Setan eteilt: ntlig ng bes be det langt ts bet er ge Do geben befizet önnen giftrat 20 m es ep Det ohl die d det fertigt nd auf den uf die ganifa Durdy 20. b niden uerite rägen, r, die nburg Sonn neblig Später Str Hond get Rofen worft. Einzelpreis 30 Pig. 3. Jahrgang Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, Sonntags and Montags m einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Buftellung ins Haus für Groß- Berli 10,- 9. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 m. Für Posts bezug nehmen fämtliche Postanstalten Befteliungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 m., für das übrige Ausland 21,50 m zuzüglich Baluta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Österreich 30,- m. Redaktion, Expedition und Berlag: Berlin& Breite Straße 88. Sonntag, 19. Dezember 1920 Nummer 540 Morgen- Ausgabe Ole achtgefpaltene Nonpareillezetle aber beren Raum koftet- eufche Seuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte, Wort 2,- 9., febes weiters Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Sari Familien Anzeigen und Stellen Gesuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen- cu in Wort- Anzeigen has fettgedruckte Wort 1,50 m.. jebes weitere Wort 1.-M. Fernfprecher: Zentrum 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4640, 4021 Freiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Der Reichstag Der Reichstag ist gestern in die Weihnachtsferien gegangen. Man kann nicht gerade behaupten, daß er seine Arbeiten glorreich beendet habe, denn die Sigung schloß mit der Feststellung seiner Beschlußunfähigkeit. Dabei war das Haus besser besetzt als an sehr vielen anderen Tagen. Nur daß eben diesmal eine bestimmte Partei ein Interesse daran hatte, durch Anzweiflung der Beschlußfähig feit die Maschine lahmzulegen. Die bayerische Volkspartei wollte verhindern, daß unser Antrag auf Beseitigung Route des Ausnahmezustandes in Bayern zur Verhandlung fäme. Der Schutztruppe des Orgesch- Ministeriums Kahr ist der Streich gelungen. Die Erörterung des Antrages, retbelt der bereits vor einem Monat eingebracht wurde, ist so auf Die zweite Hälfte des Januar verschoben worden und die bayerische Regierung fann unbehelligt auch weiterhin ohne Rüdsicht auf die verfassungsmäßigen Garantien sich der ihr o besonders am Herzen liegenden Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung widmen. Die an sich schon an Erfolgen lo reiche bajuvarische Reaktion darf einen neuen Sieg buchen. Er würde ihr nicht so leicht in den Schoß gefallen sein, wenn die Abgeordneten es mit ihren Pflichten etwas ernster nähmen. Damit find wir an einem der wunden Punkte unferes Parlamentarismus angelangt. Früher berief man lich zur Entschuldigung für die schlechte Besetzung des Reichstags auf das Fehlen von Diäten. Jetzt werden Diäten gezahlt und trotzdem ist das Parlament meist leer. Ein paar Dugend Volksvertreter erfüllen ihre Aufgabe mit einiger Regelmäßigkeit. Die große Mehrzahl gibt nur Gasttollen und beschränkt sich im besten Fall darauf, ihre Namen in die„ Lohnliste" einzutragen, um nicht den Abzug von 50 M. erleiden zu müssen. ger er It, t ext Welf höchf enbra Brüchen la albwal e kauf Richt bei allen trägt mangelhaftes Pflichtbewußtsein die Schuld. Politit wird nicht nur im Parlament getrieben und manch einer leistet draußen unter Umständen für die von ihm Bed Dertretene Sache wertvollere Arbeit, als im Sizungsfaal. Aber es gibt doch nicht ganz wenige, die es vorziehen, ihren privaten Geschäften nachzugehen oder ihrer Bequemlichkeit zu leben, und sie sind es, die dazu beitragen, den parlamentarischen Apparat in Mißkredit zu bringen. Wenn sie sich darauf berufen, daß die Mühle zwar sehr start flappere, aber wenig Mehl produziere, so haben sie sicher recht, nur daß sie mit ihrer Methode den Zustand nicht bessern. Wer den Parlamentarismus verachtet, soll sich nicht wählen lassen. Denn burch das Fernbleiben von den Sigungen macht er fein brauchbares Instrument aus dem Reichstag und noch viel weniger zeigt er damit den Weg zu einer besseren Regierungsform. Renko On 9047 ge en ig, alt Obe It jebe Eingan Bergafe zez kauf kauf 98 b. Es ist sicher nicht zu verkennen, daß der ganze Betrieb einem sehr häufig ein starkes Mißbehagen verursachen fann. Die Qualität des Geleisteten steht in einem gar zu frasen Mizverhältnis zu der Quantität des Geredeten. Das Reben wird vielfach zum Selbstzwed und leider find es vielfach Reden, an denen niemand anders eine Freude hat als der, der sie hält. Mit dem Spott darüber, daß hier hmirge einige unbedeutende Persönlichkeiten sich vor ihren Wählern großtun wollen, ist der Kern der Sache freilich nicht getroffen. Nicht daß sie sprechen ist das Uebel, sondern daß ihnen das ufer Augenmaß für die Bedeutung des Gegenstandes sowohl wie für die Wirkung auf den Hörer fehlt, muß beklagt werden. Eine der junferlichen Zierden des vorrevolutionären effing Reichstags, Herr v. Oldenburg Januschau, hat leinen Grundsatz einmal dahin formuliert, daß eine Rede furz und verlegend sein müsse. Zu verlegen ist nicht jedem Langegeben, aber der Kürze fönnten sich alle befleißigen. Daran er Str. 3 eitungen Nations Reanbed 1523). enbra 939). tes reparte Straße fabesig ! Ple 13. ga be Da Unted it Por # Deutschland in Brüssel Die deutschen Vorschläge Brüssel, 18. Dezember. In der heutigen Bolligung der Sachverständigen Konferenz, die um 10 Uhr vormittags abgehalten wurde, ergriff sofort Staatssekretär Bergmann das Wort. Er sfizzierte in großen Umrissen das deutsche Programm in der Reparations frage, wobei er auf den in Spaa gemachten Vorschlag hinwies und den deutschen Wunsch betonte, daß eine Gesamtent schädigung festgelegt werde. Mit Bezug auf die Sachs leistungen, die in Anneg 4 des Friedensvertrages von Versailles vorgesehen sind, verwies er auf die Möglichkeit einer anders weitigen Regelung auf dem Wege eines limitierten Sondertrebites. Sonderkrebites, Bezüglich der Geldleistungen betonte Staatssekretär Bergmann besonders die schwierige Lage, in der fich Deutschland befinde, wobei er auf die gestrigen Darlegungen des Staatsfretretärs Schröder und des Reichsbantpräsidenten Savenstein Bezug nahm. Er schloß mit einem furzen Hin weis auf die Schwierigkeiten, die überhaupt jede Leistung be hinderten: Die hohen Besagungskosten, die Unsicherheit des Schicksals Oberschlesiens, die Ungewißheit mit Bezug auf das deutsche Bermögen im Auslande, die fehlende Meistbegünstigung im Zoll und Handelsverkehr, sowie schließlich das Fehlen von Handelsschiffsraum. Zur Prüfung der einzelnen Vorschläge emp fahl Staatssekretär Bergmann die Bildung von Unters ausschüssen. Die Delegierten der Alliierten hielten darauf eine Beratung unter sich ab, welche faft eine Stunde dauerte. Nach Wiederaufnahme der Volligung teilte Präsident Delacroig mit, daß die Bildung einzelner Unterausschüsse, insbesondere für die Sachleistungen, die Staatssekretär Bergmann vorgeschlagen hat, erfolgen joll Ueber die Nachmittagsfihung berichtet Havas- Reuter: Jm Berlaufe eines Meinungsaustausches zwischen den alliierten Delegierten wurde der Beschluß gefaßt, bestimmte Persönlichkeiten aus ihrer Mitte damit zu beauftragen, daß sie sich mit der deutschen Delegation in Verbindung segen, um von ihr nähere Erklärungen über einige Punkte zu erhalten, welche in dem bisher von ihr vorgeschlagenen Expose behandelt find. Die Delegierten werden ihre Kollegen von dem Ergebnis ihrer Unterhaltungen Bericht erstatten. Eine Sigung mit der deutschen Delegation wird morgen vormittag stattfinden. In ihr soll das Expose, das die deutsche Kommission der Konferenz zu unterbreiten wünscht, zu Ende geführt werden. Rußland und Rumänien Die russische Regierung hat nach einer Wolff- Meldung an Rumänien erneut die Bitte gerichtet, zum Zwecke von Frie bensverhandlungen Ort und Datum der Verhandlungen zwischen Rußland und Rumänien festzusetzen. Die russische Regierung betont, es sei trotz der eheblichen Befestigung der politi auch die Regierung legte den größten Wert darauf, die Besprechung dieser Frage noch vor Weihnachten vorzunehmen, wobei der Regierung darum zu tun war, den schlechten Eindruck der deutschnationalen Interpellation über die Zustände in den russischen Internierungslagern zu verwischen. Aber bie widerspenstigen Bayern brachten auch diesen Punkt der gestrigen Tagesordnung zu Fall. Sie haben andere Gorgen als die Herstellung normaler Beziehungen zu einem Lande, das wirtschaftlich für uns von der höchsten Bedeutung ist. fehlts, weil manch einer glaubt, er müsse bei jeder Gelegenheit Jeine ganze Weisheit auf den Tisch des Hauses niederlegen. So wird aus dem Reben ein Schwagen ohne Selbst beschränkung, und so haben wir feine Debatten, in denen der eine die Argumente des andern bekämpft, sondern eine Kette von Monologen, in denen hundertmal Gejagtes Es ist schon allerhand, daß wenigstens noch die Novelle noch einmal wiederholt wird. Mit Geschäftsordnungsvor zum Reichsnotopfer unter Dach und Fach gebracht Pappe chriften wird diesem Uebel kaum beizukommen sein, es bleibt worden ist. Auch das wäre beinahe gescheitert. Freilich nichts anderes übrig, als immer wieder an die Vernunft der nicht sowohl an dem schlechten Arbeiten der Parlamentseinzelnen Mitglieder und der Fraktionen zu appellieren. maschine, als an dem gar zu guten der fapitalistischen ParTrotz allem fann der Reichstag sich, wenn er jetzt in die teien. Darüber, daß das Reich Geld braucht, sind sich alle Ferien geht, darauf berufen, daß er eine große Reihe von einig, aber die Bourgeoisie will die Notwendigkeit Gesetzesvorlagen erledigt habe. Nur find es leider vielfach des Steuerzahlens für sich schlechterdings nicht an erfennen. Dem Arbeiter werden 10 und 15 Prozent vom berhältnismäßig belanglose Gegenstände, die er auf seinem Ronto buchen kann. Vor allem steht er mit dem Etat für Lohn abgezogen, die befizenden Klassen aber erheben ein das laufende Finanzjahr, das am 31. März endet, noch in den großes Geschrei und rüsten sich zum schärfsten Widerstand, Anfängen, und andere sehr wichtige Dinge, zu denen wir wenn ihr Geldbeutel bedroht ist. Ursprünglich sollte bekannt lich jeder zum sogenannten Notopfer Verpflichtete die auf ihn fallenden Beträge in 30 Jahren und bei Grundbesitz in delsbeziehungen mit Rußland rechnen, sind liegengeblieben. Nicht nur wir, sondern, soviel wir wissen, 50 Jahren ratenweise abzahlen können. Jegt verlangte die Gege au be andlun st Dreit tranftall Denfte. etroffen schen und militärischen Lage der russischen Republit ihr Friebens wunsch und ihre feste Entschlossenheit, freundschaftliche Beziehungen mit den anderen Staaten anzufnüpfen, derart, daß sie bereit fei, in breitem Maßstabe die Wünsche zu erfüllen, welche die rumänische Regierung äußern fönnte. Von der Zusicherung der strengen Neutralität nimmt die russische Regierung Kenntnis, bittet jedoch Rumänien um genaue Mitteilungen über die bewaffneten Kräfte der Gegenrevolution, die von den rume nischen Behörden entwaffnet wurden. Die Adria- Frage Der Vertrag von Rapollo, der die italiensch- südslawischen Differenzen an der Adria regelt, ist vom italienischen Senat ratifiziert worden. Vor der Abstimmung im Senat erklärte Giolitti, die Abstimmung müsse ein flares Ergebnis zum Ausdruck bringen, da die Meinungsäußerung des Senats es in Fiume deutlich machen müsse, daß Italien über allem ste he. Giolitti erklärte sich für folgende Tagesordnung: In der Ueberzeugung, daß der Vertrag den Beginn aufrichtigen, bauern den Friedens bedeutet, billigt der Senat den Vertrag und geht zur Tagesordnung über. Bei der namentlichen Abstim. mung wurde diese Tagesordnung mit 262 gegen 22 Stima men angenommen. Sodann wurde der Gesezentwurf betreffend die Ratifizierung des Vertrages mit 215 gegen 29 Stimmen an genommen. Die Aeußerung Giolittis ist ein Wint für d'Annunzia, der sich durch seine Extratouren immer mehr in Widerspruch mit dem offiziellen Italien setzt. Die deutschen Zahlungen im Ausgleichsverfahren Ueber die Höhe der bisher im Ausgleichsverfahren an England und Frankreich geleisteten Zahlungen sind in der legten Zeit viel fach irrige Mitteilungen durch die Presse gegangen. In Wahrheit handelt es sich dabei um folgende Beträge. An England sind bisher entrichtet worden: Anfang August 1920 Anfang September 1920. Anfang Ottober 1920 Anfang November 1920 4 86 311 Pfd. Sterling 3 230 750 3fb. Sterling 2 363 317 Bfb. Sterling 3143 071 3b. Sterling im ganzen also 8 823 449 Pfd. Sterling. An Frankreich sind bisher zum Zwede der Abdeckung bes Oftober- Debetsaldos im Ausgleichsverfahren mit Eljak- Lothringen Anfang November 1920 48 158 051 franzöfifche Frants gezahlt worden. Das amerikanische Antistreitgefek. Der amerikanische Senat hat ein Gesetz angenommen, das die Streits untersagt und ser bietet, die eine Lahmlegung des Handels und der Industrie zur Folge haben könnten. Regierung, die nicht mehr ein und aus weiß, die sofortige Einziehung von einem Drittel der Abgaben in zwei Raten am 1. Februar und am 1. August 1921. Die ganze fapitalistische Clique geriet in Aufruhr. Indem fie die für sie viel günstigere 3wangsanleihe in die Debatte warf, suchte sie sich um das Zahlen zu drüden, und es mußte erst eine fleine Regierungsfrise kommen, um mit Ach und Krach und unter Festsetzung von einigen Aufnahmeerleich terungen ein Gesetz zur Annahme zu bringen, daß ben Reichen etwas abnimmt und dem Reich eine Kleinigkeit an Barmitteln zuführt. Nein, wir haben wirklich keinen Grund, auf das deutsche Parlament stolz zu sein und auf seine Arbeiten Hoffnungen zu setzen. Seine Politik ist so fläglich wie seine Methoden, und wenn wir nicht schon ohnehin vom Standpunkt der proa letarischen Interessen aus dem Parlamentarismus auger ordentlich skeptisch gegenüberständen, so fönnten uns die Ers fahrungen, die wir bisher mit dem ersten Reichstag der deute schen Republik gemacht haben, die Begeisterung austreiben. Das Parlament ist und bleibt uns nur ein Notbehelf. Die entscheidenden Schlachten der Arbeiterklasse würden auch dann außerhalb seiner Mavern geschlagen werden, wenn die formelle Seite seiner Tätigkeit zu feinen Anständen Bere anlassung böte. Metallarbeiter! Die Entscheidung fällt heute! Alle Stimmen für die Liste