Nr. 235. • Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. • 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis o Uhr vormittags geöffnet. Rernsprecher: Rut I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Eine kleine Partei. " . " Eine kleine, aber mächtige Partei, so nannte in einer berühmt gewordenen Streitschrift Wagener, der bekannteste Publizist der kon fervativen Partei nach dem Tode Stahl's, seine Partei. Wieder hat sich eine kleine Partei zusammengethan, und wenn man ihre Namen nach dem Maßstabe der bürgerlichen Gesellschaft messen würde, müßte man annehmen, daß es auch eine mächtige Partei werden würde; gehören doch frühere preußische Minister und ehemalige höchste Reichsbeamte, Chefs größter in dustrieller Unternehmungen und erster Handelsfirmen zc. der Gesellschaft mit beschränkter Haftung" an, in welcher modernsten, kommerziellen Gestalt auch ein Zeichen der Zeit sich die neue Partei, die übrigens diefen Namen verwirft, zusammengefunden hat. Seit heute besitzt die Gruppe Berlepsch- Rottenburg RösickeGäbel 2c. 2C. auch eine Wochenschrift. Die Soziale Braris, Zentralblatt für Sozialpolitit", ist nun Organ der Richtung Berlepsch und Genossen geworden. Bei der verhältniß mäßig ftarken Verbreitung dieser Zeitschrift in unseren Kreisen sei auch ein Wort über das Schicksal dieser Wochenschrift gefagt. Gegründet als„ Sozialpolitisches Zentralblatt" 1892 von Heinrich Braun, als wissenschaftliches Organ für die Fort führung der Sozialpolitik und für die Verbreitung sozialpolitischer Erkenntniß, hat es sich große Verdienste um diese Aufgabe erworben, hat auch Einfluß gewonnen, aber stets nur durch das Gewicht der vorgebrachten Gründe, nicht durch das, was heute ausschlaggebend wirkt, durch die Gruppe, Richtung oder Partei, welche den aus geführten Standpunkt theilt. Dem Blatt, das weit mehr Ruhm erutete, als Verbreitung gewann, erstand in den Blättern für soziale Praxis", einem vom Frankfurter Institut für Gemeinwohl" ge= gründeten und zuerst von Dr. Brückner, nachher von Dr. J. Jastrow redigirten Blatte eine Konkurrenz, die zur Verschmelzung beider Blätter und alleiniger Uebernahme des Blattes durch Dr. Jastrow führte, der in politischen Kreisen durch seine Schriften: Sozialliberal" und" Das Dreitlassensystem, die preußische Wahlreform volt Standpunkte sozialer Politik" bekannt wurde. Auch der zweite Herausgeber, der unferem Standpunkt ferner stand, als Heinrich Braun, der Begründer des Sozialpolitischen Zentralblattes", wußte die Soziale Praxis" auf der Höhe zu erhalten. Aus eigenen Mitteln, lediglich durch die Beiträge der Abonnenten, konnten aber weder das Sozialpolitische Zentralblatt" noch die„ Soziale Praxis" fich erhalten und deshalb war es so leicht möglich, daß aus der Tribüne für jeden, der für foziale Fragen im Sinne einer Weiterentwickelung wirken wollte, ein Partei Organ mit bestimmter Richtung und festen Zielen wird. " Die Soziale Pragis" mag auf die Dauer künftighin den Lesern weniger bieten als bisher; nun, wer nicht den Verdacht auf sich laden will, persönlich voreingenommen zu sein, wird sich das Urtheil hierüber vorbehalten, bis die Leistungen der neuen Redaktion beurtheilt werden können. Aber eines heute schon: Die„ Soziale Praxis" als Organ einer Gruppe mit einem bestimmten sozialpolitischen Programm, mit Leuten hinter sich, die eine politische Geschichte aufweisen können, ist ein Organ, dessen Aeußerungen im politischen Leben stärkere Wirkungen erzielen können, als ein Blatt, geleitet von einem Privatgelehrten, der in seinen Schriften bewiesen hat, daß er ein Eingänger, wenn auch ein Mann von Kenntnissen, Fleiß und Begabung ist. " Das Jutereffe für die Soziale Praxis" muß aber zurücktreten gegenüber der Beurtheilung der fünftigen Thätigkeit der Männer, die jetzt hinter diesem Blatte stehen. In einem stimmen sie überein: mit der Grundanschauung des letzten Herausgebers, sie stehen nicht auf unserem Standpunkte, dem des Klaffenfampfes, sie fireben auf dem Boden des nationalen Staates und im Rahmen der bestehenden Gesellschaftsordnung" den sozialen Frieden" an, fie geben sich höchst sonderbaren Illusionen über die Kreise hin, wo Bildung und Besiz ernste Pflichten gegen die breiten Massen auflegen". Sie sind der Meinung, eine englische aber nicht eine rheinische oder sächsische Auffassung- daß die Hebung der Arbeiterklasse, die um ihrer selbst willen und aus Gründen der Staatsnothwendigkeit zu erstreben ist, auch im Interesse des wirthschaftlichen Fortschrittes liege. Die Industrie, die zu immer leistungsfähigeren, aber auch immer verwickelteren Formen aufsteigt, bedarf ihrem გ 11 Gedeihen hochstehende, gut genährte, intelligente intelligente Arbeiter. Andererseits ist sie dann auch am ersten in der Lage, höhere Löhne, fürzere Arbeitszeiten, bessere Arbeitsräume zu ge währen. Daß gewerbliche Blüthe und soziale Reformen wohl vereinbar find, ja sich gegenseitig bedingen, beweist schon die Thatsache, daß im Wettbewerbe auf dem Weltmarkte die Völker mit hoher Lebenshaltung der Arbeiter, vordringen." Hier zeigt sich der Gedankengang Ernst Franke's, des nun mehrigen Herausgebers, der als gereifter Mann Schüler von Lujo Brentano wurde. Freitag, den 8. Oktober 1897. und Arbeitern, deren Zusammenklang erst den Fortschritt dauernd fichert." " " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Politische Uebersicht. = Man sieht, wie viel uns trennt vom Standpunkt der bloßen Berlin, 7. Oktober. sozialen Reform, welche nicht die Grundlagen verwirft, auf denen die heutige Wirthschaftsordnung aufgebaut ist, auch wenn diese soziale der gemäßigte Liberalismus". Die" Nat. 3tg." be Reform des preußischen Landtags- Wahlrechts und Reform noch so fritisch den herrschenden Klaffen gegenübersteht, noch so entschieden auftritt, noch so sehr in Einzelheiten mit unseren Be- spricht das preußische Wahlsystem und fordert ihre Parteistrebungen übereinstimmt. freunde auf, die Reform dieses Wahlsystems, dessen UngeheuerUnd das kann von einsichtigen, ruhigen Beurtheilern nicht be- lichkeiten sie in einigen Beziehungen ganz zutreffend aufweist, fritten werden: an scharfer Kritit, an entschiedenen Worten läßt es mit Nachdruck in das Programm für die der Einführungsartikel der Sozialen Praxis" nicht fehlen. Wir nächsten Wahlen aufzunehmen". laffen einige programmatische Darlegungen, von denen wir freilich Aber was für eine Reform" will die Nat.- 3tg."! Nicht faum hoffen dürfen, daß sie viel mehr als Worte bleiben werden, etwa wünscht sie eine Beseitigung des Dreitlassen- Wahlsystems, folgen: Wir werden daher unter aufmerksamer Würdigung denn dem Besitz und der Bildung ein Uebergewicht in einem der Wirkungen und Ergebnisse der Kranken-, Unfall, Invaliden- abgestuften Wahlrecht zu geben, ist ein wohlbegründeter und Altersversicherung die Bemühungen um ihre Vereinfachung Gedanke", sondern sie wünscht nur eine Beseitigung und Kräftigung unterstützen, die Aufprüche der Arbeiter auf Theil der äußersten Härten und Lächerlichkeiten dieses Wahlnahme an der Verwaltung und auf rasche, unparteiische Recht systems, sie wünscht eine vernünftige Abstufung des sprechung fördern, die Verstärkung der Relikten fürsorge und die Wahlrechts" statt der heutigen unvernünftigen. Vernünftige Erweiterung der Unfallversicherung befürworten. Auch für eine Abstufung" ist natürlich für die„ National Beitung" eine solche, Lösung des Problems einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit welche dem Nationalliberalismus Vortheile und Mandate treten wir ein, so unklar auch heute noch die Wege sind, die zu bringen würde. Das Dreiklassen- Wahlsystem ist für die Herren diesem Ziele führen können. von Besitz und Bildung" nur ungerecht, soweit es den Junkern große Vortheile verschafft; wenn sie selbst an diesen Vortheilen gehörigen Antheil haben dürfen auf Kosten der übrigen Bevölkerung, dann ist dies Wahlrecht plötzlich gut und gerecht". Allerdings ist die„ National- Zeitung" dabei so gnädig, nichts dawider haben zu wollen, daß etwa auch eine Anzahl Sozial. demokraten auf diese Weise in das Abgeordnetenhaus gelangen tönnten. = " Noch bedeutsamer aber ist für uns die Sicherung und Fort: führung der Arbeiterschutz Gesetzgebung, wie sie auf grund der Erlasse vom 4. Februar 1890 begonnen worden ist... Wir treten ferner ein für die reichsgefeßliche Regelung des Arbeiter schutzes für die Gehilfen, Arbeiter und Lehrlinge in den Handels-, Verkehrs- und Echankgewerben und für Ausdehnung schützender Maßnahmen auf das Handwerk und die Hausindustrie. Der Anspruch auf gesetzliche Gleichberechtigung, den der Arbeiter hat, schließt auch die Anerkennung des Koalitionsrechtes ein. Auch wer nicht in der Vereinigung der Berufsgenossen das Alheilmittel erblickt, wird doch in der Gewerkschafts- und Arbeitervereinsbewegung einen mächtigen Hebel zur Hebung des vierten Standes sehen müssen. Der Berufsverein wirkt in hobem Maße erzieherisch, lenkt den Blick feiner Mitglieder auf praktische Maßnahmen, stärkt das Gefühl der Berufsehre, der Solidarität und der Selbst verantwortlichkeit. Ohne berufsgenossenschaftliche Organisation wird es auch unmöglich sein, gefehliche Normen zu finden für die Regelung gemeinsamer Angelegenheiten auf dem Wege von Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern und weiter für die Bildung von Organen, die den Behörden die Wünsche und Beschwerden der Arbeiter vortragen tönnen. Die segensreiche Thätigkeit der Gewerbegerichte, Einigungsämter und Schiedsgerichte, deren Ausbau und Kräftigung im Interesse des sozialen Friedens dringend erwünscht ist, erfordert geradezu die Vereinigung der Berufsgenossen als Borbedingung erfolgreichen Wirkens. Das ist der„ Liberalismus" der Leute, die auf dem äußersten linken Flügel der nationalliberalen Partei marschiren! Immerhin ist das Drängen auch dieser Kreise nach einer Reform des Dreiklassen- Wahlsystems ein recht beachtliches Symptom. Der Kampf des preußischen Bolts gegen das elendeste aller Wahlsysteme" kommt in Fluß! Zur Frage der Militär- Strafprozeß Ordnung wollen die Münchner Neuesten Nachrichten" folgendes in Erfahrung gebracht haben: „ Es ist richtig, daß Bayern auf der Forderung der Bei behaltung eines eigenen Militärgerichtshofes besteht, einem einzigen höchsten Zentralgericht in Berlin bisher nicht zu gestimmt hat. Thatsächlich war in einer früheren Periode, voriges Jahr, die bayerische Regierung geneigt, auf diesen Sondera anspruch zu verzichten; ein diretter Wunsch oder Befehl des Prinz Regenten vereitelte aber die schon in Aussicht stehende glückliche Lösung dieser Spezialfrage. Unseres Wissens ist Prinz Regent Luitpold ber Ueberzeugung, daß mit dem Verzicht auf einen höchsten bayerischen Militärgerichtshof und mit der Unterstellung des bayerischen Heeres unter einen Zentralgerichtshof in Berlin von der vers fassungsmäßigen bayerischen Militärhoheit etwas vergeben werde; der Regent möchte aber um so weniger ein bayerisches Kronrecht angetastet wissen, als er nur Verweser, nicht eigentlicher Träger der Krone ist." Auch um der Gerechtigkeit willen sollen die Arbeiter, deren Streben nach Selbst- und Genossenschaftshilfe im Rahmen der heutigen Staatsordnung alle Unterstüßung verdient, in Sachen des Koalitions- und Vereinsrechtes die gleichen Rechte und Pflichten erhalten wie die Unternehmer oder wie andere Berufsstände. Jetzt wird durch die richterliche Auslegung und polizeiliche Handhabung der betr. Bestimmungen den Arbeitern die Möglichkeit, ihre Berufsinteressen in Vereinen und Versammlungen zu vertreten und so das gefeßlich gewährleistete Recht, durch Koalition ihre Lage zu bessern, vielfach verkümmert und oft vereitelt. Diese Behandlung, die Verbitterung erzeugen muß, wirkt um so nachhaltiger, als die Wenn diese Darstellung richtig ist, so ist damit natürlich die Arbeitgeber in mannigfachen Korporationen eine gesetzliche Ver- Reichsregierung noch nicht im mindesten entschuldigt. Die Frage, tretung ihrer Berufsinteressen besitzen, während die Arbeiter bis ob Bayern das Recht befigt, auf seinem obersten Militärgerichtshof jetzt ganz auf das freie Vereinswesen angewiesen sind. Wir fordern zu bestehen, hätte längst im Schooße des Bundesraths entschieden werden also Verwirklichung der Koalitionsfreiheit, gesetzliche Anerkennung müssen und, wäre die Entscheidung zu gunsten des bayerischen Ander Berufsvereine durch Verleihung von Korporationsrechten, spruchs ausgefallen, so hätte die Reform des Militär- Strafprozesses ein freiheitliches Reichs Vereinsgesch; zu erwägen ist, ob nicht für das übrige Reich durchgeführt werden sollen. angesichts der gesetzlich angeordneten Organisation anderer Berufsstände auch die Bildung von Arbeiterkammern ins Auge zu faffen sei. Auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes und in der Förderung der Arbeiterinteressen müssen Reich, Staat und Gemeinde in ihren Betrieben, insbesondere im Verkehrswesen und in den Bergwerken, als Führer vorangehen." Ferner wird der Ausgestaltung der Sozialstatistik das Wort Die letzten Zeilen des Artikels lauten: geredet. " Wir schließen diese einleitenden Worte mit dem Wunsche, daß diese Unterstüßung der Sozialen Praxis" erwiesen werde nicht um ihrer selbst willen, sondern wegen des Zieles: durch Hebung des Arbeiterstandes unser deutsches Volk und unser Deutsches Reich zu stärkerer Macht, zu höherer Wohlfahrt zu edlerer Ge fittung, zum inneren Frieden zu führen!" Jetzt scheint man in Berlin das Verhalten Bayerns als bequemen Vorwand benußen zu wollen, daß man angeblich auf diesem Gebiete nicht vorwärts fommen fönne. Dergleichen nichtige Vorwände kann aber das deutsche Wolf, welches dringend jene Reform fordert, in feiner Weise gelten lassen. Wie stark die Verstimmung über das Berhalten der Reichsregierung in dieser Frage bis tief hinein in die staatserhaltenden" Kreise ist, zeigt die folgende weitere Auslassung des oben zitirten Blattes: Nun aber fragt es sich, ob die maßgebenden Berliner Stellen an diesem Hinderniß falls Bayern von seinem Sonderverlangen absolut nicht abzubringen ist die Reform scheitern lassen dürfen. Wir meinen unbedingt: Nein. Das norddeutsche Heer hat die Reform hundertmal nöthiger, als das bayerische, welches sich längst eines auf den modernen Prinzipien der Deffentlichkeit, Stetigkeit und Selbständigkeit beruhenden Gerichtsverfahrens erfreut, moderne Grundsätze, die jetzt erst in den total veralteten, willkür lichen, unhaltbaren preußischen Prozeß eingeführt wver= sollen. Wer aber nothwendig etwas braucht, der tann im Nothfalle auch eher in Kleinigkeiten nachgeben, als derjenige, der die Sache weniger oder nicht braucht. Im Reichstag, im deutschen Volke, sind die bündigsten Versprechungen res gierungsseitig gegeben worden, die Reform des Strafprozesses durchzuführen. Ließe man die Sache an dem relativ unbedeutenden bayerischen Obersten Gerichtshof scheitern, so wird das das deutsche Bolt nicht nur nicht verstehen, sondern es wird es auch nicht recht glauben." den Wichtiger sind noch die folgenden programmatischen Stellen Wenn wir es für möglich halten würden, daß unter den feines Einführungsartikels Aufgaben und Ziele" der Sozialen Beuten von Bildung und Befit" genug Elemente wären, welche eine Praxis": hier dargelegte Politit ernstlich und energisch in die Hand nehmen Als oberste Norm aber muß jederzeit bestehen bleiben die würden, dann würden wir diesen Versuch von Leuten, welche Forderung, daß kein Geschäftszweig verlangen darf, sich auf Minister waren, aber es nicht mehr werden wollen, gerne als einen Kosten von Leben, Gesundheit und Sittlichkeit seiner Arbeiter Lichtblick in unferem Zeitalter der voit Egoismus zer zu entwickeln; diese zu schüßen hat der Staat die unabweisbare freffenen Bourgeoiste ansehen, wir würden noch weniger Pflicht." Bedeutung den Angriffen auf die politischen Machtbestrebungen und Dann wird unserer Meinung nach die prinzipielle wie praktische die ökonomischen Utopien der Sozialdemokratie" legen. Heute fällt Bedeutung der faiserlichen Erlasse vom 4. Februar 1890, die zur es wahrlich nicht ins Gewicht, wenn nun auch die ingeſtaltete Man darf gespannt sein, wie Fürst Hohenlohe nach dem Zus Erinnerung" auch besonders abgedruckt werden, überschätzt. Im Soziale Praxis" auf die von jener Seite( der Sozialdemokratie) fammentreten des Reichstages das Verfahren oder richtiger das Nicht- Verfahren der Regierung in dieser Angelegenheit zu rechts Auschusse an die Versicherung, auf der Grundlage dieser taifer drohende Gefahr hinweist". lichen Erlasse zu wirken, heißt es weiter: Wir wissen, daß die Gruppe Berlepsch Rottenburg eine Kleine fertigen versuchen wird. „ Und weil es den Anschein hat, als ob die leitenden Re- Partei bleiben wird und bleiben muß, selbst wenn sie das in der Tas neue spanische Kabinet Cagafta möchte gerne gierungsfreife heute weniger geneigt sind als früher, die heutigen Nummer der Hilfe" etwas aufdringlich angebotene Bündniß aus den Wirrnissen, in die Spanien durch die unglückliche Forderungen jener Rabinetsordres in Thaten umzusetzen viel des nationalen Sozialismus" des Paftor Naumann nicht verschmäht. Politit Canova's verwickelt wurde, herauskommen. Aus