eid bet ten rde der Be hter Figh ung De jell ung haft ift ruch bes, τα Tus olle slos Es rauf alten achts ht filt ftio ex аб Cauft. tons nter zur Oder Den ung tom tark und). uber Ber Dett er! brin Macht, mften. ant tin, THEK ex Ren Shte fenb riger or) gu nd mer eitel oly ben Raffe fen gel auft mo Un cher nete äft sufer 18, T. 3. ften get, PL) ben ang fet auft che ga bas Einzelpreis 30 Pfg. 3. Jahrgang De Brethett erfcheint morgens und nachmittags, Sonntags and Montage mu einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Buftellung ins Haus für Groß- Berlin 10,- M. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 m. Für Posts bezug nehmen fämtliche Bostanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 M., für das übrige Ausland 21,50 M. uzüglich Baluta- Aufschlag, ver Brief für Deutschland und Österreich 30,- m. Rehatian. Expedition und Berlag: Berlin 2, Breite Straße 8.0. Sonnabend, 18. Dezember 1920 Nummer 538 Morgen- Ausgabe Die achtgefpaftene Ronpareilegelle aber beren Raum koftet 5,-. etnschließlich Teuerungsanfchlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2, M., jebes weitere Wort 1,50., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien Anzeigen und Stellen- Gesuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen Gefuche Wort- Anzeigen: bas fettgedruckte Wort 1,50 m., jedes weitere Wort 1,- M Serniprecher: Bentrum 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4649, 4821 greiheit Berliner Organ ber Unabhängigen Sozialdemokratie Dentfiblands Metallarbeiter Berlins Ihr habt heute und an den zwei folgenden Tagen eine der wichtigsten Entscheidungen zu treffen, vor die das Berliner Proletariat je gestellt war. Bei den Wahlen zur engeren Ortsverwaltung handelt es sich weniger um die Personen, die an die Spitze des Verbandes treten sollen, als viel mehr um die Sache, die hinter ihnen steht. Es geht darum, ob die Gewerkschaftsorganisationen in ihrer bisherigen Einheit erhalten oder ob sie zu Trümmern geschlagen werden sollen. Es geht darum, ob die deutsche Arbeiterklasse ihren legten organisatorischen zu Zusammenhang behalten oder durch parteiegoistische Zersplitterungsarbeit zum Spielball der Unternehmer werden soll. Wer die Liste Rusch wählt, der trägt dazu bei, daß die Reaktion, daß die Gegenrevolution, daß der Kapitalismus triumphiert und das Proletariat eine neue Schwächung erleidet. Wer für die Liste Ziska- Urich stimmt, der bekundet damit seinen Entschluß, die Gewerkschaften zu kampffähigen Organifationen zu gestalten, die dem revolutionären Willen der Arbeiterklaffe vollen Ausdruck geben sollen. Metallarbeiter Berlins! In Eure Hand ist die Entscheidung Beigt, daß Jhr den Ernst dieser Stunde erfaßt habt, wählt die Liste ZiskaZiska- Urich! Die Zertrümmerung der Gewerkschaften Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Deutschland hat Ginowiem, der wie ein Amotläufer gegen die internationalen Maffen- Organisationen insbesondere gegen die Partei- und Gewerkschaftsbewegung in Deutschland wütet, auf der 5. Allrussischen Konferenz der Gewerkschaften eine Rede gehalten, die uns nun in der schaftlichen Kommissariate der Sowjetregierung, vom 4. NoEtonomitscheftaja Shisn", dem offiziellen Organ der wirtDember im Wortlaute vorliegt. Sinomjew beginnt mit der Lüge, daß die Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale einen Teil der 2. Internatio um dann fort nale und zudem den wichtigsten" bildet, zufahren: ,, Dank dieser Organisation fann die Bourgeoisie noch weitere handeln. In Deutschland find viele Gewerkschaften nights weiter zehn und mehr Jahre ihrer Existenz von der Geschichte ab Bewegung den Strid um den Hals der Arbeiterklasse, indem sie als Polizeireviere. Schritt um Schritt drehen die Führer dieser ihre lonterrevolutionäre Organisation ausbauen. Diese Leute, die aus der Arbeitertlasse hervorgegangen sind und alle schwachen Seiten der Arbeitertiasse kennen, find in der Lage, die Gewert schaften in mächtige Bollwerte gegen die Arbeiter Taffe zu verwandeln. Revolution in Europa find die Gewerkschaften in Gestalt ihrer betrügerischen Spigen und gelben Führer, die macht- find. Bahlenmäßig ist das natürlich eine Kleinigkeit. Aber Das legte Hindernis auf dem Wege zum Sieg der proletarischen gelegt! Freisprechung der Mechterstädter! Die Juftizschmach Das Kameradengericht ist durch das Bürgergericht abgelöst vorden. Die Geschworenen von Kassel, honette Bourgeois, Großbauern und ähnliche Zeit- und Klassengenossen, der Staatsanwalt, die Verteidiger, sie alle haben an den Marjurger Studenten fein Fehl gefunden. Die Berufsrichter fonnten nichts anderes tun, als in den ihnen vorgelegten Apfel zu beißen, nämlich die Herren Studenten frei= jusprechend die Kosten des Verfahrens der Staatsaffe aufzuerlegen. Und es war für den Vorsitzenden kein aurer Apfel, denn aus der Führung der Beweisaufnahme ging schon hervor, daß auch er von der Schuldlosigkeit der Marburger überzeugt war, bevor noch die Herren Gehworenen nach nur halbstündiger Beratung ihren Spruch formuliert hatten. Der Freispruch von Kassel schließt sich würdig den Urteilen an, die im Liebknecht 2uremburg- Prozeß, gegen Marloh usw. gefällt worden sind. 15 Arbeiter, die ich zum Schuße der verfassungsmäßigen Regierung eingesetzt hatten, werden erschossen. Auf der Flucht natürlich. Genau 10, wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, wie Jogiches, wie Lojewski, wie die zahllosen Opfer der Konterrevolution auf der Flucht erschossen worden sind. Und die Gerichte ebenso wie die Bürgergerichte! der Redakteur Duderstadt, ist überhaupt nicht vernommen worden und der Verteidiger durfte ihm dazu noch den halt: lofen Vorwurf machen, daß er sich von der Vernehmung habe brücken wollen. in ganz Europa vielleicht nicht stärker als 200 bis 250 Mann im Sinne ihrer sozialen Rolle bilden diese Leute ein ge waltiges Hindernis auf unserem Wege. Die Arbeiter in Europa hätten ten on längt die Bourgeoisie überwältigt und ich auf eigene Füße geitent, sie hätten sich vereinigt und mit ihrer Maſſe die Ueberreste der bürgerlichen Gesellschaft fortgeschwemmt, wenn zwischen ihnen und der Bourgeoisie nicht ein Dritter stehen würde, der sie hemmt. Dieser Dritte" das ist die ziemlich große Masse der Arbeiter Aristokratie, die die bürgerlichen Vorurteile mit der Muttermilch eingesogen hat, jezt die Bewegung der Arbeiter in eine andere Richtung lenkt und uns stets in den Weg tritt, wenn die Bourgeoisie in eine besonders schwierige Lage gerät. Die Gewerkschaftsfrage ist die wichtigste und ernsteste Frage der proletarischen Bewegung. Die jegigen Gewerkschaften find eine wissenschaftlich organisierte Konterrevolution, find fyftema tisch ausgebaute bürgerliche Reviere, deren Aufgabe es ist, unsere Reihen zu sprengen. Die dritte Internationale hat einen ungeheuren Sieg erfochten, aber wir stehen jezt vor der Aufgabe, das feindliche Lager der Weißen zu erobern, das sich Amster damer Gewertschaftsinternatinale nennt. Jetzt taucht die Frage auf, wie wir uns organisieren, wie wir manövrieren müssen, um diese Gefahr leichter zu bewältigen. Wir haben die 3elle der internationalen Gewerf Ihafts- Union geschaffen, die in Moskau lebt und kämpft und, obwohl sie nur einige Monate besteht, bereits eine ungeheure Arbeit geleistet hat. Wir haben den ersten einfachsten Schritt ge macht. Wir haben das Banner gehißt, jest jedoch stehen wir vor So wurde es schon während der Verhandlungen flar, zu welchem Ziele fie führen würden. Das Ziel ist erreicht, die Korpsstudenten wurden wiederum, freigesprochen. Aber trotz dieses erneuten Freispruchs wird sich das Urteilhafts- Union des Volkes über die Tat von Mechterstädt nicht ändern. Die Tragödie von Mechterſtädt ist mit diesem Urteil erit vollendet. Erschüttert fühlt das Proletariat, wie ihm in diesem Klassenstaate sein Recht geweigert, wie es für die Arbeiterklasse feine Gerechtigkeit gibt, wie Blutschuld un gefühnt bleibt, wenn der Mord an Arbeitern begangen ist. Erst nach Ueberwindung des Klaffenstaates wird dem Proletariat fein Recht werden! ( Verhandlungsbericht 3. Seite.) Der sächsische Bergarbeiterstreik finden das ganz in der Ordnung, die Kameradengerichte arbeiterstreit zusammentreten werde, um den Streit zu beenden. In den Zeugenaussagen vor diesem Kaffeler Gericht traten sich zwei Richtungen gegenüber. Die eine bestand aus Angehörigen der„ gebildeten" Klassen und sie spendeten den Rorpsstudenten hohes Lob für ihr forreftes Verhalten, sie ließen es an Dank für die tatkräftige Befämpfung der " Spartatisten" nicht fehlen. Die andere Richtung setzte sich zumeist aus Arbeitern zusammen. Es fonnte feinem Zweifel fategorie größeres Gewicht beilegte als denen der zweiten. Und es war nur folgerichtig, daß der Verteidiger der Angetlagten, Herr Lütgebrun aus Göttingen, besonders hervor hob, daß die Marburger Korpsstudenten sich in einem FeldTU. Dresden, 17. Dezember. Im Rahmen der großen politischen Aussprache im sächsischen Landtage teilte heute Arbeitsminister Jäckel mit, daß morgen in Berlin das Schiedsgezicht über den fähischen Berg Die für heute vormittag nach Hohenftein- Ernstthal anberaumten Die für heute vormittag nach Sohenstein- Ernstthal anberaumten Berhandlungen hatten nicht stattfinden können. Wie die ,, Chemnitzer Boltsstimme" erfährt, sind die gestern stattgefundenen Einigungsverhandlungen abermals gefchei tert. Das Angebot der Bergbefizer war noch geringer als bas, was der Bergarbeitervertretung in Berlin gemacht worden war. Die Arbeiter lehnten das Angebot ab; ein Vermittlungs der Aufgabe, einen genauen Aktionsplan zu entwerfen, und wir müssen uns Rechenschaft abgeben, wie wir weiter handelк werden." Sinowjew geht zunächst auf die Frage ein, welche Stellung man den Syndikalisten gegenüber einnehmen müsse. Er befürwortet ein 3 usammengehen mit ihnen, bis überall in der ganzen Welt die bolshewistische Revolu tion gefiegt hat. Nachher würde wahrscheinlich ein Teil der Syndikalisten und Anarchisten genau wie in Ruß land abschwenken. Für die Gegenwart jedoch proklamiert Sinowiem folgende Parole, die er vor allem an die Adresse der Führer und Parteischriftsteller richtet: ,, Ueberlegt es Euch, bevor ihr ein Wort gegen bie Syndikalisten fagt. D'Aragona ist auch ein Margift. Er hat Marz gelesen, um nach der Lektüre die Arbeiter zu bes trügen und alle Mittel gegen die Arbeiterklasse zu gebrauchen. Wir aber brauchen Leute, die Marg nicht gelesen haben, die aber, wenn die sozialistische Revolution begonnen hat, ehrlich und aufe richtig für sie tämpfen wollen." In feinen weiteren Ausführungen polemisiert Sinowiem politilmen Parteien in der britten Internationale gegen die Bedenten einiger Genossen, welche die Rolle der unterliegen, daß das Gericht den Aussagen der ersten 3eugen- Borschlag der Arbeitervertreter dagegen wurde von den Bergs nicht so sehr betonen wollen. Er verlangt bemgegenüber, zuge gegen ordnungsfeindliche Elemente", gegen SparDie Getreideverschiebungen In der gestrigen Situng des sächsischen Landtages ging Mirt baß die Kommunistische Partei die allgemeine grundlegende Richtung der Internationale bestimmen müsse und daß man den Gewerkschaften gegenüber eine Seimlichtuerei, feine Diplomatie betreiben dürfe. Die internationale Konferenz der Gewerkschaften, die früher für den Januar in taliften", befanden. Das fonnte natürlich auf das Gericht schaftsminister Schwarz furz auf die Getreideschiebungen ein. Aussicht genommen wurde, werde jezt bis zum April veta nicht ohne Eindrud bleiben. Er enthüllte dabei, daß biejenigen, die heute Partei für bie Geschoben werden müssen. Bis dahin müsse eine u mfallenbe Alles, was zu Ungunsten der Angeklagten Sprach, wurde treideschieber ergreifen, u. a. die Mitglieder der Dresdener Brs organisatorische und agitatorische Arbeit Bon € 115 vornherein als geringwertig abgetan. Die Angehörigen politischen Gründen die Marburger Rørpsstudenten anbuttenbörse, doch lieber recht sehr verlichtig lein sollten. Er wolle der Untersuchung nicht vergreifen, tönne aber schon jetzt fagen, es liege ein solches Belastungs lhwärzen wollten. Andere Zeugen, die bestimmte Tatsachen materia I vor, daß Zuchthausstrafen diejenigen erwarteten, die mitteilten, wurden persönlich nerdächtigt, ein Hauptzeuge, heute noch mit Hofratstiteln herumliefen! geleistet werden. Man müsse bierbei den Gewerkschaften offen fagen, daß sie einen Teilber britten fommt u nitischen Internationale bilden würden. ,, Wir haben", so erflärte Sinowjew wörtlich, bisher dar. über geschwiegen. Jest jedoch müssen wit Diesen Gedanken verwirklichen und den Ar, beitern der ganzen Welt erflären, daß es anders gar nicht gehen fann." Diese Ausführungen Sinowjews, die in ermüdender Breite bie bekannten Plattheiten und Gemeinheiten dieses Spaltungsfanatifers und bewußten Lügners wiederholen, lassen hinsichtlich der den Gewerkschaften zugedachten Rolle keinen Zweifel bestehen. Ebenso wie die Parteien sollen auch die Gewerkschaften in allen Ländern zertrümmert werden, da mit das Moskauer Exekutivkomitee jenes Menschenmaterial, jenes Kanonenfutter erhält, das es zur Durchführung seiner putschistischen Pläne braucht, um sich an der Macht zu erhalten. Deshalb wird gegen die gelben" Gewerkschaftsführer mit denselben Mitteln der Lüge und der Verleumbung gefämpft, wie gegen die Führer der sozialistischen Barteien, die sich der Moskauer Dittatur nicht beugen wollen. Deshalb wird der italienische Gewerkschaftsführer d'Aragona, effen Beschimpfungen Serrati, selbst Mitglied der britten Internationale, empört zurückgewiesen hat, als Arbeiterverräter gebrandmarkt. Deshalb wird um die Syndika listen und Anarchisten geworben( allerdings mit dem Hintergedanken, sie nachher, wie in Rußland, mit allen Mitteln der Gewalt unter die bolschewistische Diktatur zu zwingen) und die Parole ausgegeben, daß man Leute nicht brauche, die Marr gelesen haben! In der Tat, wozu brauchen Leute vom Schlage Sinowjews und Konsorten marristisch geschulte Proletarier? Sie brauchen willenlose Sandlanger, die sich nach Ludendorff- Art tommandieren lassen und die Probleme der sozialen Revolution mit der Moskauer Heugabel und dem Schimpflegifon Sinowjews lösen. Attion, die in Bern eingesetzt hat und in Wien ihre Fortführung finden wird. 19 Ge Teste | zurüdgebracht. Die Münchner regulären Golbaten, bie hinter der Räterepublik standen, waren 2000 Mann start. Dez Waffenbestand in allen Kasernen Münchens umfaßte 5000 Ge wehre. In den Zeughäusern befanden sich laut Akten des Ge neralfommandos I, Bayrisches A.-K., bei Aufrichtung der Räte republik etwa 8000 Gewehre, die zum Teil nicht einmal geist di brauchsfähig waren. Am 1. Mai 1919 wurde von der Münchner Barte Arbeiterschaft mindestens die Hälfte der erhaltenen Gewehre auf Berh Grund der Aufrufe der Betriebsräte, die zur freiwilligen bei t Waffenabgabe aufgefordert hatten, in den Betrieben und in Waffensammelstellen niedergelegt. Für den Mangel an Argumenten ist es bezeichnend, daß der " Vorwärts" seine ganze sachliche" Kritik der Berner Konferenz auf den Satz Huysmans reduziert, der die Delegierten in Bern mit den Worten charakterisierte:„ Leute, die ungefähr so reden wie Mostau und genau so denten wie wir". Wir können über dieses Wortspiel ruhig zur Tagesordnung übergehen, denn so weit es sich um die Proklamierung revo= lutionärer 3iele handelt, reden wir in der Tat ,, wie Mosfau", ohne uns seine verhängnisvollen Methoden zu eigen zu machen. Was jedoch die angebliche Identität des Dentens bei uns und bei der zweiten Internationale anbetrifft, so mag sein, daß einzelne Führer der zweiten Internationale in ihrem Denten den Grundsägen des Margismus treu geblieben sind. Doch in ihrem Handeln, in ihrem ganzen Wesen ist die zweite Internationale eine tote Form, die nur ein Hemmnis für den Befreiungstampf des Proletariats bildet. Sie wird weder durch Wortspiele noch durch journalistische Eiertänze zum Leben erwedt werden. Ihr Schattendasein findet vielleicht nur darin eine gewisse Erklärung, daß es leider noch immer beträchtliche Schichten der Arbeiterschaft gibt, die das Gaufelspiel nicht einzusehen vermögen, das die rechtssozialistischen Parteien mit ihrem Schicksal und mit der Zukunft des Sozialismus treiben. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Deutschlands werden aus dieser neuesten Leistung" Sinowjews ersehen, was den gewerkschaftlichen Organisationen, den einzigen ungebrochenen Klassenorganisationen des Proletariats, bevorsteht, wenn dem zerstörenden Treiben der kommunistischen Bellenbauer" und Spaltpilze nicht rechtzeitig ein fefter Damm entgegengesetzt wird. Sinowjew selbst aber, der es vagt, unsere Gewerkschaften als Polizeireviere und Bollwerte der Konterrevolution zu beschimpfen, zeigt erneut, daß er ber [ frupellose Verleumder geblieben ist, den wir bereits gebrandmarkt haben. In Halle hat er erklärt, daß die Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale gefährlicher sei als die Orgesch- Leute und die Weißgardisten. Jetzt überbietet er diese Provokation durch noch schlimmere Beschimpfungen der deutschen Gewerkschaften. Ehrenpflicht eines jeden revolutionären Arbeiters ist es, diesem gewissenlosen Zerstörer der Arbeiterbewegung und seinen deutschen Handlangern die gebührende Antwort zu geben. Die jetzt stattfindenden Neuwahlen im Metall. arbeiterverband bieten Gelegenheit dazu. Wem es ernst ist um die Einheit der revolutionären Gewerkschaftsbewegung, um ihre Eingliederung in die Front der sozialen Revolution, der stimme gegen die Sandlanger Ginowiews, für die # 1911 Lifte Ziska- Urich. Gaukelspiel Die angebliche Krise Gegn nichts De Parte thafft alt, t ftreit. der C In den Kampftagen des Mai waren im ganzen, so unglaublich Gewa das flingen mag, nicht mehr als 400 Rotgardisten am Kampfe lung beteiligt. Jn Dachau, dem Schauplah der schwersten Gefechte, kämpften zum Beispiel 60 Leute, denen eine Nostemacht von zirka 6000 Mann gegenüberstand. Nach der brutalen Niederschlagung der Räterepublikaner und nach der militärischen Durchsuchung erließ General Möhl einen Aufruf zur Waffenabgabe, den er damit begründete, daß in München allein 100 000 Gewehre sich befunden hätten, von denen erst zirka 25 000 erfaßt worden seien. Einige Tage später wurde dem General in der„ Neuen Zeitung auf Grund der Zahlen der Akten des I. A.-K. nachgewiesen, daß das ehemalige I. Armeekorps, zu dem das südlich der Donau gelegene Bayern gehört, teine 100 000 Gewehre hatte. Glei zeitig wurde in einem Artikel Herrn Möhl vorgehalten, daß e mehr Waffen gefunden" habe, als in München überhaupt egi tierten. Die Beratung ber Abänderung des Reichsnotopfergejeges hat von allem Anfang an die Steuerschen der besigenden Kreise gezeigt. Insbesondere aber auch die Scheu der bürgerlichen Parteien, die Berantwortung für die schnellere Einziehung des Notopfers ihren Wählern gegenüber zu übernehmen, benen fie monatelang eingeredet haben, daß das Rotopfer be feitigt werden müßte. Nach großen Bemühungen war es aber am Donnerstag gelungen, ein Kompromiß unter den bürgerlichen Pars teien zu vereinbaren, das die Annahme des grundlegenden Paragraphen 1 ber Regierungsvorlage mit einigen Aenderungen ficherte. In der Freitag- Sigung des Ausschusses aber erschütterte Selfferich bas Kompromis durch die Einbringung eines ganz neuen Abänderungsantrages, der fofort von dem volksparteilichen Führer, Dr. Beder- Hessen, unterstügt wurde. Das hatte die Stimmenthaltung der Demokraten zur Folge, die den Ehrgeiz haben, sich in dem Konkurrenzkampf mit den Volksparteilern nicht durch größeren Mut auszuzeichnen. Seitdem die Rechtssozialisten den festen Boden sozialistischer Grundsätze verlassen haben, sind sie gezwungen, statt flarer Herausarbeitung der sozialen und politischen Probleme durch mehr oder minder geschickte Sophistereien die Aufmerksamkeit von den Hauptpunkten abzulenken. Das Verhalten der bürgerlichen Parteien ist um so unerhörter, als der Ausschuß die Regierungsvorlage außerordentlich verwässert hat. Die Zahlungsfristen find herausgeschoben worden, die Härtes bestimmungen wesentlich gemildert und es ist sogar die Bestim mung eingefügt worden, daß, wenn Einspruch gegen die VeranIagung erhoben wird, die Einziehung der Abgabe bis zur Zus Stellung des Einspruchbescheides auszusehen ist. Jeder Drüdeberger hat also die Möglichkeit, seiner Zahlungspflicht auf Monate hinaus zu entgehen. Ein Musterbeispiel dafür bieten die gestrigen Betrachtungen des Vorwärts" über die Berner Konferenz und das fünftige Schicksal der Unabhängigen Sozialbemofratie. Auf welcher geistigen Höhe diese Betrachtungen stehen, geht schon daraus hervor, daß die weitere Existenz unserer Partei lediglich darauf zurückgeführt wird, daß der große Parteiapparat ,, mit allen seinen besoldeten Getretären, Redakteuren, Agitatoren und seinen Tausenden von Tagungslokalen" erhalten werden müsse. Aus dieser Froschperspektive eines Parteibureaukraten wird das große Schicksalsschwere Problem der Zersplitterung der deutschen Sozia listen" betrachtet. Kein Wunder, daß dabei nichts weiter als einige Seichtheiten herauskommen. Wern inzwi zurüd als in gerlid uver giftra Mein lhwa Ratha berfa meifte Und wie waren die Verhältnisse außerhalb münchens? Jn den Augsburger militärischen Waffendepots befanden sich bei Ausrufung der Räterepublik einige tausend Gewehre. Die größte Unab Zahl dieser Gewehre wurde schon am 14. oder 15. April vom Augsburger Stadtkommandanten Edelmann, einem Rechtssozia listen, der in der Räterepublik eine sehr zweifelhafte Rolle spielte aufzu den Regierungstruppen im Lager Laichfeld ausgeliefert. Den Augsburger Arbeitern wurden im ganzen 500 Gewehre ausges geben. Die München- Augsburger Maschinenwerte, in denen 4000 Arbeiter beschäftigt sind, bekamen 150 Gewehre und eine Kiste Munition( 1125 Patronen). Diese 500 Gewehre wurden auf Grund eines Abkommens mit den Regierungstruppen am 22. April nach Unbrauchbarmachung von den Augsburger Arbeitern abge liefert. In Würzburg, Aschaffenburg und all den ande ren Städten, in denen sich die Räteherrschaft einige Tage halten fonnte, tam es überhaupt nicht zur Bewaffnung der Arbeiter schaft. Den ganzen geftrigen Nachmittag hindurch haben Verhandlungen zwischen den einzelnen bürgerlichen Parteien und den Regierungss vertretern#tattgefunden. Die Deutsche Boffspartei hielt eine Lange Frattionsfigung ab, the Ergebnis liegt noch nicht vor. Es ist aber faum daran zu zweifeln, daß die ganze Sache beigelegt wird, und daß sich wiederum ergibt, daß in der Steuerschen und in der Absicht der Täuschung der Massen alle bürgerlichen Parteien einig finb. Ein Großwahltag Das Preußische Staatsministerium hat am 16. Dezember beschlossen, am 20. Februar, zugleich mit den Landtagswahlen, bie Provinzial- und Kreistagswahlen vornehmen zu lassen Der Reichspräsident hat durch Verordnung auf Grund der§§ 6 und 38 des Reichswahlgefezes als Wahltag für die Reichstagswahlen in Ostpreußen und in Schleswig- Holstein ( 1. und 14. Reichstagswahlkreis) den 20. Februar 1921 bes timmt. Für den Vorwärts" reduziert sich die Parteientragödie des deutschen Proletariats auf den Gegensatz zwischen wirtlichem Kommunismus und wirtlicher Sozialdemokratie". Der rechts. fozialistischen Partei schreibt er die Rolle des wahren Vertreters der Sozialdemokratie zu, während die Kommunisten als die Ver fechter des wirklichen Kommunismus erscheinen. Das eine ist aber so falsch wie das andere, und deshalb ist auch die Folgerung des Vorwärts" illusionär, daß die U. 6. P. D. zwischen den Rechtssozialisten und den Kommunisten erdrüdt werden würde. Wie wenig die rechtssozialistische Partei Anspruch erheben tann, als Vertreterin der alten revolutionären deutschen Sozialdemo tratie zu gelten, tann jeder ermessen, der sich ihres schmählichen 3usammenbruchs im Kriege und ihres nicht minder schmählichen Bersagens in den Revolutionsjahren erinnert. Da gibt es fein Bertuschen und kein Verkleistern! Aus der Kriegsschulb ber Rechtssozialisten entwickelte sich zwangsläufig ihre Bankrott. politit in der Revolution, die zur Preisgabe der Interessen des Proletariats und der wichtigsten Position der Revolution führte. Nicht minder unrichtig ist die Darstellung, als seien die Rommunisten Vertreter des wirklichen Kommunismus. Entweder ist bas Ignoranz oder Förderung des bolschewistischen Zerrbildes des Kommunismus zum Zwed der Aufrechterhaltung der Verwirrung in den Reihen des Proletariats. Der Streik in Halle beendet Sand auf d MIS Wey nalen Lage mit d den S meifte müßte täte i in 2 hätter Das also find die Unterlagen, die der Ordnungspolitik des Wittelsbachschen Treuhänders Kahr zugrunde liegen. Die deutsche Regierung, die die Pflicht hatte, die Angaben Kahrs nach zuprüfen, machte sich in unverantwortlicher Weise zum Schild träger der Kahrschen Lügen und gibt aus Ohnmacht gegenüber der bayerischen Realtion dem Ausland ein völlig falsches Bild von den Verhältnissen in Bayern. Es ist Tatsache, daß in Bayern von irgendeiner Bewaffnung auch nur von ganz geringen Teilen der Arbeiterschaft feine Rede sein kann. Lügnerische, zu außen politischen Zweden erfundene Behauptungen sind es, daß in Bayern Kommunisten und andere Arbeiter mit allen modernen Waffen" ausgerüstet seien. Rach Meldungen der bürgerlichen Presse ist auf Empfehlung der kommunistischen Zentrale in Berlin der Streit in Salle abgebrochen worden. Im Laufe des gestrigen Vormittags hatte sich teilweise heftiger Widerspruch gegen den Streit geltend gemacht. Die Bergleute in der Umgebung von Halle waren bollzählig eingefahren. Wollte der„ Borwärts" fachlich und nicht unter dem Gesichtspunkt des Parteigeschäftes, an das Problem ber proletari schen Zersplitterung herangehen, so müßte er anerkennen, daß die unglüdselige Dreiteilung der proletarischen Front in Deutschland nicht auf die Manöver einzelner Führergruppen, sondern auf die geschichtliche Unreife einzelner Teile des Proletariats zurüdzus führen ist, die einerseits das Verharren des rechten Flügels im Banner reformistischer, antirevolutionärer Borstellungen und andererseits die bolichewistische Verwirrung seines äußersten linken Flügels bedingt... Die Verhaftung Sterns ist nach einer Melbung des Lotal- Anzeigers" auf Beranlassung des Ministeriums des Innern erfolgt. Seine politische Betätigung führte, da er Ausländer lei, zu seiner Ausweisung. Die Lügen des Herrn Kahr Die innere Lage Rußlands Die Unzufriedenheit der dunklen Masse geeign Bu ma Un Folge ander präsen ihren timm Borld Härte meifte gezoge und d ben S überla Die DE. Sellingfors, 15. Dezember Im zweiten Teil seiner Rede auf der Konferenz der Gouves faffun nements- Agrarabteilungen äußerte sich Trogti über die der in innere Lage Sowjetrußlands. Er sagte:„ Die Opp Schwi ition innerhalb der tommunistischen Partei ist nur oberflächlicher wieder Natur. Weit bedenklicher ist es dagegen, daß unter den breiten Sie Arbeiter und Bauernmassen Unzufriedenheit mit der wirt lichen fchaftlichen 3errüttung herrscht. Dies ist zweifellos de nation Fall. Bei den dunklen Massen kann dieje Unzufriedenheit sich in damit einem elementaren stürmischen Ausbruch der Empörung äußern der S Durch unser Geschrei über den Bureaukratismus des Sowjetreg worde tijden mes erweden wir in den finsteren Köpfen der Bevölkerung Borstellung, daß der Bureaukratismus ein Ungeheuer sei, welches tungs im Zentrum throne und dem Lande die Lebensmittel vorenthalte ich bi Infolgedessen verhält sich die Bevölkerung zum Sowjetregime je ozi ebenjo, wie sie fich früher zum Kapital verhielt, bas ie ausbeutete und ihnen den Mehrwert abnahm. Daß die Mütter ihre Kinder Situa nicht ernähren können, daran tragen wir nur zum hundertsten Böb Teil die Schuld. Die Hauptursache liegt in der allgemeinen Ver men d Tatsachen zur Entwaffnungsfrage Bon besonderer Seite wird uns geschrieben: In der Note der deutschen Regierung an die Entente wird be züglich der Entwaffnung in Bayern folgendes gesagt: Die im Entwaffnungsgesetz vorgesehene freiwillige Waffenabgabe hat in Bayern ein weit ungünstigeres Ergebnis gehabt als im übrigen Deutschland. Die abgelieferten Waffen stammten überdies zum Teil von den Einwohnerwehren, die sich also nicht auf die ihnen zunächst nur vorgeschriebene Anmeldung ihres Waffenbestandes beschränkt, sondern den für entbehrlich erachteten Die Ueberwindung dieses Gegensages ist nur möglich, wenn die große Masse des deutschen sozialistischen Proletariats sich auf dem Boden des revolutionären Marrismus zufammen. findet, den die Rechtssozialisten ebenso wie die Kommunisten ver Tassen haben. Diese Einigung herbeizuführen ist das Ziel der und aus der Notwendigkeit Unabhängigen Sozialdemokratie, dieser Aufgabe ergibt sich auch die historische Mission unserer Partei, die nicht das Ergebnis des Wollens einzelner Personen, sondern das notwendige Resultat der proletarischen Entwidlung in Deutschland ist. elendung. Es wird nichts Neues produziert. bie Die Es wie Bevölkerung meint, daß der„, Bureaukratismus" nur ein anderer Name für die Sowjetmacht set. Diese Auffassung herrscht nicht nur unter den Bauern, sondern sogar unter den Arbeitern. muß unsere Aufgabe sein, die Arbeiter für uns zu gewinnen, es zur Zeit des Oktoberumsturzes geschah, und ihnen Begeisterung einzuflößen. Es tut not, die wirtschaftlichen Anordnungen, gestüt auf das Bewußtsein der Massen, durchzuführen. Ohne Represalien ohne Bestrafung der Widersezlichen tönnen wir nicht auskommen Die Vergangenheit macht sich noch start fühlbar. Wir wollen mit zwei unserem Beispiel die Massen anfeuern. Im Frühjahr wollen wir an irgendeinem Ende Mostaus alles niederreißen, dort feht Häuserblocks mit guten Wohnungen, gemeinsamer Küche und Kindertrippen errichten, damit die werktätige Bevölkerung daß wir zu bauen imftande find. Was uns nottut, ist ein allges meiner Aufschwung." Die Brüsseler Sachverständigen Konferenz von d Na Tein nicht halter Teil alsbald abgeliefert haben. Die Aufrührer hatten In der Nachmittagssigung am Donnerstag gab Reichsbantpräf In Brüssel haben bis jetzt nur die Deutschen gefprodjen sich aber im April 1919 bei Ertürmung der Mün werde haben nati ben. Da der 9 grund die T täglic Bera antw m Bejetz Ga Bige habe, legun dafür leien, Es DHD hinter dent Havenstein einen Ueberblid über den Stand des deut chener Kasernen großer WaffenDorräte bemäch schen Geldwesens und der deutschen Valuta. Havenstein stellte bie tigt, und die planmäßige militärische Absuchung der Stadt hat Angaben auf der letzten Brüsseler Finanztonferenz dahin richtig später nur den geringeren Teil dieser Vorräte daß auf Grund der angestellten Nachprüfung sich im gesamten wieber zutage geförbert. Es muß also als feststehend be trachtet werden, daß sich noch sehr beträchtliche Mengen von Wafs fen aller Art in den Händen der ordnungsfeindlichen Elemente be finden." Diese Behauptungen find