Einzelpreis 20 Pfg.• 3. Jahrgang Dienstag, 23. November 1920 Nummer 495» Abend-Ausgabe DK»Freldiv»«rschek» im»»«chml»»�, Somita,»»n» Montag» ma in""m B«,ug,pr»i» betragt bet freier Zustellung In» Haus für Drost-Bertt» 3' M, INI Daraus zahlbar, von»er Spedition selbst abgeholt 8,50 M. Für Post- oezug nehmen sämtliche Postonstallen Bestellungen entgegen. Unter Streifband »N°gen für Deutschland und vsterreich lö.öo m., sür das übrige Ausland ül.so M. znsuglich Daluta-Agfschlag, per Brief sür Deutschland und Osterreich 20,— W. HttakHon,«Spedition hb» Verlag! Berlin 9 2, Breite Straft« Mk Dir achtgefpgltene Nonpareille, eile o»er»errn Baum dostet S,— TO. einschließlich Deuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Da» fettgedrucirte Woet 2,— M., fede« iveitere Morl 1,50 Dl., einschließlich Teuerungszuschlag. Lausende Anzeigen laut Tarif. Fdmilien-Anzeigen und Stellen-Gesuche Z,20 M. netto pro Zeile. Stellen-Sesuch» in Wort-Anzeigen � da» fettgedntlitte Wort i,S0 M.,>ede» loeitere Wort l,— Dle gtrnlprcdl«: Scntrum 2030, 2645. 4516. 4603. 4635, 4649. 4021 $ei-ßner-Orpm ber VnoMätißlften sctialömofnttie S>catßl)fanba Mm in Irland Kämpf» jn Irland nehmen immer schärfere Formen an. ?? vonntag morgen wurden in Dublin verschiedene englische Neue blutige Opfer . I* V Ii J Die gut �Jlrt|iutiu.iiy Vlii-'yvi»»!»«.—,. cv 0en auf dem Wege erschossen. Unter den Toten beslnden > Zwei Kriegsgerichtsofsizierc. Polizei und Militär veranstal- a::\"achmittags eine Razzia in der ganzen Stadt, die Bur- fiir'zten ergriffen, da sie Wiedervergeltung be- �>ne spätere Reutermeldung besagt: Unter den in Dublin ge- Mieten Offiziere befinden sich ein Major, fünf Hauptleute. ein �uptmalin a. D. und ein Leutnant. Unter den Verwundeten Oberste, ein Hauptmann und ein Leutnant. Die Zahl der Aktionen, die die Morde ausgeführt haben, betrug 12 bis 24. '-ahlreiche Opfer befanden sich noch im Bett, als sie angegriffen J�tdellf ein Hauptmann wurde in seinem Schlafzimmer in Gegenwart seiner Frau erschossen, nachdem er zuvor noch den �'greiser, der hierbei gefangen genommen wurde, verwundet halte. Äm Nachmittag umringte die Polizei den Sportplatz für h l c t i s ch e Spiele und untersuchte die Menge nach Was- !?1 Die Polizei beschlagnahmte eine Anzahl von Revolvern, �anfeinerposten beschossen die Polizei beim Herannahen. �:e Polizei erwiderte das Feuer und tötete und verwundete klUu Anzahl Personen. Bei dem Gedränge wurden ein ...ann und eine Frau getötet Nach unbestätigten Berichten be- trugt die Zabl der bei diesem Unternehmen gefallenen Opfer 10 Tote und 00 bis 70 Verwundete. Reuter meldet, daß die Verschwörung schon seit einiger Zeit ins Werk gesetzt war. In mehreren Fällen wurden die Frauen der Offiziere aus den Betten gezogen und ihre Männer vor ihren Augen-ermordet. An den Erscbiehungen der Offiziere nahmen Hunderte von Männern teil: Die durch die Morde erbitterte Dubliner Garnison, wurde zur Vermeidung von Wiedervergcl- lu: gsmafsnahmen, gegen die von feiten der Militärbehörden die �härssten Anordnungen getrosten werden, in der vergangenen �acht in den Kasernen zurückgehalten. Wie das offiziöse Bureau wiler meldet, soll es sich bei diesem neuesten blutigen Zwischen- fall um einen Vorst oh der Slnnfeiner gegen die eng- lische Justiz in Irland handeln. Das geh- daraus hervor. daß fast alle getöteten Offiziere und Zivilisten mit dem Kriegs- gericht bzw. der Rechtsprechung zu tun hatten. A s q u i t h hat vor einigen Tagen in London eine Rede ge- halten, in der er sich in sehr scharfer Form gegen die irische Politik der Regierung wandte und erklärte, das englische Volk könne niemals die Verantwortung für diese Politik übernehmen. Die Arbeiterpartei hat gleichfalls in einer Kundgebung die Regie- rungspolitik scharf verurteilt. Wenn an dieser Politik nichts geändert werden sollte, dann werden die Kämpfe in Irland sich noch bis zum blutigsten Bürgerkrieg steigern. Denn ein Ver- brechen bildet immer den Ausgangspunkt für ein neues. Stürmische Unterhaussttzung London, 23. November. Das Unterhaus nahm gestern unter tiesstem Schweigen eine Erklärung des Unterstaatssekretärs für Irland Ereenwood über die Ermordung der Offiziere in Dublin ent- gegen. Nach Verlesung des Berichtes entstand eine Auseinander- fetzung zwischen dem Nationalisten D e v l i n und dem Unionisten Molson, die derart aneinander gerieten, datz die Sitzung aus- gehoben werden mutzte. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen erklärte Lloyd George, datz die Regierung fest entschlossen sei, der Verschwörung und den Mordtaten ein Ende zn bereiten. Molson erhob sich daraus wieder, um eizre� Frage zu stellen. Die übrigen Deputierten wollten ihn am Sprechen hindern, wodurch ein neuer Tumult entstand, der nochmals zu einer Unterbrechung der Sitzung führte. Auf verschiedene Anfragen bezüglich der Wiederauf- nähme der Handelsbeziehungen zwischen Groß- b r i t a n n i e n und Rußland erklärte Lloyd George, datz die Regierung dem Unterhaus die Grundlage des vorgeschlagenen Ab- kommens bekanntgeben werde, bevor das Abkommen unterzeichnet werde. Auf eine weitere Anfrage erklärte Lloyd George, datz weiteren ISO britischen Gefangenen in Rußland die Pässe zugestellt worden sind. Des weiteren stellte Lloyd George fest, datz General Balachowitsch weder von der britischen noch von einer a n d e r e n der alliierten Mächte unterstützt worden sei. Vertagung der Genfer Konferenz (Eigene Drahtmeldung der„Freiheit".) Veen, 22. November. Aach Mitteilungen der schweizerischen Sozialdemokratischen Par- .A haben sich sür die Dllrchsüh"ung der gemeinsam von der Ge- ichastolcitung der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz und der �abhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands einbe- Lienen und auf den 3. Dezember angesetzten Konferenz gewisse Schwierigkeiten ergeben. Diese Schwierigkeiten bildeten den �custand einer Besprechung zwischen dem Vertreter der deut- •«n Unabhängigen, Genossen R o s e n s e l d, und der s ch w e i z e, Mchen Parteileitung. Von Frankreich und England 0üen Mitteilungen vor, wonach die ans dem Boden der Seiten Internationale stehenden und für die lahme a n der Verner Konserenz bestimmten �«gierten ihr Mandat nicht ausüben und 'cht nach Bern kommen würden. Damit sielen die einigen Parteien für die Nichtbeteiligung an der Lcrner Kon- �,'enz geltend gemachten Gründe fort. Andererseits haben sich �> ch w i e r i g k e i t« n ergeben, die das rechtzeitige Ein- i-ei der für Bern bestimmten ausländischen Delegierten zur it:'tmc'ncn Konferenz verhindern dürsten. Unter diesen Um- ilfcw- die Vertreter der Schweizerischen Partei und der Un- �'gigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands üvercin- «° k Im ganzen sind 8 Personen getötet und ungefähr 7V wcrwundet worden. Mehrere Personen wurden verhaftet, und bei einer Durchsuchung des Rathauses Waffen und Bomben beschlagnahmt worden. Eine gerichtliche Untersuchung ist ein- geleitet. Die Ordnung ist wieder vollkommen hergestellt. cnttncn, die allgemeine Konferenz bis nach Neujahr zu ,"° g e n, dagegen am 5. Dezember in Bern eine Bor- abzuhalten, die die Grundlagen und das Arbeits- 3ramm. für die spätere allgemeine Konserenz seststellen soll. Die Schießerei in Bologna Bologna, 23. November.