Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Sonnabend, 13. November 1920 Nummer 481- Abend-Ausgabe Die erfcheiM morgen» vnd«achmittag». Sonntag« und Montag» nur ««mal. Der Vezug�prei» beträgt bei freier �ustettung in» Haus für Grod-Verliu 10,— M. im voran» zahlbar, von der Cvedinon selbst abgeholt 8,50 �für Postbezug nehmen sämtliche Postonttalteu Bestellungen entgegen. Unter Etreiidand bezogen für Deutschland und Osterreich lS,50?N., für das übrige Ausland 2l,üOM« Zuzüglich Dalma-Aufschlag, per Brief für Deutschland und Osterreich Z0,— W. Nedatti«,, Expedition«nd Verlag: Berlin E 2» Breite Strohe S-v. Die achtgespattene Nonpareillezeile odee deren Naum dostet M. einschließlich Teuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Da» scrtgrdrucdte Wort 2.— M., jede» wert«� Wort!.50 M.. einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anze, gen laut?arif. Skamilien-Anzeigen und Stellen-Gesuchc 3.20 W. netto pro Aer e. Stellen-Gesuch« in Wort-Anzeigen: das fettgedruckte Wort 1.50 W.. jede» weitere Wort 1.- Au Femsprecher: Snrttnn 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4640, 4821 berliner-Organ bar Umhb&n&lgen Scgiaibmiofratie Sfeutßfitanöa m mmM üei Mmintioo Baldige Entscheidung! (Clgen« Drahtmeldung der.Lk r e i h e i t".) München, lZ. November. Die München« Post veröffentlicht heute folgende Dokumente: AI. Llarmkompagnie, Maschtnengewehr-Sturmriege. Streng vertraulich. Für 26. November benötige ich zum Neinigen und Stempeln d« neu«ingetroffenen Maschinengewehre aus Spandau 30 Mann. Ferner bin ich gezwungen, 15 schwer« und t? leicht« Maschinengewehre bei den Angehörigen meiner Ma- schinengewehrkompagnie in den Prlvatwohnnngen unterzubringen. Sämtliche Maschinengewehrschützen werden jetzt mit der Maschinen- Pistole 18 bewaffnet. Ich halte in meiner Privatwohnung jeden Dienstag und Donnerstag von 6 bis 9 Uhr abends Unimicht im vedienen der Maschinenpistole 18 ab. Ferner wird in den nach- sten Wochen damit scharf geschossen werden. Jeder Herr seine Maschinenpistole verantwortlich, da dieselben von In« duftrielle» für uns gekauft wurden und«icht Etaatseigeutum sind. Die Herren A. N.. S.D., N. B.. L. K.. M. N. und E. 3- haben «ach der Ausstellung mehr als 16 Erwehre zu Haufe. Da nach dem Entwaffnungsgefetz 10 Erwehre als Lager gelten, wollen diese Herren die Gewehre an Kameraden abgeben, so daß kein mmtzati mehr als S Gewehr« besitzt. Die poliNsche Lage drängt jetzt an, eine gemaltmätzige«nt. sthrivnng. Die Sozialisten find ihres Anhange» nicht mehr ganz sicher, weshalb wir nm so früher die Entscheidung herbeirnsen wer» drn. Leutnant Demoli« ist an» Pommern zurückgekehrt, wo es ihm gelungen ist, die dort auseinandergefallenen ZeitfreiwiNigen-For- mationrn z» sammeln und hat bereits sechs Bataillone zu vier In- fnnterie- und ein« Maschinengewehrkompagnie gebildet. Nach Mitteilung des V. O. Breslau und-des B. O. Eroh» Berlin sind dort unser« Formationen im Blühen und werden im Verein mit den anderen 2Z Alarmkompagnien nad zwei Etnrmfahnen die Sache ohne viel Blutvergießen ans uns«« Seite durchbringen. Mit dem standrechtlich Erschießen darf jetzt nicht mehr human verfahren werden.insbesondere müssen wir auf die Führer republikanischer und sozialistischer und gewerkschaft- sicher Organisationen unsere Späher wie auf das Wild Hetzen. In der S. N.-Liste werden auf Antrag vorgemerkt(folgen eine Reih« von Namen, die bei den Orgeschleuten verhaßt sind). Der Führer Timm der M.S.B, und Earais der U.S.P. sind in der U.-L.-A.-Liste gestrichen, nachdem die Sache and««n Wind be- kommen hat. Leutnant«»bor hat zwei leichte Minenwerfer aus Stuttgart bekommen. Sie werden der Abteilung Orldwer Überwiesen Da unsere Kompagnie zur Zeit nur aus 237 Mann besteht, wäre es erwünscht, wenn Sie all« noch Kameraden werben würden, die sich für mobile Verwendung außcrhalh Münchens und Bayerns zur Verfügung stellen würden. Mit treudeutschem Gruß. (Unterschrift.) Es folgen dann die Verhaltungsmaßregeln bei einem Links- putsch und bei einem Rechtsputsch. Bei einem Linksputsch sind die bekannten Radikalsozialisten zusammenzufangen und gelegentlich stärkerer Eefechtshandlungen auf schnelle Art zu erledigen. Mit den Mehrheitssozialisten darf nach nicht mehr rücksichtsvoll um» gegangen werden. Sie sollen gleichfalls so gut wie möglich er- ledigt werden. Beim Rechtsputsch find Sozialistenführer in der Wohnung zu er» schießen. Di« Ersahrungen aus dem Kapp-Putsch haben ge- zeigt, je strenger die ersten Kampshandlungen durchgeführt wer- den, desto leichter ist der Sieg. Weigern sich Druckereiardeiter zu arbeiten, find die nächsten fünf zu«schießen. Vorläufig darf mit einer gegenrevolutionären Aktion nicht gerechnet werden, da die Kiste noch nicht vollends geschoben ist. Eine neue bayerische Wehr TU. München, 13. Royember. Der kürzlich gegründete republikanisch« Schutzbund soll die Abficht haben,«in««igen« Wehrabteilung ins Leben zu rufen. Darüber hegen die.Münchener Neuesten Nachrichten" den Verdacht, daß dies« Wehrabteilung die Aufgabe hätte, eine Gegenorganisation gegen die Einwohnerweh- r e n zu bilden, und daß auf diese Weise versucht werde, die von den Sozialisten verlangte Ortswehr zu schaffen. Wenn die Orgesch in Bayern und im Reiche nicht endlich auf- gelöst wird, dann ist es tatsächlich an der Zeit, eine Eegenorgani- sation ins Leben zu rufen, die die Aufgabe hat. die Republik gegen die monarchistisch verseuchte Reichswehr und gegen die den Umsturz anstrebende Orgesch zu verteidigen. * Die..verffn« Bolkszeitung' meldet aus Marburg a. d. Lahn: ..Der Hessisch« Bauernverein, die größte Bauernorgani- sation der Provinz Hessen-Nassau, hat auf ihrer hiesigen Novem- bertagung den korporativen Beitritt zum Iungdeutlchen Orden, der südw«stdeut,chen Sektion der Orgesch, beschlossen. Ein von der Polizei u n t e r s agter Vortrag des Ordensgroßmeisters, Oberleutnant Mah raun(Kassel), fand trotzdem statt. Der bei tosendem Lärm der Versammlung unternommene Versuch des Polizeikommissars, dem Redner das Weitersvrechen zu untersagen, bl,eb fruchtlos. Die Erregung unter den versassungstreuen Teilen der Bevölkerung ist groß. Die Wiedergutmachung Französtsch-englischcs Einvernehmen Pari», 1Z. November.(Haoas.) htii 91"t*'«ekch« Leygue» dem Botschaft« von Groß. . a""'<« um 11. November überreichte, besiegelt die E i« i» iei» hi�*« Frankreich u n d England. Di« Not« o'i f m* �n*" Stufen der Durchberatung der Wieder, ��LZlnUttni in Brüssel, bei der dl«»ttiünd««» wSttS? den deutschen Sachverständigen zu. Verickt«■rttnf» Sachverständigen werden ihren Regierungen >" der Wiedergut- E en � nodU,�'«,* 11* der verbündeten Minister in '» dee- r lt o n �."dftimmung in Oderschlesien, spätestens aber der Wi�eraut«?»«.�' de- Februar 1S2l. um die Frage werden an dieser®an3t9 3" beraten. Die Deutschen .eh°7n wie in mit beratender Stimme teil- we-den ibren Teilnehmer dieser Konferenz in Gens «naen«»icht erstatten, und jede der Regie- aushliui, fflnmlim» Vertreter in dem Wiedergutmachungs. rieS? U> Ld« die Folgerungen, die seine Re. s.SB 1'de* gvtmachnnaskommission wird«nt» fttzung des'�Iamtk"!'"'�"' he* Friedensvertrages, an die Fest. Deutschland Ä* V09cs«"d die Zahlungsweise der von Mächten einen w•» Summc herantreten und wird den „i-m»,«»-»».«««»<»»« Straf.�"bnahmen. wie Sicherungen und »smatznahmen. ,« Wrangel am Ende TU. London, 13. November. Die bolschewistischen Truppen haben da» zugesrorene Meer überschritten und find in die Krim eingerückt. Sie unter- nehmen einen Angriff aus hie östlichen Linien Wrangel«. Da» Schicksal der Wrangel-Armee hängt von dem Ausgang diese» Kampfes at. Die Lage wird als sehr ernst angesehen. Es«erden Maßnahmen zur Verteidigung des Kampf- gebiete» von der Bevölkerung getroffen. Sowjetrepublik Kleinafien «onstantinopel, 11. November.