Ziska- Urich! Parteispaltung in der Schweiz Bon Robert Grimm, Bern Die Spaltungsfrage bildete die Tagesordnung des jüngs ften fozialdemokratischen Parteitages in der Schweiz. Diefe Erfenntnis wat bis frapp vor dem Zusammentritt des Ber ner Kongreffes feineswegs fo selbstverständlich und allgemein. Die sogenannte Parteilinke hatte bisher jede Spaltungsabsicht dreift geleugnet. Es handle sich nur um den Hinauswurf einer Handvoll unbequemer Führer, die Moskau nicht anerkennen fönne, mehr begehre man nicht. Diese aus taftischen Gründen gewählte Drapierung fiel, als der Parteitag unmittelbar bevorstand. In herzerfrischen der Offenheit begrüßte der Basler Borwärts", das einzige Organ der Parteilinfen in der Schweiz, den Parteitag mit einem die Spaltung verherrlichenden Artikel. Die Parole, wurde von den unbedingten Anhängern Moskaus folgsam. aufgenommen und als in der Sanptabstimmung bie- 213 unterlegen sind, da haben sie den Spaltungswillen durch einen mit einer Erklärung abgerundeten Auszug aus dem Verhandlungssaale unterstrichen. et= Mit diesem demonstrativen Auszug und der darauf fol genden Sondertagung der Neufommunisten ist die Spaltung auch in der Schweiz perfekt. Aber es wäre grundfalsch, vom Stimmenverhältnis auf dem Parteitag Schlüsse auf das Stärfeverhältnis in der Partet felbst zu ziehen. Dem Parteitag folgt die Urabstimmung, die innerhalb sechs Wochen burchgeführt werden muß. Sier wird die Mehrheit gegen die Spaltungspolitifer eine brüdende sein. Der Parteitag war von einer großen Bahl fantonaler Parteiorganisationen nur schlecht beschickt, mehr als die Hälfte der Delegierten stellten Bern, Basel und Zürich. Die Anhänger des Beitritts famen mit gebundenen Mandaten. Die Marshroute lautete für die dritte Inters nationale, aber fie lautete nicht für die Parteispaltung. Rach dem Barteitag ist nun die Frage anders gestellt als vorher, und wenn die Masse der Parteigenossen sich für oder gegen bie Spaltung auszusprechen hat, so wird sie in großer leberzahl gegen die Zertrümmerung der Partei, ber später automatisch die Zerreißung aller übrigen Klassenorganisatio: nen folgen müßte, entscheiden. Glüdlicherweise ist diese Stellungnahme nicht durch das abe Stratte Prinzip der Einheit bestimmt. Die Einheit der Partei ,, um jeden Preis" findet in der schweizerischen Sozialdemo Das Märchen der, Deutschen Zeitung"| aber fehlt im Gegenfas zu den deutschen offenbar noch der nötige Die Deutsche Zeitung" behauptet in ihrer Ausgabe vom Sonnabend abend, daß das Auswärtige Amt in dem Besitz der Photofei, in dem die Aufforderung enthalten fet, mit allen Kräften an graphie eines Briefes von Trogti an Vigdor Kopp Regierung zu arbeiten. Wie die P. P. R. von zuverlässiger Seite der Revolutionierung Deutschlands und dem Sturze der deutschen erfahren, ist diese Behauptung unrigtig. Im Auswärtigen Amt ist ein berartiger Brief Trogfis weder im Original noch in einer anderen Form befannt Iratie feinen Resonanzboden, dafür ist die vor einigen Jahren erfolgte Trennung vom schweizerischen Grütliverein, eines auf dem Boden der Klaffenversöhnung stehenden fleinbürgerlichen Gebildes, der beste Beweis. Voraussetzung der Parteieinheit ist die Gemeinschaft gleicher Gesinnung und diese Gesinnung ist die bes revolutionären Klassentampfes, wie ihn Mary wissenschaftlich begründete. Was die Deutsche eğitung" nicht hindern wird, dieses Märchen noch für undentliche Zeiten in der politischen Agitation zu verwenden. Die verpuffte Aktion Aus Salle wird uns geschrieben: Der Generalstreit, den die Halleschen Kommunisten aus Anlaß der Ausweisung ihres Führers, Dr. Bittor Stern, am Donnerstag in Ezene setten, ist elend in die Brüche gegangen. Für Freitag vormittag waren wieder Versammlungen anberaumt, und es wat von den Halleschen Kommunistenführern beabsichtigt, den Strelt in verschärfter Weise fortzuführen. Doch über Nacht waren biele Strategen anderen Sinnes geworden. Verschiedene Uz lachen haben wohl dazu beigetragen. Die Reichszentrale der B... D. wird jedenfalls nicht mit diesem Streich ihrer Salle schen Parteifreunde einverstanden gewesen sein. Auch in den be nachbarten Bezirken soll absolut teine Reigung zu finden gewesen Arbeiter in Salle, die eingeschriebene Mitglieder der B. K. B. D. sein, sich der Attion anzuschließen. Und schließlich haben selbst die find, ihren Mihmut über diesen leichtfertigen Streit zum Ausbrud gebracht. Rach einigen Redewendungen der Referenten in ben Bersammlungen am Freitag scheint es in der Sigung der Vertrauensmänner am Donnerstag abend zu heftigen Zusammen Stößen gekommen zu sein. Respett vor ben Mostauer Parolen. Es ist die höchste Zeit, daß Sinomjew bei ihnen nach dem Rechten sieht. Unter diesen Umständen blieb den Arrangeuren dieser Attion nichts anderes übrig, als ben in den Freitagverjamm lungen Erschienenen zu empfehlen, den Streit noch am felben Nachmittag abzubrechen. Das wurde benn auch ohne jede weitere Diskussion gegen ganz vereinzelte Stimmen beschlossen. Die wenigen, die ihre Hände gegen die Resolution erhoben und damit für die Weiterführung des Streifs ftimmten, wurden fräftig ausgelacht. Dieses Lachen galt naturgemäß auch den Salleschen Kommunistenführern, denn urfprünglich waren ja auch sie für die Weiterführung der Attion. Ein großer Teil der Halleschen Arbeiter bas fonnte man aus vielen Das Flugzeugbauverbot Hilferuf an den Infernationalen Gewerkschaftsbund Die vereinigten Angestellten- und Betriebsräte haben int Auftrage der gesamten Angestellten- und Arbeiterschaft, die im Flugzeugbau und Luftverfehr beschäftigt ist, folgendes Telegramm an den Internationalen Gewerkschaftsbund in Amsterdam gerichtet: im fleinen Kreis geführten Gesprächen heraushören hat sich gerade aus Anlaß diefer Attion seine eigenen Gedanken über diese " Führer" gemacht, und diese fönnen jeht auch sagen:„ Noch einen folchen Sieg", und wir sind verloren." In verschiedenen Betrie Ben Sprachen fich ganz erhebliche Mehrheiten gegen den Streit aus und in einzelnen ist sogar gearbeitet worden, vor allem bei der Post und bei der Eisenbahn. Am 16. Dezember hat unsere Regierung eine Rote an die Entente gerichtet, in der sie die rechtlich unbegründete Forderung nach Einstellung des deutschen Flugzeugbaues ablehnt. Helft uns Kollegen. Schügt uns vor Brotlosmachung Wirtet auf Eure Regierung ein, daß fie die Vorschläge unserer Regierung annimmt. Eine Gefahr aus der Luft droht von deute scher Seite nicht mehr. Die Neuherstellung von deutschen Kriegs flugzeugen werden wir stets zu verhindern wiffen." Die Gewerkschaften, wie auch die S. P. D. und unsere Partei, haben sich völlig neutral verhalten. Sie waren von den Kommunisten garnicht verständigt worden. Diese Organisationen mißbilligen natürlich auch mit aller Entschiebenheit den Schritt Zaun zu brechen, das fonnten sie nicht verantworten. Die Gewerkschaftsinternationale wird ersucht, den Inhalt des Telegramms der Arbeiterjchaft in den Ententestaaten bekannt zugeben. Gemeindewahlen in Sachsen Uns wird geschrieben: te 6 Bu De te m te tu 23 ift ter fil fio gel eir zu 5 Tift der ba Der Ausgang der Stadtverordnetenwahlen im Chemniker Bes zirt hat in Meerane die rechtssozialistische Mehrheit gebrochen. Während die Rechtssozialisten im Januar 1919 annähernd 7000 Stimmen mustern fonnten, brachten sie es am 12. Dezember nur auf 3460 Stimmen. Von dem Verlust der 3370 Stim men gewann die Unabhängige sozialistische Par tet 2637 Stimmen. Sie zieht nunmehr mit acht Ver tretern ins Rathaus ein. Auf die Rechtssozialisten entfallen zehn Kr Sd Vertreter. Diesen 18 Mandaten der beiden Sozialistischen Bar teien fiehen zwölf bürgerliche gegenüber. Die bürgerlichen In Parteien hatten bei dieser Wahl alle Interessengegensäge aus ein geschaltet. Zusammengeschweißt zu einem B1od wollten fie bie Arbeiterparteien niederringen. Die Kommunisten hatten fi von vornherein ausgeschaltet. In der Erkenntnis, daß ihnen fein Erfolg wintte, Jahen fie von der Aufstellung einer eigenen Liste ab. Bei der Wahl in Burgstädt erhielten die vereinigten bür gerlichen Parteien 838 Stimmen( 5 Mandate), die Hausbesitzer 586 Stimmen( 4 Mandate), die U. 6. P. 867 Stimmen Mandate), die Rechtsfazialisten 638 Stimmen( 4 Mandate) und ban bie R. B. D. 488 Stimmen( 3 Mandate). Es stehen 12 joziali fischen Vertretern 9 bürgerliche gegenüber. Obwohl die Wahl beteiligung gegenüber ber Landtagswahl um 5 Prozent geringer war, vereinigte die U. S. B. über 100 Stimmen mehr auf ihrer frü Liste. Jedenfalls innerhalb vier Wochen ein vielverheißender hab Erfolg! Diese Gesinnung hat seit dem Kriegsausbruch ihren Niederschlag gefunden in bet tonfequenten infsent: widlung der schweizerischen Sozialdemokratie, fie wurde dufs neue dokumentiert durch den Berner Parteitag felbft. Soweit die Anhänger Mostaus auf dem Boden bes Marris. mus stehen und nicht der gefühlsmäßigen Richtung des Anarchismus und seinen Spielatten verfallen sind, fönnen fie in grundsätzlichen Meinungsverschiebenheiten eine Basis für die Spaltung nicht finden, denn solche prinzipielle Meiber Regierung, aber deswegen einen politischen Massenstreit vom nungsverschiedenheiten bestehen nicht. Auch bie Testen 3weifel hat der Parteitag in dieser Beziehung beseitigt Ex grenzte ab nach rechts und links. In der Programmremion lehnte er den Reformismus einmütig ab und bekannte sich gegen eine verschwindende Minderheit zur Diftatur und zum Ratesystem. Ebenso entschieden verwarf er den Blanquis: mus, auf dem letzten Endes die Beschlüsse des zweiten Mosfauer Kongresses und die 21 Bedingungen beruhen. Die von den Auszüglern dem Parteitag vorgetragene Er flärung ließ die Spefulation erkennen, auf die sie ihre Sonderaltion wie ihre Spaltungsparole aufgebaut hatten. Wie sie vor dem Parteitag es nicht wagten, die Spaltung offen zu proffamieten, Jo wagten sie es nach dem ablehnenden Beschluß über die 21 Bedingungen nicht, die Konsequenz aus ihrer Stellungnahme zu ziehen. Diese Schwächlichkeit stand im Zusammenhang mit der Beratung des neuen Barteiprogramms. Von der Annahme ausgehend, daß das marristische Zentrum in der Frage der Dittatur und des Rätesystems ohne die Mitwirkung der Linken unterliegen würde, sollte diese suponierte Niederlage den äußerlichen Rechtfertigungsgrund für die vollzogene Parteispaltung bilben. Es fam anders. Die Jo verlästerte Berner Vorkon ferenz, die eben erft geschlossen wurde, fand ihre erste prat tische Auswirkung am Schweizer Parteitag. Indem der Parteitag in den Motiven zur Ablehnung der Moskauer Be dingungen den sachlichen Inhalt des von der Berner Vorfonferenz erlaffenen Manifests billigte, fonnte er national, bas heißt für die Formulierung des Parteiprogramms, nicht eine andere Haltung einnehmen und so fam es zu einem schlanken Bekenntnis zur Diktatur und zum Rätesystem. Die Dentweise der Halleschen Kommunistenführer tennzeichnet brigens auch folgender Vergleich. Als Mitte November bas brigens auch folgender Vergleid. Sallesche Gewertschaftstartell eine Protestversammlung gegen Versammlung von den Kommunisten sabotiert. Einige Tage den Ebertschen Streiterlag einberief, da murde diese später beziefen sie selbst eine Versammlung mit derfelben Tages Bielwenigerin bervollzogenen Trennung als in diesem Befenntnis liegt die Bedeu tung des Schweizer Parteitags. Er hat damit bie in den letzten Jahren vollzogene geistige Wandlung der Partei programmatis festgelegt. Aber das Bekenntnis ist mehr. Es verrät das tiefe Sehnen der schweizerischen Ar beiterflasse nach einer tatträftigen 3nternatio. nafe, bie mit den Methoden der verflossenen Brüsseler Internationale nichts gemein, ohne anderseits auf Kosten der Wahrheit und der Klarheit opportunistische Bündnisse nach lints einzugehen, die morgen wieder zusammenbrechen müssen, weil die Grundlage gleicher Weltanschauung fehlt. ordnung ein, die gut besucht war, sich aber mit einer Brotestresolution begnügte. Sterns Ausweisung bezeichnen die Kommuniften als einen Schlag ber Realtion gegen die Arbeiterschaft, der mit einem fräftigen Schlage erwidert werden müsse. Das Atten tat auf das Streifrecht der Arbeiter wird von ihnen jedoch mit einer Proteftrefolution abgetan! Auf die Erklärung der verdrossen abgezogenen Linfen hat ber Parteitag mit einer Brotlamation an die Parteigenoffen geantwortet. Der Parteitag weist darin den ungeheuerlichen und wider besseres Wissen erhobenen Vorwurf zurüd, als ob er sich mit feiner Schlußnahme auf die Seite der Feinde Sowjet- Rußlands und der britten Internationale gestellt hätte. Und wenn die Linke sich scheute, die Konsequenzen zu ziehen, indem sie noch bis nach der Durchführung der Ur. Die Ausweisung Dr. Bittor Sterns foll, wie der rechtssozia. listische Sallesche Bolizeidirektor Döl in einem Aufzuf fundgab, auf beffen Tätigkeit im Ruhrgebiet zurüdzuführen fein. Diese Tätigkeit liegt aber bereits acht Monate zurüid. Wir müssen gestehen, daß diese Boitszeitung", das Ende Januar d. J. erfolgte, weil dieses Blatt Begründung ebenso lächerlich wirkt wie das Berbot der Leipziger in einem Mitte Dezember 1919 erschienenen Artikel gegen irgend welche geheiligten Interessen verstoßen haben sollte. Die Arbeiter im Ruhrgebiet haben seinerzeit Dr. Stern mit Schimpf und Schande babengejagt, und damit hatte er seinen Lohn für feine dortige Tätigkeit empfangen. Im übrigen hat der Mann [ päter nicht mehr getan als so viele feinez Gesinnungsgenossen, feine Ausweisung tann man allo nuz ais politische Dumm heit bezeichnen. Kongreß der russischen Kommunisten C Ex mu lich tra br tra Au Gef Don übe find Re beld Finb bas Der 10. Kongres bez zulfijgen tommunikishes Partei ist auf Anfang Februar angelegt. Auf der Tages ordnung stehen n. a.: Die Gewerkschaftsfrage und ihre Rolle im wirtschaftlichen Leben, die Sowjet- Republik und ihre Beziehungen zu den tapitalistischen Staaten, die Organi Tation der 3nbustrie, bie Arbeiterbemotratie, bie National ans frage, bie Frage des öffentlichen Unterrichts usw. böse Folgen für eine Anzahl ber beteiligten Arbeiter haben. Der von den Kommunisten angezettelte Generafftreit soll noch von längerer Dauer und auch die Staatsanwaltschaft will auf Grund des Ebertschen Streiferlaffes, der immer noch nicht auf gehoben ist, gegen die Arbeiter im Elektrizitäts- und Gaswert in Aftion treten. Gegen diese Maßnahmen werden zweifellos die Gewerkschaften und auch unsere Partei einen träftigen Widerstand entfalten. Wenn wir auch bielen politischen Rassenstreit nicht gebilligt haben, so können wir doch niemals au geben, daß Personen, die daran teilgenommen haben, dafür be straft werden. Deshalb muß damit gerechnet werden, daß es noch zu kämpfen fommen wirb, die aber dann von einer besseren Idee erfüllt sein werden als diese verpuffte Attion bet Kommunisten es war. Noch eine mitglidte„ Attion" Die Prawda" erklärt, daß diese riesenhafte Tagesordnung riefigen Fortschritte des Sowjet- Staates bezeuge. 