Mr. 220. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. : Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Geblihe beträgt für die fechsgefpaltene Solonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpediiton abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis& Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 21. September 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: mächte ausüben werden, die es auf sich genommen haben, die Inter- Mittelineers als Element des Fortschritts eine große und Die Friedenspräliminavien. essen der griechischen Unterthanen während des Krieges zu schüßen. wachsende Rolle spielen. Eine traurige Episode im großen Bölkerepos der Orients Drei Monate haben die Kabinete Europa's und ihre Bot In Erwartung des Abschlusses und der Jukraftfeßung der nach Artikel 5 durch eine Spezialkommifffon auszuarbeitenden Konfrage geht zu Ende. Auch die schwergeprüfte Jusel Kreta schafter in Konstantinopel benöthigt, um die Präliminarien des vention werden die gerichtlichen Angelegenheiten zwischen Friedensschlusses zwischen der siegreichen Türkei und dem be- den ottomanischen und griechischen Unterthanen, deren Ur- muß auf das Ideal, welches sie anstrebte, verzichten und sich fiegten Griechenland festzustellen. Endlich ist das schwierige sprung auf ein älteres Datum als die Kriegserklärung zurück von den europäischen Mächten beruhigen" lassen; diese Be Wert" gelungen. Die größten dieser Schwierigkeiten ver- greift, nach den gesetzlichen Reglements, die vor dem Kriege in fraft ruhigung wird jedenfalls noch erhebliche Zeit und Mühe ursachte offenbar die Türkei, die aus dem leicht erfochtenen waren, behandelt werden, die späteren Affären gemäß den Prin- kosten, aber zu einem vorläufigen Abschluß dürfte nunmehr Siege möglichste Vortheile zu erzielen suchte. Aber auch die zipien des internationalen Rechts auf Basis der Konvention zwischen auch die kretische Frage gelangen. Aber, wie gesagt, nur eine Episode ist's, die da beschlossen Eifersüchteleien der Großmächte unter einander haben zweifels. Türkei und Serbien vom 26. Februar und 6. Mai 1896. Artikel 9. Im Falle von Differenzen während des wird. Noch blieb die kriegerische Auseinandersetzung auf ohne ihr gut Theil dazu beigetragen, den Abschluß der Ver- Verlaufes der Verhandlungen zwischen der Türkei und Griechenland ein enges Gebiet beschränkt. Das große Drientproblem bleibt handlungen hinauszuziehen. Immerhin haben die Großmächte sollen fragliche Punkte zwischen der einen oder der anderen folche Friedensbedingungen für Griechenland erwirkt, daß man intereffirten Partei einem Schiedsgericht von Repräsentanten ungelöst. Geblieben ist die Unterdrückung entwickelungsfähiger wenigstens nicht von ihnen sagen darf, sie hätten zu der der Großmächte unterworfen werden; dessen Entscheidung wird Völker unter der Herrschaft des Halbmondes. Geblieben sind früheren großen Schuld, die sie durch ihr Verhalten zur bindend sein. Dieses Schiedsgericht wird follektiv oder durch die begehrlichen Wünsche der Balkanstaaten nach Landesfretischen Frage gegen das kleine Hellenenreich auf sich geladen Spezialdelegirte der intereffirten Staaten seine Funktion ausüben erweiterung und Seezugang. Jm Wachsen ist das türkische Machtgefühl, die panislamitische Bewegung. Im Wachsen sind haben, nene Schuld hinzugefügt. Von irgend welchem Ber- und zwar direkt oder durch Vermittelung der Spezialdelegirten. Artikel 10. Die Hohe Pforte behält sich vor, die Großmächte die Gegenfäße der europäischen Mächte, welche im 8 einer Propofition über die Regelung der Fermane einzuladen, Bentrum der alten Welt, am Bosporus und am„ Dach der ausgehend von den Bestimmungen der Konvention vom 24. Mai 1881, Welt" aufs schärfste gegen einander stoßen. welche solange in Kraft bleiben, als sie nicht durch den gegenwärtigen Att modifizirt erscheinen. dienst des europäischen Konzerts" um den griechischen Staat fann natürlich schon deshalb nicht gesprochen werden, weil eben das„ europäische Konzert" Schuld daran trug, daß Griechen land sich vorzeitig und voreilig in die Verwickelungen stürzte, die zum Kriege führten. Politische Nebersicht. Berlin, 20. September. Der Bundesrath nimmt mit einer Sigung am 7. Oktober seine Thätigkeit nach den Sommerferien wieder auf. Fürst Der gegenwärtige Akt wird der Genehmigung Sr. Majestät Die Friedenspräliminarien haben nachfolgenden Wortlaut: unterbreitet werden. Diese Gutheißung wird innerhalb acht Tagen " Nachdem Griechenland den Mächten die Sorge für die Wah erfließen; nach Ablauf dieses Termins werden die hier enthaltenen rung seiner Interessen anvertraut und die Türkei die Mediation an: Bestimmungen von den Repräsentanten der Großmächte ihren genommen hat, werden zwischen den Delegirten der Mächte und Kabinetten und je nach dem zur Kenntniß gebracht und in Kraft dem Minister des Aeußeren, Tewfit Pafcha, folgende Bedingungen treten." festgesetzt: Dies die Präliminarien. Ob die Einwilligung Griechen- Hohenlohe wird dann Gelegenheit nehmen müssen, dem BundesArtikel 1. Die Grenze wird nach der auf der beiliegenden lands zu den Festsetzungen der Botschafter ohne inuere rathe mitzutheilen, was er zur Erfüllung seiner berühmten Karte und dem begleitenden Text eingezeichneten Straße geändert. Echwierigkeiten erfolgen wird, ist allerdings nicht abzusehen. Versprechungen zu thun gedenkt. In bezug auf das Vereins Leichtere Nenderungen nach militärischen Gesichtspunkten zu gunsten Nach einer Meldung aus Athen hat Herr R a Ili, der Minister- recht bleibt ihm bekanntlich keine andere Wahl, als das vom der faiserlichen Regierung sind der gemeinsamen Entscheidung an Ort und Stelle vorbehalten. Eine gemischte Kommission, bestehend präsident, erklärt, die Regierung sei bezüglich ihrer endgiltigen Reichstage beschlossene Nothvereinsgesetz zur Durchführung zu aus Bevollmächtigten beider Mächte und den militärischen Delegirten Entscheidung noch unschlüssig und werde ihre Entschließung bringen. Die Klausel bezüglich der Finanstontrolle ist nur all gemein gefaßt; ihre endgiltige Form wird erst später festgestellt werden. Die Räumung Thessaliens bis zur Peneus- Linie wird unverzüglich beginnen, sobald die für die Tilgung der Schuld bestimmten Einkünfte seitens der griechischen Kammer bezeichnet sind. Nach vollständiger Zahlung der Kriegsentschädigung wird die Räumung beendet werden. der Botschaften wird die Grenze abstecken. Diese Kommission nach der offiziellen Mittheilung des Vertrages treffen, die Der Abschluß der Friedenspräliminarien in Ronstantinopel fonftituirt sich 14 Tage nach Unterzeichnung des Vorliegenden und wahrscheinlich Dienstag erfolgen werde. Die Athenische Presse wird in der Presse im allgemeinen sehr gleichmüthig aufgenommen. fällt ihre Entscheidungen mit Stimmen- Mehrheit. bezeichnet, wie ferner gemeldet wird, die Friedensbedingungen Die offiziösen Blätter rühmen natürlich wieder das mühevolle Artikel 2. Griechenland wird der Türkei eine Krieg als sehr brückend. Ueber die Haltung, welche von der Kammer Wert, das die Vertreter der Großmächte soeben vollendet haben" entschädigung von vier Millionen 1ürkischer wie die„ Nordd. Allg. 3tg." sich ausdrückt. Aehnlich spricht sich das Bfund zahlen. Die nöthigen Anordnungen zur Erleichterung zu erwarten sei, sind abweichende Gerüchte im Umlauf. Schleuniger Zahlung dieser Entschädigung Entschädigung werden mit 3 Es kann jedoch kaum einem Zweifel unterliegen, daß Wiener Fremdenblatt" aus. Bemerkenswerther ist der unverhohle ne stimmung der Mächte in solcher Weise getroffen, daß sie nicht Griechenland, so schmerzlich es ihm auch sein mag, fich in die und nicht unberechtigte Jubel der ruffischen Preffe über die Rolle die anerkannten Rechte der alten Gläubiger, der Obliga- Friedensbedingungen, welche die Mächte vereinbart haben, Rußlands bei dem" Friedenswerke". Aus Petersburg wird telegraphisch gemeldet: tionsinhaber der griechischen Staatsschuld, schädigen. Zu diesem fügen wird, da es sich fügen muß. Sind doch die Präliminarien Die russische Presse begrüßt den Abschluß des türkisch Zwecke wird in Athen ein internationaler Ausschuß, ein Ergebniß und Ausdruck der gegenwärtigen Macht- und griechischen Präliminarfriedens einstimmig aufs freudigste; zufammengesetzt aus Vertretern der vermittelnden Mächte, je einer Interessenverhältnisse Gesammt Europas. Der Wille sie hebt Rußlands leitende Stelle im europäischen für jede Macht, begründet werden. Die griechische Regierung wird Stußlands kommt in ihnen zur Geltung. Rußland hat Konzert hervor und betrachtet die Lösung der orientalischen Frage für die Annahme eines vorher von den Mächten genehmigten Gesetzes es erreicht, daß einer seiner kleineren Nivalen auf dem Balkan durch die Mächte nunmehr als gesichert." Sorge tragen, das den Geschäftsgang dieses Ausschusses ordnet, und Inter orientalischer Frage" ist hier wohl nur die Frage des unter dem die Erhebung und Verwendung ausreichender Einnahmen geschwächt und aus hundert Wunden blutend darniederdaß aber auch die Türkei für den Dienst der Kriegsentschädigungs- Anleihe und der sonstigen liegt, feine ihm ge- Friedensschlusses zwischen Türkei und Griechenland gemeint. Denn Staatsschulden der unbedingten Kontrolle des genannten Ausschusses fährliche Verstärkung erfährt. Rußland, einst der Schüßer fonft ist keine Frage weniger gelöst als die orientalische. Ueber die strategische Abgrenzung wird aus Athen unterstellt wird. Griechenlands, hat durch sein Machtwort die slavischen berichtet: Glaubwürdigen Informationen zufolge ist in die strategische Artikel 3. Die Privilegien und Immunitäten, Baltaustaaten in Ruhe gehalten, ohne deren Eingreifen das Abgrenzung das Dorf Rutfofliani, von wo die von der Ethnite welche die griechischen Unterthanen in der Türkei vor dem Kriege isolirte Griechenland ohnmächtig bleiben mußte gegen die viel Hetairia ausgerüsteten Insurgenten ihren Einfall machten, mit eins genossen, bleiben aufrecht. Zugleich werden zwischen der Pforte und fache Uebermacht der Türkei. Rußland hat der Türkei den begriffen, ferner alle Höhen um Barkos, Guniga, Kuzocheron, Kritiri, Griechenland Vereinbarungen getroffen, um die Handhabung leichten Sieg geschenkt, hat sich den Sultan zu Dank ver- Meluna, Godaman sowie alle Höhen bei Rapsani. der Justiz zu wahren und die Interessen der ottomanischen und pflichtet, und seinen Wünschen entspricht die Gestaltung der der fremden Unterthanen sichern zu können. Artikel 4. Bierzehn Tage nach der Ratifitation gegenwärtigen Dinge, wie sie aus den Friedenspräliminarien hervorgehen Aftes, oder noch früher, werden griechische Unterhändler, ausgerüstet werden. mit den nöthigen Vollmachten, in Konstantinopel eintreffen, um mit Die Türkei hat nicht das erhalten, was sie im Sieges den ottomanischen Bevollmächtigten die Bestimmungen des rausche zu erhalten verlangte, sie wird Theffalien alsbald definitiven Friedens zu vereinbaren. Dieser Friede wird räumen und nur einen kleinen, allerdings strategisch wichtigen auf Basis des gegenwärtigen Vertrages geschlossen werden und wird unter Gebietszuwachs erfahren. Bedeutsamer aber ist für sie der anderen Klauseln Bestimmungen über den Austausch der Gefangenen, Gewinn an moralischem Ansehen in Europa wie in Asien und eine allgemeine Amnestie, die freie Auswanderung der Bewohner der Ferner wird auch aus Konstantinopel gemeldet: abgetretenen Gebiete, Maßregeln zur Unterdrückung des Räuber- Afrika bei den muhamedanischen Völkern. Gewiß ist nichts falscher, Der Friedens Präliminar- Vertrag zwischen der Türkei und unwesens sowie bezüglich der Ersatzleistungen für die durch die als nun plöglich den„ kranken Mann" für ferngesund auszu Griechenland enthält noch einen Artikel 11, welcher lautet: geben. Der Sieg über das kleine Griechenland ist nichts um die Aufrechterhaltung der Beziehungen guter Nachbarschaft Artikel 5. Gleichzeitig werden Unterhandlungen eingeleitet, um weniger als ein Beweis innerer Gesundheit des türkischen zwischen den beiden Staaten zu sichern, verpflichten sich die binnen drei Monaten nachfolgende Vereinbarungen zu treffen: Reiches; Mangel an Kriegstüchtigkeit konnte auch früher der Türkei und Griechenland, auf ihrem Gebiete teine Agitationen a) eine Konvention, welche die Staatsbürgerschaftsfrage regelt Türkei, die von Haus ein Erobererstaat war und es bis auf zu dulden, welche die Sicherheit und Ordnung im Nachbarstaate auf grund des im Jahre 1876 zwischen der Türkei und den heutigen Tag geblieben ist, nicht nachgesagt werden. stören könnten." Griechenland vereinbarten Entwurfes; Dieser Artikel richtet sich offenbar gegen die Ethnike Hetairia". b) eine Konvention, welche die Beziehungen zwischen den griechi. Man kann sogar eher befürchten, daß sich die inneren Zu= schen Ronfulaten und den ottomanischen administrativen stände infolge des Sieges noch verschlechtern werden; die von der angenommen wird, daß sie auch nach dem Friedensschluß Gerichtsbehörden regelt unter den durch Artikel 3 vorgesehenen ganze islamitische Welt ist in Erregung gekommen und antitürkische Agitation zu betreiben beabsichtigt. Bedingungen; 14 An der indischen Grenze ist es den Engländern noch bas gesteigerte Selbstbewußtsein der Islamgläubigen kann Aus c) eine Konvention bezüglich der Bergehen gegen das gemeine leicht in Zukunft zu schlimmen Konflikten mit den anders- nicht gelungen, ihre lette Niederlage gut zu machen. meldet das das Reuter'fche Bureau: General Recht, begangen auf dem Gebiete des einen oder des anderen gläubigen Unterthanen des Sultan führen. Die Neigung, die Re- Panjkora der beiden Staaten gegen Unterthanen, welche sich auf das formen durchzuführen, welche seit langem und dringlich zu gunsten Jeffreys griff den Feind am Sonnabend von neuem an und warf denselben zurück. Als die Truppen, nach Gebiet des anderen Staates geflüchtet haben. der unterjochten Volksstämme von der Türkei verlangt werden, dem sie Befestigungswerke zerstört hatten, sich zurückzogen, Artifel 6. Der Kriegszustand zwischen der Türkei und wird bei diesem Staate sich jetzt eher noch vermindert haben. zeigte der Feind sich wieder in bedeutender Stärke. Die Vera Griechenland wird aufhören, sobald die Vorfriedens- Urkunde unterzeichnet sein wird. Die Räumung Theffaliens wird und insbesondere demjenigen Staate, welcher am energischsten lufte auf feiten der Engländer betrugen zwei Zobte und sechs Ber in Monatsfrist nach dem Zeitpunkte eintreten, wo die Mächte für eine Reform der türkischen Mißwirthschaft eintrat, sind durch wundete. die in den letzten zwei Abfäßen des Artikels 2 enthaltenen Be- den Sieg der Türkei große Schwierigkeiten geschaffen worden; dingungen als erfüllt anerkannt haben und der Zeitraum für die England läuft Gefahr, in Judien und Egypten mit seinen Kriegsereignisse verursachten Schäden enthalten. wähnten Anordnungen bestimmt sein wird. werden. Die Kammer soll einberufen werden, sobald der Wortlaut des Vertrages in Athen angelangt ift. Deutsches Reich. Ausgabe der griechischen Kriegsentschädigungs- Anleihe vom inter muhamedanischen Unterthanen und Nachbarn in unabsehbare Das Reichs Versicherungsamt als Sozia nationalen Ausschusse im Einklange mit den in besagtem Artikel er Verwickelungen zu gerathen. Alles zur Freude Rußlands, liften Tödter. Herr v. Gerlach veröffentlicht in der Zeit" verfahren und die Wiedereinsehung der griechischen Behörden in den deffen Politik nicht mehr darauf ausgeht, die Türkei zu zer den Text eines Rundschreiben, das Herr Gabel, der Direktor im stören, sondern sie unter seinen zu bringen und Barteien unter Mitwirkung der Vertreter der Großmächte entschieden zu benutzen gegen England, am Bosporus nicht allein, sondern Reichs- Versicherungsamts als sicher gemeldet wird, an die Vorstände, vorzüglich in Zentral- Asien. der Berufsgenossenschaften und Altersversicherungs- Anstalten gerichtet Griechenland wird an den Folgen dieses Krieges hat. Das Schreiben lautet: Artikel 7. Sobald dieser Att signirt und ratifizirt ist, werden Reichs Versicherungsamt. die gewöhnlichen Beziehungen zwischen der Türkei und und dieses Friedensschlusses lange und schwer zu tragen haben. Griechenland aufgenommen werden. Die Unterthanen beider Aber das wirthschaftlich entwickelungsfähige und leicht bewegte, Staaten werden sich ganz frei so wie früher aufhalten und reifen freiheitsdurstige Volk wird nicht völlig verzagen, sondern die können, und die Freiheit der Schifffahrt wird gegenseitig wieder- Schäden des Krieges auszuwezen suchen. Zwar hat die hergestellt werden. Artikel 3. Bis zur Aufnahme des regelmäßigen Konsular- griechische Armeeführung sehr viel zu wünschen gelassen, aber die Rechte einer juristischen Person verlieben worden sind, hat dienstes in beiden Ländern werden in den alten Konsularresidenzen der griechische Soldat ging nicht mit Unehre aus dem Feldzug welche ihre gegen den vielfach überlegenen Gegner hervor und der griechische provisorische Agenten besiellt werden, Funktionen unter dem Schuhe und der Ueberwachung der Groß- Kaufmann wird nach wie vor an der östlichen Küste des Berlin, den 31. Juli 1897. Vertraulich. Der im Jahre 1880 begründete ,, Chriftliche Zeitschriftenverein" in Berlin, dem durch Allerhöchste Ordre vom 12. Mai 1894 fich die Aufgabe gestellt, den staatsfeindlichen, insbesondere den sozialdemokratischen Bestrebungen durch Einführung volksthüm licher und billiger Schriften entgegenzuwirken. Aus dem Ertrage. Der Unternehmungen des Vereins werden jährlich über 40 000 m. für unentgeltliche Vertheilung von geeigneten Blättern und Lesemappen in Krankenhäusern, Gefängnissen, Kasernen, Fabriken u. f. w. verwendet. Die Aufnahme der vom Verein herausgegebenen 139 verschiedenen, regelmäßig erscheinenden Zeitungen darunter 20 selbständig redigirte mit verschiedenem Juhalt- beträgt 780 000 Exemplare. Im Verlage des Vereins erscheinen eine Reihe von Sonntags, Soldaten, Arbeiter, Frauens, Bolts- und tirchlichen Blättern. birettes Intereffe an der Beseitigung, oder wenigftens an der 1 möglichsten Einschränkung der Arbeitslosigkeit haben. Die fakultative tommunale Arbeitslosen- Versicherung mit Zwangscharakter für die Betheiligten bietet ein sehr gutes Mittel, um die Arbeitslosigkeit wenigstens in den großen Industriezentren zu vermindern und einzudämmen. Eine Beschlußfassung wurde auf das nächste Jahr verschoben. Mittwoch Abend sollte in Arnsdorf eine Wahl. versammlung stattfinden, in welcher sich der Kandidat des Bundes der Landwirthe, Herr Rittergutsbesitzer Bahrmann Dies wurde dadurch unmöglich Tauscha vorstellen wollte. gemacht, daß der Gasthofsbesiker die Hergabe feines Saales verweigerte. Offenbar wollte derselbe damit dem im Orte seßhaften Kandidaten der Fortschritispartei einen Gefallen thun; ja greift wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß die Verweigerung im Einverständniß mit, ja vielleicht gar auf Anrathen des Herrn Träber ge= schah. Mag das nun sein, wie es will, jedenfalls ist dieser Vorgang geeignet, so manchem Wähler die Augen über den Werth des fortschrittlichen Randidaten zu öffnen." man Die Anftellung eines Barteisekretärs wurde sodann beschlossen. Der Schriftführer und Leiter der Vereinsunternehmungen, leber die bevorstehenden Reichstagswahlen verbreitete sich Prediger Hülle hierselbst, Vereinshaus Alte Jakobstraße 129, Profeffor Dottor Quidde München. Er warnte davor, würde voraussichtlich gern bereit sein, jede erwünschte nähere Aus dem Bentrum und den Nationalliberalen, welche beide Parteien kunft über den Verein schriftlich oder mündlich zu geben und eine für die Umsturzvorlage zu haben waren, vor der preußischen Auswahl von Probenummern der einzelnen Schriften pp. zur Ver Vereinsgesetz- Novelle aber doch zurückschreckten, die Vertretung Wunder über die Einsicht der Herren vom Bund der Landwirthe. fügung zu stellen. der Volksinteressen anzuvertrauen, wenngleich sie jetzt die Wahlparole Manchem Wähler werden schon die Augen aufgegangen sein über Mit Rücksicht auf die anerkennenswerthen Be-„ Gegen die Junker" erheben. An sich sei diese Parole gute, aber die konservativen Saalabtreiber und manchem Wähler werden ſie in strebungen des Vereins, der über hervorragende Arbeitskräfte nur wenn die von jeher zuverlässigen freiheitlichen Parteien hinter Bukunft noch aufgehen über alle jene feigen Kreaturen, die den verfügt, glaubt das Reichs- Versicherungsamt, einer Anregung ihr ständen. Quidde gab sodann eine scharfe Charakteriftit der Gegner nicht anders zu bekämpfen wissen denn durch Mundtodt des Herrn Staatssekretärs des Innern folgend, den Vorständen abenteuerlichen Marinepolitik und der zu tage getretenen abfolutiftis machung. Dieser Mißbrauch ihrer momentanen Macht wird manchem der Berufsgenossenschaften und Invaliditätsschen Neigungen. noch bitter aufstoßen. und Altersversicherungs- Anstalten empfehlen zu Die Quidde'schen Vorschläge finden dann nach unerheblicher - In Apolda wurde Genosse Baudert einstimmig zum follen, in geeigneten Fällen, namentlich wenn es sich um Be- Debatte und einigen redaktionellen Aenderungen die Zustimmung Landtags- Abgeordneten gewählt. schaffung passender Lesewerke und Zeitschriften für Krankenhäuser des Parteitages. Danach wird das Bestreben der Volkspartei bei oder Heilanstalten( Sanatorien) handelt, welche unter ihrer Ver- den nächsten Reichstagswahlen darauf gerichtet sein, eine politisch, waltung stehen, oder auf deren Leitung ihnen eine Einwirkung fozialpolitisch und wirthschaftlich reaktionäre Mehrheit zu verhüten, austeht, mit dem genannten Verein in Berbindung zu treten. das Wahlrecht, die Vereins- und Preßfreiheit zu schützen, das Budget recht der Volksvertretung zu festigen, volksthümliche Reformen in Heerwesen und Rechtspflege herbeizuführen, staatliche Unterstützung der Selbsthilfe des Mittelstandes und einen Ausbau der Sozialgesetze in volks- und arbeiterfreundlichem Sinne zu fördern. wahl in Colma Der Parteitag beschließt ferner, gemäß dem von Pfarrer Der Lesestoff, den hier Herr Gaebel empfiehlt, ist meist Sänger- Frankfurt vertretenen Frankfurter Antrag, im März 1898 in 1786 Stimmen gewählt. Rechtsanwalt Blumenthal( elsaß- lothr. Frankfurt eine gemeinsame Erinnerungsfeier an das Jahr 1848 zu Es wurde ferner für die Gleichberechtigung der Elsaß- Lothringer, für die Vornahme der Wahlen an Sonntagen plädirt und die ſchwierige Sage der Deutſch. Desterreicher besprochen. Hierauf wurde der Parteitag geschlossen. Das Reichs- Versicherungsamt. J. V.: Gaebet. Der Chriftliche Zeitschriftenverlag wird von Herrn v. Gerlach von Herrn v. Gerlach wie folgt beurtheilt: tendenziöses Machwert traurigster Art. Fast alle die zahllosen Blätter, die Herr Hülle fabrikmäßig herstellt, tragen Den Stempel Stumm'schen Geistes. Besonders berüchtigt find die Flugblätter, die aus seinem Berlage hervorgehen. Der Geschäftsbetrieb der Hülle'schen Zeitungsfabrik ist selbst offer ligegen Streifen to anstößig erschienen, daß ſie aufgetreten dies bei ausgedehnten veranstalten. - Das Radfahren in Bayern. Nicht ein Gesetz über das Radfahren steht in Aussicht, das den Landtag zu beschäftigen hätte, sondern, wie die M. N. N." un melden, der Erlas obers polizeilicher Borschriften, deren Zweck es ist, mehr Einheitlichkeit in diese Bestimmungen zu bringen. Straßburg, 20. September. Bei der gestrigen Bezirtstags. September be gettere( Broteſtler) mit -Chronik der Majestätsbeleidigungs.Prozeffe. Das von der Staatsanwaltschaft in Gnesen gegen den katholischen Pfarrer Bechmann, der auf dem im Stauer Walde bei Mieltschin " veranstalteten Sommerfest bei dem vom Bürgermeister ausgebrachten Raiserhoch siben geblieben war, eingeleitete Verfahren einigen Monaten versandte die südwestdeutsche Konferenz für innere Mission Neue Eisenbahn Unfälle. Aus Oldenburg wegen Majestätsbeleidigung ist eingestellt worden. an alle Geistlichen Südwestdeutschlands ein Rundschreiben, in dem wird telegraphisch gemeldet: Diese Nacht 111/4 Uhr stieß der Güterzug Drei Majestätsbeleidigungs Klagen waren dem freisinnigen es von dem„ Berliener Bersandtgeschäft" heißt: Wir haben inhaltlich Nr. 370 von Quakenbrück bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof Gothaischen Tageblatt" zugegangen. Eine dieser Anklagen richtete einen großen Theil dieser Schriften geprüft und haben gefunden, auf einen Rangirzug. Der Zusammenstoß ereignete fich wenige Meter fich gegen einen wahrheitsgemäßen Bericht über die daß darunter neben recht viel Gutem auch recht viel Oberwestlich der Huntebrücke. Die vier Fahrbeamten des Güterzuges find Reichstags- Sigung, in der der Initiativantrag, betr. Aufflächlich es ist, dem man die fabrikmäßige Mache peinlich glücklicherweise nur unerheblich, die Lokomotivbeamten über- bebung des Majestätsbeleidigungs