(Stefani.) den gestern gemeldeten Zwischenfällen werden noch sol- ' Einzelheiten bekannt: Nachdem die Sozialisten auf dem '11 Asinelliturm eine rote Fahne gehißt �en Gegner zum Rathaus, wo der in seiner Mehrheit ."�istische Gemeinderat zum erstenmal zusammen- war. Sie wurden aber dort von P o l i z er ab s p e r- 8en aufgehalten. In der Nähe der Piazza del Nettuno er- en die Sozialisten das Feuer gegen eine Kluppe«hier ; Gleichzeitig wurden von den Balkons und Fenstern des - useg. wo � Sozialisten befanden. Bomben gefchleudcrt Müsse abgefeuert. Im Sitzungssaale selbst wurde auf die -"'mderheit angehörenden Stadtverordneten geschossen, von e'net getötet und einer verletzt wurde. Schweres Eifenbahnunglück Marienburg, 22. November. Bei Braunswalde hat fich ein schweres Eisenbahnunglück zu- getragen. Der Zusammenstoh erfolgte auf der Brück« des Mühlen- grabens. Die beiden Packwagen, fowie der erste Personenwagen dritter Klasse sind ein völliger Trümmerhaufen. In diesem be- sandcn fich eine große Anzahl Schüler. Bis jetzt sind 1 1 j ch w e r- verstümmelte Leichen— zum Teil ohne Kopf und Hals — und ungesähr 35 Schwerverletzte geborgen worden. 4 bis 6 Leichen, darunter die des Zugführers des von Marien- werde» kommenden Zuges, liegen noch unter den Trümmern. Der Wärter von Bude 63 konnte den Güterzug noch rechtzeitig zum Stehen bringen, während dies bei dem Personenzug nicht mehr möglich war. Als Ursache des Unglücks ist bis jetzt festgestellt, daß der Fahr- d i e n st l e i t e r den Güterzug abfahren ließ, trotzdem dieser nicht fahrplanmäßig fertig war. Er widerrief zwar später seinen Auftrag, vergewisserte sich aber nicht, ob der Güterzug abgefahren sei oder nicht. Untersuchung hat bereits stattgefunden. Das Urteil gegen die Breslauer Konfulatsstürmer. Nach 12-tägig-r Verhandlung wurde heute das Urteil in dem Konsulatsstürmer- Prozeß nach fünfstündiger Beratung der Geschworenen und nach ein- stündiger Beratnus, des Gerichtshofes gefällt. Von den 21 Ange- klagten wurden fünf freigesprochen. Wegen Landfriedens- bruches und Plünderung wurde je ein Angeklagter zu 1 Jahr. S Monaten, 8 Monaten, 7 Monaten und 6 Monaten, 5 Angeklagte zu 4 Monaten, 3 Angeklagte zu 3 Monaten und ein Ange- klagter zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Gegen einen der An- geklagten wurde dag Verfahren ausgeschieden. Gegen einen an- deren das Verfahren niedergeschlagen. Sämtlichen Angeklagten wurden mildernde Umstände zugesprochen. Die Eeschwore- nen haben einstimmig beschlossen, für alle Verurteilte ein Ena- �>??8«such bei dem Reichspräsidenten befürworten zu wollen. Diesem Beschlug hat sich auch der Gerichtshof angeschlossen. General Townshend ins Unterhaus gewählt. Wie die Blätter aus London tj�ben, wurde General Townshend, der Ver- leidiger von Kut el Amara, bei der Ersatzwahl in Wrekin mit 14 5 6 5 Stimmen gegen 10 606 Stimmen, die auf den Ä r b e i- terkandidaten Duncan fielen, ins Unterhaus gewählt. Verschiebung der Abstimmung in Griechenland. Die Volksab- stimmung über die Rückkehr Konstantins wurde verschoben. Wie fleht es in Rußland aus? Einer unserer Mitarbeiter hatte ein« Unterredung mit dem russischen Genossen R. Abramawitsch, der vor einigen Tagen in Berlin eingetroffen ist. Genosse Abramowitsch ist zusammen mit dem Genossen Martow vom Zentralkomitee der Aienschewiki zum Parteitag in Halle delegiert worden, konnte jedoch aus verschiedenen Ursachen nicht rechtzeitig Moskau verlassen. Von unserem Mitarbeiter über die angeblichen Auf- stände in Moskau und Petersburg und über die allgemeine Lage in Ruhland befragt, teilte Genosse Abra- mowitfch folgendes mit: Von Aufständen in Petersburg und Moskau haben wir in Petersburg und Moskau nichts gehört. Darüber habe ich nur aus den ausländischen Zeitungen erfahren. Das ist natürlich eine der zahlreichen Enten, die in den verschiedenen Lügenfabriken hier im Auslande fabriziert werden. Es ist nur zu bedauern, dah die Volfchewisten diesen eigenartigen „Produktionszweig" selbst fördern, indem sie in Ruhland keine einzige unabhängige Zeitung dulden. Ein Land, in dem keine, wie immer geartete Prehfreiheit besteht, und in dem nur Regierungszeitungen erscheinen dürfen, kann nie darauf rechnen, dah man im Auslande eine richtige Vor- stellung über feine inneren Verhältnisse erhält, und dah man seiner offiziellen Presse volles Vertrauen schenkt. Was die erwähnten„Aufstände" anbelangt, so ist daran meines Wissens nur soviel wahr, dah die politische Polizei (die sogenannte„Auherordentliche Kommission") erklärt hat, sie sei einer großangelegten weihgardistischen Verschwörung in Moskau und anderen Städten auf die Spur gekommen. Ob eine solche Verschwörung wirklich bestanden hat, ist schwer zu sagen. Die politische Polizei hat ja bekanntlich in allen Ländern eine leidenschaftliche Vorliebe für ,iVer« schwörungen" aller Art. Das ist ja das Brot, von dem sie lebt. So oder anders,— im Zusammenhange mit dieser Ver- schwörung wurden iy Moskau und anderen Städten Massenverhaftungen vorgenommen. Man spricht in Moskau allein von 3000 Verhafteten(es handelt sich um die Zeit von Mitte Oktober). Der„Andrang" der Verhafteten war so groh, dah eine große Anzahl derselben eine ganze Nacht unter freiem Himmel zubringen mußten, weil in den Gefängnissen kein Raum mehr vorlfanden war. In Verbindung damit wurde der Ehef der politischen Polizei Dziorzinski zum Vorsitzenden des Verteidigungsrates von Moskau an Stelle Kamenews ernannt. Sonst hat sich meines Wissens nichts ereignet, was mit den ausgestreuten Sensationsnachrichten in Zusammenhang ge- bracht werden könnte. Es ist allerdings wahr, dah