Ew,«lpreis 30 Psg.- z. Jahrgang Dienstag, I«. November 1S20 Nummer 484- Morgen-Ansgabe .......................- cBÄrt-_— ü»-" W.n.» M.. i- bt»»» n.Swen«ämtiicbt 51,50«m. Fw�?rtÄ»r: Zillwi««SO, 20*5.*511, tM tn»»«« ffit®eiitWo*S MbCgfmix!) 16.�)®.,»t»«* öbrtet*"'?• � r v"" iu,Ii,»q»-r»ri-i für»»tschl»»» � SHf»ob«.«. Ctvtklrta«««»««Ui;«er«» C*.»""« 8tro'i /QSSfe?■HD��Ak �ewß'/n, {J$evIintT-Orffon W- t>ir Vtiofiftättafam Styialömofrafie 2>eutrcf)Tatibs ®Ie»chtgespaltene Rs«pare!?ezette elie der?« Rav« testet ewschkkVkch A ffrjfrnnflsjufdjlttfl. Kleine Dnzeige«: Da« fettgedrulkte Wort 2,— M.» jede, weite»« j Wort einschließlich� TeuerüngvjuschlaL. Laufende�«», ei� �-»t�T«if. 4 Wort l.Sv M.. einschließlich Teuerüng»�r...Mangel an den wichtigsten Lebensmitteln, aber iii r-??-'ft'fäe Profitinteresse veranlaht die Unternehmer ProbultioUnßen ket®etr'et,c"der zu Einschränkungen der i?u.�n Städten, in den Industriebezirken herrscht ent- /tzllche Wohnungsnot. Millionen von Menschen md ,n den armseligsten, gesundheitsschädlichsten Höhlen zu- lammengepfercht. Die Errichtung von Wohnungen in grötz- 'em Umfange mühte sofort unternommen werden; aber das Privatkapital baut nicht, weil bei den heutigen Material- preisen die Rentabilität nicht gesichert ist. und das Reich hat Nar fünf Milliarden für die Reichswehr, aber nur wenige Pettelmillionen für den Svohnungsbau übrig. . Kartoffeln kosten 5l) Pfennig das Pfund. Für ein "eines Brot in schlechtester Beschaffenheit muh man 4,50 «t Zahlen. Rindfleisch kostet 12 bis 2(1 Mark das Pwnd. ein E i 2.75 Mark das Stück. Die Kinder des Prvle- �riats gehen an U n t e r e r n ä h r u n g zugrunde. Rachitis. �uderkulose. Skorbut wüten unter der arbeitenden Bevölke- ung. �ie Aegypter wurden nach der biblischen Erzählung "on Zehn Plagen heimgesucht, die kapitalistische Holle laht »send Plagen auf das Proletariat los. W ihÄVen.�?-vWo� Föhnen zu sammeln. Mit Stolz sah die Arbeiterklasse g.�hre Organisation wuchs, wie die �ourg fi §on« tn �sorgnis dieser Entwicklung Zusah. wirken- Sozialdemokratie wurde ein immer>- Machtfaktor in Deutschland..... °?ndte� sich-inig�Teile� s'lfe �""% acht verloren!... i- y die i?ts"on uns: die rechtssozialisti � 'h'«n Frieden mit der BonrHcoisie gcmacht�at. d,e»ich ib' i�xLaJetiut iie Arbeiterklasse? Schließt sie tarier i« 55 zusammen, hat sich schon der letzte Prolc Entschs'»o'o sozialistische Organisation eingegliedert, um mi ordnun» den Kampf gegen kapitalistische Wirtschaftg. tarier na �.�"'N siegreichen Ende mitzuführen?„Prole- siebijn Ä.or Länder vereinigt Euch!" So rief uns schon vor rrlebe» �hren das kommunistische Manifest zu. Heute aber liegen>>» 1' dah die Proletarier, statt vereint den Kampf -eben f,«t zu führen, sich untereinander auf Tod und Der ir und zersplittern. es oei,!.�®.h h ü n g i g e n Sozialdemokratie war *""''------ Vroletarmts unter mit dem Bürgertum in die Macht teilen will und trotz der bitteren Erfahrungen nach der Revolution und während der Noskeperiode nicht zu erkennen vermag, dah bei solcher Po- litik die Arbeiterklasse immer das Nachsehen haben muh. Und links von uns: Ein wirrer Hanfe von Par- teisplittern und Sekten; von Gcwaltpolitikern, denen zur Ausübung der Gewalt nur die Macht fehlt; von Illusionären, die mit sozialen Ouacksalbercien die kranke Welt heilen wollen; von anarchistischen Kleinbürgern, die das Wesen der Revolution nur in der Zerstörung sehen, zum proletarischen Aufbau aber unfähig sind; von Dogmen- gläubigen, denen das Interesse für ihre Sekte alles, die Sache des Proletariats aber nichts gilt. '«r Doch die Bourgeoisie jubelt z n früh. Die Unabhängige Sozialdemokratie hat zwar einen kleinen Teil ihrer bisherigen Anhänger verloren, aber die Partei des revolutionären Proletariats ist in achtunggebietender Stärke verblieben, und wir wissen, dah unsere Reihen sich nicht nur wieder auffüllen, sondern sich mit neuen Streitern ver- stärken werden. Die Bourgeosie wiegt sich schon in dem törichten Glauben, als ob die Revolution vorüber sei und der Riese Proletariat gebunden am Boden liege. Wir aber wissen aus unserer sozialistischen Einsicht, dah wir uns nicht am Ende der revo- Kämpft für eure Presse! Es ist immer eine der vornehmsten Parteipflichten ge« «esen, fürdieErstarkungderParteipresse ein- zutreten. Klar erkannt hatte man die gewaltige Bedeutung de» geschriebenen Worte» und die hieraus sich entwickelnde systematische Einführung in die Gedankengänge de» Sozialismus. Je gehaltvoller, unterrichtender und belehren» der die Parteipresse ist, umso leichter wird ihre Massenoer- breitung und desto tiefer die Wirkung aus weite Bolkskreise. Hätten wir beispielsweise in der Republik IS Millionen Abonnenten auf die Parteipresse, so könnten wir bald auf die Parlamentstribüne verzichten. Wir könnten in der denkbar ausgiebigsten Weife für de» Sozialismus wirke«. Genau dieselben Gedankengänge beherrschen auch den Ka- pitalismuv, nur mit dem Unterschied, dah es bei uns beim blohen Wolle« bleibt, während e r, dank seiner riefen- haften Geldmittel, längst an der Verwirklichung arbeitet. Wir lesen immer wieder von Neuerwerbungen aller mög- lichen Blätter durch den Stinneo-Konzern. Diese Kapital»- Magnaten lassen da» gesamte Volk in Stadt und Land Tag um Tag bearbeiten. Keine Notiz geht dort in Druck, die nicht bald offen, bald versteckt, den Hag gegen die aufgeklärte Arbeiterschaft zum Hauptziel hat. Niemals hat ma« die Arbeiter glühender gehaßt als jetzt! Und niemals waren wir zerrissener als jetzt. Da aber die politischen und ökonomischen Verhältnisse gewaltig f ü r u n» arbeiten, so wäre ev das gröhte verbrechen an uns selbst, wollten wir un» nicht endlich aufraffen. Schwierigkeiten dürfe«»n» nicht schrecken, im Gegenteil. siesollenunsereTatkraftundunsereneiser- nen Willen stärken. Zeder Genosse, jede Genossin hat die heilige Pflicht, für die Verbreitung und die Stärkung der .„Freiheit". Zu sorgen. An jedem Tag muh Zeder einen neuen Leser hinzugewinnen. Es mühte ja mit dem Teusel zu- gehen, sollte diese» Ziel nicht erreicht»erden. Wir haben gegenüber der internationalen Arbeiterbewegung die« n- abweisbare Pflicht, die deutsche Arbeiterklasse von der kapitalistischen, arbeiterfeindlichen Jeiwugspeft zu befreien. Wer will nicht mitmachen? lutionären Entwicklung befinden, sondern erst zwischen zwei Akten des proletarischen Befreiung?- k a m p f e s. Die Arbeiterklasse mag vorübergehend von der politischen Bühne abgedrängt werden; aber nur um aufs neue ihre Kräfte zu sammeln für die nächsten Angriffe auf die kapitalistische Wirtschaftsordnung. Das Proletariat kann nicht früher den Klassenkampf beenden, bevor es nicht den Sozialismus verwirklicht und damit zugleich jegliche Klassen- Herrschaft abgeschafft hat. Nur ein Akt in der sozialen Revolution ist vroüber; die Revolutionicrung der Gesellschaft schreitet ununterbrochen fort. Wie die nächsten Phasen des welt- geschichtlichen Dramas, die Umwandlung der kapitalistischen Produktionsweise in die sozialistische und die damit ver- bundene Umformung des politisch gesellschaftlichen Lebens, aussehen werden, wer vermag das in allen Einzelheiten vorauszusagen? Denn nicht allein das Proletariat be- stimmt über den weiteren Verlauf der Revolution. Ob ste sich künftig mehr brutaler, ob mehr humaner Mittel be- dienen wird, das hängt vor allem von dem Verhalten unserer Gegner ab. Aber das eine wissen wir, und das muh sich in jedes Prole- tarierhirn einbrennen; wir müssen unsere Taktik auf alle Formen des revolutionären Kampfes einstellen; wir müssen unsere Organi- fation ausbauen, dah sie jedem Sturm gewachsen sind; wir müssen schon jetzt alle die Einzelziele zu erreichen suchen, von denen aus der Kampf um die Verwirklichung des Sozialis- mus weitergetragen werden kann. Ein solches Einzelziel ist die Sozialisierung des Bergbaus. Die Unabhängige Sozialdemokratie hat den Ruf an das gesamte Proletariat ergehen lassen, die Ver- fügung über die Bodenschätze den Kapitalisten zu entreißen und sie der Allgemeinheit zuzuführen, um sie durch die wirk- lichen Produzenten, die Arbeiter, Angestellten und Techniker. verwalten zu lassen. Keine Parität zwischen Kapital und Arbeit, keine Arbeitsgemeinschaft, keine Stinnesicrung! Nur durch den Kampf gegen das Kapital, durch die Aktionen der Massen kann eine wirkliche Sozialisierung durchgesetzt wer- den. Das Proletariat hat unseren Ruf verstanden; bcgerstert ist es in diesen Kampf eingetreten. Und so wird, wie in diesem Einzelfall, auch in jedem ande- ren Stadium des revolutionären Kampfes die Unab- hängige Sozialdemokratie fübrend und wegweisend vorangehen. Wir wollen keine engen, parteiegoistischcn Zwecke verfolgen. Das Interesse der Ar- beiterklasse über alles, die Partei fei nur ihre Dienerini Aber indem wir die Organisation der Unabhängigen Sozial- demokratie stärken, geben wir dem Proletariat erhöhte Schlagkraft, bereiten wir den Boden vor, aus dem sich die Arbeiterklasse zu den letzten entscheidenden Kämpfen für den Sozialismus rüstet. So soll uns der heutigeTag. an dem die„Freiheit" auf ihr zweijähriges Bestehen zurückblicken kann, die er- wünschte Gelegenheit geben, neue Leser für das Blatt des revolutionären Proletariats, neue Mitglieder füll unsere Organisation, und damit neue Kämpfer jür den Sozialismus zu gewinnen. Zwei Jahre mögew in der Geschichte der Welt wie zwei Augenblicke erscheinen; aber in den Kriegszeiten der Revolution zählen sie zehnfach. So mag auch die„Freiheit" von sich mit Recht sagen: So ahre waren, so habe ich doch allezeit meine Pflicht kurz diese gegen die Und so Arbeiterklasse getan! rufen wir das Proletariat heute auf: Vergeht nicht, dah wir uns jetzt nur in einem Zwischenakt! de g revolutionären Weltendramas befinden. Schärft eure geistige Rüstung, sorgt dafür, dah von dem heutigen Tage eine neue st u r m i s ch e E nt wick- lungsperiode eures Blattes, der„Freiheit, ausgeyr. Nur eine Ruhepause „Wenn wir all- geschlagen sind, so haben wir nicht« zu tun, als wieder von vorne anzufangen. Und die>»ahr q« lich sehr kurze Ruhepause, die un* zwischen de« die die Wog weiser in in diesem Kampfe gewesen ist. Zahllose Ge- nossen in führender Position satzen hinter Kerkermauern wder wurden verfolgt, ein Presseverbot jagte das andere, 'und dennoch konnte in einer solchen kritischen Situation die Berliner Parteiorganisation durch den nachhaltigen Ein- druck einer Massendemonstration von nie dagewesenem llm- fang und imponierender Geschlossenheit im Lustgarten die Unterzeichnung des Friedensvertrages erzwingen. Die Massen folgten dem Rufe unserer Partei, die inzwischen zum stärksten politischen Faktor Grotz-Berlins aufgerückt war. Und sie ist es bis heute geblieben? Noch einmal, am 13. Januar 1929, wurde die Partei vor schwere Aufgaben gestellt. Die Massendemonstration gegen das Betriebsrätegesetz vor dem Reichstag kostete der Bcr- liner Arbeiterschaft 46 Tote und einige hundert Verwun- deter. Wieder folgte eine Periode schwärzester Reaktion! Mundtot gemacht durch das Verbot der„Freiheit" und durch Verhängung des Belagerungszustandes, war es nur nach Ueberwindung größter Schwierigkeiten möglich, das organi- satorische Leben in der Partei aufrecht zu erhakten. Aber schlietzlich ist jede Gewaltanwendung zur Unterdrückung der Arbeiterschaft zu deren Gunsten ausgeschlagen. Mit unge- brochener Kraft hat die Berliner Organisation der U. S. P. D. den Kampf gegen die zum Vorstotz rüstende Gegen- revolution aufgenommen und die Führung in diesem Kampfe behalten. Dieser Vorstotz erfolgte im März durch den Kapp- Putsch. Jene Ereignisse, die manchem braven Genossen das Leben kosteten, sind zu frisch in der Erinnerung, als datz sie in aller Breite behandelt zu werden brauchten. Die sieg- reiche Abwehr des reaktionären Putsches kostete auch Noske das politische Leben. Der beispiellose Zusammenbruch der rechtssozialistischen Politik wirkte auf unsere Parteibewegung zurück. Durch die Erfahrung belehrt, kehrten viele Arbeitender S. P. D. den Rücken und schlössen sich unserer Partei an. Aus dem Reichstagswahlkampf ging die'Berliner Organisation als unbestrittener Sieger hervor. Im ganzen Reiche eroberten wir 81 Mandate und zogen als zweitstärkstc Fraktion in den Reichstag ein. Nichts kennzeichnet wohl die sprunghafte Entwicklung unserer Partei besser als eine Gegenüber- stellung dieser 81 Mandate mit den 22 Sitzen, die wir bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 geholt hatten. Im Berliner Roten Hause wurden wir mit 85 Mandaten die weitaus stärkste Fraktion. So vollzog sich unter dem sturmerprobten Banner der ll.S. P.D. mehr und mehr die Einigung des kämpfenden Proletariats, die mit dem Erstarken der gegenrevolutio- nären Kräfte zur Naturnotwendigkeit wurde. Stark und mächtig, trotz aller Kriegserklärungen und blutigen Kämpfen unbesiegbar, stand die Partei als' festes Bollwerk der revo- lutionäreu Arbeiterschaft bereit, den letzten, entscheidenden Machtkampf mit dem Kapitalismus aufzunehmen. Da kam die stärkste Belastungsprobe: die für die Aufnahme in die dritte Jnternatio- nale vom Moskauer Exekutivkomitee ge- stellten 21 Bedingungen und die durch d iesen Streit heraufbeschworene Spaltung der Partei. Der Parteitag von Halle liegt hinter uns. Schwere innere Kämpfe haben das feste Eesüge der Partei erschüttert. Wenn wir den entschlossenen und rücksichtslosen Kampf für Ablehnung der Bedingungen, die eine Zertrüm- merung der II. S. P. D. bedeuten, geführt haben, so geschah das nicht aus parteipartikularistifchen Motiven heraus, fon- dern ausgehend von der grundsätzlichen Erwägung, datz, ab- gesehen von unserer Stellungnahme zu den Methoden der russische»! Genossen, eine Zerreitzung der Kampffront des revolutionären Proletariats im Stadium fortschreitender Sammlung ein politisches Verbrechen, eine gegenrevolutio- näre Handlungsweise darstellt. Die ultimativen Bedirmungen Moskaus sollten das Todes- urteil über die kl. S. P. D. sprechen. Sollten! Aber weder ein Sinowjew, noch seine neukoinmunistischen Nach- beter sind in der Lage gewesen, dieses Urteil vollstrecken zu können. Die Absplitterung des neukommunistischen Flügels ist vollzogen und feine Verschmelzung mit der K. P. D. steht unmittelbar bevor. Ob die K. P. D. imstande sein wird, da- durch aus ihrer bisherigen politischen Bedeutungslosigkeit herauszutreten, steht dahin. Das Ergebnis von Halle ist zweifellos niederschmetternd: das Ergebnis nach Halle aber ist sicher eine Enttäuschung ebenso für die Neukommunisten wie für die russischen Parteidespoten. Wir haben die Gefahr, in der die stärkste revolutionäre Partei'Deutschlands schwebte, nie verkannt. Diese- Krise war iiisofern für uns die gefährlichste, weil der tödliche Schlag gegen die U. S. P. D. nicht von außen, sondern von innen, von den eigenen Genossen auf Befehl Moskaus geführt- wer- den sollte. Ohne Uebertreibung dürfen wir heute be- Haupte n, daßauchdieseKriseüberwundeni st.«' Organisatorisch und»noraftsch steht unsere Partei auf festen Füßen. Das trifft insbesondere auch auf Berlin zu. Weder die mitleidigen Nachrufe des„Vorwärts", die er uns im reichlichsten Mafee spendete, noch das Hallali, mit dem uns täglich die„Rote Fahne" und die Internationale" durch ihre Spalten schleifen, wird an dieser Tatsache etwas ändern können. Dafür bürgt schon die aufopfernde agita- torische Tätigkeit unserer Genossen, die rechtzeitig dafür siegten, datz es heute für uns keinen organisatorischen „Wiederaufbau" gibt. Wenn voreilige Prophezeiungen irgend welche Lebens- berechtigung hätten, sähe es um den Sozialismus und die Revolution böse aus. Bereits die alte Sozialdemokratie, die Wilhelm der Letzte zu einer„vorübergehenden Erscheinung� stempelte, zeigte wenig Neigung, von der politischen Bild« fläche zu verschwinden und etablierte sich als dauernde Ein« richtung. Nach der im Kriege notwendig gewordenen Kon« stituierung der!k. S. P. D. sagten uns unsere mehr oder minder großen Gegner einen schnellen politischen Tod vor« ans. Wir prophezeien nicht: aber wir haben berechtigte Hoffnung, sie samt und sonders zu überleben. Das mächtige Naturgesetz der Revolution lätzt die einen an Greisen« schwäche und die politischen Frühgeburten und Sieben« monatskinder bereits in den Windeln sterben.... Es ist wahr: schwere Zeiten liegen hinter uns. Und g» wiß ist es ebenso wahr, datz schwere Zeiten uns noch bevor« stehen. Die Berliner Organisation der U. S. P. D. geht mutig neuen Kämpfen für die Verwirklichung des Sozia« lismus entgegen. Wenn bis jetzt weder die Streiche von rechts noch die Angriff- von links uns von dem Wege ad- bringen konnten, den wir als den allein richtigen erkannl haben, so werden wir auch in Zukunft die letzte Feuerprobe bestehen. ' Die„Freiheit" aber, mit der wir in den zwei jähren der Revolution manches wechselvolle Geschick teilten, sie soll auch in ihrem neuen Lebensabschnitt Künderin� und Wegberel- terin. des großen Gedankens des völkerbefreienden Sozia- lismus sein. Sektenbewegung Die erste Phase in dem Kampf des Proletariats gegen di« Bourgeoisie ist durch die Sektenbewegung bezeichnet. Diese-»lj berechtigt zu einer Zeit, in der das Proletariat sich noch m« hinreichend entwickelt hat, um als Klasse zu handeln. Pol' einzelte Denker unterwerfen die sozialen Gegensätze einer Krm und geben zugleich eine phantastische Lösung derselben, wem die Macht der Arbeiter, nur für voll anzunehmen, zu verbreitm und praktisch ins Werk zu setzen braucht. Es liegt schon in d» Natur dieser durch die Initiative einzelner gebildeten Sckt-n, daß sie sich jeder wirklichen T ä t, g k e i t, der Politik, d-" Streiks, den Eewerksgenossenschaften, mit einem Worte»eder ve samtbeweaung gegenüber fremd und abgeschlossen m halten. Die Masse des Proletariats bleibt stets ihrer Pr«** ganda gegenüber gleichgültig, ja selbst seindlicq. Die Ärbette von Paris und Lyon wollten ebensowenig von den Saint Sun� nisten. Foureristen, Ikariern, wissen, wie die englischen Cya. tisten und Tradeunionisten von den Owenisten. Die Sekten, Ansanghebel der Bewegung, werden ein Hindernis, so wie die! sie überholt, sie werden dann reaktionär: Beweis dafür sw» die Sekten in Frankreich und England und letzthin die Lassallan" in Deutschland... kurz, sie stellten die Kindheit der Pr" letaricrbewegunä dar, wie die Astrologie u»id Alchimie v Kindheit der Wissenschaft. Damit die Gründung der Intematw nalen zur Möglichkeit wurde, muhte das Proletariat diese wicklungsstufe überschritten haben. Gegenuder den Phantast»� Sektenorganisationen ist die International« die®lrkl,»« � streitende Organisation der P�letarierklassen in allen � verbunden unter sich in ihrem Kampfe 9rg«n die Kawtalche, Grundeigentümer und ,hre un orgamsierte Klassenm Daher können die Statuten der Mrnationalen. nur Arbeitergesellschasten. die i°mtlich denselben Zweck veftolgen u� dasselbe Programm annehmen, datz sich daraus beschrankt, nur o aroben«iauvtsiele des Ganges der Arbeiterbewegung zu ze'chn- u ih r e th ooreti, ch e Ausarbeitung dem durch di? Bedurft nNse des praktischen Kampfes und den Eedankeua� tausch innerhalb der Sektionen gcgebenen Anstoß Überläst denn die Internationale ohne Unterschied jede sozialistische Uev« zeugung in ihren Organen und auf ihren Kongressen zuläht. Die Sekte sucht ihre rai«m d'ßtre in ihrem point d'honve"- (ihr Daseinsrecht in ihrer allereigensten Besonderheit) nicht � dem, was ste mit der Klassenbewegung gemein hat, sondern� dem, besonderen Schibbeleth, das sie von ihr untBl scheidet._... Karl Marx: Privatzirkular des Eeneralrats der Internats nalen Arbeiterossoziation. J, Der Golgathaweg der Arbeiterklasse Teuer erkaust die moderne Arbeiterflasse jede Erkenntnis ihH historischen Berufes. Der Kogathaweg ihrer Klassenbesreiung» mit furchtbaren Opfern besät. Die Zunlkanlpfer. die Op>er Kommune, die Märtyrer der russischen Revolution— ein Reig blutiger Schatten, schier ohne Zahl. Jene waren aber auf W Felde der Ehre gefallen, sie sind, wie Marx über die Komm»''* Melden schrieb,„auf ewige Zeiten eingeschreint in dem gr« Herzen der Arbeiterklasse�. Jetzt fallen Millionen Vroletal» aller Zungen auf dem Felde der Schmach, des Brudermorve-' der Selbstzerfleischung m,t dem Sklavengesang auf den Lipp- s Auch das sollte uns nicht erspart bleiben. Wir gleichen waHrW. den Juden, die Moses durch die Wüste führt. Aber wir find n1® verloren, und wir werden siegen, wenn wir zu lernen nicht v- lernt haben. Rosa Luxemburg, aus der Iunius-Broschüre. Das Gesicht der Stadt Bon Ignatz Wrobel. »...»ie Tragik ein«» Echliksal», da« da» au» einer wendischen Kischarsiedlllng»ur machligen Mia»«nenft-dt an» �ieichshauvtstadt emporgewachsenc Berlin dazu»erdainmt: immersart zu werden und niemal» ,» satn.