Einzelpreis 20 Pfg.• Z. Jahrgang Freitag, 3. November 1920 Nummer 478• Abend-Ausgabe Die etfdjrfm«orgen» exb nachmittag«, Eanntag, und Montag,«» einmal. Der Vezugapeei» betrSgt bei freie? Anstellung in» Hau» fli? Grob-Beriia li)»— W. im voraus zahlbee, von der Spedition feibst abgehott S,5ö M. �ür Post» dezug nehmen sämtliche Postanstaüen Bestellungen entgegen. Unter StreifdanZ» l'ezogen sll? Deutschland und Österreich 16,50 M.. für das übrige Vnsland 21,56 M. zuzüglich Daluta-Aufschlag, per Brief für Deutschland und Osterreich 30,— W. Medaktt»», ExpeditiF»»«d Verlag: Berlin T 2, Breite Stratze»-». «aa IM w.. einschließlich Teuernng»zuschlag. Laufende»azet gm tw�u.ur�. FamMen-Anzeigen und Stellen-Gesuche Z.20 M. netto pro Zeile. Stell-�sucha 8, Wort-Anzeigen: da» skttgcdnukt« Won l>50 W.. i-d-- Wort 1,- M. Fmsvnchn: Snrtrmn 2030, 2045, 451«, 4608, 4635, 464«, 4021 berliner X>rgm ber Unabbänoffftm symlömofmtfp S)put/cf)ranba Sine nene Ml neuen Mini Sawinkow marschiert! Nopenheg««, 5. November. Nach einem Telegramm an« Warschau haben S a w i n t o w und General Lalachowitsch, der Oberstkommandierend« der frei« willige« rnpchen Armee, gemeinsam an Pilsudsli und Gene« ral W e a n g« l ein« Depesche gerichtet, in der«« heißt, die frei- willige russische Armee habe die in Riga festgesetzte vorläufige Grenze überschritten,»m da»»nabhängige Weißrußland z» befreie« und die bolschewistischen Machthaber zu vertreiben. Sawinkow und General Balachowitsch haben seit Wochen von Warschau aus die Aufstellung einer neuen Armee be- trieben. Es ist ihre Absicht, über Minsk in das innere Rußland vorzustoßen, um in Verbindung mit Wrangel und P e t l j u r a die Sowjetregierung zu stürzen. Die Auf- stellung dieser Armee konnte nur mit polnischer lln- terstützung durchgeführt werden. Auch jetzt, wo die Ar- mee zu ihren ersten Operationen geschritten zu sein scheint, hängt ihr weiteres Schicksal von der polnischen Hilfe ab. Die offene Unterstützung eines konterrevolutionären Unter- nehmens durch die polnische Regierung wird den Frieden von Riga äußerst gefährden. Der Osten steht vor neuen schweren Erschütterungen, Polen und die französischen Im- verialisten sind verantwortlich für die Ereignisse, die sich an das Sawinkow-Abentukl anschließen werden. Polnische Friedenssabotage (Eigen« Drahtmeldung der„Frelhei t".)' I Riga, 4. November. Der stellvertretende Vorsitzende der russisch-ukrainischen Frie- densdelegation, Obolensky, übersandte dem stellvertretenden Vorsitzenden der polnischen Friedensdelegation, Wassilewsly, eine Note, in der Hingewlesen wird, daß Petljuras Truppen nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes Kriegsaktionen fort- gesetzt haben. Die in Berditschew tagende polnische Waffenstill- standskommission gab in ihrer Sitzung vom 23. Oktober zu, daß die Petljura-Truppen einen Teil der polnischen Armee bilden und einem polnischen Oberkommando untergeordnet seien. Die polnische Kommission weigerte sich hierbei prinzipiell, die russischer- seits ausgerollte Frage zu beantworten, od Polen sich verpflichten wolle, die Petljura-Truppen zum Rückzug hinter die Staats- grenze zu veranlassen und sie im Falle eines Widerstandes zu cnt- waffnen. Die polnische Slldkommission lehnte es ferner ab, den Aufenthaltsort des Petljura-Stabes zu nennen, nachträglich er- klärte sie jedoch, daß ihr der gegenwärtige Aufenthaltsort des Stabes unbekannt sei. Nachdem bald daraus die Südkommission vom polnischen Stabe instruiert worden war. erklärte sie. daß die Petljurasche Frontlinie nicht in die Wafsenstillstondslinie ein- geschlossen sei. Hieraus wurde den Polen die Frage gestellt, ob die obengenannte polnische Antwort den Abbruch ihrer Be- ziehungen zu Petljura bedeute und ob Petljura aufgehört habe. Polens Verbündeter zu fein. Der polnische Oberst B o l d e s k u l verweigerte auch auf dies« Frage dii Antwort. 1 Obolensky erklärt, daß dies alles die Ausführung des Waffen- ft'llstandes und die Feststellung einer neutralen Zone unmöglich Ujach«. Rußland und die Ukraine werden daher die polnische Rc- g'rrung sh, eventuelle Schädigung der Interessen Ruß- lands zur Ukraine und Weißrußland« verantwortlich machen und die Unzulässigkeit ausweichender Antworten in Fragen bezüglich der Ausführung des Waffenstillstandes betonen. RadeK über den Frieden mit Pole« In der Moskauer �Jswestija" schreibt Radek unter dem Titel „Emen Frieden mit Polen gibt es noch nicht", daß die p o l n i- jchen Na tionaldcmo traten, die in ihrem Parteikamps gegen Pilsudski die Friedensparole ausgegeben hatten, jetzt be- strebt seien, den Kampf gegen Sowjetrußland durch Unter- stützungvonPetljura, Ssawinkow, Balachowitsch usw. fort- zuführen. Die sozialistische Partei und die Volkspartei wollen wirklich Frieden. Sie erklären sich gegen die Sabotage des Frie- dens. Pilsudski. dessen Politik sowohl vom Haß gegen Sowjet- rußland wie noch mehr gegen das weiße Rußland als auch von der Furcht vor der Erstarkung der nationaldemokratijchen Reaktion destimmt wird, schwankt zwischen beiden Parteien. Die Wilnaer Frage könnte Pilsudski zu einem Zusammengehen mit den Ziatio- naldemokraten bringen. Dadurch wäre der Frieden umgestoßen. Infolgedessen kommt Radek zum Schluß, daß man auch weiterhin an der Westfront kampfbereit dastehen müsse. Ein weitzgardisttsches Attentat (Eigener Drahtbericht der„Freiheit".) Riga, 4. November. In der Nacht zum 1. November erschien in Riga im Hotel Belle. vue, dem Wohnsitz der russischen Gesandtschast,«in Unbekannter und verlangte ein Zimmer. Auf die Antwort der Hotelangestell- ten, daß Zimmer an Private hier nicht vermietet werden, gab sich der Unbekannte als diplomatischer Kurier aus Mos- kau aus, der in einer heimlichen und dringenden Angelegenheit � den Gesandten Ha netz ky sprechen müsse. Das lettische Aus- wältige Amt und die Polizei wurden von Hanetzky verständigt. Eine Durchsuchung des Unbekannten durch die Polizei führte zur Entdeckung eines Revolvers und eines aus den Namen Michael Dackershof lautenden Passes, der von Zudenitsch ausgestellt war. Da Dackershof auf einer Unterredung mit Hanetzky bestand, wurde ihm dieselbe in Anwesenheit der lettischen Polizei bewilligt. Dackershof teilte mit, daß am nächsten Tage ein Schiff