31 Einzelpreis 20 Pfg. 3. Jahrgang Brethelt erichetni margens und nachmittags, Gonntags and Montags Humal. Der Bezugspreis beträgt bei freter Buftellung ins Haus für Groß- Berita 10 m. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 m. Für Posts beaug nehmen famtliche Bostonftalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutfchland und Österreich 16,50 M., für das übrige Ausland 21,50 m glich Baluta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Österreich 30,- m. Kebaktian, Expedition and Berlag: Berlin 2, Breite Straße 8.0. Mittwoch, 22. Dezember 1920 Nummer 545 Abend- Ausgabe 1 Ste achtgefpaltene Nonpareillegeile oder Deren Raum Roftet 5,- einfalteglich Seuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2, M., febes weitere Wort 1,50 m., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien Anzeigen und Stellen- Befuche 3,20: netto pro Beile. Stellen Besuche Wort- Anzeigen bas fettgedruckte Wort 1,50.. tedes weitere Wort L. Sermiprecher: Bentrom 2030, 2645, 4516, 4603, 4635, 4649, 4821 greiheit Berliner Organ Der Unabhängigen Sozialdemokratie Dentfchlands Drohender Eisenbahnerstreik Die Einheitsfront der Eisenbahner Die unterzeichneten Großorganisationen der Lahn- und Gehaltsempfänger der Reichseisenbahn erklären, daß die durch den Reichss tag erfolgte Erhöhung der Kinderzulage ben notwendigen und bes rechtigten Ansprüchen der Beamten auch nicht im entferns tekten Rechnung trägt. Dasselbe gilt für die in Aussicht Benommene ähnliche Aufbesserung der Arbeiterbezüge. Die Organisationen find gewillt, alle Berhandlungsöglichkeiten zu erhöpfen, um den Eisenbahnern und thren Familien die Existenz zu gewährleisten. Die Not, ist ins Unerträgliche gestiegen, fie führt zur Berelendung und hat bereits geradezu eine verzweifelte Stimmung in den Kreisen der Beamten and Arbeiter erzeugt. Schnelle und ausreichende Hilfe ans diesem Elend ist notwendig! Die Organisationen richten tochmals ben dringenden Appell an Regierung nb Barlament, helfend einzugreifen. Sollten die Bemühungen ber Organisationen ohne ben erwünschten Erfolg 54 bleiben und die zuständigen Stellen nicht geneigt sein, Entgegen Tommen im ausreichenden Maße zu zeigen, jo sehen sich die Dr Banisationsleitungen gezwungen, entsprechend der Willensäuße ung ihrer Mitglieder, zu dem legten gewerkschaft= Jigen Mittel, 82 EN? zum Streif au greifen. Die unterzeichneten Berbände find ich ber Tragweite eines folchen Schrittes in ber jetzigen Zeit durchaus bewußt und verTennen nicht die große Gefahr für das Wirtschaftsleben Deutschlands Sie mürben es tief bedauern, wenn die berechtigten, auf eine gemeinsame Linie gebrachten Forderungen der Organi: fationen nicht die gewünschte Berücksichtigung finden sollten. In biesem Falle find sie entschlossen, ben ihnen aufgezwunge= Ren Rampf gemeinsam durchzuführen. Im Interesse der erfolgreichen Durchführung des Kampfes Jaben sich die unterzeichneten Organisationen verpflichtet, einmütig zusammenzustehen und alles zu vermeiden, was die Einheitsfront tören sollte. Deutscher Eisenbahnerverband: Franz Scheffel. Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und -Anwärter: Scharfschwerdt. 25 Gewerkschaft deutscher Eisenbahn- und Staatsbediensteter: Allgemeiner Eisenbahnerverband: S. Scaruppe. 24% 6" 28% 30 rößen ER att 55 rt 9 ts W. Gutsche. Die Wahl des Oberbürgermeisters Ber Beschluß des Wahlausschusses, den Kämmerer Böz als Oberbürgermeister der Stadtgemeinde Berlin in Vorschlag zu bringen, ist für die endgültige Entscheidung der Stadtverordnetenbersammlung noch nicht bestimmend. Einen entscheidenden Faktor bei dieser Wahl bilden die Deutschnationalen, die je nach der Situation ihre Taftit einstellen werben. Sie haben bisher chon bei den verschiedensten Gelegenheiten bewiesen, daß sie ihre Abstimmung nicht nach ihrer Ueberzeugung einrichten, sondern nach dem Gesichtspunkte, wie sie den sozialistischen Parteien eins Answischen fönnen. Die Rechtssozialisten haben sich für Böß erklärt und es ist wahrscheinlich, daß sie diese Kandidatur auch im Plenum untertüzen werden. Salten sie an diesem Entschluß fest, jo tragen sie die Verantwortung, daß Berlin eines sozialistischen Oberhauptes entbehrt. Denn darüber wird niemand im Zweifel sein, daß der bon unserer Partei präsentierte Kandidat nicht ein Amt annehmen fann, das ihm etwa nur mit Hilfe der nur Bosheitspolitik treibenden Deutschnationalen übertragen werden würde. Die Rechtssozialisten wollen lieber Böß als Weyl wählen, weil he in Böj den Mann sehen, der in diesem Augenblick der rechte Mann an dem Plage des Oberbürgermeisters sei. Aber es ist fein 3weifel, daß Böß ein Feind jeder Sozialisierung ist; er war es bisher schon und wird es im Amte des Oberbürgermeisters nod) beit mehr sein. Großzügigen Ideen ist er nicht zugänglich, er betramtet die Geschäfte der Stadt von dem Gesichtspunkt des kleinen Geschäftsmannes. Boz hat, und das sollte den Rechtssozialisten night unbekannt sein, in den letzten Monaten die Fort- und Ausführung der beschlossenen Notstandsarbeiten verhindert. Gewiß it die Stadt in finanzieller Bedrängnis. Aber erste Pflicht einer Stadtgemeinde wie Berlin ist es, produttive Arbeit zu schaf: fen. Die Tausende von Arbeitslosen wollen feine Unterstügung, le mollen Arbeit. Das ist den Arbeitslofen auch versprochen. Die Einlösung des Versprechens scheiterte aber an dem Kämmerer Bök. Und nun soll er gar noch Oberhaupt der Stadt werden. Die Arbeit der übrigen Magistratsmitglieder wird damit noch mehr trichwert, ais e es durch die traurigen wirtschaftlichen Berhält Die Forderungen der Eisenbahner Der Sekretär des Deutschen Eisenbahner- Verbandes Kozur veröffentlicht in einer rechtssozialistischen Parteitorrespondenz einen Artikel:„ Der Eisenbahner Ghicialsstunde". In diesem Artifel werden erstmalig Schidsalsstunde". In diesem Artifel werden erstmalig die Forderungen der Eisenbahner genau präzi siert. Wir geben deshalb den nachfolgenden Ausschnitt aus Koturs Artikel wieder: Was die Forderungen der Eisenbahner betrifft, so handelt es sich vor allem um die Sicherung eines Existenzminis mums für die unteren Gruppen. Deutscher Eisenbahner verband und Reichsgewertschaft verlangen für die Beamten eine Erhöhung der Teuerungszuschläge mit einer Mindestgrenze von 7000 Mart Darüber hinaus verlangt die Reichsgewerkschaft eine allgemeine Erhöhung des beweglichen Teuerungszuschlages um 25 Prozent, während der Deutsche Eisenbahnerverband einen festen Teuerungszuschlag in den Orisklassen A und B von 8000 Mart und 7500 Mart in C und D wünscht. Für die Arbeiter liegt eine gemeinsame Forderung der Tariffontrahenten vor, den beweglichen Teuerungsushlag allgemein um 1 Mart zu erhöhen. Kein Aufgeben der Beamtenforderung Die Presse- Abteilung des Deutschen Beamtenbundes schreibt: Wenn es auch im Augenblic unter Berücksichtigung der Umstände nicht zur Beranflailung der Urabstimmung unter der Be amtenschaft gekommen ist und durch Zahlung des Januargehalts porerst über die dringendsten Nöte während der Weihnachtszeit hinweggeholfen worden ist, so bleibt die Forderung des Deutschen Beamtenbundes auf allgemeine Erhöhung des Teuerungszuschlags doch bestehen und wird in Uebereinstimmung mit der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter aufrecht= erhaiten. Es fann feinem Zweifel unterliegen, daß der Bedrängnis der Beamten durch die unzulängliche Aufbesserung der Kinderzulagen nicht ausreichend abgeholfen ist und daß die Beamtenschaft im Januar wieder in einer sehr schwierigen Lage stehen wird. Der Deutsche Beamtenbund gibt sich der Hoffnung hin, daß die Berhandlungen mit den maßgebenden Stellen bis dahin soweit gedichen sein werden, daß die Beamtenschaft dann auf eine Erfüllung ihrer bescheidenen Wünsche rechnen tann. Wir bezweifeln start, daß der Deutsche Beamtenbund auf die Stellen, an die er diese Erwartung richtet, überhaupt noch Einbruck macht, nachdem er zu erkennen gegeben hat, daß er nicht die Absicht hat, den Kampf um seine Forderungen bis zu Ende zu führen. Wer die Waffe hinwirft, steht dem Gegner fuglos gegenüber. Der Beamtenbund aber scheint noch nicht eingesehen zu haben, daß er es mit einem abgefeimten, strupellosen Gegner zu tun hat. wiramen Antrieb zu geben. Ein Sozialiſt, der in der Auschaldieser grundsäglichen Gegnerschaft diesem Kandidaten seine tung des privaten Eigentums