- ftatl Schessler, BarNn. Man sagt nicht.berlinerisch", sondern berlinisch", und myn lst es. Aus einer kleinen kargen Residenz wurde diese unsre Stadt durch die Eründerjahre im Scheinsieg des Krieges siebzigeiimnd- siebzig jäh emporgeworfen. Knallende Fassaden und aufgetakelte Kausmannsaattinnen. denen der neue Reichtum nicht gur bekam. gaben der Stadt ein Gepräge, das sich mit dem alten Preuhen- tum des Kaisers, seiner Ofsiziere und Beamten seltsam mischt«. Der Reichtum wurde zwar nicht preuhisch— aber die Preußen wurden goldgelackt, nicht zum Vorteil für den Potsdamer Stil, der die Stadt bisher beherrscht hatte. Das Nationalungliick Wil- Helm gab der Stadt den Rest. Und wer geologisch zu schürfen versteht, wird überall in Verlin diese drei Schichten aufzufinden wissen, deren Spuren dreifach vorhanden sind: das alte gute Berlin, das Berlin der Gründerjahre und das wilhelminische, das kriegerische Berlin. Denn was eine nationale Presse, die ihre Kriegsbände nie- mals nachblättern darf, weil sie von falschen Prophezeiungen, von falschen Anschauungen und verderblichen Ratschlägen wim- meln, heute an Berlin der Revolution aufs Konto schreiben will, hat am 1. Augillt 1314 seinen Anfang genommen. Der Nieder- gang des Paradieses für den Mittelstand und dt« Geburt einer neuen Stadt— das begann damals, als die Gassen widerhallten vom Toben bedauernswerter Irrer, die auszogen, die Welt zu er- obern und höchstens Brüsseler Spitzen, ein paar gestohlene Schweine und die Syphilis heimbrachten. Damals, am 1. August, erstand dieses neue Berlin. Welches—?, Zunächst: ein anderes. Das ist die Hauptmclodie, die heute überall gesungen wird:„Vater meinigesl Wie hast du dir ver- ändert—!" Denn es ist nicht mehr dieselbe Stadt, nicht mehr jene, durch die der Kaiser vor den abgehetzten schwitz-nden Prole- tarieruniformen durch die begeisterten und demgemäß abgesperr- ten Strogen zog. Es heitzt noch Berlin. Aber schon ist« das nicht mehr. Nach den paar wilden Monaten um die Jahreswende des lahres 1918— die einzige Zeit, wo in Preußen so«twas wie Luft webte, trotz entsetzlicher Jrrtüm«.. Bruderlampfe. ____ und Totschlag, Unruhen und Schief, ereien: krisch« Luft— („Na, ich danke!" sagt der spareiche Bürger)— nach dieser Zerr hat sich Berlin rasch und folgerichtig entwickelt. Es ist immer mehr nach dem Osten gerutscht. Diese Kolonialsiadt hat sich mit Ostjuden, Polen und Russen überschwemmen lassen müssen— sie»st es. die den ersten Ansturm der Elemente, die im Kulturwesten ihr Gluck machen wollen. auszuhalten hat. Dies« Oestlichen propagieren nicht, wie der Teutone Wulle meint, den Bolschewismus— sie sind zum größ- ten Teil seine Feinde. Aber sie verandern Berlin. Helsferich-Wirtschaft und Ludendorff-Schlamperel haben die Stadt ausgesogen. Vorbei die Seligkeit des Mittelstandes, vorbei Keinpinski und die Billigkeit des Amustcrvergiiügens— denn wie spezifisch berlinisch war dies, daß sich der Portokassenjüngling vor dem Krieg zwanzig Mark einsteckte und sie geradezu fürstlich — wie es ihm vorkam— durchbrachte. Das gab es in keiner anderen Stadt— anderswo war entweder oben oder unten und dazwischen nichts. In Verlin herrschte früher der Mittelstand. Große Reiche hat es nie gehabt. Die verließen die Stadt oder kamen gar nicht hierher. �„ Das ist dahin. Der Mittelstand wird langsam, aber sicher zer- rieben— die mühsam bewahrte Haltung der Bürgerlichen ist heute schon häufig Tünche, und nach oben und unten wandern sie ab: nach oben— das sind die Kriegs- und Revolutionsgewinner: nach unten: die proletarisierten Massen. Wer aus- dem Ausland hierherkommt, zeigt uns erst, wie wir geworden sind. Einer sagte mir mal:„Die Leute sehen hier alle so gemein in den Gesichtern aus!"— Das wird wohl wahr sein. Der Kampf des Alltags gräbt sich tief ein— man paukt sich nicht umsonst mit Wohnungsämtern, Hauswirten, Rationierungg- systemen und Beamten herum, um den wirklichen Bedürfnissen des Lebens Geltung zu verschaffen. Denn dies ist oberster Grund- satz in Berlin: Alles ist verboten. Und alles wird geschoben. Es gibt keinen Ehrlichen. Den kann es gar nicht geben, denn dl« Preußen haben die Aufgaben des Staates falsch verstanden und legen Vorschriften auf, die unerfüllbar sind. Also werden ste umgangen. Die Melodien sind verschieden. Das Strichmädchen am Schlesi- schcn Vahnhos, der Rennschieber, der kleine Ladenbesitzer, der Mie- »er, die Hausfrau— sie konnten alle ohne Schiebung gar nickt leben. Der Staat schnürt ihnen— auf dem Papier— die Kehle ab. Und ungeheuer ist die Lebenskraft dieser Namenlosen, uner- hört ihre Zähigkeit, sich nicht unterkriegen zu lassen. Leicht- sinn? Du lieber Gott, wer kann denn hier leichtsinnig sein! Es ist einfach dl« brutale Freude, noch da zu sein— nicht in Flandern zu liegen oder in der Türkei— und sich unter gar keinen wie immer gearteten Umständen das Leben saurer machen zu lassen. als es für die Gehalt empfangenden Beamten unumgänglich not- wendig ist. Was die Stadt aus dem Frieden restlos übernommen hat. da» ist ihr Tempo. Es ist nicht etwa amerikanisch(dazu jft«sj unpraktisch)— es ist ganz und aar berlinisch, und es steckt» an.(Das Tempo ist auch ganz deutlich in der Art, sich zu». gnügen, zu erkennen. Amüsement ist hier eine Arbeit.)-f hat das neue Berlin vom alten übernommen. Gänzlich gswan« haben sich für Ohr und Auge die Typen.»s Zunächst ist das Geld in andere Hände übergegangen. Und, sind dickere, fleischigere, feistere Hände als vormals. Die», ständigen Gesichter in den Nachtlokalen gehören gemeinhin Kellnern an. und was die Logen der Theater ziert, verd> meist die ganze Fassade. Wer kann noch—? i, Hoppla, sie können alle noch! Eine ewig fluktuierende, wc. selnde, in des Wortes wahrster Bedeutung hin und herschied<%, Schicht hat Geld.(Nicht Vermögen.) Und wer gerade hat. gibt den Nahmen ab in den Filmpremieren, in Bars, nackt oder so getanzt wird, als sei mans, in den tiefen Lei' autos, in Hotels und Weinstuben. Reiche Leute sind ja als scheinung nur erträglich, wenn der Geist das Geld— ölet!"i — ein wenig verwischt hat. Hier steht« auf allen Stirnen:�, dienen!— Nackt und brutal und mit einem säubern kleinen � len zur Diktatur.(Die ja auch besteht, ohne daß auch nur e« zetert.) Nie kann ich den dicken Mann vergessen, der im Espa nade satz. in der großen Halle— vor einem großen Tisch Kaffee, Zucker, Milch und Kuchen.„Ja," sagte er, währe gerade einen ganzen Pfannkuchen mit einem Mal« zu stopfe» müht war,„sehn Se mal: der Bolschewismus...! Die»-« arbeiten sa nicht!" Er arbeitete jedenfalls. Frauen sind Spiegel. Dieser Reichtum verdirbt die die immer bei den Siegern des Lebens sind. Und die W" z die neulich in der Provinz ein mutiger Staatsanwalt non bürgerlichen Verführern der Arbeiterinnen gesprochen hat, w® ein bißchen pathetisch— aber das meiste stimmte. Und 9» begreiflich. Einmal am Abend ein bißchen Glanz, nicht das Grau, einmal Musik und Wein und Blitzen... � Heimatland ade.... Plötzensee;...•. Und unmittelbar daneben stinkt das Elend. Ueber die Strecke Mittelstand hinweg, der sich plagt, in alten Vorstell»»»ji befangen ist und es noch nicht glauben kann, daß seine vorbei ist— unmittelbar daneben, am Gesundbrunnen, im�si im Norden, ein Elend, das dadurch noch scheußlicher wirkt, � man es verhindert, sich auf den Straßen zu zeigen. Bettel».� verboten!„Die deutschen Häuser in den Elendsvierteln»t» u .haben alle ein Vorhemd chen an" hat Graf Keßler einmal Außen Hut. Und innen?.„cl Innen so, daß mir einmal ein zurückgekehrter Kriegsgefanö�t sagte:„Ich war fünf Jahre in Sibirien. Da haben sie uns'>» � erzählt, wie elend die Russen leben. Aber bisr!(et deutete� feine jämmerliche Stube, in der sieben Personen mänM'*' Die Kosten der Sicherheitswehr Nachtragsetat in der preufz. Landesversammlung � der preußischen Landesversammlung wies bei Be- 5» ratung des Nachtragsctats für 1920 bei Genosse Ludwig sU. ST P.) darauf hin, daß in diesem Etat für die st a a t» liche Sicherheitspolizei und deren Umwandlung nicht weniger als 76Z Millionen Mar? gefordert werden, darunter 12 Millionen von der Stadt« gemeinde Berlin. Genosse Ludwig geißelte die Methode, derartig« Summen zu verlangen, ohne die ge- ring st e Nachweisung und Spezialisierung, �.as sei unerhört. Es sei überhaupt Pflicht der Regierung, vom Parlament erst einen Beschluß zu erhalten über die Art und Organisation der Polizei.'„,... Veamtenorganisationen hätten schon darauf hiilgewiesen, daß diese Neuorganisation zu einer zweiten Re i ch s« wehr führe, in der die Offiziere bestimmen und die militärischen Charakter trage. Schon sei der Äampf der blauen Polizei gegen die Sipo im Gange. Denn die gesamte Polizei soll in die eine Organisation aufgehen, die eben noch unter Leitung von Offizieren stände. Den alten Polizeibeamten würden Sipoleute auf die Jlass gesetzt. Abg. Richter von der S. P. D. meinte, daß die Umge- staltung des Polizeiwcsens doch im Ausschuß dargelegt war- den sei, währeno der Finanzminister Lüdemann erklarte, daß im Ausschuß alle noch nötigen Äufklärungen über die Polizei gegeben werden würden. Die Kritik des Genossen Ludwig rief den Ilntcrstaatssekretär Dr. F r e u n d auf den Plan, der mit Emphase die„Legende" von der zweiten Reicbswchr zerstören zu sollen glaubte. Es Handels sich vielmehr um eine Entmilitarisier ung der Polizei, wie sie die Entente fordere. Bei dem Etat der Handels- und Eewerbeverwaltung geißelte Genosse Ehristange die Wirtschaft der Kriegs ges ellschaften und ihre Profitmacherei. Un- geheuer sei die Dividendenschluckerei einer großen Anzahl von Unternehmungen, die zu einer größeren Preistreiberei führe. Das ganze System sei faul und morsch und müßte grundsätzlich beseitigt werden. Ans einer längeren Rede des Handelsministers Fisch- b e ck, der szch über alle möglichen Gebiete seines Ressorts verbreitete, war interessant die Mahnung an die Unter- nehmer. mi> der Profitmacherei es doch ja nicht � e �--L-— ___.1... u, v» v. v!? v u ch j a n i ch allzu schlimm zu machen. Er warne eindringlich davor. Als ob sich die Unternehmer daran kehren würden. Deutschland und sewe Wehrmacht Der Reich-wirtschaftsverband deutscher Berufssotoaten feierte sein zweijähriges Bestehen mit einer am vor.gen Sonntag vor- mittag im Zirkus Busch abgehaltenen Versammlung die außer. ordentlich gut besucht war. Den Angehangen der Reichswehr im Bezirk des Wehrkreises des Kommandos ß war von dem Kam- mandeur. General R u m s ch ö t t e l. die Teilnahme an der V«- fammlung verboten worden. Die Dvrttealung von dtt>em Borfall wurde von den Versammelten mit großer Entrüstung aus- genommen. Die Festrede hielt der Erste Vor>itz-nde des Ver- bandes. Franke, über das Thema„Das neue Deutschland und seine Wehrmacht." Er betonte, daß die Beruhigung und Festi- «ung unserer kleinen Wchrmacht solange mißlingen müsse, als sie weder nach innen noch nach außen die Gehorsam und Achtung ge- bietende Autorität auibringen werde. Das neue Deutschland «rauche Mehrmänner, deren Disziplin unbestechlich und keinem einzelnen dienstbar lediglich der Idee und dem Gebot de» !�blikan,fchen Volkswillens zu dessen Schutz ge- (mm.:®er C,.n�Ine Soldat der deutschen Republik dürfe nie und 5"° wirtschaftlichem Vorteil oder aus geistiger Rückstan- d-m Serrenwillen einzelner untertänige Handlangerdienst- dÄ*«?1 5�« schilderte dann in längeren Ausführungen «56! vnb Orsanisation der Fürsorgeein r I ch t u ng e n o-s �Verbandes, der be»i«—- "im Geruch der politischen B e---- Wirklichkeit das stärkste Bollwerk gegen j»gl'ch« R"*"« politische Vergewaltigung und Beeinslussung der Wehrmacht dar- stell«.(Lebhafter Beifall.).. Namens der Oftiziersvereiniaunk der deutschen RepubUr svraS) Hauptmann a. D. Willi Meyer, der sich schar? gegen den augenblicklichen Entwurf des Reichswehrgesetzes wandte. Nlcht �ntpolitisterung. sondern Demoxrattsierung des Heeres sei notwendig, und zwar aus der G Z-raurigste ist, datz es Leuten so geht, die noch timL«rJv 003 5«« tun die Arbeitslosen-? Sie vertieren. und ganz merkwürdig ch der S>f ß ichen a-ll-n die Armin und vor allem gegen die Arbeiter Wo früher noch Mitleid war— fentimentalcs. unnutz-s Mitlei»— ch heute blanker fTaft Beimischt mit Angst. Werden sie un» am Kur- sJist-ndamm etwa» tun-—? Gott sei dank, noch haben wir die � DK vi�Kästerte Stadt, unbeliebt in der verhaßt »US gan, tallcken»rlaiben ti.nler- wahren. t>ehlc� sehen dl« a„v,..lian,Z falschen Ursachen(unsere Fn— diese Stadt ist weniger einheitlich, oenn j» wie n Bilderbüchern und auf den Operettenbühren lebt sie noch' den liunnemals war: mit dem pfeifenden Schusterjungen, mit dicken Weißbierberlinern, mit den Marktfrauen, deren t-r at 8in8 wie eine Kalieemilhl«... Alles, clles�ist här. � �.....■rTn'rie* so voll. dah die Leut« Dorn auf der Plattform ist alle vorbei. Und kaum atmen können. Da fahrt«in guch denn keener d« Kutscher, grinsend:„Warum setzt siw � � .7—.. ,»}*««rliner sind, die alt« ./lud, soweit die Leute noch wullich � lassen, da« Miß, Eigenart ist noch da. sich nichts vorwachen � �iR lBottJ l�uen gegen Schwindel, die Abneigung abziehen. ..Bei mir?— Ocke." Und der andere kann � e9 M der tnt« ,.b°t dies« Stadt ein Gesicht? Wie ist«»- �. bleiben, die im glichen, unbeirrbaren, deutschen..auw"« �r so em umsor- Gommlv das Ideal sieht?(Der Amerongt �higl«') hinaus- wierter Commis.f Sollte es nicht W«° unb Kino haben '»'hen. den Laden zu schmeißen?. Konterr �e emes: der -in» innere Verwandtschaft. Maggebend tu' Erfolg.„ mnch„Berlin" voller .Was Carl Sternheim in feinem.««"5" t die immer wieder Selbsthaß auszeichnet: es ttistt d-fe Stadt, allemal auf dem **>1 vorn anzufangen geneigt ist€«« i �i{ wird st« morgen d» T-».»-.. s.. m. m der Untergrundbahnwagen. tlne Scheibe Nirr« ou- Berlin. Er ist proppenvoll, so voll, einer Dam«! y. M ein dicker Mann, der aus dem groiM wat Sie nur .Ick will Ihnen mal»at sahrn. v° Wo geht da, können!-- Zahnischt könne, Sie mir.. Wir sitzen drin und»issens nicht. Alna.'« getreuer Aufklärung. Das Reichswehrgefetz hätte unter der Regierung Kaiser Wilhelm» auch nicht schlimmer ausfallen kön- nen.(Lebhafter Beifall.)— Reichstagsabgeordneter Dr. Heile (Dem.) dezeichnete das Verbot der Versammlungsleilnahme als unklug und die Maßnahme selbst al« höchst politisch. Die Reichs- wehr dürfe nicht den Boden abgeben für den Kampf der zwei Wel- ton. die jetzt in Deutschland miteinander ringen. Die Disziplin der Reichswehr werde durch die wirtschaftliche Oigantjation nicht leiden: aber gerade durch das Verbot des Beitritts werde der Verband politisiert.(Zuruf: Warum sagt das der Demokrat Gehler nicht?") Der Platz des Reichswehrministers ist ein äußerst schwerer.(Erregte Zwischenrufe.)— Nachdem noch ein Vertreter der S. P. D. gesprochen hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Die Wahlen in Sachsen Großer Rückgang der Wahlbeteiligung Anwachsen der Dentschnatwnalen (Eigene Drahtmeldung der.Li reih ei t") Dresden, IS. November. Sin der gestrigen Landtagswahl beteiligten sich etwa 1800 000 rPesonen, ungefähr(500 000 weniger als zu den Reichstags- wählen im Juni. Nach den bis Montag nachmittag S Uhr vor- liegenden?5ieldungen erhielten in runden Zahlen Stimmen: Deutfchnationale..... 427 000 Dentfche Bolkopartei.... 373000 Demokraten....... 157 000 Zentrum........ 31000 . Bürgerlich, Parteien zusammen 078 000 Sozialdemokrat»«..... 508 000 Unabhängige Sozialdemokraten 280 000 Däumig.Richtung..... 56 000 Kommunisten....... 115 000 Sozialdemokraten zusamme« 1 019 000 Kleine Verschiebungen und Erhöhungen dieser Zahlen, mit denen zu rechnen ist, werden an dem Gesamtbild nichts ändern. Die Stimmen der Unabhängigen Sozialdemokratie fielen gegen» über dem Ergebnis der Reichstagswahlen im Juni etwa auf die Hälft«, die Rechtssozialisten verloren etwa 13 000, die Demo- kraten 55 000, die Deutsche Volkspartei 05 000 Stimmen. D i« Deutschnationalen haben etwa 115 000 Stimmen gewonnen. Die Aufrechnung der Stimmen ergibt nach dem vorliegenden Resultat eine kleine Mehrheit der Stimmen aller sozialistischen Parteien über alle bürgerlichen Parteien. Von den 96 Mandaten dürften entfallen auf die Rechtssozia. listen 27, bisher 43. Unabhängigen 13. bisher 15. Kommu- nisten 5, Däumig-Richtung 2, Demokraten 7. bisher 22, Deutsch. nationale 21, bisher 13. Deutsche Vollspartei 18, bisher 4, Zentrum 1. Danach halten sich die Sozialdemokraten und die Bürgerlichen mit je 47 Mandaten die Wagschale, die übrigen zwei Mandate werden auf Reststimmen verteilt. Von der Per- teilung dieser zwei Mandate hängt die Entscheidung über die Majoritätsbildung zwischen Sozialdemokraten und Bürgerlichen oder die Stimmengleichheit ab. In der Volkskammer hatten bis» her die Sozialdemokraten und die Unabhängigen Sozialdemokraten mit zustimmen 57 Mandaten eine Mehrheit von 18 Man- daten über die bürgerlichen Parteien. Nach Stichproben aus einzelnen Orten scheinen die Frauen viel zahlreicher gewählt zu haben als die Männer. .._'>*_____ j�)L..,r• Es ist nicht zu erwarten, baß die endgültigen Wahlergeb- nlssc das Bild, das die bisherigen gezeigt haben, verändern werden. Wir müssen also mit den zweibedauerlichen Tatsachen rechnen, daß der erhebliche Rückgang der Wahlbeteiligung eine Zunahme der politislyen Gleichgültig- keit zum Ausdruck gebracht hat und daß ein starkes An- wachsen der rechtsbüraerlichen Stimmen einem erheblichen Rückgang der sozialistischen Stimmen gegenübersteht. Beide Tatsachen sind der Ausdruck der zunehmenden Verschärfung der Klassengegensätze, die in einem so ausgesprochenen Jndustrielande wie es Sachsen ist, früher bereits zu einer politischen Konstellation geführt haben, bei der äußerste Rechte und äußerste Linke sich un- vermittelt gegenüberstanden. Aber während schon vor fast zwei Jahrzehnten Sachsen eine überwältigende sozialistische Mehrheit aufwies, sind jetzt alle sozialistischen Parteien zu- sammen nur wenig stärker als die bürgerlichen. Dieser Rückgang der sozialdemokratischen Stimmen, sowie die geringere Wahlbeteiligung, die diesmal anscheinend ge- rade proletarische und kleinbürgerliche Kreise erfaßt hat. dürfte zu einem wesentlichen Teile zurückzuführen sein auf dieinnerenAuseinandersetzungen.diedasEe- füge unserer Partei zerrissen haben und ihre Anziehungskraft auf die Massen vermindetton. Es wäre falsch, diese Ursache verschleiern zu wollen, oder sie mit der zunehmenden Abnei- 8 ung der Massen gegen den Parlamentarismus zu erklären. sine solche Strömung von nennenswertem Umfang ist in Sachsen nicht mehr vorhanden, wohl aber zeigt das Per- sinken