3 bie gege Ste Bert Der Umfang einer Tagesordnung an sich gibt noch fein Aus Bild von den riesigen Forisfchritten des Sowjet- Staates, fonu i dern höchstens von den riesigen Aufgaben, die tein lösen find. Diese Aufgaben wachsen zusehends, währen woll andererseits die materiellen und ideellen Voraussetzungen zur Bewältigung dieser Aufgaben längst nicht in gleichem Maße Steigen. Und so wird die Ausgleichung der Differen die zwischen den zahlreichen und wichtigen Problemen und Aufgabe dieses Parteifongresses fein müssen, der doch zugleiras den Möglichkeiten ihrer Erledigung flafft, die vornehmston Regierungsorgan ist. Die riesigen Fortschritte fönnen allegt höchstens erst Ergebnis des Kongresses sein. Auf einem Parteitag ber kommunisten in Ober: Schlesien stand die Frage der Bolts abstimmung zur Ers örterung. Die beutsche Zentrale der Bereinigten Kommunistischen Bartet hatte im Einverständnis mit dem Exekutiofomitee ber munisten weder für Deutschland noch für Bolen ftimmen, sondern Bettel mit der Aufschrift: Für die Sowjet- Republi!" gan Rad Iwa felb 9 bet gen bez Sel fm 1 21 Roa 201 Umi weri guns Was wir zurzeit aus Rußland, und zwar aus fommu nistischen Quellen, erfahren, ist nicht gerade ermutigend. Die zur Krise in der Partei, die Abwanderung in das Lager Parteilofen, die dumpfe Erregung, die Konzessionen an den ung ausländischen Kapitalismus, das find Dinge, die in ihrer Bedeutung voll erfaßt werden müssen, um sie gebührend ein zuschätzen. Dazu die geradezu selbstvernichtenbe tungsarbeit im Weltproletariat üben. Gerade für einen fozialistischen Staat ist die Sympathie der internationalen Arbeiterklasse, und nicht nur die gefühlsmäßige, ein außer feiern täglich neue Spaltungen und bedenken nicht, daß sie ordentlich hoch zu bewertender Faftor. Dieses Gut ver wuchern die Bolfchemisten in frevelhafter Verblendung. fich aus Freunden gezwungene Gegner schaffen. Sie unters auf tung Mus tet tight offer habe flut jebe 223 Wit Die Regierungspolitit der Bolchewiti als ganzes liegt nicht unserer Kritit. Sie ist ureigenste Sache der ruf fchen Kommunisten und des ruffifchen Proletariats selbst. beschäftigen uns nur insoweit mit ihr, als sie uns und andern Ländern gewaltsam aufgezwungen werden soll. Not jebe ben part amt Sten ten Leb thre Die unentgeltliche Lebensmittelverteilung Die Sowjetzegierung hat einen Befehl erfassen, der die foften lofe Lebensmittelverteilung an die Bevölkerung etersburg und Mostaus ab 1. Januar 1921 anordnet. Im übrigen Ruß land sollen nur bie meritätigen Elemente ber Bevölte rung unentgeltlich ernährt werden. Diese Verfügung bezieht fi nur auf die Rationen, welche die Sowjetregierung auf Karten Neuerung dar, als bisher schon die Preise, die die Bevöltferung für die auf Karten erhältlichen Lebensmittel zu zahlen hatte, beispielsweise ein Bud( 16 kilo) Roggen im freien Sandel gar feinem Verhältnis zu den Marktpreisen tanden. Während 15 000 Rubel bewertet wird, sofern es überhaupt anders als im mit abstimmung in der Partei zu bleiben wünscht, so hat der abgeben sollten. Damit aber waren bie polnischen Genossen im Tausch gegen Bedarfsartite! erhältlich ist, beträgt der in diesem Barteltag bie notwendigen Folgerungen gezogen und die Un vereinbarkeit der Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei mit der Mitgliedschaft bei der kommunistischen Partei erflärt. perftanben. Sie forderten Stimmenthaltung, und ihre Auffassung brang mit 50 gegen 47 Stimmen durch. bah damit ihr Plan einer Aktion durchtreuat eh, denn Aftione Serbst staatlich festgelegte Höchstpreis für ein Bub Roggen 75 Rubel. Dessenungeachtet hat die für Mostau bereits angeotb nete fostenlose Berteilung der Kartentationen an die Bevölkerung heftigen Unwillen erregt, und andere Städte haben sich über e eine eber tam Die bezz Ber bote ten Ein bab luch Dem lez bez tönnten nicht mit etnet negativen Parole, wie der der Stimms Bevorzugung Moskaus beschwert. Der Moskauer Gowjet ist, wie enthaltung geführt werden. Bofitive Parolen seien notwendig, gemeldet, wegen seines eigenmächtigen Vorgehens, unter Antlage um die Arbeiter zu veranlassen, gegen die„ Abstimmungsfomödie Stellung zu nehmen. Nicht erschüttert, sondern innerlich gefestigt, froh dar über, endlich nach beiden Seiten hin zu einer für eine träfs tige Vorwärtsentwidlung notwendigen Klarheit gefommen zu sein, darf die schweizerische Sozialdemokratie auf ihren Wir müssen gestehen, daß es ein Zeichen von großer Bescheiden Berner Parteitag zurüdbliden. Die bevorstehende Urabstimmung wird dieses Urteil bestätigen und die fegt einfegenbenheit der Kommunisten ist, wenn fte die Aufforderung zur Abgabe Kämpfe gegen die bürgerliche Reaktion nicht minder, jett nachdem die erfolgte Wuseinanderlegung endlich einen großen Teil der Hindernisse hinwegräumte, die in den letzten Monaten als Folge des Parteistreites die Kampffähigkeit der fchweizerischen Arbeiterklasse lähmten. eines Stimmzettels für Sowjet- Rusland in Oberschlesien für eine pofitive Batole unb bie Abgabe eines solchen Botums im geheimen Abstimmungsverfahren für eine Ation erklären, und uns will Scheinen, als ob der som Mostauer Eretutiotomitee bittierte Blan in noch viel höherem Maße die Bezeichnung einer Komödie ver bienie als bie Boltsabstimmung selbst. Den polnischen Genossen gestellt worden. Die Beffehung der armenischen Grenzen. Nach Meldungen Batum haben nach dem Friedensschluß zwischen Armenien und den Felisehung der armenischen Grenzen begonnen. Die Mostauer türtischen Rationalisten in Eriman die Bezhandlungen u Regierung fündigt amilich an, daß fie bie Unabhängigleil Somjer rmeniens anerkennen und die Unverleglichtet ber armenischen Interessen übermachen metbe was alle Bo int Die Des in die es ng. tet ute gs ge af Deutscher Reichstag ( Fortsegung aus der Abendausgabe.) Es folgt die erste und zweite Beratung der von allen Parteien, mit Ausnahme der Unabhängigen und Kommunisten, beantragten außerordentlichen Beihilfen für die Invalidenrentner. Abg. Bruchardt( u. S. P.) elle gegen ihn und seine Freunde zu führen. ber es ist bod ein Unterschied zwischen einem oppositionellen Bolitiker, der aus leinen Grundsägen heraus oppofitionelle Bolitit treibt, und einem Politiker, der während des Krieges selbst Finanzminister gewesen ist, eine so verbrecherische Bolitit betrieben hat, und dann bie Stirn hat, hier Grundläge zu vertreten, denen er nie entIprochen hat.( Sehr wahr! bei den U. S.) Einen solchen Mann muß man in der ganzen Welt mit der Laterne suchen, denn ihn trifft die Echuld für die ungeheuere Finanznot. Er, der sich heute als Kommis der Bourgeoisie die Schulden an den Füßen hängen haben, die die anderen tragen Jollten. Er fann beshalb bie Tatsache nicht aus der Welt Jchaffen, bak er und feine politischen Freunde die schlimmsten Feinde der Arbeiterklasse sind. verweist darauf, daß die soziale Fürsorge das brennendte Problem der Gesellschaft ist. Staat, Reich, Gemeinden, Berficherungsanstal hier hinstellt( Unruhe rechts; Abg. Selfferich: Das verbitte ich ten sind durch die Kriegspolitil bantrott. Die Regierung ist der Kommis der herrschenden fapitalistischen Gesellschaft, wie es mir!), er hat früher stets versichert, daß die Lasten den Kriegsder frühere sogenannte Herrsche: war, der das Wort von der geschuldigen auferlegt werden. Jeßt rebet er ganz anders, wo wir füllten Kompottschüssel prägte. Die Schüffel ging in Scherben. Die Armen werden von Behörde zu Behörde verwiesen. Keine tann helfen. Das Reich verjagt leine Silfe. Ein Re ang gierungsvertreter erklärte im Unterausschuh: Die Rot ist groß. Sie wird noch größer werden". Dennoch keine Reichsmittel zur Berfügung zu stellen, bedeutet das wahr machen, was Professor Gruber in München Jagte, nämlich 15 Mill. Menschen verreden 4 laffen. Der Rüdgang der an und für sich täglich steigenden Zahl der Invalidenrentner, das Hinaufschnellen der Zahl der Witwen zenten zeigt, daß das Maffensterben bereits begonnen hat. Sier des müssen Regierung und Parteien gezwungen werden Farbe zu be nt fennen, ob sie helfen wollen. Unsere Anträge liegen in der Rich tung. In der Kommission wurde festgestellt, daß durch den Kappe Butich die Silfsaktion für die Sozialrentner unterbrochen werden Die Sozialrentner mögen fich dafür bei den Kappisten beban ten. Da das Reich für Sozialtentner feinerlei Mittel zur Berfügung hatte, wahl aber für Kriegsspielereien, hat die Kommis hion ihre Arbeit auf der praktischen Solidarität der Arbeiter auf gebaut. Durch Berdoppelung der Beiträge wird den Rentnern Bes eine leine Siffe gebracht. Wittliche Hilfe wird den Rentnern erit auteil werben, wenn die Arbeiterschaft die politische Serrschaft antritt. Daß die Regierung und die tapita ut liftische Gesellschaft den Rentnern nicht helfen will und fann, geht daraus hervor, daß fie nur leben fann auf Grund der Verelendung der Massen.( Beifall bei der U.S. P.) ger 000 111 Ser Abg. Bark( U.S. B.): Die Arbeiterversicherung ist durch die ehn Arlegspolitit der Selfferiche usw. ja gerade gerichtet worden. Fat Schnelle und ausreichende Hilfe ist notwendig. en In der Abstimmung wird die Borlage in der Schlußabftimmung einstimmig angenommen. us bie Για Lein ab. Sür iger und alis ht ger rer ber Es folgt die zweite Beratung des Gesetzes über den Erlaß von Verordnungen für die Zwecke der Uebergangswirtschaft: Ermächtigungsgeleg. Danach kann die Regierung mit Zustim mung eines Reichstagsausschusses von 28 Mitgliedern wirtschafts liche Uebergangsverordnungen erlassen Der Rechtsausschus bean tragt, daß zur Beschlußfassung des 28er- Ausschusses eine 3 meis brittelmehrheit erforderlich sein soll, und daß die Ber handlungen öffentlich sein sollen. Die Koalitionsparteien bean tragen bazu die 3weldrittelmehrheit nur für die Einführung oder Aufhebung von Bewirtschaftungen anzuertennen. Abg. Lipinski( u. G. p.): Meine Frattion hat sich bereits früher gegen die Borlage ausgesprochen. Alle unsere Bedenken haben sich vollkommen richtig erwiesen. Die Rechtsgültigkeit des Gefeßes wurde auch vom Reichstage angezweifelt, weil eine Reihe on Rechten, die nur dem Reichstage zustehen, einem Ausschuß überwiesen wurde. Die Mitglieder ber 28gliedrigen Kommission ent find zugleich Anhänger der agrarischen Großtapitalisten. Die Rehrheit, bie die Freigabe der Fleisch und Kartoffelwirtschaft es bellojen hat, bejtand fast nur aus Landwirten. Im Ausschuh find unsere Berbesserungsanträge abgelehnt. Wir stimmen gegen das Gefeß.( Bravo! b. b. 1. G. 3.) mes hre Thre mal Doft Abg. Herzfeld( Kommunist): Das Gesetz ist wirtschaftspolitisch größter Bedeutung. Jeder, dem es ernst mit der Verfassung und ben die Rechte des Reichstages wertvoll find, wird es mit ans ablehnen. In der Abstimmung wird das Gefeß mit dem Koalitionsantrag bie Gegen die Unabhängigen und Kommunisten angenommen. Es folgt die erfte und zweite Beratung über die Tein Ton beschleunigte Veranlagung zum Reichsnotopfer Abg. Dr. Selfferich( D. N.) begründet seine Anträge in längeren Ausführungen und kommt dabei auf die Borgänge im Ausschuß zu sprechen. Der§ 1 hat auch in der etwas abgeänderten Form 8 teinerlei Rotwendigkeit. Für eine beschleunigte Veranlagung en wollen wir die Möglichkeit geben, nicht aber für eine beschleunigte aut Steuerbescheidung, denn dazu mug der Steuerpflichtige erit gehört aße werden. Buruf Abg Sildenbrand( So3.1: Sie wollen bie und nite ei allo Die ber ben Ster cin be pal nen alen jev Der Sie Fie ter uffi Wit ern T. tens 86 Ruf Site Fid ten Tiche ung in zenb mit Em fem otb ung bie wie age ben aur eri ganze Sache Jabotieren. Widerspruch.) Wir hatten bei bicfer Ansicht eine recht gute Gesellschaft, bie wir jegt allerdings über Racht verloren haben.( Seiterteit lints und rechts. Burufe bon ben Koalitionsparteien.) Die Regierung hätte aus dieser Degründer bann in längeren Ausführungen seine Ansicht, daß ble mangsanleihe der bessere Weg gewesen wäre, für die im Stabinett felbft ber Finanzminister gestimmt hatte. Ihr Eintreten für bie feinen Rentner ist Heuchelei. Es fällt meinen Freunden nicht leicht, für diese Vorlage zu stimmen, umfomehr als sie Verwässerungen gegenüber dem frühe ren Gesetz aufweist, die den Besitzenden zugute fommen. Aber es handelt sich jetzt darum, mit Nägeln und Zähnen aus den Taschen und Tressors der Befihenden herauszuholen, was zu holen ist. Den Beistand bazu können wir nicht versagen. Das tönnen wir umso weniget, als Herr Selfferich sich durchaus klar ist über die Wirkung leines Widerstandes. Er hat neulich erst in dez Deutschen Tageszeitung" gemeint, die heutige deutsche Finanzwirtschaft führt geraden Weges in den Bolschewismus hinein; dieser verhängnisvolle Weg ist in der nach revolutionären Finanzpolitif in einer geradezu fröhlichen Leichtfertigteit betreten worden. Das sagt er, ber leichtfertigste Finansminister, den es je gegeben hat, und er glaubt, daß jetzt die Zeit gekommen ist, um bie Befizenden noch mehr zu schonen, als es bisher schon geschah, und die nachrevolutionäre Finanzpolitit beseitigen zu fönnen. Daj die deutsche Bourgeoisie über solche Männer wie Herr Helfferich verfügt, mag fie mit einiger Zufriedenheit erfüllen, für die Masse des Bolles ist es das größte Unglüd. Denn bie mendet heute alles mögliche auf, um Einkommen und Denn die wendet heute alles mögliche auf, um Einkommen und Bermögen der Besteuerung zu entziehen. Wenn es der Bourgeoisie ernst wäre um bas Steuerzahlen, dann tönnte sie es trotz des Widerstandes der Bureautratie tun. Aber das will sie nicht und fie will auch diese Vorlage dazu benutzen, um sich in noch größe rem Maße als bisher auch für die Zukunft gegen die Ansprüche an ihren Geldbeutel zu sichern. Das ist der Sinn des Kampfes, in dem Herr Helfferich und die Deutschnationalen die Führung haben, in dem sie aber unterstützt werden von der gesamten Bourgeoisie.