fein Ziel sieht, fann schon wegen Stimme nicht geben, noch viel weniger seine Wahl direkt oder indirekt fördern. Als Oberbürgermeister für Berlin ist Böß eine Unmöglichkeit. Der„ Vorwärts" hat in einer Polemik gegen unsere Bemerkungen über die Oberbürgermeisterwahl darauf hingewiesen, daß der Oberbürgermeister von Kassel, Echeidemann, und Leinert als Oberbürgermeister von Sannover nicht zu vergleichen seien mit dem Oberbürgermeister von Berlin. Wir möchten ihn doch daran erinnern, daß bei Bildung des Magistrats auch die Rechtsjozialisten feinen Einspruch erhoben haben gegen die Stellung des Oberbürgermeisters durch die Unabhängige Frattion, obwohl ihnen schon damals flar war, daß für diesen Bosten nur Weyl in Frage Tommen fonnte. Aber abgesehen davon haben sie selber für den Posten des Bürgermeisters von Berlin Personen vorgeschlagen, gegen die dieselben Einwände erhoben werden könnten, als die sie jetzt gegen die Kandidatur der Unabhängigen Partei erheben. Uebrigens haben Scheidemann wie Leinert sehr häufig ihre Oberbürgermeistergeschäfte von Berlin telephonisch erledigt, was bei unserem Kandidaten nicht der Fall wäre. Soeben wird be richtet, daß gestern abend nach einer sehr erregten Sigung ber städtischen Kollegien in Hannover Leinert sein Amt als Oberbürgermeister niedergelegt hat. Serr Leinert war in Hannover lebenslänglich angestellt, obwohl die Versammlung über eine bürgerliche Mehrheit verfügt. Es ist sicherlich erwünscht, in Berlin tüchtige Männer an der Spize des Gemeinwesens zu haben. Aber wir können doch die Tatsache nicht mit einem Schlage beseitigen, daß durch die jahrzehntelange Ausschließung von Sozialisten aus den Verwal tungsstellen die Arbeiterbewegung nicht von heute auf morgen zahllose Kräfte aus der Erde stampfen kann. Diese wichtigen Stellen aber deshalb dauernd den Bürgerlichen auszuliefern, wie das jest mit Silfe der Rechtssozialisten geschehen soll, oben brein durch eine Wahl des dem Sozialismus feindlichen Kämmerers Böß, schädigt den Kommunalsozialismus in ber nille ohnehin schon ift. Die Wahl von Böß wird den Kommunali herungsgedeanten noch mehr erftiden und seine praktische Durch führung verhindern, anstatt ihm zum Leben zu verhelfen und ihm schwersten Weise. Die französische sozialistische Partei und die 3. Internationale In allen romanischen Ländern sind die sozialistischen Partelen nur wenig innerhalb des Proletariats verwurzelt. So zählt die französische sozialistische Partei noch heute bei weitem feine 200 000 Mitglieder, obwohl in ihr noch alle Richtungen, von den Reformisten bis zu den Kommunisten, oreinigt sind. Diese Feststellung allein zeigt deutlich die Gefahren auf, welche eine mögliche Spaltung der französischen Partei nach sich ziehen würde. Diese Gefahr wird in Frankreich auch von denen nicht übersehen und verkannt, die sich zu leidenschaftlichen Fürsprechern des Anschlusses an die dritte Internationale aufgeworfen haben. In ihrem Auftrage verlas darum ihr prominentester Führer Frossard auf der letzten Sigung der sozialistischen Gruppe des Seine- Departements eine Erfiärung, in welcher nicht nur der Ausschluß der sich um Longuet fristallisierenden Zentralistengruppe, sondern der Ausschluß jeder Minderheit überhaupt in der bestimmtesten Form verworfen wurde. Die Rechte der Minderheit", so heißt es in der Erklärung, dürfen weder verschwinden, noch der Willkürlichkeit wechselnder Mehrheiten überlassen werden." Folgerichtig würden Frossard und Genossen selbst den Ausschluß der reformistischen Renaudel- Gruppe ablehnen. " Aehnliche Bemühungen unternimmt in Italien Genosse Serrati, der jetzige Bizepräsident der dritten Internationale. Auch er will die Einheit der italienischen Partei unter allen Umständen wahren und hat sich darum wieder holt gegen die von Moskau geförderten Ausschlüsse ausge sprochen. Aber obwohl Serrati feine Toleranz weniger weit pannt wie Frossard, und beispielsweise den Ausschluß der Reformisten Turati und Treves als notwendig erachtet, hat et von Sinowjem eine ziemlich fräftige, mit offener Kampfesanjage verbundene Zurechtweisung erhalten. Merkwürdigermeise scheint Moskau in Frankreich geflisfentlich zu dulden, was es in Italien bekämpft und was es in Halle durch Sinowiew mit derber Faust zerschlagen hat: die Einheit der Partei. Da die Frossard- Gruppe aber nicht nur in der Ausschlußfrage die Mostauer Aufnahmebedingungen verl#t, sondern auch in ihrer Stellung zu den Gewerkschaften und in ber Frage der eigenen Autonomie von Moskau abweicht, und schließlich auch die Namensänderung ablehnt, sonderbarer weise alle diese Abweichungen aber mit der Annahme der in Moskau aufgestellten Thesen und Bedingungen verträglich hält, so werden die Kommunisten an der Mehrheit, die sich auf dem am 25. Dezember in Tours beginnenden Parteis tag für die von Frossard und Cachin eingebrachte Resolution ergeben dürfte, feine volle Freude haben können. Schon heute hat sich darum links von Frossard eine Gruppe gebil= det, welche unter Verwerfung aller Vorbehalte die restlose, an feinerlei Bedingungen und Deutungen geknüpfte Kapitulation vor Moskau verlangt. Einen bedeutsamen Auftakt hat der französische Parteitag auf dem am 28. November geschlossenen Kongreß des SeineDepartements erlebt. Hier haben die bedeutendsten Führer der französischen Partei zu der Frage der Internationale Stellung genommen und in teilweise wirkungsvoller Art die Begründung geführt. Leon Blum sprach als Vertreter der Reformistengruppe. Seine Ausführungen gipfelten in der Ablehnung der Macht ergreifung durch das Proletariat in dem augenblicklichen Zeitpunkt. Erst wenn das Proletariat seine Organisationen zur vollsten Entfaltung gebracht habe, so folgerte er, fönne die Machtübernahme und dann auch der ungestörte Aufbau der sozialistischen Gemeinschaft erfolgen. In Verbindung mit dem Genossen Paoli legte Blum eine Resolution vor, die auf eine verbesserte Wiedererrichtung der zweiten Internationale hinausläuft. Für die sogenannte Zentristengruppe sprachen die Genossen Berfeuil und Jean Longuet. Ihre Stellung zu Mostau deckt sich restlos mit der unserer Partei. Sie betrachten die in Moskau formulierten Thesen und Bedingungen als das Ergebnis reiflicher Ueberlegungen und sehen darin feinen Spielraum für die von Frossard gemachten Zusiche= rungen und Reserven, sondern erfennen fie als ein in feiner Wirkung wohlberechnetes fommunistisches Sprengmittel*** Bertrümmerung aller nichtkommunistischen Barteien. J einem am 23. Oftober, an die französischen Arbeiter" gerich teten Brief hat sie ja auch Sinowjew selbst mit einem radifalen Pulver verglichen. Gleichwohl ist dieses Schreiben in einem auffallend versöhnenden und entgegenkommenden Tone gehalten. Nicht nur, daß die Frossard- Gruppe wegen ihrer Vorbehalte nicht mit Drohungen und Schmähungen überhäuft wird, Sinowjem erklärt auch in diesem Schreiben die gesamten Moskauer Bedingungen einfach für null und nichtig. Nur eine einzige Forderung habe internationalen Charakter: der Ausschluß der Reformisten. Alle anderen Fragen seien sekundär. Die Frage liegt nahe: war Ginowjew berechtigt, die ges samten Beschlüsse eines Kongreffes mit einem Federstrich auf zuheben und einen Fidibus aus ihnen zu machen? Und dies ausgerechnet an dem gleichen Tage, da er dem Bizepräsiden tent ber Internationale, tommunistischen Genossen Gerrati, sowie dem leitenden Redakteur des Züriches L ,, Bolfsrecht" den nachdrücklichsten Kampf anfagt für den Fall, daß diese ihre Bedenken nicht sofort preisgeben und die Moskauer Beschlüsse restlos verteidigen würden. Sollte dieses ganz offenbare Doppelspiel Moskaus und noch mehr die unglaubliche Rechtsanmaßung Sinowjews unser Mißtrauen vor der Moskauer Diftatur nicht auch auf die anderen Parteien übertragen und schließlich auch Frossard und seine Genossen vor einem verhängnisvollen Schritt einbringlich warnen müssen? Der Kongreß des Seine- Departemens hat am 28. Nonember sich mit 13 488 Stimmen zur Resolution CachinFrossard bekannt. Für die Resolution Longuet- Faure wurden 2114, für die Resolution Paoli Blum gar nur 1061 Stimmen abgegeben. Hierbei ist freilich im Auge zu halten, daß nicht die Mitglieder selbst abgestimmt haben, sondern, daß einfach die gesamten Stimmen gezählt worden sind, über welche die hinter den einzelnen Delegierten stehenden Organisationen insgesamt