den leicht auch deshalb, weil in den besitzenden Klassen der Nation Die Parteien, welche ber Utopie des sozialen Friedens vielfach eine entgegengesetzte Strömung an Macht gewonnen hat im Zeitalter des sich von Tag zu Tag verschärfenden Klaffen- Bahlreichen vorliegenden Meldungen geben wir die folgenden --so wird es nui so nothwendiger sein, alle diejenigen Elemente fampjes nachjagen, müssen kleine, turglebige Parteien bleiben, so wieder: zu sammeln, die entschlossen für die Fortführung der Sozial- die Partei des nationalen Sozialismus" des Pastor Naumann reform eintreten. Solche giebt es in allen Parteien und Rich- wie die Partei der früheren kaiserlichen Sozialreform der Berlepschtungen, freilich in manchen noch, oder wieder, recht spärlich und Rottenburg, wenn auch all' das, was sie versprechen und was zum schüchtern." theil im starken Widerspruche steht, zu dem was fie früher gethan baben, von ihnen im vollsten Ernste gemeint sein sollte. Hente giebt es in sozialen Fragen nur noch ein Hüben und ein Drüben! Die Soziale Praxis" soll fünftighin das Mittel zur sozialen Harmonie werden, ,, die im höheren Sinne trotz alles Streites im einzelnen doch vorhandenen Interessengemeinschaft zwischen Arbeitgebern " " Gutem Vernehmen nach werden die Cortes im Dezember aufs gelöst und die neuen Cortes im März einberufen werden. Die Rückberufung des Generals Weyler in diesem Monat gilt als sicher. General Weyler wehrt sich gegen die Abberufung, erzwingt Kundmachungen in Havanna gegen seine Rückberujung. Vian scheint ein Pronunziamento des Generals auf Kuba zu fürchten lund auch in Spanien drohen Konflikte mit den Generalen. Den Kubanern scheint Sagasta wirklich entschieden Zu- fist dadurch hervorgerufen, daß die Durchfahrt des Personenzuges geständuiffe machen zu wollen. Aus Madrid wird tele- von der Haltestelle Pfiffligheim gestattet wurde, trotzdem Gütergraphirt: zug 554 von Station Worms noch nicht nach Pfiffligheim zurück gemeldet war. Die Bauernbündler brachten folgende Interpellation ein: ,, Die von der f. Regierung von Niederbayern bethätigte Unterfüßung aus Kreismitteln und auch das Ergebniß der angeordneten Der Miniflerrath beschloß, Kuba Autonomie unter Sugeränetät Sammlungen von Haus zu Haus reichen nicht aus, um den vielen Spaniens zu bewilligen und den Krieg, so lange es nöthig sei, Bewegliche Klagen entfendet die, Post" in einem Echuergeschädigten erfprießliche Hilfe zu bieten. Der Gesammt fortzuführen. Artikel Zu den Reichstags- ableu". Da rüstet die Sozial- fchaden übersteigt den von der f. Kreisregierung veröffentlichten Ueber das Verhältniß zu den Vereinigten Staaten meldet demokratie eifrig zu den Wahlen; selbst ein" Torso von Partei- Betrag von 500 000 m. erheblich. ein Telegramm jaus Madrid: richtung", wie die freifinnige Voltspartei, will in allen Wahlkreifen Gedenkt die t. Staatsregierung den durch Ueberschwemmung Bon gut unterrichteter Seite wird bestätigt, daß die Kandidaten aufstellen und trägt sich mit Zukunftshoffnungen. Und gefchädigten Bewohnern Niederbayerns aus allgemeinen Staatsfonds von dem amerikanischen Gesandten Woodford dem Herzog die Konservativen sind unthätig." Trauernd fagt es die" Post" und Unterstützung zu gewähren?" Darauf antwortete der Minister des Junern v. Feilisch, von Tetuan seinerzeit übergebene Note teinen drohenden Charakter fie jammert weiter: gehabt habe; das amerikanische Kabinet wünsche lediglich zu Nirgends ist ein fester Plan darüber vorhanden, wo man mit daß zur Zeit die Hilfsaktion noch nicht abgeschlossen ist und fich wiffen, bis zu welchem Zeitpunkte Spanien glaube, baß Ruba eigenen Kräften zu siegen vermag, und wo man der Ginigung mit deshalb im gegenwärtigen Beitpunkte noch nicht mit Bestimmtheit pazifizirt werden könne und bitte, die Antwort bis. Ende politisch nahestehenden Elementen bedarf. Man achtet nicht der überblicken läßt, ob mit den vorhandenen durch Sammlungen aufOktober zu geben, damit sie alsbald dem amerikanischen Kon- wühlenden Bewegung, welche in eigenen Lager ihre Sonderwege gebrachten Mitteln im Betrage von über 300 000 W. Unterstützung greß mitgetheilt werden könne. Die Antwort Sagasta's werde fucht. Nirgends eine fefte Hand, nicht einmal thatfräftiger Wille ausreichend bethätigt werden fann oder ob noch eine Unterstügung aus allgemeinen Staatsfonds sich als erforderlich erweisen wird. Im gemäßigt ausfallen und auf die veränderte Stuba- Politik der und flare Biele. Regierung hinweisen, deren Ergebnisse abzuwarten seien. Auch im nationalliberalen Lager achtet man mehr darauf, mit Bedürfnißfalle wird die königliche Staatsregierung die Bereitstellung Daß bem Kabinete zu den alten Schwierigkeiten noch neue jedweder Hilfe, am liebsten von links, fleine Erfolge zu erzielen, weiterer Mittet in sofortige Erwägung ziehen und hiernach die erstehen, geht aus der folgenden Meldung aus Madrid hervor: Verhältnisse den allgemeinen vaterländischen Intereffen zu dienen, als durch eine großangelegte Erfassung der der politischen geeigneten Anträge stellen. Seitens der 3entrumsfrattion lag folgende InterIn den vielen die innere Lage erschwerenden Fragen ist heut fann es doch wahrlich nicht darauf ankommen, ob dieser oder pellation vor: nun auch noch eine agrarfozialistische Bewegung fener Sit gerade einer spezifischen vaterländischen Parteinüaneirung, Bei den diesjährigen größeren Truppenübungen in Ratalonien und Andalusien hinzugekommen. In derfelben gleichviet wurden an bie Mannschaften Anforderungen gestellt, welche alles Seit, als alle fpanifchen Behörden das ganze Land nach wirklichen Bleich viel durch welche Unterstüßung, erhalten bleibt. Scut handelt es sich um die großen Einfäße der Erhaltung der bis feht bei folchen Gelegenheiten Geleiftete weit übertreffen. Die und vermeintlichen Anarchisten durchsuchten, schufen die Sendboten Machtstellung des deutschen Nationalstaates gegen die Intriguen Folgen dieser großen Strapazen sind nach Mittheilungen von AugenLiga in aller Stille eine weitverzweigte sosialiſtiſche Deganiſation fonderinizebender Elemente. Und trotzdem rührt sich keine Hand zahl von Lobeß- und Unglücksfällen Hub zahlreiche Erkrankungene Deutsches Reich. That unter der ländlichen Bevölkerung in den beiden genannten Provinzen, Im Muf nach einem neuen Startell after staatserhaltenden In den weitesten Kreisen des Volkes besteht hierüber eine tiefe welche die Behörden in völlige Kathlosigkeit versetzt hat. Da die klein Glemente" Ilingt die Jeremiade des Stumm'schen Leibblattes aus. Beunruhigung. Ist die königl. Staatsregierung in der Lage, Aufbäuerliche Bevölkerung dieser Landestheile schon seit mehreren Jahren Man begreift den Schmerz ber„ Poft". Giner„ groß angelegten Erschlüsse zu geben, welche geeignet sind, diese Beunruhigung zu bekaum noch die hohen Bachtgebühren und Steuern aufzubringen vermag, so haben die Sozialisten, welche die Ablösung des Grund und Bodens fassung der politischen Verhältnisse" und" klarer Ziele" rühmt sie heben?" so haben die Sozialisten, welche die Ablösung des Grund und Bodens sich, d. h. Miedertnüttelung der Arbeiterbewegung, Rückwärtsrevidirung Nach Begründung der Interpellation durch den Abgeordneten durch die Gemeinden und die kostenlose Ueberlassung desselben an die der sozialen Reform, uneingeschränkter Despotismus der Feudal Dr. Schadler erklärte der Kriegsminister v. Afch, taß nach Gemeindemitglieder verlangen, sich leicht die Zustimmung der Bauern und Industrie- Magnaten, und es giebt noch Lente, die ihr auf einer Richtung hin ein begründeter Anlaß zur Beunruhigung ge erwerben tönnen. Die Agitatoren tragen zugleich auch einen diesen Wegen nicht folgen mögen. Da flagt sie alsdann über geben war. Wenn eine solche gleichwohl entstand, so trifft die Berantstreng kirchlichen Charakter zur Schau, was ihnen bei der Land. Die Uneinigkeit im Lager, der Staatserhaltenden und steht wortung dafür diejenigen, welche im Widerspruch mit den thatsächlichen bevölkerung um so eher Eingang verschafft; die Madrider Blätter nicht, daß gerade ibre Politit, die Echarfmacherei und Verhältnissen die beunruhigenden Nachrichten verbreitet haben. Der vermuthen jedoch, daß diese sozialistische Bauernbewegung von Staatsstreichlerei, diese uneinigkeit ebenso erzeugen muß, wie sie die Gesammt- Krankenstand set heuer geringer gewesen. Bon den im Wir glauben nicht, daß das Kabinet Sagasta start genug welche die Nechte des Volkes zu bewahren und auszubauen gedenten. zwei gestorben sind. Berlegungen famen 13 vor, Selbstinorde zwei Einigkeit in den Reihen der Opposition, in den Weihen derer erzeugt, Manöver befindlichen 60 000 Mann erfranften 2050, von denen nur sein wird, aus all diesen Wirrnissen einen Weg zu finden. Ja, es ist eine eigene Sache mit den staatserhaltenden und ein Selbstmordverfuch. Elementen". Weil sie feine geistigen Waffen gegen die Wolfs Die Besprechung der Interpellation wird morgen fortgefeßt und bewegung haben, so lechzen sie nach Anwendung der letzten ist Genosse v. Vollmar bereits als zweiler Redner vorgemerkt. Staatsministerium und Bundesrath haben ihre Mittel", nach Verfassungsbruch, nach Flinte und Säbel. Und weil Aus Baden.( Eig. Ver.) Das Wort vom liberalen MusterArbeiten wieder aufgenommen. In der gefirigen Sitzung des solche Pläne in ihren Reihen gehegt werden, können sie nicht unter flaat" ist schon längst zu einem Hobne geworden, und nur gemüth= Ministeriums, an der auch die Staatssekretäre des Schaamts und einen Hut kommen und zergeben an innerer Zersehung ebenso wie volle Demofraten over elegifche veijinnige jammern noch um die Der Justiz, Freiherr v. Thielmann und Nieberding, der Staats- unter ben Angriffen ihrer Gegner. früheren schönen Zeiten im badischen Revolutionsländchen. Genosse sekretär des Marine Amts, Admiral Tirpik, sowie der VerGlückauf, ihr Post" Herren, zu den Reichstagswahlen!- Neßler von der Mannheimer Volksstimme" hat vor zwei Jahren die treter des Auswärtigen Amis, v. Bülow, theilnahmen, und Durch die Erschwerungen der Einfuhr von Besprechung einer politischen Siede des Großherzogs mit 3 Monaten Ge welche fünf Stunden dauerte, legte Admiral Tirpit den Flotten Schweinen aus Rußland nach Schlesien sind die Preise für fängniß gebüßt, weil er das Landesoberhaupt ins Parteigetriebe plan vor. Terfelbe erhielt, wie offiziös mitgetheilt wird, all- Fleisch erheblich gesteigert worden. Zugleich hat sich die Einfuhr herabgezogen". Nun hat der Großherzog vor furzer Zeit an das Prä gemeine Zustimmung und ist alsbald dem Bundesrath zugestellt im Grenzverkehr, in dem kleinere Mengen zollfrei eingeführt werden fidium des badischen Militärverbandes ein Dankschreiben gerichtet, worden. Ebenso sprach sich das Staatsministerium für den Ent: dürfen, ganz erheblich vermehrt. In Rußland fostet zur in welchem er u. a. die Hoffnung aussprach, daß die Militärvereine wurf betreffend Entschädigung unschuldig Ver Zeit das Schweinefleisch nur halb bis zweidrittel so viel wie in trene Stüßen von Thron und Altar gegen die Elemente des Ums urtheilter aus. Schlesien. Die gesammte zollfreie Einführ von Fleisch betrug im sturzes sind und bleiben. Diese bei dem genannten Landesoberhaupt Der Bundesrath ist heute zusammengetreten. Er überwies Jahre 1895 überhaupt nur 28 914 Doppelzentner, während in den fehr beliebte Wendung hatte nun die gewiß umbeabsichtigte Wirkung, den Nachtragsantrag Preußens betreffend die Ausführung des Börsen ersten sieben Monaten des laufenden Jahres bereits 27 836 Doppel furz vor den Landtagswahlen den Vorstand des Militärvereins- Ber gesetzes vom 22. Juni 1896, sowie den Entwurf einer Verordnung über zentner zollfrei eingeführt wurden, nämlich 16 840 Doppelgentner bandes zu einem fulminanten Aufruf zu begeistern, in welchem die die Ausführung der am 9. September 1886 zu Bern abgeschlossenen 6018 Doppelzentner Rindfleisch, 224 Doppelzentner sonstiges Fleisch Wahlkampfe aufgerufen werden. Ueber die Strupel, daß Militärrohes Schweinefleich, 3834 Doppelzentner Schweinespect, Schinten ze., Militärvereinler als Sturmtolonnen gegen die Sozialdemokratie im Uebereinkunft wegen Bildung eines internationalen Verbandes zum Schuße von Werken der Literatur und Kunst den zuständigen und 920 Doppelzentner Würste. Diese Menge versteht sich ungerechnet vereine feine Politik treiben dürfen, hat der badische Minister Ausschüssen und nahm die Borlage betreffend die Thronfolge im ber Statifit fehlen. Gine Sperre der ruffischen Grenze gegen er im Regierunge organ, der Karlsruher Zeitung" darlegen ließ, die zahlreichen Poften, welche wegen unterbliebener Anmeldung in Eisenlohr den approbirten Hurrahschreiern damit hinweggeholfen, daß Fürstenthum Lippe zur Kenntniß. Für den Busammentritt des Reichstages in Fleischeinfuhr würde demnach die Grenzbewohner auf schweißte daß der Kampf gegen die Sozialdemokratie feine Verlegung der ist schädigen. Militärvereinsstatuten bilde. Aus dem in der letzten Nummer des noch fein bestimmter Tag festgesetzt worden. Ueber die Vorlagen, Militärische Ausschreitungen. Aus Aachen Verbandsorgans für Militärvereine flehenden Aufruf heben wir mit denen er beschäftigt werden soll, wird mitgetheilt: wird der Frankfurter 31g." geschrieben: An verftoffenen Sonna folgenden Satz hervor: rechnet man die Versicher03. Ueberbies nehmen die fallen und mit den Seitengewehren derart zugerichtet war. unferer Vereine betrauten Kameraden entspringenden ernsten " " " " " " ers " Zu den Vorlagen, die nicht mehr wiederkehren werden, tag wurde der junge Mann Beerdigt, der vor acht Tagen nachts„ Das Präsidium nimmt Anlaß, auf die daraus für alle An rechnet man die Versicherungs- Vovelle und die Reform des Strafvon drei Sergeanten des 40. Infanterie- Regiments übergehörigen unseres Verbandes, insbesondere für die mit der Leitung prozesses. Beide gelten als Ausführungsgesetze zum Bürgerlichen Gesetzbuch, wie Konkursordnung, daß er, ohne zum Bewußtsein zu kommen, gestorben ist Pflichten hinzuweisen, welche den ſtrengsten Ausschluß aller Reform der Zivilprozeß- Ordnung und anderes die juristischen Kräfte Die Untersuchung über diesen Vorfall ist nun abgeschloffen der Sozialdemokratie angehörenden, oder ihr Vorschub leistende.. derartig in Anspruch, daß an audere Aufgaben nicht zu denken ist." und hat die Schuld der drei Sergeanten ergeben, die Personen, sowie die offene, entschlossene Bethätigung dieser Zar Durchführung der Handwerks Organi: fich in Einzelbofi befinden und demnächst abgeurtheilt unferer Stellung gegenüber der Sozialdemokratie in jeder Lage und sation hat der Reichstanzler an die Bundesregierungen ein Hund. werden sollen. S3 ist festgestellt worden, daß die 3 Sergeanten in des öffentlichen des Privatlebens fchreiben gerichtet, worin ausgeführt wird, daß es sich voraussichtlich der Trunkenheit in einer in der Nähe des Thatories gelegenen fordern." empfehlen werde, mit der Jukraftsetzung dieser Organisation schritt: Wirthschaft, aus der sie fortgewiefen worden waren, vor der That In jeder Lage des öffentlichen Leben3" heißt natürlich besonders weise vorzugehen. Zunächst sollen die Vorschriften über die Junungen geäußert haben: Einer vom zivil muß heute noch bluten." Ihr als Wähler". In drei Wochen wird es sich zeigen, wie sich die und Junungsausschüsse durchgeführt werden, zu welchem Zwecke Opfer haben sie gemeinsam überfallen und zu Boden geschlagen, Wilitärvereinter als Stüßen von Thron und Altar bewährten! Entwürfe von Innungsstatuten ausgearbeitet werden sollen. einer der Sergeanten seyte ihm dann nach den Angaben des Zeugen Straßburg i. E., 4. Dft.( Eig. Ber.) Durch eine Entscheidung Erst später dürften die Bestimmungen, betreffend die Handwerks. Kerres, des Sohnes des Bürgermeisters von Walhom, einen Fuß auf die des taiserl. Anusgerichte hier wurde ein Preßprozeß aus der tammern, in traft gesetzt werden, deren Ausführung eine umfang- Bruft und stach ihm mit dem Seitengewehr in den Hals. Der Zeuge Welt geschafft, der unter Umständen sehr grelle Schlaglichter auf reiche Borbereitung erfordert. Die weiteren Vorschriften des Gefezes Kerres und zwei andere Personen stellten darauf die Sergeanten zur gewisse Zustände in der reichsländischen Regierung hätte werfen tönnen erst nach Einrichtung der Handwerkskammern ins Leben Rede, und sie wurden dann ebenfalls mit dem Seitengewehr traktirt. tönnen. Als im März ds. Js. die beiden oberelsässischen Blätter treten. Endlich wird noch für die Siegelung des Prüfungswesens Dieser erst jetzt weiter bekannt gewordene Eachverhalt hat hier große Mülhauser Volksblatt" und" Colmarer Zeitung" auf grund der die Aufstellung von Normal- Prüfungsordnungen sowohl für die Erbitterung hervorgerufen." dem faiserlichen Statthalter verliebenen außerordentlichen Gewalten Gesellen wie für die Meisterprüfung als erwägungswerth be--Professoren Rollette. Wie die Hilfe" mittheilt, unterdrückt worden waren, angeblich weil durch einige Artikel der zeichnet. hat der Breslauer Amtsanwalt gegen das freisprechende Erkenntniß selben anläßlich der Bentenarfeier die Person Raiser Wilhelm I. Eine Ente! Die„ Mil. Pol. Korr." will wissen, daß dem der dortigen Straftammer in Sachen des Professoren Aufrufs" für in unehrerbietiger Weise zum Gegenstand einer historischen Kritik Reichstag aus der Initiative der verbündelen Regierungen heraus die Hamburger Streifenden Berufung eingelegt. Es foll also in gemacht worden war, unternahm es die Amtliche Korre ein Vorschlag, der das Verbot des Berkehrs ber poli- zweiter Instanz darüber verhandelt werden, ob die Herren Baum pondenz", das offizielle Sprachrohr des reichsländischen Ministe tischen Vereine unter einander aufbebt, sogleich beim garten, v. Egidy, Herkner, Naumann, Dr. Jastrow 2c. eine öffent- riums, der Deffentlichkeit gegenüber die Gewaltmaßregel gegen Beginn der Tagung unterbreitet wird". Viele Blätter nehmen diefe liche Rollekte", zu der polizeiliche Genehmigung nöthig gewefen die beiden Breßorgane zu vertreten. Dabei leistete sie sich u. a. die Mittheilung ernst. Sie ist aber schon um deswillen unmöglich richtig, wäre, veranstalteten, als sie in einem Aufruf zur Unterstützung der folgenden Säße: weil bekanntlich der Reichstag einen derartigen Beschluß längst ge- streikenden Hafenarbeiter aufforderten. faßt hat und es lediglich an der Zustimmung der Regierungen fehlt. Hamburg, 7. Oktober.