Ur. 228. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Moutage. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolone zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis a Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: But I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Brief aus Ruffifth- Polen. = Donnerstag, den 30. September 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Man erlaubte den Redaktionen der Zeitungen( aber nur den Polens stets gleichgiltig, dagegen jede„ Ruhestörung" stets verhaßt Hedaktionen) Gelder dafür zu sammeln. Die Maximal Gesammt war und ist. Kraj hat durch seinen Vergleich zwischen den„ Forderungen" von Die leßten Warschauer Ereignisse, der Besuch des Baren und summe der Sammlungen wurde von der Regierung auf 200 000 die damit verbundenen Empfangsfeierlichkeiten waren die Tage Rubel( 400 000 Mart) festgesetzt. In einigen Wochen wurde diese 1856 und von 1897 alle Unterschiede zwischen den Ereignissen von 1856 und des Jubels für die polnische Loyalisten Partei. Gleichzeitig Summe zusammengebracht, und zwar zum größten Theil aus 1897 bei weitem nicht erschöpft. 1856 erhob sich im Lande selbst kein Die polnische Emigration war haben diese Vorgänge zum ersten Mal das Bestehen dieser Partei Groschen des kleinen Mannes", und die Gelder fließen nach Proteft gegen die Baren poffe. immer Sammlungen weiter ein. Man natürlich laut genug, aber in der Heimath rührte sich niemand. Die als solcher endgiltig bestätigt, weil sie dieselbe zwangen mit einem Schließung der nicht wundern: es damalige Aristokratie besaß wirklich die stillschweigend ertheilte Programm herauszurücken. Zwar ist das Bestehen der loyalen", darf fich über diesen Enthusiasmus b. h. der zufriedenen Elemente in Russisch Polen natürlich nichts genügt zu sagen, daß noch heute ein großer Theil( und Bollmacht, im Namen des Landes zu sprechen. Diesmal aber ertönten Neues. Man tönnte ja von vornherein sagen, daß die zwar die besten) Dichtungen von Mickiewicz seitens der russischen energisch die Worte des in tausenden von Exemplaren verbreiteten und polnische Aristokratie und Bourgeoisie, die Latifundienbesitzer und Benfur verboten ist! Wie dem anch sei, obgleich dieser in Warschau gedruckten Aufrufs des 3entral, Arbeiter. Fabrikanten, teine starke Veranlassung haben, mit der ruffifchen Re- Enthusiasmus thatsächlich ein feineswegs günftiges Zeugniß der fomitee's der sozialistischen Partei Polens: Diese gierung, diesem Hort der internationalen Reattion, unzufrieden zu fein. Loyalität" der Bevölkerung Bolens aussiellte, war der Theatercoup Schmach trifft uns nicht.... Dbgleich wir dem Baren heute weder Außerdem, wer die Rolle der polnischen Aristokratie in allen unseren gelungen. Die Loyalisten hatten endlich etwas, was einem wirklichen mit Bombe noch mit Waffen in der Hand begegnen, so weiß er früheren Insurrektionen fennt, weiß, daß diese Klasse immer bemüht Bugeständniß glich, etwas, worauf man das Publikum als auf ein ebenso gut wie feine polnischen Eatelliten, daß sie in uns einen war, die Revolution im Reime zu ersticken. Nichts destoweniger ist Beichen der herannahenden„ neuen Aera" verweisen konnte. Man tödtlichen Feind haben." Und zu einem Kampf obgleich diesmal mit geistigen Waffen" die Partei der Loyalen" als folche feit dem Aufstande von beeilte sich, die Sache theatralisch zu besiegeln, dem Zaren sein 1868 etwas gewissermaßen Neues. Verschiedene Ursachen sind treues" Warschau zu zeigen und die Versöhnung" demonstrativ zugegen den Sozialismus soll der Besuch des Baren das Signal geben. Man spricht von verschiedenen Einrichtungen, die dazu daran schuld. betonen. dienen sollten, und in denen der polnische Kapitalist und Pfaffe dem und Leitung" Leitung" des russischen Gendarm zur Bevormundung und polnischen Arbeiters die Hand brüderlich reichen sollten. Der ernsthaftefte von diesen Plänen ist das Projekt eines Warschauer Millionärs- J. Bloch eine Volks wohlfahrts. " Bei der systematischen Unterdrückung feitens der russischen Re gierung jeder Neußerung des politischen Lebens, ist jede politische Regung bei uns im voraus verdächtig oder verboten. Schon aus diesem Grunde mußte bei uns seit 1868 eine vollständige Apathie, eine absolute Gleichgiltigkeit jeder politischen Frage, jedem politischen Gedanken gegenüber lange Jahre herrschen. Schon darum mußte die erste bei uns als solche auftretende Partei die Partei derer sein, die bei dem unversöhnlichen Kampfe gegen die Regierung nichts zu verlieren haben: die proletarische, sozialistische Partei. Erst nach Entstehen unserer Partei und von unserem Beispiel aufgemuntert, fonnten sich die kleinbürgerlichen, mehr oder weniger revoIutionären Patrioten" zu einem öffentlichen Hervortreten wieder aufraffen. Und zu allerlegt kommt zum Vorschein die Partei der Satten, der Loyalen. bruckt werden. " " Man erhoffe daher " 1 " es möchte man man " " " Aber: es giebt nichts Neues unter der Sonne" bei Beobachtung der Zarenempfangshezze in den ersten Tagen des Septembers sagen. Denselben zur Schaut getragenen Enthusiasmus" gewisser Gesellschaftsklassen, dasselbe Gerede von der russischpolnischen Aussöhnung" haben wir in Warschau schon einmal gesehen und gehört. Es war beim Anlaß des Besuches Alexander's II., Gesellschaft" in Warschau zu gründen, wo der Arbeiter die in den„ Maitagen" 1856. Damals, wie jetzt, war es die Person freien Stunden mit Nußen für sein Gemüth und Gesundheit, befrei von bösen Einflüssen" zubringen des neuen, jungen Baren, auf die man große Hoffnungen baute; sonders aber damals wie jest waren es die Latifundienbesizer, die den Baren tönnte. Das Projekt der diesbezüglichen Einrichtungen ist vorzugsweise umringten und ihn der Trene seiner„ polnischen Unterthanen" ver- dem Londoner" People's Palace"( Volkspalast) nachgebildet. Es liegt uns eine Abschrift der betreffenden Eingabe des Herrn sicherten... Die unbequeme Parallele zwischen diesen beiden historischen Daten Bloch an den General- Gouverneur vor. Die Eingabe fängt mit den unbequem ist sie, da von den Maitagen 1856 die Bewegung beginnt, Worten an:" Die wichtigste Frage im Leben der modernen euro diese Parallele päischen Staaten ist die soziale Frage". Es folgt dann eine lange welche zum Aufstande von 1863 führte Jetzt haben diese Leute nichts mehr zu fürchten: die Regierung drängte sich mit Gewalt auch dem Hauptorgan der polnischen Darstellung der schädlichen Folgen der jetzigen Wohnungsverhältnisse, wird sie nicht mehr verdächtigen, im Gegentheil sind sie als Gegenmittel Loyalisten Partei( Ugodowcy" Verföhnungsmänner) auf, der statistische Biffern tetreffend die Zunahme des Verbrecherthums gegen die beiden ersteren Parteien herbeigefehnt und mit Ent Beitung Kraj"( Das Land). Um aber sich selbst und ihre russischen und die Vertheilung deffelben unter verschiedenen Boltsschichten bei gegenkommen behandelt. Das größte von den bisherigen viel Gönner zu beruhigen, sagt die Zeitung, daß die Möglichkeit jedes uns und im Auslande u. s. w. Besondere Aufmerksamkeit wird den gerühmten Zugeständnissen" der rufftschen Regierung an die Polen revolutionären Nachspiels zu den diesjährigen Feierlichkeiten schon deutschen Verhältnissen gewidmet, wobei die Stärke der besteht ja aber darin, daß man die 3 ensur etwas milderte und die dadurch ausgeschlossen ist, weil man jetzt polnischerseits feine Sozialdemokratie in Deutschland und deren relative Schwäche in Erörterung der polnischen Frage", der Verhältnisse zwischen Ruß wirklich ernsthaften Ansprüche an Ansprüche an die Regierung mache. England durch die verschiedenartigen Schulzustände und Bolts. Tand und Poten in gerviffem, natürlich sehr engem Rahmen jegt nichts Außergewöhnliches, tönne 28ohlfahrtseinrichtungen" beider Länder erklärt werden. Ferner und nur an zuließ. Das war jedenfalls ein Bugeständniß" nicht enttäuscht werden, feien eben die wird auf die Ohnmacht der Repressiomaßregeln gewiesen: Zum die Loyalisten, weil die beiden anderen Parteien nicht nur von enttäuschten Hoffnungen, die in den Jahren 1856-1868 zur blutigen Kampfe gegen die nach Polen vom Westen dringenden sozialistischen. einer so farg bemessenen Freiheit" teinen Gebrauch zu machen im ftande Ratastrophe führten. Dabei vergleicht„ Kraj" das Programm der Lehren muß die Gesellschaft wirksamere Waffen anwenden". Solch waren, sondern auch längst andere Wege gefunden hatten, um ihre führenden" polnischen Kreise, ihre Forderungen von 1856 mit eine Waffe werde man eben in dem von Herrn J. Bloch pros Meinungen auszudrücken, und zwar in der verbotenen" ge denjenigen von 1897. 1856 erhoffte man polnischerfeits: 1. eine ieftirten Boltshaus" finden. Herr Bloch schlug vor, zur Berwirklichung seines Projektes den beimen Breffe, in den Zeitungen und Broschüren, die massenhaft möglichst ausgedehnte politische Autonomie, 2. Wiedergabe an Polen über die Grenze geschmuggelt oder auch( wie es der Fall mit unseren von Litthauen, Podolien, Wolhynien und der Ukraina. Jetzt erhoffen für den Zaren beim Anlaß seines Besuches von den polnischen zwei sozialistischen Organen ist) sogar in Warschau felbft geheim gefagt„ Kraj" die Kapitalisten von der russischen Regierung nur: Rapitalisten gesammelten Fonds( ca. 1 Million Rubel) zu benutzen. besonderen 1. Anerkennung des nationalen, Sollen sich aber die zuständigen Behörden" gegen eine solche BeDie„ loyale" Bewegung datirt seit dem Tode Alexanders III. ethnographischen und kulturellen Wesens der Polen nugung diefer Summe aussprechen, so ist Herr Bloch bereit, aus Der neue Zar, eben als etwas Neues, Unbekanntes, bot den mit allen daraus entstehenden Konsequenzen. eigenen Mitteln dem Verein die nöthigen Grundstücke zur Verfügung Loyalen die willkommene Gelegenheit, mit der unbestimmten Hoff 2. Gleichberechtigung der Polen mit allen Unterthanen des russischen zu stellen, alle Gebäude darauf zu erbauen und dieselben sogar mit Das nungen zu paradiren und das Volk zur Mäßigung" zu ermahnen, Reiches. 3. Einführung in Polen der in Rußland bereits existiren einem Theil der nothwendigen Geräthschaften zu versehen. tamit die Gunft des jungen Monarchen für die Polen gewonnen den Einrichtungen.( Hier sei es gleich bemerkt, daß Kraj" unter Projekt ist also auf jeden Fall der Verwirklichung sicher. im eigentlichen Rußland bereits existirenden Ein Nun, was uns betrifft, so können wir uns über viele von werde. Dennoch blieb anfangs alles beim alten: Gurto regierte den drakonisch weiter, und die Loyalen merkwürdige Jronie der richtungen" hauptsächlich die städtische und provinzielle Selbstben zu unserer Bekämpfung vorgeschlagenen Einrichtungen nur und Die Geschworenengerichte versteht.) Diese freuen: der Warschauer Arbeiter wird gewiß mit Nußen und Vers russischen Zustände! waren gezwungen, ihre Unterthänigkeits. verivaltung Ergüffe ungesetzlicherweise in Leipzig oder in Galizien brucken zu drei Forderungen bilden das, was wir im Eingang dieses anügen die naturwissenschaftlichen Vorträge 2c. besuchen. Andere laffen. Briefes als das Programm der Loyalisten erwähnt hatten. Wenn Seiten des Projektes lassen uns vollständig kühl: unsere Arbeiter Aber die Zeit bringt Rosen! Das Wachsen der revolutionären wir diese Herren nach ihren eigenen wirklichen Herzenswünschen schaft wird sich nicht mehr bevormunden und„ leiten" laffen. Das Projekt ist wie man sagt vom„ Mädchen für alles") Bewegung im Lande trot oder zum theil auch dank dem drakoni gefragt hätten, würden wir wohl als Antwort zuerst das bekannte: fonnte am Ende auch Schutz des nationalen Wohlstandes"( d. h. der Ausbeutung) hören. des Herrn Bloch, von einem Herrn Wfcieklica ausgearbeitet. Herr fchen Verfahren Gurko's und Apuchtin's für die maßgebenden St. Petersburger Kreise kein Geheimniß mehr Theilweise wird dieser Wunsch im zweiten Punkt unter der scieklica hat den polnischen Sozialismus schon einmal 1883bleiben. Das alte Märchen der russischen, volksthümlich- demokratich" Blume zum Ausdruck gebracht: Gleichberechtigung der Polen gründlich getödtet" in einer be- rühmten Schrift:" Irrsinn der Das heißt ja in erster Linie Gr polnischen Sozialisten im Lichte der Lehre ihres eigenen Meisters" polizeilichen Publizisten, daß in Polen nur der Adel und die Geist mit den Ruffen. lichkeit revolutionär und antirussisch sind, der kleine Mann" das schließung der öffentlichen Aemter für die Polen, Bugang zu( Mary). Er kann auch diesmal des gleichen Erfolges sicher sein. Noch ein charakteristisches Detail. In einer Eingabe erbittet gegen, das„ Volt", dem Kaiser treu(!), zugethan und dankbar den einfluß- und einkunftsreichen Staatsstellen für die Söhne der bleibe, fonnte nicht mehr aufrecht erhalten werden. Man polnischen Bourgeoisie. Aber der Punkt hat diesen Sinn nur theil- Herr Bloch als die höchste Begünstigung: man möge erlauben, die Borträge in seinem Volks fah, daß die sozialistische Propaganda die städtischen Arbeiter durch weise, er bedeutet auch u. a. überhaupt Niederwerfung jener Ber- naturwissenschaftlichen nur" im Resumé der Zenfir feucht" hatte und sogar in die Dörfer zu bringen begann; man sah, ordnungen, auf grund deren alle Aemter in Polen eine Beute für hause" vor dem Verlesen daß sogar der Bauer überall, wo die Sozialisten noch nicht durch den schlimmsten Abschaum des russischen Tschinownitenthums" vorlegen zu dürfen. Er träumt gar nicht davon, daß andere Vorgedrungen find, den patriotischen Volksthümlern" gerne Gehör leiftet( Beamtenthums) wurden, auf grund deren sogar die polnischen Ar- träge( über Literatur, Geschichte und Sozialwissenschaften) zugelassen und verbotene Schriften gierig verschlingt. beiter bei den Eisenbahnen von den Russen verdrängt worden sind. werden könnten, ohne der Zensur vollinhaltlich, wie es bie bestehenden Vorschriften überhaupt erheischen, vorgelegen zu haben. Die russische Regierung mußte die sogenannte Gesellschaft" zur Diefer Punkt bedeutet also etwas auch für das Publikum". Hilfe und Mitwirkung rufen. In der russischen Presse begimen seit zwei Der polnische kleine Mann", der die in Rußland existirende Der Kampf mit den geistigen Waffen" sogar gegen den Sozialismus Jahren immer häufiger Artikel zu erscheinen, in welchen man die polnischen Selbstverwaltung nicht fennt, fann auch hierin etwas für sich sehen. ist durch die russischen Zustände- wie man sieht nicht besonders befizenden Klaffen und die Geistlichkeit zum Zusammenschluß mit den Aber am meisten ist auf den Gimpelfang der erste Punkt mit seiner erleichtert. russischen Gendarmen und zum gemeinsamen Stampf für die Zweideutigkeit berechnet. Jeder kann sich darunter alles Beliebige heiligsten Güter" auffordert. Am beredtesten spricht dafür ein denken. Nachdem Kraj" jenen Forderungen die komisch- pathetische Be gewiffer Gendarmerie- Oberft Martgrafsty in den St. Petersburger theuerung vorangeben hat laffen: es hat endlich die Stunde geschlagen, Nachrichten". Diese Zeitung, redigirt vom Fürsten uch tomsty, einem wo wir uns den Ruffen gegenüber offenherzig aussprechen müssen", Die Wahlen in Sachsen. Während aus den Wahlen persönlichen Freund des Zaren, stellt sich an die Spiße der„ Ver glaubt das Blatt doch, gezwungen zu sein, des großen Publikums" föhnungs- Kampagne" und predigt den Ruffen, sie sollen die Bolen wegen solche verschwommene Forderung" aufzustellen. Ihre eigene in der dritten Wählerklasse die Sozialdemokratie doch ritterlicher und menschlicher behandeln. Zugleich ängstigt Herr Ohnmacht muß den Loyalisten einleuchtend genug sein! Markgrafsky die polnische Bourgeoisie mit den Bildern der Grenel, Doch hat Kraj" recht: zwischen den Forderungen von 1856 und Siegerin hervorging, hat die zweite Wählerklasse, wie nicht anders zu erwarten war, fast durchweg Kartelldie sie in einem unabhängigen Polen erleben würden, wo feinem 1897 besteht ein abgrundtiefer Unterschied. Jetzt wünscht man für Wahlmänner gewählt. Bemerkenswerth für die Wahl in dieser die Sozialdemokratie die erste Geige spielen Bolen die„ in Rußland bereits existirenden" Einrichtungen, damals wollte würde; er weift den polnischen Fabrikanten auf die gefährlichen" man eben mehr, als in Rußland zu finden war und-ist: eine Klaffe ist besonders die Thatsache, daß die bürgerliche Opposi Sympathien eines Liebknecht, eines Bebel für das unabhängige moderne Verfassung. Aber damals sprach man zu einem tion gegen das Dreiklassen- Wahlsystem fast gar keine Erfolge Polen, beruft sich auf den Antrag unserer Partei zum Londoner Rußland, das soeben einen unglüdlichen Krieg durchgemacht hat erzielen können. Die antisemitische Reformpartei ist in der Internationalen Kongreß u. s. w. hatte und unter Schmach und der Erkenntniß eigener Schwäche zweiten Klasse von den Kartellbrüdern überstimmt worden, wie In derselben Zeit fommt nach Warschau als Generalgouverneur zufammenbrach; jezt hat man zu thun mit einem Rußland, das der sie in der dritten Klasse hinter der Sozialdemokratie an stelle des altersschwachen brutalen Soldaten Gurfoder in anerkannte Schiedsrichter Europa's ist. Das allein würde gänzlich zurückblieb. Auch die freisinnige Opposition, die sich Berlin europäiſirte Diplomat Schu waloff und bezaubert die schon die verhältnißmäßige Bescheidenheit der Ansprüche zur genüge nur in einem Wahlkreise, in Plauen, hervorwagte, ift gänzlich Warschauer Plutokratie mit seinen feinen Manieren". Nachdem erklären. bas delirium tremens" feiner Rarrière in Polen ein jähes Ende Dadurch wollen wir natürlich das Bauchrutschen vor dem Zaren erfolglos geblieben. Es giebt nur ein hüben und drüben" bereitet, wird sein Wert vom Fürsten Imeretinsky fortgefeßt. teineswegs beschönigen. Auf dem Bauche rutschten jetzt wie 1856 noch! Die Sozialdemokratie beherrscht die dritte Wählerklasse, Dem Kartell, den Die Loyalen", das fleine Häuflein der reichsten Großgrund die oberen Behntausend" Polens auf eigene Rechnung ganz die Maffen des arbeitenden Boltes. Ordnungs" Parteien, folgt die Minderzahl der Wohlhabenden befizer und Fabrikanten, waren schon längst nicht nur zufrieden, aufrichtig und ohne Hintergedanken. Diese Forderungen dagegen es ward ihnen auch geschmeichelt: die Ruffen vertheidigten ja ob bescheiden" wie jetzt oder unerfüllbar" wie 1856 stellen sie und Reichen der beiden oberen Wählerklassen. nicht nur energisch genug ihre ökonomischen Intereffen( wie z. B. in auf Rechnung derjenigen Bevölkerungsschichten, die in der Pluto Mandatserfolge sind also für unsere Partei kaum möglich. Lodz mit Pulver und Blei gegen die streifenden Arbeiter), sondern tratie die Vertreterin der nationalen Interessen immer noch sehen Nur im zehnten ländlichen Wahlkreise, der die industrielle Um beehrten sie auch mit der Einladung zur gemeinsamen Bekämpfung des möchten. Wir wollen sogar