\ Einzelpreis 30 Pfg.• 4. Jahrgang Mittwoch, S. Januar 4921 Nummer 5 Morgen-Ausgabe »ffnihrir»«scheint motam» nk mchnrittst«,«onntn« sab flBovttt* NN» «hnnaU Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung in» Hau« str Drust-Beeli» 10,— JE. im voraus zahlbar, oon ber Spedition selbst abgeholt»,60 M. Für Postbezug nehmen sämtlich« PoftanstaUen Bestellungen eutgrge». Unter Streisdanb bezogen für Deutschland und Ofterreich l«,60 M., für da, übrige Ausland!l.K> W. zuzüglich Valuta-Busschlag, per Gries für Deutschlaub und Österreich All. atebabMm,»gpebttiou uub Verlag» vrrU»»», Drott»«tncho»ch- «, ocht�soatren««oupareislezeile ober bete,«am»»oft«» 5,— SS. einschließlich r«»erung«z>ischla».«leine Anzeigen! Da, feugebruchte Wort t,— TO., jede, weiter» Wort 1,E0 TO., einschließlich T-uerungszuschlug. Laufende Anzeigen laut Tarif. Famweu-Aazrige» und Elellen-Desuche I.zo M. netto pro geile. Stelleu-Desuch» k, Wort-Anzeig-n da« settgedruchte Wort 1.« TO., sede, weitere Wort 1,- TO. 8c»il«ttNt: Sntnua 2030, 204S.«510.«US.«IS5,«UO.«Ott berliner-Orgm bpr Vnafibättßfffen SctMömoft l Das Werk Noskes— ew Fluch für die Republik Bor zwei Jahren wurde durch Nosk« der Grundstein gl neuen deutschen Armee gelest, zu jener Armee, die im iilaut dieser zwei Jahre gezeigt hat, dah ste ew« ständige Gefahr für die Republik darstellt, daß ihr ganzes Bestreben dahin geht, die Traditionen der kaiserlichen Armee zu pflegen und damit auch wieder einen Kaiser als„Ober- ften und Allerhöchsten Kriegsherrn" zu erlangen. Dies« Traditionen beschränken sich nicht nur auf die Pflege des alten, dreimal verfluchten preußischen Kommisgeistes, auf die völlige Rechtlosmachung des gemeinen Mannes, auf die restlose Wiedereinführung der Difziplwargewalt der Bor» gesetzten. Sie treten auch äußerlich in Erscheinung. Mit Geltung ab ersten Januar find durch einen vom Reichs- p r cff i b e nt e n gezeichneten Erlaß des Wehrministers die Schulterklappen für Mannschaften und die herrlichen Achselstücke für Offiziere wieder eingeführt worden. Die Unteroffizierdienstgrade erhalten die alten Tressen am Slockkragen und an den Schulterklappen. Die Rang- ab'zeichen der Offiziere werden nach dem Muster des alten Heeres auf den Achselstücken getragen. Durch die Ab- zeichen an der Uniform soll, wie es in dem Erlaß des Wehr- Ministers ausdrücklich heißt, die Erinnerung an die alte Armee wachgehalten werden. Es fehlt also an nichts, was zur Erhebung eines monarchistischen Herzens dienen könnte. Die Republik ist heute nur noch der Brotgeber der Armee. Der eigentliche Befehlshaber fitzt in Holland, an ihn und nicht an E b e r t oder E e ß l e r fühlen fich die Führer der Wehrmacht gebunden. s. H? r-?01«, 3,?.ei fahren Wehrminister und Ober- oefehlshaber für Berlin-Brandenburg wurde, fing er durch ll.r o be Lü g e die Mafien seiner Anhänger für dieses kaiserliche Heer. In jenen Stunden wurden die durch die Revolution eroberten Rechte an die Offi'zierskaste verschachert, die' keinen Augenblick daran dachte, der Republik zu dienen. Sie wollten nur Macht gewinnen, um dann, stark genug geworden, fich zum Herren der Republik zu machen. an nw reißen, vi« vrauchte ew gefügt- �orkzeug, das bereit war, ihre Schreckensarbeit ÖCtt JJlQnßtl JIM bMütvVbei den Massen zu decken. Dieses Werkzeug wurde Roske. In seinen Erinnerungen„Bon Kiel bis Kapp" gibt er zu, schreibt- geradezu nach diesen Posten gedrängt hat; er Meinung, daß nun versucht werden müfie. mit hrnIL W 1 1 Ordnung zu schaffen, wurde nicht wider- « Der Kriegsminister. OberstReinhardt. formulierte ; durch de« die Regierung und der Zentralrat den niestt m.,« b°fi wann, der mit einigen Formationen vonBerlin war zum Oberbefehlshaber ernannt«. Da- -wge«enb-t. daß die Arbeiter gegen einen General dpnnt,!� Bedenk«« heg«« würden. In ziemlicher Aufregung, die Zeit drängte, auf der Straße riefen unsere Leute nach We h Jb Jl?- Arbeitszimmer Ebert« umher. Ich for- �' daß ei« Entschluß gesaßt werde. Darauf sagte jemand: flogen doch'dte Sache! Worauf ich kürz ent- dem Zch V.7� Meinetwegen, Einer muß der Bluthund«er- den Borsch,� nicht I Reinhardt meinte, auf f-n 7?°* et eigentlich immer gehofft... aebeimnehalteneu ,??"befehlshaber. Er holte die bisher npt RA«7» fc 1 seinem Namen gezeich- Wo'rten ein Arbeitern mit folgenden „"?/bnteri Die Reichsregierung hat mir die Führung der republikanischen Soldaten ubertragen. Ein Arbeiter also an der Spitze der Macht der sozia- l i st i s ch e n R e p u b l i k. Ihr kennt mich und meine Ber- gangenheit in�der Partei. Ich bürge Eu-ff dafür, daß kein - wird. Ich will säu- un'nützes Blut ver bern, nicht verni en will Euch mit dem I�pubki ka'n ifch'e�eer die F r e i h« i t unddenFr, edendringen." «rt�ii�.-�-?� Versprechungen erfüllt worden? Kein unnutzes Blutvergießen wollte Roske. Ein paar Tage später wurden die sieben„Vorwärts"-Parlamentäre ermordet, gleich darauf die vier Arbeiterführer im Tegeler Forst. Rosa •ar<« t�ne<�k folgten, dann kamen die März- soilachtereien m Berlin, die Erschießung von Jogisches und �"�Ä � Flucht", die Scheußlichkeiten in Bremen, München, ,m Ruhrgebiet, in Oberschlesten: und jeder einzelne Fall wnrde gedeckt von Roske. Es trifft sich gut. das m vlefen Tagen auch da» Erinnerungsbuch des Generals Moercker erschienen ist, jenes Mannes, der neben Lütt- SJtl"r ,b!e zuverlässigste Stütze der Republik galt. Maercker Revolutionserleonifie und macht dabei über Noskes Milltarpolitik folgende hochaktuelle Angabe«: „Am«. Januar 191S lalfo schon vor de« Straßenkämpfen in w«««?* ,Aed.) erschienen auf meine Aufforderung vi« Volksbeauftragten Ebert«nd Roske im Zossener �oge r, um die Truppen anzusprechen. Sie umreu freudig er- w,ed«„richtige Soldaten� vor fich zu lebe«. Als fie die Truppen von allen Seiten mit klingendem Spiel in fester, stram- mer Haltung heranrücken sahen, beugte fich Roste zu Ebert herab. ihm auf die Schulter und sagte:„Sei nur ruhig,« wird »TOd all» wieder gut««den» et» Zeichen, unter welchem Druck sich die Regierung damals befand. In ihren Ansprache« sorder- ten die beiden Bollsbeauftragten die Mannschaften auf.„die Manneszucht zu bewahren". Am S. Januar wurde Roske, der jahrelang Referent der Sozial- demokratischen Partei des Reithstaaes für die Heeresfragen ge- wefe» war. zum Oberbefehlshaber in und bei Berlin «nannt. Das bedeutete de» Beginn einer feste», eiuheitlicheu Führung. Schon in dieser ersten Besprechung gewann« wir von dem neuen Oberbefehlshaber den Eindruck, dah wir es mit einem Manne von gesundem Menfchenverstand«, von viel Tatsachenstnn und von Tatkraft zu tnn hatten. Nooke zeigte ein recht gutes Verständnis für mtlitäri- sck« Fragen, und ich habe oft bemerkt, daß er eine ausge- zeichnete Kenntnis der Seele der Truppe— auch der Ofsi- ziere— befaß. Aus dieser Kenntnis entsprang auch das Der- ständnis für die Schwierigkeiten, mit denen die Führer andauernd zu kämpfen hatten, u»d es muß ihm nachgesagt werden, daß er alles getan hat, was in seinen Kräften stand, um diese Schwierig» ketten au» dem We« zu räumen. Daß ihm dies nicht in dem von ihm selbst wohl gewünschten Maß« gelang, war mit einer der Gründe für den unglückseligen Kapp-Pntsch vom März 1920. Roske sah vollkommen ein, daß er von uns all«« Offizieren keine Srfimmngsänderung erwarten könne. Er hat mir später einmal gesagt, er Hab« zu mir besonderes Vertrauen gehabt, well ich ihm offen erklärt hatte, daß ich Monarchist sei und es auch bleibe« würde. Er begnügt« fich damit, daß wir uns der Republik zum Wohle des Vaterlandes zur Verfügung stellten, und ich habe es ihm stets hoch angerechnet, daß er nie den Versuch gemacht hat, unserer politifche« Ueberzeugung Gewalt anzutun. Ein Mann wie er. von festem, politischen Standpunkt, konnte auch»nmöglich an politischen Chamäleon» Gefalle« finden. Wie vorurteilslos Roske uns gegenüberstand, mag folgendes kleines Beispiel zeigen: Bei der Reichsregierung ging in der zweiten Januarhälft« von der Nordsrefeftung Borkum. deren Kommandant ich im ersten Kriegsjahre gewesen war, fol- gendes Telegramm des Soldatenrates ein: „Wir halten es für unsere Pflicht, die Reichs- regierung dringend vor dem dort befindlichen General Maercker, Kommandeur de» Landes- jägerkorps, zu warnen, der sich hier auf Bor- kum stets als Erzreaktionär schlimmster Sorte und als Herrenmensch erwiesen hat." Roske steckte da» Telegrann» in eine» Briefumschlag und schickte es mir als Geschenk zu." Mit dieser von Maercker gelobten Politik hat Roske die Rechte der Republik und der Revolution verkauft. Der Kapp-Putfch. bei dem Noskes wackere Generäle Lütt- witz, Maercker, Watter, Dafiel. Lettow-Borbeck und viele andere etne hervorragende Rolle spielten, war in erster Linie Noskes Werk: er bereitete bewußt den Boden für dieses Berbrechen, wie auch alle reaktionären Aeußerungen der Reichswehr in den heutigen Tagen letzten Endes auf Roske zurückzuführen find, der dieser Wehrmacht das eigentliche Gerippe gab. fie stark und zuverstchtlich machte. Freilich trifft Roske nicht die alleinige Schuld an diesem Verbrechen. Wie er ein willenloses Werkzeug in den Hän- den der kaiserlichen Offiziere war, so war er andererseits auch das Werkzeug der rechtssozialistischen Füh- rerclique. Er hat die Rolle des Proletarierschlächters nur zu gerne gespielt, brachte alle Eigenschaften mit, die dazu erforderlich waren: feig und unterwürfig nach oben, brutal und gemein nach unten. Aber daß er diese Rolle spielen konnte, ist nicht zuletzt auf die Unterstützung seiner Parteifreunde zurückzuführen, die die Rosketaktik nicht nur in der Regierung deckten, sondern auch ihren Parteimitglie- dern ein Vertrauensvotum nach dem anderen auf- chwatzten. So wird die Schuld Noskes zur Schuld der ge- amten rechtssozialistischen Partei. Nie und nimmer wird ie die Geschichte davon befreien! Schlögerei auf Borkum. In Borkum fand in der Silvesternacht eine Schlägerei zwischen Militär- pnd Zivilpersonen statt Es wurde scharfgeschoffen. Ei» ZiviNst ist tot. Ein Zivilist und ein Soldat verwundet. Di« arme Reichswchr ist an diesem Skandal natürlich unschuldig. Agrarpolitik und Landarbeiter Von Richard Krille. l. Unter den Fragen, die darauf drängen, aus dem Bereich! theoretischer Erörterungen«nd Untersuchungen herauszu- treten, ist die Agrarfrage zweifellos eine der wichtigsten. Sie ist äußerst brennend und fordert gebieterisch eine Lösung schon wegen der vor allem durch den Raubbau im Kriege hervorgerufenen verminderten Ertragsfähigkeit der Land- Wirtschaft. Nicht wenig trägt auch die Wucherwirtschast der Großbauern und Großgrundbesitzer dazu bei, daß fich die gesamte arbeitende Bevölkerung eingehender als bisher mit diesem Problem und dessen Lösung beschäftigt. All- mählich sehen auch die politisch gleichgültigen Schichten immer deutlichst, daß durch die Maßnahmen der Regierung und der herrschenden Parteien eine Befierung ihrer Lebens- weife nicht zu erwarten ist. Selbst dann nicht, wenn von der Regierung Ernährungskonferenzen einberufen werden, auf denen letzten Endes neue Liebesgaben für die Groß-, agrarier als Anreiz zur vermehrten Ablieferung befchlofistt werden. Es wird mehr und mehr Gemeingut des gesamten' Proletariats, daß die Agrarfrage eine soziale Frage ersten Ranges ist und nur gelöst werden kann im sozialisti- schen Sinne. In diesem Kampfe finden fich der industrielle städtische Arbeiter mit dem Landarbeiter zusammen. Beide haben dasselbe politifche und soziale Interesse, und darum sind ihre Wege und Ziele seit den Tagen gemeinsam, wo auch auf dem Lande ein„Erwachen" begonnen hat und der Land- arbeiter, befreit von Ausnahmegesetzen, fich mit setnen Klafiengenofien im Kampfe zusammenfinden konnte. So steht der Landarbeiter nun heute im steten Ringen mit fei- nem Herrn, seine Lage ist aber ungünstiger als die des industriellen Arbeiters. Im Gegensatz zu