Einzelpreis 30 Pfg.• 3. Jahrgang Svnntag, 14. November 1S20 Nummer 482- Morgen-Ausgabe DI«»rfch�nt morgen, nnd nachmittägig Go.iittag»»nl> Montag» nur �eiugiprel» beträgt bei freier Zustellung ins.�auc für Vrn� iSerli» tu,— JK. tm ootous«ahlbar, von btrcpebiiion selbst abgeholl 8,.">0 W. jhllr Pose» egug nehmen sämttiche Poftanftotten Destellungen entgegen. Unter LtretsbanH Ü�.V.'iir Deutschland unb Österreich 16,50 311., für das übrige«uslattb£1,50 3«. tujflgltd) DalutoAusschlag, per Brief für Deutschland uud Österreich Z0,- Zll. «»daleol»», Egpeditinn»nd Verlag: Berlin 9 S> Breite Strafet M. �«np-t-'lltzeil- ob» beten«an« koste« 5.- OL einschkeßllch .5.?' llln, eigen: Des feitgebruchte Wort 2,— M., f-des wertere tinschltestlich Tenerungs,uschloa. Laufende Anzeigen laut Tarif. NN.mn am«eile,«t-llen-evesuchee Wort l.Mi-m., einichlrehlich Teuerung», uientag. Yamilien-Anzeigen und Stellen.Desllch- Z.20 W. uetto pro geile. StellensD esu g>» m Wort-Anzetgen: das fettgedruckte Wort 1,5V M., jede» weitere Wort 1, an» m vi>on»ian|(i0en: oas leugcoruwic i,ov w»—----------» Fnispnchn: Sfitltttm 2030, 2845, 4510, 4003, 4635, 4040. 412t berliner■Organ ber VnobMnßfffm Sbtiaiöemofratie OeatßüTanöd "»'n: Steuern S. 31. Jede cuich nur oberflächliche Betrachtung der deut» fchen Finanzlage gibt den Eindruck einer dcrarligen hoff- nungslofen Zerrüttung, dah der Versuch, auf den Wegen bisheriger Eleuerpolitit zu einem Auswege aus der drohen- den Katastrophe zu gelangen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Als der grohe Posten im Budget des' Finanz- Ministers erscheinen immer noch die Einnahmen aus der Reichseinkommensteuer, deren Aufkommen sich allerdings zurzeit angesichts der durchaus undurchsichtigen Veränderung aller Einkommenszahlen nicht im entferntesten übersehen läßt. Wenn man sich jedoch ein wenig näher mit dieser Frage beschäftigt, dann wird es ohne weiteres klar, daß auch in den bisherigen Voranschlägen der daraus zu erwartenden Einnahmen ein großes Loch klafft. Um die Einziehung dieser außerordentlich hohen und drückenden Einkommensteuer bei den großen Masten der Ar- beiter, Angestellten und Beamten sicherzustellen, ist seinerzeit die berüchtigte Verfügung über den Steuerabzug bei der tiohnauszahlung erlassen worden, die mit geringfügigen Ab- änderungen inzwischen in Wirksamkeit getreten ist. �urch den direkten Steuerabzug wird den arbeitenden Schichten der Bevölkerung ein beträchtlicher Teil des wöchentlichen oder monatlichen Verdienstes in Abzug gebracht und jeder ein- zelne empfindet diese Verkürzung der an sich geringfügigen Einnahmen als eine schwere Belastung seiner Lebenshaltung. Trotzdem ist die Lage aber die, daß mit diesen Abzügen nur em Teil der nach dem bestehenden Reichsgesctze tatsächlich zu entrichtenden Einkommensteuer bezahlt wird und daß über- oll ein mehr oder minder beträchtlicher Rückstand verbleibt, der nach dem Willen des Gesetzgebers zunächst am Ende des laufenden Stouerjahrc», später vierteljährlich entrichtet wer- loll. Wer sich einmal das sehr zweifelhafte Vergnügen gemacht hat, genau auszurechnen, welche Steuersumme er auf Grund dos Reichseinkömmensteuergesetzcs zu bezahlen hat. wird sich darüber im klaren sein, daß es für die Mehrzahl aller Proletarier selbst beim besten Willen ganz unmöglich ist, am Schluste des Fahre? eine derartige Summe zu cnt- richten, wie sie der Steuerfiskus von ihm zu fordern berech- tigt ist. Eine weitere Nachbezahlung wird ferner dadurch eintreten, daß der Steuerabzug erst in Kraft getreten ist. als bereits ein Teil des neuen Steuerjahres verstrichen war, denn es ist auch für diese Monate, in denen der unmittelbare Abzug vom Lohneinkommcn noch nicht vorgenommen wurde, eine spatere Entrichtung in Aussicht genommen und in den Voranschlag miteingerechnct worden. Es ist aber in Wirk- limfßit ttnfrtrf»— w.f ____ uiutoen._ lichkeit einfach undenkbar, daß auch nur ein Bruchteil diefer geschuldeten Beträge vom Steuerfislus später erfaßt werden kann, denn darüber bell-kit ______....... oouer sirpeu, reuen, nicht einmal annähernd soviel zusammenhalten können, daß sie in der Lage sind, sich mit den notwendigsten Lebensmitteln iur einige Wintermonate einzudecken und daß erst recht nicht die bedeutenden Summen der Steuerschuld nachtraglich bezahlt werden können. Man geht deshalb nicht fehl, wenn man für diese uneinbringlichen Rückstände des Eteuerfolls des Reiches von mehreren Milliarden in Rtch- müdem Erlaß der Reichsabgabenordnung und der di- Mgk� ficht Q wie aufgehoben worden ist. bedeutet dieses Minus cur JSlntommcnitcuerauffommcn zugleich eine � Städto fr? ern te Eefabr siir die»haushalte der Lander und Städte ,o- wie aller �ndcrpn ö�fent'lich-rechtlicheii Verbände. Schon den bttniw»vfL_ r... r— den brinäp»�"1?Te nusgcinjioiicii, vun muii in utu«iuoicii kchaftliche« Ä � sozialpolitischen und kulturellen oder wirt- Noklon-l. f. Aufgaben gerecht werden kann und unsere Gc- nollon 71«ufgaoen gereair werocn lann uno untere we- durck. fei r" Gemeindekörperschasten wisten, wie sehr ihnen -uz otcic f,-t«nrirnr.r./sfa �ttnrttufrtnr iedp aiirdauendp nfe�, umo°ii?r7° katastrophale Finanzlage jede aufbauende oder Meinfe 5"de Tätigkeit erschwert wird. In den meisten Ee- MeittX t c-taiigrcit criajireti. wuv. o'1 idc- ber-i«" Iat man sich angesichts der schwierigen Lage sogar Iq�I Kunden, das von der Reichsemkommensteuer freite- find fe �hkommen von 1500 Mark noch zu besteuern und es Wlfc dabe? c>"�,4 auuv Hi-, u___________ � � lchwerw ieopnfe« herausgekommen, die eine weitere �'Ngcn Velastvtzg der proletarischen Massen mit sich ?in*omm05 ,.etricI6ft dort, wo man wenigstens die niedrigen .imo»-.-S-ilT- CTrfefi.,t..„rt nrtrf, sniinlPtPn Si» sickt--«?�" geschont und eine Abstufung nach sozialeren Ee- lu,w b"nkten vorgenommen hat. ist zumeist eine weitere Zah- und �Ä/Ich��g. geschaffen worden, ber nur d>e besitzenden � i v.»—— Jl7_ 5®än»orm�cn enben Bevölkerungsschichten gerecht z» �nkomme»««� Arbeiter einen großen Teil der gesamten l?°"°ten-n Gestalt des Lohnabzuges bereits M °'erbetreife.„fe' � der vorläufigen Veranlagung der !n.�oßeren, ir�-""d selbständigen Personen wenigrien? j. st-��be di- � begonnen worden ist, haben diejenigen d-�Äisedeo Steuern auf Grund des Körperschafts-- ihr vorteil L �"�lellschasten usw.) zu entrichten haben. gsn�t�teucr fe- � von irgend einer Vorausbezablung b aup& teü 3U. �in und sich in Ruhe de- Zins- Morgen j./'—r n in die Millionen gehenden Steuer- chen z»»-"�eucn und mit diesem Eclde ihre Geschäfte nnen. Diese durch nichts gerechtfertigte Bevor- M WM feinen M nrndt Eine wichtige Unterredung Süd und Nord Escherich ist marschbereit— Er kämpst in Die Reichswehr liesert Massen DA. Berlin. 1Z. November. Der Berliner Korrespondent des„Manchester Guardian" stellt der„Denn" eine iilteresiante Unterredung zur Ver- fügung. die er kürzlich mit Dr. Escherich in München gehabt hat. Die Unterredung verlief in Rede und Gegenrede sol- gendermaßen: Dr. Escher ich!„Die Einwohnerwehr ist eine private Or- g a n i s a t i o n, die nur zu den einen Zweck besteht, den Volsche- wismus zu bekämpfen. Jedermann, der willens ist. bei der Auf- rechterhaltung von Gesetz und Ordnung mitzuhelsen, kann Mit- glied werden. Wir sind auch nicht antisemitisch, denn der Antisemitismus ist in hohem Maße eine Angelegenheit der Par- teipolitik. Ich persönlich bin Monarchist, aber wir arbeiten keineswegs daran, die Monarchie wieder herzustelle». Wenn das bayerische Volk nach einem König verlangt, dann kann es ihn auf verfassungsmäßigem Wege erhalten. Ich würde eine mo- narchistische Erhebung ebenso niederschlagen, wie ich eine bolsche- wistische Erhebung unterdrücken würde. Der K a p p- P u t s ch ist Beweis dessen, was ich sage. In ganz Deutschland gab es Un- ruhen und Blutvergießen außer in Bayern, und gerade auf Boyern mochten die Kappisten. ihre stärksten Hofsnungen sür einen Triumph ihrer Sache gesetzt haben. Ich war es, der Bayern von dem Putsch fernhielt. Ich war es, der Bayern rettete und dadurch vielleicht ganz Deutschland. Meine Organisation ist aber nicht reich militärisch lim englischen Text not worein military). Mir erkennen an, daß der Bolchewismus ebenso sehr durch mo- r a l i s ch e Macht, wie durch physisch« Gewalt vernichtet werden muß. Wir suchen daher den Leuten den Begriff der Heiligkeit des Privateigentums, der christlichen Ethik und der Ächtung vor der Obrigkeit einzujchörsrn, alles Dinge, die der Bolschewismus untergräbt." Korrespondent!„Erstreckt sich Ihre Organisation auch über Bayerns Grenze?" E.:„Ja gewiß ,«ir stellen überall Streitkräfte auf. Der Bolschewismus kann nicht lokal bekämpft werden. Er muß über- all, wo er sich zeigt, gleichzeitig niedergeschlagen werden." K.:„Hat Ihre Organisation auch in Oesterreich Fuß ge- faßt?" E.:„Jawohl. Wir hoben auch in Oesterreich unser Werk be- gönnen. Wir brauchen Hilse von jedermann und würden sogar gern mit neutralen Ländern, wie Holland und der Schweiz, zu- sammenerbeiten." K.l„Nehmen wir an. in Norddentschland käme es zu einem kommunistischen Ausitande, würden Sie sich dann für berechtigt halten, einzugreifen?" (£.:„Selbstverständlich würde ich das. Nehmen wir einmal an, in Hannover sei es zu einem kommunistischen Putsch gekom- nien. Ich würde dann unverzüglich mich selbst dorthin begeben. das Kommando übernehmen und den Putsch unterdrücken. Ich verwende große Sorgsalt darauf, verläßliche Leute zu haben. Wir sind keine Utopisten und wissen, was wir zu tun haben. Die Kommunisten werden von Tag zu Tag stärker und treffen un- ermüdlich Vorbereitungen� und Maßnahmen gegen alle Freunde von Gesetz und Ordnung." K.:„Nehmen wir an, der Bolschewismus wäre in Norddeutsch- land siegreich, erlitte aber in Bayern eine Niederlage. Würde Bayern sich in diesem Falle vom Reiche trennen?" E.:„Würde der„Rote Terror" in Norddcutschland zu wüten beginnen, so wäre es die Pflicht der Bayern, ihren norddeutschen Brüdern zu helfen. Die Gefahr radikaler Putsch« in Nolddculsch- land ist eins jener Dinge, die die Einwohnerwehr zu einer Not- wendigkeit machen." K.:„Bestehen irgendwelche Pläne für ein« evtl. Zusammen- arbeit zwischen der Orgesch und den ungarischen Anti- b o l s ch e w i st e n?" E.i„Derartige Pläne existieren nicht. Jedoch würden wir bei der Bekämpfung der bolschewistischen Gefahr die Zusammenarbeit aller antibolschewistjlchen Elemente in Deutschland, Oesterreich und Ungarn willkommen heißen." K.:„Wie bringen Sie die Existenz der»Orgesch mit den Eni- w a f s n u n g s b e st i m m u n g e n des Cpaa-Abkommens in Ein- klang?" E.:„Die Orgesch ist gehalten, sich diesen Klauseln zu unter- werfen. Insofern verschiedene Kontingente der Orgesch noch Waffen haben, wie es in Bayern der Fall ist, werden dies« Waffenbcständo dem zuständigen Staatskommissar angezeigt." «-"®n die Orgesch nur den Zwecken der Bolschewistenbe- kampfung dienen will, ist nicht anzunehmen, daß Frankreich auf ihrer Entwaffnung nicht weiter bestehen wird?" (£.:„Bis jetzt ist es unmöglich gewesen, zu sagen, ob Frank- reich im Hinblick aus die furchtbare bolschewistische Gefahr Einsicht genug besitzt, uns besondere Konzessionen in der Eni- wafsnungsfrage zu machen." K.:„Wäre die Orgesch evtl. bereit, mit Zustimmung der En- tente den Bolschewismus auch jenseits der deutschen Ostgrenze zu bekämpfen?" E.:„Da die Orgesch aus Grund der Entwaffnungsbestimmungen von Spaa keine Waffen führen darf, ist es ihr auch nicht mögllch, jenseits der deutschen Ostgrenze den Bolschewismus zu bekämpfen. Die Gefahr des Hereindringens dos Bolschewismus von außen kann nur durch geistig« Mittel, Aufklärung usw. hintangehalten werden." Im Anschluß an diese? Interview sandte der Berliner Vertreter des �.Manchester Guardian" seinem Blatte noch eine längere Darstellung, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Orgcsch und Reichswehr beschäftigt und in der er wörtlich aussübrt: „Wie ich vor einigen Tagen aus München drahtete, gab Dr. Elcherich, das Oberhaupt der Orgesch. ganz offen zu, daß Ver- bände feiner Organisation überall in Deutschland beständen und daß er sich sogleich nach jeder beliebigen Gegend Deutschlands be- geben würde, wo eine radikale Erhebung ihre Niederschlagung er- forderlich machte. Er sagte mir auch, daß er keine Abteilung der bayerischen Einwohnerwehr mit sich nehmen, sondern ganz einfach