Nr. 198. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. B Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 11/ 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rolonelgeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: mt I, nr. 1508. Telegramm- Abresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. in Hamburg statt. Parteigenossen! Laut Beschluß des vorjährigen Parteitages findet der diesjährige Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 ber ParteiOrganisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 3. Oktober Donnerstag, den 26. August 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. schwung, obwohl Frankreich bereits damals Deutschland in agrarischen Wählermassen rühren sich natürlich auch. Der der Brotvertheuerung nichts nachgab, und obgleich auch dort Waschzettel des Ackerbauministeriums versucht den Beweis, daß willens unter den Konsumenten entfesselt hatten. Dieselbe reich feien die Grenzen für die Getreide- Einfuhr offen gewesen die Preise des Nothstandsjahres 1891 einen Sturm des Un- 28-30 Fr. kein unanständiger Preis seien; unter dem Kaiserder Getreidezölle bewilligen mußte, nahm dann sofort wieder unter dem König Louis Philipp das vierpfändige Brot sogar Kammer, die im Sommer 1891 eine vorübergehende Suspension und doch habe 1867 das Korn zeitweise auf 36 Fr. gestanden, einen neuen Anlauf zu weiterer Zollsteigerung. Sie lehnte auf 180 Cts., was doch zweifellos für die republikanischen es ab, den geltenden 5 Frants Zoll irgendwie bei den Agrarzölle entlastend wirken müsse. Diese Darlegungen sollen. Handelsverträgen als Rompensationsobjekt in in Aussicht den Konsumenten beruhigen. Es wird ihm nicht an Brot nach Hamburg in das Etablissement, Tütge", Valentinskamp, ein. zu nehmen. Der Getreidezoll fehlt im französischen Minimal fehlen.") Der Generalrath von Jure und Loir ist der LandAls provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: tarif, fein Land kann auf grund noch so wichtiger Bugeständ- wirthschaft mit folgendem Beschluß beigesprungen: niffe hier eine Ermäßigung erwarten. Selbst die Russenfreundschaft hat dabei gegen den französischen Bauernschädel nichts auszurichten vermocht, obwohl ein französisch- russischer Handelsvertrag gerade zur Zeit des deutsch- russischen Konfliktes mit viel Theaterlärm über die Bühne geführt wurde nebenbei bemerkt: ein ganz schlechtes und hohles Schaustück, nur für den hurrahschreienden politischen Pöbel auf den Gallerien berechnet. Echließlich hat das agrar- demokratische Frankreich seine Brotzölle glücklich von 5 Franks auf 7 Frants hinaufgetrieben, das sind 5,60 W. gegen unseren Vertragszoll von 3/2 M. Sonntag, den 3. Ottober, Abends 7 Uhr, Borversammlung. Festsetzung der Geschäfts- und Tages- Ordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 4. Ottober und die folgenden Zage: 1. Geschäftsbericht des geschäftsführenden Ausschusses. Berichterstatter: A. Gerisch u. W. Pfannkuch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 8. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: M. Schippel. 4. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Berichterstatter: A. Bebel. 5. Die Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen. Berichterstatter: J. Auer. 6. Die Maifeier 1898. Berichterstatter: H. Förster. Daß den französischen Bauern dabei wohler geworden wäre, das bestreiten ihre Wortführer selber alle Tage auf das heftigste; sie gestehen höchstens zu, daß es ohne Zölle ihren Schußbefohlenen noch schlimmer ergehen würde. Daß andererseits jedoch die Konsumenten nicht gewillt find, sich diese Echröpfung auf alle Zeit und unter allen Umständen geduldig gefallen zu lassen, das giebt sich soeben, bei einem verblüffend 7. Bericht über den Arbeiterschutz- Kongreß in Zürich. Bericht- raschen Steigen der Brotpreise, in einer stürmisch auflodernerstatter H. Molkenbuhr. 8. Organisation. Berichterstatter J. Auer. 9. Anträge zum Programm und zur Organisation. 10. Sonstige Anträge. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Borbereitungen zu treffen, insbesondere die Wahl der Delegirten und die Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen spätestens am 17. September in Händen des geschäftsführenden Ausschusses, Adresse: W. Pfannkuch, Hamburg Eimsbüttel, Eichenstraße 4, I, sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz 2 der Parteiorganisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. " Anträge von einzelnen Parteigenoffen bedürfen der Gegen zeichnung des Vertrauensmannes, falls sie zur Veröffentlichung und Berathung gelangen sollen. Die Adresse des Lokalkomitee's ist: G. Blume, Hamburg Eimsbüttel, Bismarckstraße 10, 11. Die Parteigenoffen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem geschäftsführenden Ausschuß und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mittheilung zu machen, damit dieses in bezug auf Quartiere 2c. Die nothwendigen Vorbereitungen treffen Mandatsformulare, mit deren Versendung Mitte September begonnen wird, sind durch das Bureau des geschäftsführenden fann. Ausschusses, Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4 I, zu beziehen. zu vertreten Mit sozialdemokratischem Gruß: Der gefchäftsführende Ausschuß. " In Erwägung, daß die niedrigen Getreidepreise seit einer Reihe von Jahren in Frankreich eine der wichtigsten Urs sachen der landwirthschaftlichen Krise waren, daß die ungeachtet mehrerer reichlicher Ernten aus diesem Grunde in einer unleugbaren Nothlage geblieben sind, daß, wenn der Getreidepreis seit einigen Wochen allmälig gestiegen ist und heute einen Kurs erreicht hat, der lohnend wird, die gegenwärtige Lage der Landwirthe dadurch teine Besserung erfährt, weil die diesjährige Ernte einen angenblicklich nicht zu berechnenden beträchtlichen Ausfall mit sich brachte; in Erwägung ferner, daß der Brotpreis nicht übertrieben und auf alle Fälle in Frankreich nicht höher ist, als im Auslande, giebt der Generalrath dem Wunsche Ausdruck, daß an den Einfuhrzöllen an fremdes Getreide nichts geändert werde." Aus Marseille wiederum meldet der Telegraph, ein Beschluß des Gemeinderathes habe den Preis des Brotes auf 45 und 35 Centimes( also wahrscheinlich das Kilogramm) festgesetzt; in ganz Südfrankreich sei die Agitation gegen den Brotincher in lebhaftestem Fluß. Politische Meberlicht. So wogt der Kampf der Intereffen hin und her und man den Agitation gegen die Brotwucherer" kund. Unsere wird neugierig sein können, wie schwer auf der einen Seite französischen Parteigenossen, die mit dem sie auszeichnenden die Stimme der Arbeiter und auf der anderen Seite die der Billigkeitsgefühl noch vor kurzem ihre Bereitwilligkeit aus- agrarischen Bauern in die Waagschale fallen wird. Charak sprachen, den französischen Getreidebauern einen anständigen teristisch ist jedenfalls, daß man bereits meistens wohl eine Minimalpreis für ihr Korn von Staatswegen zu verbürgen, Suspension( eine Außerhebungsetzung, um Miquel- Deutsch zu stehen natürlich in gewohnter Kampffreudigkeit auch an der reden) nicht aber eine Aufhebung oder dauernde Herabsehung Spitze dieser Agitation gegen unanständig hohe Brotpreise. Der Getreidezölle fordert. Die in betracht kommenden Thatsachen sind etwa die folgenden. Frankreich hatte in den legten Jahren gute Ernten. Der Markt war überfüllt. Die Preise sanken. Die Bauern hätten sich vielleicht mit der quantitativen Reichlichkeit ihrer Ernten trösten können; sie zogen es jedoch, mit Recht schlechten Preise zu schimpfen. Der Zentner Weizen ging auf oder Unrecht, vor, lediglich auf die, ihrer Meinung nach 20 und selbst 18 Fr. herab. Dieses Jahr ist es umgekehrt. Ueberall fast in der Welt ist die Ernte feine gute. Auch in Frankreich haben, wie im übrigen Europa, ungewohnte Temperaturverhältnisse, Wolfenbrüche, Hagel und Ueber: schwemmung den Ertrag der Felder schwer geschädigt. Was geschieht? frägt ein offiziöier Waschzettel des französischen Landwirthschaftsministeriums naiv. Berlin, 25. August. Ter zweite Tag des Internationalen Arbeiters schutz- Kongresses. Wir besprachen gestern die eigenthümliche und zwar eine sehr vortheilhafte, ist noch die treffliche Or Physiognomie des Kongresses. Eine feiner Eigenthümlichkeiten, ganisation des geschäftlichen Theils. Die Schweizer haben ihren Diuf, gute Organisatoren zu sein, in vollstem Maße gerechtfertigt. Namentlich war es ein glücklicher. Gedanke, daß von der internationionalen Kongreß- Unfitte der Wahl von Ehrenpräsidenten aus den verschiedenen Nationalitäten und des täglichen Wechsels des Präsidiums abgesehen wurde; indem der Kongreß den betreffenden Vors Da vorläufig die Lebensmittelversorgung schmal ist, schlag billigte, hat er sich viel Zeit und Aerger erspart. so steigen die und Preise, Konsumenten trifft, so bleibt doch dem auch den das Hoffentlich werden die kommenden Internationalen Arbeiters dessen Schicksal sicherlich einiges Intereffe verdient, der Besonderes Lob verdient die Einrichtung des Ueberseber Landbebaner, kongreffe diesem Beispiele des Arbeiterschutz Kongresses folgen.. Lohn seiner Arbeit." Ueber die Berechtigung dieses dienste 3, der ebenso glatt junttionirt, wie das Kongreß Lohnes" haben selbstverständlich die Konsumenten, und bureau felbst. iDeli vor allem die Arbeiter, andere Anschauungen: heute sollen Genug, wie immer die Schlußzensur des internationalen Preise von 30 Franks vorkommen, und das finden sie nicht Arbeiterschutz- Kongresses lauten wird, da s Lob kann ihm nicht mehr billig. Der sozialistische Deputirte des Seinedepartements genommen werden: er ist der best vorbereitete und Gérault- Richard hat sofort an den Ministerpräsidenten und best organisirte internationale Kongreß, den Die Genossen, welche Anträge einreichen, werden darauf auf Schreiben gerichtet, in dem er die zeitweilige völlige Suspension Landwirthschaftsminister Meline ein geharnischtes offenes wir bis jegt gehabt haben. merksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive des 7 Franks- Bolles, oder doch eine starke Herabjegung fordert; ringem Theil, der ruhige Verlauf geschuldet, den der Kongreß, Dieser wirklich musterhaften Organisation ist, zu nicht ge weder im„ Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden dazu habe die Regierung aus eigener Machtvollkommenheit, in den ersten zwei Tagen hatte, und der hoffentlich zum Ende gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben durch einfache Verordnung, das Recht; im Nothfalle seien andauern wird. Keine einzige jener stürmischen Szenen" hat das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitage entweder persönlich sofort die Kammern einzuberufen, um weitere Maß noch stattgefunden, an denen die internationalen Kongreffe oder durch befreundete Genoffen vertreten zu nahmen zu erwägen, mit denen der drohenden Noth sonst so reich sind, und die man vielfach von ihnen unzertrenn lassen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem der Arbeiterklasse gesteuert werden könne. Die Noth bar hielt. Busammentritt des Parteitages in der Parteipreffe zu erörtern. erreiche nicht nur die städtischen, sondern auch die durch die Und doch brachte der zweite Tag in der Frage der Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet Nachtfröste, Unwetter, Ueberschwemmungen heimgesuchten bäuer Kinderarbeit, ein Thema, das die gefährlichste der sich aus räumlichen Rücksichten und um der damit verknüpften un- und Brot zu den angenblicklichen abnorm hohen Preisen für und dem Ratholizismus andererseits zu entfesseln drohte, die lichen Bevölkerungen, die gleichfalls gezwungen seien, Mehl Streitfragen zwischen Sozialisten und Temokraten einerseits vermeidlichen Wiederholungen willen. den eigenen Bedarf zu kaufen. Als Vertreter von Pariser Schulfrage, die von der Frage der Kinderarbeit Hamburg, den 14. Auguft 1897. Proletariern und gleichzeitig in seiner Eigenschaft als Sohn nicht zu trennen ist. Die Gegensäglichkeit drückte sich aus in und Bruder von Bauern habe er- Gérault- Richard es dem Antrage des Organisationsfomitee's: Kindern für seine Pflicht gehalten, die Gefahren, die den einen wie den unter 14 Jahren jegliche Erwerbsthätigkeit zu verbieten, und anderen drohen, zu signalisiren. Die Regierung habe die dem Gegenantrag der Sektion: statt 14: 15 Jahre zu Pflicht, den Machenschaften der Spekulanten" sofort mit un ießen. Indeß auch diese Klippe wurde vermieden: das nachsichtlicher Strenge vorzubeugen. Gleichzeitig fündigt der tonfeffionelle Moment wurde glücklich bei seite ges sozialistische Deputirte wie wir der Frankfurter Beitung" schoben und die Frage: freie Schule oder Staats. entnehmen in seinem Schreiben an, daß er bei dem schule, d. h. tonfessionelle oder konfessionslose Wiederzusammentreten der Kammern an Herrn Meline eine Schule prinzipiell nicht aufgeworfen. Für die obli Was heute in einem Lande mit verhältnißmäßig zurück- Frage über die Gründe richten werde, die diesen bis jetzt gatorische Schule, oder wie man in Deutschland es zu gebliebener Jndustrie- Entwickelung eine Bewegung ökonomisch gehindert, die oben erwähnten Bestimmungen bezüglich versinkender Bauernmassen bedeuten kann, dafür ist Frank zeitweiliger Suspendirung oder Herabſegung der Getreidezölle ennen pflegt: für den Schulz wang erklärten sich auch die katholischen Redner. reich ein lebendiges Beispiel. Und auch ein lehrreiches, zur Anwendung zu bringen. Der Pariser Stadtrath beschäftigte Nicht, daß alle katholischen Delegirten einerlei Meinung denn wir haben im Süden und Westen Deutschlands weite sich bereits in seiner Berathung mit der Frage. Die An- find. Aber die schweizerischen sind gut geschult, und sie Gebiete, die in dieser Beziehung Frankreich durchaus gleich- regung, daß das vierpfündige Brot bei den Bäckern unter find übereingekommen, möglichst weite Zugeständnisse an die artig sind und die in antisemitischen und bauernbündlerischen keinen Umständen über 80 Centimes foſten dürfe und daß der Demokratie zu machen. Die schweizerischen und auch mehrere Organisationen auch bereits eine ähnliche agrarische Klaffen Staat oder die Gemeinden für den etwaigen Verlust die der belgischen Katholiken auf dem Kongreß haben durch ihr fampf- Stellung sich geschaffen haben, wie die einstens so Bäcker zu entschädigen hätten, wies er zwar ab, jedoch einigte demokratisches Auftreten viele der deutschen Delegirten, die an revolutionären und heute noch vielfach so demokratischen er sich darüber, daß nicht nur das fremde Getreide, sondern die famosen Bettelsuppen des Kaplans ie gewöhnt find, auch das fremde Mehl bis auf weiteres zollfreien Zutritt in lebhaft überrascht. Die meisten dieser katholischen Delegirten französischen Parzellenbesizer. Als im Beginne dieses Jahrzehnts die agrarische Schutz- Frankreich haben solle." zoll- Hochfluth in unserem industriellen Deutschland zurückzuebben Die Sündenböcke, die Spekulanten die Börse, heißt es *) Wir entnehmen die note du ministère de l'agriculture dem begann, da nahm sie in Frankreich von neuem einen Auf- bei uns und die wirklichen Sünder, die Bauern und die Journal des Débatz". Brottheuerung und Brokvertheuerer in Frankreich. Man schreibt uns: " 100000 erklären offen, daß sie- von der Religion abgesehen- in Der Petersburger Korrespondent der„ K. 3." berichtet! einem Zwischenfall, der sich bei der Ankunft des Präallen Punkten auf dem Boden der Sozialdemokratie stehen, von und fie urtheilen recht geringschäßig über die Herren, welche fidenten Faure in Peterhof ereignete: in Deutschland und Desterreich die katholische Sozialpolitik betreiben. Am schlimnisten sind sie auf die österreichischen „ Christlich- Sozialen" und Antisemiten zu fprechen, die auf diesem Kongreß überhaupt eine recht traurige Rolle spielen. Beim Verlassen des Schiffes wandte sich der Zar überaus mißgestimmt fofort an den Kommandeur Des Haupt quartiers und sprach seine entschiedenste Mißbilligung über das von ihm selbst bemerkte Vordrängen französischer Berichterstatter aus, wodurch ein startes Gedränge entstanden war. Der Zar war sehr ernst. Die ganze Empfangszeremonie spielte sich alsdann genau nach dem Programm ab, ohne daß irgend welche Worte oder Bemerkungen zwischen dem Zaren und dem Präsidenten gewechselt wurden Der Radikalismus, der in der Schweiz und in Belgien den beiden Ländern Europa's, in denen der Katholizismus am besten politisch organisirt ist die fatholische Kirche auf sozialem Gebiet entfaltet, ist nichts Zufälliges. Er ents spricht den Traditionen des Papstthums, das jede Beitströmung Daily Mail" aus Konftantiuopel, der englische Botschafter habe Zu den Friedensverhandlungen meldet das Londoner Blatt zu benützen sucht, und, wie es 1847 und 1848 unter Pio die Weisung erhalten, die Vorschläge des Sultans, betreffend die Nono( Pius IX.) mit der revolutionären Demo- Räumung Theffaliens, anzunehmen, wenn die europäischen Finanzfratie ging, jezt in dem Sozialismus seine letzte tontrolle durchgeführt wird. Trumpffarte erblickt. Nun, die Sozialdemokratie wird diese Trumpfkarte über trumpfen. Die Abstimmung nach gründlicher Debatte ergab 132 gegen 75 Stimmen für den Settions Vorschlag, und eine Bweidrittel- Mehrheit für das zurückgelegte 15. Jahr. Das ist ein erfreulicher Beschluß. = Aus Athen wird gemeldet, daß die Gesandten Rußlands, Englands und Frankreichs an ihre Regierungen Noten sandten, in welchen fie zu beweisen suchen, daß Griechenland außer ftande sei, folgendes ausgeführt: Die Beweisaufnahme hat ergeben, daß die Bewohner sämmtlicher in Frage kommender Ortschaften fich dahin geäußert haben, sie hätten das Austragen und Aufdrängen der Schrift, die durch ihren Titel und die Personen der Austräger sich ihnen sofort als sozialdemo fratischen Inhalts tundgethan hätte, besonders deswegen, weil es gerade am Sonntag geschehen, nicht gebilligt; sie seien dadurch in ihrer Sonntagsstimmung um so mehr gestört worden, als fie der sozialdemokratischen Partei nicht angehörten. Zum theil haben sich die Bewohner geärgert, daß ihnen die Schrift, Es ein ihnen unsympathisches Blatt, aufgedrängt werde. ist deshalb vom Gericht angenommen, daß die Angeklagten wußten, daß die sozialdemokratische Partei, der sie angehören, und zu beren Verbreitung die Schrift, wie ihr Inhalt ergebe, dienen follte, in jenen Orten nur wenige Anhänger habe, dann um diesen Zu stand zu ändern, diese Schrift vertheilten. Daraus folgte aber ohne weiteres das Bewußtsein, daß bei vielen der nicht ihrer Richtung angehörigen Leute die geschehene agitatorische Art der Berbreitung der Schrift, die Nöthigung, von ihr Kenntniß au nehmen, schon an gewöhnlichen Tagen Nerger und Unwillen erregen fönne, am Sonntag aber bei religiösen Naturen eine Verlegung Gefühls ruhe müsse. steep, bie Mächte würden wahrscheinlich wegen der sahlent. Es heißt, Die Mächte würden wahrscheinlich, wegen der euße versjöchen muſe, Dies ergebe ſich auch aus dem insbesondere Bahlung der Kriegskosten in Athen gemeinsame Schritte unternehmen. wir zufrieden 81 flugum Auch mit den zweiten Kongreßtag g dürfen wir zufrieden sein.in flugnentsches Reich. Deutsches Reich. Anno Bu dem angeblichen Attentate gegen den Sonderzug des Kaisers schreibt der sicherlich über allen Berdacht mangelnder Loyalität erhabene Sam. Corr.": Die Einbiegung der Schiene 2c. muß in der Zeit der vor da das Personal des Güterzuges, der die fragliche Stelle genan der Katastrophe liegenden letzten halben Stunde vorgekommen fein, eine halbe Stunde vorher passirte, nicht das geringste auffällige bemerkt hat." ndarddi 91890 den Angeklagten als Agitatoren ihrer Partei bekannten starten feindlichen Gegenfah ihrer Partei zu allen anderen Parteien auf religiösem und sozialem Gebiete, deffen provozirendes Hineintragen in die sonntäglich religiöse Stimmung nothwendig deren Einheitlichkeit zerreiße." Ein Blatt von so gemäßigter Haltung, wie die„ Tägl. Rundschau" bemerkt dazu: " „ Es bedarf eigentlich faum einer Bemerkung zu diesem Ur. gerathen find. Wir wollen nur hoffen, daß niemand auf den Getheil, das deutlich zeigt, auf welchen gefahrvollen Weg wir bereits banken kommen möge, die logischen Folgerungen und weiteren Nuzanwendungen des Richterspruchs zn ziehen." dje Der zweite Besuch eines französischen Staats. oberhauptes in Rußland ist der gegenwärtige Aufenthalt des Herrn Felix Faure in St. Petersburg. So gewaltig unterscheiden sich die heutigen Tage von dem früheren Aufenthalte eines französischen Staatsoberhauptes im Lande des Zaren und der Knute, daß keiner der Lobredner der franko russischen Verbrüderung weder bei unseren westlichen noch bei Also steben und eine halbe Stunde, nachdem der Kaiser die Stettin, 28. Auguft. Die Buttkameralia, womit, wie unseren östlichen Nachbaren den Vorgänger Faure's auf dem Buge Stelle passirt hatte, wurde mit dem Versuche des Attentates be- die Stett. Abendztg." schreibt, Pommern in der Kuriositätenstaliftit nach Rußland auch nur mit einem Sterbenswörtchen erwähnt. gonnen. der Welt sich einen hervorragenden Blaz ere erobert hat, reißen gar Und das ist nur zu begreiflich, war doch der Vorläufer Faure's Es gehört da eine nicht mehr normale Phantasie dazu, die nicht ab, man fann vielmehr sagen, werden immer imponirender. Napoleon I., deffen Rückreise nach Frankreich im einfachen Fiktion eines Attentatsversuches noch aufrechterhalten zu wollen. So wird uns jetzt als neuestes berichtet: Der Gutsvorsteher, LienteSchlitten vom brennenden Moskau schaurig beleuchtet wurde, Strafprozeß Reform läßt sich der oft offiziös benügte vorsteher der Schule zu Schming, Max v. Puttkamer zu Zarten, Zum gegenwärtigen Stande der Militär- nant der Reserve, Amitsvorsteher vom Amtsbezirk Köpiz, Schul. und dem die Flüche der in der furchtbaren Schlacht an der Hamb. Korrefp." aus Berlin berichten, daß jezt der Kriegs- thin, hat den Lehrer Gestorn mit einer Gtra, der Giftungs und dem die Flüche der in der furchtbaren Schlacht an der Strafverfügung. Berefina Gefallenen gellend nachtönten. Diese fürchterliche minister, ja selbst der Reichskanzler nicht" im stande sein würden, in Höhe von 20 M. bedacht, weil dieser gelegentlich der StiftungsRatastrophe, die Napoleon's legten Eroberungszug abschloß, fand bestimmt anzugeben, wie die Lage in bezug auf diesen Gesetz feier des patriotischen Vereins zu Köpizz, am 25. Juli d. J., fünf Jahre nach dem berüchtigten Tilsiter Frieden statt, in dem entwurf angenblicklich ist. Wenn ein Dritter sich an Deutungen unter freiem Himmel eine Rede hielt, nämlich ein Hoch auf den Preußen von Rußland an Frankreich verrathen wurde, und vier dieser Frage macht, so fann man sich denken, daß es eitel Kom- Raiser ausbrachte. Jahre nach dem so denkwürdigen Erfurter Kongreß, auf dem binationen sind." Wir müssen Herrn May v. Puttkamer unsere uneingeschränkte Napoleon I. und Alexander I. Bawlowitsch Europa zwischen Ruß- Dem Fürsten Hohenlohe muß es ob des Schicksals seiner Ber- Anerkennung aussprechen, daß er an patriotische, durch künstliche land und Frankreich theilten. Die überschwänglichsten Freund sprechungen ganz unheimlich zu Muthe werden. Auslegungen konstruirte Vereinsgesetz Uebertretungen denselben schaftsbezeugungen, die der von der Revolution geborene Kaiser-Vereinfachung des Schreibwerts. Nachdem das Maßstab legt, wie an ähnliche schwere Verbrechen von Sozial mit dem Beherrscher des mächtigsten absolutistisch regierten Staates fönigl. Staatsministerium bereits im Mai d. J. für sämmtliche demokraten. Noch eine Schuhmanns äffäre. Aus Stettin, in Erfurt damals austauschte, waren nicht weniger enthusiastisch, die Verminderung des Schreibwerks gemeinsame Grundfäße be- wo erst jüngst ein Polizeibeamter wegen eines Erzesses gegen ein Staatsdienstzweige über die Vereinfachung des Geschäftsgauges und von Freundschaft überströmend und nicht weniger ungeheuchelt, schloffen hat, welche im wesentlichen mit dem über denselben Gegen- unbescholtenes Mädchen bestraft worden ist, berichtet die Stettiner vie die gegenwärtige Schaustellung Petersburg! stand ergangenen Runderlasse der Minister der Finanzen und des Abend- 3tg." folgendes Vorkommniß: Am Montag, den 16. August, Und doch, fünf Jahre nachher 80g Alexander I. Funern vom 21. Mai 1896 übereinstimmen, find jetzt auch von dem ging der Goldarbeiter Baran gegen 12 Uhr nachts mit zwei BePawlowitsch an der Spitze der Heere der Verbündeten Heichsfangler die gedachten Grundsäge für den Geschäftsverkehr der kannten durch die Anlagen, um sich den„ Franzöfifchen Berg" hinunter in Paris ein, Napoleon I. wurde zur Abdaukung gezivungen Reichsbehörden eingeführt worden. nach seiner Wohnung zu begeben. In der Nähe des Saran'schen und an die Stelle eines Napoleon's wurde der Bourbone- Bismard's die Konservativen getren charakterisirende Grundstücks stand ein Schuhmann mit einem Manne im Gespräch. Ludwig XVIII. gefeßt, der nichts mehr war als ein Bruder Mittheilungen sind diesen höchst unbequem, sie suchen sie hinweg. Im Vorbeigehen erkannte Baran in dem Bivilisten den Agenten des unter der ersten französischen Republik hingerichteten audenten. Das wird ihnen nicht gelingen. Die Hamb. Nachr." Scherlau, der ihm eine Summe Geldes schuldete. Baran machte Ludwig XVI, haben die Meldung der„ N. Fr. Pr." übernommen und damit deren daher Kehrt, rief den Sch. bei Seite und unterhandelte mit ihm wegen Regulirung der Schuld. Sch., ein ziemlich leicht erregbarer All' das spricht gerade nicht dafür, daß die französische Benauigkeit festgestellt. 