1 dt, 23 amo Aw ifcher Jeng ance Berk 18 Str. 3 erget bpl.) jeben gang irgel D an dunt, sbork egli S Born Tung ienes ig bts the ent: tex ine tent rin Ab Die ten enn Die 900 tud eits feit fem Sten li Das ds icht us Iten Its Wir ein Ten. Dets ents bie tanz ben. ben huls Bers ung ben ichs thre Sajul iters rben haus tez L leber be eftaw bends Freb Ge ' Ber deft Sie Einzelpreis 30 Pfg. 3. Jahrgang Ste Freiheit erfcheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montage mue einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Buftellung ins Haus für Groß- Berlin 10,- M. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 M. Für Posts bezug nehmen fämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 M., für das übrige Ausland 21,50 9. suzilglich Valuta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Österreich 30,-. Rehaktion. Expedition und Verlag: Berlin 2, Breite Straße 89. Sonnabend, 11. Dezember 1920 Nummer 526 0 • Morgen- Ausgabe De achtgefpaftene Stonpareillegeile oder beren Raum koftet 5,-. etnfchließlich Seuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2, M., fedes weitere Wort 1,50 m., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen lant Tarif. Familien- Anzeigen und Stellen- Gefuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen Gesuche in Wort- Anzeigen has fettgedruckte Wort 1,50 m., jedes weitere Wort 1, Fernsprecher: Zentrum 2030, 2645, 4518, 4603, 4635, 4849, 4921 greiheis Berliner Organ Der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Die Königsmacher Die„ Heilige Allianz" der Reaktion Oberst Bauer als Drahtzieher- Die Aufgaben der Orgesch In seiner Broschüre„ Der dreizehnte März 1920" schreibt Oberst Bauer, der Intimus Ludendorffs und Hauptleiter des Kapp- Putsches, am Schluß seiner Ausführungen: Preußen, einst der Vorfämpfer und Gründer des Deutschen Reiches, hat abgewirtschaftet. Es ist in den Händen von Juden und Umstürzlern. Aber das Volt ist gesund, es wartet nur auf eine entschlossene Führerschaft und wird dann das fremde Joch entschlossen abschütteln. Wird ein anderer Bundess kaat die Führung übernehmen? Das beutsche Bolt wartet mit Spannung." Der Ruf des Obersten Bauer wurde bald erhört. Die wurde Don Führung der deutschen Konterrevolution Ba ayern übernommen. Hier fonzentrierte sich unter dem Schutz der bayerischen Regierung alles, was auf eine Wiederholung des Kapp- Putsches, auf eine Wiederherstellung der Monarchie, auf einen neuen Krieg gegen die Entente hinarbeitet. Alle tompromittierten Führer des Kapp- Putsches flüchteten nach Bayern, wo unter der Beteiligung General Ludendorfis, des Obersten Bauer, des Majors Stefani( des Mörders der„ Borwärts"-Parlamentäre), des Spigels Trebitsch Lincoln und anderer eine Reihe von Konferenzen stattfand. So tagte Anfang Mai in Regensburg eine Konferenz monarchistischer Organisationen, in der ein vom Obersten Bauer ausgearbeitetes Programm angenommen wurde. Kurz danach reisten Bauer und Trebitsch- Lincoln über Wien nach Budapest. In der Wiener Ungarischen Gesandtschaft wurden sie von dem berüchtigten Dr. Graeg mit falschen Pässen versehen und zwar reiste Oberst Bauer auf den Paß eines Dr. Bürger und Trebitsch- Lincoln auf den Paß eines Dr. Legoti. Am 16. Mai fand in Budapest eine Ronferenz mit dem ungarischen Major Pronay und am folgenden Tage mit Edardt und Humbert statt. Es ind Angaben vorhanden, wonach Oberst Bauer dem Admiral Horthy einen eigenhändigen Brief General Luden dorffs überreichte. Am 26. Mai nahmen die Verschwörer Den allgemeinen Plan des Obersten Bauer an, der am 1. Juni auch die Zustimmung Admiral Horthys fand. Da= nach wurde beschlossen, daß Ludendorff selbst und offizielle Vertreter der bayerischen Regierung nach Budapest kommen müßten. Zu diesem 3wed wurde ein entsprechendes Telegramm an Major Stefani nach München gerichtet. In Anbetracht der Reichstagswahlen, die Anfang Juni in Deutschland stattfanden, mußte die Reise der erwähnten Personen verschoben werden. Oberst Bauer verließ zeitweilig Budapest und begab sich auf das Gut eines ungarichen Grafen. Am 21. Juni traf einer der Hauptteilnehmer Der monarchistischen Verschwörung, der russische General Biskupski, der schon während des Baltikum- Abenteuers, Der Bermondt- Affäre und des Kapp- Putsches als Vertreter der russischen Konterrevolutionäre mit den deutschen Monarchisten in engste Fühlung getreten war, in Budapest ein. Am 22. Juni fand eine Plenarsigung der deutschen, russischen und ungarischen Verschwörer statt, in der eine Denisórift des Obersten Bauer angenommen wurde, die nach den Angaben der in Prag erscheinenden sodialrevolutionären Zeitung Wolja Roffii" folgenden Wortlaut hat: feine Grenzen. 1. Grundlegende Idee Alle beteiligten Länder: Deutschland, Desterreich, Rußland( sowie die Grenzländer Utraine und Weißrußland) ,, Bulgarien, die Türkei und Jrland, führen den Schlag möglichst gleichzeitig zu einem noch festzusetzenden Zeitpunkt, der zwischen dem Herbst dieses Jahres und dem Frühling des nächsten Jahres vorgesehen wird. Hierbei bleibt Ungarn nur in Bereits schaft, um irgendwelche Eventualitäten abzuwehren, und schließt Allgemeine Durchführung. In allen Ländern bestehen bereits Organisationen, die unverändert bleiben. Es wird jedoch ein Ständiges Eretutiotomitee eingesetzt. Das. Hauptquartier befindet sich an einem von Ungarn bestimmten Orte und besteht aus je einem mit Stimmrecht versehenen Vertreter jeder der be: teiligten Gruppen. Den Borjih führt Deutschland( Bayern). Alle örtlichen Einzelheiten regelt Ungarn. tomitee hat seine Vertreter sowohl in den beteiligten, wie in anderen wichtigen Staaten. Das Zentral- ExekutivPresse. Es ist wichtig, eine gleichartige Leitung der werden. Deutsch- russisch- ungarische Verbrüderung Die Führerrolle Bayerns - Der Revanchekrieg Ausführende Organe. Das Zentrale Exekutivkomitee bildet, unter Ausnutzung der bereits bestehenden geheimen Organisatio= nen, einen allgemeinen Aktionsausschuß zur Beseitigung verräterischer oder gefährlicher Elemente. Dieser Ausschuß arbeitet nur auf Befehl des zentralen Exekutivkomitees. Finanzfrage. Die erforderlichen Gelb mittel werden nach Möglichkeit von jedem einzelnen Staat für sich beschafft. Der Un terhalt des zentralen Exekutivkomitees und die für die Unterstüßung der einzelnen Organisationen und Führer, sowie zur Dedung der geheimen Ausgaben( Ochrana) erforderlichen Mittel werden leihweise von der weißrussischen Regierung beschafft. ( Herstellung von Papiergeld in Ungarn). Ueber diesen Bunkt ver ständigen sich die deutschen Vertreter mit Weißrußland. Konspiration. Das zentrale Erefutinfomitee tritt mindestens einmal wöchentlich zusammen; in jeder Sigung berichtet jeder Vertreter vollkommen offen über alle Vorgänge in seinem Lande; es wird auch die allgemeine politische Lage erörtert. Alle Teils nehmer verpflichten sich durch besonderen Eid ihr Geheimnis zu wahren. Der Bruch des Eides wird mit dem Tode bestraft. Aue Delegationen, sowie einzelne Personen aus den verschiebenen Staaten, einerlei welche Ziele sie auch verfolgen, müssen ohne vorherige Befragung unmittelbar dem betreffenden Mitglied des zentralen Exekutivkomitees zugeführt werden. 2. Die militärische Bereitschaft gegenüber der Entente Die militärische Macht aller Teilnehmer muß wiederhergestellt werden, um erstens die Einmischung der Entente in unsere Aktion zur Beseitigung der Umsturzelemente zu verhindern und zweitens, und vor allem, um die Annulierung aller sogenannten Friedens verträge zu erzielen. 1. Die Organisation der einzelnen militärischen Kräfte ist Sache eines jeden Landes. Deutschland stellt auf Wunsch die nötigen Offiziere zur Organisation und gleichartigen Formierung der Truppenteile zur Verfügung und liefert die erforderlichen organi satorischen Angaben. 2. Waffen und Ausrüstung werden, soweit sie noch vorhanden sind, von deutschen Vertretern in Deutschland mit Hilfe von pri vaten Firmen beschafft und entsprechend den Anforderungen ver teilt. Bezahlung wird vom entsprechenden Staat geleistet. Aufträge zur Beschaffung von Waffen und Ausrüstungsgegenstände auf anderem Wege müssen eingestellt werden. Angaben über die nötige Anzahl von Waffen müssen schleunigst gemacht werden. 3. Es muß an die Herstellung spezieller neuer Waffen und Ausrüstungsgegenstände geschritten werden. Soweit Deutschland selbst nicht in der Lage ist, Waffen zu liefern, stellt es Maschinen, Rohstoffe und Personal zur Verfügung. Die Unterhandlungen werden nur von deutschen Vertretern geführt; die anderen Staaten teilen lediglich mit, welche Fabriken bei ihnen Bestellungen übernehmen tönnen, und machen Angaben über die Konstruktion und die Menge der angeforderten Waffen. 13. Wirtschaftliche und politische Vereinbarung 1. Die Teilnehmer garantieren sich schon jetzt gegenseitig die Grundsäge der Meistbegünstigung. 2 Die ungarische Regierung stellt fest, wieviel Getreide, Vieh, Wein usw. sie auszuführen vermag. Die Ausfuhr selbst wird in die Hände einer privaten deutsch- ungarischen Gesellschaft gelegt, die vom zentralen Exekutivlomitee insgeheim geschaffen und kontrolliert wird. 3. Die politischen Ziele sind für Deutschland und Ungarn festgelegt. Für die übrigen Länder müssen sie im zentralen Exekutivfomitee erörtert werden. 4. Es muß die Erhaltung des zentralen Erefutivkomitees in veränderter( offizieller) Form auch nach Erreichung der jetzt festgesetzten Biele angestrebt werden. 4. Die Ansiedelungsfrage Um die besten deutschen Truppenteile, die jetzt der Zersehung preisgegeben sind, für deu, Kampf gegen die Urheber des Umsturzes in besonders bedrohten Orten( beweglichen. Reserven) oder für den Kampf gegen die Entente zu erhalten, wird die Auswanderung vorgesehen. Zu diesem Zwed gibt die ungarische Regierung der Deutsch ungarischen Siedelungsgesellschaft m. b. 5." die Genehmigung zur Organisation der Siedelung. Mit der Gründung dieser Gesellschaft werden die deutschen und ungarischen Vertreter. tutiotomitee ein Pressebureau angegliedert werden. Es ist sellschaft arbeitet laut den geheimen Anweisungen der erwähnten außerordentlich wichtig, durch dieses Bureau die mit uns sympa thiefierende Presse zu beeinflussen. Wo teine Organisation der Bresse vorhanden ist, muß eine solche von Fall zu Fall geschaffen In Verbindung mit dieser Denkschrift des Obersten Bauer wurde folgender militärische Plan auf der Konferenz auss gearbeitet: Die deutschen weißen Garden werden in Bayern konzentriert; in Desterreich wird mit Hilfe der örtlichen Organisationen die Konterrevolution energisch vorbereitet. Ungarn fonzentriert jeine Truppen an der westlichen Grenze, deutsche Kräfte werden mit Hilfe der Orgesch gruppenweise nach Desterreich geschafft um zu ents sprechender Zeit in Aftion zu treten. Dieser Plan wurde vom Obersten Bauer in allen Einzelheiten ausgearbeitet, die im wesentlichen darauf hinausliefen, daß Kärnten, Steiermark und Tirol als Brüde zwischen Bayern, Desterreich und Ungarn benutzt wurden. Der Orgesch wurde vor allem die Organisation der Bewegung in Tirol und Salzburg überwiesen. Zur festgesetzten Zeit sollten die sozialdemo fratischen Führer in allen Zeilen Desters reichs in der Nacht verhaftet und erschossen werden. Auch die führenden Politiker in der TschechoSlowakei sollten mit Hilfe einer geheimen Organisation ermordet werden. Zur Unterdrüdung irgendwelcher gegnerischen Handlungen in der Tschecho- Slowakei werden in dem Pian des Obersten Bauer bestimmte militärische Operationen in Deutsch- Böhmen sowie von seiten Ungarns. vorgesehen. Neben diefem militärischen Plan wurde auf der Geheims fonferenz in Budapest vom 21. Juni auch der Beschluß gefaßt, die erforderlichen Mittel mit Hilfe der Anferti gung falscher russischer Tausend Rubel= scheine zu beschaffen, die in Höhe von zwei Milliarden Rubel in Ungarn angefertigt werden sollten. Anfang Juli kamen die Bayern nach Budapest, allerdings ohne Ludendorff. Am 11. Juli fand eine Zusammenkunft zwischen ihnen und dem Admiral Horthy in Gödöllö statt. Schon vorher hatte Horthy den General Biskupski bei sich empfangen. Am 12. Juli fand eine neue allgemeine Gigung der monarchistischen Verschwörer in Budapest statt, in der alle Finanzfragen erledigt wurden. Der russische Oberst Sijatin, der schon früher 100 000 kronen erhalten hatte, wurde zu Baron Wrangel nach der Krim delegiert, um mit ihm Unterhandlungen zu führen. Ferner wurde be= schlossen, daß General Biskupsti 1 Million Kronen erhalten sollte.