diesem, der seinen Arbeitgeber oft gar nicht kennt, steht der Gutsarbeiter in engerer Berührung mit dem Besitzer, dessen Bode» er be- arbeitet oder dessen Vieh er pfleat. In den meisten Fällen hat er seine Wohnung vom Großgrundbesitzer gemietet und fühlt auch hierbei seine Unfreiheit, zumal mit einem Wechsel der Arbeitsstelle ein Aufgeben der Wohnung verbunden ist. Auch eine andere Arbeitsstelle ist bei der bekannten Solida- rität der Junker und Großbauern für den Landarbeiter nicht so l-icht zu finden. Und wie groß ist der Widerstand der ländlichen Arbeitgeber selbst bei den allerbescheidensten Lohn- forderungen! Der Kampf um die Einhaltung der bereits abgeschlossenen Tarifverträge der Landarbeiter ist ein Ka- pitel für fich. Hierzu kommt noch die fortwährende Steigerung des Wertes der Deputatlieserungen der Großbauern und Groß- grundbefitzer, die auch oen Landarbeiter den Wucher fühlen lassen. Er und der Kleinbauer befinden sich in bezug auf Neuanschaffung und Ergänzung von Kleidung. Echuhzeug, landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Gebrauchs- gegenständen in gleich mißlicher Lage. Wenn auch der Kleinbauer für feine Produkre höhere Einnahmen bezieht. in diesem Falle also mit den Großbauern und Großgrund- besitzern etwas gemeinsam hat, so kommt er schon dadurch sehr bald im Nachteil, daß er bei Neuanschaffungen auch nur des Notwendigsten die Kehrseite der Wirtschaftspolitik, mit aller Deutlichkeit spürt. Aber auch in politischer Beziehung hat besonders der Land« arbeiter unter dem Einfluß des Großgrundbesitzers zu leiden. Schien es anfangs, als ob der 9. November auf dem Lande den„Junkerwillen" gebrochen und an seine Stelle die in der Verfassung„verankerte" politische Gleichberechtigung gesetzt habe, so hat die Wirklichkeit auch diese Annahme als Illusion erwiesen. Ungebrochen in seiner Macht, geht der Junke« dreister denn je mit derselben Brutalität, die ihm seit Jahr- Hunderten eigen ist. zu Werke und pfeift auf Gesetze. Ber- waltungsmaßnahmen und Bestimmungen, wenn sie ihm nicht in den Kram passen. Es ist kein Zufall, daß auf dem Lande jedes Eutshaus eine Festung der Orgesch ist und die Konter- revolution gerade auf dem Lande ihre stärksten und festesten Stützpunkte findet. Hier wird sich der entscheidende Kampf zwischen Kapital«nd Arbeit, der Kampf um die polltische Macht am erbittertsten abspielen. Darum spinnt der Junker alle reaktionären Fäden weiter. wo immer sich die Gelegenheit bietet. Auch in der Verwal- tung. Da sitzt er noch in alter, ungebrochener Kraft als Gutsvorsteher, als Amtsvorsteher, äußerst besorgt vor allem um das„geistige Wohl und Wehe seiner Leute«. Noch immer weht der bekannte junkerlich-reaktionare Wind vom Kreishause, aus den Regierungspräfidien. Allüberall sitzt er selbst oder seine Beauftragten. Und wieder sind es die Landproletarier und Kleinbauern, die all das fühlen und die man noch immer nur als Objekte der preußischen Ver, waltungsmaschine ansieht und danach behandelt. Der Landarbeiter fühlt heute mehr denn je die Kluft, die ihn und seinesgleichen von seinen Arbeitgebern trennt, von denen er sich lange, allzu lange, meist aus Unkenntnis, zu seinem eigenen Schaden mißbrauchen ließ. Die Klassen- gegensätze nehmen auch hier zu, und wir sehen heute die freigewerffchaftlich organisierten Landarbeiter in stetem Kampfe um Verbesserung ihrer Lohn- und Srbeitsbedingun- gen. Hierbei kommen sie zu der Erkenntnis, daß ihnen in diesem Kampfe sehr enge Grenzen gesteckt sind, und daß ihr gewerkschaftlicher Kampf naturnotwendig in einen politischen Kamps umschlagen mug. So werden die Landarbeiter immer mehr gezwungen, sich mit den großen wirtschaftlichen und politischen Problemen zu befassen und aktiv einzugreifen in den Kampf um die Eroberung der politischen Macht. Naturgemäß berührt den Landarbeiter und auch den Kleinbauern am meisten die Stellungnahme unse- rer Partei zur Agrarfrage. Diese Frage, die auch bei den bevorsteheuden Landtagswahlen eine bedeutende Rolle spielen wird, soll in einem besonderen Artikel erörtert werden. Die neue Fraktion Drehscheibe Worte und Taten bei den RechtssoziaWen Was die Nationalliberalen vor dem Kriege waren, das sind jetzt die Rechtssozialisten geworden. Heute rufen sie hü, morgen hott, das eine Mal schwanken sie nach rechts, das andere mal nach links und schließlich geht es ihnen so. wie allen Leuten, die in der Politik sich nicht von Grundsätzen, sondern von den Bedürfnissen der Stunde leiten lassen;' sie werden zu Schleppenträgern der Reaktion. Das war schon bei der alten Fraktion Drehscheibe so, das er- leben wir jetzt alle Tage an deren Nachfolgerirr. Wir hatten die Rechtssozialisten gefragt, wie lange sie noch angesichts der, Unfähigkeit und des bösen Willens der Fehrenbach-Negierung dieser ihre Unterstützung gewähren wollen. Denn das jetzige Kabinett kann nur leben, weil die Rechtssozialisten als stille Gesellschafter daran teilnehmen. Entrüstet fragte uns der„Vorwärts", was denn werden solle, wenn die Rechtssozialisten diese Forderung erfüllten. Kein vernünftiger Mensch, so schrieb das Blatt am Abend des 31. Dezember, könne eine Regierungskrise ersehnen, die zum Chaos und zur Rechtsregiernng. was beides so ziemlich dasselbe sei, führe. Wörtlich konnte man weiter lesen: „Man kann also die Regierung Fehrenvachs stürzen wollen, um eine ganz recht« Regierung an ihre Stelle zu brin- gen, und das wäre eine ungeheuerliche Frivolität. Oder man kann die Regierung Fehrenbach stürzen wollen, um eine weiter links stehende ganz, vorwiegend oder teil- weise sozialistische Regierung an ihre Stelle zu bringen, und das ist unter den gegenwärtigen Umständen ein sehr gewagtes Unternehmen." Aehnlich wie der„Vorwärts" schrieben noch andere rechts- sozialistische Blätter. Run hat, gleichfalls am 31. Dezember, der Reichstagsprästdent L ö b e in einer Mitgliederverlamm- lung seines Heimatortes Breslau eine Rede gehalten. die nach dem Bericht der„Volkswacht" folgendermaßen Ä uns nicht reichen! Die Arteiter streiken in den Betrieben, ste sehen ihre Kinder untergehen und die Arbeitslosen ziehen vor die Rathäuser in der irrtümlichen Ansicht, irgend ein Burger- meister wäre imstande, ihnen zu steifen. Solange dies« Zustände nnbauent, ist die Hoffnung auf Wiederaufbau gering,«ielieicht müssen w»r noch einmal durch eine Periode, i« der Dcutfchnatio- nale an der Regierung beteiligt find. Ich würde eine solch« Bürgerremerung nicht durchaus als ein Unglück aussassen, denn die Scutjchnai.onalcn allein werden die Herrschaft nicht führen können. Sie werden einen Teil der bürgerlichen Parteien an ihrer Seite haben. Aber damit der letzte Spieher steht, dah die Helfferich und Konsorten nun nichts vorwärts bringen können. wäre es erwünscht, daß die Herren einmal die Berantwortong auf ihre Schultern nehmen, wir würden außenpolitisch in eine gaitz unhaltbare Lage kommen und ich möchte Herrn Helfferich sehen, wie er abgefertigt würde, wenn er im Namen des deutschen Volkes spräche. Der Soziallsmus wird uns den Weg weisen. Di« Revolution von ISt« ist auch bis heute noch nicht beendet. Sie ist dabei stehen geblieben, daß sie aus der Monarchie eine Republik machte, daß ste vieles in unseren politischen Verhält- nisten geändert hat. Aber ihr eigentlicher Zweck wird erst erfüllt lein, wenn auch die wirtschaftlichen Verhältnisse durch ein ge- siinderes Eigentumsinteresse fich regeln, der Sozialismus der hei- lcnde Faktor in unserem Lande wird." Wird der„vorwärts" seinem Parteigenossen Löb« auch zu den„unvernünftigen" Menschen rechnen? Was das Blatt „eine ungeheuerliche Frivolität" nennt, das hält Löbe„nicht durchaus als ein Unglück". Das rechtssozialistische Zentral- organ will das Volk davor bewahren, daß die Leute um Helfferich gezwungen werden, mit offenen Karten zu spielen,- der rechtssozialistisch« Reichstagsprästdent aber hält das durchaus für„erwünscht". Kann es ein ärgeres Durchein- ander geben, als in dieser Partei? Die neue Fraktion Drehschreibe! Was Herr Löbe in seiner Vreslauer Rede sonst noch sagt, dag hört sich aus sozialistischem Munde ganz passabel an. Aber die bisherige Tätigkeit der Rechtssozialisten hat doch alle diese Zustände mit schaffen helfen, die der Reichstags- Präsident fo heftig kritisiert. Lobe will die Zusammen- fassung aller Arbeiter gegen den Kapitalismus; aber seine Parteigenossen haben bisher nichts besseres zu tun gewußt. als eine Arbeitsgemeinschaft mit den kapitalistischen Par- teien zu bilden, und so dem Kapital die Möglichkeit gegeben, fich aufs neue zu entfalten. Lobe sagt, daß die Revolution von 1918 noch nicht veendet sei; als aber die Unabhängige Sozialdemokratie die Arbeiter dazu auftief, die Revolution weiter zu führen, bis das Ziel erreicht sei, die Ausschaltung des Kapitalismus aus der Wirtschast und die Durchführung der sozialistischen Forderungen, oa fielen uns seine Partei- freunde unter der glorreichen Führung von Roske und Ebort in den Rücken und spielten der Bourgeoisie die alten Macht- mittel zur Niederhaltung der Arbeiterklasse wieder in die Hände. Die Arbeiter werden den schönen Worten des Reichstags- Präsidenten alles Mißtrauen entgegenbringen, das durch die bisherige Tätigkeit der rechtssozialistischen Partei begründet ist. Ihre bisherigen Taten zeugen gegen sie! leberschichten in Oberschlesien. Das Ueberschichtenabkommen in -„„i, LZüttenindustrie wurde durch die Verfahren der «schichten soll alsbald begonnen w«vr». eburtenprämi« in Frankreich. Der Generalrat der Seine hat «lossen, eine Prämie für Geburten auszusetzen. Vom 1. Januar wird denjenigen Eltern, die die Geburt eines dritten Kindes igen, ein Bonus von 300 Fr. ausgezahlt werden. Für jedes iere Kind wird die Summe erhöht werden bis zum Ist. Kinde, das eine Prämie von stüv Fr. ausgesetzt ist. esammenftöße in London. Bei einem Zusammenstoß zwischen izei und Arbeitslosen in London wurden Montag nachmittag einer Blättermeldung f-ech, Polizefi«n und z«h«»r- tslose verwundet. Zeitvergeudung Eine neue Immission im Reichswirtsckafisral Der Reichswirtschaftsrat hat ein neues Zeichen für seine wertvolle Eftstenz geliefert: er hat eine weitere Kommission eingesetzt, die einen brauchbaren Plan für die Sanierung der Reichsfinanzen und der Währungsverhältnisse ausarbei- ten soll. Sie setzt fich zusammen aus den Mitgliedern Beck- mann. Bernhardt, Max Cohen, Härtung, Herkner, Raths- nau, Schwalenbach. Wenn der Reichswiftschaftsrat bisher in einem produftiv gewesen ist, so in der Einsetzung von Kommissionen, Unter- kommissionen und sonstigen Ausschüssen, deren gemeinsames Kennzeichen aber in der llnbrauchbarkeit ihrer Ar- beiten besteht. Auch dieser neuen Kommission wird man keine anderen Hoffnungen entgegenbringen dürfen. Denn ihr wird es bestenfalls so ergchen, wie dem Finanz-„Dikta- tor" Carl, der in zwei Monaten„diktatorischer" Tätigkeit es glücklich zu Vorschlägen an die Regierung gebracht hat, die die Regierung zu Gegenvorschlägen veranlaßt haben, über die nun vielleicht in unabsehbaren Wochen einmal eine er- gebnislose Aussprache stattfinden wird. Warum auch nicht! Geldentwertung und Finanznot haben ihre Vorteile für einen großen Teil der Kapitalisten, die Emziehumj der Vesttzsteuern aber begegnet dem Widerstand aller Kapitalisten, und deshalb denkt kein Mensch von ihnen ernsthaft daran, fr e i w i ll i g die Mittel zu er- greifen, die allein das Finanzelend mildern könnten, näm- lich die Einziehung der Besitzsteuern und der Beginn der Sozialisierung. Die Sanierung der Finanzen Der neugebildete finanzpolitische Unterausschuß des Reichswirtschaftsrates fetzte in seiner Tagung am 3. Januar ein Arbeitsprogramm fest, das stch neben der Erledigung der dringen- den Tagesfragen und Begutachtung etwaiger Gesetzentwürfe hauptsächlich auf die Ausarbeitung eine» brauch- baren Planes für die Sanierung der Reichs- finanzen