Anfang Oktober die Stimmung in Moskau etwas erregt war. Es waren gerade die Tage, wo der Präliminarsasiede von Riga noch nicht unterzeichnet war und die Sowjettruppen an der ganzen Front vor den polnischen Truppen zurückweicheys muhten. Da begannen, wie im Vorjahre während der Deni- kin-Zeit, in der Bevölkerung verschiedene Gerüchte zu kur- sieren. Diese nervöse Stimmung, die durch die Massenverhaftungen und die geheimnisvollen Andeutungen der Polizei verstärkt oder vielleicht auch genährt wurde, und sich bis zu einem ge- wissen Grade auch auf die Regierungskreise übertrug, hielt aber nur eine verhältnismähig kurze Zeit an. Als der Prä- liminarfriede in Riga unterzeichnet war, und es am 20. bis 21. Oktober klar wurde, dah die Polen ihren Vormarsch ein- gestellt hatten, kehrte in der Bevölkerung wieder Ruhe ein. Auch die Regierung scheint sich beruhigt zu haben, denn in den Zeitungen stand nichts mehr von der„Verschwörung" (ich habe die Zeitungen bis zum 2. November inkl. gelesen). Keine Details, auch keine langen Listen von Hingerichteten Verschwörern, wie es sonst immer der Fall war. Nach einiger Zeit ist auch Dzierzinski seines Postens als Vorsitzender des Verteidigungsrates enthoben und wieder durch den in- Zwischen von der Front zurückgekehrten Kamenew ersetzt wor- den. Die Welle des Terrors scheint sich gelegt zu haben. Wie es mit der wirtschaftlichen Lage Ruh- l a n d s steht? Darüber ist es sehr schwer, sich kurz zu fassen. Ueber dieses Thema mühte man längere eingehende Aus- fülzrungen machen. In manchen Beziehungen ist. rein äuherlich betrachtet, eine gewisse Besserung eingetreten, Z. B. im Eisenbahnverkehr. Die Personenzüge verkehren ziemlich regelmähig und verhältnismähig schnell(z. B. Mos- kau— Petersburg— 600 Kilometer— in 14—16 Stunden). Auch mit der Heizung wird es allem Anscheine nach in den großen Städten etwas besser bestellt sein wie im Vorjahre. Die Eifenbahnen und ein Teil der Fabriken haben Napytha und etwas Kohle bekommen» so daß das Brennholz für den Hausbrand verwendet werden kann. Mit der L e b e n s m i t t e l v e r s o r g u n g scheint es da- gegen etwas zu hapern. Die Lage ist vorläufig nicht f» schlecht, wie man Ansang Herbst wegen der Mißernte ge- glaubt hatte, aber große Schwierigkeiten und Stockungen werden sich wohl nicht vermeiden lassen. Die Bevotterungs Moskaus und Petersburgs wird einen schweren Winter und vielleicht einen noch schwereren Frühling durchzumachen haben. Eine wirkliche und dauernde Besserung der Wirtschaft- lichcn Lage läht sich nicht ohne eine gründliche Aenderung der allgemeinen politischen Lage herbeiführen. Dazu geHort in erster Linie die E i n st e l l u n g der InterventionspolitikderEntente. die offizielle Anerkennung der Sowjetregierung durch die Negierungen der Erostmüchte und die Wiederaufnahme der Handels- beziehungen mit Ruhland. In dieser Beziehung wird der Sieg über Wrangel allem Anschein nach eine entschei- dende Rolle spielen. Unsere Partei hat uns den Auftrag gegeben, in diesem Sinne möglich st energisch im Auslande zu wirken, �n den nächsten Tagen wird ein entsprechender Aufruf an alle sozial! st ischen Parteien und Gewerkschaften der Welt von uns veröffentlicht werden. Andererseits aber muh betont werden, dah als absolut unerlähliche Vorbedingung für die wirtschaftliche Wie- derherstellung Ruhlands eine radikale Aenderung der inneren Politik der bolschewistischen Regierung not- wendig ist. Einmal muh die Politik gegenüber den Bauern geändert werden. Man darf nicht alles,' was die Armes und die Erohstädte brauchen, ausschliehlich auf dem Wege der ge- waltsamen Requisition von den Bauern fortnehmen, ohne ihnen einen entsprechenden Entgelt zu geben sdie Höchstvreise stehen in gar keinem Verhältnis zu den Produktionskosten). Damit wird nur erreicht, dah die Bauern das Getreide ver- stecken, die Anbaufläche verringern und oft Aufstände in- szenieren, die nicht immer leicht zu unterdrücken sind, und die das russische, insbesondere das ukrainische Dorf zu einer ständigen Gefahr für die Revolution machen. Dann kommt die Frage der B e r w a l t u n g. Die Bolsche- misten, denen es bisher vor allem auf die Aufrechterhaltung ihrer Parteidiktatur ankam, haben eine Atmosphäre geschaffen, in der kein selbständig denkender und sich selbst achtender Mensch arbeiten kann. Sie muhten sich deshalb mit Leuten umgeben, die keine eigenen lleberzeugungen haben, die sich aus Strebertum. Habgier oder— Hunger Kommunisten oder lieber„Unparteiische" nennen, mit Leuten, die— jeden politischen oder sozialen Gewissens bar—, jene arbeitsunlustige, feige, kriecherische, ehrlose und durch und durch korrupte Bureaukratie bilden, die zu einem wahren Verhängnis für Ruhland geworden ist. Eine gründliche Reinigung der Augiasställe der Sowjet- Bureaukratie ist in Ruhland zu einem„Gebot der Stunde" geworden. Sie kann aber unter der Herrschaft der politischen Rechtlosigkeit, des Terrors, der gewerkschaftlichen Unfreiheit der Beamten, der bevorzugten Stellung der Mitglieder der kommunistischen Partei und dergleichen, mit einem Worte: unter dem Regime der Parteidiktatur nicht durchgeführt werden. Die Parteidiktawr, die die Kommunisten aus politischen Gründen für unentbehrlich halten, ist zum gröhten Hindernis der wirtschaftlichen Gesundung geworden. Die Aufrecht- erhaltung des gegenwärtigen politischen Systems macht jede Hoffnung auf die ökonomische Wiederherstellung und somit auf die Verwirklichung des Sozialismus in Ruhland un- möglich. Das ist in Ruhland allen denkenden Arbeitern und auch vielen Kommunisten längst klar geworden. Man beruft sich aber immer wieder auf die konterrevolutionäre Eefahr, auf die Blockade und dergleichen. Run scheint in dieser Ve- ziehung ein Wendepunkt eingetreten zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob die Bolschewisten daraus die nötigen Kon- sequenzen ziehen werden. Unsere Partei— schloß Genosse Abramowitsch seine Aus- führungen— wird alle ihre Kräfte anspannen, um die Ar- beitermassen in diesem Sinne aufzuklären und so auf die bol- schewistische Partei einen entsprechenden Druck auszuüben. Wir geben uns keinerlei Täuschungen über die Schwere die- ser Aufgabe hin. Aber dies ist d et einzige Weg zur Rettung der russischen Revolution, die nicht nur von der äußeren Konterrevolution, sondern vielleicht noch mehr von der inneren Entartung des bestehenden Systems bedroht ist. Die SUmtsteiitpplitiK Die„Kreuzzeitung" begleitet die