Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Donnerstag, 4. November 1920 Nummer 471- Abend-Ausgabe ,y»n»U' uw«uu■<«»»»» nt«ixftw'Wat». Ceimtiit*•«» fflem«»» IM» «OL Sc etjne«prri» brfrSgi hti(rrtrc Rnltcnung w» Kas» fiti Dro�-Aerli, (H. m, Borau« inblbn, oon»n Kpfblt'.or(rlkft«hgelialt 8,50 M Für Post« bezog uehmeo lSmIIIch» Postooftiileeii B-Oelloogeo emgege». voler Streifban» bejogen ig, Deorschlcod und vrstcrrr!ch>8,50 W., sS, da« gdrigt iluslaod 21,50 Nl. goiüglich OcJoiasfluttolag, per Brief ffir Beulf(blond a> v est erreich Ich- Dt. Expeptrtp«»m»«gglOG, Veelw« ch DreHo Strotz,»»«. W, ochlgefPO»,»,«ooporeflezefse ober der«,«OHM»aste! 5,— Ml. ewfchOetzdch Ueoerunaszuschleg. Kleine Anzeigen! Da« letigedruchieWar! ch— w., jede«»eiiech stvari 1,50 M., elnschlietzlich Teuerungszuschlag, Lassende Anzeigen lau, TaeA» ----■•-————— o Feile. 6t»neiw®efu*" gtemilien-Anz eigen onfe SjelleiuGrsuche 3,20 9E" nrtio-nro Feile. Slellen-chesuchg m WoN-Anzeigen! daa feiigedruchre Wort l,S0 M.» �ede« wetlee« Wart 1,— lll» zmsstkcha: Saw» ro?o.«a» tili mos, tttS, tSti,«ul $cifiniT■Crfftm bt>r VnaWätiölseti SymlömioFratte&Put/l6fanöo Dil MM öei WM« Ii Neue Wahlergebnisse HN. New-Yark, i. November. Aus allen Nachrichten geht hervor, dah die Wahlkampagne für die Repudlilaner ein bedeutender Sieges�ug gewelen ist. Zn Teunesse«, wo gestern morgen um 10 Uhr das Er- gebnia von KK Bezirken vorlag, erhielt Harding eine Mehrheit von 158 Stimmen. Hier wurde der republikanische Kandidat siir den Eouverneurposten Taylor mit 15 00» Stimmen Mehrheit gegen den demokratischen Kandidaten gewählt. Zn Missouri siegten die republikanischen Kandidaten für die Präsidentschaft, den Eouverneurposien und den Senat mit Z5 00» Stimmen Mehr- heit. Zm Staate N e w- P o r k ist das Ergebnis der Wahlen siir den Eouverneurposten noch unsicher, doch gibt man dem republika- nischen Kandidaten sehr gute Aussichten. Zn Colorado war das Stimmenverhältnis des republika» nischen und des demokratischen Kandidaten siir den Gouverneur» posten wie 2:1. Zn Kentucky, wo Cor eine bedeutende Mehr- heit erhielt, wurde der demokratische Gouverneur wiedergewählt. ssiir den Kongreß wurden dort sieben Demokraten und drei Repu- blikaner gewählt. Zn Z n d i a n a erzielte Harding eine Stimmen- Mehrheit von 250 000. Die Wahl der republikanischen'Kandidaten sür den Senat und siir den Eouverneurposten scheint gesichert. Zn Illinois erreichte Harding eine Mehrheit von über 80»»00 Stimmen. Zum Gouverneur wurde Mae Kinley gewählt. Zn Massachusetts erzielt« Harding ein« Alehrheit von über 800 00» Stimmen, was die Mehrheit, mit der Kandidat Kinley 18W dort siegte, weit Lbertrisst. Zn Mississippi wurden die Demokraten Zackson und Roosevelt mit»»»»» Stimmen Mehrheit sür den Kongreß gewählt. Die PrSstdentschaftswahl HN. London, 4. November. Aus N e w P o rk wird gemeldet: Die Staaten New Pork, Pensylvania, Connecticut und Illinois haben riesenhafte Stimmenmehrheiten für die Republikaner er- gehen. In den ersten beiden Staaten ergab sich sogar eine Mehr- heit von fast einer Million Stimmen. Aus den Weststaaten, wo die Wahlurnen später geschlossen wurden, sind viele Ergebnisie noch nicht eingegangen. Es ist aber bereits bekannt, daß in Califor- nien., wo Wilson vor vier Iahren«ine kleine Mehrheit erhielt, durch die seine Wahl erreicht wurde, sich die Dinge sehr geändert haben. Dort wurde im Verhältnis von 4: 1 für Harding gestimmt. Der Staat Washington, der 131« für Wilson stimmte, neigt jetzt zu den Republikanern. Senator Borah und andere bekannte Re- publikaner. die gegen den Völkerbund sind, behaupten, daß die Wahl Harding? aus dem Wunsche des Volkes heraus erfolgt sei, sich dem Völkerbund fernzuhalten, wie dieser von Wilson um- schrieben wurde. Das Volk wolle einen Mittelweg, der die Ver- einigten Staaten von der Verpflichtung befreie, ihre Zustimmung dazu zu geben, daß sie in einen fremden Krieg hineingezogen wer- den können. Boston hat zum zweiten Male seiner Geschichte re- publikanisch gestimmt. Die vollständigen Resultate werden erst innerhalb einiger Tage bekannt gegeben werden, doch kann man- schon jetzt damit rechnen, daß Harding in der Wahlmännerver- sammlung vermutlich 33V, Cox aber nur etwa 127 Stimmen haben wird. Die Republikaner werden