Paragraphen verhandelt werde, nicht anders fein tann, eine Art Bost iteratieb Der iſt zertreitartikel. Die Strafkammer des herzoglichen Landgerichts hat dem Großbetrieb haupt nicht verletzt. Der Packwagen des Güterzuges ist zertrümmert, eine andere betraf einen Vaterlandslose Gefellen" überschriebenen befonders uns Süddeutschen nicht behagen fann. Die Maschine find mehr oder weniger beschädigt. Der Tender Antrage des Staatsanwalts auf Strafverfolgung nicht zugestimmt.christliche Firma, der geschäftsgewandte, um nicht zu sagen wurde von der Brücke auf das linke Hunteufer geworfen aufdringliche, Betrieb läßt das mit bedeutenden und der Backwagen von den nachfolgenden auf den um Ginen großen Erfolg haben die Vorkämpfer unferer Mitteln arbeitende Unternehmen leicht u. s. w.. gestürzten Tender geschoben, während während der sonst im Gleise Kolonialpolitit zu verzeichnen. Seitdem der Vorsitzende der Wenn die Vorstände der Berufsgenossenschaften und Alters- und gebliebene Güterzug noch mehrere Wagenlängen über die deutschen Kolonialgesellschaft Herzog Johann Albrecht von Mecklen Invaliditäts Versicherungsanstalten gegenüber der Stumm'schen Entgleisungsstelle weiterlief. Der Rangirzug wurde unter der burg Regent des Landes, das den Ochsenkopf im Schilde führt, geRichtung noch etwas Rückgrat besigen, so werden sie dem Herrn Wirkung des Gegendampfes und Anpralls mehrere 100 Meter zu worden ist, regnet es für die Kolonialleute Orden. Diese Erfolge Reichs Versicherungsamts Direktor Gnebel nicht den gewünschten rückgeschoben. Das Gleis war nach drei Stunden wieder geräumt. gönnen wir den Herren vom ganzen Herzen. Gefallen thun. Die Heilanstalten sind doch nicht dazu da, die im Ueber die Ursachen des Zusammenfloßes ist ein sicheres Urtheil noch Dienste der Industrie um ihre Gefundheit gekommenen Arbeiter nicht au gewinnen. Die Aussagen der Betheiligten widersprechen geistig zu schwächen. Ohnehin würde die Verbreitung der in Nede sich in bezug auf die Hauptfrage der Signalgebung. Die Unter stehenden Schundliteratur den erstrebten Zweck garnicht erreichen, suchung ist eingeleitet. denn was die Herren in den höheren Regionen ja nicht wiffen Aus Trier wird durch amtliche Bekanntgabe gemeldet: Am können die Erbitterung der Arbeiterkreise fiber den neuesten Kurs 16. b. M. nachmittags wurden an dem Tunnel bei Mettlach auf der getreten. Fast sämmtliche Staaten Europas und Japan sind verist unendlich viel größer und ausgedehnter, als sie Besseringer Seite drei Rottenarbeiter durch eine Rangirin den Blättern unserer Partei aus naheliegenden Gründen zum maschine mit zwei Waggons, welche Schienen laden sollten, s ch wer Ausdruck kommen kann. verlegt. Ein Arbeiter ist bald nach dem Unfall seinen Ver. legungen erlegen. = = Die Sympathien für das Reichs- Versicherungsamt werden durch derartige Erlasse unter den Arbeitern nur vermindert. Es hat gesiegt der Löwe vom Stamme Juda, der zweite Menelit, Statthalter Gottes, König der Könige von Aethiopien. Allen Menschen, welche diesen Brief sehen werden, gebe ich meinen Gruß! nolinide Desterreich. Ind Die fechste internationale Konferenz der Gesellschaft vom rothen Kreuz ist in Wien zufammen treten. Ungarn.mp = Budapest, 19. September. Die hiesigen Sozialisten hielten heute eine Volksversammlung ab, in welcher die Redner für die Einführung des allgemeinen Stimmrechts, Gegen Schulärste leitartitelt heute die Kreuz- 8tg.". Der Zentralverband der Gemeindebeamten Freilich, würden diese es mit ihrem Berufe ernst nehmen, mußten für geheime Wabl und andere Forderungen ein. traten. Ferner wurde ein Umzug durch die Straßen Preußen 3 hielt Sonntag im Schultheiß, Behrenstraße, seinen mehr als drei Viertel der Schulen in Ostelbien wegen Gesundheitsveranstaltet, an welchem sich etwa 30 000 Mann betheiligten. Auch diesjährigen Berbandstag ab, der von Delegirten sämmtlicher Pro- gefährdung geschloffen werden. dfrei österreichische Reichsraths Abgeordnete vinzen Preußens, mit Ausnahme von Hessen- Nassau, beschickt war.- Dem Fürsten Bismard ift hohe Ghre widerfahren. nahmen an der Demonstration theil.Die Verhandlungen leitete der neu gewählte Vorsitzende, Haupt- Raiser Menelit II. hat ihm das Großkreuz des Ordens des Sternes Die österreichischen Parteigenoffen Dr. Adler und Pernerstorfer, Kaffeurendant Schönrock Schneidemühl. Nach dem Jahresbericht von Aethiopien verliehen. Das in amharischer Sprache abgefaßte die mit einigen sozialdemokratischen Reichsraths Abgeordneten als umfaßt der Verband gegenwärtig rund 5600 Mitglieder. Beschloffen Diplom lautet in deutscher Uebersetzung folgendermaßen: Vertretung der österreichischen Bruderpartei nach Budapest gereist wurde, eine Petition an das Staatsministerium abzusenden, behuss waren, wurden vor ihrer Ankunft in der Hauptstadt des gastdefinitiver Regelung der Gemeindebeamten- Verhältnisse durch freundlichen Ungarn" durch Geheimpolizisten fiftirt, worauf ihnen Landesgese B. Gefordert wird u. a. die Festsetzung eines Grunderöffnet wurde, daß sie aus Ungarn ausgewiesen seien und sofort gehaltes für jede Stelle, die Gewährung von Alterszulagen von drei heimkehren müßten. zu drei Jahren, Bewilligung von Wohnungsgeldzuschuß, Anrechnung der im Staatsdienst oder in anderweitem Gemeindedienst mit Anspruch auf Pension zurückgelegten Zeit bei Bemessung der Alterszulagen und bezüglich der Pensionirung, die Anwendung der für die unmittelbaren Staatsbeamten geltenden Grundsätze. Allseitig wurde anerkannt, daß die Staatsregierung sich der Vertheidigung. der Rechte der Gemeindebeamten mehr, als bisher, annehmen müsse; besonders wurde auf Gleichstellung mit den unmittelbaren Staats. beamten plädirt. Auf ausdrücklichen Wunsch der Vertreter der westlichen Provinzen wurde als Ort des nächsten Verbandstages Röln gewählt. Wie die Könige ihre durch Wissen, Renntniß, Kraft und Geschick lichkeit erhabenen Helden, Freunde und Diener zu schmücken pflegen, so haben auch wir unseren Freund, der durch sein ruhmvolles, großes Werk die ganze Welt erleuchtet hat, den treuen Rathgeber dreier großen Könige, den Fürsten Bismarck, mit dem erhabenen Orden des ersten Sternes unseres Reiches geschmückt, weil man auch auf afrikanischem Boden das gute Werk erkannt hat, das er aus Sorge für die menschliche Kreatur gethan. Und wir bitten ihn, daß er diesen Schmuck des Ordens an seiner Seite trage. Geschrieben im Monat Genbot, am 29. Tage, in der Stadt Addis Abbaba, im Jahre 1889 der Gnade." Bismarck wird ob der Liebenswürdigkeit des afrikanischen Das Gelingen der großartigsten Arbeiterdemonstration, die Ungarn je gesehen hat, konnte durch diesen magyarischen Schwoben. streich nicht gestört werden. Schweiz. Bern, 18. September.( Eig. Ber.) Am Donnerstag haben die großen schweizerischen Truppenmanöver, an denen über 22 000 Mann theilnahmen und die zum größten Theil im Kanton Aargau stattfanden, ihren Abschluß gefunden. In den meist von fachverständigen Kriegs- Berichterstattern geschriebenen Be richten wird den Leistungen der Truppen wie der Führung alle Anerkennung gezollt, auch follen sich ausländische Offiziere recht Den National Sosialen wird mit Rücksicht auf Raifers fehr erfreut gewesen sein und gedacht haben: die Afrikaner befriedigt von dem Resultat ihrer Beobachtungen geäußert haben. bie politische Todtenstille mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als sie fich wiffen doch meine Verdienste um die Menschheit noch zu würdigen! Der eidgenössische Kriegsminister, Bundesrath Müller, sagt fonft zu erfreuen haben, so wird in der Presse recht lebhaft ein Der österreichische Nationalitätenkampf in seinem am Schlusse der Manöver an die Offiziere und Soldaten Antrag des Geheimen Hofraths Sohm und des Exfozialdemokraten Mit Befriedigung dürft Ihr Lorenz erörtert, aus dem nur der folgende die Quintessenz des schlägt starke Wellen in dem benachbarten Sachsen. Jetzt haben gerichteten Tagesbefehl u. a.: Das BeAntrags bildender Satz hervorzuheben ist: die Stadtverordneten in Chemnis den Beschluß gefaßt, den Ratb auf die Anstrengungen dieser Tage zurückblicken. wußtsein, Eure Pflicht gethan zu haben, wird Euch dabei Wir erklären, daß wir das Eigenthümliche und Rich zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß czechische Arbeiter mit Genugthung erfüllen. Ich danke dem Führer des( zweiten) tunggebende unserer Bewegung nicht in der Befünftig bei den städtischen Bauten teine Beschäf Armeekorps( Oberst Keller) für die vortreffliche Anlage und Leitung kämpfung der konservativen oder sonst einer national gesinnten tigung erhalten. Auch wurde der Wunsch ausgesprochen, daß von dieser Uebungen. Ich danke den Offizieren, Unteroffizieren und Partei, sondern in der Bekämpfung der Sozialdemo= den städtischen Behörden der Bezug von böhmischen Soldaten für ihren Ernst, ihre Ausdauer und ihre Leistungen. Mit Brauntohlen einzustellen sei. Den fächsischen Arbeitern, obwohl sie durch die Konkurrenz der besonderem Vergnügen anerkenne ich die ruhige und foldatische Czechen häufig und stark geschädigt werden, liegt es fern, in sound versäumt nichts, was zu Eurer militärischen Ausbildung dienen Haltung des Armeekorps. Schreitet weiter auf dem betretenen Wege gehässiger Weise gegen die Arbeiter der anderen Nation vorzugeben. fann. Uebt Euch im Gebrauche der Waffen und stählet die Muskeln Sie verlangen nur, daß Ausländer sich nicht als Lohnbrücker Eures Körpers; seid entschloffene, unternehmende Männer und übt gebrauchen laffen, wozu sie von den Gesinnungsgenoffen der Chemnitzer in allen Dingen über Euch selbst strenge Disziplin. Dann werdet Stadtverordneten stets gern benutzt wurden. Ihr auch bereit sein, wenn in Tagen der Gefahr das Vaterland tratie erblicken. Wir halten es für wahrscheinlich, daß diefer Antrag die Zu stimmung des Erfurter Parteitages des national- sozialen Vereins finden wird, stimmt diese Auffassung doch mit der der überwiegenden Mehrzahl der National- Sozialen. Im übrigen ist uns allen das Urtheil der Herren Sohm und Lorenz höchst gleichgiltig. Bum Parteitag der Deutschen Boltspartei, der in - Gin fozialpolitischer Antisemit. Das anti- ruft. Lebt wohl!" So redet der Militärchef einer demokratischen diesem Jahre in Mannheim stattfindet, waren 140 Delegirte femitische Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, F. Raab, hat in Republit mit seinen Mitbürgern nach beendetem militärischen erschienen. Reichstags. Abgeordneter Payer Stuttgart eröffnete die dieser Körperschaft außer mehreren antijüdischen Anträgen auch einige Dienfte im Interesse des Vaterlandes. Berhandlungen mit einer Ansprache, in welcher er ausführte, die sozialpolitische gestellt So beantragt er Einführung der neunstündigen Gine unerwartet günstige Wendung für die Verstaatlichung deutsche Boltspartei könne mit guter Zuversicht in die Zukunft blicken Arbeitszeit für alle städtischen Arbeiter, Anstellung zweier weiblicher Geder Eisenbahnen ist in jüngster Beit eingetreten. Die Welschen, und mit Ruhe den kommenden Reichstagswahlen entgegensehen. Der hilfendes Fabritinfpettors und Schaffung eines Einigungsamts für Lohn- die Ultramontanen, die reformirten Konservativen und Reaktionäre Fraktion der Deutschen Volkspartei im Reichstage wurde das Vertrauen fireitigkeiten. Die biederen Hamburger Stadtväter werden baß erstaunt sind zum theil aus Gegnern Vertheidiger geworden und die gevotirt. Bum Vorort wurde wiederum Stuttgart gewählt. Es erfolgten fein, daß ihnen der Antisemit zumuthet, fich mit sozialpolitischen Dingen zu bliebenen Gegner haben viel von ihrer anfänglichen Rampfeswuth alsdann die Wahlen zum engeren und weiteren Ausschuß. In den beschäftigen. Im übrigen zeigen bie Anträge, daß Herr Raab, der nachgelaffen. Genoffe Nationalrath Wullschleger bespricht diese engeren Ausschuß wurden gewählt: Bayer, Ehni, Konrad Haußmann, ewige Reichstagskandidat der drei Hamburger und eines halben veränderte Situation im„ Basler Vorwärts" und meint, daß der Friedrich Haußmann, Häule, Schickler, Galler, Kleß und Redakteur Duhend schleswig- Holsteinischer Wahlkreise, arg auf den Arbeiterfang Berkehr nachgerade auf einem Punkte angelangt ist, wo die Schmid, sämmtlich in Stuttgart. Den erfien Bunkt der Tagesordnung am aus ift. Es wird ihm das aber wenig nügen. Er wird schließlich, Beutralisation des Eisenbahnwesens, die heute nur noch auf dem zweiten Sigungstage bildete die Mittheilung der Kommission, die wenn es einmal ernstlich gilt, schon sein wahres Gesicht zeigen. Wege der Verstaatlichung möglich erscheint, auch vom Standpunkte Errichtung einer Arbeiterversicherung betreffend. Referent war Herr Leopold Sonnemann von Frankfurt. Hildesheim, 17. September. Der hiesige Polizeipräsident hatte des Kapitalismus zur Nothwendigkeit wird und zwar dermaßen, Die zur Vorberathung des Antrages betreffend die Arbeits- feiner Zeit dem Klub Georg Wilhelm" das Singen des„ Unserm daß fogar das spezielle Jnteresse der in Eisenbahnpapieren speku Iosen Versicherung auf tommunaler Grundlage eingesetzte Gruft Angust Heil" untersagt. Nunmehr ist dem Vorsitzenden des lirenden hohen Finanz dem allgemeinen Interesse des Kapitalismus Kommission der Deutschen Volkspartei hat in dem Bericht Klubs folgendes Schreiben des Polizeipräsidenten zugegangen: Nach- weichen muß. Ausnahmsweise trifft hier das fapitalistische Juters dem der Herr Regierungspräsident infolge Ihrer Beschwerde vom effe mit demjenigen der Gesammtheit, der Volksgemeinschaft die aus der Prüfung der einschlägigen Fragen gewonnenen Ein- 24. Juli 1897 entschieden hat, daß der Abfingung des Liedes„ Unserm susammen." Troydem darf man auf den weitern Verlauf der drücke in folgenden Schlußfäßen zusammengefaßt: 1. Die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist heute kein unlösbares Ernst August Heil" Bedenken nicht entgegenstehen, so ziehe ich das Verstaatlichungskampagne gespannt sein, insbesondere auch darauf, Problem mehr. Sie ist auf grund der Aufnahme der Reichs- Berbot, diefes Lied zu fingen, und ebenso meine Berfügung vom ob nach der parlamentarischen Erledigung der Vorlage dagegen das Referendum ergriffen wird und von wem. und Städteftatistik sowie zahlreicher gediegener wissenschaftlicher 7. Juli 1897 hiermit zurück. Dr. Gerland." Nun können die Welfen Unserm Ernst Auguft Heil" wieder Arbeiten in dem Rahmen unserer Gesellschaftsordnung ohne fingen und Preußen wird es auch aushalten. Bern, 20. September. Der Bundesrath beantragt bei der übergroße Opfer ausführbar. Bundesversammlung, die sämmtlichen feit 1886 ertheilten Eisenbahn 2. Die Bersicherung muß eine obligatorische sein, da alle Ver- Dresden, 19. Septbr.( Sachs. Arb.- 3tg.) Die Reaktionäre Konzeffionen, deren Rückaufsbestimmungen die Klaufel nicht mehr suche, dieselbe auf Grundlage freiwilliger Organisationen zu in der eigenen Falle. Die Saalabtreiberei ist ein ebenso be enthalten, daß die Entschädigungssumme für den Rückkauf in feinent ftande zu bringen, bis jetzt nicht zu nennenswerthen Erfolgen liebtes als gemeines Mittel der Reaktionäre, mißliebige Gegner zu Falle weniger als die nachgewiesenen erstmaligen Anlagekosten der geführt haben, und feine solche Erfolge in Aussicht stellen. beseitigen. In der unverschämtesten Weise arbeitet man auf diesem bestehenden Einrichtungen betragen dürfe, in der Weise zu ergänzen, 8. Die Versicherungslaft muß getheilt werden zwischen Arbeitern, Gebiete gegen die Sozialdemokratie. Jezt ereilt die Konservativen daß der Rückfauf auf der Grundlage der Konzession fübestens zu Arbeitgebern, Kommunen und dem Staate, welche alle, ab- selbst das anderen so oft bereitete Schickfal. Wehklagend schreibt dem Zeitpunkt erfolgen kann, an dem die Bahn 30 Jahre im Betrieb gesehen von dem humanitären Zwecke der Versicherung, ein der Bund der Landwirthe an die Dresdener Nachrichten" sein wird. 208 " " [ Der Former- Ausland. des unter Vertretung feiner Fachgenoffen zugezogen, wird nun binnen kurzem den eines Sürich, 18. September.( Eig. Ber) Die Musumbang der Türkei. zahlreichen Wasserläufe in der Schweiz für gewerbliche und indufirielle Zwecke hat feit jeher in reichem Maße stattgefunden, was auch zu Organe, dem„ Meschweret", beschuldigen die gegenwärtigen Führer Redakteur der„ Schleswig- Holsteinschen Volks- Zeitung", Rorn, Der Sultan und die Jungtürten. In ihrem wieder den schweren Gang in den Kerker antreten müssen. der ausgedehnten Dezentralisation der Industrie, namentlich der der jungtürkischen Partei den seit einiger Zeit in Paris weilenden Das Reichsgericht verwarf die Revision, die von dem Textilindustrie, führte. Seit Jahren hat man die Ausnutzung des Sekretär des Sultans, Dfchelal Bascha, daß er Murad Ben durch gegen bas Erkenntniß des dortigen Landgerichts ein schönen Rheinfalls bei Schaffhausen unter Schonung seiner Schönwar, wonach dieser wegen Beschimpfung heit begonnen und auf Schaffhauserischer Seite, so von der großen Flüchtlinge durch Geld und Gunftbezeigungen bestechen hätte. Die der chriftlichen Kirche Versprechungen bethört, die türkische Druckerei angetauft und viele gelegt worden chriftlichen Kirche zu zwei Monaten Gefängniß vers der Kanton Zürich, auf deffen Gebiet das linke Rheinufer von Jolten Schacher nicht geschädigt, denn wenn die Partei hierdurch einige von Betrachtung über den Kirchenbesuch und so weiter verAluminium- Fabrit, 5000 Pferdekräfte gewonnen. Nun will auch bee, die den Fortschritt bedeutet, werde aber durch einen so schmach- urtheilt Gre ift. Korn hatte im Anschluß an die Nachricht Schaffhausen bis an die aargauische Kantonsgrenze ist, 20 000 bis neuen Propstes für Neumünster and vom 25 000 Pferdekräfte vom Rhein gewinnen, und zwar für gewerbliche wenige Anhänger verliert, so gewinnt sie taufende anderer, wie die eine Betrachtung über den Kirchenbesuch und so weiter verand induſtrielle Zwecke. Die Züricher Regierung hatte mit der und industrielle Zwecke. Die Züricher Regierung hatte mit der Sympathie- Bezeigungen beweisen, die dem jungtürkischen Komitee aus öffentlicht und darin einige Ausdrücke gebraucht, die vom Gericht Brüfung der Frage eine Expertenfommiffion betraut, welche in ihrem allen Theilen des ottomanischen Reiches zugeben. Der Sultan," als unter den§ 166 fallend angesehen wurden. Prüfung der Frage eine Expertenkommiffion betraut, welche in ihrem Gutachten dazu gelangte, der Regierung von der staatlichen Aus. heißt es zum Schlusse in der Publikation des" Meschweret"," bofft ftehende Boltsbildungsverein von der AmtshauptmannIn Lugau bei Zwickau ist der seit etwa einem Jahre be nugung der Rheinwaffer Kräfte abzurathen, weil der Staat immer, uns mit Geld, Auszeichnungen und Würden zu gewinnen; ein großes Risiko bei ungenügendem Ertrag übernehmen das hat für uns keinen Werth, und wir sagen ihm: Wenn Sie uns schaft aufgelöst worden, weil er nicht nur einen Familienabend und värde. Dafür empfehlen die Experten die Bildung einer Genossen gewinnen wollen, dann führen Sie Reformen durch, geben Sie Ihren Singstunden ohne die nach§ 21 des Bereinsgesetzes erforderliche schaft durch die Städte Zürich und Winterthur und eventuell Sie die Verfaffung wieder her. Mit diesem Gelde muß man uns au welchen die Bereinsmitglieder Schnabel, Kunis unb Despotismus auf, geben Sie dem Lande die Freiheit wieder, stellen Anmeldung abgehalten, sondern auch beschlossen habe, die Geldstrafen, weiterer Landgemeinden, welcher eine gemeinsame Konzession für ein zahlen, und gerade bas nehmen Sie nie aus Ihren Kaffen. So füllen vom Landgericht Chemnitz wegen Bergehens gegen das gemeinsames Unternehmen auf die Dauer von 80 bis 90 Jahren zu haben Sie nichts von uns zu erwarten, denn auf diesem Gebiete Bereinsgesetz rechtskräftig verurtheilt worden sind, durch eine ertben wäre. Die Regierung fehrte sich jedoch an diesen Bor fönnen wir kein Zugeständniß machen." Extrafteuer von den Mitgliedern zu erheben. Hiernach sei fchlag nicht, sondern gab der Verstaatlichung der Rhein der Vereinszweck auf Gesebesübertretungen gerichtet, ins wafferträfte den Vorzug und arbeitete einen bezüglichen Gefeßentwurf aus, der nur sechs Paragraphen umfaßt und besondere sei die Aufbringung der Geldstrafen von anderen als Personen folgendes bestimmt: Der Regierungsrath ist, unter Vorbehalt der dazu Berurtheilten rechtswidrig und erscheine sogar als eine strafbare Begünstigung. Dazu bemerkt Zustimmung des Kantonsrathes, ermächtigt, behuss Nußbarmachung Der Ausstand der Former bei Borsig, der, wie die Tattit des Genosse Schnabel, daß er als Borsteher durch Nichtanmeldung 110ch nicht ausgebeuteter größerer Wasserkräfte, bie forderlichen Werke und Kraftanlagen ers Verbandes der Gisenindustriellen vermuthen läßt, zu einem allgemeinen des Familienabends einen Fehler gemacht haben mag; daß er auch auf Rechnung des Ausstand der Metallarbeiter führen dürfte, wird in der bürger- die Singstunden extra anmelden müsse, hat er nicht für nothwendig Staates zu erstellen bezw. zu erwerben und au betreiben. lichen Presse auf das heftigste angegriffen. Natürlich sind gehalten. Auch ist nur befchloffen worden, nicht die Strafen der Soweit der Staat die gewonnene Kraft nicht für sich in wie immer auch diesmal die Unternehmer die unschuldigen Leute, drei genannten Mitglieder, sondern die denselben entstandenen Ge Anspruch nimmt, wird dieselbe in erster Linie den Gemeinden die Arbeiter aber diejenigen, die provozirt haben, und auf die nun richtskosten durch Extrasteuern aufzubringen. Der Vorstand wollte für öffentliche Zwecke, in zweiter den Brivaten zur Verfügung gestellt. Die ganze Berantwortung gehäuft wird. Das ist eine alte Lattit anfangs gegen die Auflösung Rekurs bei der Kreishauptmannschaft Den Abnehmern wird die Kraft zum Selbstkostenpreise, nebst einem ber bürgerlichen Presse und es könnte nur Wunder nehmen, wenn einlegen, man will aber davon absehen, da nach den gemachten Erden Verhältnissen entsprechenden Zuschlag für Rifito und allgemeine es anders wäre. Verwaltung, abgegeben. Die zur Erstellung der Anlagen erforder. fahrungen auf keinen Erfolg zu rechnen sei. lichen Mittel werden, soweit dies als angemessen oder nothwendig des Herrn Borsig ab, ohne daß auch nur ein Wort über den AusBereitwilligst druckt fast die gesammte Presse eine Erklärung erscheint, durch Staatsanleihen aufgebracht. bildet einen eigenen Verwaltungszweig unter der Aufsicht einer wähnt würde, oder die Angaben, die der Vorwärts" bereits über Die Unternehmung stand und seine Entstehung nach der Schilderung der Arbeiter er- Der Kongreß der sozialdemokratischen Partei Direktion des Regierungsrathes mit besonderer Rechnungsführung. den Ausstand brachte, zum Vergleich heraugezogen würden. Italiens. Betreffend die Organisation wird der Regierungsrath eine Ver Blätter wie die Bossische Zeitung" fühlen sich so sehr Bologna, den 18. September 1897. ordnung erlaffen, welche der Genehmigung des Kantonsrathes unter als berufene Anwälte Heute wurde hier der Kongreß der sozialdemokratischen Bartek liegt. dem geistigen Die Motive zu diesem Gesezentwurf sind noch nicht ver- Stumm's stehenden Verbandes der Metallindustriellen, daß da Delegirte, und die Parteileitung. Dr. Palmieri begrüßt die Einflusse Italiens eröffnet. Vertreten sind 280 Sektionen durch ebenso viele öffentlicht. Aus früheren Berechnungen ist jedoch bekannt, daß das von vornherein die Arbeiter als die Schuldigen erscheinen, und Delegirten im Namen der Genossen von Bologna. Er betont die Unternehmen etwa 20 Millionen Franken erfordern wird. Die gute alte Tante Voß beschwört die Arbeiter, doch von dieſem ernste politische Lage, in der Italien sich befinde; die Korruption Ausstand abzulassen. Es wäre beffer gewesen, die Bossische der Bourgeoisie und der regierenden Kreise führe das Land dem Paris, 18. September. Der Minister des Nuz. Beitung" hätte lieber den ihr doch wahrlich näher stehenden Unter- Ruin entgegen. Zu Präsidenten werden gewählt die Kammerwärtigen Hanotaur und der englische Botschafter den Ausstand zu verhindern. nehmern ins Gewissen geredet; liegt es doch allein in deren Hand, deputirten Costa, Agnini und Croce, der Vorsitzende der Mouffon unterzeichneten heute im Minifterium des Auswärtigen ein Organ, daß sonst gerne in Arbeiterfreundlichkeit macht, druckt unde, die er als Freischärfer in Griechenland erhielt, noch nicht Selbst die Volts Zeitung", ein Arbeitskammer von Mailand. Amilcare Cipriani, der von seiner Abkommen bezüglich Tunis. Nach demselben verzichtet England die Zuschrift des Herrn Borfig ohne ein Wort der Kritik ab. wieder hergestellt ist, wohnt dem Rongreß als Gast bei, er wurde auf seinen Bertrag mit Tunis vom Jahre 1875. Die Verhandlungen Die Darstellung, die Herr Borsig über den Ausstand giebt, ist voll- enthusiastisch begrüßt. waren seit 14 Monaten im Gange. Frankreich