Nr. 199. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Munimer mit illuftrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonel zetle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: But I, Br. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Bei Waller und Brot. der Freitag, den 27. August 1897. Dem deutschen Doktrinarismus ist es gelungen, die Prügelstrafe aus dem Reichs- Strafgesetzbuche als richterliche Strafe zu entfernen. Wenn dann solche Gesellen im Gefängniß erscheinen, die nur aus Bosheit und Gemeinheit öffentliche Anlagen, Rube bänke u. f. w. mit Roth beschmuzen, junge Bäume umknicken, Denkmäler oder Neubauten mit einer äßenden Flüssigkeit be= gießen, oder wie jüngst in Frankfurt a. M. am Denkmal Karls des Großen die Hand herunterhauen, dann ergreift den Beamten das Gefühl: Für Dich, elender Kujon, ist das Gefängniß ein viel zu guter Ort, Du müßtest Prügel haben, daß Du an den Wänden hinauftanztest! Aber diese Energie geht unserer Rechtspflege immer mehr verloren." Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: " Ist der Entlassene geschickt, kräftig, zuverlässig in seiner Arbeit, so sieht wohl der eine oder der andere über den Matel hinweg; aber einen halben Arbeiter mit dem man Nachsicht haben muß, dem jeden Augenblick der Athem auszugehen droht, der unter einem 1½ Bentuersack zusammenbricht oder der mit seiner Erdfarre immer 20 Schritt hinten nachkriecht und der noch dazu bescholten ist, den nimmt bei der Ueberfülle von tüchtigen, unbescholtenen Arbeitsfräften niemand, als vielleicht eine besonders barmherzige Seele. Die Zahl der letzteren ist aber in unserer materiellen Zeit sehr rar geworden. Was bleibt denn nun dem in seiner Arbeitsfähigkeit Herabgefommenen, der überall vergebens um Arbeit anklopft und überall abgewiefen wird, übrig? Raum etwas anderes als betteln oder stehlen. Im ersten Fall bevölfert man das Armen und Korrektionsbaus, im anderen die Strafanstalt. Durch eine schlechte, die Arbeits. fähigkeit des Gefangenen schädigende Ernährung züchten wir in unsern Strafanstalten selbst ein Verbrecher- Proletariat." Wir Sozialdemokraten haben gewiß keinen Grund, uns über allzu humane Behandlung zu beklagen, die etwa denen von uns zu theil geworden sei, die der trauten Umarmung deutscher Gefängnißmauern verfallen waren. Skandalöse Vorfälle wie der Leipziger, wo man einen unserer Redakteure mit Retten geschlossen durch die Stadt transportirte, oder wie in Har burg, wo man einem anderen Redakteur das Haar abschnitt und ihn mit Baumwollzupfen oder dergleichen beschäftigte, find ja noch in aller Gedächtniß. Unser Gefängnißwesen liegt Man weiß nicht, ob die Dummheit oder die Rohheit fehr im argen; das Leben in den Strafanstalten führt in der größer ist, die hier zu uns spricht. Kann denn wirklich ein Regel den langsamen körperlichen Ruin der Gefangenen herbei. vernünftiger Mensch glauben, daß einem verwahrlosten Aber die Fachleute, wie Gefängnißdirektoren, Gefängnißärzte, Burschen, der vielleicht ohne jede Erziehung in den moralisch Juristen und Gelehrte, die sich mit dem Gefängnißwesen be- und wirthschaftlich elendesten Verhältnissen aufgewachsen ist, Tas ist vielleicht ein Punkt, den die nach Brutalisirung schäftigen, verfolgen doch immerhin in ihrer Weise dadurch Liebe zur Schönheit und ein Begriff von der Herrlich der Gefangenen lechzenden Herren verstehen. sozusagen humanitäre Bestrebungen. Noch auf feit eines Kunstwerts einzuimpfen sei, daß man ihn blutig Sittlichen Motiven sind sie ja unzugänglich, sonst Versammlung der kriminalistischen Vereinigung, Die im schlägt? Die Prügelstrafe wird in der Weise vollzogen, daß würden sie sich schämen, ihre niedrigen Gedanken öffentlich Sommer dieses Jahres in Heidelberg tagte, tamen Beschlüsse der zu Bestrafende mit Händen und Füßen über einen bekannt zu machen. zu stande, die auf Strafaufschub bei erstmalig Verurtheilten, Bock geschnallt wird; dann wird mit einem Stock, einem Geschichtliches Wissen haben sie nicht, sonst frühzeitige Entlassung bei guter Führung im Gefängniß, Für- Ochsenziemer oder einer Lederpeitsche auf den straffgespannten würde ihnen bekannt sein, daß im Mittelalter die Menschen forge für entlaffene Sträflinge herauskamen. und entblößten Hintern die zuerkannte Anzahl Hiebe( Höchst zu Tausenden gerädert, gehangen und geköpft worden sind, Ganz anders eine gewisse Sorte von feigen und nieder zahl nach dem Rawitscher Reglement 60) verabreicht. Wird daß man wegen der geringsten Vergehen den Verbrechern" trächtigen Buben, die seit einer Reihe von Jahren bei uns ordonnanzmäßig von einem kräftigen Manne zugeschlagen, so die Hände abhieb, die Ohren abschnitt oder sie mit dem Brenn ihr Wesen treiben und in der öffentlichen Meinung Stimmung jeder folgende Sieb klatscht in die blutige Masse. Wir be- nur das geringste gebessert worden wäre und im Gegentheil, die muß beim fünften Siebe die angespannte Haut plazen und eisen marterte,- ohne daß durch diese Gewaltthätigkeit auch zu machen suchen für die Rückwärtsrevidirung des Gefängnißwesens im Sinne brutaler und unmenschlicher Behandlung, oder haupten, ein Gebildeter", der an einem Menschen solche gesammte Bevölkerung härter, roher und grausamer wurde. besser Mißhandlung der Gefangenen. Da stoßen wir Prozedur vollziehen läßt, der ist unendlich viel roher, als ein Auch gesunde Vernunft haben die Herren nicht, beispielsweise im neuesten Heft der Grenzboten" auf solch verwahrlofter Bursche, der einem Steinbild die Hand ab- sonst würden sie begreifen, daß, wer die Gefängnisse entvölkern einen Burschen, der sich, anonym natürlich, unter der Ueberschlägt. Und der Erfolg? Wir zitiren die Stimme eines will, in erster Linie die sozialen Zustände außerhalb der schrift: Bei Wasser und Brot" also vernehmen läßt: Gefängnißdirektors: Wird ordonnanzmäßig geschlagen, so wird der feige, schwäch- Gefängnisse bessern muß, um so die Ursachen, die zu Verliche Deliquent heulen, brüllen, auf dem Bock sich drehen und brechen führen, zu beseitigen. winden, daß die Lederriemen zu zerplatzen drohen. Der kräftige, Es bleibt aber noch der Geldpunkt, für den ja gewillensstarte Sträfling beißt, die Zähne zusammen, trägt seinen wöhnlich auch die ungeschliffensten Gesellen ein feines Ber Schmerz schweigend, oder flucht, böhnt und geht ungebrochen von ständniß haben. Vielleicht ist er es daher, der manchen von dannen, von seinen Verbred, ergenossen angeftaunt als ein Held; der weiteren Stimmungsmacherei für das Wasser und der letzte Funke von Ehrgefühl ist heraus und grimmiger Haß Brot- Rezept zurückhalten wird. hineingeprügelt." " " " Und dann das Rezept: bei Wasser und Brot in falter Belle auf hölzerner Pritsche! Der brutale Geselle, der das geschrieben hat, weiß nichts davon, daß schon jetzt in den Gefängnissen tausende infolge mangelnder Ernährung dahinsiechen. Die Sterblichkeit au Tuberkulose betrug 1886-1887 in Preußen: Es ist eine bekannte Thatsache, daß bei Beginn des Winters, wenn der Aufenthalt im Freien anfängt unbehaglich zu werden, der Verkehr" in den sogenannten„ Gefangenenhotels" merklich zu nimmt, und daß in den wirklich harten Wintermonaten die Gefängnisse meistens so angefüllt sind, daß für weitere Gäste" taum noch Blah ist.... Man kann es aber auch wirklich einem Landstreicher, der nicht ein besonders zartes Ehrgefühl hat, nicht verdenken, wenn er bei rauhem, faltem Wetter, womöglich Schneetreiben, den Aufenthalt in einer, man fann wirklich sagen, Staatswärme- und Speisehalle dem Hungern und Frieren auf der Landstraße vorzieht. Wer einmal Gelegenheit gehabt hat, im Winter in eine Gefangenen zelle einen Blick zu thun und die friedlichen und zufriedenen Gefichter der Bettler und Bagabunden zu sehen, die hier ihr gutes Unterkommen gefunden haben und es sich nach einem furzen Marsch vom vorigen Plage" nach dem jezigen wohl sein laffen in dem warmen sauberen Raum, bei warmer Kost und, wenn ihnen das im Alter von Glück hold ist, auch in angenehmer Gesellschaft von Kollegen", 18-30 Jahren der wundert sich garnicht über die Schaar von Bettlern, die im 30-60 Jahren Winter von Haus zu Haus rennen, in der Hoffnung, endlich Ebenso hat der Statistifer Engel nachgewiesen," daß in einmal einem Polizisten oder Gendarmen in die Arme zu laufen." den preußischen Gefängnissen die Krankheitsziffer doppelt so Die heutigen Verhältnisse sind derart, daß die Haftstrafe und die geringen Gefängnißstrafen für den, der wie die meisten hoch war als in einer der gefährlichsten Berufsarten, nämlich Vagabunden den Aufenthalt im Gefängniß nicht für schimpflich dem Bergbau, und daß die Sterblichkeitsziffer in den Gefänghält, überhaupt keine Strafen sind; im Gegentheil, fie bilden eine nissen dreimal so hoch war. Ein anderer Gefängnißdirektor zum theil mit allen möglichen Annehmlichkeiten umgebene Buflucht aber schreibt: für Müßiggänger und solche, die mit Hunger, Kälte und sonstigen Lebensnöthen zu kämpfen haben. Im Gefängniß bekommen sie gratis alles, was sie sonst entbehren müssen, ein warmes Zimmer, ein weiches Lager, anständiges warmes Mittagessen, ja sogar in vielen Gefängnissen im Winter auch warme Suppe. Eine merkwürdige Sache: Sträflingen giebt man, was für den deutschen Soldaten nicht bewilligt werden kann warme Abendkost. in der freien Bevölkerung 2,78 pet. 4,85, in den Straf anstalten 21.80 pet. 16,36 " Jeder, der das Leben der Gefangenen fennt und Jahre lang zu begutachten Gelegenheit hatte, muß, wenn er sich noch einiges Gefühl bewahrt hat, von Erbarmen ergriffen werden, wenn er fiebt, wie selbst der gesund und kräftig eingelieferte Gefangene schon nach verhältnißmäßig furzer Dauer zu kränkeln anfängt, die eigenthümlich blaßgraue Gefichtsfarbe annimmt, schlaff und träge wird und allmälig alle Energie des Körpers und Geistes verliert lauter 3eichen der schlechten Ernährung des langsamen Verhungerus." 3 Politische Leberlicht. Berlin, 26. August. Rongresses. Der Kongreß ist trop des schönen Wetters, das Der dritte Tag des Internationalen Arbeiterschut sich endlich eingestellt hat und hoffentlich andauern wird, von den Delegirten und Gästen" sehr gut besucht, und auch die Tribünen des prachtvollen Tonhallensaales, welcher au die Londoner Queen's Hall- den Saal des letzten Jutera nationalen Arbeiterkongreffes erinnert, sind sehr gut besetzt. Trotz des guten Besuchs bietet der Kongreß aber doch einige bedanerliche Lücken. Die französische und die dänische Arbeiterbewegung ist, jene nur mangelhaft, diese gar nicht vertreten. Die sozialistische Fraktion der französischen Kammer hat von der Sendung eines Delegirten Abstand genommen und diesen Entschluß damit begründet, daß es sich für Sozialisten nicht gezieme, einen Kongreß gemeinsam mit Vertreiern anderer Parteien abzuhalten, die wir im politischen Leben zu bekämpfen haben. Die Konsequenz dieser Auffassung würde sein, daß Sozialisten sich auch Parlamenten, parlamentarischen Ausschüssen u. s. w. fern zu halten hätten, wo wir Wie ist nun aber dem Uebel der Ueberfüllung der Gefäng ja ebenfalls mit Vertretern anderer Parteien zusammen tagen niffe abzuhelfen? Einem Theil der Sträflinge wäre schon mit und zusammen zu arbeiten haben. Zwang zur Arbeit während der Gefängnißzeit beizukommen. Diese Beispiele ließen sich verhundertfachen aus fremder Nicht alle französischen Genossen haben sich indeß gegen Freilich müßte wirkliche harte Arbeit gefordert werden, wie und aus eigener Erfahrung. Aus dem engern Bekanntenkreis die Beschickung des Kongresses erklärt: unsere Genossen fie im gewöhnlichen Leben nicht von ihm verlangt wird. Die des Schreibers dieser Zeilen kam einer nach dreimonatiger Guesde, Lafargue, Chauvin und andere haben Schen vor solcher Arbeit würde sicher schon eine Menge sonst Strafe mit 26 Pfund Gewichtsverlust aus dem Gefängniß zu sich für den Kongreß angemeldet; sie sind aber bis heute noch ,, ständiger Gäste" für die Zukunft fernhalten; das beweist die namenlose Angst der Landstreicher vor den Bandarbeitshäusern, rück; ein anderer hatte nach einem Jahre 30 Pfund verloren; nicht eingetroffen. Die französische Arbeiterpartei ist einstwo folche harte Arbeit von ihnen verlangt wird. Aber es giebt ein fernerer fam schwer lungenleidend aus dem Gefängniß weilen nur durch Genossen Sara ute vertreten; während die noch ein anderes, jedenfalls sehr wirksames Mittel, das noch dazu zurück und mußte für lange Zeit eine Heilanstalt aufsuchen; französischen Gewerkschaften und die Allemanisten, welche ber den Vorzug großer Billigkeit hat. Dieses Mittel ist die in ein vierter wurde krankheitshalber vorzeitig aus dem Ge- Gewerkschaftsbewegung mehr Werth beimessen als der poli führung von Wasser und Brot als Gefangenen fängniß entlassen und starb kurze Zeit danach an allgemeiner tischen, ziemlich zahlreich vertreten sind. toft und die Entziehung aller Annehmlichkeiten, die der Aufent- tuberkulöser Durchsenchung. Alles dieses waren politische Ges Die dänischen Genossen, die keinen einzigen Vertreter halt im Gefängniß heutzutage gewährt. Es ist gar nicht einzufangene, brei davon sozialdemokratische Redakteure. Und dem hergeschickt haben, waren der Ansicht, die sozialistische Partei fehen, warum die Gefangenen ebenso gut und reichlich oder wo- Schreiber dieses sagte der Gefängnißarzt eines preußischen werde auf dem Kongreß entweder majorisirt oder zu un möglich noch beffer und reichlicher speisen sollen, in einem ebenso Mustergefängnisses", daß niemand, der über 6 Monate würdigen Kompromissen gezwungen werden. Die Unt warmen oder gar noch wärmeren Zimmer fizen sollen, als fie außerhalb des Gefängnisses gewohnt sind. Man richte doch die Ver- im Gefängniß zugebracht habe, ohne Schaden an seiner Ge- richtigkeit dieser Annahme ist durch die Thatsachen pflegung und Beköstigung in den Gefängnissen ähnlich ein wie in den sundheit davonkomme. widerlegt; von Delegirten oder Gästen", die sich für den Militärarresten. Man gebe z. B. dem zu Gefängniß Verurtheilten Was verschlägt das alles freilich solchen literarischen Kongreß angemeldet hatten, sind viele nicht erschienen. So drei Tage lang Wasser und Brot, lasse ihn während Rowdys wie dem Artikelschreiber der Grenzboten"? Mögen die fehlt z. B. Herr Böbicker, der ehemalige Leiter des Reichsdieser Zeit in einer nicht eben mollig warmen Belle Gefangenen unter der Peitsche verrecken oder bei ungenügender Versicherungsamts. Jedenfalls sind verschiedene weggeblieben, fitzen und gewähre ihm für gewöhnlich nur eine harte 2ager Nahrung an langsamer Blutverwässerung zu grunde geben: weil sie sich überzeugt haben, daß dieser Kongreß einen mittleren Arrest, ein sogenannter guter Tag", wo dem Sträfling so angenehm wie das andere. stätte. Der vierte Tag sei dann, ebenso wie beim militärischen eines kizelt die rohen und grausamen Justinkte solcher Leute eminent praktischen Charakter hat, daß für Utopien tein Platz ist, daß die Sozialisten die Mehrheit haben, und ein etwas wärmeres Zimmer, eine weiche Lagerstätte und warme so angenehm wie das andere. Doch die Sache hat noch eine andere Seite. Durch solche daß Rüpeleien nicht geduldet werden. Von letzterem mußte Rost gewährt wird. Auf diesen guten Tag" mögen dann wieder drei oder auch nur zwei„ schlechte" folgen u. f. w. Ich bin über- Straf, Recht 3" Pflege, wie sie oben gewünscht wird, der österreichische Antisemit und Reichsraths Abgeordnete zeugt, daß ein Versuch mit dem von mir vorgeschlagenen Mittel werden die Gefängnisfe nicht entlastet, sondern sie werden in Aymann sich überzeugen, der, als ihm die Worte eines glänzende Erfolge haben würde. Die sogenannten Luftsträflinge verstärktem Maße belastet; die Verbrecher werden zur Rück- Redners nicht paßten, mit der Faust auf den Tisch schlug, würden bald ganz verschwinden, weil sie unmöglich Gefallen fälligkeit und infolge dessen zu neuen Gefängnißstrafen geworauf ihm von dem schweizerischen Nationalrath und daran finden können, drei Tage lang an trocknem Schwarzbrot zwungen. Praktisch, wie man in Preußen ist, hat man St. Gallener Regierungsrath Curti, der neben ihm stand, zu nagen. Die Gefängnisse würden dann aufhören, eine auch diese Seite der Frage längst beleuchtet; nämlich ob es ruhig und ernst bedeutet ward:" Wir sind hier nicht im öfter„ Wir Zufluchtsstätte von hungrigen und frierenden Bettlern und Bummlern zu sein, und wieder zu dem werden, was sie sein billiger ist für den Staat, die Gefangenen so zu ernähren, daß freichischen Reichsrath." Herr Aymann schnitt ein sollen: Strafanstalten, deren Besuch für keinen Menschen etwas sie nach der Entlassung die im bürgerlichen Leben von ihnen grimmiges Gesicht und ballte die Fauft befann sich jedoch Berlockendes haben sollte. Außerdem würde dem Staate eine verlangte Arbeit leisten können, oder aber in der Ernährung rasch eines besseren und wurde still, mäuschenstill. Und das Menge Geld erspart." bis aufs äußerste hinunterzugehen, auf die Gefahr hin, daß war klug. Zur Ergänzung theilen wir noch die folgende Stelle aus einem Aufsatz der vorhergehenden Nummer derselben Beitschrift mit: 0 + " 4 die Häftlinge leistungsunfähig werden, und wiederkommen Die anwesenden Antisemiten zum Glück find ihrer müssen. Der Strafanstalts Direktor Krohne schreibt ganz wenige haben überhaupt rasch gemerkt, daß hier kein in den Blättern für Gefängnißkunde" schon 1884: Tummelplatz für ungezogene Buben ist; sie bestreben sich, an " ständig zu sein oder verziehen sich, wenn sie fühlen, daß dies ihre Kräfte übersteigt. B - Vermehrung der Baugewertschulen. Obschon Die Regierungen der thüringischen Staaten wollen die in den lehten Jahren seitens der Staatsregierung die Errichtung durch das Bürgerliche Gesetzbuch sich nothwendig machenden Was dem Kongreß von ihnen zugedacht war, erhellt unter neuer Baugewerkschulen, wie die Berl. pol. Nachr." rühmen, aufs Aenderungen der Landesgesetze und Einrichtungen gemeinsam anderem daraus, daß einer der betreffenden Herren sein 12- eifrigste gefördert ist und solche Schulen in den verschiedensten und einheitlich regeln, ein Vorgehen, dem wir nur zu bis 13 jähriges Söhnchen, für das er vom Bureau durch falsche Gegenden der preußischen Monarchie errichtet wurden, so in Bosen, stimmen fönnen. Noch besser wäre es auf jeden Fall, wenn sämmtVorspiegelungen eine Delegirtenkarte erschwindelt hatte, an der önigsberg, Görlig, Staffel, Münster und Barnien, ist doch die liche Bundesregierungen auch in dieser Frage, soweit thunlich, ein3 ahl der Schüler, welche wegen Playmangels von den heitlich vorgingen. Abstimmung die durch Aufheben der( grünen) Delegirten- preußischen Baugewerkschulen zurückgewiesen werden mußten, immer Das badische Ministerium des Innern hat farten stattfindet theilnehmen ließ. Das wurde noch recht groß. Man wird deshalb darauf rechnen müssen, daß die Handelskammern aufgefordert, ihre Wünsche zur Erneuerung natürlich bald bemerkt und dem Unfug gesteuert. Allein man im nächsten preußischen Etat sich wiederum eine Summe zur Erdes deutsch englischen Handelsvertrages fund zu sieht, weffen die Gesellschaft fähig ist. richtung solcher Schulen vorfinden wird. Da für die Reihenfolge thun. Demgemäß haben die Handelskammern an die Intereffenten Die heutige Berathung gilt dem Achtstundentag, der Errichtung neuer Baugewerkschulen die Zahl der aus den Rundschreiben erlaffen. der von dem Organisationskomitee, in dem freilich eine Mis einzelnen Provinzen zurückgewiesenen Schüler maßgebend ist, so norität entgegen würde, nachdem im laufenden Jahre die Rheinproving und Westwar, vorgeschlagen ist. Die Die Re- falen falen berücksichtigt worden sind, im nächsten die Provinz Branden solution des Komitees, bie den Achtstundentag burg eine neue Schule erhalten müssen. als ein zu erstrebendes Ziel" Hinstellt und ihn den Regierungen empfiehlt, hat in Große öffentliche Versammlung"! Wie die der Sektion Berl. Bol. Nachr." hören, beabsichtigt die Abtheilung Berlin der eine etwas schärfere, präzisere und weitere Faffung erhalten. Deutschen Kolonial- Gesellschaft demnächst eine große öffentliche BerPrinzipielle Opposition wird von den Katholiken nicht gesammlung abzuhalten, in welcher die Flottenfrage besprochen macht; sie geben zu, daß der Achtstundentag zu erstreben ist, werden soll. behaupten aber, daß es noch nicht möglich sei, einen einheit Desterreich. Rechten, die Grefution der Majorität des österreichischen AbDie parlamentarische Rommission ber geordnetenhauses, tritt am 1. September in Wien zusammen. Eine für kommenden Sonntag nach Lipan einberufene czech i sche Wien, 26. Auguft. Die hiesigen Blätter melden aus Prag: Bersammlung wurde von der Bezirkshauptmannschaft BöhmischBrod mit der Begründung untersagt, daß die Veranstalter der felben eine Bürgschaft für Aufrechterhaltung der Ordnung und Ruhe nicht zu bieten vermögen und überdies diese Kundgebungen nicht geeignet seien, in der jetzigen erv. Podbielsti, sondern auch aktive, besigt unser Kriegsherr, wie Bieseitige Offiziere, nicht blos a. D., wie Herr regten Zeit zur Beruhigung der Gemüther beizutragen. Auch das Verbot wird nicht zur Beruhigung der Gemüther, wenigstens das folgende Inserat der Vossischen Beitung" au besondern nur zum Gegentheil beitragen.weifen scheint: Bur Führung eines faufmänn. Geschäftes fucht Besitzer( akt. böh. Offizier) gebildeten jüng. Kaufmann mit Firma. Offerten v. R. Postamt 7. Ueber die Größe der Versammlung werden wir nach ihrem lichen Normalarbeitstag führen, und daß es vorläufig Stattfinden berichten. genüge, den Achtstundentag für schwere Arbeit anzunehmen. Der Vorschlag des deutschen Sozialreformers Rulemann, die Länge der Arbeitszeit nach Maaß der Intensität der Arbeit zu bestimmen, wird von einem Theile der Katholiken adoptirt; worauf von verschiedenen Redneru, auch von nicht sozialistischen, mit recht geantwortet wird, daß dies die Proklamirung der Willkür und Verzicht auf jeden Normalarbeitstag wäre. Das ist ein neuer Erfolg. Der dritte Tag des Arbeiterschutzgeseh- Kongresses steht hinter dem ersten und zweiten Tag nicht zurück. ganz gute Geschäfte machte. Frankreich. Paris, 25. Auguft. Ministerpräsident Meline empfing gestern Abordnungen des Generalraths der Seine und des Stadtraths von Paris, welche das Steigen der Getreide= Kiel, 26. Auguft.( Eig. Bericht.) Deutsche Spionen. preise zur Sprache brachten. Meline erflärte, er werde diese Für den Achtstundentag sprechen besonders wirksam( der riecherei. Vor einigen Wochen wurde aus Sonderburg die Ver- Frage dem Ministerrathe unterbreiten und nicht zögern, die GetreideBelgier) Vandervelde, Grillenberger und( der haftung eines muthmaßlichen franzöfifchen Offiziers gemeldet, der sölle herabzusehen für den Fall, daß die Hauffe eine ernste und Schweizer) Tong. Grillenberger benutzte die Gelegenheit, zu schaffung eines Gewehres neuerer Konstruktion, das probeweise vom müsse aber reiflich erwogen werden. Unter den Mitteln, welche die durch ein Angebot von 100 000 m. einen Unteroffizier zur Ver- nicht auf Spekulationen zurückzuführen sein sollte; die Frage sagen, daß die deutschen Sozialisten auf dem Kongreß nur Sonderburger Bataillon benutzt wird, hat verleiten wollen. Jetzt Regierung zur Bekämpfung der Getreidehausse ins Auge gefaßt das praktische Mögliche erstreben, daß der Acht veröffentlicht„ Flensborg Avis", ein dänisches Blatt, einen Bericht habe, befinde sich vornehmlich die Ermäßigung des Fracht. stundentag, in der Form wie wir ihn fordern, praktisch in dieser Angelegenheit. nach welchem die Vaterlands- tarifs, um einen billigen Transport von den Erzeugungszentren möglich ist, wir in dem Achtstundentag den besten wächter einen glänzenden Reinfall zu verzeichnen haben. nach den Verbrauchszentren zu ermöglichen. Arbeiterschus erblicken, und daß wir uns mit weniger Der Verhaftete ist ein Schlesier, namens Sydow, der vor etwa Eine Versammlung von Deputirten des Seine- Departements hat nicht begnügen werden. 12 Jahren einer längeren Gefängnißftrafe fich entzog und in der den Ministerpräsidenten in seinem offenen Briefe aufgefordert, die Das Resultat war von vornherein nicht zweifelhaft. Die Welt herumwanderte. Sydow, welcher sehr fingerfertig ist, lebte Getreidezölle derart zu ermäßigen, daß der Preis des Getreides auf sozialistische Mehrheit ist stark und geschlossen. Mit einer davon, daß er die Restaurationen besuchte, wo er mit einem Meffer 25 Franks herabgesetzt wird. Der Ministerrath entschied heute, daß, für jeht wenigstens, fein Mehrheit von 174 gegen 81 und 170 gegen 80( in den zwei auf Visitenkarten Namen, Blumen u. f. w. ausschnitt und hierdurch entscheidenden Abstimmungen) wurde der Achtstundentag nach burg. Dort sah in einer Wirthschaft ein Unteroffizier ihm zu, wie er weiteren Verlaufe feiner Berathungen beschloß der Ministerrath, die So kam er denn auch nach Sonder Grund vorliege, die Einfuhrzölle auf Getreide abzuändern. Im den Resolutionen der Sektion angenommen. gerade Karten für die Frau eines Feldwebels fertig machte und Sydow Frage betreffend die Getreidezölle in seiner nächsten Sigung, die am meinte zu dem Unteroffizier, daß er gleich die Karten nach der Kaserne 1. September im Elysee stattfinden soll, zu berathen. bringen wolle, worauf ihm die Antwort wurde, daß wegen der AusNiederlande. rüftung der Truppe mit dem Versuchsgewehr niemand in die Kaserne Amsterdam, 24. Auguft.( Eig. Ber.) Genosse Van Rol ist Das Wort Allianz" soll nun endlich den Zähnen des aber 100 000 m. auf den Tisch lege, dann komme ich doch wohl welche auf den römisch- katholischen Kandidat fielen. Die fozialhineinkäme. Scherzeshalber fagte nun der Schlester:" Wenn ich nun in Enschede gewählt mit 4333 Stimmen gegen 3076 Stimmen, Zaren entschlüpft sein. Wenigstens lautet eine Depesche aus hinein?" Die Aeußerung wurde weiter erzählt und bald darauf demokratische Arbeiterpartei hat also jetzt für die kommenden vier Kronstadt: wurde Sydow verhaftet. Seiner Vergangenheit halber gab er an Fahre ihre zwei Vertreter in den holländischen General- Staaten. Bei der heute an Bord des Pothuau" veranstalteten Schüß zu heißen, was man jedoch nicht glaubte. Der Major Möge ihre parlamentarische Arbeit mitwirten zur Aufklärung sowohl Frühstückstafel brachte Kaiser Nikolaus folgenden übersandte ihm einmal ein französisches Buch als Lektüre der im Verfähnungsdusel als der in anarchistischer Apathie verTrinkspruch auf den Präsidenten Faure aus: und obgleich der Schlesier fein Wort französisch konnte, wirrten Profetarier. " Ihr Aufenthalt unter uns schafft ein neues Band bat er doch um ein französisches Wert über den deutschEngland. unseren beiden befreundeten und alliirten Nationen, franzöfifchen Krieg, welches auch mit einiger Mühe herbei London. 28. Auguft.( Eig. Ber.) Der Verlauf des gestern, die gleichmäßig entschlossen sind, mit ihrer ganzen Macht zur Auf geschafft wurde. Dieser Wunsch des Arrestanten stärkte den Ver- Sonntag, abgehaltenen Protest meetings auf Trafalgar Square rechterhaltung des Weltfriedens im Geiste von Recht und Billig auch zugleich mit bazu bei, daß er sehr zuvorkommenb behandelt im Gefängniß zu Montjuich ist vor allem ein charakteristischer Beis dacht, daß man einen französischen Offizier vor sich habe, trug aber gegen die Behandlung der spanischen Anarchisten teit beizutragen." Was machen aber die Déroulède und Genossen mit einer wurde. Sollte sich diese Vorstellung als in allen Punkten richtig trag zur Bragis des Versammlungsrechts in England. Das Meeting für die Aufrechterhaltung des Weltfriedens bestimmten Allianz? herausstellen, dann dürften die betheiligten Personen allzuviel Ehre war fehr zahlreich besucht, der weite viele Tausende faffende Play für die Aufrechterhaltung des Weltfriedens bestimmten Allianz? wohl nicht davontragen und brauchen für den Spott nicht zu fast völlig besetzt, aber es zeigte sich bald, daß neben vielen NeuWieder nur ein magerer Knochen für die um Stumm. forgen. Der Präsident der südamerikanischen Republik Uruguay, Borda, wurde in dem Augenblicke erfchoffen, als er die Kathedrale verließ; der Tod erfolgte faft fofort. Der verhaftete Mörder ist ein junger Mann namens Arredondo. Die provisorische Präsidentschaft hat Senatspräsident Guestas übernommen. " Nachrichten der„ Morning Post" aus Buenos Ayres zufolge stand der ermordete Präsident Borda im Verdacht, aus nützigen Beweggründen den Aufstand, der sin Uruguay schon seit langer Zeit herrscht, genährt zu haben. vereine soll, wie der„ Preuß. Lehrerztg." angeblich aus sicherer - Die polizeiliche Ueberwachung der Lehrer Quelle berichtet wird, im" Regierungsbezirk Danzig allgemein durch geführt werden, denn die Regierung rechne die Lehrervereine zu den Vereinen, die sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen. gierigen auch eine Anzahl von Leuten gekommen waren, die ziemlich ihnen aber durch die Polizei, die mit dem Meeting felbst große Luft hatte, das Meeting zu sprengen. Das Vergnügen wurde gewiß wenig Sympathie hatte, vom ersten Augenblick an verdorben. Diese schritt gegen einige Personen, die Störungsversuche machten, gleich anfangs so energisch ein, daß alle weiteren Unter Nur nach beendetem Die Stimmung der Lehrer gegen uns wird durch folche Maß- brechungen bis zum Schluß unterblieben. eigenregeln nicht verschlechtert. Meeting zeigten verschiedene Leute große Luft, an den Rednern und Wegen Beamtenbeleidigung soll sich demnächst den bekannten Komiteemitgliedern ihr Müthchen zu fühlen, aber der frühere Staatsminister, jezige Oberpräsident auch hier sorgte die Polizei dafür, daß es zu keinen nennenswerthen Gegen die Protest- Resolution erhoben sich von Röller, vor Gericht zu verantworten haben. Herr v. K., Busammenstößen kam. welcher mit dem Mittagszuge aus Stettin in Belgard anfam, war nur wenige Stimmen. vermuthlich der Meinung, daß der Zug auf dieser Station, wie dies - Die so viel Aufsehen erregende Neußerung früher thatsächlich geschah, 25 Minuten sich aufhalte, weshalb er Raiser Wilhelms im Lager von Krasnoje- Selo über sein Jn sich ein Frühstück bestellte. Der bedienende Kellner bedeutete hierauf fanterie- Regiment Wyborg foll nun doch mißverstanden worden sein. dem ihm unbekannten Gast, sofern dieser nach Streiberg weiterreifen Den„ B. N. N." zufolge hätten die Worte gelautet: Er( der Kaiser) wolle, müffe er fofort einsteigen, da der Zug bereits abgeläutet freue" sich ebenso, wie wenn ein Regiment feiner Armee so glänzend habe. Diese wohlgemeinte Bemerkung soll nun Herr v. K. mit einer bei der Besichtigung abschnitte, wie es heute das Regiment Wyborg sehr deutlichen Abweisung beanwortet haben, was auch noch einen gethan habe. Wortwechsel mit der Bahnhofswirthin herbeiführte. Da der Zug Wird dieses südamerikanische Attentat zur Begründung eines Musnahmegesetzes gegen deutsche Sozialdemokraten ausreichen? Deutsches Reich. " * v. Bray- Steinburg ersetzt wird. Zum Gesandten in Stockholm ist planen. Aveling und M. Barwid von der sozialdemokratischen Von den Rednern, die am Meeting sprachen, seien& d. W. Föderation, Peter Curran und Paul Campbell von der Independent Labour Party, der Freidenker E. Footeg, der Tolstoist Vereins der Handlungsgehilfen, genannt. Auch zwei der in UnterRenworthy, sowie der Anarchist J. Turner, Sekretär des fuchungshaft gewefenen Spanier, Senor Francisto Gana und Senora Teresa Clairamunt, traten als Redner auf. Bustimmungsbriefe hatten unter anderen der Professor Beesley, der Humanitarier die infolge der Annahme des Bürgerlichen Gesetzbuches nöthig ge- Wortstreit gerieth, wobei von seiten des Oberpräsidenten beleidigende und verschiedene bekanntere Sozialisten und Arbeiterführer geschickt. Der Entwurf einer neuen konkursordnung, und fuchte den Stationsvorsteher auf, mit dem er gleichfalls in einen eury Balt, der christlich- soziale Stewart Headlam, ein worden ist, soll soeben der oberen Gerichtsbehörde zur Begutachtung Aeußerungen gefallen sein sollen. Auf die Frage des Stations- Die meisten Redner beschränkten sich darauf, die Vergewaltigung fireng konservativer Geistlicher der Staatskirche, Dr. Macdonald, vorgelegt worden sein. Ueber einen Theil der bevorstehenden Verbin der Sekretär des Ministers v. Köller. Da ihm dies nicht ge- meeting einen Parteicharakter oder den Stempel einer anarchistischen beamten, wer er, der Frembe, eigentlich sei, erwiderte dieser: Ich Die meisten Redner beschränkten sich darauf, die Vergewaltigung " Ich politischer Gefangener zu brandmarken, von einem Versuch, dem fchiebungen im deutschen diplomatischen Dienst glaubt wurde, führte der Stationsvorsteher den Fremden in sein schreibt heute die„ Nordd. Allg. 3tg.":" Wie wir hören, ist für den Bureau und hier legitimirte sich der letztere nunmehr als der Demonstration aufzudrücken, war nicht die Rede. durch die Ernennung des Freiherrn v. Thielmann zum Staats- Minister a. D. Matthias v. Köller. Der Stationsvorsteher soll Norwegen. sekretär des Reichsschabamts erledigten Poften des Botschafters in bereits gegen den angeblichen Beleidiger Strafantrag gestellt haben. Chriftiania, 26. August. Nach dem Ausfall der Wahl. Washington der bisherige preußische Gesandte in Stuttgart, Dr. Wir fürchten, daß Herr Thielen seinen Untergebenen zur Zurück männer- Wahlen für die Storthingwahl wird die Linke vorausv. Holleben, in Aussicht genommen. Den Gesandtenposten innahme der Klage veranlaßt. Stuttgart wird der bisherige Gesandte in Lissabon, v. Derenthall, sichtlich die beiden Size des Amts Finnmarken gewinnen. Herr v. Köller's Vertheidigungsrede gegen die Anklage wegen denjenigen in Lissabon der bisherige Gesandte in Weimar, Beamtenbeleidigung möchten wir unseren Lesern im stenographischen Spanien. Raschdan, erhalten. Für den letteren Boften ist der bisherige Wortlaute mittheilen.Madrid, 26. Auguft. Der Vertreter Don Carlos' reist nach Generalkonsul in Budapest, Legationsrath Prinz von Ratibor und Corvey, Dresden, 26. Auguft.( Eig. Ber.) 3ur Landtagswah! 10 000 Gewehre sind in der Nähe von Valencia abgefekt worden. Luzern zum Kronprätendenten, um mit diesem zu konferiren. ausersehen. An stelle des Gesandten Freiherrn v. Gutschmid welcher in den einstweiligen Ruhestand tritt, Für den 10. ländlichen Wahlkreis( Dresden Altstadt, Amishaupt- Man befürchtet, daß die Anhänger Don Carlos' einen Handstreich kommt nach Tokio der bisherige Gesandte in Bukarest Graf v. Leyden, mannschaft) ist jetzt von seiten der deutsch- sozialen Reformpartei der welcher durch den bisherigen Gesandten in Stockholm, Grafen worden. Nach Angaben der Deutschen Wacht" ist Altmann blatt der spanischen Regierung publizirt nunmehr die Bedingungen, Fabrikant Altmann in Cotta bei Dresden als Kandidat aufgestellt Petroleum monopol in Spanien. Das Amts der bisherige preußische Gesandte in Hamburg, Graf v. Wallwig, Gegner des Dreiklaffen- Wahlsystems. zum Gesandten in Hamburg der bisherige Generalkonsul für Egypten, Ablebens des seitherigen Vertreters eine Nach wah I stattzufinden. vergeben werden soll. Das Monopol wird auf einen Zeitraum von Für die erste Kammer hat jetzt im Meißener Kreise infolge unter welchen das Monopol auf Petroleum und andere Mineralöle 20 Jahren gegen eine Jahrespacht von mindestens 20 Millionen Gotha, 26. Auguft.( Eig. Ber.) Der dem Landtage versprochene Pesetas( zirta 16 Millionen Mark) ertheilt werden. Abschuß des Bilbes bat begonnen. Der Herzog verguügt sich - Freiherr v. Richthofen, der Direktor des Kolonial. Oberjägermeister v. Trütschler bei der Jagd. Wer aber geglaubt mit einigen Sprossen deutscher Fürstenhäuser und dem bekannten Türkei. Konstantinopel, 25. August. Gestern gaben a wet Armenie Abtheilung des Auswärtigen Amtes, ist im Falle der Behinderung hat, daß ein Abschuß nach den Wünschen der Bevölkerung d. h. eine rinnen, von denen die eine russische Unterthanin ift, auf der des Reichskanzlers mit beffen Bertretung in den Kommando Dezimirung des großen Wildstandes stattfinde, der ist arg enttäuscht. russischen und auf der französischen Botschaft Briefe des Hintschak Angelegenheiten der kaiserlichen Schutztruppen in den afrikanischen Bis jetzt sind auf brei Jagden kaum zwei Dußend Hirsche geschossen. Komitees ab, in welchen die letzten den Botschaftern übergebenen Schußgebieten beauftragt. Uns kann dies recht sein, an stelle der Abneigung gegen das jetzige Denkschriften für falsch erklärt werden. Das Hintschat Komitee Regiment wird die Erbitterung treten und den Herren doch zeigen, fei an den legten Attentaten nicht betheiligt, daß es bald höchste Beit sein wird, vernünftig einzulenten. Um es wolle abwarten, ob die Reformen ausgeführt werden. Bei der die Murrenden zu befriedigen, wird jest versichert, e3 follten Abgabe des Briefes auf der italienischen Botschaft(!) noch von den ca. 4000 Hirschen 250 Mutterwild geschossen werden. wurden die beiden Armenierinnen verhaftet. Abgesehen davon, daß diese Zahl höchst ungenügend ist, ist man Die Polizei ist der Ansicht, daß die beiden gestern in Bera Ein Brief Friedrich Wilhelm IV., d, d, Hinterberge Rübers hier, gewißigt durch die Erfahrung, sehr mißtrauisch geworden. Bei verhafteten Armenier die Anführer bei den letzten Attentaten gedorf, vom 13. September 1853, wird im Katalog, wie folgt, be- dem Antritt seiner Regierung erklärte der deutscher Bundesfürst und wesen sind. schrieben: Herzog gewordene englische Brinz, daß er echt konftitutionell regieren Sehr intereffanter, theils politischer, Brief an General wolle; der damalige Landtag votirte ihm sogar dafür eine Dant v. Manteuffel, ber, wie es scheint, mit dem König eine Differens adresse. gehabt hat:" Ich bin eigentlich ein harmloses( sic!) Als englischer Admiral und Prinz, heirathete Alfred eine Creatur, aber ein sehr geplagtes und ich habe russische Großfürstin, eine höchft resolute Dame. Wir wissen nicht, Nerven. Wenn ich einen ganzen Morgen schon mit Nadeln welchen Einfluß die Frau Herzogin in politischer Beziehung auf gepiekt worden bin und ich in den wichtigsten Dingen des ihren Gemahl übt, oder ob sie überhaupt folchen übt, der gothaifche Momentes mit meinem auswärtigen Minister conferire und Konftitutionalismus riecht aber theilweise nach ruffischem Juchten. calculire, was des Kaisers Nicolas Zurückweisung der türkischen Die Sozialdemokraten haben dadurch Gelegenheit, bei der nächsten Note für Folgen haben wird, und es kommt Jemand und piekt Tagung wieder vom Leder zu ziehen. mich wieder an... so bäumen sich besagte meine Nerven und Die thüringische Botterie, die ihren Hauptfis in Gotha er werden ungebährdig." halten hat, wird mit Januar 1898 eröffnet. Die interessante Frage, wer nach Rom als Botschafter des Deutschen Reiches kommt, wird nicht gestreift. Ein Brief Friedrich Wilhelm IV., bes größten Redners unter den preußischen Monarchen. Aus der Korrespondenz des Feldmarschalls v. Manteuffel, die so eigenthümliche Schicksale gehabt hat, treten wieder einige Briefe in dem neuesten Autographen Katalog von Leo Liepmannsohn an die Deffentlichkeit. Der Minister des Aeußern Tewfit Pafcha stattete gefiern allen Botschaftern Besuche ab, um auf Beschleunigung des Abschlusses der Verhandlungen hinzuwirken.(!!) Konftantinopel, 25. Auguft. Das Schiff der freiwilligen Flotte Drel" paffirte, mit Soldaten und Auswanderern an Bord, auf der Fahrt nach Wladivostok den Bosporus. Die Schiffe der freiwilligen Flotte sind bekanntlich verkappte Kriegsschiffe. Für den steigenden Einfluß Rußlands spricht es, daß diese Schiffe nun trotz des für Kriegsschiffe geltenden Verbotes des Baffirens der Dardanellen, diese mit Soldaten und Kanonen rubig durchfahren. Einmal beschießt noch so ein Schiff den Palast des Sultans! Griechenland. den wir in einer der nächsten Nummern veröffentlichen werden, ftellt| Arbeiterinnen ziehen mit ihren Säuglingen an der Bruft durch bie Athen, 25. Auguft. Die Deputirtentammer ist zum feft, daß die Gewerkschaften im vorigen Jahre den bisher höchsten Straßen und betteln an den Thüren der Wohlhabenden um ein Stückchen Sonnabend einberufen, um einen Gefeßentwurf über die Rosinen- Mitgliederstand erreichten und daß nach dem, was bis jetzt über die Brot. Sie verlangen von ihren Arbeitgebern nichts weiter, als daß produktion zu berathen. Die Kammer wird sich nur mit dieser Entwicklung der Organisationen bekannt ist, auch im Jahre 1897 die Arbeit nach Recht und Billigkeit vertheilt und die Hungerlöhne Frage beschäftigen. eine Mitgliederzunahme zu verzeichnen sein wird. um ein geringes erhöht werden. Besonders erbittert sind die ArSelbstverständlich glaubt dies tein Mensch, das Ministerium Am Schluß des Jahres 1895 bestanden 50 Zentralverbände. beiterinnen darüber, daß auch reiche Bäuerinnen in den Muße braucht die Kammer um ihrer Haltung bei den Friedensverhand- Von diesen hat sich der Verband der Korbmacher dem Holz- stunden sich mit der Strohflechterei beschäftigen und den Aermsten lungen Nachdruck zu geben. arbeiterverbande, der Verband füddeutscher Müller dem der Armen das Brot aus dem Munde nehmen. Für einen Hut mit Wohl im Zusammenhange mit der Einberufung der griechischen Müllerverbande und der Verband der Seiler dem Textilarbeiter 18 Flechtreihen zahlen die Zwischenmeister" jezt acht bis zehn Rammern steht die folgende Mittheilung aus Konstantinopel: Berbande angeschlossen. Neu gegründet wurden die Verbände der Pfennige. Die Flechterinnen" verlangen nun einen Aufschlag von Dem Vernehmen nach hat die Pforte die Botschafter davon ver- Gasarbeiter und der Werftarbeiter, so daß 1896 am acht Pfennigen für jeden Hut. Die Agitation erfaßt immer weitere ständigt, daß, wenn die Friedensverhandlungen nicht bald definitiv Schluß des Jahres 49 Verbände bestanden. Für das laufende Jahr Kreife, aber Rubeftörungen sind bis jest nirgends vorgekommen. abgefchloffen werden, fie in direkte Verhandlungen mit der griechischen sind jedoch wieder Aenderungen in dem Bestand der Organisationen Troßbem werden Truppen im Streitgebiet zufammengezogen, um im Regierung eintreten werde. and eingetreten und Verbände gegründet worden der Eisenbahner, Gra- geeigneten Moment eingreifen" zu können. veure, Handelshilfsarbeiter und Handlungsgehilfen. Afien. Der englische Agent in Rabul berichtet: Der Emir weit ihr Angaben gemacht wurden, betrug bei den Zentralverbänden Soweit die Generalfommission ermitteln fonnte, beziehentlich soverlas in einem am 17. d. Mts. abgehaltenen Durbar, der start die Zahl der Mitglieder insgesammt 322 896 Personen, was 5,73 pt. besucht war, einen Brief des Vizekönigs von Indien, in welchem der in den betr. Gewerben beschäftigten 5687318 Perfonen bedeutet. lezterer den Emir ersucht, seine Unterthanen von einer Betheiligung Unter den Mitgliedern befanden sich 12 265 Arbeiterinnen an den Unruhen, welche an der Grenze stattfinden, abzuhalten. Der beschäftigten Arbeiterinnen. Das Prozentverhältniß der organi 1,42 pet. Nach Verlesung des Briefes schwor der Emir feierlich, daß er firten Arbeiter betrug 6,44. Außerdem find noch 5858 Arbeiter in halten habe, und gab dann den Entwurf seines Antwortschreibens Die Engländer wird dieses Antwortschreiben über friedliche Haltung Afghanistans nicht im mindesten beruhigen. bekannt. Aus Bombay wird gemeldet, daß Banden Afridi's gegen Janurud marschiren und daß der Engpaß Khyber in ihren Händen sei. Partei- Nachrichten. Versammlungen. Versammlung von Mitgliedern des Verbandes deutscher Eine von den Tarifgemeinschaftsgeguern einberufene hallen mit der vom Zentralvorstand angeordneten Urabstim Buchdrucker beschäftigte sich am Mittwoch Abend in den Arminmung über den Ausschluß der sogenannten Oppos betrug bei den Verbänden zufammen 3563 877 M., die Jahres- Arendsee. Er führte aus, es sei ein von beinahe 300 Verbandsausgabe 3 285 878 M., der Kassenbestand 2309 745 M. Von den mitgliedern unterschriebener Antrag auf Anberaumung einer neuen auf grund des Vertrauensmänner- Systems zentralisirten Organi- außerordentlichen Vereinsversammlung beim Vorstand eingereicht sationen sind die der Gastwirthsgehilfen und der Handels- Hilfs worden, diesem Antrag sei jedoch in statutwidriger Weise keine arbeiter genannt; erstere mit 1554 Mitgliedern( von 258 152 Be- Folge gegeben und darum die gegenwärtige Versammlung einberufen schäftigten), 15 829 M. Ginnahme, 14 824 M. Ausgabe und 1005 m. worden. Kassenbestand; lettere mit 4780 Mitgliedern( von 175 386 BeIn der Bersammlung vom Sonntag, den 8. August schäftigten), 36 736 M. Einnahme, 23 809 M. Ausgabe und fei e3 zu teiner ordnungsmäßigen Abstimmung gekommen. 12 927 M. Rassenbestand. Diese müsse daher wiederholt werden. Die Ürabftimmung Die Wahlagitation in der Weft- Briegnik beginnt erft und 860 985 M. im eigenen Beruf und 83 386 M. aur Unterstüßung anlange, Für Streits wurden von allen diesen Organisationen zusammen sei aber nicht statutgemäß. Was die Tarifgemeinschaft so feien schon wird unserer Partei gegenüber flott das Geschäft der Saal fämpfender Arbeiter anderer Berufe ausgegeben. Die übrigen Aus- Frage lediglich auf demjenigen Boden fiehen geblieben, auf dem die jetzigen Opponenten abtreiberei praktizirt. In Lenzen, wo der Kandidat unserer Partei, Genoffe Hinge, kürzlich Sonntags sprechen sollte, erklärte gaben vertheilen fich wie folgt: Rechtsschutz 18 349 M., Gemaß auch die Borstandsmitglieder laut den Auslaffungen in früheren der Wirth Tags vorher, daß er den Saal nicht bergebe. Am regelten- Unterstüßung 37 346 M., Reise- Unterstüßung 310 000 m., Jahresberichten früher gestanden haben. Diese haben aber jetzt ihre kommenden Sonntag follte in Putlig eine Versammlung ab 430 038 M., Invaliden- Unterstüßung 57 947 M. Sterbegeld, Umzugs Sozialen und fei Mitglied des Vereins für Sozialpolitik. Man Arbeitslosen Unterstüßung 243 201 M., Kranken- Unterstützung Meinung gewechselt. Döblin antichambrire bei den Nationals gehalten werden, auch da erklärt jetzt der Wirth, daß keine Verkosten und Hilfe bei besonderen Nothfällen 53 837 W., Verwaltungs- müsse sich dagegen verwahren, daß er die Lehren, die er aus diesen Sammlung bei ihm tagen könne. Ju den mehr als hundert Orten toften: Gehälter 93 784 M., Verwaltungsmaterial 98 815 M., Ron- Kreifen mitbringe, in die Buchdruckerbewegung hineintrage. Jene des Kreises haben unsere Genossen nur ein Lokal und zwar in ferenzen und Generalversammlungen 62 934 M., Beitrag an die reife wollen die Gewerkschaften benutzen, um der Sozialdemokratie Wittenberge. Generalkommission 37 011 M., Prozeßtoften 4787 M.; sonstige Aus- in den Rücken zu fallen, und Döblin habe in einem Brief an gaben 68 889 m. Den Bahlstellen verblieben von den Beiträgen Professor Brentano geschrieben, daß er den sozialdemokratischen 422 061 M. Strömungen im Buchdruckerverband entgegenzuarbeiten habe. Auf Vollständigkeit machen alle diese Angaben natürlich keinen Der Vorstand bemühe sich jetzt, durch die Urabstimmung Anspruch; immerhin genügen sie, um zu zeigen, daß die deutschen die volle Macht über bie Mitglieder zu bekommen, Gewerkschaften bereits respektables leisten. sodaß dann niemand, der eine eigene Meinung habe, mehr vor dem Die Mannheimer ,, Volksstimme" beginnt am 28. Auguft mit dem Umzuge ihrer Druckerei nach ihrem Haufe R 3, 14, weshalb die Volksstimme" turze Zeit in einer anderen Druckerei in ver ändertem Format hergestellt werden muß. " Polizeiliches, Gerichtliches ze. D B in dieser - Das Schöffengericht in Hannover verurtheilte den Parteigenoffen H. Meister zu 20 M. Geldstrafe, weil er in feiner Eigen- im vorigen Bericht ausgesprochene Hoffnung auf Beendigung des erworbenen Rechte sicher sei. Bei der Urabstimmung seten alle Ueber den Stettiner Tischlerstreik wird uns geschrieben: Die Ausschluß und dem Verlust der durch langjährige Beitragszahlung schaft als Verleger des„ Bolkswillen" nicht dafür Sorge getragen Streits hat sich nicht erfüllt. In der öffentlichen Holzarbeiter- Ber- indifferenten Verbandsmitglieder betheiligt, die sich souft jahrelang habe, daß aus Form und Inhalt des Blattes genau erfichtlich war, fammlung am Dienstag berichtete die Lohnkommission, daß in der um nichts kümmern, und die Siegeszuversicht des Vorstandes sei welcher der beiden Redakteure feinerzeit für den Artikel Herrn nächsten Woche nur noch 38 Verheirathete mit 56 Kindern und zwei deshalb berechtigt. Dagegen würde er in einer neuen Versammlung von Egidy's neues Evangelium" verantwortlich war. Die Sache ist Ledige zu unterstützen sind. Weiter wurde mitgetheilt, daß am eine Niederlage erleiden, wie er sie auch in der vorigen erlitten ein Nachspiel der im Vorjahre gegen die beiden Redakteure Rauch Freitag voriger Woche eine Versammlung von Vorstandsmitgliedern habe. Trotzdem dürfe sich die Opposition der wenn auch statute und Thielhorn wegen derselben Angelegenheit anhängig ge- und Werkstatt- Vertrauensmännern beschlossen hat, die Fortführung des widrigen Urabstimmung nicht fern hatten, um das Resultat ber weſenen Prozesse. Das Verfahren wurde damals gegen Genoffen Streits zu empfehlen. Es unterliege feinem Zweifel, daß in den selben möglichst zu beeinflussen. Der Redner beantragt folgende Meister wegen dessen Eigenschaft als Reichstags- Abgeordneter aus- 18 Wochen des Streiks sich die Arbeiten angehäuft hätten und be- tesolution: rechtigte Aussicht vorhanden sei, noch die letzten Streifenden in Der Parteigenoffe Leopold in alle a. S. hat, wie Arbeit zu bringen. Verschwiegen dürfe aber nicht bleiben, daß es bas Boltsblatt" mittheilt, sein Brotpapier, das aus der eine Anzahl Streitbrecher gäbe und Zuzug zu verzeichnen sei. Dazu Hälfte einer Boltsblatt- Nummer beftand, auf die Hecke geworfen, tomme, daß in nächster Zeit vom Vulkan 100-150 Tischler entmit welcher die Dachpappenfabrit von Büscher u. Hoffmann zu laffen würden und sich dann die Situation au ungunsten der Büschdorf umgeben ist. Jegt hat Leopold eine Anklage wegen Ber Streifenden verschlechtern werde. Der Hauptvorstand empfehle die legung ber§§ 10 und 11 des alten preußischen Breßgesetzes er- Aufhebung des Streits ganz bringend. Die Versammlung beschloß halten, weil er Druckschriften ohne polizeiliche Graber trotzdem die Fortführung des Streits. Es waren 92 Stimmen laubniß öffentlich angebeftet habe. Am 4. September dafür und 6 dagegen. Zuzug ist nach wie vor streng muß der Uebelthäter vor's Schöffengericht. fernzuhalten. gefeht. " ring Anrechnung von 4 Tagen der über ihn wegen FluchtKollisionsverdachtes verhängten Untersuchungshaft, zu einer " Die am 25. August 1897 im großen Saale der Arminhallen versammelten zirka 400 Mitglieder des Vereins Berliner Buchdrucker und Schriftgießer protestiren 1. gegen das statutenwidrige Verfahren des Gauvorstandes; 2. gegen den Mißbrauch, der seitens des Gauvorstandes mit der Vertrauens männer- Institution getrieben wird, die Vertrauensmänner nicht für berechtigt haltend, irgend welche bindenden Abstimmungen vor sunehmen; 8. gegen die Ausschreibung einer Urabstimmung seitens des Zentralvorstandes als dem Sinne des Statuts widersprechend, verlangen vielmehr von allen Verbandsfunktionären strikte Be- Das fáchsische Ministerium des Innern hat folgung ber bestehenden statutarischen Vorschriften." feinerzeit in einer Beschwerde gegen die Zwickauer Kreishauptmann In der Bergedorfer Stuhlrohr- Fabrik dauert der Ausstand In der Diskussion bemerkt Labjuhn, daß keinem einzigen schaft entschieden, daß die Polizeibehörden nicht das Recht haben, noch immer fort. Herr Sieverts hat weitere Verhandlungen abge- Anhänger der Opposition ein Verstoß gegen die Interessen des Verbei der Anmeldung von Bersammlungen von den Einberufern lehnt. Etwa ein Drittel der Streikenden wollte er nach Maßgabe bandes nachzuweisen sei und begründet die hauptsächlichen Forde zu verlangen, daß diefe die Referenten namhaft machen. der eingehenden Meldungen wieder einstellen. Darauf gingen die rungen der Opposition: 1. Wiederaufnahme sämmtlicher in dieser Da es in Sachfen einen Verwaltungsgerichtshof nicht giebt, ist das Arbeiter nicht ein, sie beschlossen, weiter zu ftreifen. Wie sehr ges Angelegenheit ausgeschlossenen Mitglieder, 2. Einsetzung einer PreßMinisterium in dergleichen Sachen die letzte Instanz. Entgegen der rechtfertigt die Forderungen der Ausständigen fein mögen, geht fommission beim„ Korrespondent" und 3. Zurücktritt des Zentraleben erwähnten Entscheidung hat nun in Reichenbach i. V. der Ver- wohl am besten aus der Thatsache hervor, daß Herr Meyer, Besizer vorsitzenden Döblin, der die eigentliche Triebfeder der Hehe gegen treter der Polizeibehörde, ein Dr. Krippendorf, von dem Einberufer lichen Presse öffentlich zugegeben hat, daß bei ihm Streifende der dafür zu agitiren, daß in der Urabstimmung mit„ Nein" gestimmt Zum Schluß fordert er auf, überall einer Boltsversammlung verlangt, daß dieser den Referenten nennen folle. Da ist doch wohl die Frage berechtigt: Wer regiert denn Bergedorfer Fabrik Beschäftigung fanden und daß ihm eine Boy- dafür zu agitiren, daß in der Urabstimmung mit„ Nein" gestimmt eigentlich in Sachsen? fottirung derfelben als eine ungerechtigkeit erscheine, da er deren werde. Es dürfe nicht der Grundfaß aufkommen, wer eine eigene Rosenthal wendet sich u. a. Meinung hat, fliegt hinaus." -In Aue i. V. stellte der Parteigenoffe Hermann unzufriedenheit für eine vollkommen berechtigte gegen den Beschluß der Berliner Vertrauensmänner, die sich auf die Müller dem Volksbildungsverein ein Zimmer seiner Wohnung zu halte. einer Vereinsversammlung zur Verfügung, da der Verein kein Lokal Aus Leipzig. Wegen Bergebens gegen§ 158 der Gewerbe- Aufgaben beschränken sollen, zu denen sie bestellt seien. Bezüglich Aus Leipzig. Wegen Bergebens gegen§ 153 der Gewerbe der Tarifgemeinschaft meint er, wenn sie nicht beschlossen sei, so zu Versammlungen bekommen kann. Der Stadtrath verbot aber die ordnung wurde vom Schöffengericht der Maurer Edmund Böh. würden die Buchdrucker heute schon mehr erreicht haben, als darin leichtere ist, als die in öffentlichen Lokalen und deshalb ein 8Woche Gefängniß verurtheilt. Im Bureau der Streitenden genant gewußt, daß sich mit der Annahme der Tarifgemeinschaft die fammenbrechen ber Dede, falls eine Anzahl Personen sich batte G. zu dem Maurer Friedrich Ernst Kosch aus Drewiz untereinander befehden, die Intereffenvertretung der Gehilfen gegen einfinden würde, eintreten tönnte". Diese zarte Rücksicht auf Leib Gülmen, der nach Dessau abzureisen versprochen hatte, fich aber über den Brinzipalen aber zurücktreten werde. Nachdem einmal die und Leben der+++ Sost ist um so rührender, als in demselben Sozi Hause, wo unser Genosse Müller wohnt, die Baptisten ihre dennoch zur Arbeit begeben wollte, erklärt: Du mußt auf jeden Dummheit mit der Tarifgemeinschaft gemacht sei, sollte sich der Betstunden abhalten dürfen. Fall abreisen, eher bekommst Du Dein Zeug nicht! und als K. ihm fagte, daß er seinen Onkel in Möckern besuchen und fein Beug mit schliffe die Streitigkeiten immer wieder anzufachen. Dies müsse mit- oriano vor der neuen Dammheit hüten, durch neue Ausnehmen wollte, bemerkte: Du läßt Dein Zeug hier, Dir ist nicht zu fchließlich gut einer wirklichen Spaltung der Buchdrucker Ueber den Maurerftreit wird uns geschrieben: In der Fall teine demokratische Handlung sei, weil die in unsicheren führen. Sch a II behauptet, daß die Urabstimmung in diesem Berfammlung am Donnerstag wurde mitgetheilt, daß brei Unter- Stellungen befindlichen Gehilfen so stimmen würden, wie es der nehmer bewilligt haben und die Innungsmeister den Unternehmern, Bertrauensmann in den Offiainen wünscht. Der Gegensatz zwischen die die Forderungen bewilligten, das Leben dadurch schwer machen, den Tarifgemeinschaftsanhängern und der Opposition beruhe im daß sie sich hinter die Baubanten stecken und sie veranlassen, veranlassen, daß die Maurer, die zu den neuen Forderungen arbeiten, findlichen Gehilfen.- Kibler erklärt, daß Döblin schon oft feine Baugelder mehr vorzuschießen. Weiter wollen die Unternehmer grunde zwischen den in festen, guten Stellungen befindlichen und den in unsichern Stellungen oder in Arbeitslosigkeit beentlassen werden. Sie spekuliren darauf, daß dann die Mittel der Streifenden bald ausgehen und dadurch der Streit beendet werde. gegen eine ihm opponirende Mehrheit gesprochen habe und auch in Bis jetzt ist aber der Liebe Müh umsonst gewesen, fie irren auch, Die vom Redner damals vorgebrachten Beweise der statutwidrigen der Versammlung vom 8. Auguft nicht hätte zurücktreten brauchen. wenn fie glauben, daß der Streit aus finanzieller Noth scheitern Sandlungen des Vorstandes feien aber so erbrückend gewesen, daß sollte. Die Leipziger Arbeiterschaft hat sich hinter die streifenden Döblin nichts Sachliches zu erwidern gewußt und gern die Gelegen Maurer gestellt und Freitag findet wieder eine große Boltsverfammheit zum Abtreten ergriffen habe. Der frühere§ 7 und lung statt, die sich mit dem Maurerstreit befassen wird. jetzige§ 5 des Statuts sei ausdrücklich gegen Streits In Aschaffenburg hat ein Theil der Tischler die Arbeit brecher geschaffen worden, und bei der Berathung dieser Paragraphen, die der Vorstand jetzt für seine Zwecke ausbeute, hätte es niemand für möglich gehalten, daß fie einmal gegen folche Mitglieder würden benußt werden, die dem Verbande stets treu gedient haben. In statutwidriger Form feien ferner die bekannten Ausschlüsse vorgenommen worden, ftatutwidrig sei jetzt die Nichteinberufung der beantragten Versammlung und ebenso die Urabstimmung. Auf solche Vorwürfe habe der Vorstand aber noch niemals fachlich erwidert. Die Aufgabe eines Vereinsvorstandes sei es sonst, etwaige Gegenfäße im Verein zu überbrücken; im Buch bruckerverband sei es aber gerade der Vorstand, der heße.- Nachausgehenden Flugblattes polemifirt hat und nach einem furzen dem noch Teufert gegen die einzelnen Säße des vom Vorstand Schlußwort von Arendsee, wird die oben abgedruckte und ebenso die folgende Resolution gegen 8 Stimmen angenommen: - In Straßburg i. E. wurde eine Versammlung, wo unfer Parteigenoffe Bbble, Mitglied des Bezirtstags, über 3 wed und Nußen der Gewerkschaftsbewegung follte, von der Polizei ohne Angabe von Gründen verboten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. sprechen Die Maurer besprachen in einer öffentlichen Versammlung die Arbeitsniederlegung auf dem Bau der städtischen Gasanstalt in der Fichtestraße. Angenommen wurde eine Resolution, die sich gegen das Submissionswesen ausspricht und die Parteinahme des Direktors und des Stadtraths Namslau tritifirt. Diefe Herren hatten infolge des ausgebrochenen Streits den betreffenden Baumeister von seinen Verpflichtungen entbunden. Die Differenzen der Vergolderinnen bei der Firma Wert meister, Schmidstraße, waren zwar beigelegt; ba aber der Firmeninhaber seine Versprechungen nicht hält, dürfte es balb wieder zur Arbeitsuiederlegung fommen. Eine öffentliche Versammlung der Bergolder und Vergolderinnen, die am Montag, den 80. Auguft im großen Saale der Arminhallen abgehalten werden wird, soll über die weitere Hallung dem Fabrikanten gegenüber entscheiden. Achtung, Korbmacher! In der Korbwaaren- Fabrit von Schlesinger, Jakobstr. 5, sind die Differenzen beigelegt. Bei der Firma Schmidt u. Ro., Krautftr. 6, ist der geforderte Lohnzuschlag bewilligt worden. Der Vorstand. trauen, denn Du nimmst die Arbeit wieder auf. eingestellt. Ausland. Ju Wien droht der Feilenhauerstreit, ber sich vor täufig auf einige Firmen erstreckt, ein allgemeiner zu werden. Die Arbeiter verlangen vor allem bie Burücknahme der Maßregelung ihrer Vertrauensleute. Die Budapester Maurermeister sollen gewillt sein, ihren Arbeitern Zugeständnisse zu machen, so daß Aussicht auf balbige Beilegung des Rampses vorhanden ist. Ein nenes 3ngmittel, ihren Arbeitsnachweis in die Höhe zu Chriftiania, 26. Auguft.( Privattelegramm des Vorwärts".) bringen, haben die Bau, Maurer- und Zimmermeister gefunden. Hier ist ein Streit der Malergehilfen zum Ausbruch gekommen. Im Lofale diefes Innungsnachweises in der Kommandantenstraße Buzug ist streng fernzuhalten. wurden gestern an rauchluftige Arbeitslose Zigaretten vertheilt. Auch " " der Hunger sollte in dieser Stätte der nächstenliebe" gestillt schreibt uns: Das Streiffener unter den armen Strohhutflechterinnen Der Streik der Florentiner Strohhutflechterinnen. Man werden. Es wurden trockene Stullen vertheilt. Ob das freilich in Florenz, Signa, Empoli, Lastra und Porto di Mezzo, das, dem ven Nachweis in die Höhe bringen wird, ist mehr als zweifelhaft. Anscheine nach, bereits völlig erstickt war, lobert wieder empor, und Diese Sorte Mildthätigkeit" soll wohl überhaupt nur bezivecken, war mächtiger als je zuvor. Nichts, absolut nichts, ist bis jetzt einige Dutzend Renommage- Arbeitslose an den Nachweis zu feffeln, gethan worden, um die jeder Beschreibung spottende elende Lage der um sagen zu können, es feien genug Arbeitslose zu ihrer Verfügung. Arbeiterinnen zu bessern und die Ursachen des Streiks, auf grund Daß die Kerntruppen der Bauarbeiter den Arbeitsnachweis meiden, der im vorigen Jahre getroffenen Vereinbarungen, zu beseitigen. sobaß bort tüchtige Kräfte nicht zu haben sind, ist von uns bereits Damals hatte das Minifterium eine Rommission ernannt, die Mittel zur Aufbefferung der Lage der Flechterinnen in Vorschlag bringen Die Bautischlerei von Magdeburg in Friedrichshagen ist follte. Wie das in falchen Fällen immer geschieht, dachte die wegen Maßregelung bis auf weiteres gesperrt. Man hofft eine Einigung in bälde herbeizuführen. betont worden. Deutsches Reich. Die deutschen Gewerkschaftsorganisationen im Jahre 1896. Der foeben erschienene Jahresbericht der Generalfommission, gelehrte Kommission an alles andere, nur nicht an die nächstliegenden Mittel: man hätte der von Japan kommenden Konkurrenz die Stirne bieten und die Einmischung der Zwischenmeister", die die Arbeiterinnen auf das schamloseste ausbeuten, untersagen müssen. Das Elend unter den Flechterinnen ist geradezu haarsträubend; die Die am 25. Auguft in den Arminhallen tagende BuchdruckerProtestversammlung nimmt gegen die Maßnahmen der Zentralleitung des Verbandes in entschiedenster Form Stellung. Sie verurtheilt die geplanten Maffenausschlüsse und alle unlauteren, demagogischen Mittel, mit denen der Bentralvorstand sein Ziel, die Willtürherrschaft im Verbande, auf frummen Wegen zu erreichen fucht. Sie weist ferner die in dem letzten Flugblatt bes Zentrals vorstandes enthaltenen infamen Infinuationen, nämlich, daß die Opposition den Verband schädige, daß sie ehrlosen Zwecken nachgebe, indem sie die 11/ a Millionen Mark des Verbandes in die Hände haben wolle, und mehrere andere Infinuationen ganz energifch zurück. Sie fordert den Zentralvorstand auf, diese beweislos erhobenen Beschuldigungen zu widerrufen, und verlangt endlich, daß der Zentralvorstand fein Amt in die Hände der Wähler zurücklege, damit diese die betreffenden Boften Die Delegirtenwahlen zu der Brandenburger Parteikonferenz " er mit Männern befeßen können, die einer ehrlosen Kampfesweise der Schulfommission zurück. Obgleich den Stadtverordneten faft wurde aber mit der Begründung abgewiesen, baß in Betriebs unfähig sind und denen das Gefühl für Recht und Billigkeit durchweg die Zustände in der Zuckerfabrik bekannt sind, widersprach unfall nicht vorliege. Der Kläger legte Berufung ein. Sein eigen ist. Die Versammlung richtet ferner an die Kollegenschaft auch nicht ein einziger. Selbstverständlich sind Sozialdemokraten Anwalt machte geltend, es sei die Pflicht jedes 2ehrlings, dem die dringende Aufforderung, durch die Urabstimmung zu doku- nicht unter ihnen. Anzunehmen ist allerdings, daß nur die Furcht Lehrherrn in jeder Beziehung folgsam au sein, da§ 127 der Gewerbes mentiren, daß fie diese Forderungen billigt, indem sie die beiden vor der Macht des großen Aktienunternehmens fie sämmtlich so ge- Ordnung den Lehrling der väterlichen Zucht des Lehrherrn untere ihr vorgelegten Fragen verneint; und sie versichert jeden Kollegen fügig machte. Die Kleinbürger des Städtchens find zum großen werfe. Reichert wäre also durch sein Lehrverhältniß zum Meifter ihrer Sympathie, der mit ihr gewillt ist, der statutenwidrigen Theil direkt oder indirekt von der Fabrit abhängig. Die Ackerbauer gezwungen gewesen, ihn auf sein Verlangen zu begleiten. Anders Wirthschaft der Zentralleitung den Garaus zu machen." befürchten, daß ihnen die Rüben nicht abgenommen werden; die wäre es bei einem Gehilfen, dem es frei stehe, die Begleitung Bum Schluß fordert der Vorsitzende die Anwesenden auf, in Handwerker rechnen damit, die Arbeit der Fabrik oder der um- abzulehnen. Auch sei der Lehrherr verpflichtet, den Lehrling der Opposition gegen die Tarifgemeinschaft und die jetzige Verbands- liegenden Güter könnten ihnen entzogen werden. Kurz, gegen den in den bei seinem Betriebe vorkommenden Arbeiten gründlich zu leitung zu beharren. Auch nachdem in einigen Tagen die neuen Pastor, der es gewagt hatte, gegen die Kapitalsintereffen zu handeln, unterrichten. Zu den im Schlächtereibetriebe häufig vorkommenden Ausschlüsse vorgenommen sein würden, müßten weiter freie Mit- wurde zum Dant für seine Wahrnehmung der Arbeiterintereffen Thätigkeiten gehöre nun das Fahren. Ferner habe der Meister die gliederversammlungen stattfinden. Es sei dann Pflicht jedes einzelnen, folgender Beschluß gefaßt: Die Stadtverordneten Versammlung Fahrt nicht aus privaten Rücksichten, sondern im Betriebsinteresse die Arbeit der Ausgeschlossenen weiter zu verrichten. hat von dem Bericht des Herrn Pastor Gengke in der Kreissynode, unternommen. Hierzu bekundete der Lehrherr des Berunglückten Verein für Körper- und Naturheilkunde. Heute Abend 8% Uhr, soweit sich derselbe mit den Verhältnissen der Arbeiter an der selber, daß er im Geschäftsinteresse an dem Begräbniß theilgenommien Admiralftr. 18: Vortrag des praft. Naturheilkundigen Herrn D. Grundmann über hiesigen Zuckerfabri! beschäftigt, Kenntniß genommen. Dieselbe ift habe. Er hätte befürchtet, sein langjähriger Geschäftsfreund würde Das Nervensystem, Gehirn und Nervenkrankheiten. Lichtbildern. Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Demonstrirt an großen der Ansicht, daß aus den ihr mitgetheilten Aeußerungen hervorgeht, fein Fleisch mehr, oder doch weniger als bisher, von ihm beziehen, Heilverein Rube. Heute Abend 8% Uhr, in Milbrodt's Festfälen, Müller: daß Herr Pastor Genkte durchaus nicht mit den Arbeiterverhält wenn er die Beerdigung feines Bruders ignorire. Dieser Geschäftsftraße 7: Bortrag über:" Das menschliche Leben vor und nach der Geburt." nissen an der hiesigen Zuckerfabrik vertraut ist, und weist die Ver- freund, ebenfalls ein Schlächter, bestätigte das, indem er ausführte, Referentin: Frl. M. Kube. sammlung die gemachten Vorwürfe als durchaus unbegründet zurück. er taufe schon seit 12 Jahren vom Meister des Reichert Dieselbe findet es daher auch erklärlich, wenn der Stadtverordnete Fleisch und er hätte es als eine grobe Nichtachtung angesehen, Naegelé fich durch diese Auslassungen verlegt fühlt und einem wenn jener dem Begräbnisse ferngeblieben wäre. Natürlich hätten ferneren Verkehr mit dem Herrn Prediger Gengte gern aus dem die geschäftlichen Beziehungen darunter gelitten. Troß dieser Auswurden gestern Abend in sechs öffentlichen Parteiversammlungen vor verordneten Versammlung Herrn Naegelé, auf dem Poften, Es fehle der ursächliche Zusammenhang zwischen dem eigentlichen Wege gehen möchte. Dessen ungeachtet ersucht die Stadt fagen wies das Schiedsgericht die Berufung zurück. genommen. Die Versammlungen erfreuten sich alle eines guten welchem er Besuches. durch das Vertrauen seiner Kollegen be Betriebe und dem Unfalle. Wenn auch für den jungen Mann Der erste Wahlkreis tagte in den Arminhallen. Genoffe ftimmt, auszubarren und überzeugt zu fein, daß von ein 3wang bestanden habe, mitzufahren, so sei doch Schuster sprach über die Bedeutung der Konferenz. Nachdem diesem Vertrauen durch den Angriff des Herrn Pastor Gengke nichts streng zu unterscheiden zwischen Thätigkeiten im eigenfich Täterow, Timm und Petermann für die Bewirthschaftlichen Interesse und solchen im Be= eingebüßt hat." Wie steht es nun um die Lage der Arbeiter der Zuckerfabrik? triebsinteresse(!) theiligung an den preußischen Landtagswahlen, Fischöder Hier habe das eigenwirthschaftliche und Hammacher zum theil dagegen ausgesprochen hatten, fand werden, und das ist ungefähr die Hälfte aller Beschäftigten, beträgt Thätigkeit werde auch dadurch noch nicht zu einer Betriebs= Bei Arbeitern, welche außerhalb der Fabrikräume befchäftigt Interesse des Unternehmers vorgeherrscht. Eine von ihm diftirte eine Resolution Annahme, die sich für die Betheiligung ausspricht. Der Tagelohn für männliche Arbeiter 1,60, für weibliche 1,20 m. arbeit, daß der Arbeiter infolge feiner Abhängigkeit In der Resolution heißt es zum Schluß:, Ueberall, wo Ausficht auf Erfolg ist, hat die Sozialdemokratie selbständig Wahl. Die in der Fabrik Beschäftigten erhalten 1,80-2 M. Für die Be- den fraglichen Auftrag seines Arbeitgebers nicht wohl ab. männer aufzustellen; wo das nicht der Fall ist, sind diejenigen schäftigung auf dem Zuckerboden, wobei die Arbeiter wegen der lehnen konnte. Kandidaten zu unterstützen, die sich unzweidentiger Weise verpflichten, großen Size faft nackend arbeiten müssen, und für die besonders für bestimmt festgelegte freiheitliche Forderungen im preußischen Land: gesundheitsschädliche Thätigkeit am Raltofen werden 2,25-2,50 M. tag einzutreten." Angenommen wird der Antrag, die Lokalfrage gezahlt. Da die Fabrit ununterbrochen in Betrieb ist, wird in mit auf die Tagesordnung zu setzen. Gewählt wurden als Delegirte 8wölfftündigen Schichten gearbeitet, bei denen die Arbeiter wöchentlich wechseln. Ueberstunden werden fast fortgesetzt gemacht. Wuttig, Ahrend und Tim m. In der Regel find die Arbeiter 17 Stunden hintereinander thätig; Im dritten Wahlkreise drehte sich die Debatte ausschließ- an den Tagen, wo die Schicht gewechselt wird, jedoch 24 Stunden, lich um die Frage der Wahlbetheiligung zum Landtage. Auf einen doch ist die Arbeitszeit auch schon auf die faft unglaubliche Länge entschieden ablehnenden Standpunkt stellten sich die Genossen von 29 Stunden hintereinander ausgedehnt worden. Ramp, Frant, Kräter, Georgi, Börner, Wagner Wollen die Arbeiter bei dem geringen Lohn einen einigermaßen aus und Solisch, während Alfons Borchardt die Wahlbetheiligung reichenden Verdienst erzielen, so find sie gezwungen, eine halbe Schicht befürwortete. Folgende Anträge wurden angenommen: Die Ueberarbeit zu machen. Dieser Bezahlung der Arbeiter mag gegenDelegirten werden beauftragt, auf der Provinzialfonferenz übergestellt sein, daß der Direktor Naegelé 3wölf beraumen. Inzwischen ist der Kläger seinen Leiden erlegen. Wenn gegen die Aufhebung der Kölner Resolution zu stimmen. Die tausend Mark Gehalt jährlich und noch Zantiemen nun festgestellt wird, daß die Krankheit wirklich eine Folge des UnBrovinzialkonferenz soll dahin wirken, daß auf dem Barteitag nur erhält. Vor einigen Jahren zahlte die Gesellschaft den Aktionären falles gewesen ist, so ist der Kläger vielleicht mangels fehlender Pflege die preußischen Delegirten über die Wahlbetheiligung abstimmen, und annähernd 40 pct. Dividende. Wenn auch jetzt der während der ganzen Zeit infolge der offenbaren Verschleppung der dadurch sich die Einberufung eines preußischen Parteitages erübrigt. Die Gewinn nicht mehr so hoch ist, könnte immerhin den Arbeitern Sache zu grunde gegangen. Und dabei rufen die Herren nach Ges Agitations- Rommiffion für die Provinz Brandenburg möge für die Zeit bessere Bezahlung und kürzere Arbeitszeit gewährt werden. Statt ezen zur Bekämpfung der Sozialdemokratie! Vielleicht ist es uns der Reichstagswahl als Zentral- Wahlfomitee erklärt werden. Als dessen läßt man sich daran genügen, die Arbeiter Sonntags in der tönnen, der es ermöglicht, daß auch während der Gerichtsferien die bald beschieden, einen Nachfolger des Herrn Bödicker begrüßen zu Delegirte wurden gewählt: Pohl, Rickert, Georgi. hat sich dahin entschieden, daß sich Schöning einer indirekten Aktiengesellschaft macht, ungerechtfertigt ist, dürfte durch diese mit gelangen. Das in der Angelegenheit Schöning eingefeßte Schiedsgericht Fabrik eine Predigt hören zu laffen. Daß die Entrüftung der Stadt- tönnen, der es ermöglicht, daß auch während der Gerichtsferien die verordneten- Versammlung, die sich hier zum Bertheidiger einer uns doch eilig erscheinenden Unfallsachen zur Spruchsizung Denunziation schuldig gemacht hat, daß ihm aber mildernde Um theilung genügend nachgewiesen sein. Die Erfahrungen, die bisher stände zuzubilligen sind. Schöning erhält eine ernste Rüge, und ist mit den Pastoren gemacht worden sind, die einmal für die Arbeiter die Angelegenheit damit erledigt. ein klein wenig eintraten, laffen leider befürchten, daß sich auch Herr Pastor Gengte nicht noch einmal mit solchen verpönten Dingen bes schäftigen wird. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer. überEin eigenthümliches Licht auf die Geschäftsführung des biesigen berufsgenossenschaftlichen Schiedsgerichts wirft folgende Mittheilung aus Stettin: Am 24. April d. J. erhielt ein Arbeiter von auf Gewährung einer Rente und ärztliche Behandlung abgewiefen werden der zuständigen Berufsgenossenschaft den Bescheid, daß seine Ansprüche mußten, weil nicht erwiesen sei, daß sein Leiden mit dem erlittenen scheid legte der Berunglückte sofort unterm 10. Mai Berufung bei Unfalle in ursächlichem Zusammenhange stehe. Gegen diesen Bes bem hiesigen zuständigen Schiedsgericht ein. Bis heute, alfo nach länger als 3 Monaten, hat das Schiedsgericht aber noch nicht Zeit gefunden, einen Termin zur Verhandlung über diese Sache auzuGerichts- Beitung. Das Kammergericht hatte sich mit einem eigenartigen Rechts falle zu beschäftigen. Der Hausdiener 2. erhielt von einem Bekannten 150 M. zum Handel mit Weihnachtsbäumen, wie ausdrücklich in einem Sergabe der 150 mi. sollte der" Geldmann" einen beſtimmten Bes zwischen beiden abgeschlossenen Vertrage bestimmt wurde. Für die trag erhalten. Da sich 2. zur Zeit in einer Nothlage befand, verbrauchte er etwas von dem Gelde für sich; so kaufte er sich z. B. Aneignung einer fremden Sache angeklagt. einen Ueberzieher. Daraufhin wurde er wegen rechtswidriger Das Schöffengericht Die Parteigenossen des vierten Wahltreises waren in den Andreasfälen( früher Joël) versammelt. Das Referat über die Bedeutung der Brandenburger Konferenz für Die Landagitation hatte Genosse Bruhns Die Kontraktbrüche ländlicher Arbeiter sollen dieses Jahr nommen, der in eingehender Weise die Verhältnisse in der Provinz In der Zeitschrift„ Das Land" wird angegeben, im Jahre 1895 in der Provinz Sachfen bedeutend zahlreicher sein als früher. schilderte und darauf hinwies, daß trotz der Schwierigkeiten, die sich feien 636 Kontraktbruchfälle, im vorigen Jahre 819 und bis Ende bei der Agitation nach den verschiedenartigsten Richtungen geltend Mai dieses Jahres bereits 454 gemeldet worden. Unter den kontraktmachen, erhebliche Erfolge durch die Arbeiten der Kommission und brüchigen Personen hätten sich im vorigen Jahre 659 Sachfengänger den Berliner Genossen erzielt wurden. Der Redner sprach sich und in diesem Jahre 349 derselben befunden. schließlich für die Betheiligung an den Landtags. Kontraktbrüchig wird der Arbeiter in der Regel nur dann, wenn sprach ihn aber frei, indem es annahm, es handele sich hier um ein wahlen aus, zumal dadurch mehrere Gebiete der Agitation eröffnet ihm das bisherige Arbeitsverhältniß unerträglich erscheint und wenn Darlehn, mit dem 2. hätte machen können, was er wolle. Das werden, die bei der Reichstagswahl nicht in betracht kommen. er anderswo eine bessere Stelle findet. Jedenfalls werden die Gelde die Bermögenseinlage eines stillen Gesellschafters. Indessen Landgericht erklärte dieſen Standpunkt für falsch. Es sah in dem Mindestens sei die Aufhebung des Kölner Parteitagsbeschlusses zu be- Grundbesitzer wenig oder gar nicht über Kontraktbruch zu klagen sprach es 2. ebenfalls frei, weil eine derartige Einlage nach dent fürworten. Der Redner ersucht, den Delegirten tein gebundenes haben, die ihre Arbeiter ordentlich bezahlen und menschenwürdig Gefeß in den Besitz des Empfängers übergehe, also von der Ans Mandat mit auf den Weg zu geben, damit auch den Wünschen aus der behandeln. Damit hapert es aber in der Landwirthschaft ganz eignung einer fremden Sache nicht die Rede sein könne. Gegen Broving Rechnung getragen werden könne. Die Diskussion drehte besonders. fich fast ausschließlich um die Frage der Betheiligung an den über den gesetzlichen Bestimmungen seien die Bestimmungen Landtagswahlen. Sämmtliche Redner, außer dem Genossen Thäder, Für den Boykott als Kampfmittel des Proletariats bricht des zwischen den beiden Kontrahenten zu stande gekommenent der für die Betheiligung eintrat, sprachen sich entschieden unser französischer Genosse Baillant in der Petite Re- Bertrages nicht stichhaltig. Auf die Revision des Staatsanwalts gegen jede Betheiligung an den Landtagswahlen aus. Aber ein publique" eine Lanze. In Frankreich wird, wie auch in Deutsch hob jedoch der Straffenat des Kammergerichts die Bor Antrag, die Delegirten mit gebundenem Mandat, gegen die Be- land, verschiedentlich die gesellschaftliche Acht über die Mitglieder entscheidung auf und wies die Sache zur nochmaligen Verhandlung theiligung an den Landtagswahlen zu stimmen, zu versehen, wurde der Sozialdemokratie verhängt, und da meint denn Genosse Vaillant, an das Landgericht zurück. Der Begriff der stillen Handelsgemein abgelehnt und hierauf die Genossen Lorenz, Galle und Rasche das beste Mittel, um die Feinde zu Paaren zu treiben, sei der streng schaft sei von der Straffammer verkannt worden. Der Angeklagte als Delegirte für die Brandenburger Konferenz gewählt. durchgeführte Boykott. Wenn die Arbeiter ihre wirthschaftliche und sein Geldgeber hätten nur ein einzelnes Rechtsgeschäft zu Im fünften Wahltreise hatte Genoffe Hennig das dann würden diese bald finden, daß sie in einem derartigen Kampf geschäft im Sinne des Handelsgesetzbuches vor. Betreffs solcher Macht als Konsumenten gegen solche Fanatiker ins Spiel brächten, Weihnachten machen wollen, also liege nur ein Gelegenheits. einleitende Referat übernommen. Maaß beantragt, die Presse mit nur zu verlieren haben. Genosse Baillant hat sicherlich recht und wir Geschäfte seien nun besondere Bestimmungen nicht vorgesehen, es auf die Tagesordnung zu setzen; dieser Antrag wird angenommen. find die letzten, die Erfolge des Bontotts leugnen oder verkleinern gelten somit die Abreden der Parteien. Unter diesem Gesichtspunkte Zur Frage der Betheiligung an den Landtagswahlen referirt zu wollen, auf welche er hinweist. Aber eins müssen wir doch werde der Vorderrichter nachzuprüfen haben, ob das verbrauchte Friedländer. Er, sowie egge und Dr. Weyl sprechen fich hervorheben: von allen Waffen, die das Proletariat in seinem Ver: Gelb des Angeklagten Eigenthum gewesen sei oder nicht. dafür aus, dagegen sprechen Robert Schmidt, Ma a theidigungskampf gegen die Kapitalistenklaffe hat, ist der Boykott und 2 ie bin ann. Schließlich wird den Delegirten ein gebundenes Mandat mit auf den Weg gegeben, auf der Konferenz für Aufhebung des Kölner Beschlusses zu stimmen. Gewählt wurden Dr. Weyl, Friedländer und Lissauer. " = diejenige, die die höchft e Disziplin erheifcht. Der Boykott Biervantscherei in Hannover. Weil sie Neigen und Bier. bedarf sogar eines höheren Grades von Disziplin als der Streit, reste dem Publikum verkauft hatten, ist das Restaurateur Ehepaar und, wie unsere französischen Genossen selbst wiederholt dargelegt Fischer vom Schöffengericht in Hannover zu je 500 M. Geldstrafe Der Buffetier Roloff erhielt 200 M. Strafe haben, läßt die Disziplin innerhalb der französischen Sozialdemo: verurtheilt worden. fratie leider noch sehr viel zu wünschen übrig. Hoffen wir, daß zudiktirt. Für die Deffentlichkeit interessant war noch der Einwand unsere Genossen in Frankreich durch die Verfolgungen der Gegner des Buffetiers, daß er zum Verschneiden" des Bieres berechtigt" dazu veranlaßt werden, diesem Mangel mehr und mehr abzuhelfen. gewesen sei, da dies in sehr vielen Wirthschaften, besonders aber auch in den Theater- Restaurationen ebenso gehand. Die Verbindung der Arbeitsvermittelung mit der Natural habt werde. Das Bier, mit welchem die Kellner hausiren gingen verpflegung bedürftiger Durchreisender ist am 1. Juli im ganzen Betheiligung an den Landtagswahlen. Eine Resolution wurde nicht Ranton ar ga u in der Schweiz, eingeführt worden. Jede Natural- und das abgestanden" sei, könne doch nicht fortgegossen werden! gefaßt. Als Delegirte wurden gewählt: Riesel, Maß und verpflegungsstation ist zugleich Arbeitsnachweisbureau, wo jeder, der Im sechsten Wahlkreise hielt Genosse Rieg in der recht gut besuchten Versammlung das einleitende Referat. Die Diskussion dreht sich ausschließlich um die Frage der Betheiligung an den Landtagswahlen. Es sprachen Becker, Dornbusch, Kiesel und Leith gegen, Borgmann und Swienty für die Dornbusch. Den Bericht über die Versammlung des zweiten Wahl= treises, der bei Schluß der Redaktion noch nicht eingetroffen ist, werden wir nachtragen. Boziales. Arbeiter braucht, dies anmelden kann. Aus der Lifte der dänischen Hungerleider. Soeben ist das dänische Steuerbuch herausgekommen, dem wir folgende intereffante Notizen entnehmen. Die höchsten Einkommen in Dänemart haben: Großhändler Stokkebye und Hvalföe mit je 350 000 kronen( zirka 400 000 m.) jährlich. Diese Herren find Spekulanten, die im vorigen Jahre behaupteten, zahlungsunfähig zu sein. Lehnsgraf Ahlefeldt- Laurvigenu, Etatsräthin Suhr mit je 250 000 Rr.( über 280 000 M.) Depelihen und lehte Nachrichten. Potsdam, 26. Auguft.( W. T. B.) Heute Abend um 7 Uhr empfing der Kaiser auf dem hiesigen Bahnhofe den König von Siam, Hannover, 26. Auguft.( W. T. B.) Das Preisgericht für den auf 41/2 Millionen Mark veranschlagten Neubau des Rathhauses empfahl einstimmig den Entwurf des Geh. Bauraths Eggert- Berlin zur Annahme. Zürich, 26. August.( B. H.) Der Tourist Haslacher, aus Defterreich gebürtig, ist vom Piz Beverin abgestürzt und schwer ver wundet aufgefunden worden. 99 Kopenhagen, 26. Auguft.( WT. B.) Die 18. Seffion des , Institut de droit international"( Institut für internationales Recht) ist heute Nachmittag 2 Uhr im Festsaale der Universität eröffnet worden. Zum Präsidenten wurde Geheimrath Goos- Kopenhagen gewählt, zu Vizepräsidenten Generaladvokat Desjardin Paris und Profeffor von Martiz- Heidelberg. Als Mitglieder wurden aufs genommen Staatsminister Dr. Hagerup Christiania sowie die Professoren Fauchille, Pillet und Bernez- Paris. Das Eintreten der Pastoren für die Arbeiter können die Ordnungsstüßen" nicht vertragen. Einen drastischen Beweis dafür haben kürzlich Magistrat und Stadtverordnete der Stadt Strasburg in der Uckermart geliefert. Man schreibt uns darüber: Dann folgen 3 Lehnsgrafen und 7 Großhändler oder GroßDer Pastor Gente hatte in der dortigen Zuckerfabrit händlerfrauen mit je 200 000( 225 000 m.), 185 000-150 000 Kronen auf Wunsch regelmäßig Predigten halten wollen. Bald merkte er haben 2 Landbarone, 5 Großhändler, 2 Wittwen; 140 000--100 000 jedoch, daß ein Theil seiner Zuhörer während der Predigt einschlief. 19 Großhändler, 4 höhere Beamte, 2 Landbarone, 2 Wittwen; Erkundigungen über die Ursache machten dem Pastor klar, daß die 98-50 000 kr. haben 107 Personen; 49-40 000 kr. haben 235 PerArbeitszeit in der Zuckerfabrik so lang war, daß die Arbeiter sonen; 39-25 000 Rr. haben 127 Personen. ermüdet sein mußten. Wollte er nicht seine Predigten vor einer Der Merkwürdigkeit halber sei ferner noch erwähnt, daß die ganz geringen Anzahl von Zuhörern halten, so mußte er seine armen Gisenindustriellen, welche hauptsächlich ihren ausgesperrten Thätigkeit einstellen. Bei einer Unterredung mit dem Direktor der Arbeitern feine Bohnerhöhung von 7--8 Pfennigen pro Tag beFabrik äußerte sich der Pastor nun dahin, daß die Arbeitszeit zu lang willigen können, ohne sich zu ruiniren, folgendes Einkommen und die Bezahlung sehr niedrig sei. Die beiden Herren geriethen haben: Eickhoff 56 000 kr.( 63 000 M.); Björn Steffensen 35 000 Kr.; darob hart an einander. Einige Zeit darauf besprach auf der Mogensen 30 000 r.( 33 500 M.) Kreissynode Pastor Genzte auch die Verhältnisse, unter denen die Arbeiter jener Zuckerfabrik arbeiten. Trotzdem der Herr sich dabei noch einer ziemlichen Milde der Darstellung befleißigte, fühlte sich der Direktor der Fabrik, ein Herr Maegelé, der auch Mitglied Das Berliner Schiedsgericht für Unfallfachen hatte sich in des Stadtverordneten- Kollegiums ist, aufs tiefste gekränkt, und er seiner legten Sigung mit einem ebenso eigenartigen wie intereffauten beantragte in einer Sigung der Stadtverordneten, ihn von Rechtsfalle zu beschäftigen. Ein Schlächtermeister war zum Beseinem Amt als Mitglied der Schulfommission zu entbinden, da er gräbniß des Bruders eines Geschäftsfreundes gefahren und hatte den mit dem Pastor Gentfe, der Kreisschulinspektor ift, wegen deffen Lehrling Reichert dorthin mitgenommen. Es war an einem Aeußerung über die Zuckerfabrik nicht mehr zusammen arbeiten könne. Wintertage, wo die Straßen Schnee und Eis bedeckte. Als man Darob allgemeine Bestürzung unter den Stadtvätern. Nachdem Herr N. wieder zu Hause angelangt war, sprang der junge Mann auf Geheiß Simla, 26. Auguft.( Meldung des Renter'schen Bureaus".) von der Behandlung und den Löhnen der Arbeiter der Zuckerfabrik des Meisters vom Wagen, um das Hausthor zu öffnen. Er glitt Die Khaibar Schüßen, welche die Garnison von Lundi Kotal eine glänzende Schilderung entworfen hatte, gab er dem dringenden dabei aus und zog sich einen Schenkelbruch zu, sodaß er in bildeten, hielten 24 Stunden stand. Als die Afridis eingedrungen Erwerbsthätigkeit blieb. beschränkt Ersuchen des Magistrats und der Stadtverordneten Versammlung seiner Er verlangte waren, entspann sich ein verzweifelter Kampf, der zwei Stunden nach und zog seinen Antrag auf Entbindung von seinem Amte in demnächst von der Schlächterei- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente, dauerte. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Soziale Rechtspflege. Petersburg, 26. August.( W. T B) Heute Vormittag 11 Uhr verabschiedete sich Präsident Faure in Peterbof. Kaiser Nikolaus gab dem Präsidenten an Bord der Kaiseryacht das Geleit bis Kronstadt. Warschau, 26. August.( B. H.) Die vom Polizeimeister erIoffene Verfügung, am Tage des Einzuges des Zarenpaares alle Fenster und Thüren der Häuser, welche fich in den Straßen befinden, die der kaiserliche Zug pasfirt, geschlossen zu halten, ist auf direkten Befehl des Baren wieder aufgehoben worden. Simla, 26. August.( Meldung des Renter'schen Bureans".) Die Afridis haben am Dienstag Vormittag Lundi Kotal angegriffen und niedergebrannt. Nr. 199. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für die Opfer der HochwasserKatastrophen find uns ferner die folgenden Beiträge zugegangen: Freitag, 27. Auguft 1897. Produktion. Unser Kongreß dagegen befaßt sich nur mit ganz be- Berathung. Der Redner, der den Saal nach dem Referat stimmten Seiten dieser Produktionsweise und stellt die Forderungen betreten hat, wird über seinen Frrthum aufgeklärt und tritt von fest, die wir auf dem Gebiet des Arbeiterschutzes im Klasseninteresse der Tribüne ab. C der Arbeiter zu vertreten haben. Wir würden uns um die beste Landgerichtsrath Rulemann Braunschweig: Der Referent Frucht des Kongresses bringen, wenn von ihm behauptet werden hat ausgeführt, es gäbe in der uns hier beschäftigenden Frage zwei Segel'scher Zimmerplatz 3,45. Atelier Giesecke 3,75. Drechsler könnte, daß nur Doktrinäre und unpraktische Theoretiker auf ihm Standpuntte, den der Humanität und des Klasseninteresses. Ich der Knopffabrik Leopold Stern 2,50. Gesammelt bei Dübring, Petri- das große Wort geführt und die ihre utopistischen Forderungen kann dieser Ansicht nicht beitreten. Wäre die Frage der straße 31, am Stammtisch 1,10. Von sämmtlichen Arbeitern der durchgedrückt hätten. Aber der Achtstundentag ist keine Utopie. Er Verkürzung der Arbeitszeit blos eine Frage des Klassen Möbelfabrik von Equiß, Gr. Frankfurterstr. 125, durch Stusche 29,-. ist durchzuführen und wird durchgeführt werden, wenn die Arbeiter- interesses der Arbeiter, alle Nichtarbeiter würden ver Einige Xylographen der Xylogr. Anstalt von R. Bong 13,-. D. Wolf schaft ihre Schuldigkeit thut.( Bravo.) in Jglau 17,-. Ges. v. Tapezirern d. Razki 2,-. Vom Kegelklub Dienstag 3,50. Maschinenbauer von Arenstein u. Coppel, Tempelhof 3,- Fuger Collonne Riekotta, Tegel 2,65. Ges. in der Gravir Anstalt von Fr. Dönniges mit zwei Ausnahmen( darunter der Chef 4,-) 12,-. Einige Maler bei Herrn Fritz jun. auf Bau Grune waldstr. 40, 2, Dr. Th. 2. 6, Dr. C. F. 4,-. Gin Deutsch- elfFreisinniger 0,60. J. Baftert, Steinmez 5,-. Summa 110,55. Bereits quittirt 2451,69. Gesammtsumme 2562,24. Weitere Beiträge nimmt unfere Expedition entgegen. = Internationaler Kongvek für Arbeiterschuh. " Zürich, den 25. Auguft 1897. IV. des " = Die Festsetzung der Arbeitszeit hat für jeden Betrieb nach Maßgabe der Intensität der Arbeit und dem dadurch bedingten Kräfteverbrauch zu erfolgen." Schirmer, Vertreter des katholischen Arbeiter Wahlvereins in München: Die Sucht nach großem Profit hat die Unters nehmer der langen Arbeitszeit geführt. Die Arbeiter tönnen sie nicht verringern, weil sie zu schwach sind. Deshalb müsse die Verkürzung der Arbeitszeit gesetzlich erfolgen. Die Frage: ist der Moximal- Arbeitstag nothwendig? beantworten wir mit einem 1. Der internationale Kongreß für Arbeiterschutz hält runden Ja. Bischof Ketteler ist schon 1869 dafür eingetreten. Daß die Einführung eines gesetzlichen Maximal- Arbeitstages für alle große Schwierigkeiten zu überwinden sind, verkennen wir nicht, Arbeiter und Angestellten in Industrie, Handel, Gewerbe und Ver- namentlich in bezug auf die Landwirthschaft. Hier müssen Austehr, im landwirthschaftlichen Großbetrieb, fowie in Betrieben nahmen eintreten, auch in einzelnen Industrien werden Ausnahmen des Staates und der Gemeinden für dringend geboten. stattfinden müssen. Den Achtstundentag begrüßen auch wir als ein zu er die Landwirthschaft sind in der Erntezeit Ausnahmen zulässig. fiebendes Ziel, aber an eine baldige Durchführung glauben wir nicht. 2. Er verlangt von den Regierungen und Gesetzgebungen Man sollte deshalb auch den Arbeiter nicht in diese Illusion einbeim gegenwärtigen Stand der Technik Technik und nachdem wiegen. Den Antrag Rulemann unterstügen wir lebhaft. Für hindert sein, für die Verkürzung der Arbeitszeit zu wirken. Von allen Sachkundigen wird bestätigt, daß durch die Ver- Ich halte aber die berechtigten Forderungen der Arbeiter nicht für fürzung der Arbeitszeit die Leistungsfähigkeit des Arbeiters außer egoistische Forderungen des Klasseninteresses, fie decken sich meines ordentlich gesteigert wird. Die Verkürzung der Arbeitszeit drängt Grachtens mit den Kulturinteressen.( Lebhafter Beifall.) Die Verbeständig zu Verbesserungen der Technik. fürzung der Arbeitszeit ist ein nothwendiges Kulturerforderniß. Darüber war sich die Sektion klar, daß von einem Sprung vom Unsere fapitalistische Wirthschaft hat die Reichthümer, welche die oder zehustündigen zum achtstündigen Arbeitstag nicht die Rede Fortschritte der Technik aufgehäuft haben und einer Verkürzung der sein könne. Das hat seinen Ausdruck in der Resolution gefunden, Arbeitszeit hätten zu gute fommen sollen, nicht zu verwenden verstanden. worin es heißt, daß da, wo der Uebergang zum Achtstundentag zur Die Produktion ist erheblich gestiegen. Aber nicht die Produktion, Zeit unmöglich erscheint, er mit dem Fortschreiten der Technik durch sondern die Konsumtion ist das Ziel. Ich bin auch der Meinung, daß Einführung eines sich ihm möglichst nähernden Maximal die Verkürzung der Arbeitszeit rein gefeßlich erfolgen muß. AllerArbeitstages vermittelt werden soll. In der vierten dings giebt es noch einen zweiten, den gewerkschaftlichen Weg. Die These wird der Kongreß mit der Frage befaßt, wie die Gewerkschaften sind aber zu schwach, um allein die Verkürzung der verkürzte Arbeitszeit einzuführen ist, ob fich empfiehlt, Arbeitszeit durchdrücken zu können. Ich kann nicht anerkennen, daß fie nicht als ausnahmslos giltige Regel einzuführen, sondern ver- die Festsetzung einer bestimmten Daner für jede Arbeit berechtigt schiedenartig abgestuft für die verschiedenen Industrien. Die Sektion fet. Die Arbeitszeit wird sich nach dem Stande der Technik richten hat sich zu gunsten der Einführung einer einheitlichen Arbeitszeit müssen. Die Länge der Arbeitszeit muß für jede einzelne Kategorie Die heutigen Verhandlungen leitet Nationalrath Decurtius entschieden und verlangt nur Ausnahmen zu gunsten ganz besonderer festgesetzt werden. Ich stelle deshalb den Antrag, der These 4 ( Turns). Die Frage der Frauenarbeit", die heute zur Ver- Verhältnisse. Wir dürfen nicht vergessen, daß der Achtstundentag folgenden Zusatz zu geben: handlung kommen sollte, muß abgesetzt werden, da die Sektion ihre nur die maximale Grenze angiebt, innerhalb der ohne weiteres AbBerathung noch nicht beendet hat. Dafür wird Punkt 4 der Tages- stufungen möglich find. Vergessen wir nicht die Bedeutung der ordnung: gewerkschaftlichen neben der politischen Arbeiterbewegung. Vom Die Arbeit erwachsener Männer" ficheren Boden des gesetzlichen Achtstundentages aus werden Es fann nicht nur eine obere Grenze festgesetzt werden, es muß zur Debatte gestellt. Referent ist Bezirksrichter Otto Lang die gewerkschaftlich organisirten Arbeiter weitere Verkürzungen auch eine untere Grenze zum Ausdruckt gelangen. Nehmen wir die ( Zürich). Er sagt: Die Frage tann nur vom Standpunkt des der Arbeitszeit erkämpfen. Damit ist die Gefahr einer allgemein Höchstgrenze mit acht Stunden an, so wird es immer Betriebe geben Klaffenintereffes behandelt werden. Täglich, stündlich tritt gerade verbindlichen Regelung der Arbeitszeit beseitigt. Die fünfte These müssen, die nur sieben- und sechsstündige Arbeitszeit haben dürfen. hierbei der Klaffengegensatz zwischen Kapital und Arbeit hervor. verlangt, daß die Voraussetzungen für Ausnahmen vom Achtſtunden( Beifall und Widerspruch.) Der Unternehmer hat ein wesentliches Interesse daran, die getaufte tag im Gesetz selbst genau angegeben sein sollen. Nun noch ein Nemec Wien( Sozialdemokrat): Auch heute kommen die Arbeitskraft so lange als möglich auszunutzen, um mit ihrer Hilfe Wort über die Wirkungen des Achtstundentages. Es ist unbestreitbar, beiden auf dem Kongreß vertretenen Richtungen zur Erscheinung. fein todtes Rapital zu befruchten, während der Arbeiter in möglichst daß der Achtstundentag und weitgehender Arbeiterschutz überhaupt Die eine Richtung will unbedingten Arbeiterschutz, die andere furzer Zeit und bei möglichst hohem Lohn arbeiten will. Hier ist bestimmte rückständige Produktionsformen unmöglich machen wird, den Arbeiterschuß nur für einzelne Kategorien und Theile der der Widerstand gegen die Forderungen des Arbeiterschutzes am fo die Hausindustrie und gewisse Formen des handwerksmäßigen Betriebs, Arbeiterschaft. Ein Kongreß für Arbeiterschutz muß aber das stärksten. Nur zwei Staaten, Desterreich und die Schweiz, kennen die heute nur noch möglich sind, weil die Organisationen der Arbeiter Interesse aller Arbeiter im Auge behalten. Wir haben hier nur die den Normalarbeitstag für erwachsene Männer; auf dem Berliner noch zu schwach sind und die soziale Gesetzgebung zurückgeblieben ist. Frage der Arbeitszeit prinzipiell zu erörtern, die Ausnahmen Rongreß wurde der Maximalarbeitstag gar nicht auf die Tages. Der Achtstundentag wird auch hier als Kulturfortschritt wirken. tommen bei anderen Gegenständen der Tagesordnung zur Sprache. ordnung gestellt. Wir haben die Frage der Nachtarbeit, der Sonntags-( Bravo!) Von zwei Standpunkten aus kann man für die Verkürzung Wir müssen hier grundsäglich aussprechen, daß wir den Achtarbeit und der Arbeit in gefährlichen Betrieben getrennt behandelt, der Arbeitszeit eintreten, vom humanitären Standpunkt aus und vom stundentag wollen. Nicht um Humanität handelt es hier haben wir die Dauer der Arbeitszeit zu besprechen. Es ist Standpunkt des proletarischen Klasseninteresses aus. Vom huma fich hier, sondern um den Schuß der geringen längst erwiesen, daß lange Arbeitszeit durchaus nicht hohe Löhne im nitären Standpunkte aus wird die Verkürzung der Arbeits- Vertragsfreiheit des Arbeiters. Der Arbeiter in der Gefolge hat. Das haben die Arbeiter begriffen und sie tämpfen zeit verlangt, weil Tange Arbeitszeit die förperliche, Kleinindustrie wird noch mehr angestrengt als der Arbeiter in der deshalb in erster Linie um die Verkürzung der Arbeitszeit. Durch moralische und geistige Ausbildung Arbeiters hindert. Großindustrie; er ist noch mehr der Stlave seines Arbeitdie gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeit, die die politische Arbeiter Sobald man sich auf diesen Standpunkt stellt, wird ein Maß für gebers. Gerade der Arbeiter im Kleingewerbe muß besonders gebewegung erftrebt, wird der feste Ausgangspunkt für die gewerk die Verkürzung der Arbeitszeit aufgestellt: Die Arbeitszeit hat so schützt werden, ebenso der landwirthschaftliche Arbeiter. Nur durch schaftliche Bewegung geschaffen, um weitere Verkürzungen der Ar. lange zu dauern, als sie die Leistungsfähigkeit des Arbeiters nicht beffere Löhne und geringere Arbeitszeit kann der Arbeiter auf dem beitszeit zu erreichen. Die Arbeiter haben weiter eingesehen, daß die schädigt. Vom Standpunkt des Klaffeninteresses des Arbeiters, den Lande gehalten werden, nur so kann dem Zuge nach den Städten internationale Regelung der Frage nothwendig ist. ich für den richtigen halte, handelt es sich nicht um die Frage, wie Ginhalt geschehen, nur so den Kleinbauern geholfen werden! Noch Die Sektion hat meine Resolution in einigen Punkten ab- weit soll die Verkürzung der Arbeitszeit, sondern die der Lohn einmal, wir müssen hier das Prinzip festlegen, die Verkürzung der geändert. Darüber herrschte feine Meinungsverschiedenheit, daß der arbeit gehen. Der Arbeiter geht mit seiner Arbeitskraft auf den Arbeitszeit muß in allen Betrieben erfolgen. Kongreß die allmälige Verkürzung der Arbeitszeit anzu- Waarenmarkt und sucht sie so theuer als möglich zu verkaufen. Für streben hat, wenn von der einen Seite auch mehr der Nachdruck die Arbeitervertreter im Kongreß ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf das Wort, allmälig", von der anderen auf das Wort nicht eine Frage der Humanität, sondern eine Machtfrage. Nur der Verkürzung" gelegt wurde. Ich bitte nebenbei den Ausdruck verdient die Freiheit und das Leben, der täglich sie erobern muß!" Maximal Arbeitstag" an ftelle von Normal- Arbeitstag" zu setzen.( Lebhafter Beifall.) Er ist richtiger. Das Gesetz soll nicht eine Norm, sondern ein Die Anträge der Sektion lauten: Maximum aufstellen, innerhalb dessen die tägliche Dauer der Arbeitszeit in den einzelnen Fällen festgesetzt wird. Wir sehen einen Maximal- Arbeitstag mit dem ausdrücklichen Wunsche ein, daß er nicht lange die Norm bleibt, sondern daß die durchschnittliche Arbeitszeit beständig sinke. In der Kommission führte zunächst die Frage zu einer Differenz, welche Gebiete dem Maximal- Arbeitstag zu unterstellen seien. Darin waren alle einig, daß die Großindustrie den gesetzlichen Arbeitstag erhalten müsse. Dagegen wurde Widerspruch laut, das Handwerk einzubeziehen. Man glaubte diesen Standpunkt mit der Behauptung rechtfertigen zu können, daß die Arbeit in der Großindustrie schwerer sei, als im Handwerk. Diejenigen unter uns aber, die selber am Schraubstock und Ambos gestanden haben, fagten ein Prokrustes bett spannen, alles sozusagen über einen Kamm gerade in diesen Betrieben die Ausbeutung und Ueber scheeren. Die Anhänger des Achtstundentages wissen jedoch anstrengung Des Arbeiters außerordentlich start ist. Der ganz genau, daß Unterschiede zu machen sind, daß in zurück Ausschluß des Handwerks vom Maximal- Arbeitstag läßt sich nicht gebliebenen Ländern der Achtstundentag nicht von heute auf morgen rechtfertigen. Dagegen war man mit der Einbeziehung des Transeingeführt werden kann. Wenn diese zurückgebliebenen Länder erst port- und Verkehrswesens einverstanden. Eine längere Debatte erhob einmal den Achtstundentag haben werden, so bin ich überzeugt, fich über die Frage, ob der Maximal- Arbeitstag auf die Landwirthwerden andere Länder schon weiter heruntergegangen sein. Wir schaft ausgedehnt werden solle. Einerseits war man durchaus unterscheiden uns von unsern Gegnern, daß wir die Verkürzung der einig, daß von einem Maximal- Arbeitstag und auch von MaximalArbeitszeit im wohlverstandenen Interesse der Kapitalisten, sondern Arbeitsjahr im landwirthschaftlichen Kleinbetrieb nicht die Rede sein im Namen der Humanität und Kultur verlangen. Gewiß liegt die Vertönne. Aber der Großbetrieb in der Landwirthschaft hat Formen kürzung der Arbeitszeit auch im Interesse des Kapitalisten. Der Arbeit angenommen, die die Einführung des Maximal- Arbeitstages nothwendig geber muß den Arbeiter als eine Maschine betrachten, die intakt erhalten macht. Die Taglöhner sind häufig elender gehalten als das Vieb, Die Diskussion eröffnet bleiben muß, wie seine eisernen Maschinen. Und von diesem Stands elender als die Lohnarbeiter in den Städten. Für hunderttausende Frau Bonnevia l- Paris. Sie begrüßt besonders vom Standpunkt ist es auch ganz richtig, wenn man differenzirt und sagt, von Tagelöhnern wäre der gefeßliche Arbeitstag im landwirthschaft punkte der Frauen die Beschränkung der Arbeitszeit, bält diese aber schwere Arbeit nügt die menschliche Maschine um so viel mehr, leichte lichen Großbetriebe von größtem Nutzen. Das Nähere festzulegen, für eine halbe Maßregel, wenn mit ihr nicht die Festsetzung eines Arbeit um so viel weniger ab, also kann sie bei leichter Arbeit um ist selbstverständlich Sache der Gesetzgebung. Wir haben aber aus Lohnminimums verbunden sei. Wenn es auch gut sei für die so viel länger arbeiten. Ich selbst glaube, daß ein Tramwaykutscher drücklich ausgesprochen, daß Ausnahmen zur Erntezeit zulässig sein Muskeln, wenn sie eine zeitlang ruhten, so gelte dieser Satz doch 12 Stunden ohne besondere physische Anstrengung seinen Dienst vers follen. Eine weitere Frage war die, welche Dauer dem Maximal nicht für den Magen. Um die Verkürzung der Arbeitszeit durch sehen kann. Aber wir stellen uns auf eine höhere Warte. Der Arbeitstage gegeben werden soll. Hier haben sich die Meiningen Gesetze zu erreichen, müßten sich die Arbeiter national und inter Mensch soll sich ausleben und ist unfähig sich auszuleben bei gespalten. Von der einen Seite wurde gewünscht, man soll sich national organisiren. Jede Beschränkung des Vereinsrechtes müsse längerer Arbeitszeit als acht Stunden. Sehen Sie sich den belgischen begnügen mit der Forderung, die Arbeitszeit nach Maß zu diesem Zwecke aufgehoben werden.( Beifall.) Arbeiter an. Er geht eine halbe Stunde zur Fabrit, arbeitet zwölf gabe der Entwickelung der Technik zu verkürzen; andererseits Repetent Traub Tübingen( nat.- foz.): Auch die Vertreter der Stunden, geht eine halbe Stunde nach Hause und ist, müde und wurde die genaue Fixirung ber Stundenzahl gefordert. evangelischen Arbeitervereine sind für die Berkürzung der Arbeitszeit. matt, unfähig für die Aufnahme geistiger Nahrung, legt er sich wie Ferner wurde gefragt, ob der Achtstundeutag allgemein oder nur für Wir halten es besser für die gefunden Arbeiter zu sorgen und ihnen ein Stück Blet ins Bett. Wir wollen den Menschen nicht als Ars besonders anstrengende Berufsarten gelten soll, und ob er blos ben die Gesundheit zu erhalten, wie nur für die franken und invaliden beitsmaschine intakt erhalten, sondern den Menschen Mensch sein besonders leistungsfähigen Unternehmern, den Gemeinden und dem Arbeiter zu sorgen. Wir gehören nicht zu denen, die da sagen: laffen. Der Achtstundentag ist sozusagen auch ein religiöses Staate zugemuthet werden soll. Die große Mehrheit der Sektion Was wird der Arbeiter in seiner freien Zeit thun? Er Postulat. Der Mensch lebt nicht, um zu arbeiten, sondern er ars entschied fich für den Achtstundentag ohne Wenn und ohne Aber. wird seinen Lohn versaufen! Wir glauben das nicht, im beitet, um zu leben. England hat mit dem Achtstundentag ( Bravo!) Und es ist dringend wünschenswerth, daß sich unser Ron- Gegentheil, lange Arbeitszeit und niedrige Löhne sind der Trunk schon den Anfang gemacht, in seinen staatlichen Betrieben ist er eins greß einhellig auf diesen Standpunkt stellt. Aeußerlich betrachtet, fucht viel mehr förderlich. Wir können uns den sittlichen Folgen der geführt. Gehen wir einen Schritt weiter und schreiben wir ihn in tritt auf unserem Kongreß das proletarische Element start zurück. vertürzten Arbeitszeit nicht verschließen, aber zwei Aber haben auch das Gefeß. Gesetze allein find freilich ohnmächtig, aber wenn sie nicht ob wir. Einmal, die Arbeitszeit darf nicht so weit gehen, daß die getragen sind von einer mächtigen Organisation der Arbeiter, so Hier ist der Punkt, wo sich entscheiden wird Sozialdemokraten oder Sozialreformer hier bie Mehrheit Intensität der Arbeit eine zu große werden muß, zweitens kann die sind sie eine starke Waffe.( Stürmischer Beifall bei den Sozialnebenfächliche Frage sondern ob Arbeitszeit nicht für alle Betriebe gleich kurz sein. Wir verlangen demokraten.) die Theilnehmer des Kongresses auf dem Boden des einen Maximalarbeitstag für jedes Gewerbe. Freilich eine Höchft- Oberdörffer, Pfarrer aus Stolberg( Rheinland): Die Klug Klasseninteresses der Arbeiter stehen, stehen, die sie hier vertreten grenze soll es geben. Keine Arbeit sollte länger als 10 Stunden, beit muß uns gebieten, nicht zu viel zu fordern. Meine Freunde ( Beifall), oder ob wir hier nur Formeln suchen, um die keine schwere Arbeit über acht Stunden, keine gesundheitsschädliche aus Deutschland können beshalb der Sektionsresolution nicht zuta Intereffengegenfäße zwischen Arbeit und Kapital auszugleichen. Arbeit über 6 Stunden währen. Aber wir wollen nicht einem ftimmen. Wir können die landwirthschaftlichen Arbeiter nicht eins Wenn wir das Klasseninteresse der Arbeiter vertreten wollen, müssen Schlagworte zu Liebe und ein solches ist der Achtstundentag beziehen, auch nicht die Arbeiter des landwirthschaftlichen Großbetriebes, wir für den Achtstundentag sein.( Bravo!) Die Arbeiterschaft alle Arbeit über einen Stamm scheeren und sprechen uns für die obwohl wir die elende Lage der oftelbischen Landarbeiter nicht ver würde es unbeschadet, welche politische Stellung sie einnimmt gefonderte Festsetzung der Arbeitszei bei jeder Kategorie von Arbeit aus. fennen. Die Resolution fanttionirt felbft Ausnahmen für die nicht verstehen, wenn wir den Anschluß versäumten an die große Dr. Rudolf Meyer Prag: Die Sozialdemokratie geht von Erntezeit; warum thut fie es nicht auch für die Saatzeit, die doch Bewegung des Achtstundentages, wenn wir das Losungswort der Anschauung aus, daß die Entwickelung der Produktion die Pro- ebenso wichtig ist wie die Erntezeit. Mit Saat- und Erntezeit ist nicht aufnehmen wollten, das der Pariser Rongreß ausgegeben duktionsform oder die Produktionsform die Gesellschaft bestimmt. faft der ganze Sommer ausgefüllt. Auch für den Arbeiter des hat und dem jede Maifeier gilt. Von einer Seite wurde gestern Ich theile diese Anschauung. Wir haben eine große Entwicklung Berkehrsgewerbes müßten Ausnahmen festgelegt werden, deshalb gefagt, ein solcher Beschluß würde von einer Partei als paffendes der Produktion hinter uns, die zu den traurigen Arbeiterverhältnissen müssen wir eine andere Fassung der Resolution verlangen und bes Schlagwort für ihre Agitation begrüßt werden. Ich bitte alle die, geführt hat. Mit diesen traurigen Zuständen in der Industrie be- antragen folgenden Wortlaut der These 1: die die Forderung des Achtstundentages nur als günstigen Ausgangs- fchäftigt man fich fast ausschließlich, als ob es gar keine schlechteren" Der internationale Rongreß hält die Einführung eines punkt für ihre Partei- Agitation betrachten, gegen die Resolution zu gäbe. Dabei machen die Industrie- Arbeiter nur ein Biertel der ge- gefeglichen Maximal Arbeitstages für die industriellen ftimmen. Mögen nur die beistimmen, die die fefte Ueberzeugung fammten Arbeiterschaft aus. In der Landwirthschaft hat sich auch Betriebe für dringend geboten." haben und sie auch andern beibringen können, daß sie für eine eine Entwickelung geltend gemacht durch Erfindung der amerikanischen Wir sind für Verkürzung der Arbeitszeit aus Gründen der Forderung eintreten, die ohne weiteres in den nächsten Jahren durch- Feldmaschine, die amerikanische Bauern während des Sezessions- Humanität, der Kultur, aus wirthschaftlichen und religiösen Gründen. geführt werden kann. Ich bin mir des Unterschieds voll bewußt, frieges erfunden haben. Die Maschine macht die Arbeit be- Die Ausführungen des Herrn Vorredners sprachen zwar nicht mit Der zwischen einem sozialdemokratischen Kongreß und einem quem, billig und die Frauenarbeit überflüssig.( Im weiteren Nothwendigkeit für eine achtstündige Arbeitszeit, aber doch für Arbeiterkongreß wie dieser besteht. Ein sozialdemokratischer Verlauf der Ausführungen des Redners stellt sich heraus, möglichste Verkürzung und ich kann das meiste unterschreiben. Wir Rongreß stellt sich in bewußten Gegensatz zur kapitalistischen daß des Glaubens ist, die Frauenarbeit stände zur beantragen den„ Achistundentag" zunächst für die anstrengendsten haben, das ist eine 11113, daß in den verschiedensten Berufen und Ländern mit der Vandervelde Holland( Soz.): Die einzige wesentliche Verkürzung der Arbeitszeit auf neun und acht Stunden Kritik, die hier an der Resolution der Kommission geübt worden die besten Erfahrungen gemacht worden find, daß ist, bezieht sich darauf, daß allgemein der Achtstundentag gefordert der Achtstundentag als ein zu erstrebendes Ziel ins Auge wird. Man wirft uns vor, wir wollten jede Arbeitsfategorie auf gefaßt werde. 3. Wo der Uebergang zum Achtstundentag zur Zeit nicht möglich erscheint, soll er mit dem Fortschreiten der Technik durch Einführung eines sich ihm möglichst nähernden Maximal arbeitstages vermittelt werden. 4. Die Gesetzgebung soll, wo nicht ganz besondere Verhältnisse ein anderes Vorgehen gebieten, für alle Industrien die nämliche maximale Arbeitszeit festsetzen. 5. So weit die Gesetzgebung Ausnahmen von der Regel des Magimal arbeitstages zuläßt, sollen die Voraussetzungen hierfür im Gesetze felbst genau bestimmt und die zulässige Maximaldauer der sogenannten Ueberzeitarbeit pro Tag und Jahr festgesetzt werden." Der Korreferent Dr. Sourbeck( Bern) schließt sich den Ausführungen Lange's vollkommen an. er # S " Lokales. " Das Berufe", und bitten, die These 2 in diesem Sinne zu ändern; Staub mit einem Bleigehalt von 0,008 Gramm einathmen. These 3 bitten wir abzulehnen. These 4 und 5 afzeptiren wir im macht in 333 Jahren i Gramm Blei aus. Diese Menge dürfte zu Wortlaut der von der Sektion vorgelegten Fassung. Ich schließe Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten gering fein, um bei einem sonst gefunden Menschen Bleikrankheiten mit einem warmen Appell an den Rongreß, sich auf dem Boden Berliner Reichstags- Wahlkreis veranstaltet am fommenden hervorzurufen. Zu Feststellungen über die Gefährlichkeit der Blei unferes Antrages zu vereinigen. Das wird einen ganz anderen Sonntag Nachmittag 4 Uhr in Sanssouci, Schmargendorf, mengen, die fich an den Händen der arbeitenben Setzer ablagern, Eindruck machen. Sonst wird man einfach sagen, die Sozialdemo- Rublaerstraße 20, eine Lassallefeier, welche in einem Botal scheint es nicht gekommen zu sein. traten, die in der Majorität waren, haben ihre alten Forderungen und Juftrumentaltonzert besteht. Als Mitwirkende find gewonnen Zu dem Verbot des Sudermann'schen„ Johannes" wird durchgesetzt. So aber werden sich doch jetzt noch Indifferente mehr die Kapelle des Herrn Schonert sowie der Gesangverein Kreuzberger einem hiesigen Blatte mitgetheilt, daß unmittelbar vor den Thoren mit diesen Fragen befassen. Das tann der Sache des Arbeiterschußes Harmonie. Indem wir auf diese Feier hinweisen, ersuchen wir die Berlins und zwar im Kreise Teltow Passionsspiele mit behördlicher nur zu gute kommen. Parteigenossen, sich mit Familie zahlreich an derselben zu be- Erlaubniß zur Aufführung gelangen dürfen. Dieselben fanden bisOtto Wittelshöfer Wien: Ich kann die Frage nicht theiligen. her stets im Albrechtshof" zu Steglitz gegen Entree statt. Die Gevon irgend einem Parteistandpunkt, sondern nur rein sachlich beDie Freie Volksbühne eröffnet die Wintersaison am Sonn- ftalt Chrifti erschien in Begleitung der Apostel und sonstiger handeln. Nachdem wir alle den Arbeiterschuh wollen, ist es nur tag, den 12. September, mit einer Novität im Friedrich Wilhelm biblischer Personen auf der Bühne, ohne daß jemals bisher ein folgerichtig, daß bei der Gewährung des Schutzes das Maß der städtischen Theater. Zur Aufführung gelangt ein polizeiliches Verbot stattgefunden hat. Ebenso wenig wie bei der Anstrengung bei der Arbeit in betracht gezogen werden muß. Dies Hamburgisches Drama Don Karl Möndeberg: Behörde haben diese Aufführungen beim Publikum irgend welchen unterliegt gar feinem Zweifel, daß objektiv die Feftfehung einer Ilustonen". Dieses Drama feste bei seinem Erscheinen fo- Anstoß erregt. einheitlichen Arbeitszeit mit dieser Thatsache in Widerspruch wohl die Preffe wie die literarische Welt Hamburgs in Aufregung fteht. Was aber objektiv richtig ist, braucht Der Berliner Gewerks- Krankenkassen- Verein, welcher fürzaber in der und wurde bereits von der Hamburger Freien Voltsbühne", dem lich mit dem Kuratorium der Berliner Unfallstationen ein Abkommen tapitalistischen Wirthschaft noch nicht richtig zu sein. Wenn Bruderverein der hiesigen, mit außerordentlichem Beifall aufgenommen. zu gunsten aller Mitglieder der Gewerkschafts- Krantentaffen ge= 13. B. der Fortschritt der Technit es ermöglichte, in der gleichen Zeit Wir machen diejenigen Genossen, welche Mitglied der troffen hat, wonach diese in dringlichen Krankheitsfällen auf den plöglich die doppelte Anzahl Schuhe herzustellen, so würde die ver- Freien Boltsbühne" zu werden wünschen, auf Unfallstationen unentgeltliche Hilfeleistung erhalten, wofür die nünftige Folge sein, daß jeder sich mit der doppelten Anzahl verba s heutige Inserat der Freien Boltsbühne Gegenleistung durch einen jährlichen Pauschalbetrag vom Raffenfieht. In der fapitalistischen Wirthschaft würde dieser Fortschritt in dieser Nummer besonders aufmerksam. Das Eintrittsgeld beträgt, verein an das Kuratorium entrichtet wird, wird, wie man berichtet, der Technik zu einer großen Krise in der Schuhindustrie führen. sowie der Monatsbeitrag 60 Pf. Das Drama Illusionen" wird demnächst auch von den Sanitätswachen eine Anregung zum AbDie Differenzirung, wie sie Herr Kulemann will, ist nicht am 12. September für die erste, am 19. September für die zweite schluß eines ähnlichen Abkommens erhalten, da zahlreiche Personen, möglich. Die Konsequenz seiner Anschauung würde sein, und am 26. September für die dritte Abtheilung zur Aufführung welche die Sanitätswachen in Anspruch nehmen, Mitglieder einer daß zwischen jeder Kategorie und der Regierung ein erbitterter gelangen. Mitglieder können bei rechtzeitiger Meldung in allen Gewerts- Krankenkasse sind und die Einziehung des ärztlichen Einzeltampf um die Festsetzung der Arbeitszeit entbrennen Bahlstellen durch den Vorstand aufgenommen werden. Der Beginn Honorars für die Sanitätswachen heute für diese sowohl, wie für würde. Herr Kulemann hat seinen Antrag sehr verlockend ent- der Vorstellung ist auf 3 Uhr nachmittags festgesetzt, die Verloosung den Patienten mancherlei Unbequemlichkeiten mit sich bringt. wickelt, indem er als Beispiel acht, fieben und sechsstündige der Plätze beginnt um 2 Uhr. Der Garten steht den Mitgliedern Arbeitszeit gewählt hat. Die Sache hätte bei acht, zehn und zur Verfügung. zwölfftündiger Arbeitszeit anders ausgesehen.( Sehr richtig.) Man hätte dann erkannt, daß nur ein kleiner Theil die furze Arbeitszeit genießen würde, das Gros aber die längere behalten würde. Zwischen schwerer und leichter Arbeit ist heute nicht mehr zu unterscheiden. Lehnen Sie den Antrag Kulemann ab, Sie würden damit nur ein Prinzip aufstellen, das im Gesetze auch nur ein Prinzip wäre, um deffen Durchführung netterlich in zahllosen Eingeltämpfen getämpft werden müßte.( Lebhafter Beifall.) " Gesangvereine in der Philharmonie ein Fest und suchen unter den Zur Lokallifte. Am 29. Auguft veranstalten sechs Berliner Arbeitern dazu Billets abzusetzen. Da die Philharmonie( fowie das Ronzerthaus in der Leipzigerstraße und Kroll's Theater) als Kunstinftitut nur für den persönlichen Verkehr frei ist, Vereine also nicht Veranstaltungen dort treffen tönnen, werden die Arbeiter besonders ersucht, solche Billets zurückzuweisen. Die Lokalkommission. J. A.: Ost. Mahle. " rückt." Die beiden Opfer des letzten Raubmordes sind gestern Nachmittag um 3 Uhr auf dem alten Domkirchhofe in der Liesenstraße wind hielt eine Predigt, in der er mit einer für einen evangelischen unter großem Andrange beerdigt worden. Der Hofprediger SchuieGeistlichen immerhin beachtenswerthen Energie nicht allein den Geiz erwähnte, der den Ermordeten als after anhaftete, sondern auch in geschickter Wendung den von Kotze verübten Duellmord verurtheilend streifte. Zu der Mordthat an fich ist wenig neues zu melden. Josef Beer( Vertreter der österreichischen Metallarbeiter) tritt dem Goenczy ist im Jahre 1880 vom Wiener Garnisonsgericht wegen Antrag Oberdörffer entgegen, da im Falle seiner Annahme aus dem Diebstahls, Betrugs und Desertion zu 4 Jahren schweren Kerkers Ein etwas wunderliches Urtheil wird in der letzten Nummer verurtheilt worden. ganzen Arbeiterschutz nichts werden würde. Oberdörffer's Forde Der Gatte der ermordeten Frau Schulze, der rungen bezögen sich nur auf die Großindustrie und ließen das Klein- der Sozialen Praxis" über unser Blatt gefällt. Ein Ar- Nuhholzhändler Johann Georg Schulze, war schon beim Kauf der gewerbe und die Landwirthschaft völlig unberücksichtigt. Der Acht- sucht u. a. die Bedeutung zu würdigen, die der Stellung der Argrößert hat, ein reicher Mann. Er besaß damals vor dem Kolttitel„ Die Sozialpolitik auf der Leipziger Gewerbe- Ausstellung" Gipsberge in Sperenberg, durch die er sein Vermögen sehr ver stundentag sei zur fulturellen Nothwendigkeit geworden und an ihm müsse der Kongres festhalten. Eine Übstufung dürfe nur nach beiterschaft und ihrer Presse zu lokalen Borgängen von der Art bufer Thor eine staltbrennerei und auch mehrere Grundstücke. Die abwärts nicht nach aufwärts eintreten. Herr Oberdörffer solle sich einer Ausstattung beizumessen ist. Bei einem Vergleich zwischen Erzählung, daß Schulze Wuchergeschäfte betrieben habe, ist auf den Boden der Sektionsresolution stellen, dann wäre die von Leipzig und. Berlin heißt es da: unbegründet; fie beruht auf einer Verwechselung des Mannes der ihm gewünschte Ginmüthigkeit der Beschlüsse auch erzielt.( Heiterkeit.) Obgleich der Vorwärts", seitdem er mit dem Nebentitel Ermordeten mit einem entfernten Verwandten Samuel Gotthelf Abg. Aymann( Antis.) Wien: Die Verkürzung der Arbeits- Berliner Volksblatt" erscheint, dem kommunalen Leben immer Schulze. Meldungen, daß Goenczy hier und da, so im Hannoverschen zeit ist teine Klassenfrage, sondern eine Kulturfrage. Meine Freunde größere Aufmerksamkeit geschenkt hat, obgleich er heute schon für die und in München gesehen worden sei, beruhen auf Kombinationen. treten für den Antrag Kulemann ein. Das Samentorn, das wir Borgänge in Borgänge in einer ganzen Reihe städtischer Kommissionen eine Ein angehender Justizbeamter als Fälscher und Betrüger. hier in den Boden legen, wollen wir noch in der gegenwärtigen Duelle ersten Ranges bildet, so ist er doch gar nicht in der Lage, Die Verhaftung eines Justizanwärters erregte gestern Mittag im Epoche aufgehen sehen. der Behandlung Berliner Vorgänge auch nur die leiseste Färbung Moabiter Kriminalgericht Aufsehen. Dieselbe fand in dem im Abg. Grillenberger- Nürnberg: Unserer Resolution sind von jenem okalpatriotismus zu geben, welcher doch sonst Souterrain liegenden Rassenzimmer statt. Dort hatte am Mittwoch hier Leute gegenüber getreten, die zwar sehr gute Menschen sein streitende Bevölkerungsklassen in harmlosen Dingen mehr aneinander früh, gleich nach Beginn der Gerichtsverhandlungen, ein junger mögen, aber sehr schlechte unpraktische Musifanten sind. Und doch Mann eine Gebührenliquidation über 9,30 M. eingereicht, die zu behaupten gerade jene Herren, sie seien die Vertreter der Möglichkeit, nicht allzusehr durch Sachkenntniß getrübt ist, ergiebt fich wurde. Erst später bei der Eintragung in die Bücher bemerkte man, Daß die Urtheilsfähigkeit des Schreibers der angeführten Beilen Bedenken feinerlei Veranlassung gab und deshalb anstandslos honorirt und wir, die wir den Standpunkt der Arbeiter selbst vertreten, ver- schon daraus, daß er einen doch nicht ganz unbekannten„ lokal- daß die Liquidation gefälscht war. langten Unmögliches. Wir haben uns streng vorgenommen, hier Das Formular war richtig, feine Utopistereien zu treiben. Der Achtſtundentag aber ist das geschichtlichen" Vorgang mit Eleganz auf den Kopf ſtellt. Der Herr ebenso der aufgedrückte Stempel des Landgerichts II; die mindeste, was wir verlangen müssen, er ist auch in durchaus ab und zwar fast sieben Jahre hindurch den Namen Berliner Boltsblatt" waren sachgemäß berechnet. Nur der Namenszug des berechnenden wird uns daher die Bemerkung gestatten, daß der Vorwärts" zuerst Ausfüllung twar torrekt und die ausgeworfenen Gebühren fehbarer Zeit durchführbar. Herr Kulemann und seine Gesinnungsgenossen haben Abstufungs: erst im Jahre 1890 in Vorwärts, Berliner Boltsblatt" umgetauft" stimmte nicht und der Name des Vorsitzenden, Direktors H., war nicht nur als Haupttitel, sondern als einzigen Zitel geführt hat und Gerichtsschreibers, der eine unnachahmliche Handschrift schreibt, vorschläge machen zu müssen geglaubt. Herr Kulemann hat wurde.( Siehe Organisationsstatut der sozialdemokratischen Partei.) tatt wie sonst in deutschen, hier in lateinischen Lettern gefchrieben. gestern in der Sektionssihung darauf hingewiesen, daß früher die Was den nunmehr kurz zu würdigenden fachlichen Inhalt jener Beilen Es gelang alsbald festzustellen, daß der betreffende Gerichtsschreiber Sozialdemokraten selbst für stufenweise Berkürzung der Arbeitszeit betrifft, so sehen wir, und wenn wir recht unterrichtet sind, im beurlaubt war und ein anderer Beamter die Gebühren berechnete, waren und nach dem Grunde gefragt, warum wir diesen Standpunkt verlassen haben. Ich habe schon gestern darauf geantwortet Einverständniß mit unserer Leserschaft, unseren Stolz darin, daß ferner auch, daß Direktor H. an diesem Tage gar nicht vorgesessen punkt verlaffen haben. Ich habe schon gestern darauf geantwortet wir den Lokalpatriotismus, der anderen angeblich die Arbeiterschaft hatte, und endlich, daß eine Sache mit dem angegebenen Namen und wiederhole es hier: Die Arbeiter felbst haben uns zum Verlaffen dieses Standpunktes gedrängt. Die Arbeiter waren mit bas Intereffe des Proletariats, wie das der Partei, für die wir Namens geladen war. Die Arbeiter waren mit gieren soll, uns nach Kräften zehn Schritte vom Leibe gehalten und gar nicht angestanden hatte, noch ein Zeuge aus„ Köpenick" dieses der stufenweisen Verkürzung höchst unzufrieden. Und es wird kämpfen, auch in lokalen Dingen stets über das Kirchthumsbehagen in Dunkel gehüllt, denn Niemand hatte denselben gesehen, wohl niemand behaupten wollen, daß die Arbeiter nicht am besten wüßten, was ihnen Noth thut. Eine Abstimmung der des Philifteriums gestellt haben. außer den Kassenbeamten, die ihn natürlich nicht tannten. Arbeiter aller Länder würde eine überwiegende Mehrheit für den Der Sinn für Gesetzlichkeit im königlichen Institut. Der Daß der Fälscher eine Gerichtsperson fein mußte, ließ Formular, Achtstundentag ergeben. Eine Differenzirung läßt sich faum ermög- Boff. 3tg." geht folgende Beschwerde zu:„ Am Sonnabend, den Ausfüllung, Berechnung, Stempel und Unterschrift erkennen. Da lichen. Unter den Bau- und Schiffsarbeitern, die gewöhnlich unter 21. d. W., vormittags, kam ich zwischen 11 und 12 Uhr am Dpern demselben aber das erste Bergehen so gut gelungen war, so glaubt die anstrengendsten Berufe gerechnet werden, ist die Sterblichkeit hause Unter den Linden vorbei und fah, daß Polstersessel man in der Raffe, auf einen alsbaldigen zweiten Versuch rechnen zu eine viel geringere als unter den Buchdruckern, die viel leichtere auf die Rampe gebracht und getlopft und gebürstet wurden. fennen und man fab sich nicht getäuscht. Gestern gegen 12 Uhr Arbeit haben. Bedenken Sie doch auch, daß in vielen Dem Privatpublikum ist dies nicht erlaubt; wenn ein Mädchen drei erschien derselbe junge Mann wieder und repräsentirt eine neue Fabritationszweigen eine Menge Berufsarten vereinigt find. Treppen hoch ein Staubtuch ausschüttet, so wird es von dem Gebührenanweisung. Diesmal war er als Provisionsreifender Wie will man ba mit verschiedener Arbeitszeit aus- Schuhmann, der dies sieht, aufgeschrieben" und verfällt einer Strüger aus Charlottenburg" mit sirta 8 M. aufgeführt. Der kommen? Der Achtstundentag ist kein sozialdemokratisches Schlag- Polizeiftrafe. Am Opernhause ist doch immer ein bedeutender unterschriebene Name des Gerichtsschreibers war derfelbe wie wort, sondern schon in England, Amerika, auch in Deutschland Fremdenverkehr; was sollen Fremde denken, wenn beinahe über gestern, aber der Name des Vorsitzenden, Landgerichtsrath J., war erprobt. Mir scheint es, als seien gestern die Herren unseren An- ihren Köpfen Möbel und Vorhänge geklopft und gebürstet werden? insofern richtig, als derselbe gestern in der That den Vorsiz der schauungen freundlicher gewesen, namentlich die Katholiken. Gegen Unter dem Schutzdach stand ein Schuhmann, der fonnte es wohl ersten Ferienftraftammer am Landgericht II führte. Der Fälscher den Maximalarbeitstag hat fich gestern grundfäßlich überhaupt feine nicht sehen, wenn er auch das Klopfen hätte hören können, aber es wurde vom Flect weg verhaftet und entpuppte sich als der JustizStimme erhoben. Das war uns besonders erfreulich und so hoffen patrouilliren doch an dieser Stelle auch noch andere Schußleute, die anwärter Rettig, der sich soeben in den Vorbereitungen zum wir, daß, wie bei uns auch von den übrigen Herren der Acht- es hätten fehen müssen. Das Verbot des Ausstäubens ist aus Gerichtsschreiber- Examen befindet und am Halleschen Ufer beschäftigt stundentag noch einmal als die Grundlage jeden ernstgemeinten Gesundheitsrücksichten erlassen und auch sehr berechtigt, warum darf war. Derselbe hat sich seiner Examina halber beurlauben laffen Arbeiterschutzes angesehen werden wird.( Lebhafter Beifall bei den eine königliche Verwaltung das Verbot übertreten? Ich wäre der und hat sich nun gestern vor Ausführung der That in den Bureaus Sozialdemokraten.) Ansicht, daß gerade diese mit gutem Beispiel vorangehen müßte." eingestellt und dabei erkundet, wer heute den Vorsiß führe. Er ist Stühmer Hamburg( Schneider) beantragt eine Resolution Der Mann der dieses schreibt, sollte sich daran erinnern, daß der Sohn einer hochachtbaren Beamtenfamilie, scheint aber auf Abgegen die Uebelstände in der Konfektionsindustrie. vor einiger Zeit allem Verfrommungsstreben zum Trotz im tönig wege gewefen zu sein. Ihm steht nun dasselbe Schicksal bevor, wie Dann wird die Diskussion nach einem Schlußworte des Referentenichen Schloß und in diversen Gotteshäusern" Sabbath dem Juftiganwärter Biemer, der vor taum einem Jahre wegen gefchloffen. Der Antrag Sulemann wird mit 174 gegen schändungen auffälligster Art begangen wurden. Gegenüber diesem ähnlicher Fälschungen zu vier Jahren verurtheilt wurde. 81 Stimmen abgelehnt( Bravo) und ebenso der Antrag Ober- anscheinend ungerügt gebliebenen ergerniß erscheint das Möbeldörffer. Die Resolution der Sektion wird unverändert mit 170 austlopfen noch relativ harmlos. gegen 80 Stimmen angenommen.( Lebhafter Beifall.) Die Resolution der Frau Bonnevial auf internationalen Schuß des Koalitionsrechtes, des Engländers Quelch auf Er. weiterung der Haftpflicht der Unternehmer, und die Stühmer's werden durch llebergang zur Tagesordnung erledigt und die Sigung hierauf gefchloffen. " " Arbeiterrifiko. Beim Bau der Winter- Radfahrbahn im Sportpart Wilmersdorf ist gestern Vormittag der ZimmerVon wegen der Sittlichkeit und Ordnung? Das neue mann König aus der Rückertstr. 10 in Charlottenburg schwer vers preußische Abgeordnetenhaus in der Albrechtstraße ist mit dem unglückt. Gr fiel von der Spize des Thurmes, der auf den HauptSchmuck des Landeswappens versehen worden. Aber beide bärtige bau aufgefekt wird, aus einer Höhe von etwa 25 Metern so unMänner, welche das Wappen flantiren, ftüßen die umgekehrten glücklich herab, daß er lebensgefährlich verlegt in das CharlottenKeulen nicht, wie es bisher Brauch war, auf die Erde, sondern burger Krankenhaus gebracht werden mußte. Die betheiligten tragen fie gleich Schießgewehren auf der Schulter; auch sind die Arbeiter sind der Ansicht, find der Ansicht, daß dieser Unglücksfall einem Figuren nicht nackt, sondern mit einer flatternden Gewandung um fchon längere Zeit fehr fühlbar gewefenen Mangel an SchutzZürich, 26. August.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Der hüllt, welche den Rücken vollständig bedeckt. Man erwägt, ob den vorrichtungen zuzuschreiben ist. Wenn einer der Arbeiter an dem beiden wilden Männern nicht auch eine Pickelhaube aufzusehen fei. vom Hofzimmermeister Krause hergestellten Bau es wagte, ben Polier heutige Sigungstag brachte eine ausgedehnte bewegte Debatte Die Verhandlungen mit den Hausbesitzern der Köthener Magel auf irgend welche Mangelhaftigkeiten aufmerksam zu machen, zwischen den Sozialdemokraten und den katholischen Sozial- Straße, deren Grundstücke durch den Bau der Zweiglinie der so wurde er grob angefahren und lief Gefahr, entlassen zu werden. politikern fiber die Frage der Frauenarbeit. Der Brüffeler elektrischen Stadtbahn( Potsdamer Play- zoologischer Garten- War- Als vorgestern ein Geselle eine der zur Sicherung bauWiart( Ratholit) beantragte die allmälige Entfernung schauer Brücke) berührt werden, hat die Firma Siemens u. Halste gefeßlich vorgeschriebenen Klammern verlangte, wurde ihm der verheiratheten Arbeiterinnen aus den großindustriellen abgebrochen, da eine Einigung zwischen den Betheiligten nicht er die Antwort, daß er sich eine Klammer von zu Hause" zielt werden konnte. Die Zweiglinie foll auf der Strecke Potsdamer mitbringen möge, wenn er eine folche haben wollte. Betrieben. Diesen Glandpunkt bekämpften in glänzenden Reden Platz- Hafenplatz als Unterpflasterbahn ausgeführt werden; der Bahn- Auch sonst ist der Bau sowohl wegen des Mangels an Sicherungen Lily Braun, Klara Zetkin und Pernerstorfer. Wiart's Ausführungen tunnel wird dann zum theil unter den Grundstücken Röthener als wegen der unerträglichen Arbeitshegerei, die dort vom Polier suchte man von österreichisch christlich- sozialer Seite zu stüßen, so Straße 11 bis 26 liegen. Meift find es nur Streifen des Hinter- und feinen Stellvertretern betrieben wird, berüchtigt. Ob nunmehr, der österreichische Reichsraths Abgeordnete Alumnatsprofessor wird die unterirdische Anlage aber auch einschneidendere, bauliche leben zum Opfer gefallen ist, die Schuldigen zur Verantwortung ges landes, unter denen die Bahn sich hinziehen wird, in einzelnen Fällen nachdem dieser sträflichen Ausbeutungswuth anscheinend ein MenschenDr. Joseph Scheicher und Baronesse Vogelsang. Schließlich wurde Veränderungen erheifchen. Nun ist das Enteignungsverfahren ein zogen und ähnliche Vorfälle verhindert werden? zum Generalredner gewählt Bebel und der fatholische National- geleitet worden. Von der Hafenhaide. Bei der gegenwärtig eintretenden Be rath Decurting. Decurtins bekämpfte die bürgerliche Gesell Die Bleistaub Verhältnisse in den Segereien festzustellen, bauung des südlichen Theils der Hafenhaide, des bisherigen großen schaft und stellte ein kleinbürgerliches Ideal mit Schwärmereien waren auf Veranlassung der Reichsdruckerei in verschiedenen Setzer Ausstellungsparks, ist eine Regulirung dieser Straße nothwendig. für die moderne Familie auf. Dagegen wies Bebel mit zwingender worden. Das Ergebnis der Untersuchungen in einer Druckerei war boch sollen fie auf der Südseite, wie beſtimmt verlautet, nicht mehr abtheilungen Berliner Buchdruckereien Meßapparate aufgestellt Auf beiden Seiten sollen 14 Meter tiefe Vorgärten angelegt werden; Logik die Unmöglichkeit nach, bie Frau heute aus der Industrie zu nach den Mittheilungen der Reichsdruckerei folgendes:" Der Blei zu Schantzwecken verwendet werden, um den herrschaftlichen Charakter entfernen. gehalt des abgelagerten Staubes betrug auf einem Formenregal in der Straße nicht zu stören. Der Hausbesigerverein Süden" hat Der Antrag Wiart wurde hierauf mit 168 gegen 98 Stimmen 10 Bentimeter Höhe über dem Fußboden 0,89 pet., auf einem nun an den Magiftrat das Gefuch gerichtet, die Straße Hasenhaide Segbrett in 52 Zentimeter Höhe 1,73 pet., auf einem Set- mit Mittelpromenade unter Hinzunahme der beiderseitigen Vorgärten abgelehnt. brett in 96 Zentimeter Höhe 3,59 pCt., auf einem Schrank in zwei oder eines Theiles dieser unter thunlichfter Erhaltung der jetzigen Meter Höhe 1,21 pct. und auf einem Schraut in 2,25 fchönen Baumreihen versehen zu lassen, gleichfam als Fortsetzung Meter Höhe 0,62 pt. Der Staub zeigte also im Durch der früher geplanten Gürtelstraße im Zuge der Bülow, York: und fie auch im Staube in anderen Setzereien gefunden worden ist. In einen Bleigehalt von 1,6 pCt., eine Menge, wie Gneisenaustraße. Ein schwerer Unglücksfall, bei welchem, so weit bis jetzt festIn der Nachmittags- Sigung wurden die fieben in der Sektion festgestellten Resolutionen nach knappen Begründungen durch die Referenten Lehrer Sigg und Kunstmalerin Margarethe Greulich mit geringfügigen Abänderungen angenommen. Heute Abend findet zu Ehren der Delegirten ein Seefeft ftatt. der Luft des untersuchten Raumes wurden bei zwei Versuchen in gestellt, 16 Personen mehr oder minder verletzt worden sind, ers einem Rubikmeter 1,18 Milligramm und 1,35 Milligramm Staub eignete sich am Mittwoch Abend gegen 7 Uhr in der Brunnenstraße. aufgefunden. Während 300 Arbeitstagen würde hiernach bei einem Zwischen der Ramlerstraße und Bahnhof Gesundbrunnen stand dicht Mittel von 1,24 Milligramm ein Seher insgesammt 1,86 Gramm I am Bürgersteig ein Handwagen, von welchem ein Handelsmann GO Rörner Limonade verkaufte. Um sich Kundschaft anzulocken, gab hardt; Mephistopheles Hermann Müller; Gretchen Elife Steinert, etwa um 11 Uhr ausgelöscht werben follten, was aber nicht gea der Handelsmann von der füßen Flüssigkeit verschiedenen Personen als Debüt; Valentin Rudolf Rittner; Frau Marthe Buise v. Böllnik; schehen ist. An diesen beiden Tagen fühlten sich die in der driften zu kosten. Infolgedeffen sammelte sich eine größere Menschenmenge ein Schüler- Hans Waßmann; Frosch Paul Biensfeldt; Brander Etage wohnenden Schumacher'schen Gheleute und die in der 4. Gtage an, welche den Bürgersteig und die Hälfte des Fahrdammes besetzt Rieschen Hanns Fischer; Siebel Hermann Niffen; Altmeyer Bruno Köhler; Helene Staglé; der Erdgeist Ferdinand Gregori; der böse wohnende Arbeiter Schulze'sche Familie sehr von Kohlendunft be hielt. Um dieselbe Zeit paffirte ein mit Eis beladenes, dem Geist Alwine Wiecke; die Here Guido Thielscher. Wir machen noch lästigt. Ihren Klagen setzte der Angeklagte den Rath entgegen, die Fenster Schlächtermeister Bormann, Ramlerftr. 14 wohnhaft, gehöriges und mals darauf aufmerksam, daß die Borstellung ausnahmsweise um sieben gefchloffen zu halten, damit der Qualm aus dem unteren Raume von dem Kutscher Hermann geführtes Einspänner- Fuhrwerk die Uhr beginnt. Heute gelangt im 8entral Theater die burleste, nicht in die oberen hinein könne. Die Befolgung dieses Rathes Straße. Am Bahnhof Gesundbrunnen wurde das Pferd plöglich bramatische Revue Gin fideler Abend" in der Originalbefeßung zur 100. Auf- fruchtet aber gar nichts, der Dunft drang doch in die dritte und scheu, jagte quer über den Fahrdamm und in die Menschenmenge führung. Nach dieser ihrer Jubiläums: Borstellung wird das Stück nur vierte Etage. Bei der Familie Schulze wohnte der Schriftseher hinein. Es entstand nun eine furchtbare Szene; sechs Personen noch zweimal in Szene gehen, da nächsten Sonntag bereits die letzte Auf- Rother in Schlafftelle. Derselbe war schon am 12. Januar lagen unter dem Pferde, der Wagen des Handelsmannes wurde führung stattfindet, worauf das Theater behufs Vorbereitungen der Saison: nicht zur Arbeit gegangen, weil er entsetzliche Kopfschmerzen verspürte. Novität mehrere Tage geschloffen bleibt. Das Schiller Theater umgestoßen und riß ebenfalls eine Anzahl Personen zu Boden. Ein bringt morgen, zur Geier von Goethe's Geburtstag, sum ersten Wale Aus diesem Grunde legte er sich auch bereits abends um 7 Uhr in vorbeifahrender Radfahrer wurde von dem Pferde angerannt und Clavigo" und„ Die Geschwister". Heute findet eine Wiederholung von Grill- feiner Kammer zu Bett. Am Morgen des 13. ließ er sich nicht ftürzte ebenfalls mit der Maschine. Glücklicherweise blieb das parzer's Lustspiel Weh dent, der ligt", statt. sehen, da man aber glaubte, daß er zur Arbeit gegangen fet, fo fcheue Thier sofort stehen, wodurch ein größeres Unglück verhindert wurde man erst stuhig, als er auch am Abend nicht erschien. Nunwurde. Hinzukommende Schuhleute nahmen sich der Verunglückten mehr wurde die verschlossene Kammer geöffnet, in welcher man den; an, die zum theil zu dem Arzt Dr. Levin, zum theil nach dem And den Nachbarorten. Rother entfellt im Bette fand. Der Vorfall wurde auf Veranlassung Lazarus Krankenhause gebracht wurden, wo sie Nothverbände er Achtung, Schöneberg! Am Sonntag, den 29., früh 7 Uhr, der Staatsanwaltschaft untersucht und es wurde einerseits festgestellt, bielten. Am schwersten verlegt war der Handelsmann, welcher eine findet für die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen eine Flugblatt: daß der Tod des Rother zweifellos auf eine Vergiftung durch Quetschung des Brustkastens erlitten hat und im Krankenhause ver- vertheilung statt. Die Genoffen mögen sich, auch ohne persönliche Rohlenoxydgas zurückzuführen, andererseits, daß der giftige Qualm bleiben mußte. Ebenfalls fanden zwei Knaben, der Sohn eines Einladung, zahlreich in folgenden Lokalen einstuben: Ob ft, Grune aus den Roaksöfen durch die Rohrenschächte des Klosets in Maurers Kunze und der eines Arbeiters Bolber, die beide auf waldstraße 110; Pinzer, Nollendorfstr. 16; Schilling, Golzbie oberen Räume gelangt sei. Für letteren Umstand dem Gesundbrunnen wohnen, in der Anstalt Aufnahme. Der erftere ftraße 43; Slein, Merseburgerstr. 7; Buschel, Guglowstr. 9 wurde der Angeklagte verantwortlich gemacht. Nachdem aber in hatte eine Quetschung des Schienbeines, der kleine V. leichte innere und Hauser, Sedanstr. 81. Thue jeder seine Pflicht! Der Ber- der Sache bereits drei Stunden verhandelt worden war, machte sich Verlegungen erlitten. Im ganzen erhielten 11 Personen Verbände. trauensmann. die Nothwendigkeit geltend, den Rohrleger darüber zu hören, ob Der Kutscher H. der ebenfalls leichte Verlegungen erlitten hat, begab fich sofort nach der Wohnung des Dienstherrn. In der letzteren Achtung, Schöneberg! Unentgeltliche Auskunft in Gewerbe- er die Röhrenfchächte feft verfchloffen oder wie er sonst diefelben meldeten sich im Laufe des Abendes noch 4 Personen, die ebenfalls gerichts- Angelegenheiten ertheilt der Parteigenosse Karl Säume, bergestellt habe. Die Sache verstel daher der Vertagung. Gegen den Schriftsteller und Herausgeber der Reichsglocke" bei dem Vorgange zu Schaden gekommen sein wollten. Das Unglück Roburgstr. 5, vorn 4 Tr. gab Veranlassung zu übertriebenen Gerüchten. Man erzählte von Den Parteigenoffen von Steglitz und Friedenau zur Nach- sowie der„ Charlottenburger Stadtlaterne" H. Joachim Gebisen zwei Todten, von zahlreichen Schwerverletzten, die in hiesigen Kranken- richt, daß am Sonntag früh im Drte ein Flugblatt verbreitet in Charlottenburg ist auf Antrag der königlichen Staatsanwaltschaft häusern untergebracht werden mußten. wird. Treffpunkt 71/2 Uhr in Steglig bei Schellhaase, Ahornftr. 15a. beim Landgericht II eine Anklage wegen Beleidigung erhoben worden. Von drei Hilfsarbeiterinnen der Buchdruckerei Dudeck u. Ko. Um rege Betheiligung wird gebeten. Des ferneren wird bekannt ge- Termin zur Hauptverhandlung steht an am 2. September vor dem geht uns folgende Zuſchrift zu:" Bezugnehmend auf den Artikel geben, daß am Dienstag, den 31. d. M., die Versammlung des Ar- Schöffengericht in Charlottenburg. Der Angeklagte wird beschuldigt, Arben Rechtsanwalt Dr. Paul Krause, Bizepräsidenten des Hauses der des„ Borwärts" vom 15. d. Mts. erklären die Unterzeichneten beiter- Bildungsvereins ausfällt wegen der öffentlichen Versammlung, den Rechtsanwalt Dr. Paul Krause, Vizepräsidenten des Hauses der folgendes: Wenn einzelne Arbeiter und Arbeiterinnen Arbeit mit welche am selben Tage abends 8 Uhr in Steglig, Ahornstr. 15a, Abgeordneten und Vertreter des Grafen Douglas in den mit der vermeintlichen Brandt'schen Millionen- Erbschaft zusammenhängenden nach Hause genommen haben, so haben den Mehrverdienst lediglich stattfindet. Tagesordnung: Gedächtnißfeier zum Andenken an Streitfachen, beleidigt zu haben. Heft 20 der Reichsglocke" vom sich zu Hause befindliche arbeitslose Geschwister, oder deren Eltern Ferdinand Lassalle. Genosse Theodor Mener Berlin wird zum größten Theil gehabt. Es ist ferner unrichtig, daß die be. über:" Die Bedeutung Lassalle's für das Proletariat" sprechen; April d. J. enthält eine Besprechung über das Verhalten bes treffenden Personen 7-10 m. verdient hätten durch die Arbeit; nach der Versammlung geselliges Beisammensein, verbunden mit Dr. Krause in einem Termin vor dem Amtsgericht in Berlin. wenn der Einsender 3 M. angegeben hätte, so tönnte dies wohl eher Gesangsvorträgen, ausgeführt von mehreren Gefangvereinen. Die stimmen. Auch ist es unrichtig, daß die Arbeiterinnen bei dieser Parteigenoffen werden gebeten, recht pünktlich und zahlreich zu er Arbeit 131/2 M. verdient hätten. Vielleicht haben wir Gelegen scheinen, weil wir als ordentliche Bürger um 11 Uhr von der für heit, auf den thatsächlichen Inhalt der Zuschrift in den nächsten sorglichen Polizei nach Hause gefchickt werden, da dann in den Ar Tagen einzugehen. An sich werden unsere Mittheilungen vom 15. bs. beiterlokalen die Polizeistunde eingetreten ist. Der Einberufer: durch dieselbe kaum berührt. Ernst Suchow, Steglig, Düntherstraße. 0 Ausgestellte Visitenkarten als Gefahr für die Sonntagsheiligung. Der Steindruckereibefizer Köhler in Erfurt sollte eine der bekannten Ober- Präsidialverordnungen verletzt haben, deren Bweck es ist, die äußere Heilighaltung der Sonn- und Fefitage zu gewährleisten. Das Vergehen sah man darin. daß er an einem Sonntage während der Zeit des Hauptgottesdienstes seinen Schautaften Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Einer billigen An- Ein erbitterter Kampf zwischen Hausbesitzern und unverhüllt hatte hängen lassen. Darin befanden sich Visitenkarten forderung scheint endlich das Eisenbahn- Ministerium gerecht ge- Miethern wird gegenwärtig im südlichen Theile von Char- und Rechnungsformulare, die nicht verkauft werden sollten, sondern worden zu sein. Nach der konstanten Rechtsprechung erlangt ein lottenburg geführt. Von Zeit zu Zeit erscheinen große Plakate, Straffammer legten hierauf besonderes Gewicht und sprachen nur als Muster ausgestellt waren. Das Schöffengericht und die: Beamter durch die Publikation des Staatshaushalts Etats, in in denen Wohnungs- Ankündigungen in großer Zahl und für mehrere welchem die Gehälter der Beamten erhöht worden sind, kein ein- Häuser zugleich enthalten sind und die Miethspreise für die Röhler frei. Zur Begründung führte die Strafkammer aus, es flagbares Recht auf diese Erhöhung, da durch den Etat nur der Wohnungen schematisch nach der Zahl der Räume und Etagen an- handle sich hier nicht um eine Ausstellung von Waaren im Behörde das Recht gewährt wird, das festgesetzte Gehalt zur Aus- gegeben find. Man glaubt gewöhnlich beim ersten Anblick solcher Sinne der Ober- Präsidial Verordnung; Röbler habe vielzahlung zu bringen. Unter Benutzung dieser Rechtsprechung haben Ankündigung die Anzeige der Besitzer von eben vollendeten Neu- mehr in dem Kasten nur Sch auftücke ausgestellt, die undie Eisenbahn Behörden bisher denjenigen Beamten, beren bauten vor sich zu haben, doch überzeugt man sich beim Aufsuchen verkäuflich gewesen seien. Waaren seien nur solche Gegenstände, Pensionirung zur Beit der Etatspublikation bereits in der angekündigten Wohnungen, daß diese in älteren, dicht bebauten die verkauft werden könnten und verkauft würden und aus denen, ein Gewinn erzielt werden solle. Das Kammergericht hobi Aussicht genommen war, die darin bewilligte Erhöhung Straßen liegen, daß aber die betreffenden Häuser zum nicht 811 gute tommen laffen. Vielmehr wurde diesen größten Theil unbewohnt sind. Betrachtet man die leeren Häuser jedoch gestern auf die Revision des Staatsanwalts die VorentBeamten das geringere Gehalt bis zum Eintritt der Penfioni einige Beit von der Straße aus, so findet sich bald der benachbarte scheidung auf und verurtheilte Röhler zu einer Geldstrafe. Auch rung fortgewährt und in Konsequenz davon auch der Pensionsbetrag Bigarrenbändler, der von seinem Laden aus die Vorgänge auf der unverkäufliche Gegenstände tönnten zu ben Waaren gerechnet werden nach diesem niedrigeren Satz bemeffen. Durch die erwähnte An Straße beobachtet, ein und weiß über die leerstehenden Wohnungen und die von Köhler ausgelegten Bisitenkarten und Rechnungsformulare ordnung des Eisenbahnministers ist jetzt von dieser Praxis ab- allerlei interessante Dinge zu erzählen. Die betreffenden Häuser sind zählten dazu, da auch Waaren must er als Waaren anzusehen seien. gewichen worden. So z. B. haben in diesem Jahre die Lokomotiv- Eigenthum dieser oder jener Hypothekenbank oder eine solche ist Wäre dies nicht der Fall, dann könnte ja die Verordnung leicht umgangen führer, deren Benſionirung bereits in Aussicht genommen war, die Gläubigerin des Grundstücks und auf ihr Drängen sind vor einem und ihr Zweck vereitelt werden. Sie bezweckte, alles dem Auge des in dem diesjährigen Etat bewilligte Gehaltserhöhung nachgezahlt Jahre die Miethen gesteigert und daraufhin die alten Miether Bassanten zu entziehen, was einen werktäglichen Eindruck mache. erhalten, und es ist ihnen auch mitgetheilt worden, daß der Pensions- ausgezogen; feit fener Beit stehen bie Wohnungen leer, jemine! betrag nach dem höheren Gehaltssag berechnet werden wird. Be- und sie sollen noch länger leer stehen" fügen die inzwischen herbeitanntlich ist in dem diesjährigen Etat das Höchstgehalt der Lokomotiv- gefommenen fleinen Geschäftsleute aus der Nachbarschaft hinzu. Sie führer von 2000 m. auf 2200 m. erhöht worden. Briefkasten der Redaktion. erkundigen sich genau nach den Wünschen des Wohnungssuchenden und geben diesem Adressen bei anständigen Hauswirthen" in der Wir bitten, bet jeder Anfrage eine Chiffre( awet Buchstaben oder eine Baht) Nähe auf. Als Ursache ihres Berhaltens geben sie an, daß sie eben anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. falls als frühere Bewohner der jetzt leeren Häuser hätten gesteigert ab am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis Die juristische Sprechstunde findet vom Montag, den 30. August werden sollen, deshalb ausgezogen seien und nun dafür sorgen 7 wollen, daß die Aktien- Buden" noch lange leer bleiben, da sie ja viel zu theuer sein. Dem Anschein nach ist dies löbliche Bemühen vom beften Erfolge getrönt; die Häuser der Grundstückswucherer bleiben leer! " Wetter Prognofe für Freitag, den 27. August 1897. füdöstlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Etwas wärmer, vielfach heiter, zeitweise wolfig bei mäßigen Berliner Wetterbureau. Der unglückliche Biethen, der aller Wahrscheinlichkeit nach unschuldig im Buchthause zu werden schmachtet, hat dieser Tage an seinen hier lebenden Bruder einen Brief gerichtet, den wir, da er hr statt. charakteristisch ist für die Seelenstimmung des Unglücklichen und für die Zustände, unter denen er zu leben gezwungen ist, nachstehend zum Abdruck bezug auf Betheiligung an den letzteren hinkt doch sehr. Die Sozial. 5. Der Vergleich der Landtagswahlen mit den Kirchenwahlen in bringen: An Herrn Heinrich Biethen, Berlin, Neue Königstraße 58. bemokratie ist selbstverständlich für Ihren Vorschlag nicht zu haben und wird Werden a. d. Ruhr, 22. Auguft 1897. Lieber guter Bruder, Schwägerin Ihre Partei den Kampf gegen die orthodoxe Richtung selbst zu führen haben. und Familie. Hiermit theile ich Dir lieber guter Bruder mit, daß Ans Rummelsburg wird uns berichtet: Gestern verunglückte felbe befindet sich Staßbachstr. 9. Student. 1. Das Archiv steht jedem Genossen zur Verfügung. Das ich heute vor vier Wochen einen Brief an Dich geschrieben. Am 2. Die Zulaßbedingungen zur Parteis zweiten Tage darauf wurde ich zum Herrn Direktor befohlen, welcher hier in der Wilhelmstraße der Arbeiter Melizz aus Friedrichsberg tonferenz am 12. September werden im Vorwärts" bekannt gemacht. mir mittheilte, daß dieser Brief nicht abgeschickt würde. Die Be- dadurch, daß er von einem Steinwagen stel und von diesem überG. 2., Kastanien Allee 36. G8 giebt viele bedeutend größere anstandung erfolgte deshalb, weil ich Dich lieber Heinrich gebeten, fahren wurde. Beide Räder gingen dem Bedauernswerthen über Simmelstörper als die Sonne. Der Diamant ist ein Glement, d. H. ein Du möchtest in den Elberfelder Zeitungen eine Art öffentliche Be Arme und Brust, so daß er schwer verletzt liegen blieb. Obgleich chemisch untheilbarer Stoff, und zwar reiner Kohlenstoff. 2. P. 14. Bei der großen Anzahl verschiedener Thaler aus jenem fanntmachung einsehen lassen, die sich auf Beschaffung neuer Beweis das Unglück bald bei der Behörde gemeldet wurde, dauerte es zwei mittel bezog und hatte ich auch gleichzeitig meinen Namen darunter Stunden, ehe der 10 Minuten entfernt wohnende Arzt erschien, Jahre läßt sich keine genaue Auskunft geben. Wir glauben aber nicht, daß gefeßt. Daraus sieht man wieder, wie machtlos ich hier welcher dann den Transport des Verletzten nach einem Kranken- sich ein erheblicher Preis bei Sammlern erzielen lassen wird. J. K. 66. Siemens u. Halste, Markgrafenstr. 94, bin und wie tief das schmerzt, 14 Jahre lang ohne bauſe anordnete. Gleiwitz. Bu erfragen bei Adolf Neumann, Berlin N., Brunnen Hoffnungsschimmer dahinsterben 311 müssen! Was ferner Friedrichshagen. Sonntag, den 29. Auguft, findet im Eisstraße 150. in dem beanstandeten Briefe enthalten war, darüber eller, Friedrichstraße 95, die diesjährige Bassallefeier Kolumbus. Falls Sie nicht genau wissen, in welchem Staate Thr ein andermal näheres. Ich erwarte jetzt umgehend einen Brief von statt, bestehend aus Konzert, Gesangsvorträgen und Tanz. Das Onkel gegenwärtig lebt, werden Sie schwerlich Auskunft erhalten. Wenden Dir, lieber guter Bruder, ich werde Dir dann, sobald ich wieder Komitee erwartet eine große Betheiligung der Genossen und Sie sich aber zunächst an folgende Adresse: Deutsche Konsular- Agentur in Milwaukee( Wisconsin) U. St. of A. schreiben darf( brei Monate nach Abgang dieses Briefes. D. Ned.), Genossinnen. weiteres aus dem zurückgehaltenen Briese mittheilen. Theile Dir und Euch allen mit, daß ich noch gesund bin und nicht die letzte gegen mehrere seiner Verkäuferinnen, ist der Kaufmann Moriz Aus Rigdorf. Wegen grober Sittlichkeitsvergehen, begangen Hoffnung verliere, einmal vor der Welt glänzend gerechtfertigt 8tow, Bergstraße 9 bierselbst, in Untersuchungshaft genommen werden. Herzliche Grüße an Herrn Oberstlieutenant v. Egidy, an worden. Durch einen Einbruch wurde der Gastwirth Wuftrack, Dich, herzlieber Bruder, sowie an Deine Frau und Familie. Euer Jägerstr. 66 wohnhaft, erheblich geschädigt. Der Einbrecher drang unglücklicher Albert. in die unbeaufsichtigte Wohnung des Wirthes und entwendete eine Einen tragischen Ausgang nahm, wie dem Berl. Tagebl." Anzahl Werthfachen, sowie ein Sparkaffenbuch über 200 M. Bisher mitgetheilt wird, fürzlich eine Sprechstunde bei dem städtischen fehlt von dem Thäter jede Spur. In dem Lokal Hobrechtftr. 83 Schulinspektor Herrn Haase in der Wartenburgstraße. Bei dem bot der Handelsmann Lewin aus Berlin den Gästen seine LeinenSchulinspektor sprach der bejahrte Professor Dr. Gaedte aus und Manufakturwaaren zum Kauf an. Blöglich nahm ein im Sofal Friedenau, Ringstraße, vor, welcher im Interesse seiner Tochter, anwesender Schlächtergeselle das Packet mit den Waaren und lief einer städtischen Lehrerin, eine Besprechung mit deren Vorgeseztem damit zur Thür hinaus, wo er das Packet auf einen bereitstehenden nachgefucht hatte. Wie verlautet, nahm infolge der Erregbarkeit Schlächterwagen warf, auf welchem ein anderer Geselle Sonntag, den 29. August, vormittags 11 Uhr, im Ausschant des Profeffors Gaedke die Auseinanderfegung einen schärferen bereits Plaz genommen hatte. Noch ehe die im Lokale Kintz& Comp., Alte Jakobstraße 83: Charakter an, in deren Verlauf zum Schreck und Entfeßen des Zurückgebliebenen die Situation recht begriffen, war der Dieb Schulinspektors Professor Gaedte plötzlich vom Schlage getroffen mit seiner Beute längst verschwunden. Dem Gendarmen Peters todt zu Boden fant. Als Herr Haase den so jäh Dahingeschiedenen ist es gelungen, den Dieb und seinen Helfershelfer zu er vom Boden aufheben wollte, verlegte er sich selbst erheblich, so daß mitteln in den Personen der Schlächtergesellen Binder in eine innere Blutung eintrat, die ihn noch jezt an das Bett feffelt. Berlin und Siche in Königs- Wusterhausen. Beide wurden verhaftet. Der Berstorbene, ein Berliner Gymnasialprofessor, litt an Vertaltung Die Waaren hatten die Genannten sich getheilt und es wurden die der Aderwände; er stand im Ausgang der siebziger Jahre. felben bei ihnen noch sämmtlich vorgefunden, sodaß der Bestohlene Montag, den 30. August 1897, abends 8 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Betreffe des Leichenfnudes in der Holzmarktstraße, über feinen Schaden erleidet. Die hiesige Gemeindevertretung beschloß den wir gestern berichteten, neigt, wie ein hiesiges Blatt erfährt, die in einer außerordentlichen Sigung, zum Bau eines Schulhauses das Kriminalpolizei auf grund ärztlicher Besichtigung der Wunden des an der Leffingstraße belegene Grundstück des Brauereibesitzers Fischer Todten, fowie nach dem sonstigen Thatbestand der Anschauung zu, anzukaufen. Das hiesige Romitee aur Unterstützung der Ueber daß ein Berbrechen vorliegt. Die Verlegungen, die der aus der schwemmten hat bereits 5400 M. an das Zentralfomitee abführen Spree gezogene Leichnam aufweist, find solche, daß sie kaum durch tönnen, Der Schriftfeßer Stübinger von hier, welcher sich vor ein Bootshaken oder eine Schiffsschraube, wie zuerst angenommen einiger Zeit beim Spielen mit einem Revolver eine schwere Schußwurde, verursacht sein können. wunde zuzog, ist jetzt aus dem Krankenhause Am Urban geheilt entlaffen worden. Gerichts- Beifung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Einsetzer. Berlin. Versammlung. Bitte zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 292/11 Der Obmann. Bergolderinnen Berlins! Gr. öffentl. Vergolder- Versammlung. Tages- Ordnung: Stellungnahme zu der Arbeitsniederlegung der Vergolderinnen bei der Firma Adolf Wertmeister, Schmidstraße 8a, die Wiederaufnahme der Arbeit und der Wortbruch des Fabrikanten. Bu zahlreichem Besuch dieser Versammlung labet ein 227/5 Der Einberufer: W. Schnorre. Möbelpolirer! Montag, den 30. August, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29( oberer Saal): Große öffentliche Versammlung Von einer Krenzotter gebissen wurde am Mittwoch ein aus Schlesien hier bei seinen Verwandten in der Chauffeestraße zu Besuch weilender Pofteleve. Derselbe machte mit einer kleinen Gesellschaft einen Ausflug nach Grünau. An einem Wassertümpel im Walde Eine Vergiftung, die durch die leidige Aufstellung von fah der junge Beamte eine tleine Schlange zusammengerollt sich auf einem flachen Stein sonnen. Er hielt dieselbe für eine Blindschleiche, Roatstörben verursacht sein soll, beschäftigte gestern die erste wollte sie aufaffen und wurde, als er die Hand ausstreckte, von dem Ferienftrafkammer am Landgericht II. Wegen fahrlässider Tödtung Thiere verlegt. Man trat die Otter todt und wandte alle Mittel war der Maurer und Restaurateur Wilhelm Walter aus Charschwollen jedoch unter großen Schmerzen so start an, daß die Gesell 13. Januar d. J. in dem Hause Friedrichstr. 66 in Charlottenburg eine 1. Aus welchen Gründen schließen sich die Möbelpolirer nicht dem Holz schaft änglich wurde, die Partie abbrach und den Gebissenen zu bauliche Veränderung vorzunehmen. Im Seitenflügel der zweiten einem Arzte brachte. Derselbe hielt den Zustand des jungen Mannes Etage sollte neben dem Kloset- und Baderaum ein Mädchengelaß arbeiter Verband an? Referent: Robert Weber. 2. Ist es nüßlich, für nicht ungefährlich. hergerichtet werden. Als ein Stück neues Mauerwert aufgeführt, daß sich die Polirer den lokalorganisirten Gewerkschaften anschließen? Theater. Die Neu- Aufführung von Goethe's" Faust" im Deutsette der Angeklagte des Abends gegen Feierabend Roatsförbe Referent: Friz Kater. 3. Abrechnung des Vertrauensmannes und Wahl schen Theater", welche am Sonnabend stattfindet, weist folgende Be in die Räume, die in der Nacht vom 10. zum 11. Januar Ersuche die Kollegen, in dieser wichtigen Versammlung zahlreich zu era Jegung der Hauptrollen auf: Faust- Josef Kainz; Wagner- Way Rein die ganze Nacht hindurch brannten, in der folgenden Nacht aber scheinen an, welche der Volksmund in diesem Falle lehrt. Hand und Arm lottenburg angeklagt. Derfelbe hatte in den Tagen vom 10. bis zum sämmtlicher in der Möbelpolirerei beschäftigten Personen. desselben. Tages Ordnung: J. A.: C. Bederhause, Langestr. 96. 148/4 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 27. August: Neues kgl. Operntheater( Kroll). Der Freischütz. Anf. 72 Uhr. Schauspielhaus. Rosenkranz und Güldenstern. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Einsame Menschen. Anf. 72 Uhr. Berliner. Der Veilchenfresser. Lessing. Die Geisha. Weften. Carmen. Neues. Der Stellvertreter. Anfang 712 Uhr. Unter den Linden. Die Fledermaus. Anfang 7 Uhr. Schiller. Weh' dem, der lügt. Anf. 8 Uhr. Zentral. Ein fideler Abend. Anfang 7 Uhr. = Friedrich Wilhelmstädtisches. Zwei Tage Millionär. Ostend. Unsere Reichspost. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Verbotene Früchte. Hierauf: Eine tolle Prinzeß. Belle Alliance. Spezialitäten. An6 Uhr. Apollo. Venus auf Erden. Anfang Urania Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung tägl. geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf.- Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Apollo- Theater Achtung! und Konzert- Garten. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Nur noch bis 31. August Passage- Panopticum. Venus auf Erden. Blaue Grotte von Capri. Eine Kriminalgeschichte. Ein Jahrhundert der Mode. Fahrt auf dem Golf v. Neapel ( Riesen- Illusion) und 500 Sehenswürdigkeiten. Otto Reutter, Else Arevalo, Mr. Rudinoff und das erfolgreiche Programm. Raffeneröffnung 62 Uhr. Konzert 7 Uhr. Vorstellung 8 Uhr. Mittwoch, den 1. September: Gröffnung der Winter- Saison. Vollständig neues außergewöhn liches großartiges Programm. Beginn 72 Uhr. Puhlmann's Maler. Achtung! Montag, den 30. Angust, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Milbrodt, Müllerstraße 7: Oeffentl. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. In welcher Weise wahren wir am besten unsere Interessen? 2. Diskussion. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Er scheinen jedes Kollegen, speziell der im Norden und Moabit wohnenden, bringend geboten. 126/25 Der Vertrauensmann: M. Mart, Fruchtstr. 51. Achtung! Kistenmacher. Achtung! Freitag, den 27. August, abends 8% Uhr, Danksagung. Allen Freunden u. Bekannten, sowie dem Zentralverband der deutschen Maurer, Filiale Berlin I der Buzzer und dem Gesangverein Gemüthlichkeit", die meinem lieben Mann und unsern guten Vater " Gustav Müller die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir hiermit unsern Herzlichsten Dank. Die trauernde Wittwe MarieMüller gb.Waberowsky 205b nebst Kindern. Warne einen Jeden, meiner Tochter etwas zu borgen, da ich für nichts auffomme. Herm. Neumann, Schwedterstr. 41, Gartenhaus I.[ 23829 in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Klara Neumann auf meinen Namen Oeffentl. Versammlung. 94/20 Tagesordnung: Der Streit bei Keiling. Die Lohnkommission. Maehr's Variété- Theater Vaudeville- Theater Brauerei- und Bierverlags- Hilfsarbeiter. Oranienstr. 24. Mittwoch, den 1. September 1897: Eröffnung der Winter: Saison. Täglich: Theater: und Spezialitäten Vorstellung. Der Galeerenstlave. Schauspiel mit Gesang. Die Mutter der Kompagnie. Schwank. 712 Uhr. Passage Panoptikum. Eine Kri- Geschw. Böhrer, die besten Ver: minalgeschichte. Ein Jahr wandlungsduettisten. Mr. Walther, hundert der Mode. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Weh' dem, der Tügt. Neger- Ercentric und andere. Anfang Wochent. 8 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree in der Woche 25 Pf., referv. Plaz 40 Pf. Sonntags- Entree 40 Pf., refervirter Platz 60 Pf. 180b Sonnabend, abends 8 Uhr, zum ersten Concerthaus Male: Die Geschwister. Sierauf: Leipzigerstr.No.48. Clavigo. Sonntag, abends 8 Uhr: Papa Nitsche. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Eröffnungs- Vorstellung Anfang Wochentags 8 Uhr. Dienstag, den 31. Auguft. Zum 1. Male: Geschwister Fiebig. Modernes Volksstück in 3 Aften von Oscar Wagner und Hugo Haßkerl. Musik von Friz Krause. Billetverkauf im Invalidendant, Unter den Linden 24 und im Theaterbureau. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß Unsere Reichspost. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Anfang 51/2 Uhr: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Hugo Schulz. Paula Grigatti, Henriette Ferry. Rebende Photographien. Prof. Alfredi. Sonnabend: Gr. Sommernachtsfest. Central- Theater Alte Jakobftr. 30. Direktion Richard Schultz. Freitag, den 27. August 1897: Letzte Woche: Emil Thomas a. G. Bum 100. Male: Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in einem Vorspiel und 3 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mann städt. Musik von ber: schiedenen Meistern, arrangirt vom Entree: Saal und II. Rang 30 Pf., Sperrfis 50 Pf., Logen u. I. Rang 1 M. Viktoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Plazz. ( Garten resp. Saal)! Täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Zum Schluß: Strampelbrüder. Ensemble von Meyfel. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billets à 40 Pf. und Familien: Billets à 1 M. nur im Vorverkauf. ( Siehe Plakate.) Fahrräder können eingestellt werden. Schönhauser Allee 148, Kastanien Allee 97-99. Täglich: Im Reiche der Sirenen. Große Ausstattungsburleske Sonntag, den 29. August, nachmittags 2 Uhr: General- Derlammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c. Tages Ordnung: Neuwahl des gesammten Vorstandes. 4. Jnnere Bereinsangelegenheiten. 1. Vortrag. 2. Bericht des Vorstandes, des Kassirers und der Revisoren. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser General: Versammlung zu erscheinen. 46/3 mit Gesang und Tanz in 3 Abtheil. 3. Ludwig Glaser, Humorist. Robert Dill, Operet.t- Sänger. Little Nannon, Miniat.- Soubr. Geschwister Ernesto, dopp. Seil. Barbarina's Ballet. Mrs. Trudy, Luftpotpourri. Kinematograph!( lebende Photogr.) neue Serien. Großer Ball. Anfang 4 hr. Entree 30 Pf. Reserv. 50 Pf. Schweizer Garten. Am Königsthor.( Haltestelle der Pferdebahn.) Am Friedrichshain. Neues Riesen- Programm! Ein Sport- Fest in Wusterhausen. Gr. Ausstattungs- Operetten- Burleske. Sarrafani's urkomisch dressirte Thier- Familie. Jm Saale: Grosser Ball. Volksbelustigungen aller Art. 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Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, dass die Beiträge für den Monat August bis zum 28. d. Mts. an die Zahlstellen abgeführt sein müssen. Diejenigen Mitglieder, dio bis zu diesem Tage ihre Beiträge nicht entrichtet haben, müssen eventuell einer anderen Abtheilung als ihrer bisherigen überwiesen werden. Neue Mitglieder haben das Eintrittsgeld 60 Pf. und den September- Beitrag( mindestens 60 Pf.) bei den Zahlstellen zu hinterlegen gegen Quittung und erhalten die Mitgliedskarten nach der Aufnahme eingehändigt. Diejenigen Personen, welche dem Verein beizutreten beabsichtigen, werden gebeten, sich sofort in den nachstehenden Zahlstellen zu melden, fails sie in den ersten Abtheilungen Aufnahme finden wollen. Die Zahlstelle No. 23 von Kessler befindet sich von jetzt ab bei Zubeil, Lindenstr. 106, und bitten wir die Mitglieder dieser Zahlstelle, sich dorthin zu wenden. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Ostbahn- Park Am Küstriner Platz Hermann Imbs. Am Küstriner Platz Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. ,, Himmel auf Erden: Meu! Der Stumme und sein Affe. Sonnabend, den 4. September: Grosse Jubiläums- und Wohlthätigkeits- Vorstellung zum besten der Ueberschwemmten zum 100. und letzten Male: ,, Himmel auf Erden". Montag, 6. September in Kaufmann's Variété Eröffnung der Winter- Saison mit der hochaktuellen Posse ,, Im Wintergarten" sowie mit dem an Situationswitz unübertreffl. Lustspiel ,, Im Atelier". Ausstattungs- Ensemble. Nene Attraktions- Nummern. Entree Sonntags 20 Pf., Kinder 10 Pf. Wochentags 10 Pf., Kinder 10 Pf. Kaffeeküche. Boltsbelustigungen. Mittwoch: Kinder- Fest. Brauerei- Ausschank der Brauerei Stralau Oeconomie: Birkholz& Mittag. Jeden Sonntag und Donnerstag: Theater- und Spezialiäten- Vorstellung. Garten- Konzert der 20 Mann starken Hauskapelle. Im Saale: Grosser Ball bei gänzlich freiem Entree. Sport- und Ruderboote in gr. Auswahl stehen zur Verfügung. Kaffeeküche v. 2-7 Uhr. 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