br ng ger at be genheiter ng owie. baht be S. 2. Di 91% 21 e der anderplat rwalturb mittag Berlin Diskuffion htung rmittag ng Brand Brando 911, 21 fen. erwaltu eichen ung. 2.9 2 ang trieb better Urt .. อม.. ang erinner 42. : 1. ungnah 0% ollege ungen Diskuffio ng. 2.1 2 r. 16 ng Fal ftigtes wahl Chiedent htung! gen eifer 11 200 1 21 mittas ng rinnen vaht 9 2 anderples ng Perban habel innen Der Das Men Be Steu Einzelpreis 20 Pfg.. 3. Jahrgang Die Brethett erfcheint morgens und nachmittage, Conntags und Montees w tinmal Der Bezugspreis beträgt bet freier Buftellung ins Haus für Groß- Berita 10 m. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeboit 8,50 m. Für Boft bezug nehmen fämtliche Boftankalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 M., für das übrige Ausland 21,50 m uglich Baluta- Aufschlag. per Brief für Deutschland und Ofterreich 30,- 2. Redaktion Expedition und Berlag: Berlin 2, Breite Straße& Freitag, 10. Dezember 1920 Nummer 525 Abend- Ausgabe Die echtgefpeltene Ronpareillegeile ober beren Raum koftet 5,-. etnfchitekit Ceuerungszufchlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2,-., febes meiters Wort 1,50., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif Familien Anzeigen und Stellen- Gesuche 3,20 m. netto pro Zeile. Stellen- Gefuche Wort- Anzeigen das fettgedruckte Wort 1,50.. fedes weitere Wort 1.-. Bernsprecher: Zentrum 2030, 2645, 4510, 4603, 4635, 4649. 4921 greiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Eine törichte Hoffnung Im Hamburger Echo" leitartikelt S. Restriepte über die Bereinigung der alten mit den neuen Kommunisten, und er stellt im Anschluß daran Betrachtungen über den mutmaßlichen weiteren Verlauf der Entwicklung der Kommunistischen Partei an. Nestriepte meint, daß viele Anhänger von der Rommunistischen Partei bald wieder abfallen würden. Entweder sie treibe auch fünftig eine bloße Politik der Phrasen drescherei und des Maulaufreißens oder sie versuche irgend wie„ prattische, Arbeit“ zu leisten. Dann würde sie sehr rasch erkennen, daß auch sie nur mit Wasser tochen könne. In dem einen wie in dem anderen Falle würden viele der Anhänger enttäuscht werden und sich von ihr wenden. Der eine Teil werde 3r K. A. P. D. gehen, der andere den Weg nach rechts zurüdfinden. Dia Unabhängige Sozialdemokratie werbe feinen Vorteil meh davon haben, denn unsere Partei besitze feine Prin sipken und daher habe sie feine Existenzberechtigung mehr. zu sei unsere Partei belastet mit dem Fluch, daß die Füh zer die Hauptschuld daran trügen, wenn in der Arbeiter bewegung die bolichemistischen Lehren eine so starte Verwir tung anrichten fonnten und wenn eine aufbauende sozialiftische Arbeit nicht geleistet werden fonnte, wenn heute eine tein bürgerliche Reichsregierung das Szepter führe und unter ihrer Duldung und Förderung die Reaktion in der Berwaltung und Reichswehr immer neue Triumphe feiere, Der Kapitalismus immer fetter und gelünder werde. Die Tattit der Nachgiebigkeit an die tommunistischen Räteverherrlicher, des Verzichts auf die energische Verfechtung einer eigenen Meinung habe auch da u geführt, daß die politische Arbeit wieder und wieder ge gemmt und gestört worden sei durch die Schrullen und Sinn losigkeiten der tommunistischen Phrasenhelden. Es gibt einen alten Spruch, wonach Menschen, die einmal totgefagt find, noch ein sehr langes Leben vor sich haben. Die U.S. P. D. ist aber nicht erst einmal, sondern schon zweimal totgesagt worden, erst von den Kommunisten und jetzt von Den Rechtssozialisten, und so dürfen wir hoffen, daß auch uns noch ein sehr langes Dasein beschieden ist. Wir teilen in diefer Beziehung das Schidial der alten sozialdemokratischen Partei, der hundertmal von den Liberalen verkündet worden war, daß sie eigentlich keine Eristenzberechtigung habe. Die Wilhelminer hielten fie gar für eine vorübergehende Erscheinung und was dergleichen Aussprüche mehr waren. Wir erinnern uns auch, daß schon während des Krieges die Herren Winnig, Lensch und Heine verächtlich auf das " Säuflein" derer herabblidten, die sich erst in der Opposition gegen die Kriegspolitit der Parteiinstanzen und später in Der Unabhängigen. Sozialdemokratie zusammenfanden. Diese. Propheten sind politisch längst tot, und wie die harten Tatlachen des wirtschaftlichen und politischen Lebens die Unab hängige: Sozialdemokratie zur Massenpartei des revolutio= nären Proletariats entwidelt hatten zu der Partei, die die ganze Arbeiterbewegung mit ihrem heiß pulsierendem Atem erfüllte, so wird die Unabhängige Sozialdemokratie auch tünftig trog der vorübergehenden fommunistischen Schwähung die führende Rolle im deutschen Prole tariat behalten, die ihr von der Geschichte vorgeschries ben ist. Die Regierung schützt die Orgesch Keine Entwaffnung und Auflösung der Selbstschutzorganisationen Die deutsche Regierung hat der interalliierten Militärtontrollkommission eine Note übergeben, in der sie ausführt, daß auf die Auflösung der Selbstschuh organisationen die Bestimmungen des Fries densvertrages nicht Anwendung finden tönnten und daß diese Frage eine innere Angelegenheit set. Solange die Staatsgewalt infolge von außergewöhnlichen Umständen ihren Aufgaben nicht gewachsen sei, müsse man die Selbstschugorganisationen bestehen lassen. Die Ents waffnung der Einwohnerwehren dagegen werde mit allen Mitteln durchgeführt werden. Die Verhältnisse seien jedoch in den einzelnen Reichsstellen verschieden. Im ganzen Reich, außer Bayern und Ostpreußen, sei die Ablieferung der schweren Waffen der Selbstschutzorganisationen im wesentlichen beendet. Ihre leichten Waffen würden im allgemeinen Ende Januar eingezogen werden; im Laufe des Februar werde die Entwaffnung der Selbstschutz organisationen mit Ausnahme der bayerischen und ostpreußischen Bevölkerung durchgeführt sein. In der Note wird weiter ausgeführt, weshalb Bayern und Ostpreußen eine Sonderstellung einnehmen müßten. In Bayern stehe die Bevölkerung noch unter dem Eindrud der Erlebnisse des Frühjahres 1919, mo bie ordnungss liebenden Elemente sich aufgerafft und für die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung gesorgt hätten. Die staatlichen Machtmittel seien dort noch ganz unzu reichend, dagegen seien in Bayern die umstür lerischen Elemente noch start vertreten. Es stehe fest, daß sich noch sehr beträchtliche Mengen bon Waffen aller Art in den Händen von ordnungsfeindlichen Elementen befänden. Erst wenn deren Entwaffnung durchgeführt sei, würden auch die in der Einwohnerwehr vereinigten Staatserhaltenden Elemente ihre Waffen abliefern. In Ostpreußen feien die Selbstschugorganisationen gebildet worden, als infolge der kriegerischen Ereignisse in den Grenzgebieten die Bevölkerung von tiefer Unruhe um Leben und Eigentum ers geflingel, ist nicht revolutionäre Kraft, sondern rebel lische Auflehnung. Der durch den Krieg herbeis geführte Banterott des Kapitalismus hat das Proletariat in anendliches Elend gestürzt; aber ein verelendetes Proletariat neigt viel mehr zu fleinbürgerlich- anarchistisch- rebellierenden Auffassungen, von denen es eine fofortige Beseitigung seiner Rot erhofft, als daß es fähig wäre, einen bewußtrevo Iutionären Kampf zu führen, der möglicherweise heute und morgen noch nicht die Erfüllungen aller Forde rungen bringt. Die Unabhängige Sozialdemokratie als eine revolutionäre Massenpartei, die auf den Lehren bes wissenschaftlichen Sozialismus fußt, muß den mühsameren Weg gehen; sie lehrt die Arbeiter, daß sie als organisierte Klasse und nicht als formlose Maffe den Kampf gegen das Kapital zu führen haben; daß sie die rauhen Tats sachen des wirtschaftlichen und politischen Lebens erkennen müssen, nicht um sie zu mißachten, sondern um fie kämpfend zu überwinden. Denn Parteien sind nicht fünftliche Schöpfungen irgend welcher Personen und mögen sie noch so überragende Genies sein, sondern die Ergebnisse gesellschaftlicher Borgänge. Und zumal Arbeiterparteien! Weder haben die Levi und Däumig die Vereinigte Kommunistische Partei, noch die Hilferding und Breitscheid die Unabhängige So zialdemokratie, noch auch die Scheidemann und Noste die rechtssozialistische Partei„ gemacht". Mit der Veränderung und Umgestaltung der wirtschaftlichen und politischen Ver hältnisse entstehen und verändern sich die Parteien, tommen und gehen die Organisationen der Klassen. Die ökonomische Entwidlung vor dem Kriege hatte die alte Sozialdemokratie immer mehr in das sozialreformerische Fahrwasser gedrängt und solche Führer an die Spize gelangen lassen, die am 4. August 1914 in ihrer Mehrheit nichts eiligeres zu tun hatten, als die alten Klassentampfgedanken abzuschwören und eine burgfriedliche Arbeitsgemeinschaft mit den bürgerlichen Parteien, den Parteien des Kapitals einzugehen. Der Krieg mußte dann wieder die Elemente aus der Arbeiter. Rampf gegen das Kapital den Weg zum Sozialis. den Sieg des Proletariats. Die Rechtssozialisten mus gehen wollten. So entstand die Unabhängige Sozial find dem Kampf, der zu diesem Ziel führt, bisher ausgedemokratische Partei, und so, als die unbestechliche Führerin wichen, und wir glauben nicht daran, daß sie ihn fünftig des revolutionären Proletariats, hat sie sich das Vertrauen führen wollen, trog der starken Worte, die man jetzt von der Arbeiterklasse erworben, ist sie zur Massenpartei ge- einigen ihrer Wortführer hören fann. worden. Dadurch unterscheiden wir uns