tent er wand chming uben Fagman nes Inflit Sea gigh Porrätig terto 7. ( 15.3 nor Organ handla fation flage Deri Freig gen อม ngejan ebersb etne ht Ete Want Iduk brbell ht terri tLang Angeb Str & a gefud m.b. Deibfit ung ten. тенд miung en 7 20 Cha fajetna m Rek Der g unafi erfam 4.3 Teutoll nbs 7 im Ste Berlin 26 rethel Be chuk dubu k. preise Be 1 Einzelpreis 30 Bfg. 3. Jahrgang • Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montags nur einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Bustellung ins Haus für Groß- Berita 10,- M. im voraus zahlbar, von der Spedition selbst abgeholt 8,50 m. Für Pofte bezug nehmen fämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 m., für das übrige Ausland 21,50 2. uzüglich Valuta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Siterreich 30,- 2. Redaktion, Expedition and Berlag: Berlin C2, Breite Straße 88. Freitag, 2. Dezember 1920 Nummer 512 Morgen- Ausgabe Die achtgespaltene Nonpareillezeile aber beren Raum koftet 5,- R. einschließlich Teuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2,- M., Jebes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen und Stellen- Befuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen Gefuche in Wort- Anzeigen das fettgedruckte Wort 1,50 m., fedes weitere Wort 1.-. Fernsprecher: Zentrum 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4849, 4827 greiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Die Boltsabstimmung in Oberschlesien Eine Note der Alliierten Die englische Regierung hat der deutschen Botschaft in London eine non Lloyd George unterzeichnete Note übermittelt, in der der deutschen Regierung neue Vorschläge über die Abwide= lung der Bolts abstimmung in Oberschlesien unterbreitet werden. Bekanntlich hat sich die alliierte Ministerzusammenkunft in London mit dieser Frage beschäftigt und die Note ist als das Ergebnis dieser Veratungen anzusehen, um so mehr, als sie im Namen der britischen, französischen und italienischen Regierung spricht. Die Note beschäftigt sich mit der Abstimmung der nicht in Oberschlesien wohnenden, aber durch die Bestimmung des Artikels 88 Anlage§ 4 des Berjailler Vertrags zur Abstimmung berechtigten Personen, das heißt, diejenigen Personen, die im Abst i m mungsgebiet geboren sind oder dort ihren Wohnsiz leit der Zeit vor dem 1. Januar 1919 haben. Es ist auch weiter im Friedensverirag bestimmt,„ daß jeder in der Gemeinde timmen soll, in der er seinen Wohnjig hat, oder wenn er seinen Wohnsitz nicht in dem Gebiete hat, in der Gemeinde, in der er geboren ist," ebenfalls ist bestimmt,„ das Abstimmungsergebnis ug gemeindeweise und zwar nach der Mehrheit in jeder Geinbe festgestellt werden." Die drei Regierungen befürchten Rühestörungen, die die freie Ausübung des Etimmrechts beeinflussen tönnten. Sie machen deshalb den Vorschlag, die wirkliche Stimmenabgabe der Nichtingesessenen an irgend einem Orte außerhalb des Abstimmungsgebietes stattfinden zu lassen. Selbstver ständlich sollen die Stimmen auf die einzelnen Gemeinden verteilt und den Stimmen der in diesen Gemeinden ansässigen Berlonen hinzugezählt werden. Als Bedingungen für diese Regelung bezeichnen die drei Regierungen folgendes: Die alliierten Regierungen begründen die Wahl eines Plages im besetzten Gebiet als Abstimmungsbezirk für die Nichteingesessenen damit, daß dort eine hinreichende militärische Macht vorhanden sei, und daß die Mehrzahl der nichteingesessenen Stimmberechtigten in Deutschland wohnen. Der Abstim= mungsfominission Oberschlesien wird es bei Annahme dieses Vorschlages überlassen, zu entscheiden, ob die außerhalb Oberschlesiens wohnenden Abstimmungsberechtigten an demselben Tag wählen sollen, an dem die Abstimmung in Oberschlesien stattfindet, oder ob mehr als ein Tag für die Entgegennahme ihrer Stimmenabgabe zugestanden werden soll. Die Note betont jedoch, daß das Ergebnis der Volksabstimmung nicht veröffent= licht werden darf, ehe die Stimmen der außerhalb wohnenden denen der Nichteingesessenen für jede Gemeinde hinzugezählt worden sind. Die Rote hofft auf wohlwollende Erwägung und baldigen Entschluß der deutschen Regierung, damit die Botschafterkonferenz die notwendigen Maßnahmen unverzüglich treffen fönne. Eine gleiche Note ist an die polnischen Geschäftsträger gesandt worden. Diese durch die Presse bereits angekündigte Aenderung der Bestimmungen des Friedensvertrages über die Volfsabitim mung in Oberschlesien folgen zwar nicht den Absichten des französischen Ministerpräsidenten Lengues, der davon sprach, daß man eventuell die außerhalb wohnenden Stimmberech tigten überhaupt nicht abstimmen lassen werde. Sie erhält das Stimmrecht, verschiebt aber die Ausübung der Wahl in durchaus ungünstigem Sinne. So müssen sich aus der mög Ticherweise eintretenden zeitlich verschiedenen Abstimmung außerordentliche Schwierigkeiten in der Berechnung der Stimmenzahlen und ihrer Verteilung auf die einzelnen Gemeinden ergeben. Dann aber auch bietet die Wahl eines Ortes im besetzten Gebiet durchaus nicht die Gewähr der völlig freien unparteiischen Ausübung des Abstimmungsrechtes. Ist die Entente, nach den ihr gewordenen Mitteilun gen wirklich der Ueberzeugung, daß die dem Friedensvertrag entsprechende Abstimmung durch mögliche Störungen natio nalistischen Charakters gefährdet ist, so müssen wir erneut darauf hinweisen, daß sie die Machtmittel hätte, solchen Ausschreitungen zu begegnen. Sie muß die uneingeschränkte Garantie bieten und übernimmt die volle Verantwor= tung für die unparteiische und dem Geist der Bestimmungen des Friedensvertrages entsprechende Vornah ne der Abstimmung an einem anderen Ort und zu einem ande ren Zeitpunit. Unter dieser Vorausseßung, und nur unter dieser, wäre eine Verlegung des Zeitpunktes und des Ortes der Abstimmung für die nichteingesessenen Oberschlester zu atzeptieren. Alle nicht in Oberschlesien anfähigen, aber durch ihren Geburts ort zur Teilnahme an der Bolfsabstimmung berechtigten Berfonen fönnen in dem gegenwärtig von alliierten Truppen bejenten Gebiet an einem Orte, wie z. B. Köln, oder an mehreren Orten versammelt werden, um dort ihr Stimmrecht unter Aufsicht einer Unterfommission der oberschlesischen Abstimmungs: tommission auszuüben, die pon den alliierten Regierungen zu diesem Zweck ernannt werden würde. Wenn der Vorschlag, angenommen wird, werden die hiermit verbundenen verwaltungss technischen Einzelheiten von der oberschlesischen Abstimmungsfommission nach Weilungen der Botschafterkonferenz ausgearbeitet. Sie brauchen hier nicht besprochen zu werden. Augenblicklich wünschen die drei Regierungen nur die Tatsache zu betonen, daz der Vorschlag die volle Gewähr bietet, daß die Stimmenabgabe der Nichteingesessenen frei und unparteitsch und ohne Unordnung vor sich gehen wird. Gemeindewahlen in Ostpreußen 50 USP.- Vertreter gewählt Im Abstimmungsgebiet Marienwerder fanden In 28. November die ersten Gemeindewahlen unter gleichem Wahlrecht statt. Unsere Partei besigt nur im Restteile des Kreijes Marienburg und im Kreise Stuhm Organisationen. Im Kreise ,, Das ist die legte Nummer der Volkszeitung". Bestellt jojort die„ Neuen Westpreußischen Mitteilungen Weichselgau- Zeitung" mit der Beilage, Der Kopf- und Handarbeiter". Das ist das Blatt, das jcht Cure Interessen vertritt. Wer schon die Boltszeitung" für Dezember bestellt hat, muß auf seinem Bostamt die Umbestellung auf die„ Neuen Westpreußischen Mitteilungen" verlangen". Jn Königsberg, Tilfit und Danzig haben die Rechtssozialisten Ifches Blett merben, ist in der Geschichte der Sozialdemokratie wohl noch nicht vorgekommen. Ungarische Regierungskrise Budapest, 2. Dezember. Rosenberg sind wir garnicht und im Kreise Marienwerder nicht eigene Tageszeitungen. Daß sie statt für diese für ein bürgernennenswert vertreten. Der Wahlkampf war für unsere Partei unter diesen Umständen sehr schwierig, zumal das Gebiet auch noch polnisch durchsetzt ist. Wir beteiligten uns in vier Städten und 13 Dörfern durch Aufstellung eigener Kandidaten. Bis auf die Stadt Marienwerder ist das Wahlergebnis für uns gut. In Marienburg erhielten wir 1200 Stimmen und 7 Stadtver ordnetensitze( die Rechtssozialisten 1048 Stimmen und 6 Mandate), in Christ burg 186 Stimmen und 3 Stadtverordnetenmandate( die Rechtssozialisten 328 Stimmen und 4 Mandate), im rein polnischen Städtchen Stuhm 202 Stimmen und 2 Stadt: verordnete( die Rechtssozialisten 166 Stimmen und ebenfalls 2 Mandate). Ungünstig schnitten wir in Marienwerder ab: 125 Stimmen und ein Stadtverordneter( die Rechtssozialisten 1485 und 11 Mandate). Aus drei Landgemeinden ist bisher absolute Mehrheit der U. S. B. gemeldet: Posilge( 237 U.S. P. Stimmen und 7 Mandate gegen 184 bürgerliche Stimmen mit 5 Bertretern), aus Stalie und aus Fischau. In letterem Orte haben wir 8 und die Deutschnationalen 4 Vertreter. Bemerkens: wert ist, daß die Deutschnationalen und die Polen im Wahlergebnis unserer Partei ist bisher erft teilweise gemeldet. ganzen Wahlgebiet sehr schlecht gefahren sind. Das Aus 8 Orten 35 gewählte Vertreter. Von den ausstehenden 9 Orten sind mehrere für unsere Partei sehr günstig, so daß mit Sicherheit auf die Wahl von 50 2. S. P.- Vertretern gerechnet Landesversammlung nahm mit den Stimmen des Zentrums, der werden fann. Wahrscheinlich aber wird diese Zahl überschritten werden. Rechtssozialisten uerben für ein bürgerliches Blatt Worten an: Nach der dritten Lesung des Gesetzentwurfes über die Geld institutszentrale hat der Ministerpräsident Teleki der Nationalversammlung den Rüdtritt des kabinetts mitgeteilt. Das Kabinett tritt zurüd, weil es sich mit dem Finanzminister, gegen den die Nationalversammlung gestern bei Be ratung des Gejegentwurfes über die Geldinstitutszentrale ge stimmt hatte, solidarisch erklärt. Die Aktion gegen die Sozialisierung. Wie die„ Dena" erfährt, hat die verstärkte Kommission für die Sozialisierungsfrage ihre Beratungen in Essen wieder aufgenommen. Der Bergleich mit den Hohenzollern. Der Rechtsausschuß der Demokraten und Sozialdemokraten einen Antrag an, die Regierung zu ersuchen, in eine erneute Prüfung des Vergleichs mit den Hohenzollern und seiner Unterlagen einzufreten, bei der die Ergebnisse der Verhandlungen des Rechtsausunbeschadet der Wahrung die östlichen Grenzlande" mit dem Ende des Monats November In Marienwerder ist die rechtssozialistische Boltszeitung für Grundsages des Art. 153 der Verfassung, wonach das Eigentum eingegangen. Das Aufhören ihrer Existenz zeigt sie mit folgenden des. gewährleistet und eine Enteignung nur auf gefeglicher Grundlage gegen angemessene Entschädigung, soweit nicht ein Reichsgeseh etwas anderes bestimmt, vorgenommen werden kann. Neue Steuersabotage Zwangsanleihe statt Vermögensabgabe? 16 Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, daß der elende Zustand unserer Finanzen nicht nur cine Folge des Krieges an fich ist, sondern auch der geradezu vers brecherischen Steuerpolitif, die während des Krieges hauptsächlich von Selfferich betrieben worden ist. Um die Besitzenden zu schonen und sie bei guter Kriegslaune zu erhalten, wurden die Kriegsausgaben durch Schulden be= stritten, stait durch Besitzsteuern wie in England und Amerika. Nach dem Zusammenbruch ging diese Politik weiter. Die Forderung unserer Genossen in der Revolutionsregierung, sofort, ohne erst auf den Zusammentritt der Nationalversammlung zu warten, ausgiebige Besitzsteuern zu oktronieren, scheiterte sowohl an dem Widerstreben der Rechtssozialisten, als namentlich auch an der Opposition des demokratischen Finanzministers Schiffer. Schiffer und sein Nachfolger Dernburg taten überhaupt nichts zur Sanierung der Finanzen. Erst unter Erzberger famen dann viel zu spät und nachdem unsere Finanzen schont total zerrüttet waren, die Besitzsteuern zur Berabschiedung. Aber bis heute sind sie zum allergrößten Teil noch nicht erhoben und der Zustand unserer Finanzen ist infolgedessen völlig trostlos geworden. Nun endlich hat sich die Regierung entschlossen, wenigstens einen Teil der Besitzsteuern einzuziehen. Sie will die zwei ersten Raten des Reichsnotopfers sofort erheben. Ueber die dringende Notwendigkeit dieses Schrittes fann fein 3weisel bestehen. Aber siehe da, da erhebt sich neuer Wider stand der Besitzenden. Und ihnen kommt der Präsident der Reichsbank zu Hilfe, wobei wir es vorläufig unentschieden lassen wollen, ob Herr Havenstein dies mit Wissen und Absicht tut oder ob seine Ausführungen nur von den ein gefleischten Anwälten des Kapitals und der Steuerscheu, den Herren Dernburg, Helfferich und Becker- Demokraten, Deutschnationale und Deutsche Boltspartei waren sehr rasch einig geschicht ausgebeutet worden sind. Herr Havenstein gilt merkwürdigerweise in der Oeffentlichfeit noch immer als Autorität, obwohl er einen großen Teil der Schuld und der Verantwortung für die Finanzzerrüttung trägt. Denn er hat widerstandslos die ganze Anleihewirts schaft während des Krieges mitgemacht, alle Jusionen genährt und sich nach jeder Kriegsanleihe in allen Tönen ob des Erfolges preisen lassen. Auch nach dem Zusammenbruch hat man von einem Verlangen des Reichsbanfpräsidenten, eine energische Besitzsteuerpolitit zu verfolgen, wenig gehört und noch weniger gespürt. Jetzt, wo endlich, viel zuz spät, die Einziehung der Vermögensabgabe stattfinden soll, tomnit Herr Havenstein und propagiert statt dessen eine 3 mangsanleihe! Die Kapitalsvertreter sind entzückt. Denn die Zwangsanleihe würde zunächst eine neue Sinausschiebung der Abgabe bedeuten. Eie würde weiter bedeuten, daß die Summen, die die Kapitalisten dem Staate zur Verfügung stellen, verzinst werden und die Kapitalisten eventuell durch Verkauf dieser Schuldscheine, wenn auch unter sinkenden Kursen, einen Teil ihrer Gelder unter Umständen wiedererhalten. Gerade die großen und gewandten Kapitalisten würden versuchen, die Zwangsanleihe zu verkaufen und wür den so einen Teil ihrer Gelder wiedererhalten. Herr Havenstein schäßt den Betrag, der durch Zwangsanleihe angeblich aufzubringen ist, auf etwa 20 Milliarden, während die Einziehung des Notopfers zunächst kaum die Hälfte bringen würde. Nun ist klar, daß, wenn tatsächlich eine Zwangsanleihe von solcher Höhe eingezogen würde, nicht gleichzeitig die Besitzsteuern in der bisherigen Höhe erhoben werden fönnten. Denn da innerhalb des kapitalistischen Systems aus dem Einkommen auch die Auslagen für Erneuerung und Erweiterung der Produktionsmittel bestritten werden müssen ,, so hat die bürgerliche Steuerpolitik bestimmte Schranken, die erst durchbrochen werden können, wenn die Gesellschaft in den Besitz der Produktionsmittel fommt und so die Produktionserweiterung gesucht wird unabhängig von den Entschlüssen der einzelnen Kapitalisten über die Art, wie sie ihr Einkommen verwenden wollen. Der Plan der Zwangsanleihe hat also im Hintergrund eine Ermäßigung der Steuersäge für den Besit. Daher die Begeisterung des Bürgertums. Aber ganz abgesehen von dieser geplanten Entlastung der Besizenden ist die Idee der Zwangsanleihe unter den gegenwärtigen Umständen ein gefährliches Unding. Angenommen, sie würde durchgeführt, so bedeutete sie zunächst eine plögliche Ueberfüllung des Anleihe= marftes. Die 3wangsanleiheftüde würden mit den alten Anleihen konkurrieren. Die Folge wäre ein Kurssturz, von dem nicht nur die privaten Anleihebesitzer, sondern vor allem auch Spartajjen, Genossenschaften, auch Banten getroffen würden. Nun besteht unter Beteiligung des Reichs eine Bereinigung zur Stügung des Anleihekurses. Von dieser, die wesentlich mit Staatsmitteln arbeitet, müffen die Anleihen aufgenommen werden und der Staat hätte außerordentlich bedeutende Mittel aufzuwenden, uni dem Kurssturz ents gegenzuwirken. Die Mittel dazu müßten durch Notenauss gabe beschafft, die Inflation also in diesem Umfang gesteigert werden. Weiter. Die alten Anleihen können bei den Darlehns: fassen verpfändet werden. Diese geben dafür ihre Kassenscheine aus, die ebenso gelten wie die Banknoten. Von der Berpfändung würde in weitem Umfange Gebrauch gemacht werden und damit der Noten umlauf, also die Inflation, wieder vermehrt werden. Während also durch die Steuererhebung tatsächlich die Ausgabe von Roten eingeschränkt wird, ist diese Gewißheit bei einer Zwangsanleihe nicht im geringsten gegeben. Es ist ganz falsch, die Zwangsanleihe mit einer freiwilligen Anleihe zu vergleichen. Die freiwilligen Anleihen kauft der jenige, der über Geldmittel verfügt, die er auf längere Zeit zinstragend anlegen will. Von einer Zwangsanleihe werden sich die Kapitalisten möglichst zu befreien trachten, und wenn sie die Zwangsanleihe selbst nicht verpfänden können, werden sie dafür die alten Anleihen verpfänden. Volkswirt schaftlich bedeutet also die Zwangsanleihe ein ganz unsicheres Experiment, sie bringt die Gefahr einer akuten Krise auf dem Anleihemarkte mit sich und bietet teine Sicherheit dafür, daß die Inflation durch sie vermindert wird. Sie bedeutet weiter, daß der Staat mit der Berzinsung von 20 Mil: liarden dauernd belastet wird. Für den Privatkapitalisten ist das natürlich ein Vorteil. Zudem eröffnet sich fapitalfräftigen Kreisen, die diese Zwangsanleihe zu sinkenden Kursen aufnehmen, die Aussicht, daß, falls die Gesundung der Staatsfinanzen in irgend einer Zeit einmal erfolgen follte, diese Anleihe im Werte steigt. So stellt sich dem Kapitalisten die Zwangsanleihe immer bin als eine Art teilweiser Steuerbefreiung gegenüber der Erhebung der Vermögensabgabe dar. Daher die Freude von Selfferich und Dernburg, daher die Begierde, mit der die bürgerlichen Parteien nach dem Plan dieser Zwangsanleihe, den ihnen Herr Havenstein zu sehr ungeTegener Zeit entwidelte, gegriffen haben. Dabei ist es für die Eignung der angeblichen ,, Fachmänner" in der Regierung außerordentlich charakteristisch, wie hilflos sie dem Projekt Havensteins gegenüberstehen. Statt energisch auf der Einziehung der Vermögensabgabe zu bestehen, sich in allem, nicht minder, respektabel" zu erscheinen, wie die Vertreter der besseren" Gesellschaft. Er besitzt dieselben guten Manieren" wie jedes andere Mitglied des Präsidiums des deutschen Reichstags. Er versteht sich auch genau so wie jeder ,, echte" Parlamentarier aus bürgerlichen Kreisen zu fleiden und als Parvenu setzt er seinen Stolz darin, Kenner des guten Tons und Geschmacks zu sein.... .. Dieser kleinliche und sehr unsaubcre Philister hat bei Verleumdern und Sytophanten vom Schlage Martows ein aus den Fingern gefogenes Material gesammelt, es behutsam nach Deutschland gebracht, um dort mit jener Bösartigteit, die fleinen Menschlein eigen ist, eine Stintbombe gegen Sowjet- Rußland zu schleudern. Natürlich wurde er von diesem Augenblick an der Abgott der gesamten gegenrevolutionären Kanaille in Deutschland."( S. 20–21.) Crispien: ,, Auf dem Parteitag in Halle haben wir nicht den scheinheiligen Crispien gesehen, sondern den Crispien, der sich mit Händen, Füßen und Zähnen an die Macht klammert, und der keine Niederträchtigkeit scheute, um diese Macht zu behalten .. Von Scheidemann unterscheidet sich Crispien nur dadurch, daß jener blond und dieser dunkelblond ist."( S. 23.) Ledebour:„ Dieser Mann ist ein Wertzeng in den Händen der dunkelsten, abscheulichsten, blutdürftigsten Elemente geworden, die unter dem Dache der Rechtsunabhängigen Partei Unterschlupf gesunden haben. Biele haben bisher Ledebour einfach für einen alten Sanswurst gehalten. Aber nach allem, was wir ge schildert haben, ist es klar, daß er nicht bloß ein Sanswurst, sondern ein blutdürftiger Hanswurst ist."( S. 24-26.) ... Rosenfeld:„ Ein wohlgesinnter Advokat aus der guten alten Zeit mit einem zolgroßen politischen Horizont und einem sehr elastischen, fast gummiartigen Rüden. Gefter war er für die linken, heute ist er für die rechten Unabhängigen. Gestern war er bereit. das Eine zu beweisen, heute wird er bereit sein, mit tränender Stimme genau das Gegenteil zu beweisen. Heute war er bei der Rechten, morgen wird er sich wieder den Linten anschließen, um übermorgen, wenn der Wind umgeschlagen hat, wieder bei den Rechten zu sein." In der gleichen Tonart werden Luise 3ieg, Lipinsti u. a. von Sinowiew geschildert. Seinen allgemeinen Einbrud über den Parteitag fast Einowjew dahin zusammen, daß auf der linken Seite nur Ein Gipfelpunkt alldeutscher Fälscherkunft Niemand konnte es für möglich halten, daß irgend ein Blatt die Methoden lügnerischer Völlerverhekung, wie sie die Teutsche Zeitung" seit Jahren übt, überbieten tönnte. Sie selbst hat den Beweis erbracht, daß sie auf dem Gebiet der Tatsachenentstellung und Fälschung von Nachrichten zu Zwecken der Völferverhegung unbegrenzte Fähig feiten besitzt. Alle ihre früheren Leistungen hat sie durch einen neuen Reford überboten. Vor einigen Tagen wurde durch ein Nachrichtenbureau ein Brief der Liga der französischen Frauen an die deutschen Parlamentarierinnen zur Frage des Ersatzes für das aus den besetzten Gebieten geraubten Rindviehs ver breitet, über den auch wir berichteten. Dieser Brief war ein Appell französischer Mütter an das Mitgefühl deutscher Frauen und Mütter, der zeigen sollte, wie die Milchnot, die dadurch entstanden ist, daß die deutschen Etappenbehörden in strupellosester Weise den Biehbestand der besetzten Gebiete Frankreichs zerstört und ausgerottet haben, die Gesundheit und das Leben der französischen Kinder und Säuglinge ge fährdet. Die Deutsche Zeitung" druckt diesen Brief im Wortlaut von der Korrespondenz ab unter der Ueberschrift: „ Die Französinnen fordern die 800 000 Milchlühe". Sajon diefe Ueberschrift ist eine freche Fälschung, denn es heißt in dem Bericht ausdrücklich, es find somit hoch etwas weniger als 800 000 Stüd Rind vteh". Es wird also weder eine Forderung ausgesprochen, sondern nur die Tatsache' festgestellt, daß Deutschland bisher noch den Rest des geraubten Rindviehes zu liefern hat, noch ist die Rede von 800 000 Milchfühen, sondern ausdrücklich non 800 000 Stild Rindvich. Dann beginnt zunächst im Wortlaut der Brief, der ohne jede Veränderung bis zu der Stelle wiedergegeben wird, an der der Appell an das Mits gefühl der deutschen Frauen und die Mitteilung über die Not der französischen Kinder beginnt. Um die Methode per ,, Deutschen Zeitung" deutlich zu kennzeichnen, druden wit nebeneinander den Satz des Briefes, so wie ihn die Korrespons sche Zeitung" diesen wichtigsten Satz des Briefes wiedergab bi BALEARES B Do jor die be In de da na In 33 De pr fin be ba mi itie be far ber jak ein 31 Ku fan wa 23 Der tu Pe S be fre ( R bla 50 Le Be tun mi abe möchte sowohl der Finanz- als der Wirtschaftsminister Mehrheit aus Intellektuellen bestand"! Im Einklang mit denz verbreitet, ab, und daneben die Form, in der die ,, Deut die Entscheidung den Parteien überlassen. Sie scheinen zu denken, Schokolade ist gut, Knoblauch ist gut, warum also nicht Vermögensabgabe und Zwangsanleihe? Daß die Zwangs anleihe die Vermögensabgabe unmöglich macht und die Befizsteuern überhaupt sabotiert, scheint den„ Fachmännern" nicht aufzudämmern. Die zwangsanleihe ist also in der gegenwärtigen Situation gänzlich ungeeignet für die Sanierung der Finanzen. Nur die völlige Unzulänglichkeit Havensteins läßt es begreiflich erScheinen, daß er sich zu dem Vertreter einer solchen Absurdität macht. Von den bürgerlichen Parteien ist es aber eine grenzenlose Frivolität, die notwendige Erhebung der Besitzsteuern noch länger zu fabotieren. Sie spielen ein gefährliches Spiel. Nichts hat in der Arbeiterklasse stärkere Regungen verursacht, als die Tatsache, daß die Arbeitseintommen in harter Weise direkt besteuert werden, während die Besigteuern allergrößten Teile auf dem Papiere stehen geblieben sind. Die besitzenden Klassen und ihre Parteien scheinen das Spiel mit dem Feuer fortsetzen zu wollen. Sie sollen sich dann aber auch nicht wundern, wenn die Folgen einer solchen frivolen Portemonnaies- Politit über sie hereinbrechen. Ein schmieriger Berleumder um Die Lehre von Halle wäre unvollständig, wenn das westeuropäische Proletariat nicht erfahren würde, wie Sinow jew, dessen unheilvolle Rolle in Halle noch in aller Erinnerung ist, den russischen Arbeitern über seine Reise nach Deutschland zu berichten magt. Er hat unter dem Titel „ 3 wölf Tage in Deutschland" eine ziemlich umfangreiche Broschüre in Petersburg herausgegeben, die den revolutionären Sozialisten aller Länder die Möglichkeit gibt, den moralischen Tiefstand jenes Mannes tennen zu lernen, der, an der Spige der dritten Internationale stehend, den russischen Bolschewismus und den Kommunismus vor aller Welt kompromittiert. Wir beschränken uns auf die Wiedergabe der marfantesten Stellen aus der erwähnten Broschüre. Sinowiew schreibt: Wenn wir die Hauptfiguren des rechten Flügels der U, S. P.D. tennen lernen, so erlangen wir den Schlüssel zum Verständnis der ganzen Lage." Es folgt danach auf über 20 Seiten eine Charakteristik der führenden Genossen unserer Partei, der wir folgendes entnehmen: dieser lügenhaften Behauptung erklärt er als das Ergebnis bargit, des Parteitages, daß die Arbeiterschaft die Unab hängigen aus ihren Reihen ausgestoßen habe! So sieht also der Bursche aus, der an der Spitze der dritten Internationale steht. Dieser Lump, der uns beschimpft, um sich, als er polizeiliche Unannnehmlichkeiten hatte, an uns heranzuschleichen und um unsere Intervention zu bitten, der Ledebour und Rosenfeld nach Halle anbietet, sie in seine Internationale aufzunehmen, beschwindelt und betrügt be wußt die russischen Arbeiter. Er tann das, weil der bolchemistische Terror verhindert, daß die Arbeiter die Wahrheit erfahren. Und so nügt er die Lage zu Schmutzanhäufungen aus, die den Lumpen in der Gesellschaft anständiger Menschen für immer unmöglich machen. Silferding:„ Das Aeußere eines respektablen Börsen matlers oder Bantiers. Der Mann besucht die Vertreter der englischen diplomatischen Mission in Berlin, sowie die modernen politischen Salons hochstehender Damen und der Finanzwelt. In Massenversammlungen der Arbeiter erscheint er nie(!) Nur selten tritt er in den Versammlungen der Parteifunktionäre und auf Parteitagen auf. Kautsky bleibt immer noch in seiner Art ein ehrlicher Opportunist; aber bei seinem würdigen Schüler Silferding findet man neben einer gelehrten Bebanterie stark ausgeprägte Züge eines betrügerischen Börsenmatters. Wenn Kautsty die proletarische Revolution bekämpft, so sucht er seine Anregungen hauptsächlich in den Büchern. Hilferding jedoch ver steht es, diese Anregungen auch aus dem Vorzimmer eines engtischen Diplomaten, aus dem Kabinett eines Bankdirektors und, auch aus noch anrüchigeren Stellen zu holen." wenn nötig, ( S. 13-14.) .. Und nochmals: Das ist der Wortführer der Bolschewiki, das ist der Päsident der dritten Interntionale! Dißmann: Die rechten Führer der deutschen Gewerkschaften bilden jetzt die Hauptstüge der bürgerlichen Gegenrevolution Die markanteste Gestalt unter diesen Reaktionären ist unzweifelhaft Dißmann Wenn die Bourgeoisie und die Scheidemänner für die Arbeiterklasse einen neuen Henker brauchen sollten und den Beschluß fassen, Noste durch einen Mann mit anderslautendem Namen zu ersehen, so tann man mit Bestimmtheit behaupten, daß sie Dißmann zum ersten Kandidaten wählen. Und mit derselben Bestimmtheit fann man voraussagen, daß Dißmann sich bemühen wird, die Hoffnungen der Kapitalisten zu rechtferti gen; er wird ein trener Diener der Bourgeoisie sein und ein nicht minder rajender wütender Rettenhund der bürgerlichen Gesellschaft wie Noste selbst."( S. 18-19.) Eine Novelle zum Einkommensteuergesetz Wie die Dena" erfährt, ist eine von den Linksparteien angeregte Novelle zum Einkommensteuergesetz in Vorbereitung, durch die das abzugsfähige Einkommen von 1500 M. auf 3000 M. erhöht und die kleinen Einkommen zwischen 10- und 20 000 M. weniger start herangezogen werden sollen, wie bisher. Bon zuständiger Stelle wird diese Meldung bestätigt, aber gleichzeitig hinzugefügt, daß die Novelle üher das erste Stadium der Borbereitung noch nicht hinaus ist, und daß es wohl noch geraume Zeit dauern werde, bis sie greifbare Gestalt annimmt. Wenn Dißmann noch keine Arbeiter niedergeschossen hat, so nur beshalb, weil er bisher keine Gelegenheit dazu hatte. Aber Dißmann spürt schon den Geruch des Arbeiter blutes, er freut sich schon im voraus auf den Augenblid, wo er Minister wird und die Möglichkeit erlangt, mit der tommunistischen Kanaille abzurechnen."( S. 24.) Dittmann:„ Ein typischer Vertreter der verhältnismäßig wenig zahlreichen, aber schädlichsten tonterrevolutionären Raste, die man Arbeiter- Aristokratte nennt. Karl Marg hat seinerzeit einige Vertreter der englischen Arbeiter- Aristokratie arg verspottet, die viel gößeres Gewicht darauf legten, an einem Frühstüd beim Lord- Manor teilzunehmen, als das Vertrauen her eigenen Klasse zu befizen. Gerade eine solche Gestalt ist Dittmann. Er bemüht Die letzte Bemerkung ist tennzeichnend für den Geist unserer Regierung. Sie will anscheinend die unerträglichen Zustände, die die gewaltige Seranziehung der kleinen Einkommen durch die Einkommensteuer gebracht hat, aufrechterhalten, ohne den Mut zu besitzen, das offen einzugestehen. Das aber wird sich die Arbeiterklasse wohl taum bieten lassen. Streik der Mühlenbesitzer Bon allen Seiten wird gegen die öffentliche Bewirtschaftung des Brotgetreides Sturm gelaufen. Die Agrarier werden unter stützt von den Mühlenbesitzern, die dem Schleichhandel größte Vorspanndienste leisten und deshalb oft mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Von einem unerhörten Vorgehen gegen die Volksernährung wird jetzt aus Baden berichtet. Die Unterbadische Müllervereinigung hat danach wegen der strafrechtlichen Verfolgung ihrer Mitglieder beschlossen, vom 1. Dezember ab bis auf weiteres die Mühlen zu schließen. Es wird angekündigt, daß die andern Verbände diesem Vorgehen demnächst folgen werden. „ Wir glauben, daß, wenn die deutschen Frauen die traurigen zerstörten Gebiete Frankreichs besucht hätten, so würden diese Familienmütter nicht versuchen, eine Agitation zu entfalten, um Deutschland an der Erfüllung seiner Verpflichtungen zu vers hindern." „ Wir glauben, daß, wenn die deutschen Frauen die traurigen zerstörten Gebiete Frankreichs besucht hätten, wenn sie dort, so wie wir es getan, die furcht bare Kindersterblich teit festgestellt hätten, die zum großen Teil auf die Unmöglich feit zurückzuführen ist, selbst für die zartesten Rinder frische Milch zu beschaffen, und auf die Notwendigkeit, diese Kinder in un zureichender und kostspieliger Weise mit tondensierter Milch oder mit Milchpulver zu ernähren. so würden diese Familienmütter nicht versuchen, eine Age tation zu entfalten, um Deutschland an der Erfüllung seiner Verpflichtungen zu verhindern." Wohlgemerkt, die Deutsche Zeitung" hat nicht etwa dur Punkte diese Auslassung als etwa beabsichtigte Kürzung ib Lesern fenntlich gemacht, sie hat nicht etwa sonst an dem B irgendwelche Kürzungen vorgenommen, obwohl er eine gan Menge unwesenlicher Stellen enthält, sie hat absichtli diesen wichtigsten Sag fortgelassen, um ba durch den Sinn des Schreibens in sein Gegenteil zu verkehren Ohne diesen Satz ist der Brief eine völlig unverständli Anmaßung der französischen Frauen. Diesen Eindrud wollte die Deutsche Zeitung" erzielen. Die deutsche Oeffentlichkeit durfte nicht erfahren, daß auch die französischen Kinder unte der Milchnot zu leiden haben und daß es auch in Frankreich eine Gäuglingssterblichkeit infolge der Milchnot gibt. Dess halb mußten diese Fälschungen vorgenommen werden. Wit find begierig, ob die Redaktion der Deutschen Zeitung" de Mut findet, ihren Lesern von dieser ungeheuerlichen Fälschung zum Zwecke der Völferverhekung nun nachträglich Kenntnis zu geben und den fortgelassenen Satz nunmehr zum Abdrud bringen wird. Was geschieht dagegen? Nichts. Allerdings werden jeden Tag neue Aufrufe fabriziert, und Zentrum, Deutsche Boltspartei und Deutschnationale streiten sich darüber, daß die Zentrumsabgeordneten einen dieser Aufrufe nicht mehr mitunterschrieben haben. Alle diese Aufrufe aber haben nur einen Zwed: Sie sollen die Tatsache vertuschen, daß die Interessenten sich in der frivolften Weise an der Allgemeinheit versündigen und die Boltsernährung in eine unabsehbare Katastrophe hineintreiben. Die Berkehrslage im westlichen Kohlengebiet Unter den Die stark verminderte Aufnahmefähigkeit der Wasser= Straßen beeinträchtigte weiterhin die Berkehrs- und Betriebslage der Eisenbahn. Auch die Anordnung einer nölligen Sperre für andere als Kohlen- und Lebensmitteltransporte hat nur eine geringe Besserung zur Folge gehabt. Immerhin fonnte in den Ichten Tagen die Sperre in etwas gemilbert werden. Eine wesentliche Besserung der Verhältnisse tann erst eintreten, wenn der Rhein wasserstand sich beträchtlich hebt. geschilderten Umständen erfährt leider auch die Förderung eine wenn auch nur geringe Einbuße. Die Haldenbestände nahmen von 350 539 Tonnen arbeitstäglich auf 411 445 Tonnen, am 27. November, zu. Die Wagengestellung betrug arbeitstäglich 20 417 Wagen gegen 20 151 Wagen in der Vorwoche, die Fehl ziffer 5468 gegen 4022 in der Vorwoche. Die Umschlagleistungen in den Duisburger- Ruhrorter Säfen übersteigen mit 10 005 Tonnen die vorwöchige Leistung arbeitstäglich um 700 Tonnen. Der Brennstoffumschlag in den Kanalhäfen erreichte im Durchschnitt 18 925 gegen 14735 Tonnen in der Vorwoche. na CA หา ได้ Ei als ftel bas in anft bra eine bür find Cle hab chie fter dere wol lifte bah Wie die„, Bossische Zeitung" aus landwirtschaftlichen Kreisen ers fährt, haben die deutschen Verhandlungen mit der Reparations fommission über die Ablieferungen deutschen Vichs ergeben, die Franzosen vorläufig auf eine Lieferung web den Ka Bei wi NE crio S heb 2 fie 203 9 at bes hau bie 500 Rei ner wei Rei S bie Milchkühen verzichten. Sie fordern jedoch zunächst inners halb eines Jahres die Stellung von zirka 90 000 Stüd Rin dern aller Art, wie Färjen, Bullen usw., ohne erklärt zu haben daß diese Forderungen als endgültige zu betrachten sind. Bei de morgen stattfindenden Schlußsizung wird die endgültige Entsche dung über die Viehablieferungen fallen. Eugen Debs über die Aussichten des Sozialismus wird Genosse Eugen Debs, der noch immer gefangen gehalten und der von der amerikanischen sozialistischen Partei wieder zum Präsidentschaftskandidaten aufgestellt war, hat seinem Rechtsver treter folgende Erklärung zur Beröffentlichung übergeben: bet " Zene zweieinhalb Millionen Stimmen, welche auf meinen Na men und den der Partei abgegeben worden sind, sind der leuchtenbe Beweis dafür, daß die Wilsonsche Administration nur durch die Partei hat also die unwürdige und freiheittötende Politit, die j unserem Schaden von der demokratischen Partei angewendet wor Arbeiterklasse gestraft worden ist. Die intensive Propaganda den ist, begraben. Das Echidjal des Wiljonismus ist auf der Friedenskonferen zu Bersailles entschieden worden. Leider hat dasselbe Bolt feinen Nugen aus den Lehren bet Vergangenheit zu ziehen verstanden. Es darf an den heutigen Verhältnissen teinerlei Besserung als Resultat der Wahlen e warten. Wall- Streets Einfluß auf Harding steht dem auf Miljon nicht nach. mu tu frat des D Tege 2 cuf Bor beri beto gele Lat geb getr Int bien wir A übe .I ial 98 Sod Icha be bes rech baß tru bie 1924 sozialistische Partei wie ein Lorbeer aufblühen und im Jahre wird der Sozialismus die ganze politische Welt überraschen." Während der Amtszeit Hardings, so schließe ich, wird die ab meldet, wurde die Untersuchung gegen die Kommu Die reaktionäre bürgerliche Demokratie. Wie Savas aus Baris nisten, die einer Verschwörung gegen die innere Sicherheit des Staates beschuldigt worden sind, nach sechsmonatlicher Dauer geschlossen. Der Untersuchungsrichter beschloß, zehn Angeklagte Gewerkschaftsverbandes, Fimmen, geht im Frühjahr nach Amerita, nationale, Bonatte Loriot und Gouvarine dem Seine darunter die beiden Mitglieder des Bureaus der Dritten Inter um die Arbeiter in ihrem Kampf gegen die Gewerkschaftsgegner Sch wurgericht zu überweisen. 3wölf weitere Angeklagte zu unterstügen. wurden auf freien Fuß gesetzt. att Die Ste Det u gs rch in die für er ein her die in ete Deit ge im ft: 00 dhe es 6. ett, her Loch fich im der Tits Die per wit on cuts ab: Sie gen ichs iele hen, บท ung Der Reaktionäre Tendenzen im Wirtschaftsministerium Sigung des Reichstags Die Aussprache über den Etat des Reichswirtschaftsministeriums wird fortgesetzt. Abg. Simon( USP.): Dem Antrag Schiffer auf Beseitigung der Ausnahmerechte gegen die Frauen stimmen wir selbstverständlich zu. Früher haben ja die Demokraten die gleichen Anträge von uns stets abgelehnt. Es cheint also, als ob die Frauen in der Fraktion der Demokraten in dieser Richtung befruchtend auf die Herren gewirkt haben. Die Darlegungen meines Freundes Jaedel über die Kohlenverorgung Frankreichs waren durchaus zutreffend. 3hnen lagen die objektiven Berichte französischer Gewerkschafter zugrunde, benen wir um so mehr Glauben schenken, als im Bericht des Internationalen Gewerkschaftstongresses anerkannt wird, daß die deutschen Bergarbeiter das Ablommen von Spea erfüllt haben, daß dagegen die Entente ihren Lebensmittellieferungen nicht nachgekommen ist. Alle Redner der bürgerlichen Parteien haben verlangt, daß Industrie und Handel von allen Hemmungen befreit werden. Wo aber bisher die freie Wirtschaft eingeführt wurde, sehen wir Preissteigerungen, die alles übertreffen, was bisher in der Geschichte der kapitalistischen Wirtschaft zu verzeichnen war.( Sehr richtig! bei den U.S.) Keine der Berprechungen der bürgerlichen Barteien ist eingetroffen. Dagegen ind unsere starten Befürchtungen bei weitem übertroffen worben.( 3ustimmung bei den U.S.) Die Lederwirtschaft ist bas beste Beispiel dafür. Die Freigabe hat geradezu ruinös gewirft. Unter der Zwangswirtschaft fostete ein Baar Herrentiefel guter Qualität 55-68 Mart, die Preise im Schleichhandel betrugen damals 120 Mart, nach Aufhebung der Zwangswirtschaft famen wir zu Breisen von 400 und 500 Mart.( Hört. hört! bei ben U. S. und bei den Soz.) Es stoďte deshalb sofort der Ablag, eine tatajirophale Arbeitslosigkeit in der Schuhindustrie trat ein. Der Schuhmacherverband hatte bei 100 000 Mitgliedern 31 000 Arbeitsloje( hört, hört! bei den U. S. und Soz.) und 29 000 Kurzarbeiter. Die Pirmasenser Schuhindustrie stand vor dem Zujammenbruch. Es trat also gerade das Gegenteil von dem ein, was versprochen wurde. So sehen die Segnungen der freien Wirtschaft aus, die der volksparteiliche Abgeordnete Dr. Hugo o preist. Es wäre angebracht, wenn Herr Dr. Hugo weniger in ben Vordergrund treten würde, als er es gegenwärtig tut.( 3tuf von den Soz.: Er ist ja schon frant geworden!) In seiner Person verförpern sich die Zusammenhänge, die zwischen der Aufhebung der Zwangswirtschaft und seinem Portemonnaie bestanden haben, Herr Dr. Hugo hat für die Propagierung der ( Redner verliest zum Beweise dafür einen Artikel des ,, Berl. Tageblatts" aus Nr. 208, der unwidersprochen geblieben ist.) Diese 50 Verbilligung des Schuhwerts für die minderbemittelte Bevölkeung Verwendung finden sollen. Ich frage den Wirtschaftsminister: Ist das richtig? Wie kommt der Wirtschaftsminister aber jetzt dazu, diesen Herrn als Reichsbeauftragten für den Export zu bestimmen, obwohl er doch die Unbefangenheit nach jeder Richtung hin vermissen läßt? Die Politik des Wirtschaftsministeriums wird immer realtioärer. Bei dem Reichsbeauftragten für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr z. B. sind in einer einzigen Woche als ths Grafen und Fürsten mit einem Gehalt von monatlich 609 Mart Monteure eingestellt worden, die anderen bedürftigen Angeftellten das Brot wegnehmen. Selbst bürgerliche Rebner haben Das als Klüngelwirtschaft bezeichnet. In der Ems und it rief inge bas ren. the te feit nter eid Dess Bit ben ung tnis rud ers ms baj 011 nets ben ber bet ird pers nbe bic bet lots anstatt der arbeitslosen Seeleute Ehrhardt- Truppen untergebracht. Aus dem Zusammenbruch unserer Wirtschaft gibt es nur einen Ausweg: die Sozialisierung. Die Redner der bürgerlichen Barteien behaupten, fie führe zum Ruin. Aber wo find die Beweise dafür? Die Profitwirtschaft hat das Volt ins Clend geführt und alle Mittel, die Sie bisher empfohlen haben, haben dieses Elend vergrößert. Wir wenden uns mit aller Enthiedenheit gegen die Absicht des Wirtschaftsministers, die Sozialiferungstemmiffion aufzulösen. Sie würde Wirkungen auslösen, deren Tragweite heute noch nicht zu übersehen sind. Die Arbeiter wollen arbeiten, aber sie wollen nicht mehr für den Privatfapita listen schuften. Sie wissen, daß he am Scheidewege stehen. Entweber fie gehen den Weg der Berelendung, der Versklavung oder den Weg zum Sozialismus. Die Arbeiter wissen, daß dieser Kampf schwer sein wird und daß diese Frage nicht durch einen Beschluß des Parlaments ihre Erledigung finden wird. Sie wiffen, daß der Sieg des Sozialismus über den Kavitalismus r durch einmütiges Handeln und durch eine entschlossene Aftion crfolgen fann.( Lebhaftes Bravo! bei den U.S.) Abg. Dierenreiter( Bayr. Volksp.) wendet sich gegen die Aufhebung der Zwangswirtschaft für Mineralöle. Reichswirtschaftsminister Abg. Hamm( Dem.): Die 3 wangswirtschaft ist überlebt, Sie war einmal notwendig, heute tann uns nur die freie Wirtschaft helfen.( Beifall bei den Dem.) Dr. Scholz: Eine Reichsleder des Abg. Simon 50 000 m. erhalten haben soll, erilliert über attien gesellschaft, von der Abg. Dr. Hugo nach der Behauptung haupt nicht( hört! hört!). Es gab nur eine Reichsledergesellschaft, bie aber bereits seit 15. August 1919 aufgelöst ist. Wenn an den 50 000 M. etwas Wahres sein sollte, tann es sich nicht um eine Reichsstelle, sondern nur um eine Privatgesellschaft handeln. Redner wendet sich dann gegen die Vorwürfe des Abg. Simon und weist daraufhin, daß von den 600 Angestellten in der Zentrale der Reichsstelle für Exporthandel nur 15 Adelige sein. Abg. Dr. Rieser( D. Bp.): Wer an Stelle der freien Wirtschaft muß erst beweisen, daß damit eine Produktionssteige tung verbunden ist.( Sehr richtig.) Aber sogar der sozialdemo tratische Abg. Keil hat zugegeben, daß z. B. die Sozialisierung des Bergbaues zunächst nicht nugbringend sein wird.( Hört! hört!) Dr. Hugo tann die gegen ihn gemachten Angriffe nicht wider legen, da er bereits zum Parteitag abgereist ist. cuf Zulassung der Frauen zu den berufsständigen Körperschaften. Abg. Frau Lüders( Dem.) empfiehlt den Antrag ihrer Fraktion Bor allem muß der wichtigste Berufsstand, der der Hausfrau, berücksichtigt werden. wirken; insbesondere der Abgeordnete Gothein habe mit bem Hinweis, jedem bürgerlichen Abgeordneten sei das Ehrenwort heilig und er werde es erfüllen, auch wenn es nicht schriftlich gegeben sei. Die Gewerkschaften haben seinerzeit diesem Absag des Abkommens ihre Zustimmung gegeben. Die Sozialisierungs tommission sei in ihrem jetzigen Bestande notwendig, weil sie noch eine ganze Reihe von wichtigen Fragen wissenschaftlich zu untersuchen habe. Die Kommunalisierung und die Sozialisierung. der Düngemittelindustrie seien zwei außerordentlich dringende Brobleme. Jeder Versuch, die Sozialisierungstommission in ihrer jegigen Form zu beseitigen, werde von der Arbeiterschaft als ein gegen sie gerichteter Schlag aufgefaßt und mit allen Mitteln betämpft werden. Der Minister Dr. Scholz versuchte einen Rückzug. Er habe nicht sagen wollen, die Sozialisierungskommission werde dem WirtGeneralversammlungsdelegierte, Betriebsräte, Betriebsobleute und Vertrauenslente des Deutschen Holzarbeiterverbaudes Die auf dem Boden der U. S. P. D.( Crispien- Ledebour) Stehenden Funktionäre nehmen am Sonntag, den 5. d. M., normittags 10 Uhr, in einer bei Böters, Weber str. 17, stattfindenden Konferenz zu folgender Tagesordnung Stellung: " Die selbständige Betriebsräteorganisation und die Gewerkschaften" Referent Genosse Alfred Berger. Funktionärausweise sowie Partei- und Gewerkschaftsbuch legitimieren. Bezirksverband Berlin- Brandenburg der U. S. P. D. Die Geschäftsleitung: J. A. Fritz Schneider. schaftsrat angegliedert werden, sondern nur, daß er diese Frage prüfen wolle. Beim Kapitel: Ausschuß zur Prüfung des Geschäftsgebahrens der Kriegsgesellschaften weist Abg. Krähig( Soz.) auf verschiedene Misstände in der Arbeit dieses Ausschusses hin, so haben gerade bie Herren, die am lautesten die Einsetzung des Ausschusses verlangt haben, bei der Mitarbeit am meisten versagt. Damit ist der Haushalt des Reichswirtschaftsministeriums erledigt. Die Abstimmungen finden bei der britten Lesung statt. Das Haus vertagt sich auf Montag, den 6. Dezember. Haus= halt des Ernährungsministeriums. Severing gegen die Orgesch Die preußische Landesversammlung hatte gestern wieder einmal einen Stadtragsetat in erster Lesung zu erledigen. Das ist jetzt der zweite Nachtrag zum Staatshaushalt, der gefordert ist. Ob er der letzte Nachtrag ist, wird wohl niemand mit Bestimmtheit zu behaupten magen. Entgegen sonstiger Uebung, solche Gesezentwürfe bei der ersten Lesung ohne Debatte in der Ausjchußigung zu beschließen, tam es jetzt zu einer kleinen Debatte. Genosse Ludwig von der U. S. P. nahm das Wort, um zu be= merken, daß die Fraktion der Unabhängigen schon hier im Plenum ihre Meinung jagen müsse, da man ihre Vertreter aus den Ausschüssen entfernt habe. Unsere Stellung zu dem vorliegenden Gesezentwurf, der große Summen in der Hauptlache für die Berstaatlichung der Polizei verlange u. a. allein 13 Millionen Mart für eine Telegraphenanlage sei strifte Ablehnung. Herr Heilmann von den Rechtssozialisten glaubte, einen Widerspruch feststellen zu müssen zwischen diesen Ausführungen und den Ausführungen des Vertreters der Unabhängigen in der Kommission, der die Notwendigkeit und Zwed mäßigkeit der vorgeschobenen Umwandlung der Polizei anerkannt habe. Dieser Vertreter sei der jezige Neutommunist Paul Hoffmann gewesen. Der Gesezentwurf wurde dann dem Ausschuß überwiesen. Die Fortsetzung der Debatte zum Etat des Ministeriums des Innern brachte zuerst Herrn Lüdide von den Deutschnationalen auf die Rednertribüne. Er ging scharf ins Zeug gegen den Minister des Innern, der gewagt habe, die Orgesch zu ver bieten. Diese Organisation, so behauptet der Spandauer Rechtsanwalt, sei notwendig als Selbstschutz des Bürgertums, da die Regierung nicht die Macht habe, diesen Schuz auszuüben, wie die unheimliche Häufung von Kriminalfällen der letzten Zeit beweise. Für ein Verbot fehle jede Unterlage, wie ja auch der Justiz minister anerkannt habe. Auch die Maßregelung von fapita listischen Beamten hat den 3orn des Herrn Lüdide erregt, wobei er die interessante Behauptung aufstellte, in den Kapptagen habe sich auch der jetzige Ministerialdirektor Freund der neuen Regierung zur Verfügung ge= ste II t. Dann sprach Herr Gerering, der Minister. Es mag gleich bes merkt werden, daß er den Fehdehandschuh, den ihm die Rechte durch den Herrn Lüdide hingeworfen, aufnahm. Er verwahrte sich gegen den Vorwurf, er verwalte sein Amt parteiisch. Er gehe ebenso scharf gegen ordnungsgefährdende Machenschaften von links vor, wie gegen die von rechts. Die Entwaffnung müsse nach beiden Seiten durchgeführt werden. Er könne den Arbeitern nicht sagen: Gröt die Waffen ab, und den Bürgern: Behaltet die Waffen. Die Häufigkeit der Kriminalität hier anzuführen, sei lediglich ein Beweis, daß man von der Rechten auch jetzt mit den Schäbigsten Mitteln der politischen Hezze arbeite. Alle Verhältniffe in Betracht gezogen, tönne Preußen in dieser Frage einen Bergleich mit anderen Ländern aushalten. Auch mit Bayern! wie Severing auf den Zuruf des Herrn von der Often hinzufügte. Als Schutz gegen Berbrecher fäme die Orgesch überhaupt nicht in Frage, dagegen erfreue sie sich der Sympathie der National bolshewisten und der Deutschnationalen. Er verlange, daß alle, die nicht von Amtswegen zum Waffenführen bestimmt seien, die Waffen abliefern. Wenn man sich auf die Anerkennung der Orgesch durch einen französischen General beziehe, so sei zu be merken: entweder verdiene Banern sich diese Anerkennung durch Füasamteit gegenüber französischen Bestrebungen, oder es bleibt Glied des deutschen Reiches, dann falle die Anerkennung weg. Severing äußerte sich dann über das Gutachten des Justiz ministers und saate, dieses sei ausgestellt worden, als noch nicht alle Tatsachen über die Draefch befannt gewesen seien. Er werde mit allen ihm au Gebote stehenden Mitteln wenn Richtersprüche etwa anders lauten sollten, werde er das bebauern. Dazu fönne er dann nur sagen: Wenn auch mal ein Spithube wegen Mangel an Beweisen freigesprochen werde die Bolizei fakt den Snigbuhen doch. Höher als vermeintliche rechtliche Normen stehe das Wohl des Boltes, und das gebiete ihm, mit aller Strenge geaen die Draesch vorzugehen. Abg. Simon: Die Abwesenheit von Hugo war mir nicht betannt. Sie ist auch kein Grund, von der Darlegung der Angelegenheit, die zu dem Etat gehört, Abstand zu nehmen. Die Tatsachen, die ich vorgebracht habe, sind bisher unwidersprachen diese bewaffnete Organisation befämpfen und geblieben. Es tommt darauf an, daß er an Interessenten herangetreten sei, um Mittel zu gewinnen für seinen Wahlfeldzug, an Interessenten, die er aufmerksam gemacht hat auf die großen Verdienste, die er den Interessenten durch die Aufhebung der Zwangs wirtschaft für Leder geleistet habe. enj bet gen jon Die 924 ris Des te dialisierungstommiffion über die Entschließungen soll bei der 3. Lesung stattfinden. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Die Abstimmung In der denn folgenden Einzelberatung erhebt beim Titel GoSoch( S03.) Einspruch gegen Beim Kapitel Sozialisierungstommission erhebt Abgeordneter bem Wirtschaftsrat anzugliedern. Es sei ein Bruch Des Märzabkommens und fachlich nach jeder Richtung hin unbe chaftsministers, rechtigt. bie die Absicht des WirtSozialisierungstommission In der Frage der Ernährungsschwierinfeiten versprach Sene ring, gegen fahotierende Bauern mit Polizeigemalt vorzunehen. Nach dem Minister Severing sprach der Abgeordnete Dr. Richter von der Deutschen Bolkspartei dem Severing nochmals erwiderte. Dann wurde die Debatte und die Sigung abgebrochen. Kommunisiennerhaltungen im beschten Gebiet. Der neutom munistischen Südwestdeutschen Arbeiterzeitung" aufolge. find bie Ortsgruppenleitungen der vereinigten fommunistischen Bartel und baß damals die Abgeordneten der demokratischen und der Zen Moche von der französischen Besagungsbehörde verhaftet worden. Abg. Dr. Hertz schließt sich dem Borrebner an und verweist darauf, der linten 1. S. P. in Höchst, Worms unb Mainz Tekte bie Erfüllung dieses Ablommens innerhalb ihrer Parteien zu setzten Gebiet an. Als Grund gibt das Blatt kommunistische Propaganda im be Auf Befehl der Unternehmer Der folgsame Reichsarbeitsminister Das Reichsarbeitsministerium hat freigewerkschaftlichen Spizenorganisationen folgendes Schreiben gerichtet: an die beiden Die Bereinigung Deutscher Arbeitgebernerbände hat mir eine Abschrift des Fragebogens übersandt, den die freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände an die freigewerkschaftlichen Betriebsräte zur Ausfüllung übersandt hat, und darauf hingewiesen, daß in dem Fragebogen Fra gen enthalten seien, deren Beantwortung leicht zu einer Ber legung des durch das Betriebsrätegesez den Mitgliedern der Betriebsräte auferlegten und strafrechtlich geschütten Betriebs oder Geschäftsgeheimnisfe(§§ 99, 70-72, 39, 41 BRG.) und dadurch mittelbar zur Erschütterung des Wirtschaftslebens führen könne. Im Hinblick auf die Aufgabe des Reichsarbeitsministeriums, die Ursachen drohender Arbeitskämpfe von vorn herein zu beseitigen, bitte ich ergebenst, mich zu einer Rüdsprache am Sonnabend, den 4. Dezember 1920, vorm. 10% Uhr, im Dienstgebäude, Scharnhorstsiraße 35, Zimmer 121, aufzusuchen. Gleiche Einladung nebst Abschrift dieses Schreibens geht an den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund und an die Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände. gez. Dr. Brauns. und An die freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin, Engelufer, an die Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände, Berlin. Die Afa hat darauf folgendes geantwortet: Wir haben aus dem Schreiben vom 26. v. M. entnommen, daß die Bereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände gegen einen von unfurer freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale verbreiteten Fragebogen Bedenken geäußert hat. Diese sehr verständliche Tat jache gibt uns aber feinerlei Beranlassung, mit außerhalb der ge werkschaftlichen Körperschaften stehenden Stellen in Erörterungen über den Inhalt und die Verbreitung von Drucksachen oder sons ftigen Materialien einzutreten. Wir bedauern doher, von Ihrer Einladung zu einer Rüdsprache am 4. Dezember teinen Gebrauch machen zu können und möchten meinen, daß dieselbe einer Ber fennung der Aufgaben des Reichsarbeitsministers gleichkommt. Allgemeiner freier Angestelltenbund( Afa- Bund) früher: Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände. gez. Aufhäuser. Wir stimmen der Antwort des Afa- Vorstandes durchaus zu und möchten nur noch feststellen, daß wir bisher noch sehr menig davon verspürt haben, daß das Arbeitsministerium feine Aufgabe, die Ursachen drohender Arbeitskämpfe zu bes seitigen, auch dann zu erfüllen gesucht hat, wenn solche Absichten bei den Unternehmern bestanden. In dieser Auffassung werden wir durch die jetzige Stellung des Arbeitsministeriums bestärkt, denn es wäre auch in diesem Falle eine dringende Pflicht gewesen, die Unternehmer darauf aufmerksam zu machen, daß in ihrer Absicht, wegen dieses Fragebogens einen Arbeitstampf heraufzubeschwören, eine frivole Erschütterung des Wirtschaftslebens liegt, gegen die das Arbeitsministerium rücksichtslos eins schreiten werde. Bost und Politik Die Poft als politische Zensurftelle Daß unter den höheren Postbeamten viele sind, die sich nach der Rückkehr des alten, reaktionären Systems sehnen, ist nicht zu bestreiten. Daß sich aber auch untere Behörden unerhörte Anmaßungen herausnehmen, das haben unsere Hamburger Ge nossen erfahren, die sich bei dem Bostamt 23 darüber beschwert hatten, daß die Post dem Betriebe der Hamburger Tri büne" besondere Schwierigkeiten bereite, indem z. B. Briefe und Inseratenaufträge 10 Stunden zu spät bestellt wurden. An den Genossen Bergmann ging auf die Beschwerde eine Antwort ein, in der folgende bezeichnende Stelle vorkommt: ,, Sie werden mir aber gestatten, daß ich auch einige Ausfüh rungen mache, die nur mittelbar zur Sache gehören. Ihre Bar teigruppe gilt im allgemeinen als deutschfeindlich. Sie seht der unerhörten Ausplünderung und Rechtlosmachung Deutschlands durch die westlichen Völkerverderber nicht nur feinen geistigen Widerstand entgegen, vielmehr erweckt ihr Verhalten den An schein, als ob sie die Verstlavung des deutschen Volkes billige. Daß dieses Verhalten vieler Führer der Parteigruppe tein be sonderes( im Schreiben unterstrichen) Entgegenkommen hervorrufen kann, werden Sie verständlich finden. Wenn Sie die Güte haben wollen, uns mitzuteilen, daß find, Gie persönlich nicht deutschfeindlich würde sich das Verhältnis zwischen Ihnen und unseren Angestellten bedeutend angenehmer gestalten(!) Für das Postamt 23: J. A. Carsten." Wenn solche selbstherrliche politische Zensur bereits von unteren Behörden ausgeübt wird, so ist das Ümfichgreifen der Reaktion in den höheren Schichten der Beamtenschaft nicht weiter ver wunderlich. Unabhängige Zeitungen werden wegen Deutsch feindlichkeit" durch die Post geschädigt und erhalten die ihnen zu stehenden Rechte nur dann, wenn sie einem Bostunterbeamten beutsche Treue schwören. Höher geht es in der freien Republic Deutschland" wirklich nimmer! Die Sammlung zugunsten der Opfer der Thal- Mechterstädter Mordaffäre, die vor einiger Zeit von dem Genossen Reichstags abgeordneten Wilhelm Bod mit verschiedenen Genossen einge Teitet wurde, hat ein erfreuliches Ergebnis gehabt. Eingegangen waren bis zum 10. November 32 954.65 Mart. Den Hinterbliebe nen sind davon sofort 10 000 Mart zugeführt worden, und der Rest wird dauernd weiter im Interesse der Hinterbliebenen verwendet. Enver Pascha aus Deutschland ausgewiesen. Nach einer Berliner Meldung des„ Echo de Paris" hat die Reichsregierung Enver Pascha, der sich seit einigen Tagen in Berlin befand, aufgefordert, Deutschland zu verlassen. Steigerung der englischen Kohlenförderung. Die Kohlenförde rung Englands ist in der am 20. Rovember zu Ende gegangenen Woche um 435 000 Tonnen gestiegen. Nenes Gemeindewahlgefeh in Italien. Die italienische Kammer hat mit 153 gegen 128 Stimmen das Gemeindewahlgesetz ange nommen, das die Verhältniswahl einführt und den Frauen das Wahlrecht verleiht. Die amerikanischen Verlufte im Weltfriege. Einer Reutermelbung aus Washington zufolge betragen die amerikanischen Ber lufte im Weltkriege nach endgültiger Feststellung 34249 Tote und 224 089 Verwundete. Französische Privatforderungen gegen Deutsche. Nach einer Meldung des französischen Ministeriums des Aeußern, haben bis her 4 277 Franzosen private Geldforderungen gegenüber Angehörigen des deutschen Reiches angemeldet. Dieje Forderungen be Laufen fich zufammen auf 528 159 662 Franken und erstreden fich auf 22 284 Schuldner. BILLIGE ANGEBOTE Damenwäsche Herrenartikel Taschentücher Damenhemd Renforce, mit riohlsaum und Stickeret- Ansatz... Damenhemd Renforce, mit I lohlsaum, Stickerel- Ansatz, Kniebeinkleid Hemden'uch, mit Volant und Hohlsaumlanguette.. Kniebeinkleid Re force, mit bretter Stickerel- Ansatz... Untertaille Hemdentuch mit Sticker el- Ansatz.. 39.75 Selbstbinder brelie, offene Form.... 43.50 Strickbinder gute Qualität...... 34.50 Farbige Garnitur 39.50 Zephir, Vorhemd und Manschetien Gummiträger starke Qualität.. 6.00 18.75 Oberhemden tarbig, mit stelfen oder weichen Manschetten 7.95 Damentücher Batist, mit Hohlsaum und gestickter Ecke 12.50 Damentücher mit Hohlsaum und gestickter Ecke, hübsche Ausführung 19.75 Kindertücher Linon, mit farbiger Kante 14.50 Herrentücher Linon, mit eingewebter Kante 98.50 Damentücher JANDORF Belle- Alliance- Str. Theater und Vergnügungen Große Frankfurter Str. Volksbühne Lessing- Theater Uhr: Nach Damaskus l. u. Il Tell Direkt. Victor Barnowsky Neues Volkstheater Köpenicker Str. 68. 7, Uhr: Jugend Broletaries Theater Kliems Festfäle Basenheide 13 Sonntag, d. 5. Des., abbs. 8 1.: Prinz Hagen von u. Einclaer. Heute bis Sonntag 7 Uhr: Flamme ( Dorsch, Hartmann, Kiala- Range, Prockij Montag 7 U.: Zum 1. Male: Amphitryo Deutsch. Künstl.- Theater Allabendlich 7 Uhr: Die Scheidungsreife ( Max Adalbert, Trude Hesterberg) Residenz- Theater ( Bahnhof Jannowitbrüde, Staatstheater. Untergrundbahnhof Klosterfir.) Opernhaus 71 Uhr: Salome Schauspielhaus 7 Uhr: Lady Täglich 7, Uhr: Windermeres Fächer von Oskar Wilde Hansi Arnstädt, Adele Sandrock, Der Kronprinz Carola Toelie, Arnold Korff, Jul. Falkenstein, Herm. Vallentin Direktion: Mar Reinhardt. Sonnabend 4 Uhr, kleine Preise: Deutsches Theater 7 Uhr: Der Arzt am Scheideweg Kammerspiele 7 Ubr: Er ist an allem schuld Die Spieler Der Heiratsantrag Großes Schauspielhaus Karlstraße 7 Uhr: Danton ( Geschlossene Aufführung) Theater L. D. Königgräger Str. 18 Uhr: Rausch ( Drska, Abel, Riemann, Richard, Aschenbrödel Trianon Theater Täglich: 7 Uhr: Kammermusik ( Lustspiel von Heinr. Jlgenstein) Curt Clewing, Eugen Burg, Olga Limburg, Hans Albers, Adele Hartwig, Luise Werk.neister, Sonnabend 4 Uhr, kleine Breife: Hänsel und Gretel Th. am Hollendorfpla 3 Uhr: Fra Diavolo 7 br: Wenn Liebe erwacht Stg. nachm. Drel alte Schachtein Beldtkirch, Dernburg, Pöiner). 18 Folies Caprice, 8 Sonnabend: Frau Margit ( Ritty Aschenbach, Hartau, Riemann, Mendes, Richard). Sonntag: Rausch Komödienhaus 18 U.: Die Sache mit Lola mit Max Pallenberg Josefine Dora a. G., Ortrub Wagner, Bicha, Haskel, Stieba, Kiper) Berliner Theater Täglich 7 Uhr: Die spanische Nachtigall mit Frizi Maffary ( Erik Wirl, Hans Waks Emmy Sturm, Olga Engl) mann, Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: Die Csikósbaroness Operette in brei Akten nach einem Motiv Betöfis von Friß Grünbaum. 7% Uhr: Rose Theater Der Erbförster Walhalla- Theater Zagl. 71, tg. 3, 11. 7 Uhr: Der schöne Wilhelm Beiurich amüsiert sich! Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Täglich 7% Uhr: Hoheit die Tänzerin Königstadt- Theater Alexanderstr.21 Bhf. Jannowitzb. Täglich Gala- Sänger 7.30 11.: 18 Casino Theater 18 Der Fehltritt einer Frau Stg. 3%, U.: Der Hausdradje Sanatorium Steinach Der gehornte Siegfried mit Ferd. Grünecker. APOLLO Friedrichstr. 218 Auftreten Kapitän Mansen mit seinen dressierten Seelöwen und die übrigen Dezember Senfationen!!! Residenz- Kasino Blumenstraße 10 Tägl. Gr. Ball für die ältere Jugend. Mur Rundtänge. Dienstags: Gratis Berlojung Donnerstags: Prämiierung Anfang 6 Uhr Theater a. Kottbuser Tor Tägl. 7, u. Sonntag nachm. 3 Uhr SCALA Lutherstr, 22/24. NEU! 715 Ssahib Nadschura mit ihrer indischen Karawane Cliff Curran das schwank. Phänomen ? Gestohlene Melodien? 2 Mercedes Der lebende Propeller Teje und André Expressionist. Tanzpaar Nächtliche Phantasien Von Otto Haas- Heya Ballet: Gérard Ritter u. Knappe Kraftjonglerie Walter Steiner und andere Sensationen Vorverkauf a. d. Kasse 10-2 Uhr, A. Wertheim and Invalidendank. Stg 3% U., halbe Preise Concordias Palast Theater 64 Andreasstraße 64 Filmschau: Gräfin Walewsta mit Hella Moja Auf der Bühne: Die gr. Varieté- Attraktionen ZIGARREN Brunnenstraße 2.15 3.95 325 2.85 5.90 Batist mit gestickter Edke..... 3 Stück im Karton 50 SpielwarenAusstellung Kot'buser Damm Konsum- Genossenschaft Berlin und Umg.+6 enthäutet, ohne Gefrorene Wildkaninchen, Kopf und Bein per Pid. 9 Kokosfett Kokosfett in 1- Pfund- Tafeln Schweineschmalz( kein KunstRein amerikan Margarine Oldenburger Hartkäse Zuckerhonig in Paketen Haferbackmehl Maismehl Maisgrieß Kaffee la Mischung Wilmersdorfer Straße Deutscher Metallarbeiter-Berband Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schnittarbeiter Emil Kroll Neukölln, Allerstraße 46, am 30. November gestorben ist งา J F für A falf tern Ber wese die Fische run wer drit chri jelb ich fic DO jer ri W ti U au C ein 907 da A Di la fil S tif mi ter be 213 Der In zur bie ten ILOT aud 50 Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. Dezember, nachm. 2, Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jacobys kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. E.G. m. b. H. M. " M " speisefett)" " 29 16, 17, 21,50 13,90 39 " 33 33 28 6, 33 6,75 9 33 3,50 4,50 4,50 99 Der Arbeiter 22 29 Pfd.- Paket 7,50 Spezial- Arzt Dr. Jaffé für Geschlechtss, Zurück Dr. Martha Ruben, Hauts, Harns, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Syphilis- Kuren, Blutuntersuchungen, Bestrahlungen mit Höhensonne, Blaus u. FinsensLicht; in ber Sels Dir. O. Löser, Münzstr.9 Aust. Löser", nahe Weranderplag. 9-1, 4-8, Sonntags 9.1. Damen feparat. Frauenleiden, Mieberschünemeide. FREIHEIT GMBH. BREITESTR.8-9 komb. Salvarsan Kuren, Blutunterfuchungen, im ältesten Kurs Spezial- Arzt Dr. Skont für alle Geschlechts, hartnäckige Harnleiden, Ausschlag, nerv.Schwäche, gegen Syphilis DRUCKERE! senior- 1,4-8.61.9-1. Dir.: Löser senior fitufer geöff. Nur Rosenthaler Str. 69-70 amen feparat Rosenthaler Platz. Jn 1 Stunde befeit. Sie unt. Garantie jede Läuse- Plage * Herstellung von Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren/ Kataloge auch Flöhe f. Brut( Niffe) bet Mensch. u. Tier m. m. gef. gefch. Mittel Spez.Massenauflagen Eckolda. Für Haut u. Haar unschädlich. Bu haben in Berlin bei den Drogisten E. Ohin, Moabit 21, Waldenferftr. 18, Klopsch, MD 43, Linienftr. 8, A. Brager, C, Neue Promenade 2, Pagelt, Charl, Wilmersdorfer Str. 155, Central Drogerie, Dresdener Str. 18, 2. Horn, W9, Linkftr. 46, Frig Krap, N, Reinickendorfer Str. 119, Humboldt Drogerie, N. Brunnenstr. 99, Otto Haan, Pankom, Breiteftr. 40, Franz Hempel, N, Schönhauser Allee 82, Grüne Dros gerie, Weißenfee, Berliner Allee 19. Bertreter A. Mattich, , Kaftanienallee 78. Weitere Wiederverkäufer gesucht. Flugblätter/ Prospekte Kostenanschläge u. Entwürfe jederzeit Bei Lungenleiden u. Halskrankheiten TELEFON: ZENTRUM verlangen Sie kostenlos ausführliche, ärztliche Broschüre über Sanitätsrat Dr. Weise's Broncholin- Hauskur. aus eigener Fabrik und Dr. Gebhardt& Cie., Berlin 318, Potsdamer Str. 104 c. anderen renommierten Fabriken riefig billig. ZIGARETTEN deutsche und englische Marken billiaer wie überall Schlaraffia Potsdamer Str. 26 b. Münzstr. 2 und Neukölln, Bergstraße 52-53. Achtung, Braufleute! 1 Dukaten- Trauring 99 2030, 2645, 4518, 4603 5Tag zur Probe an " 99 " Andere 900 gestempelt 150 Mk. 585 105 99 65 333 inkl. Luxussteuer. Jeder Ring ist tugenlos aus massivem Golde hergestellt bei voller Garantie tür Feingehalt! Jede Größe am Lager. Elite- Sänger G. Alb. Thal Ab 1. 12. das große Weihnachts- Programm! Vorverkauf: 11-1% u. 4-6 U. AFTRO VARIETE 7% KABARETT Benrenstraße 54. n ang paz. 14 Unr: Riesen- Walknadits- Spielplan 5 Rothenecks Michal'ow Bonita Bero! Paul Steinitz Hanni Garden Reeves& Reeves Emmy Perro Lachpillenwolff Annie Wilkens Schulhoff Green& Wood, Lola Gray Karen Zabal, Elsa Regür Erstes Berliner Spezialgeschäft für Trauringe. 19, Seydelstraße 5 elektr. ( Spittelmarkt. Eigene Fabrikation. Massageinstitut Bibration. Schmetter Luise Schmidt, ärstl. geprüft. Surfürft 4671. Botsdamer Straße 68( B0fomstraße). Spe Beh. Ischias #ur für in Hüft., Gefäß u. Bein. Da schw. Fälle in 15 Tagen bes feit. m., hierüber unantastb. Heilerf. besteh. u. Referenzen. Invalidenstr. 106, Jacoby von 9-3. Apparate mit und ohne Erichter (! in großer Wahl laut Prefette P mit bedingungslosem Rücksendungsrecht bei Nichtgefallen gegen bar sowie gegen bequeme Teilzahlungen Jiefere ich überallhin den nebenstehend abgebildeten ca. 40 cm großen trichterlosen LuxusSprechapparat ,, Mira". Lieferung erfolgt ohne Preiserhöhung zum Originalfabrikpreise franko und emballagefrel. Platten nach Ihrer Wahlebenfalls gegen Teilzahlung. Berlangen Sie sofort per Postkarte illuftr. Mira" Prospett gratis und frei. Alexandrinenstr. 97 Walter H. Gartz Postfach Berlin$ 42 Tel: Moritzpl. 12802-04 Jeder Arbeiter, Angestellte, Betriebsrat muss lesen Spectator: Das Sozialisierungsproblem in Deutschland Preis Mk. 7.50, geb. 11. sut beziehen durch alle Buchhandlung n sowie direkt durch A. Seehof& Co. Verlag, Berlin C54. Kreuzfühle 300 m. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, das folgende Mitglieder verstorben sind: Arthur Kosinski Brandenburgstraße 8, am 25. v. Mts. Der Maschinenarbeiter Edmund Hennig, Oberschöneweide, Tabbertstraße 31, am 28. v. Mis. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung Deutscher Metallarbeiter- Berh Berwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienſtr. 83-85 Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nadm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Sonntag, den 5. Dezember 1920, vormittags 9 Branchenversammlung der Drahtarbeiter Groß- Berlins im Lokal von Wollschläger, Adalbertstraße 21. Tagesordnung: 1. Jahresbericht der Branchenleitung. 2. Menmahl der Branchenleitung. 3. Bericht über Berhandlungen mit den Unternehmern. 4. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Sonntag, den 5. Dezember 1920, vormittags 10 2 Branchenversammlung der Emaillierer und verwandten Beru Berlins und Umgegend im Dresdner Garten", Dresdner Str. 45a, Ecke Bringe Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Urich über:„ Die Entwicklung Deutschen Gewerkschaften. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 2 Auf Beschluß der Generalversammlung müssen in allen B fammlungen, die zur Politik unserer Gewerkschaft Stella nehmen, alle Richtungen zu Worte kommen. Die Ortsverwaltung Münzen:: Briefmarke kauft Großmann, Johannisstr. Norden 106 21. Nur solange Borrat reicht liefern Klassiker 1 Band 134624212444 4 15. Mar 50.60.138. bur die tali bol run 2 da gen mil Jur Sto an Ge pat 43) Gi Ja Bimm ich in wohn nicht Un daß übrig reife alles loren Ja über mußt gorie einen chrei aus ausg tifche Gam den erhal 68. Zeit Chamisso- Werke Freiligrath" GoetheGoethes Heines 3 Bände 99 " " 132. 12 19 " 募 Heine Jbsen Lenaus " 22. leibt " 9 93 1 Band 15. wollt 2 Bände 30.groß Lessings " 60.jollte " Reuters 60. " wänd " Schillers " 60.haber " trägl wun über wirt durch unun AL auch lange mein und Damens Shakespeares, Buchhandlung Freiheit 差 Berlin C2, Breite Straße 8-9 Beizmäntel, perren- Gels u. Sportprize is je, ofte der Auch in allen Filialen der„ Freiheit“ erhältli Breife berabgefent. Ferner Eutawans, Paletots, Ulfter, früher bis 1200 m., jest 350 bis 450. Große Posten Sosen, Stück 60.( Keine Lombardwaren) Leibhaus Morigpiaz 55 a. Größtes Spezialhaus dief. Art. Versand auch nach auswärts! Besuchen Sie unsere Weihnachts- Bücher Ausstellung Breite Straße 8/9 C Berlin C2 Geöffnet von 4 bis 7 4. 5 5 5 0 0 Be d ber ift ber, obys Lieber g 83-85 91 ng En. 10 ng Beru ringer fung Hen Stella Leung The sstr. Mar it" -9 ättid ! 16 43) Nr. 512 Internationaler Gewerkschaftskongreß ( Eigener Bericht der Freiheit".) London, 26. November. Dumoulin( Frankreich) erstattet den Bericht der Kommission für die Zurückweisung der Moskauer Angriffe Der soeben gefaßte einmütige Beschluß beweise, wie nichtig und falsch die Beschimpfungen der Kussen gegen die Amsterdamer Internationale seien. Man sei in der Kommission einmütig in der Berurteilung der russischen Kampfesweise und Beschimpfungen wesen. Aber beim Uebergang zur fonkreten Stellungnahme, seien die Italiener und Norweger nicht mehr mitgegangen. Die ruffifche Regierung pflege in ihrem Verkehr mit bürgerlichen Regierungen einen viel ruhigeren, höflicheren Ton zu finden. Die Gewertschaftsinternationale unterscheide sich sehr wesentlich von der dritten Internationale, weil sie die Freiheit auf ihr Banner gechrieben habe und nicht gewillt sei, fich irgendeiner Regerung, selbst wenn sie sozialistisch set, zu unterwerfen. Entschließung. Der außerordentliche Kongres des Internationalen Gewerks schaftsbundes, auf dessen Tagung in London 26 000 000 organifierte Arbeiter in 18 Ländern vertreten sind, nimmt kenntnis von den erneuten Angriffen und Verleumdungen, die gegen die jen Kongreß von den Führer der britten Internationale ges richtet wurden, Bertembungen und Anwife, wie sie teines wege als augeneleve Caeterungsformen unter freten und tule tivierten Menschen angesehen werden können. Der Kongres bemerkt, bak bas jüngste Manifest einerseits die Unterschriften von Lenin, Sinowiew, Radet, Bela Khun u. a., aubererseits aber auch die von Tomsty, Lojowsky, Kosmer und Chabline trägt, die entgegen den Tatsachen behaupten, daß sie einen Internationalen Gewerkschaftsbund vertreten. Der Kongres bemerkt ferner, daß die Unterzeichner dieses Manifestes ihre Kriegserklärung in dem Sage zusammenfassen, daß die syndikalistische Moskauer Internationale die gelbe Amsterdamer Internationale zertrümmern werde". Der Kongreß nimmt mit Rüdicht auf die tatsächliche Lage der Dinge an, daß diese Angriffe nicht von dem Proletariat Ruß lands herrühren, daß man dieses daher auch in feiner Weise das für verantwortlich machen darf. Weiter betont der Kongreß, daß diese verleumderischen Kritilen und diese Kriegserklärungen entweder nur die völlige Unwissenheit über die Zusammensetzung und die Tätigkeit des Internationalen Gewerkschaftsbundes dartun oder aber den unbestreitbaren bösen Willen beweisen, der dem unheilvollen Wunsche entspricht, die Arbeiter- Organisationen aller Länder zu vernichten. Der Kongreß weist mit allem Nachbruck die gegen ihn und die Internationale Arbeiterbewegung gerichteten Verleumdungen zurüd. Indem der Internaonale Gewerkschaftsbund sich gegen alle biese Verleumdungen wendet, erklärt er, daß er sich weder spalten noch vernichten lassen wird. Er sichert den angeschlossenen Zentralverbänden volle Autos nomie und Bewegungsfreiheit zu, aber er verlangt von ihnen uch, allen Aufforderungen außenstehender Körperschaften, ihre Sonderbestrebungen in der Gewerkschaftsinternationale zu unterigen, die Gefolgschaft zu versagen. Der Kongres bestätigt, daß der Internationale Gewerkschaftsbund und seine Zentralverbände aller Länder ihre Tätigkeit auf die Umgestaltung der Gesellschaft und die Beseitigung des Tapitalistischen Ausbeutungssystems richten. Dies geschieht unter voller Berücksichtigung der Lebensgewohnheiten, der Ueberliefe= rungen und der tatsächlichen Lage in jedem Lande. Aus diesen Gründen erinnert der Kongreß an die Tatsache, daß die gewerkschaftliche Internationale sich gegen die Regierun gen gefehrt hat, die die Gegenrevolution unterstützen und die militärischen Unternehmungen gegen die bereits auf dem Wege Jur Freiheit vorwärtsmarschierenden Böller begünstigen. Trotz dieser Berleumdungen und ihrer Verbreiter richtet der Rongreß seinen Appell an das Proletariat Rußlands sowohl wie an alle anderen Arbeiter, die über die Ziele des Internationalen Gewerkschaftsbundes irregeführt wurden: Der Kongres erklärt hiermit seine volle Solidarität und Sympathie mit ihren Leiden und revolutionären Bestrebungen. Er Hunger Roman von Knut Samsun. Beilage zur„ Freiheit" ladet sie ein, sich dem Internationalen Gewerkschaftsbunde anzuschließen und durch ihre Kampffraft die des übrigen Proletariats zu stärken und so der gesellschaftlichen Reaktion eine geschlossene Front gegenüberzustellen." D'Aragona( Italien) verteidigt die Haltung der Italiener. Die von den Russen erhobenen Vorwürfe seien zum Teil dadurch veranlaßt, daß ein Teil der gewerkschaftlichen Landeszentralen während des Krieges sich an die Seite ihrer Regierungen gestellt habe. Jedoch könne er die Methoden der Polemit, wie sie von den Russen beliebt wird, nicht gutheißen. Die Jtaliener stimmen nur deswegen nicht für die Resolution, weil sie sich nicht mit der Haltung einiger Führer der gewerkschaftlichen Landeszentralen identifizieren wollen. Sie stimmen andererseits aber auch nicht gegen die Resolution, um nicht den erhobenen Entschuldigungen beizutreten. Crisson( Belgien) ist von der Erklärung der Italiener nicht befriedigt und fügt hinzu, daß nach der Kommissionssizung bekannt geworden sei, daß d'Aragona in Moskau sich schriftlich verpflichtet habe, auf diesem Kongreß für die Orientierung der Gewerkschaftsinternationale zum Bolschewismus zu wirken. Auf der anderen Seite jedoch habe er zugegeben, daß die Gewerkschaftsbewegung Rußlands zerrüttet sei. Die Resolution ziehe einen deutlichen Strich zwischen den Arbeitern Rußlands und ihren Führern, die nichts von der Gewerkschaftsbewegung wissen und zum größten Teil weder organisiert noch in der Gewerkschaftsbewegung tätig gewesen feien. Bourderon( Frankreich) wirft den Italienern vor, daß sie vor fünf Jahren nicht so grundsätzlich gewesen seien: im Gegenteil hätten die italienischen Delegierten auf der Zimmerwalder Konferenz eine sehr unflare Haltung eingenommen gegenüber der volltommen flarer and unzweideutigen der Franzosen. D'Aragona verteidigt sich gegen diese Vorwürfe damit, daß er felbft damals nicht in 3immerwald hätte sein fönnen und die Italiener nur durch Morgari vertreten waren, während den anderen die Pässe verweigert wurden. Wenn der von den Jtalienern eingesandte Bericht über ihre Stellung den Delegierten vorgelegen hätte, wäre die Diskussion wohl erspart geblieben. In diesem Bericht teilen sie mit, daß sie in Moskau folgende drei Berpflichtungen übernommen hatten: 1. Verurteilung der Versuche, die linksstehenden Elemente aus den Gewerkschaften auszustoßen; 2. bestrebt zu sein, um die Opportunisten aus den Gewerkschaftsleitungen zu verdrängen, die mit der Bourgeoisie solidarisch sind; 3. Bildung tommunistischer Zellen zur energischen Vertretung der proletarischen Interessen. Im übrigen seien die italienischen Gewerkschaftsvertreter feine Bolschewisten und auch die italienischen Gewerkschaften der dritten Internationale nicht angeschlossen. Eine weitere Verpflichtung, die ihnen von Moskau auferlegt werden sollte, ein internationales Komitee zu bilden zur Umgestaltung der Gewerkschaftsbewegung und ihrer Annäherung an die dritte Internationale sei von ihnen nicht übernommen worden. Auch sie lehnen es entschieden ab, eine Einmischung der politischen in die gewerkschaftliche Bewegung und deren Beherrschung durch erstere zuzulassen. Fimmen weist in der Diskussion noch darauf hin, daß die Jtaliener sich vieles in der Kritik und Diskussion hätten ersparen fönnen, wenn sie der Aufforderung, den Vizepräsidenten in das Bureau zu entsenden, nachgekommen wären, Der Platz stehe ihnen heute noch offen und durch die Mitarbeit hätten sie erkannt, daß der Charafter der Gewerkschaftsinternationale ein ganz anderer sei, als manche glauben. Nach kurzer Aeußerung des holländischen Delegierten und der Versicherung des norwegischen, daß seine Ablehnung der Resolution feineswegs eine Gutheißung der erfolgten Angriffe bedeute, sondern nur aus der Befürchtung heraus geschähe, daß durch die Resolution die Russen zu neuen Angriffen schreiten tönnten, wurde die Resolution mit allen Stimmen gegen die der Norweger und unter Stimmenthaltung der Italiener angenommen. London, 27. November. Zu dem gestern gefaßten Beschluß, der die Moskauer Angriffe zurüdweist, wurde heute noch folgender Zusagantrag gegen die Stimmen der Norweger angenommen: " Dieser Kongreß erklärt, daß das Regieren eines Landes und die Leitung der Arbeiter- Internationale zwei grundverschiedene und unvereinbare Dinge sind und daß es nicht statthaft ist, daß die Häupter einer Regierung, selbst einer kommunistischen, gleichzeitig die Führer der Arbeiter- Internationale sind." Hierauf erstattet Jouhaux( Frankreich) den Bericht der Delegation des Internationalen Gewerkschafts- Bundes in das Ruhrgebiet. Die nach dem Ruhrgebiet entsandte Kommission habe festgestellt, daß die Lage dort außerordentlich schlimm, eine leberbevölkerung vorhanden, das Leben außerordentlich teuer, die und steif vor Kälte und Abspannung; ich erhob mich daher und ging auf die Straße hinaus. Während der letzten halben Stunde hatte mich auch Kindergeschrei aus dem Familienzimmer gestört: ich hätte daher unter allen Umständen jetzt nicht weiter schreiben können. Ich machte einen langen Spaziergang über Drammensvejen und blieb bis zum Abend fort, während ich fortwährend darüber nachdachte, wie ich mein Drama fortsegen würde. Als ich an diesem Abend Ein paar Tage vergingen. Ich hielt mich unten bei der Familie auf, weil es im Vorsimmer, wo fein Ofen stand, zu falt war; auch nachts schlief ich im Zimmer auf dem Fußboden. Der fremde Seemann wohnte immer noch in meinem Zimmer und schlen überhaupt heimkehrte passierte mir folgendes: nicht so bald ausziehen zu wollen. Um die Mittagszeit tam die Wirtin herein und erzählte, daß er ihr einen ganzen Monat im voraus gezahlt habe; übrigens wolle er das Steuermannsexamen machen, bevor er reise; deshalb hielt er sich in der Stadt auf. Ich hörte dies alles und begriff nun, daß mein Zimmer für immer vers loren fei. Jch ging ins Borzimmer hinaus und setzte mich; sollte ich überhaupt das Glüd haben, etwas schreiben zu können, so mußte es hier draußen sein, wo es still war. Meine Alle gorie beschäftigte mich nicht mehr; ich hatte eine neue Idee, einen ganz vortrefflichen Plan; ich wollte einen Einafter schreiben, ein Drama, das Zeichen des Kreuzes," ein Stoff aus dem Mittelalter. Besonders hatte ich mir schon alles ausgedacht, was die Hauptperson betraf, eine herrliche, fanatische Dirne, die im Tempel gesündigt hatte, nicht aus Schwäche und nicht aus Begierde, sondern aus Haß gegen den Himmel; sie hatte am Fuße des Altars gesündigt, aus erhabener Verachtung für den Himmel Ich stand vor einem Schuhmacherladen ganz unten auf der Karl- Johann- Straße beinahe schon am Eisenbahnplay. Gott mag wissen, weshalb ich gerade vor diesem Schusterladen Stehen geblieben war. Ich sah ins Schaufenster hinein, dachte aber gar nicht daran, daß mir gerade jezt Schuhe fehlten; meine Gedanken waren weit fort, in anderen Weltgegenden. Ein Schwarm plaudernder Menschen ging hinter mir vorbei, aber ich vernahm nichts von dem, was gesprochen wurde. Da grüßte eine laute Stimme: , Guten Abend!" Die„ Jungfrau" begrüßte mich." , Guten Abend!" erwiderte ich abwesend. Jch blickte die " Jungfrau" einen Augenblick an, bevor ich ihn erkannte. ,, Nun, wie geht's?" fragte er. „ Na, ganz gut... wie gewöhnlich!" " Sagen Sie mal... Sie sind also noch bei Christie?" ,, Christie?" " Mich dünft, Sie hätten mir mal gesagt, Sie seien Buchhalter beim Großhändler Christie?" O ja; nein, das ist vorbei. Es war unmöglich, mit dem Menschen zu arbeiten; es löste sich sehr bald von selbst." ,, Weshalb denn?" Zeit verging. Zuletzt stand sie vor meinem Blid, wie sie Ich wurde immer begeisterter für diese Gestalt, je mehr leibte und lebte, und gerade so, wie ich sie herausarbeiten wollte. Ihr Körper sollte mangelhaft und abstoßend sein, groß, sehr mager und ein wenig dunkel, und wenn sie ging, follten ihre langen Beine bei jedem Schritt durch ihre Gec wänder sichtbar sein; auch große, abstehende Ohren sollte sie haben. Kurzum, sie sollte nichts fürs Auge sein, faum er träglich anzusehen. Was mich an ihr interessierte, war ihre wundervolle Schamlosigkeit, dies verzweifelte, gehäufte Maß nicht. überlegter Sünden, die sie begangen. Sie beschäftigte mich " Ach, ich schrieb mal was Falsches und da..." „ Gefälscht?" Gefälscht? Da stand nun die„ Jungfrau" und fragte geradezu, ob ich gefälscht habe! Er fragte sogar hastig und voll Interesse. Ich sah ihn tief getränkt an und antwortete " Ja, ja, bu lieber Gott, das fann dem besten passieren!" ich gefälscht hatte. wirklich allzusehr; mein Sirn war geradezu ausgeweitet sagte er, um mich zu trösten. Er glaubte noch immer, daß durch dieses Mißbild eines menschlichen Wesens. Ich schrieb ununterbrochen ganze zwei Stunden an meinem Drama. Als ich zehn Seiten fertig gebracht hatte, oder vielleicht auch zwölf, oft mit der größten Anstrengung, zuweilen mit langen Zwischenpausen, in denen ich vergeblich schrieb unb meine Bogen entzweireißen mußte, war ich müde geworden Was: ja, ja du lieber Gott, das fann dem besten pasfieren?" fragte ich.„ 3u fälschen? Sören Eie mal, mein Bester, glauben Sie wirklich, daß ich eine solche Niederträch tigkeit begangen habe? Jch?". Aber, Berehrtester, ich glaubte, Sie sagten.. Freitag, 3. Dezember 1920 Nahrungsmittelzufuhr durchaus ungenügend set. Und auf Grund dieser Tatsachen erklärt sie, daß alle interessierten Meldungen der Entente- Presse, die das Mißtrauen zwischen den beiden Bölkern Die schürt, vollständig falsch und erfunden sind. Bergarbeiter sind mit allen Kräften bestrebt, ihrerseits den eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen und haben sie auch ge= halten. Weniger indessen die Behörden, die verbesserte Ernäh rung für die erhöhte Leistungsanforderung zugesagt hatten. Darum müsse alles geschehen, um die Lügen der Militaristen zu zers stören. Die französische Arbeiterschaft sei entschlossen, alles aufzubies ten, um diesen Militarismus zu bekämpfen, wenn sie wisse, daß sie von den deutschen Arbeitern in ihrem Lande unterstützt werde. Wörtlich fuhr er dann fort: Weil wir wissen, daß pir französ fischen Arbeiter niemals unter der Drohung der Maschinengewehre arbeiten würden, tönnen wir es auch nicht von den deutschen Arbeitern verlangen. In diesem Falle ist es die Pflicht der deutschen Arbeiter, die Arbeit zu verweigern und die französische Arbeiterschaft würde in solchem Falle das Aeußerste zur Unterstützung ihrer deutschen Brüder tun. Wir sind uns bewußt, daß es sich hierbei nicht um einen akademischen Beschluß handelt, sondern um einen solchen von weittragender Bedeutung, der morgen vielleicht schon, wenn es notwendig wird, in die Wirklichkeit umgesetzt werden muß." 64 Legien( Deutschland) dankt im Namen der deutschen Deles gierten der Kommission für die Enquete. Er macht darauf aufmerksam, daß, wenn die Kommission die volle Leistungserfüllung der Bergarbeiter festgestellt habe, diese Leistung nur dadurch mög lich gewesen sei, daß eberarbeit durch Verfahren von zwei Ueberschichten geleistet worden sei und zwar auf Kosten der Gesundheit der Bergarbeiter. Er regt ferner an, daß, menn neue Berhandlungen über ein Abtommen wegen der Kohlenlieferung stattfinden, auch die Arbettervertreter Frankreichs und Englands zu diesen Verhandlun gen zugezogen werden. Er wendet sich dann in längeren Aus führungen gegen die Auslegung, die der Friedensvertrag vielfach durch die Alliierten erfahre und verweist als Beispiel auf das Verlangen der Vernichtung der Dieselmotore. Auch das Verlangen auf Ablieferung der 810 000 Milchtühe wird von ihm angezogen. Thomas( England) erwidert Legien, daß seine Worte in erster Linie an die Franzosen zu richten seien, die ihre imperialistischen Ziele rücksichtslos weiter verfolgen. Hierauf wurde die folgende Resolution einstimmig an genommen und auch dem vorgelegten Bericht einmütig zugeftimmt. Resolution betreffend das Ruhrgebiet „ Der vom 22. bis 27. November in London tagende Außers ordentliche Internationale Gewerkschaftskongreß erhebt nach Kenntnisnahme des Berichtes der vom Internationalen Ges werkschaftsbund in das Ruhrgebiet entsandten Untersuchungsa tommission energischen Protest gegen die angedrohte Besetzung dieses Gebietes durch die Truppen der Entente. Der Kongreß stellt fest, daß eine derartige Maßnahme ein wicht zu rechtfertigender Gewaltatt sein würde, eine Bergewaltigung der getroffenen Abkommen, eine Vergewaltigung der Freiheit und der Bestrebungen der Arbeiter zur Sozialisierung der Bodenschätze, ein Schlag des Internationalen Kapitalismus gegen die Arbeiterbevölkerung. In der Ueberzeugung, daß die Be jegung des Ruhrgebietes verhängnisvolle Folgen haben und der Reaktion und dem Militarismus zugute kommen würde, daß sie den Gefahren, welche die Welt bedrohen, noch eine neue hinzufügen und ein unübersteigbares Hindernis bilden würde für die Wiederaufnahme der normalen Verbindungen zwischen den Völkern, erklärt der Kongreß, daß die organisierten Arbeiter bereit sind, sich mit allen Mitteln einer derartigen Maßs nahme zu widersetzen und zu verhindern, daß die Arbeiter des Ruhrgebietes einer militärischen Unterjochung unterworfen werden. Der Kongreß erklärt, daß die Kohlenfrage nicht durch milis tärische Gewaltatte, sondern nur durch eine internationale Dr ganisation der Produktion und der Verteilung aller Rohmaterialien gelöst werden kann, wie sie bereits der Internatios nale Bergarbeiterkongreß in Genf gefordert hat. Der Kongreß erklärt, daß ganz im besonderen die Produktion im Ruhrgebiet unbestreitbar abhängig ist von einer guten Les bensmittelversorgung der Grubenarbeiter. In Erwägung, daß die Bergarbeiter die in Spaa eingegange nen Verpflichtungen voll erfüllt haben, verlangt der Kongres auch für sie die Erfüllung der Versprechen, welche ihnen als Gegenleistung gemacht worden sind. Er weist hin auf die ernste ,, Nein, ich sagte, ich hätte einmal was Falsches geschrieben, eine Jahreszahl, eine Kleinigkeit, wenn Sie es durchaus wissen wollen, ein verkehrter Federstrich das war mein ganzes Verbrechen. Nein, Gott sei Dant, man weiß doch wohl, Recht von Unrecht zu unterscheiden! Wohin würde es auch wohl mit mir fommen, wenn ich meine Ehre befleckte? Ich werde nur noch von meinem Ehrgefühl getragen. Aber ich hoffe auch, daß es start genug ist; jedenfalls hat es mich bis jetzt bewahrt." Ich warf den Kopf in den Naden, wandte mich von der " Jungfrau" ab und sah die Straße hinunter. Mein Blid fiel auf ein rotes Kleid, das auf uns zufam, eine Frauengestalt neben einem Manne. Hätte ich nicht gerade dies Gespräch mit der„ Jungfrau" gehabt, hätte sein grobes Mißtrauen mich nicht verlegt, und hätte ich nicht gerade in diesem Augenblick den Kopf in den Nacken geworfen und mich bes leidigt abgewandt, so wäre dies rote Kleid wahrscheinlich unbemerkt an mir vorübergegangen. Und was fümmerte es mich denn auch im Grunde genommen? Was ging es mich an, selbst wenn es das Kleid der Sofdame Fräulein Nagel gewesen wäre? Die„ Jungfrau" stand und sprach und versuchte, den Jrr tum wieder gutzumachen; ich hörte gar nicht darauf, sondern starrte fortwährend auf dieses rote Kleid, das immer näher fam. Eine Bewegung durchzuckte meine Brust, ein leiser, gleitender Stich; in Gedanken flüsterte ich, flüsterte, ohne den Mund zu bewegen: „ Vlajali!" Jeht wandte auch die„ Jungfrau" fich um und entdeckte die beiden, die Dame und den Herrn, grüßte fie und sah ihnen nach. Ich grüßte nicht, oder vielleicht grüßte ich doch, unbewußt. Das rote Kleid ging die Karl- Johann- Straße hinauf und verschwand." ,, Wer war der, der mit ihr ging?" fragte die„ Jungfrau". „ Der Herzog", haben Sie nicht gesehen? Er wird, Herzog" genannt. Kannten Sie die Dame?" „ Ja, von Ansehen. Sie nicht?" " Rein", antwortete ich. " Mich dünkt, Sie grüßten so tief?" " Ich?" " Ha, ha! Vielleicht nicht?" sagte die„ Jungfrau". „ Sonderbar! Und sie hat die ganze Zeit nur Sie ana gesehen. Woher fennen Sie fie?" fragte ich. ( Fortsetzung folgt.) Lage, in der die arbeitende Bevölkerung des Ruhrgebietes fich befindet, auf das Elend, das die Jugend mit dem Tode bedroht, und verlangt, daß Maßnahmen zur Beseitigung dieses entsegs lichen Zustandes getroffen werden. Der Kongreh erklärt schließlich, daß die Wiederherstellung der durch den Krieg zerstörten Gruben nur das Werf freier, von dem gleichen Willen zur Freiheit und zum Frieden beseelten Arbeiter sein fann." Nach kurzen Schlußworten des Borfizenden und des Genossen Fimmen ging man unter dem Gesang der Internatio nale, beseelt vom besten Geiste gestärkter Kameradschaft, aus einander. Groß- Berlin Um einen alten Hut Bor einigen Tagen hatte in auf dem Amtsgericht zu tun. In bem Gerichtszimmer saßen die aufgerufenen Bartelen als Zu höhrer und amüsierten sich an dem Streit, den andere Leute führ= ten. An ihren eigenen, der vielfach ebenso fleinlich oder anrüchig war, dachten sie im Augenblid nicht. Der Richter erledigte alles mit der schnellen Geschäftigkeit, die man überall bei den Amtsrichtern findet: Schuldforderungen, Pfändungssachen, Alimentenforderungen, Ehescheidungen usw. Einige Sensatiönchen find immer dabei, und die erschienenen Parteien, die noch nicht an der Reihe sind, kommen auf ihre Kosten und brauchen über Langemeile nicht flagen. Eine neue Sache" wird aufgerufen. Der Arbeiter lagt gegen die Zimmervermieterin Frau auf Herausgabe eines Sutes. Der Sohn des Klägers hat nach seiner Entlassung aus der Reichswehr bei der Beklagten gewohnt. Er hat seinem Bater außer anderen Sachen auch den Hut entwendet. Diesen Hut hat die Beklagte als Pfand einbehalten, weil ihr der Sohn des Klägers eine Summe von rund 200 M. schuldig geblieben ist. Der Richter fragt den Kläger, was der Hut wert sei.„ 19,50 M. hat, er seinerzeit gekostet" ist die Antwort. Also sagen wir, daß er heute 40 M. wert sein würde," bemerkt wieder der Richter. ,, ch, es ist ja ein ganz alter Hut, innen schon ganz schmutzig und zerrissen," erwidert die Beklagte. Wollen Sie den Hut denn herausgeben?" fragt nun der Richter. Ja, wenn ich mein Geld befomme," erhält er zur Antwort. In das Frage und Antwortspiel mischen sich dann noch allerhand gegenseitige Liebenswürdigkeiten" zwischen dem Kläger und der Beklagten, die die Lachlust der Zuhörer reizen. Der Richter meint, daß er noch das Zeugnis des Sohnes des Beklagten nötig hat und segt einen neuen Termin an. Ein Hut, der 19,50 M. gekostet hat, jetzt aber schon ganz schmugig und zerrissen" ist! Ist das nicht ein würdiges Streit objett? Welcher Apparat wird da aufgeboten? Und wieviel Zeit wird wegen solcher Bagatelle vertröbelt? Zeit- und Geldverlust, denn sowohl Kläger wie Betlagte büßen Arbeitslohn ein. Beim Justizetat im preußischen Landtag wurde fürzlich von bem Regierungsvertreter eine Bermehrung ber Richterstellen ge fordert und mit der Belastung der Gerichte motiviert. Mit wies viel alten Hüten müssen sich denn unsere Richter befassen? Mir scheint, daß recht viele Leute ihren gefunden Verstand verloren haben, denn sonst würden sie etwas besseres beginnen, als sich zum Gaudium ihrer Mitmenschen um einen alten Sut herumzuzanken. Da sind die Sohenzollern doch großzügiger; fie machen es nicht unter ein paar Millionen. Berlegung ber Bezirksversammlung bes 17. Bezirks. Wegen Behinderung mehrerer Mitglieder der Bezirksversammlung findet bie Sigung der Bezirksversammlung nicht am Freitag, sondern am Sonnabend, den 4. Dezember d. Js., nachmittags 5 Uhr im bisherigen Stadtverordneten- Sigungsjaale des Lichten berger Rathauses, Möllendorfstraße 6, 1 Treppe, 3immer 25, mit der bereits mitgeteilten Tagesordnung statt. Der Fremdenverkehr Berlins weist für den November einen Rüdgang von etwas über zehntausend auf, erreicht aber immerhin noch, wie uns die Zentralstelle für den Fremdenverkehr GroßBerlins mitteilt, die stattliche Zahl von 111 962 Gästen. Aus bem Auslande tamen 11 122 ein zehnprozentiger Auslands= verkehr entspricht den gewohnten normalen Verhältnissen. Auch bie Berteilung dieses Auslandsverkehrs hat sich inzwischen der jenigen der Friedenszeit angenähert. An erster Stelle erscheint wieder Desterreich mit 1597, an zweiter Holland mit 1257, es folgen Rußland mit 1194, Schweden mit 1057, Dänemark mit 982, Bolen mit 905, die Schweiz mit 629, England mit 606, Amerifa mit 569, Norwegen mit 498, Baltanstaaten mit 486, Frantreich mit 449, Ungarn mit 416, Italien mit 273, Belgien mit 168, Spanien mit 140, die Türkei mit 110, Afien mit 85, Afrita mit 66, Portugal mit 24 Gästen. Die Milch- Belieferung vom 3. bis 6. Dezember 1920 einschließ lich findet wie folgt statt. Am Freitag, den 3. Dezember wird bie Liter- Krantentarte mit Frischmilch beliefert. Am Sonn abend. den 4. Dezember, fällt die Belieferung der-Liter- Kran tentarte mit Frischmilch aus. Am Sonntag, den 5. Dezember, wird die-Liter- Krantentarte mit Frischmilch beliefert. Am Montag, den 6. Dezember, fällt die Belieferung ber-LiterKrantenkarte mit Frischmilch aus. Am Freitag, den 3. Dezem ber, wird die-Liter- Krantentarte nur mit Liter Frischmilch beliefert. Am Sonnabend, den 4. Dezember, und Sonntag, ben 5. Dezember, wird die ½- Liter- Krantentarte mit Frischmilch nicht beliefert. Als Erfaz dafür wird am Sonnabend, den 4. Des zember, für Sonnabend, ben 4., und Sonntag, den 5. Dezember, eine Dose gezuderte holländische Magermilch zum Preise von 8,75 M verausgabt. Am Montag, den 6. Dezember, werden die KON LINON Mebo, Chefterf., Sovereign., W. Goldfl., Fairfax, Camel, Lucky, Abbas, Sleipner, -Liter- Kranfenfarten mit Frischmilch beliefert. Die Belieferung der A, B und C- Karten erfolgt wie bisher. Billige Wohnungseinrichtungen. Der Magistrat hat noch einige billige Wohnungs- und Kücheneinrichtungen zu vergeben; bevorzugt werden Kriegsbeschädigte und Vertriebene, die dauernd Stellung hier gefunden haben. Teilzahlung ist gestattet. Anfragen bei der Hochbau- Deputation im Stadthaus, Zimmer 238. Anzeigepflicht bei Betriebsstillegungen. Der Minister für Handel und Gewerbe hat am 29. November als diejenige Stelle, der gemäß der Verordnung betr. Maßnahmen gegenüber Betriebsabbrüchen und Stillegungen vom 8. November 1920( Reichs- GesezBl. S. 1901) Anzeige von beabsichtigten Betriebsstillegungen oder Einschränkungen zu machen ist. den Demobilmachungskommissar jedes Bezirks bestimmt. Für Berlin ist demnach der Oberprästbent als Demobilmachungskommissar in Berlin, Bittoriastr. 24, zuständig. Sämtliche Anzeigen und Anträge, die die Verordnung nom 8. November betreffen, sind daher an die angegebene Stelle zu richten. Die Verkehrstelle des Berliner Polizeipräsidiums, bei der alle das Automobil- und Droschtenwesen und alle die Regelung des öffentlichen Verkehrs in Berlin betreffenden Fragen bearbeitet werden, wird heute von Magazinstr. 5 nach Charlottenburg, Kaiserdamm 1, nach dem Dienstgebäude des Charlottenburger Polizeipräsidiums verlegt. Ungenügend oder nicht frantierte Postsendungen. Ungenügend oder nicht frantierte Postsendungen werden bis auf weiteres nicht mehr befördert. Die Annahme solcher Sendungen, ganz gleich von wem sie ausgehen, wird in Zukunft verweigert werden. Dies trifft auch auf die Briefe der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden zu, da auch diese nach Abschaffung der Portofreiheit der Behörden stets volle Frantierung tragen sollen. An einer Tür des Polizeipräsidiums erhängt hat sich ein 69 Jahre alter Hermann Schmidt, der unangemeldet in der Frankfurter Allee 320, wohnte. Beamte der Reservewache des Bräsidiums fanden ihn vorgestern abend um 10 Uhr an der Klinte der Tür in der Dirasenstraße 15 zu den Räumen der Gittenpolizei hängen. Der Mann war schon tot. Wiederbele bungsversuche blieben erfolglos. bungsverfuche blieben erfolglos. Der Selbstmord einer Greifin wird aus der Weberstr. 10 gemeldet. Dort erhängte sich in ihrer Wohnung die 72 Jahre alte Witwe Emilie Bümmel an einer Türklinte. Die Veranlassung zum Selbstmord ist in beiden Fäl len noch nicht bekannt. Ein Opfer des Glatteises ist vorgestern eine unbekannte betagte Frau in der Gitschiner Straße geworden. Sie glitt vor dem Hause Nr. 71 aus und blieb besinnungslos liegen. Mitleidige Leute bargen sie im Hausflur. Sier ergab sich, daß die Berunglüdte schon tot war. Aeußere Verlegungen waren nicht zu sehen. Bermutlich ist die Frau vor Schred einem Herzschlag erlegen. Zwei Spielflubs wurden von Beamten des Spielerdezernats der Kriminalpolizei wieder ausgehoben, einer am Karlsbad 5, der andere in der Ansbacher Straße. Der am Karlsbad tagte im dritten Stoc bei Wegner. Geleitet wurde er von einem Unternehmer Herzberg. An beiden Stellen wurden Spielgeräte und Geld beschlagnahmt. Gegen alle Beteiligten wurde das Straf verfahren eingeleitet. Sozialistische Elternbeiräte und Kandidaten an höheren und Mittelschulen werden ersucht, zum Eintritt in eine gemeinsame Besprechung ihre Adresse sogleich zu geben an Iaufmann, Belter- Straße 27, Berlin D. Neukölln. Zu der am Sonntag, vormittag 10% Uhr, stattfindenden Matinee zugunsten der Kinder der arbeitslosen Parteigenossen in der Neuen Welt, find Karten für 2,50 M. bei sämtlichen Bezirksführern, Bezirkstassierern, Funktionären, in den Be zirkslokalen, sowie bei Stahmann, Münchener Str. 42, und in den Speditionen der Freiheit", Nedarstraße 3 und Emfer Straße 32, sowie in der Buchhandlung Freiheit", Breite Straße 8/9, zu haben. Proletarisches Theater. Am 5. Dezember, abends 8 Uhr, Kliems Festfäle, Sasenheide 13, findet die Uraufführung des Schauspiels Bring Sagen", eine Satyre auf den vollgesichteten Rapitalismus von Singular, dem befannten Verfasser des Romanes Jimmy Siggins" statt. Karten zu 3,50 M. und 1 M. an der Kasse. Gewerkschaftliches Sozialisierung des Rohlenbergbaues Freitag, den 3. Dezember, abends 7 Uhr, findet im großen Saal des Lehrervereinshauses, Alexanderplat, eine Bersammlung der Betriebsräte, Angestelltenräte, Betriebsobleute und Funktionäre aller Afa- Verbände statt. In dieser Versammlung wird über das Thema: Die Sozialisierung des Kohlenbergbaues" gèsprochen werden. Diese Bersammlung ist die erste in der Reihe ähnlicher Beranstaltungen, die für die gesamte Arbeitnehmerschaft GroßBerlins vom unterzeichneten Ortstartell und der Gewerkschaftss tommission Berlins und Umgegend geplant sind. Die Frage der Sozialisierung steht gegenwärtig wieder im Mittelpunkt der Erörterung. Es ist nötig, daß vor allem auch die Angestelltenschaft und deren Vertreter über diese Frage Auftlärung erhalten. Wir erwarten deshalb, bak die Betriebsvertretungen und die Funktio näre der Afa in dieser Versammlung bestimmt erscheinen werden. Diese Bersammlung ist zugleich als Demonstration gedacht gegen die Verwässerung des Sozialisierungsgedankens. Afa, Ortstartell Groß- Berlin. Flatau. Liebeskind. Reinsberg. An die freigewerkschaftlich organisierten Angestellten Groß- Berlins Rach dreiwöchentlicher Dauer haben die Angestellten des Ber liner Textilgroßhandels ihren Kampf beendet, der ihnen aufgezwungen worden war durch das provokatorische Verhalten einer Unternehmergruppe, die in ihrem Scharfmachertum sich der be fannten Borbilder der Industrie würdig erweisen wollte. Dieser Kampf hat für die Angestellten mit Erfolgen geendet, er hat Eine besondere WeihnachtsFreude! KupfercoGNAK Deine, Spletim billig. Schlaraffia Meerbg., Btes, enorm billig Meffing, 3inn usw. ufw. großes Pager, Selbsto. Bülowstraße 94. Neu eröffnet. Quecksilber, Bohngebisse Po'sdamer Str. 26b, Münzstr.2 Meu eröffnet Blain, Gold, Silberörn und Houkölln, Gorgstraße 52-53 Metall weit über Tagespreis Gintaufs- Zentrale Brunnenstr. 11 Neuköllner MetallEinkaufs- Zentrale Hermannplay, kauft im blauen Laden Beusselstr. 29 Rottbufer Damm 66, am Tieaftraße 26, Borgstr. Fennstr. 48 Eing. | aber auch wie jeder Kampf finanzielle Opfer gefordert, bie Teil ausgeglichen worden sind durch die Erfüllung der statuta schen Berpflichtungen der Verbände. Die Unternehmer haben e gegen den Bestimmungen einer besonderen Vereinbarung na träglich auch Maßregelungen vorgenommen, sodaß eine An von Berufsgenossen noch nicht wieder in den Betrieben tätig Hier tann jetzt nur die Solidarität der gesamten freigemertida lich organisierten Angestelltenschaft Groß- Berlins in prafti Weise helfen. Die Angestelltenschaft muß erkennen, daß die Kampf schließlich auch für sie mit ausgefochten wurde als Teil des großen wirtschaftlichen Ringens, an dessen Ende entscheidende Generalabrechnung stehen muß und wird. wissen sehr wohl, daß die Kolleginnen und Kollegen schlecht en lohnt werden. Wir wissen aber auch, daß die Angestellten Ausschluß von Sylt aus seiner Gewerkschaft Wie wir hören, hat der Verbandsvorstand des Zentralverban der Maschinisten und Seizer beschlossen, das Arbeite ratsmitglied der städtischen Elektrizitätswerte, Snit, aus b Verbande auszuschließen. Sylt hat sich, nach Meinung des bandsvorstandes, während des legten Streits Handlungen verstoßen und sich somit das Recht der weiteren Mitgliedsch Schulden tommen lassen, die gegen das Interesse des Berband verwirkt. Zum Streik der Sarmarbeiter Von den 18 in Frage kommenden Firmen haben 11 durch Unt schrift die Forderung der Arbeitnehmer anerkannt. Von den fieb noch ausstehenden ist es besonders die Firma W. Janzen, Grei walder Str. 224, die so rigoros vorgeht, daß sie die im ehrli Kampf stehenden Arbeiter gekündigt hat. Bedauerlicher We stellt sich die Sicherheitspolizei der Firma zur Verfügung trägt dazu bei, daß den um die Anerkennung ihrer Organifati ringenden Arbeitern der Kampf erschwert wird. Wir bemer ausdrüdlich, daß der Kampf nur um das Koalitionsrecht gefü wird, die Firma die vorgeschlagenen Lohnfäge zahlen, ben stehenden Tarif aber nicht erneuern will. Wir haben uns an Reichsarbeitsministerium gewandt. be Ei Ste einma 10, bezug bezog zuzüg Mebe 21 zum Ra Gene wer Ste De Sektionsversammlung des Post- und Telegraphenpersonals. der am 1. Dezember im Gewerkschaftshaus stattgefundenen B sammlung referierte Smidt über den mit dem Reichsp ministerium abgeschlossenen Lohntarif. Auf seiten des Rei postministeriums war wenig Entgegenkommen zu finden dem neuen Tarifvertrag erhält das männliche Hilfspersonal 18. Lebensjahr 24 M.; im 19. 25,37 M.; im 20. 26,74 M.; 21. 28,10 M.; im 22. 29,48 M.; im 23. 30,85 M.; im 24. 32,23 pro Tag bei siebentägiger Lohnzahlung. Die weiblichen Hil fräfte erhalten 80 Prozent vorstehender Säge bei 48 stündis Arbeitszeit, rückwirkend ab 1. Ottober 1920. Außerdem wird Ucberteuerungszuschlag von 20 Pf. pro Stunde gezahlt, rüdwit ab 1. Juni 1920. Ueberarbeit wird mit 50 Prozent Aufschlag gütet. Jen referierte über Arbeitsstredung und Entlaffung Berkehrsrüdgang ein, welchen die Postverwaltung zur Berane frage. Nach der Bortoerhöhung im April d. J. setzte ein star sung nahm, Arbeitsstredungen vorzunehmen. Bezeichnend für foziale Verständnis der Postverwaltung ist der Ausspruch ein Postrats, die Behörde fann sich bei Entlassungen nicht von fühlsmomenten leiten lassen, die Entlassenen bekommen vor b Feste leichter Arbeit als nach dem Fest. Es ist festgestellt, daß dem Bostamt 68 girta 60 000 Sendungen nicht expediert wer fonnten, weil tein Personal vorhanden war, Beamte haben Aufgabestempel infolgedessen mehrere Tage zurüdstellen mü Die Notwendigkeit von Neueinstellungen und nicht Ent Jungen soll von einigen höheren Beamten ausdrüdlich aneria fcien. In der folgenden Aussprache wurden Beschwerden höhere Bostbeamte erhoben, die eine eingehende Untersuchung fordern. Die Aussprache wird am Sonnabend, den 11. Dezem fortgelegt. Aus den Organisationen 6 tei a ausg chlie heißt we Stre par mu der und Gei St den Bef mä der die in und Das Mi Begr 196 Dieje De tultu gel haji eina allei insbe abtre Mariendorf. Sonnabend 7% Uhr Funktionärsigung bei Streiter, Straße 27. Che menn am 3. Diftritt. Die Abteilungsfaffierez werben erfuht, bis zum Sounab zum Verkauf fommenden Broschüren abzuholen. 4. Dezember, beim Genossen Hensel, Schönleinftr. 17, bie in den 3abbe 11. Diftritt. Zu der am 27. Dezember stattfindenden Weihnachtsfeit vorangehender Bescherung der Kinder find die Eintrittstarten fofort vom Lohmann, Huffitenstr. 43, burch die Abteilungstaffierer abzuholen. Charlottenburg. Freitag 7 Uhr Sigung der Bildungsfommission mil Delegierten der Kinderschustommiffion im Rathaus, Zimmer 304. Charlottenburg. Sonnabend 7 Uhr Sigung des Aftionsrates mit ber tionärversammlung im Rathaus, Zimmer 1. Reinidendorf- Oft. Sigung der tommunalen Kommission am Freitag, ben zember, abends 8 Uhr, im Rathaus, Zimmer 13. Sonnabend, den 4. Desem abends 7 Uhr, Sigung der Geschäftsleitung mit dem Borstand der Neuton nisten im Jugendheim, Amenbestr. 79. Vereinskalender 216 Stat Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 7 a( Angestellte der Firma Mitgliederversammlung am 3. Dezember, abends 7 Uhr, Mufiterfäle, Wilhelm- Str. 31. Mitgliederversammlung am 3. Dezember, abends 7% Uhr, Rosenthaler Rosenthaler Str. 11-12. Maschinenarbeiter des Deutschen Solzarbeiter- Verbandes. Sonntag, ben zember, vormittags 9 Uhr, in ben Andeas- Fetsälen, Andreasstr. 21, Fortsetzung Branchenversammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zur Reorganisation. Scheinen aller Kollegen bringend notwendig. Fachgruppe 11( Solz und Möbel- Industrie und Sand Deutscher Transportarbeiter Verbond, Seftion 2. Die Branchenleitun Branche Rollfuscher Speditionsarbeiter. Bersammlung am Freitag, den 3. Dezember, abends bei Röder, Weberstr. 17. abends 7 Uhr, Petersburger Str. 4, Schule. 6 Republikanischer Führer- Bund, Bezirk 5 und 8. Freitag, ben 3. Dezemb Bezirt 9( Norden), Bersamml am 7. Dezember, abends 7 Uhr, Woltastr. 41, Schloßbräuquelle. Sozialistische Broletaries- Jugend, Agitationsbezirt Often. Heute 7% he gliederversammlung in der Shule Littauer Str. 18. Folgende Ortsgr müllen erscheinen: Often, Stralan, Lichtenberg, Frankfurter Borft., Ablershof, Karlshorst und Johannisthal. Am Freitag, den 3. Dezember, abends 7 Uhr, in der Mädchenschule Gotenbu Gesundbrunnen. Sostalikishe Broletarier- Jugenb. Tätige Jugendgemein Str. 2, 1. Bimmer, pt. lints, wichtige Sigung. Gäste willkommen. Wasserthorstr. 31, 3immer 18 pt., 1. Tür rechts, Vortrag: Ueber Sozialism Soz. Brol. Jugend, Gruppe Süben, Süd- West. Freitag 7 Uhr in ber G Bericht von ber Zentral- Borstanbs- Sigung; Berschiedenes. Bollzähliges Erschein Pflicht. Berantwortlich für bie Rebattion: Emil Rabolb, Berli antwortlich für den Inseratenteil: Ludwig Romerinez, Rarlsber Verlagsgenoffenibaft Freiheit" e. 6 m b. S.. Berlin.- Drud der Freibe Truteroi( m. S Forlin Breite Strake on unt d epa Si burt Die und des S Part Prog hafte Grü Die 1 auch nelle inn 1871 buch Get richt tion, gen Gaft Reid I a 3 w befte eine zu d war Bent Bent erwi nod glä mit bett Se rühn Gam halt nicht MASSARY Zigaretten Dynamodraht in Baumwolle, Seide und Emaile kault jedes Posten Metalle Kupfer, Elektrobüro, Grüner Weg 100. Quecksilber messing, Der Riftenverschluß- Apparat Zinn ,, Herkules" Weißlager bietet den größten Echuß gegen Berschluß. Kein Rageln mehr, kaufen laufend Diebstahl. Schnellfier u. bilister Schulzendorfer Straße 2 kein Zerbrechen der Riften auf dem Rösliner Straße 6 Transport und beim Deffnen. Telephon: Moabit 4462. Georg Jurk Berlin N 39, Lynart. 13, Swinemünder Str. 109 Briefwechsel zwischen Schiller Kurfürstenstraße 9 1 Minute v. Stettiner Bahnhof Beidenweg 72 Kupfer, Messing, Kupfer, Messing Telephon: Norden 2480, Bahle die allerhöchsten Breise für sämtliche Alt- Metalle. E. Wenzel& Co. Händler gefacht für ben Fertrieb aktueller Broschüren Buchhandlung Freiheit. Blei, Zink. Neuköln, und Goethe. Gutgebunden, nahe Botsdamer Straße und fämtliche Metalle, 352 Seiten stark, nur 3.- Mark. Borto extra. Zu beziehen durch Schillerpromenade 23 Spesiell Weißmetalle, kauft Buchhandlung Freiheit, Brette Einkaufszentrale Have Shoebauler Str. 13 Straße 80. Zinn, fämtliche Altmetalle sable Tagespreife Neue Hochstraße 38. Händler Extrapreife. Möbel auf Cred A. Gant& Hengeban Lombardspeicher Neue Friebrichstraße Eingang Boltaireiras Botenfraue verlangt sofort Spedition Charlottenburg, Straße 94, Barade 10( Bader) 23 Dem wur Don tegie Rei Dem tüd den Iode Stri aufu fich mad ruf: Ham