verfügen. Schließlich ist es nicht uninteressant, daran zu erinnern, daß schon vor dem Straßburger Parteitag eine Abstimmung im Seine- Departement 9600 Stimmen für den bedingungslosen Anschluß an Moskau und nur rund 6000 Stimmen für die dann vom Parteitag mit großer Mehrheit angenommene Resolution Longuet ergab. Es ist also feineswegs gesagt, daß der Parteitag in Tours das Stimmenverhältnis des Seine- Departements widerspiegeln wird und noch weniger ist anzunehmen, daß hinter allen für Moskau abgegebenen Stimmen auch die proletarischen Kämpfer selbst stehen. Die Unzufriedenen Die„ Rote Fahne" und die„ Internationale" find mit dem Ergebnis der Urwahlen im Deutschen Metallarbeiter- Berband äußerst unzufrieden. Ihrer Berärgerung machen sie in einigen Notigen Luft, die offenbar aus ein und derselben Quelle stammen. In ihrer üblichen Manier greifen sie zu Berdächtigungen und Anwürfen gegen die unabhängigen Mitglieder des Wahlkomitees. So wird von beiden Blättern übereinstimmend behauptet, daß ,,, o= bald ber Sieg ber Lifte 3ista gesichert erschien, die Zistaleute das Zimmer verließen, um an einer feuchtfröhlichen Siegesfeier teilzunehmen". Auch sollen bereits jetzt schon eine Anzahl„ gut fundierter Wahlprotefte" vorliegen, die, wenn ihnen stattgegeben werde, das Wahlresultat ganz wesentlich zugunsten der Liste Rusch verschieben würden. Wir können zu diesen Anwürfen, denen man die Mißstimmung und Berärgerung anmerkt, folgendes bemerken: Es ist unseren Genossen nicht im Traume eingefallen, das Sigungszimmer des Wahlfomitees zu verlassen, um sich zu einer„ feuchtfröhlichen Siegesfeier" zu begeben. Sie haben sich vielmehr nach Auszählung des Abstimmungsresultats noch stundenlang im Hause aufgehalten, um dort wichtige Arbeiten zu erledigen, so daß es den Kommunisten sehr leicht möglich gewesen wäre, ihre gut fundierten Wahlproteste" noch anzubringen. Das ist aber nicht geschehen, und so gehen wir wohl mit der Annahme nicht fehl, daß die nun von der Roten Fahne" und der„ Internationale" er: hobenen Einwendungen und Verdächtigungen höheren Orts diftiert worden sind, um den von den Kommunisten mit allen Mitteln der Lüge und der Verdrehung geführten Wahlkampf stilgemäß abschließen zu können. Wieder eine Absage an Moskau In einer Bersammlung der im Zentralverband organisierten Maschinisten und Heizer in Hamburg tam, es einer Meldung ber Telg- Union zufolge, zu lebhaften, teilweise erregten Auseinanderschungen betreffs Stellungnahme zu der Entschließung des Gewerkschaftsbundes, die energische Maßnahmen gegen die Moskauer Anhänger verlangt, um einer Zersplitte rung der Gewerkschaften vorzubeugen. Von den Kommunisten war der Antrag gestellt worden, diese Entschließung abzulehnen und einer Resolution zuzustimmen, die für eine Revolutionierung ber Gewerkschaften eintritt. In der Abstimmung wurde die Entschliekung des Hauptausschusses des Gewerkschaftsbundes mit über= wiegender Mehrheit angenommen und der Antrag der Mostauer Anhänger abgelehnt. Entwaffnung in Desterreich. In den nächsten Tagen gelangt eine Verordnung der österreichischen Regierung zur Berlautbarung, nach der gemäß dem Friedensvertrag die Abgabe von im Privatbesitz befindlicher Kriegswaffen und Munition gefordert wird. Hunger- Weihnacht! Bon Marta Demmning. 3hr mögt vou Kriegs- und Selbentum So viel und wie Ihr wollt, verkünden, Rur schweigt von Eurem Christentum, Geprebigt aus Ranonenfchlünben. Bobenstebt Diese Worte Bodenstedts charakterisieren die Religionen und ben Militarismus mit treffender Schärfe. Wenn man im Geist noch einmal die letzten 6 Jahre durchfliegt, erscheint es unfaßbar, bag denkende Menschen zu all diesem Widersinn der Ereignisse schwiegen. Menschen, die lesen, schreiben, rechnen tönnen, die beten gelernt haben und unzählige Male die 10 Gebote, darunter: Du sollst nicht töten" gefprochen haben. Vier Jahre Krieg, Revolution, Massenstreit, Aussperrung, Arbeitslosigkeit, Gefängnis, Zuchthaus und der Tod, das find die Martersteine des gepeinigten Proletariats. Und doch haben wir erst die ersten Schritte zu einer gewaltigen neuen Zeitperiode hinter uns. Wir fämpfen doch aber mit vollem Bewußtsein für ein Jdeal, dessen Verwirklichung für uns nur eine Frage der Zeit ist. Wir wissen, wofür wir leiden. Das Bitterste von allem ist aber das Leiden der unschuldigen Kinderwelt, die schwerer dulden und entbehren muß, als die Erwachsenen, weil sie ja noch nicht weiß, wofür. Den Kindern steht der Anspruch auf die Sonnenseite des Lebens zu und doch nahm ihnen der Kampf zwischen Kapital und Arbeit jede Sonne aus ihrem Leben. Jetzt naht das Fest der Gebefreudigkeit und wie viele, wie unendlich viele stehen vor ihren Kindern mit vollen Herzen und leeren Händen. Wie bitter flingt die Aeußerung eines Arbeitslosen, der zu mir sagte:„ Wenn nur Weihnachten vorüber wäre, was soll ich meinen Kindern schenken." Hunger Weihnachten! Das Gespenst der Arbeitslosigfeit geht um, an seine Sohle hesten sich Rot und Elend. Mitten hinein in das herzbrechende Weh, in das tiefste Menschenleid tönt es wie Hohn:„ Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Noch immer singen es alljährlich Tausende in dem blinden Glauben, daß jenseits ein Gott lebt, der helfen könnte, wenn nur wollte.„ Bist Du Gottes Sohn, so hilf Dir selbst", Freunde, Brüder, Kampfgenossen, daran bentt, das gilt uns. Ein gähnender Abgrund trennt die Menschen, die in gleicher Weise geboren wurben und die in gleicher Weise einst die Augen schließen. Auf der einen Seite stehen die Satten, die Kapitalisten, Monarchisten, die Schieber, auf der anderen Seite das arbeitende, bas tämpfende Poletariat, das alle Werte schafft und dennoch hungern muß. Die Arbeitslosen, die Berkrüppelten und Berstümmelten, die Kranten und Siechen, die unser Erbe des Krieges sind, fie alle er Die Ansprüche der Drohnen Wilhelms Schwiegersohn will eine Viertel Milliarde. Das Berliner Tageblatt" hegt lebhafte Besorgnisse darüber, daß die Forderungen der Eisenbahner auch andere Beamten- Kategorien veranlassen würden, mit Nachforderungen zu tommen und weitere Milliardeu- Ansprüche zu stellen. Eine Verständigung darüber fönnte aber nur auf der Grundlage erfolgen, daß alle überflüssigen Kräfte entlassen und daß dabei auch die Prinzipienfrage des Acht stundentages" be rührt werden müßte. Dieses Blatt, wie auch die übrige bürgerliche Presse, will also glauben machen, daß die Mittel zu einer Berbesserung der Einkommen der Arbeiter und Beamten nicht vorhanden seien, und daß nur deren„ Faulheit" an ihrer schlechten vorhanden seien, und daß nur deren„ Faulheit" an ihrer schlechten Lage schuld sei. Run tommt aber aus Braunschweig die Nachricht, daß am Sonnabend dret Abgesandte des früheren Herzogs von Braunschweig dem braunschweigischen Ministerpräsidenten mitgeteilt hätten. die Ansprüche des Herzogs an den braunschweigischen Staat Der ehemalige erzog verlangt, nach einer embung des Vorwärts", ein Fünftel aller staatlichen Domänen, ein Neuntel aller staatlichen Forsten, das Echloß Blankenburg nebst allen Gebäuden, das Gestüt, ferner Ersatz für alle seit der Revolution abhanden gekommenen oder vom braunschweigischen Staat in Benuhung genommenen Möbel, Fahrzeuge und dergleichen in Goldmährung; außerdem das Landess museum nebst Inhalt und verschiedene andere„ Kleinigkeiten" mehr. Die Werte der verlangten Objekte betragen mindestens 250 Millionen, wobei man noch in Betracht ziehen muß, daß ein groker Teil in Goldwährung verlangt wird, d. h. nach dem heutigen Stande unseres Geldes viel mehr beträgt. Würde der braunschweigische Staat diese Forderungen bewilligen, so wäre sein Bankrott besiegelt. Haben die Bertreter des Bürgertums den früheren Herzog wissen lassen, daß auch für ihn feine Mittel da seien? Mit nich ten! In der gestrigen Landtagsfizung erklärten die reaktionären Parteien, daß sie die Forderungen des Herzogs unterstützen würs den und die Demokraten wünschten lediglich erst das Gutachten einer juristischen Fakultät. Nur die drei sozialistischen Parteien lehnten die Ansprüche des früheren Herzogs, der ein Schwiegerjohn Wilhelms ist, rundweg ab. Das also ist die„ Gerechtigkeit" der bürgerlichen Gesellschaftsordnung: Die Arbeiter sollen in Elend verkommen oder an Arbeitslosigkeit zugrunde gehen. Den fürstlichen Drohnen aber will man immer neue Milliarden nachwerfen, damit