aber auch so deutlich wie nur möglich von der rechtssozialistischen Partei. Nestriepte meint in seinem Artikel, es gebe nur einen Weg, dem Proletariat die Macht zu erobern: den Kampf auf dem Boden der Demokratie. Nein, das ist nicht der Weg! Das Proletariat muß vom Boden des Klaffenfampfs aus mit den Mächten des Kapis tals ringen; nicht die bürgerliche Demokratie, von der die Rechtssozialisten träumen, ist unser Ziel, sondern die griffen worden sei. Auch jetzt sei noch zu befürchten, daß bei einem neuen Aufmarsch der Sowjetarmee an der litauischen Grenze alle Truppen und Polizeimannschaften aus dem Innern des Landes nach der Grenze geschafft werden müßten und deshalb sei es nicht möglich, die Entwaffnung der Bevölkerung vollständig durchzuführen. Die deutsche Res gierung wünscht nun, daß die Entente sich diesen Gründen anschließe und anerkenne, daß die deutsche Regierung bisher alles zur Erfüllung der in Spaa übernommenen Verpflich tungen getan habe. Aus dieser Note geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die deutsche Regierung vor der bayerischen Reaktion und vor den ostelbischen Junfern die Waffen geftredt hat. Sie will nicht nur die Einwohnerwehren in Bayern und in Ostpreußen aufrechterhalten, sondern sie verlangt darüber hinaus, daß der Orgesch von der Entente teine Schwierigkeiten bereitet werden. Es ist unwahr, daß sich in Bayern noch erhebliche Mengen von Waffen in den Händen der„ ordnungsfeindlichen Elemente", worunter die Arbeiterschaft zu verstehen ist, befinden. Dagegen gesteht die Regierung selbst ein, daß die bayerische Einwohnerwehr sich noch des ungestörten Besizes ihrer Waffen erfreut und daß sie nicht daran denkt, sie ihr zu nehmen. Aehn lich liegen die Verhältnisse in Ostpreußen, wo die Groß grundbesitzer auf alle Verfügungen der Regierung pfeifen und ihre Güter zu bewaffneten Seerlagern ausgestaltet haben. So ist es also dahin gekommen, was von uns bei der Entwaffnungsaktion vorausgesagt wurde. Die Arbeiter haben ihre Waffen abgeliefert, die Bourgeoisie und insbesondere die Agrarier und die bayerischen Gegenrevolutionäre dürften ihre friegerischen Ausrüstungen behalten. Das Gerede von dem Schutz gegen die ordnungsfeindlichen Elemente" und gegen die Angriffe der Sowjetarmeen soll nur dazu dienen, die Tatsache zu verschleiern, daß die Gegenrevolu tionäre nicht nur für den Tag rüsten, an dem fie die alte Staatsform wieder aufrichten tönnen, sondern daß sie darüber hinaus alle Bor. bereitungen für den von ihnen herbei. gesehnten Revanchetrieg treffen! gatenmanier heute das verbrennen zu müssen, was er gestern noch angebetet hatte. Rein: Nicht unsere Rachgiebigkeit gegen die Bolschewisten, nicht unser Bekenntnis zum Rätesystem, nicht unsere Forde rung der Diftatur des Proletariats zur Verwirklichung des Sozialismus find schuld daran, daß ,, der Kapitalismus immer fetter und gesunder wird", sondern das von den Rechtss fozialisten mit den bürgerlichen Parteien eingegangene Bündnis hat dem Kapital tausend Möglichkeiten gegeben, feine alten Stellungen wieder zu bes ziehen und seine Vorherrschaft im wirtschaftlichen und polis tischen Leben erneut zu befestigen. Zugleich aber schwächte die rechtssozialistische Koalitions- und Roskepolitik die Arbeitera flasse in ihrem Kampf, half fie die Verwirrung im proleta rischen Lager steigern, stärkte sie den Einfluß jener fleinbürgerlich- anarchistischen Elemente, die nicht von der sozialen Revolution, sondern von der Rebellion die Befreiung der Arbeiterklasse erhoffen. Die Rechtssozialisten denken noch immer nicht daran, diese schmähliche Politik aufzugeben, trotzdem ihr Zusammenbruch schon längst klar vor aller Augen liegt. An dieser Tatsache vers mögen alle großen Worte von dem Kampf gegen die Real tion" nichts zu ändern. Die rechtssozialistischen Führer seh nen den Tag herbei, der die Regierungstoalition mit den bürgerlichen Parteien wieder erneuern soll. Welcher An strengungen der Chemnizer Richtung der Rechtssozialisten hat es erst dieser Tage in Sachsen bedurft, damit ihre bewegung auf die politische Bühne führen, die nur im Ueberwindung der Klassenherrschaft durch Parteileitung jich nicht wieder dem Bürgertum an den Hals Der Krieg aber hat nicht nur die revolutionären Energieen in der Arbeiterklasse gewedt, er hat zugleich jene Vers für das Entstehen und die Entwicklung de: fommunistischen fallserscheinungen verursacht, die den Nährboden Barteien der verschiedenen Spielarten bildet. Denn was wir bei den kommunistischen Parteigebilden beobachten, schöne Aufsäge und Schriften gegen die rechtssozialistische heute sich vereinigend, morgen sich abstoßend, das eine Mal brüderlich umschlungen, das andere Mal fich in tödlichem Sozialdemokratie war; nachdem er aber, als alter Demokrat, Safe verzehrend, ein brobelndes Durcheinanter von Untlar heiten, Juustonen, unreifen Jdeen und gedankenlosem WortAuch Restriepte beweist mit seinem Artikel, daß die RechtsSozialisten auch für die Folge diesem Kampfe auszuweichen entschlossen sind. Wie hätte er sonst die fast irrfinnig flingende Behauptung aufstellen fönnen, daß die falsche Einstellung der unabhängigen Taktik die aufbauende sozia listische Arbeit" gestört habe? Restriepte selbst hat viele Politik verfaßt, solange er noch Mitglied der Unabhängigen megen unserer Programmforderung der Diftatur des Prole tariats von uns geschieden ist, glaubt er nach übler Renewerfe! Darum mögen sich die Demokraten in der rechtss sozialistischen Partei nicht der törichten Hoffnung hingeben, als ob nunmehr das revolutionäre Proletariat nichts wich tigeres zu tun habe, als bei ihnen neue Mitgliedsbücher zu erwerben. Die Unabhängige Sozialdemokratie wird, nach dem sich die anarchistelnden Elemente von ihr gelöst haben, mit um so größerem Eifer die Arbeiterklasse um ihre Fahne sammeln, um sowohl die reformistische, den Kapitalismus Stärkende Politit der Rechtssozialisten zu betämy fen, als auch der Verwirrung auf der linten Eeite die sicheren Grundsäke des wissenschaftlichen Sozialismus entgegenzuhalten. Nicht um des eigenen Parteinukens willen wird die Unabhängige Sozialdemokratie die Massenpartei des revolutionären Broa letariats bleiben, sondern weil ohne sie die deutsche Arbeiter, bewegung zum Spielball der fapitalistischen Launen werden muß. Memoiren eines Kappisten Der tappistische Major Buch ruder, der während der Rapptage in Cottbus hauste, hat seine Erlebnisse in Buchform erscheinen lassen. Er behauptet, nicht gewußt zu haben, daß Lütt wiz schon vor dem 13. März abgesezi worden sei, und deshalb habe er sich auch an dessen Befehle gebunden ge glaubt. Außerdem stützt sich der famose Herr auf den Be Tagerungszustand, der ihm das Recht gegeben habe, gegen Unruhen mit Waffengewalt vorzugehen. Unruhen: das waren für den Major auch die Bersammlungen, in denen die Arbeiter gegen den kappistischen Staatsstreich protestier ten. Deshalb schritt er mit Maschinengewehren gegen sie ein und ließ das Blut vieler unschuldiger Arbeiter fließen. Inter. essant ist, wie der Major dann den Raubzug auf die Druckerei unseres Cottbuser Parteiorgans Freter Volkswille" dars stellt: Eine Gruppe unter einem Bizefeldwebel suchte das Haus ab. Geöffnet wurde troz mehrfacher Aufforderung erst, als der Vize= feldwebel mit Handgranaten drohte. Der öffnende Mann machte in der Druderei tein Licht und fam troh Aufforderung nicht mit. Die Tür zur Druderei war gejchlossen. Der Bizefeldwebel schlug sie ein, fühlte ich beim Eindringen in die dunklen Räume bedroht und schleuderte drei Handgranaten. Hierdurch wurden, wie sich später herausstellie, die Pressen be schädigt. Waffen waren im Hause nicht auffindbar. Wunderbar, wie stark in den Köpfen der Militaristen die Kriegslügen nachwirten. Die Männer Wilhelm Hohenzollerns tönnen nicht anders. Sie müssen um die Wahr heit einen großen Bogen machen und finden dabei leider Gottes noch allerlei Gläubige. Dies ist der Tatbestand: Die Zerstörung der Schnellpresse in der Cottbuser Druckerei war planmäßig vorbereitet. Der Bizefeldwebel legte die Handgranaten zwischen das Räderwerk und die Farbwalzen, suchte fich die empfindlichsten Stellen der Maschine aus und zog die Granaten ab, als er der Wirkung sicher war. In Gefahr war er nicht! Auf diesen Bandalenstreich antwortete dann später das Reichswehrminifterium, als es schadenersatzpflichtig gemacht wurde: Das Vorgehen der Truppe war scharf abergerecht. Um seine Bandalenstreiche zu verwischen, preist sich Buch ruder in seinen Memoiren als großen Mann an, nach dessen Blut die republikanischen Arbeiter gebürstet" hätten. Tats sache ist, daß der Cottbuser Attionsausschuß dem tappistischen Major das Leben retten wollte. Er sollte, wie unser Cotts bufer Parteiblatt feststellt, nach Sorau in die Jrrenanstalt gebracht werden, falls es gelungen wäre, ihn während der Rapptage zu verhaften. Gut, daß dieser böswillige Streich nicht geschehen ist, denn sonst hätte Herr Buchruder die Literatur der Kriegslügen nicht mit seinem höchst wertvollen Beitrag bereichern können. Berschärfung der Haferzwangswirtschaft Annahme des Gesetzes über Betriebsbilanz rechnung an, der bestimmt, daß die Betriebsbilanz über das Unternehmen, die vom Unternehmer vorzulegen ist, nach den allgemeinen Grundsägen über Bilanzen aufzustellen ist. Ausgenommen ist davon nur das private, dem Unternehmen nicht gewidmete Vermögen des Unternehmers. Das Recht, die