ett ar age and hre May us teftr en be geind chönl nir b es blok Dam älfte 211 e po Diel. E ie eret en Banl ein, 1 brun mml nad ebest gand Ded itung ber 311m er Det pot. Stt. orf unfe reibel te ng Einzelpreis 30 Pfg. 3. Jahrgang . Die Freiheit erfcheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montegs nar einmal Der Bezugspreis beträgt bet freier Buftellung ins Haus für Groß- Berits 10. im voraus jablbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 m. Für Bost bezug nehmen fämtliche Boftanstalten Bestellungen entgegen. Unter Etreifban bezogen für Deutschland und öfterreich 16,50 m., für das übrige Ausland 21,50 siglich Baluto- Aufschlag, ver Brief für Deutschland und Diterreich 30,- m. Bebaktian. Spedition and Verlag: Berlin C2, Breite Straße 69. Freitag, 10. Dezember 1920 Nummer 524 • Morgen- Ausgabe Die echtgelpaltene Nonpareillegeife ober beren Raum koftet 5,-. einfchließli Seuerungszufchlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2,-., fedes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Angeigen laut Tarif Familien- Anzeigen und Stellen- Gefuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen Befuche Wort Anzeigen: bas fettgedruckte Wort 1,50 M.. jebes weitere Wort 1.Fernsprecher: Zentrum 2030, 2845, 4518, 4603, 4635, 4848, 6822 greiheis Berliner Organ Der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands I. An die sozialistischen Parteien aller Länder! Durch den Weltfrieg ist die Periode der entscheidenden Kämpfe zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie um die Macht im Staate eingeleitet worden. Das unmittelbare Ergebnis des Weltkrieges ist die Weltherrschaft des britischen und ameritas nischen Kapitalismus, der auf dem europäischen Festlande dem französischen Militarismus, in Ostasien dem japanischen Imperialismus die Vorherrschaft überläßt. Zunächst hat der Sieg in den herrschenden Ländern die Macht der Kapitalistentiasse gefestigt, den auf der Arbeiterflasse dieser Länder lastenden Drud verschärft. Gleichzeitig ist aus dem Krieg ein Weltherrschaftssystem her borgegangen, das unmittelbar gegen die proletariche Revolution in Ost- und Mitteleuropa und gegen bie Freiheitsbestrebungen der unterdrüdten Nationalitäten und Kolonialvölfer gerichtet ist. Die Sieger versuchen durch die Bloda de und durch friegerische Interventionen dte russische Sowjet republik, den vorgeschobensten Posten der jogtalen Revolution, niederzuwerfen. Sie benutzen die wirts schaftliche Abhängigtett der besiegten mitteleuropäischen Länder dazu, um die Entfaltung der proletarischen Revolution in diesen Ländern zu verhindern. Sie bedienen sich der blutbefle ften fonterrevolutionären Gewalten in Ungarn, Polen und Rumänien als ihrer Schergen sowohl gegen Sowjetruk land als auch gegen das mitteleuropäische Proletariat. Gie unterstützen in Deutschland, in Desterreich, in der TschechoSlowakei die gegenrevolutionären Bestrebungen. Jeder revo lutionären Bewegung in Italien droht die Erdros iung durch die Hungerblotade. Durch ökonomische Represalien und finanzielle Erpressung machen sie sich die fleinen Staaten zu gefügigen Werkzeugen ihres Willens. Sie erstiden die Freiheitsbestrebungen der vorderasiatischen Völfer in einem Meer von Blut. chyminge தி may Cinger al Br ener eitung Nation Reand 1523 ft g ed er en enbr Lang 3939) Inka Motor Sn page, Sjeni 6934 ht Stot tes rady Dieses kapitalistische System wird immer mehr unvers einbar mit den wirtschaftlichen und sozialen Lebenserfors bernissen der proletarischen Massen in den Ländern der Sieger selbst. Die Blodade über Rußland und die durch die Friedensverträge herbeigeführte wirtschaftliche Zerstörung Mittelcuropas schließen den größten Teil Europas vom Weltmarkte aus. Dadurch werden nicht nur die Völker Ost- und Mitteleuropas in unerträgliche Not gestürzt, die für alle nationa: listischen und konterrevolutionären Bestrebungen den stärt ften Nährstoff bildet, es werden auch die westeuropäische und amerikanische Industrie und Urproduktion ihrer wichtigsten Märkte beraubt und dadurch in schwere Krisen getrieben, die die Arbeitslosigkeit von Millionen bewirken. Ueber die augenblidliche Krise hinaus droht den Arbeitern der westlichen Länder die Gefahr, daß Ost- und Mitteleuropa zu Serben von Lohnbrüdern werden, die die Lebenshaltung der westeuropäischen und der amerikanischen Arbeiterschaft jahrzehntelang darniederhalten würden. Digjen Tatsachen gegenüber ist es notwendig, alle Kräfte des Weltproletariats zu sammeln und in den Mittelpunkt jeines Kampfes die sozialistischen Endforderungen zu itellen. Der Weltherrschaft des Kapitalismus muß das Proletariat seine eigene Weltpolitik entgegensetzen. Aufgabe dieser Politit muž es fein, Sowjetrußland gegen die Angriffe der imperialistischen Westmächte tatttäftig zu verteidigen, die tonterrevolutionären Intriguen des franzöfifchen Imperias lismus in Mitteleuropa zu durchkreuzen, die revolutionären Bewegungen in Ost- und Mitteleuropa von den Fesseln, die der westeuropäische Imperialismus ihnen auferlegt hat, zu befreien, die um ihre Freiheit fämpfenden Nationalitäten und Kolonialvölker gegen das Herrschaftssystem des Kapitalismus zu unterstügen und so alle revotionären Kräfte der Welt gegen die Herrschaft des Imperialismus zu ver Tätig Tau on L DOR M Bre tlini Rerl nbeira 8. 300 g einigen. nationale zerstört. II. So Zimmerwalder Konferenzen haben gezeigt, daß auch wäh- massen auf andere Länder schablonenhaft übertragen. Spe rend des Krieges eine von den Grundsägen des Sozialismus geleitete internationale proletarische Politit möglich war. Sie haben damit den Beweis erbracht, daß die zweite Jnters nationale, zu einer solchen Politif unfähig, ihre geschichtliche Aufgabe nicht erfüllt hat. Das Ergebnis dieses Versagens der in der zweiten Internationale vereinigten sozialistischen Parteien war, daß Haß und Mißtrauen die Arbeitermassen der einzelnen Länder voneinander schieden und dadurch die zweite Internationale zerstörten. bald das Proletariat die politische Macht erobert hat, wird es überall dort, wo die Bourgeoisie die proletarische Staatss gewalt sabotiert oder sich gegen sie auflehnt, dittatorische Mittel anwenden. Die Diktatur, d. h. die Anwendung aller staatlichen Ges waltmittel durch das zur herrschenden Klasse gewordene Proletariat, um die Widerstände niederzuzwingen, die die Bourgeoisie der Verwirklichung des Sozialismus ent gegensetzt, ist eine Uebergangsphase im Entwicklungsgange Dom fapitalistischen Klassenstaat zum sozialistischen Gemeine wesen. Es hängt von den gegebenen ökonomischen, sozialen Formen die Diktatur annehmen wird. Sollte das Prole und politischen Verhältnissen des einzelnen Landes ab, welche tariat mit den Mitteln der Demokratie die Macht erobern, so wäre im Falle des Widerstandes der Bourgeoisie auch die demokratische Staatsgewalt zur Anwendung der Diftatur gezwungen. Wird jedoch in der Periode der entscheidenden Machttämpfe die Demokratie durch die Schärfe der Klassent gegenfäße gesprengt, fo muß die Dittatur die Form einer Diktatur proletarischer Klassenorganisationen annehmen. Organe der Diktatur fönnen je nach den Verhältnissen des einzelnen Landes Die zweite Internationale egiftiert somit nicht mehr. Die Organisation, die sich heute als zweite Internationale bezeichnet, ist nur noch die Zusammenfassung jener Parteien, die den rein reformistischen und nationalistischen Flügel der Internationalen Arbeiterbewegung bilden. Diese Parteien verkennen theoretisch die historischen Notwendigkeiten des revolutionären Klassenkampfes, indem sie sich ohne Rüdsicht auf die Besonderheiten der einzelnen Länder und der einzel nen Entwidlungsphasen auf die demokratischen Methoden beschränken. Sie geben praktisch den revolutionären Kampf um die Machtergreifung des Proletariats auf, indem sie den reformistischen Ministerialismus zulassen und in ihm den Weg zum Sozialismus sehen. Diese Parteien sind es, deren Haltung während des Krieges und nach dem Kriege das Vertrauen der Arbeitermassen der einzelnen Länder zu ein ander am schwersten erschüttert hat. Die sogenannte zweite Internationale, nicht fähig, die lebendigen Kräfte des flaffenbewußten Proletariats in fich zu vereinigen, ist nur noch ein Element der Zerstörung der Einheit in proletarischen Klassentampf. Die kommunistische Internationale hat sich selbst als die britte Internationale bezeichnet und damit für sich das Recht und die Pflicht beansprucht, das geschichtliche Werk der ersten und zweiten Internationale fortzusetzen und abzuschließen. In Wirklichkeit aber ist die Moskauer Internationale heute nur eine Zusammenfassung der fommunistischen Parteien, und sie tann nichts anderes werden, solange sie an den Beschlüssen ihres zweiten Kongresses festhält. Sie drängt die Methoden, die die Bolfchewiki in der proletarisch- bäuerlichen Revolution Rußlands angewendet haben, den Arbeiter. parteien aller anderen Länder als Schablone auf. Ohne Rüdicht auf die Mannigfaltigkeit der Bedingungen des Klassenkampfes in den einzelnen Ländern, ohne Rücksicht auf die räumliche und zeitliche Bebingtheit der im Klassentampf anzuwendenden Methoden will fie die Autonomie der einzelnen sozialistischen Parteien, die allein die tonkreten Kampfbedingungen ihres Landes vollständig zu beurteilen vermögen, restlos aufheben und sie einer mit bittatorischen Bollmachten ausgestatteten internationalen Zentralſtelle unterordnen. Sie will eine besondere aus den Rußland eigentümlichen kulturellen Verhältnissen erwachsene Organi fationsform den sozialistischen Parteien aller Länder aufeigentümlichen fulturellen Verhältnissen erwachsene Organi: zwingen. Sie arbeitet bewußt auf die Zertrümmerung derjenigen sozialistischen Parteien hin, die sich nicht widerstandslos ihrem Dittat beugen. Sie will die Gewerkschaften den Parteien unterordnen und erstrebt die Spaltung der internationalen Gewerkschafts: bewegung, die heute die einzige geſchloſſene internationale Klassenorganisation des Proletariats darstellt. Sie setzt an die Stelle des konkreten durch die gegebenen Existenzbedin gungen des Proletariats in jedem einzelnen Lande bestimmten Klaffentampfes eine Seftenbewegung, die nach vorgefaßtem, für alle Länder gleichem Plane vorgehen, von einer internationalen Zentralstelle aus geleitet werden soll. Auf diese Weise macht die fommunistische Internationale fich felbst unfähig, das gesamte tlassenbewußte Proletariat in ihrem Schoße zu vereinigen. III. Arbeiter, Soldaten und Bauernräte, lokale Selbstver waltungsförper( Kommunen) oder andere, dem Lande eigentümliche Klaffenorganisationen sein. Indes nicht nur die Diftatur, auch die schließliche Struktur der proletarischen Demokratie in den einzelnen Ländern muß ihren besonderen Verhältnissen angepaßt sein. Wie sich die bürgerliche Revolution in den verschiedenen Ländern in ganz verschiedenen Formen vollzogen hat, so wird, da die Stufe der fapitalistischen Entwidlung nicht in allen Ländern dieselbe ist, auch die proletarische Revolution in den einzelnen Ländern sich in mannigfaltigen Formen vollziehen. Auf Grund dieser gemeinsamen, vom Geist des revolutionären Marrismus durchdrungenen Anschauungen haben sich in den Tagen vom 5. bis 7. Dezember Vertreter folgender Parteien in Bern zu einer Bortonferenz versammelt: 1. Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands, 2. Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutsch- Desterreichs, 3. Sozialdemokratische Partei Frankreichs, 4. Unabhängige Arbeiterpartei Großbritanniens, 5. Sozialdemokratische Arbeiterpartei Rußlands, 6. Sozialdemokratische Partei der Schweiz, 7. Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republik. Angesichts der sich stets verschärfenden Weltreaktion, ber nach dem Weltkriege rasch wieder geschlossenen internatio nalen Kampffront der Bourgeoisie, der Notwendigkeit einer Schuße der bereits vorhandenen revolutionären Errungen. internationalen Abwehraktion des Proletariats sowohl zum schaften als zur systematischen Förderung der revolutionären Entwicklung, im Sinblid auf die starke, jeben wirksamen Kampf zerstörende Zerrissenheit der proletarischen Kräfte in allen Ländern sind die Teilnehmer der Vorkonferenz über eingekommen, den sozialistischen Parteien die Beschickung der am 22. Februar 1921 in Wien. stattfindenden inter nationalen sozialistischen Konferenz empfehlen. Sie schlagen als provisorische Tagesord nung vor: 1. Konstituierung. zu 2. Der Imperialismus und die soziale Revolution. 3. Methoden und Organisation des Klassentampfes. 4. Der internationale Kampf gegen die Konterrevolution. Den auf dieser Konferenz vertretenen Parteien wird die Aufgabe zufallen, untereinander als gefchloffene Gemeinschaft in engster Fühlung zu bleiben und darüber hinaus alle Kräfte des internationalen Proletariats zur gemeinsamen Attion gegen den internationalen Kapitalismus und Imperialismus zu vereinigen und schließlich die Bildung einer wirklichen Internationale des flassenbewußten Proles Diese Aufgabe fann das Weltproletariat nur erfüllen, Sat die sozialistische Weltpolitik des Proletariats und die wenn es geeinigt durch die Grundsätze des revolutionären Verwirklichung des revolutionären Sozialismus das Betariats herbeizuführen. Kampf- stehen einer aktionsfähigen internationalen Kampforganisa- Zugelassen zu dieser Konferenz werden alle sozialistischen willen, all seine Kräfte zu diesem Zwede in einer machtvollen tion zur Boraussetzung, so kann eine solche Organisation nur Parteien, die aus der zweiten 3nternationale internationalen Organisation zusammenschließt. geschaffen werden durch den unablässigen Kampf des Prole ausgetreten sind und auf dem Boden der in Zur Stunde entbehrt das Proletariat diefer internationa: fariats eines jeden Landes gegen die kapitalistische Klassen diesem Aufruf. niedergelegten Grundsäke len Organisation. Der Weltkrieg hat die zweite Inter- herrschaft, wobei Kampfmittel und Tattil bestimmt sind stehen. Die Anmeldungen zur Teilnahme an dieser Kon burch den jeweiligen Reifegrad der revolutionären Situa ferenz haben bis zum 1. Februar 1921 an& riedrich Barteien, die vor dem Imperialismus fapitu= Sie ging zugrunde an der Haltung der in the vereinigten tion. Die Arbeitertiae fann in der Zeit, da sie noch als Adler, Wien V, Rechte Wiengelle 97, zu erfolgen. des bürgerlichen Staates Zur Borbereitung der Beratungen hat die Vorkonferenz Tiert haben. Statt ihre Kräfte zum Kampf gegen den lämpft, ihre Aktionsmittel weder auf die bisherigen Metho: eine aus fünf Genossen bestehende Kommission ein den des rein gewerkschaftlichen und politisch- parlamentaris gesetzt, die den sich anschließenden Parteien rechtzeitig zu den Mächtegruppe Partei. Sie machten es sich selbst dadurch schen Kampfes beschränken, noch die Methoden der in akuten Gegenständen der provisorischen Tagesordnung entsprechende unmöglich, für die Beendigung des Krieges zu wirken. Die revolutionären Kämpfen stehenden Arbeiter und Bauern Anträge unterbreiten wird. Bern, den 7. Dezember 1920. Friedrich Adler( Wien) Otto Bauer( Wien) Karl Cermak( Teplitz- Tschechien) 2. Martow( Moskau) Ernst Reinhard( Bern) Robert Grimm( Bern) Rudolf Hilferding( Berlin) Auguft Huggler( Bern) Francis Johnson( London) Georg Ledebour( Berlin) Jean Longnet( Paris) Kurt Rosenfeld( Berlin) Artur Crispien( Berlin) E. Shinwell( Glasgow) Paul Faure( Paris) Paul Graber( Bern) R. C. Wallhaed( Manchester). Theorie und Praxis Lenin über die Konzessionen OG. Helfingsor», N. Dszmbcr 3X«„Ärosjnoia Gosria" gibt eine Rebe wieder, die Lenin ans einer Konferenz der Bertr-ter der kommunistischen Zellen gehalt-n har. Lenin äußerte sich eingehend über die Frage der Konzessionen, welche, wie