! Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Freitag, 12. November 192V Nummer 478• Morgen-Ausgabc £(t.RrtUitit*«fdjrfiö«otfloi« nb»»chmitia,», easittan anb flUoirt«� MX «"ibiU. S>«-Ptjugsptxi* betragt bei frei« Zuteilung ins K-u» fBr AroffSnlta 10»— M. tm oaraurj zahlbar, von her SpcMucm selbst abgebalt 8,50 M. Für Past» beziig nehrr.e« sämtliche Pasta astaltei! Bestellungen entgegen. Unter Stxeifban» bezagen sür Deutschland und Österreich lS,50M., sür da» übrige Sualand ZZ.äVW. »nzüglich Balutaeüluslchlag, per Brief für Deutschlaub und Österreich so,- M. «edabtia».»xpebUian mt* lvarlag t Berlin C t. Breit» Straß« M. Die achtg espalte«« lstanpaeeillezeile ad« deren«atz« lastet R,— IH. einschliestli. Deuernng»,»schlag,«leine«n, eigen: Da» fertgedrucht, Wort«U Jrte»»eit»' «Barl 1,50 10... einschliestlich Teuerung,, Uschlag. Lausende Anzeigen laut Tax,' Familien-Anzeigen und StelIen»Desuche 8,20 M. netta pro Seite. Stelleit-tpesuch- in Wort-Anzeigen: da» fettgedruckte Wort 1,50 W.. scde»»eitere Wort 1,— st! gmlprtu«: Sfstm« 2030, 2MS, iut, 4MI, 4M5, 4M«, 4IZ1 Serfiaer-Organ bar Vnabbättßlßea Sctfalömwfeatie S>eatft6tan6a Gegen die Stinnesierung Der Dergarbeiter-Verband sendet uns folgendes Telegramm: Bochum, 11. November. Der unterzeichnete Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands erklärt in Uebereinstimmung mit dc« Gesamtvorstand: Die Beschlüste unserer«abgebende» Organisationsvertretuugen und der einstimmige Beschlust des iuteruationaleu Bergarbeiter- Kongrestes, der in Genf stattsand, forderte« die Sozialisie» rnng de« Bergbaues. Der Borschlag der Unterkommisfion des Reichswirtschastsrat«, Kleinaltie« auszugeben, ist ein« plumpe Fälschung des so- Zialtftischen Gedankens und läuft auf ein« verstärknng de» Brivatkapitalismus hinaus. Der Berbandsvorftand oerlangt daher oon allen verbaudsmit- ba| Pf die Etinnes-Silverbergschen Vorschläge betr. Ir,." 0�t<{neR ähnliche« Plan«« e»g is ch be kämp fen, anderuf allg mürd«« die in Frage kommenden Kamerad«« gegen ihrer Organisation handeln«nd musst« daraus die einzig richtige Folg« gezogen«erden. �• Der vorstand: Hus—ann. Ai-ldh«t»r. Vitt»-«. Wihmmm. CEs ist dankenswert, dast der Verband so rasch Stellung genommen hat. Der Anhalt seiner Kundgebung konnte nach den Beschlüssen der internationalen und der deutschen Berg- arbeitertagungen. die sich für die B o l l s o z i a l i s i e r u n g ausgesprochen haben, gar kein anderer sein, als die schärfste Ablehnung des Stinnes-Vorschlagcs und die völlige Desavouierung der Arbeitervertreter, die einer, wie richtig gesagt wird,„plumpen Fälschung des Soiialisierungsgedankens" unglaublicherweise zugestimmt haben. Ee ist zu erwarten, dah diese Kundgebung auch auf alle Arbeitervertreter im Reichswirtschaftsrat die entsprechende Wirkung ausüben wird. Die Verhandlungen, die dort ge- pflogen werden, haben gar keinen Cinn. Kapitalisten und Arbeiter werden sich über die Sozialisierung überhaupt nicht einigen. Die Verwirklichung des Sozialismus ist eine Machtfrage, und da die Sozialisierung des Bergbaues den B e g i n n des Kampfes um die Verwirklichung des So- zialisnms bedeutet, so muh eben die Arbeiterklasse ihre Macht in die Wagschale werfen, wenn sie vorwärts kommen will. Verhandlungen im Reichswirtschastsrat sind die reine Zeitvertrödelung und die Arbeitervertreter täten gut daran, dort Schluß zu machon und die Propaganda für die Sozialisierung des Bergbaus in die Massen zu tragen. Die Vorschlage von Stinnes haben nur das eine gute, daß sie aufrüttelnd auf die Arbeiterschaft wirken werden. Von der. sozialistischen Energie und der Kampfentschlossenheit vor allem de, Beryarbeiter, dann ober auch von der Unter- stützung, die sie bei der gesamten Arbeiterklasse finden müssen, wird der Ausgang dieses Kampfes abhängen. Ende des Elektrizitätsstreiks Der Vorstand des Verbandes der Maschinisten und Heizer erlaßt folgende Erklärung: Nachdem in der gestrigen Funkiionärsitzung der Streiken- den beschlossen wurde, erneut eine Abstimmung über das letzte Angebot vorzunehmen, hat diese im Laufe des Tages stattgefunden. Das Ergebnis dieser Abstimniung ist fol- gendes: Für die Ausnahme der Arbeit wurden«91 Stimmen abgegeben, für die Aufrrchterhaltung de» Streiks»89 Stirn- nun, ungiltig 44 Stimmen. Die erforderliche Dreiviertel- Majorität für Fortführung des Streiks ist hiermit nicht er- reicht undfomitderStreikbeendet. verhaud- l u n g e n über die Wiederaufnahme der Arbeit mit der Direktion sind bereits durch die Betriebsratsmitglieder eingeleitet. WirfordernhiermitalleKollegeuauf. die Arbeit sofort und geschlossen wieder aufz«, urhmen. wie sie sie niedergelegt haben. Z« Anterest« aller beteiligten Kollegen hat der Berbandavor» aufgeboten, die Bewegung zu einem ordentlichen «»schlich zu bringen. Wir fordern die Kollegen auf. auch f.« W Auhc und Besonnenheit zu bewahren. Kol, diirftV,' a,ei� alle Verdrehungen und Ber» ,,,.-.�RRS«nuu»erantw»rtlicher Personen zurua und haltet fest an Eurer Gewerkschaft. /- Der Verbandsvorstand. Sermann Klebe. Rudolf Schlichting. Wiedera»f««ihme der Arbeit bei' � e% fr* t?!?**110.3 fanb in der Streikleitung eine Konferenz W-rkl Natt om/ �ute und B-tri-bsräi- der einzelnen unk. Nil tnniäla� die Resultate der beiden Werke Oberspree sehen dak der vorlagen, lieh sich doch bereits über- der Veichluk"'cht mehr durchführen lieh. So wurde fort mit ber« � Streik als beendet z° erklären und I», �nvionS» ��««".inabme der vollen Arbeit zu beginnen. Die Z%nVL£0"'n die Kraft- und llnterstationen. wo sie Ctreitteituna mUhiu"�wmelten Arbeitern den V«schluh der richt aabew ll« dann den Betriebsleitungen Nach- Vetrieli* r �chwittags wurden sämtliche Kessel in Echd�tl- UcktÄo-T'� Uhr abends konnte bereits an fast alle aus iwr.!.» �dgegeben werden. Durch Umschaltung wurde der �lp° kommende Strom aus die Hauptwerk, verteilt. �"frteftrioen�rf,.Charlottenburger Gaswerke beschlossen in heizt« f�h« � ��»�wlung. den Streik abzubrechen u.w -rwev � �r die Arbeit in vollem Umfang wieder°m«u. Unsere Nathausfraktion zum Streik Di«Fraktiond«rUnabhängigenSozialisti- f ch e n P a r t« i in der Berliner Stadtverordnetenversamm- lung beschäftigte sich in ihrer gestrigen Sitzung mit dem Streik der städtischen Arbeit«. Sie gab der Meinung Aus- drück, daß bei der jetzigen Zusammensetzung in der Gemeinde die Möglichkeiten für eine friedliche Verständigung nicht entfernt erschöpft worden sind, und daß deshalb der Streik nach keiner Richtung hin als gerechtfertigt er- achtet werden kann. Die Fraktion erhebt aber den schärfsten Protest gegen die Verordnung des Reichspräsiden- t e n, die in der schwersten Weise in die S e l b st v e r w a l- tung der Gemeinden eingreift und auch an dem Koalitionsrecht der Arbeiter rüttelt. Die Fraktion verlangt mit aller Entschiedenheit, daß diese Verordnung schleunigst zurückgezogen wird, lieber die städtischen Betriebe hat nur die Stadt Berlin allein zu bestimmen. Kein Streik der stSdtischen Hilfskräfte Mio bereits gemeldet, hatten die städtischen Hilfskräfte dem Ma- gsstrat ein Ultimatum gestellt, mit ihnen über eine neue Fest- setzung der Gehälter für die städtischen Hilsskräft« zu verhandeln. Der Magistrat hat daraufhin geantwortet, dah er p r i n z i p i« l l bereit sei, mit den Hilfskräften über ihr« Forderungen zu v e r- bandeln. An einer Sitzung der Tarifkommission und der in Frage kommenden verbände, die ani Donnerstag Nachmittag stattfand, wurde daraufhin beschlossen, dah die Hilfskräfte, um die Finanzen der Stadt nicht unnötig zu beschweren, bis zur Auf- ftellung de» neuen Etat» von weiteren Lohnfordervngrn absehe» wolle«. Di« Hilsskräftt des Magistrats erhalten jetzt bei einer l82stündi- gen Arbeitszeit im Monat Gehälter von 026 bis 1050 Mark. Hierzu tritt em ß t u nd e«zu f ch la g von 20 Pfg. pro Arbeits- stunde, entsprechend dem am verflossenen Donnerstag gefällten Schiedsspruch des Magistrates. Obwohl die Hilfskräfte den Schiedsfpnich al» solchen abgelehnt haben, haben fie einem Streik nicht beigestimmt, sondern die Anordnung ausgegeben, dah in allen Bureaus weiter gearbeitet werde. tSiehe auch 8. Settel Der falsche Weg . Der Streik der städtischen Elektrizitätsarbeiter, durch dessen stchtbare Wirkungen auf Zndustrie, Verkehr und Pri vatleoen Berlin am Sonnabenvmorgen überrascht wurde. endete mit einem Mißerfolg der Arbeiter. T)«t hctßt, es ist für die beteiligten Ärbeiterkategorien nichts er- reicht worden, was nicht auch ohne diesen Streik hätte er- reicht werden können. Dieser Ausgang war vorauszu- sehen in dem Augenblick, als der Streik d« Elektrizitäts- arbeiter beschlossen wurde. Städtische Arbeiter und Angestellte hatten Forderungen erhoben und standen in einer Lohnbewegung. Ein Schieds- spruch war gefällt, und am Sonnabend sollten die Ab- st t itt m u n g e n der in der Bewegung stehenden Angestellten und Arbeiter über ihre Stellung zu diesem Schiedsspruch stattfinden. Da erklärten die Arbeiter der Elektrizität»- werke, sie würden die Abstimmung nicht abwarten, sondern sofort in den Streik treten und noch in der Nacht zum Sonn- abend die Werke stilleaen. Und so geschah es. Wir nehmen an. daß die Führer der Arbeiter der Kraft- werke, die diesen Streik empfohlen haben, in diesem Vorgehen einen taktischen Schachzug sahen, der der schwe- benden Lohnbewegung aller Arbeiter der städtischen De- triebe von Nutzen sein sollte. So etwas ähnliches ist taktisch möglich und Bewegungen solcher Art sind im Eewerkschaftskampfe wiederholt tn An Wendung gekommen. Zn kritischer Situation kann man ver- suchen, durch einen überlegen geleiteten Vorstoß gegen die empfindlich st e Stelle der in Frage kommenden In dustrie eine Pression auf den Gegner auszuüben, um damit der Bewegung eine entscheidende Wendung zu geben. So handeln die Gewerkschaften, wenn»war der Streik auf der ganzen Linie nicht zweckmäßig erscheint, die erhobenen Forderungen aber doch nicht kampflos preisge- geben werden sollen. Von Erfolg begleitet wird ab« dies« Methode des Kampfes nur dann sein, wenn der Vorstoß einer einzelnen Gruppe nicht isoliert erfolgt, sondern nach eingehen- der Beratung der Vertrauensmänner aller an der Bewegung Beteiligten plan- voll eingesetzt wird. Der Stoßtrupp darf � nicht auf eigene Verantwortung vorauslaufen, sondern muß von der Vertretung der Gesamtheit vorgeschickt werden. Alle Gruvpen müssen vorher befraat werden und vorher darum wissen, wenn sie nicht durch einen spontanen Vorstoß üb«- raschr und in Verwirrung gebracht werden sollen. Darin liegt der Sinn des gewerkschaftlichen Zen- t r a l i s m u s, daß die beauftragten Vertrauensleute aller Angehörigen einer geschlossenen organisierten oder gemeinsam kämpfenden Arbeiter- und Angestelltenarupve m allen Phasen einer Bewegung die Führung und Entscheidung haben. Der Zweck des Zentralismus ist nicht der. daß ein,- gen Zentralbonzen die entscheidende Gewalt gegeben wird. Das ist ein Nebenprodukt, das unangenehm ist, dessen Wir- kung abgeschwächt oder, wenn man will, beseitig t wer- den muß. das uns aber nicht veranlassen darf, den Zentra- lismus aufzuheben, indem sich einzelne Arbeiter- gruppen der Pflicht zur Befragung der Gesamtheit vor fedem entscheidenden Schritt entziehen, und d,« Eesamtarbeiterschaft mit schwerwiegenden Entschlüssen und Handlungen überrumpeln. Um eine solche Ueberrumpelung handelt es sich im Fall« des abgeschlossenen Streiks der stadtischen Elektriker und. darin lag von vornherein der Keim zum Mißerfolg. Wir deuteten schon an, daß die Gesamtbewegung dadurch nur in Verwirrung gebracht werden konnte. Gilt das alles schon für den alltäglichsten