Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Dienstag, 26. Oktober 1920 Nummer 455• Abend-Ausgabe C*.ftttfMi* an*m mmsm in»»ach»«»«», eaaat«»»«rt®«Ms»«a» timtal,®n Vq»g»vr«i» bctrlgi be) frrtn guftelliina Ni» Hau» st»S»tns00 000 im Reich wohnenden Oberschlesier nach dem Beispiel von Schles- wig-Holstein und Ostpreußen mitstimmen dürfen, so ist es noch immer fraglich, ob die Abstimmung em für Deutsch» land aSnstige» Ergebnis bringen wird. Zuviel ist von der wilhelminischen Regierung an den in Deutschland wohnenden Polen gesündigt worden, zuviel hat auch die unter Hörsing in Oberschlesien gegen Arbeiter und Polen ausgeübte ffie- waltherrschaft an Sympathien für Deutschland verschüttet. Oberschlesien kann für Deutschland nicht dadurch gerettet werden, daß man die Polen als Verbrelher beschimpft und sich selbst als Heilige verherrlicht. Wir können uns auch nicht viel davon versprechen, daß man den Oberschlesiern Wecksel auf die Zukunft ausstellt. Nur«in Deutschland, das ein Musterland des sozialistischen Fortschritts ist. in dem die Arbeiterschaft die ihr gebührende Stellung einnimmt, kann das oberschlesiscye Proletariat, das bei der Abstimmung den Ausschlag gibt, davon überzeugen, daß es feine Interesse» dadurch am besten wahrt, daß es sich für das Reich erklärt. Den hungrigen Magen sättjgt man nicht mit leeren Ber- sprechen, sondern mit dicken Knödeln. Die Regierung der deutschen Republik hat es bisher nicht verstanden, diese nahr- hafte Speise zu bereiten, und es sieht auch ietzt nicht so aus. als ob sie mit einer Vsrbesierung ihrer Küchenerzeugnisie be- ginnen wolle. Wir wissen, daß die jetzige Regierung, selbst wenn sie zehn- mal besser wäre, als sie ist, in der oberschlesischen Frage durch die Sünden ihrer Vorgängerinnen einen schweren Stand hat. Das eine aber muß von ihr verlangt werden, daß sie endlich allen Leuten das Handwerk legt, die das Unwesen der nationalistischen Verhetzung in Obsrichlefien bis zum Ende betreiben. Sozialisierung des Kohlenbergbaus Der„Vorwärts"«ad Stivnes Sei der entscheidende» Frage der Eozialisierung de, Kohlen- Bergbaus enthüllt sich auch der zweideutige Tharakter de« Reich», wirtschastsrat». dessen Tätigkeit die Arbeiterschaft mit großem Mißtrauen begegnet. Cr begann am Montag die Beratung de» Entwürfe der Eozialifiernngskommisfion über die Eozialisierung der Kohlenbergwerke. Die Verhandlung wurde mit der Erklärung des Vorsitzenden eröffnet, daß der Reichswirtschaftsminister— be» kanntlich ist das gegenwärtig der Bolksparteiler Dr. Scholz, de» nicht weiß, welcher Meinung er ist— seine Etellungnahme im Ausschuß n i ch t zur Geltung bringen werde. Im übrigen zeigten die Verhandlungen de« großen Segensatz. der in dieser Frage zwischen de« beiden Klassen der Gesellschaft herrscht. Die Arbeitervertreter ließen durch de« Steiger Werner die Erklärung abgebe«, sie seien stch darüber(tat, daß im Ausschuß nicht die Frage ,« besprechen sei. o b sozialisiert«er- den solle oder nicht, sondern es sollte nur die praktisch« Aus- führung der Vorschläge der Eozialisterungskommission erörtert werden. Werner selbst sprach stch für den Vorschlag l au». De» Vo r s i tz e n d e Edler von Vraun ließ jedoch keine« Zweifel daran, daß e r stch nicht daran hindern lassen werden, auch über das O b zu sprechen. Die übrige« Arbeitervertreter stellten sich i««esent- lichen auf den Standpunkt von Werne», ohne daß sie jedoch all« mit der gleichen Entschiedenheit für de« Vorschlag I eintraten. 6 1 i n n e« betonte die Notwendigkeit der Produktionssteigerung und will den Impuls de» Unternehmers im Wert erhalten. Gr warnte por der Zentralisierung und suchte im übrige« den großen Gegensatz der beiden Klassen durch die Erklärung zu vertuschen, daß auch er an der Erfüllung der Arbeiterwünsch« mitarbeiten W>««de. solche platonischen verfichernngen. die da, Gegenteil de, wirklichen Absichten darstellen, wisse« die Arbeiter uno Angestellten richtig einztfihotztn. Sie ünd durchaus»ich« so naiv, wie der „V o r w ä r t der den Wunsch ausspricht, daß«diese beginnend, Einsicht des Herrn Stinnes" anhalte. Wir gratuNere« j» dieser Bundesgenossenschaft. • Daß diese»eußerung des..vorwärts" nicht eine getegentNche Entgleisung, sondern seine tiefe Ueherzengung Ist. kann man auch daraus erkennen, daß er in der Abendausgabe von Montag in einer Besprechung der kürzlich erschienenen Schrift von Werner(Der W«g zur Soziallstenmg de, Kohlenbergbaues. In- dustriebeamten-Verlag, Berlin, 3 M.) über die Eozialisierung de» Kohlenbergbaues die gleich« Naivität und Harmonie» duselet an den Tag legt. Er meint, sowohl Vorschlag t al» auch Vorschlag 2 hätte« ihre guten Verteidiger. Deshalb werde e» die Aufgabe der Retchsregiernng und de, besten Sachkenner(!) sein, baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, der alle Schwierigkeiten weitergehend berücksichtigt, als es in den vorliegenden Entwürfen geschieht. Der„Vorwärts" träumt also immer noch von einer über den Klassen schwebende« Regierung, für die allein das Wohl der Gesamtheit ausschlaggebend ist. Er scheint noch nicht einmal die erst« Erkenntnis des marxistischen Cozialismus in stch auf- genommen zu haben, daß in der Gesellschaft zwei Klassen mit unversöhnbaren Gegensätzen miteinander um die Herrschaft ringen »Nd er scheint ebensowenig begriffen zu haben, daß die Frag« der Eozialisierung des Bergbaues eine Frage ist, in der diese Gegen- sätze nur durch den schärfsten Kampf ausgetragen werden können, nicht aber durch Urteile von„Sachverständigen" und Urteile der „einsichtigen" Regierung. Es muh daher erneut festgestellt wer- den, daß der„Vorwärts" trotz des Beschlusses des Parteitages von Kassel, wenn auch in versteckter Form. Propaganda gegen die Vollsozialisierung des Kohlenbergbaues treibt. Der angebliche Fleifchüberflnh Die Aufhebung der Zwangswirtschaft für Fleisch hat für die Massen unerträgliche Zustande geschaffen. Die Preis- steiaerung für Fleisch ist weit erheblicher als selbst Pesst- misten angenommen haben. Die Läden sind zwar gegen- wärtig mir Fleisch überfüllt, so daß diejenigen, die nur nach diesem äußeren Eindruck urteilen, zu der Meinung kommen. Deutschland schwimme im Fleischüberschuß. Es ist deshalb nicht unverständlich, daß der Berliner Korrespondent des Pariser„Antransigeant" behauptet, in