und der Währungsverhältnifse erstrecken soll. Zur Vorbereitung der Beratungen wurde eine stebengliedrige Kommission gebildet, die den Stoff sichten und Vorschläge als Grundlage für die zu fassenden Beschlüsse machen soll. Sie setzt stch zusammen ans den Mitgliedern Beckmann(Wilhelm), Bern- den 7. Fanuar, den Reichsfinanzminister zu ein« Aussprache über den Haushaltsplan und die Deckung des Defizits einzuladen, um womöglich seine Pläne mit aller Beratungsgrundlage zu ver- wenden. Am gleichen Tage wird auch eine Besprechung d« so- genannten„Doppelbesteuerung" des Jahre« 1920 und der damit zusammenhängenden Aenderungen in den Grundsätzen der Steuer- Veranlagung stattfinden, über die Prof. Dr. Cchmalenbach sein Referat bereits in d« gestrigen Sitzung hielt. Haltet den Dieb! D« Sekretär de» Bundes.Reue» Baterland". Lehmann- Rüßbuldt, hat einem Berichterstatter des„Mattn" einige Angaben über die Entwaffnungsfrag« gemacht, was in der reaktionären Press« allgemein« Aufregung hervorruft. Man de- nnnziert Lehmann-Rüßbüldt de« Landesverrate« und ruft nach dem Staatsanwalt. Dabei hat d« Sekretär de» Bunde» „Neues Vat«land" dem ftanzösischen Korrespondenten gar keine Neuigkeiten berichtet. Er hat ihm gesagt, daß ein großer Teil d« sozusagen abgelieferten Waffen noch immer in den Händen ihr« Besitzer sei, und daß die Eintreibung d« Waffen durch den Entwassnungskonnnissar Peter» sehr unvollkommen be- trieben werde. Er macht Peters zum Vorwurf, daß er alle An- «bietungen d« pazifistischen Gesellschaften zur Mithilfe bei d« Entwaffnung abgelehnt habe. Fern« erinnerte Lehmann-Rüßbüldt an jenes Waffendepot i« Potsdam mit 2009 schweren Maschinengewehren und Infanterie- manition, das d« Republikanische Führ«bnnd entdeckt hat und da» auch ausgehoben worden ist. Diese Angelegenheit ist im Reichstag zur Sprach« gekommen, also d« ganzen Welt be- kannt. Ebenso bekannt stnd die übrigen Dinge, die Lehmann- RLßbüldt dem Pariser Journalisten mitgeteilt hat. Dennoch macht die reaktionär« Presse ein gewaltiges Aufheben» davon. Mht der ist d« Verbrech«, der die Ablieferung d« Waffen verweigert und das deutsch« Volk damit in eine maßlose Gefahr bringt, sondern d« wird der Verfolgung d« monar- chistisch-militaristischen Meute anheimgegeben, der im Jnt«esse des dentschen Volles die Wahrheit auefagt. General Wrangel in Berlin? Wie eine Lokallorrespondenz meldet, soll am Montag abend General Wrangel, von Kopenhagen kommend, in B«lin eingetroffen und in eine« Hotel unt« de« Namen eine»«e- n«als Nikolaus Wrangel au» Kopenhagen abgestiegen sein. Einen dänischen General dieses Namens gibt es jedoch nicht. Die Anwesenheit des Rebellenfvhrers Wrangel in verli« würde umso interessaut« sei«, als sich gegenwärtig auch d« mongolisch« Fürst Tunbai» als Vertreter des Hetmans Srmjanoff, du in Sibirien operierte, hiu aufhält, verlin ist zu einer Art Zentrum du russischen Gegenrevolotionär« geworden. Da Wrangel seine abenteuerlichen Plaue noch nicht aufgegeben hat. besteht die Möglichkeit, daß dl« reaktionäre Gesellschaft stch in Berlin«in Stelldichein gibt, nm neue Pläne gegen Nnßland zu schmiede». Der Kommunistenmord in Flensburg Zu der Meldung über die Ermordung eines Kommunisten in Flensburg wird jetzt offiziös mitgeteilt: „Der Schutzpolizei waren Rachrichten»b« einen beabfichtigte« kommunistischen Putsch zugegangen. Es war der PolizeibehSrde bekannt, daß stch die Pläne im Besitz des Kommunist«« Hoffmann befänden. Bei ein« Haussuchung setzte fich der Genannte zur Wehr und gab Schüsse auf die Polizei- beamten ab. Er wurde daher festgenommen und sollte spät« in das Arrestlokal übergeführt werden. Trotzdem ihm vorher. «öffnet worden war, daß bei einem Fluchtversuch von der Waffe Gebrauch gemacht werden würde, riß er fich loo. D« mit der Begleitung betraute Beamte, sowie auch der Offizier, d« ihn vorher vernommen hatte und fich zufällig in d« Röhe befand, gaben auf Hoffmann Schüsse ab, die diesen tödlich verletzten. E» trifft nicht zu, daß aus der Kaserne aus den Berhafteten Schösse abgegeben worden find." Diese Darstellung kann die Oeffentlichkeit nicht befriedigen. Die Nachricht über einen geplanten Putsch klingt sehr geheimnis- voll, außerdem wird nicht» darüber gesagt, an welcher Stelle d« Fluchtversuch" Amernommen worden sein soll. Ist Sossmann nmerhaw od« mcherhaldtf»«-Kqiepae.«schösse««pÄeaK-WSche Zeugen stnd dafür vorhanden, daß Hoffmann schon in Mntt Wohnung Schüsse auf die Beamte? Ä�Die Erschießt „auf der Flucht" find im neuen Deutschland so gang und gäbe geworden, daß füglich kein vernünftiger Mensch mehr an sie glauben kann.' Anfrage an die Preußische Regierung Die sozialdemokratischen Abgeordneten Heller Brecou» und Genossen haben, wie die„P. P. Zt.- hören' �nter dem 4. Januar 1921 eine klein« Anftage gestellt, in der fie Rechen. schaft wegen der Ermordung des Kommunisten Paul Hoff. mann in Flensburg fordun. Nach d« Darstellung des Sach. Verhalts fragen die Abgeordneten: „Ist die preußische Staatsregierung berett. Auskunft zu et* teilen, ob die Leitung der Staatspolizei in Flensburg fich der Tätigkeit von Spitzeln bedient. Ist die Staatsregierung weiter bueit, über den Hergang der Verhaftung und Erschießung des Hoffmann Auskunft zu geben, und was gedenkt sie m tun. damit fich derartig« Fälle nicht wiederholen?" Die Eisenbahner-Bewegung Werlei Scharfmachereien Au» allen Teilen des Reiches wird gemeldet, daß fich bei de« Urabstimmungen unter den Eisenbahnern eine außerordent- lich stark« Majorität für den Streik erklärt. Die nach den Siatuten notwendige Zweidrittelmehrheit ist fast aus- nahmslos gegeben. So haben sich in Altona 84,2 Prozent für, in Köln 4K4 Stimmen für, 112 Stimmen gegen den Streik er- klärt. ZnFrankfurta.Main habe« von 8318 Abstimmende« 2793 für den Streik gestimmt. In Erfurt sprachen sich 89 Pro- zent für die Durchsetzung der Forderunge« mit allen gewertschast. lichen Mitteln aus. Und im Sandesv«dand Sachsen der Reichsgewerkschaft hat die Urabstimmung ebenfalls eine Zwei- drittelmehrheit für den Ausstand ergeben. Aus zahlreiche« kleineren Orten«erden allmählich ähnlich« Abstimnmngsresultat« bekannt. Der Sechzehn«,-Ausschuß, da» gemeiusi.«« Mions- kotnitee der vier Eisenbahner GeVertschafte». hat einen Aufruf an die Eisenbahner erlassen, worin er auf die schwebenden Vev. Handlungen und auf die Möglichkeit einer B« di» gung verweist. Darum fordert der Eechzehner-Ausschuß die Eisenbahner auf.„das Zustandekommen befri-digender Verein- darungen jetzt nicht zu stören und deshalb Aktionen z« unterlassen" Der Aufruf fügt Hinz«: Müßte es zu solche« kommen, so rufe« die unterzeichneten Organisationen rechtzeitig dazu auf". Ueber die Verhandlungen werde eingchend berichtet werden, sobald positive Ergebnisse feststehen. Die„Rote Fahne" knüpft daran die Bemerkung, die Gewerk- schaftsbureaukratie suche mit allen Mitteln die Aktion der Eisen- dahner zu verhindern, und fordert die Eisenbahner auf. fich den „Abwiegelungsversuchen zu widersetzen". Wir können nach de« ganzen bisherigen verhalte« der Elsen- dahner-Gewerkschaften in diesem Aufruf keinen Abwiegelungs- versuch sehen. Jeder, de« es ernst ist mit dem Kampf der Eisen- bahne, um da» Eztstenzminimnm sollte einsehen, daß vor- eilig« Einzelaktionen diese« Kampf auf das äußerste gefährden müßten. Wenn etwa» den Erfolg verbürgen kann, so ist«» die Geschlossenheit und Disziplin, die di» Eisenbahner bisher gezeigt haben. Da» begreift mau alletdittg» schwer, wenn das Interesse einer pntschistischen Taktik den Wunsch laut werden läßt, irgendwo möge der Funke in das Pulverfaß flieg«« und den Brand entzünden, ganz gleich, ob für die Eisen- bahne, selbst dabei«in« Verbesserung ihrer Lebenslage heraus« kommt oder nicht. Außerdem scheint da» Geschrei der„Roten Fahne" den Zweck zu habe«, das schädigende Treiben ihrer Ge- finnungsgenossen im Bezirk Essen, wo bereits versucht wird, die Elsenbahnerftont durch voreilige, vorgehen einzelner Gruppen zu durchbrechen, zu bemänteln. Dort war es bereits soweit ge- kommen, daß die Eisenbahnerverbände ein« besondere Aufford«- rung zur Disziplin an die Essener richte« mußte«. Dieser Scharfmacherei steht ein, andere gegenüber. Nach- dem hinlänglich bekannt und offiziell zugestanden worden ist, daß nicht die Löhne und Gehälter der Arbeiter und Beamten das Riesendefizit der Eisenbahnen verschuldet haben, da» zu immer weiteren Erhöhungen der Tarifs ätz« zwingt, wird nun wiederum durch dt« Presse die bereits durch un» erwähnte Red« de, Staatssekretär» Stteler in engste Verbindung mit den Be- amtenforderungen gebracht. Stiel« kündigt ungeheure Tarif. «rhöhungen an.„Ilm die Verhältnisse jn stabilisieren", I1'** also notwendig sein, die P-rfonentarife von tJr(bf» Friedenssatze«) auf 000 v. H. und die Gütertarife von 800 auf 1200 v. H. zu erhöhen." An» ist bekannt, daß»ine wesentlich« Erhöhung der Tarife bereits in sichere»nsficht ge- nomme« war, bevor von den erhöhten Beamtenforderunge« die Rede wa� Es ist asso ein plumper demagogischer Trick, durch den in der Oeffentlichkeit der Eindruck erweckt wer- den soll, als seien di« Forderungen der Eisenbahner die Ur» fache für diese Preissteigerungen für Fcchrkarten und Gütero ttanspotte. wenn jetzt in Parallel« zu den Verichten über die Verhandlunge» zwischen Beamte» und Behörden diese, Bericht de« Herr« Etaatssekretär, Stieler in di« Oeffentlichkeit gebra»t wird. Aber in de, Irreführung der OesfentlichttU geht man noch weiter. Unmittelbar im Zusammenhang mit diesem Bericht de» Herrn Stteler wird in der gesamten Press« mitgeteilt, daß die Regierung damit gerechnet habe, die Er- höhung der Teuerungezuschläg« würde etwa 2 Mill. Mk jähr- lich kosten. Würden indes di« Wünsch« der Beamten in der vor- liegenden Form befriedigt werden, so müßte da» Reich etwa 8 Milliarden jährlich mehr aufbringen, verschwiegen wird aber, daß diese Summ« für die Aufbesserung der Besoldung der gesamten Beamtenschaft gilt, und so wird dem biederen Zeitungsleser vorgegaukelt, al» käme dies« Riesensumme auf d i e Eisenbahner allein und erklär« fie zum guten Teil das Defizit und die Notwendigkeit der Tariferhöhung. Wenn die Regierung und ihr« Vureaukratio bei den Verhandlunge« mit den Beamten ebenso unreell verfährt wie ihr« Pressekulie». dann allerdinge werdeu die Eisenbahner und all« übrigen Le- amten damit rechnen dürfen, daß man fie gehörig über» Ohr hast. Di« scharf« Kampfbereitschaft der Eisenbahner ist wirklich drt» gend nötig. Staatsbeihiffen für Wohnungsbauten. Wie die..Vossisch« Zeitung" mitteilt, hat das preußisch« Etaatsministenum deich fassen. der Landesversammlung eine« Kredit von 400 Mil- lioncn Mark als Teuerungszuschlag zum Wohnungsbau vorzu« schlagen. Die Anleihe soll dem neue» Etat einverleibt werde«. Da» Ergebni» de» d'Annunzioad«. Nach einer Mitteilung au» Raum hatten bei den Ereignissen vor Fiume die reguläre« Truppen 17 Tote und 120 verwundete. Die irregulär« Truppen»erloren 18 Tote und 50 Berwundeta D>« Zivilbevölkerung hatte 2 Tot« und 10 Verwundete. verlustziffer« stnd geringer pls�dia A»gabe« in den ftisl l död WMe l e Der Parteitag In Tours Die S?alt»ng. (Bö«««feie« Souderkorrespondente».) Tours, 30. Dezember 1320. Der entsetzlich« Krampf, w dem map den Kongreß von Tours vom ersten Tage an stch winden sah, ist beendet. In einer stür- rnifch verlaufenen Nachtsitzung hat der Kongreg mit 3205 gegen 1021 Stimmen der Gruppe Änguet und etwa 400 Stimmenthal- langen den Antrag Tachin-Frossard angenommen. Die Rechte hatte ihr« Resolution zurückgezogen und Stimmenthaltung geübt. Die ausgezeichneten Reden von Jean Longuct, Paul Faure.Leon Blum und MarcelSembat haben also an dem Stimmenperhöltnis, das von vornherein feststand, nichts zu ändern vermocht. Das hatte wohl auch niemand erwartet. Aber diese Reden haben deswegen ihre Bedeutung, weil sie auch den verbissensten