( Privatdepesche des Vorwärts".) Tas 3wischen den beiden Fraktionen des Frei- leidigungsklage Leopold's von Belgien, diefen darüber zu vernehmen, -3wischen den beiden Fraktionen des Frei- hiesige Landgericht hat den Antrag des Bertheidigers in der Be sinns wird der Zwiespalt immer heftiger. Jetzt giebt die Marines ob er die Stellung des Strafantrages selbst angeordnet habe, ab frage Anlaß zu heftigen Auseinandersetzungen. Abg. Dr. Barth gelehnt. hat fürzlich in einer Rede sich sehr geneigt erklärt, den Marines forderungen der Regierung weit entgegenzukommen. Die Freis. 3tg." Antisemiten gegen das Dreitlassen Wahlrecht nicht weit her ift, Dresden, 7. Ottober.( Eig. Ber.) Daß die Opposition der des Abg. Richter wirft ihm nun vor, daß er früher einen ganz haben unsere Genossen von vornherein angenommen. Jetzt hat Herr anderen Standpunkt eingenommen habe, und das führende Blatt Die Folge diefer Rundgebung war eine Beleidigungs. der freisinnigen Volkspartei wendet sich in scharfer Absage gegen die Bimmermann in einer öffentlichen Versammlung erklärt, daß die fortgefeßte Rechtsentwickelung der freifinnigen Ver. Reformer nur ihre Stimme einem solchen Gegner des Dreiflaffen Tage der Redakteure der beiden unterdrückten Blätter, Abbé Wahlsystems geben, der zugleich den ordnungs und tönigs. Sipp und Roth, gegen den verantwortlichen Herausgeber der einigung." Die Freis. Beitung" schließt ihren ausführlichen Artikel alfo: treuen Parteien angehört. Jufolge diefer fläglichen Stellung Amtlichen Correspondenz". Jetzt hat das zuständige Straßburger Wir find gegen unsere Gewohnheit in diesen Darlegungen aus werden daher die Antisemiten im 10. ländlichen Wahlfreife, wo sie Amtsgericht die Klage als unbegründet ab gewiesen. Ueber die führlicher gewesen, um fachlich tlarzustellen, wie ohne unsere Schuld es in den Händen haben, einen Wahlrechtsgegner in den Landtag Gründe, welche für diese Entscheidung maßgebend waren, ist uns durch die fortgesette Rechtsentwickelung der freifinnigen Vereinigung wählen, dem Ordnungs" mann, dem Anhänger des jeßigen nichts näheres bekannt. Wahlrechtes zum Siege verhelfen. Die Opposition der Reformer ist Das Reicheland hat nun auch seine Eisenbahn- Unfälle. unter Führung gerade des Abg. Barth fich die kluft von allen Anfängen nichts als Flunkerei gewesen. Durch dieses Auf dem Bahnhof Butterbach( in der Nähe von Mülhausen) awischen freisinniger Boltspartei und frei. finniger Bereinigung mehr und mehr erweitert. lächerliche und demagogische Gebahren will Herr Zimmermann zum fließ am Sonntag Nacht ein einfahrender Güterzug auf einige mit so und so vielsten Male seine und seiner Getreuen fönigstrene Dielen beladene Wagen, die aus einem Nebengeleise eben ins Hauptfich babei nicht um Persönlichkeiten oder Die Maschine des Güterzuges wurde gar um Fraktionszänkereien", sondern es handelt sich um Gesinnung beweisen, damit die Leutchen von konservativer Seite geleise einlaufen wollten. nicht wieder mit den Sozialdemokraten in einen Zopf geworfen schwer beschädigt, der vordere Der angefahrenen Wagen eine grundverschiedene Auffassung der gesammten werden. wurde total zertrümmert. Menschenleben fielen dem Unfall inneren Politik und der gegenwärtigen politischen Situation. Es ist jedenfalls recht wichtig, daß bei dieser Gelegenheit die glücklicherweise nicht zum Opfer. Der zweite Unfall Daß es den Wählern dabei noch weniger als früher gleichgiltig fein reaktionäre Gefimmung der„ Reformpartei" ungweideutig feitgestellt ereignete sich gestern, Sonntag, Morgen auf dem hiesigen fann, ob sie einen Kandidaten der freisinnigen Bereinigung oder der worden ist. Bei den nächsten Reichstagswahlen werden wir die Zentralbahnhof. Als der Güterzug von Mülhausen einlief, freisinnigen Voltspartei aufstellen, liegt klar auf der Hand." standen auf dem für ihn bestimmten Geleise etwa 6 mit Weinfässern Gewiß hat das Richter'sche Organ recht, wenn es den zahmen Früchte davon einheimfen. Herren um Rickert und Barth Abfall von früheren Anschauungen München, 6. Oktober.( Eig. Ber.) Bayerischer Land: beladene Wagen. Diefelben wurden mit großer Gewalt angefahren, Die Abgeordnetenkammer behandelte heute den Antrag vier davon schwer beschädigt, ebenso die Lokomotive des Güterzuges, vorwirft. Es ist aber kaum zu bezweifeln, daß das Häuflein der Grillenberger u. Gen., betr. die Einstellung des z. 3. vor dem welche aus dem Geleise geworfen wurde und sich zur Seite in den Wafferftiefler bie treu und unentwegt"( brem ugen nachfolgen Reichsgerichte gegen den Abgeordneten Genoffen Löwenstein schwebenden Boden einarbeitete. Große Quantitäten italienischen Weines floſſen nun immer kleiner werden wird. Das Groß der Liberalene Strafverfahrens wegen Beleidigung des Nürnberger Magistrats für aus den zertrümmerten Fässern in Strömen zur Erde. Da Führer mit der Regierung lieber in Frieden und folgt dem staatsmännischen" die Dauer der Session. Nach eingehender Begründung des Antrages und Heizer des Laftzuges zeitig von der Maschine abspringen Herrn Dr. Barth. durch Genossen Grillenberger erwiderte der Justizminister v. Leonrod, fonnten, lief auch dieser Unfall ohne Verlust von Menschenleben 29 bandelt " " zu tag: Blätter, von welchen derartige Schmähungen bei einer Feier, die von Gesammtdeutschland in höchster Begeisterung begangen wurde, ausgehen, beleidigen in gröbster Weise das Gefühl des deutschen Volfes und verfolgen offenbar den Zweck, die Bevölferung mit Haß gegen das deutsche Kaiserthum zu erfüllen. Sie stellen unter den in Elsaß- Lothringen gegebenen Verhältnissen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar, welche die Regierung mit den ihr au gebote stehenden Mitteln abzuwenden ver pflichtet ist." - Chronik der Gifenbahn Unfälle. Aus Worms daß dem Antrage eine Folge nicht gegeben werden fönne, ab. Der verunglückte Güterzug batte bereits vorher auf der wird amtlich bekannt gegeben: Bersonenzug Nr. 182 Monsheim- da ihm die gefeßliche Berechtigung fehle. Die Verhaftung eines Fahrt von Mülhausen nach Straßburg eine Entgleisung gehabt und Worms ist heute Nachmittag 1 Uhr am Borsignal des Bahnhofs Abgeordneten fei übrigens nach der bayerischen Verfaffung unstatt- war mit etwa einstündiger Verspätung hier eingelaufen. Ueber die Worms auf den verspäteten, bis zu letzterem Signal haltenden haft. Nachdem hierauf die Zentrums- und die liberale Partei durch Schuld an beiden Unfällen ist bestimmtes noch nicht festgestellt. Güterzuge 554 aufgefahren, wobei der Lokomotivführer und ihre Führer Dr. Daller und Dr. Aub die Erklärung hatten abgeben Infolge der zahlreichen, besonders auf preußischen Linien in den 1 Reisender des Personenzuges leicht im Gesicht verlegt wurden. laffen, daß fie einer eventuell später beantragten Auslieferung letzten Wochen stattgehabten Eisenbahn- Unfälle hat sich die Ver Lokomotive des Personenzuges, 2 Personenwagen und mehrere Löwenstein's zur Vollstreckung der Strafhaft nicht zustimmen würden, waltung der elsaß- lothringischen Bahnen zu durchgreifenden Re Güterwagen find mehr oder weniger start beschädigt. Der Unfall zog Genosse Grillenberger seinen Antrag zurück. formen im Betrieb entschlossen. So ist z. B. auf den Striden Es hat den Anschein Ich habe, was in meinen Kräften steht, gethan, um zu zeigen, Afrika. Saarburg- Valleysthal und Saarburg- Dlberschreiber das Fahrpersonal so vermehrt worden, daß auf beiden Strecken je zwei neue Beamte Tanger, 6. Oktober. Die Riffpiraten verweigern die Aus- daß sich für unsere Stellung Gründe geltend machen laffen. Nicht zu dem früheren Personal treten. Auch ist die Arbeitszeit der lieferung von Gefangenen, welcher Nationalität sie auch feien. Sie aus Rechthaberei, nicht um zu majorisiren, sondern um unsere einzelnen erheblich herabgemindert worden; das Maschinenpersonal verlangen dafür die Freilassung ihrer gefangenen Genossen und Grundsäge zu fördern, sie zum Siege zu führen, sollen diese unsere bat beispielsweise auf zwei Diensttage immer einen dienstfreien Tag. außerdem ein Lösegeld, dessen Höhe sie festsetzen würden; ein von Verhandlungen dienen, und ich bitte Sie, schließen Sie sich unserem Es wäre im Interesse der Sicherheit des Verkehrs zu wünschen, daß den Italienern gemachtes Angebot von 30 000 Duros haben sie Antrag an.( Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) derartige Steformen auf dem gesammten Gebiet der Reichs- Eisen- bereits abgelehnt. Vorsitzender Singer: Ich glaube nicht, daß wir unserem tönnen, jetzt mit seinem Referat bahnen zur Durchführung fämen. Kapstadt, 6. Oktober. Der Bau des Hafens in Swakopmund Korreferenten zumuthen können, jetzt über zwei Stunden -Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. wird frühzeitig im nächsten Jahre beginnen; von dort wird die zu beginnen, nachdem der Referent über es sind bis jetzt Wie die„ Frankfurter Beitung" meldet, ist das im September gegen Eisenbahn in der Richtung auf Windhoek zu weiter gebaut werden. gesprochen hat. 87 ihren Redakteur Giesen wegen Majestätsbeleidigung eingeleitete Wie verlautet, sieht der Besuch des Landeshauptmanns Major Leut- allerdings erst 37 Redner gemeldet( Heiterkeit), daß wir in eine sehr umfangreiche Berhandlung eintreten werden. Bei der Bedeutung des Strafverfahren eingestellt worden. wein in Deutschland hiermit in Zusammenhang. Gegenstandes ist es aber selbstverständlich, daß diese Frage auf das allereingehendste behandelt wird. Wir werden uns also darauf gefaßt machen müssen, mindestens bis Sonnabend Abend zu tagen, was ja auch schlage ich vor, daß wir die weitere Berhandlung über diesen Gegenstand bis morgen vertagen. Der Parteitag ist damit ein= verstanden. Um die Zeit bis 12 Uhr auszufüllen, würde ich vors schlagen, in die Berhandlung Berhandlung über den nächsten Punkt Das Malheur der Tagesordnung:" Organisation", einzutreten. will aber, daß Auer auch hierzu Referent ist, und er hat wohl keine Lust jetzt dazu.( Heiterkeit.) Ich schlage also vor, den nächsten Punkt:" Anträge zum Programm und zur Organisation" zu nehmen. Der Parteitag ist damit einverstanden. Desterreich. Wien, 7. Oktober. Abgeordnetenbau 3. Der Ackerbauminister Graf von Ledebur legte einen Gefeßentwurf vor, betreffend Parteifag der Sozialdemokratifihren nichts weiter schadet, denn wir sind ja hier, um zu arbeiten. Zunächst " Partei Deutschlands. Fortfehung aus der 1. Beilage. Hierzu gehören die Anträge 3. Parteigenossen in Lahr: Streichung des Sates: Er flärung der Religion zur Privatsache". 17. Parteigenossen in Burg: Jeder Wahlkreis, der eine von dem Parteitag festzusehende Stimmenzahl bei der letzten Reichstags= wahl abgegeben hat, wählt einen Delegirten zum Parteitag. Die Diäten für diesen Delegirten trägt die Parteikasse. Diejenigen Wahltreise, welche 2 oder 3 Delegirte entfenden, tragen die Kosten für den 2. und 3. Delegirten selbst. die Errichtung von Berufsgenossenschaften der Landwirthe. Die Abgeordneten D'Angeli, Basevi und Lenassi brachten einen dringlichen Antrag ein auf sofortige Einbringung einer Vorlage zur Herstellung einer zweiten Bahnverbindung Auer( fortfahrend): Gs thut mir ja außerordentlich leid, schon mit Triest durch eine Tauernbahn. Bei der mit Rücksicht auf meine Person, denn Sie wissen ja, daß ich Fortsetzung der Verhandlung über die Nothstands- Au nicht der gesundesle bin, aber das ist das wenigfte. Der wichtigste träge griff der sozialdemokratische Abgeordnete Schrammel Grund ist der, daß nun Liebknecht morgen berankommt, und dann die chriftlich- soziale Partei an. Seine Ausführungen wurden durch wickelt er mich noch viel schlimmer ein, als er es heute gethan hätte. stürmische Zwischenrufe der Christlich- Sozialen( Stürmische Heiterkeit) unterbrochen. Gregorig rief mehreren sozialistischen Man spricht vom Aufgeben des Klassenkampfes. Ja, baben uns Abgeordneten zu:„ Jud! Jud! hall's Maul, Jud!" Der Streit denn nicht früher Werner und Genossen denselben Vorwurf gemacht? wurde von Minute zu Minute ärger, da sich auch Abgeordnete Ist dieser Vorwurf nicht auch erhoben worden, als ich Breslau das anderer Parteien einmengten. Zwischen Gregoria und dem Agrarprogramm vorgelegt wurde? Doch seien wir aufrichtig. Schönerianer Jro wurden Schimpfworte gewechselt. Gregorig rief Glauben Sie denn, daß die große Mehrzahl derjenigen, Fro zu: Sie sind ein frecher Mensch!" Jro ging darauf auf die in Breslau gegen das Agrarprogramm stimmten, Gregorig zu, wurde aber zurückgehalten. Er rief:" Ich werde den nicht, weil sie die Bedeutung der Frage nicht erfannten, sondern weil Haderlumpen auf der Straße mit der Hundepeitsche züchtigen!" fie die Lösung nicht für richtig hielten heute noch auf demselben Da die Herstellung der Ordnung unmöglich war, verließ der Standpunkt fiehen? Ich für meine Person erkläre gang offen: auch Bizepräsident den Saal. Nach einigen Minuten wurde die Sigung in der Agraiprogrammfrage ist das letzte Wort noch nicht ge. 18. Parteigenoffen in Löbau i. S.: Für diejenigen Wahlwieder aufgenommen. Der Vizepräsident bat, den Anstand zu sprochen. freise, welche nicht in der Lage sind, einen Delegirten zum Parteitage wahren; Schrammel fette feine Mede sort. Es ist doch interessant, daß derselbe Parvus, der nichts Gutes aus eigenen Mitteln senden zu fönnen, tritt die Partei für die Im weiteren Verlauf der Sigung wurde die Nothstandsdebatte an der Partei, ihrer Leitung und ihren Handlungen läßt, der überall Delegationsfosten eines Delegirten ein. ohne Störung zu Ende geführt. Ein Antrag Adamet auf Neber- den Bazillus des Kompromisses, des Nachgebens, der Wer- 96. Antrag der Genossen: H. Knüpfer, H. Werner, weifung fämmtlicher Nothstandsanträge an deu Budgetansschuß wischung des Klassenkampfes sieht, in der Betheiligung an den R. Arndt, D. Baaber, W. Börner, R. Dimmick, wurde mit 188 gegen 141 Stimmen angenommen und alsdann preußischen vandlags- Wahlen eine Revolutioning and rubi, D. Baaber, 23. Börner, N. Dimmi ct, erblickt. W. Eberhardt, G. Freiwaldt, M. Greifenberg. einstimmig beschlossen, daß der Ausschuß binnen vierzehn Tagen Die Leipziger Boltszeitung" aber, von deren Chefredakteur das K. Helbig, Ad. Hoffmann, W. Joechel, St. selose, darüber Bericht erstatte. Auf Antrag des Abg. Fro wurde ein Wiiß- Wort herrührt: Eine Revision der Parteibegriffe wird immer noth St. Sönig, G. Krause, R. Leid, St. Richter, A. Roth, billigungsausschuß wegen der heutigen beleidigenden Aeußerungen wendiger, hat in den letzten Tagen die Entdeckung gemacht, daß wir G. Geiler, M. Wengels, F. Zubeil, A. Bebel, des Abg. Gregoric eingesetzt. Die nächste Sigung findet morgen statt. uns durch die Wetheiligung auf die abwärts führende Ebene begeben. J. Aner, P. Singer: Die Hoffnung, daß der Landtag verfault", geht aber nicht in ErSchweiz. füllung. D " Unter Zurückziehung der Anträge Nr. 19 und 72 stellen wir folgenden Antrag: 18§ 17a ist unter Organisation einzufügen: Zur Kontrolle der prinzipiellen und tallischen Haltung des Zentralorgans sowie der Berwaltung desselben wählen die Parteigenossen Berlins und der Vororte eine Breßfommission, welche aus höchstens zwei Mitgliedern für jeden betheiligten ReichstagsWahlkreis bestehen darf. Einwände der Breßtommission sind dem Parteivorstande zur Erledigung zu unterbreiten. Bon Anstellungen und Entlaffungen im Personal der Redaktion und Expedition ist der Preßkommission vor der Entscheidung Mittheilung zu machen und ihre Anficht einzuholen. Antrag 96 erfezt den Antrag 19. Die Anträge 3 und 17 finden nicht genügende Unterſtüßung. Wenzel Zittau spricht für den Antrag 18 der Löbauer Ges noffen, der verlangt, daß für diejenigen Wahltreife, welche nicht in der Lage sind, einen Delegirten zum Barteitage aus eigenen Mitteln fenden zu können, die Partei für die Delegationskosten eines Delegirten zu tragen hat. Bern, 4. Oktober.