Deuischlano sei jetzt so viel Fleisch zu haben wie man nur wünsche. Der deutsche Markt sei übersättigt davon. Wenn der Staat eine ate Verteilung vornehmen würde, so könne sich in chland jedermann satt essen. Darauf antwortet ihm die„Deutsche Allgemeine Z e l t u n g": «Der französisch« Journalist hat stch wahrscheinlich, wie so mancher seiner Kollegen, wieder einmal nur die Epelselarten teurer Hotel» und die Auslagen der Feinkostgeschäfte angesehen. ohne zu wissen oder wissen zu wolle«, daß di« dort geforderte« Preise nur der Schieber»der der Ausländer, der die Tasche»oll Franken oder Dollars hat. anlege« kann, während so gut wie alle deutschen Familien höchsten» einmal in der Woche sich ei« bißche» Fleisch leiste« könne«. Gewiß ist infolge der Auf- Hebung der Fleischzvangswirtschaft zunäckist mehr Fleisch in den Läden der Großstädte sichtbar geworden, aber Nutze» habe» davon «« di« zohluagssShigsiea Kreise. Die breite Allgemeinheit be« kommt heut««rläusio»««ige» Fleisch als unter der Zwangswirtschaft." Wir könne« uns ausnahmsweise dieser Meinung des Stinnesblatte, im wesentlichen anschließen, denn seine Zu- rückweisung der falschen Anschauungen des französischen Korrespondenten ist die schärfst« Verurteilung der jetzigenSrnährung, Politik, die durch ihre Maß- nahmen weder eine bessere, noch eine billigere Versorgung der Bevölkerung erreicht hat, dafür aber eine s ch r a» ke«- los« Vergrößerung her Rot gerade derjenigen Schichten, die de» Schutze» am meisten bedürfen. Selbstverständlich stärke« solche Darstellungen der fran- zöfischen Presse auch die Absichten der Entente auf weitere Avlieferungen von Lieh an die Entente, so daß auch hier- durch der deutsche» Bevölkerung große Schwierigkeiten er- wachse». Aus dem Reichs»«!. Der Reichsrai nahm gestern U. a. ein« Verordnung an. die die Zuständigkeitsgrenze der Gewerbe» gericht« und Kaufmannsgerichte von 1SM0 PN. auf 28 000 M, erhöht. Einem neuen Rotetat für das Rech- nungsjahr lS20. der die Monate November und Dezember am- faßt, stimmte der Retchsrat zu. Der bisherige Notetat reicht« nur bis Ende Ottober. Wiedereinfiihrnna de» Beotrationiernng in Italien. Wege« de» ungünstigen Ausfalls der Ernte will die italienische Regte- runa die Brolrationierung wieder einführe». Auch die WUoct- «inführvng der Fleischrat, onlerung wird angekündigt. Die Helfershelfer der Reaktion Zersplitterung bei den Landtagsvahle» in Sachse» Am 14. November finden in Sachse« die Landtag«» wählen statt. Die Neukommunisten haben beschlossen, sich an den Wahlen zu beteiligen. Dabei treten sie aber nicht, wie ee ihre Pflicht omre. offen als Kommunistische Panei auf sondern sie versuchen mit dem zugkräftigeren Firmen« schild der U.S. P.D. die Wähler zu täuschen und einig« Mandate zu ergattern. So ist den Ortsgruppen der U. s. P. D. im Bezirk Plauen-Zwickau folgendes Schreiben zugegangen: Plaue«, den 20. Oktober 1020. Werte Genossen! Zweck» Ausstellung einer Liste für die Landtooswahl findet am Freitag, den 22. Oktober, abend» MB Uhr. im ASoldenen Becher". Zwickau, eine Sitzung statt, zu welcher alle aus dem linken Flügel stehenden Ortsgruppen der U. S P. D. unbedingt vertreten und mit entsprechenden Vormächten. Vorschlägen und Infor- mationen versehen sein müssen. Für etwaige V o r s ch l ö g e Ist die mit voller Unterschrift versehene Zustimmungserklärung mitzubringen. Genossen! Die Zeit drängt, handelt schnell und zielbewußt und laßt Euch nicht irre machen! Mit Parteigruß! Der vrov. Landesvorstand. I. A.: Oskar Bechstedt. Planen, Seumestr. 74. Der Unterzeichner des Schriftstücks. Bechstedt, hat erst bei der Aufstellung unserer Liste mitgewirkt. Nun stellt er eine Liste der gegnerischen Partei auf und versucht dafür Stimmenfang ,u treiben. Im Bezirk Plauen-Zwickau sind die Neukommunisten eine verschwindende Minderheit. Sie werden durch ihr Zersplitterungswerk nicht viele Vorteile für sich ergattern, wohl aber der Reaktion Vorspanndienste leisten, die von dem Austreten derartiger Sondergruppen den alleinigen Nutzen hat. Mobilisierung der Reaktion Aus Prag wird uns geschrieben: Die tschechoslowakischen Legionäre zerfallen in zwei Grnp- pen, den Zentraloerband, der sozialistisch orientiert und die Druztna. die«rzreaktionär zusammengesetzt ist. Letzter Tage ver» anstaltete die Druzina aus dem Wenzelsplatz in Prag eine Manifestatiou. di« einen außerordentlich reaktionäre» Tharakter trug. Es wurde» mächtige Hetzreden gegen die „Volschewili" gehalten und infolge der Aufreizung de, niedrigste« Instinkte auch ein paar unschuldige Arbeiter übersal» ! e« uud mißhandelt. Ein Ardeiter wurde verfolgt»nd flüchtete In einen Hausgang. Die Menge staute sich draußen und wollt« ihn unbedingt aufhänge«. Nach einer halben Stunde trat«».«*'' paar Leute heraus und sagten:„Er hängt schon". Da» m'?1', dem sanatlsterten Hanse« und er zog sohlend o»., war natürlich nicht» geschehen. Der Anficheer dtt Druzina. ein gewisser Major Eerenstq. der muh»ng°b- von Legionare, selbst gar kein Legionär, noch weniger ein Major ist, ist bestrebt, eine eigen. Legionärsicherheitswehr zu organisiere« unl» gab Instruktionen heraus, die an Horthyungarn erin- »er«. Gruppen von Exzedenten sollen darnach umzingelt und an der Flucht gehindert«erde», verdächtig« AuslSnder find der Wach- zu übergeben, exzedierende Legionär- sollen sichergestellt und falls sich ergibt, daß sie keine Legionäre sind, entkleidet «nd ihn-« Prügel vrUßt«erden. Ss scheint, daß sich die Reaktion infolge der Richtung,« kämpfe innerhalb der Arbeiterschaft etwa» zu sicher wähnt. Im Kampfe gegen st« wird sich das Proletariat geeint zasammen» finden. Rücktrittsgefuch de» Velgischen«esamtmlnilleri»»«. Die Minister habe» den gemeinsamen Brief an den König unterzeichnet, der ihm bei seiner Rückkehr übergeben«erden soll. Sie verlange» ihren Abschied. Di« drei liberalen Minister Fronck. Ianion und Hmnaa». bis bereits vorher zurückgetreten sind, haben den Brief nicht mitunterzeichnet. Kärnten österreichisch. Mit dem heutigen Tage wurde das de- freite Gebiet in Kärnten von Oesterreich übernommen. Oester- reichische Gendorme in Stärke von mehreren hundert Mann be- sorgen den Sicherheitsdienst. Die Auflösung der internationale« Plebiszitkommission ist für Mitte Rovembe, vorgesehen. Nordring Fünf Uhr nachmittag». Dämmerung