3ur Bildung eines Flottenerwerbungs- Mensch, machte dabei einen lärmenden Auftritt, indem er den B. Republit auf die Treue und Freundschaft des Baren besonds wird wieder der Bettelfact geschwungen, diesmal von mit den verlegendsten Redensarten belegte, während dieser ruhig fonders fest bauen darf. So fonders fest bauen darf. So mancher Umstand spricht dafür, daß der Deutschen Kolonialgesellschaft. Nachdem man sich mit diesen plöglich von hinten durch ein paar derbe Fäuste am Kragen gepackt, und fachlich blieb. Ehe es sich der Beschimpfte verfah, wurde er die Spannung zwischen dem Dreibund und Rußland nach Sammlungen schon so gründlich lächerlich gemacht hat, gehört gelassen hat. Das Verhältniß des offiziellen Rußlands zu den ein todes verachtender Muth dazu, sich noch einmal dem all die weithin schallenden Gefühlsausbrüche des Scherlau also erall- bin- und hergeschüttelt und gestoßen. Der Schuhmann war es, der Höfen von Preußen, Desterreich und Italien hat sich seit gemeinen Spotte auszuseßen. Daran werden VertrauensfundJahresfrist ganz gewaltig geändert. Heute liegt Rußland gebungen und Sammlungen höherer Töchter, wie bei der legten gänzte. De körperlich schwächliche Baran war einem derer wurde zu Boden ge nicht mehr so viel an der französischen Freundschaft wie vor dem Sammlung, deren lächerlich geringfügiges Resultat für die Hinter artigen Angriff nicht gewachsen; Kaum hatte er sich wieder mühsam emporgerichtet, Jahre 1896. Riesenschritte hat Rußland seit der Rundreise des bliebenen der Jltis- Katastrophe verwendet wurden, nichts ändern. so empfing er nochmals Stöße, diesmal vor die Brust. Baren zu seinem Ziele gemacht: Schiedsrichter Europa's zu Die Versammlung von Vertretern wirth. Der Beamte 30 dan seinen Säbel und erklärte: werden. schaftlicher Vereine, die am 23. d. M. im Kaiserhof zur Mensch, ich durchbohre Sie, wenn Sie nicht gleich Begründung einer 3entralstelle für Vorbereitung der hier fortgehen." Hierauf schlug er den Baran mit der andelsverträge zusammengetreten war, hat folgende Be Klinge etwa sechs Mal über Kopf und Schulter. schlüsse gefaßt: Juzwifchen hatte eigentliche Ruhestörer, der der Agent Die am 23. August 1897 versammelten Vertreter freier wirth Scherlau es für besser gehalten, seinen Leib zu falviren. schaftlicher Vereine erflären fich behuss Wahrung gemeinsamer während jenter Szene fragte Baran, dessen Kleidungswirthschaftlicher Interessen, insbesondere in Fragen der Zollgesetz- stücke natürlich start mitgenommen waren, den Schuhmann wieder gebung und des Abschlusses neuer Handelsverträge, einverstanden holt, was er denn gethan habe, daß der Beamte thätlich gegen ihn mit der Schaffung einer 8entralstelle für Vor- vorgehe. Halten Sie's Maul", war die Antwort des Schuß. bereitung der Handelsverträge". mannes, hier haben Sie gar nichts zu sagen." Darauf nahm 9 Sehr richtig scheinen uns die Bemerkungen der Wiener Neuen Freien Presse" über die von uns gestern abgedruckten Tischreden zu sein: Die Zoaste, welche bei dem gefirigen Galadiner in Peterhof ausgebracht wurden, liegen uns im Wortlaute vor. Kaiser Nikolaus II. hat äußerst liebenswürdig, aber doch vorsichtig gesprochen. Sein Trintspruch war darauf berechnet, die Franzosen zufrieden zu stellen, aber er enthält keine Silbe, welche in Berlin den geringsten Anstoß erregen fönnte. Ganz aufmerksame Beurs theiler werden vielleicht finden, daß der Bar Faure gegenüber etwas wärmere Ausdrücke gebraucht habe, als in dem Trinkspruch auf Kaiser Wilhelm II. Das Wort aber, welchem man in Paris sehnsüchtig entgegenharrte, hat er nicht fiber die Lippen gebracht. Mit einer feinen und artigen Wendung gedachte der Bar feines Empfanges in Paris, er betonte die Sympathie, die Freundschaft zwischen Rußland und Frankreich, das Wort Allianz vermied er. Präsident Faure folgte diesem Beispiele. Er betonte die tiefen Gefühle der ganzen französischen Nation für Rußland, die gegenseitige Treue beider Bölker; er überbot darin, dem deutschen Kaiser nacheifernd, den Zar an Wärme des Ausdruckes, und er hatte den guten Einfall, auch die Friedlichfeit beider Völker hervorzuheben. Vielleicht werden nicht alle Parifer Organe damit einverstanden sein, uns aber scheint dies das beste an der kurzen Rede Faure's. Daß der Präsident der französischen Republik an der Tafel des Baren auf den friedlichen Charakter des Zweibundes hinweist, ist bedeutsam. Beachtenswerth ist auch, was das gleiche Blatt über den Empfang des Präsidenten Faure in Petersburg schreibt: o? Wenn der Zar und die offizielle Welt Petersburgs Faure gegenüber sich von jeder Ueberschwänglichkeit freihalten, fo fann man dies von den übrigen Kreisen Rußlands nicht sagen. Für diese gestaltet sich die Anwesenheit des Präsidenten der französischen Republit zu einem nationalen Feste. Das Finanzminifterium, das Zolldepartement, fämmtliche Bankhäuser, Komtoirs, Fabriken und andere Etablissements haben anläßlich der Ankunft Faure's ihre Thätigkeit eingestellt. Dasselbe hat der Gemeinderath von Petersburg für zwei Tage gethan. Sogar die sonst mit ihrer Beit geizende Kaufmannschaft des Gostinny Dwvor hat ihre Geschäfte geschlossen, um die Ankunft Faure's zu einem Feiertag zu stempeln. Nebst dieser Begeisterung tritt aber überall in Rußland die Ueberzeugung zu tage, daß der 道 " " Bureau, welches in erster Linie die Aufgabe hat, alle den Zur Erreichung ihres Zweckes errichtet die Zentralftelle ein Intereffen der Gesammtheit oder einzelner Gruppen dienenden Ermittelungen und statistischen Erhebungen im In- und Auslande zu Tveranstalten. Die Zentralstelle wird das Material der von ihr gemachten Ermittelungen und statistischen Erhebungen der Regierung zur Verfügung stellen. Für den Fall, daß die Bildung eines 3ollbeiraths von der Regierung beschlossen werden sollte, hat die deutsche Zentralstelle dahin zu wirken, daß die ver schiedenen Erwerbsgruppen nach Maßgabe ihrer wirthschaftlichen Bedeutung und ihres Antheils am Außenhandel im Zollbeirath vertreten sind. riffen. dakteur und der des Die Zentralftelle verfolgt in ihren Bestrebungen nicht be. die ganze Gesellschaft den Weg zur Wache. Der Schuhmann ließ stimmte wirthschaftspolitische Grundsäße. Die den Baran vor sich gehen, während zwei Beugen, Freunde des Baran, Bentralstelle überläßt die Verfolgung ihrer wirthschaftlichen Intereffen in respektvoller Entfernung folgten. Unterwegs versuchte B., sich ben einzelnen Gruppen von Industrie und Handel. In allen die Nummer des Schumannes anzusehen, indem er Fällen jedoch, in denen die Ansprüche einzelner mit den allgemeinen sich nach beffen Schulter umfah. Dieser Versuch trug thun ihm Interessen oder mit den Interessen anderer Industriezweige in abermals ein paar Rippenstöße ein. Kurz vor der Widerspruch treten, versucht sie durch Verhandlungen zwischen den Wache steckte der Beamte den Säbel ein. Im Bureau wurden die verschiedenen Interessenten einen Ausgleich herbeizuführen. Perfonalien des Arrestanten sowie der Zeugen von dem Schuhmann Die einzelnen Erwerbsgruppen sind in der Verfolgung ihrer be- felbst festgestellt. Auf der Wache sah Baran dann auch, daß er es sonderen wirthschaftlichen Interessen vollkommen frei. au Nr. 38 zu thun hatte, beffen Name Ackermit dem Schußmann mann ist. Lübeck, 25. August. Ein neuer Schlag gegen die Lohns bewegungen wird hier versucht. Sechs hiesige Möbelfabrikanten haben gegen das Streitfomitee der Möbeltischler, sowie den ReVerleger hiesigen Parteiblattes Parteiblattes Zivils flage vor dem Landgericht erhoben. Sie beantragen, die Beklagten zu verurtheilen, und zwar bei Vermeidung einer gegen jeden von ihnen sofort zu vollstreckenden angemessenen Haftstrafe oder Geldstrafe für jeden Zuwiderhandlungsfall, die Beröffentlichung jeglicher Annoncen im Lübecker Volksbolen" oder einer sonstigen Druckschrift, durch welche dritte Personen aufgefordert werden, den Zuzug von Arbeitern nach den Fabriken der Kläger fernzuhalten zu unterlassen. Die Ferien- Ziviltammer des Landgerichts Die Roften der Bentralstelle werden, soweit sie nicht durch hat auf Antrag die Einlassungsfrist auf 14 Tage abgekürzt und die anderweitige Beiträge gedeckt sind, von den einzelnen in der Sache augleich als Ferienfache bezeichnet!!! Ein derartiges VerZentralstelle vertretenen Bereinen auf grund der Selbsteinschätzung fahren ist unseres Wissens bisher noch nicht dagewesen. Der Termin aufgebracht. Die Organe der Bentralstelle sind: die Delegirten- ist auf den 10. September, morgens 11 Uhr, angefett. versammlung, in welcher jeder Verein mit einer Stimme vertreten Man kann auf den Ausgang dieses Prozesses gespannt sein. ist, der aus 15 Mitgliedern bestehende Vorstand und ein durch Daß die Klage überhaupt anhängig gemacht werden konnte, ist nach letteren gewählter geschäftsführender Ausschuß( Präsidium) von den Urtheilen, welche in Streitprozessen in Lübeck gefällt worden fünf Personen. find, nicht überraschend. Schlimm ist für die Lübecker Unternehmer Professor Julius Wolf it, wie die rechtskonservative nur, daß die letzte Instanz in diesen Prozessen nicht im Lübecker Schlesische Zeitung" fonstatirt, nicht auf Vorschlag der philosophischen Baunfreis liegt, es also immer noch anders fommen fann, als wie haltung des Weltfriedens bilde. Die Front des Petersburger rufungen von Professoren der Nationalötonomie find in Deutschland Dresden, 24. August.( Eig. Ber.) Das Genoffenfchafts. wünschen. Stadtraths- Gebäudes schmücken die Worte:„ Es lebe Rußland und Frankreich! Es lebe der Friede!" Der Plaz vor der Kafan- nicht mehr die Fachgenossen und Kollegen, sondern wohl ausgefeß in der neuesten Fassung mit dem Verbot des Verkaufs an firche trägt mun den Namen„ Friedensplay" und in seiner Mitte schließlich und allein König Stumm maßgebend. Nichtmitglieder zeitigt souderbare Blüthen. Die sämmtlich organis erhebt sich eine Säule mit der Abbildung des Kasan'schen Ueber eine die Sonntagsheiligung befirten Steinmezen Pirna's hatten zur Beschaffung der auf den Heiligenbildes, auf dem der evangelische Sab:„ Ehre fei Gott treffende Entscheidung des Landgerichts Hannover erhält Werkplähen nöthigen Getränke, Zigarren zc. eine Einrichtung gein der Höh' und Friede den Menschen auf Erden" zu lesen ist, die Tägl. Rundschau" folgende Mitthetung: troffen, daß der Einkauf dieser 28aaren im ganzen für sämmtliche während eine Inschrift auf der Außenseite der Säule lautet: In einer Anzahl Ortschaften in der Umgegend von Nienburg Werkpläge erfolgte, damit dieselben dann an die Arbeiter villig und " Die russisch- französische Union ist von dem Bar- Friedensstifter( Weser) hatten sozialdemokratische Agitatoren an einem Sonntage gut abgegeben werden könnten. Die geschäftliche Regelung ers Alexander III. gefchaffen und vom Kaiser Nikolaus II. befestigt vor und nach dem Gottesdienst ein sozialdemokratisches Blatt folgte ohne irgend welche feste statutarische oder sonstige Be worden." Auch die russischen Blätter heben den friedlichen vertheilt, sie waren deshalb wegen Webertretung der Sabbaths- ftimmungen und Verpflichtungen, lediglich von Fall zu Fall auf grund Charakter der Zusammenkunft Fanre's mit dem Zar Nikolaus II. ordnung angeklagt worden. Das Schöffengericht sprach den An- gegenseitiger, in öffentlicher Versammlung herbeigeführter Verständihervor. So schreibt die Nowoje Wremja, daß der russisch- getlagten jedoch frei, ebenso die Straffommer in Werden( a. d. Aller) gung. Kein Mensch konnte in diefer losen Gemeinschaft einen„ Roufumfranzöfifche Bund ausschließlich zum Zwecke der befferen und als Berufungsgericht. Auf die von der Staatsanwaltschaft ein verein" erblicken. Diese Einrichtung brachte den Arbeitern Vortheile. fefteren Beschüßung des europäischen Friedens geschloffen wurde, gelegte Revision hob das Kammergericht das Urtheil jedoch auf Bessere Biere fonnten billig 2 Liter Lagerbier zu 9 Pf., echt 1/2 sei jedermann bekannt. Das Feft des Friedens und der Eintracht, und verwies die Sache zur anderweiten Entscheidung an das Kulmbacher zu 14 Pf. abgegeben werden. Das hatte zur Folge, welches nun in Peterhof begangen werde, müsse nicht nur in Landgericht Hannover. Das Landgericht hat nun die Vertheiler daß in einem Zeitraum von zwei Jahren der Schnaps fast vollFrankreich und Rußland, sondern in ganz Europa die besten der sozialdemokratischen Blätter zu einer Geldstrafe oder ent- ständig verschwand, vor allem der besonders gesundheitsschädliche Fusel. Hoffnungen wecken. sprechender Freiheitsstrafe verurtheilt und in der Begründung 3am Jahresschluß blieb trotz der billigen Preise immer noch ein Besuch Faure's in Rußland eine neue Bürgschaft für die Erakultät an die Breslauer Universität berufen worden. Für Be- die Lübecker Zünstler und Arbeiterfeinde offenschafts. I " " Afien. 86 286 Bollmitglieder. 1 562 Mitglieder, die nur 1 Schilling Beitrag zahlen. 2 636 " M 4 Pence 3" " " hübscher Ueberschuß, der an kranke und arbeitsunfähige Kollegen ver- der persischen Behörden stattgefunden hätten, ist jetzt festgestellt theilt wurde. worden, daß gegen 4000 persische Soldaten unthätig an der Grenze Jetzt haben nun die Arbeiter selbst diesen Ronsum" aufgelöst. verharrten, während die Armenier ihren Einfall unternahmen. Als Sie wurden dazu getrieben, weil sie sich den schon oben erwähnten dagegen die türkischen Soldaten und eine größere Zahl 1832 Lehrlinge, gefehlichen Bestimmungen unterwerfen sollten. Es wurde ihnen ver- irregulärer Kurden die sich zurückziehenden Armenier über die boten, Waaren an Nichtmitglieder", das heißt an solche Leute zu Grenze hin verfolgen wollten, traten fofort die persischen Davon waren 1628 Mitglieder auf der Krankenkasse, 2998 empfingen Jm Ganzen 92 316 Mitglieder. verabreichen, die nicht direkt auf dem Plage mit arbeiten resp. nicht Soldaten dazwischen. Der Sultan verlangt deshalb von dem Schah Altersunterstützung, der Durchschnitt der Arbeitslosen ist 1800. Steinmetzen sind. Steinfuhrleute, Tagearbeiter, Schmiede 2c. eine hohe Entschädigung für die von den Armeniern verübten Ber- Das sind über 6000 Mitglieder, von denen fein Beitrag zum Kampfallen diesen Personen, die tagtäglich, aum theil fort- störungen von Eigenthum und für die angebliche Tödtung von fonds zu erwarten ist. Ebensowenig von den Lehrlingen und nur während mit auf dem Werkplage zu thun haben, durfte 18 Mohamedanern. Ganz besonders aber fällt es auf, daß diefe in bedingtem Maße von den Arbeitern, die geringere Beiträge nichts verabreicht werden, wenn sich der Konsum" nicht straffällig armenische Bewegung in Nordpersten russische Einflüsse zahlen. Alle diese zusammen mit den fäumigen Zahlern und sonstigen machen wollte. Da dieses Verlangen praktisch undurchführbar war, erkennen läßt. Auch hat das armenische Komitee in Obeffa eine Ausfällen bilden ein Kontingent, das rund 80 000 zahlungsfähige würde der gerichtlichen Bestrafungen und Scheerereien fein Ende heftige Achterklärung gegen das unter englischem Schuhe ftehende Mitglieder übrig läßt, wovon aber nun 20-21 000 Ausständige abgewefen fein. So ist durch eine übrigens ganz unverständliche An- Komitee in London veröffentlicht, worin erklärt wird, die Armenier zuziehen sind. Für diese braucht der Verein wöchentlich 16000 Pfund, wendung der Gefeßesbuchstaben eine Einrichtung der Arbeiter zerstört würden von jetzt ab ihre Sache. besser vertreten. Es scheint somit, während 2 Schilling Extrabeitrag von 60 000 Mitgliedern eine Einworden, die für diese von den günstigsten Wirkungen moralisch als venit augenblicklich zwei mit einander tonnahme von 6000 Pfund geben. Es ist demnach also ein Fehlbetrag wie phyfisch war. Das Schönste bei der Sache aber ist, daß turrirende revolutionäre Bewegungen der Armenier in Ron- von 10 000 Pfund zu decken, neben dem etwaigen Fehlbetrag, den benunternehmer jetzt nun die Schanktonzeffion für ftantinopel und in den Kaukasusländern aufgetreten feien. ihre Werkplätze ertheilt worden ist mit der Bestimmung, die verringerten laufenden Einnahmen bei theilweise unveränderten daß nur einfaches Bier und zwei Sorten Schnaps ge laufenden Ausgaben ergeben. schänkt werden darf. Um das Schnapsschänten ist aber - Die Situation in Indien ist nach Meldungen aus Simla, Auf Hilfe von seiten anderer Gewerkschaften ist nicht zu rechnen. garnicht nach gesucht worden. Die Arbeiter wollen wie aus London depeschirt wird, hochernft. Der Emir von Afghanistan Was bisher von dieser Seite und dem Auslande eingelaufen ist, Sen Fufel nicht, und die Arbeitgeber sind natürlich froh, wenn feiner unterstüßt bereits offen die aufrührerischen Stämme. Die Militär- fällt gegenüber dem Bedarf faum in betracht. Im Nothfalle würde getrunken wird. Auf manchen Plägen ist er direkt verboten. Und behörden erklären das Vorgehen des Vizekönigs, welcher einen natürlich mehr geleistet werden, aber schwerlich so viel als nöthig nun tommt eine Behörde, unterbindet Einrichtungen, die von selbst offenen Bruch mit dem Emir vermeiden will, für verhängnißvoll ist, die nichtorganisirten Arbeiter und Hilfsarbeiter ausreichend zu dazu geführt haben. Für ein derartiges Verfahren giebt es nur und fordern ein energisches Vorgehen, ehe der Emir seine Rüstungen unterstüßen. Hier müssen schon jetzt die betheiligten organisirten Gewerfeine Bezeichnung: echt sächsisch!" mit Hilfe Rußlands beendet habe. Gegenwärtig stehen 42 000 Mannschaften tief in die Tasche greifen, um die für diese Leute erforderten Etwas fächsisches. Der Musikdirektor Kraffelt wollte an der indischen Grenze. Der Engpaß von Rhybar ist mit Afriden nicht sehr bedeutenden Gewerkschaft, dem Verein der Maschinen7000-8000 Pfund wöchentlich aufzubringen. Von einer, allerdings angefüllt. handlanger, wird gemeldet, daß sie nicht mehr in der Lage ist, ihren Ausständigen die volle Streifunterstützung zu zahlen. Es steht also außer Frage, wenn sich der Kampf monatelang hinziehen sollte, fein Vermögen daß der Verein der Maschinenbauer, von 360 000 Pfund zu einem guten Theil würde aufzehren müssen. Hierauf rechnen die Unternehmer. Sie kalkuliren noch einen größeren Fehlbetrag heraus, wie in der vorstehenden Berechnung angegeben, und behaupten, daß das ganze disponible Vermögen des Bereins schon in ein paar Monaten durch den Kampf verschlungen werden würde. Damit wollen sie die zum Umfall neigenden Mitglieder im eigenen Lager aufmuntern und die älteren Mitglieder des Maschinenbauer- Vereins, für die dessen Versicherungskaffen von be fonderem Werth find, zum Abstand vom Kampf bewegen. Es fei hier noch bemerkt, daß der Verein seine verschiedenen Fonds nicht ges zahlen läßt. trennt hält, sondern je nachdem den einen für den anderen bes zum besten der Ueberschwemmten am vergangenen Sonntag in Laufigt ein Wohlthätigkeitskonzert veranstalten. Der Herr Bürgermeister verbot jedoch die Abbaltung, weil man höre und staune die Milothätigkeit der Einwohner zu sehr in Anspruch genommen werde. Herr, unerforschlich tief find beine Wege. Daß ein Stadtoberhaupt feine lieben Mitbürger davor schüßt, daß fie ihrer Mildthätigkeit nicht allzu freien Lauf laffen, ist ein Vortommniß, daß Ben Akiba zu schanden machen dürfte. Aus Simla wird gemeldet: Das Fort Ali- Musjid ist von den Afridis niedergebrannt worden. Es ist bekannt, daß von der Garnison, welche aus Afridis bestand, 11 Mann defertirt sind, Nachrichten von den übrigen liegen nicht vor. Afrika. - Präsident Krüger erklärte im Volksraad in Gr. widerung der Interpellation wegen der Aeußerung Chamberlain's - Bayerische Nachwahlen zum Landtage. Bei im englischen Parlament über die englische Souzeränetät über der gestrigen Landtags Nachwahl in Ingolstadt erhielt der bis: Transvaal, die Konvention von 1884 enthalte tein Wort von herige Abgeordnete Dr. Schädler( 3) von 119 Stimmen 92. Auf einer Souzeränetät, die zu bestehen aufgehört hätte; den Kandidaten des Bauernbundes Dr. Kleitner entfielen 26 Stimmen. Transvaal wünsche mit England und der ganzen Welt freundliche Bei der Landtags Nachwahl in Bayreuth wurde Dr. Gassel. Beziehungen aufrechtzuhalten. mann( natl.) mit großer Majorität gewählt. Von den 262 Wahlmännern waren 225 anwesend, die 185 giltige Stimmen abgaben. Hiervon erhielt Casselmann 177; 88 Bettel waren ungiltig." Desterreich. Wien, 25. Auguft. Die Neue Freie Presse" meldet: Das Gefeß über die Gihöhung der Börsensteuer wird am 31. b. M. im Reichs- Gesetzblatt veröffentlicht werden. Die Steuer soll am 1. November in Wirksamkeit treten. Die Regierung beabfichtigt, vorher noch eine Enquete einzuberufen zur Berathung über die technischen Vorschriften für die Durchführung des Gesetzes. Wien, 24. Auguft. Das„ Fremdenblatt" vernimmt, daß ange fichts der von deutscher Seite erfolgten Ablehnung der Konferenz Ministerpräsident Graf Badeni dem Oberstlandmarschall Fürsten Lobkowitz, dem Grafen Bouquoy und Grafen Oswald Thun sowie dem Abgeordneten Dr. Herold unter dem Ausdruck seines Dantes für das durch die Annahme der Einladung bewiesene Entgegentommen mitgetheilt habe, daß die Konferens als gegen standslos unterbleibe. Frankreich. and Amerika. Die Vereinigten Staaten haben mit ihrer bisher zurückhaltenden Politik gründlich gebrochen. Vor wenigen Wochen bemächtigten sie sich Hawaii's, ihre Fangarme find nach Ruba aus gestreckt, und nun meldet die Franki. 8tg." aus New- Yort, daß daß Sternenbanner auf Clipperon- Island an der mexikanischen Küste gehißt wurde. " " " fprechen, fei auch noch bemerkt, daß für Leute, die gewöhnlich 36 und Um gleich alle Punkte zu erledigen, die gegen die Kämpfenden 38 Schilling die Woche einnahmen, 15 Schilling die Woche eine Unterstützung ist, die ein böses Defizit in ihrem Haushalt zurückläßt. Für die Arbeiter spricht, daß der Hochsommer und Herbst für -Großartigen 3ollbinterziehungen soll sich die sie die günstigste Rampfzeit ist. Gerade von den verheiratheten Arbekannte deutsche Bleistiftfirma A. W. Faber schuldig gemacht beitern haben beute sehr viele Garten und Feldstücke gepachtet, die haben. Wenigstens meldet die" Frank. Zeitung" aus New York: fie in ihren Freiſtunden pflegen und deren Erträge manche AusDas Stadtamt hatte Verdacht, daß die Bleistift- Firma Faber den gaben entbehrlich machen. Ein großer Theil von ihnen sind auch Werth threr aus Deutschland importirten Waaren zu niedrig angebe, Mitglieder von Konsumvereinen, die ihnen im Nothfall treditiren, um Boll zu sparen. Es stellte fest, daß dies feit zwanzig Jahren der wie das schon verschiedentlich bei Streits geschehen und in EinzelFall gewesen und legte dafür der Firma Faber eine Strafe von fällen schon eingeleitet ist. Andere haben Ersparnisse, auf die sie 30 000 Dollar auf. zur Noth zurückgreifen können. Unter den Achtmillionen Spar3ollpolitik Ranada's. Wie die„ Times" aus einlegern des vereinigten Königreichs wird die Aristokratie der Ottawa erfährt, hat das kanadische Rabinet beschlossen, von jetzt ab Arbeit" nicht die unbedeutendste Rolle spielen. Mit dem Auss die Vorzugsklausel des Bolltarifs so weit auszubehnen, wie die aus hungern hat es bei ihr also seine guten Wege. Und was die ver den englischen Verträgen fich ergebenden Verpflichtungen dies er- ficherungstechnische Insolvenz des Gewerfvereins selbst anbetrifft, so fordern. Spanien, Rußland, Dänemark, Schweden, Norwegen und beruht dies auf der Vorausseßung, daß der Verein eine gewöhnliche - Den Berfall bes guten Zons im öffentlichen andere zu der Behandlung als begünstigte Nationen berechtigte Länder Versicherungsgesellschaft mit stehenden Beiträgen und KapitalLeben Frankreich 3 betlagt im duftenden Fischweiber- Ton ein werden daher für ihre Waaren eine Bollreduktion von 12/2 pet. deckung ist. Als solche wäre er in der That insolvent. Schweinburgischer Waschzettel. Natürlich sind an dem Verfall die bewilligt erhalten. Thatsächlich ist er, als Versicherung betrachtet, ein GegenSosialisten schuld. Bum Beweis beruft sich der sozialistentödteriſche- Für die Tochter bes feitigkeitsverein, der das Umladeverfahren übt, sobald es ihm geboten Waschzettelschreiber auf die ausgesuchte ohheit ihres Auftretens" tubanischen In erscheint. Kraft seines gewerkschaftlichen Charakters hat er in dieser in den Generalräthen, wodurch sie glücklich die ganze öffentliche urgenten, Risnero, welche zu 20 Jahren Deportation ver- Hinsicht eine Glastizität, wie sie feine Versicherungs- Gesellschaft kennt. Meinung gegen fich in Harnisch gebracht" hätten. Auf die Gefahr Kinley's Mutter an der Spize bei der Königin Regentin von sprünglich von einigen Vertretern der Gewerkschaft hingestellt wurde, urtheilt wurde, petitioniren 10 000 amerikanische Frauen mit Mac Mit einem Wort, die Situation ist nicht so rosig, wie ste urhin, die feinen Nerven des Herrn Schweinburg zu verleben, müssen Spanien. wir sagen, daß sein Beweis in allen Theilen erlogen ist. Selbst sie ist aber auch, bei weitem nicht so schwarz, wie die Unternehmerwenn man unter der ganzen öffentlichen Meinung" lediglich die Bom Siegeszug der Goldwährung. Der New- presse sie schildert. Eine gute Weile tönnen die Gewerkschaft und gewerbsmäßige sozialistenfresserische Presse verstehen wollte, wäre es Port Herald" erhält die telegraphische Meldung aus San ihre Mitglieder den Kampf noch ohne ernsthafte Befürchtung für unmöglich, von einem Entrüftungssturm gegen die sozialistische Salvador, daß der Kongreß in außerordentlicher Sigung eine ihre Staffen noch mitansehen. Je mehr er sich ausdehnt, um so Rohheit" zu sprechen. An Ort und Stelle läßt sich eben doch nicht Bill angenommen habe, die Goldwährung für das Land einzuführen. größer natürlich die Anspannung der Kräfte, aber gleichzeitig drängt To bequem lügen, wie aus weiter Ferne. Von den paar Dutzend Dieser Beschluß sei auf das starke Fallen der Silberpreise zurück Die Entwickelung des Kampffeldes auch zur schnelleren Lösung. Generalräthen mit sozialistischer Vertretung sind nämlich nur zuführen. Der Präsident fei ermächtigt worden, eine Anleihe im Es hängt also immer noch viel davon ab, wie sich diejenigen in zweien heftige Zwischenfälle vorgekommen, und zwar beide Ausland im Betrage von 2 500 000 Dollars aufzunehmen. Die Bill Gewerkschaften schließlich zu dem Kampf stellen werden, die dem Mal veranlaßt durch das allerdings nicht„ demokratisirende", aber folle in zwei Monaten in traft treten, von welcher Zeit ab die großen Bund der Maschinen- und Schiffsbau- Arbeiter angehören. desto unanständigere Bebahren der franzöfifchen Schweinburge. In Bölle nur noch in Gold zahlbar sein würden. Zwei dieser Gewerkschaften haben bereits abgestimmt, eine davon, Lille schnitt der opportunistische Vorsitzende Sculfort unferem Geder nationale Gewerkverein der Maler, für den Anschluß, eine noffen Devernay das Wort ab, als dieser sich anfchickte, gegen andere, der Gewerfverein der Modellbauer, dagegen. Einen Antrag ben Borschlag Felix Faure bei dessen Eindes Vorstandes dieses Bundes, hinter dem 180 000 organisirte schiffung nach Rußland durch eine Abordnung Arbeiter stehen, mit ihm über die Verkürzung der Arbeitszeit, au des Generalrathes au begrüßen, Protest zu erwird uns aus London unterm 22. Auguft geschrieben: verhandeln, haben die organisirten Unternehmer mit der Erklärung heben. Und als Devernay trotzdem von seinem guten Recht Seut läuft die fünfte Woche des großen Achtstundenkampfes dem Bund bereit, aber im jenigen Moment fönne durch solche die abgelehnt, sie wären sonst zu jeder Zeit gern zu Verhandlungen mit Gebrauch zu machen versuchte, wurde er daran durch das Toben der Maschinenbauer ab. Während fast jeder Tag neue Zugeständ- Lage nur noch verwickelter gemacht werden, als sie ohnehin sei. der ordnungsparteilichen Chauvinisten verhindert. Daß sich die vier nisse von seiten mittlerer und fleiner Firmen bringt, so daß die Zahl mit anderen Worten: Wir wollen nicht. Der Bund seinerseits sozialistischen Generalrathsmitglieder gegen die brutale Vergewalti ber Londoner Geschäfte, die den Achtstundentag bewilligt haben, wird nichts Entscheidendes thun, bis nicht die Abstimmung aller gung durch die Ueberzahl wehrten, das kann ihnen nur Herr heute auf 209 geftiegen ist, zeigen die großen Firmen eine noch un- Vereine erfolgt ist. Schweinburg verdenken. Der zweite Zwischenfall ereignete fich gebrochene Front und ziehen immer neue Bezirte und Berufsin Bordeaux, wo der Sozialist Bernard die Ordnungsmehrheit be truppen in dem Kampf hinein. Unter diesen Umständen ist die schuldigte, ihn aus Furcht vor einer ehrlichen Kontrolle in den Babl der Ausgesperrten und Ausständigen im steten Wachsen bein in Finanzausschuß nicht gewählt zu haben. Und siehe da! Diese Rohheit", dieser Jargon des Rinnsteins" wirkte: Bernard wurde letzten Sonnabend auf 45 000 Arbeiter, die sich wie folgt ver griffen. Nach Angabe des Achtstunden- Komitees belief sie sich richtig an stelle eines zu diesem Zwecke zurücktretenden Mehrheits- theilten: mitgliedes in den Finanzausschuß gewählt. Im übrigen rathen wir Herrn Schweinburg, den gegenwärtig im dritten Wahlkreise von Brest stattfindenden Wahlkampf zwischen dem frommen Monarchisten Grafen de Blois und dem noch frömmeren Kandidaten des Klerus, dem Abbé Gayrand auf die Forderungen des feinen Tons zu prüfen. Aus den Wahlplakaten und Wahlreden der beiden salonfähigen Kandidaten fönnte er gar manche neue Blume für seine sozialisten tödterischen Waschzettel pflücken. Die flerital- monarchistische Feinheit des Tons hat, wie eine Havas- Depesche aus Brest vom 21. Auguft meldet, in einer Wählerversammlung fogar zu einer Schlägerei zwischen den Anhängern des Grafen und des Abbé geführt. Spanien. Madrid, 25. Auguft. Die amtliche Aufstellung des Etats pro 1896/97 weift einen effektiven Mehrbetrag von 9 749 000 Befetas auf, während noch 58 000 000 Besetas ausstehen. Es ist dieses das günstigste Finanzresultat, welches bisher erlangt Wen will man damit täuschen? worden ist. Zur Achtstundenbewegung der englischen Maschinenbauer 17 500 Mitglieder des Vereins der Vereinigten Maschinenbauer, 10 C00 Mitglieder der mit den Maschinenbauern verbündeten Gewerkschaften, 7500 am Rampf theilnehmender Nichtgewerkschafter, 10 000 unqualifizirte Arbeiter. Die Unterstügung an die Vorgenannten belief fich letzte Woche auf 27 000 Bid. Stert.