(Reut«.) Wie gemeldet wird, hat die Nati»nalv«sammluag in»ngora die sowjetistischen Srnndsütz« angenommen und Mustafa«emal tum Volkskommissar ernannt. Angora liegt in Kleinasien. Es ist der Sitz der türkische««atio- nalistischen Parteien, die mit Kemal Pascha an der Spitz« gegen die eigentliche türkische Regierung in Konstantinopel und gegen die Truppen der Entente Krieg führen. Sie lehnen den Friedens- vertrag ab und kämpfen für eine ungeteilte Türtei. Die französischen Bergarbeiter vor dem Streik Pari», 12. November. Nach«in« Meldung des„Temps* aus St. Etienn« tritt d« Ausschuß der Bergarbeiter des Loire-Beckens zusammen, um die letzten Maßnahmen zur Einstellung der Arbeit für kommenden Montag zu treffen. Havas meldet zur französische« Bergarvcitervewcgung: Wenn bis Sonnabend abend keine Aenderung der Lag« eintritt, so wird am Sonntag in den an allen Geubenorte« einberufenen Per» sammlunge« der Streikbeginn aus Montag, den 13. Ro- »«»»er.«ugesetzt»erden, Produktionskontrolle und Bilanzgesetz Von fachkundiger Seite wird uns geschrieben: Der Kapitalismus hat während und nach dem Kriege— bei ungeheurer Material- und Menschenvergeudung— eine maßlose Steigerung der Profite entwiaelt. Die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit wurden rascher zur Entsaltuiuj gebracht als in normalen Zeiten, das Tempo der sozialen Revolution wurde beschleunigt.> Die an die größten Eewinnzifsern gewöhnten Unter» nehmer kennen in ihrem Profithunger keine Schranken uitd kein Zurück. Die Lebenshaltung des produzierenden und konsumierenden Volkes ist unerträglich geworden. Dies er- kennend, sind die breitesten Volksmassen von dem Willen durchdrungen, nicht länger Ausgebeutete eines verrotteten Wirtschaftssystems zu sein. Jedem ökonomisch Denkenden muß die Erkenntnis ge- kommen sein, daß die bisherige Wirtschaftsform nicht in der Lage ist, auch nur einigermaßen geordneteund er- trägliche Lebensverhältnisse zu schassen. Wir brauchen also neue Formen, deren Trüger nur die Gesamt- heit des arbeitenden Volkes unter strengster M i t v e r» a n t w o r t u n g an der ökonomischen und sittlichen Eestal- tung des Wirtschaftslebens sein kann. Das Ziel der breiten Proletariermasse ist daher die Umwandlung der kapi- talistischen Produktionsform in die sozialistische. Zur Erreichung dieses Zieles muß sich das Proletariat aller ihm jeweilig zur Verfügung stehenden Kampfesmittel bedienen. Neben' der Ueberleituna der zunächst sozjali- sierungsreifon Industrien in die Bcdarfswirtschaft, ist di« Kontrolle der gesamten kapitalistischen Produktion und Warenverteilung die dringendste Eegenwartsaufgabe des Proletariats als Haupttragcr der Produktion und Kon« sumtion. Zu ausführenden Organen sind die Betriebsrats in erster Linie berufen; sie haben in ihrem Kampfe selbst alle im Betriebsräte-Eesetz gegebenen Möglichkeiten auszu- nutzen. Die Erfüllung der Kontrollaufgaben ist nur dann gewährleistet, wenn sich die Betriebsräte auf die straffen Organisationen der freien Gewerkschaften stützen können. Von diesem Gedanken hat sich auch der erste deutsche Ve, triebsrätekongreß bei seinen Entscheidungen leiten lassen. Zielklar hat der Kongreß zum Ausdruck gebracht, daß dis Kontrolle der Produktion als wichtigste Ausgabe der Betriebsräte anzusehen sei. Auch die Afa hat in ihrem Aufruf von 29. September 1929 bereits die Kopfarbeiter zur Ilnierjtützung der Betriebsräte bei Erfüllung ihrer Auf- gaben.aufgerufen. Ein festes Zusammenarbeiten aller Ha nd-undKopfarbeiter ist ganz besonders bei der Betriebskontrolle unerläßlich. Was bedeuret nun für den Betriebsrat die„Kontrolle det Produktion" und wie weit sind ihm durch das Betriebs- rätegesetz hierzu die Mittel gegeben?.. �~ Das Ziel der Kontrolle der Produktion ist, nn Interesse der Allgemeinheit und der Arbeitnehmer- s ch a s t darüber zu wachen, daß bei der Warenerzeugung und ihrer Verteilung statt der bisherigen Profitgier oie B e- darfsfrage allein ausschlaggebend ist. Aus. diese» Forderung entwickeln sich für alle Zweige der Produktwn und der Warenverteilung Aufgaben, die nur in organischer Zusammenwirkung durch die Gewerkschaften für ganze In« dustriezweige gemeinsam gelöst werden können. Es muß darüber gewacht werden, daß Anlagewerte in beweglichen und unbewegliche» Gütern(Grundstücke, Maschinen usw.)� nicht willkürlich zum Zwecke der Profitmehrung veräußert, sondern der Produktion dienstbar gemacht werden. daß notwendige vorhandene Roh- und Hufs st off( herangeschafft und für die Produktion verwandt, nicht aber verschoben werden, M � daß jede überflüssige Luxusindustrie in Bedarf« � Produktion umgestellt wird,... � t:k. daß bei der Lebensmitteleinfuhr die Bedurfniss« � der breiten Masse maßgebend sind. daß die dem Unternehmen zur Verfugung stehenden Kaps talien nicht zu Spekulationszwecken oder sonstl- gen unproduktiven Transaktionen verwendet werden, daß produktionsfähige Betriebe nicht stillgelegt uni nur mit Zustimmung der Betriebsräte eingeschranki werden dürfen,... daß vielmehr Arbeitslose durch Hebung der Pra duktion eingestellt werden. � � daß der Export erst nach Deckung des Jnlandsbedarfe« einsetzen därf., daß die Preise nach strengsten Grundsätzen sestgesetzt uni periodisch nachgeprüft und die Zwischenhandel«. preise kontrolliert werden,__ m. baß das- im kapitalistischen System wurzelnde B e stechungswesen jeder Art bloßgelegt wird u. a. m Von besonderer Wichtigkeit zur Erfüllung dieser Aufgabe» ist die dem Betriebsrat vorzulegende B e t r l e b s b t l a n» und Gewinn- und ZBerlustr-echrtung. Sla� f72 des Betriebsrategesetzes soll ein noch zu schaffendes b e- � � �©esc tz den Inhalt dieser Bilanz bestimmen. Der dazu von der Regierung vorliegende Entwurf ver- langt nun entgegen dem©eiste des Betriebsrätegesetzes. dast die Betriebsöilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung„über das Unternehmen nach den für dieses geltenden qesetz- l i ch e n B i l a n, o r u n d s ä b e n AulWiliik, soll". Da» Bedeutet in der Praxis, daß das wichtigste Mittel zur Einsichtnahme in die Betriebsvorgänge für den Betriebsrat völlig unwirksam gemacht ist. Slbge- sehen dayon, daß die„Bilanzgrundsätze" der Unternehmer nicht emmal die handelsgesetzlichen Bestimmun- gen erfüllen, dienen ja diese Bestimmungen ganz anderen Zivecken: sie sind lediglich zum Schutze der kapi- t a l l st i s ch e nGlaubigerundAktionäre getroffen, durch sie sollen die Kredit- und Lebensfähigkeit sowie die wewinnausslchten und die Verteilung des©ewinnes ersicht- Itch gemacht werden. Eine klare Forderung zur Aufstellung ©ewinn- und Verlustrechnung und ihres Jichalts be- steht heute nicht. Für den Betriebsrat ist aber gerade die Gewinn- und Verlustaufstellung von großer Bedeutung, denn Iie kann die für den Betrieb gemachten produktiven und unproduktiven Aufwendungen sowie die Umsätze aus Produktion und anderen©ewinnfaktoren deutlich zum Ausdruck bringen und die Nachprüfung der Preisfestsetzung ermöglichen. Das neue Bilauzgesetz muß unzweideutig festlegen. daß die Betriebsbilanz- und©ewinn- und Verlustrechnung enthalten müssen: in der Aktiva: alle Wertbestände, genau nach ihren Funktionen benannt, mit genauer Angabe der Ab- schreibungen und stillen Reserven, der P a s s i v a: alle Schulden und Verbindlichkeiten Dritten gegenüber sowie das eigene und fremde Ka- pital nebst Reserven, ebenfalls genau bezeichnet, der Verlustseite: alle den Funktionen zur Auf- rechterhaltung des Betriebs und des ganzen Unter- nehmens dienenden Aufwendungen an produktiven und unproduktiven Mitteln, der©ewinnseite: die Gesamterträge salso Um- sätzej aus Produktion, Handel und Kapitalsanlage usw. Zur Bilanzierung:©ewinn oder Verlust. Der Regieru nasentwurf will es den llnterneh- mern überlasten, ob bei Teilbetrieben deren©eschäfts- läge in der Gesamtbilanz allein Ausdruck findet, wenn es die Eigenart des Unternehmens verlangt. Dieses würde eine Entrechtung von taufenden von Arbeitnehmern bedeuten, die in großen Nebenbetrieben be- fchäftigt sind. In der Praxis werden die Teilbetriebe wie die Hauptbetrieb« auf ihre Rentabilität genau kontrolliert, sa daß es stets möglich ist, auch die Teilbetriebe wie die Hauptbetriebe zu behandeln. Die Vorlegung der ersten Vetriebsbilanz soll «ach dem Regierungsentwurf sich nur auf das Jahr 1920 erstrecken. Für den Betriebsrat ist aber— ganz besonders bei Betriebsstillegungen und Einschränkungen der Betriebe 7- die Einsicht in die Kriegsgewinne der früheren Jahre be- sonders wichtig.