Extremisten zu einer Anerkennung ihres geistigen Wertes und zu der Erkenntnis zwingen müssen, datz das geistige Aebergewicht auf Seiten der«blehner ist. Man wird es wahr- scheinlich schon sehr bald bereuen, daß man diesen eindringlichen Warnrufen keine Folge schenkte und infolg« der gebundenen Man- date auch keine Folge schenken konnte. Den» darüber besteht km Zweifel, wenn dies« Reden zu den denksShigen Massen bringen könnten, die für de« Anschluß gestimmt haben,«« würde« die meisten ihre vorschnelle Entscheidung zurücknehmen. Der Krampf, der den Kongreß von Tours bis zur völligen Er- schöpfung aufgewühlt hat. dieser Krampf setzt sich nun in allen Organisationen der Partei fort. Sein Ausgang? Er ist. wenn wir die Reihe« der einzelnen Gruppe« durchmustern, nicht zweifel- hng von Longuet und Faure lassen aber darauf schließen, daß die ai> nie bereit ist, Schulter an Schulter mit der Rechten in einer Partei zu kömpfeik. um so zu verhindern, daß der Moskauer Wahn < ganz« franzöflsche sozialistisch« Bewegung zerschmettere. PÜ fc*8 Moskauer Internationale an ihrem neuen Zuwachs UN- getrübte Freude haben wird, muß sehr zweifelhast erscheinen. «rstens macht« die Resolution Tachin-Frossard an den Moskauer Bedingungen nicht unbeträchtlich« Vorbehalte und liefert« die stanzösische Partei asso nicht sklavisch dem Moskauer Generalstab aus, wie unser« früheren Freund« samt dem vorsttzenden der Par- ten und zweitens ist es einfach ausgeschlossen, daß die fortge- sttzie« Moskauer Anmaßungen die sranzösischen Arbeiter nicht zu einer entschiedenen Auflehnung treiben. Hätte man in Mos- kau gehört, mit welchem Ton Frosfard von der Moskauer Depesche Wrach und wie überhaupt viele Vertreter der äußersten Linken die Rechte der Partei und der Mitgliedschaften gewahrt wissen wollen, «tnowjew müßte heute schon zu«tner umfangreichen Säuberung der eben erst gesäuberten Partei schreiten. Genau besehen, dürft« er ia nur jenen den Einlaß durch die nach Moskau führenden Torr lut!**' ibh die Resolution Heine gestimmt haben. Dies« Reso- kau« � klar und bestimmt und vorbehaltlos für die Mos- »in und entsprach ganz und gar dem Antrag SÄÄ in Halle. Hierauf enOele« aber von rund 5000 vertreten� Stimm«, ganz, drei Dutzend. i. J!**«bstimmungsresultates über den An- 5« bi» Internationale. Als sie geendet. t v» L i�i« nächsten Strophen des Liedes auf. wo- rauf auchdi« Rechte sich erhob und gemeinsam mit der Mitte da, � l iang. Darauf wies Longuet auf das von der Bühne herabschauende geschmückte Bild von Jean Iaure-, und Mitte und Rechte brachten begeistert« Hochruf«„„s diesen Kämpfer von lleberkraft aus. den tue Kugel eines Schurken aus dieser Mitte gerissen hat. Roch einmal läßt einem die Erinnerung an dUs« Wahnsinnstat erzittern, dem. war, er noch hier, die- fer überragende Geist, könnte fein Mund noch reden, er hätte bald all die schrillen Dissonanzen aus diesem Saal gebannt und dl- Partei tagt« heute nicht in drei verschiedenen Gruppen. Diese Ueberzeugung hatt« jeder einzelne Teilnehmer des Kongresses. Bon der Rechten, der Mitte und der äußersten Linken. Diese Erkennt» nis erhöht nur die furchtbare Tragik, die nun für die fran- »ösisck)« Arbeiterbewegung anbricht und deren Rückschläge gar bald auch für das deutsche Proletariat fühlbar werden können. Manifest der französischen sozialistischen Partei In einem an die französische Arbeiterschaft gerichteten Manifest erklärt die französische sozialistische Partei, daß die Mehrhiit des Kongresses die Partei in eins kommunistische umwandeln wolle und daß stch damit die Link« außerhalb der Partei gestellt Hab«. Mit der Annahme der Moskauer Bedingungen fei der Kon- vre« ein tommullistischer geworden. Der sozialistische Kongresi. dl« Gegner dor Bedingungen dargestellt. „Wir sind die Sozialistische Partei", fährt das Manifest fort, „so wie sie 1905 durch Iaures, Guesde und V a i l l a n t vereinigt worden ist. Wir werden fortfahren, die Arbeiter zu organisieren, alle Arbeiter in einer Klassenpartei« welche zum Ziel hat die möglichst rasche Umwandelung der kapitalistischen Gesellschaft in eine lollektivisrische oder kommunistische. Wir sind es, die wir uns für eine internationale Zusammenfassung der Arbeiter einsetzen werden. Die sozialistische Partei war vor dem Kongreß, der sie umgewandelt bat, nach Bern gegangen, um dort die Konferenz von Wien vorzubereiten. Die soziali- sttsche Partei, welche ihr Bestehen fortsetzt, wird am 22. Februar! in Wien den gänzlichen Wiederaufbau der Arbeiter- j int er nationale unter Einschluß der schon in oer dritten In- ternativnale organisierten Arbeiter vorbereiten. Wir werden un-! ablässig an dieser Einheit arbeiten, ebenso wie wir bestrebt sein' werden, in naher Zeit die nationale Einheit durch Rücksüh-! rung der iommunistischen Dissidenten in den Schoß der Partei,' wieder auszurichten.> Genossen! Wir werden bald bei anderer Gelegenheit zu Euch sprechen, für heute möge es genügen, Euch zu bitten. Cure Pflicht zu tun, indem Ihr entweder bei der sozialistischen Partei verbleibt oder Euch ihr anschließt. Aber noch eine andere Ausgabe erwartet Euch. Ihr müßt dem Beispiel der Schisssleut« folgen, welch« in Ausübung eines Appells der Eewerkschaftsinternationale sich wei« fern, MunitiongeaenRuhlandzuverladenoderzu e fördern. Ihr mußt Euch ohne Zögern allen llnternehmun- gen der Bourgeoisie gegen die russischen Arbeiter widersetzen, Ihr müßt alles bereithalten zur Sicherung der russischen Revolution, Euch immer bereithalten, einem Appell Eurer Organisation zu folgen. Arbeiter Frankreichs! Einigt Euch in der sozialistischen Partei. Sektion der Arbeitcrinternationale. Durch Euren Willen, Euer Gewissen und Eure Anstrengungen werden stch die Arbeiter aller Länder aufs neue vereinigenl Die ständige Verwaltung der Partei. Die sozialistische Gruppe im Parlament." Vor dem italienischen Parteitag Ro«, 4. Dezember �'ötfer veröffentlichen einen Bericht der f o z i a l i st i s ch e n e l g ru p p e, der auf dem am 15. Januar in 2 i v o r n o stattfindenden nationalen Sozialistenkongreß von Baldesi er- stattet werden wird. Der Bericht unterzieht die politische Lag« -II"1.? iiraJs. einer Untersuchung und spricht sich gegen die Dil- krieg verwandeln, in den das Ausland fördernd ein- 8 t.».1.'» K würde. Schließlich würde«ine Militärdiktatur auf die Revolution folgen, unter diesen Umständen sei eine Re- volntion nach russischem Master in Italien technisch unmöglich. Das Schicksal der Volkskommissare Die Note Tschitscherins an Ungarn Die ungarische Regierung hat stch in einer Rote an Rußland über die Behandlung der Geiseln beschwert, die al» Bürgschaft für das Leben der Volkskommissare van der russischen Regierung festgesetzt worden sind. Tschitscherin hat jetzt der Horthy-Regierung folgende Antwort zugehen lassen: „Es steht Ihnen nicht an. die Menschlichkeit und die ZI- v i l i s a t i o n anzurufen. Die Geiseln, die wir in unseren Händen halten, bürgen uns für diejenigen, welche in Ihrer Macht sind. Die gegenwärtige ungarische Regierung, die di« Verl»- ter der Eowjetregierung mit Justizmord bedroht und die russischen Gefangenen, welche sich noch in Ungarn befinde«, ver- folgt, ist di« Urheberin der Wiedervergeltungs- maßregeln, di« man uns vorwirft. Es ist also unsere Pflicht, zugunsten derjenigen einzuschreiten, di« sich als unsere Verbündeten betrachten. Wir wünschen diesen Zustand mit größtmöglicher Schnelligkeit zu beenden und schlagen Ihnen in Erwiderung auf Ihr Ersuchen vor, Verhandlungen mit unserem diplomatischen Vertreter Litwinow tn Reval zu beginnen, welcher zu diesem Zweck mit ausgedehnten Vollmachten versehen wird. Wir bitten Sie, uns den Tag und den Namen Ihres Vertreters für die zu beginnend«« Verhandlungen mitzuteilen." Nach einer Meldung aus Ungarn soll die Negierung beschlossen haben, die Todesurteile gegen die Volkskommissare nicht voll- strecken zu lassen. Damit ist der Gerechtigkeit noch nicht gedient. Diese verlangt nicht nur die Aufhebung der Todesurteil«, jon- dern die Freilassung aller Volkskommissare. Aus Sowjetrußland Erweiterte Nationalisierimg der Industrie O.E. Helfingfor«, 4. Januar. Der Oberste Volkswirtschaftsrat hat eine Verordnung üb»« dt« Erweiterung der Nationalisierung erlassen, wonach sämtlich« In- dustrteunternehmungcn mit und ohne mechanischen Betrieb, deren Arbeiterzahl 5 bzw. 10 übersteigt, für nationalisiert erklärt werden. Bisher waren, wie der Vorsitzende des Obersten Volkswirtschafts- rate? Rykow noch im November feststellt«, über die Hälfte der mittleren und kleineren Industrieunterneh- mungen noch nicht nationalisiert. Rykow erklärt« das damals damit, daß di« lokalen Organe des Bolkswirtfchaftsrates der Uebernahme der gesamten Industrie nicht gewochsen seien, stellte aber durchgreifende Maßnahmen in Aussicht. Nunmehr wird auch da» Betriebsvermögen sämtlicher mittlerer und kleiner Unter- nehmungen Eigentum der Sowjetrepublik: die Leiter und Ange- Sellien werden wie Staatsbeamte entlohnt und haften für ie Betriebe bi, zu deren Uebernahme durch di« Staatsbehörden. In der Verwaltung ihrer früheren Besitzer können einzelne Be- trieb« nur mit Genehmigung de» Vorstands des Obersten VoUs- wirtichaftsrates belassen werden. Nun bringen die amtlichen Moskauer„Iswestija vom 15. Dezember». I.«in« Zuschrift einesJnaenieur». worin Beschwerde darüber geführt wird, daß ein« so durchgreifende Maßnahme ohne vorherige Er- örterung in der Presse ganz unerwartet getroffen worden sei. Er bezeichnet diese Maßnahme als verfrüht, da eine Er- Weiterung der Nationalisterung erst dann erfolgen sollte, wen« die Produktion in den bereits nationalisierten Betrieben gesteigert worden fei: ferner stellt er al« Folg« der Nationalisierung der mittleren und kleinen Betriebe ite sofortige. Absterben»nd den Fortsall Ihrer Produktion in Aussicht. Die spanische Reaktion Madrid, 4. Januar. Di« Kammer hielt gestern nachmittag eine vorbereitende Sitzung ab, die«inen stürmischen Verlauf nahm. Der frühere Mi- Nisterpräsident und jetzig« Oppositionsführer, Graf Romanone«, verurteilte die Auflosung und ersuchte den Minister des Innern um genaue Angabe der ministerielle» Deputierten. Der Minister bezeichnete das Vorgehen der Regierung als vollständig konstitu- tioncll und bemerkte, daß das Kabinett über eine für genügend erachtete Zahl der Deputtrrten verfüge. Für heute müsse er aber im übrigen jede politische Debatte ablehne». Di« Gegner der Regierung prmestierten heftig, und d« di»«miste- STbäiUubueicR ia becictbd �wimwiWMfcaia mnu* m *•• i»- Lärm, so daß die Kammer vertagt werden mußt».— Leb den Wahlen für den spanischen Senat sind 72 Datisten. 10 An«; Hänger Mauras, 10 Romanisten, 21 Demokraten und 16 Albistcn gewählt worden. Unsicherheit in Polen Ein englisches Komitee hatte-sich an die zur Genfer Völker-? hundkonferenz entsandte polnisch« Delegation mit einer Bor- stellung wegen der Judenverfolgungen in Polen gewandt, woraus die polnischen Delegierten Padcrewski und Ackenazy in längeren Ausführungen u. o. wie folgt antworte- ten:„Die Unsicherheit macht sich nicht bloß der jüdischen Bevölke- rung fühlbar, sondern sie hat wegen des Kriegszustandes und der unablässigen Invasion tn sehr bedeutendem Maße im ganzen Land« um sich gegriffen, so daß auch viele Christen infolgedessen gelitten und ihr Leben eingebüßt haben. Die wirtschaftlichen Verhältnisse In Polen rufen große Befürchtungen hervor. 