( 540 000 M.). Es erhalten an wöchentlicher Unterstützung: Mitglieder des Maschinenbauer- Vereins 15 Schilling, Mitglieder der verbündeten Gewerkschaften 12-15 Schilling, Nicht gewerkschaftler 8-12 Schilling, Handlanger 2c. 5-10 Schilling. des Achtstundentages zieht sich in der Presse ins Endlose hin. Die Die Debatte über die Möglichkeiten, Vortheile und Nachtheile Unternehmer rechnen vor, daß bei der entwickelteren Maschinerie, die Verkürzung der Arbeitszeit von 9 auf 8 Stunden erheb= mit der heute gearbeitet wird, der unendlich gesteigerten Ronkurrenz lich mehr gut bedeuten hätte, hätte, wie vor 26 Jahren die 54 Stunden die Woche, was 1871 bewilligt worden sei. Schon ein Herabfezung von 10 auf 9 Stunden, respektive von 59 quf einfaches Erempel zeige, daß die heute verlangte Reduktion im Vers hältniß größer set als die von 1871. Dem Verhalten der Arbeiter Achtstundentag gemacht worden seien, halten sie die Beispiele anderer von den Erfolgen, die in verschiedenen großen Werkstätten mit dem Firmen entgegen, die den Achtstundentag verfucht, aber wieder aufgegeben hätten, weil die versprochenen Erfolge ausgeblieben feien. weiter fegten sie Gerüchte in Umlauf von großen Werken, die sie Mittel unversucht gelassen, die öffentliche Meinung und die bedürf im Auslande einzurichten im Begriff find furs, es wird kein tigeren unter den Arbeitern von der Gefährlichkeit der Achtstundenbewegung zu überzeugen, und es läßt sich auch nicht verhehlen, daß fie damit einigen Erfolg erzielt haben. Im übrigen wird die auf nächsten Sonntag nach Hydepark einberufene große Demonstration der Londoner Gewerkschaften zeigen, welche Stellung das Groß der organisirten Arbeiter zu dem Kampfe nimmt. Es liegt auf der Hand, des Gewerkschaftskampfes zu erringen, um so mehr die Stimmung daß, je schwerer es sich erweist, den Achtstundentag durch das Mittel für die Inanspruchnahme der Gesetzgebung Boden faßt." Diese Woche werden zu den Vorstehenden noch ungefähr 4000 in Oldham, Sheffield 2c. gekündigter Maschinenbauer nebst einer entsprechenden Anzahl Silfsarbeiter hinzukommen. Ueber die Zahl der infolge des Kampfes unfreiwillig Feiernden, die auf keine Unterftüßung Aufpruch haben, fehlen genaue Angaben, man wird sie aber jedenfalls auf einige Tausend schäßen können. Kurz, im Ganzen werden zur Zeit näher an 60 000 als an 50 000 Arbeiter der Maschinenbauer- Industrie auf dem Pflaster liegen. Es wird jetzt allgemein zugegeben, worauf ich schon vor Wochen – Eine antideutsche Demonstration in Süd- hingewiefen habe, daß der Kampf ein harter, fich lange hinziehender Nußland. Daily Mail" meldet aus Odessa, daß dort eine anti- 8 werden verspricht. Unter diesen Umständen ist natürlich die Aus London meldet der Telegraph vom 24. August: Mehr als deutsche Demonstration stattgefunden hat. Auf den öffentlichen Frage der Mittel, welche den kämpfenden Gewerkschaften zur Plätzen wurden die deutschen Zeitungen zerrissen und die in den Verfügung stehen, von ausschlaggebender Bedeutung und wird dann zwanzig Maschinenbau- Firmen in Glasgow haben die Arbeitssperre auch hüben mit großem Gifer erörtert, vor allem so weit die angezeigt. Man glaubt, daß viele Firmen in Aberdeen, Dundee, Kaffeehäusern befindlichen Deutschen ausgepfiffent.führende und größte der betheiligten Gewerkschaften, der Gewerk- Leith und Edinburg diesem Beispiel folgen werden. vereine der Maschinenbauer, in betracht kommt. Die Leiter des Rußland. " Partei- Nachrichten. Türkei. Konstantinopel, 25. Auguft.( Köln. 3tg.") Bis jetzt sind Vereins behaupten, daß die Erfordernisse des Kampfes sein Verneun Armenier wegen Theilnahme an der Bomben mögen auf Monate hinaus nicht ernsthaft verringern werden, der verschwörung verhaftet. In den Vorstädten Psamatia und Unternehmerverband sucht nachzuweisen, daß der Verein versicherungs- Oesterreichische Parteipreffe. Die slovenische Zeitung Kumkapu, wo im vorigen Jahre ernfte Rämpfe stattfanden, stürmte technisch schon jetzt ungenügend fundirt ist und wenn der Ausstand Delavec" wird am 1. September von Wien nach Triest, die Polizei die Häuser, welche als Bombenniederlagen dienten. In noch einige Monate andauert, bankrott sein wird. Bei der Bes Belvedere 55a II, verlegt; zu gleichem Zeitpunkte ebendorthin die Pera wurden im Hause eines Italieners viele Bomben entdeckt, die deutung des Kampfes wird es nicht überflüssig sein, einen Augenblick jezt ebenfalls in Wien erscheinende troatische Zeitung der armenische Diener ohne Wissen seines Herrn dort verborgen bei dieser Frage zu verweilen. Svoboda". " hatte; höchstwahrscheinlich sind die Explosionsförper noch vom vorigen Der Gewerkverein der Vereinigten Maschinenbauer ift eine Ver Todtenlifte der Partei. Jn Mannheim ist der wackere Jahre übrig. Welche Geheimgesellschaft die Bombenwürfe veranlaßt bindung von Kampfgewerkschaft und Hilfskaffe. Er giebt seinen Parteigenosse, der Dachdecker Jean Büttner, während der Aushat, ist noch nicht bestimmt zu sagen. Mitgliedern Krankengeld, Arbeitslosen Unterstützung und Alters- übung seines Berufs ums Leben gekommen. Er ftürzte vom Dach Konstantinopel, 24. August.( Jnt Korr.) Zwischen der pension. Der wöchentliche Beitrag ist für Vollmitglieder in gesund blieb mit zerschmetterten Gliedern auf der Straße liegen. Sein türkischen und persischen Regierung droht ein wöhnlichen Zeiten 1 Schilling 6 Pence, wozu augenblicklich noch Gedächtniß wird in Ehren gehalten werden. schwerer Streitfall einzutreten. Während bisher die 2 Schillinge Extrafteuer kommen, so daß das fortarbeitende Mitglied persische Regierung in bestimmtester Form ableugnete, daß Einfälle 3 Schillinge 6 Pence Wochenbeitrag zu zahlen hat. Der Verein bewaffneter armenischer Banden in das türkische Gebiet mit Wissen hatte am 31. Juli Mitglieder: Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " ihr Die Voltsstimme" in Magdeburg theilt mit, daß verantwortlicher Redakteur, Genosse Wahle, wegen der be Schlagnahmten Nummer 194 bereits zur Vernehmung vorgeladen| Bei den außerordentlichen Schwierigkeiten, mit denen fonach die worden ist. Die Adresse war mit dem Vermerk versehen: Maurer Leipzigs zu kämpfen haben, ist es um so heiligere Pflicht „ Eilt sehr!" aller Bauarbeiter Deutschlands und des Auslandes, unausgefeht für Fernhaltung des Zuzugs bemüht zu sein. Ein Strafmandat über 20 M. wurde vom Amtsgericht in Leipzig dem Vorsitzenden des Arbeitervereins in Großzschocher, Genossen Kurth, zugestellt, weil er eine am 22. Mai abgehaltene Arbeitervereins Versammlung nicht angemeldet haben soll. Der Verein hält aber bereits seit fünf Jahren jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. jeden Monats seine Versammlungen ab, und ist dies auch in dem der Behörde eingereichten Statut vermerkt; weiter find bei der Amtshauptmannschaft die Versammlungen ein für alle Male angemeldet worden. Genosse Kurth hat gegen das Mandat richterliche Entscheidung beantragt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Der Ausstand der Former und Gießerei- Arbeiter der Firma Borsig dauert unverändert fort. Herr Borsig beabsichtigt, Former aus Ober- Schlesien nach dem Berliner Wert zu verpflanzen. Heute früh hat die Betriebsleitung durch einen öffentlichen Anschlag am Bretterzaun des Werkes in der Kirchstraße die streitenden Former aufgefordert, die Arbeit wieder aufzunehmen oder sich bis um 11 Uhr die Entlassung zu holen. Ründigung der Seher ist zurückgenommen worden. Die Setzer sollen Der Maschinensetzer- Ausstand in Leipzig ist beendet. Die am Kasten zu tarifmäßigen Bedingungen beschäftigt werden. Ausland. Durch diesen Vorwurf fei das Maß des Erlaubten überschritten. Es wurde auf 50 M. Geldstrafe erkannt. In der Beleidigungsklage, welche der Redakteur des Deuts Termin auf den 23. September, vormittags 10 Uhr, anberaumt schen Generalanzeiger" Karl Geblazek gegen den Oberhofmeister der Kaiserin, Freiherrn v. Mirbach, angestrengt hat, ist nunmehr worden. Die Verhandlung wird vor der 149. Abtheilung des Schöffengerichts, voraussichtlich unter dem Vorsitz des Amtsrichters v. Rrofigt, stattfinden. Der Kläger wird vom Rechtsanwalt Ullrich, der Beklagte vom Rechtsanwalt Dr. Sello vertreten. Das Streiffomitee der Budapester Bauarbeiter hatte in Broschüren, die in ungarischer, deutscher und slovakischer Sprache geschrieben, die Bauarbeiter aufmerksam gemacht, welche Haltung im Falle der Ablehnung der Forderungen einzunehmen fei. Genau Durch eine verfängliche Aufforderung hat der Molkereis nach den Weisungen fanden sich am Sonntag mehr als 10 000 Bau- befizer Hermann Grunwald sich in eine üble Lage gebracht, denn sie arbeiter am Versammlungsort ein, um die nothwendigen Beschlüsse wurde als Anstiftung zum Diebstahl angesehen. Grunwald zu faffen. Der Streit wurde einstimmig beschlossen. Am Montag stand dieferhalb, fowie wegen gewerbs und gewohnheits. früh wanderten ganze Schaaren von streikenden Bauarbeitern dem mäßiger Hehlerei gestern vor der siebenten Ferienstraftammer Size des Streitkomitees zu. Jede neue Arbeiterschaar wurde mit des Landsgerichts 1. Mit ihm befanden sich die Kutscher Hermann stürmischen Na zdar- und Eljen- Rufen empfangen. Zahlreiche An- BI33, Hugo Bloch, Carl Wegener und Hermann Rathe sprachen wurden gehalten, die Stimmung ist eine begeisterte. Die now auf der Anklagebant. Sie waren des wiederholten Diebstahls gestern gemeldeten Zusammenstöße der Streikenden mit der Polizei beschuldigt und geständig. Uebereinstimmend erklärten sie, daß der bestätigen sich; vielfach ist lettere in rigorosester Weise vorgegangen. Moltereibefizer Grunwald sie einmal angeredet habe, als fie Die Bautischler wollen sich vom Montag ab ebenfalls dem dabei waren, am Nordhafen Mauersteine aufzuladen. Grun Streit anschließen. wald habe ihnen gesagt:„ Wenn Ihr mal eine Fuhre Steine habt, so könnt Ihr mir sie bringen, ich zahle Euch Die Bewegung der Telegraphisten, so schreibt uns unser 10 Mark dafür." Bald darauf hatten die vier Kutscher vom Güters Der Zentralvorstand des Verbandes der Deutschen Buch- Londoner Mitarbeiter, will nicht zur Ruhe kommen. Nachdem der bahnhofe Moabit Steine abzufahren und eingebent der an brucker ersucht uns um Aufnahme folgenden Schreibens: Herzog von Norfolk die Hoffnung der Telegraphisten auf durch fie ergangenen Aufforderung lieferten sie mehrere Fuhren an GrunIn Nr. 197 bespricht der Vorwärts" die vom Vorstande des gängige Erhöhung der Einkommen arg enttäuscht hat, hat er es wald anstatt an ihren Herrn ab. Grunwald zahlte ihnen für die Verbandes der Deutschen Buchdrucker veranlaßte Urabstimmung und auch für nöthig gehalten, über einige Führer der Bewegung Dis wald anstatt an ihren Herrn ab. monirt an der Begründung derfelben den Paffus, welcher die Mit siplinarfstrafen zu verhängen, die zwar an sich nicht sehr schwer Fubre 10 M. Der letztere behauptete, daß er von den Kutschern glieder auffordert, dahin zu wirken, daß ihre 11/2 Millionen nicht sind, aber wegen ihrer prinzipiellen Bedeutung von der Kollegen- mißverstanden worden sei. Es sei ihm bekannt, daß an den Auslade den dunklen Plänen der Opposition dienstbar gemacht werden können. fchaft bitter empfunden werden. Es ist nämlich den Betreffenden, plägen am Nordhafen viele Bruchsteine umherlägen, die von den Diefes Monitum wird damit begründet, daß die gegnerische Presse weil fie in einer Versammlung den Vorsitz führten und bei- herrenloses Gut und bei seiner Aufforderung an die Kutscher Schiffern weggeworfen würden. Diese Bruchsteine halte man für daraus deduziren werde, die Opposition in der Buchdruckergewerk behielten, wo Verweigerung der Arbeit in Aussicht genommen habe er gemeint, daß fie ihm eine Fuhre solcher Bruchschaft sei eine Mache der Sozialdemokratie, um dieser das Vermögen wurde, ihr Einkommen um etwa 4 pet. gekürzt worden. Andere der Buchbrucker in die Hände zu spielen. Hieran wird der Wunsch Führer, die verhört wurden, tamen zwar mit einem blauen Auge Rubstall zu bauen und dazu genüge geringwerthiges Material. steine fammeln sollten. Er habe die Absicht gehabt, einen geknüpft, der Vorstand möge über den Sinn seiner Aeußerung die davon, aber unter Begründungen, die erkennen laffen, daß der Herzog Der Staatsanwalt konnte nicht zu der Auffassung gelangen, daß in dem Birkular fehlende Aufklärung geben. von Norfolk in Hinsicht der Dienstordnung streng in den Fußstapfen Grunwald sich im guten Glauben befunden habe, er nahm zu deffen Dentsches Reich. daß er sich so vergehen würde, wie ihm wie ihm die Anklage vorwerfe und dessen Verhalten man höchstens als unvorsichtig bezeichnen könne. Der Gerichtshof verurtheilte sämmtliche Angegeklagte und zwar Grunwald wegen Anstiftung zur Unterschlagung und wegen einfacher Hehlerei zu 3 Monaten Gefängniß, die angeklagten Kutscher wegen Unterschlagung zu Gefängnißstrafen von 1 Monat bis zu 2 Monaten. Diesem Wunsche kommen wir gern nach, indem wir erklären, feines Borgängers, des liberalen Erzreaktionärs" Arnold Morley, Gunsten aber an, daß nur das Vergehen der einfachen Hehlerei daß die dunklen Pläne" lediglich bezug haben auf das ziel- und au wandeln gedenkt. Eine auf morgen( Sonntag) in Liverpool vorliege, wofür er eine Gefängnißstraße von zwei Monaten in planlose" Wirken fonfuser Köpfe, die sich bei uns oppofitionell" anberaumte Konferenz der Distriktsvertreter des Telepraphisten Antrag bringe. Gegen die milangeklagten Kutscher beantragte der nennen. Die Sozialdemokratie kann um so weniger in Frage Verbandes soll zu diesen Maßregelungen und der Frage Stellung Staatsanwalt mildere Strafen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt kommen, als der hiesige Vertrauensmann der Opposition in seinem nehmen, ob die Telegraphiften sich bei der Erklärung des General Ulrich, plädirte für Freisprechung des Angeklagten Grunwald, Leiborgan, dem„ Sozialist", unter Bezugnahme auf unsere Abwehr poftmeisters beruhigen sollen, daß sie verpflichtet sind, Ueberzeit- dessen Vorleben und ganze Berhältnisse nicht dafür sprächen, gegen die Opposition schrieb:" Ich erinnere an die Praxis arbeit zu leisten, sobald dies im Interesse des Dienstes von ihnen der Sozialdemokraten, als wir( die damaligen" Unab- verlangt wird. Die Situation ist noch immer so gespannt, daß die hängigen") uns 1891 von der Partei ablösten." Postverwaltung es für gut gehalten hat, auf jede mögliche Weise Daraus dürfte ersichtlich sein, daß die sogenannten sich gegen einen etwaigen Ausstand Erfahleute zu sichern. Oppofitionellen bei den Buchdruckern wenigstens zum theil alles andere, nur keine Sozialdemokraten sind, und ebenso leuchtet wohl ein, daß unsere praktischen Verbandsinstitutionen, solchen Leuten überliefert, einer dunklen 3utunft entgegengehen. Ju Rostock ist am Dienstag der deutsche Genossen= Wenn die gegnerische Presse zu der Annahme gelangt, daß die fchaftstag eröffnet worden. Zum Vorsitzenden wurde pröbst hatte gestern vor 7. Ferienstraffammer des Landgerichts I zu erDer Polizeisergeant Hermann Rabdant aus Schwedt a. D. Sozialdemokratie ein Interesse an der Zerstörung der Buch- aus München gewählt. drucker Organisation habe, so sind dafür nicht wir, sondern lediglich die Herren von der Oppofition verantwortlich zu machen, der ländlichen und Arbeiter Genossenschaftstaffen Gefangenen von Schwedt nach Guben zu transportiren. In Berlin hatte In Tarbes( Süd- Frankreich) ist am 24. August der Rongreß scheinen, weil er des fahrlässigen Entweichenlaffens eines Gefangenen beschuldigt. Am 29. Mai d. J. hatte der Angeklagte einen Untersuchungswelche unsere Organisation fortgesetzt in der gehäffigsten Weise be in Gegenwart von etwa tausend Personen eröffnet worden. Unter er eine Stunde Aufenthalt, die er auf dem Bahnhofe Friedrichstraße tämpfen unter dem unzutreffenden Vorgeben, damit den sozial- den Theilnehmern befinden sich eine Anzahl Delegirte aus Deutsch- zubrachte. Kurz vor Abgang des Zuges begab Raddant sich an das demokratischen Standpunkt zu wahren. land und Ungarn. . Schließlich haben wir noch richtig zu stellen, daß Eichler in Leipzig infolge des unqualifizirbaren Vorgehens des dortigen Gewerkschaftstartells, welches die gewählten Vertreter der Buchdrucker zurückwies, weil fie Tarifgemeinschaftsfreunde feien, die Mitglieder daselbst aufgefordert hat, zu freiwilligen Beiträgen für Streffende nur Liften zu benutzen, welche den Stempel des Leipziger Vereins tragen. Man fann wohl schwerlich den tief beleidigten Buchdruckern zumuthen, auf Listen eines Kartells zu zeichnen, welches derartige Beschlüsse zu fassen fähig ist. Der Verbands- Vorstand. J. A.: E. Döblin. Der Töpferstreit in Rostock ist für beendet erklärt. Ueber vier Geschäfte, darunter zwei fleine, wurde die Sperre verhängt. Es wird ersucht, den Zuzug och einige Zeit zu vermeiden; zu reifender sollen jedenfalls erst Erkundigung auf der Zentral- Herberge, Beguinenberg 10, einziehen. Aus Harburg berichtet das dortige Volksblatt": Das Röber'sche Eisenwert hier hat am 24. August achtundzwanzig in der Kesselschmiederei beschäftigte Metallarbeiter aus gesperrt. Gin Grund wurde ben so plöglich und unvermuthet auf die Straße Gefeßten nicht mitgetheilt, doch muthmaßen diese, daß sie deshalb entlassen wurden, weil sie sich unterfingen, tags vorher eine Versammlung zu besuchen, die sich mit den Arbeitsangelegenheiten der Köber'schen Refselschmiederei zu beschäftigen wagte. Die auswärtigen Metallarbeiter werden bis auf weiteres ersucht, den Zuzug nach Harburg unbedingt fernzuhalten. raum in Boziales. Soziale Rechtspflege. geführt werden, er habe auch nicht gewußt, daß der Gefangene ein mit Zuchthaus vorbestrafter Mensch war. Der Gerichtshof hielt diese Einwände nicht für stichhaltig, sondern verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 100 M. Depeschen und lehte Nachrichten. Schalter, um die Fahrkarten zu lösen. Er beging dabei die Unvorfichtigkeit, feinen Gefangenen nicht vor sich, sondern hinter sich treten zu lassen, so daß er ihn während der Augenblicke, die das Aufzählen Der Arbeiter N., der auf beiden Augen erblindet war, führte dies fangene benutzte die Gelegenheit, zu entwischen, wobei ihm der Schädliche Einwirkung von Gasen als Betriebsunfall. des Geldes in Anspruch nahm, nicht beobachten konnte. Der Ges auf seine Thätigkeit in einer chemischen Fabrik zurück und beantragte auf dem Bahnhofe Friedrichstraße herrschende starke Berkehr deshalb bei der chemischen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. worden. Der Angeklagte entschuldigte sich damit, daß auf dem zu ftatten fam. Er ist bisher nicht wieder ergriffen Er wurde abgewiesen und das Schiedsgericht erkannte ebenfalls zu Transportzettel vorgeschrieben war, der Gefangene solle ungefesselt seinen ungunften. Das Reich 3 Versicherungsamt ver anstaltete aber auf seinen Rekurs noch eine Beweiserhebung und ließ sich von medizinischen Autoritäten Gutachten erstatten. A13 Urfache der Erblindung stellten die Aerzte eine Ent zündung desjenigen Theils der Sehnerven fest, der sich zwischen dem Augapfel und dem Gehirn befindet. Die Entzündung hat den Schwund der Sehnerven veranlaßt. Die mögliche Endursache der Erkrankung ist nach Meinung der Sachverständigen die Einwirkung von Gyanwasserstoffdämpfen, die sich in dem Cyankaliraum ent- Frankfurt a. M., 25. Auguft.( B. H.) In der gestrigen Stadt. wickelten, als der Kläger darin am Refsel zur Trocknung der Blut- verordneten- Sigung wurden für die Ueberschwemmten in Deutsch laugenfalze arbeitete. Profeffor Liebreich erklärte es für sehr wahr- land 50 000 m. bewilligt. scheinlich, daß sich das Cyanwafferstoffgas im fraglichen Trocken- Elberfeld, 25. Auguft.( W. Z. B.) Die königliche Eisenbahns entwickelt hat. großen Mengen entwickelt Das Reichs Direktion macht bekannt: Im Bahnhof Elberfeld- Steinbeck ent dem Versicherungsamt sprach Kläger die Rente gleisten heute Nachmittag 1 Uhr 15 Minuten bei der Es z it. nahm alt, bie Erblindung sei thatsächlich auf Ausfahrt eines Güterzuges Hagen- Düsseldorf 5 Wagen infolge Zurückdie Einwirkung von Cyanwasserstoffgas Cyanwafferstoffgas zurück zu führen. laufens eines Wagens in einem Rangirgeleife, wobei ein Wagen läger habe an dem Tage seiner Beschäftigung im Trockenraum an stärker, die übrigen unerheblich beschädigt und fämmtliche Tele hochgradig erschwerter Athmung, übermäßig starter Herzthätigkeit, graphenleitungen zwischen Elberfeld und Vohwinkel umgeriffen starkem Angstgefühl und großer Schwäche in den Beinen gelitten. wurden. Ein Fahrgleis war 21/2 Stunden gesperrt; Personen sind Wegen Bedrohung des Koalitionsrechts" ersucht die Das feien aber gerade Symptome der Einwirkung von Cyanwasser- nicht verlegt. Bremer Filiale des Deutschen Korkarbeiter- Verbandes die Korkstoffgas. Auch sei zu berücksichtigen, daß Kläger vorher garnicht Budapest, 25. Auguft.( B. H.) In einer heute Vormittag arbeiter, den Zuzug nach der Kortfabrik von J. F. Franzen oder sehr selten im betreffenden Raume gearbeitet habe. Es sei die stattgehabten Versammlung der Maurer wurde beschlossen, den Streit u. Ko. in Bremen, Wester- und Hohethorstraßen- Ecke, zu unterlassen. Annahme gerechtfertigt, daß der Organismus des N. auf die un- fortzusehen. Aus Hamburg wird uns geschrieben: Der Vorsitzende des Da die schädliche Einwirkung in dem verhältnißmäßig eng empfing heute Abordnungen des Generalraths der Seine und des gewohnte Einwirkung des Gafes mit der Augenerkrankung reagirte. Paris, 25. Auguft.( W. T. B.) Ministerpräsident Meline Zentralverbandes der Maurer Deutschlands( Sith Hamburg), Genosse begrenzten Zeitraum von 7-8 Stunden erfolgte, so sei das Stadtraths von Paris, welche das Steigen der Getreidepreise zur Th. Bömelburg, wurde heute vom Schöffengericht I zu Hamburg Vorliegen eines Unfalles anzuerkennen. wegen Uebertretung des§ 9 des Hamburgischen Vereinsgesetzes zu Sprache brachten. Meline erklärte, er werde diese Frage dem Minifter30 Mart Geldstrafe oder 6 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er Infolge eines verurtheilungswürdigen ,, Ulkes" fiel der rathe unterbreiten und nicht zögern, die Getreidezölle herabzusehen fich weigert, der Polizeibehörde die Namen und Adreffen der Mit Färber Blomen mit großer Wucht gegen eine für Betriebszwecke be- für den Fall, daß die Hauffe eine ernste und nicht auf Spekulationen glieder des Zentralverbands- Vorstandes einzureichen. Bömelburg nußte Wanne und verletzte sich erheblich. Einige Kameraden hatten zurückzuführen fein sollte; die Frage müsse aber reiflich erwogen führte zur Begründung feines Antrages auf Freisprechung aus: Durch ihm nämlich unversehens eine Stange zwischen die Beine gesteckt die Praxis der deutschen Gerichte seien die einzelnen Zahlstellen des und ihn hochgehoben. Die Seiden- Berufsgenossenschaft und das der Blätter aus Christiania legte der Amerikaner Well. Kopenhagen, 25. Auguft.