sie auch fünftig auf Kosten des Volkes schlemmen und prassen tönnen. Schwiegervater und Schwiegersohn und die ganze übrige monarchistische Kumpanei sind einander durchaus würdig. Es wird Zeit, daß das deutsche Bolt sich dieses ganzen Drohnengeschlechtes gründlich entledigt! Feigheit vor dem„ Feinde" Aus Erfurt tommt die Nachricht, daß die dortige Straffammer den Offizierstellvertreter im Reichswehrregiment 21 Pezold wegen Feigheit vor dem Feinde zu einem Jahr Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt habe, weil er sich bei den Märzunruhen in Gotha heimlich von seinem Truppenteil entfernt habe. In Ermangelung der äußeren Feinde" erklärt nunmehr die bürgerliche Justiz das eigene Bolt für den Feind" der Reichs: mehr. Hätte sich dieser Offizierstellvertreter an den Untaten von Mechterstädt beteiligt, so würde er gleich den Marburger Korpsstudenten als Held gefeiert worden sein. Der Fall Gräfe Für deutschnationale Schimpffreiheit Die bürgerliche Presse ist voll von Mitteilungen über einen Konflikt zwischen den deutschnationalen medlenburgischen Junker von Gräfe und dem hinterpommerschen Junker Dietrich, bzw. der deutschnationalen Fraktion. Dem Vorgang liegt die Tatsache zugrunde, daß Gräfe in der letzten Sigung des Reichstages die Beamten des Finanzministeriums durch einen Zwischenruf verlette, und daß die getränkten Beamten den gerade amtierenden Vizepräsidenten Dietrich um sein Eingreifen baten. Das geschah, und zwar in der altväterlichen, unbeteiligte Zuhörer zur Seiter: feit reizenden Art dieses unbeholfenen Greises, die aber Herrn von Gräfe selye verlegte. merden in diesen Tagen der Weihnachtsfreude zu einer vertausend fachten Anflage gegen den fapitalistischen Wahnsinn. Und an die vielen, vielen tausend bittenden Kinderaugen, die das Lächeln schon in der Jugend verlernt haben, auch sie stehen als ausgewiefene 3aungäfte fern von den Herzlichkeiten unter den strahlenden Weihnachtsterzen. Proletarische Mütter, Bäter, denkt daran, wer bie Schuld daran trägt, daß das Leben schon zu den kleinen Wünschen Eurer Kinder unbarmherzig„ nein" sagt. Zwar werden auch in diesem Jahre sich Duzende von bürgerlichen Vereinen und Instituten der„ Armen Kinder" annehmen. Mit dem Rufe:„ Kinder in Not" fing die groß angelegte Gamm lung an. Und zweifellos verstehen es diese Vereine, große Sum men zusammenzubringen. Es ist das alles aber nur ein 205 kaufen von der Schuld, ein Beruhigen des Gewissens, damit die Freude im eigenen Seim um so lauter hervorquellen kann, denn man hat ja für die Armen auch etwas getan. Nein und tausendmal nein! Die aufgeflärte Arbeiterfrau empfindet es als eine Schmach, wenn sie sieht, wie sie um ihr bißchen Glüc betrogen wird und dann ausgerechnet von denen, welche mit schuldig an dem ganzen Frauen- und Kinderelend sind, mit Brosamen abgespeist wird. Unser proletarischer Stolz, unser sozialistischer Anspruch auf vollen Anteil an Lebensgütern bäumt sich auf gegen solche Wohltaten. Und den Menschen ein, Wohlgefallen! Das Erlösungs. wert ist ungetan geblieben bis auf den heutigen Tag und Lüge ist der Glocentlang, und Lüge sind die frommen Weisen! Lüge ist das Wort vom Frieden auf Erden! Solange noch schwache, hilfslose Kinder, gebrechliche Greise, Witwen, Waisen und Kriegsbeschädigte inmitten all der reichen Frucht der Erde verhungern müssen, fann es feinen Frieden geben! Golange noch gesunde Männer und Frauen, die arbeiten wollen, ihre Eristenz möglichkeit zusammenbetteln müssen, und andere, die herrlich und in Freuden leben, nicht zu arbeiten brauchen, solange darf kein Friede sein. Kein Friedenoch Ideengemeinschaft zwischen Hungernden und Satten, tein Zusammengehen der Ausgebeuteten und der Ausbeuter, fein Bertuschen, sondern zielflarer wissenschaftlicher Kampf, das ist unsere Parole und Aufgabe. Und wer Gelegenheit gehabt hat, das erste Kapitel von Leonhard Franks Buch„ Der Mensch ist gut" zu lesen, der wird auch wissen, was er den Kindern, wenn er wirklich noch in der Lage ist, etwas zu schenten, nicht geben soll. Arbeitermütter! benkt an den unglüffichen Familienrater in bem vorgenannten Buche. Kauft feine Eäbel, Flinten, Panzer, Selme und was alles sonst zu einer modernen christlichen Armee gehört. und was alles sonst zu einer modernen christlichen Armee gehört. Darob nun große Entrüstung bei Herrn von Gräfe und fein Presse. Ein Junter tann es anscheinend nie vertragen, wen seiner Schimpffreiheit auch nur Lose Zügel angelegt werden solle Der diktatorische Streik Wie die„ Telunion" aus Brüz in der Tschechoslowatet melbe nahm dort eine Konferenz der Mitglieder der Betriebsrät des nordwestlichen böhmischen Brauntohlen reviers Stellung zu den legten Ereignissen. Es wurde fej gestellt, daß die kommunisten den Streit diktatori proflamiert hatten. Der Mißerfolg bedeute die erst Rieberlage der Arbeiterflasse seit dem Umstu r Nach eingehender Aussprache wurden drei Entschließungen ange nommen. Sie besagen: 1. Ablehnung der unverantwortliche fommunistischen Streifproflamierung. 2. Ablehnung des fom munistischen Versuches zur Aufstellung einer selbständigen Gewer schaftsorganisation. 3. Protest gegen das überflüssige schat Vorgehen des Kabinettes Czerny und Aufforderung zur Ent lassung der unschuldig Berhafteten. Jeder Arbeite soll den Lohn für eine Arbeitsstunde abführen zugunsten der Hin terbliebenen der Getöteten. Fortsetzung der Besprechungen in Brüssel Die Besprechungen zwischen den Delegierten der Alliiet ten und den deutschen Sachverständigen wurden am Dienstag de ganzen Tag über fortgesetzt, und besonders die Frage des deutschen Eigentums im Auslande sowie die Aus gleichsfrage dabei behandelt. Die nächste Bollsitzung de Konferenz findet heute, Mittwoch vormittag 10 Uhr, statt. Ma nimmt an, daß sich nach dieser Eizung die Konferenz übe Weihnachten vertagen wird. Havas- Reuter meldet, daß die Konferenz nach der Bertagun ihre Arbeiten am Montag, den 10. Januar wieder auf nehmen wird. Dienstag nachmittag haben die Alliierten eine Sigung unter einander abgehalten und ihre Sachverständigen über verschieden Punkte gehört. Eine weitere Sigung der Alliierten untereinande findet Mittwoch statt. Die Uebergabe der alliierten Beschlüsse Die Delegiezten, welche bamit betraut sind, mit der deutsche Delegation gewisse Punkte der voraufgegangenen Gigung zu be sprechen, haben heute den alliierten Regierungen ihre Berich zur Prüfung übergeben. Gomie diese erfolgt ist, werden bi gefaßten Beschlüsse morgen, Donnerstag, an die deutschen Dele gierten meitergegeben werden. Nach der Weihnachtspause folle bie Deutschen ohne Verzug die Beantwortung des Frage bogens erledigen. Die alliierten Delegierten werden, nachde fie ihren Regierungen Bericht erstattet haben, mit neuen Juftru Honen nach Brüssel zurückkehren. Ernste Schwierigkeiten in Riga Polens unerfüllbare Forderungen 62 Das Kopenhagener Blatt„ Politifen" melbet aus Riga: Di russisch- polnischen Friedensverhandlungen fin auf ernste Schwierigteiten in der Frage der Berteilung des russischen Goldfonds und der Entschädigung für die seit 191 in Polen beschlagnahmten Waren und Werte gestoßen. " Shweftija" schreibt: Polen verlangt 300 millionen Rubel vom Goldfonds und über eine Milliard Goldrubel für die requirierten Werte, was unter den jezigen Verhältnissen der Sowjetrepublit volllommen unerfüll bar ist. Die Erfüllung derartiger Forderungen würde den Un tergang Sowjetrußlands bedeuten. Gewerkschaftskonzentration in England Paris, 22. Dezember. Nach einer„ Matin"-Meldung aus London haben sich auf eine Konferenz unter dem Borsiz des Unterhausmitgliedes Wil Torne vier der größten Trade- Unions vereinigt. Damit ist die größte Eisenbahnergewerfschaft der Welt mit über einer Million Mitgliedern geschaffen worden. | Seid Jhr in der Lage, Eure Kinder zu beschenken, so habt ben Mut, allen Wünschen dieser Art ein„ Rein" entgegenzusehen, die sich nicht mit einer sozialistischen Erziehung vereinigen laffen Dentt baran, auch ein hölzerner Säbel fann, und sei es nur im Spiel, gegen Vater, Mutter, Bruder oder Schwester gezüdt wer den. Das aber darf nicht sein, hieß doch das Wort den fahnen flüchtigen Herrschers:„ So ich es befehle, hast Du auf Bater, Mutter, Bruder oder Schwester zu schießen". Seid auch vorsichtig in der Wahl der Bücher. Das richtig ge wählte Buch ist eines der Samenförner, welche, in die