( Beifall bei den u. S.) Nach einer anmaßenden, oft unterbrochenen Antwort Helfferichs und einigen unwesentlichen Bemerkungen des Boltsparteilers Rießer, schloß die Debatte. Die Abstimmung ergab die Ablehnung der deutschnationalen Anträge und die Annahme des An trages der Koalitionsparteien in zweiter und britter Lesung. In ber zweiten Lesung stimmten auch die Kommunisten für das Gefet, in der britten Lesung aber blieben sie figen. Weshalb sie das taten, weiß wohl niemand von ihnen, denn sie hatten nicht einmal in der Debatte ihre Stellungnahme zu dieser Vorlage dargelegt. Nun sollte die Beratung ber unabhängigen Anirage, auf Aufhebung ber bayrischen Berordnung über den Belagerungszustand in Bayern und der Aufnahme der Beziehungen zu Rußlanb, erfolgen. Der Abgeordnete Beicht von der banrijchen Bollspartei beantragte aber Absehung dieser beiden Gegenstände von der Tagesordnung. Ihm entgegnete Genosse Ledebour mit dem Sinweis, daß dens Aeltestenausschuß die Beratung dieser Anträge, von denen ber eine feit mehr als einem Monat vorliege, von allen Barteien zus gesagt sei. Das Verlangen des Abgeordneten Leicht sei ein Bruch gelagi sei. Das Verlangen des Abgeordneten Leicht sei ein Brudh von Treu und Glauben. Bevor der Präsident abstimmen lassen fonnte, bezweifelte der Abgeordnete Leicht die Beschluß fähigkeit des Hauses, die nur besteht, wenn mehr als ble Hälfte der Abgeordneten anwesend ist. Fluchtartig verließ ein Teil der bürgerlichen Abgeordneten den Saal, tam aber lofort zurüd, als die Unabhängige Fraktion den Antrag auf namentliche Abstimmung stellte, der auch von ben Rechtssozialisten unterstügt wurde. Die Furcht, 50 Mart einzus büßen, hatte alle politischen Grundsäge bei biefen Serren ins Wanten gebracht. Ueber die Feststellung der Beschlußfähigkeit gibt es aber nur Namensaufruf. Er ergab die Anwesenheit von nur 174 Abgeordneten. Daraufhin beraumte der Präffbent Löbe die nächste Sigung auf Dienstag, ben 19. Januar, nachmittags 2 Uhr, an. Das Feuerbestattungsgesetz Wir befizen schon lange ein Gesetz gegen die Feuerbestattung. In diesem altpreußischen Monstrum ertennt man die Feuerbestat tung zwar an, nut wird einem die Geschichte mit königlicher Land tatsmoral vetetelt. Im September 1919 hat das Ministerium des Innern einen Entwurf ausgearbeitet und diesen dem Staatss ministerium überreicht. In diesem Entwurf waren die ärgsten Uebelstände beseitigt worden, und die Landesversammlung hätte ihm höchstwahrscheinlich zugestimmt, da auch viele bürgers liche Abgeordnete Anhänger der Feuerbestattung sind. Das Zen trum wollte es anders. Bald wurden die Wahlen, bald die ver schiebenen Abstimmungen in den Grenzgebieten dagegen ins Feld geführt. Auf eine Anfrage des Abgeordneten Gumpert( Dem.) antwortete jetzt das Staatsministerium unterm 17. Rovember das Folgende: Der Präsident des Staatsministeriums St. R. I 9300 II Berlin, ben 17. November 1920. An den Herrn Präsidenten der verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung. Bereits auf die den gleichen Gegenstand betreffende fleine Anfrage Nr. 368 des Abgeordneten Adolph Hoffmann hat sich bie Staatsregierung in der Gigung der Landesversammlung vom 23. Januar d. 3. dahin geäußert, daß sie das Feuer bestattungsgeseh nicht als ein Gesez, das teinen AufSchub erduldet, im Sinne des§ 1 Abs. 2 des Gesezes zur vorläufigen Ordnung der Staatsgewalt in Breußen vom 20. März 1919 betrachte. Infolgedessen ist der Entwurf einer Novelle zum Feuerbestat tungsgesetz der Landesversammlung nicht vorgelegt mor den. Die Staatsregierung gebenit auch nicht, diesen ihren Standpunkt für die letzten Wochen der Tagung der Landesver Jammlung zu verlassen, da der Beratungsstoff für den Rest der Tagung längst fest umgrenzt ist und ein Hinausgehen über diesen Rahmen nur Schwierigkeiten schaffen würde. In Bertretung Göhre. Nach dieser etwas dreisten Antwort wird sich ein sehr ener gischer Vorstoß aller Abgeordneten, die Anhänger der Feuer bestattung find, in der Landesversammlung empfehlen. Hierbei muß dann den Mudern und Schiebern fräftig ins Gesicht ge Ieuchtet werden. Aus der Wirtschaft Das Ende des Manchesterliberalismus Um die Krise in der englischen Farbstoffindustrie zu mildern, hat die englische Regierung dem Parlament einen Gefeßentwurf vorgelegt, der den Bräsidenten des Handelsamts er mächtigt, auf die Dauer von zehn Jahren die Einfuhr frem der arben an eine besondere Genehmigung zu knüpfen, die von einer dem Handelsamt unterstellten Kommission aus zehn Mitgliedern erteilt werden soll; die Kommission wird von einem unabhängigen Borfigenden geleitet, ihre Mitglieder sind Ber treter der Konsumenten und der Farbstoffindustrie, wobei die Ver brauchervertreter die Mehrheit haben. Das Unterhaus hat diesen Gefeßentwurf, der eine weitere Beschränkung des Freihandelsprinzips bedeutet, mit 277 gegen 72 Stimmen angenommen. Das österreichische Elend Das Alpenland Desterreich fann selbst bei guten Friedensernten nur einen sehr fleinen Zeil seines Getreidebedarfs aus der eigenen Ernte befriedigen. Durch die Annahme eines christlichJozialen Antrages, der die staatliche Erfassung des Getreides fast völlig beiseite schob, ist die inländische Getreideabliefe zung beinahe auf dem Rullpunit angelangt und der Bes barf muß faft gänzlich aus dem Ausland gededt werden. Da aber die Regierung, um die Lebenshaltung der breiten Massen nicht noch mehr zu verieuern, die ausländischen Getreideprodukte zu den inländischen Höchstprei en abgibt, muß sie Zuschüsse leisten, bie bei der wachsenden Entwertung des Gelbes ans Phantastische grenzen. Die Kursverluste, die im Voranschlag des Staatshaus haltes auf 3,9 Milliarden Kronen veranschlagt worden waren, find bereits auf über 12 Milliarden Kronen gestiegen, das Des fizit bes Staatshaushalts auf 25 Milliarden. Die Staatsschulden belaufen sich auf 60 Milliarden, so baß auf ben Stopf jedes Einwohners eine Schuldenlast von 10 000 kronen tommt. Der Umlauf an deutschösterreichischen Roten wird am Jahresschluß 31 bis 32 Milliarden Kronen betragen. Dabei ist aber zu bedenten, daß Desterreich ein Ländchen von 6 Millionen Einwohnern ist. Brage auf keinen Fall eine Regierungstrile machen bürfen. Rebner Der Bergbau und die Bergarbeiter in Deutschland fattfam erprobte Mittel der Notenpreje buts eine Reichsfinanzminister Dr. Wirth: Ich ersuche um Zustimmung ur Borlage der Regierungsparteien. Gegenüber den Ausführun Ben des Reichsbantpräsidenten war es einzig Sache der Regie ungsparteien, fich im Ausschuß zu entscheiden. Für die Schonung ber Aleinzentner bin ich gern bereit.( Beifall.) Der Antrag Selfferingebi lebo zu weit. Darüber müssen wir erst Im Ausschuß beraten Abg. Beder( D. Bp.) und Abg. Blund( Dem.) treten für den Roalitionsantrag ein. Abg. Braun- Nürnberg( Soz.): Da meine Bartei unter allen Umständen die Tagesordnung durchberaten will und besonders gung des Ausnahmezustandes in Bayern legt, verjage ich es mir, auf das lodende Thema des 3wiespaltes innerhalb der Regie tungsparteien einzugehen. Redner wendet sich dann gegen bie Ausführungen des Abg. Helfferich, der die Frage nur vom par= telpolitischen Standpuntt aus betrachtet hat.( Sehr offen bartun, daß die besigenden Klaffen feinen Zahlungswillen richtig!) Welchen Eindruck muß es in Brüffel machen, wenn wiz flut gar nichts ändern, sondern sie nur vermehren, da sie ja haben.( Sehr gut.) Die 3wangsanleihe würde an der Papier leberzeit in Banknoten eingewechselt werden kann. Jahrbuch für 1919 Der Berbanb ber Bergarbeitet hat fürzlich ein um fangreiches Jahrbuch herausgegeben, das eine allgemeine Uebersicht über die den Bergbau berührenden Fragen des Jahres 1919 gibt. 3m ersten Teil wird auf die ungeheuren 2aften hingewiesen, bie Deutschland, vor allem im Bergbau, zu tragen hat. Troz aller Schwierigteiten sei es den Führern bes Verbandes gelungen, ein fameradschaftliches Zusammenarbeiten mit der großen Mehr heit der Bergarbeiter zu erzielen. Es wird immer wieder auf die Ginigleit ber Arbeiter hingewiesen, bie allein die Macht hat, jeben Widerstand gegen gerechte Forderungen zu über winden. Ferner fei es gelungen, Arbeitskammern einzurichten, wie überhaupt in ber sozialen Gesetzgebung Deutschland anderen Böllern voraus" leieine allerdings etwas fühne Behauptung. Der Abschnitt über die Probuftion gibt eine Uebersicht über bie Gesamterzeugung an Steinfohlen, Rols, Braun. fohlen und Brauntohlenbrifetts ber Jahre 1913 bis 1919. Danach ist die Steinkohlenförderung um 38,0 d. 5., die Kotserzeugung um 88,6, bie Braunfohlenbritetts um 8,4 im Jahre 1919 gegenüber bem Jahre 1913 zurüd gegangen; ba gegen ist die Bauntohlenförderung um 8,4 v. 5. gestiegen. Das ist zwar fein Ausgleich für ben Rüdgang der Steinkohlens förderung, jedoch ist hierbei der Ausfall der Kohlen des Saargebietes und Elsaß- Lothringens zu berücksichtigen, wie überhaupt ber beutschen Eisenindustrie durch den Verlust von Elsaß- Lothringen wichtige Rohstoffquellen verloren gegangen find. hatte im Jahre 1913 328 Gisenerzwerte, monon 54 allein auf Wir haben nichts gegen die 3wangsanleihe, aber fie fann bas Rotopfer nicht ersehen.( Sehr richtig!) Wir wehren uns gegen lebe Berichleppung, ganz besonders angesichts der erst recht brohen ben Kapitalflucht. Ganz außer acht gelaffen wird von den Rechts Darteien die Wirkung auf die Arbeiter und Angestellten und Be amten, die es einfach nicht verstehen, daß ihnen schon längt die Ellaß- Lothringen entfielen. Steuer bireft Dom färglichen Einkommen abgezogen wird, wäh tenb bie befizenden Schichten, die unter so unendlich viel besseren Lebensbedingungen leben, noch lange nicht bis an die Grenze hter Tragfähigkeit belastet find unb id mit allen Kräften gegen eine folche Belastung mehren.( Beifall.) Diefe Leute aber rechnen eben: Ach, in breißig Jahren müssen wir erst zahlen, bis dahin tann ich mit Hilfe der Orgesch viel ändern".( Sehr richtig! links.) Abg. Henke( u. G. P.) In allen Staaten bietet sich gegenwärtig dasselbe Schauspiel. Die Bourgeoisie sucht die Lasten pon fich abzuwälzen, die der Krieg betur acht hat. Das Schauspiel, das in diesen Tagen bei ber Berabschiebung der befahleunigten Einführung des Notopfers ges boten wird, il für die Arbeiterklasse ungehener belehrend. Wäh tend die Bourgeoisie die Arbeiter zwingt, von ihren spärlichem Sintommen ungeheuer hohe Steuern zu zahlen, und die Arbeiter Daburch in den jorgenvollsten Kampf um das Dasein hineintreibt, uchen die Befihenben sich jeder Zahlung zu entziehen. Die Ber anlagung der Besitzenden zur Einkommensteuer erfolgt z. B. nach Dem breijährigen Durchschnitt vor dem Jahre 1918. Die Arbei ler aber werden nach ihrem neuesten Eintommenverhältnis Deranlagt, fie müssen also das fechs bis Fiebenfache bessen zahlen, Das fie früher zu zahlen hatten. Bor der Heftigkeit und Energie, mit ber Herr Helfferich dieses Gefeh betämpft, tönnen wir nur allen Respekt äußern. Er ist das Muster eines oppofitionellen Bolititers feiner Klasse und wir wollen nach Kräften von ihm nen Aber wir wollen lernen, den Stampf auf unjeze Deutschland Aus der Tabelle über die Arbeitsleistung geht hervor, bak im Jahre 1913 im Ruhtrevier die arbeitstägliche Forberung 379 700 Tonnen betrug, bagegen 269 600 Tonnen Im Jahre 1919. Das ist eine arbeitstägliche Leistung bes ein Belnen Bergarbeiters von 0,972 Tonnen im Jahre 1913 gegenüber einer solchen von 0,572 im Jahre 1910. Der Rüdgang ift vor allem auf die Kriegsfolgen, mangelnde Er nährung und andere Umstände zurückzuführen. Auf diese Ut lachen geht das Jahrbuch noch im besonderen ein. Es zeigt dann wetter, baß im Gegensatz zu der Spaltung der Arbeiterschaft die Unternehmer burch 3usammen. IIug perliebener Organisationen eine Einheitsfront hergestellt haben. Aus den Zahlen über die Entwidlung bes Bezbandes ift zu entnehmen, daß der Verband trog ber Schwierigkeiten wacht. Go betrug die Mitgliederzahl im 4. Quartal 1918 326 747( bavon 1786 weibliche), im gleichen Quartal 1919 436 527 ( 8755) Mitglieber. Auch der Vermögensbestand zeigt einen gleichen erfreulichen Aufstieg. Weitere Kapitel behandeln bie Berwaltungsarbeit und Agi tation des Verbandes, ferner die geführten Lohnbewegungen. Streits und Tarifverhandlungen. Im Berichtsjahre ist es ge lungen, wertvolle Tarifverträge für die Arbeiterschaft abzuschlie ben. Am Schluffe berichten noch bie einzelnen Bezirksleiter über ihre Arbeiten in den verschiedenen Revieren. Das statistische Material bes Jahrbuches ist im Ganzen sehr mertnoll Die Regierung will den Staatshaushalt außer burch das durch langfristige innere Anleihe, die von den Ententemächten garan tiert werden soll, ins Gleichgewicht bringen ferner burch Staatse monopole für 3uder, Spiritus und Mineralölprodutte. Die Gütertarife auf den Staatsbahnen merden bereits ab Mitte Dezember um 50 Prozent erhöht, jedoch soll eine Verteuerung der wichtigsten Lebensmittel dadurch nicht eintreten. Die österreichischen Zustände find ein warnendes Menetetel für Deutschland. Auch die Entwicklung unserer Staatsfinanzen treibt dahin, wo heute Desterreich bereits steht, und hier wie bort glaubt bie bürgerliche Regierung durch die Notenpresse und durch fleine Mitteldhen das Unheil abwehren zu können, gegen das es nur ein Seilmittel gibt: Ich ätite kapitalbesteuerung, verbun ben mit Sozialisierung der wichtigsten Industriezweige. Günstiger Stand der Zudererzeugung. In Deutschland wurden in den Monaten September und Oftober insgesamt 27,37( im Dorigen Jahre 13,68) Millionen Tonnen Rüben verarbeitet und 1,16( 0,93) Millionen Tonnen Berbrauchszuder und 3,44( 1,62) Millionen Rohzuder gewonnen. Auch aus allen übrigen Ländern werden günstige Produktionsziffern gemeldet. Aber die breiten Massen werden vom Buderüberfluß ebensowenig verspüren wie von der Ueberproduktion" an Baumwolle, Roheisen und anderen Bedarfsartikeln. Weitere Ausdehnung der Schwereifentrusts Der Stinnes Trust schreitet planmäßig den Weg zum Biele, das er sich gestedt hat, vorwärts: zur Bildung eines präch Augenblidlich ist wieder eine millionentransaktion im Gange, tigen wirtschaftlichen Serzogtums in der Republik Deutschland. bie mit der Auffaugung eines großen Montanunternehmens durch ben Polypen Stinnes enben wird: Die Braunschweigis [ hen Kohlenwerte in Selmstedt waren bisher im Beige ber Commerzbant, die von den 17 Millionen Mart Attien 10 Millionen in ihrem Portefeuille hatte. Diesen Aftenposten hat sie nun an die Distontgele11fchaft vertauft, und zwar zu einem Preise von 40 bis 50 millionen Mart. Die Distont gesellschaft spielt natürlich nur den Bermittler, der endgültige Käufer wird die Rhein- Elbe- Union des Herrn Stinnes lein. In einem weiteren Montanunternehmen, in ben Riebediden Montanwetten, ist Serr Stinnes türzlich zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden. Auch der Phönig verbreitett feine Kohlengrundlage Cr verhandelt mit der 3eme 3011verein zweds Abschlusses einer Intereffengemeinschaft. Es foll ein Bachtvertag auf 25 Jahre geschlossen werden und der„ Phönig" wird zu diesem 3wede fein Attientapital, bas gegenwärtig 106 Millionen Mart beträgt, um bis erhöhen. bis erhöhen. Die Beche 3ollverein" gehört zum Befis der Familie Saniel, beren Stammburg bekanntlich die Gute hoffnungshütte ist, und ist eine der größten und besten Kohlengechen des Ruhrreviers. Erhöhte Steuereinnahmen in Frankeetch. Die franzöfifche Steuer einnahme im November weift eine Erhöhung von 350 Millionen gegenüber November 1919 und eine Mindereinnahme von 92 MilDie Steuer Sionen gegenüber dem Budgetvoranschlag auf. einnahme in den elf Monaten 1920 zeigt eine Erhöhung von drei Milliarden gegenüber berselben Beriode 1919 und eine Mehr einnahme von i miliasbe 705 gionen gegenüber bent Budget Φοτοπίφίας, A.Wertheim Preis verte Geschenk- Artikel in allen Abteilungen Blusen Sportbluse gestreifter Baumwoll- Flanell 3750 Bluse Seiden- Popeline, gestickt 9800 Damenkleider Tanzkleid weißer Tüll, Jugendl. Form, Seidenbandgürtel... 