Einzelpreis 20 Pfg. • 4. Jahrgang Die Brethett erfchetut morgens und nachmittags, Sonntage and Montage einmal. Der Bezugspreis beträgt bet freier Buftellung ins Haus für Groß- Berit 10,-. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 M. Für Pofte bezug nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Österreich 16,50 m., für das übrige Ausland 21,650 M. zuzüglich Baluta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und öfterreich 30,-. Redaktion, Expedition und Bering: Berlin 2, Breite Straße S Freitag, 4. Februar 1921 Nummer 58 Abend- Ausgabe De achtgespaltene Sonpareillezette ober deren Raum Roftet 6,-. einfalteßlich Leuerungszuschlag. Kleine Anzeigen: Das fettgedruckte Wort 2, M., fedes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen und Stellen- Gefuse 3,20 m. netto pro Beile. Stellen- Gesuche Wort- Anzeigen das fettgedruckte Wort 1,50 m. jebes weitere Wort 1.- M. Fernsprecher: Bentrum 2030. 2645, 4516, 4603, 4635, 4849, 4928 greiheit Berliner Organ bor Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Der neue Steuerskandal Erhöhung der indirekten Steuern? Wir haben wiederholt schon mit allem Nachdruck auf den Standal hingewiesen, daß die Regierung nicht daran tenkt, die besitzenden Kreise zur Leistung ihrer Steuerpflicht heranzuziehen, daß dagegen die minderbemittelte Bevölkerung weit über das Maß ihrer Leistungsfähigkeit hinaus mit Steuern belasttet wird. Wie eine Berhöhnung der arbeitenden Massen muß es nun aufgefaßt werden, daß zur Deckung des durch die Erhöhung der Beamtengehälter entstandenen Fehlbetrages eine weitere Erhöhung der indirekten Steuern bes absichtigt wird. Offiziös wird mitgeteilt, daß die ZuckerSteuer von 14 M. auf 100 M. für den Doppelzentner, also jedes Pfund Zuder mit 50 Pfg. Steuer, belegt werden soll. Außerdem befinden sich Entwürfe in Ausarbeitung, die eine Erhöhung der Branntweinabgabe, der Reichsstempelsteuern, des Versicherungsstempels, des Börsenumfagstempels und die Einführung einer Devisenumsatzsteuer vorschlagen; ferner wird an die Erhöhung der Umsatz- und der Kohlensteuer gedacht. Bisher schon haben sich die Einnahmen des Reiches vornehmlich auf die Steuern und Abgaben gestützt, die von den nightbefizenden Schichten der Bevölkerung aufgebracht werden mußten. Entweder wurden sie durch den Lohnabzug zur sofortigen Steuerleistung herangezogen, oder sie mußten in Form von indirekten Steuern auf Lebens- und Genußmittel ihren Tribut an den Staat zahlen, oder die Unternehmer wälzten die Verkehrs- und Produktionsabgaben durch Erhöhung der Preise für alle Waren auf die Verbraucher, also vornehmlich wieder auf die Schultern der Minderbemittelten ab. In den ersten acht Monaten des Rechnungsjahres 1920 sind an direkten Steuern 10 798 Millionen Mart eingegangen. Davon tommt aber nur der kleinste Teil auf das Konto der befizenden Klassen, die Hauptsache ist von den Arbeitern, Angestellten und Beamten in Form des Abzugs vom Lohn und Gehalt aufgebracht worden. Die Kapitals. Steuern, wie Reichsnotopfer, Kapitalertragssteuer und Erbschaftssteuer haben nicht einmal die Hälft der veranschlagten Summe erbracht, und die war ohnehin shon niedrig genug angesezt. Die indirekten Steuern dagegen haben den Voranschlag entweder erreicht oder noch übertroffen. Und nun sollen sie nach den Vorschlägen der Regierung noch weiter erhöht werden. Dieser neue Steuersfandal tommt gerade zurecht, um den arbeitenden Boltskreisen zu zeigen, welche Komödie die bürgerlichen Parteien mit ihrer„ nationalen Einheitsfront" gegenüber der Entente jetzt aufführen. Wir haben schon darauf hingewiesen, daß die besitzenden Klassen mit ihrer Steuersabotage nicht nur" Verrat am Vaterlande" treiben, sondern daß fie damit die Preisgabe der Unabhängigkeit Deutschlands fördern. Die Regierungsparteien, die der Entente Jammerlieder von dem in Deutschland herrDie Pariser Beschlüsse Briands Erklärung In Fortseßung seiner Erklärung über die Pariser Beschlüsse, die wir schon teilweise in unserer Morgenausgabe veröffentlichten, sagte Briand weiter: 3weitens hätten die Gläubiger durch eine Kombination mit der wirtschaftlichen Wiederherstellung Deutschlands davon pro fitieren müssen, damit nicht das Bild einer Bereicherung des Besiegten gegenüber dem Ruin des Siegers geboten werde. Wenn man den Gedanken feststehender, auf der Zahlungsfähigkeit Deutschlands beruhender Annuitäten nicht zu rückgewieſen habe, so habe man auch den wahrscheinlichen Fall vorsehen wollen, daß infolge der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands seine Zahlungsfähigkeit sich mit der Zukunft er höhen werde. Wir haben allen Grund anzunehmen, daß die Annahme einer Zusagannuität, die in Beziehung zu der deutschen Ausfuhr steht und zahlbar ist auf der Goldbasis gemäß den von der französischen Delegation formulierten Vorschlägen, dieses Broblem mit der größten Sicherheit und Gerechtigkeit gelöst hat. Man könne nicht aus den Augen verlieren, daß, damit Deutschland zahlen könne, es sich jedes Jahr Reichtümer schaffen müsse, indem es seine Ausfuhr erhöhe und seine Einfuhr auf das allernotwendigste beschränke. Das würde es nur tun können auf Kosten des Handels und der Industrie der Alliierten. Das ist die seltsame und schmerzliche Konsequenz der Tatsachen. Deutschland wird diese paradoxe Lage, sobald es Nachdem Briand die vorgesehenen möglich ist, ausgleichen. Zahlungen einschließlich der Ausfuhrsteuer mitgeteilt hatte, faẞte er seine Ausführungen dahin zusammen, es handle sich also um Zahlung der Schuld Deutschlands in den Grenzen seiner wirtschaftlichen Fähigkeiten, die sich hauptsächlich in der Entwidlung jeiner Ausfuhr zeigen würden. Dank der Kombinierung einer feststehenden Jahreszahlung mit einer fortlaufenden Zahlung sei die Forderung der Alliierten ver knüpft mit der Zukunft Deutschlands. Die französische Regierung habe feineswegs auf die Möglichkeit verzichtet, von Deutschland, wenn sich seine Wirtschaft wieder erhole, die Zahlung der Gesamtschuld zu verlangen. Die Repara tionstommission werde gemäß dem Vertrag den Betrag vor dem 1. Mai 1921 festiegen. Die 12prozentige Abgabe vom Export set ein sichtbares Zeichen der wirtschaftlichen Prosperität des Schuldners und werde gestatten, die tatsächlichen Ziffern und die Rechschenden Elend vorleiern, tun nichts, um zunächst einmal durch die Erzwingung der Steuerpflicht bei den befizenden Klassen Deutschlands diesem Elend zu Leibe zu gehen. Die Kohlenfrage Eine deutsche Denkschrift Bor seiner Abreise aus Paris hat Staatssekretär Bergmann eine Dentschrift der deutschen Regierung über die Kohlenfrage, überreicht. Darin weist die deutsche Regierung die Unmöglichkeit einer Fortsetzung des Abkommens von Spaa nach und macht Vorschläge über die Regelung nach dem 1. Februar 1921. Die Deat schrift weist darauf hin, daß, während die deutsche Industrie und Gesamtwirtschaft unter der Kohlennot zu erliegen droht, der Bie= darf Frankreichs hinreichend gedeckt ist. Deshalb glaubt die deutsche Regierung, daß kein Grund mehr besteht, die starten Lasten des Spaa- Abkommens fortzusehen. Unter der Boraussetzung, daß sich an der Kohlenbasis Deutschlands nichts ändert, macht die deutsche Regierung folgenden Vorschlag: „ Für eine Dauer von sechs Monaten, vom 1. Februar 1921 ab, wird Deutschland den alliierten Mächten eine Kohlenmenge von 72 000 Tonnen arbeitstäglich liefern, was bei einem Monatsdurchschnitt von 25 Arbeitstagen 1800 000 Tonnen im Monat ergibt." Englische und französische Arbeiterstimmen erklärte der Präsident des Bergarbeiterbundes von Südwales, Auf der Delegiertenkonferenz des Bergarbeiterbundes James Winston, daß Frankreich einen Teil der deutschen Kohlenlieferungen an Deutschland zurüdverkaufe. Nach den Bedingungen von Spaa hat Deutschland jährlich an Frankreich 24 Millionen Tonnen Kohlen zu liefern. Vor dem Kriege stellte sich der britische Export nach Frankreich auf jährlich 30 Millionen Tonnen Kohle. Frankreich bezieht also 40 500 000 Tonnen mehr als vor dem Kriege, wobei in Betracht gezogen werden muß, daß die Kohlendistrikte von Lens den normalen Betrieb noch nicht wieder aufgenommen haben. Winston erklärte, er habe Informationen, wonach deutsche Kohlen von der Eisenbahn nach Frantreich gelangen und dann nach Deutschland zurückverkauft werden, ohne den Waggon zu verlassen. Das Blatt der C. G. T. Le Peuple" sagt zur ministeriellen Erklärung: Die Ansicht, Ansicht, daß Deutschland Tonnen Kohlen monatlich an 2 200 000 Stelle Don 2 Millionen jezt liefern soll, bedeutet, daß Die Ansicht, daß Deutschland 2 200 000 Tonnen Kohlen monatlich anstelle 2 Millionen jest liefern soll, bedeutet, daß der deutsche Arbeiter eine erschöpfende Mehr= arbeit leisten muß. Man tönne nicht sagen, daß diese Forderung dem Vertrag von Versailles entspreche, weil das dem Vertrag beigegebene Arbeitsrecht den Grundjag des Achtstundentages bestätigt, der jetzt schon habe überschritten werden müßen. Mit seiner Ankündigung habe Briand gestern dem deutschen Arbeiter mitgeteilt daß dieser sich in Sörigkeit befinde, und begünstige damit dessen Auflehnung gegen die Entente. nungsziffern einander näher zu bringen. Außerhalb der verschiedenen in Boulogne diskutierten aber nicht von den Alliierten angenommenen Garantien habe die Konferenz von Paris tlar festgesetzt, daß die für die Entwaffnung vorgesehenen Santtionen fich vollkommen auf das Reparationsproblem beziehen sollen. Man habe nicht nötig, die Bedeutung einer derartigen Entschei dung, die begründet sei in allgemeinen Bestimmungen des Vertrages, zu unterstreichen, die übrigens in einem stritten Geiste der Billigteit gehalten, in feiner Weise das unbestrittene Recht der Alliierten überschreitet. Briand erläuterte dann eingehend die bekannten Santtionen und kam dann zu der Kohlenfrage. Mit der Reparationsfrage sei verbunden die Frage der Kohlenlieferungen nach dem 31. Januar. an welchem Tage das Abkommen von Spaa abgelaufen sei. Diese besondere Frage sei schon praktisch durch die Entscheidungen der Reparationstommission angeschnitten worden, die nach den Bestimmungen des Vertrages von Versailles das Recht habe, in jedem Augenblid die