Po erget bpl.) jebe gang Born Serefe a id bert die ding Die ffen Borts Die ith 8A fchen ge lung aftal tr.25 öltt eine afts bends aten I bel nales r des 2h Find Itom traße tige Latate бе bagi Ett. am De e 133 詩: tollen bends gend alift bes laben tspro Diefer bie Bu Schen gen 155 Ber ft. belt etfe bei res ess ben ben hen ben nje ren Einzelpreis 30 Pfg. • 3. Jahrgang. De Breiheit erichein morgens und nachmittags, Sonntags und Montags m einmal. Der Bezugspreis beträgt bet freier Bustellung ins Haus für Groß- Beritu 10,- M. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,30. Für Bost bezug nehmen fämtliche Boftanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 m., für das übrige Musland 21,50 m. uzüglich Valuta- Aufschlag, ver Brief für Deutschland und Offerreich 30, hatine. Erpedition und Bering: Berlin 2. Breite Straße m. Donnerstag, 16. Dezember 1920 Nummer 534 • Morgen- Ausgabe De achtgefpaltene Ronpareillegeffe aber beren Raum koket S,-. etfchfekti Seuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2, M., febes weitere Wort 1,50 m., einfchließlich Teuerungszufchlag. Laufende Angelgen laut Tarif. Familien Anzeigen und Stellen- Befuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen Befuche Wort- Anzeigen bas fettgedruckte Wort 1,50 Mm.. febes weitere Wort L.Serniprecher: Bentrum 2030. 2645. 4516 4602, 4835. 4040. 6021 greiheit Berliner Organ Der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Der Kurs der auswärtigen Politik Von Rudolf Breitscheid Die Interpellation, die die Unabhängigen gestern im Reichstag eingebracht haben, fnüpft an einige neuere Noten der deutschen Regierung an und stellt besonders die Behand lung der Frage der Einwohnerwehren in Bayern und Ostpreußen in den Vordergrund. Aber ganz naturgemäß wird fich die Besprechung der Interpellation zu einer Erörterung über die allgemeine Richtung der deutschen auswärtigen Politif erweitern, da die Noten nur ein Symptom der in den Kreisen der Regierenden herrschen den grundsäglichen Auffassung von der Gegenwart und Zutunft unseres Verhältnisses zum Auslande sind. Indem das Kabinett den Versuch machte, die Entente zu einer nachsichtigeren Beurteilung des sogenannten Selbst huges zu bestimmen, hat es sich ganz offensichtlich zum Schildknappen der Organisation Escherich gemacht und der bayrischen Regierung, die den Friedensver trag nicht erfüllen wird, den Rüden gestärkt. Nach den früheren Erklärungen der Regierung ließ sich immer noch vermuten, daß sie den von München ausgehenden Widertand zum mindesten peinlich empfinde und daß fie den Wunsch hege, ihn durch freundliches Zureden zu brechen. Sie fonnte sich nicht zu einem energischen Vorgehen gegen den unbotmäßigen Gliedstaat entschließen, fie brachte es auch nicht über sich, das Ministerium Kahr öffentlich an den Pranger zu stellen, aber es war doch immerhin der Eindrud vorhanden, als ob ihr bei all ihrer betonten Zurüdhaltung barum zu tun sei, daß den Forderungen der Alliierten in vollem Umfang entsprochen werde. Jeht hat sich das Bild geändert. Das Reichskabinett macht fi bie Ansprüche der Drgeschleute zu eigen. Herr v. Kahr hat man weiß nicht recht, mit welchen Mitteln auf der ganzen. Linie gefiegt auf der ganzen. Linie gefiegt und der Minister Simons hat sich zu dem bedenklichsten Opfer nötigen lassen, das ein Staatsmann bringen fann, nämlich zum Opfer des Jntelletts. Die deutsche Regierung ist zum Bollzugsorgan einer nationalistisch- reaktionären Sippschaft herabgewürdigt, die innenpolitisch so gut wie außenpolitisch die verhängnisvollsten Ziele verfolgt. Am Ende fönnte jemand auf den schlauen Gedanken tommen, daß die Abfassung und Ueberreichung der Note, beren Aufnahme bei der Entente nicht zweifelhaft sein durfte, ein besonders geschidter Schachzug ge= wesen sei, durch den Bayern ins Unrecht gefegt werde. In München müße man jett endgültig die Fruchtlosigkeit des Bersuches weiteren Widerstandes erkennen und werde sich nun wohl oder übel fügen. Diese Ralfulation wäre gar zu raffiniert. Nach allen Erfahrungen glauben wir nicht daran, daß Bayern sich nun ehrlich und ohne weitere Ausflüchte auf den Boden des Friedensvertrages stellen wird, und gegenüber der Bergangenheit ist es jetzt außerdem in der angenehmen Lage, sich bei seiner ablehnenden Haltung auf die Stellungnahme der Reichsregierung berufen zu können. Die trägt jetzt die volle Berantwortung und das ganze Odium. Kein Mensch wird mehr einen Unterschied zwischen dem Kabinett Kahr und dem Kabinett Fehrenbach machen. Mit dieser Kennzeichnung der deutschen Regierung als einer Prophetin des Orgesch- Gedankens ist aber die Bedeutung der Note vom 9. Dezember noch nicht erschöpft. Man bedente, daß fie acht Tage vor dem Beginn der Konferenz in Brüssel herausgegeben wurde, auf der die Sachverständigen Deutschlands mit denen der Entente die Frage der Wiedergutmachung behandeln sollen. Ist es denn niemandem von den verantwortlichen Personen zum Bewußtsein gekommen, wie ungünstig ihr Auftreten die Möglichkeiten einer für Deutschland einigermaßen günftigen Verständigung über die Finanz- und Wirtschaftsfragen beeinflussen mußte? Der Pariser, Temps", ein Blatt, das sich gerade in letter Beit Mühe gegeben hat, in Frankreich ein etwas besseres Berständnis für die Lage Deutschlands zu erweden, schreibt am 12. Dezember, daß die Note über die Entwaffnung ebenso wie die über die Reden von Simons und Fehrenbach im Rheinland einer friedlichen Erörterung des Wiedergut. machungsproblems nicht dienen tönnten: In derselben Stunde, in der wir uns bemühen, Del auf die Wogen zu gießen, gießt die deutsche Regierung bedauer. licherweise Delins Feuer. Wenn daraus Schäden erwachsen, so wird das deutsche Volt die Kosten bezahlen müssen." In der Tat, wenn man mit vollem Bewußtsein die Brüsseler Besprechungen sabotieren wollte, so hätte man es gar nicht geschicter anlegen fönnen. Die Entente ist aufs neue mißtrauisch gemacht worden. Sie wird sich sagen, daß bei einer Regierung, die sich jetzt noch immer bemüht, die militärischen Forderungen zu umgehen, der ehrliche Wille zur Wiedergutmachung ebenfalls nicht vorhanden sei. Ihre Geneigtheit, uns, sowohl was die Höhe der Ansprüche, wie was bie Art ihrer Befriedigung angeht, entgegenzukommen, wird beträchtlich herabgemindert werden. Das deutsche Bolt wird die Prügel dafür erhalten, daß seine leitenden Männer fich zu Werkzeugen eines Saufens von militaristischen Sasardspielern gemacht haben. Bis auf weiteres möchten wir nicht annehmen, daß der Der Curhavener Zwischenfall Deutsche Entschuldigungsnote Der Reichsminister des Aeußeren hat bem Borfizenden bes Admiral Marine- Ueberwachungsausschusses, Interalliierten Charlton, folgende Rote übergeben: Herr Admiral! Im Namen der Deutschen Regierung spreche ich das lebhafte Bebauern über den ernsten Zwischenfall aus, der sich am 19. November in Cuxhaven zugetragen hat, und ich bitte Sie, Herr Admiral, auch den beleidigten Offizieren selbst ben Ausbrud meines Bedauerns übermitteln zu wollen. zur Untersuchung des Vorfalles war eine besondere Rommission, bestehend aus einem Oberkriegsgerichtsrat als Verhandlungsleiter und zwei Stabsoffizieren der Marine als Beifiger, an Ort und Stelle entsandt worden. Das bisherige Ergeb nis der Ermittlungen ist in der anliegenden Dentschrift ent halten. Wie ich daraus zu ersehen bitte, ist der von Ihnen aus gesprochene Berdacht, daß der Festungskommandant, Fregatten tapitän Reinede, die Ausschreitungen gegen Mitglieder der Interalliierten Marine- Kontrollfommission zugelassen und sogar begünstigt habe, durch die Untersuchung widerlegt, Kapitän Reinede hat alles, was ihm in seiner Eigenschaft als FestungsLommandant oblag, getan, um den Kontrolloffizieren die sichere und unbehelligte Ausübung ihres Dienstes zu ermöglichen. Die Aussagen der Mannschaften bestätigen, daß sie bei ihm ebensowenig wie bei den anderen Offizieren Nachsicht für ihre Aus fchreitungen erwarten fonnten. Dagegen muß zugegeben werden, daß einigen Truppentomman beuren und Offizieren ein Borwurf trifft. Auch sie hatten zwar den beften Willen, Zwischenfälle zu vermeiden. Sie haben aber in Ueberschägung der Disziplin ihrer Truppen nicht alle Borjichts mabnehmen erschöpft and insofern fahrlässig gehandelt. Sie wetben beswegen gebührend zur Rechenschaft gezogen werben. Ebenso wird mit ber verbienten Strenge gegen bie Mannschaften vorgegangen werden, die sich der unver= antwortlichen Belästigungen der Kontrolloffiziere schuldig gemacht haben. Ueber die Bestrafung wird eine weitere Mitteilung er folgen. Als Ersatz für die Beschädigung der Uniformen dieser Offiziere wird der Interalliierten Marine- Kontrollkommision der Betrag Don 20577 R. burch die Legationstasse des Auswärtigen Ant.s überwiesen werden. gez. Dr. Simons. Homerule für Jrland London, 14. Dezember. Das Oberhaus hat die Homerule- Borlage für Jrland in britter Lesung angenommen. Minister Simons in voller Erfenntnis dieser Gefahr den verhängnisvollen Schritt getan hat. Auch daß es in seiner Absicht gelegen habe, den in Brüssel Versammelten einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, will uns nicht in den Sinn. Auf jeden Fall aber hat auch er sich dazu verleiten lassen, die Geschäfte von sehr dunklen Ehrenmännern zu besorgen. Dafür, daß es Leute gibt, denen die Konferenz nicht paßt, oder die es am liebsten sehen würden, wenn es dort durch eine halsstarrige Politik Deutschlands zum Bruch fäme, sind verschiedene Anzeichen vorhanden. So waren in der Liste der für Brüssel bestimmten Sachverständigen u. a. auch der Stin nes nahestehende Generaldirektor Bögler und der Abs geordnete Dr. Siemens aufgeführt. Wenn wir recht unterihre Mandate niedergelegt, weil sie an der Wahl des demotratischen Professors Bonn Anstoß nahmen, der in dem Geruch steht, für die Benutzung des Kürassierstiefels nur wenig Verständnis zu besigen und die Situation, in der sich Deutsch land befindet, zu begreifen. Wir sehen also auch an diesem Punkte wieder den Einfluß des Herrn Stinnes, der sich immer mehr nicht nur zum wirtschaftlichen, sondern auch zum politisch einflußreichsten Mann in Deutschland entwidelt. Die Gedankengänge des Stinnesschen Kreises beherrschen in ständig wachsendem Maße nicht nur unsere innere, sondern auch unsere auswärtige Bolitit, und der Minister des Auswärtigen hat nach allem Anschein nicht die Kraft, sich diesem Drud zu entziehen. tichtet find, haben diese beiden Vertreter der großen Industrie Die Taten des Außenministeriums stehen nicht mehr mit dem Programm in Einklang, das sein Chef bei verschiedenen Gelegenheiten verkündet hat. Herr Simons ist auf die Schiefe Bahn der Nachgiebigfeit gegenüber ben Interessen des Großfapitals und der Schwerindustrie gelangt. Innerlich mag er dieser Entwidlung vielleicht widerstreben, aber in diesem Fall sollte er fich vor dem Irrglauben hüten, durch Sins und Herlavieren und durch Kompromisse das Schlimmste vermeiden zu können. und durch Kompromisse