het and 83-85 18. 家鄉 Piter tex ajil new ung rab Der ters ezez new pien Себя bule Бег no Lo fr.) anfe мен, bend, pefic ule hof Einzelpreis 20 Pfg. 3. Jahrgang • Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montags m einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Buftellung ins Haus für Groß- Berita 10. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 M. Für Poft. bezug nehmen fämtliche Bostanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifbans bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 M., für das übrige Ausland 21,50 m. uzüglich Baluta Aufschlag, per Brief für Deutschland und Ofterreich 30,-. Redaktion Expedition und Berlag: Berlin C2, Breite Straße 8. Sonnabend, 4. Dezember 1920 Nummer 515 Abend- Ausgabe Die echtgespaltene Monpareilegeffe ober beren Raum koftet 8,-. einfchließlich Teuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2,-., fedes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen lant Tartf. Familien Anzeigen und Stellen- Gesuche 3,20 m. netto pro Belle. Stellen Gesuche Wort- Anzeigen: bas fettgedruckte Wort 1,50 m., jebes weitere Wort 1,-. Sernsprecher: Zentrum 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4840, 4921 greiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Punkt 8 unferes Programms Bon Arthur Crispien II. In der kapitalistischen Gesellschaft treten die gesellschaft lichen Beziehungen der Menschen zueinander erst beim Warenaustausch in die Erscheinung. Die Ware ist ein„ vertrattes Ding", gleichzeitig die Verkörperung vom Gebrauchsmert und Tauschwert. Zuerst haben wir es mit Produkten boneinander unabhängigen Privatarbeiten zu tun. Jeder Brivateigentümer von Produktionsmitteln produziert unabhängig von allen andern Gegenständen mit Gebrauchswert. Mit diesen Produkten geht er zum Markt, um sie gegen andere Produkte auszutauschen. Auf dem Markt verwandeln ich die Produkte in Waren, zu ihrem Gebrauchswert kommt bey. Tauschwert. Durch den Austausch der Waren treten die Privatproduzenten in gesellschaftliche Beziehungen zueinander. So daß es scheint, als werden die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen zueinander von Sachen, von kraft innewohnt, die die Menschen in bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse zwingt. Marx spricht von dem Fetischgaratter der Waren. Unter Fetisch versteht man einen Gegenstand religiösen ults. Auf einer bestimmten Stufe der Religion bewahrt Mensch Gegenstände als Heiligtum auf, die Verstorbenen gehört haben: Schädel, Waffen, Geräte, Gefäße usw. Das geschieht in dem Glauben daß zu bestimmten Betten die Seele, der Geist des Berstorbenen in einem solchen Gegenstand Bohnung nimmt. Solange die Seele( der Geift) in dem Gegenstand wohnt, ist er von einer übermenschlichen Kraft erfüllt, ein Fetisch, der dem Menschen nügen oder schaden fann. Mary hat den Fetischcharakter der Ware enthüllt, er hat den Doppelcharakter der menschlichen Arbeit in der tapitalistihen Gesellschaft nachgewiesen, er hat die Triebfräfte der Geschichte der Menschheit entdeckt und den lieben Gott aus dem gesellschaftlichen Leben hinaustomplimentiert. Für die Massen ist das gesellschaftliche Leben aber immer noch ebenso geheimnisvoll, wie der Prozeß der Weltschöpfung. Die Defonomie ist eine der schwersten Wissenschaften. Wer in dieses Wissensgebiet nicht eingedrungen ist, steht inmitten des gesellschaftlichen Lebens da und hält die ein zelnen Dinge in seiner Hand, zu denen ihm das geistige Band fehlt. Dieser findet sich dann damit ab, daß Gott eben alles o schön gemacht hat. Die gottgewollte Ordnung! Was böse ist, soll nur den Menschen das Erlangen der ewigen Seligkeit nicht zu leicht machen. Jener poltert und schimpft, ein in finnloser Auflehnung, ein vierter furpfuschert am gesellchaftlichen Körper, ein fünfter rennt sich den Schädel ein an den Mauern, die sein Wissen und seine Vernunft begrenzen. Bekenntnis zur Revanchepolitik ' Stresemann zerschmeißt den Laden Der Parteitag der Deutschen Boltspartei in Nürnberg, über dessen heroischen Auftakt wir schon heute morgen berichtet haben, kennzeichnet die Deutsche Volkspartei als die Partei der Realtion par exellence. Nicht die Deutschnationale Volkspartei, sondern die Deutsche Volkspartei des Herrn Stresemann hat die Führung der Reattion in ihrer Sand. Unter dieser Leitung treiben die beiden in der Gesinnung eng verbundenen tonterrevo lutionären Gruppen ein abgetartetes Spiel mit sorg. fäftig verteilten Rollen. Köstlich war folgende Stelle aus der Rede Stresemanns: ,, Es war damals, wie auch Graf Westarp anerkannt hat, die geschichtliche Aufgabe der Deutschen Boltspartei, die Verantwortung für die Regierung auf sich zu nehmen, wie es andererseits die Aufgabe der Deutschnationalen war, in der Opposition dafür zu sorgen, daß die Res gierung nicht nach links abgedrängt wurde. Die Deutschnationalen also gestatten es der Deutschen Boltspartei ,,, die Verantwortung für die Regierung auf sich zu nehmen", während die Deutschnationalen sich inzwischen in der Rolle der Opposition von rechts betätigen, um ein Abdrängen der regierenden Reattionäre nach links zu verhindern. Die wachsende Zuversicht der Reaktion, die wir auch gestern in unserer Notiz über die Schaffung des Reichs- Landbundes tonftatteren fonnten, läßt Herrn Stresemann größenwahnsinnig schen zu können, sondern auch der sozialdemokratischen Partei werden. Nicht nur über die reaktionären Gruppen glaubt er herrschreibt er das Gesetz ihrer Handlungen vor. Nicht Scheidemann bestimmt", erklärt Stresemann, sondern wir bestimmen, ob und unter welchen Bedingungen es möglich ist, die Sozialdemokratie, falls sie eintreten will, in die Regierung aufzunehmen." Das ist bitter für die Rechtssozialisten, aber sie haben es nicht besser verdient, denn die Reaktion hat sich daran gewöhnt, daß diese Partei Wachs in ihren Sänden ist. Offen bekennt sich Stresemann zur Monarchie und zum Sohenzollernhause. Es werde wenige Geschlechter in der Geschichte der Völker geben, die so große Persönlichkeiten hervors gebracht haben wie das Geschlecht der Hohenzollern, ruft er aus. " Wir find genau so eingenommen gegen das sozialistische Preußen der Gegenwart und gegen das Berlin der Gegenwart wie unsere bayerischen Freunde." Also auch die Verbrüderung aller Stresemänner mit der bayerischen Reaktion ist tomplett. Einen herz lichen Dank sprach Stresemann dem Stinnes aus für die Art, wie er die Deutsche Volkspartei vertreten hat. Und zum Schluß hatte er, wie er sich selbst ausdrüdte, den„ Mut", auszusprechen, daß Deutschland nicht unter dem Dogma bes Achtstundentages zugrunde gehen darf." Dr. Gildemeister, eine andere Blüte dieser Partei, äußerte Wir verstehen, was Friedrich Engels sagte: Nun ist alle fich zur auswärtigen Politit. Die Resolution, die er Religion nichts anderes als die phantastische Wieders unterbreitet hat, und die vom Parteitag angenommen wurde, Spiegelung in den Köpfen der Menschen, derjenigen tennzeichnet so deutlich die Gefahr, die das Treiben dieser Ges äußeren Mächte, die ihr alltägliches Dasein beherrschen, eine sellschaft für das ganze deutsche Volt bedeutet, daß wir sie wörtlich Wiederspiegelung, in der die irdischen Mächte die Form von überirdischen annehmen." 66 Und diese phantastische Wiederspiegelung, in der die irdischen Mächte die Form von überirdischen annehmen ,,, ber religiöse Widerschein der wirklichen Welt sagt Karl Marr tann überhaupt nur verschwin den, sobald die Verhältnisse des praktischen Werkeltags= wiebergeben müssen: Die Deutsche Boltspartei erklärt im Namen des Rechts und der Freiheit des deutschen Volfes: in die Massen! Würdig, ernst und sachNatur darstellen. Die Gestalt des gesellschaftlichen für den Sozialismus. Das ist revolutionäre Arbeit. nünftige Beziehungen zueinander und zur lich). Rufen, sammeln und führen wir die Massen zum Kampf Lebensprozesses, d. h. des materiellen Produktionsprozesses, Streift nur ihren mystischen Nebelschleier In unserem Leipziger Aftionsprogramm heißt es also nicht von ungefähr unter Punkt 8: Erklärung der Reli ab, sobald sie als Produkt frei gesell- gion zur Privatsache. ihafteter Menschen unter deren bewußter planmäßiger Kontrolle steht. Das muß respektiert werden! Als wissenschaftlich geschulte Sozialisten, als Revolutionäre müssen wir das Wort von Damit ist gesagt, daß die Religion als Massenerscheinung dem Verhältnis unserer Partei zur Religion stehen lassen. erst mit der tapitalistischen Gesellschaft verschwinden wird. Erst dann, wenn durch die Verwirklichung der sozialistischen Gesellschaft die Arbeit planmäßig organisiert ist, wenn die Produkte nicht mehr die Form von Waren anzunehmen Konsum gelangen, wenn die gesellschaftlichen Beziehungen brauchen, sondern wenn sie durch die Verteilung in den Wir fragen