unwahr. In ganz Bayern wurde während der Revolution nicht eine einzige Rajerne erstürmt, weder bei der Revolution des 7. November, noch zur Zeit der Räteerften Halbjahr ein 3urüd bleiben ber Ausfuhr erhal teftie anma Saat bete und richt eben Ge Aust der Einfuhr von nicht weniger als 36 Milliarden Mart, also durchschnittlich von sechs Milliarden Mart monatlich ergeben habe. Zum Schluß seiner Ausführungen erklärte Havenstein, bak eine Besserung der deutschen Valuta nut aus einer Beffe rung der Zahlungsbilanz erfolgen tönne. In der Sigung am Freitag vormittag gab Staatssekretär Bergmann einen Ueberblid über die Ansichten der deutschen republik. Lediglich am 21. Februar 1919, nach Eisners Er. Regierung in der Reparationsfrage, wobei er einen Unterschieb machte zwischen der Frage der Reparation in natura und ber Reparation in Geld. Bezüglich bet Frage der Reparation in natura fizzierte Staatssekretär Berg mann einen Plan, der später revidiert und besprochen werden wird. Der deutsche Delegierte betonte die Schwierigkeiten, die für Deutschland bestehen würden, Zahlungen in bar zu machen, folange die finanzielle Lage und der Kurs der Mark fich night Freitag nachmittag fand zwischen den Delegierten ber 11 terten ein Meinungsaustausch statt über die Methode, bie angewandt werden soll, um gewisse Borschläge und Anregun gen der deutschen Delegation näher zu prüfen. Der deutschen Del gation ist im übrigen ein Fragebogen überreicht worden, ber gewille nähere Angaben über die wirtschaftliche Lage, die finan mordung, wurde versucht, das Zeughaus zu erftürmen, der Versuch tonnte aber durch gütliches Zureben vereitelt werden. Ueber die Bewaffnung der Arbeiter während der Räterepublik im April 1919 verbreitete man phantastische Zahlen, so erzählt eine Berliner Zeitung, daß das Dachauer Heer 100 000 Mann betrage. Tatfächlich waren die Dachauer Truppen 1200 Mann start, ein begriffen Train und Etappe. Gegen diese 1200 Mann 30g ein mit modernsten Waffen ausgestattetes, von deutschen Generalstabsoffizieren geleitetes Heer in Stärte von sage und schreibe 45 000 Mann. Jn München waren von der Arbeiterschaft insgesamt nur 4000 Mann mit Gewehren bewaffnet worden. Ein Teil dieser gebessert haben. ber C bings wejer Ge S- Ge unhu Leich Lage über Biel Den martistischen Parteien. Das ist der Sinn der internationalen Gewehre wurde schon am 23. und 24. April in die Betriebsdepots lielle Lage, die Ausfuhr und die Einfuhr Deutschlands verlangt Was hier auf nationaler Grundlage formuliert ist, gilt auch für die internationalen Aufgaben der revolutionären Det bie Stadtkämmerer Böß- OberGe = ருது Räte e auf bürgermeister von Berlin Gestern beschäftigte sich der zur Vorbereitung der Wahl eingelegte Ausschuß mit der Oberbürgermeistermahl. Die Sachlage geit die: Bei Bildung des Magistrats hatten sich die sozialistischen chner Barteien, damals Unabhängige und Rechtssozialisten, nach langen Berhandlungen auf bestimmte Vorschläge geeinigt. Danach wurde gebei der Wahl trog heftigster Bekämpfung durch die bürgerlichen tb in Gegner verfahren. An diesem gemeinsamen Vorgehen wurde auch nichts geändert, als die Stadtverordnetenversammlung nach dem blich Gewaltstreich der Reaktionäre in der preußischen Landesversammlung zu einer nochmaligen Wahl schreiten mußte. mpfe fechte, zizta agung dung ent et e fich Teien tung , daß Donau Sleid mi et Fegis its? hbei rößte Dom Tozia ielte Den usge 4000 Kifte auf ande alten eiter Der Rücktritt des Oberbürgermeisters stellte die sozialistischen Parteien vor eine neue Situation. Die bürgerliche Meute tläffte den Oberbürgermeister Wermuth in der schärfsten Weise an, wegen seiner angeblich schlappen Saltung im Elektrizitätstreit. Die sozialistischen Parteien tamen überein, den Ansturm der Gegner zurückzuschlagen durch eine Vertrauenserklärung für Wermuth. Bon diesem gemeinschaftlichen Schritt traten die sich inzwischen zu einer Fraktion zusammengeschlossenen Kommunisten zurüd. Sie brachten dadurch Wermuth zu Fall und erwiesen sich als wenig zuverlässige Bundesgenossen im Kampfe gegen die bür gerlichen Gegner Die Kommunisten bildeten nunmehr auch feine zuverlässige Basis mehr für das Wirken der sozialistischen Magiftratsmitglieder. Ihr Berhalten in den letzten Wochen hat diese Meinung nur noch bestärkt. Immerhin ist eine, wenn auch sehr schwache Mehrheit aus Rechtssozialisten und Unabhängigen im Rathause vorhanden. Von diesem Gesichtspunkt aus gelangte die Unabhängige Sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten bersammlung zu dem Entschluß, für die Besetzung des Oberbürgermeisterpostens einen Kandidaten ihrer Partei, als der stärksten, aufzustellen, zumal schon in einem früheren Stadiu'n der Verhandlungen von den Rechtssozialsten der Anspruch unserer Partei auf dem Poften anerkannt worden war. Als Kandidaten brachte unsere Frattion den Genossen Dr. Weyl in Borschlag. Weyl steht seit 20 Jahren in der fommu April halen Arbeit und bringt alle Erfahrungen mit, die man nach Lage der Dinge verlangen tann. Die Rechtssozialisten, abge mit denen zunächst Fühlung genommen wurde, erklärten, daß sie den Anspruch unserer Partei auf den Bosten des Oberbürger meisters anerkennen, daß sie sich aber das Recht vorbehalten müßten, die in Borschlag gebrachte Berson näher zu prüfen. Gie täte damit dasselbe, was wir seinerzeit gegen einen von ihnen in Vorschlag gebrachten Kandidaten in Anspruch genommen hätten. Sie lehnten dann unseren Kandidaten als angeblich unchild geeignet ab. Sie gaben uns den Rat, einen anderen Vorschlag zu machen. t bes Die nach er der Don ayern Teilen B in ernen Unsere Frattion sah sich nicht in der Lage, diesem Anfinnen Golge zu leisten, zumal feine Garantie vorhanden war, daß ein anderer Borschlag eine andere Aufnah ne finden würde. Sie ußen präsentierte vielmehr Dr. Weyl dem Wahlausschuß gestern als ihren Kandidaten. Die Kommunisten erklärten, für ihn timmen zu wollen; die übrigen Mitglieber waren für unseren Borschlag nicht zu haben Nur die Deutschnationalen er flärten es für richtig, daß die stärkste Bartet den Oberbürger meister stelle; ber Magistrat sei gegen ihren Willen politisch aufgezogen, man habe von einem homogenen Magiftrat gesprochen und da sei es folgerichtig, nun auch den politischen Parteien, die ben Magistrat geschaffen hätten, die volle Verantwortung zu überlassen. amber Die Die übrigen bürgerlichen Mitglieder widersprachen dieser Aufuper fassung. Man müsse an die Spige Berlins einen Mann stellen, der im Berwaltungswesen erfahren sei und Berlin aus ben Oppo Schwierigkeiten herausführen tönnte. Die Rechtssozialisten licher wiederholten ihre schon oben bazgelegte Erklärung. ceiten ist s bet tregi bie welches halte Sierauf wurde die Sigung unterbrochen und die bürgerlichen Vertreter mit Rechtssozialisten mit Ausnahme der Deutsch nationalen, traten zu einer längeren Aussprache zusammen, die ch in damit endete, daß sie nach Eröffnung der Sigung erklärten:„ In hern der Deffentlichkeit sei der Name des Kämmerers B5 genannt worden". Es sei notwendig, meinte der Vertreter ber bemotra tischen Partei, in der jetzigen Lage einen unpolitischen Verwaltungsbeamten an die Spige der Stadt zu stellen. Ihm schlossen fich die Vertreter der anderen Parteien an. Auch die Rechis lozialisten sprachen sich für Böß aus. Nur wollte niemand Bök Um fich aus dieser als Parteitandidaten präsentieren. Situation zu retten, wurde Zettelwahl beantragt, die ergab, daß riften Bö 12 Stimmen erhielt, während für Dr. Wen1 10 StimBet men abgegeben wurden. Drei Zettel waren unbeschrieben, sie sind von den Deutschnationalen abgegeben worden. fekt eutete inder Die derer nicht Es , wie erung eftligt alien imen mit wit 8wei und feht allge ochen Präfi beut e bie chtig, mien inter art, geben bak ffe retär Ichen einen in bet Berg Perben bie chen night hobe gun Del ber nan angt Tein Nach dieser Sachlage bilden die Deutschnationalen das Züngan der Wage. Nachdem sie erklärt haben, daß für sie Böß nicht annehmbar sei und sie den einen Fachmann für ungenügend halten und die volle Verantwortung den Sozialisten zugeschoben werden müsse, ist die Lage im Rathause feineswegs tlar. Wir haben an den Stimmen der Deutschnationalen natürlich tein Interesse, da sie nur Bosheitspolitit treiben. Daß die Situation so gekommen ist, ist in gleicher Weise Schuld Der Rechtssozialisten und der Kommunisten, die wohl vorgeben, grundsätzlich sozialistische Politit zu treiben, in Wirklichkeit aber die Tätigkeit des von ihnen selber mit gewählten Magistrats tagtäglich sabotieren. Die Rechtssozialisten aber übernehmen eine Berantwortung, die sie vor der Berliner Arbeiterschaft nicht ver: antworten können. Der Mord von Mechterstädt Am Freitag wurde die Vernehmu.ig der Sachverständigen fortBejetzt. Sachverständiger Dr. Engelhardt befundet, daß er feine einige Berlegung festgestellt habe, die nicht von Schüssen hergerührt habe, und zwar auch in denjenigen Fällen, in denen die Verlegungen den Laien als Stichwunde erschienen. Anhaltspunkte leien, beständen nicht fanteriegewehrs, auf 400 Meter Fernschuß eingestellt, auf fürzere| Entfernung erhöht schieße, und viertens damit, daß die Angeflagten meistens Offiziere gewesen seien, die schon lange nicht mehr mit Gewehr oder Karabiner Schießübungen gemacht hätten. Rach weiteren Ausführungen der Schießsachverständigen, Oberftleutnant p. Lengerte und Professor Dr. Ridle wurde die Beweisaufnahme geschlossen. Danach begannen die Plädoyers. Staatsanwalt Saner. von 10 000 m festzulegen und bei einem Gesamteinkommen von 20 000 M. aus Bermögen und gewinnbringender Tätigkeit jeder Art einschließlich des Ruhegehaltes die Zahlung von Zuschüssen einzustellen, wurde gegen die Stimmen unserer Genossen abge= lehnt. Es wurde beschlossen, bei einer Pension von 18 000 m. aufwärts den Zuschuß um die Hälfte zu fürzen und bei einer Pension von 25 000 M. die Zuschuß- 3ahlung ganz einzustellen. Auf dem Wege zur Einigung Er begrüßte es, daß die Berufung vor das unparteiische Schwurgericht gegangen sei. Unser Urteil beruht nur auf der Beweis Der Kampf in der Tschechoslowakei aufnahme. Wir dürfen nicht unter dem Einfluß der Linkspresse oder der Rechtspresse stehen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Die Annahme, daß die Angeklagten die Gefangenen zur Flucht gedrängt haben, dann käme die Schuld des Totschlages in Betracht, oder man muß annehmen, daß die Gefangenen freiwillig gefloben und die Angeklagten im Mittel der Verfolgung fahrlässig zu weit gegangen find. Dann wäre es fahrlässiger Totschlag. Gegen das Studententorps ist der Vorwurf erhoben worden, daß es aus Rachsucht und eventuell zugunsten der Kappregierung ausgezogen sei. Der Zeuge Hauptmann Meyer hat uns aber bewiesen, daß ein militärisches Eingreifen gegen das Bestehen einer Roten Armee durch die Zeitfreiwilligen notwendig war. Der Verdacht des Rachedurstes liegt also fern. Auch der Vorwurf einer unerlaubten Festnahme und einer mit Gewalt und Roheit erfolgten Arrestierung unschuldiger Arbeiter, ist nicht erwiesen. Durch die Zeugenaussagen ist die Schulb der erschossenen Arbeiter fests gestellt. Es ist verwunderlich, daß die Gefangenen beim DurchGenossen! Metallarbeiter! Sonnabend, Sonntag und Montag ist Wahl der engeren Verwaltung. Wählt und werbt nur für die Liste Ziska- Urich Die linke Hälfte des Stimmzettels ist zu durchstreichen. Keiner darf die Wahl versäumen! marsch durch Mechterstädt nicht um Hilfe gerufen haben. Das ist mir ein wichtiges Argument. Die Zeugenausfage des Baz ist in zu vielen Puntten widerlegt, als daß sie mir ganz unzweifelgaft erscheinen tönnte. Baz war auch bei den Einwohnern als einer der schlimmiten bekannt. Ich kann nach dem Zeugenbeweis den Angerlagten keine Schuld nachweisen. Durch die Sachverständigen find alle Angaben, daß die Getöteten durch Kolbenstöße getötet, oder aus nächster Nähe von vorn erschossen worden seien, widerlegt worden. Ich beantrage, die Schuldfrage zu verneinen, weil der Beweis nicht ausreicht. Berteidiger Dr. Quetgebrune führte aus: Wer in diesem Prozeß große Sensationen erwartet hat, ist bitter enttäuscht worden. Gerechtfertigt find die Angeklagten, gerichtet die Angeber. Der Verteidiger erörterte dann in längeren juristischen Ausführungen die gesetzliche Grundlage des Anilage porwandes. Die unsinnige Behauptung, daß die Angeklagten felbst aus Wollust an Grausamteiten nach Thüringen gezogen jeien, um möglichst viel Spartatisten zu ermorden, sei hier als ,, aberwigig" abgetan worden. Alle Klatschereien und Aufbauschungen des Hermling- und Lämmer- Kreises hat man nachgeprüft; aber wo man ihn angefaßt hat, überall ist der Versuch des Schuldbeweises morsch an allen Gliedern. Der politischen Leidenschaft, bie fich an die Entscheidung von Rechtsfällen heranmacht, muß endlich ein Hände weg!" zugerufen werden. Als sachlicher Richter spruch bleibt nur der Freispruch. Rechtsanwalt Dr. Müller schloß sich seinem Mitverteidiger an. Die Angeklagten verzichteten auf das Schlußwort. Nach der Formulierung der Schuldfragen, die auf vorsätzlichen Totschlag ohne Ueberlegung oder rechtswidrigen Waffengebrauch lauteten, und nach der Rechtsbelehrung zogen sich die Geschworenen um 2 Uhr 30 Minuten zur Beratung zurüd. Um 3 Uhr verkündete Der Obmann den Wahrspruch der Geschworenen. Sämtliche Schuldfragen wurden verneint. Nach kurzer Beratung verkündete Landgerichtsdirektor Dr. Schmidt das Urteil: Die Angeklagten werden freigesprochen, die Kosten der Staatstaffe auferlegt." Deutscher Reichstag ( Fortsetzung des Berichts aus ber Beilage.) Abg. Saas( Dem.): Die Frage muß frei von jeder Parteipolitit betrachtet werden, denn es ist eine Selbstverständlichkeit, daß für die Internierten nur das deutsche bürgerliche Recht gilt, nicht ber Parteikampf und seine Werturteile. Wir lehnen es ab, uns irgendwie in die inneren Verhältnisse Rußlands einzumischen. Gleicherweise lehnen wir natürlich auch ab, daß Rußland sich in deutsche Verhältnisse einmischt.