Lieferungsmöglichkeiten Deutschlands zu bestimmen, und die durch ein Schreiben vom 27. Dezember die verlangten Ziffern von 2 220 000 Tonnen für die Monate Februar und März sowie von 250 000 Tonnen pro Monat für die Rückstände der vorhergehenden Monate ohne Vorschüsse und Prämien mitgeteilt habe. Wenn Deutschland widers spreche, werde es nach dem Vertrage ausführen müssen, der viel höhere Ziffern vorjehe als die, die die Reparationskommission feftgejezt habe. Nachdem Briand noch ferner erklärt hatte, daß die Ereignisse in Griechenland und Klein- Asien die dringende Rotwendigteit gezeigt hätten, durch den Ausgleich der verschiedenen Interessen einen endgültigen Frieden herzustellen, erklärte er, daß eine Konferenz in London diese Frage zu regeln gedente, und erwähnte dann noch hierzu die ferneren Beschlüsse der Konferenz, nämlich die Anerkennung von Georgien, Estland und Lettland als selbständige Staaten. Das seien die Ergebnisse, die dank dem Geiste des Entgegentommens und des guten Willens der Alliierten erzielt worden seien. Die Konferenz von Paris habe die Entente gestärft. Die Kammerdebattc Nachdem Briand in der Kammer die Regierungserklärung verlesen hatte, begab er sich in den Senat, um dort die gleiche Erflärung abzugeben. Die Kammerfizung wurde solange unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen gegen 5 Uhr nacy mittags ergriff als erster Interpellant der Abg. Margaine das Wort. Er sagte, man habe gehofft, daß die finanzielle Soli darität der Alliierten gestatten werde, beträchtliche Summen zu distontieren, die Deutschland Frankreich schulde. Mansei en ta täuscht worden. Namentlich Amerita habe diese Solidarität nicht aufrechterhalten. An zweiter Stelle sprach der Kommunist Ca chin. Nach seiner Ansicht hat die letzte Konferenz die deutsche Entwaffnung aufs geschoben, damit das„ reaktionäre" Deutschland gegen den russis schen Bolschewismus ausgerüstet sei. Die Reparationsfrage habe die Konferenz auf eine spätere Konferenz von London verschoben. Die deutschen Großtapitalisten erzielten immer noch Dividenden von 10 bis 40 Prozent. Sie feien die einzigen, die sich durch den Krieg bereichert hätten. Die vorgesehenen Zwangsmaßnahmen würden nur die Armen und Unglücklichen freffen. Cachin trat schließlich für Sowjetrußland ein und ers flärte, nicht die russische Revolution habe Frant reich verraten, sondern das russische Kaiserreich. Nach seiner Ansicht sei die Sowjetregierung entschieden friedlies bend. Der Weltfriede werde erst gesichert sein, wenn die Arbeiterwelt zur Macht gelange. Als dritter Interpellant behandelte der rechtsstehende Abg. Lacotte die französisch- englische Politit, erzielte aber, wie der Savasbericht feststellt, nur Seiterfeitserfolge. Darauf führte Abg. André Tardieu aus, der Friedensvertrag von Versailles setzte die Zurückzahlung des gesamten Reparations betrages voraus, das Abkommen von Paris mache es unmöglich. Tardien prüfte sodann im einzelnen die Sicherheitsmaßnahmen und erklärte, die Finanzkontrolle sei das Plagiat des Friedenss vertrages von Versailles. Wenn man, wie in dem Vertrage der vergangenen Woche, Opfer bringe, müsse man auch Kompens sationen erhalten. Die erhaltenen seien Illusionen, weil sie der Vertrag Don Versailles schon vorsehe( Ministerpräsident Briand will unterbrechen, Tardieu erklärt, er wolle teine Dialoge.) Auch die Santtionen seinen schon im Vertrage vors gesehen worden. Der Vertrag von Versailles setze auch die Ers richtung eines Zollsystems in den Rheinlanden fest. Tardien tommt zu dem Schlusse, daß das Abkommen von Paris weber neue Garantien noch nene Pfänder gebe, und prüft dann die Mög lichkeit, die Forderungen zu diskontieren. Die Solidarität der Antierten bereite Schwierigkeiten, solange A merita nicht teil nehme. Falsche Kritik In Paris ist jetzt der Bericht der alliierten Sach verständigen auf der Brüsseler Konferenz über das deutsche Budget veröffentlicht worden. Der Bericht besagt, daß die in dem Haushaltsplan für 1920 eingesetzten Ziffern nur unter Vorbehalt angenommen werden tönnten, besonders bezüglich der im Budget zur Ausführung des Friedensvertrages eingesetzten Kredite, zu deren Festsetzung es der deutschen Berwaltung auch an den erforderlichen Angaben fehle. Zu beachten sei bei der Betrachtung des Budgets die Er klärung des Finanzministers Wirth im Reichstage am 27. Oftober 1920, daß der Etat zur Ausführung des Friedensvertrages das beste Agitationsmittel sei, über das das deutsche Volk verfüge, und in der ganzen Welt verbreitet werden müßte. Die Sachverständigen heben hervor, daß der Etat für auswärtige Angelegenheiten von 24 auf 295 Millionen und für das Innere von 19 auf 1435 Millionen gestiegen sei. Die Ausgaben für Post und Telegraphenwesen beliefen sich für das Personal auf 5366 gegen 756 Millionen im Jahre 1919. Die Ausgaben zur Ausführung des Friedensvertrages fönnten verringert werden. Die deutsche Regierung übernehme Ausgaben, zu denen sie nicht ver pflichtet sei. Hinsichtlich der Einnahmen des deutschen Budgets betonten die Sachverständigen, daß die Steuern auf alkoholische Getränke viermal weniger einbrächten als in England und sechsmal weniger als in Frankreich. Ebenso seien die Steueru auf Tabat, Kaffee und Tee sehr niedrig. Die Steuer auf 3uder sei nicht hoch und bilde nur den 250. Teil der Steuers einnahmen, während sie z. B. in Jtalien ein Fünfundzwanzigstel derselben ausmache. Eine Erhöhung der Kohlensteuer um 10 Prozent würde einen Mehrbetrag von zwei bis drei Millionen ergeben. Auch die 3ollerträgnisse tönnten vermehrt wer den und ihre tatsächlich Erhöhung sei wünschenswert. Denn die Löhne und Rohstoffe würden in Deutschland nicht im Verhältnis zu dem niedrigen Wert des Papiergeldes steigen, was für die Auss fuhr Deutschlands ein wahrhaftes dumping set. Der Bericht schließt mit der Bemerkung, man fönne damit rech nen, daß das Gleichgewicht des ordentlichen Budgets in naher 3ufunft wiederhergestellt werde, wenn alle Ausgaben nicht dringender Art ausgeschlossen würden. Man tönnte wohl hoffen, wenn auch wohl nicht bei den ersten Vers suchen, so doch wenigstens bei den folgenden, daß höhere Einnahmen erzielt würden. Es scheine ebenfalls, daß das Reich in furzer Zeit den Verpflichtungen aus dem Vertrage mit Hilfe der Einziehung und ohne Erhöhung der Papiergeldflut nachkommen tönne. Wir haben in letzter Zeit scharfe und eingehende Kritik an Wir haben nachs der deutschen Steuerwirtschaft geübt. gewiesen, daß die Erhebung der direkten Steuern bei den Besitzenden fortgesetzt fabotiert worden ist, aber gerade dess halb haben wir das Recht, die völlig falsche und oberflächliche Kritit, die der Bericht der alliierten Sachverständigen enthält, zurückzuweisen. Das ist um so notwendiger, ba in letzter Zeit in der französischen bürgers lichen Presse systematisch die Meinung verbreitet wird, daß in Deutschland die indiretten Steuern zu niedrig seien während die diretten in ihren hohen Säßen eines Abbaues bedürften. In Wirklichkeit ist die Lage der arbeitenden Maslen in Deutschland heute eine so elende geworden, daß eine weitere Erhöhung der indirekten Steuern unerträglich wäre. Dabei sind die Arbeiter aber auch bis jetzt die Hauptträger der direkten Steuern. Es genügt dafür eine einzige Biffer anzuführen, die Dr. Wirth fürzlich im Steuerausschuß ge nannt hat. Danach wird der Lohnabzug der Arbeiter und Angestellten in diesem Etatsjahr 6-7 Milliarden bringen. Der gesamte Einkommensteuerertrag wird auf 12 Milliarden geschätzt, s odaß über die Hälfte der wichtigsten laufenden diretten Steuer von den Arbeitern und Angestellten aufgebracht wird! Warum in Wirklichkeit die Erträge der indirekten Steuern in Deutschland niedrig sind, das zeigen die folgenden Tabellen, die wir der Antwort der deutschen Regierung auf eine Anfrage der Entente der Brüsseler Konferenz ent nehmen. Der Verbrauch an Tabat, alkoholischen Getränken, Zuder, Kaffee, Tee in den Jahren 1913 und 1920 betrug: Menge 1913 1920 Wert nach Kleinhandelspreisen 1913 1920 in Millionen in Millionen inMilliarden in Milliarden hl hl Goldmark Papiermark Alkoholische Getränke: Bier 68.8 25.0 2.70 7.50 Branntwein 7.0 1.1 0.78 3.60 Wein 3.0 2.0 067 3.90 Sujammen( Dienge in reis nem Alkohol). 4.5 0.85 4.15 15.00 in Milliarden Stück bei Rauchtabak in 1000 t Tabat: Bigarren • Sigaretten Rauchtabate Zusammen 826 0.64 3.50 12 15 0.30 4.10 26.5 15 0:06 0.38 1.00 in 1000 t Buder. 1282 • 860 ( 990) ³) 0.64 Raffee und Tee: Kaffee . See 45 2 0.426 0.035 164 4.3 7.981) 5.60 ( 8.00)) 1.800 010 1) Dazu Einfuhr von Zigarren und 3igaretten im Werte von einer Milliarde Papierwert( nach Kleinverkaufspreisen). 2) Schägungsweise. für das Jahr 1920/21. Unter Zugrundelegung einer Einwohnerzahl von 66,6 Millionen für das Jahr 1913 und rund 61 Millionen für das Jahr 1920 ergeben sich als Verbrauch und Aufwand auf den Kopf der Bevölkerung die folgenden Zahlen: Alkoholische Getränke: 1920 in in Goldmark Bapiermark 40,5 123.0 59.0 63.9 Menge Wert 1918 1920 1918 in Litern Bier. 103.3 41.0 Branntwein 10.5 1.8 11.7 • Wein 4.5 3.3 10.1 Zusammen( Menge in rei60 nem Alkohol). 6.8 1.4 62.3 245,9 • in Stück bet Rauchtabak in kg Bigarren 120 66 9.6 • • Sigaretten 180 246 4.5 Rauchtabak 0.398 0.246 0.9 Zusammen 15.0 57.4 67.2 6.2 130.8) in kg Zucker. 19.2 141 ( 16.2) 9.6 Kaffee und Tee: Staffee 0.7 6.4 Tee 0.033 0.5 29.5 1.6 Tabak: 215 0065 91.8 ( 131.1) 2) 1) Dazu rund 16,4 M. für eingeführte Bigarren und Zigaretten. 