Herzen Eurer Kinder gepflanzt, einst aufgehen sollen zur herrlichen Ernte. In diesem Sinne sollen uns die Weihnachtsglocken ein Symbol sein für den kommenden Sieg des Sozialismus. Wie der Klang der Gloden nicht in die engen steinernen Kirchen gebannt bleibt, sondern weit über alle Lande hinauszieht, so wird auch der Sozialismus die steinernen Mauern einer traditionellen, bog matisch- engherzigen Konfession Sprengen und das unvergängliche Erlöserwerk vollenden. Turnen gegen Rüdgratsverkrümmung. Die seitliche Rüdgrats vertrümmung ist in erster Linie eine Schulfrankheit, hervor gerufen durch die schlechte Körperhaltung der Kinder beim Schrei ben, wobei diese wieder sehr oft von der ungeeigneten Konstru tion der Schulbänte herrührt. Ebenso nachteilig wirtt natürlich die schlechte Haltung bei ben weiblichen Handarbeiten, wie denn das Leiben auch am häufigsten bei Mädchen angetroffen wird, weil diese fein träftiges Mustelinstem haben und weil bekannts lich die wichtigsten hygienischen Borschriften bei der förperlichen Erziehung der Mädchen vernachläffigt werden. Um dem Uebel vorzubeugen, find richtig gebaute Schulbänke, richtige Körper haltung der Kinder, Vermeiden zu anhaltenden Sigens und Uebung der gesamten Muskulatur zu verlangen. Eine völlige Be seitigung des Leidens ist nur möglich, wenn es noch nicht voll auss gebildet ist. Als bestes Mittel zur Erreichung dieses und zur Be seitigung der schlechten Körperhaltung hat sich die orthopädische Gymnastik erwiesen. Diese verfolgt den dreifachen 3wed, einmal die Wirbelsäule beweglich zu machen, dann die Rüdmuskulatur au fräftigen und endlich die Verkrümmung zu beseitigen. Es sollte das Turnen zuerst in einer Anstalt geübt werden, dann fönnen die dort gelernten Uebungen zu Hause an einigen Geräten forts gesetzt werden. Schon bei Neigung zur Wirbelsäulevertrümmung soll mit den Uebungen begonnen merden. Dabei ist aber auf das förperliche Befinden zu achten und deswegen sind die Uebungen am besten unter ärztlicher Aufsicht vorzunehmen, weil es fich dabei meist um schwächliche Mädchen handelt, benen eine über mäßige Anstrengung mehr schadet als nügt. Τάνι au der Ei1 Ko gie Ar au ber ber un 001 3a 1 sche fi01 fav gie Off Ve finl mo fre bis ber Ko da: noj fat It ரு 1 die tre S zur bez 91 ren ein in lin Ba ein Ar gu bol Ch bei in ber Ch als auf Ch Der erf ein De au mi I mi mi üb De fet zu Fe au es Ia fa 90 ei Ia hi D B D D ละ ti " ปี t Teini wen folle melbe rat Ien e feil rij erft tuti ange tliche tom ewer chat Ent beite Sin Clliier g de de us g be Mat be agun aui unter cedent ande tfche ericht u be en di Dele Jolle age chde ftrub I Di Ein Schandurteil Von einem russischen Genoffen wird uns geschrieben: Wie die russischen Zeitungen mitteilen, haben die bolschewiftischen Behörden endlich ihr Urteil" über die 27 Sozialdemokraten ausgesprochen, die vor fast vier Monaten unter der Anklage der „ lonterrevolutionären Tätigkeit" in Chartow verhaftet worden sind. 3um 28. August d. J. wurde in Mostau eine Parteitonferenz der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei( Menschewiti) einberufen. Eine Woche vorher versammelte sich in Chartow die( regionale) Konferenz der Partei- Organisationen in der Ukraine, die Delegierte zu der allzussischen Konferenz in Mostau wählen sollte. Die Arbeiten der Chartower Konferenz waren bereits am Ende, als auf der letzten Sizung sämtliche Delegierte und Gäste von ben Agenten der Außerordentlichen Kommission" verhaftet wurden. In derselben Nacht wurden in Chartow Massenverhaftungen und Haussuchungen unter Arbeitern und Gewerkschaftsbeamten vorgenommen, die als führende Menschewisten bekannt waren. Die Zahl der Verhafteten betrug zirka 120. 37 " Den Verhaftungen in Charlow folgten Verhaftungen von Menschewisten in Mostau. Die Moskauer Außerordentliche Kommis fion" verhaftete 56 Sozialdemokraten, teils Mitglieder der Mosfauer Parteiorganisation und des Zentral- Komitees, teils Delegierte, die aus Petersburg und anderen Orten Nord-, West- und Oft- Rußlands in Mostau eingetroffen waren. Die Gründe der Verhaftung wurden in Mostau nicht angegeben. Ebensowenig sind die Berhafteten in Mostau irgendeinem Verhör unterzogen worden. Nach 2 bis 4 Wochen wurden die Moskauer Genossen be= freit. Dagegen blieb ein großer Teil der Charkower Genossen bis auf die letzten Tage in Haft. Jetzt sind sie gemäß allen Regeln der bolshewistischen Justiz abgeurteilt" worden. Zehn von den Verhafteten sind zu 3wangsarbeiten im Konzentrationslager verurteilt und zwar auf unbestimmte Frist, das heißt bis zum Ende des Bürgerkrieges". Unter diesen Genossen befinden sich: Georg Kutschin- Oransti, ein betannter sozialdemokratischer Schriftsteller und Politiker, ferner Ichischewsky, Mitglied des Kiewer Komitees der Partei, Großmann und Babin, zwei hervorragende Gewerkschaftler, die wegen Meinungsverschiedenheiten aus unserer Partei ausge treten find. Weitere 17 Genossen sind zur Ausweisung aus der Ukraine und zur Abschiebung nach Georgien(!) verurteilt, darunter die Führer der Charlower Parteiorganisation: Behr, Sochorowitsch, Rubzoff, Boris Maltin. Genosse Behr war in den Jahren 1914 bis 16 Mitredakteur Troßfys im Pariser Golos", der eine große Rolle in der Entwicklung internationalistischer Ideen er steht auf dem äußersten in der russischen Bewegung spielte; linken Flügel unserer Partei; der Genosse Rubzoff, ein alter Parteitämpfer und Gewerkschaftler, der vor dem Kriege auch in Berlin tätig war, hat in der russischen Metallarbeiterbewegung eine führende Rolle gespielt. Genosse Schulpin, ebenfalls ein Arbeiter, ist einer der populärsten Führer der Bergarbeiterbewe gung im Donezgebiet. Durch die Berurteilung der erwähnten Genossen glauben die bolschewistischen Behörden der sozialdemokratischen Partei, die in Chartow einen sehr großen Einfluß auf die Massen ausübte und bei den letzten Wahlen im April d. J. mehr als 220 Delegierte in den Sowjet entfenden konnte, einen vernichtenden Schlag zu fin versetzen. Welchen Eindruck dieser Schlag auf die Arbeiterschaft ilung Charlows ausübte, geht schon daraus hervor, daß sie bereit war, 1914 als Zeichen des Protestes in den Generalstreit zu treten, und nur auf Anraten der sozialdemokratischen Parteileitung, die auf die von Wrangel drohende Gefahr hinwies, ihre Aftion unterließ. It en rb zige II Un er. einet Bil t bie mit Ueber die angeblichen konterrevolutionären Umtriebe" ber Chartower Genossen verlohnt es sich nicht, auch nur ein Wort zu verlieren. Die menschewistische Organisation in Charlow hat als erfte in der Partei bereits vor zwei Jahren die Mobilisation eines Teils ihrer Mitglieder beschlossen, die als Freiwillige gegen Denifin an die Front geschickt wurden. Auch später hat sie, wie auch andere menschewistische Organisationen in der Utraine, zu wiederholten Malen ähnliche Mobilisationen durchgeführt. Selbst Trozky mußte auf dem 7. Rätekongreß den Mut und die Opfermilligkeit des Bataillons preisen, das von den damals mensche wistischen Gewerkschaften in Chartow gebildet wurde und in seiner überwiegenden Mehrheit aus menschewistischen Arbeitern bestand. Der Kommunist Max Barthel hatte den traurigen Mut, in seinen„ Reiseeindrüden" aus Rußland fritiflos die Berleumbung zu wiederholen, die ihm von den Charfower Polizisten in die Feber bitttert wurde: an der sozialdemokratischen Parteikonferenz Reichswehrlegende ober ist es eine 3ft es ein Traum, den ich erzählen will, ausgedachte Geschichte- oder eine wahre Begebenheit, ich weiß es selbst nicht. Der Ort der Handlung ist ein großer freier Blaz ohne Baum und Strauch, ein Exerzierplag. Zeit: des republikanischen Deutsch: lands. Handelnde Personen: Eine Kompagnie Reichswehr- mit samt ihren verfassungstreuen Offizieren. den , die affen r im wer nen ater, 3 ge erzen ente. mbol ber annt auch bog Tiche cats: Dor rei rlich Denn bird, nnts chen ebel petund Be us Be che mal zu ollte nen orts ung das gex fich Ser Die Kompagnie rüdt heran in Marschordnung, macht Salt. Drei Mann treten aus der Kolonne, marschieren in einer Reihe nebeneinander querfeldein. Die beiden an der Außenseite bleiben stehen, lassen den Mann in der Mitte weitergehen. Jetzt matschieren sie hinter ihm her, ziehen die Revolver, legen auf den ahnungslos vor ihnen gehenden Kameraden an und . Nein, fie schießen nicht! Sie zielen nur. Dann treten alle drei wieder zurüd ins Glied. Die nächsten drei sind an der Reihe. Auch sie marschieren. Zwei Mann bleiben stehen, während der Dritte weiter muß; die beiden folgen, legen an, stecken die Revolver wieder zu sich, treten ein. Alle machen dasselbe. Es klappt vorzüglich. Sie machen wohl täglich diese Uebung. Einzig und allein diese Uebung. Aber der Herr Hauptmann ist noch nicht zufrieden. Und dem ,, militärischen Schauspiel" folgt eine fleine Jnstruktionsstunde. Der Reichswehrhauptmann: Was war die Hauptsache beim » Erschießen auf der Flucht"? Erster Reichswehrsoldat: Man darf nie von vorne schießen. Zweiter Reichswehrsoldat: Man muß mindestens 25 Zentimeter meit zurüdgehen, sonst merken fie nachher bei der Obduktion, daß man so nahe d'ran war. Dritter Reichswehrsoldat: Man muß dem Flüchtling vorher einen Tritt in den Rüden geben, damit er während des ErSchießens ein paar Laufschritte macht und dann vornüber fullert. Der Reichswehrhauptmann: Stimmt alles! Aber am wichtigsten ift, daß man möglichst gleich 12 auf einmal erledigt. Das bedeutet große Zeitersparnis, denn die Freisprechung erfolgt in einem Ber fahren. M. W. Es wird wieder gebaut. Wir finden in der Frankf. 