den Mitgliedern des Komitees"( erSozialismus. Aber für das Publikum" genügte es nicht, man mußte nannt vom General- Gouverneur!) zur Veranstaltung der 3aren- gebung Dresdens auf dem linken Elbufer einfaßt, scheint, so ihm irgend welche Proben der neuen Mera" zeigen fönnen. Und empfangs- Boffe jedes Gefühl der nationalen Würde als Individuen weit die vorliegenden Nachrichten ein Urtheil zulassen, sogar Mandat vorhanden zu sein; hier da kommt der Theaterkoup:" Erlaubniß zur Errichtung eines nicht aberkennen. Aber es genügt der Hinweis cuf die Rolle ihrer Aussicht auf ein bisher gewählten 38 Wahl. Nationaldenfmals" in Warschau für den großen polnischen Klasse im letzten Jahrhundert unserer Geschichte, um festzustellen, gehören uns sämmtliche Dichter Mickiewicz. daß ihnen und ihren Klassengenossen die nationale Unabhängigkeit männer der dritten Klasse, acht Wahlmänner haben noch Ausdrucke nach " " 11 " Politische Uebersicht. B. A. J. Berlin, 29. September. eine Nachwahl zu bestehen, und auch in der zweiten Wählerklasse haben wir vier Wahlmänner, in der ersten zwei Wahlmänner gewonnen, dazu haben in der 2. Klasse zahlreiche Nachwahlen stattzufinden. Die Sozialdemokratie ist auf der ganzen Linie vorgerüdt, die Gegner find mit den größten Verluften zurückgeworfen worden, die Sozialdemokratie draug in Wahlkreise hinein, die bis jetzt als aus schließliches Gebiet der bürgerlichen Parteien galten." Und Der Beobachter" in Chemniz sagt: " N # .. " Da die„ Vossische Zeitung" sich die vorstehenden Nachrichten genommen, fie nußten aber nicht viel. Am 11. Oftober vorigen kaum aus den Fingern gesogen haben wird, ist nähere Aufklärung Jahres entstand nun auf dem Bahnhofe ein Unfall. Cin Güterzug, der jene Weiche zu passiren hatte, gerieth über diese Enquete der Gewerbekammer dringend von Nöthen. Auch die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" dementirt die Mel in ein todtes Geleise und fuhr auf den dung der Bossischen Zeitung" und bemerkt, daß das wiedergegebene Prellbock 2c. wodurch ein nicht unerheblicher Aftenstück jedenfalls fein preußisches sei und fährt dann fort: Materialschaden herbeigeführt wurde. Die Weiche war wirken. " . " 0 $ Enghaven, 29, September. Das gefuntene Torpedo. boot" S 26" ist gesteru früh 8 Uhr zwei Schiffstängen nördlich von der ausgelegten Boje durch den Taucher Andersen aufgefunden worden. Bei dem zweiten Tauchversuch gelang es dem Taucher, durch den Thurm in das Innere des Schiffes einzubringen, wo er die Zeiche des Roches Serbent entdeckte, deren im Todes. trampf festgeklammerten Hände erlöfte und sie kurz vor 2 Uhr an die Oberfläche brachte. Jufolge der stärker werdenden Strö mung mußte der Taucher darauf die Arbeit einstellen, die heute früh 4 Uhr wieder aufgenommen werden soll. die worunter M. Aber auf Mandatserfolge fam es ja in dieser Wahlschlacht von vornherein nicht an. Die Masse des Volkes in der britten Die Lage sowohl der preußischen wie auch der Reichsfinanzen für den Bug richtig gestellt, denn die Lokomotive des GüterWählerklasse hat sich gegen die Regierung, gegen die Kartell ist eine so günstige, daß keinerlei Bedürfniß besteht, auf eine Berauges war eben durch das Geleise gefahren und hatte sich vor den parteien, gegen das Dreiklaffen- Wahlsystem zum Protest erhoben. mehrung der Einnahmen durch derartige Steuermaßnahmen hinzu- Bug gesetzt. Dennoch wurden der Weichensteller, der Die Masse des Volkes hat sich für die Partei erklärt, deren Stations affistent und auch der Lokomotivführer Schwächung und Vernichtung von den Wahlrechts- Zerstörern Für die Mehrbelastung der Brauereien tritt die Deutsche wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisen. beabsichtigt worden war. bahn Transports angetlagt. Ju der heutigen Ber Die Sozialdemokratie hat eine ge- Tageszeitung" ein. waltige Vermehrung an Zahl ihrer Stimmen erfahren, Die Aktion des Staates zur Verhütung abn handlung konnte es nach dem Ergebnisse der Beweisaufnahme feinem während die Gegner einen ganz außerordentlichen Stimmen- icher Hochwasser Ratastrophen, wie sie in diesem Sweifel unterliegen, daß der ausfahrende Bug wahrschein abgang erlitten. Sommer zu beklagen find, begegnet, wie die Berl. politischen Nachr." ich bie feblerhafte Weiche aufgeschnitten hat; mit schreiben, einer Reihe von Schwierigkeiten technischer und rechtlicher Rücksicht hierauf wurden die Angeklagten fämmtlich freige Unsere sächsischen Parteiorgane, sprechen daher mit Recht natur. Die hierbei in erster Linie in betracht kommenden Gebirgs, prochen. Die Weiche, die nach dem Unfalle von einem Sachihre Genugthnung über den Wahlerfolg aus. So schreibt die flüsse sind noch nicht lange genug genau beobachtet worden, um verständigen reparirt wurde, funktionixt, wie die„ Franks. 31g." " Sächs. Arb.- 8tg.": ihre Gefälle und Wasserabfluß Verhältnisse durchweg mit meldet, jetzt vortrefflich. voller Sicherheit beurtheilen zu tönnen. Es fehlt daher- Die Senate der drei Hansestädte haben sich zur nicht nur vielfach noch an ausreichenden thatsächlichen Unterlagen Regulirung der Gehälter der Richter und Beamten für die Regulirungspläne, sondern manchmal selbst für die aus des Hanseatischen Oberlandesgerichts dahin ges Anlaß der Hochwasser Berhcerungen zu treffenden Entscheidungen einigt: der Präsident erhält fünftig 18 000 M.( bisher 16 000.) polizeilicher Natur. Vielfach haben sich die Durchflußöffnungen der und außerdem eine persönliche Zulage von 5000 M.; die zweiten, Mit wirklicher Erregung sind die Arbeiter gestern zur Wahi Brücken als zu klein erwiesen, Baulichkeiten aller Art haben das dritten und vierten Präsidenten erhalten 16 000 M.( bisher gegangen und an den Wahllokalen, vor den Fabriken, in den nothwendige Hochwasserabfluß- Profil in bedenklicher Weise verengt. Viele 14 000 M.), die beiden ältesten Räthe 14 000 m.( bisher 12 000 M.), Verkehrslokalen der Parteigenoffen entwickelte sich ein Leben, wie Brücken und Baulichkeiten dieser Art sind zerstört; bei ihrer Wieder die übrigen Räthe 18.000.( bisher 10 000 bis 11 582 M.), der man es sonst bei Landtagswahlen nicht beobachtet. Allgemein herstellung müssen die Rücksichten ungebinderten Abflusses des Hoch- Oberstaatsanwalt 13 000 M.( bisher 10 000 M.). Der Sefretär herrschte eine Spannung: wie wird der Wahlausfall sein, und all- waffers voll gewahrt werden; aber es wird häufig sehr schwer, mit erhält 5000 m. wie bisher, und außerdem fünf Alterszulagen von gemein war der eine Gedanke vorherrschend: wir unterwerfen uns nicht Sicherheit zu bestimmen, wie weit zu diesem Zwecke die Durchlaß- 500 m. nach je vier Jahren. Die neuen Gehälter kommen bereits bedingungslos, wir wollen den Gegnern zeigen, daß wir noch da find, Deffnungen der neuen Brücken sein und wie weit die neuen Bauten vom 1. Januar d. J. zur Anwendung, sofern die Bürgerschaft der daß wir alles aufbieten, die alte Position zu erhalten. Und von den Ufern zurückgerückt werden müssen. drei Hansestädte dem zustimmt. das Resultat war wider alle Erwartung günstig. Die Gegner Nach der rechtlichen Seite kommt zunächst die gänzlich unzu wollten sich die Sozialdemokratie vom Halfe schaffen sie haben reichende Regelung der Unterhaltungspflicht in betracht. Zwar bedarf uns erst recht auf den Hals bekommen." es zur freiwilligen Uebernahme der Unterhaltung der Hochwasser In wenigen Tagen müssen nun die Nachwahlen für die flüsse durch höhere Kommunalverbände an sich keines Gesetzes, aber Wahlbezirke stattfinden, in denen keine Bartei eine absolute es fehlt an jeder rechtlichen Möglichkeit, etwaigen Widerspruch des Majorität erhalten hat. Die sächsische Regierung gedachte einen oder anderen Kommunalverbandes zu überwinden. Auch bemit ihrem neuen Wahlgesetz die Agitation der Sozialdemokratie barf das bestehende Recht, namentlich was die Untervertheilung der Baulaft anlangt, nach manchen Richtungen der Ergänzung. Nicht zu hindern, aber dadurch, daß die Parteigenoffen den Gegner viel anders steht die Sache betreffs der Freihaltung der von Deichen nicht entschlüpfen ließen, sondern sich an seine Fersen hingen, eingeschlossenen Hochwasser- Abflußgebiete. Ein großer Theil der zahlist die Agitation nur vermehrt und auf lange Zeit reichen Durchbrüche am Bober, Queiß, der Görlißer Neiffe u. s. w. Die Leiche des Herzogs Friedrich Wilhelm zu Mecklenburg ift hinaus ermöglicht worden. Unsere Genossen führen den rührt von den künstlichen Aufftauungen des Hochwaffers infolge Mittwoch Nachmittag geborgen und an Bord eines Divisionsbootes Rampf fort und rufen in rufen in den noch unentschiedenen von Baum- und Strauchpflanzungen im Hochwaffergebiete ber. Das hierher eingebracht worden. Wahlbezirken die Massen zum nochmaligen Streit gegen Deichgefeß gewährt unter gewiffen Voraussetzungen die recht Die bayerische Rammer der Abgeordneten die Reaktion ins Treffen. Es gilt, die dritte Wählerklasse in Art vor Verbandsdeichen zu beseitigen; es versagt aber selbst Stath am bayerischen obersten Landesgericht, der Klerikale v. Walter, die Reaktion ins Treffen. Es gilt, die dritte Wählerklasse in liche Handhabe, um schädliche Wafferabfluß Hinderniffe folcher ist heute wieder zusammengetreten. Zum Präsidenten wurde der den Nachwahlen endgiltig und völlig von den Wahlmännern bei au der weitesten Auslegung da, 100 folche Pflanzungen der Konservativen und Nationalliberalen zu säubern. Das wird vor anderen( Gemeinden-, Privat- u. 1. w.) Deichen liegen. Sowohl wiedergewählt mit 120 Stimmen. Drei Stimmen erhielt Abihnen gewiß auch ebenso gelingen, wie es im ersten Zusammen- die Unterhaltung der Hochwasserflüsse als die Freihaltung der geordneter Dr. Sigl. 20 Bettel waren unbeschrieben. Hierauf legte stoß gelungen ist. Hochwasser- Abflußgebiete ist in dem 1894 veröffentlichten Entwurfe vor, welche einen Ueberschuß von 32 Millionen Mark auf der Finanzminister Frhr. v. Riedel die Rechnungen pro 1894/95 Glückauf den tapferen Rämpfern, die sich durch tausend eines preußischen Waffergefeyes eingehend behandelt. Die Frage weisen, und das Budget pro 1898/99, welches mit 872 167 595 m. Hindernisse den Weg bahnen! wirft sich von selbst auf, ob angesichts der Dringlichkeit der Sachen bilanzirt. Der Minister erörtert die einzelnen Mehrausgaben, nicht dieses Kapitel des Waffergefehes vorweg zu nehmen sein Matrikularbeiträge 4612 000 M. mehr er Einen glänzenden Sieg hat unsere Partei bei den gestrigen möchte, zumal doch bis zu dem Zustandekommen des Wassergesetzes fordern, und gab die Erklärung ab, daß eine Steuer Landtagswahlen in Sachsen Meiningen Sachsen Meiningen errungen. Jahre vergehen können. erhöhung nicht nothwendig sei. An eine weitere Bisher hatte unsere Partei nur einen Vertreter im Meininger- Gin Reich 3 Versicherungsgefeh Entwurf ift, Stonversion der 3/2 prozentigen Papiere 8 prozentige Landtag, den Genossen Wehder in Sonneberg. Dieser wurde wie die D. Versicherungsztg." hört, vollendet und wird in der ersten werde nicht gedacht. Schließlich legte der Finanzminister die wiedergewählt mit 1006 Stimmen gegen 726 Stimmen, Ottoberwoche zur Begutachtung an die Mitglieder des Versicherungs- neuen Gefeßentwürfe vor betreffend die Revision der Einkommen die der freisinnige Kandidat erhielt. Außerdem wurden drei beiraths übersandt werden. Es soll eine amtliche Veröffentlichung stener, Kapitalrenten- Steuer und der Gewerbesteuer, sowie betreffend Wahlkreise neu gewonnen. In Hüttensteinach- des Entwurfs erfolgen. die Erleichterung der Bodenzinsen, und führte andere Neuhaus ficgte Wächter mit 1005 Stimmen gegen 620 St., Die, Berl. Correspondenz" fell doch weiter er geplante Maßnahmen zu 3weden der Landwirth. die fich auf zwei Gegner vertheilten. Siegreich waren ferner Ges scheinen. Auch das wird an der Etimmung des Bolles für die Die- fchaft an, wofür namhafte Beträge im Budget aus noffe Weigelt in Steinach- Lauscha und Genoffe Bocher in sierung nichts ändern. gesetzt sind. Die Rede wurde wiederholt von lebhaftem Beifall Gräfenthal Lehesten. Auch Tie nächste Sigung findet voraussichtlich am im Kreise Ist 3ahlung einer Gelbftrafe durch einen unterbrochen. Saalfeld hatte unsere Partei großen Erfolg, unser Genosse Hoffmann blieb Frage, wie der Breslauer Fall beweist, zu bejahen, wie aus feiner Dritten Begünstigung? Das Reichsgericht scheint diese Dienstag statt. Aus Baden, 28. Sept.( Gig. Ber.) Die angebliche Liberalität nur wenig hinter dem nationalliberalen Gegner zurück; er er- Entscheidung gegen den Verleger, der die Geldstrafe feines Redakteurs des badischen Vereinsgesetzes hat von jeher mehr in seiner Sandhielt 859, der Amtsrichter Trinks 883 Stimmen. In bezahlt hatte, hervorgeht. Das Obertribunal war anderer Meinung. babung als in feinem Wortlaut gelegen. Nun ist es aber seit ge Pößneck siegte der Nationalliberale mit 100 Stimmen Zur Zeit des glorreichen Kulturkampfes war nämlich ein Bischof zu raumer Zeit mit der liberalen Handhabung vorbei. Von Berlin Majorität. In drei In drei Wahlkreisen kommt unsere Partei mehreren tausend Thalern Geldstrafe, im lluvermögensfalle zu aus wird seit Jabren in Karlsruhe entsprechend eingeheizt, und die noch in die Stichwahl, so Genosse Wehner in Wasungen, mehreren Jahren Gefängniß verurtheilt. Der Bischof besaß nichts Inspirationen, die der Minister des Musterstaates". Herr Eisenzukommen läßt, entsprechen oder gab wenigflens vor, nichts zu besitzen, und deshalb lohr, den Bezirksamtmännern der den Intentionen durchgefallenen preußiins Gefängniß wandern. Durch diesen Sieg gewinnt die Sozialdemokratie eine starke follte er Einem treuen Schäflein so ziemlich Das Verbot des Weinausschants Stellung im Meininger Landtag. Die gewählten Genossen da dieses Schäflein des schnöden Mammons genug hatte, bei der seiner Heerde ging das aber gegen ben und schen Vereinsgeset Novelle, Strich großen Voltsversammlung vom legten Sonntag, werden es verstehen, die Interessen der armen Bevölkerung so ging es hin und bezahlte die Strafe. Das war nun über welches sogar die badische Ordnungspresse zahminster Obfervang jener Landstriche wirksam zu vertreten. wieder dem Bischof nicht recht, dem dadurch die Märtyrerkrone ent den Kopf schüttelt, ist Ihnen bereits bekannt. Wir beglückwünschen unsere dortigen Freunde herzlichst ging. und er protestirte durch alle Juflanzen bis zum Obertribunal Defchelbronn bei Biorgheim berichtet, daß eine Wähler. zu ihren Erfolgen! dagegen, daß ein anderer für ihn zable( ganz im Gegensatz zu den Versammlung, in welcher Genosse Ag ft er Stuttgart das Referat Referendar beiden edlen Polen Heine's); aber das half ihm nichts. Alle übernommen hatte, vom überwachenden Beamten wegen folgender Be Justanzen entschieden gegen ihn, der Fistus behielt schmunzelnd das Schmidt heißt der Vaterlandsretter Geld und der Bischof wurde eben nicht Martyrer. Ja, ja: Wenn merkung eines Landarbeiters aufgelöst wurde:" Da der liebe Herrgott und nicht die Menschen das Wetter mache an dem schlechten vei daffelbe thun, ist es nicht dasselbe. Ausfall der Ernte schuld sei, so dürfe man in schlechten Erntejahren von den Landleuten auch nicht die volle Steuer erheben." Das grenzt doch gewiß ans Sächsische! Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der Golzbildhauer Wörner aus Friebenau halte sich heute wegen Majestätsbeleidigung vor der ersten Straffammer am Landgericht II zu verantworten. Der Angeklagte war mit den Weidner'schen Ehes leuten befreundet und soll in deren Wohnung im Juni 1896 ge legentlich eines Gespräches über die Kriegervereine eine grobe Beleidigung gegen die Person des Kaisers ausgesprochen haben. Zwischen beiden Männern entstand bald darauf Feindschaft, weil Chronik der Eisenbahnunfälle. Am 26. Septbr. 28örner in den Verdacht gerieth, der Frau Weidner mehr abends ist bei Bauf( Nürnberg) ein Fuhrwert von einem von Hers. Aufmerksamkeiten zu schenken, als wie dem Weidner lieb sein konnte. bruck kommenden Zuge überfahren worden. Während der Fuhr. Dieser ging daher hin und zeigte den Wörner an. Die Sache hat wertelenker unverlegt blieb, wurde der Bahnwärter, der das schon einmal das Reichsgericht beschäftigt; da es dem Vertheidiger Schließen der Barriere unterlassen hatte, und im legten Augenblicke Rechtsanwalt Freudenthal jedoch gelang, die Revision durchversuchte, die Pferde bei seite zu reißen, von der Zugsmaschine zuzusetzen, mußte fich die Straffammer noch einmal mit der Sache Boden geschleudert und ihm beide Beine abgefahren. Jus Kranten befaffen. Die beiden Weidner'schen Eheleute leben jezt getrennt von Haus nach Nürnberg verbracht, erlag der Berunglückte alsbald seinen einander, blieben aber bei ihrer früheren Aussage. Die Sache wäre Verletzungen. für den Angeklagten vielleicht günstig ausgelaufen, wenn er nicht zu Für die Sozialdemokratie find nach ihrer ganzen bisherigen Dem Frank. Kurier" wird zu dem Unglücksfall gefchrieben, daß dem ihn zuerst vernehmenden Amts Wachtmeister Meyer auf Haltung auch die von der" Köln. 31g." signalisirten Marine der betr. Bahnwärter an fechs Tagen in der Woche, von Sonntag dessen Borhalt erwidert hätte, dann fönne er das nur in der forderungen unannehmbar. bis mit Freitag täglich 16 Stunden Dienst nacheinander zu machen Trunkenheit gefagt haben. Hierin erblickte der Gerichtshof gewissers - Die Berbreifachung der Brausteuer. Das hatte, und zwar von mittags 12 Uhr bis früh 4 Uhr; nur des Sonn- maßen ein Geständniß, durch welches das Zeugniß der Weidner'schen Wolff'sche Telegraphen- Bureau versendet das folgende Communique: abends betrug die Dienstzeit 12 Stunden von mittags 12 bis nachts Eheleute trop deren Feindseligkeit gegen den Angeklagten geftünt Wie wir von maßgebender Seite erfahren, ist die Behaup: 12 Uhr. Täglich verkehren auf dieser Strecke zirka 55 3üge, dabei werde. Das Urtheil lautete daher wie früher auf drei Monate tung, daß eine Verbreifachung oder auch nur irgend muß der betreffende Bahnwärter täglich seine ziemlich lange Strecke Gefängniß. welche Erhöhung der Braustener beabsichtigt sei, viermal begehen und den Bahnkörper in Ordnung erhalten. Zu be Ein Majeftätsbeleidigungs- Prozeß ist, wie die„ Bolts- Beitung" vollständig aus der Luft gegriffen. merken ist ferner, daß an der betreffenden Bahnüberfahrt nicht etwa erfährt, gegen die" Frankfurter Zeitung" anhängig gemacht worden Recht schwer läßt sich dieses Dementi vereinen mit der Meldung ein Bahnwärterhaus steht, in welchem er sich aufhalten fönnte, wegen eines Artifels über die Schwankungen, denen die Politit der ber Voff. 3tg.", wonach Gutachten über eine Staffelung der Brau- sondern nur ein sogenannter blecherner Kaften. Früher war Regierung ausgesetzt sei. In dem Artikel glaubt die Anklagebehörde ftener eingeholt werden. Die Hauptzoll- und Steuerämter sollen an der betreffenden Bahnüberfahrt