2) Schäzungsweise für das Betriebsjahr 1920/21. Die Sicherheit des Fliegens Bon Ing. Alexander Büttner Troß der gewaltigen Entwidlung, die das Flugwesen während der Kriegsjahre erfuhr, ist das eigentliche Wesen der Fliegerei immer noch viel zu wenig in die Kreise der Laien eingedrungen. Noch vielfach sieht der Fernerstehende im Flugzeug etwas Wunderbares, eine abenteuerliche Erfindung, die auf fein gutes Ende hinausläuft. Selbst unter Gebildeten findet man heute noch die irrigsten Ansichten über das Fliegen und die dabei möglichen Gefahren. So tommt es, daß heute noch dem Luftverkehr in weiten Kreisen wohl reges Interesse entgegengebracht wird, daß aber ein wirkliches Verständnis für die Technit des Fliegens nicht vorhanden ist; das Flugzeug gilt immer noch als ein recht unficheres, gefährliches Verkehrsmittel. Und das tatsächlich zu Unrecht, denn die heutzutage im Luftverkehr des In- und Auslandes verwendeten Flugzeuge sind bereits derartig betriebssicher, daß nach menschlichem Ermessen eine Absturzgefahr bei normalen Flügen durch Materialbrüche oder Defette so gut wie ausgefahlossen ist. In welch hohem Maße sich die Betriebssicherheit des Luftverkehrs im Verlaufe der Jahre ununterbrochen und ganz auffallend gebessert hat, so daß sie jetzt schon die andere nellverkehrsmittel erreicht oder sogar übertrifft, beweisen die leider nur in geringer Anzahl vorhandenen Statistiken ganz offensicht= lich, und es erscheint zweckmäßig, fich die darin enthaltenen Tatsachen einmal deutlich zu vergegenwärtigen. Mit einem gewissen Entsehen vernahm man Ende des Jahres 1911, daß der Flugiport bereits über 100 Opfer gefordert hatte; man vergaß dabei aber vollständig, daß sich diese so hoch erscheinende Zahl aus sämtlichen, während der ersten 15 Flugiahre ( 1896-1911) fich im Fliegen betätigenden, vielfach gar nicht ausgebildeten Fliegern zusammensette. Schon damals also war es ein frasses Unrecht, die Zahl 100 als so ungeheuerlich groß in den Bordergrund zu stellen, wie das mit Vorliebe von denen geschah, die im Flugzeuge nur eine Mordmaschine erblickten und aus dieser Anschauung heraus die von Tag zu Tag sich steigernden und überbietenden Fortschritte der Flugtechnik ganz überfahen. Dem Fachmann hätte im Gegenteil auffallen müssen, daß in einer Zeit, in der man noch über gar teine oder ganz wenig praktische Erfahrungen und deshalb auch über feine Lehrmeister verfügte, so wenig unglüdsfälle vorgekommen sind wie in diesen allerersten Flugjahren. Und es ist nicht von der Hand zu weisen, daß hier, wie auch sonst im menschlichen Leben, die Unkenntnis und der Mangel an Erfahrung mehr zur Sorgfalt, Borsicht und Gewissenhaftigteit ermahnt hat als in späteren Jahren, wo jedermann, der über das erforderliche Lehrgeld verfügte, sich nach Erlegung desselben die sauer gesammelten Erfahrungen erprobter Lehrmeister zunuze machen fonnte. Die regelrechte Ausbildung von Flugzeugführern begann ja erst, als in den Jahren 1908/09 die Flugzeugindustrie entstand, sie schuf dann auch den Flugsport, und von diesem neuen Entwidlungsstadium ab mehrten sich die Unglüdsfälle und Todesstürze von Jahr zu Jahr. So fällt in Der Alkoholfonfum ist besonders stark zurück-| die Politif der bürgerlichen Parteien" war. Sie bestätigt gegangen; er beträgt nur noch etwa 20 Prozent des Vor- auch die Richtigkeit der Politif unserer Partei, die von den friegsbedarfs. Auch der I abafverbrauch hat eine Rechtssozialisten jahrelang auf das heftigste bekämpft wore starte Verminderung erfahren. Eine direkte Verschlechte- den ist. rung der Ernährung bedeutet vor allem der Rüdgang des 3udertonjums. Unter diesen Umständen ist es wirklich ein starkes Stüd, noch eine Erhöhung der indirekten Steuern auf diese Konsummittel zu verlangen. Ihr geringer Ertrag erklärt sich nicht aus ihrer Niedrigkeit, sondern aus dem außerordentlich starken Konsumrüdgang, der ein untrügliches Zeichen des Massenelends ist. Ruhhandel Mit erfrischender Offenheit nennt die„ Deutsche Zeitung" die jetzt von den Regierungsparteien geführten Berhandlungen mit den Deutschnationalen und den Rechtssozialisten einen aus Angst und Schläue geborenen Kuhhandel". Tems gegenüber stellt das nationalbolschewistische Blatt die Parole auf, die Parteien von Hergt bis Ledebour müßten sich vereinigen um eine Dittatur der nationalen Ber= teidigung" zu errichten. Ueberflüssig, zu sagen, dağ dieser groteste Gedanke des Herrn Maurenbrecher humoristisch wirken fann. Die Kritik jedoch, die er an den Mehrheitsparteien übt, trifft ins Echwarze. Das, was jetzt hinter den Kulissen sich abspielt, ist nichts weiter als ein Kuhhandel gerissener Parteischieber und-taktiker, die die außenpolitische Krise für ihre Fraktionszwecke auszuschlachten suchen. nur Wie der„ Lofalanzeiger" mitteilt, hat die deutschnationale Fraktion vorgestern abend einen Brief an den Vorsitzenden der volksparteilichen Fraktion, Dr. Stresemann, ge richtet, in dem die Mißverständnisse", die sich bei den bisherigen Verhandlungen ergeben haben, bedauert werden. Es finden nun weitere Besprechungen zwischen den beiden Rechtsparteien statt, bei denen die Deutschnationalen ihre grundsätzliche Bereitwilligfeit zum Eintritt in die Koalitionsregierung zu erkennen gegeben haben. Das Zentrumsorgan Germania" betrachtet allerdings die Frage der Kabinettserweiterung zur Zeit als nicht dringlich. Es fönnten natürlich bei einer weiteren Entwicklung der durch die Pariser Beschlüsse geschaffenen außenpolitischen Lage Umstände eintreten, die eine Erweiterung des Kabinetts unumgänglich machen werden, die aber nur dann Erfolg versprechen fönnten, wenn sie auch die Mehrheitssozialdemokratie umfassen würde". 99 Auch in den Kreisen der Deutschen Vollspartei wirbt man um die Gunst der Rechtssozialisten, deren Stellung in der Reparationsfrage große Genugtuung bei den Boltsparteilern gewedt hat. Man hofft dort, wie der„ Lofalanzeiger" mitteilt, gewisse Abmachungen" mit den Rechtssozialisten schließen zu können und für die Zeit der jetzt schwebenden außenpolitischen Fragen eine Art von Burgfrieden von Hergt bis Scheidemann herzustellen. Interessant ist demgegenüber die Haltung der Rechtssozialisten. Wie der Vorwärts" erklärt, würde die Sozialdemokratische Partei, ohne Rücksicht auf Wahliattit, an jebem Tage wieder in die Regierung eintreten, an dem sie zu der Ueberzeugung fäme, daß sie dem deutschen Bolfe bamit helfen könne. „ Sie fann das aber nicht, indem sie die Mit verantwortung für eine Politik übernimmt, die zum geringsten Teil die ihre und zum größten Teil die Politik der bürgerlichen Parteien, namentlich der monarchistischen Deutschen Voltspartei sein würde. Deshalb zieht es die Sozialdemokratische Partei vor, ihre freie Stellung außerhalb der Regierungstoalition zu bewahren. Sie glaubt durch sie dem deutschen Volle unter den gegenwärtigen Umständen mehr nützen zu fönnen als durch die Uebernahme einiger Ministerportefeuilles." Wir lassen es dahingestellt, ob diese stolze Ablehnung von langer Dauer sein wird und ob nicht die Sehnsucht nach einigen Ministerportefeuilles schließlich doch über die Rüdficht auf die Stimmung der proletarischen Massen siegt. Aber die jetzige Erklärung des Vorwärts wollen wir festhalten, denn aus ihr ergibt sich die denkbar schärfste VerurteiIung der rechtssozialistischen Koalitionspolitik, die in der Tat, nach den Worten des Vorwärts"," zum größten Teil das Jahr 1908 nur 1 Todesfall, 1909 ereigneten sich schon 3 TodesStürze, 1910 zählte man bereits 30, 1911 etwa 70 und 1912 über 100. Nun muß man aber auch in Rechnung ziehen, daß sich im Verlauf dieser Jahre auch die Anzahl der Flieger, Flüge, Flugzeiten und Flugtilometer ganz erheblich vergrößert hat, und man bekommt schon ein wesentlich anderes Bild, wenn man die Anzahl der Todesfälle auf die Anzahl der jeweils geflogenen Kilometer verteilt. Dann ergibt sich nämlich, daß 1908 einhessturz auf rund 1800 Kilometer, 1909 ein Todesfall auf 18 000 und 1913, also im letzten Friedensflugjahre vor dem Kriege, ein Todesfall erst auf 180 000 Flugtilometer fam. Schon diese wenigen Zahlen dürften schlagend beweisen, daß die Sicherheit des Fliegens bereits vor dem Kriege hochentwickelt war. Daß sie jeßt, nachdem das Flugwesen während der Kriegsjahre einen solch ungeheuren Aufschwung erlebt hat, noch un= gleich größer geworden ist, darf als selbstverständlich gelten und läßt sich auch wieder aus den statistischen Angaben ersehen, wie sie von einigen Luftverfehrsunternehmungen veröffentlicht wurden. So wurden beispielsweise vom Mai bis Oktober 1919 auf den innerenglischen Streden sowie den Streden LondonAmsterdam, London- Brüssel usw. im ganzen 560 000 Kilometer in 4000 Flugstunden während 21 000 Flügen und mit Beförderung von 52 000 Fluggäften zurüdgelegt, wobei sich nur 13 Unfälle, darunter zwei schwerere, ereigneten. Hieraus ergibt sich die vertrauenerwedende Tatsache, daß erst auf je 5200 Fluggäfte ein Berlegter fommt bezw. auf 1692 Flüge oder 43 080 Flugtilometer ein Unfall und auf 10 500 Flüge oder 280 000 Kilometer ein schwerer Unglüdsfall. Eine andere englische Statistik gibt ganz ähnliche Zahlen an, nämlich, daß während eines neunmonatigen Betriebes( vom 1. Mai bis 31. Dezember 1919) insgesamt 35 330 Flüge ausgeführt wurden, wobei 954 137 Rilometer zurüdgelegt und 64 414 Fluggäste befördert worden sind; dabei ereigneten sich nur 18 Unglüdsfälle mit 5 Toten und 6 Verletzten, wobei 4 Tote und 6 Verfekte auf Flugzeugführer und 1 Tofer und 10 Berlegte auf Fluggäste tamen. Ebenso günstige Daten zeigen auch die Angaben der Deutschen Luftreederei über die Flüge des Jahres 1919. Danach wurden vom Februar bis zum Juli von den Flugzeugen 1430 von 1532 angelegten Flügen, also 93 Prozent, glatt durchgeführt, und nur 72, also 4 Prozent, mußten aus technischen oder Witterungsgründen unterbrochen werden sowie 30 weitere Flüge, also 2 Prozent, ganz ausfallen. Bezüglich der ausgeführten Sonderflüge stellten sich diese Zahlen noch günstiger, nämlich auf 96,5 Brozent, 2,4 Prozent und 1,1 Prozent. Die im ganzen während dieser Flüge zurüdgelegte Kilometerzahl betrug 556 155. Auch diese durchaus zuverlässigen und flazen Angaben lassen erkennen, daß die Gefahren des Luftverkehrs gegen die Zeiten vor dem Kriege und während desselben ganz verschwindend gering geworden sind. Das ist auch eine ganz natürliche Folge der Entwicklung dieses Verkehrswertzeugs. Unzählige der ehemals für den Flieger möglich gewesenen Gejahrquellen sind allmählich beseitigt und gänzlich ausgeschaltet worden. Denn das Flugzeug von heute und jein Motor müssen, bevor sie für den allgemeinen Gebrauch. Zufälligerweise... Friz Ebert feiert heute seinen 50. Geburtstag. Die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" widmet ihm, wie sich das gebührt, eine recht frostige Geburtstagsgratulation, deren