( Lebhafter Beifall.) Reichsminister des Auswärtigen Dr. Simons: Für das AusPrag, 17. Dezember. Wie Narobni Listy melden, fand gestern eine Besprechung der tschechischen sozialistischen Parteien( Sozialdemo traten, Kommunisten, Nationalsozialisten) unter Teilnahme von Vertretern der Legionäre statt, wobei über die Schaffung eines einheitlichen tschechischen sozialdemokra tischen Blods verhandelt wurde. Die Parteien erklärten grundsäglich ihre Einwilligung, doch äußerten einige Teilnehmer Bedenken, ob es unter den gegenwärtigen zerrüttes ten Berhältnissen möglich sei, einen solchen Block zustandezus bringen, und eine vorwiegend sozialistische Regierung zu bilden. Der agrarische„ Venkom" dementiert die aufgetauchten Kom= binationen über die Möglichkeit einer neuen Koalition der par= lamentarischen Parteien und der Bildung einer entsprechenden Regierung. Wenn diese Meldung zutrifft, ist sie ein Anzeichen für die beginnende Einsicht der sich gegenseitig zerfleischenden proletarischen Parteien in der Tschecho- Slowakei. Ob es zur Bildung eines sozialistischen Blods fommt oder nicht, jedenfalls ist es erfreulich, daß sämtliche sozialistischen Pars. teien, mit Einschluß der Kommunisten, die gestern noch bie Sozialdemokraten als„ Sozialverräter" beschimpften, sich zu gemeinsamen Beratungen zusammengefunden haben. Eine der Ursachen des hervortretenden Einigungswillens dürfte die st arte Ernüchterung sein, die nach dem Zu sammenbruch der so leichtfertig infenierten Bewegung in den Massen um sich greift, wie auch die bis weit nach rechts bringende Erkenntnis, daß eine Fortdauer des proletarischen Bruderkampfes eine Katastrophe für die tschechische Republik und für die gesamte Arbeiterbewegung bedeuten mürbe. Das Abflauen des Generalftreffs Prag, 17. Dezember. Den Blättern zufolge hält der Generalstreit im Karbiter und Außiger Revier an, hingegen wird im Teplitzer Bezirk überall gearbeitet. Neuaufnahmen in den Bölkerbund Die Völkerbundsversammlung beschäftigte sich mit den weiteren Aufnahmegesuchen. Die Kommission empfahl die Aufnahme Bulgariens. Von 36 Delegationen stimmten 35 für die Zulaffung Bulgarien, während Biviani Frankreich sich der Stimmabgabe enthielt, da er nicht genügend über Bulgarien unterrichtet sei. Die Aufnahme Costaricas wurde einstimmig mit 36 Stimmen beschlossen. Für das Aufnahmegesuch Finn. lands stimmten 39 Delegationen. Durch die Aufnahme Finn lands soll aber der Regelung der Aalandsfrage nicht vorgegriffen werben. Auch das Aufnahmege uch Luxemburgs wurde mit 39 Stimmen angenommen. Präsident Symans stellte unter bem Beifall der Bersammlung fest, daß fünf neue Staaten, Desterreich, Bulgarien, Finnland, Costarica und Luxemburg, nunmehr dem Völkerbunde angehören. Armenien, Estland, Georgien, Lettland und Litauen dürfen vorläufig noch nicht in den Bölterbund, er halten aber jedenfalls eine Vertretung in den technischen Orga nisationen des Bundes. Eine fommunistische Landtagsfraktion in Bayern. Die vers einigte Kommunistische Partei hat dem Präsidenten des bayeri Schen Landtages mitgeteilt, daß sie eine eigene Landtagsfraktion gebildet habe. Sie besteht aus sieben Abgeordneten, unter dem Borsiz des Abgeordneten Graf. Von den sieben Fraktionsmit gliedern befinden sich vier in Strafhaft. Aufhebung ichischer Sonderfeiertage. Der sächsische Landtag hat soeben beschlossen, die sächsischen Sonderfeiertage, den Hoch neujahrstag( 6. Januar) und den Frühjahrsbußtag aufzuheben. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Deutsch- italienische Verkehrsverhandlungen. In den letzten Tagen fanden zwischen der deutschen Reichsregierung und Ver tretern der italienischen Regierung in Berlin Verhandlungen Statt mit dem Ziel, den Verkehr zwischen Deutschland und Italien, lichkeit zu erleichtern. Es handelt sich in der Hauptsache um ber sich bereits jekt in günstiger Entwicklung befindet, nach Mögdie Schaffung diretter Tarife, um die durch die jetzt noch erforderlichen mehrfachen bedingten Zwischenabfertigungen Schwierigteiten und Verteuerungen zu beseitigen. Nach dem Ver wärtige Amt tommt es einzig barauf an, daß die Rechte Deutschlauf der Verhandlungen darf angenommen werden, daß eine be lands gewahrt und die Pflichten Deutschlands erfüllt werden, die fich aus unserer striften Neutralität gegenüber ber Sowjettegies rung ergeben. Um aber eine dauernde Regelung der Internierten frage herbeizuführen, ist das Auswärtige Amt mit der Uebers tragung der Berwaltung an das Reichswehrministerium einvers standen unter der Voraussetzung, daß die Sowjettruppen stets als Internierte und nicht als Gefangene betrachtet werben. Gegenüber den Ausführungen des Abg. Rosenfeld stelle ich fest, daß es in Deutschland feine Wrangelgesandtschaft gab oder gibt. Die Worte des Herrn Abg. Haas über die Behandlung des russi schen Vertreters in Deutschland unterschreibe ich Wort für Wort, Denn es ist klar, daß der russische Vertreter Anspruch auf genau die gleiche Behandlung hat, wie wir sie unserem Vertreter in Rußland wünschen. Staatssekretär Grzezinsky geht dann auf verschiedene Einzelheiten der Debatte ein. dafür, daß die Gefangenen nicht im Laufen getroffen worden Reichsfinanzministers gegen Staatssekretär Grzezinsky, das ein Abg. Koenen( Komm.): Wir mißbilligen das Auftreten des In- Schuh- nehmen der Deutschnationalen darstellt, Wir sind neu wie sich die Mehrheitssozialisten zu diesem Verhalten des wurde durch das ungesetzmäßige Borgehen der Reichswehr herbei geführt. Wir protestieren gegen die Nebernahme der Interniertentager durch das Reichswehrministerium. Es wird nun ein Telegramm bes 3eugen Henning Duberstadt verlesen, worin dieser erklärt, daß er feine Ladung Ministers stellen werden. Die Desorganisation der Internierten erhalten habe und gegen die Bemerkung des Verteidigers protestiert, daß er sich mit Absicht dem Prozeß fernhalte. Der Staats. anmalt teilte mit, daß nach einer telegraphischen Meldung der Saatsanwaltschaft Eisenach gegen den 3eugen Privats detektiv Hesse ein Verfahren wegen Meineid und Berleitung zum Meineid schwebe und um Nach ticht bitte, ob sich aus der Aussage des Sesse in diesem Prozeß Bierung nicht den Anschauungen des Reichstages entspreche. Gerichtsarzt Dr. Jänide aus Eisenach befunbet in längeren des Antrages nadh ber Geschäftsordnung zulässig ist. Diese De Ausführungen, daß die Schüsse nachweisbar von hinten und von ber Seite abgegeben seien. Der Herzschuß bei Hornschuh jei aller dings von vorn eingetreten, sei aber erst der zweite Schuß ge Gewehrfabrikant Schrader äußert sich über die Wirkung des S- Gefcholes, bas er bei furzen Entfernungen als ein äußerst unhumanes Geschoß bezeichnete. Es sei durchaus möglich, daß die Leichen einen grauenerregenden Anblid geboten hätten. Die hohe Lage der Schüsse erklärte der Sachverständige erstens burch das überhaftete, durch die Flucht bedingte Schießen, das fein genaues tonsergänzungsgeleg ermöglichte, zweitens damit, daß jeder Mensch im Nebel sich wefen. Biel Die Kommunisten beantragen unter näherer Begründung eine Resolution, daß die Behandlung der Interpellation durch die ReEs entspinnt sich eine Geschäftsorbungsdebatte über die grundsätzliche Frage, ob eine solche Begründung am Wortlaut batte wird jedoch abgebrochen, um nach Schluß der GesamtausSprache fortgeführt zu werden. Bei Schluß der Redaktion dauert die Sigung noch an. Die Notlage der Pensionäre Jm Sauptausschuß des Reichstags wurde heute das Ben durchgepeitscht. Grundsäglich wurde die Gleichstellung der Alipensionäre mit den Neufriedigende Regelung dieser Frage erreicht wird. Botsperre nach Deutsch- Desterreich. Auf Grund einer telegraphi schen Mitteilung der österreichischen Postverwaltung hat gestern in Deutschland die Annahme von Postsendungen jeder Art na ch Wien gesperrt werden müssen. Ebenso dürfen in Deutsch land bis auf weiteres Batete nach solchen Ländern nicht angenom men werden, die auf ihrer Beförderung Oesterreich passieren müssen. Arbeiterzeitung" meldet, wurde in einer Versammlung der Hotels Hotels und Gastwirtsangestelltenstreit in Wien. Wie die Wiener angestellten und Gastwirtsangestellten einstimmig der Streit beschlossen, der Freitag früh begonnen hat. Der Streit wird in der Weise durchgeführt werden, daß er von einem Tage zum andes ren auf die verschiedenen Bezirte ausgedehnt wird. Die Schulben der alliierten Staaten. Der Staatssekretär für Finanzen erklärte, daß in England hinsichtlich der Höhe der nationalen Schulden auf den Kopf der Bevölkerung an Schuldenlast 170 Pfund Sterling fommen, in Frankreich 5773 Franken, in 3talien 2055 Lire und in den Bereinigten Staaten 336 Dollar. Wohin das Geld der französischen Steuerzahler tommt. Wie eine öffentliche Note bekannt gibt, ist im französischen Ministerium eine besondere Liqibations- Settion der russischen Guthaben, die sich auf das Konto des Generals Wrangel beziehen, gegründet wors ben. Diese Seftion hat die Vorräte, die General Wrangel ges fandt wurden und die man noch vor dem Untergang retten tonnte, zu liquidieren. Seit dem Fall von Sebastopol verursacht die Uebers führung Wrangels und seiner Armee, sowie die Räumung der Bewohner der Halbinsel Krim der französischen Handelsflotte eine tägliche Ausgabe von 1% Millionen Frant. Das gibt eine nette Aufrundung zu den 20 Milliarden Frank, die Frankreich der Barenregierung gepumpt und für deren Rück zahlung die Aussichten immer trüber werden. Rechnet man noch bie stattlichen Summen hinzu, die die syrische Expedition vers Schlingt, so tann man wohl sagen, daß das Gelb der französischen Steuerzahler recht weit vom Einnahmeort zur Verwendung kommt, Buftbient Cairo- Jerufalem. Demnächst wird zwischen Cairo und Jerufalem ein Reise- und Postdienst per Luftpoft eingerichtet Die Reise wird einschließlich von Aufenthaltnahme in Alerana Den Augen anderer vergrößert, drittens, daß das Bifier des Jna pensionären beschlossen. Unsere Anträge, ein Mindesteintommen brien und Jaffa nur fünf Stunden dauern, r. 5 MASSARY ROAD Zum Weihnachtsfeste! Theater und Bergnügungen Volksbühne Lessing Theater 71 Uhr: Wallensteins Tod direkt. Victor Barnowsky Neues Volkstheater Röpenicker Str. 68. 8 Uhr: Die vier Robinsons. Broletarilmes Theater Sonntag, 19. Dez., nachm. 3 Uhr Beethovensaal, Köthener Str. Prinz Hagen von U. Sinclair. Staatstheater. Opernhaus 6'2 Uhr: Amoretten Tanzszenen Bajazzo. chaupelbaus 7 Uhr: König Richard III. Direktion Mar Reinhardt. Deutsches Theater 7 Uhr: Don Carlos Kammerspiele 7%, Uhr: Stella Großes Schauspielhaus Karlstraße 7 Uhr: Danton( Auß. Abonn.) Theater 1. d. Königgräger Str. 28 Uhr: Rausch Sonntag: Rausch Sonntag nachm.: Rausch Montag: Erbgelft ( Lulu, Maria Orska) Dienstag, zum 1. Male Salome Tragödie von Oscar Wilde ( Maria Orska, Ludwig Hartau, Conrad Beidt, RoseLiechtenstein, Lothar Mendes, Ernst Dernburg) Komödienhans 1,8 U.: Die Eache mit Lola mit Max Pallenberg ( Rosefine Dora a. G., Ortrud Wagner, Bicha, Haskel, Stieba) Sonntag nachm. Die Ehre Berliner Theater 1917 Uhr: Die spanische Nachtigall 71 Uhr: Flamme Deutsch. Kiinjil Theater Allabendlich 71 Uhr: Die Scheidungsreife Max Adalbert, Trupe Hesterberg) 3 Uhr: Kindervorstellung: Fihlifik mit Frigi Massary Hans Waßmann, Julius Brandt, Ralph Artur Roberts, Emmy Sturn, Herbert Kiper, Olga Engl. Sig. nachm.: Der letzte Walzer Residenz Theater H Heute nachm. 4U., kleine Breife Aschenbrödel Säglich 7, Ubr Lady Windermeres Fächer Sonntag nachm., halbe Preise Die Freundin Trianon Theater Heute nachm. 4U., kleine Preise: Hänsel und Gretel Täglich: 71 Uhr: Kammermusik Sonntag nachm. 4 Uhr, halbe Preise: Die Raschoffs Th. am Rollendorfplat 3 Uhr: Aschenbrödel 7 2hr Wenn Liebe erwacht Stg. nachm. Aschenbrödel Rose Theater 7 Uhr: Geschlossene Borstellung 31%, Uhr Hänsel und Gretel Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: Die Csikósbaroness Operette in drei Akten nach einem Motiv Petöfis von Fritz Grünbaum. Central- Theater Alte Jakobftraße 30 Sonntag, den 19. Dezember, nachm. 3 Uhr Die Internationale Walhalla- Theater Täglich Raitelbinder 71 U.: ( Alfred Läutner a G.) = 3 31,8 Casino Theater Der Fehltritt einer Frau Sonntag 31, U.: Cousin Emil Kön gitab Theater • Alexanderstr.21 Bhf. Jannowitzb Tragikomödie in 4 Akten ponEmil Hallupp 18 1,8 Folies Caprice am Dranienburger Tor 9 Monate a dato mit Ferd. Grünecker, Rudolf Rudolfi, Georg Erich Schmidt. Täglid Gala- Sänger 7.30 U.: Residenz- Kasino Blumenstraße 10 Tägl. Gr. Ball für die ältere Jugend. Nur Rundtanze. Dienstags: Gratis Verlofung Donnerstags: Brämiierung Anfang& Uhr APOLLO Friedrichstr. 218 Auftreten Kapitän Nanfen mit feinen dressierten Seelöwen und die übrigen Dezember Senfationen!!! Theater a. Kotibuser Tor Tägi 7, u Sonntag nachm. 3 Uhr Glite- Sänger Hervorragendes Weihnach'sProgramm! Vorverkauf: 11-1 u. 4-6 U METROPO KABARETT VARIETE K 712 Benrenstraße 34. An ang präz. 7 Unr Plesen- Weihnants- Spielplan Grammophone Teilzahlung. 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Dezember 1920, berichtet die reiheit" unter der Ueberschrift„ Schöne Seelen finden sich", daß einer Versammlungseinladung für eine Massenfundgebung zur nigung gegen die Reaktion neben den Namen Bernstein, Hans Kari Kautsky, Ströbel, Adele Schreiber auch mein Name finden fei. Wie ich der Freiheit" bereits am 28. März miteilt habe, liegt ein Mißbrauch meines Ramens vor, wie ebenjo Name des Genossen Aufhäuser in jener Bekanntmachung mißaucht worden ist. Die Freiheit" vom 29. März berichtet über le Versammlung selbst und meldet als Redner: Bernstein, obel, Riefenstahl, Kautsky, Löffler, Nestriepte und Davidjohn. erlaube mir, festzustellen, daß ich nicht in der Versammlung Einigung, wohl aber im Auftrage des Parteivorstandes der abhängigen Partei für den verhinderten Genossen Däumig in Bögowbrauerei gesprochen habe. Damit dürfte festgestellt jein, die Behauptung der Freiheit", ich hätte nicht in öffentlichen enversammlungen der Partei gesprochen, hinfällig ist, wie alle ucher der Bögonversammlung bestätigen tönnen. Gut. Also, Mißbrauch des Namens". Rusch vermeidet es er forglich, die sonst in Berichtigungen übliche Wendung zu brauchen, daß alle an unsere Feststellung geknüpften, auf he verblüffende Wandlungsfähigteit bezüglichen lgerungen hinfällig waren. Wie sehr sie zutreffen, gt ein Rundschreiben, das Ostar Rush am Mai 1920 mit dem Vermerk streng vertraulich" einige unserer Partei angehörende Gewerkschaftsgenossen idt hat. Wir wollen auch dieses Dokument den Ber her Metallarbeitern nicht länger vorenthalten, reifen mit fie ein flares Bild von dem Manne bekommen, der en zumutet, ihm die Führung ihrer Organi tel Inze direkt tion anzuvertrauen. Das Schreiben lautet: 50 Mie Da aus beiliegenden Zeitungsausschnitten erfiehst, wird t die Streitfrage zwischen den Gewerkschaften und den Räten re regleits und der Partei und den Räten andererseits akut. Die Betriebsrätezentrale hat sich, wie Du aus dem in Anlage beigelegten Artikel, den ich heute der Freiheit" übererfiehst, immer mehr der Erledigung wirtschaftlicher Aufen zugewandt, ein Umstand, den wir Berliner Gewerkschafter länger bulden fönnen. Man bringt uns ganz systematisch gewertschaftliche Organisation in Gefahr, baut im Rahmen Partei und Gewertschaften mit eigenen Beiträgen eine vollmen neue Organisation und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen, daß die Gewertschaften die Betriebsräte organisieren. Sn den Kreisen der indifferenten Gewerkschafter vereitet sich immer mehr die Meinung, es genüge, wenn man eine tgliedstarte der Betriebsrätezentrale der U. G. B. D. habe und den monatlichen Beitrag von 1 Mart leiste. Man tönne also ungemein höheren gewerkschaftlichen Beiträge sparen. Das isstr. GE 35 gest. rik mit eitere Vorgehen der Betriebsrätezentrale in der Richtung, in vate! zelnen Betrieben Einzelaftionen anzubahnen, verwidelt uns schwerste wirtschaftliche Kämpfe, bei denen wir letzten Endes b. H. Gewerkschaften nur noch als Geldbewilligungsgrandbhi chinen in Frage kommen. Diese Schweinerei muß beseitigt nstrasse.ben. presse bemerkbar macht und Eure Meinung zur Sache sagt.. De der Kampf hier ganz sicher wie üblich- in persönlicher Form geführt wird, wird man versuchen, mich herunterzuziehen. Es wäre darum zweckmäßig, wenn der Rampf im ganzen Reiche gleichzeitig eröffnet würde. Nach der Eröffnung des Rampfes in der Presse, müßten wir unabhängigen Gewerkschafter vom Bar teivorstand eine Reichskonferenz zur Kärung der Situation und Mustache verlangen. An dieser Konferenz müßten teilnehmen: Vorstand, Ausschuß und Kontrollkommission der Partei sowie die unabhängigen Gewerkschaftsführer in leitenden Stellungen. Des ferneren die Vertreter der Räteidee. Diese Konferenz muß die Aufgabe haben, die Tätigkeit der Räte so zu begrenzen, daß sie ihre Aufgabe nach dem Leipziger Programm im Rahmen der Parteiorganisation auszuführen haben als die Instanz, die