( Eig. Ber.) Der Nationalrath Dann ist auch gesagt worden, was hat es denn für eine Bewidmete die zweite Woche der Session ebenfalls der Behandlung der deutung, wenn das Vereinsgesetz gekommen wäre; uns hat Eisenbahn Verstaatlichungsvorlage und zwar der das Sozialistengesetz nichts geschadet, wie soll uns da das kleine Spezialberathung, wobei die Organisationsfrage die meiste Beit be- Vereinsgefeß schaden tönnen. Mit folchen Anschauungen follte man doch anspruchte. Nicht weniger als sieben verschiedene Vorschläge lagen zurückhalten. Wer da meint, es sei für die Partei nicht schädlich, hierüber vor, welche mehr oder weniger der Abneigung des Volkes wenn unsere Programmsätze: Freiheit der Meinungsäußerung in gegen die Bundesbureaukratie und gegen die eidgenössische Zentrali- Wort und Schrift nicht wehr verwirklicht werden können, wer da fation Rechnung tragen wollten, da diefe Abneigung bei einer Bolts- glaubt, daß unsere Erfolge durch die Schmälerung der staatsbürger. abstimmung über das Verstaatlichungsgesetz ein sehr wichtiger, viel- fichen Rechte größer werden, der vergebt sich am eigenen Programm. leicht ausschlaggebender Faktor sein würde. Genosse Wullschläger Er hat den Glauben nicht mehr an die propagandistische Strast äußerte sich hierüber rückhaltlos im Nationalrathe. Die Drganisation unserer Idee! Er hat nicht mehr das Vertrauen, er will auf Um soll unsere demokratischen Einrichtungen fördern", führte er aus, wegen unser Ziel erreichen. Deshalb ist dieser Einwand absolut und uns einen Schritt in der sozialen Entwicklung vorwärts bringen. verwerflich und sollte von keinem vernünftigen Genossen gemacht Bei unsern Verhältnissen hat eine Vermehrung der staatlichen Macht werden.( Bravo!) feine so schlimmen Konsequenzen wie in anderen Staaten. Wir Nun zur Sache selbst. Da will ich mich kurz faffen, denn ich müssen aber unter allen Umständen eine zweckentsprechende Organi habe etwas lange bei der Einleitung verweilt.( Große Seiterkeit.) fation baben, die den Fortschritten der Industrie Stechnung trägt, Darüber scheint man sich mit wenigen Ausnahmen in der Partei die das Billetwesen vereinfacht, das Dreitlassensystem abfchafft und einig zu sein, daß der Kölner Beschluß aufgehoben Schade( alle): Wir wissen nicht, was uns die Zukunft den Lokalverkehr erleichtert. Man hat gesagt, der Bund bezahle und werden mu ß. Aber haben sich denn die Gegner der bringen fann. Durch Prozesse oder sonstige Vorfälle töunte es einem müffe auch befehlen, weshalb der Bundesrath die Verwaltung in Wahlbetheiligung auch schon überlegt, daß sie mit der Aufhebung Kreise unmöglich werden, die Kosten für einen Delegirten auszu den Händen haben muß. Dies ist jedoch nicht richtig. Nicht der Bundes- des Beschlusses eine ganz andere Situation schaffen, als vorher? bringen. Darum ersuche ich um Annahme des Antrages. rath, sondern das Schweizervolt ist der Repräsentant des Bundes. Ihm Wenn wir jetzt den Kölner Beschluß aufheben, so tritt nothwendig Gerisch: Ich bitte Sie, den Antrag wegen seiner Konsequenzen müffen wir eine Betheiligung an der Verwaltung gewähren. Die Räthe die Frage an und heran: Was nun? Liegt in der Aufhebung des abzulehnen. Wir könnten doch, wenn er zum Beschluß erhoben sind auf dem Punkte, wo sie vom Volke nicht Vertrauen verlangen, Beschlusses nicht indirekt die Antwort, daß wir uns betheiligen? wird, nicht einen Kreis zurückweisen und es würden dann Kreiſe sondern ihm Vertrauen entgegenbringen sollen. Der Bundesrath Wir haben zunächst die Frage nach unserer Stellung zum Dreis auf Parteifosten einen Delegirten schicken wollen, in denen vielleicht foll nicht eine Art Wohlfahrtsausschuß werden, der alles und jedes klassen- Wablfyftem selbst zu beantworten, und da müffen wir daran 50 sozialdemokratische Stimmen abgegeben sind. entscheidet. Wirthschaftlicher Absolutismus ist unvereinbar mit festhalten, daß der Standpunkt sowohl der Gegner als auch der Der Antrag 18 wird abgelehnt. politischer Demokratie u. f. w." Nach sechstägiger Debatte wurde Anhänger der Wahlbetheiligung derfelbe ist wie in Cöln, und Knüpfer Berlin begründet hierauf den Antrag 96: Auf beschlossen, die Kreis- Eisenbahnräthe und Kreis- Direktionen bei derselbe bleiben muß. Die Schädlichkeit und Verwerflichkeit des dem Erfurter Parteitage 1891 wurde eine Preßkommission eingefeßt, die zubehalten und den Verwaltungsrath aus 80 Mitgliedern zusammen- Systems bleibt nach wie vor bestehen, es fragt sich nur, wie kann über den totalen Theil des Zentralorgans" Vorwärts" zu wachen zusehen, wovon je 25 durch den Bund und die Kantone, 5 durch die dieses uns so gefährlich erscheinende System beseitigt werden, darin hatte. Es hat sich aber mit der Zeit herausgestellt, daß diese Thätigkeit Streis- Eisenbahnräthe und 25 durch die verschiedenen wirthschaft find wir einig Unsere Losung muß sein und bleiben: Nieder mit eine ganz bedeutungslose ist, und ein großer Theil der Genossen lichen Verbände, sowie durch das Eisenbahnpersonal zu wählen find. dem Dreitlassen- Wahlsystein! Berlins und der Vororte hält eine Erweiterung für nothwendig. Von den durch den Bundesrath zu wählenden Mitgliedern dürfen Ueber die Verwerflichkeit des Dreillassen- Wahlsystems auch nur Wir müssen es als nebensächlich ansehen, kleine Beschwerden über den nicht mehr als neun dem eidgenössischen Parlament an ein Wort zu verlieren, entgegenzunehmen, hieße Sozialdemokraten nach Ham- Annoncentheil so hat sich gehören. Dieser Beschluß bedeutet einen Kompromiß der burg bringen. Es frägt sich, wie das Dreiklassen- Wahl auch in den letzten Jahren die Preßkommission des Vorwärts" auf Bentraliften mit den Föderalisten und eine entsprechende system selbst zu beseitigen ist. Wir haben die Ueberzeugung, ein weiteres Gebiet begeben und eine Einwirkung auf die Agitation Berringerung der Opposition im föderalistischen Lager. feine Weiterverbreitung das ist nachgewiesen in einer Form, die keinen Wider: des Zentralorgans, Die Referendumsfrist betreffend das Gesez über die spruch duldet- daß unsere Wahlenthaltung nicht blos unserer und den Vororten genommen und die Verwaltung ans Landwehrinfanterie, welche mit 28. September ablief, ist Berachtung gegenüber gegenüber dem dem Dreiflaffen Wahlsystem Ausdruck gespornt, hierzu größere Geldmittel aufzuwenden. nicht benutzt worden, so daß über dasselbe keine Voltsabstimmung giebt, sondern, daß sie im Laufe der Zeit geradezu auch das formale Recht zu einer Kontrolle der prinzipiellen stattfindet und es nunmehr in kraft tritt. Das neue Gesetz will aus zu einer Unterstützung der reaktionären Parteien geführt hat. Wir und tattischen Haltung des Vorwärts", sowie feiner Berwaltung den bisherigen 96 Landwehrbataillonen deren 66 machen und die räumen dadurch unseren konservativen Gegnern ein Uebergewicht ein, zu haben, beantragen wir eine bezügliche Einfügung in das Landwehr in zwei Aufgebote eintheilen, wovon das erste die daß sie nicht ausüben tönnten, wenn wir, statt negirend dazu Organisationsstatut als§ 17a. Ich glaube, es wird sich unter den Landwehrmänner vom 33. bis 39. und das zweite diejenigen vom stehen, eine Kampfpofition einnähmen. Was hat bisher unfere Delegirten fein Widerspruch gegen diesen Antrag erheben. Wenn auch 40. bis 44. Altersjahre umfaßt. Durch die Ausscheidung der älteren negirende Haltung bewirkt? Sind wir dadurch dem Dreiflaffen das bisherige Verhältniß zwischen der Redaktion des Vorwärts" Landwehrmänner in den zweiten Auszug soll die schweizerische Wahlsystem gefährlich geworden? Nein. Unser Kölner Beschluß und der Preßkommission ein gutes gewesen ist und sämmtliche Milizarmee verjüngt und tüchtiger gemacht werden. hat nichts weiter im Gefolge gehabt als das Gegentheil von dem, Beschwerden zur friedlichen Erledigung gefommen find, so feblie Bern, 7. Oftober. Der Nationalrath erledigte die an die was wir wollen. Er hat das Dreitlaffen Wahlsystem gestärkt, den doch die formelle Autorisation durch das Organisationsstatut. Die Rommission zurückverwiesene Bestimmung der Eisenbahn- Rückkaufs- Einfluß der Reaktion vermehrt und den Kampf gegen das Drei- Berliner Genossen beanspruchen nur das Recht für sich, das alle vorlage nach den Kommissionsanträgen; ebenso wurden die Ueber- tlassen- Wahlsystem aus der Welt geschafft. übrigen Genossen in ganz Deutschland haben, mitzurathen und gangsbestimmungen mit der darin enthaltenen Simplonklausel von Was ist denn aus dem Beschluß geworden? Wo ist denn, um mitzuthaten bei dem Blatt, zu dem sie die weitaus meisten Leser feiner Seite mehr beanstandet. Sämmtliche Anträge auf noch wieder auf Sachsen zu kommen, die große Proteftbewegung gestellen. Ich bitte dringend um einstimmige Annahme unseres Anmalige Durchberathung wurden durch die Mehrheit abgelehnt. In blieben, die unfere unfere Leipziger Genossen angefündigt haben? trages.( Beifall.) der Schlußabstimmung wurde das Gesetz mit 98 gegen 29 Stimmen Die Leipziger Volkszeitung" mußte selbst mittheilen, daß Der Antrag wird einstimmig angenommen. lieber in die Landes Ausstellung statt in angenommen; zwei Mitglieder enthielten sich der Abstimmung. die Genossen Mit„ Mein" stimmte die Rechte fast vollzählig und ein Theil der die große Protestversammlung gingen, Täuschen wir uns nicht. Liberalen. Mit der Negation erreichen wir nichts, wohl aber ist dadurch die Frage nach Beseitigung der Dreiflaffenwahl aus der Offentlichkeit ausgefchieden. Frankreich. Paris, 7. Oftober. Die Schlußverhandlung des PanamaProzesses ist abermals verschoben worden und dürfte jedenfalls erst Der Kolonienminister wird einen Nachtragskredit von 19 Millionen für Madagaskar fordern. Mitte Dezember stattfinden. -W gewonnen $ = und 21 in " denn Berlin Um nun Bater Neustrelit: Ich gebe zur Geschäftsordnung die Er Baker flärung ab, daß ich mich rechtzeitig zum Wort gemeldet hatte, um zu Antrag 18 zu sprechen. Ich muß meinen Mandatgebern darüber Rechenfchaft ablegen. Borsigender Singer: In die Reduerliste haben Sie sich zum Anträge zum Programm und zur Organisation" fprechen, fo haben Punkte Organisation" einzeichnen lassen. Wollten Sie zum Punkte Sie sich selbst zuzufchreiben, wenn Sie nicht zum Worte ge langt find. Nunmehr werden die Anträge, 9, 68 und 74 zur Verhandlung geftellt, die sich mit der Verlegung des Parteitags auf die Weihnachtsbezw. Pfingstwochen beschäftigen. Hoffmann Hamburg: Ich ersuche Sie, die Anträge abzulehnen. Für diejenigen Genoffen, die aus weiten Entfernungen reifen sollen, hat eine Reise in der Winterkälte besondere Ünannehmlichkeiten. Zweifellos wird in dem Augenblick, wo wir unfere aftive BetheiliNach solchen Erfahrungen wollen wir zum Angriff übergehen. aung an der Wahl beschließen, der nächste Wabitampf in Preußen von der Frage beherrscht werden: wie stellen sich die einzelnen Parteien zum allgemeinen WahlAfien. - 3um türkisch persischen Grenzstreitfall er, recht und zu Beseitigung der Dreitlaffenwa bl. hält die Intern. Korresp." folgende Drahtmeldung aus Kon( Sehr richtig.) Das ist der springende Bunkt, das haben wir auch in Wir sind also die= stantinopel: Die persische Regierung fordert von dem Sultan für Köln erstrebt, nur mit verkehrten Mitteln. die bei den jüngsten armenisch- kurdischen Kämpfen von den Kurden felben geblieben, die wir gewesen sind, wir haben uns nur über auf persischem Boden verübten Gewaltthaten verursachten Schäden zeugt, daß die bisherige Taftit nicht die richtige war, und wir ändern sie deshalb, ohne auch nur im geringsten eine Ersatzleistung im Betrage von 40 000 türtifchen unsere prinzipielle Stellung aufzugeben. Daß durch die Wahl- Stolten Hamburg beantragt, den Parteitag im September Pfund. Die Biorte hat darauf erwidert, daß sie zuvor die Unterabzuhalten. Bis zum 1. Oftober haben die Genossen mit den suchung der Vorgänge und Feststellung der Schäden durch eine ge- betheiligung auch die Agitation befördert wird, wissen wir alle. In der ganzen letzten Zeit ist uns immer die Mög- Sommerfahrplänen vielfach bessere Verbindung; außerdem ist das mischte Kommission wünsche. In den hiesigen türkischen Kreisen lich feit eines Staatsstreichs vorgeführt. Wenn Wetter im Oktober meistens schon raub. ift man der Meinung, daß der Schah diese Forderung auf Anrathen es wahr ist, daß man sich mit diesem Gedanken trägt, und es iſt Bebel: Solche Anträge sind bisher auf jedem Parteitag gevon englischer Seite gestellt habe, was die bereits ziemlich wahr, dann haben wir ein großes Interesse daran, im Landtag des flellt und stets abgelehnt worden. Ich ersuche Sie, es auch diesmal feindjelige Stimmung gegen England noch mehr verschärft." führenden deutschen Staates eine Majorität zu wiffen, die zu thun. Es ist unmöglich, daß die Partei sich in bezug Russische Militärposten in China. Angesichts uns eine Garantie bis zu einem gewissen Grade wenigstens auf die Zeit der Abhaltung des Parteilages bindet. Im der wiederholten Angriffe, denen die am Bau der russisch en giebt, daß fie die Zustimmung zu einer derartigen revolutionären nächsten Jahre würde z. B. ein Parteitag in der PfingstEisenbahnstrede durch die Mandschurei beschäftigten politischen Umwälzung in Deutschland nicht geben wird. Der preußische woche schon unmöglich sein, weil in diese Beit zweifellos Arbeiter feitens der chinesischen Bevölkerung ausgesetzt waren, haben Landtag würde hierbei eine ganz gewaltige Rolle spielen. Heute ist die Vorbereitung der Reichstagswahlen fält. Weihnachten bisher 1200 Kofalen die russisch- chinesische Grenze überschritten, und schon das stärkste Gegengewicht gegen einen derartigen Versuch zu geht auch nicht; es giebt doch eine sehr große Zahl von uns, die find zum Schuße der Bahnarbeiter auf sechs Posten vertheilt worden. finden in den süddeutschen Staaten mit ihren parlamentarischen Familienvätern unter Weihnachten im Kreise Eine Zustimmung der chinesischen Regierung zu diesem Schritte liegt Vertretungen. Glauben Sie, daß wenn im preußischen ihrer Familie zu verleben wünschen.( Sehr richtig!) Für die trotz der bereits seit drei Monaten schwebenden Verhandlungen noch andtag eine Majorität ist, die unter allen Reichstags- und Landtagsabgeordneten find die Weihnachtsnicht vor, sondern glaubte sich die russische Regierung gegenüber Umständen ihre zustimmung au einem Umsturz ferien die einzige Zeit innerhalb vieler Monate angestrengtester dem dringenden Bedürfniß genöthigt, aus eigener Machtvollkommen der Verfassung durch Staatsstreich verweigert, Thätigkeit, in der fie Geschäfts- und Familieugeschäfte ordnen heit eine vollendete Thatsache zu schaffen. Man hegt jedoch in glauben Sie, daß dann eine solche Umwälzung fönnen. Bor allen Dingen aber ist die Parteileitung verpflichtet, Betersburg die sichere Erwartung, daß China die Maßnahmen ohne möglich ist? Nein! Hier hat der preußische Landtag eine Be- die allgemeine Situation im Auge zu behalten.( Beifall.) Widerspruch hinnehmen wird. deutung, die zu bedenken ich Ihnen ans Herz lege, Seiler Berlin spricht für die Weihnachtszeit. Sämmtliche Anträge werden abgelehnt. Damit ist dieser Punkt der Tagesordnung erledigt. Bors. Singer macht Mittheilung von eingegangenen Begrüßungsschreiben. Eine briefliche Beschwerde von Carl Lindner, Zigarren- Arbeiter aus Dessau, gegen die Dessauer Genossen, wird der neuen Parteileitung zur. Prüfung und Erledigung überwiesen. Der Vorsitzende theilt mit, daß um 2 Uhr die Hafenfahrt von der St. Pauli Landungsbrücke stattfinden wird, wo das Mertzeichen, die rothe Fahne gehißt ist.( Heiterfeit.) Schluß 12 Uhr. = * Genoffe Knüpfer Berlin II bittet uns, die Wiedergabe seiner Rede in Nr. 233 zu berichtigen. Es soll dort heißen:„ In Bielefeld ( nicht, wie es im Berichte heißt, in Berlin) wurden Arbeiter verhaftet". Genosse Adolf Hoffmann- Berlin IV. ersucht uns um Aufnahme der folgenden Zeilen: " Ich habe in meiner geftrigen Rede zum inkt Presse nicht gefagt: Herr Dr. Kronawetter hat mir geschrieben, sondern: bat geschrieben", nämlich in seiner Kritit ( Deutsche Warte"). Auch muß es heißen: Ich habe Kritiken ( statt Briefe) von Dr. Adler, Kronawetter und Prof. Gezicki. Endlich, die von Dr. Adler verbreiteten Broschüren waren Die Sozialdemokraten tommen". Partei- Nachrichten. Der Ausfall der fächsischen Landtagswahlen ist für die Leipziger Voltszeitung" naturgemäß sehr unangenehm. Das Blatt hatte gegen die Wahlbetheiligung geschrieben, weil nichts dabei herauskäme, und da nun etwas dabei herausgekommen ist, was wir und mit uns faft die gesammte Parteipresse als erheblichen Erfolg bezeichnet haben, fucht es diesen Erfolg mit allerlei fünstlichen Mitteln hinwegzudisputiren oder richtiger gesagt, überhaupt zu ignoriren. Alle die zahlreichen sonstigen Gründe, warum wir in dem Wahlausfall einen Erfolg sehen, verschweigt die Leipziger Volkszeitung" beharr Zitat unferes Blattes aus dem Hamb. Correspondent" herum. die Gründung eines Verbandes nöthig, welcher sich die Förderung des Arbeitsmarktes, wie mit der Ausgestaltung der Arbeitsnachweije der hier in Frage kommenden berufsmäßigen Interessen zur Auf-( Landesverbände der Arbeitsnachweise in Deutschland, Arbeitsnach gabe stellt. Als nächstes Ziel für diesen Verband dürfte eine weise für entlassene Reservisten 2c.). Ueber die Lage des Arbeitsstetige Verbindung der kaufmännischen Gehilfinnen untereinander in marftes im Monat September wird mitgetheilt: Es sind von den Städten der Rheinprovinz und darüber hinaus erscheinen; ferner 57 öffentlichen Arbeitsnachweisen Berichte eingegangen, von denen die Gründung eines Stellenvermittlungs Bureaus, die Einrichtung 47 vergleichbare Daten zeigen. Der Andrang der Arbeitslosen ist, eines unentgeltlichen Rechtsschutes, die Gründung eines eigenen Heims wie bereits während des ganzen Jahres, so auch in in den einzelnen Städten, die Bildung von Sparkassen und Hilfs- September geringer gewesen, als in dem entsprechenden faffen für Krankheitsfälle, die Besorgung von Rost- und Logishäusern. Monat des vorigen Jahres. Es zeigen nämlich 28 Orte Der Sache und der Erfahrung nach sind die christlichen Grundfäße( nebst zwei ausländischen) eine Abnahme des Andranges, und der einzige Boden, auf dem sich solche soziale Einrichtungen in nur 16( nebst 1 ausländischen) eine Zunahme. Abgenommen dauernder Wirksamkeit bewähren. Der Verband ist natürlich als ein hat der Andrang der Arbeitslosen in Breslau, Frankfurt a. D., selbständiger der ihm angehörigen Gehilfinnen gedacht; indessen ist Berlin, Hamburg, Quedlinburg, Gera, Hannover, Osnabrück, Essen, das Bedürfniß eines Schuzvorstandes zur Einrichtung und dauernden Elberfeld, Tüsseldorf, Köln, M.