Temperatur der politischen Stellung dieses Stinnesorgans entspricht. Herzlicher ist die Gra tulation des Borwärts" ausgefallen, der, allerdings an unauf fälliger Stelle, dem„ altbewährten Genossen Frik Ebert, der zu fälligerweise zurzeit Präsident der Republit ist", seinen Glückwunsch ausspricht. Die gute Absicht des„ Vorwärts" in allen Ehren! Es ist aber wirklich nicht hübsch von ihm, daß er seinen Präsidenten ausgerechnet an seinem Geburtss tege an die Zufälligkeiten" seiner Laufbahn erinnert. Ueberschichten und Lebensmittellieferung im Ruhrbergbau Der Bergarbeiterverband wandte sich nach einer Essener Mela dung ber. U." in einer längeren Auslassung gegen die Fordes rungen der Betriebsrätetonferenz der Arbeiters Union in Gelsenkirchen. Er lehnt die dort gestellten Lohnfordes rungen als unberechtigt ab. In der Uebersichten frage verhehlt sich der Verband nicht, daß eine Reihe von Zahl stellen, Belegschaftsversammlungen und Bezirkskonferenzen jich gegen weitere Ueberschichten ausgesprochen haben, er tlärt aber, daß eine endgültige Stellungnahme hierzu noch nicht erfolgt sei, mit der Regierung seien Verhandlungen eingeleitet, die bezwecken, daß die Abgabe von Lebensmitteln und sonstigen Zuwendungen an die Bergarbeiter nicht mehr durch die Zechen, sondern durch die Konsumgenossenschaften ers folgen soll. Diese Neuregelung wird am 1. März in Kraft treten. Henderson über Irland TU. Amsterdam, 4. Febrnar. In einer Rede, die der britische Arbeiterführer Henderson über Jrland hielt, fritisierte er die Lage dortselbst in schärfsten Worten. Die Behandlung, die dem irischen Bolte zuteil wird, so jagte er, hat ihresgleichen nicht in der Geschichte irgend eines demokratischen Landes. Die Lage in Jrland wird von einer Politik von hunnischem Terroris. mus beherrscht, die in dem großen Weltkrieg nicht übertroffen worden ist. Die britische Regierung hält sich an das Prinzip, daß ein irischer Bürger schuldig ist, wenn er nicht unmittelbare Beweise seiner Unschuld erbringen kann. Die Koalition ist nicht imitande gewesen, ein System einzuführen, das Irland den Frieden bringen tönnte. Ein Schwerwiegender Drudfehler. Im Originalwortlaut ber Ententenote ist nur das Verbot der militärischen und maritimen Luftschiffahrt ausgesprochen, nicht der zivilen. Durch eine Note an das Auswärtige Amt ist dieser Fehler, der sich in den gedruckten Originaltegt eingeschmuggelt hat, berichtigt worden. Das Endergebnis ber Berliner Studentenwahlen Find 6231 abgegebenen Stimmen unter 12 000 Studierenden. Es gaben demnach 51,98 Prozent ihre Stimmen ab. Die im Hochschule ring Deutscher Art vereinigten Gruppen erhielten 4005 Stimmen, als stärkste Gruppe ging die Deutsche Fintenschaft mit 1614 Stime Gruppen auf die 100 Gige regelt sich wie folgt: Waffenring 21, men aus dem Wahlkampfe hervor. Die Verteilung der einzelnen Deutche Finkenschaft 27, Deutsche Gruppe 18, fung- studentischer Ring 5, Deutscher Hochschulbund 9, Berliner Hochschulgruppe 5, Deutsche Studenten jüdischen Glaubens 4, Zionistische Gruppe 5, Sozialisten 4, Kommunisten 1 und Asta- Gegner ebenfalls 1 Utrainische Parlamentstagung in Wien. Gegenwärtig tagt in Wien ein interesantes Parlament, die ukrainische Ra da. Sie besteht aus 75 Mitgliedern, die aus der Westufraine, Ostutraine und dem Don- Gebiet nach Wien gekommen sind. Unter den Abgeordneten dieses eigenartigen Parlaments bemerkt man viele Gersönlichkeiten sowohl aus dem gewesenen zaristischen Rußland, als auch aus dem ehemaligen österreichischen Reichsrate. Die Dauer der Verhandlungen ist für at Tage anberaumt. besonders für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden, eine Reihe von Belastungs- und ähnlichen Brobeit bestehen, die für den Flug die Gewähr für die Festigteit der Bauart, das einwand freie Arbeiten der Steuerorgane und die Zuverlässigkeit des Mo tors geben. All die zahlreichen Brüfungen, wie sie im Vers laufe des Krieges entwidelt und festgelegt wurden, werden auch vom Reichsamt für Luft- und Kraftfahrwesen zukünftig für die Zulassungserlaubnis gefordert. Hierdurch ist die Gefahr von Flügelbrüchen, wie sie sich noch bis 1916 bei leidten Kampfeins sigern ereignet haben, oder die Möglichkeit einer Beschädigung irgendwelcher flugwichtiger Teile während des Aufenthalts in der Luft nach menschlichem Vermögen auf ein Mindestmaß herabge drückt. Gerade die Entwidlung der Flugmotoren hat besons ders in Deutschland bedeutende Fortschritte gemacht, man ging Wege, die sich für die Zuverlässigkeit des allgemeinen Luftvers fehrs jetzt als sehr nühlich erweisen; denn mögen die deutschen Motorenbauarten auch vielfach schwerer als die meisten auss ländischen von gleicher PS- 3ahl sein, ihre Arbeitsweise ist doch unbedingt sicherer. Das haben Bergleichsflüge und vers gleichende Bremsproben gezeigt. Diefe Betriebssicherheit unserer beutschen Flugmotoren beweift aber wiederum eine 3ujammens stellung der Deutschen Luftreederei, die durchschnittlich erst auf je 15 000 Flugfilometer eine Banne errechnet. Selbstverständlich werden zukünftig und auf alle Zeit hinaus Flugunfälle, fleinere Betriebsstörungen sowie Rotlandungen in der Geschichte des Flugwesens bestehen bleiben, aber folde Zwischenfälle, feien sie durch Witterungseinflüsse( Regen, Nebel) oder Störungen an der Maschine hervorgerufen, sind bei jedem Sport und bei jedem Echnellverfehrsmittel nie ganz auszuschal tende Fattoren. Immerhin muß auch weiterhin versucht werden, denselben zu begegnen und für die Zukunft eine immer weitere Steigerung der Flugficherheit zu erzielen, damit die heute noch bestehenden, allerdings nur wenigen Möglichkeiten, durch die Un fälle herbeigeführt werden fönnen, möglichst befeiligt werden. An die erste Stelle rüdt fest für den friedlichen Luftverkehr die Forderung nach Flugsicherheit, nach Zuverlässigkeit von Flugzeug, Motor und Führer. Dann kommt die Frage: Verwendung von Mehrmotorenflugzeugen, bei denen ein Teil der Mas schinen bei Ausfall eines Motors bie Kraft zum Weiterflug allein liefern tann. Die allgemeine Flugsicherheit tann aber auch erhöht werden durch Ausrüstung der Bertehrsflugzenge mit eigenem Sa nitätsmaterial, mit Rettungsfallschirmen, mit Funtentelegraphie zur Signalgebung und Ortsbestimmung, mit Leuchtpistolen zur Berständigung, sowie durch Anbringuna von Positionslichtern für Nachtflüge. Auch der Ausbau der Flugstraßen, Flug- und Notlandepläge wird zur weiteren Berbesserung der Flugficherheit beitragen. Die Forderung nach Vergrößerung der Zuverlässigkeit und nach Unfallverminderung beim Fliegen spiegelte sich auch in dem einen deutschen, von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt und in zahlreichen vom Ausland ausgeschriebenen Wettbewerben wider. In diesen Ausschreibungen findet man Forderungen nach Erfindungen von Sicherheitsvorkehrungen für das Landen, nach weitester Regulierung der Fluggeschwindigkeit, dann Wettbewerbe für Mehrmotorenflugzeuge. Auch gewisse Wettbewerbe für Flug zeugeinrichtungen zielen in ihren Bedingungen offensichtlich auf Gewerkschaften und Sowjetbureaukratie Jm Streit um das Verhältnis der Gewerkschaften zur Kommunistischen Partei und in der Abwehr gegen die Belehrungen Losowstys, der den deutschen Gewerkschaften einreden mollte, bie russischen Gewerkschaften und ihre Methoden seien in allen Dingen das große Beispiel für die deutsche und westeuropäische Gewerkschaftsbewegung, ist von uns mehrfach hervorgehoben worden, daß die Gewerkschaften in Rußland nur noch Organe der Sowjetbureautratie sind. Wir haben fie deswegen nicht beschimpft, wie es die angenehme Gewohnheit der anderen Seite uns und den Amsterdam angeschlossenen Gewertschaften gegenüber ist, sondern nur gefolgert, daß die Stellung der russischen Gewerkschaften nicht verglichen werden könne mit der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und Westeuropa, die völlig andere Funktionen und darum auch andere Methoden haben muß, als die unter dem Bolschewismus so eigenartig entwidelte russische Gewerkschaftsbewegung. Unsere Darlegung ist bestritten worden. Losowsky und seine deutschen Schüler behaupteten wiederholt, die Gewerkschaften betünden in Rußland völlig unabhängig von der SowjetbureauIratie. Wie sich jetzt herausstellt, wider besseres Wissen. In Rußland selbst macht sich nämlich eine Oppositionsbewegung gegen die staatliche Bevormundung der Gewert saften bemerkbar. Trohti erstrebt die sofortige Verstaatlichung der Gewerkschaften. Gegen diesen Versuch wendet sich ein Entwurf, der dem bevorstehenden 10. Kongreß der russischen kommunistischen Bartei zum Beschluß vorgelegt werden soll. Er ist von Lenin, Einowjew, Tomsky, Kalinin, Kamenew und anderen unterzeichnet und sagt, daß Lenin und einige seiner Anhänger von den AbFichten Trottis ein weiteres Anwachsen der Gegenbewegung befürchten, die sich bereits jetzt gegen die allzu weit gehende Staatliche Bevormundung der russischen Gewerkschaften erhoben hat. Womit von berufener Seite zugestanden wird, daß eine solche Bevormundung stattfindet. Alle unsere Schlußfolge rungen aus dieser bisher bestrittenen Tatsache erweisen sich somit els richtig, und es zeigt sich sogar, daß selbst die russischen Gewerkschaften anfangen, sich in diesem Verhältnis unbehaglich zu füblen. Wie scharf die Gegensäge in dieser Frage bereits sind und wie energisch große Teile der russischen Gewerkschaften sich bereits gegen die Bevormundung durch die Sowjetbureaukratie nicht nur, sondern auch durch die Kommunistische Partei zur Wehr sehen, zeigen die folgenden Vorgänge: Die Petersburger Organisation der russischen tommunistischen Partei hat einen Brief über die Aufgaben der Gewerkschaften veröffentlicht, worin die von Trokki eingenommene Haltung in sehr heftiger Form tritisiert wird. Die Petersburger Kommunisten fordern die Parteizweigstellen in der Broving auf, nur solche Genoffen auf den bevorstehenden 10. Barteifongreß zu entfenden, die den Standpunkt des Zentralfomitees der Partei anerkennen. Das Mostauer Parteifomitee hat hierauf einen Beschluß gefaßt, in welchem die Schärfe des Betersburger Briefes gerigt und hervorgehoben wird, daß die Leitung der Vorbereitungen