der Zentralleitung der Partei untergeordnet ist. Auf jeden Fall muß der Versuch gemacht werden, die Selbständigkeit der Räte= organisation zu beseitigen, dadurch, daß die Räte, von der Partei finanziert, veranlaßt werden, die eigene Beitragserhebung einzustellen. Dem Parteivorstand müßte vorgestellt werden, daß die Partei, wenn sie anders verfährt, sich in die Gefahr einer Spaltung begibt. Ich habe an einige unbedingt zuverlässige Parteigenossen in demselben Sinne geschrieben und bitte, die Sache selbst streng vertraulich zu behandeln. Es muß uns gelingen, eine Gesundung im Parteileben herbeizuführen, ferner muß alles daran ge setzt werden, um möglichst schnell die einzelnen örtlichen Verwaltungen der zentralen Verbände auf den Boden des Klassentampfes zurückzuführen, um den Propagandeuren der Betriebsrätezentrale den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Wir werden Anfang der nächsten Woche größere Versammlungen der Betriebsräte der einzelnen Industriegruppen einberufen, und es wäre uns sehr lieb, wenn Du in Berlin über die Sache refe= rieren würdest. Deiner Antwort entgegensehend, mit Parteigruß Rusch. Heute hat sich Rusch innig mit den Urhebern jener Schweinerei" pereinigt. Während er damals die Partei von den zersegenden Wirkungen der Rätemacher bewahren wollte, betreibt er heute im Bunde mit denselben Leuten eine Politit, die unabwendbar die 3erstörung der Ge= mertschaftsbewegung zur Folge haben muß, wenn fie Boden gewinnt. Metallarbeiter, entscheidet! Wie sie kämpfen Festessen und Saufgelage Unter dieser Ueberschrift brachte die Internationale" eine 3u schrift aus Metallarbeiterkreisen, die in den üblichen starten Aus brüden gegen angebliche, unflätige Berleumdungen und Beschimp fungen der Freiheit" und Vorwärts"-Leute schweigt. Es ist nicht unsere Sache, auf die Behauptungen der„ Vorwärts"-Leute nicht unsere Sache, auf die Behauptungen der„ Vorwärts"-Leute einzugehen. Wenn Rusch damals fanatischer Rechtssozialist und schärfter Gegner der Genossen und Kollegen, die die Kriegspolitik der Gewerkschaften bekämpften die Aeußerung:„ Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg müßten an die Wand gestellt werden", nicht getan hat, um so besser für ihn. " Es heißt dann in dieser Zuschrift weiter: Eine ganz ähnliche Beschuldigung, nur andere Bersonen betreffend, wurde im Soms mer des Jahres gegen den Genossen Rusch erhoben, und als Kronzeugen für die Beschuldigung, daß Rusch einen jetzt in unseren Reihen Stehenden an die Wand ftellen lassen wollte, wurden Ledebour, Eichhorn und Herzfeld herangezogen." rücke. Die Gewerkschaftskommission Berlins hat beschlossen, die Berlottenbsräte gewerkschaftlich zusammenzufassen und nach Industriedstr.15 ppen au organisieren. Wir wußten, daß wir mit diesem Belatin den Kampf gegen die Auswüchse des von Däumig und iller propagierten Rätesystems aufnehmen, wir wissen aber Zähne ch weiter, daß Däumig und Müller ihre Anhänger im ganzen 1,2-6 eiche haben. Es ist Aufgabe unserer unabhängigen Geertschaftsgenossen im ganzen Reich, mit uns gemeinan die Beseitigung der Verunstaltung des Rätegebankens her zugehen. Däumig eröffnet den Kampf mit beiliegendem titel in der Freiheit vom 12. 5., mit dem in Maschinenschrift chriebenen Artikel, der beigefügt ist, antworte ich als VorBender der Berliner Gewerkschaftskommission. Wir wissen nun, daß in Berlin die Räteleute die Bartei so emlich beherrschen, es wird also zu schweren Erschütterungen Parteiorganisationen tommen. Ich würde es für zwed- Aufgestellt wurde die Behauptung von dem Obmann des Beebenso wie wir 31 aßig halten, wenn Ihr aus dem ganzen Reich Berlin Euch mit Artikeln in der Gewerkschafts- und ParteiAus holländischen Dörfern ( Schluß.) Bon Salamon Dembiger Die Sonne sant schon und die Fenster der Stationsstraße baren in purpurrotes Licht getaucht. Eine wohltuende Ruhe errichte. Und jetzt tam eine frische Brise und streichelte die Schleifen und die Zweige. Die Bäume vor den Häuschen wanften Teise. Es schien, als ob sie ein Abendlied fangen und Schöpfer dankten für den langen, schönen Sommertag. Immer tühler wurde es und dunkler. Ich ging auf und ab und allmählich begann ich, ein bißchen mißtrauisch zu werden. Ob wirklich zurückommen wird?.. Db... Da hörte ich jes och schon den schleppenden Schritt und das Mädchen rief mir zu: Rommen Sie bitte." Wie angenehm berührt einem die Gastfreundschaft in fleinen Dörfern. Wie schnell fühlt man sich dort heimisch! 10 Minuten päter saß ich schon bei ihr zu Hause in einem freundlichen und emütlichen Zimmer mit einfachen aber soliden Möbeln. Stoßes Klavier stand am Fenster. Ihre Mutter, viele Schwestern nb ein Bruder saßen um den Tisch herum. Sie waren Iuftig und Bergnügt und fragten mich, was es denn Neues in der großen Welt ba draußen gäbe denden Tage Zutritt zur Darbyschen Versammlung zu verschaffen. h sak währenddessen mit am Tisch, trank Tee und fühlte mich Smeizer verlobt sei und zeigte mir seine Photographie. Ein icht sehr intelligentes Gesicht. Dennoch sagte ich:„ Wirklich Ihre Mutter versprach, mir am folehr ebr hübsch" Wie heißt er?" Detektiv?" Ein schöner Name", meinte ich. Und womit beschäftigt er sich?" fragte ich weiter. Er ist Detektiv." Detektor?" Ich erschrat beinahe, denn ich erinnerte mich, wie verachtet dieser Beruf in Deutschland und Desterreich ist und begriff nicht, wie fie o etwas ohne Scheu erzählen konnte. Aber dann erkannte ich doch, daß hier eine heiße Liebe im Spiele sein mußte, die das daß diese nicht sehr einverstanden mit der zukünftigen Mesalliance bermand, und an dem Gesichtsausdruck der Mutter merkte ich, Bielleicht " Der Schreiber vergißt hier zu sagen, daß der jegt in ihren Reihen Stehende" es war, ber diese Behauptung aufstellte, und der auch jetzt noch dabei bleibt nämlich der Kollege Salzmann. Ueberlassen wir den beiden Parteifreunden" die endgültige Auseinandersetzung. Weiier heißt es in der Zuschrift: ,, So wird auch in allen Betrieben folportiert, der Kandidat Posselt habe sich Lohndrückerei zuschulden tommen lassen, eine Behauptung, die in der Generalversammlung ausgesprochen, à tempo widerlegt wurde." Ach nein, so war es nicht! triebes, in dem Posselt gearbeitet hatte und à tempo widerlegt von einem Kollegen, der zum Gruppenleiter gewählt, diesen Ob ich Mufit liebte und gerne einmal Alavier spielen hören wollte? „ Gewiß, Fräulein, sehr gerne." Sie begann mit einer Sonate von Beethoven. Dann spielte te den Trauermarsch von Chopin. In ihrem Spiel lag soviel Ge fühl und aufrichtig empfundener Schmerz, daß mir der Gedanke tam: fie trägt ein heimliches Leid.. Jeder Ton war so langgezogen und schmerzlich, so herzzerreißend weich und flehend, daß ich beinahe vergaß, wo ich war und Wehmut in mir aufsteigen fühlte. Ja, ich wußte sicher, daß sie liebte. Als fie mich eine Stunde später mit ihrer Schwester hinaus begleitete und mir das Hotel auf der gegenüberliegenden Seite zeigte, fragte ich, ob sie nicht mit mir noch ein bißchen in der Bahnhofstraße spazieren gehen wolle. Sie wußte erst nicht, ob sie ja oder nein fagen sollte. Thre Schwester aber antwortete: Warum denn nicht? Es sieht uns doch niemand und der Abend ist so schön!" Der Himmel über uns war mit Tausenden von Sternen befät, ein tühles Sommerlüftchen flüsterte leise und schmeichelnd und die Straße war still wie eine Friedhofsallee. Anfangs gingen wir schweigend; dann begann Johanna:„ Sie erzählten soeben, daß Sie einen Roman schreiben. Darf ich Sie nach dem Inhalt fragen? Denn sonst fürchte ich, daß Sie nur deshalb hergekommen sind, um uns lächerlich zu machen." Ich versicherte ihr darauf, daß ich das nicht tun würde. Einen Roman aber schreibe ich wirklich und zwar folgenden Inhalts: Ein junges Mädchen begegnet einem Künstler und verliebt sich in ihm. Ihre heimlichen Verlodungen stoßen jedoch den Einsamen zurüd, so daß er nichts von ihr wissen will. Später aber, viel Später, tommt ihm zum Bewußtsein, daß er sie auch liebe. Den ganzen Reichtum seiner Seele offenbart er ihr; sie aber, als sie seiner sicher ist, läßt man ihn im Stich. Bor Kummer ertranft er; der Arzt ist da; man äßt sie zu ihm rufen, jedoch weigert sie sich Bu kommen. Die ganze Zeit, während ich erzählte, schaute Johanna zum Simmel empor und hörte andächtig zu. Als ich schwieg, fragte sie heftig: Und was geschah dann mit ihm?" „ Er starb Er starb?! Se, he... Was ist das für ein schlechtes Mädchen! Nicht einmal zu einem Kranten zu kommen! Ja, aber hoffte sie noch, daß nichts daraus werden würde. bieler Familie seit Jahren befannt war. Man zeigt mir ihren ist benn diese Geschichte wirklich passiert?... Ich kann mir gar Eine halbe Stunde später fühlte ich mich so, als ob ich mit Bruber, einen hochgewachsenen Burschen von ungefähr 17 Jahren nicht benten, baß es jemanden gibt, ber so etwas tun fönnte. Das mit einem außergewöhnlich zeinem Bauerngesicht. Ein sehr be ist nicht möglich. beutender Mater," sagte man mir. Bas Joll ich Ihnen fagen, Fräulein, tells it die Geschichte Sonnabend, 18. Dezember 1920 Bosten sofort niederlegen mußte, weil er zu„ fa ubere Wäsche" hatte; dafür ist er allerdings Parteifreund des Echreibers. Der„ Metallarbeiter" will eine sachliche Kampfesweise und desa wegen schreibt er:„ Jst doch ihr Spizenkandidat 3ista nicht davor zurückgeschreckt, auf Einladung der Metallindustriellen nach dem im April abgewürgten Streit der Glasbläser der Auergesellschaft nach Weißwasser zu fahren, um die dortige Glashütte zu besichtigen, eine Erfurfion, der sich später ein Essen beim Direktor und mit den Betriebsleitern ein Saufgelage an schloß." Damit setzt dieser sachlich fämpfende Metallarbeiter seinen bisherigen Leistungen die Krone auf. Der wahre Sachver halt ist diesem traurigen Helden zwar bekannt, aber er arbeitet nach dem altbewährten Motto: verleumde nur fühn darauf los, es bleibt immer etwas hängen! Wie war es in Wirklichkeit? Während der Verhandlungen über den Glasarbeiterstreit machte sich für Ziska die Un= fenntnis der Verhältnisse in der Glasindustrie unliebsam be. merkbar. Nach dem Streik wandte er sich an den Vorfizenden des Glasarbeiterverbandes und erhielt die Adresse eines Direk tors, an den er sich wenden sollte. Dies geschah. Nicht auf Einladung der Metallindustriellen reiste 3ista nach Weißwasser, sondern er fragte schriftlich an, ob ihm die Bes fichtigung des Werkes gestattet würde. Die Genehmigung wurde erteilt. Nach seiner Ankunft in Weißwasser beauftragte der Direktor des Werkes einen Angestellten mit der Führung durch die Werke, der dann auch in dantenswerter Weise alles Bemerkenss merte zeigte und erklärte. Um sich erkenntlich zu zeigen, lub Ziska am Abend den betreffenden Herrn zu einem Glase Bier ein und bezahlte selbstverständlich für seinen Gast die Zeche, nicht ums gefehrt. Das ist das„ Essen beim Direktor" und das„ Saufgelage mit den Betriebsleitern". Der„ Metallarbeiter" der Internationale" hat seiner Mahnung zur Sachlichkeit also gleich ein verblüffendes Beispiel beigefügt. Oder gehen die Herren Kommunisten etwa von der naiven Bore stellung aus, Sachlichkeit nur von der andern Seite fordern zu tönnen, während sie selbst aber ungehindert alle Schleusen der Berleumdung und des persönlichen Kampfes öffnen? Aus der Partei Bezirksparteitag für Groß- Thüringen Am Sonntag tagte in Erfurt der Bezirksparteitag der U. S. P. Groß- Thüringens, der von 99 Teilnehmern und vielen Gästen bes sucht war. Die starte Beschickung dieser Tagung ist ein Beweis für das lebhafte Interesse, das die Genossen im Bezirk unserer Partei nach der Spaltung entgegenbringen. Genosse Breit Scheib referierte über Das Programm der U. S. P. D." Die ,, politische und wirtschaftliche Lage in Thüringen" behandelte Gea nosse Brill( Gotha) und der Bezirkssekretär, Genosse Scholz, Erfurt, sprach über die Organisation des Bezirks". Genosse Scholz teilte in seinem Referat u. a. mit, daß zwei Drittel der Gesamtmitgliedschaft im Bezirk vor der Spaltung nach wie vor treu zur Fahne der U. S. B. stehen. In 362 Orts gruppen haben der Bezirk 38 711 Mitglieder. Für die zwei abseichwenkten Barteiblätter ist bereits wieder Eriah vorhanden, so daß sich im Bezirk wieder zehn Zeitungen der U. S. P. befinden. Und abermals ein neuer Kämpfer Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei gibt am 1. Jas nuar 1921 für den Kreis Solingen ein neues Organ heraus unter dem Titel Bolts wille". Das neue Parteiorgan erScheint vorerst wöchentlich einmal. Wir sind voll guter Zuversicht, daß die arbeitende Bevöiferung des Kreises Solingen sehr bald erkennen wird, daß nicht die Politik der starken Worte und der ebenso billigen wie hohlen Phrasen, wie sie jetzt von den vereinigten Barteizertrümmerezn gepredigt wird, sondern nur eine Politit der Zusammenfassung aller revolutionären Kämpfer die Revolution zum Siege führen kann. Der„ Populaire" in Gefahr Der Populaire", das in Paris erscheinende Organ unferes Genossen Jean Longuet, das dieser während des Krieges zur Verfechtung der sozialistischen Grundsätze, die von der„ Sumanité" verraten waren, geschaffen hatte, ist von großer Gefahr bedroht. Wie ein eindringlicher Appell des Blattes sagt, ist es zum Ein gehen gezwungen, wenn nicht bald 100 000 Franken für das Unternehmen aufgetrieben werden. Sente ist die„ Sumanité" unabhängige Pariser Organ. ganz fommunistisch und der„ Populaire" das einzige von Moskau wahr und teils nicht... Es ist eben ein Roman, was wollen Sie..." ,, Aber, wenn es nicht wahr ist, warum schreiben Sie es dann?" ,, Sehen Sie mal! So etwas fann doch vorkommen... Denn glauben Sie mit, solche Geschöpfe gibt es mehr, als Sie denken. Es ist übrigens nicht so leicht, Ihnen alle psychologisen Momente zu sagen, die da mitspielen. Aber das versprede ich Ihnen: wenn der Roman einmal erscheint, schide ich Ihnen ein Eremplar zu, das ich Sie bitte, als Dank für Ihre Gastfreundlichkeit anzus nehmen." Sie hatte noch niemals einen Roman gelesen, aber sie war sehr neugierig auf ihn und wollte ihn heimlich lesen, wenn ihre Mutter es nicht sah. Lange schwiegen wir dann; die beiden Schwestern schauten anbauernd zu den Sternen empor. Es schien mir, als ob sie dort ihre Zukunft lesen wollten. Böglich wandte sich Jahanna wieder zu mir: Ich möchte Sie etwas fragen... Sie sagen, daß Sie Bücher schreiben. Können Sie mir nicht sagen, was Liebe ist? Sm," sagte ich überrascht und etwas verlegen.