kriecht am Himmel hoch, und diese große Stadt lieht grau aus und vergrämt, liegt wie luftlos im Schatte». Au, dem Dämmer wird das Dunkel, dick und undurchdringllch. »nd die Nacht, die leine Stern« hat, frißt die letzte» Farben«nd Formen. Man sieht nur die Lampen auf den Trepp««, di« bleich durch di« bemalten Flurfenster brennen,»nd matten Glanz hinter»er- hängten Fenstern. Das Licht in den Straßenlaternen ist zag»nd zuckend. Auf den Stationen de, Nordringes schwarz« Massen der Arbeiter. Zungfernheide eine Schar und Beussesstrahe«in Schwärm und Putlitzstraß« und Wedding schiebe« sie stch in die Abteil« der Nordringzüge. Die Arbeiter sitzen, die Pfeif, i» müden Pkund. stumm und stieren durch die stumpfen Fenster ins Finstere. Auf beiden Seiten de» Schienenstrange, stehen Fabriken. Die Majchinen stampfen, Rauch schwelt au, Schornsteinen«Nd manchmal schlägt die nackte Flamme hoch, wie ein Gluthauch der Hölle leuchtet und loht über dem Schornstein hinan». Die Fenster der hellen Fabrilsäle schneide» große, glänzend« Vierecke in die Nacht.—, Auf Bahnhof Gesundbrunnen knäueln stch die Masses mit Säcken Körben und Kiepen, und immer neue hetzen die Treppe hinunter auf den Bahnsteig und hasten in die Wagen de, Nord- Auf"der andere« Seite de» Vahnhofs ist vor Minute« ein Fernzug ailgekommen und hat die Scharen ausgeschüttet. Die Wagen im Nordrtng sind voll zum Platz«». Einer sagt und lacht:„Aha. jetzt komm'« dt- Hamster««. Die Brüder woll'n wir mal'n bißken Speck und Eier abknöppen!" Eine alte Frau, da» weiße Haar strähnt ihr wirr i« die Stirn. der di« schwere Last den Atem verschlagen hat, daß e, aus ihrem «elicht und in den Augen wie eine große Angst ist. erwidert: Bon wejen Speck und Eier! Mit die Kartoffeln schleppt man fich" reineweg lahm. Aber man muß doch wenigsten» wa» zu sress'n hab'n in diesem Winter!" Dann Ist wieder Schweigen im Wagen, schwer, drückend, dumpf, wie die Luft von den Ausdünstungen der Kartoffel« und de» Schweißes dieser obgeichundenen Menschen. In einem Abteil zweiter Klasse sitzen vier Personen allein auf dem Polster. Zwei Damen und zwei Herren. Auch sie haben vorhin vom Fernzug in den Nordring gefunden. „Gott sei Dank", sagt die«ine Dame— st« hat«inen schwere». schwarzen Pelzkrage« auf dem kostbare» Kostüm und trägt weiße Glaebdandschuh«—.-hier kam»«a» dach«blich«lfatt-er.- »Ja. es ist entsetzlich, diese vielen Mensche», dies« Füll« am Schalter, diese» G-dränge aus dem Bahnsteig", sekundierte der «ine der Herren, der»it«»williger Gebärd« von seine« tadel- losen Ueberzieher ein paar Fleck« wischt, dt« er im Sedränge da- vongetragen hat. „Und wie diese Menschen riech««! Gräßlich!" entrüstete sich di« zweite Dam«. Wen» sie spricht, glaubt man jemanden vor stch gu sehen, der mit spitzen Fingern vorsichtig und in Furcht, sich schmutzig jn machen, unappetitliche Gegenstände flüchtig berührt. „Was schleppe« die Menschen nu,«ß den Säcken und Körben?" „Kartoffeln»nd Kohl." »Diese Szenen könne» eine« wirtlich die Lust verleide», hinan, fttty$ SttYtO ßL fQQten! „Ja, aber mein Sott,«an muß stch doch Vutter besorgen!" ent. gegnet« die«che, und ihre Worte klingen vorwurfsvoll und an, klagend. Karl Fischer, Der Hungertod Wie lange kann der Mensch hungern? Am 73. Tage sefne« Hungerstreits, der nur gelegentlich durch künstliche Ernährung de« Bewußtlosen«in wenig unterbrochen wurde, ist der Bürger- meister von Cork, Mae Swiney, im G.-aiignis au Sri-ton gestorben. Hier soll jetzt nicht di« politische Bedeutung de» Falle« hinsichtlich der irischen Unabhängigleit»bewe''u..g er. Srtert werden. Aber es drängt stch von neuem die Frage auf, wie lange ein Mensch dem Hungertode widerstehen kann. Es ist bekannt, daß Mensch und Tier, wenn sie der Nahrungszusubr be- raubt sind, von dem imKörper aufgespeicherten Fett- und Eiweiß- reserven zehren. Das erste Symptom, da» sich im Verlauf der Rahrungserztehung bemerkbar macht, ist deshalb auch di« Ab- magening. Halt man sich an di« Beobachtungen, die an berühm» ..-..._..|nn ma|| � 6JB Kilo und Un HungerÜinstlern gemacht worden find, lo kann man fest- üspielsweise Cetti in zehn Fasttage« SL Kilo und Tage« 12� Kilo an Gewicht verloren Stllen, daß beispielsweise Cetti in zehn ucci in neuimndzwanzig Tagen 12.2 f______ hauen. Dabei darf indessen nicht unerwähnt bleiben, daß die E Organe sehr verschieden reagieren. Ein Mensch, der Hungsr» * �roZrnt seine» Fettgewebe» und SS Prozent » Eewicht» seiner Leber. Das Gewicht feiner Muskeln ist auf «in Drittel vermindert, und die gleich« Gewichtsverminderung ist so ziemlich für all« Oraan« festzustellen, mit Ausnahme de« Nervensystems und des Herzens, die beide kaum in Mitleiden. schaft gezogen werden und de« Eewicht nach bi, zum Tode so gut wie unverändert bleiben. Infolge de» Verluste», den die Muskeln im Verlaus de» Hungerzustande, erleiden, steigen stch die Mustelschwäche in erheblichem Grade. Später setzt dann das Delirium et«, und hierin ist wohl auch der Grund zu juchen, daß die biblischen Propheten so leidenschaftlich« Anhänger einer verlängerten Hungerkur waren. Löst diese doch, zumal in der Einsamkeit, Visionen aus, die sich zu wild phantastischen Borstel- lnnge« steigern, wen» der Hungernde, vo« allen Men'chen lo»- &&& stch w d««nöbe beftudet. Wird der versuch-ber all- zulange ausgedehnt, so pellt sich schließlich ein Dämmerzustand ein,»er in den Todesschlaf Lberleitei, während di» Körpertemperatur bi» aus 2« Grad zurückkehrt. Di« Dauer der erträglichen Hungerzeit scknvantt bei Menschen nnd Tieren sehr stark. Kaltbluter, beispielsweise Karpfen. können, wie Claude Bernhard bewiesen hat. in einem Giooblock eingeschlossen, mehrere Jahre lebe«, ohne Nahrung zu stch z» nehmen. Man weiß ja auch, daß die Tiere, die e.ne» Winterschlaf halten, während ihre» mehrere Monate dauernden Echla« fcs. die Nahrung entbehren können. Für die Mehrzahl der Säugetiere gilt indessen die Regel, daß ihr Widerstand gegen di« durch den Hunger bedingte Erschlaffung ungleich kürzer bemessen ist. Der Hund stirbt nach Verlans von dreißig bi» vierzig Tagen, dos Pferd«ach drei oder vier Wochen, das Kaninchen nach etwa »wanzig Tagen der Rahrungsentziehung. Der erwachsene Mensch ist fähig, in normalen Verhältnissen, mehrere Woche« lang dein Hunger zu widerstehe», wahrend der Säugling höchsten» fünf Tage ohne Nahrung auszuhalten vermag. Zusammenfassend kann man sage», daß der Tod im allaemeinen eintritt, wenn der Gewichtsverlust die Höhe von zwei Fünfteln des ursprüngliche« Gewicht» erreicht hat. Dabei ist jedoch Boraussetzung, daß der Mench kein Wasser»n stch nimmt, da die Wosserzusuhr die Au»- scheidungen begünstigt und dadurch die Vergiftung des Organ!»