zum Parteitongreß ausschließlich dem Zentralfomitee der Partei zustehe. In dem Entwurf Lenins und seiner Anhänger heißt es: Der Ewerpunkt der Arbeit der Gewerkschaftsverbände müsse gegenwärtig in das Gebiet des Organisations- und Wirtschaftsprogramms der russischen kommunistischen Partei verlegt werden. Der Organisationsapparat der verstaatlichten Industrie muß sich in erster Linie auf die Gewerkschaftsverbände stüßen. Im Augenblid ist es notwendig, daß die Gewerkschaftsverbände fich unttttelbarer an der Produktion beteiligen und zwar nicht nur daburch, daß sie ihre Mitglieder in die Wirtschaftsorgane ablomman bieren. Die wichtigste Aufgabe der Gewerkschaftsverbände Sowjet: rischen Einflusses des städtischen Proletariats auf die werftätige Bauernschaft und die Erziehung derselben im Sinne der proletarischen Disziplin durch Bildung allgemein gewerkschaftlicher Sefre tariate in den Gemeinden, Ortschaften und Dörfern. Diese Auseinandersetzungen beweisen aber, daß zwischen der Auffassung Troytis und der Lenins und seiner Anhänger nur graduelle Unterschiede bestehen. Auch die in dem Entwurf Lenins enthaltenen Darlegungen über die Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung im Eowjetstaat zeigen aufs neue, daß die Gewerkschaften in Rußland durch) starte Rücksichten auf das Staatswesen gebunden sind. Auch der entscheidende Einfluß der Partei wird betont. Das zeigt wiederum, daß das Verhältnis der Gewerkschaften zum gesamten Gesellschaftsleben ein völlig anderes ist als in Westeuropa. Wenn Lenin eine allzu straffe Bevormundung der Gewerkschaften zur Zeit noch ablehnt, so, wie aus der ganzen Situation deutlich hervorgeht, vorwiegend aus tattischen Rücksichten und Erwägungen der politischen Klug heit, weniger aus grundsäglichen Bedenken. Da wir für Deutschland und Westeuropa eine derartige Einstellung und Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung ablehnen müssen, sind wir auch gezwungen, die sich daraus ergebenden Arbeits- und Organi sationsmethoden als unannehmbar für die westeuropäische Gewerkschaftsbewegung zurüdzuweisen. Nach neueren Nachrichten aus Rußland hat Lenin sogar gegen zwei Fronten zu tämpfen. Sowohl gegen Troytys allzu starre Unterwerfung der Gewerkschaften unter die Sowjetgewalt, wie gegen eine start in Erscheinung tretende syndikalistische Strömung, die sich als Reaktion auf die Abhängigkeit der Gewerkschaften von der Staatsgewalt entwickelt hat und nun an Anhängern gewinnt, geht sein Kampf. Aus einem Artikel Lenins in der„ Prawda" geht das hervor. Lohnbewegung in Oberschlesien ( Drahtmeldung unseres Korrespondenten.) Kattowig, 3. Februar. Die oberschlesischen Bergarbeiter und Metallar. beiter Organisationen, zusammen mit den Ange. stellten Gewerkschaften, haben an die Interalliierte Kommission, zu Händen des General Le Rond in Oppeln, folgendes Schreiben gerichtet: Die Arbeitsgemeinschaft der Berg- und Hütterarbeiter sowie die ihnen nahestehenden Angestelltenorganisationen haben in einer am 30. Januar stattgefundenen Konferenz festste en müssen, daß trok der Stellungnahme der Konferenz vom 12. Dezember und der Eingabe vom 11. Januar 1921 eine Nachprüfung des Mas terials nicht zugestanden wurde, das der Arbeitgeberverband der oberschlesischen Großindustrie der Interalliierten Kommission zur Bewilligung der beantragten Kohlenpreiserhöhung unterbredet hat. Es muß weiterhin festgestellt werden, daß nicht einma eine Beantwortung seitens der Interalliierten Kommission erfolgt ist, worin die Vertreter der Arbeitnehmerschaft eine bis heute beispiellos dastehende Mizachtung erblicken. Es ist daher den Arbeitnehmerorganisationen nicht möglich, der Ars beiterschaft, die sich in Anbetracht der überaus drückenden wirtschaftlichen Lage jeht im Zustand der Erregung und Verbitterung befindet, flar zu machen, warum eine solche wirtschaftlich tief eine schneidende und die Berteuerung begünstigende Maßnahme er folgt ist. Aus diesem Grunde sind uns von der Arbeitnehmerschaft bestimmte Anträge auf Lohn- und Gehaltser= höhungen zugegangen, zu denen die heutige ArbeitnehmerKonferenz Stellung genommen hat. Das Ergebnis der Konferenz erlauben wir uns, den beiliegenden schriftlichen Antrag an deu Arbeitgeberverband zur Kenntnisnahme zu übermitteln. Ire dieser Anlage an den Arbeitgeberverband der oberschlesischen Bergwerts- und Hüttenindustrie heißt es: Wir beantragen daher, daß die gegenwärtigen Löhne sowie die Gehälter um 30 Prozent erhöht werden. Da die Erregung und die Unzufriedenheit der Arbeiterschaft im Revier eine fehr aroße ift, liegt es in aller Interesse, daß in fürzester Frist Verhande lungen stattfinden. Lenin gibt in seinem Artikel eine Geschichte des Konflikts. Es stehen sich als äußerste Flügel im Streit die Richtungen Troglys und Schljapnifows gegenüber. Schljapnitow vertritt die sogenannte„ Arbeiteropposition", die sich auf die breiten. Massen jener gewerkschaftlich organisierten Arbeiter stützen will, welche, durch die militärischen und diftatorischen Methoden der Beeinflussung der Gewerkschaften von oben her zur Opposition veranlaßt, eine fofortige Uebergabe des wirts schaftlichen Staatsapparats an die Gewerks schaften verlangen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, hat Trosty seine Thesen aufgestellt, welche im Gegensas dazu die Rechtssozialisten und Volksvertretung Gewerkschaften ganz unter den Einfluß der kommunischen Partei und der wirtschaftlichen Sowjetbehörden bringen, sie mit ihnen verschmelzen und ihnen dann die Produktion übergeben wollen. Trotzky hat durch sein Hervortreten den Streit erst recht entsacht und, wie Lenin ihm vorwirft, eine Fraktionsbildung" Opposition ist nur noch stärker angewachsen. Sie wird jezt verinnerhalb der Partei hervorgerufen. Auch die syndikalistische stärkt durch verschiedene weitere Gruppen, wie die Gruppe des ,, demokratischen 3entralismus" unter Sapronow, Offinsti u. a., und die Gruppe 3gnatows. Diese Gruppen wetteifern, nach Lenin, darin, welche von ihnen den parteilojen Arbeitern die meisten Rechte verspreche. Lenin selbst ist zwar bereit, der Arbeiteropposition" gewisse Zugeständnisse zu machen, bekämpft aber sowohl die syndikalistischen Strömungen, wie die Richtung Trogtys aufs schärfste. Am gefährlichsten erscheint Lenin jegt der Standpunkt Bucharin, der sich ursprünglich mit Trotty verbunden, dann aber ebenfalls eine Wendung zum Syndikalismus vorgenommen hat, indem er verlangt, daß den von den Gewertschaften aufgestellten Kandidaturen in die entsprechenden Staatlichen Wirtschaftsbehörden obligatorischen Charatter tragen sollen.„ Dies", sagt Lenin, ist der vollständige Bruch mit dem Kommunismus und der Uebergang ins Lager des Syndikalismus; es ist die Wiederholung der Schljapnitowschen Parole der„ Vergewerkschaftung des Staates", es ist die ftüdweise Uebergabe des Apparates des schaften.... Wenn die Gewerkschaften, d. h. zu neun Zehnteľn parteilose Arbeiter, die Leitung der Industrie bestimmen, wozu ist dann noch die Partei?" Lenin bezeichnet diese Richtung als eine„ prinzipienlose Demagogie" und fordert auf zum Kampf Obersten Boltsrates in die Hände der entsprechenden Gewerkzußlands bleibt ihre Rolle als Schule des Kommunismus. Eine plötzliche Berstaatlichung der Gewerkschaftsverbände wäre ein großer politischer Fehler, eben deshalb, weil sie die Gewertschaftsverbände im derzeitigen Stadium ihrer Entwicklung an der Erfüllung ihrer Hauptaufgaben hindern würde. Die russische gegen jene ungefunden Elemente" ber Opposition, welche dazu tommunistische Partei leitet zweifellos die ganze ideelle Seite der Arbeit der Gewerkschaftsverbände. Der Entwurf schlägt jedoch dem 10. Kongreß vor, die Parteiorganisationen vor einer Einmischung in die laufenden Arbeiten der Gewerks Ichaftsverbände zu warnen. Eine Hauptaufgabe der Gewertschaftsverbände ist die Stärkung des ideellen und organisato- Tatsachen, von denen sie umgeben sind, selber nichts anzufangen, eine Erhöhung der Flugsicherheit ab; in ihnen wird u. a. verlangt: Feuerschuß der Fliegenden, Fenersicherheit der Maschine, Sondernordnung der Betriebstoffleitungen, Bruchsicherheit derselben, Zugänglichkeit zu wichtigen Organen, besonders bezüglich ber Mo foren, Beseitigung gefährlicher Schwingungen, beste Wirksamteit und einwandfreier Gang der Steuer, großes Gesichtsfeld des Füh rers, bequeme Instrumentenanordnung, leichter Ein- und Aus stieg, Schutz der Fliegenden vor Luftzug, Witterung und Kälte usw. Sicherlich werden alle diese Forderungen im weiteren Verlaufe des Ausbaus der Verkehrsflugzeuge über furz oder lang auch erfüllt sein. Und da heute schon die Sicherheit Fliegens sehr hoch ist, wird sich auch in nicht allzuferuer Zeit selbst der schlimm und ängstlichste Steptiter mit absoluter Ruhe und dem größten Bertrauen dem Flugzeug zur Luftbeförderung anvertrauen. Der Spaziergang des Elefanten. abenbnacht in Holländisch- Indien, so lesen wir im„ Soerabaja In einer schönen SonnHandelsblad", begab sich eine vergnügte Gesellschaft nach Hause. Zwei Uhr des Nachts, tein Wagen, fein Omnibus war zu sehen. Man muß zu Fuß gehen. Halbwegs Djèbres( ein Vorort von Soerabaja) gewahrt die Gesellschaft eine graue Masse auf sich zukommen. Anfängliche Zweifel hinsichtlich ihrer Natur lösen fich Dald: es ist ein Elefant! Und zwar war es der junge Elefant aus dem Stadtpart, der sich durch das schöne Wetter hatte vers leiten lassen, einen fleinen Spaziergang zu machen. Zum Glüc waren nur wenige Menschen um diese Stunde auf den Straßen; joweit es Eingeborene waren, nahmen sie schleunigft Reißaus. Das Tierchen schien deshalb recht erfreut, endlich Gesellschaft zu finden und schloß sich der Partie sogleich mit einem Freudengeheul an. Schnellaufen half nichts, Stehenbleiben erst recht nichts. Allge meine Beluftigung! Ein Bolizeipoften versucht das lästige Tierchen zu verjagen, doch die tapferen Wächter der Sicherheit hatten feinen Erfolg. Also weiter! Das Elefantchen tippelte frisch und fröh lich mit, und war nicht weg zu kriegen. Man beschloß, es auf ein Grundstüd zu Loden, das Tor zu schließen und es dort als Ge schent zu belassen. Das fluge Tier ging aber nicht