das Schlimmste vermeiden zu können. Rücktritt des französischen Kriegsministers ( Eigene Drahtmeldung der Freiheit.") Paris, 15. Dezember. Der französische Kriegsminister Lefèvre ist heute endlich anridgetreten. Man hat bereits seit einiger Zeit mit einem Rüdtritt gerechnet, da Lefèvre an der zweijährigen Militärs dienstzeit jetzt noch festhalten wollte, während die übrigen Mite glieder einsehen musten, daß selbst diese reaktionäre Kammer sich ber Notwendigkeit der Bertürzung der Dienstzeit auf 18 Monate nicht entziehen fonnte. Lefèvre vertrat in der Res gierung aber nicht nur die extrem militaristischen, sondern auch die Anfichten jener nationalistischen Kreise, die auf die Belegung bes Ruhrgebiets hinarbeiteten. Sein Ausscheiden aus dem Kas binett bebeutet daher immerhin einen geringen Fortschritt und eine Schlappe für den extremen Nationalismus. Die französische Militärdienstpflicht Das Gesetz über die militärische Dienstzeit, das der französischen Kammer gestern zugegangen ist, sieht, wie bereits gemeldet, von der Jahresklasse 1922 ab, eine Dienstzeit von 18 Mona ten vor, unter der Voraussetzung, daß im Jahre 1923 der Etat der Kapitulierenden 100 000, und nicht, wie bisher 80 000 Mann, Offiziere ausgeschlossen, beträgt, und daß die Zahl der Kolonialtruppen von 100 000 Mann, die das Gesez von 1913 vorHeht, auf 300 000 Mann gebracht werden tann. Von 1922 ab sollen die Refruten an zwei Terminen im Jahre, im April unb im Oftober, einberufen werden. Die Zeit der Militärdienstpflicht wird von 28 auf 30 Jahre erhöht, sie wird sich vom 20. bis zum 50. Lebensjahr erstrecken. Die attive Dienstzeit dauert 18 Monate; 18% Jahre dauert bie Dienstpflicht in der Aktiv- Reserve, 10 Jahre diejenige in der Landwehr. Die Landwehrreserve wird aufgehoben... Schneeschaden in Thüringen TU. Eisenach, 15. Dezember. Durch furzes Tauwetter, darauffolgenden starten Frost, Schnees irdischen Telephon- und Telegraphenleitungen Westfall und Oftsturm, haben in den letzten Tagen fast alle oberthüringens großen Schaden gelitten. Die Berbindungen der einzelnen Städte unter sich find gestört. Ebenso find die Leitungen nach Sachsen, Berlin und dem Süden unterbrochen. Die Uebers landleitungen der großen Elektrizitätswerte sind unter der schweren Schneelast teilweise zusammengebrochen. fenders arg sind die Verwüftungen im Gothaer Bezirt. In Eisenach ist durch Schneebruch die Abgabe des elettrischen Lichts und Kraftstromes gefährdet. Die elektrische Bahn hat ihren Betrieb eingestellt. Aus den Waldhezirken wird großer Schnee bruchschaden gemeldet. Die Zeitungen fönnen nur mit ftar fer Verspätung erscheinen. Das Stadttheater tann nicht spielen. Die Stadt ist ohne Licht. Verfügt er nicht über die genügende Stärke, und hat er nicht den nötigen Rückhalt bei seinen Kollegen, um das Schiff aus dem Stinnes- Kurs hinauszufteuern, Jo follte er um Jeines guten Ramens willen so schnell als nur irgend möglich aussteigen und denen die Berantwortung übergeben, die bereit sind, foste es was es wolle, sich von den Männern, die Deutschland ins Unglüd gebracht haben,.auch jetzt die Richtung vorschreiben zu lassen. Die Besprechung der Interpellation wird Gelegenhei bringen, die Meinungen und Absichten des Außenministers fennen zu lernen. Leider wird nach der Geschäftslage vor den Weihnachtsferien faum mit ihr zu rechnen sein, und um so notwendiger ist es, unserem Antrag auf sofortige Ein berufung des Ausschusses für auswärtige An gelegenheiten zu entsprechen. Nicht nur, damit die vorliegenden Fragen zu einer parlamentarischen Erörterung gelangen, sondern auch, um grundsätzlich über die Anteil. nahme des Reichstags an den außenpoliti.. Ichen Entschließungen zu sprechen. Der Auswärtige Ausschuß ist zurzeit eine hohle Ruß. Er tritt im wesentlichen nur zusammen, um den Schaden zu be sehen, der inzwischen angerichtet worden ist und ist im übrigen gut genug, um der Regierung in bestimmten Fällen, in denen sie eine einmütige Willenskundgebung der Parteien voraussetzen tann, eine Rüdenstärkung zu gewähren. Wenn bie parlamentarische Kontrolle überhaupt einen Sinn haben soll, dann muß dieser Ausschuß zu einer ständigen, in furzen Zwischenräumen regelmäßig tagenden Einrichtung gemacht werden, und die Regierung muß gehalten sein, ihn über jeden entscheidenden Schritt im voraus zu unterrichten und feine Meinung zu hören. Auf diese Weise ließe sich den be denklichen Einwirkungen großkapitalistischer Interessen en wenigstens eingewiffes Gegengewicht schaffen, und das deutsche Volt würde in die Lage versetzt, sich im voraus gegen Maßnahmen au wehren, die darauf hinaus laufen, daß zur Befriedigung einer fleinen Clique aus seinem Fell Riemen geschnitten werden. Bes Deutschlands Außenpolitik Die Interpellation der Unabhängigen Fraktion des Reichstags zur Außenpolitik hat folgenden Wortlaut: beutschen Justiz fein würde, wenn diese abscheuliche Tat wirklich dauernd ungefühnt bleiben würde. Sie ersucht das Justiz ministerium, pie erneute Aufnahmeber unterju hung anzuordnen. Sie verlangt von den parlamentarischen Vertretern und von der Presse mit dem größten Nachdruc die Sühne der Freveltat, der Hans Paasche zum Opfer fiel, sowie eine Sühne aller der seit dem Ende des Krieges verübten Morde und sonstiger Gewalttätigteiten zu fordern." Die verlotterte Rechtspflege ist in Ausdrud der verlotterten tapitalistischen Gesellschaft. Desh wird an dem heutigen Zu Hermes auf der Anklagebank Alle Hilfe der bürgerlichen Freunde von Hermes hat nichts genugt. Der Reichstag hat gestern dem Antrage der Uns abhängigen Fraktion auf Einsetzung des Untersuchungsauss schusses zugestimmt. Alle drei sozialistischen Fraktionen stimmten für den Antrag die bürgerlichen Parteien ges schlossen dagegen. Als trotzdem der Präsident die Annahme des Antrages fonstatierte, ertönten bei einigen besonders staunens und des Protestes. Die Herren hatten in ihrem Eifer übersehen, daß nach den ihnen jezt an scheinend sehr unangenehmen Bestimmungen der Reichss verfassung zur Einsegung eines Untersuchungsausschusses nur die Zustimmung von einem& ünftel der Abgeordneten gehört. Der Antrag der Kommunisten auf Mißbilligung der von dem Reichskanzler zum Etat des Ernährungsministe riums abgegebenen Erklärung fand nur die Unterstützung der Unabhängigen; er wurde infolgedessen abgelehnt. Sigungsbericht bei ihrem Amtsantritt abgegebenen Erklärungen über ihre Politit stand der Rechtspflege solange nichts geändert werden, bis nicht eifrigen Freunden des Herrn Hermes Rufe des Ers Die Reichsregierung hat in der letzten Zeit verschiedene Noten an die Entente gerichtet, die für die Beziehungen Deutschlands zu den Alliierten die ernst eften und ichwerwiegendsten Folgen haben können. Wir fragen die Regierung, wie sie dieses Vorgehen mit den gegenüber der Entente in Einklang zu bringen vermag. bie wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse von Grund auf andere geworden sind, Ferner hat die Reichsregierung es nicht für- notwendig gehalten, vor der Absendung der Noten die Meinung der Wolfsvertretung und ebensowenig die des Ausschusses für auswärtige Angelegen heiten über die Behandlung der in ihnen erörterten Fragen einzuholen, was um so befremdlicher erscheinen muß, als der auswärtige Ausschuß zur Zeit der Fertigstellung der legten Antwort note der deutschen Regierung( betreffend die Entwaffung der Selbstschußorganisationen) in anderer Angelegenheit getagt hat." Ist die Reichsregierung gemillt, in Sufunft eine berartige Ausschaltung des Reichstages und feines Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten bei Schritten, die für die deutsche Bevölkerung die ernstesten Konsequenzen haben können, zu vermeiden? Ats Redner zu dieser Interpellation find der Genosse Breitscheid und Genoffin Sender bestellt. Am Ende des Lateins Das Urteil im Prinz- Prozek Die Plädoyers Die bilang Reichs Beis Rapite diefes Det Verstä nehme igafte Die Duntt forber hervor Dem S Ableh forma Die d geordn Refung ete immt Bei egen erneh Stimn Darau teilun Den R Botun ein 90 | durch Im gewün haftl tate n mi Präsident Löbe macht Mitteilung, daß vom Reichsministerium des Innern die Genehmigung zur Einleitung eines Strafverfah rens gegen den Abg. Erzberger wegen Verlegung der Eidespflicht nachgesucht wird. Der Antrag wird der Geschäftsordnungstoms mission überwiesen. Ein Antrag auf Genehmigung aur Einleitung eines Privat flageverfahrens gegen den Abg. Dr. Mareyti( D. Bp.) wird abgelehnt. Die gestrige Verhandlung im Prinz- Prozeß brachte nach der ausgedehnten Beweisaufnahme die Plädoyers des Staats: Staatsanwalt Sanner anwalts und der Berteidiger. stellte in einem Plädoner feft, daß das Geriát troß forgfältigster Nachprüfung nichts habe finden können, was auf das Borhandensein eines von Scheidemann oder Stlarz ausg stellien Mordbefehls hinwei e. Die Zeugen Tyszka und Gürgens, die ebenfalls diese Behauptung aufrechterhalten, jeien lügenhafte phantastische Menschen. Das G.ständnis der Silde Blaumann schalte für ihn vollkommen aus, denn es sei durch Täuschungen, Erregung von Eiferjuht und Drohungen fabriziert worden. Der Staatsanwalt macht Seinrich Starz für den Tod der Silo: Blaumann oerantwortlich.. Zusammenfassend jagt der Staatsanwalt, daß der Angeklagte Brinz, bas fragliche, dem Rechtsanwalt Nübell übergebene Schriftstüd nicht als Kopie hers gestellt habe, sondern daß er das Original vortäuschen wollte. Darin liege versuchte Urkundenfälschung nach§§ 267 und 268 St G. B. Der Angeklagte sei auch wegen Beleidi gung des Rebentlägers Scheidemann zu bestrafen, selbst wenn Bring fich bei Weitergabe des Gerüchtes über den Scheidemannschen Mordbefehl sich in gutem Glauben befunden habe. Staatsanwalt Hanner beantragte gegen den Angeklagten eine S Bestrafung aus 5 267 und 268, 148 und 147 auf 1 Jahr 6 Manate Gefängnis. Die Brotgetreideversorgung steht vor dem Zusammenbruch. Fie Ablieferungen find gewaltig zurüfgegangen und alle Ermahnungen an die Landwirte sind bei ihrem aftipen Widerstand in den Wind gesprochen. Tas ist die unausbleibliche Folge der Freigabe der Fleischwirtschaft, denn die hohen Viehpreise reizen zur Verfütterung des Brotgetreides an und nichts ist instande, die Landwirtę davon abzuhalten. Die Regierung will nun Revisionsfommiffionen aufs Land schiden, um die verheimlichten Borräte festzustellen und sie später für die öffentliche Bewirtschaftung zu erfassen. Sie will damit den Anschein erwerfen, als ob fe alles tue, um inländisches Getreide für die Versorgung der Bevölkerung heranzuziehen. In Wirklichkeit ist der Schritt völlig ungenügend. Denn es nügt gar nichts, festufteffen, wo noch Vorräte vorhanden sind, sondern fe müssen den Farbwirten sofort abgenommen und in den Städten sichergestellt werden. Darauf wird auch das Kapitalfluchtgefeh nach ben Beschlüssen des Ausschusses in zweiter und dritter Lesung angenommen. Es soll jezt die Abstimmung über den Etat des Ernährungss ministeriums erfolgen da sie erst für 2 Uhr angesezt