gestrige Debatte im Reichstag mit der Bemerkung, dah es sich bei der Znterpella- tion um Rinn st einpolitik handelte. Und die „Deutsche Allgemeine Zeitung", die Stinnes-Zcitung. deutet an, das; es den Interpellanten nur darauf angekommen sei, Schmutz aufzurühren. Wir haben nicht die Aufgabe, den Anwalt der rechtssozialistischen Interpellanten zu spielen. denn sie haben selbst rc-chlich dafür gesorgt, dah die besitzen- den Klassen ihre Vermögenswerte in Sicherbeit bringen konnten. Aber darin haben die reaktionären Blätter Zweifel- las recht: wer sich mit solchen Dingen besaht, der steigt in den Rinnstein hinab, der wühlt Schmutz auf, der muh eine wahre Kloakenarbeit verrichten. Keine angenehme Beschäftigung! Aber bevor man an einen Neuaufbau gehen kann, ist man leider gezwungen, mit dem Unrat, den die alten Machthaber hinterlassen haben, gründlich aufzuräumen. Es ist deshalb auch zu verstehen, dah die deutschnationalen Blätter sich erst recht als d i e H ü t e r d i e s e s M o r a st e s aufspielen. Die„Deutsche Tageszeitung" sagt, daß es gestern im Reichstag zu einer macht- und eindrucksvollen Kund- gebung für den monarchischen Gedanken ge- kommen sei und die„Deutsche Zeitung" verkündet gar mit großen Lettern, dah der Reichstag gestern einen Hohen- zollcrntag erlebt habe. Die Rechtspartsien hätten Ge- legenheit gefunden, ihre unerschütterliche Treue zum Kaiser- Hause und ihre Anhänglichkeit an die Bourgeoisie unzwei- deutia zum Ausdruck zu bringen, und die Kunde davon werde in Millionen Deutschen die Hoffnung auf Wieder- kehr vergangener besserer Zeiten erneuern und stärken. So wissen wir also, was unserer wartet, wenn die deutsch- nationalen Hoffnungen in Erfüllung geben sollten. Die Dcutschnationalen und auch die deutschen Volksparteiler wollen, dah das monarchische System wiederhergestellt werde. dag der Kapitalsvermehrung und Kapitalsverschicbung. der Ausbeutung und Unterdrückung einen noch besseren Schutz als die republikanische Verfassung gcwäbrt. Inzwischen beeilt sich der Amsterdamer Vertreter des Wolfsschen Bureaus der Welt mitzuteilen, dah der ehemalige Kronprinz nur einmal mit Herrn Eruher in Verbindung ge- treten sei, nämlich damals, als dieser ihm oOVV Gulden vorstreckte, um über die erste Zeit hinwegzukommen. Seit- dem bestreite der junge Mann seinen Lebensunterhalt aus den Mitteln seines Barer s. Ter frühere deutsche Kronprinz schämt sich also des Zugeständnisses nicht, dah er die Zeit mit Nichtstun verbringt. Statt für feine gesunden Glieder eine Beschäftigung zu suchen, läht er sich mit Geldern aushalten, die aus dem Elend des hungernden deutschen Volkes gepreßt werden. Hunderttausende von Arbeitslosen wissen nicht, wie sie über die nächste Zeit binwegkommen sollen: dieser Mensch, und mit ihm noch zahllose andere Mit- glieder der Klasse der Drohnen, aber rühmt sich noch dessen, dah er auf Kosten anderer lebt. In der Tat, ein tiefbeschämender Zustand, wie die reaktiv- näre Presse sagt, der ganze Schmutz und Unrat des politischen Rinnsteins des kapitalistisch-monarchistischen Systems wird aufgerührt! Die Gegenrevolution marschiert Die PlSne Watters Zu der Meldung der badischen Regierung über eine ver- trauliche Versammlung, in der Generalleutnant von W a t t e r über die Gründung einer Organisation sprach, die durch Strafgesetze verboten ist, wird dem„Vorwärts" aus Karlsruhe mitgeteilt: Die genannte Versammlung war von einem Hauptmann einberufen worden: in ihr sollte Generalleutnant Walter über seine Erfahrungen im Ruhrgebiet sprechen. Im zweiten Teil seiner Ausführungen ging W. dazu über, Einzelheiten über eine Abwehrorganisation gegen die Rote Armee mitzuteilen, von der er unter anderem behauptete, dah sie i n k e i n e m Z u s a m m e n- hangmitderOrgesch stände. 6 Millionen Mark, so erklärte rr, seien von Norddeutschland nach Baden zum Zwecke des Auf- baues der Organisation überwiesen worden. 2 Millionen mühte» von Baden aufgebracht werden. Ferner behauptete er, im Ein« vernehmen mit der Reichsregierung zu handeln und betonte, dah sich die Organisation keinesfalls gegen die Re- gierung richte, die z u I ch l a p p sei und die von der Roten Armee drohenden Gefahren verkenne. Ueber den Aufmarschplan der Roten Armee teilte W. mit, dah im Falle des Losschlagens die Entsendung von zwei Bataillonen mit 7 Geschützen von Leipzig nach Mannheim vorgesehen sei. Die Regierung erlieh sofort einen Haftbefehl gegen Watter. der jedoch erfolglos blieb, da derselbe inzwischen Karlsruhe verlassen hatte. Das vom Staatsanwalt gegen den Einberufer eingeleitete Verfahren muhte infolge Fehlens von Belastungs» Momenten niedergeschlagen werden. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir vermuten, dah hintet dem Einberufer dieser Versammlung der berüchtigte Haupt« mann Pfeffer steckt, der mit Watter gemeinsame Sache macht. Festgestellt müßte auch werden, wie es sich mit der Behauptung Watters verhalt, daß er im Einverständnis mit der Reichsregierung Hendls. Tie Regierung muh sich dazu änhern. Jtn ganzen geht aber auch aus diesen nunmehr ans Licht der Oeffentlichkeit gebrachten Plänen Watters, den die rechtssozialistischen Minister im März als durchaus loyalen Offizier bezeichneten, hervor, wie fieberhap und energisch die militärische Gegenrevolution arbeitet. Die„D e n a" meldet zu dieser Angelegenheit noch, dah in Heidelberg kürzlich eine geheime Beratung von Orgefch' Anhängern stattgefunden hat, deren Plan es gewesen ist,»n Fall» eines Rechtsputsches zunächst die G e w e r I' schaftsführer zu verhaften, um einen Eeneralstre» zu verhindern. Arn 18. November hat dann in Karls» ruhe in Baden die offizielle Zusammenkunft der Orgesch' Anhänger stattgefunden, die von einem Direktor Wagner einberufen gewesen ist und an welcher General Watter un? ein Lenknant Unruh teilgenommen haben. Es besteht der Plan, Baden in drei Kreise einzuteilen, Waffen sind vor' standen. Auch Listen von Personen sind aufgesteur, welche im entscheidenden Auaenblick verhaftet werden sollten- Soziali st en, Eewerkschaftsbeamte und frühere Arbeiter- und Soldatenräte. Die Arbeiterschaft mutz diesen Dingen erhöhte Aufmerksaim keit widmen. Sie muh die Geschlossenheit und Kampffähi? keit ihrer Organisationen erhalten. Sie muh mit unberrr ck barer Entschlossenheit gegen die Reaktion kämpfen und den bewaffneten Selbstschutz der Monarchisten gegenüber«P Maßnahmen treffen. Bayrische Hoffnungen. TU. München, 23. November. � Vach einem