( W. T. B.) Nach einer Meldung Zentralverbandes der Maurer zu selbständigen Vereinen gestempelt, die als Schiedsgericht lehnten es ab, ihm eine Unfallrente zuzubilligen. Siemann dem Dr. Nansen den Plan einer Nordpolexpedition folche Mitgliederliste 2c., hier in Hamburg nur Liste der Vorstands waren der Meinung, es liege fein Betriebsunfall vor. mitglieder einreichen müßten. Das sei seitens der Bahlstelle Ham Reichs- Versicherungsamt erkannte aber seinen Anspruch vor, welcher Nansen's Billigung fand. Demnach gedenkt burg auch geschehen. Wenn nun aber die einzelnen Bahlstellen felb- an. Es erwog, daß die Schwere der Verlegung durch eine Be Wellmann vom Februar bis Mai 1899 vom Kap Fligely auf ständige Vereine seien, so bestehe der Verband nicht mehr aus triebseinrichtung, die Wanne, mit bedingt worden sei. Franz- Josefs- Land aus einen auf hundert Tage berechneten Ausflug einzelnen Mitgliedern, sondern aus einer Anzahl Vereinen, deren das Gericht an, das Gesez habe die Arbeiter auch gegen die Ge- Hunde mit Schlitten und Kajaken sollen ihn begleiten. Nach seinen nach dem Nordpol zu unternehmen. Fünf Norweger sowie viele jeder der gesetzlichen Pflicht der Polizeibehörde gegenüber nach fahren sicher stellen wollen, die aus dem Zusammenarbeiten vieler Berechnungen soll die Expedition täglich elf englische Meilen zurück. gekommen sei. Bei dieser Sachlage könne der Verband nicht mehr an einer Betriebsstätte entständen. als ein Verein im Sinne des Gesetzes gelten, und der Verbandsvorsitzende habe nicht nöthig, die Liste der Mitglieder des Zentralvorstandes einzureichen. Das Gericht hält dagegen den Zentralverband für einen Verein im Sinne des Gesetzes, ohne dabei die Frage entscheiden zu wollen, ob die einzelnen Bahlstellen selbständige Vereine sind. Die Sache soll bis zur obersten Justanz verfochten werden. " Gerichts- Beifung. Das Auch nahm werden. legen tönnen. Petersburg, 25. Auguft.( Meldung der Agence Havas.) Bei dem heutigen Frühstück in Krasnoje- Sselo brachte Präsident Faure folgenden Trintspruch aus:„ In Paris, in den Alpen und in Düns Bur Charakteristik der Rechtsprechung in Beleidigungs- firchen, in dem Augenblick, wo ich mich einschiffte, um Rußland und prozessen. Ueber angebliche Mißstände bei der Kreistaffe i Nord- feinen erhabenen Raiser zu begrüßen, war der einstimmige Wunsch, hausen berichtete am 4. Mai d. J. das Berliner Tage- welchen mir die französische Armee ausdrückte, daß ich blatt". Es wurde mitgetheilt, daß der dortige Rendant der russischen Armee die erneute und stets aufrichtige Versicherung Den Tischlern in Breslau ist von den Unternehmern eine Gregorczewsti ein eigenartiges, von der früheren Praxis ihrer tiefen Freundschaft überbringe. Freudig und bewegt überArbeitsordnung vorgelegt worden, worin die Zusicherungen, die während des Friedensschlusses beim Streit gemacht wurden, nicht abweichendes Verfahren angewendet habe. Er habe nämlich sämmt mittele ich diesen Wunsch Eurer Majestät und bitte Sie, ihn Ihren gehalten find, was z. B. von der 91/2 stündigen Arbeitszeit gilt. Auch liche Personen, welche am 1. Mai ihre Pensionen abheben wollten, Truppen kundzugeben. Die militärischen Tugenden derselben waren die Kündigung ist für beide Theile nicht in gleicher Weise fest- urückgewiesen, weil der von ihnen vorgelegte Ausweis des Bürger uns bekannt. Wir haben soeben bei dem unvergeßlichen Schauspiele gesetzt. Eine Holzarbeiterversammlung lehnte deshalb diese Arbeits- meisters nur dessen Namen und nicht feinen Charakter als ihre natürlichen Anlagen, ihre Ausbildung und mächtige Organisation Viele der Pensionäre seien durch diese bewundert. Die französische Armee, welche Ew. Majestät bei Chalons ordnung ab und beauftragte die Lohnkommission, gemeinsam mit unterschrift trug. bureaukratische Mörgelet" in arge den Unternehmern eine Arbeitsordnung auszuarbeiten, die beide Die Thatsachen haben sich als richtig erwiesen, aber wegen des ihr an diesem feierlichen Tage ihre Gefühle gegenseitigen Berlegenheit gerathen. faben, zollt aus der Ferne der russischen Armee ihren Beifall und drückt Theile befriedigt. Ausdrucks bureaukratische Nörgelei" stellte der Rendant Gregor- Vertrauens und der Waffenbrüderschaft aus. Ich erbebe Der Maurerstreik in Leipzig dauert unverändert fort. In czewski Strafantrag wegen Beleidigung gegen den Redakteur Ernst mein Glas zu Ehren Ew. Majestät, Ihrer Majestät der der legten Versammlung der Streifenden wurde mitgetheilt: Was Grüttefin vom Berl. Tgbl." der kaiserlichen Familie und Im geftrigen Termine vor der die Maßnahmen gegen das Streiffomitee betrifft, so liegen be- ersten Ferien- Straffammer des Landgerichts I beantragte der Staats- Namen der französischen Armee auf die russische Armee." stimmte Nachrichten immer noch nicht vor. Das Streiffomitee hat anwalt eine Geldstrafe von 100 M., während der Wertheidiger, Raiser Nikolaus erwiderte: Herr Präsident! Ich erhebe mein Glas Geld angeboten, damit dem schwerkranten Berthold Selbstbeköstigung Rechtsanwalt Neumann III ausführte, daß in dem beanstandeten zu Ehren unserer Komeraden, der tapferen französischen Armee, die und den anderen Verhafteten eine Beitost zur Gefängnißkoft Ausdruck eine Beleidigung nicht zu finden sei. Der Gerichtshof ich mich glücklich schätze, in Chalons haben bewundern zu können gewährt werde. Das Geld ist aber zurückgewiesen worden. war anderer Ansicht. Wie der Vorsitzende, Landgerichts- und deren würdige Vertreter hier zu sehen, ich mich beglückwünsche." Die Gefängnißdirektion verlangt, daß 60 M. pro Maun direktor Rieck, bei der Urtheilsverkündigung ausführte, so New- York, 25. August.( Frankff. 3tg.") Die Baumwoll- Fabriken und Monat eingezahlt werden. Dem ist nachgekommen worden. möge in dem Ausdruck Nörgelei" etwas Beleidigendes in New England, welche 20 000 Arbeiter beschäftigen, haben den Früher hat man, wie mitgetheilt wurde, inhaftirten Personen schon nicht liegen, anders liege die Sache aber durch die Zusammenfeßung Betrieb wieder aufgenommen. geringere Beträge zu gute kommen lassen. Weiter wurde angeführt, mit" bureaukratisch". Werfe man einem Beamten bureaukratische Montevideo, 25. Auguft.( W. Z. B.) Präsident Borda wurde daß sich fast fein streifender Maurer mehr auf der Straße blicken Nörgelei" vor, so bedeute dies, daß derselbe außer feiner amtlichen heute während der Feier des Nationalfestes durch einen Revolvers laffen dürfe, wenn er sich nicht der Verhaftung aussehen wolle. Thätigkeit noch etwas anderes thue, nämlich das Publikum ärgere. I schuß getödtet. Kaiserin und trinke in Verantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Ir. 198. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 26. Auguſt 1897. Parteigenofen Berlins und der Proving Brandenburg! Die diesjährige Provinzial- Parteikonferenz findet am Sonn tag, den 12. September, von vormittags 9 Uhr ab, in Feuerstein's Festsälen( Inh. Martin Herzberg), Berlin S., Alte Jakobstraße 75, statt. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 10 9000 1. Bericht der Agitationskommission. Referent D. Antrick. 2. Diskussion. 3. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent Reichstage. Abgeordneter Arthur Stadthagen. 4. Die preußischen Landtagswahlen. Referent Schriftsteller Georg Ledebour. 5. Anträge. Die diesmalige Tagesordnung verlangt die gründlichste Be handlung. Um diese Arbeit an einem Tage zu bewältigen, ist es nothwendig, daß sämmtliche Delegirte pünktlich um 9 Uhr früh zur Stelle sind, Mit soz. Gruß Die Agitation3 Rommission für die Provinz Brandenburg. J. A.: Carl Dimmid, Berlin S 42, Louisen- Ufer 11. NB. Die Partei- Organe der Provinz werden um mehrmaligen Abdruck ersucht. D. D. Carp Zürich, den 24. August 1897. III. Der Präsident Scherrer eröffnet um 81/2 Uhr die heutige Sigung mit der Verlesung einiger Begrüßungstelegramme. Die Begrüßungsresolution für die englischen Maschinenbauer, welche gestern auf Antrag Adler's beschlossen worden ist, wurde dem Vorstand der Maschinenbauer Organisation telegraphisch übermittelt. Eingetroffen ist der galizische Bauernführer Pater Stojalowsti. Saal und Gallerien sind dicht besetzt. " Redner untersucht nunmehr die Schädigungen, denen die Kinder bei der Arbeit ausgesetzt sind und findet in erster Linie die Ueber müdung. Wird dem Körper die nöthige Ruhe versagt, so treten Störungen im Nervensystem, in der Verdauung und Ernährung ein. Beim Kinde treten diese Störungen um so eher ein, als sein Stoffwechsel bedeutend intensiver ist, als beim erwachsenen Menschen und sein Ruhebedürfniß um so größer. Es wird sich somit beim Kinde die Uebermüdung nicht fähig sind, den Lehrstoff in sich aufzunehmen. Die Schuls stunden sollen also in der achtstündigen Arbeitszeit mit inbegriffen fein. Die vierte These branche nach den gestrigen Kongreß beschlüssen keine weitere Rechtfertigung.( Beifall.) Es folgt die Diskussion, der nicht nur die Anträge der Sektion, sondern auch die ursprünglichen Anträge des Referenten und drittens auch die in der Gektion unterlegenen Anträge, sofern fie von 20 Delegirten wieder aufgenommen werden, unterliegen. Erster Redner in der Diskussion ift " Arbeiters Internationaler Kongre hidung rasch geltend machen durch Hemmung des Wachs welche Kinderarbeit bulbet, steht also dann noch hinter Negern und für Arbeiterschuh. II.( Schluß.) Settionssihung am Montag Nachmittag. Die Sektionssigung war sehr gut besucht. Zur Erörterung stand die Kinderarbeit und die Arbeit jugendlicher Arbeiter". Folgende Resolution lag der Debatte zu grunde: Der Gegenstand der heutigen Tagesordnung ist die Tischendörfer Berlin( Mat. Soz.): Wenn die Kongreß Arbeit der Kinder und jungen Leute." beschlüsse irgend welchen Eindruck machen sollen oder Aussicht auf Das Referat hält Dr. F. Gehrig, Arzt in Bern. Erfolg haben sollen, so müssen wir meines Erachtens zweierlei Sophistische und egoistische Scheingründe werden noch immer beobachten: Zunächst müssen die Beschlüsse möglichst einstimmig gegegen die Forderungen zu gunsten der ausgebeuteten Kinder geltend faßt werden, dann müffen sie sich auch Biele stecken, die auch er gemacht. Die Gesetzgebung hat noch immer nicht Schritt gehalten reichbar sind. Wir können hier nicht die Arbeit für unsere Kinder mit den Resultaten wissenschaftlicher Forschung und Diskussion. oder Kindestinder besorgen, die kommen später und werden ihren In den gefeßgebenden Körperschaften hört man noch immer jene Wann stehen wir müssen für unsere Zeitgenossen forgen. nichtigen Argumente, die nur die Ausbeutungswuth des Kapitals Teshalb beantrage ich die Wiederherstellung der ursprünglichen An verdecken. Intereffen des Staates, der Industrie, der Familie, der träge. Der Hauptpunkt ist die von der Sektion aufgestellte AltersArbeiterklasse, ja selbst der ausgebeuteten Kinder werden geltend grenze von 15 Jahren. Ich habe den Eindruck, die Sektion hat nur Wir ersuchen die Vertrauenspersonen der einzelnen Wahlkreise gemacht, um die übermäßige Kinderarbeit zu vertheidigen. Aber deshalb 15 Jahre beschlossen, weil die Engländer 16 Jahre forderten nunmehr, soweit noch nicht geschehen, unverzüglich die Kreis weder der Staat, noch die Eltern der arbeitenden Kinder können und man ihnen entgegenfommen wollte. Das war ein unglück konferenzen resp. Parteiversammlungen einzuberufen, um Stellung ein wirkliches Interesse an der Ausbeutung der Kinder haben. Man licher Beschluß.( Vereinzelte Oho!) Er würde eine ganz neue Ein zu vorstehender Tagesordnung zu nehmen und die Delegirtenwahlen fagt, die Familien der arbeitenden Kinder würden ohne den Ertrag, führung der Schulzeit in den meisten Ländern bedingen. Sie besteht zu vollziehen. Jeder Wahlkreis ist berechtigt, drei Delegirte zu ent- den die Arbeit der letzteren liefert, nicht existiren fönnen. Aber in Deutschland z. B. nur bis zum 18. und 14. Jahre. Ueberhaupt gerade die Arbeit ihrer Kinder hat den Eltern erlaubt, erscheint es mir unrichtig, diese sozialpolitische Frage mit der Frage senden. Eventuelle Anträge schicke man an untenstehende Adresse. ihre eigne Arbeit billiger zu liefern, und wenn wir überall die der Schulpflicht zu verkoppeln.( Lebhafte Ohorufe, Beifall.) Jawohl, Genossen! Euch noch besonders die Bedeutung gerade der dies-| Kinder hindern, zu früh in den Konkurrenzkampf einzutreten, werden wir schaffen uns Bleigewichte damit für die Behandlung dieser jährigen Ronferenz auseinanderzusetzen, erübrigt sich. Nothwendig eben überall die Eltern genöthigt fein, an dem Minimum des Ver- fozialpolitischen Fragen. In der Sektion hat auch niemand ein Argument dafür beigebracht, daß das 14. Lebensjahr nicht genügt. ist, daß alle Wahlkreise Berlins und der Proving dienstes festzuhalten, das ihnen ihre Existenz eben noch sichert. Der Ertrag der Kinderarbeit kommt direkt und indirekt nur Auch das Wort„ jede Erwerbsthätigkeit" geht mir zu weit. Wir Brandenburg vertreten sind. Es giebt keinen stichhaltigen dem Arbeitsherrn zu; direkt durch die oft unglaublich billig ge- brauchen doch bie Kinder im eigenen Haushalt. Ich war Grund für event. Nichtbeschickung. Sollten diese oder jene fleinliche leistete Arbeit, indirekt dadurch, daß er von der Familie des Kindes felbft Schusterjunge und habe die Gänge besorgt für meinen Gründe den Parteigenossen einzelner Kreise die Beschickung dennoch Induftrie als solcher kann nicht gesprochen werden: Gine Industrie, denken Sie auch, daß Sie die Polizei- Aufsicht ins eigene Haus um so billiger bedient wird. Auch von einem Interesse der Vater und die Stiefel geputzt und es hat mir nichts geschadet. Be erschweren, so ersuchen wir, sich sofort mit uns in Verbindung die sich nur durch angestrengte Kinderarbeit halten kann, bekommen.( Beifall und Widerspruch.) zu setzen, wir werden dann schon die Hindernisse zu beseitigen ist so wie so dem Untergange geweiht. Der Staat aber Burrows England( Social Democratic Federation): Wir wiffen. hat im Gegentheil ein eminentes Juteresse daran, die Engländer sind nur wenige Delegirte, wir haben aber 190 600 organis Arbeit zu schüßen, denn es läßt sich nachweisen, daß zu frühzeitige meinen Worten einige Beachtung. Gebt uns die Kinder und uns Kinder und jungen Leute gegen die schädlichen Einflüsse Kinder und jungen Leute gegen die schädlichen Einflüsse der firte Arbeiter. hinter uns und vielleicht verleiht dieser Umstand und zu lange dauernde Arbeit die Entwickelung des findlichen und gehört die ganze Nation!" Dies ist unser Wahrspruch. Das eine jugendlichen Organismus hemmt, ihn gegen Krankheiten weniger Jahr ist von höchster Wichtigkeit, es wird die beste Waffe sein zur widerstandsfähig macht und den Intellekt der Kinder in nachtheiliger Befreiung der Nation. Sollen die Arbeiterkinder schon mit Weise beeinflußt. Die degenerirten Arbeiter werden minderwerthige 14 Jahren zur Arbeit, so mögen die Kapitalistenkinder ihr Schicksal ( Beifall.) Arbeit leisten, ihr Lohn wird sinken, ihre schwächlichen Kinder theilen. Aber in England hat das Kapitalistens müffen noch intensiver arbeiten und werden noch schlechter sich ent- find erst mit 20-22 Jahren seine Bildung abgeschlossen. wickeln, so daß die Zukunft der Race bedroht wird. Warum die große Ungleichheit gegenüber findern? Ich ersuche Sie, uns die Schmach zu ersparen, daß wir mit Beschlüssen vor unsere Brüder treten müffen, die hinter dem, was wir in England theilweise schon erreicht haben, zurücks stehen. Wenn die Gesellschaft fagt, fie tönne ohne Kinderarbeit nicht bestehen, so hat sich damit diese Gesellschaftsordnung selbst das Todesurtheil gesprochen.( Beifall.) Bei den Rothhäuten und Negern ist man nicht einmal auf Kinderarbeit angewiesen. Die Gesellschaft, thums, durch Beeinflussung der Stimmung, welche gedrückt, mürrisch, Rothbäuten.( Lebhafter Beifall, einzelne Ohorufe.) launisch wird, durch Abnahme der Intelligenz 2c. In leyter Linie Professor de Cepeda Valencia stimmt den Resolutionen tann die Disposition zu Psychosen entstehen, und es sind gewiffe als Katholik wie als Spanier" grundsäßlich zu. Wenn es wahr Formen der geistigen Umnachtung, die sich am häufigsten bei jungen sei, daß der Mensch das Ebenbild Gottes ist, dann müsse man vor Leuten finden, nach ihrer Entstehung als Erschöpfungspsychofen be- allem für die Kinder forgen. Auf die Altersgrenze wolle er nicht zeichnet worden Und diese Phychosen kommen nicht nur bei geistig eingeben, er begnüge sich, den Grundsatz des Kinderschutzes aus Üeberangestrengten, sondern hauptsächlich bei törperlich Ueber- zusprechen. müdeten vor. Es ist nicht richtig, daß man sich von geistigen Wauters Brüssel( Vertreter der belgischen Metallarbeiter. Arbeiten mit förperlichen Anstrengungen erholen kann und organisation) protestirt als einfacher Arbeiter gegen die Kinderarbeit. umgefehrt. Redner schildert dann weiter die besonderen Wan stellt die Kinder an Maschinen wie erwachsene Männer. Bei Schädigungen, die durch übermäßige Arbeit bei Kindern und jungen der Musterung zum Militär zeigen sich dann die Verstümmelungen. Lenten entstehen, Unterleibs Krankheiten, Verkrümmungen der Wirbel- Geseze gegen die Kinderarbeit sind zwar erlassen, aber sie sind meist fäule, Behinderung der freien ausgiebigen Athmung und damit Be- todte Buchstaben geblieben. Die Stadt Verviers hat sogar auf Be günstigung der Tuberkulosen, Krampfadern, Herzerweiterung, Platt- treiben der Fabrikanten nach Einführung eines solchen Schußgefehes füßen, Muskelschwund, Kurzsichtigkeit, Schwerhörigkeit u. s. w. petitionirt, es bei dem bisherigen Zustande noch drei Jahre zu be 4. Jungen Leuten ist gewerbliche Arbeit an Sonn- und Fest- Die Schädigungen in den gefährlichen Gewerben durch Staub- lassen. Als die drei Jahre um waren, tam eine neue Petition un tagen ohne jede Ausnahme zu verbieten. und Gifteinathmung sind, für den jugendlichen Körper noch ver- Verlängerung auf weitere drei Jahre. So werden die Gesetze um Die Debatte wird eröffnet. Moltenbuhr führt aus, daß, hängnißvoller, als für den ausgewachsenen. gangen! Die Schulfrage hängt mit der Frage der Kinderarbeit wenn man die Kinder schützen wolle, man die Kinderarbeit in Welche Grenzen zieht nun die moderne Arbeiterschuh- Gefeß- eng zufammen. Schließt man die Kinder aus den Fabriken aus, jeder Erwerbsthätigteit verbieten müsse. Der Begriff gebung der Kinderarbeit? In Frankreich dürfen Kinder unter 13 Jahren, fann man sie doch nicht auf der Straße herumstrolchen lassen, sondern industrielle Gewerbe" gebe zu Mißdeutungen Anlaß. Die Neben in Deutschland und der Schweiz unter 14 Jahren, in Belgien unter muß ihre Zeit anderswo ausfüllen. Gin Redner hat in der Sektion betriebe der Landwirthschaft, wie Zuckerfabrikation, Branntwein- 12, in England unter 11 Jahren überhaupt nicht in Fabriken bes gefagt, man müsse den Eltern Freiheit laffen. Auch diese Freiheit brennerei, Ziegelei u. s. w. werden oft von Gerichten als Arbeiten schäftigt werden; bezüglich der Arbeitsdauer bestimmt Frankreich, muß eine gewisse Grenze haben. Wer einen Feind bekämpfen will, in der Landwirthschaft bezeichnet. Auch ist es fraglich, ob Arbeiten, daß Kinder unter 16 Jahren nicht länger als 10 Stunden, von 16 muß ihm entgegentreten, ihm nicht ausweichen. Man muß den wie Brotaustragen, Zeitungstolportage, Stiefelpußen, Bewachung bis 18 Jahren nicht länger als 11 Stunden täglich beschäftigt werden Stier bei den Hörnern faffen. von Fuhrwerk als industrielle Gewerbe bezeichnet werden, während dürfen; in Rußland darf die Arbeit der Kinder von 12 bis Abbé Daen 3 Belgien; Ich vertrete Arbeiter, welche den nachweislich in diesen Beschäftigungen eine große Kinderausbeutung 15 Jahren die Dauer von 6 Stunden nicht überschreiten. Die Frage Glauben ihrer Väter noch nicht preisgegeben haben, aber auch fie stattfindet. Auch dürfe man den Grundsatz: An der Schwelle der der Nachtarbeit ist für eine Reihe von Staaten schon im Sinne des leiden und haben mich hierher gesandt. Man sagt immer, die Familie müsse der Gesetzgeber Halt machen" nicht als be vollständigen Verbotes für jugendliche Personen gelöst und es ist zu internationale Konkurrenz verbindere einen wirksamen Arbeiterschutz. rechtigt anerkennen. Denn unter der Maste des Schußes erwarten, daß diese Maßregel bald ausnahmslos eingeführt sein Was giebt es aber für ein anderes Mittel gegen die internationale der Familie verbirgt sich die schlimmste Ausbeutung der werde. Aber alle diese Bestimmungen, die den Charakter des Kom- Konkurrenz als internationale Regelung des Arbeiterschutzes. Die Ninder. In den Arbeitszweigen, wo wenig Maschinen an- promiffes tragen, fönnen uns nur als Abschlagszahlung besten Gesetze nüßen nichts, der Arbeiter muß sich selbst vertheidigen, gewendet werden und Kinderarbeit möglich ist, sind die Löhne so gelten. Unsere Aufgabe ist es, zu untersuchen, wo der die Gesetze sind wie Spinweben, die kleinen Mücken fangen sich niedrig, daß der Arbeiter gezwungen ist, Hausarbeit zu nehmen. Kompromiß sein Ende findet, 100 die Normen liegen, barin, die großen Wespen, die Fabrikanten aber zerreißen Der Unternehmer spart die Ausgaben für Arbeitsräume, und die bei denen das Interesse des Menschen und der Gesellschaft das Netz und übertreten bie Gesetze. Es ist gestern Wohnung der Arbeiter wird zur Fabrik. Bigarren, Spielwaaren, einzig in betracht kommen. Diese Grenzen sind heute schon dort schon gefagt worden, bie Arbeiter find die besten Stickereiartikel und viele andere Waaren werden in der Hausindustrie gegeben, wo fein Unternehmerinteresse die Beweisführung fälscht und Kämpfer für den Arbeiterschuß. Sie müssen sich selbst in Berufs für Löhne hergestellt, die in Billigkeit die Konkurrenz mit Sträflings- wo von seiten der Eltern sorgfältig darüber gewacht wird, daß die organisationen vereinigen. Die zweite Hauptfache aber ist, daß wir arbeit aufnehmen. Will man die Kinder schüßen, dann müsse man Kinder durch die Uebermüdung feinen Schaden leiden an ihrer die Kinder befähigen, Männer zu werden, die sich selbst vertheidigen jede Erwerbsthätigkeit der Kinder verbieten. Gesundheit. Ich meine die obligatorischen Schulen in der tönnen. Deshalb verstehe ich nicht, wie man die Frage der KinderDr. Quard( Frankfurt a./M.) bemerkt, daß die Frage der Schweiz, in Deutschland und anderen Ländern. Die von den Schul- arbeit von der Frage der Schulpflicht trennen will.( Lebhafter Kinderarbeit mit der Schulfrage in engem Zusammenhang stehe. Man findern geleistete Arbeit ist als das Maximum deffen, was verlangt Beifall.) Ich bin für die Schulfreiheit und will die Schule nicht in muß eine bestimmte Schulpflicht vorschreiben und den Schul- werden darf, zu betrachten. Daraus ergiebt sich der Schluß, daß in den Dienst irgend einer Partei stellen, denn eine Partei darf nicht behörden verbieten, von dem Dispensationsrecht großen Gebrauch den ungünstigeren Verhältnissen der Fabrikarbeit die Kinder bis von der andern verlangen, daß ihr die Kinder ausgeliefert werden. machen zu dürfen. zum Alter von 15 Jahren nicht nicht über vier Stunden Die Herren aber, welche die Schulpflicht bis zu 16 Jahren vers Dr. Rudolf Meyer- Prag erblickt in der Rinderarbeit beschäftigt werden sollten. Eine so weitgehende Beschränkung langen, ftreben einem anderen Jdeal nach als ich. Ich glaube nicht auf dem Lande die Merkmale rückständigen Betriebes. Will der Kinderarbeit läuft auf ihr völliges Verbot hinaus. an die neue Gesellschaftsordnung. Es wird immer 3 Schichten ein Land konkurrenzfähig bleiben, dann fann es dieses nur, wenn Dieses Verbot haben wir anzufireben, denn die Kinder sollen Schul- geben, eine obere, eine mittlere und eine untere, aber auch die untere es einen tüchtigen Arbeiterstamm hat. Dieser kann nur dann ge bildung genießen. Neben der Fabrikarbeit bleibt dem Kinde teine Klasse müssen wir so stellen, daß sie sich gegen die beiden anderen schaffen werden, wenn das Kind von der Arbeit ferngehalten und Beit zum Schulbesuch. Wünschenswerth wäre es, daß überall der Schichten gut vertheidigen kann.( Beifall.) in der Schule zu einem tüchtigen Menschen erzogen wird. obligatorische Volksschulunterricht bis zum vollendeten 15. Lebensjahre Pfarrer Wusdorf will nicht, daß das Kind aus der eingeführt würde. dumpfigen Schule direkt in die dumpfige Fabrik kommt. Die Schulpflicht darf nicht zu meit ausgedehnt werden, damit die Eltern auch das Kind zu Hause haben können. Bernünftige Eltern werden das Kind schonen. Frau Bettin sagte, man solle dafür sorgen, daß aus den dumpfigen Schulen Paläste der Volkserziehung werden und die Gesundheit der Kinder nicht durch den Aufenthalt darin gefährdet werde. Bei der Schonung der Kinder entscheidet viel weniger die Vernunft als der Geldsack der Eltern. 1. Die Arbeit in irgendwelchen industriellen Gewerben ist für Kinder bis und mit 15 Jahren zu untersagen. 2. Junge Leute von 15-18 Jahren dürfen in industriellen Gewerben und in Werkstätten nicht länger als acht Stunden täglich beschäftigt werden. 3. Innerhalb dieser Arbeitszeit ist den jungen Leuten die erforderliche Zeit zum Besuch allgemeiner und beruflicher Fortbildungsanstalten zu gewähren. 911 Nach weiterer Debatte wird unter Ablehnung aller übrigen Anträge folgende Fassung zum Beschluß erhoben, der morgen dem Rongreß unterbreitet wird: g Privatdozent Reich Wien will als einer der wenigen Pädagogen auf dem Kongresse reden. Was wir den Kindern geben, Als oberste zu schützende Grenze nehmen die Gesetzgebungen bei das geben wir dem fünftigen Menschen und deshalb ist die Schulder Arbeit der jungen Leute das 18. Lebensjahr an. Sie gehen nicht frage vom Kinderschuß nicht zu trennen. Der Volksschule müßte der weit genug. Wird doch erft der Zwanzigjährige als völlig leistungs obligatorische Kindergarten vorangehen, der Volksschule müßten fähig für den Militärdienst betrachtet. Länger als fieben, acht Hochschulkurse folgen. In England und auch in Desterreich hat Stunden dürften sie auch nicht arbeiten. Das sind die Ziele, die man damit den Anfang gemacht, daß die Professoren ins Boll wir zu erreichen fuchen müssen. Alle staatlichen Maßregeln, die sich steigen und lehren. Gar viele Arbeiter haben mir schon gesagt, auf die Fabritarbeit beschränken, find unvollkommen; es ist durch wie sie es bedauern, daß fie gerade mit 14 Jahren, wo sie erst aus nothwendig, daß auch in der Hausindustrie und in den Wert- Verständniß zu bekommen anfingen. aus der Schule fort mußten. stätten der Handwerker die schützende Hand des Staates über die Das Material, was wir in den Arbeiterkursen gefunden haben, ist Kinder und die jungen Lente fich ausbreite.( Beifall.) ebenfogut wie das der Hochschulstudenten. Ein Redner sagte, wir Der Referent ist mit dieser in der gestrigen Kommiffionssizung sollen unsern Kindeskindern auch etwas zu thun übrig laffen. Wenn beschlossenen Abänderung seiner Thesen( f. oben) durchaus einver- unsere Großväter auch so gedacht hätten, liefen wir vielleicht noch standen.