— Es muß auch klar zum Ausdruck gebracht werden, daß die „Erläuterung" der Bilanz in der Vorlegung von Geschäftsbüchern, Jnventurverzeich- nissen. Rechnungen u. a. Dokumenten neben der mündlichen Besprechung bestehen muß. Alle diese notwendigen Forderungen sind in dem von der Afa vorgelegten Entwurf zum Betriebsbilanzgesetz ent- halten. Es ist dringende Pflicht aller Arbeiter-Organifationen, mit allen Mitteln für diese Mindestforderungen einzutreten. Im Kampf um die Produktionslontrolle kann— und das fei hier eindeutig gesagt— die Bildungsfraae der Betriebsräte nicht ernst genug aufgefaßt werden. Die be- reits bestehenden Bildungsmöglichkeiten genügen bei weitem nicht,- es ist Aufgabe der©ewerkfchaften, hier©rundlegendes zu schaffen. So wichtig die Erweiterung der Rechte der Betrieberäte durch die Produktionskontrolle ist, so gewiß ist es, daß sie nicht als Allheilmittel gelten kann. Der Kampf um in m in die Kontrolle der Produktion muß eingestellt werden in den großen Rahmen des proletarischen Klassenkampfes, der g e- m e i n s a m zu führen ist von allen Organisationen der Arbeiterklasse neben dem Ringen um andere konkrete Ziele, die das Manifest unserer Partei bestimmt. Italien und Südslawien Die Lösung der Adriasrage Seit der Neuordnung der politischen Verhältnisse in Süd- osteuropa herrschten ernste Unstimmigkeiten zwischen Italien und dem neuen Südslawien wegen der A d r i a f r a g e. Den ersten tatkräftigen Schritt machte d'Annu�io mit seiner Besetzung F i u m e s, die nun zu dem Erfolg geführt hat, dag Fiume als unabhängiger Staat anerkannt wird. Wilson hatte sich bekanntlich aufs schärfste gegen die Loslösung Fülmes von Südslawien ausgesprochen, aber auch seinem Widerstand gelang es nicht, d'Ännunzio aus Fiume zu ver- treiben. Run hat in den letzten Tagen in Santa Mag Her ita eine Konferenz zwischen italienischen und südslawischen Ver- tretern stattgefunden, die endgültig die Differenzen der bei- den Staaten in der Adriafrage beseitigen sollte. Nach den bisherigen Meldungen scheint man zu einer beiderseits b e- friedigenden Regelung gelangt zu fein. Aller- dings ist der Text des Vertrags noch nicht veröfsentlickit. Fiume bleibt selbständiger Freistaat. Der größte Teil von D a l m a t i e n fällt an Südslawien. Hier erhält Italien nur kleine Landstriche, u. a. die Stadt Z a r a mit einem Umkreis von zehn Kilometern. I st r i e n fällt an Italien. Wenn man den italienischen Stimmen glauben darf, so hat Italien mit diesem Abkommen einen Beweis seines demo- kratischen Geistes gegeben, und als die erste Nation gezeigt, daß man ohne Gewalt sich mit seinen Gegnern einigen kann. Das eigentliche Interesse liegt aber auch hier natürlich auf wirtschaftlichem Gebiet. Das hat©iolitti au 1 ausgesprochen, der sagt, für den Handel Italiens mit den Donauländern und den Gebieten am Schwarzen Meere könne Südslawien das Durchgangsland sein; als landwirtschaftliches Gebiet könne Südslawien mit dem In- dustrielande Italien wertvolle Austausch- bezie Hungen unterhalten. Das Abkommen wird als ein großer außenpolitischer Er- folg Giolittis angesehen. Die amerikanische Regieru" r hat Italien wissen lassen, daß sie jede Lösung der Adriatifchen Frage billige, die durch unmittel- bare Vereinbarungen zwischen den Regierungen Italiens und Südslawiens zustande käme. Damit ist auch der hart- näckige Widerstand, den Wilson in der Fiumefrage gegen Italien geltend machte, verschwunden und d'Ännunzio kann sich tatsächlich als Befreier Fiumes rühmen. Mit dem Ab- kommen erkennt Italien das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und die Vereinigung Montenegros nut Serbien an. Die albanische Frage ist durch diese Ver- Handlungen nicht berührt worden. Sie wird Voraussicht- lich international geregelt werden. Der»mstetdainer„XtUgtaaf meldet: Das zwsschen Italien und Iugoitawien Betroffene und unterzeichnet» Abkommen ent- hält folgende acht Punkte: 1. Die Grenzen werden genau bezeichnet, die Abweichung von der Grenze des Londoner Vertrages ist nur geringfügig. 2. Das Gebiet von Z a r a wird umgrenzt, im ganzen wird das Gebiet im Umkreis von acht Kilometern an Italien lammen. 2. Italien erhält die Inseln Telegapota, Lagosta, L u s s» n und G h e r s 0. 4. Die Unabhängigleit Fiume« wird von Jugoslawien und Italien anerkannt. 5. Die Grenzen dieses Gebietes werden genau angegeben und der Schweizer Bundespräsident zum Schieds- richter im Fall« von Streitigkeiten in der italienisch-jugo- slawischen Kommission bestimmt. 6. Innerhalb zwei Monaten nach Inkrafttreten des Abkommens wird eine Konferenz zwischen Jugoslawien und Italien statt- finden, um die wirtschaftlichen Fragen zu läsen. 7. Di« Italien zu leistenden Sicherheiten werden umschrieben. 8. Beide Regierungen verpflichten sich, eine Kulturkonfe» r e n z abzuhalten. Die reaktionäre Wehrmacht Der Reichswirtschaftsverband deutscher Berufssoldaten blickt am Sonntag auf ein zweijähriges Bestehen zurück. Er wollte den Tag durch eine Versammlung ehren, in der über das Thema:„Das neue Deutschland und seine Wehr- macht" gesprochen werden sollte. Das Wehrkreiskom- mando IH(Berlin) hat daraufhin das folgende Verbot er« lassen. Wehrkreiskommando III Berlin, den? November 1320. 1 Abt. I c Nr. 656. Der R. d. B. fordert in einer Einladung, die einzelnen Trup« penführern zugegangen ist, zur Teilnahme an der am 14. Novem- der lSS0 stattfindenden Feier seines zweijährigen Bestehens bei sämtlichen Ortsgruppen auf. Der R. d. V. gefährdet durch Form und Inhalt der im Heere getriebenen Propaganda zur Abänderung des W- h r g- s e tz e s die Disziplin(s. W. K. K. III. I c 548). Ich verbiete daher allen mir unterstellten Angehörigen der Reich,«ehe dir Teilnahme an der am 14. 11. stattfindenden Feier des R. d. B.(gez.) Rumschöttel, Generalleutnant. Der Reichswirtschaftsverband deutscher Verusssoldatert steht auf republikanischem Boden. Er hat während der Kapp-Tage seine Mitglieder aufgefordert, den Ver- blechern um Lüttwitz keine Folge zu leisten und auch nach dem Putsch ist er gegen die monarchistischen Treiber in der Reichswehr aufgetreten. Gegen ihn und den Republilani« scheu Führerbund richtet sich daher der ganze Haß der Be- fehlshaber, der noch dadurch gesteigert wird, daß der Verband auch für die Beseitigung der reaktionären Paragraphen des neuen Wehrgesetzes eingetreten ist. Seeckt und die Seinen befürchten von der Versammlung, daß den Besuchern aus den Reihen der Soldaten einige Aufklärung zuteil werden könnte. Sie wissen, daß der Reichswehr bei dem neuen Pussch der Rechtsparteien die führende Rolle zugedacht ist. Deshalb muß jede Belehrung im republikanischen Sinne von ihnen ferngehalten werden, deshalb wird ihnen der Besuch einer Versammlung verboten, in der sie über ihre Pflichten gegen den republikanischen Staat aufgeklärt werden könnten. Die Vereinigung mittlerer technischer Staatsbaubeamten Thii« ringens hat in seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag, den 31. v. M. in Weimar ihre Auflösung und den geschlossenen Ucbertritt zum Bunde der technischen Angestellt� und Beamten beschlossen. Maßgebend hierfür war die Erkenn nis, daß unter Berücksichtigung der heutigen Verhältnisse die V tretung der sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Stall tcchniker Thüringens nur mit �oßer und starker BeWf Organisationen möglich ist. Der Bund der technischen Angestellten und Beamten, der mit seiner F-chäruppe Staatstechniker den weitaus größten Teil aller Staatstechmker im Reiche vertritt, bietet dafür die beste Gewähr. Rückgabe deutschen Eigentums aus England und Franfret» Laut Vereinbarung zwischen der deutschen, englischen und franzo- fische» Regierung werden Gepäckstücke, E e g e n st S nd« v 0 a geringem Wert, persönliche Effekten usw. den deut- schen Eigentümern zurückgegeben.