das Komemndo über die lokalen Orgefch-Eruppen übernehme« würde, die ihre Waffen oou der Reichswehr erhallen würden. Ja jedem Falle würde es möglich fein, Waffen von Bayern nach an- deren Teilen Deutschlands zu»erbringen." Escherich schiebt den Kampf gegen den Bolchewismus des- halb in den Vordergrund, um der Orgesch den Schein einer ldaseinsberechtigung zu geben. Aus diesen Gründen heuchelt er auch, in die Orgesch ivürden alle Bevölkerungskreisc auf- genommen. Tatsache ist aber, daß sich in der Orgcsch alle jene Elemente gesammelt haben, die beim Kapp-Putsch als Sto�truppderVcrbrecherumLüttwitz dienten. Sozialistischen Arbeitern wird der Zutritt verwehrt� sie könn- ten sich unter dem monarchistischen Gelichter ohnehin nicht helfen. Verfehlt ist es. wenn Escherich auf die Rolle Bayerns im Kapp-Putsch hinweist. Denn es steht fest, daß die ver- i fassuiiasmäßigc Regierung in Bayern durch Einwohnerwehr und Reichswehr gestürzt wurde. Wenn dieser verkappte Staatsstreich kein Blutvergießen zur Folge hatte, so geschah dies nur deshalb, weil die Regierung einen Widerstand nicht organisieren konnte, da die gesamte bewaffnete Äkacht auf Seite der bayerischen Monarchisten stand. In Preußen soll nunmehr nach dem gleichen Schema vor- fahren werden. Wie vordem Einwohnerwehr und Zeitfrei- willige sich sammelten unter der Aiaske, die Republik zu schützen, und wie sie gemeinsam mit der Reichswehr und den Freikorps am 10. März den Schlag gegen die Republik führten, weil sie sich stark genug glaubten, so wird auch die! Orgesch nur solange auf dem Boden der Verfassung stehen. als sie noch nicht stark genug ist. Hat sie die erforderliche Stärke erst erreicht, verkörpert sie erst wie in Bayern am 13. März eine Macht, gegen die die Regierung nichts aus- richten kann, dann wird sie ihren Streich todsicher führen. Und nur deshalb rüstet sie. I h r E n d z w e ck i st d i e, Monarchie. zugung der Großunternehmen, die zu der�inanznot in vielen Industriebezirken sehr erheblich beiträgt, muß schleunigst be- seitigt und dafür Sorge getragen werden, daß eine cnt. werden" kann sofort von ihnen in Anspruch genommen Jede Steuer, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen ausgeschrieben wird, trifft in erster Linie dlrekt oder indirekt die proletarischen Massen, denn das Groß» und Kletnunter- nehmertum ist in fast allen Jndnstrien und Gewerben bei der unzureichenden Eütererzeuaung in der Lage, feine Lasten auk den Konsumenten abzuwälzen. Je mehr Steuern vom Pro- letariat in den verschiedensten Formen getragen werden I müssen, desto tiefer sinkt seine Lebenshaltung und feine Kaufkraft, desto umfangreicher wird die Stagnation und Zer- rüttung innerhalb der gesamten Wirtschaft. Der Verelen- dungsprozeß, wir in den vorhergehenden Jahren bereits erlebt haben, hat im Laufe der Sommermonate eine furcht- bare weitere Entwicklung genommen und es ist unbedingt damit zu rechnen, daß er in den nahenden Wintermvnaten � noch schrecklichere Formen annehmen wird. Unter diesen Um- ständen müssen wir alle Energien der Arbeiterschaft zusammenfassen, um eine baldige Gesundung unserer Wiriichait Herbeizuführen, die nicht— wie die kapitalistischen Macht» Haber es offen oder verhüllt erstreben— ans Kosten des Proletariats erfolgen darf. Wir haben an dieser Stelle be- reits wiederholt darauf hingewiesen, dah alle Projekte, die llch. in den ausgegangenen Bahnen der bisherigen Steuer- Politik bewegen, von vornherein unzulänglich sein müssen und zudem den Widerstand der werktätigen Bevölkerung als des standigen Objektes dieser Politik finden werden. Nur auf dem Wege einer großzügigen Vermögensabgabe, die dem Reiche, den Ländern und Gemeinden reale Werte in großem Umfange zuführt, kann eine tatsächliche sinnvolle Sanierung vorgenommen werden. Eine derartige Vermögens- abgäbe wurde nur im Zusammenhange mit einer umfassen- den Soz.alisrerungsaktion durchführbar sein-und sie allein wurde außer der wirt chastl.chen Erholung auch die Möglich- V.�"Ngen, die ethischen und die produktiven Kräfte der nrbe'tenden Massen in den Dienst des dringend notwendigen £1* sJ«P steilen. Die Erfahrungen der �fchluß des Waffenstillstandes haben, den sehenden Menschen?n Deutschland bewiesen, daß die bisheri- SfIL sS �pitalistischen Gesellschaft unfähig sind, an nrw!£ln0£n?rl« Aufgabe heranzutreten, ohne Millionen arbeitender Volksgenossen dem Elend, Krankheiten und Tod preiszugeben. Die Aufgabe der sozialistisch ge- schulten Massen des deutschen Proletariats ist es deshalb, in entschlossenem, unermüdlichen Kampf die Grundlagen für diese notwendige Wandlung zu schaffen. Die Arbeitsgemeinschaften Erkaltende Liebe? Auf der S. Tagung des Ausschusses des A.D. G.V. wurde unter anderem auch über die Stellung zu den Arbeits- gemeinschaften verhandelt. Nach Schluß einer sehr langen und gründlichen Aussprache wurde ein A n t r a g d e r S ch u h m a ch e r. der den A u s t r i t t der Gewerkschaften aus den Arbeitsgemeinschaften forderte, mit 24 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Angenommen wurde folgende Entschließung Tarnow(Holzarbeiter): „Die Gewerkschaften sind der Arbeitsgemeinschaft beigetreten, um die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter an der Führung der Wirtschaft zu beteiligen. In diesem Sinne ist die Arbeits- gemeinschaft ein brauchbares Mittel im Kamps um die Trobe- cllng der wirtschaftlj�en Macht und der Sozialisierung der Wirt- schast. Ihre Bedeutung ist jedoch zeitlich begrenzt und wird erlöschen, wenn mit der fortschreitenden Organisation der Eemeinwirtschaft andere, verfassungsrechtliche und gesetzlich fundierte Organe geschaffen werden, in denen die Arbeiterschaft an der Leitung der Wirtschaft beteiligt wird. Der Bundesausschuß hält zur Zeit die Arbeitsgemeinschaft noch nicht für überflüssig, glaubt aber, daß diese Frage erneut geprüft werden muß, wenn die Organisation der Bezirkswirt« schastsräte durchgeführt worden ist." Uns wird es ewig rätselhaft bleiben, wie angesichts der Er- fahrung mit der Stinnes-Sozialisierung Funktionäre der Arbeiter- bewegung erklären können, sie halten die auf Parität beruhenden Arbeitsgemeinschaften für ein„brauchbares Mittel im Kampf um die Eroberung der wirtschaftlichen Macht". Und wir sind sicher, daß die Arbeiterschaft unser Erstaunen teilt. Dennoch werden wir den Eindruck nicht los, daß der Vundesausschuß in dieser Resolution eine Rückzugslinie sucht. Die Liebe scheint ein wenig zu er- kalten und man findet nur noch nicht den Mut. den begangenen Irrtum offen zuzugeben, was wir allerdings für würdiger halten würden. Im Interesse der Arbeiterbewegung kann das UNzwev deutige Abrücken von den Arbeitsgemeinschaften nicht früh ge- n u g erfolgen. Die Abgeblitzten Gegen die einstweilige Versügung, die das Amtsgericht Berlin- Mitte auf Antrag der Testamentsvollstrecker unseres verstorbenen Parteivorsitzenden Hugo Haase erlassen hatte, wurde vom neu- kommunistischen Parteivorstand beim Landgericht I Wider- spruch erhoben. Beim Beginn der Berhandlunaen am Sonn- abend erklärten die Genossen, Rechtsanwälte N ose n selb und B o e n h e i m als Vertreter unseres Parteivorstandes, daß die einstweilige Verfügung inzwischen gegenstandslos geworden fei. Die früher vom Parteivorstand benutzten Räume am Schiff- bauerdamm feien aufgegeben, da der Parteioorstand inzwischen tn die Breite Straße üoergestedelt sei. Sie beantragten, nur noch wegen der Kosten zu entscheiden und die Kosten den Daum ig und Genossen aufzuerlegen. Das Zentralkomitee der Reukommu- nisten hatte seinerseits durch Rechtsanwalt Dr. Herzseld Widerklage erhoben und beantragt, dura, einstweilige Verfügung an- zuordnen, daß Crispien, Ledebour. Rostnfeld. Brühl, Dlttmann. Künstler, Frau Remth. Schneidet, Frau Matbttde Wurm und Frau Luise Zietz. unserem Zentralkomitee also, die Denutzung der Rauine an Schissbaucrdamm und die Verfugung über das dort befindliche Mobiliar verboten würde. Die Genossen Rosenfcld und Boen- heim wiesen mit Recht darauf hin, da», diese Widerklage schon juristisch ein völliges Unding sei. Eine Widerklage könne natur- lich nur gegen den erhoben werden, der geklagt hatte. Geklagt hatten aber Haasts Testamentsvollstrecker. Es ist absurd, wenn das Gericht gegen die, die im Rechtsstreit g a r tli ch t verwickelt und zum Prozeß gar nicht geladen sind, ein« Ver- fügung treffen soll. Trotzdem auch das Gericht die Gegenpartei auf die Widersinnigkeit des Antrages aufmerksam machte, wurde der Antrag n i ch t zurückgezogen. Genosse Rostnfeld wies dann an der Hand unsere« Parteistatutes in überzeugender Weise darauf hin, daß die Wahl des Neulommu- nisttschen Parteivorstandes �gegen das Statut verstoßen habe und daher überhaupt ungültig sei. Nach dem Statut kann der Parteivorstand nur durch Stimmzettel gewählt werden. Die Wahl ist in dieser Weist nicht erfolgt. Die Ausführungen des Genossen Rostnfeld riefen anscheinend auf der Gegenseite starke Verwirrung hervor. Vergeblich ver- suchte Rechtsanwalt Herzfeld als Vertreter der Antragsgegner naebzuweistn, daß die Wahl doch endgültig erfolgt fei. Er gebe zu, daß zwar nach dem Statut der Parteioorstand durch Stimm- zcttel gewählt werden müsse, meinte aber, daß das Statut ohne weiteres auf dem Parteitag geändert werden könne und daß eine solche Aenderung auf dem Hallenser Parteitag eben still- schweigend vorgenommen sei. Er behauptete ferner. daß die Widerklage auch ge�en Erispien, Ledebour usw. gerichtet werden könne. Demgegenüber wiesen unsere Genossen darauf hin. daß der Parteitag zwar eine Statutenänderung vornehmen könne, daß aber in diesem«yall fünf Tage vorher die geplante Etatutenänderung öffentlich hätte bekanntgemacht werden müssen. Die Verhandlung zog ssch bis in die fünfte Abendstunde hin. Das Urteil wird erst Montag bekannt werdem Keine Ablieferung der Diefelmotore Die Botschafterkonferenz hat dem Vorsitzenden der Deutschen Friedensdelegation in Paris eine Rote vom 10. November über« mittelt, in der die Geneigtheit erklärt wird, die Maschinen bis auf weiteres zur Verfügung der deutschen Regierung zu lassen, vor- ausgesetzt, daß sie nur zu Handels- oder gewerblichen Zwecken ver- wendet werden. Diese Entscheidung wird an die Bedingung ge- knüpft, daß die deutsche Regierung bis zum 81. März 1S21 den Standort aller Unterseeboots-Diestlmotoren mitteilt und in der Zwischenzeit der Entente die Kontrolle über die industriell« Ler- Wendung dieser Motoren in jeder Weis« erleichtert. Der Strang für das Koalitionsrecht Das Arbeitszwangsgesetz PeKeimtms des Wirtschafts Ministers Am Sonnabend hielt anläßlich der Beratung des Etats des Wirtschaftsministeriums im Hausbaltsausickun des von _________________________ und die Aussichten der deutschen Wirtschaft. Erst auf eine Anfrage des Genossen Hertz, ob das Schweigen des Ministers über den in seinem Ministerium gehegten Plan der Einführung einer Arbeitsdienstpflicht das Ende dieser unsinnigen Idee bedeute, erwiderte der Minister, daß er im Gegenteil entschieden an dieser Absicht festhalte. Wenn er in seinen einleitenden Ausführungen darauf nicht eingegangen fei, jo deshalb, weil dieser Plan das Kabinett noch nicht beschäftigt habe. Er selbst aber sei der Meinung, daß die Arbeitsdienst- Pflicht dringend notwendig sei, um dem deutschen Volle bei- zubringen, oaß„die Arbeit eine sittliche Pflicht wäre." Auch müsse sie Ersatz für die früher bestandene Er- Ziehung durch das Heer sein. Wenn Herr Dr. Scholz die Absicht gehabt hat, der Oeffent- lichkeit zu zeigen, wie wenig er— der so gepriesene„Fach- minister"— die Voraussetzungen für das von ihm über- nommene Amt erfüllt, so hat er dieses Ziel vollkommen er- reicht. Es ist wirklich ein unglaubliches Stück in einem Augenblick, in dem in Deutschland neben einer Million Ar- beitsloser, zwei Millionen Menschen, die mit wesentlich ver- kürzter Arbeitszeit arbeiten, vorhanden sind, und für die die kapitalistische Gesellschaftsordnung völlig unfähig ist, Arbeit zu beschaffen, eine Arbeitspflicht gesetzlich einführen zu wollen. Unter diesen Umständen, die eine völlige Urteils- los ig ke it gegenüber den wirklichen Ursachen der Krise, dem Anwachsen der Arbeitslosigkeit und der ständigen Zu- nähme des Elends von Millionen arbeitsamer Menscheil verraten, ist es kein Wunder, daß zur Milderung der Arbeitslosigkeit und zur Milderung des Elends der Massen bisher