- Gladbach, Aachen, Wiesbaden, Unterstützung des Verbandes als nöthig erachtet worden." Darmstadt, Kaiserslautern, Heidelberg, Lahr, Karlsruhe, Offenburg, Als solcher Schutzvorstand" empfiehlt sich gleich ein zwölf Konstanz, Pforzheim, Stuttgart, Eßlingen, Heilbronn, Augsburg, gliedriges Komitee, das zur Hälfte aus Damen der höheren Kölner München, ferner in Brünn und Bern. Bugenommen hat der Gesellschaft besteht und das später durch 6 zu wählende Kaufmanns- Andrang in Posen, Rigdorf, Halle, Erfurt, Kreuznach, Frankfurt a. M., gehilfinnen ergänzt werden foll. Straßburg i. E., Freiburg i. B., Schopfheim, Mannheim, Kannstadt, " Daß felbft Professor Size, der hervorragendste Sozialpolitiker Göppingen, Schwäb. Hall, Ulm, Fürth, Nürnberg und Wien. Die des Zentrums, die Behauptung unterschreiben konnte, die obliga- verglichenen Gesammtzahlen zeigen, daß im September 1896 um torische Sonntagsruhe bringe für die weiblichen Angestellten unver: 27 109 gemeldete offene Stellen sich 35 962 Arbeitsuchende bewarben, fennbare fittliche Gefahren mit sich, ist äußerst amüsant. Warum im September 1897 um 32 492 offene Stellen 38 004. Auf 100 auss ist denn das Zentrum für die Einführung der obligatorischen gebotene offene Stellen kamen damals 132,7 Arbeitsuchende, diesmal Sonntagsruhe eingetreten, wenu fie sittliche Gefahren mit sich nur 117,0. bringt? Zur Untersuchung der Unfälle im Steinkohlen Bergban Aus Leipzig. Zu dem Vermittlungsvorschlage, den der Ober- hat, wie im Vorwärts" schon mitgetheilt worden ist, der bürgermeister Dr. Georgi in Sachen des Maurerstreits preußische Handelsminister eine Sachverständigengemacht hat, haben nun auch die Unternehmer Stellung Kommission berufen, der, wie das im Reichs- Anzeiger" vergenommen. Sie erklären sich zur Unterhandlung bereit, verlangen öffentlichte Namensverzeichniß auswies, auch einige Arbeiter aber, daß die Maurer andere Personen zur Unterhandlung vor- angehören. In Eichlinghofen und Dortmund haben nun schlagen, als das inhaftirt gewesene Streitfomitee. Versammlungen der dortigen Zahlstellen des Deutschen Bergarbeiter. In der Leipziger Genossenschaftsbäckerei war Verbandes einstimmig Refolutionen gefaßt, worin die Herren und Woermann, die der erwähnten wegen Entlassung eines Arbeiters ein Streit ausgebrochen. Die Bruch hagen Differenzen find jetzt beigelegt. Sämmtliche Ausständige werden Kommission angehören, nicht als Arbeitervertreter für innerhalb 14 Tagen wieder eingestellt. Die während des Streits das Wurmrevier anerkannt werden. Sie seien nicht engagirten Erfagfräfte werden entlassen. von Bergarbeitern gewählt und würden wegen der Art und Weise ihrer Thätigkeit als Knappschaftsälteste als Freunde der Unter. Ausland. nehmer betrachtet. Wenn wirkliche Arbeitervertreter in die KomDer schweizerische Gewerkschaftsbund besteht gegenwärtig mission berufen werden sollten, dann hätten nicht die Organisationen lich ihren Lesern, reitet dafür auf einem ganz nebenfächlichen au3 14 Zentralverbänden mit 203 Seftionen und 78 Einzelfektionen. Der Unternehmer, sondern die der Arbeiter die Auswahl zu Weil wir die aus der Notiz des" Hamb. Correfp." möglicherweise In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres find 24 neue treffen. " herauszulesende Annahme, als feien in Sachsen jetzt 9 Abgeordnete Sektionen beigetreten. Wie viele Mitglieder der Gewerkschaftsbund Leider ist es bei der gegenwärtigen Strömung in der Regierung gewählt worden, statt der früheren 15, nicht besonders als zählt, ist aus der bezüglichen Publikation des Bundeskomitees nicht schon fast als ein Wunder zu betrachten, daß überhaupt Arbeiter in irrthümlich angezeigt haben, erdreistet sich der Lehrling, der ersichtlich. Dagegen theilt er mit, daß im laufenden Jahre bis eine solche Kommission berufen wurden. den Meister noch übertreffen möchte, in der Leipziger Bolts- Mitte September 26 2ohn- und 15 Streitbewegungen Moderne Bau ,, kunst". In Beuthen in Oberschlesien zeitung" und Fälschung oder eine traffe, allerdings stattgefunden haben; von ersteren waren 10 ganz und 7 theilweise stürzte Montag Abend ein Neubau ein, wodurch drei Arbeiter nicht ungewöhnliche Oberflächlich feit" vorzuwerfen. erfolgreich, von den Streiks 6 resp. 7, während die übrigen für die schwer verlegt wurden. Ein benachbarter Neubau wurde Die Verfehltheit eines solchen Vorwurfes ergiebt sich schon aus der Arbeiter ohne Erfolg waren. inhibirt. Nach Ansicht der Sachverständigen werden beide Grundeinfachen Thatsache, daß wir Dußende Male unsere Leser darüber stücke, die furz vor der Vollendung standen, abgetragen werden unterrichtet haben, daß Mandatserfolge bei den sächsischen Landtags: müssen. Die zu den Bauten verwendeten Ziegel kann man zwischen wahlen nicht zu erzielen waren und nicht erzielt worden sind. Glaubt den Fingern zerbröckeln und der Mörtel soll ebenfalls von schlechter etwa die Leipziger Volkszeitung" sich durch häßliche und unBeschaffenheit sein. parteigenössische Schnodderigkeiten über die unangenehme Situation hinwegsehen zu dürfen, in die sie durch ihr taktisches ungeschick gerathen ist? Wenn nebenbei die Leipziger Boltszeitung" unfere bebufs Abwehr hochmüthiger und unangebrachter Belehrungs Versuche gemachte Mittheilung, daß sie sehr viele Notizen des Vorwärts", ohne ihn zu zitiren, übernehme, in einer Form wiedergiebt, als wolle sie die Richtigkeit dieser Notiz bestreiten, so wird sie bei denjenigen, welche beide Blätter lesen, damit kein Glück haben! Als Reichstags Kandidat für den 13. württembergischen Wahlkreis Aalen Ellwangen wurde von einer Kreiskonferenz zu Aalen einstimmig der Parteigenoffe M. Selmayr aus Stutt gart aufgestellt. = Gewerkschaftliches. " Der Kampf der englischen Maschinenbauer wird weiter geführt werden; die gestern nach einer Depesche kurz erwähnte Nach richt, daß die Unternehmer die in Aussicht genommenen Unterhandlungen abgelehnt haben, bestätigt sich. In der betreffenden ResoIution heißt es, daß die Unternehmer nach reiflicher Ueberlegung zu der Ueberzeugung gelangt feien, die Maschinen- und Schiffsonu Industrie tönne eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden die Woche nicht vertragen. Zweitens müsse den Unternehmern die absolute Freiheit" in bezug auf die Führung ihrer Betriebe gewahrt bleiben. Unter diesen Umständen sei auch die Einmischung Dritter zwecklos und daher abzulehnen. " Die Bedeutung der Schulhygiene, vor allem für die Volksschule, wird immer mehr anerkannt. Die Mitwirkung der Aerzte auf dem Gebiete der Kindererziehung in der Schule wird deshalb auch neuerdings lebhafter denn je von der Lehrerschaft verlangt. In Dresden sind seit einigen Jahren Schulärzte angestellt. Die Untersuchungen der Kinder hat nun recht bezeichnende Ergebnisse ge liefert. Es sei nur ein Beispiel angeführt. Jm 3. Schulbezirke find Daß aus den ersten zwei Gesichtspunkten heraus die Ablehnung im Jahre 1896 durch den Schularzt Dr. med. Werner Unterder angebotenen Unterhandlungen folgen müßte, wäre absolut nicht fuchungen an 580 aufnahmepflichtigen Kindern 284 Knaben und einzusehen, wenn es den Fabrikanten um eine Verständigung zu 296 Mädchen vorgenommen worden. Zunächst stellte sich dabei thun wäre. Aber sie wollen den Frieden nicht, sondern ihnen ist es heraus, daß von 100 Kindern 59 frank beziehentlich mit förpervielmehr um die vollständige Bernichtung der Organisation zu thun. lichen und geistigen Fehlern behaftet waren. Bei den Knaben betrug So leicht dürfte ihnen freilich das nicht werden. Noch sind die der Prozentsatz 54,3, bei den Mädchen 64,3. Von den Knaben eigenen Geldmittel der Maschinenbauer nicht erschöpft, noch haben waren von 100 39, von den Mädchen gar 55 blutarm und die übrigen Gewerkschaften erst geringe Summen nur um ihre schwächlich. Sympathie zu befunden abgeführt. Jeßt, wo es flar wird, daß Durch Einführung des Zweiftuhlsystems find in Verviers es auf den Ruin der Gewerkschaft abgesehen ist, werden größere in Belgien zahlreiche Zextilarbeiter brotto 3 gemacht Berlin und Umgebung. Summen fließen und die öffentliche Meinung, die bisher ziemlich und die Löhne der beschäftigten Arbeiter find bedeutend gefallen. Den beiden Metallarbeiter Versammlungen, die am theilnahmslos bem Kampfe gegenüber stand, dürfte fich Donnerstag Abend tagten, um zu dem Einigungsverfahren im nach der ablehnenden Haltung der Unternehmer auf die Für Tuchsorten z. B., für welche früher 19 Centimes pro 1000 Schuß gezahlt wurden, giebt es jetzt nur noch 10 Centimes. Außer der Formerstreit Stellung zu nehmen, lag die folgende von Seite der Arbeiter stellen. Es ist zu erwarten, daß eine Anzahl von Einführung der Doppelstühle trägt zur Arbeitslosigkeit noch die Näther und Litfin gestellte Resolution vor: Firmen, die den Achtstundentag bereits eingeführt hatten, nament Die Versammlung erklärt sich mit der Thätigkeit der Arbeiter- lich folche, die von den großen Unternehmern abhängig sind, diese Schutzöllnerei der Staaten bei, wodurch der Export erschwert wird. Die Versammlung erklärt sich mit der Thätigkeit der Arbeiter- Konzession wieder zurückziehen. Der Kampf wird nun ein äußerst Die Gesammtbevölkerung Australiens mit Einschluß von vertreter vor dem Einigungsamt einverstanden. Trotzdem die vor- heftiger und erbitterter werden und es ist nothwendig, daß die Tasmanien und Neu- Seeland betrug am 30. Juni d. J. 4362 756 geschlagenen Einigungsbedingungen keineswegs geeignet sind, einen deutschen Arbeiter alles aufbieten, die englischen Maschinenbauer zu Bersonen. Hiervon tommen auf Neu- Süd- Wales 1311 440 Eindauernden Frieden im Gewerbe zu garantiren, beschließt die unterstützen. Die vom Hamburger Parteitage aus an die wohner, dann folgen Victoria mit 1170 304, Queensland mit Südaustralien einschließlich des sogenannten Nordfämpfenden Gewerkschaften gesandte Sympathiekundgebung, welche 480 000, heutige Versammlung, den Ausstand der Former und Gießerei dort mit großer Freude aufgenommen worden ist, erscheint bereits territoriums mit 356 877, Weftaustralien mit 157 781, Tasmanien arbeiter für beendet zu erklären." in der Mittwochsnummer der ,, Daily Chronicle" in englischer Ueber: mit 167 062 und endlich Neu- Seeland mit 713 292 Bewohnern. In Louis Keller's Festsälen referirte Litfin, im Rösliner Hof fegung. Mäther. Die Referenten schilderten das Verfahren vor dem Aus London wird unterm 6. Oktober noch gemeldet, daß Depeschen und lehte Nachrichten. Sir Christopher Furneß, Mitglied der Arbeitgeber Einigungsamt und legten dar, daß die Arbeiter jetzt nicht die vereinigung der Maschinenbaubranche, in Begleitung Köln, 7. Oktober.( B. H.) Die R. 3." meldet aus Belgrad: ökonomischen Machtmittel befizen, um einen solchen Kampf, wie mehrerer Maschinen- und Schiffsbau- Sachverständiger eine Reise In Makedonien verschlimmern sich abermals die Beziehungen und Bulgarien bedenklich. Reibereien aus von den Unternehmern geplant sei, siegreich durchführen nach Deutschland und Belgien angetreten hat, um sich mit den zwischen Serbien ftehen auf der Tagesordnung. Gestern zu können. Sie empfahlen die Wiederaufnahme der Arbeit. Nach allgemeinen Arbeitsbedingungen in den ausländischen Maschinen politischen Gründen und Schiffsbauanstalten bekannt zu machen. wurde in Prilip der Direktor der dortigen serbischen Schule durch längerer Diskussion, über die wir morgen ausführlich berichten werden, wurde in beiden Versammlungen die Resolution an- Verbandes lit gestern in Bly mouth zusammengetreten. Demlich getroffen. Wie die Konsuln melden, ist Makedonien abermals Die Jahreskonferenz des englischen Eisenbahn- Arbeiter- Revolverschüsse schwer verwundet und seine 13 jährige Tochter töd!= genommen. Der Formerstreit ist damit beendet, und dürfte am Bericht des Vorstandes an die Delegirten ist zu entnehmen, daß die von revolutionären bulgarischen Heßschriften und Aufrufen über= Montag die Arbeit in den Gießereien wieder aufgenommen werden. Bahl der„ Branches"( Lokal oder Zweigvereine) im letzten Jahre schwemmt. von 474 auf 612 gestiegen ist; die Zahl der Mitglieder, die im Bor Gemartung hat man Neblaus- Herde entdeckt. Es rief diese NachLorch, 7. Ottober.( B S.) Jn fünf Weinbergen der hiesigen leber das Ergebnis der Verhandlungen vor dem jahre 44 700 betrug, stieg auf 81 900. Einignugsamt in Sachen des Formerausstandes berichtet der Hamb. Korresp." und schreibt dazu: Es ist zu erwarten, daß die wird aus Sydney unterm 4. Oftober gemeldet: Heute fand hier Regierungsrath Dr. Funk ist, wie der Anhaltische Staatsanzeiger" Der Tag der Arbeit in Neusüdwales. Der Franki. 3ta." richt lebhafte Besorgnisse hervor. Gewerbegericht fanttioniren werden. Geschieht dies, so ist ein großer, Neufüdwales statt. Die Arbeiterschaft marſchirte mit Musik und meldet, nicht am Herzschlage gestorben, sondern hat ſich infolge von für die gesammte Maschinenindustrie drohender Streit mit allen seinen Folgen von materiellen Einbußen und gegenseitiger Berbitterung Fahnen durch die Hauptstraßen der Stadt, worauf allerhand Spiele vermieden worden. Bemerkenswerth ist, daß dieses wahrscheinliche gespielt wurden. Die Arbeit ruhte. Resultat in einer Industrie erzielt wird, wo einem starken Unternehmerverbande eine alte und wohlorganisirte, zugleich geistig hochftehende und gut bezahlte Arbeiterschaft gegenübersteht. Beide scheuen er Unternehmer- Verbände. Das deutsche Zuckerfyndikat erklärt die auch von uns Teffaut, 7. Oftober.( W. Z. B.) Der Oberbürgermeister, Geh. Nervenzerrüttung erschossen. Wien, 7. Oktober.( W. T. B) Der Einjährig Freiwillige Graf Heinrich Wurmbrand, Sohn des früheren Handelsministers, erschoß sich, wie die Blätter melden, heute Mittag in einem Fiaker, als er durch die innere Stadt fuhr. Galay, 7. Oktober.( B. H.) Auf der hiesigen Post ist ein aus wissen, daß der Kampf, einmal entbrannt, hartnäckig geführt werden ihren Beitritt zum Kartell erklärt und 114 noch feine Antwort gearmenischen Bewegung gegen die Türker enthielt. Mehrere VerDen Kampf nicht aus einem Gefühl der Schwäche, sondern weil sie wiedergegebene Wittheilung ver Breffe, wonach erst 246 Fabriken Seni angekommenes Packet beschlagnahmt worden, welches Aufrufe an die Armenter i Rumänien zur Unterstüßung der revolutionären und riesige Opfer foften würde. Einigungsamtes aber ergiebt sich von neuem, daß sie troß zahlreicher geben haben 2c., für unrichtig. Es soll sich bei jener Mittheilung haftungen wurden in dieser Angelegenheit vorgenommen. Mißerfolge und trotz ihrer unvollkommenen Ausgestaltung im Gewerbe- bis jetzt ihren Beitritt erklärt haben, darüber schweigt sich das stand zwischen belgischen und italienischen Arbeitern. Die letzteren um eine Liste handeln, die längst veraltet sei. Wieviel Fabriken aber Marieille, 7. Oftober.( B) Eine blutige Schlägerei entgerichts- Gesetze sich doch eine wachsende Bedeutung erringt, die zu deutsche Zuckerfyndikat diplomatisch aus. ihrer weiteren Ausgestaltung mahnt. überfielen die Belgier und blieben zwei Belgier verwundet auf dem Kampfplaze. Von fetten Belgiens befürchtet man Repreffalien. Der Streit in der Bautischlerei von Magdeburg in Friedrichshagen ist beendet, nachdem sich beide Theile durch gegen feitiges Entgegenkommen verständigt haben. Dentsches Reich, " In einer Ausschußßßung des Vereins füddeutscher Baum wurde, war man, wie berichtet wird, einftimmig der Meinung, daß meldungen brachen in Ohio und anderen westlichen Staaten der woll Industrieller, die am 4. Oftober in Stuttgart abgehalten London, 7. Oktober( Boff. 3tg.") Nach New- Yorfer Drahts die„ troftlose Lage" der Baumwollweberei nur durch eine noch Union sowie in Ranada verbeerende Waid und Prärie. durch greifendere Arbeitseinfchränfung gebessert brände aus. Chicago und Glevel and find schwer be Die Gründung eines Verbandes für weibliche fanf werden fönne, als sie bisher schon vorgenommen worden ist. Man droht. Große Viehheerden find umgekommen Zwischen Montreal männische Angestellte wird in einem Kölner Lotalblatt in einem beschloß, auf den 1. November eine allgemeine Weberversammlung" und Ottawa wurden vier Ortschaften eingeäschert. Im Dorfe Aufruf angekündigt, der vom Weihbischof Dr. Sch mit in Köln, nach Stuttgart einzuberufen, um im Anschluß an die im Elias in Caffelman ist der Verlust von Menschenleben zu beflagen. 