40 v. H. der diesjährigen Ernte hat der vorrückende Feind vernichtet oder fortgenommen. Lebensmittel gibt es wenig, Hungersnot broht unsere« Städten." DieReicheitschealsAusklärungsmitte! Di« monarchistischen Offiziere befinden stch gegenwärtig in einer sehr gehobenen Stimmung. S e e ck t hat ihnen in der Reichs- wehr ein wahres Paradies eingerichtet, er Hai ihnen die geliebten Achselstück« wieder verliehen, um die sie einen zweijährigen Kampf führten, und auch sonst ist jeder republikanische Hauch aus der Wehrmacht verbannt. Kein Wunder, wenn sie jetzt toller austrumpfen als je zuvor. So wird jetzt tn der Zeitschrift des Rationolverbandes deutscher Offiziere«ine Rede des Generalmajors v. Waldersee veröffentlicht, w der es heißt: „National sein heißt energisch abrücken von denen, welche jene Echeidungslini« verschulden, von einem Scheide- ma nn, der am 0. 11. 18 die Republik proklamierte, obwohl er als Staatssekretär die alte Reichsverfassung beschworen, und der jetzt noch das Offizierkorps zu beschimpfen wagt, leider, ohne daß bisher die Striemen einer Reitpeitsche seine Wangen ziere«..." Wenn Scheidemann einmal das Pech widerfahren sollte, seine Wangen mit den Sttiemen einer Reitpeitsche geziert zu sehen. dann möge er an Noske ein Danktelegramm richten, der diesen Geist in der„republikanischen" Armee großgezüchtet hat und dabei ja übrigens auch die Zustimmung Scheidemanns und der gesamten rechtssozialistischen Partei fand. Erhöhung der Zigarettensteuer Da» Reichsfinanzministerium hat beschlossen, ab 1. April die Zigarettensteuer zu erhöben. Die am 1. April 1920 vorgenommene Herabsetzung der Steuersätze um 50 Prozent wird aufgehoben und die Ermäßigung aus 30 Prozent festgesetzt. Die Steuererhöhung wird zwischen 11 und 60 M. pro 1000 Stück betragen. Die billigen Konsumztgqretten werden durch die Besteuerung prozentual viel härter betroffen werden, al» die teueren Lnxnsziga- retten. Auch durch dies« Steuererhcbung zeigt di« Regierung Fehrenbach wieder ihn- vollendete Unfähigkeit. Der Staat braucht Geld. Statt e» dort zu nehmen, wo e« vorhanden ist. wird der Besitz geschont und die indirekte Steuerschraube immer schärfer angezogen. Bier anstatt Brot Mitglieder sämtlicher Parteien des Reichstages haben ein« klein« Anfrag« an die Regierung gerichtet, die stch damit beschästtat, daß Gerste zu Bollbier verwandt wird, während überall der Mangel an den aus Gerste zu gewinnenden Rah- runasmitteln bitter beklagt wird, und auch Malzextrakt für Kranke und stillend« Mütter und Malzkaffee nicht in genügender Menge und zu billigem Preise erhältlch ist. Die Unterzeichner fragen an, ob die Reichsregierung bereit ist, die der Brau- i n d» st r i e in Ausficht gestellte Gerste jolong« zurückhalten, bis die unmittelbare Bolkoernähruna durch Gerste so ausreichend ge- sichert ist, wie e« der Stand unierer Voltsgesundheit gebieterisch verlangt. Ruhe im Stadtparlament! Gestern waren auf Einladung des Stadtverordnetenvorpehers. Genossen Weyl, die Fraktionsvorstände sämtlicher Fraktionen de, roten Hause» zu einer Sitzung erschienen. Man beschäftigte sich in ausaiebigster Debatte mit den Tnmultszenen w der letzten Etadtverordnetenverfammluna. Der kommunistische Per- treter. Adolph Hoffmann. schlug besonders sanft« und versöhnliche Tön« an. Er bat von der KartenausaaÜ« Abstand zu nehmen. und betonte mit Nachdruck, er wolle sich dafür ein« setzen, daß fortab die Arbeitsfähigkeit der Versammlung nicht de- «inträchtigt würde. Beschlüsse wurden nicht gefaßt, zunächst sollen alle Fraktionen zu dieser Angelegenheit Stellung nehmen. Sodann traten die Fraktionsvorstände nochmals zusammen. >M" Ausschneiden!"MW O -e <3 I Q «j IS c N M"* u eo & .v c* X» | iO p- U) o p. p « <5> CJ 5S> L N Od n 00 *0 a 19 o o !-* & RejlbeMnöe.n7.»Helegenhettspojlen kommen in �ast allen Stellungen ganz enorm billig Zum Verkauf MlIIIIIIIIIIIIIIIII>ll!IIlIilI!IIIIIIIl!!lI>IIIlIIIIIIIIIIIIIIIIIlI!IIIIIIIII>>>III!IIIIIIIlI>IIIlIIIIWII>IlIIIIIIIIIIlIII!IIIIIIIIIllIIIIIllIlIIIII>lIIIIIlIIIIIIlIIIII>IilIIIIIlIIIlIWII>I>iIIIIIIiIIIIII ZcKvsrr vsum«ollbsn6 Rolls 3,80«st»'............................... J Pt Kinderstrumpfhalter 1 75 245 2" Damenstrumpfhalter T?» Ratcbsoband, BaumwolleT.........................«7 Spiralstrumpfhalter T.nm>.ri.. I75 weitere Seispiele unserer enorm billigen Angebote! Warmfe KSnderklelder verschiedene Stoffe und Forftien, 45 cm lang Weitere GrSesen je 2,00 mehr Farb.Schnür-y.Spansen- ß e Schuhe für Damen, in verschiedenen Formen Lack-Schnür-u.Spansen- �9 S Schuhe für Damen, verschiedene Ausführungen Leder-Hochschaftsiiefel für Damen, mit Lackbesatz, einzelne Weiten tyy Herren-LederstiefeS�4ß schwarz und Ochsblood...................... 00 00 00 Lochgummiband.............. I45 Kleine Garnlerknöpfe«c Karts(2 Dutzend)............................. W J Pf. Zelluloidknöpfe x», An Viorloch, farbig, klein Dutzend»'/, Dutzend Tr Armblätter waechbar............... Paar 2�' i Beionder« preiswart Mädchen Waschkleidei eleg., bestickter Voile, helle Farben, 65 cm lang Weitere Grössen je 7,00 mehr 77 00 Reste und Abschnitte unter anderem: Wollstoffe/ Seidenstoffe /Waschstoffe/ Spitzen/ Bänder/ Handtuchstoffe usw. zu sehr verteilhaften Preisen TW« lÄ ftopöpnp YMITUMMMifi.............. MHUiMMiMM Volksbühne 3 Uhr; Dorstrllung b. 3Unffischrn The»Irr«: Pabole n»b fiteb» 7 Uhr: MaleuvSMe Neues Bolkstheater Kl>penl<»rr Str.«8. n,»*: nftiol»glirtz45r Staatstheater. O prrnhsa» Die Gezeichneten Schnxsptrlhaaa ...... Michard m. f>i rcktion: Ottac Otrlttharbt. Deutsches Thester S UHr: Casar n. Klrspatra Kamuierspiele 7 Uhr: Di» Dpirlrr Der Hriratsa» Cr tst an allein fehl Schausuielhaus Karlstraße Den H,lrats»nt»ag tRnnlle« Zum 1. Male 7 Uhr: Flortan«eye» (Außer Abonnement) Theater t. d. Königgrätzer Str. Täglich: Salome fvrsba, eartsn, Liechtenstein, -', Fa erder, Dernburg) Uhr- prsba, Detdl, Komödienhaus Täglich- >f� U.:»l« Sache aelt llala mit«I»» Pallnnboni Iafefine Dorn a. 9., vrtru» Wagner, Pichs, Leonh. Hashel, Stirba, Kiper Berliner Theater Täglich 7 Uhr: Dl- spantsch, bSscktlas« mit Fritsi SNa mit Fvttzi �ansWaßmaui Immtj Sturm, �ansWaßmaun, IuliusBraudt» �turm, Rnnhi Olga Engl. läfiarq IIutBrand hold Pasch, Wiig-Thealn Direkt.: Victor Heute bis Montag 7>/, IL: Flamme (Dorseh�artmamt, Klein-Rogge PrSdly Deutsch. KüM.'Mlter Heute uub Lonnadend S ll.:«wbernarftell.: Ktstllfist SUladenbllch?'/, Uhr: Die mDaMSKtfe («az Adalbtrt, Trade Heatafbarg) Neues vperetteuws Sitekilon Jean Ären «ilabenblich?>/, Uhr: W'Siji m Sonntag 3-/,; Der Oberst ',.s Mio'Theater./� VllMlMeluerZtlm Stg. 3'/,U.- Ulu» st bete«h, >/,e pollae Qnprta»'/«S nm Oraititabutgct Tat 9 SNonate I» dato mit ffetb.® tflneek«*, «nb.HlubBlfl.»rargSr,_ NWM-iheuln Alexandertir.ZI Bkf. iannanltzb, fiSSK Gala-Sänger Triauos- Theater Hente nachm. 4U., klein« Prrts«! Strninelpee-r «bead, 7»,, Uhr- NummormusUc Lustspiel von Hrtur. Zlgenstein sCarl Cleawg, lagen B-rg. Olga Umdarg, Raa, Alkaraj Wdeuz. Theater Heute nachm. 4 Uhr Ät. Preise Ratstäppchen «benbe 7>,, Uhr: non Oecar Wilde (H!, Uhr- Nu mmm mann APOLLO «riebetchstr. 218 DösPuMMwird gefilmt allabendlich unter persönlicher «egie von Imo Ptoukert Mb weitere Attraktionen edrensfrai Punkt 7V« Uhr MüMZSlSMIu iDantr Siatnar Piro ho« ond nrnuotisha 3 Rteceis Hermann Riosirgm ■KnaU Älientche» Clara stchnrgaa Ca. 2 Reetmenns Carl aatmor Latte Merten Paul Coravtnl Leopalb Ditean Karren» Jahn Hamilton GrBall Residenz» Kasino «Inmenstraste 10 « f. d. Bltere lugend Nur Nundtänze Dienet.: Beatle-BerlosnnG Danaeretage- Prämiiernng chnlang« Uire 7-0 Da; Msahleste Programm SrsMl-Ze-SU'A M Im Wen Allabendlich unter persSnllcher Leitung von Derhard Dammann «uberbem weiten» Darbietimgen in HSchster«olleubung. Lachen ahn» Endel Vareerkaull Xn der Zaae» Ton 10— X A. Wertheim und luralideudank Sonnt Z>/, Uhr. halb« Freie« Leinen kragen verkleinert Dorn, Relchenhrrgtt Stt. 7. Dlumrnftr. l», Alno»Tiug. C-?» DDSIs-rbi. modern tanzend» Jugend D-enetag: Eru»i»Perlosun, Mittwoch: Walzer Dounereta,: Preietaug-u Anfang 7 Uhr ovnsmocßrslkt m Saeuneoste, beide and Emaille, kantl icden Posten Elektrobüro, Grüner Weg 100. Ansschneiden! S C itl o S S st Ol » Ä O S « e 40 8 S S 5- u v •SD S o Q o vS� O vQ o» & e 'S wo 5-» o» 'S PJ *-» CJ 9 cn tr o PO c o> JO c CJ c 'S & - »-»>• o j st KS CJ Oi sG W "e S i 8 L 'cj Ü- 'S dG LO Ö> G s s ttv M CJ jO G C CJ WO ö Si I CO « sG J3- Ä « » b d» K ti o p CJ 'S w> I ifiL I H N v «. 55 CB t 5 9 8 -S 5 I S® «> a 2t ? Q 8 8 Ü »8 <• v ** u» w f- «1 « s 8 8 ■S-S ä v*> Hj je 41 B K I Z lulenz jfceU beseitigen• Dr. Hotfbtotr'i ges. gesch. SnlfcttiingS'TflMeilcn Bollkommen unschädlich. und erlolgreithst«» Mittel\ ohne Einhalten einer I Diät. Keine Schilddrüse. Leicht bekömmlich I Broschüre auf Wunsch I Elefanten»«»»thebe «erltn SSV. 191 Leipziger Straf,» 14 sDönhoffpl.ll Berliner Theater Freitag» 7. Januar» 7 Ahr Zum 59,! Waler Die IlMlIAllWlIll Operette von Rudolph S chaazer und«ruft Welisch Muftk vo» Leo Fall rnit Fritzi Maffary Saus wawauu. Emwu Stum. Seiu- hold WS. Zunus Smudi. Wa Engel «eoeg Schnell, Hebmig von Laeöe. Panl«ehaapf, Wall,, chäeh, Wizzi Pettrr Gin Arzt schreibt über die Schrift»Oer ttelne Eamartter'(preis l�so Zfts.) nviese Zusammenstellung ist tatsächlich ausgezeichnet. Ich glaube. daß btese Nein« Schrift manches Gute bewirf«, wird. Ich kam, dieVerbreiwng derselben empfehlen." „Der kleine Samartte� ist ein unentbehrliches Taschenbuch für jedermann Gegen Sinsendung von il.50 M. zu beziehen von der Verlagsgenossenschast„Freiheit" � Abt. Buchhandlung Berlin 6, 2., Breite Str. 8-9 Auch durch alle Filialen der„Freiheit". Kranke Frauen erhalten nnentgiUlich Auakunst übre schnelle Befreiung von Blutarmut, Wrtsistuh, Schwäche. zuständen. Slöchporto erdeten. Fran Bertha«oopmanu Berlin US, Potedamer Str. 104 Harnröhrew,Blasen-, Geschlechiskranke Cepl mch rechtzeitig dehank.In. vom, ist Hellnua möallch B-rlongt Broschüre geg. W00M. dichtet oevchlossm oh« Beschwer den angeben. AerzN. Seilanstalt Vr.med.Vammanu venii« üZS Sttööamtr Straße 125». Sprechftund-».10« 2bM4.«onntaaz 10»u«. SnATial■ Apvf Dr. Skou» für alle Geichlechlo. Dir.; A. Loser sen. ÄÄÄ. Nur Rosenthal e rstr. 6 9-70 DER MIETERSCHUTZ ........... : Beste gemeinverständliche Darstellung des! j Mieterschutzes u. der Höchstmietenverordnung; J Von Dr. Paul Hartz und Rachtaanwalt Dr. KurtBoenhaim» j Unentbehrlich für jeden Mieterl\ • Preis 4 Mark;—: Preis 4 Mark: • e BUCHHANDLUNG„FREIHEIT": BERLIN CS sowie In allen„Prelheit". Spedllienen. SeiiWr MDarMet'SnM Bormallnngostelle Berlin. Tedesanzelg« Den Uoäegen zur Nachricht, daß unser Kolleg»,»er Drück« Fritz Jürgens Adaltertstr.«, am 1. d. Wto. gestorben Ist. Die Beerdigung stndrt am Donnrrotaa, den«. Ianoar, nachmittag, 1»/, Uhr. neu der Leichenhall« de» Luise« «iechhose», Hermanustruße, auo statt. Siege Btteistguug wird ermatttt. Rachruk De» Kollegen PI» Nachricht, daß folge ude Kollegen verstorben find: Der Arbeiter Gustsv Förster Vtnuaut Strafe 47 s,»» 24. v. Mts, Die Arbeiterin Emma Engelmann Zaammidrr Straß« s, am 23. v. Mm. Der Wrtallardrttrr Hermann Sekultz Cch erstruße 34, am 31. a. Ml». Ehe« ihre««ndenkenl _ ei« Ortooermaltnng. mm der BrMerei- md Mhleuardeitn Zahlstelle Berlin »Den Mitgliedern und Kollege« geben wir von der \ traurigen Tatsache Kenntnis, dast der stellvertretende Kassierer unserer Zahlstelle, der Kollege Mbx Großfuß am 1. b. Mio. noch langer, schwer»? Krankheit tm Alter oo» 42 Jahren gestorben ist. Ehr» seinem Andenken l Mit dem Verstorbenen ist ein prächtiger Mensch, ein lieber Kollege und ein treuer Mitarbeiter dahingegangen. Alle, hie den B erstorbenen kannten, werden seinen srllhe» Tod ties bedauern. Sri»«udrnkru wird an» fttt, in ehrender Erinnern», bleiben. Die Beerdigung findet am Donnerotag, de» 3. d. Ml»., nachm. l>/, Uhr, aus dem städtlscheu Friedhof in Buch statt. Um zahlreich: Beteiligung wird ersucht. Di- Octanermattras. qftnt&äße Keumpsubrrgrschmitre, auch orralt ettschmrrzh.Wunden. Eni. »Lndung m. unettrgl.Juchen heilt ohne Nachteil lt. bieleu«rsoig». berichten die milde». mahltnende .,0rttnba-«. Harn usw.| lliöStr.M-57,9Ä! Spr. 10-1,5-8, Sonnt. 10-1, Teilzahl. Sep.Damenzim. I stlnas s eh Befreiung sofort. Atter und Geschlecht an- geben. Auok. umsonst. San-Inst. 6g. Engl brecht MQnohen B 72, Ktpuzinentr. 