( Lebhafter Beifall.) als Wilde im Urwald herum.( Heiterfeit.) Ich beschwöre Sie, die Korreferent ist Reimann Biel. Der Redner faßt sich sehr Grenze wenigstens auf 15 Jahre erhöhen zu wollen. Wir wissen, furz, da er mit dem Referenten durchaus einverstanden ist. Er ist daß Bildung nicht Moralität verbürgt, aber das wissen wir auch, gegen die Kinderarbeit aus zweierlei Gefichtspunkten, einmal weil daß Unbildung noch weniger die Moral verbürgt.( Beifall.) Auch fie die Preise für die Arbeit Erwachsener drückt, dann weil sie die katholischen Geiftlichen könnten ganz gut für Schulpflicht bis gesundheitsschädlich ist. Die Anträge der Sektion hält er für das zum 15. Jahre stimmen, denn wir sagen ja mit feinem Worte, wie Minimum deffen, was gefordert werden muß. Aber da man hier die Schulen geartet sein sollen, ob konfeffionell oder freigeistig. Die nur das praktisch Erreichbare fordern wolle, erklärt er sich mit den Herren Seelsorger follten auch für die Seelen der Kinder forgen. Anträgen der Sektion einverstanden. Längere Arbeit als acht Die foziale Frage ist keine bloße Wagenfrage, teine bloße Frage der Stunden soll den jungen Leuten nicht nur in der Fabrik, sondern Hygiene. Die Theologie und Philofophie steht ebenfalls auf feiten 4. Jungen Leuten und Lehrlingen bis zu 18 Jabren ist jede auch im Kleingewerbe und in der Hausindustrie verboten sein. Die der Arbeiter. In diesem Rongreß erblicke ich einen Bund der Erwerbsthätigkeit an Sonn- und Feiertagen ohne Ausnahme zu Fortbildungsschutzeit soll nicht auf den Abend verlegt werden Wissenschaft mit der Arbeit, und dieser Bund allein ver verbieten. dürfen. Da die Kinder, welche den ganzen Tag gearbeitet haben, ürgt der Menschheit eine schönere Butunft.( Lebhafter Beifall.) 1. Kindern im Alter von unter 15 Jahren ist jede Erwerbs thätigkeit zu verbieten. Bis zum vollendeten 15. Altersjahr sind fämmtliche Kinder verpflichtet, die Volksschule zu besuchen. 2. Junge Leute und Lehrlinge im Alter von 15-18 Jahren dürfen täglich nicht länger als acht Stunden beschäftigt werden; nach vier Stunden ununterbrochener Arbeit muß eine Pause von mindestens 11, Stunden eintreten. 3. Innerhalb dieser Arbeitszeit ist den Lehrlingen und jungen Leuten die erforderliche Zeit zum Besuche allgemeiner und beruflicher Fortbildungsanstalten zu gewähren. Dr. Rudolf Meyer. Prag: Ich habe gestern in der Sektion dienen zu können. Der Haupt- Streitpunkt ist die Einbeziehung der Bergmannstr. 5/7, wird die Abrechnung der diesjährigen Maifeier bie Herauffeßung der Altersgrenze auf 15 Jahre beantragt. Das Landwirthschaft. Werden die landwirthschaftlichen Betriebe aus erfolgen. Das Komitee. ist auch angenommen worden. Dagegen heißt es in der Refolution: geschlossen, so bleiben aber die Beschlüsse schöne Worte ohne jede b ver= be Jebe Erwerbsthätigkeit der Kinder soll verboten sein. prattische Bedeutung.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Zucker- Nach dem Verwaltungsbericht der Juvaliditäts- und Ich hatte beantragt: Jede Lohn- und Affordarbeit der Kinder foll fabriken, Branntweinbrennereien, Konfervenfabriken gehören in vielen Altersversicherungs- Anstalt Berlin belief sich im Jahre 1896 verboten sein. Das ist ein Unterschied.- Der Herr aus Fällen zu den landwirthschaftlichen Nebenbetrieben. In dem Zedlig die Zahl der beim Schiedsgericht der Versicherungsanstalt eingelegten Spanien, der hier gesprochen hat, wollte die Frage der Altersgrenze schen Schulgesetz- Entwurf, der in Preußen mit recht als reaktionär Berufungen auf 540. Davon richteten sich 31 gegen Feststellung nicht erörtern. Er hatte auch Grund dazu: in Spanien find zehn gebrandmarkt wurde, war für Schleswig Holstein die Schulpflicht einer Altersrente, 92 gegen Feststellung einer Invalidenrente, 64 Jahre die Altersgrenze.( Bewegung.) Nun, Spanien ist nicht reich bis zum 15. Jahre ausgedehnt. Der reaktionäre Herr v. Bedliß gegen Ablehnung einer Altersrente, 262 gegen Versagung einer Ingeworden durch diese Kinderarbeit.( Heiterkeit.) Andere wieder hat es sich gewiß nicht träumen lassen, daß sein Vorschlag vom validenrente, 89 gegen Feststellung bezw. Ablehnung zu erstattender fagten, die Schulfrage soll nicht berührt werden. Also: die Boden der freien Schweiz aus als revolutionär bezeichnet werden Beiträge und zwei gegen Entziehung einer Invalidenrente. Die Zahl Altersgrenze geht uns nichts an und die Schulfrage geht würde. Auch die Worte jede Eriverbsthätigkeit" bitte ich anzu der die Anstalt Berlin betreffenden beim Reichs- Versicherungsamt eingeuns nichts all. Dann aber wäre die Resolution das nehmen. Das Brotaustragen, das Beaufsichtigen der Güter auf den legten Revisionen gegen schiedsgerichtliche Urtheile ftellte sich in Altersbekannte Lichtenberg'sche Messer ohne Klinge, dem der Rollwägen, wozu in den Großstädten Kinder massenweise benutt rentenfachen auf 26, in Invalidenrentenfachen auf 80, in BeitragsGriff fehlt.( Heiterkeit.) In der großen Reformperiode, werden, würden unter die von Dr. Meyer beantragten Worte erstattungsfachen auf 4. Streitfachen über die Beitragspflicht und die Defterreich von 1879-85 durchlebte, und wo der elfstündige industrielle Thätigkeit" nicht subsummirt werden können.( Beifall die Höhe der Beiträge wurden 242 bei der unteren VerwaltungsNormal- Arbeitstag zum ersten Male von einem Großftaate eingeführt und Widerspruch.) behörde anhängig. Gegen die Entscheidung der letteren wurde in wurde, trat eine Kommission zusammen, die sich mit der Kinder- Wietholz( Defterreich) tritt für die Resolution der Sektion 15 Fällen Beschwerde beim Oberpräsidenten eingelegt. arbeit beschäftigte. Die tüchtigsten Sachverständigen legten dar, daß ein. Die Landwirthschaft müffe einbezogen werden, denn viele Die Kontrollbeamten der Anstalt revidirten im Jahre 1896 gerade im Alter von 14 zu 15 Jahren sich das Kind besonders ent- Kinder werden im Interesse des Großgrundbesizers ausgebentet. 27 567 Betriebe bezw. Haushaltungen auf die Ordnungswickle und während dieser Zeit von roher, mechanischer Arbeit ver- Noch bei Mondenschein arbeiten oft Kinder auf dem Felde. Db mäßigkeit der Markenverwendung. Hierbei mußten insgesammt schont bleiben müsse. Nachdem dies gestern in der Kommission aus uns die Bauern mit Miftgabeln empfangen werden, darauf fommt 32 871 Quittungskarten wegen Ordnungswidrigkeiten beanstandet führlich flargelegt worden ist, begreife ich nicht, wie Herr Tischen- es nicht an, sondern darauf, was richtig ist und der Menschheit werden. Wegen verspäteter oder völlig unterlassener Martens dörfer behaupten kann, das 15. Lebensjahr sei durch einen halben zum Segen gereicht. Haben sich doch Bauern auch gegen die Auf verwendung sind gegen 2073 Personen Ordnungsstrafen in Höhe Bufall in die Resolution hineingekommen. Dagegen gehe ich nicht hebung der Leibeigenschaft gewehrt. Die chriftlich- soziale Partei des von 1 bis 20 m. feftgesetzt worden. Die Summe der Strafgelder so weit, daß ich jede Kinderarbeit verboten haben will. Das Herrn Armann hat sich wieder einmal in ihrer ganzen Arbeiter betrug 7260,50 m. Jn 156 Fällen wurde von dem Recht der Bebischen Arbeit, das das Kind im Hause verrichtet, kann freundlichkeit offenbart. Es ist das alte Lied. Die Fabrikanten sind schwerde an das Reichs- Versicherungsamt gegen Straffeftsegungen ruhig erlaubt bleiben. Das geschieht durch die Fassung für Arbeiterschutz in der Landwirthschaft, die Landwirthe für Arbeiter Gebrauch gemacht. ( Lohn- und Affordarbeit), die ich vorschlage. Der Herr Referent schuh in der Judustrie. Wir sind für beides. Befanntlich giebt das Juvaliditäts- und Altersversicherungsgefeh scheint zu glauben, Landarbeit sei den Kindern ganz gesund; von Rechtsanwalt Hillebrand Mainz: Wenn man die Diskussion weiblichen Personen, welche eine Ehe eingehen, bevor sie in den der Landwirthschaft war wieder im Referate nicht die Rede. Ich mit angehört hat, möchte man glauben, die Anhänger der Resolution Genuß einer Rente getreten sind, ebenso den Wittwen oder Kindern glaube, der Herr hat Norddeutschland, Böhmen und Ungarn, hat des Referenten gehörten unter die Rothhäute und Neger. Dabei verstorbener männlicher Personen das Recht, die Hälfte der niemals die großen Buckerrübenfelder, die weiten Kartoffeläcker dort hat aber noch kein Rebner nachgewiesen, daß die Schulpflicht bis gezahlten Versicherungsbeiträge zurückzufordern, wenn bis zur Vergesehen. Er hat nie gesehen, wie die Kinder im Herbst, in Nässe zum 15. Jahr unbedingt nothwendig ist. Ich empfehle Ihnen im heirathung bezw. bis zum Tode des Versicherten während 235 Wochen und Kälte von früh bis spät auf der Erde herumkriechen um utereffe der praktischen Durchführung die Resolution des die Beiträge gezahlt sind. So sind nach dem Verwaltungsbericht der Runkelrüben zu beschneiden oder Kartoffeln auszugraben.( Beifall) Referenten. Versicherungsanstalt Berlin für das Jahr 1896 an 4687 unUnd es giebt viel mehr solcher Kinder, als die paar Fabrikfinder, Macdonald London bringt einen Antrag gegen die verheirathete Frauen 105 197,11 m. an Beiträgen zurückgezahlt um die Sie sich allein fümmern. Ich will die Landarbeiter These 4 in der Resolution der Sektion ein, in welchein für die jungen worden. Die Summe der an Wittwen verstorbener männ hineinbringen; deshalb bin ich hergekommen.( Beifall.) Leute die Freigabe von 2 Wochentagen für den Fortbildungs- licher Personen beziehungsweise an vaterlose Rinder Nemec Wien: Auch die in der Hausindustrie und im Hand- unterricht verlangt wird. Nachdem der Redner feinen Antrag fura ftorbener weiblicher Bersonen zurückerstatteten Beiträge wert ausgebeuteten Kinder müssen geschützt werden, wie es begründet hat, wird der Schluß der Diskussion beantragt lief fich auf 23 098,37 M., welche sich auf 634 Personen ver der Kommission vorgeschlagenen Resolution thut. und angenommen. theilte. Der Vorstand der Versicherungsanstalt hebt in dem Berichte Gerade in der Kleinindustrie werden die Kinder aus- Bei der Abstimmung entscheidet sich der Kongreß mit 132 gegen hervor, wie unvortheilhaft es unter Umständen für verheirathete gebeutet bis zum Erzeß. Es geht nicht an, daß 75 Stimmen prinzipiell, die Resolution der Settion als Frauen ist, die minimale Beitragshälfte zu erhalten, statt sich durch hier für den Achtstundentag eintritt und zu Hause für die Grundlage für die weiteren Abstimmungen zu nehmen. Fortfehung der Versicherung, welche mit wöchentlich rund 6 Pf. zu 14 stündige Arbeitszeit schwärmt. So geht es bei uns in Desterreich Unter Ablehnung aller übrigen Anträge( Dr. Meyer, ermöglichen, den Anspruch auf Rente zu sichern. Mit der Rück31.( Heiterkeit) Gerade der Schutz der Lehrlinge ist für Desterreich Macdonald) wird die Resolution der Sektion in allen forderung der Beiträge erlischt die aus dem bisherigen Versicherungsmit seiner bedeutenden Kleinindustrie von großer Wichtigkeit. Die ihren Theilen zum Beschluß erhoben. Für die Festsetzung verhältnisse erworbene Rentenanwartschaft. Lehrlinge find wehrlos jeßt, sie unterstehen jetzt noch dem Züchti- der Altersgrenze auf 15 Jahre war eine Zweidrittel- Majorität Bei der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin gungsrecht. Sie müssen geschützt werden. Auch die Schulfrage muß vorhanden. sind im Jahre 1896 435 452 im Verkehr gewesene Quittungsfarten berücksichtigt werden. Ist man doch in Desterreich bemüht, die Der Präsident vertagt die Plenarverhandlungen auf Mittwoch zur Aufbewahrung eingegangen. Davon betrafen 342 780 Rarten Schulpflicht auf sieben Jahre zurückzuschrauben. A das hängt früh. Heute Nachmittag berathen die Eektionen über die Themata die Versicherungsanstalt Berlin selbst, während 92 672 Karten den zufammen. Kommt das Kind mit 13 Jahren aus der Schule, so" Frauenarbeit" und Arbeit erwachsener Männer". Namen einer fremden Versicherungsanstalt trugen. 455 330 Quittungsheißt es, ja was soll es bis zum 14. Jahre machen, da mag's in farten wurden im Jahre 1896 von den hiesigen Polizeirevieren und die Fabrit gehen.( Sehr wahr!) Den Polizei- Apparat, der durch Zürich, 25. August.( Privatdepesche des Vorwärts".) Da die fonftigen Ausgabestellen in Berlin für Versicherte neu aus. die Fabrikgesetzgebung nöthig wird, fürchten wir nicht. Wenn die gefertigt. Der General Postkasse wurden zum Verkauf für Polizei jeden verfolgt, der abweichender Meinung ist, dann soll sie Frauenfektion gestern wegen der Heftigkeit der Debatte ihre Be- Rechnung der Anstalt Berlin im vergangenen Jahre 8 Millionen viel eher eingreifen, wo es sich um den Schutz des Menschen handelt. rathungen nicht beendete, mußte die Tagesordnung für die heutige Beitragsmarken II. Lohnklasse, 5 Millionen Marken III. Lohnklaffe ( Lebhafter Beifall.) Abbé Daens meinte, es würde immer drei Sigung verschoben werden. So wurde heute Punkt IV, die Männer und 10/2 Millionen IV. Lohnklaffe im Gesammtwerthe von Schichten in der Gesellschaft geben. Gut, nehmen wir an, er hat arbeit, im Plenum berathen. Der Züricher Bezirksrichter Otto Lang 950 000 M. überwiesen. Thatsächlich verkauft wurden aus den Recht; dann empfiehlt es sich aber dringend, wenn wir von Zeit zu( Sozialdemokrat) schlug nach einem trefflichen Referate eine Resolution Jahres 1896: 174 300 Marten I. Klaffe, 7 200 901 Marken II. Klaffe, Beständen des Jahres 1895 und den neuen Zuweisungen des Zeit einen Schichtenwechsel durchführten.( Große Heiterkeit und lebhafter Beifall.) für den Achtstundentag vor mit Einbeziehung des Großbetriebes in 4 357 962 Marken III. Klaffe, 9722 990 Marten IV. Klasse und Dr. Quard( Frankfurt a. M.) empfiehlt gleichfalls für die der Landwirthschaft, des Handwerkes und der Hausindustrie. Der 8689 Doppelmarken. Der Gesammterlös aus verkauften BeitragsFaffung der Resolution nach dem Beschlusse der Sektion zu ftimmen. Landesgerichtsrath Kulemann beantragt einen abgestuften Normal- marken belief sich im Jahre 1896 auf 5429 127,88 m., nach Abzug Sie unterscheidet sich wesentlich von dem ursprünglichen Antrage, arbeitstag für jede Berufsarbeit. Pfarrer Oberdörffer( Rhein- zusammen 23 192,56 M. auf noch 5 405 905,32 M. Im Durchschnitt der für vernichtete Beitragsmarken zurückgezahlten Beträge von ist weit umfassender im Verbot der Kinderarbeit. Durch ihre Fassung wird mit ausgesprochen das Verbot der gewerblichen Neben- land) beantragte die Forderung des Achtstundentages zu gingen monatlich rund 452 000 m. ein. Die gesammten Einnahmen beschäftigung von Kindern. Lehrer Agath in Berlin hat fürzlich in beschränken auf die anstrengendsten Berufe. Nach glänzender der Versicherungsanstalt stellten sich im verflossenen Jahre auf einer sehr verdienstvollen Untersuchung nachgewiesen, welch' großen Widerlegung durch den belgischen Parteigenossen Bandervelde, 6298 410,52 m, darunter aus Zinsen von angelegten Rapitalien Umfang diese Nebenbeschäftigung hat. Da werden die Kinder zum Grillenberger und dem Wiener Sozialpolitiker Wittelshöfer wurde 871 991,71 m. Die Ausgaben betrugen 943 793,23 M. Regelaufsetzen, Hausiren, Musiziren, Austragen 2c. verwendet. Agath hat übrigens von der preußischen Regierung einen Rüffel erhalten. die Resolution des Referenten Lang mit 170 gegen 80 Stimmen Auch die Frage der Schulpflicht muß einbezogen werden. Solange wir angenommen. Die Nationalsozialen stimmten mit dem Zentrum gegen in der Hauptsache nun Arbeiterschutzgesetze für die gewerblichen den von unseren Genossen unterstützten und zum Beschluß erhobenen Arbeiter haben, so lange ist die Schulpflicht das einzige Mittel, für Entwurf einer Resolution. die landwirthschaftlichen Arbeiter eine Art Arbeiterschutz herzustellen Entwurf einer Reſolution. die von man und ihre Ausbeutung einigermaßen zu beschneiden. Jeder wirkliche " Kommunales. Bu 5 Das Vermögen der Versicherungsanstalt Berlin ist außerordents lich rasch angewachsen. Es betrug Ende 1891: 4 836 212,48 m., 1892: 9 229 481,20., 1893: 13 849 106,42 m., 1894: 18 520 812,17 art, 1895: 23 534 472,64 M. und beziffert sich Ende 1896 auf 28 934 873,72 M. Eine beträchtliche Aufgabe ist in verhältnißmäßig kurzer Seit bewältigt worden. Für jedes bewohnte Haus in Berlin wurde dieser Tage eine Sammelliste zum Besten der Ueberschwemmten aus gefertigt und durch die zuständigen Steuererheber ausgehändigt. Der Oberpräsident von Berlin hat die Veranstaltung dieser Kollette für den Stadtkreis Berlin genehmigt. Es find 25 000 Hauslisten vertheilt. Leider nehmen verschiedene Hauswirthe diefe Liften nicht an, da die selben nicht mit dem Polizeistempel versehen sind. Um die Arbeit, 25 000 Exemplare mit dem Polizeiftempel zu versehen und vor allen Dingen Zeit zu sparen, hat der Polizeipräsident v. Windheim genehmigt, daß diese Listen un. geftempelt zirkuliren. Es ist zu hoffen, daß nunmehr dem guten Werke keine Hindernisse seitens der Hausbesizer mehr in den Weg gelegt werden; ferner wäre zu wünschen, daß man sich auch bei der nunmehr hoffentlich mit etwas Energie erfolgenden Ver theilung der gesammelten Gaben nach Möglichkeit des bureaukra tischen Krimskrams entledigte. Arbeiterfreund sollte schon aus diesem Gesichtspunkte für die Der Berichterstatter der Zeit" über den internationalen Resolution der Sektion stimmen. Jede Betonung strengerer Schul- Arbeiterschutz- Rongreß beklagt sich im Gegensaße zu unseren Bepflicht bedeutet natürlich auch, daß die diskretionäre Dispensation richten über schlechte Geschäftsführung. Dieser Vorwurf scheint vom Schulbesuch durch die unteren Behörden beseitigt werden muß. nicht begründet zu sein, wenigstens ist es nicht richtig, Der landwirthschaftliche Kleinbetrieb steht hinter dem Großbetrieb daß Thefen 2c. den einzelnen Berichterstattern nicht mit in der Ausbeutung der Kinderarbeit nicht zurück. So werden aus getheilt werden. Der Vorwärts" hat die vom Organisations Tyrol und von Arlberg Kinder nach Württemberg für den Dienst fomitee vorgeschlagenen Thefen schon vor mehreren Wochen ver bei Kleinbauern importirt und zwar vollzieht sich dieser öffentlicht. Wenn wir uns nicht sehr täuschen, so haben diefelben Import unter der Leitung österreichischer Geistlicher, die eine auch in der Zeit" gestanden. förmliche Organisation zu diesem Zwecke geschaffen haben. Die Kinder werden wie auf dem Sklavenmarkt feilgeboten. Das Uebel der Kinderausbeutung, das am Marke des Voltes der landwirthschaftlichen Arbeit frißt, wird nicht von geistlicher, von katholiSedanrummel und Stadtverordnetenfißung. Die erste scher Seite, so bekämpft, wie es richtig wäre. Ich habe hier eine Sigung der Stadtverordneten- Versammlung nach den Ferien findet Sammlung von Artikeln in katholischen Blättern, die sich für eine des Sedantages wegen nicht am 2. September sondern am 9. SepHeruntersehung der Schulpflicht ausgesprochen haben. Auch die tember cr. statt. Hirbei wollen wir noch bemerken, daß am Sedan Stellung der Zentrumsabgeordneten im preußischen Abgeordneten tage die städtischen Kassen und Bureaus bereits um 1 Uhr mittags hause war außerordentlich nachtheilig für den Kinderschutz. Nur geschlossen werden mit Ausnahme des Zentralbureaus, das zur Ents das bayerische Zentrum hat eine lobenswerthe Ausnahme gemacht, gegennahme von wichtigen Sachen bis nachmittags 4 Uhr geöffnet indem es den Bestrebungen auf Herabsetzung der Schulpflicht ent- bleibt. gegentrat.( Beifall.) Pfarrer Sch mit Trier: Im Interesse der landwirthschaft Stadtraths Voigt in feiner Sigung gestern mit der Verbreite. Die städtische Baudeputation hat sich unter Vorsitz des Der Kaiser nud Knackfuß. Das Kleine Journal" schreibt: lichen Bevölkerung erhebe ich dagegen Widerspruch, daß Landwirth- rung der Spandauertraße von der Probststraße bis Wie von uns bereits gemeldet worden ist, stattete der Kaiser wähschaft und Industrie, wie es die Resolution der Sektion thut, Moltenmarkt auf durchschnittlich 18 Meter auf der dem Rathhause rend seines Aufenthalts in Kassel dem Professor Knackfuß in dessen über einen Kamm geschoren werden. Die Verhältnisse gegenüber gelegenen Seite beschäftigt. Eine bekannte Berliner Atelier einen längeren Besuch ab. Der Monarch saß dem Maler liegen denn doch anders. Wir müssen das, was wir hier beschließen, Baufirma und eine Aktiengesellschaft hatten sich zu einein zu einem Gemälde, das ihn in Waidmannstracht darstellt. Bei auch zu Hause vertreten und dürfen nur beschließen, was in die That Konsortium zusammengethan, 11111 dieses für den Ver- dieser Gelegenheit besichtigte der Kaiser mit großem Interesse auch umgesetzt werden kann. Die Resolution macht teinen Unterschied fehr so hochbedeutsame Projekt zur Durchführung zu bringen das im Entstehen begriffene große historische Gemälde, mit dessen zwischen landwirthschaftlichem Groß- und Kleinbetrieb, keinen zwischen und sich den Ankauf der erforderlichen Grundstücke durch Ausführung Herr Prof. Knackfuß betraut ist. Es stellt einen Vorfall Der Arbeit, die die Kinder für die eigenen Eltern oder im fremden Schlußscheine gefichert. Voraussetzung bei dem Projekte war aus der mittelalterlichen Geschichte dar, bei welchem ein Vorfahre des Dienst verrichten. Das muß auseinander gehalten werden. Was aber, daß fich die Stadtgemeinde mit Rücksicht auf den gemein- Kaifers eine Rolle spielte, nämlich die Ertheilung des Ritterschlags es soll verboten fein, daß der Vater seinen Buben mit dem Pferde nüßigen Zweck des Unternehmens", abgefeben von anderen Neben- an Friedrich V. von Hohenzollern, Burggrafen von Nürnberg durch auf die Weide schickt oder daß die Buben bei der Heumahd helfen? leistungen, mit einer Beihilfe von 1250 000. betheilige. Die Kaiser Heinrich VII. vor Rom. Die Bauern würden uns auslachen.( Beifall.) Es giebt doch nicht Baudeputation hat beschlossen, wegen der allzuhohen Forblos Runkelrübenfelder in Deutschland.( Heiterkeit.) Die Beschlüsse derung das Angebot abzulehnen. Die armen Chriftlich- Sozialen, in ihren Kreisen sammelt sich In den Kreisen wirklich alles an, was in anderen Parteien den Stuhl vor die Thüre paffen blos für die Industrie. Halten Sie die ursprüngliche Fassung der Stadtverordneten Versammlung B . Der Kaiser und der Nothstand nuter den türkischen Verwundeten. Der Kaiser hat eine größere Auzahl werthvoller Erzeugnisse der königlichen Porzellanmanufaktur für den vom Sultan im Yildiz projeftirten Bazar zu gunsten der türkischen Verwundeten gestiftet. Die Sendung ist( wie die Münchener N. Nachr." melden) bereits unterwegs. der Resolution aufrecht, sonst werden uns die Bauern auslachen holt der Wunsch zum Ausdruck gekommen, daß man unter die Fittige des Herrn Pastor Naumann begeben und = Das Verbrechen der Briefträger. Eine Mittheilung, welche die in der Postbureaukratie herrschenden Zustände trefflich kennzeichnet, findet sich in der Fachzeitung Deutscher Postbote" vom 22. Auguft. Sie lautet: ift neuerdings wieder geießt erhalten hat. Jetzt hat sich auch sogar Hermann Teistler von den Pyrenäen bis zur Ostsee!( Lebhafter Beifall und Wider mit dem Stern 3ement Macadam Pflaster Verleitartikelt er in der Beilage der„ Beit" über die fpruch.) suche anstelle. Die Baudeputation hat beschlossen, diesem Genossenschaftsbestrebungen in Handwerkerkreisen." Es muß mit Abg. Aymann Wien( Antis.) ist ganz der Ansicht des Vor- Wunsche Rechnung zu tragen und der betreffenden Gesellschaft eine der Bibel in der Westentasche" und mit den sonstigen religionsredners, daß die Landwirthschaft bei der Frage des Kinderschußes Strecke in der Landsbergerstraße zur Ausführung von stürmenden Werken des Herrn Teiftler doch recht schlecht gegangen ausgeschlossen bleiben muß.( Aha! bei den österreichischen Sozial Probepflasterung zur Verfügung au stellen. fein, daß er jetzt Anschluß bei der christlich sozialen Zeit sucht. demokraten.) Der hochwürdige Vorredner habe das ausgezeichnet Die Baudeputation hat endlich beschlossen, den freihändigen Erwerb ausgeführt. Wollte man die Kinderarbeit in der Landwirthschaft der zur Regulirung der Straße D Abtheilung III des Bebauungsverbieten, so würden die Bauern die Delegirten mit den Heugabeln planes( Kolonnenweg) des eisenbahnfistalischen Landes den städtischen empfangen. Die Sektion habe unglücklicherweise die Schulfrage Be hörden zu empfehlen. hineingezogen, der Kongreß dürfe sich gewiß für Kindererziehung intereffiren, aber so nebenbei dürfe diese Frage nicht zur Abftimmung gelangen, da man hierbei nicht die feinen Nüancen beleuchten fann. Die Schulpflicht sei nach Territorien ver Auf die öffentlichen Versammlungen der sozialdemokratischen schieden und das müsse berücksichtigt werden.