und Tunis fommen unrichtig, was bei dem Mangel an Fühlung mit den Arsind heute Herren ibrer tommerziellen Lage. Als beitern bei diesem Herrn leicht erklärlich ist. So behauptet Herr Ersatz für den Berzicht Englands auf den Vertrag von 1875 über- Borsig, daß eine Kolonne von 5 Mann sich geweigert habe, eine nimmt Tunis die Verpflichtung, 15 Jahre hindurch englische bestimmte Arbeit für den bisherigen Preis anzufertigen, und einen Baumwollenstoffe nicht mit einem höheren Bolle als 5 pct. ihres Preisaufschlag von 25 pet. verlangt habe. Diese Angabe ist voll Werthes zu belegen; der gegenwärtige Boll betrug 8 pet. ständig unwahr. Die Arbeit sollte allerdings zu dem alten Preis an Paris, 19. September. Dem Echo de Paris" zufolge ift feft gefertigt werden; aber gleichzeitig wurde den Arbeitern eine Mehr gestellt worden, daß von den soeben in die Heimath gesendeten arbeit aufgetragen, die sogenannte Arbeit des Kernmachens, die bisInfanteriften nur 45 pet. brei Jahre gedient haben. her bei dem Akkord nicht geleistet wurde. Daß die Arbeiter den Vorschlag -Böse Nachrichten aus Afrika. Eine im franzöfifchen ablehnten, ist sehr erklärlich, denn die Folge wäre gewesen, daß die der Firma, diese Arbeit an anderen Plägen anfertigen zu laffen, Marineministerium eingegangene Depesche meldet, daß die Soldaten Kolonne ohne Beschäftigung geblieben wäre und man die Arbeit in des Häuptlings Samory ganz unerwartet am 20. Auguft in der anderen Fabriken zu dem billigeren Preis angefertigt hätte. Diefen Gegend von Lobi im Hinterland der Elfenbeinküfte eine Abtheilung Ausfall der früheren besonderen Hilfskraft, des Rernmachers, haben tongreß gewesen; in Italien habe man noch teine ernsthafte Turati entgegnet, daß der Büricher Rongreß fein Parteis von 98 eingeborenen Zirailleurs angegriffen haben, welche abgefandt die Arbeiter als eine Reduzirung ihres Affordpreifes von 25-30 pet. Propaganda für gefeßlichen Arbeiterschuß gemacht, es sei falsch, das waren, um einen Landftrich zu befehen, den Samory aufzugeben sich geschätzt und eine dementsprechende Erhöhung des Attordpreises verlangt. mit im Ausland zu beginnen. Nach langer Debatte, in der hervor erboten hatte. Nähere Nachrichten fehlen, doch soll es sicher sein, Bon einer Lohnerhöhung fann also garnicht die Rede sein. Der Lohn gehoben wird, daß die Partei fuchen müffe, auch schon ehe sie die daß die Abtheilung zerfprengt wurde und und daß 2 Offiziere, 6 Soldaten und 88 Mann der Hilfstruppe getödtet worben oder beträgt auch nicht im Durchschnitt 7 M., er dürfte im Gegentheil politische Macht ganz in die Hände bekomme, Vortheile für die verschwunden ftud.weit geringer sein. Bu berücksichtigen ist aber, daß die Arbeiterklasse zu erlangen, wurde befchloffen, daß in ähnlichen Arbeit der Eisenformer schwer und ungefund ift. Dabei wird die Arbeitszeit sehr oft über 10 Stunden ausgedehnt, sie beläuft sich nicht selten auf 11 bis 12 Stunden, wenn die Former abgießen müssen. Wenn sich bürgerliche Blätter, wie die Bossische Zeitung", über den angeblich von den Arbeitern pro vozirten Ausstand entrüsten, so sei erwähnt, daß weder Herr Borsig Agnini erstattet den Bericht der Kommerfraktion. Er hebt noch ein Direktor der Firma mit den Arbeitern verhandelt hat, hervor, daß bei allen Interpellationen und Anträgen deren agitatosondern die ganzen Verhandlungen mit dem Kalkulator geführt rifcher Zweck in den Vordergrund geschoben worden sei. Redner wurden. Dieser Herr erklärte bei der Verhandlung ausdrücklich, daß betont weiter die Nothwendigkeit einer energifchen Agitation gegen in Zukunft die Preise nicht, wie es bisher üblich war, durch Verein das 3wang 3 wohnsit- Gesez; die Fraktion habe befchloffen, barung mit den Arbeitern festgelegt werden sollen, sondern lediglich von in allen größeren Städten große Agitationsversammlungen ab ihm im Einverständniß mit der Direktion. Es dürfte kaum noch ein zuhalten. Auch gegen die Eingangszölle auf Getreide müsse in Zweifel beftehen, daß sich die Arbeitsverhältnisse bei Borsig bedeutend nächster Zeit eine energische Agitation entfaltet werden. verschlechtert haben. Dies ist schon dadurch erwiesen, daß Arbeiter, die In der Diskussion wird darauf hingewiesen, daß zwischen der 30-40 Jahre dort in Stellung waren, ihre Arbeitsstätte aufgaben, Rammerfraktion und der Parteileitung noch eine weitgehendere Ber ja einige legten die Arbeit nieder, obwohl sie sogar das 50jährige ständigung und ein Hand in Hand- Arbeiten herbeigeführt werden Jubiläum in dieser Fabrik gefeiert haben. Unter den Arbeitern ist müsse. Nach einer langen intereffanten Debatte wird der Bericht überhaupt allgemein die Auffassung verbreitet, daß, wenn der alte genehmigt. Borsig noch lebte, es nie zum Ausstand gekommen wäre, vor allen Dingen wäre dann ein Verhandeln möglich gewesen. Frankreich. Belgien. Nivelle, 19. September.( Privatdepesche des Vorwärts".) In der Stichwahl im Wahlkreise Waremme siegte der katholische Kandidat mit 11 536 Stimmen über den sozialistischen, der 10 803 Stimmen erhielt. Gegenüber dem ersten Wahlgange gewann unser Kandidat 4134, der. Klerikale dagegen blos 2083. Gegenüber dem Resultat der allgemeinen Wahlen in diesem Kreise haben unsere Genossen 9303, die Klerifalen aber blos 403 Stimmen gewonnen. So zeugt diese Wahl für glänzende Fortschritte unserer belgifchen Parteigenoffen. Den Streit selbst hat die Gewerkschaft mit allen Mitteln zu verhindern versucht, die Verhandlungen zogen sich feit acht Tagen tonstatiren, daß die Partei fich trotz aller Verfolgungen immer mehr Dell' Avalle giebt den Bericht der Parteileitung. Er kann ausbreite. Im Jahre 1895/96 zählte sie 442 Sektionen mit 19 121 Mitgliedern, im Jahre 1896/97 war die Zahl der Sektionen auf 628, bie Bahl der Mitglieder auf 27 281 angewachsen. In derselben Beit ist die Zahl der Parteiblätter von 27 auf 46 gestiegen. Die Brovinzen, in denen der Sozialismus am tiefften Wurzel gefaßt hat, find in erster Linie die Lombardei und Piemont, sodann die Emilia, Romagna, Toskana, Venetien, Rom und Neapel. italienischen Delegirten zum Züricher Kongreß sich nicht an den In der Diskussion wird von mehreren Rednern gerügt, daß die Arbeiten des Rongresses betheiligten. Fällen die Delegirten der Partei sich rückhaltlos an den Arbeiten zu betheiligen hätten. Den Rechenschaftsbericht giebt Bertint. Die Parteibeiträge inklusive der freiwilligen für Agitation und den Wahlfonds ers reichten die Höhe von 16 262,34 Lires. Internehmer- Verbände. Die Magdeburg. Zeitung" läßt unterm 16. d. Mts. anläßlich der bevorstehenden Stichwahl sich aus Brüffel melden: Während die herrschende ultramontane Partei in Belgien mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln die Bernichtung des Liberalismus auftrebt, schwillt die belgische Sozialdemokratie, dank der Heritalen Wirthschaft, zu einer sehr gefährlichen Macht an. Das Ergebniß der jüngsten Rammerwahl im Lütticher Landgemeinden beairte Waremme hat die überraschende Thatsache zu tage gefördert, daß die Sozialdemokratie in diesem vorwiegend bäuer lichen und darum konservativen Wahlbezirke ihre Stimmenzahl seit drei Jahren mehr als vervier facht hat. Ga hieße Vogel Strauß- Politik treiben, wollte man die in die Länge, die Differenzen wären leicht zu beseitigen gewesen, Der Verein der schweizerischen Maschinenindustriellen, große Gefahr verkennen, in die der belgische Staat durch wenn bei der Firma Borsig ein Entgegenkommen zu finden der 1884 mit 46 Mitgliedern, welche 9657 Arbeiter beschäftigten, Dieses fort währende und rapide Anschwellen der gewesen wäre. Durch die Behandlung, die der Verband gegründet wurde, zählte Ende 1896 101 Firmen mit 21 179 Arbeitern. fozialdemokratischen Machtstellung gerathen muß. der Metall Industriellen den Arbeitern fortgesetzt zu theil Nach der Fabrikstatistik von 1895 zählte die gesammte schweizerische Die Erscheinung, die wir foeben beobachtet haben, bleibt gewiß werden läßt, ist freilich sehr viel Unzufriedenheit aufgespeichert Maschinenindustrie 396 Etablissemente mit 23 921 Arbeitern, so daß nicht auf den Wahlbezirk Waremme allein beschränkt. Die gleiche worden. Wer nicht vom Geifte Stumm's ist, wird es begreifen, heute ein Viertel der Firmen organisirt sind, von ihnen aber über Wahrnehmung macht man man in allen Wahlbezirken sowohl wenn die Arbeiter in einer Zeit, wo die Unternehmer ungeheure 92 pet. der Arbeiter beschäftigt werden. Die 295 nichtorganisirten der französischen wie der vlämischen Landestheile, und da Gewinne einstreichen, weil das Geschäft rasend geht, auf Lohn Maschinenindustriellen mit 2742 Arbeitern sind die kleinen Unterim nächsten Sommer die allgemeinen Parlaments- reduktionen nicht eingehen. nehmer, deren Fernbleiben der großen Macht des Vereins wahlen stattfinden, so muß man bereits ernstlich mit der Haben die Unternehmer den ernsten Willen, Frieden zu er feinen Abbruch thut. In seinem Jahresbericht für 1896 Möglichkeit einer sozialdemokratischen Kammerhalten, so mögen sie mit den Arbeitern verhandeln, nicht aber durch klagt der Verein über eingetretene erhebliche Lohnsteigerungen, mehrheit rechnen. Der Einzug einer solchen Mehrheit aber gehässige und verzogene Tattit den Kampf schüren. über Mangel Mangel an Handlangern int Sommer, so daß ins Parlament wäre gleichbedeutend mit einem permanenten Italiener eingestellt werden mußten und man künftighin den Revolutionszustande, den die Nachbarn Belgiens Handlangern im Sommer etwas höhere Söhne zahlen will, als im nicht dulden tönnten." Winter; über die sozialdemokratischen Fachvereine, welche Ver türzung der Arbeitszeit, Abschaffung des Atforblohnes, Einführung Ingblätter in einer Auflage von je 16 000 Exemplaren ver- nutzung des Baftpflichtgefeßes burch verunglückte Arbeiter; über die In Kiel wurden am Sonntag von den Parteigenoffen zwei des Minimallohues, willkürliche Festtage 2c. anstreben; über Ausbreitet. Das eine Flugblatt, vom Gewerkschaftstartell heraus gewerblichen Schiedsgerichte zc. Bei Streits sollen die„ unregelgegeben, fordert zum Anschluß an die Gewerkschaften auf; das mäßig" ausgetretenen Arbeiter von den Vereinsfirmen nicht in andere, betitelt Elftaufend Kieler Bürger rechtlos!" richtet sich Arbeit genommen werden, was natürlich Die schwarzen gegen den Beschluß der Stadtverordneten betreffend Ablehnung des Listen zur Voraussetzung hat, und endlich über die Mai. Autrages auf Herabfeßung des Wahlzenfus. Die Verbreitung ging feter wird bemerkt, daß der Verein diesbezüglich den in gewohnter Weise rasch von statten. Mitgliedern feine Vorschläge machen oder Räthe ertheilen, sondern ihnen überlassen will, wie sie sich dazu stellen wollen. 29 294 715 Fr. 1896 um 4 340 611 Fr. mehr betragen als 1895 und Der Export der schweizerischen Maschinenindustrie hat mit Madrid, 19. September. In ministeriellen Blättern heißt es, der Import mit 23 591 454 Fr. um 2 888 377 Fr. mehr als 1895. ber Herzog von Tetuan, der ehrgeizige und rohe Minister Berichtigung. In der Notiz Sächsische Landtagswahlen", die Deutschland steht mit 16 828 878 Fr. Export nach der Schweiz des Aeußern, der einen liberalen Abgeordneten in offener Parlaments- in der Sonntag- Nummer veröffentlicht ist, find die Namen zweier und mit 6 925 592 Fr. Import aus der Schweiz an der Spize aller figung ohrfeigte, werde zum Botschafter in Paris ernannt werden. zum 12. städtischen Kreise gehörenden Orte verdruckt. Die Orte in Produkten der Maschinenindustrie mit der Schweiz verkehrenden Die ultramontanen Blätter greifen das Ministerium beißen: Borna( nicht Borau) und Zwenkau( nicht Zwickau). Länder. Gegenüber der fast ausschließlichen Organisation der in betreff der gegen den Finanzminister Navarro Reverter vers Während dieser Kreis sich sammt dem ersten und vierten Leipziger Maschinenindustriellen fei noch bemerkt, daß die Gesammtzahl der hängten Erfommunitation heftig an. Kreise an der Wahl nicht betheiligt, baben die Parteigenoffen im organisirten Metallarbeiter girta 3000 beträgt, die aber nicht allein Mehrere Prälaten billigen das Verhalten des Bischofs von Kreise Zwickau, die denselben Standpunkt einnahmen, sich dem in der Maschinenindustrie beschäftigt find. Mallorta, beffen Exkommunikations- Brief gegen den Finanzminister gegentheiligen Beschluß der Landeskonferenz gefügt. entgegen dem Ersuchen des päpstlichen Nuntius heute in allen Kirchen verlesen wurde. In politischen Kreisen befürchtet man, daß die Frage eine Ministerkrisis hervorrufen werde. Also Revolution von oben mit Hilfe frember Kriegsmacht wird da gepredigt! Etwas unvorsichtig von einem nationalliberalen Blatte! Italien. Der Abgeordnete Cavallini, einer der Haupt schuldigen des Banfprozesses von Como, konnte sich mit Hilfe des zeitweiligen Justizministers Rudini flüchten, da der Ministerpräsident fich feiner Berhaftung widersett und dagegen verfügt hatte, den Abgeordneten mit Tatt und Borsicht" zu beob achten. Spanien. Wegen der zunehmenden Entwerthung des Silber und Papier Geldes find in Madrid die Preise ver schiedener Nahrungsmittel gestiegen. Parket- Nachrichten. Die Parteigenoffen in Karlsruhe erklärten sich für Aufhebung des Kölner Beschlusses. Als Delegirter zum Parteitage i Genosse Kolb gewählt. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Bum Kampf -Reichstags- Abgeordneter Horn in Dresden ist als Redakteur des Glasarbeiter Fachblatts" Der Fachgenoffe" wegen Beleidigung der englischen Maschinenbauer. der Glashütten- Direktoren Liebig in Dresden, Schulze in Oldenburg und Brückmann in Kreuznach vom Dresdener Land- Die Einigungsvorschläge des Fabrikanten William Mather, gericht zu 10 Monaten Gefängniß verurtheilt. Das harte Urtheil die in unserer Sonntagsnummer abgedruckt sind, sind von der Federation - Die spanischen Gefangenen der Garnison von ist jetzt rechtskräftig, da das Reichsgericht die Revision ab der Unternehmer abgelehnt worden. Käme es den Fabrikanten, so Victoria de las Tunas 299 an der Zahl wurden in gewiesen hat. Unser alter Parteigenoffe Horn, der kaum erst eine meint, Daily Chronicle", darauf an, einen aufrichtigen Frieden herbeiFreiheit gesetzt. Die Freiwilligen wurden erschossen. lange Gefängnißstrafe hinter sich hat, die er sich durch die publizistische zuführen, dann hätten sie sich mindestens zu Verhandlungen bereit erklären Rongeffion entzogen werden. Die Behörde stützt sich dabei auf den § 33a der Gewerbe- Ordnung, der die Konzessionsentziehung in folchen Fällen für zulässig erklärt, wo die gebotenen Veranstaltungen den Gesetzen oder den guten Sitten zuwiderlaufen. Das mag alles gut gemeint sein, die Sache liegt aber einmal so, daß selbst im Polizeiftaate gerade die Polizei der ungeeignetste Fattor ist, um den schlechten Geschmack des Publikums zu verbessern. tämpft. können. und gebrechlich, kann er den Unterhalt der Familie nicht beschaffen. drei Angreifer zogen ihren fünf Gegnern gegenüber balb Die Sorge um das Durchkommen lag daher der Mutter allein ob, den türzeren, fie liefen davon, wobei einer von ihnen den die durch Näharbeit und Annahme von Aufwartestellen das Noth- Schuhmachermeifier Weidemann überrannte, dürftigste herbeischaffte. Am Sonntag wollte sie den Ihrigen den Boden fiel. Gleich darauf erschienen Schuhleute, welche die ganze Leckerbiffen eines Fleischgerichts bereiten und ging daher schon früh Gesellschaft zur Wache führten. Weidemann ging freiwillig mit, um um 61/2 Uhr in den Hefter'schen Keller, während ihre Tochter Ella nöthigenfalls als Zeuge zu dienen. Auf der Wache nahm der den Familienkaffee besorgte. Dort fand sie den Tod. Der Zufall amtirende Schuhmann Döring nur die Personalien der Sistirten Die Reservistenentlaffungen machten sich am Sonntag im wollte, daß gleich nach ihr eine Schwägerin, Frau Ganzel aus der auf, eine Vernehmung über den Sachverhalt Straßenleben Berlins bemerkbar. Vielfach begegnete man den jungen Cuvryftraße, denselben Keller betrat. Diese hat ihre Verwandte wohl erfolgte nicht. Nach einiger Zeit erhielt Weidemann ein Strafmandat wegen groben Unfugs und ebenso der Herr, Männern in einer erklärlich frohen Stimmung. Gar bald tritt der liegen gefehen, bei dem Dämmerlicht aber nicht erkannt. Ernst des Lebens aber an die Entlassenen heran, und die Frage Straßensperrung. Die Pücklerstraße von der Waldemarstraße der ihn überrannt hatte, die übrigen bei dem Auftritt Bes wie und wo erhalte ich Arbeit?" drängt sie in den Kampf ums bis zur Mustauerstraße wird vom 20. d. M., und der südliche Damm theiligten dagegen nicht. Weidemann beantragte richterliche EntDafein aber auch mit zwingender Gewalt in den großen Befreiungs- der Gneisenaustraße von der Nostizstraße bis zum Kreuzdamm der scheidung und gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß er, tampf, den das Proletariat für die höchsten Güter der Menschheit Solmsstraße einschließlich vom 21. d. M. ab behufs Umpflasterung gerade der Gemaßregelte sein sollte. der doch nur eine leidende Rolle bei der ganzen Geschichte gespielt habe, Es zeugt von wunderlicher Verkennung der Thatsachen, für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die Liebigstraße vom Weiden- gerade der Gemaßregelte sein sollte. Der Staatsanwalt beantragte wenn man glaubt, durch geschwollene Reden die Söhne des arbeiten weg bis zur Rigaerstraße einschließlich des Kreuzbammes wird behufs nach Schluß der Beweis aufnahme auch die Freisprechung des Au getlagten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Hugo Sonnenfeld, war den Volkes von der Betheiligung an diesem Kampfe abhalten zu Umpflasterung vom 20. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke hiermit nicht zufrieden, er beantragte, dem Schuhmann Döring die und Reiter gesperrt, desgleichen die Reichenbergerstraße von der Rosten der Bertheidigung aufzuerlegen, da dieser bei der Erstattung Der Brand der alten Waisenkirche. Von einem ver- Grünauer- bis zur Forsterstraße. der Anzeige doch grob fahrlässig vorgegangen sei. Diesem letteren Heerenden Schadenfeuer wurde in der Nacht zum Sonntag die alte Von einem Bierfaß wurde am Sonnabend Mittag der Antrage gab der Gerichtshof nicht statt. Es sei dem Gerichhofe be Waisenkirche, jenes hiftorische Gebäude an der Ecke der Stralauer- 64 Jahre alte Gastwirth Frizz Franke aus der Moßstraße 66 fannt, daß die Schuyleute der 6. Abtheilung des kgl. Polizeipräsidiums und Neuen Friedrichstraße betroffen. Das alte Kirchengrundstück, getödtet. Er war im Begriff, eine halbe Tonne Weißbier in den nur die Namen der Betheiligten ohne eigene Untersuchung anzugeben welches dem Magistrat gehört, besteht aus drei Gebäuden, dem Keller hinabzulaffen, hatte aber nicht Kraft genug. Das Faß warf und der vorgesetzten Behörde zu überlassen haben, ob und gegen alten Beamten- und Waisenhause an der Stralauerstraße, dem Turm- ihn um und ging ihm über den Leib. Nach einer Stunde fand ihn wen fie die Strafverfolgung einleiten wolle. Dies Verfahren sei gebäude in der Neuen Friedrichstraße und dem am Wasser belegenen, feine Frau bewußtlos auf und brachte ihn nach einem Krankenhaus. allerdings sehr mißlich, weil es erfahrungsgemäß oft dazu führe, ehemaligen Kirchenschiff. Das lettere, ein zirfa 30 Meter langes Dort ist er an den erlittenen Verletzungen- Rippenbrüche und daß Nichtschuldige unter Anklage gestellt werden. Es sei deshalb Gebände, ist zu Werfftätten und Privatwohnungen eingerichtet. Auf Kopfwunden mit Gehirnerschütterung alsbald geftorben. eine Aenderung in dieser Beziehung anregenswerth. Den Schuhnoch nicht aufgeklärte Weise entstand auf der im rechten Flügel beIegenen Schuhmacherwerkstatt, in welcher sich folossale Ledervorräthe Der Schluß der großen Berliner Kunstausstellung findet, mann treffe nicht der Vorwurf der Fahrlässigkeit. befanden, ein Feuer, welches unbemerkt stundenlang wüthete, das wie schon gemeldet, bestimmt am Sonntag, den 26. Sep. Eine für die Milchversorgung Berlins nicht unwichtige Dachgeschoß ergriff und sich bald über das ganze Gebäude verbreitete.tember, abends 8 Uhr, statt. Es werden an demselben Auf die Meldung Mittelfeuer um 122 Uhr waren nach kurzer Abende nach Beendigung des Konzerts auch die Restaurants 2c. im Frage beschäftigte gestern eine Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts. Das für den großen Magen der Reichshauptstadt erforder Beit die Löschzüge der ersten, zweiten und fünften Kompagnie zur Park für das Publikum geschloffen. liche ungeheure Quantum Milch wird durch die sogenannte MilchStelle. In einem harten, mehrstündigen Kampfe gelang es den Nituelle Verpflegung für jüdische Gefangene. Wie die züge herbeigefchafft, die zum theil in den Vormittagsstunden aus Mannschaften, eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern Volksztg." meldet, hat der Juftizminister die Eingabe des Bor- der Provinz hier anlangen. Gegen Austausch der leeren Fäffer und vor allen das ganz besonders gefährdete Thurmgebäude, sowie ftandes der hiesigen jüdischen Gemeinde um Aufhebung der Ver- werden den Milchhändlern den Milchhändlern die gefüllten Fässer überliefert. die Seitenflügel des Grundstücks Stralauerstr. 47 zu schützen. Die fügung vom November, wonach die rituelle Verpflegung der jüdischen Bu diesem ganzen Geschäft ist es natürlich unerläßlich, ungeheuren Waffermassen, welche in den Brandbeerd geschleudert Strafgefangenen eingeschränkt werden soll, abgelehnt. Ein ähnliches daß die Milchhändler zunächst die leeren Fässer auf ihre wurden, hatten den besten Erfolg, und um 2 Uhr konnte bereits ein Gesuch des Deutschen Rabbiner Verbandes ist bereits vordem ab- Wagen laden, thun sie dies aber des Sonntages während der KirchenTheil der Löschzüge wieder abrücken. Die weiteren Ablöschungs: gewiefen und die Wiederherstellung des früheren Zustandes, der stunden, so verfallen sie häufig einem polizeilichen Strafmandat wegen arbeiten sowie die Aufräumungsarbeiten nahmen noch den Rest der rituellen Verpflegung auf Staatstoften, abgelehnt worden, desgleichen Störung der Sonntagsruhe. Gegen ein solches hatte R.-A. Dr. Flatau Nacht sowie den Sonntag bis zum Abend in Anspruch. das Anerbieten der jüdischen Gemeinde zu Berlin, die Insassen des richterliche Entscheidung beantragt und führte in der gestrigen Trotz der frühen Morgenstunde hatte sich eine ungebeure Strafgefängnisses in Plößensee an allen jüdischen Festtagen auf Verhandlung aus, daß hier eine Verlegung der polizeilichen Vorschriften Menschenmasse eingefunden, unter welcher sich natürlich sehr viele Gemeindefosten mit rituell zubereiteten Speisen zu versehen. Beide nicht vorliege, da es sich hier um den Eilgüter- Verkehr nach und von zweifelhafte Elemente befanden. Es tamen mehrmals Ausschreitungen Körperschaften wollen sich mit dem Bescheide nicht zufriedengeben den Bahnhöfen handle, welcher nach§ 4 Nr. 2 der Verordnung vom vor, welche zu Sistirungen einzelner Personen Beranlassung gaben. und werden im Verwaltungsstreitverfahren Beschwerde erheben, 10. Ott. 1896 freigegeben sei. Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend. Auch in der Kaiser Friedrich- Gedächtnißkirche hat es vorgestern" Gewissenszwang" bekämpfen und deren Rechtsgiltigkeit anfechten Es würden böse Folgen für die Reichshauptstadt daraus entstehen, Auch in der Kaifer Friedrich- Gedächtnißkirche hat es vorgestern indem sie gleichzeitig die Verfügung des Justizministers als gehöre aber zu diesem Transport auch das Auf- und Abladen der Fäffer. gebrannt, und zwar während der Predigt. Der Gottesdienst wurde wenn es den Milchhändlern durch Verbot des Transports der leeren hierdurch zwar gestört, es entstand aber keine Panit, und die verfammelte Gemeinde ging ruhig auseinander. Durch Kurzschluß der Fäffer zum Bahnhofe unmöglich gemacht werden würde, die mit den Milchzügen Sonntags vormittags ankommende Milch abzunehmen. elektrischen Leitung hatte eine hölzerne Riemenscheibe nebst Treib. Das Schöffengericht stellte sich auf denselben Standpunkt und erkannte riemen Feuer gefangen. Die benachrichtigte Feuerwehr beseitigte schnell jede weitere Gefahr. auf Freisprechung. Eine brennende Eisenbahn- Brücke. Sonntag früh um 5 Uhr brannte die Eisenbahn- Brücke des Nordrings am Nettelbeckplatz. Der Bohlenbelag der Brücke, die dort die Pantstraße überschreitet, muß wohl durch Funken aus einer Lokomotive Feuer gefangen haben; die Brücke stand plöglich in Flammen. Das Feuer konnte indeß von der in unmittelbarer Nähe befindlichen Feuerwache schnell gelöscht werden, so daß nur ein ganz geringfügiger Schaden ent standen ist und der Verkehr keine Unterbrechung erleidet." Fener in Halenfee. Sonntag Abend gegen halb zehn Uhr brach in einem am Güterbahnhof zu Halensee belegenen Lagerschuppen der Gebrüder Schaak Feuer aus, das schnell um fich griff Die freiwilligen Wehren von Halensee, Grunewald, Wilmersdorf und Stegliß, die zur Hilfe herbeieilten, mußten sich darauf beschränken, die benachbarten Lagerpläge zu schüßen. Es dauerte übrigens eine halbe Stunde, bis Waffer gegeben werden konnte, da die Hydranten nicht sogleich gefunden werden konnten. Mehrere in dem Schuppen befindliche Pferde wurden von dem Publikum in Sicherheit gebracht. Der Schuppen ist vollständig niedergebrannt. wollen. Der Zirkus Renz ist in Hamburg wieder eröffnet worden, Am Sonnabend gab der neue Direktor Ernst Renz in dem alten Ge: bäude am Birkusweg seine erste Borstellnug. Das Publikum nahm lebhaften Antheil an dem Ereigniß. Hier in Berlin soll Direktor Ernst Renz geeignete Räumlichkeiten suchen, da sein Zirfus in der Karlstraße auf drei Jahre an die Olympia- Theater- Gesellschaft verpachtet worden ist. Aus den Nachbarorten. Eine derartige Energie verdient alle Anerkennung. Möchten die Lehrer auch bei späteren Gelegenheiten den Muth haben, offen für ihre Intereffen und ihre Rechte einzutreten. n " Was ein echter zünftiger Bäckermeister auf Recht und Eines eigenartigen Betruges wegen wurde in der Nacht Gefeß giebt, so lange es sich nur" um Leben und Gesundheit zum Sonntag gelegentlich des Brandes in der alten Waisentirche feiner Arbeiter" handelt, das zeigte mit erschreckender Deutlichkeit ein 17 jähriger Bursche festgenommen. Zur Bedienung der Handdruck sprigen war von der Feuerwehr private Hilfe aus dem Publikum Theater. Das Schiller Theater zeigt einen Schiller: 3yklus, eine Verhandlung, welche heute vor der dritten Strafkammer am Wallen: Landgericht II stattfand. Es wurde gegen den Bäckermeister Her. in Anspruch genommen worden. Als später die Mannschaften von umfaffend: Die Räuber", Kabale und Liebe"," Don Carlos", einem Oberfeuerwehrmann Anweisungskarten zum Zweck der Erſtein's Cager" und" Die Piccolomini",„ Wallensteins Tob",„ Maria Stuart", mann Witte verhandelt, der sein lukratives Geschäft zu Char= Wilhelm Tell", an. Die Aufführungen finden an fieben Sonntag- Nachottenburg im Hause Joachimstraße 39 und 40 betreibt. hebung ihrer Gebühren erhielten, drängte fich ein junger Mann, der mittagen um 3 Uhr statt. Die Abonnementspreise betragen für sieben Bor: Wenn das Material, welches in der heutigen Verhandlung bis dahin unthätig in der Zuschauermenge gestanden, in eine der stellungen einschließlich Garderobe: II. Rang Balton 3 M., II. Bartet und einwandsfrei und eidlich erhärtet wurde gelegentlich mit Kolonnen, um auch eine derartige Karte zu erlangen. Das Manöver II. Rang Logen 4,50 Mt., I. Barket und I. Rank Balkon 6 M., Orcheſterfit beitragen sollte zu einer Berschärfung der Bäckerei- Berordnung. war jedoch von einem Schuhmann beobachtet worden, welcher die 7,50 m. Die Ausgabe der Hefte beginnt heute und schließt mit dem Berhaftung des Betrügers veranlaßte. 30. d. M. Die erste Vorstellung im Zyklus,„ Die Räuber", ist für Sonntag, so mögen sich humanere Bäckermeister dermaleinst bedanken bei ihrem ben 3. Oktober, 3 Uhr nachmittags, angesetzt. Im Thalia Theater Kollegen Hermann Witte in Charlottenburg. Derselbe ist am geht heute die Walther- Ferron'sche Vaudeville- Operette Das Krokodil" zum 5. Juli d. J. vom Schöffengericht in Charlottenburg zu nur 20 m. ersten Male in Szene. Direktor Glück vom Apollo Theater hat Geldstrafe verurtheilt worden, weil er für überführt erachtet wurde, die amerikanische Serpentintänzerin Loie Fuller für ein kurzes Gastspiel ver- gegen die Paragraphen 120( letter Absay) und 147 IV der Ges werbe Ordnung und die Bundesraths Verordnung( Bäckereis pflichtet, das nächstens beginnt. Berordnung) vom 4. März 1896 verstoßen zu haben, bezw. den Bäckergesellen Ulfamer 14-15 Stunden, also jedenfalls über Der Ganverband der Lehrer aus den Vororten Berlins 12 Stunden, beschäftigt zu haben, ohne demselben die vorhat auf seiner Generalversammlung einstimmig folgenden Proteft geschriebene Ruhepause von mindestens einer Stunde täglich zu gewähren. So gering diese Strafe war, so zog es der gefaßt: Verurtheilte dennoch vor, Berufung einzulegen und zwar Der Gauverband der Lehrer aus den Vororten Berlins, welchem mit der Begründung, daß das Zeugniß der Belastungszeugen auf etwa 1000 Lehrer angehören, ist bitter enttäuscht über die bis jetzt unwahrheit beruhe. Diese Belastungszeugen waren fein Werkhinsichtlich) der Regelung der Lehrerbesoldungen bekannt gewordenen führer und seine drei Gesellen gewesen und diese wurden Forderungen der königl. Regierung zu Potsdam. Er protestirt von ihm, wie es Brauch in solchen Fällen, gleich nach dem schöffen Daher lebhaft gegen eine derartige Ausführung des Gesetzes und er- gerichtlichen Termin entlassen. Jeder von diesen Zeugen erhielt wartet seitens der fönigl. Regierung Forderungen, welche den that- Die Bemerkung in sein Arbeitsbuch das bekanntlich in der Bäcker fächlichen Theuerungsverhältnissen und den wohlwollenden Absichten Innung eine große Rolle spielt- Den Juhaber dieses des Gesetzes entsprechen." tann ich nicht gebrauchen, da derselbe meine Arbeit in der Zeit von 12 Stunden nicht fertig Ein wie großes Jutereffe Berlin dem Sport entgegenbringt, ma ch en tann!" Meister Witte hatte nicht daran gedacht, daß die zeigte sich am Sonntag, wo auf der Velociped Rennbahn in Angabe eines solchen Entlassungsgrundes ihm selbst nachtheilig sein könnte, Halensee um den großen Preis von Berlin" gestritten wurde. Ein schwerer Unfall ist am Sonntag im Grunewald da er damit ſein Vergehen gegen das angezogene Gesetz schwarz auf In dichten Schaaren zog das Publikum bald nach Mittag dem erschienen, er ließ sich durch einen Rechtsanwalt vertreten. Zwecks Westen zu; es wird wohl nicht zu hoch gegriffen sein, wenn be- durch schen gewordene Pferde herbeigeführt worden. Nach dem weiß bestätigte. Zu der heutigen Verhandlung war er nicht selbst hauptet wird, daß auf der Bahn etwa 16 000-18000 Personen ver- Wettrennen in Halenſee hatten mehrere Radfahrer, aus Potsdam den erneuter Beweisaufnahme wurde zuerst der Bäcker 2. eiblich als Zeuge fammelt waren. Ueber den Verlauf des Rennens meldet ein Rückweg zu Rad angetreten und fuhren durch die Königsallee der vernommen. Derselbe bekundete folgendes:" Ich habe als„ erfter" Kolonie Grunewald, als plöglich die Pferde einer Equipage scheuten dem vorigen Termine entlassen wurde. Unsere Arbeitszeit war so sprechend; es siegten die Favorits Parlby, Lehr, Bourrillon und hineinstürmten. Hierdurch wurde der 22 jährige Kaufmann Arthur eingetheilt, daß wir um 1/29 Uhr abends geweckt wurden. Wir Die vier Zwischenläufe verliefen allgemeiner Erwartung ent- und in schärffter Gangart mitten in die Gruppe der Radfahrer Gefelle acht Monate bei Meifter Witte gearbeitet, bis ich gleich nach Arend, während Mündner, Käser, Huber und Heimann als Zweite Holz aus Potsdam vom Rade geschleudert; er erlitt einen Bruch leideten uns rasch an, wuschen uns und dann begann um 3/49 bis in den Befähigungslauf tamen und Laufer, F. Verheyen, Breitling beider Oberschenkel und des rechten Handgelenkes. Der 25 jährige 9 Uhr unsere Arbeit. Um 10 Uhr gab es Abendbrot, drei Stullen und Lechert unplazirt aus dem Rennen ausschieden. Der Befähigungs- Beines und schwere Verlegungen am Körper durch die Speichen Effen, denn um 1/411 Uhr begann die Arbeit wieder, die Biseleur Gustav Fischer aus Potsdam erlitt einen Bruch des linken und eine Taffe Kaffee, oft hatten wir gar nicht einmal Zeit zum lauf, deffen Sieger mit den Siegern der vier Zwischenläufe am feines zertrümmerten Rades. Beide Radfahrer wurden nach Entscheidungslauf theilnimmt, brachte dagegen eine Ueberraschung; nun ununterbrochen bis 4/2 Uhr morgens dauerte. Um diese Beit gab es 10-15 Minuten Pause, worauf es bis 1/26 ging. Von Heimann, der als Favorit galt, wurde hier von Käser geschlagen. Potsdam ins Krankenhaus gebracht. Eine weitere Ueberraschung brachte der Entscheidungslauf. Der Das ist ein Geschäft. Eins der größten Restaurations- 1/ 26 bis 1/28 mußten die beiden jüngsten Gesellen Frühstück ausFranzose Bourrillon trug der Erwartung gemäß den Sieg davon etablissements, der Restaurationspark Hundefehle", der bekanntlich tragen, worauf sie erst ihren Kaffee trinken fonnten, was nur ein ( 7000 M.), doch endete der Weltmeister Arend, der 750 M. erhielt, fistalisches Eigenthum ist, war an den jüngst verstorbenen Bächter paar Minuten dauerte. Wir arbeiteten dann bis 10 Uhr weiter. hinter August Lehr, der den zweiten Preis mit 1500 M. gewann, Beiß zu der Miethe von 2400 m. jährlich verpachtet worden. Jetzt Der Werkmeister und ich, wir waren dann fertig, die beiden jüngsten auf dem dritten Plaß und der englische Champion Parlby mußte foll, wie nach der Allg. Fl.- 3." verlautet, dem Fiskus für dieses Gesellen hatten aber nun zunächst Mehl zu sieben, das von der sich sogar mit dem fünften Blaze begnügen und dem Schweizer Etablissement eine Jahrespacht von 50 000 m., also das mehr als Feuchtigkeit oft zu festen, harten Klumpen zusammen gebacken war Käfer den Vortritt laffen. Dem Sieger wurde vom Publikum eine 3wanzigfache des bisherigen Betrages, geboten worden sein. Der und erst klein geschagen werden mußte, was außerordentlich viel große Ovation bereitet und auch sehr wurde lebhaft applaudirt. mit Zeit abgeschlossene Vertrag läuft noch sechs Jahre und ist von Zeit erforderte. Darauf folgte das Auskragen der Das Troftfahren für die Nichtplazirten der Zwischenläufe und des der Regierung in Potsdam jest auf die Wittwe des bisherigen( Backmulden) und zuletzt war das nöthige Mehl für den Befähigungslaufs( 250, 125, 75 m.) fiel an Huber, der vor Breitling Bächters übertragen worden. nächsten Tag heranzutragen. Das dauerte bis mittags 1 Uhr, auch bis 22. Giner hat manchmal bis um 3 Uhr nachmittags zu thun und F. Verheyen einfam, während Mündner, Laufer und Lechert Ein beftialischer Ueberfall ist in der Sonntag Nacht in dem gehabt." Vorsitzender( Landgerichts- Direktor Hellwig):„ War unplazirt blieben. benachbarten Lorenzdorf bei Landsberg a. W. vorgekommen. Dortige bas immer fo?"- Zeuge: Tag für Tag!" Ver Die Bestattungsart der Zukunft. In der auf dem Gemeinde Knechte überfielen mit Drefchflegeln, Klobenholz, Latten und Meffern theidiger: Wie der Angeklagte behauptet, find„ Teig anmachen" und friedhofe zu Friedrichsfelde errichteten Halle zur Aufnahme von bewaffnet, eine harmlose Gesellschaft junger Leute, Arbeiter von der Frühstückaustragen" nur Borarbeiten, die als eigentliche Arbeit im Leichenbrandreften sind im letzten Jahre 25 neue Urnen mit Leichen- Baud'schen Fabrit, die in Lorenzdorf ein Abschiedsfest feierten. Einer Sinne der Bundesraths- Berordnung nicht anzusehen find?"- Beuge: brand aufgestellt. Im ganzen beträgt die Zahl der dort aufgestellten von denselben wurde mit einem Meffer in die linke Schläfe gestochen. Das ist doch aber auch eine Arbeit, die Anstrengung ers Urnen jetzt 181. In der Erde sind außerdem 11 Urnen beigesetzt. Er rannte querfeldein in der Richtung auf Landsberg und wurde etwa fordert! Vorsitzender:„ Das ist lediglich Sache der Beurtheilung In den Abfallfeller eines Wurstfabrikanten in 1000 Schritt von Lorenzdorf neben der Chauffee im Blute liegend des Gerichtshofes, was" Arbeit" im Sinne der Verordnung ist oder Jäher Tod. der Leipzigerstr. 97. stürzte gestern Morgen gegen 7 Uhr eine etwa gegen Morgen aufgefunden. Zwei andere haben Knochenbrüche durch nicht ist!" Der zweite Beuge, Gefelle U. bekundet genau daffelbe, Die Thäter sind verhaftet; der durch den wie der Vorzeuge, so daß auf den dritten Zeugen ver 40 Jahre alte Frau, die mit einem Norb erschienen war, um Fleisch- Knüppelhiebe erlitten. refte einzukaufen. Am Fuße der Kellertreppe blieb fie regungslos Messerstich Berlegte, deffen Befinden hoffnungslos ist, ist im Kranken- zichtet werden kann, auf Wunsch des Bertheidigers wird liegen. Der hinzugerufene Arzt Dr. Hadra fonnte nur den sofort hause, die übrigen Verwundeten in ärztlicher Behandlung. durch Schädelbruch erfolgten Tod feststellen. Die Leiche wurde später nach dem Schauhaufe abgeholt. Merkwürdig ist, daß niemand bisher Nachfrage nach der Frau gehalten hat. Sie trug ein grünliches Kleid, schwarzes, gemustertes Mieder und A. H. oder E. H. ge zeichnete Wäsche. hiesiges Blatt: Gerichts- Beitung. Beuten" " Wir aber noch der zufällig anwesende Wertmeister Sindes mann vernommen. Derselbe ist ebenfalls aus Anlaß des Borprozesses entlassen worden. Auch dieser Zeuge, zunächst unter Aussehung der Vereidigung vernommen, giebt dieselbe Schilderung der Arbeitsverhältnisse in der Witte'schen Bäckerei. Auf die Frage Wie leicht man zu einem polizeilichen Strafmandat wegen des Vorfigenden, ob Zeuge als Werkmeister nicht in der Lage ge In eine traurige Lage ist die Familie der 46 Jahre alten Frau groben Unfuge tommen tann, lebrte eine Verhandlung, welche gestern wesen wäre, Abhilfe zu fchaffen, erklärt derselbe: Augufte Hartmann das ist der Name der Frau, die am Sonntag vor der 146. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. In der Nacht hatten zu viel zu thun!"- Vorsitzender: Dann hätten in den Hefter'schen Keller stürzte und gleich starb durch den Tob zum 21. Juli ging eine Gesellschaft, aus sechs Herren und drei Damen mehr eute angestellt werden müffen!"- Zeuge: Das Die aus dem 35 Jahre alten Vater, bestehend, durch die Münzstraße. Die Damen, welche etwas voraus- habe ich dem Meistea oft genug gefagt, er aber that es nicht, er der Mutter versetzt worden. der Verstorbenen und drei Kindern im Alter von 12, 9 und 8 Jahren gingen, wurden von drei ihnen entgegenkommenden Herren thätlich fagte nur, die Arbeit muß gefchafft werden. Ich werde bestehende Familie wohut feit etwa 9 Monaten in dem Haufe belästigt. Natürlich eilten die Begleiter der Damen hinzu, um sie die Bäcker arbeiten lehren! Die müssen froh sein, Alvenslebenstr. 17. Der Mann war früher Besitzer eines Bauernhofes zu beschüßen. Nur einer von ihnen, der schon im höheren Alter wenn sie noch auf allen Bieren zu Bette triech e n bei Marienburg, ging zu grunde und zog nach Berlin. Krant stehende Schuhmachermeister Weidemann, hielt sich zurück. Dielkönnen! Deshalb habe ich immer weiter an treiben müffen." nis die übrigen?" Frühstücks Graveure, Biselenre, Gold- und Silberarbeiter und verwandte Berufs. genoffen Berlins und Umgegend. Heute Abend 8 Uhr, Kommandantenstraße 57: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die Gewerkschaften und die politischen Parteien. Referent: Kollege Schaal. Korreferent: Kollege Guttmann. Rosmos", Berein für voltsthümliche Wissenschaft. Heute Abend 9% Uhr, bet Hensel, Brunnenstraße 173: Bortrag über Einiges über türkische Sitten und Gebräuche." Distuffton und Berschiedenes. Säfte willtommen. Wander- Klub ,, Vorwärts". Heute Abend 9 Uhr, bet Kühne, Boltaftr. 8: Sizung. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Babt) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag - Borsitzender: Hatten Sie selbst es besser| stimmt: ,, Anschlagzettel unb platate, welche einen anberen Beuge: Ich hatte während des Inhalt haben, als Ankündigungen über gefeßlich nicht verbotene während die andern Semmeln austragen mußten Bersammlungen, über öffentliche Vergnügungen, über geftoblene, eine Pause von 1/ 2-3/ 4 Stunden, wo ich ein bischen schlafen konnte, verlorene oder gefundene Sachen, über Berkäufe oder andere Nachdabei mußte ich aber noch auf den Backofen aufpassen!" Nachdem richten für den gewerblichen Verkehr, dürfen nicht angeschlagen, der Gerichtshof noch von den Entlassungszeugnissen der Zeugen Ein- angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt ficht genommen, konnte der Vertheidiger nicht anders, als die Ent- werden. Auf die amtlichen Bekanntmachungen öffentlicher Be fcheidung anheimstellen und der Gerichtshof erkannte ohne sich hörden sind die vorstehenden Bestimmungen nicht anwendbar." erst zur Berathung zurückzuziehen auf Verwerfung der Berufung. Rund wurde vom Schöffengericht und vom Landgericht zu einer GeldAllem Anschein nach hat der Bäckermeister Witte die 20 M., die strafe verurtheilt. Die Strafkammer führte aus:§ 9 des preußischen er nu mehr blechen muß, an einem oder wenigen Tagen aus seinen Preßgefezes sei hier zweifellos anzuwenden. Angeklagter möge ja Gesellen durch die Neberarbeit herausgeschunden. Wir möchten in erster Linie beabsichtigt haben, Reklame zu machen. Indeffen wissen, ob das Gericht, wenn es von diesem Umftande eine Ahnung habe die Sache doch einen parteipolitischen Hintergrund. Durch das erkannten verspricht. Ein Gutes, daß es wenigstens eine Preffe 1866 wachgerufen. Seine ganze Ausführung erinnere daran. Auch Abonnent des„ Vorwärts" Nr. 777. Wir giebt, die auf solche Bäckermeister aufmerksam machen kann. handele es sich um eine öffentliche Ausstellung des Plakats im verstanden. Die Frankfurter Beitung", das Organ der deutschen BoltsWegen fortgesetter Unterschlagungen bei dem Verkauf Sinne des zitirten§ 9, da das Gafizimmer als öffentlicher partei, hat eine Wochenausgabe, die durch die Post bezogen werden kann. er N. Gramenz. Versammlungsberichte von Vergnügungsvereinen können von Fahrkarten der Stadtbahn stand gestern der frühere Fahr Ort anzusehen sei. Rund legte Revision ein und machte geltend, wir schon Platzmangels wegen nicht aufnehmen; außerdem bieten sie keinerlei fartenverfäufer Hante vor der I. Strafkammer des Landgerichts I. das Lokal sei fein öffentlicher Ort und es habe sich nur um eine allgemeines Interesse. Der Mitangeklagte, Fahrkartenverkäufer Schweder soll sich der Geschäftsreklame gehandelt. Derartige Plakate dürften aber Begünstigung schuldig gemacht haben, um seinen Kollegen der Be- nach§ 9 des preußischen Preßgesetzes angeheftet und sonst Außerdem liege eine Verlegung öffentlich ausgestellt werden. strafung zu entziehen. S. war bei der Station Rummelsburg als des§ 43 Absatz 5 der Gewerbe- Ordnung vor, worin bestimmt werde, Kartenverkäufer angestellt. Durch Versehen hatte er im vorigen Jahre ein Packet Fahrkarten, welches noch nicht an der Reihe war, zur nichtgewerbsmäßigen Vertheilung von Druckschriften oder anderen vorweg gegriffen und, um das Versehen nicht gewahr werden 3 es einer Erlaubniß nicht. Das Gaftzimmer sei ein geschlossener Schriften oder Bildwerken in geschlossenen Räumen bedürfe laffen, den Betrag für sich verbraucht. Er gerieth dann Raum. Der Straffenat des Rammergerichts wies aber in leichtfertige Gesellschaft, fing an, Schulden zu machen und begann nun dieselben Manipulationen, die ihm vorher gestern die Revision zurück.§ 9 des preußischen Preßirrthümlich untergelaufen waren, absichtlich zu machen. Er gesetzes sei ohne Rechtsirrthum angewendet worden. Die Feststellung des Vorderrichters, daß das Platat teinen rein geschäftlich en brachte Wochenfahrkarten, welche noch nicht zur Verausgabung standen, zur Ausgabe, ersetzte die verkauften 40 Bf.- Karten in den Charakter trug, sei ohne Rechtsirrthum erfolgt. Auch wäre Packeten durch 10 Pf.- Karten, die er sich selbst kaufte und so geschickt 43 Absatz 5 der Gewerbe- Ordnung nicht verlegt worden, da es unter die Wochenkarten mischte daß man bei einer Revision die sich hier um ein Anheften handele, nicht aber um ein Ver. theilen. Das Vertheilen solcher Blafate in einem ge die fehlenden oder ext lite tile spricht, aum Beſſeren von einem Strafmaße wie dem plakat würden die Erinnerungen an die Borgänge des Jahres and Gonna ben on 77, it haben Ihre Frage nicht J. R. 101. Berliz- School, Ecke der Leipziger: und Mauerstraße. P. C. Jemand, der im Vorbereitungsdienst zum Gerichtsschreiber sich befindet. 100. Böse Sieben. Es hat bis abends 12 Uhr Zeit. Innerhalb 3 Monaten nach Kenntniß von der Beleidigung muß die Be leidigungsflage angestellt ſein. 2. Dafür läßt sich kein Weg angeben. St. 2. 23. 1. Nein. 2. Jm allgemeinen nicht zu beantworten. Pappel 20. 1. u. 2. Nein. nein. 3. Nein. A. K. 100. Ohne Kenntniß der näheren Verhältnisse im Recht. Täuschung nicht bemerken konnte. Als war er allerdings ge- chlossenen Gastraume wäre auf grund des§ 48 Absay 5 versetzen würde. A. B. C. 1. Ja. 2. Soweit ersichtlich, ist der Arzt Fr. N. 16. 1. Nein. 2. Ja, 3. Nein. 4. Ja, beim Landgericht. E. S. 1920. 1. Ja. 2. Nein. 3. Sie haben recht. K. Reichen berg. Eine im Ausland seitens eines Deutschen begangene Majestätsbeleidigung ist in Deutschland strafbar. R. W. Friedrichsberg. Nach der Richtung hin existirt teine gesetzlich festgestellte Frist oder Verpflichtung. C. R. Wenden Sie sich direkt an den Abgeordneten Megger, Hamburg. B. 72. Nein. R. B. Königsbergerstraße. Ift uns nicht bekannt. E. J. 500. Strafbar hat sich der Betreffende nach Ihrer Schilderung nicht gemacht, würde aber strafbar sein, wenn er den Anzug verkaufen oder fehlerhaften Pacete an die Reihe tamen, S. u. 5. 23. 1. Nur soweit die Schulden zur Bestreitung der nothwendigsten Bedürfnisse gemacht sind, aber auch nur dann, zwungen, den vorher für den Verkauf dieser vorweggegriffenen der Gewerbe- Ordnung allerdings statthaft. wenn er mit der Entfernung einverstanden war. Hat die Frau wider Packete erzielten Erlös, welchen er in seine eigene Tasche hatte Für Gastwirthe, die sehr häufig öffentliche Tanzluftbar seinen Willen sich von ihm getrennt, so hat er feinerlei Schulden für sie zu fließen lassen, wieder der Kaffe zuzuführen, da sonst der Fehlbetrag fofort feiten veranstalten, ist eine Entscheidung von Bedeutung, die zahlen. 2. Giebt es nicht. M. 50. 1. Soviel ersichtlich, nein. 2. Ja. hätte bemerkbar werden müssen. Als er dann durch den Angeklagten gestern der drittte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts 3. Klage ist nicht erforderlich. 4. Ja. W. M., Görlitzerstraße. 1. Die Sch. am Schalter abgelöst wurde, mußte er diesem anvertrauen und gefällt hat. Der Gastwirth Wolter, in deffen Räumen in der Konzeffion zum Betriebe der Gastwirthschaft ohne Branntwein. 2. Wenden eingestehen, daß in den Fahrkarten- Packeten eine heillose Unordnung Elsasserstraße täglich öffentlicher Tanz ist, erhielt früher die polizei- Sie sich an den Magiftrat. 3. Das hängt von dem Umfang des Geschäfts ab. J. 2. 24. Waren die Geschenke innerhalb höchstens sechs Monate vor eingeriffen sei. Sch., welcher glaubte, daß diese Unordnung auf Lieder liche Erlaubniß im voraus gleich für das ganze Jahr ertheilt. Sein lichkeit zurückzuführen sei, ließ sich durch die inständigen Bitten des Antrag für das Jahr 1897 wurde jedoch mit der Begründung ab dem Widerruf erhalten, so müssen sie zurückerstattet werden.- N. M. 101. Sie müssen den Vermiether zur Hergabe des vermietheten Dampfes innerhalb Angeklagten H. und seiner Mutter dazu bewegen, von dem Treiben gelehnt, daß die Erlaubniß jetzt für jede Festlichkeit allein nach einer furzen Frist auffordern. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, so des Kollegen keine Anzeige zu machen, sondern half dazu mit, die gesucht werden müßte. Wolter fügte sich dem zunächst und bezahlte sind Sie berechtigt, auf Singabe des Dampfes und auf Schadensersatz zu ganze Sache ohne Etlat zu ebnen und die Packete nach und nach auch für jede Genehmigung die Stempelgebühr von 1,50 M. Am Nagen. E. M. Die Antwort der Berufungskommission muß noch fommen. wieder in Ordnung zu bringen. Die Mutter des H. hat aus eigenen 21. Februar erneuerte er indeß seinen Antrag, ihm die Genehmigung Es dauert das gewöhnlich geraume Zeit. In der Zwischenzeit müssen Sie W. 999. Bei Ihnen gilt auch ohne Vertrag Gütertrennung. Mitteln und den Mitteln des Sohnes 1000 m. hergegeben und die für das ganze Jahr zu ertheilen. Auch verlangte er die nach seiner zahlen. ganze Sache wäre wahrscheinlich gar nicht bemerkt worden, wenn Ansicht zuviel gezahlten Stempelgebühren zurück. Nachdem das nicht plöglich eine Dame zu dem Fahrkartenverkauf an jener Stelle Polizeipräsidium dies abgelehnt und der Oberpräsident seine Be bestellt worden wäre. Ihr mußte bei Uebergabe der Backete mit schwerde zurückgewiesen hatte, flagte er beim Ober- Verwaltungsgetheilt werden, daß von dem ursprünglich so großen Fehlbetrag ein gericht. Aber auch die Klage blieb erfolglos. Der Vorsitzende fleiner Rest von 69 Mart noch nicht beglichen werden konnte. Die Rommel führte aus, die Polizeibehörde sei nicht verpflichtet, junge Dame machte der Behörde Anzeige und fo fam die Erlaubniß für eine Reibe von Tagen im voraus zu ertheilen. es zum Strafverfahren. Der Staatsanwalt beantragte gegen H. Allerdings dürfe sie dies nicht aus finanzfiskalischen Gründen ab nenn Monate Gefängniß, gegen Sch. 200 Wt. Geldstrafe. lehnen, sondern nur aus polizeilichen, und der Oberpräsident st ühte Rechtsanwalt Dr. 2ubszynsti bestritt, daß in dem Berhalten sich auf polizeiliche Gründe. des H. überhaupt der Thatbestand der Unterschlagung zu finden sei, da er von vornherein offenbar die Absicht der Rückerstattung gehabt und die Mittel dazu auch stets in Bereitschaft gehalten habe. Rechtsanwalt Bernhardi machte zu gunsten des zweiten Angeklagten geltend, daß diefer doch nur aus edlen Motiven und in dem Be- Die Fabrik-, Land- und gewerblichen Hilfearbeiter wählten ftreben, einen Kollegen nicht unglücklich zu machen, gehandelt habe. in ihrer letzten Versammlung nach einem Vortrag von Ewald zu Der Gerichtshof hielt die Schuld beider Angeklagten für erwiesen, Revisoren die Mitglieder Bartelt und Walter. Für die fete aber die Strafe gegen H. auf sech 3 Monate Gefängniß Streifenden in Bergedorf wurden Listen ausgegeben. In der und zwei Jahre Ehrverlust, gegen Sch. auf 100 M. herab. Charlottenburger Filiale des Verbandes sprach Schuh mann über den Arbeiterschutz- Rongreß in Zürich. Auch hier wurden Bergedorfer Liften ausgegeben. In der nächsten Verfamm lung soll über den weiteren Ausbau der Organisation berathen werden. Versammlungen. Die Witterungsübersicht vom 20. September 1897. Stationen. Barometers and in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Swinemünde Hamburg Berlin 747 SO 750 NW 746 GD Wiesbaden München Wien. Haparanda. etersburg ort. 754 755 SW 752 759 760 98 . 