( Dieser Betrag wurde ihm am 23. Juli in Horthys Militärkanzlei ausge zahlt.) Ferner beschloß die Konferenz, ihm alle erforder= lichen Mittel zur Herstellung des falschen russischen Geldes und außerdem 6 Millionen Kronen zur Organisation der militärischen Abteilungen und Spionagebureaus zur Verfügung zu stellen. Große Geldbeträge wurden von den deutschen und österreichischen monarchistischen Organisationen beschafft. Das monarchistische Schuß- und Trutzbündnis Am 26. Juli verließ General Biskupski Budapest, nachs dem er vorher der monarchistischen Konferenz ein ausführ liches Memorandum unterbreitete, in dem er unter Anlehnung an die Denkschrift des Obersten Bauer die Ziele der monarchistischen Verschwörer mit voller Klarheit offenbarte. Dieses Memorandum beweist erneut, daß die russi schen Reaktionäre und Weißgardisten, die sich der besonde ren Sympathie der reaktionären Kreise in Deutschland er freuen, gemeinsam mit den deutschen und ungarischen Mili tärs die treibende Kraft der fortgesetzten Berschwörungen und Zettelungen in Mittel- und Osteuropa find. Sand in Hand mit ihren Gesinnungsgenossen in London, Paris, Rom usw., die engster Berbindung mit den reaktios nären Parteien der Ententeländer stehen, suchen sie die Regierungen der Entente zur Fortsetzung ihrer ver brecherischen Interventionspolitit in Rußland anzustacheln. Gleichzeitig jedoch schaffen sie im Bunde mit den deutschen, ungarischen und österreichischen Monarchisten die Grundlagen für eine neue Seilige Allianz", die ihre Spike nicht nur gegen die revolutionären Bewegungen in Mittel- und Osteuropa, sondern auch gegen die Ententemächte richtet. Es ist ferner charakteristisch, daß die militärischen Ver schwörer um General Biskupski, die offensichtlich mit gegenrevolutionären Elementen innerhalb der russischen roten Armee in Verbindung stehen, mindestens im Sommer und Herbst auch auf den Vormarsch der russischen roten Armeen spekulierten, um einerseits die Wiederherstellung Großrußlands in den alten Grenzen von 1914 und andererseits die dadurch verstärkte antirussische und antikommunistische Be wegung in den mitteleuropäischen Ländern zu fördern. Dieser wahrhaft teuflische Plan ist in folgendem Abschnitt des Momorandums des Generals Biskupsfis niedergelegt: 1. Die tote Nrmee fiquibiert Polen und stellt die Grenzen nom Jahre 1914 her. 2. Die Armee Wrangel hält an einer Berteidigungstaftit jelt, bis bie Grenzen von 1914 durch die zote Armee hergestellt sind. 3. Die ukrainischen Freischärfer fämpfen gegen die Polen. 4. Die Weißruffen scheßen einen Bertrag mit Mostau und fämpfen gegen die. Polen. 5. Rach Herstellung der Grenzen sind die Kommandeure und Offiziere der roten Armee( die in ihrer Masse Offiziere des alten Regimes sind) bereit zum Butsch und zur Einführung der Militärdiktatur. 6. Wrangel beginnt seinen Vormarsch im Kontakt mit dem mili tärischen Zentrum( der Weißgardisten). 7. Die Armeen der Zentralmächte werden angesichts der drohenben, Gefahr des Bolschewismus mobilisiert und marschieren, die russischen weißen Garden an der Spitze, gegen die fommunistischen Armeen. Das Bolf wird durch Propaganda und Berteilung ruffis fchen Geldes in unbeschränkter Menge für eine antifommunistische Bewegung im Rücken der roten Armee vorbereitet. 8. Die ukrainischen Freischärler unter dem Kommando der Offi ziere des alten Regimes fallen der kommunistischen Armee in den Rüden. 9. Weißrugland fordert deutsche und russische Freiwillige an, um das Land von den Kommunisten zu säubern. 10. Die Weißen in der zoten Armee inszenieren in ben Saupt tädten einen Aufstand und fordern russische, deutsche und ungari Iche Freiwillige an, um die bürgerliche Ordnung wiederherzustellen. 11. Es mich ein Bündnis zwischen Rußland, Deutschland und Ungarn gefchlollen. 12. Die Monarchien werden wiederhergestellt und die Repu= bliten zu jener Rolle degradiert, die sie verdienen. Die hier formulierten Buntte entsprechen, wie erwähnt, den Hoffnungen der russischen Konterrevolutionäre im Soch fommer dieses Jahres, als die Krise im Osten ihren Höhe punft erreichte. Inzwischen hat sich die militärische Lage dort wesentlich verändert. Rußland und Polen stehen vor dem Friedensschluß, General Wrangel ist geschlagen, die konterrevolutionären Armeen in der Ukraine und in Weißrußland find in veller Aaflösung begriffen und zu einem Teil nach Bolen geflüchtet. Alle diese Tatsachen, die die Verschiebung der Kräftenerhältnisse im Osten illustrieren, lassen die Spefulationen General Biskupstis als abenteuerliche Phantasien eines militärischen Glücksritters erscheinen. Reineswegs phantastisch jedoch sind die grundlegenden An fchanungen, aus denen, diese Pläne wie die ähnlich gearteten Pläne des Obersten Bauer entstanden sind. Diese AnIchauungen muzzeln in der immer stärfer anschwellenden Reattion in Deutschland, die sich der russischen und ungarischen Abenteurerbanden nur bedient, um einen größe zen Spielraum für ihre Pläne zu gewinnen. Der Hort bereuropäischen Gegenrevolution ist gegen wärtig Deutschland, vor allem Bayern. Und die deutsche Reichsregierung hat noch neuerdings durch ihre Antwortnote an die Entente, in der ste gegen die Auflösung der Orgesch Stellung nimmt, den Nachweis erbracht, daß sie völlig im Geiste des Obersten Bauer und General Luben= dorffs handelt. Mit ihren Worten schigt fie die Orgeich; mit ihren Taten bereitet sie den Boden für die monarchistische Konterrevolu tion und den Renandhefrieg gegen die Entente. でれ Berbrochene Fensterscheiben Rar einigen Wochen fündigte der französische Minister präsident im Kammerausschuß für auswärtige Angelegen heiten an, daß die verbündeten Mächte der deutschen Regierung eine Rote wegen der von dem Reichskanzler Fehrenbach und dem Minister des Auswärtigen Simons in der Rheinprovinz gehaltenen Reden überreichen würde. Die deutsche Regierung hat jetzt diese Note und gleichzeitig die von ihr erteilte Antwort ver äffentlicht. Die Entente behauptete, daß die Erklärungen der beiden Minister geeignet gewesen seien, am Rhein Unruhe zu erregen und sie lenti die Aufmerksamkeit auf die schweren Folgen, die derartige Kundgebungen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung nach fich ziehen tönnten. Sie wolle in Zukunft Reifen der Staatsminister in das besette Gebiet nur zulassen, wenn diese Beamten Angriffe gegen die Re gierung und die Behörden der Alliierten und gegen ben Friedensvertrag unterlassen. Streit durch die Versicherung fortzulegen, baß die Bevölke rung des besegten Gebiets durch die Beschwerden, die mit der Anwesenheit der Besagungstruppen und der Besagungsbehörden verbunden seien, in eine höchst erregte und viels fach recht verzweifelte Stimmung geraten gewesen sei. Das ist, wie gesagt, eine starte Uebertreibung, da die Erregung viel mehr rechts des Rheins als lints des Rheins herrscht, und es wirkt dirett tomisch, wenn hinzugefügt wird, daß fich die Beunruhigung infolge der Ministerreden wesentlich verringert habe. Das Unglüd fann wirklich nicht so groß gewesen sein, wenn es schon durch ein paar Reben zu mildern war. Die deutsche Regierung erflärt, stolz, daß sie selbst darüber entWie verheerend das Vorgehen der Staatsanwaltschaft wirtschaftlicher Beziehung wirkte, erhellt daraus, daß die Chem nizer und Dresdener Getreidebörse gestern total entröller waren und das gesamte Geschäft brachliegt, denn feine be Firmen getraut fi jegt, auch nur das fleinste Geschäft machen, aus Furcht, daß sich der gestrige Borfall in turzer Zeit mieberholen tönnte." fein sehr reines Gewissen zu haben. 3hr plötzliches Fernbleiben Die Börsenmakler von Dresden und Chemnik scheinen beinah von der Börse fann doch nur als Eingeständnis und Bestätigung bafür gelten, daß die Getreidebörsen ausgesprochenen Schieber' börsen heute nicht unähnlich sind. 92 mirt lie Stan Bet hand Regi eine hätte bag ichaj ſcheiden würde, wann sie mit der theinischen Bevölkerung Der Biehschmuggel nach dem Ausland lug in persönliche Fühlungnahme treten wolle. Diesen Standpuntt mußte fie ja vielleicht einnehmen, aber mir dürfen doch wohl hoffen, daß fie bei den Fühlungnahmen in der Zukunft nach den jezigen Erfahrungen etwas vorsichtiger sein wird. Sie soll nicht mit Steinen nach den Fensterscheiben der Nach barn werfen und sich immer gegenwärtig halten, daß das deutsche Volf den angerichteten Schaden bezahlen muß. Die russische Wirtschaftslage Nach einer Meldung aus Mostau hat die Sowjetregierung eine Rundgebung erlassen, in der die Notwendigkeit eines Ersages bez abgenusien elettzilen und Dampfanlagen für die Wiederaufrichtung der zuffischen Wirtschaft betont wird. Bor dem Kriege habe Rußland 60 Prozent dieser Anlagen aus dem Auslande bezogen. Da die Goldvorräte und die austauschfähigen Waren ganz ungenügend seien, gebe es nur ben einen Ausmes, die Kapitalisten des Westens heranzuziehen und ihnen zur Ausbentung der Reichtümer des Landes Ronzessionen zu ber willigen, namentlich im Norden, wo Rußland unermeßliche Wald. reichtümer und Millionen Deßjatinen unbearbeiteten Landes habe. Die Kapitalisten des Westens müßten die Arbeiter= fuggejege Sowjettuglands anerkennen und außerdem Ihuggejeze Sowjetruglands anerkennen und außerdem im Ausbeutungsgebiet Fabriten, Werte und Verkehrswege an Tegen. Von unserer Seite ist bei Beratung des Etats des Frie bensvertrags im Reichstag durch den Mund des Genossen Breitscheid an dem Auftreten von Fehrenbach und Simons bereits Kritif geübt worden. Die Reben waren in ber Tat zum mindesten sehr unflug, und es gelang von vornherein auf der Hand, daß sie besonders in Frankreich und Belgien schwere Misstimmung hervorrufen würden. Was die Minister über Eupen- Malmedy, über den Drud, ver auf der Bevölkerung der Rheinlande laste, und über die Rohlenfrage ausgeführt haben, hätten sie zur Rot im deutschen Reichstag fagen fönnen, wo in der Debatte eine unmittelbare Korrektur erfolgen fonnte. Daß fie damit in die besetzte Provinz gingen, mußte provolatoris wirken, wenn dieser Eindrud vielleicht auch nicht beabs fichtigt war. Und das um so mehr, als mit unbeweisbaren Be hauptungen und Hebertreibungen gearbeitet Die Beziehungen zwischen Rußland und Georgien scheinen fich in den letzten Wochen gebessert zu haben. Ein Handelsvertrag zwischen Sowjetrußland und Aserbeidschan einerseits und Georgien andererseits ist abgeschlossen worden. Beide Ber tragsparteien gewähren einander freies Tranfitrecht auf ihren Eisenbahnen. Sowjetrußland und Aserbeidschan verpflichten sich, Georgien monatlich 17 000 Tonnen Raphthaerzeugnisse zu festen Preisen zu liefern und sollen non Georgien ebenfalls zu festen Preisen feuerfeste Ziegeln und Ton, Steinfohlen, Sols und andere Waren, mit Ausnahme von Getreide und Zuder, erhalten. Georgien darf die auf Grund des Sandelsablommens eingeführ ten Raphiha und Naphthaerzeugnisse nicht weiter ausführen. In den Moskauer Blättern wird eine Berfügung der Regierung erlassen, wonach non nun an alle Lebensmittel und Mittagsspeisungen an die gesamte Moskauer Benöffe rung fostenlos auf Karten verabfolgt werden sollen. Berschleuderte Milliarden Die Sumanité" bringt einen Artifel über bie Bergenbeten Milliarden In Archangelst unb Murmanst leien im Juni 1918 40 000 Mann gelandet. Die Soldaten hätten sich ge weigert, nach Abschluß des Waffenfinstandes zu kämpfen. Sie leien nach Frankreich zurüdgeführt worden. Was habe das ge fostet! Vom September 1918 bis Februar 1920 habe man kolt. Uns wird geschrieben: Er tung Geje petta Dorit Di auch trete teits hatte Regi ganz Auft nehm trieb heut foller Seit einiger Zeit wird sehr viel über Verschiebungen von Bich nach dem Ausland geflagt. nach dem Ausland geflagt. Die Interessententreise haben ben Reichstommiffar für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr auf die Folgen dieses Gebahrens aufmerksam gemacht. Dur den Viehschmuggel nach dem Ausland wird nicht nur unsere G nährung gefährdet, sondern auch andere Gefahren heraufbe schworen. Der Reichstommissar hat in Verbindung mit den Inter effentenorganisationen wiederholt Besprechungen veranstaltet. G wurden verschiedene Borschläge gemacht, burch die dem Schmugge begegnet werden soll. Die Grenzenüberwachung allein genüg nicht. Es ist deshalb vorgesehen, daß der Viehtransport bei Nacht uti verboten werden soll Außerdem ist angeordnet, daß in de Grenzgebieten jeder Viehtransporteur im Beis eines Ausweises du st fein soll, der Aufschluß gibt über 3med und Umfang des jeweiligen Deut Viehtranspories. Die Landwirte find gehalten, ihren Viehbeftan in eigens zu diefem 3med angelegten Büchern einzutragen un den Kontrollbeamten vorzulegen. Alle Vorschriften der Regie zung und des Ueberwachungskommissars allein sind aber ni wen imftande, bem Biehschmuggel wirkungsvoll zu begegnen, nicht die Mitarbeit aller Verbraucherfreise sichergestellt wird. Bei den Beratungen haben die Vertreter des Ueberwachungse ausschusses für Fleischeinfuhr, des Bichhandels, des Fleischer form gemerbes, der Unternehmer und der Arbeiter, der Eisenbahner Bele Be lämpfung des Bichichmuggels mithelfen zu wollen. Dagegen m und der Transportarbeiter bereitwilligst zugesagt