Vorlegung triebe auch der Gesamtbetriebsrat. Die gleichen Borschriften gelzu verlangen, hat neben den Betriebsräten der einzelnen Be ten für die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Vorlegung der Bilanz, sowie der Gewinn- und Verlustrechnung fann zum ersten Male verlangt werben für das zum 1. Januar 1921 abgelaufene Geschäftsjahr. Auf Antrag Sachsens wurde beschlossen, daß von der Vorschrift ausgenommen sind für Betriebe, die mehrere Einzelbetriebe umfassen, solche Bilanzen, die bei Infrafttreten des Gefeges bereits aufgestellt waren. Sonst wurde der Gelegentwurf in der Ausschußfaffung angenommen. Zur Reichstatsligung am Donnerstag lagen zahlreiche fleinere Gelegentwürfe vor. Der Bewilligung eines Ehrengeschentes von 150 m. an hilfsbedürftige Kriegsteilnehmer von 64, 66 und 70 wurde zugestimmt. Angenommen wurde ferner eine Berordnung über die Berfütterung von Safer. In ber Begründung dazu wurde ausgeführt, daß die den Landwirten fetzt gestattete unbegrenzte Berfütterung von Safer sich nicht bewährt habe. Statt der benötigten 1 Million Tonnen wurden an die Reichsgetreidestellen nur 38 000 Tonnen abgeliefert, was auf die Hoffnung der Landwirte zurüdzuführen ist, badurch vollkommene Freigabe höhere Preise zu erzielen. Angesichts der Anzeichen, daß bedeutende Mengen Safer unter Ueberschreitung der Höchstpreise in den Schleich handel tommen, erklärte sich der Reichsrat für straffere Handhabung ber 3mangswirtschaft und für die Unmöglichkeit der Auf hebung der Zwangswirtschaft. Nach der neuen Berordnung foll Nag der neuen Berordnung foll nunmehr jedem Saferproduzenten die Lieferung einer bestimm ten Hafermenge zur Pflicht gemacht werden, um den Bedarf der Reichsgetreidestelle zu decken. Durch besondere Strafen soll die Durchführung dieser Bestimmungen, besonders auch das Berbot der Verfütterung. gesichert werden und die Erefutive wird nach Er. flärung der Regierung nachdrücklichst eingreifen. Sodann nahm der Reichsrat den Gelegentwurf über ble Betriebsbilanz und die Betriebs- Gewinn- und Verlust Das Brot der Armen Der Bruderkampf in der Tschechoflowakei Wie erinnerlich, war vor einiger Zeit das sozialdemokratische Organ Pravo Lidu" von dem fommunistischen Flügel der tschechischen sozialdemokratischen Partet gewaltsam in Beth genommen worden. Am Donnerstag wurden nun durch die neuen Besitzer der Drudereidirektor im Bollshause Hu melhand und der Faktor Seidl entlassen. 1785 tam der französische Parlamentspräsident Dupaty nach Italien. Er war ein mutiger Verteidiger und protestierte heftig gegen die Mängel und Greuel der französischen Gesetze. Seine Er lebnisse in Italien hat er in Briefen beschrieben, die Georg Forster 1789 übertragen hat. Mit Rücksicht darauf, daß Hume thand aus dem Betriebe ent fernt worden ist, hat der Brager Magistrat als Gewerbe behörde die Bersiegelung der Druderei im Boltshause angeordnet, die in den Abendstunden durchgeführt wurde. Bolizei und Gendarmerie besetzten die Umgebung des Boltshauses und räumten dasselbe. Amtlich wird dazu gemeldet: Durch Beschluß der Behörden der Republik wurde heute der Rechtszustand wiederherges stellt, indem die Druderei des Boltshauses, das seinerzeit von dem linfen Flügel der tschecho- flowatischen Jozialdemokratischen Partei gewaltsam in Besiz genommen worden war, ihren recht mäßigen Besitzern, der tschecho- slowakischen sozialdemokratischen Bartet( Rechte), zurüdgegeben wurde. Die Druckerei des Betriebes bleibt bis zum Eintritt ruhiger Verhältnisse von der Bolizei besetzt. Bei der Räumung wurden die Gendarmen von den im Hofraum Angesammelten mit 3iegeln, Gläsern und anderen Gegenständen beworfen. Am Ausgange des errichtet. Ein Gendarm wurde am Kopfe schwerverlegt, neun Boltshauses waren Barrikaden aus Fässern und Handwagen weitere sowie ein Mann aus dem Publikum wurden leicht verlegt. Als Dupaty in die Republik Genua fam, die von aristokratischen Großlaufleuten regiert wurde, hörte er, daß unter Verwaltung und Aufsicht des Senates die Republit allein Brot, Wein, Holz und Del verkaufte. Sie vertrat die Interessen des Großhändlers, nahm nicht den niedrigsten Preis und gab nicht das Beste zum Bertauf, sondern verkaufte die schlechteste Ware zum höchsten Preis und fümmerte sich nicht um das Murren der Menge. Das Bolt ertrug dies Monopol, in dem es be ttelte, stahl und mordete, bas Bolt empört sich nicht, wenn es ihm gefällt. Ein volles Glas fließt noch nicht über; ein Tropfen zuviel, dann erst fließt es über." Henderson über Jrland London, 9. Dezember.( Reuter.) militärischen Abteilung abgenommen zu haben, und zwar fo fte 550 Pfund Sterling für 500 Gewehre und 15 Pfund Sterlin für jebes Maschinengewehr geboten haben. Die Eisenbah angestellten der Donegal- Linie haben sich bereit erklärt, Trupp und Munition zu transportieren. Der Arbeiterführer Arthur Henderson, der fürzlich aus Irland zurüdgekehrt ist, verurteilte in einer Rede in Lancas hire die Regierungspolitit in Irland. Er erklärte, das Land stehe unter grausamer militärischer Bes fegung. Das Bolt werde terrorisiert. Ueberall sei jedoch der ernite Wunsch nach Frieden vorhanden. Senderson schlug einen Waffenfiti stand vor, während dessen eine Konferenz zwis schen Vertretern der britischen Regierung und des irischen Volkes stattfinden solle. Er sagte, er sei überzeugt, daß die katholische Kirche und die organisierte Arbeiterschaft einen solchen Bersuch, zum Frieden zu fommen, unterstügen würden. Denn wenn jezt fein Frieden zustande fomme, würbe das größte Chaos die Folge sein. Nur auf diese Weise tönne der Herrschaft des Terrors in Je Land ein Ende bereitet werden. Den Tropfen zu viel zu verhüten, das ist des Abels einzige Gorge. Seinem Geiz opfert er einen Teil seines Ansehens., Er fümmert sich um feine Berordnungen und erkauft das Still schweigen der Schreier. Jch ging in die öffentliche Bäderei. Hier liegt das Brot der Reichen, dort das Brot der weit zahlreicheren Armen. Ueberall find doch die Armen eine Mittelgattung zwischen den Reichen und den Tieren, und wie nahe grenzen sie nicht an die Tierheit? Jch kostete das Brot für die Armen. Wie sind die Tiere so glüdlich! Bei der Stimmung, welche ich aus diesem Sause mitnahm, verloren alle Schönheiten, alle Reichtümer des Balastes von Durazzo ihren Reiz für mich. Die Augen, welche Menschenelend sahen, verwundete der Anblid der Bracht und Ueppigteit." Friede im Kaukasus D Stre Jegi gen eine สิบ 1 Der nung 8. 9 west behi ' an, öffer bä 74 9 A. D Nich ba gier den ihre jein U Konstantinopel, 10. Dezember Nach einer aus Angora eingelaufenen Nachricht, ist der Fri bensvertrag zwischen Armenien und den Kemalisten i legandropol in der Nacht vom 2. zum 3. Dezember unter zeichnet worden. Alle Rüstungsmaterialien sind an die Türle zuzüfzugeben, mit Ausnahme von 1500 Flinten und 20 Mitra Icufen, welche Armenien behält. Das armenische Territorius wird also nur noch auf das Gebiet von Eriwan und den Golc see beschränkt werden, mit Ausnahme von Kars Alegandropol Wie perlautet, wird sich Lloyd George in seiner Antwort auf das Friedenstelegramm O'Flannagans zu Verhandlungen über den Frieden in Jrland bereit ertlären, jedoch unter der Bedingung, daß die Sinnfeiner von der irischen Repu blit Abstand nähmen, und aß der Mordfeldzug eingestellt werde. Die Times" teilt mit, daß die Fortschritte in den Berhandlun gen über einen Ausgleich mit Irland gut sind. Das Blatt legt fehr großen Wert auf die Tatsache, daß Lloyd George eine lange Unterredung mit dem Erzbischof Clune hatte, welcher in letter Zeit wichtige Besprechungen mit den Sinnfeinerführern hatte. Er hat Lloyd George bestimmte Erklärungen der Sinnfeinerführer überbracht. Die Times" muß jedoch zugeben, daß alle Versuche der Arbeiterführer, eine Brüde zu den Sinnfeinern zu bauen, et gebnislos geblieben sind. Verbrüderung: Drei neue Bändchen in der„ Tribüne der Kunst und Zeit"( Erich Reiß, Verlag Berlin) erschienen:„ Manifeste des brüderlichen Geistes". Herausgegeben von Mar Krell. Henri Barbusse: Auf zur Wahrheit!" Paul Collin:„ Fluch dem Siege!" Sie proflamieren die Bereinigung aller Völker der Erde, die Ausmerzung aller Grenzen und Unterschiede, die Beseitigung der Klassen, das Ende des Nationalismus, Militarismus und Kapitalismus. Eine Zusammenstellung von Manifesten des brüderlichen Geistes" gibt Mag Krell: Bazifistisch im Grundton. Ein Schnitt durch die ersten Friedensjahre, eine Offenbarung mensch lichster Regungen. Der Sozialismus schwingt nur in hörbarer Ferne. Aber der Wille ist start, wenn schon Rebel auf dem Wege lagert. Das Bändchen bricht Lichtschächte in eine barbarische Zeit. Immerhin noch viel Literatur. Aufdringlich breit drängt sich ein geschäftiger Literat vor. Biel Racherlebtes, wenig Erlebtes, mehr Jn Glasgow wurden weitere neun Sinnfeiner verhaftet, unter der Beschuldigung, Gewehre und Maschinengewehre einer Nach einem bolichemistischen Radiotelegramm wird Sowjetregime in Eriman eingeführt werden und da Bertrag wird zwischen der bolschewistischen Republit von R land, Ajerbeidschan, Armenien und den Kemalisten unterzeichn werden. Attentat im rumänischen Senat Bukarest, 10. Dezember.