Bericht der„München-Augsburger Abendzeitung? über die Unterredung, welche der bayerische Kronprinz Rupp««' dem Münchener Vertreter des Londoner Blattes„Daily Expre» gewährte, erklärt- der Kronprinz, er wünsche keinerlei Bewegung' die einen neuen Bürgerkrieg entfesseln könnte; eine Aenderun» müsse vom Volke selbst kommen. Dieses müsse entscheiden, ob< eine neue Regierungsform wünsche. Der jetzige Zustand ko« nicht mehr länger als h'k'strns ein Jahr dauern. Zn Boye wachs» dir monarchistische Gesinnung täglich. Zwischen Nord- u Süddeutschland bestehe noch immer eine gewisse Eifersucht, b->-� ders auf religiösem Gebiete. In Bayern könnte die M n a r ch i e proklamiert werden: dies würde aber soso, in anderen Teilen Deutschlands Unruhen hervorrufen. Er 1' nicht für ein» Abtrennung Bayerns vom übrigen Reich. sinanzielle Zusammenbruch werde die bevorstehende AcnderunS Deutschland beschleunigen. Süddeutsche Ernährungskonferenz Auf Anregung des Helschen Landesernährungsamtes fand 20. d. Mts. im Ministerium des Innern in Karlsruhe ein» sprechung über die Ernährungsfragen statt, an der D treter Bayerns, Württembergs. Hessens sowie der badssche»,-j nister des Innern Remeler teilnahmen. Aus den Beratungen k hervorzuheben, dah die Konferenz einmütig der Ansicht war. � an der Zwangswirtschaft der Milch festgehalt� werden müsse. Die Besprechung bezog sich im übrigen auf° Einfuhr von Lebensmitteln und die Bekämpfung des Wucher»- Musik Elisabeth Esser sang Kinder, und Volkslieder. Ein Ge- biet, das ihrer leichten, anmutigen Art liegt und über das sie wohl kaum mit ihren sehr zarten Stimmitteln hinausreicht. Obwohl ihr« Vskslai-spräche falsche Laute enthält, besitzt sie rczitatorische Deutlichkeit tu ihrem Vortrag, was den kleinen Pointen der Kinderlieder sehr zum Vorteil gereichte. Der Geiger Boris Kroyt.der unter Selmar Meyrowitz mit den Philharmonikern sein erstes größeres Konzert gab. verfügt über eine sehr fortgeschrittene Technik in der linken Hand, die in den Lagenwechje n noch bestimmter und überreugender ausgebaut werden kann. Was ihm fehlt, ist die Intensität des Tones, weil fein rechter Arm eine erzwungene, unnatürlich« Einstellung hat. Ein Sakrileg an Mahler beging O s l a r F r i e d. Er ist mit feinem schwitzigen Aufwand weit davon entfernt, zu dem irdisch verklärten„LUd von der Erde" eine seelische Einstellung gewonnen zu haben. Und das sollte«ine Mahler-Feier sein zum 60. Ee- burtstag des großen Meisters. Mit unglaublicher Brutalität risicn die einzelnen Instrumente ihr« Einsätze, die wie aus einer anderen Welt im ,,Abschieds"lied herllberklinge« sollen und polterten ohne klangemheitliche Ab- tönung sebstherrlich durcheinander. Da war kein Akkord von dionysischem Schwelgen in dem Lied des„Trunkenen im Früh- ling'. Den Philharmonikern muß Mahler im tiefsten Wesen noch ein Fremder sein, sonst hätten sie aus eigenem Antrieb aus- geglichen und sich nicht sklavisch jeder nervösen Zuckung des Takt- stocks unterworfen. In dem gleichmäßig schlammigen Fluß des Orchester« tauchte der Heldenpathos Richard Schuberts, dem seine Kehle wichtiger erscheint als die Melodik Möhlers, stellen- weise gänzlich unter. Viel Wertvolles kam auch bei der erlese- ckrn Mahler-Interpretin Frau Charles Eahier nicht zur erfüllenden Auswirkung. Adolf Busch ins Stammbuch: Geige. Meister, dirigiere nicht— besonders keine eigenen Pseudo-Kompositionen. F. F. W. Ein« Tolstoi-Gedächtnisfeier veranstaltete der Sozialistisch« Stu- dentenbund am Conntagnnchmiitag. Eh a Piro spracht Gedächt- nisworte. verweilte länger bei Tolstoi's Verhältnis zur Politik und zum Staatsproblem, entschied sich hier gegen Tolstoi, vergast nicht an die menschlichen Züge Tolstoi's zu rühren und mußte doch bei seinem Kampf um die Ehrfurcht vor dem Menschen enden. Am Schlüsse fand er den schönen Gedanken, in diesem Streite um die Menschenrechte auszuharren, selbst auf die Gefahr hin. von unseren Nachkommen verhöhnt zu werden.— Tilla Du rirux sprach mit überlegener Könnerschaft erzählende Stücke Tolstoi's und ihre immer tatvereite. geistige Menschlichkeit riß hin trotz allen Schwre- rigkeiten. welche drese Stücke dem- Vortrag boten.— Kortner hatte abgesagt. Vom Verband russischer Journalisten und Schriftsteller wurde am Sonnabend im Usapalast eine Tolstoifeier veranstaltet. Man hörte die Vorlesung eines Briefes Gerhart Hauptmanns an. Nabokow zeichnete in russischer Sprache Tolstoi's Wesen und Worte. Moissi las sehr wirkungsvoll zwei russische Volks- «rzählungen und ein Tschaikowsky-Trio beschloß die Gedächtnis- feler. Robert Seidel, drr als Dichter der Freihtitslieder in diesen Spalten erst kürzlich gewürdigt wurde, begeht am heutigen Tage seinen 70. Geburtstag. Wir grüßen in ihm nicht nur den justg- gebliebenen Proletarierdichter, sondern auch den hervorragenden Sozialpädagogen, der, in Sachsen geboren, aus dürftigsten Verhält- nissen vom Erimmitichauer Weber- und Tuchmacherlchrling sich zum sozialdemokratischen Redakteur in der Schweiz, Vorsitzenden der Arbeiterunion, Privatdozent am Polytechnikum und an der Universität in Zürich, Kantonsrat und Präsident des Großen Stadtrats von Zürich emporarbeitete. Ueber Eomenius und Distcrweg. Pestalozzi und Fröbcl hinaus begründete er vom so- zialpädagogischen Standpunkt aus die Notwendigkeit der Ar l,-lteschul«. der in Verü-ndung vnn geistiger und körperlicher Tätigkeit die Zukunft gehört. Erziehung zur Hand- und Kopfarbeit ist sein« Devise. Schon tstbS in der Schrift..Friedrich der Große, in der er die Legende vom„Heros der Volksschule" gründlich zerstört hat. heißt es aus sozialpolitischer Einsicht heraus: „Schulreform ohne Gesellschaftsrerorm ist eine Halbheit!" Sein„A r b e i t s u n t e r r l ch t" ist als„Ar- beitsschul«. Arbeitsprinzip und Arbeits- ! m e t h o d e" in neuer Auflage erschienen. In der Schönebrrger Siedlung„Lindcnhos" finden die ersten Einziig: statt. Wer mit viel altem Möbel in diese aus Spar- zwang kleingehaltenen 2- und 3-Zimmerwohnungen einrückt, der wird sich sorgenvoll den Kopf krauen, nicht wissend, wie er die grohku alt«» Betten und Schränke stellen soll. Für die, die es sich leisten können, für Siedlungen speziell tnvisterte Möbel neu zu kaufen, hat eine Verkaufsgesellschaft solche Möbel klernsten Aus- maßes in der grtedhofstr. 