- mu» bekämpft, was eine Verzögerung der durch den Hunger au»- gelösten Entkräftigungserscheinungen zur Folge hat. Sozialiflerung de» Theaters. Der vorstand der Volksbühne veranstaltete im Anschluß an den V tretertag Deutscher Volksbühnen am Montag abend ein« öffentliche Kundgebung für di« Bollsbühncnbewegung und Eozialisierung des Theater». H a e n i s ch sollte sprechen, war aber erkrankt. Dafür begann Lab «it einem unmarxistischen kleinbürgerlichen historischen lleberblick über die deutsche Theaterbewegu�. die ihre wahrhafte Er- Neuerung nur in der Volksbühne Enden könnt«. K a y ß l e r fuhr In diesem sozialen, demokratischen Tone fort, brachte aber die An- regung. zugunsten kleiner Zuschauerräume auf große Massentheater t» verzichte». Kyser(Schutzverband deutscher Schriftsteller) gab nichts Wesentliches. Da, Interesse wurde reger, als die Ho«- barger Schauspielerin M. Lüders der ökonomische« Seite des Problems näher trat, die Methoden des privatkapitalistischen Go- schäftstheater» geißelte»nd gegen die Lustbarkeitsstener und Kino» vorging. Dr. Selig vom Kultusministerium forderte gleichfall» die Soziakisierung de» Theaters und verlangte die Unierstützung durch den Staat. Der Fehler liegt bei ihm und den anderen darin. im Theater ein„D e r f ö h n u n g s m i t t e l" der kämpfenden Klassen zu sehen. Dem setzte der Genosse Seidel den revoluils- nären Willen der Arbeiterschaft entgegen, ohne programmatisch � Idee der Proletkunst zu propagieren. Zuletzt bekannten stch � zur volksbllhnenbewegung. die Versammlung faßt« eine Resolution gegen die Luxvssteuer und forderte die Eozialisierung der X&eatt* Dun» ging«au ohne DiskuAau Wseisandee. � SoziaUsterung in Tschechien TL. Prag. Z«. Oktober. »Tesko Novo" zufolg«»erden dt« tfchechoslowakifchen Abgeord- neten Vrbensky und Henosiea im Parlament die Eozialifie- rung der Kohlengruben in der Tschecho-Clowakei vorschlagen. Räch diesem Vorschlage wird die tschecho-slowakifch« Republik Eigen, tömerin alle, Kohlengruben werden. Die Entschädigung würde nach diesem Antrag gegeu Ersatz geschehen, vis zu einem Wert von h Million Mark erfolgt Bollersatz, bei größeren U«, ternehmungcn kann der Ersatz bis 4S Prozent des abgeschätzte« Wertes betragen. Bei»achgewiesener Beschädigung der Grube vor Uebergab« des Unternehmens ist im Gesetzentwurf der Verlust de» Entgelte, vorgesehen. Di« Atnanztransaktionen soll «in« in Prag zu errichtende Reichskohlenbank vornehmen. welche in allen Kohlenreviere« Ftllalen errichten würde. Der Betrieb in den enteignete« Gruben soll von einer Kommission, welche au» 90 Mitglieder» bestehen wird, von Prag aus geleitet werden. Die Kommission wird«. a. aus ZS Vertretern des Berg. wesens und LS Vertreter» der Konsumenten bestehen. Der Reichs, lohlenrat sollen binnen zwei Monate« nach Inkrafttreten de» Gesetzes in» Leben gerufen werde». Diesem Rat soll die Bewtrt« schastung sowie die Enteignung der Grube«, die der Staat unter eigener Regie betreibe» soll, anvertraut welchen. Das Verschweigen der Wahrheit Don der Gewerkschaftskommissia« wird nn,»u der Polemil der..Roten �ahne" Rr. tU über den Artikel in der �Freiheit" vom Li. Oktober„Kampfansage der Betriebsräte, en. trole gegen die Gewerkschaften" folgendes mit der�Sitte um Per- öffentlichuna mitgeteilt: Der Artilelschreiber der„Roten Fahne" f>. B„ bezeichnet den Artikel der..Freiheit" al, nicht den Tatsachen entsprechend. W» können nur sagen, daß der Inhalt de» Artikels der Freiheit" pollauf den Tatsachen emspncht und zwar liegt un» da, gut frisierte Protokoll der betreffende« Sifcung vor. An einer Stelle desselben heißt es:..Wenn die Berliner Arbei- terschaft die Arbeit ruhen läßt, da» wird einen Widerhall im ganzen Reich geben." Das heißt auf gu» deutsch st reiten. S. B. aber bestreite� daß«in Proteststreik beabsichng! war. Leber den noch H. B. die Aktion sabotierende« Bertreter der Sewerkfchaftskommissio» sagt da» Protokoll ge- nau das. was die..Freiheit., faqt. Wenn allerding» die»rbeitslofen bt» zur Eroberung der poNtifchen Macht durch die zerrissenen politischen Parteien warten sollen, dann find sie unserer Ansicht nach längst verhundert. Wir als Gewerkschaftler haben daher die doppelte Pflicht dem Hunger mit allem Kräften, die zur Verfügung stehen, entgegen. «»wirken. Diele« kann man leider nicht, wen, man„bestimmte Parolen" haben muß. Da»„sanfte" Hinaustomplementieren der Vertreter der Gewerk- schaften und der U.S. P-Pertreter durch Brandler tH. L.?j von der K. P. D. und den Vorsitzenden der Betriebsräte, entrol« Paul Reuman» au» der Sitzung, da, H. B.«benfoll» ab- streitet, geht auch klar au» dem Protokoll hervor. Klose sagte' szää jnJ&af ä Äi schaftskommission hinein delegiert und sehe mich demnach ae� zwungen, entsprechend dem. was hier festg.leat �.rd? ebenfalls den Rachhaus.weg"** ltit vatLtlt- nach' de? An�llun? L n�° � k-mmvnsstischer TaNN , anweisung Lenin», wonach man d»o f*. K"«TI, Fn«! fi'A at'"A?"1' SMauHill, 8... Äfö'Ä W'niii SS'�'ÄSÄ t und Vetriebsarganisatlon konnten sich nicht einig»erden Üb e r d i e P a r« l« n.— Das ist veMSndNch bei der Situ. ation. in der fich die Vertreter der«. P. D. und der Betriebs- rätezcntrale befinden. Es wäre zum lachen, wen« die Angelegen, heit nicht so bitter ernst wäre. Hoffentlich zieht hieraus die Arbriterschaft die Lehre, daß die Gewerkschaften nicht auch noch zerschlage» werde« dürfen. � Die Stekluna unserer Berllner Parkeiorganfsatfon zu de« Frage kommt zum Ausdruck in einer Erklärung unsere, Genossen M e i e r. die er in der erwähnten Sitzung abgab. Meier sagte «ach dem Protokoll: „Wir hoben innvischen natürlich dazu Stellung genommen und ich habe die Pflicht zu erklären: Stach der Stellungnahme unserer Organisation, namentlich de, Zentralvorstande» von Verlin-Brandenburg, habe ich die Pflicht darauf hinzuweisen. daß diese Forderungen, die hier von der Betriebsrötezentrale in unseren letzten Sitzungen formuliert worden find, bereits enthalten find in dem Manifest der Zentralleitvng der ll.S.P.. das am Montag in der.Freiheit" veröffentlicht worden ist. Wir stehen auf dem Standpunkt und es ist ein- mütig zum Ausdruck gekommen, daß wir den Kampf, der ein- geleitet werden soll und eingeleitet werden muß. im Inter- esse der Arbeitslosen und der Arbeiterschaft, nlchtnurlokal in Berlin entbrennen lassen, sondern daß die Zentral- in stanzen über da» ganze Reich sich damit zu beschäftigen und den Kamps einzuleiten haben. Wir haben die Pflicht, das hier zu erklären und haben die ? flicht, darauf hinzuweise«, daß überhaupt schon ein« solche ktion« i n g«! e i t e t worden ist." Womit wir den Prel von K. P. D.. K. A. P. D.. Neu-K. P. S„ Si. Z. und B. O.