27500 Seidenkleid gute Pailletteseid. 32500 Morgenröcke Morgenrock Flauschstoff... 95% Morgenrock Flauschstoff... 12500 Kleiderrocke Kleiderrock marine Wollstoff 78% Kleiderrock reinseid. 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Deg., nachm. 3 Uhr Beethovenfaal, Röthener Str. große Borstellung 31.: Frau Warrens Gewerbe 7% Ubr: Flamme ( Dorsok, Hartmann, Kisin- Rogge, Pröcki) Montag 7: Amphitryo Dienstag bis Donnerstag 7: Flamme Sonnabend( 1. Feiertag) 3 Uhr: Peer Gynt 74, Uhr: Flamme ( Dorsch, Hartmann, Göp, Pröck!) Sonntag( 2. Feiertag) 3 Uhr: Flamme 7, Uhr: Flamme ( Dorfch, Hartmann, Klein- Rogge Bröckl Gültig bis 27. Dezember AUSSCHNEIDEN! Sondervergünstigung für die Lefer ber Freiheit" Residenz- Theater Sonntag, 19. 12., 4 Uhr: Die Freundin Trianon Theater Sonntag, 19. 12., 4 Uhr: Die Raschhoffs Mittwoch, 22. 12., 4 Uhr: Mittwoch, 22. 12., 4 Uhr: Rotkäppchen Struwelpeter Donnerstag 23. 12., 4 Uhr: Donnerstag, 23. 12., 4 Uhr: Schneewittchen. Mag und Morig Sonnab.( 1. Feiertag) 4 Uhr: Sonnab.( 1. Feiertag) 4 Uhr: Die Freundin Der Roman einer Frau Sonntag( 2. Feiertag) 4 Uhr: Sonntag( 2. Feiertag) 4 Uhr: Die Freundin Der Roman einer Frau Auf Grund diefes Scheins auf allen Blägen 50% Er mäßigung, b. h. die Hälfte ber Raffenpreise. Rose Theater 71 Uhr: Ein vorsichtiger Mann" Walhalla- Theater Täglich " Prinz Hagen" montag 7% Bum 50. male: 7. Rastelbinder Cine Satire auf den folgerichtigen Rapitalismus von 2. Sinclair bem Verfasser von Jimmi Higgins Rarten: Gaftkarten 3.50( regen polit. oder gewerkschaftl. Legi timation, Arbeitslofe 1.- an der Raffe). Mitglieder frei Reuaufnahmen an der Kaffe Flamme ( Dorsch, Hartmann, Göz, Brock) Großes Schauspielhaus Karlstraße hr: Danton( Auß. Abonn.) 7 Uhr: Julius Cäsar ( Außer Abonnement) Deutsch. Künfil. Theater 3 Staatstheater. Bute bis Donnerstag 71%, Uhr: Opernhaus 12 Uhr: Beethoven- Feler 6 Uhr: Fidelio Schauspielhaus 2, Uhr: Flachsmann als Erzieher 7 Uhr: König Richard III. Direktion: Mag Reinhardt. Deutsches Theater 7 Uhr: Der Arzt am Scheideweg Kammerspiele 10% Uhr: Tanzmatinee ( 3rail Gabescow) 24, Uhr: Frühlings Erwachen 7 Uhr: Er ist an allem schuld Die Spieler Der Heiratsantrag Theater i. d. Königgräger Str. 3 Uhr: Rausch 28 Uhr: Rausch Montag: Raufch Dienstag, zum 1. Male 8 Uhr: Salome Tragödie von Oscar Wilde ( Maria Orska, Ludwig Hartau, Conrad Beibt, RoseLiechtenstein, Ernst Dernburg, KonrabFaerber) Mittwoch: Salome Donnerstag: Salome 1. Feiertag: Rausch Machm.: Erdgeist 2. Feiertag: Salome Rachm.: Rausch Montag: Salome Komödienhaus 3 Uhr: Die Ehre 18 U.: Die Gache mit Lola mit Max Pallenberg ( Josefine Dora a. G., Ortrud Wagner, Picha, Haskel, Stieda) Berliner Theater Uhr: Derint zte Walzer 7 Uhr: Die spanische Nachtigall mit Frigi Maffary Hans Waßmann, Julius Brandt, Ralph Artur Roberts, Emmy Sturm, Serbert Riper, Olga Engl Die Scheidungsreife ( Max Adalbert, Trude Hesterberg) Sonnabend( 1. Feiertag) 3 Uhr: Bygmalion 71, Uhr: Die Scheidungsreise ( Max Adalbert, Trude Heaterberg) Sonntag( 2. Feiertag) 3 Uhr: Bygmalion 71, Uhr: Die Scheidungsreise Mittwoch, 22. u. Montag, 27. 3 Uhr: Rinbervorstellung: Figlifts Montag 7 Uhr: Die Scheidungsreife Residenz Theater Heute nachm. 4., halbe Preife Die Freundin Täglich 7%, Uhr. Lady Windermeres Fächer ( Hanfi Arnstädt, Adele Sandrock, Carola Toelle, Arnold Rorff, Jul. Falkenstein, Germ. Ballentin) Trianon Theater $ Heute nachm. 4 Uhr, halbe Breife: Die Raschhoffs Täglich: 71, Uhr: Kammermusik Luftspiel von Heinr. Jigenftein Carl Clewing, Eugen Burg, Olga Limberg, Hans Albers, Adele Hartwig, Lulse Werkmeister Th. am Hollendorfpla 3% Uhr: Aschenbrödel 7 br: Wenn blebe erwacht Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: Die Csikósbaroness Operette in bret Akten nach einem Motiv Petöfis von Friz Grünbaum. Central- Theater Alte Jakobstraße 30 Sonntag, den 19. Dezember, nachm. 3 Uhr Die Internationale Tragikomödie in 4 Akten son Emil Ballups .: ( Alfred Läntner a. G.) 18 Casino Theater 1,8 Der Fehltritt einer Frau Sonntag 3, U. Cousin Emil Königstadt- Theater Alexanderstr. 21, Bhf.Jan.-B. Tägl. Gala- Sänger Sonntag 2 Vorstellungen 3 Uhr und 780 Nachm.- Borstellung a. allen Plagen ein Kind frei. Folies Caprice am Oranienburger Tor 9 Monate a dato mit Ferd. Grünecker, Rudolf Rudolfi, Georg Erich Schmidt. 1,8 1/28 Residenz- Kasino Blumenstraße 10 Tägl. Gr. Ball für die ältere Jugend. Nur Runbtänze. Dienstags: Gratis Berlofung Donnerstags: Prämiierung Anfang 6 Uhr APOLLO Friedrichstr. 218 Auftreten Kapitän Nansen Seelöwen mit seinen dreffierten und die übrigen Dezember Genfationen!!! Theater a. KottbuserTer Tägl. 7, a. Sonntag nachm. 3 Uhr Elite- Sänger Horverragendes WeihnachtsProgramm! Vorverkauf: 11-1 a. 4-6 U. VARIETE KABARETY Bearenstraße 54. 73, An ang präz. 7 Car: Riesen- Weihnamis- Spielgian Grammophone Tellzahlung. 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I.�ie Wohnungsnot!n fccn Städten hat dazu geführt, dag die �«chorden, um der dringendsten Not zu begegnen, die M a n f a r- /n der Mietskasernen mit Beschlag belegen, um nach ihrer be� 1 Wfsmötjigen Umgestaltung zu Wohnzwecken ganze Familien »rt unterzubringen. Der Mietpreis wird von der Behörde so gesetzt, daß er erst in einer sehr langen Frist— etwa 45 eahren— die Ausgabe armortiiiert. Mithin rechnet man, dag � Provisorium mindestens ans eine so lange Dauer bestehen daß nunmehr viele Menschen in Wohnungen gelegt werden, ikren Benutzung vor dem Kriege als absolut unzulässig er- w-rt war. j�qn braucht, um das Verfehlte der Dachwohnungen als blei- �"de Wohnstätte darzulegen, nicht auf frühere Untersuchungen '"ickzugreifeiu Es war einmal, daß man für Berlin festgestellt -> daß die Sterblichkeit schon im 4. Obergeschoß eine größere als in den Kellerwohnungen. Ausschlaggebend sollte dafür 1 größere Sterblichkeit an Herzkrankheiten gewesen sein, aus die 's Treppensteigen ungünstig wirke. Ob das zutrifft oder nicht ?>g dahingestellt bleiben. Wichtig unter den heutigen Ver- 'ltnissen ist, daß die Belegung der Mansarden �u Wohnzwecken 'ch mehreren Richtungen zu einer, unzweifelhaft hygienisch nicht wünschten Steigerung der Wohnungsdichte Anlaß gibt. Es wer- r" die Hausangestellten(Dienstmädchen usw.'), die vorher nur Nlts in den danach bei Tage zur Lüftung leerstehenden Man- hden wohnten, in die Familienwohnung eingezwängt. In den pnnsarden selbst aber leben künftig unter mangelhaften Lüf- Mgs- und Heizungsverhältnissen ganze Familien Tag und p Od) t. I Tie Enge der Proletarierwohnung erstreckt sich jetzt also auf die JHemtheit der nicht vom alten Kapitalisten- und neuen Schieber- l'chtum' besiedelten Häuser. Letztere bleiben verschont, weil es y>t für richtig gefunden wird, die Zwangseinquartierung der ob- Miosen Landesgenossen in das Innere der geheiligten Wohnung .Wangen zu lassen. Das wird erst zulässig, wenn es gilt. Soldaten " Entente unterzubringen! Pom Standpunkt der Hygiene muß aufs dringendste verlangt beiden, daß so schnell als möglich durch alle Mittel dahin gewirkt anders gegen die Wohnungsnot vorzugehen als auf dem Wßgen Wege' der Schaffung schlechtester Provisorien. vOgestchts der sinkenden Volksgesundheit müßte hier alles äugen- dicklich Erreichbare versucht werden. Vor allem müßte untersucht !�rden, ob es wirklich nötig ist, immer neue Bureauräume zu Waffen, für die tagtäglich ganze Paläste, Hotels und Kaufhäuser iogunsten einer wachsenden Beamtenschar okkupiert werden. Man ,!Wß wirklich nicht, was man dazu sagen soll, daß der kleinste �Oreaudiätar sein Amtszimmer für stch allein hat, wo- Jülich mit Vorzimmer und Nebenraum, während beispielsweise Lehrer mit fünfköpfiger Familie auch noch die Hausangestellte p leine kleine Vicrzimmerwohnung verstauen muß und nun mit F«i Kindern sein Arbeitszimmer zu teilen hat. j Neubauten und Siedelungen sollten auf alle Art gefördert k'erden. Vor allem aber sollte nach Möglichkeit der Zuzug nach Zikn Städten eingeschränkt werden. Das sind allgemein anerkannte rVerderungen. Sie können vom Standpunkts des Hygienikers nicht l"lergisch genug unterstützt«erden. Der Skalptanz von Eric Alain. Di« f-lgend« Satire aus Indianarzeschichte» stand im Pariser„SU,«". Wir geben st« i» der Uebersetzung van kllfred Vagi» nach der„Auslandspost" wieder. Wenn Sie darauf bestehen, lieber Leser, zu erfahren, warum Mer große junge Mann mit dem absolomischen Haarwuchs ganz Ulein und zu einer solchen Stunde stch in dieser Prairie des fernen Ostens befand, so werde ich es Ihnen sagen, weil ich ohnehin "Ozu da bin. �Vernehmen Sie assa. daß dieser junge Mann fvr ein Haus in baarwuchsartikeln reiste und daß er vor Antritt einer Fahrt von �»ncord nach Milwauke«— wie ich meine, geflissentlich— ver- �läumt hatte, stch eine Fahrkarte zu besorgen. Der Kontrolleur -Ott« dies unterwegs bemerkt, hatte augenblicklich den Zug halten Zossen und auf die liebenswürdigste Weise von der Welt den Rei- gebeten, auszusteigen. Und weil draußen«Ine unwahr- �tinlich schwarze Nacht war. hatte der verbindliche Beamte die Fälligkeit sogar soweit getrieben, selbst die Tür zu offnen, ihm �im Hinuntersteigen die Hand zu geben und ihm seine Handtasche und seine drei Musterkartons herunterzureichen. Dann hatte er mit jener ausgewählten Höflichkeit, die unsere französischen Schaff- ner längst nicht immer kennen, ihm noch gewünscht, die Nacht gut zu verbringen. Mehrere Stunden lang irrte der junge Mann auf der Suche nach einem Nachtlager, einem Obdach in der Nacht umher. Aber er befand sich mehr als hundert Meilen von jeder menschlichen Behausung entfernt. Schließlich, als er all« Hoffnung aufgegeben hatte, die Nacht in einem Bette beendigen zu können, legte er sich auf seinen Murmeltier-Pclz und schnarcht« bald wie dies« Felltragcr. Plötzlich wurde er durch einen langen Pfifs aus seinem Schlafe grweckt. Als er die Ohren spitzte, vernahm er«in Geräusch wie van raschelnden Blättern. Und der blo'ge Gedanke, daß das«ine Schlange sein könnte, brachte ihn mit einem Satz auf die Beine. Zu spät. Er war schon eingeschnürt wie eine Eincinnatier Wurst. Der Lasso, von sicherer Hand geworfen, hatte seine Pflicht getan. Dann vernahm er in feinem Rücken Hohngelächter. Es war Maulwurfsauge, die schrecklich« Rothaut, mit dem so durchdrWgenden Blick, den sie nur auf den Boden zu richten brauchte, um mehrere Meilen weit entfernt den Schritt eines Bisons von dem eines Marienkäfers unterscheiden zu können. —„Meiner Treu, ich habe Sie anfangs für einen Damhirsch gehalten," gestand die Rothaut lachend.