feinen Menschen, der Mitglied unserer Partei werden will, ob er Christ, Jude, Mohammedaner oder Buddhist ist. Welche Religion einer hat, ob er überhaupt eine hat, ist jedermanns ureigenste Sache. Das hängt ab von seiner geistigen und seelischen Veranlagung und Verfassung, der Menschen zueinander schon in dem gesellschaftlichen Pro bieten, von vielen, vielen anderen Umständen. Das sind duktionsprozeß zutage treten, wenn der Zweck der Arbeit, Fragen, die zum ureigensten Innenleben eines Menschen ge Brofitinteresse tapitalistischer Eigentümer. Wirtschaftskrisen, Preisschwankungen, Arbeitslosigkeit sind dann verschwunden. hören. Sollen wir von unseren Mitgliedern die Abkehr von irgendeiner Anschauung fordern, die sich über die Welt und ihre Wunder gebildet haben und auf eine andere- und Weltanschauung oder gar auf den Freien Boltstatechismus" von Ernst Däumig vereidigen? Da höre Alles ist klar und einfach zu übersehen. Jedermann sieht, daß auf welche? gearbeitet wird, damit die Menschen essen und trinken und fich fleiden tönnen. Es wird nur solche Resultate der mensch ich ein schallendes Gelächter, Na also! lichen Betätigung geben, die von vornherein gewollt und die niglich find. Ist es unsinnig, jemanden Vorschriften über die Fragen ber Religion und der Weltanschauung zu machen, so folgt daraus, wie und wo sie ihrem religiösen Bedürfnis Genüge zu tun Alles Wettern gegen die Religion ist für die Kay. Mag daß wir unseren Mitgliedern auch nicht vorschreiben können, bas Zungen- R dabei eine noch so große Rolle spielen. Poltern und Schimpfen sind noch immer die typischen Waffen wildge haben, ob im stillen Kämmerlein, in der Kirche, in der | 1. Wir fordern die Wiedergutmachung des dem deuts schen Volke durch die Erzwingung eines innerlich unwahren Schuldbekenntnisses angetanen Unrechts. 2. Wir fordern Beseitigung jeglichen Eingriffes in die staatlichen Hoheitsrechte Deutschlands und Gleichberechtigung im internationalen Verkehr. 3. Wir fordern, daß dem Reich bei allen Ansprüchen auf Wiederherstellung der Nachweis eines tatsächlichen und von ihm verursachten Schadens erbracht wird. 4. Wir fordern die Wiedergutmachung allen durch die Wegnahme oder Beschädigung deutschen Privateigentums entstandenen Schadens. 5. Wir fordern unser Eigentum an den Kohlengruben im Saargebiet, an der deutschen Handelsflotte und den deutschen Unterseetabeln zurüd. 6. Wir fordern freie BoIts abstimmung in allen dem Deutschen Reich entrissenen und in den ihm innerlich anhängen den Gebieten; Serabsehung der Besatzung deutschen Gebietes nach dem Verhältnis der Entwaffnung Deutschlands'; deutsche Verwaltung in den deutschen Kolonien. 7. Wir fordern die Einlösung des feierlichen Ber [ prechens der Vernichtung jeder willkürlichen Macht und gleiche Rechte der beteiligten Bölter, damit das deutsche Bolt in Freiheit der Entfaltung seiner geistigen, moralischen und wirtschaftlichen Kräfte und seines Staatswesens leben tann. Die Deutsche Boltspartei verpflichtet sich und ihre Anhänger, in der unablässigen Verfolgung dieser 3iele nicht zu ruhen, bis das deutsche Volt und das deutsche Vaterland wieder geeint und frei find. Dieser och mut der auf den Schlachtfeldern schmählich unters legenen Verderber Deutschlands wird normalen Sirnen völlig un faßlich bleiben. Das ist das Bekenntnis zur Revanchepolitik. Daher das Streben der Reattionäre nach Wiederaufrichtung des Militarismus und der Militärherrschaft, entweder offen gegen den inneren und äußeren Feind, oder insgeheim durch die Bildung der Orgeschbanden und der 3eitfreiwilligen. Nichts ge schieht planlos im Rahmen der Arbeit der Konterrevolutionäre. Die Orgesch und die von neuem innig verbündete agrarische Reat tion und die Hetze zur Revanchepolitit bilden ein einziges Ganzes. Je deutlicher diese Bestrebungen an das Licht treten, je ungenierter die Reaktion sich bewegen kann, um so schärfer werden die Maßnahmen der Entente sein, um so stärker wird das Mißtrauen der zivilisierten Welt gegen Deutschland wieder an wachsen. Die nachteiligen Folgen dieser verwüstenden Politit zei. gen fich schon jetzt. Erst fürzlich ist aus Aeußerungen von wohlunterrichteten politischen Kreisen in den Ententeländern bekannt geworden, daß die Kosten für die Besaßung in den rheiniland abgewälzt werden, weil Deutschland seinen in Spaa übernommenen Verpflichtungen in der Entwaffnungsfrage noch nicht nachgekommen ist. Stärker als bisher muß die organifierte Arbeiterklasse den übermütig werdenden Reaktionären ihren schen Gebieten nur deswegen mit so hohen Summen auf DeutschWillen zeigen. Das kann sie nicht, wenn sie durch gewisse Führer einzelner Gruppen erklären läßt, daß die Drgeschbrüder weit sympathischere Leute sind, als die Männer der Amsterdamer Inter nationale. Das fann sie nur, wenn sie auf dem Roden der gegebenen politischen Bedingungen einmütig fämpft gegen den nächsten und schlimmsten Feind, der nicht nur ein Feind der Arbeiterklasse, sondern ein Feind der Menschheit ist. Nur wenn die deutsche Arbeiterklasse so handelt, kann sie die Unterstützung der Arbeiter der Welt erwarten. meinde, im Theater oder in der Natur; es folgt daraus ferner, daß wir unsere Mitglieder auch nicht nach ihren religiösen Anschauungen als Parteigenossen tiassifizieren können. Puntt 8 unseres Programms ist Parteitagsbe= schluß. Die Partei hat gesprochen! Keine Organisation eines Orts oder eines Bezirks fann Beschlüsse fassen, die zu Punft 8 in Widerspruch stehen. Wer unser Programm anerkennt und in Wort und Tat danach handelt, ist ein revolutionärer Klassenfämpfer, ist vollberechtigtes Mitglied unserer Partei und darf keinen Ausnahmebestimmungen unterworfen werden. Sollen wir jemand zwingen, aus irgendeiner religiösen Gemeinschaft auszuscheiden, ohne danach zu fragen, in welche Gewissenskon flitte er gestoßen wird? Das Innenleben im Menschen ist so zart, daß wir nicht mit rohen Fäusten zupaden dürfen. Und wer sich fügt, um einen Posten oder ein Mandat oder sonst etwas zu erlangen, der soll für Vertrauensämter qualifizierter sein, als jemand, der genug Charakter hat, um aus seinem Herzen feine Mördergrube zu machen? Wer wollte das ernsthaft behaupten? Wer sich, dem Zwang nachgebend, nicht dem eignen Trieb folgend, äußerlich von einer religiösen Gemeinschaft lossagt, hat es darum noch nicht ohne weiteres auch innerlich getan. Und darauf fommt es an, wollen wir nicht Heuchler und Streber züchten. Der Jude Paul Singer, der sich durch seinen lauteren Charakter, seine echte revolutionäre Arbeit und nicht zuletzt wordener Spießbürger. Tragen wir Naturertenntnis, Ges| Synagoge, in der Moschee, in der Aula der freireligiösen Ge- dauerndes ehrendes Andenken beim Klassenbewußten Prole tariat gesichert hat, der Jude blieb, dem Antisemitismus zum Trotz, der sollte nicht würdig gewesen sein, Ehrenamter, Mandate und Vertrauensposten für die Arbeiterklasse auszuüben? Paul Singer sollte z. B. hinter einem Ernst Däumig rangieren, der zwar aus der Landeskirche ausgetreten sein mag, der aber jenen fleinbürgerlichen Freien Boltstatechis mus" verbrochen hat, mit dem die geistige Nahrung unserer Kinder in fonterrevolutionärer Weise vergiftet wird? Es gibt noch viele solche Däumelinge, die im Löwenfell groteste Sprünge machen und revolutionäre Sprüche flopfen. Ich spreche nicht für mich. Ich bin schon als Jüngling im lodigen Haar" aus der Kirche ausgeschieden, aus innerster Ueberzeugung und zu einer Zeit, wo es nicht darauf ankam, mit dem Austritt aus der Kirche Aemter und Würden in der Partei zu erkaufen. Darum gerade fann ich um so offener reden. Wählen wir in der Besehung von Posten und Aemtern und bei dem Vergeben von Mandaten unter unseren Genoffen und Genossinnen diejenigen aus, die am fähigsten, am tüchtigsten und am zuverlässigsten sind, fümmern wir uns nicht darum, nach welcher Form fie nach ihrem Tode selig werden wollen. Wir haben alle Hände voll zu tun, um aus dem irdischen Jammertal ein Paradies zu machen. Ueberlassen wir den Himmel den Engeln und den Spaken und die Hoffnung auf den Himmel denen, die Engel werden wollen. Die Kampfanfage der Orgesch Eine Million Mitglieder Jm Preußenparlament findet seit einigen Tagen eine erregte Aussprache über die Orgesch statt. Minister Severing mußte am Donnerstag zugeben, daß die Orgesch ein höchst gefähr liches Unternehmen geworden ist. An Hand bes ihm zur Verfügung stehenden Materials wies er nach, daß der Orgesch Waffenarsenale unter der Berwaltung von Reichs= webroffizieren zur Verfügung stehen. Ferner stellte er fest, daß schon von Mai ab bewaffnete Organisationen in Pommern, Ostpreußen, Schlesien, Brandenburg gebildet worden sind, und daß die Bewegung neuerdings auch auf Rheinland- Westfalen übergreife. Ganz Deutschland ist also bereits mit einem dichten Netz von