( Telegraphen- Agentur Damian.) In der gestrigen Gigung des Senats wurde ein Bomben attentat verübt. Durch die Explosion wurden der Bis Radis und der Minister Greceanu getötet; Bischöfe, zwei Senatoren, ein Minister und ein General wurde Schwer verlegt. Gefte als innere Bewegung. Der belgische Schriftsteller Paul Colin aber ringt mit einer unerschütterlichen Ausdauer und ab. wägenden Gerechtigkeit für die Internationale, sozialistisch funbamentiert, Anwalt aller mishandelten Völter und Menschen. So zialistische Erkenntnis erklärt ihm den Versailler Frieden, unter dem wir leiden, wie wir unter dem Kriege litten; die Herrn und Büttel haben nur die Namen gewechselt, wir selber bleiben stets die Opfer. Wie ein Prophet des„ Alten Testamentes" spricht Senri Barbusse. Immer mit dem Todesgefühl im Sirn und der Menschenliebe im Herzen. Unbedingt und allumfassend als Forderer. Scharf zum linken Flügel hinüberschwenkend. Ein todesbewußter, erkenntnisreicher Träger unserer roten Fahne. Die Völker werden nicht vereinigt, ehe nicht die Klassengegenfäge zerKn. stört find. Die Tagung der Bühnengenossenschaft beschäftigte sich mit Be rufsfragen der Schauspieler. Für gewertschaftliche Erziehung trat trauen ausgesprochen. Die französische Orientpolitik Abänderung des Vertrages von Sevres DON In dem Senatsausschuß für auswärtige Ange genheiten und für Finanzen erschienen Mittwoch der franzö Obertommissar für Eyrien, General Gouraud, und Minifter präsident eygues. Gouraud sprach sich über die Belegung Syrien und Cilicien aus und erklärte nach dem Echo Baris", wenn man sich mit den Türfen einigen tönne, wäre möglich, die französischen Besatzungstruppen auf zwei Division herabzusehen. Allerdings dürften die französischen Interessen Syrien nicht gefährdet werden. in Lengues erflärte nach dem Betit Barisien", tantrel müsse in Syrien bleiben. Cilicien aber folle a gegeben werden, wenn die französischen Interessen in Gori nicht mehr gefährdet seien. Damit dies erreicht werde, mi man die fürtische nationalistische Bewegung Mustafa Kemal Baschas beseitigen. Lengues hofft, daß dies auf dem Wege ein Abtommens mit der Türkei und durch eine Abänderu des Friedensvertrages von Geprès möglich leis werde. Man müsse den berechtigten Forderungen der Türtel recht werden. 21 fe m REBA D Don weg dürf tra eines ten Der lolch li un be 84 fi erlet End Kam und diese auch jedes fekti Bor mit tage A. T Schl hab Abe bei gl ha ein 3 Regi Nach dem„ Matin" scheint die Absicht zu bestehen, Smyr unter gewiffen Bedingungen unter bie tärfilche Herrschaft bringen. Schließlich sprach sich Leygues noch über die chische Frage aus. Die bis jeht getroffenen Maßnahm hätten gezeigt, bak ber französische Standpunt bei den Berba fungen in London geliegt habe. Die finanzielle Blodabe we den Griechen zeigen, wie schwer te bie Zurüdberufung Rö Konstantins erfauft hätten. Griechenland erhält die erste Seffion te be Tei G fr bi ti Der englische Gesandte in Athen, Lord Granville, reichte der griechischen Regierung eine Note, in ber die gängigmachung der legten von den Alliierten gewähr Anleihe an Griechenland in Höhe von 400 Millionen Dram angefündigt wird. Die Tragödie von Mechterstedt. Der Friedensbund der Krie teilnehmer veranstaltet am heutigen Freitag, abends 7% anläßlich des 3inilprozesses gegen bie Marburg Stubenten in der Aula des Kaiser- Friedrich- Realgymnafiums gebung. Rebatteur Senning- Duderstedt referiert über Di in Reutölln, Kaiser- Friedrich- Straße, eine öffentliche Run Tragödie von Mechterstedt" und Karl Better spricht über bas Thema: Marloh, Paasche- wo bleibt die Sühne?" D Eintritt ist frei. Musik 3wei Mitglieder des Deutschen Opernhauses, Senztet Gottlieb und Julius vom Scheidt hatten sich zu eine Arien und Duettabend zusammengefunden. Henriette Gottlie eine frische Bühnenbegabung, fucht mit der erheblichen Gefte ihr Stimme auch den Konzertsaal zu erzwingen. Aber gerade in de reinen Gesanglichteit prägen sich Mängel aus, die bei der Gri des schauspielerischen Stimmtemperaments setundär erscheinen Ansah und ihre Tonbildung erfordern noch viel Schulung Atem technik) und viel verinnerlichender Kultur. Dagegen ist Jullu vom Scheidt ein Sanger von Geist, der Aussprache und Kla fein durchdacht zum Ausbrud bringt, und das Musikalische Stärte als den Effekt in den Bordergrund rüdt. 3eelander, Gertrud Sischler. Ich hörte zwei G Ein merkwürdiger Widerspruch zeigte sich bei der neugegr beten Triovereinigung Nifolas Lambinon, Gottfrie Don Beethovens Klaviertrio Es- dur, die stilfremb herunter in einem Referat Aufhäuser( vom Afa- Bund) ein. Nach heftigen gefragt wurden, während das Brahmssche Klaviertrio C- dur mi persönlichen Debatten wurde dem Präsidium Ridelt das Ber- reifem Erfassen des melodischen Gehaltes und in forgfältigte Ausarbeitung der bynamischen Werte streicherebel und anschlag Es machte sich bei der Oppofition ein Zug zur Dezentralisation gesättigt erflang. 3wischen diesen beiden Werten Stand b Klaviertrto h- moll von Lothar Windsberger. Die Nachbarschaft begenerative Abstammung nicht demonstriert werden. Währen Don Brahms war verhängnisvoll; denn deutlicher Lonnte bi Augenblide in der Verbindung aufbegehrender Linien vorhande eigensüchtige Anzeichen in einzelnen Temperamenten und für find, verfällt die Melodit und Stimmvermebung bei ausholender bemerkbar, der sich hauptsächlich für die Stärkung der Unterabteilungen der Bezirksverbände einsetzte, die vor Jahren von dem jezigen Präsidium und Verwaltungsrat selber geschaffen und damit mit größerer Machtfülle ausgestattet worden find. Die Richtung der Opposition geht dahin, diese Bezirksverbände zu eigentlichen Trägern der Bewegung zu machen und im Verwal tungsrat bloß das ausführende Organ zu sehen. Leider sind noch die meisten Bühnenmitglieder im sozialistischen Sinne wenig aufteglärt. In der Hauptsache waren sich Opposition, geführt von Dr. Czempin, und Leitung einig in der Notwendigkeit eines geficherten Etats, in welchem auch die Streittasse start bedacht werFührung ins zweifelhafteste Genre. " Der Anbruch" hatte gestern in der Philharmonie fein zweites Orchesterkonzert. An Stelle des verhinderten Schrefer dirigiert Menrowig eine nachwagnerische Frühlingsouvertüre no Alois Haba, die nur durch den Mangel an Neuartigteit ber bie den soll. Es wurde ferner ein Mitgliedsbeitrag von 2 Prozent raschte. Interessanter, farbiger und großzügiger war ein finfo Reiche mit unentgeltlicher Ausbildung. Diese Schulen sollen auch glänzende Wiedergabe der römischen Sinfonie bes Italieners ein Beschluß über die Gründung von einigen Musterschulen im Brüfungsstellen fein für die gesamte anderwärts ausgebildete Schülerschaft. Der Bühnenverein( Arbeitgeberverband) foll verpflichtet werden, feinen Anfänger anzustellen, der nicht den Unterricht in der Schule genossen oder dort ein Reifezeugnis" er. halten hat. Es wurde durch eine Startstit festgestellt, daß in 194 Theatern, welche sich an der Statistit beteiligt haben, durchschnittlich über 50 Prozent Anfänger angestellt sind, und auf diese am Flügel. Den Abschluß bildete statt Schrefer und Debuffa Respight. Eine neue Oper des jungen Wiener Komponisten Korngo Die tote Stadt" hatte bei der Uraufführung im Sam burger Stadttheater starten Erfolg. Art wird mit„ Lehrlingen" den Engagementslosen Konkurrenz schmollt es, oft grollt es und immer martiert es. Diesmall gemacht. Im ganzen zeigte fiá, daß nun auch die Genossenschaft beutscher Bühnenangehöriger dem Sinn und Wesen nach sich immer mehr zur Gewerkschaft mit Ausbau der Erwerbslosenunter tügung ausbildet. Bezeichnend ist jedoch die Zurüdhaltung ber meisten Höchstbefoldeten dem sozialen Problem gegenüber, rüdStändiges Verhalten, das in der Bersammlung mit Recht scharf an gegriffen wurde. Sollten sich diese gegen die erhöhten Beiträge wehren, so soll mit allen organisatorischen Maßnahmen gegen fie vorgegangen werder. K ge at นา 2 wei Org Abe alles fein Don fre Jam bie be ber liche Ma Gep ben bar Ichö Ten Sel 6 ene fon man ,, Vortragsabend von Erna Maerdert", einem jüngeren, ple leicht an sich gar nicht uninteressanten Mädchen, das sich auch mit Literatur beschäfigt. Weshalb stürzt ihr euch immer in Untoten weshalb tragt ihr nicht zu Hause vor, dort stört ihr wenigftens nur die Mitbewohner. Glüdlicherweise Lommt fein Arbeite In der Boltsbühne finbet am Sonnabend nächster Woche Erstaufführung von Schillers Wallensteins Tob zu euch. Friedrich Kayßler als Wallenstein statt. bie bü übe na tur mo ( 5 Re geg an feft Lag Fich ein と Lo be bes au la De La 品 tes ge DH Des ter 09 aft Dent Det we DEA ter Don nen in rien mal nts fd Det up net ib e SEAE Graußiges Erwachen Der A. D. G. B. und die Antistreitverordnung Der aus Anlaß des Berliner Elektrikerstreifs ergangene Antitreiferlag Eberts steht noch immer auf der Tagesordnung. Jest nimmt der„ Gewerkschaftliche Nachrichtendienst" des AII. gemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in einem sehr energischen Artifel Stellung zu der Verordnung und zu den durch ihr Erscheinen aufgerollten prinzipiellen Fragen. Der Nachrichtendienst" erinnert zunächst daran, daß die Berardnung, die am 10. November veröffentlicht wurde, bereits am 8. November fertig war. Die Götter mögen es wissen, weshalb die Regierung den Erlaß zwei Tage lang in der Tasche behielt. Sie habe, flagt der Nachrichtendienst" die Regierung an, in den 48 Stunden zwischen der Fertigstellung und der Vers öffentlichung des Erlasses nichts getan, um die Spigenver bände ,, von ihrer Absicht zu unterrichten und sie darüber zu Rate zu ziehen". Mit Recht erhebt die Korrespondenz des A. D. G. B. diese Forderung, aber vielleicht zieht sie aus