„Um so schlimmer, ich habe Sie und nehme Sie mit..." —„.. und ich nehme Sie mit!" entgegnete lebhaft der jung« Mann, der sichtlich darauf bedacht war, das letzte Wort zu be- halten. Und so wandten sie sich, wobei einer den anderen führte, zum Zelte des Großen Häuptlings. Auf der Schwelle seines Wigwams raucht der Urenkel des letz- ten Mohikaners— und seine Lipp« hängt vor Enttäuschtsein herab die Friedenspfeife. Seit einiger Zeit ist tatsächlich sein Stamm Spielball einer Partei, die stch jedesmal systematisch wei- gert, die notwendigen Kredite zu bewilligen, wenn es sich darum handelt, Tomahawks anzukausen oder die Feuersteine der Flinten zu erneuern. Der junge Häuptling aber kann seine kriegerisch« Begierde nicht zähmen. Maßlos überfüttert mit den Berichten von den Großtaten seiner erlauchten Vorfahren, um ihre Heldentaten sie beneidend, die er auswendig weiß, weil er sie in den Gesamt- ausgaben der Werke von Fenimore Cooper und Karl May gelesen und immer wieder gelesen hat. träumt er von nichts als von Kämpfen und Trophäen. Ach. die fortschrittlich- Partei hat ihn gezwungen, sich von seinen Waffen zu trennen. Nur sein Messer zum Konservenbüchsen- öffnen, das ihm am Gürtel hängt, hat man ihm gelassen, und jenen länglichen Karabiner, mit dessen Hilfe er noch nicht einmal feine düsteren Ideen fortjagen kann. Als einziger vom ganzen Stamm ist ihm Maulwurfsauge treu geblieben. Sie zwei bilden die militaristijche Partei. Und in seinem Zelt erzählen sie sich des Abends mit gedämpfter Stimme Geschichten, daß ihnen die Federn auf dem Kopse zu Berge stehen, Geschichten, in denen von nichts als von Tomahawks, Totem, Skalp und Kricgspfad die Rede ist. So kann man sich den Ausdruck männlichen Stolzes vorstelle«, der die Züge des tapferen Maulwurfsaug« erhellte, als er seinen Gefangenen dem Urenkel des letzten Mohikaners präsentierte. Als er den blonden jungen Mann und seinen dichten Haar- wuchs sichtete, konnte der Große Häuptling ein triumphierende» Lächeln nicht verbergen. Mit einer Handbewegung ließ er den jungen Mann näher- treten. —„Bruder Blaßgesicht, sage mir, welches dein Name ist." —„Mit Vergnügen, ich heiße Benedikt!" —„Dein Berus?" —„Handlungsreisender. Ich vertrete«in gesetzlich geschütztes Haarwasser." —„Bei deinem Leichenteint hätte ich auch zwanzig Biberhäute gewettet, daß du nicht in Eisenpillen reisest. Nun denn, kühner junger Mann, weißt du. inmitten welchen Stamme» du dich ge- wagt hast?" —„Ich weiß es nicht." —„Mein Mund wird es dich lehren. Wisse also, daß das«er- hängnis dich zu den schrecklichen Skalpjägern geführt hat. Du kennst somit das Geschick, das über dich verhängt ist." Indem er so sein Verhör abschloß, zog der Mohikaner ohne weitere große Förmlichkeiten sein Skalpicrmesser hervor, ergriff den zungen Mann bei seinen Locken und erledigte ihn mit fünf- maligem Anzetzen des Messers seiner üppigen Tolle. Dann schwang er durch die Lüfte seine glorreiche Trophäe und riez dreimal den Namen Manitous an. Darnach begann er vor seiner Zelte einer diesen Ckalptänze aufzuführen, wie Sie und ich st« zu sehen in unserer jämmerlichen und prosaischen Existenz nicht häufig Gelegenheit haben. Maulwurfsauge machte angesichts dieses Schauspiels, das e? zum ersten Mal« genoß, Augen so groß wie das Rückenschild einer Riesen-Schildkröt«. Da er um stch ausschaut« nach einem, der seinen Enthnsta-mus teilen möchte, traf fein Blick auf niemanden als den blassen Reisenden, der jetzt noch blasser war als zuvor. —„He. was sagen Sie dazu, Sie da?" fragte ihn die Rothaut, „He? Ist er nicht wunderbar schön, dieser Lockentanz?" Aber der andere, der verbittert überlegte, daß er in Zukunft n« mehr Enthaarungsmittel vertreten könne, und nicht mehr fein« Haarmittelfirma, stierte Maulwurfsaug« an, zuckte die Schultern und ließ dann dies« Worte sollen: —„Sie wünschen meine Ansicht? Frei herausgesagt... ich habe den Tang» ebenso gern." —„Tango? Beim Großen Geist, was ist das?" —„Wurde bei uns vor dem Kriege getanzt?" —„Vor dem Krieo«? Bor jedem Kriege? Der Kriegstanz de? Vlaßgestchter?" Maulwurfsauge fielen die Fragen aus de» Mund« wie die Eberzähne von einer zerrissenen Schnur. Er ahnt« Möglichkeiten einer Wiederbelebung, einer Ertüchtigung des krte» gerischen Geistes bei seinem Stamm. Das Blaßgrsicht engagieren! — Der Gedanke sprang ihm wie ein Pfeil von der angezogenen Bogensehne seines staatemännischen Denkens. In den Muster» lartons hatte er etwas wie Medizingläser leise klirren hören. In» Etat war zudem die Stelle des Medizinmannes wohl als vakant zu betrachten: der letzte war von Stemmeswegen auf eine Uni» versttät im Osten geschickt worden, um als Doktor wiederzukehren. war aber ausgeblieben mtd sollte sein Schild— so hatte Maul» wurfsauge vernommen— längst an einem Stadthause aufgehängt baben. Der große Denker malte begeistert mit dem Schuh, der in einem Marktbazar gekaust und längst ausgefranzt war, wie ein Mokassin, kriegs-chorcographischr Figuren in den Sand. Des letzten Mohikaners letzter Enkel spürte die tiefe Teilnahm»» lostgkeit seines Auditoriums und endigte mit einem wie miner in allen Lederstrompfgeschichlen gut angebrachten Hugh!, das er asthmatisch vor lauter Enttäuschung durch die schmalen Lippen pfiff. Es wehte kalt wie aus den ewigen Iagdgefilden her. Der Rei» sende knotete aus feinem karrierten Schnupftuch stch ein« Mütz« und zog sie stch über den kahlen Schädel. Maulwurfsauge flüsterte, der einzige Staatsmann seines Stam- mes, mit feinem Häuptling, und der schien bald überredet. Der Reisende aber wies das Ansinnen sowohl, einmal Probe zw tanzen, wie auch die Offert«, ein Engagement als Medizinmann anzunehmen, zurück. Di« Zahlkräftigkeit und der Einfluß der kriegerischen Fraktion schienen ihm gleich unzulänglich, so daß er auch schon in seinen Gedanken von einem Cchadenersatzprozeß Abstand genommen hatte. Wo Profit nicht mehr möglich war, schien ihm Rache berechtigt. Er dacht« an den Alkoholgehalt seiner Warenmuster. Er offeriert« die Fläschchen als Feuerwasser, dos feit der Trockenlegung Ameri- kas die Rothäute überhaupt nicht mehr zu Geschmack bekommen Hutten. Der Reisende wußte von der verheerenden, wie ein Prä» � rienbrand verheerenden Nachwirkung seiner Ehemikolien. Zurück» haltend und mit gemessenem Dank akzeptierten die Rothäute..., Di« Morgtnsonne sah sie. steif wie Kanus in zehn Meilen Ent» sernung vom Missouri, am verloschenen Feuer liegen, hörte sie wie Bisons röcheln und sah und hört« den um sein nutzloses Gepäck und sein« Haarlast erleichterten Cornmie voyagcur sich davoiiinachen,' hohnlachend über das grauenhafte Erwachen seiner Wirte. Und die vier Zipfel seiner provisorischen Kopfbedeckung flatterten wi« die Hautfetzen am neuen Geweih des Elchs, der an den schlafenden Jäger« vorbeizieht, die ausgezogen waren, ihn zu erjagen. InstruKtionsstunde in der Republik Feldwebel:„Was brauchen wir. um siegreich die Schlacht zq gewinnen?" Rekrut:„Muni tion!" Feldwebel:„Schafskopf. Munitionsarbeiter: denn st« zer» sprengen sich selbst. Was noch?" Rekrut:„Die Großwaffe." Feldwebel:„Esel!— Eine proletarisch« Versammlung, denH da schlagen stch die Revolutionäre selbst di« Schädel ein.— Was haben wir noch zu tun?" Rekrut:„Auf der Hut zu sein." Feldwebel:„Dummkopf! Lächelnd daraus acht zu geben, daß di« Celbstzerfleischung dem Staate keine Kosten verursacht und uns kein« Arbeit."— Margarete Behrendt Ismer und Emilie Erzählung von Zuliu« Levin. Als es hieß, es würde Krieg geben, wußte Zsmer nicht °cht, was er eigentlich damit anfangen sollte. ...Dolle Cache!" meinte er zu sich selbst, indem er seine frbeit unterbrach, die er am letzten freien Sonntag vor der Mobilmachung noch aus alter Gewohnheit verrichtete. Er tzte das Paneelbrett, das beinahe fertig war. beiseite, und Uckte stch nach seiner Frau Emilie um, die vor dem Spiegel °on ihren Hut aufsetzte. �.Emilie, eine frische Blondine, ordnete stch sorgfältig den �J-ll des Haares, der über die linke Stirnseite mehr hinunter- Drückt, als natürlich gefallen war. Jsmer fragte etwas Manisch:„Wo gehst du hin?" Emilie antwortete, ohne di« '"Mme zu erheben:„In die Kirche!" »Soll ich mitkommen?" fragte Ismer mit leicht vor stch Wriechendem Lächeln und freute stch. als es ihm gelang, •lo kleine Verlegenheit bei Emilie hervorzurufen, die erst kurzem Zögern erwiderte:„Meinetwegen! Aber du Gilbst ja doch nicht dadran." ..Aber du glaubst daran", dachte sich Ismer. ohne irgend- ?lc zu zeigen, daß ihn die Sache berührte. Und in seinem pNern machte bald sein Aerger, der mit einer leicht über JJs knabenhafte Gesicht hinziehenden Errötung verschwand, verschwiegenen Bewunderung vor Emiliens Schlauheit & Daß Emilie gar nicht oder nur zum Schein in die Kirche 'Yen würde, wußte Jsmer ganz genau. Aber welchen Zweck hätte es gehabt, sie zu stören? Jsmer hatte stch Seelenruhe zur Pflicht gemacht und um , Mehr, als sie ihm eigentlich das Natürlichste in feiner "ge erschien. Ei« war im Grunde das, was thn vorläufig Uete Sie hatte stch langsam in ihm ausgebildet, wie ?5rst fast jede auch bösartigste Geschwulst. Nun als er sah. .» wie er sich dachte, doch gewisse Maßregeln ergreifen �Bte, da war es zu spät. Er trug die Seelenruhe immer weiter, auch dann, als feine Schwägerin Marie. Witwe eines durch Verschüttung zu Tode gekommenen Erdarbeiters und mäßig beschäftigte Waschfrau aus der Ziegelstraße. ihm auf den Kopf zu behauptete, daß seine Ehefrau Emilie ihn be- trog. Selbst die entwürdigende Form, in die Marie ihr« Behauptung kleidete:„Emilie behandelt dir als Fatzke", konnte keinen wesentlichen Eindruck auf ihn machen. Ismer drehte nur leicht an seinem blonden Schnurrbart, den er etwas gekürzt trug, rieb sich mit dem rechten Daumen an seinem Nasenloche. warf Marie einen prüfenden kurzen Blick zu und lächelte dann leise vor stch hin. ohste seine Arbeit zu unterbrechen. Das war so Oktober 4943 gewesen, etwa so , um die Ziebzeit herum. Oktober 4942 hätte Ismer sicherlich nicht bloß Eimlie. sondern auch Marie den Schädel einge- schlagen. Im März 1913 schon was Ismer selbst völlig davon über» zeugt, daß Emilie hinter die Schule lief. Wohin? wußte Jsmer nicht, und selbst die genaueste Be- obachtung. freilich soweit seine Arbeit sie ihm gestattete, hatte ihn nichts lehren können. Emilie war unbefangen, wie ein Kind. Ismers Blicke, die um so geschäftiger waren, als er sie glaubte verbergen zu müssen, fanden keinen Angelpunkt. Ueberlegte I.smer recht und ließ er sich genug Zeit, um sich � zu der Ansicht für berechtigt zu halten, daß er gut überlegte, so mußte„es ber Fritze" vom„Kaufmann" an der Ecke ' sein. Ter junge Mann, der sich den Schnurrbart über die aufgeworfenen Lippen hoch, das kastanienbraune Haar aber tief in die Stirne gekämmt hielt, und aus etwas verträumten wasserblauen Augen in die Welt sah. hatte noch überdies einen zwar etwas k-hliAen, aber nicht seelenlosen Ton in der Stimme, mit doK» Hilfe er es verstand, oft ein halbes Pfund mehr von einer Ware aufzufchmeicheln, als von der Herrschaft bestimmt war, und alle diese und noch einige ander« ein vorteilhaftes Aeußer« zusammensetzenden Einzelheiten hatten ihn zu einem Schrecken für die mtt dem Wochengeld« rechnen» den besseren Hausfrauen und für die Ehemänner einfacherer Stände gemacht, die ihren Ehehälften ein nur abgeschwächtes Vertrauen entgegenbrachten. Der„Fritze" konnte sehr wohl l auf eine Fran wie Emilie Eindruck machen. Jsmer hatte mehrfach an ihr bemerkt gehabt, daß sie für den Arbeite« wenig übrig hatte und für Vertreter höherer Stände schwärmt«. Sie hatte sogar einmal die Unvorstchtiokeit ge« habt, ihm zu sagen, der Kassenarzt, den sie wegen ihre« Bleichsucht gefragt hatte, wäre doch ein ganz anderer Mann. Natürlich anderer als er, Jsmer. Zuerst, als Jsmer fein Verdacht aufgestiegen war, hatte e« Emilie totschlagen wollen, ohne daß es ihn interessierte, mit wem st« ihn hinterging. Aber seine Wut war schneller ver» raucht, als er selbst es für möglich gehalten hätte. Und er glaubte, es stch doch wenigstens schuldig zu sein, herauszu- oekommen, wer fein glücklicher Nebenbuhler war. Denn erst dann wurde doch die Cache wirklich klar. Er ergriff denn auch jede Gelegenheit, und fehlte es ihm daran, so schuf er stck eine, zu fragen, ob der Zucker wieder billiger, oder die Bedienung beim Kaufmann aufmerksamer und schneller geworden wäre. Emilie klagte dann meist über die Teuerung, sprach sich indes über die Organisation beim Kaufmann lobend aus. Man würde dort schnell abgefertigt, und deshalb ginge sie hin. Das sagte sie auch dann, wenn sie nachgewiesenermaßen die vierfache Zeit von der gebraucht hatte, die eigentlich notwendig gewesen wäre. War Emme )o bestimmt und klar, dann biß Ismer sich auf die Lippen und erteilte stch einen Verweis wegen feiner Dummheit. Vielleicht war es der Fritze doch nicht?... So unerschütterliche Ruhe wie Emilie konnte keine Frau bewahren, wenn sie eine und auch nur versteckteste Anspie« lung auf ihren Schatz hörte. Offenbar war es der Fritze nicht. Der„Kerl", der«dahinter stak", mußte ganz außerhalb des Bereichs fein, das Jsmer zu überschauen imstande war. Und di« lleberleaung über feine Ohnmacht in diesem Ein» zelfalle bracht« ihn dazu, sich zu fragen, was von seinem Leben er denn überhaupt zu übersehen imstande wäre. Mit seinem Leben war er bisher immer ganz einig ge» wesen. Fortsetzung folgt.) Groß- Berlin Waffensuche zur Entlassung kommen. Trübe wie der schmutzig- graue Dezember himmel ist ihre Zufunft, und in wenigen Tagen wird der Poft bote ihnen Weihnachtskarten ins Haus bringen:„ Fröhliche Weih. nagten!" Unsere Bücher und Bilderausstellung Die Weihnachtsausstellung unserer Buchhandlung hat den ungeteilten Beifall aller bisherigen Besucher gefunden. Sind doch manchem die Sorgen abgenommen worden, die er fich gemacht hatte, meil er nicht wußte, wie er mit seinem schmalen Geldbeutel den Seinen eine rechte Weihnachtsfreude machen fönne. In gegen wärtigen Zeiten werden doch nur Dinge geschentt, die sowieso hätten angeschafft werden müssen. Wenn es darüber hinaus möglich ist, noch etwas besonderes für das Fest zu beschaffen, dann muß es etwas von bleibenbem Wert sein. Was liegt da nun näher als ein gutes Buch? Die Zeitungen melden, bai wieder eine Suche nach Waffen begonnen hat. Häuser und Wohnungen werden nach Waffen burchsucht. Im Westen, im bayrischen Biertel, fei begonnen morben. Bertreter der Kriminalpolizei feien bei den Durch fuchungen zugegen, bie sehr rüdsichtsvoll vorgenommen würden. Während der Waffensuche wurden die Bassanten auf der Straße angehalten und nach Waffen be: Kühlt. Diese Waffenfuche soll fortgelegt werden. Sie er. imvert an das Borjahr, wo die Rostegarde in die Wohnungen ein rang und Stahl, Für die richtige Auswahl ist der Besuch der Bücher- und Bilder: was sie stehlen. fonnte. Was das ausstellung der Freiheit" fehr zu empfehlen. Neben der außer schlimmste war, waren die Gemeinheiten, die gegen Arbeiter ordentlich reichen Auswahl an guten Büchern, wird durch fach begangen wurden, die in dem Verdacht standen, unserer männische Beratung dafür gesorgt, daß jeder das Richtige findet. Bartel Anzugehören. Alle waren Spartatisten, und die Reben wirklich guten Bilderbüchern für die kleinsten rajende Soldatesfa fnallte nieder, was sie gerade belam. find für die reffere Jugend eine große Menge sehr empfehMan versprach die berühmte Untersuchung; nichts ist ge lenswerter Jugendschriften vorhanden. Nach jeder Richtung forg schehen, und die Mörder sind frei ausgegangen, wie die der fältig ausgewählt ist die für Erwachsene zur Verfügung stehende Literatur. Ebenso groß ist die vorhandene willen 32 Matrosen in der Französischen Straße oder die in Mechter- schaftliche und parteipolitische Bücherei. Reu auf Städt- Eättelstädt. Keinem ist ein Haar gekrümmt worden. genommen ist fünstlerischer Wandschmud. Unsere Genoffen in der preußischen Landesversammlung hatten damals eine parlamentarische Untersuchungskommis fion beantragt, die auch beschlossen wurde. Die Kommission betrachtete ihre Aufgabe nur von dem einseitigsten Gefichts puntt, sobald unsere Partei ihren Vertreter