bewaffneten Geheimorganisationen überzogen. Der Minister mußte auch zugeben, daß das Gerede der Orgesch, sie verfüge über feine Waffen, leeres Geflunter ist. Es steht fest, daß die Werbungen für die Orgesch nach Waffengattungen vorgenommen werden. Es werden Maschinengewehrschüßen, Artilleristen, Flieger und tech nisches Personal gesucht. Die Aufstellung der Verbände erfolgt auf Grund genauer militärischer Gliederung. Auch Schießübungen werden von den Orgeschleuten regelmäßig abgehal ten. Die Orgesch ist also bereits eine stattliche Macht geworden. Gestützt auf diese Macht, fümmern sich die Rechtsparteien nicht mehr um die Verfügungen der Regierung. Bayern läßt sich seine Einwohnerwehren nicht nehmen, die preußischen Monarchisten be halten ihre Orgesch. Der deutschnationale Abgeordnete von der Often hat gestern im Landtag den Minister Severing eine offene amp fansage ins Gesicht geschleudert. Mit geschwellter Brust verkündete er, daß die Drgesch schon heute eine Mil lion Mitglieder zähle und baß sich die Rechtsparteien ihre Orgesch unter feinen Umständen nehmen lassen würden. Daß die Dinge soweit gebiehen sind, dafür trägt die Regierung bie volle Verantwortung. Sie ist von uns seit Monaten 02 Groteske Komödie Die Verschleppungskommission Wolffs Telegraphenbureau verbreitet eine seltsam flingende Meldung über die Tätigkeit der vom Reichsfohlenrat und Reichswirtschaftsrat gemeinsam eingesetzten verstärkten Versöhnungstommission, die mit der unglückseligen Aufgabe betraut ist, einen Vorschlag für die Sozialisierung der Kohlenwirtschaft auszuarbeiten, auf den sich alle Interessenten, Kapital, Arbeiterschaft und Staatsgewalt einigen fönnen. Wir haben über diese Komödie mehrfach berichtet. Nach der erwähn ten Wolffmeldung ist in den dreitägigen Verhandlungen der Kommission in Essen ein neuer grundsäglicher Vorflag zur Erörterung gestellt worden, der die Eigentums verhältnisse auf eine neue Grundlage stellt. Die Auswirkungen dieses Gedankens, der auf dem Prinzip des Lebens beruht, erschienen so weittragend, daß eine wissenschaftliche und wirtschaftliche Durcharbeitung als unerläßlich angesehen wurde. Die Beratungen wurden demgemäß ausgesezt und sollen nach Abschluß der Vorarbeiten unverzüglich wieder aufgenommen werden. 1 besoldung mitteilte, erst auf Wartgeld gesetzt, nachdem das ne Besoldungsgesetz in Kraft getreten ist und zwar, mie Kühneman ausdrücklich betonte, in der vollen Absicht, ihnen die teueren Be züge zu gewähren. Das ist ein um so größeres Unrecht gegen über der übrigen Beamtenschaft, weil die Beamten, die a Wartegeld gesetzt sind, fede beliebige Tätigkeit im Zivilleben übe nehmen können, ohne daß ihnen das dort verdiente Gehalt vo Wartegeld abgezogen wird. bi In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses brachte die G noffin 3ie diese Dinge zur Sprache und betonte, daß U.S. P. D. auch an anderen Stellen dafür eintreten werde, da dieses große Unrecht der übrigen Beamtenschaft gegenüber gu gemacht wird. Bei den in Frage tommenden Positionen des Etats wird die Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokratie die en sprechenden Anträge stellen. Gegen die ungarische Blutjustiz Ein Protest der schwedischen Sozialdemokratie ( Eigene Drahtmeldung der Freiheit".). Stocholm, 4. Dezember. Di Cher Ten fozia Die Di 9. A bildu reini Net teit teien gerl Di weil eine fann. K. P bin Regi Der Geno w Исти Di tag tagte eine Di Part Sach heitl Boll ernit ba Elen Erfa den Der bitc fraft Ver Der Vorkand der schwedischen sozialdemotrat fchen Partei hat folgende Resolution beschlossen: Obwohl teine Solidarität mit den Brinzipien der ungarischen Räteregi rung üben oder fundgeben wollen, finden wir die Behandlung d ehemaligen Volkskommissare, die wegen hres rein politischen haltens als gemeine Verbrecher verfolgt werden, tief em rend und sprechen im Namen der schwedischen sozialdemokra schwedische sozialdemokratische Arbeiterschaft sieht in dem von de effiziellen Vertreter der ungarischen Staatsverwaltung verlangte Todesurteil einen geplanten Justizmord, dessen stredung sowohl von dem Urteil der Geschichte wie auch von zivilifierten Menschheit ohne Rüdicht auf politische Meinung verschiedenheiten verdammt werden wird. Die Tätigkeit dieser Vierzehnertommiffion zeigt sich immer deutlicher als ein Mittel zur Verschleppung der ganzen Angelegenheit. Die Andeutungen der Meldung sind zu unsicher, als daß daran zu erkennen wäre, welchen Weg zur Lösung die Kommission zu finden geglaubt hat. Aber fein vernünftiger Mensch wird erwarten, daß eine alle Teile befriedigende Verständigung in dieser Frage möglich ist. Die ganze Ar beit dieser Kommission ist eine Provokation der Arbeiterschaft, die, wie zahlreiche Beschlüsse zeigen, auf die Sozialisierung der Koh- schen Arbeiterschaft unseren scharfen Protest dagegen aus. lenwirtschaft wartet. Die Zeit drängt und es ist der Arbeiterschaft unwürdig, daß sich Vertreter ihrer Organisationen an dieser offensichtlichen Verschleppung der Sache be teiligen. Es wird höchste Zeit, daß diese Organisationen ihre Vertreter aus der Bierzehnerfommission zurüdziehen, um dem grotesten Spiel ein Ende zu machen. Die Arbeiterschaft braucht ihre Kräfte, um den Kampf für die Sozialisie fie ste nicht in endlosen Beratungen verzettein, deren Fruchtlosig leit am ersten Tage vorauszuseen waren. Staatspolizei für Thüringen Im Landtage für Thüringen wurde die Regierungsvorlage, betreffend die Estrichtung einer fasernierten und bewaffne: ten Staatspolizei für Thüringen, mit 26 Stimmen der Sozialisten und Demokraten gegen 23 Stimmen der vereinigten Rechten angenommen. Die Rechte stimmte deshalb gegen die Vors lage, weil an der Spitze der Staatspolizei fein Monarchist, sonbern ein Republikaner, der Gendarmeriemajor Müller- Brandenburg steht. Die Rechte will die thüringische Staatspolizei in schen der bayerischen und preußischen Staatspolizei hergestellt ihre Hände bekommen, damit die strategische Verbindung zwis werde. Die Not der penfionierten Staatsbeamten Die Staatsbeamten, die vor dem Inkrafttreten der neuen Bes folbungsordnung und des neuen Besoldungsgesetzes vom Jahre massen Der Arbeiter der Welt müssen folgen. Der Pro Die schwedische Sozialdemokratie macht den Anfang, der Schweden muß das Signal sein zu einer Kundgebung d zivilisierten Menschheit, von der die Resolution spricht un die nur repräsentiert wird durch die sozialistischen Arbeit aller Länder ohne Unterschied der Richtung. Die Realti Schöpft immer neuen Mut aus den Bluterfolgen des magyar fchen Mordbubenregimes. Die Woge steigt auch bei un höher und höher, genährt von dem Zwist in der Arbeite schaft. Die Sozialisten aller Länder dürfen dem Treiben Senterbanden nicht länger geduldig zuschauen. Die ungarische Regierungskrise be trog gieru Right tagsf ba und Br 3u oben Rän Frat Ford Kern 23 tion Des Der met Ma tat ( Eigener Drahtbericht der Freiheit".) Wien, 4. Dezember Das Neue Wiener Tageblatt" meldet aus Paris, daß 2 gues vor seiner Abreise nach London ein Telegramm an ungarische Regierung gerichtet hat, in dem er der ungarischen Der internationale Eisenbahnertongreß in London faßte den schluß, eine energische Aktion einzuleiten zur Errettung Lebens der ungarischen Boltsfommissare. bi Re gierung Begnadigung der Volkskommissare empfiehl Be bes bie Die ungarische Regierungstrise führte zu einem Boro der anti- habsburgischen Gruppe, die in der Regierungspan gewarnt worden, schreitet aber nicht gegen die heranschleichende 1920 pensioniert worden sind, befinden sich in bitterer Not, weil Mehrheit hat. Es wurde beschlossen, daß nur eine Regierung ihre Pension nach den niederen Sägen des alten Besoldungs- unterstützt wird, die auf dem Boden der freien Königswah Gefahr ein, obwohl es, als die Bewegung noch in den An= fängen stedte, eine Leichtigkeit war, ihrer Herr zu werben. Heute hat es die Regierung bereits mit einer Macht zu tun, die fie fürchtet. Heute lann die Orgesch nicht mehr aufgelöst werden, weil das zu schweren blutigen Konflitten führen würde und diesen Konflikten will die Regierung aus dem Wege gehen, indem sie Bertleisterungsversuche unternimmt. Diese Politik muß über kurz oder lang aber doch zur Kataftrophe führen, zumal die Regierung auch jetzt noch nicht daran denkt, das Märzabkommen durchzuführen. Die Bildung von Arbeiterwehren ist der einzig gangbare Weg, um die Repu blit vor der brohenden Gefahr der monarchistischen Orgesch zu retten. Die Hand des Arbeiters Bon Béla Révész.") Einzig berechtigte Uebertragung aus dem Ungarischen von Stefan J. Klein. Wie ergreifend ist es, des Arbeiters Handschlag zu fühlen. Mit welch anderem Gefühl nimmt deine nicht arbeitslose, aber dennoch weiche, glatte Sand die Hand des Arbeiters. Du fennit bes leutseligen, offenen Menschen Handdrud; tennst