— wem wird da nicht schwind ilch— weiterhin unter sich lassen wolle«. Die Metallarbeiter zum Betriebsräte- Kongreß Di« Berliner Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes hatte zum Montag die Mitglieder der erweiterten Ortsverwaltung und die Metallarbeiterbetrieb». r ä te zu einer kombinierten Sitzung zusammenberusen. um den �cricht vom RcichsbetriebsrätckonarrK entgegenzunehmen. Den Berran gab S i m a n n der zum BetnebsrStetongreß dele- Slert war. Er ging in großen Zügen auf die auf dem Betriebs- ratckongreß gehaltenen Referate em und nahm zu den von dem Kongreß angenommenen Richllvnien. sowie j» den Resolutionen und Anträgen kritisch Stellung Nach Anhören des Berichts beantragt« Malzahn, vor der Diskussion zu dem Bericht erst den Bericht vom erweiterten Beirat in Stuttgart, der als zweiter Punkt aus der Tagesordnung stand, entgegenzunehmen, u mdann gemeinsam über beide Berichte zu diskutieren. Nachdem sich Lrlch dagegen gewandt hatte, wurde der Antrag Malzah» gegen wenige Stimmen abgelehnt. In der nun einsetzenden Diskussion über den Bericht vom Reichs- bctriebsrätekongreß oersuchte Richard Müller die Diskusston aus ein falsches Gleis zu schieben. Er suchte den Nachweis zu er- bringen, daß die Instanzen des Metallarbeiterverbandes. beson- der» der Hauptvorstand und der erweiterte Beirat, fortgesetzt gegen die auf dem letzten Lerbandstag beschlossenen Richtlinien v e r- stoßen haben. Müller wurde sedoch von der Versammlung stürmisch unterbrochen, so daß der Borsitzende Ziele ihn auffordern mußt«, fich an die Tagesordnung zu halten. Mülle, Shakesp I findet efpeare« am Die Deutsch« Hochschule silr Politik wurde am Sonntag vor- mittag in«�genwart de« Reichspräsidenten Ebert im großen ßorfd der Berliner Banakademi« mit Ministerrede« usw. er- öffnet. Eine durchaus bürgerlich staatserhaltende Angelegenheit. Die Vorlesungen in der Deutschen Hochschule für Politik beginnen am l. November. Da» Berliner Institnt für SevnakwtNenschaft«Mattet durch leinen Leiter Dr. Magnus Hirschseid einen vericht über das erst« Tä.igkeitsjahr seiner Gründung. Danach ist«, von, l« A.rz � besucht worden: der Kursteilnehmer wurden l200 gezäblt Oa fanden IS O«) ärztliche Beratungen statt, die sich auf alle Gebiete des Geschlechtslebens bezogen.- Im Staatliche» Schauspielhaus« wird zur Zeit ..Richard III." vorbereitet. Di« Ers!aafsührang ö. November d. I». statt. Ja der Staatsope, wird die wegen Erkrankuna des Fräulein» Z v o gün gestern abgesetzte Porstellung„J)«r Barbier von Zevilla pm Montag, den L November nachgeholt werden. Ansang»4« Uhr. Die Groß« Bollsoper hat für da» dritte Eqkluskonzert in der Neuen Welt da» am A. Oltober d. I. stattfindet. Prof. Arthur N, tisch al, Dirigenten gewonnen. Als Solisten wirken Melanie Kurl und Ernestine Färber-Straster mit. Im Neuen volkstheater geht am Sonnabend, den 99. Oktober. zum ersten Male die Komödie„Masor Barbara" von Bern- Harb Shaw>n Szene. .Im Rofetheater wird am kommende« Sonntag adend 7% Uhr noch einmal Hauptmann»„Ratten" mit Leoni« Duval gegeben. Im Walhalla-Theater wird da-«astspiel Wilhelm Hartsteins bis Ende Dezember verlSnaert. Als nächste Neueinstudierung ge- langt am Mittwoch.Der lustige Witwer zur Aufführung. Arbeiterdichter. Die bekanntesten Vertreter der neuzeitlichen Arbeiterdichtungen: MaJ Barthel. der in Dresden geboren« Holzarbeiter, Karl Broger, der Sohn eines Nürnberger Tage- löhner». Gerrit E n a« l k e, der arm gebliebene honnoveranisch« Tüncher. der rheinisch« Kesselschmied Heinrich Lersch. der durch eine hart« Leidensschul« gegangen« Oefterreicher Alphons Petzold. Brnno Schön lant. der Landarbeiter, Buchdrucker und Handwerksbursche. kommen in einem Bortrag, den Fritz Droop und Han» Brockmann lvom Deutschen Theater) am Freitag, den LS. Oltober. abend, 7«4 Uhr. im Echarwenkasaal veranstalten, erstmalig in Berlin zu Motte. Proletkolt. Am Eonnabend. den»0. Oktober, 7 Uhr abend,. beginnt unter der Leitung der GenoMn W. Holl, die In Rußland an der Proletlultbewcgung teilnahm, ein Kursu» für Arbeite, über Bürgerliche und proletarische Kultur" in der Schul« Gips. str�ßr'23(Rahe Bahnhos Börse). Da, Geheimnis der Sprache nennt Alexander Moczlowsli sein neuestes Wer'(Verlag von Hoffmann und Camp«, Hamburg. Berlin) Er ll'vt einen Führer durch„Höhen und Tiefen der Ausdrucksformen". befchäitigt sich mit Entstehung mb Leben, Wachstum und Zukunft unserer Sprach«. könnten, da sie gegen die Berbandstagsbcschliiste der Metall. ardeiter verstoßen. Möller brachte eine in diesem Sinne ge- halten« Resolution ein. die mit zur Debatte gestellt wurde. —. Der nächste Diskussionsredner, G r a« b« er, trat den Aus- führungen Müllers entgegen und degründete ein« Resolutton, die verlangt, daß die Vertreter der Berliner Metallarbeiter«nd der Berliner Gewcrkschaftvkommiision beauftragt werden, dahin z» wirken, daß entsprechend der BeschlSsie de« Betrlebsrätekongresse» der Zusammenschlnß aller freigewerkschastlich organisierte» Kops» »nd Handarbeiter sofort in Angriff genommen wird. U r i ch vnd 3 i» l a beschäftigten sich dann sehr eingehend mit den Ergebnissen de» Betriebsrätekongresse». Sie betonten, daß die Arbeiten des Kongresie» die aufgeklärte Arbeiterschaft nickt voll beftiedigen könne, man müsie aber bedenke«, daß der überwiegende Teil der Delegierten infolge ihrer langsamere« Entwicklung eine andere Auffassung verirat. Man müsse auch weiter erkennen, daß dl« Betriebsräte des ganzen Reiches von dem Wunsche beseelt sind, endlich eine einheitlich« Marschroute zu bekomme«, nach der sie zu arbeiten haben. Es