war, ist das Saus noch leer; die Abstimmung wird zurückgestellt. Da auch der nächste Bunft: Die deutschnationale Jnterpellation über die russischen Kriegsgefangenen in den Internierungslagern ins folge der Abwesenheit eines Regierungsvertreters nicht verhandelt werden lann, legt Präsident Löbe die Berhandlungen auf eine halbe Stunde aus. Wiederbeginn 2 Uhr 20 Minuten, Als Vertreter des Nebentfägers Schelbemann plädiert Jufitzrat Werthauer, ber darauf hinweist, daß die Gerichtsver handlung festgestellt habe, daß nicht der Schatten eines Bemeijes dafür vorliege, daß Etlarz und Echeidemann einen Mordbefehl erteilt haben. Die Berhandlung habe weiter ers geben. daß ein Jidher Mordbefehl überhaupt nicht beftenben habe. Der Angeklagic habe sich ber üblen Nachrede in schlimmster Weise schuldig gemacht. Im Interesse der Reinigung der politischen Atmosphäre babe der Nebentläger den Strafantrag gestellt und erwarte die Bestrafung des Angeklagten. Zu diesem Echritt aber ist die Regierung nicht entschloffen, Sie wird. deshalb bie Schuld nicht von sich abwälzen fönnen, wenn in den nächsten Monaten die Stofung der Versorgung der Bevölkerung mit Brot sich in Hungerrepolten gert. Ter Streik der Hotelbesitzer Untätigkeit der Regierung Hierauf ergriff der Berteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Die Entwu triebswird f Die Reich Das 2 Bilan Silans Ben E cmibn Die Situng beginnt mit bez Abstimmung über die Anträge zum Reichsernährungsministerium. Der Antrag des Ausschusses, schärfste Maßnahmen zur Erreichung der Ablieferung des Brot getreides zu ergreifen. wird gegen die sozialistischen Parteien a b gelehnt. Angenommen werden die Entschließungen des Wuss schusses, die ein Berbot des gewerbsmäßigen Kuchenbackens for dern und die zur Erzielung einer Berbilligung der Lebensmittel eine engere Berbindung zwischen Erzeugern und Konsumenten wünschen. Angenommen wird ferner ein Antrag Arnstadt ( D. N.), wonach jeder Landwirt den Anspruch erhält, für die ab gelieferten Mengen von Brotgetreide, Gerste und Safer eine mög lichst große Menge geeigneter Futtermittel zu beziehen. Dess eines Teiles der Saferernte Kleinbetriebe von der Umlage ver schont bleiben sollen, Abgelehnt wird bagegen der Antrag Müller- Franten( So.) auf Uebernahme der Düngemittelindu strie auf das Reich. Angenommen wird ein Antrag Arnstadt ( D. N.), die Stidstoffindustrie durch entsprechende Maßnahmen in den Stand zu sehen, ihre Produktionskosten zu verbilligen und in der Superphosphatindustrie durch finanzielle Beihilfe bei der Ein fuhr von Rohphosphaten eine Vermehrung der Erzeugung berbele auführen. Dagegen wird der Sozialdemokratische Zusagantreg auf Bereitstellung ausreichender Mittel für die Landwirtschaft zum Bezug billiger Stidstoffdüngemittel mit 156 gegen 153 Stim men abgelehnt. Der unabhängige Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Brüfung der gegen den Reichsernäh rungsminister erhobenen Vorwürfe wird angenommen, das gegen ein fommunistischer Antrag. dem Reichstenaler für sein Eins treten zugunsten des Ernährungsministers die Mißbinigung aus zusprechen, gegen die Unabhängigen und Kommunisten abges lehnt. Nube11, bas Wort. Sein Blaboner richtete sich in den häriften gleichen ein Antrag Bahr( Dem), wonach bei der Erfalluns Tönen gegen das duntie Getriebe, das sich hinter den Kulissen der deutschen Revolution abgespielt hat. Er tommt au Scharfen Ausfällen und Angriffen gegen Heinrich Stlarz, den er als modernen Bordertreppen Sherlod Solmes be zeichnet. Das bisherige Tun des Angeklagten erscheine nicht befonders sympathisch. Er hätte sich besser um seinen Malerpinsel, als um die Politit bekümmern sollen. Rübell richtete auch hier wieder äußerst scharfe Angriffe gegen das neue Regime in Deufj land, dem er die Berantwortung dafür zuschreibt, daß der politis sche Meuchelmord wieder in Blüte gekommen sei. Nach längeren juristischen Ausführungen tam Rechtsanwalt Riibell zu dem Schluß, daß ber Angeklagte sich gar feiner Urfunden. fälschung schuldig gemacht habe, daß man nicht ein mal von einem Versuch sprechen tönne. Er bat, seinen Mandanten freizusprechen. unerhörte Standal, der in der Schließung der Hotel- und taurationsbetriebe seinen Ausdrud findet, zeigt, wie sch a m= los das gesamte Bürgertum an der Rot der Bevölkerung vorübergeht und wie heuchlerisch ihr sonstiges Getue ist. Fast die esamte bürgerliche Presse unterstüßt dieses Treiben und erklärt as Berhalten der Hotelbesißer für durchaus berechtigt. Diese dbst aber bestreiten, daß es sich um einen Streit handele. Sie würden nicht streifen, sondern nur freiwillig ihre Betriebe schließen, um nicht durch die Staatsanwaltschaft ruiniert zu wer den." Vollendete Heuchelei! Nicht die Furcht vor dem Staatsanwalt, sondern die Sorge um den Profit bewegt diese Ges sellschaft. Auch der zweite Verteidiger, Rechtsanwalt Richter, folat ben Gebanfengängen feines Roffegen und richtete die ganze Wucht feines Plädoyers gegen Heinrich Ellarz, von dem er sagte, er habe den Eindrud, baß für diesen Prozeh sich die ganze Camoufflage Berlins in der Brückenstraße bei Herrn Stlarz ein Stelldichein gegeben habe. Es jei wohl möglich, daß nach dem Prinz- Prozeß der Fall Liebknecht- Luxemburg noch einmal aufgenommen werde. Die fozialdemokratische Pars tet mit Scheidemann, an der Spige sei durch die Verbindung mit Stlarz start tompromittiert. Durch die Aufhebung der Zwangswirtschaft ist die ausreichende Ernährung der zahlungsfähigen Hotelgäste mehr als sicher gestellt. In einer, Zeit, in der Millionen nur trodenes Brot und Kartoffeln als Nahrung haben, tönnen diese Kreise sich mit den besten Leckerbissen mästen. Mit vollem Recht verweist der Leiter des Landespolizeiamts, Staatsanwalt Dr,& ald, in einem Artifel, in dem er den Hotelstreit als eine gewissenlose Agt. tation zum 3 wede der Gelbstbereicherung" bezeich net, auf den traffen Gegensah in der Lebenshaltung unseres Volles hin. Er schreibt: bleibt. Att Betrie Dem N ind. ein Bur ntur B Es folgte die Beratung ber deutschnationalen Interpellation über die Zustände in den Kriegsgefangenenlagern, Sie wurde von dem Abgeordneten Senning in mehr als zweistündiger Rede begründet. Endlose, ins einzelne gehende Schilderungen bilde ten den Hauptbestandteil seiner Rede, die wirtungslos geblieben wäre, wenn nicht die Kommunisten sie durch die lärmenden Unters brechungen zu größerer Bedeutung verholfen hätten. Nach einem turzen Rededuell zwischen Staatsanwalt Sayner und Justizrat Werthauer einerseits und dem Berteidiger Rechtsanwalt Nübell andererseits erhielt der Angeklagte Brinz das Schlußwort. Er setzte sich heftig mit Seinrich Stlarz auseinander und empfiehlt denselben dem Staatsanwalt. Er bittet nicht um seine Freisprechung, die er für selbstverständlich. hält, sondern darum, daß der Staatsanwalt endlich einmal Heren Heinrich Stlarz einsperre, damit er Ruhe und Frieden bekomme. Darauf zog sich das Gericht zur Urteilsberatung zurüd Aus Fleisch- und Wurstwaren aller Art, aus Wild, Geflügel und Fischen, aus Reis, Bohnen und Erbsen, aus Gemüse und Obst aller Art, aus Kartoffeln, Elern, Käse, Margarine und Pflanzenfett läßt sich in Berbindung mit der Belieferung der Gastwirte an Brotgetreide und Buder eine wirtlich aus. reichende Ernährung der Leute schaffen, welche so zahlungsfähig sind, daß sie in den Berliner Groß- Sotels verkehren fönnen. Davon sind aber Millionen und aber Millionen von Boltsgenossen ausgeschlossen. Sollen die noch weiter geschädigt werden? Soll ihnen der fümmerliche Rest bewirtschafteter. Lebensmittel durch die Gedankenlosigkeit und Gewissenlosigkeit einiger weniger Kreise noch weiter geschmälert werden?' Das Urteil Nach zweistündiger Beratung wurde folgender Urteilsspruch verkündigt: ngen be Беђö orleg hme ge b Das auter en Auf echnu nwer ( Un Bur Begen ur bi altes Intern iften, Regen nicht Für die Regierung antwortete der Reichsfinanzminister Wirth. Das Erstaunen barüber, daß er und nicht ber Wehrminister bie Interpellation beantwortete, verschwand durch seine Erklärung. daß ihm das Heeresabwidlungsamt unterstände, des bie Auj ficht über die Kriegsgefangenenlager ausübe. Er begann mit einer fanften Mahnung gegen den Begründer der Intere pellation, der bei feinen Darlegungen mehr hätte beachten müssen, daß die ernste Sorge um die deutschen Kriegsgefangenen in Ruß land bieje Debatte beherrschen müsse. Seine Ausführungen waren im übrigen nur eine fachliche Darstellung der Verhältnije in den Lagern, verbunden mit einer Anerkennung für den Reichstom missar über die friegsgefangenen Echlesinger, den Henning durch aus unberechtigt angegriffen habe, und er schloß mit der Bemer tung, daß er es nicht billigen tönne, daß eine solche Interpellation auf Lapalien geftügt werde, wie das hier der Fall ist. dem Staatssekretär Grzesiusti, dem Leiter des Heeresabwicklung Die Rurüdweisung der Behauptungen im einzelnen überließ et Hauptamts. Dieser erklärte, daß die meisten Behauptungen des Interpellanten von falschen Voraussetzungen ausgingen. Kein Gefangener fönne gegen seinen Willen in ein anderes Land abe transportiert werden. Dem Wunsch nach Vorlage von Photos graphien, die ermordete Kriegsgefangene darstellen, ist troß der Zusicherung der Strafloligleit nicht entsprochen worden! Es ist nicht ermielen, doß Herr Kopp feine Befugnisse überschritten bat. Eine Uebertretung des Berbots der Einmischung in deutsche Angelegenheiten durch ruffische Kriegsgefangene ist nicht bekannt gemorden. Durch die eiblichen Befundungen der Zeugen Scheibemann und Georg Stiaza steht fest, daß ein als Original anzusprechendes Schriftstück nicht existiert. Es läßt sich nicht fest stellen, daß der Angeklagte überhaupt eine ähnliche Urkunde, von ber er gesprochen hat, gesehen hat. Er hat also lediglich einen Fälschungsversuch unternommen, dem Rechtsanwalt Nübell ein Falsifitat zugestellt. Das Gericht ist in der Hauptfache auf die Angaben des Angeklagten Brin3 angewiesen, denn auf das Geständnis des Fräulein Blaumann, ber Zeugen Donner und Baezold tann das Geicht feinen Wert legen, weil sie offenbar von Heinrich Silars beeinflußt worden sind. Nach den Angaben des Angeklagten hat er dem Fräulein Blaumann eine Abschrift bittiert und eine zweite selbst angefertigt. Auf dem von Fräulein Blaumann verfertigten Schrifistüd soll das Wort:„ Abschrift" geftanden haben. Prinz übergab es dem Zeugen Donner, der es aber nicht zu Rechtsanwalt Nübell, sondern zu Heinrich Stlarz Donner ist in diesem Falle entgegen seinem Auftrag brachte nur als Bete anzusehen. In diesem Falle liegt seitens des Angeklagten versuchte schwere Urkundenfälschung vor, durch die er sich Geld verschaffen wollte. Das Schriftstüc enthält auch eine üble Nachrebe und Beleidigung des Nebenflägers. Der Angeklagte hat diese üble Nachrede dadurch weiter verbreitet, daß er sie dem Fräulein Blaumann und dem Rechtsanwalt Nübell mitgeteilt hat. Das ist der Kern der Sache. Und es ist bezeichnend, daß die Regierung, die