9 B PliesMieil:: MM kauft Orofimann, Johannlsstr. 4. Zugang». b. Frirbrichst. sNr.lOS) Rvttll lOSZI Spezlal-Arzt neeo. Schwache, Suphili». Kuren, ZZlutuiitersuchunge», w«». chrun-Hurnleib. u.'Uuofliisse, Licht. u.Finsr««rhbls. Än�Ä Uin. 0. Lösen,«ünzstr.9 uahr Alerunheepluh. S-l. 4-8. Sonntag, Dame, separat Phorosan-HeiHnstitut für Haut- und Gesch/ecfttskranke .. Oroßbevrenrtr. 67 BfncMtmis IIS,«tchr DimHot. Somwu» JS-M etmcrrktt-Bihmulhmf nnek dtm ntmm idmurwi—m Aenw*- far/tOrm. BypMhtkmr. Bk-my muvucUflM*. Bfm.-fjO. Uikmf. tm. fimmtr. CurdaMr nak»«rM(Mru.vw iüan*** —<*•» itlftotdcm'. M, fnf. JF§h»'*rt'� \ Nr. 5 Beilage zur„Freiheit" Mittwoch, 5. Januar 1921 l Aus der Wirtschaft Lockerung der Außenhandelsregelung vom Reichsmwisterium für Trnährun,, und Landwirtschaft ist kürzlich mitgeteilt worden, daß im Einverständnis mit dem Reichsfinanzministerium der Kaffee-Einfuhrverein in Hamburg angewiesen wurde. Anträge auf Einfuhr von Kaffee ohne Bindung an ein bestimmtes Kontingent zu be- willigen: Zur Einfuhr soll iedoch nur gewöhnlich« Konsumware zugelassen werden. Es soll damit eine wesentliche Besserung der Versorgung und angeblich auch eine Senkung der Preise erzielt werden. Bisher ist nämlich der größte Teil des inländischen, Kafteekonsums durch Schmuggelware bestritten worden: der Fiskus erlitt dadurch eine gewaltige Zolleinbuß«, die Ler- braucher mußten das Schmuggelristko mitbezahlen und die Ba- luta wurde nicht weniger geschadigt als durch die legale Einfuhr. Der Beschluß der Reichsregierung ist daher nur das Eingeständnis ihrer Unfähigkeit, des Schmuggels Herr zu werden. Andererseits wurde von der Regierung die Freigabe der Zwnentausfuhr nach Deckung des Inlandsbedarfs bewilligt. veranlaßt sei diese Verfügung durch de» großen Bedarf an Zement in Frankreich und England und die lieber- fü ll» n g der Lager in Deutschland: zur Ver- sorgung Deutschlands würden ständig 280 MI Tonnen— das sei der Bedarf für sechs Monate auf Lager gehalten. Die Mehrerlöse aus der Ausfuhr sollen zur Ver- dilligung des Inlandbedarfs verwendet werdem- Es ist das alte Lied: die..Läger" find uberfüllt und der„Bedarf ist gering. Dabei find alle deutschen Städte von der schwersten Wohnungsnot heimgesucht: aber der Bedarf der Zehn- tausend« von Wohnunasuchenden kommt für die Zementtndu- ftriellen nicht in Betracht, weil er nicht zahlungskräftig ist. Die Regierung aber leiht ihre Unterstützung dazu, daß der Zement ins Ausland wandert: wer will aber auch von ihr verlangen, daß (e da« einzige Mittel zur Behebung der Wohnungsnot anwendet: ie Sozialisierung der Bauindustrie! Herabsetzung der französischen Kohlenpreise Durch neue Verfügung des ftanzöfischen Ministerium» der öffentlichen Arbeiten werden die Zuschläge für die Kohlen aus ftanzöfischen Gruben bedeutend herabgesetzt. Für die Kohlen aus dem Pas de Calais z. B., die im Juli mit einem Zuschlag bis zu 160 Prozent »nd jetzt mit 80 Prozent betroffen werden, wird dieser nunmehr auf 30 Prozent des Transportes herabgesetzt, d. h. Kohle, die zu 80 Franken die Tonne gewettet ist, wird auf der Grubenhalde zu 104 Franken verkauft, gegenüber 204 Franken, als der Zuschlag sich auf 160 Prozent betief. Die neuavgebauten Zuschläge sollen in dieser Höhe bis 1. April bleiben. Ferner steht die Verordnung eine neue Herabminderung der Rifikoprämie der Importeure eng- lischer und amettkanischer Kohle auf 30 Prozent des Kursverlustes vor: ab 1. Februar sollen diese Prämien grundsätzlich aufgehoben werden. Außerdem wird der Verkaufspreis der deutschen Kohlen von 180 auf 1S0 Franken je Tonne herabgesetzt. Schließlich wird der Preis für eingeführte Hausbrandkohle, ab Waggo« Einfuhr- Hafen, auf 1S0 Franken vermindert. Die ZWfis der elsässischen Textilindustrie Die oberelsäsfisch« Tertilindüstrie macht auaenblicklich ernst« Zeiten durch. Viele Fabriken arbeiten unter sehr großen Ver- lüften. Diejenigen Firmen, die seinerzeit viel Rohstoffe ein- kauften und ihr« Lager füllten, konnten nicht mehr frühzeitig genug Fertigware herstellen und sehen sich nun, von der Baisse 'errascht, genötigt, billiger zu verkaufen, als fie«Ingekaust haben, vor mehreren Monaten eingereichten Lohnforderungen der Textil- arbeiter find natürlich illusorisch geworden. Der elsässksche Kalibergbau technischen Generaldirektors der sequestrierten Kaligruben. Herrn de Retz, wird die Menge, welch« ?kL��"?-°�'��.-�°�bergwerk« des Mülhauser Beckens in fern?nne«. auf täglich 40000 Tonnen Kalffalz« � vorausgesetzt, daß die Anwerbung der Arbeiterschaft �twtcklung der Anlagen zu folgen vermag. Diese Boraus- fciT?« o0".*!1°�?�obhangt gelte auch für die neuen Stellen. „ r'm Lauft des nächsten Frühjahrs in der Gegend von Colmar ».«Pettstädt gebohtt werden. Alles deute darauf hin. daß der nehm«! n»!! ln �nigen Jahren einen unerwarteten Aufschwung Maß bilden tCW industriellen Lebens im Ismer »«n«»""«>" 311.. eoh. Augenblicke ab, da er den Fritzen gesehen hatte. wesentN�»? wesentlich, und wäre es auch das un- 3w m fvlbstverstandlichste Vorkommnis gewesen. hatte r-i»« Vordermann, der Hintermann, alles am �deutuna. ja Vorbedeutung, wie die Wolken mit dlm 4 JJ ci® �teine Öm Wege. Bei jedem Schritte, ihm Schützengraben nähert«, schien sich Die � erfüllen, ein Verhängnis niederzukommen. mal-.?��'-?� �n schon befallen hatte, als°-r sich da- überkam-�telllgung an dem Aufllärungsgange meldete, sprächet ihn wieder, aber mit viel bestimmterem, ausge- � WS sT. s.r°5t" Ismet kam gleich in die vorderste Linie l�-n�ilend« Granatf'euer ließ auf ÖrSte�i�SwtdJ« 611 begann, die feindlichen daß die Mannschaft, auch wenn ste noch ie?e!!dia i� �-inen Är wi� �Ä�ist-n kann Die Besatzung, die schon nicht Z Jth � S3 k?ber der Fall aewesen war. sich vom Aus- nmrfch her kannte, beroch einander. Man schätzte im stillen ab wer den stärksten Widerstand leisten konnte� D?e Kraft a®,9"Nzelnen bildete«we Anziehung die man sonst nicht Kw?Zer der größte Raufbold schien, den man im Frieden am sorgsamsten gemieden hatte, an den drängte man R��ran um seiner Mitarbeit sicher zu sein, wenn Rot an ancmn tarne. Das Schießen stieg an wie ein heulender Orkan. ,„s?�mals hätte ein Mensch für möglich gehalten, daß eine solche Holle los fern konnte. Die Stimme der großen Gra- Noten, deren Gewalt etwas Borsintflutliches hatte»nd die herankam, als ob hunderttausend Mann auf einmal ihren schrei auf emen Punkt gesammelt hatten und in die Luft warfen, war unterbrochen und zersplittett von dem Ge- ttcher der kleineren Kaliber, die nicht zerstören, sondern nur toten wollten. Das Krachen der platzenden Geschosse, ........... ........................ i............... 1. Groß-Berlin LiSSS Bezirksverband Berlin-Brandenburg Die geplante Zenttalvorstandssitzung am Donnerstag, im Rat- haus, fallt umständehalber aus. Die Geschäftsleitung. Friedrichstadt-Klinik und die Lungenkranken Das Nachrichtenamt des Magisttats Berlin stellt gegenüber un- zutreffenden Nachrichten über die Schließung der Friedrichstadt- Klinik für Lungenkranke(Dr. Artur Meyer) fest, daß diese Friedrichstadt-Klinik bekanntlich keineswegs das einzige Tuberkulosenkrankenhaus Berlins darstellt: melmehr find genügend öffentliche Heilanstalten der Stadt, des Staates und städtische Heimstätten vorhanden, die Lungenkranke aller Stadien ärztlich und pflegerisch zu Tausenden versorgen. Die Uebernahme der Friedrichstadt-Klinik in städtisch« Verwaltung kann schon um deswillen nicht in Frage kommen, weil ihre Lag« im Innern der Stadt ste selbstverständlich für eine öffentliche Lungenheilstätte gänzlich ungeeignet erscheinen läßt. Die Schließung der Lungenheilstätte bedeutet auch nicht, daß die In- safien, soweit fie Berliner Bürger sind, in keinem anderen Kranken- Haus oder in keiner Heilstätte Unterkunft finden. Es ist ganz selbstverständlich, daß lungenkranke Berliner die eine solche Krankenhaus- oder Heilstätten- v ng anstreben, diese auch unter allen -ll m st a nden erhalten, so daß für die Berliner Bevölkerung wenigstens die Schließung der Friedrichstadt-Klinik in keiner Weif« eine Minderung ärztlicher und pslegerifcher Möglichkeit darstellt. uvrigen ist einer Abordnung von Kranken aus jener Klinik � eröffnet worden, daß sie fofott Aufnahme in einer stadtischen Anstalt finden können. «??»* Groß-Berlin gibt bekannt: In allen �V.vvftstellen ftgend welcher Art, in welchen im Kleinhandel Fleisch. Fleischwaren, Wurst, Fische, Räucherwaren, Käse, Butter, Inn!vv>ie sonstige Fettwaren, frisches Gemüse, Ä. �Ilenftuthte, fttichcg Obst. Südfrüchte, Reis. Salz, Gewürz. 5�' �akao, Schokolad«, Süßigkeiten, Pralinen, Teigwaren, Grütze, Flocken, Grieß, Graupen, Kolonialwaren aller Art. Back- waren aller Art, Drogen, Carbid, Kohlen und Koks verkauft wer- oen, find die zum Abwiegen der Waren dienenden Wagen voll- kommen fter und übersichtlich filr den Käufer aufzustellen und vurfen von anderen Gegenständen weder ganz noch teilweise ver- deckt werden. Zuwiderhandlungen werden, sofern nicht«ine schwerere Straf« verwirkt ist, mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Gell»- sttafe b,s zu 1500 M. bestraft. Auch kann gemäß der Bekannt- machung zur Fernhaltung unzuverläsfiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 von der zuständigen Stell« der Handel mit Gegenstanden des täglichen Bedarfes wegen Unzuoerlälsigkeit untersagt werden. Sin« furchtbar« Tragödie spielte fich im Haus« Anzengruber- straße 13 m Neukölln ab. Hier schoß der 37 jährige Kaufmann Jo- Hannes HLbner feine Ehefrau Johanna mit einem Trommel- revolver nieder und jagte fich dann selbst eine Kugel in den Kopf. HLbner war sofott tot. während man die Ehefrau, die im Neuköllner Krankenhaus« Aufnahme fand, am Leben zu erhalten hofft. Schlechte wirtschaftliche Verhältnisse hatten de« Man« zu der Tat gettieben. Einen Einbreche, nieder geschofien hat gestern ei» Beamter der Schutzpolizei. Dieser überraschte den 23 jahriaen Ettch B. aus der Dresdener Straß« bei einem Einbruch im Hause Friedrichsfelder Straße 15 und feuerte, als dieser aus wiederholten Anruf nicht stand, einen Schuß ab, der de» B. am rechten Oberschenkel ver- letzte. Der Verletzt« mußte nach dem Urban-Krankenhause geschafft werden. Ausgeklitt ist jetzt endlich die schwere Bluttat i» der Alexan- drinenstraße. Dort wurde der Hauspsörtner Schulz überfallen und durch Messerstich« sehr schwer verletzt, gl» er auf ein ver- dächtiges Geräusch hin im Keller nach seinem Kaninchenkall sehen wollte. Einer der Täter hatte bei dem lleberfall aus dem Hofe seine Mütze zurückgelassen. Die Kriminalpolizei ermittelte jetzt, daß die Mütze einem 23 Jahre alten Handelsmann Max Halle aus der Rcichenberger Straße 150 gehörte. Halle erschien unmittelbar nach der Tat in der Schankwirtschaft von Möbius in der Naunynstraße ohne Kopfbedeckung und besorgte fich später einen Hut. Es wurde weiter festgestellt, daß Halle und ein Sohn des Schankwitts Möbius, der 21 Jahre alte Schneider Paul Möbius aus dsr Adalbettstraße 05, über die Bluttat bereit» ge- sprachen hatten, als ste noch nicht öffentlich bekannt war. Die Frau des Halle und die Braut des Möbws leugneten bisher hartnäckig, daß die gefundene Mütze die des Halle sei. Jetzt end- lich gaben sie das zu. Bei ihren Aeuherungen über die Bluttat hatten die beiden Burschen auch erwähnt, daß Kinder geschrien hätten. Sie selbst hätten über eine Mauer flüchten müssen. Halle habe dabei die Mütze eingebüßt. Alles das trifft zu. Die beiden erzählten weiter, daß sie fich, um den Verdacht abzulenken, unter die Verfolger gemischt und mit ihnen um Hilfe gerufen hätten. Möbius wurde festgenommen, während Halle wegen Schweine» diebstähle bereits in Untersuchungshaft sitzt. Wer über die beide« und die Mütze noch weitere Mitteilung machen kann, wird er- sucht, sich bei den Kriminalkommissaren Eennat und Trettin im Zimmer'103 des Berliner Polizeipräsidiums zu melden. Raubübersall an der Psaueninsel. Gestern, gegen 4 Uhr nach, mittags, wurde der 17jährige Kutscher Paul Saak aus Bornim bei Potsdam in derNähe derPfaueninsel von einem unbekanntenManne, den er in Potsdam auf seinem Wagen mitgenommen hatte, plötz- lich überfallen und mit einem Schlagring so lange bearbeitet, bi« er das Bewußtsein verlor. Dann wickelte der Rauber den junge» Mann in eine Decke und schleppte ihn in den nahen Wald, wo er ihn hilflos liegen ließ. Ein Charlottenburger Bürger, der sich auf einem Ausflug befand, fand den schwerverletzten Saat auf und brachte ihn nach Moorlake, wo er von dem Gastwirt Friedrich Naumann verbunden und auf seinem Wagen nach dem Krankenhause in Potsdam geschafft wurde. Der Bandit ist mit dem Wagen da- vongefahren. Er gehört dem Besitzer Karl Michael Marquardt i« Potsdam und war mit Betten beladen, die mit einem grünen Zell» tuch bedeckt waren. Bespannt war der Wagen mit einem 11 jährt- gen dunkelbraunen Wallach. Der Täter konnte bisher nicht er- griffen werden. Märkische Spiel-Bereinigung, Bezirk Groß-Berlin. Spiel» rcsultate vom 2. Januar ISN: Neukölln 1.