kein Bahnwärter stationirt, eine Beleidigung des deutschen Kaisers erblicken zu sollen. achthundert Meter unterhalb dieser Stelle. nach der genannten Quelle ihre Berichte bis zum 15. Oftober er sondern etwa ftatten. Der den Gutachtern übersandte Fragebogen einer Gewerbe- Durch Defterreich.e verschiedene Unfälle fleinerer und größerer Art Der Gesetzes und Religions Verächter wurde dann der Posten dahin verlegt, allein das Bahnwärter Halten Sie die Einführung von Staffelsägen bei der Brauhaus ließ man aus Sparsamkeitsrücksichten(!) an feinem Plage. Badeni hat nun auch von dem Wiener Erzbischhofe, dem Kardinal fteuer für geeignet, die mittleren und kleineren Brauereien zu entwäre nun das betreffende Häuschen auch mit transferirt worden, Gruschka, die tirchliche Absolution wegen der durch das Duell belaften und dieselben gegenüber den Großbrauereien tonturrenz- so hätte der Bahnwärter seine Familie um sich, und er könnte doch gangenen Uebertretung der Kirchengesetze erhalten. Als mildernder fähiger zu gestalten? Die Staffelsäge sollen betragen: 5 M. pro einmal wagen, ein Schläfchen zu machen, in der Voraussetzung, daß Umstand für den Kirchenfürsten ist anzuführen, daß er früher Hektoliter für die ersten 2000 Hektoliter Malz, wenn in einem er zu richtiger Zeit von seinen Familienangehörigen geweckt wird. Armeebischof war und daß die fatholische Stirche und ihr politischer Jahre nicht mehr als 6000 Hektoliter Malz verbraut werden, Nicht unerwähnt foll dabei bleiben, daß durch die Geistesgegenwart Ausdruck im Parlamente Herrn Badeni braucht. Arme Kirche! Gine jung caechische Vertrauensmänner6 M. pro Hektoliter für 6001 bis 10 000, fowie pro Hektoliter des Bahuwärters Sept vor einiger Zeit ein drohendes größeres für die ersten 10 000 Hektoliter Malz, 6 m. 25 Pf. für Unglück abgewendet wurde. Es waren da die Pferde eines Hers. Versammlung billigte die Haltung ihrer Fraktion im Ab10 001 bis 40 000 Hektoliter Malz, 6 M. 50 Pf. für das brucker Bierfuhrwerts schen geworden und rasten auf dem Bahn geordnetenhause, und dies mit vollem Rechte, haben doch die JungMalz über 40 000 Hektoliter. Der ermäßigte Say von 5 M. foll förper entlang und gerade einem daherkommenden Buge entgegen. czechen allein im letzten Jahre Erfolge zu verzeichnen. nur für solche Brauereien gelten, die bereits vor dem 1: Ott. 1889 Sept gelang es dazumal, den Bug zum Stehen zu bringen. Ungarn. im Betriebe waren. -3u dem Thema: Wie Eisenbahn Unfälle Budapest, 27. September( Deutsches Boltsblatt). Unter den Die Steuer beträgt gegenwärtig zwei Mart. Die hier an- entstehen, ergab eine am 25. September in Dortmund statt anläslich des hiesigen Aufenthaltes des deutschen Kaisers durch genommenen Säge sind genau die des bayerischen Gesetzes, das am gefundene Berhandlung einen Beitrag. Auf dem Bahnhofe Soest Ordensverleihungen ausgezeichneten Persönlichkeiten befindet sich auch 1. Januar 1890 in traft getreten ist. In jenem Gefeß ist auch bes war die Weiche Nr. 53 seit einiger Beit nicht recht in Ordnung. der Präfident des Dfen- Befter Schriftstellerverbandes Otthonn", stimmt, daß den ermäßigten Sah nur die schon vor dem 1. Oktober Es wurden zwar hin und wieder von einem Manne, der vom Eugen Rakofi. Diefer Herr ist gleichzeitig auch Eigenthümer, 1889 betriebenen Brauereien genießen follen. Weichenbau nichts verstand, Reparaturen vor Herausgeber und Chefredakteur des Budapesti Hirlap", einer Leibknecht in Themar, Eckhardt in Salzungen. * Deutsches Reich. Die Stimmungsmacherei für die neue Marine: vorlage wird mit Wolldampf betrieben. Am allereifrigsten ist dabei die„ tölu. 3tg." Sie kommt nochmals auf die Aeußerungen bezüg Vom national sozialen Parteitage ift beute lich der Flottenfrage zurück. Das Blatt behauptet, in der Soll zu melden, daß der Vorstand beauftragt wurde, eine Kommission mann'schen Dentschrift seien insgesammt 62 165 000. und nicht, mit der Ausarbeitung eines Agrarprogramms zu betrauen, wie heute behauptet werde, 47 068 000. gefordert worden. die dasselbe dem nächstjährigen Parteitage vorzulegen habe. Schiffsbauten nicht mehr gefordert, Der Reichstag habe tamals rund fünf Millionen abs Auf grund der Züricher Verhandlungen( nicht Beschlüsse) foll gestrichen. Bom Reichstag werde auch für 1898/99 für eine deutsche nationale Arbeiterschuß- Konferenz einberufen werden. als er einschließlich Nachdem sich die National- Sozialen auch noch ein Schulprogramm der Zentrumspartei für 1897/98 dafür bewilligt habe, und gegeben hatten, wurde der bisherige Vorstand und die bisherige für die kommenden sechs Jahre nicht mehr, als die Regierung für Kontrollkommiffion wiedergewäblt. Dann wurde der Parteitag mit 1897/98 gefordert hatte. Das Blatt fagt, an diesen Zahlen lasse den üblichen Dankesreden geschlossent. sich nicht herumdeuteln. Rein vernünftiger Politiker wird sich über die Marinepläne ein Urtheil bilden auf grund eines oder mehrerer Artikel aus der offiziösen Garküche. Wäre die Darstellung der Kölnischen Zeitung" richtig, so hätte Hollmann nicht zu gehen gebraucht und der uferlose Zirpiz fonnte noch ruhig in Ostasien herumdampfen. Die Vorlage an den Reichstag mit Einschluß der Nachtrags: Etats ist allein entscheidend für die Beurtheilung der Marine forderungen. " tammer lautet: # Nun wird aus Der König von Rumänien hat in diesen Tagen Budapest besucht. Nach übereinstimmenden Meldungen aus der ungarischen Hauptstadt war der Jubel genau ebenso warm und lärmend wie beim Einzuge des deutschen Kaisers. # ultra chauvinistischen Zeitung, welche welche alltäglicht In Indien scheint ein den Engländern günftiger Umschwung Erklärung. einige Deutsche verspeist. Unter solchen Umständen erregt eingetreten zu sein. Die Kämpfe dauern zwar noch fort, aber an In Sachen Normann- Schumann sehe ich mich veranlaßt, folgendes es hier Aussehen, daß Rakost mit dem preußischen Kronen- Orden der Ueberlegenheit der Engländer und ihrem baldigen Sieg ist nicht zu erklären: dekorirt worden ist. Ein Blatt bemerkt dazu:" Der Kronen- Orden mehr zu zweifeln, nachdem es sich herausgestellt hat, daß der Mein Parteigenosse Bebel hat in dem bekannten Prozeß v. Tausch dürfte das erste deutsche Fabritat sein, welches Ratosi Emir von Afghanistan jest teinen Krieg will. und vorher ähnlich in einer Sigung des Reichstags in bezug auf nicht mit einem entrüsteten„ 3urüd!" in Empfang Hieran kann kein Zweifel mehr sein. Der Emir, welcher vor den erwähnten Herrn Schumann geäußert, daß derselbe an einen nahm." einigen Monaten entschieden die Absicht hatte, gegen seiner Parteigenossen in Zürich, und zwar an mich den Unterdie Engländer vorzugehen, hat offenbar feinen Sinn geändert. zeichneten, eine Abschrift von Welfenfonds- Quittungen für 60 Mart Inwieweit er zu der Erhebung der Bergftämme an der indischen verkaufte, die feinerzeit im Vorwärts" veröffentlicht wurden, obNordwest- Grenze beigetragen hat, das tönnen wir nicht genau beurs gleich Herr Normann- Schumann in amtlichem Auftrag zu dem Zweck theilen. Unbetheiligt ist er sicherlich nicht gewesen. in Zürich war, um eine Veröffentlichung dieser Quittungen zu hinterSchweiz. Aber gewiß ist auch, daß er sei es durch Rußland, das den treiben, die bei dem hiesigen Buchhändler Gäsar Schmidt erscheinen Bern, 28. September. Nationalrath. Bei der Be. Moment noch nicht für geeignet hält, fei es, wie andere glauben, fcllten. rathung über den Gisenbabn Rüdtauf wurden alle durch die Ueberredungskunft englischen Goldes für den Augenblick Ich habe damals jene Mittheilungen meinem Parteigenoffen Bebel gemacht in der Ueberzeugung, daß der Verkäufer jener Abänderungsanträge auf Ausdehnung der Verstaatlichungs- Aktion von seinem Plan abgebracht worden ist. abgelehnt. Es bleibt somit bei dem Rückt auf der fünfhaupts Und ohne afghanische Hilfe, hinter der schließlich Rußland stünde, Quittungsabschriften, der den Namen Schumann führte, Normannbahnen, während der Rückkauf anderer Linien durch ein be- ist ein großer, die englische Macht bedrohender Aufstand in Indien Schumann fet, der zu jener Zeit, wie ich genau wußte, in Sachen der Welfenfonds- Quittungen hier in Zürich war, um die sonderes Bundesgesetz zu geschehen hat. Hirter- Bern( radifal) brachte heute undenkbar. einen Antrag ein, welcher lautet: Der Bund hat die Aufgabe, die Afrika. Veröffentlichung derselben zu verhindern. Entwickelung des Bahnnetzes mit Einschluß der Nebenbahnen zu Kairo, 28. Sept.( Times.") Der Sonder Gerichtshof, Nachträglich haben sich aber eine Reihe von Momenten ergeben, fördern. Der Rückkauf der im Gesetz nicht vorgesehenen Babuen, welcher zur Aburtheilung von 20 Eingeborenen eingefeßt war, die die mir die Ueberzeugung beibrachten, daß der Verkäufer jener der Bau neuer Linien und die Untersüßung solcher Bauten werden am 17. d. Mis. eine Abtheilung britischer Truppen mit Quittungsabschriften nicht Herr Normann- Schumann war, sondern Bundesbeschlüssen, welche einem besonderen Referendum zu unter- Steinen beworfen hatten, hat 2 Angeflagte zu 8 Monaten und ein Angestellter des Buchhändlers Cäsar Schmidt mit Namen stellen sind, vorbehalten. Dieser Antrag wurde an eine Kommission drei derselben zu 6 Monaten 3wangsarbeit verurtheilt; die Schumann, der sich durch einen Bertrauensbruch in den Besitz jener verwiesen. Die Bestimmungen betreffend den Uebergang des Eigen übrigen wurden freigesprochen. thums der Bahnen an den Bund, die Geldbeschaffung und die Verwendung des Reinertrages wurden unverändert nach den Beschlüssen der Kommission angenommen. Frankreich. Das Parlament foll am 19. Oftober eröffnet werden. Es ist dies die letzte Session der französischen Kammer. Im nächsten Sommer spätestens müssen Neuwahlen stattfinden, ebenso wie zum deutschen Reichstage, dem preußischen Abgeordnetenhause und der belgischen Deputirtenfammer. Belgien. An stelle des verstorbenen radikalen Unter hausmitgliedes für East Denbighshire, Morgan, wurde heute der Radikale Moß mit 5175 Stimmen gegen den Unionisten Kenyon gewählt, welcher 2848 Stimmen erhielt. Spanien. In welcher frivolen Weife in Madrid die öffentliche Meinung belogen und betrogen wird, geht aus einer neuen Meldung aus Madrid hervor, wonach die gestern dort verhafteten fieben Personen wieber freigelaffen worden sind. Mit dieser Meldung vergleiche man die gestrige, aus gleicher Quelle stammende Madrider Meldung von einem anarchistischen Komplott derselben Personen und der Auffindung von Explosivmaschinen. Uns fann es ja nur recht sein, wenn die Ausnahmegeseh- Fanatiker fich selbst in dieser Weise diskreditiren. Rußland. Ueber ein gegen das 3arenpaar in Warschau geplantes Dynamitattentat will der Londoner Daily Telegraph" in Erfahrung gebracht haben, daß die Hauptstraßen, durch die der Zug gehen sollte, unterminirt gewesen und nur an dem Patriotismus der polnischen Arbeiter der Plan der Verschwörer gescheitert sei. Das Blatt behauptet weiter, daß die Verschwörer feine Polen, sondern deutsche Fabrikanten und Kaufleute feien. Amerika. Quittungsabschriften gefeht hatte. Im Intereffe der Wahrheit sehe ich mich zu dieser Richtigstellung veranlaßt, bedauernd, aus einem leicht begreiflichen Frrthum zu Philadelphia, 19. September.( Philadelphia Tageblatt".) einer irrigen Anfchuldigung Veranlassung gegeben zu haben. Der Miliz General Gobin, Politiker, Advokat und Gruben= Zürich, den 25. September 1897. besitzer, verhindert gewaltsam die Verhaftung von R. Manz Schäppi. Personen in Hazleton, welche des Mordes be. Nach dem Jubalte der vorstehenden Erklärung fann auch ich fchuldigt find. Saftbefehle gegen den Sheriff von Luzerne nur bedauern, daß ich durch die in gutem Glauben gemachten Mit County und diejenigen seiner Gehilfen, welche an der theilungen meines Parteigenossen Manz diese unrichtige Angabe in Schlächterei in Lattimer betheiligt waren, find in regulärer bezug auf Herrn Normann- Schumann machte. Ich nehme dieselbe Weise erlaffen worden. Der General aber fiellt die hiermit zurück. Beschuldigten unter seinen Echuß, läßt sie von Milizfoldaten Berlin, den 29. September 1897. welche den Befehl haben, die GerichtsGerichts- Beitung. A. Bebel. -In Brüssel ist am 27. September der internatio. bewachen, nale Kongreß für die Arbeiterschuß- und Arbeiter Organe, welche die Verhaftungen vornehmen Im Anschluß an die vorstehenden Erklärungen dürfte es weitere versicherungs- Geseggebung zufammengetreten. Gine wollen, gewaltsam daran zu verhindern. That: Kreise intereffiren, zu vernehmen, daß Herr Normann- Schumann große Anzahl der Theilnehmer an der Generalversammlung des sächlich sind auch bereits Konstabler von ihnen vergegen Bebel eine Denunziation wegen Meineids" bei der Berliner Vereins für Sozialpolitik baben sich direkt von Köln nach dort trieben, fogar gefangen und zeitweilig in Berhaft Staatsanwaltschaft glaubte einreichen zu können. Auf grund dieser begeben, so Herr v. Berlepsch, Prof. Schmoller( Berlin), gehalten worden. Denunziation hatte Bebel, ber erst vorgestern nach längerer Abwesen Prof. Brentano( München), Prof. Herkner( Karlsruhe), Prof. Dieser General Gobin ist ein Anarchist vom reinften heit von Berlin hierher zurückkehrte, gestern eine Vernehmung auf v. Philippovich( Wien) und andere. Berlepich, der nebst Wasser. Er tritt das Geieß mit Füßen. In Hazleton besteht der Staatsanwaltschaft, deren Resultat für Herrn Schumann kein einem Belgier und Franzosen zum Vorsitzenden gewählt wurde, heute genau derselbe gesetzliche Zustand wie in Philadelphia oder in günstiges gewesen sein dürfte. Seinem Charakter gemäß hatte hielt die erste Rede über die deutsche Arbeiterschuß- Gesetzgebung Harrisburg, Es giebt in diesem Staat nichts dergleichen wie Normann- Schumann versucht, durch seinen Freund Karl Baasch auf feit 1890.einen Belagerungszustand", kleinen oder großen, bei welchem Bebel einzuwirken, daß dieser ihm nicht nur eine EhrenEngland. die bürgerlichen Gewalten ruhen oder ganz oder theilweise erklärung gebe, sondern auch sich schriftlich verbindlich Eine neue Kolonie in der Polarzone. Die in die Hände des Militärs übergehen. Der Gouverneur mache, feinen Einfluß bei der sozialdemokratischen Presse Times" melden aus St. Johns von vorgestern, man glaube dort, kann den normalen gefeßlichen Bustand nicht suspendiren, dahin geltend zu machen, daß die Erklärungen, die er, Schumann, eine von der kanadischen Regierung abgesandte Expedition babe nicht auf eine Minute. Advokat Gobin weiß das ganz genau. Er in seinem Interesse zu veröffentlichen für nöthig erachte, unverkürzt Baffin Band annektirt, um die Bereinigten Staaten zu verhindern, fügung des Sheriffs, eines Zivilbeamten, am Plage fet und nach Schumann, auf die Denunziation wegen„ Meineibe erklärt vollkommen richtig, daß er und seine Miliz nur zur Unter aufgenommen würden. Unter dieser Bedingung wolle er, von diesem Gebiete Besitz zu ergreifen. dessen Jnstruktionen handle. Die gewaltsame Verbinderung der verzichten. Bebel gab Schumann auf dieses unverfrorene Ber Berbaftung des Mordes angeschuldigter Personen durch Gobin ist langen die gebührende Antwort und darauf erfolgte alsdann die mithin ein gesetzwidriger Att, begangen von dem, der an- erwähnte Denunziation. geblich ausgeschickt worden ist, das Gesetz aufrecht zu erhalten. Der zweite, den Normann- Schumann wegen angeblichen Meine Es heißt, daß die meisten der Mord- Deputies sich unsichtbar geeids, begangen im Prozeß v. Tausch, denunziren will, ist der ehemacht haben. Ob sie die Gelegenheit zur Flucht, die ihnen Gobin bot, malige Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Herr v. Marschall. benugt haben, bleibe dahingestellt. Jedenfalls floben sie aber nicht aus Hört man Schumann in Zürich renommiren, so hat er gegen Furcht vor gerichtlicher Verantwortung, sondern vor der Rache diesen die erdrückendsten Beweise seines Meineids in der Tasche, der entrüfteten Bevölkerung und der Angehörigen und Freunde der neben den amtlichen Beweisen von seiner, Schumann's, vollendeten Ermordeten. Das ist das einzige, was ihnen gefährlich werden kann. Unschuld. Auch prahlt er dort mit seinen noch jetzt währenden Be Der Anzeiger des Westens" in St. Louis fagt:„ Giebt es noch eine giebungen zu hochgestellten Persönlichkeiten hier in Berlin und NordJustiz in Pennsylvanien? Wird der Sheriff von Luzerne County, deutschland. Daß er gegen die Herren von Marschall, Bötticher, Pennsylvania, für den Massenmord, dessen er sich schuldig gemacht, Caprivi und den Kaiser gearbeitet habe, giebt er mit der ihm eigenen zur gerichtlichen Verantwortung gezogen und zu der Strafe ver: Indiskretion offen zu. Es mache ihm Spaß. Alle gegen einander zu urtheilt werden, die er verdient hat?" Lächerliche Fragen! hegen, und außerdem sei er ein Gegner der Politik, bie jene ver Er wird es nicht! Vor einigen Jahren wurden unter folgten. ganz ähnlichen Umständen bei Morewood tm westlichen Theil von Pennsylvanien, gelegentlich eines Streits von CoteArbeitern, fieben Ungarn erschossen. Sie gingen, wie die in Lattimer, auf der Straße und näherten sich einem Koteswert, das von einem Eine für Reichstags- Abgeordnete bedeutsame Rechtsfrage 8aun umgeben war. Zwischen dem Werk und der Landstraße befand wurde in einer gestern vor dem hiesigen Schöffengericht gegen den sich ein Graben, über den eine Brücke führte. Die Deputies gaben Reichstags- Abgeordneten Richard Fischer vers hinter dem Zaun hervor eine Salve in die Arbeiter ab. Es wurde handelten Anklage wegen Bergehens gegen§ 12 des Vereinsgesetzes bewiesen, daß der Zaun nach dem Massakre intakt war, von einer erörtert. Er ist beschuldigt, in einer Bersammlung als Redner aufphysischen Gefährdung der Leute hinter dem Baun war also gar getreten zu fein, welche öffentliche Angelegenheiten behandelte, dessen keine Rede. Trotzdem ist nicht einmal ein gerichtliches Verfahren ungeachtet aber polizeilich nicht angemeloet worden war. Es handelt gegen die Mörder infzenirt worden. fich um die vielerörterte Zusammenkunft von Parteigenossen des Kommt es erst zum gerichtlichen Verfahren, dann werden die zweiten Berliner Wahlkreises, die am 10. Februar 1896 im Hindernisse sich nur so häufen. Die Zengen der Auflage werden Möhring'fchen Lokale stattfand und von Beamten der politischen wahrscheinlich blos Foreigners" fein. Soweit man sie nicht fort Polizei unter Führung des Kriminalkommissarius Schöne überrascht schafft, sind sie abhängig von den Grubenlords und wiffen, was worden war. Auch Genosse Fischer wurde erft für verhaftet erklärt, ihnen bevorsteht, wenn sie belastende Aussagen machen. Abgesehen vom Kommiffar Schöne aber fofort wieder entlassen und ist am nächsten davon aber, wie wird eine Jury von Amerikanern entscheiden, wenn Tage nach jener Versammlung, die von der Polizei als eine fie die Wahl hat, den Huns" oder den besten Bürgern", den Fortsetzung des anfgelößten Wahlvereins betrachtet wurde, polizeilich Deputies, zu glauben? vernommen worden. Das Verfahren ruhte bis zum Schlusse der Ueber den unerhörten Fall in Hazleton liegt noch folgende Reichstagsfeision, dann erst ist am 6. September die Antlage erDarstellung vor: Der Schulmeister von Hazleton, Herr Start boben. Der Angeklagte behauptet, daß damals der als Kellner Ronftantinopel, 28. September.