hinein und stellte sich so in das Tor, das man es nicht abschließen konnte. Endlich tam die Familie an ihre Villa von Djèbres, und einer von der Gesellschaft von heiligem Feuer für die gute Sache erfüllt, beschloß, voll Todesverachtung ein Ende vorauszulaufen, so daß der Elefant ihm folgen sollte, während die andern in den Garten liefen und ihm die Tür offen hielten. Das Manöver glüdte. Als alle drinnen waren, und das Tier zum Bewußtsein fam, daß es gefoppt war, begann es erbärmlich zu heulen und hielt die Geretteten noch ein ganze Weile wach. Wo der freundliche Didhäuter schließlich hingekommen ist, wurde nicht bekannt. Marionetten- Oper. Ein großer fünstlerischer Erfolg war die gestrige Opernaufführung auf der Marionettenbühne des Jugendamts Reutöln. Die Darbietungen der Künstler gefielen unge gelangt find, jede Militarisierung der Wirtschaft, die Methoden der Ernennung von oben her, ja sogar schließlich die führende Rolle der Partei gegenüber der parteilosen Masse zu verwerfen. Man sieht, die Leute, die sich anmaßen, der ganzen proletarischen Welt ihre toten Formen aufzuzwingen, wissen mit den lebendigen mein; das Publikum fargte denn auch nicht mit seinem Beifall, der zuweilen auf offener Szene einfegte. Die Vorstellung wird holt. Gegeben wird wieder: Bastien und Bastienne" von Mozart. Das Mädchen von Elizondo" von Offenbach und„ Ein lustiges Trauerspiel für Marionetten". Freitag und Sonnabend im Lyzeum, Berliner Straße 10, wiederStudenten- Statistit. Aus der jest abgeschlossenen Statistit ber Hochschulen Berlins ist zu ersehen, daß die Zahl der Studierenden. etwas zurüdgegangen ist. An der Universität sind in diesem Semester 12 532 Männer und Frauen immatrifuliert, während es im vorigen Winter 14 305 waren. Der Rüdgang, der bei der wäre, ist aber mehr auf Abgänge und Streichungen als auf eine fintende Zahl von Immatritulationen zurüdzuführen. Die 3ahl ber Personen, die einen Erlaubnisschein zum Hören erhalten haben, ist von 1087 Männern und 288 Frauen auf 1720 Männer und 377 Frauen gestiegen. An allen Hochschulen Berlins studieren Personen. zufammen 18 122 Männer und 2028 Frauen, zusammen 20 150 Ueberfüllung akademischer Berufe an und für sich zu begrüßen Rudolf Chriftians, ein lange beim Publikum beliebtes früheres Mitglied des Schauspielhauses ist in New- York gestorben. Tages- Notizen Beranstaltungen von Neukölln. Das Programm für Februar enthält vorwie gend musikalische Beranstaltungen. Sonntag, ben 6. Februar, wird der Opern fänger Cappiaaa einen rien und Liederabend geben. in 13. gaftiert bas Waghalter Quartett. Am 20. b. Mis. gibi Sermann Boettcher vom Staatstheater einen Rezitationsabend und am 27. Februar, wird der Chor der Kaiser Wilhelm Gedächtnistirme unter Mitwirkung ber Cellistin Sela Trau ein Konzert geben. Broletarisches Theater. Die Organisation hat sich entwidelt und umfaßt bereits ganz Berlin, Spandau und Eberswalde. Für Februar werden unter dem Titel Wie lange noch bürgerliche Geregtigteit?" verschiebene Vers anstaltungen stattfinden. Aufgeführt wird das Drama Wie lange noch" von Franz Jung am 6. Febr., 3 Uhr, Boigt- Theater, Babstr. 59; 12. Febr., 7 Uhr, Lichtenberg, Schulaula Martstr. 2; 13. Febr., 7 Uhr, Kliem, Safenheide 13, Karten 4 Mt., Arbeitsloje 1 Mt. Mitglieder des Proletarischen Theaters gegen die für Februar geklebte Karte( Kleben auch an ben Kaffen). Mus den Museen. Das Museum ber Abgülfe na antites Stulpturen ist von jest ab auch Sonntags von 10-1 Uhr geöffnet! Ein Wunsch, der schon gleich bei der ersten Eröffnung der neugeordneten großen Sammlung in der Universität im vergangenen Sommer von vielen Seiten, auch von ber Bresse, geäußert wurbe, bat fich damit erfüllt. Der Eintritt ist auch am Sonntag unentgeltlich. Der Zugang ist von ber Dorotheenstraße burd das erste Bortal im Westflügel. Sonntag, 6. februar, 9-11 Uhr, findet eine Führung im Raisez Friedrich Museum( Deutsche Malerei bes 16. bis 18. Jahrhunderts) burch Herrn Direktor Dr. Demmler und eine Führung im Alten Museum ( Antiquarium) burch Herrn Dr. Köfter statt. Karten zu 1 W. and us funft über spätere Führungen am Eingange ber beiden Museen. Eine Schulfunftausstellung wird am 6. Februar, vormittags 11% hr, ta ber Sophienschule, Weinmeifterstraße 16-17, eröffnet. Sie wird vom Lehrer follegium und vom Elternbeirat ber Schule gemeinsam mit bem Bunde für Schullun taustellungen veranstaltet. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, vormittags 11 Uhr, im Rathaus, König Straße, Bortrag des Genossen B. Krise: Reuere Forschungen fiber bes Stammbaum bet Meniden und Stammesgedigte. barmeniam. Gäste willkommen, Bei der Beratung des Reichstagsausschusses, welcher die Regierungsvorlage über den Staatsgerichtshof zu prüfen hat, zeigte sich, wie wenig die Rechtssozialisten die wichtigsten Rechte des Boltes wahren. Nach der Regierungsvorlage sollte der Staatsgerichtshof aus einer Anzahl von Bräsidenten verschiedener Gerichte gebildet werden. Die Rechtssozialisten beantragten die Mitglieder des Staatsgerichtshofes zur Hälfte vom Reichstat und Reichstag wählen zu lassen. Genosse Dr. Rosenfeld pers langte dagegen, daß sämtliche Mitglieder des Staatsgerichtss hofes vom Reichstag gewählt werden sollen. Er mies auf die Selbstverständlichkeit hin, daß vom Volte gewählte Parla ment allein die Mitglieder des Staatsaerichtshofes wählen müsse, und daß der Reichstag solche wichtigen Rechte nicht an den Reichss rat abgeben dürfe. Bei der Abstimmung stimmte nur ein Teil der Rechtssozialisten mit unsern Genossen für das alleinige Recht des Reichstages zur Wahl der Mitglieder des Staats gerichtshofes. Ein Teil der Rechtssozialisten stimmte dagegen. Diese Rechtssozialisten haben damit bewiesen, daß sie noch nicht einmal Demokraten sind, geschweige denn Sozialisten. Der Ausschuß für Auswärtige Angelegenheiten trat gestern pormittag zu einer längeren streng vertraulichen Besprechung zu fammen, an der der Außenminister Dr. Simons teilnahm. Bauarbeiter und Wohnungsnot. In der am Donnerstag morgen veröffentlichten Eingabe der freigewerkschaftlichen Organisatios nen an den Reichstag ist als Summe 1,5 Millionen Mart ges nannt. die vorschußweise gefordert wird. Das ist ein Druckfehler, es muß natürlich 1,5 milliarden heißen! Deffentliche Wählerversammlungen Montag, den 7. februar. Groß- Lichterfelbe. Abends 8 Uhr, in der Aula des Realgnme nasiums, Drafestraße. Schulaula Reichenberger Straße. Genosse Bachert sprach in der gut besuchten öffentlichen Wählerversammlung über die Breußenwahlen. Sein Referat fand lebhaften Beifall. In der Debatte sprachen natürlich zwei Kommunisten, die aber sowohl von unserm Genossen Grün als auch vom Genossen Bachert in seinem Schlußwort eine gründliche Abfuhr erhielten. Mariendorf. Eine gut beluchte Wählerversammlung fand gestern abend in der Aula Kaiserstraße statt. Genosse Seger sprach über die Bedeutung der Preußenwahlen und die Grunds jäße der U. S. P. und erhielt starten Beifall. In der Debatte sprach neben den unvermeidlichen Kommunisten auch der Bezirkss verordnete Hesse, Mitglied der Deutschen Volkspartei. Ihn fer* tigte der Referent in seinem Schlußwort unter stürmischer Zustim mung der Versammlung besonders treffend ab. Copenid. Jm gut besuchten großen Gaal des Stadttheaters sprach am letzten Mittwoch Genosse Dr. Weyl. In seinen 1½- stündigen Ausführungen streifte er die augenblidliche außens Genosse Wey! ließ die Unterlassungsfünden der Rechtssozia politische Lage und ging dann zu der Preußenwahl selbst über. listen und die reaktionäre Saltung der Bürgerlichen nochmals an dem geistigen Auge der Zuhörer vorbeiziehen; wobei seine fartastischen und trefflichen Worte des öfteren von startem Beifall unterbrochen wurden. In der Distufion sprach von der VKPD. Solzfeller in durchaus sachlicher Weise. Seine Ausfüh rungen wichen unwesentlich von dem Referat Weyls ab und erflärte er in vielen Dingen seine Uebereinstimmung mit der des Referenten. Im Schlußwort wies Genosse Weyl einige Ans griffe zurück und schloß mit der begeistert aufgenommenen Mahnung am 20. Februar seine Pflicht für die USP. und den revo lutionären Sozialismus zu tun. Seit langer Zeit war dies wieder eine fachliche und damit der Sache des Proletariats dienende und fördernde Versammlung. Aus der Parteipreffe Die soeben erschienene Nr. 4 der von Dr. Rud. Breitschekd herausgegebenen unabhängigen sozialdemokratischen Wochen schrift Der Soziali enthält folgende Beiträge: Ein internationaler Einigungsversuch von A. Stein; Die Betämpfung der Arbeitslosigteit in Eng land von Tony Breitscheid; Der irische Krieg von einem Engländer; Der Parteitag der lettischen Sozialbemotratie von Osolin; Die Parteifrise in der Tschechoslowatei von J. Belina. Der Sozialist" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchhandlungen, durch die Bost oder durch den Verlag T. Breitscheid, Berlin W 15, zum Preise von vierteljährlich 15 M., Einzelnummer 1,50 M., zu beziehen. Ausgleichende Gerechtigkeit auf politischem und sozialem Ges blet ist eine Forderung, die leiber Gottes noch immer ihrer Lösung harrt. Ausgleichende Richtigstellung des Sehvermögens, eine Forberung, die Gott sei Dant tatsächlich erfüllt ist und awwar burch den Lohmann- Kneifer". Retne, Vergafung" der öffene Htchen Meinung durch den blauen Dunst narkotisch wirkender Inferatt, sondern Beweise für alle Welt durch die krisialtare Wahrheit der Tatsache an fich. Jedermann, sofern nur reif er, frägt allein ben ,, Bohmann- Kneifer", Peofpekt 14 wird gern kostenfrei und unverblublich zugefanbl Groß- Berlin Die Zuteilung der Stadtverordneten auf die Bezirke in beschäftigte gestern erneut den zur Prüfung dieser Frage eingeSegten ständigen Stadtverordnetenausschuß unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Schultz( USP.). Zur Beratung stand zunächst der bekannte Fall der Stadtverordneten Frau Riemer Schöneberg, die, nachdem sie bereits gemäß ihrem Wohnsiz der Bezirksversammlung 2 zugeteilt worden war, naaträglich, um die Mehrheit in dieser Bezirksversammlung zu berichtigen, der Bezirksversammlung Charlottenburg durch Beschluß der Stadtperordnetenversammlung zugeteilt