noch vor wenigen Wochen erklärt hat, daß sie es als ihre dringendste Pflicht ansehe, lebenswichtige Betriebe zu schützen, jest die Hände in den Schoß legt und zusieht, wie durch diese raffgierigen Menschen Tausende von arbeitsamen Angehöri gen des Gastwirisgewerbes um ihren Erwerb tommen. Wir joc dern mit aller Bestimmtheit, daß die Sotelbesigersofort gezwungen werden, ihre Tätigkeit in vollem Umfange auf zunehmen, Eine Milderung der Wuchergeseße zu ihren Gunhen darf es aber unter feinen Umständen geben. Das wäre ein Gondergefeß für die Reichen und die schärfste Aufreizung zum Klassen hab Sühne für Hans Paasche Eine Protestaktion der Friedensgesellschaft Die deutse& riebensgesellschaft hielt am Dienstag in den Sophienjälen eine öffentliche Bersammlung ab mit dem Thema:„ Wir fordern Sühne für Paasche." Dr. Gump I wies darauf hin, daß die Erichießung Baajches auf der Flucht nur die Fortjehung einer langen Reihe von Verbrechen sei. Rechtsenwalt Dr. Schweiter behandelte das völlige Versagen der Justiz gerade in diesem Falle, während Magnus Schwantie den frieblichen Charakter Baasches hervorhob. Es wurde folgende Refolution gefaßt: nen a Redne ei be Ei Bung In teter ei, d Trif iffe bens ten Deftig Art D Als daraufhin ber Reichsfinanzminister Wirth erklärt, daß ihm von einer Regieruraspartei mitgeteilt worden lei, Staatssekretär Grzesinsti habe sich in seiner Abwesenheit in weitgehenden pole mischen Reußerungen ergangen, auf die er fich vorbehalte, später einzugehen entsteht große Untube im ganzen Sause über diese auffallerde Parteinahme gegen den Staatsjefretär. Der Rechtssozialist Stüdlen beginnt mit der Feststellung, daß bie mahre whicht der Internellation fef. ben Vertretern des after ariftihen Ruklands Einfluß auf Sie Gefangenen zu verschaffen. Alles, was sonst vorgebracht worden lei. feien mehr oder weniger Die geschickt bearbeitete maßlose Webertreibungen. Deut nationalen haben mit ihrer Interpellation den jest no in ruftiche Gefangenschaft Ihmachtenden deutschen Kriegsgefange nen einen sehr ichlechten Dienst ermicfen. Es ist aber zu hoffen. Comtruk'and richt Unschuldige biken fallen wird. Kesseltreiben gegen die Regierung und Fowjetrukkend durch die Deutsche Zeitung" beruht auf einem Syftem niebriciten Spikels tums, das ja auch in den Pagern von den Drahtsfebern der Mes attion ausgeübt werde. Die Webernahme der Verwaltung ber Interniertenlager durch das Reichswehrministerium sei abzus Die Frage, ob der Angeklagte die Beschuldigungen wider besseres Miffen aufgestellt hat, ist zu verneinen. Damals waren derartige Gerüchte überall verbreitet und man sprach auch in den Kreisen der Soldaten dapon, obwohl das der Zeuge Hent in seiner Aussage bestreitet. Der Angeklagte hat sich trotzdem der versuchten schweren Urkundenfälschung und der Beleidigung schuldig gemacht. Vei zubilligung milderuder Umstände erkennt das Ges richt auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten, wovon 2 Monate burch die Untersuchungshaft als verbüikt angesehen werden. Die Resten des Verfahrens werden dem Angeklagten auferlegt." Der Angellagie legt gegen dieses Urteil Berufung ein. 17 Die am 14. Dezember 1920 in ben Sophienfälen tagende Bersamm lung der Deutschen Friedensgesellschaft, Ortsgruppe Terlin, nimmt mit diefer Tu purung Senntnis von der Einstellung der fahrens gegen die Personen die die Erschieburn Sans es an Miftet unb his fie ausrefrt fob n. Gie bie tur ber tan altinft, bie Untersuchung babe coco ber Tob Piches nur auf ein 3usammentrefien un gfüdlicher, nicht voraussehbarer Umstände zu tüdzuführen fei, für welche niemand strafrechtlich verantwortlich gemacht werden könne, für unglaubwürdig. Die Berjammlung ertlätt, daß es eine ewige Shmach und Schande ber a Steem o Strafvoll- uges in Preußen Im Rechtsausih ber uhandespejammlung wurde beflossen, deh der traje in Preußen neu geordnet werden soll. Es soll eine dus Commission gebildet werden, zu der hinzugezogen werden sollen Bertreter der höheren Justizbeamten, der Gefängnisaufseher, der Gefangenenwärter, der Berufsvertretung der Gefängnisbeamten Gefangenenwärter, der Berufsvertretung der Gefängnisbeamten und ehemalige Strafgefangene lehnen. 304 uf b afte lotten Nothi techni berett lern c lamte Mitia Rothi ein, mert mertu Nach einigen persönlichen Bemerkungen und ausgedehnter Ge schäftsorbrunnsdebatte wird die Tagesordnung für Donnerstag 1 Uhr mie folat fosterfekt: In- bhängige Interpellation genen die lekten Noten der Reichsrearuna, Besakungszulage, Resoldungs vorlage, Wetterberatung der Interpellation Sery. Schluß 7 Uhr $ 23 Ron Unfa ched Repu mit Sta Sete leit 907 Repu letbit I'm den Berliner Stadtfufrat. Im Gemeindeausschuß der Preuschen Landesversammlung wurde die deuifnationale große Anfrage Hergt und Gen. über die Wahl Dr. Löwensteins um Stadtschulrat in Berlin endgültig zurüdgestellt, bis die Ber liner Stadtverordnetenversammlung einen entscheidenden Beschluß in dieser Frage gefaßt hat. um hts Ins US tent gea me ers Ets in an hs mur ten der ites ung unt ahs Licht om wate wird Ten 2 11. ngs= , ift tion ins belt eine räge es, Brot abs Nuss for ittel nten adt abs mög Dess Tung vers trag ndus abt nin b in Eine rbole treg chaft Stime eines näh bas Ein aus ge ation Ourde Rebe Silbe eben Enter Birth. r bie rung. Auf mit Enter iffer Ruß paren den stom Durch emers ation eg ez Tung 7 des Kein Dabe Shotos der Den! zitten ut che fannt ihm retär pole päter über , daß aften affen. enigez Die nom Fange offen. 304 bie pikel * Res 9 bez абзи Ge erstag en die บท กรร Uhz. bez onale Steins Bet Ichluß Die Betriebsbilanz Die Entscheidung des Reichswirtschaftsrates Die zweite Lesung über die Gesetzesvorlage zur Betriebsbilanz, die am 15. Dezember im Plenum des vorläufigen Reichswirtschaftsrates stattfand, lieferte den schlüssigen Be heis Rapital und Arbeit durch die paritätische Zusammensetzung dieses Parlamentes nicht verwischt werden fann. Der nach der ersten Lesung vorgenommene Versuch, eine Berständigung zwischen den Unternehmern und den Arbeitnehmern herbeizuführen, war, wie der Berichterstatter Dr. Thyssen vom Gesamtverband der christlichen Gewerk haften wehflagend mitteilte, gescheitert. Die freien Sewertschaften hatten sich den Standpunkt des Afa- Bundes zu eigen gemacht und entschieden gefordert, daß nur eine unmittelbar aus den Geschäftsbüchern hervorgehende Bilanz mit den dazu gehörigen Unterlagen dem Betriebsrat vorgelegt werden darf. Ablehnung, wie sie die freien Gewerkschaften gegenüber jeder formalen Handelsbilanz aussprachen, zwang schließlich auch Die christlichen und Hirsch- Dunkerschen Arbeitnehmer- Abeordneten, in die Opposition zu gehen, so daß zur zweiten eten geschlossen für den nachstehend mitgeteilten Antrag immten. Bei der Gesamtabstimmung wurde dieser Antrag mit 128 gen 102 Stimmen abgelehnt, der im Sinne der Unernehmer gehaltene Antrag des Ausschusses mit derselben Stimmenzahl angenommen. Die fleine Mehrheit ist Darauf zurüfzuführen, daß wiederum aus der britten Ab= eilung einige Leute die Unternehmer unterstüßten. Für en Reichstag tann aber lein 3weifel bestehen, daß das Botum der geschlossenen Arbeitnehmerschaft in Wirklichkeit in Mehrheitsvotum ist, dessen Charakter lediglich urch den Aufbau des Reichswirtschaftsrates verwischt wird. Verlauf der Debatte gab Urban vom Aja- Bund die wünschte Antwort auf die Frage, wozu die freigewerfhaftliche Betriebsrätezentrale Fragebogen an die Betriebss versandt habe. Diese Antwort ließ an Deutlichkeit nichts wünschen übrig. Refung die gesamten Arbeitnehmer- Abgeord tate Gemeinschaftlicher Antrag aller Arbeitnehmer Die vom fozialpolitischen Ausschuß befchloffene Fassung des Entwurfes eines Gefezes über die Betriebsbilanz und die Beichs- Gewinn- und Verlustrechnung( Nr. 68 der Drucksachen) § 1. wird folgendermaßen geändert: Die nach§ 72 des Betriebsräte- Gesezes vom 4. Februar 1920 Reichs Gejen- BI. G. 174) porzulegende Betriebs ilanz hat über Das Unternehmen nach den für dieses geltenden gejeglichen Bilanz bilden die unmittelbar aus den Geschäftsbüchern gewonne Bilaniarundjagen Aufschluß zu geben. Den Inhalt der Betriebsen Ergebnisse mit der Maßgabe, daß das bem Unternehmen nicht widmete Bermögen des Unternehmers hierbei außer Betracht bleibt. ti va und Bessise, die im Laufe des Geschäftsjahres aus dem Betriebsvermögen in das Nichtbetriebsvermögen oder die aus em Nichtbetriebsvermögen in das Betriebsvermögen eingetreten nd find bei Vorlegung der Betriebsbilanz des Geschäftsjahres einer besonderen Aufstellung nachzuweisen. 8 1a. Bur Erläuterung der Betriebsbilanz dienen Robbilanzen, Innturen, Kontoforrent- Auszüge sowie Bewertungsunterlagen Bermögensaegenstände, ferner die Gliederung der Abschreis en und Rüdstellungen, der Betriebs- und Sandlungsuntoften ber Fabritationstoften. Gehören zu einem Unternehmen mehrere Betriebe, so muß bei orlegung der Betriebsbilanz, soweit es die Eigenart des Unter hmens und der dazugehörigen Betriebe gestattet, die Geschäftsge der einzelnen Betriebe erläutert werden. § 2. Das Recht, die Vorlegung der Betriebsbilanz und ihre Er äuterung im Einne des§ 1a Abs. 1 zu verlangen, steht neben en. Einzelbetriebsräten auch dem Gesamtbetriebsrete zu. § 3. Auf die nach§ 72 vorzulegende Betriebs- Gewinn ind Verlust hnung finden die Vorschriften der 88 1, 1a, 2 nt, prechende nwendung. 