( Stanbarb.") Gin kaiserlicher Guscott schildert als Augenzeuge die Megelei folgendermaßen: Ich verkleidete Schußmann Haase gerade in dem Augenblick in den Saal Erlaß verbietet den Armeniern den freien Eintritt in die batte gerade die Schule geschloffen, etwa 20 Minuten nach 3 Ubr, gedrungen fei, als er über die Preßtommission gesprochen habe. Türkei. und stand mit der Hilfslehrerin Frl. Coyle vor der Thür, als der Rechtsanwalt Freudenthal erhob den Einwand der Verjährung Kanea, 28. September. Gestern gegen Mitternacht versuchten Sheriff mit feinen Bewaffneten anrückten und etwa und begründete ihn wie folgt: Der§ 31 der Reichsverfassung 300 Yards vom Schulhause entfernt am Wege Aufstellung lautet: fieben Segelschiffe unter türkischer Flagge Ohne Genehmigung Reichstages fann tein Truppen an der Küste von Kreta zu I anden. Dielinternationalen nahmen, indem sie einen Halbmond bildeten, dessen Hörner die Mitglied desselben während der Sigungsperiode wegen einer Geschwader, welche davon benachrichtigt wurden, verhinderten die Landstraße berührten. Sie waren mit der elektrischen Bahn ge- mit Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen oder tommen, um die Streiter zu erwarten, die auf dem Wege verhaftet werden, außer wenn er bei Ausübung der Kanca, 28. Sept. Die muselmanischen Notabelu nach Lattimer dort vorbeikommen wußten. Es dauerte auch nicht sehr hat oder im Laufe des nächstfolgenden Zages auf Kreta richteten direkt an die Minister des Aeußeren der lange, und sie waren da. Sie gingen in Reihen von 6 Mann und ergriffen wird." Dies treffe hier durchaus zu. Der An Mächte sowohl wie an den der Türkei folgendes Telegramm: Unfere führten eine kleine amerikanische Fahne mit sich. 3 weinaben, getingte fei auf frischer That" ertappt worden, das Verfahren Lage wird unhaltbar; der Winter naht. Wir sind 40 000 Söhne eines Ausständigen, der eine 7, der andere 11 Jahre alt, gegen ihn bätte also troß der Reichstags- Session fortgeführt werden Familien ohne Unterkunft und fast nackt. Uns fehlt gingen an der Spitze des Zuges. Man fand sie später, von lönnen, es durfte nicht von Amts wegen bis nach Beendigung alles; wir leben allein von dem Mehl 100 Gramm für die Verander liegen. Als die Streifer näher tamen, verließ der des Reichstages nachgesucht werden müſſen. einem Dugend Kugeln durchbohrt, todt neben ein der Seffion ruben, sondern es hätte die Genehmigung Der Staatsfon welches uns die Wohlthätigkeit der Mohamedaner täglich war anderer Meinung. augehen läßt. Unsere christlichen Landsleute fahren Sheriff feine Leute und ging jenen entgegen, die auf feinen anwalt Die Verjährung sei nicht fort, die Olivenbäume nieberzubrennen. Die Insel Befehl Halt machten, Der Sheriff sprach heftig auf fie ein eingetreten, weil der Angeklagte nicht auf frischer That betroffen" wird bald baumlos fein. Auch nehmen unsere Landsleute trotz und las ihnen die Aufruhrakte vor. Die Streifer fehrten sich aber worden sei. Es sei auch nicht erforderlich, daß die Genehmigung des Rordons, ber uns erbrückt, die wenigen uns gebliebenen Heerden nicht daran, sondern marfchirten weiter und dabei wurde der Sheriff des Reichstages zur Strafverfolgung zunächst eingeholt werden weg. Die Saatzeit beginnt im Oktober. Wie sollen wir unser in den die Straße begrenzenden Graben gestoßen. In wenigen müffe, das muffe Sache der Erwägung der Staatsanwaltschaft sein, Leben bis zur nächsten Saat fristen, wenn wir nicht nach unseren Minuten erreichte der Zug die Stelle, wo die Bewaffneten des welche auf grund der Erfahrung, daß der Reichstag diese Heimstätten zurückkehren. Die öffentliche Wohlthätigkeit bat bereits Sheriffs standen. Einer derfelben, Samuel Price von Genehmigung stets versage, fie erst gar nicht nachgesucht mehr als eine Million beigesteuert. Es ist feine Gewähr dafür, daß Hazleton, trat vor, als ob er zu den Streifern sprechen wollte. Dar babe. In dem hier vorliegenden Falle greife der§ 69 des wir noch einen Monat aushalten. Wir sind auch Geschöpfe Gottes! auf rief einer aus der Sheriffsbande: Berdammt, geb zurück, Strafgefeßbuches Plaß, der in der Faffung vom Jabre 1893 Im Namen der Menschlichkeit bitten wir, unseren lehten Nothschrei Brice sein Gewebr an die Bade und schoß auf die Streifer. Als der auf grund gefeßlicher Vorschriften die Strafverfolgung sonst schießen wir Dich mit über den Haufen!" Hierauf nahm befage:„ Die Verjährung ruht während der Zeit, in zu hören und der verzweifelten Lage ein Ende zu machen!" Die Christen auf Kreta erheben bekanntlich die ganz gleichenchu B. Einen Moment standen die Streiter, wie vom frischer That feien die damaligen Mitglieder der Versammlung nur dies das Signal gewesen, folgte nun Schuß auf nicht begonnen oder fortgefegt werden tann." Auf Klagen. Donner gerührt, dann liefen sie nach allen Richtungen aus. insofern betroffen worden, als es sich um die Fortsehung eines verAsien. Wir registriren diese Meldung, obgleich ihre ganze Fassung dafür spricht, daß sie nicht den Thatsachen entspricht, denn erstens ist es mit dem russischen Patriotismus der polnischen Arbeiter eine eigene Sache und zweitens machen deutsche Fabrikanten und Kaufleute feine Attentate. Warschau, 29. September. Wie verlautet, soll demnächst ein Ronsortium mit Zustimmung der ruffifchen Regierung gebildet werden, an deffen Spize Graf Ladislaus Wielopolsti steht, um ein politisches Staatsblatt herauszugeben, welches für einen engeren Anschluß Polens an Rußland eintreten foll.( Siehe unferen heutigen Leitartikel.) Landung. Türkei. aus bes Persisch- türkischer Konflikt. Das Renter'sche einander, viele auf das Schulhaus zu. Wir, Frl. Coyle und ich, botenen Vereins handelte; bei dem Angeklagten aber habe es sich um Bureau" meldet aus Teheran vom 28. September," die Unter- aren so versteinert, daß wir gar nicht daran dachten, in welcher eine ganz andere Strafthat, nämlich um das Reden in einer nicht fuchung wegen der 3 wischenfälle an der persisch- türki. Gefahr wir selber schwebten, und so wurden wir weiter Beuge, was angemeldeten Bersammlung gehandelt. Ein Mann, der die Ehre nun in den nächsten zehn Minuten geschah. Es wurde nicht habe, der gefeßgebenden Körperschaft anzugehören und selbst die fchen Grenze im Monat Auguft habe ergeben, daß die an den mehr in Salven gefeuert, wie zuerst. Jeder Sheriffsgehilfe Gefeße mit Füßen trete, müsse energisch bestraft werden, Grenzverlegungen Betheiligten durchgängig türtischem Gebiet herstammen. Es liege also feinerlei ahm sich seinen einzelnen Mann aufs Korn und und deshalb beantrage er gegen den Angeklagten die höchste ein flüchtiges Wild, nieder. zulässige Strafe von 150 Mart Geldstrafe event. 30 Tagen Pflichtvernachlässigung seitens der perfifchen Behörden vor, im schoß ihn, wie ein flüchtiges ersten Salve hinter Bäume Gefängniß. R.-M. Freudenthal beantragte nochmals, das Gegentheil feien türkische Kurden mit Wissen der türkischen Beinige hatten sich bei der geflüchtet. Als sie es wagten, ihre Deckung zu verlaffen, Borliegen der Verjährung anzuerkennen. Es fomme nicht darauf hörden in das persische Gebiet eingedrungen, hätten in mehreren erreichte sie die Kugel des Mörders. Giner tam mit blutüber an, daß der Angeklagte gerade in dem Augenblick ertappt sein muß, Fällen Dörfer ausgeplündert und mehr als 300 Mohamedaner und Eristen niedergemegelt. Persien strömtem. Arm auf das Schulhaus gerannt. Da traf ihn eine Rugel als er gesprochen, die That wurde vielmehr begangen, so lange die verlange jegt volle Genugthuung von der Türkei wischen die Schultern und streckte ihn, faft zu unseren Füßen, todt Versammlung tagte und so lange der Angeklagte dabei thätig war. nieder. Von den Todten hatten zwei, von den Ver§ 69 tönnte erft playgreifen, wenn die Genehmigung des Reichstages für diese Räubereien. wundeten drei Wunden in der Vorderseite des zur Strafverfolgung nachgesucht worden wäre; das Reichsgericht habe Bombay, 29. September. Bei Igatpuri wurde eine zur Körpers, alle übrigen waren in den Rüden geentschieden, daß, wenn ein solcher Antrag nicht gestellt werde, die Ver Untersuchung der Peft ausgefandte Kommiffion schoffen. Lehrer Guscott untersuchte einige vierzig jabrung laufe. Der Angeklagte Fischer beftritt, daß in jener von Eingeborenen überfallen. Bier Mitglieder derselben der Todten und Verwundeten; von allen hatte nur vertraulichen Besprechung überhaupt öffentliche Angelegenheiten er wurden verwundet, darunter ein Stabsarzt und ein Best einer einen fleinen Revolver in der Tasche, alle übrigen waren örtert worden seien. In allen übrigen Parteien würden ähnliche inspektor schwer. vollständig unbewaffnet." Dinge ganz ebenso behandelt, ben großen Worten des Staatsanwalts vom„ Gesetz mit den Füßen treten" fehle jebe Thatsache als Beweis. Der Gerichtshof tam im wesentlichen mit den Ausführungen des Vertheidigers zu der Entscheidung, daß die Verjährung eingetreten und deshalb das Verfahren einzustellen sei. I " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. dahin bestandene Schulnoth mag etwa 11/2 Jahre gebauert haben. falls die Kartellwahlmänner gewählt. Die Sozialdemokraten erhielten Der Staatsanwalt billigte an sich dem Angeklagten den Schutz des 14 Stimmen. § 198 zu, da ein wesentlicher Theil der Rügen des Angeklagten als In Leipzig wurde natürlich bei sehr schwacher Betheiligung erwiesen anzusehen seien. Er habe aber die sachliche Form der Rüge der unbestrittene Mischmasch gewählt. Gegen den Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen Staatsanwalt beantragte wiederum 50 Mart Geldstrafe und verlassen und sei zu beleidigenden Aeußerungen geschritten. Der 1. Abtheilung. ftand gestern vor der achten Strastammer des Landgerichts Publikationsbefugniß für die Friedrichshagener Gemeindevertretung. von 6 Wahlmännern 2 sozialdemokratische gewählt! Dieselben er10. Iändlicher Kreis: In Cotta bei Dresden wurden Termin zur Hauptverhandlung in vier Anklagesachen an. Im ersten Falle sollte der Angeklagte sich der öffentlichen Be Der Angeklagte beantragte die Freisprechung, da die hielten 10 Stimmen. von ihm gewählten Ausdrücke angesichts des erwiesenen leidigung des Polizeipräsidenten von Windheim feine Beleidigung Thatbestandes keine enthalten, fchuldig gemacht haben. sondern den Am 10. Dezember v. J. wurde in der Thatsachen entsprechen und noch sehr milde seien. Unglaublich" Stadtverordneten- Bersammlung die Frage betreffend den Uebergang folle eine Beleidigung sein?„ Glaublich" hätten ihm die Zustände der Berliner Polizei in die Selbstverwaltung der Stadt erörtert. erschienen, wenn sie ein entlegenes Dorf in Ostpreußen betroffen Achtung, Klempner! Der bisherige Vertrauensmann der Stadthagen hielt dabei eine Rede, in welcher eine Stelle vortam, hätten; eine Beleidigung für Friedrichshagen wäre es gewesen, Klempner ist seines Amtes enthoben und sind alle Gelder bis auf in der der Polizeipräsident mit Leckert, Lützow und v. Tausch gewenn er gefagt hätte, er glaube gern, daß dort solche Zustände be- weiteres an den Vertrauensmann des Süden, Herm. Noeste, meinsam genannt wurde. Der Angeklagte gab zu, daß das amtliche Originalstenogramm stehen. In längeren Ausführungen legt Redner dar, daß eine arge Admiralfir. 18c, vom 1. Oftober ab Schönleinstr. 4, zu entrichten. diese Aeußerung enthalten habe; er selbst sei sich einer beleidigenden Bernachlässigung der gesetzlichen Vorschriften über Schulpflicht seitens Derselbe kassirt jeden Sonnabend abends bei Schwarzkopf, StalizerAbsicht nicht bewußt gewefen. Als er von einigen Kollegen darauf der Schulgemeinde vorgelegen habe. Der Gerichtshof fah in den straße 11. inkriminirten Aeußerungen teine Beleidigungen, sondern nur eine Ferner werden die Kollegen darauf aufmerksam gemacht, daß scharfe Kritik wirklich vorhandener Mißstände und erkannte deshalb der Werkmeister der Metallwaarenfabrik A. M. Befchorner in Wien, in Berlin Klempner anzuwerben sucht. In dieser Fabrik auf Freisprechung des Angeklagten. befinden sich die Kollegen im Ausstand und erwarten von den Berliner Kollegen Fernhaltung jedweden Zuzugs. Der Vertrauensmann der Berliner Metall. arbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. = Stadthagen. von einer VerDeutsches Reich. aufmerksam gemacht sei, daß sich der Polizeipräsident durch eine Stelle seiner Rede beleidigt fühlen könne, habe er, um auch den Schein einer Beleidigung zu vermeiden, im Stenogramm den Namen Windheim ausgestrichen und dafür geschrieben, und wie die windigen Herren weiter Bei der dritten Anklage handelte es sich um eine Beheißen". Erst als dem Polizeipräsidenten die einen anders lautenden leidigung des Fußgendarmen Stoffers durch eine Eingabe, die Bericht enthaltende Liebermann'sche Korrespondenz zugesteckt sei, babe präsidenten erlassen hat. Der Angeklagte hielt sich am Brückenkopf der Angeklagte als Beschwerde über den Gendarmen an den Oberderselbe Strafautrag gestellt. Der als Zeuge vernommene Polizeipräsident v. Windheim sagt aus, er sei von zu Helgoland, wo der Verkehr nach und von den ankommenden befreundeter Seite darauf aufmerksam gemacht worden, in bezw. abfahrenden Dampfern und dem Lande durch eine Leine Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Bautischlerei welch' despektirlicher Weise der Angeklagte über ihn in der Stadt geregelt wird, durch das Auftreten des Gendarmen Stoffers sind am Montag Abend, außer in der Berliner auch in Versamm verordneten- Versammlung gefprochen habe. Die Beleidigung erblicke für belästigt und beleidigt. Er beschwerdete sich namentlich lungen der Vororte besprochen worden. Der Besuch und Verlauf er lediglich in der Zusammenstellung seines Namens mit den wegen foddrige Schnauße" in bezug auf Gäste gebraucht habe. Der Land- lution fand überall Annahme. darüber, daß der Gendarm Ausdrücke wie Halten Sie Ihre der Versammlungen war überall ein guter; eine entsprechende Reso ehrenrühriger Handlungen bestraften Leckert und v. Lützow und mit dem unter dem dringenden Verdacht des Meineids damals verhafteten rath hatte ihm nicht Recht gegeben, weil die Worte des Gendarmen Kommissar v. Tausch. nicht ihm gegolten hätten. Der Angeklagte legt in Beschwerden In der Blechwaaren- Fabrik von Reil n. Co. in Branden über den Landrath und den Regierungspräsidenten, an den Ober Der Angeklagte richtete an den Zeugen Windheim eine ganze präsidenten dar, daß es unter allen Umständen unberechtigt sei, bas burg find den Arbeiterinnen Lohnabzüge in Höhe von 30-50 pt. täglich befoldet würden?" Db der Zeuge nicht für den ganzen Be- Der Gerichtshof regte die Vernehmung weiterer Zeugen an. Erübte bestrafte Personen im Dienste der Polizei ständen und mit 2,50 M. Benehmen des Gendarmen nicht als ein„ flegelhaftes" anzuerkennen. auferlegt. Der Lohn, der bisher von den Arbeiterinnen erzielt wurde, kann feineswegs als glänzend bezeichnet werden; denn ges trieb und die Geschäftsführung der Polizeiverwaltung verantwort beschließt auch die kommissarische Vernehmung einer Reihe von übte Arbeiterinnen konnten im günstigsten Falle einen Wochenlohn lich fei?- Ob der Zeuge nicht dem damaligen Angeklagten Zeugen und die Ladung einiger weiterer zum nächsten Termin. von 10 M. erreichen, der bei den minder geübten bis auf 4 Mart v. Tausch in der Schwurgerichtsverhandlung ein gutes Zeumuude Dem Antrage des Angeklagten auf Verbindung dieser Sache mit fant. Wie begreiflich rief diese Maßnahme unter den Arbeiterinnen zeugniß ausgestellt habe?- Der Zenge v. Windheim bejahte sämmt der in Helgoland wegen Widerstands und Beleidigung desselben ehe- eine große Erregung hervor und haben einige bereits ihre Entlassung Der Zenge v. Windheim bejahte sämmt maligen Gendarmen nachzukommen, erklärt sich der Gerichtshof für genommen. Der Fabrikant will nun gegen diese Arbeiterinnen flagliche Fragen. Zeuge Dr. Langerhans bekundete, daß die Redewendung nach nicht zuständig, da darüber das Reichsgericht zu befinden habe. bar werden, weil sie die Kündigungsfrist nicht innehielten. seld's Für Barbiere und Friseure ist der Zuzug nach Bremen dem Original Stenogramm so gelautet habe, wie die Auflage be Bei Erörterung über die Beweisanträge fam es zu einer hauptet. Er habe seine Zustimmung dazu gegeben, daß die Neuße furzen, aber heftigen Auseinandersetzung zwischen dem Staats- fernzuhalten. Die Unternehmer versuchen systematisch die Mitglieder Ersterer sprach der Organisation zu maßregeln. rung im Druckt dahin geändert wurde, daß anstatt des Namens Ausland. v. Windheim" die Worte gesetzt wurden und wie die windigen schleppungsabsicht des Angeklagten, dieser verwahrte fich gegen eine derartige Die Porzellan- Arbeiter der Firma Zdekaner in Altrohlau Herren sonst heißen mögen". Er habe es als unangenehm empfunden, weislich der Atlen völlig unhaltbar; die Aften ergäben vielmehr bei Karlsbad haben sämmtlich die Arbeit niedergelegt. Buzug ift daß ein Mitglied der Versammlung wegen einer Beleidigung zur baß es ihm leider nicht gelungen sei, eine Beschleunigung des Verfahrens streng fern zu halten. Verantwortung gezogen werden könnte, die ihm als Vorsteher im durch Erhebung derfelben Beweise in der Boruntersuchung herbeizuführen. eine Berständigung zwischen den streitenden Barteien herbeizuführen, Zum Kampfe der englischen Maschinenbaner. Alle Versuche, ersten Augenblick entgangen sei. Den Ausdruck windige Herren" Der Borsitzende hält einen von Stadthagen bei dieser Gelegenheit find für den Augenblick wenigstens, als gescheitert zu betrachten. Den Ausdruck„ windige Herren" habe der Angeklagte entschieden nicht gebraucht. Der Angeklagte Stadthagen stellte voch Anträge auf Ver- gebrauchten Ausdruck für zu weitgehend und macht darauf auf Aber es ist zu erwarten, daß sich immer wieder einflußreiche Per lesung seiner auf diesen Gegenstand bezüglichen Reben in der merkiam, daß andererseits der Staatsanwalt seine Ansicht wohl nur sonen finden, welche bestrebt sein werden, eine Einigung zu stande Stadtverordneten Versammlung. geäußert habe, weil er den bei den Aften befindlichen Schriftsatz zu bringen. Die Firma Kinell u. Co. in London hat sich mit ihren Aus denselben gehe hervor, daß das System allein getroffen werden sollte und ist. StaatsStadthagen's nicht kannte. anvalt Neigert beantragte dagegen, alle weiteren BeweisDie letzte Anklage beschuldigt den Angell. Stadthagen, Arbeitern dahin geeinigt, daß von jetzt ab 51 Stunden die Woche, anträge abzulehnen, da es lediglich darauf ankomme, ob der An- am 14. Januar cr. in einer auf der Bockbrauerei abgehaltenen Wer anstatt 54, und zwar ohne Lohnreduktion gearbeitet wird. geklagte die beleidigende Zusammenstellung gebraucht habe und dies sei haben. Er hatte an jenem Tage einen Vortrag über Polizei und sammlung die preußischen Polizeibeamten beleidigt au Boziales. bereits zweifellos erwiesen. Der Gerichtshof lehnte alle weiteren Anträge Breffe" gehalten und soll dabei von schmußigen Subjekten und Bur Unfallverhütung im Bergbau. Der„ Reichs- Anzeiger" ab, da für die vorliegende Sache der Inhalt seiner früheren Reden nicht in betracht kommen. Der Staatsanwalt erkannte an, daß dem An- Buchthäuslern, die bei der Polizei angestellt werden" gesprochen schreibt: Beim Steinkohlenbergbau in Preußen werden, geklagten in seiner Eigenschaft als Stadtverordneter der Schuß des haben, ferner von meineidigen Schuften" 2c.; er foll ferner gefagt ebenso wie bei dem in anderen Ländern, die meisten tödtlichen §198 des Strafgesetzbuchs zuzubilligen sei. Derfelbe babe aber die haben, daß die Polizei, die für Rube, Ordnung und Sicherheit bes Ung Iüdsfälle durch den Einstura loser Gesteins. zuläffigen Grenzen weit überschritten, denn es bedürfe keiner Aus Staates zu sorgen habe, durch die Verwendung folcher Schufte" aber oder Roblenmaffen( Stein- und Roblenfall) veranlaßt. führung, daß die unmittelbare Zusammenstellung des Namens des grade den Staat beunruhige und Unsicherheit schaffe. Die Qualifikation Diefe Unglücksfälle umfaßten in den 5 Jahren 1891-1895 in Polizeipräsidenten mit denen anrüchiger Personen für den zum Polizeilieutenant erlangten Personen, die Offiziere ge- Preußen 37 Prozent aller, an Zahl durchschnittlich jährlich ersteren schwer beleidigend sei. Mit Rücksicht auf die viel wesen, ohne Rücksicht auf ihre Fähigkeit für den Poften. 