahne onserer Partei bleibt.(Lebh. Beisall.) Feststellen möchte ich noch, daß wir den größeren Wert darauf legen, den Geist und die Seele der Mitglieder gewonnen zu haben. Der Geist, der fchon im Manifest der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands zum Ausdruck kommt, wird die Partei stark machen. Zn diesem Geist werden vir siegen. sStarker Beifall.) Genosse, Hilferding: ferdtng gab am Anfang feiner Ausführungen seiner .....-'lundungsprozeß a, als man es in Halle gedacht hatten. Die Tage von Halle sind Tage de, Erfolges Genosse Hilferdina gab am Anfang feiner Freude darüber Ausdruck, daß der Gel viel schneller« Fortschritte mache. Bannerträgerin sein. Hilferding charalterinerte nun weiter an einem historischen Rückblick die Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung, die Kämvle Zwischen Revisionisten und Marxisten, in denen zwar Mari Sieger blieb, aber die Politik der Partei trotzdem lediglich in abstrakten Bahnen sich bewegte. Wir Radikalen haben immer und immer wieder versucht, die Massen aktiver zu machen, aber es aelana nicht in die deutsche Arbeiterfchast eine revolutionäre Lomkk hineinzutragen. Aus dieser Erfahrung erwuchs für uns Prosperität der 90« Jahre stärkte die reformistischen Tendenzen der Arbeiterschaft, die sich in der Illusion befanden, daß es im Arbeiter Reformisten. Diese ganze Entwicklung ist abgeschlossen worden durch de« Krieg. Zwei Phasen zeigen dies« Aenderung. In b« ersten Nasse zum konnte der Bewußtsein Kri ____ Stärke, denn ohne st« iführt werden. Je länger der _. derte sich die Psychologie d« Ar- bctterllass«. In dieser zweiten Mose beginnt der revolutionäre Wandlungsprozeß in steigendem Maße in allen Ländern. Dann Krieg dauert� ungsprozef._____________ w______ kamderZusammenbruch. Er stellte die Arbeiter vor eine Aufgab«, der sie in allen ihren Teilen noch nicht gewachsen war. Der größte Teil der Arbeiterklasse wußte nicht, wie dl« Macht zu gebrauchen sei. Di« meisten standen im rechtsso.zialilti- scheu, reformistischen Lager, sie begannen die Politik der Koalition mit dem Bürgertum, der Arbeltsgemeinschaften usw. Wie stand damals die Partei? Gerade die ll.S.P. hatte damals mit voller Schärf« schon er- kannt, daß sie die errungene Macht mit alle« Mitteln aufrecht- erhalten werden müsse. Ste.war Gegner der Rational,- oersammkong. klZir haben darauf hingewiesen, daß sofort die Eoztalisierung in Angriff genommen werden muß. Wir wokl- ten die Arbeiterarme«. Aber dies« Politik scheitert« nicht a« «useeer Führer, sondern an >ea neu» Zehntel der Arbei- Zentrallsaiion. oder an Ein- )t in die Notwendigkeit, fondern der reformistische Geist in der lrbeiterbewegung hat un» um die Früchte der Revolution ge- bracht. Erst nachdem setzt« der Revolutionierunasvroreß der Arbeiter. SS herab, Masse dann ergeben, wenn haben.(Sehr die Massen ,!) Gerade Ro>a. un, an der ersten russischen Revolution, da Zentralkomitee, das im Sache wegglitt, als ob es fich um gar nichts Und als dann Martoff auf die Rednerbüh, erfuhren, daß der Terror nicht gegen die ehemaligen zaristischen xemburg zeigte ..uß das bolfchew üsland faß. den Dingen a h n u n g s- los gegenüberstand, daß die Bewegung ganz aus sich selbst«nt. stand, und dem Zentralkomitee der Bolschewiki und der Mansche- wiki nichts übrig blieb, als sie in geordnete Bahnen zu bringen. «■' W''W■ z it handelte sich in d«» Bedingungen, die man un» prösentierte, um «in Kunstprodukt um die U.S.P. vor«ine Frage zu stellen, die st« nicht erfüllen konnte, um die Spaltung herbeizuführen, die bewußt von de» Moskauer Diktatoren gewollt worden isi.(Bravo!) Die Psychologie der Bolschewiki ist nach und nach eine reine M a ch t p s y ch o l o g i �geworden. Das zeigt sich in einer steigen- den opportunistischen Machtpolitik. Zum Beweis führt Hilfer- din�bchonders die russis�e Agrarpolitik und die O st- !N ki en_ estrebungen dieser Länder völlig außer Acht lassen. Und nun die Frag« des Terror«: Auf mich hat es keinen er- fchüttrrnderen Eindruck gemacht, als S i n o w j e w so mit ein paar leichte» Sätze», mit einer Ha»dbew«gung fast, über dies» Politik an. Gerade die Ostpolitik der Bolschewiki, wie sie auf dem Kongreß in Baku formuliert wurde, zeigt, wie die Bolsche- wiki aus reiner Mochtpoliitk sich mit den mächtigen nationanfti- scheu Strömungen des Ostens verbinden und die proletarische Bestrebungen dieser Länder völlig auster Acht lassen. haben das verhältttt, zur Demokratie»ad Diktat», ganz klar gestellt und darauf hingewiesen, daß die Demokratie oerfälscht ist durch die ökonomisch« Uebermacht des Kapitals. Wir haben gesagt, unser Ziel ist die sozialistische Demokratie, die aber erst erreicht werden tonn durch die Diktatur des Proletariats. Wir haben die Probleme der Revolution in aller Klarheit be- antwortet. Das bat aber nicht ausgereicht für die Kommunisten und einen Teil der Arbeiterschaft, der durch die ökonomischen Schwierigkeiten rasch radikalisiert wurde. Dies« Stimmung haben die Kommunisten ausgenutzt, um in unser« Partei den Spaltung?» keim zu tragen. Die Kommunisten setzte« die Bedingungen der deutschen mit der russische» Revolution völlig gleich und übersahen die großen Verschiedenheiten. Hilferding schildert kurz die Entwicklung in Rußland und den Charakter der russischen Revolution, die ge» tragen ist von der Bauernschaft, die revolutionär ist und bleibt, lßland» und Deutschlands ist die Frieden»? t i k. In Rußland nach der Februarrevolution ein Weitertretben de» Kriege» der mit der Niederlage endete, und den völligen Zu- sammenbruch der Armee, der Schrei nach dem Frieden. Das rief die zweit« Revolution hervor und brachte die Bolschewiki zur Macht. In Deutschland bereits Waffenstillstand beim Ausbruch der Revolution, daher völliges Intaktbleiben des Heeres und Ausbleiben einer der wesentlichsten Antriebe der russischen Revo- lution. Die BoNchewisten siegten also nicht durch ihre» Ueder- zentraliomu«. sonder» durch den Zusammenbruch. Die Bestimmung der Taktik kann gar nicht erfolgen von oben rab, sondern sie ergibt sich au» der lebendigen Aktion der ass«. die i-ldst auf den Kampfplatz tritt. Sie kann sich aber nur ben, wenn die Massen selbst zu bestimmen Luxemburg zeigte das bolfchewistische Besonderes handle. bühne trat und wir da ehemaligen zaristischen Agenten, nicht gegen die Konterrevolutionäre allein, sonder« gegen die sozialistischen Vorkämpfer des Proletariats, die durchaus auf revolutionärem Boden stehen, angewandt wird, wo es fich um das verhSlt«i» von Sozialiste» zu Sozialist«« handelt, da ist der Terror eine stttliche Frage. (Beifall.) Wir wollen nicht, daß das Proletariat von einem anderen Teil des Proletariats geknechtet wird.(Lebh. Beisall.) In der Rät«frage ist uns Sinowjew die Antwort schuldig geblieben, weil er hatte sagen müssen, daß es in Rußland weder Slitisch« noch wirtschaftliche Räte gibt. Bei allen entscheidenden cagen können wir feststellen, daß alles entschieden wird von einem ganz kleinem Kreis, ohne Befragen der' Räte, ohne sich zu kümmern um die Meinung der Arbeiterklasse. All das, die 21 Bedingungen und die Thesen, sie sind es ja nicht, um was es fich bei diesen Machtpolitikern handelt. Es hat sich für fie darum gehandelt, die ganze westeuropäische Bewegung als ein Inftru- ment ihrer Machtpolitik zu gebrauchen, ebenso wie sie die Ost» Völker als Instrumente der Machtpolitik gebrauchen. Die Sache war so schön gedacht von den Arrangeuren. Bor und während seiner Rede strahlte Sinowjew von Zufriedenheit. Und nachher wurde er immer nachdenklicher und er antwortete nicht, trotzdem ich ih» ausdrücklich zur Antwort herausgefordert hatte. Er hat nicht mehr geantwortet und konnte in dies» Situation nicht mehr antworten, weil er das Gefühl gehabt hat, er ist ,»« ersten Male a«f einen Widerstand gestoßen, der ge« bore» ist an««ine« anderen Geist und aus einer andere» Sittlich- leit.