* Geschäftsstellen in London und Paris zur Sammlung dieser Gegenstände sind erricht» worden. Die englische und sranzöfische Regierung gibt zeitweist Listen mit Namensnennung der Besitzer heraus, an welche diest Gepäckstücke zurückgegeben werben sollen.— Sämtliche Deutschen. welche früher in England und Frankreich gelebt haben, haben in- folgedessen alles Interesse, ihre Namen, ihre gegenwärtige Adresse und ihren früheren Aufenthaltsort im Ausland beim Bund der Auslandsdeutschen E. V., Berlin N 10, Rauch st r 23' oder bei seinem Landesverbände bzw. den Ortsgruppen einfchre»- den zu lassen, damit dein einen oder dem anderen die freigegebe« nen Gegenstände zugeleitet werben können. Die Anklage gegen Malone. Gegen das in Irland am 10. R«- vember verhaftete Parlamentsmitglied Malone wurde heute t» London Anklage erhoben. Er wird beschuldigt. Handlungen be- gangen zu haben, die geeignet sind, einen Ausruhr hervorzurufen. und zwar besonders durch eine Rede in der Alberthall in London am 7. November, in der er das Aufhängen und Erschießen von Regierungsmitgliedern empfohlen haben soll. Malone wurd« gegen Kaution für eine Woche auf freien Fuß gesetzt. „Lichtlein" Bon Wladimir Korolenko. Vor langer Zeit fuhr ich an einem dunklen Herbstabend läng» einem finsteren Flusse Sibiriens. Plötzlich, an einer Windung des Flusses, leuchtete vorne, unterhalb der dunklen Berge ein LichUein auf. Es leuchtete hell, stark, ganz nah. — Nun, Gott Lob!— sagte ich freudig,— ein Nachtlager ist in der Nähe!— Der Ruderer wandte sich um, blickte über die Schulter auf das Licht und lehnte wieder apathisch auf die Nuder. — Es ist noch weit!— Ich wollt« es nicht glauben: das Lichtlein war so deutlich ficht- bar, aus dem unbestimmten Dunkel hervortretend. Aber der Ruderer hatte recht: es war tatsächlich noch weit. Es ist die Eigenschast dieser nächtlichen Lichter, sich zu nähern, die Dunkelheit besiegend, verheißungsvoll zu glänzen und durch ihre Näh« zu locken. Es scheint— zwei, drei Ruderschläge, und das Ziel ist erreicht... aber...«s ist noch weit!... Und lange noch glitten wir längs dem finster», tintenschwarzen Flusse. Klippen und Felsen traten hervor, näherten sich, um wieder zu verschwinden, hinter uns zurückzubleiben, sich scheinbar i» der unendlichen Ferne verlierend, das Lichtlein aber stand flackernd und lockend vor uns,— immer noch nah und doch so fern... Ost denke ich heute noch an diesen dunklen, von felsigen Bergen beschatteten Fluß und an dieses lebendige Lichtlein zurück. Viele Lichter locken früh und spät nicht mich allern durch ihre Nähe an. Aber das Leben fließt stets in den gleichen finsteren Ufern und die Lichter sind»och weit entfernt. Und von neuem muß man zu den Rudern greifen. Und doch... und doch... vor uns find Lichter!... „Das Haus der verlorenen Schritte" (Betrachtungen nach Besuch des Arbeits- n a ch w e i f e s.j La solle des Pos-Perdus: Den Saal der verlorenen Schritte nennt der französische Vollswitz die große Vorhalle im Justiz- palast. Er will damit andeuten, daß alle Schritte, die man dort tue, um etwa Recht zu bekommen, verloren seien. „Da» Haus der verlorenen Schritte" könnte man schreiben üoer das große Gebäude im Zentrum Berlins. Denn all die Männer, Frauen, Jünglinge, Mädchen, die jenes Haus mit der Hoffnung auf Arbeit detreten, müssen beim Verlassen desselben einsehen, daß es verlorene Schritte waren, die ste getan haben. Verloren« Schritte seit Wochen und Monaten. Verloren« Schritt« vielleicht nach Wochen und Monate lang. Aber auch verlorene Hoffnung, verlorene Tatkraft, verlorene Vernunft, verlorene Moral. Ihr Reichen und Satten werdet es nie begreifen, warum Hun- gernde, Frierende, Hoffnungslose die heiligen Gesetze der gött- lichen Weltordnung" durchbrechen und Taten begehen, die euch ein Grauen verursachen. Ihr werdet es nie begreifen. Aber ihr Arbeiter, die ihr den letzten Tropfen aus dem Becher des Elends noch nicht getrunken habt, die ihr noch Arbeit habt. Arbeit, die Sehnsucht von Tausenden, Hunderttausenden— euch ruf« ich zu: es sind eure Brüder! Denkt daran, daß euch morgen begegnen kann, was ihr Los schon seit Monden ist. Und sorgt, daß keine Kluft zwischen euch entstehe, denn ihr seid ein Heer und berufen, die letzte Schlacht zu schlagen.... Tausende, hunderttausende Menschen haben keine Schuhe. Klei- der, Möbel....' Tausende, hunderttausende Menschen möchten Schuhe. Kleider. Möbel herstellen und können nicht, dürfen nicht. Wer wagt zu sagen, daß das in der Ordnung ist? Tausende, Hunderttausende machen täglich und seit Monaten unzählige verlorene Schritte, um Arbeit zu bekommen. Verlorene Schritt«.... Mögen sie nicht verloren sein: mögen sie dazu beitragen, den Willen zu kräftigen, den Willen, eine Gesellschaftsordnung zu stürzen, in der wohl eine Gesellschaft aber keine Ordnung herrscht. A. Herrmann. Aus den Theater» „Perikles von Tyruo", ein MärchenWel in 4 Akten aus der Zeit Shakespeares, das früher dem großen englischen Dichter höchst- selbst zugeschrieben wurde, brachte gestern unter Leitung Heinz Goldbergs in überwiegend guter Darstellung dem Reuen Volkstheater einen außerordentlich starken Erfolg. Musik und farbige Gewände gaben der Ausführung, die iamt dem Ihakespearisch buntbewegtem Stück noch gewürdigt werden soll, Reiz und Schwingung. Im Deutschen Theater ist die Uraufführung von „Chauffeur Martin" auf Sonnabend, den 26. November, verlegt worden.— Im Berliner Theater findet am 18. November die Uraufführung der Operette„Die spanisch« Nachtigall" von Schänzel und Welisch, Musik von Leo Fall, statt. Die Titelroll« spielt Fritzi Massary.— In der Komischen Oper gelangt dt« Operette„Liebe im Schnee" am Mon- tag zur 166. Aufführung. Für den Bußtag(17. d. M.) hat die Direktion das Ensemble des Reuen Volkstheater» für ein einmaliges Gastspiel gewonnen, welches Halbes„Jugend" zur Darstellung bringt.— Im Rosetheater findet die am ?. November d. Z. ausgefallen« Uraufführung der dramatischen Dichtungen„Das Weib zu Gibea" und„Die Drautnacht der Königin" von Willy Dencker durch die.Zreie literar. Bühne" am Sonntag, den 14. November, nachm. 3 Uhr. statt. Die zui" 7. November gelösten Eintrittskarten behalten Gültigkeit.— 2� Staatlichen Schauspielhause sind die durch den Streck unterbrochenen Ausführungen von Richard III. in der Besetzung der Erstaufführung wieder aufgenommen worden. Nächste Vor- stellungen: Sonntag, den 14., Donnerstag, den 18., Sonnabend, den 26., und Sonntag, den 21. d. M. Staatstheater. Nachdem in dem vorjährigen Matineen-Zyklv* des staatlichen Schauspielhauses unter dem Titel:„Bilder aus deutschen Zeitaltern", die Entwicklung deutschen Geisteslebend vorgeführt worden ist, soll durch den Zyklus des gegenwärtige» Epieljahrcs:„Stimmen der Völker", Weltliteratur, er- läutert werden durch Vorträge und Proben aus Literatur, Mufu und bildender Kunst. Die Inszenierung der Matineen leiten Her- mann Kienzl und Dr. Eckart von Raso. Erste Matinee: Sonn- tag. den 14. November. Das Theater in der KSniggrätzer Straße bereitet Aug»ck Strindbergs Schauspiel„Frau Margit"(Ritter Bengt* Gattin) mit Ludwig Hartau und Kitty Aschenbach in den Haup'- rollen vor. ai» Reinhard, in Szene. Leipziger Volksbühne. Zu der Meldtzng von dem Konkurs dc Leipziger Volksbühne teilt der Verband der deutschen Boll-- bühnenvereine mit, daß das Leipziger Unternehmen, das jen� Namen trug, wohl einige Einrichtungen übernommen hatte, w' sie die Volksbühnenorganisationen durchgeführt haben, aber'» übrigen in keiner Weise das verkörperte, was die eigentliche IjJ' der Volksdühnendewegung ist: die Leitung der„Leipziger Vock� bühn« E. V." war satzungsgemäß völlig den„Gründern" übe' antwortet: der eigentliche Volksbühnengedanke, die„Theatt� konsumenten" aus der Grundlage des SelbstbestimmunasreaP zusammenzuschließen und zu Trägern der Theaterveranstaltung'.