die fühle, furze Berührung, wenn des düntelhaft hoffärtigen Finger über deine Hand gleiten; bu schauberst zusammen und fühlst dich einen Augenblid lang als nichtiger Mensch, wenn deines Rebenmenschen mattgreifende Hand in deine Faust sinkt; du tennst den Sandschlag der Frau, wenn sie mit ihren schlanten Fingern, dem zweiten, dem fünften, dem dritten deine Hand nimmt, mit tändelnder Langsamkeit ihr Tal, ihren Hügel bebedt; des Arbeiters HandIchlag ist anders. In deiner weichen, glatten Hand des Arbeiters Sand; schlicht, ruhig ist ihre Berührung, sonder Schmeichelei und Nebengebante, gelassen liegt sie in deiner Hand, und du umflammerst ben Sandtopf, wie wir uns in unserem haschenden Leben der Sicherheit freuen. Erfaßt du das Gefühl, was es ist, was du da empfin best? wie dich leise Aufregung durchzittert? benn barüber dir Rechnung zu geben, vermagst du ja nicht, weißt nicht, was, von der Hand des Arbeits ausgehend, auf deine Instinkte übergreift? Die ergeben bloß, eine warme Brise rüttelt sie aus ihrer schlummernden Unwillkürlichkeit, und dein Geist, deine Phantasie schwel len nor nicht erblühten Ahnungen. Erfasse doch dieses Gefühl... in deiner fremden Hand ruht die Hand des Arbeiters, ruht friedlich in der Tiefe beiner Hand, und wie du fie so hältst umflammert, empfindest du, dies ist nicht der Handschlag, den du gelernt; es hat sich ein Gedanke in dir festgebissen, und du empfindest im Augenblick des Handschlages tlar: diese feste, wortlose Sand wächst aus dem Gelent, nom fnochigen, harten Gelent führt der Weg zu den eisenbrechenden Armen, über den eisenbrechenden Armen fizzen die entschlossenen Schultern, unter denen ein stählerner Körper atmet; wenn du des Arbeiters Hand berührst, fühlst du den ganzen Menschen in einem Klumpen, einem Stüd, und in deiner glatten, bewegten Sand spricht der Gedante weiter Des Arbeiters schwielige, wundmalige, heilige Hand ruht zwi schen deinen Fingern und du fühlst: Diese unförmige große Sand schwingt den Sammer, hebt den Kran, heizt den Schmelzofen... *) Die ungarischen Barbareien haben auch den sehr geschätzten ungarischen Dichter und sozialdemokratischen Rebatteur des Zentralorgans aus Budapest vertrieben. Er lebt jegt in Wien. gejeges berechnet wird. Alle Bemühungen, eine Erhöhung ihrer gesezes berechnet wird. Alle Bemühungen, eine Erhöhung ihrer Pension zu erlangen, sind bis jetzt erfolglos geblieben. Das traurigfte, was am meisten die betreffenden Beamten erbittert, ist folgender Umstand: Kurz vor dem Infuafttreten des neuen Befoldungsgesetzes find eine große Anzahl von Beamten pensioniert oderveranlaßt worden, durch einen sanften" Drud von oben, um ihre Pensionierung nachzusuchen. Auch diese erhalten nur die niederen Bezüge auf Grund desalten Besoldungsgesetzes. In trassem Widerspruch mit der Behandlung dieser Staatsbeamten steht die wohlwollende Fürsorge der Regierung für die Beamten, die in den Kolonien tätig waren und nun auf Wartegeld gesezt sind. Diese Beamten hat man, wie der Geheimrat Kühnemann vor dem Unterausschuß für Beamten Fühlst in der Sand seine Arme: Diese Sände zertrümmern Erze, schleppen die Mühsal, schmieden Lokomotiven, treiben Paläste gen Simmel. In deiner Sand wühlt der Gedante, und derweil du des Arbeiters Hand hältst, fühlst du seinen Raden: Sier flutet Schweiß, hier rötet sich der Anstrengung Delirium, hier teucht das aufgepeitschte, das aufzehrende Leben.. Du fühlst seine Brust: Dies ist der Blasebalg, der aus Quarz Glas macht, dies ist der Blod, der im Toben der Flammen abzuwarten vermag, daß vorerst das Eisen schmelze Wenn du des Arbeiters Sand umfängst, es ist dies ein andersgearteter Sandschlag, und durch deine Hand bebt der geflärte Gebeschwingt die Arbeit. 20 steht. Der Aderbauminister zabe erklärte in einer Konfere daß von der fleinen und großen Entente eine Botschaft ein gangen ist, daß der Einzug des Extönigs Karl oder eines ander Habsburgers in Budapest zu einer nicht wieder heilbaren Kat rophe Ungarns führen würde. Der Ministerpräsident Tele erflärte, daß die Schweiz die Ausreise Karls nur mit Erlaub der Entente gestatten würde. Die Schweiz fann infolge ihrer hängigkeit von der Entente feinen Schritt ohne ihre Erlaubni magen. Die Karlisten schloffen sich, um ihre Niederlage zu schleiern, den Beschluß an, so daß er einstimmig angenomm wurde. Der Beschluß bedeutete die Anerkennung der Entihron der Habsburger und ist ein Zeichen der Erstattung bäuerlich- demokratischen Elemente. überblickt er sich selbst, das Ganze, und gibt ein Ganzes. Serausgeber hätten sich schon die Mühe geben tönnen, ihrer gabe wenigstens einige persönliche Daten beizufügen. De be A 99 fich fi Iu Des fi ne fi Be trie fi tel trie Rei f Schr fi be jo na Stil 21 auch Zub gie aus Ueber See und Seibe" nennt Paul John ein Büchte Wanderungen und Fahrten, das mit vielen Jllustrat nen und drei Kunstblättern geschmüdt im Berlag der Freihe gerid erichienen ist.( Gebunden 8 M.) Der Berfasser führt uns als tenntnisreicher Wegwart in die stillen, schönen und oft Ostsee atmen und weilt mit liebevoller Beschaulichkeit bei dumpfen Wintel Alt- Berlins, er läßt uns die Luft Einzelheiten der Fahrt über das Stettiner Saff. Swinemün Rügen und die nordischen Geftade tauchen vor uns auf. Ob mit dem Dampfer, der Eisjacht oder dem Luftschiff fährt, dem Auge, der Camera und den schildernden Wort hält et all danke: durch deine verängstete, glatte Hand grüßt dich stumm, landschaftlichen Eindrücke plastisch fest. Dabei blitt mand soziale Streiflicht auf und in der legten Stizze, einer Buchthau wanderung am Weihnachtsabend, tlingt das Buch menschli Hatte einmal mit den Händen der Arbeiter eine erschütternde greifend aus. Es sei als Geschent gerade auch für die Arbeit Begegnung Ich nahm an einem Sommernachmittag an einer Arbeiterverfammlung teil. Es abendete; die im Sofe versammelte Menge wurde zur Abstimmung aufgefordert. Das Didicht geriet in Bewegung, die Schatten hatten bereits die Kanten, Schärfen des Hofes abgebogen, im nebeligen Kessel rumorten die vielen Menschen. Die fleinen Zwischenräume waren verwischt und die eifrige, labernde Menge zu einem einzigen gewaltigen Körper geworden. Aus dem tiefen Braun erhoben sich Arme, als zeigten sich eines unsichtbaren Körpers ungeheure Neste, an der Spitze wuchtiger Neste tauchten Hände auf, ähnlich jungen Zweigen, die ein toller Ortan umbraust; von der schwarzen Erde bis zum Himmelssaum empot, wo unheilvolle Sterne funteln, dunkelte die büftere Laub trone allein, den Raum, wo sonst Menschen leben, füllte bloß die Furchtbarkeit, und meine Seele raunte: Der Baum des Lebens... Gefängnisbriefe. Man fann jetzt die Briefe tennen lernen, bie ber Nieberdeutsche Knief im Gefängnis schrieb.( Briefe aus dem Gefängnis. A. Seehof u. Co., Berlag, Berlin 1920.) Knief war der Liebknecht Niederdeutschlands, ein lassenbewußter, edler Kämpfer, den erst der Tod zum Weichen brachte. Bitteres Geschid eines hoffenden Wegebereiters! In seinen Briefen ist wenig non Politik die Rede. Seine Verse hätte man ruhig streichen fönnen, und seine Euripidesinterpretation war überholt, als er sie schrieb. Aber er schildert, ohne es recht zu wollen, sein Leben, sein Werben, sein Hineinwachsen in den Kommunismus, er macht sich tlar, wie er wurde, was er ist. So gibt er eine Gesellschaftstritit. eine Kritif aller bürgerlichen Inftitutionen mit einer feinen Witterung für alle Gefahren, die dem Proletariat drohen. Er er tennt die ökonomische Bedingtheit unseres Daseins, die großen Zusammenhänge, und sich selbst als ein Stüd des Ganzen. So jugend empfohlen. Ein Zeichner gegen den Krieg. In der neuen Rummer Freien Welt" finden wir vier Holzschnitte von Fra be Taft in di turze gäng leben beibe einer falls Ren Masereel, dem tapferen belgischen Künstler, der während de Krieges in der pazifistischen Zeitung Feuille" täglich fei und seine gesammelten Zeichnungen hier noch zurüd. DE 3m Nose- Theater wird jetzt Der Erbförster" pon rolle eine starke Leistung, auch die übrigen Darsteller taten Bestes. Ludwig neueinstudiert gegeben. Bernhard Rose bot in der Ti D D Twardowski wiederholt am 10. Dezember, 8 Uhr, im Meifte Todes".( Leonhard Frant, Georg Heym.) faal, Köthener Straße 38, feinen Vortragsabend Novellen Einen heiteren schlesischen Abend veranstaltet Gerd Siew Dienstag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Saale der Berlin Secession. Miete Möller( Rezitation) und Jlse Mat ( Gesang) geben zusammen einen Märchen und Kinderliederab für Groß und Klein am Montag, den 27. Dezember, aben 6% Uhr, im Meistersaal. Neuerscheinungen Ferdinand Lassalle. Gesammelte Reben und Schriften. In zwölf Bänden herausgegeben von Chu Bernstein. Jeder Band geheftet 20., in Pappband 27 M., in Salbleberb Befter 40 W. Die Ausgabe zeichnet sich durch ein handliches Ottavformat, eine fehr flare Antiquatype und besten Drud auf eigens bafür angefertigtem holzfreiem Papier, sowie forgfältig hergestellte geschmadvolle Einbände Baul Caffirer- Berlag, Berlin 10. Frig Rager: Warum hat Desterreich- Ungarn ben Krieg verloren? Das Berlag der Wiener Boltsbudhandl ber Habsburgerarmee. 