88 4, 5. ( Unverändert.) Gegen die Technische Nethilfe Zur Lage selbst wird gemeldet: In Prag herrscht volltom mene Ruhe und in der Provinz st eine allgemeine Ent ipannung zu beobachten. Die Führer der örtlichen tommunistischen Vgitation wurden verhaftet. In Brünn neigt die Arbeiterschaft zum Abbruch des Streifs. In Kaschau hatte der Streit nur furze Dauer, ebenso in Bratislava. Die Ge wertschaftsverbände haben sich gegen den Streit ausgesprochen und fordern seine Beendigun. Die landwirtschaftlichen Arbeiter haben die vo hnen zeitweise besetzten Güter wieder freigegeben und kehren zur normalen Arbeit zurück. Aufräumungsarbeiten In der Preußischen Landesversammlung wurden am Mittwoch mehrere Abstimmungen nachgeholt, die bisher zurückgestellt waren oder wegen Beschlußunfähigkeit des Hauses nicht erledigt werden tonnten. Zunächst gab es die Wiederholung der namentlichen Abstimmung. da em Dienstag die Eizung aufgeflogen war, nämlich übec das Jukrafttreten der gesetzlichen Bestimmungen über Zwangs- Penfionierung ber Beamten bei einem Alter von 65 bis 68 Jahren. Ein Zentrumsantrag will die Anwendung dieser Bestimmung erst zwei Jahre nach dem 1. April 1921. Der entsprechende Antrag wurde heute mit 117 gegen 95 Stimmen abgelehnt bei 2 Stimmenihaltungen. Damit war allerdings der Gesetzentwurf über die Einführung einer Altersgrenze noch nicht erledigt. Da am Donnerstag die Sigung wegen Beschlußunfähigkeit abgebrochen werden mußte, so Genossen! Metallarbeiter! Die Einheit der Gewerkschaften ist das lezte achtung gebietende Bollwert gegen die wachsende Reaktion. Sie zergebietende Bollwerk gegen die wachsende Realtion. Sie zerstören, hteße Selbstmord begehen. Kommunistische Gewerkschaftstaktik ist gleichbedeutend mit Zersplitterung und Ohnmacht. Gegen sie habt Ihr zu kämpfen bei den Wahlen zur engeren Ortsverwaltung Eures Verbandes. Wollt Ihr Eure stärkste Waffe bewahren, so werbt für die Difte Ziska- Urich. stand heute die dritte Beratung erneut auf der Tagesordnung. Die Rechte hatte noch einige Anträge eingebracht, um für die alten fonservativen Beamten noch zu retten, was zu retten war. Ueber diese Anträge gab es natürlich wieder eine längere De batte, in der Finanzminister& de mann der Rechten nachwies, daß fie im vorigen Jahre selbst ein Gesez zur Berjüngung der Beamtenschaft für notwendig erflärt habe. Diese Erinnerung hielt die Rechte aber nicht ab, heute alle Minen springen zu faffen, um im legten Augenblid noch die Regierungsvorlage zu Fall zu bringen. Recht interessant ist, daß sich das 3entrum, das doch auch Regierungspartei ist, an der Obstruktion der Rechten eifrig beteiligte. Nachdem alle Anträge der Rechten in der langen Diskussion bekämpft und bei der Abstim mung abgelehnt waren und der Präsident Leinert zur Schlußabstimmung über das Gesetz übergehen wollte, wurde im legten Moment ein Antrag auf namentliche Abstimmung über das ganze Gesez eingebracht. Der Präsident beanstandete diesen Anfrag, weil er nur von den Fraktionsführern der Rechten unterzeichnet war, während die Geschäftsordnung eine Unterzeichnung von 30 anwesenden Abgeordneten verlange. Darauf gab es eine lange Geschäftsordnungsdebatte, als deren unmittelbare Folge der Präsident die Schluß abstimmung über das Gesetz auss sezen mußte. Dann wurde die Abstimmung über den Etat der Lotterie- Berwaltung und vorgenommen, sowie über einige Anträge dazu. Bei der Ab. stimmung über einen Antrag, die freiwerdenden Lotterieeinneh merstellen vorwiegend mit Kriegsbeschädigten Berufsverlegten zu besezen, wurde Sammelsprung not wendig. Die bürgerlichen Parteien stimmten gegen diesen Antrag, fie brachten 187 Stimmen gegen diesen Antrag auf, während die Linte nur 118 stellen konnte. Der Antrag wurde also abges lehnt. Angenommen wurde von den bürgerlichen und rechtsfozialistischen Abgeordneten ein Antrag des betr. Ausschusses, der eine Erhöhung der Einnahmen des Staates durch die Lotterie bezweckt. Die U. S. P.- Fraktion stimmte gegen diesen Antrag, wie sie auch gegen die Bermehrung der Lottericeinnehmerstellen stimmte. Zur Beratung tam sodann die Interpellation Adolf Cohen egen die Einstellung einer Forderung von 40 Millionen Mart die Technische Nothilfe in ben Boran, chlag des Reichshaus haltes, ohne zuvor den Reichswirtschaftsrat gehört zu haben. Die Interpellation wird von Bube, vom Zentralverband der Maschi iften, begründet, der die Technische Nothilfe als eine Waffe Regen bas Streitrecht der Arbeiter bezeichnet. Außerdem sei sie forderte. Natürlich stimmten sämtliche bürgerliche Vertreter gegen Es folgte die Abstimmung über einen Antrag unserer Fraktion, ber die Sozialisierung der ärztlichen Seiftätigkeit. den Antrag. Dafür stimmten bloß die sozialistischen Fraktionen. Die Ablehnung des Antrages löste bei der Rechten ein bea Dann kam eine große Sache: das nen ab und ebenso den Beitritt in den technischen Beirat. Der Redner fragte ganz richtig an, wo denn die Technische Nothilfe hagliches Zustimmungsgebrumm aus. ei den Streits der Hotels: und Restaurationsbetriebe bleibe? Seftig hung einer Etatsposition den Reichswirtschaftsrat zu hören. teter der Beamtenschaft, daß die Technische Nothilfe abzulehnen i, da fie bas Streitrecht gefährde. Nur der Vertreter des ristlichen Holzarbeiterverbandes tritt für die Technische Not. ilfe ein. Da die christlichen Gewerkschaftler wilde Streifs in Ten Deutschen Gewerkschaftsbund und Adolf Cohen wenden sich benswichtigen Betrieben verurteilen. Umbreit vom Allgemei Art der Beantwortung der Interpellation durch die Regierung. Muf den Vorschlag von Chefredakteur Bernhard, daß die Gemertaften. Technifer- und Beamtenverbände fich darüber einigen lollten, welche Maßnahmen sie treffen wollten, um die Technische Rothilfe überflüssia zu machen, antwortet Schweiter nom und der nijmen Angestellten und Beamten baß bos Arbeitsministerium bereits zweimal Termin für Berhandlung mit den Gewerfichaftlamte Arbeiterschaft, auch die technischen Angestellten, lehnten ein. Mütia die Technische Nothilfe ab, Is Notheffer für die Technische Rothilfe Jorara wiederum der christliche Gemertsmoftler Baldrusch ein, der ihre Berechtiouna mit einem 9ngriff auf die freien Ge bert chaften zu bemeisen sucht. Noch weiteren unm sentlichen Bemertungen ichließt die Besprechung. gegen die Techni che Nothilfe und besonders gegen die Tern Prinzipienfeste Kommunisten Während Internationale" und Rote Fahne" die gegenwärtigen Ronflitte in der Tschecho- Slowntei in den höchsten Tönen als den Unfang der proletarischen Difiatur, als einen Sturm der chechischen Kommunisten gegen die bürgerlich- recht sozialistische Republit feiern, teilt die Berliner theho Iowa.ije Gesandtschaft mit daß Diensian abend in Paa die Kommunistenführer Stalai und Banet den Präsidenten ajarni ge Seten haben, eine Vermittlungsattion einzu Man böre und steune: Die Fommunisten, die die burgerlide Republit berennen, bitten den Präsid.nien der Iben Sepubliz leiten • Grundsteuer- Gejezz. Die Abgeordneten der Rechten und aus bem Zentrum verließen bei der Eröffnung der Verhandlungen über diesen Punkt fluchtartig ben Gaal. Nur einige Sorchpoften blieben zurück, die die Begründung des Gefeßentwurfs durch den Finanzminister mit an hörten. Der Finanzminister Lüdemann verteidigte sein Schmerzenstind gegen die Angriffe. Er stellte die Wirtung der Steuer als so fanft hin, daß es scheint, als ob diese zwei Williarden dem Volisförper entzogen werden, ohne daß jemand etwas spürt. Auf den Morgen landwirt chaftlichen Grundbesizes mache die Steuer etwa 6 M. aus, für Wohngrundstücke jei jie so gering, daß eine MietsSteigerung von nur" 10 Prozent herausläme. So sprach Lüde mann. Der Rechtssozialist Hauschild gab für seine Frattion eine Erklärung ab, wonach sie der Erhebung einer Grundsteuer grund fäßlich zustimmen. Für den Staat bleibt ja nur die Grundsteuer, die zur Dedung der riesig gewachsenen Ausgaben herangezogen werden müsse. Doch sei die vorgeschlagene Form der Steuer zu roh. Sie müßte mehr den sozialen Verhältnissen angepakt wer den. Hauschild beantragt die Ueberweisung an den Ausschuß Genosse Leid als Redner unserer Frattion wies auf den Ggen at hin, der zwischen der Stellungnahme der bürgerligen Parteien zu dem Gefeßentwurf und ihrer Stellungnahme bei der ersten Besprechung dieses Entwurfes tlaffte; damols war es allein ein Vertreter unserer Partet, der grundsätzlich Widerspruch erhob gegen diese Steuerabficht. Das Verhalten der bürgerlichen Bar teien war aber so, daß der Finanzminister wohl der Meinung sein konnte, er dürfe den Gesetzentwurf einbringen. Die so schroff ablehnende Haltung der bürgerlichen Parteien bei der jegigen Berhandlung fönne nur mit der Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen erklärt werden. Was unsere Frattion betreffe, so müsse fie nach wie vor eine fefe Fteuer, die nicht den Besig treffe, fophern auf die Mieter und Verbraucher abgewälzt werde, und wie die Erfahrung lebre, in so startem Maße abgewälzt werde, ablehnen. Wir fonnten nie die Hand dazu bieten, daß durch eine folche Steuer ci e weitere Ericherung der ist ng der breiten Malen herbeigeführt werde nach unseren schon öfters gemachten Vorskligen soll der Staat seine Cinnam n aus der MehrwertErzeugung beziehen, nicht vom Einkommen der werktätigen BeBum Schluß nabm dann der Finanzminister nochmals bas Mort, um eine Bermittlungsaktion. Den Kommentar bilde sich jeder völkerung. letbit. worauf der Gesetzentwurf dem Hauptausschuß überwiesen wurde. Bei der zwischendurch vorgenommenen namentlichen Abstima mung über das Altersgrenzen- Gesetz wurden für Annahme 159 Stimmen abgegeben, 70 Stimmen dagegen. Das Gesez ist also in der Fassung, wie es aus der dritten Beratung hervorgegan= gen, angenommen. Danach müssen alle staatlichen Beamten vom 1. April 1921 ab bei Vollendung des 65. Lebensjahres pensioniert werden; erzieherische Beamte und Lehrer an den wissenschaftlichen Hochschulen mit 68 Jahren. Das Gesez fann auch auf Kommunalbeamte angewendet werden. Der Mord von Mechterstädt Das alte Biest" Der Prinz als Zeuge Borgehen der Studenten -Das brutale Am Mittwoch vormittag wurde in der Beweisaufnahme fort gefahren. Der Zeuge Bas sagt meiter aus, daß der Angeklagte Göbel eine alte Frau, die gesangen auf einem Wagen mitgeführt wurde, bedroht und sie altes Biest" geschimpft habe. Ob Göbel sie geschlagen habe, weiß er nicht. Spiter sei er in Eisenach von Professor Hermelink über die Vorfälle von Mechterstädt vernom men worden. Bors: Haben Sie bei der 6. Kompagnie einge standen, daß Sie sich bei der Roten Armee betätigt haben? Zeuge: Ich wurde in Gotha verhaftet und als Spiel der Kappiruppen verdächtigt. Man wollte mich zwingen, in der Bolts mehr Dienst zu tun. Ich habe das aber nicht getan und habe auch später nichts darüber eingestanden. Auf Antrag des Rechts anwalts Luetgebrune beschließt das Gericht, den Brinzen Friedrich Wilhelm zu Lippe als Zeugen zu laden. Der Zahnarzt Nölte aus Kaffel, der früher in der 6. Kompagnie Zugführer war, jagt aus, daß Göbel eine alte Frau be= broht hat, ob er sie geschlagen hat, fann er nicht sagen. Student Weber, der früher Kompagniefeldwebel bei der aufgeführt hätten; sie seien alle störrisch gewesen, besonders aber 6. Kompagnie war, befundet, daß die Gefangenen sich sehr schlecht Bas, und hätten dadurch den an und für fich nervösen Göbel gereizt. Göbel lieft ich zu Tätlichkeiten hinreißen und stieß die Gefan genen mit der Sand, nicht aber mit dem Gemehr und schimpfte sie Spartakistenhunde" und Schweine". Der Zeuge schildert dann die Borgänge im Sprigenhaus zu Mechterstädt. Die Dorfbewohner beze hneten Bag als Haupttäter. Der Zeuge bestreitet auf das ents iebenste, bas bie Soldaten durch das Fenster auf die Gefangenen schießen wollten. Im Anschluß hieran tommt es zu lebhaften Auseinanderlegungen zwischen den Zeugen Weber einerseits und Arnold und Bak andererseits. Die beiden legteren verharren bei ihren Aussagen. Frau Wolff befundet, daß Göbel sie geschimpft habe mit den Worten„ Altes Biest! Ich schlage Dich gleich tot!" Er habe dann zuschlagen wollen, sei aber von seinen Kameraden zurückgehalten worden. Der Angeklagte Göbel bestreitet diese Darstellung; die Zeugin bleibt jedoch bei ihrer Aussage. Der Sergeant Wagner, vom Jäger- Bataillon 11, ber Küchenunteroffizier bei der 2. Studenten- Kompagnie war, fagt aus, daß, als er auf dem Marsche die Schüsse hörte, er von der Bagage zurückgegangen sei, an anderen Kolonnen vorüber, bis er einen Gefangenentransport sah, bei dem er Mißhandlungen beob achtete. Er ging dann wieder zu seiner Küche zurück, wo ihm