( Obo- Rufe.) Freie Meinungsäußerung werde boch hoffentlich gestattet sein. Hier Parteigenoffen und Genoſſinnen Berlins, die heute Abend statt folle doch nur das praktisch Erreichbare beschloffen werden. Die finden, machen wir hiermit noch ganz besonders aufmerksam. In christlich- soziale Partei wolle durchaus nicht das Bildungsniveau diesen Versammlungen wird sowohl über die fernere Agitation in herabdrücken, habe aber nur das Durchführbare im Auge. Des der Provinz Brandenburg als auch über die Tagesordnung der halb möge man der Resolution des Referenten die Zustimmung er Provinzialfonferenz berathen werden. Weiteres siehe Inferat. theilen. Abg. Moltenbuhr Hamburg: Reiner von beiden Borschlägen Achtung, zweiter Wahlkreis! In der am Donnerstag stattwürde in seinem Wortlaut ausreichen, als Gesetz irgend eines Landes findenden Parteiversammlung im Habel'schen Brauerei Ausschant, Tokales. " Berlin S.W., 19. Mehrere Briefträger unseres Poftamts hatten fich erlaubt, bei der tropischen Hige eine Taffe Raffee zu trinken. Sie wurden ob dieser" Dreiftigkeit" von dem Aufsichtsbeamten Priese zur Rede gestellt und ihnen hierauf die Taschen res vi dirt.. Troydem nichts gefunden wurde, brachte der Herr Aufsichtsbeamte die Sache doch zur Anzeige. Die Folge davon war, daß sämmtlichen Briefträgern, die an dem Vergehen" betheiligt waren, eine energische Verwarnung zu theil wurde. Bemerken wollen wir noch, daß die Herren Beamten sich den Kaffee nach Möglichkeit gut schmecken lassen und es sich dabei auf zwei Stühlen nach Auflegen der Beine äußerst bequem machen. Doch darüber spricht man nicht." In der Treptower Sternwarte tann der Planet Venus" jest aut " Im Schiller= Es muß sich ja bald zeigen, ob Herr v. Podbielski in feinen welches am Louisenufer wohnt, vorhaftet worden sein, weil sie von der Presse mit viel Geschrei verkündeten Reformplänen auch Dienstmädchen und Weißnäherinnen in hiesigen Blättern gesucht und Tage beobachtet werden. Zu diesem Zwecke wird die Treptow- Sternwarte derartigen Scheerereien ein Ende machen will oder ob er das in dann die Mädchen, welche sich meldeten, zum theil unter An- heute Donnerstag, morgen und übermorgen sowie am Sonntag statt unt Preußen wahrscheinlichere verordnet und hinfort auf das reglements- wendung von Gewalt zur Ausübung eines unfittlichen Gewerbes 2 Uhr, schon um 10 Uhr früh geöffnet. Um diese Zeit erreicht die„ Venus" widrige Kaffeetrinken der Briefträger die Strafe des Mittel verleitet habe. Die Angelegenheit beruht, wie wir erfahren, auf Riesenfernrohr in ihrer Halbmondgestalt zu verfolgen. Die Sternwarte ihren höchsten Stand am Himmel und ist bis 3 Uhr nachmittags mit dent arrestes fett. einen abgefeimten Denunziation. Thatsächlich ist zwar sowohl ein bleibt natürlich) auch an diesen vier Tagen für die sonstigen Beobachtungen Der Jahrmarkt in der Gneisenaustraße ist mit 983 Verkaufs: Fräulein Müller aus dem Hause Louisenufer 20 sistirt worden, wie wie immer bis 12 Uhr nachts geöffnet. stellen besetzt. Im vorigen Jahre zählte der Jahrmarkt 1002 Buden, auch eine im felben Hause wohnhafte Frau Müller, welche Kra- Theater. Eine polizeiliche Broschüre über den Tausch- Prozek? Es hat sich, obgleich ein angebliches Dienstmädchen Conrad das Fräulein giebt, spielt Josef Kainz zum überhaupt ersten Male den" Faust". Die vattennäherinnen beschäftigt, zur Polizei befchieden worden ist, doch Deutsche Theater am Sonnabend zur Feier von Goethe's Geburtstag In der Neu- Aufführung des Faust", welche das wird berichtet: Ueber den Prozeß Tausch hat das tönigliche Polizei- Müller der Kuppelei bezichtigt hatte, die völlige Unschuld der ver erste Vorstellung beginnt ausnahmsweise um 7 Uhr. präsidium einen stenographischen Bericht anfertigen lassen, dessen hafteten Dame herausgestellt, fodaß diefe am Dienstag Mittag wieder Theater geht heute zum ersten Male nach den Ferien die zum Schluffe Uebertragungsarbeiten erst jetzt beendet sind. Der umfangreiche, aus der Haft entlassen worden ist, nachdem eine vorhergegangene der abgelaufenen Saison mit Erfolg gegebene neue Poſſe genau und ausführlich gehaltene Bericht erforderte einen Kosten Haussuchung noch die Grundlosigkeit der Verdächtigung bestätigt Nitsche" Papa Don Walther 1. aufwand von ca. 8000 M. und wurde ausgeführt von einem der hatte. Wie uns noch berichtet wird, soll nunmehr gegen die Conrad liegen in den Händen der Damen Stein in Szene. Die Hauptrollen bekanntesten Stenographen Dr. 3. An der Uebertragung derfelben vorgegangen werden. Levermann, Meyer, Werner und der Herren Eyben, Schmasow, Reimann, Bahlau. waren zeitweise bis zu 15 Personen beschäftigt. Der Bericht soll in Da am Mittwoch, den 1. September, noch an an zwei anderen ersten Bühnen Broschürenform gedruckt werden. Doch nicht etwa gar zum VerBlatt berichtet, eine Ueberraschung bevor: ihre Heranziehung zur bereits aut 31. Auguft.- Mit dem ersten des nächsten Monats tritt inr Den Mitgliedern der Damenkapellen steht, wie ein hiesiges Premièren stattfinden, eröffnet das Quisen- Theater in der Reichenschleiß an das Publikum? bergerstraße seine Wintersaison mit dem Volksstück„ Geschwister Fiebig" Zu der Mordthat in der Königgräherftraße wird noch Alters: und Invaliditäts.Versicherung. mitgetheilt: Die beiden Kutscher, die den Sand in den Keller des wurden die Genannten stets von der Beitragspflicht entbunden, da ein, der die Wintersaison einleitet. Das Repertoirstück„ Venus auf Erden" Bisher Apollo Theater ein vollständig neuer umfassender Programmwechsel Hauses abgeladen, sind von der Polizei ermittelt worden. Sie ver man sie zu dem„ künstlerischen Personal" rechnete, Seit einiger Zeit kann daher nur noch sechsmal aufgeführt werden. mochten jedoch keine wesentlichen, den Gang der Untersuchung be- Nationale der Kapellmeister und Mitglieder der Kapellen aufzu find aber die Beamten der Versicherungsanstalt dahin thätig, bas einflussenden Aussagen zu machen. Die bisherigen Recherchen haben überhaupt noch keine Bestätigung dafür gegeben, daß bei dem Ver- nehmen. Auf eine Anfrage wurde von der Invaliditäts- und AltersAus den Nachbarorten. brechen eine zweite Person irgend wie betheiligt war. Bei allen versicherungs- Anstalt Berlin erwidert, daß sich dies lediglich aus dem Ein Amtsvorsteher in der Nähe von Oranienburg hat vor r. Borkommnissen, die durch die Behörde geprüft sind, ist nur immer Engagementsverhältniß ergebe. Wer nach§ 32 engagirt worden sei einiger Zeit den rechtlich überaus gewagten Versuch gemacht, die von ein und derselben Person, von Goenczy, die Rede, während das( pernsänger, Sängerinnen 2c.), fei nicht versicherungspflichtig, nach Lokomotivführer der Eisenbahnzüge für das Auswerfen von Auftreten eines Mitschuldigen nach irgend welcher Richtung hin$ 33a jedoch ftets. Dies treffe bei den Damenkapellen zu, weshalb Flugfeuer seitens der Maschine verantwortlich zu machen. Zwei nicht ermittelt werden konnte. Der flüchtige Mörder ist katholischer diese Art Musiker nicht zum Kunstpersonal rechne, mithin ver- Lokomotivführer wurden mit Strafmandaten bedacht, weil sie den Religion und war früher anscheinend sehr fromm. Jedenfalls it blinden" Geigenkünstlerinnen in den Damenkapellen zu den übertreten haben sollten, welcher lautet:" Mit Geldstrafe bis zu ſicherungspflichtig sei. Es ist auch eine bittere Fronie, etwa die§ 44 Nr. 2 des Feld und Forstpolizei- Gesetzes vom 1. April 1880 §44 es Thatsache, daß der Schuhmacher jeden Morgen der effe Künstlerinnen zu rechnen. in der Michaelkirche beiwohnte. Ob G. mit seiner angeblichen 50 M. oder mit haft bis zu 14 Tagen wird bestraft: Wer im Frau, welche aus München stammt, in Wirklichkeit verheirathet Von Dieben ist schon mehrfach das Sygienische Institut in Walde brennende oder glimmende Gegenstände fallen läßt, fortwirft war, erscheint nach allen bisherigen Feststellungen zweifelhaft. 3war der Klosterstraße heimgesucht worden. Manometer und allerhand feitigung der Flugfeuergefahr nicht in der Hand haben, diese oder unvorsichtig handhabt." Da die Lokomotivführer die Bes ist die Fremde bei der Polizei als Chefrau gemeldet, doch war Theile von Dampfmaschinen wurden entwendet, ohne daß man die vielmehr von der Konstruktion der Maschine und speziell der des Goenczy trotz wiederholter polizeilicher Aufforderung nicht in der Thäter ermitteln konnte. Kürzlich erst hat man zwei ingendliche Schlotes abhängt, so beantragten die mit dem Strafmandat be Lage, diesbezügliche Bescheinigungen beizubringen. Was den Reich- Bersonen, die 16jährigen Arbeitsburschen K. und P., deren Eltern glückten" Lokomotivführer richterliche Entscheidung. Die Sache thum der ermordeten Wittwe Schulze betrifft, so wird von einem in der Klosterstraße wohnen, unmittelbar nach der That abgefaßt. follte vor dem zuständigen Amtsgericht Oranienburg zur Entscheidung Berichterstatter angegeben, daß ihr Vermögen fich nur" auf Die Burschen hatten das Institut besichtigt und in der Modell21/2 Millionen Mark belaufen habe. Der nächstberechtigte Erbe ist abtheilung aus einer Dampf- Kochküche winzig kleine, aus Kupfer gebracht werden. Termin zur Hauptverhandlung war bereits an ein Stiefsohn der Sch., der früher in dem Hause Friedrich- getriebene Gimerchen fich angeeignet. Sie waren dreift genug, fich gefeßt, doch ist derfelbe plöglich aufgehoben worden, weil sich die straße 64 einen Bierverlag besaß. Der aus der ersten Ehe ihre Beute genauer anzusehen, sobald sie wieder die Straße betreten Eisenbahnbehörde der Sache angenommen hat. Da der Eisenbahndes verstorbenen Schulze stammende junge Mann verzog vor etwa batten. Beamte des Instituts beobachteten das von den Fenstern minister den Polizeibehörden und den Gerichtsbehörden Befehle nicht brei Jahren nach der Mittelstraße und ist von dort vor Jahresfrist nach des oberen Stockwerts aus, holten die Jünglinge herein und über- ertheilen kann, so bleiben nur die beiden Möglichkeiten übrig, daß außerhalb abgereift. Bisher ist es noch nicht gelungen, den gegens gaben sie der Polizei, die man inzwischen herbeigerufen hatte. der Amtsvorsteher die Strafmandate aus freien Stücken zurückgezogen wärtigen Aufenthaltsort des Sch. zu ermitteln. oder daß der Eisenbahnminister den Kompetenzkonflikt erhoben hat. Die polizeilichen Nachforschungen nach dem Absender des in 25. August, ist hinter dem Grundstück Holzmarktstr. 33 die Leiche Leichenfund. Das Polizeipräsidium theilt mit: Am Mittwoch, Hannover unter dem Namen„ Frau Schulze" aufgegebenen Tele- eines jungen Mannes, einige zwanzig Jahre alt, dunkelblondes gramms erwiefen fich bisher als resultatlos, da sich die Bofibeamten Haar, Anflug von Schnurrbart, völlig unbefleidet aus der Spree ber betreffenden Persönlichkeit nicht entsinnen. Es ist sehr wohl gelandet. Um den Kopf über die Augen hinweg war ein blauer möglich, daß G., wiewohl er am 18. bestimmt in Berlin gewesen, Schlips mit weißen Punkten( Selbstbinder) geschlungen. Am Kopfe persönlich die Depesche aufgegeben hat. Er ist am 17. abends oder und am rechten Oberschenkel der Leiche befinden sich einige Ver18. früh nach Hannover gefahren, wo er im letzteren Falle vorlegungen, die vielleicht von einem Bootshaken herrühren und nach mittags 11 Uhr 16 Min. eintraf. Es wird angenommen, daß er dem Tode beigebracht sind. Die Leiche fann vielleicht drei Tage im 1 Uhr 17 Min. mittags von dort wieder abgefahren und um 7 Uhr Waffer gelegen haben. Ueber die Persönlichkeit des Verstorbenen ist 47 Min. in Berlin wieder eingetroffen ist. Jedenfalls ist G. noch bisher nichts bekannt geworden. an demselben Abend von Bahnhof Friedrichstraße in der Richtung nach Frankfurt a. D. wieder abgereift. Weller Prognose für Donnerstag, den 26. August 1897. Regenfällen und mäßiger Luftbewegung; nachher etwas kühler. Bunä bst etwas wärmer bei zunehmender Bewölkung, leichten Berliner Wetterbureau. Versammlungen. Die Zimmerer beschäftigten sich in einer am Dienstag abge. haltenen Versammlung mit dem von der Innung gegründeten Unbekannt verstorben. Am 24. d. M. wurde ein unbekannter, Arbeitsnachweis. Der Referent Kube bemerkte unter anderm, die Die beiden Opfer des Raubmordes, Frau Schulze und Tochter, des Amtsvorstandes zu Stralau durch einen Wagen der Unfall- nachkommend, nochmals an die Leitung des Arbeitsnachweises ge etwa 40 Jahre alter Mann, anscheinend Arbeiter, auf Veranlassung Lobukommission habe sich, einem Beschluß der vorigen Versammlung werden heute Donnerstag Nachmittag um 3 Uhr auf dem alten station X zur Charitee gebracht. Bei der Ankunft im Krankenhause wandt uin eine Mitwirkung der Arbeiter an der Verwaltung des Domkirchhofe in der Liesenstraße beerdigt werden. Aus dem Vorleben der Ermordeten macht das„ Berl. Tagebl." stellte der bortige Arzt jedoch den inzwischen eingetretenen Tod fest. felben zu fordern. Auf das betreffende Schreiben sei aber gar keine folgende Mittheilungen: Der Mann der Ermordeten ist in den Die Leiche des Unbekannten wurde dann ins Schauhaus gebracht. Antwort erfolgt. Daraus fönne man wohl mit recht schließen, daß 60er Jahren mit Familie nach Berlin gekommen und wurde erst in Straßensperrung. Mit der Asphaltirung der Altonaerstraße die Junung dem Verlangen der Arbeiter nicht nachkommen wolle. den Gründerjahren bekannter. Er handelte anfänglich mit Bau- von der Brücken- Allee bis zum Hansaplatz wird am 26. d. M. begonnen Da man begründete Ursache habe, anzunehmen, daß der Arbeitsmaterialien und Gips und wurde dann Besitzer der Steinbrüche bei werden. Die Sperrung der genannten Straße für Fuhrwerke und nachweis als Kampfmittel gegen die Bestrebungen der Arbeiter Sperenberg. Einen Namen und seinen Reichthum erwarb er fich Reiter wird erfolgen, sobald die Händelstraße zwischen Brücken- Allee dienen solle, so möge kein Zimmerer die Vermittelung diefes Nachaber erst durch Wuchergeschäfte. Als Wucherer war er, der die und Lessingstraße wieder für den Verkehr eröffnet ist. weises in Anspruch nehmen. Die Diskussionsredner vertraten den= Bornamen Samuel Gotthelf führte, unter dem Spiznamen„ Samiel Von der neuen Baupolizei- Ordnung erschien im Verlage von wiegend nur solche Kameraden den Arbeitsnachweis aufsuchen, die infolge felben Standpunkt. Unter anderem wurde behauptet, daß vor Silf" stadtbekannt. Die Frau Schulze war ehemals Dienstmädchen Georg Siemens hier eine Ausgabe im handlichen Taschenformat zum und wurde kurz vor dem Tode des Schulze von diesem geheirathet Preise von 60 Pf., welche die besondere Beachtung der Interessenten des von Alter und Gebrechlichkeit von den Meistern zurückgewiesen Die Kriminalpolizei macht noch folgende Mittheilung. Nach eine übersichtliche Darstellung der für Neubauten vorgeschriebenen Wand- tüchtige und brauchbare Arbeiter suchten den Nachweis dagegen halb verdient, weil derselben neben der Baupolizei- Gebührenordnung noch werden, und auch durch den Nachweis teine Arbeit erhalten. Wirklich Aussage der unverehelichten Raffatsty find Goenczy und seine Ehes stärken beigefügt ist. frau am Abend des 18. August zwischen 11 und 12 Uhr auf dem nicht auf, weshalb die Zahl der durch denselben besetzten Stellen Bahnhof Friedrichstraße in ein Rupee eingestiegen, welches die Auf- Der Juhaber einer hiesigen Getreidefirma, Louis Frenden nur eine fehr geringe fei; auch scheine es, daß gerade die Meister, Schrift Bosen- Justerburg trug. Sie führten einen mittelgroßen weiß- thal, hat sich, der Staatsbürger- Zeitung" zufolge, das Leben ge- welche Arbeit haben, den Arbeitsnachweis nicht in Anspruch nehmen. und gelbgefleckten Wolfsspizhund bei sich. Die Hinterlassenschaft Freudenthal betrieb ein Effettivgeschäft in Getreide. nommen. Der Grund soll in Nahrungsforgen gelegen haben. Im Gegensatz zu anderen Rednern behauptete GIsholz, daß auch ber Wittwe Schulze anlangend, hat das Bankhaus Gumpert tüchtige und fogar organisirte Zimmerer sich auf dem Arbeite u. Philipp zwar Werthpapiere der letteren im Betrage von Ein Kaffenränber versuchte vorgestern Morgen die Frau des streiten diese Behauptung. nachweis hätten einzeichnen laffen. Andere Redner be. 400 000 m. in Verwahrung, aber auch eine Forderung an die Restaurateurs Alexander Schulz in der Naunynstraße 31 zu über: bis jetzt 486 Arbeitsuchende eingeschrieben, davon haben 226 Arbeit Wie Webers anführte, sind Schulze in Höhe von 300 000 m. fallen. Er ließ sich, als die Wirthin allein anwesend war, ein Glas erhalten, aber nur 75 von diesen stehen zur Zeit noch in Arbeit. Hinter dem Schuhwaarenhändler Josef Goenczy aus Berlin, Bier geben. Nachdem dies geschehen, trat Frau Schulz hinter den Die Versammlung beichloß: den Arbeitsnachweis wegen seiner eingeb. 2. Juli 1852 zu Pflustadt in Siebenbürgen und dessen Ehefrau Ladentisch, um Gläser zu spülen; plöglich hörte sie hinter fich ein feitigen Tendenz so lange zu meiden und gegen denselben zu agiAnna Goenczy, geb. 20. Januar 1849 zu Niendorf in Bayern ist verdächtiges Geräusch und als sie sich umdrehte, stand der Gast tiren, bis den Wünschen der Arbeiter Rechnung getragen werde. geftern ein Steckbrief erlassen worden. Der Mörder hinter ihr und versuchte, sie zu Boden zu werien. Goenczy war bei seinen engeren Berufskollegen, den Berliner Frau packte aber den Menschen an die Kehle und wehrte ihn durch letzten Versammlung wieder eine Anzahl von Unternehmern die Die refolute Ueber den Stand der Lohnbewegung bemerkte Kube, daß seit der organisirten Schuhfabritarbeitern, sehr verrufen. Mehrfach tüchtige Fauftschläge ab, so daß er es vorzog, eiligst zu verduften. Forderungen bewilligt haben, die Bewegung also fortgesetzt günstig find ihm fogar in öffentlichen Versammlungen Uebergriffe Der freche Patron macht einen noch jugendlichen Einbrud, er trägt verlaufe und somit keine Ursache vorliege, von der bisherigen gegenüber den ihm als Wertmeister unterstellten Arbeiterinnen sowie einen dunklen Anzug, dunklen Shlips und hat einen starken schwarzen Taktik abzuweichen. Der größte Theil der Kameraden arbeite bereits gegenüber den Arbeitern vorgeworfen worden. Er galt als„ Streit Schnurrbart. brecher" und Denunziant, der vielfach die Differenzen zwischen Arzu 60 Pf. Verschiedene Redner befürworteten, daß man in der bis. beitern und Arbeitgebern benutzte, um sich durch Liebedienerei und Oberkellner Gregor aus der Rosenthalerstraße schwer verunglückt. weiter kämpfe. Dagegen machte GIs holz unter lautem Widers Beim Reinigen seines Revolvers ift gestern Nachmittag der berigen Weise für die allgemeine Durchführung der Forderungen Angeberei bei letteren in ein gutes Licht zu setzen. Auch seine Be G. entiud in seiner Wohnung die mit Kugelpatronen geladene Waffe, spruch der Versammlung den Vorschlag, den Bimmerern zu gestatten, Biebungen zu feiner angeblichen Stieftochter, der Stepperin Martha als wahrscheinlich durch eine Unvorsichtigkeit der Revolver losging. daß fie auch unter 60 Pf. arbeiten dürfen, da es manchem Familiens Raffalsty, welche seinen Mitarbeitern bei der Firma Müller n. Schliß- Die Kugel zertrümmerte die in der Nähe stehende Waschschüssel und vater schwer werde, nur deshalb arbeitslos zu sein, weil er nicht Arbeit weg natürlich fein Geheimniß blieben, erregten in Arbeiterkreisen ein großer Splitter derfelben flog G. ins linte Auge, welches fofort zu 60 Pf. finde. Die Versammlung beschloß: Es ist auch ferner großes Aergerniß. Jm allgemeinen hielten sich die Arbeiter dem auslief. Der sogleich herbeigerufene Arzt hielt auch das andere Auge Pflicht eines jeden Kameraden, nicht unter 60 Pf. Stundenlohn zu ungarischen Werkmeister", wie Goenczy genannt wurde, nach Thun- für gefährdet und ordnete die sofortige Ueberführung des Ver- arbeiten, und auf solchen Plätzen, wo weniger gezahlt wird, für eine lichkeit fern, da er in dem Rufe eines rücksichtslosen, heimtückischen unglückten in eine Klinik an. Menschen stand. Inwieweit er wegen dieser Eigenschaften bei den Erhöhung nöthigenfalls durch Arbeitsniederlegung einzutreten. Unternehmern angesehen war, mag ununtersucht bleiben. In dem Geschäftsteller des Kaufmanns Hermann Mey im Auf jedem Platz muß ein Deputirter ernannt werden. Der wöchents Aus Sperenberg wird der„ Berl. 3tg." geschrieben: Bor wenigen Hause Fehrbellinerstr. 35 gerieth beim Abziehen von Spiritus eine liche Beitrag zum Agitations- und Unterſtüßungsfonds wurde nach Wochen war die verstorbene Frau Schulze noch in Sperenberg, um 18 jährige Laufbursche Friß Stramet versuchte die Flamme durch fleine Menge der vorbeigeflossenen Flüssigkeit in Brand. Der dem Vorschlage der Lohnkommiffion auf 50 Pf. herabgesetzt. dort aufs neue wegen ihres vom Staate geschlossenen Gipsbruches Austreten zu löschen, zog sich dabei aver arge Brandwunden am referirte am Sonntag Nachmittag in Ju einer öffentlichen Versammlung der Bananschläger zu unterhandeln. Die Schließung erfolgte, weil der Betrieb nicht rechten Beine zu. Er fand in der Charitee Aufnahme. Buste's Lokal in der Den bergbaulichen Vorschriften gemäß gehandhabt wurde. Frau Grenadierstraße Kollege Schenter über Schulze als eigensinnige Frau, die gerne prozessirte, glaubte der Gewerbegerichte". Ergriffen wurde der fahnenflüchtige Garde- Grenadier Müller II. Die hiernach It erledigende Wahl eines Delegirten in Behörde trogen zu können, was ihr aber mißlungen ist. Außerdem von der 2. Kompagnie des 3. Grderegiments in dem Augenblick, die Gewerkschaftskommission fiel auf Gustav Bergeau, hatte sie in letter Beit zwei große Prozesse gegen Sperenberger als er in Bayern die österreichische Grenze überschreiten wollte. Roppenstr. 42; als dessen Stellvertreter wurde Finke ernannt. Bauern verloren, mit denen sie seit Jahren wegen ihrer Abbaurechte Müller hatte vor sechs Wochen seinen Truppentheil verlassen, Im gewerkschaftlichen Punkt wurde heftig gegen das in dieser in Streitigkeiten lag. Ueberhaupt schien Frau Schulze bei den weil er wegen Schlafens auf Posten vierzehn Tage Arrest absigen Branche gebräuchliche Entrepreneurwesen" protestirt. Die„ EntreSperenbergern schlecht angeschrieben zu sein; das tommt wohl da sollte. her, weil sie sich selbst von ihren Arbeitern auf Zahlung der Löbne vertlagen ließ. Es giebt taum jemand in Sperenberg, der mit ihr in geschäftlichen Angelegen heiten auf einem anderen als dem Prozeßwege auseinander getommen wäre. " preneure" beziehen von den Meistern keinen Lohn, sondern machen in Charlottenburg auf frischer That ertappt und dann verhaftet Sierbei tommt noch in betracht, daß die Arbeiter gar keine Kontrolle sich dadurch bezahlt, daß sie von den mit den Meistern vereinbarten Ein Fahrraddieb, der in Gemeinschaft mit einem Romplizen Atfordlöhnen einen gewissen Prozentsatz( 5-10 pGt.) für sich behalten. worden ist, erschoß sich dort auf der Polizeiwache in dem Augen über die mit den Meistern vereinbarten Lohnfäße haben; sie sind blick, als er durchsucht werden sollte, mit einem Revolver, den er lediglich darauf angewiesen, den Lohnfab anzunehmen, welchen ihnen bei sich trug. Der Selbstmörder ist ein am 25. Dezember 1874 in Im Moabiter Untersuchungsgefängniß wird die Verbindung St. Louis in Amerika geborener Elektrotechniker Ehrhardt Schubert, der Entrepreneur als den vereinbarten angiebt. Für die zu leistende zwischen Gefängniß und Kriminalgericht durch Wandelgänge her: der feinen Wohnsitz in Hamburg batte und erst vor kurzem nach Arbeit sei nach Meinung der verschiedenen Redner 5 pCt. genügend. gestellt, welche durch die Umfaffungsmaner führen und die mit Glas Berlin gekommen war. Sein Kollege ist ein 22 Jahre alter Kauf in Werkstätten noch auf Bauten bestimmte Arbeitsplätze zur VerWeiter wurde darüber Klage geführt, daß den Bauanschlägern weder in eisernen Rahmen gedekt sind. In letzter Zeit ist es vorgekommen, mann Morowski aus Hamburg. baß Gefangene vom Gefängnißhof aus das Dach eines solchen fügung ständen; stets feien sie abhängig von dem guten Willen der Wandelganges erstiegen haben, von dort mit Leichtigkeit über die auf dem Werderschen Markte der Kutscher Paul Reichel durch den Attordlohn scharf getadelt, ebenso die willkürlich lange Arbeitszeit. Unglücksfälle im Straßenverkehr. Gestern Morgen wurde Werkstattkollegen. Außerdem wurde ein sich Unterbieten mit dem Umfassungsmauer geklettert und so ins Freie gelangt sind. Um dies Sturz eines seiner Pferde vom Bocke des von ihm geführten Geschäfts- Es wurden Fälle angeführt, in denen der betreffende Anschläger von zu verhindern, hat man nunmehr die Umfassungsmauer über den Wandelgängen in angemessener Breite um etwa acht Fuß erhöht, wagens geschleudert und dabei am linken Handgelenk schwer verletzt. früh 5 bis 9 Uhr abends, den ganzen Sonntag hindurch und außer der so daß auch an diesen Stellen das Entweichen unmöglich gemacht wurde vormittags der neben seiner Droschke stehende Kutscher Georg rühmte sich, einen Arbeiter zu haben, der ihm für drei arbeite, der Auf der Droschten- Haltestelle in der Straße An der Stadtbahn Zeit zum Mittagessen ohne jegliche Pause arbeitete. Der Meister Thran durch einen Schlächterwagen, dessen Führer, der Hausdiener betreffende Arbeiter dagegen flagte, daß der Meister ihm die Afford Der Ferusprechverkehr mit Strausberg ist eröffnet worden. Michael Matowiad, vorschriftswidrig schnell aus der Straße An löhne drücke. Zu irgend welchen Vorschlägen um Abstellung dieser Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei der Stralauer Brücke eingebogen war, überfahren und an den Armen Uebelstände kam es nicht. Ein Antrag, mittels Behnpfennig- Marken Minuten beträgt: a) im Verkehr mit Berlin nebst Vor- und Nachbar und innerlich anscheinend schwer verlegt. Der schuldige Kutscher für eventuelle Fälle einen Streit- und Agitationsfonds zu gründen, orten mit Ausschluß der Orte Nowawes Neuendorf, Ludwigsfelde, entzog sich seiner Feststellung durch die Flucht, ist aber nachträglich fand fein genügendes Entgegenkommen, die weitere Debatte glitt Potsdam und Wannsee 25 Pf.; b) im Verkehr mit den zuleßt auf- ermittelt worden. Vor dem Hause Hussitenstraße 24 lief nach denn auf persönliches Gebiet hinüber. Hervorzuheben sind noch die geführten Drten 1 W. mittags die fünfjährige Tochter des Klempners Wagner gegen einen Angaben über den Stand der Organisation; von den ca. 1200 BauEine Klatschgeschichte schauerlicher Art wird in einigen Geschäftswagen, gerieth unter die Städer und trug Quetschungen an anschlägern in Berlin und Umgegend sind nur ca. 300 in zwei Hiefigen Blättern berichtet. Danach soll ein Fräulein Müller, beiden Beinen davon. lokalen Vereinen organisirt. worden ist. Tisz Eingelaufene Druckschriften. Bon der euen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Dieg' Verlag) is foeben das 48. Seft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die polnische Verfaffung vom 3. Mat 1791. Bon J. B. M. Die Musit und bas Bolt. Von August Quift. Die Nationalttäten in Defterreich und die Sozialdemokratie. Bon Verus. Wohnungsfrage und Sterblichkeit. Von Henriette Fürth. Notizen: Die verfuntene Gloce. Jmmuniſtrung gegen Biperngift durch Aalblut. Feuilleton: Was unfere, befferen Streife" lefeu. Ein luftiger Beitrag zur Kritit der Familienliteratur. Bon Otto Ernst. Der Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde hielt am 19. Auguft feine regelmäßige Monats- Bersammlung ab. Genosse Faber sprach über die politischen Parteien Deutschlands. Unter Berfchiedenem gab der Vorsitzende bekannt, daß demnächst eine Statutenänderung erfolgen solle, und darauf bezügliche Anträge zur nächsten Generalversammlung gestellt werden möchten. Rette er. fuchte, sich zahlreich an der in der Brauerei Stralau am Sonntag, den 29. August, stattfindenden Laffalle- Feier zu betheiligen, welche für Rummelsburg, Stralau, Friedrichsberg und Friedrichsfelde zu Die Sosialistischen Monatshefte"( Redaktion und Berlag: Berlin NW., sammen abgehalten wird. Berliner Naturheilverein 2. Heute, abends 8% Uhr, im fleinen Saale bes Bereins junger Kaufleute, Beuthstraße 20: Deffentlicher Vortrag des Herrn R. Gerling über:„ Sofortige Schmerzftillung durch Griffe."