12 Kronen. Wien 1920. Di frühe Erfl ertlä berlä Lanb länb geleg tehe ipred nad I De geleb to m Die Scha lati Gui führ bürf nom orga Karl Homburg: Staatsbürgerkunde. Ein Silfsbuch für den gemeinschaftl Sichen Unterricht fowie für methodische Unterweisungen an Lehrerbllboun anstalten. Oftetmied( Sara) und Leipzig. Berlag von M. 3idfelbt. er s. 0. tie ber rati ohl w teregio ing de Di S nen eman en Be gegen te au über It vom te G Bbi e, baj er gut Etats e ent Regierungsbildung in Sachsen Die Haltung der Kommunisten Die Rote Fahne" veröffentlicht in einer Meldung aus Chemniz die Antwort der kommunisten Sach ens auf die beiden Fragen zur Regierungsbildung, die die sozialistischen Parteien an die Kommunisten gerichtet haben. Die Meldung der„ Roten Fahne" lautet: Die Unabhängigen und Mehrheitssozialisten haben an bie . P. 3. Sefens folgende zwei Fragen zur Regierungs. bildung gestellt: 1. Ob bie R. V. D. Sachsens bereit sei, in eine reinfozialistische Regierung einzutreten. Diese Frage wurde mit Rein beantwortet. 2. Wenn nicht, ob die R. P. D. Sachsens bes reit jet, für einen Ministerpräsidenten, der von den beiden Bar teien gestellt wird, zu stimmen, um zu verhindern, daß ein bir. gerlicher Ministerpräsident gewählt wird. Die zweite Frage wurde mit 3a beantwortet, weil dieses Ja die einzige Verausjegung dafür ist, daß in Sachsen eine Regierung aus U. S. P. D. und S. P. D. gebildet werden lann. Durch diese Wahl des Ministerpräsidenten fühlt sich die K. P. 3. jedoch keineswegs verpflichtet, die Regierung be bingungslos zu unterstügen. Die K. P. D. wird die Regierung nur insoweit unterstügen, als sie sich in der Richtung der Forderungen betätigt, die im„ Rämpfer"-Artikel des Genossen Brandler formuliert und von der Partei ange Remmen sind. Diese Antwort stützt sich auf den Beschluß des Bezirks. tages der K. P. D. für Chemniz- Erzgebirge en Bogtland, der am 27. und 28. November in Chemnit mp tagte. Nach einem Referat von Brandler wurde dort motrat eine Erklärung angenommen, in der gesagt wird, daß sich die Partei und die Landtagsfraktion der Kommunisten in on de Sachsen darüber klar sei, daß eine Regierung von MehrLangte heitlern und Unabhängigen dem fächsischen Proletariat teine Boll ernsthafte Hilfe leisten wird, um aus seinem wirtschaftlichen on da Glend und der politischen Bebrüdung herauszukommen." Die 1g, nung Brote bi ng bu ht un rbeite aftic agyar zi un beite en ife .). amber Let be an bi Den e pfiehlt Den Be g bes Borkop hei die gierung wabl nferens einge ander Rate Celel laubni rer laubni au pe omme ronu 8 be Bilchle uftrat Freihe als oft a uft ei all emün Db rt, er mand hthaw lid rbeite mer b Fran end de fei Rafer On D er Tit aten W efft len b e to a Berling Rati eraben abent Teberba ne g m inbe Das Ch Sanblu Gaftfar 2 ba Erfahrung habe gelehrt, daß die Sozialdemokraten der bei den Richtungen teine Kämpfer für den Sozialismus feien. Der Bezirkslag fordert aber die fommunistische Landtags= fraktion auf, den Unabhängigen und Sozialdemokraten trotzdem oder gerade beswegen Gelegenheit zu geben, die Res gierung zu bilden, und ihr Wahlversprechen einzulösen." Als Richtschnur für die Handlungen der tommunistischen Landtagsfrattion fann der folgende Satz der Erklärung gelten: Der Bezirtstag fordert von der Frattion der Kommunisten, daß sie sich auf keinerlei Kompromisse und Salbheiten einläßt und gegen jede Maßregel stimmt, die dem Befreiungstampf des Broletariats nicht dient, oder ihm widerspricht." Privatwirtschaften zur Verfügung gestellten Rohstoffe eine Ga rantie zu leisten hätten. Die praktische Durchführung soll so er folgen, daß die von der in Frage stehenden Regierung ausge stellten Bons an die internationale Kreditorganisation gelangen, bie den Wert der Bons feststellt, die als Garantie für die gewährten Kredite dienen. Die Kommission hat in den letzten 14 währten Krebite bienen. Die Kommission hat in den legten 14 Tagen die Einzelheiten dieses Plans weiter ausgearbeitet. Stras tos betonte, daß die aus Fachleuten fast aller Länder zusammengefekte Kommiffion von dem ernsten Willen beseelt lei, die Be schlüsse der Brüsjeler Finanzkonferenz weiter auszuarbeiten und für ihre Durchführung praktische Vorschläge zu machen. Die österreichischen Schulden Wien, 3. Dezember. Bundesfinanzminister Grimm brachte heute im Rationalrat den Staatsvoranschlag für 1920/21 ein. Die Staatsschulden betrugen im Juni 1920 60 Milliarden; somit entfällt auf jeden Kopf der Bevolterung eine Staatsschuld von 10 000 kronen, ein Betrag, der fich feitdem wesentlich erhöht hat und noch erhöhen wird. Infolge der Entwertung der öftereichischen Valuta dürfte der mit 12% Milliarden geschäßte Fehlbetrag bis Ende d. 3. voraussicht lich auf über das Doppelte steigen. Zur Beseitigung des Mißverhältnisses zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben Spiritus, 3uder und Mineralölprodukte an. Wenn eine Kräfti fündigte der Minister die Einführung staatlicher Monopole für gung der wirtschaftlichen Verhältnisse erzielt sein werde, werde man zu einer in größtem Stile aufgelegten inneren Anleihe schreiten, die von denjenigen Großmächten, die die Silfstredite in Aussicht stellen, garantiert werden müßte. Die Beratungen in London TU. London, 4. Dezember. Aber das waren doch ,, Gelbe", Bedienstete der Bourgeois, schlimmer als die Weißgardisten. Der Vertreter der Schweizer Linten preift die Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung und weist darauf hin, daß in der Schweiz innerhalb einer Partei fünf Rich tungen bestehen, die die Partei attionsunfähig machen. Kopac spricht im Namen der ungarischen tommunistischen Partei. Er bes grüßt den Verschmelzungsparteitag als den Ausdrud dafür, daß bas deutsche Proletariat aus den Lehren der ungarischen Revo lution gelernt hat, indem es eine einige zentralistische Partei zur Erfämpfung der Diftatur des Proletariats schafft. Der Vertreter der tschechischen Linten, Dolcad, schildert den Kampf in der tschechischen Arbeiterbewegung, und Neurath für bie beutschen tinten Sozialdemokraten der Tschechoslowakei fagt bie Gründung der großen fommunistischen Partei der Tschechoslo watei noraus. Der Abgesandte der tommunistischen Partei Hollands fagt, daß Holland beginne, zu einem Herd der internationalen Reaktion zu werden. Das beweist er damit, daß Hol land nicht nur den Kaiser beherberge, sondern auch die Amster bamer Internationale. Daß die Beschimpfung mit verständnisvollem Beifall aufgenommen wurde, kennzeichnet dieses Publikum. Cachin und Frossard sollen sich um Ausreiseerlaubnis bemüht haben, sind aber noch nicht da. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Das Attionsprogramm der Bereinigten Kommunistischen Partei spricht Levi. Er feiert diesen Parteitag als ein ungeheures Er eignis in der Geschichte der Arbeiterbewegung der Welt, und den Entwidlungsprozeß, der sich in den zwei Jahren in der U. S. P. abspielte. Es sei fein Zufall, daß der Weg der Einigung der deuts schen Kommunisten über Mostau gegangen sei. Das sei ein Zeichen und ein Ausfluß der Tatsache, daß heute die Sowjetrepublik Rußland die Geschice des Proletariats der ganzen Welt umschließe. Die Vereinigung der deutschen Kommunisten sei nur ein Glied der Kette, die sich um die ganze Welt lege. Levi bezeichnet die jetzige Krise des Weltfapitalismus als durchaus verschieden von den Krisen der Borkriegszeit. Er weist auf die Schuldknechtschaft Europas an Amerita hin und betont, daß Amerita heute nicht mehr ber Exportstaat von ehedem sei, sondern die Hälfte der amerikanischen Ausfuhr bestehe aus Fertigfabritaten. Es sei also damit an die Seite der europäischen Länder der Vortriegszeit getreten, die Nahrungsmittel einführten und Fertigfabrikate ausführten. Diese Tatsache mache die Rückzahlung der europäischen Schuld an Amerita unmöglich. Amerita habe die Gebiete feines Exportes gewaltig erweitert. Europa bleibe seinem Schidjal überlassen. Levi leistet sich die unbeweisbare Behauptung, daß die Hilferding. Lebebour und Breitscheid seit zwei Jahren das deutsche Proletariat Neutommunisten, die so gut wie Levi wissen, daß das eine glatte mit der Hilfeleistung Ameritas getröstet hätten. Die anwesenden unwahrheit iü, hätten sich, Levis Behauptung als wahr voraus gelegt, also zwei Jahre von Hilferding, Breitscheid und Ledebour an der Nase herumführen lassen. Auch ein Kompliment. Die Gigung des Kongresses ber Alliierten begann um 11% Uhr und banerte bis 1½ Uhr. Die Konferenz