3tg." folgende Gloffe, die auch in jeder sozialistischen Zeitung stehen tönnte: Das Wohnungsproblem erscheint unlösbar, weil bas einzig wirksame Mittel, die Errichtung einer genügend großen Anzahl neuer Wohnbauten an der unerschwinglichen Höhe Der Herstellungstoften scheitert. Und doch wird gebaut. Gin großes Unternehmen Berlins gibt in einem Reflameshreiben eine Uebersicht über die außerordentlichen Aufwendungen, die es in den legten drei Monaten für bauliche 3wede gemacht hat. Es habe sich ein Denitin Offizier beteiligt. Doch der einzige Offizier, der auf der Konferenz anwesend war, war der erwähnte Genosse Kutschin, der als Freiwilliger an der polnischen Front gefämpft hatte und einen sehr verantwortlichen Posten in der Roten Armee einnahm. Daß die„ Außerordentliche Kommission" diesen Blödsinn als einziges belastendes Material" gegen die Chartower Genossen anführen konnte, ist der schlagendste Beweis dafür, daß der ganze Prozeß aus rein parteipolitischen Erwägungen, aus Parteitontur renz und Furcht vor dem wachsenden Einfluß der menschewistischen Bartei inszeniert worden ist. Der Moskauer Sowjetkongreß DA. Mostau, 21. Dezember. Auf den hier eröffneten Kongreß der Moskauer Sowjets gehörten von 560 Abgeordneten 450 der Kommunistischen Partei an. Kamenew eröffnete die Sigung als Vorsitzender der Mostauer Sowjets. Die Aufgabe des Kongresses ist eine gründliche Durchberatung der wirtschaftlichen Lage Rußlands und der ferneren Befestigung der Sowjetgewalten. Klara 3ettin wurde zur Ehrenvorfizenden gewählt. In der ersten Sigung berichtete Trogti über die internationale Lage. Er legte besonderen Nachdruck auf die Tatsache, daß Rußland nach wie vor nach dem Frieden strebe, daß es aber feine Bürgschaft für neue Weberund den Vertretern der Arbeiterschaft zweds Rollettivverträgen Dieser Antrag wurde von den Unternehmern unter Führung des Stahltrusts abgewiesen und gleichzeitig setzte die allgemein Lohndrückerei ein. Diese Entwicklung trifft Gompers und sein kabinett gänzlich unvorbereitet und ohne irgend einen Plan, wie mas diesen mächtigen Ausbeutungskräften begegnen tönnte. Jn wesentlichen strebt die Gompersche Führung nach Arbeitsgemein fchaft mit den Großunternehmern. Die Unternehmer aber ves treten den„ Herrenstandpunkt". Instinktiv wenden sich die Ar beiter nun einem Programm zu das auf die Mitarbeit der Un ternehmer verzichtet und den Kampf um die Macht in des Vordergrund stellt eine Entwicklung, die die Arbeiterschaft vor der Gompersschen Richtung wegführen muß." Es sind also im wesentlichen die gleichen Punkte, wie sie in der europäischen Gewerkschaftsbewegung heute im Vordergrund steher Arbeitsgemeinschaft, Lohnpolitif, demokratische Kontrolle durd Betriebsräte, die die amerikanischen Arbeiter aus den Fessels einer erstarrten Organisation nach neuen Formen treibt. Hier wird es sehr von der Führung dieser Oppositionsrichtungen ab hängen, ob sich die amerikanische Gewerkschaftsbewegung aus sich regeneriert oder ob sie im Syndikalismus der Jn dustriearbeiter der Welt" untertauchen wird. fälle von anderer Seite habe. Rußland benke daher nicht daran, Die gewerkschaftliche Internationale ganz abzurüsten und eine Beute des Weltkapitalismus zu werden. Die ganze Kriegsmaschine solle zwas auf ein Minimum beschränkt werden und alle Streitkräfte, die irgendwie entbehrt werden könnten, sollten in den wirtschaftlichen Dienst eingestellt werden, aber ein schlagfertiges Heer müsse Rußland haben, um jederzeit gegen Ueberfälle gerüstet zu sein. Der große Rat für Arbeit und Verteidigung soll in Gemeinschaft mit einem militärischen Rat zu einer großen wirtschaftlichen Konferenz ausgebaut werden. Es müsse jedem Russen klar sein, daß jeder Bauer und jeder Arbeiter nicht mehr wie früher ein Dienst= Enecht, sondern daß er nun Meister im Sowjetstaat sei. Der Kongreß wird gleichzeitig die Abgeordneten für den 8. allrussi schen Sowjettongreß ernennen. Gewerkschaftliche Strömungen in Amerika In Amerika, dem Klassischen Land des Hochkapitalismus, der Kartelle und Trusts, entwidelte die Gewerkschaftsbewegung bisher nicht die Macht und Größe, die sie im wirtschaftlichen und politischen Leben der großen Industriestaaten Europas entfaltet hat. Die Gewerkschaften stehen dort zum großen Teil im Banne berufsständiger Interessenvertretungen, denen jede Beschäftigung mit Politik nicht nur fernliegt, sondern von ihnen bewußt gemieden wird. Nicht besser steht es mit der Solidarität den Arbeitern anderer Berufe gegenüber. Der amerikanische Gemertschaftsbund, der unter Führung von Samuel Gompers steht, wacht ängstlich über die politische Jungfernschaft der ihm angeschlossenen Arbeiter. Wenigstens nennt Gompers das parteipolitische Neutralität, was in Wahrheit hinausläuft auf eine Einspannung der Arbeiterorganisationen in den Dienst arbeiterfeindlicher politischer Tendenzen und für den Kampf gegen den Sozialismus. Aber auch in Amerika beginnt die Auflehnung gegen die Führerschaft Gompers und der von ihm vertretenen Praxis der Gewerkschaftsbewegung. Die Korrespondenz der amerikanischen Arbeiterpresse The Federated Preß" berichtet darüber folgendes: ,, Die gegenwärtige Führerschaft der tonservativen amerikanischen Gewerkschaften( American Federation of Labor) ist heftig ein= getlemmt zwischen den reaktionären Unternehmern auf der einen und den sogenannten radikalen Arbeiteragitatoren auf der anderen Seite. Vor 14 Monaten hatte ihr Vorsitzender Gom= pers auf der ersten Konferenz der Industriearbeiter auseinander= gesetzt, daß die kapitalistischen Unternehmer entweder die während des Krieges erworbenen Rechte der Arbeiterschaft konsolidieren oder, nach seiner Ausdrucksweise, mit dem Bolsche= wismus“ in der amerikanischen Arbeiterbewegung rechnen müßten. In der Sprache von Mr. Gompers heißt aber„ Bolschewir" jeber, der die Rationalisierung der Schlüsselindustrien und die demokratische Kontrolle durch die Lohnarbeiter und Angestellten fordert oder auch nur nach diesem Ziele strebt. Um solch unbeliebte Tendenz zu durchkreuzen, verhandelte Mr. Gompers mit den Unternehmern wegen eines eines ,, an ständigen Einen guten Einblick in die Mitgliederzahlen der einzelnen frei gewerkschaftlichen Landesorganisationen gewährt folgende Brä senzliste des Internationalen Gewerkschafts tongresses in London( 22. bis 27. November). Dem Kon greß wohnten folgende Delegationen bei: England: Parlamentarisches Komitee des Gewert schaftskongresses Gewerkschaftsbund Deutschland: Allgem. Deutscher Gewerkschaftsbund Frankreich: Confederation Generale du Travail. Belgien: Gewerkschaftsbund Dänemark: Gewerkschaftsbund Norwegen: Gewerkschaftsbund Schweden: Gewerkschaftsbund Solland: Nederlandsche Verbond van Bakver eenigingen PAROKKO Mitgl. Deleg 6 500 000 7 . 