Eewerkschasts- kämpf, so gilt es doppelt für den Streik einer Gruppe, deren Arbeitseinstellung die gesamte Industrie und alles Leben des Einzelnen und der Gesamtheit der Bevölkerung lahm- legt Wir sprechen nicht vom Streikrecht der Arbeiter- katogorien, denen sogenannte lebensnotwendige Betriebe an- vortraut sind. Daß sie das Recht zur Anwendung des Streiks unter den gegenwärtigen Verhältnissen in demselben Maße besitzen müssen, wie alle anderen Arbeiter, darüber besteht für uns gar kein Zweifel. Und wir wurden � ihrer Verantwortlichkeit gegenüber Arbeiterklasse bewußt bleiben. �. Trifft ein Streik der Berliner Elektriker nicht das Lebens- interesse de? Arbeiter. Angestellten und Beamten ein«» BOT. zen giohen Wirtschaftsbezirks mit einer M'llionenbevolke. rung, dm vorwiegend den arbeitenden Schichten angehört? Haben die Vertetunaskörpcrschaften dieser fast durchgehend organisierten Mnssen dann nicht das Recht, �der einen Streik von solcher Bedeutung mitzubestimmen? Mein Elek-! trizitätsstr?!k nicht geeignet, zahlreiche andere Orgrrnr, ? L°ttortt ln etne Bewegung zu ftofieit— vielleicht in emem Augenblick, in dem der unvorbereitet entstehende Kampf in vielen Fällen mit der Niederlage enden muß? Haben die Vertrauen-leute dieser Verbände nicht einen Anspruch darauf, zur Mttberatung über derartige Be- wegungen herangezogen zu werden? Gehört ein Streik in den Kraftwerken nicht zu ,enen Bewegungen, die die stärksten politischen Auswirkungen zeitigen müssen, die die gesamte B o u r g e o l s« e mit allen ihren Nebenschichten und 'nitsamt ihrer P r e s s e und der S t a a t s g e w a l t sofort zur Einheitsfront gegen die Arbeiterklaffe zusammenfuhrt? Deutlich hat es die Haltung der liberalen Presse bewiesen. Kurz: ein Streik der Elektriker ist eine Angelegen« helt der gesamten Arbeiterklasse und aller ihrer wirtschaftlichen und politischen Or- " a n i s a t l on g f a t t o r e n. Darum muß die Arbeiter- t r?Llc �spruch erheben, daß von ihr für diesen Zweck bestellte Organe über Streikbewegungen von dieser Trag- Pet™ m i t b e st i m m e n, wenn sie sich nicht immer wieder vurch spontane Handlungen einzelner Gruppen vor K a t a- strophen gestellt sehen will, die leicht schlimmer äus- gehen können, als in diesem Falle. Diese Lehre muß die Arbeiterschaft aus der durch die Ueberrumpelungstaktik der Elektrizitätsarbeiter erlittenen Niederlage ziehen. Es geht nicht an, daß der P u t s ch i s m u s auch noch auf die Gewerkschaftsbewegung übertragen wird, was, wie wir hoffen, die Elektrizitärsatbeiter selber einsehen werden. Sollte sich aber die Bewegung in der von uns durch emige Fragen als möglich bezeichneten Richtung be« wegen, bestand die Absicht, zahlreiche andere Organi- satwnen in den Kampf zu zwingen und andere als rein lohnpolitische Wirkungen auszulösen, spukt hinter dem Streikbeschluß der Arbeiter in den Kraftwerken die Idee vom„Mitreißen indifferenter Schichten", so ist das Ende erst recht ein Mißerfolg— nicht nur lohnpolitisch, sondern auch ein Mißerfolg dieses taktischen Fimmels. Nie- m a n d ist mitgeriffen worden. Bei der Gesamtheit der Elektrizitätsarbeiter setzen wir solche Absichten nicht voraus. Für sie war die Bewegung ein L o h n k a m p f, bei dem sie sich nur in den Mitteln vergriffen haben. Aber einzelnen Leuten, die offen oder insgeheim in der Bewegung eine Rolle gespielt haben, trauen wir diesen Wahnsinn, der von den täglich gepredigten kommunistischen Vorstellungen von dem bevorstehenden großen Schlag genährt wird, schon zu. Dürfen wir an diese Geister vielleicht die Frage richten. w o h i n die Arbeiterklaff«„mitgeriffen" werden sollte? Muß sie das nicht wiffen, wenn sie kämpfen will? Ist es nfcht ein Verbrechen, die Arbeiterklaffe durch das planlose Vorgehen einer kleinen Gruppe blindlings in einem Kampf treiben zu wollen in einer Situation, wo die Bour- geoiste mit brennender Begierde darauf lauert, daß sie der Arbeiterklaffe den längst geplanten Schlag zufügen kann? Auch diesen revolutionären Eymnastikern muß die Arbeiter- schaft die Macht ausder Hand schlagen, indem sie sich für die Zukunft vor Ueberrumpelungen schützt. Allerlei Merkmale lassen erkennen, daß auf kommunisti- scher Seite Gelüste bestanden, die Verwirrung dieser Tage zu einer allgemeinen Aktion zu steigern, indem weitere und weitere Gruppen von Betrieben planlos in die Be- wegung hineingeriffen werden sollten. Parole folgte auf Parole, kein einheitliches Ziel ist erkennbar, Phrasen Herr- chen. Heute werden die Betrieb« verlassen, morgen werden ie„besetzt". Diese Methode muß zum Ruin der Ar- ieiterbewegung führen, wenn die Arbeiterschaft diese Gesellschaft nicht schnell abschüttelt und unschädlich macht, indem sie sie unter sich läßt. Oberbürgermeister Mermuth Da« Bürgertum ist dem Oberbürgermeister der Stadt Berlin sehr feindlich gesinnt. Es kann keinen Mann ver- tragen, der aufrecht seinen Weg geht und nicht bei jeder Gelegenheit vor den Interessen des Bürgertums seine Re- ferenz erweist. Es war vorauszusehen, daß die Haltung des Oberbürgermeisters Mermuth in dem jetzt zu Ende aegange- nen Streit aus den Kreisen de» Bürgertums heftig anae- feindet würde. Daß es aber ein angeblich demokratische» Organ ist. daß im Ton wie in Inhalt die Führung bei diesen Angriffen hat, zeigt erneut, daß sich die sogenannten Demokraten von den offenen Reaktionären nur durch ihre Hinterhältigkeit unterscheiden. Die„Vos fische Zettung" macht in ihrer gestrigen Morgenausgabe Mermuth den Vorwurf der Schwache, be- zichtigt ihn des Mangels an Ueberzeugungstreue und an Ruckenstärke, und klagt ihn an, daß durch seine Nachgiebigkeit die Situation immer unheilvoller aeworden ist. Mit Vertretern des Bürgertums über Aufrichtigkeit, der Ee- sinnung zu diskutieren, insbesondere eine Diskussion darüber mit dem Blatte, das sich selbst durch den M a n a e l an Ge- stnnung und auffälligste Anpassung an die herrschenden Strömungen jederzeit ausgezeichnet hat, erscheint un» als überflüssig und unnötig. Aber auch sachlich sind die Vorwürfe gegen Mermuth un- berechtigt. Er sah in durchaus richtiger Erkenntnis seine Aufgabe nicht in der Verschärfung des Konflikts, sondern in seiner Milderung und möglichst'baldigen Beilegung. Er verhandelte deshalb,'schlug nicht nach der Art der Scharfmacher mit der geballten Faust auf den Tisch und be- rettete so oen Boden der Verständigung, durch den nun der Streik ein Ende gefunden hat. Er tat das, weil er Ver- ständnis hat für die Röte und für die Stimmung der Ar- bette r; weil er einen Einblick gewonnen hat in die unge- heuren Sorgen, durch die ihr Dasein belastet wird, und durch die Schritte entstehen, die nicht mit den Interessen der Allgemeinheit in Einklang zu bringen find. Aber selbst, wo das der Fall ist, läßt er nicht außer acht, daß sie die der Politik der jetzigen Regierung sind, die die >W. cllKzufrlaen- helt der Arbeiter mit ihrer Lebenshaltung täglich vergrößert. Wenn er trotzdem den Forderungen der städtischen Arbeiter Widerstand entgegensetzte, so deshalb, weil die Finanzkraft der Stadt ein weitere» Entgegenkommen im Augenblick un- möglich machte, und er nun entschieden dielen Standpunkt der Allqemelnheit zur Geltung zu bringen suchte. Als sich vor wenigen Wochen in Italien die Gärung unter der Metallarbeiterschaft in der gewaltsamen Besetzung der Fabriken äußerte, da war die gesamte bürgerliche Presse Deutschlands des Lobes voll über das Verhalten des Mi- Nisterpräsidenten G i o l i t t t, der stch jeden Eingriff» in den Streit enthielt und Italien dadurch vor außerordentlich schweren Erschütterungen bewahrte. Daß dieselbe Presse "—'"------'st«r von Berlin wegen derselben daß die Demokratische Partei das„völlige Versagen" des Ober- bürgermeister» Mermuth heuchelt, deutet deshalb auf ein hohes Maß von llnaufrichtigkeit und politischer Rechnungs- trägerer. Und gerade an dem heutigen Tage, an dem die Ein- führung Mermuths als Oberbürgermeister der neuen Stadt- gemeinde erfolgen soll, in dem Augenblick, wo die bürgerliche Presse Gerüchte über seine Rücktrlttsabsichten veröffentlicht, erkennt es die Arbeiterschaft gerne an. daß sie bei der Neu- gestaltung der Verhältnisse in der Stadtgemeinde Berlin die .wertvolle Unterstützung Mermuths genießt. Dunkles Treiben Uns wird geschrieben: Bon der K. S. P. D. und von der syn- dikalisttschen Betriebsorganisation oder Arbeiter-llnion wird mit allen Mitteln versucht, die Lohnbewegung der städtischen Arbeiter und den Streik der Elektriker auch aufoas mitteldeutsche Industriegebiet zu übertragen. Ganz besonders wer- den die Czarnowttzer Tlektrizitätsarbeiter oufge- fordert, in den Streck einzutreten. Am Montag waren Vertreter der K. A. P. D. und der Union in Czarnowitz, um für eine politisch« Aktion zu werben. Unter anderem ist folgendes interessant: Ein Arbeiter der Czarnowitzer Werke bekam die Nachricht aus Berlin, er soll« am Montag einen Kurier erwarten, der weitere Parolen für eine Aktion bringen werde. Dieser Kurier traf mit folgender Meldung auch wirklich ein: Aulähltch der Demonstration am Sonntag in Berlin seien die Arbeiter mit Maschinengewehren von der Polizei und der Reichswehr beschossen worden. Es habe viel« Tot« und ver» wunoete gegeben. Diese» müht« ein« große politisch« Aktion aus- lösen und die Ezarnowiher Elektrizitätsarbettee müßte» dem- gemäß handeln. An unsere Leser! Es gehe««n» fortlaufend Mitteilungen darüber zu, daß die versuche fortgesetzt«erden,«tt«»lautere« Mitteln unser« Ado«- neuten vom Bezug« der„Freiheit" abzuhalten. Trotzdem e» bis- her nicht gelungen ist,«aser Uuteruehmeu uns dies« Weis« zu schädigen, setze« verantwortuugslos« Elemente ihr« Bemühung«« fort, die„Freiheit", da» Orga« der Unabhängige« Sozialdemo» krati« und da» Blatt der arbettende« BevSlkerung Sroß-Verlins, ihre« Leser« zu entziehe». Wir richten deshalb«« unsere Abonnenten wiederholt die Litt«, der Hauptexpedition der„Freiheit", Berlin ES, Vreitestr. 8/9, sofort schriftlich oder telephonisch Kenntnis davon zu gebe«, wenn i« der Zustellung unserer Zeitung irgendwelche Störunge««intreten. Die Geschästsleitung wird für sofortig« Beseitigung der MSngel Sorg« trage«. Dieses Schriftstück fei mit dem Stempel der St P. D. versehen gewesen und mit zwei unleserlichen Unterschriften. Der Genosse traute aber dem Kurier nicht und hat das Schriftstück an die Zentral« der K. P. D. weitergelettet. Die dortigen Arbeiter sind zu besonnen, um derartigen Machina- tionen zum Opfer zu fallen. Besonnenes Verhalten braucht sie nicht zu hindern, ihre Solidarltät gegenüber ihren Beellner Kollegen zu wahren. Die Arbeitorschaft hat überall aus so dunkle Gestalten zu achten. Die Opfer Marlohs Wortbruch der Negierung Im Reichstage habe« die Genossen Hertz und Ledebonr folgende Aufrage eingebracht: .Am ll. März 1910 wurden durch de» Oberleutnant M a r l o h, tn der Französischen Straße zu Berlin, 29 naschnldt.,« Matrosen ermordet. Nachdem diese schauerliche Tat tn der Ocffcntlichkeit bekanntgeworden war. versprach der Reichspräsident eine strenge Untersuchung gegen die Schuldigen, zugleich versicherte er, daß dt« Angehörigen der Ermordeten durch den Staat entschädigt werd-n sollen. Der Prozeß, der Ende November 1919 gegen den Oberleutnant Marloh zur V thandlung kam, bestätigte im volle» Umfange dle völlig« Schuldlosigkeit der Ermordeten, und der«r«eg»gerichtSrat Tr.M ycr, der die Anklage vertrat, versicherte im Gertchttsaal«tt»rdobener Stimme:.ES ist die moralische und gesetzliche Pflicht de» Staate?, daß er da? Unheil, da» in einer kranke» Zeit von einem Angestellten de» Staate« heraufbeschwöre» worden ist. wieder gut macht und die Angehörigen der getöteten Matrose» ent- schädigt." Trotz de« klaren Ergebnisse» der Beweisaufnahme de« Marloh- Prozesses und trotz der Berstcherungen deS KriegSgertchtSrat» Doktor Meyer unternahm die Reichsregterung nichts, um di, Angehörigen der ermordete« Matrosen in irgend einer Weise zu entschädige«. Es handelt sich bei den Ermordeteu zum größten Dell um Faailienväter oder um Söhn«, die die einzigen Ernährer eine, allen Mutter waren. Die Angehörige» geriete» tn bittere Not. Um lindernd einzugreifen, veranstalteten Redaktion und Verlag der .Freiheit" in Berlw vor Weihnachten lstlst«in« private Sammlung. deren Erträgnisse den»ugcHörtgeu der ermordeten Matrose« über- mittell wurden. AlS dcr Aufruf zur Sammlung bekannt wurde, erklärt» die Regie- rnng»och einmal, daß st« dt« Versorgung der Angehörigen in vollem Umfang« übernehmen werde BiShor wurden ihnen aber nur eine kleine Abschlagszahlung von ungefähr 200 Mark durch die Berliner Intendantur überwiesen. Im übrigen wurden die Geschädigte» au» den K l a g e w e g verwiesen. Die Ger'cht« haben bisher eine Entscheidung immer wceder hinausgeschoben, angeblich. wotl sie nicht in donBesttz de» schriftlichen Urteil» gegen de« Oberleutnant Marloh gelangen können Die Angehörigen der ermordeten Ratrose» gehen also zum zweiten Mal einem harten Winter entgegen, ohne daß der Staat sei« wieder» holt gegebenes verspreche« eingelöst hat und sie pflichtgemäß versorgt. Außer den Angehörige» der«rmord ten Matrosen find noch etwa 800 Angehörige der BoltSmariuedtviston schwer geschädigt worden, die am ll. März in der Frauzöstchen Stiaß« mit erschoflen werden sollten, dann aber alS Gefangene nach Moabit transportiert und später aus freien Fuß gesetzt wurde». Die Rein- Hardt« Soldaten, dt« die Ezekution vornahmen, beraubten nicht nur di« Letchru, sondern»ahme» ihnen auch Gelltz Uhren. Mäntel und Ackleidungistücke weg, die sie bis heute noch nicht zurückerhalten haben. Auch«ine Entschädigung ist rundweg abgelehnt worden. WaS gedenkt die ReichSregternng zu tu», um ihr wiederholt gegebenes Versprechen ans ausreichende Entschädigung dcr Angehörigen der Ermordete» endlich einzulösen? Billigt sie da» Verhalten der Gerichte, die daS EntschädizungSverfahren tn die Länge ziehen? Will die R ichSregtcrung endlich daiür sorge», daß den Anochöitg n der nnfctoldig ermordeten Matrosen, wie auch den b rn, die» Gesaapenen der volle Gachfck'�eu«setz« dezw daß die .c>in!erdl>kb.u u cine evlsprccbeitd« 9te!« dicko nrnfB?* Wir verlangen, daß die Regierung stch sofort ll« und unzwei- deptig zu diese» Frag« äußert, Gin deutschnationaler Held Dem„Vorwärts" wird von besonderer Seite geschriebeüZ Unter best deutschkonservative» Führern de» alte» Reichstages gab es einen Mann, der wie alle Menschen, di« au? dem Wege zur Bildung nur eine klein« Strecke zurückgelegt haben» zwischen politischer Gegnerschaft und persönlicher F-ind- schaft keine Grenze zu ziehen wußte. Jeder Sozialdemokrat war in seinen Augen eine intellektuell und moralisch minder- w artige Persönlichkeit. Er ehrt« deshalb, wo er konnte, di« sozialistischen Abgeordneten durch Zeichen der Gering- schätzung. Unsere Genossen muhten also ohne seine Achtung leben, er übrigens auch ohne die ihrige, denn sie hatten von d�m persönlichen Mut, den er in Worten für sich in Anspruch nahm, keine übertrieben hohe Dorstellung. Seine Borliebe dafür, mit Kraft zu protzen, die er z. v. in der Zaberndebatte durch die Wort«:„Herr Gott, wenn ich n'och Landrat wäre!" bewies, erinnerte sie stets daran, daß schwache und ängstliche Lebe- wesen aus dem Tierreiche, um stch dagegen zu schützen, daß sie als solche erkannt werden, die Stimme oder die Farbe eines gefähr- lichen Tieres annehmen. Wenige Tage nach dem 9. November 1318 erschien der deutsch» konservative Führer bei einem der sozialdemokratischen Bolks- beauftragten. Es war ein« gründliche Veränderung an ihm zu bemerken: er zeigte nämlich Manieren. Indessen war er nicht gekommen, um zu beweisen, daß er die Wohltaten ein« guten Kinderstube genossen hgtte, vielmehr war du Zweck seine» Besuches, stch bei dem sozialdemokratischen Führ« zu erkundigen» ob dieser imstande sei, sein kostbares Leben zu sichern. Als der Bolksbeauftragte erwiderte, er könne zu seinem Vedaurrn di« von dem anderen gewünschte Garantie nicht übernehme«. da auch sein eigenes Dasein nicht gegen di« Gefahr der Vernichtung gefeit sei, sagte der tapfere Konservative, erwoll« baunBer- lin verlassen lwenn wir nicht irren, mtt de» Reiseziel West- preußen), ob dagegeu etwa» einzaweuden wäre. D« Sozialdemokrat antwortete, daß er an dem Berweilen de» and««» in Berlin durchaus nicht interessiert sei. Run rückte der kons«- vattve Fuhrer mit dem Wunsch heran», daß der Sozial- demokrat ihm«inen Geleitbrief auf den Weg geben möge, damtt er erforderlichenfalls Arbeiter- und Eol- datenraten gegenüber geschützt sei. Der gutmütige Bolksbeauftragte erfüllte den Wunsch des vorsichtigen Mannes, und dieser««- fernte sich vergnügt. Hat Ihnen der Brief auf Ihr«* Reise gute Dienste geleistet. Herr Graf Westarp- Die Westarp. Wulle. Helfferich. Ludendorff und Konsorten hat und Genüge bekannt war, nun noch durch dieses Einzetbeifp»� ergänzt wird, ist eine weitere wertvoll« Bestätigung. Demokratischer Schwinde? Als neulich in der Stadtverordnetenversammlung von eine» unserer Redner darauf verwiesen wurde, daß di« bürgerliche« Parteien der neuen Stadtgemeinde alle nur denkbaren Schwierig- leiten bereiten, gab es bei ihnen künstliche Entrüstung. Die größte natürlich bei de» Demokraten. Sie aber trifft dieser Vorwurf am meisten. In der gestrigen Abendausgabe des „Berliner Tageblatts" findet sich«in neue, Beleg dafür. D»» Fettstelle Eroß-Derlin wirb darin dafür verantwortlich gemacht« daß künftig nur noch alle vier bis fünf Wochen für den Kopf S0 Gramm Butter verteilt werden können, obwohl doch jedes Kind weiß, daß das die Folge der unverantwortliche« und von den D« m o k r a t e n unterstützten Ernährungspolittk de« Reichsregierung ist.. � �. In dem Artikel wlrd ferne, di« Behauptung aufgestellt, daß. um diese winzige Menge zu verteUen, einige tausend Angestellt des Magistrat» tn Bewegung gesetzt werden. Das ist natürliai unwahr, und es fällt schwer, dem Verfasser für dies« Behaus tung den guten Glauben beizumessen. Denn jedermann w«ltz> daß bei der Fettstelle. Abteilung Butter, gegenwärtig etwa vier' hundert Angestellt« beschäftigt werden, während die übrigen W der Mtlchversorgung tätig find. Wollen die Demokraten aber etwa auch dafür die Verantwortung übernehmen, daß di« MlW bewirtschaftung beseitigt wird, und daß nur noch die Schieb«» und Wucherer Milch genießen können? Der ganz« Artikel ist eine bewußt« Stimmung»«»«» gegen den den Demokraten unangenehmen Magisttat. Denn sachlich zu der Verminderung des Umfange» der Fertstcll« zs sagen ist. haben w i r bereit» vor mehr als einer Woche in einem Artikel in Nr.<73 unsere» Blattes gesagt. Und«» bedars m«» erst der überflüssigen Bemerkungen der Demokraten, um di« l«' »ialistische Mehrheit der neuen Stadtgemeind« zu einer verant- wortungsvolleren Politik zu veranlassen, als sie der Freisinn S' klllngel Jahrzehnte lang betrieben hat. Die Abfindung der Hohenzollern Der.vorwärts' wiederholt tn seiner Nummer vom 4. Niwembtt den bereits im Mär» allerdings vergebltch gemachte»� Versuch, au« mich mit'" im Mar» allerdings vergemia, gemamrrn dcr Verantwortung für dcu von rechtSsozialtstis«»» Miütste'n gemachten Vorschlag«tut Millionenabsindung vm Da» Zeutraiorga» der Sozialdemottatcr noyevzouer» zu belasten, am» w««v, spricht davon, daß die Sozialdemokraten und Unadhangtge» ,etzt» der Puußilche» Lande-Versammlung im engste» Zusammenwirre dem Vergleich zwischen Hobeuzollern und Preuße» entschied�' Opposition machen,„unbeschadet gewtssa Uebereilungen. die eoe� glctchmätzia der unabhängig« Minister Dr. Rosenfeld und v sorialdemokratische Minister Südekam begangen haben. t. Ich mnß tS ganz entschieden zurückweise«, mit He rn Sudek«. tn einem Atemzug genannt zu werde«. B reit» tn der„Flelhci, vom 18 Mär, 1920 habe ich ausführlich dargelegt, daß gerade am mein Belrclven die Beichlagnadmo des gesamten, auch � PrivatvermSaenS der Hohenzollern erolgt ist. Stechtssozialistn. Minister warfen mir damals allerdings vor. tu der Beschlagnoy. d.» Höh ozoll«» Vermögens überetlig z» sei». Ich habe mich ou damals als Just»zmintster durch solche-Vorwürfe ebensowenig fior lassen, dt« Hand auf da» vermöge« der Hohenzollern zu legen."J.j mich jeht die entgegengesetzte« Vorwürfe de»„vorwärts", ich gegenüber den Hohenzollern überetlig entgegenkommend gewel»? irgendwie bc-rüdre» löimen. Die Anwürfe de».Vorwärt»' auf sind nur dadurch erklärltch, daß er die O.ffentlichkeit davon adle« will, daß rechtSiozialistifche Minister maßgebende» Einiluß t» 8 jenigen Regierung autübten, die de» jetzt von der rechtssozialtstii®,, rattton der Landesversammlung bekämpften vergleich mit»*, ohenzover» beschloß und der Landesvertammlung»ur Genehmig«� vorlegte. Sticht mich trifft Ver Vorwurf zuweiigehenden 7, kommen« gegenüber den Hohenzoll r», sonder« lediglich dt« frenvde de».Vorwärt»', tnSdesondere die Mwtster H«»" tzaentsch, Südeknm und Brann. Kurt Roseufel»' das kommunisti!?? eine Dir» aftet.w� Malon« verhastet.„Times" erfährt, da Unccrhausmitglied Malon«, in kuchung avaehalten wurde, gestern...________ oen ist.— Malone war als englischer Oberst der englist in Rußland zugeteilt und hat sich dort zum Komm« kehrt. in dessen Wo'mu» ein in Dudln ver MisiA I Sie WtlWl mii(ms MWmen In großer Verlegenheit Der Haushaltsausschuh des Reichstags beendete am Donnerstag die allgemeine Aussprache über den ErnShrungsetat. Sie hatte mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, daß durch die völlig ungenügende Ablieferung von Brotgetreide und Haser die Versorgung der Bevölkerung stark gefährdet ist und Nährmittel für Kinder überhaupt nicht hergestellt werden könne«. Es fehlte deshalb nicht an sanften Ermahnungen an die Landwirte, sich ihrer Verpflichtung zur Ablieferung mehr zu erinnern. Wie wenig aber die bürgerlichen Parteien geneigt find, wirksam« Maßnahmen zu treffen, durch dt« mit Sicherheit eine Erhöhung der Abliefe» rung erfolgt, und wie wenig st« geneigt find, unterlassen« Ab» lirferung mit der nötigen Strenge zu bestrafen, zeigt« ihre Stel- lang zu dem folgenden vom Senosfen Hertz begründeten An- trag: �Der Ausschuß wolle befchließen, die Reichsregierung zu er- suchen, im Hinblick auf die überaus schlechte Ablieferung von Brotgetreide und Hafer sofort Maßnahmen zu treffen, die den Punkt 7 de» im März dieses Jahres zwischen der Regierung. den Parteien und den Gewerkschaften getroffenen Abkam- mens durchführen, nach dem die..Sicherung der Erfüllung der. Ablieferungsverpflichtungen durch Gründung von Lief»- rungsverVSnden und VerhSngung fühlbar« r Strafen bei böswilliger Verletzung der Verpflichtungen" ge» fchehea soll." Dieser Antrag rief groß« v-erlegenh ei t bei de« Mrger- lichen Parteien hervor. Abg. Dr. R ö s i ck e verlegte sich zunächst daraus, ihn für unverständlich zu erklären. Als diese Ausrede wegen ihrer Lächerlichkeit aber keinen Anklang fand, brachten Zentrumsabgeordnet««wen in aller Eile zusammengeflickten Ge» genantrag ein. Genosse Hertz wies alsdann, unterstätzt von dem Abgeordneten Hoch, eingehend darauf hin. daß der Antrag det beide» sozialistischen Parteien nur dem entspreche, was im März zwischen den Parteien, der Regierung und den vewerkschaften vereinbart worden seü Die Gründung von Lieferungsyeebänden und die Verhängung fühlbarer Strafen bei böswilliger Ver- letzung der Ablieferungsverpflichtungen feien die einzigen Mittel, durch die eine Steigerung der Ablieferung erzwungen werden könne. Der Inhalt des März-Abkommens entspreche zwar nicht den weitergehenden Wünschen seiner Partei, gegenwärtig wolle er sich aber mit der damals vereinbarten Formulierung be- gnügen. um überhaupt erst einmal die Lieferung« verbände tnU stehen zu lasten. Werde dieser Antrag aber nicht angenommen. so sei das nicht nur ein Bruch de» Märzabkommens. sondern auch der chrenwörtlichen Verpflichtung der Parteien, für die Durchführung de, Abkommens zu sorgen. Da die bürgerlichen Abgeordneten in ihrer Verlegenheit zunächst keinen Ausweg wußten, beantragten st« Aussetzung der Abstimmung über den Antrag in der Hoffnung, später doch noch irgend ein Hintertürchen zu finden, durch da» sie au» dieser heiklen Situation herausfinden können. Ferner wurde beschlosten, die Veterinärfra gea vom Reichsministerium des Innern zu trennen und dem Reichsministe- rium für Landwirtschaft zu überweisen. Dieser Beschluß erfolgte mU den Stimmen der Bürgerlichen, trotzdem einig« Regierung». »erkreter mit Nachbruck betont hatten, daß dadurch ein« Ver» mehrung des Beamtenapparat«» und ein« Erhöhung der Ausgaben eintreten werd«. Bei Förderung der agrarischen Interessen also gilt der Grundsatz der Sparsamkeit nicht. An- genommen wurde auch der Antrag, ein Verbot für die ge» wcrbsmäßig« Herstellung von Kuchengebäck zu erlösten. In der Spezialdebatt« wurdeu trotz der Hinweises de» Abg. Robert Schmidt, daß nicht ein« einzig« Arbetterorgant- satio« einen Reichszuschuß erhalte, die Zuschüste für die Vereint- gungen der See- und Binnensjscherei in Höh« von einer halbe» Million Mark bewilligt. Das Glend im Ruhrgebiet Erschütternde Eindrücke der Gewerkschaftsführer Brüssel, November. Der belgisch« Gewerschastssekretär Mertens, de, dem Ans- schuh der gewerkschaftlichen Internationale angehört«, die das Ruhrgebiet bereist hat, erklärte einem Redakteur dt» sozialistische« ..Peuple", Legten habe in Amsterdam erklärt, die Besetzung des Ruhrgebiet» stehe bevor, und sagte weiter, die Alliier- ten hätten den Bergarbeitern nicht die Lebensmittel geliefert, die st» versprochen hätten. Da man die Besetzung de» Ruhrgebiet» in wirtschaftlicher und politischer Beziehung für sehr ernst gehalten habe, habe man beschlosten, sich an Ort und Stell« von der Lage öu überzeugen. Die Kohlenfrage könne im Augenblick die Be- letzung nicht hervorruft«, da Deutschland während zweier Monat« die angeforderten Kohlenmengen geliefert habe, lieber die Auszahlung der Beträge für die L e b e n» m i t t« l habe man sich in» zwischen auch geeinigt. Die Lag« der Arbeiter l« Ruhrgeblet bezeichnete Merten» al» «in ungeheures Sleud. Zum ersten Mal feit dem Kriege fei er nach Deutschland gekommen. Er Hab« ein« gewiste Scheu„ mit denen zulllmmenzuiominen. dt« trotz all»m Kameraden geblieben seien, Nicht verbcrgcn kö«n«n. ab«,«r steh« uatee d»m Druck eine» tieft« Mitleid». Namentlich fehl« Milch. Die Grertft erhielten kein«, denn man wolle vor allen Dingen die Kinder, retten. Dft Tuberkulose fordere steigend« Opfer. Die Arbeite» könnten sich keine Kleidungsstücke besorgen, und auch die Wohnungsnot fei sehr groß. Man müst« ein Herz von Stein haben, wenn man von derartigem Elend nicht gerührt werde. Obwohl er der Ansicht sei. daß die Besetzung des Ruhrgebiet, durch die Kohlenlieferungen nicht hervorgerufen werden könne, er- klärte er. gewiste Tatsachen könnten dt« Westfalen nicht beruhigen. In der belgischen Besatzung», one von Erkelenz baue man Bäckereien, errichte man ein Flugfeld und trefft man Bor- bereiwngen zur Unterbingung von 10000 Mann Kavallerie. In Koblenz feien A>0 abgegangene Amerikaner durch 000 Franz»« f-n erfetzt worden. In München-Gladbach seien WOOO französische Soldaten konzentriert. Daraus zu schließen, daß man die Be- frtzung vorbereU«, fei nur ein Schritt. Alles laste vermuten, daß tatsächlich die militärischen Kreise der Entente etwas vorbereiteten. Mertens sagt« zum Schluß, man mllste sich verständigen, denn die Deutschen müßten leben können, wenn sie wiedergutmachen sollten. ck Der Vertreter des„Oeuvre", v a l 0 t. der gleichzeitig mit der gewerkschaftlichen International« da» Ruhrgebiet bereist hat. tritt heut« in einem Artikel aus Dortmund für den Austausch von sranzöstschem Erz au» Lothringen gegen deutsch« Kohle ein. 2* gibt zu. daß die deutsche Industrie infolg, de» Abkommen» von Spaa hat Einschränkungen vor» "«hme« müssen, und daß 29 Hochöfen gelöscht werden mußten. z>i« Frage sei heut» keine Rechtsfrage mehr, ."n*• Bestehe die unbedingte Notwendigkeit, zu einem hT« aJi che» Einverständnis zu gelangen. Man müst« sich mit »w,g abfinden und die notwendigen Lehren daraus ziehen. Verletzung der Gefetze dÄn»IÜ Widerspruch der Unabhängigen Fraktion hat vor Tl*? bw Reichstag da, Gesetz über die vereinsachte ZefeZgebung verlänaert. durch das dem Bolkswirt- «m."6*'1°i>ne Zustimmung des Plenums des w. m. i?8*"beschließen. Dieses Gesetz bestimmt aber daß die Verordnungen dem Reichstag« alsbald zur Kenntnis zu br.ngen und aus sein Berlangen auszuheben sind. Wie die Regierung dies« Lestimmuna aber umgeht, die nur ri"« kleine Sicherung gegen die Ausnutzung der Befug- nrst« des volkswirtschaftlich«« Ausschuste» darstellt, zeigt die Tat- lach«, daß das Reichsernährungsminikterium die Verordnung über »rr �Zwangswirtschaft für Fleisch�m'i'g. September« r sti' -b--" Ä'ÄÄ."ÄrÄt *ti<*,tO0e entschiedenen Protest Theben. Sozwlisierungs-Interpellation �ö)'rld«nrokratischa Reichstogsfraktirm hat im 2nterpllktftm MBtiÄ die Reich,- «S�ng de�p. erMren. wann fi��n�d«h°tt und besonder» eindringlich nach dem Abkomme« von Spaa— zu. gesagten Gesetzentwurf über die Sozialisterung de» Kohlenbergbau» vorlegen wird, und zwar einen Entwurf, der sich nicht etwa auf«ine Gewinn-, Kapitals- oder Ertrags- beteiltgung der Arbeiter beschränken, vielmehr die Vollsoziali- fierung der Kohlenförderung und der Kohlenverteilung durch- führe« wird." Bei dieser Besprechung dürft« man unter anderem auch Ge- legenheit haben, die Rechtssozialiften vor die klar« E n t f ch« t» duug zu stellen, ob ste den Manövern in ihren eignen Reihen, die der Bollfozialisierung dauernd Schwierigkeiten zu machen suchen, ei« End« bereiten wollen. Der �vorwärts" nämlich, gegen den wir wegen feiner Stellungnahme die schwersten An- griffe erhoben haben, schweigt beharrlich. Damit darf das hartnäckige Treibe« des Aentralorgan» der Rechtssozialisten gegen die Lolllozialifierung nicht sein Bewenden haben. Die rechis- sozialistische Partei hat die volle Verantwortung für dies« Er- fchwerung der Sozialisierungsaktion, die sie auch nicht dadurch los wird, daß ste nach außen hin den Anschein zu erwecken sucht, al» ob die Gegner der vollsozialisierung nur bei den bürgerlichen Parteien und der Regierung zu suchen find. Die Sowjet-Lokomotlven wir erhalten folgende Zuschrift: Unter der Spitzmarft„Sowjet-Lokomotiven" bringt die Abend- ausgäbe de»„Vorwärts" vom 5. November 1920 Einzelheiten über die Verhandlungen, die die russischen Regierung, Vertreter über die Liefeyrngen von Lokomotiven in Deutschland geführt haben. Es ist merkwürdig, daß der„Vorwärts" seine Notiz gebracht hat. ohne den Versuch einer authentischen Information bei mir gemacht zu haben. Bürgerliche Blätter haben bei ähnlichen Gelegenheiten dieser einfachen Anstandspflicht genügt. Di« Notiz enthält ein« Reih« von Unrichtigkeiten. Es ist erstens n i ch t richtig, daß die Verhandlungen zunächst aus dem Grunde scheiterten, weil Rußland nicht in der Lage war.«in« finanziell« Garantie zu geben. Richtig ist vielmehr, dag die Fiiianzleruna dieses großen Auftrages ansang» zastUeichen sachlichen und formellen Schwierigketten begegnet«, die jedoch auf deutscher Seite aus bestimmten Klauseln vcs Versaillcr Friedensvertrages heraus viel größer waren als aus der russischen. Un- richtig ist weiter, daß die Ftnanzierungssrag« allein schuld sei an dem schleppenden Gang der Verhandlungen. Eine entscheidende Rolle spielte vielmehr die Preisfrage. Es genügt der Hin- weis, daß der vereinbarte Preis sich zu dem zuerst geforderten Preis wie 2 zu S verhält. Bei einer Bestellung aus 1000 Loko- motiven macht da» eine Milliarde Mark Unterschied. Zur Frage der' Beziehungen zwischen den Sowjetvertretern und der deutschen Oekonomiegesellschaft G. m. b. H.. deren Gesellschafter neben Karl Legten, ein schwedischer Bankier und ein deutscher Tertilind ustrieller find, sei folgendes bemerkt: Diese Gefellschaft sollte formell als«in« Kommisfionsfirma auftreten. In der Sache jedoch sollte ihr Auftreten einer Sicherung der rusfischen Auftrag« durch den Allgemeinen deutschen Eewerkfchaftsbund dienen. Di« Firma sollte zwar ihr« Geschäftsunkosten vergütet bekommen. darüber hinaus jedoch keinen Profit aus der Angtiegenbett ziehen. Im entscheidenden Augenblick jedoch gab die iftrm W- aend« vom Vorsitzenden des A. d. G. B. um» dem schwedischen Bankier Aschberg unterzeichnet« Erklärung ab: 1. Der A. d. E. B. wird bei der Lieferung von Lokomotiven für die russische Regierung Hilfe leisten. 2. Diese Hilfe kann nur dann effektiv sein, wenn die Be- stellung durch den Ä. d. G. B. an die deutsche Industrie gehl. In diesem Falle sollen alle erforderlichen Transaktionen durch dt« von dem A. d. S. B. geschaffen« deutsche Oekonomle-Gesellschaft gehen. 3. Der A. d. D. B. wird der russischen Regierung eine Offert« über Lieferung der Lokomotiven bestimmter Typen vermitteln. Diese Offerte wird nicht höher fein als die der deutschen Lokomolivsabrikanten. 4. Die deutsche Oekonomie-Eefellfchaft wird höchstens 2 Prozent Proviston berechnen, nicht«iageschlossen Un- kosten für die nötige Finanzierung, Versicherung durch Trans- parte und Wechsel, Zinsen für die Kredite, Stempel. gez. Karl Legten. Aschberg. Diese 2 Prozent Provifion bedeuten 40 Millionen Mark. Eine» derartigen Betrag auch al» einen eoentl. Höchstbetrag für ihre Kommissionsdienfft zu fordern, müßte sich sogar eine kapitalistische Firma schämen, geschweige denn eme proletarisch« Organisation. Nach dieser Erklärung wurden die Berhandlnnaen mit der Firma Karl Legien abgebrochen, um so mehr, al» die Firma für andere Unkosten nach zirft 3 Prozent in Anschlag brachte. Dies zur Erklärung des Sachverhalts. Wer hierbei al»„ver- logen und unebrlich' dasteht, mag dt, OeffenUichkeit entscheiden. Aus die börnische Bemerkung, daß dl« Sowlettsten stch nur durch „ideelle Interesien leiten Neßen, braucht nach dem Vorgegangenen wohl nicht eingegangen zu werden. Wie dies» Interesien auch be» schaffen sein mögen, jedenfalls liegen sie auf ganz anderem Ge- biete als auf dem v« hohen Profttberechmrna al« Ausdruck der KlasftnsolkdaritSl. Vitt»« Kopp. Die Rothilfe im GleKtrizitStsftreik! Gegenüber zahlreichen irreführenden Meldungen über die Steft lungnahme des Oberbürgermeisters gegenüber dem Ein« fatz der Technischen Nothilse. sieht sich dft Direktisn der städtischen Elektrizitätswerke Berlin veranlaßt. folgendes festzustellen: Nachdem in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend plötzlich� der Streik ausgebrochen war. hatten bereit» tm Laufe de» Sonnabendvormittags die zuständigen Behörden de« Einsatz der Technischen Nothilfe in Aussicht genommen. Die Direktion ist ihrerseits den zuständigen Behörden gegenüber dafür«ingetreten, daß mit der Verwendung der Technischen Nothilft noch ge- wartet»»erden soll«, weil durch deren Einrücken Verhandlungen mit der Arbeiterschaft Über Ausnahme eines Notbetrtebe» durch dieselben erschwert oder unmöglich gemacht worden wären � und weil anderseits für die Direktton kein Zweifel bestand, daß nach Lage der Verhältnisse die Technische Nothilse nicht Im' stand« gewesen wäre, den Notbetrieb im gleichen! Umfange und in der gleichen Zeit aufzunehmen. wie da» dem mit allen Einrichtungen der Werk« vertrauten eigenen Personal möglich gewesen wäre. Bei dieser Stellungnahm« hat stch die Direktion hiernach lediglich durch technische Erwägungen leiten lassen, ohne� jede Beeinflussung durch die Behörden oder den Oberbürgermeister.' Sie hat. nachdem die Technische Nothikft trotzdem aus Vera«- lassung der zuständigen Behörden eingesetzt war. nach Abschluß der mit den Arbeitern über Aufnahme des Notbetriebe« schweben-' den Verhandlungen dahin gewirkt, daß im Lause de» Sonnabends zugleich mit dem Eintritt der Arbeiter in die Werk« die Technische! Nothilse dteftlben wieder verließ. Aus der Wirtschast i Zur Derkehrslage im Ruhrgebiet Trotz der ständigen Bersandeinschränkungen und llnterbrechun- gen auf dem Wasierwege hat stch die Verkehrslage auf der Eisen- batzn in der vergangenen Woche etwa» günstiger gestellt, bannt. sächlich, weil am Bllerbeiligentag« die Waaenzuführung und Ab- holung seitens der Eisenbahn völlig durchgeführt wurde. Die werktägliche Gestellung stieg von 20132 aus 21144 Wagen, wäh- rend dl« Fcblzinern etwa um die Hälfte, nämlich 7bb Wagen zu-> rückging. Die Lagerbcständ« nahmen von 122 b47 auf 148 923 Tonnen am 6. November zu. Der Transport auf dem Rhtin, namentlich im Hinblick auf dft Erschwernisse, welche dft sortge- schritten« Jahreszeit zur Folge bat. war schlecht. Insolaedesien i ging der Umschlag auf den Duisburg-Ruhrorter Häfen weiftr zu- rück. Während in der vergangenen Woche 25 853 Tonnen gekivvt wurden, betrug die Umfchlagleiüung in der ersten Woche de» Ro- vember 21 037 Tonnen werktäglich. Der Streik der Privatschiffer auf dem Dortmund— Ems-Kanal hält noch immer an. Daher ist_ der Brennstoffumschlag auf den Kanalzechenhäfen auf 200 bis 300. Tonnen werktäglich zurückgegangen. Der Abtransport nach dem ?,Ä�.UNd Osten ruht vollständig Dt» Eis.nbabnverwaltung ist W-b-n»« Ä' m Versandausfall ganz zu übernehmen. In- lolgedessen muffen die auf den Kanalumfchlag angewiesen«» Fechcn zurzeit ernen Teil ihrer Förderung ans Lager nehmen. Fortdauernder Rückgang der Mark' Der Rückgang der Bewertung der Mark an den ausländtsch«« Märkten hat während der gauren Woche setne» Fortgaoa genommen und wir sind vom tiefsten Tiefstand, der im Winter diese» Jahre« erreicht worden war, nicht wehr weit entfernt. ES kosteten: am S. Nov. am 10 Rod. am 11. Nov. 100 hollä-d. Gulden 2377.6 Mark 3527.5 Mark 2600.0 Mark 100 belgisch« Frank 616.9„ 626, 6„—„ 100 dänische n tonen 1068.»„ HI» 9„ II 43.9 100 ftnntsche Mark 176 8. 187,8.. 188,8_ 1 amerikan Dollar 77,8„ 86,2„— I engl. Pfd. CtexL 289,7„»*6.6 296 T" 100 italienische Lire 382,2„ Lgg.s_" 100 dtsch-österr. Kronen 28.97„ 28.47„ 23 6" 100 tfcherh-flov.Kronen 86.66„ 67.62„ eaj$' Freigabe des deutschen Eigentums durch England DA. Berlin. U. November.' Der Berliner Berichterstatter der„Daily New," drahte« feinem Blatt«, er habe au« Kreisen der Hochfinanz erfahren, daß die brlti- sche Regierung beschloffen habe, da» während de« Krieges befchlag- nahmt« deutsche Eigentum in begrenztem Ausmaße den Eigen- tllnicrn wieder zurückzuerstatten. Der Weet de» freigegebenen Eigentums wird sich in jedem einzelnen Falle bis auf m r h r e r e hundert Pfund belaufen. Doch wird ausdrücklich betont, daß 1 wohlhabendeDeutfcheder vorerwähnten Konzession nicht teilhastig werden sollen. Der Korrespondent weist darauf hin. daß> sich unter dem zurückzuerstattenden Eigentum auch Möbelstücke und, persönliche Effekten befinden. Erfolgt innerhalb einer bestimmt»«! Frist durch die in Frage kommenden Deutschen die Anmeldung chrer Rllckerstattungoansprücht. dann werden viele' Hundert« fleiner Leute fFriseur«, Kellner, Gouvernanten. Nein« Geschäftsleute) au» dieser Konzession Nutzen ziehen können. An den amtlichen Berliner Stellen war«in» Bestätigung dieser Nachricht bisher nicht zu erhalten, wohl aber wird der„Dena" von sehr gut unterrichteter politischer Seite bestätigt, daß dt« in der Berliner Meldung des„l>aily News"-Korr«lpondent«n wiedergegeben«» Tatsachen zutreffend sind und daß tatsächlich sie britische Regierung sich zu weitgehenden Konzessionen in der Frag« der Freigab« des deutschen Eigentums entschloffen hat. Eine Warnung vor dem Wirtschaftskrieg DA. New Bork. 1k. November. Der britische Botschafter Gedd«, hielt bei einem gesteffen der Handelskammer in Minneapoli, ein« Red«, in der er an den eng- liichen und amerikantschen Handel ernste Warnungen richtete und beide Rationen daran erinnert«, nicht etwa in«inen Wirtschajts- kfieg der Vorzugszölle oder der Borzugsmärkt« einzutete», da sonst «in Zusammenstoß der Interesien unvermeidbar wäre. Sollt« Gro�> britannien ein so geartetes Gesetz erlaffen, so würde ein enl» spreche„tu* amerikanisches Gesetz die unmittelbare Folg« sei«. Erddeg ftni, schließlich den amerikanischen Handelskreisen nah«, die britisch« Politik der Gleichberechtigten im Handel anzunehmen. ZW M. tSeSMÄllge Wem Wels erscheint demnächst Engels als Denker Bon Max«dl« Buchhandlung„Förth elt", Bvrtte Str. 8*9 Volksbühne »'(. Uhr- »»»«»»ltchi»»»» �elar/� � Shtett** muitm- u ftttrte VI, Uhrs Wig-TheM Dkett.- Binar Somatoakq 'Uhr- Pe« Gynt. Tonnabend b. Montag 7>/,Uhe: Flamme Mks BolSssteitter KBvrttlrirrr 6tr.«8. w. ffiojot Bartifltfl eirrlilö* i Bta; Bei« Hardt. , Mslhes Theater Vß, Uhr: Clnfamc SNeasihe« e«nnad.7>/,Uhr!S«m l. Meie- Da» Chaaffear Marti«. >/.« Falles Cyrice Taaatart««, Steinas, Der geharate Siegfried mit F« r d. S r L n e>K e r. 7llhr- Er ist an allen, schuld Dl« Spieler Snfttt Cchasspielhiws Aarlftrafat h Uhr- Earop a(Xuft. Sha im.) Edd»U.-EMrapalAnh.ildonn.) Apollo» Theater Frledrichstr. 218 vi,mamvi* Harems-Nächte Sonntags 31/a u. 1 Äiab frei. Theater i. d. KSniggrätzer Str. Ubr: Baaneetster Salard (Slrinbrüdi, UMä&ntr) Sannebend; Bausch lldred», t[b«LjRi«inanr,nid,ad>, Deidldtich, Wernburg. 9Umn). Sannleg; Bausch. Sonmeg Nachm.- Baumeister Salaeh. Komödienhaus «hg tL! Di» Sache mit Lala mit Bau pnlianhnrg lZestsine Dar- a.®., Snimg Diana.®i Entrrgnindd-Iinhas Älostechk. Täglich i-st« Uhn Die Freundin G«mt»aO4 IL: Die Freundin. Trimos�Theater Bahnhof Friedrichstraße TAgltch Uhr: Sil Sill» Ol flil Stg. 4: See llomaa einer frea. mm-imi MgL 7i/» Stg. Jft Uhr. Mutter n. Sohn 1 VeM. Künsl!.-Thealer tUlabmbltch VI, Uhr: die SlSeldviissreiji! °n. 3 Mark an Zh. m 'Uhr- wtwyiiiwwaclil... fiön'iftiöi• Iheeitt Ala»i-o«r»tr�l Btlf.le.M.ltib. WL Gala-8äRi?pr i Td. tar a mvtiru» tl 4— 8, Sonnt, ll—l, Domen. jimmrr separat. Jeder Atonie verlange Dr. med. Ludwig. Auf. klärungeschrist für Dl. 2.60 im »erschlols. Umschlag ahne Ans- »ruch. Angab« de, Leiden, ersarderllch. VuTT£ Ischias in Hüft.,®esä� n. Bein. Da schw. Fälle in 18 Dage« de. seit, w., hierüber nnantaftb. Hrilrrs. brslrh. a. Ncserenzcn. r"*— Holzkohlen Bachem und «irser», Betörten» und Meilerhelzkahl, lirsrrt von 60__ p. ist,. m> Kohlenkonior-Woddinq ®. m. b. H.. Fennfie. 22.28 Telephan! M-abit 7038 AutkUrungs-Brosch. über H EILUNG der Syphilis ohne Quecksttder vndSaloarfan» durch die bestbewährte nnschädL Methode von Or. med. OQntx tu beliehen für Mk. SJ50 durch Daphaer» Verlag, Mllnchea 28, Postsach 22 M- M«! sed» SN« a g« alle Zlnalegieruagen kauft für Spezialge. brauch zu höh. Preis. :*mm Weberftraft» 81 Kupfer MW. Zivil Usw. QueMer. 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Nachrufl Den Kollegen zur Nachricht, daß falzende Mitglieder verftorben sind! Der Schlaffer Alex Wujec Berti«, Plantagen straß« 38, am 5. d. Mts. Der Dreher Max Bitterlich Berlin, Schievelbelnerslr-ße 48, am 7. d. Swi>. Slzrr ihre» Andenken! Di» OrtoaenaaUaag. Mlschtt MMdM-MB BerivÄtmgsstelle Perlin Si. 5i. Livieiistr. MS ««WjtszeU«M vom. S Uhr bis vachm. 4 Uhr. Zelepho«: Amt Norden 185, 1289, 1987. 9711. —~■■■-'■ B-...-'>>' T» Sonntag, 1.4. November 1929» vorm. 9 Uhr Branchenversammlung der Eisen-, Revolverdreher u. Dreherinne» sowie Rundschleifer„ in der Bötzow- Brauerei, Prenzlauer Allee 21. Tagesordnuxg: l. Di« Be«»eekschMfte« uub die Dritte �nleritotto««** PlfffttR*: ÄofL Muller.— Äorrrfcrenl:«oll. Aimmer«aU> 2. Diskussion. 3. Dranchenangclegeuhciten. Die BerfommUtnf) wird pünktlich eröffnet f "Ärt Pistolen-;1" Mauser Dal. 7,83, Wallher, Drehs», Bromnina ei»., kauft und tauscht Waltar Olafka W»ff»iv-». MuattleanrerklUUrm Berlin. KommandantenitriS* 35. U«fccr,»aa»a Sie sich! Ueb.rklrt« wirk ich Jaden PraU »ttltaetfliui nach taean nicht taseriera PtntactiatraSa 19 (am Petersburger Piete) Sonntag» 14. November 1920, vorm. 10 uhk Versammlung ftUrr in Hütt»»» und SN«sst»gn>«rk»n befehästtgtea■ Schnielzer, Gießer, Oft»» an» Gießereiardeitae afw» sm Lokal„Sadist", Waldemarstr. 75 Tagzaordnangi l. llvie kllanea mir anser» Interessen am besten o— treten? 2. DIvkussion. Z.Wahl u. cinlgen.iivmmisstvnvmiiglirbu» Pünktliche» und zahlrtichea Erscheine, ist unhedlngt ersorderua Die vrtaaeriaaltaap Dciitslher BmrbM-MgÄ Berein Berlin_ gefaiton Tiesbo< Am Sonntag, den 14» lNaaernber 1020. norm. O Vf bei Boektt, Wcberstroß, 17, Versammlung aller tn den Tiefbanbetri-be« beschästivt«« Mitglieder und Maschinisten nnv Togeeordnuag! I Sortra» be» Kollegen Hoppe. ->. Stellungnahme zur Akkordarbeit l« Tiefbau.' S. S-ktfonvangelegenheiten. Wert«»ollegrn! In«nbenacht der Tageaarbiutng. sZchltch über die«kkordarbeft, tfi e» Pfficht eine» jede« � «liebt»., p>«tfchttiw«. au S.brta..�-S' I. A.: Ättrt TmnoW'j Allgemeine Ortskranken kaßk für«BcrHn-macieuJborf and UmgegeN I Kauft zu erhöhten Preisen Gikver Mg 4Z nahe Koppeustr. I Kupfer, Messing, Zinn, sSrntliche Altmetalle zahl« dbchste Tage, preis« WS WM. 99 39. HSndtex Dxtropeeise. Uknter-Meidi Uili Unsere Kldderwerke erzeugen Klesdungsifflcke, welche der MofcarbeK nicht nur cbenbfliitg sind, sondern dies« noch vielfach Obertreffen. I Tiefer»> SeWüpfcr-, Railnn-, Sport, and andnea Famaa.£ AA H. UiaiPl aua nur haltbaren Sloffcn........... von OUVan PalCtOfS ,u, Cbrrtob Eskfano, Raflad aa»......... SSO«1 Pfize sa ä" � T.:o�0 isoOan BozcncrMamciiLPeicrtacn�Än 300� Bozener Mantel ns� Joppen Sans aebwar. Ritt varanen Fottar..»,,. von r�lSaa önZÄstr auen-waawaha HMl,............ 245m Kaabea» und Burschaa« Ulster, Joppen and Flfackca tn eilen Pretshäten. 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And tat- sächlich erscheint diese Erwartung nicht ganz unbegründet, denit in keinem andern Lande liegen so viele Vorzeichen einer nahen politischen und wirtschaftlichen Wende vor wie in Italien. Von den Alpen hinab bis an die südlichste Spitze Siziliens flackern alltäglich bedrohliche Feuer auf. Während in Mittel» und Ober- italien bald da bald dort die rote Fahne auf Fabriken gehiht wird, ziehen im Süden bewaffnete Bauern in geschlossenen, ein- heitlich geführten Zügen von Provinz zu Provinz, um sich in den Besitz des Landes zu setzen. Aber mit Ausnahme dieser Bauernerhebung vermißt man bei den andern Aktionen ein« Ein» heitlichkeit und e» besteht begründete Gefahr, daß gerade durch die schließlich immer wieder verpuffenden Einzelaktionen die revolutionären Energien der Massen zwecklos vergeudet werden. Gerade der sporadische Charakter dieser Erhebungen zeigt aber andererseits auch, daß hinter ihnen kein bewußter, nach einem klaren Ziel geleiteter Wille steht, sondern daß fie nur ein instinktives Auflehnen gegen drückende Rot darstellen. Von Kommunisten, Anarchisten und Syndikalisten werden all diese Einzelaktionen fieberhaft geschürt. Sie treiben planmäßig auf die Errichtung der Räterepublik hin, für die aber gerade in Italien auch die elementarsten Voraussetzungen heute fehlen. Denn wenn auch Italien als Bundesgenosse der strategisch sieg- reichen Entente den Krieg liquidiert hat, so unterscheidet sich sein« finanzielle und wirtschaftliche Lage doch nur wenig von Deutschland. Auf ihm lastet eine Schuld von IM Milliarden Lire, die in jedem Jahre noch um IV bis 20 Milliarden neue Defizite anschwillt. Die Kaufkraft des italienischen Geldes ist daher rapid gesunken und entspricht etwa nur noch dem siebenten Teil des Friedenswertes. Die Rückwirkung dieser Geldentwer» tung auf die Wirtschaft des Landes ist aber deswegen fast noch katastrophaler als bei uns in Deutschland, weil Italien schon in Friedenszeiten nicht nur den grSßten Teil seines Getreides, son» dern auch die hauptsächlichsten Rohstoffe für seine In» dustrie aus dem Auslande beziehen mußte. Italien besitzt weder Kohlen noch Eisen und seine gesamte Wirtschaft ist daher ein- fach auf die ungestörten Beziehungen mit den anderen, reicheren Ländern angewiesen. Durch den Sturz der Valuta sind aber ge- rade diese Beziehungen in gefährlichster Weise erschüttert. Di« Metallindustrie leidet an Kohlenmangel und auch die Getreide» lieferungen bleiben aus. Arbeitslosigkeit und Ernährungsschwie» rigkeiten nehmen daher in erschreckendem Maße zu. Dabei ist es gar nicht ausgeschlossen, daß diese Entwicklung von der auch in Italien lauernden Reaktion noch geflisientlich gefördert wird. Diese hofft damit das italienische Proletariat zur Verzweiflung zu treiben in der Ueberzeugung, es nach seinen vergeblichen Ver- zweiflungsausbrllchen wieder um so gefügiger zu machen und mit gesteigerter Macht sich dann wieder zur Herrschaft aufzu- schwingen. , Erkenntnis hat innerhalb des Zentrums der sozwli tischen Partei unter Führung des Genossen Modig- itant den Gedanken einer Uebernahme der Regie- nL Ut-5 ble loZialistische Partei mit den gewerk- Ija it n Organisationen als Rückendeckung reifen lassen. Frei- ! ,™n dabei keinen Illusionen hin, denn die Lage .ztaliens ist au verzweifelt und vor allen Dingen zu eng mit den rapitalisttschen Weltstaaten verquickt, um ungehemmt eine soziali» stisch« Politik verfechten zu können. Dennoch erscheint heute eine sozialistisch« Regierung als die einzige Möglichkeit, dem weite» ren Umgreifen unsäglichster Not zu steuern. Sie allein könnte die Kapitalisten, welche heute ihre Vermögen ins Ausland ver- schleppen, zur Abgabe ihrer Gewinne zwingen, die Vroduktion wieder organisieren und so der Masienverelendung steuern. Auch könnte eine sozialistische Regierung endlich den Durst der kleinen Bauern nach Land befriedigen und das Fcudoleigentum für immer brechen. Welch ernste Bedrohung gerade die südlichen Großgrundbesitzer für die Revolution darstellen, zeigt eben wieder ein Vorfall in Palermo. Dort wurde vor einigen Tagen der Genosse Giovanni Orcel, einer der rührigsten Propagandisten unserer Partei in Sizilien, beim Verlassen des Arbeitslokales meuchlerisch ermor- det. Dieser Mord ist nicht der erste. Seitdem das stziNantsche Proletariat aufzuwachen begonnen hat, ist schon eint stattlich« Reihe führender Sozialisten auf diese Weise beseitigt worden. Es ist schon lange bekannt, daß Großgrundbesitzer und Großpäch- ter einen Pakt mit der in Sizilien noch immer bestehenden Maffia, einer Geheimverschwörung, geschlossen haben und daß die Maffia die Führer der sozialistischen Bewegung Kopf um Kopf hinmordet. Roch keines dieser Verbrechen hat bisher zur Verhaftung der MöAier geführt. Es ist. als ob Polizei und Be- amtenfchaft diesen blutigen Pakt zwischen Grundbesitzer und Maffia, dje in einem verelendeten Proletariat natürlich ihre willigsten Znstrumente findet, noch besiegelt hätten. Es ist klar, daß das Tätigkeitsfeld der sozialistischen Regierung ein beschränktes wäre. Aber es ist ebenso klar, daß unsere Partei in Italien der wachsenden Verelendung des Proletariats auch nicht weiter gelassen zusehen kann. Die Gefahr, daß die Partei damit nur dem Bürgertum aus einer Verlegenheit helfe und letz- ten Endes nur dessen Dienste besorge, wie die Kommunisten unterstellen, ist unbegründet. Dazu ist die italienisch- Partei viel zu gesund und niemals könnte aus ihren Reihen ein Scheide- mann,«in Landsberg oder gar ein Roske erstehen. Auch nach Ministersesseln lockt es unsere Genossen keineswegs. Dazu sehen sie den harten Realitäten viel zu offen in die Augen...Es gibt In der Geschichte der Nationen tragische Stunden des Rückfalls," sagte Modigliani in Reggio.„Wir durchschreiten solche im Augenblick. Da gilt es, auch einen jeden Versuch zn machen, und wenn dieser Versuch der Machtergreifung durch vas Prole- tariat auch zweifelhaft ist. seine Unterlassung würde heute sicher zur Niederlage des Proletariats führen." Vor dem voraussichtlich im Dezember stattfindenden Parteitag wird von einer Aktion der Partei überhaupt nicht die Rede fein können. Der durch die 21 Punkte verschärfte Richtunzostrcit schaltet sie vorderhand von jedem praktischen Einfluß aus. und bringt der Parteitag die heute unvermeidbar erscheinende Spal- tung, so liefert dies, wie sich der auf dem äußersten linken Flügel stehende Genosse Alefsandri drastisch ausdrückte, tatsächlich der Bourgeoisie nur den Käse zu den Makaroni. Tatsächlich beginnt, seitdem die Moskauer Thesen auch die italienische Partei in heftige Erschütterungen verwickelt haben, die bisher in fort- gesetzter Angst zitternde Bourgeoisie sich aus ihrer Ohnmacht wie- der zu heben. Schon hat man ein« Anzahl Anarchisten verhaftet und schon schreit die Bourgeoisie nach weiterem rücksichtslosen Vorgehen gegen die Arbeiterschaft. Diesen Tatsachen kann sich selbst ein Mann wie Serrati nicht verschließen. Das bezeugt sein unbedingtes Eintreten für Erhaltung der Parteieinheit. Sollte die Spaltung sich aber dennoch vollziehen, dann hätte' sie das eine sicher« Er- gebnis, daß die Hoffnungen auf die Weltrcvolution noch weiter zurückgesteckt werden müßten. Die Spaltung der Jugend Zweite Reichskonferen, der sozialistischen Proletarierjugend in Leipzig. Vom 7. bis S. November fand in Leipzig die zweit« Reichs- konferenz der sozialistischen Proletarierjugend statt. Sie hatte stch in der Hauptiache mit dem Anschluß der„Soztalisttschen Pro- letarierjugend" an die kommunistische Jugend zu beschäftigen, der von einer starken Opposition innerhalb der Proletarierjugend gc- fordert wurde. Der erst« Tag bracht« Bureauwahl und Festsetzung der Tages- ordnung. Der von der Oppositwn gestellte Antrag, Vertreter der kommunistischen Jugend zuzulassen, wurde mit großer Mehrh-it abgelehnt. Genosse Schröter gab den Geschäftsbericht der Zentral«. Nach ihm hat stch die Arbeit der Zentral« außerorden'tlich schwierig gestellt durch die räumliche Trennung der Mitglieder und das Fehlen jeder Geldmittel. Die Arbeit unter der Jugend selbst ist von der der kommunistischen Jugend dadurch unter- schieden, daß die Proletarierjugend die ganz jungen, die in- d i f f e r e n t e Jugend aufzunehmen und zu Sozialisten zu machen hat. Di« Ausgabe der sozialistischen Proletarierjugend sei es, eine Jugendorganisation aufzubauen und keine kommunistische Ve- wegung. Dazu werden Menschen mit Pflichtgefühl gebraucht. Die Zettungsfrage ist eine der unangenehmsten. Die Auslage der„Sozialistischen Proletarierjugend" mußte von Numn.er z» Nummer verringert werden, und zwar nicht wegen Verringerung der Mitgliederzahl, sondern wegen des Boykotts der Oppo» sition.(Hört, hört!) Die Zeitung wurde pünktlich verla.igl� aber unpünktlich bezahlt. Für den Vertrieb ist in den Ortsgruppe» fast nichts getan worden. Die Mitteilungsblätter der Ortsgruppe» sollten eingestellt und dafür die Presse der erwachsenen Alberte« benutzt werden. Auch der Partikularismus muß aus unserer z„r« ganisation verschwinden. In der Frage der International« stand die Zentrale auf dem Boden des Hallenser Programms. Wl« haben uns immer bemüht, den Anschluß an die kommunisiisch« Jugendinternationale herbeizuführen, denn wir stehen zrunv« sätzlich auf deren Boden. Das Exekutiokomitee hat es aber ab« gelehnt, uns aufzunehmen.(Lebhaftes hört, hört!) Wir baden« der»rage der Internationale unsere Pflicht erfüllt. Im Einvow ständms mit dem Reichsausschuß beschlossen wir, uns in oer An» schlußfrage nicht mehr an das Exekutivkomitee, sondern an de» internationalen Zugendkongreß zu wenden. Genosse Paul- Königsberg übt Kritik an der Zentrale, wie an der Redaktion der„Proletarierjugend" und meint, daß de« Bau der sozialistischen Proletarierjugend sehr wacklig sei. Cr er» klärt sich nicht einverstanden mit der Tätigkeit der Zentrale. Ge« nosse Skala-Berlin verteidigt die Ortsgruppe Berlin gegen er» hobcnc Angriffe.— Genosse Dobbert-Barmen schildert die schwie» rigkeiten der Arbeit in der Jugendbewegunq und bittet um llnter» stützung der Zentrale.— Genosse Vartholrin-Berlin übt ebenfalls heftige Kritik an der Zentrale, während Genosse Kirschsihlaq-Ost- thüringen der Opposition den Borwurs macht, die Spaltung be» wüßt gefördert zu haben im Interesse einer Pirtcr. — Grade-Halle bemängelt die Schreibweise der..Proletarier» jugend' und die Haltung der Zentrale, die die Jugend im bürg-r- lichen Sinne führe— Genosse Vreuer-Merseburg(Redaktion let „Proletarierulgend") widerlegt die erhobenen Vorwürfe gegen die Zentrale. Wenn nicht soviel geleistet werden konnte, wie wir wollten, so lag das an dem steten Geldmangel, da wir nicht jvlche Gönner haben wie die Kommunistische Jugend. In seinem Schlußwort stellt Genosse Schröter fest, daß die Kri» tikcr bei ihrer Kritik stehen geblieben sind, ohne bessere Vorschlao« zu machen. Die Reichszentrale stand beim Ansang ihrer Arb-it ohne jedes Material da. Es ist uns die Vildung�aro it angekreidet worden. Wie man uns orwersen kann, daß wir z u viel Bildung trieben, ist nicht zu verstehen. Wenn alle Ar- beiten und alles Geld für ausbauende Arbeit innerhalb der Or- ganisation verwendet worden wäre, stände unsere Bewegung besser da.(Beifall.) Die E n t l a st u n g für die Zentrale wird einstimmig a n g e«. nommen. Am zweiten Verhandlungstage ergibt sich bei einer Geschäftsord- nungsdebatte über«inen Antrag auf Beschränkung der Redezeit zu dem Punkt Internationale das Stärkeverhältnis der beiden Flügel. Es wurde nach Mandaten abgestimmt. Für den Anschluß an die Kommunistische Jugend waren 110. für die wertere Anerkennung des Programms der sozialistischen Proletarierjuz-nd 141 Stimmen. Genosse Breuer spricht nunmehr zum Punkt Internationale. Er gibt einen kurzen Ucberblick über die internationale Arbeiter- bewegung überhaupt und ihre Rückwirkung auf die Internationa, n Beziehungen der sozialistischen Jugend. Er bejaht die Frage. ob das Programm von Halle richtig sei. Welter führte Breuer aus: Wir lehnen es ab, die Jugend ausgesprochen parteitaktisch zu bearbeiten. Wir stehen aus dem Standpunkt, daß wir unse.e Jugend nicht auf der Straße erziehen können. Unsere Bildungs- arbeit darf nie Selbstzweck sein, sie.nuß von xevolutionären Ge- danken getragen werden. Genosse Breuer erläutert die der Kon- serenz vorliegenden Richtlinien zur Internationale. W'r ver» neinen, daß unsere Jugendlichen an die Lösung parteitakiischer Fragen zu gehen haben. Wir haben in der Jugendbewegung noch viel zu wenig beachtet, daß die Jugend jon 14 bis 18 Jahren ganz anders behandelt werden muß als die älteren. Diese haben da» Recht, parteitaktische Fragen zu lö'en and in die Partei ennuireten. Unser« Arbeit muß den Jüngsten gewidmet sein. Mir müssen die jungen Proletarier zu gewinnen suchen für den Sozialismus. Breuer fetzt sich kritisch mit dem Programm der kommunistischen Iugendintcrnationale auseinander und weist die Undurchführbar» keit einiger Punkte für die deutsche proletarische luaendbea egir g nach. Er berichtet auch über die Verhandlungen mit dem Exekutiv- komitee und weist verschiedene Verleumdungen und Entstellungen von kommunistischer Seite zurück. (Schluß folgt.) Hunger Roman von Knut Hamsun. Sfls Ich gina drei,«iermal ums Schloß, entschied mich dann fürs nach Hause gehen, machte noch einen Absteher in den Park und ging darauf über die Karl-Iohann-Straße nach Hause. Es war ungefähr 11 Uhr. Die Stracke war ziemlich dunkel, und überall wanderten Menschen umher, stille P aare und lärmende Haufen. Die große Stunde war angc- ,HC e3't' wo das heimliche Treiben vor sich geht, u».