- zu machen, war nicht verwirklicht. Der Versuch,..von oben her durch Uebernahme mancher Aeußerlichkeiten der wirklichen Va-'- bühnenvereine breitere Schichten stärker am Theater zu int** esfieren, hat sich im Fall der Leipziger..Volksbühne" nicht währt, was schließlich nur um so mehr dafür spricht, daß ledig'»! eine Organisation der Theaterbesucher, wie sie die im Verba» der deutschen Volksbühnenvereine zusammengeschlossenen Orfl° nisationen bezwecken, ein Volksbühnenunternehmen auf eine S sunde Basis zu stellen vermag. Toller»„Masse Mensch" gelangt am Montag, den 15. d. W-,' Nürnberger Stadtthcater zur Uraufführung. Die Iuryfrei« Konftschau Berlin 1026 wird im Landesa»* stellungsgebäude am Lehrter Bahnhof am Sonntag, den 14- vember. mittags 12 Uhr. eröffnet. „Kaiserismus". Im Graphischen Kabinett Berlin W. 56, fürstendamm 232, spricht am F-eitag, den 19. November, abe�, 8 Uhr, Anton Kuh unter.dem Titel„Kaiserismus" über» Nebenerscheinungen de» Falles Georg Kaiser- Die weibrussische Front Das Doppelspiel der polnischen Regierung Die polnische Negierung hat wiederholt erklärt, daß sie mit dem Unternehmen der weihgardistischen General« Balachowitsch. Petljura u. a. nichts zu tun habe. Jetzt hat der polnische Staatspräsident Vilsudski an den ukrainischen Eeneral Petljura«in Schreiben gerichtet, in dem es heiht: »Im Namen der polnischen Armee begrii'ge ich da» tapsere Heer der Ukrainischen Volksrepublik in dem Augenblick«, da e» sich neu- xeslärkt wieder erhebt, um vieUeicht über die Zukunst Europas zu entscheiden. Die polnische Armee wird stets der gemeinsamen blutige« Kämpfe mit den ukrainischen Waffenbrüdern gedenken. Das gemeinsam vergossene Blut wird stets«in fester Grundstein für das gute Einvernehmen und Gedeihen der beiden Nationen sein, die in zweijährigem Kampf mit einem bar- borischen Gegner stets für ihr höchstes Ideal, die Freiheit, gelitten und geblutet haben."— Außerdem hat Petljura auch ein Schreiben des Generals Haller erhalten, in welchem dieser„der tapferen ukrainischen Armee seine Glückwünsche zum siegreichen Beginn der neuen Offensive" ausdrückt. Damit ist nunmehr wohl jeder Zweifel über die Nolle Polens behoben. Nur dank der Unterstützung durch Polen können die weitzgardistischen Generale im Westen Rußlands eine neue Lperationsbasis schaffen. Großer Erfolg scheint diesem neuen Un- ternehmen gegen Rußland aber nicht bevorzustehen. Nachdem General Wrangel in der Krim eine bedeutsame Nieder- läge erlitten hat, wird es der Roten Armee schnell möglich sein. sich auch der westlichen Gegner zu entledigen. T r o tz k i hat darauf bereits in einer Proklamation von Ansang November hingewiesen, wobei er sagte: „Unser Erfolg an der Wrangelfront wird eine unmittelbare Rückwirkung aus unsere internationale Lage haben. Die polnische Regierung hat nach Unterzeichnung eines Vorfrieden» mit un», in Verletzung dieses Vertrages, ihren Lakaien Petljura gegen die Ukraine gehetzt und ihm die Banden Balachowitsch» und Cawinkows zu Hilfe geschickt. Auf alle Proteste der Vertreter der roten Heeresleitung gegen die Uzizulässigkeit eines derartigen Vorgehens, das einer vollkommenen Nichtachtung der eingegangenen Verpflichtungen gleichkommt, gab die polnische Heeresleitung nur ausweichende und zweideutige Ant- warten. Der polnische Adel und die polnische Bourgeoisie, ob- schon sie den Frieden mit uns unterzeichnet haben, rüsten auf die Anweisungen der französischen Börse hin für die Fortsetzung de» Krieges vermittels Petljuras, Sawinkows und Äalachowitschs. Dieses neue Abenteuer wurde nur angezettelt in der Hoffnung, daß unsere Kräfte vollkommen von dem Kampf gegen Wrangel in Anspruch genommen sein würden. Di« franzö- sisch-polnischen Provokateure werden sich von ihrem Irrtum über- zeugen müssen. Wrangels Tage sind gezählt. Wir werden zu be« weise« wissen, daß, wenn wir den Friede» durch schwere Opfer er- taufe», wir niemandem erlauben werden, mit diesem Friede» sein Spiel zu treiben. Ob Petljura sich Pilsudski nennt, oder«mge- kehrt Pilsudski den Namen Petljuras annimmt, daran ist uns "»«"ig gelegen. Wir wolle» den Friede« und werde« ihn uns »«sth-sse«." Die russische Gegenoffensive I« einer der letzten Sitzungen des Zentralexekutivkomitee« er- klärte T r o tz l i in einer längere« Rede, daß größere Truppenoer» stärkungen an die weißrussisch« Front in Marsch gesetzt seien»nd baß die Sowjettruppen in kürzester Zeit eine Offensivegegen Seneral Balachowitsch ausnehmen werden. Trotz seines wachsende« Uebermnt» könne Balachowitsch kaum aus Hilf«»on irgend einer Seit« hoffen und die Vernichtung dieser gegenrevolu- tionare« Soldateska fei nur«ine Frag« der Zeit. Spätesten» Ende diese» Jahre» sei der Gegner auf diese« Front- abschnitt erledigt. Der englische Terror in Irland während die englische Regierung wiederholt ihren Abscheu au»- gedrückt hat über da» terroristische Regiment der Sowjet-Regie- rung, übt st« silbst in Maud einen Terror aus, der an Grausam- keit und Brutalität beispielos ist. Da» irische Volk, da» im Kampfe um seine staatliche Selbständigkeit steht, wird seit Mo- naten von englischen Truppenabteilungen gepeinigt, die Be- hausungess werden demoliert, ganz« Ort« und Städte in Trümmer gelegt. In Irland wütet der erbittertste Bürgerkrieg, der genährt wird von der Unnachgiebigkeit der englischen Regierung. Wieviel Opfer diese Kämpfe bereits gefordert haben, teilte der Staatssekretär für Maud jetzt im englischen Unterhause mit. Nach seiner Erklärung sind in den letzten zwölf Monaten in Irland Uvü Personen getötet llndbOOPersonenverwundet worden. Ein neues Gesetz zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Irland ermächtigt die Militärbehörden. Wagen für den Passagier, und Güterverkehr auf irischen Bahnen zu requirieren oder den Verkehr stillzulegen, und von jeder Eisenbahn Besitz zu �greifen, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Ordnung«rsorder- "ch ist. So wird auch das Verkehrs- und damit das Wlrtfchafts- Alands willkürlich lahmgelegt. eine» u Arbeiterpartei beschlossen, auf eigene Faust Die* �rrs u ch u n gs a u s s ch u ß nach Jtlond zu schicken. und nT.il1?1* Partei wird diesem Beispiel wahrscheinlich folgen teien Ä�'S hat sich ein Ausschuß aus Männern aller Par- wird. Der v � eint gründliche Untersuchung vornehmen fassen geführt. Diese Anstalt steh die au« der Stadtvogtei überwiesenen Gewehre nach der amtlichen Waffensammelstelle bringen und kam so in den Genuß der Ablieferungsprämie, was um so leichter gelang, da dort nach der Herkunft der Waffen nicht ge- fragt wurde. Da es sich hier um die Erschleichung eines Gewinne» aus allge- meinen Mitteln handelt, erwarten wir, daß sich die vorgesetzten Dienststellen zu diesem Vorkommnis äußern. Blutige Znlammenstöße in Mexiko. In Pncatan in Mexiko kam es zw.fchen Liberalen und Sozialisten zu einem blutigen Zusammenstoß. Die Sozialisten griffen ihre Gegner mit dem Ruf:„E- lebe dl- Sowjet-Republik!