1500 PerProfessor Dr. He in Münster, Generalsekretär Dr. Pieper in fichere Aussicht genommene fyftematische größere Einschränkung sonen find obdachlos geworden. Ein Bahnzug fuhr von Ottawa München- Gladbach, Robert Bachem und anderen Kölner Herren weitere Schritte in diesem Sinne einzuleiten. durch die Flammen und die Reisenden schwebten in großer Gefahr. unterzeichnet ist. Ueber den Zweck des Verbandes wird mitgetheilt: Die Lage der deutschen Textilindustrie ist, namentlich angesichts London, 7. Oftober.( WT. B) Wie die„ Times" von gestern Die Gefahren, denen die weiblichen Angestellten ausgesetzt sind, und der amerikanischen Zollpolitit, gewiß fehr schwierig. Wie fommt aber aus Kapstadt melden, hat Profeffor Dr Kohlstock mit der Impfung die Mißstände, welche in ihrem Berufsleben bereits eingetreten find die ohnehin erbärmlich bezahlte Arbeiterschaft der Textilinduftrie zur Bekämpfung der Finderpef: aroße Erfolge erzielt. und in rascher Entwickelung sich befinden, find unverkennbar. Die dazu, die Sünden der Diplomatie und der Unternehmer auszubaden? London, 7 Oktober( W. T. B) Das Reuter'sche Bureau" Loslösung ihrer Stellung und ihres Verkehrs von dem Familienleben meldet aus Washington von heute. England habe es endgiltig abs und dem häuslichen Kreife ihrer Prinzipale bringt ihnen mit der gelehnt, an irgend einer Konferenz über den Robbenfang theilzu Selbständigkeit auch die Schäden der Hilflosigkeit und Berlassenheit; nehmen, wenn bet derselben Vertreter Rußlands oder Japans zu nicht selten erschwert ihnen die Dehubarkeit und Unbestimmtheit Die Zentralitelle für Arbeitsmarkt Berichte( Literarische gegen feien. ihrer Anstellungsbedingungen die Geltendmachung ihrer Rechts- 3entralftelle für Arbeitsnachweis), welche ihre monatlichen Be Rom, 7 Oftober.( Z. B.) Nach Meldungen aus Catania ansprüche gegenüber einer möglichen Ausbeutung; die obli- rich te früher in der Sozialen Praxis" veröffentlichte, giebt die ist im Aetnagebiete Schneefall eingetreten. In den Provinzen gatorische Sonntagsruhe bringt für fie unverfelben vom 1. Oftober an als selbständige Monatsschrift unter dem Aquila und Antona dauert der Regen fort. Schäden werden aus fennbare fittliche Gefahren mit sich. Abhilfe und Namen„ Der Arbeitsmart:", in dem Verlage von Her. den Städten Falconara und Chiaravalle gemeldet. Nach Castelferetti, Fürsorge kann hier nicht durch vereinzelte Wohlfahrtseinrichtungen mann in Berlin, heraus. Die unter Redaktion von Dr. J. Jastrow to dem Hochwasser bereits ein Menschenleben zum Opfer fiel, ist geschehen noch durch lediglich örtliche Veranstaltungen. Es ist soeben erschienene erste Nummer beschäftigt fich sowohl mit der Lage Hilfe entsendet worden. " Boziales. " Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Trud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Br. 235. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 8. Oktober 1897. Parteitag der Sozialdemokratischen hebung aller gegen die ländlichen Arbeiter und das Gesinde be- Barteileitung fein kann, auch nur den Anschein zu erwecken, als Partei Deutschlands. Vierter Verhandlungstag. Donnerstag, 7. Oftober. Vormittags Sigung. 91/4 Uhr. Ten Vorsitz führt Singer. Die sozialdemokratische Föderation von Großbritannien sendet ihre brüderlichen Grüße." Zur Verhandlung gelangt der fünfte Punkt der Tagesordnung: Die Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen. Singer: Ich möchte mir einen Vorschlag erlauben, der von unseren sonstigen Gepflogenheiten bei der Behandlung von Anträgen abweicht. In den Anträgen zu diesem Punkte spiegeln sich verschiedene Meinungen wieder, so wie sie in der Diskussion über unsere Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen in der Parteipresse hervorgetreten sind. Ich möchte Ihnen nun vorschlagen, alle diese Anträge mit als Material für die Diskussion zu nehmen. Am Schlusse der Debatte fönnen wir uns dann entschließen, welchen Antrag wir als Grundlage für unsere Beschlußfassung herausnehmen. Nach meinem Dafürhalten wird es in erster Linie ein prinzipieller Antrag sein, der sich mit dem Kölner Beschluß befaßt und dann der Antrag Bebel, der praktische Vorschläge macht. So ersparen wir Zeit und brauchen nicht bei den 20 Anträgen, die hierzu vorliegen, die Unterstüßungsfrage zu stellen und sie begründen zu lassen. Der Parteitag ist mit diesem Vorschlage einverstanden. Es stehen somit zur Debatte die Anträge: 31. Parteigenossen in Breslau: Die Herausgabe einer Broschüre, welche geeignet ist, insbesondere unseren zur Agitation berufenen Genossen Belehrung über die mannigfachen Fragen der preußischen Landtagswahlen zu geben. 43. Parteigenossen des 3. Berliner ReichstagsWahlkreises, desgleichen in Magdeburg, Hannover, Siegnig Goldberg Haynan und des 10. badischen Reichstags Wahlkreises: Ueber die Stellungnahme zu den preußischen Landtagswahlen haben nur preußische Telegirte das Abstimmungsrecht. = 44. Parteigenossen des 5. Berliner Reichstags Wahlfreises: Die Beschlußfaffung über die Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen bleibt einer Landeskonferenz preußischer Delegirter vorbehalten. => 45. Parteigenossen in Sarburg, Barmen, DelischBitterfeld, Aachen, Magdeburg, Galbe Afchersleben, Sennep- Mettmann, Burg, Elberfeld, Hannover, Münster, Bochum, im 10. badischen und 5. fächsischen Reichstags- Wahlkreise: Der Beschluß des Kölner Parteitages, die Nichtbetheiligung an den preußischen Landtagswahlen" betreffend, ist aufzuheben. h 46. Parteigenossen in Gilenburg, des 12. und 13. fächsischen Reichstags- Wahlkreises und Delitzsch= Bitterfeld: Der Beschluß des Kölner Parteitages, die Nichtbetheiligung an den preußischen Landtagswahlen", ist aufrecht zu erhalten. 47. Parteigenoffen in Harburg, Barmen, Münster und des 4. sächsischen Reichstags- Wahlkreises: Die Parteigenossen in Preußen haben sich an den Landtagswahlen zu betheiligen. 48. Parteigenoffen in Magdeburg und Galbe- AschersLeben: Es ist ein Zentral- Wahlkomitee für die preußischen Lands tagswahlen einzusehen, welches u. a. auch die einzelnen Thesen festzusetzen hat, über welche hinaus die Genossen der einzelnen Wahlkreise für die Wahl bürgerlicher Kandidaten nicht eintreten dürfen. Die Entscheidung über vorstehenden Antrag ist auf dem Parteitag Sache der preußischen Delegirten. 49. Parteigenoffen in Iberfeld: Ob und in welcher Form eine Betheiligung an der Landtagswahl flattfindet, jedoch unter Ausschluß jeden Kompromisses bei den Urwahlen, darüber entscheiden die Genoffen der einzelnen Wahlkreise, welche aber von ihrem diesbezüglichen Beschluß dem zu ernennenden Zentral- Wahl tomitee umgehend Mittheilung zu machen haben. 50. Parteigenossen in Bochum: Die Theilnahme an den preußischen Landtagswahlen ist den Genossen der einzelnen Wahlfreise anheim zu geben. Sie haben eigene Wahlmänner aufzustellen, oder nur für linksstehende Wahlmänner zu stimmen, wenn deren Kandidat sich verpflichtet, für Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts zum preußischen Landtag ein zutreten, und das Bersprechen giebt, alle reattionären Bestrebungen in bezug auf das Vereinsgesetz und das Schulwesen zu bekämpfen. 51. Genosse Hoch in Hanau: Den Parteigenossen wird es zur Pflicht gemacht, überall, wo es irgend geht, eigene Kandidaten für die Wahlmännerwahlen aufzustellen. Bei der Wahl der Abgeordneten stimmen unsere Wahlmänner für diejenigen Kandidaten, welche sich verpflichten, sofort nach Zusammentritt des Landtages für den Antrag auf Einführung der allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahl für den Landtag einzutreten und, falls er an genommen wird, fa lange alle anderen Anträge abzulehnen, bis die Aenderung des Wahlverfahrens zum Gesetz erhoben ist. Wo es den Genossen unmöglich ist, eigene Wahlmänner aufzustellen, haben sie von Anfang an für die Kandidaten der Partei zu stimmen, welche obige Verpflichtung auf sich genommen haben. Die Entscheidung zwischen den anderen Kandidaten bleibt den Genossen der einzelnen Wahlkreise selbst überlassen. stehenden Ausnahmerechte. Während der Wahlbewegung ist überall in eine wirksame Protest bewegung gegen das Dreiklaffen- Wahlsystem einzutreten. Ueberall, wo durch die Betheiligung der Sozialdemokratie Einfluß auf die Gestaltung der Wahl vorhanden ist, find sozial demokratische Wahlmänner aufzustellen. tönnten wir partikularistische Bestrebungen unter uus nähren. Das Entscheidende aber ist, daß wir sagen, was in fleinen Staaten wie Sachsen, Baden, Hessen infolge ihrer territorialen Abgrenzung maßgebend sein könne, kann für Preußen nicht zutreffend sein. Innerhalb Preußens hat Oftelbien mit den rheinischen Landestheilen viel weniger Berührungspunkte, als diese mit den hessischen und süd= deutschen Staaten. 67. Resolution. Die Parteigenossen in Bremen treten ein für die Aufhebung des vom Kölner Parteitage aus. Daß die Partei ein eminentes Interesse daran bat, auf die gesprochenen Verbots der Betheiligung an den preußischen Land- Zusammenlegung des preußischen Landtages einzuwirken, darüber tagswahlen. Eie sprechen sich für die Betheiligung ans, über- dürfte auch bei den Gegnern der Betheiligung nicht der leiseste laffen es aber den Genossen der einzelnen Landtags- Wahlkreise, 3weifel sein. Schon eine kurze Aufzählung aller jener Gegenstände, zu entscheiden, ob sie durch Aufstellung eigener Wahlmänner oder die im preußischen Landtage entschieden werden, zeigt, wie sehr wir durch fofortige Stimmabgabe für Wahlmänner der bürgerlichen an den Verhandlungen derselben betheiligt sind. Ich brauche nur Opposition den Wahlkampf führen wollen. Sie sind einverstanden, darauf hinzuweisen, daß das Erziehungswesen der Regelung des daß unter strengster Wahrung der Grundsätze der Partei von Landtages imterliegt. Die gesammte Verwaltung findet im Landallen gebotenen Mitteln Gebrauch zu machen sei, Kandidaten tage ihre Kontrolle, die direkte Besteuerung, die Gemeinde Gesetzunferer Partei in den preußischen Landtag zu bringen, und fie gebung unterliegt ihm, für das Gefinde, die Anstellung der Fabrif halten es für nothwendig, für die Frage der Unterstützung bürger- Jufpeftoren, die Gifenbahn, Berg- und Hüttenarbeiter, hundert licher Wahlmänner und Kandidaten eine Liste der Mindest- tausende von Subalternbeamten, die vom Staate sonst noch bes forderungen aufzustellen, von deren Anerkennung die Zuwendung schäftigt werden, für alle diese Fragen, Dinge und Personen ist der der sozialdemokratischen Stimmen abhängig zu machen ist. Landtag kompetent und außerdem unterliegt seiner Kompetenz noch eine wichtige Angelegenheit, die gesammte agrarische Gesetzgebung. Das zeigt, welche Bedeutung der preußische Landtag für uns hat und welches Juteresse wir der Frage entgegenbringen, wie er zu= 69. Parteigenossen des 4. Berliner Reichstag 3 Wahlkreises: Die Sozialdemokratie blickt mit Verachtung auf das preußische Dreiklassen Wahlsystem. 70. Parteigenoffen des 4. Berliner Reichstags- fammengesetzt ist. Wahlkreises: In der Erkenntniß, daß die Partei nicht aus eigener Kraft Abgeordnete in das Abgeordnetenhaus wählen fann, vou jeder Betheiligung an den Landtagswahlen abzusehen. 77. Resolution. Parteigenossen in Barmbeck: Die Kölner Resolution vom Jahre 1893 ist dahin umzuändern, daß nicht jede Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen von vorn herein ausgeschlossen, sondern so viel Spielraum gewährt wird, daß bei vorkommender günstiger Gelegenheit es den Partei. genossen in Preußen unbenommen bleibt, sich an der Landtagswahl zu betheiligen oder nicht, aber ohne einen Kompromiß mit den lints- liberalen Parteien einzugehen. 89. CI. Hengsbach Köln für Duisburg: Die am 19. September in Euisburg abgehaltene Konferenz der Partei genossen des Wahlkreises Duisburg- Mülheim unterbreitet dem Parteitag nachfolgende Resolution als Antrag: Der Parteitag erklärt sich im Prinzip gegen die Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen. Damit aber den Anhängern der Wahlbetheiligung die Möglichkeit gegeben ist, in einzelnen, ihnen dazu geeignet erscheinenden Kreisen einen Beweis ihres Könnens erbringen zu fönnen, erklärt sich der Parteitag für die Aufhebung des Kölner Beschlusses. Die au den Landtagswahlen sich eventuell betheiligenden Kreise dürfen Wahlmänner wie Kandidaten nur den Reihen der Parteigenossen entnehmen. Kompromisse mit den bürgerlichen Parteien sind unzulässig. Die Berathung über die Landtagswahlen, sowie die Beschlußfassung über die Aufhebung des Kölner Beschlusses unterliegt dem gesammten Parteitage, da gegen die Abstimmung über die Wahlbetbeiligung nur den auf dem Parteitage anwesenden preußischen Delegirten. 91. Gibinger Nürnberg, Franz Schmitt- München: Der Parteitag hebt den Kölner Beschluß bezüglich der preußischen Landtagswahlen auf und überläßt den preußischen Parteigenoffen die selbständige Entscheidung darüber, ob sie sich an den Landtagswahlen betheiligen wollen oder nicht. und die: Dieser Umstand, das umfassende Arbeitsgebiet des Landtags, hat zur Folge gehabt, daß auch unfere Partei von jeher der Frage des Wahlrechts zum preußischen Landtag Aufmerksamkeit geschenkt hat. Es erschien mir interessant, den geschichtlichen Nachweis zu liefern, wie sich unsere Partei früher zu der Frage der Abänderung des preußischen Landtagswahlrechts gestellt hat. Ich habe mich also in der Parteipresse ningefehen und da finde ich in Nr. 36 des " Sozialdemokrat" rom 19. März 1865 die erste Aeußerung über das Wahlrecht zum Landtag. Sie ist enthalten in einem Bericht über einen heinisch westfälischen Arbeitertag, der am 12. März 1865 in Barmen unter Vorsitz des Genossen Hillmann tagte. Dieser alte Genosse, der jetzt noch lebt, ist den jüngeren Genossen wohl unbekannt, hat aber in der ersten Zeit der Bewegung eine hervorragende Rolle gespielt und war, wenn ich mich nicht irre, eine furze Zeit auch Präsident des allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Der Beschluß besagt: ,, cs sei zu billigen, die Vorschläge der preußischen Regierung zur Hebung der Lage der arbeitenden Klassen erst abzuwarten, bevor man über diefelben aburtheilt, indem es feineswegs auss geschlossen, daß dieselbe das Dreitlassen- Wahlsystem aufhebt und statt dessen das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht ein führt." Aus diesem Beschluß flingt ein Vertrauen zur preußischen Regierung heraus, das uns heute einfach unverständlich ist. Daß wir hente ein solches Vertrauen zur Regierung Preußens oder zu irgend einer anderen Regierung hegen könnten, ist einfach ausgeschlossen, und hier zeigt sich, wie sehr sich die Dinge geändert haben, wie sehr wir andere geworden sind, wie sich aber auch die Stellung der Regierung zur Arbeiterbewegung verschoben hat. Resolution Bebel, betreffend die Betheiligung an den wie wir sie praktisch seitdem immer innegehalten haben, wenn wir Preußischen Landtagswahlen. Der Parteitag beschließt: Der Beschluß des Kölner Barleitages, der den preußischen Parteigenossen die Betheiligung an den Landtagswahlen auf grund des Dreillassen- Wahlsystems untersagt, wird aufgehoben. Dagegen wird beschlossen: 1. Die Betheiligung an den nächsten preußischen Landtagswahlen ist überall geboten, wo die Verhältnisse eine solche den Parteigenossen ermöglichen. 2. Inwieweit eine Wahlbetheiligung in den einzelnen Wahl freifen möglich ist, entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Wahlkreise nach Maßgabe der lokalen Verhältnisse. 3. Beschließen die Parteigenossen eines Wahlkreifes die Wahl betheiligung, so fommen für diese folgende Gesichtspunkte in betracht: a) ist die Wahl eigener Wahlmänner möglich, so ist dieselbe mit aller Kraft zu betreiben; b) ist die Aufstellung eigener Wahlmänner unmöglich und beschließen die Parteigenoffen, sich dennoch an der Wahl zu betheiligen, so ist die Wahl von Wahlmännern, die ausschließlich einer bürgerlichen Oppositionspartei angehören, gestattet. 