(Bravo.) Das war der Entschluß, daß wir eine Methode nicht mehr befolgen können, die den Zusammenbruch der ganzen west- europäischen Arbeiterbewegung bedeuten würde. von Hall« datiert die erst« große Riederlag« der Moskauer! Methode. Wir wollen Schluß machen mit allen diesen Methoden. Und es wird auch Schluß fein damit und sie werden nicht mehr erneuert werden können. Kurz vor seiner Abreise trat Sinowjew noch an einige unserer Freunde heran: Wollen wir denn nicht noch mal verhandeln, vielleicht geben wir dann noch etwas nach.(Lebhafte Heiterkeit.) Für was hält denn der Sinowjew die Vertrauensmänner des deutschen Proletariats? Dasselbe Manöver hat er mit Lonau et gemacht. Er hat ihm gesagt: Wir find Euch sehr dankbar für Eure Hilfe, wir sind be- reit, Euch einen Brief zu schreiben, in dem wir er- klären, den Ausschluß Longuets zurückzunehmen. Aber Longuet hat ihnen erwidert: es gibt keine Frage der Per- fönen, es gibt nur ein« Frage der sozialistische» Internationale. (Lebh. Beifall.) Und Salle hat uns die Gewißheit gegeben, daß wir auch inter» national nicht mehr isoliert dastehen werden. Die Schweizer Par- tei hat bereits einen Entschluß gefaßt, eine Konferenz einzu- berufen, auf der alle Parteien, die aus der zweiten Internationale ausgetreten sind und sich der dritten Internationale ansck, liegen wollen, vertreten sind. Dort soll keine neue In t er n a t i o- nale'gegründet«erden, sondern dort soll endlich einmal mit den Russen gesprochen werden von Macht zu Macht(Beifall). die Macht der westeuropäiichcn Arbeiterbeweaung soll in die Wag- schale gworfen werden. Den schlimmsten Dienst haben die� Bol- jchewili der russischen Arbeiterbewegung geleistet, indem fit die westeuropäischen Parteien spalten, die allein ihnen heizen können. Wir dürfen nicht das Objekt einer Hasardpol.t k werden. Es geht den Russen nicht schnell genug: das ist begreilllch. Und was wir zur Erhaltung und Beschleunigung der russischen Revo- lution tun können, müssen wir tun schon im Jnteresie un>.r«r Bewegung. Aber wir müssen eine Vawnque-Polltik ab» die nns in ein", K-i-o nrt der«mt-ute hineintreibt. eigenen Bewegung. l�rni fVlPTt. Deshalb hat' unser Parteitag«ine außerordentliche Bedeutung für die gan-e internationale Ardeiterbewegung. Wir haben diesen Erfolg bezahlt m i t e i n e m h o h e n T r, b u t. �er dieser Tri- but wird einmal zurückge-ahlt werden. Wir mußten diesen Tri out aufbringen, um endlich Klarheit zu b? ommen. �nd so ift der Parteitag ein außerordentlicher Fortschritt. Unser« Politik wird«ine Politik der Aktion sein. Genosse Hilf er ding greift noch einmal zurück auf die eechtssoziali st ische Politik in der Revolut o» und sag:: Es ist eines der schcindlül'sten Kapitel der Gefchichts einer Partei, die sich sozialistisch nennt, daß sie den streit mit den Bruderparteicn ausgetragen hat mit lener bru.alen Gewalt uno mit der Hilfe der konterrevolutionären Kräfte, wie es der R o«re getan hat. Infolge dieser Politik ist das Bürgertum heute schlösse»«, stärker und bcwastneter als i«. Und deshalb brau» wir auch eine prole, arische Einheitsfront. Sie«ird nur ges�sten in der proletarischen Aktion, die entsvringt dem Klassenb-wusitjctn des Proletariats, von der alle einsehen, l«. letzt erfordert dr« Situation diese Aktion. Das ist wirkl» proletattsme Polttik. Und diese Politik ist Aufgabe der U.S. P.D. Diese Aktionen kon- nen nur solche sein, die einerseits eine wirkliche Machterweiterung des Proletariais bringen, bei denen aber andererseits mmer.m Vordergrund steht: der Kampf um d- n L? z�i a m u s. IIOlll. oer u II* y} u Iir v----- Es handelt sich nicht mehr um eine Zurunftstorderung.sonderndse -ozialtsmus ist eine der wich-' asten Goar,.".ar.s, ragen gcword-� Die Forderung der Sozialisierung erwächst beute au» notwead� aus der politischen und ökonomischen Situat on. Stlserdtng de- weist das in einem Rückblick aus die sin an z- elle La ge des �taw. tes. er erwähnt besonders die ung-beure Schulden ost des Reichs. das Defizit iu den Staatsbsttieöen, das man luustnch hochg« ü pumne tmt, im M« Arvetter unk STnßefleÜte« bft Stea�sbet�e?« fcafur verantioaitlich l iachen zu können. Eegcniiöer diesem mahn- Innigen Zustand versagt die kapitalistische Steuerpolitik, man kommt nicht mehr aus damit. Sie muh gesprengt werden, fie kann nur gesprengt werden durch den Sszialismus, d n r ch d i e Sozislisierung. Die Arbeiterklasse mnss wissen, dass der «apitalicmus nur aufrechterhalten werden kann auf«tosten der Lebenshaltung der Massen. Die An�xechterhsltung des Kapitells- nivs bedeutet weitere Berelendung und Verwüstung der mensch- uchen Arbeitskraft. Deshalb muß die N-deiterk'lasse tu: Aktion kommen für den Sozialismus. Der Kampf um die Eroberung der politischen Macht kann von der Arbeiterklasse nur aefäbrt werden m Anschluß an ganz konkret- Ziele. Hier lernt sie ihren Gegner in seiner Stärke und seiner Schwäche kennen. Dieser Kampf rnuss sich verbreitern aus alle Gebiet«, und so tritt der Moment ein, wo diese beiden Klassen vor der letzten Frage stehen, dem unmittelbaren Kampf am die p.'üijcht Mcst.r. Der erste Schritt ist die Sozialiflerung der Kohl«. Sie steht auf der Tagesordnung. Es handelt sich um einen ganz Aewaltigen Machtkampf, in dem sich das Proletariat zusammen- schließen muß zur Führung dieses Kampfes. So wird er zu einem gewaltigen Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie »ild es kommt nur auf die Kraft, die Einsicht der Arbeiterklasse an. od der Kumps um die Eroberung der politisck'eii Macht hier lchon zum Ziele führt. Wir find bereit, diesen Kampf zu Lehern' � äraor>ille«t Machtmittel«, die u>?s zu Gebots Mit platonischen Erklärungen ist für die Sozialisierung nichts getan Di« Rechtssozialisteu haben sich ans ihrem Partei- tilg ebenfalls für die Sozialisternng ausgesprochen, aber man bat Ach zugleich«in« Hintertür aufgelassen, den Nslksentschcid. Ipemzitrd.) Es ist natürlich ganp ausgeschlossen, dah man Nie Entscheloung über diese Frage dem Urteil z. B. der ländlichen Be- oölkerung überläßt, die zum größten Teil völlig uninteressiert ist ttnd kein Urteil über die Vorzüge oder Nachteile der Sozialisierung hat Dieser Eutscheid mutz ausgelöst werden durch die Macht d» Klasse». Ebenso wichtig ist die Frage der Arbeitslosigkeit.?u« in die. ser Frage mutz das Proletariat aktiver auftreten, und beson» oers die Gewerkschaften müssen sich dieser Frage inten- fiver annehmen. Die Stillegung von Betrieben muß verhindert «erden, die Sätze der Erwerbslojennnterstützung müsse« erhöht »er.i-n. um den Arbeitslosen das Existenzminimum zu garantie- ren. Wir müssen weiterhin kommen int Produktioaskovtrolls durch die Betriebsräte. Da« Betriebsrütegesetz genügt nicht. Das Wohuungselenb ist ruiyt iü-H? länger zu ertrogmu Wir kommen nur heraus, wenn Nene Wohnungen geschaffen werden. Wir n.üssen verlangen, uno dafür in Aktionen treten, daß die großen städlischen Kom- munen den Wohnungsbau selbst in die Hand nehmen. Dazu ist notwendig, daß die Bauhilfsinduftrien sozialisiert, die Enteignung Se» Grund uns Bodens vorgenommen wrrd. Die Aufgabe«, die die Partei in allen diesen Fällen hat. sind außerordentlich groß und wichtig. Wir werden ungehindert durch den Kampf in den eigenen Reihen diese Aufgaben im Lande in Angriff nehmen. Wir brauchen nicht Streit um theoretische Pro- Meme, sondern Klassenkampf. Die Gewerkschaften müssen sich immer mehr mit revolutionärem Geist erfüllen. Deswegen gibt es für uns leinen Raum für Arbeitsgemeinschaften, deswegen for- dern wir die Umstellung der Fachvcrbände in Industrieverbände. Die Gewerkschaften müssen vorangehen und ihre ökonomlscye Macjt in die Wagschale werfen. So »erben mir unter scharfer Abgrenzung»ach recht» Uud. links unsere Politik führen. Wir wollen weder der Spielball werden der Moskauer«och ihrer Deutschen Ableger. Wir werden es ablehnen müssen, uns auf Miudein« Putsch, und AbenteurerpolitU einzulassen.