der Massen in den Sumpf der politischen Gleichgültig- keit, daß das Ueberwuchetn innerer Aueeinandersetzungen die Arbeiterbewegung nicht fördert, sondern hemmt. Das Arbeitszeitgesetz Am Freitag, den 12. November d. I.. fand im Reichsarbeit». Ministerium unter Beteiligung von Vertretern der zuständigen Reichs- und Landesbebörden und des Arbeitsrechtoausfchusses h?. R°W»echung des Gesetzentwurfes über Regelung gewerblicher Arbeiter mit Vertretern de? E» IfrLl«.AI und der Arbeiter statt. S" S?nU'B»fH- �Arbeiter ge" ÄÄ � den Die dritte Niederlage der Neukom- munisten vor Gericht. Die Klage abgewiesen Säumig und Genossen sind zunächst mit ihrem Antrage aus Erlaß einer einstweiligen Verfügung wegen der Parteigelder abgewiesen worden. Alsdann beantragten sie bei Gericht ein« einstweilige Verfügung wegen Benutzung der Räume des Zentral« komttee» am Echijfbauerdamm. Et« fahen stch aber genötigt, diesen Antrag noch vor her Verhandlung zurückzunehmen. Ferner benutzten st« dt« Verhandlung über die für unser Zentralkomitee von Gericht erlassen« einstweilige Verfügung, durch welche Däumig und Genossen das Betreten der Räume des Zentralkomitees unter« fagt wurde, um von neuem einen Antrag zu stellen, daß ihnen durch einstweilige Verfügung dl« Räume und. Bücher de» Zentral» komitees zugesprochen werden. Nach stundenlanger Verhandlung. über die wir schon berichtete«, ist das Urteil de, Gerichts dahin ergangen, daß gemäß den Anträgen der Genossen Dr. Rosenfeld und Dr. Bönheim 1. der für unser Zentralkomitee gestellte Antrag für erledigt erklärt und 2. der von Dr. Herzfeld für Däumig und Genossen gestellte Antrag abgewiesen wurde. Die Koste» b-�Aechtsstreits wurden gegeneinander aufgehoben. Wir sind begierig, ob die Reukcmmunisten nach diesen verschie« denen Niederlagen den juristischen Kleinkrieg fortzusetzen be- lieben werden. Wir meinen, daß es jetzt wichtigere» zu tun gibt. Polen und Rußland Polnische Friedeussabotage (Eigener Drahtbericht der.Freiheit-.) Riga, 15. November. Die Borfttzenden der russisch-vtrainischen uvd polnische« Frie« dcnsdelcaationen Jos sä und Dombski bestimmten ia ihren Sitzungen vom 13. und 14. November, daß der Abzug der polni« scheu Heere vom uichtpalnischen Staatsterritorium, dort, wo das noch nicht geschehen, gemäß Artikel 0 de» Wasfenstillstandsver- träges unuerzüglich und nicht später als am 10. Ro« »ember erfolgen wird. In einer Zusammenkunft mit dem Vizepräsidenten der russisch- ukrainischen Delegation Wassilewskt bemerkte Ioffö, daß die Verhandlungen seit einem Monat infolge Nichteintres- fens polnischer Sachverständiger unterbrochen sind, was im Widerspruch steht zum Artikel 15 des Präliminar- Vertrages. Dombski hatte mitgeteilt, daß er am 3. November Warschau verlassen würde, ist aber bis jetzt noch nicht in Riga eingetroffen. Ferner betonte Jofsö, daß an der Front eine anormale Lage sich herausgebildet habe. Trotz Ar- tikel 0 des Waffenstillstandsvertrages ziehe Polen bis jetzt seine Truppen nicht an die Grenzen seines Landes zurück, die russisch- ukrainischen Truppen jedoch erfüllten die Bedingungen ganz genau. Diese Lage der Dinge wird von Josts als Verletzung des Bettrages durch Polen betrachtet. Außerdem hätten nach Unterschreibung des Vertrages Trepow. Petljura und Valachowttsch von polnischer Seif« die Grenz- linie überschritten und militänsche Aktfonen gegen die Russen und Ukraine begonnen. Das sei eine grobe Verletzung der Artikel 7 und 10 des Waffenstillstandsvertrages, welche den Aufenthalt bewaffneter Kräfte in der neutralen Zone, sowie ein Ueberschretten derselben ohne Erlaubnis der gemischten Militär» kommission untersagten. Gegenwärtig müßte die polnische Arme« bereit» auf die Linie 15 Kilometer östlich der Grenze des polnischen Staates zurückgezogen sein, vertragsgemäß haben die rufst- scheu und ukrainischen Armeen das Recht, bis zu der ihnen zuge- standenen Linie vorzudringen und alle die Truppen, welche sich östlich dieser Linie befinden, als ihre Kriegsgefangenen zu betrachten. Die durch die Schuld Polens an der Front ent- stmidene Lage zwingt Rußland und die Ukraine zu energifchen Maßregeln gegen die Weißgardisten in der neutralen Zone, was zu Zusammenstößen zwischen russischen und polnischen Truppen. welche sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Weißgardisten be- finden, führen kann. Deshalb hält Ioffö die Vereinbarung mit Wassilewski für unerläßlich, damit die Maßregeln, die Rußland und die Ukraine zu ergreisen gezwungen werden, nicht zu schweren Fol- gen führen. Wassilewski antwortete, daß die Hindernisse, w� einer.Wiederaufnahme der Berhandlungsarbeiten im M ständen, nur technischer Natur seien. Dombski befü sich bereits in Mcmel und werde morgen in Riga eintreffen. Polen erfüll« die Bedingungen des Bertrage», die den Aufenthalt antibolschewistischer Truppe» auf polnischem Gebiet untersagen, voll und ganz. Wassilewski«ttlärie, daß die strittigen Fragen erst nach Nnkunlt Dombslis erörtert werden können. Darauf erklärte Iofft, daß die Frage bezüglich der Zlrmee Bala« chowitsch dringend sei und er ersuche Wassilewski. nach War- schau zu berichten, daß Rußland und die Ukraine es al» grohe Verletzung de» Vertrages ansehen, daß Polen seine Truppen nicht zurückzieh«, und daß nach Inkrafttreten des Vor- träges weiße Truppen auf polnischem Gebiete nicht geduldet werden. Die russtsch-ukrainische Delegation bittet, diese Blaß- regel nicht als feindliche Akte gegen Polen anzu- �Wassilewski erklärte sich bereit. Ioffös Erklärung der polnischen Regierung unverzüglich mitzuteilen. Tschitscherin an die ungarische Terroristen« Regierung (Eigener Drahtbericht der„Freiheit") Moskau, 12. November. Der Volkskommissar des Auswärtigen, Tschitscheri«, hat folgende Rot« au die ungarische Regierung gerichtet: Aus einer Mitteilung der Budapester Press« vom 5. November geht hervor, daß der Prozeß der Vollskommissare der ungarischen Eowjet-Republik sich seinem Ende nähert. Beunruhigt durch die Gefahr, welche ihren, von dem ungarischen Volk auf ihre Posten aswählten und von der Ehrfurcht aller arbeitenden Massen der Welt getragenen Freunden droht, fühlt sich die Sowjet-Regierung veranlaßt, zu erklären, daß das Schicksal von lO als Geiseln verhaftete« ungarischen hohe« Offizieren, welche zu dem an diesem abscheulichen Pseudogericht verantwert- lichen Klassen gehören, vollkommen und ohne Einschränkung mit dem Schicksal der im Prozeß aus der Anklagebank fitzenden Volks« kommissar« in Budapest verknüpft ist. Die russtfche Sowset-Regie- rung betont, daß nach den ihr zugegangenen Mitteilungen die ungarisch« Regierung in letzter Zeit die terroristischen Zwangs- maßregeln gegen ihre politischen Gegner verschärft hat. So wurde z. B. Ende Oktober der Vorsitzende des Lokomotiv-Maschi- nisten-Verbandes Joseph Glahter, einzig deswegen zum Tode verurteilt, weil er 2000 Dollar zur Unter st lltzungder -ramilien der Opfer de» politischen Terrors ge- braucht hatte. Die ungarische Regierung sollte ebenfall» in Be- Uacht ziehen, daß außer den obengenannten 10 Geiseln in de». Konzentrationslagern Sowjet»Rußlands noch eine bedeU« tende Anzahl Offizier« sich befinden, deren Schicksal van den gegen die politischen Geiseln der ungarischen Regierung an» gewendeten Maßregeln nicht unbeeinflußt bleiben kann. ..�ssl�ehr«« aus Ostasrika. Der Dampfer„Kigoma" ist am 14. d. M. 3 Uhr nachmittags, mit 305 Deutschen aus Ost-Afrika an Bord in Rotterdam eingetroffen. Der Zustand der Passa- dsr" ausgttäsi Transport wird nach Wesel weitergeleitet und Dir Militäedienstzeit i« Frankreich. Wie dem„Echo de Paris* mitgeteilt wird, betzarrt Kriegsminister Lefbore auf seinem Standpunkt, daß die Dienst, eil vorerst nlchtkürzeralszwef Jahr« sein kSnue. Nach seiner Ansicht könne, solange man am Hein stehen müsse und ander« auswärtig« Verpflichtung«« habe» dio Heeresstärl» nicht vermindert«erden. i Volksbühne «/, Uhr- Peer Gynt lAußer Abonnement) Direktion: Max R«t«hardt. Deutsches Theater 7 Uhr: Kabale and Lieb» Kamnierspiele 7 Uhr, Sr ist an alle», schuld Di« Spieler Der Seirataantra« Tros-kL Scha«s?itAi>z ABrlstrab- .derma»» teilun», II. Aberd) » Uhr:-Zrberma»» <8.«b> Theater i. d. AöniggrLtzer Str. Uhr:«rds-lst (Olfka, Stdnrfd) Dannftf ton: Rausch (Dtslio.fflbel.Sltnnonn.Jlidiarti, lveldtlrirch. Der» bürg, Jlönitr). sfteitag: Erdgeist Komödienhaus »/.S U.: Di. Sache mit Lala mit»8a» Pallanbarg sABfefi»- Dara«.®., Drtjub Wog» er, Picho, Haokel, Stiedo, «ixer) Berliner Theater Donnerstag zum 1. Male: Die WMenaiMQ !?r>«,t tmaffaeq (CWk Kirl, Hon- Nahm-nn, Inlius Branbi, Emmy Sturi», _ Olfla Sngl)_ "MMz- Theater Mohnhos Hannorothbrücke) UntrrgrunbbohnhBs«lofterstr. Täglich:»/,» Uhr: Die Freundin SBunto, i u.; Di« g«««»>i». Lejsiiig- Theater Direkt.: lvictar Daraam-bq ?:/, Uhr: FlllMMe �Dorsch» Grüning, Kleitt-Rogge, PröcklZ Mittwoch 7 Uhr: Qynt> Donnerstag bis Montag 7 l/z U.: Flamme Deutsch. Kjillstl.'Theater �'.-SteSAliiungsretse (Nox�rtoldoet.Iruito»oeioedoeg) Mittwoch 7'/, Gespenster (Lossen, Haack. Götz, Loos) Donnerstag bis Montag 7 ffo II.: Scheid«, rgsreihe Centrai-Theater Alto Jakobatra»»* 30-32 geßenUber der Relchadrucfcerei „Wenn Im schwarzen Wald die Finken schlagen" diesen Schlager hören Sie allabendlich im Central-Theater im 2. Teil des gSchwariwaUimädel*: Frau Bärbel «»sang 7■/,«Hr. Rose-Theater TV, Uhr: Kater Lampe Neues Sperettenhaus Direktion 3»an Art» DU tiisiariiiss Operette in drei Akten nach einem Motiv Petöfis von Fritz Grünbaum. !h. um MenhMM 'Uhr: wh uikunaem... Sonnt, nachm. Der Auxdaeo» vfi MiinDar, einer»/.s Der Mehltritt einer Mrau. __«olksftB* n>* Silbern_ TtiB»t«r» Bonn»».ist Tel MoriUpUtz 14814. Tlfl: r% s. Bonn tag nachm. 8 Uhr: liteSinger Heote PROGRAMM! Hervorrag. SAloteil! Z«m SchluD der tu stire Einakter: „Ein Abenteoer I. Wlfwenvcreln" Vorverkaol; l I— I u. 4— 6 Übe AOlies(i'üDrice ",8 Vi» �.....— Sanatarin« Steinach Der gehörnte Siegfried in!« Herd. Srüne ch er. Trimon- Theater Bahnhof Fricdrichstroße Täglich 7»/, Uhr: Dil D»«m Fm 7'/, Uhr; Mqrra lvalhattu-Iheater SägU 7>/„ eig. VI, lt. 7>/, Uhr: Je toller, je besser! Apolls- Theater Sriebrichslr.»18 VI, allabeMch 7V- Harems-Nächte S«/, U. 1 ftlnb frei. fiijnlflslflOt' MM *l«»«nder,tr.2l Bbf. Inuiowltib. T%iu* Gala-Sänger |l2 Attraktionen g Operette in 3 Akten von Josef Snage Ausschneiden I «»s仫«Hr. Ivesanbere Dergllnstigung siir die«bannente» der.Freiheit". Gültig nur an Wochentagen sür 1—6 Personen! Preise der Plätze einschliesslich Lnstbarkeitssteuer: Orchester-Sesiel M. 11, Parkett-Seffel M. 10, Parkett SN. 8 Vorverkauf täglich von icMj,— 2 Uhr und von 6 Uhr ab. ••• Wegen des großen Andranges an der Abendkasse empfiehlt es sich, ZmZ ee* die Billetts schon im Borverkauf an der Tageskasse zu nehmen, eee eee Concordia- Palast- Theater 64 Andreasstrahe 64 » Uhr: Das Drama o. Glossow 7 Uhr: Der Henker v. St. Martin 8 Uhr: Auf der Bühne: E. u. P. Hanau. Carl de Ego Lona Nansen» Otto u. Helena I ftgarstton I Englische Marken von M. 326 an Deutsche Marken von M. 126 an Eigene Zigarrensabrik daher Zigarr. billiger wie überall Hanewacker, Stumpen, Zigarillos Beutölin. Betflstt. 52/53 Geke Janasstratze Benin WMM? Alte Gebisse, •Ä. Me. Ulfflit, GM und Silberbruld honst wie dehonnt HSchstzohIenb «srstoin, Vlumenstr« S7, Königst. 870. aerzttied goleitots, mvdisrn eingerichtete Heilanstalt für ambulator. Behandlung Modernes, erprobt Heilverfahren: Natmheilverfahren, Elektro- und Lichtheilmetbode, die wlssenschanilch anerkannte und glllnsend bewShrH „Künstliche Höhensonnen"-Behandlung Rönteen-Behandlune und-Untersuchung. Wasscrheilverfahren Pflanzen- und Kräuterkuren und Bäder. Sauerstoffkuren, liomfto- patische und mechano-therapeuthlsche Behandlung.—„N*r" weisbar gute und dauernde Heilerfolge bei sämtlichen KranK- heiten. Inneren u. äußeren, speziell chronischen, z. B. Lungen-, Hals-, Herz-, Magen-, Darm-, Leberleiden; Nervenschwäche, nervCsen Kopfschmerzen, allgemeiner Nervosität, allgemeiner nervöser Abspannung, Ischias, ulcht, Rheumatismus; sämtlichen Ausschlägen, Flechten, Wunden; Lähmungen, sowie Kinderlähmung, Stoffwechselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw. Freiwillige briefliche und mündliche Anerkennungen, früher behandelter und geheilter Patienten, die angaben, vor der Behandlung in unserer Anstalt anderweitig ohne Erfolg behandelt worden zu sein; 1, Frau Wwe. Frltschler, Berlin, Marienburger Strasse 43. Darmgeschwulst gehellt.— 2. Frau des Herrn Inspektors O. Heinrich, Berlin-Friedrichsfelde, Magerviehhof. Von Oeb.- Knickung gehellt. 3. Herr Erich Bock, Berlin, Havelberger ng gel Straße 15. Von Nieren- und Blasenleiden, Was$ersucht,_allge- .eheilt.— 4. Frau Restaur. Herl Schönhauser Allee 87."Von Basedowscher Krankheit gel a�Sti mein. groß. Schwäche He geheilt.— 4. Frau Restaur. Hering, Berlin, 7. Von Basedowscher Krankheit gehellt.— 5. Herr A. Brose, Berlln-Tempelhof, Friedrich- Wilhelm-Straße 14. Schweres Rückenmarkleidcn mit Lähmung der Beine vollständig gehellt— 6. Frau E. Popp, Bln.-Lkhtenberg, Oärtnerstr. 10. Von chron. Frauenleiden, Herzschwäche und Verstopfung geheilt-r- 7. Herr A. Schladitz, Berlin, Caprivistraße 24. Von FRIIDEBERG BüLeW.STR-2% Gesichtslupus gehellt; vorher mit Radium enoiglos behandelt.— 8. Herr A. Heliwlg, Bln.-Borsigwalde, Emststraße 25. Von Magengeschwulst, Verstopfung und Nervenschwäche geheilt— 9. Herr Milchhändler Eckert, Berlin, Qreifenhagener Straße 26. Von gichtlsch-rheumatlschen Schmerzen In Bein und Fußgelenk gehellt— 10. Herr Gastwirt C. Michaelis, Charlottenburg, Wall- straße 87.— Von chronischem Leberleiden und Gelbsucht gehellt. — 11. Frau M. Knorr, Bln.-Llchtenberg, Schamweberstr. 62. Von Herzschwäche, Leberanschwellung und Magenkrebs geheilt— 12. Sohn Paul des Weichenstellers Herrn Wilhelm Haffner, Berlin- Westend, Beamtenhaus. Von schwerem Beinleiden gehellt. Bein sollte abgenommen werden. Briefliche Original• Anerkennungen von uns geheilter Patienten stehen Im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch zur Einsicht Sprech- u. Behandlungszelt: 9—•!, 4—7'/,, Sonn» u. Feiertags 9— L Heilanstaltsbesitzer Profenor P. 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Durch die unheilvolle Zersplitterung der Arbeiterklasse, durch die verhängnisvolle Taktik der Kommunisten und durch den Kuhhandel der Rechtssozialisten mit den bürgerlichen Parteien begünstigt, erhoben Mili- tarismus und Reaktion sehr schnell wieder das Haupt. Sie setzten sich in den ihnen verbliebenen Diachtpositionen sell. verteidigten sie mit zäher Energie und gingen aus der Ab- wehr sehr bald zum Angriff über, mit dem klaren Ziele, die Revolution zum Stillstand zu bringen und Schritt für Schritt den Weg zur monarchistischen Staatsform wieder frei zu machen.,. Die revolutionäre Arbeiterschaft musit« angesichts dieser Sachlage den Kampf um die sozialistischen �iahnahmen sehr oft zurückstellen, sie war gezwungen, ihre ganz« Kraft aus die A b w e h r d e r R e a k t i o n und des neuerstandenen Militarismus zu konzentrieren. In diesem Kampf ist die.�Frei- hmt" führend in ganz Deutschland aewesen. Es galt vor allem darzulegen, daft der Zusammenbruch auf die fuhrenden Militärs und die maßgebenden Politiker ,m alten ta,lerlich-n Deutschland zurückzuführen war. Je stärker diese Manner und das System, das sie vertraten, kompromittiert wurden. desto mehr verloren sie an Ansehen, desto klarer muhte es der Masie des arbeitenden Volkes werden, daß diese Manner und dieses System nicht die moralischen Qualifikationen besahen, um eine einflußreiche Rolle auch in der Republik spielen zu können. Von diesen Gesichtspunkten ausgehend, flnd wir gleich nach dem Zusammenbruch mit aller Schärfe dafür eingetreten, dag die S ch u l d f r a g e des Weltkrieges gründlich erörtert wird. Wir haben diesen Kampf gegen die Kriegsverbrecher bis zum heutigen Tage fortgesetzt und wir werden ihn weiterführen müssen, da die Urheber des ganzen Elends, das die Arbeiterklasse heimsucht, heute frecher denn se nach der Macht streben, um ihren unheilvollen Einfluh als Allein- Herrscher geltend zu machen. Die stärkste Stutze der Reaktion war immer der Militaris- mus. Auf sein Erstarken ist e» zurückzusühren, dah die Reaktion in Deutschland heute wieder so lebenskräftig ge- worden ist. Wir haben die Situation von Anfang an klar erkannt und in jenen denkwürdigen Tagen, wo N o s k e die kaiserlichen Offiziere rief und sie mit der llsührnng der Wehr- macht betraute, immer wieder gesagt, dah die Männer, die vorgaben, Hüter der Republik zu sein, sich eines Tages zu ihren Herren machen würden. Wir bekämpften die Frei- korps.'die Erenzschutz-Bataillone und die monarchistischen Neichswehr-Formationen als reaktionäre Schöpfungen, wir Giesen immer wieder nach, dah sie sich nicht sammeln, um me Republik zu schützen, sondern, dah sie nur danach trachten. stark zu werden, um zur gegebenen Stunde der Republik, die ste ihrem ganzen Wesen nach hassen muhten, den Todes- stoh zu versetzen. ks war nicht schwer, aus den zusammengebrochenen KT+urtr\et�OUHn t)es alten Heeres«ine republikanisch« THri,™ r-0�1 ÄU schaffen. Aber unsere Warnungen taX ORr.n""chtssozmlistischen Koalitionsregierung auf eine Ratte». März'üso sah sie dann ein. dah sie bei Nacht imh VAl'r" len grohgezüchtet hatte, sie muht« laufen � n2l'h»n eigenen Schoßkindern davon crsche?niinn»„ � � des 13. Kärz mit all ihren Begleit- sich die CSiunMst14 � eingetreten, wenn die Regierung Stelle bei ttflen 9-macht hätte, die an dieser wieder in b!