�' an. Die Regierungs- truppen stellten die Ordnung wieder her. Es gab 185 Tote und zahlreiche Verwundete. Aus der Wirtschast Die Produktionskosten für Kartoffeln Der Nasfauifche Landesverband hat eine Unkosten- berechnung für die Erzeugung von Kartoffeln aufgestellt, die zu dem Ergebnis gelangt, daß die Erzeugerlosten 37,28 M. per Zentner betragen. Demnach würde der Landwirt bei jedem Zent- ner Kartoffeln mehr als 13 M. draufzahlen. Selbstlose Agrarier. die die Anbaufläche für Kartoffeln in diesem Jahre beträchtlich Genossen! Lest«nd vervreitet die Sonder» und Werbenummer der «Freiheit" vom l«. November. vermehrten, um nur möglichst viel Kartoffeln mit einem Verlust von 13 M. per Zentner verlaufen zu können! Natürlich ist die Berechnung von der ersten bis zur letzten Ziffer falsch. Eine genaue Nachprüfung, die die„Frankfurter Zeitung" durch Sachverständige anstellen ließ, ergab, daß der Hektarertrag zu niedrig, jeder einzelne Spesenposten und die Arbeitslöhne zu hoch angesetzt seien. Legt man die richtigen Ziffern zugrunde, so kommt man zu dem Ergebnis, daß ein Produzenten preis von 20 M. per Zentner genüge, um den Landwirten«inen reichlichen Reingewinn zu garantieren. Dieses Ergebnis bestätigt auch ein großbäuerlicher Besitzer. Es ist wertvoll, wenn aus agrarischen Kreisen selbst eingestanden wird, daß der Höchstpreis von 25 M. per Zentner zu hoch sei. Und wenn demnach trotz dieses hohen Preises und trotz der Ver- mehrung der Anbaufläche und der Vergrößerung des Hektar- «rtrages, ein empfindlicher Mangel an Kartoffeln herrfcht, fo weiß der großbäuerliche Besitzer auch dafür eine Erklärung. Das Angebot ist zu gering, weil der Bauer es heute infolge U e b e r- flutung an Papiergeld mit dem Verkauf nicht so eilig hat: andererseits bezahlen Schweine und an- derts Mastvieh die Kartoffeln besser als der Konsument sie bezahlen kann. Das sind die Segnungen der freien Kartoffel-«nd Fleischwirt- schaft, mit denen uns der Ernährungsminifter Hermes be- glückt hat. Die Kartoffeln werden den Schweinen als Futter vor- geworfen, und so wird durch die Freigabe des Fleisches bewirkt, daß die reichen Fleifchverzehrer den armen Kartoffelverzehrern die Kartosfeln wegessen. Die Vertrustung der Industrie Kaum ist der größte Zusammenschluß in der deutschen Industrie, Abschluß der Interessengemeinschaft zwischen dem Stinn«»- vollzogen, schreitet schon der Konzern und dem zweitgrößte Trustmagnat Klöckner zur Kon Trust», die wir vor einigen Tagen ankündigten. Di« Hauptdomäne Klockners ist der L o t h r i und Berawerks-Verein. Auib dielos ihrer«tfoIoT«R„,. 1 n eln Ende zu macyen.«nmu»°°n 'o m me, überzeugt fei und dann, weil fi« Angst be- Terrlrpolwk�!�.�' d°ß die englische Regierung mit dieser nur mehr v V-indschaft zwischen Jr and und England aber a,,A vettltfl hat statt sie zu überwinden. Man wird °ufzunehmen°hab-n�� �er Terrorismus der ander«n als das haben, wa»«» ist. als bare Heuchelei! MilitSrische Schiebungen «ÄtoÄT"11"'®«»>» M-m D-»«° ffiÄ w"*-® i"«« iU>w""" u�aÄretJQn Erläuterung: Da- in der Stadtoogtei Ä8 Militärgewahrsam wurde am 1- Oktober «st die fc�löst. Nach bekanntem Muster mußte jedoch «urbe von ung" vorgenommen werden. Diese Abwicklung °°n der südlichen Militär-Arrestaustalt aus- Konsolidierung seines ._______...iioen u aoen onninm" Hauptdomäne K_ Berawerks-Verein. Auch dieses Unternehmen bat "n letzten Jahr« nicht schlecht abgeschnitten, wie au» dem eben veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Von einem Betriebs- Überschuh von 12.3 Mill. Mark fgegenllber 2.4 Mill. Mark im Voriahr) verblieben 8 Mill. Mark Reingewinn, während da» Vorjahr mit einem Verlust von l.24 Mill. Mark abgeschlossen bait«. An Dividende werden in diesem Jahr 12 Prozent aus- geschüttet. �un wird gemeldet, daß der Lothringer Hütten- und Berg- »«ks-Verein. das Vermögen des H afp er Eisen- und rn o?«?,? �wnbt, und zwar zum Preise von 700 Prozent für die Aktie, so daß er im ganzen 01 Mill. Mark Kaufpreis zu zahlen hat. Ferner geht er eine Interessengemeinschaft mit der a SL S Ut® e'' ch a I* Königsborn A.-G. ein. die nach 24 Jahren ganz in seinen Besitz übergeht. Schließlich wird »»l �Durchführung dieser Transaktionen das Aktienkapital auf 72 Mill. Mark erhöht. Bedenkt man ferner, daß der Lothringer Berein mit dem Faooneisenwalzwerk Mannsteedt und mit der Düsseldorfer Eisen- und Drahtindustrie in Inter- essengemeinschast steht und daß er sich vor kurzem die Geis» weider Eisenwerke angegliedert hat, so kann man er- messen, welche Kapitalsmacht und industrielle Verfügungsgewalt hier in den Händen eines Jndustriegewaltigen konzentriert ist. Daß ein solcher Riesentrust nicht nur den Drana hat, sich im Inland auszubreiten, sondern auch einen Expansronsdrana nach außen, beweist eine Meldung der„Frankfurter Zeitung', wonach der Klöckner-Trust in Buenos-Aire« eine Aktien- gesellschaft gründet, die den Etsenvertrieb in Süd» a m e r i k a übernehmen soll. Süße Dividenden "Die ,,S a r o t t i" Schokoladen- und Kakao-Industrie A.-G. in Berlin verteilt in diesem Jahre 20 Prozent Dividende wie im Borjahre: außerdem gewährt si« ihr«,, Aktionären eine Sondcrausschüttung von ebenfalls 20 Prozent, so daß die Gesamt- dividcnde 40 Prozent beträgt. Die Angestellten und Arbeiter er- halten eine Gratifikation m der Höhe der Sonderausschüttuna. Aber die Arbeiterschaft wird sich durch solche Gnadengeschenke nicht einlullen lassen—-das beweist dl« mannhafte Haltung der Bergarbeiter in der Frage: Gewinnbeteiligung oder Eoztali- sierung. Die Kakao-Plantagengefellschaft Pnpa in Ham- bürg, die in Südamerika— Cquador— Plantagen besitzt, bringt ihren Aktionären ein noch süßeres Geschenk. Sie verteilt für drei Jahre— 200 Prozent, also gleich das Doppelt« ihres gesamten Aktienkapital«! Freilich ist dabei zu berücksichtigen, daß ihre Un- ternehmungen sich im valutastarken Ausland befinden. Die Schwerindustrie arbeitet zwar mit gröberem Stoff. aber ihre Dimdenden sind nicht weniger süß. Es verteilt das GußstahlwerkWittenbet einem Reingewinn von 7,0 Mill. Mark gegenüber 1,0 Mill. Mark im Vorjahr das Doppelte der oorjühriacn Dividende, nämlich 30 Prozent: die Eharlotten» Hütte in Niederschelden bei einem Reingewinn von 10,7 Mill. Mark lim Bor,abr 4.1 Mill. Mark) 28(im Vorjahr 12) Prozent Dividende und das Hochofenwerk A.-G., Lüveck, 20 gegen- über 10 Prozent Dividende. Die Krisis der franzSfische« Textilindustrie Dl- Arbeitslosigkeit in den Webereien verfchSrft sich immer mehr. In den meisten Fabriken werden die Arbeitsstunden fast jede Woche verringert. Die bedeutende Weberei Laroche- Leches, die hauptsächlich Pneumatikaewebe anfertigt, hat soeben mehrere hundert Arbeiter und Arbeiterinnen entlassen. E» wer- den keinerlei Neuaufnahmen von Arb«it«rn gemeldet. Eln Fabri- kant aus Roubaix äußerte sich über die gegenwärtige Lag.: „Die Rohftoije, der«« Preisrückgang wir seit einiger Zeit glück- Ncherwesse mit ansehen, kosteten in letzter Zeit sieben- bis achtmal mehr als vor dem Kriege. Di« Lager sind überfüllt, weil die Be- stellungen zurückgegangen sind infolge unserer Kriegsverluste von 1«4 Millionen Toten, aber auch weil man zur Sparsamkeit ge- zwungen war: man mußte z. B. die Kleider wenden. Die Bedürfnisse sind also geringer geworden. Die Kunden unserer Firmen haben sich für den Winterbedarf eingeschränkt. Heute müßten schon die Bestellungen für den Sommer 1021 gemacht fein, was aber nicht der Fall ist. Wir müßten ausführen rönnen, aber wir stoßen auf Kursschwierigkeiten, und so baben sich •länder gewöhnt anderwärts einzukaufen, sogar im fernen Osten, was vor dem Kriege nicht geschah." Getreidebewirtschaftung und Brotpreis in Italien. Der Kom- missar für Ernährung hat in der italienischen Kammer einen Ge- setzentwurf über die Bewirtschaftung des Getreides durch den Staat und über den Brotpreis eingebracht. Der Entwurf über die Getreidebewirtfihast»ng bestimmt, daß ein Einheitsbrot her- gestellt werden soll, dessen Preis denjenigen für das Inlands- getreide zur Grundlage haben werde. Sämtliche für die Berel- tung von Brot und Mehlwaren bestimmte Zerealien werden, mit Ausnahme von Reis, den Genossenschaften zum Inlandspreis über- lassen werden. Diejenigen aber, die zur Herstellung anderer Le- bensmittel dienen, sollen zum Preis für Auslandsaetrcide ver- kauft werden. Der Entwurf sieht eine kräftige Erhöhung der Steuern zur Deckung des Unterschiedes zwischen den In- lands- und Auslandspreisen vor. Einfuhr und Ausfuhr in Frankreich. Nach dem.Journal Oisiciel" hat Frankreich I» der Zeit vom l. Januar bis zum 30. Erp- tembcr d. I. für 27 18307! 000 Franken Waren eingeführt. DaS bedeutet eine Vermehrung um 202105! Franken, gegenüber der gleichen Zeit de« Vorjahre«. Frank eich hat in den ersten nenn Monaten d. I. für 10557711000 Franken anZgefilhrt. Da« bedeutet eine E bvhung geaenüber der gleichen Zeit des Vorjahre« um 3 858434 000 Franken. An Lebensmitteln bat Frankreich in der ge» nannte» Periode gegenübrr dem Jahre 1313 für 085812 000 Franken weniger eingeführt. Gute Ernte in Amerika.