einer der Begleitleute, der Student Höhnemann, der inzwischen auch fortgegangen war, mitteilte, bie Gefangenen würden von der Straße getrieben und erschossen. Später hat der Zeuge Wagner das, was er gehört hatte, in Mar burg bem Offizierstellvertreter Dahlheim, vom Jägerbataillon 11, erzählt. Auf Befragen des Vorsitzenden stellt sich heraus, daß der Zeuge damals den Gefangenentransport der 6. Kompagnie gesehen hatte. Major v. Schenf, ehemaliger Bataillonsfommandeur des Marburger Jägerbataillons, hat den Sergeanten Wagner damals gefragt, ob er sich während des Marsches von der Feldfäche ent fernt habe. Wagner habe bies verneint. Trotzdem hat Major v. Schent später gehört, daß Wagner sich als Augenzeuge der Ermordung der Thaler Arbeiter" gemeldet hatte. Eine Reihe weiterer Zeugen befundet, daß Wagner unmöglich bis zu dem Gefangenentransport zurückgegangen sein könne. Der Zeuge Stud. Kober tam mit der großen Bagage auf der Chaussee an der Stelle vorüber, wo die Erschossenen lagen. Die umstehenden Zivilisten hätten die Leichen beschimpft; einer habe ihnen einen Fuhtritt verjeht und gejagt: Die Hunde sollte man nochmals durchprügeln!" Im Anschluß hieran kommt es zu einem fleinen Zwischenfall. Baz und Arnold treten vor und protestieren dagegen, daß man bauernd von ihnen als Mitgliedern der Roten Armee spreche. Der Zeuge Stud. Lemmer, früher Zugführer bei der 9. Kompagnie, schildert, wie er in Thal Ermittlungen über das Borgehen der Studenten angestellt habe. Besonderen Eindruck habe auf ihn die Erzählung des Uhrmachers Rosenstod, eines Bruders des Erschossenen R., gemacht, der ihm ein Bild von dem brutalen Vorgehen der Studenten entworfen habe. Der Zeuge erklärt dann weiter:" Ich bin sonst sehr ruhig, aber da hat es mich boch gepadt! Ich konnte es nicht überwinden, daß in deutschen Landen bie Bevölkerungsschichten so gegenüberstanden und das Blut des deutschen Bürgers floß. Ich bin abends völlig zu fammengebrochen und habe mir geschworen, alles zu tun, um eine Sühne der Tat und die Auflösung des Studentenforps herbeis zuführen, benn ein Verbleiben jenes Korps in Thüringen fonnte die Flamme des Aufruhrs nur schüren. Es wurden damals aug Couleurbänder getragen, die ja auf die Arbeiterschaft wie totes Tuch wirten. Ich fuhr dann nach Berlin, um beim Reichswehrs minifter Geßler persönlich die Auflösung des Korps durchzusetzen. Nach meiner Rückkehr aus Berlin ging dann Professor Hermelint aus eigener Initiative zur Volkszeitung nach Eisenach, um sich dort zu informieren. Die dortige Redaktion ließ sich die Zeugen Arnold und Bag kommen. Ich habe von niemand gehört, daß alle 15 Gefangenen sich an den strafbaren Handlungen beteiligt haben. Hauptsächlich waren es einde der Bauern, die an den Gefangenen the Mütchen fühlen wollten. Die Aufforderung zu dem Zuge nach Mechterstadt und Sättelstedt foll von Ruhls aus von einem Attionsausschuß ausgegangen sein, dem auch die Demokraten an gehörten, und zwar wurde der Zug auf Befehl der Gothaischen Ree gierung ausgeführt, die angeordnet hatte, allen Anhängern Kapps die Waffen abzunehmen." Borsigenber zum Zeugen Lämmer; Wozu find Sie nach Berlin gefahren? Zeuge Lämmer: Um die Auflösung des Studentenforps Matburg herbeizuführen, und weil ich au der Wiitärnerichtsbarkeit nicht das Vertrauen hatte, dah fie so durchgreifen würde, wie ein bürgerliches Gericht.- Rechts anwalt Müller: Sind Sie nicht nachher von Ihrem Bataillonstommandeur gefragt worden, ob Sie in Berlin gewesen seien und haben Sie diese Tatsache nicht abgeleugnet? Zeuge Lämmer: Man hat mich in Eisenach in einem Augenblid gefragt, als zwischen der Volfstompagnie" und dem übrigen Bataillon Butlar Schüsse zu fallen drohten, als der Adjutant des Bataillons die schwarz- rot- goldene Fahne der 9. Kompaonic herunterrih. In diesem Augenblic habe ich es als meine Pflicht angesehen, un nicht die ganze Sache aufeinander losplagen zu lassen, zur Bes ruhigung meine Reise nach Berlin abzuleugnen. Ich habe das aber schon am nächsten Tage durch einen Brief an meinen Kome pagnieführer richtiggestellt. Der Brivatdetektiv Hesse aus Eisenach bekundet, daß er auf einer Dienstreise nach Gotha von Zeitfreiwilligen in Sättelstedt angehalten und nach der Bataillonsschreibstube gebracht worden fet, wo er einen Ausweis erholten sollte. Dort habe ihn dann ein Offizier gefragt, ob er in Eisenach einen gewissen Arnold und Bazz tenne. Als er dies bejahte, habe der Offizier gesagt:„ Sie Borsigender: werben heu'e Nacht um 12 Uhr erschossen". Das war in Mechterstädt? 3euge: Nein, in Sättelstädt. Borsitzender: Ift der Offizier hier anwesend? Der Reune nidt. Der Rene Hesse zeigt Vorsitzender: Zeigen Sie ihn mir. läre unter auf den Beugen Student Beil. Zeuge Beil: 7 meinem Eid, daß ich diesen Mann nie gesehen habe. Darauf wurde die Verhandlung auf Donnerstag früh vertagt Eltern! Bitte ausschnelden! Erscheint nur einmal! Stadtverordnete! Aerzte! Skrofulose, Rachitis( Englische Krankheit), Tuberkulose Nr. 53 Mit de Milchinap wird gern im Auge, zu verforg et zen. 3wa sind ausgesprochene Volksseuchen, d. h. Krankheiten der Minderbemittelten, und haben in erschreckender Weise zugenommen. In gleich erschreckender Weise sind die Unterhaltungs- und Verpflegungskosten der Heilanstalten gestiegen, so daß fast alle Heilstätten ungeheure Zuschüsse erfordern. Die Anzahl der vorhandenen Heilstätten ist außerdem viel zu gering für die Massennot. Eine Unzahl Kranker muß deshalb ohne ausreichende Behandlung dem Siechtum verfallen, wenn nicht neue Wege der Seuchenbekämpfung beschritten werden. Skrofulose, Rachitis und Tuberkulose können fast stets geheilt werden, wenn der Erkrankte die Mittel zu einer längeren Kur im Hochgebirge aufbringen kann. Dem Durchschnittskranken ist dies heute unmöglich. Skrofulose, Rachitis, Tuberkulose werden aber ebenso sicher baltung geheilt oder erheblich gebessert durch die billige, bequeme und schnell wirkende Ultraviolett- Therapie mit Künstlicher Höhensonne- Original Hanau. Diese Ultraviolett- Therapie, der Hauptheilfaktor der Hochgebirgskuren, wurde von den deutschen Universitäts- Professoren Prof. Dr. Jesionek- Universität Gießen, Prof. Dr. König- Universität Marburg, Prof. Dr. Hagemann- Universität Würzburg, Prof. Dr. Vulpius Universität Heidelberg, Prof. Dr. Ludloff und Dr. Riedel- Universität Frankfurt, Prof. Dr. Biesalski und Dr. K. Huldschinsky- Berlin, Prof. Dr. Langstein und Dr. Putzig- Berlin ausgearbeitet und Typische Rachitis- Erkrankung eines Kindes, wie sie sicher und schnell durch Bestrahlung mit Künstlicher Höhensonne Original Hanau geheilt wird. Wichtig für Kranke! Wenn andere Heilmethoden versagen, erzielt die UltraviolettTherapie mit Künstlicher Höhensonne Original Hanau-, der Hauptheilfaktor der Hochgebirgskuren, noch Erfolge auf fast alien Krankheits- Gebieten. Künstliche Höhensonne Original Hanau Erhebl. Abkürzung der Behandlungs( Krankheits-) Dauer! Größter medizin. Erfolg des letzten Jahrzehnts! Verlangen Sie " Aufklärungsschrift für Nichtärzle" kostenlos. wirkt wie ein längerer Aufenthalt in den Hochgebirgskurorten. Die Bestrahlung mit Künstlicher Höhensonne ersetzt den unerschwinglich gewordenen Kuraufenthalt im Hochgebirge. Die Angehörigen unbemittelter Kranker, Stadtverordnete, Betriebsräte, Krankenkassenmitglieder sollten deshalb dazu beitragen, daß den Schulen, den Fürsorgestellen, den Gemeinden und Wohlfahrtsämtern Bestrahlungshallen mit Künstlicher Höhensonne Original Hanauzur Behandlung nach Prinzipien von Professor Jesionek( Gießen) angegliedert werden. 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G., Ortrud Bagner, Bicha, Haskel, Stieba) Berliner Theater 7 Uhr: Die spanische Nachtigall mit Frigi Maffary jans Wakmann, JuliusBrandt, Ralph Artur Roberts, Emmy Sturn, Herbert Kiper, Diga Engl. Rose Theater 71%, Uhr C. Friedrich Schiffer, Der Infant der Menschheit Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: Die Csikósbareness Operette in drei Akten nach einem Motiv Petöfis von Friz Grünbaum. 8 Casino Theaters Der Fehltritt einer Fran Sonntag 31, U.: Coufin Emil Kön gitad- Theater Alexandervir.21 Bhf. Jannowitzb Täglich Gala- Sänger 7.30.: 1/28 , 8 Folios Caprice Beute 18 Uhr Premiere: Die Refervidame 9 Monate a dato mit Ferb. Grünecker. 7 br: Wenn Liebe erwacht Stg. nachm. Uschenbrödel Walhalla- Theater Raftelbinder Täglich ( Alfred Läutner a. G.) Residenz- Kasino Blumenstraße 10 Tägl. Gr. Ball für die ältere Jugend. Nur Rundtänge. 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Husten, Asthm 9 Apotheke Lungenleider Kur 16.50, 1, Sur 24 Elefanten Berlin W. 191, Leipziger Straße ( Donhoffpl.) 74 An 1 Inurren im en. e sind Heil eue iner Nr. 534 Groß- Berlin Der Gemeinde- Ziegenbod Mit dem Rückgang des Milchviehbestandes und infolge der Milchknappheit ist die Ziegenhaltung sehr gestiegen. Ziegenmilch wird gern genommen. Die Ziegenhalter haben in erster Linie im Auge, sich und die Familie mit der heute so kostbaren Milch zu versorgen. Bis hinein in die Großstadt hat sich die Ziegencher haltung eingebürgert, allerdings nur in bestimmten, engen Grenen. 3war tann man auf dem Balkon oder in der Küche keine 3iegen halten, aber es gibt Leute, die ein Kellerloch für eine Biege für gut halten. In vielen Fällen haben Besitzer von Lauben sich solche langhaarige Gesellschaft zugelegt. Häufiger trifft man jetzt Ziegen in den neuen Siedlungen an, in denen Ställe für Kleinvieh angelegt sind. Je mehr wir aufs Land hinaustommen, desto, mehr häufen sich die Ziegenhaltungen. Neuerdings nimmt auch der Staat größeres Interesse an der Ziegenzucht. Von dem Gesichtspunkte geleitet, daß kleine Bißchen ein Viel machen, will er jetzt durch gesetzgeberische Maßnahmen die Ziegenhaltung fördern. Die preußische Landesversammlung hat ein Gesetz beschlossen, nach welchem den Gemeinden in den Landkreisen die Verpflichtung auferlegt wird, eine dem Bedürfnis entsprechende Anzahl von Ziegenböden anzuschaffen und zu unterhalten. In der Regel soll für je 80 deckfähige Ziegen ein Bod gehalten werden. Benachbarte Gemeinden önnen zu einem Bodhaltungsverbande vereinigt werden. Beondere Ausführungsbestimmungen über diese Gemeinde- Ziegenböde werden noch erlassen, ähnlich wie die für Pferde oder Gemeindebullen. Neben den Gemeindebullen tritt in Zukunft der Gemeindegenbod. Er soll die Gemeinde beherrschen und für die Vermehrung der Ziegen forgen. Er soll sogar besonderen Ansprüchen 321 auf Rajse entsprechen müssen. Der Gemeindeziegenbod wird uns aljo neuen Zeiten entgegenführen. tr. 46 1470 nze isstr. and are) en. äufer Qualitä 0.50M 0,50 D.40" 0.40 0,40 0.30 .billigt 4 Cagesp e de k Post 100 Bezie Ref. Ich led uenlei uchun Beh nzstr men fepa auent parat tags aler 10 firaj Beichled rauenlei Syphilis nterjud mengim Ofer at ften stu .81g.9 ler Plat ders stillen gegen hma Iden ur24. potheke 191 Be 74 Da steht man machtlos vis- à- vis Eine bessere Sausfrau im Westen, deren Sohn Korps: tudent an der Berliner Universität