„ Was Liebe ist?... Liebe ist... hm... die Liebe ist ein Gefühl.. ja... das heißt. die Liebe ist... aber aber... die Liebe ist... Ja, das kann man doch nicht so einfach era flären... Geben Sie mir bis morgen Zeit... Verstehen Sie?" Dann schwieg ich und schämte mich, daß ich, der Bücher schrieb, ihr nicht einmal erzählen tonnte, was Liebe ist! ,, Unglüdliches Mädchen", dachte ich. Ich weiß wohl, was dia quält... Du willst also wissen, was Liebe ist? Frage doch die Sterne da droben. Vielleicht wissen die es. Oder frage die nächtliche Stille, vielleicht fann sie es dir erzählen, denn wirklich ich, ja ich weiß es nicht! Bald darauf aber hatte ich einen sehr häßlichen Gedanken. Shr Bater hat eine Million das ist 8 Kinder also 10 Menschen für jeden 100 000 Gulden! Allen Ernstes. Wenn sie mir etwas hübscher und anziehender wäre, würde es sich lohnen, ihr zu ere flären, was Liebe ist. Dann aber dachte ich: Vielleicht ist es doch nicht der Mühe wert; denn heute, wo der Krieg so viele junge Menschen vernichtet hat, ist der minderwertigste junge Mann wohl seine 100 000 Gulben wett... Ach, ihr armen Johannas, Marias, oder wie the effe heißen mögt, ihr armen, armen Dorfmädels. Daß auch in euren Fleinen Nestern so viel gelitten und geträumt, so viel gehoft und entsagt wird, genau so wie da draußen; nie und nimmer hätte ich das geglaubt, als ich heute mittag eure schönen Gaffen bewunderte und die ruhige, vornehme Bahnhofstraße. Abrechnung mit den Deutschnationalen Berschlechterung des Wuchergesetzes 18 Punkte standen auf der Tagesordnung der gestrigen Sigung des Reichstags. Soweit es Angelegenheiten von geringerer Bedeutung waren, über die es Meinungsverschiedenheiten nicht gab, wurden sie meist ohne Debatte erledigt. Einige bedeutungsvolle Gegenstände aber, die Anlaß zu heftigen Auseinandersetzungen hätten geben fönnen, wurden vorsichtigerweise von der Tagesordnung abgesetzt. Tas gilt insbesondere von dem Gesehentwurf über die beschleunigte Verabschiedung des Reichsnotopfers, über das wiederum einmal eine sogenannte Regierungskrise eingetreten ist. Man hofft aber, daß sie bis zur heutigen Beratung aus der Welt geschafft ist. Von den sonstigen Gegenständen hatten nur drei eine größere Bedeutung: der Entwurf eines Gesetzes zum Schutze der Kriegsteilnehmer gegen 3wansvollstreckung, das Gesetz über die Verschärfung der Strafen gegen Schleichhandel und die deutschnationale Interpellation wegen der Zustände in den Gefangenenlagern. Ein Unabhängiger Antrag auf Ausdehnung des Schuhes gegen Zwangsvollstreckung auch auf die Krieger witwen wurde abgelehnt, ein anderer Verbesserungsantrag durch eine Zufallsmehrheit angenommen, die Verbesserung aber später in der dritten Lesung wieder beseitigt. Bei Feststellung dieses Ergebnisses durch den sogenannten Hammelsprung erklärte der Präsident Löbe unter allgemeiner Heiterfeit, daß das zuerst festgestellte Ergebnis nicht der Kurzsichtigkeit des Präsidiums, sondern der weiten Entfernung vieler Abgeordneter zu danken gewesen sei. In der fortgefekten Debatte über die deutschnationale Interpellation verstand es Genosse Rosenfeld, die neulich so fräftigen deutschnationalen Schreier vollständig zur Ruhe zu bringen. Auch die Redner der bürgerlichen Parteien rüdten mehr oder weniger deutlich von den Deutschnationalen ab und der Demokrat Ha as schwang sich sogar zu dem Hinweis auf, daß die Deutschnationalen, die sich heute für das Asylrecht begeisterten, früher doch zu jedem, auch dem schimpflichsten Liebesdienst gegenüber dem Zarismus bereitgewesen seien. Für die Kommunisten sprach Koenen, der es vorzieht, lieber eine lange Rede in der„ Schwazbude" zu halten, als in Halle zu sein, wo der Generalstreit den Aufenthalt anscheinend etwas unangenehm macht. Der Sitzungsbericht Die Sigung beginnt mit der Erledigung Kleiner Anfragen. Auf eine Anfrage des Abg. Sauerbren( U. S. P.), teilt die Regierung mit, daß die Verteilung der Entlassungsanzüge für Kriegsteil nehmer jekt Aufgabe der Abwidlungsintendanturen Preußens sei. Auf eine Beschwerde des Abg. Kunert( U. S. B.) über die Minder wertigkeit des Brotes, teilt die Regierung mit, daß die Ausmah lung des Getreides bereits von 90 Prozent auf 85 herabgesett worden jet, und daß zur Stredung nur noch vollwertige Stoffe, rugof wie Maismehl, und auch das nur bis zu zwanzig Gewichtsteilen, #isdogermendet werden. Eine weitere Anfrage Kuneets, was die Res anierung angesichts ihrer Fünf- Milliardenausgabe für die Miniaturreichswehr und Reichswehrmarine" für die hungernden Proletariertinder zu tun gedente, beantwortet ein Regierungsvertreter dahin, daß sich darüber nicht im Rahmen einer fleinen Anfrage sprechen läßt. Auf eine Beschwerde des Abg. Kunert ( U. S. P.) über die Konkurrenz der 5000 Militärmusiter gegenüber den Berufsmusikern, erklärt die Regierung, daß fie die 2500 vorhandenen Militärmusiter für notwendig erachte. Die bis herigen Beschwerden der Zivilmusiker hätten sich meist als grundlos erwiesen. Eine Novelle zum Weingesez bestimmt, daß die Zucke nungsfrist des Jahrganges 1920 bis zum 31. März 1921 verlängert wird. Die Vorlage wird in zweiter und dritter Lesung angenommen. Das Gesetz gegen den Schleichhandel. Es folgt die zweite Lesung des Wuchergesetzes, wonach in be sonders schweren Fällen auf Zuchthaus bis zu 5 Jahren und Geldtrafe von mindestens 20 000 Mart ab erkannt wird. Das Gesetz soll am 1. Januar 1921 in Kraft treten. Abg. Leuthauser( D. Vp.) begründet das Gesetz und weist darauf hin, daß die Forderung der Gastwirte, daß auf sie diese Krengen Strafen nicht anzuwenden seien, im Rechtsausschuß ab= jelehnt worden ist. Abg. Radbruch( Soz.): Die bayrische Wucherordnung, welche der arsprüngliche Ausgangspunkt des hier vorliegenden Gesetzes ist, Sowjetrußland tritt die gesamte deutsche Arbeiterklasse schärfte entgegen. Wir sehen in der russischen Sowjetrepubli vorgeschobenen Posten der sozialen Revolution, den die deu Arbeiterschaft gegen die heilige Allianz der Königsmacher teidigen wird. Die Deutsch nationalen haben während Krieges die elementarsten Grundsätze des Völkerrechts verlegt haben russische Gefangene zum Kampfe gegen Rußland organi wendet( Sehr wahr! lints), sie haben die gefangenen Jren g England saiden wollen. Alle diese Schandtaten haben fie dem Gewissen.( Sehr wahr! Tints.) Annahme der Beamtenbesoldung fie haben die Indier, die gefangen waren, gegen die Entente auch wenn sie Geschenke bringen. Die Verordnung muß durch Reichstagsbeschluß beseitigt werden.( Beifall.) Reichsjustizminister Heinze wendet sich gegen die Abänderungsanträge, insbesondere um Ablehnung des Antrages auf Aufhebung der bayrischen Verordnung. Abg. Reich( Kommunist). Hatte die Regierung bisher die Abficht gehabt, den Wucher zu verfolgen, so hätte das frühere Gesez genügt. Ein Erhöhung der Strafe wird nur eine Erhöhung der Bestechungsgelder an die Beamten zur Folge haben. Der neueingefügte Paragraph 6a, wonach Bestrafungen wegen früherer Zuwiderhandlungen nicht mehr stattfinden, wird angenommen. Die Aufhebung der bayrischen Verordnung wird abgelehnt. In der dritten Lesung wird das Gesez einstimmig angenommen. Es folgt die erste Lesung eines Gesetzes zum Schuße der Kriegsteilnehmer gegen Zwangsvollstreckungen, verbunden mit einem Antrag Müller- Franten( Soz.), wonach die bisherige Verordnung bis zum 1. Januar 1922 verlängert wird. Abg. Meier- 3widau( Soz.) betont die Notwendigkeit dieses Gefeges. Abg. Frau Ziegler( U. S. P. D.): Wir beantragen Ausdehnung des Schuzes auf die Kriegerwitwen, denn deren Not ist mindestens genau fo groß, wie die der Kriegsteilnehmer. Sie müssen auch geschüt groß, wie die der Kriegsteilnehmer. Sie müssen auch geschütt werden, weil das Schidjal der Kinder von der Gesundheit der Mutter abhängt. Die Unterstützung für die Kriegermitwen ist durchaus ungenügend. Deshalb dürfen wir die Angehörigen der Kriegsteilnehmer jegt nicht vergessen. Denn in Fällen, in denen Spielen sich oft die entjehlichten Verzweiflungsakte ab. Der Schuh Die Hege der Rechten gegen die radikale deutsche Arbeiter ist nicht mehr nötig. Die Regierung überwacht ganz besonders u. S. P. D. Der Reichstommissar für öffentli Ruhe und Sicherheit hat ein merkwürdiges Schreiben die Welt gesetzt. Er hat den Regierungen der anderen Län schäftigte, mit den 200 Namensunterschriften zugesandt. 3 den Antrag Ledebour, der den Parteitag in Halle chem Zwed wohl? Er hat die Behörden ersuchen lassen, die fonalien sämtlicher 200 Antragsteller festzustellen.( Sört, hört! den U. S. Zuruf des Abgeordneten Düwell: Die sind ja nicht fährlich!) Rosenfeld: Nach diesem Schreiben sind offenbar gefährlicher als Sie, Serr Düwell! Reichstommissar hat weiter verlangt die Photographien bet Antragsteller.( Sört, hört! bei den U. S.) Dabei ist ein Teil Photographien sehr bequem aus dem Reichstagshand zu haben.( Sehr richtig! bei den U. S.) So werden die G ber Steuerzahler verwirtschaftet! Wir werden mit der Po fertig werden, mie wir auch mit der Hezze fertig werden, die gegen Sowjetrußland getrieben wird,( 3uftimmung bei den und die ein Wert der Konterrevolution ist.( Sehr wahr! bei U. S.) Gegen diese Konterrevolution ist das ge deutsche klassenbewußte Proletariat eins. Gegen sie rufen die deutsche Arbeiterschaft zum Kampfe auf. Die Konterrevolu muß und wird unter den Massenschritten der deutschen Arbe bataillone zertreten werden.( Lebhafter Beifall bei den U. S ( Fortsetzung des Berichts im Hauptblatt.) das 3 wangsvoll stredungsverfahren vollstrect wird, Besoldungsfragen- Rechtssoziali der Kriegerwitwen muß deshalb jetzt befchloffen werden.( Bravo für die Gehälter der Geistlichen Hohenzollernabfindung b. b. U. S. 3.) Reichsjustizminister Dr. Heinze bittet um Ablehnung der tich unmöglich. Anträge. Eine Ausdehnung auf die Kriegermitwen ist rechtAbg. Frau 3iegler wendet sich gegen diese Ausführungen des Justizministers, während der Reichsjustizminister Dr. Heinze demgegenüber nochmals auf seine vorigen Darlegungen verweist. In den folgenden Abstimmungen wird ein Antrag Rosen feld( U.S. P.) auf Einfügung der Worte alle Kriegsteilnehmer"( also auch der Lazarettinsassen) mit einer 3ufalls mehrheit der sozialistischen Parteien angenommen. Die Abimmung über den sozialdemokratischen Antrag der Gesekesver längerung bis 1. Januar 1922 bleibt zunächst zweifelhaft; Hammelsprung ergibt Ablehnung mit 187 bürgerlichen gegen 142 zialistische Stimmen. Der Gesezentwurf wird darauf in zweiter Lesung angenommen. Der unabhängige Antrag, auch die Hinterbliebenen der Kriegsteilnehmer mit einzubeziehen, wird gegen die sozialistischen Par teien und vereinzelte deutschnationale Stimmen abgelehnt. Bei der dritten Lesung verlangt Abg. Waldstein( Dem.) bie Streichung der durch eine Zufallsmehrheit angenommenen Worte des Antrages Rosenfeld U. S. P.), Der Antrag Waldstein wird mit allen bürgerlichen Stimmen angenommen. In der Gesamtabstimmung wird das Gesez einstimmig anges nommen. Es folgt die britte Beratung der Beamtenbesoldung. Ein von den Kommunisten eingebrachter Antrag auf namentliche Abstimmung bekommt durch Unabhängige Unterstützung die nötige Abstimmung bekommt durch Unabhängige Unterstützung die nötige Stimmenzahl( 50). Die Abstimmung ergibt Annahme des Gefebentwurfes mit 209 gegen 124 Stimmen bei 15 Enthaltungen. Dagegen stimmen die Deutschnationalen, Bayrische Boltspartei Boltspartei und Bayrischer Bauernbund, Unabhängige und Kommunisten. Präsident Löbe stellt fest, daß die Mehrheit um eine Stimme bie Zweibrittelmehrheit überschreite. Demgegenüber betont Abg. Schulz- Bromberg, daß zu einer Zweibritielmehrheit 232 Stimmen notwendig seien, das Gesetz also, wenn es eine Verfassungsänderung bedeute, nicht angenommen sei. Präsident Löbe gibt die Richtigkeit dieser Berechnung zu. Die Frage, ob das Gefeß eine Verfassungsänderung bedeute, kann nicht durch einen Beschluß des Reichstages entschieden werden, auch nicht durch eine Erklärung des Abg. Schulz. Der Gefeßentwurf über die Erstattung der von den Ländern und Gemeinden den Beamten im besetzten Gebiet gezahlten Wirtschaftsbeihilfen wird angenommen. Daran schließt sich die deutschnationale Interpellation betreffend die russischen Kriegsgefangenen. Reichskommissar Stüdlen( Soz.): Für seine Behauptungen hat Herr Henning als Zeugen den Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes angeführt. Diefer hat mir persönlich erklärt, daß er Herrn Henning nicht zu den Aeußerungen autorisiert habe ( hört! hört!). Abg. Beuermann( D. Bp.): Die Interniertenlager gehören unter halten wir für ungefeglich. Das öffentliche Anschlagen des nichtbolichewigewalt des Reichswehrministers. Den Urteils ist nur eine moderne Form des Prangers. Von der prat ischen Wirkung des Gesetzes versprechen wir uns jo viel wie nichts. Wir werden aber dem Gesez über grundsägliche Bedenken hinweg, unsere Zustimmung geben.( Beifall.) Abg. Herzfeld( Rom.): Den§ 6a( Amnestieparagraph) lehnen wir grundsäglich ab, stimmen aber sonst mit den Auffassungen des Vorrebners überein.( Beifall links.) Bayrischer Gesandter von Breger antwortet auf die Angriffe gegen die bayrische Verordnung, und meint, daß durch fie Ruhe and Ordnung in Bayern aufrechterhalten worden sei. Abg. Ludas( Bayr. Vp.): Die Verordnung der bayrischen Rezierung ist nur ein Schutz der Interessen des Landes und seiner Bewohner. Abg. Waldstein( Dem.) bricht eine Lanze für die Amnestie er Gastwirte Es sei unerträglich, wenn jetzt, nach Aufcbung eines Teiles der Verordnungen, trotzdem nachträglich noch traftaten geahndet werden sollen, die teine mehr sind. Abg. Dr. Breitscheid( U. S. P. D.): Wir stimmen dem Gesetz zu, aber wir versprechen uns nicht viel on ihm. Es ist ein Aushängeschild. Den hungernden Schichten joll durch die scharfen Strafbestimmungen vorgespiegelt werden, als geschehe etwas Ernstliches gegen den Wucher und für ihre Ernährung. Die scharfen Strafandrohungen, wie Stellung unter Bolizeiaufsicht, Berweisung an die Landespolizeibehörde, die im Gesetz unter bestimmten Bedingungen Zwangsvorschrift sind, werden den Richter leicht veranlassen, die Voraussetzung dieser Strafen, nämlich die„ Habsucht", nicht als gegeben zu erachten. Wichtiger als ein neues Gesetz wäre die energische An= wendung des alten. Aber wenn gestern erst Landwirte die Kartoffeln zu 1 M. das Pfund verkauften, mit 50 M. Geld strafe belegt worden sind, so sezen wir auch feine Hoffnung auf Sie Wirkungen des neuen Gesetzes. Die bayrische Verordnung steht im Widerspruch mit der Reichsverfassung, wenn das Reichsjustizministerium das bestreitet- um so schlimmer für das Reichsjustizministerium. Erlaubt man Banern diese Verlegung der Reichsverfassung, so ist gar nicht abzusehen, zu welchen Gesezen sich die bayrische Regierung im Namen der Aufrechterhaltung von„ Ruhe und Ordnung" noch für berechtigt hält. Wenn der bayrische Regierungsvertreter erklärte, die Verordnung sei im Interesse der Arbeiter erlassen, so haben wir starte 3weifel. Die bayrische Regierung hat weniger aus Sympathie für die Arbeiter als aus Abneigung gegen bie Reichsverfassung gehandelt. Im übrigen: Wir fürchten die Bayern, und die Rahrung, sondern sogar die Wäsche entzogen worden. Abg. Dr. Rosenfeld( U. S. P. D.): Die Deutschnationalen haben sich in dieser Debatte eine Abfuhr fondergleichen geholt. fuhr Jondergleichen geholt. Sie haben uns Märchen erzählt, aber nicht die Wahrheit gesagt. Daran ändert nichts die Erflärung der Deutschen Zeitung", daß sie die Erklärung der Deutschnationalen unterschreiben tönne. Damit bestätigt nur ein Schwindler dem andern, baß er nicht die Wahrheit gesagt hat. Der Bizepräsident Dr. Bell den Redner unterbrechend: Wegen dieser Aeußerung rufe ich den Abgeordneten Rosenfeld zur Orb= nung. Aus der preußischen Landesversammlung Aus den Verhandlungen vom Donnerstag ist noch nachzutr die erste Beratung eines Gejezzentwurfes, der eine beträch Erhöhung der Haufier- Steuern bringt. Die Erhöhung be durchweg das Sechsiache des bisherigen Betrages, doch können sonderen Verhältnissen entsprechend die bisherigen Säge nahmsweise zur Anrechnung fommen. Von unserer Fra Sprach Genosse Christange zu dem Gesezentwurf. Er br zum Ausdruck, daß die Regelung dieser Materie besser mit der gemeinen Neugestaltung der Gewerbesteuerordnung vorgenom werde. Jedenfalls müsse bei der Handhabung dieses Ge auf die wirtschaftlich khwachen Kreise weitgehendite Rüdficht nommen werden. Gegenüber der Behauptung, daß in den K der Hausierer und Händler sich