764 NNW 759 NW . 759 . Aberdeen. Baris.. ( 1-1) 1222621333 Weller Temperatur 168800 nach Gelñus ( 505.= 4° R.) Regen 14 bedeckt 10 bedeckt 13 Regen 9 woltig 5 5 bedeckt bedeckt Nebel bedeckt 12 heiter halb bedeckt Wetter- Prognose für Dienstag, den 21. September 1897. Kühl und veränderlich, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Partei- Speditionen: Wegen Beleidigung eines Richters hatte sich der Gastwirth Louis Schmidt gestern vor der I. Straffammer des Landgerichte I zu verantworten. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Angetlagte hatte im vorigen Jahre mehrere Prozesse zu führen, speziell fchwebte ein Zivilprozeß von Reischach gegen ihn und seine Ehefrau. Der Verband der Bäcker hielt am 15. September seine regels Vorsteher der betreffenden Abtheilung ist der Amtsrichter Dr. G. mäßige Mitgliederversammlung ab, in der Dr. Joël einen Vortrag Der Rechtsanwalt, der den Angeklagten vor Gericht vertrat, hatte über Nansen's Nordpolfahrt hielt. Der Vorsitzende weift zum diesem eines Tages mitgetheilt, daß der Prozeß wider Erwarten Schluß auf die am 21. September bei Nieft's tagende öffent verloren sei. Ein so thörichtes Urtheil", so fügte der Rechtsanwaltliche Versammlung hin. hinzu, sei ihm allerdings in seiner Praxis noch nicht vorgekommen und deshalb rathe er zur Ginlegung der Berufung". Nun begab Ju einer öffentlichen Maler- Verfammlung, die am Sonntag fich der Angeklagte auf die Gerichtsschreiberei der Abtheilung 60, Dresden eingehend über die wirthschaftlichen Kämpfe, die sich in der in Milbrodt's Lokal in der Müllerstr. 7 tagte, referirte Fricke fragte den dort amtirenden Sekretär nach verschiedenen Sachen und Beim bevorstehenden Quartalswechsel übergab demselben den Brief des Rechtsanwalts, der die abfällige jüngsten Vergangenheit abspielten. Im allgemeinen legte der Vortragende dem gewerkschaftlichen Kampfe Kritik über den Amtsrichter enthielt. Da der Angeklagte gegen den tragende dem ebenso viel Be- empfehlen sich folgende rege Diskussion letzteren schon mehrere Ablehnungsgesuche angebracht hatte, wird deutung bei, wie dem politischen fich bewegte im Rahmen des Reserats, theils demselben. angenommen, daß er den Brief nur vorgezeigt habe, um den Amtsrichter zu kränken und sich damit selbst einer Beleidigung schuldig zustimmend, theils fanden Ausstellungen statt. Von allen Rednern gemacht habe. Der Staatsanwalt beantragte zwei Monate wurde zum Anschluß an die Organisation aufgefordert. Denjenigen Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Fruchts Gefängniß, der Gerichtshof erkannte auf zwei Wochen Ge- Werkstätten, wo es noch nicht geschehen, wurde aufgegeben, unverstraße 30, of II. SO.: Friz Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. züglich Vertrauensleute zu ernennen, deren Adressen sofort dem Verhaft. Der fritifirende Rechtsanwalt ist wegen seines Briefes seiner Agitation für die Organisation einzurichten. In nicht ferner Zeit foll fraße 8, part. im Laben.- Wedding und Oranienburger fängniß unter Anrechnung von einer Woche auf die Untersuchungsstrauensmann Starte mitzutheilen seien, um eine planmäßige Sechster Wahlkreis( Moabit): Rarl Anders, Salzwedeler: zeit zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt worden. in Caben über Mittel und Wege berathen werden, wie den Miß- Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Eine Künstlerfehde. Eine ganze Anzahl bekannter Musiker ständen im Malergewerbe abzuhelfen sei, deren nicht geringste die brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64. und Kritiker, wie Prof. Klindworth, Prof. Krebs, Emil Scharwenka, beispiellos niedrigen Löhne find. Einen weiteren Uebelsland bildet thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Otto Leßmann, waren gestern vor die 8. Straffammer des Land- die Arbeitslosigkeit; selbst in der besten Arbeitsperiode diesen Sommer mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav gerichts I geladen, um in der Berufungsinstanz in der Klagefache waren viele Berufsgenossen gezwungen, Monate lang zu feiern. Im Scharnberg, Pestalozziftr. 34, Quergeb. part.- Deutsch- Wilmersdes Mujitreferenten Prof. Genß gegen den Pianisten Meyer- Laufe der Debatte wurde auch die vom Referenten angeregte Unterdorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34 und Frau Seinemann, Mahr Zeugniß abzulegen. Letterer war in erster Instanz wegen stüßungsfrage besprochen. Einestheils wurde betont, daß die GeBeleidigung au 20 M. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er den werkschaften wohl Rampfes, aber niemals Unterstützungs- Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Volks- Zeitung" zu Kläger, der über ihn eine ungünstige Kritik geschrieben, wörtlich be- organisationen seien, während andererseits hervorgehoben wurde, Rixdorf: Ostermann, Jägerstr. 70, II. leidigt hatte. Der Widerbeklagte Prof. Genß war dagegen mit daß arbeitslose, hungernde Kollegen kampfunfähig werden müßten, berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. einer Geldstrafe von 100 m. belegt worden, weil er Herrn Meyer- und im Interesse der Organisationen als Kampfesorganisationen die Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto Mahr den Vorwurf der Zeugenbeeinflussung gemacht hatte. Vor Erhaltung der Mitglieder liege. Es würde sich, um leistungsfähig John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmeder Strafkammer kam es gestern zu einem Bergleich: die Parteien zu werden, empfehlen, Erhöhung der Beiträge herbeizuführen. Un stellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johannisnahmen Klage und Widerklage zurück und theilten die Kosten. zweifelhaft sei die Arbeitslosen Unterstügung eine Frage der GewerkFriedenau- Steglitz:. thal: Senftleben, Restaurateur. schaften, der diese in absehbarer Zeit näher treten werden müssen. Berufee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Irgendwelche Beschlüffe wurden nicht gefaßt. Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthalererhalten.) entgegen genommen. GesundRosenSchöneUm genaue Angabe der Adresse wird dringend gebetent. Das von Krankenkassen gewährte Sterbegeld und die Armenverbände. Bekanntlich sind die Gemeinden und Armenverbände gesetzlich verpflichtet, in gewiffen Nothfällen mit Unter- Rigdorf. Am Mittwoch, den 7. September, fand hier eine stügungen einzutreten.§ 57 Absatz II des Kranken- Versicherungs- Bezirksversammlung für Metallarbeiter statt. Pägel hielt straße 18, I. gesetzes bestimmt nun: Soweit auf grund dieser Verpflichtung Unter einen Vortrag über" Vergehen und Verbrechen". Der Bezirksleiter Außerdem ist fämmtliche Parteifiteratur, sowie alle wissenschaftlichen fügungen für einen Zeitraum geleistet sind, für welchen den Unter: Robleder theilt mit, daß die Chirurgen jest dem Deutschen Berte dort zu haben. Auch werden Inferate für den„ Vorwärts" flüßten auf grund des Kranken- Versicherungsgesetzes ein Unter Metallarbeiter Verband beigetreten sind. Da im November vom stüßungsanspruch zusteht, geht der letztere im Betrage der geleisteten Verband zwei Urania- Vorstellungen stattfinden, beauftragt die Vers Unterstübung auf die Gemeinde oder den Armenverband über, fammlung den Bezirksleiter, Billets zu besorgen. Zum Kassirer wird der die Unterstüßung geleistet hat." In einem Rechtsstreit, den Manthei gewählt. Vieweg wünscht, daß den Rixtorfer der Orts: Armenverband Frankfurt a. M. angestrengt hatte, Musik und Gesangvereinen etwas mehr auf die Finger gesehen handelte es sich um die Entscheidung der sehr wichtigen Frage, werde. Für allen möglichen Klimbim seien diefe Herren zu haben, ob das Sterbegeld, das die Kassen gewähren, zu den im§ 57 II blos nicht für Arbeiter- Vergnügen. Seien Arbeiter erst in solch genannten Unterstützungen gehört und ob die Armenverbände unter einem Verein, so wären diefelben in der Regel für die Gewerkschaftsden Voraussetzungen dieses Paragraphen darauf den entsprechenden Bewegung verloren. Anspruch erheben fönnen. Der betreffende Armenverband hatte ver langt, daß ihm die Kosten der Beerdigung eines Arbeiters von dem Sterbegelde, das der Wittwe zustand, ersetzt würden. Der Bezirks ausschuß billigte sie ihm auch zu, der dritte Senat des Oberverwaltungsgerichts hob jedoch dies Urtheil wieder auf und wie den Armenverband ab. Das Gericht erklärte prinzipiell derartige Ersatzansprüche auf grund des§ 57 II des Krankenversicherungs- Gesetzes für unzulässig. Das Sterbegeld zähle nicht zu den darin genannten Unterstützungen. Auch eine welfische Demonstration. Ein Herr Rund hatte im Gastraum eines Lokals bei Lüneburg ein Plakat angeheftet, das die Ausschrift trug: Echter alter hannoverscher Kümmel!" Das Plakat ist außerdem dekorativ ausgestattet. G enthält das Bildniß zweier Soldaten in der alten hannoverschen Uniform, ist in den Farben des verflossenen Landes Hannover gehalten und giebt auch das hannoversche Wappen wieder. Hierin erblickten Polizei, Staatsanwalt und Gerichte einen Vernoß gegen den noch zu recht bestehenden§ 9 des preuß. Preßgefeges von 1851, der da beBentral- Verband der Töpfer, Ziegler und Berufsgen. Deutschlands ( Filiale Berlin). Donnerstag, den 23. September, abends 7 Uhr: Zwei Wander- Versammlungen: demokratischen Vereins" Vorwärts" sprach am 14. d. M. Genosse Rigdorf. In der gut besuchten Vereinsversammlung des sozialRoch hann über: Herrenhaus- Junker und die Arbeiter. Redner verbreitete sich in seinem Vortrage über den heutigen Klaffenstaat und charakterisirte die Reden einiger bekannter Herrenhaus- Junker gegen die Arbeiter. Dienstag, den 12. Oktober, hält der Verein reichem Erscheinen aufgefordert werden, da Neuwahl des Vorstandes feine Generalversammlung ab, zu welcher die Mitglieder zu zahl und Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über:" Religion ist im Lokal ,, Bismarkshöhe", Wilmersdorferstrasse 39. Privatfache?" auf der Tagesordnung steht. DF Charlottenburg Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Sassenbach über:" Die Verfassung des Deutschen Reiches". 2. Gewerkschaftliches. Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht beginnt in Nationalötonomie, Geschichte und Gefeßestunde am 18. Oftober, abends X9 Uhr, Infeliir. 10, v. 2 Tr. Theilnehmer werden fchon jetzt aufgenommen in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralftr. 40a; Reul, Barnimfir. 42; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, müllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelfir. 128; D. Königs, Dieffenbachstr. 30. alle zuschriften find an den Vorfigenden Baul Müde jr., SO. Manteuffer. 128, Geldfendungen an den stafftrer 8. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, 2. senden. Deutscher Senefelder Sund.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute Abend 8 Uhr tm Reſtaurant Town. Beuthftr. 21: Mitgliederversammlung und Vorstandsfiqung. Rixdorf im Lokal des Herrn Thomas, Bergstrasse 162. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) Gewerkschaftliches. 196/13 Gäste haben Zutritt. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. : Die Reservistenentlaffungen machten sich am Sonntag im Straßenleben Berlins bemerkbar. Vielfach begegnete man den jungen Männern in einer erklärlich frohen Stimmung. Gar bald tritt der Ernst des Lebens aber an die Entlassenen heran, und die Frage fönnen. Rongeffion entzogen werden. Die Behörde ftützt sich dabei auf den und gebrechlich, fann er den Unterhalt der Familie nicht beschaffen. drei Angreifer zogen ihren fünf Gegnern gegenüber balb § 33a der Gewerbe- Ordnung, der die Konzessionsentziehung in Die Sorge um das Durchkommen lag daher der Mutter allein ob, den kürzeren, fie liefen davon, wobei einer von ihnen den folchen Fällen für zulässig erklärt, wo die gebotenen Veranstaltungen die durch Näharbeit und Annahme von Aufwartestellen das Noth- Schuhmachermeifier Weidemann überrannte, daß dieser zu den Gesetzen oder den guten Sitten zuwiderlaufen. Das mag alles dürftigste herbeischaffte. Am Sonntag wollte sie den Ihrigen den Boden fiel. Gleich darauf erschienen Schußleute, welche die ganze gut gemeint sein, die Sache liegt aber einmal so, daß selbst im Leckerbissen eines Fleischgerichts bereiten und ging daher schon früh Gesellschaft zur Wache führten. Weidemann ging freiwillig mit, um Polizeiftaate gerade die Polizei der ungeeignetste Fattor ist, um den um 61/2 Uhr in den Hefter'schen Keller, während ihre Tochter Ella nöthigenfalls als Zeuge zu dienen. Auf der Wache nahm der schlechten Geschmack des Publikums zu verbessern. den Familientaffee besorgte. Dort fand sie den Tod. Der Zufall amtirende Schuhmann Döring nur die Personalien der Sistirten Bernehmung über den Sachverhalt wollte, daß gleich nach ihr eine Schwägerin, Frau Ganzel aus der auf, eine Nach einiger Zeit erhielt Weidemann Cuvrystraße, denselben Keller betrat. Diese hat ihre Verwandte wohl erfolgte nicht. ein Strafmandat wegen groben Unfugs und ebenso der Herr, liegen gefehen, bei dem Dämmerlicht aber nicht erkannt. der ihn überrannt hatte, die übrigen bei dem Auftritt BeStraßensperrung. Die Pücklerstraße von der Waldemarstraße wie und wo erhalte ich Arbeit?" drängt sie in den Kampf ums bis zur Mustauerstraße wird vom 20. d. M., und der südliche Damm theiligten dagegen nicht. Weidemann beantragte richterliche EntDafein aber auch mit zwingender Gewalt in den großen Befreiungs- der Gneisenaustraße von der Nostizstraße bis zum Kreuzdamm der scheidung und gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß er, kampf, den das Proletariat für die höchsten Güter der Menschheit Solmsstraße einschließlich vom 21. d. M. ab behufs Umpflasterung gerade der Gemaßregelte sein sollte. Der Staatsanwalt beantragte der doch nur eine leidende Rolle bei der ganzen Geschichte gespielt habe, tämpft. Es zeugt von wunderlicher Verkennung der Thatsachen, für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die Liebigstraße vom Weidens wenn man glaubt, durch geschwollene Reden die Söhne des arbeiten weg bis zur Rigaerstraße einschließlich des Kreuzbammes wird behufs nach Schluß der Beweis aufnahme auch die Freisprechung des An den Volkes von der Betheiligung an diesem Kampfe abhalten zu Umpflasterung vom 20. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke hiermit nicht zufrieden, er beantragte, dem Schuhmann Döring die geklagten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Hugo Sonnenfeld, war und Reiter gesperrt, desgleichen die Reichenbergerstraße von der Kosten der Bertheidigung aufzuerlegen, da dieser bei der Erstattung Der Brand der alten Waisenkirche. Von einem ver- Grünauer- bis zur Forsterstraße. der Anzeige doch grob fahrlässig vorgegangen sei. Diesem letteren Heerenden Schadenfeuer wurde in der Nacht zum Sonntag die alte Von einem Bierfak wurde am Sonnabend Mittag der Antrage gab der Gerichtshof nicht statt. Es sei dem Gerichhofe be Waisenkirche, jenes historische Gebäude an der Ecke der Stralauer- 64 Jahre alte Gastwirth Fritz Franke aus der Moßstraße 66 fannt, daß die Schußleute der 6. Abtheilung des fgl. Polizeipräsidiums und Neuen Friedrichstraße betroffen. Das alte Kirchengrundstück, getödtet. Er war im Begriff, eine halbe Tonne Weißbier in den nur die Namen der Betheiligten ohne eigene Untersuchung anzugeben welches dem Magistrat gehört, besteht aus drei Gebäuden, dem Keller hinabzulaffen, hatte aber nicht Kraft genug. Das Faß warf und der vorgefeßten Behörde zu überlassen haben, ob und gegen alten Beamten und Waisenhause an der Stralauerstraße, dem Turm- ihn um und ging ihm über den Leib. Nach einer Stunde fand ihn wen sie die Strafverfolgung einleiten wolle. Dies Verfahren sei gebäude in der Neuen Friedrichstraße und dem am Wasser belegenen, seine Frau bewußtlos auf und brachte ihn nach einem Krankenhaus. allerdings febr mißlich, weil es erfahrungsgemäß oft dazu führe, ehemaligen Kirchenschiff. Das lettere, ein zirfa 30 Meter langes Dort ist er an den erlittenen Berlegungen Rippenbrüche und daß Nichtschuldige unter Anklage gestellt werden. Es sei deshalb Gebäude, ist zu Werfftätten und Privatwohnungen eingerichtet. Auf Stopfwunden mit Gehirnerschütterung alsbald geftorben. eine Aenderung in dieser Beziehung anregenswerth. Den Schuhnoch nicht aufgeklärte Weise entstand auf der im rechten Flügel beIegenen Schuhmacherwerkstatt, in welcher sich folossale Ledervorräthe mann treffe nicht der Vorwurf der Fahrlässigkeit. befanden, ein Feuer, welches unbemerkt stundenlang wüthete, das Eine für die Milchversorgung Berlins nicht unwichtige Dachgeschoß ergriff und sich bald über das ganze Gebäude verbreitete. Frage beschäftigte gestern eine Abtheilung des hiesigen SchöffenAuf die Meldung Mittelfeuer um 122 Uhr waren nach kurzer gerichts. Das für den großen Magen der Reichshauptstadt erforder Zeit die Löschzüge der ersten, zweiten und fünften Kompagnie zur liche ungeheure Quantum Milch wird durch die sogenannte MilchStelle. In einem harten, mehrstündigen Kampfe gelang es den Rituelle Verpflegung für jüdische Gefangene. Wie die züge herbeigefchafft, die zum theil in den Vormittagsstunden aus Mannschaften, eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern Bolksztg." meldet, hat der Justizminister die Eingabe des Vor- der Provinz hier anlangen. Gegen Austausch der leeren Fäffer und vor allen das ganz besonders gefährdete Thurmgebäude, sowie ftandes der hiesigen jüdischen Gemeinde um Aufhebung der Ber- werden den Milchhändlern die gefüllten Fässer überliefert. die Seitenflügel des Grundstücks Stralauerstr. 47 zu schützen. Die fügung vom November, wonach die rituelle Verpflegung der jüdischen Zu diesem ganzen Geschäft ist es natürlich unerläßlich, ungeheuren Waffermassen, welche in den Brandheerd geschleudert Strafgefangenen eingeschränkt werden soll, abgelehnt. Ein ähnliches daß die Milchhändler zunächst die leeren Fässer auf ihre wurden, hatten den besten Erfolg, und um 2 Uhr konnte bereits ein Gesuch des Deutschen Rabbiner Verbandes ist bereits vordem ab- Wagen laden, thun sie dies aber des Sonntages während der KirchenTheil der Löschzüge wieder abrücken. Die weiteren Ablöschungs- gewiefen und die Wiederherstellung des früheren Zustandes, der stunden, so verfallen sie häufig einem polizeilichen Strafmandat wegen arbeiten sowie die Aufräumungsarbeiten nahmen noch den Rest der rituellen Verpflegung auf Staatstoften, abgelehnt worden, desgleichen Störung der Sonntagsruhe. Gegen ein solches hatte R.-A. Dr. Flatau Nacht fowie den Sonntag bis zum Abend in Anspruch. das Anerbieten der jüdischen Gemeinde zu Berlin, die Insaffen des richterliche Entscheidung beantragt und führte in der geftrigen Trotz der frühen Morgenstunde hatte sich eine ungebeure Strafgefängnisses in Plößensee an allen jüdischen Festtagen auf Verhandlung aus, daß hier eine Verlegung der polizeilichen Vorschriften Menschenmaffe eingefunden, unter welcher sich natürlich sehr viele Gemeindefoften mit rituell zubereiteten Speisen zu versehen. Beide nicht vorliege, da es fich hier um den Eilgüter- Verkehr nach und von zweifelhafte Elemente befanden. Es tamen mehrmals Ausschreitungen Rörperschaften wollen sich mit dem Bescheide nicht zufriedengeben den Bahnhöfen handle, welcher nach§ 4 Nr. 2 der Verordnung vom vor, welche zu Siftirungen einzelner Personen Beranlaffung gaben. und werden im Verwaltungsstreitverfahren Beschwerde erheben, 10. Ott. 1896 freigegeben sei. Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend. gehöre aber zu diesem Transport auch das Auf- und Abladen der Fäffer. Es würden böse Folgen für die Reichshauptstadt daraus entstehen, wenn es den Milchhändlern durch Verbot des Transports der leeren Fässer zum Bahnhofe unmöglich gemacht werden würde, die mit den Milchzügen Sonntags vormittags ankommende Milch abzunehmen. Das Schöffengericht stellte sich auf denselben Standpunkt und erkannte auf Freisprechung. Auch in der Kaiser Friedrich- Gedächtnißkirche hat es vorgestern gebrannt, und zwar während der Predigt. Der Gottesdienst wurde hierdurch zwar gestört, es entstand aber keine Panit, und die versammelte Gemeinde ging ruhig auseinander. Durch Kurzschluß der elektrischen Leitung hatte eine hölzerne Riemenscheibe nebst Treib. riemen Feuer gefangen. Die benachrichtigte Feuerwehr beseitigte schnell jede weitere Gefahr. Der Schluß der großen Berliner Kunstausstellung findet, wie schon gemeldet, bestimmt am Sonntag, den 26. Sep. te mber, abends 8 Uhr, statt. Es werden an demselben Abende nach Beendigung des Konzerts auch die Restaurants 2c. im Park für das Publikum geschloffen. . indem sie gleichzeitig die Verfügung des Justizministers als Gewissenszwang" bekämpfen und deren Rechtsgiltigkeit anfechten wollen. " Der Zirkus Renz ist in Hamburg wieder eröffnet worden. Am Sonnabend gab der neue Direktor Ernst Renz in dem alten Ge: bäude am Birkusweg seine erste Borstellnug. Das Publikum nahm lebhaften Antheil an dem Ereigniß. Hier in Berlin soll Direktor Ernst Renz geeignete Räumlichkeiten suchen, da sein Zirfus in der Karlstraße auf drei Jahre an die Olympia- Theater- Gesellschaft verpachtet worden ist. Aus den Nachbarorten. " = # Eines eigenartigen Betruges wegen wurde in der Nacht Gesez giebt, so lange es sich nur" um Leben und Gesundheit Was ein echter zünftiger Bäckermeister auf Recht und zum Sonntag gelegentlich des Brandes in der alten Waisentirche feiner Arbeiter" handelt, das zeigte mit erschreckender Deutlichkeit ein 17 jähriger Bursche festgenommen. Zur Bedienung der Handdrucksprigen war von der Feuerwehr private Hilfe aus dem Publikum Theater. Das Schiller Theater zeigt einen Schiller- Zyklus, eine Verhandlung, welche heute vor der dritten Strafkammer am in Anspruch genommen worden. Als später die Mannschaften von umfassend:„ Die Räuber"," Kabale und Liebe"," Don Carlos", Wallen Landgericht II stattfand. Es wurde gegen den Bäckermeister Her. einem Oberfeuerwehrmann Anweisungskarten zum Zweck der Erſtein's Lager" und" Die Piccolomini",„ Wallensteins Tob",„ Maria Stuart", mann Witte verhandelt, der sein lukratives Geschäft zu Char ,, Wilhelm Tell", an. Die Aufführungen finden an sieben Sonntag- Nachottenburg im Hause Joachimstraße 39 und 40 betreibt. hebung ihrer Gebühren erhielten, drängte sich ein junger Mann, der mittagen um 3 Uhr statt. Die Abonnementspreise betragen für sieben Vor Wenn das Material, welches in der heutigen Verhandlung bis dahin unthätig in der Zuschauermenge gestanden, in eine der stellungen einschließlich Garderobe: II. Rang Balkon 3 M., II. Barket und einwandsfrei und eidlich erhärtet wurde, gelegentlich mit Kolonnen, um auch eine derartige Karte zu erlangen. Das Manöver II. Rang Logen 4,50 M., I. Partet und I. Rank Balkon 6 W., Orchestersit beitragen sollte zu einer Verschärfung der Bäckerei- Verordnung. war jedoch von einem Schuhmann beobachtet worden, welcher die 7,50 m. Die Ausgabe der Hefte beginnt heute und schließt mit dem Verhaftung des Betrügers veranlaßte. 