654 betragenden Unglücksfälle, während auf die nächstbetheiligte fachen Vorstrafen des Angeklagten wegen Beleidigung halte er Schließlich hat er nach der Bekundung des Polizeilieutenants Unfallart, nämlich die durch Explosionen schlagender Wetter, eine Geldstrafe nicht für geboten, sondern beantrage eine Ge Scheut auch von Polizeibanditen" gesprochen. Der Angeklagte welche, weil sie häufig Maffenunfälle verursachen, weit mehr die fängnißstrafe von drei Monaten. Der Angeklagte machte den Einwand, daß die Polizeibeamten" ein Kollektivbegriff Aufmerksamkeit nicht nur des großen Publikums, sondern auch der bestritt in längeren Ausführungen, daß eine beleidigende Form oder Innern nicht berechtigt sei, den Strafantrag zu stellen, und daß sich In der Annahme, daß eine Erweiterung und Verbreitung der Kenntbestritt in längeren Ausführungen, daß eine beleidigende Form oder sei, der nicht beleidigt werden könne, daß der Minister des Fachkreise in Anspruch zu nehmen pflegen, nur 18 pet. entfielen, Absicht vorliege, und beantragte nicht nur seine Freisprechung. sondern auch noch, daß die Kosten der Vertheidigung der Staats- feine barten Ausdrücke nur gegen die Polizei- Agenten, das niß von den Ursachen der Berunglückungen durch Stein- und Rohlens Er habe fall zu einer Verminderung dieser Unfälle beitragen wird und im Hin tasse auferlegt würden. Der Polizeipräsident sei für Eystem- heißt Spigel, nicht gegen Beamte, gerichtet haben. schäden in dem ihm unterstellten Betriebe nach der Kabinets: schäden in dem ihm unterstellten Betriebe nach der Kabinets: Speziell Namen wie Hentze, Lindenberg, Lühow und zahl- blick auf die schäzbaren Ergebnisse der Untersuchungen, die in den ordre von 1822 persönlich verantwortlich und dem Angeklagten reiche Namen aus der französischen Polizeigeschichte genannt. Der 1880er Jahren von der preußischen Schlagwetter Kommission Schlagwetter Explosionen angestellt müsse es freistehen, das System zu kritisiren und zu ver- im allgemeinen zu, behaupteten aber, daß sich der beleidigende worden sind, hat der Minister Polizeilieutenant und der ihm beigegebene Schuhmann gaben dies über die Ursachen der für Handel und urtheilen. Der Versammlungsbericht enthalte hinter der beanstandeten Aeußerung nicht die Bemerkungen„ Unruhe" Ausdruck in einem Falle auch auf die Polizeibeamten bezogen Gewerbe beschlossen, eine Kommission von Sach. oder„ Entrüftung", sondern nur„ Heiterkeit", habe. Der Angeklagte beantragte zum Beweise des Gegentheils verständigen zu berufen, deren Aufgabe es sein soll, die Urs wohl der beste Beweis, Daß die Versammlung etwas eine umfangreiche Beweisaufnahme, namentlich auch nach der fachen der Unfälle durch Stein- und Kohlenfall an der Hand der Kränkendes in der Bemerkung nicht gefunden habe. Eine heraus Richtung hin, daß er zu jener Zeit wiederholt in anderen Orten Erfahrungen des In- und Auslandes, sowie durch eigene Anschauung geriffene Aeußerung sehe außerdem ganz anders aus, als wenn dasselbe Thema in ziemlich gleicher Weise behandelt, nirgends eingehend zu untersuchen und geeignete Maßregeln zur Verhütung man eine Rede im Zusammenhang höre: A13 man ihn nach Be- aber Veranlassung zu einer strafrechtlichen Verfolgung daraus ent- diefer Unfälle vorzuschlagen." nommen sei. Die Anträge werden abgelehnt. Der Staats- In diese Kommission, die aus je einer Abtheilung für die Bes endigung feiner Rede darauf aufmerksam gemacht habe, daß er etwas Beleidigendes geäußert haben tönne, habe er die erwähnte anwalt gab zu, daß der größte Theil der herben Ausdrücke sich wohl girle Oberschlesien, Niederschlesien, Aachen und Saarbrüden, sowie Aenderung vorgenommen der beste Beweis, daß er nicht habe auf die Polizei- Agenten bezogen habe, er blieb aber bei der für den Ober Bergamtsbezirk Dortmund besteht, sind neben einer beleidigen wollen. Herr v. Windheim sei der verantwortliche Ansicht, daß in zwei Punkten die Polizei be a mten beleidigt großen Zahl höherer Bergbeamten zc. auch einige Arbeiter worden feien, eine indirekte Beleidigung derselben liege berufen. Träger eines zu verurtheilenden Systems und da könne in der Aufführung seines Namens mit einigen anderen Handhabern auch vor, der Angeklagte anführe, daß auf einen Der Einführung des Neunnhr- Ladenschlusses ist in Hars Meineid, der von Zivilisten geleistet werde, 100 Meineide burg bis jetzt von 230 Ladeninhabern unterschriftlich zugestimmt und Vertretern des Systems etwas Beleidigendes nicht liegen. Der Gerichtshof gelangte zu der Ansicht, daß der Angeklagte in der von Polizeibanditen und Polizeischuften kommen. Wegen der Schwere worden. der Beleidigungen beantragte der Staatsanwalt vier Monate Die Direktion der kgl. Frauenklinik in Dresden erklärt Wahrnehmung berechtigter Intereffen seine Deduktionen gemacht, Gefängniß.- Der Angeklagte betonte, daß bei der Auffassung die Mittheilungen, die fürzlich in der Preſſe fiber die Ausbildung aber in der Form gefehlt habe. Aus der Zusammenstellung des des Polizeilieutenants offenbar Irrthümer und Mißverständnisse der Hebammen in jenem Institut gemacht wurden, für unrichtig. Herrn v. Windheim mit damals entschieden anrüchigen Persönlichfeiten, wie Leckert und Lützow, ergebe sich die Absicht der Beleidi- untergelaufen seien und es sei fast eine Beleidigung für ihn, wenn gung. Der Gerichtshof habe zu einer Freiheitsstrafe gegriffen, weil man ihm zumuthe, eine Rede so unsinnigen Inbalts gehalten zu die Beleidigung eine sehr schwere war und sich gegen einen hohen haben, wie der Beamte behaupte. Er habe überdies eine nach Berlin, 29. September. Die Berliner Rorrespondenz" meldet: Beamten des Staates richtete. Da aber der Angeklagte durch 131 gestattete Stritit an einer Institution geübt, nicht aber Korrektur des Stenogramms bekundet habe, daß ihm seine Ver- fämmtliche Polizeibeamte Preußens" und womöglich noch dieses Jahr- In einem Erlaß des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten vom fehlung zum Bewußtsein gekommen, habe der Gerichtshof fech hundert in seinen Vortrag einschließen wollen. Die Polizei- Agenten 26. September wird den föniglichen Eisenbahn- Direktionen und Wochen Gefängniß für ausreichend erachtet. Gs wurde bem babe er allerdings scharf verurtheilt. Dies System von Gesindel zu den Vorständen der Eisenbahnbetriebs- und Maschinen- Inspektionen Polizeipräsidenten die Publikationsbefugniß zugesprochen. verurtheilen, stehe ihm frei. Nicht beleidigt habe er die Polizei- die strengste Beachtung der Vorschriften über die tägliche Dienste beamten, diese vielmehr bedauert, daß sie mit solchem Gesindel daner des Betriebspersonals wiederholt eingeschärft. Gleichzeitig zusammenarbeiten müßten. Ueberdies, die Polizeibeamten" feien wird Bestimmung getroffen über die Beseitigung der Abweichungen ein Kollektivbegriff, den man nicht beleidigen könne. Der Gerichts von diesen Vorschriften, sowie über die Bereithaltung einer aus. hof tam zur Freisprechung des Angeklagten, da er einen reichenden Anzahl von solchen Aushilfskräften, welche den Bes rrthum in der Auffassung des Polizeilieutenants, selbst bei dem fähigungsvorschriften voll entsprechen und über die Grenzen einer besten Willen desselben, doch nicht für ausgeschlossen hält. zeitweiligen Seranziehung von Personal aus anderen Dienststellen. 3 wenn Ergebnisse der lächsischen Landtagswahlen. Durch eine zweite Anklage wurde Stadthagen beschuldigt, die Gemeindevertretung von Friedrichshagen beleidigt zu haben. Er war ursprünglich wegen Beleidigung der Gemeinde vertretung und des Landraths des Kreises Niederbarnim angeklagt gewesen, die erste Straffammer des Landgerichts II hatte ihn aber nur wegen des ersteren Vergehens zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Das Reichsgericht hat dieses verurtheilende Erkenntniß aufgehoben und die Sache zu anderweitiger Verhandlung an das Landgericht I verwiesen. Der Angeklagte hatte in einer am 10. Oftober 1894 zu Friedrichshagen abgehaltenen abgehaltenen fozialdemokratischen Bersammlung über die Nothwendigkeit Des Baltes eines Schulhauses und die Mothstände bei der 16. Iändlicher Kreis( Plauen'scher Grund). Einschulung der Kinder gesprochen und soll dabei gefagt haben: 27 Ronservative und 1 Sozialdemokrat. Es sind ca. 800 tonservative es sei eine Ungeheuerlichkeit, daß schulpflichtige Rinder nicht ein- und 330 fozialdemokratische Stimmen abgegeben worden. geschult werden können, die Gemeindeverwaltung mache sich einer 24. ländlicher Kreis( Blasewiß, Kösschenbroda, Radeunglaublichen Vernachlässigung der Geseze schuldig, es sei ein beul 2c.). Gewählt wurden 20 Konservative, 4 Antisemiten. himmelschreiendes Unrecht 2c. Der Angeklagte behauptete, daß die 10. Iändlicher Kreis. Gewählt 7 sozialdem., 9 tonferv., damaligen Schulzustände in Friedrichshagen in der That ganz 5 antifem. Wahlmänner. Ueber 20 Wahlen Nachwahl. 6 Bezirke unzulänglich und höchst traurig waren. Von 1500 bis 1600 fchul- stehen noch aus. 2. Abtheilung. Gewählt 3 Depeschen und lehte Nachrichten. Breslau, 29. September.( W. T. B.) Die Abendblätter melden aus Lublinit: Seit gestern Nachmittag wüthet in Boronow ( Regierungsbezirk Oppeln) Großfeuer. Durch dasselbe sind 22 Befizungen eingeäfchert. Kughaven, 29. Sept.( W. T. B.) Die Leichen der mit dem Torpedoboot S 26" Untergegangenen sind bis auf eine geborgen und gegen 2 Uhr nachmittags gelandet. Leipzig, 29. September.( Frantf. 3tg.") Auf Requisition der österreichischen Staatsanwaltschaft sind die Res dakteure der hier erscheinenden Zeitungen wegen Auskunft über die Rede Hofer's in Leipzig morgen Vormittag vor die hiesige Staatsanwaltschaft geladen. Hanan, 29. September.( Frankf. 3tg."). Ein Schauspieler und eine Schauspielerin, die gestern Abend hierher zugereift waren, erschossen sich in der Wohnung eines Mitgliedes des hiesigen Stadts theaters. Rout, 29. September.( B. H.) Auf Ansuchen des Architekten und Deputirten Gacconi hat das hiesige Landgericht die gerichtliche Versteigerung der Güter des päpstlichen Kronbeistandes Fürsten Orsini verfügt. pflichtigen Kindern seien ungefähr 200 nicht einschulfähig gewesen. In Chemnih I wurden 35 Deutsch- Soziale und 20 KartellDer als Zeuge vernommene Schulinspektor und Pfarrer Schaumann parteifer gewählt. Zwei Neuwahlen haben stattzufinden. giebt die Richtigkeit der von Stadthagen vorgebrachten Thatsachen 40. Iändlicher Kreis( 3wickau- Land). Von 31 zu wählenden zit. Es sei nicht möglich gewesen, 183 schulpflichtige Kinder einzu- Wahlmännern wurden 4 Sozialdemokraten, 26 Kartellparteiler geSchulen. Am 4. November 1894 sei durch Stadthagen wählt. 1 Nachwahl nöthig. Stimmenverhältniß: 368 sozial öffentlich das erftemal die Angelegenheit gerügt; unabhängig demokratische, 630 Kartell. hiervon sei am 7. November die Genehmigung zum Schulbau einge 2. städtischer Wahlkreis.( Stadt Baußen.) In der troffen, die Regierung habe schon früher den vom Angeklagten 2. Abtheilung wurden fänuntliche fonfervative Wahlmänner gewählt. in seiner Rede vertretenen Standpunkt, daß die Gemeinde für Schulräume zur Unterbringung aller schulpflichtigen Kinder event. durch Miethsräume zu sorgen habe, eingenommen. Kurze Zeit nach 20. städtischer Wahlkreis( Stadt Plauen). In der zweiten der Versammlung habe ein Regierungsrath die Einstellung zweier Abtheilung erhielten die Nationalliberalen 704, die Freifinnigen 142, die neuer Lehrer angeordnet. Etwa einen Monat nach der Rede Stadt- Sozialdemokraten 12 Stimmen. Die nationalliberalen Wahlmänner hagen's feien alle schulpflichtigen Kinder eingeschult worden. Die bis wurden in allen 10 Bezirken gewählt. In Reichenbach wurden eben Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u Unterhaltungsblatt 15. städtischer Wahlkreis( Stadt Glauchau). Bei den Wahlmännerwahlen der 2. Abtheilung blieb das Kartell Sieger. Madrid, 29. September.( Frankf. 3tg.") Gestern früh brach in Manilla ein großes Feuer aus, das ungeheuren Schaden au richtete. Viele Gebäude, darunter das der Postdirektion, des Klubs der Freunde des Landes, der Gendarmerie, das Museum und die Bibliothek sind eingeäschert worden. Manila, 29. September.( W. T. B.) Hier richtete gestern eine heftige Feuersbrunft gewaltigen Schaden an. Viele öffentliche Ges bäude find niedergebrannt. Jr. 228. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerſtag, 30. September 1897. Partei- Machrichten. " " das Lageplan wollen." alle Lokales. wenn fie Zur Lokalliste. Die Mitglieder der Lokalkommission werden ersucht, alle Aenderungen der Lokalliste ihrer Orte resp. Kreise bis spätestens Dienstag, den 5. Oktober, an Unterzeichneten einzusenden. J. A.: Dstar Mahle, Berlin S., Prinzenftr. 8, Seitenfl. 1 Tr. In Mannheim wurde bei dem Parteigenossen, Redakteur und seine Vororte angewiesen, das jedoch so verspätet erscheint, Jaedh abermals eine Haussuchung vorgenommen, Manuskript des Artikels über die Bezirkswahlen in Elsaß- Lothringen" daß es oftmals weder im Text noch in dem angeschlossenen aufführen kann, Straßennamen doch noch aufzufinden. Nach der Auffassung der Mülhäuser Staats- vielleicht auch schon mehrere Monate vor Ausgabe des Aus Solingen. Die„ Bergische Arbeiterstimme" schreibt: 3ur anwaltschaft, die die Haussuchung veranlaßte, soll Genoffe Jaeckh der Adreßbuches im dortigen Gemeindebezirk vorliegen und bereits Aubagnung einer Verständigung zwischen den hiesigen Parteigenossen Verfasserschaft verdächtig sein, weil er früber in Elsaß- Lothringen öffentlich angebracht sind. Hierdurch entstehen Verwechse haben hierselbst in den letzten Tagen und in Gegenwart eines Mit in der Parteibewegung gestanden hat. Die Haussuchung war natür- Lungen, insbesondere aber Verzögerungen unliebfamster Art gliedes der Parteileitung Besprechungen stattgefunden, die hoffentlich lich erfolglos. em befriedigendes Resultat haben. Es liegt nun zwar in der Der Einberufer der letzten Kreis konferenz unserer Partei. sowohl für die diesseitige Verwaltung als auch für die Bewohner Natur der Sache, daß der alte und tiefeingefressene Groll und die genossen im Wahlkreise Höchst Usingen erhielt eine Bescheini- Berlins und der Vororte. Wir bitten deshalb ebenso dringend wie gegenseitige Verbitterung nicht von heute auf morgen spurlos aus gung folgenden Wortlauts:„ Es wird hierdurch bescheinigt, daß die ergebenft, fobald ein neuer Straßen- 2c. Name im dortigen Geder Welt geschafft werden, die Zeit wird auch hier das ihrige dazu zu Sonntag, den 19. September cr., nachmittags 1 Uhr, in der meindebezirk veröffentlicht ist, uns gefälligst davon, unter näherer beitragen müffen, Vorbedingung aber ist, daß das ehrliche Bestreben, Wirthschaft zum Gerberhof anberaumte Bertreterversammlung des Bezeichnung der örtlichen Lage, schleunigst Kenntniß geben zu Frieden haben zu wollen, in beiden Lagern vorhanden ist. Bei den sozialdemokratischen ersten nassauischen WahlParteigenossen, die zur sog. Opposition gehören, ist dies Bestreben treises durch Herrn Sauer rechtzeitig angemeldet worden ist. Die städtische Bandepntation Abtheilung I genehmigte unter vorhanden, davon sind wir überzeugt, diefelben haben auch prinzipiell Homburg v. d. H., 18. September 1897. Polizeiverwaltung, i. V.: Vorfiz des Stadtraths Weise die Vorentwürfe zum Standesamts= nichts dagegen einzuwenden, daß die Bergische Arbeiterstimme" in Der Beigeordnete:( Name unleserlich)."