„Daily Chronicle" meldet aus New dag den Schätzungen des amerikanischen Landwirt- schau samtes zufolge die Mais-, Reis-, Kartoffel- und Tabak» ernte in diesem Jahre die größte in der Geschichte der Ver» einigten Staaten sein wird. Desgleichen verzeichnet auch Kanada eine Rekordernte, die aus 460 000 Pfund Sterling geschätzt wird. n den Wohnm»« stellen(in Neu- ticht- Licht! Wir saßen wieder etliche Tage im Dunkeln. gen fehlte die elektrische Kraft und an vielen_______________ kolln fast eine ganze Woche) das Gas, unser moderner Licht» und Warmespender. Das Stearinlicht in der Mitte oder die alte Petroleumlampe leuchtet« verloren in dem Raum. So dunkel die Ecken, so unHeim- lich Korridor und Treppen! Lieschen verdirbt sich die Augen am Roman, Fritz behauptet,„bei dem Licht" unmöglich Schul- arbeiten machen zu können. Vater ist sowieso höchst mißvergnügt. weil die Zeltung ausgeblieben ist, Mutter putzt beim Strumpfe- stopfen zehnmal die Brille— nur Großvater liegt behaglich im Lehnstuhl, blinzelt vergnügt in die gelbe Flamme— und erzählt: Ja. Kinder, so in meiner Jugend— vor fünfzig Jahren— wer kannte da Gas und Elektrizität. Da wars wie heute. Kam der Abend, wurden die Lichter angesteckt oder die Rüböllampe hervorgeholt, die in ihrem schön geputzten blanken Messing ein Staatsstuck der Häuslichkeit war. Sie sah aus wie eine Thee- kanne, nur, daß vorn aus der Tülle der Dochtsaden heraushing. Der wurde mit der Lichtputzfcheere fein gesäubert, und dann leuchtete, angesteckt, das artige Ding durch das Dunkel. Man tonnte gerade die Tischrunde erkennen, aber das genügte voll- kommen, denn man war nichts anderes gewöhnt. Bessere Leute hatten Stearinkerzen, eine damals eben aufgekommene verfeinerte Art der sonst üblichen Talg- oder Wachskerzen. Wie traulich war da». Draußen war alles dunkel. Großstädte und Kleinstädte kannten keine Nachtbeleuchtuna, und auf den Bahnhöfen half man sich mit Oellampen oder Petroleum. Nun war man aber im Haushalt gegen die gerade aufkommenden Petroleumlampen äußerst mißtrauisch. Einzeln« vornehme Fa- Milien machten mit dieser Beleuchtung den Anfang, aber es war«In Haken dabei, und den konnte man fast täglich im Stadt- anzeiger lesen— sie explodierten nämlich. Unglücksfälle, die beim Anzünden der Lampen geschehen, waren ebenso häufig wie die Vergiftung infolge unvorsichtigen Schließens der Ofenklappe. Diese beiden Methoden füllten eben täglich die Spalten der Lokal- blätter. Wir hatten, so erzählt Großvater weiter, aus Leipzig eine solche„neueste" Petroleumlampe erhalten, aber mein Vater duldete nicht, daß jemand die Lampe ansteckte. Er selbst nur be- saß, seiner Meinung nach, die Geschicklichkeit, die Lampe zu ent- zünden, und beileib« durfte auch niemand die Flamme wieder auspusten, auch das war Sache des Hausherrn. War der pator kswiiias also nicht im Hause, so mußte eben die Petroleumlampe auch feiern. Das ging Jahre lang so, und wohl in jeder Familie, denn die Ursach« lag in der sehr primitiven Art der Brenner. Erst als nach 1870 die„explostonssicheren" Regenerativbrenner aufkamen, eroberte sich die Petroleumlampe die Gunst der Haus- flauen. Bei Festlichkeiten vor 50 Jahren beherrschte die Tafel immer die Kerze, und je wohlhabender eine Familie war, desto zahlreicher war die Anzahl, desto eleganter die silbernen oder Porzellanleuchter und Kandelaber. Wir Jüngeren, ergänzte der Großvater, mußten dann die Fidibusse drehen und regelrecht auf der Tafel verteilen. Es gab zwar Zündhölzer, sog. Schwefelstöcker. aber zum Tabak- rauchen waren sie sehr unbeliebt. Es dauerte Immer eine ganze Weile, ehe sie in Brand gerieten und verbreiteten dann zuerst einen penetranten Schwefelgeruch, was den Rauchern, die ja fast ausnahmslos die lange Pfeife bevorzugten, unangenehm im Ge- fchmack war... Seht, Kinder, so wars damals, gemütlich und mollig, auch ohne Gas und Elektrizität.-- Still wars im Zimmer...._ Lieschen malte sich in Gedanken an», wie herrlich solche fchnmm- rige Zeit für Liebende gewesen sein muß. Fritz brummte etwa» von Mittelalter und Raubrittertum, Vater sagte wieder nichts, denn er konnte stch in ein« Zeit ohne Abendzeitung schwer hinein- denken, und nur Mutter verweilte mit Entzücken bei den geputzten Oellampen und den blanken Leuchtern. Großvater aber lehnte sich behaglich in seinen Eorgensessel zw- rück, blies eine tiefe Wolke aus der Pfeife, die magisch um die flackernde Stearinkerze tanzte, und ließ die Gedanken spielen in längst vergessenen Tagen, wo viele, entbehrt wurde, und die doch auch ihre Freude hatten. P. A.. Die gemischte Deputatfon zur Beratung der st e n M a ß» nahmen für die Einrichtungder neuen Ver» w a l t u n g war bereits heute früh im Rathaus unter Bor» sitz des Oberbürgermeisters Mermuth zusammengetreten, um über die Frage des Ueberganges bis zum In- krafttreten der Bezirksverwaltungen und über die Schaffung zentraler Berwaltungs- deputationen zu beraten. Heute nachmittag findet ein« weitereMagistratsfitzung statt, um die in der ge- ylischten Deputation gefaßten Beschlüsse zu Vorlagen zu ge- stalten, welche der Stadtverordnetenversammlung umgehend zugehen sollen. Di« Lebensmittelverteilung der Kinderfchutzkommission der Ar- beiterfchast findet am Montag, den 15. November, von 1 bis 300. am Dienstag, den 10. November, von 800 bis 000, am Mittwoch, den 17. November,»on 000 bis 300 vormittags von 10 bis 2 Uhr in der Stadthaflc im Keller, Eingang Klosterstraße, statt, echNehvirg des Ed»«h<»tel«. Testen, nachmittag Nef bei der Direktion des Edenhotels der von der Staatsanwaltschaft gesandte Beschluß des Gerichts ein. wonach sämtliche Betriebe, sowohl Kiiche als auch Restaurant. EafS und Konditoreibetrieb des Hotels sofort W schließe, feie«. Einzig und allein als Hotel darf das Unter- nehme« geiffnet bleibe«, den Gästen wird jedoch nur eine Be- nußung der Zimmer zugestanden. Der Besuch des Restaurants ist damit»«Mammen unmöglich geworden.— Das vorgehen der Staatsanmaltschift ist ein klarer Beweis dafür, daß das Eden- Kotel ein richtiger Eden-Garten war. in dem Schieber and Wucherer«i« im Paradiese sich abfüttern lassen konnten. Es muß sch»« ordentlich geschoben und gewuchert worden sein, wenn Küche, Ctfi und Konditorei geschlossen werden müssen. . 8nf einen Hausverwalter. Das Haus Tlexan- »rin«,ftt»I« Th mar gestern abend der Schauplatz eines von un° gewonnltcher Mehhert zeugenden Kapitalverbrechens. Dort wurde «2 t Vlortner des Hauses, Rsbert Schulz, ein Mann »«11 ii« I>dren,»on zmei Männern überfallen, gewürgt und durch 5. t tj9 10 Messerstiche in dir Brust, den Rücken, den v>«ter»m und an den Handgelenken so schrecklich zugerichtet, daß jr»«ffnungslosem Zustand« nach dem Urban-Krankenhause ge- bricht«erden mußte. »es Taubstammenparteibunde». Unter diesem Titel geben die organisierten Taubstu beziehe». Unsere Genossen werde» gebeten, ihnen bekannte Taub- stumme auf das Blatt aufmerksam zu machen. GewnbchaNich, Einrichtungen der Gemeinde Reinickendorf. Die gesundheitliche» Einrichtungen der Gemeinde sind in den erste» Monaten ihres Bestehens von der Bevölkerung erfreulicherweise ausgiebig in rlnfpruch genommen worden. Sie werden im Winter- hnlbjapr zu denselben lagwstunden wie bisher geöffnet sein. Die Sprechstunden in de» Säuglings- und Kleinlindersürsorgestellen finden als«»an 12 bis 2 Uhr statt, und zwar im Osten stoppe- sttaße Nsntag, Mittwoch, Freitag, und im Westen(neben der Segenskirche) Dienstag, Donnersiao, Sonnabend. In den gleichen Räume» wird Mittwochs bzw. Donnerotags nachmittags »o» 5 bis 6 Uhr ein« Beratungsstunde für werdenoe Mütter ab- gehalttn.— Die warmen Brausebäder im Gemeindcheim können »on Frauen am Freitag jeder Woche von 7. bis 6 Uhr. von Männern am Sonnabend ebenfalls von 3 bis 6 Uhr benutzt werden. Drr Preis beträgt— trotz der wesentlich gestiegenen Un- fosteK— weiterhin 50 Pf für jede Person. Zur Desinfektion von Kleidung und Wäsche steht ein großer Dampsdesinfektionsosen be- reit,«nmeldungen sind an das Gesundheitsamt, Hauptstr. 