(Seht stcgltfl!) � Die dentsch««ob enaNsch« Arbeiterbewegung sind es,«nf der «nsere Hoffnung für die Zukunft beruht. Wir erleben in Ena- 'land immer mehr den Revolntlonierungsprozetz der Gewetf- Jchafien. Wir find keine Illusionisten und wir sagen nicht, daß daraus morgen schon die Revolution herauskommt. Aber wir sagen Ihnen, daß dieser große Revolutionierungsprozeß fich aus« wachsen wird in den Kampf um den Sozialismus. Wir wollen unsere» Kampf auch führen in dem Bewußtsein, daß wir als Marxisten berufen sind, nicht vor die augenblickliche« Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch um die Ideale der Menschheit z» ringe«. Ilnb so«ollen«ir de« Kampf führen, elnerseit» in der klare« Erkenntnis der ökonomischen Bedingungen, andererseits aber auch im Geiste des deutschen Idealismus, zu dem sich Mari und Engels mit Begeisterung bekannt haben. Es ist viel verschüttet worden in der deutschen Arbeiterklasse. Aber so schwer auch die Last and so groß auch das Elend, wir müssen uns bewußt bleiben, datz Ssziaffsmns noch mehr Sedentet als mehr Brot«nd mehr Sohn. Sozialismus bedeutet eine neue Kultur. Diese wollen wir der Arbeiterklasse erobern, sie soll zur Trägeria und Genießerin des geistigen Produktionsprozesses werde». Sie soll selbst miiar�eiien an der Vermehrung der Kultur und Wisseiischaft. In diesem Sinne soll die Unabhängige Sozialdemo- kralle den Kamp? kühren, in diesem Sinne mutz sie siegen!(Stllr- Mischer, langanhaltender Beifall.) Vorsitzender Genosse Brüh! teilt mit, datz angeregt wurde, te i n e Diskussion ill eröffnen, am den Eindruck des Referats nickt abzusckwächen. fBravo!) Es gilt nun, das Gehörte draußen weiter zu tragen und in dem Sinne zu arbeiten. Genosse Emil Va-tk, bemerkt zur Geschäftsordnung, datz er in der� Frage der Sozia listerung der Kohle einen anderen Standpunkt einnehme als der Genosse Hilferdino, und datz er diesen seinen Standpunkt auch in der Mitgliedjchan vertreten müsse. Genosse Brühl erwidert darauf, datz der Gefetjemwurf über die Sozialisierung der Kohle demnächst in den Mitgliederversamm- langen besprochen werde und daß dort der Genosse Barth die Möglichkeit habe, seinen abweichenden Standpunkt darzulegen. Genosse Brüh schließt dann mit einigen kurzen Worten, in denen er auf den schweren Kampf hinweist, der uns bevorsteht. Aber nicht Haß. nickt kleinliche Verwirrung ioll uns beseelen gegen die, die gestern noch als unsere Kampfgenossen zusammenstanden. Der alleinige Feind ist die Bourgeoisie, alle die, die in der Arbeiterschaft gegen uns stehen, find unsere Brüder und es muß unser Bestreben sein, daß wir sie auf unser« Weg führen. (Bravo!) Unter dielen Ekstcktspunkten wollen wir in den Kampf treten, wir wollen aber auch keinen Zweifel darüber lassen, daß wir uns wehren werde«, wenn man uns Hindernisse in den Weg legen wird. Darauf wurde mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Unabhängige Sozialdemokratie die Konferenz geschlosseu. Die Gewerkschaft der Lader hat ihre Mitglieder anfgesordert, fa? Verladen von Aussuhrkohle zu verhindern. Die Bewegung der Arbeitslose« HR. London, W. Okt-h-e- •Die 15 Bürgermeister der Londoner Vorstädte, die vor kurzem an der Brbeitslosendemon st ratio», l nahmen, haben Lloyd George schriftlich mitgeteilt, datz feu-e Vorschläge für die Tnischädigang der Arbeitslosen und zur Be» kämpsung der Arbeitslosigkeit gänzlich ungenügend sta� Sie könnten deshalb die Verantwortung für die Ausrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in ihren Bezirken nicht länger tragen, wenn die Regierung nicht sofort in großem Umfange eingreife. Zugleich haben die Bürgermeister den Aliniste? des Inner« schriftlich ersucht, eine strenge Untersuchung über das Auftreken der Polizei bei den Demonjtratioue» eiu- zulette«. Wendung im Arbeitskampf in England Die k r i t i f ch e E p a n n u n g, in die die große Bewegung der englischen Bergarbeiter in den letzte« Tagen der vorigen Woche getreten war, ist überwunden worden durch die An- dahnung neuer Verhandlungen. Zunächst ver- handelten indes nur die Regierung und die Bergarbeiter, um > ein« Basis für Verhandlungen zwischen den Organisationen der Grubenarbeiter und den Bergwerksbe- f i tz e r n zu finden. Einstweilen stehen also beide kämpfen- den Gruppen, Bourgeoisie und Proletariat, noch immer in Schlachtordnung. Borübergegangen ist nur die Mög- lichkeit einer schnellen und größeren Ausdehnung der � Streikbewegung auf weitere Arbeiter« schichten, und kennzeichnend für die Situation bleibt noch | immer das Wort Lloyd Georges: Es kann in jeder Stunde i Frieden fein, es kann aber auch die stärkste E r s ch ü t t e- rung der englischen Gesellschaft bevorstehen, die je erlebt wurde. Die Ausschüsse der Grubenarbeiter- und Eisenbahnerver» bände haben gestern eine Versammlung abgehalten. Die Grubenarbeiter dankten den Eisenbahnern für die Bereit- Willigkeit zu einem Sympathiestreik. Lloyd George hatte die Ausschüsse zu einer freien B e» s p r e ch u n g eingeladen: die Grubenarbeiter haben die Ein- laduno angenommen und baten deshalb, de» Sympa» thiestreik zu oerschiebe«. "Darauf haben am Sonntag vormittag Lloyd Eeorg«, B o n a r Law und ander« Minister em« zweistündige Be- sprechung mit Vertretern der Bergard etter- organisationen gehabt, worauf die Arbeiter dem Vollzugsausschüsse der Organisation Bericht erstatteten. Im Anschluß daran wurde bekanntgegeben, daß die Be- sprechung Lloyd Georges mit den Vertretern der Bergleute fortgesetzt werden soll. Ueder das Ergebnis dieser Veratungen ist in der Oeffenttichkeit noch nicht» bekannt. Unterstützung von Amerika Re» Park, U. Ottater. Die amerlkanksche Gewerkschaft»»«!«« schlägt zur Un> terstvtznng der Forderunge« de» englische« Kotzlenarbeiter vor, die Ausfuhr««eritauischee Kohl» z» verhindern. Konferenz der Nuhr-Vergarbeite? Solidarität mit den Engländern— Stellnngnahms zum Schiedsspruch Bochum. 24. Oktober. In riner hrute im Bochumer Hof abgehaltenen Revierkonserenz des Alten Beegarbeiterverbandes führte der Berbandsvorsitzende Hufe mann aus. datz, w.rm von den euaiischen Bergarbeitern ein Sympathiestreik der deutschen Bergarbeiter verlangt würde, noch zu tiberlegen sein würde, ab nickt anders Mittel und Wege zur Verfügung ständen. Die deutschen Brrgleute würden aber mit ollen Mitteln verhindern, daß deutsche Rnhrkohle. die an die Entente abgeliesert werden müsse, nach England komme. Aber auch in diesem Falle würden sie sich zunächst an die Transportarbeiter wenden. Die Konferenz erhob ferner schärfsten Einspruch gegen die wahnwitzig« Forderung der Vernichtung der Diesel- motoren, die auch im Bergbau Verwendung finden. � Die deutsche Arbeiterschaft werde fich mit aller Kraft dagegen wehren. In einer En t s ch l i« ß o n g wurde die Annahme de» Schieds- spruchs, soweit er die Lohnerhöhung betrifft, ausgesprochen. Den übrigen Teil de» Schiedsspruch», welcher sich insbesondere über eine anderweitige Regelung de» Ueberschichienabkommens aus« läßt, lehntedieKonferenzab. Falls die Regierung wider Erwarten der Erhöhung der Kohlcnpreis« zustimme, würden die dadurch hervorgerufenen Preissteigerungen die Bergleute zu neue» Lohnsordcranoen zwingen. Ferner wurde ein Antrag angenommen, der die Boll» sozialisierung des Bergbaues nach dem Vorschlage Lede-t rer» verlangt. � Wir haben über den Schiedsspruch sofort nach seinem V«� kanntwerden berichtet und die Bemerkung daran geknüpft, daß die Erteilung guter Ratschläge und väterlicher Ermahnungen nichr � Sache des Schiedsgerichts ist. Das Schiedsgericht regt« an. die zwei halben Usberschichten. die in seder Woche verfahren möchten in der Weise auf die ganze Woche verteilt we•» ein. Ausdehnung der täglichen Ar».!«»,«" wdu ch entsteh«. Wir haben sofort vor einer solchen � die Vorbereitung zu einer dauernden Arbeit?� 1 sofort gewarnt und die Bergarbeiter haben durch die..blch. nung diese» Teile, de, Schiedsspruches hew.esen, daß sie die S,-- tuation und die Bedeutung der Frage durchaus richtig er- k«««t hahe«. � ; F-: f! ß 5:'>' V I Die Forderungen der französischen Bergaroeiter Pari«, 24. Oktober. Der Rakionalrat der französischen Bergarbeiter hat dem Arbeitsminister und dem Minister für öffentlich« Arbeite« seine Forderungen unterbreitet. Er verlangt«inen Tagesloh«� der fünfmal höher ist«l» der vor dem Kriege und serner Zulage« für die Arbeiter«nte» Tag«. Der Rottonalrat verlangt eine «utwart bjo ,«« Zb. Oktober.»