22 im Lindenhof ausgestellt. Als rest- los den Forderungen genügend sind immer wieder die Tessenow- schen Typen hervorzuheben. Dann sind die von Knüppelholz die nächstbesten in Form und Verarbeitungsart. Erstmalig sehen wir die in Berlin schon oft gezeigten Klcinmöbel in der Kleinsiedler- wohnung selbst ausgestellt. Daher ist dieser Ausstellung eine be- sondere Wichtigkeit beizumessen. � � Viel zu nebensächlich behandelt ist die gleichzeitige Ausstellung von Wandschmuck der Kleinwohnung. Man pflastert die vier Wände eines Zimmers mit bunten Steindrucken, die wahllos vom Villigkeitsstandpunkt dahingehängt scheinen. Ein anderes Zim- mer zeigt neben vielen, was man am besten mit»Zugeständnis an die sentimentale Volksseele" bezeichnet, wenigstens einige Ten- > denzblätter Baluscheks, die genannt werden müssen, weil sie gute Mittel zum guten Zweck und doch gute Kunst sind, was viele nicht wahr haben mögen. Eine Federzeichnung Dellings fällt in derselben Weis« auf. Außerdem unter den vielen gegenständlichen Darstellungen und virtuosen Bildchen als angenehme Oasen einige frisch erfreuende Schnitte nicht tendenziöser Art. An Frauenhand- fertigkeiten, als da Kissen. Decken usw. zu nennen sind, vermissen wir geradezu alles, was eben hier hätte unbedingt gezeigt werden müssen, denn gerade die Hausfrau bedarf in diesen Dingen der Umschulung sehr. Die Ausstellung ist von 12— 4 llhr geöffnet. P, „Das Brandmal" nennt Emmy Hennings ihr soeben Verlag Erich Reiß erschienenes Tagebuch eines„Freuv' Mädchens", das arm an Freuden, reich an Qualen, aber< innerer Reinheit und Glückseligkeit eine Schwesterseele Eman» Quints fein mag. Auch sie eine„Närrin in Ehrrsta'. Nicht vu. � nicht Betschwester, sondern ein„gefallener Engel", ein ruhe.. wanderndes„Eotteskind", das immer und überall, od. hungert und friert, in Kabarett und Bordell, bei Tag � bei Nacht schamloser Schändung preisgegeben, von göttlicher O träumt. Durch geschminkte Not und Üoertünchtes Elend.suh*' ,., ihr Leidensweg, ein Lustobjekt herzloser Männergier, ein LW sozialer Heuchelei und Niedertracht. Änsrührender als ein«>„ denziöse Anklageschrift wirkt diese weniger verstandesmäßig � vielmehr von der Einfalt eines reinen Herzens diktierte LeD�' beichte, eines Herzens, das immer freudig zu allen Menschen sagen möchte, an besten Gest'illigkeit für das Gute und Schöne a. selten jemand appellierte. Sie weint die Tränen und empfindet Krauen der Schwestern aller Gasten. Wie in ihrem Buch sängnis", hat Emmy Hennings auch im„Brandmal" den grau Vorhang vor einem ergreifenden Stück Welt in brennender E«?* weggerissen. Ihr Menschentum und ihre Künstlcrschast reichen' zu gutem Werk die Hände. F.. v- „Firlefanz", ein Märchenspiel von Eaon Straßburger«L Albrccht Brandt, gebt jetzt als Nachmittagsvorstellung.� Zentraltheater(Alte Iakobstraße) zugleich für die � glieder der Volksbühne in Szene. Die junge Welt hat Weihnachtefreude an der bunten Handlung, die an Jahrmarkt» � Puppenstube. Bilderbuch und Kasperletheater lustig, bisw«' � auch mit leiser Wehmut erinnert. Die kindliche Phantasie zündet sich am derben Hokuspokus und wiegt sich in Kleino�„ gards Traum vom Puppendoktor und dem ELnseliesel im chenschloß. Da»u hat Eamillo Hildebrandt eine stimmun,, voll reizende Musik geschrieben, die. im zweiten Akt an Huw?.< dinls„Königskindcr und Offenbachs„Prinzessin von Travezu � anklingend, auch höheren Ansprüchen genügt. Es gab jubeu'-� Beifall aus Kinderherzen und Kinderhänden. In der dura) � gelungenen Aufführung waren für Groß und Klein wohl 5- nettesten Hugo Filcher-Koppe als vuppendokternder va werksbursch und Rna Burg als Zauberpuppe. Tie Verteuerung des Theaterbesuchs und der Konzertes" durch die„Nebenausgaben" verschlimmert. Garderobe fast all 1 M. Programmheft kostet jetzt z. B. in den 6taa � theatern 1,50 M. und was die Konzerte betrifft, so kost» ein vierseitiger Zettel(dawon über eine Seite mit Reklame � druckt!) beim Eleir« Dur- Abend in der Philharmonie 2 M- berechtigten BesHpetden über diese reichlich übertrieben« teueruiw künstlerischer Veranstaltungen sind allgemein und den Besuch immer mehr zu einem Privileg der Reichen. «lp»d Acltfle wird tel feinem ersten lind zweiten Vortragsabend MittwaA- U., und Eonntaa, den 2S. FtooeiNber, abends 8 llhr, Grüner Saal(MeistW" Eulcndergs Geheimnisse der Frauen erzählen, ferner llnverüsteiitlichte» von varthel, Graft Toller u. a. m, Die U S. P.D. zur Regierungs- bildung in Sachsen S!Ä,ete d-» erweiterten Sonfeeoorftan*» vom iL Ho. vtmba im, vorbehaltlich der Beschlahsassang der Laadeover. sammlung. Ausfall der sächsischen Landtagswahlen vom 14. November lil.0 zwingt die U.S. P.D., zur Frage der Regierungsbildung und 'uL'u"W(Jett Regierungspolitik in Sachsen Stellung zu nehmen. .ß™ �andtag stehen jetzt 4g Vertreter der sozialistischen Parteien 4? Vertretern der bürgerlichen Parteien gegenüber. Bisher war das Verhältnis 57 zu 39. Die Reaktion ist also stark gewachsen. vcr� Einfluß des Sozialismus geschwächt. «on RZahlresultat ist die Folge der Wahlenthaltung von 360 ooo Arbeiterwählern, die durch die schwere Wirtschaftskrise und die inneren Differenzen im sozialistischen Lager verwirrt und ent- mutigt sind. Durch die Wahlen ist ein« politische Situation entstanden, in welcher die Erfahr der Konterresolution, die das Bürgertum mit der Orgesch planmäßig vorbereitet, in greisbare Nähe rückt. Diese Erfahr kann nur gebannt«erden durch die geschlossene inont aller Hand« und Kopsarbeiter in Sachsen und die BeHerr» Ichung des Staatsapparates durch ihre Vertreter. Deshalb hält es die U.S.P.D. Sachsens für ihre Pflicht, in dicser außerordentlichen Situation an der Bildung einer Regierung au» allen sozialistischen Par» teien teilzunehmen, 2. auch dann die Regierung mit zu übernehmen, wenn ein« der sozialistischen Parteien eine Beteiligung ablehnen sollte. Eegenüber der drohenden Konterrevolution kann nur eine rein wZialistische Regierung in Sachsen da» nötige Gegengewicht bil- den. Deshalb muh jeder revolutionäre Sozialist sie erstreben. gilt aber zu verhindern, daß die Illusion entsteht, als könnte MMte. nach der Annahme der Weimarer R-ichsverfassung, noch z™* sozialistische Regierung in einem Einzelstaat wie Sachsen, die �watsgewalt benutzen zur unmittelbaren Schaffung der Räte- «publik und der sozialistischen Wirtschaft», und Eesellschaftsord« ««schieß gleichzeitig dasselbe im übrigen Deutschland Di« Weimarer Reichsoerfassung nimmt den Einzelstaaten«ine» v® Teil ihrer bisherigen Selbständigkeit und behält dem Reiche no der Reichsgesetzgebung die Regelung der wichtigsten Materien k, wie die des Heerwesens, des Finanz- und Steuerwesens, des rnährungswesens, des Verkehrswesens, der Sozialisierung, des Wohnungsbaues, des Arbeiterrechts, der Erwerbslosenfllrsorge. des Aufbaues des Schulwesens, der Trennung der Kirche vom Staat �nd von der Schule. 