namens„Saratow" mit 30V russischen Ossizieren an Bord von Riga aus nach der Krim zu Wrangel abfahren werde. Nachforschungen der lettischen Polizei bestätigten die Richtigkeit dieser Angaben. Das Eesandtschaftspersonal wie auch die lettische Polizei sind der Meinung, daß es sich um den Versuch eines Atten- � totes handelte. Der Rückzug Wrangels TU. Parts, 5. November. Die„Chicago Tribüne" mclliet unterm 3. November aus Kon- stantinopel: Die bolschewistische Offensive erweist sich für die Armee des Generals Wrangel verhängnisvoll, der von allen Seiten von einer überaus starken Truppenzahl bedroht wird. Nach hierher gelangten Nachrichten wird er große Schmie- rigkciten haben, seine Armee zu retten. Die Bolschewisten be- haupten, den Rückzug der Armee Wrangel« von der Landzunge von Perekop abgeschnitten zu haben. Es bleibe demnach der� Armee nur der Eisenbahnweg von Melitopol, der mit einer Brücke von drei Meilen Länge nur«inen s»hr schwer zu bewerkstelligenden Rückzug gestattet. Eine ernste Warnung _ Cot«inigen Tagen ist im Berliner Westen ein neuer VanetS-Palast eröffnet worden. Der Saal und die Logen waren dicht gefüllt mit einem glänzenden Publikum. Die Spitzen der Behörden, die Koryphäen der Film-Jndustrie, alles, was in der deutschen Republik ein würdiges Amt be- kleidet oder einen klingenden Titel besitzt, hatte sich zu dem Schauspiel eingefunden. Eesellschaftsioilette war vorgeschrieben. Seidene Kleider rauschten. Gold glänzte, Brillan« ten glitzerten. Eine wohlige Wärme lag über dem Raum. Alles Erdenschwere war vergessen, man konnte sich ganz dem Genuß der Stunde hingeben. Zn den Fleischerläden hängen wieder wie vor dem Kriege die Rinderviertel und die Schweinehälften. Leckerer Schin- ken, feinste Thüringer Wurst, herrlicher Schweizerkäse, aus- gezeichnetes Konfekt, alle Delikatessen der Welt füllen die Schaufenster der Feinkostgeschäste. In den Dielen fließt der Sekt in Strömen, diskrete Musik begleitet die Unterhaltung der Speisenden in den vornehmen Restaurants. In den Konditoreien laden Berge von Kuchen, aus feinstem weißen Mehl hergestellt, zum Genuß ein. Die andere Seite. Auf dem Döbsritzer Exerzierplatz, auf dem zu Wilhelms Zeiten glänzende Kavallerie-Attacken ge- ritten wurden, streichen in trübem Dämmerlicht des Rovem- ber armselig gekleidete Gestalten umher. Sie suchen die Reste vergangener militärischer Herrlichkeit zusammen. Sprengstücke, Zünderteile. Eeschoßmäntel werden gesammelt und nach der Stadt geschleppt, um hier zu Eelde gemacht zu werden. Vielsache Gefahren umlauern die Suchenden. ■I-■•'~- sie. Ist man dem Harding aber den Bölkerbund � HR. London, 5. November. noch�das Eraebn�- f90 Wahlmänner. Cox nur 127. Es steht nur Es steht feit 1 3wei Staaten mit 13 Wählmännern aus. als je die ein-?*ja*b'n88 Wahlmännermehrheit höher sein wird. Harding äufteri» i?* n Kandidaten in moderner Zeit. über: Bezüalick w ber Wahl einigen Journalisten gegen- zu einer ve,tti,tC3 Amerikas zum Völkerbund oder zu sein.— Hnrdin??/ Nationen brauche man nicht besorgt berufung einer Schritt wird vermutlich die Ein- über Amerikas Halt.??' �ne Parteicharakter sein, in der doch ist nichts gegenüber Europa beraten werden soll. gr-ß Zusammentritt T?»'.� erwarten, bevor n.cht der Kon- Losung der heutiaen ch kur eine Mitarbeit zu einer beurteilt. Verhaltnisse in Europa werden als günstig Zur Regierungsbildung in Oesterreich £. TU. Wien. 5. November. rung �etn 1cmUnZ. November. Das hessische Staatsministerium hat mit Mehrheit beschlossen, bei der Feier des g. November ebenso wie bei der Maifeier zu verfahren und die Beamten und Staatsbe- diensteten, die den g. November feiern wollen, für diesen Tag zu beurlauben. Musik Beethoven. Ein Klang des neuen Geistes wird offenbar, wenn man erlebt, wie sich die Arbeiterschaft feierlich auf die Wieder- kehr von Beethovens 15 0. Geburtstag vorbereitet. In allen Distrikten finden Beethoven-Konzertc statll Der 16. Dezem- ber müßte ein großes Volksfest werden,— das wäre nach Scdan- und Kaisergeburtstagsfeiern das beglückende Aufleuchten eines neuen Menfchheitsgefühls. Beethovens Kunst erschöpft sich nicht als eine Angelegenheit einzelner, die Gewalt ihres jchicksaltiefen Gehaltes läßt sie aufragen als Tempel der Menschheit. Wahrhast ein übermenschliches Lebenswerk, das sich aus der kosmischen Offenbarung eines grenzenlosen Gemütes hervorgerungen hat. Aber auch hier gilt es, nicht aus zweiter Hand und selbsttäusckend zu übernehmen, sondern sich mit offenem Herzen in das Schaf en des großen Genius einzufühlen, liebend zu horchen, wo Bcetho- venfche Musik erklingt. Das 2. Philharmonische Konzert von Selmar Meyrowitz hieß Eduard Erdmann. Dieser prächtige Künstler, dessi!« Seele sich ebenso stark äußert wie sein hervorragendes technrsches Können, ist durch die meisterhafte Nachjchöpsung des B u i o» t- schen Klavierkonzertes mit großem Orchester und Schluhchor tu« Männerstimmen an die hervorragende Stelle ausqerückt, die unter den Bedeutendsten im öffentlichen Musikleben gebühr-. Sein Werdegang ist vorbildlich für viel«: er hat nicht als i-N' seniger die Konzcrifüle verseucht, fondern in bescheidenem FI-'» abgewartet, bis seine Zeit gekommen ist. Busonis Schöpfung'!» in Berlin schon aufgeführt worden und offenbarte von neuem starke, eigenwüchsige Werte. Der Meister, der anwesend roa' wurde nach seiner allzulangen Trennung von Berlin jubelnd w'U kommen geheißen. Meyrowitz führte kraftvoll'�nd mit temper? mentooller Umsicht den Dirigentenstab. Leider war die t-jnloni fontastique von Berlioz nach dem ansvanncnden Werk von Bulvn» zu schwere Kost.. ,# E u st a v Brecher dirigiert« Beethoven» 7. Snmvbonte a.» zuverlässiger, routinierter Kapellmeister. Seine Tüchtigkeit wn sich im Vorspiel zu„Tristan und Isolde" zu innerlich auflebend« Gestaltung. Edmund Schmid spielte— hervorragend vom V* chester begleitet— Beethovens Os-äur-Klavierkonzert mit ,,«">• tuoscm Schmiß"... Der 2. Kammermusikabend des.,Anbru ch", auf vem ein zusammengehauenes Quartett unfertig Tanejews Klavie� quartett wiederzugeben versuchte, verblaßte einoruckslos. I a M« Simon spielte aus eigenen Kompositionen 5 Klaviergrote�f' die zum Teil sehr prägnant gefaßt sind und manchen netten fall in sich bergen, aber nicht im geringsten grotesk wirken, mm Walter sang kühl und oberflächlich S'ymanowskis Hafi�uc? Walter Braunfels, dessen Schöpfungen eine starke.