besprach den Vertrag von Sevres und die neue durch Griechenland geschaffene Lage. Der wichtigste Bunft der Besprechung war die Frage des Eintritts Armeniens in den Bölferbund. Die Konferenz sprach sich da= gegen aus und die Vertreter Armeniens in Genf werden darüber informiert werden. In der Nachmittagssigung wurden die Garan tien besprochen, die für den Fall ins Auge gefaßt werden, daß Griechenland trog der Warnung der Alliierten König Konstantin auf den Thron zurückberufen sollte. Heute werden die Sachver. ständigen für die Konferenz in Brisel über die Reparationsfrage ernannt und das Datum der Konferenz bestimmt werden. Auch Auch die Frage der Sandelsbeziehungen zu Rußland wird erörtert werden. Man nimmt an, daß die Konferenz Sonnabend abend beendet sein wird. Zum Schluß beruft sich auch diese Erklärung auf die bereits Eine Arbeiterkommission in Irland wung in Griechenland. Eine neue Krije, neues Kämpfen für oben erwähnten Vorschläge Brandlers im Chemnizer Rämpfer". Diese Vorschläge, die für die fommunistische Fraktion im Landtag als Richtlinien dienen sollen und die Forderungen der Kommunisten enthalten, lauten in ihrem Kern folgendermaßen: Wir Kommunister erklären also: Die Kommunistische Frattion im Parlament und die Kommunistische Partei außerhalb des Barlaments wird euch nicht stören, wahr zu machen, was ihr versprochen habt. Sie werden jeden ernsten Versuch dieser Parteien, den parlamentarischen Regierungsapparat zur Durchsegung tontreter Maßregeln auf dem Wege zum Sozialismus auszunuzen, nicht nur nicht hindern, sondern inner- und außerparlamentarisch tatträftig unterstügen. Wenn die mehrheitssozialistisch- rechtsunabhängige Regierung Im Schärften Kampfe gegen das fapitalistische Unternehmertum fich einsehen werden: für eine Amnestie aller politischen Bergehen und Verbrechen, für die ernsthafte Entwaffnung ber RonterrenoTution, der Orgesch und anderer Selbstschusorganisationen des Bürgertums, für die Schaffung ernsthafter Selbstschuhorganisatio. nen des Proletariats, für die fofortige Enteignung, Wiedereröffnung und Weiterführung aller stillgelegten und verfürzt arbeitenden Be triebe durch die Betriebsräte, für Bersorgung der Arbeitenden mit billigen Lebensmit teln auf Rosten der Besitzenden, für Beschlagnahme aller überschüssigen Wohnräume der Reichen zur Unterbringung der arbeitenden Bevölkerung, für die Wiedereinstellung der Arbeitslosen in die Be triebe durch Wiederaufnahme der stillgelegten und einge. schränkten Betriebe, Stilgen." SR. London, 4. Dezember. Der englische Arbeiterausschuß, der zur Untersuchung der irischen Page nach Jrland gegangen ist, besuchte mit verschiedenen Bertretern bes irischen Bauernstandes bie zerstörten Dörfer, bie Umgebung von Dublin und unterhielt sich mit den Direktoren ber zerstörten Molkereien. Senderson und Adamson hatten eine Unterredung mit dem römisch- katholischen Erzbischof. Sier wurde der zukünftige Burgfriede in allen Einzelheiten besprochen. Der Erzbischof versprach, daß die römisch- katholische Geistlichkeit den Plan entschieden unterstützen würden, wenn nur alle Gewalt beiderseits aufhöte. Henderson und Adamson besuchten auch die Gefangenen in Dublin und hatten eine längere Unterredung mit Griffith, dem stellvertretenben Bremierminister der irischen Republik. Die Wohnungsfrage in Moskau Levi zeichnet bann weiter die Politit Englands und Franks reichs im Often, die gebannt sind an Rußland. Gleichzeitig mit Wrangels Niederlage falle auch der andere Wall, der von Ostafien und dem Baltan aus um Rußland gezogen war, durch den UmSowjetrußland Ständen bevor. Rußland set heute aber nicht beSchrautt auf seine geographischen Grenzen, unsichtbare Fäden per bänden es mit der ganzen Welt, der Sympathie des unterdrückten Proletariats der ganzen Welt. Die Kommunistische Internatio nale sei der weltpolitische Fattor, der heute neben den russischen Arbeitern und Bauern für die russische Sowjetrepublik tämpfe. Der Redner spricht weiter. Groß- Berlin Eltern fordert die weltliche Schule! Auf einer Sigung des Bollzugsausschusses des Mostauer Sow jets entwarf Saforny folgendes Bild der derzeitigen Wohnungsverhältnisse in Mostau: In Mostau befinden sich zur Zeit infolge Schädigungen der Kanalisation und Wasserleitungen 15 000 Woh- tiert, was diese dann in der nächsten Stunde auswendig hernungen in unbewohnbarem Zustande. Wegen Mangels an Heizmaterial mußten im vorigen Winter 5000 Häuser abgebrochen werben. Augenblicklich sind in Moskau 300 Arbeiterhäuser vorhanden, in benen die Bewohner zu 25 bis 100 Prozent Arbeiter find. Das Mostauer Wohnungsamt ist jetzt damit beschäftigt, für Unterkunft von 5-6000 Stubenten der Medizin zu sorgen. Obwohl 105 Internate mit 5100 3immern dem Wohnungsamt zur Berfügung stehen, muß das Amt im Durchschnitt 150 Studentenstandsetzung, Registrierung und Berteilung der Wohnungen wird abgeordneten täglich abschlägigen Bescheid erteilen. Die Inhauptsächlich durch Mangel an Arbeitsträften erschwert, der oft bis 80 Prozent beträgt, und durch die schlimmen Transportver hältnisse. für die Berpflichtung der Gesamtunternehmerschaft, die Ar. beitslosen in voller Lohnhöhe zu unterstügen jo werben wir Kommunisten in der Durchführung dieser Maß. nahmen e parlamentarisch und außerparlamentarisch unter us alledem ergibt sich, daß die kommunistische Fraktion auch nach der bejahenden Beantwortung der zweiten an fie gerichteten Frage feineswegs als eine absolut uverlässige Stüge einer sozialistischen Regierung angesehen werden tann. Es steht durch aus im Bereich der Möglichkeit, daß die Kommunisten eine in die Hand spielt. Es ist möglich, daß wir in Sachsen in gänge bei der Bildung des Berliner Magistrats et leben werden. Immerhin dürfte nach der Beantwortung der beiben an die Kommunisten gerichteten Fragen die Bildung verbringen müssen. einer sozialistischen Regierung fürs erste gesichert sein, falls nicht noch ein Gegenbefehl aus Mostau die Disposition nen der sächsischen Kommunisten über den Haufen wirft. Holland und die Kaiserfrage SR. London, 4. Dezember. Daß die Wohnungstalamität in Sowjetrußland nicht nur auf die Großstädte beschränkt ist, zeigt eine Mitteilung der„ Etonomitfchestaja Shiin", wonach die Unterbringung ber Arbeiterschaft in den Wolgagebieten großen Schwierigkeiten begegnet. Die vor handenen Räumlichkeiten reichen nur für etwa 21 000 Arbeiter Wolgabassins 60 000 Mann. Bon diesen Arbeitern wird ein Teil in Privatquartieren, bie Mehrzahl jedoch in Erdhöhlen, der Wolga untergebracht werden, wo sie den ganzen Winter Parteitag der KPD.. Erster Verhandlungstag. 3m Saale bes Lehervereinshauses am Alexanderplatz begann heute vormittag der Parteitag, der die Kommunistische Partei Deutschlands mit dem von der Unabhängigen Sozialdemos tratie abgesplitterten neutommunistischen Flügel vereinigen soll. Braß eröffnet bie Tagung mit einer furzen Ansprache, in der Die Times" veröffentlicht eine lange Zuschrift von Bles, bem früheren Berater des niederländischen Justizministeriums, über die Erklärung Lloyd Georges im Unterhause. Der Premierminister ez feststellt, daß kein Diltat von Mostau, sondern die freie Ent erklärte bekanntlich, es tönne feine Rede davon sein, daß die nie- schließung der revolutionären Arbeiterschaft zu diesem Schritt ge derländische Regierung dem früheren Kaiser erlauben würde, bas führt hat. Im Namen der Berliner Arbeiterschaft begrüßt Land wieder zu verlassen. Bles berichtet dazu, daß die nieder Schindler Bantom den Parteitag. In Worten ist interessant, baß er befriedigt ist über den Ausilinen ohen stehen würde. Es würde den niederländischen Gesezen aber widergelegt habe, das mit den niederländischen Gelegen in Widerspruch Opportunisten in Salle. Erstens find die Neutommunisten in Halle tatsächlich ausgeschlossen worden. Dann muß sprechen, den Kaijer oder den Kronprinzen festzuhalten, wenn sie bez 3entralstelle zur Einigung der Sozialbemo daß er aun aber mu man zu den Gründern nach Deutschland oder anderswohin gehen wollten. frafie gehörte, also fich als Opportunist vom reinsten Wasser gebärdete. Auch die antibolichemistische Freiheit" bekommt ihr Teil, getreu bem Grundsak, daß man das, dem man gestern zugehörte, heute immer fräftiger verleumbet. Der Beifall ist mehr 3u Borfihenden werben nach den Vorschlägen der vorausge gangenen Tagung Pied und Braß gewählt, zu Schriftführern Internationale Kreditorganisation Schaffung einer Genf, 3. Dezember. internationalen Kreditozgant. als mäßig. bildet. Die Gewalttätigteiten gegen Kinder Andersdenkender durch Lehrpersonen, auch in den Brizer Schulen, nehmen tein Ende. Was nugen Beschwerdeinstanzen, wenn sie nur der Vertuschung bienen; was nuken Elternbeiräte, wenn fie nur Deforation und machtlos gegen diese Lehrer in der Schule find. Art. 148, Abs. 