4 Mit der Frage unserer Stellung zum Wahlrecht trat auch. die Frage, wie stellen wir uns bei eventuellen Stichwahlen, bald an uns heran. Zum ersten Male wurde sie bei den Wahlen zum norddeutschen Bundesparlament und gum Bollparlament 1867 aufgeworfen. Es wird intereffant für Euch, Genoffen, sein zit ers fahren, daß schon damals die offizielle Parteiparole eine solche war, uns auch bisweilen, ich erinnere an den Kongreß von St. Gallen, in theoretischen Beschlüssen davon entfernten. In der Nummer 2 des alten Sozialdemokrat" vom 3. Januar 1868, den Schweizer und v. Hoffstetten herausgaben, findet sich folgende Aufforderung an die Mitglieder in Süddeutschland bei den Wahlen zum Zollparlament:" Finden engere en zwischen konservativen und liberalen Kandidaten statt, Sie zu wirken, daß für letzteren geftimmt wird." so haben dahin Auch sonst der Bewegung mit der Stellungnahme zu den hat man sich bei verschiedenen Gelegenheiten in den Anfängen schäftigt. Es dürfte vielleicht den Genossen aus Bayern interessant sein, zu erfahren, daß auf dem Nürnberger Arbeitertag 1868 es der spätere voltsparteiliche Abgeordnete Ströber gewefen ist, der dort beantragte, der Arbeitertag beschließt, tei Seichstags und Landtagswahlen nur solchen Kandidaten die Stimmen zu geben, welche fich verpflichten, zum Zwecke der Erhaltung des stehenden Heeres keinen Broschen zu bewilligen". Also selbst die Devise einen Mann und feinen Groschen" ist schon älteren Datums, als der eine oder andere von uns glauben dürfte. Allgemeine deutsche Arbeiterverein und die sogenannten Eisenacher, Interessant ist die Stellung, die die beiden Richtungen, der zu der Frage der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen unter der Bedingung zulässig. taß die betreffenden bürgerlichen damals Jobann Jacoby von der preußischen Fortschrittspartei in 4. Abmachungen dieser Art für die Landtagswahlen sind nur 1870 eingenommen haben, von besonderem Interesse deshalb, weil Oppositionsparteien bereit sind: Oppositionsparteien bereit sind: a) ihre Kandidaten zu verpflichten, für den Fall ihrer Wahl in wurde. Eeitens des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins wurde Berlin abgefägt und an feiner Stelle Eugen Richter aufgestellt den Landtag, für die Einführung des allgemeinen, gleichen, damals durch Parteigenossen im Auftrage des Präsidiums folgende direkten und geheimen Wahlrechts, wie solches für die Erklärung in einer Berliner Wahlmänner Versammlung des 3. Wahl. Wahlen zum Reichstag besteht, auch für die Wahlen freises abgegeben:„ Die Versammlung schließt sich der vom Präsidenten zum Landtag einzutreten und im Landtag alle Maßnahmen des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, Dr. v. Schweitzer, erlassenen entschieden zu bekämpfen, die geeignet sind, die bestehenden Bollsrechte im Einzelstaat weiter zu schmälern oder zu berecht hervorgegangene Kammer als Voltsvertretung betrachtet werden Erklärung an, wonach nur eine aus dem allgemeinen Stimm feitigen; b) eventuell auch einem sozialdemokratischen Kandidaten thre Stimmen zu geben. 59. Parteigenossen in übeck: Die Genossen erklären zur Frage der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen, sich jeglicher Stellungnahme enthalten zu wollen, da sie dieselbe als 5. Um eine genaue Durchführung der vorstehenden Beschlüsse zu prinzipielle nicht ansehen, vielmehr in derselben eine rein taktische ermöglichen und die Interessen der Gesammtpartei nach allen Rich und dem freien Entschluß der Genoffen zu überlassende erblicken. tungen hin zu sichern, betraut der Parteitag den Parteivorstand mit Die fozialdemokratische Partei Lübecks hat sich in ganz analogem dieser Aufgabe. Die einzelnen Wahlkreise sind verpflichtet, die Zustimmung des Falle an den Bürgerschaftswahlen im lübeckischen Stante betheiligt, bei denen ein Bürgerrechtszenfus und ein komplizirtes Parteivorstandes für ihre Abmachungen mit anderen Parteien einWahlverfahren Erfolge der Partei nahezu ausschließen. Sie hat Juholen. es gethan, ohne sich in irgend einer Weise etwas zu vergeben oder irgendwie fich zu schädigen, sie hat es auch ausgeführt, ohne in der Gesammtpartei Deutschlands auf irgend welchen Widerspruch zu stoßen. Hierauf fußend ist sie der Ansicht, daß die Lösung der Frage getrost den preußischen Genossen anvertraut und mit Sicherheit er wartet werden kann, daß die Entschließungen derselben der Partei zum Vortheile gereichen werden. 60. Parteigenoffen in Mainz: Die Parteigenossen der Stadt Mainz halten auf grund der in Hessen gemachten Erfahrungen den Eintritt sozialdemokratischer Abgeordneten in den preußischen Landtag für sehr wünschenswerth im Intereffe der Propaganda des Sozialis mus, der Hebung der gegenwärtigen Lage der Arbeiterklaffe und der Bekämpfung der Reaktion. Sie halten darum die Aufhebung des Kölner Beschlusses von 1893 für geboten und empfehlen den preußischen Genossen den Eintritt in die Landtagswahl mit dem Zwecke der Gewinnung von Mandaten. Die Entscheidung im einzelnen halten sie für Sache eines preußischen Parteitags. Wahlsystem besteht, der Wahl zu enthalten." Die Redaktion des fann. Jede demokratische Partei hat sich, so lange ein KlassenVoltsstaat", damals in Leipzig, dessen Redakteur unser verehrter Genosse Liebknecht war, schrieb dagegen am 2. November 1870: " Es feien aus Preußen von verschiedenen Seiten Anfragen era gangen, wie fich die Genossen bei der bevorstehenden Landtagswahl zu verhalten hätten. Die Medaktion erklärt nun, daß sie nicht allein diese wichtige Frage entscheiden möchte und deshalb eine Anzahl Genossen zusammenberufen habe und daß man da zu folgendem Beschluß gekommen sei: In Rücksicht, daß das Dreiklassen- Wahlsystem die Entscheidung ausschließlich der Bourgeoisie und dem großen Grundbesit in die Hand giebt, soll man sich unter Protest der Wahl enthalten. Eine Ausnahme würde nur für den Fall einzutreten haben, daß das Bürgerthum Männer von unzweifelhaft demokratischer Gesinnung, Johann Jacoby, Guido Weiß u. s. w. aufstellte, von denen anzunehmen ist, daß sie wahrscheinlich im Sinne unseres Progromms wirken würden." Referent ist Auer: Parteigenossen! Es ist in der gegnerischen Presse vielfach die Meinung aufgetaucht, einmal daß der gegen wärtig zur Verhandlung stehende Gegenstand der wichtigile von allen ist, die uns diesmal beschäftigen, und dann ist die Hoffnung aufgetaucht, daß bei dieser Gelegenheit die Gegenfäße auf einanderplaten und die längst erhoffte Spaltung der Partei eintreten werde. Wie sie sich schon so oft getäuscht haben, so werden unsere Geguer auch diesmal wieder eine Täuschung er leben. Daß die Frage für die Partei wichtig ist, beweist Sie sehen also, durchaus differiren die Meinungen: Während die rege Theilnahme, welche die Grörterung darüber allerfeits ge- Echweißer damals auf dem Boden stand, den wir in Köln vertreten funden hat. Ich habe das feste Vertrauen zu den Genossen, daß, haben, hat damals schon die Redaktion des Boltsstaat" mit Mögmöge die Entscheidung fallen, wie sie wolle, dadurch unfere Einigkeit lichkeiten gerechnet, wie sie augenblicklich wieder im Mittelpunkte und unser Zusammengehen nicht im geringsten geändert werden. der Diskussion stehen. Ich führe das an, um zu zeigen, daß die ( Buftimmung.) Ich hoffe, daß auch die Diskussion bei aller prin- Frage schwierig ist, daß aber vor allem auch je nach den Verzipiellen Schärfe nicht die Grenze überschreiten wird, die einzuhalten hältnissen und Umständen man zu dieser Frage selbst zu einer veränderten wir als selbstverständlich betrachten. Stellung kommen fann. Es ist ganz richtig schon betont worden, Daran anschließend habe ich gleich im Namen der Parteileitung daß es sich nicht um eine prinzipielle, sondern eine taktische Frage 61. Parteigenoffen des 1. Berliner Reichstags- Wahl eine Mittheilung zu machen. Es liegt u. a. der Vorschlag vor, die handelt.( Schr richtig!) Ich darf daran erinnern, daß Jacoby treises: Dem Parteitage die Aufhebung des Kölner Beschluffes, Entscheidung darüber, wie der Beschluß in die Praxis umzusetzen damals mit 109 Stimmen bei der Wahl unterlegen ist. Das war welcher die Parteigenoffen zur Wahlenthaltung verpflichtet, zu em ift, einem besonderen preußischen Parteitage zu übertragen, im November, und im Mai desselben Jahres batte Jacoby vor pfehlen und die Parteigenoffen zu verpflichten, bei Wahlen, an der im unmittelbaren Anschluß an diesen Parteitag zusammen seinen Wählern seine bekannte Rede über die Stellung zur Arbeiterdenen sich die Sozialdemokratie nicht als Gesammtpartei betheiligt, zutreten hätte. Ich kann nun mittheilen, daß die Parteileitung, frage gehalten, er hatte alfo den Schritt von der bürgerlichen zur feinem bürgerlichen Wahlmann oder Abgeordneten die Stimme zu in der ja, wie Sie wissen, über die grundlegende Frage felbft, fozialen Demokratie bereits gethan. Und es unterliegt wohl feinem geben, der nicht die Gewähr dafür leistet, daß er mindestens eintritt ob Betheiligung oder nicht, die die Meinungen fehr fehr weit Zweifel, daß, wenn wir die Entscheidung darüber hätten, ob Jacoby, für: Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen, direkten Wahl auseinandergeben der befte Beweis dafür ist ja, daß aus der wenn er noch lebte, in den preußischen Landtag hineinkommen sollte, rechts für den Landtag und die Gemeinden, Beseitigung aller Parteileitung selbst Referent und Korreferent ernannt worden sind wir alle fagen würden: Ja wohl, das ist gut! Das ist auch hier partiful arrechtlichen, die freie Ausübung des Vereins-, Versamm- sich für diesen Vorschlag selbstverständlich nicht entscheiden konnte. wieder nicht eine Frage des Prinzips, sondern der Tattik. lungs- und Koalitionsrechts beschränkenden Bestimmungen, Auf-( Sehr richtig!) Wir sind der Meinung, daß es nicht Sache der Diefelbe Frage hat auch den Stuttgarter Kongreß der Eisenacher Blamir mich nicht, mein schönes Kind, Ünd grüß mich nicht unter den Linden. Wenn wir nachher zu Hause sind, Wird sich schon alles finden." beschäftigt, auf welchem eine Strömung der absoluten Negation der traditionellen Aufgabe, Vorkämpfer des Deutschen Reiches zu sein Iman mit solchem Philistereinwurf weg. Ja, wir sind schlau genug, Wahlbetheiligung gegenüber vorhanden war, die ihren tlaffischen in der Stärkung der Einheit des Deutschen Reiches, abschwenkte und wenn wir nur wollen! Ausdruck gefunden hat in der bekannten Rede unseres Genossen sich dem ödesten reaktionärsten Partitularismus ergab, nur Ueber die Frage der Wichtigkeit, Vertreter im Landtage zu haben, Liebknecht im Berliner Arbeiterverein 1869 über die politische um einer jungen, aufstrebenden Parlei, die die Interessen des darüber sollte unter uns kein Streit mehr sein. Darüber spreche ich Stellung der Sozialdemokratie. Während aber Liebknecht 1869 noch arbeitenden deutschen Volkes wahrzunehmen sich zur Aufgabe gemacht nicht erst. Aber wie steht es damit: Zum Kompromiß gehören doch auf dem Boden schroffster Verneinung aus rein taktischen Gründen hat, zu unterdrücken, ihr Hindernisse in den Weg zu legen, als die mindestens zwei. Selbst wenn auf unserer Seite die Neigung zum gestanden hat, sah er sich 1870 bereits genöthigt, von dieser lex Rede tam, da ging es wie ein Lichtstrahl durch das deutsche Kompromiß vorhanden sein sollte, glauben Sie nicht, daß auf der Negation nicht mehr den vollen Gebrauch zu machen. Es waren politische Leben, und der Lichtstrahl fiel auf den preußischen Landtag Gegenseite stark die Empfindung vorhanden ist, die sich in dem Bebel und Liebknecht, die auf dem Stuttgarter Parteitag eine und erleuchtete ihn und brachte uns klar zum Bewußtsein, welche Heine'schen Verse ausdrückt: Resolution inbezug auf die Stellung zu den Wahlen einbrachten, in Bedeutung unter Umständen der preußische Landtag für uns haben der es heißt: könnte und ob es angebracht sei, auch weiterhin die Negation in Die sozialdemokratische Arbeiterpartei geht mit keiner anderen bezug auf die Betheiligung beizubehalten. Wir wissen ja, was die Partei Allianzen oder Kompromisse ein. Dagegen empfiehlt der lex Necke bedeutet: Vernichtung des Vereins- und VersammlungsKongreß, bei den Wahlen zum Reichstage und Zollparlament da, rechts für die Arbeiterklasse. Da wurde es für die Parteileitung( Große Heiterkeit.) wo die Partei einen eigenen Kandidaten nicht aufstellt, solchen Pflicht, die Frage nochmals zu erörtern, ob es nicht möglich sei, Ach, meine Herren, unsere Stimmen, die nehmen Sie gern, aber Kandidaten ihre Stimme zu geben, die wenigstens in politischer durch eine Veränderung der taktischen Haltung das drohende Unheil mit den vaterlandslosen Gesellen, die nicht werth sind, den Namen Hinsicht wesentlich unseren Standpunkt einnehmen. Namentlich abzuwenden, und den prägnanten Ausdruck fand diese Erkenntniß Deutscher zu tragen, einen Kompromiß abzuschließen( Heiterkeit), ja, empfiehlt der Kongreß, in den Bezirken, wo die Partei von der in dem Aufruf der Fraktion, den Sie finden in der Nummer 160 das ist wieder etwas anderes. Besonderer Muth ist ja nie Sache Aufstellung eigener Kandidaten absieht, von anderen Parteien auf des Vorwärts" vom 20. Mai 1897. Hierüber gab es keine unserer Gegner gewefen. geftellte wirkliche Arbeiterkandidaten zu unterstützen. Meinungsverschiedenheit. Die Bedenken kamen erst nachher, als es Ein Kompromiß muß in offizieller Form abgeschlossen werden. Das letztere ist selbstverständlich, es handelte sich da um die galt, an die Ausführung zu denken; und das ist ja eine alte selbst. Das ist noch nicht Kompromiß, wenn man erklärt: wir Kandidaten des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Aber es ist verständliche Erscheinung, daß man über das Ziel einig ist, aber wählen den Gegner, weil er das kleinere Uebel ist. Der doch interessant, daß die praktischen Erfahrungen unseres Genossen verschiedene Wege nach Rom führen. In diesem Aufruf heißt es, nach- Kompromiß beginnt doch erst da, wo unter Aufgabe der eigenen Liebknecht, der noch 1869 schroff negirend dem Parlamentarismus dem die preußische Vereinsvorlage in ihrer Bedeutung für uns gefenn- Ueberzeugung man sich mit dem Gegner verbindet. Und das Ver gegenüberstand, es so weit brachten, ein Jahr später nicht nur die zeichnet und aufgefordert war, überall Versammlungen einzuberufen, trauen habe ich zu den Genossen: derartige Kompromisse schließen Betheiligung an den Wahlen für nothwendig zu erklären, sondern überall Protestfundgebungen loszulassen, unter Aufbietung der Massen sie nicht. Davor wird sie die lange Partei- Erziehung, wird ihr auch den Genossen den Rath zu geben, da, wo sie selbständig teine träfte der Partei: Klassenbewußtsein sie bewahren. Kandidaten aufstellen könnten, solchen gegnerischen Kandidaten ihre Stimme zu geben, die wenigstens in politischer Hinsicht die Garantie bieten, im Simme freiheitlicher Ausgestaltung zu wirken. Dieser Stuttgarter Beschluß ist zwei Jahre später, wo wir kurz vor den Reichstagswahlen standen, wiederholt worden. " " Wo solche Kundgebungen gegen die Angriffe auf die Freiheit Ein weiterer Einwurf lautet: Sowie wir auf diese Bahn uns und das Recht des Volkes von bürgerlicher Seite ausgehen, unter- begeben, werden die Stegmüllereien in ganz anderem Maße playstützt dieselbe. Gegenüber dem Vorgehen der junkerlichen Reaktion greifen, als es bisher schon geschieht, wird die Prinzipienreinheit haben alle gemeinsam zusammenzustehen, da durch das gekenn- der Partei bedroht. Dagegen fann ich nur immer dasselbe zeichnete Attentat sich alle Bürger eines Gemeinwesens getroffen sagen: Wenn in unseren Reihen der Kompromißbazillus und die Aber weiter! Auch über die Betheiligung unserer Partei an den fühlen, das den Anspruch erhebt, ein moderner Staat zu sein." Neigung zu Stegmüllereien so start ist, wie dieser Einwurf besagt, sächsischen Landtagswahlen waren die Ansichten getheilt. Bebel hat Nun, Parteigenossen, Sie sehen, welche Bedeutung der Vereins- ach Genossen, dann mögen wir beschließen, was wir wollen, dann noch 1871 auf dem Dresdener Parteitage auf grund der gegebenen vorlage feitens der Fraktion beigelegt wurde, und welche Gefahren werden wir trotz der radikalsten Beschlüsse nicht verhindern können, Thatsachen nachgewiesen, daß der Zensus von 3 M. eine Betheili- in den neuen Wendungen der preußischen Politik von ihr gefunden daß die Partei verwässert.( Sehr richtig.) gung unserer Partei unmöglich macht, da dieser Zensus genüge, um wurden. Ich wiederhole noch einmal, der Aufruf der Fraktion ist Die Arbeiterschaft vom Wahlrecht auszuschließen. Aber die Verhält einstimmig gefaßt worden und jubelnde Zustimmung hat er in nisse änderten sich so, daß wir im letzten Jahre noch 15 sozialdemo- der ganzen Partei gefunden. Ich habe die felsenfeste leberzeugung fratische Abgeordnete durchbrachten, während es 1871 ausgeschlossen wenn der Fraktion heute die Frage vorgelegt würde, wollt Ihr den schien, auch nur einen Mann durchzubringen. So ändern Aufruf noch einmal unterzeichnen? unter den 48 Männern würde sich die Zeiten, und mit den Beiten die Verhältnisse, sich auch nicht ein einziger finden, der nicht auch heute seinen Namen und es ift deshalb in diesen Fragen nicht wohl ge darunter setzte. than, uns für alle Zeit festzulegen. Das war ja auch der Fehler, den wir in Köln gemacht haben, den ich mitgemacht habe und für den ich auch mein Theil Verantwortung übernehme. Wenn wir in den Anschauungen auch noch so viel auseinandergehen, dafür scheint ja eine absolute Majorität vorhanden zu sein, daß wir den in Köln begangenen Fehler aus der Welt schaffen müssen. Als wir in Sachsen in die Wahl eintraten, gab es noch große Schwierig teiten, die zu überwinden waren, und nicht die geringste Schwierig teit bestand in dem in der Verfassung vorgesehenen Treueid, den die Abgeordneten schwören mußten, wenn sie in den Landtag eintraten. Allerdings hat dieser Eid eine Form und einen Inhalt, der es durchaus begreiflich macht, daß Personen, die nicht weiter nachdenken, sich daran stoßen. Er lautet: Ich schwöre zu Gott, die Staatsverfassung tren zu bewahren und in der Ständeverfassung das unzertrennbare Wohl des Königs und Vaterlandes nach meinem besten Wissen und Gewissen bei meinen Anträgen und Abstimmungen allenthalben zu beobachten. So wahr mir Gott helfe! Wenn man nicht nachdenkt, so wird man es begreiflich finden, wieso gerade diesen Treueid unser früherer Parteigenosse Haffelmann so außerordentlich zu benutzen wußte, um gegen die damalige Barteileitung zu intriguiren. Es gab teine geeignetere demagogische Handhabe, als zu sagen, wo soll das hin, auf welche schiefe Bahn begiebt sich unsere Partei? Ganz treffend hat damals Liebknecht, der meines Wissens ja der erste war, der sich darüber mit meiner und ich glaube auch mit Ihrer aller Zustimmung hinwegsetzte, ausgeführt: Eeien wir doch gerecht. Wie viel Stegmüllereien find denn eigentlich vorgekommen und wie sind sie geschehen? Erklären sie sich nicht aus dem ganzen Milieu, aus den kleinen Verhältnissen? Und dann: es kommt bei uns sehr viel darauf an, nicht was passirt, sondern wer es thut. Gefestigte Naturen kommen weit weniger in Gefahr, als schwächere Naturen. Und denken wir auch an die Bitte im Baterunser: Führe uns nicht in Versuchung.