Einzelpreis 20 Pig. • 3. Jahrgang De Brethett eridete morgens und nachmittags, Sonntags und Montage ma einmal. Der Bezugspreis beträgt bet freier Buftellung ins Haus für Groß- Berlin 10,-. im voraus zahlbar, von der Spedition selbst abgeholt 8,50 M. Für Bofte bezug nehmen fämtliche Poftanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 m., für das übrige Ausland 21,50 M. täglich Balata- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Ofterreich 30, Sebebia, pebition and Berlag: Berlin& Breite Straße S Montag, 29. November 1920 Nummer 505 Abend- Ausgabe Die echtgefpaltene Nonperetflegelle oder beren Stamm koftet-. enfchfteli Eeuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fertgedruckte Wort 2, M., fedes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufenbe Anzeigen laut Tarif Familien- Angeigen und Stellen- Gefuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen- Befuche Wort Angelgen bas fettgebruckte Wort 1,50.. tebes weitere Wort 1.-. Fernsprecher: Bentrum 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4649, 4921 Freiheit Berliner Organ ber Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands in der tschechoTeuerungsunruhen in Spanien owakischen Arbeiterbewegung Busammenstöße mit der Polizei HN. Madrid, 28. November. Es fanden Proteftfundgebungen gegen die Teuerung und den Mangel an Brot statt. Die Polizei griff ein. Bei den Zusammens tößen gab es eine Anzahl von Verletzten. Der Kampf zwischen Den revolutionären und den freien Arbeitsgemeinschaften nimmt an Schärfe immer mehr zu. Es gab bereits mehrere Opfer. Das große spanische Dampfschiff„ Alfons XIII"( 14 000 Tonnen), das erst fürzlich in Bilbao vom Stapel gelaufen ist, ist völlig ver brannt, offenbar infolge von Sabotage. Das Schiff loftete sechs Millionen Pesetas. Barcelona, 29. November. Die Polizei mußte ein Gebäude, auf dessen Dache sich die Urheber eines anarchistischen Attentats verschanzt hatten, förmlich belagern. Nach einem Kampfe, bei dem durch Revolverhüsse 13 Personen verlegt worden waren, fonnten 8 Perlonen verhaftet werden. In Saragossa ist in einem Omnibus cine Bombe explodiert. Die Kämpfe in Irland Die Furcht vor Straßenkrawallen in London HN. London, 28. November. schloß mit der Forderung, der Kommission folle eine Anzahl prak tischer Vorschläge unterbreitet werden, so daß noch in der ersten Bersammlung Borbeugungsmaßnahmen hinsichtlich der privaten Industrie beschlossen werden könnten. Sanzer- Italien er flärte sich mit dem Vorschlage da Cunhas einverstanden. AubertFrankreich erklärte, alle seine Kollegen feien einig, daß Artikel 8 des Wölferbundvertrages angewendet werden müsse, der dem Bölkerbundsrat die Aufgabe zuweist, Mittel und Wege zur Unterdrückung der schädlichen Folgen der privaten Herstellung von Kriegsmaterial zu suchen. Die Abstimmung in Oberschlesien Der Londoner Sonderberichterstatter der Agence Havas melbet, daß am 27. November in Paris über die Abstimmung in Ober schlesien verhandelt wurde. Um den Ungelegenheiten zu entgehen, die die Zusammenreise von vielen außerhalb des Boltss abstimmungsbezirks Wohnenden am Tage der Volksabstim mung haben tönnte, seien zwei Vorschläge gemacht worden. Nach dem einen sollen die außerhalb des AbStimmungsbezirks Wohnenden nicht am gleichen Tage wie die Bevölkerung von Oberschlesien abstimmen. Nach dem anderen Vorschlag sollen die außerhalb Oberschlesiens Wohnenden außerhalb des Abstimmungsbezirks, aber in der Befegungszone, etwa in toIn, abstimmen. Zu dieser Lösung be merit der Berichterstatter der Agence Savas, fie stelle die Freiheit des Abstimmungsrechts und gleichzeitig die Aufrechterhaltung der Ordnung ficher. Es sei beschlossen worden, den letzten BorschlagPolen und Deutschland zur Annahme au unierbreiten. Werde er abgelehnt, so werde man die andere Lösung zur Anwendung bringen. Der deutsche Plebiszittommissar Dr. Urbanet hat an die interalliierte Kommission in Oppeln den Antrag gerichtet, ben polnischen Abstimmungstommiffar Wojcich Korfanty aus dem AbSeute wurden in Downingstreet Barrikaden als Vorsichts: maßnahmen gegen etwa mögliche Angriffe der Sinnfeiner errichtet. Die. Parlamentsgebäude werben für das Bu lifum ebenfalls gehlossen, um Ueberraschungen von der Galerie aus vorzubeugen. In Cort fanden gestern wiederum Schießereien statt. Einige Häuser in verschiedenen Stadtteilen, darunter ein großestimmungsgebiet auszuweisen. Bekleidungsgeschäft, sind in Brand gesteckt und vernichtet worden. Es werden Konzentrationslager für die Internierung der irischen republikanischen Heeresangehörigen gebildet, die hier bis zum Gerichtsverfahren untergebracht werden sollen. In der vorigen Woche Find 300 Personen verhaftet worden. Reuter meldet aus Biverpool: In der Nacht zum Sonntag wurden in Liverpool- Bootle 18 Lagerhäuser, hauptsächlich für Baumwolle, in Brand gestedt. Es wurden Petroleumfannen und mit Paraffin getränkte Baumwolle an der Brandstätte gefunden. Fünf Männer wurden verhaftet. Zahlreiche Anzeichen beuten darauf hin, daß Sinnseiner die Brandstifter sind. Zwei Baumwollager in Liverpool sind vollständig niedergebrannt. In London war am Sonnabend ein großangelegter BrandRiftungsversuch der Sinnfeiner vereitelt worden. Die Brandstifter flohen ebenfalls unter Zurüdlassung von Petroleumkannen und paraffingetränkter Baumwolle. Internationaler GewerkschaftsKongreß Gegen die Besetzung des Ruhrgebiets Der internationale Gewerkschaftsfongreß hat auf Vorschlag von Thomas eine Ergänzung zu der Beschließung angenommen, in der, bie Saltung der Moskauer Internationale abges lehnt wird. Dieser Anhang erklärt, daß die Aufgabe, ein Land au regieren, nicht mit der gleichzeitigen Leitung der Arbeiter die Chefs der Regierungen gleichzeitig Chefs der internationalen internationale zu vereinigen sei und daß es unmöglich wäre, wenn Arbeiterbewegungen sein würden. Gehr interessant war der Bericht von Jouhaug über die Delegation, die das Ruhr beden besuchte. Darin wird erklärt, ts bestände für eine Besetzung durch die Alliierten nicht der mins beste Grund. Es sei die Pflicht der deutschen Arbeiter, die Arbeit in einem solchen Falle zu verweigern und die Pflicht der alltierten Gewerkschaften, mitzuhelfen, wenn es zu einer solchen Besetzung tommen sollte. Der deutsche Vertreter 2egien[ prad) über die Schwierigkeiten der Arbeiter im Ruhrbezirk und die Erfüllung der Bertragsverpflichtungen infolge des großen Lebensmittelmangels. Thomas bedauerte, daß Frankreich entschlossen zu sein scheine, imhen Kameraben ihre Verpflichtungen anerkennen und erfüllen, müßte die organisierte Arbeiterbewegung der Welt ihnen helfen. Der Kongreß wurde am Sonntag geschlossen. Die Abrüstung 3 In der Unterkommission für die Abrüstungsfrage schlug auf der Böllerbundstonferenz der Vorsitzende Fisher- England vor, die Frage der privaten Herstellung von Kriegsmaterial wegen der unvorhergesehenen Abwesenheit eines Vertreters der Militärtommission nur provisorisch zu besprechen. Da Cunha Brasilien ertlärte, daß bei der Durchführung seines Vorschlages, ein Staatss monopol für die Herstellung von Kriegsmaterial zu schaffen, die Gefahr neuer Kriege in der Hauptsache beseitigt werde. Gleich zeitig würde auch die Kontrolle der Kriegsrüstungen erleichtert. Lange Norwegen hob hervor, die öffentliche Meinung sei gegen die Herstellung von Kriegsmaterial. Auch sei jeht der Augenblid tur Durchführung von einschneidenden Maßnahmen gekommen. Ge Die Dynastie Nimm Die offene Hand der Hohenzollern Die Kapitalschiebungen der Hohenzollern haben die Ge schäftstüchtigkeit dieser Dynastie gezeigt. Sie besteht seit langem und ist früher nur sorgsam ber Deffentlichkeit vors enthalten worden. In den letzten Tagen wurden jedoch einige neue bemer tenswerte Tatsachen festgestellt, die zeigen, wie gerissen die Hohenzollern es verstanden haben, Staatsbesiz für nichts und wider nichts in Hohenzollernbesitz umzuwandeln. Schloß und Part Sacrow ift entgegen den rechtlichen Bestimmungen ohne irgend ein Entgelt in den Privatbesig der Hohenzollern überführt worden. Für Schloß und Park Babelsberg haben die Sohenzollern durch eine ganz gewöhnliche Schiebung nur 1000 Taler bezahlt. Roch be zeichnender ift bie Tatsache, daß das fabemtestertel in Berlin, das dem Staat gehörte, für rund 12 Millionen Mark von den Hohenzollern an den Staat verkauft wor den ist. Auf diese Art und Weise haben es also die Hohenzollern verstanden, den Staat um Millionen zu betrügen, und hierauf fußend, verlangen sie jetzt auch noch die rechtliche Anerkennung dieser von ihnen geraubten Güter. Und die bürgerlichen Barteien sind geneigt, diesen Betrug mitzumachen! Der Schwindel von ben ,, notleidenden" Hohenzollern wird in einer Zuschrift an das„ Berliner Tageblatt" trefflich ents Tarot. Sie lautet: Im Hinblick auf die Reichstagsdebatten über die„ notleibenden Hohenzollern" dürfte es vielleicht nicht ohne Interesse sein, die wirkliche Bermögenslage des vormaligen Kaisers und bes Kronprinzen festzustellen. Merkwürdigerweise habe ich darüber in deutschen Zeitungen noch nie eine zutreffende Notiz gelesen, wäh rend man in Solland genau informiert ist, denn seit furzem Find sowohl Wilhelm II. wie der frühere Kronprinz zur Steuer veranlagt worden. Danach wurde der taiserliche Privatmann mit einer Jahrestente opn 1% Millionen holländiIcher Gulben zur Steuer herangezogen, und zwar, wie ausdrücklich vermertt war, mit seinem Einverständnis. 3ur gleichen Jeit wurde das zu versteuernde Jahreseinkommen bes& tons prinzen von ber zuständigen Behörde mit 40 000 holländischen Gulden festgestellt. Bei Wilhelm II. wurde von den Zeitungen anläglich seiner Steuerveranlagung noch besonders betont, daß der Erkaiser sich auch darin flug gezeigt habe", daß er sich in einer ber finanziell am besten gestellten Gemeinden, nämlich in Doorn, angetauft habe, wo die Kommunallaften gering find. In Doorn zahlt er jährlich etwas über 38 000 holländische Gulden Gemeindesteuer. Umgerechnet in Mart beläuft sich also die jeste Jahresrente des ehemaligen Kaifers augenblidlich auf 30 Millionen, die kapitalisiert einem Vermögen von etwa 600 millionen Mart entsprechen würden. Das Jahreseintommen des früheren Aronprinzen in Höhe von 40 000 holländi schen Gulden entspricht nach dem heutigen Balutastand einer Rente von 800 000 t a r 1. Unbegreiflich muß es danach anmuten, wenn Graf Westarp in seiner Reichstagsrede vom 21. Nosember behaupten tonnte, die Revolution habe das ganze Privat Dermögen der Hohenzolles weggenommen. Der starken Persönlichkeit des leider zu früh verstorbenen Genossen Seliger war es zu danken, daß die deutsche sozialdemokratische Partei in der Tschechoslowakei am Karlsbabez Parteitage ihre Einheit bewahren fonnte. Die damals ans genommene Deklaration löste die Streitfrage zwischen links und rechts in wahrhaft genialer Weise dadurch, daß sie statt der schroffen Problemstellung: Diftatur ober Demo fratie, erklärte: Demokratie solange, als burch fte eine fortschreitende Machterweiterung bes Proletariats gesichert ist, Dittatur des Proletariats dann, wenn eine Diktatur der Bourgeoisie einzufegen droht. Die Linfe fonnte fich der Richtigkeit dieser Formulierung nicht verschließen, dies um so weniger, als ja auch von ihrer Seite ernsthaft ein sofortiger gewaltsamer Umsturz nicht gefordert wird. So schien der gegenseitige Friede gesichert und befde Pars teiflügel verpflichteten sich, in Zukunft die Richtungsfämpfe innerhalb der Partei einzustellen. Run tagte am 1. November demokratischen Arbeiterjugend, ber ebenfalls Stellung ebenfalls in Karlsbad ein Kongreß des Verbandes der sozial zu nehmen hatte zu der Frage der Tiftatur fomie au iener her britten Internationale. Die Mehrbeit des Verbandsvors standes unterbreitete dem Kongreß einen Antrag, der den vorbehaltlosen und unverzüglichen Beitritt zur tommunistis schen Jugendinternationale vorsah. Der Verbandsvorstand sollte dann in Konsequenz dieses Beschlusses beauftragt wer dent, sofort durch eine außerordentliche Kommission ein nenes Verbandsprogramm ausarbeiten zu Taisen und einer nach zwei Monaten zusammentretenden Verbandskonferenz zu unterbreiten. Als 2. Punft der Konsequenzen wurde dann erklärt: Der anßerordentliche Verbandskongreß beauftragt den Verbandsnorstand, die vollständige Selbständigkeit der Jugendaraanilation von ber sosialbemokratischen verwirklichen." Dies ging logischerweise aus dem Beschluß des Beitritts zur dritten Internationale hervor, nachdem die Partei ja die Frage vorläufig ungelöst gelassen hatte. Demgegenüber beantragte die Minderheit des Verbandss vorstandes, auszusprechen, daß es nicht möglich sei, in allen Punkten dem Programm der kommunistischen Jugendinternationale nachzuleben. Die Erklärung wendet sich naments lich gegen den Bunft 4 des Programms, das die Arbeiter Jugend als den aftivsten und revolutionärsten Teil des Pro Tetariats bezeichnet, dessen Pflicht es sei, politische Aktionen vorzubereiten und unter den Maffen zu wirken. Der Vers bandsvorstand sollte beauftragt werden, mit der kommunistis schen Jugendinternationale unter Wahrung der Selbständigfeit der Organisation Verhandlungen über den Beitritt zu pflegen, deren Ergebnis einer Urabstimmung zu unterbreiten wäre. Die Debatte über diefen Hauptpunkt der Tagesordnung nahm einen äußerst lebhaften Nerlauf. Unter anderem griff auch der Sekretär der fommunistischen Jugendinternationale, Milli Münzenberg, ein. Als dann hie Minderheit rdrionate, daß auch Genosse Hillebrand als Vertreter des Parteivora standes unbeschränkte Redezeit erhalten solle, wurde dies bes zeichnenderweise abgelehnt und erst nach heftigem Protest zugebilligt, daß. Genosse Hillebrand die Erklärung des Bars teinorstandes zur Kenntnis bringen fonnte. Unter großer Begeisterung wurde dann der Mehrheitss antrag mit 82 gegen 22 Stimmen bei 5 Enthaltungen anges nommen. Damit trat die Jugendorganisation faftisch aus der sozialdemokratischen Partei aus, wie sie übrigens durch Puntt 5 des Programms dazu verpflichtet wird und fona stituierte fich als fommunistische Jugendorganisation. Die Minderheit erklärte barauf. daß sie sich vorbehalte, nach diesem schwerwiegenden Beichluk in der ihr gutscheinenden Form unter der sozialdemokratischen Jugend zu agitieren. Damit ist nun eigentlich in der Jugend die Spaltung volla zogen, weil voraussichtlich die Sozialdemokraten sich des Recht der Propaganda unter den Jugendlichen nicht nehmen lassen werden. Diese Spaltung ist bitter genug, allein sie ließe sich verschmerzen, wenn die Partei als solche intakt bliebe. Doch nun trat etwas ein, was zum mindesten sehr merkwürdig anmutet. Der Reichenberoer Vorwärts", das Organ der Linken, widmete diesem Beschluß der Jugends lichen einen außerordentlich begeisterten Artifel, indem er ihn als den ersten Schritt zur Schaffung eines tommunistis schen Verbandes feiert. Es sei ein stiller Vorwurf, den die Jugend der Partei mache, doch hoffen die Genossen vom " Vorwärts", bald in gemeinsamem Kampfe mit der Jugend zu stehen. Dies werde dann sein, wenn wir uns zu einer wahren fommunistischen Partei entwifelt haben werden". Gleichzeitig veröffentlichte Genosse Karl Kreibich, der Führer der Linfen, in der Wiener Roten Fahne" einen Arfifel, in dem er offen erklärt:„ Das Ziel unseres Kampfes ist auf jeden Fall die internationale fommunistische Partei in der tschechoslowakischen Republit." Tas find recht deuts fiche Worte, die für die Zukunft der deutschen Partei von ziemlich entscheidender Wirtung sein dürften. Interessant ist hierbei, daß die deutsche Linte sich langfam in einen gewissen Gegensatz zur Linken innerhalb der tschechischen Partei segt, mit ber fie vor der Parteispaltung im tschechischen Lager 8fe 576 anferordentlich fraternisierte. Der Grund flegt darin, daß die tschechische Parteilinfe, ebenso wie die U. S. B. in Deutschland, eine ausgesprochen Sozialistische Politit wünscht und sich gegen den Nationalismus und Ministerialismus der Tusarzartei wendet, während die Linke bez beutschen Partei immer deutlicher zu den Kommunisten neigt. So schreitet der Zersehungsprozeß langsam vorwärts, Sehr zum Schaden des Proletariats selbst. Aber es ist erfreulich feststellen zu dürfen, daß die realen Verhältnisse wieder zu einer Annäherung, wenn auch in anderer Form führen. In Verfolgung des Karlsbader Be schlusses betreffend Einsegung eines sogenannten ständis gen Broletarierfongresses, der aus den soziali tischen Parteien der tschechoslowakischen Republit aller Rationen bestehen soll und die internationale Leitung des Proles tariats in diesem Staate zu bilden hätte, haben die beut schen Genossen schon verschiedene Besprechungen in diesem Sinne durchgesetzt. Als ihre Krönung fann der Beschluß vom 4. November bezeichnet werden, der eine gemeinsame Aktion der deutschen und tschechischen Partei in allen Ernährungsfragen vorfieht und gleichzeitig die Verarbeiten zur Schaffung des Proletarierfongresses begrüßt. Beachtenswert ist dabei, daß auch die tschechische Parteilinie durch ihren Vers treter Genossen Merta ihre Zustimmung zur Teilnahme an diesem Kongresse gab, obwohl sie ihn früher abgelehnt hatte. So scheint diefes Organ berufen au sein, etne 3usammen fassung der proletarischen Kräfte aller Nationen und Rich tungen in der Tschechoslowakei zu werden. Es ist der gleiche Grundgedanke, wie bei den Arbeiterräten in Defterreich, der hier realisiert werden soll: ist die organisatorische Zusammenfassung der verschiedenen Gruppen nicht möglich, so sollen sie burch einen über den Parteien stehenden Ueberbau ihre Vers einigung finden. Dadurch aber wird auch die Hoffnung der Realtion, die an dem hellen Feuer der gegenseitigen Be fämpfung innerhalb der Arbeiterschaft ihren Sud zu brauen hoffie, zuschanden. In seinem Abwehrkampfe gegen die buntlen Mächte wird das Proletariat einig und geschlossen feinen Mann zu stellen wissen! Tschecho- flowakischer Parteitag | In Brag wurde am Sonnabend der dritte Kongreß der Tschechoslowatischen Sozialdemokratischen Bartei eröffnet. Es sind nur Delegierte zugelassen, die sich ausdrüdlich schriftlich gegen die Bedingungen der Dritten Internationale verpflichtet haben. Unter fremden Gästen des Kongresses find zu nennen: Hermann Müller- Berlin, Vandervelde und Sunsmans. Die Verhandlungen wurden durch den Vorsitzenden des Bollzugsausschusses der Partei Anton Nemec eröffnet. Als erster Redner Sprach der belgische Justizminister Bandervelde. Er sagte in seiner Begrüßungsrede, daß ez mit Hermann Müller aum legten Male in Versailles zur Unterzeichnung des Friedensver trages zusammengetroffen sei. Damals fei zwischen ihm und Her mann Müller ein Abgrund gewesen. Trogdem hätten aber die deutschen und die helgischen Sozialdemokraten die Beziehungen in Genf wieder angefnüpft, da sie von bem gemeinsamen Wien, die Internationale zu erneuern und der Welt den Frieden zu geben, durchbrungen seien. Der Bertreter der Labour- Partei, Cramp, erflärte, obwohl bie englische Arbeiterschaft die russische Methode nicht annehme, werde sie es nicht bulben, daß sich irgend jemand in die inneren Angelegenheiten Rußlands einmische. Sodann sprach Hermann Miller, und nach ihm der Bertreter der deutschen Sozialdemo fraten in der Tschechoslowakei Senator Dr. Seller Isbann gab der Solländer Huysmans, Sefretär ber 2. Internationale ber Meinung Ausdrud, daß sich der Sozialismus mit Terror nicht aufrichten lalle, sondern fein Ziel nur auf der Linie ruhiger Cimidlung zu erreichen vermöge. Darauf begannen die eigent lichen Verhandlungen. Ludendorff unterm Sofa Sofa aufgenommen, niemals authentischen Wert haben tönnte, Das vornehme Blatt lehnte die Aufnahme der Berichtigung ab und gab bafür in einem Brief an Förster folgenbe charakteristische Begründung:„ Ueber den Zeitpunkt weiterer Mitteilungen aus unserem Material die Entscheidung zu treffen, behalten wir uns je nach der Stolle, die Sie noch zu spielen gebenfen, vor.... Sie irren sich barin, bah Ihre tatsächlich von der benten Reichsregte rung angeordnete Ueberwachung, sen elldeutschen Areisen ausge gangen fel" Die München- Augsburger Abendzeitung" hat vor einigen Wochen gegen den bekannten Pazifisten Professor F. W. Förster schwere Angriffe gerichtet. Sie behauptete, schwer belastende Dotumente in den Sänden zu haben. U. a. Hätte tm Herbst 1918 in einem schweizerischen Hause ein deutscher Spion, unter Dem Sofa versteckt, die Aeußerungen Benographiert, die Professor Förster einem Engländer gegenüber getan hätte. Der Angeschuldigte schickte daraufhin dem Blatte eine Berichtigung, in der er ausführte, daß ein Stenogramm, von einem Spion unter dem Kinder ohne Lächeln Mein Freund, ein Arzt schreibt: Wie tommt ble München- Augsburger Abendzeitung" in ben Befiz des Materials, das die deutsche Regierung während des Krieges gegen den unbequemen Pazifisten sammeln ließ? Die Antwort ist einfach. Das Münchener Blatt gehört dem Stin nesichen Bresletonzern. Der Leiter dieses zur Berseuchung bez öffentlichen Meinung gebildeten Unternehmens ist Oberst nicolai, jener Mann, der auch während des Krieges auf Ge heiß Ludendorffs die öffentliche Meinung in Wort und Schrift Nicolai, jener Mann, der auch während des Krieges auf Gevergiften ließ. Also ein Mann von Uebung. Ihm war während des Krieges auch das Spionagewesen unterstellt und es Bleibt daher nur die Möglichkeit offen, daß die von ihm erlauschten und erdichteten Märchen jetzt der Stinnespresse zugänglich gemacht worden sind, damit sie zur Verleumdung politischer Gegner verwendet werden können. der Amtsper= Selbstverständlich liegt Mißbrauch Ihmiegenheit vor. Denn wenn die Spigel, die Labendorff burch seinen Ricolai unter die Sofas und Betten schiete, arößten. teils auch minderwertige Subjefte waren, so war doch bas ganze Spionagefnftem eine amtliche Einrichtung. Doch den Spionen Ludendorffs, die jest in der Stinnespre als Berleum bez praktizieren, wird kaum etwas geschehen. Serz Stinnes meik warum er sich gerade diese Leute dienstbar gemacht hat und er wird sie auch, wenn es not tut, zu schüßen wissen. In einem einzigen Zimmer zehn Personen; zum Schlafen nur zwei Betten, mit fahlen Matragen; nirgends ist Bettwäsche vorhanden. Der Bater ist tuberkulos, arbeitsunfähig. Die Mutter leibet an Nierentuberkulose, ist herzfrant und ist schwanger. Ihre Kräfte reichen nicht für die täglichen Haushaltspflichten aus. Die 19 jährige Tochter trägt ein uneheliches Kind auf dem Arm. 3wei Töchter von 15 und 16 Jahren arbeiten, geben ihren Ber dienst der Mutter ab. Dann folgt eine fünftöpfige Kinderschar, eines serfümmerter als das andere.... Eine schredliche Rot, ein faum auszudenken!" grenzenloses Glend Bürgerliche Moral Die bürgerliche Mehrheit der Preußischen Landesversammlung hat am Sonnabend, ohne jede nähere Untersuchung und unter Berstoß gegen den Grundlag der parlamentarischen Immunität, die Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung des rechtssozialistischen Abgeordneten Schulz- Riel erteilt, da der ihm gemachte Vor wurf der Korruption so schwer fei, daß jeder Abgeordnete sich aufs schnellste von ihm reinigen müsse. Ungefähr 2% Millionen Kinder leiden an Tuberkulose. Ueberall Hunger, Verelendung, unglaubliche Armut. Menschliches, lebendig greifbares, nicht ersonnenes Leiden Kinderleiden!... Ich bin fein Journalist", schreibt mein Freund weiter, ich vermag nicht passende Worte zu finden. Und doch müßten Worte gefunden werden, um an die menschlichen Herzen zu pochen, um an die Seele zu greifen. Hilfe tut not; und zwar so schnell als mur möglich. Augenblicklich!" Jch burchblättere die dem Briefe beigelegten verschiedenen Be richte. Es handelt sich dort um lebende Kinder; aber nur falte Zahlen erstehen vor meinen Augen. Sechs Millionen Kinder in ernster Lebensgefahr. Jm Krankenhaus wird 55 Kindern pro Tag 1% Liter Milch verabfolgt.... Die Sterblichkeit ist um 158 Proz. gestiegen. Miz Hobhouse schreibt:„ Die Kinder find zu schwach, um zu schreien. Kinder, die niemals lächeln".... Wie der Vorwärts" mitteilt, haben sich die bürgerlichen Bar teien ganz umsonst prostituiert, denn das Verfahren gegen Schulz ist inzwischen eingestellt worden, weil die Beschuldigung gegen ihn fich als ganz haltlos erwiesen hat. Für uns ist der Fall aus einem anderen Grunde bemerkenswert. Als zu Beginn der Reichstags- Tagung um die Genehmi gung zur Strafverfolgung des deutschnationalen Abgeordneten van den Kerkhoff wegen Steuerhinterziehung nachgesucht wurde, da tamen den bürgerlichen Parteien solche moralischen Bedenken nicht. Sie versagten die Genehmigung zur Strafverfolgung, so daß dieser Serr noch heute mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung belastet ist. Die mozalischen Bedenken der bürgerlichen Abgeord neten stellen sich anscheinend nur ein, menn es sich um Sozia listen handelt. Doppelte Moral! 3ch blättere, blättere, blättere... Die Zahlen und Buchs ftaben verfließen, verschwimmen vor meinen Augen. Mes halb i es lo falt? Meine Gebanten scheinen wie erstarrt, . es will mir nicht gelingen, Worte glutvollen lehens zu finden, um die versteinerten Herzen der Menschen zu erweichen.... Und doch suche, suche ich danach... Mein Gott, wie brennend qual voll ist doch mein Wunsch, diese glühenden Worte zu finden!... . Die naiven Kappisten Aus München wird amtlich gemeldet: Es fann mit voller Sicherheit behauptet werden, heißt es in der amtlichen Veröffentlichung, daß die Nachricht von dem Unternehmen Rapps die Münchener militärbe hörden und die leitenden bayrischen Staats tellen völlig überrascht hat. Dafür, daß auf irgend stürzen oder gar die Staatsform mit Gewalt zu ändern, hat bie einer Seite die Absicht bestand, die Regierung gewaltsam Untersuchung nicht den geringsten Anhaltspunti et geben. Der Staatsanwalt hat deshalb gegen sämtliche Beteiligte das Verfahren eingeftelt." bet Der Staatsanwalt hat diesmal wirklich die objektive Wahr tappistische Regierung. Der Ministerpräsident v. Kahr, helt festgestellt. In Bayern gibt es seit dem 18. März teine Bolizeipräsident Böhner, der militärische Befehlshaber a m3h1, das alles find gar feine Monarchisten, sondern einge fleischte Räteleute und Forstrat Escherich ist Kommandant Deffentlichkeit über die bayrischen Zustände gröblichst irregeführt. ber Roten Armee. Ein ganzes halbes Jahr hindurch wurde die Der Münchener Staatsanwalt hat nun endlich die volle Wahrheit ans Licht gebracht. Dant sei ihm für dieses ruhmvolle Wert! Der Wahltermin für Preußen Bon amtlicher Seite erfährt die Dena": Das Breußise Staatsministerium hat dem Aeltestenausschuß der Landes versammlung auf eine diesbezügliche Anfrage mitgeteilt, daß es unter der Vorauslegung, daß das Wahlgefes noch in det Rästen Woche verabschiedet werde, der Festsehung der Neuwah len auf ben 20. Februar zustimme. Nach der bisherigen Sach lage ist anzunehmen, daß diesmal noch nicht nach der vom Mi nifter des Innern geplanten neuen Wahlfreiseinteilung mi Kreiswahlvorschlägen und Verbandswahlvorschlägen gewählt wird, sondern ungefähr auf der Grundlage der alten Wahl fzeiseinteilung vom 6. Juni, es sei denn, daß das Plenum der Landesversammlung einen anderen Standpunkt einnehme, Gelbe Bekenntnisse ge Fr du me ich mi ha Ge wie Star das fett Br ez bad Are bei nis Die Fü Gei leh wi Sch abg bod The ti деб grü das I ber Ma bis 031 beri Gru mus Bef Thon erre thre bar cher lozic eine Ma Fial Br babe Seit Sonnabend tagt in Berlin die Delegiertenversammlung des Gewerkschaftsringes, der aus den Gesamtverband de | Sirsch- Dunderschen Gewerkschaften, dem Allgemeinen Eisenbahnen Verband und dem Gewerkschaftsbund der Angestellten gebilde wird. Hohe Würdenträger find anwesend. Aus den Beratunge ift ermähnenswert das Referat des Verbandsdirektors Schnei der Leipzig, des Führers des Gewerkschaftsbundes der Angestel ten, über die Betriebstäte. In den Leitsägen, bi Schneider dem Rongreß vorlegte, wird ausgesprochen: Die Münchener Post" veröffentlichte im April unter der Ueberschrift Dokumente ber Gegenrevolution" eine Anzahl Schriftstücke, aus denen sie eine Verswörung in Bayern feststellen zu fönnen glaubte. Diese Dotumente und die Borgänge in München am 18. März 1920 und den folgenden Tagen haben den Gegenstand eines von der Staatsanwalts schaft München 1 durchgeführten Ermittelungsvers fahrens gebildet. In diesem Verfahren wurden im ganzen 117 Berfonen vernommen, und fünf Saussuchungen abgehalten. Das Verfahren ist nunmehr abgeschlossen. Sinsichtlich der Vorgänge am 13. März und den folgenden Tagen ergab die Untersuchung mit voller Bestimmtheit, daß in jenen Tagen niemand in München hochverräterische Beziehungen zu Rapp hatte, daß niemand in München das Unternehmen Kapps begünstigte, baj auch niemand ein einem hochverräterischen Vorbereitungsputich ähnliches Unternehmen in München ins Werk zu sehen vezjate. 3n den Etraßen einer voltsbelebten Stabt hieht man felettartig abgemagerte Kinder. Fezzen und Lumpen bebeden bie Körper. Man glaubt, fleine Greise zu sehen; nirgends Sorglosig feit und Freude auf den Gefichtern. Sie hungern, fie leiden, unb es fehlt ihnen die Kraft, um Hilfe zu flehen. Nur stumme Klage In ihren Augen, und die Leute gehen an ihnen sarbet, gehen hin und her.... Siehst du, Onielchen, bie tonnen bich auch nicht anlachen." Immer dasselbe Bild. Wir gehen weiter, immer weiter. Bon Saus zu Haus, von Land zu Land. Stets nach Kinderlächeln und glüdlichem Lachen suechnd. Aber überall begegnen wir leidenden Kindern, rachitischen, tuberkulösen, tranten Kindern, mit aufgedunsenen Leibern, abgemagerten, erschöpften Körpern. Zuweilen vernehmen wir Stöhnen, Wimmern, Weinen; bittere Tränen fließen... aber nirgends weder Lachen noch ein Lächeln. Boller Berzweiflung ringe ich die Hände und frage den Simmel: Sergott, in was foll bie Erbe sich verwandeln, ohne Kinderfachen, ohne findliches Lächeln?" Laßt es nicht zu, daß Kinderlachen und Lächeln vom Antlig der Erde verschwinden. Bittor Banin. Mittags- Veranstaltung im Staatstheater. Die fleinbürgerliche Die Betriebsräte find Organe der Demokratisierung der triebe und nicht Organe der Sozialisierung. Die Räte dürfen nur ausführenbe Organe ber Gemertschaften sein. Grundsägli Gegensäge zwischen tirbeitnehmern und Arbeitgebern bestehe nicht. Ueber Annahme oder Ablehnung von Aufträgen, über Einkauf von Waren, Anschaffung neuer Maschinen tann ni burch Abstimmung entschieden werden. Die bisherigen Erfa rungen beim Betriebsrätegese zeigen, daß der einseiti Betriebsrat unfruchtbar bleibt, weil er in Wi Schaftsfragen mitwirken soll." Inwiefern Betriebsräte Organe der Sozialisierung sein tönne darüber mit Herrn Schneider zu streiten, erscheint uns unfruchtba Uns intereffiert aus den Leitsägen vor allem der Sag, daß grun fäßliche Gegenfäße zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern na Ansicht des Herrn Schneider nicht bestehen. Gelten hat die Häuptling der gelben Angestellten fein Gesicht so offen gezeig Ferner ist bezeichnend, daß der Mann den einseitigen" triebsrat für unfruchtbar erklärt. no will Herr Schneider au ben Betriebsrat paritätisch machen. Woran man einm sehen tann, wohin der Fimmel der Parität, wenn man ihn fram haft überall anwendet, führen kann, und zweitens wird erkennba wes Geistes Knaben jene Betriebsräte sein werden, die hint Herrn Schneider stehen. Und mit ihnen gemeinsam wollte felige Betriebsrätezentrale in der Münzstraße ihren Klasentam führen. Wer vermag ba ernst zu bleiben. uns mus I gedu Bir bez tonn Biali ben unb Det aud Frie ber Jein. bem und D mad Gini Boltoabstimmung in Wilna. Bei der Boltsabstimmung Wilna soll ein internationales Truppenfontingent für das naer Gebiet die Ueberwachung führen. Das Kontingent soll ein belgische Kompagnie mit einer Maschinengewehrabteilung, je a englische, spanische und französische Kompagnien mit je einer schinengewehrabteilung und außerdem noch nicht festgelegte dan sche, holländische, norwegische und schwedische Kontingente u fallen. Den Befehl führt Oberft Charbigny. tischen liegen, im Vortragen von Fabeln, Legenden; er ist ein g Scheiter, zurückhaltender Bermittler. Warmer Beifall. Stn. In einem Vortrag Bolschewit und Gentleme Sprach der Schriftsteller Robert Müller über West- und europäer. Die westliche Kultur, die ihren Höhepunkt überschritte hat, war auf die geistige Tat des Einzelmenschen eingestellt, neue Kultur fönne nur in Berbindung mit Osteuropa geschaffen werden und müsse eine Kultur der Gemeinschaft sein. Mülle ficht die Möglichkeiten der neuen Kultur im Bolschewismus unb hat über dieses Thema im Verlag Erich Reiß auch eine etwas parador und fotett flingende Schrift( Bolschewit und Gentle man") erscheinen lassen. Die Geneßenfjeft Deutscher Bühnenangehöriger beruft eint Bildungsarbeit des vorigen Winters wird an den Sonntagoor- außerordentliche Vertreterversammlung auf den 7. und 8. Dezember mittagen bedächtig und schwunglos in aller Gründlichkeit fortgesetzt. Man geht ohne große Erwartung hin, bekommt einige gute Sappen nüchtern serviert und geht wieder weg: um einiges Wissen bereichert, aber hat nichts erfahren, nichts erlebt. nichts erlitten. 3rgendwie wittert man bleierne Rirchenluft. Diesesmal werden die Bölker" vorgenommen, man beginnt mit den Deutschen, Hütet sich dies sei schon vermertt nach Berlin ein. Die Verhandlungen finden im Kaiferiaal de 3oologischen Gartens statt. Große Boltssper. Als nächste Opernvorstellung wird in bes Neuen Welt, Salenheide, am 1. Dezember 1920 Tiefland von Eugen d'Albert gegeben. Dirigent Leo Blech. - por nationalem At- fes Monats, nicht Richard III.", sondern die Journalisten" ge gent, läßt von S. Kienal einen etwas weitausholenden Einleitungsvortrag über das Wesen der Weltliteratur nach bürgerlichen Begriffen halten, und dann aute Stüde deutscher, klassischer Dichter vortragen, bringt die höchsten Snizen und rundet das ganze mit einem Quintett Beethovens cb, bas stille Seiterfeit perftrömt. Ile Schreiber las zaghaft mit herzlichem Bemühen und religiöser Innigteit vor. Ernst Legal las nur ab. Die Veranstaltungen scheinen sich eines besseren Besuches als im vorigen Jahre zu erfreuen. Man soll auf fie achten. Twardomski fonnte bereits zweimal noseffen bes Tobes" fprechen: erschütternbe Rovellen eines verstorbenen Dichters( Senm), der einen shakespearischen Griff in der Sprach gemalt hatte, ein Schlußtaniter aus der Novelle eines Herzensaufrechten Revolutionärs( L. Frant). Man gina aleichgültig hin und bewegt fort. man war binaerissen von einer blühenden, jungen Kraft, die ih hemmungstes mit allen Gliebern und Seelenfasern hinaab. Twarbswsti: außergewöhnlich begabt, sehr persönlich, Herrlich juna, ein alänzenber. freier Sprecher. Meich im Gefühl, cher prensentos von einer Sache erfüllt. Er trägt bie Borte nicht auf ber Runge, fondern schleudert sie aus seinem Innerften heraus. er ift fein nortragender Künstler, fondern eine lehenbine raft unb bithet Merfe anderer wie iarne nach. Fr met bas Refent einer Dihtung nicht nur hur bas enramene Mart, father bur febe eine Remene Rewanne Rithat. Mr YoRt Dim. tuneen no his in hier rgersvigen., Gr schafft eine wwnherher fornerfie life inhelt. Dann hörte men sex Les enter Träume und Gedanken". Gonz uninrisch. aber unendlich befheiben, rührend ftrebfam, fach lich und versunken. Die Stärte reiner Begabung wird im Dialetgeben. Don gabe Don Ro Be nale jebe leiti Sti eg bas gle Bro Bro Reu Re leta Fur Ste wir wer lebe Bin eric teil fähr gefe bief gera bari 207a BIT nun Im Leffing- Theater findet die Erstaufführung von Molière Komödie Amphitryon" in der Inszenierung von Bicto Barnowsky am Montag, den 6. Dezember, statt. Auf Im Wa halla- Theater gelangt am Mittwoch, den 1. Dezembe Lehars Operette Der Raftelbinder" neueinstudiert zur führung. Mis Wolf Bar Pfefferforn gastiert Alfred Läuter „ Das Klavier", von Ostar Bie, ein filz Musiker und Liebhabe war, ik in neuer Auflage bei Paul Cassirer, Berlin, erschienen bes Instruments wichtiges Buch, das fange Zeit nicht zu habes Behrftime. Zu einer Breensführung Sportfisher Lehrftime ber Ruffurable Tung hatte die Univerfam- Film-.- 6. am titmom, ben 24. November, mittags 8 Uhr, in ihrem Theater, Rammerlichtiplele, Potsdamer Plan größere Reihe von Intereflenten eingeladen. In Jeinem einleitenden Bort bemerkte Dr. Zirn von der Kulturabteilung der Ufa, daß es bisher wenig b friedigende Lehrfilme auf bem sportlichen Gebiete gäbe, da alle Bewegun Dorgänge bei den einzelnen sportlichen Uebungen fia fo shnell abspielten, der gewöhnliche Aufnahmeapparat bieje Bewegung zu erfassen nicht in der Lag wäre. Erst durch die Erfindung der Zeitlupe fei es möglich geworden, Fi zu Jhaffen, bie au perilich von Weri felen, meit hierburgh jeber einzelne in der Wirklichkeit meist Brilhnell abspielenbe Borgang fo verlanglamt wiebe gegeben werben tönne, bag h eine genaue nafnle besfelden ergehe unb Juttandelemmen ber Bewegungen sorttelih tubiert werden fönne. Dabur erhielten alle biefe Filme erft Lehrwert und gleichzeitig auch eine bebeaten Berbetraft für ber Spstt, bez heute für unjer oft eine Lebensnotwendigtell Vortrefflich illufiriert wurden biefe Ausführungen burch die nachfolgende 3unägt wurde ein umlaffender Lehrfilm über den Fubballped gazeigt, der in leger Gteberung nicht nut alle vorberettenbak Webungen fahrung. fabril behanbeffe, fondsen and ble Tentt and Taftit, legtere in Tri einungen, detansste. Beiter folgten dann leichtathlete Bebritime Safarung, Weitiprung, Sout, Speesworfen, Distuswurf, Kugelboken, bel bene man feben, aud) ben einen Fehler in der Ausführung mit Deuttigfelt wa nehmer Lonnte. Der Leatamet bieler& time wurbe baburch erhöht, da feb Film und ein Film: Die Schwimmfunk im Dienste ber Rächstenliebe Bilde mal aud bie fallen Griffe und Bewegungen geneigt bex Sahluß bet Borführung. murban, Gin Rediu Dem fa Sto abe bar Ser ent ts. genb bie er Ligte ahr eine bet I A nge Dant die ührt. heit ide des Bes ber wal Sady Mt mit ählt 51 enum Tung be hner ilbet ngen Zei ftet bi Be irfen lidhe teher Liber nid Erfa tige Wirt nnen that runb Dieje Beig aus Enme amp nba Sinte e bit Camp g GE ein Ma Däni En g ritten t, bit affen Cülle etwas entle eint ember I des ber and Eine Engels- Feler Die Arbeiter- Bildungsschule der U. G. P. D. hatte die geftrigen proletarischen Feierstunden bem Andenten Friedrich Engels' gewidmet, dessen Geburtstag am gleichen Tage zum 100. Male wiedergefehrt war. Die Feier erhielt durch die fünstlerischen Darbietungen einen würdigen Rahmen und durch die Wiederholung der Tollerschen Dichtung Tag des Proletariats" einen gewaltigen und erhebenden Abschluß. Die Gedenfrede hielt Genosse Rudolf Breits scheid, der etwa folgendes ausführte: Wenn wir auch teinen Personentultus treiben wollen, fo müssen wir doch derer gebenfen, die unserer Arbeit den Weg bereitet haben, zu ihnen gehört Friedrich Engels. Sein Bild ist in das Gedächtnis des Broletariats freilich nicht so scharf eingegraben, wie das mancher anderer unserer Borfämpfer. Friedrich Engels stand im Schatten eines noch Größeren, von Karl Mart. Aber das war gerade eine seiner edelsten Seiten, daß er sich persönlich felbft aufgeben konnte, um der Sache willen, die die Sache des Proletariats war. Aber er war doch mehr als Handlanger, er war Mitarbeiter und Miterzeuger dessen, was Karl Mart bachte und lehrte. Friedrich Engels ftammt aus bürgerlichen Kreisen. Er tam zum Sozialismus, zur Sache der leidenden Arbeiterschaft nicht aus Klassenbewußtsein, sondern aus der Erfennt nis heraus. Wie Karl Marx, so ist auch Friedrich Engels durch bie Schule der deutschen Philosophie gegangen. Beide haben zu Fügen Segels gefessen, dessen Lehre eine so große Rolle in der Geisteswissenschaft und in der Politit gespielt hat. Was Segel lehrte, das schien das reaktionäre preußische Regierungssystem wissenschaftlich begründen zu sollen. Aber gerade aus seiner Schule sind diejenigen erwachsen, die diesem System die Wurzeln abgraben sollten. Segel bekannte sich zur Entwicklungslehre, boch erklärte er das Werden noch aus dem Denken. Karl Mart tellte nach dem bekannten Ausspruch diese Lehre vom Kopf auf die timme, wie aus der wirtschaftlichen Entwidlung erst die been. ike, er zeigte, wie das Werben erit bas Sein be. geboren werden. So wurde der historische Materialismus begründet, so fonnte das Wissensgebäude fundamentiert werden, das das Proletariat zu seinem Befreiungskampf braucht. In gemeinsamer Arbeit haben Friedrich Engels und Karl Mart der Arbeiterklasse die Waffen geschmiedet. Vom Kommunistischen Manifest an, dem ersten Fanfarenstoß gegen die bürgerliche Welt, bis Wissenschaft, haben die Beiden immer zusammen gearbeitet. Gie berkündeten die Notwendigkeit der sozialen Revolution von der Grundlage des wissenschaftlichen Sozialismus aus. Der Sozialismus als die Lehre von der Gleichheit aller Menschen und ihre Befreiung vom Joche der Unterdrückung und Verstlavung war erreichen wir dieses Ideal? Die einen bauten fich Utopien in threr Studierstube und warteten auf das Kommen des Wunderbaren. Andere glaubten, ber Sozialismus werde über die Mens Jhen fommen, wie der Dieb in der Nacht. Sie stellten sich die loziale Revolution ähnlich vor wie eine politische Revolution, als eine Rebellion einzelner fühner und entschlossener Leute. Karl Marr und Friedrich Engels haben dagegen gezeigt, daß der So zialismus nicht das Ergebnis eines Aufstandes, sondern nur das Produkt einer Entwidlung sein fönne. Sie schalteten babei den revolutionären Willen feineswegs aus, aber sie lehrten uns, daß die Voraussetzung für die Verwirklichung des Sozialis mus der Reisegrad der Wirtschaftsweise let. unb In Uebergangszeiten gibt es immer Kreise, die durch ihre Ungeduld die Lehren der Wissenschaft verachten zu fönnen glauben. Bir aber wollen unsere Meister nicht vergessen, die die Schüte er Wissenschaft für das Proletariat gehoben haben. Deshalb Tonnen wir die Revolution auch nicht so verstehen, dah ber So ialismus uns von selbst zufällt, sondern er muß aufgebaut wer nach den Grundsätzen, die die Wissenschaft uns gibt. Kunst Wissenschaft gehören in die Rüftkammern des Broletariats, Sozialismus ist nicht nur eine Magenfrage, fondern eine Menschheitsfrage Das müssen wir erkennen, danach müssen wir auch handeln. Dann erst wird sich das Wort erfüllen, das Friedrich Engels in seiner Jugendzeit gesprochen hat:„ Der Tag großen Entscheidung naht heran, und der Sieg muß unser Die Ausführungen des Genofen Breitscheid wurden von bem vollbesetzten Haufe mit starfer Anteilnahme verfolgt und mit lebhaftem Betfall begleitet. ber Jein. Berbände bel des Betriebswahlen im Ruhrrevier nur 3,07 Brezent effer Cige erobern fonnten. Das ist tein Zufallsergebnis. Bei den ebenfalls geheimen Wahlen zur Arbeitstammer er= hielt der G. D. A. überhaupt feinen Sig. Demnach hätten diese Leute flüger getan, zu schweigen. Die technischen Grubenbeamten für die Bollsozialisierung des Bergbaues Am 21. November 1920 fand in Berlin ein Bergbeamtentag bes Bundes der technischen Angestellten und Beamten statt. Aus Jämtlichen Bergrevieren Deutschlands( auch aus dem besetzten Gebiet) waren Vertreter erschienen. Neben der Erledigung organisatorischer Fragen beschäftigte sich die Tagung eingehend mit der Sozialisierung des Bergbaues. Nachstehende Resolution wurde einstimmig angenommen: „ Der am 21. November 1920 in Berlin stattfindende Bergmannstag des Bundes der technischen Angestellten und Bes amten erklärt, daß in der Frage der Sozialisierung des Bergs baues der Reben jeht genug gehalten find, es muß endlich in die Durchführung der Sozialisierung eingetreten werden. Jede Berwässerung des Sezialisierungsgedankens heißt, den Grundgebanten der Sozialisierung aufgeben; daher sind alle Vers mittlungsvorschläge abzulehnen. Der Bergbeamtentag vers langt von der Reichsregierung, daß ein Gelegentwurf, ent halfend Lie Bolsozialisierung des Bergbanes, sofort eingebracht wird." Die Stellung dieses Bergbeamtentages ist von größter Bedeutung, da im Bund der technischen Angestellten und Beamten die weitaus größte Zahl der technischen Bergbau- Angestellten organisiert ist. Urwahlen im Metallarbeiterverband In der am Sonntag stattgefundenen Generalversammlung der Berliner Metallarbeiter stellten sämtliche Mitglieder der engeren Verwaltung ihre Mandate zur Verfügung. Die Generalversamm lung beschloß darauf, Neuwahlen durch Urwahl vornehmen au laffen, die am Sonnabend, den 18., Sonntag den 19., und Montag, den 20. Dezember, stattfinden werden. Bei die= sen Wahlen wird es sich entscheiden, ob die Richtung Rusch( Kommunist) oder Zista( u. S. B.) die Berwaltungsgeschäfte der Berliner Berwaltungsstelle des Deutschen Metallarbeiterverbandes führen soll.( Den Bericht bringen wir in der nächsten Ausgabe.) Die Sozialisierung in Chile. Einer Amsterdamer Blättermeldung zufolge herrscht unter den chilenischen Bergarbeitern, die die Euzialisierung der Bergwerke fordern, große Erregung. Zwischen Arbeitern und der bewaffneten Macht tam es zu schweren Zujammenstoßen. Groß- Berlin Die geistige Not die unserem Bolle droht, wird von der Masse in ihrer ganzen Größe bis jetzt noch nicht empfunden. Von den wirtschaftlichen Swierigkeiten ist unsez Denten und Reden verständlicherweise erfüllt; mit der drohenden oder bereits vorhandenen geistigen Not beschäftigen sich fürs erste nut die, die an der Förderung des geistigen Lebens zunächst und unmittelbar beteiligt sind. Unsere geiftigen Lebens zunächst und unmittelbar beteiligt sind. Unsere Hochschulen flagen, daß die gewaltige Teuerung den Betrieb der Forschung, sofern sie auf die Arbeit an Apparaten usw. angewiefen ift, jo gut wie unmöglich macht. Die Kosten für die Herstellung wissenschaftlicher Veröffentlichungen find so gestiegen, daß die Ausgabe solcher Bücher heute für jeden Berleger eine gewagte Sache ist; der Kreis der Käufer geht mehr und mehr zurück. Die deutsche Wissenschaft, die mit den Ergebnissen ihrer Forschung eine führende Stellung in der Welt einnahm, ist tatsächlich in Gefahr. Die mitten brin. Ein Echreibheft, das früher für 10 Big. zu haben Schule der breiten Massen des Boltes stedt in dieser Gefahr beretts war, loftet heute 1,50 M. und mehr; für eine Stahlfeder müssen 15 bis 60 Pig. ausgegeben werden; das Lesebuch erfordert eine Ausgabe von 10 bis 25 9. An die Preise für Schulatlanten, für die Lehrmittel im Zeichnen und in den weiblichen Handarbeiten fei nur erinnert. Viele Eltern sind selbst beim besten Willen nicht in der Lage, ihren Kindern zu laufen, was die Schule an Lern mitteln fordert, und Länder und Gemeinden wagen sich bei dieser Lage der Dinge erst recht nicht an die Durchführung der in der Reichsverfassung ausgesprochenen unentgeltlichkeit der Lernmittel in Bolts- und Fortbildungsschulen. Der geordnete Schulbetrieb tommt so nach und nach tatsächlich in Gefahr; in den Klassen Der Tag des Proletariats", die Dichtung von Toller, machte auch bei ihrer zweiten Aufführung einen überaus starten Cindrud. Der aus der Arbeiterschaft gebildete Spredor, bon Margarete Wellhoener geleitet, war mit voller Sin gabe bei der Sache. Die beiden Einzelstimmen wurden diesmal von Hans Feliz und Margarete We11hoener gesprochen. Konrad Lome begleitete die Dichtung auf der Orgel, ber nale. Es wäre zu wünschen, daß die bürgerliche Angewohnheit, jeben einzelnen Künstler mit Beifallstlatschen zu entlassen, be eitigt werde. Wenn den Zuhörern notwendig erscheint, ihre mehrt sich die Zahl der Schüler, die sich im Unterricht mit dem Stimmung zum Ausdruck zu bringen, so fönnte das ganz gut, wie bas Ende der Aufführungen verschoben werden. Aus der Hölle des Proletariats Buche ihres Nachbarn behelfen müssen. Die Arbeit des Lehrers Stößt auf Schwierigkeiten, die für ihn in diesem Umfange sonst nicht vorhanden waren, und der Erfolg des Unterrichts muß leiden, wenn nicht alle Kinder der Klasse selbst die notwendigen Lernmittel haben. Das geistige Leben im Boite ist in seinem ganzen Umfange bedroht, ist langsam aber sicher der Verfümmerung ausBildungskommiffion Berlin- Brandenburg. Mittwoch, bent 1. Dezember, abends 7 Uhr, Konferenz in der Aula des Kölnischen Gymnasiums, Inselstraße. Da die Tagesordnung eine besonders wichtige ist, wird zahlreicher Besuch sämtlicher Bildungskom missionsmitglieder erwartet. Arbeiter- Bildungsschule U. S. B. Während die Kriegs und Revolutionsgewinnler im Lande gesetzt, wenn es nicht gelingt, die maßlofe Verteuerung des ges hlemmen und ein üppiges Leben führen, als je vorher, sinkt das samten Lernmittelbedarfs auf ein erträgliches Maß zurückzuführen. Proletariat in immer furchtbareres Elend hinab. Wie tief das Broletariat bereits gejunfen ist, eigen mehrere Bilder in der neuen Nummer der Freien Welt", die der Bazifist Harry Graf Regler während seiner Untersuchungen über die Lage des Bro letariers in Berliner Arbeitervierteln aufgenommen hat. Das furchtbarste an diesen Dotumerten ist die Tatsache, daß hier nicht Sie Not von Arbeitslosen, sondern die Not von Familien geschildert wird, die von früh bis späi sausten und deren Ernährer nicht erwerbslos find. Wie soll aber eine Familie von 11 Mitgliedern leben fönnen, wenn fie nur 1000 W Monatsverdienft hat? Die Bilder der Kinder, die in der Freien Welt" gezeigt werden, find erschütternd. Manche Kinder fönnen das Haus nicht verlassen, meil fie feine Kleider und leine Wäsche haben. Achtfährige Kinder find 90 3entimeter hoch und haben eben erst laufen find auch in der Nacht zum Sonntag und zu heute wieder in den fernt. Sämtliche Kinderkrankheiten atallicten in jedem einzelnen bieser Körper. Die Wohnungen find feucht, dunkel und von Saus: sonders reiche Beute machten gewerbsmäßige Geldschranfinader, geräten ist nur noch ein Rest vorhanden. Täuschen wir uns nicht barüber hinweg, das Elend wird noch viel größer, noch viel größere der Krausenstraße, heimsuchten. Die Berbrecher verschafften sich Massen werden zugrunde gehen. Sier fann feine Sammlung, feine gewaltsam Cingang in das Friseuraeschäft von Vogt in der Mildtätigkeit helfen, nur eine vollkommen neue sozialistische Ord. nung unserer Wirtschaft ist imftande, Abhilfe zu schaffen. ble " ge ezes ctat ember Auf Бабен aben enen rable MAG ein Sortra ig gung Sozialisierungsgegner Die Deutsche Bergwerfs- Zeitung" veröffentlicht am 19. NoDember folgende Notiz: ba Page Dieber Dabuta ien elt fel pod 2314 ritime bene wal Ertelenz. Bochum, 16. November. In einer Delegiertenver Technische Bergbauangestellte für den Vorschlag Bedmanns Jammlung der Reichsfachgruppe Bergbau im Gewert. schaftsbuub deutscher Angestellter stellten sich der Bortrag des Leiters ber technischen Fachgruppe im C. D. A. Bergingenieurs Fromholz- Berlin, und bie rege Aussprache einCelelong. 6. Diftritt. Abteilungsführer, heute Abend Material abholen bei Gallas. Dienstag, abends 7 Uhr, Generalversammlung, Königsbant, Gr. Frankfurter Str. 116. Bortrag des Genossen Rabold. Großer Juweleneinbruch. Geschäfts- und Wohnungseinbrüche verschiedensten Stadtvierteln in großer Zahl verübt worden. Bedie den Uhrmacher Bergner in der Charlottenstr. 71, an der Ede Krausenstraße, das an den Laden des Uhrmachers stößt. Sie durchbrachen hier eine Wand und gelangten so an die Rückwand eines Geldschrankes Bergners, in den dieser seine gesamten Uhren und Juwelen aufbewahrt. Die Einbrecher Inadten das Geldspind und Stahlen den gesamten Inhalt, zufammen für 400 000 9. goldene, Filberne und Tula- Herren- und Damenuhren, Uhren- Armbänder. Gassergiftung Don Mutter und Kind. Mit ihrem drei Jahre alten Söhnchen Sorft freiwillig in den Tob gegangen ist gestern bie 27 Jahre alte Ehefrau Frida Sempel aus der Rigaer Str. 106. Sie wurde von ihrem Ehemann mit dem Kinde in der mit Gas angefüllten Küche tot auf dem Fußboden liegend aufgefunden. Der Hahn des Gastochers war geöffnet. Ein Nervenleiden der Frau und epileptische Krampfanfälle des findes hatten die Mut ter zu dem Verzweiflungsschritt getrieben. mitig auf von Baden des Gegiatierungsvorlages Bedmann Danziger Strake ging es am Sonnabend Abend und auch am Der Berschlag Bedmann- Ertelenz wendet i In seiner letzten Ronsequenz gegen die Sozialisierung. Welcher Wert aber dem Beschluß der Tagung d. G. D. A. beigemessen ist, geht geftrigen Sonntag wieber lebhaft zu. Diesmal ging es von bac Station 1 aus, in der ungefähr 200 geschlechtsfrante, unter Sitten fontrolle stehende Mädchen zwangsweise untergebracht sind. Die Atanten, die sich gegen diese Absonderung träuben, verübten nun am Sonnabend Abend und Sonntag, aufgehezt durch ihren männbaraus hervor, daß sämtliche im G. D. A. zusammengeschlossenen lichen Anhang, wüste Ausschreitungen. Sie begannen großen Lärm zu fchlagen und zu toben, schlugen die Fensterscheiben ents zwei, zerrissen ihre Bettlager und warfen sie zum Fenster hinaus. Bei lebendigem Reibe verbrannt und erstidt ist in der Etalizer Straße 70a der Tischler Franz Sch. Er wurde in der Nacht zum Sonntag gegen Mitternacht in seinem Bette tot aufgefunden. In dem Schlafzimmer brannten Betten und ein Sofa. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. In der Nenen Grinstraße 17 war der verheiratete Fahrstuhlführer Josef Maletalofsti verunglüdt. Die Feuerwehr holte die Leiche aus dem Fahrstuhl heraus und schaffte sie ebenfalls nach dem Schauhaufe. Zeugen gesucht. Am Sonnabend, den 16. Mai 1920, wurde ber Friseurgehilfe Alfred Dubat, Berlin, Eulerstr. 17/18, vor dem Geschäftslotal des Friseurs Stummer, Berlin NO., Wahmann Angabe des betr. Herrn Stummer, Dubai sei in das Geschäfts ftraße 16, von der grünen Sicherheitspolizet verhaftet unter der Total eingedrungen und hätte fich renitent benommen. Der Kol Tege Gubat bittet die damals anwesenden Kollegen, welche sich gleich nach dem Vorfall bei ihm meldeten, erneut ihre Adressen im Berbandsbureau, Engefufer 15, III, oder bei Herrn Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Berlin NW, Turmstraße 4, abzugeben. Auch Baffanten oder Anwohner, welche den Vorgang am Sonntagvor mittag beobachteten und barüber Zeugnis ablegen können, werden gebeten, gleichfalls bie Adressen an die angegebenen Stellen abzuliefern. Boraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Diens tag. Bielfach neblig, lonft troden und zeitweise heiter, nachts ziemlich strenger, am Tage gelinder Frost bei östlichen Winden. Gewerkschaftliches Generalversammlung der Transportarbeiter Am Freitag, den 26. November, fand eine außerordentliche Generalversammlung der Delegierten des DeutIchen Transportarbeiter- Berbandes, Bezirksverwaltung GroßBerlin, in den Andreas- Festsälen statt. Zum Punkt 1 der Tagesordnung stand ein von JIImer begründeter Antrag, der sich gegen die Schreibart des Couriers" wandte, zur Debatte. Dieser Antrag wurde abgelehnt, dafür folgende, durch Lucam eingebrachte und begründete Resolution einstimmig angenommen: Die ständige Verschärfung der Klassengegenfäße, mie fie fich in den stetig steigernden Kämpfen zwischen Kapital und Arbeit auswirft, macht es notwendig, nochmals unseren ablehnenden Standpunkt gegeenüber, den Arbeitsgemeinschaften zum Ausdruck zu bringen. Als Gewerkschaftler müssen wir, gewarnt durch die Zerrissenheit der politischen Parteien, jede opportunistische Taktik ablehnen, um das Proletariat in den Gewerkschaften für die fom menden revolutionären Kämpfe aftions- und Regesfähig zu erhalten, getreu bem Rufe: » Proletarier aller Länder vereinigt Euch!" Uebergehend zum Punkt 2 der Tagesordnung erläuterte ber Bevollmächtigte Ortmann den Stand der Kassenverhältnisse und die Ausgaben für Streits im 3. Quartal. Dieselben betragen 352 944 m. für die Hauptkaffe, für die Ortstaffe 103 257 M., zusammen 456 201 M. Für Krankheit- und Erwerbsfofenunterstügung Find 117 Prozent mehr als im 2. Quartal verausgabt worden. Soweit geführte Streifs in Betracht tommen, erstreden sich dieselben im Verkehrsgewerbe gegen Behörden und Magistrate, da lettere den Grundfaz pertraten, wegen Unrentabilität die Betriebe Stillzulegen bzw. au fchließen. Einen Abbau der Unterstügungssäge( Kranten- und Erwerbslosen) vorzunehmen, erscheine den Zeitverhältnissen nicht angebracht. Um die Kassenverhältnisse für die Zukunft einigermaßen fichere austellen, schlage die Verwaltung bzw. erweiterte Verwaltung vor, für eine generelle Regelung der Beiträge und Erhöhung des Ortse zuschlages um insgesamt 50 Prozent einzutreten. In der Diskussion erklärten alle Redner sich mit der generellen Regelung einverstanden, wünschten aber bei Erhöhung des Ortszufchlages die Berüdsichtigung einzelner Seftionen. Des weiteren wird gefordert, daß der Zentralvorstand mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln für einen Abbau der Lebensmittelpreise einzutreten habe. 3wei Anträge fanden Annahme: 1. Die generelle Regelung der Beiträge. 2. Für 1. Klasse 4 M., 2. Staffe 3,50 M., 3. Klasse 2,50 M. und 4. Klasse 1 M. zu erheben. Bergarbeiterstreik im Oberlausiter Revier Jm Oberlausther Kohlenrevier steht ein allgemeiner Streit der Bergarbeiter bevor. Sie verlangen eine gleichmäßige Bezahlung auf allen Gruben des gesamten Reviers. Die Grubenverwaltungen stehen diesen Forderungen a ba lehnend gegenüber. Kündigung ber Gehaltssäge der Angestellten der Berliner Me tallindustrie. Seit Aufhebung der Zwangswirtschaft für Fleisch ujw. Find die Breise dez wichtigsten Lebensmittel berart in bie Höhe gegangen, daß die jetzigen Gehaltssäge nimt einmal zur Be Streitung des Lebensunterhaltes ausreichen. In einer gut be Jucten Betriebsverfaminlung der Siemens- Schudert- Werke 6. m. b. 5. und der Siemens u. Salste A.- G.- Berwaltungsgebäude nahmen die Angestellten hierzu Stellung und gelangte eine Refolution zur einstimmigen Annahme, in der die Kündigung bes Gehaltstarifes seitens der Organisationen gefordert wird. In der Resolution heißt es weiter: Damit nun die tariflich bezahlten Angestellten zum bevorstehenden Weihnachtsfeft nicht völlig mittellos dastehen, werden die Arbeitnehmerorganisationen beauftragt, für die zurückliegende Zeit, in der die Tarifgehälter bei weitem nicht das Eristenaminimum erreichten, eine Nachzahlung zu fors dern, die noch vor dem Fest zur Auszahlung gelangen müßte. Aus den Organisationen 1. Diftritt. Erweiterte Bertandehung am Dienstag, den 30. November, abends 7 hr. bei Emeitarbt, te Jefobftr. 23-24, her enaere Vorstand um 6½ Uhr. 2. Diltrist. Dienstag, abends 7 Uhz, difentliche Bersammlung im Nationalhof, Blowstraße 37. Vortrag der Reichstagsabgeordneten Genoffin Mathilde Wurm über Ernährungsfragen. Montag abend Vorstandsfigung bei Mausold, Kulmo traße 20a. 3. Dikrift. Kinderschuh- und Frauenarbeitstommiffions Sigung, Dienstag, 8 Uhr, bei Hermantus. rnbiftr. 28, t. 4. 6. Dikrift. Dienstag, abends 7 Uhr, Königsbant, Große Frankfurter Str. 116, Generalversammlung. Bortrag des Genossen Rabold. 7. Sikrift. 6. Atteilung. Mittwoch, 1. Dezember, abends 7 Uhr, Sigung fami ficher Kommiffionen bei toblenz, Bozhagener Str. 17. Auch die Bezirksführer mäen unbedingt onwefend fein. 10. Dikrift. münder Str. 14. Bildungskommission. Seute, 7 Uhr, bei Soffmann, Swine 14. Dikritt. Frauenfefeabend, beute, 7% Uhr, bei Kaiser, Gozlowskifte. 34. Referent: Genoffe Beuner über Fürsorgewefen. Gäfte willkommen. 14. Diftritt. Mittwoch, 7 Uhr. Distrikts Generalversammlung in der Schulaula Bochumer Str. 86. Mitgliedsbuch legitimtert. Bezirtsführer werden ersucht, einguloben. replew- Baumschulenweg. Montag, 29. November, abends 7 Uhr, findet für befde Ortsteile ein gemeinsamer Lefeabend im Lotal Gerhard, Baumschulenweg, Baumschulenstr. 6, statt. Vereinskalender Graph. Gewerbe. Dienstag, 30. November, abends 7 Uhr, Unionsbrauerei ( Hafenheide), Mersammlung sämtlicher Berufskollegen und Kolleginnen. Tagesorbnung: Bericht des Kollegen Czerns über seine Studienreise in Rußland. Soziale Broderierjugent, Ortsgruppe Treptow. Seute, abends 348 Uhr, im alten Seim Lieberabend". Geite erwünscht. Instrumente mitbringen. Die Wereinsnbende finden jest jeden Monteg ftait. Kjeres im Heim, Wilbenbruchfit. 56( Mädchenschule). Lebensmittelkalender Juderanmeldung in Statenberg. is$ 0. Stensmber fub auf mitt 824 36, und die Humelbungen für den Juderbaqug ir bie Zeit ve Bis 90, Rovember in den Geftan zu erfabigan. Verantwortlich für die Reboition: Emil Rabolb, Berlin. Bet antwortlich für den Inseratenteil: 2 admin Romeriner Karlshort. Verlagsgenolienidbait Freiheit" e 6 m 6. 5, Berlin. Drud betreibelt Druderef 6. m. 6. 5., Berlin C.2. Breite Straße 80. KON LINON Eine besondere WeihnachtsFreude! Theater und Bergnügungen Volksbühne Leffing Theater 7 Nach Dewaskus I. n. Tell Direkt: icter Garnowsky Broletarilmes Theater Riems Festfäle Hafenheibe 13 Sonntag, b. 5. Des., abbs. 8. Prinz Hagen von 21. Ginelaer. Staatstheater. Opernhaus 8 Uhr: Carmen Scanfpielhaus ( außer Abonnement) Uhr: Beer Gynt Neues Volkstheater Röventcher Str. 68. Berties v. Tyras Theater. b. Königgräger Str. 8 Uhr: Rausch Prska, Abel, Riemann, Richard, Beldtkirch, Dernburg, Römer). Komödienhaus ub Ble Sache mit Lola mit Max Pallenberg Rosefine Dore. G., Ort Wagner, Biche, Saskel, Stiebe, Riper) Berliner Theater Allabendlich 7 Uhr: Die spanische Nachtigall Frizi Maffary Erik Wirl, Hans Waf MN, Cwmy Sturm, Dige Engl Beute bis Sonn ag 7, Uhr: Flamme ( Sorsch, Grdning. Klein- Rogge. Bröck!) montas, 6.12.: Bum 1. Male: Amphitryo Deutsch. Künfil.- Theater Ullabendlich 7, Uhr: Die Scheidungsrelje ( Max Adalbert, Trade Resterberg) Residenz Theater ☐ ( Bahnhof Jankowigbrücke, Untergrundbahnhof Klosterstr., Täglich: 8 U: Die Freundin Sonntag 4 U.: Die Freundin. Mittwoch, 1. Dezember, 7 Uhr: Erftant ührung: Lady Windermeres Fächer Trianon Theater $ Täglich 8 Uhr: Kammermusik ( Luf viel von Heinr. Wgenstein) Cari Clewing, Eugen Buro, O'ga Limburg, Hans Albers, A. Hartwig, L. Workmeister. Big. 4: Der Roman einer Frau. 3 8 Cajino Theater.8 Der Jehitritt einer Fran etg. 3%, U.: Der Hausdrache Nenes Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: Die Csikósbaroness Operette in brei Akten nach einem Motis Betöfis Box Brig Gränbaum. Rose- Theater Birektion: Rag Reinhardt. 7, Uhr: Heimat Deutsches Theater 7 Uhr: Der lebende Leichnam Kammerspiele u: Frühlings Erwachen Großes Schauspielhaus Karlstraße 8 Uhr: Jedermann ( 15. Abtellung II Abend) Ch. am Hollendorfplat 7: Wenn Liebe erwacht. Walhalla- Theater Sägl. 71 Stg. 3, u. 7 Uhr: Der schöne Wilhelm fic MASSARY Zigaretten Spezialitat: Zahn- Praxis Endter Nflg. Deutscher Metallarbeiter- Berband ohne Gaumenplatte Alvenslebenstraße 21, Hochbahnhof Bülowstraße Nur 2 fefte Preise Zähne 5 M. und 7,50 M. Schöne natürliche Farben und Formen mit echtem Kautschuk und schriftlicher Garantie. 3 Goldkronen: Brücken:: Stiftzähne. Gaumentofer Zahnersat. Mundunterfuchung gratis. Keine Luruspretfe. Sprechstunden wochentags 9-12, 2-6 Uhr. Romane für das arbeitende Volk Der Züllinger Krötenteich und seine Zucht Ctne bürgerliche Liebesgefchichte Von Conrad Loele Gebunden 8.-. mit Illuftra ionen Bon Corrad Loele Braschiert 7 m. Bu beziehen durch die Der Weg zum Haß Eine Geschichte von der Not Von Conrad Loele Gebunden 11.-. 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Dezember 1920, abends 5 Uhr Branchenversammlung der Schraubendreher, Automateneinrich er, so wie aller in Echraubenbetrieben Beschäftigten in der Aula des Sophienstygeums, Weinmeisterftraße 16-1 Tagesordnung: 1. Das Ergebnis der letzten Berhandlungen über die Lohn rhöhung in der Metallinduftrie. Berbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. 2. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Betriebe Archimedes, Groß& Graf, Lostfe Mir& Geneft, Schwarzkopf& Mehlich find hiermit besonders eingeladen. Mittwoch, den 1. Dezember 1920, abends 5 Uhr Branchenversammlung der Graveure und Bijeleure im Märktschen Hof, Admiralstraße 18c. Tagesordnung: 1. Bericht von der Reichstarifverhandlung. 2. Diskuffien 3. Branchenangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Um Mittwoch, den 1. Dezember 1920, abends 6 Uhr Branchenversammlung im der Rohrieger und Helfer Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15( Saal 4) Tagesordnung: 1. Gewerkschaften unb 3. Jnternationale.( Fortfeguns der Tagesordnung vom 2. November.) 2. Verbands und Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung Einladung sur ordentlichen Ausschußsitzung der Allgemeinen Detskranken kaffe Nieberbarnim am Sonnabend, den 11. Dezember D. um 3 Uhr nachmittags, im Kreishause in Berlin, Frie rich Karl- Ufer 5, Kreistagsfigungsfaal. Tagesordnung: 1. Einführung der Ruhegehalts- und Sinterbliebenenverf gung für die Kaffenangestellten.' 2. Aenderung bes§ 19 der Dienstordnung. 3. Wenberung bes§ 1 legter Abfah der Sagung. 4. Feftfegung des Boranschlages für das Jahr 1921. it ti de n be Diel ib 5. Wahl des Rechnungsausfchuffes für die Brüfung der Jahre rechnung für das Jahr 1920. 6. Berschiedenes. Die Herren Ausschußmitglieder werden zur Teilnahme au Sigung ergebenst eingeladen. Berlin, den 27. 9ovember 1920. Algemeine Ortskrankenkaffe Miederbarnim Meubecker, Borfigender. Ein Unentbehrliches Notizbuch ift der U.S.P. 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