« segebenensall, die Verhandlungen über die«en« Sehaltsskala mit den Gruben« besitzen, am 2. Rovember beginne« ,» können. Am 14. November mützte» dir Verhandlungen ,u Ende geführt sein. Di« neue Lohnskala soll am l. Rovember in Kraft treten. „llrfanst" im Deutschen Theater Erfreulicherweise kein« nnr literarische Angelegenheit. Auch wer Goethes„Faust" in seiner reifen Gestalt noch nicht auf der Bühne sah. wird von der Aufführung de«„Urfaust" im Deutsche» Theater ergriffen sein. Aus diesem Herzstück der Dichtung, die uns in ihrer ersten Werdeform durch die zufällig wieder aufgefunden« und keineswegs lückenlose Abschttst eines buckligen Fräuleins der um Goethe gescharten Weimarer Hofgesellschaft erhalte« blieb, weht »«» der Feueratem des ewig jungen Genius an. Datz in dieser nur mangelhaft verbundenen Szenenfolge vieles fehlt, was uns im fertigen„Faust" unentbehrlich dünkt, kann diesem leuchtenden Siebesgedicht nicht seinen unendlichen geistigen Zauber rauben. Nimm es hin ohne verstandesmäßigen. literarischen Ballast, genieße et in seiner überströmenden, halbvollendeten, halbstammelnden Fülle. Denkt nicht nur an Faust und den Teufel(deren Patt hier sogleich vorausgesetzt ist, wie auch die Berjüngungskur in der Hexenküche fehlt), denkt an Gretchen und die schmerzliche..Schuld" ihrer unehelichen Mutterschaft. Dazu bedarf es keiner Philofo- zchie. Ihr blickt in alle Tiefen menschlicher Lust und mensch- lichen Leid». Und das mephistophelisch freche„Sie ist die erste nicht" wird zur gelleude« Luklage der Sittenrichter aller Gretchentragödien. �. Die Aufführung unter der Regie Max Reinhardts war wie ein leuchtender Teppich farbig gewirkter Bilder. Ein gothi- jcher Ausschnitt auf der dreigegltederten Bühne, so wie der„Ur- Ifcust" eine Vorahnung der späteren gesamten Faustdichtung ist. Künstlerisch geballrer Ausdruck seelischer Kräfte. Ein Sinnbild hoher Magie: Faust am Studientisch im engen, htmmelanragen- dem Gehäuse: die Sauflumpanerei in Auerbachs niedrigem Kel- lergewölb«(Diegelmann, Kühne): die statuenhaft starre Viston des geharnischten Valentin(Dieterle) auf enger Straße: das Brausen im Dom und zu Pferde über nächtlichem Feld am Rabenstein: und manche Szene wie ein liebes, sanftes Puppen« spiel auf goldenem Grunde. Au« alter Fabelluft schien auch Paul Ersetz' trockener Famulus entstiegen. Da, Gretchen Helen« T h i m i g-. von deutschüberlieferter Maskerad« völlig gelöst, war aus.Lachen und Weinen. Wonne und Wunden" zur holdseligsten Wunderblume der niederländischen Art von Malern wie Rogier van der Weyden oder Hugo van der Goes fast krank« hast zart erblüht. Der weniger satanische als gymnastischbehende und blitzblank in Worten klirrende Mephisto de« jungen Ernst Deutsch war schon in unserer Vornotiz am Sonnabend hervor- gehoben: es bliebe noch zu erwähnen der allzu pastoral dekla- wirrende Faust des Herrn Hartmann, die ungemein drastisch betulich« Kupplerin Marths der sonst ganz anders gearteten Agnes Straub, sodann Hermann Thimig in der funkelnden Schülerszene und die ehems« Tön« Raul Lange»-n der Orgel de» Erdgeist«».&& Dieselmotoren Da» Verlangen der Entente auf Auslieferung oder llubrauch- barmachung aller rauchlaufenden Dieselmotoren hat diese Ver- brennungskraft-Maschine plötzlich in den Mittelpunkt der politi- scheu Erörterung gerückt. Aller Welt war der Dieselmotor auch vorher schon dem. Namen nach bekannt: aber von seiner Eigetwrt und seiner technisch-industriellen Bedeutung wissen wohl im all- gemeinen nur die Fachleute Näher«. Der Dieselmotor ist ein« deutsch« Erfindung und seinem Grundgedanken nach das Werk des Ingenieurs Dr. Rudolf Diesel, der Ende September 1313 bei einer Ueberfohrt von Antwerpen nach London im Kanal auf rätselhafte Weise von Bord verschwunden ist und zweifellos, je- doch aus unbekannten Gründen. Selbstmord begangen hat. Worin liegt nun die Eigenart und das Wesen de« Diesel« motor»? Um fich dieses klar zu machen, muß man berücksichtigen, daß der wirtschaftliche Wirkungsgrad unserer Wärmekraftmaschine, d. h. das Verhältnis der«irklich in mechanische Arbeit umge- wandelten Wärm« zu der ursprünglich erzeugten Wärme äußerst gering ist. Dieser Wirkungsgrad beträgt bei den besten Dampf- maschlnen nur etwa IS Prozent, bei Gasmaschinen etwa 27 Pro- zeut. Dagegen hat der Dieselmotor«inen wirtschaftlichen Wir- kungsgrad von ZS Prozent, er ist also weit wirtschaftlicher als alle anderen Wärmekraftmaschinen. Der Grundgeoante der Er- findung Diesels besteht darin, das- jeder Brennstoff, wenn man die höchste Ausnutzung seines Wärmegehaltes erreichen will, in eine: stör? verdichteten Luft verbrannt werden mutz. In dieser verdichteten Luft aber. die durch die Kompres- fion auf»» bt, 40 Atmosphären weit über die Entzün- dungstemperatur des Brennstoffes erhitzt wird, entzündet fich der im feinverteilten Zustand wl.oerum mittel» kom- primierter Luft in den«rbeitszyllnder der Kraftmaschine «ingeblasene Brennstoff selbsttätig. Die Verbrennungsluft wird also ganz unabhängig von dem Brennstoff im Arbeitszylinder der Maschine stark komprimiert, und erst dann wird zum Unter- schied von den Gasmaschinen der Brennstoff zugeführt, dessen Ber- gasung innerhalb des Ärbeitszylinders vor sich geht. Bei dieser Konstruktion wird, wie Kollmann betont, das Brennmalerial in vollkommener Wette verbrannt: zur Verwendung gelangen alle Erdöle in rohem Zustand, sodann die Rückstände, die bei der Destillation der rohen Erdöle nach Ausscheidung de» Benzins und des Leuchtöls übrigbleiben und als Gasöle oder Masut bezeich- net werden. Verwendbar find auch die bei der Braunkohlendestil- lation abfallenden Parasitnüle, ebenso die aus der Steinkohlen- destillation herrührenden Teeröle. ferner Schieferöle und, unter ge- wissen Vorbedingungen, auch der Steinkohlenteer. Da, was be- sonders bedeutsam ist, die Teeröle und Teere im Dieselmotor drei- bis fünfmal besser ausgenutzt werden als die Kohle ick her Dampf- Maschine, so ergibt sich, wie Diesel selbst ausgeführt hat. eine viel bessere wirtschaftliche Ausnutzung der Kohl«, wenn man sie nicht unter Dampfkesseln auf Rosten oerbrennt, sondern zunächst durch Destillation in Koks und Teer verwandelt. Aber es ist auch gelungen, Fischtran und pflanzliche Oele zum Betrieb von Diesel- uioloren zu benutzen. So kann man beispielsweise Erdnußöl ver- oesUiea. m» jsi? die de» Diejelsuusr» w de» Trupes, besonders in Afrika, von großer Bedeutung ist. Ueberdies ist sein Brennstoffverbrauch gering und der flüssig« Brennstoff oerhältnis- mätzig leicht in das tropische Landinnere zu transportieren. Kann man asso Oele jeder Art und Provenienz im Dieselmotor verbrennen, so ist auch seine praktische Verwendbarkeit fast unbe- grenzt. Schon vor dem Krieg« hat man zahlreiche Schiffe an Stelle der ungemein viel Raum beanspruchenden Dampfmaschinen mit Dieselmotoren betrieben, und von besonderer Bedeutung ist er während de» Krieges für den Bau von Unterseebooten geworden. die ohne ihn überhaupt nicht denkbar wären. Das ist ja auch der Grund, weshalb die Entente Deutschland Bau und Verwendung von Dieselmotoren untersagen will. M. L. „Flamme". Schausvlel von Hans Müller.