wurde. Der Oberpräsident hat, Der Oberpräsident hat, wie von uns berichtet, den Magistrat angewiesen, diesen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung als dem Gesez Groß- Berlin widersprechend zu beanstanden, und der Magistrat hat denn auch die Beanstandung ausgesprochen. In dem Bescheid des Oberpräfidenten heißt es: Die einmal erfolgte 3uteilung der auf einen Stadtwahlvorschlag gewählten Stadtverordneten zu einer be stimmten Bezirksversammlung tann durch einen erneuten Beschluß der Stadtverordnetenversammlung nicht geändert werden." Die Bezirksversammlung fönne nicht dauernd einer willkürlichen Aenderung ihres Bestandes durch die Stadtverordnetenversammlung ausgesetzt werden. Mit Rücksicht auf diese Beanstandung ist die gegen die anderweitige Zuteilung der Frau Riemer beim Bezirksausschuß erhobene Klage zurückgenommen worden. Im Stadtverordnetenausschuß entstand nun die Frage, ob die Stadtverordnetenversammlung, wie dies nach dem Zuständigkeitsgesetz zulässig ist, gegen die Beanstandung des Magistrats Klage beim Oberverwaltungsgericht anstrengen solle. Nach eingehender AusSprache beschloß der Ausschuß mit 6 gegen 6 Stimmen, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, von der Erhebung einer solchen Klage abzusehen, da sie völlig aussichtslos fei. zweite Fall war die Zuteilung des Stadtverordneten Busch, der in Berlin- Tiergarten wohnt, aber auf seinen Wunsch dem Bezirk 20( Reinickendorf) zugeteilt worden ist, wo er lange Jahre Gemeindevertreter gewesen ist. Die Bezirksversammlung 20 hotte gegen diese Zuweisung Einspruch erhoben. Der Ausschuß stellte fich auf den Standpunkt, daß die Bezirksversammlung nicht berechtigt sei, einen solchen Einspruch zu erheben, weil das hierfür zuständige Bezirksamt noch nicht gebildet ist. Die Seeschlange Der In der Sigung des Verwaltungsrates für Häfen und Schiffahrt, die am Mittwoch abend stattfand, erklärte der deutschnationale Stadtv. Pfarrer Koch sich durch die Feststellungen, welche die Untersuchung über die Diebstähle im Osthafen ergeben hat, für befriedigt. Er sang dort ein Loblied auf die Arbeiterräte und er= klärte, wenn diese jetzt nicht schon gesetzlich festgelegt wären, müßten sie unbedingt geschaffen werden. Als der Verwaltungsrat auseinanderging, hatte Herr Koch eine Erklärung dahin abgegeben, daß er die von ihm im Auftrage seiner Freunde vertretene Anfrage an den Magistrat zurückziehen werde, wenn Herr Stadtrat Schüning im Auftrag des Magistrats das in der Sitzung des Verwaltungsrates festgestellte Ergebnis der Untersuchungen mitteilte. Vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag erklärte Herr Koch plötzlich, er sei nicht mehr in der Lage, sich an seine Zusage zu halten. Im Laufe des Tages sei ihm so viel neues Material über die Angelegenheit zugegangen, daß er auf weitere Feststellungen drängen müßte. gegen den Betriebsrat wird also fortgesetzt werden. Proletariat und auswärtige Politit Die Sah Dr. Gustav Mayer, der den Arbeitern wohlbekannte Engels Biograph, hält im Rahmen der Volkshoch= schule Groß- Berlin einen Vortragskursus über das Thema: Proletariat und auswärtige Politif. Die Vorträge finden an acht Abenden, jeden Freitag von 8-9% Uhr abends, im Reform- Realgymnasium, Neukölln, Boddinstr. 34-38, statt. Am Freitag, den 4., hält der Dozent den zweiten Vortrag. und da noch Hörer aufgenommen werden fönnen, empfehlen wir unseren Parteigenossen dringend der Besuch der Vorträge. Die Hörgebühr beträgt 6 Mart für den Kursus. Aus der Vortragsdisposition, die der Dozent anfündigt, entnehmen wir zur näheren Kennzeichnung des Inhalts der Vorträge folgendes: Was interessiert die verschiedenen sozia len Klassen an der Auswärtigen Politit? Voraussetzungen einer proletarischen Auslandspolitik. Die französischen und englischen Sozialisten des 19. Jahrhunderts. Marx, Engels, Lassalle. MarAus erster Hand ab Engroslager W. Reinecke, SW. Katzbachstr. 25. Kurf. 214, an Jedermann: Feldbe tst. 70.-, Stahlmatr. ,, Oulpius" m Unterf. b. 90 cm brt. 122.-, dreitlg. Auflagen 90.-, 160- 175.-, Kinderbettst. 180. große Metalbettst. 130. in Messing 325Münzen:: Briefmarken kauft Großmann, Johannisstr. 4. 93 rismus und Imperialismus. Die erste, zweite und dritte Jnter| müssen. Also auch diese armen Teufel müssen am Wiederauf, nationale in ihrem Verhalten zu den internationalen Macht- bau" mithelfen. fämpfen. Weltkrieg und Proletariat. Proletariat und Pazifismus. Jugendweihe Sie Für Kinder, die an den Jugendweihen im großen Schauspiel hause teilnehmen, werden eine Reihe Vorträge gehalten. finden statt für Norden in der Schule Müllerstraße, Ede Triftstraße, und in der Schule Pappel- Allee 41-42, für Charlotten burg und die westlichen Vororte in der Hindenburgschule, Gueridestraße, Charlottenburg, am Sonntag, den 6., 13., 20., 27. Februar und 6. März. Für Osten finden die Vorträge in der Schule Frankfurter Allee 37, für Südosten und Süden in der Schule Wrangelstraße 128, statt, und zwar Freitags, nachmittags 5 Uhr, am 11., 18., 25. Februar, 4., 11. Márz. Eltern dürfen an den Vorträgen teilnehmen. Holzarbeiter! wählt die Liste Freigang Boese. Die Einführung des Oberbürgermeisters Boeß findet, wie wir hören, in der Stadtverordnetenfigung am Donnerstag, den 10. d. Mts., nachmittags 6 Uhr durch den Oberpräsidenten Dr. Maier statt. Verwaltungsbezirk 19. Jm Pantower Rathaus, Zimmer 17, Sigung der Kommunalen Kommissionen der zum Bezirk gehörenden Orte mit den Bezirksverordneten am Sonnabend 6 Uhr. Die Friedrichstraße, die lange Jahre hindurch durch die Bauzäune und den Holzbelag der Baugrubenabdeckung für den Untergrundbahnbau der städtischen Nord- Südbahn ein Bild der Unordnung bot, wird nun allmählich wieder in ihren früheren Zustand einer sauberen Straße versetzt. Zwischen der Mittel- und Dorotheenstraße, wo vor einiger Zeit die Decke des Untergrundbahntunnels einbebaut worden ist, ist der Holzbodenbelag beseitigt, und an seine Stelle über dem im Rohbau fertiggestellten Tunnel eine vorläufige Kopfsteinpflasterung getreten, die in einiger Zeit durch das frühere Asphaltpilaster ersetzt werden soll. Auch südlich der Behrenstraße, zwischen der Taubenstraße und der Kreuzung mit der Untergrundbahn Leipziger Plaz- Spittelmarkt, wird jetzt die Tunneldecke hergestellt, so daß auch an dieser Stelle bald der Bauzaun in der Mitte der Straße verschwinden kann. Ebenso macht die Herstellung des Tunnels zwischen der Leipziger und der Kochstraße gute Fortschritte, so daß auch hier wieder das frühere Aussehen der Straße hergestellt werden fann. Natürlich muß sich, bevor die Straße asphaltiert werden fann, der Ueberfüllbogen genügend gesetzt haben, dies erfordert zunächst die Aufbringung eines vorläufigen Pflasters, welches erst später durch die Beton- und Asphaltschicht ersetzt werden. tann. Immerhin tann schon jezt gesagt werden, daß die mittlere Friedrichstraße im Herbst d. Js. von allen Bauzäunen befreit sein wird und damit dem heutigen Zustande ein Ende bereitet ist. Keine freie Fahrt. Die Eisenbahnverwaltung hatte, wie er innerlich, bei Kriegsausbruch den verwundeten Soldaten auf der Stadt- und Ringbahn sowie auf bestimmten Vorortstrecken freie Fahrt gewährt. Diese Vergünstigung hat sich nunmehr angeblich, nachdem der größte Teil der Kriegsbeschädigten und Verwunde ten zur Entlassung gekommen ist, als überflüssig erwiesen. Sie wird daher von sofort ab aufgehoben. Von nun an müssen die etwa noch in Berliner Lazaretten befindlichen Verwundeten Fahrten auf der Stadt- und Ringbahn, sowie auf den Vororts strecken wieder selbst bezahlen. Sie haben, falls sie sich noch im Militärverhältnis befinden, Anspruch auf die Beförderung zu Sägen des Militärtarifs, benötigen jedoch hierzu eines besonderen Ausweises ihrer vorgesetzten Dienststelle, der mit Lichtbild und Unterschrift des Inhabers und dem Siegel der Dienststelle versehen sein muß. Hierbei ist besonders zu beachten, daß die Dienstsiegel der früheren preußischen Militärbehörden bereits seit einiger Zeit nicht mehr als gültig anerkannt werden und durch besondere Siegel des neuen Reichsheeres ersetzt werden Leicht beschädigte Klaffifer, Romane, Jugendschriften Sozialistische Literatur Sugang v. b. Friebricht.( Ptr.108) Norden 106 21 25% Preisermäßigung Botenfrauen Buchhandlung Freiheit, Berlin C2 für Herfurthstraße stellt ein Spedition Krüger, Neukölln, Emser Straße 32 Breite Straße 8/9 Schriften für den Wahlkampf .... Mk. 0.40 Bon Karl Kautsky. Mk. 3.00 Was ist Sozialisierung? Referat, gehalten auf dem 2. Reichskongreß der A., Die Frauen und das Rätesystem. Bon Toni Sender. S.- und B.- Räte am 14. April 1919. nk. 1.20 Zweite ers weiterte Auflage mk. 1.50. Mk. 1.00 Programm und Taktik der USP. Von Artur| Die Diktatur der Demokratie Crispien Die Frauenerwerbsarbeit. Bon Mathilde Wurm. Das Schulprogramm. Ein Entwurf der vom Zentral- Was ist Sozialisierung? Von Karl Korsch. Ein Brogramm des prakt.Sozialismus. Mit Anhang Mk.1.50 komitee der USB. eingefeßten Kommission für das Erziehungs und Bildungswesen. Mit einem Vors Der Zusammenbruch der Kriegspolitik und die Novemberrevolution.( Beobachtungen Mk. 1.50 wort von Georg Ledebour ehemaligen Feldsoldaten). • eines Die Kriegsschuld der Rechtssozialisten. Heinrich Ströbel. Diese Schrift enthält Aufzeichnungen, die Ströbel, ehemaliger Redakteur des Vorwärts", aus intimfter Kenntnis aller Borgänge bereits im Juli 1917 veröffentlicht hat. Man erfährt aus ihnen viele bisher unbekannte Tatsachen über die Haltung der Rechtssozialisten während des Krieges M. 2.00 Die Münchener Tragödie.( Entstehung, Verlauf und Zusammenbruch der Räterepublik München. Mk. 2.00 Mk. 1.00 Willst du arm und unfrei bleiben? Bon Luife Gedenks Bieg. Ein Aufruf an die Frauen des werktätigen Die deutsche Arbeiter= Revolution. Wolkes. Herausgegeben vom Zentralkomitee der schrift über den Berlauf des ersten Revolutionss Mk. 1.50 USPD. Mk. 0.30 jahres 1918/19 Bon Eine Abrechnung mit den Rechtssozialisten. Bon Mk. 1.00 Artur Crispien. 