dieser Nichtachtung der Spikenverbände auch den Schluß, daß die Regierung aus bem sonstigen Berhalten der Gewerkschaften wohl den Schluß gezogen haben mag, daß sie der Zustimmung der in ihrer Mehrheit rechtssozialistischen Organisationsleitungen sicher jein konnte. Der„ Gewerkschaftliche Nachrichtendienst fährt fort: Obwohl Zeit genug vorhanden war, um gewerkschaftliche Arbeitervertreter zu hören, entzog sich die Regierung dieser selbstverständlichen Blicht, um die Arbeiterschaft mit einem Ausnahmegeje zu überraschen, gang wie im wilhelminischen Zeitalter!" Der Artikel weist sodann darauf hin, daß die Reichsregierung von einem etwaigen Recht, gegen wilde Streits im Berordnungswege einzuschreiten, nur vorübergehend Gebrauch machen dürfe, dagegen bedeute der im Reichstage angenommene An= trag Schiffer, nach dem die Verordnung bis zur Einführung eines obligatorischen Schlichtungsverfahrens aufrecht erhal ten werden soll, die Berewigung dieses Ausnahmerechts. Der Gewerkschaftliche Nachrichtendienst" weist nach, daß ein olches Berhalten im Widerspruch zur Reichsverfassung stehe, und fchließt diesen Teil seiner Betrachtungen mit folgenden Sägen: Ob sich die Barteien des Reichstags bewußt waren, welche ungleich höheren Rechtsgüter fie durch ihren Entrechtungsbeschluß gefährden? Der Weg einer Ausnahme= geleggebung gegen das Roalitionsrecht fann nur von einem Berfassungsbruch zum andern führen!" Für die Gewerkschaften aber sei die Angelegenheit damit nicht erledigt. Dieser Auftatt im Reichstag sei erst der Anfang vom Ende der Antistreitverordnung. Die Gewerkschaften würden den Kampf gegen dieses Ausnahmerecht mit allen Mitteln aufnehmen und es bestehe nicht der mindeste 3weifel darüber, daß sie in diesem Kampfe die Sieger bleiben werden. Sie werden sich guch," fährt der Artikel fort. mit den schärfsten Mitteln gegen jedes Bestreben zur Wehr sehen, die Schlichtungsordnung zur ge fetlichen Einschränkung des Realitionsrechts zu benugen." Die Borgänge aus Anlaß des Elettriferstreits im Zusammenhang mit den Beratungen und mit der Beschlußfassung des Reichstanes über den Antrag Schiffer scheinen also den Herren vom A. D. G. B. allmählich zum Bewußtiein zu bringen, daß jene Schlichtungsordnung von vornherein nur den Sinn ges habt hat, das Koalitionsrecht einzuschränken. Aher, heißt es in dem Artikel, über bas Koalitionsrecht gibt es bei den Gewerkschaften tein Beilichen und fein Ber handeln. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Arbeiter ein beschränktes Koalitionsrecht gefallen ließen." 08 3um Schluß richtet der Gewerkschaftliche Nachrichtendienst an Regierung, Parlament und Arbeiterschaft folgenden Appell: Wir raten der Reichsregierung dringend, die Verordnung vom 10. November Jofort aufzuheben und nicht zu war ten. bis die Schlichtungsordnung fertig ist. Es dürfte dann Teicht zu spät sein. Daß der Reichstag fich so wenig afs Schützer der Boltsrechte erwies und nicht die sofortige AußerEraftfehung der Verordnung perlangte, ist charakteristisch für dieses im Juni d. 3. unter einer verantwortungslosen Agita tion gewählte Parlament. Bon dieser Bolts vertretung" fann man sich auch schlimmerer Dinge versehen. Um so weniger sollte das Reichsfafinett so von aller StaatsFlugheit verlassen sein, einen Kampf gegen die weitaus stärkste Klasse des deutschen Volkes aufzunehmen, in dem es sich nur Niederlagen holen tann. Wenn die Gewerkschaften die gesamte Arbeitnehmerschaft zur Wahrung des Koalitionsrechts aufrufen müssen. bann wird diese sich wie ein Mann erheben und das bedrohte Recht zu schützen wissen!" Wir würden es nicht glauben, wenn wir es nicht schwarz auf weiß und noch dazu gedrudt vor uns sehen würden, daß in einem Organ des Bundes fo energische Töne angeschlagen werden können. Aber zu folchen Enttäuschungen gelangt man, wenn man alles Seil erwartet vom Barlament, vom schieblichen Beieinander fein mit Unternehmern in Arbeitsgemeinschaften und don guten Beziehungen zu Regierungsreden. Immerhin: wir freuen uns dieser Energie, möchten aber doch darauf aufmertlam machen, daß man, wenn solche Täne zur Tat werden sollen, ole Arbeiterschaft für den außerparlamentarischen Kampf vor bereiten und bereithalten muk. was wiederum man verzeihe unsere Ketzerei nicht geschieht, wenn nach den ühlichen Methoden unserer Gewerkschaftsleitungen die organisierten Maffen auf eben jene Techtelmechtel- Politit verwiesen und auf Segrungen von oben veriröstet werden. Die ganze Art der von den 161äferung der Attivität der Massen führen, und berum fann es geschehen, daß die Gewerkschaftsführer eines Ichönen Tages, wenn es barauf ankommt. die Aktivität der Mas Ten einzusetzen. eine neue Enttäuschung von der anderen Selte ber erleben. Darum fordern wir auch hier wieder die Abkehr von solcher Politit. Erst dann wird man folchen energischen Worten des A. D. 6. B. ernsthaften Glauben schenken fönnen. Die Besitzenden gegen das Reichsnotopfer Diese Erklärung ist eine scharfe Berurteilung der| eigenen Stellung der Rechtssozialisten. Sie haben bei der Beratung des Einkommensteuergeseges dem Lohnabzug zugestimmt, obwohl tein einziger daran zweifeln fonnte, daß die Befigenden, wenn das Steuerzahlen an lie herantreten werde, mit aller Entschiedenheit Widerstand leisten würden. Das ist in vollem Umfang eingetreten. Leider aber auch die Tatsache, daß die Arbetter seit Monaten unter dem Lohnabzug zu leiden haben und die Besitzenden nicht daran denten, Steuern zu zahlen. Auch Genosse Senfe fritisierte eingehend die ablehnende Saltung der bürgerlichen Parteien und stellte sich auf den Boden der Regierungsvorlage, durch die ein schwacher Versuch zur Durch führung der Besihsteuern unternommen werde. Ein Schlußantrag der sozialistischen Parteien wurde mit 11 gegen 11. Stimmen abgelehnt. Die Beratungen werden heute fortgesetzt. Die Notlage der Lazarettinsaffen Zur Nachahmung empfohlen Die Offiziersvereinigung der deutschen Republik hat lehthin in der Presse mitgeteilt, daß sich in den deutschen Lazaretten gegen wärtig noch 40 000 Schwertriegsverlegte befinden. Es wurde auf die große Notlage dieser Kriegsopfer hingewiesen und zu einer Sammlung für sie aufgefordert. Unsere Frattion im thüringischen Landtag hat diese Anregung aufgegriffen und einen Antrag gestellt, den in thüringischen Lazaretten liegenden Schwerkriegsverlegten eine besondere 3uwendung, fei es in Wäsche oder anderen notwendigen Bedarfsartikeln, sei es in Geld, bis zur Höhe einer Monatslöhnung für Mannschaften zu machen. Die nähere Regelung soll durch Vereinbarungen zwischen der Regierung und den Lazarettverwaltungen einerseits und den Lazarettkommissionen der Schwerfriegsverlegten andererseits erfolgen. Ueber die verausgabte Summe ist dem Landtag bei seinem Wiederzufammentritt zur nachträge lichen Genehmigung Mitteilung zu machen. Dieser Antrag ist am 3. Dezember im thüringischen Landtag einstimmig angenommen worden. Es tommen für Thüringen etwa 400 Kriegsopfer in Betracht, denen die kleine Gabe, wie sie der Antrag vorsteht, am Weihnachtsfest zuteil werden wird. Aufhebung der Postzensur Das Reichspostministerium hat im Hinblid auf einige zu seiner Kenntnis gelangte Einzelfälle die Postanstalten angewiesen, bei Bornahme der üblichen rein postalischen Sitch proben über die postalische Zulässigkeit von Drucksachensendungen, also auch von Kreuzbandsendungen mit Zeitungen, von der etwaigen Prü= fung des teglichen Inhalts nach§ 5 der Postordnung abzusehen, da eine fachgemäße Feststellung, ob der Inhalt gegen die Gesetze oder das öffentliche Wohl verstößt, für die Postbeamten schwierig und außerdem mit einem ungestörten Postbetriebe nicht vereinbar sei. Es wird höchste Zeit, das Postgeheimnis wiederherzustellen. Wir hoffen, daß die Schnüffelpraxis bald vollständig begraben ist. Kampfbereitschaft der Eisenbahner In Kliems Festfälen tagte am Donnerstag abend eine Mit gliederversammlung der Berliner Verwaltungsstelle des Deutschen Eisenbahnerverbandes. Schon lange vor Beginn der Verjammlung war der Saal derartig überfüllt, daß eine Parallel versammlung abgehalten werden mußte. Der Verbandsvorsitzende des D. E. B., Scheffet, gab den Be richt über die gegenwärtige Lage. Er ging davon aus, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse für die Arbeiter, Angestell ten und Beamten völlig unhaltbar seien. Der Vorstand des D. E. B. habe sich deshalb am 5. November in einer Eingabe an die Behörden mit dem Ersuchen gewandt, in Berhandlungen über Gewährung von Teuerungszuschlägen zu treten. Der Vorstand tonnte fich dabei der Forderung des Reichsverbandes der Eisenbahner nicht anschließen, die eine Berdoppelung der Teuerungszuschläge forderten. Et fonnte es nicht tun, weil die oberen Beamtenschichten dabei um das Mehrfache besser gestellt wären als die unteren, da deren Teuerungszuschläge schon heute bedeutend hedher find. Der D. E. B. forderte deshalb für alle Klassen eine Erhöhung der Teuerungszuschläge um mindestens eine Mart pro Stunde. Scheffel schilderte dann die Verhandlungen im Reichs tage, bie ja burch die Tagespresse genügend bekannt seien. Am 8. Dezember fanden im Reichstag zwischen den Organisationen und den Vertretern der Ministerien Verhandlungen über den Tarifvertrag der Eisenbahner statt, die zu feinem Ergebnis führ ten. Der Reichseisenbahnminister Gröner und der Reichsfinanzminister Dr. Wirth gingen davon aus, daß die Finanzlage des Reiches