— Adl-rshos l. i: 0; n-wawe- 1.—«biet 1.«;«; Ficht» ©tbbr. 1.— Stralau 1. 6:2; Eiche 1.— Siiiftia Vorwärts 1. 0: 1: Frilch Frek 1. — Germania 1. 6:2; Neukölln 2.— Ubiershof 2. 4:2; Fichte Elbbr. 2.— Stralau 2. 1:1; Hertha 3.— Pankow 08 3. 2: 0; Merkur Blbg. 1.— Falke t, 1:8: Mahlsbors 1.-«aulsbors 1. 4:1; F. 9. 1.— Nosenthal 1. 10:0; Weinensee 1.— Spandau 1. 7:0; Pankow 08 1.—«biet Sin. 1. 8:8; F. Moabit 1.— Arminia 1. 2:2; Treptow-Siid 1.— Eintracht 15 1. 8:•; Wacker Bln. 1.— Eoncorbi, 1. 9: 0; 3 12 1.— Eberswalbe 1. 1:4; T». Pankow 1.— Hansa 1. 5: 9: Weihensee 2.— Epanba» 2. S: 2; Pankow 08 2. — Abiet«ln. 2. 2: 0; Wacker Sin. 2.— Eoncorbla 2. 12: 0; Oranienbnrn 3.— wacker 8. 0:9; In. Pankow 2.— N-rb 1. 1: 0: F. Moabit 1, Zgb.— Armtnt» 1. Jod. 2: 6: jj. 9 1. Zgd.- Weibmannoluft 1. 3flb. 8: 2; J. Moabit 2. Iab.— Arminia 2. jjÄ. 2: 0; Pk. 08 1. Schüler.- Minerva 1. Schüler. 1; 0; Moabit 1. Schüler— Pankow In. 1. Schüler. 2: 2; Pankow 08 8. Schüler— Pankow I». 8. Schüler. 0:8; Nüsiia Vorwärts 1. Schüler.- Nk. Slip. 1. Schüler. 6:1. Der Zirkus Earafani hat in fein Januarprogramm eine Reih« bemerkenswerter neuer Nummern aufgenommen. Allen voran sieht die zirzensische Kunst und die Freiheitsdrefinr, Leistungen, die erstklassig genannt weroen müssen. Aber nicht nur Pferde wer- den dressiert vorgeführt, sondern ein großes exotisches Potpourri zeigt uns, an welchen Obftkten die Tierdresiur erprobt'wird, selbst ein Nilpferd ckuhte sich dem Diktum des Dresseurs beugen. Sehr angestaunt wird Herr Morien, dem„nachgerühmt" wird, zwei Magen oder einen Wolfsrachenzn befitzen. Bor den Augen des Publikums läßt er in seinen Magen verschwinden Uhren, einen lebenden Vogel, einen Goldfisch, eine lebend« Maus, um alle« wieder unversehrt und unverzehrt herauszubringen. Angst und bange wird dem Publikum ob der Tollkühnheit Gadbws, der von der Höhe des Zirkus seinen Kopffprung in die Manege wagt,-- so lang« bis ihn das Schicksal seines Vorgängers erreicht. Verbandes, Breite Str. 8-8, Portal 1, 1 iTreppe, abzugeben. Di« Beamten-Werbe» Zentrale der ll.S. P. D. im Bzzirks» verbände Berlin-Brandenburg, die alle auf unserem'Tode« stehenden Beamten, Arbeiter und Angestellten der Reichs-, Staats- und Kommunalverwaltungen erfaßt, ist wetttäglich von 3 bis 5 Uhr nachmittags. Brett« Stt. 3-0, Portal 5, 1 Treppe, geöffnet. Di« Zuschüttungen an der A. E. G.-Schnelltah« haben fich in der Dresdener Sttaße au» vettehrstechmschen Gründen not- wendig gemacht. Hier war die Baugrube noch nicht vollständig ausgehoben und als der Weiterbau der Schnellbahn stockte, bilde» ten die Straßenabzäunungen ein unnützes Lerkehrshindernis. Deshalb hat der Polizeipräsident veranlaßt, daß die offenen Ba»- gruben zugeschüttet wurden und so der Verkehr ozieder frei« Dahn hat. Verwattnngsbezitt I, BerNn-Mitt«. Donnerstag, den 6. Januar 1821, nachmittags 5 Uhr, findet in der Arbeiter-Bildunasschul«, Breite Str. 8/8, Pottal 6. eine Sitzung der Stadt- und Bezirks- verordneten, sowie der zum 1. Verwaltungsbezirk gehörenden Parteifunktionäre statt. Tagesordnung: Aufstellung der Kandi- dem«fti Auffahre« von Erde folgte, wie wenn unten ein Krater aufgerissen wäre, wurde häufiger, tiefer, verstärkter, einheitlicher. E» hätte sich an wie em Taktschlag, auf den hin der Boden wanken sollt«. Schon wurden da und dott Leute verschüttet. Man grub fie aus, so gut man konnte. Roch ward kein Angriff gemacht, und schon fehlten Käme- raden. Jsmer wurde bange, wieviel Mut er sich auch ju- redete. Heute passierte ihm sicher etwas. Rtm hich es. bald werden die Franzosen die Gräben ver- lassen.„Achtung!" Mannschaften hielten krampfhast ihren Blick über den Lauf der Maschinengewehre in die Ferne gerichttt. „Kommen die Kerls denn noch nicht?" Die nervöse Spannung der Vetteidiger war zum äußersten gestiegen. Da klettetten die Franzosen über die Grabenböschung und rannten in dichten Mafien vor. .�Herankommen lassen! Achtung! Reihenfeuerl" Und plötzlich das Kommando:„Los!" Das„Tack-Tack-Tack" der Maschinengewehre begann, und man sah die ersten Franzosen wanken, fallen, liegen bleiben. Aber es kam keine Schwankung in die Reihen. Vielmehr verdichteten ste fich und schienen fich zu versteifen. Roch Siatte der Feind nicht bi« an den Graben herankommen önnen, aber es war kein Zweifel, daß er eindrang, wie schwere Menschenmassen auch von den Maschinengewehren hingemäht wurden. Es kam zum Nahkampfe. Schon sprangen die ersten Franzosen hinein. Sie wurden hinausgeworfen, aber es folgten ihnen andere, fast alles kleine Menschen, von lebhafter Beweglich- keit, flink wie die Affen. Sie stießen fest zu, stärker, als man es ihnen zugetraut hätte. Das Morden begann und wurde furchtbar. Jsmer hielt fich wacker. Schon hatte er drei Man» erledigt. Vor dem Graben fiel jetzt das deutsche Sperrfeuer nieder, das die Franzosen am Nachschieben neuer Truppen hindern sollte. Aber sie fragten nicht nach dem Sperrfeuer, sondern kamen immer wieder mit einer Hartnäckigkeit, die die Deut- schen in Erstaunen setzte. Man schlug stch wie toll. Bald nahten aus den hinteren Gräben der Deutschen Berstärkun- gen und stürzten sich auf die Franzosen. Hier fiel ein Fran- zose. Dort ein Deutscher. Man schrie, man heulte vor Wut und vor Schmerz. Schließlich wurden die Franzosen wieder hinausgeworfen. Sie liefen fott, die Deutschen Hintennach, das Bajonett gefällt, vom Schicksale gettieben, blind, mrt Aufgabe ihrer selbst, in heißem Begehren zu toten, fast sicher selbst getötet zu werden, gleich sorglos um das eigene Leben, wie um das Leben anderer. Die Franzosen wurde furchtbar bedrängt, der deutsche Würgengel fiel über fie her. Jsmer immer tapfer drauf tos. Da bricht das französische Sperrfeuer an. Ts fällt dichter und dichter. Die Deutschen laufen auseinander und denke« nicht daran, daß es an der Stelle fallen wird, an die fie sich zusammenzudrängen gezwungen find. Sie können jetzt nicht zurück. Plötzlich steht Jsmer Leute einer ihm ftemden deutschen Formation. Einer von ihnen stürzt hin. Jsmer will ihm elfen. In diesem Augenblicke platzt nicht weit davon eine Granate. Jsmer fühlt es, wie ein Schlag am Arm und an der linken Hüfte. Er ist getroffen und sinkt zusammen. Die Sinne verlassen ihn. Als Jsmer erwachte, war es tief in der Nacht. Di« Sterne standen- hell in der Luft, deren Ruhe von Schein- werfern zerrissen wurde. Jsmer sah um sich und bemerkte, daß er auf einem Leichenfelde war. Um ihfl herum in wilder Unordnung, neben- und aufeinander Verwundete und Tote, Deutsche und Franzosen. Durch die totenstille geht dann und wann ein leises Aechzen, das von dem Heulen der großen Geschofle zu Falle gebracht wird. Jsmer prüft fich, ob er lebt. Er versucht, die linke Hand zu bewegen. Es geht. Jetzt die rechte. Sie gehorcht nicht und hangt her» unter. Die linke tastet den Körper ab. Wo fie hinkommt, gleitet sie über eine klebttge Masse: Blut. Ein heißer. beißender Schmerz steigt von unten links her durch die Brust in den Kopf, der sich vor Aligst zu schütteln beginnt. Jsmer wird ganz wach von der Bewegung. Er steht, wie es mit ihm ist. Er fühlt, es geht zu Ende. Das Aechzen um ihn her wird bald leiser, bald stärker. An manchen Stellen erstirbt es. Der Tod bricht es ab. Die Feinde und die Kameraden sterben. Von einer Stelle her dringt es besonders stark und be» ängstigend. Ein Deutscher wimmert Oh und Ach, und selbst bis zu einem„Hilfe" bringt er es noch. Dann schrett ett «Wasser! Wasser!" (FMetzung folgt.) boten für das Bezirksamt. Set t Venoakwngsbezirk setzt stch aus folgenden Stadtbezirken zusammen: 1. Distrikt(1 bis 20. 23, 24). Distrikt S(120 bis 144). Distrikt K(14S bis 148, 152, 182, 136 bis 138. 233 bis 201). Distrikt 10(202 bis 210, 223 bis 224, 226 bis 236). Distrikt II(Sil bis 217. 255 bis 258, 267 bis 272, 278 bis istrikt 16(1 282). Dist (273 bis 275). eiBtnid. Bei_ber Weihnacht»se!er am 2S. ist il« Möst« tauscht w»il>eu.''"—-— abäufletfn bei Ben. Schäfet, Glien! Sil lei Sti. 25. Die Niederlage der Moskauer In der Jcrfammlung der Holzarbeiter mit der Tagesorb- nung„Moskau oder Amsterdam 2", über die wir in unserer gestrigen Abendausgabe berichteten, wurde folgende Resolution angenommen: Die am S. Januar 1S21 in den Äammersälen versammelten ge- samten Funktionäre des Deutschen Holzarbeiterverbandes(Ber- waltung Berlin) kommen zu folgendem Beschlust: Der Kampf um dir llebernahmr der Produktion bedingt die Seschlossenheit der gewerkschaftlichen Bewe- g« n g. Der immer srster« Znsammenschlust des Unternehmertums in schlagfertige» Verbänden zur Erhaltung des Privateigentums, verpflichtet auch die Arbeiterschaft andererseits, alle Kräfte schär- fer anzuspannen. In klarer Erkenntnis aller Schwieriglrtten, welche noch bis znr Erreichung dieses Ziels zu überwinden sind, erblicke» die Versammelten in der Zusammenfassung der Organi- sationsleitung eine Macht von wetttragender Bedeutung. Darum können auch die Moskauer„Leitsätze über die H t« e rkschaftsbemegung-.wiest« vom 2. kommunistische» internationale» Kongreß gegeben sind, indendeutschenOr- ganisationen nur zerstörend wirken. Die Unter- stützung des syndikalistischen Element- und deren Ausnahme in das Exekutivkomitee beschleunigen den Zersetzungoprozest: deshalb lehnt die Versammlung es ab, fich mit Syndikalisten, Unionisten und B. O. international znsammenzuschliehrn, da biese Elemente bei alle« gewerkschaftlichen Aktionen uns hindernd in den Weg treten. Die Berfammlong erblickt indrnLoudouer Beschlüssen «ine fortschreitende Tendenz im Sinne der Re- volntionierung der Massen. Sie gelobt, alles daran zu setzen, um die Amsterdanier Internationale aus diese« Wege vor« «iirtszutteiben und das Werk der vergesellschaftlichnng der Pro- duttionsmittel durchzuführen. Um dir Schlagkraft der Organisation nicht durch widerstrebende Richtungen in de» engeren Berwattung zu lähmen, deschlicstt die Versammlung,«ine Urnbstimmung»ber Amsterdam »der Moskau, die verbunden wird mit der Ren- wähl der engere« Verwaltung. Die„Rote Fahne", die sonst über jede Betriebsoersammlung mit einem Dutzend Teilnehmern graste Siegesberichte veröffentlicht. wenn die Entscheidung zugunstenderKommunisten aussällt, hat bisher keine Silbe über die Versammlung berichtet. Vertagte Tarfiverhandlungeu im Berliner Rathaus Hebet die von den Arbeitnehmerverbänden. Verband der Gemeinde- und Staatsarböiter, Transportarbeiter-Verband, Verband der Maschinisten und Heizer, Metallarbeiter-Verband. Verband der Gärtner und Cärtnererarbeiter und Zenttalverband der An- gestellten am 25. 11. 1320 eingereichten Anttäge zum 6. Lohntanf sollte am Dienstag, den 4. 1. 