32 Seiten Der moralische Zusammenbruch der SPD. Mk. 0.75 Ledebour vor den Geschworenen. Bon Georg Ledebour. Eine Anklage gegen die Regierung Eberts Scheidemann, bringt diese Schrift die wörtliche Wiedergabe der Verteidigungsrede, bie Ledebour am 2. Berhandlungstag vor den Berliner Geschworenen in Erwiderung der gegen ihn erhobenen Anschuldi uspD. und Gewerkschaften. Von Rob. Dihmann Mk. 1.20 gungen hielt Der Mord an Karl Liebknecht und Rofa Lurems burg. Mit Porträts der Ermordeten und Bildern Die Gewerkschaften in der Revolution. Bon Mk. 3.00 der Angeklagten mk. 6.00 Klaffenjuftiz. Chronologische Gegenüberstellung von Gerichtsurteilen gegen Revolutionäre und Reak tionäre. Von Friz Schneider Mk. 1.80 Mk. 0.50 Rich. Seidel Die Berfaffung des Freistaates Preußen Mk. 2.00 Wahlgefeh zum preußischen Landtag, Provinzials Laubtags- u. Kreistags- Wahlgefey Mk. 2.50 Organisationen bei Bezug größerer Partien bedeutende Preisermäßigung Buchhandlg. Freiheit", Berlin C2, Breite Str. 8: 9 Spezialität: ohne Gaumenplatta Annahme in allen Speditionen des Verlages Das Apollotheater hat sich die bekannte Tanzfünstlerin Saharet verschrieben. Der Direktor James Klein hat ihr ein besonderes Ausstattungsstüd:„ Madame Dubarrys Liebesleben" auf den Leib schreiben lassen, in der die Saharet in der Rolle der Geliebten Ludwig XV, ihre Tanzkunst in formvollendetster Weise zur Ans schauung bringt. Das Programm, in dem auch die Familie Lerch mit ihren ifarischen Spielen Ausgezeichnetes leistet, ist geeignet, der Direktion auf längere Zeit ein volles Haus zu sichern. Ein Blumenladen wurde der Saharet von ihren Verehrern auf die Bühne gebracht. Der Raubmord in Potsdam. Es sind Zeugen ermittelt worden, die um die Zeit, zu der das Verbrechen ausgeführt zu sein scheint, einen Mann gesehen haben, der vor dem Hause auf und ab ges gangen ist und fortwährend nach der Wohnung der Ermordeten hinaufgesehen hat. Plöglich öffnete sich dann ein Fenster, aus dem ein zweiter Mann hinaussah und dem Untenstehenden zuwinkte. Auf dieses Winken hin begab sich dann auch der andere in die Becksche Wohnung. Dieser Mann ist etwa 30 bis 35 Jahre alt und 1,73 groß, träftig und breitschultrig; hatte einen kleinen, dunklen, gestuzten Schnurrbart und trug einen kurzen, dunklen Ueberzieher, vielleicht aber auch eine bis zum Knie reichende Joppe, einen fleinen braunen Belzkragen und einen dunklen weichen Hut, dunkelgelbe Ledergamaschen und an den Knien ziemlich weite Hosen. Es unterliegt teinem Zweifel, daß diese beiden Männer die Täter sind. Wer über sie noch weitere Angaben machen kann, wird unter Hinweis auf die ausgesezte Belohnung von 5000 Mt. ersucht, sich umgehend bei Kriminalfommissar Fichtemann bei der Kriminalpolizei in Potsdam oder bei den Kriminalkommissaren Dr. Grünberg und Bünger im 3immer 190a des Berliner Polis zcipräsidiums zu melden. Wegen Millionenunterschlagungen, die der Effektentassierer Richard Gericke verübt hat, erkannte das Gericht auf zwei Jahre Gefängnis. Gericke war durch Bekannte dem Spiel in die Arme getrieben worden und kam so zu diesen Unterschlagungen der ge= waltigen Summen. Der Spiel- und Wetteufel hat schon viel Unheil angerichtet. Mit der Mistgabel niedergeschlagen. Wegen Raubmordversuchs verhaftet wurde der Knecht Otto Göppermann aus Berlin. Dieser hatte bei dem Hofbesizer Straßburg in Hohenseichow bei Kasekaw Stellung genommen. Vorgestern überfiel er dessen Frau, schlug ste mit einer Mistgabel nieder und raubte sodann 560 Mart bares Geld und mehrere Sparkassenbücher. Mit der Beute er= griff er die Flucht. Es gelang gestern, den Gesuchten festzunehmen. Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Sonns abend. Langsam aufflärend, nachts, mittags und abends gelinder Frost, mittags ziemlich mild bei mäßigen östlichen Winden, teine wesentlichen Niederschläge. Aus den Organisationen Sonnabend, den 5. Februar. Frauenarbeitskommission, 7% Uhr, wichtige Sigung bei Döring, 2. Distritt. Steinmekstraße 23. 6. Distrikt. Luna- Säle, Neue Königstraße 7, Unterhaltungs- Abend. Tanz, Rezi tation und Verlosung. Anfang 7 Uhr. 11. Dijiritt. Abends von 6 Uhr ab, holen die Abteilungsführer Flugblätter und Blafate ab. 1.- 3. Abteilung bei Genossen Lohmann, Hussitenstr. 43; 4.- 8. 26 teilung bei Genossen Dahms, Schlegelstr. 9. 18. Diftrift. Abends 8 Uhr, bei Bierbaum, Baftianstr. 2, furze Sigung bet Frauenarbeits- und Kinderschuh- Kommission. Sonntag, den 6. Februar. 18. Diftrift. Bormittags 10% Uhr, Landagitation mit Referenten bei Schur mann, Stettiner Straße 11. Niederbarnim- Nord. Bormittags 10 Uhr in Basdorf, im Lokal der Witwe Stebede, Konferenz der Genoßen aus den an der Liebenwalder Bahn gelegenen und von ihnen benachbarten Orten mit der Landagitationstommiffion. Die Orte müssen burd wenigstens einen Genossen vertreten sein. Auch die Obleute der einzelnen Agitationsbezirke müssen zugegen fein. Riederschönhausen. Vormittags um 9 Uhr, wichtige Hanbzettelverbreitung von ben Zahlabendlokalen. Bezirksführer holen das Material Sonnabend von der Freiheitspedition ab. Vereinskalender Buchbinderverband. Kartonbranche. Die Streifvers sammlung findet am Sonnabend, den 5., vormittags 9 Uhr, bei Böker, Weberstr. 17, statt und nicht wie irrtümlich mitgetefft wurde, am Sonntag. Die Streilleitung. Sonnabend, den 5. Februar. Frete Lehrergewertschaft( Verband sozialistischer Lehrer). 6 Uhr, Geschäftssitzung Rathaus, Zimmer 109. Tagesordnung: 1. Pädagogische Internationale. 2. Ge wertschaftliches. Arbeiter- Radfahrer- Bund Solidarität. Ortsgruppe Spandau. Abends 7 Uhr. Versammlung bei Buller, Breite Straße Ede Berliner Straße. Der Vorstand. Zentralverband der Angestellten. Handelsschullehrer: abends 7% Uhr, Write gliederversammlung, im alten Astanier, Anhaltstraße 11. Jugendgruppe: abends 5 Uhr, öffentliche Versammlung, in der Schulaula, Niederwallstr. 12. Berantwortlich für die Redaktion: Emil Rabold, Berlin. antwortlich für den Inseratenteil: ud mig Komeriner, Karlshort. Verlagsgenofenifait reibeit" e. 6m 6 H. Berlin Drud ner Freiheit" Druderei G. m. b. H., Berlin C. 2, Breite Straße 8-9. Zahn- Praxis Endter Nflg. Ulvenslebenstraße 21, Nur 2 fefte Breife. Zähne 5 M. und 7,50 M. Schöne natürliche Farben und Formen mit echtem Kautschuk und schriftlicher Garantie. Hochbahnhof Bülowstraße Goldkronen:: Brücken:: Stiftzähne. Gaumentofer Zahnerfay. Munduntersuchung gratis. Keine Luruspreise. Sprechstunden wochentags 9-12, 2-6 Uhr. Kleine Anzeigen Geschäftsstelle: Berlin 2, Breitefts. Se Das Ueberschriftswort 2.- Mk., jedes weitere Wort im Zegt 1.50 h. netto. Stellungsgefuche: Ueberschriftswort 1.50 Mh., jedes weitere Wort im Text 1.-- Mu. Verkäufe Gardinenverkauf zu billigen Breisen: Küchengardinen 32, Meterwaren 8,- an, Künstlers garnituren dreiteilig 85,- an, Madrasgarnituren, Bettdecken Deutsch, Landsberger Straße 13, parterre. 65, Genossen! Raglans, Ulfter, Schlüpfer, Anzüge, Cutaways, gestreifte Hofen, Wintermodelle, find eingetroffen in unübers troffener großer Auswahl von 500 mk. an. Burgher, Briger Straße 20, vorn 11. Fahrvers bindung Kottbuser Brücke. Bettwäsche, sur weiß. Woche ftaunend billige Preise, auch einzelne angestaubte Bezüge. Deckbettbezug 55.-, Kissen 15.-, Laken 28.-, Jnletts 125.Wäscheftoffe, Handtücher, Leibs wäsche Engrospreise, Wäsches fabrik, Gräfeffraße neunund breißig( Safenheide). Geöffnet bis 7. Brockhaus Konversations. legikon, 14.( legte) Auflage in 17 Halblederbänden verkauft Buchhandlung Freiheit, Breite Str. 8-9. 10 Möbel Sofaumbau 650.00, Chaises Kreuzflichfe, Alaskafüchse, longues 2: 0.00 bis 575.00, AufRotfüchie sowie alle anderen lagematraßen, Patentmatragen Walter, Stargarder Belzarten wegen vorgerückter 120.00. Saifon jetzt zu herabgesetzten, Straße achtzehn. ftaunenerregend spottbilligen Chaiselongues 150,- bis Breifen! Alles neue, keine 600,-, Metallbetten 250,- bis Berjaywaren! Leibhaus, Ware 2000,-, weiße Schlafzimmer schauer Straße 7. Meicke, Auguftftr. 32a, Dugb. Gelegenheitskauf. Selbsts gefertigle elegante Herrenanzüge 295, Mark, Jünglingsanzüge 240,-, Ruß, Wilhelmftr. 403, Kochstraßenecke. Kreuzfüchse 195.-. Sämts liche Pelzarten, Hälfte herabs gefeßt. Herrengarderobe, Taschenuhren, Goldwarenlager Staunend billig. Keine Loms bardware. Leihhaus Rosen thaler Tor, Linienstraße 203/4, Ecke Rofenthaler Straße. Bettwäsche, Fabrikpreise, Hafenheide 93. Möbel, gebraucht und neu. Stube und Küche, gut erhalten, 1800.- ehfeld, Badstraße 34, Hausnummer achten. Kaufgesuche Silberschmelze Christionat, Köpenicker Str. 20 a( gegen über Manteuffelftr.) kauft Zahne gebiffe, Platinabfälle, Schmucks fachen, Quecksilber, Glühstrumpf asche, sämtliche Metale. Ber Kokoski, Goldschmied, kauft Spiralbohrer, Schmirgel. zu günstigen Preisen: Platin, leinen, jeden Bosten, kauft Gold, Silberbruch, unmodernen Schmidt, Köpenicker Str. 98 b. Schmuck, Bahngebiffe, Brenns ftifte. Eigene Kugellager, Magnete, Bers Berwertung. gafer, Zündkerzen, alte, neue Goldwaren- Fabrik Brunnens kauft höchstzahlend Mechanische straße 168. Werkstatt, Reinickendorfer Straße 93. Fahrräder Motorräder, Autozubehör, Motore kauft Feuker& Pilz, Schwedter Straße 258. Werkzeuge 1. Maschinen Spiralbohrer, Schmirgel leinewand, Reibahlen, Gewindes bohrer, Holzbohrer, Hammter, Handbohrmaschinen, Sicchbeitel alle Arten Bangen, Holz, Schloß, Maschinenschreuben kauft gegen fofortige Raise Werkzeughandlung Richthofen Straße 10. Königstadt 8607. Ansiedelungen Selbstbau Rugellager, Boschkerzen, Unterbrecher dringend zu kaufen gesucht Fahrradgefchäft. Schön Barzellen teils eingezäunt, hauser Allee 163( humb. 461). nage Bahnhof Fredersdorf, Spulendraht, 2 ma! Seide, Hohenneuendorf. Kleifte An zahlung. Hülsen, Stegliß, Kilogramm bis 400.00 Mark, Treitschkestraße. kauft dringend„ Alfa", Augufts ftraße 74. Spiralbohrer, Schmirgel leinen kauft Berger, Brenzlauer Straße 56( Aleranderplay.) ieden Rugellager, kauft Bosten böchstzahlend Brett, Tiermarkt Riesenkaninchen verkauft Reinickendorf- West, Restaurant, Landsberger Str. 11 Dahnstraße 4. Rugellager hauft dauernd jeben Boften Ebertyjtr.46( Laden) Tel. Kgft. 2783. Spiralbohrer, Schinirgels leinen kauft laufend Lanzke, Belle- Alliance- Str.98( Hallesches Tot). Verschiedenes verkleinert Leinenkragen Born, Reichenberger Str. 7. Genossen werbt für die„ Freiheit"!