in beiden Häusern des Konaresfes, namentlich im Senat eine verstärkte Position erhalten. Im Senat wird die wankende Mehrheit von nur einer Stimme für die Republikaner durch eine republikanische Mehrheit ersetzt werden, die so groß ist, daß man mit ihr arbeiten kann. TU. New-Pork, 4. November. Die„frankfurter Zeitung" schreibt: Die ungeheure gegen Coic ausgefallene Mehrheit bei oer Präsidentenwahl spiegelt sich nicht in den Kongreßwahlen wieder, die eine erheblich geringere repu- blikauijche Mehrheit ergaben. Diese Tatsache, sotyie die Ersolge mancher demokratischen Lokalkandidaten nötigen zu dem Schlug, dag Wilsoms persönliche Unbeliebtheit und seine autokratischen Allüren, sowie die furchtbar« Lebensver- t« u e r u n g die Hauptgründe des Zusammenbruchs der Demo- kratie bei der Präsidentenwahl gewesen sind. Zn Kalifornien hat sich eine gewaltige Mehrheit gegen die lapanischen Landkäufe er- klärt. In Michigan wurde ein gegen den deutschen Unterricht gerichtetes Gesetz abgelehnt. Lyuchmord Orlando(Florida), 3. November(Reuter). Ein Neger, der zur Wahl nicht zugelasien wurde, da er seine Steuern nicht bezahlt hatte, veranlagte einen Auslaus: hierbei wurden zwei Weiße getötet und andere verwundet. Die Menge hing den Neger schließlich auf und ver- brannte fünf andere Neger, die an dem Zusammenstoß teilgenommen hatten, ebenso die Häuser, in die ste fich geflüchtet hatten. Ende des englischen Berg- arbeiterstreiks TU. London. 4. November. 34« 504 Grubenarbeiter habtn ge �Das"-Statut �de« A b m° ch u n a e n. 34« 045*«M u t gesttmm- �t ät um im Föderation erfordert ein« J««i0r_ nicht fand, hat Die nvrdsranMschen Bergarbeiter sür den Generalstreik DA. Paris. Z- November. Die Gewerkschaft der Bergarbeiter des«�sranzSsijchen �°wn- reviers hat beschlossen, dem Vorstand die �.ns �ie Bor» den Generalstreik zu proNamieren, falls die Unte schlage der Arbeiter nicht annehmen sollten., S5i. Der Streik der Bergarbeiter im Becken von weiter ausgedehnt-, ein Teil der Kohlengruben„icht ist jetzt ebenfalls vom Streik betrosfen. Beshe.«st dw � gestört worden. Mehr al» ZV 00» Personen sind am« teiligt. Eine britisch« Note an Nutzland Die Propaganda soll eingestellt werden SN. London. 4. November. »aJAt*'"„w �Beantwortung der von K raff in über- r-»chten russiichen Not««ine Rote der britischen Regierung an die Eowietregierung. Wie verlautet, wird in der Rote abermals auf f.iü"» l a n d s e i n d l i ch, Propaganda und die agita- frische Tätigkeit der Sowjetregierung im Osten hingewiesen. Die englisch« Regierung stellt fich genau an, den gleichen Stand- Uellunn h b," H°°d-l-b.,i.hungen und die Wiederh.r- p-lung der normalen Beziehungen erst erfolgen könne, wenn ®o»iVfe selbst groß- Teile des Proletariats und Kleinbürgertums-rfagt lmt, die hisher noch in den erstarrten Formen dör„alten Partei festgehalten werden. Man weiß genau, daß gerade eine n,cht geringe Zahl der marxistischen Vetcrane dieser Bewegung mit Skepsis, oft sogar in nur schlecht verhehlter Gegnerschaft gegen- aberstehen. Und das mag seine Berechtigung haben oder docy gehabt haben. Kulturkampspaukereien ä la Falk und Virchoio sind und bleiben ein Luxuo der bürgerlichen Ideologie und w,r müssen es schon dem Vorderhaus der„glücklichen Besitzenden und ihrem geistigen Geschmack überlassen, metaphysische Spekula- tionen gegen die Offenbarung, die Professoren gegen die Patres, Friedrich Nietzsche gegen Thomas von Aquino antreten zu lasse,,. IVirno vivore, deinde philosophari, zuerst leben und �dabn erst philosophieren— das ist nicht zuletzt gerade in der Gegenwart marxistisches Gesetz und Reoolutionsgebot. Der Salon mag plau- dern, die Fabrik mutz arbeiten. Der Klub disputiert, die Volk�- Versammlung demonstriert. Marx lehrte uns schon, daß sich Zwar die Philosophen bemüht haben, die Welt zu erklären, aber oeß es daraus ankäme, sie zu verändern. Wer aber die Welt veran- dert, wälzt auch ihren geistigen Ueberbau, ihre religiösen Vor- stellungen, ihre überirdischen Bedürfnisse um. Nicht nur der Staat, wie Engels ausdrücklich von ihm feststellt, auch die Kirche wird nicht getötet, sondern stirbt ab. Das ist marxistische Erkenntnis. Deshalb sind die alten Marxisten Skeptiker der antireligiösen Prolctarterbewegung. Sie glauben, daß man erst die Welt