aus zahlreichen Artikeln der gesamten Sowjetprrsse hervorgeht, die öffentliche Meinung des Auslandes stark beschäftigen. »Die Sozialisten— sagte Lenin— erblicken in der Gewährung der Konzessionen einen Bankrott des Kommunismus. Wenn das ausländische Kopital sich um Konzessionen bei uns bewirbt, so ist das aber nur ein Beweis dafür, dah die Bourgeoisie unsere Unoefiegbarkeit anerkannt hat. Die W e l t r e v o l u t i o n. auf die wir gerechnet hatten, läßt zwar noch auf sich warten, aber man hat uns auch nicht besiegen können. Barläusig bietet uns da, bürgerlich« Kaottal noch Bor, teil«. Der-meriranijch« Milliardär hat gesagt, das, Amerika Kamtschatka zu kaufe« wünsche, und hat dabei durchblick-n lLsscn. daß dies deswegen geschehe, um ein» Kriegsbastg gegen Zapan zu haben. Wenn wir Kamtschatka verkaufen, würde die Begeiste- rang der amerikanischen Bevölkerung ihr« Regierung dazu zwin- gen, uns anzuertenne». Wir werden indessen das Gebiet nur in eine IVjährige Pacht geben, weil die Gefahr besteht, daß Japan uns Kamtschatka rauben könnte. Wir tonnen es jedenfalls mit eigenen Kräften nicht ausbeuten. Der Vertrag ist noch nicht unterzeichnet. Außerdem vergebe» wir einig« Millionen Deßigtinen Wald im Arckmngelskischen Gauoernement in schachbrettartiger Verteilung in Pacht. In den hineingestreuten nicht verpachteten Bezirken werden unsere Arbeiter an den west- lichen technischen Methoden lernen können. Di« Gewährung der Konzessionen dedeutet keine« Frieden, sie bedeutet vielmehr eine» Krieg in anderer Form. Wenn die Ka- pitalisten den Versuch machen sollte», uns zu betrügen und unsere Gesetze zu umgehen, so haben wir für diesen Fall unsere Außerordentliche Kommission zur Bekämpfung der Gegenrevolution und Spekulation mit ihren Gouvernements- zweigftellen, die ihre Maßregeln z» treffen wissen wird. Im Fall eines Krieges verbleibt uns das Eigentum der Ausländer. Die Revolution geht in Zickzacklinien vor sich. Wir haben nicht die Absicht, uns auf die Kriegsgewalt allein zu beschränken, um die Lorgeoifle zu besiegen." Daß Rußland gezwungen ist. dem Kapitalismus Konzcs- Ronen zu machen, liegt an dem Darniedcrliegen des russischen Wirtschaftslebens, das mit den prinzipicntreuen kommunisti- schen Grundsätzen allein nicht wieder in Gang gebracht wer- den kann. Die Verhältnisse sind eben oft starker als der menschliche Will«, und selbst Lenin muh sich davor beugen. Daß die Konzessionen an den ausländischen Kapitalismus «lnsm Sieg des bolschewistischen Gedanken« gleichkommen, ist allerdings eine Behauptung, die mit den Tatsachen nicht in Einklang zu bringen ist. Dag Reichswehrministerium und Herr Seeckt wußten seit Mona- ten, welche Verpflichtungen uns das Abkommen von 2p aa auf- erlegt. Zm Reichswehrministerium wimmelt es von überslüssi- gen Beamten, die Zeit genug haben, das Gesetz auszuarbeiten, aber es liegt eine absichtliche Verschleppung vor, die keine andere. Vermutung offen läßt, als die� es sollen über die Zusammen- setzung der Reichswehr möglichst lange unklare Verhältnisse vorliegen, damit, wenn der nächste Putsch gelingen sollte, ohne Störung der frühere Zu st and der allgemeinen Wehr- i Pflicht wiederhergestellt werden kann. Für unsere Fraktion ist die Sache sehr einfach. In den nächsten Tagen wird der F ll n f m i l l i a rd« n e t a t der Reichs- wehr im Plenum beraten. Wir werden verlangen, den Etat so- lange auszusetzen, bi» das Reichswohrgesetz vorliegt. Denn es ist unmöglich, über die Kosten eines Projektes zu beraten, dessen Beschaffenheit absichtlich geheimgehalten wird. DieRegierungsbttdung WSachsen (Eigene Drahtmeldung der„Freihei t".) Dresde«. 9. Dezembar. \« der heutigen Sitzung der sächsisch-r. Doll«iamm«r wurde der "Rechtssoziollst Bück mit einer Stimme Mehrheit zbm sächsischen Ministerprästdenten gewählt. Er wird nunmehr ein Kadinett aas Rechtssozialisten und Unabhängigen Sozialdemokraten zusammenstellen können, lieber den Verlauf der Sitzung wird uns folgen- des mitgeteilt: Zu Beginn der Sitzung gab der Kommunist Renner die Er- klärung ab, daß die Verfassung gestürzt und i» Sachsen die Ritte- reputilk errichtet»erden müßt«. Diese Erklärung der Kommu- »Pen erzeugt« zunächst ziemliche Bestürzung, weil es nach dieser Erklärung fraglich erschien, ob die Kommunisten, wie sie ver- sprochen hotten, für den rechtssozialistischen Ministerpräsident«» überhaupt stimmen würden. Die Rechtssozialisten beantragten nach der Erklärung Renner» Vertagung der Sitzung auf ein» Stund«. Ministerpräsident Buck gab. nachdem die Sitzung wieder aufgenommen wurde, die Erklärung ab. daß er nur auf Grund der Verfassung da« Amt eines Ministerpräsidenten übernehmen könne. Er fei nach der Verfassung verpflichtet, auf die ver- sassung zu schwören. Er buhle nicht um die Stimmen einer Par- tei. Im Anschluß daran erklärten die Rechtssozialisten, daß für sie ihr Parteiprogramm maßgebend sei. Sie hielten sich im Lbri- «n an die mit der ll. S. P. D. getroffenen Vereinbarungen. Die U. S. P. D.-Iraktion gab ihrerseits darauf die Erklärung ab. daß sie sich deshalb an einer sozialistischen Regierung be- teUift«,«»»ine Orgesch-Regierung der Konterrevolution zu ver- hindern. Schließlich erklärten die Kommunisten, daß sie für die lozialistisch« Regierung stimmen würden. Sie würden aber den Arbeitern dadurch zeigen, daß auch«in« sozialistisch« Regierung �Nach"d�eI«n''ErNärung«n schritt man zur Stimmabgabe. Die «üroerliche». von den Deutichnationalen bis zu de« Demokraten, stimmten geschlossen gegen Buck. Buck wurde mit einer Stimm« «•Ärbeit mit 48 Stimmen, gewählt. Daß er nicht«v Stimmen «Welt liegt daran, daß der ein« gewählt« Kommunist bis fetzt «och nicht festzustellen ist. Seeckt, der Gesetzgeber Seit Wochen ist in du Presse das neu« Reichswehrgesetz besprochen worden. Do» Gesetz ist aber bisher dem Reichstag noch nlckit zugegangen, obwohl dazu genügend oeit vorhanden war. flu« muß aber nach dem Abkomme« von Epaa am 1. Januar von den Soldaten die Verpflichtung zur zwölfjährigen ununtrrbroche.' nen Dienstzeit gefordert werden. Das unter dem Befebl de» Generals von Seeckt stehend« Reichswehrministerium wußte fich zu helfen. Es hat ein Merkblatt zusammengestellt, das «inen Auszug aus dem Wehrgefetz und die dazu notwcndigen Aus- führun asbesti mmungen wiedergibt. Das famofe Merkblatt enthält natürlich auch die Bestimmungen. die den Soldaten das verfassungsmäßige Recht rauben, politi- schen vereinen anzugehören oder politisch« Versammlungen z« de- suchen. Das Reichswehrministerium hat stch damit Vollmachten angemaßt, dir ihm nicht zustehen. Es hat nicht das Recht, den Truppen Auszüge aus einem Gesetz vorzulegen, das noch gar nicht beschlossen worden ist. Dies« Anmaßung wird nur da- durch erklärlich, daß Herr Seeckt glaubt, fich im Kriegszn- stand mit der Bevolkenmg und den gesetzgebenden Körperschaften zu befinden, und daß e« bisher im Reichstag noch niemand gewagt dat. Herrn Seeckt ganz deutlich zu sagen, daß er nicht zu b«- fehlen, sondern zu g« h o r ch« n hat. Denn er ist nichts wetter als ein Aegestellter der Staates, von dem er sein Gehalt de- zieht und dessen Gcpilogenheiten und G-bräuchen er sich wie jeder andere Bürger zu unter werfen hat. Herr Seeckt hat ebensowenig das Recht, über dt» Zusammen- fakung der Reichswehr und die Pflichten dar Soldaten gefetz« liche Dorfchriftaa zu«lasssa. wie irgeadein Droschkenkutscher. Die Orgesch-Regierung Die deutsche Regierung hat an den Vorsitzenden der Jnter- alliierten Militärkommission«ine Rote gerichtet, in der sie der Entente das Recht bestreitet, die Aufwsvng der SelbWchutz- Organisationen zu fordern, da sie nach dem Friedensvertrag dazu angeblich nicht verpflichtet fei. Di« Errichtung von Selbstschutz- organisaiionen sei eine innere Angelegenheit Deutschs lands, die nur vorübergehenden Eharakter trag«. Di« Entwaffnung der Einwohnerwehr fei entsprechend d»s Ab- kommen« von Spo im Gang«. In Bayern und Ostpreußen habe auf Grund der besonderen Verhältnisse bisher darüber eine Verzögerung Platz greifen müssen. Die bayrischen Wehren sind nach Meinung der deutschen Regierung eine zivile Einrichtung zur Ausrechterhaltung der Ruhe und Ordnung, sie unterstehen den Regierungsstellen, ihr« Einberufung rrfolgr durch die Poli- zeibehörden. Die Waffenlager der Reaktion Wie die ,T>ena" berichtet, wurden in der Nacht vom k. zum 7. Dezember auf dem Gute Treibifch bei Naumburg a. S. ein geheimes Woffenlager ausgehoben. Es befand sich in einem Felfeickeller in der Näh« der Rudelsburg, der sonst als Bierlagerraum benutzt wurde. Gefanden wurden ZS1 Ge- «ehre, Modell 98, B Karabiner, 8 schwere M.-G., 19 leichte M.-G.,< güllschläoch« und Wasserliiste«, 9 Ersatzteil« für Meschinengewehre, 2 komplette leichte Minenwerfer, 2 Fahrzeuge, bestehend aus Protze und Kastenwagen für Sll-G, S Seldflladepistolen, 49 099 Schuß Gcwehrmunition. teils gegürtet, teils in LadestreZZen, und «iutge lvg Schuß Selbstladepistoienmuuition, gut gereinigt und eingefettet. Die Ermittelungen haben ergeben, daß da« Waffen- lager von den Rechteparteien dort angelegt worden ist. Der' Schlüssel zu dem Versteck befindet sich in den Händen des O b e r st c. D. von Schönberg. Waffenlager der Zleattion befinden fich auch in der Mark Brandenburg. So wird uns au» S ch ö n f« l d, Kreis Teltow. berichtet, daß fich dort ein« Llurfchutzorganisation"(Schutzmarke Escherich), gebildet hat. Sie verfügt über die Wasfenbestände der früheren Einwohnerwehr und hat jetzt noch in ihrem Bestß: drei Maschinengewehr«, 89 Znfaateriegrwehre, 299 Stie�andgra- naten und reichliche Munitlonsvoerät«. Di« Handgranaten lie- gen ganz offen zur Schau. Di« Kinder spielen damit, verschleppen sse oder tragen st« nach' Haufe. Schiinfeld ist nur ein kleiner Ort, anderwärts sind noch größere Waffenbestäitd« vorhanden. Wae geschieht gegen die Besitzer? Nichts, weil fie zur Gegenrevolution gehören, die von der Reichs- regierung legalifiert worden ist. Wären die Besitzer Arbeiter. Republikaner oder Pazifisten, dann würden fit" auf der Stell» eingesperrt, es würde ihnen der Prozeß gemacht, sofern sich nicht vorher schon die Gelegenheit böte, die Beschuldigten.auf der Flucht" zn erschießen.(Siehe de« Fall Paasch«.) euttassung eröffnet. Hilfskräfte, die sich dieser Bewegung t» schließe«, werden fristlos entlassen." Dieses Vorgehen hat unter den Beamten große Erregung und Empörung hervorgerufen, die um so berechtigter ist. als sich W» Reichsregierung zu decken sucht durch die Berufung auf eine von der preußischen Regierung im Einverständnis mit der damalige Reichsrcgierung am M. Februar 1920 abgegebenen Erklärung- dt« ein Koalitionsrecht ohne Streikrecht zu kvnsiruiercn suchte.. Diese unmögliche Konstruktion wurde versucht in einer Zell de» Ausnahmezustandes und der Militärdiktatur der außerordenUicheir 'Kriegsgerichte und der Standgerichte, als alle staatsbürgerlich«» Rnhr« ausgehoben waren und die Willkür der Noske und Hein« rtMtfh*, die den Staatsstreich der Kapp' und Lüttwitz vorbereitete. Nach der Niederschlagung des Kapp Putsches durch die Organl- lationcn der Arbeiter. Nngestellten und Beamten fielen alle B«- schränk-.fngen der staatsbürgerlichen Recht« und Freiheiten der vorausgegangenen Monate, und der verfassungsmäßige Zustand «nrd« wr�licr hergestellt. Der Arttkel log der Reichsverfassung gewährleistet den Beamte« da» Koalitdüisrecht, dessen wichtigster Beftgndtcil das Streik- recht fit. Der'Beschluß des Rcichskabinetts und die Verfügung des Reichsposiministiz.rs, die das Koaliiionsrecht der Beamten ..einem Messer ebne Heft und Klinge" mache»! stellen stch demnach dar als ein Rückfall in die Gesetzlosigkeit vor dem Kapp-Putsch n«» als ein« Verletzung, de? Reichsverfassunq, durch welche die««« amten zu Staatsbürgern zweiter Klasse degradiert werden. Ist die Reichsrcgierung bereit, ihr versassunaewidriges Ver- halten preiszugeben, die.Verfügung des Rcichspostministers iofo» aufzuheben und das Strkikrecht der Beamte» anzuerkennen? Wicke diktiert! Ein unheilvoller Entschluß Df« Hetz«, die die �Deutsche Zeitung" in diesen Tagen gegen dt« Betttetung der russischen Kriegsgesaug« nen ick Berlin sowie gegen die Zentralstell« der deutschen Krtegsgefange- nen begonnen hat. scheint von Erfolg begleitet zu sein. Obwohl mehr als einmal amtlich festgestellt ist. daß alle Behauptungen der„Deutsche» Zeitung" entweder entstellt oder völlig frei er- funden stick, hat doch das Kabinett, wenn wir richtig unter- richtet find, stch bewegen lassen, dieser Hetze nachzugeben. Morgen wird dt» deuifchnattonalc Interpellation über die Kriegsgefan- grnenlager zur Debatte stehen. Die Regierung wird nun. um die Deutfchnatcknalen zu be- ruhigen, ein« Erklärung abgeben, daß sie die Verwaltung der Kriegsgefangenenlager künftig dem Reichswehrministe- tium übertragen wird. Sallte in der Tat, wie an» mit- geteilt wird,«in derartiavr Kabinettsbefchluß vorliegen, so möchten wir noch in letzter Stunde die Regierung warnen, den Bogen in dieser Zeit nicht zu überspannen. Richtv kann auf die augenblicklichen imierpolitischen wie außenpolitischen Verhältnisse ungünstig« einwirken als die Schaffung neuen Konflikt- Material» mit Sowjet- Rußland. Die Regierung scheint sich nicht klar darüber zu sein, daß die Aufnahm« der wirtschaftlichen Beziehungen mit Sowjet-Rußland nicht länger hinausgeschoben werden kann. und daß«ll« ihre politischen Gründe dagegen in den nächsten Wochen vor dem Zwang der Tatsachen glatt zusammenbrechen werden. Die Regieruna vergißt aber offenbar auch, daß von ihren Maßnahmen dos Schicksal der deutschen Ktieg-ge. sangen«» in Rußland abhängt, und daß sie die russisch- Re- gicrung geradezu provoziett, mit Repressivmaß nahmen gegen unsere Kriegsgefangenen vorzugeben. Wir nehmen deshalb an. daß die Regierung noch in letzter Stunde die volle Tragweite ihrer Maßnahmen sich klarmachen wird und vor jeder durch die deutschnationole Hetze verursachten Verschärfung de» Lose» der russischen Krieg- gefangenen zp- rückschrecken wird.- Das Streikrecht der Beamten Ein««ntlbhängige Interpellation Im Auftrage der Unabhängigen Fraktion haben Genosstn Z t e ß und Genosse B r e u n i g folgende Interpellation ein- gebracht: Nach eine, al» amtlich bezeichneten Pressemeldung hat'dag Reichskablnett einen Bcsibluß gefaßt, der den Beamten das Streik- recht verweigert. Auf Grnnv dieses Kabinettsbeschlusscs hat der Reichs-Postmtnister nach unwidersprochenen Pressemeldungen an alle Dienststellen im Reichspostbetrieb« ein Telegramm gerichtet. in de« es heißt: „Segen Beamte, dt« streiken«dar ihr» Unlust zum Dienst kund- gebe», wird das Disziplinarverf uhren mit de» Ziel aus Dienst» Der neue österreichische Bundes- Präsident Wien, 9. Dezeinb«. Die'Bundesversammlung wählt« mtt 12» von 21« Stimmt« Dr. Michael Hainisch zum Bundespräsidenten. Aus Seitz entfielen 85 sozialdemokratische Stimm»«- Der gewählte Bundespräsident gehört keiner Partei an.& hat sich schriftstellerisch und praktisch aus nationalökonomische« und sozialpolitischem Gebiet detätigt. Er ist der Sohn der be« kannten Wiener Frauenrechtlerin Mariann« Harnisch. Der Prä' sidcnt ist KV Jahre alt. Der Fall Deutsche Werke A.-G. Amtlich wird mitgeteilt: In der Sitzung des Aufsicht«'' rateo der Deutichen Werke A.-G. am 7. o. M. si«« folgend« Beschlüsse gefaßt worden: Der Lussichtsrat anerkennt. Knfp die Direktion der Dack schen Werke A.-G. den Vertrag mil Hemm Eokm in dem gute« Glauben abgeschlossen hat. den Deutschen Werken zu nützen. halt den Vertrag nicht für v o r t>« i l h a s t für dt« Deutschen Werke. Angesichts der Rechtslage und der vo« beiden Vertragsleilen anerkannten authentischen Interpretation- dl« den Vertrag wesentlich weniger ungünstig erscheinen läßt. si-V sich der Anssichtsrat zu seiner A u s r e chterbaltung ver' anlaßt. Im übrigen stellt der Ausiichtsrat fest, daß dt« Direk- tion ihre Pflicht voll ersüllt dat.. Der Auisichtsrat beschließt serner: einen engeren Auesch«!' von vier Mitgliedern unter dem Vorsitz des Herr», Reichsscham Ministers einzusetzen, der berechtigt ist, die P e r s o n a l a n g r' legen hei ten endgültig zu regeln und über organisatorisch'! '"—zcn Vorschlag? zu machen. Der Ausstchtgrat bittet den Vor" b�a auf weiteres die Geschäfte fortzufühaen. Aus dem Stadtparlament' In der gestern abend stattgefundenen Stadtverordnetciwersomi«' lung wurde u. a. ein A n t r a g d« r K o m m u n i st r n verband«»| betreffs Neueinstellungen von Beamten Der Antrag forderte, daß die Reuschaffung von B«an>' ten stellen zu unterbleibe» hat. Die bisher auf Privat' dtenstvertrag Angestellten sollen auch sernerhin in dew btvherigen Anstellungsverhältnis bleiben. Reneitzpellu»' gen sollen nur auf Prtvatdienstvertrag folgen., Zur Begründung des Antrages oerlas der Kommunist Deg««� ei» recht umfangreiches Manuskript. Er wandte sich besonders gegen die„Versager" unter den Beamten. Der Mißwirt' sschaft mit unfähigen Beamten müsse Einhalt geböte« werden. Im Namen seiner politischen Freund« stellte Degener ick� einen Ergänzungsanirag. der die Beseitigung der Per' s o n a l a k t« n für Arbeiter, Angestellt« und Beamte verlangt. Paul Hirsch(S.P. D.) wandte stch gegen den kommunistisch«« Antrag mit dem Htmveis, daß der Antrag im Widerspruch si� mit der Reichs- und Staatsverfassung und einer Reihe von&' fatzcn. Gegen Beamte, die ihr« Pflicht verletzen, müsse selbstott' ständlich vorgegangen werden. Der rechten Seit« des Haufe« gaben die Ausführungen Degens den wtlllommrnrn Anlaß, aus agitatprischen Gründen in Meer von erheuchelter Beanrtenfreundlichkett herumzuplätschttv- Genosse Leck vertrat den Standpunkt,-daß Einzelfalle über u» brauchbar« Beamte unter keinen Umständen verallgemeinert den dürften. Der Antrag der Kommunisten bring« Beamte. Angestellte in«inen Gegensatz. Da» Gesetz Eroß-Berlin schütze d'. Recht« der Beamten, andererseits würde aber ein« größer« 3�# von Angestellten auf die Straß« gesetzt«erden. Aber auch desv Rechte seien zu schützen. Die U.S. P. branfiagi. den kommun'M schen Antrag zur Ueberprüjung einer Kommission zu über««"5� Die Beratung endete mit der Ablehnung de» loinmunn schen Antrage« und des Antrages unserer Fraktion gegen Stimmen der BürgerNchen und Rcchissozialisttn. Die Frage der Neueinstellung von Beamten soll vom Maglsi?- geprüft und das Ergebnis der StadtverordnetenverfamMl»'"' mitgeteilt werden. Zur.Aufklärung von angeblicheti UnterfO� gungen auf dem Schlachthof wurde cstte Untcrfuchu«� kommisspn eingefetzt.-...„«z Weit« wurde der Magistrat aufgefordert, die Beschuldig«�, des Kommunisten Degener, daß Stadtrai Bernd« den tust eines städtischen Autos verschuldet Hab«, nachzuprüsen.. Einem Antrag, den nicht staatlichen und nicht komm«««', Krankenanstalten eine B« i h i l f» vön 600000 Mk- gewähren und die Mittel zur Unterstütz,, ng von S»*!, lingsheimen, Krippen usw. für. dieses Vierte»!„ sofort zur Auszahlung zu bringen, wurde gegen die Stimme« Kommunisten zugestimmt.* Die sozialistische Mehrheit forderte durch«inen Beschluß«l, Magistrat die Vorlage eine» Planes zwecks K« � munalifierung und Reubeschaffung'tzion K i«« trippen.Hortenufw. Di« Stadtverordnetenversammlung«rkläpt« sich de» damit einverstanden, daß zur-' Belieferung Minderbemittelt« mit Brennhelz ö Millionen Mark und für»ine, wethnachtsbeiht.f« an Miuderbemtttett« 5 Millionen Mark Verwendung finden sollen- und die Dont gen die bes chen Echen eine tete. Cani Be der Stand nten reits des 821 nach und Bes Ver ofort F ez. ment Auf Cr chem bes Präs 5. is find Dent guten Et te ation, Det Das Elend der Beamten vor dem Reichstag Wettlauf um die Gunft der Beamten- Die unabhängigen Anträge abgelehnt- Annahme der Regierungsvorlage Der Reichstag erlebte gestern wieder einen großen Tag. Das Haus war fast vollständig belegt. Die Nachrichten über be brohenbe Regierungsfrise und die Ungewißheit über den Ausgang der Abstimmung über die zur Besoldungsreform er Beamten getelten Anträge hatten auch die Säumigen herangeholt. Die Tribünen waren überfüllt. Zahlreiche Beamte hatten auf ihnen Blah genommen und äußerten so gar gelegentlich ihre Zustimmung oder Ablehnung zu den Darlegungen der einzelnen Redner. Schon aus dieser Tatsache ging hervor, wie groß die Er. egung unter der Beamtenschaft ist über die ungenügenden Sugeständnisse, die die Regierung in ihrer Not machte. Selbst von bürgerlichen Rednern wurde anerkannt, daß bie Streifftimmung unter den Beamten gegenwärtig sehr groß und bag sie besonders deshalb unwillig sind, weil sie der legigen Regierung wegen ihrer gesamten Wirtschaftspolitit die wesentlichste Schuld dafür beimessen, daß ihre ökotomche Lage sich in den letzten Monaten bedeutend verhlechtert hat. Aber die besonders von den Deutschnationalen fo i ersehnte Krise in der Regierung trat nicht ein, Die Abimmung über die Regierungsnorlage und die zahlreichen azu gestellten Abänderungsanträge verlief ohne jeben 3wischenfall. Die Regierungsvorlage wurde mit dinem von den Regierungspartelen gestellten Zusagantrag fofortige Auszahlung der Unterschiebsbeträge aus dem Muen Ortstlaffenverzeichnis angenommen. Det Finanzminister Wirth, der mehrfach das Wort eriff, sagte die sofortige Auszahlung zu für die Orte, für die tarte fich ferner bereit, dem Unterstügungsfonds der Reichsble Einteilung bereits jetzt unzweifelhaft feststehe. Er ers ministerien ausreichende Mittel zur Linderung besonderer nuar fällige Dienstzulage fofort ausgezahlt werden. In dem allgemeinen Wettlauf um die Gunst der Beamten, den die bürgerlichen Parteien angetreten hatten, suchten die Deutschnationalen allen anderen bürgerlichen Parteien den Rang abzulaufen. Wer die Demagogie der Deutschnationalen bisher noch nicht kannte, der fonnte sie gestern in Reinkultur lennenlernen. Gie, die die Beamten jahrzehntelang unter dem ärften tonomisen unb D politischen Sud gehalten hatten, die den Beamten das Koalitions die bie Schulb baran tragen, daß nor und während des Arieges die Rot der Beamten so unerträglich wurde: fie wollten fich jest den Beamten im Hinblid auf die bevor fieht ehenden preußischen Landtagswahlen als bie inzigen und wahren Freunde präsentieren. Bergeblich! Gomohl von dem Finanzminister Wirth als insbesondere on ben Rebnern der Linfen wurde ihnen die Maste rüids itslos vom Geficht gerissen. t abftritten und ihnen das Betttionsrecht rauben wollten, Diref à น B ichak nge: Orijche Bors amms anbelt Fam Dat bem Inns ets gener nders boten z noch Bez gt. tischen Rebe Ges ftver geners einem schern. und ber alle Parteien, die Rechtssozialisten eingeschlossen, nb nicht geneigt, die Beamten als völlig gleichberechtigte Staatsbürger anzuerfennen. Sie wollen ihnen nicht die uhte gemähren, die alle übrigen Schichten im Staate ber hen, fie find Gegnerdes Streifzechts ber Beamten. den nächsten Tagen, wenn bie unabhängige hterpellation über diese Frage zur Beratung steht, ird sich das in voller Klarheit herausstellen. birb Unb 3n zwet trefflichen Reden legten die Genossen Breunig Kogte die Stellung der Unabhängigen Sozialdemo zu den Beamtenforderungen dar. Geschiet wies fratic Breunig die Einwände des Finanzministers zurüd, während Rogte in erster Linie die Demagogie der Deutschnationalen ennzeichnete. Der Sigungsbericht fir bie Beamten Das Beamtenelend Reichsfinanzminister Wirth: Niemandem war es unangenehmer als mir, die Erledigung der Borlage wochenlang hinschleppen zu sehen. Wer die Verfassung fennt, weiß, daß der Finanzminister allein die Borlage nicht vers abschieden fann. Die Reichsregierung tann nicht von heute auf morgen einen Schritt tun, der für Reich und Land so bedeutend ist, sondern sie muß zunächst mit Land und Gemeinde Fühlung nehmen. Das Zusammenbrechen der Gemeindefinanzen zieht auch das Reich in Mitleidenschaft. Es war gerade der preußische Finanzminister, der der Sozialbemofratie nahestehende Minister Lüdemann, der erflärt hat, baß er nicht in der Lage fet, die Folgerungen aus einem etwaigen Borgehen des Reiches für Breußen zu stehen.( Sözt, hözt.) Es mus endlich ertannt werden, daß von der Geldseite her die Lage der Beamten nicht zu bessern ist.( Sehr richtig und Widerspruch.) Der Antrag der Deutschnationalen gibt ben Beamten keine jofors tige Hilfe, da er erst an ben Reichsrat gehen muß, um den Län dern Gelegenheit zu geben, ihre Stellungnahme dazu zu erklären. Es ist darum unter allen Umständen besser, den Beamten noch nor Weihnachten Hilfe zu gewähren, wenn auch diese Hilfe etwas niedriger ist.( Beifall und Widerspruch.) Die Borlage der Regierung ist wohlüberlegt und an ihr muß die Regierung unter allen Umständen festhalten. Sle will aber noch ein weiteres tun, und die am 1. Januar fällt. gen Dienstbezilge möglichst noch vor Weihnachten zur Auszahlung bringen.( 3ronisches Gelächter und zurufe lints und auf den Tribune n.) Ebenso will ste gemäß dem Antrag Allelotte eine Höherstufung der Ortsflaffen da vornehmen, wo dies die genauen ftatistischen Erhebungen zweifelsfret ergeben. Die Regierungsvorlage verbient nicht die abfällige Kritit von fints und rechts. Der Minister verliest eine Anzahl Dant. chreiben.( Seiterfeit lints und auf den Tribünen.) Die For berungen aus den Anträgen der Linksparteien würden eine Mehr belastung von 6,8 Milliarden Mart bedeuten, bas wäre nur eine weitere Erhöhung des Notenumlaufs, durch die letzten Endes die Rot der Beamten verstärkt werden.( Sehr rigtig in der Mitte Widerspruch links.) Wenn der Abg. Hergt eine Regierungstrije an die Wand malt, so schreckt uns das nicht. Der Regierung liegt dies durchaus fern, fie will nichts, als den Beamten helfen, soweit es mit den Lebensnotwendigkeiten des Reiches vereinbar ist.( Beifall.) Abg. Morath( D. Vp.): Es ist uns schwer gefallen, auf den Boben der Regierungsvorlage zu treten, aber nach ge nauer Brüfung der Lage, insbesondere der Finanzlage, waz bies notwendig. Es wäre besser gewesen, man hätte aus dieser Frage feine politische gemacht. Und nicht mit unerfüllbaren Antragen unter der Beamtenschaft Wah I ma dhe betrieben. ( Sehr richtig! in der Mitte.-Widerspruch rechts und Itnts.) Abg. Breunig( U. S.): Die Anerkennungen aus Beamtenfreisen, die der Herr Rets finanzminister verlesen hat, scheinen von einem Spaßpogel zu stammen.( Sehr richtig! lints.) Die vom Finanzminister ge nannte Summe von 6,8 Milliarden Mark Mehrbedarf infolge un hoben Beamten ble Zulagen natürlich nicht prozentual ihres Einseres Antrages ist zu hoch, denn sie ermäßigt sich dadurch, daß die hoben Beamten ble Zulagen natürlich nicht prozentual ihres Ein. tommens erhalten sollen. Wenn die Regierung über die Bapier geldnot flagt, lo muß ich lagen, daß fie gar nichts bagegen unter nommen hat, Jo wenig wie gegen die Schieber- und Wucher gewinne.( Sehr richtig!) Der Antrag der Deutschnationalen bes rührt von ihrer Seite eigenartig, denn gerade die Rechte hätte während der jahrzehntelangen Herrschaft die Lage der Beamten günstig gestalten fönnen.( Sehr richtig!) Die von ihr geforderte gleiche prozentuale Erhöhung it ungerecht, da daburch has Mizverhältnis zwischen der Bezahlung der höheren und unteren Beamten ganz außerordentlich vergrößert würde. Wiz Beanita gen deshalb, daß alle Bamten und Diätare die gleichen Teuerungszulagen von 10 000 Mart jährlich erhalten, denn die Leuerung trifft sie ebenfalls gleich und nicht prozentual nach ihrem Einkommen. ( Sehr richtig!) Die Besoldungsordnung ist nach den Behauptungen der Regie rung auf dem Leitungsprinzip aufgebaut. Wie werben bei Beratung des Besoldungsgeleges den Nachweis erbringen, daß Auf der Tagesordnung vom Donnerstag steht bis zweite Bes tatung des Gelegentwurfes über die neuen Teuerungszuschläge bicjes Prinzip nicht restlos durchgeführt, ja, daß es viel fad zu Grantt, bie Erhöhung der Kinderzufchläge vorzuschlagen. Der Berichterstatter Höfle( 3ir.): Die Regierung hat fich darauf be Ausschuß hat die Vorschläge bes Regierungsentwurfes erhöht. Mit bielen Borfchlägen des Ausschusses hat sich die Regierung ein berftanden erflärt. Dem entgegen beantragen die Sozialbemotraten, daß Der Teuerungszuschlag zum Grundgehalt und Oriszuschlag mit Birtung vom 1. Oftober bei Grundgehältern bis 8100 9. auf 60 Brozent feftgesetzt wird. Der Antrag der Unabhängigen ner langt eine gleichmähige Teuerungszulage für alle Reichsbeamten auf 10 000 9. jährlid. Getter soll mit den Großorganisationen weds Neuregelung der Teuerungszulagen in Berbindung ge treten werben. Ein deutsnationaler Antrag perlangt für den Beamten einen 10pzozentigen Teuerungszuschlag und 80prozentige Kinderbeihilfe in den Ortstlassen A 70 Brozent, in Bunb C 60 Prozent. Die Reglerungsparteien beantragen meiter ble Buszahlung des am 1. Januar fälligen Gehaltes noch vor t un t wer se bie Zahl beren uniftis Deifen. uniti z bie Beihnachten. Abg. Steinkopf( E08.): gunsten ber höheren Beamten burchlöchert ist. Wenn wir jedoch Die Behauptung ber Regierung gelten laffen, daß das Leistungs prinzip voll burchgeführt sei, fo fehen wir nicht ein, warum bel ber Gewährung der Teuerungszulage biefes Brinzip, das auch beim Ortszuschlag schon durchbrochen wird, noch mehr zugunsten der hohen und höchsten Beamten umgebogen werden foll Die drüdende Notlage der Beamten ist verschuldet durch die Bolitit der früheren bürgerlichen Regierungen, wie ber der Re gierung der Gegenwart.( Sehr richtig b. b. U. S. P.) Denn die Beamten waren vor, während und nach dem Kriege andauernd ungenügend bezahlt.( Sehr richtig.) Redner fritisiert dann an einer Reihe von Einzelbeispielen das Gefes, insbesondere die Einreihung in die verschiedenen Kategorien. Die allgemeine Not wirb von Tag zu Tag größer und gerabe unter den Beamten, bie zum großen Teil gezwungen find, Geld auszugeben, benor fie es eingenommen haben, während auf der anderen Seite auch heute Riefengewinne gemacht werben, während die Regierung 3% Milliarden Druschprämien- Liebes gaben an die Landwirtschaft zahlt, 5 Milliarben für das Spielzeng ber reattionären Offizierskafte aufwendet usm. Die Stenerfchen der befizenden Alajien it gerabez prichwörtlich geworden, wäh ben. Die Regierung hat sich zu ihrem Eingreifen erst zwingen rend die Arbeiter, Angestellten und Beamten durch den Steners Die Rot bes Beamtenstandes tann nicht mehr überboten wer laffen, denn die Vorlage ist schon einen vollen Monat fertig. Wir halten an unseren Brinzipien fest, besonders was die Kinbet schieben der Einziehung des Reisnotopfers ist bafür beihilfen betrifft. Die Beamten in ben Großstädten und Groß wieder ein prägnantes Beispiel. Die Regierung ist starf gegen betrieben haben von den Ortstlassenverzeichnisfen so viel wie gar nights Die Kinber waren bisher ganz ausgeschaltet. Die Kinders lagen müssen bei allen Beamten gleichmäßig gestaltet werden. Die höher bezahlten Beamten haben an Teuerungszulagen jortel, fationen der Arbeiter und Angestellten der Reichsbetriebe( Eisenwie bei dem fleinen Beamten das ganze Gehalt ausmacht. Hier mug Wandel geschaffen werden. Die U. S. P. D. beantragt durch: bahn, Bost usw.) in Bethandlungen über die Erhöhung der Teuc niftrat minns 1a Jungs Digung Ber analen Rt. augs eljahr en ber Dom Com ber eiteren weg Teuerungszuschläge auf 10 000 9. feftzufetzen. Ein Teues tungszuschlag von 50 bis 60 Prozent zum Grundgehalt ist wenig, aber mit ben, Kinderzulagen zufammen wenigftens einigermaßen fühlbar. Wir behalten uns noch vor, nach dem Gang der De bie wirtschaftlich Shwachen und schwach gegen die wirtschaftlich Starten.( Sehr richtig! links.) rungszulagen einzutreten, ist die Konsequenz unseres Antrages für die Beamten. Für die Staatsarbeiter und Angestellten trifft dase selbe zu wie für die Beamten und Diätare. Die Teuerungssturmflut trifft alle gleichmäßig. fich an die Spige der Bewegung zu stellen. Die Eisenbahner, bie I dem besten Willen nicht erfüllen. Eine Abstufung der Teuerungs zuschläge ist unter allen Umständen notwendig, ba sich sonst der Unterschieb der Gehälter zu sehr vergrößern würde.( Sehr richtig.) Wir haben genau das gleiche Herz für die Beamten wie die Deut nationalen und die Barteien der Linfen, aber die Lebensnotwendigkeit des Reiches macht die Anträge schlechterdings un erfüllbar. Wir sind deshalb für die Regierungsvorlage mit der Berbesserung durch den Antrag Allelotte.( Beifall i. d. Mitte.) Zu der Beamtenschaft besteht eine sehr starte Strömung zu passiver Resistenz und Arbeitseinstellung, hervorgerufen durch Leute, die sich ihnen als Führer aufdrängen. In füd.ichen Städten finden im Augenblit große Demonstrationen tatt Abg. Plettuer( Kommunist): Die Arbeiterschaft wird gemein Ichaftlich Schulter an Schulter mit der Beamtenschaft für ihre Forderungen eintreten. Warum fpart der Staat, wenn es gilt, nifter ließ sich mehr abreißen. Sonteie Tausende haben nicht ein ble Beamten zu befriedigen? An den hohen Gehältern der Mis mal das Existenzminimum. Wir fordern ein Eristenzminimum einschließlich der Kinderzulage. Gegen das Streifverbot des Ministers Giesberts protestieren wir aufs energischste. Preuß. Finanzminister Lüdemann: Die preuß. Staatsregierung ist von selbst bemüht, alles, was in ihren Kräften steht, für die Beamtenschaft zu tun. Leider ist the da, wo die finanzielle Kraft des Staates aufhört, die Grenze gezogen. Es ist notwendig, daß bei Beratungen über die Bewilligungen von Ausgaben auch die änder gehört werden, damit das Reich aufmerksam gemacht wird, ob sie die Verantwortung für die Aufbringung der Mittel noch übernehmen können oder nicht. Abg. Hergt( Dtn.) versucht cine erneute Rechtfertigung der demagogischen Saltung seiner Partei. Reichsfinanzminister Wirth: Eine ganze Reihe von Anfragen hat nur das Gepräge des Angriffes. Unterstüßungsgelder aus dem Unterstügungsfonds find bisher noch nicht abgelehnt worben. Mit der Ortstlajseneinteilung haben sich sowohl Reichsrat als auch die Länder seit langem beschäftigt, so daß eine Entscheidung bevorsteht. Der Antrag der Deutschnationalen, wie auch der der Sozia demokraten ist für die Regierung nicht annehmbar.( Sört, hört.) In einem Stabium, wie dem jegigen, ist es bedenklich, die Borlagen noch Tage und Wochen hinauszuschieben. Die Stimmung in der Beamtenschaft forbert rashes Sandeln. Des halb wird es notwendig fein, daß der Borschlag der Regierung angenommen wird. Abg. Bauer( 303.): Für Auseinandersegungen über das Streifrecht der Beamten ist jetzt taum der rechte Augenblid. Die Sozialdemokratie hat die schwierigste Aufgabe überwältigt: aus einem Trümmerfeld, das der Krieg übriggelaffen hat, ein Staatswesen zu schaffen. Wenn die deutsche Bottepartei heute ihre Regierungstunt beweisen lann, bann höchstens dadurch, daß sie fich auf positive Leistungen ber alten Männer beruft. Serr Bergt behauptet, bie Deutschnationalen hätten in Würdigung der Lage der Beamtenschaft den Antrag gestellt und feine Ausführungen felen getragen vom Ernst der Berantwortung, der seiner Partei eigen sei.( Gelächter bei b. Soz.) Wie groß der Ernst der Verantwortung ist, das hat sich gerade unter der Ministerschaft des Herrn Sergt im Dezember 1917 gezeigt, mo eine große Attion für die Beamtenschaft im Gange war und wo er und feine Partei im preußischen Abgeord netenhaus gegen einer Erhöhung der Zulagen der Beamten schaft war. Unter der Regierung Sergi hatten die Beamten fein Koalitionsrecht, noch mehr, man wollte ihnen sogar das Betitionsrecht nehmen. Seit der Revolution sind auch die Beamten freie Bürger, freie Menschen geworden. Abg. Koste(. S.) wendet sich genen ben Vorwurf, daß die Anträge der Linten von wahlagitatorischen Beweggründen bittiert seien. An der Verschär fung des Kampfes tragen nicht die Beamten, sondern die Regierung, besonders bas Boftministerium, bie Schuly.( Sehr richtig.) Das Streitrecht zur Erzwingung besserer Lebensbedingungen darf den Beamten so wenig wie den Arbeitern genommen werden. ( Sehr richtig.) Rebner wenbet suh hann gegen die Ausführungen non Bergt und weißt darauf hin, das damals ben Beamten sogar bas Roalitionsrecht genommen war. Es war höchste Zeit, baß schaften zum wirtschaftlichen Kampf antraten. die Beamten das Sefntentum abstreiften unb in thren Gewert Abg. Düwell( Romm.): Die Saltung der Regierung gegenüber Berhältniffe hinaus, angereat burch bas banrische Beispiel.( Sehr den Beamten geht nur auf volltommene Restaurierung der alten richtig) Die Verordnung des Herrn Glesberis ftellt einen glatten Verfassungsbrud dar In einer persönlichen Bemerkung stellt Abg. Frau Zieß( U.S.) fest, daß ihr vom Finanzminister Wirth als falsch bezeichneter 3wischenruf, wonach die Regierung 37 Milliarden an die Reebea reten zahle, auf der Tatsache beruhe, daß am 2. Dezember eine Sigung des Reichsfabinetts mit Vertretern der Reeber stattfand, in ber diese die Einlösung des seinerzeitigen Versprechens auf Erfah ber 80 Prozent der Bautosten bestanden haben, was hente 37 Milliarden ausmacht.( Lebhaftes Sört! hört!) Nach meiteren persönlichen Bemertungen entspinnt fi eine längere Geschäftsordnungsdebatte über die Reihenfolge der Abs ftimmung über die eingegangenen Anträge. Dazu fordert Abg. Schul- Bromberg( Dnat.) zuerst die Abstimmung über den Sos. Antrag Müller, wogegen fich die Abgg. Burlage( 3ir.) unb Nieger( D. Bp.) wenden, während Abg. Frau 3ies( 6.) und Koenen( Rom.) ihre Anträge als die weitestgehenden zuerit abgestimmt haben wollen. Das Haus beschließt Abstim mung in der Reihenfolge Bergt, Müller, Roenen, Zieg. Ju ben folgenden Abstimmmungen wird der Antrag Bergt gegen die Stimmen der Deutschnationalen abgelehnt; der Antrag Müller( So.) mit allen bürgerlichen Stim Regierungsvorlage mit allen Stimmen gegen ble unabhängigen und Kommunisten angenommen; bie fommunistischen und unab hängigen gegen bie Glimmen ber Antragsteller abgelehnt; ter zu fazantrag Auctotte Neuregelung der Oristlasen gegen die Kommunisten angenommen. Es wird fofort bie britte gelung vorgenommen. Ja ber Schlußabstimmung wird das Gejes gegen die Stommunisien angenommen. Es folgt die Beratung bes Abkommens mit ber Schweiz. Rach furzen Ausführungen von seiten der Regierung und einer baran anschließenden furzen Debatte wird der Gelegentwurf an genommen. Freitag 12 Uhr: 1. Kleine Anfragen. 2. Interpellation Aber 3. Etat des Ernährungsa batte einen weiteren Antrag einzubringen. Ein grundfäßlicher Die Erregung wächst, und die Organisationsleitung ist entschlossen, ministeriums; Schlug 8 Uhr. beamtenschaft. Bei der Boft, bei der telegraphischen Reichsanstalt Berkehrsbeamten und Arbeiter der Post find nicht gewift, ruhig Bandel muß geschaffen werden in den Zuständen der Obers Derben immer neue Räte und Referenten angestellt. Bet der zuzusehen, sie sind entschlossen, zum legten Mittel zu greifen, wenn Oberpoftdirektion zeichen die Räume nicht mehr zu, so daß an den Ban eines neuen Gebäudes für 25 Millionen Mark gedacht wird. Ste ( Bört, bört.) Ster muß abgebaut werden. Die Beamten wollen der Beamten und Arbeiter haben rechtzeitig alles getan, was not nur bas Rötigste haben, um ihr Dasein fristen zu tönnen. berben verstummen unb treu thre Pflicht erfüllen, wenn fie fehen, Mehrheit dieses Saules. Mez für bie Beamten und Staats baß die Reichsregierung das ihre tut.( Beifall.) die Regierung nicht einlentt. Sie bedauern, daß dadurch breite Boltsmassen schwer mitleiden müssen. Die Organisationsleitunnen wendig war. Die Berantwortung trägt die Regierung und die arbeiter wirklich etwas tun mill, muß für unsere Anträge stimmen, nur möglich it, wenn das heutige Wirtschaftsfojtem durch das Der Brafibent verliest einen eingegangenen bänderungsvors Einigungsverhandlungen in der deutschen Holzindustrie Rach schwierigen Berhandlungen über die Erhöhung der Lohitfage des Reichstarifvertrags vom 3. Februar 1920 wurde am 8. b. Mis. im Reichsarbelisministerium auf Borschlag des uns Abg. Sergt( Din.): Die Vorlage ist ungenügend ausgearbeitet. babei wissen wir wohl, daß durchgreifenbe und bauernbs Sille partefischen Borsigenden, Regierungsrats Dr. WL Weigert, werben. Der Ausschuß hat die Klassen D unb E mit einbezogen. Jozialistische abgelöst worden ist.( Lebhaftet Beifall links.) nichts übrig hat. Wenn von den Beamten der Berzicht auf das fchlag Sergt und Genossen( D. Nat.), der 60 Prozent Bujet lag Streltrecht berlangt wird, banu müssen sie zu ihrem Recht gelans en Die gesamte Beeffe Spricht von einer Regierungstrife, aber bie Regierung fist auf ihrem Blage und schweigt. Wir verlangen Ertzung auf die Teuerungszulage verlangt und 100 Prozent bau. 90 Brow gent bzw. 80 auf die Kinderzulage der Dristlassen A, B usw. zwischen den Verhandlungstommiffionen vereinbart, daß alle Ar beiter und Arbeiterinnen über 22 Jahre vom 13. Dezember 1920 ab auf die bestehenden Löhne eine Zulage von 10 Brozent, diejenigen unter 22 Jahren eine solche don 5. Brozent erhalten. Uuf die bestehenden Affordpreise findes Diese Lohnerhöhung finngemäße Anwendung. Die beiderseitigen Abg. Delius( Dem.): Die Forberungen der Beamten find gemiz Verhandlungstommiffionen werden ihren Mitgliedern die ne berechtigt, aber das Reidh tann fie angesichts bez& inanglage bernahme biefes Borialages empfehlen, Grosser Weihnachts Verkauf Leipziger Strasse Alexanderplatz Allein- Vorverkauf für Zirkus Sarrasani Theater und Bergnügungen Bolksbühne Lessing- Theater 71% Uhr: Der Richter o. Zalamea Renes Bolkstheater Korenicker Str. 68. 77, Uhr: Beritles v. Tyrus Broletarifes Cheater Bhilharmonie, Bernburger Str. Gonntag, 12. Des., nachm. 3 Uhr Die Feinde Don Marim Gorki Direkt: Bictor Barnowsky Kittel- Kleidchen aus warmen Stoffen, 45 cm lang...... Kinder- Bekleidung Mädchen- Kleider 75 bis 100 cm lang. 8400 Jede . Yon 1950 811 neue Formen und Stoffe Kinder- Kleider 45 bis 70cm r.4,00 melir aus verschiedenen Stoffen und Formen, 45 cm lang 5800 Jede weitere Wagen mit Pferd.... Rollwagen Bilderkubus. 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Krische Genosse Crispien verteidigt in dem Aufsatz Punkt 8 une tes Programms"( Nr. 514-15) den Satz der Erklärung der P gion zur Privatsache und wendet sich gegen jenen Beschluß der Generalversammlung Berlin- Brandenburg, daß für die U. B. nur solche Kandidaten aufgestellt werden sollen, die keiner Religionsbetenntnis angehören. Da ich mit vielen Sozialin den Buntt 8 des Leipziger Programms, wie den gleichutenden Puntt 6 des Erfurter Programms durchaus nicht unanitbar, im Gegenteil für unbedingt verbesserungsbedürftig halte, i mir eine turze sachliche Begründung meines Standpunktes geattet. Borweg die Bemerkung, daß ich ebenso wie rispien jedes Pfaffentum, fedes Moralisieren und spießbürgliches Arbeiten mit Tugendbegriffen ablehne. Ich vermag aerdings nicht die von Daumig fahrelang an der Berlin freireligiösen Ge meinde geleistete Arbeit absprechend zu burteilen, obwohl ich ben Inhalt seines freien Boltsfatechismus sofort beim Erscheinen ablehnen mußte und nie Hehl daraus nachte.( Er ist übrigens lediglich zur antimilitaristischen Auffle cung der Maffe im Kriege geschaffen und niemals zum Unterrist in der freireligiösen Gemeinde und sonst benutzt worden.) Crispin sagt: Religion ist Glabe, Glaube an eine übernatürliche Macht an Gott. Stimmt man dieser Begriffsfassung zu, dann sollte die einfachste Folgegung lauten: also macht die Religion den Menschen zu einem von Gott abhängigen Wesen, das lein Schidial willig als gung Gottes auf sich nimmt. Anhänger einer solchen Religion ist darum als ausgesprochener Abhängigkeitsmensch unahig zur Umordnung der Gesellschaft. Die teren Führer wie Marx und Bebel haben diese Folgerung gezogen. Sagt doch Bebel in seiner Schrift Christentum und Sozialismus" wörtlich:„ Christentum und Sozialis mus stehen einander gegenüber wie Feuer und Wasser". Der Wenn trotzdem Puntt 6 des Erfurter Programms sich neutral Derhält, so liegt hier, wie in manchen anderen Punkten, ein vorichtiger, taktischer Kompromiß vor, den die Vorsicht auf geistige Rüdständigkeit, veranlaßte. Inzwischen sind wir 30 Jahre weiter gekommen, und es fragt sich, ob taktisch die Vorsicht nicht auch aus praktisen Gründen durch eine solche der Klarheit abgelöst werden taum. Auch der Hinweis auf Singer ist mir nicht stichbaftig. Er blieb wegen des Antisemitismus gefühlsgemäß Jude, es ihm widersprach, die Gemeinschaft verfolgter Rassegenossen zu verlassen. Aehnliche, sehr achtbare Gründe sprechen bei Unseren jüdischen Gengjen mit, die sich nicht entschließen fönnen, aus der jüdischen Glaubensgemeinschaft auszutreten. Ich schließe mich Crispiens Begriff über Religion dagegen nicht en. Marg und Engels haben stets betont, daß auch die Religion ein soziologies Broblem ist, abhängig wie alle Borstellungen des Menschen von der Gütererzeugung. Wenn sie dem religiösen Problem in feiner Wesenheit nur unzulänglich gerecht werden, so liegt das daran, daß sie zu ihrer Zeit nur mit den sehr unentmittelten Erkenntnissen der Völkerkunde, der verglei chenden Peligionswissenschaft und der Psychologie arbeiten fonnten. Mit dem heutigen wissenschaftlichen Rüstzeng der Naturmassenschaft und Gesellschaftskunde erscheinen Religionen als ein soziologisches Forschungsgebiet, das genau so rie die Wirtchaft, wie jede gesellschaftliche Erscheinung, triebhaften UrSprongs ist und seine eigene soziologische Entwicklungsform hat. Wer auf dem Gebiete der Religion eine Auffassung eines zur Zeit Der mittleren 3inilisation, wie das Christentum, gegründeten Religionsbekenntnisses vertritt oder gar das aus der Entwid= lungsstufe der Barbarei, wie das Judentum, ist nach dem margi stischen Grundbegriff der Geschlossenheit des gesellschaftlichen Geschehens genau so rüdständig wie jener, der das Feudalsystem oder die Folter vertritt, die gleichfalls Erscheinungen früherer, Kulturepochen sind. Er bleibt auf einem soziologischen Gebiet reaktionär, während er auf anderen fortgeschritten ist. Es bedeutet für mich schlechthin eine Absage an Marz, an die fulturelle Einheit und Geschlossenheit des Sozialismus, wenn man im Res ligiösen ein reattionäres Reservat seines Inneren verteidigt. Ich halte es darum für eine Selbsttäuschung, wenn man die Beibehaltung einer reaktionären Anschauung längst vergangener Zeiten dadurch dem Entwicklungsprinzip entzieht, daß man sie cls eine jebem ureigenste, zarteste Sache, als unberührbares Seiligtum betrachtet, indem jeder seinen Atavismus beibehalten darf. Des halb trete ich für die Aenderung des Sages:„ Erklärung der NeHunger Roman von Knut Hamsun. Sa, ha, so mußte man die Bestien behandeln! Mit der ausgesuchtesten Unverschämtheit! Das imponierte Bestien, das schredte die Bestien... Ich war sehr zufrieden mit mir und begann ein Liedchen zu trällern. Alle Merven durch die Aufregung angespannt, ohne einen Schmerz zu empfinden, sogar ohne irgendwelches Unbehagen ging ich leicht wie eine Feder über den ganzen Play, ging bei den Bazars um die Ede und ließ mich auf einer Bank bei der Erlöserkirche nieder. War es nicht ziemlich gleichgültig, ob ich die zehn Kronen zurüdschickte oder nicht. Wenn ich sie bekommen hatte, gehörten sie mir, und dort, woher sie famen, war gewiß feine Rot. Annehmen mußte ich sie doch, da man sie mit ausdrüdlich schidte; es hätte boch feinen Sinn gehabt, sie dem Dienst= mann zu überlassen. Um so weniger ging es an, einen ganz anderen Zehntronenschein zurückzuschiden als den, welchen ich bekommen hatte. Es war also nichts dabei zu machen. R10W 2, Ba ter B er St Bank Brüne gerie Allee Tus), E attid sfübeli he Art uf Ma Gotsbe Stra Pos 10 e 2100 Ich versuchte das Getriebe vor mir auf dem Plaz zu beobachten und meine Gedanken mit gleichgültigen Dingen au beschäftigen; aber es gelang mir nicht, und ich mußte immer nur an die zehn Kronen denken. Schließlich ballte ich die ich, wenn ich sie zurüdschidte; weshalb es also tun? Stets ging ich umher und hielt mich für alles mögliche zu gut, hüttelte den op und sagte: Nein, dante schön! Nun jah ich, wohin das ährte ich stand wieder auf der Straße. Gelbst als ich ale Ursache dazu hatte, behielt ich mein gutes, warmes Logis nicht; ich war stolz, sprang beim ersten Wort auf bezahlte gehn Kronen nach rechts und links und ging meiner Wege. Ich ging scharf mit mir ins Gericht, weil ich meine Wohnung verlassen und mich wieder in solche Verlegenheit gebracht hatte. Uebrigen mochte der schwefelgelbe Teufel das Ganze holen! Ich hatte ja nicht um das Geld gebeten, ich hatte es faum einmal in Sänden gehabt, sondern es sofort wetter gegeben, wildfremde Menschen damit bezahlt, die ich im Leben niht wiedersehen würde. Ja, solch ein Mann war ich, bezahlte stets bis auf den lezten Heller, wenn es galt. Beilage zur„ Freiheit" ligion zur Privatsache" etwa in dem Sinne ein:„ Befreiung des religiösen Triebes von der unwissenschaftlichen Denkweise, der Abhängigkeit und der illusionären Jdeologie der bisherigen religiösen Bekenntnisse. Klarmachung des religiösen Triebes als Gemeinschaftserlebnis in der Natur, als Gemeinschaftsbetätigung in der Gesellschaft". Die Vernachlässigung der soziologischen Forschung auf religiösem Gebiet erscheint mir noch aus einem anderen Grunde verhängnisvoll. Sie schwächt den ethischen Schwung des Sozialismus und entfremdet diesem die ethisch veranlagten Menschen, besonders die durch Gemütswerte start beeinflußten Frauen. Der Cozialis mus, der in Durcharbeitung der soziologischen Probleme der Re: ligion auch auf diesem Gebiet die stärksten Gemeinschaftswerte aufstellt, gewinnt dadurch zweifelloa an Wirkung. Soweit der theoretische Standpunkt. Es gibt aber auch eine praktische Seite. Sie ist aber bedingt durch das Erlebnis des Weltkrieges und die Erfahrungen, die in ihm mit der Kirche gemacht wurden. Der Wilmersdorfer Pfarrer Schettler, Divisionspfarrer a. D. hat 1915 im Verlag SiegismundBerlin, M., die Schrift In Gottes Namen durch!" erscheinen lassen. Dort findet sich S. 18 unter dem Abschnitt„ Das walte Gott und talt Eisen" folgender Saz: Der Solbat soll totschlagen, soll dem Feind das Bajonett in die Rippen bohren, soll die sausende Klinge auf den Gegner schmettern, das ist seine heilige Pflicht, ja das ist sein Gottesdienst." Die durch die Hölle des Weltkrieges geschleiften Genossen, die diese Art des Christentums beobachten mußten, sind voll bitterer Ablehnung. Sie wollen mit dieser Religion endlich Schluß machen und aus dieser Erfahrung heraus verlangen sie eine unzweifelhafte, flare innere Loslösung von einem System, unter dem sie unendlich gelitten haben. Für sie bedeutet die private religiöse Gebundenheit die Aufrechterhaltung der einer vergangenen Kulturstufe zugehörigen Dentweise in einem Teil des Geistes, den sie frei von solcher Rückständigkeit wissen wollen. Und sie haben Recht damit. Der Mord von Mechterstedt Verhandlung vor dem Schwurgericht in Kassel Jm März dieses Jahres wurden, wie noch bekannt ist, bei Mechterstedt in Thüringen 15 unschuldige Arbeiter aus Bad Ihal ermordet.. Der Hergang war folgender: Wie anderwärts, so hatten sich auch in Thüringen die Arbeiter teilweise bewaffnet, um den monarchistischen Banden, die sich um den General Lüttwiz scharten, Widerstand zu leisten. Die bewaffneten Arbeiter lenkten den Haß der Kappisten auf sich, in Marburg bildete sich ein 3eitfreiwilligentorps aus Studen ten, das auf eine dunkle Denunziation hin nach Thüringen zog, um hier einen Rachefeldzug durchzuführen. Die Arbeiter hatten sich feiner ungesetzlichen Handlung schuldig gemacht. Sie waren außerdem durch die verfassungsmäßige Regierung aufgefordert worden, sich zu bewaffnen, und wenn notwendig, den Lüttwit banden Widerstand zu leisten. Die Studenten rüsteten sich in Marburg aus, als ob sie in einen frisch- fröhlichen Krieg ziehen würden. Die Zeitfreiwilligen standen unter dem Kommando des Korvettentapitäns von Gelchow. In Thüringen angekommen, nahmen sie in verschiedenen Orten des Hörselgrundes eine Anzahl Arbeiter fest, darunter auch 15 Arbeiter aus Bad Thal. Die Gefangenen wurden nach Mechterstedt transportiert und auf dem Amtsgericht durch den Oberleutnant Baldus vernommen. Die Gefangenen tamen dann nach Sättelstädt, blieben hier über Nacht und sollten am anderen Tag mit dem Korps, das nach Gotha marschterte, mitgeführt und einem Gericht übergeben werden. Der Abmarsch ging in den Morgenstunden vor sich. Es herrschte dichter Rebel, und die Zeitfreiwilligen behaupten nun, die gefangenen Arbeiter hätten einen Fluchtversuch" unternommen und wären dabei erschossen worden. Diesen Angaben ist aber fein Glauben beizumessen, denn die Gefangenen sind nicht auf einmal, sondern im einzelnen erschossen worden. Alle wiesen direkte Kopf- oder Herzschüsse auf, die aus nächster Nähe abgegeben worden sind. Der Fall beschäf tigte schon einmal das außerordentliche Kriegsgericht in Marburg, das nach mehreren Tagen die angeklagten Stu Wenn ich Vlajali recht fannte, so bereute sie auch nicht, mir das Geld geschickt zu haben; was quälte ich mich denn eigent mir lich? Das war das wenigste, was sie tun konnte dann und wann zehn Kronen schicken. Das arme Mädchen war ja auch in mich verliebt... Und ich prahlte tüchtig mit diesem Gedanken vor mir selbst. Ohne Zweifel, sie war verliebt in mich, das arme Mädchen!..... Es war fünf Uhr. Abermals fiel ich nach meiner langen nervösen Erregung zusammen und empfand von neuem das leere Sausen im Kopfe. Ich blidte geradeaus, hielt die Augen starr geöffnet und sah nach der Elefantenapotheke hin. Der Hunger wütete in mir, und ich litt heftig. Während ich noch so in die Luft sehe, klärt sich vor meinem Blid eine Gestalt, die ich schließlich ganz deutlich sehe und wiedererTenne: die Kuchenfrau neben der Elefantenapotheke. Jch zude zusammen, richte mich auf und dente nach. Ja, es hatte seine Richtigkeit, es war dasselbe Weib hinter demselben Tisch auf derselben Stelle. Ich pfeife ein paarmal, fnipse mit den Fingern, stehe auf und gehe nach der Apothefe hinüber. Nur feinen Unsinn! Ich scheerte mich den Teufel, ob es Sündengeld oder gutes, norwegisches Krämers geld von Silber aus Kongsberg war! Ich wollte nicht lächerlich sein, man fonnte auch aus übertriebenem Hochmut sterben... Jch gehe an die Ede, fasse das Weib ins Auge und stelle mich vor sie hin. Ich lächele, nide wie bekannt und richte meine Worte so ein, als ob es selbstverständlich gewesen, daß ich noch einmal wiederkommen würde. Guten Tag!" sage ich.„ Sie kennen mich wohl nicht wieder?" Rein", antwortet sie langsam und sieht mich an. Ich lächele noch mehr, als sei es nur ein kostbarer Scherz ihrerseits, daß sie mich nicht wiedererkenne und sage: ,, Besinnen Sie sich nicht, daß ich Ihnen einmal etliche Kronen gegeben habe? Damals sagte ich nichts, soweit ich mich erinnere; ich pflege das nicht zu tun. Wenn man mit ehrlichen Leuten zu tun hat, ist es nicht notwendig, was zu verabreden und sozusagen seine Kontrafte wegen jeder Kleinigkeit zu machen. Ha, ha! Ja, ich war es, der Ihnen damals bas viele Gelb gegeben hat." 99 Nein, wirklich, Sie waren es! Ja, jetzt fenne ich Sie auch wieder, wenn ich recht nachdente.... Freitag, 10. Dezember 1920 denten freisprach, obwohl die Beweisaufnahme nicht ergebent hatte, daß die Angeklagten„ auf der Flucht" erschossen worden find. Es muß mit aller Bestimmtheit angenommen werden, daß die Zeitfreiwilligen an den Thüringer Arbeitern ein Exempel statuieren wollten. Schon während des Krieges ist von deutscher Seite wiederholt gegen Gefangene, die man gerne los sein wollte, so verfahren worden, daß man sie auf der Flucht" erschoß. In der Revolutionszeit ist dieses Mittel mit Vorliebe von den Freis torps angewendet worden; viele unschuldige Arbeiter wurden auf diese Weise ermordet. Es ist eine Art abgekürztes Verfah= ren, das einen Gerichtsprozeß abkürzt und den Mördern bei dem Stand der deutschen Rechtspflege die volle Straffreiheit sichert. Der Mord an den 15 Arbeitern hat seinerzeit großes Aufsehen hervorgerufen. Noch mehr Empörung rief der Freispruch des Kameradengerichts in Marburg hervor. Es tam zu einer Wieder aufnahme des Verfahrens, und da die Militärgerichtsbarkeit in zwischen abgeschafft worden ist, wurde der Fall dem Schwure gericht in Kassel übergeben. Der Prozeß wird am Mons tag, den 13. Dezember, beginnen. Angeklagt sind die Studenten Engelbrecht, Jahn, Krauß, Göbel, Heer haber, v. Uffel, Koch, Bolter, Boß. Schüler, Springer, Nedelmann, Lange und Blum, die sämtlich von Rechtsanwalt Quetgebrune Göttingen verteidigt werden. Die Angeklagten, die in Marburg studieren, haben sich, nachdem die Zeitfreiwilligen aufgelöst werden mußten, mit anderen Korpsbrüdern der Orgesch angeschlossen und spielen bei der Organisierung der Gegenrevolution in Hessen eine hervors ragende Rolle. Ermordet wurden folgende Arbeiter: Karl Hornschuh, Alfred Rösfiger, Karl Füldner, Gustav Wedel, die Holzhauer Ernst und Karl Schröder, sowie die Fabrikarbeiter Paul Döll, Otto und Ftig Füldner, Schuhmacher, Reinhold Steinberg, die Uhrmacher Albert und Gustas Soldan, Alexander Hartmann, Otto Baz und Rudolf Rosenstod, alles ehrenwerte Arbeiter, die finderreiche Familien oder alleinstehende Eltern hinterließen. Der Prozeß wird etwa 10 Tage dauern. Es sind im ganzen 60 Zeugen geladen. Die Beweisaufnahme wird schon deshalb ein anderes Bild ergeben, weil das Kamerabengericht eine große Anzahl Belastungszeugen nicht vernehmen ließ und an deren bei wichtigen Aussagen das Wort abschnitt. Wir werden über den Prozeß berichten. Preußische Landesversammlung Privatfapitalistische Spekulanten In der Preußischen Landesversammlung stand gestern der Etat der Berg, Sütten- und Salinenverwaltung zur Beratung. Dieser Etat hat in der Jezztzeit besondere Bedeutung, weil die wirtschaftlichen Ergebnisse der Staatsbetriebe von den privatfapitalistischen Interessenkreisen gegen die Sozialisierung als Schredgespenst aufgeführt werden. Diese Uebung der fapitalistischen Presse brachte auch der erste Redner aus dem Hause, der Rechtssozialist Hue, zur Sprache, um dás entschieden zurüdzuweisen. Hue legte an Hand von Etatsberichten der Friedenszeit und aus einem Beispiel aus den letzten Jahren dar, daß die soviel geschmähte Einengung der Staatsbetriebe durch die Parlamentsaufsicht gar nicht in dem Maße vor handen set, wie das behauptet werde. Die sogenannte Aufsicht des Parlaments verhindere nicht und habe nicht verhindert, daß Millionen- Beträge eingenommen und Millionen- Lieferungen abs geschlossen würden, ohne daß das Barlament gefragt würde. So sei der staatlichen Kohlenbergwerksverwaltung vom Kohlensyndis tat eine Nachzahlung von verschiedenen Millionen gemacht wors den, die aber weber im Etat noch in den Berichten zu finden seien. Staatliche Zechen haben mit einer Privatgesellschaft( 3eche König Ludwig) einen Vertrag über Lieferung von Teer abgeschlossen, der der Privatgesellschaft Millionen- Gewinne brachte, bis heute aber noch keinem Mitglied des Parlaments vorgelegt worden sei. Aehnlich verhalte es sich mit anderen Verträgen, wonach ein staatliches Bergwert an eine Privat- Elektrizitätsgesells schaft Kohlen liefere zu einem Spottpreise. Trok alledem sei aber nicht wahr, daß der Staatsbergbau sich schlechter rentiere als der Privatbergbau. Vor dem Kriege sei sogar im staatlichen Bergs wert eine höhere Rate erzielt worden als im Privatbergbau. Hue ging dann zur Sozialisierungsfrage über und verurteilte start die Versuche, den Sozialisierungsgedanken durch Vorschläge Ich wollte verhindern, daß sie sich für das Geld bedankte, und sage deshalb schnell, während ich schon mit den Augen die Eßwaren auf dem Tische aussuche: „ Jetzt komme ich, um mir die Kuchen zu holen." Das versteht sie nicht. ,, Die Kuchen", wiederhole ich, jetzt will ich sie mir holen!" sage ich und lache laut, als ob es ihr sofort hätte einleuchten müssen, daß ich sie holen will. Ich nehme auch einen Kuchen vom Tisch, eine Art Franzbrot, und beiße hinein. Als das Weib dies sieht, steht sie in ihrem Kellerloch auf, macht unwillkürlich eine Bewegung, wie um ihre Waren zu beschützen, und gibt mir zu verstehen, daß sie mich nicht zu rüderwartet habe, um sie zu berauben. Nicht? Wirklich nicht? Sie sei wirklich eine fostbare Frau! Ob sie je erlebt habe, daß ihr jemand einen Haufen Kronen zur Aufbewahrung gegeben, ohne daß der Betreffende ste zurüdverlangt habe? Nein also sehen Sie! Ob sie glaube, daß es gestohlenes Geld gewesen, da ich es ihr in dieser Weise hingeworfen? Na, das glaubte sie also nicht; das was doch gut, wirklich gut! Es sei lieb von ihr, wenn ich mich so ausdrücken dürfe, daß sie mich doch für einen ehrlichen Mann hielt. Ha, ha! Ja, sie sei wirklich köstlich! Weshalb ich ihr denn das Geld gegeben habe? Das Weib wurde wütend und schrie laut. Ich erklärte, weshalb ich ihr das Geld gegeben, erklärte es ruhig und nachdrücklich: Es sei meine Gewohnheit, so zu handeln, weil ich alle Menschen für gut halte. Stets, wenn mir jemand einen Kontraft bot, einen Schein, so schüttelte ich den Kopf und sagte„ Nein", danke bestens. Bei Gott, das tat ich! Die Frau begriff es aber immer noch nicht. jeden Unsinn. War es ihr denn noch nie passiert, daß jemand Ich griff zu anderen Mitteln, sprach scharf und verbat mir fie auf diese Weise im Vorschuß bezahlt hatte? fragte ich. Natürlich meinte ich Leute, die viel Geld hatten, einige von den Konsuls zum Beispiel. Nie? Ja, ich konnte es aber nicht entgelten, daß ihr diese Umgangsform neu sei. Im Ausland sei das Schid und Brauch. Sie sei vielleicht nie über die Landesgrenze fortgekommen? Rein? Also sehen Sie! Dann tönne fie in dieser Sache auch gar nicht mits reden Und dabei griff ich nach mehreren Kuchen auf dem Tische. ( Schluß folgt.) wie Gewinnbeteiligung und Kleinaftien zu diskretieren. Es gelte jekt, bas tapitalistische System an der Wurzel zu fassen. Ohne dem sei eine Besserung des wirtschaftlichen Elends unmöglich. Angesichts der privatfapifalitischen Monopolisierung un lerer Wirtschaft seier baldige Maßnahmen zur Sozialisie rung notwendig. Sue appellierte dann an die Einsicht der Kapitalisten, denen er das Ende des römischen Weltreiches als Warnungszeichen anführte. Geich nach der Revolution habe nicht lozialisiert werden fönnen, das lähe man auch an Rußland. Die Redezeit von Hue war abgelaufen, und der Rechtssozialist Scholich versuchte, eine längere Rebezeit für Sue auszuwbrfen. Troß des bolshewistilen Köders gingen aber bie bürgerlichen Barteien nicht auf diesen Lelm, fp bag Sue abbrechen mußte. Dann Sprachen noch Abgeordneter ori vos Zentrum und Dr. Brengel von den Demokraten. Der ersten sprach sich für teelöffelweise Sozialisierung aus, her legtere lepte für sich und einen Teil seiner Freunde die Borschläge der Sozialisierungstommission ab. Bon unserer Frattion tam Genosse, Berter zum Wort, der zunächst gegen die Darstellung scharf polemisierte, als ob die Res pelution Arbeitszeitverkürzung, Kohnerhöhung und Mins Derleistung der Arbeiter, an dem Minderergebnis der staatlichen Werte im Ctat 1918 schuld seien. Genosse Berten: reist planmäßig nach, daß die Kriegswirtschaft nicht nur in der Industrie überhaupt, sondern auch in den staatlichen Werfen verwüstenb gewirkt habe angesichts des Raubbaues, der in der Kriegszeit mit Menschen und Material getrieben sei. Die Arbeiter für das schlechte Ergebnis der Nachfriegszeit verantwortlich zu machen, dazu gehöre eine eiserne Stirn. Unser Redner ging dann zur Sozialisierungsfrage über und zeigte den grundlegenden Unterschied zwischen sozialisierten Betrieben und heutigen Staatsbetrieben. Er übte scharfe Kritit az der früheren Saltung der Rechtssozialisten in der Sozialisterungsfrage. Wenn bie Besserung, die heute aus der Rede Sues hervorgeht, an hält, sei bas zu begrüßen. De zeige Hues Mahnung an die Einsicht der Kapitalisten, wie weit man noch mit dem Gebanken einer Interessenharmonie gehe. Im übrigen forderte unser Genoffe ebenfalls saleunigfte Jnangriffnahme der Sozialisierung nach dem Antrage, den unsere Genossen im Reichstag eingebracht haben, nicht allein als Gosialist, sondern auch aus allgemein wirtschaftlichen Gründen. Der wirtschaftliche Zusammenbeach sei bei fortgefegter privatfapitalistiher Wirtschaft unausbleiblich. Rur die Ueberfithgung der Wirtschaft in den Algemeinbesig ermögliche, aus dem wirtschaftlichen Eiend herauszufommen. Die Beratung wird heute weitergeführt. Bezirken in Geschäftsstellen und die Errichtung der Reichssektionen behandelte. Diese Reformen haben sich gut bewährt. Der nächste Verbandstag im Juni 1921 werde noch weitere Reformen durchführen müssen. Auch im Beitragswesen mache sich eine Reform nötig. Für den Kampf müssen mehr Mittel bereitgestellt werden fönnen und auch sonst müssen die Einrichtungen des Vers bandes, worunter auch die Bezahlung der Angestellten falle, so gestaltet werden, daß der Verwaltungsapparat jederzeit flott funktioniert. Der Grundsaz müsse überall durchdringen, daß der Wochenbeitrag einen Stundenlohn betrage. Obwohl die Gwerf chaften auch die Interessen der Allgemeinheit fördern müssen, feien sie doch in erster Linie eine Interessenvertretung für die Berufsangehörigen. Dafür müssen auch die erforderlichen Opfer gebracht werden. In der Diskussion wurden diese Gedanten noch unterstrichen und dem Borstand ein Antrag auf den Weg gegeben, in allernächster Zeit gemeinsam mit dem Beirat über die Beitrags frage zu beraten. Rachdem noch der Vorsitzende der Reichsarbeitsgemeinschaft der Elektrizitätsindustrie, Kollege Bube, ein mit großem Beifall aufgenommenes Referat über die Gleftrizitätswirt. schaft gehalten hatte, schloß der Borsigende Klebe die Konfe zenz. Aus der Wirtschaft Die Weltkrije Die Weltwirtschaftstrije hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, das Maß der Leiden des Proletariats, verursacht durch die wahnwikigen inneren Widersprüche der fapitalistischen Wirtschaftsord nung, ist noch nicht voll. Die schwere Depression auf dem Baumwollmarkt, die in Deutschland noch immer nicht in den Preisen der' Wollwaren zum Ausdrud Lommt, veranlagte die Baumwollspinnereien von Lancashire( England), die 24- Stunden- Arbeitswoche einzus führen. Bon dieser Maßnahme werden 100 000 Arbeiter betroffen. Die ägyptischen Spinnereien arbeiten seit einem Monat mit 86 fündiger Arbeitszeit, auch die Webereien haben ihren Betrieb eingeschränkt und Arbeiterentlassungen vorge nommen. In Frankreich haben zahlreiche Glashütten ihren Betrieb stillgelegt oder stehen knapp vor der Stillegung. Als Grund wird außer der Absahstodung auch Kohlen mange I angegeben. Man ersieht auch aus dieser Meldung, daß es mit dem angeb lichen Kohlenüberfluß nicht gar so weit her ist. Auch die Schwereisenindustrie Frankreichs ist von der Krise schwer betroffen. Im Beden von Longwy wurden bereits einige Hochöfen stillgelegt, die Preise wurden erheblich herabgesetzt, aber die erwartete Belebung des Marttes bleibt noch immer aus. Da es den belgischen Schwereisenindustriellen nicht beffer geht, ist die zwischen den französischen, belgischen und Tuzemburgischen Roheisenproduzenten abgeschlossene Breistona treten war. Funktionär Konferenz des Zentral- pention usammengebrochen, bevor sie noch in Kraft ge verbandes der Maschinisten und Heizer Die fprunghafte Borwärisentwidlung des Berban'bes und besonbers die fich geradezu überstürzenden Lohnbezpegungen hatten es unmöglich gemacht, die Funktionäre seit Jahresfrisk sulammen zu berufen. Mit Rücksicht auf eine Reihe altueller fragen ließ sich aber eine solche Zusammentunft nicht mehr länger hinausschieben, und deshalb hatte der Verbandsvorstand die Funktionäre auf den 6. und 7. Dezember nach Berlin geladen. Die von 115 Angestellton besuchte Ronferenz, darunter 2 Bertreter aus den: Saarstaat und ein Schiffahrtsangestellter aus Wien, befaßte sich in der Sauptfache mit Organisations- und Berwaltungsfragen. Verbandsupr figender lebe gab zunächst einen Ueberblid über ben Stand des Berbandes. Bis zum 2. Quartal b. Js, beirug die Mitglieder unahme fett bem fekten Berbanbeteg pro Quarial rund 10 000. m 3. Quartal 1920 war trok der Wirtschaftstrije immer noch eine Zunahme von 2000 zu verzeichnen. Die Werbetraft des Verbandes ist somit immer noch nicht erschöpft. Nach den Berichten aus dem Lande wird auch das 4. Quartal mit einer Mitgliederzunahme abschließen. Die Finanzpolitif des Berbandes war eine gesunde, trog den hohen Anforderungen durch Lohnbewegungen und Stretfs, sowie den durch die Zeitverhältniffe gewaltig gesteigerten Berwaltungsausgaben. Die Bufunft wird allerdings noch größere Mittel erfordern. Nach außen hin hat sich der Verband trot vieler Gegnerschaft durchgesezt. Alle Angriffe, fomohl von links burch bie Unionisten und Syndikalisten, wie von nachts, besonders von den Christen, wurden erfolgreich abgeschlagen, so daß heute in Deutschland nur eine Berufsorganisation der Masinisten und Seizer, nämlich unser Berband, besteht. Auch gegen die Technische Nothiffe haben wir uns erfolgreich gewehrt und beim Rapp- Butsch hat gerade unjere Organisation der Arbeiterschaft unschägbare Dienste geleistet, was vom Allgem. Deutschen Gewerkschaftsbund auch anerkannt wurde. Die feit einiger Zeit besonders start propagierte 3dee der Industrieverbände, bie allerdings schon sehr alt ist, hat auch den Borstand beschäftigt. Unjer Beruf, bisher verteilt auf alle Industrien, fängt an, fich Selbst zu einer Industrie zu tonzentrieren. Die Induftrie der Krafterzeugung und Berteilung umfaßt heute schon über 30 000 Arbeiter und Angestellte. Mit der unauffchicbbaren Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft wird sich die Zahl der Arbeiter in dieser Industrie erhöhen, während allerdings in anderen Industrien eine Anzahl Berufskolle gen entbehrlich werden dürfte. Dieser Entwicklung werden wir Rechnung tragen müssen. Die Industrieverbände fön nen aber nicht willtürlich geschaffen werden, sondern müssen ein Produkt der realen Verhältnisse sein. Sonst entstehen nur neue Konflitte zwischen den Gewerkschaften. Nach einer sehr eingehenden Distuffion, in welcher ganz beson ders die Frage der Jndustrieverbände eingehend besprochen murde, stimmte die Konferenz der vorgelegten Resolution einmütig zu. Diele hatte folgenden Wortlaut: Wie gering die Rüdwirtung des Sturzes der Weltnachtpreise auf die deutschen Warenpreise ist, zeigt eine Zusammenstellung der Kupferpreise. In New Yort fiel der Kupferpreis für ein amerikanisches Pfund von 19 cents im Mai 1920 auf 13% Auch in London fiel der Preis für eine englische Tonne von 108 cents, womit er den Friedenspreis von 13 cents faft erreicht hat. auf 78 Pfund Sterling, der Friedenspreis stellte sich auf 56% fund Sterling. In Verlin bingegen stieg der Preis in der gleichen Zeit pon 1609 auf 2190. für 100 kilogramm, während vor dem Kriege 113% R. gezahlt wurden. Allerdings bat fish bie deutsche Baluta im gleichen Zeitraum wesentlich verschlechtert für den deutschen Verbraucher ein schwacher Troft. Ein Bezugsrechtsgeschent von 1720 Prozent Die Deutsche Erdöl A.- 6.( Deag), die vor der BerschmelGroß- Berlin Wer wird Bürgermeister? Die Wahl eines Bürgermeisters ist für eine Mittelstadt ein Er eignis. Wie wird da vorher geredet. geschrieben und gekämpft, ehe die Wahl vor sich geht. In Groß- Berlin müssen wir in Kürze für 20 Bezirke Bezirtsamtsvorsteher haben, die den Titel Bürgermeister führen. Für unsere Partei ergeben sich nach der Zusammensetzung der Bezirksversammlung in verschiedenen Bes sirten gute Aussichten. Durch die lehte Barteispaltung ist aller dings die Macht der sozialistischen Barteien auch in den Bezirken gelant, was ich die bürgerlichen Parteien zunuze machen. In bem Bantower Ortsblättchen wird ein Kampf um den Bürger meister für den Bezizt ausgefochten. Auf unseren Genossen Kubig wird der Unflat fübelweise ausgegossen. Dort stellt sich auch der Borsigende der ehemaligen kommunalen Kommission in die Kampfesarena, um Arm in Arm mit dem Ortsblättchen der vers hakten US. P. rechts eins auszuwischen. Wie doch auf einmal di Menschen anders werden, wie gewandt sie Artikel fabrizieren fönnen, wenn e plötzlich Kommunisten werden. Oder sollte der Mann sich nur gebrauchen lassen von einem andern, der noch weniger Kredit am Orte hat als er? 3ur Eache sei bemerkt, daß vor einigen Monaten beschlossen worden war, daß die Gemeinde verordneten ihre Tätigkeit einzustellen hätten. Am 4. November beschloß die Generalversammlung der U. S. B. Pankow: Nachdem die Genossen der ehemaligen Gemeindevertretung Pankow vo ihren Posten zurückgetreten sind, haben sie dadurch den Vorwur, welcher gegen sie erhoben wurde, gefühnt. Die Versammlung for dezt nunmehr, daß alle Genossen, welche aus der Wahl als Stadt bzw. Bezirksverordnete nominiert sind, diese Aemter unverzüglich aufnehmen und im sozialistischen Sinne ausführen. Am Saal de Straße), gen eine .D. u 2. Die huſſes. mir bas dieje Ve 1. S. Für d der Fili findet a Bert- Säl gender Referent haftsb Der 2 Jeugbau Mit g Maßnah fertigten diese Er eugfirm in teine ichtsloft Täglich die Ente Gerab Im Bezirt Pantow liegen jegt die Dinge so, daß es an den Rommunisten und Rechtssozialisten hängt, ob ein mit Sozialisten befezies Bezirksamt zustande tommt. Die Verantwortung liegt bei diesen beiden Parteien. Die Rattenplage am Bichhof für uns zugeführ mit de uns bag Gebote eripart darauf mird. Wir Von Anwohnern des Biehhois geht uns folgender Notschrei zu Die Rottenplage in Berlin hat Dimensionen angenommen, daß es höchste Zeit wird, dagegen etwas zu tun. Ganze Etadtteile find von diesem Ungeziefer bevöliert. Ich wohne oben am Biehho dort sind die Ratten bereits so dicht zu finden, daß sie im Schutt awischen Deden und Dielen herumhausen. Nachts hört man ie ich wohne nämlid) parterre hon an den Borden der Wände herumnagen; fie versuchen also shon, in die Wohnungen einzu bringen, und das dauert bei diefen Nagetieren gar nicht lange Viele Frauen wagen sich nicht in die Keller oder Böden, weil es da bereits von Ratten wimmelt. Wo soll denn das nur hinführen? Sier muß vom Magistrat energisch durchgegriffen werden, nichtung fid Surch lahme Verfügungen allein, nein, die Wirte müssen gezwungen werden, an einem bestimmten Datum gleichzeitig mit der Ber tilgung des Ungeziefers zu beginnen. Geht das nicht, dann muß die Stadt die Sache selbst einmal energisch anfassen. Wir Bro Tetarier haben genug durch Mäuse, Schwaben und Wanzen leiden. gar nicht zu sprechen von den modrigen Löchern, in denen piele wohnen müssen; sollen wir uns auch noch von den Ratten auffressen lassen? Au Auch an anderen Stellen der Stadt hausen die efligen Nage tiere und es wird wirklich Zeit, daß dagegen etwas getan wir Wie Charlottenburg der Wohnungsnot abhilft Uns wird mitgeteilt: Magistrat und bürgerliche Stadtver ordnetenmehrheit in Charlottenburg steuern der Wohnungsnot indem sie Baraden aus Solz und ble legten gebauten fogar aus Stein mit flachen Bappdächern( Niebuhrstr.) erbauen ließen. Ma hat baburch ungefähr 200 Wohnungen geschaffen, in welche nu die Armen gesperrt werden und wo sie bei der Kohleninapphe mehr oder weniger frieren. Der Neugierige sagt sich nun. ba man denn hier nicht ebenfalls an wirkliche massive Wohnungs bauten wie z. B. in Schöneberg, Neukölln usw.? Wir ho wird un unft ei mit die Bulverfo Straße Wir w tommt. Die zember Gauvori prach. tand un Don Ar Welcher imtliche Rollege zung mit der Deutschen Betroleum- A.- G. zu einem beutschen Betit aber für eine Stadt wie Charlottenburg recht wenig. Dents Bat troleumtrust steht, beantragt eine Berdreifachung ihres Aftien fapitals, es soll von 30,75 auf 100 Mill. M. erhöht werden. Als 3wed der Kapitalserhöhung wird der Ausbau der deutschen Interessen der Gesellschaft auf dem Gebiet der BrauntohlenIndustrie und der Anschluß an das internationale Petroleumgeschäft" angegeben. Dazu ist zu bemerken, daß die Gesellschaft bereits an zahlreichen Braunkohlenwerken maßgebend beteiligt ist und erst unlängst die Kontrolle über die Weinmannsche KohlenA.-G. in Dresden mit einem Kapitalaufwand pon 80 Mill. M. erworben haben. Was die Kapitalserhöhung aber besonders bemerkenswert macht, ist die Tatsache, daß der Ausgabeturs der neuen Attien 200 Prozent betragen soll, während der Börsenfurs gegenwärtig 2060 Prozent beträgt. Da den Aftionären für jede alte Attie zwei neue angeboten werben sollen, werben jedem Aftionär 1720 Brozent feines Aftienbesiges in den Schoß geworfen! Zum Ueberfluh nehmen die neuen Attien bereits an der Dividende für das laufende Jahr teil. Erhöhung der Kohlenförderung 3m Ruhrrepier wurden im Ropember nach vorläufiger Schägung 7,88 Millionen Tonnen gefördert; erfahrungsgemäß erhöht sich die Schägungsziffer bei der endgültigen Feststellung um 200 000 Tonnen. Im Januar d. 3. wurden bloß 6,66 Millionen Tonnen gefördert, im Oftober 8,1 Millionen Tonnen. Die arbeitstägliche Leistung steigerte sich von 311 500 Tonnen im Oktober auf 329 800 Tonnen im Rovember; fie blieb hinter der Novemberleistung im Jahre 1913 nur mehr um 56 000 Tonnen zurüd. Die gesamte deutsche Kohlenproduttion betrug im Oftober 1920 an Steinfohlen 11,87 Millionen Tonnen( im Of tober 1919 mit Einschluß des Saarreviers 11,19 Millionen Tonnen), an Brauntohlen 10,49( 9,05) Millionen Tonnen, und von Januar bis Ende Oktober 107,61( 95,81) Millionen Tonnen SteinTohle und 91,68( 77,61) Millionen Tonnen Braunkohle. Bertruflung im Kohlenbergbau Während die von der Arbeiterschaft stürmisch geforberte SoDie aus allen Gauen des Reichs start besuchte Funktionär. zialisierung des Rohlenbergbaues von den verschiedenen Einifonferens des sentralverbandes der Maschiniſten und Seizerungsauschen verschleppt wird, beeilen sich die Kohleninduunaufhörliche Bertrustungen ihre Macht zu KonzenJomie Berufsgenossen Deutschlands beschließt: In Erwägung der allgemeinen Lage der deutschen Volkswirt schaft hält die Ronferenz es im Juteresse der Verbandsmitglie ber und der Allgemeinheit für dringend erforderlich, bei allen Lohnbewegungen jebé Berhandlungsmöglichteit Doll auszuüßen, bevor die Waffe des Streits in Anwendung gebracht wird. Bei erforderlichen Kämpfen ist streng darauf zu achten, daß die Notstandsarbeiten von unseren Mitgliedern ausges führt werden. trieren und zu stärfen. bau A.-G. Lothringen, die erst fürzlich aus einer GewertTie im Befiz des Funte Konzerns befindliche shaft in eine Attiengesellschaft mit 75 Mill. M. Kapital umgewandelt wurde und ihren Befik beträchtlich ausdehnte, ist jetzt daran, sich zu einem regelrechten Kohlentrust zu erweitern. Vor lurzem erwarb sie die Attienmehrheit der Harzer Werte zu Rübeland und 3orge, nunmehr schließt sie eine Inter effengemeinschaft mit dem Essener Steinfohlenbergs wert, das zu diesem Zweet sein Attientapital von 50 auf 75 Mill. M. erhöht. Die Konferenz legt Verwahrung dagegen ein und lehnt es entschieden ab, unsere Kollegen zu Borspanndiensten bet Attionen, die von anderen Organisationen eingeleitet und geführt werden, mißbrauchen zu lassen. Die wirtschaftliche Macht unse rer Mitglieder tann nur dann in Anwendung gebracht werden, wenn unserem Verbande das volle Mitbestimmungsrecht eingebarstellt, hat sich mit der Società Prodotti Chimici, räumt wird. In weiterer Erwägung, nur wenn alle Arbeiter ber traiterzeugenden und verteilenden 3nbuftrie, lowie bas technische Personal aller Industrien und im Berfehrsgewerbe in einem geschlossenen Industries und Berufsverband organisiert sind, fann die Gewähr für eine geordnete und ruhige Entwicklung ber Boltswirtsaft geboten werben. Um ein geschlossenes Sandeln zu ermöglichen, fordern die Funktionäre die gefamien Kollegen auf, jebe Organisa tionszeriplitterung energisch und mit allen Mitteln zu bekämpfen. Heber Berwaltungsfragen referierte Verbandsvorfigen ber Schlichting, wobei er besonders die Umwandlung von Wenn er sich informiert, wird er erfahren, daß jetzt auch Char Bille lottenburg Massivbauten errichtet und zwar werden von 6 bis 7 Zimmer mit Zubehör und Garten errichtet. Die Billen werden am Bahnhof Heerstraße erbaut. Der Stadt stehen große Kosten dadurch. Frägt man nun, wem die Billet einmal gehören werden und ob sie für mit Dringlichkeitsbescheini gung vom Wohnungsamt Versehene in Frage Lommen, so wi man über die Antwort staunen. Nur mer Vermögen hat ober über so große Einnahmen verfügt, daß er jährlich 6 bis 8000 für Wohnungs- und Gartenunterhalt ausgeben tann, hat die Möglichkeit, dort zu wohnen. Außerdem ist die Kolonie als Be amtensieblung gedacht, d. h. höhere Beamte. Charlotte burg ist sehr besorgt um diese Herrschaften. Jeder Beamte, b eine solche Villa sich zulegt, erhält aus dem Stadtsädel 30 000 als Geschent. So geschehen mit Hilfe des Magistrats und be bürgerlichen Stadtverordnetenmehrheit im Jahre 1920 angefi der Wohnungsnot, bei der es in Charlottenburg Wohnungen 1 und 2 3immern gibt, in benen 8 bis 15 Menschen wohnen un schlafen müssen! DOR Auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde ist die Ruhefri in den Abteilungen 2, 3, 4, 5, 6 und 7 für Erwachsene und die be Gräber in den Abteilungen 2 und 3 für Kinder abgelaufen. Di Friedhofsverwaltung wird daher die in diesen Grabfeldern legenen Hügel einebnen und die Fläche zur erneuten Belegun herrichten. Anträge auf Belassung der Hügel oder Neuerwerb ber Stellen tönnen nicht genehmigt werden. Alle, welche auf di in den bezeichneten Abteilungen gelegenen Gräber und auf di daselbst befindlichen Denkmäler Rechte haben, werden hierdurd aufgefordert, ihre Ansprüche unter Belbringung des Eigentums nachweises binnen 3 Wochen bei dem Friedhofsinspektor anzumel ben ben und glaubhaft nachzuweisen. Die Dentmäler werden gegen. Empfangsbescheinigung ausgehändigt. Nach Ablauf rechtmäßigen Eigentümern durch Herrn Inspektor Lenzte fofort Det durch die Friedhofsverwaltung. Beseitigung und Bernichtung der nicht abverlangten Dentmäle angegebenen Frist erfolgt die Einebnung der Grabhügel und bie im ner Friedrichshain für diesen Winter zum Betrieb einer Eisbahn mietet und die Unternehmer verpflichtet, Gemeindeschülern und genügendem Ausweis des Rettors das Schlittschuhlaufen woche täglich bis 4 Uhr nachmittags unentgeltlich zu gestatten. Das Bellobildungsamt Neuölln veranstaltet am tommenbe Sonntag, abends 7 Uhr, eine Beethovenfeter in der ul der hiesigen Realschule. Eintrittstarten zum Preise von 2 907. fin bei den durch Säulenanschlag bekanntgegebenen Bertaufstellen und im Bureau des Bolfsbildungsamtes, Zimmer 218 des hauses Neukölln, erhältlich. Saucsuchungen bei Lebensmittelfirmen. Auf Beranlassung reiche Haussuchungen bei Privatfirmen und Organisationen Rab bet Stat Staatsanwaltschaft I des Landgerichtes I haben gestern umfang gefunden, um Belastungsmaterial gegen die Hotels zu gewinne Chimici, die selbst schon einen großen Kunstdüngerfonzern die nach Ansicht der Staatsanwaltschaft rationierte Lebensmitte eines der bedeutendsten Broduzenten von Superphosphaten, und der Montecatini, bie die größten Kupfer- und Pyrithapwerte Italiens betreibt und zu den bedeutendsten Fabrikanten von Schwefel gehört, au einem Truft zusammengeschmolzen. Der neue Trust wird über ein Duhend Kupfer- und Schwefelminen, 9 Schwefel- Raffinerien und 46 Kunstdüngerfabriken verfügen. Ein österreichischer Automobiltruft. Die drei größten österreichiichen Automobilfirmen, die Desterreichisme DaimlerMotoren Gesellschaft, die Desterreichischen Flats werte und die Buch- Werte in Graz haben eine Interessen gemeinschaft gefchloffen. $ an Gäste ohne Marten abgegeben haben: Großfeuer in der Rochstraße. Menschenleben in Gefahr. Ruf alarmierte am Donnerstag in der vierten Stunde die Dief Fener bis 3wijde Bob wehr. Es stellte sich heraus, daß der Kleberaum der Luna- fil Gesellschaft brannte. Vom Hofe aus wurde mit mehreren Schlau leitungen von Motorspritzen unausgesetzt tüchtig gelöscht. Als Brand gelöscht schien, stellte es fich heraus, daß die Decken 4. Stodwerts noch an mehreren Stellen brannten. Das gebält hatte Feuer gefangen. Als Feuerwehrmänner ben Mehrere Räume im 4. Stod find bis auf die fahlen Wände gebrannt. Ausgefommen ist der Brand burch bas Plagen Glühbirne unter einer Glasplatte. betraten, stand dieser schon an mehreren Stellen in Flamme eind K in Er Campit, Kürze 1 Titel ach der En Bes I allers. ezirten In Bürger Rubig uch der n die er ver cinmal rizieren Ite der er noch ft, daß neinde vember Cachdem w pon orwuri, ng for Stadt rzüglic an ben Gewerkschaftliches Achtung, Buchdruder! Am Freitag, den 10. d. M., nachmittags 5 Uhr, findet im großen Saal des„ Dresdener Rasino", Dresdener Str. 96( nahe Brinzen fraße), für alle auf dem Boden der U. 6. B. D. stehenden Kolle gen eine Buchdruderversammlung statt. Tagesordnung: 1. U. S. B.D. und die Gewerkschaften.( Referent: Genosse Kahmann.) 2. Die Spaltung der Opposition. 3. Neuwahl des Aktionsausuffes. In Anbetracht der hochwichtigen Tagesordnung erwarten mir das Erscheinen jedes Kollegen sowie regite Propaganda für diese Versammlung. J.: Otto Fiedler. U. S. P. D.- Mitglieder des Deutschen BekleidungsarbeiterVerbandes! Für die auf dem Boden der U. S. P. D. stehenden Mitglieder der Filiale Berlin des Deutschen Bekleidungsarbeiter- Beroandes findet am Montag, den 13. b. M., in den Berliner Vereins- Konbert- Sälen, Kommandantenstr. 58/59, eine Versammlung mit folgender Tagesordnung statt: Rußlands Politit und Wirtschaft". Referent ist der Genosse Abramowitsch. Partei- und Gewerkhaftsbuch legitimieren. " Stillegung der Flugzeugindustrie Der Angestellten und Betriebsrat der Firma Sablatnig Flugdeugbau 6. m. b. S. schreibt uns: Mit großer Mühe hat die deutsche Arbeiterschaft es erreicht, daß Raßnahmen getroffen sind, die sie davor schützen, ohne gerecht fertigten Grund entlassen zu werden. Aber was nügen uns alle ialisten diese Errungenschaften, wenn jetzt die Entente die deutschen Flug: gliegt eugfirmen zu Massenentlassungen veraniassen will, die fachlich in feiner Weise gerechtfertigt sind und die eine unerhörte Ruidfichtslosigkeit der deutschen Arbeiterschaft gegenüber darstellen, täglich wächst die Arbeitslosigkeit. Nun soll die, e auch noch durch die Entente erhöht werden. ref zu: daß es ile find Biehhof, Schutt man fie Wände einzu lange weil es führen? n, nicht wungen er Ber nn muß Gerabe jetzt, wo der strenge Winter vor der Tür steht, ist es für uns eine ganz besondere Härte, wenn wir der Arbeitslosigkeit zugeführt werden sollen. Wir wissen ja alle, daß es unmöglich ist, der Arbeitslosen- Unterstügung auszufommen. Wir müssen uns dagegen wehren und alle Mittel, die uns gerechterweise zu Gebote stehen, benutzen, damit uns das Elend der Arbeitslosigkeit erspart bleibt. Wir Arbeiter haben darauf gehalten und werden mird. darauf halten, daß fein irgendwie geartetes Kriegsgerät fabriziert Wir verlangen auf der anderen Seite auch, daß unsere Regieung sich für uns einfegt, daß wir Friedensflugzeuge bauen dürfen. Wir hoffen, daß die Frage sehr bald in unserem Sinne gelöst wird und daß auch Maßnahmen getroffen werden, die für die Zutunft ein solches Eingreifen der Entente unmöglich machen, das Sir Bro mit die Beunruhigung der Arbeiterschaft endlich einmal aufhört. Wir wollen wissen, woran wir sind und nicht täglich auf dem Bulverfaß fizen und in Gefahr laufen. vielleicht morgen auf die Straße gelegt zu werden, nur weil es der Entente in den Sinn tommt, die deutsche Konturrenz nicht aufkommen zu lassen. nzen zu n denen Ratten Nage nt wird. ft Stadtver ungsnot gar aus 1. Ma The nu napphe un, das Dent hnungs ch Char Bille 1. Diefe Stadt a e Villen bescheini So with hat ober 8000 bat bie als Be arlotten mte, bet 0 000 Die arbeitslosen Buchbrucer Groß- Berlins hielten am 8. De ember in den Sophienjälen eine Versammlung ab, in welcher der Gauvorsteher Malini über die Lage im Buchdrudgewerbe Sprach. 3u gleicher Zeit gab er bekannt, daß zwischen dem Bortand und den Brinzipalen Verhandlungen zweds Unterbringung on Arbeitslosen schweben. Außer dem Kollegen Mujiial, welcher die Ausführungen Massinis unterstützte, versprachen sich imtliche Distuffionsredner sehr wenig von den Berhandlungen. Rollege Rosemann bezeichnete alle Verhandlungen und Borschläge als Palliativmittel und forderte vom Vorstand mehr Attivität und ein fräftigeres Eintreten für Berkürzung der Arbeitszeit bei| statt, in der nach einem Bericht von Schmahl über den Streit, gleichbleibenden Löhnen, um alle Arbeitslosen in den Betrieben unterzubringen. Eine Umgehung der Demobilmachungsverord nung, welche besagt, daß kein Arbeiter nach vierwöchiger Be Schäftigung entlassen werden darf, ehe die Arbeitszeit nicht auf täglich vier Stunden verkürzt ist, wurde von den Kollegen Schlag, Thaler und A. heftig bekämpft, während sie vom Vorstand befür wortet wurde. Einem Antrag, den Arbeitsnachweis- Verwalter abzuberufen, wurde mit großer Majorität zugestimmt, worauf der Borstand Remedur versprach. Hierauf wurde folgender Antrag des Koll. Lehmann mit allen gegen 7 Stimmen angenommen: Reso lution: Die am 8. Dezember in den Cophien älen tagende BerJammlung der arbeitslosen Buchdrucker fordert vom Gauvorstand sofortiges Eintreten in eine Bewegung zugunsten der Arbeitslosen. Sand in Hand mit der ganzen deutschen Arbeiterschaft, dergestalt, daß die Arbeitszett auf sieben Stunden täglich verkürzt wird unter Fortzahlung des vollen Wochenlohnes. Die Arbeitslosen Find in die Betriebe einzureihen." Buchdruder! Sammlungen für die Düsseldorfer Stretenden Kollegen können am Sonnabend von 4-6 bei Baum, Stallschrei berstraße 47, abgerechnet werden. Die Lohnbewegung der Brauereiarbeiter. Nachdem die Arbetter, die eine Erhöhung des Wochenlohnes um 60 M. forderten, das Angebot der Unternehmer von 25 M. mit aller Entschieden= heit abgelehnt hatten, wurden nochmalige Verhandlungen mit den Unternehmern eingeleitet, die sich schließlich am letzten Sonnabend bereit erklärten, eine vom 1. Dezember laufende Lohnerhöhung von 40 M. zu bewilligen. Danach würde der Wochens John für gelernte Arbeiter 285., für ungelernte Arbeiter 280 M. betragen. Die weiblichen Arbeitskräfte im inneren Betrieb jowie die Jugendlichen sollen eine Zulage von 24 M. erhalten. Der Stundenlohn der Reinmachefrauen wird von 2,50 auf 2.90 M. erhöht. Die neuen Lohnjäze sollen bis zum 31. März 1921 gelten. Dies Angebot der Unternehmer wurde am Montagabend und Betriebsräte aller in den Brauereien beschäftigten Arbeiter vorgelegt. Wie der einer Versammlung der Vertrauensmänner Referent Schmit sagte, haben die Unternehmer erklärt, daß sie die Lohnzulage nur unter der Vorauslegung einer Bierpreiserhöhung zahlen fönnen. Sollte die Regierung die Preiserhöhung nicht zu gestehen oder so lange damit warten wie das vorige Mal, dann müßten die Arbeiter damit rechnen, daß die Unternehmer dieBersammlung das Angebot an. Betriebe schließen. Nach einer lebhaften Debatte nahm die Nichtständig Angeftelite des Magiftrats Groß- Berlin. Die unhaltbaren Zustände während des Elektrizitätsstreits zeitigten nunmehr endlich den Zusammenschluß der Hand- und Kopfarbeiter aller freigemerffchaftlichen Organisationen, deren Mitglieder in ben Betrieben des Magistrats Berlin beschäftigt find. Ausgeschlossen davon ist der sogenannte Verband der Hand- und Kopfarbeiter und die Gewertschaftsverbände( gelbe Organisationen). Auf Grund des Kartells sind nunmehr seitens der Angestellten neue Forderungen eingereicht, welche sich auf der Basts der Stundenlöhne der Arbeiterforderungen bewegen. Die Forderungen zeis gen auch dieses Mal wieder die Gleichstellung für männliche und weibliche Angestellte und hat der neue Tarif in seinen AusfühSonntagsdienst, rungsbestimmungen bezüglich Ueberstunden, Dauer, besonders günstige Bedingungen. Die Monaisgehälter für Jugendliche nom 15. bis zum 18. Lebensjahr bewegen sich bei einer 208stündigen Arbeitszeit zwischen 8.80 und 4,80 m. pro Stunde. Die Gehälter der Angestellten über 18 Jahre haben in. ben einzelnen Gruppen bei einer Rugrundelegung eines Stun denlohnes von 5,60 bis 6,10 M. die Höhe von 1164 bis 1268 M. pro Monat. Dazu kommen die Wirtschaftsbeihilfen von 65 M. für Jugendliche unter 18 Jahre, von 150 M. für Ledige und BerHeiratete über 18 Jahre und von 75 M. pro Monat für jedes noch zu versorgende Kind unter 18 Jahre. Die gesamten Organisatio nen des Kartells stehen geschlossen auf dem Boben dieser For derungen und sind die Verhandlungen bereits eingeleitet. Bortierstreit in den Geschäfts- und Industriehäusern beendet. Am 6. b. M. fand eine Versammlung der in den Geschäfts- und Industriehäusern tätigen Portiers, Fahrstuhlführer und Heizer Eine Sorge weniger! Die rechte Wahl eines Weihnachts- Gefchenfes für den einen oder anderen Ihrer Lieben verursacht Ihnen manchmal Ropizerbrechen. Ein Gelchent foll hübsch sein und Freude machen und dabe auch mög ichst nüglich sein. Wenn der zu Bejchenfende Augengläser benötigt, so überiaffen Sie uns die Sorge dafür. Sie brauchen fich nicht den Kopf zu zerbrechen über die Nummer Jhrer Glefer oder ob Sie einen Sneller, eine Brille oder eine Lorgnette mählen follen. Sie laufen einfach bei uns einen Gutschein über den Betrag, den Sie aufwenden wollen. Sie vergeuden einstimmig beschlossen wurde, den Streit als für bes endet zu erklären. Schmah I betonte, daß die Forderungen der Organisation bewilligt worden und 46 Kollegen gemaßregelt worden sind. Man tönne jegt sagen, der Kampf sei nicht bes endet, sondern nur unterbrochen, da das jetzt abgeschlossene Provisorium in einem Tarif erst fest verantert werden müßte. Gämtliche Diskussionsredner erkannten die Tätigkeit der Streifleitung an und die Versammlung sprach einstimmig der Branchenleitung ihr Vertrauen aus. Branchenleiter Kolinsti machte zum Schluß noch darauf aufmerksam, daß uns noch schwere Kämpfe bevorstehen, da die jetzige Lohnerhöhung nicht Schritt halte mit der Preissteigerung der Lebensmittel. Wenn das so weiter gehe und die Regierung nicht den Mut habe, die Lebensmittel abzubauen. Dann werden die Arbetter- und Beamtenorganisationen zum Generalstreit für den Abbau der Lebensmittelpreise rufen um die Regierung zum Lebensmittelabbau zu zwingen. Aus den Organisationen 1. Piltrift. Sonnabend, abends 7 Uhr, Sigung der Zeitungskommission bet Schweifarbt, Alte Jakol str, 24. 8. Dilirilt. Rinderschuhe und Frauenarbeitsfommiffion. Sigung Sonnabend, abenbs 8 Uhr, bei Sermantus, Arndtstr. 28, sorn 4 It. Erscheinen dringenb notwendig. 4. Diftrift. 