(Erstaufführung im Lesfing-Theater.) Barnowsky müht sich, die Rotteiei auf seiner Bühne einzupflanzen, ehe noch die Rotters bei ihm ein- ziehen. Er gibt einen Schmarren Hans Müllers, der aller- Vings einen Fortschritt gemacht hat: Früher stellte er den Hoheywllern des Horoskop, jetzt wagt er sick an Straßenmädchen. (Darüber ließe fich allerdings schon«in solches Stück ichreiben. daß die Bürger vor Wut davonliefen!) Müller aber bringt e« fertig, einen ganzen Abend lang nicht ein Zeichen von Geist zu geben. Oberlehrcrhaft bemüht er sich um„Motivierungen", er schüttelt sein Machwerk nicht aus dem Aermel, sondern erjchwitzt es. Es handelt sich um das Schicksal eines ins Bürgermilieu ver- pflanzten Freudenmädchens: weil es von seinen Gewohnheiten nicht lassen kann, kehrt es wieder in den Dreck zurück, den die Bourgeoisie gemacht qat. Die? blonde Geschöpf wird von Käthe Dorsch nicht gespielt, sondern geschaffen: in ahnungsloser Dumpfheit, mit fleischlicher Weiblichkeit und gutmütiger DumM' heit, mit der letzten Verzweiflung einer hilflos Preisgegeden m und dem unvergeßlichen, gesenkten Blick eines verfolgten, g� kuschten Opfers. P r ö ck l gab einen spießigen Einfaltspwfel. Und wie glitt die G r ü n i n g einmal innerlich fremd zur Tür hinaus- — Das Publikum war;ür die Darstellung dankbar und ließ sich das Theaterstück gefalle». K». I» Komödienhaus« herrscht Max Pallenberg mit s«in� Komik. Er erschüttert mit ureigenen humorigen Menschlichkeiten» die ihm i» bunter Fülle selbst noch auf dem unglaublichen Flach' land eine» Bernauer-Echanzer scheu Provinzschwante» wachsen, der diesmal„Die Sache mit Lola" heißt und unter Ausschaltung jeglicher Originalität uralte Siwationen de, in Berlin abenteuernden Kleinstädterichg durcheinandcrschLttclt. Pallenberg macht sich glücklicherweise seinen eigenen Text dazü. Das Publikum folat ihm hier mit rasendem Vergnügen(wenn er sich rein künstlerlsch gibt, läßt es ihn im Stich). Reben ihm war Frau D o r a etwas matt und Emmy Sturm als Lola un- erlaubt dürftig. In zwei gleichermaßen geschmacklosen Episode!� rollen behaupteten sich Herr Huskel gut und Herr P ich a noch b«g-r....»'i t I Der Aufbau beginnt -e�Ät- l" � U�tn M°n°teu iunner mehr wurden kel� �.�,1. �'"'"�''�'' Zahlabend«« wurden keine fruchtbringenden Diskussionen mehr gepflogen, so«. � S�,W1tbt""�"Ut durch die Streitigkeiten. oie die A? o r t r a d i k a l e n immer wieder heraufbeschworen, um das von Moskau befohlene Spaltungswerk erfolgreich durch- zusetzen. Durch diesen ewigen von den Aposteln der B« t r i e b,- rötezentral« genährten Krakehl. fühlte(ich ein groher Teil her Mitglieder abgestoßen und besuchte die ZusammenkLnst« über- Haupt nicht mehr. Es waren dies nicht die schlechtesten Genossen, sondern jene, die' im Sozialismus eine geistige Erneuerung er- blickten, die sich in den Versammlungen Anregung und Belehrung qoicn wollten, und die deshalb die Lust an jeder Arbeit verloren, weil sie statt Anregung und Belehrung Zank und Stank auf- getischt bekamen. Dieser schlcmme Zustand hat sich seit der Parteispalwng mit mnem Schlag« geändert. Di« E x t r a z a h l° b e n d« am letzten Sonnabend boten ein gute, Beispiel dafür. Sie waren nicht nur besser besucht als die Zahlabende vor de? Spaltung, sondern es waren auch allerorts die Genossen vertreten, die seit Jahr und Tag für die Partei etwa, geleistet hatten und die bei jeder Ge- legenheit durch die Tat zeigten, daß si« wirkliche Sozialiste« find. In den Zahlabenden kam überall zum Ausdruck daß die Spaltung zwar schmerzlich für die gesamte Arbeiterbewegung sei. Aber sie sei notwendig, um endlich zur Klarheit, zur positiven Arbeit und damit zur Gesundung der Partei zu kommen. Die Genossen gehen jetzt mit dopeltem Eifer an die Arbeit. In allen Distrikten Ist festzustellen, daß viel«, die für die Moskauer Be- dingungen gestimmt hatten.entschlosien sind, bei der U. S. P. D. zu bleiben. Wir haben auf unserer Seite die Wahrheit und die Klarheit. Diese beiden mächtigen Faktoren werden sich schneller durchsetzen, als die Neukomunisten deute glauben. Schon jetzt kann festgestellt werden, daß die Mehrheit der Berliner Genossen unzweiselhast auf dem Boden der U. S. P. D. steht. Nicht lange mehr und wir werde« auch eine gute geschlossene und schlagkräftig« Organisation aufgebaut haben. Die Spaltung war notwendig i« Znter- esse der Reinigung. Die Reinigung wird unsere Partei zur Ge- sundung bringen. Die ersten Zusnmmentiinft« am Sonnabend gaben einen gute» Auftakt, zäh« Arbeit wird bald noch bessere Erjolge bringen. Aus dem Sumpf der Stinnes-Presse Der jetzige Chefredakteur der„Deutschen Allgemeinen Zeiwng", Herr Rudolf Cuno schreibt in einem Leitartikel unter der lieber- schrift„Einowjew und Löwenstein" u. a. folgendes: »Ob sich Herr Löwenstein zum Eichhornschen oder zum Led«. bourschen Flügel der Unabhängigen bekennt, da» wissen wir im Augenblick nickt genau, aber da» wissen wir, daß er ge- nav so wie sie ein Gewaltmensch ist. ein Terra- rlst der schlimmsten Sorte, schlimmer vielleicht noch wie die russischen Terroristen: denn kaltherzig und eisenstirnig vergewaltigt er seine Mitbürger am Zariesten und Feinsten, das sie besitzen, an ihrer Seele und an der Seele ihrer Kinder." Herr Euno hat ehemals Anspruch darauf gemacht, als D e m o- krat angcjchen zu werden. Das hat ihn allerdings nicht ge- hindert die Tatsache ruhig hinzunehmen, daß die Kinder des ar- beitenden Voltes der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung in der Volksscbul?„kaltherzig und eisenstirnig vergewaltigt" worden sind. Run aber, wo der Psassen- und Feldwebelgeist au» der ' buk» etüfmti»ab bat Sämlwese» eutjprecheud de» Wünsche» Gelehrig wie die Pudelhunde Verkappter Syndikalismus Die alte, und die neuen Kommunisten hatten zum Sonntag zwei Prote st Versammlungen einberufen, die gegen die Ausweisung Sinowjews und Lojowsly» Stellung nahmen. Die Versammlung in der„Neuen Welt" leliete Richard Mül- le r. Als erster Redner wandte sich Däumig sehr scharf gegen die Haltung der Regierung, die glücklich dort angelangt sei, wo die Regierung Bülow stand. Schuld an der Busweisung seien auch die„sogenannten" Sozia- listen, woraus sich notwendigerweise ergeben müsse, daß sich U.S. P. D. und S. P. D. jetzt zusammenschließen, eine kümmerliche Logik und eine oemoaogisch« Behauptung, jedoch zu plump, um wirksam zu sein. Wir aber, d. h. die Neu- kommunisten. werden durch Schaffung einer starken kommunistischen Partei und durch unsere kommunistischen Keimzellen in den Ee- werkjchaften die� Masien nach links abdrängen. Die Herrschast der Bourgeoisiie wäre schon längst zu Ende, wenn sie nicht die Ge» «erkschc-str« als Schild benutzt hätten und wenn nicht die Gcwcrk« i fchafisführer durch raffinierte Diplomatie die Massen nieder- � g e h a l t en hätten. Di« jetzt entstehend« Kommunistische Partei! wird mit aller Macht den Kamps gegen die Gewerkschaften auf- nehmeic. Wir dürfen uns deshalb nicht von den gewerkschaftlichen Organisationen fernhalten, sondern müssen sie mit unseren Leuten durchsetzen. Gelingt es uns, in den deutschen Gewerkschaften die Macht zu erringen, dann werden wir auch die«elbe Amster- dam« Internationale iprengen. Dank nnserer russt'che« Fübrer ?nüen wir erkannt, daß die Organisation mit kommunisti- chen Zellen durchsetzt werden müssen, wenn wir die Revo. lution vorwärtstreiben wollen. Wir wollen aus den revolutio- nären Elementen der!l. S. P., K. P. D. und K. A. P. V. eine Elitekampftruppe schaffen, mit der wir den Endkampf siegreich durchführen. Nachdem noch der Kommunist Walcher gesprochen hatte, schloß Muller die Versammlung mit einem Hoch aus die Kommunistische Internationale. Den Endkampf— gegen die Geschlossenheit der Gewerkschaften mit Hilfe kommunistischer Stoßtrupps. Wir müssen die Vorüerei- tungen dieser Leute auf da» genaueste oersolgen und ihrem Trei- ben rechtzeitig entgegentreten. Rur darum interessiert uns die Versammlung. Natürlich braucht und darf un, das nicht zu veranlassen, unser« esgene kritisch« Stelluna ,» gewissen taltilchen Methoden aufzugeben. Däumig bringt bei dieser Gelegenheit seine prinzipiell antigewerkschaftliche Gesinnung zum Ausdruck die schon oftmals unter einem dünnen Firnis von gedrechselten Reden hervorleuchtete. So s-in«rzeit in jener auf Veranlassung seiner Freunde nach dem großen Lohnkampf der Metallarbei- t e r im November 1319 von den Betriebsräten angenommenen ofstnsyndikalistlschenResolution.dieer lang« Zeit verteidig, hat. bis eine Aenderung dieses Ausdruckes der ehr- lichen Ueberzeugung de? Münzstraßenkreise unabwendbar «urde. Mag man auch jetzt, nachdem man mit pudelhafter Ge- lehr, gkeit„dank den russischen Führern" erkannt hat was sich machen laßt, so tun. als wolle diese Richtung nur die Molle? nach links drängen", so steckt doch gerad bei»änmi« Ä