( Nervendehnung mit Experimenten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlek Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 26. August: Urania Tanbenstrasse 48-49. Marienstr. 27) haben foeben ihr 8. Heft erscheinen laffen. Daffelbe bringt die Fortsetzung der Enquete über die Stellung der Sozialdemokratie zu den preußischen Landtagswahlen; von sozialdemokratischer Seite haben Auer, Schoenlant, A. v. Elm, Lerda und Troelsira geantwortet; von bürgerlicher Seite Dr. Franz Oppenheimer in ausführlicher Darlegung, und Nickert. Ferner wird die Artikel- Serie über den Stand der sozialistischen Bewegung in den ver Naturkundl. Ausstellung tägl.gisid mis si geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf.- Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. 00 Nenes kal. Operntheater( KR) Passage- Panopticum. Der Troubadour Anf. 72 Uhr. Schauspielhaus. Coriolan. Aufang 7 Uhr. Deutsches. Die verfunkene Glode. Berliner. Der Herr Senator. Leffing. Die Geisha. Oeffentliche schiebenen Kulturftaaten, welche bereits in Einzeldarstellungen den Sozialismus in England, Italien und Queensland behandelt hat, in diesem Hefte fortgesett Des durch den Auffag: Der Sozialismus in Ungarn von Ernst Garami. weiteren enthält das Heft eine Biographie des berühmten russischen Revolutionärs Andrej Scheljabow, als Seitenstück zu dem in einer früheren Nummer ver-, öffentlichten Essay über Sophja Perowstaja. Ter sonstige Inhalt ist: Oda Olberg: Die Pellagra. Ch. Nuyssen: Die fritische Methode. Dr. Arthur Mülberger: Eine neue Sozialtheorie. Friedrich v. Oppeln Bronikowsti: Wie es geht. Rundschau: Kunst: Deutsche Ausstellungen 1897( Dresden, München, Berlin). Bücher. Revuen. Varia. Ein charakteristisches Portrait Scheljabow's ist beigegeben. Die Beilage der Sozialistischen Monatshefte" Der sozialistische Student", ist der akademischen Ferien wegen diesmal nicht erschienen. Die Sozialistischen Monatshefte" toten pro Quartal 1,50 M.; Ginzelheft 50 Pf. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen Kolporteure und Postanstalten. " " Versammlungen hosduudire binago sto si adder on drier ofsa refisturinted 10 d# 2 Passage- Panoptleum ſozialdemokratischen Parteigenossen und Genofsinnen Berlins Westen. A Basso Porto.( Am Cel unteren Hafen.) Neues. Der Stellvertreter. Anfang 71 Uhr. Unter den Linden. Die Fledermaus. Anfang 72 Uhr. Schiller. Papa Nitsche. Anfang 8 Uhr. Zentral. Ein fideler Abend. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. 8wei Tage Millionär. Grotte Von Capri. Eine Kriminalgeschichte. Jahrhundert Fahrt auf dem der Mode. Golf v. Neapel ( Riesen- Illusion) und 500 Sehenswürdigkeiten. 10a Castan's Often Unsere Reichspoſt. Anfang Panopticum. 8 Uhr. Alexanderplat. Faust. Belle- Alliance. Spezialitäten. An6 Uhr. Apollo. Benus auf Erden. Anfang 72 Uhr. Paffage Panoptikum. 30 Kinder der Wüste. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Papa Nitsche. Freitag, abends 8 Uhr: Weh' dem, der lügt. Sonnabend, abends 8 Uhr, zum ersten Male: Clavigo. Hierauf: Die Ge: schwister. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Eröffnungs- Vorstellung Dienstag, den 31. August. Zum 1. Male: Geschwister Fiebig. Modernes Boltsstück in 3 Aften bon Oscar Wagner und Hugo Haßkerl. Mufit von Frig Krause. Billetverkauf im Invalidendant, Unter den Linden 24 und im Theater: bureau. Ostend- Theater. Unsere Reichspost. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß Anfang 8 Uhr. Im Garten: Anfang 5 Uhr: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Hugo Schulz. Friedrichstr. 165. Bärenweib die grösste Sehenswürdigkeit des ablaufenden Jahrhunderts ist wieder da!!! Neu! Italienische Kapelle des Maestro Liberti, 5 Herren, 2 Damen. Concerthaus Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree: Saal und II. Rang 30 Bf., Sperrsiz 50 Pf., Logen u. L. Rang 1 M. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Nur noch bis 31. August Venus auf Erden. Otto Reutter, Else Arevalo, Mr. Rudinoff und das erfolgreiche Programm. Kaffeneröffnung 61 Uhr. Ronzert 7 Uhr. Borstellung 8 Uhr. Mittwoch, den 1. September: Paula Grigatti, Henriette Gröffnung der Winter- Saison. Ferry. Lebende Photographien. Prof. Alfredi. Sonnabend: Gr. Sommernachtsfest. Central- Theater Alte Jakobftr. 30. Direktion Richard Schultz. Donnerstag, den 26. August 1897: Letzte Woche: Emil Thomas a. G. Bum 98. Male: Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in einem Vorspiel und 3 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von ber schiedenen Meistern, arrangirt vom Kapellmeister Julius Einöbshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fideler Abend. Gebr. Herrnfeld's I. OriginalBudapester Possen- u. OperettenTheater verbleibt nach wie vor din. Kaufmann's Variété. Erzielt zur Zeit die grössten 99 Triumphe und ausverkaufte Häuser mit dem Saison- Schlager Bollständig nenes außergewöhn: liches großartiges Programm. Beginn 7 Uhr. Viktoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 d nahe Potsdamer Platz. ( Garten resp. Saal)! Täglich: am Donnerstag, den 26. August cr., abends 82 Uhr, ties in folgenden Lokalen: 1. Kreis: ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. 2. Kreis: Habel's Brauerei, Bergmannstraße 57. 615 3. Kreis: Möhring's Salon, Admiralstraße 18c. ded 4. Kreis: ,, Andreasfäle', Andreasstr. 21, früher Joel. 5. Kreis: ,, Schützenhaus", Linienstraße 5. schildspal is ried sunst 6. Kreis: ,, Kolberger Salon", Kolbergerstraße 23. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung der Brandenburger Konferenz für die Landagitation. 2. Diskussion. Wahl von Delegirten. Zu recht zahlreichem Besuch laden ein Puhlmann's 230 Die Vertrauenspersonen. Arbeiter- Bildungsschule. Vaudeville- Theater Sonntag, den 5. September cr., nachmittags 16 Uhr, Schönhauser Allee 148, Kastanien: Allee 97-99. Täglich: pünktlich Besichtigung der Sternwarte in Treptow ( Riesen- Fernrohr) mit einleitendem Vortrag.. Im Reiche der Sirenen. Billets zum ermässigten Preise von 75 Pf. sind zu haben bei Gottfr. Schulz, Am Kottbuser Thor; Paul Mücke, Manteuffelstrasse 128; H. Königs, Dieffenbachstr. 30; Gleinert, Müllerstrasse 7a und Donnerstags abends in der Nordschule, Brunnenstrasse 25. Große Ausstattungsburleske mit Gesang und Tanz in 3 Abtheil. Ludwig Glaser, Humorist. Robert Dill, Operet.t- Sänger. Little Nannon, Miniat. Soubr. Geschwister Erneſto, dopp. Seil. Barbarina's Ballet. Mrs. Trudy, Luftpotpourri.add Kinematograph!( lebende Photogr.) neue Serien. Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. 50 Pf. Schweizer Garten. stönigsther.( Salteftelle ber Pferdebahn.) Am Friedrichshain. Zahlreiche Betheiligung erwartet Der Unterricht beginnt am 6/1 Der Vorstand. Matinées. 213/ 14* Unterzeichnete Direktion em: pfiehlt ihre Theater- Näume mit der Gesammt- Vorstellung den pp. Vereinen u. Gewerkschaften für die Winter: Saison zur Abhaltung von Matinées zu foulanten Be dingungen. 2380L Anton& Donat Herrnfeld, Direktion d. Kaufmann's Variété u.d.Budapester Poffen- OperettenTheaters. Mühleustraße Nr. 8 13. Oktober, Inselstr. 10, nage Oberbauur 11. Warschauerstraße, vorn 1 Tr,( nicht wie früher bekannt gegeben in der Annenst. 16). Die Mitglieder werden ersucht, schon jetzt neue Theilnehmer zu werben. Arbeiter- Radfahrer! D. O. Bur Gründung einer Filiale des Arbeiter- Radfahrer- Vereins Berling" leinstraße Nr. 6, eine 266/19 üben, finbet hente, abends 19 Uhr, im Lotal von Ewald, SchönNeues Riesen- Programm! im Ein Sport- Fest Versammlung in Wusterhausen. statt. Alle radfahrenden Arbeiter vom Süden, Rixdorfu. s. w. find Gr. Ausstattungs- Operetten- Burleske. dazu eingeladen. Sarrajani's urkomisch dressirted Der Vorstand. J. A.: May Kern, 1. Vorsitzender, Thier- Familie. de son Charlottenburg, Garde du Corpsstraße 3, 3 Tr. r. Ju Saale: Grosser Ball. Voltsbeluftigungen aller Art. Anfang 5 Uhr. G Entre 30 Gr. Dampferpartie mit Musik Im September ist nur noch ein Sonnabend zu vergeben. Konzerthaus Sanssouci, nach Potsdam- Nedlik find billige freundliche Hofwohnungen vom 1. Oktober zu vermiethen. Näheres beim Verwalter. 20252 Oppelnerstr. 20 freundliche Hofwohnungen, part. und 1 Tr., 76 und 78 Thlr. 1596 Schlafft. f. H. Friedrichsbergerstr. 4. 1986 Jülisch. Möbl. Schlafft. f. 2 Herrn fof. bill. 3. vermiethen. Günther, Georgenkirch straße 37a( Laden). 1976 Schlafft. f. H. Faldensteinstr. 26, VI Frol. Schlafz. m. Balfon f. 1 S., 10 M. bei M. Müller, Holzmarktstr. 19, 4 Tr Tapezier- Geschäft in sehr guter Lage, sofort sehr billig zu 181 übernehmen. Adr. Postamt 56 u. H.100, Stettiner Sänger Kottbuferfte. 4a, Juh. S. Pierry. morgens 8 Uhr; von„ Bellevue“( Moabiter Brüde) 8 Uhr. Fahrpreis ( Meyfet, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, 2 Schneider fund Schrader.) Zum Schluß: Strampelbrüder. Ensemble von Meysel. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. Billets à 40 Pf. und Familien Billets à 1 M. nur im Vorverkauf. ( Siehe Plakate.) Nach der Soiree; Tanz- Kränzchen. Fahrräder können ein gestellt werden, Wedding- Park Müllerstraße 178. Gr. Garten- Lokalitäten, verdeckte Sommer- Kegelbahnen, Franz. 177 Heute, Donnerstag: Großen Erfolg hat inimer noch die Posse Madame Sans- Gêne zu verzeichnen. Ferner: Spezialitäten 1. Manges. Anfang 8 1hr. Entree 30 23f. Passe- partouts gelten. TO Avis! Bom 1. September ab finden diese Vorstellungen Dienstag, Donnerstag und Sonntag statt. Maehr's Variété- Theater Oranienstr. 24. Mittwoch, den 1. September 1897: am Sonntag, den 29. Auguft. Abfahrt von der Weidendammer Brücke für Hin und Rückfahrt 1,10 M., Kinder 50 Pf. Fahrkarten sind nur vor der Abfahrt der Dampfer zu haben. Gäste sind freundlich eingeladen. 189b Vergnügungsverein Alpenrose. Verein der Former. 197 Sonntag, den 29. August: Herrenpartie nach Strausberg. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof um 7 Uhr 32 Minuten. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Alb. Mewes, Vorsitzender. Ostbahn- Park 195b Eröffnung der Winter- Saison. Am Küstriner Platz Hermann Imbs. Am Küstriner Platz Täglich: Theaterund Spezialitäten Vorstellung. Der Galeerenftlabe. Schauspiel mit Gefang. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Die Mutter ber kompagnie Meu! Der Stumme und Tein Affe. Schwant. Geschw. Böhrer, die besten Ver 28910 Ausstattungs- Ensemble. Neue Attraktions- Nummern. Kaffeeküche. Boltsbeluftigungen. Mittwoch: Kinder Fest. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Zuzug fernhalten von Drechslern und Tischlern von Engel, Demminerftr. 5. 292/15 Die Ortsverwaltung. Die Former und Kernmacher der Firma S Borsig haben Montag, den 23. d. M., wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Zuzug nach betreffender Firma ist streng fernzuhalten! 2. Müller, Gerichtsstr. 31, Vertrauensmann.[ 63/ 4* Zentral- Arbeitsnachweis d. Töpfer Deutschlands, Berlin, Nojenthalerstr. 57, zweiter Eingang: Gormannftr. 4 Gesucht werden unverheirathete nach Gr. Beeren, Lübbenau, Jacobss Müncheberg. 196/9 wandlungsbuettisten. Mr. Walther, Entree Sonntags 20 Pf., Kinder 10 Pf. Wochentags 10 Pf., tinder 10 Bf. Hagen in Pommern und Buckow bei Neger- Ercentric und andere. Anfang Wochent. 8 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree in der Woche 25 Pf., referv. Platz 40 Pf. Sonntags- Entree 40 Pf., refervirter Plaz 60 Pf. 180b W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Läglich: Konzert. Himmel auf Erden: Billards, Beluftigungen aller Art Theatervorstellung. Montag, den 6. September: Grosse Jubiläums- und Wohlthätigkeits- Vorstellung zum besten der Ueberschwemmten zum 100. und letzten Male: ,, Himmel auf Erden". Montag, 6. September in Kaufmann's Variété Eröffnung der Winter- Saison mit der hochaktuellen Posse ,, Im Wintergarten" sowie mit dem an Situationswitz unübertreffl. Lustspiel ,, Im Ateller". Staffeefüche täglich geöffnet. Auftreten Jeben Donnerstag: Spezialitätenkünftl. I. Ranges Gr. Kinderfelt mit Gratisverloofung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert und Ball. Jeden d Mittwoch: Gesellschaftsabend. Auftreten des Konzertfängers Herrn Kroll, fowie des Konzertpianisten Herrn A. Patsch. Entree frei. Wilhelm Trapp. Zur Landpartie 1866 Neu! ODB Neu! Rofen aus dem Süden. Original Burleske mit Gefang von W. Geride. Dienstag und Donnerstag: Jeden Sonntag, Montag, im Saal: Grosser Ball. Warne einen Jeben, meiner Tochter Klara Neumann auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts empfehle meinen großen eleganten auffomme. Herm. Neumann, Brauerei- Ausschank der Brauerei Stralau Oeconomie: Birkholz& Mittag. Jeden Sonntag und Donnerstag: Theater- und Spezialläten- Vorstellung. Garten- Konzert der 20 Mann starken Hauskapelle. Im Saale: Grosser Ball bei gänzlich freiem Entree. Sport- und Ruderboote in gr. Auswahl stehen zur Verfügung. Kaffeeküche v. 2-7 Uhr. Volksbelustigungen jeder Art. 2 verdeckte Kegelbahnen. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Birkholz& Mittag. Fernsprecher- Amt IV, 447. Einsegnungs- Anzüge in glatten Rammgarn, Satin, Diagonal und [ 23622*] Tuchstoffen, 1 und 2 reihig, von 12-24 M. M. Schulmeister, ister. Dresdenerstr. 4 user.b. Schneider: am Rott bufer- Th. Stellmacher! Die Treppengeländer- Werkstelle von H. Engel ist gesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. 159/20 Die Agitations- Kommission. Stuhlflechterinnen verlangt 2381L Birkholz, Reichenbergerstr. 96 a. Karton- Arbeiterinnen verlangt für dauernd Fuhrmann, Wafferthorstr. 62, Tüchtige Arbeiterinnen auf gute und einfache Jadets vert. Skeris, Gr. Frankfurterstr. 133, I. 1916 auf wattirte Räder, 2,75 M. Mamsells bis 3 m. verlangt 936] Teste, Breslauerstr. 30 II. Kartonarbeiterinnen, geübte, vers langt M. Wolff, Neue Friedrichstr. 48. Schlosser oder Mechaniker, Bitte genau auf die Firma zu achten. der mit der Fabrikation von Ringschiffchen genau vertraut ist, für Grünkram- u. Vorfostgesch. sof. dauernde Arbeit gesucht. Anerbieten ( 2373L Reſtauration m. Billard ſof. 1926 zu verk. Näh. Fruchtstr. 71( Vesehalle). unter R 2 in der Exped. Stremser. M. Strahl, Ritterstr. 119. Schwedterstr. 41, Gartenhaus I.[ 23820 zu verkaufen Lübeckerstr. 19. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druckt und Verlag von Max Bading in Berlin, r. 198. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 26. Auguſt 1897. Aufruf! zahl aller Berliner Grundstücke liegt, wird im ganzen Stadtkreis enthalte von Menschen bestimmte Räume Lust und Licht un mittelbar von der Straße erhalten und ein Nebenhof von mindestens 25 Quadratmeter bei 4 Meter kleinster Abmessung angelegt wird. ist ein Grundstück nur 6 Meter oder weniger tief, so bedarf es feines Hofes." neue Berlin dieselbe Bebauungsregel gelten. Erst für Grundstücke von größerer Tiefe( über 35 meter), wird in der Beschränkung der zu lässigen Bebauung ein Unterschied gemacht, wie wir es gleich sehen Die ältere Baupolizei- Ordnung schrieb vor, daß nicht bebaute Diese Bestimmungen beschränken die Bebauungsfähigkeit für Grundstücke bis auf zweidrittel, bei Veröffentlichung der älteren Grundstücke, die weniger als 32 Meter tief find, erheblich weiter als Baupolizei Ordnung, also am 15. Januar 1887, fchon bebaute es bisher geschah, und ist hierin ein Fortschritt durch die Grundstücke mit dreiviertel ihrer Grundfläche bebaut werden dürfen. Go Baupolizei Ordnung anzuerkennen. Die neue Baupolizei- Ordnung schreibt in ihrem§ 2 vor: brauchten früher Grundstücke bis zu 15 Meter Tiefe feinen Hof zu § 2. Zulässige Bebauung der Grundstücke. Für alle Grund haben, jetzt ist das Fehlen eines Hofes nur bei Grundflücken bis zu ftücke bis zu 32 Meter Tiefe gelten gleiche Vorschriften, unabhängig 6 Meter Tiefe zugelassen, tiefere müssen einen Hof von mindestens davon, ob die Grundstücke bisher bebaut waren oder nicht. Bei 25 Quadratmeter erhalten. Grundstücken von mehr als 32 Meter Tiefe wird unterschieden zwischen solchen, welche innerhalb der früheren Stadtmauer und folchen, welche außerhalb derfelben liegen. Nach den unheilvollen Verheerungen, welche Württemberg burch Ge: witter und Ueberschwemmungen erlitten hat, sind noch andere Theile unseres deutschen Vaterlandes, namentlich Schlesien und das Königreich Sachfen, werden. von einer gleichen Heimsuchung betroffen worden. Die Verwüstungen find ganz außergewöhnlich groß, und die Besorgniß vor neuen Gefahren ist nicht unberechtigt. Mag sich die Silfe, welche der Wohlthätigkeitssinn unserer Mitbürger den Unglücklichen zu leisten nie ermüdet, in diesem Falle ebenso start bethätigen. Die Unterzeichneten sind zu einem Komitee zusammengetreten, welches Beiträge für alle von dem Unheil betroffenen Landestheile in Deutschland zu sammeln beabsichtigt. Beiträge werden angenommen von der städt. Hauptstiftungstaffe, Rathhaus, Bimmer 25( Bentralstelle), von den städtischen Sparkassen- Annahmestellen, von den Zeitungsredaktionen, welche sich zur Annahme, behuss ab: führung an die Zentralstelle bereit erklären, von der Mehrzahl der hiesigen Banken und Bankfirmen, von dem Zentralbureau des Königl. Polizeipräsidiums, Portal III, Bimmer 161, 1 Tr. Früher fonnten Räume, die zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt waren, mit ganz ungenügender Beleuchtung und Lüftung, mit Fenster nach einem ganz engen Lichthof angelegt Das Gebiet innerhalb dieser Stadtmauer wird durch eine in werden. Das wird ferner nicht mehr geschehen können. Spenden von Kleidungsstücken, Wirthschaftsgegenständen zc. werden der Mitte folgender Straßen und Brücken gedachte Linie begrenzt: So ist also eins ins andre gerechnet die neue Baupolizei- Ordnung von dem Verein der Berliner Spediteure fostenfrei abgeholt und Vor dem Brandenburger Thore, Königgräßerstraße, Gitschinerstraße, in bezug auf die gesundheitliche Einrichtung der Wohnungen, soweit ebenso nach den Stationen der Ueberschwemmungsgebiete spedirt. quer über den Kanal südlich vom Thorbecken, Staligerstraße, Ober- das von der Anordnung des Grundplanes der Gebäude abAnmeldungen sind an den Vorsitzenden dieses Vereins, königlichen baumstraße, Oberbaum Brücke, Am Oberbaum, Warschauerstraße, hängt, als ein mäßiger Fortschritt zu betrachten. Kommerzienrath und Handelsrichter Herrn Emil Jacob, Memelerstraße, Friedenstraße bis zur Prenzlauer Allee, lettere südHolzmarktstr. 65, zu richten. Ueber die eingegangenen Beiträge wird öffentlich quittirt werden. wärts bis zur Lothringerstraße, Lothringerstraße, Elsasserstraße, Wegen möglichst schneller und angemessener Vertheilung der Gaben wird Hannoverschestraße, Alexanderufer bis zur Stadtbahn, an der nörd fich das Komitee mit den zuständigen Behörden und den örtlichen Hilfe: lichen Grenze des Stadtbahnkörpers entlang bis zur Unterbaum Komitee's in Verbindung setzen. straße, diese südwärts, Kronprinzen- Brücke, Reichstagsufer, Sommerstraße bis an das Brandenburger Thor. Berlin, den 14. August 1897. V = Ed. Arnhold, Kommerzienrath. W. Arnold, Ober: Verwaltungs1. Für die Berechnung des bebauten Theiles seiner GesammtGerichtsrath. von Below Saleste, Mitglied des Herrenhauses. fläche wird das Grundstück durch Linien, welche zur Baufluchtlinie E. Beringer, Fabrikant. Dr. v. Bleichröder Drchia, Ritterguts- parallel laufen, in Streifen zerlegt. Der erste Streifen erstreckt sich besizer. J. Böttger, Bankdirektor. Heinrich Brunner, Geh. von der Baufluchtlinie ab gemessen bis zur Tiefe von 6 Meter, Justizrath, 3. 8. Rektor der Universität. Chrzescinsti, taiferl. Re- der zweite bis zur Tiefe von 32 Meter. Der erste Streifen darf als gierungsrath. Dr. v. Cuny, Geh. Justizrath und Professor der Rechte, voll( 10/10), der zweite als zu 7/10 bebaubar in Rechnung gestellt Mitglied des Reichstags und des preuß. Abgeordnetenhauses. Freiherr werden. Ist das Grundstück tiefer als 32 Meter, so wird der hinter b. Erffa Wernburg, tgl. Kammerherr und Mitglied des Hauses der dem zweiten Streifen liegende Rest, wenn das Grundstück innerhalb Abgeordneten. v. Fischer, Ministerialdirektor und Bundesraths: Bevoll mächtigter. Dr. Otto v. Glasenapp, Geh. Ober- Finanzrath und Mit der früheren Stadtmauer liegt, mit 6/10, wenn es außerhalb der glied des Reichsbant- Direktoriums. Goldberger, Geh. Kommerzienrath. selben liegt, mit 5/10, feiner Fläche als bebaubar in Rechnung gestellt. M. Grois, Vorsitzender des Vereins der Württemberger. F. Grub, Die so als bebaubar ermittelten Flächeninhalte der einzelnen Streifen fgl. Dekonomierath. Dr. Gutbrod, Direktor im Reichs Justizamt. werden zusammengerechnet und ergeben die bebaubare Fläche des b. Hansemann, Geh. Kommerzienrath und Generalkonsul. Dr. Sart Grundstückes, welche unabhängig von der Streifentheilung vertheilt mann, Sanitätsrath. Dr. Haud, Professor und Geh. Reg.- Rath, 3. 8. werden kann. Prorektor der fgl. techn. Hochschule, Charlottenburg. Dr. L. Hock, Direktor Die Fläche hinter der zweiten Theillinie darf bis zu des Zoolog. Gartens. Graf Guido Hendel b. Donnersmard- Neudec. 10 als bebaubar in Rechnung gestellt werden, wenn die von der Herz, Geh. Kommerzienrath und Vorsitzender d. Aeltesten der Kaufmann- Hoffläche bis zur Traufe gemessene Durchschnittshöhe(§ 3b) aller schaft. Chr. Kraft, Erbprinz zu Hohenlohe- Dehringen, Oberst hinter dieser Theillinie zu errichtenden Gebäude das Maß von Kämmerer. Dr. jur. Jacobi, Profeffor und Justizrath. v. Jage: 10 Meter nicht überschreitet und der zweite Streifen nur zu 7/10 mann, Großherzogl. Badischer Gesandter. Emil Jacob, Königl. Som bebaut wird. merzienrath. Julius Isaac, Königl. Kommerzienrath. Kaempf, Stadtrath. Dr. Kahl, Professor und Geh. Justizrath. b. Kardorff, Landrath a. D. und Mitglied des Reichstages. R. Kauffmann, Gen. Vertreter d. Württembg. Metallwaarenfabrik. Kirschner, Bürgermeister. Dr. Paul Krause, Rechtsanwalt u. Notar, 2. Vizepräsident d. Hauses der Abgeordneten. Kreitling, Stadtverordneter. Dr. Kries, Geh. Regierungsrath. Krückeberg, Superintendent a. D. und Pfarrer a. d. Zionskirche. b. Kunde, Oberst- Lieutenant 3. D. W. Kyllmann, Königl. Baurath und Stadtverordneter. Hugo Landau, Kommerzienrath. Dr. Langerhans, Stadtverordneten- Vorsteher. Graf v. Lerchen: feld Koefering, Königl. Bayerischer Gesandter. Gustav Mannheimer, Kaufmann. S. Meyer, Justizrath und Stadtverordneter. Michelet, Stadtverordneten Vorsteher Stellvertreter. Dr. O. Pflei derer, Profeffor. Rathenau, General- Direttor der Allgemeinen Elektrizitäts Gesellschaft. Freiherr Hugo v. Reischach, Hofmarschall Ihrer Majestät ber Kaiserin Friedrich. D. Rieth, Architekt. Röside, Kommerzienrath und Mitglied des Reichstags. E. Ruffer, Gen. Konsul u. Geschäftsinhaber der Diskonto- Gesellschaft. v. Schicker, Ministerial- Direktor und Bundesraths: Bevollmächtigter. Dr. Gustav Schmoller, Profeffor u. Mitglied des Staatsraths. C. Schniewind, = tönigl. Hof- u. Domprediger. Dr. G. Siemens, Direktor der Deutschen Bant. Singer, Stadtverordneter u. Mitglied d. Reichstags. Dr. Freis Herr v. Soden, Profeffor u. Pfarrer a. b. Jerusalems- Kirche. Dr. Spahn, Kommerzienrath, Vicepräsident d. Neichstags u. Mitgl. b. Hauses d. Ab geordneten. Spinola, Geh. Ober- Regierungsrath u. Direttor b. fönigl. Charitee, Stadtverordneter. Freiherr v. Spisemberg, RegierungsAssessor. Steinwand, Regierungsrath. Robert v. Stieglit, intertat. Königl. sächsischer Geschäftsträger. Freiherr v. Süßkind, Major im 4. Garde- Regiment zu Fuß. Freiherr v. Barnbüler, fönigl. württembergischer Gesandter. Ed. Veit, Geh. Kommerzienrath. Dr. Wein garten, Professor. Wiebe, Wirtl. Geb. Rath. v. Windheim, Polizeipräsident. Witowski, Geh. Regierungsrath. Belle, Oberbürgermeister. nehmen wir ein Grundstück von 10 Meter Straßenfront an. Um diese Bestimmungen mit den früheren zu vergleichen, Bei einer Tiefe von 32 Meter würden von diesem Grundstück unbebaut bleiben müssen: Es wird jetzt Aufgabe der Berliner Architekten und Baumeister sein, den neuen Bedingungen entsprechend eine Reihe neuer Grundpläne für das Berliner Binshaus zu finden. Wir zweifeln feinen Augenblick, daß diese Aufgabe bald wieder genügend gelöst sein wird, und daß dann die neuen Häuser in mancher Beziehung gesünder und angenehmer für Wohn- und Arbeitsräume sein werden. Es bleiben uns nur noch die anderen Bestimmungen der neuen Baupolizei- Verordnung zu beleuchten, die den Aufbau und die innere. Ausgestaltung des Hauses betreffen. Briefkasten der Redaktion. Bir billen, bet jeder Anfrage eine Chiffre( gwet Buchstaben ober eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet vom Montag, den 30. Auguft ab- am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 Uhr statt. E. 9. 14. Etwas weniger als 5 Minuten. Rohrbach. Sie soll sich eine Droschke nehmen, vom Droschkentutscher sich Marken über die Bezahlung der Fahrt geben lassen und dann bei Liquidation der Zeugen2. 15. Stann infolge Feuers oder sonstigen Zufalls der Unternehmer die die für die Droschtenfahrt verauslagten Marken liquidiren. gebühren bie Arbeiter nicht beschäftigen, so hat er dennoch den auf die Kündigungsfrist entfallenden Lohn zu zahlen, falls die Arbeiter sich zur Arbeit bereit er fären. Friedenau 29. Die Forderung des Wirthes ist unberechtigt. Fordern Sie ihn auf, Ihnen zu bestätigen, daß Sie nach Zahlung der auf 75 Mart monatlich ermäßigten Miethe ziehen können und verklagen Sie ihn, falls er Ihr Verlangen ablehnt, beim Amtsgericht dahin, daß er Ste amt 1. Oftober mit sämmtlichem Mobiliar ziehen läßt. G. B. Bis die Reklamation zu Ihren Gunsten entschieden ist, müssen Sie die hohe Steuer zahlen. Fällt die Reklamation zu Ihren Gunsten aus, so wird das inzwischen zu viel Gezahlte zurückgezahlt. D., Land: wehrstr. Nein. F. N. 6-12 Mart für die Entbindung, 1-3 Mart für feden Besuch werden als angemessen für eine Hebamme in Berlin erachtet. Paul Sch. Können Sie beweisen, daß Sie gratis und franko bestellt haben, so wird die Firma mit ihrem nachträglichen Anspruch abgewiesen. M. Lange. 1 u. 2: Ja. Chr. P. K. 17. Leider ist nach der Gesinde Ordnung die Herrschaft" im Recht. Corectert. Schriftliche Antwort zu ertheilen, lehnen wir ab. Nach Ihrer Schilderung wäre eine Revision aussichtslos. Ob eine Wiederaufnahme des Verfahrens möglich, läßt sich ohne genaue Kenntniß der Atten u. f. w. nicht beurtheilen. Im allgemeinen hat 0 Qu.