gehe nicht an, daß die Kraft« des revolutio» nären Proletariats immer weiter zersplittert und dadurch lahm- gelegt werden, sondern«» sei höchste Zeit, daß die Betriebsräte z» einem einheitlichen gelchlosicnen Handel» kommen. Da die revo- lutionärs Kampftraft de» Proletariat» durch die Zersplitterung der polltische« Arbeiterparteien gelähmt ist. haben die Gewerb schaften die Aufgab«, an Stelle der kapitalistischen Wirtschafts- ordnung die sozialistisch« B e d a r f» Wirtschaft ,« setzen. Da, sei aber nur möglich, wenn die Gewerkschaften stark und einig bleiben. E» müsse deshalb mit allen Kräften de» Bestrebungen, die Gewerkschaften zu zerstören, entgegengewirkt werden. Wegen der vorgerückten Zeit wurde einem Antrag auf Schluß der Debatte zugestimmt, jedoch wurde aus Antrag Albrecht de- schlössen, die Abstimmung über die eingebrachten Resolutionen auszusetzen, damit die Betriebsräte der Metallarbeiter Gelegen- heit nehmen Vinnen, fich mit den vom Betriebsrätekongreß be- schlosfenen Richtlinien de» Allgemeinen Deutschen Gewerkschaft». bunde» und der A f a verftaut zu machen. In einer späteren Konferenz soll dann darüber entschieden werden, ob die Ber- liner Metallarbeiter und Betriebsräte sich aus den Boden der Beschlüsse de, Reich, betrieb«. -? � � IJ t* st/llen oder den Parolen der Betriebsrätezentrale in der Munzstrahe folgen wollen. Die USPD. in München lTigener Drahtbericht der„Freiheit") München, 28. Oktober. Die Außerordentliche Generalversammlung der Ve/lagsgenos- senschaft.Der Kamps" beschloß mit»04 gegen 98 Stimmen, daß da» der Genossenschaft gehörige Organ„Der Kampf" wie bishet im Sinne de» Leipziger Aktionsprogramms weitergeführt werden soll. , Bedingte Strafaussetzung Die bedingte Strafaussetzung bei Deruttellungen VI» zu sechs Monaten Gefängnis st neuerdings durch Per'iigung der I u ,l v minister» den Gerichten übertragen worden, von denen die Straf« oerhängl wurde. Danach find also Anträge aus Straf- aussetzung nur in solchen Fällen an den Iustizminister direkt zu richten, in denen es sich um Verurteilungen über sechs Monate Gefängnis handelt oder um solch« Perlon««, di« schon niehriach vorbestraft sind. Aus dies« Weise ist den Richtern Gelegenhelt gegeben, den star- ren Formalismus der Gesetze zu begegnen und in allen Fällen. bei denen e» sich um G c l e g e n h e l t»d e l i k t e oder V«r- gehen aus Not handelt, durch Strafauefetzuna zu verhindern, daß die Betreffenden fürs ganz« Leben gezeichnet sind. De. Lamme, ich»nb Löwenpein. Bon Herrn Dr. Lammerich erhallen wir folgende Berichtigung: I« per Abendausaabe der �Freiheit vom 21. Ottober, schreiben Sie wörtlich:„Weil er l i Lowenstein eingetreten ist. hat der Zentrumsstadtverord- iwt« Dr. Lammerich sein Mandat niedergelegt." Dieser Satz ist unwahr. Ich bin weder amtlich noch außcromtlich für tu« Kandidatur Dr. Lowenstein eingetreten. Ich habe sie wie oll« meine Parteifreunde stet» aufs entschiedenst c abgelehnt. Meine Mandatsniederlegung ha, ,h„ Ursache in de. Do. jach«, da« ich zwar als Parieimann auch den Dissidenten Dr. Löwenstein ab> lehnt«, al» Lehrer in der amtlichen Lehrerlommer aber den Nicht- tachman«. IlnlerhVidung hat man in den Kreisen meiner Pamifteunde nicht verstanden u-d habe ich deshalb mein Man- bat niedergelegt. Inzwischen Hai jedoch die Vertrauensmänner- Versammlung meiner Partei mir ihr volles Vertrauen ausg«. jprochen.— Diese Berichtigung ändert nicht» an der Tatsache. daß Herr Dr. Lammerich gegenüber Löwenstein ein« rechtlichere Stellung«ingenommen hat als feine Parteifreund« und daß« deswegen fei» Mandat al» Saadtvmoedaotm niederlegt«. Lohnbewegung der Kohlenarbeiter In der am Montag in Kliem'v Festsälen statt gefundenen Boll- Versammlung der Kohlenarbcilei. die von 2000 Personen besucht war, gab Genosie Dilge den Schiedsspruch de» Schlich, tungsausschusses vom»8. d. Mts. bekannt. Die Erhöhun, gen gegenüber den bisherigen Bezügen betragen: bei Wochen- löhnern 31,20 M. pro Woche, für im Stundenlohn Beschäftigte 8.', Pf. pro Stund«. Für Pserdepflege vor und nach der acktstün- digen Arbeitszeit ist den Kutschern«ine Vergütung von 38 M. zu zahlen. Etalldienst an Sonntagen wird mit 30 M.. sonstige Reinigungsarbeiten werden in Stundenlohn vergütet. Du Ber- sammlung beschloß gegen wenige Stimmen die Annahme de» Schiedsspruchs. Die zu fordernde Entschädigung für Treppen« tragen wild durch eine Lertraucnsmännerkonserenz besonder» erledigt. Weiter wurde beschlossen, zu Gunsten der Arbeitslosen durch Sammlung eine Weihnachtsspeude auszubringen, um die Not zu lindern. Di« Stimmung der Versammelten ließ leinen Zweifel da» rüber. daß sie bei Ablehnung des Schiedsspruchs seitens der Unter» nehme, zum äußersten entschlossen sind. Kampfbereitschaft der Einzelhandels-Angestettte« Rackdem die Angestellten der Waren- und Kaufhäuser sowie Einzelhandklsgcschäj:« durch Abstimmung in den Betrieben den Schiedsspruch mit einer Fünssechstelmehrheit abgelehnt hatten, nahm am Montag eine Versammlung der Funltionore der Angestellten Stellung zu den weiteren Maßnahmen. Es herrschte voll- kommen« Einmütigkeit darin, daß di« Angestellten aus der Ab- lehnung des Schiedsspruchs die Konsequenz ziehen und den Kampf aufnehmen. Wann er beginnt und ob er zunächst in bestimmten Geschäften ooer von vornherein aus der ganzen Linie einsetzt, da« wird hie Leitung des Zentralverbandes der Angestellten bestlm» men. di« dazu durch einstimmigen Beschluß der Funktionär««» sammlung ermächtigt ist. Wie Bublitz in seinem einleitenden Referat sagt«, sollen nach einer wahrscheinlich von Arbeitgebern veranlaßten Pressemeldung die Angestellten beabsichtigen, den Demobilmachungskommisiar an- zurufen. Davon kann gar keine Rede sein, denn nachdem die An- gestellten den Schiedsspruch mit übergroßer Mehrheit abgelehnt haben, gibt es für sie leinen Anlaß, den Demobilmachungskom» missar anzurufen. Di« Arbeitgeber haben in Unterredungen mit einzelnen Angestellten'durchblicken lassen, daß sie eine Berständi- gung wünschen. Wenn es ihr« Absicht ist, die bestehenden Diffo» renzen durch Verhandlungen au» der Welt zu schaffen, dann habe» sie in den nächsten Tagen bevor der Kamps einsetzt, noch Gelegen» heit dazu. Tun sie es nicht, dann ist der Kampf unvermeidlich. Di« Transportarbeiter stehen augenblicklich in Lohnverhand« langen mit den Arbeitgebern im Einzelhandel. Unter Hinweis darauf bemerkte ein Vertreter des Transportarbeiterverbande», feine Kollegen werden sich nicht mit einer geringe« Lohnerhöhung begnügen«nd bei Ablehnung ihrer berechtigten Forderungen de» Kampf mit den Angestellten gemeinsam führe«. Streik i» de« private« gemeinnützige« Kranke«- anstalte» Berlin» Dem Beispiel des Oskar Helene-Heims in Dahlem, wo da» Per- lonal seit dem 20. d. Mts. wegen Lohndisferenzen fich im Aus- stand defindet, find nunmehr auch die Beschäftigten des Augusta- Viktoria-Haufes in Charlottenburg gefolgt. Die Verhältnisf« dieser Anstalt sind die gleichen, wie im oben genannten Heim. In einer Zuschrift des Zentralverbandes der?