« m um Lildung der Vehrmacht immer Aber ni�? �ardergrund gestellt wVden. sich in h»« T!,!? n offenen Militarismus, der Freikorps und der Reichswehr verkörperte, galt unser Kampf, wir führten ihn mit gleicher Scharfe gegen die Z e i t f r e i w i l l i g e n. die E i n.w o h n e r w e h r e n und die militarisierte S i ch e r he i ts w eh r. Dieser Kampf hat uns viel Feindschaft eingetragen. Es hieh, wir stünden im D i e n st e d e r E n t e n t e. man warf uns offenen Vaterlandsverrat vor. Die Vorwürfe dieser Art kamen nicht nur aus den Kreisen der Nationalisten, auch die Rechtssozi«listen bliesen in dieses Horn, vor allem war es der..Vorwärts", der die militärischen Eehe,m- und Nebenverbände in Eckutz nahm und sie gegen unsere Angriffe verteidigte. Wir haben aber den Kamxf gegen Einwohnerwebr. Sicherheitspolizei und Zeitfreiwillige nicht geführt, um die Entente scharf zu machen. Vielmehr war es unsere Aufgabe, den Arbeitern zu zeigen, da* sie rings von Feinden umgeben sind. Wir muhten sie auf die Gefahren aufmerksam machen, die der neuerstandene Militarismus in sich barg, damit die Arbeiterschaft den Kampf gegen den Militarismus aufnehmen, sich rüsten konnte zur Abwehr. Und auch in dieser Frage hat uns die Entwicklung Recht gegeben. Einwohnerwehr, Zeitfreiwillige und Eicherheus- Diese Nummer der„Freiheit" wird nicht fortgeworfen, sondern als Werbemittel für das Blatt deS revolutionären Proletariats benutzt Jeder Leser der„Freiheit" ei« Agitator! Jeder Leser der„Freiheit" ei« Kämpser für de« Sozialismus! polizei, sie standen nur solange auf dem Boden der Ver- fassung, als sie noch nicht st a r k genug waren. Als sie die erforderliche Stärke erreicht hatten, traten sie aus der „verfassungstreuen" Reserve heraus und holten am 13. März gemeinsam mit der hochverräterischen Reichswehr und den verschwörerischen Freikorps zum Schlage gegen die Republik aus. Es trat«in, was wir vorausgesagt hatten. Wäre auch in diesem Punkte nach unseren Grundsätzen verfahren worden, dann hätten die Kappisten niemals ihren Streich gegen die Republik wagen können, dann wären das viele Elend, die gehäuften Verbrechen, die Störung des Wirt- fchaftslebens, hervorgerufen durch den Kapp-Putfch, nicht über das gequälte Land gekommen. Die dauernden Rüstungen der Reichswehr über das im Friedensvertrag vorgesehene Mah hinaus und die Bildung der vielen militärischen Geheim- untl Nebenverbände waren aber nicht nur vom Standpunkt der inneren Politik aus betrachtet gefährlich für die Geschicke Deutschlands, sie muhten auch die schwersten auhen politischen Kompli- k a t i o n e n hervorrufen. Es stand für jedermann fest, dah die Entente von ihrem Standpunkt, Deutschland lediglich ein 109 909 Mann-Heer zu belassen, nicht abgehen würde. Trotz- dem wurde unausgesetzt gerüstet, der Friedensvertrag also gerade in der wichtigen militärischen Frag«, von der all« übrigen Fragen abhingen, mihachtet. Man jagte dem Phan- tom nach, die Entente würde letzten Endes doch nachgeben, machte aber durch die fortgesetzten Rüstungen die Gegner Deutschlands nur mihtranisch, verhinderte auf diese Weise die Anbahnung einer Politik der Versöhnung und muht« dann schließlich doch nachgeben das Abkommen von Spaa, das allen militärischen Spielereien ein Ende machte, unter zeichnen. Hat der offene und verkappte Militarismus, de�z nach der Revolution sich im neuen Deutschland festsetzte, un« politisch außerordentlich viel geschadet, so war der Schaden,. den er auf finanziellem Gebiete anrichtete, noch itröher. Dt« Reichswehr hat in der kurzen Zeit ihres Be-' tehens mehrer« Milliarden verschlungen, Zeit«, reiwillige und Einwohnerwehr haben dem deutschen Staats« äckel ebenfalls hunderte von Millionen abgeknöpft. Auch. vor diesen Schäden hätte das Volk bewahrt werden können, wen« die klaren Richtlinien der Unabhängigen Politik in der Frag« des Militarismus befolgt worden wären. Ein besonderes Kapitel bilden die Verbrechen unti.. Scheußlichkeiten, die der Militarismus seit dem, 9. November auf sein fluchbeladenes Haupt gehäuft hat. Auch hier war es wieder die„Freiheit", die den Kampf gegen die«enschheits- und kulturfeindlichen Schädlinge aufnahm und mit aller Zähigkeit durchführte. Wir haben den Mord der Offiziere, begangen anKarlLiebknecht und Rosa. Luxemburg, vor der Oeffentlichkeit blohgestellt, eine! einwandfreie Untersuchung gefordert, und die Gerichts«; kamödte in Moabit schonungslos an den Pranger ge« stellt. Als sich im März 1919 in Lichtenberg und ,m Berliner Osten die von den Spitzeln der Reichswehr hervor- gerufenen Kämpfe abspielten, das Standrecht verhängt wurde, der Mord durch die Straßen Berlins raste, als d,e finnlosen Zerstörungen an den Häusern angerichtet wurden, i da war es die„Freiheit", die hinter die Geheimnisse der mili-»! tärifchen Berichterstattung leuchtete, die Schändlichkeiten der vertierten Soldateska blohstellte und an Hunderten von Bei- spielen nachwies, daß die Ordnungsschützer des Herrn Nosks nichts««iter waren als gewöhnliche Banditen und Ver- brecher. Wir haben das Verbrechen in der Französischen Straße ausgedeckt und durch immer neues Beweismaterial durchgesetzt, dah der Prozeß gegen den Oberleutnant Mar» l o h stattfand. Auch in diejem Kampf standen wir allein.' Die bürgerliche Presse, vor allem der„Vorwärts", brachten die militärischen Lügenberichte des Herrn Lüttwitz und ver- lchwieaen geslissentlich die Wahrheit. Einen besonders zähen Kampf führten wir dann gegen die M il i t ä r j u st l z im allgemeinen und gegen die das Recht verhöhnenden Kriegs-' gerichte im besonderen. Dieser Kampf bekam nach dem März- putsch, als im Ruhrgebiet und in vielen anderen Gegenden Deutichlands die Arbeiter, die in der Abwehr des Kapp» Putsch« die Waffen ergriffen hatten, zu Tausendin in oie� Zuchthäuser geworfen wurden, während die Verbrecher � um Lüttwitz straffrei ausgingen, besonders scharfe For-s men. Aber dank unserer Arbeit wurde die Regierung schließ- lich doch gezwungen, den Kriegsgerichten das Handwerk zu legen, viele in den Zuchthäusern und Gefängnissen schwach» tende Arbeiter kamen auf freien Fuh, vor allem auch dann. als es uns und unserer Partei nach langem Ringen oelungen war. die Durchführung der Amnestie zu erzwingen. ?n diesem Zusammenhang muh auch das Baltikums e n t e u« r erwähnt werden. Auch hier hat die„Frei«! heit" monatelang gegen die Schlick,« und Kniffe, gegen die, Verschwörungen und Zettelungen, die die deutschen Konter«} revolutionäre, verbunden mit den russischen, unternommen!, hatten, um einen tödlichen Schlag gegen Sowjet-Ruhland. zu führen, angekamvst. Täglich brachten wir Beweise und»> Dokumente über geheim« Anwerbungen, über die Berschle� bung von Heeresgut, von Waffen und Munition. Wiv, wurden totgeschwiegen durch die übrige Presse und die Re�, gierang verlegie sich beharrlich aufs Ableugnen. Da kam das Verbot der Entente, verbunden mit eine»; gleichzeitigen Blockade der Ostsee. Das Abenteuer� brach zusammen. Ee hat dem deutschen Volke mehrere hundert Millionen Mark gekostet und wiederum nicht nur anhenpolitisch großen Schaden angerichtet. Di� Baltikumer spielten währenddes Kapp-Putsches-me Haupt-» rolle, und auch heut« noch sind sie. in der Orgesch vereinigt.' eine der stärksten Stützen der monarchrstlschen.teaktion, �nd» also auch eine groß« innerpolitische Gefahr. Mütter Bon Mägdelein« Marx. mlf,-805*'»"l«» L«s«r, tl«»ll« Ä«.'!» 5srÄ.nr»" Wft"i.sSK sJ» Ich hatte wohl da,«efflhl, nicht derett zu s.w. Mutter zu wer- den: ich empfand eine««wisse Cchr». ewe dumpf««„gn rocnn °e'ch°h. daß ich die.»or den anderen grauen gtn« oufetrte, beschwichtigten sie mich lachend:„Quklen St« sich dock, «'cht so sehr, das lernt sich schon»on lelbst. es benüg, Mutter lu ' in, um ein Kind erziehen zu können!...'* Der Zufall war es, der mich in diese Stroh« geführt hat. Ich Ick", nn dem Spital vorbei. Durch das Haupttor weht« eine laue fto sickert« aus den Mauern und umgab das düstere mit«inem ekelerregenden Dunst. Eine lange Reih« von die der graue Trichter der Straß« ausfpie, sammelte sich • Dar. Ich weiß nicht, welcher Einfall mir kam, daß ich Ma» u tUnb""ch ihnen-mfchloß. uns zuerst in einem Saal warten, in dem Pharma- bcn-m»« schwelgen. Jemand öffnete die Türe, und sogleich «in Lärm, solch ein Konzert menschlichen Miauens. Mrgelnden E.,ch..ies. schrillen«epiepe». daß«in« Art Panik I-?,">°�«. Mt der dumpfen«eduld zufammengepferchter kel,!» ä0!,itn bie Frauen hin. füllten Zettel aus. wiegten und schau- Br«»?!*"•. �lben maschinenhaften Gest« da- leichte und z«. 51,"�* P?k«t. das sie all« in ihren Armen trugen. Mick,?>. t.nu<�°iner von ihnen näherte, erblickte ,ch''S kl in-„- das runzelige«ndchen«in«, gettsenhaften. komm?' �"igen Gesichtes, und ich sllhlt«. daß ich h.erher ge. wt?Kind"' UM tntint Erwartung zu«füllen und schon letzt loic'?!? das blutleere Gesicht einer Ertrunkenen: färb. 3 Haarsträhnen, wie Algen l« stblaff llmflatt«rt«n es. S,e sah M bittenhen Blick, und mit einer großmütigen Geberde luitM, � 1 mi(S das dick« graufarbig« Tuch, das sie um sich ge- das Monate", fügte sie hinzu- D««*««««nnt Alter eines Kindes, bevor man feinen Namen ausspricht. \tk. �5*0� ßttnx run*e!t( ttttnx I»ß sie ruhig sein kann, während sie in der Fabrik arbeitet: die Fratzen kennen mich schon, ich habe eise gehabt." Eine allgemeine Mit- leidsbezeugung folgte, und sie widerlegte:„Zwei sind mir nur ge- blieben". Dann begann sie den Kleinen zu schaukeln, indem sie ihren Körper hin und her wiegt«, und zwischen ihrer halbgeöff- neten Bluse ihre abgestorbenen Brüste erraten ließ. Die ein- tönig« Bewegung ihrer Knie hatte etwas Erschreckende» und Schicksalsvolles. „Was die nicht alles wollen: bald gibt man ihnen zu viel, bald zu wenig, bald wäscht man sie nicht und wiegt sie nicht ab. Zu meiner Zeit macht« man nicht so viele Geschichten, und das wuchs doch auf. Ich habe zu meiner Tochter gesagt: Du wirst es mir uberlassen, entweder verstehe ich mich darauf und die Kinder auf mich, oder nicht. Den meinen habe ich«rot mit Wasser gegeben. was besseres gibt es nicht" und sie hob beim Sprechen die leeren Fleischfäck«, die sich wie«ine Kinnbinde um da» Oval ihre» 6«' sichte» legten:„Also Sie lassen zwei, drei Brotkruste» kochen.." „Ja, ich kenne da»"— unterbrach die Frau, die einer Ertrunkene« glich.„Der da hat Bronchitis", nahm die Gevatterin wieder das Wort,„wo«r das erwischt haben mag?— und geht doch fast nie aus und schläft neben dem Ofen. Ich will versuche», eine Flasche Sirup zu ergattern." Di« beiden Flügel der Türe öffneten sich, und auf das Zeichen einer Pflegerin erhoben sie sich zugleich, indem sie all« dieselbe liebevolle Geberde vollführten, um ihr« schreiend« Last«n sich zu drücken. Die Schar verlor sich in einem riesigen, gut geheizten Saal, der in lichtdurchstromte Abteilungen geteilt, mit weißem Fußboden »ersehen, weiß ausgemalt war und an dessen End« ein schöner «reis in weiger Bluse mit einer in unbefleckt«. Weiß gehüllten Pflegerin zur Seit«, thront«.„Der Doktor" flüsterten die Frauen in einem Ton, ehrfürchtig und feindlich zugleich, wie«, mahl der lieb« Gott ist. Bor ihm auf dem kahlen Tisch breiteten sich glän- zend, hell und snmmetrisch geordnet allerlei Werkzeug« und Ge- rät« aus: eine Wage mit Körbchen,«in« Reihe Kupsergewicht«� die laute Strahlenklänge aus der verstreuten Musik der Sonne ausi sich zogen, und dann«och andere Instrumente. Mit bemerkenswerter Geschicklichkeit öffneten die Frauen dia Wickelbäader, drehten, sckgrzten, packten au», die Werwölfin hieH Radeln zwischen den Zähnen—, die Blonde reckt« ihre Brust, die ganz bespickt war mit solchen, während«in erstickender Geruch vo« »armen Linnen, säuerlicher Milch, tierischem Schweiß und schale« Fleisch inmitten der Schreie ausstieg. Der Zug begann. Line nach der andern ging vor und bot ihr Kind»i««in« armselig«, welke, entblättert« und verwundete Blume dar, und ste hatten dies« abgöttisch« und feige Gläubigkeit� die die Frommen anwenden, um zu Gott zu gelangen. von der Bank aus, auf die ich mich gesetzt hatte, sah ich. wie «ine jede»on ihnen mir das zeigt«, was ich aus meinem Kinda- hätte machen können.. das eine hatte um den Hals ein« röt» lich«, eidechsensömig« Grube, das andere erschien ganz klein unter dem BlaSbalg feines Bauches und jenes, dessen Rippen zebrahafta� Streife» bildete», und dieses da mit seinem schwabbelnden, voiu Pustel» zerfressenen Rücken... „Es hat grünen Durchfall. Es hat einen Wasserbauch. Es hat Drüsen. Eo hustet." Und immer dieselben stumpfen Antworte»� auf die Fragen des Arztes:„Weiß nicht, weiß nicht, weiß nicht."' Der Mann warf seinen»Serherrlichen Blick auf den Zettel, den man thm hinhielt, klopft« den kleinen Körper ab. blieb unbewegt,, «ährend er sei» rasches Urteil aussprach und ging zu dem nächste» über. Unter der verschlafenen Herde, die sich mit gesenktem Kopf» «ntfernt«. küßten einige, wie um zu sich zu kommen, wild und leidenschaftlich den Körper ihres Kindes, als wollten sie sich rächen, ""d zeigen, daß trotz allem ihm dieser Mann weh getan hatte.., Ich hatte mich,«eine doppelt« Last schleppend, erhoben. Ist die? als« der mütterlich« Liebeswahn, dem man huldigt und den«an verehrt:„weiß nicht, weiß nicht, weiß nicht"? Und ich wollt« mich verttauernd demselben Wahn unterwerfen, ich, dia 'ch es»ich« besser weiß als sie, ich. die nicht die unbekannte Lieb». erlernt habe, die«ich erwartet? Warum«rhtM sich dieser Mann nicht, er. der„weiß", u« dies«»on d«, unwissenden und verliebten Mutter unterwühlten Leben wegzureißen, warum schreit er es nicht hinau», daß der In- stinkt nicht unfehlbar, daß er schädlich, ja manchmal oerbreche« tisch'st? Der größte Teil der Frauen ist mir unter der Haupttür« wiede, nachgekommen, denn ich geh« schwer, und die Ertrunken« macht, als sie«'ch«iedersindet,«in fteandschastliche» Zeich«"- „Du wirst sehen« sagt da» Zeiche»,„bald kommst du dara»...* Ja. ich weiß... Mutter sei». Al» Gegengabe der Leben«�, Wendung erhält man«in Recht auf den Tod seines Kindes, llntz, gebraucht es. Die Gefahren, die der Republik drohen, die wir täglich aufgedeckt haben, deren Bekämpfung unsere besondere Aus- gäbe ist, sie sind noch nicht vorüber. In der O r g e s ch haben sich alle konterrevolutionären Elemente, alle jene militäri- schen Geheim- und Nebenorganisationcn. die nach dem Ab- kommen von Spaa aufgelöst werden mußten, neu gesammelt. Die Republik steht heute, acht Monat« nach dein Kapp- Putsch, vor einer gleich großen Gefahr, und diese Gefalp! wächst von Stunde zu Stunde, wächst in dem Maße, wie die Orgesch und die mit ihr verbündeten rechtsstehenden Per- teien an Macht und Einfluß gewinnen. Wir haben diese Gefahr nicht erst seit heute, sondern schon seit Monaten er- kannt. In den Spalten der.Freiheit" konnte die Oeffent- lichkeit, konnte die Regierung alles Material finden, was zum Verbot der Orgesch genügt hätte. Trotzdem ftnb_ Gegenmaßnahmen noch nicht ergriffen worden. Un- gehört verhallen unsere Warnungen, bis vielleicht wieder der Tag kommt, wo es zu spät sein wird. Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Der Kampf gegen den Militarismus hat uns viel Feinde eingetragen, wir sind das bestgehaßteste Blatt der Reaktion geworden. Aber dieser Haß und diese Feindschaft von rechts, sie machen uns alle Ehre. Sie zeigen uns, daß wir einen guten Weg eingeschlagen haben und wir werden diesen Weg fortsetzen, zum Schaden der Reaktion und zum Nutzen der deutschen Arbeiterklasse. Arbeiterpresse und Spießerpreffe! Zu den mächtigsten Waffen der Bourgeoisie gehört die Preise. Verbreitet über die ganze Welt, in innigsten Kontakt mit allen imperialistischen Organisationen und Ideologen, gestützt durch die Milliardengewinn« des Kapitals, ist sie feit langem ein« Macht. die Krieg« entfesselt, Völker verhetzt, menschlich« Existenzen ruiniert, ganz wie es die hinter ihr stehenden kapitalistischen Herrscher brauchen. Wie sehr sich die Press« ihrer Macht bewußt ist, beweist die folgende Anekdote. Während des Weltkrieges hielt der deutsche Gesandte in Sofia. der Graf Oberndorf, einmal zum Lob« der Presse eine Rede, in der er unter anderm sagte, daß der ganz« herrlich« Krieg und Deutschlands Kriegführung ohne die Press« undenkbar gewesen wäre. Sehr richtig! riefen st ine journalistischen Zuhörer und Gäste begeistert dazwischen. Sehr nchtigl wiederholen auch wir. Ohne die bürgerliche Presse eller Länder wäre da» größte Verbrechen aller Zeiten nicht mög- lich gewesen. Ohne ein« starke, über die ganze Erde verbreitet« sozialistische Presse, die im innigsten Kontakt mit allen sozialisti- schen Organen und Ideen für die Interessen des Proletariats kämpft, wird es niemals möglich sein, die Bourgeoisie zu über- winden, imperialistische Verbrechen zu verhindern, den Sozialis- mus zum Siege zu führen. Der sozialistischen Presse ist es nicht schwer gefallen, der un- verhüllt imperialistischen Presse die proletarischen Leser abzugewinnen. Di« Massen, die einmal von unseren Ideen ge- hört haben, die Massen, die durch Krieg, Not. niedergeschlagene Gewerkschaftsstreik» über das Wesen der„bürgerlichen Ordnung" aufgeklärt worden sind, sie werden das reaktionäre oder scharf- macherische Hetzblatt, das sie gestern noch gelesen haben, morgen in die Ecke werfen und Leser der sozialistischen Presse werden. Die rcaktionär-scharfMacherische Press« haben wir also, so kräftig wkr sie auch politisch zu bekämpfen haben, nicht so zu fürchten. Gefährlicher sind die Blätter, die die sogenannten Bolksinter- essen zu schützen vorgeben, in Wahrheit aber die Geschäfte des Kapitalismus besorgen. Diese Presse ist der versteckte Feind des Proletariats. Er ist der gefährlicher«. Wer trägt heute mehr zur Verdummung und zur Verführung der Massen bei, als diese sogenannte parteilose Presse, das Blatt des armen Mannes, des Handwerker», des Mittel- ftands, die von raffinierten Kapitaliften geschaffen worden ist. um die Massen einzulullen, um sie zu umschmeicheln, ihnen Sand in die Augen zu streuen, damit sie nur ja nicht ihren wahren Feind, den Kapitalisten, klaren Auges erkennen können, damit sie nur ja bei Streiks, direkten Aktionen. Wahlen, dem kämpfen- den Proletariat wirkungsvoll in den Rücken fallen kMnen. So wie der Kapitalismus mit Branntwein. Opium und Bibel- spriichen die kolonialviilker heimsucht und zur Degeneration bringt, so tut bei uns die parteilose, scheinbar voltsfcenndlich« Presse ihr Möglichstes, geistige, politische Anfklärunz zu verhindern. Wenn sie auch in manchen Fällen als Geschäftskokurrenz zur fozia- listischen Presse geschaffen worden Ist, so ist st« doch in erster Linie dazu da, dem Kapital willige Streikbrecher, nationalistische Ctroßenhelden und Feinde des Sozialismus zu erziehen. Wie geberhet sich diese Volkspress«, um das Vertrauen der Masse zu gewinnen? Zunächst spielt sie sich als„Volk" auf. Sie redet die Sprache der Straße, sie spricht oft im Dialekt. um ihren Lesern recht vertraut zu kommen. Alles setzt sie daran, um als Blut vom Blute des Volkes zu erscheinen. Sie studiert die Instinkte der Massen, ihre Launen, ihre guten und schlechten Ge- wohnheiten, ihre kleinbürgerlichen Borurteile, um ihnen nur ja da» zu bieten, was sie erwarten, was sozusagen„alle" interessiert, — denn„alle" sollen ja Leser dieser Press« sein. Mit den Millionen des Kapitals ausgerüstet, hat diese Presse es leicht, billiger upd mannigfaltiger als die Arbeiter- presse zu fein. Berichterstatter in allen Städten, bürgerliche Fach- schriftsteller, Zeichner. Plauderer. Humoristen, werden al» Sold- schreib« zusammengekoppelt, um die Zeitung effektvoll und volks- tümlich zu gestalten. Die Massen erziehen? Mas geht das diese Volkgpresse an? Sie oersucht wohl durch ein kleines sensationelles Allerlei die Bildungsneugier des Kleinbürgers zu befriedigen. aber die eigentliche Wissenschaft und Wahrheit der Volksmassen: die Klarheit üb« ihre Klassenlage. üb« die Bewegungsgesctz« des Kapitalismus, die Erweckung des Arbeiters zum Klassen- kämpf«: das wird nicht nur verschwiegen, sondern auch noch verleumdet! Der Sozialismus wird zu einer Erfindung von Hetzern gemacht, vor denen d« gut« Mann aus dem Volke be- wahrt werden mutz. Dafür bietet ihm nun die Lslkspresse allerdings anderes. Klatsch, Spannung. Patriotismus. Heber die Wirtschaftslage de» Proletariats und dl« Riesenprofite des Kapita- l i s m u s darf der Leser nichts erfahren. Serviert werden ihm da- gegen, Artikel über die neu« Damenmode in Amerika, den Kom- munistenball in der Prenzlauer Allee, ein Stündchen beim Sieg« von Sosnovic«. C s ch e r i ch als Familienvater und zweimal die Wach-..Der Mülllutscher als Millionär" und was ssnst noch in der deutschen Republik kurz vor der Heimkehr der Hohenzollern passiert. Die parteilos« Presse, die die Neugier der Massen, vor allem der Frauen befriedig», tut manchmal auch so, al« ob st«°ie Volks interessen vertreten würde. Sie macht sich zum Echo der kleinen und großen Beschwerden, indem sie nicht nur über me schlecht funktionierende Wassuleitung, sondern auch über hohe Lebensmittelpreise räsoniert. In Wahrheit macht sie sich damit nur zum Sprachrohr des Spießers, sie steigert seinen Unwillen durch ihre„Kritik" an öffentlichen Dingen, aber sie lenkt zugleich diesen Unwillen dahin, wohin es ihr paßt, nicht gegen die wahren Ursachen des kleinen und großen Elends, sondern gegen die Feinde, die der Kapitalismus augenblicklich zu hassen befiehlt. Bor dem Krieg waren es die Engländer, nach dem Krieg sind es die Fran- zosen und die Hauptschuld am ganzen trägt natürlich immer die Revolution mit dem Dolch im Gewände. Wenn heut« die Reaktion so stark ist, so ist das nicht zuletzt der großen Macht aller dieser parteilosen„Votts"blätt« des Mittelstandes und der unaufgeklärten Arbeiterschaft zu verdanken. Dieser Press« muß die sozialistisch« zur Bekämpfung entgegen- gestellt werden. Der wohlwollende„Vollsfteund" muß als tückischer Volksfeind entlarvt und ihm das Kanonen- und Fabrikfutt« entrissen werden, das er züchtet, damit der Kapitalis- mus leben, morden und Geld verdienen kann. An alle Arbeiter geht daher die Parole: NehmtdenKampf Die Lügenpresse Ich bin die Welt des Abonnenten. Eine andre gibt es nicht. Ich mach' aus ungelegten Eiern Enten, Ich bin das Weltgericht. Ich liesre Börsenrutsche und Spartakistenputsch« und bin noch lange nicht so dumm wie mein liebes Publikum—! mit der kleinbürgerlichen Spießerpress« auf. klärt eure Kameraden darüber auf, daß diese Presse ihre ganze Macht und ihre gespielte Volksfreundlichkeit nur dazu benutzt, um schwerst« Sabotage an allen proletarischen Interessen zu treiben. Laßt euch nicht verführen, unterstützt die Arbeiterpresse, damit auch sie nach und nach instand gesetzt wird, es in jeder Beziehung mit der kapitalistischen Presse auszunehmen. Hütet euch vor der Parteilosigkeit aller dieser Zeitungen, auch der illu- strierten. Wenn die Stunde des Kampfes kommt und Partei«- griffen werden muß. Neutralität nicht mehr möglich ist. dann wird diese ganz« Presse gegen euch sein. Die imperialistische Press« ist unser tödlicher Feind, der unsere Vernichtung fordert. Die parteilose Presse ist aber ein schleichendes Eist, das der Sache des Sozialismus bereits de» größten Schoden zugefügt hat. Darum noch einmal: Die Unterstützung der nichtsozialistischen Press- kommt einem Verrat am Sozialismus vollkommen gleich. Heraus mit her arbeiterfeindlichen Presse jeder Art aus euren Wohnun- gen! Werdet alle Leser unserer Presse und dadurch Mitkämpfer zur Befreiung der Menschheit. Milchkühe und Milchnot Der preußische Miiüster für Bolkewohlfahrt hat in ein« Denk- schrift. die die Zustimmung der preußischen Staatsregierung ee- funden hat, die Forderung erhoben, daß der Entente mit grissze- rem Nachdruck klar gemacht werde, dag die Erfüllung der Ab- lieferuna von 800 000 Stiltk MUchvieh auf einmal oder in mehre- r-.n Jahren völlig unmöglich ist. Di« Denkschrift hält sich«freulicherweise von den nationalisti- schen Tönen fern, die in der letzten Zeit bei Erörterung dieser Frag« in der Presse geherrscht haben und sie liefert«schrecken- des Material üb« den schlechten Gesundheitszustand unserer Be- uölkerung, insbesondere der großen gesundheitlichen Schädigungen, die unsere Kknder infolg« des Milchmangels erleiden. Aber diese Denkschrift ist trotzdem so einseitig wie alles das, was bisher von nationalistisch« Seite»u dies« Frage geschrieben und gesprochen wurde. Liegen denn die Dinge wirtlich so. daß das drohende Verlangen der Entente, die e i n z i g« G'fahr Ist für die Schädigung der Gesundheit unserer Bevölkerung? Haben wir nicht vielmehr dau«nd pelitlen und leiden wir nicht auch gegen- wärtig durch die ungenügende Erfüllung der Ablieserungsver- pslichtungen unserer eigenen heimischen Landwirtschaft? Werden nicht täglich hunderttausend« von Liter Milch anstatt in die Städte«n den uuterernährten Kindern gebracht, zu Butter verarbeitet, die im Schleichhandel an die zahlungskräftige Be- völkerung vertrieben wird? Bekommen nicht die Neichen zu hohen Preisen so viel Milch wie sie haben wollen, wäbrend die ärmer« Bevölkerung nicht einmal die Mengen kaufen kann, die ihr zustehen? Wer hat bisher gegen diese unerhörten Zustände irgendetwas gesagt? Dieienigen, die jetzt protestieren, haben diesem Verbrechen an unserer Bevölkerung tatenlos-ugeseben, od« gar, wie die Äerzte durch Beschönigung der Verhältnisse oder die Agrarier durch Zurückhaltung ihrer Erzeugnisse es gefördert. Sie haben deshalb kein Recht, gegen dieses Veilaugen der Entente zu protestieren. Bei dieser Forderunz der Entente auf Ablieferung der Milch- küh« handelt es sich— und das muß Deutschland anerkennen— um eine Wiedergutmachungspflicht. die freiwillig eingegangen worden ist und auch eingehalten werden muß. Nur'sachliche Ber- Handlungen können dazu führen, daß die Höhe der Forderung geprükt und erträgliche Bedingungen kür die Ablieferung der Milchkühe gefunden werden. Das Geschrei der Aerzte und der 1 anderen Nationalisten kann dabei nur von nachteiliger Wirkung sein, weil die Entente dadurch immer wieder an das Vorgehen der Deutschen in den besetzten Gebieten erinnert und in ihr» unversöhnlichen Haltung bestärkt wird. Wirtfchastsdebatte im Haushaltsausschutz Der Hauptausschuß des Reichstages setzte am Montag die Geu� raldebatte über den Haushaltplan für das Wirtichaftsministeriuw fort. Zunächst gab d« Minister Scholz das Ergebnis der w» läufigen Untersuchung zu der Beschuldigung des Abgeordnele Kcrkhoff gegen den Staatssekretär Hirsch bekannt. Der Ubg> ordnet« Kerkhoff halte seinen Vorwurf bezüglich des Staats, erro tärs Hirsch aufrecht. Dieser aber sowie der Ministerialdir»» von Buttlar bestreiten entschieden, daß von dem Versprechen p» sönlicher Vorteil« die Rede gewesen sei. Kerkhoff hatte in dttp Besprechung steh serner bereit«klärt, seinen allgemeinen 2» ,• u i i c 1/ Ii* v ii*•civgi'v m uurpsv v*. IJ A.-i Auftreten der sozialdemokratischen Abgeordneten g e z w u n g e tru«rh<*n hrt#r rerfjnctß. bflfc ein von den � werden, da er anscheinend dgmit rechnete, daß ein von den r>u gerlichen Parteien gestellter Antrag, die Erörterung der ganes- Angelegenheit zu vertagen, bis das von dem Staatssekretär HUl» gegen sich selbst beantragt« Disziplinarverfahren durchgeführt I» ibm den Ausweg aus der heiklen Situation«leichtern würde, a- Aussetzung der Beratung bis zur Beendigung des Disziplin® Verfahrens wurde gegen die sozialdemokratischen Stimmen schlössen.. In der Fortsetzung der Generaldebatte kam dann zuerst Av»� o-chnet« Hertz zu Wort: Der Zwischenfall Kerkhoff-Hirsch sei v° Ergebnis des Kampfes um die Beseitigung der Aussuhrabg®� durch die der Versuch gemacht worden sei. die hohen Daw? gewinne wenigstens zum Teil für die Allgemeinheit nutzbar' machen. Das Vorgehen des Abgeordneten Ksrkboff sei die»n� läsfige Ausnutzung eines parlamentarischen Mandats, der ißcrlt®» au? Hintertreppenwegen einen Beschluß der gesetzgebenden K® perlchaft zu beseitigen. Der Staatssekretär Hirsch mußt« sich v", halb ausschließlich von dem Beschluß des volkswirtschaftlichen schusscs leiten lassen. Die Großindustrie versuche aber trotz Steiaens ihrer valulagewinne die Aussuhrabgabe von Hinte« i �Dhf Absicht des Ministers auf Einführung einer Arbeitsdieiis pflicht werden den fchärssten Widerstand der ArdeitrrNasse i'«' Das bulgarisch« Beispiel beweise gar nichts. Bulgarien ist* agrarisches Land, mit«in« geringen Zabl von qualifizierten fs beitskräften.' Es sei aber gefährlich, die große 3®�! qualifizierten Arbeit« Deutschlands zu Arbeiten zu zwingen, vw die sie ihre berufliche Eignung einbüßen. Das Problem bei u. ist nicht Mangel an Arbeitskräften, sondern Mangel an Ar? Wenn das Wirtschaftsministerium in einer Zeit de: großen, beitslosigkeit seine Aufgabe in der Vorbereitung eines arbeitsgefetzes erblickt, so brauche man sich nicht zu wundgjf�,, in der Beschaffung von Arbeit nichts ll®schkhc. Die ,.»>> belebnnq des Wirtschaftsleben« schritere an de« Widerstand% talistisch« Kreis». Der Grundsatz, dag die Einfuhr nur dul«» Staat erfolgen solle, sei richtig, werde aber letzt nicht beachtet. � besondere vom Ernährungsministerium Die Erzeugu g � Braunkoblengebict steig« letzt nicht mchr. hier schemen lach listische Wderstände gegen, die Erhöhung der Produktion wirst® zu sein. Di« üb«-«» gemge Bautätigkeit im Ruhrgebiet sei° schärfste Anklage gege« die vergwcrksbesitzer. Im Ruhr gel werde nicht gebaut, weil dort die Häuser nicht den Zechen.Ft, dern der Allgemeinheit gehören sollen. Dadurch würde sowohl Steigerung der Erzeuflung im Bergbau als auch die Wik® belebuug des Wirtschaftslebens verhindert. Die private tätigleit müsse ausgeschaltet werden. Schon die Tatjache, das! Bauhütte ein Angebot eingereicht habe, habe in Stettin ge� auf die übrigen Bewerber einen solchen Druck auszuüben, disl i ohne weiteres mit ihren Preisen um Z5 Prozent znrückgialm Wenn der Minister erkläre,«ine selbständige Reichswirt|H®U dank sei nie geplant gewesen, so bestätigt er damit, daß er den vernünftige« Gedanken gehabt habe, Riesengewinne der Banken auszuschalten. ,u In der weiteren Debatte beschwerte sich der Volksparte, Rieß« heftig über die Stillegungsverordnung, bei der � n'.i.~ l � � �«n n»» Ca»«I*» V n A T<> fTt i i•»1» f rt I* O A O« ht*11. Reichstag übergangen worden sei und polemisierte gegen de« geordneten Hoch, der ihm in der letzten Sitzung den Vorwul? verbrecherischen Politik wegen seines Eintretens für den Handel gemacht habe. Der deutschnationale Parlamentarier beif wandte sich scharf gegen die Vorwürfe des Abgeordneten v®, " eus der Welt schaften. daß sein Vorgehens Xw* CtiMiwv&Äf 4« QTuCa«* konnte aber nickt aus_ leitet war von der Absicht der hinterhältigen Beseitigung de? schlusses des volkswirtschaftlichen Ausschusses.. Diesen Sachverhalt mußte selbst der Minister Scholz bestiiw� Er betonte fern« gegenüber den Angriffen von Hertz, daß.?,, Braunkohlenerzeugung bis zum September gestiegen sei. � gewollt ob« bestätigte er die Anklage gegen die Zechenbesttztf� Rubrgebiets wegen des Unterlassens des Baues von Bergard®� wobnunaen. denn die von ihm anaekübrte Tatlacke, dali in Wohnungen, denn die von ihm angeführte Tatsache, daß in schlesien, wo der Vau der Wohnungen in Händen der UnternA� liege, bereits 2100 Wohnungen gebaut worden seien, im kohlenpebiet aber, wo die Wohnungen nicht den Zechen, so«®', der Allgemeinheit gehören, nur L bis 300, zeiat ja, daß die � jagung des Eigentumsrechts an den neuen Wohnungen di« A sagung des Eigentumsrechts an den neuen Wohnungen di«> chenindustrieven veranlaßt, überhaupt nicht zu bauen. Den K®®> gegen die Arbeitsdienstpflicht bezeichnete er als einen K«> gegen Windmühlen. Er mußte ab« erleben, daß ein H'«?� die Arbeitsdienstpslicht sei dock ein sozialistischer und ein h® ,,, kratischcr Gedanke, bei den Sozialdemokraten große Heiterkeit � weckte. Seine Erwideriing aber sckaft'te im übrigen völlio« heit über di« mit der Arbeitsdicnstpfticht verbundenen Absi«l!ji In Uebereinstimmung mit den reaktionären Parteien und Unternehmern macht« er sich die Klagen über zu genng« ji beitsleistung»« eigen und deieicknete als den entscheidenden v jßi bei der Arbeitsdienstpflicht die Beseitigung des Mangels an lich« Leistung. Ein Zwangsgefetz also zur Hebung der aen ist die Absicht des Ministers. Daß ein Z w a n g s g e s e tz®, das Gegenteil davon erreichen kann, das begreift et scheinend noch nicht. Die Generaldebatte wurde am Dienstag beendet. Gegen Betriebs-Sttllegungen � Di« bereits angekündigte Verordnung, betreffend Maß«.�l inen gegenüber Detriebs-Abbrüchen und St'�k leg u n g e n ist nunmehr vom Neichswirtlchaftsministeriu«?�»«» Reichsarbeitsministerium fertiggestellt und wird in den««�".nl Tagen im Reichsgefttzblatt verölfentlicht. Diese Verord«.� sieht eine Meldepflicht für diejenigen Beicieb» vor, die i, gelegt oder abgebrochen werden sollen und verfügt eine S Vz-m f r i st. innerhalb deren durch di: Demobilmachuugsbchörde maßnahmen zur Anwendung gebracht werden können, um« g* wirtschaftlich nachteilig« Produklionsstockungen zu vermeide«-� den Ausmhrungsanweisungen ist dagegen Stellung g®«« Agll daß die Verordnung auch auf volkswirtschaftlich notwendig® legungen und Abbruch« aiiftewendet wird. Der ReichswirM rat hat. ihr einmütig zugestimmt. mxöss Auch diese Verfügung läßt den Unternehmern genügenv Clin i Ii-a nc�muii u/iuvtu iji.«.»iv»jy* Zustimmung im Reichowirischaftsrat. Unserer Ansicht na«? ten die A r b e i t« r v e r t r e t e r der von Herrn von S i®.« jjch gegebenen Fassung nicht zustimmen. Die Gefahr, daß »ednung zu einem Eingreifen der Behörden in StreikbeP®« benutzt werden könnte, hätte in anderer Form abgewehrt v müssen. Für die Sozialifierung � gegen die Arbeitsgemeinschaften Vorstände-Konserenz des Afa-Bundcs. Am K. und 7. Nooemder tagten die Ecsamtvorstände aller an die Afa angeschlossenen Verbände in Verlin im Kestsaal des frühe- ren Herrenhauses, um in mehrstündigen eingehenden Beratungen die Richtlinien für die künftige Reorganisation des freigewerkschaftlichen Kartells festzulegen. Auf Erund der für das Afa-Programm und die Satzung gefetzten Vc- schlüsse wird eine Satzungskommission in kürzester Frist«ine Vor- lag« ausarbeiten, deren endgültige Sanktionierung auf einem für das Frühjahr 1921 vorgesehenen Asa-Gewerkschastskoiigretz erfolgen soll. Der Internationale Gewerkschaftsbund(Amster- dam) war auf der Vorstände-Konferenz durch seinen Sekretär F i m m e n aus Holland vertreten, der tn einer Ansprache das Be- lenntnis der Afa zum Z. E. B. freudig begrützte. Er zeichnete in kurzen Zügen den künstigen erweiterten Aufgabenkreis der freien Gewerkschaften und stellt« den boldigen organisatorischen Anschluß der Afa an den Internationalen Gewerkschastskongretz in Aussicht. Mit Rücksicht auf den engeren Zusammcnschlutz der Dfa-Ver- bände, wie er nunmehr bevorsteht, hat die Vorstände-Konferenz beschlossen, den bisherigen Namen..Arbeitsgemeinschaft freier An- gestelltenverbände" abzuändern in:„Allgemeiner fr«»er Angestelltenbund(Asa-Bun d)". Die Konferenz nahm ferner Stellung zur Frage der Ar- beitsgemeinschaft sZentral-Arbcitvgcmeinschaft der indu- striellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Deutsch- landzf. Nach eingehender Aussprach« wurde nachstehende Eni- schlietzung gefaßt: „Die Vorstände-Konferenz der Afa erklärt sich nach wie vor bereit, im Jnteresie der Allgemeinheit an dem Wiederaufbau der Wirtschaft mitzuwirken. Di« zur besseren Durchführung der Demobilisierungsmatznahmen geschaffenen A r b e i t s g« m e i n- fchaften haben durch ihr« bisherige iTäti gleit bewiesen, daß sie nicht imstande sind, die Re- gelung der Wirtschaft im Interesse ocs gcsam- ten Volkes durchzuführen. Die Arbeitsgemeinschaften haben nicht vermocht. Unternehmer von willkürlicher Still- legung volkswirtschaftlich notwendiger Vetriebc abzuhalten. Ebenso hat sich gezeigt, daß trotz der Arbeitsgemeinschaft die Be« triesdemokratie, die gleichberechtigt« Mitbestimmung der An- gestellten- und Arbeiterräte in den Betrieben, mit allen Mitteln von den Arbeitgebern bekämpft werden. Luch nur zu einer Milderung der Arbeitskämpfe haben die Arbeitsgemeinschaften nichts beitragen können, selbst Schiedssprüche sind sast aus- nahmslos von den Arbeitgebern nicht anerkannt worden. E s hat sich bestätigt, datz mit Hilfe der Arbeits- gemeinfchaften die Umwandlung der privat- kapitalistischen Wirtschaftsform in die©-. meinwirtschaft nicht zu erreichen ist. Dl« Vorstände-Konferenz beauftragt deshalb de« Vorstand der Afa. ttnverzilzlich mit dem 21. D. 6. B. in Verbindung zu treten, um den gemeinsamen Austritt aus den Arbeitsgemeinschaften zu bewirken." Zu dem weiteren Punkt der Tagesordnung S o z i a l> f i e- rung des Bergbaues" gelangte die Konferenz zu folgender Stellungnahme: „Die Vorstände-Konferenz der Afa erblickt die Ursachen des wachsenden Elends der arbeitenden Bevölkerungsschicht im ta- pitalistischen Wirtschaftssystem und im Friedensvernag von Ver- sailles. Alle Versuch«, den Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft unter Ausrecht- erhaltung der privatkapitalistischen Eigen- tumsrechte vorzunehmen, müssen von der frei- gewerkschaftlich denkenden Angestelltenschaft mitallerEntschiedenheitbekämpftwerden. Die Konferenz ruft vielmehr die Arbeiter und Aufstellten aus. ihre ganze organisatorische Macht für die Verwirklichung des Sozialismus einzusetzen. In diesem Bestreben haben sich die freien Sewerkschastea in den kommenden Wochen und Monaten vor allem aus den Kampf vm die Lolliezialisierung des Bergbaues zu tonzentrieren. Di« vorstände d-r Asa-Organisatione» stellen sich aus den Boden des vorschlagec I der Sozialisterungs-Kommission und erheben fchürs» sten Protest gegen dir vom organisierten Unternehmertum einge- leitete« versuche, den Sozialisierungsgedanken im prbai'-'flita- listischen Sinne umzubiegen. Diese osfensichtl. zen Verhinde» rnngsversuch« der Sozialisterung im Bergbau zwingen die freien Gewerkschaft«», unverzüglich die ersorderlichen Vorbe- reitungrn zu treffen, um die Uedersllhrnng der Kohl« in den Be- sitz der Allgemeinheit mit allen gewerkschaftlichen Mitteln her» beizusühren." Ein unglaublicher Vorfall S>ie Reichsbekleidungsstelle hilft Schiebern Wir erhalten Kenntnis von folgendem kaum glaublichen Verhalten de: Neichsbekleidungsstelle: Die Neichsbekleidungsstelle hat vor kurzem 99 999 Kilogramm alte, geflickte, aber gewaschene ungebügelte Anzüge, 19 099 Stück, an einen privaten Händler verkauft. Das Kilogramm lostet 19 M., so datz ein solcher Anzug auf 29 M. zu stehen kam. Der Händler versuchte, diese 19 999 Anzüge nach Polen zu ver- kaufen. Die Neichsbekleidungsstelle hatte bereits dafür gesorgt, datz er die Ausfuhrbewilligung in Händen hatte. Erst durch eine andere Stelle wurde die Aufmerksamkeit auf dieses Gedahren hingelenkt und es wurde die Ausfuhr nach Polen, aber aus anderen Gründen, verhindert. Die Neichsbekleidungsstelle sagt zu ihrer Entschuldigung, daß ste die Anzüge ausgeboten habe, fie wären ihr aber von keiner Seite abgenommen worden. Es wäre mm wünschenswert, zu erfahren, an wen ste dl« Anzüge ausgeboten hat. Der Notstandsversorgungsstelle ist davon nichts bekannt, obwohl dieselbe die allein zuständige Stelle dafür war. Es ist geradezu ein Skandal, datz in einer Zelt, wo es für taufende an Bekleidung aller Art mangelt, in einer derartigen Weise noch brauchbare Kleidungsstücke verschoben werden, und zwar von einer Reichsstell«. Es ist ferner noch zu beachten, datz diese Anzüge, wenn ste wirklich nicht mehr ge- tragen werden konnten, ein gutes Reih, und Spinnmaterial dar- stellte, welches wir unter allen Umständen im Lande behalten Ausschneiden l l|l o *» 2 ja« Z i © I ö= M ö C. II Z L 5» ja %t i' Q. » 5 t> S * <3 £ E Ii £% a_ ■2® £=£ 27-30 50 Wichen 31-35 50 Äamen. viel die Aufklän?� /Ä bic bfeS ,T,<10 fcf,r Wn ihn. g-I,«g. Aüftungs S, Ausk>äm°z m»" 1$ M» m t Abteil««« i; Werd? Der Mensch en' Sein und Bergehen Eine Musterbücherei für die Ehe b.. tern,� A. Tscherkoff... ierte �Austrativ verwehrte»nd verbes- Mit 4 bunten und«4 schwarzen Dreis broick»v»ab!r«ich«n Texttlll>stratwi,en. elegant in tP' elcg gl'bund M 2190. »«tz«.» �Mstled» gebunt en M. 27.00. i Urwr.� ist k s Teil« Mtdni: 2. Entwicklung des Mmschen. ä- Die MenÄ� Nö-.per. 4. Vv« eMwerdung und die Geburt. vergehen. Band 2. Mann nnd Weib Ein« Gesamtdarfielliing ihrer physio- logischru. sitttlchen, ethnologische» und kulturhtstpriscken veztehungtl, nach Geh. Medizinalrat Prok-Dr. Burdack.Geb.Me- dtnnalrat Prof Dr W. H B u s ch, Geh. Mcdi ,ival- ral Prof. Dr. C asper.' Geh. Mediztnalrat Dr. R. Frortep. Prof. Dr Graham,«eheimrat Prof. Dr. Krenser, Medizwalrat Prof. Dr. Oesterlrn. Hofrat Pros- Dr. Pefchel. Hofrat Dr. I. Steindach er und Dr. E. I. Tili. He, ausgegeben von Dr. E. Merten». Preis broschiert M. 0.00, gebunden M. 14.40, elegant tu Kunstleder gebunden M. 22.00. hat bei seiner Aussteuer das Wichtigste vergessen. Hier soll aber nur das Allerbeste gewählt werden; nicht aus wertlosen, zweideutigen Machwerken soll diese Aufklärung und Belehrung für den Eintritt in das Leben der Ehe geschöpft werden, nur ernste, sittlich denkende Männer und Frauen sollen unsere Lehrmeister sein. Dies ist bei der vorliegenden Bibliothek gewährleistet, nur erste Kräfte kommen zum Worte und jeder findet hier eine Fundgrube köstlichen Wissens, das zum Glück fürs Leben und stlr die Ehe unersetzliche Werte bietet. Die Bibliothek enthält: Abteilung 2 Frauenbvcher: Bd.l. DasGeschlechtsieben d.Weibes Eise phystologtsch-sozialt Studie mit frzlllch?» ZiatMi». von Frau Dr. Anna Ftscher-Dückelmann. 18. 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Hochbahnhof»ülowstratz. ««»«fest« Zähne 5 M. und 7,50 SN. 5®'nt»», Irlich« Xarbtn si»rmn> Mit «Wo« Anifcljuk in» fchrifüich«»«atantit. «BlSiron«!!»rCA»«»tlst»!»»««. waua-nufer Soljnetto«. Wuitfcaitfflrfuchans«-«»». Net», vuru-inrise. Sperchsiiuid«» wochouag» Uhr. I Ü i zc»„n, »»ch»lle an he, e» Meialle. AAtAAA M�m�LAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA ...... w®"W W eih nachtsmann die((Horte gei, Aafchachl»»?,*ß- da anier die«rMeareNe», 200,—, tt. OTVoObettiiriiiL �S? wiazt. a» bietet nb Vager«n: Alnitrhttftttten SSSJe0*�:-«0�. prima»e.hlm.ee.a.n fu, J t' rürit™«u«•»,»-(.«ftoff loa-, SrTcfc.ii; Irme-Cmn«,(«äff 175.-. Her, icsuren Ste alle« ans erster Hand! «lfm, na '■ für Betrie sräte, Beiriebsvertraltensleute und Generalversammlungs-Delegierte des graphischen Gewerbes Am Mittwoch, den 17. November, vormittags Uhr. findet m der Schulaula des H u m b o l d t- G o m n a l i u ms. «artenstr. 25 fnahe Stettiner Dahnhos) eine Dersammluna samt. ucher Funktionare der Buchdrucker. Buchbinder. Echriftatesier. Buchdruckerei-Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen,«öteindrucker und Lithographen statt, die auf dem Boden U.S. P.D. sTrispien. Ledebour) stehen. Tagesordnung: 1.«Liegt die Krhaltung starftr, geeigneter Organisationen im Interesse des Proletariats?" Referent: Genosse Otto Ziska. 2. Diskussionen. tM" Ausschneiden I-WM St « f* T fD & 3 or --»» r> 4~+- O G) n o CT1 TO 00 w CO J? K 10 a o o n 03 2« v» o «-K & ö e-! c: & ? S ro Genossen! Wer der Zertriimmerung der Partei und Sewert, Ichaften das Wort redet, begeht verrat an der Arbeiterbewegung. Beweist, daß Ihr Euch derartigen Bestrebungen mit aller Macht entgegenstcmmt! Funktion'-weis der verbände sowie Mitgliedsbuch der Partei und v wcrkschaft legitimiert. Bezirksoerband Berlin-Brandenburg. Der geschäftsfiihrende Ausschuh. I- A.: Fritz Schneider. BezirKsverband Berlin-Brandenburg Das Agitationsmaterial einzelnen Ortsgruppen im folgt zugestellt: 1. Distrikt: Sped. 2.„ wird den Distrikten resp. den Laufe des heutigen Tages wie S» 3.„ 4.„ 5.„ fi.„ 7... 8... 9.„ 10.„ U... 12... 13.„ 14.„ 15... 16... 17.„ 18.„ Lichtenberg: Pankow: Neukölln: Charlottenburg: Schöneberg: Adlershof: Baumschulenweg: Eichwalde: Cöpenick: Mariendorf: Reinickendorf-Ost: Reinickendorf-West: Stralau: Tegel: Treptow: Weißensee: Britz: Kruger, Wasserthorstr. 41 Döring, Steinmctzstr. Schäfer, Cneisenaustr. 70 Stnner, Skalitzer Str. 101 Krüger, Wasserthorstr. 41 Werner, Greifswalder Str. 29 Weirgels, Cadiner Str. 11 Wengels, Cadiner Str. 11 Werner, Grrifswalder Str. 29 Götze, Treskowstr. 22 Lohmann, Hufsitenstr. 43 Lachmann. Stargarder Str. 13 Lachmann, Stargarder Str. 13 Franzen, Moabit. Wittftocker Str. 19 Franzen, Moabit. Wittftocker Str. 19 Franke, Genter Str. 34 Franke, Genter Str. 34 Elische, Pankstr. 60 Etimming, Weichselstr. 28 Spieckermann, Mühlenstr. 20 Krüger, Emser Str. 32 Köhnke, Kaiserin-Augusta- Allee 37 Wendt. Gothenstr. 40 Haedicke, Weingartenweg 8 Hoffmann, Schräder Str. 11 Kättner, Bahnhofstr. 89 Lorenz, Bahnhofstr. 8 Komnick. Bergstr. 7 Hecht, Restdenzstr. 126 Hahne, Schillingstr. 20 Senne, Lasker Str. 2 Eiche. Bahnhofstr. 18 Weiß, Plesser Str. 1 Luck. Langhansstr. IIS Britz. Chausseestraße. Die Distrikte resp. Ortegruppen müssen das Material voll den obengenannten Stellen abholen. Ortsgruppen, die in vbenstehendem Verzeichnis nicht mit aufgeführt sind, wollen das Material im Parteibureau. Breite Straße 8/9, Hof, 1. Aufgang, 1 Treppe, unverzüglich in Empfang nehmen. Die Eeschäftsleitung. rt Betriebsräte» Richtung Crispien-Ledebour Fraktions-Vorftandssitzung Dienstag, de« 16., abends 7 Uhr im Lokal L r e i tz k e, Kloster Str. 4k» Ecke Parochialstraße. Im Auftrag: F l e s ch. Arbeitgeberhochmut ohne Grenze« Wiederum haben die Arbeitgeber im Textilgrohhandel es gs» wagt,«in Angebot zu machen, dah von Ueberhebung strotzt! „Erst hinein in die Betriebe, dann, aber auch nur dann, würde man sich noch einmal an den Verhandlungstisch setzen können, um darüber zu beraten, ob da und dort nicht Gehalts- Lbrondungen am Platze wäre n." Um diese bittere Pille etwas schmackhafter zu machen, verschmähte man nicht, ein abermaliges Manöver, welches lediglich zur Spaltung der Ein- heitefront der Angestellten dienen soll. Man bot den verheirate- ten Angestellten kleine Zulagen in der Hoffnung, sie damit be- stimmt in die Betriebe zu bekommen. Ist es nicht schade, daß diese Hoffnung sich niemals erfüllt, dah die Angestellten auch im Textilgrohhandel inzwischen gelernt habeck, den Klassenkämpfern des Kapitals gegenüber Klassenkämpfer der Arbeit zu fein? Unehrenhafte Zumutung von Arbeitgeberseite führte am Mon- tag dazu, dah Hausdiener und Packer die Arbeit niederlegten. Di« überfüllte Versammlung der Streikenden nahm mit großem Beifall hiervon Kenntnis, ebenso davon, daß maßgebende Per- sönlichkeiten der Groß-Konfektion den Beschluß gefaßt haben, den Reisenden und Vertretern der bestreikten Betriebe wahrend de» Streiks keine Aufträge zu erteilen. Es lebe die Solidarität! Die Zentral-Strcikleitung. Robrleger-Heiznngs-Monteure und Helfer. Die Portiers von Groß-Berlin befinden sich im Streik. Es ist Pflicht aller Rohr- leger-Heizungs-Monteure und Helfer den streikenden Portiers gegenüber volle Solidarität zu üben, und keinerlei Streikarbe»l auszuführen. Insbesondere das Anheizen von bestehenden Heizungsanlagen und das Ausschlacken von Kesseln zu ver- weigern. Die Branchenleitung. Nüknerougen Schwfeien u.wairzers beseitigt schnell.aicbei' u. schmer-zlos _ KuKIrol ioooooo facti bewährt Preis M. 3-Jn ApotbcKen � Di-oger-ien erhältlicrt VbrsicM vor Kdctuhniunaen, Kukinol Steht einzig da- Hobel! 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Deshalb halt ver � das Friedensangebot, der als Ausbruch le,denichm Überlegung tigen Gefühls wohl begreiflich ist.«'«*:«nstterienwAc-nl- nicht Stand. Schon die Umwandlung der M»n,l �.� � reich und England deutet eben>o wenig aus B � niird»n Kriegsabschlug hin wie die Rede Trepows..?.„. i � e s Ma« den zur Entente gehörigen Groh-Staatcn al s dc i ch � Be- nooer ausgesagt werden, unternommen»oiw � wuhtsein. dag es scheitern wird, und in der Rvsich� Regierung als wahre Fr, �ensfteunde ,m? � Neutra- herauszustreichen, d» Sym�thmn d�s P ps � � gegnerischen ten zu gewinnen, h".""�"Auion*n bU dortigen Regi«- Lanbein und Jan»« M« S�pok Leidenschaft, die längst einer «"mZ ltark� und be. u ,,at, heivorzulocken und Müdigkeit Ut� Erschlaftung P S Ablehnung der Noie wird auch bis zur Gluthitze zu.steigern. D,e ��de Wirkun» .si�erlich eine..rrieASvers cyae, Die° l e U-Boot-Krieg rücken dann in greifbar» mxu' stoile<&.««? t#n�uFi?fleÄ"erden also sehr wahrscheinlich Ä.,' "er ich�uschung erfahren. Diese Aussicht stimmt mich't?aurw Die Fr?°�.,w'r nichts vormachen.»aur,g. teresi �M.e sst nur. ob die Entente die Rote» limine,(ohne m»; 5eplankel �?,wird. oder ob sich noch ein kleines diplomatisch«-' «"W Ichrott. �'Oen wird. Grey hatte wohl nicht eine unbe- Ralsour sich �Vuckweisung empfohlen. Me Lloyd George und wurden sie i-.. h°Uen wird, ist nicht vorauszusehen. Sicherlich Beding.� Position verbessern, wenn sie zuerst nach d.n den schliefe» m.»" kragen würden, unter denen Bethmann Frie- pri,(�e i�woue. Damit fiele der Einwand weg. daß sie» wann wütb» If-SaH). den Krieg fortzusetzen beabsichtigen. Beth- ...»au. oen Wi�Sflet V« �-r-ussern mann würde dann sich klarer nnd 5 der po� �rie�n»- müssen, und das trüge zur ReiN'guna �ch den Fttmn«. Atmosphäre bei° Wiche" h"'pungen bedingungen mit zweideutigen Rede« ÄnÄiion auch Stimmung bei den Neutralen sok"»�» � Fnebcnsamon Wenn ich mich über den Tsiaratt insofern Wunsch keinen Augenblick täusche, so bleibt'9 n�,fttr«,orm tung, als in ihr zum ersten Mal'N ll«zefinden. zeigte nach Perhandlungen ausgesprochen««ir uns d t Reg,«- Das Lersassungselend.'�«„Gelegenheit oo stellte sich in der Art wie diese wichtig« �rde. Dt« R«� b» rung und dem Reichstage behandelt.�� Dan � sondern den Reichstag wieder vor eine«ur r�® u% b«\ biF« Reichstag nahm diese Mißachtung«�idenranner �.. schloß sich selbst den Mund n,.- Gelegenheit für d mich nicht mehr. bei diesen R.„.. � u» g s- � lt �--vr; et grollt mit gangen. Der Kanzler hatte chich" grst�' g n d l e. Aber ung von dem Inhalt der Rote fi tl c n® e 0mdd)6to?#t>tw"A mit. weil ich selbständig m«» n- n ,in« R°t-�� � kurz vor der Sitzung, als er den BM ��geblich L selbst- iu hintertreiben, den Kamps vorher �«iner. Neichotag» persönlich unternahm, erinnerte er flG ��heit verständlich keine Gegenliebe. Aber dt«->tr„ Ersw vollzieht sich unter peinvol Daß die alte Fraktion für ein Gesetz stimmen würde das, wie das St, unter dem Belagerungszustand nur Nicht genügend äußern. m Sonntag sprach ich in Magdeburg, Landsberg der Abaeord L?. unterlog er doch bei der Abstimmung.. Nächsten Dienstag soll ich in Königsberg über das v'li-dlen>t- gesetz sprechen. Daraus mache ich Pause... Mein lieber Vor Stockholm Berlin.«. Mai 1917. �wieder bist Du genötigt, Deinen Geburtstag �-~ jccatoTKn««»■«vii»«t/v pressionszustand augenblicklich stark« Zuversicht. Worauf sie sich gründet. ,st m» nicht klar geworden, obwohl ich die U-Boot-Er« folge, die gewifl starken französischen Berluste an der Aisne, die vorläufig geschwächte Ossensivkraft der Russen in Rechnung stelle. Die Krieasmüdigkeit Oestereichs wird von Woche zu Woche offensichtlicher, und die österreichische Regierung tut nichts, um sie zu verbergen. Sie betont vielmehr auf das nachdrücklichste ihr Friedensbedurfnis und begünstigt die Friedensbestrebungen der Sozialdemokraten. Den Türken ,st nicht wohl zu Mute, und die Bulgaren möchten lieber heute als morgen Frieden schließen. Bei uns gilt dagegen die Durchhalte-Parole, van den nächsten 2 bis Z Monaten verspricht man sich Wunder. Die Me- thod«, die im Kriege so oft versagt hat. nämlich bei uns alles ruhig, bei den Gegnern alles düster anzusehen, steht in voller Blüte. Da die Massenstreiks nach dem ersten Anlauf ver- sandeten, so ist man beruhigt, und bemerkt nicht, wieesinder Tiefe gährt. So geht das sinnlose Massenschlaihten weiter. Helfferich hat gestern nach einer sehr entschiedenen Red« Oskar Cohns erklärt, er wolle jetzt keinen Frieden, da er uns nicht günstig fein würde. Und später, wenn sich noch mehr Staaten unseren Gegnern zugesellt haben, wenn der Mangel an Rohstoffen bei uns noch empfindlicher wird, soll er besser werden? Aber wer heute von Vernunft redet, ist ein Predi« g e r i n d e r W ü st e. Von der Stockholmer Konferenz ist nicht viel zu er- warten. Da? Spiel, eine alle Gegensätze verkleisternde Reso- lution zu fabrizieren, machen wir nicht mit. Die Konferenz kann nur dann einen Sinn haben, wenn die Sozialisten in allen Län- dern zu einer scharfen Opposition gegen die kriege- tische Regierungspolitik fich entschließen. Mit Phrasen- drescherei ist nichts gemacht. Wer kann jedoch solche Hofsnungen in die Scheidemänner setzen? Sie Regierung hatte mir anfangs den Paß verweigert. Nach m Angriff gegen sie in der Budget-Kommission, an dem sich auch David beteiligte, hat sie den Vetospruch gegen die Erteilung von Pässen an mich und meine Freunde aufgegeben. Sehr hübsch war das Bekenntnis, das David in der Kommission ablegte, als er der Regierung vorhielt, sie mache eine große Dummheit und hinzusetzte:„Die Welt wird sagen: die ehrlichen Sozia- listen erhalten keine Pässe, Pässe erhalten nur die Re- gierungs-Sozialisten." So war es in der Tat: die Regierung wollte die Echeidcmann. Ebert, David gern als ihre Werkzeuge in Stockholm benutzen, und dagegen, die wir unabhängig, nichts anderes wie eine ehrliche internationale Friedenspolitik betreiben, von dort fernhalten. Gestern ist die Nachricht aus Stockholm ein- getroffen, daß die Konferenz verschoben werden wird. Wann ich von hier abfahre, ist danach unbestimmt. Länger werde ich die Reise nicht hinauszögern, da ich in jedem Falle bei meinen guten Beziehungen mir ei« klares Bild über die Verhältnisse im Aus- lande zu verschaffen und vielleicht auch ftiedensfördernd zu wir- ken vermag. Ich empfinde es als ein Glück, daß Du. mein lieber.... in D. bist uno wünsch« von ganzem Herzen, daß Du dort bis zum Frieden bleiben möchtest. Halte Dich trotz der schweren Zeit aufrecht und— so weit es geht— froh!... * Die Stellung gegenüber de» Bolschewik! Lyck. 6. August 1918. Lieber Freund K..., schon eine Woche bringe ich hier mit Nichtstun zu. Bis Sonntag tonnte ich wenig ins Freie, da es stark regnete. Seitdem scheint die Sonne und ich kann wieder laufen, was mir«in großes Be- dürfnis ist._, Die großen Weltereignisse lassen mich freilich nicht zur ,n. neren Ruhe kommen. Der Herzenserguß, mit dem die Ge» werkschaften das fünft« Kriegsjahr eingeleitet haben, necht noch widerlicher nach Chauvinismus als ihre früheren Expektorationen. Könnten wir doch jetzt vor den Arbeitern reden und schreiben! Ich möchte jetzt zu gern die Siering. und Ge- nassen, von denen ich Ihnen ja vor meiner Abreise erzahlte, fragen, was ste gegenüber der General-Kommission zu tun beah- sichtigen, die so diametral gegen die von ihnen bekundete Auf- faisuna bandelt.~. Die französischen Arbeiter haben sich sehr gut ge- halten, lieber den Kongreß der C. S. T. habe ich im..Papula, re einen ausführlichen Bericht gelesen, den ich Ihnen empfehle. Bernstein hat sicherlich ebenso wie ich die Nummern Mit dem Be- richt erhalten. Könnten wir unseren Arbeitern dies« Vorgänge wie die Kämpfe der«rbeiter in England und Italien ein- dringlich und mit Kommentar massenhaft unterbreiten, so würde das zur Klärung mal beitragen. Der Populaire ist jetzt sehr interessant, besonders beachtens- wert ist auch seineEtellunagegenüberdenBol s ch e. wiki. Ohne jedes Schwanken hat er mit großem Nachdruck d»e Jnterventionspolitik der Entente in Ruhland bekämpft und das Derstänönis für die Politik der Bosschewiki zu fördern gesucht.— für die Politik des Proletariats a e g« u die Bourgeoisie, des Sozialismus gegen den Kap«- �___ IffJ t" CV».. V".... A t a l« s vi u e. Das ist für den Populaire der leitende Gedanke. Die Lage der Bosschewiki ist nach dem Vordringen der Englander bis Onega, den Fortschritten der Tschechoslowaken, dem Vormarsch der Japaner nach Sibirien eine verzweifelte. Gegenüber ver deutschen Regierung sind sie allerdings gestärkt, da sie nach den militärischen Niederlagen an der Westfront und den Wirren m der Ukraine, die aus unsere Herrschenden offensichtlich mäßigend eingewirkt haben, eine andere Sprache führen können. Nach meinen Informationen, die ich inzwischen erhalten habe, sind st« sich dessen bewußt und handeln in diesem Sinne. Die Behauptung de,--------**"-----~ beiter-Z Lioland eingewilligt. ist es sehr dedenMch. ftatn. Gerade setzt.«, yi,«asschewiN von eck«, tapitalMMen aierungen umdringt wertem halte ich es für e i n en sch w« r«« Fehler, gegen sie ein« Polemik zu führe«. Wir 's' Nachrichten hin»in Urteil zu würden dadurch Kämpfe innerhalb unserer Partei entsksseln» während wir den engsten Zusammenschluß gegen die Imperiaufte» aller Richtungen, auch der regierungssozialistischen, brauchen. Mehr als je vertrete ich die Meinung, dah die Soz. Ausl. Korr� objektive Berichte über Rußland zur Orientierung d« Les« bringen soll, elwa auch Auszüge aus Artikeln des Populaire, 00« sie aber Angriffe gegen die Politik der Bosschewiki vertagen soll. Genosse S- erzählt mir. daß D. einen Artikel pro Bosschewiki em- gesandt habe, der zuerst ericheinen soll, und dem ein ruhiger uno sachlicher Artikel contra folgen solle. Bei der internationalen Situation, die sich entwickelt hat. würde ich beide Artikel zurückstellen. Dringend warnen möchte ich vor fedet Ausfuhrung, tue auch nur so ausgelegt werden könnte, als ob die ronter- revolutionären Kräfte in Rutzland. als ob die kavitalistifchen Kresse- wenn auch gegen die Absicht des Ver- sassers— gestützt würden. Hier kann ein Hinausschieben der Polemik nur nützen......< Mit herzlichen Grüßen an Sie, Ihre Uebe Frau, Hren Sohn und unser« gemeinsamen Freunde bin ich Ihr Hugo Haase. Biu dem Zusammenbruch „.. Verl in, 1. Oktober 1918. sür Deinen lieben Glückwunsch danke ich Dip »fnJi ur*» geringer ist für mich der Wert b"esnaI habe ich schmerzlich Deine An- � n.!®-.' 2ch hotte nicht nur das Verlangen, Dich zu irÜfUlt'h''?,De't es in meiner Kraft steht, in einer friedlicheren Umgebung als der De,nigen aufzufrsschen, sondern auch mit Dir Gest üu en Quslu'cu�chen Uber die Weltlage und ihre künftig« o,£ie V® 1 e*' j.l S überstürzen sich. Der aufmerksame fer der auslandischen Presse konnte schon seit Wochen nicht mehr ,m Unklaren sein über den Umschwung, der sich in B u l- g a r l e n vorbereitete. Unsere Regierung hat sich wieder einmal von den Ereignissen überraschen lassen. Die bulgarischen Bauern. die tm 8. Jahre Krieg führen, und ihre Aecker nicyt mehr be- bauen können, werfen die Waffen weg und treten die„Rück- Wanderung an. Diesen Ausdruck gebrauchte der Vertreter unsc- t, parlamentarischen Kabinetts spricht Bande. D i e A n g st» st a u f düng begriffen ist, wird in einigen-----------— Vc'tl.V<,»„?»„ «irffchaffen. Auf der Ministerliste standen geste� Cbert Le� Südekum, deren Vertrauen be» den denkenden Arbeltern n cht g» ilt und die bei ausländischen Arbeitern geradezu aus Mißtrauen stoßen. Wir können zur Klärung der Situation nichts mehr wun. fchen als das Koalitionsministerium. Z)le Toten retten schnell. Lebe wohl, mein lieber E.. innig grüßt Dich.n Lieb-... Aus der Regierungszeit Berlin, 26 November 1918. Mein lieber E., von Herzen begrüße ich Dich in der Heimat. Tag und Nacht hoch« ich auf ein Lebenszeichen von Dir gewartet. Ich wußte, daß Du außerstande warst, einen Brief zu befördern. Ich hoffte, daß Du in den letzten Kämpfen des November uns erhalten sein würdest. Aber die Ungewißheit wurde immer drückender. So war Dein Telegramm aus Hellerthal eine Erlösung. Du hast sicherlich auf dem Rückmarsch schwere Strapazen erlitten. Bist Du erst zu Hause, so wirst Du Dich jedoch bald erholen. Du hast mir in den Tagen der revolutionären Umwälzung sehr gefehlt. Ich hätte das große Erlebnis zu gern mit Dir geteilt. Die harten Waffenslillslandsbcdingungen. die Notwendigkeit der überstürzten Demobilisierung, das Detail der Ernährungspolitik erheischen mehr als sonst die Aufrechter- daiiung des«ingearbeiteten Verwaltungsapparats. Die alten Beamten, die sich mit der Revolution abgefunden haben, da sie einsehen, daß das alte Regime unwiederbringlich dahin ist. sind un>znnern radikalen Neuerungen auf wirtschaftlichem und sozio- iem Gebiet nicht geneigt, als bloße Techniker sind sie dennoch nicht zu entbehren. Die Scheidemänner haben aber Bur- gerlich« auch in wichtigen politischen Etellun- g« n g« l a s s e n. So haben wir bis jetzt noch nicht die Gnt iernung Solss aus dem Auswärtigen Amt durchgesetzt, der ohne mein« Kenntnis ganz im alten Stil Erlasse veröffentlicht hat. e?*4"?�hind«rii geht nicht ohne Reibungen ab. M wurde allein mit meinen Freunden die Regierung ergriffen yaven, wenn nicht die Soldaten fast einmütig darauf bestanden, dag wir mit Ebert di, Gewalt teilen sollten, und wenn nicht ohne �aert ein«rhtzhlicher Teil der bürgerlichen Fachmänner Sabotage treiben würde. So müssen wir manches in den Kauf nehm«N, wg, uns eontre coear ist. Der revolntionäre Glan wtrt statt""** Elan wirv statt gedämpft-_-— c Der revolutionäre Brszeß ist erst k» U«fa»gs- stadiu«. In welchen Formen er sich weiter vollziehen wird. hängt von der Arbeit ab. die die Regierung leisten wird.... B»r der Friedensunterzeichnung w Ä~*'v t' ur•-o-■ j j«-« � tu/« 1 1— das alles war die Äikna» Vertreter der" 5 Durg— nicht als Vertreter serner Fraktion, sondern als"Fachmann — im Ministerium festhalten zu können, und im Seniorenkonoent verkündeten sie um 11 Uhr aufatmend, daß das Ministerium 1 Uhr mittags gebildet fein werde. Kaum war das Wort l ... eine Mini Zentrumsleuten .............. Jetzt endlich— zwischen 2 und inisterliste fertig, die aus Sozialdemokraten und ___________ besteht. Bauer ist Ministerpräsident— eine ko- mische Vorstellung. Ist der Friede unter Dach und Fach, dann kann das Zentrum sich mit Grazie dir Sozialdemokraten entledi- gen und mit den bürgerlichen Parteien eine Regierung bilden. Die Demokraten schmollen nicht, sie wollen zwar die wichtigste Vorlage der neuen Regierung, die Friedensvorlage, ablehnen, ibr jedoch das Vertrauen aussprechen. So reiht sich Burleske an Burleske. Zwei Fahre Betriebsräte! Tage des Rückblickes sind in unserer Zeit häufig Tage schmerzlicher Erinnerung. Erhaschen wir in der mehr at«m- losen, als fruchtbringenden Hast des Geschehens einen Augenblick des VerHarrens, um Umschau zu halten in der Arbeiterbewegung der letzten zw«, Jahr«, so überschauen wir ein weites Feld wüster Trümmer und getäuschter Er- Wartungen. Das eine ist die Ursache des anderen: nur in der Zerfahrenheit der Arbeiterbewegung, beginnend mit der Politik des 4. August 1311 und— vorläufig— ange- langt bei den 21 Moskauer Bedingungen, lisgt der Grund für die Enttäuschungen der Reoolutions- ! a h r e. Völlig öde ist das Bild, wenn wir uns dem Gebiet der Betriebsräte zuwenden. Nach zwei fruchtlosen Jahren sehen wir erst jetzt einen tastenden Anfang. Als der Hohenzoller fortgelaufen und Deutschland Republik geworden war, nannte man dieses Staatswesen ein sozialistisches. Mag uns diese Bezeichnung heute lächer- lich erscheinen, so war sie im November 1318 doch nahe- liegend als Ausdruck der Tatsache, dag die deursche Arbeiterklasse als der einzige tragfähige politische Machtfattor und der Sozialismus als die einzige Rettung aus dem Chaos erschienen. Die Parteien des Proletariat» übernahmen die Macht und die Arbeiterklasse schuf Arbeiterräte, um die gewonnene Macht zu fundieren in einem der Eigenart proletarischer Machtentfaltung gemäßen System der gesell- Eine schwere Angst drückt noch die Rechtssozialisten. Werden wirklich die Unabhängigen dem Friedensver- trag zustimmen? Bon drei Seiten sind wir schon deshalb interpelliekt worden. Sie können sich 3" mchr eine Partei aus klaren Grundsätzen fe Ziel losgeht. Für sie ist die Politik so sehr< Opfchnfi'--- schon deshalb denken, daß ..st auf ein Jb. sehr ein Schieber sstuckcher" ________________ luic pr sur-yien. Daher ihre Beklemmungen. Morgen nachmittag tagt nun die Nationalversammlunä. In- solgedessen kann ich"leider morgen nicht bei Euch sein. Ich hoste aber bestimmt. Montag wenigstens für«inen Tag zu kommen, wahrscheinlich bin ich schon mittags zu Haufe— wenn die Eisen- bahmüge überhaupt gehen. Aui n.i.,»'...'- gesundes Wiedersehen.. Vor zwei Jahren! Aus den ersten Nummer» der„Freiheit" «s leb« die Freiheit! Der Jubel und der Stolz de« arbeitenden Massen ist berechtigt. Aber sie müssen sich hüten, in dem Freudenrausch dieser ersten Tage zu vergessen, wie unendlich viel noch>u tun bletdtl Mr haben die Freiheit verhältnismäßig l«icht errungen. Sehr jtel schwerer wird es sein, das erworbene Gut zu befestigen und zu behaupten. Dao muß immer und immer wieder gepredigt werden, damit das Mißtrauen des Proletariats wach bleibe. Unsere Gegner haben sich feig« verkrochen. Aber sie sind des- hals nicht tot. Sie sammeln neue Kräfte. Sie warten auf den Augenbltck, wo sie zum Schlage gegen uns aueholenkönnen. Einstweilen kommen sie aus ihrem Versteck hervor, um uns ihrer Ergebenheit zu versichern. Wir staunen über die große Zahl von Anhängern, dt« die sozialistische Republik allenthalben besitzt. Die Intellektuellen erklären sich in großen Scharen zu positiver Mitarbeit bereit. Zahlreiche Akademiker wollen von je- her Anhänger des Voltsstaat« gewesen sein. Beamte stellen sich begeistert auf den Boden der neuen Verhältnisse. Finanzlsute Auf Dich haben wir gewartet Wie oft hören wir: auf mich Einzelnen kommt eS nicht an, die anderen werden schon daS ihrige tun »»| m«, ej««o—' ganc eines Rätesystems ein gewisses Maß vön llnav Bangigkeit beanspruchen. Aber nicht so sehr eine llnab' hangigkeit von den gewerkschaftlichen Organ, satto n<" vom Oktober gegeben. Sache der Betriebsräte wird diese Freiheit auszunutzen und Mängel der neuen ew Pflicht unlerer Genoll� ist es, für eine sozialistische W** an Torrton ti«>t nntt � yangujMtt von den gewerkschaftlichen O r g a n i s a t i o n e'' des Proletariats, denn sie sind Fleisch von unserem Fleii? sondern Freiheit von den kleinen Tagessorgen des GeiDCs' schaftskampfes. Sine Räteorganisation kann nur besteh�' wenn sie wohl auf dem Boden der gewerkschaftlichen Massis' bewegung erwachsen ist. wenn den Betriebsräten dennoch soviel eigenes Bestimmungsrecht»*�, ihre Organisation dewahrt bleibt, daß sie- imstande sind, o. Gesetz ihres Seins und Werdens und ihrer Tätigkeit wirtschaftspolitischem Gebiete selbst zu bestimmen. Diese Voraussetzung ist durch die Richtlinien vo ersten deutschen Betriebsräte-Kongres.i� ■ e» MM >... Jtt auszumffa»"»>«»»»'» richtung zu beseitigen. in den Betriebsräten schaftspolitik der r Räteverdindungen fchaften-----" Arbei Gegensatz Hier gibt es Die Idee der—. gestellt« gemeinsame Interessen von Kapital uno«'s»,« zum Ausgangspunkt hat, ist eine Gefahr. Haben unl. wiederholten Warnungen vor dieser Politik nicht geiw um das Proletariat zu dieser Erkenntnis zu bringet,. � wird eine von gutgeletteten Betriebsräteorganisationen« führte sozialistische Wirtschaftspolitik die U? überwindlichkett des Gegensatzes zwischen Kapitalismus Sozialismus auf Schritt und Tritt offenbar nra« � und zur schnellen Beseitigung des verhängnisvollen o tum» einer Harmonieduseugen Gewerkschaftstaktik führe"- So muß die Gewerkschaftsbewegung neue I m p ü � ,, zu revolutionär-sozial» st ischem v anv*- empfangen gerade durch Ufte enge Fühlung mit der � triebsräte-Organisation. Vorausgesetzt, daß sich dt« tviabBräte ihrer Stellung und Aufgabe bewußt und» rechten Gok st»beseelt sind.. keine Gemeinsamkeit hier gilt Arbeitsgemeinschaf nur Nr. 484 Die Kinderhölle in Berlin w!?'"!??.£,e".ll b"-Ick>> I» einra Dtoj™ r-il- d>- pÄvl"«ö?cs-%bn mie frilher. so hat auch jetzt das Elend die Netguna. fich zu v. r b e r g- n. Es wird deshalb '��r. der es sehen will. Der Staat rw iÜ fißncht nicht; Untersuchungen über die soziale «Äi- �?lksklassen werden nicht angestellt. Die amtlich« Ttatistit die früher manchen Einblick gewährte, vermag sie nicht durch ihr« trockenen Zahlen die Vufmerksamkeit größerer Kreise zu erwecken. ♦äÜt-I � ö�ct kennt das Elend. Sie sieht es täglich und verliert dadurch die Empfindung für die Unge- heuerlichkelt der Leiden, die der Krieg und der unersättliche �rang des Kapitalismus nach seiner rücksichtslosen Entfal- re berabwalzt. Und doch mutz sie mehr als bisher �n Schleier lüften von diesem täglich anwachsenden Elend. Eisige Verschärfung ihres Elends wartet, daß sie nur durch den K« m p f gegen die Wurzel dieses Uebele die Erlösung ' �ngernden und frierenden Masten schaffen tann. Aier und da findet sich zwar auch ein Vürgerlicher, den das Mitleid gepackt hat und nun in dem Kampf gegen das Elend mitwirken will. Ein solcher Mann ist Harry Eraf Keßler, der in einem Sonderheft der„Deutschen Kation" erschütternde Photographien üher das Elend der Proletarierfamilien im Norden und Osten Verlins ver- offentlicht. Leider können wir die Bilder nicht abdrucken. Wir wollen aber dafür die kurzen Bemerkungen, die jeder einzelnen Photographie angefügt stnd, hierhersetzen. Sie lauten: 1. Familie S. Vater Schlaffer, lungenkrank. Fünf Kinder. 120 Mark Wocheneinnahm- für die ganze Familie. Für sie- b e n Personen zwei große Betten, zwei Kinderbettchen. Max S. lphatagrophittt) acht Jahre alt. rachitisch. Auch die anderen Kinder rachitisch. .~ Familie F. Vater Schloster, früher selbständig. Jetzt, in- folge des Krieges, mittellos und arbeitslos. Völlig verwahr- lostez Unterkommen in einem alten verlastenen Restaurant. Zwei Kinder, von denen das ältere auf einem Aug« blind ist. Kein Eas(wegen Schulden abgestellt), kein« Heizung, keine Seife, keine Wäsche, kein Handtuch. Die Fenster- scheiden des Unterkommens zerbrochen. A. Familie 2t. Sehr ordentliche sparsame Leute. �.imili« von sieben Personen: fünf Kinder. Mutter und greiser' Lnlel. Der einzige Verdienst der ganzen Familie 50 Mark Wachenlohn des Aeltesten, Achtzehnjährigen, der Lehrling ist. Sonst nur Unterstützungsgclder. Alle sehen sehr bläh und auf- gedunsen aus. das jüngst« Kind ist rachitisch. Ein« durchaus typisch« ordentliche Familie aus dem Norden von Berlin. 4. Familie P. Vetreibt ein« sehr ordentlich aussehend« Papier- Handlung(„Leihbibliothek, Spielwaren. Echerzartitel, Feuer- «erk"). Pater sehr tränklich infolge des Krieges. Mutter Wöchnerin. Sechs Kinder. Wally und Willy. 8 und 7 Jahre «tt, sind blsh S0 Zentimeter hoch und haben erst vor kurzem musen gelernt. �# 1* t< t f« m l Ii« au« Berlin N. Sieben Kinder, -«tÜ, A? Jmei lungenkrank. Der Mann ist gestorben. Die imti«r v„ und Hansreinigung und auherdem für unttkeV»�!! � �art wöchentliche Unterstützung. All» Kinder * Hn«*' iän0fU waul). 8 Jahre alt, lungenkrank. kein. Arbeitti-J�r�' 5ß<,t im®efj,nml<,6tt ,SMg Ka� weil nicht 1014 in Berlin an- Arbeit findet und«,* 6nu,t' weil er dort erst recht keine feucht. Frau würde. Parterrewohnung. Sehr ber immer ��"krheumatismus. Mann AushilfsarSeiter, �ude?�«!K.?°5? lang arbeitslos, vier Kinder. Paul 8. Tag« mor«S iL��A30*" 0lt- �-n bläh zweimal am deren Uebmelte�S- � bie �uäkerspeisung der Kinder. Schulden) kein«n- Kein Gas(abgestellt wegen wird a«Kt ntil»u teuer. Wenn es dunkel San dt? ch � Rft,R* ins®eH- Keine Seife, kein Hunger 291«»man von Knut SatnTnn. bat um aekochÄiJ?6 Äbe?am?e. ttank�ste�o S Se� .........- ÄV��rfennt,— tötebet die «estalt. die"ich schon aus der F � � vorber. Ein Irr- schwarzgekleidete Dame von den« � �nb sie sich an der- tum war nicht möglich'.»um v' � selben Stelle ein. Lnb-weglrch st d s meinen Schritt Dies kommt mir so seltsam'. sind in diesem unwillkürlich mätziae. meine s ich bin orrestts Augenblick in allerbester Ordnung, noch S«eizt. meine Nerven stnd durch die-grübet, kommt bei- Wie gewöhnlich gehe ich dicht an �1*... �i, Zutreten. Da nah« bis an die Tür und bin im B 0 Ohne mir bleib« ich stehen. Plötzlich sävt m««ieder um und Rechenschaft darüber abzulegen. W'�sicht und Stütze. geh« direkt aus die Dame zu. sehe'hr ins „Guten Abend. Fräuleins" �_________ ..Guten Abends" n. schon stähet uemetlt 6k> sie jemand such«? Ach hatte sie s� kö«ne? Bat« ob ich ihr in irgend einer Weise beMl'ch' übrigens tausendmal um Entschuld'SU Sie Wiste nicht recht, ob... v, In jenem Tor wohn« niemand "ict Pserden; es sei überdies ein »erkstatt... Entschieden müs »in. wenn sie hier jemand suche. Sie«endet sich ab und sagt:... t. ytir srel ein, Zch ,»«-.tan««», l«?.»-""'• p, So— o"—o, es war nur eist Einfaff. ��»achte darv�e Abend dort stand. Das war doch sellsaM' � irre. 2�.. nach und wurde immer mehr an d« D°� wenig mtt schlotz also, dreist zu werden. Ich tlavp««etteres e�. dem Ge d in der TL-be und lud sie � � n An irgendwo ein Glas Wein mit mir»u �"brauche l»"»ur betracht, datz es Winter sei, ha—ha- nicht.--'», seug. zu dauern... Ädrr sie«°v« d«9 Kein, dank«, das ginge nicht gut.«oll«. I«' aicht. Wenn ich ste aber eine Strecke W«' 3. Beilage zur„Freihett" 7. Familie«. Klempnermeister. IW» Mark Monatsverdienst. Kellerwohnung. Laden. Borderraum und völlig dunkler Hinterraum, in dem von den elf Mitgliedern der Familie sechs schlafen muffen. Für diese elf Familienmitglieder nur vier Petten. Alle Kinder unterernährt und mit strofulösem Aussatz bedeckt. Die Mutter hat von der letzten Entbindung her noch eine Venenentzündung. Die Kinder haben fast keine Klei- dung. Bettwäsche fehlt ganz. 8. Lagerstatt einer elfjährigen Tochter der im Reichsdienst be- sindlichen PostaMentin mit einem Tagesyeholt von 25 Mark und mit 477 Mark Rente. Familie von sieben Personen. Für sieben Personen drei Betten und ein Kinder- t e t t. Drei von den Iungen( der älteste, vierzehnjährig) schlafen zusammen in einem schmalen Bettchen. Die elfjährig« Tochter aus der abgebildeten Lagerstatt. Graf Ketzler schickt den Bildern folgende Bemerkungen voraus: Di« Pilder, die hier verSffentvcht«erde«, bedürfen keines Kommentars. Sie reden selbst laut und furchtbar. Sie er- ziiblen den Untergang eines Volkes. Hunderttausende von Deutschen. Millionen von deutschen Kin- Der Bankier Nest ein Börsenblatt Der Kanfmann liest die bürgerliche GeschästSpresse Der Landwirt liest ein agrarisches Or. an Der Industrielle liest eine Un terneh mer- Zeitung Der Arbeiter» Angestellte und Beamte mutzdas Blatt der werktätigen Bevölke- rung» die„Freiheit"» lesen! dern leben heut« in diesem Elend. Lonasam Ist es empor- gekrochen: vom Lumpenproletariat zu den Arbeitslosen, von den Arbeitslosen zu den kleinen Handwerkern und Rentenempfängern, von diesen bis zu den auf mittleren Lohnstufen stehen- den Arbeitern und Angestellten. Im Berliner Norden und Osten, am Wedding, am Gesundbrunnen, in den volkreichen Vierteln am Görlitzer und Schlesischen Bahnhof gibt es kaum ein Haus, in dem nicht mehrere solche Elendswohnungen sind, in dem nicht vielleicht die Mehrzahl der Familien nur noch krampf- rist sich am Rande dieser kalten, grauen Hölle alt. Den Umfang dieses Elends ahnt man, wenn man Kört, daß es am 15. September in Deutschland 730 000 Arbeitslose gab, und daß die Arbeitslosen heute bereits nur einen Bruchteil der in Elend verkommenden Deutschen bilden. Der Direktor des Statistischen Amts in Berlin-Schöneberg, Dr. Kuczynski, hat berechnet. datz das Existenzminimum einer Groß-Berlmer Familie von vier Köpfen heute neunzehntausend Mark beträgt, und dah noch nicht 1» Proeent der Groh-Berliner Familien über dieses Einkommen verfügen. Die Bilder zeigen nicht Aus« nahmefäll«, sondern nur ganz schlicht, wie der grötzt« Teil der übrigen Berliner Familien, der größer« lebt. Sie sind der sichtbare und schreckliche Kommentar zu de» statt- stischen Berechnungen. Die Einzelheiten dieses Schreckens find in jedem dieser Totenhans« des verlin« Ostens und Norden», dieser Totenhäuser eines Volkes, die gleichen. In lustloser Enge, in viel zu wenigen Räumen viel zu viele Menschen. Dah vi« oder fünf Erwachsene und Kinder durcheinander in einem Zimmer wohnen, ist fast die Regel. Ebenso dah drei oder mehr Menschen in einem Bette schlafen. Das Mobiliar, die Tapeten, Dienstag, 16. November 1920 die Wände und Decken sind fast überall in einem Zustand fort« geschrittener Verwahrlosung. Die Wohnung auf Bild Nr. 7, wo die Tapete von den Wänden hängt und die Feuchtigkeit bereit» einen Ueberzug von Schimmel und von Pilzen an der Wand ge« bildet hat, ist keine Ausnahm«: sondern im Gegenteil: dies« verwahrlosungistdieRegel. Auf Bild 2 iii das Elend noch schlimmer, und auch diese fürchterlich« Spelunke, wo Fuß- baden. Wände und Decke in der Auflösung begriffen scheinen, ist noch nicht das Letzte. Kaum in einer einzigen Wohnung sin» alle Scheiben ganz: man steht von auhen in den langen Strahcn der Arbeiterviertel ganze Reihen von Fenstern, die bloß mit Porp« oder Holz geflickt stnd. Wäsche, auch Bettwäsche, ist überall eine Seltenheit. In Betten, die für drei oder vier Kinder als Lagerstatt dienen, ve- steht der neckte Bezug oft nur aus Lumpen. Sehr beieichnenb bierfür ist die Photographie Rr. 8, die Lagerstatt der elfjährigen Tochter der PostaMentin. Eogär die Leibwäsche fehlt in zahlreichen Fällen fast völlig. Ebenso, namentlich bei den Kindern. Schuhzeug und«arm« Kleidung. Die Kinder des Klempnermeisters G. auf Bild Rr. 7. die keine Wäsche, keine Socken, kein« Schuhe besitzen, und von denen das kleine in der Wieg« sitzende fast nackt war, sind nicht etwa Ausnahmefälle, sondern durchaus normal« Der- liner Erscheinungen. Es gibt Kinder, die, weil st« über- Haupt keine Wäsche, keine Schuhe, keine Kleidung irgendwelcher Art besitzen, nur in Tüchern gehüllt über die Straß« getragen werden können! Selten stnd Handtücher und Seife. Neinlichkeit ist 1« den früher so peinlich sauberen Berliner Arbeiterfamilien ein Luxus geworden, um den sie mit Verzweiflung ringen muffen. «rgrencnd ist. wie trotzdem fast überall dieser Kamps geführt wird und wie über dem durchbrechenden Elend in so vielen dies« traurigen Zimmer ein sallcher, schmerzlicher Schimm« früher« Sauberkeit und Behaglichkeit fattbesteht. Mit der gleichen ermüdenden und erschütternden Eintönigkeit und mit noch fürchterlicheren Folgen wiederholt sich da» Elend natürlich bei d« Nahrung. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich beHaupt«, dag min- bestens drei Viertel der Berliner Bevölkerung in Besorgnis er- regender Weise noch heute unterernährt ist, ein grosser Teil noch heute physisch an Unterernährung langsam zu Grunde geht. In jeder dies« Familien bis zu 100» Mark Monatsverdienst ist die Tageskost gleich, unterscheidet sich nur durch Abweichungen»ach der negativen Seite. Morgens für Kinder und Erwachsene«ine. oder wenn die Verhältnisse es erlauben, zwei Schnitten Brot trocken, oder bei den befier Situierten mit etwas Marmelade oder Margarine. Dazu Kaffeeersatz. Mittags an der Arbeits- statte wieder ein oder zwei„Stullen", bestenfalls mit Margarine. Abends Kartoffeln, Weitzkohl oder Mohrrüben. Fleisch nur bei den Wohlhabenderen und höchsten» einmal die Woche. Ohne die Quäkerspcisung, die der einzige Lichtpunkt im Leben von Taufen- den und aber Taufende« van Berlin« Familien ist, würde«ine ganze Kindergeneration aufwachsen, dir nie etwa» andere» zve Kräftigung oder zum Genutz brtommen hätte, als trocken Brot, Kaffee-Ersatz und ZLaffergemLs«. Es ist unbegreiflich, ja in tiesstem Grade beschämend, daß diese Volkskatastrophe, diese ungeheure Kindertragödie, die sich in unserer Mitte abspielt, anscheinend kein Aussehen bei uns er- regt! Eine Heilung, eine Wiedergutmachung, soweit eine solche überhaupt möglich ist, ist allerdings nur denkbar auf einer ganz breiten und vor allen Dingen auch internationalen Wirtschaft- lichen Grundlage. Sie setzt voraus und fordert gebieterisch den nationalen und internationalen Wiederaufbau, von dem so viel die Rede und bisher so weniazu sehen ist. Wenn nichts anderes die Gewiffen aufrütteln, die Menschen vorwärtstreiben kann, dag sie endlich Ernst machen, so sollten es die toten Kinderaugen der deutschen Krotzstädt« tun. Graf Keßler schließt sein« erschütternden Mitteilungen mit der Aufforderung an die bemittelten Kreise, sofort etwas zur Rettung der verelendeten Berliner Kinder zu tun. Es wäre eine Schande, wenn es nur bei diesem Appell an die Wohltätigkeit bliebe. Es muffen sofort alle Mittel angewendet werden, um das Elend des Proletariats zu lin- dern. Völlig beseitigt werden kann es unter den heutigen Perhältniffen nicht, denn es ist unlösbar mit der kavitalisti- schen Wirtschasisordnung verknüpft. Darum muß das Pro- letariat sich immer von neuem an seine Pflicht erinnern. für die Be eitiaung des Kapltaltsmus.zu kämpfen und die sozialistische �tdnuna, die allem tm- stände ist. das menschliche Elend an der Wurzel zu treffen, an deffen Stelle zu setzen. Der Heimweg sei so finster, und es geniere ste, allein durch die Karl-Johann-Stratze zu gehen, es fei fo spät geworden. Wir setzten uns in Bewegung: ste ging an meiner Rechten. Ein eigentümlich schönes Gefühl bemächtigt« stch meiner, das Bewußtsein, mich in der Nähe eines jungen Mädchens zu befinden. Während des ganzen Weges sah ich ste an. Da» Parfüm ihres Haares, die Wärme, die von ihrem Körper Nusging, dieser Frauendust, der sie umgab, ihr süßer Hauch, jedesmal, wenn sie mir da» Geficht zuwandte, alles strömt« auf mich ein und drang mir zügellos in all« Sinne. Ich vermochte ein volles, etwas bleiches Gesicht unter dem Schleier und eine hochgewölbte Brust unter dem Mantel zu unterscheiden. Der Gedanke an all dies« verborgene Herr- lichkeit. die ich unter Mantel und Schleier ahnte, verwirrte mich, machte mich blödsinnig glücklich, ohne irgend einen vernünftigen Grund: ich hielt es nicht länger aus, ich be- rührt« sie mit der Hand, tastete über ihre Schulter und lächelte albern. Ich hotte mein Herz schlagen. „Wie sonderbar Sie find!" sagte ich. Wie das? Also erstens hatte st« die Gewohnheit, Abend für Abend vor einer Stalltllr stehen zu bleiben, ohne irgend einen Grund, nur weil es ihr einfiel... Sie könne doch ihre Gründe dafür haben: und außerdem bleibe sie gern spat auf. das hätte sie immer mit Vorlieb« getan. Ob ich gern vor 12 Uhr zu Bett gehe? Ich? Wenn ich irgend etwas auf der Welt verabscheute, fo war«». mich vor 12 Uhr schlafen zu legen. Also sehen Sie! Na. und dann mache ste diesen Epazier- gang immer am Abend, wenn sie nichts zu versäumen habe; sie wohn« am St. Olass-Platz-.. „�lajalil" rief ich aus. Äch sagt« nur Plajali... Also fahren Sie fort! Sie wohn« am St. Olafs-Platz, allein mit ihrer Mama, mit der man nicht reden könne, weil sie fo taub sei. Was war denn Seltsames babei, wenn sie gern ein bißchen �"Aar nichts', sagte ich. Nun also?— Ich ftsirfc an ihrer Stimme, daß sie lachelie.—. I Ob sie nicht eine Schwester habe? Ja,«ine altere Schwester, woher ich das wiffe?— Die fei aber nach vamdurg gereist. Kürzlich? Vor fünf Wochen. Woher ich wisse, daß sse«ine Schwester Ich wisse es gar nicht, ich fragte nur. Wir schwiegen. Ein Mann mit einem Paar Stiefel unterm Arm geht an uns vorüber, sonst ist die Straße leer, so weit wir sehen können. Vom Tivoli her leuchtet eine Reihe bunter Lampen. Es schneite nicht mehr, der Himmel war klar. „Gott, friert Sie nicht, ohne Ueberrock?" sagt die Dame plötzlich und sieht mich an. Sollte ich ihr sagen, weshalb ich keinen Winterrock hatte? Ihr mein« Stellung sofort offenbaren und sie gleich von vornherein verscheuchen? Es war ja so herrlich, hier an ihrer Seit« zu gehen und ste noch einen Augenblick in Un- wissenheit zu erhalten; ich lacht« also und sagte: „Nein, gar nicht." Und um nur auf ein anderes Thema zu kommen, fragte ich:„Haben Sie die Menagerie im Tivoli gesehen?" „Nein", entgegnete st«.„Ist da etwas zu sehen?" Wenn es ihr nun«inftes, hinzuwollen? Da, wo e» so hell war. und so viele Menschen! Es würde sie zu sehr in Verlegenheit bringen: mein schlechter Anzug, mein mageres Gesicht, das ich obendrein seit zwei Tagen nicht gewaschen hatte, würden sie zur Tür hinaustreiben: vielleicht würde sie sogar entdecken, daß ich keine West« anhatte... ..Ach nein", sagt« ich deshalb,„zu sehen ist da gewiß nichts." Und dann fielen mir ein« Menge glücklicher Dings «in. von denen ich sofort Gebrauch machte, ein paar einfach« Wort«. Ueberbleibsel in meinem ausgetrockneten Hirn: Was konnte man wohl von solch einer kleinen Menagerie er- warten? Ueberhaupt hätten Tiere im Käfig gar kein In» teresse für mich. Diese Tiere wissen, daß man dasteht und st« ansteht; sie fühlen die hundert neugierigen Blicke und werden davon beeinflußt. Nein, ich bitte mir Tiere aus, d,e nicht wissen, daß man ste begafft, jene scheuen Ge« , v in ihrer Hohle umherhuschen oder mit blin» zelnden, grünen Augen daliegen und ihre Tagen belocken und denken. Was? Ja, da hatte ich allerdings recht. Nur an dem Tier in seiner eigentLmNa?en MurEmarkeit, seiner eigentümlichen Wildheit war etwas Besonderes. D»e lautlosen schleichenden Tritte im Dunkel der Nacht, die rn. witterte UnHeimlichkeit de» Waldes, der Eckrei eines vor. überfliegenden Vogel», der Wind, der»lutgeruch. das Tosen über un, im Naam, fnrjnm, der Geist des Raubtier» reiche» im Raudtier... dl« Poesie de» Unbewußten..» (Aortjetznng folgt.) Vorarbeit für die„Freiheit" Der Gründung unserer„Freiheit" sind lebhafte Kämpfe in der inneren Partcibewegung Berlins vor- hergegangen. Sie führen zurück bis zum Ausbruch des Krieges im August 1914. Damals, als die Reichstagsfrak- tion die Kriegskredite bewilligte, reichte die Redaktion des „Borwärts" an den Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei einen Protest ein gegen die Bewilligung der Kriegs- kredite. Die Redaktion erklärte in diesem Schreiben, das das Datum des 4. August trägt, dah sie angesichts dieser Abstimmung nicht schweigen könne und nur im Interesie der Erhaltung des Blattes ihre Kritik nicht in der Zeitung selber zum Ausdruck bringe. Die Haltung der Fraktion sei inkonsequent und in ihren Folgen parteischädigend. Be- merkenswert für die Debatten in letzter Zeit sind folgende Sätze in dem Schreiben: „Dazu kommt, daß die Zustimmung einen schweren Schlag für die Internationale bedeutet, dag er eine Lockerung des Zusammenschlusies zwischen den verschiedenen Zweigen der internationalen Arbeiterbewegung be- —-vrr.....- i.•—i � � wirken müsse und daß er die Stellung der deutschen Sozia- demokratie innerhalb dieser Bewegung schädigt, vor allem aber, daß mit der Bewilligung der Krieqskredite die deutsche Sozialdemokratie trotz der Ablehnung solcher Folge- rung in der FraktionserNärung eine gewisie Mitverant- wortlichkeit für den Krieg und die sich aus iyn erhebenden Folgen übernimmt: eine Verantwortlichkeit, die sich in Zu- kunft schwer rächen kann." Diese Erklärung, die u. a. von Däumig, Leid und H i l f e r d i n g unterzeichnet war, wurde vom Partcivor- stand sehr ungnädig aufgenommen. Sie enthielt die Per- urteilung der imperialistischen und nationalistischen Politik, die in den folgenden Kriegvjahren von der Mehrheit der sozialdemokratischen Partei und ihren parlamentarischen Vertretern verfolgt wurde. Sie führte zu immer schärferen Konflikten in der Gesamtpartei und brachte auch die frühere Redaktion des„Vorwärts" in immer stärkeren Gegensatz zum Parteivorstand, der im November 1916 zum Hinaus- wurf von sechs Redakteuren ans dem„Vorwärts" führte. Damit hatten die Berliner Parteigenossen, die mit wenigen Ausnahmen die Kriegs- und Resormpolitik der Partei entschieden ablehnten, kein Blatt, das ihre Auf- fassung zur Geltung bringen konnte. Ein neues Blatt zu gründen, scheiterte an dem Widerstand des Oberkommandos, das neue Blätter nicht zulassen wollte, zumal der damalige Parteioorstand Hand in Hand mit den Mächten des Be- lagerungszustandes und der Zensur arbeitete. Die„Leip- ziger Volkszeitung", die mit einem Berliner Teil Ersatz brin- gen sollte, konnte auf die Dauer die Wünsche der Berliner Genossen nicht voll befriedigen, zumal auch die Post— ver- sagte und es wurde daran gegangen, ein ständiges Binde- glied für die organisierten Genossen zu schaffen. Zu diesem Zwecke wurde das„M itteilungsblat t", das bisher nur für die Funktionäre der Partei die Beschlüsse der zen- tralen Parteikörperschaften registrierte, umgestaltet. Es wurde zunächst ein wöchentliches Erscheinen versucht, das nach Uebsrwindung mancher Schwierigkeiten gelang. An- fänälich parteipolemisch gehalten, gestalteten die mit der Herstellung betrauten Genossen Däumig und Leid das Blattchen zu einem politischen Blatt aus, sehr zum Aerger des Oberkommandos, das mit Argusaugen über jede Zeile ängstlich wachte. Es wäre ein Kapitel für sich, alle die Schwierigkeiten zu schildern, mit der die Herausgabe jeder einzelnen Nummer des„Mitteilungsblattes" zu kämpfen hatte. Aber dieser schwache Ersatz hielt doch die Organi- sation nicht nur zusammen, sondern schuf an vielen Stellen des Reiches neue Organisationen unserer Partei. Unser Blättchen wuchs an Auflage von Nummer zu Nummer dank der Opferfreudigkeit unserer Berliner Par- t e i g o n o s s« n. Unsere Funktionär«, männliche wie weib- liche, gingen Woche für Woche von Wohnung zu Wohnung, um unseren Genossen das„Mitteilungsblatt" zu bringen. Unermüdlich wurde die manchmal nicht leichte Arbeit ge- leistet. Wo eine solche Opferwilligkeit vorhanden war, mußte die Bewegung erstarken und der Zusammenhalt ge- festigter werden. Al» im November 1918 die Revolution der alten Militär- Herrschast ein Ende machte, war die Bahn frei für diö Schaffung eines Tageblattes und es erschien die „Freiheit". Die Aufgabe des„Mitteilungsblattes" war er- füllt, es hatte seine Schuldigkeit getan. Die Genossen Groß- Berlins atmeten auf, daß sie nun endlich ein tägliches Blatt ihr eigen nennen konnten. Wenn es heute auf eine zwei- jährige Lebensdauer zurückblicken kann, so war das nur möglich dank der Mithilfe unserer Partei- genossen. Und diese Hilfe wird auch weiter nötig sein angesichts der Tatsache, daß es Leute gibt, die verblendet ge- nng sind, Theorien nachzuhängen, die auf unsere Verhält- nisse gar nicht zur Anwendung kommen können. Unsere „Freiheit" aber wird wachsen und gedeihen, wenn ihr die Genossen die alte Treue und Opferwilligkeit beweisen, die wir von ihnen gewohnt sindl I Groß-Berlin Bezirksverband Berlin-Brandenburg an�all/'MstrMe��nd�ONsg�ppin? 3 � Mat-rialau-gab- ,, Funtti-närin,.-n-K°nfc.cnz für Potsdam 4 sNiedrrbarnim) gcschotz) statt � Kei�staß> Zimmer 31(Oüer- Preßkommissto» sS"*« aTVü0nnMrSti3' nachmittags 5X Uhr. Breite Straße 8/9. Pünktliches und vollzähliges Er- scheinen m i t A u s w e i s erforderlich. Kohlenversorgung für Laubenkolouisten Die Vorarbeiten für die Ausschreibung der neuen Kohlen- karten haben begonnen. Für jeden Veiliner Haushalt wird«»ne aus den Nam-n des Haushaltungsvorstandes lautende Kohlen- karte ausgestellt«erden, die ie nach der Zahl der in.zraqe kommenden Personen und heizbaren Ruume geitasselt ist. Um auch hinsichtlich der Laubenkolonisten die Hiersur crst>rderlichen rsnauen Unterlagen zu schassen, werden diejenigen Lauben- o l o n i st e n, welche in Berlin keine feste Wohnung haben, er- sucht, in den nächsten Tagen im Bureau der Deputation für die Kohlenverl orgung, S p a nd a u e r 6tr. IQ, 2 Treppen, Zimmer 1, die erforderlichen Fragebogen abzu- holen und ausgefüllt sobald als möglichst daselbst abzugeben. Die Abholung und Abgabe der Fragebogen kann auch durch die Vorsisienden der Laubenkolonien erfolgen. Im Interesse der Laubenkoloniflen selbst liegt es, dieser Aufforoerung so schnell als möglich Folge zu leisten, da andernfalls die rechtzeitige und ordnungsmäßige Zustellung der neuen Kohlenkarten an sie in Frage gestellt wird. Ihr st- Die Such« nach vermieten durc ------ e Sepien Die Polizei gab die Meldung an wünschen übrig. Ende ihten durch die Polizei läßt noch sehr zu September meldete ein Vater, daß sein Ibjähriger Sohn vermißt sei._ die Vermißtenzentrale. Wiederholte Nachfragen bei der Polizei blieben resultatlos. Vor kurzem erhielt der Vater des vermibten tunaen von der Armendirektion die Aufforderung, die Kosten lir n Tage Krankenhauspslegc zu zahlen. Erstaunt frua der Vater im Krankenhaus an und erhielt zur Antwort, daß der Junge vom städtifchen Obdach eingeliefert und nach Gesundung wieder entlassen worden sei. Es ist auffällig, daß weder das Obdach noch das Krankenhaus die Bermißtenliste deachtet und dem Voter oder der Polizei Mitteilung gemacht haben. Beschwerden. ''~""' hat, insbesondere über die Krankenhaus- die der Vater geführt Verwaltung, find bisher ohne Bescheid geblieben. Auch die Orga nisation der Polizei, Vermißte zu finden, scheint sehr im argen zu liegen. Tot aufgefunden wurde die seit einiger Zeit vermißte Näherin Bertha Schulz aus der Courbierestr. 14. Obwohl diese seit bei- nahe 14 Tagen gesucht wurde, kam man nicht darauf, im Zimmer der Verstorbenen nachzusehen, in welchem ste jetzt in stark ver- westem Zustande ausgefunden wurde. verwaltungsSezirk S, Friedrichshai«. Mittwoch(Bußtaa) nachmittaa 5 Uhr Fraktioiisptzung lStadt- und Bezirksverord- nete bei Falk, Nüdersdorser Str. 18. «. Verwaltungsbezirk, Hallefchea Tor. Mittwoch, den 17., abends « Uhr. wichtig« Frattionssitzung bei Echweikardt, Alte Jakobstr. 24. Erscheinen aller Genossen oringend erforderlich. Verwaltungsbezirk Neukölln-Vritz. Stadt, und Bezirk« verordnete Mittwoch, vormittag 10 Uhr. Rathaus. Zimmer 103. Arbeitslose Genossen werden gebeten, heute vo« ....----------(ifreiheitTj Neukölln.-------------------,----- mittag rechtzeitig sich in der Spedition Krüger, Emser Straße 32, einzufinden. .l Aus den Organisattonen t. THrlfi. Hellt«, Dlen-toa abend 7 llbi, Materialausgabe bei VZienNUi Btilawstr. bti.(tische inen aller Bezlrkstübrer notwendig. DI« ZiezirksW» laden ihre(ieuolfen in die bekannten Loiale..„....9 ».~.t-....-rt ir-*i______ r___ 07*411108? «. ZÜsirilt. Dientiaa abend 7 Uhr össcntliche Eliainoersaminlllnq im Jlnlio««* bof, VÄamftr. 32. Thema: Weltliche Lchnle. Res.: Ten. Dr. LZwenfiein»» Sitzung Miliwoch vorm. 10 114' fen sich die Tenogen in den gadlfdt� 6 Ilhr das Material bei um Handilke 5. Diftrilt. Sildunaskommlsfion. kchwellardt, tute Jakobstr. 24. 5. S'iiirtÖ. Heut« abend 7 Uhr tre lokoken. Dt« Ztbteilungssührer holen s Wanerlhorstrahe ab. 7. liltritt. Heute abend g Uhr Srtra-Zablobend in allen Berirksl-talea. 1. Distrikt. Prbellrlol« Kenolsen niclden sich heute morgen bis ll Uhr i»»u Spedition Werner, Sreisswalder Str. 24. lt. Distrilt. Heut» abend 7 Uhr in der Schnlaula des Humbeldt-Kymnasta-j- Kartenstr. 75, lrunstadend. Karten auiu Preise von 1,50 M stnd noch a» »bendkalf««rhSllttch. Ii. Dtjtrilt. Dien-tag 7 Uhr bei Mlelt«, Lychener Str. 2S, tsunktionärsttzntv Jeder Bezirk must vertreten sein..... >2. Distrikt. Sämtlich«(Genossen trefsen sich am Mittwoch srüh 9 Uhr In ihm ZahlaI endio'alen. Erscheinen Pflicht.,, H. Distrikt. Dl« Distriktskonserenz kann umstZndehalbcr nicht am sondern«ist am Donnerstag, den lS. November in der Schulanl.r. Tonnenvor»' Stratze ftnitsinden. Das(urscheinen aller Funktionäre ist unbedingt ersord«rt>°kt kl. DistrlN. Die Parteigenossen lressen stch am Mittwoch um S Uhr sruh ihren Zahlobendlokalen..u l».»ift-ikt. Elternbeiräte. Lbleutesitzung am Donnerstag abend 7 Uhr Barleben, Durgsdorsstr.<3. Jede Tchuk« must durch«inen kenossen»ertreten 19. DIst'lll. Mittwoch, den 17. November, vorm. 9 Uhr. bei Cchurrma»: Stettiner Str. 11, sämtliche Bezirkssührer(Trispien-Ledebour). Vorm. 10 be Porltandssitinng. � Rcinisterdorf-Weft.- Dienstag, den 10. November, abends 7 Uhr. Aula � 5. Pemetndeschllle. Mitgliederversammlung. Vortrog.— Di« Mitglieder � Vildungskommstsion(reffen sich ist Stund«»orher.— Mittwoch(Busttags. ob«--' 7 Uhr. sozial. Elternbeiräte tziula der 5. kemeindeschule. Vortrag de» v»" Lebeer Kunkel. Lichtenberg, I. Viertel KZrinerstr. 1.— Am i...... im Lokal de» letzten Zahl«_______,______ Donnerstag, den 18. November, abend» 7 Uhr, Zcichen'aal, Kolteistr. 7.9.„,�,.»1 Tteglitz. Bikoungsauslchust. Dienstag Tstst Uhr Sitzung bei Rangk.„sth»? Vollzählige» Erscheine» sämtlicher allen und neugewählten Mitglieder«rioidev �. echiluefce'a-sfeieden«». Heute abend 7H Uhr Sitzung sämtlicher gunktrss-v» Im neuen Nathan-. Zimmer U4. Erscheinen ist unbedingt»otmendig... Zohanniothal. Die Eenojsen werden ersucht, stch heute, den 10. RoueM? abends»m 0 Uhr. zwest»„!sr«ih«it"-?gttatlon bei Freqer, Friedrichstrotz- einzufinden. tsimg. Zent»el?e?band der Fleischer kbeiter-verband «rbeiter-verband röte des Stadt cht! — d gropen«orkeniaai, vioenaAi reffffUeSr wiTrÄUttiiÄ.35, --- lalil». P..Ie«,ri-ri»g»».».«ruxv- Sude«. M-n-t-g. den � T.«il�n.Ä«��' R-äds-rnnde.' Abteilung Meistens«. Heut, abend TA � den 17. lsriedrich-Ielde: Montag 7 Ubr bei Sa 4; Lrchienberg: Margorclenltr. lenberg' Freitag 7 Uhr bei Hohne� Lichlcnderg. Sonntagstr. 32: Osten. Pd tag 7 Uhr bei Albreckl. Eadiner Str. 20. Irbeiter.Mandeavereln.Berlin'. Mittwoch, den 17. November, noinm>. -----"--• rnfgaf UtlUw hlenb, brünh ahrka asello...... Iresspnnkt --- Tag. w;5»." ä m.°.•— Wl» ii,«VWWIIIW.,—-- . 2t, Unterhaltungsabend. Gäste willkoi�h, «.„.»»„.«piun" 1094. Mittwoch, den 17. Wilhelmsbnrg. Berlin-Lichlendeeg. Wilhelmstrost».. 8st Uhr. Herrentzarlie nach Erünheide. Trefspuali'£ »r �trolail.Riiuimelsbura Fabrkarte bis Er'ncr. SonO** S Uhr. •-------... I.uu,.... lr._____..— I Uhr Rummelsburg. Fahrkart« bis Lonigz-Wusterhausen. Lebensmittelkalender tvilmerotorf. 375 Gramm Zucker ans 101. 1 Päckchen Nakao-Milchsüstsk? -s 18, 8,75 M. Aus 22. 23 uad 24 i- 1 Päckchen Sästftass. 1 M. Für st Psund Ktnderaerstenmehl aus 00 A 1, 2 Psund«indergersteamchl a, l A2. 1 Psund lliudergers eamehl aus 00 B 1.»2, E 4, E 2 zum PtnVS» -...------- i Psund Nährmittel. 50 bU 200 Wllmero» aus 18. 3. Ilst Psur 00 A.. 1 i-.>„..v. »au 2,20 M. Für werdeud« Mütter:, VI---",———;■ Irockenganzei. 3,10 M sär 30 Gramm. I Dose Malzer.rakt. 3 M. Kondensmilch I« 7 M. lnur Im 4. bis ein, chllestlich 0 Monats- Milsir 35 Psg. Für stillend« Mütter: 2 Psund Nahrmrtlel 50 ii- 200 Trockenganzei, 3,l0 M. sür 50 Gramm. 1 Dose Malzektrakt, 3 M. 1 V; 35 :« Treptow.—,— H— Heil. Aus Abschnitt 50 (260 Gramm■ 1 Paket(2 ?»s Abschnitt 26 der Berltn-Treptower Ledenzmittrlkart« SO Ii, m/t W__«-»-t. S M £0 OCl ül'X htztio-i. icziiuiun ............. der Erost-Berlincr LebenzmltteNarte Gramms Nindergerftenmehl. -— � Emil Nabold, Berli»..-' Ludwig ftometiRti. wi« v ii- tu u»» G.»ü. m b. Verlin. I�rulk der n&t* Druckerei ffi. m. b. ft.. verlin lt.*. Breite etral« 9-9, Nerantworllich für die Redaktton: aniwortlich iul den Znieiateateil: L Verlagogcnollenlchalt.steretbeil" e. G Genossen und Leser der„Freiheit" besorgt bei UBS 6/* S/7 Inserenten Eure Einkäufe Für 1 Hk. 2 prak». Artikel fflt jeden Haushalt verwendbar. Einsendung in Briefmarken ohne weitere Spesen. Ein Versuch führt.u dauernder Nachbeste2ung. Zahlreiche Anerkennungen. Aur durch VSt#»V*rtrl#e, Abt. F. echmitstr/tf4t 22. garflll SO 16 Schmlbfirafie 22. Metalle Quecksilber Zinn Welülaaer taufen laufend öchÄzelldorse? Straße? Köslioer Strasse S SloiaevSssder Str. IN KurMenstrasse g nah« Poisdawer Strast» iNe-idüIln, SchillermmeMe B Mwittiillg «arant!» für uollst. schmerzt. Guts, sed, Tätow.» h u e Stechen, Schneid, i. wenig. Tag.«eotp. „toi. Nlteotzke, OturlotW, 4, kantetr.»J. Spr. lägt, iv-n,. 1.7. �TSckad-SchmsIze kaieft»»» tfmhritimntn, tsÄnfctern, Haudrm»»»»-«, Prlvntoeruaufern,»u MnUb trbiH koren Prelsem. Th. Ludwig JlntlitzHt 19,«A',7» ESJiSfJKH H.nt.Uu.« t,o Zeltungo*. Zoli.chrllt.D v°ä BrsecbSreu/ K.iologo Sper.Masscnatiflaßen Fl«j(bUt4o,/''»K*ku Koet.no"»«1'1«» n. BvtmOel» jml.re.it ♦ TELCFONi zchtrum BOSO, aS4B. 481 R. MOS i il QuecKstibsr, l.wli oil«»ne«»», M.tnll. j Abuset», Metall enjroi 0. 27. BlwkmfelO, StraO.» zw. Alcuadcrpld c- jonnowitzbr. Sinds nicht immerdie niedrigen Preise, so machlsdieQuaütät, daß der Rothe Schuhkeller in kurzer Zeit als beste Bezugsquelle bekannt geworden ist. Rother Schuhkeller nur Naunynair. 63 /■ BERUH SO Nähe Koltbuser Tor Straßenbahn: 1,2, 3, 5, 11, 12, 18, 28, 32, 45, 48, 49, 65, 93, 94, R, P S Pfeifferol-Präparaji lind«nübnrtroffen In QualllSt und G""- Kinderpuder in Blechbüchsen, Armespuder, das beste gegen Fußsct" FlUselp. Hautcreme, nicht fettend, Schnuptoncrerae, sofort helfend, F r o s t c r e m• Pesan, geg. Hühneraugen. 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