svgutwiegarnichtsgeschehen ist. Gegen eine solche Scharlatanerie, auf die der Minister noch stolz zu sein scheint, wird die Arbeiterschaft deshalb von vorn- herein mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln an- kämpfen. Siedenktnichtdaran.fichzumObjekt irgendwelcher unsinniger Ideen machen zu lassen. Sie weist es entschieden zurück, daß ihr die Er- kennlnis beigebracht werden müßte, daß Arbeit eine sittliche Pflicht ist. Diese Ermahnungen sind ihr gegenüber absolut nicht am Platz. Sie müssen an diejenigen Kreise gerichtet werden, die nicht durch Arbeit, sondern durch Auswucherung des Volkes und durch Ausbeutung der Arbeitskraft anderer ein glänzendes Dasein führen. Diese Kreise aber werden durch die Arbeitsdienstpflicht künftig so wenig berührt werden, wie im Kriege durch das Hilfsdienstgesetz. Wir»KZllen deshalb keine Zweifel daran lassen, daß dieser Plan der Arbeitsdienstpflicht eine scharfe Kampfan- sageandieArbeiterschaftbedeutet. Mag auch noch so oft versichert werden, daß es nicht die Absicht ist, eine neue Aera der Zwangsarbeit herbeizuführen. Die Wir- kung eines solchen Gesetzes kann, abgesehen von allem an- deren, aar keine andere sein, als die der Fesselung der Ar- beiterschaft. Nach dieser ersten authentischen Erklärung des Ministers, die alle Zweifel über die Absichten zerstreut, müssen deshalb die Spitzenorganisationen der Eewerkschaftön ungesäumt eine Aktion der Arbeitermassen gegen die ge- plante Einführung des Arbeitszwanges einleiten. Die Technische Mothllfe Die Deutschnational« Reichstagsfraktisn hat den Streit in den Berliner Elektrizitätswerken zum Anlaß genommen, um einen Vorstoß gegen da» Koalitionsrecht zu unternehmen. Sie hat eine Interpellation eingebracht, in der sie bemerkt, daß die Staatsautorität durch diesen verletzt worden sei. Die Deutsch- nationale Reichstagssraktion fragt: „Ist die Reichsregierung bereit, die Technisch« Rot- Hilfe, falls dies erforderlich fein sollte, zweckentsprechend zu ergänzen und auszugestalten, insbesondere aber die zu tref- senden Vorkehrungen dahin auszudehnen, daß nicht nur die Versorgung der sogenannten lebenswichtigen Be- triebe, sondern auch der gesamten Bevölkerung mit Elektrizi- tat. Gas und Wasser sichergestellt wird? Ist die Reichsregierung ferner bereit, zur dauernden Er- reichung dieser Zwecke einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die am 10. d. Mts. zum Schutze gegen wilde Streiks und wilde Aussperrungen in lebenswichtigen Betrieben erlassene Bernd- »ung de» Reichspräsidenten ersetzt und ergänzt und diesen Schutz der lebenswichtigen Betriebe auf den öffentlichen Berkehr und die Landwirtschaft««»dehnt?" Es ist zu erwarten, daß die gegenwärtige Regierung diesem Drängen der Reaktion nach Ausnahmegesetze»gegen die Koalitionsfreiheit kaum einen ernsthaften Widerstand ent- gegensetzen wird. Wir nehmen sogar an, daß der Regierung dieses Drängen garnicht unsympathisch ist, denn es überhebt sie der Not- wendigkeit, von sich aus gegen die Arbeiterklasse vorzugehen, wo- zu auch sie längst eine Gelegenheit erwartet hat. Der Elektrizi- tätsstreik hat die Reaktion mobil gemacht. Bourgeoisie und Staatsgewalt werden nicht versöumen, das Elsen zu schmieden, so- lange es warm ist. Die Arbeiterschaft wird sich zur Abwehr bereit halten müssen. Der Forderung der Deutschnationalen, die Technische Rot- h i l f e zu ergänzen und auszugestalten, ist die Regierung übrigens bereits zuvorgekommen. Im Loranschlag für den Etat werden au- gefordert für sortdauernde Ausgaben für dies« Schutzgarde des Kapitals 15 Millionen Mark und für einmalg« Ausgaben 25 Millionen Mark. Es wird dazu bemerkt, daß die tatsächliche Ausgabe erheblich von dem Umfang der Notwendigkeit zum Einsatz ab- hängig sein werde. Die Technische Nothilfe umfaßt nach den An- gaben des Etats zurzeit eine Mitgliederzahl von 120 000 Köpfen, darunter 5500 Frauen. Als Exempel für die Beteiligung der einzelnen Berufsstände an der„praktischen Rotstands- arbeit" wird die Betätigung der Technischen Nothilfe während der K a p p t a g e benutzt. Danach waren im Landesbezirk Berlin als Nothelfer eingesetzt 20 Prozent Arbeiter, ebensoviel Ingenieure und Techniker, 25 Prozent Stichenten. 20 Prozent reifere Schüler, 2 Prozent Berufs- und Arbeitslose, 2 Prozent Beamte. 4 Prozent Lehrlinge. 2 Prozent Maschinisten und Monteure, 1 Prozent ehe- malige Offiziere, v.b Prozent Sanitätspersonal und ebensoviel Lehrer, 8 Prozent Frauen und Mädchen. Dt« Erläuterungen zum Etat erwarten,„baß die besonnen« und belesenste Arbeiterschaft von der Notwendigkeit der ganzen Einrichtung durchdrungen ist und ihr voll« Sympathie entgegenbringt.". Wir können den Berfasser« dieser Lächerlichkeit erklären, daß die Arbeiterschaft nur von der Notwendigkeit dee sofortige« Besetti- gung dieser dem Polizeiminister unterstehenden Schutztruppe de« Kapitals durchdrungen ist. Die Anforderung von 40 Millionen für die Stabilisierung dieser Einrichtung ist ein Skandal und eine Herausforderung an die Arbeiterschaft in einer Zeit, wo bei not- wendigen Forderungen für kulturelle Zwecke das Sparsam- keitsgejammer die einzige Antwort ist. Wir verlangen die Streichung dieses Etatspostens. Es darf nicht fein, daß aus den Steuermittcln, zu denen die Arbeiterklasse in höherem SJtaße als irgend eine andere Eeselsschaftsschicht beiträgt, Beträge gegen dieArbeiterschaft verwandt werden. Die Schlichtungsordnung kommt! Das Verlangen der Bourgeoisie nach der Schlichtungsordnung Ist wieder brennend geworden. Daß das Drängen der Gegner der Arbeiterklasse nach diesem Gesetz unmittelbar im Anschluß an den Elektrizitätsstreik einsetzt, beleuchtet hell den Zweck, den das Unternehmertum und seine Presse mit diesem Gesetz verbindet: es soll der Strang für das Koalitionsrecht werden. Der Ruf nach der Schlichtungsordnung ertönt täglich aus der bürgerlichen Presse und der Herr Reichsarbeitsminister säumt nicht länger, sondern läßt eine tröstliche Erklärung los, in der er mitteilt. daß der endgültige Entwurf für eine Schlichtungsordnung zurzeit ausgearbeitet werde. Nach der Fertigstellüng wird der Entwurf zunächst dem vorläufigen Reichswirtschaftsrat, alsdann dem Reichsrat und schließlich dem Reichstag zugehen. Die Einbringung des Gesetzes im Reichstag verkündet der Reichsarbeitsminister für den Anfang des nächsten Jahres. Die bürgerliche Presse reagiert auf diese Bertröswng des Ar« beitsministeriums etwas sauer. Sie hat Eile. Das„Berliner Tageblatt" meint, daß man nach so unendlich gründlicher Vor- bereitung die größte Beschleunigung verlangen könne. Di« De- mokratische Fraktion des Reichstages, schreibt das Blatt, ist jeden« falls nicht gewillt, eine irgendwie geartete Verzögerung zu dulden. Sie werde mit allen parlamentarischen Mitteln auf die beschleunigt« Erledigung des dringend notwendi- gen Gesetzes drängen. Roch deutlicher wird die„Vossische Zei- tung". Sie höhnt darüber, daß sich die Schlichtungsordnung immer noch in Vorbereitung befinde, und behandelt die Erklärung des Arbeitsministers sehr boshaft, indem sie schreibt: die Erklärung, die Einbringung des Gesetzes sei Anfang nächsten Jahres zu er- warten, sei schon im vorigen Jahre abgegeben worden. Auch sie kann die Zeit nicht erwarten. Auch die Interpellation der Deuck� nationalen kennzeichnet die Aufgabe, die die Reaktion dem Gestz zuweist.„.... ,, Die.Possische Zeitung" hebt aus der Erklärung des Arbeits- Ministers die Mitteilung hervor, daß der Entwurf kein„Poltzei- oder Zwangsgesetz" werden solle. E» werde bestimmt s-in.„auf der Grundlage des freien Selbstbestimmungsrechts der Parteien eine gütliche Einigung in Arbeitsstreitigkeiten in einer für beide Teile versöhnlichen Weise herbeizuführen". Dieses werde oberster Gesichtspunkt fein bei der Ausarbeitung des Entwurfes. Soll man aus dem Hervorheben dieser Interpretation des Ge- fetzes durch die.Possisch« Zeitung" schließen, daß ihr dieses ei« wenig gemildert erscheinende Verfahren nicht behagt? Ob übrigens wirklich eine Milderung vorliegt, wird noch ab- zuwarten seiii. Interessant Ist aber, daß das Reichset rbeits- Ministerium die Schlichtungsordnung mit der aus Anlaß d'S Elektrizitätsstreiks erlassenen Verordnung des Reichs- Präsidenten vom 10. November 1020 in Vergleich zieht. Das Ministerium macht die Bemerkung, daß in der rechts- wie in der linkspolitischen Presse Notizen erschienen seien, die jene Verord- nung mit dem Inhalt der Schlichtungsordnung vergliche« hätten, und zwar in einer Weis«, die geeignet sei, über den In- halt des Entwurfes zur Schlichtungsordnung Irrtümer zu erregen. Auch die Deutschnationalen bringen in ihrer Jnierpella- tlon ihre Zustimmung zur Verordnung und ihr Verlangen nach einem gleichgerichteten Gesetz zum Ausdruck. Der Arbeits- minister macht dazu die Bemerkung, daß die Schlichtungsordnung kein Polizei- oder Zwangsgesetz sein werde, was wohl heißen soll, daß man sie nicht vergleichen könne mit der Verordnung des Reichspräsidenten gegen den Elektrizitätsstreik. Soll das f>t> deuten, daß auch das Reichsarbeitsministerium diese Verordnung für eine Polizeiaktion hält? Dann erwarten wir, daß da» Ministerium schleunigst für die Aushebung dieser Verordnung sorgt, die immer noch al» ein Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter in lebenswichtigen Betrieben besteht und die Koalitionsfreiheit dieser Arbeiter bedroht. Dieser Zustand ist unerträglich und es ist gut, daß die Interpellation der Deutschnationalen Gelegenheit zur gründlichen Erörterung dieser Ding« geben wird. Militarismus und Wohnungsnot Folgende Anfrage ist voo den Geuosse» Löwenstein und Künstler im Reichstage eiv gebracht worden: Do» Dorf Zehrensdori bei Zossen, das 1010 von der HeereSver- waitnng aufgekauft wurde, enthält 87 größtenteils guterhalten« unter- kellerte Häuser, in denen Wohnungen für 1—0 Familie« enthalte« sind. Zu fast jedem Hause g« hören Stallungeu und Scheune. Außerdem befinden sich in diesem Dorfe einige weniger gut erhal- tene Gebäude und Baracke«. Zurzeit jvird da» Dorf von 7 Unter- osfiziersfiunilicu bewohnt. Die übrigen Häuser stehen leer und stehe« in Gefahr»u verwahrlosen. Zu dem Dorfe gehört ein Terrain von schätzungsweise 0000 Morge«- da» früher als Uebungöplatz für größere HeereSverbänd« vel' wendet wurde. t DaS Terrain, das heute brach liegt, ist nach sachverständiger AnsiV für Kartossel- und Gemüsebau nutzbar zu machen. Was gebeult bte Reickisregiernug zu tun. um diesen unrationelle« Zustand schleunigst zu beieiitgen? Ist sie bereit, Dorf und Terram für SiedlungSzwecke zur Verfügung«u stelle«? Erhöhung des Straßenbahntqxifes Der Magistrat, der am Sonnabend nachmittag zu einer Sitzu«� zusammengetreten war, beschloh vorbehaltlich der Zustimmung � Stadtverordnetenversammlung, die Erhöhung des St*«' ßenbahntarifs von 70 auf 80 Pfennige und der Acht� Karten von 5 Mark auf 6 Mark mit Wirkung vom 10. Nov. Ferner verabschiedete er nach längerer Beratung dl« Vorlag� über die Uebergangs-Deputation, die zentralen Verwaltung� deputationen und über das Orts-Staiut betreffend dus S t i i« recht der Magistratsräte und Magistratsbauro' Die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung wird al» bald beantragt werden. Der beschloß tag die. soll, auf 45000 Die Großindustrie und die Ausfuhrabgaben Unwahre Verdächtigungen gegen de« Staats« sekretär Hirsch Seit Monaten entfalten Großindustrie und Handel eine wütende Hetze gegen die Ausfuhrabgaben, durch die ihre riesigen und jetzt wieder in raschem Steigen begriffenen Gewinne aus der Ausfuhr um ein ganz winziges gekürzt werden. Zhr vor kurzem unternommener Vorstoß im volkswirtschaftlichen Ausschuß für die völlige Beseitigung der Ausfuhrabgabe mißlang, sie er- reichten nur eine teilweise Milderung. Was sie damals auf grade» Wegen nicht durchzusetzen vermochten, suchen sie nun unter Aus- Nutzung ihres Einflusses auf die Regierung von hinten herum doch noch zu verwirklichen. Welcher Mittel sie sich dabei bedienen, zeigte die S'tzung des Haushaltsausschusses des Reichstages vom Sonnabend, in der die Beratung des Etats des Wirtschaftsministeriums begonnen wurde. In dieser Sitzung richtete der deutschnationale Großindustrielle van den K e r k h o s, einer der rücksichtslosesten Bekämpfer der Aussuhr- abgäbe heftige Angriffe gegen das Wirtschaftsministerium, elrt und Form seines Angriffs ließen auch demjenigen, der die