30. d. M. Die erste Vorstellung im Zyklus,„ Die Räuber", ist für Sonntag, so mögen sich humanere Bäckermeister dermaleinst bedanken bei ihrem ben 3. Oktober, 3 Uhr nachmittags, angesetzt. Jm Thalia Theater Kollegen Hermann Witte in Charlottenburg. Derfelbe ist am Eine brennende Eisenbahn- Brücke. Sonntag früh um 5 Uhr geht heute die Walther- Ferron'sche Vaudeville- Operette Das Krokodil" zum 5. Juli d. J. vom Schöffengericht in Charlottenburg zu nur 20 M. brannte die Eisenbahn- Brücke des Nordrings am Nettelbeckplatz. ersten Male in Szene. Direktor Glück vom Apollo Theater hat Geldstrafe verurtheilt worden, weil er für überführt erachtet wurde, Der Bohlenbelag der Brücke, die dort die Pautstraße überschreitet, bie amerikanische Serpentintänzerin Loie Fuller für ein furzes Gastspiel ver gegen die Paragraphen 120( letter Absah) und 147 IV der Ge werbe Ordnung und muß wohl durch Funken aus einer Lokomotive Feuer gefangen pflichtet, das nächstens beginnt. die Bundesraths Berordnung( Bäckereis haben; die Brücke stand plöglich in Flammen. Das Feuer konnte Berordnung) vom 4. März 1896 verstoßen zu haben, bezw. den indeß von der in unmittelbarer Nähe befindlichen Feuerwache schnell Bäckergesellen Ulfamer 14-15 Stunden, also jedenfalls über gelöscht werden, so daß nur ein ganz geringfügiger Schaden entstanden ist und der Verkehr keine Unterbrechung erleidet. Der Gauverband der Lehrer aus den Vororten Berling 12 Stunden, beschäftigt zu haben, ohne demselben die vor hat auf seiner Generalversammlung einstimmig folgenden Proteft geschriebene Ruhepause von mindestens einer Stunde täglich zu gewähren. So gering diese Strafe war, so zog es der Fener in Halenfee. Sonntag Abend gegen halb zehn Uhr gefaßt: Verurtheilte dennoch vor, Berufung einzulegen und zwar brach in einem am Güterbahnhof zu Halenfee belegenen LagerDer Gauverband der Lehrer aus den Vororten Berlins, welchem mit der Begründung, daß das Zeugniß der Belastungszeugen auf Schuppen der Gebrüder Schaak Feuer aus, das schnell um sich griff: etwa 1000 Lehrer angehören, ist bitter enttäuscht über die bis jetzt unwahrheit beruhe. Diese Belastungszeugen waren sein erkDie freiwilligen Wehren von Halensee, Grunewald, Wilmersdorf und hinsichtlich der Regelung der Lehrerbesoldungen bekannt gewordenen führer und seine drei Gesellen gewesen und diese wurden Stegliß, die zur Hilfe herbeieilten, mußten sich darauf beschränken, Forderungen der königl. Regierung zu Potsdam. Er protestirt von ihm, wie es Brauch in solchen Fällen, gleich nach dem schöffen die benachbarten Lagerpläge zu schüßen. Es dauerte übrigens eine daber lebhaft gegen eine derartige Ausführung des Gesetzes und er- gerichtlichen Termin entlassen. Jeder von diesen Beugen erhielt halbe Stunde, bis Waffer gegeben werden konnte, da die Hydranten wartet seitens der fönigl. Regierung Forderungen, welche den that- Die Bemerkung in fein Arbeitsbuch das bekanntlich in der Bäckernicht sogleich gefunden werden konnten. Mehrere in dem Schuppen fächlichen Theuerungsverhältnissen und den wohlwollenden Absichten Innung eine große Rolle spielt:" Den Jubhaber dieses befindliche Pferde wurden von dem Publikum in Sicherheit gebracht. bes Gesetzes entsprechen." fann ich nicht gebrauchen, da derselbe meine Der Schuppen ist vollständig niedergebrannt. Arbeit in der Zeit von 12 Stunden nicht fertig Ein wie großes Jutereffe Berlin dem Sport entgegenbringt, machen tann!" Weifter Witte hatte nicht daran gedacht, daß die zeigte sich am Sonntag, wo auf der Velociped Rennbahn in Angabe eines solchen Entlassungsgrundes ihm selbst nachtheilig sein könnte, Halensee um den großen Preis von Berlin" gestritten wurde. da er damit sein Vergehen gegen das angezogene Gesez schwarz auf Ein schwerer Unfall ist am Sonntag im Grunewald weiß bestätigte. Zu der heutigen Verhandlung war er nicht selbst In dichten Schaaren zog das Publikum bald nach Mittag dem Westen zu; es wird wohl nicht zu hoch gegriffen sein, wenn be- durch schen gewordene Pferde herbeigeführt worden. Nach dem erschienen, er ließ sich durch einen Rechtsanwalt vertreten. Zwecks hauptet wird, daß auf der Bahn etwa 16 000-18 000 Personen ver- Wettrennen in Halensee hatten mehrere Radfahrer aus Potsdam den erneuter Beweisaufnahme wurde zuerst der Bäcker L. eiblich als Zeuge fammelt waren. Ueber den Verlauf des Rennens meldet ein Rückweg zu Rad angetreten und fuhren durch die Königsallee der vernommen. Derselbe bekundete folgendes:" Ich habe als„ erfter" Kolonie Grunewald, als plößlich die Pferde einer Equipage scheuten Geselle acht Monate bei Meister Witte gearbeitet, bis ich gleich nach hiesiges Blatt:.. Die vier Zwischenläufe verliefen allgemeiner Erwartung ent. und in schärffter Gangart mitten in die Gruppe der Radfahrer dem vorigen Termine entlassen wurde. Unsere Arbeitszeit war so sprechend; es siegten die Favorits Parlby, Lehr, Bourrillon und hineinstürmten. Hierdurch wurde der 22 jährige Kaufmann Arthur eingetheilt, daß wir um 1/29 Uhr abends geweckt wurden. Wir Arend, während Mündner, Käser, Huber und Heimann als Zweite Holz aus Potsdam vom Rade geschleudert; er erlitt einen Bruch fleideten uns rasch an, wuschen uns und dann begann um 3/49 bis in den Befähigungslauf tamen und Baufer, F. Berbeyen, Breitling beider Oberschenkel und des rechten Handgelenkes. Der 25 jährige 9 Uhr unsere Arbeit. Um 10 Uhr gab es Abendbrot, drei Stullen und Lechert unplazirt aus dem Rennen ausschieden. Der Befähigungs- Beines und schwere Verlegungen am Körper durch die Speichen Essen, denn um 1/411 Uhr begann die Arbeit wieder, die Biseleur Gustav Fischer aus Potsdam erlitt einen Bruch des linken und eine Tasse Kaffee, oft hatten wir gar nicht einmal Beit zum lauf, deffen Sieger mit den Siegern der vier Zwischenläufe am Beide Radfahrer wurden nach nun munterbrochen bis 41/2 Uhr morgens dauerte. Um diese Entscheidungslauf theilnimmt, brachte dagegen eine Ueberraschung; feines zertrümmerten Rades. Beit gab es 10-15 Minuten Pause, worauf es bis 1/26 ging. Von Heimann, der als Favorit galt, wurde hier von Käser geschlagen. Potsdam ins Krankenhaus gebracht. Eine weitere Ueberraschung brachte der Entscheidungslauf. Der Das ist ein Geschäft. Eins der größten Restaurations- 1/ 26 bis 1/28 mußten die beiden jüngsten Gesellen Frühstück aus: Franzose Bourrillon trug der Erwartung gemäß den Sieg davon etablissements, der Restaurationspark Hundefehle", der bekanntlich tragen, worauf sie erst ihren Kaffee trinken konnten, was nur ein ( 7000 M.), doch endete der Weltmeister Arend, der 750 M. erhielt, fiskalisches Eigenthum ist, war an den jüngst verstorbenen Pächter paar Minuten dauerte. Wir arbeiteten dann bis 10 Uhr weiter. hinter August Lehr, der den zweiten Preis mit 1500 M. gewann, Beiß zu der Miethe von 2400 m. jährlich verpachtet worden. Jetzt Der Werkmeister und ich, wir waren dann fertig, die beiden jüngsten auf dem dritten Platz und der englische Champion Parlby mußte foll, wie nach der Allg. Fl.- 3." verlautet, dem Fiskus für dieses Gesellen hatten aber nun zunächst Mehl zu sieben, das von der sich sogar mit dem fünften Plage begnügen und dem Schweizer Etablissement eine Jahrespacht von 50 000 m., also das mehr als Käfer den Vortritt laffen. Dem Sieger wurde vom Publikum eine Bwanzigfache des bisherigen Betrages, geboten worden sein. Der große Dvation bereitet und auch sehr wurde lebhaft applaudirt. mit Beis abgeschlossene Bertrag läuft noch sechs Jahre und ist von Das Trostfahren für die Nichtplazirten der Zwischenläufe und des der Regierung in Potsdam jest auf die Wittive des bisherigen Befähigungslaufs( 250, 125, 75 M.) fiel an Huber, der vor Breitling Bächters übertragen worden. und F. Verheyen einkam, während Mündner, Laufer und Lechert unplazirt blieben. F Eine derartige Energie verdient alle Anerkennung. Möchten die Lehrer auch bei späteren Gelegenheiten den Muth haben, offen für ihre Interessen und ihre Rechte einzutreten. Feuchtigkeit oft zu festen, harten Klumpen zusammen gebacken war und erst klein geschagen werden mußte, was außerordentlich viel Beit erforderte. Darauf folgte das Auskragen der Beuten" nächsten Tag heranzutragen. Das dauerte bis mittags 1 Uhr, auch ( Backmulden) und zuletzt war das nöthige Mehl für den bis 22. Giner hat manchmal bis um 3 Uhr nachmittags zu thun Ein beftialischer Ueberfall ist in der Sonntag Nacht in dem gehabt."- Borsigender( Landgerichts- Direktor Hellwig):„ War benachbarten Lorenzdorf bei Landsberg a. W. vorgekommen. Dortige bas immer fo?" Beuge: Tag für Tag!"- BerDie Bestattungsart der Zukunft. In der auf dem Gemeinde- Rnechte überftelen mit Drefchflegeln, Klobenholz, Latten und Meffern theidiger: Wie der Angeklagte behauptet, find" Teig anmachen" und friedhofe zu Friedrichsfelde errichteten Halle zur Aufnahme von bewaffnet, eine harmlose Gesellschaft junger Leute, Arbeiter von der Frühstückaustragen" nur Borarbeiten, die als eigentliche Arbeit im Leichenbrandreften sind im letzten Jahre 25 neue Urnen mit Leichen Baud'schen Fabrit, die in Lorenzdorf ein Abschiedsfest feierten. Einer Sinne der Bundesraths- Verordnung nicht anzusehen sind?"- Beuge: brand aufgestellt. Im ganzen beträgt die Zahl der dort aufgestellten von denselben wurde mit einem Meffer in die linke Schläfe gestochen. Das ist doch aber auch eine Arbeit, die Anstrengung ers Urnen jetzt 181. In der Erde sind außerdem 11 Urnen beigesetzt. Er rannte querfeldein in der Richtung auf Landsberg und wurde etwa fordert! Vorsitzender: Das ist lediglich Sache der Beurtheilung Jäher Tod. In den Abfallkeller eines Wurstfabrikanten in 1000 Schritt von Lorenzdorf neben der Chauffee im Blute liegend des Gerichtshofes, was" Arbeit" im Sinne der Verordnung ist oder der Leipzigerstr. 97 stürzte gestern Morgen gegen 7 Uhr eine etwa gegen Morgen aufgefunden. Zwei andere haben Knochenbrüche durch nicht ist!" Der zweite Beuge, Gefelle U. bekundet genau dasselbe, Die Thäter sind verhaftet; der durch den wie der Vorzeuge, so daß auf den dritten Zeugen ver 40 Jahre alte Frau, die mit einem Korb erschienen war, um Fleisch- Knüppelhiebe erlitten. reste einzukaufen. Am Fuße der Kellertreppe blieb fie regungslos Messerstich Berlegte, deffen Befinden hoffnungslos ist, ist im Kranken- zichtet werden kann, auf Wunsch des Vertheidigers wird aber noch der der zufällig anwesende Werkmeister Sinde= Liegen. Der hinzugerufene Arzt Dr. Habra fonnte nur den sofort hause, die übrigen Berwundeten in ärztlicher Behandlung. mann vernommen. Derselbe ist ebenfalls aus Anlaß des durch Schädelbruch erfolgten Zod feststellen. Die Leiche wurde später Borprozesses entlassen worden. Auch dieser Zeuge, zunächst unter nach dem Schauhaufe abgeholt. Merkwürdig ist, daß niemand bisher Nachfrage nach der Frau gehalten hat. Sie trug ein grünliches Aussehung der Vereidigung vernommen, giebt dieselbe Schilderung der Arbeitsverhältnisse in der Witte'schen Bäckerei. Auf die Frage Kleid, schwarzes, gemustertes Mieder und A. H. oder E. H. geWie leicht man zu einem polizeilichen Strafmandat wegen des Borsigenden, ob Beuge als Werkmeister nicht in der Lage ge zeichnete Wäsche. In eine traurige Lage ist die Familie der 46 Jahre alten Frau groben Unfuge tommen tann, lebrte eine Verhandlung, welche gestern wesen wäre, Abhilfe zu schaffen, erklärt derselbe: das ist der Name der Frau, die am Sonntag vor der 146. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. In der Nacht hatten zu viel zu thun!" Vorsitzender: Dann hätten Augufte Hartmann in den Hefter'schen Keller stürzte und gleich starb durch den Tob zum 21. Juli ging eine Gesellschaft, aus sechs Herren und drei Damen mehr Leute angestellt werden müssen!"- Beuge: Das der Mutter versetzt worden. Die aus dem 35 Jahre alten Vater, bestehend, durch die Münzstraße. Die Damen, welche etwas voraus- habe ich dem Meistea oft genug gesagt, er aber that es nicht, er der Verstorbenen und drei Kindern im Alter von 12, 9 und 8 Jahren gingen, wurden von drei ihnen entgegenkommenden Herren thätlich fagte nur, die Arbeit muß geschafft werden. Ich werde bestehende Familie wohnt seit etwa 9 Monaten in dem Hause belästigt. Natürlich eilten die Begleiter der Damen hinzu, um sie die Bäcker arbeiten lehren! Die müssen froh sein, Alvenslebenstr. 17. Der Mann war früher Besitzer eines Bauernhofes zu beschützen. Nur einer von ihnen, der schon im höheren Alter wenn sie noch auf allen Bieren zu Bette friechen Krant stehende Schuhmachermeister Weidemann, hielt sich zurück. Dielt önnen! Deshalb habe ich immer weiter anbei Marienburg, ging zu grunde und zog nach Berlin. Krant stehende Schuhmachermeister Weidemann, hielt sich zurück. Die tönnen! Gerichts- Beitung. " Wir genoffen Berlins und Umgegend. Heute Abend 8 Uhr, Kommandantenfraße 57: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die Gewerkschaften und die politischen Parteien. Referent: Rollege Schaal. Korreferent: Kollege Guttmann. Kosmos", Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Heute Abend 9% Uhr, Gebräuche." Distussion und Berschiedenes. Gäfte willfommen. Wander- Klub ,, Vorwärts". Heute Abend 9 Uhr, bet Kühne, Boltaftr. 8: Stzung. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bet jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder etne Babt) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend von 6 bis 7 Uhr statt!!! Abonnent des„ Vorwärts" Nr. 777. Wir haben Ihre Frage nicht verstanden. Die Frankfurter Zeitung", das Organ der deutschen Boltspartei, hat eine Wochenausgabe, die durch die Bost bezogen werden kann. R. Gramenz. Versammlungsberichte von Vergnügungsvereinen können wir schon Plazmangels wegen nicht aufnehmen; außerdem bieten sie keinerlei allgemeines Interesse. J. K. 101. Berliz- School, Ecke der Leipziger- und Mauerstraße. B. C. Jemand, der im Vorbereitungsdienst zum Gerichtsschreiber fich 100. Böse Sieben. Es hat bis abends 12 Uhr Zeit. E. J. 500. Strafbar hat sich der Betreffende nach Ihrer Schilderung treiben müssen." Borsitzender: Hatten Sie selbst es besser stimmt: Ansch I agzettel unb Blatate, welche einen anberent Graveure, Bifelenre, Gold- und Silberarbeiter und verwandte Berufs ais die die übrigen" Beuge: Ich hatte während des Inhalt haben, als Ankündigungen über gefeglich nicht verbotene Frühstücks während die andern Semmeln austragen mußten Bersammlungen, über öffentliche Vergnügungen, über geftoblene, eine Pause von 1/ 2-3/ 4 Stunden, wo ich ein bischen schlafen konnte, verlorene oder gefundene Sachen, über Berkäufe oder andere Nachdabei mußte ich aber noch auf den Backofen aufpassen!" Nachdem richten für den gewerblichen Verkehr, dürfen nicht angeschlagen, bet Senfet, Brunnenstraße 173: Bortrag über Einiges über türkische Gitten und Der Gerichtshof noch von den Entlassungszeugnissen der Zeugen Ein- angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt ficht genommen, konnte der Vertheidiger nicht anders, als die Ent- werden. Auf die amtlichen Bekanntmachungen öffentlicher Be fcheidung anheimstellen und der Gerichtshof erkannte ohne sich hörden sind die vorstehenden Bestimmungen nicht anwendbar." erst zur Berathung zurückzuziehen auf Verwerfung der Berufung. Rund wurde vom Schöffengericht und vom Landgericht zu einer GeldAllem Anschein nach hat der Bäckermeister Witte die 20 M., die strafe verurtheilt. Die Strafkammer führte aus:§ 9 des preußischen er mehr blechen muß, an einem oder wenigen Tagen aus seinen Preßgefeßes sei hier zweifellos anzuwenden. Angeklagter möge ja Gesellen durch die Neberarbeit herausgeschunden. Wir möchten in erster Linie beabsichtigt haben, Reklame zu machen. Indeffen wissen, ob das Gericht, wenn es von diesem Umstande eine Ahnung habe die Sache doch einen parteipolitischen Hintergrund. Durch das hat, sich eine Wirkung zum Besseren von einem Strafmaße wie dem Plakat würden die Erinnerungen an die Vorgänge des Jahres erkannten verspricht. Ein Gutes, daß es wenigstens eine Preffe 1866 wachgerufen. Seine ganze Ausführung erinnere daran. Auch giebt, die auf solche Bäckermeister aufmerksam machen kann. handele es sich um eine öffentliche Ausstellung des Platats im Wegen fortgesetter Unterschlagnugen bei dem Verkauf Sinne des zitirten§ 9, da das Gafzimmer als öffentlicher bon Fahrkarten der Stadtbahn stand gestern der frühere Fahr. Drt anzusehen sei. Rund legte Revision ein und machte geltend, fartenverkäufer Hante vor der I. Strafkammer des Landgerichts I. das Lokal sei kein öffentlicher Ort und es habe sich nur um eine Der Mitangeklagte, Fahrkartenverkäufer Schweder soll sich der Geschäftsreklame gehandelt. Derartige Plakate dürften aber angeheftet und sonst Begünstigung schuldig gemacht haben, um seinen Kollegen der Be- nach§ 9 des preußischen Preßgesezes Außerdem liege eine Verlegung befindet. ftrafung zu entziehen. H. war bei der Station Rummelsburg als öffentlich ausgestellt werden. Kartenverkäufer angestellt. Durch Versehen hatte er im vorigen des§ 43 Absatz 5 der Gewerbe- Ordnung vor, worin bestimmt werde, 1. Innerhalb 3 Monaten nach Kenntniß von der Beleidigung muß die BeJahre ein Packet Fahrkarten, welches noch nicht an der Reihe war, aur nichtgewerbsmäßigen Vertheilung von Druckschriften oder anderen leidigungsflage angestellt sein. 2. Dafür läßt sich kein Weg angeben. R. 2. 23. 1. Nein. 2. Fm allgemeinen vorweg gegriffen und, um das Versehen nicht gewahr werden zu es einer Erlaubniß nicht. Das Gaftzimmer sei ein geschlossener nicht zu beantworten. Schriften oder Bildwerken in geschlossenen Räumen bedürfe appel 20. 1. u. 2. Nein. nein. 3. Nein. 2. K. 100. Ohne Kenntniß der näheren Verhältnisse laffen, den Betrag für sich verbraucht. Er gerieth dann A. B. C. 1. Ja. 2. Soweit ersichtlich, ist der Arzt in leichtfertige Gesellschaft, fing an, Schulden zu machen Raum. Der Straffenat des Rammergerichts wies aber im Recht. Fr. N. 16. 1. Nein. 2. Ja, 3. Nein. 4. Ja, beim Landgericht. und begann nun dieselben Manipulationen, die ihm vorher gestern die Revision zurück. 9 des preußischen PreßG. 5. 1920. 1. Ja. 2. Nein. 3. Sie haben recht. K. Reichen irrthümlich untergelaufen waren, absichtlich zu machen. Er gesetzes sei ohne Rechtsirrthum angewendet worden. Die Feststellung berg. Eine im Ausland seitens eines Deutschen begangene MajestätsR. W. Friedrichsberg. Nach brachte Wochenfahrkarten, welche noch nicht zur Verausgabung des Borderrichters, daß das Plakat keinen rein geschäftlichen beleidigung ist in Deutschland strafbar. standen, zur Ausgabe, ersetzte die verkauften 40 Bf.- Karten in den Charakter trug, sei ohne Rechtsirrthum erfolgt. Auch wäre der Richtung hin existirt teine gefeßlich festgestellte Frist oder Verpflichtung. C. R. Wenden Sie sich direkt an den Abgeordneten Metzger, Hamburg. Packeten durch 10 Pf.- Karten, die er sich selbst faufte und so geschickt§ 43 Abfaz 5 der Gewerbe- Ordnung nicht verlegt worden, da es 3. 72. Nein. 8. B. Königsbergerſtraße. Ift uns nicht bekannt. unter die Wochenkarten mischte daß man bei einer Revision die sich hier um ein Anbeften handele, nicht aber um ein VerTäuschung nicht bemerken konnte. Als später die fehlenden oder beilen. Das Vertheilen solcher Blafate in einem ge nicht gemacht, würde aber strafbar sein, wenn er den Anzug verkaufen oder fehlerhaften Packete an die Reihe kamen, war er allerdings ge- fchloffenen Gastraume wäre auf grund des§ 48 Absatz 5 perfetzen würde. S. u. 5. 23. 1. Nur soweit die Schulden zur Bezwungen, den vorher für den Verkauf dieser vorweggegriffenen der Gewerbe- Ordnung allerdings statthaft. streitung der nothwendigsten Bedürfnisse gemacht sind, aber auch nur dann, Backete erzielten Erlös, welchen er in seine eigene Tasche hatte wenn er mit der Entfernung einverstanden war. Hat die Frau wider Für Gastwirthe, die sehr häufig öffentliche Tanzluftbar seinen Willen sich von ihm getrennt, so hat er feinerlei Schulden für sie zu fließen lassen, wieder der Kasse zuzuführen, da sonst der Fehlbetrag fofort feiten veranstalten, ist eine Entscheidung von Bedeutung, die zahlen. 2. Giebt es nicht. M. 50. 1. Soviel ersichtlich, nein. 2. Ja. hätte bemerkbar werden müssen. Als er dann durch den Angeklagten gestern der drittte Senat des Ober- Berwaltungsgerichts 3. Klage ist nicht erforderlich. 4. Ja. W. M., Görlitzerstraße. 1. Die Sch. am Schalter abgelöst wurde, mußte er diesem anvertrauen und gefällt hat. Der Gastwirth Wolter, in deffen Räumen in der Konzession zum Betriebe der Gastwirthschaft ohne Branntwein. 2. Wenden eingestehen, daß in den Fahrkarten- Packeten eine heillose Unordnung Elfafferstraße täglich öffentlicher Tanz ist, erhielt früher die polizei- Sie sich an den Magistrat. 3. Das hängt von dem Umfang des Geschäfts ab. eingeriffen sei. Sch., welcher glaubte, daß diese Unordnung auf Lieder liche Erlaubniß im voraus gleich für das ganze Jahr ertheilt. Sein J. 2. 24. Waren die Geschenke innerhalb höchstens sechs Monate vor lichkeit zurückzuführen sei, ließ sich durch die inständigen Bitten des Antrag für das Jahr 1897 wurde jedoch mit der Begründung ab- dem Widerruf erhalten, so müssen sie zurüderstattet werden.- N. M. 101. Sie Angeklagten H. und seiner Mutter dazu bewegen, von dem Treiben gelehnt, daß die Erlaubniß jetzt für jede Feftlichkeit allein nach einer furzen Frist auffordern. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, so müssen den Vermiether zur Hergabe des vermietheten Dampfes innerhalb des Kollegen keine Anzeige zu machen, sondern half dazu mit, die gesucht werden müßte. Wolter fügte sich dem zunächst und bezahlte sind Sie berechtigt, auf Hingabe des Dampfes und auf Schadensersatz zu ganze Sache ohne Eklat zu ebnen und die Packete nach und nach auch für jede Genehmigung die Stempelgebühr von 1,50 M. Am Nagen. E. M. Die Antwort der Berufungskommission muß noch kommen. wieder in Ordnung zu bringen. Die Mutter des H. hat aus eigenen 21. Februar erneuerte er indeß seinen Antrag, ihm die Genehmigung Es dauert das gewöhnlich geraume Zeit. In der Zwischenzeit müssen Sie Mitteln und den Mitteln des Sohnes 1000 M. bergegeben und die für das ganze Jahr zu ertheilen. Auch verlangte er die nach seiner zahlen. W. 999. Bei Ihnen gilt auch ohne Vertrag Gütertrennung. ganze Sache wäre wahrscheinlich gar nicht bemerkt worden, wenn Ansicht zuviel gezahlten Stempelgebühren zurück. Nachdem das nicht plöglich eine Dame zu dem Fahrkartenverkauf an jener Stelle Polizeipräsidium dies abgelehnt und der Oberpräsident seine Bebestellt worden wäre. Ihr mußte bei Uebergabe der Backete mit- schwerde zurückgewiesen hatte, tlagte er beim Ober- Verwaltungsgetheilt werden, daß von dem ursprünglich so großen Fehlbetrag ein gericht. Aber auch die Klage blieb erfolglos. Der Vorsitzende fleiner Reft von 69 Mart noch nicht beglichen werden fonnte. Die Rommel führte aus, die Polizeibehörde sei nicht verpflichtet, junge Dame machte der Behörde Anzeige und so tam die Erlaubniß für eine Reihe von Tagen im voraus zu ertheilen. es zum Strafverfahren. Der Staatsanwalt beantragte gegen H. Allerdings dürfe sie dies nicht aus finanzfiskalischen Gründen abneun Monate Gefängniß, gegen Sch. 200 Wt. Geldstrafe. lehnen, sondern nur aus polizeilichen, und der Oberpräsident stützte Rechtsanwalt Dr. Zubszynski bestritt, daß in dem Berhalten sich auf polizeiliche Gründe. des H. überhaupt der Thatbestand der Unterschlagung zu finden sei, da er von vornherein offenbar die Absicht der Rückerstattung gehabt und die Mittel dazu auch stets in Bereitschaft gehalten habe. Rechtsanwalt Bernhardi machte zu gunsten des zweiten Angeklagten geltend, daß dieser doch nur aus edlen Motiven und in dem Be- Die Fabrif, Land- nud gewerblichen Hilfearbeiter wählten ftreben, einen Kollegen nicht unglücklich zu machen, gehandelt habe. in ihrer letzten Versammlung nach einem Vortrag von Ewald zu Der Gerichtshof hielt die Schuld beider Angeklagten für erwiesen, Revisoren die Mitglieder Bartelt und Walter. Für die München fekte aber die Strafe gegen H. auf sechs Monate Gefängniß Streifenden in Bergedorf wurden Listen ausgegeben. In der und zwei Jahre Ehrverlust, gegen Sch. auf 100 M. herab. Charlottenburger Filiale des Verbandes sprach Schuh Haparanda Wegen Beleidigung eines Richters hatte sich der Gastwirth mann über den Arbeiterschutz- Kongreß in Zürich. Auch hier Wegen Beleidigung eines Richters hatte sich der Gastwirth wurden Bergedorfer Listen ausgegeben. In der nächsten Versamm Louis Schmidt gestern vor der I. Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte An- lung soll über den weiteren Ausbau der Organisation berathen getlagte hatte im vorigen Jahre mehrere Prozesse zu führen, speziell werden. " Versammlungen. Witterungsübersicht vom 20. September 1897. Statione 11. Barometernand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 747 Swinemünde Hamburg Berlin 750 NW 746 Wiesbaden 754 755 SW 752 759 etersburg. 760 Sort. Aberdeen. Paris. 764 759 .. 759 NNW NW G Wien. V ( 1-1) 12226521333 Weller Temperatur 8882880 nach Gelfus ( 505.