1 500 000 3 8 500 000 12 1 500 000 13 700 000 300 000 150 000 281 000 240 000 8 2 300 000 5 800 000 3 750 000 5 . • 215.000 2 225 000 1 27 000 2 250 000 2 334 000 774 000 6 260 000 1 Italien: Confederazione Generale del Lavoro Desterreich: Gewerkschaftskommission Tschechoslowakei: Gewerkschaftskommission Ungarn: Gewerkschaftsrat Schweiz: Gewerkschaftsbund Luxemburg: Gewerkschaftskommission Spanien: Gewerkschaftsbund. Polen: Zentraltommission der Gewerkschaften Poln. Gewerkschaftsbund Canada: Gewerkschaftstongreß Hier ist eine achtunggebietende Macht vereinigt, die, wie geradi dieser Kongreß gezeigt hat, entschlossen ist, auch geistig die Bahr zu wandeln, auf der allein der Sieg des Sozialismus erkämpf! werden kann: die Bahn des Klassentampfes. Diese Mach: gegenüber der Zerstörungswut der Mostauer zu erhalten und sie immer mehr zu erfüllen mit sozialistischem Geist, ist eine wahrhaft revolutionäre Aufgabe. Groß- Berlin Postabonnenten! Dieser Nummer liegt der Wandkalender der, Freiheit" bei. Die Teestunde Inffie nish Wir lesen in dem Stinnesblatt folgenden Klageruf: Die Notwendigkeit, mit Butter, Brot und 3uder zu sparen, hat die Berliner Hotelwirte veranlaßt, vorläufig auf die Fünf- Uhr Tees zu verzichten. Nach ihrer Aussage, der man gewiß Glauben schenken wird, geht ihnen dadurch eine Einnahmequelle verloren aus der tagtäglich mehrere tausend Mark in ihre Kassen flossen. Und nicht nur die Gäste des Hotels, auch die Berliner selbst und namentlich die Berlinerinnen werden dit Kunde mit Schmerzen vernommen haben. Denn die Teestunde hatte sich hier seßhaft eingebürgert, und gerade jetzt, in den letztes Tagen vor dem Weihnachtsfest, da, wie Mark Twain sagen würde die eine Hälfte der Menschen unterwegs ist, um Geschenke für dit andere Hälfte einzukaufen, erwies sich die Teestunde als eine sehi willkommene Gelegenheit zum Ausruhen, auf daß neue Kräft Tagel ohnes“ und Vereinbarung zwischen Unternehmern geschöpft würden für das Haften von Geschäft zu Geſchäft, bet hat über 600 Bauhandwerker beschäftigt und an Material u. a. 2500 Raummeter Solz, 125 000 Mauersteine, 84 000 Dachziegel, 20 000 Sad Kalt verbaut. Und für welche 3wede? Für die Errichtung einer Filmstadt, für Kulissen und Attrappen, die der Ausstattung eines Filmwerts dienten und nach einmaligem Gebrauch wieder niedergelegt wurden! Und solche Vergeudung von Material und Arbeitsaufwand, die hingereicht hätten, um min destens ein Dugend Wohnbauten herzustellen, zu einer Zeit, in der Tausende von Familien eine Zuflucht suchen. Und was das Widersinnigste ist: es sind zu einem guten Teil dieselben Leute, die der Mangel einer eigenen Häuslichkeit Abend für Abend den Stätten billigen Bergnügens zutreibt, und die mit ihrem Gelde den aller Vernunft hohnsprechenden Aufwand ermöglichen, mit dem heute die großen Filmfabriten einander zu überbieten trachten. Es sind wirklich fonderbare Jrrwege, die eine sich selbst überlassene Wirtschaft geht. Tages- Notizen Für die ungarischen Emigranten In der Philharmonie findet Sonntag, 2. Januar, nachm. 8 Uhr, zugunsten der Genoffen, die vor dem Weißen Schreden Horthys geftichet find, eine Veranstaltung statt unter Mitwirkung von Virosta Sevesi( Klavier), Eveline Rovat( Gesang), Helene Leffler- Schwarz( Gesang), Ferry Lorand( Geige), Georg Herzog( Klavier), Ladislaus Bern( Rezitation) und den Arbeiter- Gesangvereinen. Karten im Borverkauf in der Freiheit und beim Bildungsausschuh ber U. S. P. D. Wir hoffen, daß unsere Genossen und Genoffinnen in großer Zahl tommen werden. Es wird nicht nur sehr viel geboten, es ist auch die Pflicht aller, den unglüdlichen Opfern Horthys beizustehen. an den Weihnachtsprogramm des Voltsbildungsamtes Realöln: 25. Dez., abends 6 Uhr, Realschule Bobbinstr. 34 reichhaltiges Brogramm. Männer und Frauenhor, Rezitationen, Geige, Klavier. Sonntag, 26. Des., 6 Uhr, im gleichen Saal Volts liederabend Berliner Vokalterzett, Vereinigung für Lautenspiel und Gesang. Ein trittsfarten je 2. bekannten Stellen und Neuköllner Rathaus, 3immer 218. Theater: Die Erstaufführung von„ Vu- Shi tanzt im Neuen Operettenhaus ist von heute auf morgen verschoben worden. Nach mittagspot ft. im Lessing- Theater: 25. Peer Gynt, 26. Flamme". Die fapitalistiche Vertruft ung bringt immer mehr Theater in eine Hand. Die Brüder Rotter, die Herren des Resibenz-, Trianon- und wahrscheinlich auch bas Lessing Th. haben auch das Aleine Th. ab 1. Januar 1921 erworben. Der Charakter der Besitzer bürgi dafür, daß auch dieses Theater künstlerisch schnell auf ben Hund tommen wird. Zur Stärtung der Theaterfinanzen laffen bie Leipziger Stadtverordneten in den Theaterpausen im Operetten- Theater Reflamefilme rollen. Das Publikum hat durch Trampeln und Schreien dagegen protestiert. Die Polizet mußte einschreiten. Ein Kindertrippenspiel von Etta Federn, umrahmt von Orgelspiel, Rezitation und Lichtbildern nach alten Meistern wird Montag, den 27. Dez., in der französis Ichen Klosterkirche 426 Uhr aufgeführt. Karten beim Kirchendiener. Aus den Museen: Die Nationalgalerie ist von heute ab wieder ge öffnet. Das Märfische Museum ist am 25. Dez. u. 1. Jan. geschlossen, am 26. Dez. u. 2. Jan. geöffnet( 10-3 Uhr). Das Zentralinftitut f. Ers alegung u. Unterricht veranstaltet vont 23. bis 30. Dez. u. 3. bis 5. Jan. Führungen durch Berliner Museen. Beginn 0½ Uhr früh. Larten und Auskunft Potsbamer Str. 120( 10-2 Uhr). Kleine Mitteilungen: Der oftpreußische Dichter Ifreb Bruß hat für feine Im Berlag Kurt Wolff- München ezhienenen Dramen ben Leipsiger eil Preis( 3000 m.) erhalten, Unter der Leitung von Rola Baletti wird im erften Stof bes alten Raffees bes Westens ein neues Rabazett„ Größen waw"( Bäntel und Bühne) morgen eröffnet. Felix Weingartnet hat brei Millionen Atonen für wohltätige Zwede geftiftet." Gedränge in überfüllten Warenhäusern, das Wählen, Aussuchen Bergleichen und Bestellen. Dabei ist die Teestunde in den Hallen der großen Hotelpaläste unter echten oder fünstlichen Paimen und anderen erotischen Ge wächsen noch gar teine sehr alte Berliner Einrichtung. Daß fie aus England, dem Lande der passionierten Teetrinter, zu uns fam, verrät der Name, mit dem sie benannt wird. Es ist die Stunde des„ Five o'clock- Teas", und der Berliner hat diese Be zeichnung seinem Sprachschaz selbstherrlich eingefügt, indem er das Zeitwort feiwetloden" bildet und frisch darauflos tonjugiert: ,, ich feiwetlode, bu feiweklodit, er feimetlodt Die Teestunde in den Hotels bot Gelegenheit zu allerhant kurzweiliger Beobachtung an bem lieben mit menschen. Es war die Stunde des. Rendezvous des Rendez pous aus den diversesten Motiven, aus leichten und einigermaßer frivolen, doch auch aus den denkbar ernstesten. Wie viele Ge schäfte sind nicht in und nach dem Kriege während der Tea Stunde bei den Klängen der Ouvertüre zum„ Egmont" oder bet großen Arie aus der Traviata" zwischen mehr oder weniges respektablen Herrschaften getätigt" worden. Sie schienen in das anmutigste Gespräch, in die harmloseste gesellschaftliche Blauderel vertieft, doch wenn dann unvermutet die Kapelle ihre Akkorde leiser erschwingen ließ, vernahm man eine Auslese jener reizvollen Terminologie, um die der Krieg unsere Sprache bereichert hat und die da lautet:„ greifbar",„ freibleibend" und dergl. Wer es noch nicht wußte, fonnte sich überzeugen, daß die Ber linerin nicht zu den ätherischen Wesen zählt, die den Wert des Speisen und Getränke gering achtet. Staunend nahm man bis weilen wahr, welche Quantitäten an Badwaren odet belegten, Sandwiches" sie zu vertilgen fähig war. In der Weihnachtswoche freilich war so reichliche Stärkung des Leibes wohl verdient. Denn wenn das legte Stüd Torte nur noch ein paar einsame Krümel auf dem Teller zurückgelassen hatte, ging es wieder auf die Einkaufsreise, und die trauliche Tee stunde fand ihr Ende. Ja, ja, die besigenden Kreise haben ein furchtbar schweres Los zu tragen... Die Sausangestelltensteuer Alljährlich um die Weihnachtszeit zeigen die Statistiken der Ar beitsnachweise eine Erhöhung der Arbeitslosenziffern der Haus angestellten. Das erklärt sich daraus, daß man auf Arbeit geberseite das Weihnachtsgeschent der Haus: angestellten ipdren will. Der Magistrat Berlin liefert diesen Herrschaften" nun mit der neuen Hausangestelltensteuer die man besser Hausaufwandssteuer genannt hätte, billiges Ma terial und guten Vorwand zur Kündigung der Hausangestellter zum Weihnachtsfest. Bisher glaubte man, daß wenigstens der Ar beitsnachweis barin objektiv urteilen würde. Aber auch dieses steht auf dem Standpunkt und begründet, daß eine Menge Haus angestellten heute schon auf Grund der Beratung der neuen Stener arbeitslos geworden sind, und doch dürften, wie schon oben gelagh feine Statistifen gerade für