Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Sonnabend, 13, November 1920 Nummer 480• Morgen-Ausgabe ®U nfdtehu morgm« und nachmittag», Lanntag»»nd Montag» NNR einmal. Der B«zug»prei» beträgt bei freier Zustellung in» Hau, für«drost-Berltn KV— M. im uorau» zahlbar,»an der Speditton selbst abgeholt S,b» W. Fllr Postbezug nehmen sämtliche Postanstasten Bestellungen entgegen. Unter vtretsdand bezogen für Demschlanb und Österreich la.öo M.. für da» übrige«uoland ll.« M, zuzüglich Pawla-Ülusschlag, per Pries für Deutschland und Österreich 10,— W. Zleb-stttn», Expedition und»«lag>»er««« t,«reite Dtrast» M, «st»»chlgespostene Monparetllezeile-der deren«am»>>°sw 5.�«wsckillestli» �NW.'�n,W.Z''Ä7�.7-� «.ur..... Sausend. Anzeigen laut Tarq. Aamilieu-An, eigen und Stellen. Gesuche I.Z» HR. netto pro 8eil«. Stellen-Gesuch» 8> Wort�l nz eigen: da» settgedruchte Wort l.bo W.. jede« wester« Wort l,— M. zmls»:«»«: Sentnui 2030, ZOtS, 4516, 4603, 4635, 4646, 4621 Serßner■Oiffon ber Vnab&änftfiien StyialömioFmtfe S>eut/Wtanö8 Die Notlage der Beamten Denkschrift des Deutschen Beamtenbundes— Gin Hllferus an das Parlament Der Deutsche Leamtenbuud hat an die Reichsregierung und die Regierungen der Länder unter dem 1. September 1920 eine Ein- gäbe gerichtet. Darin wird auf Erund des Z 17 des Reichs- befoldungsgefetzes beantragt, dem Reichstage unverzüglich«inen R o t e t a t vorzulegen, durch den die Anpassung der Besoldungsordnung an die allgemeine Wirt- schastslage vollzogen wird. Zur Abwendung der dringendsten Ztot und der zu befürchtenden schlimmsten Folgen fordert die Eingabe die so- fortige Auszahlung von ausreichenden Abschlag- Zahlungen auf die Beträge, die durch das Notgesetz fällig werden. Der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Beamten- bundes unterstützt diese Eingabe mit einer Denkschrift über die Rot der deutsche« Beamtenschaft, di« so erschreckende Tatsachen über den Notstand der deutschen Beamten, den der Herr Reichsfinanzminister Wirth anscheinend für einen natürlichen Zustand von ewiger Dauer hält, in sich birgt, dah es nicht zugelassen werden darf, oatz diese Darstellung von berufener Seite in den Papierkörben der Parlamente versinkt. Die Denkschrift vergleicht die soziale Loge der Beamtenschaft in oer letzigen Zeit mit der Vorkriegszeit. Es wird z. B. hervor- gehob««, dag die AZohnungsgeldzuschubklasse II 1908 ein Ein» r�mmen neu IHOO Atart erreicht hatte, am« einem heatigea Wtniomm«« von ,ir,a 24 000 Mark«ntlpräche. wenn die Leben». Haltung der Beamtenichaft auf dem gleichen Niveau wie 19W5 erhalten bleiben soll. Di« wirklichen Zahlungen an die Beamten bleiben weit zurück dahinter, wozu noch zu bemerken ist, das, auch die Bezahlung vor dem Kriege schon unzureichend war. So konnte ein Bahnwärter ein Höchstgeholt von 800 Mark im Jahre erreichen. Durch die unzureichende Bezahlung der Be- amten haben die Preußischen Staatsbahnen jährlich 200 Millionen Mark ilebrrschuß au Preußen abführen können. Dazu kam die unwürdige politisch« und gesell« schaftliche Unterdrückung der Beamtenschaft, die eines Teiles 1 i t stattsbllrgerlichen Rechte beraubt war. Eo waren Be- triebsbeamte der Eisenbahn nichtwählbarfürdieStadt- Parlamente. be3 v5tici�.?6er und nach dem Waffenstillstand hat die Steigerung der Gehälter nicht Schritt gehalten mit der Auf- wartsentwicklung der Preise. Unbedeutende Teuerungszulagen brachten keine ent cheidende Linderung der Notlage. Jahrelang wurde den Beamten zugemutet, von der Vertröstuna auf die große Besoldungsreform satt zu werden. Jetzt ist 8 Uf Mfi das Besoldungsgesetz vom 30. April 1020 do- Danach schwankt das Einkommen zwischen 736Z bis 10 650 �arl in der niedrigsten Klasse und zwischen 21960 bis 28 965 Mark in der höchsten Klasse nach Abzug der Steuer. Das bebeut«/ «B die zahlenmäßig stärksten unteren und mitllereu Beamten- VE 11 P* a Ä j—---,—--------* w| i; Kinde au' 11250 Marl, für das Ehepaar mit zwei BcroT»:* n QU' 15 450 Mark berechnet werden muß. Au, diesem ergibt sich eine .. Verelendung de» Beamtenschaft, T?'""" w«.. r u n g s, u���ungsgesetz soll ein beweglicher Teue. aber ebenfnn«? 00,1 5 0 Prozent gegeben werden, der Einkommen reicht, um für die Gruppen 1 bi- 7 ein spräche mn?.»- Waffen, das dem Existenzminimum ent- stets nur � bedenken ist. daß das Existenzminimum Bedürfnisse d»» �°uf Erund der dringend notwendigen fordert d?» m.��aiitivsten Lebenshaltuzig. Darum »ent. wodurch R? 55"�""-n Teuerongszuschlag von 10V Pro- der Gruppe i wurde das Anfangsein ommen auf jährlich lan™ 12000 Mark, das �"d e« n k om me n für die uni-e- Makk. Für die anderen Gruppen, besonders teigert sich die � zahlenmäßig stärksten Beamtengruppen. eett...',° � Summe g a n!i° l l m ä b l i ch. o dag d,e Gruppe 7 «st»u emem Anfanase.°n �wmen von jährlich 18 400 ark gelangen würde. Das 8» rR» c Einkommen für die jahrlich 5(1 GOO�Mart'" 36 400®Jait"" Öä<�ftfl�alt 06«ine derartige starke„„n-wischen den Ge- untersten Erupp- und dem Einkommen der höchsten spricht natwendig ist und den Interessen der Beamtenschaft ent. bun�'nichl�b» wollen wir im Augenblick mit dem Beamten- °b« werden, daß sich dies- Forderungeu�r ardentlsis unteren und mittleren»ea«t«a m außer. Rahmru bewege«. Die Denkschrift weist mit vollem Recht darauf hin. daß die Riederhaltung des Einkommens die Beamtenschaft moralisch in die unangenehmsten Situationen bringen kann, daß die Be- stechlichkeit gefördert wird, daß aber die Beamtenschaft auch in politischer Beziehung leichter fremd staatlichen Ein- flüssen zugänglich wird, wie sie in den besetzten Gebieten des Ostens und Westens ausgeübt werden. Die Denkschrift zieht auch einen Vergleich zwischen den Arbeiter, und Handwerkerlöhnen und den Be- amtengehältern. Sie stellt dar. daß ein Arbeiter durch das Aussteigen in eine Beamtenkategorie einen erheblichen Ber- lust an Einkommen erleiden würde. Wir nehmen nicht an, daß der Beamtenbund damit nachweisen will, daß die Arbeiterlöhne z u h o ch find. Wir möchten die organifierten Beamten vielmehr daraus aufmerksam machen, daß die Arbeiterschaft es eben ver- standen hat. sich diese Löhn« zu erkämpfen. Vielleicht über- legen die Beamten einmal, ob die Solidarität mit der Arteiterschaft ihnen in ihren Eehaltslämpfen nicht sehr wichtig« Dienste leisten könnte. Die Forderungen der Beamten werden wegen der schlechten Finanzlage des Reiches abgewiesen. Herr Wrth spart. Außerdem werden sie immer von neuem in verleumderischer Weise verantwortlich gemacht für das riesenhaft« Defizit und fär die Schuldenwirtfchaft der Eifentithneu. Di« Eingab« der Beamtenschaft«eist dazu nach, daß nicht die Personalkosten gestiegen stnd, sondern die Materialpreis«. 1912 betrugen die Ausgaben für Material 35 Prozent der Gesamt- ausgaben, 1920 aber 57 Prozent. In diesen 57 Prozent, in dieser gewaltigen Steigerung der Ausgaben für Material stecken die Wuchergewinn» der private« Industrie. die sich mit ihrer ganzen Ausbeutnngswut auf die Eisenbahn stürzt und auf die die Eisenbahnverwaltung immer noch ange- wiesen ist. Die Denkschrift macht zahlreiche Angaben über die stattlich« ZunahmederGewinnein jenen Industriezweigen. die für den Eisenbahnbetrieb arbeiten. Es sind die Daimler and Geuoss-n, die durch ihren Wucher die Bevölkerung mit einer Steuer belegen, denn es liegt auf der Hand, daß die Eifenbahnoerwaltung gezwungen ist, durch eine Erhöhung der Frachtsätze und der Fahr- kartenpreise die an die Privatindustrie fließenden Mehrausgaben wieder hereinzubringen. Die Personalkosten dagegen pellten sich 1920 prozentual zur Gesamtausgabe erheblich niedriger als 1912. Gegenüber diesen Mißständen betont die Denkschrift des Be- amtenbundes, daß fich in den Kreisen der Beamtenschast«in« starke Erbitterung breit macht über Aeußerungen des Finanz. minister,, nach denen es„sichnichtverlohnt.di«45Mil- liarden'Reichsnotopfer einzuziehen". Große Be- unruhigung ist unter den Beamten zu beachten wegen des Be- schlusses des Reichssinanzministers, nach dem .Ausgaben auf jeden Fall— selbst vor anerkannten Rot« «endigkeite»— Halt zu machenhätten. Die Notlage des Beamtentums wird am drastischsten gekenn- zeichnet durch die vielen Vorschüsse, die die Beamten zu nehmen gezwungen find. Viel« Beamte erhalten nach Abzug ihrer Vorschüsse am Monatsende nur 400 Mark und niedrigere Summen ausgezahlt. Die Denkschrift des Beanstenbundeg erinnert daran, daß die Beamten nicht die Möglichkeit haben, die Besoldungsreform wie einen Tarifvertrag zu kündigen und im gegebenen Zeitpunkt in den Kampf für eine bessere Besoldung einzutreten. Die Beamten hätten Streiks bisher nicht ange- wandt. Daher müsse der Reichstag eingreifen, wenn er nicht die Schuld tragen wolle an Zuständen, die sich immer schlimmer entwickeln, und die sich sozoeit steigern müssen, daß sie. wie der Beamtenbund fürchtet, zu einer öffentlichen Gesahr werden. Mr möchten hinzufügen, daß die Beamtenschaft erkennen muß. daß sie- ihre Forderungen nur durchzusetzen vermag in innigster Solidarität mit der Arbetterschaft, in einheitlicher Kampffront mit Arbeitern und Angestellten, gestützt auf die Massen des revolutio- nären Proletariats. Die Beamten müssen erkennen, daß sie sich in d«»» gleichen sozialen Atlhängigkeitsver- h L l t n i s befinden wie die Arbeiter und Angestellten, und daß sie darum auch erst dann mit der Erfüllung ihrer Foderung wer- den rechnen können, wenn sie mit Arbeitern und Angestellten ein- treten in de« gemeinsamen Kampf, wenn sie zur Klassenrrkeantnis gelangen, und wenn st, in diesem Kampfe den gleichen Trotz»nd de» gleiche« stark«, Wille« aufbringe»«ie die Arbeiterklasse. Da» entbindet natürlich das Parlament nicht von der Pflicht, den Forderungen der Beamten da, willigste Gehör zu schenken und diesem Skandal de« Beamteubesoldong endlich ein End« zu «ach««. Die wachsende Not B. A. Der Abbau der Zwangswirtschaft ist in einem Zeitpunkt erfolgt, in dem die wichtigste Voraussetzung einer von den Fesseln der Rationierung befreiten Lebens- Mittelversorgung: die ausreichende Produktron nicht nur noch nicht erreicht, vielmehr eine weitere Verringerung der heimischen Erzeugung festzustellen war. Von den Befür- wortern der beschleunigten Aufhebung sind als wesentlichste Argumente auf der einen Seite die durch freie Wirtschaft herbeizuführenden Anreize erhöhter Produktion, auf der anderen die tatsächlich erfolgte weitgehende Durchlöcherung des Vewirtschaftungsprinzipes in Form des zunehmenden nn- Senierten Schleichhandels und die notorische Ohnmacht be» ördlichen Widerstandes angeführt worden. Es ist aber nicht zu leugnen, daß diese Durchbrechung der Zwangswirtschaft nur deshalb so rasch und vollständig er- folgen konnte, weil fast überall eine mehr oder minder wohl- wollende Duldung aller Uebertretungen zutage trat und es auf diese Weise den Landwirten und Händlern em Leichtes war, sich über die auf dem Papier noch in Kraft befindlichen Bestimmungen hinwegzusetzen. Kartoffeln und Fleisch sind kurz hintereinander freigegeben worden und gegenwärtig dreht sich der offene und verhüllte Kampf um die weitere Aufrechterhaltung der Zwangsbewirtschaftung des Brotgetreides. Die Ablieferung von Getreide wird von den Land- wirten— wie selbst die behördlichen Berichte offen zugeben— in einer derart zögernden Form durch- geführt, daß wir zurzeit noch auch nicht annähernd so- viel wie in früheren Jahren erfaßt haben und nur durch die verhältnismäßig umfangreiche Einfuhr ausländischen Ge» treib«» in der Lage stnd. die Versorgung aufrechtzuerhalten und den nächsten Wochen mit dem Gefühl relativer Sicher- beit entgegenzusehen. Die ganz unzulängliche heimische Ge- rreideerfasfuna gefährdet jedoch in einer unverantwortlichen Art und Weise.die Ernährung des Volkes in den kommen- den Monaten, denn es ist bei den finanziellen Verhältnissen des Reiches und den Geteidemengen, die uns auf dem Welt- markte im günstigsten Falle zur Verfügung stehen würden. unmöglich, bis zum kommenden Erntejahr durchzuhalten. falls wir nicht die an stch bereits auf einen Bruchteil der Vorkriegsmenge zurückgegangene Produktion restlos erfassen. Tatsächlich liegen die Dinge gegenwärtig aber so. daß große Mengen im Schleichhandel vertrieben und zu Weißbrot und Kuchen verbacken werden, und daß ferner em bedeutender Teil der sinnlos erhöhten Deputate an das Vieh verfüttert und so der menschlichen Ernährung entzogen wer- den. Davon abgesehen, daß bei den hohen Fleischpreisen nur eine kleine Anzahl Menschen Fleischnahrung erschwingen kann, geht natürlich auf dem Umwege über den Tiermagen ein beträchtlicher Teil der Nährwerte verloren. Die Regierung begnügt sich, diesem unverantwort- lichen und unerlaubten Treiben oer Landwirte mit freund- lichcn Ermahnungen entgegenzutreten, anstatt mit aller Ent- schiedenheit und rücksichtsloser Anwendung der staatlichen Machtmittel dafür Sorge zu tragen, daß diese in großem Maßstäbe betriebene Sabotage unserer Ernährung endlich aufhört und die Brotversorgung des gesamten Volkes sicher- gestellt wird. Bei dem schlechten Stande der deutschen Valuta, die in wenigen Wochen um weitere 20 bis 25 v. H. gesunken ist und sich mit rasender Schnelligkeit ihrem Tief- >tande vom Januar/Februar dieses Jahres zu nähern scheint. ist die Einfuhr großer Mengen ausländischer Leben»» und Futtermittel fast unmöglich geworden, denn die Unter- bringung deutschen Geldes an fremden Märkten begegnet den größten Schwierigkeiten. An fast allen Börsen sind riesige Angebote in Reichsmark zu verzeichnen, überall wird ver- sucht, stch für die Erfordernisse des eigenen Wirtschafts- gebietes zu wappnen......... Diese vermehrten Markverkäufe im Auslände, die m Frankreich, England, Amerika, Skandinavien usw. deutlich festzustellen sind, haben ihre Ursache in einer p e s s i m i st i- scheu Beurteilung der deutschen Finanzver- hält nisse, deren Berechtigung nur zu offen liegt und außerdem in den Ansprüchen des ausländischen Kapital« Marktes, die man in allen Ländern konstatieren kann. Die Höhe der Diskontsätze und die Zinsforderungen für kurz- und langfristige Anleihen erstklassiger Unternehmungen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika geben ein be- zeichnendes Bild der Situation. Je mehr sich diese Tendenz verschärft und je weniger Neignng vorhanden ist, weitere Verpflichtungen in deutscher Mark einzugehen, desto schwie« riger wird selbstverständlich die Finanzierung unserer Im- porte, die wir. mit der Warenausfuhr trotz der günstigen Ziffern der letzten Monate nicht im Entferntesten zu be- zahlen oermögen. Die Ansprüche, welche allmonatlich an den Devisenmarkt gestellt werden, beschränken sich eriah- rungsgemäß nicht auf die Bezahlung laufender Einfuhr, so:,- dern es werden fortgesetzt ältere Verbindlichkeiten m großem Umfange fällig, ganz abgesehen von den Summen, die für den Monatssaldo im Clearingverfahren mit den alliierten Mächten bereitgestellt werden müssen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um die Verrechnung der gcaenseitigen privat« wirtichafUlchen Forderungen aus d« vor dem Aus. bruch des Krieges, bei dem die monatlich festgestellte Diffe- -znz. falls sie zugunsten von Deutschland errechnet wird, dem Lieoergutmachungskonto gutzuschreiben ist. Ergibt sich aber in Saldo zu Ungunsten Deutschlands, was vorläufig ge- oohnlich der Fall ist. dann muß derselbe bar reguliert wer- ten. Da Deutschland mit seinen Forderungsaufstellungen B. gegenüber England im Nlickstand ist, wird jeden Monat eine bei unseren geldlichen Zuständen schwerwiegende Summe fällig. Wenn in einem derartigen Augenblick der sich verschärfen- den Not die letzten Hemmungen einer ungezügelten Profit- sucht und die wenigen bestehenden Sicherungen einer not- dürftigen Lebensmittelversorgung unbekümmert um die un- ausbleiblichen Folgen niedergerissen werden, so offenbart sich darin eine derartige politische Kurzsichtigkeit und Unterordnung unter �en Willen einer kleinen Gruppe mächtiger Interessenten, daß es höchste Zeit ist, daß das deutsche Proletariat sich des Ernstes der Standes bewußt werde und sich zu der einheit- lichen Massezusammenschließt, durch die es zu einer unüber- windlichen Macht wird. Es hat sich bereits bei der Kar- toffelversorgung gezeigt, dafc in den letzten Wochen Preisforderungen erhoben worden find, die für die meisten Menschen kaum erschwingbar find und bei denen sich wieder die Teile des Volkes frühzeitig und reichlickp versorgen kön- nen, die über genügende Mittel für diesen Zweck verfügen. Gerade die Armen und Aermsten, die von der Hand in den Mund leben, werden in den meisten Orten außerstande sein, einen ausreichenden Vorrat für den Winter zu kaufen und unterzubringen und sie werden die Opfer der weiteren Preissteigerungen und der fich verschärfenden Knapphett sein. Noch schlimmer liegt es be» der F l e i s ch v e r s o r g u n g. In allen Schlächterladen sind Mengen schönster Fleischwaren ausgestellt, wie man sie seit Jahren nicht zusammen gesehen hat, aber wer sich einmal eine kurze Zeit vor ein derartiges Schaufenster stellt und die Gesichter der Proletarierfrauen be- obachtet, wenn sie die angesetzten Preise mustern, der weiß. daß von diesen Herrlichkeiten die Schichten am wenigsten erhallen, die wegen ihrer Unterernährung und ihres furcht- baren Gesundheitszustandes ihrer am meisten bedürfen. Preise von 14 bis 20 Mark das Pfund sind für die Masse der Bevölkerung unbezahlbar und wenn man jetzt oft die fröhliche Bemerkung hört:„Na, man kann wenigstens wieder alles haben", dann soll man fich darüber im Klaren sein, daß ein kleiner Teil der Bevölkerung nur deshalb wieder alles haben kann, weil der größte Teil des Volkes durch die Höhe der Preise von dem Erwerb ausgeschlossen bleibt. Auf Kosten der Lebenskraft und der Gesundheit der werk- tätigen Massen, die nach Aufhebung der Rationierung oft weniger als bisher erhakten, wird dieser nach außen be- stechend wirkende Zustand des scheinbaren Ueberflusses geschaffen. Es kommt bei der Fleifchverforgung jedoch noch hinzu, daß die beschleunigte Äoschlachtung des Viehes, die in den letzten Wochen erfolgt ist, nicht nur die Gefahr eines baldigen Versiegens dieser gewiß nicht unerschöpflichen Quelle in sich schließt, sondern daß vor allem mit einer oer- mehtten Schlachtung des Milchviehes gerechnet werden muß. Da der Milchpreis noch immer behördlich festgesetzt ist und fast überall etwa 1,30 Mark beim Erzeuger betragt, wird beim Steigen der Vieh- undFleischpreise eine wachsende Unlust det Landwirte eintreten, Milchwirtschast zu betreiben, weil dieselbe unter diesen Verhältnissen für sie vollständig unrentabel geworden ist. Man hat also durch die nicht zu rechtfertigende Aufhebung der Zwangswlrtschast des 'Fleisches zugleich die Milchversorgung, die an sich schon mehr als unzulänglich gewesen ist, aufs schwerste getroffen und jeder Kenner der Verhältnisse weiß, daß der vollstän- oige Zusammenbruch unserer Mi l'ch bewirt- schaftung nur eine Frage von Monaten oder Wochen sein kann. Der schlechte Entwicklungszustand unserer Säuglinge und Kinder, der alle Volkshygieniker mit der ernstesten Sorge erfüllt, muß sich alsdann mit rasender Schnelligkeit weiter verschlimmern, und zu einer in ihren Ausmaßen kaum übersehbaren Katastrophe der städtischen Bevölkerung führen. Rachitis und Tuberkulose, die Seuchen, welche am Mark des arbeitenden Volkes fressen, werden bei einer weiteren Verschärfung des Milch- und Fettmangefs einen furchtbaren Umfang annehmen. Wenn unter derartigen katastrophalen llmfiänden anae- sichts eines schweren Winters, wachsender Arbeitslosigkeit und unzulänglicher Einkommen bei unerträglicher Steuer- belastung auch noch die Brotversorgung zusammenbrechen und der Preis dieses unentbehrlichen Nahrungsmittels auf das Vier- oder Fünffache hinaufschnellen sollte, dann stürzen wir in ein Chaos der Verzweiflung, in dem nicht nur die bürgerliche Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert, son- dern auch die revolutionäre sozialistische Umwälzung -------- f~|vniu.ii|i.i|u;c 4*iii.ww4nuiity schwersten Gefahren ausgeseIt sein würde. Hunger und Ver- zweiflung sind nicht die Kräfte, mit denen man an den Auf- bau einer neuen Gesellschaftsordnung zu gehen vermag und die Spekulation der Kommunisten auf diesen vollen Bankrott ist ein Vabanquespiel. das die sozialistisch geschulte Arbeiterschaft nicht mitmachen kann. In einem derartigen Zustand der Zerrüttung wäre der Schrei nach unmittelbarer Hilfe so laut, daß sich d«e planmäßige Neuordnung, deren wir zur Steigerung der Erzeugung und zur besseren Versorgung des Volkes dringend benötigen, kaum durchführen ließe. Aus diesem Grunde dürfen wir im gegenwärtigen Augenblick nicht die Hände in den Schoß legen und mit agitatorischen Phrasen die Massen aufpeitschen, sondern angesichts dieser ge- fährlichen Situation ist es unsere Aufgabe, für Aufklärung der Arbeiterschaft Sorge. M tragen..und. die Kraft des Pro- letariats zusammenzufassen zumachtvollenAktiogen um die rt äch st en Ziele, die eine Stärkung der proletarischen Position und eine Besserung der Lage der arbeiten- den Klasse verbürgen. Entlarvt Die bürgerlichen Parteien und das Märzabkomme« Die im Haushaltsausschuh des Reichstage» am Donnerstag ausgesetzte Abstimmung über den Antrag der sozialistischen Par- teien, gemäß dem Märzabkommen zur Sicherung der Ablieferung von Brotgetreide. Lieferungsverbände zu schassen und fühlbare Strafen gegen säumige Ablieferer zu oerhängen, fand in der Frei- tagssitzung statt. Mederum trat die Verlegenheit der bürgerlichen Parteien, in die sie durch diesen Antrag versetzt worden sind, auffällig zutage. Sie gaben sich zwar alle Müh«, d'« Tatsache zu bestreiten, daß die Ablehnung dieses Antrages ein Bruch des Märzabkommens und ihres ehrenwärtlichen Ver- sprechen» sei, konnten aber die Tatsache nicht vertuschen, dah sie es nicht innehalten wollen. Die Zentrumsabgeordneten legten folgenden Antrag— man beachte den katholischen Stil— vor: \. in Hinsicht auf die für di« Reichsregieruna bestehende Rot- wendigkeit gegen in der Ablieferung böswillig« säumig« Er. zeug« von Brotgetreide scharfe Maßnahmen zu treffen» und auf zur Mitarbeit berufene landwittschaftliche Verufsverbänd« einzuwirken, ihren ganzen Einfluß für die Ablieferung von Brotgetreide, Hafer und Gerste einzusetzen. 2. Vorausgesetzt wird die Beibehaltung der Zwangswirtschaft auch für Gerste und Hafer. Sowohl die Unabhängigen als auch die Rechtssozialisten ließen keinen Zweifel daran, daß sie diesen Antrag als lächerlich emp- finden, weil et nur wirkungslose Allgemeinheiten enthält. Ge- nosse Hertz wies im übrigen erneut darauf hin. daß die Grün- düng von Lieferungsverbänden das einzige Mittel zur Steige- rung der Ablieferung fei, und daß jede Abschwächung seines An- träges den Bruch de» Abkommens mit den Gewerkschaften bedeute. Bei der Abstimmung wurde zunächst der Abänderungg- antrag in dem Antrag der Unabhängigen die Worte„gemäß Punkt 7 der im März getroffenen Vereinbarung" zu streichen. abgelehnt und sodann der ganze Antrag. Gegen ihn stimmten auch die Zentrumsleute und die Demokraten. Der Antrag des Zentrums wurde nur in seinem ersten Absatz angenommen, der nichts besagt und dem deshalb auch die eingefleischten Agrarier zustimmten. Sie benutzten die Gelegenheit aber gleich, um auch die Beseitigung der Zwangswirtschaft für Hafer und Gerste zu ver- langen, wodurch der Zusammenbruch unserer Brotoersorgung ganz automatisch und in kürzester Frist erfolgen müßte. So zeigte die Abstimmung, daß die Demokraten ebenso wie die Zentrumsleute garnicht daran denken, das, was sie im März den Arbeitern ver- sprachen haben, jetzt auch zu halten und daß der Profitwille der Agrarier keine Schranken kennt. W i r sind von diesem Ausgang nicht überrascht. Wir haben ihn nicht anders erwartet. Es ist aber lehrreich, wenn die Arbeiterschaft sieht, daß die bürgerlichen Parteien Versprechungen Am 16. November 1926 gibt die»Freiheit' eine Min- ml Nlimmm in verstärktem Umfang und mit besonders reichem Inhalt heraus Genossen! Trefft schon heute Eure Borkehrungen für die weiteste Verbreitung dieser Ausgabe Näheres durch die Orgauifatioue« und de« Verlag. nur abgeben, um sie bei geeigneter Gelegenheit zu brechen, und daß sie auch nicht daran denken, die Wege zu gehen, die den Zu- sammenbruch unserer Brotoersorgung verhindern könnten. Ihr Jammern und ihre süßlichen Ermahnungen sind eitel Heuchelei. SchKbige Kampfesweise Bei der Landtagswahl in Sachsen wird von den Rechts- sozialiften ein Flugblatt des folgenden In o, s v Der unabhängige Reichstagsavgeoednete Simon hat den Stein zur Aufhebung der Zwangswirtschaft ins Rollen gevracht. Er hat diese ganze Frage vor das Plenum der Volksvertretung gebracht und somit der reaktionären bürgerlichen Mehrheit diesen für sie fetten Bissen ausgeliefert. Wähler und Wählerinnen! So steht die Politik der Unabhängigen ans! Am 14. Non-mber kein« Stimme diesen Verrätern an der Arbeiterschaft! Wählt alle di« Sozialdemokratische Parteil Liste: Karl Sindermann— Albert Schwarz— Eva Büttner. Jedes Kind weiß, daß die in dem Flugblatt aufgestellten Behauptungen dumm und erlogen sind. Gerade der Ge- nosse Simon war es, der ununterbrochen den Kampf gegen die Aufhebung der Zwanaswittkchaft aeführt bat. Gegen seinen entschiedenen Willen ist die Freigabe der Leverbewirtschaftung erfolgt, und auch später hat er bis in die letzten Wochen hinein — z. B. im Volkswirtschaftlichen Ausschuh de» Reichstag»— mit aller Entschiedenheit gegen die Beseitigung der Zwangs- Wirtschaft von Fleisch. Kattoffeln usw. gekämpft. Der An- griff gegen ihn«st aber um so verwerflicher, als er gegen die Aufhebung der Zwangswirtschaft auch zu der Zeit gekämpft hat, in der die Rechtssozialisten in der Regierung waren und sie befürworteten. Das Flugblatt ist demnach nur ern Beweis für den Mangel an sachlichen Gründen gegen die Politik der Unabhängigen._ Der Beamtenapparat der Behörden In den Behörden besteht die Absicht, eine umfangreiche Berminderung des Beamtenapparates durchzuführen. Grund- sätzlich find auch wir der Meinung, daß in den Behörden keine Personen tätig sein sollen, die für sachliche Zwecke nicht erforderlich sind. Der jetzd aber'�Mtkeitete Feldzug zeigt doch, daß nicht nur»iese ttein' sachliche n>.(Srwägnngen maß- gebend'sind.» 44..• Auch die' bisherigen Beratungen im'Haushaltsausfchuß des Reichstags haben gezeigt, daß die bürgerlichen Parteien durchaus nicht die Absicht haben, den Grundsatz der Spar- samkeit überall anzuwenden, sondern nur dort, wo er i h n e n v a ß t. So ist z. B., entgegen den Einwendungen de» Reichsamts des Innern und des Finanzministeriums. aui Wunsch der Agrarier die Trennung der Veterinärauf- gaben 00m Reichsamt des Innern und ihr.e Unterstellung unter das Ernährungsministerium beschlossen»worden, und zwar trotz des Hinweises, daß damit eine Vermehrung des Veamtenapparates und eine Erhöhung der Kosten eintreten werde. Ist eine Verminderung des Beamtenapparates aus fach- lichen Gründen gerechtfertigt, so muh diese Verminderung durchgeführt werden unter den Beamten und den Ange- stellten, und zwar so. daß nicht nur diejenigen Elemente da- von betroffen werden, die den alten Beamten unangenehm sind, weil sie einen frischen Zug in die betreffende Behörde gebracht haben. Das aber scheint gegenwärtig die Absicht zu >ein. Sie spielte bereits bei der Beratung des Notetats ein« Rolle, und soll anscheinend jetzt in verstärktem Maße durch, gesetzt werden. Dagegen wenden wir un» aüf das ent- schievenste, weil wir in einem solchen Zustand nicht nur«ine wesentliche Benachteiligung der Angestellten, sondern auch eine schwere Gefährdung der alkgemoinen Jnteresfe«. e-r blicke?. Die Dienstwohnung desHerrnHermes Ts gehört nicht zu den Annehmlichkeiten, immer und immer wieder die persönliche Seite des Falles Hermes zu behandeln. Aber es ist notwendig, weil diese Ausnutzung der Stellung zu persönlichen Dorteilen und die Billigung dieses Ver- Haltens durch die bürgerlichen Parteien die An- gelegenheit ihres persönlichen Charakters entkleidet. Das zeigte sich besonders deutlich am Freitag im Haushaltsausschuß des Reichstags. Der Ernährungsminister hat seit einiger Zeit in der Biologischen Reichsanstatt in Dahlem eine der beiden dort für die leitenden Beamten dieser Anstalt eingerichteten Dtenstwoh- nungen inne. Auf eine Anfrage im Ausschuß, warum diese Woh- nung nicht von den Beamten der Anstalt benutzt werde, für die sie geschaffen worden sei, sondern von dem Ernährungsminister» erfolgte bezeichnenderweise keine ausreichen de Antwort. Eine andere Anfrage aber hatte ein überraschendes Er- g e b n i s. Durch ihre Beantwortung nämlich wurde festgestellt» dah die für die Instandsetzung der Wohnung des Ministers be- nötigten Mittel an zwei Stellen des Etats eingesetzt waren. Natürlich„aus Versehen", wie erklärend bemerkt wurde. Aber während für die Instandsetzung der Dienstwohnung, solange sie für einen der leitenden Beamten der Reichsanstatt zur Verfügung stand, nur KQW) Mark verlangt wurden, werden jetzt, da der Herr Minister die Wohnung bezogen hat, dafür mit einem Mal löOOÜ Mark als notwendig erachtet. Auf die neugierige Frage nach den Ursachen dieser verschiedenartigen Behandlung, wurde die Antwort: Ursprünglich sei nur die„notdürftigste" Instandsetzung, jetzt aber die„angemessene" beabsichtigt. Die bürgerlichen Parteien schwiegen zu diesem Sachverhatt, stimmten aber selbstverständlich den Antrag auf Streichung der verlangten Mittel nieder. Ihre Solidaraität mit Hermes erstreckt sich also nicht nur auf seine Politik, sondern auch auf sein« eigenartigen Auffassungen von den Rechten und Pflichten eines Ministers. Ein sonderbarer Vergleich Der Verein gegen das Bestechungswesen hatte gegen die Kriegs- leder-A.-G. Privatklage erhoben und dieser die Auszahlung von Schmiergeldern zum Borwurf gemacht. Dieser Prozeß fand kürzlich in Berlin statt und förderte einige interessante Einzel« heiten über die Verbindung zwischen der Kriegsleder-A.-G. und i einzelnen Privatbetrieben zutage. Ein Beamter des Renner« Konzern hatte bei der Kriegsleder-A.-G. einen wichtigen Posten bekleidet, bezog aber nach wie vor, gleich vielen anderen, das Ge« halt von der alten Firma weiter, vernommene Sachverständig« wollten eine Bestechung des Beamten hierin nicht erblicke«, obwohl eine zwischen diesem und dem Renner-Konzern geführt« Korrespondenz deutliche Merkmale hierfür enthielt. Eine lach« liche Prüfung, wieweit nicht durch diese Verbindung der Renn«* Konzern Borteile genoß, wurde von dem Gericht absichtlich in»« gangen, indessen bot der Berein gegen das Bestechungsunwese« den Angeklagten folgenden Bergleich an: „Zu Gunsten des Reiches werden von Kommerzienrat Renner 250 000 aK. deutsche Reichsanleihe nebst Zlnsscheinboaen. von Späri(dem beklagren Beamten) 30 000 M. deutsche Reichsanleihe nebst Zinsscheinbogen dem Reichsschatzminister zur Verwendung im Interesse des Reiches oder zur Verwaltung übereignet. Dm Angeklagten übernehmen die Kosten des Verfahrens. Der Vor- stand des Bereins gegen das Bestcck>ungsunwestn nimmt de» Strafantrag zurück." Die AngeNagten nahmen diesen Vorschlag an. worauf das richt das Verfahren einstellte. Die Leichtigkeit, mit welcher Renne' die Buße von y, Million auf sich nimmt, ist begreiflich, Seine enge Verbindung mit der Kriegvleder-A.-G. mögen ihm den Verzicht auf einen Besitzteil leicht machen. Merkwürdig aber ist die Fixigkeit, mit der Gericht und Staatsanwalt aus diesen Bot« schlag eingingen. Das läßt die Vermutung aufkommen, daß di« Rücknahme des Strafantrags ihrem Bemühen, den Prozeß vok« zettig abzuschnüren, in weitestem Maße entgegenkam. Wohnungsnot und Sozialifierung Auf der Taaesordnungder g. Tagung des Ausschusses de4 A. D. E. B. stand das Thema Soztalisiernng des Bau« und Wohnungswesens. Dazu hielt Herr Stadtbaurat Dr. Ing. Wagner einen ungefähr einstündigen Vortrag, worin er zeigte, wie die ersten Schritte zur Sozialisierung des Bav« und Wohnungswesens gedacht find. Wagner entrollte ferner ei» Bild vom Berband sozialisierter Baubetrieb«.& erfolgte eine längere Aussprache, worin besonders auf die Wob« nungsnot hingewiesen wurde und ferner auf die Unmöglich« keit, die Lösung dieser Wohnungsnot lediglich dem private» Baugewerbe zu überlassen. Die wttkliche Lösung der Wmr nungsnot sei nur auf dem Wege der Sozialisierung tnöiv l'ch. Feiner wandten sich einzelne Redner gegen die geplabt« M i e t st e u e r, bei welcher der Mieter nicht nach seinem EiM kommen, sondern nach seinem Wohnungsbedürfnis belastet wir»' was also zur Folge bat, daß kinderreiche FamMen, die ein� größeren Wohnung bedürfe«, nun auch noch mit einer höbere» Mietsteuer belastet werden. Wenn die Wohnungsmieter dai» beitragen sollen,»Gelder aufzubringen, damit den ÄZohnungslnK Wohnungen beschafft werden können, so seien diese Gelder dura Zuschläge zur Einkommensteuer und Erhöhung der Av gaben vom Wertzuwachs zu beschaffen. Es wurde fern»* noch hervorgehoben, daß es kein zweites Gebiet gäbe, wo sick dl» produktive Erwerbslosenfllrsorge in solch fruchtbringendem Ma? anwenden ließe, wie gerade beim Wobnungsbau. Beschlösse' wurde, daß der Bortrag des Herrn Stadtbaurats Wagner � vielfältigt und den Borständen zur Beifügung gestellt werde' solle. Ferner wurde beschlossen, eine K om iniss i 0 n einzusetz«� oie der Sache nähertreten und"der nächsten Sitzung Bericht tF statten soll.:■ i.'. 5, J Einfuhr von Luxuswaren Wie die JDena" zuverlässig erfährt, hat am Donnerstag � französische Botschafter dem Minister des Auswärtig� Dr. Simons, aufgesucht und ihn in freundschaftlicher Wcise dar� aufmerksaig gemacht, daß dieEinfuhrvonLuxusartikei aus den Nachbarländern eine Umgehung der Art. 264 und 265»ff Friedensvertrages darstelle. Welter hat der Botschafter da:j� hingewiesen, daß man in Erfahrung gebracht habe, Flasche« Likör seien fälschlicherweise als französische Mal'. eingeführt worden, ein Berfahren. was ebenfalls einen gegen Art. 274 des Nersailler Friedensverttages bilde..j Wir verlangen sofort eine Aeußerung der Regierung 1 diesen Angaben. Es wäre ein unerhörter Zusta"< wenn für die Befriedigung der Luxusbedllrfnisse der und Wucherer ausländische Liköre eingeführt würden, � nicht einmal genügend Zahlungsmittel vorhanden sind» v Brot und Milch zu beschaffen. Wahlsieg der«nglffchen Liberalen. Die Gemeindewahlen. England am 7. November ergaben sehr bedeutende Forlf«� der liberalen Patteien aus Kosten der Regierungskoantion« der Arbeiterpartfien. In Lond an, Manchester und den industriegemeindtm haben di» Liberalen ihre alten Sitz»'' »uruarrooe Ein neuer Akt einer Komödie Die Sozialifierung im Reichs- wirtfchastsrat Die Fortsetzung der Beratungen über die Soziali- sierung der Kohlenwirtschaft ,m Unterausschuß des Reichswirtschaftsrates, über die wir nachfolgend berichten, hat nichts anderes zuwege gebracht, als die Fortsetzung einer Komodie. Der Ulk begann. als beschlossen wurde, eine Verständigungskommission aus Unternehmer- und Arbeitervertretern einzusetzen, die beauftragt worden war. eine gemeinsame Basis für einen Sozialisieruna-Gesetz-Entwurf zu finden, auf den stch Arbeiter uno Unternehmer einigen könn- !en. Wir haben von vornherein auf die Unmöglichkeit eines olchen Beginnens hingewiesen und die bisherigen Ergebnisse 'wer unnatürlichen Paarung bestätigen nur unsere Auf, fassung. Das bisherige Geschwätz hat nur von neuem die Un- Möglichkeit einer Verständigung über diesen Punkt bewiesen und erstaunlich bleibt nur. daß es noch A r b e l t e r v e r- tr e t e r gibt, für die es eines solchen Beweises noch bedurfte. Man hat den Siebener-Ausschuß zu einem V i e r z e h n e r- Ausschuß gemacht und hat ihm die Weiterberatung des Gegenstandes überwiesen. Wäre dieses Beginnen nur lacher- lich. so würde das negative Ergebnis der bisherigen Bemu- Hungen Strafe genug für die Arbeitervertreter fein, die auf derartige Versuche eingehen. Aber es ist leider auch g e- f ä h r l i ch, denn die politische Taktik, die sich dahinter ver- birgt, istdieTaktikder schiefen Ebene, auf der es keinHaltenaibt.wenndasProletariatnicht noch rechtzeitig denienigen feiner Vertre- ter. die diese Methoven mitmachen. gehSrig den Standpunkt klar macht. Daß es in der Tat Arbeitervertreter gibt, die auf dieser schiefen Bahn straucheln, zeigt die Tatsache, daß der Redak- teur der..Bergarbeiter-Zeitung". AZ a g n e r. den„Soziali- fierungsoorschlag" des Herrn Stinnes mit unter- zeichnet hat. Diese Blamage war doch zu handgreiflich. Darum wendet stch Huö in einem öffentlichen Protest gegen Wagner und nennt dessen Mitbeteiliaung an dem Stinnes schcn Vorschlag einen Skandal. HuS bezeichnet die von Stinnes vorgeichlagene Gewinnbeteiligung der Ar- veiter als eme Fälschung des Sozialisierungsgcdankens. was sehr milde ausgedrückt ist. denn in Wirklichkeit ist diese Gewinnbeteiligung ein plumper Schwindel, der mit der Soziallsierung überhaupt nichts zu tun hat und auf den ein Arbeiter auch nicht mehr hineinfällt. Wenn es aber HuS smon für geraten hält, seinen Freund Wagner in so derber Werse ,n der Oeffentlichkeit a bzuschlltteln. so müssen wir wiederholt betonen, daß wir von Arbeitervertretern er» wartet hätten, daß sie dielen Verständigungsrummel rund- weg ablehnen. Die Angelegenheit ist zu ernst, als daß wiche Späßchen damit getrieben werden sollten. Der Sitzungsbericht Unterausschuß des Reichswirtschaftsrates Mte am Freitag die Beratung der beiden von der Siebener- x« mm s llon erstatteten Gutachten zur Sozialisterunasfrage uulbreit(Arbeitnehmer) erinnert an die Versprechungen ver megieruna zur Sozialisterungsfrage. Auch die Aiisfübrungen des penn Stinnes ließen die Möglichkeit eines Weges zu ge» Arbest erkennen. Die Schaffung der Wirtsaiasls- tSah».«' feiS Schaffung der Kleinaktien und die Auswahl der fn mm»» schienen den sozialen Forderungen entgegen»«- kamen wir zu der Siebener-Kom- m 1 1 1 1 o n. Es ließen uns nun zwei Vorschläge vor. von denen der erste aber nur recht wenig gemeinwirtschaftliche Ge- danken verrat. Der Kleinaktienbesitz ist z. B. nur geeignet, den Privatbesitz zu starken, ohne die Gemeinwirtschaft zu fördern. Zu- dem wird der Einfluß dieser Kleinaktienbesttzer nur v e r s ch w i n- dend gering sein. Auch in den Interessengemeinschaften mit den Verbrauchern sehen wir ein« Begünstigung von Montanmono- Solen. Die Planwirtschaftsorganisation ,st mehr geeignet, unser .nteresse zu wecken, der Gedanke der E e m e i n w, r t s ch a f t ist aber in dem Gutachten des Ausschusses oölligverflllchtigt. Nicht nur die sozialistischen, sondern auch die christlichen Berg- ardeiter stehen auf dem Boden der Beseitigung des Privatbesitzes. Di« eben in der Press« veröffentlichte Erklärung des Vorstandes des Bergarbertervervsndes läßt die ablehnende Hal- Bayern und der Rechtsputsch Wilhelm jtm. wartet auf den Umsturz Der tschechische Außenminister Dr. B e n e s ch berichtete vor einigen Tagen im tschechischen Parlament, daß im Auslande bestimmte Nachrichten über einen neuen Putsch der deutschen Rechtsparteien vorlägen. Dr. Benesch soll sich dabei auf An- gaben gestützt haben, die der berüchtigte Oberst Bauer gemacht hat. Dieser Mann, der der rührigste Organisator des Kapp-Putsches war. reist, von der Regierung unbehelligt. seit Monaten im Lande herum und trifft die Vorbereitungen für ein Unternehmen, das besser klappen soll als das miß- glückte Abenteuer vom 18. März. Bauer ,st auch der eigent- "che Organisator der Orgesch, für die Escher ich nur .einen Namen hergegeben hat. Oberst Bauer ist auch wieder- hptt m Auslande gewesen, hat in Ungarn zu den Fußen Horthys gesessen um> Beziehungen mit den ungarischen Ossi- ziersbanden angeknüpft. Es ist nicht nur möglich, pudern Ressen len-�»�' � Oberst Bauer bei seinen politischen Neisen fene v.»...... � Außenminister lvSl*Utt0vCn Semacht hat, die der tschechische In diesem Jr bem Parlament vorgelegt hat. weisen, da» �.».�"�nhange ist es wertvoll, darauf�hinz, u- tion hin di- in VVries auf die Rüstungen ver»vegenrevolu- führte dännaus; Zeit fieberhaft betrieben werden, und «BfrÖei��ib es wird dabei noch zu mancherlei sensationellen Enthüllungen kommen. Pogrome in Budapest (Eigener Drahtbericht der„Freiheit") W i e n. 12. November. Seit Souutag finden tn Budapest unausgesetzt Po» grome statt. Die Zahl der verwundeten beträgt mehr a l« 400. Die Pogrome begannen mit einer Versammlung, in der de- schlössen wurde,«in Manifest an die Kulturwelt zu richten und ihre Hilfe gegen den Frieden anzunehmen. Bewaffnet« Haufen demolierten das vourgeoiskasino, das gegenüber der Polizei- direktion liegt. Während de« ganzen Tages wurde kein« einzige Verhaftung vorgenommen. Tags zuvor erschien der Borsteher der jüdischen Gemeinde bei dem Zuftizminister Tomosanyi und macht« ihn auf die Pogromvorbereitung ausmerssam. Trotz Zenfur wurden unbehelligt Flugschriften verteilt, in denen gesagt wird, man werde die Verräter, die den Friede» gemacht haben, mit Gedärmen von Juden aushängen. Mon- tag und Dienstag wurden Prügeleien unbehindert fortgesetzt. Mittwoch früh hat man«inen Polizisten, der einem blutigge- schlagen«» Mann Helsen wollte, erschossen. Es ist möglich. baß diese Handlung den latenten Gegensatz, der zwischen den Po- lizisten und Bürgerlichen und den militärischen Terroristen besteht. Z»« Ausbruch bringt. Di« Terroristen bereiten einen An- schlag aus politische Sesängnisse, vor allem gegen die Volks- kommissare vor. deren Aburteilung bevorsteht. Sie Siegirrung. hat kaum dt« Macht»och den Willen, etwas Ernsthaftes gegen den Terror z» tun. ZW 100. SMlSiW MM(MI 1 erscheint demuächst Engels als Denker Bon Max AV»« Buchhandlung„Frathett". Breite Str. Billiges Möbel-Angebot Speisezimmer Herrenzimmer Schlafzimmer BQHet, 140 cm breit, Kredenz, 2 Zug-Tlech, 6 Stühle....... Büffet, 150 cm breit, Kredenz, 2 Zua-Ttech, 6 Stühle....... Büffet, ISO cm breit, Kredenz, 2 Zug lisch, 6 Stühle....... Leipziger Straße 2. and 3. Stock, sowie Eingang Nr. 126 pir. König' Straße 487500 520000 560000 Kommoden-Schrank, Schreibtisch und Tisch, Schreibsessel, 2 Stühle............... Bücherschrank, 160 cm breit, Schreibtisch, TIech, Schreibsesssl, 2 Stühle.......... 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IL: De» D»n»d»aehe Dlredlton t mag Stein hardl DeuWes Maler V/, Uhr! einsam« Menschen Kmuaerspiele 7 Uhr Er is,«» alle« schuld Di««viele. Grabes Kchaasaielhaus Karlftran« t Uhr: Cwrop a fgufr. gbaim.) Neues Operettenhaas Direktion?ea« Aren R Mm« Operette in drei Adien nach einem Moti» PelSfi» «on Krih Eriinbanm. T amSollMM 'Uh.-»W üm eivzcSl... Sonnt, nachm. Drr Jnxbari»« Theatsr i. d. Königgrätzer Str. ll,8 Uirr; Rausch svreka, Adel.Miemonn.Sllchard, Deldlkirch, Dernbnrg, RSmer).! Sonntag: Sinusch. Sonntag t »ach«.! ivaumeister%oUtx%.| Wontag! Sinusch Komödienhaus 'ym.: Di« Sache mit Lola mit Max Pallanbarg Berliner Theater W Ichi.»er lifctc Svalge» NeWellz'Mtter IBahnhos Iannomitzdellch«) Untergruahdahnhoi«loslerjit. Täglich:'ifi Uhri Die Freundin Sonntag 4 U.: Die Fsresrndi«. MiWU- Aesler äIe»diiil«r»r.ZI Sdr.lanno»It«d. Nu? Gills-LAnqt-r TriMp-Themer »ühnliof Fri.drichstraß« Täglich'Ifi Uhe: Bit Fan tt Fin St».«: D«r Semen einer fr»«. Tüeatcrs Komme Te» XVI MoritxploU 1481«. Hgl- TV« n. Munntac nneimi. S I7bri litfrSänger Heute Rem«» PROQRAMMI Hcrvorraf« SeloteMI Zorn �chfuO der lus'igc Einakter: „Ein Abenteuer I. WltWenvi-reln" Vorvcrka-it: IV—V/vu. 4— t, Uhr. ' Lottes Caprice-.s Snne�tori«»» Tteitmd» Der gclpemU Slaßfrieb mit F erd. Grüneeker. Apollo* Theater Friedrichs«». 21« s'/.iWaiWl'/, Harems-Nächte Sonniag» SVj IL X Lind frei. VMalla-ZheM TägL 7V'n St«.»I, u. 7>i, XXHe: ie toller, je bssser! Rose» Theater T-ia Uhr. Heimat «ach«.,',,»»-sieden«öden W MM:: BriesMke« kauft GroOmann, Jobannlsstr. 4. Norden 106 81. 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Alo Legitimation DU der«uowei» al»»«trieb»., Arbeiter, ober Bngeftelltrmat. Arbeiter,«rdeit-rinnen, Angeftellt-I Nehmt in den Detricben Stellung zu diesen Fragen und laßt Euch von Euren Betrieb». räten Bericht erstatten. Kontrolliert Eure Belrirboräte, ob sie auch wirblich Eure Zntrresirn walfenehmen. Dl« Zentral« der VetrieborSt« R-umann Seschke Flesch Allgemeine vrtzkrankeickZZLe kür den ZtsdtbeiirK Köpenick Der vom Dorstanb med Au»sch»ß beschlossene VI. Nachtrag zur Sastung der Kasse hat unter dem». November b>« Genehmigung b«, Ooerversicherungsamr»«,oß-Dcrlin gesunden und tritt rüch» wirkend»b 1. Nooember d. I. in KrasL Die Beiträge betragen au Grund der erfolgten Aendeeung 2 oom Hundert und zwar demnach in Stuf» A für jeden Aebeitatag 0,12 Alk. I ll M iv V VI VN vm ix i W 0�1 0,9« A 1,92 2,1« 2« Die Drundlühu, bleiben wie bisher. Tanchezemplare he» VL Nachtrage, sind nom 15. Nopemder ab im Kassenlokal erhältlich, de, w«iteren stehen den Arbeitgebern ein besondeeer Au»,ug au» der Kasiensafluna über«rundlohn, Bettrüg, usw. in Tad«ll«nsoim ad Ib. November zur Dersüguug. Bemerkt sei noch,-•— �- pfiichriggn Personen 7, KSgentch, den il>. Nooember 19Z0. Ott» Riekel Ar. Murrken Dorsißcnde». Schriftführer. baß sür Sachdezüge für alle Versicherung». W». pro Tag in Aufaß zu bringen sind. Soeben enehienen Im Verlage der Kommunistischen Internationale Leitsätze ond Statnten der Koramanistisclien Internationale beeoblsttto v. II. Kosgfsss d. Kommunistisoben Interoatlonale Moskau, v. 17, lull— 7. August 1920 Vollattttidlge Anssrabe In haltt Statuten der Kommuimtisdien Internationale/ Leitsätze Ober die Orandanfgaben der Kommunisthchen Internationale/ Leitsfitce Ober die Bedingungen der Aufnahme in die Kommunistische Internationale/ LebsAtze Aber die Rolle der Kommunistischen Partei in der proletarischen Revolution/ LeitsStre über die Kommunisfi.chen Parteien und den Parlamentarismus/ Leitsätze Ober die Oewerkschalhbewegung, die Betriebsräte und die III. Internationale/ Leitsatze Ober die Bedingungen der Bildung von Arbeiterraten/ Leitsätze und Erglnzungsthesen über die National- und Kolonialfrage/ Leitsätze Ober die Agrarfrage 80 S«lten stark Pr«4s 2,50 Mark Zu bizlikea lircit II« ArtBltirliclihaillgit, Berlin, iinenstmn I MMMUK-BttM Vrrn»»ltnng«p»Xl» VrrNn._ Todes- Anzeige Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder gestorben sind: Sie Arbeiterin Edith Fragehefm Lichtenberg, Wülifchftraffe ZI, am 21. Oktober. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. d. Mts-, nachmittags 3 Ahr, von der Leichenhalle des Städtische» Friedhofes in Lichtenberg, Lückftratze, ans statt. Der Gürtler Franz Baudisch Berlin, Wasierthorstraße 63, am 10. d. Ml». Die Beerdigung findet am Montag, de« 15.». Mt»., nachmittag» X Uhr,»on der Leichenhall« de» Neuen Iakodi. Kirchhofe, in Ndukälln, Hermaunstraß« 100, au» statt. Rege Beteiligung wird»wartet. Nachruf I Den Kollegen zur Nachricht, daß sZs« Kollege, de Schmied Emil Rudiofff Prenglaue» Stra' e 9, am S. d. Wt,. verstorben ist. Ehre ihr«« W-nbenkettl Die Cxt9otrmalt%xn§» U« Donnerstag, den 11. Nov. 1920, morgens Uhr, verstarb nach langem schweren Leiden meine tteue Käme- rabin, inntgstgeltebte Fran. nufer« herzensgute Mutter MkM WAWIg geb. QuneZe�ina«» im 40. Lebensfahrt. Tie wtoc die Sonne«eines Lebens. In tiefer Tran« Adolf Slaiihensloln nebst Kinder. Berlin O, Schillingstr. IS. de« 12. Nov. 1920. Di« Beerdigung findet am Sonntag, den 11. November, mittaas 1 Ahr, von der Leichenholle des füdifchea Fried- Hofs in Weitzensee ans statt. vobbermsnn m entlaufen Gegen Belohnung abzugeben bei GtlSO LS ZS.Reicheubt rgei str. 104 yaudi Tabak � »nnd.Dr.Hambnrgrrstt. 1> Danksagung. Allen, die an dem großen Schmerz, der mich dar« den Tod meines geliebte» Wann es Pso; Helnfmam betroffen hat, aufrichttse� Anteil nahmen, sage hirtt mit meinen herzlichste» Dank. frm Rsm rnn CSpcnick, Luisenstraße 7. DM« NelMdeilK-BerbB Penvalttmgsftelle Berlttl N. 54, LtttteOr.$$ SeschlisBzett oon»om.» W dis 4 USr. Televw:«mt Mde, ISS. IZZS. 1SS7,«714. Am SNantag, van US. iNavamder 1920, abend« im Lokal Südost, Woldemarstr. 75 Versammlung des: Metallformer und Bernfsgenosien- Tageaorbnung: 1. Zahembericht der Kommission nnd de»»ranchenleiterd�g 2. MeuwohIdeiAgftattonakommIssion u. de» Beanchenvrtlrt»� 3. Verschieben-».•— Mftgli«d»buch ist milzubrwgen. .- Achtung! � UralestXnrmnno XXber««Xtr»g»erhShung Xm Deuts« Achtung I SlletallarbeXterurrbanb.»- Bei den In de« Wetallarbeircr.Zcilung«erOffentlichK*� sti»nnnng,l»Kalen muß r» heißen unter Montag, d, 15. Noven- «». 5«. KllnXg(nicht Krilgers. Hussiteusir. SS Mr. 70. NdeaUKasino, N-ukSIln, 2r>ei-.,srls«r. S 9Xr. 79. Slebank. fMarirnseldr, KX«o«rt-PlaS 7- � Smlm-M«' M Äiitt0 Zehleiil>l>llii.lW..t.S.m.i!L Am Sonntaa, den 21. Olanember, nachmittag» 4 Uhr, � tm»äaXserhas., geHiendorf, Potodamer Straße 49», die Ordentliche GenerawersammlunS statt. TaieaardnUMfl! 1.»>»eschäftedericht de» Borstande«. d> Bericht de« Aussich>»ra»e». 2. Enilaftungsrileilung sür den Vorstand. S. Beschlnßsassung über die Berteilung de, Aewgewlnn». 4. Erhöhung der lbeschäftoanlrile aas 150,— Mk., de» gelde» aus 2,— MK. S. Ergän,un,»wahl de« AufsXchtaeata». S. Oenassenschaftliche». v. Fehlberg, oifnamadrskt� s-M-«, m■ nfld«oStAM aaaoX ÜKimii Wo JtaMDt stZstlN EftatbüMIro ftrtIrwTW«» 70O Nr. 480 Vellage zur„Freiheit" Sonnabend, 13. November 1S2Y Die Spaltung der Jugend Zweite Rclchskonsereuz der sozialistischen Proletarierjugend in Leipzig. tSchlust.) Als Korreferent spricht Kcnosse Lästlein-Hamburg. der im wesentlichen die kommnnisttichen Gedankengänge über die Int.r- nationale vertritt. Er stellt unter allgemeinem Eclächter fest, daß für die Jugendbewegung jetzt die Frage steh«: Amsterdam »derMoekau? Er bestreitet die politische Unreife der Fugend Und behauptet, daß die Jugend sämtlichen nichtkommuniftt�chen Sarteien den schSrtii-a Kampf ansaaen muß. aach der Nich-u«� ilferding. Bildung könne erst getrieben werden, wenn der Kampf der Zugend von Erfolg getragen sei. Der Kampf sei das beste Mittel der Bildung. Ms Vertreter des Erekutibkomitees der kommunistischen Jugend- internationale spricht Münienberg. Er spricht ebenfalls durchweg im parteipolitifch-kommunistischen Sinne. Bon den Zwei bean» stnndeten Punkten gehen wir nicht ein Zota ab. SJnt ihnen steht und fällt unser Programm. Für mich ist der l? jährige Jugendliche in Verlin, der sein Leven mit dem Rufe: Hoch Ccheidemannl retten konnte, und Hoch Liebknecht! ncf, viel mehr wert als Kautsky. Euch trennt nichts mehr von den Rechtssozialisten, uns trennt Unüberbrülkbares von ihnen! Es wird beschlossen, von einer Diskussion Abstand zu nehmen und über die. beiden vorliegenden Resolutionen abzustimmen. Die «ine von Grossen Paul- Königsberg verlangte den u n b e d i n g- ten Anschluß an hie Z u g e n d- Z n t e r n a t i o n a l«, während die ander« von Genossen S ch r öt e r» Leipzig den An- fchluh unter den obwaltenden Berhältnissen ablehnt. Es wird namentlich abgestimmt unter großer Spannung der Delegierten wie der Tribüne. Das Resultat ist ltZ Stimmen für Rrsolotion Paul und Iii für Resolution S»rZter. CBeifall bei der Mebrbeit und auf der Tribüne.) Genosse Bästlein-Hamburg bringt«inen Antrag ein, nach dem alle die, die gegen die Relolulion Paul ge> stimmt haben, als aus der„Sozialistischen Praletarterjugend" ausgeschieden �u betrachten seien. Noch vor Abstimmung dieses Antrages erhält Genosse Schröter-Leivzia das Wort. Er betont, daß man stch setzt trennen müsse, daß aber bald die Zeit komme, wo wieder Schulter an Schulter gekämost werden müsse. Nicht als Feinde gehen wir auseinander, sondern wir versuchen, Unser gemeinsames Ziel aus verschiedenen Wegen zu erreichen.— Jcadj Abslngung der Internationale verläßt die Minderheit unter Abjingung des Sozialistenmarsches den Saal. Die Minderheit setzt in einem anderen Räume die unter- brochens Tagung fort. Genosse Kshlhöfer-Frankfurt a. M. erhält zum Punkt Int er n at ioma l e das Wort. Er schildert die Eni- Wicklung der russischen Revolution und dawit der Internationale und kommt zu dem Schluß, daß die S.� P.?. dieser Internationale nicht beitreten kann.— Schluß der Ddbatte über diesen Punkt. Als Referent zu„Unsere Stellung zu den Parteien" führt Ge- «osse Tiede-Magdeüurg aus. daß die Jugendorganisation voll- ständig selbständig bleiben muß und versucht es, an Hand der Geschichte der„Arbeiter- Jugend" zu beweisen.— In der Dis- lunion kam zum Ausdruck, daß man allgemein geneigt sei, in dieser »rage den Ortsgruppen Spielraum zu lassen, da die Verhältnisse "!*inzelnen viel zu verschieden find. »..«P.*41 Verbandlungstage hielt Genosse Schräter-Leipzig ein n �.°!«rat über unsere Aufgaben.'— Di« Diskussronsredner eu« ssrundsätzlich auf seinen Standpunkt und gaben der Horsnung, daß jeder einzelne seine ganz« Kraft in den Dienst der Oraanyviion stellen wird. Antrag von Genossen Sisner-Nürnberg wurde die � Parteineutralitää erneut aufgerollt. Die Dis- kusslo.isrcdner stellten sich übereinstimmend aus den Standpunkt, tah A-M t V>—...-- �**4-.........—'--- �-- I Bei den Neuwahlen wird Genosse SchrSter-Leipzig ein- stimm iI als Vorsitzender wiedergewählt. Desgleichen Ee- nosse Brauer-Merseburg als Redakteur der„Proletarier-Jugend". Ihm zur Unterstützung»lg Redakteur für„Aus unseren Reihen" wurde Genosse Hubler-Lctpzig gewählt. Nachdem die Konferenz einer Resolution zugestimmt hatte, die die energische Schaffung und Durchlübruna des Jugendschutzes verlangt, schloß Genosse Schröter die Sitzung mit einem Hoch auf dir„Sozialistische Proletarierjugend" und oem Wunsche, daß ihre Arbeit gute Folgen tragen und unsere Bewegung als die einzige revolutionär« Jugend bewegung zu einer Massenorganifatton der jungen Proletarier werden möge. Resolution Schröter: Die auf dem Boden des Programme« der S. P. I. stehenden Delegierten erklaren: Das Weiterbestehen der Sozialistischen Proletarieriugcnd ist eine geschichtlich« Notwendigkeit.— Eine Verschmelzung mit der Freien sozialistischen Jugend kann unter den obwaltenden Umständen aus folgenden Gründen nicht voll- zogen werden: � �.4st.«ln« selbständige Jugendbewegung. Die F S- I. sst dU Sektion einer Partei. ®.JPi 3. erstrebt die Erziehung zum Sozialismus durch theoretische vilbung und praktischen Klassenkampf.— Die F. E. Z. als Glied der Kommunistischen Partei ist trotz ihrer gegenteiligen Beteuerungen in vollständiger geistiger Abhängig. k e t t von Programm und Taktik dieser Partei. 3. Daraus ergibt sich: Die S. P. D. erstrebt den internatio- nalen Zusammenschluß der proletarischen Juacnd unter Woj). rung der Selbständigkeit der Jugenvorganisationen aller Länder.— Die F. S. I. ist nach den geltenden Theten der Mos- kauer Iugendinternationale«in ausführendes Organ des Moskauer Zentralkomitees. Bei dieler Sachlage muß die S. P. I. ein Aufgehen in die F. S. J- ablehnen. Cr« steht nach wie vor auf dem in Halle beschlossenen Programm und kann sich, ihren Grundsätzen folgend, der lommunistischen Jugend- international» nicht anschließen. S-.nrno mrrzuar Veiten.— Genosse Schneider-Berlin als s Zentralkomitees der U. S. P. D. betont, daß die Zentral- fettung garnichtdarandenke.der Jugend die Selbständig- keit zu rauben: er es aber begrüßen würde, wenn aus der Jugend Seraus der U. S. P. D. eine Srimvathieerklärnng entgeqenae- racht würde. Als Genosse Schröter-Leipzig betont, daß er keine Sekunde in einer U. S. P. D.-Jugend arbeiten würde, ti«�! Genosse Eisnrr-Nürnberg den Antrag Zurück und erklärt sich damit einverstanden, daß bis zur nächsten Reichsausschußfitzung� diese Frage in der..Proletarierjugend'� genügend beleuchtet wird. Zur Pressefrage referierte mit kurzen Worten Genosse Bräuer-Merseburg. Er betont den Willen der Schriftleituna. das Blatt so gut wie irgend möglich zu gestalten.— In der Diskussion wurden verschiedene Besserungsvorschläge gemacht, die teils ab- gelehnt, teils angenommen und teils dem Genossen Bräuer zur Erledigung überwiesen wurden. Bezirksverband Berlin-- Brandenburg Umständehalber findet die Zentralvorstandssitzung heute abend nicht um 7 Uhr, sondern schon um S Uhr statt. Die Reichswehr als Nachtwächter Ein Beispiel wie die Arbeitslosigkeit von den' Behörden be- hoben wird, liefert die Entlassung von 4t Wächtern der ehe- maligen Flugzeugmeisterei und des Hauptgasschutzlagers Adlers- Hof. Diese 44 Wächter wurden bisher von der Berliner Wach- und Schließgefellschaft, Inspektion Oberspre«. gestellt. Der Ver- trag mit dem Reichsvermögensamt wurde, trotz mehrmaliger Zu- sicherung seitens des Sekretärs Herrn Viertel nicht mehr mit der Berliner Wach- und Schliehgesellschaft, Inspektion Oberspree, erneuert, dagegen wurde ein neuer Vertrag mit der Gesellschaft Wach- und Sicherheitsdienst Groß-Berlin(Bureau Tafd Winter- fcft) zum 1. November abgeschlossen. Am M. Oktober, nachmittags 2 Uhr. rückte ein Rittmeister mit seiner neuen Garde, ungefähr 40 Mann und die Häuptlinge aus der Bewachungsstclle an. Die Leute kamen mit Pappkartons an, genau wie bei der Mobilmachung, gesagt wurde ihnen, sie würden in einer Baracke untergebracht. Es waren fast nur 18- bis 2S jährig«, denn die neue Gesellschaft will nur mit Unvcrheirate- ten arbeiten, der größte Teil sind Enilasjene von der Reichswehr, dos Hakenkreuz ist vorherrfchend. Der Lohn beträgt im Monat für die Branche üblichen Tariflöhne zu bezahlen. Ja, warum.? Es sind ja doch nur 44 Wächter, welche brotlos werden, damit sia, ein Herr Rittmeister und Theaterdirektor auf Kosten der All- gemeinhcit die Tasche füllen kann. Einberufung der Bezirksversammlunge« Der Magistrat der neuen Stadtgemeinde Berlin trat gestern unter Vorsitz des Oberbürgermeisters zu seiner ersten Sitzung zu- sammen. Er beschästigte sich zunächst mit der Einberufung der Bezirksversammlungen und beschloß erstmalig zu« sammenzuberufen: 1. zum 22. November 1920. nachmittags b Uhr, die Bezirksversammlungen sür Verwaltungsbezirk 1 nach I. Gemeindeschule. Koppenplatz: 2 nach Friedrich Werdcrschcs Gymnasium. Dochumer Straße; 3 nach 32. Gemeindeschule, Pankstr. 47: 6 nach Friedrichs-Dymnasium. Mittenwalder Straße: 12 nach Gemeindcvertreter-Sitzungssaal, Steglitz, Rathaus, Schloßstr. 80-37. 2. zum 23. November 1920, nachmittags S Uhr. die Bezirksversammlungen sür Verwaltungsbezirk 4 nach Gemeindeschule, Gethsemanestr. 4; 6 nach 268.-278. Gemeindeschule. Frankfurter Allee 37: 7 nach Stadtverordneten-Sitzungssaal, Eharlottenburg, Bev- lincr Str. 72-73: 9 nach Neue Stadtballe, ehemal. Joachimsthaler Gymnasium. Wilmersdorf, Kaiser-Allce 1-12:- 13 nach Lyzeum, Tempelhof, Germania 4-7. 3. zum 24. November 1920, nachmittags S Uhr, die Bezirksversammlungen für Verwaltungsbezirk 8 nach Stodtverordneten-Sitzungssaal. Spandau, Rathaus: 10 nach Gesangsaal des Lyzeums, Zehlendorf. Schönower Str. 8? 14 nach Sitzungssaal der Stadtoerordneten-Versammlung. Reu- külln Rathaus: 18 nach Gemeindeoertreter-Sitzungssaal. Weißensee, Rathaus. Dlbertinenstraße. 