= 40R.) Regen 14 bedeckt 10 bedeckt Regen 13 9 woltig bedeckt bedeckt Nebel 10 bedeckt 12 heiter halb bedeckt 4 Wetter- Prognose für Dienstag, den 21. September 1897. Kühl und veränderlich, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. fchwebte ein Zivilprozeß von Reischach gegen ihn und seine Ehefrau. Der Verband der Bäcker hielt am 15. September seine regelVorsteher der betreffenden Abtheilung ist der Amtsrichter Dr. G. mäßige Mitgliederversammlung ab, in der Dr. Joël einen Vortrag Der Rechtsanwalt, der den Angeklagten vor Gericht vertrat, hatte über Nansen's Nordpolfahrt hielt. Der Vorsitzende weist zum diefem eines Tages mitgetheilt, daß der Prozeß wider Erwarten Schluß auf die am 21. September bei Nieft's tagende öffent verloren sei. Ein so thörichtes Urtheil", so fügte der Rechtsanwaltliche Versammlung hin. hinzu, sei ihm allerdings in seiner Braris noch nicht vorgefommen und deshalb rathe er zur Einlegung der Berufung". Nun begab sich der Angeklagte auf die Gerichtsschreiberei der Abtheilung 60, Dresden eingehend über die wirthschaftlichen Kämpfe, die sich in der in Milbrodt's Lokal in der Wüllerstr. 7 tagte, referirte Fricke. fragte den dort amtirenden Sekretär nach verschiedenen Sachen und übergab demselben den Brief des Rechtsanwalts, der die abfällige jüngsten Vergangenheit abspielten. Im allgemeinen legte der VorKritik über den Amtsrichter enthielt. Da der Angeklagte gegen den tragende dem gewerkschaftlichen Rampse ebenso viel Be empfehlen sich folgende In einer öffentlichen Maler- Versammlung, die am Sonntag Rahmen des Die letzteren schon mehrere Ablehnungsgesuche angebracht hatte, wird deutung bei, wie dem politischen rege Diskussion im bewegte sich angenommen, daß er den Brief nur vorgezeigt habe, um den AmtsReferats, theils demselben, richter zu kränken und sich damit selbst einer Beleidigung schuldig zustimmend, theils fanden Ausstellungen statt. Von allen Rednern gemacht habe. Der Staatsanwalt beantragte zwei Monate wurde zum Anschluß an die Organisation aufgefordert. Denjenigen efängniß, der Gerichtshof erkannte auf zwei Wochen GeWerkstätten, wo es noch nicht geschehen, wurde aufgegeben, unver züglich Vertrauensleute zu ernennen, deren Adressen sofort dem Verbangun texturechung von einer Woche auf die Untersuchungshaft. Der fritiſirende Rechtsanwalt ist wegen seines Briefes seiner zeit zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt worden. über Mittel Beim bevorstehenden Quartalswechsel Partei- Speditionen: d Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Fruchts straße 30, Hof II. SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35 v. part. 1 GesundDeutsch- Wilmerstrauensmann Starke mitzutheilen feien, um eine planmäßige Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, SalzwedelerAgitation für die Organisation einzurichten. In nicht ferner Zeit foll fraße 8, part. im Laden.- Wedding und Oranienburger und Wege berathen werden, wie den Miß- Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Eine Künstlerfehde. Eine ganze Anzahl befannter Musiker ständen im Malergewerbe abzuhelfen sei, deren nicht geringfte die brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64. Rosenund Kritiker, wie Prof. Klindworth, Prof. Krebs, Emil Scharwenta, beispiellos niedrigen Löbne find. Einen weiteren Uebelstand bildet thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: arI Otto Leßmann, waren gestern vor die 8. Straffammer des Land- die Arbeitslosigkeit; selbst in der besten Arbeitsperiode diesen Sommer Mars, Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav gerichts I geladen, um in der Berufungsinstanz in der Klagefache waren viele Berufsgenossen gezwungen, Monate lang zu feiern. Im Scharnberg, Pestalozzistr. 34, Quergeb. part. des Mujitreferenten Prof. Genß gegen den Pianisten Meyer- Laufe der Debatte wurde auch die vom Referenten angeregte Unterdorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34 und Frau Seinemann, Mahr Zeugniß abzulegen. Letzterer war in erster Instanz wegen stüßungsfrage besprochen. Ginestheils wurde betont, daß die GeBeleidigung zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er den werkschaften wohl Kampfes, aber niemals UnterstüßungsSigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Volts- Zeitung" zu Kläger, der über ihn eine ungünstige Kritik geschrieben, wörtlich be organisationen seien, während andererseits hervorgehoben wurde, erhalten.)- Rixdorf: Ostermann, Jägerstr. 70, II. Schöneleidigt hatte. Der Widerbeklagte Prof. Genß war dagegen mit daß arbeitslose, hungernde Kollegen kampsunfähig werden müßten, berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. einer Geldstrafe von 100 M. belegt worden, weil er Herrn Meyer- und im Intereffe der Organisationen als Kampfesorganisationen die Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto Mahr den Vorwurf der Zeugenbeeinflussung gemacht hatte. Vor Erhaltung der Mitglieder liege. Es würde sich, um leistungsfähig John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahmeder Strafkammer fam es gestern zu einem Bergleich: die Parteien zu werden, empfehlen, Erhöhung der Beiträge herbeizuführen. Un- stellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Zigarrengeschäft. Johannisnahmen Klage und Widerklage zurück und theilten die Kosten. zweifelhaft sei die Arbeitslosen- Unterstützung eine Frage der Gewerkthat: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz:. schaften, der diese in absehbarer Zeit näher treten werden müssen. Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Irgendwelche Beschlüffe wurden nicht gefaßt. Steglitz: 5. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhafe, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthalerstraße 18, I. Außerdem ist fämmtliche Parteiltteratur, fowie alle wissenschaftlichen Berte dort zu haben. Auch werden Inferate für den„ Vorwärts" entgegen genommen. Um genaue Angabe der Adresse wird dringend gebetent. Das von Krankenkassen gewährte Sterbegeld und die Armenverbände. Bekanntlich sind die Gemeinden und Armenverbände gesetzlich verpflichtet, in gewissen Nothfällen mit Unter- Rigdorf. Am Mittwoch, den 7. September, fand hier eine stügungen einzutreten.§ 57 Abfab II des Kranken- Versicherungs- Bezirksversammlung für Metallarbeiter statt. Päbel hielt gesetzes bestimmt mun: Soweit auf grund dieser Verpflichtung Unter einen Vortrag über" Vergehen und Verbrechen". Der Bezirksleiter fügungen für einen Zeitraum geleiflet sind, für welchen den Unter Robleder theilt mit, daß die Chirurgen jest dem Deutschen flüßten auf grund des Kranken- Versicherungsgesetzes ein Unter- Metallarbeiter- Verband beigetreten sind. Da im November vom stübungsanspruch zusteht, geht der letztere im Betrage der geleisteten Verband zwei Urania- Vorstellungen stattfinden, beauftragt die Ver Unterstübung auf die Gemeinde oder den Armenverband über, fammlung den Bezirksleiter, Billets zu besorgen. Zum Kassirer wird der die Unterstügung geleistet hat." In einem Rechtsstreit, den Manthei gewählt. Vieweg wünscht, daß den Rixtorfer der Orts Armenverband Frankfurt a. M. angestrengt batte, Musik und Gefangvereinen etwas mehr auf die Finger gesehen handelte es sich um die Entscheidung der sehr wichtigen Frage, werde. Für allen möglichen Klimbim feien diefe Herren zu haben, ob das Sterbegeld, das die Kaffen gewähren, zu den im§ 57 II blos nicht für Arbeiter Vergnügen. Seien Arbeiter erst in solch genannten Unterstüßungen gehört und ob die Armenverbände unter einem Verein, so wären dieselben in der Regel für die Gewerkschaftsden Voraussetzungen dieses Paragraphen darauf den entsprechenden Bewegung verloren. Anspruch erheben können. Der betreffende Armenverband hatte verlangt, daß ihm die Kosten der Beerdigung eines Arbeiters von dem demokratischen Vereins Vorwärts" sprach am 14. d. M. Genosse Rigdorf. In der gut besuchten Vereinsversammlung des sozialSterbegelde, das der Wittwe zustand, ersetzt würden. ausschuß billigte sie ihm auch zu, der dritte Senat des Ober verbreitete sich in seinem Vortrage über den heutigen Klaffenftaat Der Bezirks- och hann über: Herrenhaus- Junker und die Arbeiter. Redner verwaltungsgerichts hob jedoch dies Urtheil wieder auf und wie und charakterisirte die Neden einiger bekannter Herrenhaus- Junker den Armenverband ab. Das Gericht erklärte prinzipiell derartige Ersatzansprüche auf grund des§ 57 II des Kranken- feine Generalversammlung ab, zu welcher die Mitglieder zu zahl gegen die Arbeiter. Dienstag, den 12. Oftober, hält der Verein versicherungs- Gesetzes für unzulässig. Das Sterbegeld zähle reichem Erscheinen aufgefordert werden, da Neuwahl des Vorstandes nicht zu den darin genannten Unterstützungen. und Vortrag des Genossen A d. Hoffmann über: Religion ist im Lokal ,, Bismarkshöhe", Wilmersdorferstrasse 39. Privatfache?" auf der Tagesordnung steht. " Auch eine welfische Demonstration. Ein Herr Rund hatte im Gastraum eines Lokals bei Lüneburg ein Plakat angeheftet, das die Aufschrift trug: Echter alter hannoverscher Kümme!!" Das Plakat ist außerdem dekorativ ausgestattet. Es enthält das Bildniß zweier Soldaten in der alten hannöverschen Uniform, ist in den Farben des verflossenen Landes Hannover gehalten und giebt auch das hannoversche Wappen wieder. Hierin erblickten Polizei, Staatsanwalt und Gerichte einen Vernoß gegen den noch zu recht bestehenden§ 9 des preuß. Preßgefeßes von 1851, der da be" Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie, Geschichte und Gefeßestunde am 13. Ottober, abends 9 Uhr, Infelir. 10, v. 2 Tr. heilnehmer werben schon jetzt aufgenommen in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, müllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelfir. 128; S. Königs, Dieffenbachstr. 30. Admiralftr. 40a; Reul, Barnimsir. 42; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Alle zuschriften sind an den Worfigenden Baul Mude jr., SO. Manteuffelfir. 128, Geldsendungen an den Kafftrer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, su fenden. Deutscher Senefelder Sund.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute Abend 8 Uhr tm Reftaurant Town. Beuthftr. 21: Mitgliederversammlung und Borstandssigung. Bentral- Verband der Töpfer. Ziegler und Berufsgen. Deutschlands ( Filiale Berlin). Donnerstag, den 23. September, abends 7 Uhr: Zwei Wander- Versammlungen: Charlottenburg Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Sassenbach über:" Die Verfassung des Deutschen Reiches". 2. Gewerkschaftliches. 2. Rixdorf im Lokal des Herrn Thomas, Bergstrasse 162. Tages Ordnung: 1. Bortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) Gewerkschaftliches. 196/13 Gäste haben Zutritt. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Süd- Ost). Dienstag, den 21. September, abends 8½ 1hr, Versammlung im Lokale des Hrn. Graumann, Nanuyuftr. 27. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen P. Singer über: Kommunalwahlen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenonimen. 243/13 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 21. Sept., ab. 8%, Uhr, im Lokale von Ulitz, Badstr. 19: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pätzel über:" Vergehen und Verbrechen". 02. Distusfion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. 246/ 17* NB. Die Generalversammlung findet Dienstag, den 19. Oft., statt. Eventuelle Anträge sind dem Vorstande, vorher einzureichen. Der Vorstand. Carl Leid, Soldinerstr. 87. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Morgen, Mittwoch, 22. September, abends 8%, Uhr, bei Cohn, Beuthstrasse 20-21: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: Der Tischler- Innungstag in Bremen. Antrag Toft be treffend Unterstützung bei Angriffsstreits. Werkstattstreiks und Differenzen. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Ver trauensmann zu entsenden. Zur Beachtung! Die Bahlstelle Lothringerstr. 67 tft nach der Linienstr. 29 verlegt. 293/8 Die Ortsverwaltung. Konfektionsarbeiter und-Arbeiterinnen! Am Dienstag, den 21. September, abends 8½ Uhr, im Lokale„ Urania", Wrangelstraße 10: Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Antwort des Maurers Wilh. Holz und seiner dort beschäftigten Bügler auf die Angriffe der Konfektionsarbeiterinnen. 2. Haben die Arbeiterinnen in einer Betriebswerkstelle geregelte Arbeitszeit und pünktliche Lohnzahlung zu verlangen; warum verweigert die Firma D. Lewin, den Lohn am Sonnabend auszuzahlen? Die Einberuferin. Metallarbeiter! 7166 Mittwoch, den 20. September, abends 8 Uhr, im Lokal der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuthstraße 2. In unserem Verlage ist soeben erschienen: Verbrechen und Proffitution als soziale Krankheitserscheinungen. Bon Paul Hirsch. Preis 1 Mt. Porto 10 Pfg. Bur Agitation unter den Genossen erschien eine Agitationsausgabe zu 50 Pfg. Juhalt: 1. Die Beziehungen zwischen Berbrechen und Prostitution. II. Die Lehren der Kriminalanthropologie. III. Die Lehre vom fozialen Milieu. a) Beförderung durch Ehehemmniffe; b) Einfluß der häuslichen Verhältnisse; c) Wohnungsverhältnisse des Prole= tariats; d) Busammenhang zwischen Prostitution und industrieller Beschäftigung der Frau; e) gewerbliche Nebenbeschäftigung der Schultinder; f) Einfluß wirthschaftlicher Krisen. IV. Geistige Minderwerthigteit der Verbrecher. V. Betämpfung des Verbrechens und der Prostitution. In einer Zeit, die als Heilmittel gegen Verbrechen und Prostitution nur Battenarreft, Prügel und Beten tennt, ist eine Schrift höchst zeitgemäß, welche nicht nur eine voltsthümliche Darstellung der bisher über die Ursachen von Verbrechen und Prostitution auf gestellten Theorien, sondern auch an reichem Thatsachenmaterial ben Beweis erbringt, wie diese beiden Grundübel unserer Gesellschaftsordnung in den wirthschaftlichen Zuständen thren Ursprung haben. Die vielumstrittene Frage, ob es auch in einer zutünftigen Gesellschaft geborene Berbrecher" giebt, wie diese zu behandeln und wie die Gesellschaft sich vor ihnen zu schüßen hat, erörtert der Verfaffer am e wir bei Schlusse der Schrift, die bestens empfehlen. Pfund Brot für 50 Pig. M. Krüger's Verband der Buchbinder 2. Speise- Leinöl Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß unser Kollege Buchbinder Franz Ertl am Sonnabend, den 18. d. M., ver: storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, nach: mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes in Briz aus statt. Um rege Betheiligung bittet 28/5 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau am Sonntag, den 19. d. Mts., nach langen Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 22. d. Mets., nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause- Memelerstr. 35 aus nach Wilhelmsberg statt. 7176] Reinhold Nitschke. Danksagung. Allen Kollegen, Freunden und Be fannten für die uns bewiesene innige Theilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter und Tochter unferen 7126 Herzlichsten Dank. Die Hinterbliebenen Ferd. Schmorr nebst Kindern und Eltern. Habe mich als Arzt in Nixdorf niedergelassen. Dr. Silberstein, 714b Rixdorf, Berlinerstraße 94. Von der Reise zurück. 705b Dr. Joseph Löwenstein, Kleine Frankfurterstr. 24. Hierdurch nehme ich die gegen Frau zurück. Frau Hoffmann. 7026 Kranzbinderei u. Blumenhandlung von 30522 6& Die außerordentliche General Versammlung der Allgemeinen Volks- Krankenkasse( G. H. 126) zu Berlin findet am Dienstag, den 28. Septbr. 1897, abends 7 Uhr, in Wilbrodt's Festfälen, Berlin N., Müllerstr. 7, statt. Tagesordnung: 1. Aufhebung von Beschlüssen ber lezten außerord. Generalversammlung. 2. Bom Vorstand vorzuschlagende Abänderungen des Statuts. 3. Wahl von 2 neuen Vorstands: mitgliedern und 4 Ersatzmännern. 4. Ermächtigung des Vorstandes von der Behörde, nothwendig erachtete Ab: änderungen des Statuts als für die Kaffe rechtsverbindlich, selbständig vor zunehmen. 5. Verschiedene vom Vorstande vorzubringende Vorschläge. Der Vorstand der Allg. Volks: Krankenkasse( G. S. 126). Der Vorsitzende: G. Schiele. Ortskrankenkasse d. Zigarren macher, Zigarrenfortirer und deren gewerbl. Hilfsarbeiter zu Berlin. 7136 Mittwoch, den 29. September, abbs. präzise 8 Uhr, Restaurant Röllig, Rosenthalerstr. 11-12: Der Streit der Former der Firma A. Borsig, die hierdurch General- Versammlung. beranlaßte Aussperrung sämmtlicher Eisenformer durch die Industriellen und die Stellung der gesammten Metallarbeiter hierzu. Bahlreiches Erscheinen ist nothwendig. 168/11 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Mäther, N., Anklamerstr. 44. Tages- Ordnung: Angelegenheit des Kaffenboten. Statutenberathung. Abänderung der Berhaltungsregeln. Punkt 6. Anträge. Sollte die Tagesordnung am 29. September nicht erledigt werden, so findet die Weiterberathung am nannten Lotal statt. Der Vorstand. Heute, Dienstag, den 21. September er., abends 82 Uhr: 8 Uhr: 0. Ceptbr, abbs. 8 Uhr, im oben ge Oeffentliche Versammlung der lokalorganisirten Handelshilfsarbeiter Berling in den„ Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1 Johannisbeerwein 10 Liter Weinglas 10 Pr. 1. Sind die Beschlüsse des Internationalen Arbeiterschutz- Kongresses für mannes für Berlin und Wahl eines Delegirten für die Berliner Gewerk. schafts- Kommission. 3. Wahlen von Revisoren für den Vertrauensmann von Berlin und für den Vertrauensmann von Deutschland. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen unserer Organisation, in dieser Verfammlung zu erscheinen. 287/4 Der Einbernfer: Karl Alboldt. uns nugbringend? Distuſſion. 2. Bericht und Wahl des Vertrauens Eugen Neumann& Co., Achtung, Rabitz- Putzer! Mittwoch, den 22. September, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Stabernack, Infelstr. 10: ******* Mitglieder- Versammlung ber Zahlstelle III Berlin des Zentralverbandes deutscher Maurer. Tages Ordnung: 252/5 1. Die Mißstände in unserem Berufe und wie lassen sich dieselben befeitigen? 2. Discussion. 3. Verschiedenes. Die örtliche Verwaltung. Charlottenburg. Mittwoch, 22. September, abends 8 Uhr, im Lokale ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstrasse 30: Grosse Volksversammlung Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent Genoffe Wagner. 2. Bericht der Stadtverordneten. 3. Diskussion. 4. Aufstellung der Kandidaten. 5. Berschiedenes. Um zahlreichen Besuch der Versammlung erfucht 205/15 Achtung! uaf Der Vertrauensmann. Rixdorf. Achtung! Dienstag, den 21. September, abends 8 Uhr, in den Viktoriasälen, Hermannstraße 48-50: Grosse Holzarbeiter- Versammlung. Tages Ordnung: Obst- und Beerenweinkelterei. Damit ein geehrtes Publikum sich von der Güte und Vorzüglichkeit unserer Fruchtweine überzeugen kann, haben wir einen Ausschank errichtet und zwar Kommandantenstr. 67. Louisenstädt. Konzerthaus Alte Jakobstrasse 37. [ Altrenommirtes Vereinslokal. Ich hempieŋte teine neurenovirten Festsäle m. feststehender Theaterbühne, bis 600 Perfonen faffend, zu Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten, Kommersen u. Bersammlungen zu den koulantesten 3. Bernstein. Bedingungen. J. Feuerstein's Festsäle ist das anerkannt beste. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 21. September 1897. Anträge für den Parteitag in Hamburg. Tagesordnung. 1. Parteigenossen in Lübeck: Die Besprechung des ProportionalWahlsystems als 8. Punkt auf die Tagesordnung des Parteitages zu sehen. 2. Parteigenossen des dritten Berliner Reichstags= Wahlkreises: Bu Punkt 5 der Tagesordnung Die Betheiligung an den prenßischen Landtagswahlen", ist ein Korreferent zu bestellen. Programm. " 27. Parteigenossen des 6. Berliner Reichstags. 48. Parteigenoffen in Magdeburg und Galbe- AschersWahlkreises: Die im Verlage der Buchhandlung Borwärts" leben: Es ist ein Bentral- Wahlkomitee für die preußischen Landerscheinende Wochenschrift In freien Stunden" ist zu erweitern und tagswahlen einzusehen, welches u. a. auch die einzelnen Thesen in bezug auf Illuftrationen zu verbessern. festzusehen hat, über welche hinaus die Genossen der einzelnen 28. Parteigenossen in a stedt: Die Buchhandlung Vor- Wahlkreise für die Wahl bürgerlicher Kandidaten nicht eintreten wärts, sowie solche Buchhandlungen, welche Material zur Massenverbreitung herstellen, haben solches einem kleinen Ort, welcher nur ein fleines Quantum bestellen kann, zu demselben niedrigen Preise zu liefern, wie einem großen Drt, welcher größere Posten bestelt, sofern es gratis verbreitet werden soll. Parlamentarisches Handbuch. 29. Parteigenossen in Danzig und Elberfeld: Die Parteileitung zu beauftragen, ein politisch- parlamentarisches Hand. buch zur besonderen Benutzung bei der bevorstehenden ReichstagsWahl herauszugeben. Broschüren. dürfen. Die Entscheidung über vorstehenden Antrag ist auf dem Parteitag Sache der preußisch en Delegirten. 49. Parteigenossen in Elberfeld: Ob und in welcher Form eine Betheiligung an der Landtagswahl stattfindet, jedoch unter Ausschluß jeden Kompromisses bei den Urwahlen, darüber entscheiden die Genossen der einzelnen Wahlkreise, welche aber von ihrem diesbezüglichen Beschluß dem zu ernennenden Zentral- Wahlfomitee umgehend Mittheilung zu machen haben. 50. Parteigenossen in Bochum: Die Theilnahme an den preußischen Landtagswahlen ist den Genossen der einzelnen Wahlfreise anheim zu geben. Sie haben eigene Wahlmänner aufzustellen, oder nur für linksstehende Wahlmänner zu stimmen, wenn deren Kandidat sich verpflichtet, für Einführung des allgemeinen, gleichen, 30. Parteigenossen in Breslau: Zur besseren Information direkten und geheimen Wahlrechts zum preußischen Landtag ein3. Parteigenoffen in 2ahr: Streichung des Sage3: Er unserer Wahlagitatoren wird wiederum ein kurzgefaßter Bericht zutreten, und das Versprechen giebt, alle reattionären Bestrebungen flärung der Religion zur Privatsache." über die Thätigkeit des Reichstags von 1893-1898 herausgegeben in bezug auf das Vereinsgesetz und das Schulwesen zu bekämpfen. und zwar in der Art und von dem Verfasser des Berichts 51. Genosse Hoch in Hanan: Den Parteigenossen wird es über die Thätigkeit des Reichstags von 1887-1890. zur Pflicht gemacht, überall, wo es irgend geht, eigene Kandidaten Organisation. Parteitag. 4. Parteigenoffen in Hannover: Den nächsten Parteitag in Hannover abzuhalten. 5. Parteigenossen in Magdeburg: Den nächsten Parteitag in Magdeburg abzuhalten. 32. Parteigenoffinnen von Dresden und Umgegend: Der Parteivorstand möge in allernächster Zeit eine unentgeltliche Broschüre herausgeben mit besonderer Berücksichtigung der Gesinde Ordnung. 31. Von denselben: Die Herausgabe einer Brochüre, welche für die Wahlmännerwahlen aufzustellen. Bei der Wahl der Abgeeignet ist, insbesondere unseren zur Agitation berufenen Genossen geordneten stimmen unsere Wahlmänner für diejenigen Kandidaten, Belehrung über die mannigfachen Fragen der preußischen Landtags- welche sich verpflichten, sofort nach Zusammentritt des Landtages wahlen zu geben. für den Antrag auf Einführung der allgemeinen, gleichen, geheimen imd direkten Wahl für den Landtag einzutreten und, falls er angenommen wird, so lange alle anderen Anträge abzulehnen, bis die Aenderung des Wahlverfahrens zum Gesetz erhoben ist. Wo es den Genossen unmöglich ist, eigene Wahlmänner aufzustellen, haben sie von Anfang an für die Kandidaten der Partei zu stimmen, welche obige Verpflichtung auf sich genommen haben. Die Entscheidung 33. Parteigenossen des Reichstags- Wahlkreises Liegnitzwischen den anderen Kandidaten bleibt den Genossen der einzelnen 8. Parteigenossen des Reichstag 3- Wahlkreises Essen: Goldberg Haynau: Es ist auf Kosten der Partei wenigstens Wahltreise selbst überlassen. Den nächsten Parteitag in Dortmund abzuhalten. für die östlichen Provinzen ein Agitations- Kalender herauszugeben. 6. Parteigenoffen des 1. badischen Reichtag3- Wahl. treifes: Den nächsten Parteitag in Mannheim abzuhalten. 7. Parteigenoffen in Labr: Den nächsten Parteitag in SüdDeutschland abzuhalten. 9. Parteigenossen des 1. Berliner Reichstagswahl. Freises: Den Parteitag fünftig in der Pfingst- oder Weihnachts. woche stattfinden zu lassen. 10. Parteigenossen des Reichstags Wahlkreises Kalender. Allgemeines. 0 34. Barteigenossen in Harburg: Die Buchhandlung Essen: Auf die Tagesordnung des nächstjährigen deutschen Vorwärts hat ihre Kataloge an die Parteibuchhandlungen gratis Parteitages die Anwendung der Arbeiterschutz- Gesetzgebung in den abzugeben. deutschen Bergwerken zu sehen. 11. Parteigenoffen in Mainz: Auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu sehen: 1. Die theoretischen Grundlagen des Parteiprogramms, mit den Genossen Kautsky und Conrad Schmidt als Referenten. 2. Die Bedeutung der Konsumgenossenschaften für die Arbeiterklasse. 1= 1 Maifeier.-szint 52. Parteigenossen des 1. Hamburger Reichstags. ahlkreises: Die Forderung der Arbeitsruhe am 1. Mai fallen zu laffen. 53. Parteigenossen in Barmen: Bur nächsten Maifeier ein für ganz Deutschland bestimmtes Flugblatt herauszugeben. 54. Parteigenossen in Danzig: Behufs einheitlicher und billigerer Agitation zur Maifeier den geschäftsführenden Ausschuß zu 35. Parteigenoffen in Breslau: Die Parteileitung hat für beauftragen, ein für ganz Deutschland bestimmtes Flugblatt heraus die Agitation im oberschlesischen Industriebezirk größere Wittel aufzugeben, und zum Selbstkostenpreis abzugeben; den Orten, die Geldmittel nicht zur Verfügung haben, sind auf deren Antrag die Flugzuwenden. blätter gratis zu liefern. Agitation. 