-- Nach dieser amtlichen gebäude an der Fischerbrücke, zur Feuerwehr an der Fischerstraße, die Regie der Parteileitung übergeht. Man fann es jedoch den Ge- Erklärung ist also bereits der ganze Wahlkreis Höchst- Usingen, zum vierten städtischen Krankenhaus und zum Märkischen Museum. nossen nach den bitteren Erfahrungen der letzten Jahre nicht d. h. die Gesammtheit seiner Bewohner, der Sozialdemokratie verarg verdenken, wenn sie etwas vorsichtig handeln und sich fallen, und sogar die Polizeiverwaltung von Homburg scheint feine davon vergewissern wollen, daß sie das Opfer, das fie bringen Ausnahme zu machen, sonst hätte sie das irgendwie andeuten müssen. sollen und bringen müssen, nicht zwecklos bringen. Die Was wird Herr v. Stumm dazu sagen? Genossen haben unter den schwierigsten Verhältnissen das ParteiOrgan hochgehalten, haben bei den oft wiederholten Vernichtungsversuchen keine Mühe gescheut, der Bergischen Arbeiterstimme" Bum Austand der Former. troß- und alledem Geltung zu verschaffen, und da nun nach jahre Die Firma A. Borfig veröffentlicht in verschiedenen Berliner langem Kämpfen eine gesunde geschäftliche Basis vorhanden, tann Beitungen einen langen Bericht, in welchem versucht wird, die von man es sich wohl denken, daß es den Genossen nicht ganz den Arbeitern über die Ursachen des Ausstandes gemachten Angaben leicht ankommt, ihr Blatt aus der Hand it geben. Die zu widerlegen. materielle Frage bleibt dabei natürlich für die GenossenHierzu wird uns von den Betheiligten geschrieben: Am nunmehr die Verhandlung in Sachen des Formerstreits auf schafter ganz außer betracht. Aber wie gesagt, die Genossen 20. August wurde einer Formerkolonne von fünf Mann die Sonnabend, vormittags 10 Uhr, angesetzt. Die Verhandlung findet find bereit, in die Verstaatlichung" der Arbeiterstimme" Anfertigung eines Doppelzylinders zum Preise von 180 Mart im Gebäude des Gewerbegerichts statt. au willigen, nur verlangen sie, daß man auch ihren berechtigten angeboten. Diese Arbeit war im Jahr 1895 mit 178,40 m. bezahlt Ein feltenes Jubiläum feiert am 1. Oftober der Renbant Wünschen in etwas entgegenkommt. Die weiteren Verhandlungen worden, der Meister Wilte erklärte jedoch bereits damals, daß für der hiesigen Detstasse der Maurer, Herr Eduard Rosmus. sollen nach dem Parteitage fortgesetzt werden, auch soll nach diesen Preis der Zylinder nicht wieder angefertigt werden könne An diesem Tage sind 25 Jahre verftoffen, seitdem Herr Rosmus dem Wunsche der Opposition in den nächsten Tagen zwischen resp. solle, da sich herausgestellt hatte, daß der Preis viel zu niedrig bei der damaligen Kranken- und Begräbnißkaffe der Maurer als den Vertretern der beiden Richtungen eine Aussprache erfolgen. bemessen, und 250. für diese Arbeit nicht zu viel sei. An dem Rendant eintrat, ein Amt, das er auch fortführte, als infolge der Jeder Genosse, dem das Wohl der Partei höher steht als kleinliche jegt in Arbeit gegebenen Zylinder war zudem eine Wenderung Einführung des Krankenversicherungs- Gefeßes die Ortstaffe der Nörgeleien und Personenfragen, wird mit uns wohl den Wunsch hegen, vorgenommen, welche eine erhebliche Mehrarbeit erforderte. Maurer gegründet wurde und die Mitglieder der alten Kaffe stilldaß diese Besprechung von Erfolg gekrönt sein möge, auf daß wieder Ruhe Die Kolonne wurde dieserhalb bei dem Oberingenieur sowie schweigend sich der neuen Organisation anschlossen. Rosmus vers und Friede einfehren möge in unserem Wahlkreise, einer der ältesten dem Kalkulator vorstellig, wobei die Arbeiter auf die kategorische fieht sein Amt auch heute noch in voller Rüftigkeit; wir wünschen und seinerzeit der besten Kreise im ganzen Lande, nun jahrelang ein Frage, ob sie die Arbeit für 180 M. anfertigen wollen, erklärten, ihm, daß er seine verantwortungsvolle Stellung noch lange Jahre Herd der Zwietracht und zum Gespött geworden bei Freund und dies unter der Bedingung thun zu wollen, wenn ihnen von der zum Wohle der Kasse ausfüllen möge. Feind. Hoffen wir also das beste!"" Firma ein Kernmacher gestellt werde. Völlig unwahr ist die BeBekanntlich hatten die Gegner des Abgeordneten Schumacher hauptung, daß die Arbeiter 200 M. gefordert haben. drei Delegirte zum Hamburger Parteitage gewählt und die Anhänger Schumacher's einen Delegirten. Von den ersteren Dele girten hat nun einer, der Genosse Steinmüller, auf das Mandat verzichtet, damit sich der Hamburger Parteitag nicht schon bei der Mandatsprüfung mit Solinger Streitigkeiten befaffen muß. Damit wäre man dem Frieden wieder um einen Schritt näher gerückt. Als Reichstags- Kandidat für den 1. oldenburgischen Wahlkreis wurde von einer Parteikonferenz zu Fackenburg der Parteigenosse Paul Hug in Bant bestätigt. Für den Wahlkreis Erfurt- Schleusingen Ziegenrück stellten die Erfurter Parteigenossen den Genoffen Heinrich Schulz. Redakteur an der„ Tribüne", als Kandidaten für den Reichstag auf. Auf dem Parteitag in Hamburg wird der Kreis durch den Redakteur Güldenberg vertreten werden. Von der Agitation. Reichstags- Abgeordneter Beu 3 hat auf feiner Agitationstour durch Hannover in 21 Orten gesprochen. Die Versammlungen waren meist gut, zum theil sehr gut besucht und zeigten durchweg, daß unsere hannoverschen Parteigen offen die Agitation mit großer Rührigkeit betreiben.. Die Parteifonferenz für den Wahlkreis Dortmund- Hörde, die am Sonntag in Dortmund abgehalten wurde, wählte als und beschloß zu beantragen, daß der nächste deutsche Parteitag in Delegirten zum Hamburger Parteitage den Genossen Büßfeld Dortmund abgehalten wird. Die Konferenz war von 23 Dele girten aus 17 Orten besucht. Das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts hat Der Prozeß Hinge und Genossen, der seinerzeit mit soviel eine weitere Differenz ab, bezüglich des Preises für eine anzuBur gleichen Zeit spielte fich aber mit derselben Kolonne noch ärm ins Leben trat, hat heute ein kleines Nachspiel und sehr stilles Ende gefunden. Schon bei dem Massenprozeß gegen die 56 Ans fertigende Gleitbahn. Nachdem ursprünglich die Arbeiter den Preis von geklagten fiel in der Berufungsinstanz die Hauptantlage in nichts 200 m. gefordert hatten, einigten sie sich mit dem Meister auf zufammen, beute wurde in der Nachtragsklage gegen den Abs 190 M. Auf dem nunmehr den Arbeitern ausgehändigten Afford, geordneten Fischer dieser wegen Verjährung furzerhand frei. zettel war indessen an ſtelle der Summe von 190 m., welche ausgesprochen, weil die Staatsanwaltschaft es an der nöthigen Beachtung der Gesetzesvorschriften hatte fehlen lassen. Freilich radirt war die Summe von 150 M. ausgesetzt. Daraufhin erKlärten die Arbeiter dem Meister und dem Kalkulator, daß für wenn der Laie aus Unkenntniß des Gesetzes fehlt, dann wird er 150 M. diese Arbeit nicht herzustellen sei. Die betr. Arbeit war gleichwohl nach der Schwere des Gesetzes gerichtet. Herr Staatsanwalt Schweigger, der in erster Instanz gegen bisher mit 161,80 n. gezahlt worden und außerdem war der den von ihm nicht mitvorgeladenen Abg. Fischer die schwersten, uns Stolonne ein Kernmacher zur Verfügung gestellt. bewiesen und unbeweisbar gebliebenen Vorwürfe erhoben und damals gesagt hatte, mit diesem Herrn werde später abgerechnet werden, vertrat gestern die Anklage nicht, um jene in verlegendster Form erhobenen Vorwürse dem anwesenden Angeklagten gegenüber gestellt würde. Die Schließlich erklärten die Arbeiter sich bereit, diese Arbeit für 150 Mart herzustellen, wenn ihnen wie früher ein Rernmacher auf Kosten der Firma zur Verfügung Den Arbeitern wurde daraufhin gesagt, wenn sie die Arbeit 84 wiederholen. Dagegen glänzten die Vertreter der politischen nicht zu dem festgesetzten Preis von 150 m. machen wollen, Polizei wieder im hellsten Lichte. Der inzwischen( vielleicht habe die Borsig'sche Firma teine weitere Arbeit für sie angefangenen Arbeiten konnte die Kolonne fertigstellen und waren wegen der in seiner Kellner" Rolle bewiesenen Tapferkeit und Ums felbige am Sonnabend Abend beendet. Am folgenden Montag, den ficht?) zum Wachtmeister avancirte Schuhmann Haase weiß 23. August, wollte nun eine Stommiffion der Former bei dem Chef sich heute auf die Einzelheiten, die er früher im direkten Widerspruche mit der Firma vorstellig werden, erhielt jedoch von dem Kalkulator die den Aussagen der Versammlungstheilnehmer in bezug auf den Abg. Antwort: Herr Borsig ist nicht zu sprechen; diese Stelle vertrete Fischer machte, nicht mehr zu erinnern. Er weiß nicht Unterredung 250 Mart für die Herstellung des Doppelzylinders ge- je tzt nicht mehr zu erklären, warum er denn dann beim Wieder ich selbst"." Böllig unrichtig ist die Behauptung, daß bei dieser und glaubt auch nicht gesehen zu haben, daß während seiner ersten Anwesenheit im Saale Fischer gesprochen hat; er weiß auch fordert worden wären. nach oben unten drücken, an m. heute weiß Herr Schöne Die Firma Borsig redet immer nur von dem Doppelzylinder, über eintritt mit den übrigen Beamten den ganzen Saal entlang gerade Für Aufhebung des Kölner Beschluffes erklärten sich noch den eigentlichen Differenzpunkt, die Gleitbahn betreffend, schweigt sich auf Fischer zugesprungen und gerade diesen aus der Mitte Parteiversammlungen in Eschwege und Robur g. die Firma bis zum heutigen Tage aus. Schuld an der ganzen heraus verhaftet hat, da er ja ihn nicht vorher als Abgeordneten Er weiß heute auch nicht mehr, Die Parteikonferenz für den Wahlkreis Wiesbaden, die, Sache tragen zumeist die Angestellten aller Firmen, welche die Preis- gefannt habe. von 14 Orten beschickt, am Sonntag in Biebrich tagte, wählte feftsetzung zu regeln haben. Diese Herren sind meist zu feige, ihre ganz im Gegensatz zu seinen früheren Bekundungen, ob Fischer ihn als Delegirten zuin Hamburger Parteitage den Gen. Dr. Quarck Fehler bei der Kalkulation vor der Leitung der Firmen zu angesprochen und ihm gefagt habe, hier sei Geburtstagsfeier. Noch weniger zuverlässig erwies sich in dieser Gelegenheit das und stellte denselben einstimmig wieder als Kandidaten für den vertreten und suchen nun die Sache dadurch zu regeln, daß sie den Gedächtniß des Herrn Kriminalkommissar Schöne. In Reichstag auf. Der Posten des Vertrauensmannes wurde wieder Arbeitern durch allerhand Manipulationen zu ihrem Gelde ver- der letzten Verhandlung, in der Fischer als Angeklagter nicht andem Genossen Eul übertragen. helfen. Würden die Firmen und ganz besonders die Firma Borsig Auf der Parteikonferenz des I. anhaltischen Wahlkreises, mehr darauf sehen, daß sie tüchtige Kräfte, welche ihr Fach ver- wefend war, erklärte er pofitiv: Der Reichstags- Abgeordnete die am letzten Sonntag in Dessau abgehalten wurde, wurde der stehen und nicht Leute, welche diese Posten nur erhalten, weil sie Fischer schien mir sehr in Angst zu sein( die Strafe für das Fischer zur Last gelegte Verbrechen ist Geldstrafe von 15 bis zu 150 M.), schmeicheln nach und Reichstags- Kandidat des Kreises, Benoffe Käppler aus Altenburg, diese Stelle ſeßen, würde manche Differenz vermieden werden. er hatte den Schlapphut( chief ins Belichtme zum Delegirten für den Hamburger Parteitag ge= wählt. Die Konferenz erklärte sich für Aufhebung des Kölner Falsch ist die auch jetzt von Herrn Borsig wieder aufgestellte Be- möglichst unerkannt zu bleiben" Beschlusses. hauptung, daß die Former in seinem Betrieb 70 Pf. die Stunde bei nicht mehr, ob Fischer einen Hut aufgehabt oder nicht, er weiß Für Wolfenbüttel ist als Delegirter zum Hamburger Parteienstündiger Arbeitszeit verdient hätten. Nach einer am 28. Februar icht mehr, was Fischer gesagt hat, aber er glaubt: es Für Wolfenbüttel ist als Delegirter zum Hamburger Partei- 1897 aufgenommenen Statistik schwankte der durchschnittliche Tages- chien mir, als ob Herr Fischer angenehm berührt war, tage der Genoffe H. Pistorius aus Braunschweig gewählt. lohn bei elfstündiger Arbeitszeit zwischen 5 und 5,50 M. Die als ich ihn entließ." Gänzlich hatte der Herr Kriminalkommissar sein Erinnerungs Die Parteifonferenz für den Wahlkreis Offenbach- Dieburg. Firma vergißt dabei, daß es sich hier lediglich um die Sand: vermögen verloren, als es auf die konkrete That die am Sonntag in Dieburg verhandelte und die von 54 Dele former handelt. girten aus 29 Orten besucht war, nahm den von einer Kommission Richtig an der Erklärung der Firma Borsig ist, daß der Rolonne fa che antam, ob er am Tage nach der Massenverhaftung ein ausgearbeiteten Entwurf eines Kommunal- Programms mit bedeutet wurde, daß sie weiter arbeiten und andere Arbeiten erhalten Protokoll mit Fischer aufgenommen habe oder nicht. Fischer suchte einigen Abänderungen an; weiter sprach sie dem bisherigen Ver- folle. Auf die Anfrage der Arbeiter, ob sie für die auf die Gleit das Gedächtniß des Herrn Kriminalkommissars durch eine Reihe von treter des Kreises im Reichstage, dem Genossen Ulrich, ihr volles bahn schon verwendete Zeit Entschädigung erhalten würden, erklärte Einzelheiten aufzufrischen umsonst, Herr Schöne weiß sich Bertrauen aus und ernannte ihn wieder zum Kandidaten für den der Kalkulator, nichts zahlen zu wollen. Die Kolonne vermuthete rein gar nichts zu entsinnen. Er weiß nicht mehr, daß er dent Abgeordneten Fischer durch einen Reichstag. Als Delegirte zum Hamburger Parteitage wurden die daher mit recht, daß man sie nicht direkt, sondern indirekt entlassen Abends gegen 5 Uhr aus dem Reichstags- Gebäude nach dem Alexande Genossen Ulrich und Rau gewählt. wolle, da ihre ganze Einrichtung nicht geeignet war, kleinere Arbeiten, Die Parteigenoffen in Schweinfurt in Bayern erklärten sich welche man ihnen übertragen wollte, anzufertigen und größere nicht plas batte bitten lassen; er weiß nicht mehr, daß als Fisser ihn das erste Mal nicht traf und zum zweiten Male far, er für Aufhebung des Kölner Beschlusses. Gar feine Berechtigung hat die Vermuthung der Firma, daß sich bei diesem entschuldigte, er sei vorher einen Augenblic wegAns Amerika. Ein Vertreter der Deb3'schen Partei bei den Arbeitern die Absicht bestanden hätte, es der Reihe nach gewesen, um eine Kleinigkeit zu effen; er weiß nicht nebr Sozialdemokratie von Amerika" in Philadelphia in allen Berliner Gießereien zu Ausständen kommen zu lassen. daß er Fischer die Aussagen eines bestimmten Angeklagen vorhatte an die Grekutive der Sozialistischen Arbeiters partei ein Schreiben gerichtet, worin ein Busammengehen beider Immer wieder müssen wir darauf hinweisen, daß wenn eine Ver- gelesen und dieser ihm darauf erwidert habe, das sei ganz- mmöglich. Parteien empfohlen wurde und dessen Schluß lautete:" In der Hoff- handlung mit Herrn Borsig oder Herrn Direktor Dorn möglich err Schöne weiß auch nicht mehr, daß er Ficher gegen gewesen wäre, über erklärt habe, er habe ihn( Fischer) nur deshalb habemüht, da und den Arbeitern nicht von dem Kal nung, daß Sie Ihren Einfluß zu gunsten der Sammlung unserer fulator erklärt worden mit er die anderen Angeschuldigten jezt entlassen föne. Bon all' wäre, daß die Former bei zerstreuten Kräfte unter irgend einem Banner in die Wagschale Preisfeftfeßung nicht mitzusprechen hätten, es sehr wohl zu diesen Einzelheiten, die ihm der Angeklagte Fischer vorhielt, werfen werden, verbleibe ich" 2c. Die in unserem englischen Parteiorgan einer Berständigung zur beiderseitigen Zufriedenheit gekommen wäre. hatte der Herr Kriminalfommiffar teine Gunnerung mehr, " The People" erfolgte Antwort der Exekutive ist zu umfangreich, um sie im übrigen wollen wir uns jeder weiteren Auseinandersetzung für Man wird sich bei der Gelegenheit noch der chatsache erinnern, auch nur auszugsweise im Rahmen eines Berichts wiederzugeben. Der Hauptpunkt derfelben ist, daß die Sozialdemokratische Arbeiter- heut enthalten, da wir der Meinung sind, daß eine genaue Darlegung daß der Herr Kriminalkommissar, der im Przeß Tausch sich partei der Meinung sei und danach handle, daß eine große Bahl, des ganzen Streitfalles vor dem Einigungs- Amt des hiesigen Gewerbe- eines fo phänomenalen Gedächtnisses erfreut, daß er im Stande gerichts erfolgen wird. deren Glieder nicht einheitlich sind, keine Quelle der Kraft, sondern der Schwäche sei; sie wolle deshalb niemanden in ihren Reihen ertennt. " vorhanden waren. der war, nach rund 15 Jahren noch den Wortlaut einer Redes wendung anzugeben, durch deren zeugeseibliche Feststellung die Glaubwürdigkeit des wichtigsten Belastungszeugen gegen v. Tausch, des Herrn Levysohn schwer erschüttert wurde. Die Massenbeschlagnahmen vor Drogenwaaren durch die amtlichen Revisoren der Drogenhandlungen hatten den Vorstand der hiesigen Drogisten- Innung veranlaßt, in einer Eingabe an das haben, der nicht ihre Ziele und in der Hauptsache ihre Taktik an- versammlung beschlossen, ihre streifenden beziehungsweise aus Die übeder Former haben in einer Extra Mitglieder Polizeiliches, Gerichtliches 2c. gesperrten Berliner Kollegen dadurch zu unterstützen, daß Redakteur Wahle von der Magdeburger Bolts.während der Dauer des Ausstandes jeder 3 pt. seines Wochen ft imme" wurde vom Landgericht wegen Beleidigung des preus verdienstes an den Streitfonds abführe.- Der gleiche Beschluß Polizeipräsidium darauf hinzuweisen, daß bei Revisionen stets ein in gefaßt Bischen Staatsministeriums zu 500 M. Geldstrafe verurtheilt. Der uedermünde haben 34 Former die Arbeit niedergelegt, weil sie Staatsanwalt hatte sechs Monate Gefängniß beantragt. Die Beleidigung wurde in einem in Nr. 114 der„ Boltsstimme" veröffent- Borsig'sche Arbeit anfertigen sollen. lichten Artikel gefunden, der die Ueberschrift trägt:" Hände weg von Volksrechten". " Kommunales. In -Das, Sächsische Boltsblatt" in 3 widau theilt mit, daß während seines nunmehr fünfjährigen Bestehens über die Der Magistrat von Berlin hat an die Gemeindebehörden der Redakteure nicht weniger als 21/2 Jahre Gefängniß und eine Unmasse Geldstrafen verhängt worden sind. Unfea Parteigenosse Löwenstein in Nürnberg hat gegen das Erkenntniß des Schwurgerichts, wonach er wegen Be leidigung der städtischen Kollegien zu 21/2 Monaten Gefängniß verurtheilt ist, Revision beim Reichsgericht eingelegt. Berliner Bororte wegen der Straßenbenennungen folgendes Schreiben gerichtet: Nach höheren Bestimmungen sollen nur solche neuen Namen von Straßen, Promenaden, Plägen, Brücken 2c. im Weichbilde Berlins diesseitig in Vorschlag gebracht werden, die nicht bereits in den näheren Vororten Berlins vergeben sind. Bisher find wir in letzterer Beziehung lediglich auf das Adreßbuch für Berlin unterschrieben werde. Da dieses Protokoll bei einem Streitverfahren Protokoll aufgenommen werde, and vom revidirten Drogisten mit für Uebertretungen einen vollgiltigen und nicht abzuleugnenden Bes weis darstelle, möge man fünftig in denjenigen Fällen, wo seitens des revidirten Drogisten die Unterschrift zum Protokoll nicht verweigert werde und wo die beanstandeten Waaren lediglich als Beweismittel dienen sollten, von einer Beschlagnahme absehen. Die in der Vereinssizung am Dienstag mitgetheilte Antwort des Polizeipräsidenten lautet ablehnend, da die einschlägigen Gesetzes. und Polizeivorschriften auf Konfistation der beanstandeten Drogen beständen. Als besonders drückend und dringender Abänderung be dürftig wurde die Bestimmung der neuen Polizeiverordnung über den Handel mit Drogen bezeichnet, nach welcher nur derjenige Ges, D $ Hilfe Gifte verkaufen darf, der feinen Befähigungsnachweis in der Wie wenig der ,, Gewerkverein", das gestern von uns feft: 1 leber eine unerhörte Thierquäleret berichten hiesige Blätter Sifttunde erbracht bezw. eine Gifttonzession habe. Verschiebenseitig genagelte Blatt der Hirsch Dunder'fchen, berechtigt war, namens folgendes: Bekanntlich werden jest an der Potsdamer Brücke die wurde betont, baß gerade diefe Bestimmung auf eine zeitweilige feiner Leute wegen des angeblichen sozialdemokratischen Organisations. Anrampungen au der neuen Brücke aufgeschüttet, und Wagen auf awangsweise Schließung der Geschäfte hinauslaufe, da der Gehilfe zwanges in Entrüftung zu machen, möge folgender Fall lehren: In Wagen zieht mit der lockeren Erde heran. Hierbei versinken nun die in Abwesenheit des Prinzipals nicht einmal Bleiweiß, chlorsaures der Motard'schen Lichtfabrit zu Sternfelde bei Spandaut wurden vor Pferde bis