alledem nur k° n f u s e? u n d u n°- r d au t er S„„ui k» 5HU, und geschminkte, A n t i p a. law.»7?. i k a l i». Die Arbeiterschaft aber soll willen n. ken hat. Im übrigen war es miß.' Die Verl? � 3M#I' schlecht besucht. � Versa mmlungeu waren der arbeitenden Bevölkerung auf sozialistischer Grundlage«mge- staltet werden soll,— nun schreit der �Demokrat" Euno, gemein- sam mit den Hakenkreuz-Rittern der deutschnationalen Volks- Partei, über den„Terroristen" Löwenstein! Herr Stinnes kau» mit seinem neuen Chefredakteur zufrieden sei«. Der präsentierte Wechsel Der vorfitzende der K. P. D.. Reichstagsabgeordneter Levi, erklärte, laut der„Voss. Ztg.", auf der wüntembergischeu Landes- konferenz seiner Partei, die politische Krise sei„nicht mehr so scharf" wie vor einigen Monaten. Er sorderte die sofortige Verschmelzungder linken U. E. P. D. m i t d« r K. P. D. unter dem Vorsitz eines Vertrauensmannes de» Moskauer Exekutivkomitee». Der Name der oereinig- ten Parteien müsse sein:„Kommunistische Partei Deutschlands (Sektion der kommunistischen Internationale)". Auch diese Meldung bestätigt, daß die Kommunisten den von den Befürwortern in Halle aufgestellten Wechsel schleunigst reali- sieren wollen und teine Lust haben, die unklare zweideutige Stellung der Neukommunisten zu sördern, die nun aus Angst vor der eigenen Kurage oder aus taktischen Rücksichten zwischen zwei Stühle» sitzen bleiben wollen. Polens Forderungen TU. E«»I, 25. Oktober. Der Einspruch der polnischen Regierung gegen die vom Böller- bund ausgearbeitete Konvention über die Verwaltung der freien Stadt Danzig machten der Hauptsache vier Forderungen geltend: 1. Beansprucht die polnisch« Regierung die gesamte Kon- troll« über den Verlebr aus dem Danziger Gebiete zu Wasser und zu Lande. Sie lehnt aljo die Einsetzung einer inter- nationalen Kontrollkommission unter dem Vorsitz eines Schweizers über einen Teil de» Danziger Verkehrs a b. 2. Verlangt Polen. daß alle Danziger Fahrzeuge unter polnischer Flagge fahren. S. Fordert es. daß die Zölle nicht in deutscher Mark- Währung erhoben werden. 4. Schlägt Polen vor, auch noch die Frage der militärischen Verteidigung de» Hafens von Danzig zu regeln, die der Versailler Vertrag nicht erwähnt hat. Da man sich in Warschau selbst bewußt ist. daß die letzte Forderung auf den Widerspruch England» stoßen wird, so liegt die Vermutung nahe, daß Polen diese Frage nur aufgeworfen hat. um eine Kompensation in der Richtung Wilna— Memel oder Wilna— Riga zu erhalten. Die französische MMtärdienstzeit Immer noch Mitttarismus TU. Pari», 25. Oktober. Präsident Millerand hat den Oberste» Rat für nationale vee- teidigung für Mittwoch zu einer Sitzung zusammenderusen. Er soll die Frage der Herabsetzung der Dienstzeit prüfen und ent- scheid?«, ob die Dienstzeit in Zukunft 18 oder 24 Monate dauern soll. Kriegs minister Andre Lese vre tritt mit Lebhaftigkeit für die zweijährige Dienstzeit ein, die meisten Minister jedoch glau- ben. daß der Krieg den Beweis geliefert habe, daß eine geringer« Dienstzeit genügen werde. Aus der Partei Ei« mihglürkter„Neinigungs"verf«ch Au» Halle wird»n» geschrieben:- Der Lokalredakteur der„Mansfelder volkszeitung" und voe» sitzender der Partei der Neukommunisten im Mansfelder Kreise Joseph Schneider, stellt« vor einigen Tagen an den Auf- ftchlsrcu der Mansselder Bau- und Betriebsoenossenschakt in E i s l« b« u den Antrag, den in der Genossenschaft beschäftigte» Genossen Ott» Peter» zu entlassen, weil dieser die Moskauer Aufnahmebedingungen grundsätzlich ablehne. Genosse Peter», der im Vorjahr die Geichäfte de« Dezirks-Bergarbeiterrates in Hall« führte und infolge Antritts einer Gefängnisstrafe wegen poli- tischen Vergehen» diesen Posten niederlegen mußt«, ist in der Mansfelder Baugenossenschaft als Lohnbuchhalter tätig, nimmt also keine leitende Stellung darin ein. Aus dem Antrag Schneider ist zu ersehen, daß nach Ansicht verschiedener Neukommunisten die„Säuberung" und„Reinigung" noch viel weiter durchgeführt werden soll, al» selbst dt« rodllalsten Moskauer Diktatoren»er- langen. Der Aufsichtsrat der Genossenschaft, obgleich tn setner Mehrheit aus Befürwortern der Moskauer Bedingungen bestehend, zeigt« indes keine Neigung, der Wahnsinnspolitik Schneiders zu folgen, sondern lehnte in seiner letzten Sitzung den Antrag Schneider rundweo und einstimmig ab. Joseph Schneider ist überhaupt— milde ausgedrückt— et» recht eigenartiger Führer. Er ist der Urheber der Meldung, nach der die Mansfelder Bergarbeiter den Parteitag in Halle sprengen wollten. Dlese Tatsache wird auch nicht durch die wäh- rend des Parteitage, in der Freiheit veröffeutljcht«„Erklärung" au» der Welt geschafft. Festgestellt soll hier nur werden, daß e» keinem Mansfelder BergardeUer eingefallen ist, einen derartigen Ausspruch zu tun oder etwa» derartiges nusführen zu wollen. Der Mansselder Bergarbelierschreck war lediglich eine Mache Schneiders, bloß daß er hinterher nicht den Mut hatte, sich dazu zu bekennen. Schiffbruch der Neu Kommunisten Wie uns aus Eilenach berichtet wird, haben dort die Reu- kommunisten. die mit stolzer Siegergebärde auf die hernieder- blickten, die an der bisherigen Politik der U. S. P. festhalten wollen, Sibiffbruch erlitten. Sie waren ihres Sieges in Eisenach so gewiß, daß sie nach Schluß einer am 28. Oktober statigefundenen und von etwa 200 Mitgliedern besuchten Parteiversammlung auf- forderten, im Lokale zu bleiben, um unter kommunistischer Flagge weiterzutagen. Aber sie mußten erleben, daß nur etwa 20 Per- Ionen ihrer Aufforderung nochkamen, während die übrigen'Per» sammlungsteilnehmr das Lokal verließen. Da» Eifenacher P a r t e i b l a t t ist sest in unserer Hand. Die Spaltung in Kiel In Kiel machten die Neukommunisten den Versuch, sich mit Ge- walt in den Besitz des Kieler Parteigebäudes zu setzen, in dem sich außer dem Zeitungsbetrieb auch die Parteibureaus befinden. Der Ansührer der Neukommunisten in der Provinz Schleswig- Holstein und Kiel ist der kürzllch abgefetzt« Parteisekretär de» Ortsvereins Kiel, Dr. Schwarz, Der Mann ist noch nicin einmal zwei Jahr« in der Arbeiterbewegung politisch organisiert und kaum einige Monate bei der ll. E. P.. rechnet aber tn allen Ber- sammlungen mit den„Opportunisten" ä I» Htlferding, Trispien usw. ab und hat überhaupt den„russischen Marxismus" und die revr. utronare Energie in Erdpacht genommen. Dieser Mann putsch� einige Dutzend Arbeitslose und streitend« Arbeiter, dar- unter auch echte Kommunisten aus und drang mit ihnen am letzten Montag in das Parteigebäude ein. Eine„Deputation" erklarte. Verhandlungen suhren zu wollen. Unser Orisvorsttzender, die Sektetare und Redakteure, nahmen die Forderungen der Ein- drtnglinge entgegen, die erklärten, im Namen des„rechtmäßigen" Zentraltomitees der„rechtmäßigen" ll. 6. P, zu handeln. Das Parteiburean wollten sie gleich besetzen, ebenso die Redaktion. Sogar ein neutommunistijcher Znseratenaquistteur stand ich»» berelil Daß»ci«m Genosse« die bescheidene» Forderungen der Reufotn muniston ablehnten, ist selbstverständlich. Run wird über die„Republik" eine am 3L Oktober stattfindende General« Versammlung der Genossenschaft entscheiden, es besteht aber durch- au» begründete Hoffnung, daß die Zeitung der U. S. P. verbleibt. Ein neues Parteiblatt in Gotha Da das Gothaer„Volksblatt" schon seit Monaten jede andere Meinung als die der Kommunisten unterdrückt, haben sich unsere Gotha«: Genossen nach der Spaltung der Partei entschlossen, ein eigenes Blatt zu gründen. Vom 1. November ab wird der Go- thaer„Volksfreund" erscheinen. Dann wird sich ja bald herausstellen, welche Richtung in Gotha bei dem ungehinderten Austausch der Meinungen den größten Anhang in der Arbeiter» schaft finden wird. Das soziale Mietseinigungsamt „3>as Mieteinigungsamt entscheidet nach billigem Ermessen", 'o steht so schön in der Mietersch'itzoerordnuaa zu lesen, und„nach sozialen Gesichtspunkten" wird immer wieder versichert. Anjchei» nend hat man jedoch dabei den Zusatz vergessen:„aber im Sinne des