so schlecht sei, daß fie eine Mehrbelastung des Etats in der geforderten Söhe nicht vertragen tönnte. Gröner erflärte, daß fie sogar daran benten müßten, hunderts tausend Mann zu entlassen, allerdings sei gegen wärtig noch nicht die Zeit dazu. Die Vertreter des D. E. B. erklärten demgegenüber der Regierung, daß sie nicht mehr in der Lage seien, die Verantwortung zu tragen. Die wirtschaftliche Not der Beamten und Arbeiter sei so gewachsen, daß diese der völligen Berelendung preisgegeben sind. Das hat im gefamten Reich eine Stimmung erzeugt, die geradezu nach Artios nen dränge. Auf die Arbeiter müsse es provozierend wirken, wenn die Regierung erklärt, daß sie erst nach Erledigung der Be amtenbesoldungsfrage in eine Prüfung darüber eintreten tönne, ob und welche Maßnahmen sie zur Linderung der Not der Eisen bahnarbeiter ergreifen fönne. Scheffel erklärte, daß die Berhand lungen abgebrochen worden sind und daß es nicht bekannt sei, wann fie weitergeführt werden. Der Vorstand des D. E. V. hat deshalb den erweiterten Borstand telegraphisch zum Sonntag, dem 12. Dezember, zusammenberufen, der zu entscheiden haben wird, melche Maßnahmen von der Organisation ergriffen werden müffen. Der engere Borstand ist darüber klar, daß er zur weiteren Zurüdhaltung feine Veranlassung habe Wenn die Regierung in legter Stunde nicht einfenft, sei zu ers warten, daß der erweiterte Borstand den Generalstreit beschließt. Der Regierung ist mit aller Deutlichkeit gesagt worden, dah es fie allein die Verantwortung für die Folgen zu tragen. Scheffel ging dann im einzelnen auf die einzuschlagende Taktil ein. Er betonte, daß es mehrere Wege gibt, um die Regierung von ihrem Standpuntt abzubringen. Die Eisenbahner sollten sich auch darüber flar sein, daß die Regierung mit allen Mitteln vers fuchen werde, den eventuellen Streit niederzuschlagen. Er verweise nur auf die Berordnung des Reichspräsidenten beim Elettriler Streit und der famosen Berordnung des Reichspostministers Giesberts. Das jedoch nicht verhindern, Die Verhandlungen des Steuerausschusses Im Steuerausschuß des Reichstages setzten am Donnerstag die fünf Minuten vor 12 ſet. Menn sie dies nicht erkenne, so habe bürgerlichen Barteien ihre Sabotage gegen die Regierungsvorlage über die schnellere Einziehung des Notopfers fort. Der Deutsch nationale elfferich wünschte weitere Unterlagen und Ausfunft darüber, ob die Entente die Hand auf die österreichische Vermögenssteuer habe legen wollen. Der Volksparteiler Dr. Beder ( Hessen) äußerte den Wunsch, zunächst die Beratung über einen Referentenentwurf über eine 3wangsanleihe vorzunehmen, begegnete damit aber der Ablehnung der Regierung, die erflärte, an ihrer Vorlage über die schnelle Erhebung des Reichsnotopfers festhalten zu wollen. Für die Rechtssozialisten erklärte Dr. unfere Maßnahmen zu treffen, um im gegebenen Moment ge uns eint und geschlossen den vom erweiterten Vorstand gegebenen Braun, daß seine Fraktion auf dem Boden der Regierungsvor lage stehe und die Vorlage nicht durchlöchern lassen wolle. Sin Barolen zu folgen. Im Interesse weiter Kreise des Proletariats, Fichtlich einer Zwangsanleihe würde er eine abwartende Stellung Berhältnisse wäre es besser, wenn der Streit vermieden werden im Hinblid der gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen einnehmen. Er verstieg sich im übrigen zu einigen Androhungen. Er meinte, wenn die Borlage über das Reichsnotopfer durchtönnie. Sollte ich die Notwendigkeit des Streifes ergeben, fo merde der Vorstand die Mitglieder dazu aufrufen. Dann muß Löchert werde, so würden sich die Rechtssozialisten im Hinblid auf die gesamte Eisenbahnerschaft hinter ihren Führern stehen, denn ben Lohnabzug für die Einkommensteuer innerhalb und außerhalb bes Saufes ihre Stellung vorbehalten. Das Lohnabzuggeleg lei nur wenn wir einig sind, kann das gesterfte Ziel erreicht werden. auch nicht gut durchgearbeitet gewesen, und wenn die jetzige Vor( Lebhafter Beifall.) lage einige Mängel habe, so dürften diese nicht dazu benutzt wer Lasten des Reiches hart herangezogen werden, damit die meniger Bermögenden darauf hingewiesen werden fönnen. Die Steuer pflicht der Arbeiter werde leichter erfüllt, wenn die Reichen Steuerfreudigteit zeigen. In der lebhaften Distuffton Sprachen sich die einzelnen Rebner für die Durchlegung der gestellten Forderungen aus. Folgende Resolution wurde nach einem furzen Schlußwort Scheffels einstimmig angenommen: Die heute in Kliems Feljälen zahlreich verfammelten Eisens bahner forbern ben Hauptvorstand auf, mit aller Energie und Stärfe für fofortige Aufbesserung ihres Eine tommens bis zur Höhe thres Existenzminimums einzutreten und den Kampfcüdsightslos mit allen Mitteln, legten Endes mit dem Streit, zu führen. Geschlossen verpflichten wir uns, in den Streit, auch bei eventuellem Streif verbot der Regierung, au treten, wenn der Hauptvorstand uns tuft, und auf Streifunterstügung zu verzichten. Eine zweite Resolution, die sich gegen die in Aussicht gestellte Entlassung von hunderttausend Eisenbahnern wandte, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Klara Zetkin Vertreterin der fommunistischen Internationale in Tours Humanite" meldet, daß der Bollzugsausschuß der fommunistischen Internationale Klara Bettin beauftragt habe, den Ausschuß auf dem Kongreß der französischen sozialistischen Partei in Tours am 25. Dezember zu vertreten. Die Zahl der Arbeitslosen in England. Nach einer Matin" meldung aus London betrug im November die Zahl aller im Arbeitsministerium eingetragenen Arbeitslosen in England 251 000. Vertrauenstundgebung für das belgische Rabinett. Die belgis fche Kammer hat gestern die Debatte über die Erklärung des neuen Kabinetts beendet. Sie hat mit 112 Stimmen gegen drei Stimmen und sechs Stimmenthaltungen eine Vertrauens tagesordnung für die neue Regierung angenommen. Richtungsfireitigkeiten auch in Spanien. Im Zusammenhang mit dem Scheitern des Generalstreits treten die Meinungsver schiedenheiten innerhalb der Syndafilisten immer deutlicher zu Tage. Der rechte Flügel wünscht eine Beteiligung an den Wahlen, die der linte verwirft. Durch diese neue 3ersplitterung scheinen die Aussichten der gesamten Linksparteten für die Wahlen weiter verschlechtert. Ausfuhr von Weizen und Weizenmehl freigegeben. Argentinische Ausfuhr. Die argentinische Regierung hat bie daß dort eine Konferenz von 19 Bertretern mittelamerikanischer Eine mittelamerikanische Union. Aus San Jose wird gemeldet, Staaten stattfand; auf dieser Konferenz wurde der Plan einer Bereinigung der fünf Republiten San Salvador, Guatemala, Costarica, Honduras und Nicaragua au einer mittelamerikanischen Union entworfen. Amerifa schüßt sich vor Einwanderung. Der Borsigende bes Einwanderungsauschusses des amerikanischen Repräsentantenhauses legte dem Ausschuß einen Gesezentwurf vor, in dem die Einwanderung für die nächsten zwei Jahre verboten wird für alle Einwanderer, die nicht durch Bande des Bluts mit einem Amerikaner oder mit einem Ausländer, der in den Bere einigten Staaten ansässig ist und die Absicht funbgegeben hat, sich naturalisieren zu lassen, verknüpft sind. Daily News" zufolge be finden sich unter den 15 Millionen Europäern, die eine Weber fahrt nach den Vereinigten Staaten nachgesucht haben, 5 Mil. lionen Deutsche. Groß- Berlin Schnupfen und Kälte Mit dem Eintritt der Wintertälte und der schweren Rebel be ginnt auch wieder der Schnupfen in vermehrtem Maße aufzu treten. Denn das Eindringen der Batterien verursacht an ber, durch die Kälte ohnehin schon sehr empfindlichen Nasenschleimhaut jest besonders leicht die Schwellungen, die den Schnupfen be dingen. Da die den Schnupfen verbreitenden Batterien in erster Linie in dem durch Niesen und Schneuzen aus der Nase abgeson berten Getret enthalten find, so ist auch, um so mehr, als das getrodněte Sefret leicht in der Luft zerstäubt, an Anstedungsstoffen tein Mangel. Schnupfen entsteht in der Regel infolge von Erkältung oder Anstedung. Seine jeweilige Ursache tann man gewöhnlich schon an seinen ersten Anzeichen ertennen, indem, wie Schneider neuer dings festgestellt hat, bei Erkältungsschnupfen zuerst die Nase eze Irantt, während bei Anstedung als erste Kennzeichen Rachen beschwerden, wie Trodenheit, Brennen und erschwertes Schluden, auftreten. Wenn die Entzündung von der Nase auf Rachen, Mandeln oder gar die Stirnhöhle übergreift, so find Rachen unb Stirnhöhlenkatarrhe bzw. Mandelentzündungen die Folge: ander feits fann fie, wenn sie in die Eustachische Röhre eintritt, auch Ohrenerkrankungen hervorrufen. Ein starter Schnupfen sollte bemnach nicht zu leicht genommen werden, zumal da er, wenn bie Entzündung den Kehltopf, die Bronchien oder schließlich gar das Lungengewebe oder das Bruftfell ergreift, auch schwere und lang mierige Krankheiten nach sich ziehen kann. Man sollte daher, so bald sich die Ertranfung auch auf den Rachen, Rehltopf oder die Stirnhöhle ausdehnt, das Zimmer hüten. Selbst ein leichter Schnupfen darf nie vernachlässigt werden. Als wirflames Gegen mittel gegen Schnupfen wendet man schmeißtreibende Mittel an; auch heiße Fußbäder tun oft gute Dienste. Vermehrung ber Schleimabsonderung erzielt man durch Einaimen von Karbolsäure und Ammoniat, die zu gleichen Teilen auf Löschpapier gegossen werden, während als Schnupfpulver Menthol oder Borfäure in Mengen von 0,20 bzw. 0,10 vermischt, zu empfehlen sind. Das beste Mittel gegen den Ertältungsschnupfen ist und bleibt allerdings eine vernünftige Abhärtung, die den Körper gegen jeden plöglichen Witterungswechsel widerstandsfähig macht. Einkommensteuerfragen. Zur Einkommensteuer liegen einige bes merkenswerte Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts vor. Bei mehrfachem Wohnsiz sind die Gemeinden von dem Besteue rungsrecht ausgeschlossen, in denen der Steuerpflichtige sich im Laufe des vorangegangenen Rechnungsjahres überhaupt night ober nur fürzere 3eit als drei Monate aufgehalten hat. Diese Be stimmung fann von dem Steuerpflichtigen nicht nur in dem Ver teilungsverfahren, sondern auch durch Einspruch gegen die Berans lagung einer einzelnen Gemeinde geltend gemacht werden. Sat der Kriegsausschuß einen Beschluß über die Heranziehung Neu anziehender zur Kreissteuer in ben Gutsbezirten gefaßt, so stehen die Gutsbezirte, in denen der Aufenthalt des Steuerpflichtigen bie Dauer von drei Monaten überstiegen hat, den sog.„ qualifizierten Wohnsiz- und Aufenthaltsgemeinden völlig gleich. Wenn bei einem Steuerpflichtigen die staats- und gemeindesteuerpflichtigen Einkommen fich decken und er wegen eines Erbfalls im Laufe des Steuerjahres nicht noch innerhalb des Steuerjahres in der Ge meinde anderweitig veranlagt wird, so gilt er bort für das der mehrte Einkommen als entgegen den Vorschriften des Kommunalabgabengejeges unveranlagt geblieben, so daß einer Nachforderung nichts entgegensteht. Erhöhte Erwerbslosenfürsorge im Winter. Eine Anpaffung ber Erwerbslosenfüs orge an die besonderen Bedürfnisse des Winters war von den Regierungen der einzelnen Länder als notwendig bezeichnet worden. Am besten würde sie als vorübergehende Er höhung der Säge durchgeführt werden. Die Reichsregierung hat sich dieser Auffassung in voller Uebereinstimmung mit dem parla geschlossen. Der Reichsarbeitsminister hat jest bie näheren Be mentarischen Unterausschuß des fünften Reichstagsausschusses an stimmungen für die Durchführung aufgestellt. Die Gemeinden find zu veranlaffen, daß sie die nötigen Maßnahmen sofort in die Wege leiten. Die schlechten Finanzen des Reiches erlauben es nicht, neben der Erhöhung der Unterstügungsläge noch eine bes fondere Winterbeihilfe zu gewähren, wie das von einzelnen Län bern vorgeschlagen wurde. Zudem ist die besondere Beihilfe für die langfristig Erwerbslosen vielfach erst jetzt ausgezahlt worden finderreichen Familien über ben Durchschnitt der vorgesehenen Im übrigen sollen vor allem die Haushaltungsvorstände und die Erhöhung hinaus berüdsichtigt werden. So erhält z. B. ein per heirateter Erwerbslofer in ber Ortstlase A mit zwei Kindern unter 16 Jahren statt 15 M. in den Wintermonaten 22 M. Die Erhöhung beträgt also hier faft 50 Prozent. Unterstügung der Erwerbslosen ohne eigenen ringerem Umfange verstärkt werden. Dagegen soll die Haushalt in ge Bon der Berliner Verwaltungs- Afademie. Für das Winterfemester 1920-21 sind 2800 Hörer eingeschrieben. Das bedeutet einen Zugang von 1300 Hörern gegenüber dem ersten und 1400 gegenüber dem zweiten Semester. Besonders start belegt sind die Borlesungen in den staatswissenschaftlichen und rechtswissenschaft lichen Abteilungen. Neu aufgenommen sind die Sonderlehrgänge für Sozials, Post- und Telegraphenbeamte. Für die fachwissen fchaftlichen Vorlesungen über Eisenbahnwesen hat der Herr Reichsverkehrsminister den Besuch dieser Vorlesungen den in der Ausbildung befindlichen Regierungsbauführern und affefforen zur Pflicht gemacht. Ein Sonderlehrgang für die Ausbildung der Reichsbantbeamten beginnt am 1. Januar. Im Deutschen Künstlertheater findet die Erstaufführung von Mag Jungnidels Märchenspiel Figlifig, der HimmelsSchneider" am Sonnabend, 11. b. M., nachmittags 3 Uhr, statt. Der Gesamtertrag der Vorstellung ist für die Deutsche Kinderhilfe" bestimmt. Einen grotesten Abend veranstaltet der Leon- Hirsch- Verlag am 14. Dezember, 7% Uhr, im Harmonium- Eaal, Stegliger Str. 35, als seine 7. Veranstaltung. Kiez Sane tanzt groteste Tänze, John Sörter zeichnet eine„ an den Haaren herbeigezogene Geschichte", Elisabet Klortmann liest Grotesten von Mynona, Curt Corrinth liest aus seinem Roman Bordell, Raoul Hausmann trägt eigene politische Grotesken vor. Im Graphischen Kabinett J. B. Neumann, W. 50, Kurfürstendamm 232, wird am Sonntag, den 12. Dezember, vormittags 11 Uhr, die vom Voltstraft- Bund veranstaltete Ausstellung ,, Graphit aus fünf Jahrhunderten" durch eine Führung des Kunsthistorikers Dr. A. Behne eröffnet. Eintritt 2 M. Werktags ist die Ausstellung bei freiem Eintritt von 9 bis 1 und 3 bis 6 Uhr geöffnet. Alt- Glienice. Eine Kinoveranstaltung des Boltsbildungsausschusses findet am Sonnabend, den 11. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, für die Jugend( Eintrittspreis 25 Pf.) und am Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags' 6 Uhr, für Erwachsene( Eintrittspreis 1 Mt.), in der Aula der neuen Schule, statt. Auf dem Spielplan stehen:„ Der Rattenfänger von Hameln“ und„ Der Tanz im Spiegel der Zeiten". Zeugengesuch. Personen, die den Vorfall am 29. November, nachts 1½ Uhr, in Pankow, Heinstraße, vor dem Lokal von Adam beobachtet haben, wobei es zu Auseinanderlegungen zwischen Bolizeibeamten und Zivilpersonen fam, werden gebeten, ihre Adressen an Rauchfuß, Pankow, Florastr. 24, abzugeben. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Sonn abend. Zeitweise aufklärend, jedoch überwiegend bewölft, mit mäßigem Frost und meist schwachen, vorherrschend nordwestlichen Winden. Keine erheblichen Niederschläge. Gewerkschaftliches Ein Beispiel der Strupellosigkeit Das Arbeitgebertum der Berliner Holzindustrie hat, nachdem es eine günstige Wirtschaftsperiode hinter sich hatte, es sich zur Aufgabe gemacht, als erster an den Lohnabbau heranzutreten. Troz Entscheidungen der tariflichen Instanzen versucht man den Lohnabbau notorisch zu betreiben. Getreu den Beschlüssen ihrer Organis fation folgen ihre Mitglieder, und zu denen gehört auch die Maschinenfabrik Neukölln, deren Inhaber der Wertheim- Konzern ist. Nach außen hin versucht die Firma Wertheim als Wohltätigkeitsinstitut aufzutreten, denn erst fürzlich hat sie der Sammlung für Kinder in Not" 10 000 Mart gestiftet. Auf der anderen Seite besteht die Tatsache, daß die Väter der Kinder monatelang ausgesperrt werden. Ende Mai d. J. wurde von der Direktion das Anfinnen an die Arbeiterschaft gestellt, billiger zu arbeiten, widrigenfalls der Betrieb nicht aufrechterhalten werden könne. Nach Ablehnung des gestellten Antrages wurde ab 1. Juli die Arbeitszeit rebuziert und am 16. Juli eine größere Anzahl Arbeiter entlassen. Man glaubte, durch diese Maßnahme die Belegschaft einzuschüchtern und trat erneut an dieselbe mit dem vorerwähnten Antrag heran. Die Arbeiterschaft ließ sich nicht beirren; selbst bie Erklärung eines Mitgliedes der Direktionsleitung, daß es ben Auftrag hätte, die Löhne innerhalb dreier Monate abzubauen, blieb auf die Arbeiterschaft ohne Einfluß. Die Folge waren weitere Entlassungen. Die Arbeiterschaft protestierte gegen die Maßnahmen und verlangte von der Direttion die Aufstellung von Kaltulationen. um an der Hand derselben festzustellen, inwieweit bie Unrentabilität des Betriebes auf Tatsachen beruht. Sollte sich aus den Kaltulationen feststellen, daß die Firma nicht fonfurrenzfähig fei, wollte sie in eine Revision der Attordsäge einwilligen. Deutscher Metallarbeiter- Berband Berwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Rollege, ber Metallarbeiter Johann Lucka Norweger Straße 6, am 7. b. Mts. geftorben ift. De Cinäfcherung findet am Sonnabend, den 11. b. Mts., nachmittags 1 Uhr, Krematorium Gerichtstraße ftatt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Roflegen zur Nachricht, daß unfere Kollegte, Die Arbeiterin Elfriede Prasse Berlin, Brigwalker Saße 5, am 4. d. Mts. verstorben ift. Ehre ihrem Undenken! ges. gesch. Die Ortsverwaltung Alle Kreise faufen ble Festgeschente bei Optifermeifter Max Trusch Dresdener Str. 131( Rottbus.Zor) Große Auswahl in Lorgnetten Felbsteder -> Operngläser von 47.50 M. an Doublefneifer von 15 M. an Ridelbrillen von 6.50 M. an Kapitan- Kautapak wteber reichlider in ber früheren guten Qualität zu bezieher durch die bekannten Berkaufsstellen C. Röder. Berlin. Lichtenberger Str. 22. Raft. 3861. Ortsverwaltung ist am 1. Januar zu beenden.