fast an die Kniee in den lose hingeworfenen Boden. Und Kali 2c. Derkaufen dürfe. Die Konsequenz dieser Vorschrift müßte zwei Jahren sechs Arbeiter wegen ihrer Zugehörigkeit zum Berliner trog der heftigsten Anstrengungen vermögen die Thiere taum sich dann auch dazu führen, von jedem Maler, der mit Bleiweiß und Metallarbeiter- Berband entlassen. Und zwar geschah dies auf Ver- selbst auf diesem Boden, der ihnen nicht den mindesten Halt gewährt, ähnlichen gifthaltenden Stoffen hantire, den Befähigungsnachweis anlaffung der beiden Meister Seibel und Günter. Beide find lang fortzubewegen, gefchweige denn die schweren Lastwagen fortzuziehen, zu fordern. Die Versammlung beschloß, über diese Frage Material jährige Mitglieder des Hirsch Duncker'schen Vereins; Seidel war welche buchstäblich bis an die Achsen in das Erdreich versinken. zu sammeln und der nächsten Sizung zur Berathung zu über- fogar im Vorstand. Den übrigen Arbeitern wurde die Wahl gelaffen, Geradezu empörend wirkt dabei aber die Robheit der Kutscher, wenn weifen. entweder dem Hirsch Duncker'schen Berein beizutreten oder auf das fie reihenweise neben den sich vergeblich abmühenden Pferden stehen Das heiligste, was der Tentfche kennt. Hiefige Blätter Straßenpflaster zu fliegen. Heute noch wird fein Arbeiter eingestellt, und mit Peitschen, die meist mit dem umgekehrten Ende gehandhabt melden folgenden Standalfall: Ein interessanter Prozeß wird im der nicht dem genannten Verein beitritt. Und das Organ dieser werden, auf die Thiere einschlagen. Es ist unbegreiflich, daß die nächsten Monat vor dem Hamburger Landgericht zur Berhandlung Leute wagt, über sozialdemokratischen Gewissenszwang zu aetern! Polizei gegen solche Thierquälerei nicht einschreitet. Die Blätter, die tommen und dürfte fenfationelle Enthüllungen aus dem Berliner Pfui, Teufel! diefe Mittheilung bringen, scheinen zu vergessen, daß mindestens in und Hamburger Leben zeitigen. Der Anlaß ist furz folgender: Ein Geschmackvoll. In einer Verhandlung vor dem Amtsgericht I demselben Maße, wie die Kutscher, auch die Fuhrherren an der jetzt in einer großen Berliner Gesellschaft als Korrespondent mit Abth. 135 äußerte sich der Rechtsanwalt Aehnelt, Alt- Moabit 122, Thierquälerei schuldig sind. Was sollen die Arbeiter beginnen, 5000 M. Jahresgehalt angestellter Kaufmann St. hatte in seiner in seinem Plaidoyer folgendermaßen: In der Stromstraße, in der wenn ihnen die Unternehmer aus Sparfamkeitsrücksichten die erforder früheren Stellung viel in südlichen Ländern zu thun und war oft verrusensten Gegend von Berlin, wo sonst niemand wohut, als liche Bespannung verweigern? wochenlang von Haufe abwesend. Einer der reichsten Leute Hamburgs, Sozialdemokraten, Buhälter und Dirnen, und wo Vom Rathhause und von einigen Rirchthürmen der inneren Konsul., verkehrte viel in seinem Hause, war als Hausfreund jeder Hausverwalter mit dem Knüppel bewaffnet sein muß, fann Stadt wehten gestern Flaggen, auch wurde in luftiger Höhe Mufit fehr gern gesehen, und es nahm kein Wunder, daß er schließlich der man es auch dem Angeklagten nicht verdenken, wenn er von seiner gemacht. Man erzählt sich, daß dies zu Ehren des Gustav Adolphhübschen jungen Frau St. den Hof machte. Diese, ein empfängliches Waffe Gebrauch machte. Wenn Schuyleute, Gendarmen u. f. w. Vereins geschah, der seinen Namen führt nach einem Reichsfeind Gemüth, konnte sich den ihr entgegengebrachten Sympathien nicht von ihrer Waffe Gebrauch machen, dann thun sie das mit recht und schlimmster Sorte. Unter den Vorwande, die evangelische Religion verschließen, und als St. vor gar nicht allzu langer Zeit von einer so hatte auch der Privatbeamte( Hausverwalter) dem Gesindel ent- zu schüßen, verwüstete Gustav Adolph von Schweden im breißigReise zurückkehrte, mußte er erfahren, daß seine Frau ihm die ehe gegenzutreten. Bir verzichten darauf, uns mit dem Rechtsanwalt jährigen Kriege unser Vaterland und suchte Frankreich zu gleichem liche Treue gebrochen hatte. Es gelang ibu, so viel erdrückendes lehnelt wegen seines gemeinen Ausfalles auseinanderzusehen, weil Thun zu veranlassen. Ein würdiger Glaubensheld! Beweismaterial zu sammeln, daß er die Ehescheidungstlage einreichen wir annehmen, daß sich in den Kreisen seiner Kollegen genug Die Flucht nach Egypten. Vor Jahresfrist verschwand plöt und den Konsul H., der ebenfalls verheirathet ist, wegen Ghebruches Personen finden werden, die dem Mann zu bedeuten wissen, wie man lich der Arbeitsbursche Wax Remmler von hier, ohne daß sein und Untreue denunziren fonnte. Auch ein angesehener Rechtsanwalt folche Rohheiten einschäßt. Aufenthalt ermittelt werden konnte. Der junge Mann war bei ist in die Affäre mit verwickelt und wird sich ebenfalls vor Gericht Betreffs des Eisenbahn- Transported von Fahrrädern hat einem Fleischer in Stellung und besuchte öfter im Auftrage des zu verantworten haben. Die Verhandlung, zu der ein großer bie Bahnverwaltung, um die häufig vorgekommene Verschleppung Chefs die Gewerbe Ausstellung, woselbst er Waaren abzuliefern Zeugenapparat erscheinen wird, dürfte mehrere Tage in Anspruch von Mädern nach falfchen Bielitationen zu verhindern, jetzt für die hatte. Bon einem derartigen Bestellgange im Oktober vorigen Radfahrer einen beachtenswerthen Hinweis gegeben. Se ist nämlich Jahres lehrte. R. nicht wieber nach Hause zurück. Er blieb viel Die Heiligkeit der Ehe und die Edelsten and Beften. feitens der letzteren viel darüber geklagt worden, daß die Gepäck mehr verschwunden und man nahm an, daß ihm ein Unglück zu In Nr. 489 brs„ Berliner Tageblatts" finden sich folgende Heiraths- zettel von dem Bahnpersonal an die Sie oder Schußbleche geklebt gestoßen sein müsse. Vor einigen Tagen nun erhielt der Meifter anzeigen: Junger Graf aus altberühmter Famille, Ref. Off., worden sind. Demgegenüber wird nun erklärt, daß ein Belleben der des K. von dem jungen Mann eine Poftfarte aus Egypten, in fucht Chriftin bester Streife, auch Ausländerin, mit ft andes Stangen oder Speichen der Räder gang ungweckmäßig fei, weil hier welcher der Bursche mittheilte, baß er seinerzeit mit den Egyptern gemäßem Vermögen zu heirathen. Junge Damen, die Gebie Settel leicht abgeriffen würden. Auch feien die Bestimmungsorte aus der Ausstellung Kairo zusammen ausgewandert sei und in dem müth haben und nicht nur auf Titel ausgehen, vornehm. Erscheinung, schwer erkennbar, wodurch ein Verschleppen nach fremden Orten echten Kairo fein Domizil aufgeschlagen habe. Wie R. ferner mitwollen vertrauensvoll Off. u. Photogr. unter J. W. 982 in der sehr begünstigt werde. Es wird daher gewünscht, daß sich die Rad theilt, gefällt es ihm in seiner neuen Heimath sehr gut. fahrer mit Täschchen, Karten oder Marken ausrüften, welche mit Exped. des Berliner Tagebl., Berlin SW., niederlegen." Bring, schön, gut fituirt, sprachenkundig, fucht Partie mit Riemen oder Schnallen am Rade befestigt werden können. Diese einigen Millionen. Ronfession egal. würden dann für die Anbringung der Gepäckflebezettel dienen. Bufchriften Sonst könne den Eisenbahn- Beamten aus dem Belleben der Gige unter P. 3584 befördert Rudolf Mosse, Wien." Wenn die modernen Staatsretter noch weiter nach einer lex oder Schutzbleche kein Vorwurf gemacht werden. Die Eisenbahn Heinze verlangen, fo muß man annehmen, daß sie ein solches Gefeß Berwaltung hofft, daß dieser Vorschlag in weiten Kreisen beherzigt gegen das höhere Buhälterthum in ihren eigenen Kreisen angewendet wiffen wollen, nehmen. werden wird. Die Sammellifte Nr. 189 aur Deckung der Unkosten für die Konzert für Fräulein Marie Gerdes. Uns geht der Delegirten des zweiten Wahlkreises ift verloren gegangen. Es wird folgende Aufruf zur Beröffentlichung 31: Fräulein Marie gebeten, die Lifte bei H. Werner, Bülowstr. 59 im Restaurant abGerbes, welche fich fast 5 Monate lang unschuldig in Unters zuliefern. fuchungshaft befunden und auf Antrag des Vertreters der Anklage= Die Unfallstation XI wird mitte Oftober er. in der March behörde felbst freigesprochen wurde, ist vorläufig ohne Existenzstraße 22, Ecte Charlottenburger Ufer, wo sich bekanntlich eine große mittel. Im Vertrauen auf die Sympathie, welche das Schicksal Anzahl industrieller Betriebe befinden, als chirurgische Verbandstätte von Fräulein Gerdes in weiten Kreisen findet, hat das unterzeichnete mit ärztlichem Tag und Nachtoienit eröffnet. Die Leitung diefer Somitee für morgen, Freitag, einen Unterhaltungsabend Station übernimmt Herr Dr. Karl Hirsch, welcher als langjähriger in der Philharmonie vorbereitet, zu welchem eine Reihe erfter Assistent am Charlottenburger Krankenhause insbesondere in der Künstler Berlins ihre Mitwirkung zugefagt haben. Der Ertrag des chirurgischen Abtheilung deffelben thätig war. felben soll Fräulein G. zur Verfügung gestellt werden. Indem wir auf heutiges Inferat verweisen, bitten wir um thatkräftige Unterfügung unferes Unternehmens. Das Komitee: Dr. Max albe. Georg Hirschfeld. Rechtsanwalt Paul Jonas. Dr. Paul Schlenther. Wir glauben im Einverständniß mit unserer Leserschaft zu handeln, wenn wir dem Romitee einen vollen Erfolg wünschen. Die Philharmonie ist bekanntlich für öffentliche Konzerte von der Lokalkommiffion freigegeben, und so werden diejenigen unserer Barteigenossen, die in der Lage find, Fräulein Gerdes durch den Besuch des Unterhaltungsabends ein Zeichen ihrer Sympathie dar subringen, an der Lokalfrage keinerlei Anstoß nehmen. Grosse Volksversammlung für Frauen und Männer am Donnerstag, den 30. September 1897, abends 8 Uhr, im Berliner Prater, Kastanien- Allee Nr. 7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilhelm Liebknecht fiber: Die Stellung der Frau in der Sozialdemokratie( mit Hinblick auf den Züricher Arbeiterschutz Kongreß). 2. Diskussion. Tellersammlung findet statt. Bahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, erwartet Die Vertrauensperson. 216/11 III. Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 3. Oftober, abends 7 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße Nr. 21: Versammlung. Bortrag des Herrn A. Borchardt über:" Heinrich Heine." Sierauf: Geselliges Beisammensein mit Tanz. 241/5 Bahlreiches Erscheinen erwartet Entree 10 Pf. Die Vertrauensperson. Buchdrucker! Verbandsmitglieder! 0 Unter dem Verdachte des betrügerischen Bankrotts wurde der Kälber Engrosschlächtermeister H. Kämpfer, Borndorferstr. 16, verhaftet. Es fißen gegenwärtig, wie die Allg. Fl.- 3tg." bemerkt, wegen derselben Strafthat drei Engrosschlächtermeister, nämlich Otto Wiese, Gustav Mahlte und Kämpfer in Untersuchungshaft. " Vergiftungserscheinungen infolge des Genusses von Gäufe leberpaftete haben sich in der Familie des Kaufmanns Schweriner, Lothringerstr. 10, gezeigt. Das Befinden von vier Personen, welche von dem Gericht genossen hatten, verschlimmerte sich im Laufe des geftrigen Vormittags derart, daß diefelben mittels Ropp'schen Kranken wagens nach dem jüdischen Krantenhause gebracht werden mußten. Absturz. In einem Wartesaal des Stettiner Bahnhofes fiel vormittags der Dachdecker Robert Engwich etwa 5 Meter hoch von einer Deckenrüftung und zog sich dabei erhebliche Verlegungen am Kopfe zu. Er erhielt auf der Unfallstation II einen Verband. Durch die Explosion einer Petroleumlampe schwer verlegt wurde in der verflossenen Nacht in seiner Wohnung in der Forster. Die Lampe explodirte ihm unter den Ueber den muthmaßlichen Aufenthalt des Mörderpaares straße 22 ein Beamter. Gönczi hat die hiesige Kriminalpolizei von der Brüffeler Bolizei- Händen. Es entstand dadurch Feuer, das vom achten Zuge gelöscht behörde heut eine Auskunft erhalten, wonach es außer Zweifel steht, wurde. Dein Berletzten wurde durch Samariter der Feuerwehr ein daß es dem Ehepaar gelungen ist, nach dem Auslande, und zwar Nothverband angelegt. Gestern früh um 6 Uhr brach in Reinicken wahrscheinlich nach England oder Amerika zu entkommen. Die dorf in der Walderfeestraße ein größeres Feuer aus, das eine Teppich Brüsseler Polizei ermittelte nämlich, daß der am 19. Auguft von flopferei in Asche legte. Von Berlin aus war der sechzehnte Bug Gönczi in Halle als Passagiergut aufgegebene Reifetorb am 20. in ausgerückt, der mit zwei Rohren Waffer gab. Anfänglich mangelte Brüssel angekommen ist. Dort hat er bis zum 25. gelagert. Wer es trotz der Nähe des Schäfersees an Wasser, wodurch die Löschihn abgeholt hat, konnte von den Bahnbeamten nicht mehr an arbeiten, an denen sich auch die Ortsfeuerwehren der Umgegend bes gegeben werden; doch glaubten sie, als ihnen die Photographien theiligten, erschwert wurden. des Mörderpaares vorgezeigt wurden, erklären zu können, diese Perfonen auf dem Babubof aefeben zu haben. Achtung, Holzarbeiter! Sonntag, ben 3. Oftober 1897, mittags 12 1hr, im Vorstädtischen Kasino, Ackerstraße 144: Ein schwerer ufall ereignete fich am Dienstag kurz vor Feierabend in der Charlottenburger Fabrit der Firma Simens Kranken- u. Begräbnißkasse| Kranken- u. Begräbnißkafe d der Buchbinder Berl. Gürtler u. Brouceures und verw. Berufsgen. zu Berlin. ( E. H. 60.) 991 ( E. H. Nr. 24.) Die Beerdigung des am 15. b. M Mitgliedes, Gürtle in Eisengichereien beschäftigten Holzarbeiter Berlins und Umg. Tages Ordnung: Sonnabend, den 9. Oktober, abends Donnerstag, den 30. September, nachs Die Aussperrung der Eisenformer und die Stellungnahme der Modell: 81% Uhr, im Dresdener Garten, mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle und Fabrittischler hierzu. Referent: Genosse Müller." Dresdenerstr. 45. 281/7 der Charitee aus statt. Um rege Be Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist nothwendig. theiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Oeffentliche Versammlung fämmtlicher Modelltischler, sowie aller in Maschinenfabriken und General- Versammlung Robert Buys, findet heute, 293/17 Der Einberufer. Luisen- Theater Reichenbergerstr. 34 2 Minuten vom Kottbuser Thor. Bolts- Borstellung unter Regie von Julius Türk. Preciosa. Eintrittstarten à 60 Bf. find in den bekannten Geschäften zu haben. Tagesordnung: 1. Rassenbericht pro drittes Quartal 1897. 2. Antrag des Vorstandes in bezug auf die Stellungnahme zum Refervefonds. 3. Kaffenangelegen heiten. Das Erscheinen aller Mitglieder ist erforderlich. Fr. Freudenreich, Vorsitzender, Wißmannstr. 18, 1 Tr. Bruno Gröblehner, Kassirer, Brizerstr. 10, 2 Tr. Achtung, Vereine! Cohn's Festsäle roon's cale, Beuthstrasse 20. 3004L* Meine eleganten neu reno virten Festsäle mit Bühne, bis 1000 Personen fassend, sind noch an einigen Sonnabenden Verbandsmitglieder! und Sonntagen zu vergeben. Oeffentliche Versammlung am Freitag, den 1. Oktober, abends 9 Uhr, in den„ Arminhallen", Kur- und Bade- Anstalt Gr. Samburgerstraße 20 Kommandantenstraße Nr. 20. Konzeffionirte ( Bahnhof Börſe). Spezialität: patent. Heißtrockenluft gesordnung: 1. Die Grundlagen einer Verständigung unter den ( Kastenbäder und Inhalatorium) 99/ 6* Verbandskollegen. Referent: Karl Sindermann- Dresden. 2. Dis- Wannenbäder, fämmtliche Wasseranwendungen( Kneipp'sche Güffe). Strenge fussion. Verschiedenes. 4. Bekanntgabe des Urtheils im Prozeß Kuren nach ärztlicher Vorschrift bei Gicht, Rheumatismus, FettleibigGasch u. Gen. gegen den Zentral- Vorstand. 35/13 feit, Nerven, Unterleib, Haut- Veiden. Ausgabe eines Flugblattes betreffend Luzerner Streif tägl. Fest- Säle, 39. Sebastian- Strasse 39. Der 16. Oktober sowie der Todten Sonntag sind frei geworden. Orts- Krankenkasse des Löpfergewerbes zu Berlin. Das Raffentotal befindet sich vom 1. Oftober 1897 201/4 Klosterstr. 100 und Arbeidsvermittlung dorthin durch deutsche Nach Oberfeiting Dr. Hirschfeld, wtontag, Donierfing auch 11-12 vil of parter weise. Der Einberufer: Max Hoffmann. Arbeiter- Bildungsschule. Bahn- Atelier. Rinfil. Bähne in tadelloser Ansführung v. 3 M., Plomben v. 2 M. an. Schmerzlos. Bahuziehen mitt. Cocaïn, Cloréthyl, Chloroform und Lachgas unter Leitung eines praft. Arztes. Bei Mittwoch, den 6. Oktober 1897, abends 29 Uhr, im Bestellung v. Tinst. Bähnen BahnLokal von Bruno Stabernack, Inselstr. 10: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 8. Verschiedenes. 6/7 2. Anträge Mitgliedsbuch legitimirt. Beiträge werden entgegengenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Zimmerer. Achtung! Die zum Sonntag, den 3. Oktober, geplante öffentliche Versammlung der organisirten Zimmerer kann Umstände halber nicht stattfinden. 278/6 Nähere Bekanntinachung erfolgt später. Die Lohukommiffion. zichen, Bahnreinigen umsonst; Naten zahlung gestattet, Woche 1 WE. Guckel, Caufiger Platz 2, Elsasserstraße 12, Stegligerstraße 71. v.Aschinger 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Wünsche Deutsch gegen Englisch mit gebildeter Genoffin oder Genoffen zu tauschen. Offerten unter P. III. nimmt die Expedition entgegen. 9706 Ich bin von der Kl. Frankfurter: ftraße 83, Gde Marfiliusstr., ver: straße 10 nach der Gr. Frankfurter. zogen und habe Fernsprech Anschluß A. VII 4836. 9846 Dr. Hirschberg, pr. Arzt. Winterpaletot, fitr 5 Mt. liefere Stoff und ist täglich geöffnet " Vormittags von 8-9 Uhr, Nachmittags 3-6 Sonnabend Nachmittags von 1-3 Uhr nur Krankengeld: Auszahlung, nach bent sowie an Sonn- und Festtagen bleibt baffelbe gefchloffen. Der Vorstand. Jacob Lenz, Alte Jakobitr. 69, ( vis- à- vis Feuerstein's Festsälen) empfiehlt sein Weiß: u. BairischBier Lofal nebst Vereinszimmer. Für die uns anläßlich des Sine scheidens unseres geliebten Gatten und Vaters Georg Superczynski bewiesene Theilnahme, sagt allen Freunden und Verwandten herzlichsten Dant 9946 Familie Superczynski. Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bairischbierund gr. Speisegeschäft. Reichhaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. sowie Abendtisch à la carte von 30 Bf. an. 2 Vereinszimmer mit sclavier für 20-50 Personen. H. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. Kolonialwaaren, Grünfram Gesch. verf. bill. wegen Gründstücübernahme 9926 Müller, Höchstestr. 31. Hofbutter 10 Pfd. Colli 6 M., Blumenhonig 4 M. Spizer Fluſtentie, 9726 Post Probuzna, Oesterreich. Schlafst. Fürstenstr. 13, Haad IL Gen. f. Schlafft. Stralsunderstr. 52, 2 Sr. I. A Schön möblirtes einfenstr. Bimmer Seidelstr. 29, v. 4 Tr. r. 9796 Möbl. Schlafft. v. Ww. Waßmanns straße 35, v. 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Beim Holzhacken hat sich gestern der neunjährige Schüler May Hencke die obersten Glieder des Beige und Mittelfingers ab: geschlagen. Das unglückliche Rind wurde nach der Sanitätswache in der Eichendorffstraße und von dort nach der Charitee gebracht. Aus Liebesgram hat sich der Vergolder Hermann Philipp aus der Mühlenstraße 59 vergiftet, während der bei der Firma Ludwig Löwe beschäftigte Schlosser Peter Walther aus der Kleinen Alexanderstr. 