46, zu richten. K»nzert der Staatsvper. Das Programm des am Sonntag, den 14. d. M., vormittags 11% Uhr. in der„Reuen Welt", Hajenheide, unter musikalischer Leitung des Herrn Generalmusikdirektor Leo Blech stattfindenden ersten volkstümlichen Konzertes der Kapelle »er Staatsoper lautet wie folgt: 1. Ouverrürr„Rienzi", 2. vor- , w i« f A«t«••m"«.«v M?___-e.___''<<____ /' trt.r. �_ a ä— aj\«s /-v..... I.»»... Hochschule de, 17. Verwaltungsbezirkes in zwei Vorträgen im Sich- tenberger Cecilien-Lyzeum. Rathausstr. 8, behandelt. Der erste B o r t r a g findet am Montag, denl 5. November, abends 8 Uhr statt, der zweite am 13. Dezember 1920. Eine Tolstoifeie, zum zehnjährigen Todestag des Dichters ver- anstaltet der sozialistische Stnoontenbund am Sonntag, den 21. Ro- vember, nachmittags 3 S Uhr im Beethovensaal. Es werden Josef Schapiro, Till« Durieur, Fritz Kortner, Elfe Landshoff mitwirken. Karten bei Bote u. Bock, Werthetm. Skala, vom 16. November ab wird«in Teil des Programms in der Skala erneuert. Die berühmte Radfahrtrupp«„Aurora" ist eingestellt worden. Das Tänzerpaar„Hesse und Seewitz" wird neue Tanze vorführen und Kammersänger„Lußmann" wird neue Gesänge vortragen. Am 15. November spielen„Adalbert und Valetti" zum letzten Male den Sketch„Nachtbetrieb". verichtigung. Zu unserer Notiz„Die Sicherheitspolizei als Streikbrecher" In Nr.<77 teilt uns der Betriebsrat des Ctädt. Fuhramts mit. daß der Wagen mit der Nummer lX2S25 dem städtischen Fuhrpark nicht angehört. voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Sonn» tag. Zeitweise etwas aufklarend, jedoch überwiegend trübe und neblig, ohne erhebliche Niederschläge. Auch am Tage ziemlich kühl, bei mäßigen südwestlichen Winden. Beendigung des Streiks in der Herrenwäsche« brauche Am Donnerstag, den 11. November ISA tagt« ein« Versammlung reicht de» Schiedsspruch nicht, die Arbeitgeber hoben aber zuge- standen, daß die bisher bestehenden Firmen-Tarise. welch« zu bau- ernden Streitialeiten für die Akkordarbeiterschoft Veranlassung gaben, abaeschasft und dafür gruppierte Einheitstarife eingeführt werden sollen. Da dies« Frage schon seit 15 Jahren in unserer Branche erörtert wurde, ohne einen Erfolg zu verzeichnen, empfahl der Branchen- leiter� Kolleg« O. Salewsky, trotz des unbefriedigenden finanziel- len Erfolges auf Grund dieser Errungenschaft die Annahme des .Ä sEmm« Heckmann 50 W, 4,50 M.. 5,50 M. Vor , 3. Ouvertüre (Emmy Heck- Duett ettendorf und spiel zum ««NN- «US der„Wnlküre"' L Akt iEmm, Ernst Krauss. Preise der Plätze: 3..5<...... »erkauf bei Bot» und Bock, den Theaterkassen A. Weitheim und der Kanzertkasse Bading, Neukölln, Bergstr. 43. Lichtenberg. Verlegung des Arbciterdichtungs- >» ch M i t t a a s. Der für Sonntag nachmittag geplante Vortrag über„Arbeiterdichtungen in Wort und Lied" muß »erlegt werden. Das neue Datum dieser Veranstaltung wird noch bekannt gegeben werden. Di« gelösten Karten behalten für die kommende Veranstaltung Gültigkeit.—„W egweisung durch die deutsch« Literatur seit Schillers Tod" heißt das Thema, das Dr. Ausländer auf Veranlassung der Volts- Angebotes. Er wiederholte selbst, daß das finanzielle Angebot nicht befriedigt, aber es der Kollegenschaft freisteht, zu gegebener Zeit die Branchenleitung zu beauftragen, neue Forderungen dem Arbelt- geberverband« zu unterbreiten. In der Diskussion wurde von allen Rednern ausgesprochen, daß sie finanziell nicht befriedigt sind, aber dem Rat ihrer Leitung folgend, den Streik beenden. Di« Abstimmung ergab nur eine knappe Mehrheit für Abbruch des Streiks und somit Annahme des Untervchmeraklüren aus vorrevolutionär« Z«t bekundeten die Buchdruckereibesttzer Gebrüder EU««««» Oranienftraße.~" kommission. den T«ge vorher stattgefundene faßte, nicht darüber abzustimmen, ob gearbeitet wird, sondern de« 9. November durch Ärbeitsruhe zu begehen, sperrte d i« Firma alle Arbeiter und Arbeiterinnen, die diesen Beschluß in die Tat umsetzten, aus. Bestärkt wurde die Firma ru ihren reaktionären Maßnahme» durch die Haltung der K. P. D. und deren An» Hänger, mit Ausnahme derjenigen, die bei den Buchdrucker« organisiert sind. Es war ein Trauerspiel ohnegleichen, zu sehen» wie die Herren Ehemigraphenkommunisten, nach- dem die Firma erklärte, alle, die nicht arbeiten, werden ans« gelpern. am 9. November arbeiteten. Am 10. blieben sie, si wähl ihrer Scham bewußt, dem Betrieb fern, mußten aber a Antrag die Betriebsoersammlung verlassen. Unoerfrorener aber waren die Heizer und Maschinisten,' auch hier hat die K. P. D. die Führung. Ihr Idealismus der Firma gegenüber kannte keine Grenzen, denn sie arbeiteten, trotz« dem das Gesamtpersonal jetzt draußen war. Der �Dank" des Hauses Elsner wird diesen revolutionären Lebchten sicher sein. Aber in den Augen der Arbeiter und Arbeitevinnen werden diese Leute als das bezeichnet werden, als das sie seinerzeit selbst von llnternehmerselte bezeichnet worden find:„AZir brauchen diese Leute, aber Lumpen sind sie doch. Freitag früh wurde die Arbeit wieder geschlpls«8 aufgenommen, und das Ziel, das sich wohl die Ärmen- Inhaber und deren beide Geschäftsführer gesteckt hatten, mrt Hilfe der ergebenen Arbeiter unliebsame Elemente zu entfernen, wurde nicht erreicht, da das übrige Personal geschlossen blieb, trotz« dem ein großer Teil seit einem viertel Jahr verkürzt arbeitet. Achtung. Osrarn. Fabrik„S". Die Arbeit wird am Montag. den 15. November, morgens 7 Uhr ö in vollem Umfang wiedtt, aufgenommen. Der Arbeiterrat: gez. Enigk- Aus den Organisationen ».«pfnbs 7 CSt, tjf«uml«tfa6fnb W 6»iTrt, G 3. SiJtrUt Msntaft, abend, 7 Uhr, Dorstandtsttzung hei Nrllfter. SriminNr.-> t. Tiltrilt. Ltlbungatammtsfion. Sitzung Montag, abend, 7 llhl, bei EnlWfc .»rftentrrchltratze■*"- 1«.»>»,>». I. «e Ecke Barnimsiratze. Sbh" Angebots der Arbeitgeber. Der Streik der Wohnhausportiers Die Gesamtzahl der in den Streik getretenen Wohnhausportiers, Fahrstuhlführer. Hansreiniger beträgt nach den letzten Ermittlun- gen rund 22 000. Im Laufe des gestrigen Tages hat diese Zahl allerdings dadurch eine Verringerung erfahren, daß sich«ine große Anzahhl von Hausbesitzern, namentlich tm Westen, bereit erklärt bat, die Forderungen der Portiers zu erfüllen. In allen d i e f e n F ä l l e n hat die Streikleitung ihre Kollegen 0LN mit ..... 8°« einer Verzögerung der Verhandlungen wäre mit einem S y m» pathie streik der Geschäftshansportiers sowie der Hausmeister und Kontrollpförtner der Fabriken zu rechnen. Ift.'Ihr»a«teer wichtig«« 17. JHttrirt. r-llfitzung l Schal, ota, Lütticher Etc. kkalnr_. Ren»!!,. Zentralaecbaad der Srbeüswvaltbea. Soinltag. de, ktz. R»»«7 b«c,»ocaiütaft, 9 Uhr, Mttglieberorrlammlaag t» Ibealtastilo. WelchstlNr.*■ Sösts-alllkommsn.__.. Rsinickrnborf.Cft. DI«nctaft. 1«. Rooerabsr, fladct Ii*»lllgergarte», Ha»t>I»c�»- dle k>«aeia!v«i5a»mlaaz bei u. E. P. jlatt. Rsssrsnt' i-xnsst» Rabolb. 0a»> Srlchcla-a-llsi»»s»nscreat Loben stehend«* Eenoste*»nb S«iu>lnn*e�>p bringend nZilft, da neben bei Wahl de, Larstanbe» grllnblegeiid«»nb«e»»» satortsche Frage* erledigt werb«* mästen. Betrleteeile.».»eiter,».»«oa.st, Vereinsdalender Sookitag. Ii. Novemb«. all- 9 Uhr, fliöwV im Sportpalast P-i-ban..."e* oll« der Probuttion. Tie cientrale b» Letiie'b--. Arbeiter, nnd AnftesteNtcnröt« dotag« der Unternehmer. Für die Nontroll �rxn'nch,V''L°-tlee.Lerb»nb. M-nt-s. de, 15. Nonembei. abend« Bekanntmachung. M Wilsche MWs in der Seeftraße «eird»af Erond de» Leschlnffeo der GenieinbebehSrben in einen Ueeienhal* u»fte>r>a*b<>l». Für die gärtnertsche Umgritallunft de» Fdiedhofes kommen piaZchst die 7lrme*«J>:eiwnft, sowie die »htelliinfte*«, 7, ft,» sie Ermochsea« und die Sbteiiuna< slir Kb-dee i* Lete»chi. «»trö««»tls Leiassu»« der HL eel«der«eueewerb bee Stelle* f* diese*«bteila**e» können»icht genehiniftt werde*. Alle, neelch» aus die i» de* be-eichnete* Abteilit*fte* belegenen tpröbe: Nnd«ns die boselbst befindliche*!venk*,aoeooooo>ooooooooeeeeooeooa im iärn dia�g.!imnnnWMWWn«WWU | VerkSufe| miMfriaragiiiaeJ
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