viele unlautere Elemente befän betont Genosse Christange, daß die Organisation der Händler Ichon immer bemüht habe, ihre Organisation von solchen Ele ten freizuhalten. Der Gefeßentwurf wurde dem Ausschuß Beratung überwiesen. Zum Schluß der Donnerstagfißung wurde die Ausweisung Schriftleiters Bittor Stern aus Salle, tschechoslowakischer Sto angehöriger, Gegenstand heftiger Geschäftsordnungsdebatten, bei Beginn der Freitagsigung fortgesetzt wurden. Die Neutom nisten hatten, unterstügt von unseren Genossen, einen Antrag gebracht, wonach die Staatsregierung ersucht wird, die weisung Sterns rückgängig zu machen. Abgeordneter Kil beantragte, diesen Antrag auf die Tagesordnung für die Fre fizung zu setzen. Dem rechtssozialistischen Minister erstand Helfer in der Person des Deutschnationalen Rippel, der spruch gegen die Verhandlung dieses Antrages erhob und b die schleunige Verhandlung verhinderte. Die Tagesordnung für Freitag wies außer einigen fle Anfragen eine Reihe von Gesezentwürfen auf, von denen in zweiter und dritter Lesung erledigt werden sollen. Diese treffen fast ausschließlich Besoldungsfragen für Staatsbe Lehrer, Geistliche usw. Die Landesversammlung ist bei der legung der Besoldungen an die Reichsbesoldung gebunden. aus den Kommissionsberatungen hervorgegangenen Säge w in zweiter und dritter Lesung angenommen. Di in de wolle Fesse Schle möge getro De Streb N fechte besi Mild ausge doch daß auch geme Maß der Au Lage, nügen wei fügun wirts ohne raten dung Me die N genos hande 3ude zuges fast a Unter über We war, anges fert der A an di fation Unter das 2 Küche der 2 zwang Mi Tätig gliede bishe von gliede Dieser Spige widlu auf a Zu Geme Raun tunge Wirt fich it bildli Σας Бе Auge Des Serze Da Ihne Na allen meist ten T die 1 er do berge ichted mehr Bei dem Gesetzentwurf über die Bereitstellung von Mi zur Aufbefferung des Dienfteinkommens der Geistlichen b Konfeffionen gab Genosse Richter( Lichtenberg) für unsere tion die Erklärung ab, daß wir diese Gelder, die einen Betrag über 140 Millionen Mart ausmachen, nicht bewilli fönnen. Wer religiöse Bedürfnisse hat, solle auch die stellten seiner religiösen Gemeinschaft selbst bezahlen. Intere war, daß bei der Abstimmung über diesen Gesezentwur Rechtssozialisten bis auf einige wenige aus dem Gigungsiaal Schwunden waren. Die Zurüdaebliebenen, darunter der Abg nete Saberland( Barmen), stimmten für die Bewilligung 140 Millionen! Bei der Beratung des Gesetzentwurfs über das Diensteinton ber Lehrer und Lehrerinnen in den öffentlichen Volksschule flärte Genosse Richter, daß wir in Anbetracht der großen lage dieser Lehrpersonen dem Gesezentwurf zustimmen, ob feine Gestaltung uns feineswegs befriedigt. Insbesondere wir Einspruch gegen die Verschlechterungen, die in den G entwurf auf Betreiben der Regierung hineingekommen find. Gesetz wurde in zweiter und dritter Lesung einstimmig nommen. Zu einer Auseinandersehung fam es bei der Beratung bes trages des Rechtsausschusses zu dem Gesezentwurf über die mögens- Auseinandersehung der Hohenzollern. Der Antrag langt eine neue Prüfung des Vergleichsvorschlages. Genosse wig stellte bei dieser Gelegenheit die oft angezogene Sall tungen fest. Rosenfeld hat als Boltsbeauftragter die Beld nahme des Hohenzollerneigentums mitangeordnet. Später, 15. März 1919, erklärte Rosenfeld bei der Beratung eines trags zur Notverfassung betr. die Familiengüter des Hohenzollern in der preußischen Landesversammlung folgenbes „ Wir halten es für notwendig, daß eine sozialistische publit, wenn sie wirklich ein solche ist, in ihrer Verfassung den Familiengütern des Hauses Hohenzollern nicht Salt Wir haben in der preußischen Regierung mit dafür gesti daß die Familiengüter des Hauses Hohenzollern beschlagna wurden. Wir wünschen, daß man jezt noch einen Schritt geht und wir rechtfertigen das damit, dah das Haus S zollern sich auf Kosten des Volfes bereichert hat..." schwer angegriffen. Nach der Deutschen Tageszeitung" habe ich Rosenfeld fortfahrend: In der Rechtspresse wird die Regierung des Genossen Rosenfeld gegenüber den vielfach falschen Beha eine deutsche Regierung niemals schäbiger und fläglicher betragen, wie die heutige Regierung. Dabei gewährt die deutsche Regierung den russischen Gefangenen und Internierten nicht einmal die Rechte, auf die sie nach dem Völkerrecht Anspruch haben. Unsere deutschen Gefangenen in Rußland fönnten dieses zu büßen haben. Aber die Vertreter von der Rechten pfeifen auf die deutchen Kriegsgefangenen, wenn es gilt, die deutsche Reaktion zu starten.( Beifall bei den U. 6.) Gegen die Unterstellung der Rus fen unter das Reichswehrministerium, besser unter Herrn Seedt, erheben wir schärften Einspruch.( Sehr richtig! links.) Sollen die Russen etwa auch dem preußischen Militärstrafgesez unterstellt werden? Will man ihnen jedes Selbstverwaltungsrecht nehmen? 3u Lohnbrüdern und Streitbrechern, wie es bie Rechte wünscht, werden sich die Russen niemals hergeben.( Lebhafte Zustimmung lints.) Sie, Herr Henning, der Sie der deutschen Armee als Offizier angehört haben, dürfen sich nicht darüber empören, baß in der Roten Armee angeblich Soldaten gepeinigt werden. Wie haben Sie die deutschen Soldaten gepeinigt und getreten! Wie hat man deutsche Männer noch während des Krieges behandelt und mißhandelt.( Sehr wahr! bei den u. 5.) Ihre moralische Entrüftung ist nicht echt! Sie wollen mit der Seße gegen die russischen Internierten nur verhindern, daß die Beziehungen zu Rußland aufgenommen wer den.( Sehr wahr! links.) Die deutsche Regierung duldet immer noch Bertretungen der Wrangel- Regierung in Berlin. Der russischen Sowjetregierung aber macht sie alle möglichen Schwierigkeiten. Die Rechte will nur unter den Gefangenen Agitation für die Wrangelregierung treiben. Dagegen erheben wir Protest.( Sehr wahr! bei den 1. 5.) Dez Sege gegen wei Genosse Ludwig wies noch darauf hin, daß für den Berg dessen erneute Prüfung feht auch erfreulicherweise die Rechts liften verlangen, die rechtssozialistischen ehemaligen Min Hirsch, Heine und Südefum verantwortlich sind. Daß aber unserer großen Finanznot, bei der Notlage der breiten Si des preußischen Bolles die Rechtsparteien an dem Vergleid halten und den Hohenzollern Hunderte Millionen nachwerf ten, sei ein Standal. Der Antrag des Rechtsausschusses gegen die Stimmen der Rechten angenommen. tou Nach einigen ersten Beratungen folgte die zweite Berat eines Gefeßentwurfs zur Bereitstellung von Staatsmitteln, Selbstbewirtschaftung von Domänen. Der Rechten paßt Sache nicht, fie verlangt Bertagung. Das Zentrum fam Rechten zur Hilfe. Trozdem wurde der Bertagungsantrag lehnt. Darauf beantragte das Zentrum, den nachfolgenden B Etat der Landwirtschaft und Verwaltung, vormegzunehmen das wurde abgelehnt. a Di reich prech Refer rige unha Tätig einze die G hätte Die S borü Dem müßt werd einge eine Kom leitu nur auch omm treter In werb dienst rats Schied Leber Vorji nachu beson zu ve Mi tenta 23. 3 20. Frij affe ublit eden cher rend lekt gani Cente cen g fie eiter nders ntli reiben Län Salle 3u die hört! night nd II! zder Teil e G Sol . bie en bei geja ufen evolu Arbei I. E lift en zutra rächtl bett nnen ige Frat t bra t der enom Ge fight 1 Kr befän ndler Elem Schuß fung Sta ften, cutom trag Die ili Fre tand der nd d ttle en fi Diefe tsbea der ent. wou 201 n be ere etrag IIt ie ntere wurf siaal Abg gung ntom utes Ben об e erhe n G Tind. ig bes bie Erag Te L Salt Beh Beld ar Groß- Berlin Zum Hotelfrieg Die Hoteliers müssen Riesengewinne gemacht haben, wenn sie in der Lage sind, ihren Küchenbetrieb schließen zu können. Sie wollen allerdings dieses Opfer nur bringen, um von den lästigen Fesseln befreit zu werden, die ihnen durch die Wucher- und Schleichhandelsparagraphen gelegt worden sind. Für alle andern mögen diese im Interesse einer geordneten Ernährungswirtschaft getroffenen Bestimmungen Geltung haben, nur für sie nicht. Der Verband der Gastwirtsgehilfen nimmt gegen diese Bestrebungen der Hotelbesizer Stellung, indem er schreibt: ,, Nachdem die bürgerliche Regierung dem Drängen der Berfechter der freien Wirtschaft, zu denen auch die Sotel. besizer gehören, nachgegeben, und fast alle Waren außer Milch, Zuder, Butter und Brotgetreide der freien Bewirtschaftung ausgeliefert hat, müssen wir als gastwirtschaftliche Angestellte, die doch auch etwas vom Gastwirtsgewerbe verstehen, feststellen, daß für die Unternehmer unter den veränderten Verhältnissen auch nicht der geringste Grund vorliegt, zu solchen, die Allgemeinheit und auf die Dauer auch die Angestellten schädigenden Maßnahmen zu greifen. Auf Grund der nun wieder fast restlosen freien Bewirtschaftung der Lebensmittel sind die Unternehmer heute sehr wohl in der Lage, allen Ansprüchen auch eines verwöhnten Publikums zu genügen; selbst wenn sie auf den Verkauf von Schlagsahne und weißen Schrippen verzichten müssen. Bei der zur Vers fügung stehenden Menge sonstiger Produkte, die heute jeder gastwirtschaftliche Unternehmer in beliebigen Mengen faufen fann, ohne mit der Schleichhandelsverordnung in Konflitt zu ge= raten, tönnen sie unserer Meinung nach von der Verwendung der noch rationierten Lebensmittel, so weit diese das zugewiesene Maß übersteigen, sehr gut Abstand nehmen. Wenn in den Kreisen der Unternehmer ein Mitgefühl für die Not und das Elend der weitaus größten Mehrzahl der Boltsgenossen und insbesondere der Kinder und Kranten vorhanden wäre, dann würden sie selbst dafür eintreten, daß Milch, 3uder und weißes Mehl in erster Linie den Kindern und Kranten zugeführt würde. Wie die Dinge aber heute stehen, muß man fast annehmen, daß einem großen Teil der gastwirtschaftlichen Unternehmer jedes Verantwortlichteitsgefühl gegenüber der Allgemeinheit abhanden gekommen ist. Wenn in einem Teil der bürgerlichen Presse zu lesen war, daß die Angestellten sich diesem Vorgehen der Unternehmer angeschlossen hätten, so ist daraus wieder zu ersehen, wie leicht. fertig von diesen Redaktionen Gerüchte verbreitet werden, die der Wahrheit nicht entsprechen. Wir betonen deshalb auch an dieser Stelle, daß wir als die maßgeblichste Angestelltenorganis fation im Gastwirtsgewerbe mit den getroffenen Maßnahmen der Unternehmer auch nicht das geringste gemein haben. Sollte fich das Vorgehen der Unternehmer in Bezug auf die Schließung der Küchenbetriebe in die Länge ziehen, so fordern wir im Interesse der Angestellten und der Allgemeinheit, von den Behörden die zwangsweise Wiedereröffnung der stillgelegten Betriebe. Der Abschied des alten Magistrats Mit dem geftrigen Tage hat der alte Berliner Magistrat seine Tätigkeit eingestellt. Eine turze Sigung vereinigte die Mit glieder des alten Magistrats. Am Schluß der Sigung erschien der bisherige Oberbürgermeister Wermuth, um Abschied zu nehmen von seinem alten Wirkungstreise und von den einzelnen Mit gliedern. In seiner Abschiedsrede wies Wermuth darauf hin, daß dieser Magistrat am 6. Juli 1809 mit Leopold von Gerlach an der Spike in sein Amt eingeführt worden sei. Er schilderte die Entwidlung Berlins und der immer größer werdenden Aufgaben auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Zum Schluß sagte Wermuth: Berlin selbst hat in dem größeren Gemeinwesen bewußt aufgehen wollen. Sein Magistrat macht Raum, damit der Nachfolger auch die hundert anderen Verwal tungen in fich aufnehmen fann. Darum zerflattert unser sachliches Wirken nicht. Je mehr die Einrichtungen des Kernes von Berlin sich in der scharfen Luft des neuen Ganzen als haltbar und vers bildlich erweisen, um so mehr wird sich zeigen, daß wir uns nicht Tag um Tag mühsam durchgequält, sondern weite Biele mit festem Auge verfolgt haben. Deshalb fönnen wir auch aus eigenem Interesse nur aufrichtigen Serzens unseren Erben Geschid, Tatkraft und Erfolg würschen. Damit spreche ich mein Lebewohl allen werten Kollegen ind mit Ihnen zusammen unseren Scheidegruß dem neuen Magistrat aus. Nach Wermuth ergriff der Bürgermeister Ritter das Wort, der allen Mitgliedern und besonders dem scheidenden Oberbürger meister Dant und Anerkennung für die der Stadt Berlin gewidme ten Dienste und für treue Pflichterfüllung aussprach. Mögen auch die politischen Verhältnisse das Scheiden bedingen, so glaube er doch, daß die Bürgerschaft Berlins die geleistete Arbeit nicht vergessen werde. Mit Abschiedsworten und Händebrud verabs schiedeten sich die Mitglieder des alten Magistrats, von denen mehrere im neuen Magistrat ein weiteres Tätigkeitsfeld finden. Konferenz der Gemeindevertreter im 4. Bezirk Die Gemeindevertreter im 4. Bezirt waren am Sonntag zahl. reich zusammengekommen, um sich über die Situation auszu prechen und gegenseitig Anregungen zu geben. Das einleitende Referat hielt Genosse ubig. Er schilderte im einzelnen die schwie rige Lage der Gemeinden, die besonders in finanzieller Beziehung unhaltbar sei. Hierdurch leiben alle Gebiete der kommunalen Tätigkeit. Seine sachgemäßen Ausführungen wurden von den einzelnen Diskussionsrednern gestützt. Es wurde ausgeführt, daß die Gemeinden weder vom Staat noch vom Reich Mittel erhalten hätten, um auch nur die allerdringendsten Aufgaben zu erfüllen. Die Arbeitslosigkeit sei das Problem, an dem die Gemeinden nicht vorübergehen, die sie aber nicht lösen tönnten. Die Behörden wie Demobilmachungskommissar, Arbeitsministerium, versagten. Es müßte unter allen Umständen mehr Arbeitsgelegenheit geschaffen werden. Auch andere Fragen, wie das Gesundheitswesen, wurden eingehend besprochen. Es wurde beschlossen, zum 27. Dezember eine neue Konferenz einzuberufen, um die Finanzfrage in den Kommunen eingehend zu erörtern mit einem Referat als Einleitung. Es wurde noch angeregt, daß zu dieser Konferenz nicht nur die Schöffen und Gemeindevertreter erscheinen sollen, sondern auch die Kommissionsmitglieder der eingerichteten fommunalen ommissionen, um bei Ausscheiden von einzelnen Gemeindevertretern geeignete Kräfte zur Verfügung zu haben. äter, ines Sa endes fche Tung Befti Lagna It wei So Bergl chts Min aber Schi leid fon s mu Bera teľn Bt fam ag tu C In der ersten Sigung der neuen Deputation für Arbeit und Ges werbe würdigte der Vorsitzende, Stadtrat Brühl, die großen Ver dienste seines Vorgängers, des aus dem Amte scheidenden Stadts rats Maß. Er gedachte seiner langjährigen Tätigkeit auf verIchiedenen Gebieten der sozialen Fürsorge und des gewerblichen Lebens, insbesondere beim Gewerbe- und Kaufmannsgericht als Vorsitzender der Gewerbedeputation, der Deputation für Arbeitss nachweis und des Landarbeitsamtes. Seinem Wirten ist ins besondere der Aufbau des Arbeitsnachweises und des Berufsamtes zu verdanken. Milchbelieferung. Die Belieferung ber ½ und-Liter- Kran fentarten für die Zeit vom Sonntag, den 19., bis Donnerstag, ben 33. Dezember, einschließlich findet wie folgt statt: Am 19. und 20. Dezember fällt die Belieferung der-Liter- Krantentarte mit Frischmilch aus. Als Ersay hierfür wird am 19. Dezember eine Dofe amerikanische gezuderte Vollmilch zum Preise von 12,55 M. ausgegeben. Am 21., 22. und 23. Dezember wird die-LiterKrantentarte mit Frischmilch beliefert. Die-Liter- Krantenkarte wird am 19. und 20. Dezember mit Frischmilch beliefert. Am 21., 22. und 23. Dezember fällt die Belieferung der-LiterKrantentarte mit Frischmilch aus. Als Ersag dafür wird am 22. Dezember eine Dose gezuderte Magermilch zum Preise von 8,10 M. perabfolgt, die zugleich als Ersaz für einen weiteren Ausfall