Rolle Kerkhofs bis dahin nicht kannte, keinen Zweifel darüber, daß lhn bei seinen Angriffen der wütendste Haß eines in seinem Wollen und vor allem in seinen Interessen behinderten Herrenmenschen leitete. Er beschuldigte das Wirtschaftsministerium. daß seine Politik von unerfahrenen jungen Leuten gemacht werde und stellte dann, ohne auch nur den Versuch für einen Beweis zu unternehmen, die ehrabschneiderische Behauptung auf, daß im Wirtjchaftsmini- sterium Korruption der Gesinnung herrsche. Sofort nach Kerlhof erhob sich der Wirtschaftsminister Scholz, um gegen diese allgemeine Verdächtigung der Beamten Einspruch zu erheben und den Abgeordneten van Kerkhof aufzufordern. Be- weise für seine Behauptung beizubringen. Diesermachteaber garkeineAnstaltendazu. Es bedurfte erst eines gefchäfts- ordnungsmäßigen Antrags des Abgeordneten Hoch, um am Schluß der Sitzung eine sehr heftige Erörterung darüber herbeizuführen. Bevor aber noch dem Abgeordneten Kerkhof. der in sicht- licher Verlegenheit da saß, das Wort erteilt werden konnte, ver- suchte sein Parteifreund S ch u l z- Bromberg die Erörterung zu verhindern. Im Tone des wohlmeinenden Biedermannes stellte er den Antrag, die Erörterung im Ausschuß zu Unterlasten, Kerkhof könne sich ja mit dem Minister persönlich in Verbindung setzen. Diese Abficht scheiterte aber an dem Protest der Rechtssozialisten und der Unabhängigen, die mit Entschiedenheit verlangten, daß -der Vorwurf, der öffentlich erhoben worden sei, auch öffentlich begründet bzw. zurückgenommen werde. Run mußte Kerlhof Farbe bekennen Er habe seine Bemerkungen auf persönliche Erfahrungen gestützt, habe aber auch sonst umfang- reiches Material. Eine leitende Persönlichkeit im Ministerium habe ihm besondere Vorteile versprochen. Diese nichts- sagenden Bemerkungen verstärkten den Eindruck so sehr, daß Kerl- . Hof eine durch nichts zu stützende allgemeine Verleum- d u n g ausgesprochen habe, daß auch der Abgeordnete P a ch n i ck e «klärte, Kerkhofs jetzig« Aeuherungen hätten gezeigt, daß er kein jRocht zu der allgemein verdächtigenden Behauptung gehabt habe. Aber noch immer versuchte Kerkhof auszuweichen. Erst gezwungen durchs den Druck der Sozialdemokraten, nannte er den Staats- lelretar Hirsch als denjenigen, der ihm die persönlichen Vorteils angeboten habe, und zwar Milderung der Ausfuhrabgabe für die Uli.. � hergestellten Erzeugniste. Staatssekretär Hirsch bestritt 'cy1®«schieben, irgendein derartiges Angebot gemacht zu Äet�0f habe mit scharfem Druck ans ihn und van ein-- � Nusfuhrabgabe vollständig verschwinde UUd van einer verdächtigenden Bemerkung, wie Kerkhof sie heute direktor von B.. t bi< gewesen. Ministerial- SÄ,« tareul mlb,'« S0"'"'" P",'?' iu«rtäto, uns««tiBof diesen Darlegungen konnte kein Zweifel mehr iS ÄenW�Le! � bei dem Vorstoß von Kerkhof gegen wl glicht der Beseitigung eines wegen seiner Politik d-r» b�oflthungrigen Großindustriellen unbeguemen Gegners han- Berkhof nicht den leisesten V-rsuch gemacht hatte. Li,* v. L® e.,n,e.1 n e Verdächtigung zu beweisen und trotzdem ihm fiM*" xtff*ct Beweisführung bei den Anschuldigungen gegen Hirsch völlig mißglückt war. beschloß der Ausschuß die Weiter- beratung auf Montag zu vertagen, damit Kerkbof inzwischen zu- & MbCfT Wirtschaft-minister Scholz die Ang°l-g-nh-it aus der Welt schaffen könne. Von Intereste für die Oefsentlichkeit dvrfte auch dt- Tatfache fein, daß sowohl der LuiSSl Schulz als auch der Zentrumsabgeordnete Dr. Fleischer fcatum baten, die Verhandlungen des Ausschustes über dies« Sache für vertraulich zu erklären. Aber auch das scheiterte an dem entschiedenen Widerstand der Sozialdemokraten, die keinen Zweifel daran ließen, daß sie sich einem solchen Beschluß nicht fügen würden. f °,eJ5I5t n0" neun aus drei imonaie oerrurzr. vom nUiäjtn xi\u„ mindesten,«in Drittel in z«?« «,®te Milchzufuhr Berlins Siach m 5 Behauptungen des Ernährungsministers i n i st,»« ��chten hat der Herr Rsichsernährungg. nersoraun.» vauptausschuß des Reichstages bezüglich der Milch. tf�nstige-«..��erlins mitgeteilt, daß sie ein verhältnismäßig bedarf Wa daß zurzeit der in Berlin bestehende Fehl- und daß hu Kurzungen der Kranken milch ausgeglichen werde Gehende nglinge und die stillenden Mütter die ihnen zu- erhielten. Dem aeaenüber muß darauf hingewiesen �ag�für 0 e 8 c' 4" werden kann. Xtogoem «inj" in eine« Umfa««"Ä S-Ktlichea MUchrationen d„ dy. b» gefährdet i� m �'�rzt«erde«, daß die Gesundheit der dt« Eichamt nicht hamua\ n Wahrungen der Vorjahr« kann her s�'ichzufuhr �"en, daß sich in den nächsten Monaten in, ö°? vor lSn«?»» an* d-m Inland« hebt: es hat da- MilA iahr bereits bis dringend« Notwendigkeit des �reu5�"lgmviesen BezugsdänischerFrlsch. erhaben Staatsko�-n � �ch die Unterstützung de» Sern, 0�re>.°hne da�?°"""b d« Reichsstell» für Sp-if-f-tte ift. z?,.« bisher«ine Entscheidung e i�roß-Lerliner Bevölkerung erwartet, daß nunmehr der Bezug dänischer Frischmilch ermöglicht und dl« zu ihrer Verbilligung erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Auch wir erwarten, daß die Regierung sofort alle Maß- nahmen trifft, um die durch ihre Schuld so gewaltig ver- schlechterte und jetzt völlig ungenügende Zufuhr von Milch nach Berlin zu bessern. Was aber sagt die R e g i e r u n g zu einem Ernährungs- minister, der es wagt, im Hauptaugschuß derart irre- führende Angaben zu machen, Angaben, die den Ein- druck erwecken, als ob ihr Zweck die Beschönigung eines uner- träglichen Zustande« fein soll? Schützt die bedrängten Schieber! Die Hoteliers wollen ihre Betriebe schliefen ®or einigen Tagen veranlagte die Staatsanwaltschaft in Berlin die Durchsuchung einiger großer Berliner Hotels durch die Polizei, weil die Hotels im Verdacht standen, nicht nur Schie- bungen begangen zu haben, sondern sich auch umfangreicher Ver- st o ß e g e g e n b a s Wuchergesetz schuldig gemacht zu haben. Sif- bürgerliche Presse, die sonst nicht laut genug über Echiebertum und Wucher schreien kann, die unermüdlich die Regie- rung wegen ihrer schlappen Haltung gegenüber dem Schiebertum tadelt, um sich auf diese Weise wenigsiens den Schein einer sog«. nannten Moral zu sichern, diese selbe Presse jubelte nicht etwa, Der 16. November ist ein Tag des Kampfes gegen die arbeiterfeindliche bürgerliche Presse gegen die grundsatzlose rechtssozialistische Presse gegen die kommunistische Hasardeurpresse. Der 16. November ist ein Tag des Kampfes für den Sozialismus durch die U. S. P. D. für die Aufklärung durch die II. S. P. D. für die.Freiheit', Berliner Organ der IL S. P. D. als sie von den Haussuchungen in den Hotels hörte, sondern sie wandte sich gegendi« Polizei, der sie Rigorosität und allzu schroffes Vorgehen zum Vorwurf machte. Es gab kein einziges Berliner bürgerliches Blatt, das darauf hinwies, daß nun endlich einmal energisch gegen die Eroßwucherer und Schieber vorgegangen wurde; einmütig siel man über die Polizei her, lamentierte Über die Belästigung der Hotelgäste und bedauerte vor allem die armen, geplagten Loteldirektoren, die unter Aufopferung ihres gesamten Vermögens sich bemühen, in Deutschland den Fremdenverkehr zu heben. Man druckte die Pro- teste jedes einzelnen Hoteldirektors, druckte spaltenlangt Inter- views mit den Betriebsdirektoren. Man wird wahrscheinlich den Direktorcher während der Untersuchung sechs Stunden lang sein üppig ausgestattetes Bureau nicht verlassen durfte, dem Berliner Publikum demnächst im Kino vorführen, nur nach den Bergehun- gen der Hoteldirektoren fragte kein einziges Blatt. Man war überzeugt, daß ihnen allen Unrecht geschehen war. Denn wenn man nicht davon überzeugt gewesen wäre, so wäre schon im näch- sten Monat ein in die Hunderttausende gehendes Inseraten- geschäft verloren gewesen. Run ist die Presse in höchster Verlegenheit. Da» gefunden« Material, da» nach den Darstellungen der so.objektiven" bllrger- lichen Presse lediglich in neun Sack Auslandszucker bestanden haben soll, ist so belastend, daß das Wnchergericht sich entschlossen hat, ein Strafverfahren gegen eine ganze Anzahl von Hoteldirektoren zu eröffnen. Dem Eden-Hotel ist beispielsweise jeder Wirtschaft»- betrieb sowie selbst die Beköstigung seiner Hotelgäste untersagt worden. Der Direktor Birndörfer. der in Haft genommen war, wurde auf Beschluß des Wuchergericht» nicht freigelaf« f e n, sondern bleibt weiter in Haft. Es wird nicht eines gewissen Reizes entbehren, zu beobachten, ob die bürgerliche Presse nun auch den Mut finden wird, die Oefsentlichkeit selbst gegen dt« Wuchergerichte mobil zu machen. Di« Schutzhaftschande, die Greuel der Roskesoldateska, die bar- barischen Urteile der Kriegsgericht« gegen Arbeiter, die Frei- sprechung von Mördern, Hochverrätern und anderen Verbrechern au« der Klasse der Bourgeoisie durch die gleichen Gerichte: st« haben die bürgerliche Presse kalt gelassen. Jetzt, wo dem Wucher zu Leibe gegangen werden soll, heult sie auf und klagt über Schroffheit und Rigorosität. O Di« Vereinigung Berliner Hot-lbesttzer hielt am Sonnabend eine Sitzung ab. in der sie siÄ mit dem Vorgehen der Behörden gegen die wuchernden Luxushotel» befaßten. Sie verlangen, daß man sie als Verbraucher ansehen soll«. Am Bußtag wird eine Protestversammlung aller Interessentenrreise tagen und dort soll damit gedroht werden, an einem bestimmten Tag« sämtliche Hotels Deutschlands zu schließen, bis die Behörde erklär«, daß Gastwirte nur Verbraucher seien, und daß die Staatsanwaltschaft davon ablasse, Uebertretungen in der rigorosesten Weis« zu verfolgen. Bemerkenswert ist es. daß die Hotelbesitzer in diesem Fall« die Interessen der Angestellten als schützendes Schild vor ihre eigenen Interessen halten. Sonst ist man es von den Hotellers nicht ge- wohnt, daß sie sich für vi« Angestellten lo warmherzig ins Zeug legen. Sie sagen, wenn die Hotels geschlossen werden, so wurde »ine große Anzahl von Arbeitern und Angestellten brotlos wer- den. Das ist ohne Zweifel richtig. Umsomehr muß von den Be- Hörden verlangt werden, daß sie der Drohung der Hotelier« mit der Schließung der Betriebe ihren festen Entschluß entgegensetzt, vi« gesetzliwen Bestimmungen in diesem Fall« anzuwenden und V«tt«rfLhruntz der Betriebe im Interesse der Angestellten zu sorgen. Briefe von Hugo Haase Di« am k om m enden Dienstag zur Ausgab« gelangende Nummer der Freiheit" wird einig« bisher noch nicht veröffent- licht« Briefe oon Hugo Haas« enthalten, die«inen wert- vollen Beitrag zur Geschichte der vergangenen Jahre bilden und UN« zugleich das nwnfchliche Bild uns««« toten Führers näher bringen. Wir«eisen schon heute auf diese wichtig« veröffent- lichung hin. Neue Nüswngen gegen Rußland Fort mit den Verschwörernestern aus Deutschland! Es wird immer deutlicher, daß die Friedensverhandlungen zwischen Rußland und Polen den russischen Eegenrevolutionären und dem mit ihnen verbündeten westeuropäischen Kapital nur eine Atempause gewähren sollen, um aufs neue gegen die Sowjet- regierung zu rüsten. Nach einer Meldung des„S Uhi-Abenü- blattes" ist der General Iosefowisch von Paris nach Polen abgereist, um das Kommando über die dort aufgestellte antibolschewistische Armee zu übernehmen, die in Verbindung mit den Truppen des Generals Pawlenko operieren soll. Die ukraini« schen Antibolschewisten sollen über eine Armee von 1W> 000 Mann verfügen. Alle diese Truppen werden von Polen und der Entente mit Ausrüstung und Munition versorgt. Wie schon bei den früheren gegenrcvolutionären Unternehmun- gen gegen Rußland, soll auch jetzt wieder Berlin zur Zen- trale der antibolschewistischen Bewegung ge- macht werden. Die„Dena" meldet, daß der berüchtigt« Hetman Skoropatki, der Vertrauensmann Ludendorffs, der sich zurzeit in der Schweiz aufhallt, durch den Obersten Selenewski in Berlin eine Konferenz sämtlicher Vertrauensleute der früheren Hetman-Regierung abhalten ließ. Es waren anwesend der frühere Minister Dorofchenko, der Journalist Stepankowski aus Laufanne, sowie der Hetman-Kommissar für Wolhynien Skoropis. Dieser war während des Krieges Leiter der Zentralstelle für die Befreiung der Ukraine in Berlin und befitzt daher engste Fühlung mit den ehemaligen führenden deutschen Militärs. Er und Selenewsky unterhalten noch heute in Berlin enge Beziehungen zu den militärischen Kreisen der früheren Machthaber und auch zu einigen maßgebende» Stellen des Reichswehrministeriums. Es solle» aber auch geheime Beziehungen der Hetman-Anhänger zum Aus- wältigen Amt bestehen. Für ihre Reise sind ihnen be- sonders Paßerleichterungen von einigen Stellen im Auswärtigen Amt gewährt und der Hauptagitator der Hetman- Regierung Stepankowski istvomMinisterdesAuswärti- gen empfangen worden. Aber nicht genug damit. Im„Berliner Tageblatt" wird mit» geteilt, daß seit einiger Zeit im wachsenden Maße große Trans- parte von Militärbekleidungs stücken zwischen dem Reiche und Ostpreußen gingen, und zwar in beiden Richtungen. Diese Sendungen werden regelmäßig im polnischen Korri» dar angehalten, beschlagnahmt und den polnischen Inten- danturen zugeführt. Die Adressaten dieser Sendungen seien nichts anderes als Strohmänner der Absender, die auf diese Weis« das Militärgut nach Polen verschieben und später Scheinproteste gegen die Beschlagnahme beim Auswärtigen Amt erheben. Wir verlangen von der Regierung, daß sie sofort dt« Oeffent- llchkeit darüber unterrichtet, welche Beziehungen das Auswärtige Amt und das Reichswehrministerium zu den russischen Eegenrevolutionären unterhält. Will sie etwa ihre Stärke damit be- weisen, daß sie die Vertreter der Sowsetregierung au» Deutsch- land ausweist, die russischen Reaktionäre aber nicht nur unge- hindert ihr Spiel treiben läßt, sondern ihnen sogar noch am t- liche Unterstützung zuwendet? Was hat st« bisher getan, um die Absender der großen Sendungen nach Polen zu ermitteln und weitere Verschiebungen von militärischen Ausrüstungsgegen- ständen zu verhindern? Die deutsche Arbeiterschaft wird diesen Vorgängen aus keinem Fall ruhig zusehen! Verzweisette Lage Wraugels London, 13. November.