10 nach Stadtverordneten-Sitzungssaal. Cöpcnick, Rathaus: 4. zum 20. November 1920, nachmittags ö Uhr, die Bezirksversammlungen für Verwaltungsbezirk 11 nach Stadtverordneten-Sitzungssaal. Schöneberg, Rudolf- Wilde-Platz: 15 nach Gemeindevertreter-Sitzungssaal, Treptow. Rathau»: 17 nach Stadtverordneten-Sitzungssaal, Lichtenberg, Rathaus. Möllendorffstrahe: 19 nach Gemeindeoertreter-Sitzungssaal, Pankow. Rathaus: 20 nach Aula des Realgymnasiums. Reinickendorf. Bernerstr. 8. Ferner beschäftigte sich der Magistrat in seiner ersten Sitzung mit den Entwürfen dreier Vorlagen, nämlich einer Vorlage betreffend die Schaffung zentraler Verwaltungsdeputationen, einer Vorlage betreffend die Bildung einer Uebergangs-Deputation für außer- etatsmäßige Bewilligungen und mit einer Vorlage betreffend den Erlaß eines Ortsstatuts über die Zuordnung von Maaistratsräten und Magistratsbauräten. Der Magistrat beschloß, diese drei er- wähnten Vorlagen der am Sonnabend tagenden gemischten De« putation zur Beratung vorzulegen. '4 Arbeitersport Fußballspiele der Mark. Spiel-vereinigung. Sonntag. Ans. 2 Uhr. Adlrnhos— Neukölln In AdlersZos,«l-mar-I Krake, Wöllstein. N. B. T. gegen «. B. L. In Rclnickendors. Basier Straste. Echöi-rei. Schönebera— Brandendur, In Schöneöerg. Nubenzstrasie. JugenMieirapIa*. BMarl»-«»!-, In T-mp.lh-f. «aller.Willielm.Slr. A. Union— Nawawes in Pankow, Plchelsmeröer Slrasta. Gemelndepl. Charlottenburg— Sperber in Charl.. Vahnb.?ungleinheib« Kepler. (itofce. stich,«(Mbt.— Lichtenberg in Relnistendorl. Ihurner. Elke Nülimtnfce. «trahiau- Aökania in Str., kajjUrsir. ZK. Miner«»—«jSe-Xejti in«orjg» _________ für die Häuptling«---- Mark. Einen Betriebsrat will die neue Gesellschaft nickt an- erkennen, wer sich organisiert wird entlassen. Di« Organisation hat es nämlich ganz besonders dieser noblen Gesellschaft angetan. daher wurde auch keiner von den alten Wächtern eingestellt, weil i bekannt war,' daß diese alle organisiert sind, die natürlich auch * Anspruch auf tarifmäßige Entlohnung gestellt hätten, sowie auch sonst auf Znnehaltung de« Tarifvertrages gedrungen hätten. Sa sorgt eine BeHorde, daß 44 Familienväter brotlos und ihre Familien dem Hunger überantwortet werden. Warum wurde, fragen wir, vom Reichsvermögensamt der neuen Gesellschaft nicht die Pflicht auferlegt, daß alte erfahren: Wacktpersonal, welches stets treu und/aewissenhaft seine Pflicht erfüllt hatte, weiter zu beschästigen. Warum wurde die Gesellschaft nicht verpflichtet, die burger Str. 14. Bellen— sticht« 9 in Bellen. Kr«i»bubnstraK«. Blankenburg gen Ralhrnow In Blankenburg, Slrahe 7. Wlllenberge— Siemensslabl in lllenb. a. b. Llabl. Splclpl. Arminia— stlchl-.Moabil In Relniik-nbf.West. >he Elchbarnstraste. Hennigsdorf— SisenliwUcrei In Hennigsdorf, steldslraii». in Berlin, Echönbauler Allee, stglkc— Spandau in Schwant«— Slbler-Berlin in Schwante. Veanben- Pankow. Millingen Strafte. dura— Lankwtft"" Miiblenberg. Tel!. MWWWWW M ßeim. AllstKlieni.ks— Eesinnu In All-S-l.. Rubower Elrofte. Sablow— lkröft- burz— Lankwlb In Brandenburg a. fi. Stern— Lichtenrade in Marlenfeld«. '' Teltow— stroft-strel in Teltow. Potsdamer Straft«. Schlfferkinder- ' �----- Sa"" tieften in Kablow, am Babnbof. Lustig-stidel— Zahn-Triw. in Weiftenfee, Renn- bahn. Allcmania— Trcotow>EZd in stiitdiichsbagen, West-löemelndepl. igln« trachi 15— stichlt-Ost auf Stntiachtplag. Borhet um IZ.lö Uhr Spiel« der k. Mannschaft. Der freie Turnverein Lichtenberg. Mitgl. d. Arb.-Turn- und Sport-Bundes veranstaltet am Sonntag, den 14. November, nachm. iYj Uhr In der Turnhalle des I a h n- R e a l g y m n a f i u m s in der Markistraße ein Schauturnen seiner Schüler-, Schülerinnen-. Hunger rkj Roman von Knnt Hamsun. mir woMen keine Worte einfallen. Zch las das Ganze von Anfang bis zu Ende, las jeden Satz laut und war nicht imstande, meine Gedanken zu diesem krachenden Höhepunkt zu sammeln. Als ich hieran noch laborierte, kam «bendrein noch der Konstabler gegangen, stellte stch in meiner Nähe in der Strahe auf und verdarb mir meine ganze «timmung. Was ging es ihn an, dah ich bei dem Höhe- Punkt eines ausgezeichneten Artikels für den„Kommandeur" war? Herrgotti es war doch geradezu unmöglich. «W.über Wasser zu halten, was ich auch versuchen mochte! di?(I-!? mindestens eine Stunde da. der Konstabler g,ng, ,.»V" war zu heftig, um still stehen zu können. Mutlos i* du a�ißt 0ber diesen neuen gescheiterten Versuch, schloß _ Tür mi�t au{ ttjlb g�g auf mein Zimmer. � bl« 0»«.»nd in der dichten Finsternis ver- ÄLh. w** � t» W» Zchwstete mich nach w Äs»fu«n»s mK> verfnchte meine Füße ch e» fei. ,0��''»u warmen. Dann legte ich mich, wie "ller Zeit tat. völlig angekleidet ins Bett. «ette a�iind��ten Morgen hell wurde, setzte ick mich im itelluÄ? Ä""«ieder mit meinem Artikel. Zn dieser vieuung �atz ich h.g lun, und hatte vielleicht zehn, Bis ans Finale war ich Mit großer Mübe kamen ein paar kurze Sätze zustande, zwanzig armselige Worte, die ich mit knapper Not zusammen- quälte, um nur vorwärts zu kommen. Dann war es aus. mein Kopf leer: ich konnte nicht mehr. Und als ich absolut nicht weiter kommen konnte, starrte ich mit weit aufge- rissenen Augen auf die letzten Worte, oiese unvollendeten Dogen, glotzte die wunderlichen, zitternden Buchstaben an, die sich wie kleine behaarte Tierchen auf dem Papier spreizten. und zuletzt begriff ich von allem nichts mehr, ich dachte nicht mehr. Die Zeit verging. Ich hörte das Treiben auf dem Hofe, Wagengerassel und Pferdegetrappel: Jens Olaj's Stimme tönte aus dem Stall zu mir herauf, wenn er den Pferden zurief. Ich war gänzlich ermattet: dann und wann schmatzte ich mit den Lippen, sonst aber tat ich nichts. Meine Brust war in einer traurigen Verfassung. Es begann zu dunkeln; ich fiel mehr und mehr zusammen. wurde müde und legte mich aufs Bett zurück. Um meine Hände zu erwärme«�y w'ch Di-« und raffte mich au? so aut ich vermochte. zum �ußte ein Ende haben! Ich suchte mir einen Holzspan SS£CUen setzte niich dann�iK«s?l«t!!!m Schreiben gar nicht darüber nach: es war. als geh« es mich nichts an; ,ch hatte ja auch genug Haar. Wieder versuchte ich. mich aus dieser seltsamen Betäubung aufzuraffen, die mir wie ein Nebel durch die Glieder rieselte; ich richtete mich auf, schlug mit der flachen Hand auf die Knie, hustete so stark wie meine müde Brust es zuließ— und fiel wieder zurück. Nichts half: hilflos starb ich hin. mit offenen Augen, den starven Blick nach oben gerichtet. Zuletzt steckte ich den Zeigefinger in den Mund und sog daran. In meinem Hirn begann stch etwas zu rühren, ein Gedanke, der sich herauswühlte, ein wahnsinniger Einfall: Wie. wenn ich zubiß? And ohne weiter zu über- legen kniff ich die Augen zu und schlug die Zähne zusammen. Ich sprang aus. Endlicst war ich wach geworden. Aus dem. Finger sickerte ein wenig Blut, das ich ableckte. Es tat nicht sehr weh; die Wunde war auch nicht sehr groß, aber icy war mit einem Mal wieder zu mir gekommen: im lcksstteife den Kopf und ging ans Fenster, wo ick einen Lappen fand, den ich um die Wunde wickelte. Während ich damit be- fchäftigt war, trat mir das Wasser in die Augen, ich weinte leise vor wich hm. Dieser magere, zerbissene Finger sah so jämmerlich aus. Gott im Himmel, wie weit war es mit mir gekommen!> Die Dunkelheit nahm zu. Es war nicht unmöglich, daß ich mein Finale im Laufe des Abends schreiben konnte, wenn ich nur eine Kerze hatte. Mein Kopf war wieder klar ge« worden, die Gedanken kamen und gingen wie gewöhnlich, und ich litt nicht viel: ich empfand nicht einmal den Hunger so heftig wie vor einigen Stunden; bis zum nächsten Tage würde ich noch aushalten können. Vielleicht konnte ich in- zwischen eine Kerze auf Kredit bekommen, wenn ich nach der Viktualienhandlung ging und dort meine Lage auseinander setzte. Ich war da wohlbekannt; in guten Zeiten, als ich noch Geld besaß, hatte ich manches Brot in dem Laden gekauft. Kein Zweifel, daß man mir eine Kerze auf meinen ehrlichen Namen sseben würde. Und zum erstenmal leit langer Zeit bürstet« ich meine Kleider aus, entfernte die ausgefallenen Haare von meinem Nockkragen, soweit es sich im Dunkeln tun ließ, und tastete dann die Treppe hinunter. Als ich auf die Straße kam, fiel mir ein. daß ich doch lieber ein Brot verlangen könne. Ich wurde unschlüssig, blieb sieben und überlegte. Unter keinen Umständen! sagte ich mir cnd- sich. Leider war ich nicht in dem Zustand, daß ich Speifen vertragen hätte: dieselben Geschichten mit Visionen und Ah- nungen und wahnsinnigen Einfällen würden sich wiederholen, mein Artikel wurde nieht fertig, nnb e« galt doch z«m„Kom- mandeur" zu kommen, ehe er mich wieder vergaß. Unter gar keinen Umständen? Ich entschied mich asso für eine Kerze. Und damit trat ich in den Laden. Am Ladentisch steht eine Frau unsi macht Einkäufe:"«ifeit ihr liegen mehrere kleine Pakete in verschiedene Sorten Papier gewickelt. Der Ko-nmis. der mich fen und'» ich gewöhnlich kaufe, läßt die Frau stehen, wickelt ohne weiteres ein Brot in eine Zeitung und schiebt es mir hin. .