bei der deut gesagt werden, daß die Landwirte nur mit Wiber willen sich den Anordnungen des Reichskommissars für Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr fügen. Auf einer am 4. D sember in Münster abgehaltenen Konferenz versuchten die Ber treter der Landwirtschaft der Grenzgebiete zu bestreiten, daß über haupt Biehschmuggel betrieben werde. Ein Bertreter der Bauerbahn Regierung und des Ueberwachungskommissars als Schitane embilan vereine erflärte sogar, daß die Landwirte die Verordnungen finden, die sie sich nicht mehr länger gefallen lassen wollen. Dabe wurde festgestellt, daß die Bauernvereine ihre Mitalieber a weisen, teine Listen ihres Biehbestandes zu führen, ebenfalls folle Amtmänner in den Grenzgebieten den Landwirten von der rung der Biehlisten abgeraten haben. Der Widerstand der Land wirte gegen bie Bekämpfung des Bieh'chmuggels läßt die e schiedensten Schlüsse zu. Da es äußerst schmer ist, die Smuggle 6. b. zu fassen, weil sie das Bich weidend der Grenze zutreiben. tant nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob ein größerer oder fleinere Teil der Landwirte der Grenzgebiete mit den Schmugglern Berbindung stehen. af unterstügt. Das habe Milliarden getoftet. Dann haben Des nitin, Subenits und im April 1920 Wrangel Unters tägung erhalten, außerdem sei im November 1918 das französische Mittelmeergeschwader nach bem Schwarzen Meer gegangen. Bon Januar bis Juni 1919 habe ein franzöfifch- griechisches Heer von fünf Divisionen die Gegend von Obeija unb Begarabien belegt. Eließlich feien bie zuffischen Randstaaten unters tügt worden, um gegen die Somjetrepublit vorzugehen. Wieviel Milliarden feien dafür verausgabt worden! Nachdem Frankreich Sowjet- Rußland brei Jahre hindurch belämpft habe, verlange es heute von ihm, daß es die Schulden des zaristischen Rußlands an erfenne. Monarchistische Demokraten In Nürnberg findet gegenwärtig ber bemokratische Parteitag statt. Es ist charakteristisch, daß die Männer, die dort zusammenkommen, immer noch unentschlossen zwischen Monarchie und Republif hin und her pendeln. Während die medlenburgischen Demofraten eine re publi tanische Liga fchaffen wollen, die eine Bereinigung aller Republifaner gegen die andringenden reaktionären Gewalten darstellen soll, hat sich eine Vertreterversammlung des demokratischen Reichsverbandes in München auf den Standpunkt gestellt, daß die Frage Republit oder Monars die feine grundsägliche Frage für die Partei sei, sondern eine reine Ermessungsfrage. So soll denn auch auf dem Nürnberger Parteitag diese Frage nicht aufgerollt werden, ba ihre Erörterung nur großen Schaden anrichten tönne. Bu baß Borge Verh lichte pet Regi De arten brüd wirt Wie aus Banern gemeldet wurde, find in der Nähe von Sal burg 13 Bauern wegen Biebschmuggels verbaf worben. Sie hatten den niedrigen Wasserstand der Sel ausgenukt und Vieh durch den Bach getrieben. Es ist also ber Wahrscheinlichkeit zu rechnen, daß die Viehschmuaaler in bindung mit den Landwirten der Grenzaebiete stehen und so Schmukiges Gewerbe zum Schaden der verbraumenben Bevölkeru betreiben. Es muß dafür gesorgt werden, dok alle Arbeiter nur affes fun, um den Viehschmuggel unmöglich zu machen. dern daß sie auch auf die ländlichen Bewohner der Grenzgebi einwirken, damit diese dem Schmuggel von Bich auf das schiedenste entgegentreten. ent am Das Achselstück als Erzieher Der Saushaltausschuß des Reichstags beschäftigte sich Donnerstag mit der Besoldungsordnung. Dabei tam es zu el lebhaften Aussprache darüber, ob ber Leutnant höher geftuft merben sollte, als der Boltsschullehrer Der deutschnatio nale Abgeordnete, General von Gallmis, begründete den treter Derfu Ihaft Seele Abtei brand in be Jamm Arbei Entid Borla Be bes trag seiner Partei damit, daß die Höherstufung des Leutnants eine Jei schon deshalb erforderlich sei, meil auch der Boltsschullehrer Söherstufung erfahren habe. Die Tätigkeit eines Leutnants höher zu bewerten, als die des Bollsschullehrers, fie stehe übe bem Abc- Schügentum". Der Leutnant habe gereifte Leute ziehen, der Lehrer nur lechsjährige Kinder. Menschen, sondern die Achselstide auf seinen Schultern zu achten Den Soldaten wird gelehrt, daß sie im Offizier night ben hätten. Diese Achselstücke scheinen nun nach Herrn Gallwis ihren Erfolge, die diese Erzieher aufzuweisen hatten, haben wir Die im Kriege tennengelernt. Resultat: je weniger Achselstücke, deft höher die Kultur eines Voltes. Der österreichische Bundespräsident Wien, 10. Dezember Die Blätter begrüßen einmütig die Wahl von Dr. Sainil zum Bundespräsidenten. Die Arbeiterzeitung" vermei unter Betonung ihres grundsäglich ablehnenden Standpunties 29 bet bie Einb hen nicht Sert der und ber i ber die Sozialdemokraten veranlaßt habe, dem Kandidaten Bergangenheit Sainischs, der sicherlich zu den Besten gehöre, bas beutich öfterreichische Bürgertum hervorgebracht habe politisch bentender Mann bleiben werde. bürgerlichen Parteien ihre Stimme zu verweigern, auf bie Das Der Ausweg ist also gefunden. Die Demofraten scheuen fluß an Kohlen hat, und die Zeugnisse, auf die Herr Simons wollen fich aber auch nicht offen für die Monarchie aus: bei seinen Feststellungen in diesem Puntt fich fügt, find alles sprechen. Deshalb schweigen sie diesen wichtigen Puntt auf andere eher benn einwandfrei. Auch sollte man sich in den ihrer Tagung tot, und sie können dann in der Zukunft ihre Klagen über die Bedrückung der Rheinländer eine gewisse Entscheidung je nach den Machtverhältnisse treffen. Sollte Burudhaltung auferlegen. Die Offupation ist hart, fie beber monarchistische Gebante durchbringen, dann werden die lastet schwer die Lage des Reichs, fie ist politisch ein Dorn Demokraten versichern, daß fie die Monarchie immer für in unserem Fleische. Aber es muß doch einmal offen die ideelste Staatsform gehalten haben, befestigt sich ber ausgesprochen werden, daß die große Masse des rheinischen republikanische Gedante, bann werden sie die Republit auf Boltes man mag das bebauern weber wirtschaftlich ihr Banner schreiben. Auf derartige Selden ist natürlich noch seelisch in so hohem Maße unter der Befehung leidet, fein Berlah. Sie gehören zu den Salben, von denen einmal schrieb, daß sie ausgespien werden müßten. murbe. Es ist eben nicht wahr, daß Franfreich einen Ueber fich, ein offenes Bekenntnis für die Republif abzugeben, Blatt Jagt, daß Sainisch sicher ein guter Demotrat und fozial Der innere Streit Folgen der kommunistischen Spaltungsarbeit Prag, 10. Dezember walt laten ben S gefter jeber mund bageg aufzu 3u ber Fra gentr Derja in bi ohne Bert Reid Bu to teit, haber bes In flet parte licher Ein Regi 31 daß Bere Eine Imie es vielfach dargestellt wird. Sehr weite Kreise Ludwig Thoma, auf der Höhe seines Wirtens stehend, im Boltshaus befindlichen Druderet an die rechtmäßigen Eigen perbienen glänzend, es herrscht ein recht vergnüg James Leben, und die Vaterlandsliebe hält vor allem bie besitzenden Kreise nicht davon ab, fich unter einer Herrschaft wohl zufühlen, von der sie annehmen, daß fie ihnen mancherlei Unannehmlichkeiten, mit denen fie im nicht be setzten Gebiet zu rechnen hätten, ersparen. Richtsdestoweniger erscheint uns die Empfindlichkeit der Entente doch allzuweit zu gehen. Eine mündliche Borstel lung würde am Ende auch genügt haben, und besonders bas Reiseverbot wäre besser unterblieben, zumal„ Störun gen der öffentlichen Ordnung" infolge der rebnerischen Leistungen der zwei Wanderprediger tatsächlich nicht vorge tommen sind. Erfreulicherweise hat die deutsche Regierung in threr Ant mort auf den Versuch verzichtet, den Inhalt ber Reben ihrer Minister zu rechtfertigen. Dafür aber bemüht fie fich, ben Die Polizei- Korrespondenz meldet: Heute früh stellte die tom munistische vereinigte Arbeiterschaft die Arbeit in ben Prager Fabrifen ein, um gegen die behördliche Rüdgabe bet tümer, die tschechoslowakische Sozialdemokratische Partei zu protestieren und zog in Trupps in die Stadt. Hierbei tam an verschiedenen Stellen zu Zusammenft ößen der Demon Auch in der Tschechoslowakei können die Reaftionär Regen Regen fich endlich die Rechtshüter? zanten mit ber Bolizei. In Sachsen find in diesen Tagen einige Inhaber bebentenber Getreidefirmen unter dem Berdacht bes Kettenhandels verhaftet worden. Unter den Verhafteten befindet sich auch der Seniorenchef der angesehenften deutschen Getreidefirmen, Abolf. GoldImibt. Die Bolfische Zeitung" ist darüber nicht wenig em pört. Sie rühmt Adolf Goldschmidt nach, dem Land den Krieg hindurch die größten Dienfte erwiesen zu haben. Auch betenert illuminieren. Me lond hand Reid Beich En Mu wie wat Ihaf Inte tight 3u G mini bünt ihen rung per Streifs im Reiche. Die Verhandlungen im Metall arbeiterstreit in Leipzig, die auf gestern vormittag angefe waren, find auf den 15. Dezember vertagt worden, weil der tallarbeiter- Verband erklärte, daß die Zeit zu furz bemessen fet. fie mit auffallender Eile, daß Goldschmidt nie ,, ein einziges sweis Delsnik, das über 120 Orte des Erzgebirges und Vogtlandes mit felhaftes Gefchäft gemacht habe. Aber barüber hinaus foll bas Borgehen der fächsischen Staatsanwaltschaft noch andere fatas trophale Folgen gehabt haben. Das Blatt schreibt: Weberlandzentrale Oberlungwis, durch die über siebzig Gemeinden Strom erhalten. Test Nes tin bet gen tel tes Deiß fres ber pie bie Das Bial Iner Stuft atio An ants eine Jei ilbes ben hten hren Die in Defto f gem Ifert bet Beit nag iben gung no Bieh et Reichswirtschaftsrat Das Bilanzgeset Die Beamten vor der Entscheidung des Reichstages Ueber die Stellungnahme der Beamtengewerkschaften zu den Beschlüssen des Reichstages: Mach langer Bauſe trat das Plenum des vorläufigen Reichs: Die Urabstimmung über die Beschlüsse| ihre Direktive und zwar eine Direttive von jo bin. wirtschaftsrates gestern zusammen. Die volle Besetzung des Hauses liek erkennen, daß die Unternehmer und die Arbeitnehmer bereit standen, um bei der Entscheidung über das Gesez über die Betriebsbilanz die Kräfte zu messen. Als Auftakt der Ver handlungen protestierte der Präsident des Hauses dagegen, daß die Regierung bisher weder für die räumliche Unterbringung noch für eine ausreichende Etatisierung des Reichswirtschaftsrates gesorgt hätte. Die Versicherungen des Reichswirtschaftsministers Solz, baß von seiner Seite alles geschehen solle, um dem Reichswirt schaftsrat das Unterkommen zu sichern, machte auf die Versammlug nicht allzuviel Eindrud. Auch über die ungenügende Beachtung des Reichswirtschaftsrates als gutachtliche Körperschaft der Gesetzgebung wurden lebhafte Klagen laut, die sich zu Inter pellationen und Anträgen verdichteten, deren Beratung heute befuhr vorsteht. ben urd Er fbe ter Es Agel nügt Den tand Die Beratung der Vorlage zur Betriebsbilanz wurde denn auch von dem Berichterstatter Dr. Frand( Arbeitgeber- Ber treter) mit dem Protest eingeleitet, daß ber Reichsrat bereits am Tage vorher dieses Gesetz verabschiebet habe. Im übrigen hatte der Berichterstatter alle Ursache, fich mit dem Inhalt der Regierungsvorlage einverstanden zu erklären, denn das ReichsZad juftizministerium hatte einen Entwurf geliefert, der sich voll und gang mit den vom Reichsverband der beutschen Ins eiles dustrie formulierten Wünschen beckte. Mit um so größerer iget Deutlichkeit lehnte der Berichterstatter der Minderheit, Genosse Aufhäuser vom Afa Bund, bas auf die Täuschung der Arbeitnehmer ausgehende Machwert der Regierung ab. Wenn den Be triebsräten lediglich die summarischen Sandelsbilanzen, wie sie heute schon jebe Attien- Gesellschaft veröffentlicht, vorgelegt werden follen, dann würden die freien Gewerkschaften auf ein solches Ge ngse verzichten. Der Begriff Betriebsbilanz müsse im Gegensatz zur cher formalen Sandelsbilanz hinsichtlich des Inhaltes und der als hner Beleg dienenden Unterlagen in dem neuen Gesez einwandfrei und und egie night Dent Be mu et die deutlich definiert werden, wie das in der Borlage des Afa. Bundes gesehen ist. Aufhäuser liek leinen 3weifel darüber, baß ein Geleg über die Betriebsbilanz nach der von der Regierung De borgeschlagenen Art von der gesamten Arbeitnehmerschaft als eine Ber Berhöhnung angesehen werden würde. Mit überraschender Deutberlichkeit tennzeichnete auch Röhr von ben christlichen Eisenterbahnarbeitern den heutigen Bilanzschwindel und forderte eine neue Regierungsvorlage, die als Mindestmaß die unveränderte Buchbilanz bringen müsse. per emp Dabei an Wen Fath Cand pet ater Lann terer in aly Der Justizminister beschränkte fich auf einige Redens arten über alles bas, was im Betriebsrätegesetz nicht auss brüdlich gesagt sei, um auf alle Fälle den Betriebsräten einen wirklichen Einfluß in die Bilanz versagen zu fönnen. Ein Vertreter der Laufmännischen Harmonieverbände, Herr Bedmann vom 6. b. A., versicherte nochmals, baß er im sozialpolitischen Ausschuß bersucht habe, zwischen den Unternehmern und den freien Gemerf haften zu vermitteln und dabei ausgerutscht set. Die gute Geele! Die weiteren Redner gehörten fast burchweg der britten Abteilung des Reichswirtschaftsrates an, die sich aus den Vers brauchervertretern, den freien Berufen, den von der Regierung in den Reichswirtschaftsrat belegierten Persönlichkeiten usw. zu fammenseßt. Diese sonderbaren Reutralen versicherten sämtlich die Arbeitnehmer ihres Wohlwollens, um dann mit um so größerer Entschiedenheit der von den Unternehmern gebilligten Regierungs. Borlage zuzustimmen. tet Land mit Met Bett ent Besonders charakteristisch war das überaus seichte Gefasel bes Rathebersozialisten" Sertner, der den Arbeitern teinen Einblid in die Betriebsführung geben will, um sie vor fnnbifalisti hen Neigungen zu bewahren. Der Mann braucht sich wahrlich nicht um das Seelenheil der Arbeiter zu fümmern. Herr Prof. Sertner hat scheinbar noch nichts davon gehört, daß die Kontrolle Der Betriebe im Interesse der gesamten Bollswirtschaft und nicht, wie er erzählt, zum 3wede einer egoistischen Lohnpolitit ber jeweiligen Belegschaft gefordert wird. Der Vertreter der Anwaltschaft, Dr. Sachenburg Mannheim, glaubte den Abvo laten spielen zu müssen, indem er mit gefünftelter Sarmlosigtelt ben Arbeitnehmern einreben wollte, bak die vom Afa- Bund aufgestellten Erfordernisse einer Betriebsbilanz ohne weiteres in jeber Laufmännischen Bilanz zu finden wären. Es muß nur undernehmen, daß sich die Unternehmer mit Händen und Füßen bagegen sträuben, biese„ Selbstverständlichleiten" in das Geleg aufzunehmen. Vertreter 3um Iuk brachte Serr Sumar, ber Schluß ber Sausagrarier, als Knalleffelt die„ Enthüllung" von einem Fragebogen, ben die freigewerkschaftliche Betriebsrätes zentrale des A. D. G. B. und des Afa- Bundes an die Betriebsräte bersandt hätte und der die ganze Gefährlichkeit des Eindringens in die Geschäftsgeheimnisse der Unternehmer erkennen ließe. Nicht ohne sensationelle Aufmachung richtete Herr Sumar an die AfaBertreter die feierliche Anfrage, ob fie in der Lage wären, dem Reichswirtschaftsrat über diesen Fragebogen Rebe und Antwort uftehen. Der Sprecher des Afa- Bundes erflärte fich fofort bes reit, die gewünschte Auskunft zu geben. Die freien Gewerkschaften haben auch wirklich feinen Anlaß. eine Debatte über das Problem des fagen. Geschäftsgeheimnisses zu scheuen. Der Vorstand des Deutsujen Beamtenbundes ist gestern um 2 Uhr nachmittags zu einer Sigung zusammengetreten, um zu dem Beslusse des Reichstages über die Beamten besoldung Stellung zu nehmen. An dieser Sigung nahmen die Vertreter sämtlicher dem Deutschen Beamtenbund angeschlosse= nen Beamtengewerkschaften teil. Während ein Teil der Gewert schaftsvertreter für ein radikales Borgehen ist. will der andere Teil die bisherige besonnene Tattif fortfehen. Man rechnet damit, daß schließlich beschlossen werden wird, ein Urabstimmung barüber zu veranstalten, ob weitere Verhandlungen mit der Regierung stattfinden sollen oder ob wegen der Ablehnung der Forderungen des Deutschen Beamtenbundes in den Streit eingetreten werden soll. Daß eine Broklamierung des Streits schon vorher erfolge, ist mehr als unwahrscheinlich, ba gerade die Großorganisationen und unter diesen wieder die Reichsgewert schaft der Eisenbahnbeamten und anwärter vor einem Streit noch jedes mögliche gewerkschaftliche Mittel anwenden wollen. Auf seiner Tagung in Berlin am 9. und 10. Dezember hat der erweiterte Borstand der Reichsgewerkschaft der Eisen. bahnbeamten und anwärter zu der Entscheidung des Reichstages Stellung genommen. In einer Entschließung wird erklärt, der gestern im Plenum gefaßte Entschluß bedeutet für die Beamtenschaft die Ablehnung ihrer Hauptforderungen. Das Entgegenkommen der Regierung, die Monatsgehälter für Januar bereits vor Weihnachten auszuzahlen, kann nur als eine Forthegung der unhei vollen Vorschußwirtschaft und als ein Be weis für die vollkommen verkehrte Besoldungspolitik der Regie: rung aufgefaßt werden. Die Reichsgewerkschaftstagung hat befahlossen, in Gemeinschaft mit dem Deutschen Beamtenbund eine Urabstimmung unter ihren Mitgliedern zu veranstalten, die ergeben wird, ob die organisierten Beamten zur Erreichung ihrer Lebensnotwendigkeit das legte gewertschaftliche Mittel ans zuwenden willens find. Auch im Deutschen Eisenbahnerverband sieht man die Lage als ernst an. Bindende Beschlüsse werden hier zunächst nicht gefaßt werden, da man erst die Besprechungen mit den Ressortministern abwarten will. Man nimmt an, daß im Laufe des Sonnabends Besprechungen im Reichsverkehrsministerium stattfinden werden. Erst auf Grund dieser Berhandlungen wird bann der erweiterte Borstand am Sonntag seine Entscheidungen treffen. Der Deutsche Beamtenbund zur Lage Der Bericht über die Beschlüsse der Beamtengewerffchaften wird ergänzt durch folgende Erflärung des Deuts schen Beamten bundes, die durch Wolfs Telegraphen [ hen Beamten bundes, die durch Wolfs Telegraphen bureau verbreitet wird: Der Deutsche Beamtenbund stellt fest, daß weder Erlasse noch Verfügungen der gewerkschaftlich organisierten Beamtenschaft bas verfassungsmäßige Recht nehmen fönnen, lebenswichtige Forderungen mit allen gewerthaftlichen Mitteln zu erfämpfen. Die im Deutschen Beamtenbund zusammens gefchloffenen Beamten halten aber die allgemeine politische Lage bes beutschen Bolles zur Zeit für so ernst, daß fie in pflichtmäßiger Wahrnehmung des ihnen verfaffungsmäßig obliegenden Dienstes am Wolfe im gegenwärtigen Augenblid nicht gewillt find, von dem letzten gewertschaftlichen Mittel Gebrauch zu machen. Der Deutsche Beamtenbund fann und will fedoch mit diesem Entschluß leine bisherigen wirtschaftlichen Forderungen night preis geben: er fordert nach wie vor eine unverzügliche Anpassung des Diensteinkommens der Beamten an die allgemeine wirtschaftliche Lage und jene Sicherstellung des Existenzminimums, die allein die Haatserhaltenden Grundlagen des Berufsbeamtentums gewähr. Teillet. Mit dieser Erklärung empfangen die zur Ur abstim= mung schreitenden Mitglieder der Beamten- Gewerkschaften Produktion sei das wichtigste, weshalb er auch den Acht. tunbentag in der Landwirtschaft für völlig verfehlt erflärt. Die Sozialisierung der Düngemittelindustrie lehnt er entschieden ab und verteidigt den Abbau der Zwangswirtschaft. Ihm folgt mit einer fast zweistündigen Rede vor völlig leerem Hause der Kommunist Reich. Er mißbilligt das Verhalten des Reichstanzlers gegenüber dem Abgeordneten Braun und wendet sich gegen die Rechtssozialisten, die genau so mitschuldig seien, wie die bürgerlichen Parteien. Er erflärt, daß man eine Regierung, die das gewaltige Elend duldet, nicht lieben oder hassen, sondern nuz verachten könne. Die neuen Korruptionserscheinungen im Er nährungsministerium geben ihm Veranlassung, den Minister zu fragen, was er dazu veranlaßt hat. Ernährungsdebatte im Reichstag im nichts nachlagen! Im übrigen predigt er die alte Melobie. Zufriedenheit der Landwirt. In der gestrigen Sigung des Reichstages wurden zunächst fleine Anfragen beantwortet. Die Beschwerde der Bolts parteiler über die Verhaftung von 25 Mitgliedern eines angeb Hermes erwidert sofort und weist die Vorwürfe gegen sein Ministerium als unbegründet zurüd. Die Untersuchung gegen den Regierungsrat Fürst sei noch im Gange, aber bis jetzt tönne man Ihm folgen einige Rebner bez bayrischen Bolfsvartei und des Zentrums. Sie sind mit allen Maßnahmen von Hermes einverstanden, wenden fich gegen die Sozialisierung der Düngemittelindustrie und bestreiten, daß die Landwirte ihrer Ablieferungspflicht von Brotgetreide nicht nachkommen. Der 3entrumsredner der Landwirte auf Erhöhung der Preise an. lichen Sportvereins in Köpenid verschaffte einen interessanten Diez aber mird deutlicher. Er tündigt neue Forderungen Einblick in die reattionären Vorbereitungen. Die Antwort ber Regierung bestätigte, daß es sich bei dem Sportverein" um den 3usammenschluß von 3eitfreiwilligen handelt, und daß in diesem Sportverein feinerlei Sport getrieben wird. Die Vereine haben vielmehr eine militärische Organisation. Eine Berhaftung der Mitglieder ist aber trotzdem nicht erfolgt, fondern nur ihre Bernehmung auf dem Polizeipräsidium. Auf die Anfrage der Unabhängigen nach dem Ergebnis der Verhandlungen des banerischen Ministerpräsidenten Kohr mit der Reichsregierung und der Entente gibt die Regierung die be Beichnende Antwort, das ergebesich aus der Note an die Entente 3usammentreffen! Aus der Antwort auf die Anfrage des Rechtssozialisten Rabbench, wie bie Flucht des Direttors des Ebenhotels Birndorfer möglich Ihaft ben Saftbefehl aufgehoben hatte und der Staatsanwalt, im war, ging hervor, daß das Gericht ohne Wiffen der Staatsanmalt. Interesse der Wahrung der Autorität des Gerichts" es nicht für richtig hielt, diese Haftentlassung zu durchkreuzen. Seltjames Gobann begann die Weiterberatung des Etats des Ernährungs ministeriums. Als erster Redner tommt ber demokratische Bauern bünbler, Dr. Böhme zu Wort. Er wendet sich gegen den preußi Ihen Ministerpräsidenten Braun und nimmt den Reichsernäh tungsminister Hermes sowohl gegen bie fachlichen als auch die Persönlichen Angriffe nachdrüdlichst in Schuh. Die Förderung der fet. Das in mit bie Den Nach einer längeren Rebe des Rechtssozialisten Riedmüller und einer neuen Antwort von Hermes mahnt der Präsident zur Kürze. Bald darauf erfolgt Schluß der Feratungen. Sie haben aufs neue gezeigt, daß die Ernährungspolitik ber jetzigen Regierung von den bürgerlichen Parteien ausnahmslos gebilligt und von den drei sozialistischen Parteien scharf verurteilt wird. Dutch Debatten im Reichstage wird an diesem Zustand leiber nichts ges ändert. Es ist vielmehr dringend notwendig. daß die Maffen fich mit aller Entschiedenheit für eine gründliche Kenderung des jegigen Ernährungskurses einsetzen. Die Beratung des Reichsnotopfers Die bürgerlichen Barteten haben zum Schein ihre grundläg Iiche Opposition gegen das Geleg über die beschleunigte Erhebung bes Reichsnotopfers aufgegeben. In Wittlich eit suchen sie nun auf I mwegen dasselbe Ziel zu erreichen. Im Steueraus Ichuß des Reichstags wurde gestern zu Beginn der Sizung auf Antrag des Zentrums beschlossen, nachdem eine Borbesprechung ben Parteien stattgefunden hatte, in die Spe der bürgerliche aialberatung des Gesetzes einzutreten. Selfferich versuchte diese Minierarbeit bereits bei§ 1, unterstützt von dem Demokraten Dernburg und dem Boltsparteiler Rieber. Demgegenüber betonte ber Staatsfetretär Mösle, baß die vorgetragenen Schwierigkeiten weit überschäßt bender Art, daß die Abstimmung unter der Beamten. schaft nahezu überflüssig wird. Indem der Beamtens bund zwar nicht das Recht, aber im gegenwärtigen Augens blid den 23 illen zum Streit preisgibt, wird die bei der Abstimmung herauskommende Willenstundgebung der Bea amtenmassen für die Regierung und die leitende Bureaus fratie zu einer höchst gleichgültigen Angelegen heit. Daß die Beamten nicht für die Annahme der schäbigen Abfindung durch Regierung und Reichstagsmehrs heit stimmen werden, erscheint uns selbstverständlich. Aber was hilft ein Botum gegen die Beschlüsse des Reichstages und für neue Verhandlungen, wenn die Regierung weiß, daß die Beamten nicht willens sind, auf den Gang dieser Verhandlungen eine Pression auszuüben durch die Bereitschaft und durch den Willen zum Streif. Eine von vornherein zum Tode verurteilte Ges werkschaftstaktit. Immerhin mögen einstweilen die organis fierten Beamten selber das Wort nehmen. Die Beamtenbesoldung Was ist dabei herausgekommen? Ueber das Thema Beamten besoldung ließen sich Bände schreiben. Besonders lehrreich wäre die Beantwor tung der Frage, was ist bei der am Donnerstag mit großem Geschrei im Reichstag verabschiedeten Regelung der Ange legenheit für die Beamten herausgekommen. Einstweilen mag die Zuschrift, die wir von einem mit Besoldungsdingen vertrauten Beamten erhalten, zeigen, daß die Masse der Beamten auch jetzt noch am Sungertuche nagt. Ein Freund unferes Blattes schreibt uns: „ Soffen und Sarren, macht manchen zum Narren!" Das Bolfswort hat sich für die Beamten in vollstem Umfange bewahrheitet. Die große Reichstagsdebatte über Beamtenbesoldung ist beendet. Hatte man sich schon teinen großen Soffnungen hingegeben, und ist die Geduld der Beamten auf eine harte Probe gestellt worden, so schlägt die Regierung durch die Annahme ihres Entwurfs den Sungernden geradezu ins Gesicht. Es scheint, als wolle fie es auf das Aeußerste antommen lassen. Welche lidarbeit das ganze Besoldungsgeses ist, zeigt sich im folgenden: Nach dem Gefek sollte ein Postbote erhalten: am 1. April 1920 ( 70 Broz. des Anstellungsgehalis 4300 M.)= 3010 t.,( 80 Broz. des Ortszuschlags 2000 m.)= 1600 M., 50 Bros. Teuerungszulage = 2300. Das find in Summa summarum 6910 m. jährlich ober 576,25 M. monatlich. Gleich nach Verabschiedung des Gesetzes sah man fich gezwungen, bie Diäten zu erhöhen, da das ursprüngliche Gehalt zum Teil höher war als das gefeßmäßige. Da die Not der unteren Beamten, in erster Linie die der außerplanmäßigen, dauernd stieg, willigte man in eine Erhöhung des Gehalts und so erhielten die Postboten 90 Proz. des Aushelfergehalts. Genenwärtia erhält ein Bostbote mit allen Zulage, chtlanen manatlich 824,87. Daß ein solches Gehalt nicht entfernt ben derzeitigen Lebens. bedürfnissen entspricht, müßte wohl febem ftar sein. Angeblich will man dies auch in den Regierungsstellen anerkennen, glaubt aber in Anbetracht der schlechten finanziellen Lage des Staates, bie noch troftfofere Lage der Beamten nicht verbessern zu können. Wohl erklärt man sich einverstanden mit einer Erhöhunn des Kinderzuschlags um 150 Prozent. Das bedeutet ein Mehr von 50 m. pro Monat. Als eine Verhöhnung unserer Not, a Is eine Bettlergabe, sehen wir das Angebot des Herrn Fis nansministers auf Auszahlung unseres Januargehalts noch vor Weihnachten an. Leider ist man gezwungen, die es Anerbieten anzunehmen, um momentan der größten Not zu steuern. Wohl erkennen wir die schlechte Finanzlage des Reichs an. Niemand wird jedoch bestreiten fönnen. daß in verschiedenen Bes ziehungen außerordentliche Ersparnisse im Reichshaushalt gemacht werden tönnten. Auf jeden Fall ist in dieser Sinsicht noch nicht das lekte Mort gesprochen. Coffte auf die neuen Verhandlungen hin die Regierung auf ihrem Standpunkt verharren, so wird die Beamtenschaft wohl andere Saiten aufziehen müssen. werden. Die vorgeschlagene Ausschaltung der Quellen sei nicht annehmbar. In vielen Fällen werde das Notopfer aus den Be triebseinnahmen, in anderen durch Kriegsanleihen oder vorhan benem Bargeld gebedt werben tönnen. Die Vorlage habe den Vorzug, daß fie Härten auf Grund der Abgabenordnung permeiden Entgegen hervorgetretenen Bertarungswünschen hält Staatssekretär Mösle es für dringend nötig, doch mindestens ben Teil des Gesetzes bald au verabschieden. der sich mit dem Vers anlagungsverfahren beschäftigt. Mit Rücksicht auf den Partei tag der Demokraten und die Zentrumstagung am Montag erfolgt Weiterberatung am Dienstag. Der Prinz- Prozeß Gestern vormittag wurde der Prin prozeß wieder aufgenommen. Der Vorsitzende richtete an den Angeklagten einige Fragen, die sich auf die Aussagen der Zeugen Dänner und Bäzold bezogen. Brinz erffirte auf Befragen, daß die Aussage der Beiden über einen angeblichen Sched, den er für Rechtsanwalt Nübell für das blaue Seft erhalten haben solle, unrichtig seien. Er habe lediglich zweimal 500 m. und 1500 M. als Darlehen erhallen. 3um Schluß der furzen Verhandlung gab Rechtsanwalt Rübell die Erklärung ab, daß in den letzten Wochen wiederholt Zeugen an den Angeklagten Prinz herangetreten seien, um ihn zur Flucht nach Holland zu verleiten. Es sei ihm erst eine Summe von 50 000 und dann 100 000 m. dafür geboten worden, u. a. von den Beugen Lichtenstein und Bater. Auch Seinrich Stlari habe versucht. Brinz zu einem Geständnis zu veranlassen mit dem Bemerken, daß ihm dann nichts passieren würde. Rechtsanwalt Bröll, der in Vertretung des Justizrat Werthauer erschienen war, widersprach dieser Darstellung und beantrante, die drei genannten Herren als Zeugen darüber zu vernehmen. Heinrich ffarz habe im Gegenteil das größte Interesse daran. daß die Angelegenheit aufgeflärt und Scheidemann und Georg Silarz von bem genen sie erhobenen Vorwurf gereinigt würden. Der Prozeß wird am Montaa vormittag 9% Uhr, ordnungsmänig fortoefekt merden. Aur nächsten Verhandlung werden u. a. auch der frühere Polizeipräsident Eichhorn und der frühere Abgeordnete Davidsohn als Zeugen erscheinen. Unabhängige Anträge im fälhen Landtage. Im fächsischen Panbiage beantragen die Unabhängigen Soricfdemokraten die Borlage eines Amnestiegeleges für politische Bergehen, Somie Festlegung des 1. Mai und des 9. November als gesetzTime Feiertage. Der Reichsrat hat in seiner gestrigen Eikung den bänderungsBeschlüssen des Reichstags über die Erhöhung der Kinderzulagen der Beamten augeftimmt. Die ruichen Gefangenenlager. Die ruffischen Somfetzeitungen teilen mit, baß es feht in Ruhland 84 Gefangenenlager gibt, in benen fich 89 000 frühere Beamte, Offiziere Boli et beamte usw. aus der Barenzeit befinden. Vor einem Jahre gab es 21 Gefangenenlager mit 16 000 Gefangenen. 97 KON LINON Eine besondere WeihnachtsFreude! Theater und Bergnügungen Volksbühne Lejing Theater Lessing- Theater 7 Uhr: Kälchen von Heilbronn Direkt.: Bictor Barnowsky Neues Bolkstheater 7% Köpenicker Str. 68. hr: Berifles v. Lyrus Proletarilches Theater Bhilharmonie, Bernburger Str. Sonntag, 12. Des., nachm. 3 Uhr Die Feinde von Marim Gorki Staatstheater. Opernhaus 61 Uhr: Amoretten Hänsel und Gretel Schanipielhaus 7 11 br.: König Richard III. Direktion: Mar Reinhardt. Deutsches Theater 7 Uhr: Don Carlos Kammerspiele 71%, 2: Die deutschen Kisinstädter Großes Schauspielhaus Karlstraße 7 Uhr: Danton( Auß. Abonn.) Theater i. d. 7% Uhr: Flamme ( Dorich. Hartmann.Göh. Bröckl Sonntag 71: Amphitryo Montag 7: Flamme 7 Uhr: Deutsch. Künſtl.- Theater die saeidungsreiſe ( Max Adalbert, Truce Hesterberg) Fitzlifitz, der Himmelssohneider Sonnabend 3: Bum 1. Male Walhalla- Theater Täglich Ballelbinder 7 U.: ( Alfred Lautner a G.) Residenz- Theater Täglich 7 Uhr: Lady Windermeres Fächer Sonntag 4 Uhr: Die Freundin Trianon- Theater Täglich: 7! Uhr: Kammermufit Sonntag 4 U.: Die Raschhoffs Central- Theater Alte Jakobstraße 30 Sonntag, den 12. Dezember, nachm. 3 Uhr Königgräger Str. Die Internationale 8 Uhr: Rausch ( Drska. Abel, Niemann, Richard, Beldtkirch, Dernburg, Römer) Sonntag: Rausch Sonntag nadm.: Crdgeift Montag: Erbgeist Komödienhaus 8. Die Sache mit Cola mtt Max Pallenberg ( Rosefine Dora a. G., Ortrud Wagner, Bicha, Seskel, Stieba, Kiper) Sonnt. nachm.: Der Biberpelz Berliner Theater Täglich 7 Uhr: Die spanische Nachtigall miz Frizi Massary ( Erik Wirl, Hans Waßs mann, Ralph Art. Roberts, Emmy Sturm, Olga Engl) 1Sonntag nachm Uhr: Der letzte Walzer Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: Die Csikósbaroness Operette in drei Akten nach einem Motis Petöfis von Frig Grünbaum. Rose Theater 72% Uhr: Gefchloffene Borstellung 3, Uhr: Hänsel und Gretel Th. am Nollendoriplak 31 Uhr: Ufchenbrödel 7 2hr: Wenn Liebe erwacht Sig. nach Der Bielgelebte Tragikomödie in 4 Akten von Emil Hallupp 8 Folies Caprice Sanatorium Steinach Der gehornte Siegfried mit Ferd. Grünecker. 28 Königstadt- Theater Alexandorstr.21 Bhf. Jannowitzb. Edglich Gala- Sänger 7.30.: VARIETE KABARETT BeлгеEsirate 54. An ang praz. 4 Blesen- Weihnachts- Spielplan Theater a. Kottbuser Tar Tägl 71, u. Sonntag nachm. 3 Uhr Elite- Sänger Ab 1. 12. das große Weihnachts- Programm! Vorverkauf: 11-1 n. 4-6 U Residenz- Kasino Blumenstraße 10 Tägl. Gr. Ball für die ältere Jugend. Nur Runbtänge. Dienstags: Gratis Berlofung Donnerstags: Prämiierung Anfang 6 Uhr APOLLO Friedrichstr. 218 Nanfen mit seinen bressierten Auftreten Stapitän menien 18 Casino Theater 8 Seelöwen Der Fehlttitt einer Frau und die übrigen Dezember 3 Sonntag 3, U.: Cousin Emil 2 Sensationen!!! 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Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege, ber Härter Wilhelm Augustin Bankow, Schulzestraße 6, am 5. d. Mis. verstorben ist. Chre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Berban Verwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienftr. 83 Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Montag, den 13. Dezember 1920, abends 6 2hr Branchenversammlung De ba mei wie Ite Ich Un daß ein Dat S ใน ส Re Ger ang Don ich gab han Ver ΠΟΥ die Be gu Ich Ver bea Der Schnittarbeiter und Knopfarbeiter in der Aula des Sophien- Lyzeums, Weinmeisterstraße 16/1 1. Die Aufgaben der Gewerkschaft. Referent: Koll. Uri Zu dieser Versammlung find alle in der Knopfinduftrie b 2. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen eingeladen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt Achtung Bau- und Geldschrankschlosser. A Montag, den 13. Dezember 1920, abends 6 Uhr Branchenversammlung der Bau- und Geldschrankschloffer und b Kollegen aus den Betrieben für gelochte Bled in den Sophien- Sälen, Sophienstraße 1/18. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Urabstimmung. 2. Diskuffio Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Achtung! aus nid tim he ab mei Be für An Die An mu Be ber Ge Dor baz De lam wi ge tä uni bie Achtung ord hie Bifc der fieg tail Pr 2 in ber der be mö Mi ber ton Arbeitslose! Branchenversammlung Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Urwahl Ortsverwaltung. 2. Diskussion. Für Dreher am Montag, den 13. Dezember 1920, vorm. 10% im Sigungssaal, Linienstraße 83-85. Für Ziseleure, Graveure, Drahtarbeit Feilenhauer, Wickler, Emaillierer, Zigarettenmaschinen- Führer am Montag, den 13. Dezember 1920, mittags 1 2 im Sigungsjaal, Linienstraße 83-85. Auf Beschluß der Generalversammlung müffen in allen fammlungen, die zur Politik unferer Gewerkschaft Stellun nehmen, alle Richtungen zu Worte kommen. Die Ortsverwaltung Betriebsrätesekretär gesucht! Die freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale BarmensClberfeld sucht zum möglichst sofortigenEins tritt einen durchaus tüchtigen Betriebsrätefekretär, der aufs befte vertraut sein muß mit allen eins ichläg gen organisatorischen und fachlichen Fragen. Langjährige gewerkschaftliche Tätigkeit und reb nerische Befähigung Borbedingung. Gehalt nach Abereinkunft. Bewerbungen find einzureichen bis spätestens 31. Dezember 1920 an Wilhelm Wichelhaus, Gewerkschaftssekretär, Barmen, Loherstraße 37. Unzüge, Ulster Palefots. Cutaways. Hosen, Alaska- und Kreuzfüchse, Muffen( Keine Lombardware) Verkauf zu enorm billigen Preisen. Leihhaus Friedrichstr. Nr. 2 Artikel und Erzählungen in der FREIEN WELT Heft 47 Preis 60 Pt. Der Neubau der Partelen v.Felix Stössinger/ Hunger von FriedHardy Worm' Die Heimkehr der Schnitter von Stijn Streuvels Besuchen Sie unsere Weihnachts Bücher Ausstellung ep ber De wa ha St be Un Be bes 50 be fo je U fa CECENTERS id a de fo ei قرة رقم 85 b b Breite Straße 8-9. Den ganzen Tag geöffnet. Verkauf bis 7 hr abends. ber ts. ber 83-85 the tg ter Se 16/1 Urid trie be htung thr ng b Det Bled affion tung ng aht 2 Seiten F, 1 2 Jen Br Stellun tung g Nr. 526 Beilage zur Freiheit" Roste, Severing und August Müller fein säuberlich Preußische Landesversammlung zusammengefest find, bie fich gegen die Sozialisierungsforderun Der Polizeigeist gefährdet gen verwenden lassen. Der Rebner verlangte zum Schluß bie Debatte über Bergbau und Schiffbarmachung der Ruhr, beren beschleunigte Jnangriffnahme Sozialisierung Von den Verhandlungen am Donnerstag ist noch nachzutragen, daß ein Antrag auf Annahme eines Gefeßentwurfs über die Ezweiterung des Stadttreises Barmen dem Gemeindeausschuß überwiesen wurde. Die Tagesordnung für Freitag wies zunächst eine Reihe fleis ner Anfragen auf. Als erste die Anfrage unserer Genossin John wegen der ungefeglichen Einrichtung von Privats hulen in Erfurt und der Umgehung der schulärztlichen Untersuchung der Privatschulkinder. Die Regierung antwortete, daß Privatschulen nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen eingerichtet werden dürfen. Die ärztliche Untersuchung der BriBatschultinder dürfe nur noch durch den Schularzt geschehen. Sn der weiteren Verhandlung wurde ein Gesetz über die Rege lung von Teuerungszuschlägen zu den Gebühren der Notare, Rechtsanwälte und Gerichtsvollzieher und zu ben Gerichtstoften in erster, zweiter und dritter Lejung debattenlos angenommen. Darauf wurde die Verordnung beraten, die die Beschäftigung von weiblichen Angestellten in Gast- und SchantwiriIchaften regeln soll. Die Berichterstatterin, Frau Hanna gab eine Darstellung von den Verhandlungen im Ausschuß; es handelt sich in der Hauptsache um die Beseitigung des§ 5 dar Berordnung, der sehr einschneidende Polizeiaufsichts- Bestimmungen Borsieht. Die Linte wollte diesen Baragraphen beseitigen, aber die bürgerlichen Barteien setten seine Beibehaltung durch. Zur Berhandlung im Plenum ist nun erneut der Antrag auf Streis gung des§5 gestellt worden. Da die Rechte des Hauses sehr hwach vertreten war, befürchteten wohl einige bürgerliche Bertreter eine Annahme des Antrags. Der Demottat Sirupe beantragte Rückverweisung der Vorlage an den Benölkerungs ausschuß da noch Anträge und Eingaben eingegangen seien, bie nicht genügend beraten werden konnten und well man die Abs timmung über die Berordnung nicht einer Zufalls mehrheit im Hause überlassen tönne. Giering von den Rechtssozialisten und unser Genosse Dr. Wen! wanbien fich gegen den Berschleppungsantrag, der dann abgelehnt wurde. In der Debatte, die fast ausschließlich von meiblichen Mitgliedern des Hauses bestritten wurde, hielten bie Bertreterinnen der Rechten an dem§ 5 fest, während die Linke für feine Beseitigung eintrat. Bei der Abstimmung über da Antrag auf Streichung des§ 5 wurde Hammelsprung notwendig. Die Zahlung ergab 90 Stimmen für und 109 Stimmen gegen den Antrag. Das Haus war also beschlußunfähig. Die neue Sigung wurde auf 3% Uhr anberaumt. Sie begann mit der Farisehung der Debatte über ben Bergefat. Als erster sprach der Handelsminister Fischbed, der sich bemühte, die scharfen Angriffe, die von Hue und unserem Genossen Berten gegen die staatliche Bergwerts- Verwaltung borgebracht worden waren, zu entkräften. Der Minister benutzte dazu einzelne Stellen aus den angegriffenen Lieferungsperträgen, die bis heute noch nicht den Mitgliedern des Barlaments vorgelegt wurden. Im übrigen malte Fischbed die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands ziemlich däster. Der Man gel an Koble und die Verschlechterung der Qualis tät sei verhängnisvoll für unsere Industrie, unser Gewerbe und unsere Landwirtschaft. Eine gewisse pitante Rote betamen bie Ausführungen des Demokraten Fischbed, als er dem Abgeordneten Hue ein leines Privatissimum über Marxismus hielt. Sue hatte auf die patriarchalischen Verhältnisse des preuBischen Bergbaus unter dem Direktionsprinzip in der Zeit vor der 48er Revolution hingewiesen und dabei ausgeführt, daß die fiegreiche bürgerliche Revolution und die Durchführung des Rapitailsmus im Bergbau erst den Bergknappen zu dem verelendeten Broletarier gemacht habe. Diese Ausführungen glaubte Fischbeck in Gegensatz bringen zu können zur Marrschen Theorie, wonach der Kapitalismus eine historische Notwendigkeit war, der mit der Beseitigung veralteter Produktionsmethoden fulturföt bernd gewirkt und auch erst die moderne Arbeiterbewegung er möglicht habe. 3ur Sozialisierungsfrage meinte der Minister sehr vorsichtig, er wolle die Bearbeitung dieser Frage berufenen Sachfennern überlassen, wie sie in der Sozialisierungstommission und im Reichswirtschaftsrat vertreten seien. Nach dem Minister sprach der Deutschnationale Martin, ein evangelischer Arbeiterfekretär. Er strengte sich nach Kräften an, den Feindbund", den Versailler„ Schmacho: rtrag" und das Spager Abkommen für alles wirtschaftliche Elend in Deutschland verantwortlich zu machen, schimpfte insbesondere ge waltig auf die Franzosen. Nachdem er den Feind in einer halben Stunde totgeredet hatte, verwendete er die übrige halbe Stunde zu dem Nachweis, daß die Sozialisierung des Kohlenbergbaus ein sehr gefährliches Experiment fei. Als Unterlage für seine Ausführungen benutte er eine Broschüre des Bergbaulichen Vereins, aus der er ganze Seiten zur Kenntnis des Hauses brachte, insbesondere die Stellen, wo Aussprüche von 50 Hunger Roman von Knut Hamsun.s ( Schluß.) Sie brummte zornig, weigerte sich hartnädig, etwas von dem herauszugeben, was sie auf dem Tische hatte, riß mit logar noch ein Stüd Kuchen aus der Hand und legte es an leinen Plaz zurüd. Jah wurde wütend, schlug auf den Tisch und drohte mit der Polizei. Ich wolle gnädig gegen sie sein, lagte ich; wenn ich alles das nehmen wolle, was mein sei, würde ich ihre ganze Bude ruinieren, denn damals hätte ich ihr eine furchtbare Masse Geld gegeben. So viel würde ich aber nicht nehmen, in Wirklichkeit wolle ich nur die Hälfte des Werts haben. Obendrein würde ich auch nicht wiederfommen. Davor solle mich Gott bewahren, nachdem sie solch eine Person sei... Endlich legte sie mir einige Kuchen zu einem unverschämten Pie se hin, fünf, sechs Stücke, die sie zu dem höchsten Preise tagierte, der ihr überhaupt nur einfallen konnte, und dann befahl sie mir zu gehen. Ich stritt noch mit ihr, behauptete, daß sie mich um eine Krone betrüge und mich mit ihren blutigen Preisen förmlich aussauge. Wissen Sie, daß Strafe auf solche Schurtenstreiche steht?" sagte ich. Gott steh Ihnen bei, Sie könnten ja auf Lebenszeit ins Zuchthaus kommen!" Sie warf mir noch einen Kuchen hin und schrie mir zähne fletschend zu, ich solle machen, daß ich fortkomme. Darauf verließ ich sie. " ein Vertreter der Regierung zusagte. Weiter sprach noch zum Bergetat ein Mitglied der Deutschen Bolfspartei, ebenfalls Arbeiterfekretär. Boltspartei, ebenfalls Arbeiterfetretär. Als lezier Rebner steht der Reufommunist Kilian auf der Liste. Die Sprengkapseln Zum Wahlkampf im Metallarbeiterverband Aus Frankfurt a. M. wird uns folgendes berichtet: Am Montag, den 29. 11., fand im Gewerkschaftshaus Frant furt a. M. eine Bersammlung statt, in der Paul Neumann von ber verflossenen Betriebsrätezentrale, Berlin, Münzstraße, referieren sollte über das Thema:" Tagesfragen der Gewerkschaiten". Nachdem der Referent erschienen war und ehemalige Ber liner Kollegen dort antraf, war er etwas verdugt. Die Zeit bis zum Beginn der Bersammlung verzögerte sich, da der„ Massenbesuch zu wünschen übrig ließ. In der pripaten Unterhaltung, die in der Zwischenzeit geführt wurde, tam folgendes Geständnis des Neumann zustande:„ Wir legen von der Münzstraße eine Zündschnur mit Sprengkapseln in die Gewerkschaften hinein, brüfen auf den Knopf, und puff, ist der Führer meg. Unsere Leute tommen dann an die Stelle. So machen wir es intematisch, bis wir den ganzen Apparat in den Fingern haben." Er sagte danu noch weiter, mir sollten uns ben Weg nach links nicht vez sperren, sonst tommen wir unter die Räber". Als ihm darauf erwidert wurde, daß auch K. P. D.- Leute es bisher nicht anders tun tonnien, erklärte er, das set eben ganz etwas anberes: Wenn wir erst daran sind, bann wird eben alles anders werden." Man sieht wiederum, daß die jezt neugegründete Gewerkschaftszentrale drauf und dran ist, nicht die Gewerkschaften umzuformen, fondern, wie N. selbst sagt, Sprengkapseln zu legen. 39 Paul Neumann war von jeher etwas täppisch, aber seine Freunde werden erblassen, wenn sie ihn so reden hören. Man sollte den Mann doch nicht so frei herumlaufen lassen. Inzwischen wird das Legen der Zündschnüre und Sprengtapfeln bereits praktisch geübt im Berliner Metallarbeiters verband. Ostar Rusch soll die erste Sprengfapfel an ent scheidender Stelle sein, nur hat es den Anschein, als ob er zuvor selbst in die Luft gehen würde. tommt diese Aeußerung Neumanns gerade zur rechten Zeit, um den Berliner Metallarbeitern zu zeigen, wozu ste ge= mißbraucht werden sollen. Die Eisenbahner für Ziska Immerhin Aus Berichten, die uns täglich über Bersammlungen und Kon ferenzen zugehen, geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß sich immer weitere Kreise der im Erwerbsleben Stehenden gegen die tommunistischen Bestrebungen wenden, die auf eine 3erstö= rung der Gewettichaften gerichtet sind. Und je näher die Tage der Urwahl im Deutschen Metallarbeiter- Berband tommen, desto mehr häufen sich die Zeichen, die auf einen Sieg der Liste Zista hinweisen. So liegt uns jetzt ein Bericht über eine am Donnerstag, ben 9. ds. stattgefundene Versammlung der im Deutschen Metallarbeiter- Berband organisierten Eisenbahner por. Die gut bes suchte Versammlung nahm nach einem Referat bes Genossen Neuendorf nach anregender Debatte gegen eine Stimme fol gende Resolution an: Die im Wahlförper 85 zusammengeschlossenen Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes erkennen in ben von den Vertretern von 26 Millionen Proletariern gefaßten Londoner Beschlüssen die geeigneten Grundlagen zur Befreiung des Bros letariats, zur Bekämpfung des Kapitalismus, zum Aufbau des Sozialismus. Sie erklären, daß sie sich nur von der Geschlossen heit der Kampffront einen Erfolg versprechen tönnen, daß sie in jeber Abzweigung, ganz gleich in welcher Richtung, eine Schwächung der Kampfestraft des Proletariats ersehen, wodurch andererseits die Gegenrevolution ermutigt wird. Die Vers fammlung erblickt für die Wahlen der Ortsverwaltung in der Lifte Zista die geeigneten Bersonen zur Durchführung der oben angeführten Gedanken und wird die Kandibatur Ziska- Urich nach besten Kräften propagieren. Die tommunistische Berwirrung verstößt auch zu sehr gegen das normale Denten, als daß Arbeiter mit gesunden Sirnen darauf hineinfallen tönnten. unten in der Vognmandsgade, für den Jungen aufzube wahren gedachte, der mit den Papierstreifen gespielt hatte. Ich dachte fortwährend an ihn, fonnte seine Miene nicht vergeffen, als er aufgesprungen war und geflucht hatte. Er hatte sich nach meinem Fenster umgedreht, als der Mann auf ihn gespudt, und hatte nachgesehen, ab ich darüber lachte. Wenn ich ihn überhaupt nur fand, wenn ich hinunter fam! Ich strengte mich nach Möglichkeit an, um schnell nach der Bognmandsgade zu gelangen, fam an der Stelle vorüber, wo ich mein Drama in Stüde gerissen und wo noch eine Menge Papier lag, umging ben Polizeidiener, ben ich furs zuvor durch mein Gebahren in Erstaunen versezt hatte, und stand endlich an der Treppe, wo der Junge gesessen. Er war nicht da. Die Straße war beinahe leer. Es fing an zu dämmern, und ich fonnte den Jungen nirgends ent deden; er war wohl schon ins Haus gegangen. Ich legte den Kuchen vorsichtig hin, stellte ihn auf die hohe Kante gegen die Tür, flopfte start an und lief bann eilig davon. Er wird ihn schon finden! sagte ich zu mir selbst; sowie er heraustommt, findet er ihn! Und meine Augen wurden feucht vor Freude bei dem Gedanken, daß der Kleine den Kuchen finden werde. Jch tam wieder nach dem Eisenbahnkai hinunter. Mich hungerte nicht mehr; aber die Süßigkeiten, die ich genossen, verursachten mir Uebellett, In meinem Kopf tobten die wildesten Gedanken: Wie, wenn ich heimlich das Tau von einem der Schiffe durch schnitt? Wie, wenn ich plötzlich Feuer" rief? Ich gehe weiter hinauf am Kai und finde eine Kiste, auf die ich mich wirrer wird. Jch rühre mich nicht und tue überhaupt nichts, um mich aufrechtzuerhalten. Se, etwas ähnliches von einem unverbesserlichen Weibe feßen kann, falte die Hände und fühle, daß mein Kopf immer hatte man doch noch nicht gefehen! Während der ganzen Zeit, wo ich auf dem Martte umherging und von meinem Kuchen ah, sprach ich laut von der Frau und ihrer Unver schämtheit, wiederholte, was wir einander gesagt hatten, und dünfte mich ihr sehr überlegen. Vor aller Leute Augen aß ich von dem Kuchen und sprach laut vor mich hin. Die Kuchen verschwanden einer nach dem andern; wieviel ich auch aß, es verschlug nicht; ich war geradezu gründlich ausgehungert. Großer Gott, daß es nicht verschlagen wollte! Ich war so gierig, daß ich mich beinahe an dem legten Kuchen bergriffen hätte, den ich von Anfang an für den Kleinen Ich starre nach dem„ Copègoro", dem Bartschiff mit russi scher Flagge hinüber. An der Reling sehe ich einen Mann; die roten Laternen vom Badbord werfen ihren Schein auf feinen Kopf, und ich erhebe mich und spreche zu ihm hinüber. Ich verfolgte gar feinen 3wed damit und erwartete auch gar teine Antwort. Ich rief: 99 Segeln Sie heute abend, Rapitan?" " Ja, bald," antwortete der Mann. Er sprach schwedisch. " Sm. Sie brauchen wohl nicht zufällig noch einen Mann?" Ich machte mir in diesem Augenblid gar nichts daraus, ob Sonnabend, 11. Dezember 1920 Gegen Moskau Vom 7. bis 9. Desember tagte der Beirat des Deutschen Bes fleidungsarbeiter- Berbandes. In sechsstündiger gründlicher Be ratung wurde das Trelben der Gewertschaftszersplitterer einmütig und auf das schärfste verurteilt. Die Abrechnung war eine so gründliche, daß Schumacher bei seiner Verteidigungsrede, im Gegensatz zu seinen sonstigen Gepflogenheiten, jämmerlich versagte Interessant war das Geständnis Schumachers, daß die Wandlung feiner Gesinnung sich nicht erst auf der Rüdfreise aus Rußland, jondern bereits bei der Abschiebs- ,, Audienz" sollzogen habe. Mit 34 gegen 8 Stimmen wurde eine Entschließung angenoms men, die bejagt, daß diejenigen Mitglieder, die die Bestrebungen der Moskauer Internationale innerhalb des Verbandes unterstützen ober fördern, stellen sich in offenen Gegensaz zu den Beschlüssen unseres Berbandstages, den Bestimmungen des Statuts und den Interessen unserer Mitglieder und somit außer= halb unserer Organisation. Auch die Tätigkeit Schumachers, die er var den Berliner Indus strielen ausgeübt hat, wurde ebenso einmütig gebrandmarkt und mit 35 gegen 2 Stimmen nachstehende Resolution angenommer: Der Beirat mißbilligt auf das entschiedenste das Berh ten bes Kollegen Schumacher, der in einer Berjammlung Berliner Kaufleute und Industrieller den wirtschaftlich schärfften Gege nern der modernen Arbeiterbewegung einen Vortrag gehalten bat. Diese Handlung ist mit der Würde eines Vertreters ber ge werkschaftlichen Klassenfampforganisationen und dem ihm übertragenen Bertrauen durch die Organisation unvereinbar. Beiratssigung des Tertilarbeiterverbandes In ber vom 8. bis 10. Dezember 1920 in Dresben stattfindenden Beiratsßigung des Deutschen Textilarbeiterverbandes referierte zum ersten Puntt der Tagesordnung Stellung des Deutschen Tertilarbeiterverbandes in der Tagespolitit und zum Neuauffau der wirtschaft" Jädel: Berlin. Er legte etne Resolution or, in der es u. a. heißt: Der Beirat weist alle Bestrebungen, die im Textilarbeiterverband vorhandene Disziplin aus außerhalb der Verbandsbemegung liegenden parteitaktischen ober parteivoliti schen Grüden u lofern und in seriegend auf die ertilarbeiterbemes gung zu wirken, als arbeiterschädigend entschieben zurüld besonders erflärt er seine Tätigkeit innerhalb des Berbanbes. wie fie von der Stommunistischen Partei Deutschlands, einem Diftume aus Mostau folgend, vorgeschrieben wird. als unvereinbar mit den Interessen der Tertilarbeiter und des Bezbandes. Der Vers bandsvorstand wird aufgefordert, diesen Fragen seine größte Aufs merksamkeit zuzuwenden und gegebenenfalls mit allen zu Gebote stehenden Mitteln eine solche. die Einheit der freien Tertilarhet: terbewegung vernichtenbe Tätigkeit durch unverantwortliche Cles mente unmöglich zu machen und acnen sie vorzunehen. Gang Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß außerhalb des Bers bandes stehende Instanzen der K. P. D. die politisch zur R. P. 3. gehörenden Angestellten der Organisation auf die obennenannten zu verwerfenden Vorschriften verpflichten, hält es der Beirat für geboten, biefe Verbandsangestellten aus das Verbandsschädinende einer solchen Bragis hinzuweisen und fordert eventuell vom Borstand energisches Einschreiten. Der Beirat erklärt ausbrüfflich, baß er sich mit Entschiedenheit auf den Boden der Amsterdamer Gewerkschafts- Internationale Bellt, das arbeiterschädinende Treis ben ber Mostaner Gewerfchafts- Internationale verurteilt und jebe Unterstützung dieser Internationale als verbandschädigend betrachtet. Die Refolution wurde mit 35 gegen 8 Stimment agenommen. Bezeichnend war, daß gegen die Resolution eine große Anzahl der Berliner Bertreter und nur zwei Bertreter der Provinz danegen stimmten. Die Resolution be beutet nicht nur eine Absage an die dritte 3nter nationale, sondern sie muß auch die notwendigen Ronsequen gen nachsichziehen denjenigen gegenüber, die sich im Sinne der Moskauer Thesen innerhalb des Verbandes zu betätigen verSuchen. Zum Wiederaufbau der Wirtschaft wurde nachstehende Resolution gegen zwei Stimmen angenommen: Der Beirat beschließt: Der Borstand wird beauftragt, die Aufmerksamkeit der internationalen Vereinigung der Tersilarbeiter, Sik London. und bes nächsten internationalen Textilarbeiterfons gresies in Paris auf die für das deutsche Wirtschaftsleben. besonders in Hinsicht auf die Tertilindustrie, und auf das Wirtschaftsleben der Welt vernichtenden Wirkungen des Friedensvers trages von Berlailles au lenten und zu beantragen, daß die Frage der Revision dieses Vertrages auf die Tagesordnung des Kongresses gesetzt werde. Resolution zu Bunft I. Der Beirat des Deutichen Tegillarbeiterverbandes ersucht ben Borstand des Gewerkschaftsbundes, energisch auf Erfüllung der im Bertrag mit den politischen Parteien aus Anlaß des Kapps Butsches vereinbarten 8 Punkte hinzuwirken. Resolution au Punft I. Die aus allen Teilen Deutschlands beschichte Sihung des Beis rates des Deutschen Textilarbeiterverbandes gibt der Deutschen ich eine abschlägige Antwort betam oder nicht; es war mir ganz gleichgültig, was der Mann mir entgegnen würde. Ich stand und wartete und sah zu ihm hinüber. ,, Rein," entgegnete er.„ Es müßte denn ein Jungmann sein." Ein Jungmann! Jch zudte zusammen, nahm verstohlen meine Brille ab und stedte sie in die Tasche; bann betrat ich den Landungssteg und ging an Bord. Jch bin nicht befahren", sagte ich, aber ich kann alles machen, was Sie mir anweisen. Wohin geht die Fahrt?" Wir gehen mit Ballast nach Leeds und nehmen dort Kohlen für Cadir ein." , Gut!" sagte ich und drängte mich dem Manne auf.„ Mir ift's gleichgültig, wohin die Reise geht. Ich werde meine Ars beit machen." Er stand eine Weile, sah mich an und überlegte. ,, Du hast noch nicht gefahren?" fragte er. Rein. Aber wie ich Ihnen sage, weisen Sie mir eine Ar beit an, und ich mache sie. Ich bin an alles gewöhnt." Er überlegte wieder. Jegt hatte ich es mir schon fest in den Kopf gesetzt, daß ich mit müsse, und ich fürchtete, wieder an Land gejagt zu werden. Was meinen Sie also, Kapitän?" fragte ich endlich.„ Ich fann wirklich alles leisten. Was sage ich! Ich wäre ja ein elender Kerl, wenn ich nicht mehr täte, als mir aufgetragen wird. Wenn es gilt, fann ich zwei Wachen hintereinander übernehmen. Das bekommt mit gut, und ich fann es schon aushalten." Nun ja, wir tönnen's versuchen", sagte er.„ Wenn es nicht geht, trennen wir uns in England wieder." Ratürlich," sagte ich in meiner Freude. Und noch einmal miederholte ich, daß wir uns ja in England trennen könnten, wenn es nicht gehe. Dann wies er mir meine Arbeit an.. Draußen im Fjord richtete ich mich einmal auf; ich war naß vor Fieber und Mattigkeit, sah nach dem Lande zu und sagte für diesmal der Stadt, sagte Kristiania Lebewohl, wo die Fenster so hell in allen Häusern leuchteten. Ende. Reichsregierung und ben graftionen bes beutschen Reichstages Jowie ber banerischen Landesregierung Renntnis von einer Berordnung des Stadtrates Augsburg, welche den gemeinschaftlichen Besprechungen mehrerer Betriebsräte einer Branche aber eines Ortes die polizeiliche Anmeldepflicht auferlent. Der Beirat erhebt gegen diese, bie Ausübung der gesehlichen Pflichten dr Btribsräte erschwerende und einengende Verordnung, energisch Einspruch unb erinht um schleunige Beseitigung der= Jelben. Groß- Berlin Freispruch im Prozeß Wendelstadt Gestern wurden die Verhandlungen im Brozeß Wendelstadt fort: gesetzt. Bernommen wurde die Zeugin Homberg, die aus Jtalien getommen war und die sich über ihre Beziehungen zu dem er mordeten Wendelstadt näher ausließ. Sie bekundete u. a., daß der alte Herr Wendelstadt sich oft sehr herrschsüchtig und brutal zu dem Sohne gezeigt habe. In der Boruntersuchung spielte eine Aeußerung der Zeugin eine Rolle, die von der Möglichkeit einer Täterschaft des fetigen Angetlagten sprach. Die 3eugin erklärte heute, nicht sie, sondern der das Verhör leitende Kriminalbeamte habe diesen Berdacht geäußert. Wegen einer Dame, die der Sohn heiraten wollte, jei der Bater auf den Sohn nicht gut zu sprechen gewesen, er wollte von einer Seirat nichts wissen. Auf eine Frage des Staatsanwalts bestätigt Zeugin Hornberg, daß Wendelstadt jun. Seinen Bater gebeten habe. thm 20 000 bis 30 000 Mart zu geben. Mit dieser Summe mollte der Angeklagte sein Berhältnis abfinden. Diese Forderung war die Ursache einer heftigen Szene zwischen Bater und Sohn. Der alte Wendelstadt sei sehr wütend geworden und habe erflärt, er, der Sohn, solle ihm nicht mehr vor die Augen tommen, bis er das Verhältnis ends gültig abgebrochen habe. Auf Fragen des Justizrats Dr. Wert hauer bestätigt die 3eugin weiter, daß der alte Wendelstadt scharf barauf achtete, daß alle Fenster geschlossen gehalten wurden. Nach Vernehmung einiger Zeugen, die nichts Wesentliches zur Sache befunden, wird die Beweisaufnahme geschlossen. Den Geschworenen wird die Frage nach Mord bzw. Totschlag vorgelegt. Nach halbstündiger Beratung verneinten die Geschworenen die Schuldfragen. Darauf verkündete das Gericht: Der Angeklagte wird freigesprochen. Die Koften werben der Staatsfasse auferlegt. Frattionsvorstände der Bezirksverordneten Groß- Berlin Am Montag abend 7 Uhr im Berliner Rathaus, Zimmer 63, 2. Stod, Gigung der Fraktionsvorstände der Bezirksverordneten. Teilnahmsberechtigte bestimmt erscheinen. Sorrenbe Bezahlung. Ein Leser unserer Zeitung schidt uns über die Entlohnung der Garderobenfrau des Klind= worth Scharmenta Konjerootoriums folgenhe Reilen: Das Konservatorium besikt für die Ablage der SchülerLleider eine eigene Garderobe und berechnet hierfür dem Einzelnen einen monatlichen Zuschlag von 1,50 M.( obligatorisch). Da die Anstalt in ihren Brojpetien auf eine Frequenz von mindestens 1100 Schülern hinweist, entspräche dies einer monatlichen Einnahme von mindestens 1650 M. Die dort angestellte Garde robierin betommt bei einer 12stündigen Arbeitszeit hundertfünfundvierzig Maz!, von denen sie allein für Fahrgelb monatlich 42 m. verausgaben und tagsüber ohne warme Mahlzeit bleiben muß Jhre bis: herigen Vorstellungen bei dem Leiter ber Anstalt( Di teftor Robitschef) sind erfolglos geblieben!" Bielleicht tellt uns ber Herr Direftar mit, mas die Frau mit den paar Pfennigen anfangen soll und in welchem Zeitraum er 145 M. Dezbient. Berschmelzung der Straßenbahn. Gestern ist in einem förm lichen Att die Verschmelzung der vormaligen Berliner elettrijchen Straßenbahn A.-G. und der Städtischen Straßenbahn Berlin mit der Großen Berliner Straßenbahn in Anwesenheit des Stadtban rats Dr. Adler und des Stadtrats Sedelsohn in verwaltungstech nischer Beziehung vollzogen worden. Die Bereinheitlichung des Fahrscheinwesens wird demnächst erfolgen. Das Berschminden eines Gutsinspektors beschäftigt die Berliner Kriminalpolizei. Der Inspettor R. Wijozti vom Gut Krumhanel bei Ringenwalde in der Neumark besuchte den legten Pferdemarkt in Kastrin- Neustadt und wohnte dori im Hotel Aronpring". Am Dienstag vormittag vertaufte er mehrere Pferde. Rachmittags wurde er dann auch noch auf dem Pferdemarkte gesehen. Seit dem aber ist er spurios verschwunden. Da er ungefähr 70 000 R bei sich hatte und nichts mehr von sich hat hören lassen, so wird angenommen, daß er Berbrechern in die Hände und diesen aum Opfer gefallen ist D- 3ug- Diebe Find immer noch an der Arbeit. So wurde einem Wiener Ehepaar auf der Reise nach Berlin eine foftbare Pelz garnitur gestohlen. Das Ehepaar fuhr vom Franz- Josef- Bahnhof in Wien ab, in einem Abteil 1. Klasse, in dem noch mehrere Fahr gäste sahen. In amei Kartons führte es eine Chinchilli- Belz garnitur, einen Kragen und eine Muffe bei sich. Die Kartons hatte es in bas Reh über den Sitzplägen gelegt. Bor der Zugrenision in Gmünd padte die Frau die Garnitur aus und legte sie an, um fie nach der Kontrolle pieder in die Kartons zu verpaden und zu verschnüren. Dann suchte das Ehepaar den Speisewagen auf, in bem es bis Prag blieb. Vor Tetschen, wo eine neuerliche Zugtontrolle stattfindet, wollte die Frau die Belze wieder anlegen. Die Kartons lagen auch noch verschnürt im Reg, waren aber, mie sich bei der Deffnung herausstellte, leer. Auf die Wiederbeschaffung der Belze setzt das Ehepaar eine Belohnung von 5000 Mart aus. Braletarisches Theater. Am Sonntag, den 12 Dezember, nach mittags 3 Uhr, findet in der Philharmonie, Bernburger Str., eine Aufführung des revolutionären Schauspiels Die Feinde" von Maxim Gorti statt. Die Funktionäre und Betriebsräte werden gebeten, sich diese Borstellung anzusehen, und rege Propaganda für die Arbeiterbühne zu veranstalten. Karten 3 M., für Arbeitslose 1 M.; Kaffenöffnung 2 Uhr. Mitgliedstarten haben für diese Borstellung feine Gültigkeit. Einen fübbeutschen Abend mit einführenbem Lichtbildervortrag des Genossen Rudner, der in die tirolisch- banrische Hochgebirgswelt u. a. führt und eine Zugfpigbesteigung in sich schließt, veranstalten die Bildungstommissionen des 14., 15. Distrikts und Charlottenburg am Sonntag, den 12. Dezember, abends 7 Uhr, in der Aula, 3winglistr. 2. Der süddeutsche Künstler Rudolf Lange wird Dialettgedichte und Prosa sprechen und Lieder von Koschat usw. fingen. Sans Pardon begleitet am Flügel. Gäste find willkommen. 23 Seiterer Abend in der Neuen Welt. Am Montag, 13. Dezember, 7% Uhr, veranstaltet die Große Voltsoper- Berlin einen Seiteren Abend" mit dem Blüthner- Orchester. Karten zu 4.50 bis 9. Parteigenossen erhalten Karten zum Preise von 3,40 M. in der Freiheit", Neukölln, Nedarste. 2, Emjer Str. 32 und bei Eichstädt. Berliner Str. 21. Boltsbildungs- Amt Renföfn. Eine Beethoven Feier großen Stils veranstaltet das Volksbildungsamt anläßlich des 150. Geburtstages des großen Komponisten am tommenden Sonntag, den 12. Dezember 1920, abends 7 Uhr. im Festsaal der RealSchule, Boddinstraße 34-41. Dr. Felir Günther hält den einleitenden Bortrag. Die Trio- Vereinigung Günther- WaghalterKraus wird Werte des großen Meisters zu Gehör bringen. Der fologelangliche Tell wird von Alice Schäffer- Kucznikli bestritten, während Manfred Fürst vom Neuen Boltstheater Regitationen bringt. Das außerordentlich fünstlerische, sowie umfangreiche Programm wird vom Lehrergesangverein umrahmt unter Leitung des 1. Chormeisters Walter Moldenhauer. Die 2. Männerabteilung des Turnvereins Fichte" veranstaltet aus Anlaß ihres 27jährigen Bestehens ein Schauturnen am Sonntag, den 12. Dezember 1920, in der Turnhalle Wrangelstr. 137, nachmittags von 3-6 Uhr. Wir machen die Arbeiterschaft darauf aufmerksam und erwarten einen regen Besuch, um sich von dem Wert und der Notwendigkeit der Pflege der Leibesübungen zu überzeugen. Arbeiter Kinderchor Neukölln. Dirigent Richard Razo. Leitung Karl Schneider. Uebungsstunde jeben Sonntag, 10-12 Uhr vorm. im Gesangsfaal der 1. Mädchen- Mittel chule, Donaustr. 120. Anmeldungen werden bort entgegengenommen. Eintrittsgeld 1 M. Monatsbeitrag 50 fg. Deffentliche Mieterversammlung. In einer am Sonntag, den 12. Dezember 1920, vormittags 10 Uhr, im Reuen Gesellschafts: haus am Bahnhof Treptom stattfindenben Mieterversammlung wird über das Thema: Jit die Belegung der Mieterbeinterposten für das Miet- Einigungsamt durch Vertreter der politischen Bar teien nach den bisherigen Erfahrungen auch für die Zukunft angebracht?" öffentlich gesprochen und das Thema zur freien Ausprache gestellt. Erscheinen für die Mieter des Verwaltungs bezirks 15 ist Pflicht. Interessenten find willkommen. 99 Reuköllner Schülermanderungen. Die in den früheren Jahren von der ehemaligen Ortsgruppe Neukölln des Zentralvereins für Schülerwanderungen" veranstalteten Wanderungen find in diesem Jahre erstmalig unter Leitung des itädt. Jugendamts durchgeführt. Die durchschnittlich 6-8tägigen Wanderungen, die am 18. Juni ihren Anfang nahmen und sich im einzelnen bis in die Serbstferien erstredten, wurden finanziell derart bestritten, daß jedes Kind einen Betrag von 65 Mf. erfparte, was in 39 Ge meindes und 2 Mittelschulen insgesamt 43 200 t. ergab, und bie Stadtgemeinde neben einem Barzuschuß Lebensmittel in natura gewährte. Dieses Verfahren hat fich infofern als besonders porteilhaft erwiesen, als es möglich war, ben Kindern fast täglich zweimal warmes Eisen zu perabreichen. An ben mehr tägigen Wanderungen beteiligten sich 535 Knaben und 449 Mad chen, die in 34 Gruppen eingeteilt, unter fachkundiger Führung porwiegend den Sarz und die Sächsische Schweiz, auch Rügen, Thüringen und hervorragende Gegenden unserer Mart besuchten. Daneben veranstaltete das Jugendamt unter Beteiligung von ing. gesamt 667 Kindern zahlreiche eintägige Wanderungen in die nähere Umgebung der Reichshauptstadt. Karl Schneider, Rigaer Straße 64, legt Wert auf die Feststel lung, daß seine Frau Erna, geb. Heitmann, nicht mit der ge= suchten Erna Seitmann bentisch ist. Gewerkschaftliches Arbeitsloseurate Groß- Berlins! Am 14. Dezember, mittags 12 Uhr, Vollversammlung, Marstall, Breite Str. Am Sonnabend, den 11., vormittags 11 Uhr, Reichsausschußigung des geschäfts: führenden Ausschusses, Marstall, Breite Straße. Der Schiedsspruch für die Bantangestellten. Die Teuerungs zulagen wurden für die männlichen Angestellten um 1200 Diart Don 4800 auf 6000 Mart, für die weiblichen Angestellten um 1500 Mart von 3600 auf 5100 Mart im Jahre erhöht. Haushaltszulagen wurden um rund 1000 Mart erhöht. Die Kinderzulagen werden gestaffelt und betragen 840 Mart bis 6 Jahre, 1080 Mart bis 12 Jahre und 1300 Mart für Kinder über 12 Jahre. Die Ortsklassenabschläge sollen nunmehr 5, 10, 15 und 20 Mart be tragen. Die Einkommen merden um 20 Prozent erhöht. Die Ein Lommen der Bureauburschen werden festgelegt: 3m 14. Lebensjahr auf 4360, im 20. auf 7900 Mart. Die Lehrlingsbezüge wetGarderobe Freiheit- Leser HERRE- DAMEN. erhalten als Weihnachtspräsent den Ledebour- Prozess statt 36 Mk. für 25 Mk. Die politische und juristische Bedeutung des Ledebourprozesses stempelt das Werk zu Anzüge, Cutaways Paletots, Ulster, mit gestreift. Hosen, Plüschmäntel, Sportjacken, Paletots, Ulster Kostüme, Röcke Grösete Auswahl sehr preiswert Teilzahlung gestattet M.Beiser, Lothringer Str. 67. Kupfer Die Neuköliner Metall. Einkaufs- Zentrale Rotibuler einem zeitgeschichtlichen Dokument, Messing, 3inn usw. im Doxam 66, am in welchem die Konterrevolution, insbesondere Pranger wird. Werk ist für euch die Klassenfustiz, erbarmungslos an den Queſtfiber, Zehngebiffe mand, mit Interesse und inniger Anteilnahme an dem Blatin, Gold, Silberbudy Verlauf der Revolution folgenden Arbeiter weit über Tagespreis elue Quelle der Belehrung. Es sollte nie- Brunnenstr. 11 scine Anschaffung unterlassen, ins- Beuffelstr. 29 besondere solite das Werk in keiner Biblio- Fennstr. 48 Weidenweg 72 der die Möglichkeit besitzt, thek fehlen. Bestellungen unter Beifügung der Abonnementsquittung oder dieses Achtung! Inserats sind bis 20. Dezember zu Altmetalle richten an die Buchhandlung, Freiheit Berlin C2 Breite Strasse 8-9 Kupfer, Mossing, Blei etc. etc. kauft WIEMER 1. Pascalftrage 3 2. Selmbolyftr. 111, beides an der Gotzkowakyerücke Hermannplag, Relzwaren jetzt sehr billig! Kreuzfüchse. s. 250 m. au v. 2009. an Sitis Alaskafidhje v. 195 9. an Große Auswahl in sonstigen Belzwaren. Reparaturen innerhalb 8 Tagen. Boczter Kürschnermits. Koubuser Damm 15 Mr. und Firma achten! den um etwa 20 Prozent erhöht. Die im früheren Schiebsfp den Bayerischen Hypothekenbanten eingeräumten Sonderrechte hinsichtlich einer geringeren Entlohnung ihrer Angestellten werden abgeschafft. Der Reichstarifvertg soll in dieser Fassung bis zum 30. Juni nächsten Jahres laufen, jedoch soll dem Allgemeinen Ver band der deutschen Bankangestellten und dem Deutschen Bant beamten- Verein freistehen, zum 1. April nächsten Jahres sinfight lich des Einkommens- Tarifes wie auch der Anrechnung der Be rufsjahre Aenderungsvorschlaäge zu machen. Verwaltungsarbeiter des Reiches und Brenjens. Seit Anfang Ottober sind die Lohnempfänger der Verwaltungsbehörden des Reiches ohne Erfolg bemüht, einen Reichslohntarif zum Abschluß zu bringen. Die Ressortvertreter machen ständig neue Schwierig feiten; insbesondere das Reichsvertehrsministerium perfut durch Einführung einer 8. Lohngruppe, die Verwaltungsarbeiter als Prellbod gegenüber den berechtigten Forderungen und Tari beständen der Eisenbahner zu benutzen. So besteht die Gefahr trok der stetig steigenden Kosten für den Lebensunterhalt vor dem Weihnachtsfefte feinen Pfennig an Rachzahlung ab 1. Juni 1930 zu erhalten. Auf den Einwand, die finanzielle Notlage des Rei ches gestatte nicht, die Verwaltungsarbeiter des Reiches ange messen zu entlohnen, muß erklärt werden: Das Reich möge uit nur zu einer Versicherungsgesellschaft der reichen Leute werben, sondern die Regierung hat durch eine gerehte Steuerpolitik alle Mittel der Geldbeschaffung anzuwenden. Bon seiten des Deut schen Transportarbeiter- Berbandes und der verhandelnden Rom miffion von Kollegen ist alles getan, um im Rahmen der Ber handlungen das menschenmöglichste zu erreichen. Stolleginnen un Kollegen! An Euch wird es liegen, zur gegebenen Zeit, wenn der Ruf an Euch ergeht, den Kampf durchzuführen. Transportarbeiter- Berband, Sektion 1. Deutsche Auflösung bez Lezarette. Montag, 13. Dezember, nachm. 3 Uhr, Bellverjam lung famtlicher Arbeitnehmer( Beamte, Merzte, Soweitern, Angestellte und La empfänger) her Lazarette Groß- Berlins im Berliner Gesellschaftshaus, Etter Berger Str. 16. Tagesordnung: 1. Bericht ber Siebenartommission. 2. Stellung nahme und Beschlugjaljung weiterer Maßnahmen. Erscheinen aller unbebingt e forderlich. Die Siebenerlommission. Aus den Organisationen 4. Diftrift. Arbeitslose Genossen, Familienväter, bitte ich eiligt zu melde Sei F. Döln, Forfer Str. 44. Domännin der Kinderschuhlommission. 3. Ditriti. Sonntag, 10 Uhr normittags, bei Bieler, Dieffenbachstr. 76, Ba standsfkuna. 15. Diftritt. Dienstag, 14. Dezember, abenbs 7 Uhr, Bartandstigung bei Braut Wilhelmshavener Str. 23. 689. und 890. Begirt, umfaffenb bie Sauser Huttes trake 2-6, Rojtoder Str. 1-19, 36-52, werben bie Barteigenoffen ersucht, was Registrierung ihre Büher abzugeben bei Günther, Rostoder Str. 42. 16. Diftritt. Sämtliche Sammellißen zur Weihnachtsbescherung für die Rixbe der erwerbslosen Genoen müssen bis Sonntag, 12. Dezember, bei ben Abteilungs fajfierern abgerechnet fein. Die erwerbstolen Genossen müssen fi bis Sonntag 12. Dezember bei ihren Bezirksführern melden meds Angabe bez Rinherzağl Alle Listen miten dann am selben Tage bei Barleben, Burgsborfitt. 13 abgegebe merden. 18. Diftritt. Kommunaltommiffion. Montag, 7% Uhr, Bolsitzung Chriftianis rage 6, Schule. Jebes Mitglieb mus erscheinen. Diftritt Lichtenberg. Mittwoch, 15. Dezember, abenbs 7 Uhr, im Cafe Bellevu Hauptstr. 2, Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Wirtschaftsfrise und G talismus. Referent Gen. Stein. 2. Disfusion. 3. Stellungnahme zur Belegung bes Bezittsamts. 4. Organisationsarbeiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Neutolle. Die zum 17. Dezember angesagte Mitgliederversammlung findet e Anjang Januar als Generalversammlung für Reufölin, Briz, Budown Rubowatt. Charlottenburg. 6. Gruppe. Sämtlicht arbeitslose Genolien werben gebeten die Zahl ihrer index, zweds Weihnachtsbescherung, beim Genossen Witthes, Goethestr. 32, anzugeben. Charlottenburg. Kindericustommission. Die arbeitslosen Genossen unit tinder wollen bis Dienstag, 14. Dezember, ihre Adresse mit näheren Angaben( 3ahl un Alter ber Kinder) bei ihrem 3ahlabenbleite: abgeben. Charlottenburg. Frauenebenb am Mentag, 7 Uhr, im Rathans, Sigung aiminez 1. Referat ber Genossin Herh Benoffinnen erscheint zahlreich un pünktli Capenis. Sente, abends 7% Uhr, bei Roje, Bergmannstraße, Borstandstung unter Teilnahme per Frauen und KinderschusLommission. Tagesordnung: Weihnachtsbeicherung der Kinber der Arbeitslofen. Erscheinen Blicht. Vereinskalender Rommanale Betriebsräte Groß- Berlins. Sonntag, 12. Dezember, sarm. 9½ finbet in Kliems Fettsälen, Berlin G 59, Salenheide 13, etne Bollversammlung Betriebsräte ftatt. Tagesordnung: 1. Die Betriebsräte im Zusammenhang her jegigen Stabtperwaltung. Referent: Sollege Detimer, 2. Stellungnahme Betriebsräte zu ben Ernährungsihwierigkeiten ber großstäblichen Bevölkeru Referent: Rollege Heinrich. 3. Die Renorganisierung des Wohnungsmejens. ferent: Kollege ẞinier. Dhne Ausweis als Betriebsrat eines städtischen triebes ober einer Berwaltungsstelle Groß- Berlins fein Zutritt. Zentralverband her Angestellten. Jugendgruppe: Mitglieberperfammlung 12. Dezember, nahm. 5 Uhr, in den Jugenbjälen, Rosenthaler Str. 36. gruppe 6b( Spedition): Deijentliche Versammlung am 12. Dezember, vormili Uhr, im Bazenhofer, früher Badbraueret, Foicinftr. 2. Fachgruppe ( Selfenhandel): Rugliederversammlung am 12. Dezember, vorm. 10% ihr, in bes Sophiensälen, Sophtenstr. 17-18. Fa Zaternationaler Bunb der Kriegsbeschädigten unb Kriegshinterhliebenen, it RD. Sonning. 12. Dezember, vormittags 9 Uhr, Bezlatsperfammlung in b Schulaula Gretismalber Str. 24-28. 3nfolge der außerordentlich wichtigen Lage arbrung it bas Erscheinen eines jeden bringenbe flight. Berband der Fahrllarbeiter, Orisserwaltung Groß- Berlin. Sonnabenh, 11. sember, abends 7 Uhr, bei fenfara, Vereinshaus Süd- it. Melchiorstr. 15, jammlung aller in den Sasertrautfabriten und Gurfeneinlegereien beschäftigi Kolleginnen anb Kollegen. Bericht von unserer Lohnbewegung. Transportarbeiter Berbanb. Technisches Bühnenpersonal. Sonning, 12. 2 ember, vormittags 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Nefaure Brandenpersammlung. Zentralnerbaub b. Urb. 3rvaliden Rentoun. Mitgliederversammlung am Son tag, 12. Dezember, vorm. Dhe, im beal- Rafino, Weichselfiz. 8. Cos. Broletarterjugend. Sonntag, 12. Dezember, findet nom Kreis- Weft- Br denburg die Wintersonnenwendfeier statt. Wir betrachten es als selbstverständli Pflicht, daß die Berliner Organisation fich daran beteiligt. Fahrgelegenheit 3. Uhr vom Rotsdamer Bahnhof bis erher. Cin Ste einmal 10,9 besug bezogen Buglic Rebek Die rend baß d nehm 3ust wortl sehen. Die hat n rupti behau Einfu Art 3 Erteil daß d Serr bepor ihr ei Cin griffe Her Mitte eine haupt word der Grüß Iaff aus her f die Stelle fei, fo zu w wege Un Serm wefen getre weise Einf recht aus abjid im 3 Täti feine Bor habe ihre Ber das verfo das Sein find bat bet Brbeiter Sportler Groß- Barlins. Um Mittwoch, 15. Dezember, finbet bis Rezalversammlung bes Startell- Bezbandes Groß- Berlin in ber Tula des Sop Symnafiums, Steleitz. 34, püntilim 7 Uhr, tett. Tagesordnung: Wir und Luzerner Internationale. Der Jenaer Arbeiterjportiongreß. Die Wigtigtelt Tagesordning erfordert die Anwesenheit sämtlicher Mitglieder. Einlah nur gege Bilgliebstarte einer Arbeiter Sportorganisation. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, verni. 11 Uhr, im Rathaus, Königstraße, trag des Herrn Dr. S. Sale: Freiheitliche Kampforganisationen. Darmonium Tosca( Baccini). Gäste willfommen. Berantwortlich für die Redaktion: Emil Rabolb, Berlin. antwortlich für den Inferatenteil: Ludwig Komeriner, Katishorit. 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