*- v ästigen Abenteuer beginnen. Rauschende Mädchen- heftw eJn kurzes, sinnliches Auflachen, wogende Busen, Stimm. iV�Hhe Atemzüge, weit unten in der Easse eine aus dem beitÄ�''"Irl S°"ze Straße ein Sumpf. Unwin,"»• Künste cuif teigen UmmE{uttt(f) durchsuche ich sogar die m». das dunkle Licht der Easlaiernen, mich zu packe,,' �u-augere Nacht, alles das hat angefangen Umarmunae» blc'c 2uft. die erfüllt ist von Geflüster, Worten lettem Geständnissen, halb ausgesprochenen mehrere' Emmern. Dort in Blomquists Torweg 'ch befaß nicht zwei Kronen" � armt zu�iein" ein Elend sondergleichen, so ver- Und ick muß mi � ewe Demütigung, welche Entchrungi Witwe denken w-IL 0,1 bas letzte Scherflein der armen oder das Talckon� � gestohlen haben würde, an die Mütze eines Bettte!? b.- �'nes Schul ungen. an den Brotbeutel gebracht und dvn."$ �"e weiteres zum Lumpenhändler Diese euro- d!° glaubten, stch päischer"«rudenten, die aiauoien.«uro- Näherin onk � V--1 huldig zu machen, wenn sie einer , Hüften schluaen' Diese Stutzer, diese schmÄn Ic?l?°''�' Boulevardlöwen, die nichts ver- kümmert nßÄ te über den Bürgersteig fort, unbe- Beracht.'nn k!? �°"b treffen konnte: ich war zornig, von Auoe«„ 8•?ur vb,eK Menschen erfüllt, die sich vor meinen einvinns schmiegten. Ich hob das Haupt und empfand d.e Segnung, auf jaute/em Wege wandeln zu Am Stortingsplatz begegnete mir ein Mädchen, das mich herausfordernd ansah, als ich an ihre Seite kam. „Guten Abend!" sagte ich. „Guten Abend!" Sie blieb stehen. Hm! Ob sie so spät aNein spazieren gehe? Ob es nicht gefährlich sei für ein junges Mädchen, um diese Zeit durch die Karl-Iohann-Straße zu gehen? Nein! Ob sie denn niemals angesprochen, beleivigt würde, ich meinte geradeaus gesagt, ausgefordert mit nach Hausv zu gehen? Sie sah mich verwundert an und forschte in meinem Ge- sicht, was ich wohl meinen könne. Dann schob sie plötzlich die Hand unter meinen Arm und sagte: „Also gehen wir!" Ich ging mit. Als wir an den Droschken vorüber waren, blieb ich stehen, machte meinen Arm frei und sagte: „Hören Sie mal. mein Kind, ich habe nicht einen Heller." Und damit wollte ich meines Weges gehen.» Anfangs wollte sie mir nickt glauben: als sie aber all meine Taschen befühlt und nichts gefunden hatte, wurde sie ärgerlich, warf den Kopf in den Nacken und nannte mich einen Stockfisch. „Gute Nacht!" sagte ich. „Warten Sie doch! Ist das eine goldene Brille, die Sie tragen?" „Nein." „Dann hol Sie der Teufel!" Damit ging ich. Gleich darauf kam sie zurückgelaufen und rief mich wieder an. „Sie dürfen doch mitkommen!" Ich fühlte mich gedemütigt durch dies Anerbieten einer armen Straßendirne und sagte Nein. Es fei zu spät, ich müsse noch einen Besuch machen, und sie könne sich solche Opfer auch nicht erlauben. „Doch: jetzt will ich Sie mithaben." „Aber ich gehe nicht unter solchen Verhältnissen." „Sie wollen natürlich zu einer andern?" „Nein." Aber ich hatte die Empfindung, als stehe ich in einem er- bärmlichen Licht vor dieser eigentümlichen Dirne, und be« schloß, wenigstens den Schein zu retten. .Wie heißen Sie?" fragte ich.„Marie? Nun kören Sie also. Mariel" Und ich fing an. ihr mein Verhalten zu er- klären. Das Mädchen geriet immer mehr in Erstaunen. Ob sie mich wirklich für einen von denen gehalten habe, die abends auf den Straßen umherliefen und junge Mädchen; kaperten? Ob sie mich für so schlecht aehalten? Hatte ich überhaupt etwas Unartiges gesagt? Betrug man sich wie ich, wenn man etwas Böfep vorhatte? Kurzum, ich hatte sie angeredet und war ein paar Schritte mit ihr gegangen. um zu sehen, wie weit sie es treiben würde. Uebrigens fei mein Name so und so, Pastor so und so! Gute Nacht! Gehe hin und sündige nicht mehr! Damit ging ich ab. Entzückt über meinen guten Einfall rieb ich mir die Hände und sprach laut mit mir,. Welch eine Wonne so um- her zu geben und gute Taten zu vollbringen! Diesem gc- fallenen Geschöpf hatte ich nun vielleicht den Anstoß zum ersten Schritt zur Erhebung fürs ganze Leben gegeben! Sie für alle Zeiten vom Verderben errettet! Und sie wurde dag einsehen, wenn sie sich darauf besänne und noch in isiver Todesstunde mit dankerfülltem Herzen meiner gedenken. Ach! es lohnte sich trotzdem, ehrlich zu fein, ehrlich und recht» schaffen! Ich war in strahlender Laune und fühlte mich zu allem möglichen frisch und mutig genug. Wenn ich nux eine Kerze gehabt hätte, mein Artikel wäre fertig geworden! Trällernd und pfeifend, mit meinem neuen Torschlüssel in der Hand, ging ich und sann über ein Mittel nach, mir Licht zu ver- Ichaffen. Es gab keinen andern Rat: ich mußte meine Schreibsachen auf die Straße herunter holen und unter der Gaslaterne schreiben. Ich öffnete die Tür und ging hinauf. Als ich wieder nach unten kam, verschloß ich die Tür von nutzen und stellte mich in den Schein der Laterne. Ileberau Nuhe:... nur von der Quergasse her vernahm ich den schweren, klirrenden Fußtritt eines Konstablcrs. und in der Nähe des©t. Hanshaügen bellte ein Hund. Nichts, das mich gestört hätte. Ich zog den Rockkragen über die Ohren una begann nach Kräften zu denken. Es würde mir grotzarng weiter helfen, wenn ist so glücklich war, den Schluß vieler kleinen Abhandlung zu stände zu bringen. Ich ui°�kierc>de bei einem schwierigen Punkt angelangt, wo ein kaum merk» barer Uebergang zu etwas neuem kommen sollte: vann ein gedämpftes, hinschwindendes Finale, ein langes Berk mgen. das in einem Höhepunkt enden sollte, so schroff,, rnb wie ein Schuß oder der Wiederhall eines Bergsturzes. Punktum. (Fortsetzung folgt.) Gewerkschaftliches r?...... t Interessante Vorgänge im Abwicklnagsmesen Am 1. Oktober sollte bestimmungsgemäh die Eeneralkriegskasse eingehen. Man hat sich, wie immer, zu helfen gewußt und die Geschäfte der Abwicklungsstelle der Eeneralmilitärkasie unterstellt. Eine Verschleierung, die kaum dem Reichsabwicklungsamt bekannt sein wird. Bei der Verschmelzung beider Dienststellen wurde eine größere Anzahl ilingerer weiblicher Angestellten, die bei den Eltern wohnen, übernommen. Die Verordnung des Demobil- machungsausschusses vom 23. Zült scheint diesen Dienststellen nicht bekannt zu sein. Wie weit aber die Eigenmächtigkeiten der Herren Recynungsräte gehen, soll an dieser Stelle besonders be> leucytet werden. Der srllhere Leiter der Abwicklungsstelle der Eeneralmilitärkasse, ein Rechnungsrat D., hat die Geschäfte der ihm seinerzeit unterstellten Militar-Witwenkasse einem Herrn(5. übertragen, welcher nachweisbar nicht auf Erwerb angewiesen ist. Auch sonst sind in dieser Kaste Angestellte untergebracht, die nach der Verordnung des Demobilmachunasausschustes zugunsten auf Erwerb angewiesener Personen längst Hütten entlasten werden müssen. Die Tochter des Rechnungsrates M. zum Beispiel, welcher letzt die Leitung der beiden zusammengelegten Kassen hat. war bis zum 33. September bei der Eeneralmilitärkasse angestellt. Die Tochter wurde zwar am 30. September auch entlasten, wurde jedoch nicht erwerbslos, wie es die größte Zahl der älteren ver- heirateten, zur Entlastung gekommenen Angestellten beute noch ist, sondern sie fand sofort Anstellung bei der Militär-Pcnsionskaste, der ein Rechnungsrat Sch. vorsteht. Während sich mit der Arbeit vertraute ssamilienväter vergeblich bemühen bei diesen Kasten eingestellt zu werden, sorgt eine hakenkreuzfreundliche Verbindung für Unterbringung von Kräften, die ohne jedes kaufmännische Wissen im Kriege eingetreten sind und lediglich deswegen in diesen Stellen gehalten werden, weil sie zu den Leitern dieser Stellen verwandtschaftliche oder sonstige„gute" Beziehungen haben. Tarifuntreue von Unternehmerseite Der Verband der Eastwirtsgehilfen, Ortsverwaltung Groß- Verlin hat mit den zuständigen Arbeitgeber-Orgauisationen Ber- lins in seinem Tarifvertrag laut§ 2 den paritätischen Arbeits- Nachweis als alleinige Arbeitsvermittlung anerkannt. Die Ver- fügung des Demobilmachungs-Kommistars vom 20. Dezember ISIS will seden Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Eastwirtsgewerbe mit 1000 M. bestraft wissen, welcher ohne den paritätischen Ar- beitsnachweis Arbeit annimmt. Der Unternehmer des Schultheis- Ausschanks, Schultheis-Vrauerei, Schönhauser Allee, Herr Treuer, glaubt jedoch für sich eigene Bestimmungen konstruieren zu können. Herr Treuer hat sein Geschäft in der Brunnenstraße verkaust und die Oekonomie des Schultheis-Ausschanks übernommen. Das Personal in der ehemaligen Schultheis-Brauerei glaubt Herr Treuer nicht übernehmen zu brauchen, dafür aber ohne Arbeits- Nachweis und ohne Achtung der Demobilmachungsbestimmung sich seine Kellner unter der Hand engagieren zu können. Der Or- ganisation gegenüber macht Herr Treuer ausweichende Aeußerun» gen und sieht sich die Organisation genötigt, zur Selbsthilfe zu areifen. Sie erklärt, daß der Schultheis-Ausfchank in der Schön- hauser Allee, Inhaber Treuer, für organifierte Gehilfen gesperrt ist. Die dort beschäftigten Kellner sind nicht mehr als Mitglieder der Organisation zu betrachten. Verband der Eastwirtsgehilfen, Ortsverwaltung Groß-Berlin. Achtung Einsetzer! Die über die Siedlung..Lindenhof" ver- bangte Sperre ist hiermit aufgehoben. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Kraß«._________...__■ tionäre und Betriebs röte der Holzindustrie und des Möbelhandels statt, soweit sie in Afa-Verbänden orga- nisiert sind.— Es soll über Organisation- und Tarif- fragen gesprochen werden. Die Anwesenheit jedes Funktionärs und Betriebsrats ist unbedingt notwendig. rr. Grotz- Berlin ........ Die Wiederaufnahme de« Verkehrs wwi__. bahn den Verkehr in vollem Umfange aufnehmen kann. Aus dem Spitzelsumpf der Republik Vor dem Amtsgekicht Berlin-Weißense« kam am vergangenen Freitag eine ergötzliche Privatllage zur Verhandlung. Eine Frau Auguste Stürzenbecher aus Weißense« hatte eine Partei- genossm, Frau F.. wegen Beleidigung verklagt. Frau F. sollt« die Privatklägerin dadurch beleidigt haben, daß sie sie als Spitzel bezeichnet hatte. Die Verteidigung wurde von dem Genosten Rechtsanwalt Dr. B o e n h» i m gefuhrt. Als Zeuge war auf An- trag der Verteidigung Stadtrat Weis« geladen, um an der Hand eines ausführlichen Materials den Beweis für die Spitzeltättgleit der Frau Stürzenbecher zu erbringen. Zu der Vernehmung des Zeugen kam es jedoch garnicht, da die Verhandlung mit einer klein en Sensation begann. Der Frau Stürzenbecher wurde ein Protokoll vorgelegt, welches die Gardekavallerie. Schlltzen-Diviston mit ihr auf- genommen hatte und welches sie zusammen mit ihrer Tochter Frieda Kuhle und einem Robert Röder unterschrieben hatte. Das Protokoll, das sich ausdrücklich als„Echeimmeldung" bezeichnet, enthielt die Anzeige der Frau Stürzenbecher. daß in den nächsten Tagen an einem genau bezeichneten Orte eine Sitzung der Kommuni st ischen Partei stattfinden würde und man bei dieser Sitzung sämtlicher kommunistischer Führer habhaft «erden könne. Als der PrioatNLgerin diese Eehclmmeldung vorgelegt wurde, war sie wie aus den Wolken gefallen. Noch mehr wäre sie sicherlich erschrocken, wenn ihr ein zweites Protokoll vorgelegt worden wäre, nach welchem sie S0 000 M. a l s S i ch e r st e l l u n g von der Militärbchörde für ihre Epitzeldienste verlangte und in welchem die Gardekavallerie-Schützen-Division ihr diesen Betrag zusicherte. Auf die Frag« des Vorsitzenden, ob dies ihre Unterschrift sei, erklärt« sie, fie hätte ihre Brillezu Haus« gelasten und ohne Brille könnte sie ihre Unterschrift nicht erkennen. Die im Zuschauerraum befindlichen Frieda Kuhle und Robert Röder wurden dann als Zeugen vorgerufen. Frieda Kuhle schützte ihr nahes Verwandtschaftsverhältnis zur Piivatklägerin vor und ver- weigerte die Aussage. Dasselbe tat Robert Röder. Das Spitzeltum der Frau Stürzenbecher war damit einwandfrei erwiesen. Das Unglaubliche aber war, daß«in notorischer Spitzel die Unverfrorenheit besessen hatte, gegen eine Parteige- nossin, die ihm die Wahrheit sagte, zu Uagen. Und was der Un- versrorenheit die Krone auffetzt, der Spitzel Stürzenbecher hatte zu anderen Leuten geäußert. Frau F. sei ein Spitzel! ihr Mann häue sich bei der..Vorwärts"besetzung„Geld gemacht". Wegen dieser Unverfrorenheit hatte die Angeklagte, Frau F.. Widerklage erhoben. Das Gericht mußte die Angeklagte natürlich freisprechen, auf die Widerklage wurde der Spitzel, Frau Stürzenbecher, wegen Beleidigung zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. Warnt die Kinder! Die städtische Schuldeputation gibt bekannt:. � Eine gefährliche Unsitte der Kinder ist es, daß sich dieselben plötzlich vor in voller Fahrt befindliche Automobildroschken stellen und auf diese Weise die Lenker derselben in der Fahrt beein- slussen, ja oft in Eesahr des Zusammenstoßens mit anderen Fuhr- werken bringen. Eine noch viel ärgere Unsitte ist es jcdoeb, wenn Kinder auf vorüberfahrende Automobile Steine werfen, eine Un- sttte, die nach Beendigung des Krieges überhand genommen hat. Durch diese Unart wird nicht nur schwerer Schaden an Vetri''— Material, wie Beschädigung der Karosserie. Zertrümmerung von Scheiben, Reparaturen, welche gegenwärtig ungeheure Kosten verursachen, zugefügt. Es ist leider auf die'e Art vor kurzem ein viel schwereres Unglück angerichtet worden, indem ein Ehauffcur durch die Köpenicker Straße fahrend, einen Stcinwnrf am Kopfe erhielt und schwer verletzt wurde. Nur der Geistes- gegenwart des Fahrers, welcher die Maschine sofort anhielt, ist es zu verdanken, daß kein weiteres Unglück angerichtet wurde. Die Rektoren der Schulen Eroß-Berlins sind ersucht, die Schuljugend aus die Eefahren dieser Unsitte in belehrendem Sinne aufmerksam zu machen. Proletarische Feierstunden Die am Sonntag, den 7. November, wegen Lichtmangel aus- gefallene Veranstaltung findet am Sonntag, den 21. November, statt. Die bereits gelösten Karten haben Gültigkeit. Voranzeige. Am Sonntag, den 28. November findet im Rahmen der Proletarischen Feierstunden eine Gedenkfeier für Friedrich Engels statt. Eintrittskarten stnd vom Montag an zu haben. Elternbeiräte U. S. P. D. Am Montag, abends 7 Uhr, Ver- iammlung in der Aula des Sophien-Realgymnastums Steinstraß«. Mitgliedsbuch U. S. P. D. lErispien-Ledebour) legitimiert. Er- scheinen sämtlicher Elternbeiräte dringend notwendig. Die Eltern- beiräte an den Schulen, deren Räume durch andere Körperschaften belegt, also den Schulzwecken entzogen sind, sind besonders ein- geladen. Arbeiter-Tuni- und-Sportbund, 1. Kreis. Am kommenden Sonntag, nachmittags 2y, Uhr in der Städtischen Turnhalle Prinzenstraße 70, großes Musterriegen-Wetturnen. Aus allen Teilen der Provinz Brandenburg haben die namhaftesten Vereine über 30 Riegen gemeldet, die sowohl in Freiübungen, wie auch an den Hang- und Sprunggeräten die Vielseitigkeit des turnerischen Uebungsbetriebes zeigen werden. Ein anschließendes Kürturnen wird den besten Turnern außerdem Gelegenheit geben, den Zuschauern schwierige Gipfelübnngen al» das Resultat lang- jähriger, planmäßiger Letbeoübung vorzuführen. Der Eintritts- preis beträgt 60 Pfg. Reue Erschwerungen des Radfahrerverkehrs? In der vergangenen Woche hielten„Grüne" an der Ecke Libauer— Rominte- ner Straße abends nach 7 Uhr einen Radfahrer an und forderten in barschem Tone(anders geht es nicht) die Vorzeigung der Radfahrerkarte. Weiter wiesen die„Grünen" darauf hin, daß am Vorderrad«ine Handbremse angebracht sein müsse, trotz der Freilaufnabe mit Rücktritt- bremse. Was sollen die Chikanen? Ist vielleicht eine neuerliche Erschwerung des Radfahrerverkehrs geplant? Revolutionsseier der Buchbinder. Die für heut« abend 8 Uhr angesetzte Revolutionsfeier im„Deutschen Hof" findet, statt, Strom vorhanden. Zahlreichen Besuch erwartet die Ortsver- waltung. An» einem Geschäftshaus am Spittelmarkt 14 holten sich Ver« brecher, die durch eine«ingedrückte Scheibe eindrangen, für eine halbe Million Seidenstoffe verfchiedener Art heraus. In der Wilhelmstraß« S7/S8 erbeutete ein« Bande für 150 000 Mark Damenkleidungsstücke, Ulster usw., in der Reuen Schönhauser Straße 4-5 für 50 000 M. und in Alt-Moabit 7-8 für 40 000 M. Schuhwaren. Nicht minder fleißig wie die Eeschäftseinbrecher„a.r- beiten" die Wohnungseinbrecher. So erbeuteten sie in der Vendler« straße 15 für 250 000 Mark, am Schleswiger Ufer 12 bei zwei Fa- mitten für über 150 000 Mark, am Kurfürstendamm 190 ebenfalls für 150 000 Mark, in der Friedrichstraße 250 für 80 000 Mark, in der Grünauer Straße 14 für 50 000 M.. in der Nachodstrahe 8 und in der Nassauer Straße 10 für je 30 000 Mark Sachen aller Art. Teppiche. Kleidungsstücke. Silberzeug und deral. Zahllos stnd die Einbrüche, bei denen die Beut« nicht ganz so hoch ist, aber immer noch in die Tausende geht. Aus Furcht vor Straf« hat der 52 Jahr« alte Arbeiter Paul Matthe? seinem Leben ein Ende gemacht. Matthe« wurde wegen Einbruchs gesucht. Als man ihm auf die Spur kam, obwohl er sich wohnungslos in Berlin aufhielt, begab er sich in die Wohnung feiner Mutter in der Älvenslebenerstraßc und schnitt sich dort den Hals durch, bevor er festgenommen werden konnte. Vom städtischen Friedhof in der Seeftraße. Das Kuratorium für das Bestattungswesen macht bekannt, daß auf Grund des Be- Schlusses der Gemeindebehörden der städtische Friedhof in der Seestraße in«inen Urnenhain umgewandelt wird. Hiernach kom- men für die gärtnerische Umgestaltung des Friedhofs zunächst die Abteilungen 6. 7. 8. 0 für Erwachsene und die Abteilung 4 für Kinder in Betracht. Anträge auf Delassnng der Hügel oder neue Erwerbung der Stellen in die'en Abteilungen können nicht gc» nehmigt werden. Inhaber von Rechten aus die Gröber in den be- zeichneten Abteilungen und aus die daselbst befindlichen T"* mäler müssen ihre Ansprüche unter Beibringung des Eigentums- Nachweises binnen zwei Wochen beim Friedhofsinspektor anmelden und glaubhaft nachweisen. Die Denkmäler werden den recht- mäßigen Eigentümern durch den Inspektor Lüdke sofort gegen Empfangsbescheinigung ausgehändigt. Nach Ablauf der ange« gebenen Frist werden durch die Friedhofsverwaltung die Grab- Hügel eingeebnet und die nicht adgelangten Denkmäler beseitigt und vernichtet werden. Köpenick. AnmeldunaenzurIugendweihe zu Ostern 1021 müssen umgehend erfolgen, und zwar beim Genossen Lorenz, Bahnhofstr. 8(„Freiheit"spebition), Genossen Richard Schulz, Flemmingstr. 18-10, und in den Unterrichtsstunden der„Frei« religiösen Gemeinde" in der Schule(Borgmannstraße) jeden Freitag, nachm. 8— 4 Uhr, sowie in der 2. Eemeindeschule(Alter Markt) jeden Dienstag, 3— 4 Uhr nachm. Ein entsprechender Vor« bereitungsunterricht für alle teilnehmenden Kinder erfolgt in vor« genannten Schulen unentgeltlich. An alle freidenkenden Eltern, ohne Unterschied der Parteistellung, ergeht hiermit das Ersuchen, ihre Kinder umgehend an eins der obengenannten Stellen an« zumelden. Beschleunigt« Zahlung der neuen Bezüge der Kriegehintcr« blirbene«. Die Geoührnisse dqr Kriegshinterbliebenen sind durch das Reichsversorgungsgesetz nn Große« Saal der„Neuen Welt" einen Verdi-Puccini-Abend. Als Solisten sind Hertha Stolzenberg(Charlottenburger Opernhaus>. Josef Mann(Staatsoper) und Heinrich Scblußnus(Staatsoperl gewonnen worden. Eintrittskarten zum Preise von 3,40 Mar* sind noch im Bureau des Volksbildungsamtes, Zimmer 218 des Rathauses erhältlich. Taubenausstellung. Zum erstem Male nach dem Kriege jf£ anstaltet der Verband der Taubnnzllchter Eroß-Berlins und � Provinz Brandenburg(e. 58.) vom 13. bis 15. November großen Saale der Pfefferberg-Brauerei, Berllfl' Schönhauser Allee 178, eine größere Ta u b e n- A u s st e l l u n g. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonir' abend, den 13. d. M., nachmittags 2 Uhr. statt. Verlegung einer Wohnungsiusvettion. Am 8. November stnd die Geschäftsräume der 7. Wohnungsinfpektion von Greifs» walder Str. 51 nach Prenzlauer Str. 35 verlegt worden. . Bereinsbalender — ssacherupp« 7c tSpeziilqeschzfte außer Eebenrrnitlefsi Di« aivss taumle Milaliedel-Bersammlunz am J2. Navemter, Pra-Hisäle Nll-BerNn. f-n»' w«e» der Verlehr-iu-rdällnilse nicht stall.— gachqruppe l« l«elleid»n,s. u«' Tertil-Industrie- und RroWjonbef); ssuntlianirucrjainmlunq am 12. Nxnemdcß abend, 6 Mi Uhr. SRulKetlüIe. gailer-MHelm-Str. Sl.— ffodtoiuw» üb(CleOT Industrie. Mittlere und Klelndclriebel: Mllalieder-verjammlung am 12." vember, abend» 7 Ubr, Zl-Ientbaler Daf, Roienlbaler Str. ll-II. Deutscher w,rlmeister-«erb»»d. Yocharnppe hol, Industrie. gunliionZr- und D*, trauensmänner-Persammlung der gelamien Hol, Industrie, greiiag, den 12. «emier. nnchm. 7 Ubr, Havelland, lfestsäle. Luilenjaal. Reue grledrichstr. 33. 6o,icllitii(t|f Broleiarierivqend Erost-veeli». Um Sonnabend, 13. Rovemb» abend, 7 Ubr xilnlkiich, wichtige Zentralvoiltand»fld»ng in der Schule SEeinmenKf straste 15. Llle Ortoqruppen müsten vertreten lein. De:»esckZsieliibrend« Auslch-j- ath>iq.I»,ialiftis«.«rdeltoeemeinlchalt<«,»,. Montaa, abende 7H Ubr. In N» Vula der rllbrecht-DIirer-Lberrealichule lnabe Babnhos Reuköll»), ölsentlicher Rol» trag»vn Dr. P. Krilche:„Sozialisten und pfamilie". lledeiter-Wanderoeeei»„Beeil»". Soontao. 14. November,»ach H-»veaar»U Friedrichshagen, Mügget-Verge, Srüna». Abf.: 7LS vom ZEriezener Bahnhof. Aus den Organisationen J.»«stritt. BIldung-lommlssto». Mlrchenabend Sonnobend. 7 llhr. Schul a»l«> Pallasstr. 13. Sintrltl für flinker frei. Erwachsene 1 M._ 5. Mitritt. Heute abend wichiiae Sitzung bei Zeitung, lommilsto» und Hell" b»t Schwellardt, Alle Zalobstr. tl. 3. Dlftrllt. Eonnabend, 6 Uhr, Materlalau�ate bei Werner(..Freiheit"-?� dttlon) an Abteilung, letter. 7 Uhr Auogab« da» Material, in den Abtetlunefl lolalen. Erscheinen aller Senossen Pflicht. Ver»-lt>>ng,be,tel Friedelchohaln. Abtetlungiobleute der kommunalen J*"!, Mission. Eonnabend gemeinsame Sitzung(Wchtung Ertoplen-Ledebour) bei Ichl-g. Schrelnerstr. 8, 7 Ubr. � Cb-rlottenbarg. Heut«, ssreitag, abend, 7 Uhr, Mltglteberversammluna in K HIndenburg-Aealschule, Guerliieftraste. Vorwog de» Senosfe» Prag«« über ilollsierung". ltriedelch-bag«».„ Segner der Vedtngun »rdnung. Pünktliche» gltedibuch legltlmiert.__ Cjlar.troeilüch sür dl«»ledattlon: Emil bi- b» l d, Barlt». «ntworllich tut den Inleralenteil: L» d«mt q flomitlnet. flarl,hor3 � Berlaa,gen°llen>ch-tt„Nretbeit" e.»» d. H. Berlin.- Druck d« Jseellw� Hühneraugen Honnhauft Bchivfcien u.Wattjterl besestlg« schrisll, sicher« o. schmenzloa KuKiirol toooooo fach bewährt Pocf» M. 3,-Jn Apotheken u. OeogeHen efhälflfch "VbracM vor staebahmunestn. Kukinol steht' einzig cts. Spaß muß sein In Jedem Heft der„PMiEH WBLT" Ralch IlluatrisrU**a Ktnialhaft«O Pf.