„Nein, heute, abend wollte ich eigentlich eine Kerze." sage ich. Sehr leise und bescheiden sage ich das. um ihn nicht ärger- lich zu machen und damit meine Aussicht auf die Kerze zu verscherzen. Meine Antwort verwirrt ihn: meine unerwarteten Worte machen ihn ganz wirbelig: es war das erste Mal, daß ich etwas anderes als Brot von ihm verlangte. »Dann müssen Sie noch einen Augenblick warten"» sagt er endlich und wendet sich wieder zu der Frau. Sie erhält ibre Sachen, bezahlt, gibt einen Fünfkronen, schein, auf den sie herausbekommt, und geht. Jetzt sind der Kommis und ich allein. Er sagt: „Sie wollten also eine Kerze." Damit reißt er ein Paket Kerzen auf und nimmt eine für mich heraus. (Fortsetzung folgt.) Iuqend-, Frauen- und MSnner-Abteilung. Nach dem Turnen F a- m i l i e n a b e n d bei Potczontek, Haup�traße. Gäste willkommen. Führungen durch die Sammlungen im ehemaligen Kronprinzen- palais. Der Besuch der Ausstellungen im Kronprinzenpalais ist z. Zt. durch die vorübergehende leihweise lleberlassung wertvoller Gemälde besonders zu empfehlen. Hervorzuheben ist u. a. ein bereits seit Juli erbetenes Gemälde'von Carl Hoser. Als außer- ordentlich dankenswert ist es zu begrüßen, daß. wie am Dienstag und Mittwoch in der Nationalgalleric, Führungen unter Leitung berufener Persönlickkeiten auch durch die Saimnlung im Kronprinzenpalais am Donnerstag, Freitag und Sonnabend jeder Woche vis auf weiteres veranstaltet werden gegen Erhebung d-s Einrittsgeldes von 1 Mark. So wird am Freitag den 19. d. M., um 12'A Uhr Dr. Schaidt an Hand von Werten Hodlers, von denen sechs der besten aus früherer und späterer Zeit in einem besonderen Räume untergebracht sind, versuchen, Hoblers Kunst dem allgemeinen Interesse näher zu bringen. In der Neuen Welt, Hasenheide, findet am Sonntag, Ii. November, vorm. 11% Uhr, ein Wagner-Konzert(80 Künstler) der Kapelle der Staatsoper, Kapellnieister Leo Blech, statt. Eintrittkarten 3,59 M.— Am 15. November, abends TA Uhr, ebenda Volks-Symphonie-Konzert des Dlüthner- Orchesters. Eintrittskarten für Genossen 2.k»!Z M. Karten zu beiden Veranstaltungen sind beim Genossen Eichstedt, Neukölln, Berliner Straße LI, in der„Freiheit", Neckarstr. 3 und Emsstr. 32 zu haben. Kroße Durchstechereien bei einer Zollabfertigungsstelle sind auf- gedeckt worden. Nicht weniger als fünf Zollsekretäre, die sich schwere Verfehlungen haben zu schulden kommen lassen, wurden verhaftet, gegen eine Reihe von Speditionsangestellten wurde gleichfalls ein Strafverfahren eingeleitet. Eine größere Speditions- firma in Verlin, die stch in der Hauptsache mit dem Versand von Waren in das Ausland befaßt, hatte ihre Angestellte dazu miß- braucht, sich mit den Zollbeamten anzufreunden und diese durch fortgesetzte Bestcchungsgelder zu verleiten, Waren teilweise mit nicht zutreffenden alten Änsfuhrhewilligungen, teilweise ohne jede Bescheinung das Zollamt passieren zu lassen. Die Bcstcchungs- acldcr wurden schließlich immer höher und beliesen sich endlich hoch ,n die Tausende. Nacht- und Schlemmerlokale in Kartoffel- und Kohlenkellern. Im Westen der Stadt erwerben Unternehmer Kartoffel-, Kohlen- oder Plättkelker, um sie nach der Straße zu unverändert zu lassen, innen aber behaglich und luxeriös einzurichten. Ohne irgend welche Konzessionen eröffnen sie in diesen Räumen eine Nachroar und eine Reihe von Schleppern sorgt für nächtliche Gäste. In der vergangenen Nacht wurde ein solches Nachtlokal wieder in der Eisenachsrstraße 15 ausgehoben, als gerade ein sehr reger Ve- trieb herrschte. Verloren. Am Sonnabend, den 3. November, ist in einem Stadt- bahnzuge eine Aktentasche verloren worden, die Rechnungsabschrif- ten und statistisches Material des �adtfuhramts Verlin enthielt. Der Finder wird gebeten, die für cknen Dritten gänzlich wertlosen Papiere gegen gute Belohnung beim Stadtfuhramt, Schloßplatz 7, im Marstallgebäude, abzugeben. Generalversammlung der Betriebsräte Die Vetriebsrätezentrale beruft für Sonntag Vor- mittag 9 Uhr, nach dem Sportpalast, Potsdamer Straße 72, eine Versammlung aller Betricbsyite, Arbeiter- ugd Ang.jtellieuräte mit folgender Tagesordnung ein: Eegen die Sabotage der Unternehmer, für die Kontrolle der Produktion. Der Zutritt zu dieser Versammlung ist nur gegen L e g i t i m a- t i o n gestattet, die den Inhaber als Arbeiter- oder Angestellten- rat ausweist. Im Gegensatz zu den Nechtssozialisten empfehlen wir unseren Parteigenossen die Beteiligung an dieser Versammlung. Es ist Pslicht unserer Genossen, in dieser Versammlung darauf hin- zuweisen, daß der Kampf gegen die Sabotage der Unternehmer erfolgreich nur dann geführt werden kann, wenn es uns gelingt, die gesamte Arbeiterschaft dasür zu gewinnen. Eine Aktion für unsere Forderungen muß in Verbindung mit den Gewerkschaften und Parteien eingeleitet und durchgc- führt werden.� Eine etwa von der Betriebsrätezentrale vorge- jchlagene überstürzte Aktion, die nicht in Gemeinschaft mit den Gewerkschaften und den sozialistischen Parteien vorgenommen werden soll, muß den Widerspruch unserer Ecnosien finden. .Zum Streik im Textilzrohhandel In den letzten Tagen wurde von der bürgerlichen Presse berichtet, die Handetszilfsarbeiter hätten zum Streik der Angestellten ihre Neutralität erklärt. Die wirkliche Stimmung der Handels- Hilfsarbeiter wurde am Donnerstag, den 19. d. M. in folgender Resolution zum Ausdruck gebracht: „Die am 11. November 1929 in den Musiker-Festsälen zahlreich; versammelten Handclshilfsarbeiter weisen es weit von sich, daß sie zu dem Streik der Angestellten eine Neutralitätserklärung ab- i gegeben hatten. Sie oerfolgen vielmehr mit der gespanntesten Auf-• merlsamkeit die Bewegung der Angestellten und werden im gsgebe- neu Moment zu der Situation Stellung nehmen. Sie geloben Solidarität, keine Neutralität im Kampfe. Die„Neutralität" der Handelshilfarbeiter dürfte den Arbeit- gebern bald übel bekommen. Die„Solidarität" der nichtbestreikten �irmeninhaber gegenüber den bestreikten, die die Arbeitgeber in einer Annonce am Donnerstag abend hcrvor.heben. ist durch die restlose Anerkennung der Forderung van ver- schiede nen Firmen, deren Zahl sich täglich mehrt, bewiesen. Wenn die Arbeitgeber in ibrer Annonce behaupten, die Unter- schriftcn der Firmen, die die Forderung anerkannt haben, seien ge- fälsckt, so sollen sie den Beweis für diese Behauptung antreten, an- dernfalls man sie als Ve r l e u m d e r bezeichnen müßte. Richtig ist die Erklärung, daß die arbeitenden Angestellten nicht höhere Gehälter, als das letzte Angebot beträgt, erhalten. Das entspricht völlig der in, Tcxtilgroßhandel bekannten Tradition, Hungerlöhne. zu zahlen. Mehr ist aber auch die aus ehemaligen Offizieren be- s stehende Strcikbrechcrkolonne, wie sie bei der Firma Gebr. Jkle an- gestellt worden ist, für ihre Lehrlingstätigkeit nicht wert. Daß aber beute noch vielfach die empörend niedrigen Gehälter des M a i- T a r i f e s den arbeitenden Angestellten gezablt wer- den. das verschweigen die Arbeitgeber schamhaft. Das Gekläff der Arbeitgeber ist bezeichnend für die Lage. Die Zentral-Streiklcitung. t Achtung. Daimler-Marienfclde! Arbeitsaufnahme Montag d. 15. früh 7 Uhr.> Vus den Organisationen t. Dlst-Itt. Sonntag, 14. November, vormittags 10 Uhr, Sitzung der Altern» beirate unterer Partei bei Steiner, Bülowftr. bS. 11. Siitrilt. Lbteilungkassierer holen heute die Karten sür den Kunstabeud am Dica-tag. den KV November, vom Ecaoffen Lohmann. Huisitenstr. 42, ab UN» geben dieielbcn soiort an die SZezirlsführer zum Weitervertrieb. Neuiblln. EcnoNen, die be! uns noch nicht gemeldet nnd. melden Och vom 4. BtZ. bei Ray. MeickVelstr.-UV 13. Bez. bei Wezner. Walterstt. Mi 20. Bez. b-> Eruvewaid. gietbenitr. 59. Kle!n-?chSni>eg-!>IU>neichc. lLcdebour-Crt-pten.Z Sonnabend, den 12. Novem> ber. abends pünliüch 7Vi Uhr, Zahlabend im Restaurant Kurparl Miltelüratze. Tage-ardnunai Z'erbiiv.ds-Scneral-Vcrsammlung. Alle Genossen müssen erscheine»- Mitgliedsbuch mitbringen. Vereinskalender Touristev-Berein ,N»tu-sr-uub«". Mandolinenlonzert der MusslabteNung am Sonntag, den 14. November, nachmittags 5V4 Uhr, Earde-Kassno, Eophtenstr.»* Nach dem Konzert Tanz._, Petriedostiiler Die 1. ordentliche Branchenversammlung der BetriebssatUN findet am Sonntag, den 14..November, vormittags 9 Uhr, im Lot'.l oo» Sch-.-.lz, Köniqsgraben Z. statt. Die«ranchenieitun-!. �portiarteli.■ Sitzung der Funltlonen zum 21. November am Montag, 15. November bei Koltschack, direkt am Bahnhos Tchönholz.(Nicht Mittwoch,«»» Mfirl, r-visl> e?eii,i--una. Alle Brovoaendaivielvertreter am Montag, lag.l irf. Ulpiel- ereinizung. Alle Provaqandaspielvcrtreter am Montag,' 15'.' November, 7 Uhr. in den vorigen Lokalen zum Materialempsang und c"! teilung zuiemme». iZorstandssttzung der M. S. V. am Bussteg, vormittag- Schwartzkops. greirelielöse Gemeinde. Sonntag, vorm. II Uhr. Im Bürgcrsaal de» SinibaulA: Hi) ingstrasse, Bortrag des Herrn Dr. M. Brie:„Die Kunst als VoUserziehun� iniitel".— Am 17. November(Busstagt, abends S Uhr, im Stadtbaus, Klo!» strotz« 50, Bortrag des Herrn A. hossmann:.Die blitzend« Menschheit-'.. Anternation-lee Bund, Sektion«riezogesangene. Eeneraioeriammlnng»n Montag, 15. November, abends 7 Uhr. Echulaula Givsstr. Ma. Wettz-ni««. Tlrauenveiiammluna. Sonntag, 2 Uhr. Aula Reelglimnastum, Promenade. Bortragt„Die iozialen Auigaben der Frauen".— Ka-lshoest, g-iedr, hsselde. Dienstag abends?>/, Uhr. tn Hut, Berein, D»* Karlshorst. Treskow-Allee. Ecke Klauiestrasse. Zlütglleder-Beriammiung. Bor»»» Berbgud sozieliftllch-r Lehrer. Sonnabend, b Uhr, Geschüstsfitzung, Rethem Zimmer 10S. zli Berantwortlich str dl- Redaktion! Emil Rabold. Berlin. antmortlich für den Inseratenteil: Ludwig Komeriner. Karlsdorst. � Berlagsaenoisenlibakt.�reideit" e.(ö m b Berlin.— Druck der �sreiV» G rn fi � �«> plrr»»#"" - Die höchsten Preise sstr samtliche AlßsAvisIIv - ,°hlt Wsemer Pankoiv.Wollankstraßegt am Nordbahnhof Die höchste» Preise für sämtliche Altmetalle zahlt• Wiemer Putbuser Strafte 30 I o in Babuhos Gesundbrunnen. Die höchsten Preise für sämtlich« Altmetalle zahlt Wmmer Mtrbachstraft» 4, ftof am?sentral-Biehhof Die höchsten Preise für samtlich« Altmetalle zahlt' Wiemer neahOUn. L'anbeftraftr AI nahe Kaiser» Friedrich» Slratz« Die höchsten Preise für sämtliche Altmetalle zahlt Wiemer Lfchtenbrrg, Iungstraft« SS am Bahndos Franksurter Alle«. Die höchsten Preise sür sämtliche Altmetalle zahlt TUTEL■ Schlvelbeiner Str. 5 am Bahnhof Schönhauser Allee !«««»»« Dringend gesucht H KUPFls» S Zinn, Lagermetall auch alle anderen Metalle. 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