} Einer Neutermeldung aus Konstantinopel zufolge, ist die llMW von Wrangcl» Heer oerzweifelt. Dt« Pereskopltnie ist voudenBolschewiftengenommen. In Sewastopol und in anderen Orten desinden sich 80 000 Flüchtlinge, die darum er- suchen, abtransportiert zu werden. Ein Schiff mit Flüchtlingen ist bereits in Konstantinopel. Wegen Nahrungsmittel- und Weh- nungsmaugel ist es ihnen nicht erlaubt worden, an Land zu gehe». Di, einzige Hoffnung der Flüchtling« ist. daß Frankreich ihnen zu Hilf- kommt und sie nach Mgier bringt. Aufforderung zur Waffenstreckung Meskau, 12. November. Der Kommandierende der E ü d f r o n t richtete an den Ober- kommandierenden der Streitkräfte von Südrußland. General Wrangel. folgenden Funkspruch:.— Di« Zwecklosigkeit«tue» weitereu Widerstandes Ihrer Truppen liegt klar auf d« Hand. Dadnrch würde» nur neue Ströme von Blut vergessen werden. Ich schlag« Ihnen daher vor. Stellen Sie de« Kampf fefert«in und lege» Sie und alle Ihnen unterstellten Truppen der Arme« und Flott« dt« Wafsennieder. Wenn Sie diese» Vorschlag des Revoluti-n-kriegsr-t-s der Südfront annehmen, s- wird auf«rund der ihm von der zen« tralen RStegewalt ausgestellten Vollmacht,» Ihne«»ud allen. die mit Ihne« die Waffen niederlegen. Am nesti«»«gesichert für alle Verbrechen, die im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg verübt wurde«. Allen, die nicht in Räterußland arbeite«»ollen. wird die Möglichkeit seged»«. ungehindert in,« u, l a n d zu reifen, unter der Bedingung» daß sie sich ehreuwörtlich verpflichte». »n weiteren Kämpfe» gegen«äterußland nicht techuneh««». Wir erwarten Antwort durch Funkspruch innerhalb U Stunde«. Aus der Wirtschast Vom Stummschen Konzer» Di, Gebrüder Stumm beiahen im Saaraebiet ausgedehn- ten Montanbesitz, den sie zum Teil in fraiMsicheSa�e über. gehen lassen muhten, als da» Saargebiet unter die Zwangsver waltuna de, Entente kam. Die freiwerdend-n Nies-nbetraae benutzte die Familie Stumm dazu, sich im rechtsrheinlschen Gebiet nach dem bewährten Muster der Stinne». Klöckner und Konsorten. einen Konzern aufzubauen, der Kohlenbergbau-, Cchwereisen- und weiterverarbeitend« Unternehmungen umfaßt. Bon nr�ßeren we- stllschaften gehören bis jetzt diesem Konzern an: dt, WMalis-be« Eisen- und Drablwerke. Langendreer: die Norddeutsche HMe die EUsenltrchener Gußstahl- und Eisenwerke: d'.e Elsen-Industrie zu Menden und Schwert«: die Schiffswerft Frerich» usw. Nun wird gemeldet, daß der C s s e n e x B e r g w« r k» v» r e i n «König Wilhelm", dessen Aktienmehrheit vor kurzem in Stummschen Besitz übergegangen ist, mit der zum Stinnes-Konzenl gehörigen Zeche Achendach einen G-meinschaftsvertrag ge- schlössen hat. der Vertrag bezweckt, den Einfluß Stumm« aus den Essener Bergwerksverein. der mit dem Besitz der Aktienmehr heit allein nach kein vollständiger ist. entlcheidind�u erhohen. da- für garantiert Stumm den Aktionären der Eesellschost ein« 25pra jeniifte Mindestdividende und günstige � Verka�sb-dinmingen. Die deutsche Industrie wird bald nach den Worten Rath-nau» in einige industrielle Herzogtümer zerwl en. Ab« dm PK WMV-k"««»u'K NK'ÄS fertig werden!° «emsscht««omwission de» enKtsche« vertzvmrkche� M» d« Arbeiter. Di« Bergwerk-eigcntümer und dt« FSderaUonen der yltufcUfci.-Mb«,-----'V r 7" Arbeiter haben ein« gemischt« Kommission«ingesetzt, welch« tna Frage d-r Steinkohlinproduktion und d« Lohn, ,«g«lung löst» soll. LEIPZIGER STRASSE KÖNIGSTRASSE ROSENTHALER STR. MORITZPLATZ A.WTRTHF.m VERSAND- ABTEIL UNO BERLIN IW9 LEIPZIGER STRASSE SoweH Vorrat/ Extra'Angebot Mengcnaigöbc vorbehalten! Sportbluse gestreifter Baumwoll- Flanell BlUSe Seiden-Krepp, gesticktes Vorderteil. Kleiderrock fester Stoff, prektlscke Form Kleiderrock relnwoll. Kemmgernckevlot Damenmäntel melierte Stoffe,.. Damen mäntel karlerteStoffe mit Gürtel Mantel kleid keltbere dunkelsckott. Stoffe Seidenkleid gute Fellletteseide, 46°° ss°° «goo 130°° 170°° 00 00 00 Damenhemden mit Lengettenbesatz Damenhemden mit Stickerei. Damenstrümpfe schwarz, fuso. Naht Da menstrü mpfe"f": Trikot-Untertaillen wmterquaiität. Damen-Schiupfhosen.... Damen-Schlupf hosen feine woie Damen-Fiausch-Jacken.. 36' 38®° 87S 15" II75 29" 49" 110" Spielzeug'Ausstellung , Leipzigr.r Straße i Königstraßc: Roscnthaler Straße: Moritzplatz: Die Spielzeugwicsc Hans Wundersam Kindertraume Der kleine Muck -r f. vjpr.'...>-. ( The«!« M M>WWjeil mattmtmum Volksbühne 3 Uhr: 7 Uhr Älif|ter ooi» galomea hr:$ama»lui« ü. tmh III. Teil. Mes Bolkschealer KSpenicker Str. 68. n-.»».-Vmnesv.ww a** Ih.ater smfllkrftr. 142 WUtwoch, hm 17. Slootmber »achwittags 2'l, Uhr: DleFelnfl(}tf.iHaiüniGpriü Staatstheater. Opernhaus Anfang 5'/, Taunh äuser Schauspielhaus Nachm.:».«alks-orft-ll. Zlaichsommi als«rgtehe» Ahenbs 7 Uhr; KBnlg Richard Direhrion; Otsr Vtclnharbtl Deutsches Theater SV, Uhr: aSlwfam« mtetifdien 7V, Uhr:®cr Schntterheuf»» Kammerspiele 2'L Uhr; Ter aScibsinifrl 7 Uhr: Cr ist an aOea schuld •. Sonntag: tRausch. Sonntag nachm.- Baumeister Solnrs,. Montag: iRausch Komödienhaus 'IJiiL: Die Sache mit Sota mit Man Pullanbarg Berliner Theater VigltlRi Oer legte Walzer Mesz' Theater (Dahithof Ianuowikbrücke) Untergrnndbahnhof Klosterstr. Täglich: V Uhr. Die Freundin Sonntag 4 Ul: Die Krenuhiu. TriMp- Theater Bahnhof Fri-drichftrotze Täglich'/-j* Uhr: Sil itiii« n« litg. 4: Dar Roman alnar Fraa. MWa-Aem IZgl. 7 Vn Stg. S'I, n. 7»/, Uhr! je toller, Je besser! Rose-Theater 7»/. Uhr: Heimat eatsch. KM-Theater ,4 Uhr Pygmalion " i. Dienstag?V, Uhr, ®e(,rnfter »le*d)c7U**' LM-Theater Direkt.: B&tor Baraomsfu) 3 Uhr: (froM dorren.«Semerbe Heute bis Dienstag 7'/, Uhr! Flamme (Darfch, Ärüning, llleln-Aogge, Pröchll Mittwoch 7 lUjr: Paar Cynt Donnerstag b. Montag? /»Uhr: Flamme «/.s CaW-Theater-/.8 Der Fehltritt einer Frau. Stg. 3'i, U.: Der Hausdrache Luthers tr. 22—34 -r Die Vzuicte- Bühne Gross-Berlins Neues vperetteilhlms Direktion Jean Nren 7 Uhr: Ü»SIMM Operette in drei Akten nach einem ülloiio Peiöfis oon Frip Griinbanm. ttm nolleaDorfplaG 7 Uhr- uenn iimimedl... Sonnt, nachm. Der �u�baron SSülgWl' Ideaief Ale zand.r.tr.21 Bhf. J.nnowlUh. 1 Täglich Gala-Säuger I Sonntag 3 Borstellungen 1 3 Uhr nnb 730 I Naehtn-Vorst, t. allen Plktr. I fimma I sin Kind ft-el. mmmm A TUeatera Kotnms Tor A Tel MontrplHt« 14814. II Tfigl: 7% o. Honntag 1 nachm. 3 Uhr: BM�SIiteSanger II MF Heute neues IV If PROGRAMMI Hcrvorrag. Solotrill Zorn Schloß der los, Ire Einakter: ..Ein Abenteuer I. Wltwenvereln11 Vorveikauf; II— t u. 4— b Uhr. qnnn numerierte OUUU Sitrplätzcvon 3 Mk. an Täil.7� Sonntag« 3' z, halbe Preise. Vorverkauf an der Kassa 10—2, A- Warth., Theatorkasse, Invalidcndank. Folies Kaprice enatortum Steina Vi«_ Scnotorlui De» gehörnte Siegfried mit Fer d. Grünecker. ach Apollo- Theoter Friedrichstr.-t» Vk allabeildM ZV« Haroms-Nächte Sonntag« 3*/2 u. 1 Kind frei. üenreoäiraüe... IS Attraktionen| Depot; Bergatr. 34. Nord. 6323. Grosse Volksoper Berlin, " Totensonntag, 71.«onernber, abend» 8 Uhr gllarmorsaal am Zao D O H- C H O R Prof. Huaa Rüde«/ Prot, Heinrich Orllntaid Dirigent Cello Karten 12—3 Bote 8t Bock, Wertheim Mittags-Aufführung Tateusonntag>/, 18 Uhr R arten tu Varzngspreisen im Zentrol-Deeboich der Anoeftelllen, Belle«lltoneeftrahe 7/lß. Rälefchnle. Wün�. freofie-4.«nchhondlnno Freiheit. Breit, c-tr. 8-9.«ud). hoiibiuim SDormdrta, vindenftrobe 3, SLerkführee iliooio, Teltowerfte. 16,«Ihs. 4 II,«ort»«hrle. Poltbomrt Str. 3 [Soalallatlachor Studenten-Bund Berlin. Soootag, 21. Nor., Z>/, Uhr pöoktl. Beothovenseal: Feier zum 10jährigen Todestag Leo N. Tolstojs Joaeph Chaplro, Tille Durleu*, PrlU Kortnar, Rioa Landohoff. PP irailn I il Sola a. Bork. Weflhel.n. SaoeMlen; Dier«tafl, 23. November, obba. t Uhr äKVRT TUCHOLSKY! « Tbeebald Tlgor, Peter Fantsr, Igsai Wrobel, Kasper Hasur, S S Vorlesung aus eigenen Werken I» WWWW St. Mk. 10, 8, 6 brt Bote£ Boch, 71. Merl heim m aal:| tag| J IhriBB Ami/,!.PeachtsSl» b. Osten.-,„rankfnrter Alllee 47-48 mi»., Uner«llee 214.215 SNittmoch, 24. Slao.,?'/,!»Dergnilgungopalast«rost. Berlin», Hafenheibe 13.15 Dannerstag, 2«. Otoa., 7>/,t.Brauerei Pahenhofer», Zurmftr. 2« ffrritog, 26, Oloo,,„R.flhrn,.!hestf«l«-. Landsberger Str.-,1 Alantag, 2S. Nov.,»Bemerkschaftshans-, Dngel-Ntrr 15 Dienstag, so. Sias.,?>/,:.vrpheus-Siile, Brürkenste. 2 I. Teil Frauenleiden Bon den ersten BlnsLngen bi« zn den schwersten Erkranknngen. Können nicht viele Operationen bei Frauenleiden durch rechtzeitige Aufklärung und arztliche Behandlung vermieden werden? Miidcheno Krankheiten wie: nnregelmäßige. schmerzhafte und allznreiche Menstrua- tionen. Entzündungen. Katarrhe. Senkungen, Knickungen, Verwachsungen. � � aicen in der Ehe. Die FCranllhetten der Wechsel- Die Krankheiten der � jähr«: Geschwlllj Vewtltsleiden. \tf SNqowe» Blutungen, Atrcb», Hysterie» n. Ton Die 30 Schönheiten des Weihet Di« Pflege und Erhaltung wahrer AranenschSnhett. Sichere wissenschaftliche Methoden werden angegeben und praktisch voegefShrt. Was die Frauen häßlich macht?? III. Teil Was ist der Frau erlaubt wenn sie lieblT Liebe und Ehe. Oea GlOck der Liehe In der Che, wie ea pewonnen, gewahrt und erhalten wird Wie Uebe und Ehe unterpreben und zerstört werden Welche Charaktere stoben sieh in der Ehe ab 7 Welche Charaktere ziehen aleh an? Soll man den Schönsten heiraten? Dia Kunst, einen gesunden Mann zu bekommen. Warum bleiben so viele Müdchan sitzen? Wie kann die Frau den Mann In der Ehe fesseln 7 Wie man MUnnar behandalt. .Harten|u 2.50, 3.50, 4.50, 6.50 Mk. mit Steuer an bn Adtnbkalst. Anfang 7>/■ Uhr. KaffenOffnong 1 Stunde aar Beginn. Erscheint nur einmal Melker! UtteiMeo! Nmierl die.Zrele ZSj "! »,> wer ..O I and ohni Und 3 ger, Mick ich, r- i j i unt Nr. 482 1. Beilage zur„Freiheit" Sonntag, 14. November 1920 Gewerkschaften» Partei, Internationale La»»,, Btltgtlcb Wt lommtisipiW"«»> Icitflt 3«tt«»»«höriarr Ihr« 3«nt Mark sind bei den Bezirksführern und an der Abendkasse erhältlich. Der Untergang de« Abendlandes. Auf Grund des Spenglerschen Werk«? führt Prof. Dr. V. Valentin in einer Vorlesungsreihe an der Humboldt-Hochschule in die Geschichtsphilosophie ei». Die Vorlesungen finden Dienstag» ßyt—7� Georgenstr. SO/31 statt. Beg. 18. November. Ard.-Schw-mm-Berein„Südest". Mitgl. des Arb.-Wassersport, Verbandes, hält ain heutigen Sonntag sein diesjähriges Schau- und Wettschwimmen in der Stadt. Vadeonstalt an der Schillings- briiile ab. Da sämtlich« Berliner Arb.-Echwimm-Vereine ihre besten Schwimmer zu demselben gemeldet haben, so ist für span- nende Kämvfe gesorgt und jeder Liebl)aber des Arbeitersvorts sollt« dosselbs besuchen. Eintrittskarten an der Kasse inkl. Pro, gromm S Mark. Di« Dresdener Künsikeraenosienschatt E. v. lBrühl'sche Terrasse) veranstaltet ab Mitte November bei A. Wcrtheim. Leipziger Strohe, im 2. Stock eine Kollektivausstellung ihrer Bilder. Zur gleichen Zeit stellt im 2. Stock am Leipziger Platz der Berliner Künstlerbund E. V. seine Arbeiten aus.