+ fönlichteit wiederstrahlen, ist«in merkwürdig trockener Pjan Seine Technik zeigt« in Beethovens As-dur-®ynai« wenig �' Es lebe die Phrase! ?n unserem Artikel„Die taktische Situation der Gewerkschaften" haben wir den Versuch gemacht, der Gewerkschaftsbewegung den Platz anzuweisen, den sie im gegenwärtigen politischen Stadium einzunehmen hat, wenn sie ihre Aufgaben lösen und die Jnter- essen der Arbeiterschaft auf allen Gebieten wirksam wahren will. Die Geister, die im Reiche der mysteriösen Vorstellungen und Erfindungen trefflich zuhause sind, mit dem Reiche der Wirklich- keit aber ohne jede Fühlung leben, werden sich in unseren aus die Tatsachen des wirtschastlichen. gesellschaftlichen und politischen Lebens gestützten Darstellungen nicht zurechtfinden. Da, haben wir vorher gewußt. Daß aber diese Leute unseren Artikel zum Anlaß dehmen werden, ihr Ignorantentum wieder einmal so ungeniert zu zeigen, wie es die„Internationale" in einem Artikel„Demaskierung" tut, haben wir trotz aller bescheidenen Ansprüche, die wir an diese Brüder zu stellen gewohnt sind, nicht erwartet. Wir sind dafür eingetreten, daß im Lohnkampf alle M ö g- l i ch k e i t e n zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen die durch das neuere sozialpolitische Eesetzgebungs- und Verordnungswesen gegeben sind, ausgenutzt werden. Die„Internationale" hat dazu nur die dünne Bemerkung zu machen, wir empfehlen der Arbeiter- schaft, sie solle die Lohnkämpse austragen„nach den Methoden der Arbeitsgemeinschaft unter Benutzung aller Einrichtungen, die ihr entsprangen: Schiedsinstanzen bis zum Schlichtungbaus- schuß, Tarifvertragsregeln usw." Unsere Darstellung, nach der die Arbeitsgemeinschaft und ihr Tätigkeitsfeld mit den Einrichtungen zur Schlichtung von Lohnstreitigkeiten und mit Lohntarisen gar nichts zu tun hat, findet in manche Hirne keinen Eingang. Auch das überrascht uns nicht. Den von uns dargestellten Unter- schied werden die Hohlköpfe, die in diesen Blättern die Gewerk- schaftsbewegung m i ß handeln, nie begreifen, und wir verzichten daher auf weitere Belehrungsversuche. Wollten wir aber unseren Lesern noch einmal auseinandersetzen, daß der Vorwurf, wir woll- ten die Arbeitsgemeinschaften verteidigen, uns nicht treffen kann, so hieße das, das Fassungsvermögen unstet Leser und Parteigenossen zu niedrig einschätzen. Ueber die wichtigsten Teile unseres Artikels hüpft die„Jnter- nationale" hinweg. Sie schreibt, ihr Standpunkt gegenüber unserem„halbverschämten Bekenntnis zur Arbeitsgemeinschaft und ganz unverschämten Aufruf zur parlamentarischen Begaunerung des Proletariats" sei gegeben. Wir bitten um Verzeihung, aber wir vermissenjeden,, Standpunk t". Man sucht sich dürch geschwollenes Gerede um die Anerkennung der Tat- suchen herumzudrücken, auf die wir uns stützen. Auch das war vorauszusehen. Es bleibt die Frage: StellenwirdenGewerkschaften auch in Zukunft die Aufgabe, die Lohn- und Ar- beitsbedingungennachMöglichkeitzuverbessern oder doch wenigstens auf einem erträglichen Ni- v e a u z u h a l t e n? Auf diese Frage geht die„Internationale" nicht ein. Weisen wir den Gewerkschaften diese Aufgabe zu, so müssen wir ihnen auch die Möglichkeiten zur Erfüllung dieser Auf- gäbe, wie sie in vielerlei Einrichtungen der neueren Sozialpolitik gegeben sind, auszunutzen gestatten. Will die„Internatio- nckV das nicht, will sie die Arbeiterschaft, die mit Ausbietung all ihrer Kraft gegen den Ansturm des strafforganisierten Unter- nehmertums ankämpft, der V e r e l e n d u n g anheimgeben, dann mag sie diese Methoden ablehnen und die Arbeiterschaft weiter in Verwirrung bringen. Einst wird sie den verdienten Dank'er- halten. des Personenverkehrs in Polen wird in Zusammenhang gebracht mit der Freimachung von Maschinen für den Rücktransport der deutschen Güterwagen. „ � ft,ne Ertrage vom Völkerbund registieren. xceZ ,ü�,tal hat neue Vertrag«, die ihm vorgelegt sind, ver- Ät«?tlicht. Der erste Teil seiner Veröffentlichung umfaßt neun Bert. age, die scchz-hn- Staaten betreffen. Bisher sind 2l! Ver- trage registriert, davon allein 16 von England. Deutschland hat, obgleich es dem Völkerbund noch nicht angehört, wissen lassen, daß es alle seine Verträge registrieren lassen wird. Der Zweite Teil über die neuen Verträge wird demnächst veröffentlicht werden, Di« sofortige Rücklieferung der deutschen Güterwagen ans Ober- Glesien verlangt die Interalliierte Kommission von der War- schauer Regierung. Die Polen hatten die Wagen in Verbindung mit den Kohlen- und anderen Transporten erhalten, sie aber bisher für eigene und sogar für militärische Zwecke benutzt. Die Interalliierte Kommisiion verlieh ihren Vorstellungen dadurch Nachdruck, daß sie im Weigerungsfalle die Einstellung der Kohlen- Iie,crungen in Aussicht stellte. Die jetzige zeitweilige Einstellung nShJ*}.11.schlag versagt« bei feinerer Dynamik, von einer miterlebenden Durchgeiitigung war nichts zu spüren. Im Beethovensaal vibrierte Chopin durch den Raum. Moriz Rofenth al zauberte Hauchwellen aus dem Flügel. Wippendes Rokoko... schwingendes Mosaik... F. F. W „Der verjüngte Adolar" verübt jetzt im Theater in der Kommandanten st raße seine alten„Bocksprünge" Ratür- lich konnte Professor S t e i n a ch dem Schicksal nicht entgehen ver- skrlbifaxt zu werden, denn unsere Possenfabrikanten reiten schnell Der Gelehrte bleibt arm und in seinen weltbewegenden For- Ichungen auf karge Wohltätigkeitsunterstützung angewiesen, aber lerne theatralischen Konjunkturfritzen scheffeln das Geld. So war ® la nurti mit dem Musikgenie Schuberts, das erst in der Ope- des„Dreimäderlhaufes" feinen illegitimen oorfi fc 1V1 goldenen Lohn brachte. Das ist der Lauf der(bür- Lttfo Kurt Kraatz nahm ein paar feiner „�®°nIfißuten und verjüngte den vertrottelten Schwie- rt->b«„»„ � ,�°echim durch tierische Drllfenübertragung. Es ent- nun geschwollener Pubertät jene angenehme Mischung den£ w.n Unb Ziegenbock, die die richtige Grundlage ist für Steinack,' lnnd--1. � modernen Bummeloperette. E- ist nicht g u n?o k I r£ �-um Steinerweichen. Mit der Verjün- gen velknüokt lmd auch meckernde Verblödungserscheinun- Macher auch h*-. V e r b l S d u n g s k u r haben die schlauen Mehrzahl der P?.!»