ist, beabsichtigt, eine kleine bendgesellschaft zu geben und hat die Einladungen schon ergehen lassen. Als sie die Nachricht von der Krankheit der früheren Raiserin liest, wird sie unruhig, ruft ihre beiden intimen Freun binnen zu sich und trägt ihnen den Fall vor. Die Damen gelangen Bu dem Entschluß, daß die Rücksicht auf die Krankheit der Landesmutter" verbiete, die Festlichkeit stattfinden zu laffen. Man müsse also absagen. Als die Gastgeberin die Absicht äußert, als Grund der Aufhebung des Festes die Krankheit der Kaiserin anzuführen, ruft eine der Damen entsetzt:„ Um Gottes willen, Liebste, Denn Sie das auf die Karten schreiben und die Rommunisten erfahren das, machen die uns alle tot!" Da tann man Go geschehen in Berlin im Dezember 1920. ar nichts, gar nichts sagen, da steht man machtlos vis- à- vis. Bomit Peter Panter wieder einmal recht hat. Wie in Berlin die Wohnungsnot bekämpft wird Es vergeht fast fein Tag, wo man nicht immer heftigere Klagen über die Wohnungsnot erhebt. Die Herrschaften kennen selbst diese Not nicht, aber sie fürchten die Unbequemlichkeiten der Bwangsbewirtschaftung, wie Beschlagnahme, Notbauten im ge= unden, waldreichen Westen usw. Deshalb wird die Boltsgesundheit immer weiter heruntergewirtschaftet. Das arbeitende Volt hungert sich nicht nur, nein, es wohnt sich auch zu Tode. Die besitzende Klasse aber schlemmt, spielt, prakt und bordelliert sich durchs Leben; die Freßhotels machen die Klappe zu, natürlich nach vorn, hinten wird weiter gearbeitet". Wir lesen eine Notiz, wonach ein Unternehmen in By Das Opfer Aus dem Manuskript eines Romans von Albert Dandistel( z. 3t. Festungsgefangener). ( Schluß.) Wieder sprang die Zellentür auf. Der Abteilungsfeldwebel machte im Kerker Runde. ,, Schweinefer!!!! Soll das ein Bett sein?!- Was!!!" Der begleitende Korporal riß die blauweiß- karrierte Zudede in die Mitte der Zelle. Der Scheißkorb wird mir gebaut wie eine Zigarrenfiste, fo tantig!! Die Zubede ist unten, oben und in der Mitte zweiundbreißig Karo breit, aber haargenau!!!" Dann wandte sich der Feldwebel nach dem Korporal: ,, Sie melden mir in zehn Minuten, daß der Kerl fertig ist!"" Mit verbissener Miene verließen endlich die Beiden die Verzweifelnd faßte sich Heinrich an die hämmernden Seme. Schläfen. Fünfzehn Jahre!" Wütend ballte er die Fäuste:„ Der revolutionäre 3irfe! wird mich rächen!" Achtung!!! Zum Kirchgang raustret'n!!!" 3ad, wie auf einen Schlag, flappten auf den Galerien des Bellenbaues Türen und Haden. Weihnachtsgottesdienst. Der Choral war in atemlose Stille verklungen. Jetzt sprach der Hauptmann. Laut warfen Wände brutale Worte ab in ängstlich ergriffene Herze Wehe dem..." verhallte langsam unter fröstelnden Menschen. Dann tam der Pfaff. Beigte abgeschredten, schmachtenden militärgefangenen Leibern den Kelch und soff ihn aus. Ruhelose Schritte in den Zellen. Wild stürmte es in Heinrichs Hirn. Endlich war Weihnachten vorüber. Wenn Sie Ihr Tagespensum nicht leisten, fliegen Sie ins Dunkel, bei Wasser und Brot!!!" Der Feldwebel ließ Heinrich einen Arm voll zuge= schnittener Unterhosen vorwerfen. Was sind Sie von Beruf?" Seemann, Herr Feldwebel!" Ra, dann aber mal ran und feste ins Zeug!!!" An langen Tischen im Arbeitssaal saßen stumm, mit Inurrenden Magen, die Militärgefangenen und nähten. Beilage zur„ Freiheit" den letzten drei Monaten in Berlin 600 Bauhandwerker beschäf= tigt, 2500 Raummeter Holz, 125 000 Mauersteine, 84 000 Dach ziegel und 20 000 Sad Kalt verbaut hat. Man baute eine Filmstadt bei Berlin. Da sage noch einer, daß die Bautätigkeit nicht gefördert wird. An Wohnungen wird nicht gedacht. Und darin liegt das Grundübel. Die private Bautätigfett auf dem Gebiete des Wohnungsmarktes ist längst zu Ende; fie tritt nur ein, wenn es sich um Luxuswohnungen handelt, weil da das Geld keine Rolle spielt. Immer deutlicher zeigt sich, daß die Privatwirtschaft zusammengebrochen und daß sie abgelöst wer den muß durch die Gemeinwirtschaft und zwar bald. Zur Entlassung der Elektrizitätsarbeiter. Der Magistrat Berlin hat gestern in der bekannten Sache, der von der Direktion entlassenen 30 Elektrizitätsarbeiter, nach längerer eingehender Beratung und nach Anhörung der beurlaubten Direktoren beschlossen, die Angelegenheit vorläufig zu vertagen, bis der von den Arbeitern inzwischen angerufene Schlichtungsausschuß von Groß- Berlin sein Urteil gefällt hat. Die diesjährigen Weihnachtsferien. Die Weihnachtsferien der einzelnen Provinzen sind von dem Oberpräsidenten in diesem Jahre folgendermaßen festgesetzt, soweit Meldungen darüber vorliegen: Ostpreußen vom 22. Dezember bis 5. Januar, Brandenburg vom 22. Dezember_bis 4. Januar, Pommern vom 21. Dezember bis 5. Januar, Schlesien vom 23. Dezember bis 11. Januar, Sachfen vom 22. Dezember bis 5. Januar, Schleswig vom 22. Dezember bis 6. Januar, Hannover vom 22. Dezember bis 13. Januar, Westfalen vom 22. Dezember bis 4. Januar, HessenNassau vom 22. Dezember bis 4. Januar, Rheinproving vom 22. Dezember bis 4. Januar. Die beiden Tage bedeuten den Schluß und den Wiederbeginn des Unterrichts. Berwaltungsbezirk 1( Mitte). Sonnabend, 6% Uhr, pünft: lich, Sophienschule, Steinstraße 31, Versammlung aller tommunalen Obleute und Kommissionsmitglieder, Stadt- und Bezirksverordnete. Hierzu gehören 1. Distrift( 1 bis 20, 23, 24). Distrikt 5( 129 bis 144). Distrikt 6( 145 bis 148, 152, 182, 196 bis 198, 200 bis 201). Diftrift 10( 202 bis 210, 223 bis 224, 226 bis 236). Distrikt 11( 211 bis 217, 255 bis 258, 267 bis 272, 278 bis 282). Distrift 16( 273 bis 275). Bezirk 20. Zu der Sigung der kommunalen Kommission am Freitag, den 17., abends 6 Uhr, im Sigungssaal des Rathauses Reinidendorf, sind auch die Bezirksverordneten eingeladen. „ Weihnachtsgeschäfte" der Einbrecher. Das Treiben der Ein brecher ist vor dem Fest wieder besonders arg. Sie haben es in der Hauptsache auf Beutestücke abgesehen, die sie vor den Feiertagen leicht absetzen können. So erbrachen sie gestern auf den Ostbahnhof einen Eisenbahnwagen und stahlen daraus 945 Gänse, 30 Enten, 25 Hühner und 16 Puten. Das bereits geschlachtete Federvieh, das für einen Großhändler der Zentralmartthalle bestimmt war, luden sie auf einen großen, mit drei Pferden beladenen Plattenwagen und fuhren mit der reichen Beute unangefochten davon. Bei dem Kaufmann Mielke in der Friesen straße 24 holten sie für über 10 000 Mart Kolonialwaren aller Art, besonders Wurst und Delsardinen. Von Bureaueinbrechern heimgesucht wurde die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, in der Lauenburger Straße, wo sie für 60 000 Mart, der Lebensmittelverband, in der Spandauer Straße 18, wo sie für 30 500 M. und der Verband Deutscher Lebensmittelversicherungsgesellschaften, am Wittenbergplatz 1, dem sie für 8000 Mart Schreibmaschinen usm., stahlen. Durch Wohnungseinbrecher empfindlich bestohlen wurden eine ganze Reihe Familien. Bei Ambrosen, Unter den Linden 43b, stahlen die Diebe für 30 000 Mart, bei Dr. Grunow in der Uhlandstraße 144, für 3000 Mart, bei Kamrath in der Mün chener Straße 33, für 20 000 Mart, bei Richrath in der Reinidendorfer Straße 48, für 40 000 Mart, bei Schume in der Emdener Straße 3, für 17 000 Mart, bei Stefan in der Nazarethkirchstraße Nr. 51, für 16 000 Mart und bei Brinksarm in der Dunterstraße 11 und an vielen anderen Stellen für ungefähr 10 000 Mark Klei= dungsstücke, Teppiche und anderes Hausgerät. Auch die Poliklinik in der Karlstraße 22, wurde von Einbrechern heimgesucht. Dort Stahlen die Diebe für 1000 Mart ärztliche Instrumente. Auf frischer Tat überrascht und angeschossen wurde ein Einbrecher, der in die Weißwarenhandlung von Schüler in der Treptower Str. 24 zu Neukölln eindringen wollte. Die Postwagenberaubungen haben gestern zu einer Verhaftung geführt. Der Postillon Scholz, der mit seinem Wagen nach Friedrichsfelde fuhr und dort den Inhalt, 122 Postpakete, stahl, hat ,, Achtung!!!" Köpfe rudten in die Höhe. Die Augen richteten sich nach dem Aufsichthabenden. Fertigmachen zum Austreten!!" Behende wurde Nadel und Zeug beiseite gelegt. Raustret'n!!!" Die Soldaten waren im Festungshof in zwei Reihen angetreten. , 3u vieren abzählen! In Gruppen rechts schwenkt- marsch!!!" Im Paradeschritt gingen die Militärgefangenen zum Abort. Beine' raus!!! 3urüd, marsch marsch!!!" Wild stürzten alle an den Standplay. Achtung!!! Wenn Ihr Eure Kadstelzen nicht hoch schmeißt, ziehe ich Euch im Dreck herum, bis Euch die Zunge am Boden schleift! Abteilung- marsch!!!" Die Soldaten hatten ihre Notdurft verrichtet und saßen wieder an ihrer Arbeit. Plötzlich fuhr es wie Donner- und Hagelschlag in die gezwungene Stille. Sie unverschämter Lümmel!! Sie haben um Erlaubnis zu bitten, wenn Sie sich schnäuzen müssen!!!" " Marinegefangener Hölzel bittet, das Taschentuch benutzen zu dürfen", frug gebrochene Stimme. Kaum, daß sich Heinrich die Nase geputzt, schrie es wieder: Achtung!!! Fertigmachen zum Ererzieren!!" Mit größter Sorgfalt reinigten sich die Militärgefangenen schnell. Raustret'n!!! Abzählen!!! Rechtsum, marsch!!!" Zehn Uhr vormittags. Das Ganze Richt' Euch!!!" halt!! Wie angewachsen standen zweitausend Militärgefangene im Isolierhof der Festung. Jezt meldeten die Unteroffiziere einem Offizierstellvertreter ihre Korporalschaften. An Hosennaht gepreßte Hände schnitt Frost. Achtung!!!" Der Feldwebel hatte das Kommando übernommen. - angetret'n marsch marsch!!!" Der Größe nach Wie wild stoben die Soldaten durcheinander. Und schon standen sie wieder in Reih und Glied angefroren. Roch mal zurüdmarsch marsch!!!" wie Scheu, mit Aufwand ganzer Kraft, rannten alle an ihre alten Plätze gejagt von tierisch brüllenden Korporälen. ,, Was ist mit dies'n?? Donnerstag, 16. Dezember 1920 die Beraubung seines Wagens, wie die Ermittelungen ergeben haben, wahrscheinlich mit einem Freunde ausgeführt, der nur unter dem Vornamen Heinz bekannt war. Diesen Heinz" ermittelte die Kriminalpolizei gestern in einem Lotal am Stralauer Platz und nahm ihn unter dem dringenden Verdacht, an dem Postwagenraub beteiligt gewesen zu sein, fest. Es ist dies ein Kutscher Freiermuth, der jedoch bestreitet, mit Scholz gemeinsame Sache gemacht zu haben. Scholz ist bishet noch nicht ausfindig gemacht worden. Von den gestohlenen Bateten sind zwei Drittel bereits wieder herbeigeschafft. Die Räuber hatten diese in einer Tannenschonung im Friedrichsfelder Schloßpart liegen lassen. Der Postbote Lauterbach, der die Geldkiste mit 100 000 art aus einem Bost wagen stahl, ist ebenfalls noch nicht ermittelt worden. Umfangreiche Zuderschwindeleien betrieb ein gewisser Hartmann mit seinen Helfershelfern, indem er an Gastwirtschaften, Kondito reien usw. größere und fleine Posten Zuder verkaufte, aber nur Salz lieferte. Um die Verhafteten einwandfrei überführen zu fönnen, ist es dringend erforderlich, daß sich weitere Geschädigte, die in großer Zahl noch vorhanden sein müssen, bei der Abteis lung W des Berliner Bolizeipräsidiums, in der