>ausannestelltea vom Ll. d. M. an die sozialistische Presse sind sie de» näheren be» leuchtet worden. Bertreter der Berliner Sektion„Gesundheits- welen" unserer Organisation haben alles versucht, um den Streit auf da» Oslar-Helene-Heim zu lolalisteren. Die» ist sedoch infolge des verhalten, der Leiter der gemeinnützigen Anstalten unmöglich geworden. Ganz besonders reaktionär hat sich der Prof. Herr Dr. Longsteln benommen, indem er dem Personal erklärte, daß e» wohl streiken könne, er sei darauf vorbereitet. Dieser Herr hat eben für die Notlag« des Personol». dem znaemuttt wird, mit der fürstlichen Entlohnung von 320 M. monatlich auszukommen, keit» Verständnis. Wenn di« Krankenhausverwaltungen auf ihren ab- lehnenden Standpunkt auch ferner beharren, dürfte sich der Aus- stand sehr leicht auf alle übrigen Krankenanstalten erstrecken. Die» ist umso eher möglich, da die am 4. August beantragten Subven- tionen beim Berliner Maoistrat noch immer nicht bewilligt find. Der Grund hierfür dürfte in erster Linie darin zu suchen sein, daß Leute vom Schlage des Prof. Langstein da» Zustandekommen de» Magistrat» bisher verhindert haben. Mitglieder der Konsumgenossenschaft Zto« Generalversammlung der Berliner Konsumgenosse«« schast findet Mittwoch, den 27. d. M.. abends 54k Uhr. in do- „Reuen Welt". Hasenheide. statt. Genau wie im mtz. gangenen Jahre sind wichtige Angelegenheiten zu erledigen. Der„vorwärts" hat bereits seine Lese, mobtl gemacht. rr alle Parteigenossen, die Konsumgcnossenschaftler siild. e» Pflicht, pünktlich zur Generalversammlung zu erschci, nen. Die Teilnahme wird nur gegen Vorzeigung der braunen Legitimationvkart« gestattet. Für dir Neuwahl de» Aujsichtsrates gilt die vom G«» nosscnschaftsrat aufgestellte Liste, welche mit de« Name?« Franz W a l t h e r. Paul Lang« beginnt. Dlldungsknrse ftlr Frauen Anfere Vorträge finden wieder laufend, jeden Donnerstag pünltll» um 854 Uhr Im Abgeo'dnclenbaus statt. Es werden# vorläufig sprechen am L8. Oltober Genossin Wiersing über den im Reichstag vorliegenden Antrag betr. Auihebung der Poragsaphea 218—220: am 4. November Genossin Wurm über Erwerbslolenfu-- sorge— Arbeitsnachweis, am 11. November Denojsin Zietz üb« Vorbedingung des Sozialismus: am 18. und �.>. November Ge- nossin Beck über Schul- und Erziefrnngsfragen: am 2. und 9. De- iftmber Genossin Wulff über Armen- und Wais-npfleg« 1 am IG und 23. November Genossin Wi ersing über Rechtsverhallnisie du ehelichen und unehelichen Kinder und Vormundschaftswesen. Dt« Vorträge sind unentgeltlich jeder Genossin gestattet. Frauen» arbeit», und Kinderschutzlommissionrn aller Distritt« sollten wenig» stens durch eine Genossin vertreten sein., Gibt es Wohnungsnot? Unlängst haben wir. auf Einladung de« Mieterverbande«, ftr der Beuffelst-otze«inen Kellorraum bestchligt. der ganz unglaud- lich verwahrlost ist. Sein Fußboden: feuchte», zerfallendes Mauer- wert wohl« man blickt. Vor dem zerbrochenen Fenster, da» nur zum llrinen Teil über den Erdboden de» Hofe» ragt, eine Dunger- und Zauchegeube. In diesem, etwa 3: 4 Meter großen Raum, wohnt«in« Familie mit lieben Kindern.?'ese.. Menscht� die von der freieften Republik verurteilt find in Fäulnis Z« krepieren müssen auch noch Miete d�für beznblen. Das Hau» und die Wohnung sind einem halben Dutzend Wohnungsbehordm und-Aemtern schon ehr lange betann«. Am Tage dieser Besicht ion ng erhielten wir v"" Lese, einen Auszug aus dem..F»m Courier'' über das Klubhcim der Filmfabrilanten. Es heißt darin:„Durch zwei Stockwerke, d e durch eine eigene große Freitreppe und einen Dienttaufgang mit «inander verounden find, strecken fich die äußerst gelchmackooll her- gerichtettn und reich ausgestattet«« Räume. Da sind Empfangs» »nd LofoiiSvm«. K«w«rs»tipn-»lmm«.«Gl«l»i»n»».«in«tos, cl». Naues und grünes: da ist ein mächtiger Speisesaal, indem man den Leistungen der Klubküche alle Ehre antun kann: da ist ein ebenso groger Festsaal, der frohen Stunden gewidmet ist: da sind Pracht- volle Bade- und Waschgelegenheiten: vorzüglich und praktisch an- gelegte Kleiderablagen: da ist ein g r o ü e r S ch l a f r a u m, der zu der kurzen Nachmittagsruhe förmlich einladet: ja sogar ein eigener Friseur befindet sich m Klub. Alle Räume sind aufs beste und modernste ventiliert." Gibt es eine Wohnungsnot? Es gibt jedenfalls hunderte Be- amte zu ihrer Bekämpfung, deren Auftraggeber sich dessen bewußt sein müssen, daß das Maß der Autorität dieser Beamten gerade dazu ausreicht, den gequälten Mietern unnütze Laufereien zu oer- Ursachen, an der Macht der Haus- und Geldbesitzer jedoch zuschanden wird: daß die reichlichen Korruptionsmöglichl'eiten den in Einzelfällen etwa vorhandenen guten Willen wieder ausgleiche». Immerhin könnten auch unter diesen Umständen noch einige Dutzend FamUien untergebracht werden, wenn man alle diese Herr- schalten etwas mehr zusammenrücken ließe. Entlassungsanzllge. Nach einer Verfügung des Heeresabwicke- lungs-Amtes Preußen dürfen von den Zivil-Bekleidungsstellen ÄxÄrÄ es noch be- ruch auf recht igten chemaligen einen Entlassungsanzug 191? geltend gemacht h< Abwickelungsintendantui «bteilung, Friedrichstr. 218, Hof rechts 1 Treppe, wocycniogs in der Zeit von 8 bis 3 Uhr unter Vorzeigung ihrer Militärpapiere kPaf! oder Entlassungsschein) melden. Später gestellte Ansprüche können keinesfalls mehr berücksichtigt werden. An der Volkshochschule Eroß-Berlin beginnen am Dienstag, den 26. Oktober, folgende Vortragsreihen: Prof. Dr. Lohre: Meister- werke der Erzählungskunst. Relchstagsufer 6. abends 7 Uhr.— Prof. Dr. Kaskel: Arbeiterrecht. Jnvalidenstr. 