für den 24. und 25. Dezember dient. Die angegebene Belieferung bezieht sich nicht auf die seit dem 1. Oftober 1920 zu Berlin neu hinzugekommenen Gemeinden. Russische und deutsche Wissenschaft. An mehrere Professoren der Berliner Universität find jetzt zwei russische Gelehrte, Nemenow, Direktor des städtischen Röntgen- Institutes in Petersburg, und Fedorowsky, Kustos am dortigen Mineralogischen Institut, mit einem Anliegen der Petersburger Gelehrten herangetreten. Die deutschen Professoren sollten an ihre russischen Kollegen die Aufforderung gelangen lassen, die wissenschaftlichen Beziehungen wieder aufzunehmen. Auch zu einem internationalen medizinischen Kongreß in Petersburg lädt Nemenow ein. Ferner wollen die beiden Russen mit finanzieller Unterstützung der russischen Regierung, aber wieder auf eine von ihnen selbst hervorgerufene Anregung deutscher Kreise hier eine Art Vermittlungsstelle einrichten, die Vertretern deutscher Intelligenz Wirkungskreise in Rußland nachweisen. Ein Berliner Universitätslehrer hält diesem offiziösen russischen Anknüpfungsversuch die Schwierigkeiten entgegen, unter denen gerade die medizinischen Universitätsprofessoren jezt in Rußland ihrem Beruf obliegen müssen. Die SowjetAn unsere Abonnenten In den nächsten Tagen wird unseren Abonnenten der Wandtalender der Freiheit" durch unsere Botenfrauen zugestellt werden. Der Verlag hat sich entschlossen, diesen allen Abonnenten gratis zu liefern. Unsere Postabonnenten erhalten den Wandtalender in der nächsten Woche mit der Freiheit" zugesandt. Der Verlag hofft durch diese Maßnahme auch die Gunst derjenigen Abonnenten wieder zu erlangen, die wegen vorgekommener un pünktlicher Lieferung der Freiheit" über die Berlagsleitung ungehalten waren. Regierung sollte den Postverkehr wiederherstellen, dann werde sich der wissenschaftliche Gedankenaustausch ganz von selbst entwickeln, und die deutschen Gelehrten tönnten sich dann direkt über die fulturellen Zustände in Rußland unterrichten. Gewerkschaftliches Konflitt in der Reichsdruderei Der gesamte Betriebsrat der Reichsbruderei ist zurüc getreten. Anlaß dazu bot der Erlaß einer Bekanntmachung der Direttion ohne Zustimmung des Betriebsrates und unter Ablehnung von Abänderungen. Die Direktion gibt außerdem ein Nachrichtenblatt für den Betrieb heraus, ohne den Betriebsaus schuß davon in Kenntnis zu sehen. Die fragliche Bekanntmachung ist in Jagowschem Kommandoftil gehalten und wendet sich gegen die eigenmächtige Entfernung eines Hushanges, ebenso gegen Be läftigungen der Arbeiter, die am 9. November gearbeitet haben. Der Betriebsrat ist der Ansicht, daß diese Dinge auf dem Verhand lungswege sich hätten beilegen lassen. Der eigenmächtige Erlah der Bekanntmachung bedeutet einen glatten Bruch der erst kürzlich mit der Direktion getroffenen Vereinbarungen, die besagen, daß alle Betanntmachungen und Verfügungen der Direktion im Entwurf dem Betriebsausschuß vorgelegt werden, der bei etwaigen Bedenten eine Besprechung mit der Direktion herbeiführen solle. Gemerschaftsvorstände( Gewerkschaftskommission, Afa Ortss fartell) sowie die Delegierten beider Körperschaften, Obleute und Vorsigende der Angestellten und Betriebsräte! Am Montag, den 20. Dezember, abends 6 Uhr, findet in der Neuen Welt, Hasenheide( fleiner Saal) eine Versammlung statt mit der Tagesordnung: 1. Die Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, 2. Bes richt über die geforderten Nachtzuschläge wegen der Stromversor gung. Für die Gewerkschafts- Delegierten gilt als Legitimation die übersandte Einladung. Für die Betriebsräte außer Mitglieds. buch auch die Betriebsräte- Legitimation bezw. eine mit Firmens Stempel versehene Bescheinigung des Betriebsrats, daß fie Obleute, bezw. Borsigende des Betriebsrats sind.( Ohne diese tein 3u tritt.) Afa, Ortsfartell Groß- Berlin. Gewerkschaftstommission Berlins und Umgegend. Sat sich auch die„ Technische Nothilfe" an gesehliche Bestim mungen zu halten? Die Hauptstelle der Technischen Nothilfe, Berlin W. 15, ist gegenwärtig der Schauplah einer erbitterten Fehde zwischen der Verwaltung und der geseglichen Bertretung der Angestelltenschaft, die es gern sähe, daß die Verwaltung die erlassenen Verordnungen innehält. Bereits im Juni d. J. war es einer fleinen Gruppe reaktionärer Elemente unter Führung des Hauptmanns der Reserve Dr. Lorenz gelungen, den Betriebs rat unter Anwendung ungeseglicher Mittel zu sprengen bezw. dessen Mitglieder zur Niederlegung ihrer Aemter zu veranlassen, weil die Betriebsvertretung gegenüber verfassungswidriger Ueber griffen des vorgenannten Herrn die politische und gewerkschaftliche Koalitionsfreiheit der Angestelltenschaft gewahrt hatte. Unter Duldung des Leiters dieser sozialen" Organisation, Leutnants der Reserve Lummitsch, sind nun wieder eine größere Anzahl Mitglieder des Betriebsrates zur Niederlegung ihrer Aemter ver anlaßt worden, so daß in dieser Reichsdienststelle in einem halben Jahre zum dritten Mal Betriebsratswahlen vorgenommen werden müssen. Die Borsigenden der bisherigen Betriebsvertretung, die fich in Ausübung ihrer Aemter um die Angestelltenschaft boku mentarisch nachweisbar hochverdient gemacht haben, wurden in der Wahrnehmung ihrer Rechte und Pflichten nicht nur einfach über gangen, sondern beschränkt mehrfach mit Maßregelungen bedroht und der Vorsitzende des Betriebsrates am Tage nach einer Be triebsversammlung, die für die Angestelltenvertretung durchaus günstig verlaufen war, unter Hervorholung eines ganz unhalt baren, fadenscheinigen, der Verwaltung seit Wochen bekannten Borfalles plötzlich fristlos entlassen, also schwer gemaßregelt. Der zweite Vorsitzende wurde von einigen leitenden Angestellten sogar törperlich bedroht. Eine Angestellte, die ein Berfahren vor dem Schlichtungsausschuß anhängig gemacht hatte, schlägt einen Bers gleich vor. Herr Leutnant Lummitsch lehnt ab, mit dem Be merten, daß er mit einer Sozialdemokratin teinen Vergleich schließe. Das Uebertonfeffionelle Saus in Niederschöneweide. Für das erste Uebertonfessionelle Haus, dessen Grundstein neulich in Ber lin- Niederschöneweide gelegt wurde, hat jetzt Professor Bruno Paul eine Anzahl von Entwürfen geschaffen. Sie sehen ent sprechend den vielfältigen Zweden, denen das Haus dienen soll, eine belebte, um einen großen Innenhof gruppierte Gebäudegruppe von schlichter äußerer Haltung und innerer Form vor. An der Längsseite des Hofes wird sich das Uebertonfessionelle Haus selbst erheben, dessen Hauptraum als Vortrags- und Theateriaal ausgebildet ist. Ein Sondereingang führt in die Urnenhalle. Ein großer Turm, der in den Innenhof hineinragt, wird ein Bureauhaus darstellen. Dazu kommen Bersammlungsräume für Jugendvereine, eine Bibliothet usw. Die Anlage wird eine Anzahl von Wohnhäusern einschließen. Für die fünstlerische Auss schmüdung des Uebertonfessionellen Hauses haben Professor August Gaul, der Berliner Bildhauer, und Professor Otto Sett ner, der Dresdner Maler, dem Bunde der Uebertonfessionellen Bläne eingereicht. Gaul denkt in Jeinen Richtlinien an das Auftellen guter Nachbildungen der besten alten Werte, vermischt mit Schöpfungen unserer Zeit. Die Entstehung des Brandes im Polizeipräsidium hat sich noch nicht aufklären lassen. Die Explosion, durch die eine Zimmerbede eingestürzt ist, ist jedoch zweifellos von den Handvorräten der Nahrungsmittel- Untersuchungsstelle an Aether und Benzin ausgegangen. Die in den Räumen unter dem Brandherde im britten Stod aufbewahrten beschlagnahmten Sachen sind lediglich durch das bei der Löscharbeit von oben durchlaufende Wasser uns erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden; von der Vernichtung größerer Werte ist teine Rede. Die Aufräumungsarbeiten der Feuerwehr werden voraussichtlich noch heute abend beendigt sein. Eine Brandwache ist jedoch für alle Fälle heute noch auf der Brandstätte gelassen worden. Der Tod auf den Schienen. Gestern morgen wurde der 33 jährige Bahnarbeiter Richard Wellach aus Treptow beim Reinigen der Weichen auf der Strede Neukölln- Treptow von dem Personenzuge 1743 überfahren und auf der Stelle getötet. Die Schuld trifft den Berunglückten selbst. Tob durch Gasvergiftung. Als gestern abend der Kutscher Willy Bandur und seine Ehefrau in ihrer Wohnung im Hause Schillerftraße 75 in Charlottenburg heimtehrten, fanden sie ihre beiden Kinder, den 3 jährigen Kurt und die 2 jährige Toni, in dem gaserfüllten Wohnzimmer tot auf. Wie sich das Unglüd ereignen konnte, bedarf noch der Aufklärung. Berwaltungsbezirk 1.( Berlin- Mitte.) Die für Sonnabend, den 18. b. Mts., abends 6% Uhr, angefeßte Sigung der Stadt- und Bezirksverordneten in Gemeinschaft mit den Mitgliedern der tommunalen Kommission fällt wegen der am gleichen Tage stattfindenden Zentralvorstandssigung aus. Dieselbe findet vorausfichtlich Mittwoch nächster Woche statt. 3. Berwaltungsbezirk( Wedding). Heute 6 Uhr Schule Pant Straße 47, Zimmer 11, Sigung des Fraktionsvorstandes.- Achtung! Die Distrittsleiter, Distriktsobleute der kommunalen Kommissionen der in Frage fommenden Distrikte 11, 13, 16, 17 und 18 müssen dazu unbedingt erscheinen. 18. Distrikt. Alle arbeitslosen Genossen des Distrikts werden hierdurch aufgefordert, ihre Kinderzahl bis Sonnabend beim Genossen Weißbrot, Christianiastr. 110, v. 3 Tr., abzugeben. Der Poftwagenraub in Friedrichsfelde ist aufgeklärt. Die Kris minalpolizei hat die Täter, den 18 Jahre alten Postillon Otto Scholz in einem Sotel ermittelt und festgenommen. Scholz hat ein Geständnis abgelegt. Weihnachtsunterstügung an Minderbemittelte in Neukölln. Die Stadtverordnetenversammlung Groß- Berlin hat zur Gewährung einmaliger Unterstügungen an Minderbemittelte den Armenverwaltungen Groß- Berlins Mittel zur Verfügung gestellt. Die Berteilung dieser Mittel ist in der Weise gedacht, daß a) für jedes bedürftige Kind 10 M., b) für jede bedürftige erwachsene Berfon 20 M., c) für bedürftige Eheleute zusammen 30 m. bewilligt werden sollen. Für die Empfänger von Erwerbslosenunter stützung sind besondere Mittel bereitgestellt. Dieselben erhalten die Unterstützung aus den zuständigen Zahlstellen der Erwerbs lofenfürsorge. Minderbemittelte, welche auf eine Weihnachts unterstügung Anspruch erheben, haben sich bis spätestens 20. Dezember d. Js. bei dem zuständigen Bezirksvorsteher in den Sprech stunden zu melden. Es empfiehlt sich, Nachweise über die persön lichen und Einkommensverhältnisse und die Zahl der im Haus halt befindlichen Kinder mitzubringen. Die Massenfündigungen in den Lazaretten haben zu einem Einvernehmen zwischen Patienten und Pflegerpersonal geführt, das gestern in dem Lazarett Tempelhof in greifbare Erscheinung trat. Die Kranten sollten in Krantenhäusern überführt werden; sie weigerten fich aber ganz entschieden und leisteten Widerstand, so daß die Verwaltung von der Ausführung ihrer Absicht Abstand nehmen mußte. Achtung! Betriebsräte! Räteschule! Der Kurfus Rechtskunde, Betriebsrätegefes, wird am Mittwoch, den 22. Dezember, zur be tannten Zeit i malten Raume fortgelegt. Wir bitten alle Hörer fich vollzählig einzufinden Unters Betriebsräte der Holzindustrie. Empfangnahme der neuen Le gitimationen. Untergruppe 1: Möbelfabrikation( Wohnungsein richtungen, Küchenmöbel, Laden- und Kontormöbel, Luxus-, Kleinmöbel, Holzbildhauerei): Dienstag, den 28. Dezember, von morgens 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr und Mittwoch, den 29. Dezember, von morgens 9 Uhr bis mittags 11 Uhr. gruppe 2: Baufach( Bautischlerei, Einsetzer, Bodenleger, Jalousies branche, Theater- und Filmtischlerei, Säge- und Schneidemühlen): Mittwoch, den 29. Dezember, von mittags 12 Uhr bis nachmittags 3 Uhr. Untergruppe 3: Musikinstrumentenfabritation( Piano, Flügel, Geigenbau, Blasinstrumente): Donnerstag, den 30. De Untergruppe 4 zember, von morgens 9 Uhr bis mittags 11 Uhr. und 5: Stod- und Schirmfabrikation, Perlmutts und Zelluloidvers arbeitung( Knopfmacher, Kammarbeiter, Perlmuttverarbeiter); Kistens und Kofferfabritation( Karosseriebetriebe, Modelltisch Ierei, Böttcherei, Gargfabritation): Donnerstag, den 30. Dezember, von mittags 12 Uhr bis nachmittags 3 Uhr. Untergruppe 6 und 7: Bergolderbetrieb( Bergolder und Rahmenmacher); Korbwaren artikel, Bürsten- und Pinselfabrikation: Freitag, den 31. Dezem ber, von morgens 9 Uhr bis mittags 11% Uhr. Legitimation als Betriebsrat und Verbandsbuch ist mitzubringen. Deutscher Holzarbeiterverband. Bureau: Rungestraße 30, 3immer 3. Aus den Organisationen 5. Diftritt. Genoffen, welche an ber Silvesterfeler mitwirken, treffen fich Sonne tag vormittag 10 Uhr bei Schweifarbt, Alte Jatobftr. 24. 11. Diftritt. Die Mitglieder treffen fich Sonntag vorm. 10 Uhr in ihren Zahl abenblokalen. Da es fich um wichtige Dinge handelt, ist pünktliches Erscheinen unbedingt Pflicht. 12. Diftritt. Sämtliche Metallarbeiter treffen fi Sonntag früh 10 Uhr in fol genden Lotalen: 1. Abt. bei Schlotterbed, Danziger Str. 93, 2. Abt. bei Hoffmann, Lychener Str. 8, 8. Abt. bei Klimpel, Dunderstr. 83, 4. Abt. bei Mahnkopf. Greifenhagener Str. 28. 18. Diftrift. Am Sonntag findet in ber Schufaula Gleimstraße 49 eine Weih nachtsfeier für die Kinder der erwerbslosen Genossen statt. Eröffnung 6 Uhr, Anfang pünktlich 7 Uhr. Eintrittspreis 50 Pfg. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 18. Diftritt. Weihnachtsmatinee am 2. Feiertag vorm. 11 Uhr im Sumboldts Theater, Babstr. 19. Eintrittstarten au 2 M. bei F. Gliese, Freiheitspedition, Pantstr. 60. Abrechnung sofort bei W. Fiebler, Babftr. 26, v. t. Lichtenberg, Landagitation. Montag abend 6% Uhr Sigung bei Friz Siewert, Rants Ede Schillerstraße. Steglig. Sonntag nachm. 4 Uhr in der Aula des Gymnafiums Seeseftraße Weihnachtsfeier. Die Unterstügung sämtl, Genossen ist Pflicht. Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald. Am Sonntag, ben 19. Dezember, nahm. 3 Uhr, findet bie Weihnachtsfeier in der Aula ber Sindenburg- Oberreal fchule in Wilmersdorf, am Seepart, statt. Kinderaufführungen, Märchenvow lesungen und Ueberraschungen für Kinder. Eintritt 1 M., Kinder und arbeitslofe Genoffen frei. Marienborf. Bildungsausschuß. Die Bücherei wird am Sonnabend, ben 18. Des zember, bei Streiter, Chausseestraße, neu eröffnet. Die Ausgabe findet von 7 bis 9 Uhr statt. Brig. Zum Besten der Arbeitslosen und deren Kinder veranstalten unsere Genossen am zweiten Weihnachtsfeiertag im Saal von Rabbah einen Bunten Weihnachtsabend". Beginn 8 Uhr nachm. Billetts find zu haben beim Gast wirt Eröder, Chauffee Ede Franz- Körner- Straße, in ber Freiheit" Spedition, Chauffeestraße, fowie in beiben Speditionen in Reutön, Redars und Emferstr., sowie bei den Bezirksführern. Vereinskalender Deutscher Transporterbelter- Berband. Sandelshilfsarbeiter unb sarbeiterinnen aus ben Betrieben der Sülte und Mügenbrande. Am Sonnabend, ben 18. De zember, abends 5 Uhr, findet im Lotal von Karl Witte, Boftftr. 29, eine sehr wichtige Gruppenversammlung statt. Turnverein Fite, 19. Manner, und 12. Damenabteilung. Weihnachtsfeier ent 18. Dezember, bei Fellenberg, Schöneberg, Kaifer- Friedrich- Str. 10, abends 7 Uhr. Sportgenossen und Freunde herzlich eingelaben. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vorm, Uhr im Rathaus, Königstraße, Vortrag bes Herrn Dr. M. Brie: Die Gestalt Chrifti auf der Bühne. Sarmonium: Weihnachtslieder. Gäste willkommen. Emil Rabolb, Berlin. 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