Magazinstraße Nr. 3/5, Zimmer 122, melden. Eine Bestrafung wegen Schleichhandels haben die durch die Schwindlergesellschaft Betrogenen nicht zu erwarten. Einen schrecklichen Unfall erlitt gestern der Arbeiter Hermann Tempel. Beim Berladen von Motoren, vor dem Hause Dragonerstraße 49, glitt er auf seinem Wagen aus, ein Motor stürzte auf ihn und zermalmte ihm den rechten Unterschenkel, während der linte mehrfach gebrochen wurde. Jm Hedwigs- Krankenhause fand er Aufnahme. Mariendorf. Bildungsausschuß dringende Sigung heute abend 7 Uhr, Zimmer 26 des Rathauses. Alle 20 Genossen des Bildungsausschusses müssen erscheinen. Gewerkschaftliches Metallarbeiter der U. S. P. D. Die Berliner Parteileitung ruft Euch erneut zu einer am Freitag, ben 17. d. M., abends 7 Uhr, im großen Saal der Neuen Welt stattfindenden Versammlung. Die Wichtigkeit der am 18., 19. und 20. d. M. im deutschen Metallarbeiter- Verband stattfindenden Urwahl gebietet es, die auf dem Boden des revolutio nären Klassentampfes stehenden Metallarbeiter zu einer legten Aussprache zusammenzurufen. Da es um Eure eigene Sache geht, habt Ihr die Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß jeder zur Metallindustrie gehörende Betrieb in dieser Versammlung vertreten ist. Die auf dem Boden der U. S. B. stehenden Betriebsräte der Großbetriebe müssen die Vertrauensleute der Abteilungen zum Besuch dieser Versammlung verpflichten. Sollten einzelne Betriebsfunktionäre ins fommunistische Lager abgeschwenkt sein, dann muß die Belegschaft dazu Stellung nehmen, wen sie zu dieser 3usammenkunft entsendet. Dieser letzte Auftakt muß sich zu einer gewaltigen Kundgebung für die Liste Ziska- Urich gestalten. Mitgliedsbücher der Partei und Gewerkschaft legitimieren. Bezirksverband Berlin- Brandenburg der U. S. P. D. Die Geschäftsleitung. J. A.: Friz Schneider. Eine Versammlung der Stud- und Gipsbaubranche des Deutschen Bauarbeiter- Verbandes, beschäftigte sich am Dienstag mit der Frage: Lohnerhöhung oder Abbau der Lebensmittelpreise. Rollege Sched referierte. Die Versammlung stimmte dem Referenten in folgender Entschließung zu: Die am 14. Dezember 1920 im Gewerkschaftshaus tagende Versammlung des Deutschen Bauarbeiter- Verbandes, Berein Berlin, Sektion der Stud- und Gipsbaubranche, nimmt von der Forderung einer Lohnerhöhung vorläufig Abstand. Die Sektion würde mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln für eine Lohnerhöhung eintreten, sollte die Regierung nicht für einen Abbau der Preise für Lebensmittel und Bedarfsartikel Sorge tragen. Die Versammlung verlangt von den gewerkschaftlichen Instanzen Gewerkschaftskommission und Allgemeinen Deutschen GewertDie woll'n wohl nicht mehr?! Was!!!" Einige wälzten sich jammernd an der falten Erbe. ,, Der war verschüttet!" " Der hat' n Kopfschuß!". " Der hat' n Bauchschuß!" " Der hat' n Nervenchok!" So lautete die Antwort der Unteroffiziere. Auszappeln lassen!!! ,, Dort an die Wand leg'n!! Die Krüppel links' raus marsch marsch!!! Das Uebrige anfang'n mit Laufschritt!!!" Scharf blies eisiger Ostwind. Der Jolierhof dröhnte. An der Mauer lagen Wimmernde. Davor standen mit der Krüde, an einem oder zwei Stöfen, die Verstümmelten und machten auf Befehl Kopf- und Fußrollen. Die mit schwulstigen Narben, Geschossen und Granatsplittern im Leibe folgten mit schmerzverzerrtem Gesicht dert Kommando. Ei Ei- nDer große Haufen dampfte. exfrems -n-s! -s! 3w- eiZw- eiangetret'n marsch marsch!!! Achtung!!! In Korporalschaften Einrüd'n!!!" 3weitausend Seufzer stiegen zum Himmel. Fertigmachen zum Appell mit Wasch, Eẞkübel und Urinkübel! Raustret'n!!!" Verzweiflung zitterte in Kälte und Hunger. Endlich. Achtung!!! Fertigmachen zum Essenholen! Tretet weg!!!" Wie vom Tode erlöst, stürzen die deutschen Soldaten die Galerien hoch in ihre Zellen. , Wehe dem, der es wagt, als freter Mensch zu handeln!" hauchte Heinrich. Die Eßklappe schlug zurück. „ Ell'n!" Gierig schlürfte Heinrich den halben Liter warme Brühe und verschlang sein Stüd Brot. Schüssel' raus!!!" Nachdem schlug die Glode der Zentrale. Die Militärgefangenen rüdten wieder in ihre Arbeitssäle Endlich war es fieben Uhr abends. Dann noch einen halben Liter Wassersuppe. Und die erlösende Nacht fam wieder.- Shaftsbund, daß feine Mittel unversucht gelassen werden, um auf die Regierung einzuwicfen, daß dieselbe einen Ebbau der Preise für Lebensmittel und Bedarfsariifel vornimmt. Die Bersammlung steht auf dem Standpunkt, daß, wenn die Erseuger sich nicht freiwillig herbeilassen, genügend und billige Lebensmittel zu liefern, die Regierung dieselben Maßregeln ergreifen muß, welche sie in anderen Fällen bei Arbeitern stets anzuwenden pflegt. Die Versammlung verlangt von den gewerkschaftlichen Instanzen, daß, wenn die Regierung diesem berechtigten Verlangen nicht nachkommt, sie die gesamte Arbeiterschaft aufzurufen haben, um mit den ihnen zu Gebote stehenden Machtmitteln sich diese Forderung Bu erzwingen." Aus den Organisationen 8. Diftritt. Donnerstag abend 7 Uhr Vorstandssigung und Abrechnung aller Abteilungsführer bei Rettichlag, Schreinerstr. 18. 12. Diftritt, 2. Abt. Kommunale Kommission. Freitag abend 7 Uhr Gigung bei Welzel, Lochener Str. 30. Erscheinen dringend notwendig. Copenid. Freitag abend 8 Uhr im Bayernhof Mitgliederversammlung. Tages ardnung: Landtagswahl und Weihnachtsbescherung. Erigeinen Pflicht. Vereinskalender Deutscher Transportarbeiter- Berband. Handelshilfsarbeiter und arbeiterinnen der Gruppe 2 aus den Engrosbetrieben der Herren, Knaben- und BurschenPonfettion, Gummimäntel, Phantasiewesten sowie Berufstleidung. Freitag, ben 17. Dezember, nachmittags 5 Uhr, im Lofal von Karl Witte, Bost Gruppenversammlung. Möbeltransportarbeiter und Straße 29, Instru mententräger. Sonntag vorm. 9% Uhr im Lotal Berliner Konzert unb Bereinsfäle", Kommandantenstraße 58-59, große Versammlung.. Verwaltungsarbeiter des Reiches und Preußen. Freitag, den 17. Dezember, abends 7 Uhr, im Dresdener Kafino, Dresdener Str. 96, Protestversammlung gegen die Ver leppung der Tarifverhandlungen durch die Regierung. Kolleginnen und Kolle gen! Erscheint in Massen! Deutscher Transportarbeiter Verband. Branche: Behörden. Buchbinderverband. Heute Donnerstag nachmittag 5 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstraße, Blauer Saal, Gorilekung der Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht vom Betrat; 2. Verschiedenes. Alle Delegierten müssen et ( heinen. Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 10( Bekleidungs- und Tertil Industrie und Handel): Obleuteversammlung am 17. Dezember, abends 7% Uhr, Mufiterfäle, Raiser- Witheim- Str. 31 Baggruppe 17( Angestellte der Neuköllner Großhandelsges.): allgemeine Versammlung am 17. Dezember, abends 8 Uhr, Restaurant Gütig, Reukölln, Donaus Ede Schönstedtstraße 105. Lebensmittelkalender Berlin. Es entfallen auf den Abschnitt 46 der Groß- Berliner Lebensmittel farte 400 Gramm ausländisches Kochmehl zum Preise von 4 M.( 5 M. fe Pfund). MASSARY Zum Weihnachtsfeste! Die Ausgabe erfolgt ohne Voranmeldung in familichen Verkaufssteffen der Ro fum- Genossenschaft, des Beamten- Wirtschaftsvereins, ber Meierei C. Bolle, fowle in den durch blaue Aushängeschilder tenntlich gemachten Verkaufsstellen. Neukölln. Von Freitag, den 17., bis einschließlich Donnerstag, den 23. zember, merben in ben Bertaufstellen der Neuköllner Großhandelsgesellschaft f Kinder im ersten Jahr 1½ Pfund Grieß, für Kinder im zweiten Jahr 1 fund auf die Milchlarte für Dezember abgegeben. Ginz Die Bret einmal. 10,- m. bezug neh bezogen fi Juzüglich Rebakti Ber Ueber bit Stralan. Am Mittwoch, den 22. Dezember, gefangen auf Abschnitt 24 be Zuderkarte für die Zeit vom 16. bis 31. Dezember 1920 375 Gramm 3uder Breise von 2,85 M. zum Verkauf. Ferner werden auf denselben Abschnitt a Sonderzuweisung für das Weihnachtsfest 500 Gramm Zuder zum Preise vo 3,80 M. perabfolgt. Die Kartenabschnitte sind bis Montag, den 20. Dezember, benjenigen Geschäften abzugeben, in denen die Empfangsberechtigten zum zuge von Zuder in die Stundenfifte eingetragen sind. Der Geschäftsinhaber hal über die Zahl der abgegebenen Abschnitte Quittung zu erteilen. Sonderzuderration von 1 Bfund muß eine Eriza- Quittung verabfolgt merber Der Verlauf des Suders erfolgt nur gegen Rüdgabe ber Quittungen. Mittwoch gelangen auf Abschnitt 46 ber Lebensmittelfarte 400 Gramm a ländisches Kochmehl zum Preise von 4 M. zum Verkauf. Die Kartenabschnit find bis Montag, den 20. Dezember, abzugeben. Der Geschäftsinhaber hat ber bie Zahl der abgegebenen Abschnitte Quittung zu erteilen. Der Verlauf de Ware erfolgt nur gegen Rüdgabe der Quittungen. A Verantwortlich für die Rebattion: Emil Rabolb, Berlin. antwortlich für den 3nferatenteil: Ludwig Romeriner, Rarlshort Verlagsgenolienibaft reiheit" e. Gm b... Berlin.- Drud bet reibelt Tryterem horfin Praits Strabs en ROAL Deutscher Metallarbeiter- Verband Zwei Romane für den Weihnachtstisch! eating stelle Berlin 97. 54, Linienir. 83-85 Konrad Loele. Der Krötenteich. Geschmackvoll gebunden 8.-M. Eine bürgerliche Liebesgeschichte aus der Beit por dem Kriege. Die tieffinnige und doch ganz zwanglos fich ergebende Dialektik wird von einer spannenden Hanblung getragen. Ein gewiffer Kaspar Ganghof, kein held, sondern nur ein kritischer Liebhaber, begreift, weil weder von der Natur noch vom Glück befonders begünstigt, den Unwert ber bürgerlichen Moral und verlobt fich am Schluffe gang sittsam mit seiner Jugendliebe, der es ähn lich ergangen ist. Konrad Loele. Der Weg zum Haß. Geschmackvoll gebunden 11.-. Zwei Menschen verzweifeln an fich und ihrer Zeit und hoffen nur noch auf das Kind. Die Schicksale und Gedanken des Peter Wenk gehören der Vergangenheit an. Aber es ist niglich, fie nicht zu vergeffen. Vielleicht ist der Abstand, ben wir von jener Zeit gewonnen haben, noch zu gering. Es mag sein, daß diefes Buch erst in ein paar Jahren erkannt wird. Aber es wird anerkannt werden. 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Stebel, Salzufer, Ecke Englische Straße. Teltow: 40 a Staar, Berliner Str. 16 Tegel: KON LINON Deutscher Metallarbeiter Berband Berwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unfer Rollege, be Schloffer. Franz Locke Görliger Ufer 10, am 13. b. Mts. gestorben ft. Die Beerdigung findet am Donnerstag, ben 16. Desember, nachmittags 3 lhr, von der Leichenhalle bes Emmaus Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus ftatt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, baß unser Rollege, be Mechaniker Otto Marquardt Lichterfelde, Hindenburg- Damm 99, am 9. b. Mis. se ftorben ist. Chre ihrem Unbenken! Die Ortsverwaltung Nach Proze wegen fängnis daß G Liebkn ausgef wird e artiger mit g zu scha Ben S Buft zil Dod Wenn men i gewefe in jen Unwei Führe Fallen Mitte Mona en T Achtung, Braufleute!..P. Neuköln 1 Dukaten- Trauring 900 gestempelt 150 Mk. 105 585 65 19 ink. Luxussteuer. 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