42, abends 8 Uhr.— Stud.-Rat Kluge: Mathematik U. Eleimstr. 4?, abends 7 Uhr.— Oberl. Spindler: Botanisch-mikroskopische UeLungen. Pasteurstr. 44-46. abends 7% Uhr.— Prof. v. Hanfs st enge l: Einführung in das technische Denken, ebenda, abends 7 Uhr.— Lyzeallehrer Wolff: Wichtige Schulfragen der Gegenwart. Weißensee, Realgymnasium, Wölckpromenade, abends 7 Uhr.— Dr. Geiger: Eigentum und Besitz. Treptow, Reue Krugallee 6, abends 8 Uhr.— Dr. Hirsch: Vererbungslehre ll. Mttenwalder Str. 34-37, abends 7 Uhr.— Lyzeallehrer Kusch- zigk: Das Tierleben unsrer Gewässer. Neukölln, Berliner.Str. 10. abends 7 Uhr.— Prof. Schmidt: Nationalökonomie. Neukölln, voddinstr. 34-38, abends 7 Uhr.— Prof. Rolle: Gesangllbungen. Neukölln. Berliner Str. 16, avds. 7 Uhr.— Prof. Dr. Schaeser: Ansteckende Krankheiten. Wilmersdorf, Uhlandstr. gl-gZ, abends V Uhr.— Prof. Dr. Sachs: Das Orchester. Wilmersdorf, Ober- realschube, am Seepark, abends 7 Uhr.— Karten an den bekann- ten Verkaufsstellen und an den Abendkassen. Auf den am Donnerstag, den 28. Oktober, abends 7 Uhr. in Treptow, Neue Krugallee 6. stattfindenden Kursus des Herrn R. Seidel über»Die Betriebsräte" wird nochmals besonders hin« gewiesen. Der städtische Schuhverkauf in Lichtenberg ist von der bisherigen Verkaufsstelle, Böcklinstraße nach der Türrschmidtstr. 25(früherer Stadthcmskeller) verlegt worden. Der Verkauf dafelbstt wurde am Sonnabend. 23. Oktober, eröffnet. Die Verkaufszeiten stnd wie folgt fefteesetzt worden: wochentäglich vormittags von 8—1 Uhr, ferner Mittwochs, nachmittags von 4— 6 Uhr, und Sonnabends, nachmittags vyn 4— 7 Uhr. Besichtigung und Benutzung des sehr preiswerten Verkaufes von Schuhwaren aller Art wird von der Stadtverwaltung der Bevölkerung empfohlen. Schulzahnpflege in Lichtenberg. Die städtische Schulzahn- klinik(Rathausstrahe 7) stellte in der Zeit vom 1. April bis 30. September 192? insgesamt 4411 Besuche ihrer Patienten fest. An Behandlungen wurden vorgenommen: 1433 Untersuchungen, 134 kleinere Operationen, 1831 Extraktionen, 238 lokale Betäu- Hungen, 99 Zahnreinigungen, 1579 Wurzelbehandlungen, stige Füllungen. Diese Zah- 236 Wurzelfüllungen und 2227 sonstige Füllungen. len beweisen, daß sich die Schulzahnklinik eines regen Zuspruchs eut. Di« Erkenntnis über die Bedeutung eines gefunden erfreut. Kauapparates für die Entwicklung und Gesundung unserer dürr! Im Tiergarten üb Kaufmannslehrling lallen und beraubt wurde gestern abend der lerner P� aus der Zossener Str. Als der '''-----------,---- Ii Vi. V«-« V/'*' II.___ junge Mann um 6J4 Uhr durch den Tiergarten ging, fiel' in der Rahe der Siegesallee plötzlich ein Mann über ihn her, riß ihm den Mantel vom Leibe und raubte ihm außerdem die Börse mit 119 M. barem Geld. bei'meist schwachen Tage mild. Aus den Organisationen 8.»iitellt.!47. anh 35 J, Senetnbcf�ule, Riga« Etr. 81-82. MUtnach, de» l". Oktober, abends 7 llhr, öffentliche Elternoer'ammlang. Thema: Zvellllch» 'i." AbteilNng. Genossinnen und Genossen, die- Mitglied unieree jaiion bleiden wollen,«Lssen sich bei Soehe melden und Ihre Legillma» !. oder die K'riegszeit stark geschwächten"Jugend muß aber immer nvl ie Bevölkerung dringen, damit schließlich� alle der zahn- t!. Distrikt. kTriopien-Ledebour.) Donnerstag, A. Oltober, Punkt Sz, Uhr, Aula Dunkerstn. 84, neue Schule(Nordselte der Buhns, G«neraw«lamnilung. 1. Äerichi vom Parteitag, Berichterstatter Emil Barth: 2. DlskuMon. Buch "«Ä? MittwoH'aben��Uhr B.llversammlung>- U. S. P.«lt.-n.ät. h«i Kom-n-wsly. Zogrrstr.». Die Obleute müssen sie regen Besuch dieser __& mmX•n«rifb#f>k4itth#n c-.ittilTliJ TmQCU. mehr in ärztlichen Behandlung edürftigen Kinder der Wohltat unserer werden. Nach dem nklinik Dr. Klein ... rank. Es ist da- her allen Eltern dringend anzuraten, mit ihren Kindern die Schulzahnklinik frühzeitig�aufzufuchen und nicht zu warten, bis heftige Zahnschmerzen und entstellende Eiterungsprozesse sie an das Vorhandensein einer Schulzahnklinik erinnern. Reinickendorf-Oft U.S.P.D.-Elternbeiräte! Der Kommunale Volksbildungs-Ausschutz veranstaltet für die Elternbeiräte einen acht Abende umfassenden Kursus:„Schul- und Erziehungsfragen", der von Frida Winkelmann geleitet wird. Wir ersuchen alle Elternbeiräte, diesen wichtigen Kursus zu besuchen, um, vertraut mit dem sozialistischen Erziehungsideal, den Kampf gegen die Geldsackschule führen zu können. Rege Aussprache und Frage- stellnna sind dringend erwünscht.— Der zweite Vortragsabend, an dem die eigentliche Arbeit beginnen soll, findet statt am Donnerstag. den 28. Oktober, abends 8 Uhr, im Gymnasium Bernerstraße. Teilnehmergebühren 6 M. Für Erwerbslose frei. O. Zanke. Der Vottsbildnngsausfchuß All-Glienicke eröffnet das Gemeinde- kino am 6. Nov. nachmittags mit einer ausschließlich für die Zugend bestimmten Veranstaltung. Ausgeführt wird das Lustspiel„Peters Erbschaft", sowie vom Bilder- bühnenbund der deutschen Städte der Silhouettenfilm„D e s Hofnarren mißlungene Räch e",..Kapitän Groggs wunderbare Reise",„Pommersche Fischerdörfer" und„Vögel in ihrem Heim". Eintritt nur für die Zugend 25 Pf. Am Sonntag nachmit- tag wird dasselbe Programm noch einmal für die Erwachsenen ge- geben, Eintritt 1 M. Weitere Kinoveranstaltungen folgen dann in jedem Monat. D-nnerst-z. den 28. Oktober, abend, rk�'w"d�.u�°PhA-�n.°.�Äp:W Str.«. /«-vVr'tröZ bei jk Meff?lw«k. der Kun�t aller' Zeiten'(für jeden Lchwerhor.gen dura, en Sielhöre..vernehmbarf. Safte»lammen Mitaliederver. Verantwortlich ftir die Siedaktion: Emil Rabold, Berlin. Per- antwoitlich iur den Injeratenteil: L» l> w i q Nomeriner. jiatkhorst— Betlaffsflenifflen'ckakt.Hr-ibeit" o. 6 m b J?. Berlin— Drn-k b-r„gnisidr- T-n«"«) G m b S-.-T"» T•»-'>«-»-> Soeben erschienen: Gesänge der Zeit Gedichte von Bruno Schönlank Preis 1.50 Mark Buchhandlung„Freiheit", Berlin C2, Breite Str. 8 9 Soeben erschienen! Soeben erschienen! öle WoWe öes VoWelvlWW Mit Bezugnahme auf das Problem der Internationale Bon M. Iesimow. Preis 3 Mark. Behandelt das Problem des Bolschewismus von einem völlig neuen Gesichtspunkt. . llWWe MM fflt OMlfotionfn l Ml. Bestellungen richte man sofort an die BiuÄflfcg„Freiheit", Berlin C 2, Breite Str. 8-9 ffinp:: MsmMii Futterstoffe kauft Großmann, Johannisstr. 4. 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