- Die Wahl bet Kollegin Schallert als Sekretärin der Buchbinderbranche ist als rechtswirksam getätigt anzusehen und sie ist bis zu den Neu - Die Kollegin Mittermüller ist im Bureau beizubehalten bis zu den allgemeinen Neuwahlen." Nach eingehender Aussprache wurde den Anträgen des Vorstandes zugestimmt. Zu dem Bericht über die Holzarbeiter- Generalversammlung is Nr. 521 schiden uns Genossen Siegle u. 3irtel folgende Zeilen: Der Bericht über die Generalversammlung der Berliner Hol arbeiter enthält folgenden Sat:„ Die durch die Generalversamm Siegle und Zirkel haben, trotzdem sie seit dem 28. August teine Arbeit mehr geleistet und ihr Gehalt für September erhalten haben, auch für Oktober Gehaltsforderungen erhoben." Die darin Der Obermeister versuchte, die Ralfulationen aufzustellen. Als er jedoch an die Direktion herantrat, um auch deren Gehälter mit in dieselben einzustellen, verweigerte man die Angabe und lehnte zu gleicher Zeit die Ausstellung der Kaltulationen ab. Die Arwahlen als angestellt zu erachten, mit Wirkung ab 15. November beiterschaft, im guten Glauben, daß in der Tat Kapitalmangel, wie die Firma angab, vorhanden sei, bemühte sich beim Landesarbeitsamt um dessen Unterstützung. Dasselbe sagte auch einer solchen zu. Als man der Firma den Erfolg mitteilte, lehnte e jedoch in brüster Weise die eventuell zu bewilligende Summ ab. Die Firma hatte das Bestreben, den Betrieb restlos stiff zulegen unter dem Hinweis, Aufträge und Barmittel seien ezschöpft. Es wurde nun versucht. durch die am Tarifvertrag belung am 27. August abberufenen früheren Bevollmächtigter teiligten Organisationen vermittelnd einzugreifen. Bei diesen Verhandlungen ergab sich jedoch, daß die Firma von ihrem Vorhaben nicht abging und der Beweis liegt vor, daß auch bereits eine Stunde nach den Verhandlungen alle im Betrieb noch beschäftigten Arbeiter entlassen wurden. Eine größere Vnzahl von Arbeitern hatte die im Afford übernommenen Arbeiten noch nicht fertiggestellt. Auch diese wurden mit en lassen und die in Frage tommenden Affordsäge restlos ausgezahlt. und zwar, wie die Firma selbst angibt, über 11 000 Mart. Es blieb im Betrieb somit eine ganze Anzahl unfertiger Arbeiten liegen, die bis zum heutigen Tag noch nicht fertiggestellt sind. Rohmaterialien aller Art zum Herstellen jeglicher Bedarfsmöbel sind vorhanden. Trotdem hat die Firma von ihren rigorojen Maßnahmen nicht Abstand ge= nommen. Lohnregelung für Zeitungsausträgerinnen Die im Deutschen Transportarbeiter- Verband organisierten Zeitungsausträgerinnen nahmen in den für die Firmen einberufenen Versammlungen den Bericht über die Berhandlungen mit den Unternehmern entgegen. Die neuen Bedingungen treten in allen Firmen am 1. November in Kraft und gelten bis 31. März 1921. Die Firmen Rud. Mosse A. Scherl G. m. b. H., Ulstein u. Co. zahlen jetzt für 100 Exemplare und Monat: bei einmaligem Aus: tragen 66,50 Mt.( 50 Mt.), bei zweimaligem Austragen 133 Mt. ( 100 Mt.). Die bereits gewährten Teuerungszulagen pro Monat von 24 Mt., 26 Mt., 27 Mt., sowie die Entfernungsgelder bleiben bestehen. Für die periodisch erscheinenden Zeitschriften werden die Säge um 33 Prozent erhöht. Vom 15. September ds Js. bis 15. März 1921 wird je 1 Liter Petroleum resp. eine geldliche EntSchädigung gewährt. Mit der Firma Zeitungs- Zentrale( 3.3.) Att.- Gef. wurde vereinbart. Für das einmalige Austragen wird pro Exemplar and Monat 70 Pfg.( 56 Pfg.), für das zweimalige Austragen wird pro Exemplar und Monat 1,40 Mt.( 1 Mt.) bezahlt. Die monat liche Teuerungszulage von 30 mt. pro Tour sowie die Entfer nungsgelderzuschläge für Vororttouren werden weiter gewährt. Für die Monate Oftober 1920 bis Ende März 1921 wird je ½ bis 1 Liter Petroleum geliefert. Die Zeitungsausträgerinnen verlangen hier eine höhere Entlohnung, da die 3.3.- Frauen für etwa 10 Verlagsanstalten die verschiedensten Morgens und Abendblätter auszutragen haben. Für periodisch erscheinende Zeits schriften, Broschüren 33 Prozent Zuschlag. Für die Austrägerinnen des Berlages Freiheit" wird ab 1. November für zweimaliges Austragen pro Exemplar und Monat 1,60 mt.( 1,40 mt.) sowie 20 Pfg. Kassiergelb bezahlt. Bei weit entfernt liegenden sowie Vororttouren werden Entfernungsgelderzuschläge gewährt. Für die Monate Dezember 1920 bis Ende Februar 1921 wird je 1 Liter Petroleum geliefert. Lohnbewegung der Optiker. Die Optikergehilfen streben schon seit langer Zeit eine Aufbesserung ihrer Bezüge an, jedoch ohne Erfolg. Ein am 27. November gefällter Schiedsspruch gestand ihnen eine Wirtschaftsbeihilfe von 800 bis 1800 m. zu, die die Unternehmer ablehnten. Da alle Einigungsversuche scheiterten, wurde am 9. Dezember der Streit erklärt. Die Arbeiterschaft der Firma Optische Industrie- Gesellschaft befindet sich seit 3 Wochen im Streit. Wir erwarten von allen arbeitslosen Kollegen, daß sie bei dieser Firma teinerlei Arbeit annehmen und ersuchen, den Zuzug fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdrud gebeten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Ortsverwaltung. Die Generalversammlung der Buchbinder am Montag nahm den Geschäftsbericht über das 3. Quartal entgegen. In der Arbeitslosigteit war Hochtonjunttur und zwar derart, daß Kollegen den Beruf gewechselt haben. Diese Tatsache er tläre einen Ridgang des Mitgliederbestandes. Am Schluffe des Berichtsquartals betrug die Mitgliederzahl 16 273. Der Kaffenbericht vom 3. Quartal schließt für die 3 en traltasse in Einnahme und Ausgabe mit 327 064 m. ab. Die Lotaltasse hatte einschließlich des früheren Bestandes eine Gesamteinnahme von 463 573 m., der eine Ausgabe von 149 016 M. gegenüberstand. Der zweite Bevollmächtiate be= Ausdrud gekommene Auffassung, als ob wir nach unserer Ab bera fung noch in der Lage wären, Arbeit zu leisten, ist irrig. Die Generalversammlung vom 27. Auguft hat uns sofort unserer Bosten enthen. und das bedeutet natürlich auch die Entlassung. Wenn jemand feines Postens enthoben wird, namentlich dann, wenn e in leiten der Stellung sich befindet, ist es ganz klar, daß für die Ausübung einer weiteren Tätigkeit teine Möglichkeit mehr vor handen Die Verrichtung von weiteren Arbeiten war aug schon deshalb unmöglich, weil unsere beiden Nachfolger bereits am anderen Tage ihre Posten angetreten haben. Es wird wohl jedem einlehten, daß sich die bisher von uns geübte Tätigkeit nicht unter der verteilen ließ. Aber ganz abgesehen von diesem rechtlichen Standpunkt machte es auch das persönliche Verhalten unferer beiden Nachfolger vor der Generalversammlung unmögli mit ihnen noch niter in einem Bureau zusammen zu arbeiten. Das nachzuweisen sind wir jederzeit vor einem unparteii'chen Schieds gericht bereit. Wir konnten aber die Generalversammlung nicht als das Forum betrachten, vor dem diese Angelegenheit zum Aus trag gebracht werden konnte, weil sie Partei ist, und beschränkten uns deshalb auf die boobe folgender Erklärung: Die Gehalts frage ist für uns keine Geldfrage, sondern eine Rechtsfrage. Wir find deshalb mit dem Verschlag des Vorstandes einnerstanden, ein unnarteiiimes Schiedsgert in dieser Sache entscheiden zu lassen. Stellt sich das Schiedsgert auf den vom Vorstand und uns vers tretenen Standrunkt, so ft der dadurch der Organisation ents stehende finanzielle Schaden durchweg auf das Konto derer, die die damalige Versammlungsleitung an sich gerissen und eine ganz Statutenwibrine Neuwahl der Verwaltung vorgenommen haben. Diejenigen, die unsere Nachfolgerschaft angetreten haben, haben sich durch Annahme dieser statute widrigen Wahl zum Mitschul digen der dadurch eingetretenen anormalen Zustände in der Ver waltung gemacht. Sollte die Generalversammlung die Einsetzung eines Schiedsgerichts ablehnen, to wieden wir dadurch auf den Rechtsweg gebränat werden. Ginem annehmbaren Vergleichs vorschlag beizutreten, sind wir jederzeit bereit R. Siegle. M. 3irtel Aus den Organisationen 17. Diftrift. Retrifft, Weihnachtsbeferung ber tinber ben arbettsfofen 6 noffen. 3n ben blabenben nicht erfaßte Genossen müssen die Namen thre Rinder spätestens bis Sonntag, den 12. Dezember, bei Genphen Fahl, Schul Straße 35/36, Sof linter Aufa., 3 Tr., angeben. Auch Kinder por Kurzarbeiters tommen in Betracht. Spätere Meldungen fönnen nicht mehr beidsichtigt werden Charlottenburg. Heute abend 7 Uhr Geschäftsleitangshigung im Rathaus Rimmer 304. Sonnabend 7 Uhr Sigung des Aftionsrats im Rahaus, Zimmer L -O Vereinskalender Ditgeber Bunb ber tehnischen Angestellte und Beamten. Reinidendorf. versammlung im Restaurant Schulz, Wittenau, am Bahnhof, am Freitag, de 10 Dezember, abends 7% Uhr. Rotden 3. Mitgliederversammlung im Refta rant Hagenbed, Müller, Ede Geestraße, am Freitag, den 10. Dezember, abends 7% Uhr.. Tegel. Mitgliederversammung im Kaffee Hohenzollern am re tag, ben 10. Dezember, abends 7% Uhr. Fachgruppenversammlung ber Sunbreitsindustrie im blauen Gaal bes Rotdischen Sofes, Invalidenstr. 126, Freitag, ben 10. Dezember, abends 7 Uhr. Berantwortlich für die Redaktion: Emt1 Rabolb, Berlin. antwortlich für den Inseratenteil: abwig Romeriner Verlagsgenofeniboft Freiheit" e. Gmbh. Berlin. G Barlin 9 Menito Ctraks on Die Kinderhilfswoche der Bourgeoisie Die Verelendung des Proletariats in der neuen Nummer der C Ste einn 10, bezu bezo guzi Di об E leite 93 Reich und eine fremb Baat Span De Führ Bay Schu holur Mon arbei flüch Ber Lud Karlshow Drud der Fritidelt Ste des Reih Go mona Baue Kurz nach wurd Väi Baß eines Konf folge find! Hor dor den. 1.31 nach Berlin 2, Breitefts. S Geschäftstelle Verti müßt gram In Grammophone Juni Tellzahlung währ zeitu chen der FREIEN WELT gründete dann mehrere Anträge ber erweiterten Ortsverwaltung Preis des Einzelheftes 60 Pfennig Sie gehen dabin: Die Tätigkeit der Kollegin Koszelniat in der Freiheit- Leser erhalten als Weihnachtspräsent den Ledebour- Prozess statt 36 Mk. für 25 Mk. Wanahue tu allen Svebitionen bes Berlages Kleine Anzeigen Das Ueberschriftswort 2.- k., jebes weitere Wort im Zegt 1.50 9. netts. Stellungsgesuche: Ueberschriftowort 1.50 k., jebes weitere Wort im Tegt 1.Verkäufe 500 ME Füllgraf, Gerichtstr. 18 Anzug, Überzieher, sufammen Gardinen. Das schönfte Weihnachtsgeschenk kauft man preiswert Borfigftraße 26, am Stettiner Bahnhof. Künstlergardinen Stube und Küche, gut erhalten. Mobel, gebrauchy un neu, 1800.-. Rehfeld, Babftrahe 34. Hausnummer achten. Fracis u. 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