bie Monate Dezember beweisen, dat es sich hier darum breht, die Sausangestellten arbeitslos a machen, um sie nicht zu beschenten, denn wer fann jetzt, wo mas eben erst beginnt, Ernst mit der Steuer zu machen, unter Jnne| der Scharfmacher aller Schattierungen nur Arbeit kann uns haltung der Kündigungszeit schon arbeitslos sein. Dem Magistrat fann man allerdings nicht zustimmen, daß er bei Beschäftigung einer dritten Hausangestellten den Haushalt mit 1000 M. mehr belastet, den aber, der eine vierte Hausange stellte beschäftigt, nur mit 500 M. mehr. Will er gerecht sein, dann mag er da zufassen und von der dritten Sansangestellten an gleichmäßige Mehrbelastung vornehmen. Den Hausangestellten mag aber zur Kenntnis dienen, daß derselbe Protest der Hausfrauen 1913 bei Einführung der Krankenversicherungspflicht für Hausangestellte erhoben wurde. Auch da wollte man die Sausangestellten entlassen, wenn sie der allgemeinen Ortskrankenkasse eingegliedert würden, weil die Beiträge höher waren als im Abonnementverein. So wie damals wird auch diesmal der Sturm vorübergehen, denn jeder Gerechtdenkende fann die Erfóließung der neuen Steuerquelle als Kündigungsgrund nicht gelten lassen. Mariendorf. Die Weihnachtsbescherung der Kinder unserer erwerbslosen Genossen, findet am Donnerstag, den 23. Dezember, abends 7 Uhr, pünktlich in der Aula des Gymnasiums, KaiserStraße 21, statt Das Programm sieht Orgelspiel, Prolog, Märchenvorlesung, Konzert und Gesang, Borträge usw. vor. Der Eintritt beträgt 0,49 Mt. Alle Genossen und Genosinnen, sowie ihre Familien und Gäste sind zu dieser Feier herzlichst eingeladen. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Donnerstag. Ein wenig wärmer, zeitweise aufflarend, jedoch überwiegend trübe mit wiederholten Niederschlägen und ziemlich Iebhaften südwestlichen Winden. Gewerkschaftliches Die Hoch- und Untergrundbahn und ihre Arbeiterschaft Kein Verkehrsunternehmen in Berlin, auch nicht im Reiche, floriert so gut als die Hoch- und Untergrundbahn. Während im Reiche zahlreiche Betriebe wegen Unrentabilität eingestellt wer den müssen, tönnte die Hoch- und Untergrundbahn wenn ges nügend Kohlen vorhanden wären, ihren Betrieb in hohem Maße vermehren; der jest planmäßige Betrieb fann trog Ausnügung menschlicher und maschineller Höchstleistung, die Massen der Fahrbedürftigen nicht fasen. Schmunzelnd sehen Direttoren und Aktionäre zu, wie täglich die Einnahmen ins Riesenhafte steigen und freuen sich im Stillen auf die recht fetten Happen, die am Jahresende in ihre Tasche fließen werben; trotzdem stimmen diese Leutchen mit in den Ruf retten. Wie aber sieht es in den Kreisen der Angestellten, Handwerker und Arbeiter aus? Daß bei diesem ungeheuren Verkehr die Verkehrsangestellten mit Arbeit schwer belastet sind, ist selbstverständlich. Dasselbe trifft auch bei den übrigen Gruppen der Angestellten und Arbeiter zu. So mancher Fahrgast ahnt nicht, was für Elend hinter der Uniform, den vielen Treffen und Schnüren der Verkehrsange stellten stedt, ahnt nicht, welch ein Hunger in den Kreisen der Handwerker und Arbeiter herrscht. Ihr Einkommen reicht bei weitem nicht an das Existenzminimum heran. Der weitaus größte Teil muß, um sich über Wasser zu halten, noch Rebenbeschäftigung annehmen und werden somit zum Lohnbrüder ihrer eigenen Klassengenossen. Mit allen diesen Zuständen befaßte sich eine vom Betriebsrat einberufene Vollversammlung. Einmütig tam zum Ausdruck, daß sie sich mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln wehren wer den, um nicht die Verhältnisse, wie sie vor der Kriegszeit gewesen sind, einreißen zu lassen. In dieser Zeit hat das Unternehmen mit Hilfe der gelben Fachverbändler Millionen einsaden können, dagegen hat sie die Handwerker und Arbeiter mit schmuden Uniformen, mit Ligen und papierenen Auszeichnungen satt zu machen versucht, auch jetzt versucht man unter der Drohung der Hungerpeitsche bei Verhandlungen ihre gerechten Forderungen abzulehnen und sie mit leeren Versprechungen hinzuhalten. Jetzt endlich wollen sie Taten sehen. Sie beauftragten den Be triebsrat, den Deutschen Transportarbeiter= Verband und den Deutschen Metallarbeiter- Verband neue Lohnforderun= gen zu stellen und ab 1. Januar 1921 vor feinem Mittel zurüdzuschreden, um aus der Rot und dem Elend herauszukommen. Ferner nahmen die Bersammelten Kenntnis von den Machenschaften des Arbeitgeberverbandes der deutschen Straßenbahnen, Kleinbahnen und Privateisenbahnen, dem auch das Hochbahnunternehmen angeschlossen ist. Dieser Arbeitgeberverband versucht die Arbeitszeit des Verkehrspersonals zu ver längern und die Berkehrsbetriebe von der gesetzlichen Festlegung der achtstündigen Arbeitszeit auszuschließen. Die versam melten Hochbahner erklären sich solidarisch mit den übrigen Vertehrsarbeitern Deutschlands und werden sich unter feinen Umständen eine derartige Ausnahmebehandlung gefallen lassen. Um ihren Willen durchzusehen, fordern sie noch alle ihre fernstehenden Kollegen und Kolleginnen auf, die Zersplitterungsarbeiten einzustellen, aus dem gelben Privateisenbahnerverband auszutreten und sich geschloffen einer freien Gewerkschaft anzuschließen, um mit den Worten des Vorsitzenden des Arbeitgeber- Verbandes zu sprechen:„ Wir Arbeitnehmer stehen einig und geschlossen da und lehnen die Unternehmerfrechheiten ab." Genossen, Arbeiter und Angestellte! Die Unterstützungskommission veranstaltete am Sonntag, den 19. Dezember, eine kleine Weihnachtsbescherung für die Frauen und Kinder der in den Revolutionstämpfen Gefallenen und non der Reaktion Gemordeten, den Wermsten der Armen Wir glaubten im Sinne der gesamten Berliner Arbeiterschaft zu handeln, wenn wir den von Not und Elend Niedergedrückten und von der Sorge Gepeitschten eine fleine Freude und Unter stügung zuteil werden ließen. Wir gaben den Frauen je 50 Mt., jebem Kinde 20 Mt., einen Teller und sonstige Lebensmittel und den Abgeriffenen Kleidungsstüde. So gering an sich die Gaben für den einzelnen auch sein mögen für diese Armen war es für jeden viel, so fostet dies der Unterstügungskommission doch 30 000 Mt. und wir erheben darum die Forderung an die Ber liner Arbeiterschaft, erneut für die Familien der Revolutions opfer zu sammeln. Möge die Not allgemein noch so groß sein, wir dürfen doch nicht vergessen, daß es unsere heiligste Pflicht ist, für die Familien der Revolutionsopfer zu sorgen, um sie vor dem völligen Untergehen zu bewahren. Dann rufen wir erneut zur Sammlung auf und fordern von jedem Betriebe, Sammellisten bei Adolf Baer, Neukölln, Pflügerstr. 1, norn III, abzuholen. Die Unterstützungskommission der Groß- Berliner Arbeiterschaft. J. A.: Adolf Baer. Aus den Organisationen 2. Diftritt. Donnerstag, den 23. Dez., abends 7 Uhr, bei Wiemers, Bülows fraße 58, Weihnachtsbescherung der arbeitslosen Kinder. Kaffeetalien und Pack papier mitbringen. 8. Diftrift, 3.u. 7. Abt. Donnerstag, ben 23. Dez., nahm. 4 und 6 Uhr, finder In der Aula Edertstr. 16 apet Märchenvorstellungen, veranstaltet von Eltern beirat und ausgeführt von der Jugendbühne, statt. Cintaßfarten zu 80 f. find am Eingang zu haben. 18. Diftritt. Weihnachts- Matinee am Sonntag, den 26. Dezember, ormittags 11 Uhr, im Humboldt- Theater, Badftr. 19. Brogramm: Konzert, Rezitation, Gesang, Ballett. Eintrittstarten zu 2 M. erhältlich im Sumboldt- Theater, Spedi tion. Gliesche, Banffit. 60, und bei. Fiebler, Badstr. 26 n. 4 Tr. Abreshnung der Bezirksführer und ber Bildungskommiffion fofort bei Fiedler. Röpenid. Donnerstag arend 7 Uhr im Lotal Rettig, Müggelheimer Str. 86, Weihnachtsbescherung der Kinder ber Arbeitslosen. Vereinskalender Berliner Arbeiter- Schachflub, Abteilung Süben. Donnerstag, 30. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Spiellotal eine sehr wichtige Sigung statt. Erscheinen eines jeben Mitgliebes ist unbedingt erforderlich. Gäste haben hierzu sowie zu jedem Spielabend freien Zutritt. Verantwortlich für die Medaktion: Emil Rabold, Berlin. antwortlich für den Zuferatenteil: Ludwig Romeriner, Karlshorst. Druf der Freiheit" Verlagsgenoienibait reiheit" e. Gm b. S. Berlin. 9- traks on Trei( Gm F orfin 9 ein 10 be be Bu Ver G f b Weihnachtsbücher u. Bilderausstellung der ,, Freiheit" Breite Straße 8-9 Gebrauchte Treibriemenlederabfälle Erwerbstätige Frauen! 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