13. Abteilung. Sonnabend, 11. Dezember, 6 Uhr, Abrechnung auch ber Eintrittskarten( Krematorium), Agitationstommission auch vollständig ers scheinen. Die Bezirksführer alle roten Armbinden mitbringen. Sonntag, 12. De zember, Treffpunkt aller Ozbner der 11. und 13. Abteilung um 9 Uhr, Lokal für beibes. Paul Peister, Cuvryftr. 11. 5. Dijtrilt. Sonnabend, abends 7 Uhr, Sigung der Zeitungskommission und Selfer bei Schweifarbt, Alte Sofobftr. 24. 3u biefer Sigung kind die Mitglieber ber Agitation tommiffion eingeladen. Genoffen, welche bel ber Silvesterverane faltung mitmirten, treffen fich gleichfalls um 7 Uhr bei Sowetfarbt. Billetts zu ben Proletarischen Teierstunden sind in der Freiheitspebition Krüger, Wassers torstr. 41, zu haben, 13. Tit. Sonnabend, abends 6 Uhr, Sihung der Frauenarbeits- und Kinders custommiffion bet Morad, Kopenhagener Str. 9. Sämtliche Listen, bie im Ume lauf sind, müffen dort abgerechnet werden. Freiwillige Spenden zur Weihnachtss bescherung bitten wir auch dort abzugeben. Agit tionsbezirt Oftbahn. Sonntag, nahm. 2½ Uhr, Konferenz sämtlicher Funktionäre der Ortsgruppen im Lotal von Zibell, Frebersdorf. Tagesordnung: 1. Die Parteien in Rußland. Ref.: Genosse Abramowitsch. 2. Wahlagitation. Reutzin, Brth, Buftow, ubow. Freitag, abends 7 Uhr, Sigung der Agitations tommiffion bei Gehrte, Jägerstr. 60. Stellungnahme zur Lanbagitation. Weljensee. Sonnabend, abends 7% Uhr, btellungszahlabenbe. 1. Abteilung bel Koch, Eliaffer Str. 61. 2. Abteilung bei Schneider, Charlottenburger Str. 32. 8. bteilung bei Neumann, Charlottenburger Str. 142. 4. Abfetiuna bel Borchardt, Pistoriustr. 16. 5. Abteilung Restaurant Grüner Baum, Berliner Allee. Oberschöneweide. Freitag, 7½ Uhr, bei Jmberg, Sigung bez Lanbagitations tommiffion. Bieberschönhaufen. Die in der Armens, Waisen oder sonstigen Kommission bet Kommune tätigen Genossen und Genoffinnen sollen zu einer Kommission zusam mengejakt werben und haben ihre Adressen in der Freiheitspedition, Eichenitrage, abzugeben. Steberschönhausen. Sthung der Frauenfommission Freitag, den 10. Dezentber, 71 Uhr abends, bei Schleget, Eichenstr. 44. Rahnsdorf, Wilhelmshagen und helfenwintel. Sonnabend, abends 8 Uhr, Wite glteberversammlung bei Möhl Raf., Wilhelmshagen. Borstandsfigung 7 Uhr, pünktlich, ebenba, Vereinskalender Berband fozialistischer Lehrer. Sonnabend, abends 7 Uhr, im Rathons, Zimmer 9r, 109, Arbeitshigung. Thema: Babagantiche Grundgedanken. Referent: Ge: nose Renßen. Alle Elternbeiräte find herzlich eingelaben. Sozial. Proleterierjugend, Gruppe Often und Frankfurter Borstadt, Freitag, 7 Uhr, wichtige Mitgliederversammlung in bez Schule Vetersburger Straße nahe Frankfurter Allee. Sos. Troletarieringend Westen. Sonnabend, 48 Uhr, in ber Schulaula Winters felbfit, 16, Runstabenb. Miiwirtenbe: Räte Mendjen( Gelang), Julie Niemann ( Klavier), Georg Mendelsohn( Resitation). Eintrittsfarten 1,50 M. an her Abendtaffe. Transportarbeiterverband, Seftion 1, Chemische Branche. Gruppe Dele und Fette. Freitag, abenbs Uhr, im Lotal pan Prasser, Michaelskirchstr. 20, Gruppenversammlung. Arbeiter Wanderverein Berlin". Sonntag Neu- Babelsberg- Satzow- See Berge- Spandau. Abf. 7.55 nom Potsdamer Hauptbahnhof, 7.36 vom Schlesischen Bahnhof. Freitag, 17. Dezember, abends 7% Uhr, bei Mollschläger, Borstands, und Führer zung. Touristenverein„ Die Naturfreunde", Ortsgruppe Oberschönemelbe. Freting abenb Teilnahme an der öffentlichen Wanderer- Verfammlung, in berula ber Realschule Treptow, Neue Krug- Allee, neben Rathaus. Referent: Genosse Grieger. Treffpuntt 6 Uhr, Bahnhof Niederschönewelbe Ber Berantwortlich für die Rebattion: Emil Rabold, Berlin. antwortlich für den Inferatenteil: 2 abwig Romerinez, Karlshort. Verlagsgenolienibatt reiheit" e. Gm 6. S.. Berlin. Drnd bez relheit Truderei G 117 h G Porfin ratto trato 0.0 feine Belt und wir übernehmen mit Sorgraft und Gewissenhaftigkeit die Auswahl und das Anpassen für den Beschentien auch nach dem Fest. Kostenlos prüfen wir alsdann Augen und Sehfraft mit Sorgfalt und garantieren ür paffende Gläser som e für die Halt barfeit aller Gaffungen 1-4 Jahre. In bie'er Seit machen wir alle Reparaturen um'onft, felbfi menn die Fassung durch Ihre Schulb zerb ochen wird. Nur für Hornteile, Echildpatt und zerbrochene Gläser haben Sie zu zahlen. Optiker Ruhnke W Friedrich- Sir 193a N Ede Leipziger Str. Ceipziger Str. 113 Ede Mauer- Str Cluf- Str. 1 Ede Botsdamer Str. Schönhauser Allee 81 am Bhi Rorbring 22 Geschäfte N Friedrich fir 106 Ede Ziegelfir. 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Die wir sehr schwer Dermiffen wirden. Wir werden ihr deshalb ein bauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Sonnabend nachmit tag um 42 Uhr von der Bes Salle des Städt. meindefriedhof. Neukölln, Mariendorfer Weg aus statt. Der Kaffenverstand A. See e, ll. Borsigender. Möbel felt 25 Jahren bequemste Zahlungsweise A. J. Grebler Weinb rgsweg 4 Kupfer Meifing, 3inn usw. Quecksilber, 3ohngebisse Platin, Gold, Silberbru weit über Tagespreis Brunnenstr. 11 Beusselstr. 29 Fennstr. 48 Weidenweg 72 Kupfer, Messing, Zinn, fämtliche Altmetalle sable Tagespreife Neue Hochst Be 38. Händler Extraprelse. Telephon: Humboldt 2779. Metalle Quecksilber Zinn Weißlager haufen laufend Für die vielen Beweise her licher Antellnahme unfer in früh heimgen wir allen Be gangenen Tochter fannten und Fru innigen Tant. Auch Herrn Pairer Schmidt für seine trostreichen Worte. Heinrich Kuhn u. Frau Fronaiska geb Borainda. Paul Kuhn und Frau Johanna Haud Rudolf Leidolf, Bräutigam.. Berlin, den 10 Dezember 1920. Röpenicker Straße 129. u. S. P. D. Sterbetafel 4. Distrikt. 11. Abteilung Am Mittwoch, den 8. Dezember, auf der Fahrt zur Arbeitsstelle, verfchied plöglich an Herzschlag unser Genosse, der Sanitäter Paul Spichalski Wrangelstraße 84 wohnhaft, im Alter von 38 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, den 13. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Riefholzstraße, ftatt. Um rege Beteiligung bittet Die Distriktsleitung. Deutscher Metallarbeiter- Berband Berwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder gestorben find: Der Rohrleger Herbert Wisniewski Monumentenftr. 29, em 6. d. Mts. Die Beerdigung findet am Freitag, den 10. Dezember, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Blg. Kreuz Kirchhofes in Martendorf, Eisenacher Str., aus ftatt. Der Metallarbeiter. Ernst Giese Bankow, Gaillardstraße 29, am 7. b. mts. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 11. Dezember, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des 3. Bankower Fried hofes in Pankow, Schönholzer Heide, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege, der Urbeltér Arno Maleschkowski Neukölln, Jonasfir. 2, am 27. Sovember verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Berband Sonntag, den 12. Dezember 1920, vorm. 9 Uhr. Außerordentliche gemeinsame Branchenversammlung der Baurohrleger, Betriebsrohrleger und Helfer im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( großer Saan. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Neuwahl be Ortsverwaltung. 2. Branchens und Berbandsangelegenheiten Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittags 9 Branchenversammlung der Metall- und Revolverdreher sowie Dreherinnen im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal 1). Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Urwahl be engeren Ortsverwaltung. Mit Referent und Korreferent. 2. 9 kuffion. 3. Branchenangelegenheiten und Berschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittags 9, Versammlung ber Refselschmiede und Helfer sowie der dazu gehörenden Berufe. in Schulz' Prachtsälen", Königsgraben 2, am 1. Neuwahl der Tagesordnung: 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Am Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittag 10 Uhr, bei Böker, Weberstraße 17 Versammlung C 3m die B Alexanderpla Ortsverwaltun er fte lichen Parte Komm weder dresch mie enttä werde zurüd Di meb Ripen Хази ter d bemeg tung der Hammer- und Presseführer Groß- Berlinerten Tagesordnung: 1. Unsere Lohnverhältnisse. 2. Diskuffeinen Achtung! Bauanschläger Achtung Am Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittag 10 Uhr Monatsversammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal 3). angelegenheiten. 3. Wahl von zwei Revisoren für den Brand fonds. 4. Verschieb nes. Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Brande Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Am Sonntag, den 12. Desember 1920, vorm. 91, im Englischen Garten, Aleg nderftr. 27 b 2. Diskussion. Versammlung ber Metallformer und Berufsgenoffen Tagesordnung: 1. Die Neuwahl unserer Ortsverwaltu Die. Kollegen der Hütten und Meffingwerke, besgleichen Binkgießer werden ersucht, auch zu dieser Bersammlung. fcheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Am Sonntag, den 12. Dezember 1920, vorm. 9 in den Mufiberfälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31 Außerordentliche liftifd tein unter Verw ber fünt tomen energ zu ge gemm logr Es Branchenversammlung toge der Zigarettenmaschinenführer und Betrich handwerker. Tagesordnung: 1. Die Wege der Metallarbeitet Klaffenkampf. Berwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienftr. 83-85 2. Vishuffion. Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Sonnabend, den 11. Dezember 1920, abends 7 Uhr Branchenversammlung Der Drahtarbeiter Groß- Berlins Schulzendorfer Straße 2 im Lokal von Wollschläger, Adalbertstraße 21. Rösliner Straße 6 Sw.nemünder Str. 109 Kurfürstenstraße 9 nahe Botsdamer Straße Neukölln, Schillerpromenade 23 BERG 155 Blumenstr. 58 ALTBERG, STR NEUROLLM, vis- à- vis Steinmetzstraße ( Hof) Nähe Krautstraße für famil. Ulimetalle hohe Schmelzpreise Soeben schien! Russische Korrespondenz Schien Nr. 17 18 Aus dem Inhalt: Rongreß der Bölker des Ditens: G. Sinowfew: Die Aufgaben des 1. Kongreffes ber Völker des Oftens. Karl Radek: Die internationale Lage und die Aufgaben der Völker bes Oftens. Bela Sun: Ueber die Aufgaben der Rätemacht im Often. Thefen zur Agrarfrage. Deklaration Enver Paschas. Erklärung des Vertreters der Regierung in Angora Zbrahim Tall. Resolution zur Erklärung Euver Pafchas. Rart Radek: Die fentimentale Reife Mr. Bertrand Ruffels nach Ruhland. Zur Frage der Elektrifizierung Somjeiz rußlands: Tätigkeitsbericht der Staatlichen Elektrifizierungs- Kommiffion. Grundthefen der Elektrifisterung bes sentralen 3nbuftriegebietes. Grundfäße des Elektrifizierungsplanes für das Wolgagebiet. Kurze Denkschrift über die Elektrifizierung Ch. Rakowski: Die Seele des Sieges( Bur Ges Westfibiriens. Allgemeine Thefen für die Elektrifizierung Turkeftans. schichte ber Noten Armee).. Sinowijew: Die Sowjetmacht und der Dffistersftand. 3. B. Miljutin: Sozialismus und Landwirtschaft./ 3. Michallow: Lokomotiven und Wagen in Rußland. Krestinski: leber Organisationsfragen. . Unikst: Organisation bes Arbeitsmarktes in ben ersten zwei Jahren der Sowjerherrschaft. Ullrussischer Landarbeiter Verband S. Stramilin: Arbeitsausgleich./ St. Kriwzom: Die Aufgaben der neuen Wissenschaft. Lenin Die Aufgaben fiber bie politische Lage. Die Wahrheit über die Krim. China und Sowjetrußland. der ruffischen Metallindustrie. Landwir schaftlicher Aufbau in Sowjetrußland. Aufbau der Transport: mittel. Kleine Beiträge und Notizen. Juustrationen: Bestattung der Gefallenen während der Februarkämpfe. Petrograb 1917. G. Sinowjem. L. Tropki./ Bilder von der Arbeitsfront. Preis 5 Mark Bu bestehen durch die Auslieferungsstelle für Deutschland: A. SEEHOF& Co. VERLAG BERLIN C 54. Wir bitten unsere Inserenten, Ihre Weihnachtsan zelgen schon jetzt aufzugeben, damit wir in der Lage sind, die Wünsche unserer Kunden inbezug auf Plazierung und Satz Tagesordnung: Stellungnahme zur veränderten Situation der Tarifverhandlung. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Sonntag den 12. Dezember 1920, vormittags 9%, Uhr Versammlung Referenten: Kollegen Rusch und Uri Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittags 9 Branchenversammlung der Eisens, Revolverdreher und Dreherinne sowie Rundschleifer im Saal der BöhowsBraueret, Prenzlauer Allea 242. Fortfegung der Tagesordnung vom 14. Movember: dritte Internationale und die Gewerkschaften. zur Urwahl der engeren Ortsverwaltung. 1. 2. Stellungnah Am Sonntag, den 12. Dezember 1920, vorm. in ben Andreasfälen, Andreasstraße 21 Versammlung der Mechaniker, Uhrmacher, Optiker un U.S. totges ben S uns n diefer Parte war With nyng Mi Herre Häu gegen der U Prop fachen hängi nären ganze erfüll fünft dung tari ben i De welch fein, aller Hobler, Bohrer, Stoßer, Fräfer und aller in diesen Betrieben beschäftigten Kollege weiblichen Berufsangehörigen in der Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee 175-176. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Urwahl der engeren Ortsverwaltung. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Vers fiebenes. Es ist Pflicht aller Roflegen und Kolleginnen, in dieser Bere und Kolleginnen. ben Unternehmern über die Lohnerhöhungen. Tagesordnung: 1. Bericht von den Berhandlungen b 2. Disku 3. Stellungnahme zur Wahl der engeren Ortsverwaltung. fammlung anwefend zu fein. Wir machen ausdrücklich dars 16 Am Sonntag, den 12. Desember 1920, nadj. 1 2 Branchenversammlung auf aufmerksam, daß nur diejenigen Kollegen zu der Bersammlung Zutritt haben, die im Mitgliedsbuch die Berufsänderung vorgenommen haben. Ohne Mitgliedsbuch unseres Verbandes kein Zutritt. aller in den Eisenkonstruktionss, sowie Fal Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittags 9%, Uhr Große Versammlung aller Transports und Hilfsarbeiter in der Uula des Sophien- Lyzeums, Weinmeisterstraße 16-17. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Neuwahl ber Ortsverwaltung. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! ftuhl und Signalhau- Betrieben beschäftigtes Kollegen. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Neuwahl Drtsverwaltung. 2. Branchhenangelegenheiten. 3. Berschiedenes Achtung! Arbeitslose! Achtung Branchenversammlungen für Werkzeugmacher und Rundschleifer am Sonnabend, den 11. Dezember 1920, vorm. 11 b Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittags 9%, Uhr im Sigungsfaal, Linienstraße 83-85. Versammlung aller in der Eisenmöbel-, Schwarzblech- und Möbelschloßbranche Beschäftigen im„ Englischen Garten, Alexanderstraße 27b. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Urwahl ber engeren Ditsverwaltung.( Referenten werden in der Bersaurms lung bekanntgegeben.) 2. Diskuffion. 3. Berschiebenes. zu berücksichtigen! Für Gürtler am Sonnabend, den 11. Dezember 1920, nachm im Sigungsfaat, Linienstraße 83-85. 1 21 Am Sonntag, den 12. Dezember 1020, vormittas 9%, Uhr, in der Schulaula, Koppenplay 12 Branchenversammlung der Einrichter, Revisoren und Revilorinnen Verwahl Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur engeren Ortsverwaltung. 2. Branchenangelegenheiten. Um Sonntag, den 12. Dezember 1920, vorm in Schulz' Festsälen", Königsgraben 2 am 9 2101 Alexanderpla Branchenversammlung für alle im Deutschen Metallarbeiter- Verban organisierten Walzwerks, Bleis, Drabthabe und Papierrohr- Arbeiter und Arbeiterinnen Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Wahl der verwaltung. 2. Branchenangelegenheiten. Dit fammlungen, die zur Politik unserer Gewerkschaft Ete Die Ortsverwaltung Auf Beschluß der Generalversammlung müssen ta allen Be nehmen, alle Richtungen zu Worte kommen. Bor die L noch zialde rechts und hältn und g Entw imme und 4. hatte und lichen Krieg bewe Ran mus demo des ber word De in de fall für d Bart wir heute brüd Sale beite