°"t6aTe Publikum unterworfen. Aber die deshalb nicht böi«-r �te noch die Amüsiertheater füllen, sind dümmer desto, Gegenteil, nur immer feste druff, und je elegante En?büll.�?� Dazu ein Chor der nackten Beine. spritzige Musik Wifffc'. Ausstattung. Tänze und die Direktor w. fimiZ»» i. Kollos, für o.'n als Kompomtt und d.- diollig 8 ist während der Sommermonat« die Klangwir'm'y des chrnz-��ilenommen worden von der für erwarten sit T)ie AbonÄÄ e'nt wesentliche Steigerung zu macht �b n,. morn.n.� �en werden darauf au mcrlsam ge- "�?.h'daß die Vorstellunge,erie des«rftenAbonnementstückes Sit der 33. Abtei- Gewerkschaftskommisflon Bericht der Studienkommission über Rusiland Am Donnerstag hielt die Berliner Gewerkschaftskommission eine P e n a r v e r s a m m l u n g ab. uin den Bericht der ose einem Vierteljahr nach Sowjetrußland entsandten Studienkommission, bestehend aus den Genossen Czerny, Rusch. Schumacher. entgegenzunehmen. Ver Eintritt in die Tagesordnung teilt Vollmershan« mit, daß die Photographen mit d-n Innungen im Lohn- kämpf stehen. Die Situation ist eine schwierige, da die Innungen jede Verhandlung ablehnen. Die Berliner Eewerkfchaftskom« Mission erklärt dazu, daß sie die Photographen in ihrem Kamps unterstützen und nötigenfalls nicht vor dem Boykott zu- riickfchrecken wird. Der Vorsitzende S a b a t h teilt dann mit, daß der Ausschuß der Berliner Gewerlschaftskommission einen Ausruf an die Arbeiter und Angestellten beschlossen hat, in dem diese ausgefordert wer- den. den Gedenktag der Revolution und der für sie gebrachten Opfer durch Arbeitsruhe zu begehen. Als erster Berichterstatter über Sowjetrußland schilderte dann Rusch den gegenwärtigen Stand der russischen Wirtschast. Einleitend schilderte Rusch die Einstellung der russischen Industrie zu den Erfordernissen des Krieges. Ihre Konstellation war organisatorisch, wie besonders auch finanziell äußerst un- g ü n st i g, so daß sie den Bedürfnissen des Krieges in keiner Weife Rechnung tragen konnte. Nach der Februar-Revolution bildeten sich militär-industrielle Komitees, die die Kontrolle und zum Teil auch die Leitung der Produktion übernahmen. Erst jetzt wuchsen die russischen Gewerk- schaften zu Machtfaktoren aus. In den Betrieben wurden F a- briktomitees gebildet. Die eigentliche Leitung des Be- Iriebes lag jedoch nach wie vor in den Händen der Unter- nehmer. Erst die Ottober-Revolution machte, nachdem die Bolschewtki die politische Macht an sich gerissen hatten, diese Ko- mitces zu Leitern der Betriebe. Die kollektive Betriebs- leitung wurde eingeführt, die jedoch sehr ungünstige Resul- täte zeitigte. Rusch schilderte dann die Aufgaben der russischen Gewerkschaften in der föderativen russischen Republik. Bei der Gliederung oer russischen Wirtschaft wird nach streng zentralisttschem Prinzip gearbeitet. Der Kopf dieser Gliederung ist der Poltswirtschastsrat. Die kollektive Bctriebsführung soll jetzt wieder durch die Einzelbetriebsleitung ersetzt werden. Auch die Ingenieure und Techniker stellen sich jetzt in den Dienst des Wiederausbaues der russischen Wirtschaft. Rusch ggb dann den Inhalt einer Unterredung, die die Kam- Mission mir dem Vorsitzenden des Volkswirtschastsrats Rikow gehabt hat. bekannt. Dieser hat erklärt, daß die russische Industrie großen Mangel an bestimmten Skoh st offen, aber auch an hochqualifizierten Arbeitern leide. Di« Wiederausnahme der Handelsbeziehungen mit Deutschland läge im Interesse beider Länder, zum mindesten könnte der A u s- tauschhandel beginnen. Daß andere Länder ihre Interessen besser wahrzunehmen suchten, gehe z. B. aus der Tatsache hervor. daß der bekannte amerikanische Milliardär V a n d e r b> l t yegen- wältig in Rußland weilt, um die ersten Beziehungen anzuknüpfen. Der nächste Berichterstatter Czerny schilderte die Entwicklung und den Ausgabenlrcis der russischen Gewerkschaften. Er betont im besonderen, daß die russischen Gewerk'chaften sich zur Ausgabe gestellt haben, die russischen Arbeiter, besonders die Jugendlichen fLehrlinge) einer gründlichen Schulung auf allen Gebieten des Fachwissens zu unterwerfen. Man könne feststellen, daß der Auf- bau der russischen Wirtschast trotz Krieg und Konterrevolution rüstig vorwärtsschreite./ Schumacher gab eingangs seiner Ausführungen eine Ueberstcht über die gegenwärtige Lage der russischen Volkswirtschaft. Er betonte im besonderen, daß die Geldentwertung in Ruylanb immer mehr fortschreitet. So kostete z. B. ein Vftlnd Butter (400 Gr.) bei Ankunft der Kommission 9000 Rubel, bei ihrer Ab- reise dagegen schon 12 000. Zur Frage der Auswanderung der westeuropäischen Arbeiter nach Sowjetrußland erklärte die Kommission mit allem Nachdruck. daß die Einwanderung unter keinen Umständen zu empfehlen ist. Der Redner geht dann auf die international« Frage ein. In mehreren Besprechungen, u. a. auch mit S i n o w j e w, habe die Delegation den Standpunkt der russischen Gewerkschaftler kennen gelernt. Im Anschluß an den zweiten Kongreß der 3. In- ternationale haben oppositionelle Vertreter einiger Länder zu der internationalen Eewerkschaftssroge Stellung genommen. Diese bildeten den Internationalen Rat der Gewerk- schasten, der sich die Ausgabe gestellt hat, die Amsterdamer Eewerschastsinternationale mit allen Mitteln zu bekämpfen und die Gewerkschaften aller Länder zu einer revolutionären Jnter- nationale zusammcnzutchließen. Im Mai nächsten Jahres soll ein internationaler Kongreß stattfinden, zu dem gewerkschaftliche Or- ganisationen. die die Amsterdamer Internationale ablehnen Ver- treter entsenden sollen. Zum Schsuß seiner Ausführungen spricht sich Schumacher für eine Beschickung drcses Kongresse» aus. Auf Anregung des Vorsitzenden S a b a t h beschloß die Gewerk- schaftskommi'ston in einer in der«ächsten Woche einzuberufenden Versammlung, über den gehörtet Bericht zu diskutieren. Zum Schluß der gestrigen Sitzung hielt der. anwesende russische Gewerk- schaftler Velinky eine kurz? Ansprache, in der er einige Er- gänzungen zu dem gegebenen Bericht machte. Seine Ausführungen wurden mit Beifall aufgenommen. --...Viiy V4 II lung beendet stuck«! {war Ans der Wirtschaft Die Kreditorganisation für die deutsche Industrie Wie das offiziöse Telegraphenbureau mitteilt, ist die von «inigen Zeitungen gebrachte Nachricht.die Regierung habe das Proickt einer Kredilorganisation für die deutsche Industrie fallen lassen, nickt zutreffend. Der Reichswirtschaftsminister hat sich auf dem Bankiertag nur gegen den irreführenden Namen Reichswirtschastsbank gewandt, um damit auszudrücken, daß es sich nicht um ein neu zu gründendes Bankunternehmen handelt, londern gegebenenfalls nur um eine mit den Banken ge- meinsam aufzubauende Kreditorganisation für den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft.— Das bedeutet also, daß der Widerstand der Banken gegen den Plan der Wirtschafts- dank durch Zugeständnisse an sie beseitigt worden ist. Nach Stinnes KlücKuer Mit unheimlicher Geschwindigkeit schreitet die Vertrustung der Schwerindustrie vorwärts. Wir berichteten schon von den ersolgrelchen Versuchen Stinnes. seinen Konzern ins Riesen- hafte auszudehnen, und nun beginnt der Schwereisenindustrielle K l ö ck n e r seinen Konzern zu konsolidieren und zu erweitern. Er will alle Unternehmungen, die er besitzt oder kontrolliert(d. h.. in denen er dl« Aktienmehrheit hat) zu einer großen„Kombi- Nation" oeretnigen. deren Spitzengcsellschaft der Lothringer Hüttenverein sein soll. Die anderen Gesellschaften, auf die Klöckner den maßgebenden Einfluß hat. sind: die Hasper Eisen-A.-E., die jetzt in ein« enger« Verbindung mit der Königsborn A.-G. gebracht werden soll, um ihr« Kohlen- Versorgung zu sichern, die Eeorgs-Marienhütte.die M a n n st a e d t- A.- G. und die Düsseldorfer Draht« i n d u st r i e. Um zu veranschaulichen, welche Kapitalsmassen hier in einer Hand vereinigt werden, seien die Eewinnziffern einer dieser Ge- sellschaften angeführt, der Georgs-Marienhütte, die eben reröfientlicht werdcn: Sie erzielte in diesem Jahr einen Betriebs- Überschuß von 14.42 Mill. M. gegenüber 7.29 Mill. M. im Voriahr und nam Abzug von Abschreibungen im Betrage von 3.56(3,99 i. V.) Will. M. verblieb ihr ein Reingewinn von 2.29 Mill. M., aus dem sie 8 Prozent Dividende verteilt. Im Vorjahr war keine Dividende verteilt worden. Heuer ist es möglich, obwohl die Produltionsziffern die des Vorjahres nicht erreichten! Bom Farbstoff-Kartell Acht große deutsche Farbstoffgesellschaften, an deren Spitze die Farbwerke vormals Meister. Lucius und Brü- n i n g s in Höchst a. M. stehen, sind in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, die bis zum Jahre 1935 läuft. Diese soll nun nach einer Mitteilung der Höchster Farbwerte bis zum 31. Dezember 1999 verlängert werden. Wir garantieren den Herren, daß die Arbeiter schön dafür sorgen werden, daß inzwischen das Kartell überflüssig geworden ist! Außerdem soll das Kartell eine große Gesellschaft mit 500 Millionen Mark zur finanziellen Sicherstellung des Ausbaues der S t i ck st o f s i n d u st r i e grün- den. In die Gesellschaft werden die jetzt von der badischen Anilin- und Sodasabrik betriebenen Stick st osffabriken in Oppaw und Merseburg eingebracht werden. Auch wir halten den Ausbau der Stickstoffindustrks zur Steige- rung der Erzeugung der Landwirtschaft für dringend not- wendig. Aber die Arbeiterschaft hat das allergrößte Interesse daran, daß zur Verwendung der Düngemittel und zur Niedrig- Haltung der Getreidepreise auch die Kunstdllngerpreise so niedrigals möglich bemessen werden. Solange ober an der Stickstofsindustrie das Privatkapital noch beteiligt ist, und die Preise von willföhriaeii behördlichen Organen festgesetzt.werden» werden ihrem Profitinteresse die volkswirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Gesetzgeberisches Flickwerk Aus gewerkschaftlichen Kreisen wird uns geschrieben: Durch Verordnung vom 12. Mai 1920 wurde die Zuständigkeit des Kausmannsgerichts auf alle diejenigen Angestellten ausge- dehnt, die mebr als 5000 M. bis zu 15 000 M. im Jahre verdien- ten. Zu gleicher Zeit wurde die Berufungssumme von 300 M. auf 1000 M. heraufgesetzt. Nachdem auf den entschiedenen Einspruch der Angestellten wegen der Unzulänglichkeit der festgesetzten Gehalts- grenze sich die Regierung veranlaßt sab, erneut in Erwägungen einzutreten, ist nunmehr das Ergebnis oerselben durch eine neue Verordnung der Oeffentlichkeit bekanntgegeben worden. Danach ist das Kaufmannsgericht zuständig für alle Streitigkeiten aus dem Dienstvertraae der Handlungsgehilfen, sofern der Handlung?- gehilse nicht mehr als 30 000 M. pro Jahr verdient. Da- gegen ist übersehen worden, zu gleicher Zeit die für die Berufung in Betracht kommende Streitsumme zu erhöhen. Die Kaufmannsgerichte sind seinerzeit geschaffen war- den. um den wirtschat'lich schwachen Angestellten die Möglich- keit einer schnellen Rechtsprechung zu aewährleistcn und so zu ver- hindern, daß Rechtsstreitigkeitcn lediglich deshalb nicht ausge- fochten werden tonnen, weil der Angestellte die Kosten der Ver- tretung vor dem Amts- oder Landgericht nicht aufbringen bezw. den langwierigen Gang der Verhandlungen nicht abwarten kann. Tie zur Zeit geltende beruuingssähige Summe ist 1000 M. Da es sich in Fällen von ungerchtsertigtcn Entlassungen in der Regel um mindestens ein Monatsgehalt handelt, sehr hüuflo> aber in» folge der längeren Kündigungsfrist um 2 bis 3 Monaisgchalter, so werden die Kaufmannsgerichte zu einem erheblichen Teil un«' wirksam für alle diejenigen Angestellten, deren Gehalt monatlich 1000 M. übersteigt. Es ist- einfach unverständlich, in welcher Weise in den einfachsten Dingen, gelegentlich des Erlasses von Verordnungen, vorbeigegangen wird, und es wäre dringend zu empfehlen, den vorstehend gekennzeichneten llebelstand schleu- nigst aus dem Wege zu räumen. Die Wahl zu den Kaufmannsgerichten sollte bis zum 31. Dezem- ber 1920 durchgeführt fein. Sofern das nicht geschehen ist, wird die Amtsdauer der bisherigen Beisitzer bis zur Durchführung der Neuwahlen, jedoch längstens bis zum 1. März 1921, verlängert. In Berlin ist auf Grund einer besonderen Bestimmung die Möglichkeit gegeben, die Geltungsdauer der Mandate in den bis- herigen Kaufmannsgerichen bis zum 30. Juni 1921 zu verlängern. Es liegt nicht im Interesse der Gemeinde Groß-Verlin, von diesem Recht Gebrauch zu mackcn. Wir haben aber bei der Reu- gestaltung des Kaufmannsgerichts Berlin den dringenden Wunsch. daß mit der bisherigen Zersplitterung ausgeräumt und ein«in- heitliches, zentral gelegenes Kaufmannsqericht Groß- Berlin geschaffen wird. das nach Jndustriegrupven gegliedert, eine geordnet« Durchführung der Recht. sprechung ermöglicht und Gewähr für ein« vernünftige Rechtsprechung bietet. Die Erfahrungen beim Schlichtungsaus- schuh zeigen uns. dah verkehretechnische Schwierigkeiten nicht in Betracht kommen. Bei Gliederung Berlins in 20 Bezirk« wurde die Errichtung von Bezirkskaufmannsaerickten eine viel größere Erschwernis bringen, als die zentrale Regelung. Die Angestellten, die in der Hauptsache das Gericht in An pruch lassung ihren Sitz hat.