m. H. 21 and bet zember Tolleger blungs ngen. 21. De mmlung Geweth elche is iffion. t, wi gruppen Demos e Brob Wind ung füt abge rit vom 73 bet Gramm rfloden, hädigte: Mais Martes für bie Ber orft. reibelt H net eifen rekt a Einzelpreis 30 Pfg. 3. Jahrgang Ste Frethett erfcheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montage einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin 10,- m. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 M. Für Bosts Unter Streifband bezug nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. bezogen für Deutschland und Österreich 16,50., für das übrige Ausland 21,50 m. uzüglich Baluta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Ofterreich 30,-. Redaktion, Expedition und Berlag: Berlin C 2, Breite Straße 89. Dienstag, 21. Dezember 1920 Nummer 542 . Morgen- Ausgabe De achtgespaltene Roxpareillezette obet beren Raum koftet 5,-. etnfchliegt Seuerungszufchlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2,-., febes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Angeigen laut Tarif, Familien Anzeigen und Stellen Gefuche 3,20 m. netto pro Beile. Stellen Gefuche in Wort- Anzeigen das fettgedruckte Wort 1,50 m., febes weitere Wort 1, Zernsprecher: Bentrum 2030, 2645, 4518, 4803, 4635, 4648, 4921 greiheit Berliner Organ Der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Die Russische Wirtschaft Aufruf der Regierung Mostau, 16. Dezember. Ein Aufruf der Regierung verweist auf die schwere Lage der Metallindustrie. Jm vorigen Jahre arbeitete nicht ein einziger Hochofen; in diesem Jahre seien fünf Hochöfen im Be trieb, die ungefähr drei Millionen Pud Metall liefern, das heißt drei Prozent der Produktion vor dem Kriege. Die Metallindustrie brauche ungefähr 20 000 Arbeiter. Etwas besser sei die Lage der Textilindustrie, die im vorigen Jahre in Anbetracht des Mangels an Baumwolle fast vollständig still lag. Heute habe die rote Armee Turkestan befreit und Rußland habe ungefähr drei Millionen Pud Baumwolle zur Verfügung. Die Produktion müsse in allen Zweigen mindestens auf die Hälfte der Produktion vor dem Kriege erhöht werden. Nikolajew, 16. Dezember. Die Regierung der Ukraine hat an die Ministerien des 227 Auswärtigen in Bukarest, Sofia, Belgrad, Konstantinopel, Athen, rechts Wien, Prag, Riga, Reval, Berlin, Paris und Rom einen Funt pruch gerichtet, in dem es heißt: 3. Ebne. reife. Uhr. Grauen! on Luife nd unf gen Ci Don De 1, Breitt inden Wa Di uch von See un gebund Jex durd ibeit aße 8 rl Vid ( 15, Jan de Da En Unte Rit Bo . Gege 31 be handlu Breit Genoff ritimmet Niemey ichelinten et thr Rerio rnbeirat ng, rch 9. Beg ebol age # 1 gen it. Jezt, wo die Beendigung des Krieges neue Kräfte freimacht und neue Mittel gibt, wird die Macht der Arbeiter und Bauern mit noch größerer Energie ihr Wert des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und der Forderung des Wohlstandes ber Massen fortsetzen indem sie die ungeheuren natürlichen Reichtümer des Landes ausbeutet. In der Annahme, daß dies Wert den Interessen aller Bölfer und aller Regierungen entspricht, schlägt die Arbeiter und Bauernregierung der Ukraine allen Regierungen und besonders den Regierungen der angrenzenden Länder im Interesse des allgemeinen Friedens vor, zur Wiederherstellung der normalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit der lozialistischen ukrainischen Sowjetrepubli! in Verbindung zu treten, wie Polen und Georgien schon jetzt mit der Utraine in Verhand lungen stehen." Deutschlands Finanz- und Wirtschaftslage Die Beratungen in Brüssel Auf der Brüsseler Reparationstonferenz legten die deutschen Sachverständigen, Ministerialdirektor Le Suire, Dr. Mel= hior, Bankdirettor von Staub, Generaldirektor Cuno, Staatssekretär Schröder und Reichsbantpräsident Haven: tein, gestern in ausführlichen Reden ihren Standpunkt bar. Dr. Melchior behandelte das Thema der Liquidation des deutschen Eigentums im Auslande und erklärte, er würde es schon für einen bedeutenden Fortschritt halten, wenn die Alliierten zwei Grundläge anerkennen würden: 1. Soweit ders artige Maßnahmen noch nicht durchgeführt sind, sollen sie unterbleiben, und 2. soweit Güter sequestriert aber noch nicht liquidiert find, sind sie in natura, bei schon erfolgter Liquidation ist der er zielte Gegenwert zurüdzugeben. Generaldirektor Cuno wies auf die Nachteile hin, die der Berlust der Handelsflotte für die deutsche Wirtschaft bedeute. Die deutsche Handelsflotte sei vor dem Kriege etwa 5,3 Millionen Registertonnen groß gewesen, während sie heute nur Die Zurüderstattung noch 300 000 Tonnen umfase. eines Teiles der Flotte würde nicht nur die Arbeitslosigfeit in den Kreisen der seemännischen Bevölkerung, sondern auch in der industriellen Arbeiterschaft überhaupt erheblich vermindern. Staatssekretär Schröder gab ein Bild von der anwachsen= den schwebenden Schuld Deutschlands. Diese habe sich Don April 1919 bis Ende November 1920 in ständiger Progression gesteigert und mehr als verdoppelt. Sie betrug Ende November 147 Milliarden und sie werde sich bis April 1920 noch um weitere 25 Milliarden vermehren. Der Papiergeldumlauf, der im Rovember 1919 76,5 Milliarden betrug, ist im letzten Jahre allein um 26,5 Milliarden gestiegen, d. h. um fünfmal so viel als der gesamte Umlauf von Metall- und Papiergeld vor dem Kriege. Sowohl Staatssekretär Schröder wie Reichsbantpräsident Savenstein gaben der Ansicht Ausdrud, daß unter bestimmten Voraussetzungen der Berfall Deutschlands in völlige Banknotenwirtschaft und damit der praktische Bankrott ve'r mieden werden tönne. Als Mittel zur Vermeidung dieses Bankrotts bezeichneten He nur Arbeit und Sparsamkeit, nicht nur im Staats- sondern auch im Privathaushalt und vor allem Rüdsichtnahme auf die Lage Deutschlands bei der Bemessung der Kriegsentschädi= 8ung. Havenstein hob noch hervor, daß es das traurigste und ernsteste sei, daß die Einfuhr der notwendigen Rohstoffe und Lebensmittel bereits eingeschränkt werden müsse. Es tönne noch so tommen, daß die Einfuhr nach Deutschland nur noch im Wege des Tauschhandels möglich sein werde. Die Prawda" über die Konzessionen DA. Moskau, 20. Dezember. In der„ Prawda" wird die Konzessionsfrage tommentiert und folgendes angeführt: Das Kapital des Westens fann nach erlangter Konzession in Rußland seinen Gewinn durch Waldbewirtschaftung zu außerordentlicher Höhe steigern. Im Dienste des Warenaustausches zwischen Rußland und dem Westen erhielte es im allgemeinen nur den Sa'n dels profit. Befaßt es sich jedoch selbst mit der Bearbeitung der Wälder, so erhält es außer diesem Sandelsprofit noch den sog. Unternehmergewinn, d. h. der industrielle Unternehmergewinn täme zu dem Handelsunternehmergewinn hinzu. Außerdem aber erhielte das Kapital des Westens noch einen bedeutenden Zuschlag, über dessen Höhe man sich nur eine ungefähre Vorstellung machen kann. Diesen Zuschlag gewönne es aus der Grundrente. Unter wie günsti gen Umständen für Sowjetrußland auch die Konzessionsverträge geschlossen wurden, einen bedeutenden Teil der Grundrente wird es dennoch den Konzessionären überlassen müssen. Bei dem Mangel an Wäldern, Baumaterialien und Zellulosen usw. im Westen wird diese sehr hoch sein. Die Konzeffionäre werden in fürzester Zeit das angelegte Rapital zurüidzugewinnen und einen beträchtlichen Reingewinn erzielen. Die Waldbearbeitung ist aber nur ein Beispiel unter vielen, bei anderen Unternehmungen würden sie dasselbe Resultat erzielen. Hierbei würde sich dasselbe abspielen wie in der Frage des Warenaustausches. Sobald ein größeres Land mit uns Handelsbeziehungen anknüpft, wird natürlich unter den anderen Staaten der Konkurrenzneid erwachen und sie werden fürchten, daß dieses Land unseren Markt beherrschen und ihn für fich monopolifteren wolle. Ebenso würde der Vertragsabschluß über Konzessionen mit einer der Kapitalmächte ein Ansporn für die übrig'en Gruppen sein. Die Konzessionen, die den amerikanischen Finanzgruppen erteilt werden sollen, sind imstande, bei der europäischen Bourgeoisie die nicht ganz unbegründete Furcht zu erweden, daß sie zu fünftiger Erstartung und Erweiterung der„, wirtschaftlichen Vergewaltigung" Amerikas führen tönne. sei in der Tat sehr wahrscheinlich, heißt es, daß von den Alliierten Borschläge zur Silfeleistung an Deutschland gemacht werden, sobald die Deutschen volles Licht über ihren Standpunkt verbreitet haben werden. Eine weitere Meldung besagt: Der Eindruck in Konferenzkreisen war am Sonnabend offensichtlich gut. Der Sonnabend bedeutet tatsächlich den ersten Schritt auf dem Wege zu Lösungen, die zweifellos nicht ohne Schwierigkeiten werden erreicht werden können, deren tatsächliche Auffindung aber nicht mehr unmöglich ist; es ist eine solide Basis für die Erörterung geschaffen worden. Es bleibt abzuwarten ob der weitere Verlauf der Beratungen dieses rosige Bild bestätigen wird. Brüssel, 20. Dezember. Der Sonderberichterstatter der„ Agence Havas" meldet: Während des heutigen Bormittags wurden die Unterredungen zwischen den Sonderbeauftragten der Verbündeten und der Deutschen fortgesezt, anscheinend jedoch ohne zu endgültigen Er gebnissen zu führen. Man hatte gestern die Absicht, heute nachmittag vier Uhr eine Volljigung stattfinden zu lassen, aber gegen Mitag teilte der Getretär der Konferenz mit, daß heute eine Sigung der Alliierten Abordnungen stattfinden würde. Vielleicht würden sodann die deutschen Vertreter nicht vor Mittwoch zu weiteren Darlegungen aufgefordert werden. Unter diesen Umständen wird es fraglich, ob die Konferenz noch zu dem urs sprünglich vorgesehenen Zelipunkt, also vor Weihnachten, auseinander gehen kann. Zwei weitere deutsche Sachverständige sind inzwischen in Brüssel eingetroffen, nämlich der Sekretär des Deut schen Gewerkschaftsbundes, Silberschmidt, als Vertreter der Arbeitnehmer und Bergrat Hilger als Bertreter der Kohlenerzeuger. Der zweite französische Vertreter, Schlensson, ist wieder nach Brüssel zurückgekehrt. Die französische Delegation entgegenkommend? Mailand, 19. Dezember. In einem Pariser Bericht des Corriere della Sera" wird die entgegenkommende Haltung der französischen Regierung bei den Besprechungen in Brüssel hervorgehoben. Während der Schadenerjagausschuß sich in seinen anmaßenden Forderungen bis zu 230 Milliarden Goldfrants verstiegen habe, hätten die beiden Be amten, die sich im Auftrage der französischen Regierung nach Brüssel begeben hätten, die Anweisung erhalten, sich versöhn tennen zu geben, daß die Pariser Regierung ernsthaft wünsche, zu lau zeigen und im Laufe der Berhandlung nach ungeons einem günstigen Uebereinkommen zu gelangen. Vor allen Dingen habe die Regierung Frankreichs nicht die Abficht, die Forderung phantastisch auf die Spike zu trei ben, um auf jeden Preis zu neuen militärischen Besetzungen besonders des Ruhrgebietes zu gelangen, sondern sie wolle in Brüssel Beweise eines prattischen Verständnisses ablegen. Da auch die Kommentare der französischen Bresse ertennen lassen, daß man in den Ausführungen der Rede bes Staats. Jefretärs Bergmann einen Weg für weitere praktische Erörte rung sehen fönne, hat sich die Soffnung verstärkt, daß in Brüssel Die Stimmung auf der Konferenz wird in den offiziellen Melbungen von Havas und Reuter sehr optimistisch beurteilt. Es doch eine Einigung erzielt werden wird. Konzessions- Kommunismus Bon L. Martow. Wie bekannt, hat die Sowjetregierung ein Gesetz über die Konzeffionen veröffentlicht, die zur Ausbeutung der Naturschätze Rußlands an die ausländischen Kapitalisten zu vers geben seien. In einem Kommentar zu diesem Gesetz erkennt die russische Regierung an, daß ohne die Hilfe des ausländischen Kapitals Rußland außerstande sei, seine Produktionss fräfte zu sammeln und zu entwideln. Sie fordert die auslän dischen Kapitalisten auf, die gebotene Möglichkeit auszus nügen, indem sie ihnen das fommunistische Land als das Schlaraffenland für die Profitmacherei anpreist. Um den Kas pitalisten jeden Zweifel zu nehmen, enthält das Gesetz bes stimmte Garantien gegen Konfistationen oder Requisitionen der in diesen Unternehmungen angelegten Kapitalien. Den Konzessionären wird ferner erlaubt, in der Lohnfrage mit den Arbeitern besondere Abmachungen zu tref fen, d. h. sie brauchen sich nicht an die tarifmäßigen Marimal Löhne zu halten, die zu niedrig sind, um einem Unternehmer tüchtige Arbeitskräfte zu sichern. Nachdem die Sowjetregierung auf diese Weise die ganze Küste Nord- Ostsibirens der Firma Vanderlip in die Hand gegeben hat, führt sie Verhandlungen über weitere Konzessionen mit einigen Kapitalistengruppen Englands, Schwedens, Kanadas und Norwegens. Diese Konzessionen, über die der als Sachverständiger an der Mission Krassings beteiligte Genosse Liebermann im Bolkswirtschaftsrat berich tete, beziehen sich hauptsächlich auf die Ausbeutung der Wäl der in Nordrußland. Schon nach diesem Bericht ging man Soweit, mit den skandinavischen Kapitalisten die Frage der Gründung eines internationalen Holz Export Rin. ges erörtern, in den die Unternehmerorganisationen Schns und Finnlands, sowie die Sowjetregierung ein treten sollten weds Monopolisierung des Marktes und Festsetzung der Weltpreise". Nach einem Moskauer Radio vom 1. Dezember schlägt die Sowjetregierung als Objekt weiterer Konzessionen etwa 8 Millionen Heftar Wäldereien in Sibirien vor( Tobolst und Jenisseist), ferner Eisenerze im Tobolst- Gebiet, Kohlen im Kuznett- Bezirk( Westsibirien) und ca. 8 Millionen Hettar zum Aderbau geeignete Ländereien im Ural- und Dongebiet sowie in Westsibirien. Es scheint also, daß die Sowjetregierung einen großen Plan ausgearbeitet hat, um auf dem Wege der Wiederhers stellung der Produktivkräfte Rußlands endlich etwas zu er reichen, nachdem durch drei Jahre unsinnig- utopistischer Polis tif die Produktion in den Zustand völliger 3erüttung ges Tommen ist. Denn der Zwed aller dieser Konzessionen ist in erster Linie, die Exportmöglichkeiten Rußlands zu vermeh ren, und so Maschinen und Materialien zu erlangen, die notwendig sind, um die völlig ruinierte Großindustrie zu retten und das Transportwesen wieder zu heben. Insoweit fann man den Entschluß der Sowjetregierung billigen und hoffen, daß sie einigermaßen flug auf dem neuen Wege fortschreitet, ohne deshalb vor den schweren Opfern die Augen zu verschließen, die diese Konzessionspolitik dem wirtschaftlich geschwächten russischen Volt auferlegt. Denn ohne schwere Opfer gibt es feinen Ausweg aus der Sadgasse, in die das russische Volk geraten ist, das unter Führung der Bolschewisten das kommunistische Experiment unternommen hat, für das die meisten materiellen und sozialen Vorauss segungen fehlten. Deshalb ist es weber geschmackvoll noch gerecht, wenn die russische Emigrantenpresse, nicht nur die Presse der Weißgardisten und Kadetten, sondern auch die der Sozial- Revolutionäre, ein Geschrei über den Ausverkauf Rußlands durch die Bolschewisten an die Kapitalisten" an gestimmt hat. Das ist eine unverantwortliche Demagogie. Denn jeder ernste Politifer, muß ehrlich gestehen, daß bei ber gegebenen Lage die russische Volkswirtschaft ohne Konzessios nen an das ausländische Kapital nicht gerettet werden fann. Auch jede andere Regierung würde gezwungen sein, zu dem selben Mittel Zuflucht zu nehmen. Am wenigsten sollten dars über die russischen Kadetten sich entrüsten, denn als ihre Helden, die Herren Koltschat und Denifin, in Sibirien und Südrußland ihre Militärdiktatur ausübten, ging es mit dem ,, Ausverkauf Rußlands an die ausländischen Kapitalisten" noch ganz anders zu. Verschwenderisch lieferte man damals die Naturschätze Rußlands zu den ungünstigsten Bedingungen der japanischen, französischen und englischen Bourgeoisie aus. Anders verhält es sich aber mit der Frage, welche Rolle die ausländischen Konzeffionen in dem allgemeinen Plan der wirtschaftlichen Wiederherstellung spielen sollen und die sie tatsächlich in der bolschewistischen Politik spielen. Die Kon zessionen sollen vor allem der Erweiterung der Exportmög lichkeiten Rußlands dienen. Aber Konzeffionen sind nicht das einzige Mittel einer solchen Erweiterung. Vor dem Kriege war Rußland ein Land, welches große Mengen Getreide und Rohprodukte ausführte. Jeht, da es notwendig wurde, eine entsprechende Warenmenge für die aus dem Ausland einzu führenden Probuftinmittel zu schaffen, gilt es vor allem, bie Produktion von Getreide, Flachs, Hanf, Butter, Eiern, Häu ten usw. in einem solchen Maß zu heben, daß man mit dem Ueberschuß den Bedarf an ausländischen Waren beden kann. Das sollte die erste Sorge der Sowjetregierung sein, als| fie vor der Frage der Aufhebung der Blodabe und der Wie bereröffnung des Außenhandels stand. Sie hat sich tatsächlich mit dieser Frage beschäftigt, aber es erwies fich fofort, daß die rationelle Löfung dieser Aufgabe einen Bericht auf die gesamte Wirtschaftspolitik des Bolsche: wismus im Inneren bedeuten würde. Es fiegte deshalb ber Standpunkt Krassins, der vom ersten Augenblid an erklärt hatte: wir haben den Ausländern nichts als den Goldvorrat und die Konzessionen für den Warenaustausch zu bieten. Denn als nüchterner Politiker, der dem Zentralfomitee der Kommunistischen Partei nicht angehört, weiß Krassin sehr gut, daß die bollchemistischen Diktatoren eher alle möglichen Kompromisse mit dem imperialistischen und kapitalistischen Mächtegruppen schließen, als die utopischen Grundlagen ihrer wirtschaftlichen Politik preisgeben. Die Erzeugung der Rohprodukte ist in Rußland nach der Revolution vollständig in die Sände der Kleinproduzenten, der Kleinbauern übergegangen. Selbst der größte Teil der vor der Revolution tapitalistisch bewirtschafteten Ländereien ist bekanntlich unter die Kleinbauern verteilt worden. Um aber den Kleinprobuzenten zu zwingen, mehr zu leisten, als er für die Dedung seines und feiner Familie Unterhalt braucht, muß er für diesen Ueberschuß einen Entgelt befoms men. Gerade das aber verweigert ihm die wirtschaftliche Politit des Bolschewismus. Da der bollchemistische Staat bant der industriellen Rüdständigkeit Rußlands nicht im stande war, den Bauern für die von ihnen gelieferten Erzeugnisse entsprechende Mengen von Industrieerzeugnissen zu bieten, tam er auf den ganz utopischen Gedanken, den Kleinbauern in einen Hörigen des sozialistischen Staates zu verwandeln, der alles, was er erzeugt, nach Deckung feines persönlichen Bedarfs, dem Staate unentgeltlich überlassen muß. Denn die festen Breise, die der Staat dem Bauer für bas requirierte Getreide zahlt, find so gering( 50-100 Rubel für 1 Bud 16 Kilogramm), daß der Bauer fich oft weigert, dieses Geld für das ihm abgenommene Getreide anzunehmen. Die Kommunisten glauben und sagen, daß der Kleinbauer nur dann, wenn er feinen Unternehmergewinn aus dem Ackerbau zieht, in das allgemeine kommunistische System eingegliedert werden tönne. Nur bann fönne ber sozialistische Staat der objektiven Tendenz wirksam entgegenarbeiten, nach der fich der freie Kleinbauer vom Warenprobuzenten allmählich in einen leinen Kapitalisten( Kulaf") verwandelt. Man sieht, wir haben es hier mit einer bewußten Politik zu tun, bie, auf die schwachen Kräfte des Proletariats ge stügt, das zu 80 Prozent aus Kleinbauern bestehende Bolt auf direktem Wege zum Sozialismus führen will. Das unmittelbare öfonomische Ergebnis diefer Politif ist aber, daß der russische Bauer den überschlauen Plan Jabo tiert, indem er allmählich seine Probuftion so einschränkt, baß er überhaupt feinen Ueberschuß" für den sozialistischen Staat herauswirtschaftet. Aber wo nichts ist, hat der Kaiser fein Recht verloren. Lenin auch. Heute produziert der Heute produziert der russische Bauer so wenig, daß die Sowjetregierung nur mit größter Mühe bie Produkte herauspressen tann, die die Rote Armee und die städtische Bevölkerung nur elend ernähren. Erschossenen feine gefährlichen Leute waren und auf Grund von beweislofen Denunziationen verhaftet wor den sind. Aber selbst, wenn die Verhafteten gefährliche Menschen gewesen wären, hätten die Zeitfretwilligen nicht von dem Gebot der Menschlichkeit und Gerechtigkeit abweichen dürfen. Das sie das getan haben, ist durch die unanfechtbaren Betundungen über die Scheulichen Rohheiten gegen die Gefange nen, über die Beschimpfungen und Qualereien, biefiegegen die Wehrlosen verübten, zweifelsfreierwiesen worden. Sält man damit zusammen die diretten Drohungen, Aeußerungen wie„ die Gefangenen find erledigt," den verhängnisvollen Befehl, bei Fluchtversuch sofort zu schießen, die Weisung von der Schaffung eines Rechtsgrundes, die Bekundungen über die Versuche, die Gefangenen von der Straße abzudrängen, die auf die Absicht schließen ließen, einen Fluchtversuch zu konstruieren, so find das so außerordentlich gravierende Belastungen, daß man das Plaidoyer des Staatsanwalts für ein glattes Unschuldig schwer verstehen kann." Das Blatt fährt dann Das Blatt fährt dann fort: „ Der Staatsanwalt ist zu diesem Ergebnis auch nur dadurch geließ. Er hütete fich freilich, direkt von einer Unglaubwürdigkeit fommen, daß er die Aussagen der Belakangszeugen nicht gelten dieser Zeugen zu sprechen, sondern sprach nur von einem„ Irrtum". Ein merkwürdiger Jrrium von Zeugen, die ganz bestimmte Aus lagen über eigene Erlebnisse gemacht haben. Einez yon diesen, ber ganz unschuldig verhaftet wurde, war, ursprünglich zu enem anderen Transport gehörend, wider ben Millen des bisherigen Transportführers der Abteilung Göbel übergeben wor ben und ist nach seiner Aussage selber in Gefahr gewesen, nach dem gleichen Rezept erledigt zu werden, da auch er von der Straße deren gaben Aeußerungen von Zeitfreiwilligen wieber, nach denen nach dem Chauffeegraben zu abgedrängt worden war, und die anbiejes bdrängen mit dem med des nachherigen Erfchiehens planmäßig geschehen sollte. Wie fann man jolche Aussagen als auf Irrtum beruhend einfach bei Seite schieben, und wie darf ein Staatsanwalt es wagen, biele Jeugen mit der Bemerfung herabzuwürbigen, fie hätten ein Interesse, die Genossen zu tächen? Damit hat er indirelt bie Bezichtigung bes Meineids ausgesprochen, eine Bezichtigung, für die er auch ist einfach nicht richtig, daß die Entlastungsaussagen durch nichts nicht die Spur eines Anhaltspunttes beibringen fonnte. Denn es wiberlegt worben leien, dagegen die Aussagen der Hauptbelastungszeugen in Zweifel gezogen werden müssen. Gerade um gelehrt find die Aussagen der Hauptbelastungszeugen durch zahle reiche Umstände verhartt worden, auch durch Befunbungen ganz bie Behauptung des Staatsanwalts, daß bei dem herrschenden Unbeteiligter, so ber vernommenen Telegraphenarbeiter, die auch Rebel nur auf 20 bis 30 Schritte zu Jehen war, widerlegen, vor allem aber durch die Lage der Beimen selbst, die es faum glaublich handelt hat. Es ist durchaus tein Beweis für einen wirklichen erscheinen läßt, daß es sich um die Erschießung Fliehender ges Wir Fall Diese Ausführungen beanspruchen aus vielerlei Gründe das größte Interesse. Gegen die Einführung der Betriebs räte haben sich die Arbeitgeber und besonders die Bergmerts unternehmer mit Händen und Füßen gesträubt. Hari Berlin Kämpfe haben die Bergarbetter darum bestehen müssen. Alles präside Mögliche wurde damals gegen die Betriebsräte ins Feld ge 1. C führt. Der Ruin und Verfall unseres Wirtschaftslebens wat Bahnn nach Meinung der Unternehmer so gut wie sicher. Und heute als„ -möchten sie die Betriebsräte nicht missen. Die Mitglieder dieser Stellen sind sich ihrer Verantwortung voll bewußt", schreibt die Bergwerts- 3eitung". Das ist von uns schon immer behauptet und nur von den Unter Betrie nehmern vor Einführung der Betriebsräte ganz entschieden denten bestritten worden. und sa luchtverjuch erbracht worden. Im Gegenteil sprechen sehr ernst liche Gründe dagegen, einmal weil dieser Versuch ganz ausfichtslos gewesen wäre, vor allem aber weil es undentbar erscheint, dah dann alle tödlich und jo schnell getroffen worden wären, daß fie faft nebeneinander hinfielen. Und dazu kommt das Verhalten der Begleitmannschaft, die eilends weiterzog, ohne fich um die Getöteten zu befümmern, ohne sofort Meldung zu erstatten und den Tatbestand festzustellen, was man bod als etwas ganz Selbstverständliches hätte erwarten lönnen." 99 vielme Bahnn gehend Berne 2. 3. E Aber die überraschenden Sympathien gewisser Unterneh on be mer und nicht der dümmsten unter ihnen für die Be los fal triebsräte, hat auch noch andere Gründe, und sie erwedt Ge Materi danten, die im Interesse der Arbeiterschaft nicht unausge dürfnil sprochen bleiben dürfen. Allzudeutlich ist zu erkennen, daß Vertre die Liebe zu den Betriebsräten darauf zurückzuführen ist, daß sich zahlreiche Betriebsräte noch immer allzuleicht einfan len, b gen und für den dreimal heiligen Betriebszwed" vom Un Bahnn ternehmer mißbrauchen lassen. Da liegt eine Gefahr, der Berwa von den Gewerkschaften entgegengetreten werden mußlich ü burch beständige Aufklärung über ihre Pflichten. Die Absidy amten ten der Unternehmer werden auch daraus erkennbar, daß sie mäßige dem geforderten Mitbestimmungsrecht dadurch Rechnung tra zusehen gen wollen, indem geeignete Persönlichkeiten aus den Be 4. D triebsräten als Vertreter der Klein- Aftionäre in den Auf Bahnn fichtsrat übernommen werden sollen. Man sezt den Betriebs tenban räten eine Lodspeise vor. Das darf feinen Erfolg 5. G haben. Gerade, weil die Betriebsräte sich der Verantwor ohne fung gegenüber ihren Wählern und der A11 um ei gemeinheit voll bewußt find, müssen sie das tun, was ihnen dieses Verantwortungsgefühl vorschreibt, nämli bieferb für den Sozialismus mitten. Diese Ausführungen treffen durchaus den Kern der Sache. Nur ein Beispiel, um die Wirkung dieser Politit auf die Wir glauben nicht, daß irgend ein Staatsanwalt oder ein Perspektiven des russischen Außenhandels zu illustrieren. In Geschmorener einen Freispruch tonftruiert hätte, wenn bei Rußland ist immer viel Flachs gebaut worden, und nach dem derartigen schweren Belastungsgründen Arbeiter unter Kriege hat sich auf dem Weltmarkt ein großer Flachsmangel Anllage geftanden hätten. Wir wagen fogar daran zu zweibemerkbar gemacht. Die Ausfuhr von Flachs fonnte Sowjet- feln, ob Arbeiter freigesprochen worden wären, wenn sie zußland bei den auf dem Weltmarkt herrschenden Preisen gefangene apple ute transportiert hätten und wenn einen großen Ertrag bringen. Als aber die zuständigen 3n- biese tatsächlich geflohen und dabei erschossen worden Stanzen sich mit der Frage der Flachsausfuhr beschäftigen, wären. Der Freispruch von Kassel ist für alle rechtlich Denmußten fie feststellen, daß die Anbaufläche des Flachses sich von lenden der Todesspruch für die bürgerliche Justiz. Wir ver Jahr zu Jahr so sehr verringert hatte, daß man bei der Aus zeichnen die Tatsache, daß jedes Bergehen; auch das fleinste, fuhr nur mit ganz geringen Mengen von Flachs rechnen von Arbeitern nach der Revolution begangen, schnell und fonnte. Und die Ursache dieses Rüdganges? Sie lag darin, mit der ganzen Strenge bürgerlicher Gejege gefühnt wurde. daß die Bauern den Flachs zu ganz geringen Breifen an den Die Verbrechen und Greuel der Gegenrevolution bleiben Staat abliefern müffen. Sie ziehen es deshalb Dot, vom straffret, so schwerwiegend und einwandfrei die Beweis Flachs zum Getreideanbau überzugehen. Im Sommer bie momente auch vorliegen. Der Jubelschrei der Deutschen les Jahres belief sich der feste Preis für ein Pud Flachs auf Beitung":„ Es gibt noch Richter in Deutschland!" ist in jeder 500 Rubel, während der Preis auf dem Londoner Weltmarkt Beziehung gerechtfertigt. in russischer Valuta 50 000 Rubel betrug! Sätte bie, Sow fetregierung den Flachspreis nur auf 10 000 ober 20 000 Rus bel erhöht, so hätte sie den Kleinbauern einen starten Antrieb zur Erweiterung ber Anbaufläche gegeben und gleichzeitig felber auf dem Weltmarkt ein gutes Geschäft gemacht. Aber bas hätte bedeutet, daß man von jener Politif abweicht, die die Kapitalsanhäufung bei den Kleinbauern auf diese Weise zu verhindern glaubt.. Man zieht es deshalb vor, den Rüd gang der russischen Landwirtschaft vollkommen paffio mitan zusehen, oder man forbert, wenn man die Berrüdtheiten Bucharins, Offinstis und anderer fonfequenten" Boliche misten teilt, daß der Bauer vom Staate gezwungen werde, unter Androhung von Strafmaßnahmen eine betimmie Bodenfläche anzubauen und eine bestimmte Menge von Erzeugnissen aller Art abzuliefern. Die praktische Unmöglichkeit der Durchführung einer folchen Reglementierung der atomisterten Bauernarbeit läßt aber der Sowjetregierung, wenn sie die Grundlagen ihrer wirtschaftlichen Politik nicht antasten will, feinen anderen Ausweg, als das ganze Problem der internationalen Handelsbeziehungen ausschließlich durch die Vergeudung des Goldvorrats und durch Uebergabe der Bodentonzessionen an bie ausländischen Kapitalisten zu lösen, Nicht auf dem von den Fesseln des Feudalismus befreiten Bauernhof, sondern auf den an die ausländischen fapitalistischen Gesellschaften verpachteten Ländereien sollen jene Probufte erzeugt wer ben, die im ausländischen Warenaustausch als Entgelt für die eingeführten Produktionsmittel dienen sollen, und zwar zum großen Schaden für die russische Volkswirtschaft. ( Ein Schlußartifel folgt.) Der Mord von Mechterstädt C höchst berein 6. G Abgesehen von diesem gefährlichen Hintergebanten bewei fehlun fen uns die Ausführungen der„ führenden Persönlichkeit det tritter Großindustrie", daß wir auf dem richtigen Wege sind. Mögen Arbeit die Unternehmer den Ruin unserer Wirtschaft als Folge det gehalt ten, und die bisherige Entwidlung gibt uns auch das Recht erhalt Sozialisierung noch so oft an die Wand malen, wir behaup 3u dazu, daß im sozialisierten Bergbau nicht nur die Betriebs räte sondern sämtliche Arbeitnehmer sich ihrer Verantwortriebs tung voll bewußt sein werden. Deshalb fann die Sozialifies as betrad gemeinheit ausschlagen. rung nicht zum Schaden, sondern nur zum Nutzen der All Und noch eines! Es liegt System in dieser Art Rechtspflege". Wenn den Marburger Studenten die Ermordung ber 15 unschuldigen Arbeiter aus Bad Thal vor einem bür gerlichen Gericht nicht bewiesen werden fonnte oder sollte, fo fonnte weber das bürgerliche Gericht noch vorher das Kriegsgericht die Tatsache verschleiern, daß die Marburger Studenten feige, ehrlos und gemein mit den Gefangenen umgefprungen find. Das ist gerichts: notorilch. Was geschieht gegen die Studenten wegen dieser erwiesenen Vergehen? Schon das Kriegsgericht in Marburg hatte ein Strafverfahren angekündigt. Geschehen ist nichts! Der Staatsanwalt in Kassel wiederholte die Ans fündigung. Geschehen wird nichts, was wenigstens in dieser Angelegenheit einer Sühne ähnlich sehen könnte. Es gibt eben noch Richter in Deutschland! Ein bürgerliches Urteil über den Freispruch In der Frankfurter Zeitung"( Nr. 988) wird scharfe Kritik an dem Urteil der Kasseler Geschworenen geübt. Das Blatt meist darauf hin, daß das Drama von Mechterstädt keine das Rechtsgefühl befriedigende Lösung gefunden hat, trotz der um nichts verminderten schweren Belastungen. Der Freispruch der Geschworenen wird nicht mit Unrecht auf bas. merkwürdige Verhalten bes Staatsanwalts zurüdge. führt, der in seiner Schlußrebe alles zusammentrug, was bie Beitfreiwilligen entlastete, während er die belasten. den Aussagen abschwächte oder gar nicht berührte. Natüre lich war für das Urteil auch die 3usammensezung der Geschworenenbant ausschlaggebend. Aber der Staatsanwalt des Schmurgerichts unterschied sich in nichts von dem Anklagevertreter des Kriegsgerichts in Marburg. Beide hielten eine Berteidigungsrebe. Die„ Frankfurter Zeitung" zerpflüdt dann die eigenartige Konstruktion bes Staatsanwalts. Sie hebt hervor, daß die Die Betriebsräte im Urteil der Unternehmer Die Deutsche Bergwertszeitung" in Effen gibt in Nr. 272 bas Ergebnis einer Unterredung mieber, bie einer ihrer Mits arbeiter mit einer führenden Persönlichkeit der Großindustrie gehabt hat. Wir entnehmen baraus: Schaumschlägereien 3u 2. beit Derm der B leinen 8. find e zu ver big n 4. daß S 3wed einen habe, Jn Wien ist ein Streit der Gastwirtsgehilfen aus gebrochen. Die Streifenden zeigen die feste Entschlossenheit, ihre Forderungen restlos durchzusehen und den Streit auf alle Be triebe selbst auf die Kriegs- und Gemeinschaftsküchen auszudeh nen. Die Angestellten wollen, falls der Streit sich ausdehnt, zu Sicherung der Versorgung der Bevölkerung die Betriebe felbft weiter führen. So wird aus Wien gemeldet. Dieser Borgang ist gewiß nicht von weltbewegender Bedeutung Bahn Es handelt sich um einen Lohnstzeit und noch dazu um den einer erst seit furzem organisierten und gewerkschaftlich sehr wenig disziplinierten Grappe. Die Weiterführung der Betriebe, von der in der Meldung die Rebe ist, ist etwa den Bersuchen gleichzusetzen bie vor einiger Zeit die Berliner Friseurgehilfen machte indem sie bei Gelegenheit ihres legten Streits in einigen Gegen ben der Stadt eigene Frisierstuben einrichteten. An dieser Mak nahme der Berliner Friseure und an ihrem Erfolg also wird de gewöhnliche Sterbliche die Bedeutung der Lohnbewegung der Wie ner Gastwirtsgehilfen messen können. Die Internationale" aber steht in dem Wiener Kaffee un Küchenstreit eine bedeutsame Etappe der Weltrepolu tion. Die Weiterführung der Betriebe imponiert diesem Blatt gewaltig. Sie legen diesen Borgang in Vergleich mit der Bewe gung der italienischen Metallarbeiter vor einige Zeit, bei der ebenfalls die Besetzung der Betriebe durch die Ar beiter eine Rolle spielte. Die Internationale" fieht in diese Pragis eine neue Waffe im sozialen Kampfe, die bei den italieni fchen Fabrifbelegungen zum ersten Male prattiziert" worden sei Die Wiener Gastwirtsbetriebe würden dadurch zweifellos.Ge meingut bez tlassentämpferischen Arbeiterschaft" werden. 29 000 meiste amen 5. Tonber totoll, 1920 beja mintit für 13 wird, beträg 3309 bis I Mond ber C bas e 6. Die Erflärung dieser Wortverrenkungen wollen wir den Lefer ber Internationale" überlassen. Zur Urteilsbildung aber über diese neue Waffe, die nach der Internationale" bald zum eisernen Bestande des sozialen Kampfarsenals" gehören wird, erinnern wir an die Ausführungen von Serratt über die Fabrikbejegungen der italienischen Metallarbeiter. Sezzatt, bekannt als Anhänge ber& Internationale, schrieb in einem Brief an Lenin darübe baß die Fabrifbelegungen von dem von Reformiften" geleitetes Metallarbeiterverband beschlossen worden seien Dez italienische Regierung erschien die Sache so wenig umfstürzlerisch, daß sie nicht einmal einen Versuch zur Unterdrüdung gemacht hat. Als indes die Parteileitung vorschlug, den Dingen eine revolutio näre Entwidlung zu geben, da waren es nicht nur die Leiter des Gemertschaftsbundes, sondern als erste die Vertreter der vor wiegend fommunistischen Arbeiter pon Turin, bie von einem solchen Versuch abrieten. Serrati schreibt wörtlich: Man tann daher die Fabrikbelegungen nicht als Beweis ba für ansehen, baß eine revolutionäre Erhebung im Gange wat benn eine solche Erhebung lag nicht vor, es war vielmehr nut eine breite und tiefe gewerkschaftliche Bewegung, die, von[ po rabischen Zwischenfällen abgesehen, ganz friedli ver Iief." ben gange meiste Grup » Στοί nicht Unter bes 2 Lohn Eif To do Grup Tall Ande auch aber beilp Bere leift verst „ Eine bedeutsame Aufgabe haben die Betriebsräte zu erfüllen. Also erstens ist diese neue Waffe im sozialen Kampfarsenal non Die Erfahrungen, bie man mit dieser Einrichtung auf den Wers fen gemacht hat, berechtigen zu ben besten Soffnungen. Biele fogenannten„ Reformisten", d. h. von Anhängern der Amfterdamez Berwaltungen haben es offen ausgelproden, Internationale erfunden worden. Welche Blamage für ordentliche bakfie die Betriebsräte nicht mehr millen möch Kommunisten, daß sie in blinder Unkenntnis der Dinge auf ten. Die Mitglieder biefer Stellen sind sich etwas hineinfallen und bie Barolen„ gelber" Amfterdamer zu ber im allgemeinen ihrer Berantwortung voll be: wußt und bilden ein wertvolles Bindeglied zwischen Arbeiter ihrigen machen. Dann ist diese neue Waffe aber sogleich bei schaft und Verwaltung. Die großen Unkosten, die dem Wert ihrer ersten„ Praktizierung", um im Deutsch der Internatio baraus erwachsen, daß die Betriebsratsmitglieder für ihre nale" zu reden, stumpf geworden. Schabet nichts! Die Wiener eigentliche berufliche Tätigkeit faum noch in Betracht kommen, Kellner werden sie wieder schärfen und blant putzen. machen fich auf andere Weise bezahlt. Da es den Vers Aber, um ernsthaft von diesem Unsinn zu reden, mit so elenden, waltungen nicht möglich ist, an den langen Beratungen der Begebankenarmen Schaumschlägereien werden Berliner Arbeiter triebsräte immer jelbst teilzunehmen, ist man bestrebt, geeignete, füttert. In ihrer eigenen Armut und Untätigkeit müssen Dollswirtschaftlich gebildete Kräfte heranzuziehen, die wiederum zwischen Betriebsrat und Verwaltung die Berbindung herstellen sollen. Man soll sich daher durch die Aeußerungen bez rabifalen Blätter über die Unzufriedenheit ber Arbeiter nicht beirren laffen. Es ist festgestellt, daß diese Unzufriedenheit ganz erheb lich nachgelassen hat. Die Arbeit in der Industrie nimmt im allgemeinen einen geregelten Berlauf und ein großer Teil der Dorgelommenen Streitigkeiten wird ohne das Dazwischentreten der Verwaltung durch die Betriebsräte zur Zufriedenheit beider Teile erledigt. Man ist in der Industrie bereit, dem geforderten Mitbestimmungsrecht der Arbeiter dadurch Rechnung zu tragen, Daß man geeignete Bersönlichkeiten aus den Betriebsräten auf Grund der Ausgabe von Kleinaftien in den Aufsichtsrat über nimmt. Man zweifelt nicht daran, daß man mit dieser Vertre tung zufriedenstellenb with arbeiten fönnen." Kommunisten Weltrevolution Dortäuschen, wo ein fleiner gung hält. Zuge Mul C Schlei bahn cinfo tung mein neut D Ihri E bote Date Org bon bie 28.00 Lung für in Bewe b. S burg Ber gent Bor Sed Stre 907 a förit furt borf Der Ausschuß für Auswärtige Angelegenheiten trat auf Antrag unferer Partei am Montag im Sigungsfaale des Auswärtigen Amtes zusammen. Gegenstände der Besprechung waren die biplo matische Behandlung der Einwohnerwehren und die Brüsseler Konferenz. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Das Verhältnis des Auswärtigen Ausschusses zum Auswärtigen Amt und die stärkere und regelmäßigere Heranziehung des Aus schusses zur Kontrolle der auswärtigen Geschäfte werden in einer Sigung erörtert werden, bie am 17. Januar 1921 stattfinden Der Ausschuß erledigte ferner eine größere Anzahl pon foriften. Die Beratungen waren vertraulich, joll Bitt I Reb bet เท ย trie Also doch Korruption Wir berichteten in unserer Nr. 529 über einen besonders fraffen ris Fall von Korruption im Bereich der Eisenbahndirektion Berlin. Zu dieser Rotiz sendet uns Serr Eisenbahndirektionss Les präsident Wulff folgende Berichtigung: ge 1. Es ist unzutreffend, daß die Angelegenheit betreffend nat Bahnmeister Miller von bem Eisenbahnbirettionspräsidenten ute als„ Nebenfächlichkeit" behandelt worben ist. Der Präsident hat der vielmehr nach Kenntnisnahme der vom Bezirksbetriebsrat gegen Bahnmeister Müller erhobenen Anschuldigungen umgehend eins gehendste Untersuchung der Angelegenheit veranlaßt. Zu allen Bernehmungen und örtlichen Besichtigungen sind Vertreter des ters Betriebsrats zugezogen und letztere haben ausdrücklich dem Bräft ben denten gegenüber anerkannt, daß die Untersuchung unparteiisch und fachlich geführt worden ist. Im Laufe der Untersuchung find tehon ben 15 Antlagepunkten 12 vom Betriebsrat als gegenstandsBe los fallen gelassen. Ge 2. Es ist unzutreffend, daß Bahnmeister Müller bahneigenes sge Material oder fistalische Arbeitsträfte für leine persönlichen Bedaß dürfnisse verwendet hat. Es ist dies auch ausdrücklich von den Vertretern des Betriebsrats anerkannt. ift, an 3. Es handelt sich nicht um 300 neue, sondern um 200 Schwel Sie find dem len, die für den Gleisban unbrauchbar waren. Un Bahnmeister Müller mit verschiedenen Altmaterialien von ber ber Berwaltung für die Zwecke des Gartenbauvereins unentgelt: nußlich überlassen, ba dieser Berein, der sich aus Arbeitern und Besich amten zusammensetzt, als Muster- und Lehrkolonie für zwedfie mäßige Laubensiedlung als ein gemeinnügiges Unternehmen an tra zusehen ist. Bes 4. Die Untersuchung hat feinen Anhalt dafür ergeben, daß Luf Bahnmeister Müller fistalijchen 3ement für die 3wede des Gar bsstenbauvereins verwendet hat. folg 5. Es ist zutreffend, daß Bahnmeister Müller Eisenbahnarbeiter or ohne Ermächtigung beschäftigt hat. Es handelt sich hierbei nicht 11 um einen Betrag von 120 000 M., Jondern um einen solchen von höchstens 3000 m. Dieser Betrag wird von dem Gartenbauberein zurüdgefordert werden. Der Bahnmeifter Müller ist bieferhalb zur Berantwortung gezogen. Das lig Dei 6. Es ist unrichtig, daß Bahnmeister Müller zugegeben hat, Berfehlungen begangen zu haben. Er hat im Gegenteil fiets be tritten, fich strafbar gemacht zu haben. Nur die Beschäftigung der gen Arbeiter für 3wede des Vereins( Bunft 5), wozu er sich ermächtigt bet gehalten hat, ist von ihm ohne weiteres zugegeben. up Zu dieser Berichtigung des Herrn Eisenbahnpräsidenten Wulff echt erhalten wir folgende Richtigstellung: bs Su Punkt 1 ist richtig, daß die Untersuchung im Beisein des Be or triebsrats stattgefunden hat. Es steht aber fest, daß der Präsident fies bas Ergebnis der Untersuchung als Rebenfächlichkeit betrachtet hat. I tus ihre Be Deh Bur be 2. Fest steht, bak Bahnmeister Müller fistalische Ar beitsträfte für eine persönlichen Bedürfnille verwendete. Da jedoch allgemeiner Betrug vorlag. legte ber Betriebsrat auf die persönliche Sache des Bahnmeisters Müller feinen besonderen Wert. 8. Die Zahl der Schwellen läßt sich nicht genau feststellen, jedoch inb es mehr wie 200 und sie waren wohl für den Gleisbau zu verwenden. Unter den Schwellen befand sich ein Bosten etchene, bie nur zum Weicheneinbau Verwendung finden können. 4. Richtig ist, daß die Untersuchung feinen Anlaß gegeben hat, daß Bahnmeister Müller fistalischen 3ement für die Jedoch ist durch 3wede des Gartenbauvereins verwendet hat. einen Sachverständigen( Bahnmeister 3iem) festgestellt, daß der ng Bahnmeister Müller bebeutend weniger 3ement verbraucht ben habe, als er bezogen hat. Die Bahnmeisterei 74 hat ungefähr enig 29 000 kilo 3ement erhalten, während während die übrigen Bahnbet meistereien im Durchschnitt nur 10 000 Kilo 3ement geliefert be gen Lamen. Wo ist der übrige allo geblieben? te 5. Der Präsident behauptet, daß es fich nicht um 120 000 m., enfondern um höchstens 5000 m. handelt. Geft steht nach dem Pro totoll, bag 10 bis 15 rbeitez seit April 1919 bis August 1920 fast ausschließlich vom Bahnmeister Müfet Mir müssen das Reichsverkehrsbesäftigt wurden. ministerium vor dem Präsidenten Wulff in Schuh nehmen, daß es für 12 Arbeiter im Jahre nur insgesamt 5000 M. Lohn zahlen wird, sondern wir stellen fest, der Lohn des einzelnen Arbeiters beträgt vom Monat April 1919 bis Monat Juni 1920 pro Stunde 330 M., das macht für 12 Arbeiter für die Zeit vom April 1919 bis Juni 1920 insgesamt 143 046,40 M. Vom Juni 1920 bis zum Monat August 1920 beträgt der Stundenlohn 480 M., so daß zu der Summe von 143 046,40 07. hinzuzurechnen find 22 118,40 m., das ergibt die genaue Summe von 165 164.80 m. tak bet Bie und atte De get Ar efet eni fei Ge Terk ber nen wit gen get bet tes hen icht 6. Der letzte Gaz ber Berichtigung des Herrn Präsidenten hebt ben ersten Sag, ber ba behauptet, bas teine Berfehlungen be gangen wurden, Jchon auf, indem zugegeben wird, baß der Bahn meister Müller Arbeiter für 3wede bes Bereins beschäftigte. Unter Organisation. Die Geldgeber- Großagrarier, Industrielle ,, Handelsherren und Bantiers- greifen nicht so tief in ihre Taschen, um die Verfassung und die Republik zu schützen. Sie spenden ihre Riesenbeträge vielmehr deshalb, um ber faiserlichen Serrlichkeit wieder die Wege zu ebnen, weil fie wissen, daß unter der monarchistischen Staatsform sich die tapitalistische Herrschaft besser halten läßt, als unter der republitanischen. Ein deutschnationaler Erfolg Sungerstreit im Lager Guben Uns wird geschrieben: Die russischen Kriegsgefangenen im Lager Guben lebten bisher unter der Obhut des Direktors Steinhäuser und seines zeitweiligen Bertreters Bren friedlich und ruhig. Die ihnen gewährte Freiheit hat bei der Bevölkerung der Stadt und der Umgegend feine Bebenten hervorgerufen. Und so hätten fie die legten Tage ihres Sierseins ungestört verleben fönnen, wenn nicht Herr Grabowsti, ehemaliger Direttor des Lagers Kottbus, den Gefangenen als Lagerdirektor vorgelegt worden wäre. Dieser hat die gute Erinnerung, die sie mit nach der Heimat nehmen tonnten, verwischt, und es fommt ihnen jeht vor, als sollten Sie die 3eit der Gefangenfchaft von 1914 mit all ihren Folgen wieder durchmachen. In tnapp zwei Wochen feiner Tätigkeit hat er mit einer Fülle von Verfügungen die Gefangenen überströmt. Die Vorstellungen blieben erfolglos, und er brachte es mit feinem Auftreten zu einem ernsten Kon. flirt. Wir wollen hier auf die Einzelheiten nicht eingehen, bemerten aber, baß unheilvollen Folgen tommen tann. Ohne jeglichen Grund hat ez bis auf bis ihm die Gefangenen weiteres das Lager gesperrt, gefügig„ Gehorsam" leisten werden. Die Gefangenen sind لاج vollständig von der Außen we It abgeschnitten und waren gezwungen, Mittel zum eines Hungerstreits zu greifen. Der gesamte Lagerbetrieb ruht auch, das Essen wird nicht in Empfang genommen. Die Lagerinsassen sind sehr erbittert; es herrscht eine gereizte Stimmung unter ihnen, unt so mehr, als die heimbeförderung eines Teiles, bie schon am 22. und 28. Dezember stattfinden sollte, daburch in Frage gestellt wird. An wen sollen sich die Gefangenen in ihrer Not wenden? Sogar dem Bertreter der russischen Regierung in Berlin fönnen sie, bank der verschärften Kontrolle, teine Mitteilung machen. Roch peinlicher wirkt auf fie die Drohung bes Direktors, die als Wachleute angestellten 3ipilisten burch Reichswehrfoldaten zu ersetzen, da diese beffer geeignet feien. Die Gefangenen hoffen, daß die Oeffentlichkeit ihnen in diejer fritischen Stunde beistehen und sie von diesem herzlosen Menschen befreien wird." Es handelt sich bei den Gefangenen in Guben um Leute, bie seit den Weltkrieg in deutscher Gefangenschaft schmachten. Die fortgelegte Hege von deutschnationaler Seite hat die Lagerbiret. tion anscheinend warm gemacht und zu ihrem Schroffen Borgehen veranlaßt. Wir erwarten non der Regierung schleunigstes Ein schreiten, fonft fällt auf fie bie Berantwortung zurück, wenn bie fische Regierung Repreffalien ergreift an den Gefangenen, bie fich noch in Rußland befinden. Stegerwalds Tageszeitung Blod der Klassenversöhnung Auf dem Kongreß der christlichen Gewerkschaften in Essen per fünbete Stegerwald die Gründung einer neuen christlich- demo. tratisch- sozialen Arbeiterpartet und einer entsprechenden eigenen Tageszeitung. War das erste nur Bluff, so soll das andere Wirklichkeit werden: Die Herausgabe des Stegerwaldblattes wird für den 1. April 1921 angefündigt. Ein etwas später Termin, und man tann nicht willen, was inzwischen noch geschieht. Die Leitung des neuen Blattes soll der frühere Direktor der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" übernehmen. Die Besetzung der Red at: tion erfolgt durch den christlichen Gewertschaftsbund. Unter dem Stichwort chriftlich. beutsch, demokratisch und national will die Zeitung, ohne einer Partei dienstbar zu werden, einen großen politischen Blod der Klaffenversöhnung" im Gegensatz zum Klaffentampf des Marzismus schaffen, heißt es in der Meldung. Gleichzeitig erfolgt die Gründung einer Deutschen Bolts. bant durch die christlichen Gewerkschaften. Wir find neugierig. Blod der Klaffenversöhnung ist boch endlich einmal eine Abwechslung. Gruppe 2. Gelle 6 des fellmeilen Attenauszuges heißt es wörtlich: Beendigung des Bergarbeiterstreiks Troydem hat Müller in zahlreichen weiteren Fällen, wie er selbst nicht bestreitet, und wie ich( der von der Verwaltung eingesetzte Untersuchungsbeamte) in bem obenerwähnten Fall( Entladung bes Dung- Wangons am 19. Oktober b. J.) durch Vergleichung der Lohnlisten felbft aufgestellt habe( vergl. auch ben am Ende von Gruppe 1 feigestellten Fall und den ersten Fall von Gruppe 3) Cijenbahnarbeiter für den Berein arbeiten Taflen, ohne dies in ben Zohnlisten irgendwie zu vermerken, o daß die Arbeiten auf Staatstoften erfolgten. Andererseits finden sich in den Lohnfiften gelegentlich wie überall auch Streichungen von Arbeitsstunden. Ob diese Streichungen aber wegen Verwendung des Betreffenden auf Vereinsland oder tio beispielsweise wegen Krankheit erfolgten, ist nicht ersichtlich. Der Berein als solcher ist jedenfalls in feinem Fall für Arbeitsleiftungen belastet." Aus diesem wörtlichen Auszug ist tlaz zu Berstehen, bag ber Bahnmeister Müller zahlreiche Berfehlungen zugegeben hat, infolgebessen ist die Behauptung des Präsidenten Wulff hinfällig. bes bes Dor bie ba pat, ро Mon met Fiche fo bet bei tio net et, ge bie ner ve as gen 10 Die Bt. en 154 il tte streifende Arbeiter zu schützen pflegen, auf den Gedanken tommen, daß auch diese Methoden der Aerzte das öffentliche In teresse nicht ganz unberührt lassen. Der Kampf um Jrland London, 20. Dezember. D'Flaganan, der Unterhändler bez 3ren mit der englischen Res gierung, antwortete auf das Schreiben Lloyd George, daß der einzig mögliche Weg, zu einer friedlichen Lösung zu kommen, der sei, daß die englische Regierung dirette Unterhandlungen mit dem offiziellen Führer der irischen Republit, Devalera, führe. Lloyd George antwortete, daß er von Anfang an zu erkennen gegeben habe, die irische Republit tönne auf feinerlei Weise ans erlannt werden und eine Regelung sei unmöglich, so lange die Jren an diesem Punkte festhalten. Die Führer der Sinnfeiner sollten diesen fundamentalen Grundsaz in erster Linie beachten. Obwohl O'Flaganans Mission als gescheitert betrachtet merben tann, spricht Lloyd George die Soffnung aus, daß man zu einer Regelung tommen fönne. Der eigentliche Weg dazu wäre, Verhandlungen mit den gesetzgebenden Vertretern 3rlands im Unterhause zu führen. SR. Bonbon, 20. Dezember. Die Times" berichten, daß die legten 48 Stunden in bezug auf Irland drei Fragen flargestellt haben und zwar erstens, daß das Oberhaus und das Unterhaus sich nun freiwillig über den Somerulegesegentwurf verständigt haben und über die Errichtung bes Ulsterparlaments ebenfalls zu einer Hebereinstimmung tamen, 2. daß der Premierminister in einem Telegramm an O'Flaganan beutlich erklärte, eine Regelung auf der Grundlage einer irischen Republit sei unmöglich, 3. daß General Mac Ready eine Warnung an die Republikaner aussprach, in der er erflärte, daß er Disziplinlosigkeit der Streitkräfte der Krone und Bergehen gegen Kriegsgelege mit dem Tode bestrafen fönne. Das Zusammenwirten dieser drei Faktoren wird sich sehr weit erftreden. Man verspricht sich davon einen weiteren Schritt in der Richtung auf einen günstigen Frieden. Bom heutigen Tage ab sollen in 3rland bei militärischen Trans porten republitanische Jren als Geiseln mitgeführt werden. Aus der Wirtschaft Arbeiter- Entlassungen in der Kali- Industrie Während die Kaliförderung in der legten Zeit geftiegen ift im Monat September, für den die legten Berichte vor liegen, betrug die Förderung 1 Min. Tonnen Salze, b. i. 110 000 Tonnen Reintali, gegenüber 750 000 Tonnen Salze bzm. 89 000 Tonnen Reintali im September 1919 ist der Kaliablag ins Stoden geraten Schulb daran trägt erstens der im Herbst immer am empfindlichsten auftretende Waggonmangel: in den ersten zwei Ottoberwochen blieb die Wagengeftellung um 77 bis 78 Prozent hinter den Anforderungen zurü. Dann aber hat auch die inländische Nachfrage nachge= Iaffen, was auf die Steigerung der Preise für Stidſtoff zurückzuführen ist mit dem das Kali gemischt werden muß, um als Kunstdünger Bewendung finden zu tönnen. Infolge der Abfagstodung sind bereits Betriebseinschränkungen und Entlassungen erfolgt. So wird gemeldet, baß die kali. gewertihaft Serzog Wilhelm Ernst in Oldisleben Arbeiterentlassungen in größerem Umfang vornehmen mußte. # Der Kampf um die Aktienmehrheit In einigen der größten Attiengesellschaften ist ein heftiger Machtlampf zwischen den alten Beherrschern jener Unterneh mungen und neuen, meist burch die Kriegstonjunttur emporge tommenen Machtanwärtern entbrannt, ein Kampf, der fich ge wöhnlich in der Form abspielt, daß die Verwaltung durch Rapitalserhöhungen bezw. durch Ausgabe von Vorzugsaktien ihren Einfluß dauernd zu befestigen sucht, wogegen die neuen Attienbefizer opponieren. Wie immer ein solcher Kampf auch ausgeht, sein Ergebnis ist immer eine Erhöhung der Kapitals. macht der eigenen Gruppe weit über ihren Kapitalbesiz hinaus, also ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Konzen tration der Kapitalsma cht. Wenn die Kapitalisten fich bie Köpfe zerschlagen, müssen die Proletarier es büßen. Wir haben von den Machtfämpfen bei der Maschinenfabrik Orenstein und Koppel berichtet. Ganz ähnliche Vorgänge Ipielten sich bei den Mannesmann Werten ab, und nun find die Buderusschen Eisenwerte in Weglar an der Reihe. Die Berwaltung dieser Gesellschaft beantragt eine Ver boppelung ihres Kapitals durch die Ausgabe von 14% Millionen Mart Stammattien und 2 Millionen Mart Borzugsaktien auf insgesamt 32 Millionen Mart. Jezt ist ein Interessentampf entBergarbeiterstreiks brannt zwischen der Berwaltung, die angeblich noch über eine Annahme des Schiedsspruchs IU. Dresben, 20. Dezember Eine am geftrigen Sonntag in Lichtenstein im sächsischen Stein Lohlenrevier stattgefundene Reviertonferenz ber sächsischen Berg arbeiter hat ben am Sonnabend vom Reichsarbeitsministerium gefällten Siebsspruch in Sachen des sächsischen Berg arbeiterstreifs angenommen und beschloß, die Arbeit am Montag in vollem Umfange wieder aufzunehmen. Aerzte und Krankenkassen Die vereinigten Krankenkassenhauptverbände verbreiten fol gende Bressenotiz: Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Aerzten und Krankentasjen fönnen nicht durch Pressevolemiten ausgetragen werben. Die Erklärungen des Aerztebundes und des Leipziger Merzteperbandes, bie jetzt durch die Tagespresse gehen, verdienen daher feine Erwiderung. Da darin Krantentaffentag perleumbet morben Jelen folgende& eft= tellungen gestattet: Es bleibt also bei der Korruption, wenn sie auch geschidt ver. chleiert ist. Was dem Bahnmeister recht ist, muß jedem Elsen. bahnarbeiter billig sein! Wir wagen aber zu bezweifeln, ob dem einfachen Eilenbahnarbeiter ebenfalls von der Eisenbahnverwal, fedoch behauptet wizb, bie Aerzte feien auf bem allgemeinen tung jo unter die Arme gegriffen wird, wie hier dem Herrn Bahnmeister. Jebenfalls hat jezt der Eisenbahndirektionspräsident erneut bas Wort. Die Orgesch in Schlesien Der Welt am Montag" wird aus Mittelschlesien ge. Ichrieben: Ste ahnen in Berlin wohl nicht, wie springlebendig die„ ver botene" Orgelch in Schlesien ist? Ich möchte Ihnen ein paar Daten mitteilen: Am 23. November tagte eine Versammlung der Orgesch in Winzig unter dem Borsiz des Rittmeisters a. D. Don Bedczy( Kl. Schmograu). Es wurde ein Beitrag von lung im Kaisergarten in Wohlau. Anwefend der Organisator für Schlesten", ber frühere Offizier Sederich. Rebner Major 53pfe. Es wurde mitgeteilt, bah ber Orgelch für Branden burg 34 Millionen ML, für bas Ruhrrevier 182 Millionen zur gendermaßen zusammengesetzt: militärischer Leiter Dentist Krause, Borstand Rittergutsbefizer Kabierste( Altwohlau). Hauptmann Heck und Fabritant Wa belt in Wohlau, Bertrauensmänner im Kreise sind Rittergutsbesitzer Enbow( ltwohlau), Gutsbesitzer förster Hanff( Riemberg), Majoratsbesitzer Graf Saurma( Dyhern furt) Bauerngutsbesitzer Pavel( Seiffersdorf), Schelig I( Arns borf Garben), Schalehn jr.( Leubus)." Die ungeheuren Summen, die der Orgeld zur Verfügung Rehen, zeigen mehr wie alles andere die Gefährlichkeit dieser Auf dem Krantentaffentag ist nachgewiesen worden, bas bie Aerzteschaft fich jedem Ausbau der sozialen Fürsorge entgegengestellt hat, burch ben sie ihre materiellen Interessen be broht meint. Ste lehnt die Erweiterung ber krantenfassen. versicherungspflicht ab und hat sie im Mai 1920 burch Generalfreit zu hindern gesucht. Sie verlangt den gelez lichen Aerateawang. bevor die Familientrantenhilfe einge= führt wird. Sie hat die Behandlung Tuberkulöser und Geschlechtss tranter in den Fürsorge- und Beratungsstellen burch Bontott: androhung unterbunden. Mit dem gleichen Mittel verbindert fie die Behandlung der Schulkinder durch Schulärzte, die Behand lung der Säuglinge in den Säuglingsfürsorgestellen. Ebenso ers geht es ben Krankenkassen, wenn sie zur Verbesserung der Krankheitserkennung und der Anwendung neuer Heilmethoden eigene Anstalten einrichten wollen. Die Kaffen verlangen nur Schuß vor ben Streit unb Boykottanbrohungen der Werzte. Die iekine Mallenbebandlung muß burch Reuorganisation des ärztlichen Dienstes beseitigt werden. Diele fonzentrierte Darstellung der Samnfmittel der Werzte fit außerordentlich lehrreich. man erinnere fich des Gejammers der fetchen Krelle fiber die hablgung allgemeiner Interellen un der Boltsgefundheit, das beim jüngsten Elektrizitätsstreif ange ftimmt wurde, und man steht staunend vor einem Bilde des wider Wir find neugieria, mann jene liften Pharifaertums. hohen Stellen, bie bas allgemeine Wohl mit Fiebereifer gegen Inappe Attienmehrheit verfügt, und der Händlerfirma Spaether, die über 8 bis 9 Millionen Mart Attien verfügt. Die Firma Spaether versucht um jeden Preis Attien aufzufaufen, infolgedessen sind die Kurse schon von 750 auf 920 Prozent getiegen. Die Hamburger Südamerikanische Dampfschiff. fahrts Gesellschaft beantragt eine Kapitalserhöhung um 20 auf 50 Millionen Mart durch Ausgabe fechsprozentiger Bors augsattien, angeblich zum Schuge gegen Ueberfrembung. Wie weit es damit her ist, erfieht man daraus, daß die Gesellschaft erft vor furzem 5 Millionen Mart Borzugsaktien mit sechsfachem Stimmrecht ausgegeben hat, wodurch die Berwaltung fich ein Stimmrecht von 30 Millionen Mart gesichert hat. Die Uhrenfabri? Gebrüber Junghans A.-G. in Schramberg erhöht ihr Kapital um 26 auf 56 Millionen Mart, wovon 2 Millionen Mart Familienatiien" mit breifachem Stimmrecht sein sollen. Eine aufrichtige Familie! Die Oberbayrische A.- 6. für Kohlenbergbau in München gibt 2,6 millionen Mart Stammattien und 300 000 Mart Vorzugsattien mit zwanzigfachem Stimmrecht aus. Ein Weltreford! Ein Wahlerfolg in Frankreich. Bei der Nachwahl im Depar tement Lot et Garonne wurde der sozialistische Kandidat, Jean Renaud, mit 17743 Stimmen gewählt. Der Kandidat bes nationalen Blods, Fauvel, erhielt 18 081 Stimmen, ber rabilale Kandidat, Ballet, 5973 Stimmen. Es stehen noch einige Wahl. ergebnisse aus, die jedoch das Endresultat nicht beeinflussen fönnen. Durch diese Wahl verliert der nationale Blod einen Sig. Es handelte sich um den Ersatz für den verstorbenen Abgeordneten Chaumié. Reine Herablegung ber Rentenzuschläge. Vom Arbeitsministe rium wird mitgeteilt: Die von einigen Tageszeitungen gebrachte Nachricht, daß bie Zuschläge zur Rente der Kriegshinterbliebenen um 50 Prozent herabgelegt werden sollen. trifft nicht zu. Gie ift anscheinend auf einen Erlah zurüdzuführen, wonach an Sinterbliebene von Offizleren des Beurlaubtenstandes seit einigen Monaten irrtümlich gewährter Pensionszuschuß nicht mehr weiter gezahlt werden darf. Obstruktion der finnischen Sozialdemokratie. Die finnische sozialdemokratische Partei verlangt schon seit einem Jahre die Amnestierung aller Teilnehmer an der Revolution. Die Regierung und bie bürgerlichen Parteien gaben aber bisher nicht nach. Deshalb beschloß die sozialdemokratische Reichstagsfrattion bie Annahme des vorläufigen Staatsvoranschlages solange burch Obstruktion zu verhindern, bis die Forderung bewilligt wird. Hühneraugen Hornhaut, Schwielen u.Wazen beseitigt schnell, sicher u. schmerzlos 1000000fach bewährt Kukirol Preis M. 3,-Jn Apotheken. Drogerien erhältlich Vorsicht vor Nachahmungen, Kukirol steht einzig da Theater und Bergnügungen Volksbühne Lessing Theater 61% Uhr: Wallensteins Tod Direkt. Bictor Barnowski Neues Bolkstheater Köpenicker Str. 68. 71, Uhr: Die vier Robinsons. Broletarilmes Theater Beethovenfaal, Röthener Str. Sonntag, den 26. Dezemb. 1920 Revolutionäre Weihnachtsfeier Staatstheater. Overnban s ( 233. A.-B.) 7 Uhr Madame Butterfly chanfpielhaus ( 237. A.-B.) 7 1hr: Coriolan Heute bis Donnerstag 7 Uhr: Flamme ( Dorfch, Hartmann, Göz, Pröck!) Sonnabend( 1. Feiertag) 3 Uhr: Peer Gynt 7%, Uhr: Flamme ( Dorsch, Hartmann, Göz, Bröck) Sonntag( 2. Feiertag) 3 Uhr: Flamme 71, Uhr: Flamme ( Dorfch, Hartmann, Klein- Rogge, Bröckl ( Montag 7: Bum 50. Male: Flamme ( Dorich. Hartmann, Göh, Bröck Deutsch. Künstl. Theater Hente bis Donnerstag 71. Ubr Die Scheidungsreife ( Max Adalbert, Trude Hesterberg) Sonnabend( 1. Feiertag) 3 Uhr: Bygmalion 71, Uhr: Die Scheidungsreife ( Max Adalbert, Trude Hesterberg) Sonntag( 2. Feiertag) Direktion: Mar Reinhardt. 3 Uhr: Bygmalion Deutsches Theater 7%, Uhr: Stella Kammerspiele 71, U Frühlings Erwachen Großes Schauspielhaus Karlstraße 8 Uhr: Jedermann ( 1. Abteilung, II Abenb) Theater i. b. Königgrätzer Str. Bum 1. Male 1,8 Uhr: Salome Tragödie von Oscar Wilde ( Maria Orska, Ludwig Hartau, Conrad Beibt, RofeLiechtenſtein, Sonrabaerber, Ernst Dernburg) Mittwoch: Salome Donnerstag: Calome 1. Feiertag: Rausch Rechm.: Erdgeist 2. Feiertag: Salome Nachm.: Rausch Komödienhaus 1,8 1. Die Sache mit Lola mit Max Pallenberg ( Rofef. Dora a. G., Ortr. Wagner, Bicha, Behmer, Stieba, Riper.) Berliner Theater 7 Uhr: Die fpanische Nachtigall mit Frigi Maffarn Hans Wahmann, Julius Brandt, Ralph Artur Roberts, Reinhold Pasch, Emmy Sturm, Olga Engl Rose Theater 71, Uhr: Friedrich Schiller, der Infant der Menschheit Walhalla- Theater 7. Raffelbinder ( Alfred Läutner a. G.) Casino- Theater An allen Feiertg. 2 Borstellungen 31, Uhr: Cine fidele Ehe. 3,8 Uhr Der Fehltritt einer Frau. 1,8 Folles Caprice am Oranienburger Tor 1/8 9 Monate a dato mit Ferb. rnecker, Rud. Rudolfi, Georg Er. Schmidt. Residenz- Theater Täglich 7, Uhr Lady Windermeres Fächer ( Hansi Arnftädt, Adele Sanbrock, Carola Toelle, Arnold Korff, Jul. Falkenstein, Herm. Ballentin) Trianon Theater Täglich: 7, Uhr: Kammermusik Luftspiel von Heinr. Jlgenstein 71, Uhr: Die Scheidungsreife Mittwoch, 22. u. Montag, 27. 3 Uhr: Rindervorstellung: Fihlifih Montag 71, Uhr: Die Scheibungsreife Neues Operettenhaus Direktion Jean Kren 7 Uhr: LACKSTIEFEL Möbel SCALA Die Csikósbaroness HERSTRASSE Operette in drei Akten nach einem Motiv Betöfis von Fritz Grünbaum. Ab 23.: Ju Shi tanzt. Rachm.: Obersteiger. Concordia- Palast- Theater 64 Andreasstraße 64 Filmschau: Sträflingstetten I. Teil Bühnenschau: Hermann Kraufe, Agnes.Krembler, Brocks u.Cockfi, Braun und Braun. Residenz- Kasino Blumenstraße 10 Tägi. Gr. Ball für die ältere Jugend. Nur Rundtanze. Dienstags: Gratis Verlosung Donnerstags: Prämiierung Anfang 6 Uhr APOLLO Friedrichstr. 218 Auftreten Rapitän Raufen mit feinen breffierten Seelöwen und bie übrigen Dezember Sensationen!!! Königstadt- Theater Alexanderstr.21 Bhf. Jannowitzb. Säglich Gala- Sänger 7.30 U.: METROP YARIETE KABARETT Benrenstraße 54. An ang präz, 71% Unr: Riesen- Weihnachts- Spielplan Theater a. Kottbuser Tor Tägl 7, u. 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Beschlußfaffunt über Abänderung der Saging Mr. 5 (§§ 6, 7 n. 9).( 1. Machtra Unter 3. Beschlußfaffung über e fegung der Höhe der Unte ftigung i. Krankenhausfällen 4. Berschiedenes. Bur Mitgliederversammlung a brei anz, eir auf haben rur Mitglieder gege ide Eh Borzeigung der Mitgliedskart Zutritt.(§ 13 der Sagung). ben ju Berlin, den 17. Des. 1920. nten, T Der Borstand. Borck. Wagner. Metallbetten, tabibraht Händler!!! itive Stahldrahts matragen, Kinderbetten, Bolster an jeder mann. Ratalog frei. Eisens möbelfabrik Suhl i. Thür. anfeben Schlager Sokolewski& Co., Seifenfabrik, Rosenthaler Str. 19 Deutscher Metallarbeiter- Berband Berwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienftr. 83-85 mm 22 ohnung geftive en 3m Bu die gende Die B ten. B fiel e däfte n Sa ang an eljen Achtung! it des und eiben Das G berg ge fie d Geschäftszeit von verm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Achtung! Sm Deutfchen Metallarbeiter Verband organisterte Arbeitslose. Die Auszahlung der Weihnachtsunterstützung für Nachzügle erfolgt mit derjenigen für Ausgesteuerte. Nähere Bekanntmachung erfolgt noch. Die Rommiffion Zentralverband der Asphalteure Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 22. Dezember 1920, abends 7 Uhr Mitglieder- Bersammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15,( Saal 1). Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiebenes. Das Erscheinen aller Kollegen ift dringend erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert! Die Ortsverwaltung ohnung men be wendu en 3 ofer er tte an Ner Bit chloff orben Die B au. zehn rpfleg J. A.: Auguft Lukem T Deutscher Metallarbeiter-Berband Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige Den Rollegen zur Nachricht, daß folgende Rollegen ver ftorben find: Der Schweißer Willi Bonach ula de Mi att. 23 enoffen Bicher Verwa ophien ute ut erzu g Neukölln, Sellbrficate. 35, am 16. b. Mis. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 21. b. Mts., nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeindekirchhofes in Neukölln, trift Mariendorfer Weg aus ftatt. D L bis 3 bis Der Stanzer Hans Schmidt Bezir Berlin, Luifenftr. 22 a, am 17. d. Mts. Die Beerdigung ch, 2 findet am Dienstag, den 21. b. Mts., nachmittags 2 Uhrungs von der Leichenhalle des Philipp-Kirchhofes in Berlin, Müllerstraße aus statt. ngela Der Maschinen Former Die eifters artei August Trieloff Alt Moabit 56, am 17. b. Mts. Die Einäscherung findet Bie te am Mittwoch, den 22. b. Mts., nachmittags 2 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße statt. Am Sonntag, den 19. d. Mts. ftarb nach langem, fchweren Leiben unser früherer Angestellter, Rollege Karl Wücke Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. b. Mis., nachmittags 14 Uhr, von ber Leichenhalle des Neuköllner Gemeinde- Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus ftatt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß unfere Kollegin, bie Arbeiterin Elisabeth Prangre Rarlshorst, Treskow- Allee 86, am 4. b. Mts, verstorben is. Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Kollegen ver ftorben find: Der Bifeleur Max Zeitz Fichtenau, Moltkestraße 23, am 7. d. mts. Der Rohrleger Robert Franke Berlin, Naugarter Straße 14, am 9. d. Mts. Der Schmied Karl Bäck Berlin, Malplaquetstraße 35, am 12. b. Mts. Der Werkzeugmacher Robert Heinze Lichtenberg, Müggelstraße 22 a, am 15. b. Mts. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Der Stäetische Weinkeller, Neukölln ommun ervor, aß die chende onnte. et der Er ich we ach f her ege 9 ann ber, Bemer atte egun Ro t bi ag, 1 Piebe ange Em affen ten Burde hien mpfi Porta uch, Bent bietet bequeme und billigste Gelegenheit zum Einkauf von Weiß- und Rotweinen aus eigener Rellerei. Breiswerte Liköre, Kognak, Rum, Bunsch. 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LEIHHAUS MORITZPLATZ 58a( Größtes Spezialhaus dieser Art) ng Ling trie Mr. 542 Groß- Berlin Aus der Standalchronik von Groß- Berlin Unter dem Verdacht schwerer sittlicher Verfehlungen sind der abreißig Jahre alte Ingenteur und Motorenfabrikant Ewald tanz, ein vielfacher Millionär, und seine 22jährige Ehefrau Hedauf Veranlassung der Staatsanwaltschaft verhaftet worden. ide Eheleute, die seit etwa anderthalb Jahren verheiratet sind, Den junge Damen, die sie in der besten Gesellschaft kennen nten, nach ihrer in der ersten Etage des Hauses Kurfürstenmm 224 belegenen fürstlich eingerichteten Vierzehn- Zimmerohnung ein. Dort haben sie ihre Opfer durch betäubende Mittel, !! gestive Einwirkung und Anwendung von Gewalt ihren unfitten Zweden gefügig gemacht. 120. 335 re Bu diesem Bericht des offiziösen Telegraphen- Bureaus werden gende Einzelheiten gemeldet: Die Vorgänge, um die es sich dabei handelt, spielen seit Moten. Von der Vierzehn- Zimmer Wohnung des Ehepaares Franz fiel ein Teil auf die Bureaus. Durch günstige Auslandsäfte hatte Franz ein großes Vermögen erworben und führte n Haushalt größten Stiles. Die Verfehlungen des Ehepaares ang an jungen Mädchen waren mit der Zeit auch weiteren elfen befanntgeworden und als dieser Tage die Staatsanwalts it des Berliner Landgerichts III von der Sache erfuhr, griff sie und machte durch Verhaftung des Ehepaares dem weiteren eiben ein Ende. Das Ehepaar hatte junge Mädchen aus besten Familien entigle der gemeinsam oder auch allein lennen zu lernen gesucht und Sie dann nach dem Kurfürstendamm ein. In der Franzschen ohnung wurden die Mädchen reich bewirtet und es wurden en berauschende Getränke vorgelegt, wobei auch Narkotika zur wendung tamen, so daß die Mädchen in einen völlig willenen Zustand versetzt wurden. Infolge der Anzeige eines der fer erhielt die Behörde von der Sache Kenntnis. Das Mädchen te angegeben, daß Franz es hypnotisiert habe und daß es trotz Bitten, freigelassen zu werden, von dem Ehepaar in einem hlossenen Zimmer zu unsittlichen Handlungen gezwungen orben ist. Die Polizei verhaftete zunächst den Ingenieur, später auch seine au. Die Wohnung wurde versiegelt und das Bureau, in dem ehn junge Mädchen gegen hohe Monatsgehälter bei freier tpflegung angestellt waren, wurde aufgelöst. Verbands- Bildungskommissionen kam Dienstag, den 28. Dezember, abends 7 Uhr, findet in der la des Sophien- Realgymnasiums, Steinstraße, eine Konferenz Mitglieder der Bildungstommissionen Berlin- Brandenburg att. Vortrag des Genossen Seidel: Wie führen wir unsere noffen in die Grundprobleme des Sozialismus ein?" Zahlicher Besuch wird erwartet. 115 et Berwaltungsbezir? 1( Mitte). Mittwoch, 6% Uhr, pünktlich, ophienschule, Steinstr. 31, Versammlung aller tommunalen Ob te und Kommissionsmitglieder, Stadt und Bezirksverordnete. erzu gehören 1. Distrikt( 1 bis 20, 23, 24). Distrikt 5( 129 bis Distritt 6( 145 bis 148, 152, 182, 196 bis 198, 200 bis 201). rift 10( 202 bis 210, 223 bis 224, 226 bis 236). Distrift 11 L bis 217, 255 bis 258, 267 bis 272, 278 bis 282). Diftrift 16 3 bis 275). Bezirk 3( Wedding). Bezirksverordnete, Stadtverordnete! Mittch, 22. Dezember, abends 6 Uhr, in der Schule, Pantstr. 47, kungszimmer, Fraktionssizung. Die kommunalen Obleute sind ngeladen. Beilage zur„ Freiheit" in den Händen der tapitalistischen Gesellschaft." Wie malt sich doch in den Köpfen dieser Kommunisten die Welt! Ein Sozialist wird in dem Augenblick, da er an die Spitze eines Gemeinwesens gestellt wird, ein Spielzeug in den Händen der kapitalistischen Gesellschaft! Und da der Oberbürgermeister als Mitglied des Ma gistrats nur ein Gleicher unter Gleichen sein soll, so würde diese Bezeichnung auch anzuwenden sein auf Magistratsmitglieder, die der kommunistischen Partet angehören. Es ist dann nur zu verwundern, daß die Kommunisten in den Magistrat und auch in die Stadtverordnetenversammlung hineingehen. Alle diese Körperschaften arbeiten doch innerhalb der tapitalistischen Gesellschaft. Und daß innerhalb dieser Gesellschaft der Sozialismus nicht ver wirklicht werden lann, weiß doch jeder mit dem A B C des So zialismus Vertraute. Die Konfusion innerhalb der Kommunisten macht riesige Fortschritte. Bom Gas- und Stromnet abgeschnitten. Wegen Ueberschreitung ( Nachtbetrieb) der zur Einschränkung des Elektrizitäts- und Gasverbrauchs festgelegten Schlußzeiten für die Entnahme von Gas und Elektrizität ist auf Anordnung des Kohlenamtes Berlin die Elektrizitätslieferung an nachbezeichnete gastwirtschaftliche Betriebe eingestellt worden: 1. Fortrott- Klub, Friedrichstr. 112a; 2. Frühstücksstube Klemmt, Königin- Augufta- Str. 35; 3. Wiener Restaurant, Prinz- Louis- Ferdinand- Str. 8a; 4. Weinlokal Jork und Litörstube Heimann, Mittelstr. 39; 5. Hotel Martgraf, Zimmerstr. 30, 1 T.; 6. Restauration Gerdes, Passauer Str. 3. Rohlenkarten für Untermieter. Bon Untermietern( Mieter von möblierten Zimmern) wird beim Kohlenamt Berlin darüber Klage geführt, daß ihnen von ihren Vermietern, welche im Besitze der Untermieterkarten sind, die zustehenden Kohlen vorenthalten werden. Das Kohlenamt weist daher die Vermieter nochmals bringend darauf hin, daß die im§ 27, Abs 3, der Verordnung über die Kohlenverteilung vom 6. März 1919 getroffenen Bestimmungen strifte innezuhalten sind. Nach dessen Wortlaut ist der Vermieter verpflichtet, die auf die Untermieterofentarte entfallende und ge= lieferte Kohlenmenge nur für den Untermieter zu verwenden oder auf Werlangen zu dessen Verfügung zu halten. Der grüne Graben. Einer der schwierigsten Teile der Bauarbeiten an der Untergrundbahn Nord- Süd wird jetzt in Angriff genommen. Es handelt sich um die Ueberbrückung einer Moor ftrede im südlichen Teile der Friedrichstraße zwischen dem Apollotheater und der Handelsstätte Belle- Alliance. Die Moorstrecke, die durch einen früheren Verbindungsgraben zwischen der Spree und dem Landwehrfanal, der später zugeschüttet wurde, entstanden ist, besitzt nicht die für das neue Bauwerk erforderliche Tragfähigteit. Es ist also notwendig, einen umfangreichen Pfahlrost zu bauen, auf dem dann der eigentliche Tunnel errichtet wird. Die Pfähle, die aus Eisenbeton bestehen, werden eine durchschnittliche Länge von etwa 10 Meter erhalten müssen, damit sie bis in trag fähigen Baugrund hinabreichen. Ihre Köpfe werden in einer schweren Eisenbetonplatte verbunden, die dann die erforderliche Tragfähigkeit besitzt. Selbstverständlich ist das Einrammen der Pfähle mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft, da die Pjähle selbst zum Schuge gegen die Zerstörung durch Moorsäure mit Asphalt überzogen sind. Diese Schutzschicht darf beim Einrammen nicht verlegt werden. Es ist also notwendig, zunächst eine Eisenhülfe einzurammen, die den Pfahl aufnimmt. Nachdem der Pfahl in seine endgültige Lage gebracht ist, wird die Hülse wieder herausgezogen und so zurüdgewonnen. Dieser Pfahlrost, der bei ähnlichen Tiefbauten bisher noch nicht verwendet worden ist, wird hoffentlich so schnell fertiggestellt werden können, daß hierdurch Die eigentlichen Bauarbeiten teine Verzögerung erleiden. Die Rammarbeiten für die ersten Pfähle sind nunmehr begonnen. Es werden insgesamt auf der ganzen Strede über das Moor etwa 1000 Pfähle eingerammt werden müssen, deren Abstand voneinander etwa 1 Meter beträgt. Die Schuhvorrichtungen an den Berliner Straßenbahnwagen, beren Instandhaltung während des Krieges aus Mangel an Arbeitskräften unterbleiben mußte und die aus diesem Grunde von den meisten Wagen abmontiert werden mußten, sollen nunmehr wieder allgemein eingeführt werden. Zunächst wird beabsichtigt, 300 Triebwagen mit der befannten Fangvorrichtung auszurüsten. Wie wir hören, ist der Grund zur Wiedereinführung der Schuhvorrichtung nicht darin zu suchen, daß die Zahl der Straßenbahnunfälle zugenommen hat. Vielmehr haben sich die Schuhvorrichtungen vor dem Kriege im allgemeinen gut bewährt, so day man jezt, wo ihre Instandhaltung wieder ohne besondere Schwierigkeiten möglich ist, die Baſſanten tunlichst vor den Gefahren des Straßenbahnverkehrs schüzen will. Die Schuhvorrichtung besteht aus zwei Teilen, einem von der Vorderplattform herabhängendem Gitter und der eigentlichen Fangporrichtung. Sobald ein vor dem Wagen auf den Schienen liegender Körper das Gitter berührt, Die Stellung der Kommunisten zur Wahl des Oberbürger eifters ist eine sehr zwiespältige. Sie erklären, dem von unserer artei vorgeschlagenen Kandidaten ihre Stimme geben zu wollen. Sie sie sonst zu der Frage stehen, geht aus einer Zuschrift der ommunistischen Stadtverordnetenfraction an die„ Rote Fahne" por, in der es u. a. heißt:„ Im übrigen sind wir überzeugt, die unsichere Saltung eines" Unabhängigen nichts an den beehenden Zuständen ändern würde und uns nur angenehm sein Onnte, festzustellen, wie auch ein unabhängiger Oberbürgermeister der Bolitit seiner Partei nichts mehr ist als ein Spielzeug schlägt dieses automatisch nach oben an die Plattform, während Ismer Erzählung von Julius Levin ( 1. Fortsegung) Er ging des Morgens in seine Tischlerwerkstätte, die ziem weit von seiner Wohnung lag. Gewiß wäre es ihm schon ach seiner Verheiratung mit Emilie angenehmer gewesen, her zu wohnen. Und besonders, nachdem seine Eifersucht ge geworden war, hätte er gerne die Möglichkeit gehabt, ann und wann einmal einen Sprung nach Hause zu tun. ber, hätten der Meister und die Mitgesellen etwas davon emertt, so wäre ihm das schlecht bekommen. Und überdies atte Emilie, wenn einmal die Frage der Wohnungsver= gung gestreift wurde, nichts einzuwenden gehabt. Unbequem is es ja Ra meinetwegen," hatte sie gesagt. Unbequem is es ja r dich. Aber du weißt ja nich, wie lange du da bist. Einen ag, wenn du fortgehst und anderwärts Arbeit friegst, is es Pieber nach dahin weit. Man kann doch nich immer mit der ngen Einrichtung der Werkstatt nachzotteln." Emilie hätte also vielleicht doch die Krausnidstraße veren, wenn auch fein großer Wunsch danach sich bei ihr zu tennen gab. Verdächtiger, als sie vorher gewesen war, urde Emilie durch ihre Aeußerung jedenfalls nicht. Auch bien sie die Nähe ihrer Schwägerin nicht unbequem zu pfinden. Jsmer, der sonst sich selbst als einfacher Mann ottam, war nicht nur eifersüchtig benebelt, sondern wußte uch, daß er es war. Aber so viel fonnte er sich noch sagen: Benn Emilie gewußt hätte, daß Marie sie beobachtete oder Grund dazu hätte, sie zu beobachten, sie, die Emilie, mit Bergnügen die Gelegenheit wahrgenommen hätte, aus der Aber: ihr Verhältnis" hätte Emilie auch treffen fönnen, enn er mit ihr nach der Markusstraße verzogen wäre, an Jsmer gedacht hatte. Er mußte ja Emilie den ganzen ag allein lassen. In der Tat! Es war gleichgültig, ob sie mit Bequemlichkeit betrog und zu Fuß, oder ob sie erst 80 Elektrische dazu nehmen mußte. 50 10 er ährlichen Nachbarschaft wegzukommen. Martin Semer liebte Emilie noch immer, und wenn auch ine Eifersucht seine Liebe dann und wann erstiden wollte, brauchte er doch keine große Puste". um sie wieder zu ellen Flammen aufsteigen zu sehen. Wenn die Dinge sich Überstützend abwechselten, dann wußte er nicht, ob er Pirklich der Dummtopf war, für den er sich zeitweise hielt, Peil er Emilie hatte heiraten wollen. uch von dem Frigen hatte Jsmer nichts Wesentliches be erlen tönnen. Ismer hatte zwar, soweit es ihm möglich az, auf Emilies Neußerungen fortgefeßt achtgegeben. Aber sehr viel herausbekommen hatte er dabei auch nicht. Und obwohl er eigentlich jetzt so wenig wußte wie damals, als Marie seinen Verdacht geweckt und er selbst seine Untersuchungen begonnen hatte, stand es doch für ihn fest, daß Emilie ihn betrog und ganz sicher mit dem Frißen, dem er fahon längst hätte den ladierten Affenschädel einschlagen müssen, wenn nicht... Ja, eben, wenn nicht... So hatte Jsmer sich gequält und schließlich in sein Schidjal ergeben, das ihm noch nicht einmal zweifellos und tatsächlich vorfam. Zweifellos und tatsächlich war ihm nur seine Be trübnis darüber. Sätte man ihm die Geschichte, wie sie ihm passiert war, als das Erlebnis eines andern geschildert, so wäre Jsmer feinen Augenblid im Zweifel über die Bezeichnungen ge wesen, die er diesem andern hätte beilegen müssen. Er würde ihn mindestens einen Stiefel genannt haben. Dann und wann nannte er sich auch so oder so ähnlich, aber felbst wenn er sich ausschalt, war er doch nicht ganz überzeugt von seiner Berechtigung, in dieser Weise mit sich umzus springen. So'n oller Ochse bin ich denn doch nich, daß ich ihr das soll merfen lassen," sagte er sich dann mit einem schlauen 3u fneifen des rechten Auges. Aber das Vergnügen über die Schlauheit hielt nicht stand. Jsmer verfiel oft in trübes Nachdenken, das den Kameraden nicht entging und ihm häufig Hänseleien eintrug, die er nur durch das Spendieren einer„ Lage" zu besänftigen vermochte. Der lange Emil, einer der Arbeiter, dessen Andenken in der Muladstraße lebendiger war, als es ihm selbst angenehm fein fonnte, pflegte dann zu sagen:„ Jsmer! du weest ja gar nich, wat de for en Jlic hast! Et jiebt nicht Scheeneres, als wo' ne Jattin, wo raus fliegt!" Kam bann Ismer nach Hause und fand Emilie niedlich und abrett vor, wie sie den Tisch in der Küche hübsch gedeckt hatte und ihm unbefangen„ Guten Abend" sagte, dann war die Sache so ziemlich gut, und wenn er mit Emilie schlief, war alles in Ordnung. Marie, die Schwägerin, fam gar nicht mehr, da sie sich ein Berhältnis angeschafft hatte, einen Maurer, der auch mit der Wäscherolle Bescheid wußte, und versprochen hatte, Marie zu heiraten, wenn die Zeiten wieder gut werden würden. Einstweilen baute man wenig, und Arbeit wäre nicht so leicht zu friegen. Marie war im übrigen beruhigt, da die Wäscherolle genug abwarf, um zwei zu ernähren, besonders | Dienstag, 21. Dezember 1920 die Fangvorrichtung gleichzeitig gegen die Schienen gedrückt wird und das Hindernis aufgefangen wird. Eifersuchtstat eines Polizeioffiziers. Vor dem Hause Kaisers Allee 131 in Friedenau spielte sich am gestrigen Montag mittag zwischen 11 und 12 Uhr eine blutige Ehefragödte ab. Ein Hauptmann der Berliner Schuhpolizei, Freiherr v. Hoffmann, war mit seiner Gattin in einen heftigen Wortwechsel geraten, in dessen Berlauf v. 5. plöglich seinen Revolver zog und auf seine Frau einen Schuß abgab. Die Kugel traf Frau v. S. hinter dem rechten Ohr und trat zum Munde wieder heraus. Die Getroffene brach auf der Stelle tot zusammen. v. Soffmann brachte sich dann selbst einen Schuß in die Brust bet, der bie Lunge schwer verlegte. Unter Mordverdacht festgenommen. Unter dem Berdacht, an der Mordsache Schulz in der Alexandrinen- Straße beteiligt gewesen zu sein, wurden gestern der 28jährige Feilenhauer Franz Kaczmared in dem Lotal Zum Sportsfreund" in der Schlesischen Straße und der 38 Jahre alte Brauer Karl Schneider, festgenom men. Beide sind Freunde. Schneider äußerte im Siftierungszimmer: In der Mordsache Alexandrinen- Straße weiß ich besser Bes scheid als ihr!" Raubüberfall. Der 44 jährige Maler Max D. und der 36 jährige Gepäckträger Adolf Sch. überfielen den Bureauvorsteher Max Lood aus Tempelhof, der sich auf dem Heimwege befand, und ver suchten, ihn niederzuschlagen. Es tam zu einem Fausttampf, bei dem Lood mehrere Berlegungen am Kopfe erlitt. Herbeigeeilte Schußpolizeibeamte brachten alle drei zur nächsten Wache. Gasvergiftung einer fünftöpfigen Familie. Der Arbeiter Karl Gluth, seine Ehefrau und deren drei Kinder wurden gestern in ihrer Wohnung, im Hause Schulstraße 73 bewußtlos aufgefunden. Das Zimmer war mit Gas angefüllt. Sämtliche fünf Personen fonnten wieder ins Leben zurüdgerufen werden. Unvorsichtigkeit hatte zu dem Unglücksfall geführt. Ein ähnlicher Fell ereignete sich im Sause Gartenstraße 114. Hier wurden der Rentenempfänger Plath und seine Frau bes finnungslos aufgefunden. Auch hier war der Gashahn nicht völlig geschlossen worden. Ein Kartoffelschwindler treibt seit einiger Zeit in Berlin und neuerdings besonder in den Vororten sein Unwesen. Er hat es besonders auf die Frauen von Straßenbahnangestellten, Postbeamten und dergleichen abgesehen. Wenn die Männer, wie er ausgefund schaftet hat, im Dienst sind, erscheint er bei den Frauen und er zählt ihnen, die Männer hätten von ihm sechs Zentner Karteffeln, oder auch noch mehr, gekauft, aber augenblidlich nicht bezahlen tönnen, weil sie nicht soviel Geld bei sich gehabt hätten. Weil sie die Kartoffeln gleich nachmittags um 1 Uhr abholen müßten, so ließen sie bitten, dem Ueberbringer das erforderliche Geld mitzugeben. Um Vertrauen zu erweden, legt der Mann auch noch eine Liste mit vielen Namen und Wohnungen von Ange stellten und Beamten vor. Sie erwedt den Anschein, daß es sich um eine Vergünstigung für Beamte und Angestellte handele. Um so eher sind die arglosen Frauen bereit, das verlangte Geld mitzugeben. Bei der Heimkehr des Mannes tommt dann der Schwindel ans Licht. Der Betrüger ist 1,65 Meter groß und schmächtig, etwa 30 bis 35 Jahre alt, hat einen gestuzten Schnurrbart und trägt dunkelblauen Anzug und dunklen Hut. Einen wertvollen Silberfund machten Kriminalbeamte, die nach gestohlenen Teppichen suchten. Als sie zu diesem 3wed auch bei Sehlereigeschäfte zu machen, por prachen, stießen sie bei einer einem Althändler in der Borsigstraße, der im Verdacht steht, Durchsuchung seiner Räume auf drei große zwölf Brund schwere filberne Tabletten, die der Althändler soeben erst belommen haben wollte. Wie er behauptet, hätten unbekannte Männer sie bei ihm untergestellt, um sie bald wieder abzuholen. Ohne Bewifel stammen die Tabletten ebenso wie einige Ferngläser, die sich noch dabei befanden, von Einbrechern her, die Schlösser und andere Landsitze heimzusuchen pflegen. Jugendweihe in Groß- Berlin. Für alle die zur Entlassung tom menden Schulkinder, deren Eltern feiner Religionsgemeinschaft angehören, finden die Jugendweihen an den drei legten Conntagen im März statt. Anmeldungen erbitten wir sofort an unser Bureau, Breitestr. 8-9, Hof links parterre, Arbeiter- Bildungsschule. Der 17. Diftritt veranstaltet am 22. Dezember, 5 Uhr, in der Schule Luisenstraße für die Kinder der Genossen eine Weihnachtsfeier, in der im besonderen das Kind selbst zum Worte tommt. Am Schluß der Feier werden die Kinder der Arbeitslosen beschert. Es wird gebeten, die Kinder möglichst nicht zu begleiten, sondern am Schluß der Feier abzuholen. Tegel. Eltern, deren Kinder an der Jugend weihe teilnehmen sollen, tönnen sich melden beim Genossen Franz Krumnow, Tegel, August- Müllerstr. 6 III. Wir erwarten recht rege Beteili gung. seitdem das Verhältnis ein bißchen mehr Zug in die Sache gebracht hatte. Jsmer, der es unpassend fand, daß seine ihr, ohne ihr geradezu das Haus zu verbieten, durch AnfühSchwägerin mit einem fremden Kerl zu Bett lag", hatte rung des Sprichworts„ Eigener Herd ist Goldes wert" deutlich gemacht, daß sie in ihrer eigenen Behausung weitaus am besten aufgehoben war. Marie hatte dazu gelächelt und schließlich gesagt:„ Da kann id doch nischt vor.' Jsmer hatte nur zu gut verstanden. Eines Abends, als er sich gar nicht zu helfen wußte, hatte er sich endlich ein Herz gefaßt und Emilie ganz geradezu aufs Korn genommen. Als sie ihm in gewohnter Weise entgegenfam, war er ihrem Kusse ausgewichen und, ohne den Rod auszustreifen, mit der Frage herausgebrochen: Wo bist du heute ges wesen?" " ,, Rirgends!" antwortete Emilie mit einem halb neugierigen, halb ironischen Blide in seine lauernden Augen hinein. Ohrfeigen gegeben, daß ihre blonden Saare auf dem Kopfe Und ehe er es sich selbst gebieten fonnte, hatte er ihr zwei wippten. habt und war dann in ein furchtbares Geheul ausgebrochen, Emilie hatte erst einen kurzen Moment des Staunens gedas Ismer zuerst einen hohen Begriff von seiner Energie auch dann vorgekommen wäre, wenn es nicht alle Nachbarn geben zu wollen schien, ihm aber bald als eine laute Anklage rebellisch gemacht hätte. Um den Glauben zu erweden, daß ruhig zum Essen gesetzt und war, allerdings erft, als die Nach all dies ihn nicht im mindesten anginge, hatte er sich dann barn sich ganz gewiß vom Treppenflur zurückgezogen hatten, Verheiratung, mit einem ziemlich schweren Rausche nach zum Bubiker gegangen, von dem er, das erste Mal seit seiner Hause gekommen war. Er hatte Emilie noch wach gefunden, und als er in einer durch den Rausch doppelt täppischen Art sich ihr zu nähern versuchte, hatte sie ihm einen fräftigen Stoß versetzt, der ihn zum Verluste des Gleichgewichts gebracht hatte. Er war gefallen und hatte sich blutig geschlagen. Ehe es ihm noch ge= lungen war, sich zu erheben, um sich irgendwie zu rächen, war Emilie mit dem Schrei: Jah ftüra' mich zum Fenster raus" ohne Hut und Mantel auf und davon gewesen, und als er nach längeren Bersuchen. Fich zu sammeln, endlich auf die Straße gekommen war, lah er nichts weiter als ein paar schwankende Gaslaternen, die voller Verwunderung über einen ganz verrüdt einherfahrenden elektrischen Wagen mit den Köpfen zu schütteln schienen. ( Fortfegung folgt.) Gewerkschaftliches Lachendes Leben Der Herr Präsident der D.-P.-D. Berlin hat am 16. Dezember 1920 folgende Verfügung an die Berliner Verkehrsämter, die Abs teilungen und Referate ber D.-P.-D. gerichtet: ,, Der örtliche Beamten- Ausschuß des Paketpostamts hat ben Amtszimmern anderer Verkehrsämter gedruckte Einladungen an das Posts und Telegraphenpersonal zu einer am 17. Dezember ftattfindenden öffentlichen Versammlung in der Brauerei Happold mit dem Ersuchen überfandt, ein Stüd dieser Einladungen an einer allgemeinen sichtlichen Stelle auszuhängen. Der Aushang dieser Einladungen ist nicht zu gestatten, weil er agita= torischen Zweden dienen soll, und weil nach der Verfügung vom 19. 12. IH( R.-P.-M. vom 13. 12. 19 Min. VI U-) nur den beruflichen Organisationen erlaubt ist, Versammlungen usw. burch Aushang bekannt zu geben, der örtliche Beamten- us= Schuß eines einzelnen Verkehrsamts aber als berufliche Organisationen in diesem Sinne nicht angesehen werden kann." Als wir dieses Schreiben der großen Versammlung vorlasen, hat sie dazu gelacht" und die Wände schienen mitzulachen über ben alten Geist in neuer Zeit. Etwas mehr philosophische Seiterkeit würde den Herrn Bräsidenten Genzte belehrt haben, daß Jdeen sich durch solche Anordnungen nicht aufhalten lassen, daß fie lächelnd altgewordene Scheinautoritäten tödlich verlegen. Was würde der weise Sofrates im alten Griechenland, der uns lehrte: Ertenne Dich felb ft", zu einer solchen D.- P.- D.Berf. gesagt haben? Gewiß lächelnd ,, Wie viele Dinge gibt es noch, die ich nicht mehr nötig habe." Ernstlich: Vergessen wir dieses Erzeugnis aus alter Zeit und altgewordener Anschauung, die in neuen Tagen dem Ansehen Schabet. Ein neuer Gedante ist geboren morden, der Gedante einer freiheitlichen Postgewerkschaft, für den der Herr Präfident der D.-B.-D. Berlin so erfreulich Bropaganda gemacht hat. Jbeen sind Leben, das sich in seinem Gestaltungsdrange von papierenen Berordnungen nicht einengen läßt. An alle Post- und Telegraphenbeamten und beamtinnen in Ber lin und im Reich ergeht daher der Ruf:„ Ertennet in der Not unserer Zeit Euch selbst", werdet Euch Eurer höheren Menschenwürde endlich bewußt, entschließt Euch zum Notwendigen und überwindet damit den tleinlichen Bureaufratengeist. der noch immer nuglose Verfügungen erzeugt und Kräfte vergeudet.. Wir müssen endlich lernen, Kräftewirtschaft zu treiben und hauszuhalten mit den Seelenkräften, die uns in der Postförperschaft verbinden sollen. In der Posteinheits gewerkschaft müssen wir vielen alten Plunder hinter uns lassen und alle lernen, rückständige Vorstellungen zu überwinden, um mit neuen Kräften an große gemeinsame Arbeiten gehen zu können. Reichen wir uns darum über das ganze Reich hinweg die Hände im Zeichen der Gemeinsamkeit und zum Schaffen in der Posteinheitstörperschaft. In diesem Sinne versuchen wir auch dem Herrn Präsidenten der DB.-D. Berlin die Hände zu reichen, damit er rechtzeitig lerne, mit neuem Geist mit der Reichs postgewerkschaft zu arbeiten. Wilhelm Hoffmann, PG., Obmann des Beamten- Ausschusses vom Batetpostamt Berlin. Wie man im Trüben fischt! Uns wird eine VersammlungsEinladung übergeben, welche 1. einen Stempel wie folgt trägt: Gastwirtschaftliche Gewerbe, Zentrale Gr.- Berlin, Linienstr. 103, Arbeiterrat. 2. Arbeiterrat D. Duded, Gipsstr. 6." Zu 1 stellen wir fest: Im Hause Linienstr. 103 ist eine Zentrale des Arbeiterrats für das Gastwirtsgewerbe nicht untergebracht. Es bestehen zurzeit im Gastwirtsgewerbe nur Arbeitslosen- Kommissionen der einzelnen Branchen. Dieselben stellen ihre Obmänner zu einem Ausschuß zusammen, um dann mit der Ver waltung zusammen alle Fragen gemeinsam zu beraten. Die Wahl der Arbeitslosen- Räte ist ja durch eine bestimmte Gruppe abfichtlich vereitelt worden und versuchen wir nun auf vorgenanntem Weihnachten 24 DEZEMBER steht vor der Tür! KON LINON Die gute MASSARY Zigarette URTEILEN SIE SELBST! Wege unsere Aufgaben zugunsten der Arbeitslosen zu lösen. 3u 2 muß gesagt werden, daß O. Duded als Arbeiterrat für unser Gewerbe absolut nicht in Frage fommen tann. Er ist nirgends organisiert, lehnt Arbeiten im Gewerbe ab und treibt Sport, um die Gemüter der Arbeitslosen aufzuputschen, und solche Herren fönnen doch wohl unmöglich als Vertreter für die Interessen der Angestellten in Frage tommen. Wir warnen unsere Mitglieder, diesen Maulhelden nachzulaufen, um nicht Gefahr zu gehen, irregeführt zu werden. Die Organisation, der 3entralverband der Hotel, Rest. und Kaffee- Angestellten", ist immer und zu jeder Zeit bereit, wenn berechtigte Wünsche der Arbeitslosen zu lösen find, alles dafür einzusetzen, das Los der Arbeitslosen zu bessern, aber erst dann wird es möglich sein, wenn auch jeder und der legte den ehrlichen Willen hat, seinen Worten die Tat folgen zu laffen. Nur die Organisation fann helfen, und nur der verdient die Freiheit und das Leben, der täglich sie erkämpfen muß. Auffällige Erscheinungen zeigen sich in letzter Zeit in der Geschäftspraxis des Schlichtungs- Ausschusses Groß- Berlin. Man muz berechtigte Zweifel an der objektiven Durchführung der prozessualen Formalitäten hegen, wenn man wiederholt beobachten muß, wie anhängig gemachte Klagen behandelt werden. Beim Streit im Zeitungsgewerbe hatte der Zentralverband der Angestellten ein Schiedsgericht gegen den Arbeitgeberverband am 24. September beantragt. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten und der Gewerkschaftsbund taufmännischer Angestelltenverhände ( nationale und deutschnationale Richtung) hatten in eigener Sache gegen denselben Arbeitgeberverband am 29. September Klage erhoben. Die Geschäftsstelle des Schlichtungsausschusses beliebte es, die zuletzt eingereichte Klage zuerst zur Verhandlung zu stellen, obwohl die Anhänger des 3. d. A. schon vor ihrer eigenen Klagestellung im Streit standen, während die nationalen Verbände sich als Streifbrecher produzierten. Damals wurde von der Geschäftsstelle des Schlichtungs- Ausschusses auf die Beschwerde die Antwort erteilt, daß ein grobes Versehen des Ladebureaus vorläge. Bei einem dieser Tage schwebenden Schiedsaerichtsverfahren. das durch den Zentralverband der Angestellten am 10. Dezember anhängig gemacht war, erschien ohne vorherige Benachrichtigung von Arbeitnehmerseite nicht nur der Zentralverband der Ange= stellten, der als alleiniger Kläger aufgetreten war, sondern auf Beranlassung der Geschäftsstelle des Schlichtungs- Ausschusses waren auch wieder die nationalen und deutschnationalen Elemente auf offizielle Ladung des Schlichtungs- Ausschusses herbeizittert. Einer derartigen Praxis muß auf das entschiedenste widersprochen werden. Die Geschäftsstelle des Schlichtungs- Ausschusses hat kein Recht, nach Willkür zu verfahren. Aus den Organisationen 1. Distritt. Arbeitslose Genossen melden fich sofort bei Frau Garned, Zimmers ftraße 86 oder beim Genossen Wurm, Splettgerbergasse 1-2. 3. Diftritt. Nächste Sigung ber Bildungstommiffion Dienstag, 21. Dezember, abends 7 Uhr, bei Stiller, Urbanstr. 129, vorn 3 Tr. 17. Diftrift. Die Abteilungsfaffierer und Bezirksführer werden gebeten, bie Einlogfarten zur Beethovenjeler bis zum 22. Dezember beim Genossen Kroll abs zurechnen. Reulölle. Die zu Mittwoch, den 22. Dezember, angelegte Funktionärversamm lung fällt aus. Bezirk Lichtenberg. 5. Vieriel. Mittwoch, 22. Dezember, abends 7 Uhr, Funk tionarhigung bei Tischbach, Prinzen- Allee 6. Beziri Lihtenberg. Für alle Genosfinnen und Genojfen, bie in der Agitations tommission mitarbeiten wollen, findet am Dienstag, 21. Dezember, abends 7 Uhr, eine Sigung tatt bei Wilhelm Ginther, Tasdorferstr. 20. Mariendorf. Die Weihnachtsbescherung der Kinder unserer Erwerbslosen findet am Donnerstag, 23. Dezember, in der Aula des Gymnasiums, Kaiserstraße, ftatt. Das Programm fieht Orgelspiel, Brolog, Märchenvorlesung, Konzert und Gesang vorträge vor. Eintritt 49 Pfg. Sämtliche Genossen und Genossinnen sind hierzu herzlich eingelaben. Oberschöneweide. Dienstag, abends 7% Uhr, Sigung fämtlicher Funktionäre bei Jmberg. Bantow. Mittwoch, 22. Dezember, nachm. 4% Uhr, findet in der Aula ber 2. Gemeindeschule, Grunowstraße eine Weihnachtsfeier und Belcherung der Ar beitslofenfinder statt. Alle Barteigenossen werden ersucht, fich recht zahlreich mit ihren Kindern baran zu beteiligen. Als Ausweis bient das Mitgliebsbuch. Vereinskalender Klavierarbeiter. Mittwoch, 22. Dezember, nachm 5 Uhr, Bertranensmänners versammlung im Reichenberger Hof", Reichenberger Str. 147. Tagesordnung: Bericht von den Verhandlungen. Erfassung, her Betriebsräte. MASSARY ZIGARETTEN 11/ Überall herzlich willkommen! Bund der technischen Angestellten und Beamten. Erwerbslosenverfammlung Nordischen Hof, Invalidenstr. 126 am Mittwoch, den 22. Dezember, mittags 12 Deutscher Transportarbeiter Verband. Betriebsräte und Betriebsobmänner Settionen. Dienstag, 21. Dezember, abends 7 Uhr, im Saal 4 des Gewerlich hauses, Engelufer 15, Vollversammlung. Tagesordnung: Die neueste Stellung Arbeitgeber zum paritätischen Arbeitsnachweis. Deutscher Transportarbeiter- Berband, Seftion 5, Industriearbeiter. Kranfil und Anbinder( Transporteure) der Groß- Berliner Metallbetriebe. Heute, Di tag. ben 21. Dezember, abends 6% Uhr, bei Karus, Boltastr. 37, wichtige trauensmänner- Sigung. 1. Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Drisverwaltung Groh- Berlin. wach, ben 22. Dezember, abends 6 Uhr, in den Anreas- Festfälen", Berlin, Tagesordnung: dreasstr. 21, außerordentliche Generalversammlung. schlukfaffung über die Erhöhung des Lofafzuschlages. 2. Berbandsangelegenheit Erscheinen aller Delegierten Bilicht! Mitgliedsbuch und Delegiertenfarte timiert. Die Ortsverwaltung. Die Bureaus der Ortsverwaltung finb am 3. nachtsfeiertage geschlossen. Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 18a( Verbands- und Vere Angestellte): Mitgliederversammlung am 22. Dezember, abends 7½ Uhr, Haverlands Festsälen, Neue Friedrichstr. 35. Lebensmittelkalender Charlottenburg. Auf den Zuderabschnitt vom 16. bis 31. Dezember% Juder. Charlottenburger rote Nahrungsmittellarte: Pfeffernüsse( Bollhagen Restbestände freihänbig; auf Abschnitt 354 vom 20. bis 31. Dezember 1 Zuder; auf Abschnitt 355 vom 16. bis 31. Dezember Süßstoff; auf Abschnitt Dom 20. bis 31. Dezember Pfund Speisesyrup. Groß- Berliner Lebensmit farte: auf Abschnitt 73 250 Gramm Fleisch; auf Abschnitt 45 250 Gramm Abschnitt 46 400 Gramm amerikanisches Weizenmehl( Kochmehl, 75 prozentige mahlung). Einmalig vom 9. bis 31. Dezember 1920 an Kinder je 2 Bü Londensierte Vollmilch( Auslandsware) auf die untere Hälfte des Abschnittes Lebensmittelkarte für Jugendliche. Reukölln. Die Reuanmeldung für den Zuderbezug ist bis zum 4. Januar einschließlich zu bewirken. 18 Sennigsdorf. Es gelangen zum Weihnachtsfeite auf das Mittelstück der B farte 300 Gr. Rohmehl, Preis pro Pfund 5,60 M., zur Ausgabe. Inhaber Krantenbrottarten erhelten einen besonderen Bezugschein im Rathaus, Zimmer Reinidendorf. Auf den Abschnitt 78 der Groß- Berliner Lebensmittelfarte fällt Pfund Teigwaren zum Preise von 4 M. Der betreffende Abschnitt bis Montag, den 20. Dezember, bei den händlern und in den amtlichen Berta stellen abzugeben. Treptow. Auf Abschnitt 33 der Berlin- Treptower Lebensmittellarte 250 Gra Reis zu 3 M. Auf Abschnitt 12 der Berlin- Treptower Lebensmittelfarte Bersonen über 65 Jahre 250 Gramm Sago zu 80 fg. Echöneberg. Boranmeldung für 250 Gramm Teigwaren auf Abschnitt 78 Lebensmittellarte Berlin, Bezirk 11. Ausgegeben werden in der nächsten Wo 1900 Gramm Brot auf die Brottarte Wind", 200 bzw. 250 Gramm Fleisch Abschnitt 73 der Lebensmittellarte Berlin, Bezirf 11: 1% Pfund Zuder an ber üblichen Menge von% Pfund auf Abschnitt 87 ber Schöneberger Bude farte; ferner erhalten bie Rinder im 7., 8. unb 9. Lebensjahre auf besonde Bezugsscheine 1 Dose Malzertraft. Stegli. Cin einmal 10, beng bezogen miglid Rebeb Di Don D Anmeldung zur Zuferfundenlikte vom 20. Dezember bis 4. Jan 1921. Berteilung von 375 Gramm Zuder für laufenden Zuderbezug. Dazu 500 Gramm Weihnachtszucker, Abschnitt 101. Vom Dienstag, den 21. Dezembe Bettauf von 400 Gramm Auslands- Kochmehl, Abschnitt 46, Groß- Berliner Sta Zehlendorf. Für die Zeit vom 16. Dezember 1920 bis 15. Januar 1921 we folgende Karten und Abschnitte beliefert: Abschnitt 1 für Kinder im 1. Lebeurd jahre 500 Gramm Haferflofen, 500 Gramm Kindergerstenmehl, 2 Batete 1 Büchse Malzertraft; Abschnitt 12 für Kinder im 2. Lebensjahre 500 Gra Kindergerstenmehl, 1 Balet Kets, 1 Büchse Malzertraft: Abschnitt 24 für in die e im 3. Lebensjahre 250 Gramm Dörrpflaumen, 1 Büchse Malzertratt, 1 Kets: Abschnitt 24 für Kinder im 4. Lebensjahre 250 Gramm Dörtpflaum 1 Büchse Platzertraft, 1 Balet Kets; Abschnitt 23 für Kinder im 5. Lebensia der 250 Gramm Dörrpflaumen, 1 Büchse Malzertraft, 1 Baket Kefs; Abschnitt 23 Kinder im 6. Lebensjahre 250 Gramm Dörrpflaumen, 1 Büchse Malzerit 1 Batet Kets. Für werdende Mütter vom 4. Monat ab 2 Pfund Saferflode 2 Pfund Kindergerstenmehl; für stillende Mütter 1 Pfund Haferflocken, 1 B Haferfloden, zur Hälfte Zwiebac. theor word deren einle Kindergerstenmehl. Krante erhalten von der verordneten Menge zur Auffi Berantwortlich für die Redaktion: Emil Rabolb, Berlin. antwortlich für den Inseratenteil: Ludwig Romeriner. Karlshort. Verlagsgenofenibatt teiheit" e. Gm b. S.. Berlin. Drud der Freibe Trudorei G m. h. 5. 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