-M. eine Wiederaufnahme wenig Erfolg, wenn nicht etwa Meineid nachzuweisen und wegen Meineides Bestrafung eingetreten ist. a) wenn es vor dem 15. Januar 1888 schon bebaut war 10.32 = 80 Qu.- M.; 4 10.32 B b) wenn es damals noch unbaut war: = 106,6 Qu.-M. Nach der neuen Baupolizei- Ordnung zerfällt es ohne Rücksicht auf seine Lage in zwei Streifen: a) der erste 6 Meter tief, wird zur vollen Bebauung zugelassen, es bleiben also frei also b) der zweite Streifen, 26 Meter tief, alfo 260 Qu.-M. groß, wird zu 7/10 zur Bebauung zugelassen, es bleiben also frei 3.26 78 lt.-M. noch weniger, als ob früher das Grundstück schon vor dem 15. Januar 1888 bebaut war. Gesammte freie Fläche 78 Qu.-M. Für die Grundstücke von der gewöhnlichen Größe ist die neue Baupolizei- Ordnung also eine fleine Verschlechterung des schon bestehenden Zustandes. Sehen wir nun nach, wie sich die Sache bei einem größeren Grundstück stellt und nehmen wir eine Tiefe an, die nach§ 1 der Baupolizei- Ordnung schon eine so ungewöhnliche ist, daß über sie hinaus weitergehende Anforderungen gestellt werden können". Wir nehmen also ein Grundstück von 10 Meter Straßenfront und 50 Meter Tiefe an. Nach der alten Bauordnung müßten von diesem Grundstück, das 500 Quadratmeter groß ist, unbebaut a) wenn es am 15. Januar 1888 schon bebaut 500 4 Die neue Baupolizei- Verordnung bleiben: für Berlin. II. Daß in der Regel nur solche Grundstücke bebaut werden dürfen, die an eine öffentliche Straße grenzen, ist so selbstverständlich, daß diese Bestimmung aus der alten in die neue Baupolizei- Verordnung wörtlich übergegangen ist. Für Ausnahmen von dieser Regel, wo dem zu bebauenden Grundstück ein Zugang zur öffentlichen Straße durch einen Privatweg geschaffen werden muß, können von vorneherein teine werden. Regeln gegeben Die alte Baupolizei Ordnung bestimmte, daß in diesem Falle und in anderen besonderen Fällen, wenn das Terrain hinter der Baupfluchtlinie steil ansteigt, oder das Grundstück in einer ungewöhnlichen Tiefe von über 50 Metern bebaut werden soll, besondere, den jedesmaligen Umständen entsprechende Bebauungsbedingungen zwischen Bau polizei, der städtischen Straßenpolizei und dem Magiftrate vereinbart werden müssen. Diese lettere Bestimmung ist in der neuen Baupolizei Ordnung durch die Anordnung ersetzt, daß ,, weitergebende Anforderungen geftellt werden können", ohne anzugeben, wie diese An= forderungen" und von wem fie festgesetzt werden. Es würde also hier das Ermessen der Baupolizei Behörde, das ist des Polizeipräsidenten, von nun ab in erster Linie maßgebend sein und die etwaigen Wünsche der Straßenpolizei und des Magistrats nur so weit zur Geltung gelangen, als das dem Polizeipräsidenten zulässig und nöthig erscheint. = " Da besonders die Anlage von Privatstraßen der Stadtverwaltung große Unbequemlichkeiten bereiten tann, so tönnen wir in diesem Beiseitefchieben der städtischen Interessen nur die Gefahr einer Schädigung der Stadt erblicken. war = 500 3 über die vom 11. bis 14. Auguft er. für die durch 2. Oeffentliche Quiffung Inwetter Geschädigten Deutschlands bei der Haupt. Stiftungskaffe eingegangenen Beträge. Aufs Beamte des Einkommensteuer: Bureaus 32,-. Richter, Mar 300, beling, Elisabeth, Fräul. 500,- Eisenthal, Klara, Fräul. 100,-. Richter, Käthe, Fräulein 0,50. Kollegium der 200. Gemeindeschule 41, Emanuel Friedländer u. Co. 5000,-. Nationalbant für Deutschland 5000, sichtsrath und Direktion der Nationalbank für Deutschland 5000,-. Jaroslowsky u. Co. 1000,- E. N. 1000,- Siegfried Sachs 300,- Hahn, Geh. Kommerzienrath 500,-. Paul Raufmann, Sofia 100,-. 2. Zuckermandel 300,- Jacob Landau 3000,- Carl Kastel 1000,- N. 1, Kaffe der Kreuz Beitung" 1000,-. Baute, Walter 100,-. Gumpert, F. 23. 50,- Hahn in Lanfwiz 2,- Stähr, J. 10,- C. Sch. 6, Statkränzchen bei Wabner, Patschker, Hüttenheim 50,-. Frau Salome, Charlotte 2,- Benthener Grundbesizer- Verein, Ertrag einer Lotterie 46,15. . 125 Qu. M. Gesammelt bei den Beamten des Großen Generalstabes und der Landess aufnahme 154,50. Ungenannt 3,--. Fürstenheim, Benno, für den Sorauer Kreis 10,- Fürstenheim, Meyer, für den Sorauer Kreis 10,-. Fran Bertofs ty 10,-. Von den Bureaubeamten der städtischen Grundeigenthums • · . 166,6 " b) wenn es noch unbebaut war= Nach der neuen Baupolizei- Ordnung zerfällt das Grundstück in Deputation 18,-. Von der Expedition des„ Berliner Tageblatt" und der drei Streifen. a) der erste 6 Meter tief mit 60 Quadratmeter wird zur vollen Bebauung angerechnet, es bleibt frei b) der zweite Streifen mit 26 Meter Tiefe muß mit 3/10 freibleiben, das sind c) vom dritten, 18 Meter tiefen Streifen, der also 180 Quadratmeter umfaßt, werden als nicht zu bebauen angerechnet, wenn das Grundstück innerhalb der alten Stadtmauer liegt, 4/10 Busammen müssen frei bleiben Liegt das Grundstück außerhalb der Stadtmaner, so find von den lezten 180 Quadrats metern 90 als nicht zu bebauen anzurechnen, und die nicht bebaubare Fläche würde dann 90+ 78=. betragen. . 78 Qu.-M. 78 Du.-M. 156 Qu.-M. .... 168 Dt. M. Berliner Morgen- Beitung", II. Rate 5000,-. Kollegium der 49. Gemeinde schule 30,-. Fräulein Reich, Friedrichsberg 4,30. G. E., Fabrikant 60, Schoof 10,- Spies, Stadtfergeant 3, Schmidt, Kanzleirath 3,-. Ochs, Siegfried, Dirigent, 50,- Schubert, C. A. 50,-. Eduard Sachs, Hoft. 100, 0 D.-M. Stadt Carlshafen 300,- A. S. in Roda 10,-. Ch. Glücksburg( Oftfee) 10,05. Westfälische Jute- Spinnerei und Weberei, Ahaus i. Weſtf. für Sachsen und Schlesien 150,-. M. G. W. R. Berchtesgaden Villa Graul 10,- v. Kablinski, Saarburg für Schlesien 25,-. Expedition der Genthiner Zeitung" 129,05. Baronin Heinze, Lübeck 50,- 2. v. Veltheim, Oftrau Kr. Bitterfeld für Schlesien und Württemberg 200,-. Behrens in Schöneberg 10,-. Professor Sanneg, Luckau 5,-. Redakteur der„ Greifs walder Zeitung", Julius Abel 55, Dr. Philippi, Amtsrichter in Kirchv. K. P. in Polonowig 10,05. Scherbel, A., Apostel hein N.- 2. 10, firche 4 10,- Hüttner, Görlitzer Bahnhof, Unterbeamten des Bostamits 36 11,05. Graf Bidler, Geh. Reg.- Rath 50,-. Dr. A. Beer, Regierungsrath, für Schlesien und Sachsen 40,- Busse, Mar, Brunnenstr. 175 30,05. Frau Beer, Wittwe, für Schlesien und Sachsen 30,-. Gerhardt, Geheimer Regierungsrath 10,-. b. Bergmann, Geheimer Rath und Pras feffor 300,- Gaeg, M., Flemmingstraße, für Schlesten 20, Wohtfromm in Charlottenburg 10,35. Dr. Ebers, Martin 20,- Strut, Bei febr tiefen Grundstücken würde alfo der jetzt bestehende Geh. Finanzrath in Charlottenburg 20,-. Rosenthal, Schiedsmann- Stell Bustand ungefähr bestehen bleiben und nur bei sehr tiefen Grund- Binfert, F. Jägerstr. 32 100,--. Durch die Expedition der Post"( 224,20) bertreter d. 31. Bez., aus einer Schiedsmanns- Sache 30,-. Ungenannt 20, stücken, für die die Baupolizei- Ordnung nicht mehr ausreicht, für die Bis dat. Berlin 50,-. Lademann, Berlin 5,-. B. Referendar, Berlin weitere Beschränkungen" vorgefehen sind, würde sich das Be- 5,-. Dr. Rost, Oberlehrer, Eisleben 30,05. Rode, Steuerrath in Lemgo bauungsverhältniß in gefundheitlicher Beziehung gegen die heutigen 20,- Zwei Schlesierinnen, Fischmüchellehn b. Berchtesgaden 20,-. Zustände etwas günstiger stellen. Scherpe, Leopold, Berlin 20,- Scherpe, Luise, Berlin 5, Hankelsablage, Verschlechternd für die gesundheitlichen Verhältnisse wirkt aber Stat, Gottes Segen bei Cohn, durch Eugen Meißner 10,15. Clauß, Wilhelm, noch die Ausnahmebestimmung, daß unter gewiffen Bedingungen Blauer, Berlin 10,-. Berlin 10,- L., Landgerichtsrath, 3. 3. Sellin 4,-. Frau Geheimrath Dr. Fürst, Geh. Oberbergrath 30,-. Kegelflub Vortheilhaft für manchen Grundstücksbefizer möchte es sich er auch der dritte Streifen mit 7/10 zur Bebaung gerechnet werden darf. Tugendbund" 5,-. Direktion der Dresdener Bant 10 000,-. Sonjul weisen, daß von der starren Vorschrift der alten Baupolizei- Ordnung, Die Bedingung, daß der zweite Streifen nur mit 7/10 bebaut wird, wird Buttmann 1000,-. Expedition des Kleinen Journal", I. State nach welcher die Straßenfronten der Gebäude immer parallel der in der Regel zutreffen und 10 Meter ist immer eine ganz anständige 1000,-. B. R. G. S. 6,-. von Hoffmann, Oskar, in Leipzig 2000, Baufluchtlinie liegen müßten, dann abgewichen werden darf, wenn Bauhöhe. Sammlung im Verein Humor" 10,- Weber u. Berent, Berlin 20, die Gebäude um 6 Meter von der Baufluchtlinie zurücktreten. Es Weiter wird bestimmt in§ 2 Abschnitt 2. Alle nicht an der Dührig, W., Zorndorferstr. 1 20,-. Berlag des„ Brandenburg. Anzeigers", wird dadurch möglich, auf Emil Naglo, Fabrikant 300, schiefwinkligen Grundstücken Straßenfront liegenden zum dauernden Aufenthalte von Menschen Brandenburg a. S., 1. Rate 650,-. Bureau des Stadtausschusses 1,50. Verein" Fraternitas" 20,-. Cohn, in den Stadttheilen, in welchen eine weniger dichte Be- bestimmten Räume(§ 37) müssen Licht und Luft unmittelbar von Emma, Berlin 10,-. Eichhoff, Berlin 10,-. Noad, Eduard, Zimmermfir. bauung stattfindet, rechtwinklige Häuser zu errichten. Sonft einem Hofe( Haupthof) erhalten, dessen Grundfläche mindestens 50,- F. G. B. Berlin N. 12,-. N. N., Berlin 3,-. Boldt, Heinrich, sind die Bestimmungen über die Lage der Gebäude zu den 80 Quadratmeter bei 6 Meter geringster Abmessung beträgt. Ist wienerstr. 7 10,- Carl Pflugbeil u. Co., Prinzessinnenſtr. 16 50, öffentlichen Straßen durch die neue Baupolizei Ordnung nicht die nach Ziffer 1 ermittelte nicht bebaubare Fläche geringer als Brint, Reinhard, Mariannen- Ufer 2 6,- Goldberger, Geheimrath 500, geändert. Es sind nur die schon bestehenden Bestimmungen genauer 80 Quadratmeter, so darf der Haupthof bis auf 60 Quadratmeter Puppe, Spenerstr. 27 5,-. Puppe, Melanchthonftr. 22 10,-. Horftmeyer festgestellt und schärfer umriffen. bei 6 Meter fleinster Abmessung eingeschränkt werden, wenn 6- Dr. Rosenthal, Bürgermeister a. D., Thiergartenstr. 19 500,- Kaffe Die neue Baupolizei- Ordnung sucht, was sehr anzuerkennen ist, der Rest der nicht bebaubaren Fläche zur Anlegung eines der Kreuz- Bettung" 1000,-. 2. G.III., SW, Wödernstr. 114 20,-. Weibling, oder Lichthofes mit einer Grundfläche ihre Bestimmungen so viel als möglich der willkürlichen Auslegung Nebens Mar, Kaufmann 10,- Weidling, Bertha, Wittwe 10,-. J. Aberle u. Co mins von 50,- Vermittlungsamt V 25,- Insassen der Altersversorgungs- Anstall zu entziehen und Mißverständnisse durch flare Borschriften zu verdestens 10 Quadratmeter bei einer geringsten Abmessung von der Kaiser Wilhelm- u. Augufta- Stiftung 130,-. Schröter, Zimmermſtr. 10, meiden. Sie zeichnet sich dadurch in vielen Punkten recht vortheil 2 Meter verwendet wird. Beträgt die nach Biffer 1 ermittelte, nicht Schülerinnen und Kollegium der 11. Gemeindeschule 76,72. F. L. 10, haft von der älteren Baupolizei- Ordnung aus. bebaubare Fläche weniger als 60 Quadratmeter, so darf der Haupt- Statgesellschaft( Bank) 9,- Jupe, pens. Feuerwehrmann 1,50. Schwalbe Ganz gründliche Abänderung haben die Bestimmungen erlitten, hof auf das Maß dieser Fläche, jedoch nicht unter 40 Quadrat Fräulein 1- Hruby, F. 100,- Carl Hg. 20,- C. W. D. 40, die von der zulässigen Bebauung der Grundstücke" meter bei 6 Meter leinster Abmessung eingeschränkt werden. Auch. St. 2, Hahn, Fr. 50,- Durch die Deutsche Bank 610,-( a) vpn an solchen Höfen dürfen Räume zum dauernden Aufenthalte von Bant hier, von Frau S. A. Müller in Dresden für Württemberg 500,-). der Vosfischen Zeitung" für Württemberg 110,- b) von der Dresdenez handeln. Mit der Bevorzugung der schon bebauten Grundstücke Menschen angelegt werden. Beträgt der hinter der ersten Theillinie liegende Theil eines Beitung", Landeszeitung für die Provinz Sachsen in Halle a. S., besonders Bon dem Kollegium der 165. Gemeindeschule 21,- Von der Halleschen ist gründlich gebrochen. Bebaute, wie nichtbebaute Grundstücke werden künftig nach denselben Regeln behandelt werden. Für Grund: Grundstückes weniger als 50 Quadratmeter, so braucht kein Haupt für die Provinz Sachsen, 1. Rate 1000,- Bon dem Lokalkomitee zu Frank. flücke bis zu 35 Meter Tiefe, in welcher Grenze wohl die größere Mehr- hof angelegt zu werden, wenn sämmtliche zum dauernden Aufurt a. D. 253,50. Altmann, Emma, Frau 20,-. Kegelklub„ Arminius" 10 0,-. N. N., Berlin 6,-. Dr. Leonhardt, Stabsarzt a. D. in Murnau 10, Donner, K. Heinr., in Hamburg 300,-. Gräfin Bothmer, Bertha, in Klütz 20, Lehrerkollegium des Kaiser Wilhelms- Gymnasiums in Köln 45,- Franen verein zu Königs- Wusterhausen 318, 1318- Geschwister Redes in Natelfig 100, Frau Dahlmann, L., für Schlesien 20,05, Vaterländischer Frauenverein in Minden 300,- Nonnemann, Schriftsteller in Groß- Lichterfelde, für Schlesien 20,- Frühschoppen im Hotel Deutsches Haus" in Oderberg i. M. 10,-. Badeverwaltung Warnemünde, Ergebniß eines Konzerts, für Schlesien und Sachfen 192,80. Kliever, Markscheider in Hontrop, fitr die Gesellschaft, Erholung" 20,-. Student aus Heidelberg 4,-. Anflamer Rettung 257. Die Sturgäste des Hotel Bellevue in Bulpera- arasp 33,73. Krampfer, G. und M. in Kleinow 29,- Seidler, Osterburg i. Altm. 10, 3. N., Belgard 5,-. v. Rosenstiel, Frau Amtsrath in Marienwalde 30,- Symansti, Fr.in Hermsdorf i. d. Mark 5,-. v. Rerin Wödtfe, Lauenburg 20 Waldstein, Emil, Gnesen 25,-. Groffer, E. 3, Verein Deutscher Eisenbahn- Werkmeister, 3weig- Berein Berlin 20,- Koch, Karl 100,- Dr. Richter, Sanitätsrath 50,- Behrend, F. 5,05. Liebeherr, A., Baumeister 30,- Bereinigung zur Pflege des Ge fanges unter den Mitgliedern des Grundbesitzer- Vereins Nord- West 25,05. Die, U. 3,- Kollegium der 108. Gemeinde- Schule 19,50. Mumine, Edwin 50,- Bonhof, Amtsrichter 10,05. Rothe, Unterstaatssekretär 30, Professor Felir Liebermann 1000,-. Deutscher Wertmeister- Verband, Werkmeisterbezirksverein Berlin III 57,- Dr. v. Delbrück, Staatsminister 300,-. Von der Expedition der Berliner Zeitung" 1286,33,( darunter be finden sich mit besonderer Bestimmung: 179,15 für Schlesien, 109, für das Riefengebirge, 3,05 für die Laufis, 5,50 für Württemberg), Von dem Verein Berliner Lokomotivführer" 200,- Stanß, Victor, in Greiz 25,- v. Gichel Streiber, Julins in Eisenach 2000,-. Von dem A. Schaaffhausen'schen Bankverein, Berlin 5000,-. Dr. Bode, W. Geheimrath 50,-. Strüger 10,-. Durch den Direktor Sanden für Rechnung des für die Stadt Potsdam zu Sammlungen von Unterſtügungen für die Ueberschwemmten gebildeten Ausschusses 3800,-. Müller, Otto, Rentier 100,- Kegelverein„ Drei Achten" 10,-. Graf von Lerchenfeld, tönigl. bayerischer Gesandter 50,-. Gemeindevorstand Lichtenberg 1009,25 Wallich, H., Konsul 100,- 6. 2. 10,- Fürstenheim, Karl, Kronenstr. 31, 10, Köhler u. Priebatsch, Kurstr. 18/19, 20,- Krüger n. Wolff, Spittel markt 8/10 10,-. Schneider u. Hanschild, Schloßplatz 100,-. Ungenamit 3 ,.., Franz 3. Salinger, T. 10,-. Ungenannt 5,-. Ungenannt 5,- Amthor, Wilhelm, Stegliz 5,-( Drei schwarze Junge vom runden Tisch des Bouletten Kellers) Weinhandlung Hermann Schulze, Moltenmarkt Nr. 4 200,- Uhlemann 2,- Nach träglich von Schülerinnen und Kollegium der 11. Gemeindeschule 3,70. Frau Dr. Wohlthat, Helene, für Schlesien 10, Theodor Hildebrand u. 10, 500, agistratsjeretär 3, Stadtgemeinde Odenkirchen Stadtgemeinde Merseburg 500, 1 " " H Naumburg a. S. 2000,- Gericke, Wilhelm, Stadtverordneter 100,-. Dr. Preuß, Stadtverordneter 100,- Heilmann, Moriz, Stadtverordneter 100, Frau Heilmann, Emma 100,- Frau Theodor Pincus, geb. Heilmann 100,- Familie Runze 5, Freyberg, Fr. 20, Mießner, Geh. Rath 20, Geselliger Verein Harmonie" 19,75. M. Strauß u. Ko., Taubenstr. 53 300,- Kettner, 2. 50, Gemeinderath und Verwaltungsausschuß der städtischen Sparkasse zu Camburg, Saale, für Schlejien und Württemberg 200,- Lehrerkollegium ber 178. Gemeindeschule 15,50. Lehrerkollegium der 117. Gemeindeschule 41, Familie Hampe 5,- A. D. 3,- Von den Schülern der Ia Klasse der 123. Gemeindeschule freiwillige Sammlung 10,10. Birnbach, Fräulein 10,- E. Reimer, Anhaltstraße 12 30,-. Otto, W., Eigenthümer 6,-. Eggert, August, Fabrikant 5,-. Sammlung der Wühlheimer Zeitung" in Mühlheim, Ruhr 115,-. Hagen, Oberpräsidialrath, Stettin 100,- Erste Rate der Sammlung der Harle" in Nienburg- Weser 100,- Erfte Rate der Sammlung des Westfälischen Anzeigers" in Hamm, Weftf. 200,- 2. S. in Lich, Hessen, für Schlesien 50,-. Rate der Samm lung des Mühlhäuser Anz." in Mühlhausen, Thüringen 192,15. Dräscher, H., in Berlin 3,-. Administrator G. nebst Familie in M. 10,-. Erste Rate der Sammlung des Pafewalfer Anzeigers" in Basewalt 300, G. v. K., München 100,- Jaaschky, Falkenberg b. Berlin 10, Freimauerische Vereinigung in Oeynhausen 100,- Bähnisch, Otto, Stadtv., Berlin, für Schlesien 100,-. Gabe der Stolpe- Wansee'er Schule 30, Nate d. Sammlung des Mühlhäuser Anzeigers" in Mühlhausen, Thüringen 300, N. N. in Heiligenbeil für Schlejten 100,-. 2. W., Berlin SW. 50, Schütz, Martha, Berlin S. 20,- Wensen, P., Berlin W. 10, Backer, Karl, Berlin SO. 10,-. a Balonna", Stammtisch im Löwenbräu 10,- Dr. Rathgen, Professor 30,-. Wilms, Frau Geh. Sanitätsrath, Berlin W. 50,-. Regelflub Gemüthlichkeit" im Deutschen Hof, Berlin 40,- Von der Expedition der Vossischen Beitung" 450,- Von der " Salle'schen Zeitung"," Bandeszeitung für die Provinz Sachsen" zu Halle a. S., zweite Rate, für Sachsen 1000,-- Brandenburger Bankverein zu Branden burg a. H., erste Rate 600,- Wertmeister 0,60. Dreß 6,-. Ungenannt, für Schlesien 3,-. Dr. Avis, Wirkt. Geh. Regierungsrath, Berlin 50, Durch die Hauptexpedition des Berliner Lokal- Anzeigers" 703,64. Ausflug Krumme Banke, G. T. 4,20. Finderlohn Gartenfest Berliner Turnerschaft 1, Frau Sieck und Fräulein Brösel 12,-. Beamte und Arbeiter des BahnHofs Adlershof- Glienicke für Schlesien 14,-. Stat bei Stüdemann, Schützenstr. 5 14,-. Personal der Firma F. A. Schumann, Leipzigerstraße Nr. 107, für Schlesien 26,-. Gesammelt auf einer Kremserpartie vom Verein Humor 1896" 6,70. Walter, Kürassierstr. 13 3,-. Arbeitsstube der Firma Adolf Buchwald 15,- A. R. 2,-. Gesammelt von der Wäschefabrit Wolff u. Glaserfeld, Zehdenickerstr. 12b 150,70. Jm Schwarzen Adler, Schmargendorf, sammelte der Tanzlehrer E. Kaprodatis jun. am Sonntag, den 8. August 1897 7- Stechan,&. 4,-. Gut gemeint" 2,-. Wittwe Therese 3,- Elsbeth und Antonie Kube 10,- Von dem Be= amten der Firma Armin Tenner, Berlin, ferner 2,-. Noelte, J., Greifs walberstraße 9 3,-. Binner, Friedenau, Wielandstraße 3,-, Vom Personal Charine u. Wender, für Schlesien 3,-. Drucker, Otto, Berlin 15,-. N. N. 3,- Kühnte u. Schulz, Greifswalderstr. 206 4,- Aus einer fleinen Arbeitsstube für Schlesien 3,- Ein Reisender 6,- Regelflub, Kornblume" im Restaurant Alt- Stölln 10,55. Strech, Gruft( Statverein) 3, Beamten des Schiedsgerichts der Arbeiterversicherung, Lützowstr. 111, I 11,50. Steiling, Berlin, 10,-. Lehrmann, Oranienstr. 14 1,-. Ehrlich u. Gräß, Baufigerstr. 31 200,-. M. 1,50. Mehrow, Zeuthen 1,-. Hildebrandt, Beuthen 1, Zanke, G., Barnimstr. 38 3,-. Uhlig, N., Thärstr. 3 3, Fromm n. Genoffen 11,80. Sammlung der Firma A. A. R. 6,40. Har muth, A., Grunewaldstr. 110 3,-. Fidele Statgesellschaft, Grunewald 5,-. Schmidt 3,- Quoos, G., Schadowstr. 3 3,-. Rheinisches KohlensäureSyndikat Aft.- Ges., Wöhlertstr. 12/13, für Schlesien, 25, Ghem. Mitglieder des Vereins Sirenia", im Auftr. Lehninger 22,50. R. Sch., Schöneberg 4, Regelflub Alle um", 2. Rate für Schlesien 6,40. Kollegium der 8. Gemeindeschule 16,-. Regelfest bei Dörnies, Thurmstr. 17 24,39. Wenig aber Herzlich, N. 2 1,-. Promesse, E., Berlin 10,-. Wolff u. Glaserfeld, für Schlesien 100,-. Borchart 10,- Linsener 1, Weber, F. 6,-. Schnte wind, Hof- und Domprediger 30, Frau v. Kleist- Kummerom 20,-. mann Wwe., Buchdruckerei der Biebricher Tagespost" zu Biebrich a. Mh., Ertrag einer Sammlung 556,10. Stude, Nub. 20,- Wolfers, Gustav, Brüssel 8090,-. J. G. Großmann sel. Söhne zu Fraustadt, gesammelt an einem von dortigen Berein veranstalteten Wohlthätigkeits- Abend 550, R. S., Alexanderplatz 20,-. Fischer, Julius 20,- Thieme, Karl, Fabrikbesitzer 50. Siarup, P., Fabritbefizer 50,- Kasse der Kreuz Zeitung" 1000, = Caro, J. J. 200,-. Frau Caro, Emma 20,- Rebs, Apotheker 5,-. König, Maurermeister 10,- Direktion des Apollo Theaters" als Ertrag einer Wohlthätigkeits Vorstellung am 12. August 1897, 1709,55. Frau Lindner 8,-. Verein d. Berliner Molkereibefizer 300,- Durch die Erpedition der Zeitung Die Bost", III. Rate 1592 M. Se. Hoheit Ernst Günther zu Schleswig- Holstein 500,- Freiherr b. Stumm- Halberg, Geh. Kommerzienrath 1000,-. E. L., Berlin 6, G. 2., Berlin 50,- C. F., Berlin, Burgstr. 30, 20,- 5. Mühlendorf 6,- Fräulein Troschel, Berlin 10,-. Ungenannt, für Schleficit 2, Stadtgemeinde Elberfeld' 15 000,-. Bon Privaten der Stadt Elberfeld 1525,-. Darlehnskasse Gesundbrunnen" 100,- Hugo, Rendant, Gesund brunnen 10,- In Sachen Walter c. Uedert 1,- F. Sch. 3,-. Jacobsohn, Eduard, Landwehrstraße 11, 50,- Frau Karoline B., Wwe. 30,- Dr. Hofmeier, Mar, Profeffor in Würzburg 100,-. Dr. R. G. 100,- Crank, Erich 10,-. Expedition der National- Zeitung", 2. Rate 500,-. P. W. 10,-. Schulz, vereid. Landmesser 35,-. Schieds: mann Mohr in Sachen David kontra Labensti 3,-... 3,- Verband Berliner Kegeltlubs 500,-. Wieprecht 30,-. Grünefeld 10,-. Strecker, F. 3,-. Firma Poppe u. Wirth, Berlin und Köln 1000,- Werner, Carl, Restaurateur, Lothringerstr. 26 3,-. Liebermann, Georg, Stadtverordneter, Bellevueftr. 500,- Deutscher Bürgerverein für die Königstadt 25,-. Kaempf, Stadtrath 1000,-. Von den Beamten der Bank für Handel und Industrie 125,50. Pfizmayer, W., Paris 100,-( davon 50,- für Württemberg, 50,- für Sachsen und Schlesien). Stadtgemeinde M. Gladbach 5000, Neue Stettiner Beitung", 2. State 1000,- Spinola, Geh. Ober Regierungs Rath M und Direktor der föniglichen Charitee 50,-. v. Pommer Esche, Wirkt. Geh. Ober- Finanz- Rath 60,- Lehrer Kollegium des Leffing Gymnasiums 120,- Gilbricht, Schuldiener 5, Eisner u. Kirchheim 500,-. G. B. 20,- Frau Geheimrath T. 20,-. C. B. 10,-. Ungenannt aus Bayreuth 2,- Kreisverein vom Rothen Kreuz zu Höchst a. M. 1500, Sammlung d. Märtischen Zeitung" zu Neu- Ruppin, 1. Date 700, Arons, Rosa, Frau Kommerzienrath, für Schlesien 300,- Gebr. Arons, für Schlesien 1000,- Minlos, Emil, für Schlesien 500,- Aus einem Statspiel 3,-. Frau Friedländer, Lothringerstr., für Schlesien 20,- Von einer Lehrerin und ihrer Gemeindeschulklasse 8, Von der in Saalfeld a.S. tagenden Versammlung thüringer Aerzte 100,05. Bardey, G., Bad Stuer ( Mecklenb.) 10,- Sehlmacher, Pojerstieten( Ostpr.) 15,05. v. Jagemann, Gesandter, 3. 3. Schreiberhau 100, Lehrer- Kollegium der 203. Gemeinde Schule 35,50. Sammlung der„ Deister: u. Weser- Zeitung", Hamelu a. d. W., 1. Rate 145,-. " V Achtung! IV. Wahlkreis! Sonntag, den 29. August 1897: Grosse Lassalle- Feier dod, to feet an Osten dosur dad sinh in 2. Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Vokal- und Instrumental- Konzert. Musik von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Tietz. Gesangs- Aufführungen. Vorträge ernsten und heiteren Juhalts. Großer Tanz. Billets im Vorverkauf 25 Pf., au der Kajje 30 Pf. Süd- Osten Aufang: Nachmittags 4 Uhr. „ Urania", Wrangelstraße Nr. 9/10 Grosses Garten- Konzert unter Leitung des Dirigenten Herrn Grass. Der Garten faßt girta 3000 Personen. Gesangs- Aufführungen. Zithervorträge des Zithervereins ,, Lyrol". Ein verlorener Sohn ausgeführt vom Theaterverein" Gleichheit". Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang 4 Uhr. Im Saale von 6 Uhr ab: Ball. Billet 25 Pf. Brauerei Stralan. de Sonntag, den 29. August 1897: Grosse Lassalle- Feier arrangirt von den Genossen der Ortschaften Rummelsburg, Stralau, Friedrichsberg u. Friedrichsfelde unter gütiger Mitwirkung der örtlichen Gesangvereine( Mitglieder des Arbeiter- Sänger- Bundes). Grosses Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. laterne gratis. Auftreten der beiden Boltshumoristen Fischer u. Michel. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Brillant- Feuerwerk. Turnerische Aufführungen. Große Fackelpolonaise, jedes Kind erhält eine Stock: Jm Saale: TANZ. Serren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Billets im Vorverkauf 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Eine recht zahlreiche Betheiligung erwartet Das Komitee. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Puhlmann's Vaudeville- Theater, Schönhauser- Allee No. 148. Sonnabend, den 28. Auguff: hon sid Lassalle- Feier veranstaltet von den Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. Grosses Konzert. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. -Jm Saale: Tanzkränzchen. Von 3 Uhr ab: Familien- Kaffeekochen. Anfang 42 Uhr. Programm gratis. Billets à 25 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 220/14 Das Komitee. Achtung! Achtung! Aus bein Compoſpital, Berlin 19,10. Louis Keller's Festsäle, Koppenstr. 29, M sind an grosse Vereine noch drei Sonnabende zu vergeben und zwar: 2380b Sonnabend, den 16, Oktober, den 20. und 27. November. 1911 1100 anno solo spol sindiedad jbl sid Moabit! Moabit! VI. Wahlkreis. ., Kronen- Brauerei", Alt- Moabit Nr. 47149. Sonnabend, den 28. August 1897: 1751 Lassalle- Feier veranstaltet von den sozialdemokratischen Parteigenossen Moabits bestehend in Konzert, Theater, Turnerischen Aufführungen, Gelangs- Vorträgen des Gesangsvereins Vereinte Sangesbrüder Moabits". Jm Saale: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Anfang des Konzerts 4 Uhr nachmittags. Billets 20 Pf. Bu recht zahlreichen Besuch ladet ein 220/13 Das Komitee. Möbel in jedem Stil und jeder Holzart, äußerst billig, auch auf Theilzahlung. Gr. Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel. [ 2287L Schützenstr. 2. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Holzbildhauer 22/12 Carl Görsch verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag Nachmittag 5 Uhr von der Halle des Emmaus Kirchhofes in Nixdorf, Hermannstraße, aus statt und bittet um zahlreiche Betheiligung Der Borstand. Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75 Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. Reichhaltige Abendkarte zu solid. Preisen. Pilsener und Bötzow- Bier. Johannisbeerwein ** 110 Liter Weinglas 10 Pf. Eugen Neumann& Co., Obst- und Beerenweinkelterei. 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