notleidenden Hausagrariers." Wie ein derartiges Urteil nach billigem Ermessen und sozialen Gesichtspunkten aussehen kann, dafür bietet eine kürzlich vor dem Mieteinigungsamt 2 in der Potsdamer Straße, unter dem Vor- sitz des Regie rungsrales Eloertshagen stattgefundene Lerhand- lung, eine treffende Illustration. Wird da für einen armen Arbeiter, weil er den September» und Oktober-Mietzins nicht bezahlen kann, die Genehmigung zur fristlojen Räumung nachgesucht. Zur Begründung fährt der Vermieter an, daß der Mieter aus bösem Willen nicht zahl«, und auch gar leine Absicht habe, überhaupt zu zahlen, und zur beson- orren Charakterisierung des Mieters, wie sich der Vorsitzende aus« zudrücken betiebt, w>d noch hervorgehoben, daß der Mieter Ob- mann eines sogenannten Mieterrates sei. Daß aber der Mieter seit Mai d. I. mit einer kurzen Unter» brechui'g arveitsla» ist, daß er, so lange eben seine paar Erspar- nisse reichten, pünktlich gezahlt har, und daß er, nachdem nun dieses Geld aufgebraucht ist. von seiner Unterstützung für sich und seine Frau kaum das Rätigjte zum Leben laufen, geschweige denn Miete bezahlen kann, daß er dies alles dem Vermieter in einem Briefe mitgeteilt und um Stundung gebeten hat, das berücksichtigt das soziale Mieteinigungsamt nicht. Der Mieter wird also kurz� und bündig verurteilt, die Wohnung zu räumen. Um die Worte des Vorsitzenden zu gebrauchen: diese? Spruch charakterisiert so recht den Geist, der auf den Mieteinigungsämtern herrscht. Wo nimmt nun der Mieter eine andere Wohnung her, und wovon bezahlt».r den Transzort feiner Möbel? Aber das ist ja schließlich Nebensache, die Hauptsache ist und bleibt, daß der arme notleidende Hauswirt nicht zu kurz kommt, und daß man nach billigem Ermessen und sozialen Eeficytspuntten geurteilt hat. Damit aber der Hausagrarier ganz sicher zu seinem Gelde kommt, sollen die Alten an die zuständig« Wohnüngsinjpektion weiter ge- geben werden, welche das ein« der vorhandenen zwei Zimmer be« schlagnahmeu und weiUr vermieten soll! So geschehen im Jahre 10201 An die Lnxuswohnungen und Villen de» Westens, an die Riesen- räume der Bär» und Spielllnbs traut man sich nicht, oder nur sehr vorsichtig heran, ober einem armen Arbeitslosen, der einmal seinen Mietzins nickt pünktlich bezahlen lann, von zwei Zimmern eines fortnehmen, ja. Bauer, das ist was ganz anderes! Es ist hier wohl die eine Frage berechtigt: hat der Herr Vor» fitzende überhaupt eine Ahnung von der Not und dem Elend der Volksgenossen, über deren Wohl und Weh« er nach bestem Wissen und Gewissen zu Gericht sitzen soll? E» ist wohl kaum anzuneh- men. daß der Herr Rot. Elend und Entbehrungen am eigenen Leib« verspürt hat. denn sonst müßte er anders urteilen. Was nutzen uns nun die schönsten Verordnungen, wenn si« an der Ler» ständnislofigkeit Einzelner scheitern? Man fleht an diesem Beispiel, welche« wohl sicher nicht verein» zekt dastehen mag. wie notwendig die Forderung ist: hinweg mit oerartigen Leuten der alten Schule, an denen die neue Zeit spur- los vorüber gegangen Ist, aus Stellen, die ihrem Chrakter nach Volksgerichte sein sollen, ersetzt sie durch Leute aus dem Volke, die volkstümlich denken, empfinden und handeln, und das ge» funken« Vertrauen der großen Masse zu unserer Rechtspflege wird allmählich zurücklehre»! Berwaltnngsbezirk l(Berfln-Mitte). Stadt- und Bezirksverordnete treten am Dienstag, den 28 d.� M., abends 6 Uhr, im Lokal von Hagen, An der Stralauer Brücke 5, zu einer wichtige« Fraktionssitzung zusammen. Hallcscher-Tor-Bezirk. Stadt- und Bezirksverordnete. Dienstag, den 26. Oktober, um 5 Uhr, dringe»de Sitzung bei Schweikardtz» Alte Iakobstraß« 24. Dl« kommenden ReparatnrzuschlSg«. Am Montag, den 25. O?» tober. abends 7zj Uhr findet in Baumschulenweg eine öffentliche Mieter-Versammlung in der Schulaula des Lyzeums statt, in der über die bevorstehende Neparalurabgeltung und ihre Wirkungen auf die jetzigen Mietzinshöhen ausführlich referieri wird. Die nächste Zuckerausgab«. Die Verarbeitung der Zuckerrüben durch die Fabriken hat sich zum Teil verzögert, so daß es nicht möglich ist, den für die allgemeine Verteilung erforderl'.chen In- landszucker aus der neuen Ernte rechtzeitig in ausreichender Menge nach Berlin zu schaffen. Infolgedessen kann am den für die 1. Hälfte des November gültigen Zuckerkarten-Abfchnitt der laufenden Zuckerlarte den ganzen Monat November über Zucker bezogen werden. An ber Volkshochschule«roß-verlin beginnen am Montag, den 25. Oktober 1920 folgende Vortragsreihen: Dr. Eggert: Orga- bische Chemie. Bunsenstraße 1, abends 6 � Uhr.— Dr. I a e ck« l: Gase und Flüssigkeiten, Invaltdenstraße 42. abends 7 Uhr. 1 Prof. Dr. Deegener: Beobachtung von Tieren mit dem Mikroskop, Znvalidenstraße 42, abends 7 Uhr.— Dr. Till ich: Staatspolitische Richtungen l, Znvalidenstraße 42, abends 6H«lyr- — Dr. I o k l: Beethovens Sinfonien, Gleimstraße 40, abends 8)4 Uhr.— Dr. v. E i ck st e d t: Menschenkunde, Weißensee. Real- gymnasium, Wölckpromenade, abends 7 Uhr.— Dr. Behne: Die Kunst unserer Zeit, Pasteurstraße 44/48, abends 7 Uhr,—- Dr. Dietrich: So?,ialphiloIophie I. Treptow, Neue Krugallee 6. abend, 7 Uhr— Dr. Lehrend: Das sittliche Leben. Mitten- walder Straße 24/27. abends 7 Uhr.— G. E. Graf: Politische Geographie, Neukölln, Boddinstraße 24/38, abend» 7 Uhr.— Dp. Conrad»: Englische Demokratie, ebenda, abends 7 Uhr.— R. Soltow: Angewandte Wärmelehre. Neukölln, Berliner Straße 10. abends 7 Uhr.— L. Kestenberg: Einführung in Musikwerke, ebenda, abends 6)4 Uhr.— Dr. K l o I e: Der Boden der Heimat. Mlmersdorf, Oberrealichule am Seepark, abend» 7 Uhr. Karten an den bekannten Verkaufsstellen und an den Abendkossen. von einem Geschäftsnut« überfahren und getötet njurde geste»* die 12 Jahre alte Schülerin Margarethe Dickert aus der Wiener» Straß« g. Sfc geriet beim Ueberschreiten des Fahrdammes in der Oranienstraße, in der Nähe der Manteuffefftraße unter die Rnder eines Gefchaftsautos, das die Veränglückte nach der Hiffswach« am Gorlitzer Bahnhof bracht«. Dort konnte der Arzt aber nur ihren infolge Schädelbruchs eingetretenen Tod feststellen. Aus de« Selbstmordchronik. In einem Pensionat in der An- Haltstraße 3 wurde gestern der 28 Jahre atte DIe� Loo�Mala- mann Horst de Taster von setner Wirtin im Bett« liegend tot aufgefunden. Er hatte einen langen Schlauch an die geoiinete Gasleitung befestigt und durch diesen das Gas Ebenfalls mit Leuchtgas vergütet hat sich der �.�ihrc alt« Stltmpu&c au# twx©treibt 15»(£11 1 nmrbe am Herde fitzend mit dem Gasschlcmch im Munde tot auf- gefunden.— Erhängt hat sich die t? Jahre alte Frau Jan? Kan- torawicz aus der Brunnenstrahe 165. Sie wurde von Flurnach- barinnen tot aufgefunden. Ei- hatte sich mit einer Wafchleine am Schrank erhängt. Raubmord im Hotel. Ein neues Kapitaloerbrechen, dessen Aus- führung dem Raubmord im Hotel„Münchener Hof" ähnelt, wurde gestern nachmittag im Hotel Werckmeister in der Mittelstraße 27 verübt. Dort ermordete ein Hotelgast, der am 18. April 1887 zu Mohrungen in Ostpreußen geborene Kaufmann Gustav Lange, der in der Schrsderftiftstraße 5 in Hamburg wohnte einen Ee- schäftsfreund, den SS Jahre alten Kaufmann Hugo K u l e n- kampff, der ebenfalls aus Hamburg stammt und dort am Hansaplatz Nr. 1 wohnte. Das Zimmermädchen, das fortgesetzt nach Lange nach Verlassen des Hotels ausgespäht hatte, weil ihr der Mann verdächtig erschienen war, sah diesen, als gerade die Mordkommission am Tatort erschien, an der Ecke der Mittel- und der Neustädtischen Kirchstraße wieder. Sie eilte auf ihn zu und machte Beamte und Passanten auf ihn aufmerksam. Nun ergriff der Mörder die Flucht und lief nach den Linden. Dort aber wurde «r gestellt und festgenommen. Von der Wache im Ministerium des Innern wurde er bald darauf nach dem Polizeipräsidium überfuhrt. BoraosstchtNche« Wetter für Berlin und Umgebung am Dienstag. Größtenteils trocken und zeitweise heiter, jedoch über- wiegend neblig oder wollig bei mäßigen nordöstlichen Winden. Nachts wieder kalt, auch am Tage ziemlich kühl. Aus de« Organisationen r. MfMH. Jjeata 7Z4 Uhr versainiilui!