ans dieser Kom mission zurüdzog. Sie tat recht daran, die Untersuchung wurde zur Farce. Soweit Berlin in Frage tam, beschränkte fich die Kommission auf die Januarvorgänge und ließ die Scheufäligkeiten in den Aprilwochen vollkommen außer acht. Dabei ftligte sich die Kommission auf den Polizeichef, den ehemaligen Minister Heine, auf den nachmaligen Herrn Done, der an den Sigungen teilnahm. Was unter dieser freundlichen Hilfe heraustommen würde, war vorauszusehen: eine Rechtfertigung der Polizeipraftifen und des Rosteregiments und eine Verrnglimpfung(?) der revolutionären Arbeiterschaft. Die heutige Waffenfuche wird sich in etwas anderen Formen abspielex, aber ihre wesentliche Spize wird fie gleichfalls gegen die Proletarier richten. Goldener Sonntag Der heutige Sonntag ist für die Geschäftswelt der sogenannte goldene" Sonntag, der letzte Sonntag vor Weihnachten, an dem die Geschäfte geöffnet sind und der die Kaffen der Geschäftsleute mit Gold füllen soll. Mit dem Gold hat es aber jetzt einen boppelten Safen. Erstens Gold nichts zu machen, und zweitens, das kauffräftige Bublifum ist arg zusammengeschmolzen. Der Bapiergeldstrom wird aller Boraussicht nach fein reißender Strom werden. Die arbeitende Klasse tann sich nicht das Allernotwendigste zum Leben faufen und woher soll das Geld für große Geschente tommen? Mo bas Geld zulangt, merden wohl in erster Linie praktische Geschente getauft oder gute Bücher, die den Menschen über die Monotonie des Alltags heben aber, was noch besser ist, ihn über Jeine Klaffenlage aufflären und zu einem überzeugten proletarijchen Kämpfer erziehen. Für die Angestellten in den Geschäften bringt der Tag Mehrarbeit und viele werben an diesem Tage baran benfen, daß sie nach Abwidlung des Weihnachtsgeschäftes überflüffig werden und Die Bücher und Bilderausstellung der Freiheit" ist täglich bis 7 Uhr abends geöffnet, am heutigen Sonntag von 1-7 Uhr, und durch ihre zentrale Lage, Breite Straße 8/8, von jeder Stadtgegend aus leicht zu erreichen. Distriktsobleute der Elternbeiräte. Montag, abends 7 Uhr, Sigung im Reichstagsgebäude, Obergeschoß, Zimmer 15a, Eingang Bortal II. Wegen der wichtigen Tagesordnung müssen alle 20 Verwaltungsbezirke vertreten sein. Verbands- Bildungstommossion. nefer sich für die Sizung am 9. Dezember d. J. Aften des Mag Nr. fitats verschaffen fonnte. Der Magistrat wird ersucht, gegen die fchuldigen Beamten einzuschreiten. Es war von Herrn Degener nicht gerade flug gehandelt, daß e mit den ihm zur Verfügung gestellten Aften in der Stadtverord neten- Versammlung paradierte. Natürlich müssen Aften aud Stadtverordneten zugänglich sein, um sich informieren zu tönnen Die Das soll aber nur mit Zustimmung des Magistrats geschehen. Aber gegange schließlich ist das nicht das Entscheidende. Ausschlaggebend ist bogen, 1 nuz, ob in den Alten Rachweise zu finden find über Unregelmäßig Reihe a feiten. In diesem Falle tommt die Sache in Frage und nicht digitatio Art, wie fich ein Mitglied der Stadtverordneten- Versammlunge bürg Einblid in die Aften verschafft. Sit etwas zu verbergen oder nicht Gelege bas ist die Frage. Und die muß rel lios beantwortet werden. Dit belonder Untersuchung, die eingeleitet werden soll, wird hoffentlich Klav Selbst fallen 1 heit bringen. 租 Sigung der Verkehrs- Deputation. In der gestrigen Sigung trigen der Verkehrsdeputation unter Vorsitz des Stadtbaurats Dr. in Mit a Abler wurde die Abgrenzung der Rechte der Deputation unas Do der einzelnen Verwaltungsräte eingehend besprochen und der det die städtischen Körperschaften vorzulegende Beschluß festgelegt. Ding lo Frage der Ausgabe von Freifahrtkarten war Gegenstand einhnten. gehender und sehr lebhafter Aussprache. Es wurde beschlossen, instige Zukunft Freifahrtlarten nur mit Lichtbild auszugeben. Die Mihung glieder der Bezirksämter und Bezirksversammlungen, die bisheachtun Freifahrtfarten hatten, erhalten auch weiterhin Karten für sämnem fiche Linien, jedoch auf Kosten der einzelnen Bezirksverwaltu bie gen und zum Preise von Dauerkarten für zwei Linien. Die Fragerausg der Ausgabe von ermäßigten Karten für Blinde und Invalider Dies wird in der nächsten Verwaltungsratssigung der Straßenbahn lebigt werden. Schließlich wurde in der Deputationssihung Organisierung der Straßenreinigung nach den Bezirken beschlo jen, wobei der Meinung allgemein Ausdrud gegeben wurde, bo lichen Interesse unbedingt anzustreben ist. eine Verringerung der Straßenreinigungs- Bezirle im wirtschaf Die Domäne andwi tgegen Um di e Deu e Beld Seleges Spiel m efinblic m 11. Die Aus tine hd mußte b Ueber die Zustände in der Heimstätte Gütergoh wird von tienten lebhaft Klage geführt. Wir haben uns mit den zuständ gen Stellen in Verbindung gesezt und die Klagen zum Zwed der Abhilfe übermittelt. Der Borfigende für das Gesundheits wesen, Bert Stadtmedizinaltat Dr. Rabnow, hat eine Ausspra mit den intereffierten Kreisen veranlaßt und wird sich der Sag annehmen. Damit ist zunächst auch ber 3wed erreicht, den be Patientenausschuß durch eine Veröffentlichung erreichen wollte aber da die„ Rote Fahne" nicht leben tann ohne uns in jede Nummer anzufläffen, mußte sie uns aus der Nichtveröffentlichung einen Vorwurf machen. Uns war es nur darum zu tun, den Be schwerdeführern zu helfen, und nicht nur zu frateelen. Weihnachtsfeier für religionslose Kinder des Südostens Dienstag, 21. Dezember, in Graumanns Festfälen, Naung Straße 27. Kassenöffnung 6 Uhr, Beginn 7 Uhr. Erwachsen Serren Der I altu Deutschr Dor, ber reunde pirtscha b. Di Zur Oberbürgermeisterwahl wird uns geschrieben: Die Tatsache, bag bie Rechtssozialisten im Wahlausschuß für den Kämmerer Bög gestimmt haben, qualifiziert fich als ein glatter Berrat an der sozialistischen Arbeiterschaft. Boß ist als Reaktionär befannt und es ist unerhört, daß es möglich ist, ihn als Oberbürgermeister zu präsentieren. Die Ablehnung unseres Kandidaten Weyl ist selbst vom Standpunkt der Rechtssozialisten nicht zu rechtfertigen. Went hat eine 20 jährige Erfahrung auf dem Gebiete der Kommune hinter fich, er ist also fein Neuling im Berliner Gemeindeleben. Sonft find doch die Rechtssozialisten nicht so, wenn es sich um Be fegung von Oberbürgermeisterstellen handelt. Herr Leinert, der jezige Oberbürgermeister von Hannover, ist auch fein geborener Berwaltungsbeamter, Herr Scheidemann, der Oberbürgermeister 75 Bfg., Kinder 30 Bfg. Arbeitslose mit Kindern fret.- Uebere von Kaffel, hat gleichfalls nicht die Laufbahn einers Berwaltungsschuß erhalten die Arbeitslosen. länge menschen durchlaufen. Seine Ministerherrlichkeit hat ihm noch Reinidendorf. Eine große Weihnachtsaufführung für Kind Rebner lange nicht die Kenntnis gegeben, die ein Oberhaupt einer Ge mit Kinovorstellung, Lichtbildervortrag, Theaterszene usw., atoke 2 meinde haben muß. Diese Kenntnisse fann man sich durch langDonnerstag, den 23. Dezember, abends 5 Uhr, in den Hubertus Infol jährige Tätigkeit und Erfahrung in der Gemeinde erwerben. Die falen, Reinidendorf- Oft, und eine Märchenvorlesung mit Liebe orte t Rechtssozialisten tönnen fachliche Argumente für ihr Berhalten bei zur Laute am Sonntag, den 26. Dezember, nachmittags 3 Uhr, ber Oberbürgermeisterwahl nicht ins Felb führen, jedenfalls ist ihr Ein der 5. Schule, Auguste Vittoria- Allee, Reinidendorf West. Hinweis auf die Notwendigkeit der Wahl eines Verwaltungstritt 50 Pf. für Kinder, Mt. 2 für Erwachsene. Erwerbslose habe beamten bunh bie Tatsachen als nicht stichhaltig erwiesen. gegen Borzeigung ihrer Stempelfarten mit ihren Kindern freies Butritt. Die vollsparteilichen Stadtverordneten im Roten Hause haben ber Stadtverordneten- Bersammlung einen Antrag unterbreitet, ber auf die Borgänge in der vorlegten Stadtverordneten- Bersammlung zurüdgreift. Der fommunistische Stadtverordnete Degener hatte bei der Begründung eines Antrages feiner Partei in bezug auf Neuanstellung von Beamten sich auch auf Aften des Magistrats bezogen und hatte auch solche Atten vorgezeigt. von Ennem und Genoffen haben beshalb folgenden Antrag eingereicht:„ Die Stadtverordneten- Berfammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, zu untersuchen, wie es möglich ist, daß ein Stadtverorde mi Berloren. Am Donnerstag ist unserem Branchenleiter be Reffelschmiede, Kollegen Richard Wahlamczyk, die Attentasche feinen fämtlichen Papieren, zwei Stempeln und Quittungen fü den Deutschen Metallarbeiter- Verband, abhanden gekommen. jeben Mißbrauch zu unterbinden, werden die Stempel hiermit fit ungültig erflärt. Falls jemand in ber Lage ist, über den Bet bleib obiger Sachen Auskunft zu geben, bitten wir, dieselbe unser Bureau, Linienstraße 83/85, gelangen zu lassen. 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Januar ift bod agen, um den Haushalt für Boltsbildung und Kunst und eine Imäßig Reihe anderer Gesetze zu erledigen. Dann geht es in die Wahlicht digitation. Im Aeltestenrat, der gestern zusammentrat, setzten mmlunge bürgerlichen Parteien durch, daß einige ihnen sehr unbequeme er nicht befehe nicht auf die Tagesordnung gebracht werden, man möchte en. Dit befonders das Hebammengesen und das Gesetz über die Klav Selbstbewirtschaftung der Domänen unter den Tisch fallen lassen. Das zeigte auch die Debatte im Plenum der Sigung trigen Landesversammlung. in Dr. ing Mit aller Entschiedenheit wandten sich die Rechtspartelen gegen on unas Domänengeses. Der Abgeordnete Weißärmel fürchtete, der de ah die Aufwendungen für Inventar ufm., für Selbstbewirtschajt. Dit ng so hoch feien, bak fie eine rationelle Bewirtschaftung nicht tb ein hnten. Dem trat Genosse Künstler energisch entgegen. Die fen, inftige Lage der Landwirtschaft geht aus der ungeheuren Er eihung der Brotpreise hervor. So sei eine landwirtschaftliche bishet achtung in Langenau bei Lindau in Baden im Jahre 1914 zu r jämnem Preise von 8400 m. verpachtet gewesen, in diesem Jahre paltu die Pacht auf 129 000 m. erhöht worden. Das müsse doch Frag rausgeholt werden. bit valider Die Rechtsparteien fürchteten die Selbstbewirtschaftung der Domänen, weil fie darin einen Anfang der Sozialisierung in der andwirtschaft lehen und sie sezten alle Sebel in Bewegung, dem tgegenzutreten. on uftänd 3wed dheits iprad Sag Den bet ahn e ing beschlo be, ba tschaft Um die Verabschiedung des Gefezes zu verhindern, beantragten e Deutschnationalen namentliche Abstimmung. Dadurch woüten Beschlußunfähigkeit herbeiführen, um die dritte Beratung des belezes und dadurch die Berabschiedung zu hintertreiben. Dieses Spiel wurde durchkreuzt durch einen Beschluß der in der Mehrheit efindlichen linken Seite des Hauses, bie namentliche Abstimmung 11. Januar vorzunehmen. Einige andere Geseze wurden an ie Auschüsse ohne Debatte verwiesen, nur bei dem Gesez, das tine höhere Befteuerung der Wanderlager will, ukte das Haus fich die Rede eines Mittelständlers. anhören. m jede Der wichtige Haushalt der landwirtschaftlichen Ver. altung fand trok seiner Bedeutung ein faft leeres Haus. Die lichung Deutschnationalen schidten Herrn von der Osten als Redner Den Be or, der in recht gewandter Weise die Interessen seiner agrarischen reunde zu verteidigen suchte. Seftige Angriffe auf den Landirtschaftsminister, die man erwarten fonnte, blieben aus. Herr d. Often forderte die Heranschaffung von Wanderarbeiter. Die Sache berren Agrarier sehnen sich nach den billigen und willigen pollichen Arbeitern und verlangen außerdem eine Ber= ingerung der Arbeitszeit in der Landwirtschaft. Der Rinbe Rebner der Rechtssozialisten, Abg. Warbe, legte bar, daß viele D., atoke Landwirte bie Ernährung fabotieren. bertus wollte boftens Laung Ueber Infolge norgerüdter Zeit fonnte Genosse Künstler nicht mehr zu Liebe Borte tommen. Die nächste Sigung findet am 11. Januar statt. Uhr, in Cin haben freien er bet che mi Ben füt 12. 21m mit fit en Bet etbe a band Den Umlernern gewidmet Ein Forscher hat von seinen Reisen einst Sich ein Chamäleon nach Haus gebracht Und macht' es seinem Neffen zum Geschente. Der nimmt's mit Dank und staunt es selig an, Erprobet oft mit Farben sehr verschieden Die vielgerühmte Fähigkeit des Tieres. Als der Profeffor einft nach Sause tam ,. Fand er das arme Tier nicht mehr am Leben. Der Neffe hatte, um es zu versuchen, Auf ein vielfarbig Tuch das Tier gefekt. Da quält es sich umsonst, und im Bestreben ,. Zugleich fich a 11en Farben anzupassen, Fand es den Tob! Und wie nun die Moral? Mer ohne Rüdgrat sich charakterlos Jebweber Strömung anzupassen sucht, Dem broht das Schidjal des Chamäleons. 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Er war mit dieser Arbeit fast fertig, als plöglich ein Arbeiter der Firma Orix aus dem Betriebe tam, dem Flugblattverteiler die Zettel entreißen wollte und handgreiflich gegen ihn vorging. Er forderte den Kollegen auf, die Straße zu ver= lessen, sonst würde er ihm den Schädel einschlagen". Der Kollege ließ sich aber nicht verblüffen, sondern erklärte, daß er auf offener Straße sich von niemand Borschriften machen lassen würde. Darauf zog sich der Angreifer in den Betrieb zurüd. fehrte aber nach kurzer Beit mit zwei handfesten Revolutionären" zurüd, von denen der eine fich sofort auf den Flugblattverbreiter stürzte und ihn zu Boden warf. Der Ueberfallene rief nunmehr, am Boden liegend, der Angreifer auf ihm, um Hilfe und nun ließ der Rohling von seinem Opfer ab. In dieser menschenleeren Straße ist des Morgens so wenig Verkehr, daß es leider nicht möglich war, die Fana fiter der Firma Rusch sofort festzustellen; es wird sich aber noch Gelegenheit bieten, diese Burschen zur Verantwortung zu ziehen. Gewerkschaftliches Bersammlung der Post- und Telegraphenbeamten und -beamtinnen In der am 17. Dezember in der Brauerei Happoldt überaus zahlreich besuchten Versammlung referierte Ried über die allge meine Notlage der Post- und Telegraphenbeamten und gab an schließend ein Bild der Zersplitterung der Beamtenschaft, das sich nicht wiederholen darf. Dazu ist in erster Linie notwendig, daß der Standesdunkel innerhalb der Beamtenschaft verschwindet. Was den gelernten und ungelernten Arbeitern möglich ist, sollte auch den Bostbeamten gelingen. Zu diesem 3wede muß die Einheitsgewertschaft geschaffen werden. Der Referent warnt die Regierung und das Parlament zu glauben, daß es so weiter geht wie bisher. Es muß durch den Deutschen Beamtenbund eine flate Stellungnahme zum Streiterlaß der Regierung gefordert werden. In der bisherigen Zersplitterung der. Beamtenschaft lag ihre Schwäche, im Zusammenschluß ihr Sieg. Genosse Hoffmann gibt bekannt, daß in Baden die Einheitsgewerkschaft gegründet jet. Es sind aus Karlsruhe und Pforzheim Begrüßungstelegramme eingelaufen, die die Hoffnung aussprechen, daß die Einheit auch in Norddeutschland unter Führung Berlins zustande tommen möge. Die durchaus rege Aussprache ließ feinen Zweifel darüber, daß die Postbeamten nicht gewillt find, sich das Streitrecht nehmen zu lassen. Wenn der Reichsfinanzminister verfügt, daß vom 15. Dezember ab das Januargehalt ausgezahlt werden soll, so besteht doch kein Zweifel darüber, daß den maßgebenden Stellen die Notlage der Bostbeamten bekannt ist. Nachstehende Entschließungen werden einstimmig angenommen: „ Die am 17. Dezember in der Brauerei Happoldt, Sasenheide, versammelten Postbeamten und beamtinnen legen gegen die von der Regierung und dem Reichstag beschlossenen Maßnahmen zur Beseitigung der unter der Beamtenschaft herrschenden Notlage schärfste Verwahrung ein. Durch die Vorschußzahlung vom 15. Dezember beweist die Regierung selbst ihre Verlegenheit und bezeugt, baß der Kampf um die Teuerungszulagen nur aufgeschoben wor ben ist. Die bisher befannt geworbene Saltung des Deutschen Beamten bundes in diesem Kampfe fordert unseren schärfsten Protest heraus. Wir verlangen als nächste unerläßliche Maßnahmen: Protestfundgebungen im ganzen Reiche gegen bie Bebrohung des Koalitionsrechts durch bas Streitverbot der Regierung, fofortige Bil bung einer einheitlichen entschlußträftigen Führung und Urabstimmung in den Betrieben über bas legte gemertschaftliche Mittel: den Streit. Um aus dem Elend der organisatorischen Zersplitterung der Postbeamtenschaft, die einen großen Teil der Schuld an der 3er Sonntag, 19. Dezember 1920 fahrenheit der Verhältnisse trägt, herauszukommen, stellt die BerJammlung die Forderung, daß sofort an die Schaffung einer Ein heitspost gewettschaft mit Ernst und Eifer herangetreten wird. Nur durch engstes Zusammengehen aller dazu bereiten Organis sationen und durch engste Anlehnung an den Verkehrsbund kann ber immer größer werdenden Gefahr der Einflußlosigkeit der Posts verbände vorgebeugt werden. Im Hinblid auf den Ernst der Lage, die tatkräftiges Handeln verlangt, wird jeder Versamm lungsbesucher verpflichtet, in seiner Organisation an der sofortigen Vereinigung zur Reichspostgewerkschaft mitzuwirken." ,, Die am 17. 12. 20 in Happoldts Brauerei zahlreich versammel. ten Postbeamten und-beamtinnen aller Grade verlangen, daß die Zentralvorstände der Postberufsorganisationen sofort die Ver einigung zu einer Reichspotgewerkschaft in die Wege Das in Berlin gebildete Sekretariat der Reichspostgewertschaft erhält den Auftrag, mit den Anhängern der Einheits. gewertschaft eine ständige Berbindung herzu tellen und zu diesem Zwed die sofortige Fühlung mit den An hängern des Einheitsgedankens im Reiche zu fördern. Das Ges wertschaftssekretariat wird auch aufgefordert, diesen Willen der Versammlung den Zentralvorständen zu unterbreiten und mit Nachdruck an der Vereinigung der Verbände zur Reichspostgewerk. schaft mitzuarbeiten." Gegen den Eisenbahnertarif Abseits aller theoretischen Abstraktionen über das Zustandes fommen von Industrieverbänden ist durch eine Protestversamms lung der Verwaltungsarbeiter des Reiches und Preußens eins berufen som Deutschen Transportarbeiterverband, welche sich gegen einen Beschluß des Reichstabinetts wandte, der Verkehrsbund aus dem papiernen Dasein der Resolution und Beschlüsse in die lebende Wirklichkeit getreten. Referierend über das Thema:„ Der Eisenbahnertarif und was ist zu tun?" erläuterte A pitsch vom Eisenbahners verband die Entstehung des Reichs- Eisenbahner- Tarifes und wies auf die Echwierigkeiten hin, welche zu überwinden waren, wenn es sich darum handelte, selbst eine unwesentliche Verbesserung, set es sozialer oder finanzieller Art, durchzusetzen. Ferner betonte der Referent u. a., daß der Kampf der Ver waltungsarbeiter gegen die Eingliederung einer Lohngruppe VIII in den Verwaltungsarbeiter- Tarif von seiten des Eisenbahners verbandes volle Würdigung finde und gab der Erwartung Ausdrud, daß in nicht allzu ferner Zeit alle bei Reich und Staat Bee schäftigten innerhalb des Verkehrsbundes erfaßt würden, als ein lebendiges Beispiel, wie aus den natürlichen Verhältnissen ökonos mischer Art die Vorbedingungen für das Zustandekommen einer Industrieorganisation gegeben sein müssen. Nachdem Oltersdorf vom Deutschen Transportarbeiters verband einen Bericht über den Stand der Lohnbewegung gab und Rampf, fand unter stürmischer Zustimmung der überfüllten Ber die Versammelten aufforderte, bereit zu sein für den kommenden sammlung folgende Entschließung einstimmige Annahme: ,, Die am 17. Dezember 1920 versammelten Verwaltungsarbeiter Entrüstung Kenntnis von dem Beschluß des Reichstabinetts, unter und arbeiterinnen des Reiches und Preußens nehmen voll tiefster allen Umständen eine Lohngruppe VIII in den Reichstarif der Berwaltungsarbeiter einzugliedern, um diese somit als Objekt für eine fünftige. Verschlechterung des Eisenbahnerlohntarifes zu ge brauchen. In treuer Solidarität gegenüber den Eisenbahnerkollegen haben die Versammelten seit Anfang Oktober gegen ein derartiges Anfinnen gekämpft mit dem Opfer, bis zum heutigen Tage noch teinen Pfennig an Ueberteuerungszuschlägen erhalten zu haben. Sollte sich das Kabinett auch fernerhin, jedes Rechtsprinzip verleugnend, gegenüber den bescheidenen, berechtigten Forderungen der Versammelten ablehnend verhalten, geloben diese, in Kon sequenz einer derartigen Herausforderung des Kabinetts, dem Rufe der Organisation folgend, selbst vor den letzten ihnen zu Gebote stehenden Mitteln, im Kampfe um ihre Existenzmöglichkeit, nicht zurückzuschreden." Gewerkschaftsvorstände( Gewerkschaftskommission, Afa Ortsfar tell), sowie die Delegierten beider Körperschaften, Obleute und Vorsitzende der Angestellten und Betriebsräte. Am Montag, den 20. Dezember, abends 6 Uhr, findet in der Neuen Welt, Sasenheide( fleiner Saal) eine Versammlung statt mit des Tagesordnung: 1, Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, Re ferent: Genosse Dr. Her. 2. Bericht über die gefordertes Nachtzuschläge wegen der Stromversorgung. Für die Gewerb schafts- Delegierten gilt als Legitimation die überfandte Cine ladung. Für die Betriebsräte außer Mitgliedsbuch auch die Be NJSRAEL BERLIN C, Spandauer Str. 16 Gegründet 1816 Wer BERLIN C, Königstrasse 11-14 Gegründet 1815 preiswerte, praktische Geschenke kauft- beschenkt zugleich sich selbst Wirkwaren Kragenschoner Kunstseide, gestreift...... 57.Schal Reinw., gestrickt, farb. 87.Damen- Strickjacke... 165.Kinder- Leibhöschen 10.75 Beinkleider für Knaben u. Mädchen 10.75 Kleiderstoffe Bedruckt. Velours Mtr. 17.Tennisflanell Mtr. 17.50 Dirndlstoffe ...... Mtr. 17.50 .... o Gingham 100 cm.... Mtr. 24.Popelin mit Kunstseide. Mtr. 33. klein kariert Taschentücher Weiß. Batist mit Hohlsaum f. Herren 45 × 45, St. 5.75 Weiß. Batist mit farbig. Kordelrand für Damen, St. 2.95 Weiß. Batist mit Hohlsaum u. gestickter Ecke Serie 2.65$ 3.95 Sale 4.95 Hauswäsche Tischtuch Reinleinen Hausmacher Jacquard ,. 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Afa Ortstartell Groß- Berlin. Gewerkschaftstommiffion Berlins und Umgegend. Der Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe 2, hat im Einvernehmen mit dem Betriebsrat der Neuköllner- Groß Sandelsgesellschaft folgende Vereinbarung getroffen: Die Vertaufsstellen der Neutöllner- Großhandelsgesellschaft bleiben entgegen dem früheren Beschlusse am Sonntag, den 19. 12. 20 ge= chlossen. Eine Ausnahme davon macht die Kleider Berkaufsstelle, welche auch teilweise dem Magistrat untersteht, um der arbeitenden Bevölkerung das Eintaufen von Kleidungsstücken zu billigen Preisen zu ermöglichen. Die Neuköllner- Großhandelsgesellschaft geht in diesem Beschluß solidarisch mit der Konsumgenossenschaft Groß- Berlin: Weihnachtsunterstügung im graphischen Hilfsarbeiterverband. Ein erfreuliches Zeichen von Solidarität für ihre arbeitslosen Kolleginnen und Kollegen haben die Berliner graphischen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen bewiesen. Durch Sammlungen unter ben arbeitenden Mitgliedern ist für die Opfer der Wirtschaftstrise die nennenswerte Summe von 120 000 Mart aufgebracht worden. Hierdurch ist es möglich, jedem Arbeitslosen nach der Dauer seiner Erwerbslosigkeit eine Weihnachtsspende von 125 bis 325 Mart zu gewähren, und für jedes Kind 25 Mart extra. Alle, bis zum 20. Dezember im Arbeitsnachweis Eingetragenen oder nach dem 15. November in Arbeit Getretenen haben Anspruch auf diese Unterstügung. Die invaliden Mitglieder sollen 250 Mart und alle über 15 Wochen franken Mitglieder 100 Mart erhalten. Die Auszahlung dieser Ertraunterstügungen findet gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches am Montag, den 20. und Dienstag, den 21. Dezember, vormittags von 9 bis 1 Uhr, im Bureau, Alte Jakobstraße 5, statt. Die Ortsverwaltung. Arbeitslose Mitglieder des Deutschen Bauarbeiter Verbandes, Berein Berlin. Die Auszahlung der Weihnachtsunterstützung für die vom 4. Oktober bis 18. Dezember mindestens 5 Wochen arbeitslos gewesenen Mitglieder erfolgt am Mittwoch, den 22. Dezember. Für die beitragsfreien und von der Krantentasse ausgesteuerten Mitglieder erfolgt die Auszahlung am Donnerstag, den 23. Des zember. Diese Unterstügung muß bis spätestens 15. Januar ab gehoben sein. Des weiteren diene den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Fortsetzung der am 6. Dezember vertagten Versammlung der Obleute, Generalversammlungs- und Baudelegierten am Montag, den 20. Dezember, abends 6% Uhr, im„ Dresdener Casino", Dresdener Straße 96, stattfindet. Der Vereinsvorstand. Aus den Organisationen 1. Diftritt. Die Genossen werben auf die reichhaltige Bücherausstellung beim Genossen Krüger, Wasserthorstr. 41, aufmerksam gemacht. Die Ausstellung ist auch heute Sonntag nachmittag- geöffnet. 2. Sitritt. Montag 28 Uhr bei Wiemers, Bülowftr. 58, außerordentliche Funk tionärfonferenz. 2. Didrift. Kommunale Kommission. Montag, den 20. Dezember, abends 7 Uhr, Sigung bei Wiemers, Bülowftr. 58. 2. Diftritt. Die Sammelliste Nr. 21. zur Weihnachtsbescherung am 27. Dezem ber, ausgegeben an C. Jegold, it fofort anzuhalten und abzugeben an ben Kaffierer Otto Döring, 57, Steinmegitr. 23. 5. Diftritt. Die Genossen werben auf die reichhaltige Bücherausstellung beim Genossen Krüger, Wasserthorstr. 41, aufmerksam gemacht. Die Ausstellung ist auch heute Sonntag nachmittag geöffnet. 6. Diftritt. Heute vorm. 10 Uhr wichtige Sigung des gesamten Dikrift. Borstandes, der Abteilungs und Bezirksführer bei Gallas, Barnimftr. 20. 8. Diftritt. Seute nachmittag 4 Uhr Weihnachtsbescherung der Kinder unserer ermerbstojen Genossen in der Schulaula Rigaer Straße 8. Gäste willkommen. Dienstag, den 21. Dezember, abends 7 ühr, bei Rettschlag, Schreinerfte, 18, Borstandsligung mit Attionsrat. Abteilungsobleute ber Lommunalen Kommiffion werden ersucht, teilzunehmen. & Diftritt, 2. Abteilung. Montag, ben 20. Dezember, abends 7 Uhr, Abteilungsverfammlung in der Schule Petersburger Str. 4. Referent Genosse Stimming. Das Erscheinen aller Genossen ist unbedingt erforderlich. 3. Diftrift. Kinderschußtommission. Montag 7½ Uhr bei Scheibe, Pasteurstr. 2, Gigung. Erscheinen dringend notwendig. 10. Siftritt. Die Rämpferin" ist abzuholen vom Genoffen Aud. 14. unb 15. Dijrit. Bildungstommission. Die Kinder, bie bie Weihnachtsfeier besuchen wollen, bie heute Sonntag um 3 Uhr in der Guerideftr. 32 in Charlottenburg stattfindet und feine Führung haben, versammeln sich um 2 Uhr am Arienerbenfmal im fleinen Tiergarten. 16. Diftrift. Die Weihnachtsbelcherung für die Kinder der arbeitslosen Ge nossen findet heute nachmittag 4 Uhr in der Schulaula Müller Ede Triftstraße statt. Eintritt 50 Pfg. Mariendorf. Sigung des Bildungsausschusses ist heute Sonntag nagmittag 5 Uhr im Zimmer 25 des Rathauses. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen aller an der Weihnachtsbescherung der Kinder und der Erwerbslosen beteiligten Genossen unbedingt erforderlich. Bereinskalender Ortsgruppe Berlin bes Arbeiter Abstinenten- Bund. Am Montag, ben 20. De Jember, abends 7 Uhr, Versammlung im Köllnischen Gymnasium, Insel Ede Wallstraße. Vortrag des Genossen Haase: Wirtschaftliche und soziale Berhältnisse in Stalien. Surerband ber Schwerhörigen. Montag, ben 20. Dezember, abends 7% Uhr, Gäste Weihnachtsfeier in der„ Reuen Philharmonie", Copenider Straße 96. willkommen. Zentralverband der Schuhmacher. Betriebsräte und Obleute wollen die neuen Legitimationstarten im Bureau abholen. Zentralverband der Schuhmacher. Friedrichstädtische Makarbeiter. Branchen versammlung am Montag, den 20. Dezember, abends 27 Uhr, im Gewertschafts haus, Saal 1. Lertrauensmännercersammlung um 48 Uhr im Bureau. Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 11 a- b( Holz und Möbelindustrie und Handel). Funktionärversammlung am 20. Dezember, abends 7% Uhr, im Verbandslotal, Belle- Alliance Str. 7.10. • Theater- Spielplan Der Berliner Bühnen 012 Die.8 einmal. 10,- 21 bezug 1 bezogen uglic Redak Bom Conning, ben 19., bis Montag, den 27. Dezember. Rachmittagsrerstellungen cm 25. und 26. Dezember. Wechselnder Spielplan. Opernhaus. 19. Fibelio. 20. Rigoletto. 21. Mab Butterfly. 22. Ritter Blaubart. 25. Mida. 26. Tristan und 3folde. 27. ign Echauspielhaus. 19., 25. Richarb der Dritte. 20., 22. Kreuzweg. 21. Coriol 23. Veer Gynt. 26. Kronprinz. 27. Die Journalisten. Dentiches Theat 18., 25. Der Arzt am Scheibeweg. 20. Fauft( 1. Teil). 21. Stella. 22. 26. Casar und Cleopatra. 27. Don Carlos. Rammerspiele. 10., 25. an allem fchuld, Die Spieler, Der Heiratsanitag. 20., 22., 26., 27. Der Schel haufen. 21. Frühlings Erwachen. 23. Die Büchte der Bandora. Großes 640 Spielhaus. 19., 28. Julius Cajar. 20., 21., 22., 23. Jebermann. 25., 27. Dani Leffing- Theater. 20. Amphitzgo. Gonft: Flamme. 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