(Graphik. Pastell, Aquarell usw.) Am Totensonntag bleiben die staailichen Museen(Altes und Neues Museum. Koiser-Friedrich-Museuin. Museum für Völker- künde. Sammlung sür Volkskunde und Zeughaus) geschlossen.— Das Kunstgewerbc-Museum ist wegen seines Umzugs nach dem Schloß am Lustgarten ohnedies nicht geöffnet. Dt« Schuldeputation hat den Schulleitern mitgeteilt, daß Schulkinder, die am 9. November wegen der Reoolutionsfeier den Unterrlcht versäumten und dies durch eine Erklärung der Eltern nachweisen, wegen Schuloersäumnis nicht zu bestrafen sind. Stadtverordnet«, Bezirksverordnete und Kommunale Kam» Millionen. Dienstag, den 17. November, abends 7 Uhr. im Köll- nischen Gymnasium. Inselstrahe, Vortrag des Genossen Dr. Hertz über: Die Ernährungsjrage und die Kommune. 12. Verwaltungsbezirk. Steglitz, Südende. Lankwitz und Lichter- felde. Vollversammlung der Kommunale» Kommissiön am Diens- tag, den 15. November, abends MS Uhr, im Rathaus Steglitz. Außer den Mitgliedern der K. K. haben zu erscheinen: alle Ve- zirkevsrordneten. die Delegierten der komm. Ärbeiterräte sowie der Elternbeiräte. Nur die auf dem Boden der U. S. P. D. (Crispien-Ledebour) stehenden Genossinnen und Genossen haben Zutritt. 16, Verwaltungsbezirk(Cöpenick, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Grünau, Bohnsdorf). Montag, abends TM Uhr. im Boyernhof, Eöpenick, Funktionärkonferenz. Zahlreiches und pünktliches Er- scheinen notwendig. Bezirk Lichtenberg. 17. Abteilung. Montag, 7 Uhr, Abteilungs- Versammlung bei Fischüach, Prin-enollee. Ecke Filedrichstratze. Erscheinen alle: Genossen dringend erforderlich. volksbilduugsamt Renkölln. Heute, Sonntag, abends 7 Uhr. in der Aula der Realschule Kainmermusikabcnd unter Mitwirkung von Anna Hopf Geidel(Harfe). Hermann Hopf(Violincello) und Elfried« Hopf(Klavier). Der nm 7. November ausgefallene heitere Abend findet nunmehr am Mantag, den 13. November, abends TM Uhr, in der Aula der Realschule statt. Eintrittskarten zum Preise von 2 M. zu beiden Veranstaltungen find noch an der Abendkasse erhältlich. Wegen grober Verstsh« gegen die Verordnung des Kohlenver- bandes Grotz-Verlin ist dem Kohlenhändler Pollakowski, Neukölln. Stuttgarter Str. 50, der Fortbetrieb des Kohlenhandels untersagt worden. Brieftasche verloren mit wichtigen Verbands- und Parteiaus- weisen am 9. November in Marienfelde. Nachricht über Verbleib an den Portier der Daimlerwerte Marienfelde erbeten. Zusammenlegung von Lrotkommissionev. Am 20. November 1920 wird die 217. Brotlommission, Zwiuglistr. 87 mit der 139.. Brot. kommission, Lcvetzowstr. 2ö vereinigt. Den Vorsitz der vergrößerten 130. Brotlommission hat Herr Kaufmann Taust. Die 18l. Vrot- kommission, Strakmannstr. 6, wird am 20. November nach Nr. 6 verlegt und doriselbst mit der 50. Vrotkommüsion vereinigt. Die vergrößert« 50. Kommi,sion eröffnet ihren Betrieb am 22. R.o- vember, den Vorfitz führt Herr Lehre: Falkenhagen. Schmiergelder find keine Giftehungstosien. Schmiergelder dürfen nicht in die Gestehungskosten eingerechnet werden. Bei der Nach- vrüsung der Gestehungskosten haben beteiligte Behörden vielfach Provisionen vorgefunden, die beim Verkauf von Waren gezahlt worden sein sollen. In Wirklichkeit waren dies mehrfache Ve- träge, die Schmiergelder zur Erlangung knapper Waren sind. Solche verschleierten Schmiergelder wirken in hohem Maße preis- steigernd. Da» Reichswirtschaftsministerium hat deshalb An- Weisung gegeben, dies« Gelder von den Gestehungskosten als»n- berechtigt nbznsctzen. Den beteiligten Stellen ist sogar empfohlen werden, im Falle der Feststellung von solchen Schmiergeldern gegen Geschäftsleute und Angestellt« mit Hilfe des Verein» gegen dos Bestschungswcfen in Berlin-Eharlotienburg,«in Strofver- fahren wegen Vergehens auf Grund des Gesetzes gegen den un- lauteren Wettbewerb einzuleiten. Deutscher und Preußischer Stadtetag. Der Deutsche und der Preußisch« Ctädtetag haben ihre Hauptauefchüsse zum 10. und 20. nach Köln geladen. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: Wohnungsnot und Wohnungsbau. Abbau der Preise. Erwerbslosenfürsorge und Notstandsarbeiten, die Finanz- lag« der Städte, die Behandlung der Gemeinden in der heutigen Gesetzgebung und Verwaltung. Erlaß des Preußischen Unterrichts- Ministers vom 20. Oktober 1920 über Gewährung von Beihilfen für das höhere Schulwesen. Der Republikanische Fllhrer-Bund fordert hiermit alle Mitglie- der und Republikaner auf, an der Versammlung des Neichswirt- schaftcverbaiides derzeitiger und ehemaliger Berufssoldaten am Sonntag, den 14., 10 Uhr vorm. im Emus Busch teilzunehmen. Das Reichswelk-Gruppen-Kommando 3 hat ohne verfasiungs- mäßiges Recht seinen Angehörigen den Besuch dieser Versamm- lung verbalen. Gegen diesen Verfassungsbruch muß unbedingt in der öffentlichen Versammlung des R. D. B. Verwahrung eingelegt werden. Der verband der Lungen« und Tuberkulofe-Erkrantten. der es sich zur Aufgabe gestellt, die Interessen der Tuberkulosen, insbe- sondere der aus den Heilstätten Entlassenen zu vertreten, veranstaltet am nächsten Dienstag, den 15. November, in Fei weis Festsälen. Kolberger Str. 23(Am Dahnhos Wedding) wieder eine öffentliche Vollsversammlung, in der Reichstagsabge- ordneter Dr. Mose- über:„Das Masiensterben im Proletariat sprechen wird. TeUnehnieroerzelchnisi« für alle Rebenanschliisie. In der v«r. teilung des Teilnehmerverzeichnisse» sür den Fernsprechverkehr haben die Ausführungsbestimmungen insofern eine Berbesierunl gebracht, als jetzt nicht nur für jeden Hauptanschluß, sondern auch für jeden unentgeltlich in das Teilnehmerverzeichnis einzutragen- den Nebenanschluß ein Abdruck des TeilnehmerverzeiSnisies um j entgeltlich geliefert wird. Unentgeltlich in das Verzeichnis ein« getragen werden Rebenstellen für andere Personen auf dem Grund« ?ückz der Hauptstelle und Nebenstellen auf anderen Grundstücken. Teilnehmer, die einen Nebenanschluß auf demselben Grundstück? haben, erhalten demnach kein besonderes Verzeichnis für dieseil Nebenanschluß. Es ist die» insofern eine Ungerechtigkeit, als die Gebühren für Nebenanschlüsse dieselben sind, ob der Inhaber des Haupt- und Nebenanschlusses derselbe ist oder ein anderer. E» wäre billig, allen Inhabern von Nebenanschlüssen ein Fern»/ sprechoerzeichnis zuzuweisen, die dieselben Gebühren entrichten. Von der Postverwaktung ist auch stet» anerkannt worden, daß ein« Ausrüstung jeder einzelnen Sprechstell« mit einem neuen Ver« zeichnis ein« nvtwendig« Voraussetzung für einen ungestörten Ve« trieb ist. Vielfach werden alt« Verzeichnisse mit alten Anschluß« nummern benutzt, so daß das Amt überflüssigerweise wiedsrholt in Anspruch genommen wird. Weißens««. Di« Anmeldungen zur Jugendweihe zu Ostern 192l müssen umgehend erfolgen und zwar bei den Genossen Luck. Lang« b!''".......... �~ bi ansstr.(.,Fr«iheit"speditton). Hcinl, Eäblerstr. 7, Clemens, Straß« «rgstr. 53 und Hanker, Streustr. 5. Di« Teilnahme an der Jugendweihe, sowie auch an dem Vorbereitungsunterricht, welch«! nnfangs Dezember beginnt, ist vollständig kostenlos. An alle frei« denkenden Eltern ohne llnterschied der Parteistellung ergeht hier« mit der Ruf, ihre Kinder umgehend bei den obengenannten Stel« len anzumelden. Neuregulierunq der Löhne i« der Berliner Metallindustrie Di« Verwaltung des Metallarbeiter-Verbande« hat dem Schiede fpruch ihre Zustimmung gegeben. Es besteht die bestimmte Aus- ficht, dag das Metallkartell m der am Sonnabend, den 13. NooeM« der stattfindenden Sitzung sich ebenfalls einmütig auf den Bode« des Schiedsspruches stellen wird. Der Schiedsspruch tritt in Kraft mit der auf Sonntag, den 7 November folgenden Lohnwoche. I. Die Einstellungsstundenlöhne werden wt« folgterhöht:» ») Für alle männlichen Arbeiter über 21 Jahre in alle« klassen um 30 Pfennig, d) Für jüngere männliche Arbeiter i« allen Klassen um 20 Pfennig, o) Für Ardeiterinnen an Maschine« bezw. Handarbeiterinnen, deren Leistungen nicht an den Letstu«- ?;en und der Entlohnung männlicher Arbeiter gemessen werde« önnen, um 20 Pfennig. liche um 20 Pfennig. II. Di« bestehenden Akkordbasen bleiben w'- Ausnahme der unter IH behandelten unverändert, tu. Die A«"». eine Zulage bis zu 50 Pfennig je Stund« gewährt. Die btsh-t hierfür gewährten Zulagen von 10, 20 und 30 Pfennig werden a 40. 50 und 60 Pfennig erhöht V. Die zu den Cinstellungslohnell nach dem jetzigen Tarif hinzukommenden Zuschlag« bleiben unbe« rührt. „Viktoria" Di« Direktion der„Viktoria" wendet sich mit einer„Nachricht a« die Versicherten" worin sie mitteilt, daß sie die durch Schied� sprach zugesprochenen Gehälter an die Einnehmer nicht zahlen kann. Die Einnehmer sehen sich hierdurch veranlaßt, den Dersiche* ten. mit denen sie zum Teil jahrzehntelang in engster Fühlung standen, den wahren Sachverhalt mitzuteilen. Di« Direktion ver- Her He��Hanlel 10$©©SB®® 35 CT l/N•" Hoch er e's eh! oa e- en bei»trenser Kilt© O'e beezueme morKanta Toache I J.Vil z ± LLl ...... AGA- '/j kV :v ' �v- � Kbaia hochoew�pt bei Wind und Wet+c'' /» Der feacho 6chnallenaurt /S""""""""""*"'""""''...................... x» ist ein wunderbarer Mantel, M den wir Ihnen hier seilen.— Au# P schönem dickwolligcn Stoff nach D neuester Mode gut verarbeitet. p Hott im Schnitt, tadellos im Sitz. i Den müssen Sic haben« ChausseestraSe 113 Belm Stettfnor Bahnhol schweigt In ihrer Zuschrift wohlweislich, welches Gehalt den Cirt- nchtnetn zugesprochen worden ist. Der Neichstarif sah für die Einnehmer ein Monatsgehalt von 540,— M. vor, für die acht- |tinü>ige Arbeitszeit. Das hierzu fehlende mußte, um die Familie halbwegs ernähren zu können, durch Abschlug von Ncuvcrsicherun- gen in den Abendstunden und auch des Sonntags hereingeholt werden unter Zuhilfenahme von stiNen Vermittlern, welche am Verdienst beteiligt sein wollen. Durch Schiedsspruch des Reichs- arbeitsministeriums vom 23. 7. 20 wurde das©ehalt riuf 670,— M. erhöht. Die„Vikloria" glaubte, dieses nicht zahlen zu können nnd kündigte, obgleich der Vertrag noch bis zum 31. 12. 20 läuft, sämtlichen Einnehmern zum 31. Oktober 1920 das Dienstverhältnis. Die„Vikroria- bot ihnen jedoch einen sog. Hebeoertreterver- trag an, welcher den Einnehmern ein« Lerdienstmöglichkcit zwischen 200.— M. und<70.— M. pro Monat gewährleistete, ge- stattete aber den Einnehmern zugleich, für sich eine Holgebühr von 0.10 M. und 0.20 M. erbetteln zu dürfen, welche lm Monat ca. 00,— bis 100,— M. einbringen dürfte. Die Einnehmer sollten nach diesem Vertrag« als freie©ewerbetreibende gelten und hierdurch alle Rechte z. B. Mitbestimmungsrecht. Arbeitn-hmemrtr-tung usw. preisgeben und sich einzeln dem„Wohlwollen" der Tireklion halten, von dem Tarifgehalt Abstriche machen zu lassen tro'j steigenden Teuerung. Auch dieses wurde von der Direktion strilte abgelehnt. Seit dem 28. 10. werden die Beiträge von den Ver- sicherten nicht mehr abgeholt, ay, Millionen Versicherte haben ihre sauer ersparten©roschen der„Viktoria" anvertraut und laufen nunmehr Nefahr ihrer Ansprüche verlustig zu gehen, weil in sehr vielen Fällen die Möglichkeit, die Beiträge In der von der ©esellschast nunmehr geforderten Form abzuführen nicht besteht. Beim Mschlust der Volkeversicherung ist voi, jedem Vertreter it allem Nachdruck erklärt worden, die Beiträge werden regol- ästig und pünktlich abgeholt und nur dadurch sind die Ver- mit mästig und pünktlich abgeholt Sicherungen zum Abschlust gekommen etzt glaubt die„Viktoria" lötzlich auf den'§"37 de» versicherungsvertragsgese�es be- zü dürfen, welcher besagt:„Ist die Prämie regelmä' en. so ist die! rufen zu dürfen, welcher besagt:„Ist die Prämie reael dem Versicherungsnehmer eingezogen worden, so ist dteicr z Uebermittluna der Prämie erst verpflichtet, wenn ihm schriftlich angezeigt wird, dost die Uebermittlung verlangt werde. Wäre ßig bei er zur ______ Abschluß der Volksver» edeutct worden, so hätten ».i- die ieüt auch anders können, sich solch« Riesen- g�minstc nicht einstecken können, weil die Abschlüsse nicht zustande gekommen wären. Di« Direktoren erklaren b-i jeder©elegenbe't. sie seien nur die Verwalter der Gelder der Persicherten. Wie sieht die Verwaltung aber nun in Wirklichkeit aus.