« b« SHernSeftSU bei Wimer,, Bülowfir. 58. 8. Tiilrltt. DI«n»tag 7 Uhr in der üiehh-fl'Srle DiftriNsgeneralversammlung der Seflitei der Bedingunaen. 1. Berichterstnttnn« vom Parieitog. Ref. Ten. Tvbathi 2. Neuwahlen. Mitgliedsbuch mit Unterschrift legitimiert. lt. Tiftrilt. Dienstag, 28. Ottober,«bends 7 Uhr. Versammlung der lommu- nalen und Politischen»Kommission im Lokal von Leulchner, Ackerltr. llli. Vor- trag des Een. Schneider über..Steuerwesen". Eriiner Veitriltszettel legitimier». 12. Tistrilt. Dienstag 7 Uhr Schulaula, Gleimltr. Ig, Berichterltattung vom Parteitaa. Ref.: Ken. Emil Barth. Mitgliedsbuch mit Unterschriii legitimiert. 1«. Dlitritt. Der heutige Frauenleleabeud findet nicht statt. Näh« ras wird noch belanntgegeben. 11. Tittrlf». Dienstag 8*4 Uhr Vorftandsfistung, 7Vj Uhr FonttionlNonferenz bei Kaiser, Eotttowskastr. IX. 1«. Diftrttt. Montag 7 Uhr Distrittitonf-ienz bei Klinge, SeNerstr. Bezirks- iührer von 8 Uhr ab dort abrechnen. 17. Tlürilt. Dienstag 7 Uhr Pbaruzsäle. Miilleistr. 142(Belltet Soof) Bericht vom Parteitag in Hall«. Neulommuniften haben keinen Autriti. Neutölln. Dienstag, abend» 7 Uhr, Eeneralvers-mmlung der ll. S. P. Bericht über den Parteitag, Cenosfe Beiger. Eintritt haben nur Mitalieder der U. S. P. sErtZPien-Ledebourl. Mitgliedskarte mit griiner Einlag« legitimiert. Lichtenberg. Di« Eenoffe» werden dringend erlucht. der van uns fernstehender liche Mitglieder haben daran teilzunehmen. Tagerordnuna: 1. Bericht vom Parteitag sNef.t Gen. Thurm) i 2. Organifationsfiagen. Alle d'.ejenigen, die Mitglied unterer Organisation bleiben wollen, tonnen bei folgenden Lenosten die Erklärung abgeben: 1. Viertel: Max Ning. Gärtnerstr. Z2: 2. Viertel: Willi Klilsener. Scharnweberstr. 52: 2. Viertel: Wilhelm hendrich, Lenl.achftr. 28: 1. Viertel: Robert Wächter, Maximilianftr. 22: 5. Vierter: Wilhelm Malche, Augustaftr. 5; 8. Viertel: Hermann Reh Schefsclsrr. 18. Die Distriktsleiiung Z. A.: Thurm. Eho-lrilenberg, 5. Erurpe. Zulammenkunst aller Ergn«: der Beding!»� famt'icher Bezirke am Dienstag, den 28. Oktober, abend- 7 Uhr,»m«ott-h«« tErostes Zimmer). Ehselotleniurg. 2. Srappe, Zahlllbend am Dien-tag. abends 7 Uhr, bei Kuhtttz, Marbnrger Sir. 18. Vortrag de-- Gen. Löwenstcin. Schänebe-z-pri-d-na«. Dienstag T.~ Uhr. Neues Rathaus, Zimmer 141. Sitzung aller Stadt- und Dczirk verordneten des 11. Bezirks. Schöneberg lzriedeneu. De: angsräuoigie Zraucnleleaben» ist nicht von unsere» Partei veranstaltet. m,. Stealitz. Ticnstng 8 Ubr im Lokal vcn Zkagei. Rugeftr 8 lam Rugeviatz)» Junktronärsttzung. sämtlicher Znni-ionäro mit Eiu'chlust der Bezirkskafsterer haoom unbedtng! zu erscheinen.- Mltwech. 27. Oktober. Zablalcnd in den bekannte» Lokalen� Es ist Vslichl eines i-de.r Mitgliedes, welches auf dem Boden de» Leipziger lllktion-programms steh», zu erscheinen. Genossen. Irlich ans Werk zu« neuen' aufhauenden Arbeit!..,„, Weihensee sErisplen-Ledebour). Dienstag 7l-j Uhr in der Aula des Rea» gymnastums Mitgkiedervcr'amm'ung. Oberschöneweide. Heute Montag. 7 Udr. Genaralverlammlvng In der Aula de» Schule. Piiichenstr. B-richt oom o'arreitag. Ref.: Gen. Berger. Ergänzung des Vorstandes. Di« Mitglieder d:: Richtung Crispien-Ledebour werden voll- zählig erwoiie'. .�ereinskalenver luternatlonaler Bund der«?i«,»b�chlidisten und Kintcrdl. Dienstag, de» 28. Oktober, abends 8 Uhr, öff-nt!. Versammlung. Lokal: Kaiser, Msriendoq, Chaulsccstratze. Ref.: Karl Tiedgc. Berliner Arbeiter-EchachNub. Die vereinigten Abt. Frtedrichsirlde. Lichtender» und Osten spielen am Dicnvtaz, den 28. Oktover, 7 Uhr. bei Reumann, Samurited» straste 12, E-ke Schrcinerstr. 13. Gäste willkommen. Vornntwortllch für die Redaktion:>»,>>,>. onrwortlich tür den Znseratenteil: L u d w I II K o m« r I n« r Verlagsaenoslenl-H«-!.,,rai.)eit" t.&~ �~_ t,... Dmi'trrri G 1* Emil Rabold, Berlin. Ver» dwin Komeriner. Karlsb-rft— m b Li Verlin.— Druck der Freiheit-» .vi-.--, immmmmmmm m Theliter ntiü Serpipnp ......................... r..... rnnrtrf ) Volksbühne 7'/* Uhr? Sine Landpartie tu DmpieÄelte Geschichte � Theater � Am 27. Olrtober Mlgerftrabe 142,?>/, Uhe Epen den lreißei Sivrellseii— M Sosiei-AnfsfanS. Der Krüppcl— Vor dem Tore— _ Rußlands Tag NelliS BsiiisthelZter KSpenicker Srr. 68. V,. uhe: Nora Staatstheater Opernhaus 7 Uhr: vNMMMSwwa Schanfptelhau» 7 Uhr: liejMMlM Drred:i°n; Neinhordt. VevWes Theater 7 Uhr: Urfouft AWg-THM Direkt.: Dirtoe Barnovovhh 7-1, Uhn Zgz GMdöe (Kontttall*, Loos, Klöpfer, Ui*0 Dienstag bis Donnerstag 7'/,: Fla«n»e (Dorsch, Grüning.(Söh. PrSckl) Freitag 7 Uhr: Peer Gqnt Vellnlnp. hooeen) Devtsch. KüM-Theater Allabendlich 7�!, Uhr: Ae SihMWM (K ax Adalbert, Truoo Hestar borg) KöiWerspiele »Uhr: Cr ist an allen, schnld Hierauf: DI« Spiel«» Großes Tchauspselhass Äaelftrahe 7 Uhr: Danton<22.Abt.t.«bd.) '/zs Folles Caprice-.-8 Vnrmiestnmng g»g«n ri,«t>«ncst mit Feird. tBriintgier. FriedrtchWilhMWtisches - Theater- 7>i, Uhr: Hoheit die Tänzerin Mv-Wöter»-.« SRar nnet) bi« 4. Stsvembec Knorpa fei. Witwe Stg.3'!, IL; De» Hansdrache «»«Igstadt« Theatee (Jannowitzbrücke) Täglich 7« Gala- S 2 n g e r Im Ballsaal: T m n m LMM. Stoffe ■pmmn!�| fstr H«r»»n-»ln»iis>«, Ulstr», Paletot», Dninra-ätostt-in», Meter so.-, 10«.-, 150.-, 200.— Mar». Rur langjährige Verbindungen mit altbewährten Fabrikanton bürgen für preiswerte, gme Qualitäten. C, m. i, Kech& Seeland»«- �u!!I!I!!IIId-Gegr. Isg2. ovriroattonetr.'-0.2t wegr. I8S2.v4 3"J.' � f*»«eriAtetht».. vj�CZliQiE MaZX.ft«uU,Hom«. irraneuteiden, nero. Schniillh«, Sqvhilio-Knern, ivlutuntrrfnohnngen, Desteohlungen«nie Höstensonn», Plan» n. s�infen-Lioitt; P»st7�..vsÄl llZSi'. v. l-Lsve.» nahe üllexanderplaP. S-l. 4-8. Sonn:og- S.t. Damen iepara«. � n mwi s>t' �dont für alle tdeichlochis» >»pFULZ»ai»cktlZT Haut-, Harn-, Frauenleiden, harmäcdige Harnlefden.Au-ichlag, nerv.Schwäche, gegen Syphili, Komb, Eatvarlan» Kuren, Vlutuntrrfuchungen, im ältesten Kur. Dir.s Leser senior�«.«: Nur Rosenlhaier Str. 69-70 SSSi�Vu«! Theater t. d. 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Am Freitag, den 22. � Oktaber verstarb u�cr � Genosse, der Stadtver-\ 1 ordnete Wiltt Nowakawski Weisestratze 8. Wir verlierrn in drm! Enlichlairnen einen i unterer best?, und rüh- ! r-gtien Borkämpier Sein : Andenken werdrn wir| steis in Ehren halten. Berrdignnn Dien-tag. den 28. d. Wt»� nachm. 2 Ubr, Drmeivvefnedhof\ 1 Mari-ndorf-r Weg. «egr Drteiligung wanet Der Vorstand ! DleTtadeorrordneten.\ fraktton. Futterstoffe SILHgarne und Stlbr« kaufe jeden Posten für eigene« Bedarf. Zahle HZcbste Preise. Schneidermeister, K�stanienallee 22» Laden, Telephon: Humboldt 246. Pistolen und Jagdwaffen kaufen M. Via V Ii n d r• y» Co. Gewehrfabrik Berlin» Slnbenftrafje 90. IPELZ ! P»lzwaronf»brlfc Kosmas -Waren KreoBfOeh»«.,. Zobfiirarhwe.... AlanksniehH«... Slskos, WdistraB» 20, - Jetst bDsonelers b5KSS«l-TB«? ......... M 300 .......... ist. S.>« .......... M.»'« Ontergrondbahn Spittelirurkt, Soeben erschienen! 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SNttglledvdnch legltlmiero «» SNittni-ch. den 27. Oktober 1920. abemdo v Uh> im sMitrklschen Hos, Bdmtralstrotze>8 c, Vranchenverfammlung der Graveure und Ziseleure. Tage-orduung: 1. Dorttag über:.Dir weltliche �thnleh 2. Branchen an gelegen heften iSlrlluvgnahme pem»etch-t-rtlk 3. Derfchtedrne-.»1» Ortooernialtnng. 1 1 dtetslle Blei, Inn und ZSÜK.... Lagermetall, Oneekfllber Tagespreise Ziicksrmann, Slfafser Strafte 9, vorn IlTr. —— Norden«««1... Nelzwiileii Z 1 aller«rt �ietzt fehr biMg, Krruzfllchs«.». 2S0 M. an Jltta.....». 200M. an sttla-kasllehs« v. 19S M. an ttzrotze Auswahl tu sonstigen Pelzwaren.— Neparatureu innerhalb 8 Tagen Poczter.�kürscknermtti Kotibusdr Damm IS Skr. gnd Atnna achten I— aucherdank! Da» sicherste Wittel, da» «auchcn ganz od. tetlwerse einzustellen. Wirkung»er- blüsfend. AusKunst umsonst Sag.last. 6g. Englbreebi München st. 21. Kapuzinerstr. S. 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