1321»erhandelt werde«. Bei Ein- reichuna der Anträge war von den Arbeiwehmer-Organisationen besonders betont worden, dast diese tariflichen Vereinbarungen nur für freigewerkschaftlich organisterte Arbeitnehmer Gelwna haben sollten und daß demzufolge auch nur die anttagstellenden Organ l- sgtionen verhandlungsberechtiat sein dürften. Die Tarist>eputation des Magisttats trug diesem Wunsche Rechnung, indem fie m einer ~' anbiungen darauf hinwies, dast die dem au) die beiden vorgenannten Oraanisationsrichtungen nicht zu. Gestützt auf die Beschlüsse der Tarif-Deputation, erklarten die Ver- treter des Magistrats, dast fie die Verhandlungen nur mit den. dem Lohnkartell angeschlossenen Arbeitnehmerverbänden zu führen bereit seien und forderte der Vorfitzende Stadtrat Koblenzer die nicht geladenen Organisationen auf, den Saal zu verlassen. Die Vertreter sowohl des Kopf- und Handarbeiter-Verdandes wie des Deutschnatromtlen Verbandes erklärten, dieser Aufforderung nicht Folge leisten zu wollen, fie würden nur der Gewalt weichen. Da weder die Vertreter der Arbeitgeber noch die Vertreter der Ar- beitnehmer den ungebetenen Gästen gegenüber Gewalt anwenden wollten, blieb weiter nichts übrig, als die Sitzung aufzuheben. Verbände zwecks Einräumung der Teilnahmebefugnis und der An- zahl der Vertreter zu wenden hätten. Der Magisttat legte also die endgültige Entscheidung über die Teilnahme anderer Orgamsa- tionen an den Verhandlungen in die Hände der anttagstellenden Verbände. Anttäge anderer Organisationen, an den Verhandlun- gen beteiligt zu sein, find an die Verbände nicht gerichtet worden. Die Tariflommission war darum sehr erstaunt, als fich zu den Ver- ndlungen der Verband der Kopf- und Handarbeiter und weiter- .,in der Gewerkschoftsbund der Angestellten einfand. Die Vertreter des Lohnkartells erklärten, daß fie nicht bereit feien, gemeinsam mit diesen beiden Organisationen zu verhandeln, einesteils des- ~ lsati wegen, SS weil diese Organ, satwnen nicht dem Lohnkartell ange- Die Entlassungen bei der„Technischen Nothilse". Vor kurzem berichteten wir. daß der Vorfitzende des Betriebsrats der„Tech- nischen Nothilfe" wegen seiner Zugehörigkeit zu einer fteigewerk- schaftlichen Organisation, wegen seines Wirkens für dieselbe und wegen seiner Tätigkeit als Betriebsrat unter Hervorhebung eines fadenscheinigen Grundes, der der Verwaltung überdies bereits wochenlang vorher bekannt war, plötzlich fristlos entlassen wurde. Heute erfahren wir nun von einer weiteren fristlosen Entlassung eines anderen Angestellten der Technischen Nothilfe. Auch für diese Maßregelung glauben wir nicht an das Vorhandensein eines stich- haltigen Grundes, um so weniger, als auch dieser Angestellte frei- gewerkschaftlich organisiert und daher dem famosen Leiter dieser „sozialen" Organisation, dem Herrn Leutnant der Reserve L u m- m i tz s ch, über dessen sonstiges Unternehmen noch ein Weiteres zu reden sein wird, von vornherein ein Dorn im Auge war.— Es wäre eine dankenswerte Aufgabe, wenn der Herr Reichsminister des Innern, dem die Technische Rothilfe untersteht, die Entlaj- sungsmethoden des Herrn Lummitzsch einer näheren Prüfung un- ttrziehen würde: denn es verstößt unserer Ansicht nach gegen die vitalsten Interessen des Reichs, seine Finanzwirtschaft und der Steuerzahler, wenn wegen der eigenartigen unhaltbaren Ent- lassungsmaxime des vorgenannten Herrn in die Hunderttausende von Mark gehende Beträge als Entschädigung für fristlose Ent- lassungen aus Reichsmitteln gezahlt werden müssen. Keine Einzelaustritte aber Sprengung! In einem Bericht aus Hamburg, nach welchem aus der dortigen Ortsgruppe des Zentral- Verbandes der Angestellten 3 Kommunisten wegen gcwerkschafts- zerstörender Arbeit ausgeschlossen worden find, warnt die„Rote Fahne" vor Einzelaustritten aus den Gewerkschaften. � Es fei „Sache aller kommunistifchrn Gewerkschaftler, zu der Situation Stellung zu nehmen und einheitlich vre notwendigen Beschlüsse zu fassen/ Die Kommunisten, diese wahren Wegbereiter der Reaktion, verfügen über außerordentlich viel Kraftgefühl, das wollen wir ihnen gerne bescheinigen. Daß aber mit Kraftgefühl und großem Mundwerk allein nichts zu machen ist. das werden die Zersplitterer aus ProfeMon in den Gewerkschaften sehr bald erfahren. Lohnzulaoe« für die Mufikinstrumentenarbetter. In einer am 28. Dezember 1320 stattgefundenen, gut besuchten Branchenver- sammlung nahmen die Branchenangehörigen den Bericht von den Verhandlungen mit den Unternehmern entgegen. Räch abgebrochener Verhandlung und gescheiterter Verhandlung vor dem Schlichwngsausschuß war es zu folgender Verständigung gekommen: Alle Arbeiter und Arbeiterinnen erhalten auf die be- tehenden Löhne ab 11. 12. 20 eine Lohnzulage von 10 Proz. Für lrbeiter und Arbeiterinnen unier 20 Iahren beträgt die Ziilage Nach scharfer Kritik Abmachungen zuge- malige Auszahlung erfolgt am 31. 12. 20. an dem Verhandlungsergebnis wurde den stimmt. Der Ausschluß von SM au» dem Berbande der Heizer und Ma» schiniften. Die Generalversammlung der Berliner Heizer und Ma- schinisten, di« am 30. 12. 20 stattfand, beschäfttgt« fich u. a. mit dem Ausschluss« Sülts durch den Hauptvorftand. Die Bersamm- lnng vertagte sich in vorgeschrittener Nachtstunde mit der Maßgabe, daß Eült auch an der nächsten Sitzung teilnahmeberechtigt sei. Stmk« und Gipsbaubranche! Nachdem von feiten der Bildhauer- und Stuckateur-Znnung der Tarif gekündigt worden ist, liegt es im Interesse der Kollegen, fich mit dieser Kündigung zu befassen. Zu einer am Donnerstag, den 6. Januar, abends 5 Uhr, im Ee- werkschaftshaufe stattfindenden Versammlung der Baudeputierten (Betriebsräte), welche fich mit Sektionsangelegenheiten befassen erwartet die Settwnslcitung. daß jeder Betrieb vertteten ist. Sektionslettung. Achtung, Töpfe»! Di« Unternehmer haben in ihrer Montak verfammmng den Abmachungen der gemeinsamen Lohn! ng oen ohnkommission » ttägt 505 !rozent/' Die Filialleitnng. \ Die Rrabstiimumrg über de» neue» Buchdruckertarif. Heber de« kürzlich abgeschlossenen Buchdruckertarif hat eine Urabstimmung unter den Beteiligten stattgefunden. Für die Annahme des Tarifs stimmten 43 253 Gehilfen, dagegen 24 257. Da der Buch- drucker-Verband reichlich 73 303 Mitglieder, der außerdem in Bs« tracht kommende Eutenbergbund etwa 2500 Mitglieder zählt, muß die Beteiligung an der Urabstimmung als außerordentlich stark bezeichnet werden.— Von den Hilfsarbeitern und Hilfsarbeiterinnen stimmten 13 364 für die Annahme und 10 444 für die Ablehnung des Tarifs. Da auch die Prinzipale den Tarif angenommen haben, ttat der Tarif am 1. Januar 1921 in Kraft. Er gilt bis zum 31. Dezember 1322. Reichswerke Spandau! Donnerstag, 6. Januar, nachmittags 4 Uhr, Versammlung aller in den Reichswerken Spandau be-: fchäftigten Angestellten, Arbeiter und Arbeiterinnen, in den Bis- marcksäkn, Spandau, Schildstr. 52. Berichterstattung über die Verhandlungen betr. Schließung der Metallwarenfabrik. Refe- rent: Kollege Doms. die Be- Zuzug Im Rotherwcrk, Borfigwalbe, Breitenbachstraße, steht die legtchaft in Lohndifferenzen. Es wird gebeten, jeglichen< fernzuhalten. Am Angestellt- der peieoten EleNrizitiitswerle der Pnrol», Bro»d»«i»rg. llrritag, 7. Zannar, abends 7H Uhr, findet in den Topbien-Sälen(Wettzer Saal) tk 54,-ophiensti. 17.18, eine üZcrsammlung aller Angestellten der obigen Werke statt. Tagesordnung: Unser Tarif«nd die Unternehmer,(Referent Otto Walter,) Asa-Ortskartell Gräb-Berll». Aus den Organisationen 1. Distrikt. Mittwoch, 7 Uhr, Sitzung der ZeitüngskoimniMo, und Helfer bei Schweithardt, Alte?akobstr. 24. 2. kiltrilt. Di- Mitgliederversammlnng am Donnerstag. 5, Zawiar, findet nicht statt, dafür am Montag, lv. Januar, abends 7 Uhr In der Echalaula Pallasftr. 15, Gcneraloersanimlung, Tagesordnung: Wahl der Delegierten, Stellungnahm«»nr Landtagswahl, Mitgliedsbuch legitimiert. Pünktliches Erscheinen aller notwendig. S. DistrIIt. Donnerstag, 7 Uhr Porstandssitzung bei Calle», Barnimstr. 20, 8. DIstriU.«bteil-ngsführ-r Mittwoch, abend, S Uhr, Material bei Wittschntz abholen, 8. Difteikt. 5. und«. Abteilung, Donnerstag.«.?annar. abends 7 Ahr. Schnl- anla Rigaer Str. 81-82, AbteUangsversammlung, Reserat de, Genossen Sabath. �9. Distritt, Jrauenarbeitskomniisston, Donnerstag, abends zh8 Uhr, Sitzung bei " lZ, z!iitri�"'s-u!- abend 7 Ahr, Sitzung de: Frauenarbei1sk»«»qst»,»nd der Ninderschutzkommission bei Morel, Nopenhagcner Str. g. tS. Distrikt. Kommunale Kommisfion. Heut« abend tz.tz Ahr, helmshaoener Str. 35, Sitzung, Tagesordnung:„Die Ausgaben■------------ Kommission und die neue Etadtgcmeind«-. Referent: Genosse Reinhold sZiebtgen. "' pnen von Kommissionsmitgliedern auf allen Di�riktsveranstaltungen und iraua, Wil» kommnnale« bei dem Genossen iüvawinder, Wiclejstr, 15 und Reinhold Fiebigcr. Waldstr. 28. I 13. Diltritt. Donnerstag abend 7 Ahr, Sitzung sämtlicher Oblent« der Aal- f tationslommission bei Ernsi, Bellermannstr, 2-Z. Freitag abend 7 Uhr, Distrikts-: '''der Schalaula Christiantastr, M. Ta�esordntttig: Dio Generalversammlung In.■VHIH Landtagswahlen. Res.: Gen. Karl Leid. Mitgliedsbücher legi: Reoßlln. Sitznng der Eltern, die Witgliet�r Ier�U. 3. P. sind, der 5. und I. 7 Uhr. bei Erels, Festfille, |"": chlen. Hm» ,u den Elternrats wah bei Renmann, Rudower Str. weltlichen Gemeindeschule, Donnerstag, abend mannstratze Ecke Schisrlcstratze. Ult-Glienick«, Faltenber«. Hl Nr. 72, Mitgliederversammlung.' Distrikt Riederbarntm-Ost. Alle Ortsgruppen des Distrikt« Müssen sosort de» Bedarf an Flugblättern und Stimmzettel» dem Distriktsleiter, Genossen Rechen- berg, Fredersdorf(Oftbahn). L-ngestr. 15. mitteilen. Vereinskalender Beetrauens« änner»nd Betrieb»««» de« MiifiNnstrnmenwmrbeiter. Dir«er- trauensmänner-Persammlung findet heute nachm. 5 Uhr, tm»Reichenberger Hos"» Reichenberger Str. 147 statt.„ m,. Dentscher Werkmelster-Perban», Verlin 11. Di« Monatsversammlung s!»»«- nicht am 7., sondern.»reitag. den 14. Zannar, abends 8 Uhr, im Bereinslolal stott- en Angestellten»nd Beomten. Donnerstag,». Januar, Mi' Bornholmer Str. 88. abends 7 Ahr. Bautechnikerpersammlung im �Znigstödtis�en Realqpmnallum, Eiilndeth- strane 57-58, abends 7ih Uhr. Mitgliederversammlung Frledenan, im Rest, Hohen- , allern, Handiernllratze. abend» VÄ Uhr. Mitgli-d-rver ammlung Steglitz, W Rest, zum«»hoff. Allhofs. Ecke Körnerstratze, abends, ih Uhr. MttgUedervcr- sammlung Wilmersdorf, im Augusthos, Augustastr. 1, abend» 7)4 Uhr.— Freitag. 7. Januar, Mitgliederoeisammluna Zentrum-Süden, im Reg. Alexandriner, Alexandrinenstr. 97. abend» 7)4 Uhr. Mitaliederoersammlung Zseutölln, Bürger- säle, Bergftr. 117, abends 7)4 Uhr. Mitgli-derv-rsammiuna Oberschöneweid«, Rest. Hubertus Edison- Eck)- Wnldstratze abends v, Uhr. MitglicderverjammluNl Potsdam, im Rest, znm Muhlenpar«, Zlenbabelsderger Siran«, abends 7)4 Aha. Mitgliederoerlammlung Schoneberg, im R-ft, Eb-rsicos, Ebersftr. 5« abend- 7)4 Uhr. Mitgliederversammlung Südost im Rest. Grünauer Garten Grnuaucrstr. li. abends 7)4 Uhr. Gt-n, nn» P-Ulchenarbeiter. Dannersta»,». Januar, abend, ty.,»g. bei M-rcinkowski, Michaelkirchstr. 24, Versammlung aller Gegner der z Nneeni«»-' nale, Tagesordnung: Di» stlmwahle« d«r Branchenleitung»nd der Generawar' . Di« Neuwahlen der Branchenleitung»nd der Keu-räker- summsungsdelegierten. V-st«nd Dclegr-phie. Vollversammlung der Postbeamtenrüie»o« Grosi-Berlin am Mittwoch abend. I. Stellungnahme zum BeamtenrStegesetz. 2. DI« N-rzkg- rung in der Organisierung der Beamtenräte durch die zerspliiterte B-rufsoraant- sation der Post-nd Telegraphi«. 8. Freie Ausspr-iüi-, fk cierjugerd. Agitationsbczirk Oste> Sozialist. -. W--.�WW laltationsbczirt Osten, umfassend die Gruppe» Osten, Franlfurter Borst., Ltchtendera, Stralau, Karishorst, Zohannisthal»nd Adlershch. Donnerstag, 5. Januar, Mitgliedetveisammlung mit Bortrag in der Schule Petersburger Str. 4. Zimmer«. Brh«>t»r.