32 aus derselben Veranlassung zum Revolver griff. Sie hatten sich mit ihren Bräuten veruneinigt, weshalb sie den Tod fuchten und fanden. n. Halste. Dem dort beschäftigten Arbeiter Gruhn fiel ein Stück| Doppelfterne 11-12 Uhr nachts. Dienstag, 5. Oftober, Mittwoch, I geben follte. Jeht habe sich die Bertrauenstommiffion der Fabrikanten Eisen so wuchtig auf den Kopf, daß er bewußtlos zusammenstürzte. 6. Oktober, Donnerstag, 7. Oktober: Sonne 2-5 Uhr nachm., Mond dem Einigungsamt gegenüber zu Berhandlungen mit den StreikenMan requirirte den Kopp'schen Krankenwagen, mittels dessen der 5-12 Uhr nachts. den bereit erklärt, und zwar tönne man, nach den gewählten VerVerletzte in fritischem Zustande im städtischen Krankenhause ein- Die Böcklin- Ausstellung, die. mau in Bafel zur Feier des tretern zu schließen, behaupten, daß unter den Fabrikanten diejenige geliefert wurde. 70. Geburtstages des Meisters zusammengebracht hat, soll nach Berlin Richtung gefiegt habe, die zum Frieden geneigt sei. Selbstredend seien fommen. Sie umfaßt über 100 Bilder, darunter viele Hauptwerke auch die Streifenden, die von Anfang an zum Frieden bereit waren, Bödlin's. auf das Anerbieten des Einigungsamtes eingegangen. Natürlich Theater. In dem neuesten Schauspiel von Georg Hirschfeld, Agnes würden die vor dem Gewerbegericht getroffenen Abmachungen einer Jordan", daß das Deutsche Theater am Sonnabend, 9. Ottober, zur Formerversammlung zur Genehmigung unterbreitet werden. Mehrere ersten Aufführung bringt, wird die Titelvolle von Agnes Sorma, die männ: Redner stimmten den Ausführungen des Referenten zu. Kohen liche Hauptrolle von Emanuel Reicher dargestellt. findet Donnerstag Richard Wagner's Bühnenfestsptel„ Der Ring des Nibe etwa einen allzu mageren Bergleich schließen solle. Die Versammlung Im Opernhause und Stobfact betonten, daß man vor dem Einigungsamt nicht tungen" mit dem 4. Abend„ Götterdämmerung" seinen Abschluß. Siegfried: Herr Burgstaller, Gunther: Herr Bachmann, Hagen: Herr Mödlinger, betraute die Kollegen Plath, Louis Müller, Litfin und Alberichs: Herr Friedrichs, Brünnhilde: Frau Lehmann, Gutrune: Fräulein 3ernice mit der Vertretung der Streifenden vor dem Einigungsamt. Egli, Waltraute: Frau Goeze, Rheintöchter: Damen Herzog, Rothauser, Die VersammInng im Rösliner Hof. Der Referent Deppe. Kapellmeister Weingartner dirigirt. Im Schauspielhause D. Mäther schilderte zunächst in eingehender Weise die VorkommnDer schon seit einiger Zeit an Schwermuth leidende geht am Sonnabend zum ersten Male Waidwund", Schauspiel in drei Auf niffe, welche zu dem gegenwärtigen Kampfe die Veranlassung gaben, 35 Jahre alte Arbeiter Paul P. versuchte morgens in seiner Woh- zügen von Richard Skowronnet, in Szene. Mit Rücksicht auf die im um nachzuweisen, daß die von der Firma Borsig in den vernung in der Mühlenstraße sich durch Revolverschiffe in den Schauspielhaus angekündigte Novität von Rosmer- Humperdinck,„ Die Königsschiedenen Zeitungen enthaltene Darstellung über die Ursachen des Kopf und in den Unterleib zu tödten. Der lebensgefährlich Ver- finder" hat Herr Seiß, der Leiter des Märchenensembles, das gegenwärtig Streits, ebenso wie die frühere Erklärung seitens der genannten letzte wurde nach Anlegung eines Verbandes in das Krankenhaus im Schiller- Theater gastirt, auf Wunsch der Direction des Schiller- Theaters, sein Stück, das bisher auch den Titel„ Königstinder" trug, umbenannt in Firma, den Thatsachen nicht entspricht. In längeren Ausführungen am Friedrichshain gebracht. Perdita, das verlorene Königsfind". Die erste Aufführung dieses Stüdes beleuchtete der Redner sodann den derzeitigen Stand der Bewegung, findet Sonnabend, 2. Oftober, nachmittags, statt. am Couisen: Theater wird am Sonnabend„ Wilhelm Tell" aufgeführt. " Aus den Nachbarorten. Die Unglückschronik des Zehumillionen Tombanes ist am Mittwoch abermals um zwei Fälle bereichert worden: Beim Aufwinden eines 15 Zentner schweren Bausteines stürzte der bei dem Steinmetzmeister Schilling in der Möckernstraße beschäftigte Steinmet Knoll mit dem Steine ab. Diefer traf eine Leiter, die umfiel und ihrerseits Knoll traf. Der Verunglückte erlitt anscheinend einen Den Parteigenossen von Nixdorf die Nachricht, daß die Rippenbruch und wurde zu ärztlicher Behandlung in seine Wohnung Spedition des Vorwärts" sich vom 1. Oftober ab in der Erck. gebracht. Der 28 Jahre alte Bimmermann Reinhold Boy aus straße 6, erster Aufgang, 2 Treppen befindet. Die Wohnung des Der Basewalkerstraße 9 stürzte aus beträchtlicher Höhe herab und Vertrauensmannes Wilhelm Sy ist Jägerstr. 69, im Laden. Der Vertrauensmann. wurde besinnungslos nach der Unfallstation in der Brüderstraße und von hier in ein Krankenhaus gebracht. Er zeigte äußerlich nur Aus Schöneberg erhalten wir eine Buschrift, in der über den einige Hautabschürfungen am Kopfe, scheint aber schwere innere Ber- troftlosen Zustand der Friedenauerstraße lebhaft Beschwerde geführt legungen erlitten zu haben. wird. Die Straße werde nur bis zur Roburgstraße gefegt, von da Straßensperrung. Die Neumannsgasse wird behufs Berlegung ab laffe man den Schmutz liegen, fodaß der Fahrdamm bei Regen von Gasröhren von heute ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und wetter garnicht zu passiren sei. Aber auch für den Wagenverkehr Reiter gesperrt. Behuss Umpflasterung tritt die gleiche Sperrung sei die Straße gefährlich; Achsenbrüche bildeten eine fast tägliche vom 30. d. M. für die Kreuzdämme auf dem Morizplaz- zwischen Erscheinung. Es fomme noch hinzu, daß die Dampfbahn in dieser den Inselperrons, und den füdöstlichen Theil des Seitendammes Straße mit einer Rücksichtslosigkeit darauf losfahre, als ob anderes des Plages vor den Grundstücken Oranienstraße 149/152 und vom Fuhrwerk garnicht vorhanden sei. 1. Oktober ab für die Usedomstraße bis auf weiteres ein. Adressbuch 1898. Die Hauslisten für den kommenden Jahr gang des Adreßbuchs für Berlin und Vororte( Werlag von August Scherl) sind nunmehr ausgetragen und liegen bei den Herren Haus eigenthümern oder deren Herren Verwaltern zur Ausfüllung bereit. Die Abholung der Listen erfolgt am Sonnabend, 2. Oktober. Im die Listen pünktlich und genau auszufüllen, damit Verspätungen oder eigenen Intereffe der Einwohner Berlins und der Bororte liegt es, Unrichtigkeiten ausgeschlossen bleiben. Das Weitere bitten wir in dem in der heutigen Nummer unferes Blattes enthaltenen Inserat gefälligft nachzulesen. In der Expedition der Welt am Montag", Bimmerftr. 8, ist in der verflossenen Nacht ein Einbruchsdiebstahl verübt worden. Den Dieben fielen etwa 500 M. in die Hände. Versammlungen. meint, daß die Ausständigen mit Zuversicht den kommenden Dingen entgegensehen können, zumal ihnen die Sympathie der gefammten Metallarbeiter gesichert ist. Nachdem der Redner noch die Wahl einer Vertretung zum Gewerbegericht, mit dem Hinweis, daß die Abmachungen nur provisorische sein können und eine spätere Versammlung selbst dann über das weitere zu entscheiden habe, empfohlen hatte, richtete er unter lebhaftem Beifall den Appell an die Ausständigen, fo wvie bisher einmüthig auss zubarren, und ant bie übrigen Metallarbetter, fir auss reichende Unterstützung zu sorgen. Nach einer kurzen Diskussion, in der alle Redner den günstigen Stand der Bewegung betonten und aufforderten, nicht eher den Kampf au beenden, bis die Forderungen erreicht und insbesondere die Anerkennung der Arbeiterorganisationen erfolgt ist. wurde einstimmig dem Vorschlag, 2. Müller, B. Bitfin, Plath und Bernice mit der Bertretung auf dem Gewerbegericht zu betrauen, zugestimmt. Mit einem begeisternden Hoch auf die Bewegung erfolgte der Schluß der imposanten, vom besten Geifte beseelten Bersammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht beginnt in Nationalötonomie, Gefchichte und Gesetz stunde am 13. Ottober, abends 20 Uhr, Jnfettir. 10, v. 2 r. Theilnehmer werden schon jetzt aufgenommen in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralfir. 40a; Reul, Varntmftr. 42; Schiller, Rosenthaleritr. 57; Bleinert, willerfir. 7a; Paul Müde, Manteuffelstr. 128; 6. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle Buschriften sind an den Bo sigenden Paul Müde jr., SO. Man fenden. Verband Deutfdjer Barbiere, Friseure und Verrückenmacher. Heute, abends 10% Uhr, bet Echiller, Rosenthalerstraße 67: Vereins Bersammlung. auffer, 128, Geldsendungen an den Kassirer S. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, follegen als Gäfte willkommen. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bet jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der bie Antwort ertheilt werden foll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag nub Sonnabend von 6 bis 7 1hr statt!!! Die Metallarbeiter hielten am Dienstag wieder zwei sehr gut besuchte Versammlungen zur Besprechung des Formerstreits ab. In Keller's Saal referirte Litfin. dann auf eine in den bürgerlichen Blättern enthaltene, von der Firma Borsig gegebene Erdes Ausstandes bei Borsig und tuin. Er behandelte die Ursachen flärung zu sprechen, in der die Ursachen des Streits in anderer Weise dargestellt sind, als von seiten der Arbeiter. Im weiteren schilderte der Redner den bisherigen Verlauf bereits die Arbeit niedergelegt. Bom Ausstand feien 26 Gießereien des Streifs. In fast allen zum Verband gehörigen Gießereien fei betroffen. Die Zahl der Streitenden betrage 609 Verheirathete mit etwa 700 Kindern und 125 Ledige, die Berlin verlassen haben. Die Treptow Sternwarte ist täglich von 2 Uhr nachm. bis 12 Uhr 107 Former arbeiten noch in den vom Streit betroffenen Gießereien. nachts geöffnet. Mit dem Riesen- Fernrohr wird beobachtet: Donnerstag, 30. September: Sonne 2-5 Uhr nachm., Mond 5-6, Uhr abends, Wega In vier Verbandsgießereien ist noch keine Borsig'iche Arbeit vor62-8 Uhr abends, Sternhaufen 8-9 Uhr abends, Ringnebel in der Leyer gelegt worden und ist es daselbst noch nicht zum Ausstand gekommen. 9-10 Uhr abends, Doppelsterne 10-12 Uhr nachts. Freitag, 1. Oftober: Auch 2 Gießereien, die nicht dem Verband angehören, find im Ausstand, Sonne 2-5 Uhr nachn., Mond 5-6 Uhr abends, Wega 7-8 Uhr weil die Anfertigung von Arbeiten für Ludwig Löwe verweigert abends, Sternhaufen 8-9 Uhr abends, Ringnebel in der Leyer 9-10 Uhr wurde. Der Redner theilte mit, daß auf das Schreiben, in welchem abends, Doppelsterne 10-12 Uhr nachts. Sonnabend, 2. Oktober: die Streifenden dem Verband der Metallindustriellen ihre Bereit Sonne 2-5 Uhr nachu., Mond 5-8 Uhr abends, Wega 8-9 Uhr abends, willigkeit zum Unterhandeln erklärten, bis heute noch keine Antwort Sternhaufen 9-10 Uhr abends, Ringnebel in der Beyer 10-11 Uhr abends, Man hätte erwarten sollen, daß der Verband, Wetter- Prognose file Donnerstag, den 30. September 1897. Doppelsterne 11-12 Uhr nachts. Sonntag, 3. Oftober: Sonne 2 bis 5 Uhr nachm., Mond 5-9 Uhr abends, Sternhaufen 91/ 2-10 Uhr abends, Verhandlungen ablehnte, wenigstens Ziemlich trübe mit leichten tegenfällen, schwachen füdlichen Ringnebel in der Beyer 10-11 Uhr abends, Doppelsterne 11-12 Uhr nachts. die im kaufmännischen Verkehr sonst übliche Höflichkeit befolgen Winden und wenig veränderter Temperatur. Montag, 4. Oftober: Sonne 2-5 Uhr nachm., Mond 5-11 Uhr nachts, und den Unterzeichnern des Schreibens von seinem ntschluß Kenntniß Berliner Wetterbureau. erfolgt fei. wenn felbft cr Die am 2. H. 22. Erkundigen Sie sich im Wöchnerinnenheim, Krankenhaus Urban. 5. M. Nr. 12, ja. 2. P. 1. Leider ist dagegen nichts zu machen. 2. Das GewerkschaftsBureau befindet sich nicht mehr in der Rosenstraße, sondern seit längerer fönnen wir ebensowenig wie über angebliche Millionen- Erbschaften Auskunft Zeit in der Annenstr. 16. A. W. G. Ueber ein derartiges Vermächtniß geben. Adreßbuch für Berlin und Vororte. 1898. Hierdurch erlaube ich mir, die Bewohnerschaft der Reichshauptstadt darauf aufmerksam zu machen, daß die Hauslisten für den Jahrgang 1898 des Adreßbuchs für Berlin und Vororte nunmehr ausgetragen sind und bei den Herren Hauseigenthümern bezw. den Herren Verwaltern zur Ausfüllung bereit liegen. Die verehrlichen Haushaltungs- Vorstände bitte ich, die erforderlichen Angaben recht genau und deutlich in die Hauslisten einzutragen und deren schnelle Weitergabe zu veranlassen. Da die Abholung der Hauslisten Sonnabend, den 2. October, beginnt, so richte ich an diejenigen Haushaltungs- Vorstände, denen die Hauslisten bisher noch nicht vorgelegt worden sind, do Ersuchen, bei ihren Herren Hauseigenthümern bezw. Verwaltern wegen der Liste Nachfrage zu halten und für die schleuni Eintragung der erforderlichen Angaben Sorge zu tragen oder mir die letzteren unverzüglich direct zugehen zu lassen. Im Hinblick auf das große Interesse, welches die Reichshauptstadt an einem möglichst vollkommenen und zuverfigen Adreßbuche hat, gebe ich der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, daß die Bewohnerschaft Berlins die mühevolle und spielige Busammenstellung des Materials für das so wichtige Nachschlagewerk durch recht genaue Ausfüllung der Hauslisten ad deren schleunige Weitergabe unterstützen werde. Berlin, den 29. September 1897. SW. 8immerstraße 40/41. August sherl. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrafer. Donnerstag den 30. September. Opernhaus. Götterdämmerung. An fang 6 Uhr. Schauspielhaus. König Lear. Anfang 71 Uhr. Deutsches. Hamlet. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Tante Jette. Anfang 7½ Uhr. Goethe. Im Dienst der Pflicht. Aufang 72 Uhr. Lessing. Das Tschapert. Anfang 7 Uhr. Neues. Lieb' im Spiel. Aschermittwoch. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Einberufung. An fang 7 Uhr. Schiller. Ein Tropfen Gift. An fang 8 Uhr. Unter den Linden. Périchole, die Straßensängerin. Anfang 71/2 Uhr. Luisen. Geschwister Fiebig. Anfang 8 Uhr. Thalia. Das Krokodil. 71 Uhr. Oftend. Jugendbronnen. 18 Uhr. Anfang Anfang Central. Berliner Fahrten. Anfang 712 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. 0 Das Zeichen des Kreuzes. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Das Liebesbrama einer Sängerin. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. An fang 712 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoptikum. Indisches Dorf. Urania Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung tägl. geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf.- Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Passage- Panopticum. Freitag, den 1. Oktober, abends 8 Uhr, in der Philharmonie: Musikal.- Literar. Abend Unterhaltung zum Besten von Indisches Fr. Maria Gerdes, Dorf mit dem bedeutendsten Fussball Künstler der Welt Moung Toon. Vorst. 12, 5, 7 und 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Bärenweib die grösste Sehenswürdigkeit des ablaufenden Jahrhunderts ist wieder da!!! Neu! des Maestro Liberti, 5 Herren, 2 Damen. Italienische Kapelle Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Letztes Auftreten der Prinzessin Pocahuntas ( die indische Nachtigall). Schiller- Theater eette Aufführung der Pantomime ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Ein Tropfen Gift. Freitag, abends 8 Uhr: Ein Tropfen Gift. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Zweites Gastspiel des Märchen- Ensembles Geschwister Seis: Perdita, das verlorene Königskind. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Mephisto. Kaffeneröffnung 6% Uhr. Anf. 7½ 72 Uhr. Freitag, den 1. Oftober 1897: 8 Debuts Flick, Flack, Flock. Neue urdrollige Pantomime, ausgeführt von der Phoites Troup. Luisen- Theater Maehr's Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Zu fleinen Preisen: 10. Volks- Vorstellung Geschwister Fiebig. Gr. Modernes Volksstück in 3 Aften Oranienstrasse 24. Täglich Elite- Vorstellung Novitäten- Programm. von Ostar Wagner ut. Hugo Haßfert. Anf. Sonntags 6 Uhr, Woche 8 Uhr. Musik von Fritz Krause. Freitag: 3u fleinen Preisen: Preise wie gewöhnlich. Entree auf Bons 15 Bf. Nachzahlung. 11. Volks- Vorstellung Volks- Theater Preciosa. Dirette Verbindung mit dem Theater: Elektrische Bahn: Dönhoffplatz- Reichenbergerstraße in 10 Minuten. Central- Theater Alte Jakobfir. 30. Direktion Richard Schultz. Donnerstag, den 30. September 1897: Emil Thomas a. G. Bum 27. Male: Berliner Fahrten. Burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund und Wilhelm Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Berliner Fahrten. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132 Dir. E. Weist. Novität! Stürmische Heiterkeit! Bum 14. Male: Jugendbronnen. Stürmischer Beifall bei„ Rick, rack, inter damit", gesungen v. C. Weiß, d„ Ach Lilly, Lilly, wie lieb hat ch Dein Willy", gesungen v. Rich. rgas, sowie„ Bei uns in Rummels: , in New- Rummelsburg. Bnntag, nachmittags 3 Uhr, fleine Die Lieder d. Musikanten. bis verk 25 letzten Platz ausMitte Häuser konnten Eh in dem grossen blissement von Kafmann's Vajété. den neuest sammten Bei von der gemüthig als der Kritik einbishe? esten aller n bezeichnet Budapester vitäten Zug- und Kassens cke: ,, Im Ateli Ein Abend im Wintergan und VO mit der in ihrer Art ga einzig dastehenden, keiner Nachahmung erreich ten, wirklich erschütternden Komik Donat u. Anton Herrnfeld's und dem zu dieser so ganz besonderen Eigenart geradezu vortrefflich abgestimmten, grossen Briliant- Ensemble und den Variété- Programm ausKünstlern I.Ranges verzeichnen. Auch fernerhin dürfte also die Parole aller Lachlustigen ständig lauten: Nach Kaufmann's Variété! im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Täglich: Gr. Elite- Vorstellung. Anfang: Sonntags 6 Uhr, Wochen: tags 72 Uhr.. Entree: Sonntags 30 Pfg., Wochentags 20 Bfg. Alcazar Variété Theater I. Ranges. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Direktion Richard Winkler. Heute, Donnerstag, zum 27. Male: Neu! Neu! Die Rosen aus dem Süden. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 1 Aft von B. Gericke. Vorher: Wir werden Nonnen! Schwant in 1 Aft von Ernst Mofer. Auftr. eines durchweg neuen glänzenden Spezialitäten- Bersonals. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 30 Pf. unter gütiger Mitwirkung der Damen Frau Prof. Selma Nicklass- Kempner( Ges.), Frau Elsbeth MeyerFörster( Recit.), sowie der Herren Prof. Waldemar Meyer( Viol.), Felix Dreyschock( Klav.), Jos. Kainz ( Dekl.), Emanuel Reicher ( Dekl.), u. Christian Morgenstern( Dekl.) u.O. Bake ( Accomp.). Karten M. 3, 2( Saal), 1( Stehpl.), 4( Log.) in den Musik.- Handl. v. Bote& Bock, Leipzigerstrasse 37, und Raabe& Plothow, Potsdamerstr. 7a, sowie in den Buchhandlungen von Amelung, Potsdamerstrasse 126, und T. Trautwein, Leipzigerstr. 8. Theater der Reichshallen Leipzigerstrasse 77. 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