<000 An- �....---'-*■" �,___ i•-»---»—|>-vj n.* fc/*» v»»wv»»-■ zunehmen, die von einer Instanz zur anderen gejagt werden und sich aus den Vertragsverhaltnisien der Angestellten ergeben. Immer neue treten hinzu, weil es der neugebackene juristische D«« rektor Tiedke so will. Hier werden die Gelder der Versicherten vergeudet und kostbare Arbeitszeit verschwendet: alle» geht zu Losten der Versicherten. Hier ist es Ausgabe der Versicherten, dl« """■..... u machen und Abhilfe zu der Einnehmer und Ver» Betrieb verteuern, sondern nur der Stärrstnn und die Gewinnsucht derjenigen, die sich als die Verwalter der Gelder der Versicherten aufspielen. Streift der Uniforn:-Mützenmacher Die Unisorm-Mützenmacher der Firma Robert Lubstein, Alt- Aioabit 10t, befinden sich seit dem 23. Oktober im Ausstand. �/.Arbeiterinnen verübten Streikbruch und leisteten Herrn Lub- Verdienste. Herr Lubstein ist ein ganz brutaler Arbeit- 8»,«- �{e Berliner Uniform-Mützenmacher bis zum Ausbruch ?,..Ww,™ution nicht organisiert waren, so aar es besonders für {*!!,)!»»e«n. seicht, die Kriegsgewinn« der vier Jahre unge- nrudltit in die eigene Tasche zu stecken. Als im Januar 1910 stellten oraantsierlen und die erst« Lohnforderung «iniouna ,>nn o. Herren Arbeitgeber sofort eine Der- T° war bt wurde ihr Vorsitzender. Seine erste von drÜ Woüen Arbeiter abzulehnen. Ein Streik Kriegszeit ist\TA!r, S/rren erst belehren, dost nicht mehr wjmjs: Wahrend die Arbeiter den W /k" Arbeitern 80 Prozent zu. die Unternehmer ab annahmen, lehnten ihn wachungskommisiar den Curaus den Deinobil- Zur zweiten Verk°ndn...��pruch für verbindlich zu erklären. von Herrn Lubstein ein D-mobilmachungskoiiimissar lief dast sich der V.rdnnn ein- worin mitgeteilt wurde, vur da? W'rk des?»»?!>, 5 aufgelöst habe. Da» war Wege der'>'arifbcin«nnnn � lubstein und er glaubte auf diesem Arbeitswilliacn!»? �' �?�U'ngcdrchl zu haben. Zu den ---wlu.gen sei noch bemerkt, dast«i,, Vruber des Herrn L.. Herr Bruno Lubstein, Grünthalerstr. 17, der bisher mit seinem Bruder auf feindlichem Fuste stand und nicht für ihn gearbeitet bat, jetzt Streikbrecherdienste leistet. Sonderbar finden unsere Kol- legen noch das Verhallen eines bei der F""..... tigten Metallorbeiters Schmidt, wohnbai Am Nordhafen 6. der scher Kürschnerverband, Filiale' Bcrlim�ie" Ortsoerivaltung' Forderungen der Bankbeamte« in Höhe von 6000 M., für Ledige in Hohe von-,000 M. und für Jugendliche in Höbe von 8000 M. gefordert. Der Neichsosrband der Banklcitungen hat am gestrigen Sonnabend Verhandlungen mit den beiden Organisationen be- gönnen, die sich mit dem neuen Reichs-Tarifvertraa beschäftigten. Der Reichsverband der Bankleitungen mackt folgende Vorschläge: Die Verheirateten-Zulage soll auf 3600 M. erhöht werden, die wt'"— �— r-*-* �uuiituurtnen trtc Dw Verheirateten-Zulage soll auf 3600......------- 1... bisherigen Gehaltssätze sollen um 10 Proz. erhöht werden, mit Wirkung vom 1. August d. I. ab. Außerdem sollen sofort Nach- Betriebsröte. Betriebsvertrauensleute und Geueralversammlungs- Delegierte des graphischen Gewerbes Am Mittwoch, den 17. November, vormittags 954 Mr. findet in der E ch u l a u l a des Humboldt- Gymnasiums, Gartenstr. 20(nahe Etettiner Bahnhof) eine Versammlung sämt- rcher Funktionäre der Buchdrucker, Buchbinder. Cchriftgiester. Buchdruckerei-Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen, Steindrucker und Lithographen statt, die auf dem Boden U. S. P. D. sCrispien- Ledebour) stehen. Tagesordnung: 1..Liegt die Erhaltung starker, geeinter Organisationen im Interesse des Proletariats?'� Referent: Genosse Otto Z i s k a. 2. Dtslüsiionen. ©enosien! Wer der Zertrümmerung der Partei und©«werk- schaften das Wort redet, begeht Verrat an der Arbeiterbewegung Beweist, dast Ihr Euch derartigen Destrebungen mit aller Macht entgegenstemmt! Funktionärausweis der Verbände sowie Mitgliedsbuch kcr Partei und Gewerkschaft legitimiert. Bezirksoerband Berlin-Brandenburg. Der geschäftsführende Ausschuß. I. A.: Fritz Schneider. . u t. c VA'-*Airr Dip.'i'. at«.•. i /..>. ifryt." ■■'"-'nW D0" si00 M. an verheiratete und 600 M. für Ledige stattfinden.— Die Organisationen werden zu dem Vor- schlage des Reichsverbandes Stellung nehmen Lohnbewegung im Papier« u. Pappen-Großhandel Di« Handelshilfsarbeiter dieser Branche hatten an die Unter- alten Ledigen sowie Verheirateten wurde zurückgewiesen: es sollte den verheirateten Arbeitnehmern nur«ine KInderzulag« gewährt werden. Die Arbeitnehmer beschlossen, den Schlichtungs- ausschust anzurufen. Ueber diese Verhandlungen berichtete Haer- ling vom Transportarbeiter-Vcrband in einer gutbesuchten Ver- sammlung der Arbeitnehmer. Nach einer lebhaften Diskussion wurde dem Vergleich der Parteien vom 8. November 1920 vor dem Schlichtungsausschust zugestimmt. Lohnbewegung der Lederardeiter und Arbeiterinnen. In der Versammlung vom 7. November wurde bekanntgegeben, dast der Tarif für die Weistlederbranche abgeschlossen ist. Eine Lohn- erhöhung fand nicht statt. Es wird eine Teuerungszulage für verheiratete 800 M., Ledige 220 M.. Frauen 100 M. gewährt. Die Kinderbeihilfe, pro Kind und Woche 4 Bt, bleibt weiterbestehen. Für die Handschuhmacher brachten die Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von 10 Prozent, für Näherinnen 10 Prozent. Die Lohüranche. welche eine Lohnerhöhung im März erhalten hat und infolge der schlechten Konjunktur gezwungen war, von Lohn- forderungen abzusehen, stellte neue Forderungen, welche die Fa- brikanten ablehnten. Am 19. Oktober wurde folgender Schieds- �Än�unaele�/�«�� qualifizierte Arbeiter erhalten 20 misiar wurde keine Einigung erzielt. Von leiten der VerHand« lungskommifsion wurde nun vir V«rbindlichkeitserttarung belM Kommissar eingereicht: dieser verwahrte sich dagegen, mit der Motivierung, da beide Organisationen in fast sämtlichen Punkten des Tarifvertrages einig seien, mit Ausnahme der Lohnerhöhung „ v � �>amsationeir ______________.. M mehrere In einer Bränchenversammlung am 10. No- vember erilarten sich die Kollegen mit<28 Stimmen gegen 80 Stimmen bei Nichtannahme de» Schiedsspruchs bereit, in Streik zu treten. Nach wöchentlichen Verhandlungen nahmen am 11- Ao« vember die Fabrikanten den Schiedsspruch an, mit der Bedingung, dast die Waschzeit nicht im Tarif aufgenommen wird sondern gaben die Erklärung ab, dost, wo dieselbe besteht, dieselbe weiter bei» deHalten wird,©leichfalls wünschen die Fabrikanten eine Der« längerung des Tarifs bis 31. Januar 1921. wozu die Kollegen noch in einer Versammlung Stellung nehmen sollen. Achtung«. Borsig. Tegel. Die Auszahlung der Ausgesperrten des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes findet am Montag, den 10. November 1920. in den Pharussälen statt. Bon 10 bis Ii Uhr Zahlstelle ,3 von 1 bis 100. Zahlstelle C von 1 bis 129; von 11 bis 12 111)1 Zahlstelle A von 151—800 und Zahlstelle D von 1—200; von 12 bis 1 Uhr Zahlstelle A von 301 bis 400 und Zahlstelle D 200 v W__ tnZZZ..<•«v �---' mk voll.!43 ,bls_3_Ut|t Zahlstell? H.— Um Andrang zu vermeiden. Betriebs! osrat A. Borsig. müssen die Kollegen'pünktlich erscheinen. Betriebsräte und Vertrauensleute der Buchdruck ereien. Am Montag, den 10., nachmittags 0 Uhr. findet in den Eentral-Fest- fälen. Alte Ialobstraste 82, eine Versammlung aller in Buch- druckereien beschäftigten Buchbinder und Buchbinderei-Arbeite- rinnen statt. Tagesordnung: Bericht über die Verhandlungen mit den Buchdruckereibesitzern. Die Vertrauensleute werden er- sucht, bereits um 4 Uhr zu erscheinen, damit vorher eine Rücksprache mit ihnen abgehalten werden kann. Um pünktliches Erscheinen bittet die Branchenleitung. LetrieSvrät« der Metallbranche. Montag, d. 10., vorm. 10 Uhr, findet im Lokal Nofenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11—-12, eine Sitzung der Obleute und Vors. der Betriebsräte der Metallin- dustrie statt. I. A.: Schwarz. Arbeitslose Buchdruckerl Am Dienstag, den 16. November, vorm. 10 Uhr, Arbeitslosenversammlung in den Sophten-Sälen. Achtung Töpfer! Die Bauten im Lautawerk i. L„ Ausführender Max Wallnig bzw. besten Beauftragter Otto Raasch, sind für or- ganisterte Ofensetzer gesperrt. Es liegen Differenzen wegen der Auslösung vor. Die Arbciterpresie wird um Abdruck gebeten, da die Firma versuchen wird, pon auswärts Arbeitskräfte heranzu- stehen. Zentralverband der Töpfer und Berussgenossen, Filiale ziehen. Berlin. Zw M Msmge MW Bogels erscheint demnächst Engels als Denker Von Max Adler Buchhandlung„Freiheit". Breite Str. 8-9 äkne» ii. 7 mk. mit Frledenskaufsdiuk 5 Söhre r christliche Earande. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen o. SO Rlh, an Spez.: Zflhne ohne Säumen. Keine immspreise. Zahn-Praxis Hatvani, oanziger i. 2 Eleklrlscha PISff- Koch- u. j Heizapparafe 1 besonder# prelsverf- ..................... f..... im lim Iii ä Q�et in alleL SfockwerKel HOBEL! BERLIN C, Spandzuer Str. 16 Damenwäsche Handarbeiten Tt&cmi 39.. nr.., m.Stidterei- i a�hemdEin u. An«.42.- N acKtkemd«"«obb,'.??.. BemtleidAn«ue!":39.- Stlckor ei-U nterrock feieh garniert...... 69.. Prinxeßrock in. Stäck.-Ein- u. Anaetx, reich gem. 125.- ScKmuclcechürz« mTrig., bleu Made-.. polem, reich gern•-0.011 i Korsett : roode Neeeol, 1�1 P \ lange. i Auf fernem, weiß. Leinen, he» leichn., Loch-u.Auaechnillarb. Mittelv60 19,75 eeel, i}>�0 cm.. 29.75 Kaffeewärmer eweiteilig........ 14.75 Ki»«enplatte<2x60 24.75 V ierec�eK»euiet:ch-, Loch- n. Aueachnittarbeit. 4.45 »�erß. Twist mit... S�idenglaniSGrÄmm 1.30 Kiißcnplattc mit Röckw«nd, graue« 04 tx Reinleinen 42X�0 Gegründet 1815 kleiöerstoffe Popelin mit kun.taeielenan Streiken, für Blusen und Kleider... Mtr. So,— Karierter Kleiderstoff rorrügl Qual. Mtr. 34— Reinwoll. Kleiderstoff marine und tchvrarz__ 105 cm....... Mtr. 79.- |Rcinwoll, Mantelflausch dunk.melierl 130cm m65.— men Spitzendecke weiß -"».Ein u An- 7C- -«a tz., 60x60 caÄ'X.#%J: ..... fetuorä- Schnittmuster Mode-, Handarbeit- und Puppen- Alben In melierten Farben 39.- ........................................„j Damen Sportjacke| reinwollener 1 7 Ca_ 1 •"äfrigerTriVot*,*,,�*.....- BERLIN C, Königstr. 11-14 wirkwaren Damenkleisung Kinder-Strümpfe Relnw,«chwari, ge-„ strickt in 6 Gr., Gr. 3 12.00 Kinder-Sweater teinw- marine Trikot m. Umlegekrag...„ in 6 QrSßen. Qt. I 46.50 Rodel-Garnitur 3 teilig m 3 GrSfleti, für 4—5 Jahre.... 148.- Damcn-Bluse aus reinwoll. Trikot.__ Größe 44 und 4� M. 93.- Wollener Sportschal Bluse au( scetreiftem Flanell helsfreiad. geechleea, 49.- Kleid a. kariert. Stoff„ m. pliasiertem Rock 250.- Kleid aus Wollstoff mit faib. Stepperei 990.« Kleid ans reinwoll. Trikotstoff mit far- biger Wollstickerei 598,- Morgenjacke aua Flauachatoff mit farbigem Beastx... t»",- .., aua Torzflglichea Mäntel Winleratoffen 175.- 245.- 390.- .................................... 1 Bett-Damast ▼orzOglicbe QualitSI, 1 B2 cm 33.« 130cm 49.50 Trikot-Morgen» 04 C rock, rrrgl. Qual wwwwwwwww Slctalititltffl, Parteigenossinnen Botenfrauen stein«oton ein die Sped. Jordan, Dresdener Str. 34(liest.) „ Döring, Steinmalzstrasse 33 ,, KrOger, Neukölln, Emser Str. 33 „ Lorenz, Charlottenbg., Wallstr.68 n Markgraf, Karlshorst, SCDaitKSlr. 7a iriw-MiSazln malrofttn, | Äinfctrbcttnt, Polstcr an(tbtr. mann. Aaialog frn. eifern ! mBbelfabrih Suhl I. Ibfir. :■■■■■■■BHaeaH Orehe elurvahl. -----~ tif«. Billige fireif I. Mohrenstr. 31 (Kolonnaden) li.®r.pf.61r.ll5 »ahe'«ndreavst».) |(nahe 5kndreavft».) . Answahlsendung sof.| ' Amt Zentrum 7S00 I Sonntags geschloffen. KWWWHWWXW« Harmonikas Deulache, Wiener, Bozener u. Italiener, in 1, 2. 3, 4 u.ß reih Ig bis 120 Bässe nach Katalog A gratis u. franko von Robert Husberg Neuenradc Mr. SBO Wein GroB-Handels-Haus J. F. Rauch i. kclite S3C0, 6150 BcrgstraOc 34 Norden 8214 Alte Weinetuben auch Flaschenvcrkauf: Eckhaus invaiidenstraQe 164 Frledrlchstr.l ,Vr Frankf.Ste 112 8ohönhau&«r Alle« I S liinifatkendenascMiitei 640, 780, 975, 1125. 1350 SealplfiSCb 1725 iNollüe Bister"Är.r gegenüber Könlgstadl- Brauerei Derby-Cognac Derby- Mobro, r Kerry Brandy, K urlörsirn, Jamalki-Rum, Atlain, Marrnarrt, Maiagl, Sfjanlscho Rot. und SQSwelee. Alt. Irin. Tarraeona und Porlwrtn, Kostüme 156-1215 Sportjacken 45— 350 KostUmröcke 44— 250 Impr. Seidenmäntel 250 Gummimäntel 350, für Herren 390 Westmann 1. Geschäft: Berlin W, 2. Geschäft: Berlin NO, Slohrenstrasse 37a Gr. Frankfurier Str. 115 ■jStfeSHf/y. DRUCKEREI GMBH. BRKlT6STHa8-ö HersteUund von ZcituBgea, Zcitechrifton und Broichfires I Kataloge Sper.Masscnauflagen FUj!bUtter/Pfo»P«l'te Koaienenaclildd« Enlwürle jederzeit * TCLEPONi ZENTBUM SOSO, aeAB, 461 S, 4SOS Berwalfmgssjelle Perlin 91. 54, Linieustr. 83»85 vesSiiftszeil von rorm. S Uhr bis«aBiir. 4 Ahe. Telephsn: Bist Rordtn 185. IZZ9, 1987. 9714. Acht«««! Bauanschläger«»wns: Dienst«»«, den tS. Nov. 1920, abends 7 Uhr WaMlmglierVMMWk im Cotol»an Hummel, Sophienstrabe». Uage»»ed»u»gi l. Beeicht sbee de»«eeglelch bei« �em»bUb«mmiff»e. 2. Derdande. und Dz-nchenang-Ikgenheilen. Z. Drzschirdrnrs. E- ist dringend, PfNchl aller Rulle, en, pllntllich w der Der» fammlung zu erscheinen. ,!Mit,lied»b»ch legitimier« I Die O et»» e e«» lt u» g. Bien.tag, de» lS. Sl»»embee 1060,»beud» 6 Uhr Branchenversammlung der Gold- und Silberschmiede im Dresdener Garten» Dresdener Straße 45 e Dagesorduung: 1. Bericht vder unsere Lohnforderungen. 2. Stellungnahme zur WahlkSrpervet�ammlung. 3. Diskussion. Das Erscheinen alle? Kolleginnen und Kollegen ist unbedingt notwendig. Die Vrtsversvaltnng. Bekanntmachung Allgemeine Ortskrankenkaffe für Adlershof und Umgegend. Zu der am Donnerstag, de« 25. Nov. er.» nach«». 5 Uhr im Ziestaueaul B.schi», Bdleeubus, Sed.uste. S, stattfindenden ordentl. Ausschußsitzung lade ich hiermit die Vertreter der Arbeitnehmer und der Arbeit- geber ein. Dages»rdnu«H: 1. Tatzungsllnderung des 6 IS Absatz 1, 2 und S IX. Nachtrag, $ 20 Absatz 1, Ziffer 2 Vll. Nachtrag. 9 20, IX Nachtrag. § 22 Absatz 1 und 2. VII. Nachtrag.§ 32, Ab setz 2 IX. Nachtrag, 9 47, Absatz 1, IX. Nachtrag,§ 51, Absatz J und 2, f. Nachtrag. 2. Wahl des Nechnungsausschuffes für die Prüfung der Rech-. nuna! v. 3. ssestsetzunfl des Voranschlages für da» Jahr 1021. 4. Sonstige Kaffenangelegenheiten. «dlershsf, den 12. N»»emder 1020. Der Borstand. Max Knappe, Vorsitzender. JMtt MMMM-BerBM Berrvaltungvstelle Berlin. Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder verstorben sind: Der Monteur klox Hiitmann Cotheniusstr. 2. am 28, Oktober. Die Arbeiterin Klara Kind Nordend, Kastanien-Allee, am 31. Oktober. Der Monteur Karl Möller Zleutlllu, RZllnische» Ufer 8, um 3. d. TOlfc der Slrbeüet Otto Tlotz Beandenduegste. 32, um 8. d. Mts. Dee Deuhlwedee_. Karl König Sellerstr. 14, am 10. d. Ms. Der Schlosser Oskar Backer Neukölln, Warthestr. 70, am 12. d. Wt». Ehre ihre« Bndenken! Die Vrtaverrvattttng. Brot�hau»- Konvers ations- lertkon. 14. sletzte) Auslage in 17 Haldlederbanden vnkauft Buchhandlung»Freiheit- Breite Stratze 8�V. kkAAAäAAkAAAkäLkLAAAAk Interessante Deschitftigung finden Knaben v. 12— 15 Jahren, wenn sie das Buch»Mein Hand- werkszeug' zu Hilfe nehmen. Au beziehen gegen 2.40 Wk. u. Porto von der Buchhandlung »Freiheit, Breitestr. 8-S. Danksagung. Für die herzl. Teilnahme beim Heimgänge des Gen. Baul Schulz sage ich dem Nauchblub 1 Tonsequenz, dem Sparverein 1910. de? Partei sowie dem Gen. Dogt für seine trostreichen Worte| meinen besten Dank. Anna Splettstötzer,| Cuvrystr. 10. Allgemeine Mitgliederversammlung Hauptvorstandsmitgliedcr. 4. Vorschläge zur Neuwahl 1 Verschied es. der Orte Verwaltung. ftvnr. tm ff! fffff! M DeWer PeMMsarheiter-PerdeÄ Mtliale Beel!» Seb-sti-nseeabe am Dienstag, den 10. November 1020, abrrbl 7 Uhr, tm Gewerkschaftshau»,(Siigi'lufer 14/16- Tagesordnung: 1. Bericht vom internationalen Kongreß in Kopenhagen. Referent: Kollege S a b a t h. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1920. 3. Stellungnahme zu der Angelegenheit der unbesoldete« Zn Anbetracht der wichtigen Taaesorbnung ersuchen wir, recht zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch oder-Karte legitimiert� oltne dies obee mit mellt als« reflterrnben ZJatKeitbeitroge» kein jutritt. Die Crt.oerronltun». ............................................ Annahm« in allen Spedition«« des Berlages Geschäftsstelle: Berlin T 2, Brette Straße 8-S Kleine Anzeigen Da» Uberschristswort 2.— SR., fettes im Text 1.50 SN. nett«; Stellengesuch«! wort I.SO SR., jedes weitere Wort im weitere Wort : Nberschrifts. Text 1.— Sil. iL aü m | Verkäufe '*JOLiWUäSmUiUUUJUiU3U2HiW «la.ka., SlaufOd)(e lSd,—, imft. en 175,-, eilber« Chnnkbkragen 175, sfiihse. Weisttü-dfe, olle Velnoeten ouBeröebentlirt) billige Sommee. preife. Keine Lomdaedwere, Velkliase, Aipenlekee Ett. 174. 9«eMne», Ctoree, Künstler. SHeteTteare, Oilutlr p.rnitaeep farbiken, preiswett. Irrger Tttaste 18. Canb« Set« 4«»., Ppledamre Cee. IM I,»eleuchttma. Kronrn ta?, elekttisch dillig. Kein Laben, �ahl�naseeleichleenng. llieettftiiirhse 300,— fllasköfiicl|fe,Dl«nfßd)fe, fi-del. »gd;(e, Sildeetüchse, farate(dmt. I che Pelzmeren jrfit bis filteie. Wiste heeedgetel,«. Sonbee. e.igeb«»: D-men- Pelgmintel, ll emen-»nebeepde, �eeee». liehpelze, Sutten.«poelpelze, llüagenpelze.— Ja<»ettap,iige. «uiawags.Palelpl«(keine LPm. barbmoreii). Bekannt billige preise im Leihhana Mlattüplatz 58a(geSstle. bttaetigeaSpezial- hau» DerllN»> KraÄanzLge, Gehrvchan- züge, Smokinganzvge. Jachen- anzäge, Winterpalet ata. mvderne Ulster«nr an« best?» Fliedens- f vffen. prima Mastverardeitung. teilweise wenig getragen, ver- kaust sehr preiswert Schnavek's, Skalitzer Straße 12«. Nähe Kvttbuser Tor.(Hausnummer genau achten). Gesellschaft»- anzöge werden verliehen, gepaßee Schals 26,00. 46,00 aufwärt», atelllde Künstler» aardinen 55,00, 75,00 aufwart», Gardinen vom Stück 7,60, 12,00 und mehr. Großer Dosten Bett« WWaWMi|"'benia, decken, 1» und 2-deUtg, von 0tz,00 aufwärts. Tisch- und Diwandccken, Teppiche, Bett- vorlagen spottbillig. Spezial- leschäst für Gelegenheitskäufe erzig, Neue Königstr. 01 1 nahe lexanderplatz am Konigstor. Fahrvergümng. Brautleute er» halte» ein Geschenk. P«lz«DMren» jetzt ganz bedeutend billiger, nur Gelegen- heitsköuse. Kreuzfüchse, Zodel- süchse jetzt 78, DofienPelzkragen, �elzmuffen, jetzt S«. Herren- 5 P. Pelzkragen, jetzt 6«, Rie�naus- wah! in allen anderen waren, jetzt fabelhast oFnig. Damenpelzmäntel, Pelzbesätze, Pelzhllte, Sieparaturen, Um- ordeitungen allerschnellstens Spetzi«!- Pelzninrenhaua Charlvttenbnrg, Sviliner»- dorfrr Gtr. Hoch- Sarterre. Ununterbrochen ge- ffnet von 9—7 Uhe. Velzioav,ntt»eg«nr. Pi damer Str. 43. Gipfel der Billig* siots- keit. Nagelneue Damenpelzi waren, Herrenpefzwaren. Kin. derpelzwaren. Damenpelzmuften 38,00, Damenpelzkragen-Fuch»- fass»» SN.VV. Kinderpelzgarnt» u»ee« 38.00. Bachßfchgarn.«�.00. n. 9MSj~ Damenpelzgarn. 06,00, Alaoka- fuchskragen 96,00, Kreuzfuchs- k agen 296,00, Silberfüchse. Patagvnierfnchv. Seiden kreuz- fuchs, Sknnkskraaen, Skunks- muffen. Herrengehpelze, viele, andere. LlL lOMBcaßatti «eeuzfll.hse, 250,-«laaka- sllchse, Hodelsstchie anderen Pelzarten o- billigen Sommerpreisen. Posten Pelzkragen. Muffen 65�--. und alle zu enorm -4>eiz«rogen, vtussr'» m.--. Bot« peljmc �etrtniilfitr, finffe jur.fifilfte ketobgejekt. (Äelne Sömbotbraaee) Leibbau» «ofembalet Tue, Lmlcnttrofc» 202, t. Ecke RaienrtoIerfteaBe. RUdepmeiklich. Lei.«. wagen,.«astenwagen und alle Latten Eesafiräbee.»MbPldI» 74,. .�ba. lobel- ffi-bselüOMark. eieg-.».->»u«. Ifichfe, Lilbttfllchs'. sowie-U- anbeeen Pevatten, alle» neue keine SPeelaliwaee. zu staunen Soittmn» r»c Jt-ciiojV""**»° er*- ! trotze 7., �«Nt�SÄstips»'?-?«> kauf, ,u enaem v�y Leihbau, Pttn,enste°b« 105._ Befifl»*»l*urt"J Oöii umTonft I«leganI- Keeuisstchs,� ' iersti-bs'. K°d»lsi>ch!', 7-el,. »miaust i eilbeefstebC. K°d'ls«ch'», mäniel,«l«'"0''i,' wunbttdaee?''»>»-«-? M A. I 7lla«enau»n>abl, Pelebetttted Anttbufeedamm 2 ned. 3anbet{. Zllufee eebal"»- Öe»»ss»«>»aglana, Ulstee, Lchlllpsee. v»»s«e, Cmawan«, gestreifte Hosen, Uvintennodelle. sind ewgetroffen in unüder- troffen er großer Auswahl von 600 MK. an. Vttrghee. Dritzer Straße 70, vorn II. Fahr? er Kind' nz Brücke. "--T* nTV-T T* W* lWl|*|V Nagelneue Kreuz- gW'.e'lbeefli'bf,, Bobellüchse, Lkunk.kagen. Danienvelz. mäneel, Sameukastfime, Samen. Ulster, ktinc Sttfagmote. Leih- bau», Paiabaneee Lirnfie 86 b. Ä el eg t nb e tVh o i, f. l; ib st. Kochsteafirn eiste. twintpruTfeS; Iaestttiau. zuge in den neneslen Farben und Fassons sowie all« Arten Kreuzsüchse und Herrengchpelze. Joppen, Hosen �keine Lombard- waren) Kausen Sie zu dilligsten Preisen im Leihhaus Rosenderg. Boscnthaler Straße 14.(Man beachte genau die Hausnummer) Möbel Vöcherschranh 550.-. Dt plomat 760.-, Sckreibstnhl , Herrenzimmertisch» Eiche, dunkel gebeizt ISO,—, Küchen- einrichtung 650.—. komplette» Schlafzimmer 2.tz00.—. Möbel- Kamerling. Kastanienalle« 6?» am Weinsbergsweg. Olldbe?. kololfal iillig. ge. «mipabl, Sefitsttigung lebnenb. Lein Sauftipang.— M5bel> Äaineelrng, Kastanien Zillee 6« (nm Weinberg, weg,, ntSbalinrakl«. bei kleinste» Nnzablnng u. Ndzablung,»raste »lnamablf. kampleilen Aimmttn sowie ei u, einen W6beln,saebige» 2 Tabgefestte Preise. Lichieulbai, Seanienfteaste 14» sHrsnelch.plost). �egrlinbtt!S77, iMSbel, Vostniimmn, Schlaf. »immer, Speisezimmer, Hett,n. »immer Küchen, einzelne Mistel. liüeste. Preise bedeutend berat. geseilt,»»i Lvunsch Gablung,« erleichieeung, Mübelbau» Luisensiadi.ASpemchee Stt. I, ,78 Erste Prückenstt. nahe Ianno. witzbrücke. ÄKäÄ U&UttStt mm SNöb-l-ö-chnev offeriert Schlafzimmer. Eiche, weiß!., Rußbaum. Po.isander, Kirschdaum. Mahagoni. Sverse- »immer, Herrenzimmer, Kuchen, Schränke. Bertikow« usw. Größe Auswahl, sehr preiswert, Besuch lohnend. Auf ,, Wunsch Yahlungaerleichterung. Möbel- Lechner, Brunnenstraße«. G?" schästszeit 8—7.. SNodernea Wohnzimmer, Kleider derschrank.Spiegelvertiko' 2 Bettstellen mit Ausleoematr.. 4 Stühle, Spiegel, zusammen 2600.—, elegante Küche 675.— 2500.—, elegante«üche oD�I.im.� Kaufgesuche j ............— �..�.,.....�....0 wwmzviinntBa . Fahngebiffe» Platin, Gold- bruch und Silberbruch» Edel- steine, Schmucksachen kaust EdelmetallschmeIze.Blumenstr,�8 Sllberfchnrelzt Heiduck. Köpenicke?Str.1S7, Fernsprechec Wnritzpiatz 12280. kauft höchst- zahlend PlatinahsZUe. Gold- brach. Stlberbntch. falpeter- saures Silber. Aahngebisse, sowie olle Metalle. SeHallplattön, Walzen, alte, kauft Metallkontor. W. John. �llte �akvdftr.l38.HalleschcsTor _ Firnis» Schellack. Terpentin. Veim kauft Pvttratz, Grüner Weg �1._____ Tchellack, Leim. Bleiweiß, Terpentin kft. Handl. chem. Produkte, Landsberge? Allee 139 iFernspr. Alex. 29931. �eheLack» kZein», auch Pfund- - �Mübel- weise, kauft Thcm, tauv, E sasser Straße 39, im aden, Nd. 3847, und Wiclefstr. 28». l. Moabit 7V62.____ Angebote erbittet Preis» Pinn vi Nick, Wrangelstr. 126. angab«.___ Dal�natzvnkanf.Schwaudtke, Linien str. 19. 9 an' S» inti« kauft nienstrotz« 19. Fahrrader kauft Kraut, Gr. Frankfurt«» Str� 52�_ Ä ö liöskV,'$ öldfchmi e d. kaust zu günstigen Preisen: Platin, Gold. Silderbruch. unmodernen Schmuck. Aahngebisse, Brenn- stifte. Eigene Verwertung. Goldwaren-Fabrik Brunnen- straße 1KS. Cbltt�lampen, Spulendrähte kou�t laufend Stork. Brücken- straße 19. Tel. Moritzpletz 117. Splrätbvdrer, Schmirgel- leinen kauft Thi M innrn«auji-«.isttl» llrbanst?» 83, Oldenburg er Straße 17. Werkzeuge i u. Maschinen i'-'miiiiifniiiar-iif uml .«ugettager kauft laufend minder», SchönhauserAss WWWMVWW llee 8 i. nach 0 abend» öder stdristlich. AnOeltager kauft laufend Adelt. Glasgower Str. 20 nach G oder jchriftl.__ " ÜBrÜftpreife, Tpiralbo.,rer, neue Gewindebohrer Schmirgel- leinen, Holzschraubex. jeden Posten kauft Henning, Lands- berger Straße 86.___ Schmirgel- Tpiralbohrer» I___.______..__ leinen kauft jeden Posten. Jung- nick, Kochhannstraße 27. II__ Holzfchranbe». Tchmirgel- l einen. Werkzeuge kauft Kothe, Rheinsbeeger Straße 62. � UleieÄfÄ»,? Ein Kars» Draht. Kabel, Litzen. Motoren. Glühlampen, sowie alle Iiistal- lationswaren. Einkaufszentrale Fennstraß« S2(Moabit«934). Spiralbohrer kauft jeden Posten Lange Str. 13. Eingang Krautstr.. Laden.___ � Spiralbohrer kaufen Wer� zeughandlungen Luisenuser l�» Lüdecker Stt. 33. Aigae? Stt. Fahrräder AahrradgiimBti Mfllfl«'' Riesenpvften. Schlawe, meijterstrotze vier. Verschiedenes� Da»iee«»Ss«l>e ee«arietf3i«*' Beichenbcrger Straße 7.__ ✓ iSrfinder, Pat entbure«*� Packscher. Gerttäddtenstratze 1�' Zentrum 7600. Stelle«-Gesuche l WÄäÄbroiBW Jg.SNan« Kontorist dopp. Buchs.). Gest. Angeb. � . Wiehl, Reu».. Bcrgstr. � Sslbstb®«,, erhellen teils eingeiNN-, Fredersdorf, Bosenthal. p bäume. Kleine Anzah'�,� Hülsen, Steglitz, Treirschb� n.