2 der Verfassung des Deutschen Reiches vom 11. August 1919 sagt: Beim Unterricht in öffentlichen Schulen ist Bedacht zu nehmen, baß die Empfindungen Andersdentender nicht verlegt werden. Den Schülerinnen der 3. Klasse der 3. Gemeindeschule in Brig wird im Geschichtsunterricht regelmäßig im Tageheft etwas dif sagen müssen. Die Kinder, denen die Eltern es verbieten, diese Art Geschichte auswendig zu lernen, sind in der Schule geprügelt worden. Ist dieses schon eine sonderbare Erziehungsart, so wird hierdurch aber auch des deutschen Reiches Verfassung, geradezu verlegt. Ein Gesanglehrer versucht, trog Proteftes, die Kinder zu bewegen, den 3. Vers des Liebes Deutschland über alles" zu Jingen. Ein anderer Gesanglehrer das Kirchenlieb„ Ein feste Burg ist unser". In einer Klaffe werden den Kindern die Schlachtenpläne des Alten Frig, aus der Zeit der schlesischen Kriege vorgemalt und verherrlicht. Wie die armen Sünder müssen die weltlichen Kinder während des Schulgebets vor der Tür stehen oder Sie werden gezwungen heuchlerisch daran teilzu nehmen. Bei den jegt mit besonderem Eifer einzuübenden christlichen Weihnachtsfeiern hat man den weltlichen Kindern gesagt: hr dürft nicht Weihnachten feiern". Ein Schulleiter sagte:„ auf bie Wenigen tönne teine Rücksicht genommen werden". Arbeiter eltern und Freunde der Schule, merkt Euch das! Seid nicht mehr gleichgültig der Schule gegenüber. Die Schule wirkt durch solche Bortommnisse geradezu wie eine Strafanstalt auf unsere Kinder. Wacht selbst auf Eure Kinder! Geid gewarnt! Für den Arbeiter fann es nur eins geben, heraus mit der Religion aus der Schule. Heraus mit dem Priester aus dem Schulhaus. Wenn Eure Elternräte mal dem Unterricht beizuwohnen wünschen, das geht nicht; Verbot schreit die Lehrerwelt; aber wenn der Pastor tommt, bann ja dann ist's eben was anderes. Eltern! Schreit's überall! Her mit der Weltlichkeit der Schule, trot ber reaktionären Lehrertreise. Gorgt dafür, helft mit. Es gehen Liften herum, fragt danach und zeichnet Euch ein. Der Deutsche Städtetag zum Sperrgeset". Der Deutsche Städtetag hat beim Reichstag Berwahrung dagegen eingelegt, daß ber Vertretung der städtischen Anstellungsgemeinden ebenso wie den Kommunalbeamtenverbänden, bei der Vorbereitung des Gefegentwurfs zur Sicherung einer einheitlichen Regelung der Be amtenbesoldung jede Möglichkeit einer Stellungnahme vorenthal ten worden ist. Der Gesetzentwurf bringt die schwersten Eingriffe in das Aemterrecht der Gemeinden, eine Hauptgrudlage ihrer Selbstverwaltung. Im vollen Gegensatz zu den Besoldungsverhältnissen beim Reich und den Ländern steht die in den vielen tausend Gemeinden von Ort zu Ort wechselnde unübersehbare Mannigfaltigkeit der fommunalen Aemterorganisation, eine naturnotwendige Folge des den Gemeinden verfassungsmäßig gewährleisteten Selbstbestimmungsrechte. Auf die eigenartigen Aemterverhältnisse der Selbstverwaltung muß im Gefeß beson bere Rücksicht genommen werden. Die Bedeutung der verschiedenibueil unter jorgfältigster Abwägung aller Umstände durch nen Beamtengruppen der Gemeinden tann richtig nur indi die Organe der Selbstverwaltung erfolgen. Prüfung und Ent Schematismus und Ueberorganisation führen. Eine etwaige staatscheidung durch eine Reichszentralstelle würde zu unerträglichem liche Prüfung der Besoldungsverhältnisse sollte ausschließlich im Rahmen der Länder erfolgen, die gegen Auswüchse bei einzelnen Der Borthende bez Finanzfettion der vom Böllerbundsrat eins gelegten provisorischen Finanz- und Wirtschafts- Plettner Hannover, Remmele Stuttgart. Außerdem Brüfungsverfahrens müßte ganz der Autonomie der Länder übertommission, Stratos( Südafrita), erklärte Pressevertretern: wird eine Mandatsprüfungs- und Organisationstommission gelassen bleiben, in denen für Streitfälle Schiedsinstanzen vorzuAls Bertreter ausländischer Genoffen, werben Begrüßt i1Sehen wären. lation, die es den besonders verarmten Ländern liams pon der britischen tommunistischen Partei, Bertreter ber Europas, wie die Zentralmächte, ermöglicht, Rohstoffe einzu fommunistischen Parteien Ungarns, Sollands, ber Linten ber führen und diese als Fabritate wiederauszuführen. Diese Kredite Tschechoslowakei und der Schweiz. Williamsrichtet einige Worte bürfen nur von den ganz verarmten Ländern in Anspruch ge nommen werden, die sich allein nicht helfen tönnen. Die Kredits organisation ist so gedacht, daß die Staaten für die den einzelnen Munitions- und Truppentransporte nach Rußland verhinderte. beiden Kommissionen, die in der Eröffnungsfihung zur Beschaf an den Parteitag, die mit lebhaftem Beifall aufgenommen werden. Er schildert die Tätigkeit des britischen Attionsrates, der die Oppofitionelle Buchdruder, Bezirk 3. Sonntag, vorm. 10 Uhr bei Klug, Danziger Str. 71, wichtige Besprechung. Die Kollegen beiber Richtungen müssen erscheinen. Verwaltungsbezirk 4( Prenzlauer Tor). Die Bezirksverordnetenfizung am Freitag, 3. Dezember, beschäftigte der Bericht der fung geeigneter Räumlichkeiten für das Bezirksamt, zur Be ratung der Geschäftsordnung und zur Vorbereitung der Wahlen für das Bezirksamt gewählt worden find. Ueber die Beschaffung von Räumen für das Bezirksamt berichtete der Bezirksverordnete Remnih( Soz.), daß die Kommission vier Ausschüsse zur Prüfung der vorgeschlagenen Räumlichkeiten eingelegt habe, es jedoch zur Zeit nicht für opportun halte, über Einzelheiten zu berichten, um die Interessenten nicht aufmerksam zu machen. Als Geschäftsordnung schlage man zunächst die ber alten Stadtverordnetenverfammlung mit durch das Gesetz Groß- Berlin gebotenen Aende rungen vor, als Versammlungstag den Freitag. Die Versamm lung vertagte die Debatte über die Raumbeschaffung, erklärte sich mit der vorläufigen Regelung der Geschäftsordnung einverstanden, beschloß aber, fünftig am Mittwoch zu tagen, um die Tagesord nung stets rechtzeitig in das Gemeindeblatt bringen zu tönnen. Für den Ausschuß zur Bildung des Bezirksamtes berichtet Bezirksverordneter Kürbis( U. 6. B.). Der Ausschuß schlägt neun befoldete und sechs unbesolbete Mitglieder für das Bezirksamt por. Der Bericht führte zu einer lebhaften Debatte. Die Rechts fozialisten beantragten neun( sechs befoldete, brei unbesoldete), die Bürgerlichen elf( fechs befoldete und fünf unbesofdete) Bezirts amtsmitglieder. Angenommen wurde schließlich der Antrag der Bürgerlichen. Unsere Genossen und die Kommunisten stimmten für den Kommissionsvorschlag. Auf Antrag der U. S. P. soll der Magistrat ersucht werden, die Badeanstalt in der Oberberger Straße wieder in Betrieb zu nehmen. Die nächste Sigung soll in der Schulaula Danziger Straße stattfinden. Wegen bestialischer Mihhandlung ihres Kindes ist gestern die nerehelichte Frau Else Berger zu drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus verurteilt worden. Sie war beschuldigt, ihr dreijähris ges Söhnchen, das sie früher in Pflege gegeben hatte, es aber zu fich nahm, weil fie infolge der Teuerungsverhältnisse das Bflegegeld nicht mehr bezahlen konnte, zu Tode geprügelt zu haben. Die Mißhandlungen sollen an der Tagesordnung gewesen sein. Die bestialische Mutter mißhandelte den fleinen Jungen fast täglich mit einem abgebrochenen Schrubberstiel, mit dem sie ihm nicht nur am ganzen Körper, sondern auch auf dem Kopf viele Beulen und blutunterlaufene Stellen beibrachte. Der jammervolle 3ustand des Knaben empörte die eigenen Verwandten der Angeflagten und Bewohner des Hauses in höchstem Maße, und die Tatsache, daß der kleine Märtyrer an den Mihhandlungen zugrunde ges gangen ist, zeigt, daß diese Empörung wohlberechtigt war. Der me Sizinische Sachverständige S.-R. Dr. Keller, hat an dem Körper bes toten Kindes zahllose Spuren von brutalften Mißhandlungen festgestellt, die den Tod des Kleinen an innerer Verblutung zur Folge gehabt haben. Trotz derHärte der Strafe hat das Gericht die Angeklagte auf freiem Fuß belassen, da nach ärztlichem Gutachten ein inzwischen geborenes, fünf Monate altes Kind der Angetlagten gefundheitlich gefährdet werden würde, wenn es jetzt von der Mutter getrennt mürbe. Wenn die Hausbewohner früher an die rechte Schmiede gegangen wären, hätte das Kind gerettet werden können. Neben einer gemeinen Gesinnung hat auch die soziale Not die Tat veranlaßt. Der Bädermeister Albert Nicolai, Martin- Opit- Str. 25, tft wegen unzuverlässiger Betriebsführung auf die Dauer von sechs Wochen non der Mehlzuteilung ausgeschlossen worden. In der Leitung der Großen Berliner Straßenbahn wird ein Wechsel eintreten. Nach der Wahl Dr. Adlers zum Verkehrs bezernenten gegen den ausgesprochenen Willen der Direktion war zu erwarten, daß der Generaldirektor Mussow seinen Abschied nehmen würde. Das soll jegt wahr werden. Er und Herr Direttor Maier werden ihren Abschied nehmen.. Die städtische Kleiderverwertungs- Gesellschaft hat in der Marschauer Straße 33 eine neue Verlaufsstelle eingerichtet, die heute Don Magistratsmitgliedern und Stadtverordneten eingehend, un ter Führung des Geh. Rats Dr. Siedmann, besichtigt wurde. Schöneberg- Friedenau. Sonntag, vorm. 10% Uhr, bei Glame, Mars Gate Frig- Reuter- Straße, Sigung der Bezirts- und Stadtperordnetten. Sprachschule für Proletarier. Mitte Dezember beginnen. neue Anfängerkurse in Englisch( Abendkurse für Genossen ohne Vorfenntnisse). Anmeldungen am Dienstag, den 7., und Mittwoch, den 8. Dezember, von 8-9% Uhr abends, in der 24. GemeindeSchule, Sinter der Garnisontirche( Nähe Bahnhof Börse und Neue Friedrichstraße), Zimmer 7, Hof rechter Seitenflügel. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Sonns tag. Etwas fühl, zeitweise auftlärend, aber noch überwiegend trübe mit wiederholten Niederschlägen und frischen südwest- bis westlichen Winden. Gewerkschaftliches Der unparteiische Demobilmachungskommiffar Immer wieder haben wir Veranlassung, das Berhalten des Herrn Demobilmachungskommissars zu Anträgen auf Verbindlichfeitserklärung von Schiedssprüchen der Deffentlichkeit zu unterbreiten. Die Angestellten der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken hatten von früher her Anspruch auf Weihnachts- und Abschlußgratifitationen, deren Auszahlung ihnen von der Firma aber hartnädig verweigert wurden. Nach eingehender Prüfung und langwierigen Verhandlungen, die sich durch die Schuld der Firma monatelang hinzogen, erkannte der Schlichtungsausschuß unter dem 30. 6. 20 die Berechtigung der von den Angestellten geltend gemachten Ansprüche in einem wohl begründeten Schiedsspruche an. Rebenher wurde auch ein Einzelfall, dem der gleiche Anspruch zugrunde lag, vom Amtsgericht Berlin- Mitte nach erSchöpfender eidlicher Zeugenvernehmung zugunsten des flageführenden Angestellten entschieden. Der Herr Demobilmachungskommissar lehnt die von den Angestellten beantragte Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches ab und zwar mit einer Begründung, wie sie widerspruchsvoller und unparteiischer" wohl taum eine andere Stelle geben könnte. Die Zuständigkeit des geseglichen Schlichtungsausschusses, der den hier in Frage tommenden Schiedsspruch gefällt hatte, erkennt der Herr Demobilmachungskommissar wörtlich wie folgt an:„ meil die Möglichkeit einer Erledigung durch einen Schiedsspruch noch gegeben war". Nachdem diese Möglichkeit sich als zutreffend erwiesen und der Schiedsspruch zugunsten der Angestellten ausgefallen ist, soll sowohl das Schlichtungsverfahren, wie das inzwischen angängig gewordene gerichtliche Verfahren in einer Einzelstreitigkeit eine volle klärung nicht gegeben haben". Soll das heißen, daß nach Auffassung des Herrn Demobilmachungsfommissars im Gegensatz zu seiner einige Zeilen vorher gegebenen Ansicht der Schlichtungsausschuß zur Erledigung der Streitfrage nicht zuständig sei? Der Demobilmachungskommissar sagt weiter: es erscheint nicht angebracht, die Antragsgegnerin zur Annahme eines Schiedsspruches zu zwingen, der die Streitfrage rest los zugunsten der Antragsteller entscheidet". Das scheint für die Stellungnahme des Herrn Demobilmachungskommissars der springende Buntt zu sein. Wir glauben, daß der„ unparteiische De mobilmachungskommissar in seiner Unparteilichkeit" wohl schwer lich noch weitergehen kann. Ein Schiedsspruch muß sich nach 8 27 der Verordnung vom 23. 12. 18, die das Schlichtungswesen regelt, auf alle zwischen den Parteien streitigen Fragen erstrecken. Das heißt doch, daß die hier strittige Frage des Anspruches auf Gratifitationen zugunsten einer Partei und zwar derjenigen, die sich im Recht befindet entschieden werden muß, oder was für ein salomonisches Urteil, das diese unseres Erachtens einzig mögliche Entscheidung vermeidet, schwebt dem Herrn Demobilmachungskommissar vor? U. A. w. g. Oppofitionelle Buchbruder bes Bezirks 4( Richtung Crisplen Ledebour) treffen sich am Sonntag, den 5. Dezember, 9% Uhr, bei Wittschuß, Petersburger Str. 5. Zum Streit der Darmarbeiter. Zu unserer Notiz vom S. b. Straße 224, nebst drei weiteren Firmen, den Tarifvertrag unte teilt bie Streitleitung mit, daß die Firma Janzen, Greifswalde schrieben haben. Die Bewilligung erstreckt sich nunmehr vo allen 18 Firmen auf 14. Auf einen ganz hartnädigen Standpun stellt sich die Firma Alfred Jakubowski, Lehrter Str. 40, Dieje Serr, der immer vorgab, für seine Arbeiter ein fühlendes He zu haben, zeigt sich jetzt seinen Arbeitnehmern gegenüber von de richtigen Seite. Die Firma Gengelbach läßt lieber Werte vo Tausenden umtommen, ehe sie der Kalamität mit einem Feder strich ein Ende bereitet. Denn nur die Anerkennung der Orga fation ist das Streitobjekt. Die Arbeitgeber sollten doch einsehen, daß sie auf die Dauer einer so geschlossenen Front nicht wider stehen werden, weil die Arbeitnehmer eingesehen haben, daß m ein fester Zusammenschluß in der Organisation der beste Schu gegen die Berelendung ist. Diesen Schutz erbliden sie in ih Zugehörigkeit zum Zentralverband der Fleischer und werden das unter keinen Umständen nehmen lassen. Die Streitleitung Aus den Organisationen 3. Diftritt. 3. Abteilung. Bezirksführersitzung Montag, 7½ Uhr, bei kriget Grimmstr. 1. 6. Dijiritt. Sonntag, den 5. Dezember, nachm. 2 Uhr, in der Aula Friebe traße 16 Elternversammlung der 33., 66., 139. unb 161. Gemeindeschule und Friedenstraße 31 Elternversammlung ber 135., 137. Gemeindeschule, sowie de 17. Silfsschule. Es wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. 7. Diftritt. Sonntag, vorm. 10 Uhr, bet Rofin, Gubener Str. 19, engere ftandshikung, dazu Zeitungsobleute und Spediteur. 7. Diftritt. 1. und 2. Abteilung. Bow Kommunale Rommission. Seute, aben 7 üht, wichtige Gigung aller Mitglieder. Es wird um Erscheinen auch der M glieder gebeten, die in obiger Kommission mitarbeiten wollen. Lokal bei New mann, Goklerstr. 25. 12. Dikritt. Kommunale Kommission. Sonntag, vormittags 9 Uhr, im Lofal von Baase, Raumerstr. 15, Ede Dunderstraße Versammlung. 14. Diftritt. Dienstag, 7½ Uhr abends, Funktionärfonferenz bet, Brehme, e lanchthonstr. 23. Lichtenberg. Zeitungstommiffion. Sonntag, 10 Uhr, Sigung sel S. Kel Scharnweber. Ede Finowstraße. Niederschönhausen. Montag, abends 7 Uhr, Sigung der Bezirksführer, D leute sowie bes Vorstandes im Wilhelmshof, Kaiser- Wilhelm- Straße. Niederschönhausen. Die Buchhandlung der Freiheit" hat in bar Spebiti Eichenstr. 65 eine Sammlung von Schriften ausgestellt, welche allen Genoffins und Genossen bestens empfohlen werden kann. Vereinskalender Buchbinder. Montag nachmittag 15 Uhr im Gewerkschaftshaus, großer Seal ein 10, beau bezo Rel D Be thre befti ind am ift els flie De Dom führ Mer Bo rat; 3. Verschiedenes. Nur Delegierte haben Zutritt. Deutscher Solzarbeiter- Verband, Verwaltung Berlin. Am Montag, den 6. zember, abends 5 Uhr, findet im Lokal von Kraak, Adalbertstr. 21, eine a gemeine Versammlung aller in den Goldleistens unb' Rahmenfabriken beschäftig ten Grundierer, Beleger, Belegerinnen, Kistens und Bilderpader, sowie Sil arbeiter und Arbeitsburfchen statt. Tagesordnung: Die wirtschaftliche Lage der Goldleistenindustrie. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung vollzähliges Erscheinen notwendig. Die Branchenleitung Beutscher Hutarbeiter- Berband. Am Mittwoch, den 8. Dezember, aben 7 Uhr, Reſtaurant Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Bersammlung aller ber Pugbranche Beschäftigter. Tagesordnung: 1. Soll ber Tarif gefündig werden? 2. Stellungnahme zur Lohnfrage. Der Vorstand Zentralverband der Schuhmacher. Bezirkskonferenzen der Schoßarbeiter, o tag, 6. Dezember, abends 7 Uhr, für Nordwesten: Oldenburgerstr. 10. Norbe Usedomtr. 18. Often und Lichtenberg: Gubener Str. 5. Südosten und Süber Staliger Str. 59e. Westen: Bülowstr. 58. Steglig: Seefeftr. 2. Charlottenbur Sah Kantstr. 62. Reutöln: 3iethenstr. 58. Berantwortlich für die Redaktion: Emil Rabolb, Berlin antwortlich für den Inferatenteil: Ludwig Komeriner, Karlshor Verlagsgenoffenfbaft Freiheit" e. G. m. b. H.. Berlin. Drud der Freibel Druderei G. m. h. S., Berlin 2. Breite Stroke 9-0 Die Hohenzollern verlassen das Land ne d von Karl Holy Huldigung in Doorn von Theobald Tiger Kon Des Ber ihr Der Mei Di majd der häng nom tonn imm Elem beba tion. en in Heft 46 der Freien Welt". Besuchen Sie unsere Weihnachts Bücher Ausstellung Berlin C 2, Breite Straße 8/9. Heute Gonnabend geöffnet von 1-7 Uhr Ab Montag den ganzen Tag geöffnet Lokalredakteur gesucht! Für die Arbeiterzeitung Bremerhaven unb Umgegend( Kopfblatt Bremer Arbeiterzeitung), Richtung Crispien- Ledebout, wird ein tüchtiger Lokalredakteur gesucht. Derfelbe muß guter Rebnez und Agitator sein. 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