12. Parteigenossen des 1. Berliner Reichstag3 Wahl treises: Auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu 36. Parteigenoffen in Magdeburg: 3u einer geeigneten fegen: Die Stellungnahme der Sozialdemokratie zur allgemeinen Beit hat im Jahre 1898 eine allgemeine, einheitlich geregelte und Handels- und Zollpolitik. umfassende Agitation für das ganze Deutsche Reich zu beginnen. Parteigenossen der Kreise Oberbarnim und Dieselbe hat den Zweck zu erfüllen, folgenden Forderungen mehr Königberg N.- M.: Die Ngrarfrage auf die Tagesordnung des Nachdruck zu verschaffen: 1. Verkürzung der Arbeitszeit auf acht nächsten Parteitages zu setzen und zu den Vorarbeiten eine Rom- Stunden; 2. gesetzliche Festlegung dieses Arbeitstages; 3. Arbeitsmission einzusehen. 13. normiren. Parteibeamte. Parlamentarisches. 55. Parteigenossen des 12. und 13. fächsischen Reichs. tag 3- Wahlkreises: Die sozialdemokratische Fraktion des und mißbräuchliche Anwendung des§ 158 der Gewerbe- Ordnung Deutschen Reichstages wird beauftragt, gegen die ungleichmäßige vor dem Reichstag Beschwerde zu führen und insbesondere darauf ruhe am 1. Mai. Die vorbereitenden Schritte zu dieser Agitation sind dem Parteivorstand zu überlassen. 37. Parteigenossen in Galbe Aschersleben: Der Essen: Das Höchstgehalt der Partei- Angestellten auf 8000 M. au aufe des nächsten Jahres eine gleichmäßige Agitation im Paragraphen verboten wird, dem Unternehmer ungehindert ges 14. Barteigenoffen des Reichstags 28ahlfreifes Barteitag möge den geschäftsführenden Ausschuß beauftragen, im hinzuweisen, daß das, was dem Arbeitnehmer auf grund dieses ganzen Lande und besonders unter den ländlichen Arbeitern stattet ist. 56. Parteigenoffen in Lübeck: Die Reichstage- Fraktion Allgemeines. für Abschaffung der Gesinde Ordnungen und sonstiger Aus15. Parteigenoffen in Münster: Der Parteivorstand ist ver- nahmebestimmungen, welche die landwirthschaftlichen Arbeiter be- u beauftragen, eine Interpellation betreffend die Handhabung des ländlichen Arbeiter mit den ge§ 152 der Gewerbe- Ordnung durch Polizei und Justiz einzubringen. 57. Parteigenoffen in Sonneburg: Im Reichstag und den pflichtet, im„ Borwärts" stets den Aufenthalt resp. die Heiseroute er brücken, sowie für Gleichstellung der zu werblichen in Bewegung zu sehen vorlage und hiermit gleich die schärfere Betonung der Programm stellen: Die Regierung aufzufordern, in den Etat eine Summe ein ähnlich wie bei der Umsturz- Landtagen, in denen Genoffen sizen, sind Anträge dahingehend zu der Geburtshilfe und der Heilmittel. Unentgeltlichkeit der Todten- austellen, aus der Personen, die infolge bereinbrechender, unvorherbestattung" zu verbinden. gefehener Naturereignisse geschädigt werden, schadlos zu halten find. Der Parteitag wolle die Reichstags- Fraktion beauftragen, dahin zu wirken, daß weibliche Fabrikinspektoren angestellt, und auch alle 58. Parteigenosfinnen in Dresden und Umgegend: Redner, welche auf Agitation geschickt werden, bekannt zu geben. Die Parteiblätter haben dieses ebenfalls zu veröffentlichen. 16. Bon denselben: Die Parteileitung hat nach Möglichkeit dafür Sorge zu tragen, daß hervorragend geistig gebildete, rede gewandte Agitatoren resp. Reichstags- Abgeordnete den ProvinzialStädten erhalten bleiben und weniger als bisher systematisch nach Berlin gezogen werden. 17. Parteigenoffen in Burg: Jeder Wahlkreis, der eine von bem Parteitag festzusehende Stimmenzahl bei der lezten Reichstagswahl abgegeben hat, wählt einen Delegirten zum Parteitag. Die Diäten für diesen Delegirten trägt die Parteitaffe. Diejenigen Wahltreife, welche 2 oder 3 Delegirte entfenden, tragen die Kosten für den 2. und 3. Delegirten selbst. 18. Parteigenossen in Löbau i. S.: Für diejenigen WahlFreife, welche nicht in der Lage sind, einen Delegirten zum Parteitage aus eigenen Mitteln senden zu können, tritt die Partei für die Delegationskosten eines Delegirten ein. 19. Parteigenoffen des 1., 3. und 5. Berliner Reichstag 3. Wahlkreises: Der Beschluß des Erfurter Parteitages vom Jahre 1891, betr. Errichtung der Berliner Preßkommission, möge folgende Faffung erhalten: A13§ 17a ist der Organisation einzufügen: Bur fortlaufenden Kontrolle des Zentralorgans in lokaler und finanzieller Beziehung wählen die Parteigenossen Berlins und der Bororte eine Preßkommission, welche aus höchstens zwei Mit Diese Kommission hat bei allen Dingen finanzieller Natur sowie bei allen Anstellungen in Redaktion und Expedition mit zu entscheiden. Prelle. 20. Parteigenoffen des 10. badischen Reichstags: ahltreises: Die Parteileitung hat die Herausgabe eines täglich erscheinenden Organs in Karlsruhe einer gründlichen Erwägung zu unterziehen und wenn möglich dieselbe erfolgen zu laffen. 21. Genoffe H. Knauf in Meerane: Die Parteileitung wird beauftragt, noch vor der nächsten Reichstags- Wahl eine landwirthschaftliche fozialdemokratische Zeitung erscheinen zu lassen, und zwar zu möglichst billigem Preise. werden. " M Gleichzeitig möge der Parteitag den Wunsch aussprechen, daß die Breffe den Gefinde- Ordnungen sowie der Handhabung derselben, sowie den aus dem heutigen Aerzte- und Apothekenwesen auf dem Bande hervorgehenden Mißständen mehr Beachtung widmet und bedeutend mehr Werth beilegt als bisher. 38. Taktik. " fleinen Betriebe revidirt werden. Refolutionen. Sie hat 59. Parteigenossen in übeck: Die Genoffen erklären zur Frage der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen, sich Parteigenoffen des 6. Berliner Reichstag3jeglicher Stellungnahme enthalten zu wollen, da sie dieselbe als Wahlkreises: Der Parteitag möge die Stellung des Vorwärts" prinzipielle nicht ansehen, vielmehr in derselben eine rein taktische beim Hamburger Hafenarbeiter- Ausstand und der Buchdrucker und dem freien Entschluß der Genossen zu überlassende erblicken. Bewegung prüfen. Die sozialdemokratische Partei Lübecks hat sich in ganz analogent Lennep Remscheid Mettmann: Der Parteitag beauftragt tbeiligt, bei denen ein Bürgerrechtssensus und ein komplizirtes 39. Parteigenoffen des Reichstag3 Wahlkreises Falle an den Bürgerschaftswahlen im lübeckischen Staate be die Parteileitung, für den Kreis Solingen auftatt des Reichstags: Wahlverfahren Erfolge der Partei nahezu ausschließen. Abgeordneten Schumacher einen den Streitigkeiten fernstehenden es gethan, ohne sich in irgend einer Weise etwas zu vergeben oder Kandidaten aufzustellen, und keinen andern etwa gewählten Abgeord- irgendwie sich zu schädigen, sie hat es auch ausgeführt, ohne in der neten als Fraktionsmitglied anzuerkennen. Gesammtpartei Deutschlands auf irgend welchen Widerspruch zit die Parteileitung beauftragen, den Solinger Genossen zur nächsten getrost den preußischen Genoffen anvertraut und mit Sicherheit ers 40. Parteigenoffen in Elberfeld: Der Parteitag wolle stoßen. Hierauf fußend ist sie der Ansicht, daß die Lösung der Frage Reichstagswahl einen den Streitigkeiten fernstehenden Kandidaten zu wartet werden kann, daß die Entschließungen derselben der Partei empfehlen. Dieser Kandidat ist von beiden Richtungen an- zum Vortheile gereichen werden. 41. Genosse Berfus in Berlin: Jn den Wahlkreisen mit überwiegender polnischer Bevölkerung sind nur solche Genossen als Reichstagskandidaten aufzustellen, die der deutschen und polnischen Sprache mächtig sind. zuerkennen. 42. Parteigenoffen in Breslau: Die Parteileitung ftellt ein Verzeichniß der Adressen fämmtlicher Vertrauenspersonen her und veröffentlicht daffelbe im Borwärts". Preußische Landtagswahlen. = 60. Barteigenoffen in Mainz: Die Parteigenoffen der Stadt Maius halten auf grund der in Heffen gemachten Erfahrungen den Eintritt sozialdemokratischer Abgeordneten in den preußischen Landtag für sehr wünschenswerth im Interesse der Propaganda des Sozialis mus, der Hebung der gegenwärtigen Lage der Arbeiterklasse und der Befämpfung der Reaktion. Sie halten darum die Aufhebung des Kölner Beschlusses von 1898 für geboten und empfehlen den preußi schen Genoffen den Eintritt in die Landtagswahl mit dem Zwecke der Gewinnung von Mandaten. Die Entscheidung im einzelnen halten sie für Sache eines preußischen Parteitags. 61. Parteigenossen des 1. Berliner Meichtags Wah abitreises, besgleichen in Magdeburg. Hannover, welcher die Parteigenoffen zur Wahlenthaltung verpflichtet, zu em 43. Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- treife 3: Dem Parteitage die Aufhebung des Kölner Beschlusses, 22. Parteigenoffen des 5. sächsischen Reichstags iegni Goldberg Haynau und im 10. badisch en pfehlen und die Parteigenossen zu verpflichten, bei Wahlen, an Ueber die Stellungnahme zu denen sich die Sozialdemokratie nicht als Gesammtpartei betheiligt, Wahlkreises: Der Parteitag möge dahin wirken, daß eichstags Wahlkreise: Polemiten zwischen Barteiblättern, welche einen persönlichen und den preußischen Landtagswahlen haben nur preußische Delegirte das teinem bürgerlichen Wahlmann oder Abgeordneten die Stimme zu geben, der nicht die Gewähr dafür leistet, daß er mindestens eintritt beleidigenden Charakter tragen, in Zukunft unmöglich gemacht Abstimmungsrecht. 44. Parteigenoffen des 5. Berliner Reichstag3- Wahl für: Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen, direkten Wahl, 23. Parteigenoffen des 5. Berliner Reichstag3 Mabltreises: Die Beschlußfaffung über die Betheiligung an den rechts für den Landtag und die Gemeinden, Beseitigung aller freifes: Die Redaktion des Vorwärts" hat den wissenschaft preußischen Landtagswahlen bleibt einer Landeskonferens preußischer partikularrechtlichen, die freie Ausübung des Vereins-, Versamm lungs und Koalitionsrechts beschränkenden Bestimmungen, Auf lichen und amtlichen Kongreffen eine größere Beachtung zu schenken Delegirter vorbehalten. 45. Parteigenoffen in Harburg, Barmen, Delisch hebung aller gegen die ländlichen Arbeiter und das Gesinde bes und dafür zu sorgen, daß in knapper Form, bezw. als Resumee ein Bitterfeld, Aachen, Magdeburg, Calbe- scher3- stehenden Ausnahmerechte. übersichtliches Bild der betreffenden Berhandlungen geboten wird. Während der Wahlbewegung ist überall in eine wirksame Protest Die Berichterstattung hat überhaupt schneller und gründlicher Ieben, 2ennep Mettmann, Burg, Elberfeld, San. als bisher zu erfolgen, damit das Zentralorgan der größten politi- nover, Münster, Bochum, im 10. badischen und bewegung gegen das Dreillaffen- Wahlsystem einzutreten. Ueberall, wo durch die Betheiligung der Sozialdemokratie Gins schen Partei Deutschlands auch als hervorragendftes Blatt ent- 5. sächsischen Reichstags Wahlkreise: Der Beschluß des Kölner Parteitages, die Nichtbetheiligung an den preußischen fluß auf die Gestaltung der Wahl vorhanden ist, sind sozials sprechenden Einfluß üben kann. demokratische Wahlmänner aufzustellen. 24. Parteigenossen in aftedt: Sämmtliche Arbeiter Landtagswablen" betreffend, ist aufzuheben. 46. Parteigenossen in Eilenburg, des 12. und 13. zeitungen sowie die Parteiliteratur haben vom 1. Januar bezw. sächsischen Reichstags- Wahlfeifes und Delisch 1. April 1898 in neuer Orthographie zu erscheinen. 25. Parteigenoffen des 12. und 13. sächsischen Reich 3 Bitterfeld: Der Beschluß des Kölner Parteitages, die Nichttags Wahltreises: 1. Den Abonnenten der Neuen Welt" betheiligung an den preußischen Landtagswahlen", ist aufrecht zu ist Zitel sowie Jubaltsverzeichniß als Gratisbeigabe resp. als letzte erhalten. 47. Parteigenossen in Harburg, Barmen, Münster Nummer des Jahrganges von jest ab zu liefern. 26. 2. Die Buchhandlung Borwärts" ist zu beauftragen, die und im 4. sächsischen Reichstags- Wahlkreise: Die Romanschrift" In freien Stunden" in künstlerischer und technischer Parteigenoffen in Preußen haben sich an den Landtagswahlen zu betheiligen. Hinsicht zu vervollkommnen. " B ablfreises: Angesichts der wirthschaftlichen Bedeutung der 62. Parteigenoffen des 10. badischen Reichstag Ba Eisenbahnreformfrage ist es nothwendig, in Bersammlungen und in der Presse dieser Frage mehr Beachtung zu schenken und daß die Partei bezw. deren Bertreter sich in den Parlamenten mehr für die Frage intereffiren. Für den Inhalt der Inserate bernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Schiller- Theater) ( Wallner- Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Madame Bonivard. Mittwoch, ab. 8 Uhr: Die Kreuzel schreiber. Theater. Donnerstag, abends 8 Uhr: Bum Dienstag, den 21. September. Opernhaus. Hänsel und Gretet. Die Puppenfee. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Coriolan. Anfang 71 Uhr. Deutsches. Mutter Erde. Anfang 72 Uhr. Berliner. Tante Jette. Anfang 7½ Uhr. Goethe( früher Theater des Westens). Ein Sommernachtstraum. An fang 72 Uhr. Lessing. Die goldene Eva. Anfang 71/2 Uhr. Thalia. Das Krokodil. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Veilchenfresser. Anfang 8 Uhr. Neues. Abrechnung. Anfang 7/2 Uhr. Luisen. Geschwister Fiebig. Anfang 8 Uhr. Residenz. Die Einberufung. Anfang 7 Uhr. ersten Male: Ein Tropfen Gift. Central- Theater Alte Jakobftr. 30. Direktion Richard Schultz. Dienstag, den 21. September 1897; Emil Thomas a. 6. Bum 18. Male: Berliner Fahrten. Burleske Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von Zul. Ginödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Berliner Fahrten. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Ostend. Jugendbronnen. Anfang Prinzessin Pocahuntas 8 Uhr. Central. Berliner Fahrten. Anfang 72 Uhr. Schiller. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. ( Die indische Nachtigall). Brothers Serra. The Burnells. Der Affe Unter den Linden. Berichote, die als Luftgymnastiker Straßenfängerin. Anfang 71/2 Uhr. Alexanderplatz. Das Liebesbrama Griffin u. Dubois. Mr. Chretienni. einer Sängerin. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Serfules mit feinem Niesenspielzeug. Anfang 7 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 1/28 Uhr. 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Abbild. über 2 und 3chör., 17, 19: und 21flappig Instrumente zur Ansicht franto durch Karl Adelf Meinel, Untersachsenberg Nr. 5. B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts sozialistischer Führer ,: Bilberni u. bal., sowie jebe Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preisturant.) Lassalle, Wearr 2c. in Cigarren pigen, reisen, sadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Utto& Slotawa, Tischlermeister. Barg- Magazin 35 50 236 309 48 586 753 814 98 118154 288 358 85 635 83 747 95 968 119167 291 343 463 519 90 851 959 1. Ziehung d. 3. Klaffe 197. gl. Preuß. Lotterie.| 116064[ 200] 147 65 97 300 67 422 672 815 84 117118 Biehung vom 20. September 1897, Bormittags. Nur die Gewinne über 160 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 60 65 128 60 75 345 490 640 56 81 784 801 950 1072 94 232 346 51 78 461 612 25 742 866 89 2212[ 200] 726 42 95 840 73 8248 318 41 827 30[ 800] 4324 52 66 459 547 707 877 954 5816 592 989 034 48 63 72 130 38 42 287 561 649 898 7544 80 93 707 25 979( 30 000) 8046 85 258 312 88 58 458 884 9042 118 521 67 445 542 908 10226 51 385 679 780 890 11068 881 410 71 588 856 12024 181 267 403 595 652 65 13147 66 348 97 415 551 922 14001 152 395 422 67 650 740 76 82 965 89 15188 355[ 300] 461 547 644 79 779 16161 255 301 9 78 481 551 644 760 860 86 903 17059 616 60 703 7 953 90 18388 416 56 522 48 664 78 80 743 859 935 93 19825 431 596 619 33 77 813 20183 279 422 35 94 575 735 865 936 94 21019 203 66 88 475 598 607 835 59 910 22102 388 403 782 806 46[ 200] 23078 199 253 73 303 454 544 78 616 48 887 [ 500] 89 92 93 918 53 82 24292 356 517 35 93 613 25 78 718 25035[ 200] 269 378 90 789 922 46 53 20374 484 500 44( 500) 698 743 801 48 52 904 27284 437 536 616 810 964 28016 55 261 437 607 68 763 855 29011 129 68 277 317 77 508 89 721 891 30296 370 400 47 514 89[ 200] 746 31007 22 38 574 93 677 718 920 28 32114 813 437 654 74 708[ 200] 68 96 944 73 33053 395 445 615 22 34026 43 50 140 57 296 689 701 29 818 41 992 85147 52 802 481 686 858 36065 387 73 448 619 56 58 746 99 829 49 95 901 37 226 52 75 98 316 401 7 501 5 600 941 38129[ 200] 448 527 50 661 868 931 68 71 80153 324 46 460 92 579 646 63 78 717 52 868 915 40045 88 153 226 375 463 95 739 825 73 74 76 41084 179 297 337 66 769 888 912 42247 820 481 615 75 77 79 48087 109 381 441 744 811 941 41841 521 80 98 694 782 911 45012 87 161 218 383 617 88 782 95 879 981 46165 78 827 90 434 597 736 77 47072 202 34 341 46 412 16 32 528 78[ 200] 752 48838 47 52:88 418 15 652 705 926 49 61 40161 878 468 524 713 50135 214 333 529 36 680 810 52 51099 268 86 91 360 404 29 54 69 827 42 96 52021 40 230 375 411 550 664 712 835 929 98 53011 143 201 310 28 32 608 89 990 54027 413 57 607 752 824 89 987 55140 90 231 43 301 405 56 597 645 836 902 56388 437 563 622 41 995 57085 144 316 95 448 508 872 91 922 59 58204 75 97 383 401 601 776( 200) 59359 71 591[ 500] 618 87 917 60062 100 89 874 684 736 808 52 63 985 01237 308 92 99[ 200] 420 523 663 796 62233 351 417 32 60 72 82 88 594 604 32 72[ 200] 837 59 63004 65 253 [ 1500] 342 96 484 591 656 718 851 961 64039 185 862 542 81 991 65096 302 674 87 930 60103 17 742 936 47 67061 62 318 553 676 914 70 68034 69 329 50 82 581 98 884 909 69077 120 25 30 41 207 13 710 20192 418 554 608[ 300] 821 71037 149 232 314 67 444 511 21 717 20 24 900 60 97 72020 116 348[ 300] 417 69 601 764 858 962 93 78096 133 89 481 74 776 74099 311 51 411 687 809 75123 51 288( 60000] 447 674 686 740 853 993[ 200] 76009 78 251 801 53 541 66 704 12 17[ 1500] 26 77545 60 620 757 900 47 78110 85 57 285 489 738 67 835 55 81 910 58 79204 858 80068 254 74 449 507 92 784 97 81158 813 96 478 780 99 992 82027 58 155 228 811 428 587 624 784 881 998 88194 229 39 320 414 15 500 89 645 63 788 90 863 [ 200] 89 927 39 84 99 84087 117 535 620 707 70 79 963 83 85094 130 89 241 91 847( 1500) 425 94 667 821 955 86 86075 125 62 233[ 200] 444 73 636 84 725 87188 54 290 808 472 557 888 88086 149 68 392 402 95 584 639 720 930[ 200] 48 89062 150 260 835 636 61 736 815 90138 39 241 670 758 74 894 940 77 97 01108 468 84 700 54 814 925 43 92084 106 221 322 87 98 530 99 614 729 908 9 93069 91 173 339 45[ 1500] 51 92 432 563 76 650 700 6 38 87 814 99 94030 85 80 162 276 303 18 22 88 451 822 946 95054 199 252 78 392 471 803 914[ 200] 90101 13 69 96 216 514 802 07536 51 942 98 98025 252 469 501 11 630 705 869 99049 185 428 27 83 687 894 952 100076 226 320 433 66 505 969 101575 611 23 822 102008 283 302 26 680 949 79 81 103060 81 824[ 200] 584 673 761 847 104074 822 866 105008 140 76 844 55 521 627[ 800] 788 43 106104( 500) 82 276 845 68 539 689 787 926 80 107268 351 71 447 540 63 726 978 108085 99 219 218 14 58 842 8382 44 52 833 921 109005 158 56 110048 331 432 551 678 986 111073 255 77 429 627 701 901 112052 230 365 780 49 62 113149 244 812 114070 233 12001 53 57 531[ 200] 33 92 748[ 200] 860 407 32 626 55, 882 71 925 67 84 115781 827 920 87 2. Geschäft: Gotzkowskystrasse 3. 120038 136 92 256 370 402( 200] 121166 337[ 200] 609 11 99 822 83 1500] 122132 510 615 98 777 922 41 92 123132 328 810 124038 245 344 83 97 480 534 634 799 1: 5403 94 511 790 934 1300] 126006 12 112 405 562 945 127262 373 446 623 93 777[ 500] 800 15 128099 113 281 452 848 81 930 1129016 28 217 22 38 382 512 37 613 87[ 200] 854 910 180077 170 86 225 46 441 532 45 624 97 705 813 34 985 131050 160 69 78 205 63 72 415 646 879 88 980 132091 146 308 468 98 802 13 80 963 133063 88 101 411 41 64 89 538 85 658 769 987 134093 272 439 54 542 635 933 73 135141 57 281 98 316 588 834 136110 238 1800] 551 54 65 719 137106 352 518 604 8 802 35 138115 36 262 803 44 82 491 524 720 882 189045 116 202 70 87 339 44 445 693 710 810 140096 140 41 44 206 42 51 542 59 619 56[ 500] 785 987 1500] 141399 403 17 33 500 39 54 628 93 706 84 810 54[ 500] 938 142056 80 124 57 326 402 86 524 91 621 841 52 66 933 143172 85 93 242 54 357 490 95 588 92 646 49 806 144288 314 647 824 956 145071 120 64 88 267 478 539 51 648 988 146103 22 35 274 85 477 588 89 92 663 97 826 916 96 147071 83 106 207 625 745 93 875 148074 299 429 623 46 755[ 200] 808 82 942( 200) 149061 378 79 523 682 835 150018[ 200] 122 851 97 470 718 846 64 151014 182 99 280 826 429 55 56 690 733 908 15: 2001 27 304 433 517 81 48 724 80 818 67 85 983 158157 74 253 418 539 628 752 81 903 53 154083[ 200] 165 232 90 432 601 39 82 751 800 155136 38 250 98 417[ 300] 552 74 75 782 98 894 156298 480 557[ 200] 787 883 948 62 157038 169 78 616 711 44 158068 117 319 42 96 425 47 894 159008 301 625 35 91 769 75 918 34 H 100102 61 259 430 670 739 854 93 900 42 161004 48 100 21 579 612 810 162088 146 257 61 511 89 950 163153 337 65 93 406 588 824 48 60 925 70 99 164068 323 518 23 71 615 773 947 165005 24 63 238 60 873 437 549 90 813 166003 14 336 464 598 752 898 951 107264 77 339 66 496 699 806 168245 357 67 400 738 169080 113 97 434 65 77 538 54 679 796 914 170003 88 172 99 307 578 80 905 171008 48 74 207 858 418 52 513 20 37 54 93 725 78 924 172040 183 296 310 83 72 434 512 61[ 200] 84 775 173187 842 174092 110 251 399 729 64 945 64 175273 96 400 43 601 701 805 43 930 176010 184 356 598 665 91 761 893 936 177024 212 43 335 178325 764 932 179068 280 374 489 548 818[ 200] 55) 764 180066 99 183 886 489 501 26 752 876 181024 150 90 447 72 553 794 182054 60 96 129 432 515 39 54 62 705 846 78 967 69 188115 289 347 409 43 603 44 61 725 812 902 25 184002 19[ 300] 96 104 8 86 95 202 300 7 444 545 726 838 936 185015[ 200] 210 81 95 410 19[ 300] 22 45 64 521 619 827 925 186257 59 591 753 63[ 200] 70 86 187068 119 235 735 94 828 48 99 988 188168 87 540 768 824 902 42 189026 85 160 390 445 500 661 760 882 971 190193 269 840 522 651 717 71 101116 349 73 762 810 82 85 980 192014 68 169 82 213 410 521 680 96 754 802 193084 221 83 787 804 104085 154 291 387 93 483 595 619 34 67 82 813 935 195016 284326 407 35.54 617 1919 196101 29 34 326 411 67 706 44 89 982 197167 275 814 65 406 624 745 78 825 36 198269 810 61 613 614 93 777 199801 59 442 681 829 53 423 [ 300] 57 200035 240 868 97 452 54 59 554 85 635 807 59 939 57 201000 4 275 847 67 788 870( 500) 993 202175 242 341 475 586 755 862 203033 87[ 300] 154 210 18 69 71 464 84[ 200] 660[ 200] 766 96 819 904 204060 218 396 408 52 625 819 939 53 205015 382 666 702 20 826 996 206051 96 281 384 427 86 560 68 706 21 40 53 57 808 91 207126 208 422 544 71 86 601 976 208049 189 400 711 820 32 36 922 28 209272 371 439 505 766 925 84 87 210077 512 93 668 75 727 816 89 94 987 211004 80 160 279 358 447 920 212044 49 145 52 213 55 56 92 622 832 924 29 213008 32 143 262( 200) 886 482 532 600 15 812 911 19 24 214121 28 98 281[ 200] 838 82 491 507 65 86 611 44 942 69 72 215045 99 162 97 353 95 403 528 760 824 44 998 216383 577[ 200] 99 602 944 217246 820 468 748 817 74 988 218316 34 546 628 886 210204 840 465 578 682 786 66 815 28 959 2: 20044 56 211 28 510 97 660 84 87 948 221066 102 27 47 208 59 95 688 804 33 88 925 222042 138 76 371 683 89 711 72 872 925 223091 170 578 999 224149 52 201 642 809 21 967 81 225127 214 32 50 82 362 432 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 45 000 2, 1 n 15000 t. 2 zu 10000 Mt., au 5000 t., 10 au 3000 m 16 au 1500 Mt., 40 zu 500 Wt. 3050* mud Beerdigunge- Comtoir. 1. Ziehung d. 3. Klaffe 197. Kgl. Preuß. Botterie. 501 778( 200) 922 112056 197 245 66 496 952 74 Biehung vom 20. September 1897, Nachmittags. Nur die Gewinne über 160 art find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 18 56[ 500] 244 303 494 613[ 200] 799 802 987 1010 45 151 245 85 322 27 690 707 72 87 849 50 2075 195 299 352 484 604 71 91 727 3024 62 188 480 706 28 860 999 4232[ 300] 41 484 502 98 654 805 989 5171 262 404 26 731 6145 384 471 502 722 66 824[ 200] 7006 87 143 838 433 57-77 564 603 57 88 823 916 18 8240 54 573 93 712 861 930 59 9144 310 82 495 549 56 601 27 69 98 819 10021 255 311 57 497 551 655 70 712 837 11048 74 214 320 26 83[ 2001 95 433 87[ 200] 93 928 12259 435 90 679 754 879 907 18018 88 146 93 215 54 438 529 34 794 931 86 14022 28 130[ 2001 48 239 498[ 300] 505 88 765 85 90 15059 514 93 663 808 45 947 16198 333[ 200] 56 758 818 974 17070 213 58 510 18020 23 77 94 187 88 316 65 420 36 557 619 85 756 914 19057 215 33 314 32 485 709 985 67 20050 241 94 478 773 805 6 21146 304 80 411 501 22832 455 775 858 67 23074 125 95 213 490 614 38 66 78 701 42 24053 203( 200) 462 527 602 729 52 83 875 932 25018 94 112 22 234 89 301 59 435 554 777 849 908 26003 287 311 13 23 76 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Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwort: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin,