Nr. 225. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags= Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1897 unter Br. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis o Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 26. September 1897. Expedition: SW. 19, Wenth- Straße 3. groß ist, wie die Gefährdung der Gesundheit durch nicht geschützte organisirt worden, und Miß Abraham dieser Abtheilung als die Maschinen, mangelhafte Räumlichkeiten, Nachtarbeit und dergleichen. Oberaufsicht führende Inspektorin vorgesetzt. Die angestellten Frauen Aber abgesehen von allem diesen wird die inspizirende Frau für haben allerdings, was beklagt wird, feinen bestimmten Bezirk, die Angelegenheiten des eigenen Geschlechts und die Lage der be- sondern visitiren da, wo es dem Chef- Inspektor wünschenswerth Am 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement auf den schäftigten Kinder vielfach ein feineres Verständniß und ein schärferes erscheint. Außerdem sind seit neuerer Zeit in zahlreichen englischen Auge haben, als der männliche Beamte. Die Erfahrungen mit Städten Sanitäts- Jnspektorinnen" zur Ueberwachung von ArbeitsVorwärts weiblichen Inspektoren in Frankreich, England und Amerika, in stätten und Wohnungen hinsichtlich der gesundheitlichen Gefährdung welchen Ländern der bureaukratische Zopf nicht ganz so lang mehr langestellt. hängt, wie bei uns in Deutschland, haben das genügend bewiesen. Ueber die Vorzüglichkeit der Leistungen der angestellten Frauen Und die Zahl der Personen, die in betracht kommt, ist sehr ist man fast allgemein einig. Unternehmer und Trades- Unionisten groß. Lediglich in Fabriken ungerechnet das große Gebiet der sind der Ansicht, daß sie ihre männlichen Kollegen an Spürfinn und Hausindustrie arbeiteten im Jahre 1895 nach den amtlichen zäher Ausdauer übertreffen. In vielen Fällen haben sie ungesetzliche Mittheilungen der Gewerbe- Aufsichtsbeamten im Deutschen Reich: Ueberzeit mittels förmlicher Treibjagden von Schlupfwinkel zu Schlupfüber 21 jährige Frauen winkel der weitläufigen Räume sogenannter Musterfirmen entdeckt. Vor der Jnspektorin haben sich geschlossene Thüren geöffnet, an denen der Inspektor jahrelang achtlos vorüberschritt." mit der illustrirten Sonntags- Beilage In der " Die nene Welt". tnterhaltungs- Beilage" wird der Roman ,, Der Bauernführer von Franz Kahler zu Ende geführt werden. Neue Abonnenten erhalten den bereits erschienenen Theil des Werkes nachgeliefert. Dem deutschen Autor wird das Wert eines Franzosen folgen: ,, Der Roman einer Verschwörung" von A. Ran c. Die äußerst spannende, frisch und lebendig geschriebene Erzählung behandelt die Verschwörung der republikanischen blauen Brüder" gegen Napoleon I., entbehrt nicht eines eigen artigen Humors und ist voll der tiefsten Tragit. Gleich zu Beginn des Quartals wird der sozialdemo kratische Parteitag stattfinden, über den wir den genauesten und raschesten Bericht veröffentlichen werden. Der Reichstag wird bald zusammentreten. Große politische Ereignisse bereiten sich vor. Der Vorwärts" wird dabei nicht bloß seinen Leser treis stets auf dem Laufenden halten, er wird auch allezeit ein furchtloser Führer sein und unerschrocken die Wahrheit aus sprechen. Daß der Vorwärts" über den Weltangelegenheiten und den deutschen Angelegenheiten auch die Berliner Angelegen heiten nicht vergißt, das haben wir nicht nöthig denen zu sagen, die den Vorwärts" lesen. " Der Vorwärts" ist bemüht, über das gesammte geistige und öffentliche Leben der Reichshauptstadt seine Leser aufs raschefte und genaueste zu informiren. Und wir haben darum ein Recht, von allen, die unser Streben billigen, und namentlich von den Parteigenossen, es als Pflicht zu verlangen, daß sie für die weiteste Verbreitung des Vorwärts" thätig sind. " Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 16 bis 21 14 bis 16 " unter 14 " 14 bis 16 unter 14 Mädchen Knaben " " 403 818 260 303 73 981 I 658 143 441 2 669 Die Vermehrung der weiblichen Inspektoren ist ins Auge gefaßt, und es wird sogar schon die Anstellung von weiblichen Inspektoren aus der Arbeiterklasse erwogen. Man Man sollte meinen," die Gesundheit, die Arbeitskraft und die erklärt vielfach, daß die Arbeiterinnen ihre früheren Genossinnen Sittlichkeit diefer 886 000 Frauen, Wiädchen und Kinder wären es am besten verstehen, dem unbedingtesten Vertrauen begegnen und am werth, ein so fleines Opfer, wie es die Anstellung weiblicher schärfsten hinter die Soulissen sehen würden. Welche Fähigkeit, uspettoren erheischt, zu bringen; bies auch dann, wenn die Anwie viel Ernst und Eifer auch die bürgerliche Frau dem stellung unseren Herren Bureaukraten etwas gegen den Strich gehen und unbequem sein sollte. Beruf entgegenbringen mag, es fehlt die intime Kenntniß der Arbeiterinnen im guten und bösen." Jedenfalls wird man in Nichts, oder doch so gut wie nichts. Wir wollen hier resumiren: Was ist aber bisher in dieser Frage in Deutschland geschehen? England auch noch zur Anstellung von Arbeiterinnen als Inspektorinnen oder Assistentinnen kommen, da nirgends ein grundsäglicher Wider Im Großherzogthum essen haben Regierung und Kammern stand gegen all diese Dinge vorhanden ist, sondern man im Wege die Anstellung weiblicher Assistenten" der männlichen Aufsichts- des Experiments ausprobirt, was sich am besten bewährt und was beamten beschlossen. Das ist ja immerhin ein Fortschritt, aber er im allfeitigen Interesse liegt. genügt nicht, weil diese Assistenten den Unternehmern gegenüber Ebenso günstig sind die Erfahrungen mit der weiblichen Fabrik. keine ftaatliche Autorität und feine 3wangsbefugniß haben. Das inspektion in den Vereinigten Staaten Nordamerikas. Nähere über die Zahl der Anzustellenden 2c. wird erst in dem Budget Ueber diese berichtet Miß Florence Kelley, die wegen ihres für 1898/1900 festgesetzt werden. Eintrefens für die Arbeiter soeben gemaßregelte bisherige Chefsoziale Gefeßgebung und Statistit". In Nordamerika besteht die Inspektorin in Illinois, im achten Heft von Braun's Archiv für weibliche Fabritinspektion seit sieben Jahren und wurde anfänglich von einer Frau ausgeübt. Mittlerweile hat sich die Zahl der Inspektorinnen auf 23 erhöht. In Amerika ist das Geschlecht der Aus Bayern melden neuerdings freilich nicht unwidersprochen Frau ja überhaupt nicht mehr in dem Maaße, wie in gebliebene Zeitungsstimmen, daß ein Versuch mit weiblichem Personal Europa, ein Hinderniß für die Anstellung in allerlei Be bei der Inspektion von Betrieben mit vorwiegend weiblichen rufen; und so war es ihr auch leichter, in die Stellungen Arbeitern gemacht werden solle. Wir wollen hoffen, daß der Versuch als Fabrikinspektor zu gelangen. Gegenwärtig find an weibe hinsichtlich der Zahl der Angestellten, wie auch deswegen, weil die Pennsylvanien 4, Massachusetts 2, Rhode Jeland 1. Dutario 1. gemacht werden wird. Alles das ist aber ungenügend, sowohl lichen Inspektoren vorhanden: in New York 7, Jalinois 6, Anstellung der Frauen nur im Verwaltungswege erfolgt, nicht gefeß- Quebec 2, zusammen 23, gegen zusammen 127 männliche lich festgelegt ist und deshalb auch jederzeit zurückgenommen werden Inspektionsbeamte. In Michigan wird demnächst die Ernennung fann. einer Frau erfolgen. getreten, indem dort eine Frau angestellt worden ist, die den Etwas Aehnliches ist in Weimar bereits in Wirksamkeit Fabritiuspettor bei seinen Vifitationen begleitet. Die Anregung ist auch dort von dem einzigen sozialdemokratischen Vertreter in der Kammer, Genossen Baudert, ausgegangen. In Baden geht man noch zaghafter vor. Bürgerliche Frauen- Es heißt in dem Bericht: Die Thatsache, daß eine Staatsvereine wollen oder sollen dort die Vermittler stelle zwifchen Ar- legislatur nach der andern Gesetze zur Anstellung von Fabrikbeiterinnen und den Fabritinspettoren übernehmen. Sie haben be inspektorinnen erläßt, scheint zu beweisen, daß diese Anstellung Arbeiterinnen, welche sich mit ihren Anliegen vertrauensvoll an sie sich die Juspektorinnen aus der Arbeiterklasse bewährt. Die genannte schloffen sich beschüßend der Arbeiterinnen anzunehmen" und den der öffentlichen Meinung entspricht." Und auch in Amerika haben wenden, je nach den obwaltenden Umständen Rath und Hilfe an- bisherige" Chef Inspektorin" schreibt: Als beste und thätigste gedeihen zu lassen". Wir müssen gestehen, wenn wir etwas zu ent- Fabrikinspektorinnen haben sich die aus der Arbeiterklasse hervor scheiden hätten, dann würden wir uns für dieses Surrogat weib- gegangenen bewährt, welche von den Gewerkvereinen für ihre Posten Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonne- licher Fabrikinspektion entschieden bedanken. Ueber die Bemutterung vorgeschlagen wurden. Sie sind erstens zu arbeiten gewöhnt und durch bürgerliche Frauenvereine sind unsere deutschen Industrie- haben sodann hohes Interesse am Schuß ihrer früheren Arbeitsments zum Preise von arbeiterinnen denn doch hinausgewachsen. genossen. Obwohl in der Regel ungebildet und ohne technische Stenntniffe, verleiht ihnen ihr Gewohntsein an fortgesetzte Thätigkeit besondere Vorzüge." 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Haus. 3,30 M. für die Monate Oktober, November und Dezember entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der PostBeitungsliste für 1897 unter Nummer 7437.)! Redaktion u. Expedition des Vorwärts". Weibliche Fabrikinspektoren. Der Züricher Kongreß für Arbeiterschuß hat in seine vor züglichen Resolutionen auch die folgende Forderung aufgenommen: Zur Aufsicht über die Durchführung der Vorschriften die Frauenarbeit betreffend sind vom Staate zu besoldende In fpeftorinnen anzustellen, die zum theil aus Streifen Der Arbeiterinnen zu wählen sind." Es Damit in unserer Lifte auch die Reichshauptstadt Berlin nicht fehle, sei noch mitgetheilt, daß hier im Winter 1896/97 ein Rurfus find hier an 13 Unterrichtsabenden Hygiene und soziale Gefeß Erwägungen. Freilich, die Zeugnisse stammen aus" wilden Ländern". zur Ausbildung von Fabritiuspettorinnen stattgefunden hat. Das alles sind bessere Zeugnisse für die Sache, als theoretische gebung vorgetragen worden. 13 Unterrichtsabende erscheinen etwas Aber sollten sie nicht doch schwer genug wiegen, um auch die wenig und die ganze Sache etwas dilettantisch. Freilich, so lange deutsche Regierung zur Einführung von Dingen zu bewegen, die feine Fabrikinspektorinnen angestellt werden, kann man auch von jenseits des Kanals und jenseits des Ozeans bereits seit Jahren feinen Frauen verlangen, sich gründlich auf dieses Amt vor- zur Zufriedenheit der Gesammtheit und zum Wohle der arbeitenden zubereiten. Frauen bestehen? Bei der Verhebung des Arbeiterstandes durch die sozialdemokratische Agitation tönne nicht darauf gerechnet werden, das eine staatlich angestellte Fabritinspektorin bei den Arbeiterinnen dem Vertrauen begegnen werde, das für Mittheilungen der Arbeiterinnen über sittliche Mißstände nothwendig ist." Das wäre also so ziemlich alles, was wir über die weibliche Fabritinspektion in Deutschland zu melden hätten. Ueberall sonst Politische Webersicht. hat man sich ablehnend verhalten. Die Sache ist ja in den Landtagen fast aller Einzelstaaten zur Sprache gekommen, und zwar aus Berlin, 25. September. Anlaß einer Petition, die der Bund deutscher Frauenvereine sämmtDie Frage des Verfassungsbruches wird wieder ein lichen Regierungen und Abgeordnetenkammern hatte zugehen lassen. mal mit auffallendem Eifer in der Presse diskutirt. Die nene Ueberall traten unsere Genossen, soweit solche in den Kammern ver Redaktion der" Post" glaubt ihren Befähigungsnachweis durch treten sind, für die Anstellung weiblicher Aufsichtsbeamten ein; Das ist kurz und präzis ausgedrückt das, was man gegenwärtig aber überall erklärten bürgerliche Majorität und Regierung wenig verhüllte Empfehlungen des Verfassungsbruches erbringen vom Standpuntt einer fortgeschrittenen Sozialpolitit aus verlangen im trauten Verein die Eache für verfehlt oder mindestens zu sollen. Die Kreuz Zeitung" bemerkt in einer Erörterung tann, im Deutschen Reich freilich noch lange vergeblich für noch nicht reif". In Preußen wurde sogar bei dieser Frage, daß der Kaiser die deutsche Reichsverfassung wird verlangen müffen. Man erinnere sich nur des Hohns, Gelegenheit der Berathung der genannten Petition in der zuständigen nicht, dagegen die preußische Verfassung beschworen habe mit dem der nunmehr das große Heer der„ inaktiven" preußischen Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses vom Regierungs- und läßt damit die Möglichkeit der Auslegung zu, daß Staatsminister entbotene Herr von Bötticher am 12. Januar d. I. vertreter erklärt: das gewissenhafte Halten der preußischen Verfassung für den der Forderung unserer Genossen nach weiblichen Fabritinspektoren König von Preußen eine höhere Pflicht sei, als die Achtung der begegnete. Und doch ist da nun doch einmal die staatliche Gewerbe- Aufsicht eingeführt ist nichts berechtigter, als diese deutschen Reichsverfassung. Die eigenthümlichen StaatsrechtsForderung. fenner der Kreuz- 8tg." zu belehren; liegt uns ferne, sie Wir sagen das nicht etwa im Sinne bürgerlicher Frauenhätten schon mit Rücksicht auf die bei jeder Gelegenheit be emanzipation, die für die Frauen der„ gebildeten Stände" neue tonte Pietät des Kaisers gegen alle Thaten seines Großvaters Thätigkeits- und Erwerbsgebiete aufzuschließen sucht, sondern Und dies trotz des überall bemerkten Eintretens unserer diesem nicht zumuthen sollen, die von Wilhelm I. gezeichnete lediglich vom Standpunkt der vielen hunderttausende in Fabriken Genossen für die weibliche Gewerbe- Aufsicht! Ebenso wurde von Verfassung des Norddeutschen Bundes und der weiteren Gesetze, die steckenden Frauen und Mädchen aus, denen in den weiblichen In der preußischen Regierung erklärt, eine zum Studium der diese zur Verfassung des Deutschen Reiches ausbauen, nicht vollspektoren eine Ergänzung zu der jetzt schon vorhandenen Inspektion Sache nach England gesandte Kommission sei zu dem Ergebniß ge- fonimen zu respektiven. In der Kreuz- 3tg.", wo man doch durch Männer geboten werden und denen damit ermöglicht langt, daß sich dort die weibliche Jufpektion nicht bewährt habe. werden soll, auch in Dingen, wo die weibliche Schambaftigkeit eine Thatsache ist jedoch, daß in England sowohl die Regierung wie der wenigstens voni preußischen Staatsrechte eine Ahnung haben Aussprache dem männlichen Beamten gegenüber verhindern würde, Cef- Inspektor mit der Einrichtung sehr zufrieden sind, daß im sollte, sollte man wissen, daß Wilhelm II. gleich nach seinem fich vertrauensvoll an eine mit den nöthigen Macht befugniffen aus Parlament Unternehmer- und Arbeitervertreter für das System ein Regierungsantritte vor den vereinigten Kammern entsprechend gerüstete Frau wenden zu können, um Abhilfe zu erlangen. treten und daß in England die weiblichen Inspektoren vermehrt Artikel 54 der Verfassungsurkunde das eidliche Gelöbniß abs Die Forderung weiblicher Fabrikinspektoren ist aus den hier worden sind. gelegt hat: angedeuteten Gründen ebenso berechtigt, wie etwa das Verlangen Gerade über die Erfahrungen, die in England und Amerika mit die Verfassung des Königreiches fest und unverbrüchlich nach weiblichen Aerzten. Ob die geschlechtliche Scham dem Arzt dem System gemacht worden sind, liegen jetzt aus der Feder von gegenüber berechtigt ist oder unberechtigt, ist für die Entscheidung Franen zwei ausführliche Berichte vor. Helene Simon schildert zu halten und in Uebereinstimmung mit derfelben und den der praktischen Frage gleichgiltig. Thatsache ist, daß zahlreiche im dritten Heft des laufenden Jahrgangs von Schmoller's Jahr- Gesetzen zu regieren." Frauen sich lieber Jahre lang mit schweren Strankheiten herum buch" die Entstehung und die Wirksamkeit der weiblichen Fabrit- Nun ist aber die Verfassung des Norddeutschen Bundes, schleppen, ehe sie sich der törperlichen Untersuchung durch den männ- inspektion in England. Die beiden ersten Frauen wurden im die in allen für einen Verfassungsbruch in betracht kommenden lichen Arzt aussetzen, und diesem Uebelstand kann eben durch die Jahre 1893 gleichzeitig mit der Ernennung von 15 Assistenten Punkten als deutsche Rechtsverfassung hente noch in fraft ist, Ausbildung weiblicher Aerzte abgeholfen werden. der Inspectoren aus der Arbeiterklasse angestellt. Mittlerweile in Preußen in den Formen, welche die preußische VerfassungsGanz ähnlich verhält es sich bei der Fabrikinspektion. Es ist ja sind die Arbeiter Assistenten auf fünfundzwanzig mit je fein Geheimniß, daß die Gefährdung der Sittlichkeit unferer 2000 M. Gehalt, und die Inspektorinnen auf 5 mit 4000-4200 m. urtunde in Art. 107 für Verfassungsänderungen vorgeschrieben Arbeiterinnen burch ungenügende Einrichtungen und durch dirette Gehalt angewachsen. Die fünf Frauen sind inzwischen als„ Female hat, genehmigt und demzufolge auch in der preußischen Gesetzes= Anträge von Arbeitgebern, Werkmeistern 2c. mindestens ebenso Inspector Department"( Abtheilung für weibliche Inspektion) sammlung abgedruckt worden. Die Verfassung für den Nord " In dem Briefe des Grafen Herbert Bismarck an den Hofrath Dr. Mehnert in Dresden befand sich auch folgende Stelle: Jch.... denke mir aber, daß die Kritik meines Vaters hauptsächlich eine retrospektive war und sich primo loco mit dem Verhalten der Führer der konservativen Reichstagsfraktion bei Durchpeitschung der Handelsverträge befaßt haben wird. die ,, Kreuz Zeitung" fich = fich bemüht, deutschen Bund ist somit in Preußen auf grund der gebührend gewürdigt haben, schreiben heute die„ Berliner politischen Interessant ist, den Nachweis zu liefern, daß die von Bismarck gelobten preußischen Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850 als Nachrichten": ordnungsgemäß beschlossenes und verkündetes preußisches Am 25. September fand im Reichsamt des Innern unter sächsischen Konservativen auch nicht besser sind, wie die so dem Vorsitze des Staatsministers Grafen Posadowsky eine schlecht zensurirten preußischen Fraktionsgenossen. Das Organ der Landesgesetz erlassen und ihr Inhalt hierdurch zur verbindSigung von Vertretern des Deutschen Landwirthschaftsrathes, des preußischen Junker schreibt heute wörtlich folgendes: lichen Landesnorm, verbindlich für den König von Preußen Zentralverbandes deutscher Industrieller und des Deutschen wie für jeden preußischen Staatsbürger, erklärt worden. Handelstages statt, um sich darüber zu verständigen, welche Maßregeln erforderlich seien, um den Abschluß neuer Handelsverträge vorzubereiten und zu diesem 3wede eine die Regierung berathende Sachverständigen Rommission zu bilden. Zwischen den Vertretern der drei großen Erwerbsgruppen wurde eine voll= ständige Einigung über das formale Vorgehen erzielt und fam namentlich auch bestimmt zum Ausdruck, daß Industrie, Landwirthschaft und Handel bei der Vorbereitung neuer Handelsverträge möglichst einig vorgehen müßten. Es muß als ein durchaus hoch wichtiger Erfolg für die fernere Entwickelung unferes Erwerbslebens betrachtet werden, daß jene drei großen Erwerbsgruppen unter vorläufiger Beiseitelaffung aller untergeordneten Gesichtspunkte und alles dessen, was einen trennenden Einfluß üben tönnte, sich im & Interesse unserer wirthschaftlichenft auf einen ge meinsamen Boden gestellt haben. Je gründlicher man namentlich den neuen Zolltarif vorbereiten wird, desto leichter wird demnächst auch die Einigung widerstrebender Intereffen fein. Die Verfassung des Norddeutschen Bundes ist aber anch in allen übrigen Bundesstaaten als verbindliches Landesgesetz beschlossen worden. Sie müßte demnach von den anderen Bundesfürsten und den Senaten der freien Städte aufrecht erhalten werden, wenn der von uns für unmöglich. gehaltene Fall einträte, daß dem König von Preußen vont feinen verantwortlichen Rathgebern empfohlen würde, sich an die Reichs Verfassung nicht zu kehren. Wer wagt den Fall auszudenken, daß der größte Bundes staat sich vom Boden der Reichs Verfassung entferne und die anderen Verbündeten sich dagegen pflichtgemäß zu Wächtern und Verfechtern der Reichsverfassung auswürfen! Nicht der Kaiser ist gleichbedeutend mit der Souveränität des Deutschen Reiches, die Souveränität des Deutschen Reiches ist nichts anderes als die Souveränität der gesammten deutschen Staaten. Jede Theorie, welche die Möglichkeit des Verfassungsbruches im Deutschen Reiche darlegen will, steht im Wider spruche mit dem klaren Wortlaute der Gefeße, mit den feierlichen Eidschwüren der deutschen Bundesfürsten und vor allem des deutschen Kaisers. Es ist charakteristisch für die monarchistischen Blätter, daß gerade sie am ehesten mit der Möglichkeit eines Verfassungsbruches rechnen! Die Taufe eines Panzers hat am Sonnabend in Kiel stattgefunden. Der neue Marineminister, Staatssekretär Tirpiz, hielt die Taufrede; er sagte unter anderem: Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers sollst du, stolzes Schiff, den Namen des größten Staatsmannes unseres Jahrhunderts führen, den Namen, der unzertrennbar mit der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches verbunden ist. Bei seinem Klang und bei deinem Anblick werden die Herzen aller Deutschen bis weit jenseits der Meere höher schlagen.... Das Vermächtniß einer großen Zeit soll in dir lebendig bleiben, soll Kraft und Wuth dir stählen gleich deinem großen Träger, nie müde zu werden in zielbewußter Arbeit." Am Schluß sagte die Gräfin Wilhelm Bismarck: Im Namen Sr. Majestät des Kaisers taufe ich dich:" Fürst Bismard". " Es wird einigermaßen befremden, daß Bismarck jetzt amtlich der größte Staatsmann unseres Jahrhunderts" genannt und ein Panzer auf seinen Namen getauft wird, während der Name dieses größten Staatsmanues" noch vor wenigen Monaten, bei der Jahrhundertfeier zu Ehren Wilhelm's des Ersten überhaupt nicht erwähnt wurde, derselbe Bismarck vielmehr mit unter die große Kategorie der Handlanger subsumirt wurde. Man weiß nicht, was inzwischen geschehen ist, um den Kaiser zu dieser Veränderung der Werthschäzung des ersten Kanzlers zu bewegen. S Auf diese Weise bezieht sich ein Schreiben, das uns soeben von einem hervorragenden Mitgliede der deutsch konservativen Darin wird u. a. Fraktion des Reichstages zugegangen ist. bemerkt: Nach Ausweis der Abstimmungslisten vom 18. Dezember 1891 haben von den 10 sächsischen Konservativen 4( Giese, Hartmann, Hulßsch, Kurt) für den österreichischen Handelsvertrag gestimmt, 3( v. Frege, v. Friesen, Mehnert) gegen, und gefehlt haben 3( Adermann, Hempel, Klemm). Von den rumbt und Merbach) für den Vertrag gestimmt, gefehlt hat drei freifonfervativen sächsischen Abgeordneten aber haben zwei einer( Gehlert). Hieraus ergiebt sich, daß der gegen die Konservativen wegen ihres Verhaltens zu den Handelsverträgen gerichtete Vorwurf die fächsischen Abgeordneten mindestens in demselben Maße treffen muß, wie die übrigen Mitglieder der Fraktion. Alle diese Rechnungen werden die Wirkung der Bismarck'schen Kritik der konservativen Partei nicht aufheben. Der Pfarrer a. D. aus bester Quelle hört, anlä neulichen Auftretens in Als Bertreter der Landwirthschaft waren in der Konferenz anwesend: Der Vorsitzende des deutschen Landwirthschaftsraths, Landeshauptmann von Roeder, Graf Saniy Podangen, der Vorsitzende der Brandenburgischen Land -Herr v. Bennigsen's parlamentarischer Erbe soll sein wirthschaftskammer, von Arnim Güterberg, Kammerherr alter Protegé Archivrath Dr. Sattler werden. Wenn Dr. Sattler Dr. von Frege- Welgien und Domänenrath Rettich wirklich vom 18. hannoverschen Reichstags- Wahlkreis gewählt werden Rostock; als Vertreter der Industrie: Der Vorsitzende des follte, wird das Ansehen des Neichstages nichts gewinnen. Der Vorsitzende des follte, wird. hannoverschen Reichstags- Wahlkreis gewählt werden Direktoriums des Zentralverbandes deutscher Industrieller, Herr Dr. Sattler wird niemals eine so prägnante und, bei aller Persönlichkeit, bayerischer Reichsrath und Kommerzienrath Haßler Augsburg, Feindschaft mag es zugestanden me so prägnante und, bei aller Geheimer Finanzrath Jencke- Efsen, Geh. Regierungsrath wie es Herr v. Bennigsen ist, einigermaßen erseyen tönnen. Herrn Koenig Berlin, Kommerzienrath Möller Brackwede und v. Bennigsen's Rücktritt vom parlamentarischen Schauplatze wird Generalsekretär ute cf Berlin; als Vertreter des Handels: der unzweifelhaft eine lange fühlbare Lücke schaffen. Vorsitzende des Deutschen Handelstages Geh. Kommerzienrath wie die Volts- 3tg." Frenzel Berlin, Wörmann Hamburg und der General feines sekretär des Deutschen Handelstages, Dr. Soetbeer- Berlin." einer sozialdemokratischen Versammlung durch das königliche KonDem im wesentlichen gleichlautenden Kommunique der Nord- fistorium in Magdeburg darauf aufmerksam gemacht worden, deutschen Allgemeinen Zeitung" entnehmen wir noch die folgenden daß eine Fortsetzung feiner sozialen Thätigkeit, die ihn in Schlußsätze: irgend welche Berührungen und Beziehungen zur Sozialdemokratie brächte, dahin führen würde, ihm die Rechte des geistlichen Standes zu entziehen. Der Pfarrer Kößschte ist bekanntlich ohne Pension aus seinem Amte entlassen worden, weil er auf seine Strafversehung nicht eingehen wollte. Jezt wird ihm, der ein geistliches Amt nicht mehr bekleidet, aber noch die Rechte des geiftlichen Standes befißt, die Aberkennung dieser Rechte angedroht für den Fall, daß er durch seine soziale Thätigkeit mit der Sozialdemokratie in Berührung oder Beziehung Sämmtliche anwesende Vertreter der Landwirthschaft, der Industrie und des Handels tamen dahin überein, daß ein zu sammengehen der drei Erwerbsgruppen erfolgen solle, um die Reichs behörden bei der Ausarbeitung eines neuen autonomen Bolltarifs, wie bei der Vorbereitung neuer Handelsverträge mit sachverständigem Beirath zu unterstüßen. Darüber, in welcher Weise zu diesem Swede eine gemeinsame Vertretung von Industrie, Landwirth schaft und Handel zu bilden sei, waren die Vertreter der genannten drei Gruppen einig. Auch die Zuziehung von Vertretern anderer wirthschaftlicher Vereinigungen soll in Aussicht genommen werden. treten wollte." Man wird sich bemühen, diese schon gefährliche Einigkeit auf wirthschaftlichem Gebiete auch politisch zu fruftifiziren. Dementi aus dem Reiche des Herrn v. Pod. bielsti. Die„ Nordd. Allg. 3tg." schreibt heute: " Durch die Blätter geben fortgesetzt Nachrichten liber beab Was Bismarck selbst betrifft, so hat er sich über diese ihm fichtigte Postreformen und ähnliches, von denen wir bisher keine zugedachte Ghrung sehr wenig respektivlich geäußert. Ein ihn Notiz genommen haben, weil sie offensichtlich sehr viel unrichtiges besuchender Journalist erzählte ihm, daß man allgemein enthielten. Derartigen Phantasie- Artikeln über postalische Verhält glaube, er werbe zu der Tauffeierlichkeit in Kiel erscheinen. niffe würde man dadurch eine Bedeutung beilegen, falls man sie Bismarck aber erwiderte, es ginge ihm keineswegs so, wie durch Berichtigung jeder darin enthaltenen Einzelheit noch breiter einem seiner früheren Dienstmädchen, das seiner Frau einmal erklärte: An allem kann ich mir gewöhnen, nur an dem EinDie mehrfachen Meldungen über bevorstehende Aenderungen in samen nicht". Er fühle sich auf seinem Schloß sehr wohl der Lansbahn der verschiedenen Klaffen der Reichspoftbeamten, welche und habe keine Lust, sich„ dekorativ" verwenden zu lassen. fortgesetzt durch die Presse gehen, werden uns von leitender Stelle Der Kaiser muß, nachdem diese eigenartige Würdigung der als verfrüht bezeichnet. Sie sind wohl mehr als Ausdruck der bem größten Staatsmann" zugedachten Ehre durch diesen selbst Wünsche der betreffenden Beamten zu betrachten, als daß sie auf bekannt geworden war, in einer recht unangenehmen Eituation thatfächlichen Vorgängen oder der Ausführung nahe gebrachten Abgewesen sein. Die einmal gefaßte Anordnung wieder rücksichten der Verwaltung beruhten. Angesichts der Schwierigkeiten und der weittragenden und verwickellen Folgen, welche derartige gängig machen, war wohl schwer. Dem Handlanger aber die Aenderungen nothwendigerweise mit sich bringen, ist an irgend eine Ehre anthun, wie es mun geschehen, muß nach dem, was vor- positive Maßregel in dieser Richtung im Laufe des Jahres auf hergegangen, auch recht peinlich gewesen sein. Tentsches Reich. Eine Lofalforrespondenz schreibt in gleicher Sache: tommt.d 910 ildi Das finden wir recht ungerecht. Warum sich gerade den harmlosen Pastor Kößschte herausgreifen? Kommen nicht auch andere Beamte, sogar recht hohe, mitunter in Beziehung zur Sozialdemokratie? Ram nicht seinerzeit der Oberhofmeister der Raiferin ,. Herr v. Mirbach, bei unserm Genoffen Singer vorgefahren, um deffen Eintreten für die Bewilligung der bewußten 300 000. erbitten? Wir fürchten, wenn solche Anordnungen, wie die obige generell für alle Beamte erlassen werden sollten, bann würde dies bei der heutigen Ausbreitung der Sozialdemokratie mitunter au ganz unbeabsichtigten Konsequenzen führen. -Ueber unsere im 8uchthause schmachtenben Genossen finden wir in verschiedenen Blättern die folgenbe Notiz: Die Buchthausverwaltung in Werben hatte ein Begnadigungsgesuch für Ludwig Schröder, natürlich ohne dessen guthun, eingereicht. Daffelbe ist jetzt abs schlägig beschieden worden. Dem Vernehmen nach war der Staatsanwalt Mantell in Essen im Sinne einer Ablehnung des Gesuch es vorstellig geworden. Dagegen sind mehrere schwere Verbrecher, die zur Vers büßung ihrer Strafe im Zuchthause zu Werden untergebracht sind, begnadigt worden. Schröder will bekanntlich will bekanntlich teine Gnade, sondern Recht!" feinen Fall zu denken. Die bevorstehenden Neuerungen beschränken- Tausend Mark Belohnung verspricht die in sich alle mehr oder weniger auf Verbesserungen im technischeidungsklage mit ihrem Gatten, dem Premier- Lieutenant im schen Betriebe der Reichspost- Verwaltung. 83. Feld- Artillerie- Regiment May von Puttkamer, 3. 3. in Mezz % -Die gelbe Medaille. Der Reichs- Anzeiger" bringt Auf dem Bantett des Vereins für Sozialbefindliche Ehefrau Elfe von Puttkamer in einer Annonce der Nordd. zur öffentlichen Kenntniß, daß der Saiser beschloffen hat, die zum politik hielt der frühere Handelsminifter Frhr. v. Berlepsch eine Allgem. 3tg." durch einige Rechtsanwälte demjenigen, der den Andenken an den Kaiser Wilhelm I. gestiftete Medaille allen Rede, in welcher er nach der„ Köln. Ztg." ausführte: Er habe Aufenthalt ihres Sohnes ihr so anzeigt, baß berfelbe fofort ber rechtmäßigen Inhabern der preußischen Kriegsdenkmünze für 1864, des stets ein außerordentlich hohes Interesse an den Arbeiten und Zielen Mutter zugeführt werden kann. Das Landgericht in Berden und preußischen Erinnerungskreuzes für 1866 oder der Kriegsdenkmünze des Vereins genommen, namentlich deshalb, weil es keinen Verein das Ober- Landesgericht in Celle haben angeordnet, daß das Kind von 1870/71 zu verleihen. Ausgeschlossen von der Verleihung sollen gebe, der die schwebenden Fragen in ihren Einzelheiten so gewissenhaft während des Ehescheidungsprozesses bei der Klägerin verbleibt und bleiben diejenigen, welche sich nicht im Vollbesitz der bürgerlichen burchleuchtet habe, wie der Verein für Sozialpolitik. Wenn der haben zur Durchführung dieser Anordnung eine Haftstrafe von Ehrenrechte befinden, wegen einer mit Ehrenstrafen bedrohten straf- Werein und die national- ökonomische Wissenschaft in der letzten Zeit 4 W och en gegen Lieutenant May von Butttamer baren Handlung mit Freiheitsstrafe oder wegen Verbrechen bezw. vielfach angegriffen worden seien, so liege es daran, daß man angeordnet. Die Militärbehörde hat jedoch nach Inhalt der Annonce Wergehen mit mehr als sechs Wochen Gefängniß bestraft sind, mit häufig nicht so sehr die objektive Wahrheit largelegt haben wolle, die gerichtliche Anordnung der Haft nicht durchgeführt Ist der Freiheitsstrafe bestraft worden sind, insofern sie durch die der Be- als den Beweis für eine vorgefaßte Meinung suche. Die heutigen Inhalt der Annonce zutreffend, so liegt sogenannte Kindes Darüber, welche Strafe die ftrafung zu grunde liegende Handlung eine unehrenhafte Gesinnung fozialen Kämpfe feien feine neue Erscheinung, auch frühere Jahr. entziehung(§ 235 Str.-G.-B.) vor. bethätigt haben. Diejenigen, die Anspruch auf die Medaille machen, hunderte hätten ähnliche Rämpfe gefehen. Der Ausgang des militärpersonen trifft, die solchen Bergehens sich schuldig machen werden aufgefordert, sich zit melden. Auch unter unseren älteren Genossen giebt es viele, die jene vorigen Jahrhunderts habe den Emanzipationskampf des dritten oder es begünstigen haben nach unserem Militärstrafprozeß. Standes gebracht, a m Ausgange dieses Jahr Recht die Militärbehörden zu entscheiden! Kriege mitgemacht haben und im Besige der Denkmünzen sind. Wir hunderts handle e3 sich den Emanzi's Dresden, 25. September.( Eig. Ber.) Unsere legte Notis über haben aber Grund zu der Annahme, daß sich aus ihren Reihen pationskampf des vierten Standes. Man müffe den Fall Schulze scheint gewirkt zu haben. Das Journal" feine Nachfrage nach dem gelben Orden bemerkbar machen wird. anerkennen, daß dieser Kampf der eines net bringt über die Sache folgende amtliche Erklärung: Schließlich fann dem Herold Amt ja auch garnichts daran heranwachsenden Standes sei, der dieselben Der Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung", Schulze, der liegen, die Angehörigen der bekannten„ Rotte", noch mit Orden zu geistigen und materiellen Vortheile bean in der Strafanstalt Hobeneck wegen Majestätsbeleidigung und wegen deforiren. fpruche, wie die Stände sie befäßen, die diesen Kampf bereits Beleidigung Strafe verbüßt, ist am 28. August d. J. bei einem Transport 3ur staatlichen Hilfe für die Mothstand 3 durchgekämpft hätten, und dieses Bestreben sei ein ge von der Anstalt nach Dresden, wo er in einer andern Strafsache gebiete wissen heute die„ Berl. pol. Nachr." zu melden:" Wie rechtes, im Interesse eines gesunden Fort der Berufungsverhandlung beizuwohnen hatte, und zurück gefesselt und ihut für die Provinz Schlesien, insbesondere für den von der letzten schrittes sogar nothwendiges wende gewesen. Ueber diesen Vorfall haben verschiedene Zeitungen Berichte daher unsere Theilnahme mit Hochwasserkatastrophe am härtesten betroffenen Regierungsbezirk fich vollem gebracht, die sich nach den darliber von zuständiger Seite angestellten voit Er fühle sich frei Biegniß, ist aus bereiten Mitteln des Staates auch für die Ueber- Rechte zu. allen fozialdemo. Erörterungen zum theil als übertrieben, sum theil sogar als uns schwemmungsgebiete der Provinz Brandenburg eine Summe, und fratischen Gedanken, so weit sie sich gegen die Grundlagen unserer wahr herausgestellt haben. Wir sind zu folgender Richtigstellung gvar 500 000 n., zur Befriedigung der dringlichsten Bedürfnisse heutigen Kultur richteten; ihm stehe die Geschichte viel zu feft, als ermächtigt. Der Transport mußte vor Tagesanbruch begonnen und bereit gestellt worden. daß er glauben könnte, daß eine Gefahr für unsere geistigen und fonnte erst nach Eintritt der Dunkelheit beendet werden. Für TransWenn die Quellgebiete der gefährlichsten Gebirgsflüsse auch fittlichen Errungenschaften, die die Jahrhunderte überliefert hätten, porte während der Dunkelheit ist in§ 2000 unter Ziffer 5c der nicht in diefem Landestheile liegen, so haben doch der Bober und bestehe. Aber wenn man mit dem nebelhaften Programme der insoweit allein maßgebenden Geschäftsordnung für die fächsischen namentlich die Görlißer Neiffe mit ihren Nebenflüssen auch in dem Sozialdemokratie zugleich die Berechtigung des Kampfes Justizbehörden die Fesselung vorgeschrieben. Sie ist an dieser Stelle Arbeiter um eine bessere Gristen, unter b. auch für den Fall vorgeschrieben, wenn der Gefangene zu unteren Laufe schwere Schäben verursacht. Insbesondere sind die der Kreise Sorau und Guben durch Ueberschwemmungen schwer geschädigt Theilnahme an diesen geistigen und fittlichen längerer Gefängnißstrafe verurtheilt ist, wobei ein Unters worden. Die Hochwasser Deiche sind an mehr als 20 Stellen ge- Errungenschaften verwerfen wolle, so wäre das schied hinsichtlich seines Standes oder der Art vielgroßer, brochen. Das Hochwasser stieg so weit über die gewöhnliche Höhe ein verhängnißvoller Irrthum, seines Vergebens nicht gemacht wird. Schulze hatte hinaus, daß der Eisenbahnbetrieb auf einigen Nebenbahn Linien mehr müsse man sich auf den Standpunkt ftellen, daß die gelam 28. Auguft noch eine Strafzeit von 17 Monaten vor sich. Er unterbrochen werden mußte. und besigenden Klaffen das Emporist 23 Jahre alt und törpergewandt. Vor seiner Einlieferung befand Hier wie bei den bisher für die betheiligten Landestheile be- tommen eines vierten Standes zu dulden und zu er sich wegen Fluchtverdachts in Untersuchungshaft; sein Antrag, willigten Beihilfen handelt es sich um die Befriedigung dringlichster fördern haben. Er schließe in der Hoffnung, daß unsere ibu gegen Sicherheitsleistung auf freien Fuß zu setzen, war von den Bedürfnisse, welche nicht so lange aufgeschoben werden kann, bis der arbeitende Bevölkerung sich immer mehr der Erkenntniß zuwenden Gerichten in 2 Instanzen abgelehnt worden. Der Transporteur hat Umfang der Hilfsbedürftigkeit auf grund genauer behördlicher werde, daß der Verein und seine Freunde der Arbeiter wahres Wohl daher lediglich den bestehenden Bestimmungen gemäß gehandelt. Schulze ist Untersuchungen im ganzen wie im einzelnen festgestellt ist. Die Er- im Auge haben und in diesem Sinne trinke er auf das übrigens mit zwei leichten Ketten gefesselt gewesen; die eine war ihm unter der Weste um den Leib gelegt, mit der andern war ihm gänzung der jetzt erfolgten Bewilligungen kann und muß vorbehalten wohl des vierten Standes. werden, bis durch diese Ermittelungen die sichere Grundlage für die der rechte Arm an jene gefesselt. Unterwegs ist jede Berührung Beurtheilung des Bedarfs, dessen Bereitstellung die Genehmigung mit andern Perfonen soviel als möglich vermieden worden. In des Landtages erfordert, gewonnen sein wird. Dresden, wo der Weg vom Bahnhof und zurück auf seinen Wunsch Die Verhandlungen, welche der Finanzminister mit dem Vorin einer Droschte zurückgelegt worden ist, würde die Fessel gar fißenden des Provinzialausschusses und Landeshauptmann der Provinz nicht bemerkt worden sein, wenn er nicht selbst einen vorübers gehenden Bekannten darauf aufmerksam gemacht hätte. Einschnitte Schlesien v. Röder gepflogen hat, betrafen die Finanzirung der Führer. Maßregeln zur Verhütung ähnlicher Hochwasserkatastrophen, sowie Schade, daß Herr v. Berlepsch, als er noch aktiver Staats- hat die Fessel, wie er selbst zu Protokoll erklärt hat, nicht hinters die Fortseßung der eingeleiteten Hilfsaktion für die Beschädigten; minifter war, von seinem Wohlwollen für den vierten Stand" so laffen; er hat sich auch nicht über zu feste Anlegung der Fessel, sondern nur über die Fesselung überhaupt beschwert. Eine An man wird in der Annahme nicht fehlgehen, daß diese Verhandlungen verhältnißmäßig wenig hat merken lassen wollen oder können. zu einer vollständigen Verständigung geführt haben." Die Einigkeit unter den Konservativen gebt ordnung, wonach jeder zu transportirende Gefangene gefesselt würde, Ueber die Konferenz im Reichsamte des immer mehr in die Brüche, seitdem man in ihre Reihen aus besteht bei dem Amtsgerichte Stollberg nicht; sie würde auch uns einen Erisapfel nach dem anderen wirft. ftatthaft sein gegenüber der weiteren Vorschrift in§ 2000 der Ge Innern, die wir schon im Leitartikel unserer Freitagsnummer Friedrichsruh V Sierauf folgte eine Rede des Profeffors Adolf Wagner. Der Industrielle Zypen hatte auf einige Worte seiner Rede angespielt. Wagner replizirte scharf und rühmte Frhrn. v. Berlepsch als einen muthigen Mann. Professor Delbrück nannte die Rede Berlepfch's eine politische That und Berlepsch selbst einen sozialreformatorischen 11 Leider erfährt man noch nichts, was die deutsche Diplomatie in Portugal gegen diese standalösen Zwangsmaßregeln bisher gethan hat. Türkei. Amerika. Die fchäftsordnung, daß gebrechliche, schwache, hochbetagte und andere Staaten von den spanischen Grenzbehörden angesichts der jezigen eine lange Agitations- und Bertheidigungsrede für seine Ge Gefangene, bei denen ein erfolgreicher Fluchtversuch ausgeschlossen Anarchistenfurcht grundsätzlich zurückgewiesen werden. Wie aber nossenschaften. erscheint, nur unter ganz besonderen Umständen gefesselt werden sollte dann ein mittellofer italienischer oder deutscher Handwerksbursche Nachdem noch mehrere Redner für und gegen Schulze und dürfen. von Portugal aus sein Vaterland erreichen können? Portugiesischer Raiffeisen ihr Sprüchlein gesagt und Direktor Heiligenstadt, Mitglied Wie reimt sich diese Erklärung mit der im Fall Steiger ab- feits, wo man ja gerade diese Zwangslage zum Erwerb von des Direktoriums der preußischen Zentral- Genossenschaftskasse, für gegebenen zusammen? Jetzt wird erklärt, daß der Transporteur Kolonial- Soldaten benuzen will, wird man sicherlich alles thun, um diese eine Lanze eingelegt hat, hielt Geheimrath Professor Wagner lediglich seinen Justruktionen gemäß handelte, während es damals solchen Ausländern die Abreise nach Möglichkeit zu erschweren. eine lange Hede über die Erfolge des Genossenschaftswesens. Redner hieß, daß es sich nur um einen Uebergriff des betreffenden Unter- Eine dringende Warnung für deutsche Arbeiter vor Ausflügen nach schließt seine Ausführungen folgendermaßen: beamten handele! Das verstehe, wer will! Endlich wird aber das Portugal dürfte daher wohl am Plaze sein. Gerade hier am Rhein, in Köln, der großen katholischen Stadt, zugestanden, daß ein Unterschied in bezug a u möchte ich meinen Respekt ausdrücken vor der Thätigkeit der Stellung und Bergehen der Gefangenen nicht fatholischen Geistlichkeit auf diesem Gebiete. Die evangelischeit gemacht wird. Die Redakteure werden also Geistlichen sollten dieselben Dienste leisten, aber dann, wenn sie es auch in Zukunft in solchen Fällen gleich gemeinen Verbrechern thun, sollten sie nicht von oben torrigirt werben. behandelt werden! Daß bei dem Amtsgerichte Stollberg eine Konftantinopel, 24. September. Die Ottoman Gruppe sucht( Beifall.) Noch eine Bemerkung für die jüngeren Herren. besondere Anordnung, daß jeder Gefangene gefeffelt tranz. mit Zustimmung Lord Salisbury's für die griechische Kriegs. Sie fagen zum theil: Es ist die Frage, ob wir in der Volks. portirt werden muß, nicht besteht, ist nebenfächlich. Das ist doch entschädigungs- Anleihe die Garantie zweier oder dreier Großmächte wirthschaft mit diesen schwächlichen Mitteln des Vereins für selbstverständlich, daß man nicht etwa Krüppel auch noch feffeln au erlangen, weil hierdurch die Geldbeschaffung erleichtert würde. Sozialpolitik auskommen, ob teformen ausreichen, ob wird. Die Verlegenheit spricht aus jeder Zeile der Erklärung. Der Plan findet selbstverständlich im Yildiz- Kiosk Antlang. nicht eine radikale Kur tomment muß. Haben wir Zu der eigenartigen Erklärung des Dresdener Regierungsblattes aber hier nicht mit Reformen bedeutendes erreicht? schreibt die Boss. Ztg.": - Miß Florence Relley gemaßregelt! In Nord. Enquete hat hervorgehoben, daß der Wucher größtentheils amerika erregt die Entlassung der bekannten Fabrikinspektorin ganz verschwunden ist, so im südlichen Rheinpreußen. Es wurde Florence Kelley durch den neuen Gouverneur von Illinois, hervorgehoben, daß in einer Gegend fünf Wucherer fortgezogen find, Mr. Tanner, begreifliches Aufsehen. Die Dame war 1893 von weil die Wirksamkeit der kleinen ländlichen Kreditvereine ihnen den dem damaligen Gouverneur Altgeld zum„ Chief Inspector of Boben unter den Füßen entzog. So haben wir die Frage gelöft. Factories and Workshops for Illinois"( Oberinspektor für Fabriken Das kann niemand leugnen, sei er Chrift oder Inde, daß an diesem und Werkstätten) ernannt worden, und übte dieses Amt mit einer wuchertreiben, gerade in Heffen, vor allem Juden betheiligt waren. bemerkenswerthen Sachkenntniß und Unparteilichkeit aus. Nament- Das hat gerade den Antisemitismus gefördert. Darüber ist kein lich die Arbeiter im Staate Illinois haben ihrem energifchen Ein weifel peccatur intra muros et extra, es wird gewuchert yn treten zu verstoßen wurde, ihren Gunsten, sofern gegen die Schutzgesetze Juden und Chriften. Ich glaube jedoch, daß zahlreiche ehrliche Ele sehr viel zu danken. Gine solche Be- mente der Juden erkennen müßten, daß die Organisation des länd ( Beifall.) amtin konnte natürlich den Unternehmern und dem mit diesen lichen Kredits eine Lösung dieser Frage ist. sympathisirenden Beamtenthum nicht passen. Der neue Gouverneur Redner schildert seine Erlebnisse auf dem volkswirthschaftlichen ergriff denn auch die erste beste Gelegenheit zur Maßregelung. Den Rongreß 1860 in Köln und schließt mit den Worten: Anlaß dazu bildete ein Konflikt der Oberinspektorin mit der" Illionis eine falsche Lehre, zu meinen, daß aus dem völlig freien Waltenlassen Glaß Company" in Alton, bei welcher Gesellschaft die Ober- des Eigennutes das Wohl hervorgehe. Wir Deutsche, wir am linken inspektorin erst im Zwangswege erreichen konnte, das Verbot der Rheinufer, wo vor 90 Jahren französische Kolonnen erschienen, Arbeit von Kindern in der Nähe der glühenden Schmelzösen respektirt werden zu beurtheilen wissen, daß für uns Wohl und Wehe, Stärke zu sehen. Die Gesellschaft hatte jedoch Berbindungen zu der Ne- und Macht das 3usammenwirten von Heer und Volt, gierung des Herrn Tanner, und der Erfolg war die Entlassung der Finanz- und Voltswirthschaft ist. Bei jeder großen unbequemen Fabrikinspektorin. wirthschaftlichen Frage werden wir darauf geführt: Erhaltung unserer Das erfolgreiche Wirken der Miß Florence Kelley ist auch in wirthschaftlichen Kraft, unserer wirthschaftlichen Macht, indem wir Deutschland nicht unbeachtet geblieben. Noch in der letzten Nummer die politischen Bedingungen unserer Heerestraft des Archivs für soziale Gesetzgebung und Statistit" veröffentlichte fichern. Ohne das tein Heil!"( Lebhafter Beifall.) die Dame einen ausführlichen Bericht über die Entwickelung der An dieser Agitationsrede für uferlose Flotten- und andere Pläne Wien, 25. September. Heute Vormittag hat zwischen dem weiblichen Fabrikinspektion in den Vereinigten Staaten, und ein begeisterte sich selbstverständlich der Direktor im LandwirthschaftsMinisterpräsidenten Grafen Badeni und dem deutsch- sonderbarer Zufall fügt es, daß sie sich dabei auch über das ministerium Geheimrath Thiel. Nachdem er diesen Gefühlen Ausnationalen Abgeordneten Wolf ein Pistolenduell berüchtigte Spoils System", zu deutsch Raub oder Beute druck gegeben, nahm er die preußische Landwirthschafts- Verwalstattgefunden. Blos Badeni wurde und zwar leicht verwundet. Die fyftem", ausläßt ausläßt, das darin besteht, daß mit jeder neuen tung gegenüber dem Vorwurfe in Schuß, daß die Gewährung von an Kreditorganisationen zur Treibhauszüchterei Kugel brang oberhalb des rechten Handgelenks ein und trat ober- Präsidentschaft auch die gesammte Beamtenschaft wechselt und Unterstützungen halb des Ellbogens heraus. Der Ministerpräsident hat den Ab- sämmtliche Stellen mit den Günstlingen der neuen Leute besetzt werden. folcher Einrichtungen beitrage. Die Verwaltung zahle in volksgeordneten wegen des Zurufs Schufterei" gefordert. In einer Sie schreibt u. a.:„ Es werden dabei Inspektoren angestellt, die kaum wirthschaftlichem Interesse Subventionen an vorhandene Organi Woche soll Badeni vollständig wieder hergestellt sein, an der Gr die Listen ausfertigen können, welche als Berichterstattung über. ihre fationen, und diese Subventionen würden später noch Erhöhung ledigung der Geschäfte hindert den Minister die Wunde nicht. Das tägliche Arbeitsleistung gefordert werden". Diesem System, noch erfahren. Die Verwaltung weiß sich gegen alle derartigen Vorwürfe Duell fand trotz des gesetzlichen Verbotes mit ausdrücklicher Ge- mehr aber der heimlichen Wühlarbeit von durch sie zur Innehaltung der Schutzgesetze gezwungenen Kapitalisten, ist die beste Fabrik: nehmigung des Raisers statt. inspektorin der Vereinigten Staaten nun ebenfalls zum Opfer gefallen.Die vorstehende Richtigstellung", die diesen Namen ohne Grund trägt, steht in einem" starken Gegensatz zu der, die anläßlich des Falles Steiger veröffentlicht wurde, denn damals wurde geltend gemacht, daß die Fesselung Steiger's auf dem Irrthum eines Unter beamten beruhe. Ist aber in dem Falle Schulze in der That den Vorschriften entsprechend gehandelt worden, so ist es dringend nothwendig, daß diese Vorschriften, die ohne zwingenden Grund und ohne Rücksicht auf die Art des Vergehens die Fesselung von Gefangenen gebieten, einer Abänderung unterzogen werden. Vorschriften über den Strafvollzug, wie sie biernach in Sachsen bestehen, bilden aber auch zugleich einen greifbaren Beweis für die Nothwendigkeit der geseglichen Regelung des Strafvollzugs." Selbst die polizeifromme" Deutsche Tagesztg." sieht sich zu der Es würde sich immerhin empfehlen, den§ 2000 Biffer öc ent: sprechend abzuändern." Ans Bremen. Die Bürgerschaft bewilligte in ihrer letzten Sigung 30 000 m. für die Ueberschwemmten in Württemberg, Baden, Sachsen und Schlesien. Ferner wurde ein Antrag von Frese und Genoffen angenommen:" Die Bürgerschaft ersucht den Senat, die Steuerbeputation anzuweisen, unverzüglich einen Gesezentwurf für Aufhebung der Verbrauchsabgabe vorzulegen und gleich zeitig Vorschläge über die Deckung des Ausfalls zu machen." Desterreich. Bemerkung veranlaßt: " " Die N. Fr. Pr." bespricht das Duell Badeni- Wolf und sagt: Man mag über die Ausartung dieses parlamentarischen Kampfes, welcher die Quelle des Duells war, denken, wie man will, man mag grundfäßlich das Duell verdammen, billigen oder toleriren, von jedem Gesichtspunkte aus tann aber dieser Vorfall nur aufs schärffte getadelt werden, und der Tadel muß in erster Linie den Ministers präsidenten treffen, von dem bekanntlich die Herausforderung ausging." Generalversammlung gesichert. = Der Es ist Geh. Regierungsrath Ha a 3 Offenbach hofft, daß das Ers gebniß der Berhandlungen sein werde, daß das Kriegsbeil zwischen Sen Anhängern Raiffeisen's und Schulze- Delißsch's begraben werde. Der Redner behandelt noch die Frage der Sparkassen und wendet fich dagegen, daß die Kreis- Sparkassen den persönlichen landwirthschaftlichen Kredit übernehmen sollen, weil es erstens ihnen bei der Gründung nicht als Aufgabe geftellt worden sei, und weil zweitens tein Bedürfniß dazu vorhanden sei. Partei- Nachrichten. des Vereins für Sozialpolitik. Der zweite Sigungstag war der Erörterung des ländlichen Die Berichterstatter verzichten auf das Schlußwort. Personaltredits gewidmet. Geheimrath Knebel präsidirte. Vorsitzender Geheimrath Knebel: Darüber herrscht heute - Das Etatsgesetz soll dem Abgeordnetenhause am Unter den Neuerschienenen bemerkte man auch den früheren Handels- kein Zweifel mehr, daß das Bedürfniß, das Gemeinwohl erfordert, 29. September zugehen. minifter v. Berlepsch, der den Verhandlungen über die Handwerker- daß folche Organisationen allgemein getroffen werden. Desa Der verfassungstreue Großgrundbesitz des frage, in der er doch selbst eine prononcirle und keineswegs wegen ist nicht gesagt, daß an jedem Orte eine Organisation. Es ist Abgeordnetenhauses veröffentlicht folgende Grklärung: Die glückliche Stellung eingenommen hatte, fern geblieben war. Man gegründet werde, das ist mit Recht bestritten worden. Vereinigung der Großgrundbesitzer unter dem Borsige des Freiherrn ist begierig, wie er sich zum Verhandlungsthema des dritten Sitzungs aber unbefiritten, daß allerorten für die Einwohner die Möglichkeit von Ludwigsdorf beschloß einhellig, die Vornahme der fages, dem Roalitionsrechte der Arbeiter, stellen wird, gehörte doch vorliege, sich bei Kreditbedürfnissen den Kredit bei einer Stelle zu Delegationswahl nicht nur nicht au hindern, zu dem von ihm vertretenen Arbeiterschutz- Gefeßentwurf von 1890/91 beschaffen, die gut geregelt ist. Der Mangel der Krediteinrichtung sondern für dieselbe einzutreten. In Konsequenz auch der bekannte oder mehr berüchtigte Arbeitertruy- Paragraph. erschwert nicht nur den Fortschritt, er verhindert ihn geradzu, und dieses Beschlusses hat daher die Vereinigung in dem Laufe der In die Referate über den ländlichen Personaltredit theilten sich erst bei Einrichtung von Krediterlangung ist wirklicher Fortschritt gestrigen Sitzung bei der Abstimmung über die Frage der Tages. Hofrath Dr. Hecht- Mannheim, Landrath Dr. Seidel- Schmiegel und eingetreten. Die Frage, ob einem Landwirth zu viel oder zu ivenig ordnung der heutigen Sigung des Abgeordnetenhauses für die von der jugendliche Dr. Thieß- Offenbach, der Generalsekretär der ländKredit zur Verfügung steht, ist heute nicht mehr nöthig, fie war dem Präsidenten Kathrein vorgeschlagene Tagesordnung, d. h. für lichen Genossenschaften. Den Mitgliedern waren Arbeiten der falsch gestellt. Die einzige Frage ist die: Wie ist der Kredit am die Vornahme der Delegationswahlen, gestimmt. Referenten über den ländlichen Personalkredit in Posen, Baden besten zu befriedigen. Als eines der erfreulichsten Ergebnisse ist Maßgebend für diese Haltung des Großgrundbesizes war die und Hessen schon früher zugegangen in den zwei Bänden festzustellen, daß der heutige Tag beigetragen hat zu einer Ans Erwägung, daß daß es sich bei bei diesen Wahlen nicht Vereinsschriften über den ländlichen Personalkredit. Dr. Hecht, der näherung der verschiedenen Ansichten und zu einer Annäherung 21 122 eine Angelegenheit der auch von ihm die Debatten eröffnete, schildert die Uebelslände des unorganisirten und Anerkennung der verschiedenen Organisationen, die hisher thätig verurtheilten inneren Politit, sondern um wilden Personalkredits und das Verschwinden der Mißstände durch waren. eine die Machtstellung der Monarchie nach die Organisation des ländlichen Personalkredits. Er rühmt außen tangirende Angelegenheit handelt, insbesondere um die die Leistungen der nach den Prinzipien Schulze- Delitzsch's Politit des Ministers des Aeußeren, die bekanntlich die volle und Raiffeisen's gegründeten Kreditvereine. Als Ziel schwebt ihm Das Tableau der Anträge zum Parteitage, das im Vors Billigung und Sympathie dieser Vereinigung die Zusammenfassung aller ländlichen Personal- Kreditgenossenschaften besitzt. in einen einzigen einheitlichen Verband vor. Aus den vorliegenden wärts" vom 21. September veröffentlicht ist, enthält in Beziehung Berichten gehe auch hervor, daß das Prinzip der Lofalisirung des auf den Kreis Delisch Bitterfeld im Antrag 46 eine Un Darlehnswesens unaushaltsame Fortschritte macht. In einzelnen richtigkeit. Dieser Kreis hat sich zwar gegen die Betheiligung an Theilen Deutschlands, namentlich in fapitalreichen Theilen, den preußischen Landtagswahlen erklärt, jedoch für Aufhebung des ist die Organisation des ländlichen Darlehnswesens bereits Rölner Beschlusses, damit die einzelnen Genoffen nicht gezivungen so weit vorgeschritten, daß es jedem Landwirth möglich sind, wider ihre Ueberzeugung zu handeln. Dementsprechend ist im ift, fich Kredit zu verschaffen, und daß diese Kassen für die meisten Antrag 46 Delitzsch- Bitterfeld zu streichen. Agram, 24. September. Die Untersuchungskommission nahm Mitglieder im Orte selbst oder in nächster Nähe liegen. Wenn Eine Parteiversammlung in Bunzlau in Schlesten wählte infolge der Unruhen, bei welchen Landesgrundbuchs- Direktor Coija- auch manche ganz gewichtige Bedenken gegen die preußische Bentral als Delegirten zum Hamburger Parteitag den Genossen Feld. novic, Bezirksvorstand Brozovic und der Geometer Djakovic er: Genossenschaftskaffe geltend gemacht worden sind, so treten sie doch mann in Langenbielau. Betreffs der Frage der Betheiligung an schlagen und die Leichen derselben verstümmelt wurden, bisher 30 in den Hintergrund angesichts des mächtigen Anstoßes, den diese den preußischen Landtagswahlen gab die Versammlung Verhaftungen vor. In mehreren Bezirken wurde das Standrecht Kaffe den ländlichen Darlehnskaffen gegeben hat. Es ist eine Eigenart ihrer Meinung dahin Ausdruck, daß es ein Fehler wäre, wenn der publizirt.der ländlichen Bevölkerung, die, wie mir scheint, von den Agitatoren Parteitag den Beschluß faßte, bei der Landtagswahl die Freifinnigen Frankreich. der Schulze- Delitzsch- Genossenschaften nicht gewürdigt worden ist, zu unterstüßen, da Beweise in Menge dafür vorhanden wären, daß Paris, 25. September. Da die bisherige Fracht daß man Einrichtungen, die für die ländliche Bevölkerung bestimmt diese Partei, wo sie die Macht in Händen hat, ebenso reaktionär ermäßigung für Getreide das erwartete Ergebniß nicht sind, ihr an Ort und Stelle entgegenbringt. Sie macht von sei, wie die Konservativen und daß ihr jetziges Verhalten nur als hatte, verlangen die landwirthschaftlichen Vereine eine anderen Einrichtungen keinen Gebrauch. Ebenso wie die Einrichtungen Heuchelei bezeichnet werden müsse. 25prozentige Frachtreduktion für alle Berealien.- für geistige und sittliche Hebung der ländlichen Bevölkerung in der Ueber die Kreis Partei- Versammlung in Solingen, die von Toulon, 25. Sept. Die Torpedoboote 140 und 141 find follidirt diegel an Ort und Stelle entgegengebracht werden, ebenso müssen der Schumacher'schen Richtung abgehalten wurde, ist nachund haben beide starke Havarie erlitten. vollständigen auf dem Lande das Werk der Schule und müssen zutragen, daß der Genosse Wilhelm Langenberg einstimmig Ausdruck darin finden, daß jede Gemeinde, jedes Dorf eine Darlehns- als Delegirter zum Hamburger Parteitage gewählt wurde. Gegen fasse besigt, wobei im konkreten Falle nicht ausgeschlossen ist, daß die vollzogene Wahl von drei Delegirten der anderen Richtung, diese Kaffe durch eine geeignete Spartaffe ersetzt werden kann. In die ihre Vertretung in der Bergischen Arbeiters dem Prinzip der Lokalisirung wird es ermöglicht, über ben 31vect time" bat. wurde aus folgenden Gründen „ Laut Beschluß des Kölner Parteitages wird alljähr= Einer Mittheilung der böhmischen Abgeordneten aus Böhmen und Mähren zufolge lebuten die deutschen Abgeordneten dieser Kronländer das ihnen von den böhmischen Abgeordneten für die Delegationswahlen angebotene Rompromiß ab. Ungarn. Spanien. Sie ver " protestirt: Madrid, 25. Sept. Einem Telegramm aus Havannah zufolge ist im nördlichen Theil der Insel ein Versteck von vielen Gewehren aufgefunden worden. Es sollen dies Waffen sein, die von einer Flibustierbande herrühren. der Verwendung gewünschter Darlehen sich zu orientiren. Es wird eine ich ein Kreis- Vertrauensmann gewählt, der nur allein Portugal. Kontrolle erleichtert und es ist unzweifelhaft, daß fie auch ausgeübt wird. Ein gefährliches Land für reifende Sand. Die Frage, ob die Darlehnskaffen mit unbeschränkter Haftpflicht oder berechtigt ist, eine Kreis Bartei Bersammlung einzuberufen. werksburschen. Die lezten langwierigen Kolonialfriege, welche mit beschränkter Haftpflicht zu gründen seien, ist im Süden Deutsch- Als solcher wurde im November vorigen Jahres von der Kreislonferenz, auf welcher auch die hiesige Opposition ver Portugal in Dft und Westafrika zu führen hatte, bereiteten der lands zu gunsten der unbeschränkten Haftpflicht entschieden, doch ist portugiesischen Regierung auch deshalb große Schwierigkeiten, da sich zu wünschen, daß unter ganz besonderen Voraussetzungen auch die treten war, der Genosse Ernst Bergmann gewählt. Hiermit unter den einheimischen Truppen durchaus teine Begeisterung zum Gründung solcher Kaffen mit beschränkter Haftpflicht als berechtigt nicht zufrieden, hat die Opposition eine neue Kreisfonferenz, wo Uebertritt zur Kolonialarmee zeigte und somit für diese nur sehr anerkannt werde. Unabweisbar ist die Nothwendigkeit der Bilanzschwer die nothwendigen Ergänzungsmannschaften beschafft werden veröffentlichungen, thunlichst nach einem von den Verbandsleitungen Am meisten nothleidend ist die Statiftit fonnten. Der Marineminister hat daher ein vor etwa dreißig zu entwerfenden Schema. Jahren erlaffenes, aber bisher wieder vergessenes Gesetz der Raiffeisen- Vereine. Ich habe die Ueberzeugung, daß es jetzt in Erinnerung gebracht, wonach alle im Lande auf- schon Kassen giebt, die die preußische Zentral- Genossenschaftskaffe in Augegriffenen vagabondirenden männlichen Personen spruch nehmen und den 3prezentigen Kredit in Effekten anlegen.( Heiter zwischen 18 und 30 Jahren für drei Jahre in die feit.) Ich halte es auch für einen Fehler, daß Zentralkaffen Depositen, Kolonialtruppe eingereiht werden können. Der die ihnen auf 3, auf 6monatige Kündigung gegeben worden sind, zur Minister des Junezu griff den Vorschlag mit Freuden auf, und hat Beleibung und Amortisation auf längere Zeit verwenden. Mißman auf diese Weise binnen wenigen Wochen mehrere hundert bräuche und Mißstände treten bei solchen Neuorganisationen immer Rekruten für Afrifa erhalten. Die Hälfte derselben aber sind Aus- hervor, aber man darf daraus keine generellen Schlüsse ziehen. Ich länder, zumeist Spanier und Italiener, welche als Arbeiter in glaube, daß die preußische Zentral- Genossenschaftskasse ihrerseits von Portugal Beschäftigung suchten und jetzt bei einer vorübergehenden Kinderkrankheiten verschont bleibt, das wird sich immerhin einmal bei Arbeitslosigkeit als" Vagabunden" festgenommen wurden. Auch mehrere großen Geldkrisen zeigen müssen. Deutsche befinden sich unter diesen unfreiwilligen Kolonial- Rekruten; Die Debatte drehte fich zum theil um den jahrzehntelangen Parteitag entscheiden und zwar niemandem zu lieb und niemandem doch erfuhr man nicht, ob es Reichsbeutsche, Desterreicher oder Schweizer Streit, ob die Schulze- Delitzsch'schen oder die Raiffeisen'schen Genossen- 8 leid. Möge man bis dahin das Aufrühren der alten Streits sind. Die Spanier und Italiener haben die Hilfe ihrer Konsuln schaften besonderes Lob verdienen. Landrath Dr. Seidel ftritt punkte unterlassen. Für Königsberg i. Pr. ist als Delegirter zum Parteitage der angerufen und auf deren Verlangen ist die portugiesische Regierung für Raiffeisen, Dr. Thieß stellte sich sympathischer zu den Genossenverpflichtet, die Zwangs- Refruten freizugeben und an die Grenze zu fchaften Schulze- Delißsch's, er fritifirte auch ziemlich scharf die Genosse Schnell gewählt. Die weftfälische Hochburg der Schwarzen, der Wahlkreis schaffen. Auf diese Weise aber können nur die Spanier in ihr preußische Zentral- Genossenschaftstaffe. Der Anwalt der SchulzeBaterland zurückgelangen, während die Angehörigen anderer Delitzsch'schen Genossenschaften, Dr. Crüger, hielt hierauf Münster Coesfeld, wird diesmal auf dem Hamburger unsere Seite aber nicht vertreten war und auch nicht vertreten fein konnte, weil wir nicht dazu eingeladen wurden, einberufen und Herrn Wilhelm Eckstein als Gegen- Kreisvertrauensmann gewählt, welches doch unstreitig ein grober Verstoß gegen die ParteiOrganisation war. Von diesem war denn auch die Versammlung vom 22. Auguft einberufen worden, wo die vorgenannten Delegirten gewählt wurden. Aus diesen Gründen protestirt die Kreis- ParteiVersammlung gang entschieden gegen die Anerkennung der gewählten Wir wollen gerne annehmen, daß diese Darstellung richtig ist; aber wenn der leidige Zwist im Solinger Kreise endlich begraben werden soll, dann muß man nicht die trennenden, sondern die einigenden Momente hervorheben. Wie viel Delegirte aus Solingen kommen und welche zugelassen werden sollen, darüber wird der Delegirten." Barteitage ebenfalls vertreten sein, und zwar durch den Genossen Heito Groenewoldt. ein Viertel. Außerdem würden wir für Wohnung und Beköftigung für je einen Monat gutsagen und die dafür nöthigen Beträge erst an den Lohntagen, die stets auf den 1. und 20. eines Monats fallen, in Abzug bringen. Wollen Sie unter diesen Umständen die Reise hierher wagen, so sollen Sie und Ihre Kameraden uns willkommen Mit achtungsvollem Glückauf! In Hildesheim beschloß eine Parteiversammlung mit allen gegen 4 Stimmen, der Parteitag möge den Kölner Beschluß aufheben und den preußischen Parteigenossen die Betheiligung an den Zandtagswahlen freigeben. Kompromisse seien zu vermeiden. Als fein. Delegirter wurde Genosse Evers, als Stellvertreter Genosse Rauch aus Limmer gewählt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Gerichts- Beitung. In dem zu Grandenz verhandelten Prozeß wegen der Tödtung des Lehrers Grütter, über den wir am Donnerstag berichteten, beantragte der Staatsanwalt gegen alle Angeklagten das Schuldig wegen Theilnahme an einer Schlägerei, wodurch der Tod eines Menschen verursacht worden ist, und wegen Landfriedensbruch unter Ausschluß mildernder Umstände, während die theidiger für Freisprechung plaidirten. Die Geschworenen sprachen sämmtliche Angeklagte schuldig, jedoch nur der gemeinschaftlichen, vorfäßlichen Körperverlegung und billigten den Gebrüdern Lewan dowski mildernde Umstände zu. Ver Gewerkschaft der Zeche ver. Westfalia. A. Hilbek. Melchior." Als Landtags- Kandidat für Mannheim wurde von einer Sind nun die Arbeiter nach den Kohlenrevieren gelockt, dann Parteiversammlung einstimmig der Genosse Robert Kramer, sehen sie, daß die Versprechungen über die Lohnhöhe nicht eingehalten Kassirer des Medizinalverbandes, aufgestellt. Wegen der geschäftlichen Schwierigkeiten, die der Umzug der werden und bei ihren großen Verpflichtungen, die sie durch die Reise Der Gerichtshof erkannte gegen die Gebrüder Lewandowski auf Druckerei der Volksstimme" mit sich bringt, hat der Parteigenosse haben auch erklärt, daß sie ihren Agenten den Auftrag gegeben je einen Monat, gegen Korcynsti auf 6 Monate und gegen Resmer, Dreesbach auf sein Mandat zum Hamburger Parteitag ver- haben, den Arbeitern feine bestimmte Zusage über die Lohnhöhe zu Matlinski und Grajewski auf je 8 Monate Gefängniß. Den Verzichtet. An seiner Stelle ist Genosse Kramer gewählt. machen. Der Brief beweist aber, daß solche Versprechungen wenn urtheilten wurden 4 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet. nicht direkt, in indirekter Form gemacht wurden, so daß man die Alle wurden aus der Haft entlassen. Das Reichsgericht hat jetzt auch in der wider den Arbeiter absichtlich in dem Glauben hielt, sie würden diesen Verdienst Die voraufgegangene Beweisaufnahme bot nicht viel des Jnters Genossen Stadthagen wegen Beleidigung aller Beamten, erreichen. effanten, da es sich sehr bald herausstellte, daß mehr als ein geRichter u. f. w. Preußens anhängigen Strafsache Termin auf den Wie schlimm die Abhängigkeit ist, in die fremde Bergleute sofort wöhnlicher Raushandel durch die Zeugenaussagen nicht nachzuweisen 8. Oktober anberaumt. Bekanntlich war Stadthagen in erster gebracht worden sind, ergiebt sich noch besonders daraus, daß die war. Bemerkenswerth waren nur zwei Momente, zunächst die VerInstanz zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt worden. Verwaltung ganze Familien( u. a. eine von acht Personen) in Gast- nehmung des Lokomotivführers Müller, da sie ein grelles Licht auf Wegen Beleidigung des Redakteurs Weiland vom Weißen wirthschaften untergebracht hat und ihnen nun die Kosten der Ver- unsere jetzt im Vordergrund des Interesses stehenden Eisenbahnfelfer Streisblatt" war Genosse Ad. Thiele, Redakteur des pflegung, die den Lohnbetrag natürlich übersteigen, vom Lohne abzustände warf. Voltsblatts für Halle", vom Schöffengericht zu 70. ziehen will. Wann sollen die Leute denn wieder einmal schuldenfrei Präs.: Wer war Zugführer? 3euge: Ich. Ich war Geldstrafe oder 7 Tagen Haft verurtheilt. Das Landgericht er- dastehen? Herr Hilbck theilt ferner mit, daß die Zeche sogar Lokomotivführer und Zugführer. Präs.: Wie ist das möglich? mäßigte die Strafe auf 40 M. oder 4 Tage Haft. In der Be- Wirthschaftseinrichtungen für die Importirten beschafft; er sagt aber Sie müssen doch als Zugführer den Bug kontrolliven. Wie ließ sich gründung hieß es u. a., daß das erste Urtheil um deswillen zu nicht, daß die gekauften Gegenstände Eigenthum der Zeche bleiben. denn das vereinigen? Können Sie denn den Zug allein laufen hoch erschienen sei, weil die Redakteure bei Angriffen es nicht Will nun einer das Arbeitsverhältniß wechseln, etwa, weil ihm die lassen? 3euge: Nein. Ich steige auf, wenn ich kontrollirt so genau nehmen und nicht gleich dabei sind, Strasantrag zu Behandlung nicht paßt oder weil ihm der Lohn zu niedrig ist, so habe.- Präs.: Wer besorgt denn die Maschine während der Zeit, stellen. Derselbe Parteigenoffe wurde am Sonnabend vom Schöffen- wird natürlich die Zeche sofort die Möbel und sonstigen Gegenstände wo Sie nicht oben sind?- Beuge: Der Heizer.- Präs.: gericht wegen Beleidigung des Direktors der Böllberger Mühle, den einziehen und der Betreffende sigt mit seinen Angehörigen zwischen Und was machen die Schaffner im Zuge? 3euge: Es find gar er des Meineids bezichtigt haben soll, zu 3 Monaten Gefängniß den vier kahlen Wänden. Möblirte Familienwohnungen giebt es in teine Schaffner im Zuge. Ich besorge die Schaffnerdienste mit. verurtheilt. Dortmund nicht, sodaß die Betroffenen wohl oder übel weiter ar- Präs.: Also fein Zugführer, kein Schaffner, nichts, gar nichts, -In Aschersleben wurde vorigen Sonntag eine beiten müssen, und wenn der Lohn auch noch so tief fintt. Sie sind das ist doch gar nicht möglich. Wenn Ihnen nun etwas passirt? öffentliche Bersammlung, wo Redakteur Adler aus nicht blos in Schuldknechtschaft, sondern auch in Arbeitsknechtschaft. Beuge: Dann hat der Heizer die Pflicht, den Zug zum Stillstand zu Halberstadt über den Werth der Sozialdemokratie für Mann und Weib fprechen sollte, von dem überwachenden Beamten aufgelöst. Der Streit der Handschuhmacher in Brandenburg will bringen und solange zu warten, bis Hilfe kommt. Präs.: Also fahren fann der Heizer nicht? 3euge: Nein. Präs. Ist das nun weil feinem Begehren, die Frauen zu entfernen, natürlich nicht nach 11 wöchentlicher Dauer noch immer nicht zum Abschluß ge- immer so? Fahren Sie stets ohne Zugführer und Schaffner, auch entsprochen worden war. Gegen die Auflösung wird Beschwerde langen. Die Fabrikanten beharren auf ihrem Standpunkt, un geführt. In Aschersleben ist es den Frauen überhaupt nicht ge- bedingte Unterwerfung der Arbeiter. Diesem Machtgebot werden stattet, an von Vertrauensleuten einberufenen Versammlungen theil- sich die Arbeiter nicht fügen, vielmehr haben sie erklärt, den Ort zu zunehmen; dieselben werden als erweiterte Versammlungen des verlassen, ehe sie die Bedingung eingehen. Die Fabrikanten lassen Wahlvereins angesehen. die Arbeit an anderen Orten anfertigen, da sie bisher nur zwei Süddeutschen Postillons", Arbeiter an stelle der Streifenden bekommen haben. Zu einem Genosse Ed. Fuch 3 in München, ist bekanntlich wegen Ber: geringeren Preise erhalten sie die Arbeit auch hier nicht, aber der öffentlichung eines Gedichtes über den Tod eines Hundes des Hochmuthsdünkel verhindert sie, ihren Arbeitern dieselben zu Ein heiteres Intermezzo bot die Vernehmung oder vielmehr die Fürsten Bismarck, wodurch er groben Unfug begangen haben soll, geständnisse zu machen. vom Schöffengericht zu acht Tagen Haft verurtheilt. Er legte gegen das Urtheil Berufung ein. In der Verhandlung vor dem Landgericht erklärte der Vorsitzende, ihm persönlich sei das Gedicht wohl geschmacklos erschienen, doch habe er daran weder Anstoß noch Aergerniß genommen. Der Vertheidiger beantragte Freisprechung, der Staatsanwalt Verwerfung der Berufung. Das Urtheil wird Freitag, der 1. Oktober, verkündet. Der Redakteur des " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Aus dem schlesischen Bergrevier. Statt die ohne stichhaltigen Grund entlassenen 115 Arbeiter wieder zu beschäftigen, hat die Verwaltung der" Jenny Olto- Grube" wiederum 50 Arbeiter entlassen. Gerade in diesen Wochen beginnt wieder einmal das alte Spiel, daß zugleich über Arbeitermangel geklagt wird und große Arbeiter entlassungen stattfinden, ein Spiel, das nur erklärt wird durch die schwarzen Listen. Diese schwarzen Listen sind eine vorzügliche Illustration zu den Worten: Wehe dem, der seinen Nächsten an der Arbeit hindert." " Beuge: Wenn er sehr wenn der Zug länger ist wie sonst? lang ist, tommt noch jemand mit. Präs.: Ich meine, daß es schon Zeit und Aufmerksamkeit erfordert, die Billets im Zuge zu fontrolliren. Und eine Nothleine war auch nicht im 3euge: Nein. Das heißt, sie ist da, Buge? aber außer Thätigkeit. Präs.: Was machen denn nun die Leute da, wenn etwas paffirt? 3euge schweigt. Nichtvernehmung des Direktors der Schweber Jrren anstalt, des Sanitätsraths Grunau. Als dieser, der als Zeuge und Sachverständiger geladen war, aufgerufen wurde, geht dem Gerichtshof die Mittheilung zu, daß der Beuge plöglich era trantt und in einem hiesigen Hotel untergebracht worden ist. Da der Kreis physitus bestätigt, daß es dem Zeugen unmöglich ist, an Gerichtsstelle zu erscheinen, so beschließt der Gerichtshof bie tommissarische Vernehmung und vertagt zu diesem Zwecke die Verhandlung. Nach Wiedereröffnung der Sizung wird der Bericht der Kommission, welche die Vernehmung vorzunehmen Mehrere Handsuchungen wurden von der Magdeburger batte, verlesen. Danach konnte der Sachverständige und Zeuge Polizei am Freitag bei den leitenden Personen der Gewerkschafts- lediglich seinen Namen angeben. Eine weitere Ber bewegung vorgenommen. Bei dem Holzarbeiter Bernstein wurden handlung war unmöglich, da er total betrunken war. Auf Sammellisten und das Einnahmebuch der Holzarbeiter beschlagnahmt. Antrag des Staatsanwalts wird der Herr Direktor in eine Gelds Angeblich ist die Haussuchung in Verbindung zu bringen mit dem strafe von 200 m. genommen. Geheimbundsprozeß gegen die Harmonika- Arbeiter. Bei dem Metallarbeiter Gärtner wurde gleichfalls nach Listen gesucht, die Gärtner vom Metallarbeiter- Verband erhalten hatte. Gefunden wurde nichts. und schließlich fand auch um 12 Uhr miltags in den Räumen der Redaktion und Expedition der„ Voltsstimme" eine resultatlose Haussuchung nach den Manuskripten der von den Vertrauensleuten der verschiedenen Berufe aufgegebenen Quittungen statt. Ueber eine Reihe anderer Haussuchungen liegen noch keine Meldungen vor und läßt sich deshalb das Ergebniß dieses groß angelegten Polizeiplanes noch nicht überblicken. Die Bandeputirten der Manrer beschlossen am Donnerstag, Auf dem Kasernenbau Friedrichstadt in Magdeburg daß Bausperren in Zukunft nicht mehr wegen Durchführung unterlegten 20 Maurer die Arbeit nieder, da die an sie gestellten geordneter Forderungen verhängt werden sollen. Es wurde für Anforderungen zu hohe und Mängel in fanitärer Hinsicht vorgeboten erachtet, im allgemeinen nur nach eingehender handen sind. Prüfung aller einschlägigen Verhältnisse eine Sperre Zum Formerftreit ist wesentlich neues nicht zu berichten. Für die Streikenden sind in verschiedenen Stadttheilen drei KontrollBureaus errichtet, wo sie sich jeden Tag zu melden haben. Neue Aussperrungen sind im Laufe des Sonnabend nicht mehr erfolgt. Verschiedene Maschinenfabriken dürften aber schon in der nächsten Woche gezwungen sein, Entlassungen von Schlossern, Drehern 2c. vorzunehmen, da der Guß zu Ende geht. Am Dienfiag Abend finden bei Keller, Roppenstr. 29, und im Kolberger Salon, Kolbergerstraße, Versammlungen der streikenden Former statt. Buchdrucker- Invaliden, welche Mitglieder der Berliner BuchDrucker- Invalidenkasse und gewillt sind, gegen diefelbe ihre erworbenen Rechte zu vertheidigen, wollen ihre Adresse an Nt. Seidel, Buchdrucker- Juvalide, 28iener str. 35 IV, einsenden. Affordmaurer, den Streifenden in den Rücken gefallen ist und die Depelthen und lehte Nachrichten. Köln, 25. September.( V. H.) Am heutigen letzten Tage des Rongreffes für Sozialpolitit wurde das Vereins- und Koalitionsrecht der Arbeiter besprochen. Im Anschluß an seine Schrift führte Dr. Loening aus, die Koalitionsfreiheit sei in der Gerechtigkeit bes daß die gründet, wenngleich er nicht damit sagen wolle, unbeschränkte Roalitionsfreiheit in der Gerechtigkeit be gründet sei. Allen Klaffen der Arbeiter tönne man die Koalitionsfreiheit nicht gewähren; ausgenommen seien die Schiffsmannschaften. Desgleichen sei eine Beschränkung der Koalitionsfreiheit bei den Eisenbahn- Arbeitern am Plaze. Bezüglich Die Handschuhmacher in Halberstadt haben ihren Ausstand der ländlichen Arbeiter sagte der Referent, feiner Ueberzeugung nach erklären. In letzter Zeit ist es es vielfach vorgekommen, mit Erfolg beendet. sei es gerade im Interesse der östlichen preußischen Provinzen ges daß das Schooßkind der Unternehmer, der neugegründete Verein der Der Maurerstreik in Mühlhausen i./T. hatte gegen drei legen, daß das Verbot der Koalitionsfreiheit aufgehoben werde. Arbeit auf gesperrten Bauten übernommen hat. Bezüglich der streikende Maurer die Einleitung eines Strafverfahrens zur Folge Redner berührte auch die Behandlung des Streits und des zu bes Herabsetzung der Streitbeiträge wurde kein Beschluß gefaßt, die gehabt. Die Angeklagten riefen, an einem Bau vorübergehend, den kämpfenden Koalitionszwanges des Hamburger Ausstandes. Alsdann dort beschäftigten Polier Böttcher die Worte„ Eichsfelder" und ging er auf das Vereins- und Versammlungsrecht über und kam zu Mehrheit der anwesenden Deputirten war für Beibehaltung der bis- Jotskopf" zu und der Maurer F. hatte die" Aeußerung fallen dem Schluß, daß die Aussicht, auf der Grundlage eines modifizirten herigen Beitragsleistung von 50 Pf. pro Woche. Achtung! Holzarbeiter Weißensee's! Es ist Pflicht eines lassen:" Die Eichsfelder schlagen wir noch alle aus der Stadt hin preußischen Gesetzes zu einem Reichsgesetz zu gelangen, gering fei, aus." Der Polier hatte Strafantrag gestellt und verurtheilte das jeden Kollegen, gleich viel welcher Branche er angehört, zu der am Gericht den Maurer F. zu vier Wochen Gefängniß wegen ver Vereins für Sozialpolitik. Köln, 25. September.( W. Z. B.) Generalversammlung des Geheimer Justigrath Loening( Halle) Montag bei bling, Langhansstr. 106, stattfindenden öffent- nch ter Nöthigung, die übrigen Angeklagten wurden freifich die Betheiligung von gegen Frauen und lichen Bersammlung zu erscheinen. Der Obmann der gesprochen. Minderjährigen an politischen Vereinen und Bersammlungen Kontrollkommission. Der Schuhmacherftreit in München scheint einen für die aus. Professor Dr. Professor Dr. Hertner Karlsruhe möchte vorläufig Deutsches Reich. Arbeiter annehmbaren Ausgleich zu finden. Die Zahl der Streifenden von einer Aenderung des Koalitionsrechtes absehen. Geheims Praktiken der Grubenbesitzer. Die von den Bergleuten in ist auf 85 gesunken und hat einer der größeren Fabrikanten bereits rath v. Rottenburg tritt für die Trades- Unions ein und erklärt sich der am 19. September in Dortmund abgehaltenen Bersammlung erklärt, daß er den von den Arbeitern aufgestellten Lohntarif bis gegen die Wiedereinführung des Zunftwesens. Das Koalitionsrecht gemachten Angaben über das Heranlecken ungarischer Berglente, auf einige Punkte anerkennen werde. Die übrigen Meister haben müsse freigegeben werden, wie es das Rechtsbewußtsein des Volkes denen die Lage ihrer Kollegen überaus rosig geschiltert wurde, gleichfalls verlauten laffen, daß sie sich diesem anschließen würden verlange. werden durch folgendes Schreiben voll inhaltlich bestätigt: und dürfte somit hoffentlich eine Verständigung zu stande kommen. Duisburg, 25. September.( B. 5.) Ein 68 jähriges Fräulein Dortmund, den 28. Juli 1897. In der Fahrrad Fabrik von Heß in Mannheim haben von hier wurde von Verwandten in Gemeinschaft mit einem An den Bergmann Herrn Johann Weber, Fünfkirchen. Sie haben ganz recht gehört, daß wir in Dortmund auf unseren die Schleifer einen Lohnabzug von 50-60 pet. angefündigt erhalten. Agenten gewaltsam aus ihrer Wohnung geschleppt und in der Richbeiden Schächten Kaiserstuhl I und Kaiserstuhl II noch sehr eine sofort einberufene Werkstatt- Versammlung beschloß, daß die tung nach Mülheim a. d. 9. entführt. Das Motiv soll in Geldviele Bergleute gebrauchen können, sowohl Hauer, wie Lehrhauer Schleifer sofort die Arbeit einstellen, wenn ihnen heute die alten angelegenheiten zu suchen sein. Die Nachbarn haben zwar die Hilferufe der Entführten gehört, sie wagten aber nicht, dazwischen au und Schlepper. Vorläufig würden wir sofort für 200 träftige und Lohnfäße nicht bewilligt werden. In der Fahrrad- Fabrik von Propfe ist eine Ginigung erzielt. treten. Die Staatsanwaltschaft hat die Verfolgung der betreffenden fleißige Leute Verwendung haben und eventuell am 15. September Bei der Unterhandlung, der auch ein Mitglied des badischen Fabrik- bereits in die Hand genommen. und 15. Oftober weiter unterbringen können. Diejenigen Ihrer Wien, 25. September.( W. T. V.) Das Abgeordnetens Kameraden, welche schon seit längerer Zeit hier sind, verdienen viel inspektorats anwohnte, sind die Lohnreduzirungen zurückgezogen. Geld, weil wir mit den Leistungen recht zufrieden sind. Die Bauer, Binau verlegen werde und zwar in allernächster Zeit. So lange dem der Abgeordnete Peßler den Versuch gemacht hatte, Geld, weil wir mit den Leistungen recht zufrieden sind. Die Bauer, gleich aber erklärt Herr Propfe, daß er feine Belosipedfabrik nach haus ging zur Vornahme der Delegationswahlen über, nachfowohl die Gefteinsarbeiter, wie die Kohlenhauer, arbeiten sämmtlich in Afford, eventuell Gedinge, so daß der Lohn sich ganz nach der werde er die hohen Löhne in Mannheim noch zahlen können. Leistung richtet. Im vorigen Monat haben die sämmtlichen hier vorhandenen 1000 Kohlenhauer im Durchschnitt 4,65 m. bei acht- Den englischen Maschinenbauern wurden vom Vorstand des stündiger Arbeitszeit verdient, auf Gulden gerechnet 2 Gulden 70 Kreuzer. Deutschen Metallarbeiter Verbandes = vorläufig Ihre österreichischen Landsleute sind aber in ihrem Lohn noch etwas 5000 m. überwiesen. böher gekommen. Junge Schlepper, die noch nicht im Gedinge Tie Londoner Kellner- Vereinigung, die auch durch einen arbeiten, bekommen 1 Gulden 60 bis 70 Kreuzer und soweit fie drei Delegirten auf dem Trades- Unions- Kongreß vertreten war, hat ein Jahre im Bergwert sind, fommen sie zu den Hauern ins Gedinge Manifest erlassen, in welchem sie ihre Ziele kundgiebt. Sie strebt und erhalten nur 30 Kreuzer weniger als diese. Die Einrichtungen für eine Maximalarbeitszeit von 12 Stunden pro Tag an bei je einem die Krankenkassen, Unfallversicherung und Knappschaftskasse sind hier freien Tag pro Woche. Der Lohn soll 30 Schilling betragen; Ueber sehr gut und die Pensionskasse viel reichhaltiger als in Desterreich. zeitarbeit ist besonders zu entlohnen und zwar vor Mitternacht mit Doch tönnen in die erste Klasse nur solche Leute eintreten, die das 9 Pence( 75 Pf.), nach Mitternacht mit 1 Schilling die Stunde. 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Dortmund ist eine Petersburg, 25. Sept.( Frankf. 3tg.") Nowofti" zufolge ist große Stadt mit 11 500 Einwohnern. Das Rostgeld, welches cin der Sensationsprozeß gegen die Seftirer in Zeraspol, welche einzelner Mann für gute Verpflegung und Wohnung zu zahlen hat, ihre Settenmitglieder lebendig begraben haben, endgiltig niederbeträgt 39 bis 45 M. im Monat. Da ein tüchtiger Hauer 100 bis geschlagen worden. Die Amerikaner erwarten große 120 m. verdient, so bleibt genug für Frau und Kinder übrig, wenn Arbeiter- Rifiko. Af der Zeche Walfisch" bei Witten an der Vortheile für ihre Industrie von der sibirischen Bahn die Familie auch noch einige Beit in der alten Heimath bleibt. Ruhr wurden am Freitag Morgen drei Berglente durch und treffen schon schon jetzt Vorbereitungen Bau einer Eine Familienwohnung kostet je nach der Lage und ob mit oder ohne niedergehendes Gestein verschüttet. Erst nach dreistündiger Bahn nach Alaska(?) und über die Behrings- Insel Stallung und Gartenland durchschnittlich 150-200 M. im Jahre. Arbeit wurden die Verunglückten aufgefunden. Ein Mann war be: nach der Küste von Kamtschatta(?). Mehrere amerikanische Es ist in den letzten Jahren soviel gebaut, daß Mangel an Wohnungen reits erstickt. Die beiden anderen wurden in das Diakonissenhaus Kapitalisten bemühen sich zur Zeit um diese Sonzession, durch die nicht vorhanden ist. Für die Unterkunft der einzelnen Leute würden gebracht. es ermöglicht wird, von, Petersburg nach New- York per Bahu zu wir Sorge tragen. Die Verheiratheten fönnen dann, wenn es In Leipzig trat am Sonnabend in der Landes- Ausstellung reisen. ihnen hier gefällt, Wohnung aussuchen und die Familie nachkommen die von 63 Delegirten besuchte Genossenschafts- Ver. Kanca, 25. September.( M. Z. B.) Die Aufständischen haben laffen. sammlung der Knappschafts- Berufsgenossenschaft Wenn junge Leute, die bei uns arbeiten, ihre Eltern mitbringen, unter dem Vorsitze des Bergraths Krabler zusammen. Es wurden Stalani in der Nähe von Kandia angegriffen. Der Kampf dauerte auch wenn diese über 50 Jahre alt find, so sollen auch diese be- die laufenden Geschäfte erledigt, die nöthigen Wahlen vorgenommen zwei Stunden. Das Niederbrennen der Obstbäume dauert fort. schäftigt werden. Einen Reisevorschuß für die ganze Reise zu ge- und unter anderem beschlossen, die Zinsen dem Reserve. Simla, 25. September.( W. Z. B.) Die britischen Behörden währen, sind wir nicht in der Lage, aber wir sind bereit, allen An- fonds nicht weiter zuzuschlagen. Ein Antrag auf haben das den Engländern freundliche Schreiben des Emirs yon kommenden die Kosten der ganzen Reise zu ersehen, wenn sie 4 Monate besondere Vertretung des Kalifalz- Bergbanes im Genossenschafts- Afghanistan, in dem er vor der Betheiligung am Aufstande warnt, hintereinander bei uns gearbeitet haben, und zwar in jedem Monat Vorstande wurde abgelehnt. öffentlich bekannt gemacht. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Vading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u Unterhaltungsblatt. Ausland. Soziales. " die Tagesordnung dahin abzuändern, daß zunächst die Verhandlung der Mothstandsvorlagen fortgefegt werde, was der Präsident wiederholt, als dem gefaßten Beschlusse des Hauses gegen. über unzulässig, ablehnte, wobei er mittheilte, daß laut einer Zuschrift des Ministerpräsidenten 8 Millionen zur Sanirung des Noth. standes votirt werden sollen. Die Wien, 25. September.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Delegationswahlen wurden ohne inheftörungen vollzogen. Die Regierung legte einen Gesetz- Entwurf vor, betreffend die Botirung von 8 Millionen Gulden für die Sanirung des durch die Glementarereignisse des letzten Sommers hervorgerufenen Nothstandes. Die nächste Sigung findet am Donnerstag statt. Br. 225. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 26. September 1897. Für die Opfer der HochwafferRafaltrophen find uns ferner die folgenden Beiträge zugegangen: Durch Görbing für den verstorbenen Garlieb 2,-. Durch die Exp. der Volksstimme" in Magdeburg 44,21. Bei einer Festlichkeit gesammelt St. Stettinern 6,20. Lotterieklub" Gute Hoffnung" 2,50. Bon Frau Greven als Buße 3,-. Deutscher Holzarbeiter Berband Fil. Kaffel d. Weddig 80,-. Dr. Siegfr. Stern, Königsberg 15,-. Summa 152,91. Bereits quittirt 3203,54. Gesammtsumme 3356,45. Weitere Beiträge nimmt unsere Expedition entgegen. Kommunales. Wie bereits mitgetheilt, sind in dem Ausschusse der Stadtverordneten- Bersammlung zur Vorberathung der Magistratsvorlage zur Regelung der Gehaltsverhältnisse des Lehrpersonals an den hiesigen Gemeindeschulen mehrere Abänderungsanträge eingegangen. Nach einer amtlichen Zusammenstellung ist nun folgendes finanzielle Resultat aus diesen Anträgen ersichtlich. Danach betragen die Gesammtaufivendungen nach der bisherigen Gehaltsordnung 9 248 900 Mart, nach den Vorschlägen des Magistrats 9 291 300 m. Die Mehraufwendungen gegen die bisherige Ordnung bezüglich der Magistratsvorschläge stellen sich nach den Anträgen der Stadtverordneten: 1. Caffel 468 200 m. bezügl. 420 800 M., 2. Dr. Preuß 797 900 m. bezügl. 750 500 M., 3. Rosenow- Perls 1 069 350. bezügl. 1 021 950 m., 4. Hugo Sachs 737 650 M. bezügl. 690 250 M., 5. Singer 1 397 000 m. bezügl. 1 349 600. 6. Wallach 199 500 bezügl. 152 100 M. Die Berliner Elektrizitätswerke, welche von der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Aktiengesellschaft den Auftrag erhalten haben, die zur Speisung der demnächst elektrisch zu betreibenden Straßenbahnlinie Schöneberg- Alexanderplatz und Kreuzberg- Gesund brunnen erforderlichen Einrichtungen zu treffen, hat sich mit der Bitte an den Magistrat gewendet, ihr zu den entsprechenden Speise- und Rück leitungs- Kabelverlegungen die Genehmigung zu ertheilen. Die Gesellschaft legt besonderen Werth auf die schleunigste Genehmigung diefer Kabelverlegungen, damit die Einführung des elektrischen Betriebes auf den beiden genannten Strecken noch im laufenden Jahre zu ermöglichen ist. Die Speisung der Leitung soll aus den elektrischen Werken in der Mauer- und Spandauerstraße aus er folgen. Die Subkommiffion zur Begutachtung des aufgestellten Planes zum vierten städtischen Krankenhause hat nach mehreren Sigungen in dieser Woche nunmehr den Plan mit einigen geringen ende rungen afgeptirt. Die Besteigung des Rathhausthurmes wird mit Donnerstag den 80, September cr. für dieses Jahr eingestellt. Da der Borstand nunmehr auch mit der Direktion des Leffing: Theaters vertragsmäßig abgeschlossen hat, die Vorstellungen also wie früher zum theil im Lessing- Theater und zum theil im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater stattfinden, da ferner nach Verständigung mit Herrn Dr. Ostar Blumenthal im Lessing Theater ein der Wolfsbühne würdiges Repertoire geboten werden wird, so machen wir die alten Mitglieder und Freunde des Vereins, sowie diejenigen, welche Mitglied des Vereins werden wollen, ganz besonders auf diesen Umstand aufmerksam Sofortige Anmeldung in einer Bahlstelle ist in diesem Falle erforderlich. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Die Arbeiter Bildungsschule hält heute Abend 7 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal), eine Versammlung ab, in der Dr. Gustav Heymann über Die Ernährung des Menschen" sprechen wird. Die Parteigenossen werden um zahlreichen Besuch gebeten. Der Vorstand. " Die Freisprechung der Marie Gerdes in dem gegen sie wegen Mordversuchs angestrengten Prozeß hat bei ihrem Bekanntwerden zu später Abendstunde in Berlin allgemein befriedigt. Eine Berurtheilung dieses jungen Mädchens, das Opfer eines gewissen losen Menschen, wäre allerdings ein Schlag ins Gesicht der Gerechtig feit gewefen. handeln. Wie es mit der chriftlich- germanischen Wahrheitsliebe sich nun einmal wieder, wie manche Leute in Feuersgefahr von einer dieses Blattes bestellt ist, möge aus der Mittheilung entnommen unglaublichen Kopflosigkeit befallen werden. Der an das brennende werden, daß es das Gewerkschaftsblatt der Maurer, den„ Grund- Quergebäude anstoßende rechte Seitenflügel war nämlich beim Einstein", als eine im Geheimen gedruckte" Zeitung bezeichnet treffen der Wehr noch nicht gefährdet, auch waren die Treppen noch und daß es ferner die von der eigenen Frau des Berfolgten" wider- rauchfrei, sodaß die Hausbewohner ungehinderten Abzug hatten. legte Lüge aufwärmt, der königstreue Werstarbeiter Lorenz in Riel Trotzdem machten einige Frauen den Versuch, herabzuspringen, und habe wegen des Terrorismus der Kieler Arbeiter außer Landes gehen nur die energischen Zurufe der Feuermänner, daß in wenig Minuten müssen. Auf gleich tiefer Lügenstufe stehen die Mittheilungen über die Gefahr beseitigt sei, konnten sie beruhigen. Eine vom Hydranten eine verfolgte Unschuld, namens Bremer in Groß- Lichterfelde, der gespeiste Rohrleitung löschte das Feuer. Kurz nach 2 Uhr wurde nach der Staatsbürger- 3tg." ebenfalls aus Angst vor der Sozial- Die Wehr vergeblich nach der Bellealliancefstr. 6 gerufen, hier lag demokratie nicht wissen soll, wo er sein Haupt bette. Was diese Unfug am Melder vor. Spezialligen betrifft, so werden wir das Antisemitenblatt in einer der nächsten Nummern darauf festnageln. " = Selbstmord eines Schülers. Bei der geftrigen Benfurents vertheilung im Sophien Gymnasium in der Weinmeisterstraße erDie geftrige Preziosa Vorstellung im Lonisen- Theater er eignete sich ein trauriger Borfall, der unter den Schülern nicht litt durch ein Feuer, welches furz nach 10 Uhr abends im Hause geringes Aufsehen erregte. Beim Vorlesen der Zensuren in der Mariannenstraße 31 zum Ausbruch fam, eine unliebsame Störung. Aula hörte der Obertertianer E., daß er nicht versetzt worden sei. Der Brandherd grenzte an die hohe Mauer, die den Garten Nach Beendigung der Feier begab sich der Knabe mit den Mitdes Theaters von den Hinterhäusern der Mariannenstraße trennt, schülern in seine Klaffe. Hier gab er einem Freunde verschiedene und die Flammen, welche hochlodernd emporschlugen, machten sich seiner Sachen, wie Börse 2c., und trant, ehe es verhindert werden vornehmlich den Besuchern des Ranges grell bemerkbar. Das fonnte, e in Fläschchen mit tonzentrirter SchwefelPublikum brach zum theil auf und strömte dem Ausgange zu, doch säure aus. Der Unglückliche fiel sofort bewußtlos zu Boden und beruhigte es sich bald wieder, als es von den Angestellten darauf wurde auf Anordnung des Klassenordinarius in schwerkrankem Zu hingewiesen wurde, daß troß der Nähe des Feuers kaum eine stande nach der Wohnung seiner Eltern gebracht. Gefahr vorhanden sei. Bald erschien denn auch die Feuerwehr und löschte binnen furzem den in einer Tischlerei zum Ausbruch getommenen Brand, so daß das Schauspiel von der großen Retirade in Ordnung zu Ende gebracht werden konnte. ist einer der Brandstifter in der Person eines Knaben Namens Der Moabiter Brandstifter. Wie wir gestern berichtigten, Burrmeister ergriffen worden. Der zehnjährige Junge wurde gestern noch dem Waisenhause, Alte Jakobstr. 33, zugeführt, um nach Lichtenberg in die Zwangserziehungsanstalt gebracht zu werden. gebracht, die seit Juni ds. Js. besonders Schuh- und WeißwaarenVon der Kriminalpolizei sind drei Ladendiebinnen zur Haft Geschäfte fortgesetzt bestohlen haben. In den Wohnungen der Beschuldigten sind eine Anzahl Gegenstände vorgefunden worden, welche offenbar von Diebstählen herrühren, vor dem Schaufenster des Passage- Panoptikums ein längliches, rothFerner ist einer Dame am 28. d. M. nachmittags gegen 6 Uhr ledernes, fast neues Portemonnaie mit 1 n. 53 Bf. gestohlen, welches dem Diebe abgenommen ist. Die Bestohlenen wollen sich melden im Polizei- Dienstgebäude, Alexanderstr. 3/6, Zimmer 97. Ueberzeugung playzugreifen, daß es angebracht sei, den unausgesetzt Bei der Eisenbahn- Direktion Berlin scheint jetzt endlich die gestellten Forderungen auf Verbesserung des Vorort verkehrs mehr als bisher Rechnung zu tragen. Denn auf eine vom Vorstande des Vereins Berliner Vororte Vereins Berliner Vororte am 9. September an die Eisenbahn Direktion gerichtete Eingabe, in welcher verschiebene Verkehrsverbesserungen erbeten worden waren, hat jetzt die Direktion den Bescheid ertheilt, daß die meisten Wünsche, darunter auch solche, die bisher stets aufs bestimmteste zurückgewiesen wurden, jetzt wenigftens in Erwägung gezogen" werden sollen. Für den Winter Fahrplan konnten die er betenen Verbesserungen zwar nicht mehr vorgenommen werden, weil sie erst eingegangen waren, als der Minister den Fahrplan bereits genehmigt hatte. Dagegen erklärt die Direktion, daß wegen der Durchführung Hedwig Nitsche in Rottbus hat leider ihre Bestätigung nicht von weiteren Vorortzügen auf der Strecke Berlin- Lichtenberg- Straus gefunden. Wie sich herausgestellt, war die Beschuldigung, welche berg über Lichtenberg hinaus jetzt sind es nur 18 Büge auf gegen einen Gefangenen des dortigen Bentralgefängnisses erhoben besondere Anträge hin bereits Erhebungen eingeleitet" feien. worden war, unbegründet. Der angebliche Mörder hat sich zu Ferner wird bemerkt, daß auf der Strecke Berlin- Erkner- Fürstenwalde der Zeit, als das Verbrechen stattfand, thatsächlich in Gefangenschaft zwar die Lage der Vorortzüge in vielen Fällen durch die dieselben befunden. Geleise benutzenden Fernzüge" bedingt werde, daß aber die Direktion in eine Prüfung darüber eintreten werde, inwieweit den mit getheilten Wünschen bei dem nächstfolgenden Fahrplanwechsel" werde entsprochen werden können. Ebenso sollen wegen anderer Vorortstrecken Erhebungen eingeleitet werden. dem der vorgesetzten Dienstbehörde spätestens bis zum 1. Januar 1898 Meldungen der in einem Lehramte stehenden Bewerber sind bei anzubringen. Die in Berlin wohnenden Bewerber, welche in teinem präsidium bis zum 1. Januar kommenden Jahres einzureichen. Lehramte stehen, haben ihre Meldungen bei dem fönigl. PolizeiDie Meldungen fönnen nur dann Berücksichtigung finden wenn ihnen die nach§ 4 der Prüfungsordnung vom 15. Mai 1894 vorgeschriebenen Schriftstücke ordnungsmäßig beigefügt find. Die über Gesundheit, Führung und Lehrthätigkeit beizubringenden Zeng nisse müssen in neuerer Beit ausgestellt sein. Die Anlagen jedes Gesuches sind zu einem Hest vereinigt vorzulegen. Die Meldung von der Ermittelung des Mörders der Straßensperrung. Die Hofjäger Allee von der Charlotten burger Chauffee bis zur Thiergartenstraße wird behufs Neubeschüttung der Chausseedecklage vom 27. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Die Berliner Kunstausstellung wird definitiv am heutigen Sonntag, den 26. d. M., geschlossen. Das Doppel- Konzert im Park beginnt um 4 Uhr nachmittags, das Ausstellungsgebäude bleibt an diesem Tage bis 9 Uhr abends geöffnet. Aus den Nachbarorten. Das Gerücht über Lohnabzilge, die bei der Packetfahrts Tokales. Gesellschaft beabsichtigt seien, soll teinen thatsächlichen HinterDie Frete Frete Volksbühne bringt hente, Sonntag grund haben. Wenigstens theilt der Leiter dieses Juftituts, Major Nachmittag um 8 Uhr im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater. Lindheim, uns dies in einem Schreiben mit, in dem„ auf grund für die III. Abtheilung( graue Karten) Mönkeberg's Ham- des§ 11 des Preßgesetzes" alles mögliche wie Straut und Rüben ift. Außer der Kenntniß dieses burgisches Drama" Jlusionen" zur Aufführung. Die Mitglieder durcheinander geworfen der III. Abtheilung werden gebeten, püntilich zur Vorstellung zu erlechtsanwalt ein wenig unterrichten sollte, Paragraphen, über den Herr v. Lindheim sich bei einem Friedrichshagen. Wie unsere Leser bereits wissen, hatte der fcheinen. Die Verloosung der Plage beginnt um 2 Uhr. Der vermissen wir vorletzten Sitzung der Gemeinde- Vertreter ein Antrag des Gefangenen Bedauern in unserem Garten ist für die Mitglieder geöffnet. Die Monatsschrift Freie bie Widerlegung der von uns über die Benachtheiligung des währte Entschädigung für Reinigung und Heizung der Gefängniß uns zugesandten Schreiben wärters Homann vorgelegen, in welchem derselbe bat, die ihm ge Boltsbühne" mit dem Theaterzettel ist à 10 Pf. bei den Ordnern zu haben. Die Mitgliedstarte muß für die alten Mitglieder je eine jedenfalls sehr genau. Herr v. Lindheim rächt sich u. a. für den gestellter Antrag, diese Entschädigung auf 120 M. festzusetzen, wurde Publikums gebrachten Meldungen. Diese Nachricht stimmt also sellen zu erhöhen. Ein von dem Genossen Sonnenburg seiner Zeit Beitragsmarte in Rubrik 5 und 6, für neue Mitglieder 2 Marten à 60 Pf. in der Rubrik 6 enthalten.( Siehe heutiges erger, den wir ihm verursachten, durch einen Hinweis auf die letzte abgelehnt. Durch einen von der hiesigen Niederbarnimer Zeitung" Juferat.) Versammlung der Handelshilfsarbeiter, in der die Unregelmäßig gebrachten fehlerhaften Bericht veranlaßt, begab sich Genosse Wann wohl sagen, wenn wir alle Eigenthumsvergehen, die in den zu einer Berichtigung an die Redaktion des Blattes zu ver feiten zweier Personen scharf gerügt wurden. Was würde der gute Sonnenburg nach dem Amtsgefängniß, um den p. Homann Kreisen wohlgemästeter Gesellschaftsflüßen vorkommen, ihm und anlassen; gleichzeitig besichtigte unser Genosse das Ge feinesgleichen zur Laft legen würden? Bei ruhigem Nachdenken fängniß, um die an diesem Tage in den Bellen desselben muß der Major v. Lindheim sich selber sagen, daß es nicht gerade herrschende Temperatur festzustellen. Im Laufe des nun folgenden bedeutende Bildung bekundet und ebenfalls von teinem sehr starken Gesprächs mit dem p. Homann wiederholte Genosse Sonnen Bertrauen auf die Qualität seiner Sache zengt, wenn ein Mann burg, daß er stets für die Besserstellung der unteren Beamten eine getreten sei und dies auch ferner nach besten Kräften thun werde. wie er, sich solcher unangemeffener Mittel im Kampfe bedient. Lehrer- Brüfung ist Termin auf Donnerstag den 24. Februar 1898 aus welchem Grunde mag dahingestellt bleiben- dieses auf Vers Für die im Jahre 1898 in Berlin abzuhaltende Turn. Dieser Herr Homann glaubte nun nicht unterlassen zu dürfen an laffung geführte Gespräch in einem Schreiben dem hiesigen, durch und die folgenden Tage anberaumt worden. tagsfeier im Januar d. J. gehaltene Rede gegen die Sozialdemokratie feine bei Gelegenheit eines Schmauses aus Anlaß der Kaiser- Geburtsauch weiteren Streifen bekannt gewordenen Amts- und Gemeindevorsteher gehabte Gemeindevertreter- Sigung, um vor Eintritt in die Tagesa Klut mitzutheilen. Dieser benutzte nun die am 21. b. Mts. statt. ordnung sowohl das Schreiben des p. Homann als auch den in Mr. 280 des Vorwärts" abgedruckten Bericht über die Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins zu verlesen und bezeichnete die HandBeamten und einen Versuch zur Lockerung der doch auch in der Tungsweise des Genossen Sonnenburg als eine Verhegung der Beamten und einen Versuch zur Lockerung der doch auch in der sozialdemokratischen Partei gehandhabten Disziplin. Genoffe Von den Bewerbern wird eine genaue Renntniß der ersten nothSonnenburg protestirte auf das energischfte gegen eine ders wendigen Hilfeleistungen bei etwa vorkommenden Unglücksfällen dem p. Homann gegenüber geäußert, bereits öffentlich bei der artige Unterstellung und betonte, daß er das, was er unbedingt verlangt, worauf besonders aufmerksam gemacht wird. Wie fromme Denunzianten zetern. Im Volt" steht zu Etatsberathung gefagt und aus seinen diesbezüglichen Ansichten auch Akademische Sitten haben, wie das Volt" schreibt, auch in nie Hehl gemacht habe. Nach Eintritt in die Tagesordnung wurde lesen:„ Ueber den Nußen der Gottlosigkeit" so lautet den Kreisen der Postbeamten Eingang gefunden. Die„ Studirenden" beschlossen, einen großen Entwässerungs- Kanal zu bauen und den das Thema eines Vortrages, den Herr Waldeck Manaffe heut auf der Post- und Telegraphenschule tündigen ihren Antrittskommers" felben von der Kirch- und Friedrichstraßen- Ecke bis zur Spree zu den Litfaßsäulen ankündigt. Wir sind der Ansicht, daß die Behörden an, zu dem auch die Alten Herren" pflichtschuldigft eingeladen werden. führen; ferner sollen in gleicher Weise wie die Scharnweberstraße dergleichen sozialdemokratische Frechheiten durchaus Zu dem Kommers ist den" Studirenden" von der Postverwaltung auch die Wilhelm- und Rahnsdorferstraße befestigt werden. Die nicht zu dulden brauchen, sondern vollauf berechtigt find, sie zu der große Hörsaal des Postgebäudes in der Artilleriestraße zur Vergleichfalls von unserem Genossen beantragte Befestigung der Ahorn unterdrücken. Wenn man nach neuen Gefeßen ruft, sollte man doch fügung gestellt. Derartige Kinkerlichen erscheinen dem Staate aller Allee, sowie des von der Ahorn- Allee bis zur Kirchstraße führenden erst die bestehenden energisch anwenden. Ueberhaupt finden sich oft dings weniger gefährlich, als wenn feine Unterbeamten sich mit Meges wurde mit der Begründung abgelehnt, daß für die in unserem an den Litfaßsäulen auch Unfittlichkeiten, die unzulässig sind und erufihaften Dingen, so mit der Verbesserung ihrer Lage, beschäftigen. Ort doch so überaus nothwendige neue Kirche noch fein Platz bestimmt nicht zugelassen zu werden brauchen." Der fgl. Kammerfänger Emil Göhe ist auf der Berliner ist. Den letzten Punkt der Tagesordnung, der auch mehrere Lehrer als Stadtbahn von einem Unfall insofern betroffen worden, als ihm Buhörer angelockt hatte, bildete die Feststellung der Lehrergehälter beim Buschlagen einer Abtheilthür mehrere Finger start gequetscht für unseren Ort. wurden. Der Künstler wird durch Profeffor Dr. v. Bergmann be- Wünsche in bezug auf ihre Gehälter der Vertretung zugehen lassen; Zu diesem Zweck hatten die hiesigen Lehrer ihre handelt und dürfte in wenigen Wochen wieder gänzlich her- diefelben fanden jedoch außer bei unserm Genossen Sonnenburg nur gestellt sein. noch theilweise bei einem Vertreter( Harce) Unterstüßung. Die von Fenerbericht. Zwei größere Schadenfeuer nahmen Sonnabend unserem Genossen gestellten Anträge: Grundgehalt für festangestellte die Hilfe der Feuerwehr längere Zeit in Anspruch. Früh 4 Uhr Lehrer 1300 M., Miethsentschädigung 450 M., Alterszulage 200 M. wurde sie nach Ritterstraße 12 alarmirt, da sich dort ein intensiver wurden gegen seine Stimme abgelehnt; der Antrag, das Grundgehalt auf Der feltene Fall, daß eine fo bösartige Krankheit, wie die Brandgeruch bemerkbar machte. Trotz eifrigen Suchens fonnte 1800 m., die Miethsentschädigung auf 400 M. festzusetzen, fand nur Pest des Byzantinismus auch einmal etwas gutes zu tage fördert, jedoch die Brandstelle nicht sofort ermittelt werden, so daß die die Unterstüßung der Vertreter Sonnenburg und Harcke; das gleiche scheint, wenn man einer Meldung der Berliner Btg." Glauben Feuerwehr drei verschiedene Höfe revidiren und ihren Weg theilweise Schicksal erlitten die Anträge betreffend die unverheiratheten Lehrer schenken darf, auf wunderliche Weise eingetreten zu sein. Das Blatt über die Dächer nehmen mußte, bis sie endlich den Brandherd im und Lehrerinnen. Beschlossen wurden folgende Säße: 1. Für fest schreibt: Bekanntlich sollen auf dem Kurfürstendamm Radfahrwege Keller eines anstoßenden Hintergebäudes vont Prinzen angestellte Lehrer: Grundgehalt 1200 M., Miethsentschädigung angelegt werden. Diese wichtige Neuerung, welche allerdings in straße 32 entdeckte. Gegen 4 Uhr nachmittags entstand 390 M., Alterszulage 180 W.; 2. Für Lehrerinnen und verheirathete anderen Ländern schon lange besteht, würde wohl bei uns noch durch Explosion einer Benzinlampe Leipziger Lehrer: Grundgehalt 900 M., Miethsentschädigung 260 M., AltersLange auf sich haben warten lassen, wenn nicht ein ganz bestimmter straße 30 ein Schadenfeuer, das leicht große Dimensionen aulage 100 m.; außerdem wurde für den Hauptlehrer eine Umstand die Entscheidung beeinflußt hätte. Man schreibt uns hier hätte annehmen tönnen. Jenes Grundstück besitzt einen Funktionszulage von 200 m. und 450 M. Miethsentschädi über folgendes: Der Kaiser pflegt, wenn er auf einige Tage in fehr engen Sof mit einem alten dreistöckigen Quergung festgefegt. Wie verlautet, wollen die hiesigen Lehrer Berlin weilt, Ausflüge zu Wagen und zu Pferd nach dem Kurfürsten- gebäude, dessen beide oberen Etagen die Gummiwaaren- Fabrit der und Lehrerinnen sich mit den vorstehenden Säßen nicht damm zu unternehmen. Da hat er es dann als eine recht un- e brüder Fourobert beherbergen. Um die angegebene Beit einverstanden erklären und Beschwerde bei der Regierung ers angenehme Belästigung empfunden, daß auf diesen Ausflügen fein befand sich ein junger Gehilfe allein in den Fabrikräumen und heben; mit welchem Erfolge, bleibt abzuwarten, da die von der Wagen stets von einem Schwarm neugieriger Radfahrer umitreift hantirte mit einer Benzinlampe, die dabei explodirte und den hiesigen Vertretung beschlossenen Gehälter den von der Regierung wird, die in dieser etwas mehr als aufdringlichen Form threr jungen Mann erheblich im Gesicht verbrannte. Gleichzeitig ergoß verlangten Säßen entsprechen. Also auch die hiesigen Lehrer werden Loyalität Ausdruck zu verleihen suchen. Nachdem der Kaifer darüber sich die brennende Flüssigkeit über verschiedene Gummi- Artikel, die bei ber Berathung dieser Vorlage gesehen haben, auf welcher Seite Beschwerde geführt hat, ist seitens der hiesigen Polizeibehörde die sofort Feuer fingen und in unglaublich furzer Zeit die 2. Etage in sie ihre Freunde zu suchen haben und welche Partei ihre berechtigten Anlegung eines obligatorischen Radfahrweges vorgeschlagen worden Flammen setten. Der verletzte Gehilfe fonnte sich nur mit Mühe Wünsche am rückhaltlofeften anerkennt. und ferner sollen nach erfolgter Anlegung 4 Polizisten zu Rabe mit nach dem Hofe retten, wo das Feuer in dem Augenblick auch be- Rummelsburg- Stralau. Die Mitglieder des sozialdemo dem Aufsichtsdienste auf dem Kurfürstendamm betraut werden." merkt und der Feuerwehr gemeldet wurde. Als einige Minuten fratischen Vereins werden hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß Hätte das Volt" doch auf einen steifen Eifer beseffen, als der Freund des Herrn Stöcker, der frumbe Freiherr v. Hammerstein mit Flora Gaß und anderen Dämchen techtelmechtelte. Oder war die Berberbtheit dieses berühmten Mannes weniger anstößig, weil sie vor der Hand nur in christlich- konservativen Streifen befannt war? Im übrigen beantwortet das Stöckerblatt uns wohl die Frage, wo denn in dem begeiferten Thema die sozialdemokratische Frechheit fteckt? " Die ehrenwerthe ,, Staatsbürger Zeitung" bringt wieder später Bug 19 erschien, war die zweite Stage bereits ausgebrannt die für letzten Dienstag anberaumt gewefene Versammlung Ume einmal Räubergeschichten, die vom sozialdemokratischen Terrorismus und die dritte ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Hier zeigte stände halber auf Dienstag, den 28. Sept., vertagt werden mußte, ermuntern. Theaker. • Die diefelbe findet im selben Lokal, nämlich bei Gittler, Neue Prinz| Einjährig Freiwilligen Robert Reibenstein mittels eines Revolvers Musik widmen wollen und sei dann nach Berkin übergefiede, um hier die Hochschule zu besuchen. Hier in Berlin habe sie in Albertstraße, statt. Die Genossen werden ersucht, inanbetracht des zu tödten. fehr zeitgemäßen Themas,„ Die Sozialreform im Klassenstaat", Ref. Die Angeklagte, die bis zu ihrem 15. Lebensjahre in Bremen Pension gelebt und zunächst sich sehr zurückgezogen verhalten. Danu P. Hamacher, sich zahlreicher einzufinden, als dies in der letzten eine höhere Töchterschule besuchte und sich dann dem Studium sei sie in einen Kreis von Schriftstellern gelangt und habe dort viel Präs.: Es waren ja wohl besonders Schriftsteller der Versammlung der Fall war. Der Vorstand. der Mufit gewidmet hat, kam Ende 1887 zu ihrer weiteren Aus- verkehrt. Hier trat sie bald mit einem Studenten, jüngeren Richtung, die für Frauenemanzipation 2c. Pankow Niederschönhausen. Den Genossen zur Nachricht, bildung nach Berlin. daß am Dienstag, den 28. September, abends 81/2 Uhr, im Lotale späteren Schriftsteller, in freundschaftlichen Verkehr, der nicht ohne eintraten? Angefl: Jawohl. Ich habe den Grundsätzen gedes Herrn Störr, Pankow, Mühlenstraße, eine öffentliche Verfamm- Folgen blieb. Jm Jahre 1893 wurde sie in Genf von einem huldigt, daß es für die Frau nicht angemessen sei, in eine fefte Ghe Präs: lung stattfindet. Regen Besuch erwartet der Vertrauensmann. Mädchen entbunden. Dann kehrte sie wieder nach Berlin zurück zu treten, sondern der freien Liebe nachzugehen. Die Spandauer Polizeibehörde und die Arbeiter. In der und ertheilte in verschiedenen Familien Musikunterricht, so auch in Sie haben in der Familie Reibenstein Klavierunterricht ertheilt und Die Spandaner Polizeibehörde und die Arbeiter. In der der Familie des Kaufmanns Georg Reibenstein. Der 22jährige Sohn wohl auch dort verkehrt? Angekl.: Ich habe den Kindern Stadtverordneten- Versammlung am 24. d. M. interpellirten die Ge- Robert Reibenstein, der seit dem 1. Oktober v. J. beim 3. Garde- Unterricht ertheilt und auch dem jungen Reibenstein. Ich war Präs. habe rungen in der Ausführung des Krankenhaus- Baues, auf welchem vor fand an der Musiklehrerin Gefallen und verlobte sich mit ihr im so den Eindruck, als ob Sie dem jungen Reibenstein geistig furzem die Maurer und Bauarbeiter gestreift haben. Von welcher Seite ist denn das Verhältniß Schröer gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß die Stadt September 1895, obgleich ihm ihr Vorleben und ihr Verhältniß überlegen seien. zu dem jungen Schriftsteller bekannt war. Sie forderte und erhielt angefangen? Sie forderte und erhielt angefangen? Anget!.: Bon feiner Seite.- Präs.: Nun behörden es ruhig geschehen lassen konnten, daß der so nothwendig von ihm ein& heversprechen, ihre Abmachungen wurden aber erzählen Sie einmal, wie sich das Verhältniß gestaltet hat. empfundene Bau eines Krankenhauses während mehrerer Wochen still vor dem Vater geheim gehalten. Als sie merkte, daß auch dieses Anget I.: Der junge Reibenftein hat mir wiederholt erzählt, wie liegen konnte, lediglich aus Rücksichtnahme für den Unternehmer Verhältniß nicht ohne Folgen blieb, theilte sie dies dem jungen R. unglücklich er sich in seiner Familie und in seiner Stellung als Hoffmann, der mit seinen Maurern im Rampfe ge- mit und brängte ihn, sich seinem Vater zu offenbaren und mit ihr Kaufmann fühlte und daß es sein sehnlichster Wunsch sei, sich Tegen hätte. Sollte dem Unternehmer seitens des Magistrats die Ehe einzugehen. Reibenstein erbat denn auch die Einwilligung fchriftstellerisch zu bethätigen. Er hatte sich schon vielfach eine Nachfrist bewilligt worden sein, so bedeute das eine des Baters zu der Ghe, erhielt sie aber nicht. Es scheint so, als ob dichlerisch versucht und bat mich, ihn doch in literarische Kreise einschwere Schädigung der Arbeiterinteressen. Auch die das Paar zuerst die Absicht gehabt hat, trotzdem die Ehe zu schließen, zuführen. Das habe ich denn auch gethan. Am 5. September 1895 Polizei- welche fehr häufig ohne begründete Ver- denn Reibenstein zog auf Wunsch der Angeklagten Erfundigungen hat er mich gefragt, ob ich sein Weib werden wolle. Ich habe anlassung die Siftirung der Streifpoften vorgenommen über die Möglichkeit einer Eheschließung im Auslande ein. Um den ihn auf Ehre und Gewiffen gefragt, ob es sein Gruft sei und da er hatte habe sich bei dem Maurerstreit keine Lorbeeren Charakter der Angeklagten genau kennen zu lernen, erbat und erhielt dies mit den glühendsten Worten versicherte, so ist es am 5. Septbr. erworben. Herr Oberbürgermeister Rölge entgegnete hierauf, daß es er von ihr die Briefe, die ihr erster Liebhaber an sie geschrieben zur Verlobung gekommen. Drei Tage später habe ich die Verihm vorkomme, als be fände er sich in einer Bolts- hatte, ebenso ihr Tagebuch, das sie seit dem Jahre 1883 führte. lobung seiner Mutter erzählt. Ich bin bis dahin wie kind bene versammlung, er begreife den hohen Ton der Entrüftung des Schließlich gab er seine Absicht, sie zu ehelichen auf, erwirkte aber Reibenstein'schen Hause gewesen, namentlich hat mir Frau ReibenGenossen Schröer nicht; er müsse den Vorwurf entschieden zurück- von einem heim das Versprechen, daß für das zu erwartende Kind stein oft zärtliche Liebe bekundet und mir gesagt, daß ich nächst Präs.: Eine Zwischenweisen, daß die Polizei die Löhne der Arbeiter gedrückt habe. Stadtgesorgt werden solle. Im September 1896 versöhnte er sich mit ihren Verwandten ihr die allerliebste sei. baurath Baul theilt noch mit, daß der Krankenhaus Bau planmäßig seinem Vater und theilte der Angeklagten seinen Entschluß mit, sie bemerkung: Hatte Reibenstein eine Ahnung von Ihrem früheren beendet sein werde. nicht zu heirathen. Die Zumuthung, seine Geliebte zu Verhältniß zu den jungen Schriftstellern? Anget!: Jawohl. Eine zweite Interpellation unserer Genossen beschäftigte fich werden, wies sie von der Hand und äußerte mehrfach, daß sie Ich habe ihm gesagt, daß ich. Anhänger der freien Liebe gewesen mit den bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Herr Oberbürger- fich das Leben nehmen müßte, wenn er sie nicht heirathete. Dann sei und mit einem jungen Mann in Verkehr gestanden habe. meister Költze erklärte hierzu, daß der Magistrat beschlossen habe, kam es wieder zu einer Annäherung, beide verkehrten weiter mit Präs.: Was sagte nun Frau Reibenſtein zu Ihrer Mittheilung? die diesjährige Wahl in 6 Lokalen je nach dem Anfangsbuchstaben einander, bis sich Reibenstein eine andere Braut anschaffte. Ange tl.: Ich fragte die Frau Di., ob sie mich als Schwiegerdes Wählers vornehmen und den Wahlakt schon um 6 Uhr Da wurde Frau R. ganz außer sich, es Im Januar d. J. bat er die Angeklagte, ihn in seiner Wohnung tochter haben wolle. statt wie bisher un 8 Uhr schließen zu lassen, da der Wahltag nicht mehr zu besuchen und machte dabei die Ausrede, daß kam zu einer heftigen Szene, sie warf mir Vertrauensbruch vor ein Sonnabend fei, und die Arbeiter sehr gut bis ihm solche Besuche in seiner militärischen Laufbahn und machte dem Sohne heftige Vorwürfe. Ich sagte darauf dem dahin ihr Wahlrecht ausüben tönnten. Die Unannehmlichkeiten bereiten könnten. Dies hielt ihn jungen R., daß ich ihm sein Wort zurückgebe, das wollte er Genossen Ducksch und und Schröer belehrten den Herrn eines aber nicht ab, noch im Januar von ihr 25 M. zu leihen, die aber unter keinen Umständen. Es kam zu einer weiteren Ausbesseren. Genosse Schröer meinte, daß gerade der Sonner anfangs Mai zurückgegeben hat. Der wahre Grund seines ver- sprache zwischen uns und er blieb dabei, daß er mich wahnabend wegen der Lohnzahlungen der ungeeignetste Tag sei, und daß änderten Verhaltens lag darin, daß er mit einer jungen Dame, innig liebe und nicht ohne mich leben könne. Wir kamen er deshalb einen Sonntag vorschlage. Der Sechßuhr- Wahlschluß be- Käthe v. 3. ein Verhältniß angeknüpft und ihr die Ehe versprochen dahin überein, daß wir uns vorläufig meiden wollten, bis aus uns deute für einen großen Theil der 9000 Wähler der dritten Abtheilung hatte. Das Bild dieser jungen Dame prangte in seinem Zimmer auf etwas geworden sei. Ich stellte ihm vor, daß ich meinen früheren eine Wahlrechtsbeschneidung. Stadtv. Schob wies darauf hin, daß seinem Schreibtisch und deshalb durste die Angeklagte nicht mehr in Irrthum schon oft sehr bedauert habe; zwei Jahre habe ich die Eintheilung nach Buchstaben sehr unglücklich gewählt sei. fein Zimmer kommen. beinahe gehungert und tausend Demüthigungen erlitten und bat ihn Schließlich wurde ein Antrag des Genossen Ducts ch angenommen, Am 13. Februar reifte sie zu ihrer Mutter nach Bremen, um fast fußfällig, sich nicht auch solchem Dasein auszusetzen, sondern im welcher sich für die Wahl in sechs Bezirken und Schluß des Wahl- dort ihre schwere Stunde zu überstehen. Sie hatte Reibenstein Tag Elternhause zu bleiben. Er sagte, er wollte sich fügen. Wir verattes um a cht Uhr ausspricht. Die Arbeiterschaft Spandau wird. und Stunde ihrer Abreise angezeigt und im Stillen gehofft, ihn auf fehrten aber weiter zusammen und auch mein Verkehr im Reibendie gezeigte Haltung unserer Stadtväter gewiß zum Denken dem Bahnhof zu sehen, diese Hoffnung hatte sich aber als trügerisch flein'schen Hause dauerte vorläufig noch weiter fort. Präs.: Das erwiesen. Am 16. März wurde sie in Bremen von einer Tochter ist etwas auffällig. Angel.: Ich glaubte, meine Pflicht gethan entbunden und am 28. April fehrte sie nach Berlin zurück. Sie zu haben. Reibenstein suchte mich immer mit neuen Anliegen auf schrieb sofort an Reibenstein und bat ihn, sie baldmöglichst und ich war schwach genug, seinen Bitten nachzugeben. in ihrer Wohnung zu zu besuchen. Dieser Bitte hat er Mutter merkte es schließlich und machte mir eines Tages heftige Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Das Zeichen nicht entsprochen, sondern sich damit begnügt, ihr einen Brief Vorwürfe, die ich schweigend ertragen mußte. Ich hatte das Wort des Kreuzes. Schauspiel in 4 Aften( 10 Bildern) nach dem zuzustellen, worin er sie aufforderte, am 2. Mai, 10 Uhr, auf den von Reibenstein, daß er mich heirathen wolle, sobald er sein Englischen des Wilson Barret, übersetzt von Conrad Döring. Mufit Remperplaz zu kommen. Dies fiel der Angeklagten auf, und sie Jahr abgedient haben würde. Präs. Sie sind mit ihm auch von Edward Jones. Die dramatische Literatur, die seit einer flatt- begab sich noch am 28. April, abends 9 Uhr, in seine Wohnung. wiederholt auf Schriftstellerbällen gewesen?- Angekl: Ja. lichen Reihe von Jahren zu uns aus England herübergekommen ist, Reibenstein ließ sie eine Weile warten, weil er erst das Bild feiner Präs. Er scheint etwas eifersüchtig gewesen zu sein?-Angel.: Präs. Aus seinen besteht, von einigen gleichfalls start von glittertand umgebenen neuen Braut vom Tische entfernen mußte. In der Zwischenzeit Er führte wiederholt Eifersuchtsszenen auf. Operetten abgesehen, fast ausschließlich aus Ausstattungsstücken von hatte sie Gelegenheit, mit der Wirthin des R., einer Frau Simon, Briefen geht hervor, daß er Ihnen häufiger den Vorwurf machte, so grobem Kaliber, daß man nicht weiß, ob sie nicht eher in den zu sprechen, und durch dieses Gespräch wurde ihre Vermuthung, daß Sie zu vergnügungsfüchtig seien 2c.- Angetl.: Diese VorBirkus als auf die weltbedeutenden Breiter gehören. Was an solcher daß Reibenstein eine andere Braut habe, für sie zur Gewißheit. würfe waren unberechtigt. Barbarei möglich ist, haben wir voriges Jahr im Olympia- Theater Die Unterredung, die sie dann mit N. hatte, endete damit, Die Angeklagte erzählt dann die Entwickelung der Dinge im gesehen. Nun ist das komische an dieser Monstrevorführung von daß ihm die Angeklagte den Verlobungsring vor die Füße allgemeinen so, wie eingangs angegeben. Reibenstein, der ihr Waden, Busen, Pferden und Kameelen, daß man sie in irgend ein warf und sich entfernte. Am folgenden Morgen nahm die gesagt, daß seine Mutter sie jetzt leidenschaftlich hasse, habe ihr ethnologisches oder historisches Gewand kleidet und so dem gaffenden Schwester der Angeklagten, Lina Gerdes, Veranlassung, mit immer wieder die Versicherung gegeben, daß er nur mit ihr leben Zuschauer die Meinung beizubringen sucht, daß es sich wirklich um Reibenstein zu sprechen und dabei soll er erklärt haben, daß und sie heirathen wolle. eine ernst zu nehmende Sache handle. Die neueste und zugleich von einem Bruche zwischen ihm und der Angeklagten keine Rede sei. weniger innig geworden. Als sie ihm verrathen, daß sie sich Mutter wohl originellste Leistung auf dem Gebiete der Zirkusdramatik ist Bald darauf fam die Angeklagte mit ihrer Schwester in die Woh fühle, habe er gesagt, daß das Kind auf jeden Fall sichergestellt das gestern im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater aufgeführte nung des R., den sie aber nicht zu Hanse trafen. Bei dieser Ge- werden würde. Dann sei der Augenblick gekommen, wo er ihr die Schaustück„ Das Zeichen des Kreuzes". Diesem Drama" liegt legenheit erfuhr sie von der Wirthin, daß R. mit Frl. Käthe v. 3. 3umuthung machte, nicht seine Frau, sondern seine Ge= ebenfalls eine Absicht zu grunde, und zwar die, für das Chriften verlobt sei, daß diese ihn oft besuche, daß er ihr furz vor der Verliebte zu werden. Dies habe sie so empört, daß sie ihm den Verthum Propaganda zu machen. Aus voller Kraft arbeiten in dem lobung ein großes Bouquet geschenkt habe, ihr Bild feinen Schreib- lobungsring zurückschickte und nichts mehr von ihm wiffen wollte. Ausstattungsstücke Dekorationsmaler, Maschinenmeister, Musiker, tisch schmücke 2c. 2c. Auch hörte sie, daß die Starte, womit sie Zeit Er habe ihr den Ring jedoch wieder zugeschickt und sich ihr weiter Balleteusen und auch das dramatische Personal im engeren Sinne, und Etunde ihrer Abreise nach Bremen mitgetheilt hatte, richtig in genähert. Als dann die Zeit kam, wo sie zu ihrer Mutter nach um der verderbten Welt zu demonstriren, was es doch für eine feine Hände gekommen, aber von ihm nicht weiter beobachtet worden Bremen reiste, sei sie schon empört gewesen, daß Reibenstein nicht schöne Sache sei um den wahren Glauben und um die Bekenner, war. Die Schwestern gingen dann zu dem ihnen bekannten Schrift auf dem Bahnhofe war. Als sie mit ihrem Kinde nach Berlin die im alten Rom für den Heiland in den Tod gegangen. fteller Christian Morgenstern und theilten ihm das Gehörte mit. zurückgekehrt war, merkte sie immer mehr, daß Reibenstein sich Die Handlung geht nämlich unter dem Kaiser Nero vor sich, der ein Dieser schrieb sofort an St. und bat um eine Unterredung, wobei zurückziehen wolle und so habe sie sich endlich auf den Weg gar possirlicher Mann ist. Er glaubt fest und steif nicht allein an sein er hinzufügte, daß, wenn das Verhältniß gelöst sein sollte, er die gemacht, um ihn Als dann die Wirthin ihr ihn aufzusuchen. Zweifel darüber Gottesgnadenthum, sondern ist auch von der Göttlichkeit seiner eigenen Rechte des Kindes mit allen Mitteln verfechten werde. R. aut feinen ließ, daß eibenstein sich sich mit gebeiligten Perfon überzeugt und folgert aus diesen schäßenswerthenwortete, daß er am 2. Mai zu der Unterredung bereit sei. einem Fräulein von 3., die er schon vor dem Verkehr mit verlobt sei es ihr siedeheiß geworden Eigenschaften, daß er gleich Herrn v. Schirp alles machen kann. Er ist Inzwischen trat der Zwischenfall ein, der zur Erhebung dieser ihr gekannt, Dichter, Musiker, Maler, Schauspieler, Athlet und der Himmel weiß Anklage geführt hat. Am Abend des 1. Mai kaufte sich die An- und sie sei empört gewesen über die Schurterei, deren Opfer was sonst noch in höchster Potenz, und fühlt sich bei Bethätigung geklagte in dem Eisengeschäft von Mehler 1. Adolf in der Winter- fie geworden. Sie habe es nicht faffen können, daß ein Mensch, der dieser Vorzüge an keinerlei Schranken, an teine Verfaffung gebunden. feldstraße einen Revolver und sechs scharfe Patronen und ging ihr so oft seine Liebe gestanden und ihr oft die Versicherung gegeben, Solche Genialität zu verhöhnen, vermißt sich eine Rotte von Menschen, mit ihrer Schwester wieder zu R.'s Wohnung. Er war nicht zu daß er elend zu grunde gehen müsse, weil er rücenmartwelche den Namen Christen führt. Sie müssen auch schön dafür Hause, sie sagte aber der Wirthin, daß sie ihn erwarten wolle, leidend sei, sich nun mit einer anderen verloben konnte. Sie büßen. Wir sehen so nervenerschütternd wie möglich die Durch weil sie sich nothwendig mit ihm auszusprechen habe. Die Wirthin erwähnt auch, daß sie nie von Reibenstein Geld oder werthvolle peitschung eines zwölfjährigen Staatsfeindes dargestellt und hören ließ die beiden Mädchen denn auch in das Zimmer, steckte die Geschenke erhalten habe, während sie ihm noch in letzter Zeit 25 M. fein durchdringendes Geschrei von der Folterbank her. Wir beobachten, Lampe an und entfernte sich. Die Angeklagte schraubte die Lampe babe leihen müssen. Die Angeklagte versichert, daß sie ihr Kind wie sich die Umstürzler gesetzwidrig versammeln, wie sie geradezu niedrig, damit R. bei seiner Heimkehr nicht gleich merken sollte, felbft genährt und sich nach den Eröffnungen, die ihr die Wirthin unerhörte Majestätsbeleidigungen ausstoßen und diesem daß Besuch da sei. Die Angeklagte hatte den mit fünf scharfen Frau Simon gemacht, in einer unendlichen Aufregung befunden habe. frevlen Thun von der wachsamen Polizei ertappt werden. Patronen geladenen Revolver bei sich; sie hielt ihn in der rechten Sie giebt zu, daß sie sich schon früher einmal einen Revolver gekauft Schließlich sehen wir, wie die Christen zwar ausge: Hand, bedeckte ihn aber mit einem Theile ihres Kleides. Um 111/4 Uhr habe und zwar sei dies geschehen, als Reibenstein ihr zugemuthet rottet werden, indem man fie einem Löwen vorwirft, fam R. nach Hause. Lina Gerdes begab sich, als sie die Hausthür babe, seine Geliebte zu werden. Als es ihr gelang, am 29. April der sich in eigener Person dem Publikum vorstellt, wie öffnen hörte, nach vorheriger Verabredung aus dem Zimmer in den Reibenstein zu sprechen, sei ihre Aufregung noch viel größer geworden. aber dennoch einer der Besten des Landes mit ins Verderben ge- hinteren Theil des Hausflures und als R. sein Zimmer betrat, fand Er behandelte sie dabei sehr fühl und als sie das Wort fallen ließ, zogen wird. Markus nämlich, der Polizeiverwalter der Stadt Rom, er nur die Angeklagte vor. Was sich dort zwischen den beiden er- daß sie nun erst ihre Existenz wieder aufbauen müsse, habe er verliebt sich in die Christin Mercia, läßt sein ganzes Bacchanal im eignet hat, soll nun durch die gerichtliche Verhandlung aufgeklärt höhnisch gefragt, wie lange dies noch dauern Stiche und geht mit ihr in den Tod. Man stelle sich solche Er werden. Fest steht, daß aus dem Revolver der Angeklagten ein Fönne. Sie habe darauf auf die Existenz des Kindes hingewiesen eignisse nur vor, wie sie dick im Stile der Neu Ruppiner Bilder- Schuß losgegangen ist und daß, als darauf die Schwester und die und ihn an seine Pflichten auf dieses erinnert. Da habe er geant bogen aufgetragen werden. Ein Dialog von solcher Anspruchslosig- Wirthsleute in das Zimmer eilten, sie den R. vor der Angeklagten wortet, daß er bis Oktober zahlungsunfähig sei. Als sie feit auf höhere Bedeutung, daß der Text eines Opernrezitative ihm ftehend fanden. Die se war durch verschiedene Siebe, die ihn an fein Versprechen erinnert, fie im Oktober zu heirathen, da gegenüber noch ein dramatisches Meisterwerk ist. Jeder Att schließt R. mit feinem Seitengewehr gegen fie geführt hatte, fagte er:„ Nein, das geht nicht!" aber als wirksame Gruppe mit Tamtam und elektrischer verwundet. Lina Gerdes ging mit ihrem Echium auf R. los, Die Angeklagte schildert mit großer Beredsamkeit den GeistesBeleuchtung. Je meiter die Handlung vorschreitet, je effektvoller er schlug mit dem Säbel nach ihr, der Schlag traf aber zustand, worin sie sich befunden, als sie sich am 1. Mai den Rewird die Geschichte und je stärker auch der Beifall, in dem nur den Hut. Noch in derselben Nacht erschien ein Kriminal- volver gekauft habe. Dem Verkäufer gegenüber habe sie sich allerdie andächtig lauschende Menge fundgiebt, wie sie sich durch das schutzmann in der Wohnung des R. Ihm händigte Reibenstein dings äußerlich ruhig gezeigt, in ihrem Innern aber habe es getøbt. Spektakelstück von der Vortrefflichkeit des Christenthums und von den noch mit vier Patronen geladenen Revolver aus. Die An- Was sie eigentlich mit dem Revolver gewollt, sei ihr ganz der Unanständigkeit seiner heidnischen Feinde überzeugt hat. Wir geklagte wurde wegen der erlittenen Hiebwunden nach der Charitee untlar, sie habe das unbestimmte Gefühl gehabt, eine fie sich müssen allerdings geflehen, daß wenn wir einmal die alte Welt gebracht und von dort am 14. Mai entlaffen und in Untersuchungs- da ß solche Waffe taufen 11 11 damit zu Reibenstein gehen müsse, ihn verulkt sehen wollen, wir doch lieber in eine Offenbach'sche Operette haft gebracht. fragen, Den Vorsitz des Schwurgerichts führt Landgerichtsrath Boisly, u eigentlich beabsichtige. geben. Das„ Schauspiel" wurde in seiner Art sehr gut aufgeführt. Die Anklage vertritt Etaatsanwalt Plaschke, die Bertheidigung Als fie mit ihrer Schwester am 1. Mai zu Reibenstein Besonderes Lob verdienen Fräulein Thouret, welche das Christen- führen die Rechtsanwälte P. Jonas und Dr. Sello. Die An- ging, habe diese nichts davon gewußt, daß sie den Revolver mit mädchen Mercia gab, Herr Wendt, der den Präfekten spielte, und geklagte ist eine fleine, schmächtige Figur, fie trägt einen Tituskopf, fich führte. Auch bei der dann folgenden Unterredung mit ReibenSerr Max Samst, der einen betrunkenen Philosophen verkörperte. ihr Gesicht ist blaß, der Gesichtsausdruck aber ziemlich energisch. stein will sie nicht gewußt haben, was sie that, versichert aber, daß Nicht zu vergessen des Herrn Ottomeyer, der den Kaiser Hero fehr Unter den wenigen Zeugen, die geladen sind, befindet sich die sie nicht die Absicht gehabt habe, auf ihn zu schießen. Sie be wirksam darstellte. An Dekorationen und Gruppirungen wurde vor- Schwester der Angeklagten und der Einjährig- Freiwillige Reiben- hauptet, daß R. fie nach seiner Heimkehr sofort bemerkt und gefragt treffliches geleistet. stein, der in der Uniform des 3. Garderegiments erschienen ist. habe, was sie so spät noch wolle und welche Bedeutung der ReDem Budapester Poffen- und Operetten- Theater der Gebr. Vor Eintritt in die Verhandlung beantragt der Staatsanwalt den volver habe, den sie in der Hand trage. Sie habe dararf gefragt, Anton und Donat Herrnfeld ist am Dienstag die Große Schauspiel- Ausschluß der Deffentlichkeit. Der Vorsitzende erklärt, daß nach ob es wahr sei, daß er sich mit Fräulein v. 3. verlobt habe, er Mittheilung der Wertheidiger die Sache so geführt werden sollte, habe geantwortet: Nun ja! Darauf habe er sich herumgedreht und Ronzession ertheilt worden. daß ein Ausschluß der Deffentlichkeit sich umgehen lassen werde. eine für ihn bestimmte Pofitarte gelesen. Sie sei darüber sehr Rechtsanwalt Jonas bestätigt dies und erklärt, daß die etwa an- empört gewesen und habe ihm entgegen gerufen: So denkst Du Prozek Gerdes. stößigen Dinge, die berührt werden müssen, in einer Form vor also an Dein Ehrenwort und an Dein Kind? Solch ein Der Prozeß gegen die Pianistin Marie Gerdes hatte gestern ein gebracht werden sollen, daß fie teinen Anstoß erregen. Der Ge- ehrloser Schuft bist Du? Darauf habe er sein Seitenund sei auf sie eingedrungen. Er habe zahlreiches Publitum in den Zuhörerraum des großen Schwurgerichtsrichtshof beschließt, vorläufig noch nicht die Deffentlichkeit auszu- gewehr gezogen immerfort auf fie losgeschlagen, so daß sie faales in Moabit gelockt. Besonders stark vertreten ist das weibliche schließen. Auf die allgemeine Frage des Borsitzenden erklärte die Anfünf Wunden an den Armen und an der Hand davongetragen habe. Geschlecht. Die auf versuchten Mord lautende Anklage richtet 3u ihren Da sei plötzlich der Revolver losgegangen; fie sei sich aber nicht sich gegen die unverehelichte Marie Anna Gerdes, früher in der geklagte, daß sie sich nicht schuldig fühle. Winterfeldstraße wohnhaft gewesen, am 9. Juni 1872 zu Bremen Personalien bemerkte fie: Sie sei die Tochter eines Mufikers in bewußt, mit dem Finger das Schloß berührt zu haben. Auf Befragen des Staatsanwalts erklärt sie, daß ihr nichts geboren und umbestraft. Sie wird beschuldigt, am Abend des 1. Mai Bremen, der in ihrer frühen Jugend bereits geftcrben sei. Sie mit Vorsatz und Ueberlegung den Versuch gemacht zu haben, den habe sich nach Absolvirung des Schulunterrichts dem Studium der davon bekannt sei, daß ihr Vater am Delirium gestorben oder daß waz Dann fei sein Verkehr mit ihr etwas er " und " " ihre Mutter wegen Kuppelei bestraft sei. Auf Ersuchen des Rechts-| um mich zu fragen, ob es sich bewahrheite, daß ich mich mit Fräuleint Auf Befragen des Vertheidigers Rechtsanwalt Jonas bestätigt anwalts Jonas erzählt sie zwei Vorfälle, bei denen Reibenstein plöglich, v. 3engen verlobt habe. Unterdessen trat ich an den Schreibtisch, die Schwefter der Angeklagten, daß die letztere in der Zeit von Eifersucht geplagt, in unschöner Weise auf sie losgefahren sei. um eine dort liegende Postkarte des Schriftstellers Christoph Morgen vor dem angeblichen Attentat wenig feste Nahrung zu sich genommen In dem einen Falle habe er sich auf offener Straße so gegen sie stern zu lesen. Daß sie einen Revolver bei sich führte, wußte ich da- und zumeist von startem Raffee gelebt habe. Dabei habe sie ausbenommen, daß ein Passant ihm das Wort Flegel" zugerufen mals nicht. Sie wiederholte ihre Frage nochmals, ich wurde nahmsweise am Abende des verhängnißvollen Besuchs bei Reibenstein habe, in einem anderen Falle, im Thiergarten, habe er sich so auf- darüber indignirt und sagte ganz kurz abweisend: Na, ein Glas Wein getrunken.- Oberarzt Dr. Bennecke hat die Angeklagte fallend betragen, daß sie wirklich einen Wahnsinnsanfall be mein Da Gott ja!" Etwa 8 Stunden nach ihrer Eingriff fie plößlich blizschnell in der Charitee behandelt. Sie fei fürchtet habe. unter ihr Kleid und ich sah, daß fie einen Revolver lieferung hat der Sachverständige fie untersucht. Zur Begutachtung des geistigen Zustandes, in dem sich die An- mir dicht vor die Brust hielt. Ich fagte: Was hast Du denn da, völlig flar und geistig normal und ruhig gewesen. Am linken geklagte befunden, und zur Erörterung der Frage, welchen Einfluß einen Revolver? Justinktiv griff ich zu meinem auf dem Tisch Handgelenk habe sie nur leichte Abschürfungen und blaue das Kindbett und das Stillen des Kindes auf ihren Geisteszustand liegenden Seitengewehr und schlug sie damit auf die Hand. Flecken gehabt, wogegen die Wunden an der Stirn scharfrandig ausgeübt haben kann, ist Professor Landau als Sachverständiger Präs.: Wenn Sie so dicht vor ihr standen, so wäre und blutig gewesen. Die Heilung habe einen günftigen und regelgeladen. Da bei diesen Erörterungen Punkte berührt werden müssen, es doch natürlicher, daß Sie mit der Hand zupacten, anstatt rechten Verlauf genommen. Wie viele Schläge die Angeklagte erdie die öffentliche Verhandlung nicht vertragen, so schloß der Gerichts- sich erst das Seitengewehr vom Tische zu holen?-halten, tönne er nicht angeben, jedoch sei er nicht im stande, die hof auf Antrag des Staatsanwalts für diesen Theil der Verhand- 3euge: Mit der Hand nach einem geladenen Revolver Behauptung Reibenstein's, daß er nur viermal zugeschlagen, zu lungen die Oeffentlichkeit aus. zu greifen ist doch nicht ungefährlich. Sie widerlegen. Die Wunde an der Stirn rühre von einem Schlag Die Beweisaufnahme beginnt um 81/2 Uhr nachmittags mit der ließ den Revolver nicht los und so schlug ich zum zweiten Mal mit mit der blanken Waffe her. Möglich sei es, daß der Hieb, Bernehmung des Einjährigen Rei benstein, wobei die Deffent- dem in der Scheide steckenden Seitengewehr zu. Sie unterstüßte der die Stirn traf, gleichzeitig den Finger der linken Hand lich feit ausgeschlossen wird. nun die etwas müde gewordene rechte Hand durch die linke, ich verletzte. Die Frage, ob die Angeklagte sich am Abend des Der Ausschluß der Deffentlichkeit wird auch während des schlug zum dritten Male zu und nun frachte der Schuß. Da Frl. 1. Mai in einem Zustande befunden haben könne, wodurch ausgeschloffen wurde, wird größten Theils der Vernehmung des Zeugen Robert Reibenstein Gerdes Miene machte, noch einmal zu schießen, so schlug ich blind- ihre freie Willensbestimmung aufrecht erhalten und erst als sich die Vernehmung dem fritischen lings zu und traf unglücklicherweise ihre Stirn, so daß sie zusammen- von dem Sachverständigen bejaht. Die Angeklagte sei eine höchst Tage näherte, erhält das Publikum wieder Zutritt. Präs.( zum stürzte. Präs.: Ist das Losgehen des Schusses auf den eigenen erregbare, psychisch nicht normale Person. Durch das Wochenbett Zeugen): Als die Angeklagte mit ihrem Kinde aus Bremen Willen des Fräulein Gerdes zurück zu führen, oder hat Ihr Schlagen sei die Neigung zu derartigen Ausschreitungen gesteigert, so daß wieder zurückkehrte, hat Sie Ihnen da nicht geschrieben und um auf die Hand dazu mitgewirkt?- 3enge: Es mag wohl sein, sie bei der Begehung der That nicht zurechnungsProf Dr. Landau schließt sich diesem eine Unterredung gebeten?- 3enge: Ja. Ich hatte sie daß durch den Schlag, den ich ihr versetzte, der Revolver zum fähig war. nach dem Kempenerplatz auf den 2. Mai vormittags 10 Uhr Entladen gekommen ist, es ist auch nicht unwahrscheinlich, daß Gutachten an. bestellt. Präs.: Mir will nicht scheinen, daß ein öffent- Fräulein Gerdes sehr aufgeregt war, als sie zu mir fam. Der In später Abendstunde beginnen die Plaidoyers. Auf Antrag licher Platz der geeignete Ort zu einer solchen Aussprache sei. Beuge erzählt weiter, daß dann auf Betreiben seiner Wirths- des Staatsanwalts wird zu den Schuldfragen die Unterfrage wegen Beuge: Die Angeklagte ist am 28. April abends zu mir gekommen, leute und des Fräulein Lina Gerdes die Polizei benach Bedrohung gestellt. Der Staatsanwalt beantragt mit Rücksicht auf die Gutum sich mit mir auszusprechen. Ich habe ihr darauf gesagt, daß richtigt worden sei, und betont, daß er sich in der Nothwehr ich sie schriftlich nach dem Remperplatz bestellt habe. Darauf ist befunden, als er zum Gebrauche seines Seitengewehres schritt. Ein achten der Sachverständigen die Freisprechung der Anfie ohne weitere Bemerkung weggegangen. Rechtsanwalt Jonas: Wort des Bedauerns habe die Angeklagte nach dem Vorfalle nicht getlagten, führt aber den Geschworenen noch einmal den Die Angeklagte behauptet, daß sie an jenem Abende folgendes Ge- gesprochen. Der Zeuge bleibt im Widerspruche mit der Angeklagten ganzen Gang der Ereignisse vor, da sie in ihrem Urtheile ganz spräch gehabt habe: Sie habe gefragt, ob es wahr sei, daß er sich dabei, daß letztere nicht gestanden, sondern noch auf dem Sessel ge- felbständig seien. Für den jungen Reibenstein eine Lanze ein mit einer anderen verlobt habe. Er habe es verneint. Sie habe weiter sessen habe, als der Schuß, der dicht an seinem Ohr vorbeigegangen, zulegen, erklärt sich der Staatsanwalt außer stande. Ein Mann, der gefragt, ob zwischen Ihnen eine Veränderung vorgegangen sei. lostrachte. Er erklärt, daß bei dem letzten Schlage, den er gegen die in der geschilderten Weise mit der Angeklagten ein Verhältniß au Wieder sei die Antwort Nein erfolgt. Dann habe die Angeklagte Angeklagte geführt, zufällig die Scheide von dem Seitengewehr geknüpft, dieses trotz allem, was paffirt war, aufrecht erhält und sich gefragt, ob er auch daran denke, unter welchen Bedingungen sie den geflogen sei, so daß der Schlag mit dem nackten Seitengewehr von der Angeklagten Geld borgt, obwohl er sich schon mit einer Verlobungsring trage und ob sie ihn zurückgeben solle. Abermals geführt sein müsse. Der Vertheidiger betont, daß er dann die andern verlobt hat, könne nicht sehr hoch eingeschätzt werden. fei eine verneinende Antwort erfolgt. Schließlich habe sie gefragt, Scheide schon wieder aufgenommen haben müsse, als die Schwester Mit großer Wärme nehmen sich Rechtsanwalt Jonas und ob er denn nicht das Kind einmal sehen wolle und warum der Angeklagten in das Zimmer drang. Auf weiteres Befragen Rechtsanwalt Dr. Sello in ihren eindringlichen Plaidoyers ihrer denn ihr Bild, welches sonft auf dem Tische gestanden, der Vertheidigung bleibt der Zeuge mit Bestimmtheit dabei, daß er Klientin an und führen den Geschworenen vor Augen, in welche nicht mehr da sei? Darauf sei die Ausrede erfolgt, daß die nur vier Schläge geführt und davon nur zwei ohne Scheide geführt bedauernswerthe Lage sie durch das Verhalten des Reibenstein ge= Mutter Besuch von außerhalb gehabt und ihn ersucht habe und er sein können. Weiter erflärt der Zeuge nochmals: Er habe in der bracht worden sei. deshalb das Bild wegthun mußte. Der Zeuge erklärt auf diesen langen Zeit, die seit dem Vorfall vergangen, die Meinung Die Bertheidiger beantragen Freisprechung. Die Geschworenen verneinen sämmtliche Schuldfragen, worauf Borhalt, daß er sich auf die Einzelheiten der Unterredung nicht mehr gewonnen, daß die Angeklagte doch vielleicht nicht den Muth gehabt besinnen fönne. Präs.: Am nächsten Tage ist die Schwester hätte, zu schießen, wenn nicht alles so plötzlich gekommen wäre. die Freisprechung der Angeklagten erfolgt. der Angeklagten zu Ihnen gekommen und dieser haben Sie auf ihre Sie habe nämlich schon öfter gedroht, sich und ihn zu erschießen, Frage gefagt, daß von einem Bruche zwischen Ihnen und der ohne diese Drohung wahr zu machen. A13 Zeugin ist Warum fagten Sie ihr denn durch den Staatsanwalt die Mutter Angeklagten feine Rede sei. des Zeugen, Frau folche Zeuge: Weil ich ich ja am Reibenstein, geladen worden. Sie sagt nichts wesentliches aus. 2. Mai eine vollkommene Aussprache mit Der Angeklagten Auch die Aussagen einer Reihe weiterer Zeugen sind nicht von in Aussicht genommen hatte. Präs.: Wir kommen nun an Belang. den Sonnabend, 1. Mai, abends. 3euge: Ich kam Daß die Angeklagte sich schon ein Jahr vorher in höchst etwa um 111/4 Uhr nach Hause und war erstaunt, in meinem Bimmer exaltirter Stimmung befand, schließt die Vertheidigung aus Licht zu finden. Ich sah Frl. Gerdes mit einem ernsten und vers einer Stelle ihres Tagebuch 3 vom 24. Oktober 1892, welche biffenen Gesicht auf dem Seffel sitzen. Meiner Gewohnheit gemäß folgendermaßen lautet: D Gott, diese Verstimmungen sind schreckzog ich mein Seitengewehr aus dem Koppel und legte es auf den Tisch, lich! Diese Angst! Wie soll es nur enden? Diese Schlappheit, damit ich es am nächsten Tage nicht vergässe(). Währenddem diese Müdigkeit! Diese Gleichgiltigkeit gegen die Zukunft! Ich muß fragte ich Fel. G., was sie so spät zu mir führte. Sie sagte, sie sei gekommen, mich schämen." unwahrheit? Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband.teigend-Genoffinzen des 2. Wahlfreiſes. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 27. September, abends 8 Uhr, im Vorstädtischen Kasino, Ackerstraße Nr. 144: Branchen- Versammlung der Modell- und Fabrittischler. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Grempe. 2. Diskussion. 3. Wahl von Kommissionsmitgliedern. 4. Verbandsangelegenheiten. Am Dienstag, den 28. September, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e( gr. Saal): Branche für Ladeneinrichtung. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage in der Branche und wie verbessern wir dieselbe? Referent Kollege Stusche. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen von Krüger u. Homann, Beuthstraße 4, eingeladen. 293/14 Am Mittwoch, den 29. September, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e: Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Tischler. Tages Ordnung: 1. Besprechung der Mißstände in der Branche und wie beseitigen wir bieselben? 2. Verbandsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Küchenmöbel- Tischlers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Sonntag, den 26. September 1897, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Schriftstellers Herrn Schütte über: Robespierre. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 10 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet 211/16 Die Vertrauensperson. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienst a g und Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt!!! Dachdecker. Sie können dieselben bei jeder Bank anlegen. Memelerstraße. Erstes Bataillon in Küstrin, zweites Bataillone in Frankfurt a. D. Wetter- Prognose für Sonntag, den 26. September 1897. Ziemlich warm, vielfach heiter, zeitweise wolkig bei mäßigen südwestlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Holzarbeiter! Oeffentliche Versammlungen der Bantischler Arbeiter- Bildungsschule.ontag, 27. September, abends 8 1hr: Sonntag, den 26. September 1897, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Berlin: Englischer Garten, Alexanderstraße 27c. Gr. Versammlung. Weißensee: Im Lokal des Herrn Häling, Laughanstr. 106. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Dr. Gustav Heymann über: Die Ernährung des Menschen. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. 6/6 Die Mitglieder und Gäste sind hierdurch höflichst eingeladen und erwartet zahlreichen Besuch Der Vorstand. Branchen- Versammlungen der Musikinstrumenten- Arbeiter. Freie Kranken- und Begräbniß- Kaffe Für die Werkstätten im Norden Berlins am Montag, den 27. September, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Wernau, Schwedterstr. 23-24. Mittwoch, den 29. September, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Cohn, Venthstraße Nr. 20/22. Tages Ordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag. 2. Branchenangelegenheiten. Montag, den 27. September, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Gold, Große Frankfurterstraße 133: Branchen- Versammlung der Kammmacher- Berufsgenossen. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Branche und wie verbessern wir die felbe? Referent Kollege Stasche. 2. Disfujston. 3. Neuwahl der Kontmission. 4. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. der Schuhmacher.( s. s. 27.) Montag, den 27. September, abends 81, hr, im Lokal des Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Friedrichshagen, Adlershof und Köpenick: Schönerlinderstr. 5 bei Schulz. Rixdorf: Bergstraje 147 bei Gröpler. Charlottenburg: Bismarckstraße 74 bei Leder. Gr.- Lichterfelde und Steglik: ter bei Dieke. Restaur. Zum schwarzen Adler Schöneberg: Grunewaldstraße bei Obst. Tages Ordnung: Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Bantischlerei. Referenten: Ahrens. Bleck. Klinger. Kuschke. Maass. Millarg. Zaske. Jeder Bautischler ist im eigenen Interesse verpflichtet, in einer dieser Versammlungen zu erscheinen. 293/10 Der Einberufer. 1. Die Nothwendigkeit der freien Hilfskaffe für die Fabritarbeiter, sowie für die selbständigen Schuhmacher. Ref.: Kollege J. Ege. 2. Verschiedenes. Fabritschuhmacher, sowie die in der Gausinduſtrie beschäftigten Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter Kollegen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Zimmerer. 8836 und verw. Berufsgenossen.( Bahlstelle Beriln.) Dienstag, den 28. September 1897, abends 8 Uhr, im Lokale Dresdenerstraße Nr. 45: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Da in lester Zeit der Versammlungsbefuch ein sehr schwacher Zentral- Krankenkasse d. Zimmerer fussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwar, ersuchen wir die Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Kollegen Grunert und Westphal sind ganz besonders eingeladen. Die Ortsverwaltung. Bildungsverein ,, Mehr Licht" Sonntag, den 26. September, mittags 22 Uhr: ( Filiale V). 1. Bericht der Delegirten vom Verbandstag in Pforzheim. 2. Diss 72/5 Die Ortsverwaltung. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das III. Quartal mit sucht Sonntag, den 24. Oftober, findet eine Matinée im Konzerthans dem 26. September abschließt und der neu gewählte Kassirer August Bachmann, Wohnung: Eisenbahnstr. 35, vom Montag, Sanssouci", statt. Billets sind in der Versammlung sowie beim Komitee den 27. September an kassirt. 259/15 ut haben. Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimstr. 41a. Rummelsburg- Stralan.Korbmacher Verband Besuch des Museums für Naturkunde, Juvalidenstr. 42/44, Dienstag, den 28. September 1897, abends 8% Uhr, unter Führung des Herrn Dr. Joël. Treffpunkt vor dein Museum. Abends 62 Uhr, Alexanderstr. 27c( großer Saal): Verlammlung. zeit!" bei Gittler, Neue Prinz Albertstrasse( Kietz): Versammlung Tagesordnung: Bortrag von Herrn Dr. Joël über:„ Aus der Stein- des sozialdemokratischen Vereins. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 57/8 Tages Ordnung: 1. Die Sozialreform im Klassenstaat. Ref. Genoffe P. Hamacher. Gäste sind zu allen Veranstaltungen des Vereins herzlich willkommen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Auf zahlreichen Besuch rechnet Wäschebranche! Dienstag, den 28. September, abends 8 Uhr, in Schulz' Festfälen, Nene Königstraße 7: Große öffentliche Versammlung Musk 8/9 Der Vorstand. der Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäschebrauche. Orchester. Prompte Ausführung. Bestellungen werben täglich mündlich Tages Ordnung: zu allen Privat- und Vereins- Festlichkeiten vom Klavier bis zum größten von 10-1 Uhr sowie schriftlich und per Telephon entgegengenommen Zürich. 2. Distufion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission Restaurant Schiller, Rosenthalerstr. 58, Telephon- Amt III, 1296. 251/12 Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. 1. Arbeiter und Arbeiterinnenschutz und die Arbeiterschutz- Konferenz in und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 2. Oktober, in Cohn's Festfälen, Benthstraße 20: 2. Stiftungsfest unter Mitwirkung des Gesangvereins Fortschrift 283/12 Anfang 8 Uhr. ( Mitglied des A.- S.-B.) Anfang 8 Uhr. Billets sind bei sämmtlichen Vertrauensleuten und im Arbeitsnachweis, Kommandantenstr. 58, zu haben. Das Comité. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Tischlermeister, Compl. Wohnungs- Einrichtungen. Franz Tutzauer, Berlin War,( 23582 SW., Blücherstr. 14. Portièren, Gardinen, Gangbares Materialwaaren- GeBetten tentontonen, schäft zu verf. Aðalbertje. 69, 18745 Regulatoren, Kleidungsst., Operngl., Kanarienhähne, Vorschläger, verk Reisekoffer spottb. Pfandl. Neanderstr. 6. Joachim, Fehrbellinerstr. 46. 771. Metallarbeiter! Dienstag, den 28. September, abends 8 Uhr: Zwei öffentl. Versammlungen im ,, Kösliner Hof, Köslinerstr. 8, und in Keller's Fettsälen, Koppenstraße 29. Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand des Ausstandes der gesammten Eisenformer und unfere weiteren Maßnahmen. Bahlreiches Erscheinen nothwendig. Der bisherige Vertrauensmann der Klempner, Zimmermann, ist liefern. Bis auf weiteres werden die Geschäfte durch den Kollegen Herm. Noeske, Admiralstr. 18 c, versehen; derselbe kassirt jeden Sonnabend bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11. 168/13 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Räther, N., Anklamerstr. 44. Außerordentliche Achtung, Klempner! jenes Amtes enthoben und find Gelber an denselben nicht mehr abzu: General Versammlung ber Allgemeinen Nach kurzem schwerem Leiden verstarb heute Vorm. 1134 Uhr unser geliebter Gatte und Bater, der Zahnkünstler Bolts- Krankenkasse Georg Superezynski ( G. H. 126) Dienstag, 28. September 1897, abends 7 Uhr, in Milbrodt's Festsälen, Müllerstraße Nr. 7. Die Generalversammlung besteht aus der Gesammtheit der stimm berechtigten Mitglieder. 476 Der Vorstand der Allgemeinen Bolts- Krankenkasse( E. S. 126). G. Schiele, Borsitzender. Gemischter Chor sucht anständige Herren und Damen als Mitglieder. Aufnahme jeben Dienstag Abend 9 Uhr im Vereinszimmer, Rosenthalerstr. 57, Eingang Gorman straße 28 bei Schiller. 9126 Hiermit nehme ich die gegen den Restaurateur Wilhelm Schünemann zu Berlin, Steinstr. 17, aus: gestoßene Beleidigung, derselbe lasse fich für den Stellennachweis Geld zahlen, zurück; bedauere, diese Aeuße: rung gethan zu haben, und erkläre denselben für einen selbstlosen Ehrenmann. E. Haase. 9076 Möbel- Einrichtung. Nußbaum, neue extra bestellte Arbeit, billigst ver käuflich Admiralstr. 8, vorn I. lints. Möbel unter Garantie guter Arbeit. Thell80832* zahlung gestattet. H. Brandt, Alte Jakobstr. 65. Strickwolle- Ausverkauf. Reste in Zephyr und Stockwolle zu Fabritpr. Holzmarktstr. 60, S. L. 1. Tr im Alter von 42 Jahren. 9176 Dies allen Verwandten, Freun den und Bekannten zur traurigen Nachricht. Berlin, 25. September 1897. Auguste Superczynski nebst Kindern. Die Beerdigung findet auf dem Begräbnißplaß der Frei religiösen Gemeinde( PappelAllee 17) am Dienstag, den 28. b. M., Nachm. 3½ Uhr, statt. Danksagung. Freundinnen und Bekannten meinen innigsten Dank für die herzliche Theil nahme und zahlreichen Kranzspenden bet der Beerdigung meiner innigst geliebten Frau. Insbesondere nochmals meinen herzlichen Dank dem Garnierpersonal der Firma Gattel und dem Personal der Firma Lichtenstein. Berlin, den 25. September 1897. 8786] Willy Denker und Kinder. Eine gut eingerichtete Tischlerei mit vier Hobelbänken, kann auch zum April vergrößert werden, ist sofort zu verkaufen. Schöneberg, Hoheit friedbergstr. 20. 913b Filz- Hüte in größter Aus wahl für Damen u. Kinder, gar nirt u. ungarnirt zu anerkannt billigen Preisen, auch Trauerhüte. W. A. Peschke Berlin, 1. Geschäft Lützowstraße 30, 2. Geschäft Lützowstraße 39. Lieferwagen, 9146 Eigene Stroh- und Filzhut- Fabrit extra start, auch alle Sorten Kinderwagen- Räder. M bei den Geschäftsräumen. Bekanntmachung! Allen Freunden u. Bekannten hierdurch die Mittheilung, daß das über meine Frau und mich, sowie in geschäftlicher Beziehung verbreitete Gerücht nur auf einen ganz gewöhnlichen Rache: Aft zurückzuführen ist und ist das gerichtliche Verfahren in dieser Angelegenheit bereits eingeleitet. Meine Frau lebt und befindet 780ɓ sich sehr wohl. Richard Stock, Wrangel Straße Nr. 23. Möbl. Schlafft. Fürstenstr. 7, v. II I., Frol. Schlafft. Brizerstr. 35, v. 3 Tr.. Schlafft. f. 1 S. Stalizerstr. 12, D. 1 Tr. Nispel. 8186 Schlafft. an 1 oder 2 H. vermiethb. Bendig, Urbanstr. 26, H. 3 Tr.( 8196 Sauber möbl. Schlafft. für Herrn, 3offenerstr. 18, S. 3 Tr. 1. 8056 Aust. Schlafft. f. 2§. z. vermiethen Boffenerstr. 32, S. 1 Tr. I. b. Vahl. Ruhiges Logis, sof. Langestr. 10, pt. Thiele. 8366 Möbl. Schlafft., s. Eing., Adalbert: str. 3, v. 2 Tr. I. 8346 Frol. Schlafft. f. 2 S. 6. Schmidt, 8356 Gitschinerſtr. 32, 2 Tr. Frbl. möbl. Schlafft. f. jung. Mann 2ausigerstr. 40, v. 2 Tr. 1. b. Lehmann. Möbl. Schlafstellen f. 2 S. zu vm Annenstr. 38, v. 3 Tr. r.[ 8696 Möbl. Schlafft. an Herrn zu verm. Landsberger Allee 145, v. IV[.[ 860b Möbl. Schlafft. f. Hrn. zu vm. bei Cieslinski, Alte Jakobstr. 166.[ 8616 Möbl. Bimmer Manteuffelstr. 53, v. 862B 1 Tr., Mausolf. Frol. Schlafft. Admiralstr. 20, vorn 3 Tr. r., Haubensac. 863b Möbl. Schlafft. f. 2 ørn. Wittwe Weißig, Oranienstr. 21, 3 Tr.[ 8646 Schlafft. f. H. Falckensteinstr. 26. Ludwig. Möbl. Zimmer für Hrn., 10 Mart. 8866 Naunynstr. 21, v. 3 Tr. öbl. 2fenstr. 8im. f. 1-2 Herren 859b 8536 8525 Möbl. Schlafft. bei Eue, 8immer 7636 ftraße 84. Schalfft. f. Hrn. Waldemarstr. 16, 7856 w. Burger, III. Parteigenosse find. frdl. mbl. Schlafft., sep.G., 6.B.Schneider, Blumenstr.48, III Frdl. Schlafstelle f. H., sep. Eing., Langestr. 13 v. IV. r. Möbl. Schlafstelle f. 2 S., fep. Ging., bei Meyer, Prinzessinnenstr. 7 v. IV. Schlafstelle, sep. Ging., f. 2 S., bei Metscher, Oranienstr. 196 v. III.[ 8576 Frol. Schlafstelle f. H. zu verm. bei Ww. 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( Die Frage, welche der Altmeister der schweizerischen Demo Tralie und der europäischen Sozialdemokratie, unser braver Karl Bürkli, der seit fast zwei Menschenaltern im Vorkampf steht, in den nachstehenden zwei Artikeln behandelt, ist für die Verwirklichung und Anwendung der demokratischen Grundsätze und für die praktische Gestaltung demokratischer, und natürlich auch sozialdemokratischer Organisationen von höchstem Interesse. Und Freund Bürkli, der in der Schweiz Gelegenheit hatte, sein organisatorisches Genie zu bethätigen, ist in der Frage, die er hier für den„ Vorwärts" behandelt, ohne Zweifel die oberste Autorität. Die beiden Artikel sind um so zeitgemäßer, da das Proportional- System, wie auch die Anträge 3 Parteitag zeigen, unsere Parteigenossen lebhaft beschäftigt. Di. d.„ V.") I. " " Proporz, der das Roß beim Schwanz aufgezäumt hat, wird bereits Perlmutterfabrit von Krosinsfy u. Gignac, in Deutschland, so in Württemberg und Baden, auch da und dort Köpnickerstraße 154. Muster Werkstatt mit richtiger Benals Gemeinde- und Städte- Proporz( Munizipal- Proportionalismus), tilation, Waschvorrichtung und Kleiderspinden. ja sogar von den nordamerikanischen Bourgeois des Proportional- Perlmutterfabrik von Schulz, Waldemar. Vertretungs- Verbandes"( The American Proportional Representation straße 14, Ventilation und Waschvorrichtung äußerst mangelhaft. League) als nachahmungswerth empfohlen, und das bisher hoch. Besonders starter Staub in dem abgetheilten Raum mit 4-5 Kreisgehaltene englische System des Einer- Stimmrechts( the single fägen. Kleiderspinde sind vorhanden, aber in so schlechtem Zustande, transferable vote) bei Seite geschoben. Die nordamerikanischen daß der Staub massenhaft durch die Rizen dringt. Arbeiterverbände halten freilich stramm fest an diesem, so vor allen the Zu den aufgeführten größeren Werkstellen, die zwischen 20 und Mechanics Institute in San Francisco und das dortige Journal 35 Mann beschäftigen, treten noch eine Reihe kleinerer, welche mit Hope and Home"; die Bezeichnung Arbeiter- Proporz" 3-6 Mann arbeiten. Dieselben haben natürlich ebenso wenig paßt also drüben wie hüben. Ventilationseinrichtungen, sodaß von sämmtlichen Perlmutterbetrieben Es ist daher wohl nicht außer Weges, wieder einmal vom Berlins fage und schreibe eine durch eine ordentliche StaubProporz zu reden, und da ich in meinem 75. Altersjahr stehe, so absaugung jene" Fürsorge" für ihre Arbeiter beweist, eine zweite preffit es mir, für den Proporz zu wirken; ich muß es thun, zwar die Einrichtung hierzu besigt, aber nicht vollständig in Betrieb dieweil es für mich noch Tag ist. So habe ich denn auch in einer erhält, alle übrigen aber gar keine oder so gut wie englisch abgefaßten zuschrift an eine am 27. August 1895 ab- nu lose Ventilation aufweisen. gehaltene Konferenz in Saratoga, Staat New York, diesen nord- Außer bei Krosinsky u. Eisnack fehlt es auch überall an einem ameritanischen Proportionalisten klar zu machen versucht( meine Verbandskasten, so daß bei den zahlreichen Verlegungen im Vor 30 Jahren brach im Kanton Zürich eine Boltsbewegung Bufchrift wurde in der nordamerikanischen Proportional Represen- Betriebe erft jedesmal Verbandszeug geholt werden muß. Wie unser aus, eine friedliche Revolution, wie ich sie mir für Deutschland tation Review, September 1895 abgedruckt), daß das Einer Gewährsmann berichtet, werden übrigens die meisten Betriebsunfälle wünschte, die das stramme Repräsentativ- System in die Ecke stellte Stimmrecht beim Proporz der wahre Jakob sei, und sie vor dem überhaupt nicht gemeldet. und dafür den Sig in die Verfassung aufnahm:„ Das Volt übt schweizerischen Proporz mit seiner falschen Grundlage, dem Liften- Ueberhaupt würden diese der Ueberwachung und Verbesserung die gefeßgebende Gewalt unter Mitwirkung des Kantonsrathes aus." strutinium, eindringlich gewarnt; hat aber alles nig g'nutzt." Sogar so überaus bedürftigen Betriebe seitens der zuständigen Behörden Initiative und Referendum sind die beiden Wolfsrechte, der in der Proporzielt allverehrte Professor Ernst Naville von Genf, nicht kontrollirt. mit denen das Volt die dirette Gefeßgebung ausüben der, scheint es, auch nicht sehr erbaut ist von der Art und Weise, tann. Die Initiative, deutsch: das Vorschlagsrecht des wie der Proporz in seiner Heimath gehandhabt wird, sagt wörtlich Rorfetfabrit von Gebr. Lewandowsky, Brüder Boltes, tritt in Zürich ein, wenn 5000 Unterschriften von zirka in seinem Briefe an die Saratoga- Konferenz:... in der Schweiz 95 000 Stimmberechtigten das Begehren nach Erlaß, Aufhebung oder durfte den bestehenden Wahlgewohnheiten nicht zuviel zugemuthet die großen Glasfenster des Bintdaches regnet es durch, im straße 3. Der Arbeitsraum liegt 8 Treppen unterm Dach. Durch Abänderung eines Gesetzes, sei es in der Form der einfachen An- werden. Damit meine ich aber nicht etwa, daß die Schweizer Sommer ist es furchtbar heiß, im Winter so talt, daß vor 10 Uhr regung oder des ausgearbeiteten Entwurfes, stellen. Proporzreformer alle tas Listenskrutinium oder ListenkonkurrenzIm Kanton Zürich hat also der zwanzigfte Theil des stimm System als das beste in der Theorie halten. Ich, für mich, würde morgens taum gearbeitet werden kann. In dem niedrigen Raum berechtigten Volkes das Recht, Gesetze vorzuschlagen, die der Volts- die Methode des Engländers Thomas Hare mit dem übertragbaren( auf der einen Seite 2,50 Meter, auf der anderen nur 1,85 Meter abstimmung unterbreitet werden müffen. An dieser Volksinitiative Giner- Stimmrecht vorziehen, denn sie verwirklicht besser als jede hoch) arbeiten 17 Mädchen. Kochmaschine und viel altes Gerümpel Das Kloset liegt im Keller, ist unbefinden sich im selben Raume. darf der Kantonsrath nichts, tein Jota ändern; sie muß tale andere die Idee der Proportionalvertretung. Weine Ansichten quale, so wie sie abgefaßt ist, vors Bolt kommen, das darüber in darüber sind in meinem Buche, Seite 219: Die Wahlfrage in sauber und wird außer von den Arbeiterinnen noch von einer ganzen gobo, als Ganzes, mit Ja oder Nein abzustimmen hat. Amende- Europa und Amerika" auseinandergesetzt." Auch das hat nicht gements, Abänderungen anzubringen, ist bei Volksinitiativen nicht holfen! Landsberger Allee 37, of 1 Treppe. Möbelgestattet, dagegen hat der Kantonsrath das Recht, einen Gegen- Die Mehrheit in Saratoga fand, die Schweizer hätten nun einmal fa brit von Szymanzig. In einem dunklen Anbau in der vorschlag zu machen. Das Volk hat dann zwischen beiden Vorschlägen zu mit ihrem Proporz Erfolg gehabt, sie hätten über den Majorz den Werkstatt, der einer Räucherkammer ähnlich sieht, befindet sich das entscheiden, und es kommt mitunter vor, daß sich das Volk für den Sieg davongetragen, und ihr Proporz habe sich seit Jahren wohl be- schmutzige Kloset für die Arbeiter. Da die Wasserleitung im selben Gegenvorschlag des Kantonsrathes entscheidet. Selbstverständlich währt, sich immer mehr ausgebreitet und im Volke eingelebt. Das Raum, ist der Fußboden beständig naß. Wie die Arbeiter versichern, hat das Volk schon längst im Bund, in den Kantonen, Bezirken und ist nun freilich richtig; der schweizer Proporz ist besser und zwar ist seit sehr langer Zeit das Kloset nicht gescheuert worden. Erst Gemeinden das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht viel besser als der Wajorz, aber er ist nichts destoweniger doch eine nachdem ein Arbeiter einen Hautausschlag bekommen und deswegen vom zurückgelegten zwanzigften Altersjahr. ganz verfehlte Geschichte, denn man hat dummerweise das Wert das Krankenhaus aufsuchen mußte, wurde eine gründliche Reinigung Das Referendum, deutsch die Voltsabstimmung, die zeug des Majorzes, nämlich das Listenstrutinium, dem vorgenommen. jeweilen im Frühjahr und im Herbst stattfindet, hat über die proportionalen Wahlverfahren zu grunde gelegt, und die schweizes Liqueur Fabrik von Julins Petsch. Gin Arbeitsraum, Most iz str. 20, Bier Großhandlung, Wein und Initiativen mit Ja und Nein zu entscheiden. Der Kantonsrath ift gekommen, wie die englischen Proportionalisten, daß das Einer: 2. Hof im Keller, wo Flaschen gespült werden, eine nicht desinfizirte nicht befugt, Gesetze oder Beschlüsse vor der Volksabstimmung Stimmrecht das echte, rechte Werkzeug des Proporzes ist. Sentgrube für das verbrauchte Wasser, deren' allabendliche Entleerung provisorisch in fraft zu setzen. Zweck dieses und eines zweiten Artikels ist nun, den grund- großen Gestank verursacht. Neben dem Raum, unverschließbar das Diese Institutionen haben in der Schweiz im Bund und in den fätzlichen Unterschied zwischen i stenskrutinium und& iner: finstere, schmutzige, defefte Kloset, das gleichzeitig als Pissoir dient Kantonen allgemeinen Anklang gefunden, so daß das alte Sepräsentativ. Stimmrecht hervorzuheben, zu zeigen, daß das Liſtenskrutinium und als Aufenthalt für Ungeziefer aller Art, davor ein großer System nur noch im pfäffischen Kanton Freiburg zu recht besteht. wohl für den Majorz gut und zwar sehr gut ist, für den Propor zwischen Kloset und Arbeitsraum hängen die Sachen der dort beHaufen Glasscherben. In dem dunkeln, schlecht riechenden Raum Aber auch im Ausland, so z. B. in Belgien und Nordamerika, haben aber grund schlecht, während das Einer Stimmrecht für alle diese beiden Volksrechte lebhaften Auflang gefunden, besonders aber Proporzfälle paßt, in allen Sätteln recht ist, seien die Wahlkreise bei den Sozialdemokraten aller Länder, so daß es die schweizerische flein oder groß, und erst recht recht ist, wenn das ganze Reich nur Delegation schon wagen durfte, auf dem internationalen sozialdemokra- einen einzigen Wahlkreis bildet. Das Giner- Stimmrecht kann also tischen Arbeiterkongreß in Zürich 1893 den Antrag zu stellen, das das Listenskrutinium in allen Fällen durch etwas viel besseres ersehen. Dreigestirn: Initiative, Referendum und Proporzin das internationale Programm aufzunehmen, denn es entspricht den beiden Volksrechten, daß auch die Verwaltungs- und Gerichtsbehörden, sowie die Vertretungskörper( Parlamente, Räthe) durch das Volk direkt und nach Proportional Wahlsystem gewählt werden. Der Antrag der Schweizer wurde günstig aufgenommen. Der Berichterstatter, der Belgier Vandervelde, sagte unter anderm, Seite 42 des Protokolls: Arbeiter- Sanitätskommission. Reihe männlicher Personen benutzt. M schäftigten 6 Mann. No ft iz str. 80, 2icht und Seifen Fabrik von Spielbagen; vor der Einfahrt zur Fabrik in der verlängerten die einen argen Gestank verbreiten. Gelegentlich läuft auch das Del Arndtstraße lagern Fässer in großer Zahl mit altem Fett und Del, aus nach dem Rinnstein zu und kann durch Muthwillen und Leichtfinn neuerdings zündete ein Knabe das leicht brennbare Del an eminent feuergefährlich werden. Gneisenaust r. 64 auf dem 2. Hof hat der Molkereibesitzer Als eine ihrer Hauptaufgaben hat es die Arbeiter- Sanitäts- Nagel einen Ruhstall rechts, einen Schweinestall lints im Quers Kommiffion seit ihrem Bestehen betrachtet, über die gefund gebäude. Das ganze Hinterhaus stinkt nach dem Dung, so daß die heitsgefährlich sten Gewerbebetriebe Berlins fortiether außer stande sind, die Fenster zu öffnen. laufend zu berichten. Unseren früheren ausführlichen Einzel... Um die Gesetzgebungsmaschine möglichst in Ueberein- darstellungen über die Berliner Glasschleiferei und Sandbläserei, auf dem ersten Hof stehen und die Küchenabfälle von 100 Miethern Höch ste str. 4. Die 4 Müllfästen, welche am Quergebäude stimmung mit dem Willen und den Bedürfnissen des Volkes zu Akkumulatorenbetriebe u. a. fügen wir heute einen Bericht an über enthalten, stören durch den Geruch und die Staubentwickelung die bringen, um den Widerspruch zwischen dem Willen des Volkes und den Beschlüssen der Parlamente zu beseitigen, um den jungen Die Perlmutterwaaren- Fabrikation in Berlin. darüber wohnenden Miether, namentlich im 1. Stockwert. Bronnen der Volkssouveränität zu stärken, sind wir in der KomAuf dem dritten Hof lagern Abfälle von der Fabrik frei und Mitten in einer ungenügenden, reichlich mit Perlmutterstaub gemission übereingekommen, die Einführung der direkten Gesetzgebung, schwängerten Atmosphäre, an seiner Drehbank stehend, über sein bringen Staub und Gestank in die Nachbarschaft. d. h. das Recht des Voltes, Gesetze vorzuschlagen( Initiative) und Arbeitsobjekt gebückt, an der Kreissäge und dem Schruppstein Laden und Küche bestehend. Namentlich das Hinterzimmer, welches Greifswalderstr. 13, nasse Kellerwohnung aus 2 Stuben, über Gesetze abzustimmen( Referendum), anzustreben. Wir haben es arbeitend, zur Reinigung der Schalen und verarbeiteten Stücke, ja erft vor furzeni in Deutschland gesehen, wie die Parlamente den häufig die Hände in faltes Wasser tauchend, bringt der Perlmutter 148 Meter unter den Hof liegt, an den Wänden mit Schimmel Willen des Volkes fälschen und zwar erst letzthin( 1893) bei den arbeiter den größten Theil des Tages zu. Der überall herum Möbel und Kleidungsstücke verschimmeln. bedeckt, trotzdem sie mit Delfarbe gestrichen sind. Stockige Luft, Wahlen. Das Volt erklärte sich gegen die Militärvorlage, das vom wirbelude Staub setzt sich in dicken, weißen Schichten auf Kleider, Volfe gewählte Parlament aber nahm sie trotzdem mit Mehrheit an. Haare, unbedeckte Körpertheile ab, dringt aber auch mit der Naunyn str. 77 in dem 1,63 Meter unter dem Pflaster geDurch Einführung von Referendum und Volksinitiative wäre ein Respirationsluft in die Athemvege ein und führt zur Einlagerung legenen Schuhmacherkeller läuft das Wasser die Wände herab, große solches Vorkommiß gänzlich unmöglich gemacht.... Es wurde von hirsekorn. bis haselnußgroßen Knoten in die Lungensubstanz. Pilzgewächse in der Fensterecke, Schwamm im Fußboden. Die dann weiter noch Nachdruck auf das Proportional- Wahlsystem ge Bewohner träntlich. Der Perlmutterstaub muß als ein besonders gesundheitslegt, welches verhindern soll, daß die Minoritäten vergewaltigt schädigender angesehen werden. Er wirkt reizend auf die Athmungszu einem 1,45 Meter unter der Erde gelegenen dumpfigen, nassen Oranienstr. 24 auf dem Hof links, führt eine dunkle Treppe organe ein, afute und chronische Luftröhrenkatarrhe mit daran sich Raum, der 4 Personen, darunter 2 Kindern als Wohn- und Schlaf Die von der Kommission vorgelegte Resolution lautet: anschließenden Verdichtungen in der Lunge, Asthma und Lungenschwindsucht, sind die gewöhnlichen Folgen der beständigen Einathmung für das Loch noch 5 m. monatlich. erweiterung und vor allem die Tuberkulose der Lungen, die Lungen- zimmer dient. Der Fußboden fault, die Kleider sind naß, die Wände und Möbel schimmelig. Die Frau hat die Hausreinigung und zahlt des Perlmutterfallstaubes. Dazu kommt noch eine insbesondere bei Staligerstr. 54 b rechter Seitenfl. im fünften Stockwert jugendlichen Arbeitern( in Wien) beobachtete schwere Knochenerkrankung, regnet es durch die Decke in die Kammer des Kunsthändlers Zickelwelche auf die Einathmung einer der Perlmuttermuschel eigenthümlichen " In Erwägung, daß in der heutigen Gesellschaft die Ber- Substanz, des Conchiolins, zurückgeführt wird. Daß diese Arbeiter bein, in welcher 4 Personen, darunter 3 Kinder schlafen. Die Frau tretungskörper das Denten und Fordern der von ihnen Vers in genügend großen Räumen mit Vorkehrung für Staub.it frant. Beleuchtung auf der Treppe giebt es nicht. tretenen nicht genau wiederspiegeln, und in fernerer Erwägung, a bangung arbeiten müssen, ist klar", sagt Billaret in dem stube und Küche bestehend. In jedem Raume schlafen zwei PerBirkenstr. 53. Dachwohnung im Quergebäude, aus Wohndaß die jetzt in den meisten Ländern herrschenden Wahlkreis- Albrecht'schen Handb. d. prakt. Gewerbe- Hygiene", und fährt fort: fonen. Im Hochsommer ist es vor Hitze nicht auszuhalten, im Systeme mit Majoritätswahlen geeignet sind, diese Disharmonie und ist heut auch meist in dieser Richtung genügende Fürsorge Winter ist es falt und naß, da es durch das Dach aufs Bett zwischen dem Willen des Volkes und den Abstimmungen seiner getroffen." Sehen wir zu, wie weit diese" Fürsorge" bei einer regnet. Nebenan Bodenverschläge. Biel Mäuse und Schwaben. Vertreter noch zu verstärken, erklärt sich der Kongreß zur vollen Ver- Wanderung durch die Berliner Werkstätten angetroffen wird. wirklichung der Volkssouveränität neben dem Vertretungssystem Perlmutterfabrik von Hinge, Schinte str. 8/9. für das Gesetzesvorschlags- und Bestätigungsrecht( Initiative und Referendum), sowie für das Proportional- Wahlsystem." Bei der Abstimmung erklärten sich 18 Nationen für die Kom missions Resolution, Holland enthielt sich. Die Abstimmung wurde mit großem Jubel aufgenommen. werden." 1. „ In Erwägung, daß die politische Aktion nur ein Mittel zur Erlangung der ökonomischen Emanzipation des Proletariats iſt.. 2. " Versammlungen. Mangel an besonderer Ventilation und Waschvorrichtung Trotzdem dem Berband der Sattler und Tapezirer Berlin I. 4 M. vom VerFür die Arbeiter- Sanitätskommission gingen ein: 3 M. von die Räume groß genug sind, ist die Staubentwickelung bei vollem Betrieb groß. Besonders in dem durch Bretterverschlag abgetrennten, band der Zapezirer Filiale Süd durch Dr. S. 5 Meter langen und 3 Meter breiten Raum, in welchem 5-6 Kreissägen laufen, find die Arbeiter dann schneeweiß von dem Staub. Initiative und Referendum, wie sie in der Schweiz, besonders im Auch ist dieser Raum, welcher nur 1 Fenster an der Schmalseite Kanton Zürich feit 30 Jahren praktisch geübt werden, können, obwohl hat, so dunkel, daß man sich mit Leichtigkeit in die Hände immerhin noch verbesserungsbedürftig, doch so ziemlich als Muster schneiden fann. empfohlen werden. Das kann man nun leider von dem Dritten im Perlmutter fabrit von Abramowsky, RöpnickerBunde, vom Schweizer- Proporz, der von in die Minderheit straße 33a. Reine Bentilation, keine Waschvorrichtung, fein Ankleide gekommenen fonservativen Proporzfreunden des Welschlandes**) aus raum. Ausgefegt wird selten, und meistentheils in Anwesenheit der geheckt worden ist, nicht sagen. Diese verschiedenen fantonalen Pro 25 lis 30 Arbeiter. In der an sich genügend großen Werkstätte porz- Systeme sind sämmtlich auf falscher Grundlage aufgebaut, find laufen 4 Kreissägen und 2 bis 3 große Schleiffteine frei furcht daher alle mehr oder weniger Mißgeburten, aber trotz aller Mängel bare Staubentwickung. wurden sie von dem nach einem gerechteren Wahlsystem dürstenden Perlmutter fabrit von Silberblatt, Ritter. Bolte angenommen. Der Proporz ist Gesetz im italienischen Stanton straße 47. Ventilation sehr mangelhaft, wirkungsloses Gebläse Leffin seit 1890, in den welschen Kantonen Neuenburg( 1892), Genf im Fenster ohne Staubabsaugung. Keine Waschvorrichtung. 30 bis ( 1892), Freiburg( Gemeinde- Proporz, 1894), und in den deutschen 35 Mann beschäftigt, zehnstündige Arbeitszeit. Kantonen Zug( 1894), Solothurn( 1895), Bundesstadt Bern( 1895), Perlmutterfabrit von Alb. Fischer, Kurstr. 38. und erst jüngst in Baselstadt wurde er im Prinzip befchloffen( 1897) Richtige Bentilation mit Exhaustor neuerdings( auf Veranlassung Kurioferweise äffen die deutschschweizerischen Proporzkünstler die der Polizei?) eingerichtet, doch fehlen bei drei von den fünf in der welschschweizerischen in allem getreulich nach, als ob sie feinen eigenen Saison gehenden Kreissägen die Ableitungsrohre. Reine Wasch Verstand hätten. vorrichtung. Die Kleidungsstücke der 20-25 Mann hängen frei im Arbeitsraum. In all diesen Rantonen und Städten wird das gute Proporz Prinzip durch ein schlechtes Wahlverfahren, durch das dem Berlmutterfabrik von Münch, Königsberger Majors entlehnte Listenstrutinium veranstaltet und darf straße 4. Keine Ventilation, feine Waschvorrichtung, fein Andaher keineswegs, wie Initiative und Referendum, dem Auslande fleideraum. Reinigung mangelhaft. als Muster anempfohlen werden. Aber dieser schweizer Bourgeois. Berliner Knopffabrit, Oranienstraße 183. Un *) In der Schweiz sagt man allgemein Proporz für die Tangen Worte Proportionalismus, Proportional Vertretung, Proportional- Wahlsystem, und für Majoritäts- Wahlsystem gebraucht man das abgekürzte Wort Majorz. **) Der welschen( französischen und italienischen) Schweiz. genügende Ventilation, toloffaler Staub und Schmutz. Waschvorrichtung und Herabfegung der Arbeitszeit auf 52 Stunden in der Woche haben sich die Arbeiter erkämpft. Rein Ankleideraum, so daß ein in der Werkstätte beschäftigtes Fräulein abends zum Fenster hinaussehen muß, bis die 20-30 Mann ihre Beinkleider gewechselt haben. Kloset in der Werkstätte, mangelhaft, mit Säcken verhängt. 20. September bei Keller, Koppenstraße 29, hielt Genosse Rein In der öffentlichen Stockarbeiter Versammlung vom einen Vortrag über:" Das Arbeiterelend und die wirthschaftlichpolitischen Kämpfe der Gegenwart." Nachdem trat man sofort in die Erörterung der schwebenden Werkstatt- Angelegenheiten ein. Hildebrandt verbreitete sich im allgemeinen über die ver schiedenen Werkstätten und betonte, daß nur durch eine stramme, einheitliche Organisation, sowie planmäßige, zielbewußte Agitation in den Kreisen der Kollegen etwas zu erreichen ist. Das Resultat der nun folgenden Diskussion war, zunächst einmal die Kollegen der Gembicki'schen Werkstatt aufzufordern, mit dem Chef in Unterhandlung zu treten wegen der vor mehreren Wochen erfolgten horrenden Abzüge. Die Kollegen der Runze'schen Werkstatt find mit dem Chef in Unterhandlung getreten betreffs Arbeitszeitverkürzung, der betreffende Herr bat fich acht Tage Bedenkzeit aus und versprach, sich in Güte mit den Arbeitnehmern zu einigen. Folgende von Liebe gestellte Resolution fand einstimmige Annahme:„ Die Bersammlung beschließt: In Erwägung, daß die Arbeitsverhältnisse in den verschiedenen Werkstätten betreffs der Arbeitszeit, des Ver dienstes sowie der Auszahlung desselben einer dringenden Regelung bedürfen, verspricht die heutige öffentliche Versammlung der Stockarbeiter den in den betreffenden Wertstellen arbeitenden Kollegen, welche gewillt sind, bessere, menschenwürdigere Zustände zu schaffen, energisch unter die Arme zu greifen, sowie sie bei einem etwaigen Lohnkampfe moralisch und materiell zu unterstützen. Die Zustände in der Tischlerwerkstatt von C. Bormann, Admiralstraße 18b, wurden in einer öffentlichen Holzarbeiter- Verfammlung, die am Donnerstag bei Möhring tagte, einer herben Kritik unterzogen. Wie bekannt, haben die Tischler bei der vor- Handels- und Transportgewerbe in betracht kommen, einverstanden Schnell und Dörre gewählt. Bum Schlaß giebt Genosse Rube jährigen Lohnbewegung die Herabsetzung der Arbeitszeit auf erklärt. Weiter wird in der Resolution die Hoffnung aus folgende Abrechnung vom Sommerfest: Einnahme 341,67 M., Aus 52 Stunden wöchentlich errungen und wurde mit der Jamung die gesprochen, daß die dort gefaßten Beschlüsse fich bald gabe 271,10 M. Verbleibt somit mit einem von einem freundVereinbarung getroffen, daß diefe in feinem Fall überschritten at Gefeßesmaßnahmen verdichten möchten. Gefordert wird lichen Geber gespendeten Betrag von 15 M. ein Ueberschuß von werden soll. Von den organisirten Arbeitern wird auch namentlich, daß für die gewerblichen Arbeiter am Sonnabend 85,57 M. ftreng barauf geachtet, daß dieser Beschluß allgemein zur Nachmittag Arbeitsruhe eingeführt werde, damit die Ar Durchführung gelangt. Schöneberg. Der regelmäßigen Mitgliederversammlung bes In der Werkstatt von Bormann beiter im Handelsgewerbe den vollen Sonntag frei erhalten können. Arbeiter Bildungsvereins vom 20. September bot die Erhebung der aber, in der 27 Tischler beschäftigt sind, kümmert fümmert man Diese Resolution soll bei Beginn der Reichstags Session den Ver- Gemeinde Schöneberg zur Stadt ausgiebigen Stoff zu einem Thema. fich darum nicht, vielmehr werden daselbst täglich mehrere Neber- tretern aller Parteien zugestellt werden. Nach dem Bericht des Die Genossen Köster und Meiling forderten die Genoffen auf, flunden gemacht, und wie behauptet wurde, auch an Sonn- und Feft. Vertrauensmannes Reims ist der Versuch, eine Einigung der bei den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen tüchtig auf dem tagen gearbeitet. Von der Kontrollkommission Südost wurden die zentralen und lokalen Richtung herbeizuführen, völlig mißglückt und Posten zu sein. Einige verlesene Artikel aus dem Schöneberger daselbst beschäftigten Arbeiter deshalb wiederholt zu einer Be- ein Zusammenarbeiten unmöglich gemacht. Ramp und verschiedene Wochenblatt" und der Schöneberger Tageszeitung", welche in dieser sprechung eingeladen, dieselben zogen es aber vor, einfach andere Redner greifen in scharfer Weise die Taktik der zentralen Richtung Uebergangsperiode um die Gunst der hiesigen Arbeiterschaft buhlen, erscheinen. Nach den Ausführungen der ein an. Zum Vertrauensmann für Berlin und Delegirten zur Gewerkschafts- riefen eine rege Debatte hervor. Die nächste am 4. Ottober statt zelnen Redner arbeiten ein Theil der Tischler bei Bor- fommission wird kamp, zu Revisoren werden Förster, findende Generalversammlung wird sich mit der Neuwahl des sehr häufig bis nach 10 Uhr abends und um Dopatta und Bohne gewählt; Reins wird zum Mitglied der Gesammtvorstandes beschäftigen. nicht " teine Unterbrechung dabei zu erleiden, lassen sich diese arbeitsluftigen Revisionstommission für Deutschland bestimmt. Heftige Borwürfe Arbeiter von einem Gastwirth um 7 Uhr das Abendbrot nach der wurden gegen Schuhmann, Kaßler, Dreher und andere Adlershof eine öffentliche Versammlung im Scheer'schen Lokal zu Adlershof. Am Sonntag, den 19. September, tagte für Werkstatt bringen. Von allen Rednern wurde das Verhalten der erhoben. Das Resultat der langen Debatte war die Tischler in dieser Werkstatt auf das schärffte verurtheilt und darauf Annahme zweier Resolutionen, die dem Gewerkschaftsausschuß Köpenick. Der Gemeindevertreter Sch in a dicke erstattete Bericht hingewiesen, daß durch die lange Arbeitszeit und Sonntagearbeit in unterbreitet werden sollen. In denselben wird verlangt, daß Schuh über feine Thätigkeit in der Gemeindevertretung. Derfelbe bebauert dieser Werkstatt, sehr bald auch andere Meister die Ueberftunden- mann das Amt des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission sofort es sehr lebhaft, daß er durch sein Arbeitsverhältniß gezwungen ist, arbeit verlangen werden und damit die geregelte Arbeitszeit illuforisch niederzulegen habe; ihm wird ferner das Recht abgesprochen, Aemter nach Weißensee zu ziehen. Er habe sein Mandat niedergelegt, und gemacht wird. Im weiteren wurden noch andere Mißstände in dieser Werk in der Bewegung der Handelshilfsarbeiter zu bekleiden. Die zweite vertreters. In jeder einzelnen der 94 Sigungen, an denen er die Partei stände leider wieder vor einer Neuwahl eines Gemeindeftatt tritifivt und angeführt, daß der Werkführer es sehr gut verstehen soll, Resolution enthält ein Mißtrauensvotum gegen Schuhmann theilgenommen, habe er die Erfahrung gemacht, daß es absolut bie Arbeiter möglichst anzutreiben. Eine längere Disfuffion entspann saßler und Dreher. Von der Wahl einer Kommission zur theilgenommen, habe er die Erfahrung gemacht, daß es absolut Handeln dieser Kollegen zu beseitigen. Es wurde eingewandt, daß züglichen Meldungen sollen an den Vertrauensmann Kamp ge früher ganz sozialdemokratisch vertreten sein, nur dann erhielten sie sich darüber, welche Mittel anzuwenden sind, um das unsolidarische Kontrolle der Sonntagsarbeit nahm man Abstand. Alle darauf be- nothwendig ist, drei sozialdemokratische Vertreter in der GemeindeVertretung zu haben. Die dritte Wählerklasse müsse wieder wie bei Personen, die in dieser Weise die Beschlüsse der Allgemeinheit richtet und dann im Handelshilssarbeiter" veröffentlicht werden. ignoriren, die Annahme von Refolutionen, wodurch denselben Zutritt zu allen Kommissionen, und das sei äußerst wichtig, weil in Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt am den Kommissionen der Schwerpunkt der Verwaltung liege. Ein von eine moralische Verpflichtung auferlegt wird, werthlos ist, 21. September eine außerordentliche Generalversammlung ab. werthlos ist, 21. September eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der ihm gestellter Antrag, die Wahlzeit zu verlängern, ift angenommen andererseits aber wurden auch Bedenken geltend gemacht, Antrag: Gründung einer Krantentaffe für die Mitglieder fand worden( eine Stunde länger). Der Antrag, das Plakat- Anschlag über die Werkstatt die Sperre zu verhängen. Schließlich gelangte nach eingehender Diskussion gegen eine Stimme Annahme. Anschluß wesen in eigene Regie zu übernehmen, habe man lächelnd abgelehnt, aber doch folgende Resolution zur Annahme: Die bei Möhring an bestehende Freie Hilfskaffen wurde abgelehnt. tagenden Holzarbeiter sprechen ihre Entrüstung über das Verhalten berathung mußte der vorgerückten Zeit wegen zur nächsten Ber- und sie komme Die Statuten ein Jahr später habe es aber die Gemeinde selbst übernehmen müffen dabei ganz gut Der Kollegen einzelner Wertstätten im Südosten aus, welche troß des sammlung vertagt werden. Unter Verschiedenem wurden wegen schlechten wahrscheinlich durch das Verbot herbeigeführt worden, zurecht, dieses im Februar 1896 gegebenen Versprechens jetzt durch ihr egoistisches Betragens bei einer Dampferpartie der Filiale I des Verbandes nach Lehrlinge und Kinder teine Bettel ankleben dürfen. Verhalten ihren Kollegen die 52stündige Arbeitszeit rauben wollen. der Arbeiter in Holzbearbeitunge Fabriken", Hatite und Bieber aus Dieses Verbot sei aber von den Sozialdemokraten veranlaßt worden. Sie erwarten hauptsächlich von den Kollegen von Bormann, daß geschlossen, aus denselben Gründen Kissel.oned d fie ftritte nach den Beschlüssen der Berliner Holzarbeiter Ein Antrag, Brausebäder- Einrichtungen in der neu zu erbauenden handeln, die Ueberstunden unterlassen und sich organisiren. Außerdem Gemeindeschule herzustellen, sei im Prinzip anerkannt worden, aber wurde folgender Antrag einstimmig angenommen:„ Die u. f. w. wegen der fehlenden Entwässerung werde die Sache zu theuer werden und tagende Holzarbeiter Versammlung beschließt, der Ortsverwaltung die Ausführung der Badeanstalt in Frage gestellt. des Holzarbeiter- Verbandes zu empfehlen, die nöthigen Schritte einDer Plan, eine neue Kirche zu bauen, bekomme aber greifbare zuleiten, um in der Werkstatt von Bormann die Arbeitszeit zu dazu mitbenutzen, eine wunderhübsche Zeichnung, die Kirche in der Gestalt. Das vier Morgen große Schulbaugrundstück wolle man regelu, bazu die schärfsten Maßnahmen zu treffen und womöglich Mitte von zwei Schulhäusern, laffe man schon unter den Honoratioren die Sperre über die Werkstatt zu verhängen." Nachdem noch hinzirkuliren. gewiesen wurde auf die am 11. und 25. Oktober stattfindenden Drts Krankenfassen Bersammlungen, erfolgte Schluß der Versammlung. AM 0 " 1 sei Die Korbmacher waren am 23. September in Cohn's Festsälen versammelt, um über den in Aussicht genommenen Nebertritt des Lokalvereins in den Holzarbeiter Verband zu verhandeln. Die Frage ft brennend" geworden durch den Zuzug einer großen Anzahl weilig großen Aufschwung, den die Korbmacher- Industrie vor einigen Korbmachergesellen aus der Provinz, hervorgerufen durch den zeit Monaten nahm. Diese hatten meist dem Solarbeiter Verbande angehört; fie mußten nun hier dem Lokalvereine beitreten, um nicht Nachtheile Eine herbe Kritik übte Schmädicke an dem Vertrag. 3 haben, viele zahlten in beide Organisationen. Nachdem nun hier welcher vor 6 Jahren mit dem Besizer der Köpenicker Gasanstalt die gute Geschäftsperiode vorüber ist, müssen viele wieder abreifen abgeschlossen wurde, durch denselben ist die Gemeinde bis 1921 in und sind nun gezwungen, in anderen Städten von neuem dem der Beleuchtungsfrage vollständig gebunden, noch 24 Jahre lang In der öffentlichen Versammlung der Gravenre, Ziselenre, Holzarbeiter- Werbande beizutreten. Von seiten der Anhänger der muß die Gemeinde den Rubikmeter Gas mit 18 Pf. bezahlen, heute Gold- und Silberarbeiter, welche am 21. September 1897 in der lokalen Richtung wurde der Gesammtübertritt zum Holzarbeiter aber tofte der Kubikmeter Gas in Berlin nur 12 Pf. Der Prediger Berliner Ressource stattfand, referirte Schaal über„ Die Gewerk Verband davon abhängig gemacht, daß die Korbmacher eine Sektion bekommt von der Gemeinde 1666 M. Gehaltszuschuß, er habe schaften und die politischen Parteien". Nach dem Rorreferat mit eigenem Vorstand innerhalb des Holzarbeiter- Verbandes bilden. beantragt, diefen Zuschuß zu streichen. Dieser Antrag wurde mit Guttmann's und Diskussion, an welcher sich zwei Redner im offmann vom Holzarbeiter Verband erklärt die Unmöglichkeit Entrüstung abgelehnt. Er habe einem Antrag, den Ueberschwemmten Sinne des Korreferenten betheiligten, wind folgende vom Dieses Anfinnens, sichert aber die Branchenselbständigkeit zu. 150 M. aus der Gemeindefaffe aut geben, zugeftimmt. Die Bes Rorreferenten vorgeschlagene Resolution angenommen: Die Troß langer Diskussion tam eine Einigung nicht zu stande. Schließ schwerde Schmädicke's über den Todtengräber Lehmann hatte Versammlung erblickt in der neuerdings auftretenden Belich wird die Siebenerkommission beauftragt, beim Vorstand des zur Folge, hauptung, daß es für die gewerkschaftlichen Jutereffen der Ar Lofalverbandes der Korbmacher zu beantragen, zur nächsten Verbands mehr darf aufdaß das siebzigjährige Mutterlein feine Gräber und zuschaufeln helfen, hierzu müßten beiter gleichgiltig sei, welche politische Bestrebung fie außerhalb versammlung die Uebertrittsfrage zum Holzarbeiter- Verband auf die Männer angenommen werden. Herr Lehmann müsse sich einen höf der betr. Organisation verfolgen, eine lediglich gegen die Sozial- Tagesordnung zu setzen, sollte deffen Bejahung nicht erfolgen, so hat licheren Ton angewöhnen, sonst werde er entlaffen. Die Aus demokratie als die politische Klaffenvertretung der Arbeiter ge die Kommission sofort Schritte zu unternehmen zwecks Gründung führungen Schmäbide's werden mit lebhaftem Beifall aufgenommen, richtete Agitation, welche nur die Wirkung haben kann, die Gewerkschaften einer Branchenabtheilung zum Holzarbeiter Verband. In der Diskussion meint Hoffmann, die sozialdemokratischer wieder zu einer Schule des Judifferentismus und gegen politisch reaktio= näre Auschläge jeder Art wehrlos und gefügig zu machen. Im Gegensatz Die Möbelpolierer der Filiale Often des Verbandes hielten Vertreter hätten beffer gethan, nichts für die bei der Löscharbeit ver hierzu hält es die Versammlung für eine Selbsterhaltungspflicht der am Montag ihre regelmäßige Versammlung bei Wilfe ab und hielt unglückten und dadurch invalide gewordenen Feuerwehrleute zu bes gewertschaftlich organisirten Arbeiter, auch außerhalb ihrer gewerk um erften Punkt der Tagesordnung Herr Grundmann einen willigen, dazu müßten die Versicherungsgesellschaften herangezogen fchaftlichen Organisation für die wirthschaftliche und politische beifällig aufgenommenen Vortrag über: Lungen- und Magenleiden werden. Sch mä dick e rechtfertigt sein Verhalten in dieser An Befreiung des Proletariats mit allen gesetzlichen Mitteln und erläuterte denselben durch Worführung verschiedener Lichtbilder. gelegenheit, 60 Mart monatlich sei das höchfte, was der invalide energisch einzutreten und das Prinzip des demokratischen Sozialis. Unter Verschiedenem kritisirte der Vorsitzende das nach Feierabend Feuerwehrmann von der Gemeinde bekäme. Im übrigen ist die mus als den einzigen und endgiltigen Ausweg hoch zu halten. arbeiten in verschiedenen Werkstätten. Mit einem Hinweis auf das Diskussion eine allseitige Bustimmung. Ein Kandidat wurde noch Die vom Referenten gestellte Gegen- Resolution, welche besagt, daß am Sonnabend bei Keller, Koppenstraße, stattfindende Stiftungsfest nicht aufgestellt, sondern ein Wahlfomitee von drei Personen, die die Gewerkschaften unabhängig von allen Parteien zu arbeiten und und zum reichen Vertrieb der Billets auffordernd, erfolgte Schluß Genoffen Baumann, Fischer und Hempel gewählt. der Versammlung. das gesammte Gebiet der Sozialpolitit unter Beobachtung der vereinsgefeßlichen Bestimmungen selbständig zu behandeln hätten, er hielt zwei Stimmen. Im Verein zur Wahrung der Jutereffen der Maurer sprach in der letzten Versammlung Dr. Joël. Die Anwesenden chrten das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Wegener in der üblichen Weise. Das Mitglied Karl Kuhnert wird wegen Bernntreuung von ihm anvertrauten Geldern( Streitfonds) aus geschlossen. Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht beginnt in Marionalökonomte, Geschichte und Gesegestunde am 13. Oftober, abends 9 Uhr, Inselfir. 10, p. 2 r. Theilnehmer werden schon jetzt aufgenommen in folgenden Stellen: Gotifr. Schulz, Admiralfir. 40a; Reul, Barnimftr. 42; Schiller, Rosenthalerfir. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelftr. 128; 5. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle Buschriften find an den Borsigenden Paul Müde fr., SO. Man teuffetfir. 128, Geldfendungen an den Kassirer. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, zu senden. Bentral- Kranken- und gegräbnißkaffe für Frauen und Mädchen in Deutschland.( E. S. 28, Offenbach a. M.) Dte 8 ahlstellen befinden fich für Bergfir. 79; für Verwaltung 4 NO. bei Frau R. Biertorn, Friedenstr. 78, 4 t Berwaltung 1 SO. bet Herrn C. Beckel, Oranienstr. 180, 3 Tr.; für Berwaltung a SW. bei Frau B. Luz, Puttkamerstr. 7; für Verwaltung 3 N. bet Herrn F. Dols, Bezahlung ber Beiträge sowie Aufnahme neuer Mitglieder ftudet täglich abends oon 8-9 Uhr ftatt. Achtung! Rutscher. Bansdiener, Bohlenarbeiter. Dienstag, ben 28. Geptember, abends 9 Uhr, findet in den Arminhallen eine für unsere BerufsAnnonce Dienstag im Borwärts". Der Vertrauensmann. toüegen außerordentlich wichtige öffentliche Versammlung statt. Näheres ſtehe Nicht bei Beleuchtung durch Kronen mit Petroleum Tampen, sondern abermals bei Beleuchtung durch Kerzenlicht mußte infolge der bekannten Oberpräsidial Baupolizei- Verordnung eine öffentliche, gut besuchte Versammlung abgehalten werden, die am Mittwoch Abend im Paradiesgarten zu Wilhelmsberg im Monat November stattfindenden Kommunalwahlen sämmtlicher Die Charlottenburger Genossen rüsten sich bereits zu ihren Die eigenartige Beleuchtung verlieh der Versammlung eine fast weihe: Bezirke. Diesem Zweck entsprach die am 22. d. Mis. in der volle Färbung. Im Vortrag, den Gen. Stadthagen über das Thema beiden Vertreter der Sozialdemokratie im Stadtparlament, die Ge Bismarckshöhe" abgehaltene öffentliche Volksversammlung. Die bie Nothwendigkeit balbiger strammer und energischer Organisation nossen Beyer und Wernice, berichteten in erschöpfender Weise über alle bisherigen Vorgänge und gefaßten Weund Agitation unter Beifall der Versammlung betont. Aus dem im rothen Haufe Verlauf der Versammlung ließ sich entnehmen, daß die Kleinbauern schlüsse in der Schillerstraße. Ortsverein der Waschinenbaner. III. Vortrag des Herrn Direktor Ihrer in wachsender Zahl sich über ihre Bugehörigkeit zur Arbeiterklasse| Berichterstattung voranging ein wirkungsvoller Bortrag des Genossen.. Archenhold:„ leber die Bewohnbarkeit der Welten" am Sonntag, den 26. September, nachmittags 4 Uhr im Saal der Treptower Sternwarte. Wagner Berlin, der die Bedeutung und Nothwendigkeit der Ortsverein der Schuhmacher und Lederarbetter. Bortrag und über die Gemeindeschädlichkeit der Junkersippe klar ge- Betheiligung an den Stadtverordnetenwahlen darlegte und für des Serrn F. S. Archenhold, Direktor ber Treptower Sternwarte am Gonntag, worden sind. Wäre es übrigens nicht den Fortschritten der Be energisches Eintreten in die Wahlagitation appellicte. Die Aus den 26. September, nachmittags 6 Uhr, ebendaselbst. Dec Mond und die Planeten Teuchtungstechnik entsprechend, für sozialdemokratische Bersammlungen führungen Wagner's sowie auch die der beiden Berichterstatter Arbeiter Bildungsverein Schöneberg. Bortrag im Saal ber auf die Beleuchtung mit Rienfackeln zurückzugreifen? Ein Bäuerlein wurden meinte nach der Versammlung, es sollte doch mal angefragt werden, lebhaft applaudirt. Genosse Rube unterbreitete Treptower Sternwarte, Referent F. S. Archenhold, Sonntag, den 20. September, ob rothe Nasen zur Beleuchtung genügten. Er lenne einen Gegner, hierauf die jetzige Neueintheilung der Bezirke, wonach jeht nachmittags 6 Uhr. fieben Bezirke mit zehn Privat- Theatergesellschaft Erika". Montag, ben 27. September, abends Vertretern in Frage femmen. 9 Uhr, eigung und Probe im Restaurant Noack, Manteuffelstr. 9. der ein Prachtexemplar solcher Naturlampe besitze. Als Kandidaten aufgestellt wurden folgende zehn Genossen: BigarrenTheaterverein ,, Tata- Toto". Heute Nachmittag 5 Uhr, bei Jonas, Große Die Handelshilfearbeiter lokaler Nichtung tagten am händler Sellin, Restaurateur Schnell, Restaurateur Sommer, Frantfurterfir. 42. Bortrag, nachbent geselliges Betsammensein. Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Sahltag: Ackerstraße 123 bel 21. September im großen Saale der Arminhallen. Reins referirte Maler Baumann, Restaurateur Paasche, Schlossermeister Diete und Oranienste. 28a bei Buckow. über die Beschlüsse des Arbeiterschutz- Kongresses in Zürich. Nach Siegerist, Gastwirth Leder, Maler Meißner, Spediteur Landemannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute abends 8 Uhr, in einer lebhaften Diskussion wird eine Resolution angenommen, die Scharnberg, Geschäftediener Prill. Zu Revisoren der Ab- Feuerstein's deftfälen, Alte Jakobftr. 75: Anatomischer Vortrag mit Sichtbildern Dom Naturheilkundigen Hern Otto Grundmann. Nach dem Bortrag: Gemüthsich mit den in Zürich gefaßten Beschlüssen, soweit sie für das rechnung des Vertrauensmannes wurden die Genossen Leder, liches Beisammensein.. Freie Volksbühne. Sonntag, den 26. September, nachm. 3 Uhr: Vorstellung der III. Abtheilung im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater. Zur Aufführung gelangt Mönckeberg's fünfaktiges Drama: Illusionen. Die Hauptrollen befinden sich in den Händen von Herrn Wendt und Frl. Milly Krause vom Königlichen Schauspielhause als Gast. Beginn der Verloosung 2 Uhr. Mitglieder können noch in allen Zahlstellen aufgenommen werden. Sofortige Beitrittserklärung wird dringend geboten. Wir machen die Mitglieder darauf aufmerksam, dass die Vorstellungen abwechselnd im Lessing- Theater und im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater stattfinden werden. Für eine neue Abtheilung kann erst dann eine Vorstellung arrangirt werden, wenn dieselbe gefüllt ist. 299/1 Der Vorstand. I. A.: Gustav Winkler. Soeben erschien: [ 8184L* Berliner Arbeiter- Kalender IV. Jahrg. pro 1898, 88 Seiten, reich illustrirt, Preis 15 Pf. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt, und mache ich diese auf die leichte Absatzfähigkeit meines Kalenders besonders aufmerksam. Th. Mayhofer Nachf., Verlagsbuchhandlung, Berlin N., Weinbergsweg 15b. im Treptower Riesenfernrohr. Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf Herrlicher Garten u. große Säle: Mittwochs und Sonntags Gr. Frei- Konzert. Oeconomie: Martin Bernd " Vorzügliche Küche, Wurstpavillon, Schießstand, Kegelbahnen u. sonstige diverse Beluftigungen. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. 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Montag: Die Einberufung. Luifen. Preciosa. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Geschwister Fiebig. Schiller. Madame Bonivard. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Ein Tropfen Gift. Unter den Linden. Perichole, die Straßenfängerin. Anfang 72 Uhr. Nacht. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Berichole. Thalia. Das Krokodil. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend. Jugendbronnen. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Lieder des Musikanten. Montag: Jugendbronnen. Central. Berliner Fahrten. Anfang 71/2 1hr Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Das Zeichen des Kreuzes. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Alexanderplat. Das Liebesdrama Urania Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung tägl. geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf.- Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Passage- Panopticum. Indisches Dorf mit dem bedeutendsten Fussball Künstler der Welt Moung Toon. Vorst. 12, 5, 7 und 9 Uhr. 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Debs glaubt nun, daß sich zur Zeit Dem augenscheinlichen Umstande, daß unser despotisches wirth. etwa 100 000 Personen bereit erklären werden, sich einer In den Vereinigten Staaten von Amerika hat, wie im Vorwärts" bereits mitgetheilt worden ist, der durch den Bug schaftliches System das direkte Gegentheil unseres demokratischen Kolonie anzuschließen, der sein Parteiprogramm zu grunde werden soll. Natürlich braucht man für bas der Arbeitslosen nach Washington zuerst in Europa befannt ge: politischen Systems ist, kann also die Existenz einer Klaffe zu- nelegt wordene Arbeiterführer Eugene B. De b3 eine neue sozialistische geschrieben werden, die unsere Regierung forrumpirt, die öffentliches Unternehmen Geld, und um dieses zu erhalten, wendet er sich an Partei, die Socialdemocracy of America(„ Sozialdemokratie Eigenthum, Gerechtfame und Funktionen an sich reißt und die amerikanische Millionäre um freiwillige Beiträge. Durch entsprechende von Amerika") gegründet. Verkürzung der Arbeitszeit soll Arbeitsgelegenheit für alle Arbeitsvon der mächtigste aller Nationen in elender Abhängigkeit hält. Diese Partei wird Die Kraft von Menschen und die Kräfte der Natur werden von fähigen geschaffen werden. Die Auszahlung der Löhne und der AnSozialistischen Arbeiterpartei" Amerika's unferen einem System vergendet, das den„ Profit" zum einzigen Biele aller theile an dem Ertrag foll in Stundenchecks gefchehen, die also als Parteigenossen scharf bekämpft, die Debs'sche Richtung Geschäfte macht. Unwissenheit und Elend mit allen begleitenden Geldmittel fungiren. Debs glaubt, daß sich nach und nach fcheint aber an Anhängerzahl unbedeutend zu wachsen. Uebeln werden von diesem Eyfteme aufrecht erhalten, damit die solche Kolonien in allen Staaten der Union anlegen lassen. Beispielsweise soll eine Delegirtenversammlung, die angeblich menschliche Arbeitskraft als Waare behandelt werden kann, die man Gin Angebot erhielt er bereits von Gouverneur des Staates 25 000 Mitglieder jüdischer Gewerkschaften vertrat, den Anschluß an die Debs'sche Partei erklärt haben. Hinzugefügt wird allerdings, Arbeiters jeder wirkliche humane Werth genommen. Wissenschaft Kastade Mountains niederzulassen. Dort könne das Land noch an die Debs'sche Partei erklärt haben. Hinzugefügt wird allerdings, im offenen Markte kauft. Auf diese Weise wird dem Leben des Washington, der die Kolonisten einlub, sich in dem Thale östlich der daß es sich dabei um Leute handele, die aus der Sozialistischen und Erfindungsgeist werden ihren menschenfreundlichen Zwecken ent- billig erworben werden, es gebe bort reiche Rohlen und Erzlager, Arbeiterpartei" ausgeschlossen waren, weil sie gegen die Methoden fremdet und nur noch Mittel zur Versklavung der Männer, und der einen ausgezeichneten Hafen, der Boden sei günstig für Weizenbau, " gewisser Arbeiterführer, unter anderen Daniel Leon's" protestirt Wälder liefern reichlich Bauholz 2c. Das Thal, 150 Meilen lang, hätten. Stimmen wird also wohl, daß sich der Debs'schen Partei Berelendigung der Frauen und Kinder. Wir sind der Ansicht, daß im natürlichen Laufe der sozialen sei ungemein fruchtbar und für arbeitswillige Kolonisten die Elemente zuwenden, die in der Sozialistischen Arbeiterpartei" Entwickelung das gegenwärtige Gesellschaftssystem durch die zerstörende gewiß geeignet, uint blühende Gemeinwesen aufzubauen, feinen Boden für ihre Ansichten fanden, wie ja auch Most in der " Freiheit" feine Anhänger aufforderte, Toleranz gegen die Wirkung seiner Fehlschläge und Strifen auf der einen, und die kon Auch der Staat Texas hat Gebiete, welche für die Kolonisten wie überhaupt git erwarten stebt, daß Debs'sche Partei zu üben. Das Buströmen all dieser Elemente er binationen auf der anderen Seite, die Mittelklasse- die Basis, auf noch mehrere Staaten Offerten machen werden. Bis jetzt haben sich, flärt aber nicht gentigend das Wachsthum der neuen Partei, ber dieses System ruht vernichten und dadurch seinen eigenen wie es heißt, schon 10 000 Personen gemeldet, die an dem Verfuche die in dent in Cleveland erscheinenden ,, Voltsanwalt" theilnehmen wollen, darunter Kleine Geschäftsleute, Aerzte und auch ein deutsches Zentralorgan gefunden hat, und für die noch Niedergang zur Thatsache machen wird. Wir fordern daher alle Bürger auf, sich unter dem Banner der Advokaten. Die große Mehrzahl besteht aus Arbeitern aller Beandere deutsche Zeitungen, so das" San Franzisko Tageblatt"," Social Democracy of Amerika" zusammenzuthun, damit wir im rufszweige. Hat man sich über die erste Ansiedelung geeinigt, 10 agitiven. Die werbende Kraft der Debs'schen Partei scheint in stande sind, den Kapitalismus durch Ausuüßung unferer politischen sollen Bauhandwerker vorausgeschickt werden, um für die Kolonisten dem Umstand zu liegen, daß es in Amerika an einer Arbeiterpartei Freiheit und durch Besitzergreifung der öffentlichen Macht zu übers Wohnungen zu errichten. Hierauf Holzfäller, dann Leute, um winden. Dann können wir dem jetzigen barbarischen Kampf Schlachtviehheerden zu organisiren, und die Kolonisten sollen je nach fehlt, von deren Wirken sich die Massen in absehbarer Zeit pratums Dasein durch die Abschaffung des Kapitalismus und Fertigstellung der Wohnungen nachgeschickt werden. tische Erfolge versprechen könnten. Unſere amerikanischen Bartei- babirch eine Gube machen, daß wir das Land, die sämmt. Bon Wichtigkeit ist für die Stellung, die dieses Kolonisations. genossen find theoretisch vortrefflich geschult, aber die aus Völkerftämmen aller Art zusammengewürfelte Arbeiterschaft Amerika's ift lichen Produktions-, Verkehrs- und Vertheilungsmittel dem Bolte projekt in der Debs'schen Partei einnimmt, jedenfalls das, was Debs dem ein bedeutendes Verständniß als Eigenthum überweisen. Da tönnen wir den Kooperativ- Staat felber darüber sagt. In der New Time"," dem offiziellen englischen voraussehenden wiffen- an stelle schaftlichen Sozialismus noch wenig zugänglich. Sie wird des gegenwärtigen Zustandes planlofer Produktion, Organ seiner Partei, erklärte er:„ Die Sozialdemokratie( nämlich industriellen Krieges und sozialer Unordnung setzen ein Gemein- die Debs'sche Partei) ist eine große soziale, ökonomische und poli fich eher einer deren Programm an Partei anschließen, ihre Intelligenz feine so hohen Anforderungen stellt. Diefem ent- wefen gründen, das, wenn es auch nicht alle Menschen physisch oder tische Organisation. Sie ist zugleich national und international. gesprochen, ist sie in eine Partei und geistig gleich machen, doch jedem Arbeiter die freie Ausübung und Politisch für spricht das Programm der Debs'schen" Sozialdemokratie von innerhalb werden zwölf Monaten Nuzbarmachung seiner Fähigkeiten, multiplizirt mit allen modernen sich selbst, und Silfsmitteln und Faktoren der Kultur, geben wird, und darum nationalen Repräsentanten ein ein nationales politisches gramm formulirt haben. In gleicher Weise schließlich die allgemeine Brüderlichkeit inauguriren muß. in derselben Zeit staatliche und munisipale Parteiplattformen adoptirt werden. Bei weitem der größte Theil der Kritik gegen die Sozialdemokratie ist gegen die Koloniepläne gerichtet gewesen, und es giebt noch immer Leute, welche allen Gruftes darauf bestehen, daß das Kolonieprojekt das ganze Wesen unserer Bewegung oder doch wenigstens ihren Hauptzweck ausmache. Alle diese Leute mögen es sich gesagt sein lassen, daß der Kolonieplan einfach nur ein einzelner Zug an unserer Bewegung und als solcher einem speziellen Zweige unferer Partei, bekannt als„ Kolonisations- Departement", zugetheilt worden; ist. Es hat niemals die Absicht bestanden, isolirte Kolonien zu organisiren, und die, die sich die größte Mühe gegeben haben, uns das Schicksal anderer Kolonien" zu schildern und uns dasselbe Schicksal zu weiffagen, haben einfach ihre Beit verschwendet." Diese Erklärung", schreibt das San Franzisto Tageblatt", noch im Unflaren; will die Sozialdemokratie" nicht isolirte Rolonien läßt uns allerdings in Beziehung auf das Rolonieprojekt immer gründen, oder will sie durch einen Massenexodus von Sozialisten irgend einen Staat" tolonifiren", um ihn dann politisch zu erobern? wenn die„ Sozialdemokratie" doch im ganzen Lande, in den Staaten Wahrscheinlich das letztere! Aber wozu solche Nebensächlichkeiten", und in den Städten als politische Partei in Attion treten will? Troß alledem ist aber Debs ganz entschieden in der Mauserung begriffen. Bum Sozialisten im Sinne unferer Partei fehlt ihm nur noch das Fallenlassen aller Kolonisationsprojekte überhaupt und die scharfe, präzise Betonung des proletarischen Klaffencharakters der sozialistischen Bewegung. Vielleicht kommt diese weitere Mauferung noch innerhalb der nächsten Awölf Monate zustande, sodaß die nationalen, staatlichen und munisipalen Plattformen der Sozialdemokratie" sich widerspiegeln können. Und dann gäbe es allerdings für die sozialistische Arbeiterpartei keinen einzigen flichhaltigen Grund mehr, eine Verschmelzung mit der " Sozialdemokratie" nicht freudigen Herzens zu begrüßen." beschuldigen, er fei noch immer ein Anhänger der Bewegung für Schließlich sei noch mitgetheilt, daß unsere Parteigenossen Debs freie Ausprägung des Silbers und des bei der letzten Präsidentschaftswahl unterlegenen Kandidaten Bryan, der von den Silbergrubenbefizern auf den Schild gehoben war. Amerika". Es lautet, nach Angabe des„ Voltsanwalts", folgenderPrinzipien Erklärung. maßen: Arbeit, förperliche und geistige, ist die einzige Schöpferin alles Reichthums und aller Zivilisation. Hieraus folgt nun rechtens, daß diejenigen, die alle Arbeit verrichten und allen Reichthum erzeugen, auch die Früchte ihrer Bemühungen genießen sollen. Jedoch dies ist durch das moderne Produktions System unmöglich geworden. Seit Einführung der Dampf- und elektrischen Kraft auf industriellem Gebiete wird die Produktion in folch' großartigem und gigantischem Maßstabe betrieben, daß die Produktionsmittel in den Besitz von einigen Wenigen gelangt sind, so daß die eigent lichen Produzenten heute von ihren Produkten getrennt sind. Während in früheren Zeiten der einzelne Arbeiter auf eigene Rechnung und mit seinen eigenen Werkzeugen arbeitete und infolge deffen der Besitzer seiner Erzeugnisse war, sehen wir heute Dußende, a Hunderte und Tausende von Arbeitern beisammen in Werkstätten, Minen, Fabriken u. s. w., wo sie zwar gemeinschaftlich produziren, jedoch über ihre Produkte nicht zu verfügen haben. Die Früchte Dieser gemeinschaftlichen( kooperativen) Arbeit gehören den Besitzern der Produktionsmittel, der Maschinen, Werkstätten, Gruben, Lände reien u. f. w. Dieses die Mittelklasse mehr und mehr aufreibende Syftem muß nothwendigerweise schließlich nur zwei Klassen übrig lassen: die große Klasse der Lohnarbeiter und die winzige Klaffe der Fabrikanten und Großkapitalisten. " Die Social Democracy of Amerika" wird die Demokratie, die Herrschaft des Volkes, zur Thatsache machen, indem sie der ökonomischen Unterjochung der überwältigenden Mehrheit des Volkes ein Ende bereitet. Im Hinblick auf eine unmittelbare Aufbesserung der Lage des Boltes wird unser ganzes Streben darauf gerichtet sein, den Uns beschäftigten felbfterhaltende Beschäftigung zu geben. Zu diesem Bwecke foll einer der Staaten der Union, der späterhin zu bestimmen ist, ausgewählt werden, um dort unsere Anhänger zu vereinigen und von da aus unsere Operationssphäre allmälig auszudehnen, bis der nationale Cooperative Staat zur Wahrheit geworden sein wird. Forderungen zur sofortigen bhilfe der bestehenden Verhältnisse. Industrien, die durch Monopole, Trusts oder Industrie Ringe 1. Die öffentliche Eigenthümerschaft( public ownership) aller ( combines) beherrscht werden. 2. Die öffentliche Eigenthümerschaft( Staatsbesig) für alle Gifen bahnen, Telegraphen, Telephones und alle anderen Transportationsund Kommunikationsmittel. Und die munisipale Eigenthümerschaft für alle Straßenbahnen, Wasserwerke, Gas- und elektrischen Anlagen sowie aller öffentlichen Anstalten. 3. Die öffentliche Eigenthümerschaft( Staatsbesitz) für Gold, Silbers, Kupfer-, Koblen, Bleis, Gifen und alle anderen Minen, sowie für alle Del und Gasquellen. Wir halten aber an dem Grundsatze fest, daß alle Menschen 4. Reduktion der Arbeitsstunden je nach dem Fortschritte der Produktions- Methoden. gleich geboren und daß sie gewisse natürliche unveräußerliche Rechte besitzen; darunter:- das Recht zu leben, das Recht sich die Mittel lofen. Der öffentliche Kredit ist dafür in Anspruch zu nehmen. 5. Inangriffnahme von öffentlichen Arbeiten für die Arbeitszum Leben zu erwerben; ferner persönliche Freiheit, industrielle 6. Alle nützlichen Erfindungen und Entdeckungen sollen jeder Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Jedoch die Erfahrung lehrt, daß obwohl bei uns alle Menschen theoretisch frei sind, dieses mann frei sein. Die Erfinder sollen vom Staate belohnt werden. thatsächlich nicht der Fall ist. Denn obwohl alle Bürger dieselben 7. Die Etablirung von Postsparkassen in Verbindung mit dem Postsystem. politischen Rechte haben, so ist diese politische Freiheit unter dem 8. Die Annahme der Initiative, des Referendums, des jetzt herrschenden ökonomischen Systeme nuglos, weil dieses Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit zerstört. Troy proportionalen Wahlsystems und des imperativen Mandates. unferer politischen Freiheit wird dem Arbeiter der größte Theil Einer der Angriffe, die unsere amerikanischen Parteigenossen feines Produktes geraubt. Infolge der Entwickelung dieses Systems gegen Debs richten, gilt dessen Rolonisationsprojekt. In Ungarwein medizinischen, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10, 5 Literflasche Mr. 9,25, Einzelne Flaschen senden durch unsere Gespanne frei Haus. Fruchtweine Johannisbeer- Wein, weiß und roth, Heidelbeer: u. Stachelbeer- Wein, à Flasche( 2 Liter) 75 Pf. Cognac deutscher à Literflasche Mt. 2,10, 2.50, 3,-. 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