2n allen diesen Fragen kann Sachsen nicht mehr selbständig «orgehen. r» kommt dabei nur als Teil der Reichsverwaltung in Betracht und muß sich im Rahmen der Reichsverfasiung halten, '»enn es nicht die Reichsexekution gegen sich heraufbeschwören will Drotz dieser Begrenzung ihrer Tittigkrit ist die Zusammensetzung und die Politik der Regierung für dt« Arbeiterklasse Sachsen» ''cht gleichgültig. Di« Ausführung der Reichsgesetze, die Gesetz- Bebung im Rahmen der sächsischen Verfassung und die Verwaltung dt« Landes sind vielmehr gerade jetzt, wo die Konterrevolution so "süchtig erstarkt ist und mit der Beherrschung de» Staatsapparates eine entscheidende Waffe in die Hand bekäme, in den Händen der Arbeiterklasse von größter Bedeutung. Die U. S. P. D. erhebt deshalb die Forderung der rein sozialisti- Ichen Regierung und stellt für deren Tätigkeit in der nächsten Zeit 'olgendes � jy Minimalprogramm Entschieden« Einwirkung auf die R«ich»regler«ng in der Rtch» tung der Vergesellschaftung der Produktionsmittel und des Warenaustausches, insbesondere der Vergesellschaftung der Bo- denschätze. der Energieerzeugung und der Wasserkräfte. In Sachsen sind die staatlichen Domänen, Forsten, Kohlenab- bau, Elektrizitätserzeugung gemeinwirtschaftlich umzustellen, die Domänen zu landwirtschaftlichen Musterbetrieben auszubauen und die Arbeiter zur Mitwirkung an der Produktion und Ver- waltung heranzuziehen. Staatliche Fürsorge für die Ernährung der arbeitenden Be- völkerung durch ausreichende Lebensmittelzufuhr. Der Wohnungsbau ist nach gemeinwirtschaftlichen Grundsätzen zu fördern, Beihilfen an Privatunternehmer sind nicht zu leisten. Die Ctaatssorsten find in den Dienst de» Wohnungsbaues zu stellen. Nach Schaffung der Mantelgesetze durch da» Reich, ist die Trennung der Kirche vom Staat und der Aufbau der Schule so herbeizuführen, daß jedem befähigten Schüler der Ausstieg bis Zur höchsten, für seine Berufsstellung erforderlichen Bildung«- statte möglich ist. Beschleunigte Durchfübrung der Eemeindereform auf der Grundlage freiester Selbstverwaltung. Cchaffuna von Einrichtungen zum Schutz« gegen konterrevo» lutionäre Angrifft. Erlaß eines Amnestiegesetzes für politische Delikte. Freilassung politischen Gefangenen. Um dieses Minimalprogramm durchzusetzen und in der Regie» 'unq der Konterrevolution wirffam entgegenarbeiten zu können. �»t die U. S. P. D. die Bedingung, daß ste den entsprechenden Ein- 'uß in der Regierung erbält. ■,1." dielen vorausletzunqen ist die U. S. P.®. Sachsen» de» d"' Riederhaltunq der Gegenrevolution die Verantwortung in Regierung und für die Regierungspolitik mit zu lldernehmen. Das Ende der Münzstraße ■ni �uch eine Generalversammlung Wnm!!!r't'e6s,Tä,.te'3.enttofe hatte zu gestern abend«ine General- i mmlung einberufen, dl« den Bericht über die verbandlunoe» Zennn.��/�"�'""""Uston entgcaennebmen sollte. Unser lW*. l«Ich. der bisher als Vorsitzender mit an d'esen tr°s™ungen teilnahm und bei Beratung den von der Zen- ' t o f-l'er die Soiialisterung des Bergbau» al» Prodult„schloddrlger A n g ft". Der Abgeordnet« 2 a n l ch e l(Soz.t betont« demgegenüber, botz es mit dein persönlichen Mute des Herrn Koenen gur nicht soweit her l«i:.AI» er nach dem Kapp-Putsch»ach Halle reisen wollte, lieb er sich zur Sicherung leinet Person durch de» Oberprosidenten zwei Bescheinigungen a u s st e l l e n und In HaN« war er nicht einmal»az» zu bewegen, in seiner Wohnung abzusteigen, sonder» er logiert« sich In demselben Hotel ein, s» welchem der Ober» Präsident wohnte, um sa ganz sicher»» sel».- tAnbaliend« Heiterkeit.! Koenen berief sich t» setner Erwiderung aus den Abgeordneten Hörsinz, der be- ltätlgen werde, dast er- in Halle leinen Passierschein brauchte, woraus H ö r s I n g prompt erklärte:„Der Abgeordnet« Koenen hat damals eine Legitimatian von mir erbeten und erhalten. Er hatte nicht den Mut, allein in sein« Wohnung zu gehen, und bat mich, mit mir lammen zu dürfen.- sHeiterkrit.) DI» .Sl o t« tz a H n c" bringt die Rede Koenen, und er- erklärt dann, die Rede Ianschel, brachte„nicht, wesentlich Neues s- Eerade da,„wesentlich Reue", da, dl«.Llote statine" ihren Lesern unterschlägt, hat un, zu nachsolgea- dem Gedicht begeistert. Rem». In bekannten mark'gen Tönen Hört man von dem tapf'ren Koenen Laut verkünden weit und breit Seine Heldenhaftigkeit.— Reden hört man schnoddrige. Daß die Angst, die schloddrige, Packt in heißem Tagesstreite ll. S. P.'n der rechten Seite. Doch wie war es denn in Halle? Da war die Courage alle! Und in wahren Jammertönen Hörte man den Koenen stöhnenl In der Angst, der namenlosen, Grundeis in den Unterhosen, Eat in seinen Herzensnöten ö r s i n g's Beistand er erbeten. Eicher fühlt man sich im Reste' Erst mit solchem Schutz-Atteste. Dank, bewährt beim tapfren Kauz« Eich sehr bald die grojje Schnauze. Später freilich augenscheinlich Ist dann die Erinnerung peinlich. Hört Herr Koenen davon klöynen Schisnpft er, daß die Wände dröhnen. Lieber K o e n e n laß Dir raten: Schweig von Deinen Heldentatens Feigheit andern vorzuwerfen Muß man selber haben Nerven. Dir und Deinem Heldentum« Klinge dieses Lied zum Ruhme. Es soll Dich, mein lieber Koenen, Mit verdientem Lorbeer krönen. Zwangsweise Schließungen von Bäckereien in Lichtenberg In der letzten Sitzung des städtischen Untera»»« schus se» für die Mehl- und Brotversorgung wurde beschlossen: 1. die Bäckerei Thieme, Niederbarnimstraße 12, wegen wieder- Holter verbotswidriger Kuchenherstellung und Feststellung eine» nicht aufgeklärten Aiehlmantos von 14,64 Kilogramm zu schließen: 2. die Backerei Grätsch, Erossener Straße 15, wegen wtederbolten Schrippcnverkaufs ohne Marken zum Preise von 25—50 Pf. da» Stück und Feststellung eines Mehlmankos von 271 Kilogramm auf vier Wochen zu schließen: 3. die Bäckerei Hermenau, Traoeplatz 3, wegen Feststellung eines Bestandes von 25 Pfund 65proz«ntia ausgemahlenen Weizenmehls, deren Herkunft nicht einwandfrei nachgewiesen werden konnte, Verkaufs von weißen Schrippen und eines Mehlmankos von 380 Kilogramm auf sechs Wochen zu schließen: 4. die Bäckerei Mir, Kleine Straße 1, wegen eine» Mehl manko» von 13 Do-ppelzentner« bis auf weiteres zu schließen: K. die Bäckerei Thiedemann, Kantstraße 47, wegen Brotverkaufs ohne Marken auf 14 Tage zu schließen. Weiter wurde in genannter Sitzung festgestellt, daß. obwohl zur Zelt von den Bäckereien nur Obstkuchen hergestellt werden sollen, wozu weder Weizen-. Roggen» noch Eerstenmehl verwendet werden darf, viele Bäckereien auch fonstige Kuchenarten herstellen. Es wurde beschlossen, sämtliche Bäckereien ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß zukünftig jeder Bäckereiinbaber, bei �.... Fä_____...........------------------------.... Herstellung des Krankenbrotes entzogen werden. Auch soll nochmals eindringlich davor gewarnt werden, Brot oder Gebäck ohne Marken abzugeben. Ein erneuter Antrag des Vereins„Berliner Mchlhändler", zum Mchlhandel in Lichtenberg zugelassen zu werden, wurde abgelehnt. Aus prinzipiellen Gründen mußte auch die Bitte des„Verein» heimattreuer Oberschlesier" um Mehlzuteilung zur Weihnacht»-' bescherung bedürftiger Oberschlcsicrkinder, deren Eltern im Ja- nuar zur Abstimmung fahren, abgelehnt werden. Raubmord an einer Greisin Ein neues Kapitalverbrechen, das von besonders großer Roheft und grenzenloser Verwahrlosung zeugte, rief gestern mittag im Norden der Ctadt große Aufregung hervor. Die Mordstätte, das Haus Stargarder Straße 6l, war bis in den Abend hinein von einer großen Menschenmenge umlagert. Bei der Abführung des auf stischcr Tat überraschten Mörders, war es nur durch etn großes Aufgebot von Beamten der Sicherheitspolizei möglich den Verhafteten vor Richter Lynch ,u schützen. Der Verhaftet« ist ein kaum 17 Jahre alter Arbeitsbursche Willy W i e d i n g aus derj Ramler Straß« az. fein Opfer die am 14. Dezember 1606 ße-, dorene Witwe Emilie Gillert. geborene Kren». Diese wohnte feit mehr als zwanzig Iahren in dem Haufe Stargarder Straße vi... Gestern mittag hörte«ine Nachbarin aus der Wohnung der E. laute» Stöhnen. Sie ging auf den Flur hinaus und als sie nua Na< daß die Tür zu deren Wohnung aufstand, rief ste eine andere achoarin und beide Frauen gingen dann beherzt in die Woh- >mna der Witwe Aus dem über und über mit Blut befleckten �uzooden lag die alte Frau> die au? einer ganzen Reihe von Wtmden stark blutete und auf ihr kniete ein iunaer Menfch. B,.........._______.... dieser die Krauen eintreten sah, rief er ihnen zu, sie möchten I?» fert ein« Arzt Helen, der Freu fei ein Unglück zugestoßcin. ötmjcn sagten sich jedoch....._ �. müsse und forderten reu, er«l folgen und kam auch ihrer Auflordenjng nach. Sa er t und fein« Di« che DM selbst sehr Angaben unwahrscheinlich klangen, halten. Die Bemühungen sruerletzte am Leben zu ihrer Blut besudelt war W wurde er nt? mutmaßlicher Dfrtet'fc' eines herbeigerufenen Arztes, die( »rhalten, blieben erfolglos. Der Bursche wurde"der in den letzten Jugen liesenden Frau noch gegontibergesteSt und mit ihrer letzten rest bozrchtighe st« ihn al, TStor. Sicher gab dann auch fein "'enmren ern Wiedin ander« 1 Leugnen«ruf und gestand d-r, Verbrechen«in. ding als noch unbekannter Kchnriere stand.?lls die Fstyien auf da? Etohnen der Frau in die Mshmtng traten,«gr Zllpttäter in Betracht, während ein llng« Mann auf dem Treppe, iflu: W-m auf das Stöhnen der Frau in .„...»iefer schon verschwunden und Wieding aAein. Mo dieser angibt, wußten sie selbst noch nicht, was sie bei h« Fum finden würden. Srs honten, bares Geld vorzufinden, hätton iW aber auch wenn die» niGt der Fall gewesen wäre, mit WZschestiZckeu und besonders auch den Aleidungsstücken des ver- rveni storbenen Mann« zufrieden gegehen. Wieding leugnet auch nicht. »ag es ihre� Wstcht war, die� Fr» Vortrag. Darifkündiguog. �cwerkschnstshoaz.?aal t.- Erscheinen Pslichl.. Freilag S Ahr im Eew«rkichast,hauz. Saal Z, Ziersammlang der Lederm««» xoNtorer. Erscheinen Pflicht.«u« S-irs-xeacrb«stiitti-ng--Di?cis E'.-vcrlln oeranstaltct am Freitag, den«. ttr.ier, abend» 7 Uhr. in der Cchulaula, Scheerendergstr. 7. Portrag flber Feue»' bc'tattnng. Eäste wlstlommcn. Fr. Nudertr-Jcreiiiig. Sihunge» zember am Z. und 17. b. Johl. Am S. Dez. Famitienfeier Di- P-Zirlsleiinng. finden jeht 11 tägia statt. Zm � z. Famitienfeier 6. Lrtmann. Perantwortlich für die Redaftlon! Emil Rabold, Berlin. anlwortli.h für den Inferatent-ii: Ludwig«omeriner. Karlo�i«. � P-:laaaa-noIieni»ast.Freideil" c.(5 m d. SS.. Berlin.— Druck d-r..FreIH«»' ts m n?..?> T»?.'!t» Pinn»'» Dr. Max Adfer: Engels als Denker erscheint morgen » n st Zi K Al Al lic G»ne»«dia» Palast« Theater St Andrea-strrh« 64 ff i l m s ch»«: frq-osne', de» Tode» tzZfztzsii�.ZifstzlÄZiiSsUkdm Auf der» S» n-: tlf ® c o ra®»ff c in e in sein ein .. tzona mc�ikanisehcr Eowboy-Äkt 14. SS0. B-Z'.! Am 21. Röv. verstarb i ! unser Genosse ttsrm. NsM vrne�owstraße 23. Einllscherking OllUtroprfj| 1»',6, Ärfmitothira | E" richtsirntze. Rrg« Ve- \ trittgttNf emrrtrt l Der Vorstand, i pmmmxmtammm 1 DEN SOZIALIST 1 Die soeben erschienene Nr. 46 dee unabhängigen sozial- demokratischen Wochenschrift»De? Sozialist- ent- hält folgende Beiträge! Der Bolichewinnui Em Mm Böig um iefÄpnnfl wird behandelt in der Schrift von Iesimon» Hie Seriklozie ligz volzellemziliiiz Preis 3.— Mark, MMrzte.WsgöSe ffr OrgakiiWolien 1 MM MWMmlz.Zreitzeil" bttlw U, Bieile Sit. 8-0 mimmiMmiittMuii WM' i v f I VMM a Wa» lehrt mn» Sachsen 7 von Bud. Vreitscheid. .Ltapitalisiische VeKonotnifierttttg oder Sozia- ffc,> t•."1•<»"'> J v* i listernng? von S. Aufhauser; bolscheRviomn» von L. Manow; Der Welt- penster von Lest die Schrift von Ktilferdingl Die Sozialifterunq und die Machtverhältnisse der Klaffen preis 3.— Mark Ungekürzte Ausgabe für Organisationen 1.— Mb. Buchhandlung„Freiheit", Breite Straße 8-9 «www.«! wwzi www.WfnwwMwww*1* be] ich! SZo »sp. Anna Eiemse»! Dl« L-g« in Holen von ...-----"iilo an Oleodi Tie franzds-schrn(Sozinlifttn zur international«! ttua Ott Internationale. S2 1 s m ,®t» Sozialist- erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch Handlungen, durch dt-Post od. durch drn Verlag T. Vreitscheid, Berlin W IS, zum Preise non »iertelj. M. 15.—, Einzelnummer M. 1.60 zu beziehen. KKZSSASSNKSLl kauft zu Tagespreisen Grünerrveg 43 � nahe Äoppenstrahe Felle olle? Art kaust«Ivan»», 'Zllcrandrinenstrahe Sl-ö2, Fern- spreche: Königstadt Nr. 3151. Manahne» in allen Sprditionrn dt» Berlage» Kleine Anzeigen Do« Ucberfdirlfistoosft S.— SM».» ftbe« weitere Wort im Text 1.50 971 k- Stell««g,gesnchek Ueberfcht-lft«»ort 1.50 Silk.» jede« weitere Wort Im Text 1. Netto« - 711 h. 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