ge- Winnen mutz, die ganze Welt mit allen wirtschaftlichen und politischen Machtpositionen der herrschenden Minderheit, dann werde man gegen den Predigtstuhl nicht noch besondere Sturm- kolonnen anzusetzen brauchen. Unsere revolutionäre Erkenntnis, daß in der Eroberung der wirtschaftlichen und politisch:» Macht das Schwergewicht des Ar- bciterkampfcs wurzelt, steht fest! nicht ohne Not soll man Nevo- lutionsenergien auf dem Außengelände verschwenden. Aber es ist doch nun einmal auch Tatsache, daß die Marxisten gegen andere als die religiösen und kirchlichen Aeußerungen oer Klassenherrschaft mit aller Entschiedenheit den Kampf führen und stch da durchaus nicht auf den wirtschaftlichen oder rein Palm- *) Aus Nummer 42 des„Sozialist". Zur wörtlichen und ve- grifflichen Erläuterung fei gesagt, daß..areligiös" religionslos, „antireligiös" religionsfeinduch bedeutet. > den Gedanken zu tragen, Wilhelm mit einer riesigen Ahfindnngs- summe zu beschenken. Es ist unerhört, daß in dieser Zeit, wo die breiten Massen des Volkes im Elend versinken, dem kaiserlichen Deserteur in Holland solche ungeheure Summen bereits zugestanden worden sind, mit denen er sein Echlemmerleben fortsetzen kann. Es ist geradezu ein Skandal, daß nicht nur Wilhelm, sondern auch die hoheazollernschen Prinzen fortgesetzt mit Geldern gefüttert werden, die der Allgemeinheit gehören. Jede dieser Drohncn ver- zehrt an einem Tage mehr, als eine Arbeiterfamilie an Einkommen während des ganzen. Jahres bezieht. Glaubt die preußische Regie- rung, glaubt insbesonder das preußische Justizministerium, daß. das Volk sich diese unglaublichen Zustände noch lange gefallen lassen wird? Gin schöner Schwindel Zu der in den letzten Tagen mehrfach in der Presse erwähnten Millionenunterschlagung in der Abwicklungsstelle eines Sturm- bataillons in Potsdam wird der„Telegraphen-Union" von wohl- unterrichteter Seite mitgeteilt, daß es sich hierbei nicht um eine der dem Heeresabwicklungshauptamt unterstellten Abwicklungsstcllen handelt. Zu diesen gehören lediglich die Ab- Wicklungsstellen des alten Heeres, d. h. derjenigen Truppen« teile, die vor dem ersten Oktober 1919 aufgelöst worden sind. Dazu zählte das beirefsende Sturmbataillou nicht. »* « Das Sturmbataillon Schmidt gehörte wie alle Freikorps zur N e i ch s w e h r. Es war eine Elitetruppe im Sinne des Herrn S e e ck t. der es noch im März zu be- sonderen Aufträgen verwendete. Wenn das Abwicklungsamt des alten H-ercs mit dieser..Elitetruppe" nichts zu tun haben will, so ist das an sich gewiß recht lobenswert, aber wer soll denn die Verantwortung übernehmen? Geeckt und Geßler werden sie gewiß auch ablehnen. Also wird es wohl am besten fein, wenn nunmehr eine neue„wohlunterrichtete Stelle" versichert, das Sturmbataillon Schmidt habe über- Haupt nie bestanden, besser noch! es gehöre zur„Roten Armee". i- Die erste Entscheidung des Wahl- Prüfungsgerichts Aus dem vorliegenden ausführlichen Bericht über die Sitzung des Wahlprllfungsgcrichts, die sich mit dem Protest des Genossen Dr. Cohn gegen eine Streichung von der Kandidatenliste zur Reichs- tngswahl beschäftigte, geht hervor, daß Genosse Cohn auf die Frage des Vorsitzenden, wie er zu oer Frage einer Gejamtncuwahl auf Grund seines Protestes stehe, erklärte, daß er weder sein« Anwesenheit im Reichstag noch eine Streichung des jetzt nicht n.ehr zu seiner Partei gehörenden Abg� H ö l le i n(der an Stelle des Dr. Cohn für gewählt erklärt wurde) für wichtig genug halte, um sie im gegenwärtigen Augenblick mit einer Ccsamtneuwahl und mit dem vom Reick« zu tragenden Wahlkosten zu erkaufen. Er werde daher seinen Protest zurücknehmen, wenn das Ge- richt die Notwendigkeit einer Eesamtneuwahl annehme! hierüber erbitte er rechtzeitig Mitteilung. Der Regierungsvertreter führte aus, daß die Erklärung der Frau Dr. Cohn von dem Kreiswahlleiter hätte beachtet werden müssen und daß wegen der Streichung nun die Gefamtwahl in Thüringen kassiert werden müsse. Stach längerer Beratung unter Ausschluß der Oeffentlichkeit kam das Wahlprüfungsgericht zu folgendem Urteil! Die Wahl im Kreise Thüringen wird für gül- i i g erklärt und der Protest des Dr. Cohn zurückgewiesen. Die Zustimmungserklärung der Frau Dr. Cohn hat die im Reichs- Wahlgesetz enthaltenen Vorschriften nicht erfüllt, q Diese Entscheidung zeigt, daß die Bestimmungen des Reichswahl- gesetzcs reformbedürftig sind, dami tein solcher Fall, wie er hier vorliegt, bei der nächsten Wahl verhindert wird. Ausnahmezustand in Dauzig Der stellvertretende Oberkommissar in Danzig, Oberst Strutt. bat bis zur Ratifikation der Danzig-polnischen Konvention in Paris all« öffentlichen Versammlungen verboten, in denen poli- tische Angelegenheiten den Gegenstand der Tagesordnung bilden. Das Versammlungsverbot wird damit begründet, daß die öffent- liche Erörterung schwebender Probleme während der Dauer der Pariser Verhandlungen den Interessen der Danziger wie der Po- len schädlich sein und die öffentliche Ordnung stören könne. schen Kampf beschränken. Wir wissen, daß es wenig Wert hat im Klassenstaat die Klassenjustiz zu befehde»! denn das«ine ist Ausfluß des andern. Dennoch bekämpfen wir diese Rechtspflege, diesen Staatsanwalt und diesen Polizeiüüttel. Wir wissen genau, daß der Militarismus Fleisch vom Fleisch des landhungrigen Feudasstaates oder des imperialistischen Bourgeoisstaates ist, und dennoch bekämpfen wir ihn als Militarismus an sich und stellen ihm den Pazifismus des völkerversähnenden Sozialismus ent- gegen. Was hier recht ist, sollte doch bei der Kirche billig sein. Der ökonomische Materialismus verpflichtet nicht zum Fata- lismus. Er predigt zwar die Entwicklung, aber er leugnet nicht den Wille». Der Wille als Einzelwille oder als Massenwille entsteigt zwar dem Schacht der ökonomischen Bedingungen und ist nur dann revolutionär, wenn die Verhältnisse revolutionär sind. Aver in Wechselwirkung senkt er sich wieder nach seiner Geburt auf eben jene Verhältnisse herab, legt energische Sprengladungen unter sie und treibt sie der revolutionären Reife entgegen, um dann alz ein neuer, geläuterter und gesteigerter revolutionärer Wille ihnen wieder zu entfliehen und aufs neue das Spiel zu be- ginnen. Es ist die Tätigkeit eines Geiser, der die Wassermengen ausspcit, sie wieder verschlingt, um sie in neuer, um so höherer Dampf- und Wassersäule wieder auszustoßen und einzusaugen. Als Sohn der Verhältnisse wird also der Wille im steten Kreislauf gleichzeitig zu ihrem Vater. Reoolutionsgeheimnis und Reoolu- tionswahrheit! Der Wille aber packt die Verhältnisse, wo und wie er ste vorfindet. Er hat die immanente Eigenschaft des bvrror vanil: einmal gezeugt, ist er geneigt, jeden Rahmen, auch den, aus dem er entstammt, zu sprengen. Die Erkenntnis weiß zwar, daß Klassenstaat ohne Klassenjustiz undenkbar ist. Dennoch packt der Wille die letztere an, wo er sie vorfindet. Er weih, daß Mars erst stirbt, wenn Merkur erschlagen ist. Dennoch bekämpft er den Militarismus. Eben durch diesen Kampf, auch wenn er ein- seitig und vielleicht zunächst unnütz ist. unterminiert der Wille weiter die SerHältnisie und treibt sie auf die revolutionäre Spitze. Sind wir aber Energetiker hinsichtlich Klassenjustiz. M- litarismus usw.— warum wollen wir denn gegenüber der Kirche nur Evolutionäre und Deterministen bleiben? Di« areligiöse Arbeiterschaft fängt hier an. nicht mehr zu verstehen, und sie be- zeugt durch ihren Masscnwillen, daß sie anders denkt, als so man- chcr ihrer Führer, der den Kamps gegen die Kirche nur mit Un- behagen sieht. Und wenn wir uns schon nicht in die religiösen und philoso- phischen Händel dieser bürgerlichen Welt einlassen wollen, dann ist es dennoch unsere Pflicht, der Kirche als Organtfa- t i o n auf den Leib zu rücken, da nämlich, wo sie als Instrument des Klassenstaates sich von diesem mißbrauchen läßt.... Gruppen, Organisationen, Verbände der antikirchlichen Proletarier ent- stehen da, die fast die Stärke der xoltlifche» Parteien erreichen. i Die polnischen Entschädigungsansprüche Der Eeneralkommissar der polnischen Republik in Danzig, Dr. Biesiadecki, hatte der interalliierten Verwaltung in Danzig eine Rote überreicht, in der an die Stadt Danzig eine Reihe von Entschädig ungs- und Ersatzansprüchen gestellt wer- den. Die interalliierte Verwaltung hat dieses Schreiben dem Staatsrat weiter gegeben, der nach Prüfung der Sachlage der polnischen Regierung eine Antwort hat zugehen lassen. In dieser wird zum Ausdruck gebracht, daß Danzig bereit sei, den geltenden völkerrechtlichen Bestimmungen gemäß für llebergriffe gegen die Polen und Vermögensschädipungen Ersaß zu legren. Die diesbezüglichen Fälle würden einer eingehenden Prufun- un- terzogen werden. Die Stadt Danzig müsse es aber ablehnen, für die Diebstähle im Hafen aufzukommen, für die sie völkerrechtlich keine Verantwortung treffe. Danzig behalte sich vor. eine G e- genrechnung aufzustellen, da auch die freie Stadt beifpiels» weise durch Beschlagnahme von Waren im polnischen Korridor usw. nicht unerhebliche Verluste erlitten habe. Für den Sozialisierungsgesetzentwurf der U.S.P.D. Zeitz, 2. November. Eine am Montag abgehaltene, von etwa 899 Betriebsräten des Zeitz-Weißenfels-Meufelwitz» Rvsitzer Industriegebietes besuchte Versammlung im Cchützenhans zu Zeitz, in der besonders stark die BergardeitrrbetriebsrSte vertreten waren, erklärte sich nach einem Referat des Genossen H i l f e r d i n g gegen sünf Stimmen sür den Sozialisierungsentwurf der U.S.P.D. Die Be- schlnßfassung ist um fo bedeutungsvoller, als bisher in diesem Teile des mitteldeutschen Bergbaug:bietes die Kommunisten behaupten, die Oberhand zu haben. Afa und Arbeitsgemeinschaften Eine Falschmeldung Die„Telegraphen-Union" meldet über Essen, sie erfahre aus „durchaus zuverlässiger Quelle", am 27. Oktober habe der Bor» stand der Arbeitsgeme,»ich aft freier Ange stell- tenverbände beschlossen, in Verfolg des in diesem Sommer gefaßten Beschlusses seiner Generalversammlung den Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft zu erklären und dem All- gemeinen Deutschen Eewerkschastsbund ein gleiches Vorgehen zu empfehlen. Die Meldung ist falsch. Die Sitzung des Vorstandes der Afa, die sich mit der Ausführung des erwähnten Beschlusses der Eeneralver- sainmlung des Bundes der technischen Angestellten und Beamten beschäftigen soll, ftn det erst am Sonnabend und Sonn« tag statt. Bisher liegen keine Beschlüsse in dieser Angelegen- heit vor. Horthy vor dem Ende? Nach einer Meldung des„Berliner Tageblattes" aus Wien. soll England gegen den französisch-ungarischen Eeheimver« trag Einspruch erhoben haben. In diesem Vertrag hatte Frankreich zugestanden, daß Ungarn eine Truppenmacht vo« 149 000 Mann ausstellen kann, wenn es stch verpflichtet, gege» Rußland zu kämpfen. Außerdem erhält eine sranzösische Kapita» listengruppe das Recht, die ungarischen Staatsbahnen auszu- beuten. Di« Nichtigkeitserklärung des Vertrags durch England soll Ungarn in eine schwere finanzielle Krise stürzen. Denn di« Geldmittel des Horthyregiments find erschöpft. Die industrielle Produktion ist unter Horthy völlig zugrunde gegangen. Ein ungeheueres Heer von Beamten frißt die letzten Steuergroschen auf, während die Armee ihr- fehlenden Mittel durch Raubüberfälle, Erpressungen und durch hohe Kontribu- tionen, die unter Androhung des Todes bei reichen Gefchäftsleu- ten erhoben werden, zu ergänzen versucht. Der Vertrag mit Frankreich war ein letzter Versuch, die Reaktion in Ungarn und die T e r r o r t r u p p e n. auf die sie sich stützte, noch einige Zeit� mit Hilfe ausländischen Kapitals zu erhalten. Horthy ist zwar jetzt bereits bemüht, stch wieder England zu nähern. Aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß diese vollkommen bankerotte kredit- unwürdige Regierung noch irgendwo im Ausland größere Kre- dite für die Erhaltung ihrer Terrortruppen und für die Aus- speisung ihrer unzähligen politischen Parasiten auftreiben wird. Es gibt Orte und Städte genug, wo der„Zentraloerband prole- tarischcr Freidenker" manchmal fast noch mehr Mitglieder weist, als die revolutionären Parteien jede für sich. Es kann un- möglich sozialistisch sein, stch von dem Massenb�>ürfnis. das sich da offensichtlich �eigt, mit Achselzucken abzuwenden und die Arbeitel auf politische Aktionsprogramme zu verweisen, wo ihnen die Zeit selbst geistige und kulturelle Ziele neben den politischen und wirt- schaftlichen gesteckt hat. Der Arbeiter ist mehr anti kirchlich, als anti religiös. Seine Dntireligiösttät ist ferner mehr eine bloße Areligiösität. Das religiöse Bewußtsein ist�in ihm in Generationen erstorben- Er kämpft deshalb nicht gegen die offenbarte Religion mit der ganzen Leidenschaftlichkeit und dem Fanatismus des bürgerlichen Renegaten, der sich gcgtn die geistigcn Kerkermeister oft in schw«' rem Eewissenskampf hat durchringen müssen. Aber gerade diese Religionslofigtrit, weniger Religionsfeindlichkeit des Arbeiters läßt eine Lücke in seinem Geistesleben ausfüllen, der nicht allein durch rein politisch-wirtschastliche Betätigung, nicht allein durck Cewerkschaftsdebatten, Parteiarbeit, Rätediskusstonen auszU' polstern geht. Wenn die Arbeiterschaft wirklich das Erbe der deutschen Philosophie zu wahren hat. und wenn die Begründer des Sozialismus dem deutschen Arbeiter zugerufen haben. M seinen philosophischen Sinn zu bewahren, dann wird man sich � Freidenkerbeweguixg innerhalb der Arbeiterschaft unter keine Umständen verschließen dürfen. All das ringt sich erst in am? unbeholfenen und unbehauenen Formen, aber doch schon K' greifbar, ans Licht der Sonne. Gewiß mgg der Marxist® Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er sieht. u>ie® „Psaffenspiegel" gerade unter diesen philosophisch-ringenden V. letariern als eine Arbeiterbibel verehrt wird. Aber dem T i des Arbeiters nach Geistigkeit ist mit der Kritik und dem tt ringen allein nicht gedient. Schafft erst eine gute Kult u bibliothc! für den sozialistischen, areligiöse» Arbeiter, dann& der„Psaffenspiegel",„Die Geschichte der Hexcnprozesse, Sünden der Päpstin Johanna" von selbst verschwinden od«. dem ähnlichen Literaturgelichter zukommenden Standpunkt im Arbeitergehirn eingereiht werden. DoswjewKi's Tochter Diese Frau wollte ihrem Vater ein Denkmal setzen wenn doch nur die Verwandten großer Leute schwiegen! Aue ersetzt noch kein Verständnis. Und selbst auf das würde man schon verzichten, wenn-nicht immer und immer w x diese Rechtfertigungsversuche gemacht würden. Nietzsches *) Dostojewski. Geschildert von seiner Tochter A. Dostojelv� Ernst Reinhardt-Verlag. München 1929. Die Schande des Jahrhunderts Die bürgerliche Presse Deutschlands hat bisher die Scheuß- lichkeiten des ineißen Terrors in Ungarn totgeschweigen. Die rechtsstehende Presse pries sogar den neuen Staat Ungarn als das vorbildliche Land christlicher Ordnung und mustcr- gültiger Sitte. Die Sendboten der Reaktion, die hinüber nach Ungarn wollten, kehrten begeistert zurück und setzten in schwungvollen Artikeln auseinander, daß auch Deutschland nur dann wieder gesunden könne, wenn es sich die muster- gültige Herrschaftsform Horthys und seiner Banden zueigen mache. Wir haben von Ungarn, diesem gelobten Land der christlichen Kultur, den Schleier der Lüge gezogen und es in vielen Artikeln in unverhüllter Nacktheit gezeigt. Jetzt bringt auch das„Berliner Tageblatt" einen Artikel, derneueUrkundenundTatsachen über den weißen Terror in Ungarn enthält. Der Verfasser. Z o l t a n v. Kornady, berichtet, daß der Maior Paul Prenay, der soeben erst in der ungarischen Nationalversammlung als der Mörder des Weinhändlers Landau gebrandmarkt wurde, von Horthy zum Oberstleutnant befördert wurde. Prenay, einer der berüchtigsten Terroristen, hat von dem Weinhändler Landau mehrere Millionen Mark für �ine Privattasche erpreßt und ihn dann aufgehängt. Die üegicrung versuchte, die Schandtat als„Einzelerscheinung" Hinzustetten, sie versprach, die Angelegenheit„gerichtlich" untersuchen zu lassen, nun hat Horthy durch die Beförde- rung Prenays zum Oberstleutnant gezeigt, daß der Mord in Ungarn eine Tat ist, die belohnt werden muh, nicht aber bestraft wird. Der Verfasser schreibt über diese Zustände: „Die Budapefter Prefi« ist nun verhalten, dirsen peinlicherweis» im Ausland bekannt gewordenen Fall als bedauerliche Einzel- erscheinung hinzustellen. Doch das Ausland wird sich nicht langer hinters Licht führen lasten. Man wird in der ganzen Welt endlich erkennen, daß in Ungarn heute die gesamte Zivilverwaltung zu völliger Ohnmacht oerurteilt, das Parlament ein« Harlekinade. die Skrfastung eine Fiktion und das ganze Land wehrkos der b r n t a l» n Willkür einer Slaubmsrderband« ausgeliefert ist. die teils aus dem Ab- schäum einer entmenschten Soldateska, teils aus de- generierten Aristokraten besteht, die sich zum Wein und zur Z i. geuuermufik noch den neuen Reroenlitzel fadistsicher Exzeste leisten, und deren B l u t r a u f ch längst in hemmungslose Raserei überging." Weiter wird berichtet, daß die Pressefreiheit in Ungarn völlig unterdrückt ist. Eine Zeitlang brachten die Buda- pester Blätter Belichte über die Untaten der weiß?n Banden. Da erschien Oberleutnant H e j j a s auf den Redaktionen, zog den Revolver und erzwang die Einstellung der Be- richterstattung über das segensreiche Wirken der christlichen Offiziere. Schändlich ist die Rolle, die die Entente bei diesem Treiben an den Tag legt. Kornadn berichtet darüber: „Der amerikanisch« Oberst H o r o w I tz fuhr im Auftrage seiner Regierung nach Slofok, als die Todesschrcie der Gemarterten von dort bis nach Amerika drangen. Drei Tage später gab er die Er- klärung ab. es. seien zwar vereinzelte Ausschreitungen vorgekommen, doch von einem weißen Terror könne nicht gesprochen werden: In nächster Nähe des B a n k e t t s a a l e s in dem er sich von Horthy bewirten ließ, lag ein Mastengrav mit Hunderten vrr- stumme ter Leichen. Er wurde von der Vevöllerung angeflebt, biefcs Erab öffnen zu lasten- er tat es nicht. Die britische Mission in Wien antwortet auf einen 5,ilferuf der Kecskemcter t'.ivn iKbcneii mit den Worten,„sie werde das Dokument wei- tcrleiten. Aber bis heute tst nichts geschehen. Und selbst der mele hundert Seiten stark« Bericht der englischen A r b e i- t« r l o m m i s s i o n zur Untersuchung des weihen Terrors in Un- garn blieb von den Ententeregierungen offenbar unbeachtet. Die- s?r Bericht umfohte 59 Abschnitte, und jeder gab die genaue. aktenmähig belegte, unzweiselbare Schilderung von ebenso vielen Greueltaten." Schließlich berichtet Kornady noch über den Fall der Frau Hamburger, die deshalb verhaftet wurde, weil sie die Kattin eines Mannes war, dessen Bruder der Räteregierung angehörte. „Ohne jeden Grund wurde die nur ihren drei Kindern lebende Dame eines Abends vom Oberleutnant S e v c l k abgeholt und in die berüchtigte Kelenfölder Kaserne gebracht. Hier be- ganzes. Leben lang den Bruder gegen dumme Spießer i„„ii.�""Bftnoll ocilelbiat. Dostojewskis Tochter tritt nun Gclene und benutzt Leben wie Merk des Vaters, r"12 n geschraubten Rastentheorien los zu vhV£ eJc wenigstens noch von ihr wären!) Man wäre mcnn Üe ganz anspruchslos Züge Dosio- iSiSu. �iammengetragen und etwa im Plaudertone vorgebracht hf* I,?>cu!J fiejid) qi|o klug beschränkt hätte zu erzählen, daß at r- T? tkPMlieimamen der Mutter verpesten hatte, eine weltebte nicht wieder erkannte und zu Kartenlegerinnen ging. K» i!m iA0�1 Kachelte ein fal cher Ehrgeiz, vielletcht hat man i., iwiecht beraten— deshalb schrieb sie mit unzulänglichen Mit- -«"�theoretisches Buch über Dostojewski, schrieb es im Qti«(*t 1 1,03 bollchewisti che Rußland, legte sich Wormeln IbT««um �e*e des Rastendogmas zurecht und Interpretierte mit ein eiilv-'i Handeln. Sinnen und Schassen des Vaters. Es ist fem««! J?*®. Lottospiel, und das Eigene, was sie über Dosio- tum Iz»st schief und verworren. sWäre es noch ihr Eigen- lohnen also eine Reihe von. Einzelaugen. Diese aber ver- letites b,«* 1" des Werkes. Hat man sie beendet, bl-'bt als ciacm'fitoftcnenimes®'e wenig willen die von 0 B n Manne. Schützt große Leute vor ihrer Famill«! Kurt Kersten. Die Kulturabteilung der Universum-Film bielen vor Ein-m?'3 Lehrfilme aus natnrwistenschaftlichen Ee- blick in das V�.n Lilm Loch feefischcrei" gibt einen Ein- se«. wie das aroße�S� e[ntm tMdampfer der' Nord- oem Fang an Bord'ns Master gelasten. wie es nach Deck auf Eis unb entleert wird, die Fischarten unter Räuchereien. und nach dem Löschen der Ladung den Nullch« �erdem Eine Trickzeichnung gibt ein an- Meeresar»nk» o? der Wirkung des Schleppnetzes auf dem gann Oberleutnant Hesfas sie in Gegenwart mehrerer Offiziere z u p e i t f ch e n. Sie solle gestehen. Sie konnte nichts gestehen. Run zwang man sie unter Bajonettstichen, sich nackt zu entkleiden. Hejjas stieß ihr feine Reitpeitsche tief in den Leib. Sie sinkt blutend, ahnmächtig um, wird mit kaltem Master übergosten und dann mit deck D r a h t p e i t f ch e genötigt. den Offizieren v o r z u t a n z e n, die trinkend und rauchend um- hcrsttzen und mit den Stiefeln den Takt schlagen. Doch das war erst der Ansang. Hierauf wird ein Gefangener namens Böla Neumann, der Frau Hamburger kannte, aus feiner Zelle gebracht. Hejjas befiehlt ihm. die nackte Frau zu mißbrauchen. Neumann weigert sich. Darauf bricht ihm Hejias mit einer Zange ein paar Zäbne aus. Neumann weigert sich immer noch. Hejjas zieht fei« Tafchemnester. verstümmelt ihn und streut heiß» Asche in die Munde. Dann wird Neumann noch lebend in die Donau ge- warfen. Alice Hamburger bringt man in das Mannschafts- zimmer.„Da habt ihr diese Bolschcwistenhure." ruft Hesjas, „amüsiert euch mit ihr!" Aber die Mannschaft— selbst die Mannschaft dieser Truppe— hat mehr menschliches Gefühl als ihre Offiziere und läßt die arme Frau unberührt. Nach wachen- langen ähnlichen Foltern gelingt es ihr, nach Wien zu entfliehen. Sic wohnt jetzt dort und ist jederzeit vernehmbar." And Horthy» mit dem die bayerischen Königsmacher konspirieren, zu bellen Füßen huldigend Ob-rst Bauer und Major Bischofs si�en, der von den deutschen Orgefchkeuten wie ein Heiliger umschwärmt und von den Federbeldcn der nationalen Parteien in allen'Tonarten verherrlicht wird: Was tut Horthy? „Im Stalle der Kelenfölder Kaserne, die der tägliche Schauplatz solcher Szenen ist, steht das Reitpferd des Herrn Horthy. Allmorgendlich fährt der Reichsverweser Her vor. und während er seinen Scbimmel besteigt, hört er die markerschüttern- den Schreie der Gefangenen. Er aber reitet vergnügt mit seinem Busenfreund Hejsas spazieren und keHt dann in die K ö n i g s b u r q zurück, um ausländischen Journalisten zu ver- sichern, daß mite Gerüchte über„Unregelmäßigkeiten" oder gar Uebergriffe„seiner" Offiziere böswillige bolfchewi- stifche Lügen sind." Das ist Ungarn. Das ist die Wahrheit über ienes Land. welches den deutschen Rationalisten als Vorbild dienen wurde, wenn sie die Macht erbalten sollten, auch aus Deutsch- land einen„Ordnungsstaat" zu machen. Streikstatistik L[tnsi Haeckel. Anschließend an die Enthüllung nnN*i«Tu« 1 5�che An-- gestellte) beauflragen den Deutschen Werkmeister-Verband und den Bund der technischen Angestellten und Beamten, dazur zu sorgen. daß bis Sonnabend, den 6. November 1020. ein. geme".I-M-r. brauchbarer Tarif für alle technischen Angestellten mit der handelsgemeinschaft Groß-Veriin" abgeMos,�.wird, im anderen stalle von allen gewerkschaftlichen Die Versammelten erklären ausdrücklich, geflossen hinter ihren Organisationen stehen zu wollen. Aus den Organisationen it. SlBriil, t. Abteilung, strrilaa, den 5.?!ovemb«r. ad«ni>,'Vj uhr� Ei$ang lämtlicher.lunriionätf((TtisBun-Sifbebout) bei Moiat. Kopenhagener Str. S. re., lb. Distrilt»nb Tbariotleiibarg. Btlbungstommtgion lTiispien-Ledebourl. Donnerstag, abends 7 Uhr. Foiüetzung des Kursus über Volkswirtschaft in der Aula Mebetlrasi- beim»teuen User. Vesereni- Iben. Rauch. Areilag, abend» 7 Uhr, flnbe»»ine dringend«(ntge Sitzung aller drrl Komlnisstouen bei Kaittzt. tbotzkowstystr. ik, kati. Das erscheinen aller ist natwendig. ll» pünknicht-» Kaminen wird gebeten. Sipeai«. Freitag. 7H Uhr, ausserordentliche Mitgliederversammlung tTrlsp-ev- Ledebour) im Stodltheaier. I. Vortrag de» Genossen Rabold. I. Organisatori cheS- Zahlreiches und pünktliches Erscheinen Pslichi. Zugleich wird auf die ZIevolutions- seicr am Dienstag, den!«. November, ibends 7 Uhr, im schwcizergarten chinge wlefen. Vereinskalender vtz»» der technische,«ngeftellte» und Venmien. Zlm Freitag, den S. November, __________________________.. säten. Bergstr. U7. cberschön-weid-, abend- 7Va Uhr, Int Hubertus, Edison. Ecke Waldstrade. Schänebera. abend, 7',4 Uhr. im Ebershof, Ebersitr. fiS. Südost, abends 744 Uhr, im Grünauer Garten. Grünauer Str. lt. Versammlung der Hochbautechniker, abends 744 Uhr, im Nordischen Hof, Eroger Saal, Znvaliden- ''soV Vroletnrierftzgend Rennst». Freiiaa,. 7 Uhr, Mitgliederversammlung in de« städt. Fpeisehalle Gairner- Eck« Böhmisch««irafs«. Erscheinen Pflicht! Verantwortlich für die Redaktion: Emil Rabold, Berlin. Ver- antwarllich für den Znleratentell: Ludwig Komeriner. Karlsbvrft.-* Verlagsgenoüen.ichati..„reibeit"«.® rn b. H.. Berlin.— Druck der«Ftfibelr* Drucker»! E m k> V-illn<7» V"it» S«r.i..»» PILZ Puk*war*nfBbrtk Koama» •Waren m KreaBraabae•■<•, KobalfltfliHa AlBBkafllrh««.... Slakoa, WailstrtzO»»,(.. Kapitän-Kautabak reichlich« hn de? friihere« guten OualitZt zu beziehen durch die bekannte,! Berkaussftelle« ff. IHBiftcr, L>ichte«bergee Etr. 22. Sgst- 5**! " letxt besonders billigst I TSSO *«••••»•.• M 300 •»•••«*4,, H.V» •V'*• v■• W. 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