—, ,-P.-.,P. einem bisherigen Vorort nach dem andern zu gelangen, als oet- soielsweise von diesem Vorort direkt noch Berlin. Hinzu lammen Bedenken bezüglich der Besetzung der Bezirksgerichte aus den im Bezirk ansässigen bzw. beschäftigten Prinzipale und Gehl Ifen. Es hat sich vielfach in kleineren Orten bemckbar gemacht, daß die persönliche Bekanntschaft der jeweiligen Richter bezw. Beisitz� mit den an solchem kleinen Ort anstisstgen Ge!'5aft«lnbabsrn Zum Nachteil für die betroffenen Angestellten ausgeschlagen»st.. Bei der zentralen Regelung fallen derartige Mogllchk-iten kort und es wird sich auch eine viel einheitlichere und nach be- stimmten Gesichtspunkten erfolgende Rechtsprechung ergeben, als bei der bezirklichen Gliederung und der mangelhaften Beruh- rungspunkte der Bezirksgerichte untereinander. � Insbesondere dürste die Frage der Erstattung von Gutachten v'el zmeckmaß ger von einem zentral aufgebauten Kaufmannsgcricht ersolgen, als wenn jedes einzelne Bezirksgericht, von gan,„an- deren Poraiw-f-tzungen ausgehend, zu andern Schlüssen gelangt, während bei der Vereinheitlichung der fVf* tausch der gegenseitigen Meinungen die Mvgliiyrett einer, einheitlichen Stellungnahme viel besser gewabrleistet. als bei der Zerissenheit in viele einzelne Gerichte. Auch aus Gründen der räumlichen Ersparnis müßte sich der Magistrat für das zentrale Kaufmannsgericht einsetzen und von der bezirr- lichen Gliederung absehen. Die Zukunft der Opposition im graphischen Gewerbe? Von einem Buchdrucker wird uns geschrieben: Räch Beendigung des Krieges fand sich ein großer T-il Beru?- genossen zusammen, um die Schaffung eines graphischen I�ust.le. vebandes zu propagieren: Buchdrucker. Buchbinder. Steti'vruttct und Hilfsarbeiter ohne Unterschied der P-rt-i. In Leipzig erschien allmonatlich der„Graphische Bwck. welcher fich bald über ganz Deutschland verbreitete als„Organ für die Forde- rung des arapliischen Industrie-Verbandes auf der Grundlage de» Betrieberäicjqstems". Der„Graphische Blolk* bekämpfte scharf die«rbettsgemeinschaftspolitik und war den Kollegen, welche an bei„alten bewährten" Gewerkschaftstaktlk feWelten. bald eln Dorn im Auge.. Der oppositionellen Strömung Rechnung tragend, schritten die Kewerkschaftsvorstände zur Gründung des„Graphischen Bundes". und gleichzeitig schlössen sich die Rechtssozialiften in Berlin zur Bekämpfung der Opposition zusammen. Bei den Vorstandswahlen im Dezember 1913 brachte die Oppo- sition zum ersten Male einige Kandidaten in Vorschlag: die rechts- sozialistische Mehrheit der Berliner Generaloersammlung lehnte oder all« Gegenkandidaten ab. Trotzdem jeder Wähle auf einem für diesen Zweck freigelassenen Raum des Stimmzettels Hand- schriftlich den Kandidaten benennen muhte swährend die rechts- sozialistischen Kandidaten vorgedruckt waren), brachte es der oppositionelle Kandidat für den zweiten Vorsitzenden auf 3399 Stimmen. Bei den Wahlen zum Verbandstag in Nürnberg ver- änderte sich das Bild noch mehr zugunsten der Opposition. Bon den 25 Delegierten gehörten 19 zur Opposition. Wir hatten in Berlin begründete Hoftnung, bald eine Mehr- heit für den graphischen Jndustrieverband zu bekommen...... Am 1. Oktober wurde die Redaktion des„Graphischen Block" nach Berlin verlegt. Kollege Kabbey sK. P. D.) übernahm die Redaktion. Im Leitartikel„Im neuen Gewand" lägt er gleich eine Mine springen und sagt u. a.. datz. der„G. B." unter seiner neuin Leitung ebenso wie bisher Sammelpunkt und Wegweiser im Kampfe um die Revolutionierung der Eewerk>chaften und die Förderung des revolutionären Industrieverbandes im graphischen Gewerbe sein wird..... wir sind bereit, unsere Pflicht mit der Klarheit und Entschlossenheit zu erfüllen, die wir als Früchte der augenblicklichen Auseinandersetzungen der revolutionären Ar- beiterschaft.in deren breiten Reihen begrühen..... Bei d e'r Haltung zu dieser Frage scheiden sich die Geister ebenso reinlich wie in der Stellung- nähme zur Frage„Moskau oder Amsterdam". Hier muh sich bald auch in den Reiben unserer graphischen Opposition die Spreu vom Weizen scheiden. Hier und da werden Unklare und Unentschlossene dem Geschrei vom„Moskauer Terror" zum Opfer fallen. Und auch in der praktischen Arbeit unserer Oppositionskollegen in Funktionärstellen zeigt sich schon mehrfach deutlich die oberflächlichste Ausfassung von unseren Aufgaben und Zielen." Räch demselben Rezept wie in Halle soll die Opposition aespal» ten und die Verwirklichung des graphischen Zndustrie-Veroandcs usw. auf Jahre hinaus zurückgestellt werden. Oder glaubt Koll. Eabbep etwa, wenn er die Frage des Jndustrie-Verbandes mit der 3. Internationale verquickt, in absehbarer Zeit für seine Ideen die grohe Masse hinter sich zu haben? Der„Aktionsausschuh" der oppositionellen Buchdrucker hatte am Freitag, den 29. Oktober nach der Bockbrauerei zu einer Versamm- lung eingeladen. Böttcher-Stuttgart erläuterte in ausführlicher Weife den„Industrie-Verband". Er sagte vieles, was jeder Par- teigenosse unterschreiben kann. Allmählich verfiel er jedoch völlig in die Rolle Sinowjews und sprach mit Gelassenheit von der „gelben" Eewerkschaftsinternationale', erklärte die Moskauer Thesen' zur Eewerkichaftssrage für eine Selbstverständlichkeit usw. Da infolge vorgeschrittener Zeit die Diskussion auf zehn Minuten beschränkt werden muhte, konnten unsere Parteigenossen Böttcher nicht so entgegentreten, wie es mancher für nötig hielt. Drei Ee- Nossen vertraten den Standpunkt unserer Partei. Eine Resolution. welche die oppositionellen Buchdrucker auf die 3. Internationale festlegen wollte, wurde von den Antragstellern zurückgezogen, aber gleichzeitig erklärt,„bah man jetzt Farbe bekennen" müsse. Wir wollen Farbe bekennen. Die Zusammenfassung unserer Parteigenossen muh erfolgen. Die K. P. D. hat bereits eine Frak- tion gebildet. Wir sollten es nach dem Spuk von Halle ablehnen, diesen Zllustonspolitikern die Steigbügel zu halten. Die Generalversammlung der Buchdrucker am 11. November muh unlere Parteigenossen geschlossen aus dem Plan finden. Die „Opposition" mit ihrem einheitlichen Programm ist nicht mehr! Oder sollte etwa der Redakteur des„Eraphiichen Block" einge- iechen haben, dah er mit seinem„Organ für die Förderung des graphischen Jndustrie-Verbandes" auf dem Holzwege ist? A. Borfig-Tegel Am Sonnabend, den 6. d. Mt».. vormittags 19 Uhr. findet im Kasino eine Betriebsversammlung aller Ausgesperrten statt. Funktionäre treffen sich um 9 Uhr bei Lehnhard. Der Betriebsrat. Die Angestellten des Borsigwerks haben folgende E n t- {ch liehung gefaßt:„Der am 3. November im Industrie- camtenhaus versammelte Fachgruppenausschuh der gesamten Metallindustrie des Bundes der technischen Angestellten und Be- amten spricht den entlassenen Kollegen der Borsigwerke in ihrem Kampf gegen die Anmaßung des Unternehmertums feine vollste Sympathie aus. Der Fachgruppenausschuh erkennt, dah der Kampf nicht zum Ausbruch gekommen ist aus Anlah der un- wesentlichen Lohndifferenzen, sondern.dah hier darum gekämpft wird, ob die Betriebsräte gegen den immer weiter um sich greifenden Abbruch der Produktionsmittel am Einschreiten ver- hindert werden oder nicht. Der Fachgruppenausschuh erklärt sich bereit, dafür zu sorgen, dah die kämpfende Arbeiterschaft mit allen zu Gebote stehenden Mitteln in diesem entscheidenden Kampf unterstützt wird." Die Streiks in den Wach- und Schliehqesellschasten. Von den bestreikten Wach-Gesellschaften haben am 3. November den Tarif- oertrag rückwirkend ab 1. Oktober anerkannt, die Berliner Wach- und Schliehgesell'chaft, Inspektion Potsdam, Brandenburger Wach- und Schliehgesellschaft und die Schöneberger Wach« und Schliehgesellschaft. Die Arbeit bei diesen drei Gesellschaften ist am 4. November wieder aufgenommen worden. Im Streik befinden sich noch die Wachangestellten der Wirtschaftsgenossenschaft Neu- köllner Grundbesitzer._ Die Forderungen der Wachangestellten haben nunmehr 14 Gesellschaften mit 134ä Beschäftigten anerkannt. Asa-Vorständekonferenz. Am 6. und 7. November treten die Ee- samtvorstände der Arbeitsgemeinschaft freier Angeitelltdnverbände (Afa) zu einer Vorständekonferenz zusammen. Auf der Tages- ordnung der Konferenz ist vorqesehen: 1. Die Reorganisation der Asa. 2. Stellungnahme zur Zentral-Arbeitsgemeinschaft, 3. die Sozialisierung des Bergbaues. Groß-Berlin| Auflösung der Fettstelle Groß-Berlin Die unverantwortliche Ernährungspolitik der Reichsbehörden und der überstürzte Abbau der Zwangswirtschaft auf allen Ee- bieten haben zur Folge gehabt, dah die zur Ausführung der Ver- ordnungen über die Zwangswirtschaft geschaffenen Organe auher- stände gesetzt worden sind, auch nur einigermaßen zu disponieren. Das hat sich gezeigt auf dem Gebiete der Kartoffeloersorgung und zeigt sich jetzt auf dem der Fettbewirtschastung. Erst wurde in Aussicht gestellt, dah die Zwangswirtschaft für Schmalz vom 1. Oktober aufhören sollte. Die Fettstelle Eroh-Bcrlin traf da- nach ihre Mahnahmen. Kurz vor dem 1. Oktober wurde wieder zurückgepfiffen und mitgeteilt, dah die Zwangswirtschaft für Schmalz weiter bestehen bleiben sollte. Die Reichsstellen scheuten sich vor der Verantwortung und schoben sie auf den Kommunal- verband ab. Der sollte sehen, wie er den Aufgaben gerecht wird. die das Reich anfänglich übernehmen wollte. Der freie Handel versagte vollkommen, da es ihm zu schwer wurde, die hohen Bank- kredite locker zu machen, die das Schmalzgeschäst benötigte. Ein Glück, dah die Fettstelle Eroh-Berlin eine vorsorgliche Wirtichast getrieben hatte und über genügend Vorräte verfügte, sonst wäre es der Berliner Bevölkerung schlecht ergangen, wenn auch Mar- garine im freien Handel vorhanden war. Jetzt kommt die Nach- richt, dah auch die Zwangswirtschaft für Schmalz am.1. Dezember endgültig aufhört. Der Fettstelle Eroh-Berlin bliebe demnach nur noch die Butterverteilung übrig. Nun steht aber fest, dah auch auf diesem Gebiet der Fettstelle enge Grenzen gezogen sind. Auf Inlandsbutter hat sie nicht mehr zu rechnen, man will ihr nur noch Auslandsbutter überweisen. Das bedeutet, dah für diese Butter, die obendrein nicht haltbar ist, ein ungeheuer hoher Preis gefordert wird. Diese Butter würde im Kleinhandel auf 35—36 M. kommen. Dazu glaubt die Fettstelle die Hand nicht bieten zu können. Das sind Schleichhandelspreise, zu denen sich eine behördlich« Organisation nicht hergeben kann. Man würde dadurch jede Kommunalisierung in der unglaublichsten Weise diskreditieren. Aus diesem Grunde ist es der Fettstell« unmög- lich, ihre segensreiche Tätigreit fortzusetzen. Man hat ihr die Existenzmöglichkeit unterbunden. Da ihr nichts mehr zu verteilen übrig bleibt, muh sie liquidieren. Die Händlerschaft wird jubi- lieren, die' Konsumenten werden die Zeche zahlen müssen. Und dabei werden auch die Angestellten die Opfer dieser kurzsichtigen Ernährungspolitik sein, da sie existenzlos werden. Die Inlands- butter wird in den Schleichhandel gehen, und was am schlimmsten ist. die Milchproduktion und-Versorgung wird immer schwieriger werden. Unsern Kindern droht grohe Gefahr, da die Milchver- sorgung schon heute immer schlechter geworden ist. Die Kranken- karten haben kaum noch beliefert werden können, und die Zu« teilung von Milch wird immer mehr auf die kleinen Kinder be- schränkt bleiben müssen. Die Gesundheit der Kinder wird gc- fährdet dank der unverantwortlichen Ernährungspolitik des Reichsernährungsministers. Die Granatenexplosion in der Hennigsdorfer Strah? Die Vorsichtsmahregeln, das von der Granatenexplosion betroffene Haus Hennigsdorfer strahe Ecke Seestrahe von seinen Bewohnern räumen zu lassen, hat sich im Laufe des gestrigen Abends als durchaus begründet erwiesen. In der 8. Abendstunde brach die Decke des zweiten Stockwerkes, infolge der Ueberlastung durch die Trümmer des dritten und vierten Stockwerkes und des Dachstuhls. ein. und die Schutthaufen mit den Möbelresten der demolierten Wohnungen stürzten in die zweite Etage. Ein Aufgebot der Sicher- heitspolizei hielt die Unglücksstätte in weitem Umkreis gesperrt, da die Gefahr bestand, dah sich weitere Teile der Frontmauer lösen und auf die Strahe fallen konnten. Das zerstörte Gebäude bietet einen traurigen Anblick, der die Erinnerung an die durch Artilleriefeuer verwüsteten Häuser der Kampfzone des Weltkrieges, wachruft. Die verwüsteten Räume des dritten und vierten Stock- k wertes bieren sich infolge des Fehlens der Frontmauer dem Auge des Beschauers in ihrer ganzen Zerstörung dar. Reste von Einrichtungsgegenständen, die noch an der Wand hängen, Tapeten- fetzen, herausgerissene Gasröhren lassen erkennen, dah hier einmal die Wohnräume zweier Familien untergebracht waren. Im ganzen Hause ist nicht eine Fensterscheibe ganz geblieben. Die Fenster- krötize sind teilweise herausgerissen, die Türen aus den Angeln gehoben, zahlreiche Möbelstücke und Geschirr der übrigen Woh- nungen durch den ungeheuren Luftdruck schwer beichödigt worden. Im Laufe des heutigen Vormittags wird das Gebäude einer ein- gehenden Untersuchung durch die Baupoli-ei unterzogen werden. in der über die weitere Bewohnbarkeit des Hauses entschieden werden soll. Die durch die Katastrophe aus ihren Wobnungen ver- triebenen Familien sind zum Teil bei Bekannten, zum Teil lei mitleidigen Nachbarn untergebracht worden. Die Unglücksstntl« war am gestrigen Nachmittag und heute Vormittag das Ziel Tausender von Schaulustigen. Die Bevölkerungsbewegung Neuköllns ist den Erwartungen ent- sprechend wieder in einer beträchtlichen Steigerung begriffen. Schon jetzt bat die Geburtenziffer den durchschnittlichen Friedens- stand bei weitem überschritten. Die Statistik zeigt, dah im letzten Jahr vor Kriegsausbruch(l. August 1913 bis 31. Juli 1914) ins- gesamt 5574 Geburten von den-Neuköllner Standesämtern beul- kündet wurden, während in derselben Zeit 1919/29 6398 Geburten zur Anineldung kamen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dah in den genannten Zahlen die von der Brandenburgischen ProvinAal- Hebammenlehranstalt gemeldeten Fälle, die auch Kinder auswär- tiger Mütter betreffen, mit einbegriffen sind. 1319/29 starben in Neukölln rund 599 Personen weniger als im Iabre 1913/14. Boraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Son»- abeud. Zeitweise heiter, trocken, bei wenig geänderter Tewp? ratur und anhaltenden starken südöstlichen Winden. Aus' den Organisationen e. rift-I». Die Handzettel 511 der Fralienversammlung am Montag, find hfch I abend beim Cenoslen Paul fiter abzuholen.„.., 4. Tistri». Dtcienigen Genossen, welche Gegner der Bedingungen sind, wetm der- u. S. P. ongchören wollen und sich bish-r noch nicht zur Neueintragung(' nreldel haben, werden hiermit ersucht, die• umgehend nachzuholen. Meldung«, mit Mitgliedsbuch oder-karte werden entgegengenommen betm Genossen fiter. Nounynitr.!> und Gen. G. fi-ngncr, Relchenberger Str. Il.>a. Stil. sowie in der Spedition der.�ireihett" beim Gen smner. «»riendors. ll. S. P. D. lTrispien-fiedet-ur) a-onnabend. den«. Nopemi«,! abend- m Uhr. bei Streiter„unktionarfitzuno. Funktionär- aller Bezirl« müss'' "'«leii-Sch»»»»-«. Schdaeiche. lLedebour-Grispien.) Sonnabend, K. 7!oo-nti-� abends 7',? Uhr. pünktlich, Konstituierung einer neuen Ortsgruppe im RestaurlN' Horn, kleines Zimmer. Mitolledsbuck mitbringen. Wer niibt kommen kau*' melde sich bei Genossen Linke. Grätzwalde. Mredeftr. «ahnod.'s. Wilhelatshagen.ad Hesse iwiatel. Am Eonnabend. den S. J' nember. abends J/.8 Uhr, bei Kühl lWaldjcklöfichen). Nah n'.dorfer Mühle. VU*' gliederversammlung. Bericht vom Parteitag. BezirksanAelegenheiten. verantwortlich für die piedaktionl Smil?? a d o Id,*« 1 1 1 n. fec antwortlich für den Inseratenteil: Ludwig Koineriner. Karl-bockt. � Verlazsgenossenlchait„Freiheit" e. v m b. h.. Berlin.— Druck der..sssreibe« D-ucker-i E m b.-v. B-rlin G» B"!te o n Nüknersugen k-Iof-rthtocjr, Schwteien u.War-�err beseftige schnell,»icher u. schmerzlos KllKirol lOOO ooo fach bewährt Preis M. 3,- Jn Apotheken Drogerien erhältlich Vbrsicht vor tfachahrmjngen. KuKinol steht einzfq da. i Aches WOieAus [An dl« Ubowwentewni ESwirddaraufbingewiesen.daßdieBorstollungs- fetic deS ersten Abonnementsstückes(Danton) am Donnerstag, den 4. November beendet wurde.- Die Vorstellungen des zweiten Abonnemcnts- flfirfcs(2. Abend) beginnen am Dienstag, den 9. November, und zwar mit der 5. Abteilung. Tie Rethenfolge der Abteilungen für den- 2- Abend M: v biS tncL 25. Abteil fortlaufend, dann 27.. 29.. SI. und 33. Abteil., hierauf 1. bis inel. 4. Abteil. l�flr de« ftnts eiberfeld-Bannen macht sich dle.Anstellung eine» weil««« ?srtei8kkrklsr8 notwendig. In ffrage kommt ein« selbstjudige Kraft, ein fleisi'gre Oeganisaior mit rednerischer Befähigung. Bewerbungen müssen di» ipäteslen» ib. November in Händen de«»enosseu V. Thristmann, Barmen, Marienstr. 22, eing«etchl sein. . � �V."V-T*--v ,-V O-rv-.-v mauchevbanft! tII Da, sicherste Mittel, da» �D illauche» ganz od. leilweis« einiusiellen. Mirkungoer blüfiend. Auodunsr umsonst ? SN- tuet. kg. llugldeeotit München R, 21. Kapuzinerftr. #«ft erblindeter(Benofft empfiehll sich al-Klaoierftimmer. Haffeldach, Neukölln, Niemek- steahelb.�mmm������M Borzugs-Angebot für die MM!>lenlier„Meik" vis Revolution Mit 41 politisch»» und literarischen VeitrSge« und 2« mildern. Mit farbigem Titel In vor« nehmer, Künstlerischer'Ausstattung. 272 Teilen stark. Statt 15 M. nur 9,25 M. .Die«evolution- fi» keine gcwdhnliche«gitalionk- fcbrifl. sondern ein Programmduch sür den Wieder» aufbou Deutschlands nach den Ideen d« Unad. hängigcn So, ialdemokraiifchen Partei. Es behan- delt alle Fragen der Reoolulion in sachlicher und umfassender Weise...Die Nevolution» dient der wisienschasilichen Schulung der Waisen, der PI». kusfion wichtiger Paiteiproblcme und der so,ia» O O O O liftischen AusdlSeung. O O O O" Dieses Angebot gilt nur für den Mo, nat November. Bestellungen erledigt nur di» Verlagsgevosievschlisl„Steiöer'„v Perm 5 2 Breite Straße 8-9. 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