( Sehr richtig!) Also durch die ganze Partei geht nur ein einziger Bug. G Dieser Einwurf der Stegmüllerei ift ja möglich, aber Parteigenossen, giebt kein Hüben und Drüben, kein Rechts und Links! Die Gefahr, halten wir doch daran fest: Wer schwimmen lernen will, muß ins die uns bedroht, ist klar erschaut. Wir befinden uns in der Ver- Wasser gehen! Das ist ein Wort, das ich aus dem Munde unseroz theidigungs- sowohl wie in der Angriffsposition, und nur darüber Seniors Liebknecht schon zu hunderten Malen gebört habe, immer haben wir uns zu entscheiden, in welcher Form der Angriff aus zur rechten Zeit angewendet. Wenn wir die Welt in ihren Grundgeführt werden soll. Dafür die richtige Entscheidung zu treffen, die vesten erschüttern und umgestalten wollen, dann müssen wir noch richtige Linie zu finden, die nach unserer besten Ueberzeugung dem manche Erfahrungen machen, und um diese Erfahrungen zu sammeln, Wohl der Partei dient, das ist die Aufgabe der Genossen müssen wir an gewisse Posten kommen, wo sie gesammelt werden hier auf dem Parteitag und ich habe die feste Ueberzeugung, fommen. Wir müssen eben ins Wasser gehen, um schwimmen zu daß wir unbekümmert 11111 Rechthaberei und sonst was lernen. nur die Frage im Auge behalten: wie verhindern wir Ein zweiter Einwand geht dahin: Die Wähler werden irritirt, die gegnerischen Pläne und wie nüßen wir unserer Partei, wenn wir ihnen sagen: Bei den Landtagswahlen stimmt für die und vor allem den Bestrebungen und Intereffen der Arbeiterklasse, Freifinnigen oder eine andere bürgerliche radikale Partei, und wenn, der freiheitlichen Ausgestaltung ihrer Rechte. Das sollen unsere wir dann diefelbe Partei bei den Reichstagswahlen bekämpfen. Auch Motive für unsere Entscheidung sein, und deshalb kann von einem hier läßt sich dasselbe sagen wie vorher. Die Möglichkeit, daß der Streit gar keine Rede sein; die Frage ist viel zu ernst für uns, als eine oder der andere dadurch vielleicht an uns irre wird und sich daß wir Zeit hätten, über fleinliche Recht haberei und Sonderwünsche sagt, dann wähle ich auch für den Reichstag von vornherein den uns in die Haare zu gerathen. Kandidaten der Opposition, diese Möglichkeit gebe ich zu, es ist Parteigenossen! So war also die Sache. So war also die Sache. Die Parteipreffe sogar möglich, daß die Welt einmal untergeht.( Heiterkeit.) Möglich brachte dem Aufrufe der Fraktion durchaus Verständniß entgegen. ist eben alles, es fragt sich nur, ob diese Möglichkeit einen solchen Kautsky gab in der Neuen Zeit" nur Ausdruck dem, was in weiten Umfang annehmen kann, daß wir um der sich daraus ergebenden Kreifen gefühlt wurde. Die Reaktion verschanzt sich hinter dem Nachtheile willen die uns sonst erwachsenden Vortheile nicht mehr Dreiklassensystem, und da mußten wir uns dieses ansehen, ob sich anstreben dürfen, und diese Ansicht halte ich für durchaus falsch. nicht eine Bresche in diese Schanze des Junkerthums legen ließe. Was alles möglich ist, darüber will ich kein Wort verlieren, weil es mir scheint, als gebe es überhaupt keine Unmöglichkeiten. Ueberall, wo Licht ist, ist auch Schatten, aber mit dieser Thatsache müssen wir rechnen, die müssen wir als gegeben annehmen. " M So lange waren wir alle einig. Nun fam aber die weitere Frage: Wie soll diese Aufgabe gelöst werden? Da thürmten sich denn die Schwierigkeiten wieder auf, da tamen die Bedenken. Zunächst das Den Treueid haben wir ja nicht in die Verfassung hinein- Bedenken, daß es nicht möglich sei, aus eigener Kraft einen Partei- Es ist dann ferner gesagt: Was soll denn überhaupt dadurch gebracht, sondern die anderen, und wenn wir uns an diesem genoffen in den preußischen Landtag hineinzubringen. Gewiß, diese erreicht werden, daß wir uns der Mühe der Wahlbetheiligung unterpapiernen Hinderniß stoßen, dann haben es ja unsere Gegner un Frage steht noch ungelöst da, und ich selbst glaube, offen gestanden, ziehen? Wir ändern ja an den thatsächlichen Verhältnissen, wie sie gemein leicht. So lange sie die Majorität haben, derartige papierne auch nicht an diese Möglichkeit. Aber man muß sich doch fragen, unter dem Dreiklassen Wahlsystem = einmal gegeben sind, Hindernisse aufzuthürmen, müssen wir von der politischen Arena giebt es nicht doch Wege? Man muß das große Biel im Auge doch nichts. Diesen Einwurf möchte ich nicht gelten verschwinden. behalten. 1871 hielt Bebel es noch für ganz unmöglich, daß lassen; es ist mit Recht in der Presse schon darauf Nun wird aber auch heute gesagt, ja, wohin sollen wir kommen, wir je einen Sozialdemokraten in den sächsischen Landtag bekommen, hingewiesen, daß der preußische Landtag früher ganz auf dieser schiefen Ebene sind wir eines Tages bei den bürgerlichen und so ist für die Zukunft die Möglichkeit durchaus nicht aus anderes Gesicht gehabt hat wie heute. Es ist ja eine notorische Parteien angelangt. Ja, das haben wir schon früher gehört. geschlossen, daß wir auch in den preußischen aus eigener Straft Ab- Thatsache, daß die bekannte Aeußerung des Fürsten Bismarck von Ganz dieselbe Erscheinung hat sich wiederholt, hat sich wiederholt, als unsere geordnete in den Landtag bekommen. Wenn die Zukunft kommt, dem erbärmlichsten aller Wahlsysteme nicht daher rührte, weil die Genossen in die Berliner Stadtverordnetenwahlen eintraten. werden wir Stellung ihr gegenüber nehmen, wie wir sie in der Ver- Ergebnisse des Dreiklassen- Wahlsystems ihm zu fonservativ, sondern Wer erinnert sich nicht noch der Kämpfe zwischen gangenheit stets zu nehmen gewußt haben. weil sie ihm zu radital waren. Wenn Sie damit die heutige ZuGenossen Schippel und Zuzauer!( Heiterkeit.) Was pro und contra Ein weiterer Grund gegen die Betheiligung ist die Deffentlich fammensetzung des Landtages vergleichen, so werden Sie zugeben Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen geschrieben ist, eie feit der Stimmabgabe.( Sehr richtig!) Seien Sie ganz ruhig! müssen, daß die Ansicht, als sei eine Aenderung nicht möglich, eine fönnen es alle nachlesen in den Zeitungen von 1887. Genossen, die Wir sind Gegner des Dreiklassen Wahlrechts gewesen, find es unzutreffende ist. Ich weiß nicht, welche Gründe unser Genosse früher gegen die Betheiligung in schärffter Weise waren, thun heute heute und werden es bleiben. Aber deshalb, weil eine Waffe, die Bernstein hat, daß er fo schwärmt und von 50 als Stadtverordnete ihre Pflicht, daß man nur den Hut davor ab- ich benutzen will, mir nicht fonvenirt, ist noch nicht gesagt, daß ich bis 100 Mandaten spricht; das ift eine Behauptung, ziehen kann.( Große Heiterkeit.) fie gar nicht nehme und mich wehrlos dem Gegner gegenüberstellen die ich nicht unterschreiben möchte, aber die Thatsache, daß der Es tam 1893. Bernstein machte feinen Vorschlag. Ich foll; die Schwierigkeit, Wablmänner zu finden, ist gewiß da, Landtag troß des Dreitlassen Wahlsystems anders zusammengesetzt maß damals der Sache keine Bedeutung bei und habe mit dazu bei- aber sie wird sich überwinden lassen, das habeu ja die werden kann, wie bisher, steht für mich fest und läßt sich nicht aus getragen, daß der Kölner Beschluß zu stande kam. Nicht aus Radi- Wahlen in Hessen, Baden, Bayern, Gotha u. s. w be der Welt schaffen. Da darf ich wohl auf das Schicksal der lex falismus.( Heiterkeit.) Ich bin tein Prinzipienreiter und in der wiesen, und jetzt auch die letzten Wahlen in Sachsen. Gewiß Mecke hinweisen. Wie wenige Stimmen, nur vier bis fünf, Partei dafür bekannt, daß ich zu den änßersten Radikalen nicht ge verkenne ich weiter nicht die formalen Schwierigkeiten, fehlten, und diese für die Arbeiterbewegung so außerordent höre. Es ist nicht das erste Mal gewesen, als ich gestern aufs die darin liegen, daß eine nöthig werdende Stichwabi lich gefährliche Maßregel wäre Gesetz geworden! Von diesen Armenfünderbänkchen kam und es hieß: So sieht der Kerl aus! am selben Tage wie die Hauptwahl stattzufinden hat, daß die wenigen Stimmen hing das Schicksal des Versammlungsrechts der ( Große Heiterfeit.) Ich maß der Angelegenheit also feine Bedeutung Wähler bis zuletzt im Wahllokal anwesend bleiben müffen. Es legt Arbeiter und ich glaube auch das Schicksal unseres heutigen Parteibei und habe die Artikel in der Neuen Zeit" und im Vorwärts" das unseren Wählern Opfer auf: Berlust an Zeit und Verdienst. tages ab. Ich fürchte, wenn die lex Recke Gesetz geworden wäre, nicht einmal alle gelesen, so daß mir das Malheur Wenn wir aber von unseren Wählern verlangen, womöglich den es wäre Grünfutter für die Reaktion gewesen, und ob wir dann passirt ist, dieselben Vorschläge zu machen, wie sie Arons Tag der Reichstagswahlen als Feiertag zu betrachten, wo es irgend Beit zu Erörterungen gehabt hätten, ob es dann überhaupt möglich schon damals gemacht hat. Ich habe feine Artikel angeht, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, so kann auch der gewesen wäre, aus Preußen Delegirte hierher zu entsenden, das damals nicht gelesen, seine Vorschläge auch jezt nicht abgeschrieben, Ginwurf, daß mit der Ausübung des höchsten staatsbürgerlichen glaube ich nicht. Wenn es so liegt, wenn wir sehen, von wie wenig sondern bin durch eigene Erkenntniß dazu gekommen. Rechtes ein Verlust von einem Tagesverdienst verbunden ist, doch Stimmen für uns so außerordentlich wichtige Fragen abhängen, Während nun Bernstein und Unus 1893 auf ihrem Standpunkt nicht als unüberwindlich erachtet werden. Gewiß, eine Be- dann müssen wir uns doch sagen, daß unsere Stellungnahme nicht ganz allein blieben, ist es diesmal, als wieder die Neue Zeit" und schränkung Des Wahlrechts durch die Bedingung eines blos davon diktirt werden kann und darf, ob wir 50 oder 100 Ab= zwar ihr Redakteur Karl Kautsky den Vorschlag wiederholte, ganz sechsmonatlichen Aufenthalts Orte ist vorhanden, aber geordnete solcher Parteien durchbringen, die uns sympathischer sind umgekehrt gewesen. Wir konnten die Beobachtung machen, daß fie tann von der Betheiligung an der Wahl nicht abhalten. als die jetzige Mehrheit, sondern es ist sogar die Frage, ob es uns zunächst der Gedanke der Wahlbetheiligung allgemeinste Zustimmung Die Schwierigkeiten sind da, sie sind riesengroß, die Frage ist nur, gelingt, ein Dußend durchzubringen, von großer Bedeutung; ich fand und daß erst, als die Frage der Ausführung herantrat, die ob sie unüberwindlich find. Die letztere Frage verneine ich.( Sehr betone ausdrücklich: nicht ein Dußend Sozialdemokraten, sondern Meinungen auseinandergingen. richtig.) ein Duhend Vertreter solcher Parteien, die uns lieber find, als Wie erklärt sich das? Es sind ganz natürliche Gründe. Die Der Kompromiß mit anderen Parteien ist vorgeschlagen worden, die Sorte, die jetzt das große Wort führt. Wenn wir Thatsachen haben dazu beigetragen, daß sich ganz wesentliche Ver- Der Kompromiß ist gewiß bedenklich. Was wird für ibn geltend allen Bedenken gerecht werden wollen, und wenn diese Bedenken änderungen in der Auffassung der Partei vollzogen haben. Fragen gemacht? Es wird hingewiesen auf den Umschlag in der Stimmung wirklich so sind, daß sie uns bestimmen müssen, uns die Frage des wir uns zunächst einmal: in wieviel Landtagen der deutschen der bürgerlichen Parteien. Zu der optimistischen Anschauung fann direkten Eingreifens näher zu überlegen, so müssen wir nach einem Bundesstaaten sind wir schon eingezogen und in wieviel haben wir ich mich nun nicht aufschwingen, die Bernstein aus seinen englischen Aushilfsmittel suchen, um diese Bedenken zu überwinden, ohne der schon versucht, einzubringen? Nun, wir haben in der Mehrheit der Erfahrungen heraus in der Neuen Zeit" vertreten hat. Die örtlichen Partei zu schaden. So bin ich zu meinem Vorschlag gekommen. Der deutschen Bundesstaaten Vertreter in den Landiagen, in zwölf, Verhältnisse müssen doch sehr dabei in betracht gezogen werden. eigentliche Vater dieses Gedankens ist Genosse Arous, aber er ist während wir in elf teine haben. Die beiden Mecklenburg scheiden Was unsere schweizer Genoffen mit großem Erfolge thun, tönnen von zwei Seite erfunden worden, nur bin ich drei oder vier Jahre als nicht tonstitutionell aus. Zu den zwölf Staaten kommen noch wir in Deutschland nicht thun, in Deutschland mit seinen Partei- später aufgestanden.( Heiterfeit.) Arons ist ja wohl vernünftig, die hinzu, in denen unsere Genossen mit großer Energie, wenn auch gegenfäßen und seinem schroffen Klassenfampse, den wir nicht auf genug, um mir daraus keinen Vorwurf zu machen, daß ich, noch ohne Erfolg, den Kampf um Landtagsmandate aufgenommen geben wollen. als ich meinen Artikel schrieb, seinen Vorschlag noch nicht fannte Ich halte meinen Vorschlag heute schon für gerichtet, nicht weil ich ihm nicht viele Vorzüge beimeffe, die die anderen Vorschläge nicht haben aber was nüßt es, der Gescheidteste zu sein, wenn es einem die anderen nicht glauben?( Stürmische Heiterfeit.) " " am haben. Wir haben Vertreter in Bayern, Württemberg, Baden, Weiter wird darauf hingewiesen, daß wir ja auch bei den Heffen, Sachsen, Sachsen- Altenburg, Gotha, Weimar, Meiningen, Reichstags- Stichwahlen nicht davor zurückschrecken, die Gegner zu Schwarzburg Rudolstadt, Bremen und Reuß i. 2. Eine ganz inter- unterstützen. Und das ist richtig. Ich sage: in unsere Hand liegt essante Liste, nicht wahr? Wird es da nicht erklärlich, wenn auch es, die Sache so zu leiten, daß unsere Partei auch bei den Landtags anderswo das Gleiche versucht wird? Ohne Erfolg haben wir uns wahlen keinen Schritt weiter geht als bei den Stichwahlen und was Deshalb will ich über den Vorschlag nicht erst viel Worte in Hamburg, Oldenburg und Lippe- Detmold betheiligt, nicht be- da erlaubt ist und für die Partei günstig wirkt, das muß auch er verlieren. Unter den allgemeinen Gründen, die gegen die Betheiligt bisher in den beiden Mecklenburg, in Braunschweig, laubt sein bei den preußischen Landtagswahlen. Hier handelt es sich theiligung ins Feld geführt werden, steht obenan der Einwurf, daß Reuß ältere Linie und Anhalt, in Schwarzburg Sondershausen, nur um das nöthige Maß taktischen Geschicks. wir uns damit auf eine schiefe Bahn begeben und daß wir damit Schaumburg und Waldeck. In Anhalt standen wir im Aber da sagt man nun: Ja... unsere Leute sind aber nicht unseren Klassencharatler verleugnen. Schon aus den Begriff, uns zu betheiligen, da veränderten die Gegner schlau genug dazu! Wenn aber unsere Leute schlau genug sind, mit mir vorhin angeführten Beispielen werden Sie ersehen das Wahlrecht. Also Sie sehen, Also Sie sehen, die Theilnahme an den uns eine neue Kultur, eine neue Weltanschauung herauszuführen, haben. daß diese Einwürse durchaus nicht neu find. E3 Landesvertretungen ist bei uns in der Partei schon sehr weit ge- dann sind sie auch dazu schlau genug!( Bravo!) ist mir außerordentlich interessant, feststellen zu können, diehen, und das macht es erklärlich, daß das Bestreben auch in den Es ist doch wunderbar: Bald vermögen wir alles, bald haben wie man in der Beurtheilung solcher Dinge manchmal zu Ergebnissen Staaten, in denen diese Vertretung noch nicht vorhanden ist, ge- wir den archimedischen Punkt gefunden, von dem aus wir eine Welt gelangt, die einem später unter anderen Verhältnissen unmöglich ers weckt wird. Und als dann bei uns in Preußen etwas eintrat, aus den Angeln heben können, bald giebt es nichts, nichts, was wir scheinen. In seiner vorhin zitirten Rede aus dem Jahre 1869 sagt was bis dahin einfach für unmöglich gehalten wurde in den Kreisen nicht könnten. Ja, Genossen, wer wollte diesen Idealismus missen. Liebknecht aller Parteien, aller Politiker: als mit einem Male der führende Wir müssen glauben, daß es nichts giebt, was wir nicht könnten. Staat im Deutschen Reich, als Preußen von seiner, ich möchte sagen Dieser Glaube verseht Berge und garantirt den Erfolg! Da bleibe ,, im absolutistischen Staat tönne das allgemeine Wahlrecht nur Spiel- und Werkzeug des Absolutismus sein, dagegen sei das Dreiklassen Wahlsystem zwar un- und antidemokratisch, aber es habe doch einen antifeudalen Charakter, da die befizenden Klassen zwar allezeit bereit wären, Front gegen die arbeitenden Klassen zu machen, aber dennoch Feinde des absolutistischen Staates seien. 15 116,28 M., welcher sich auf 1290 Konten, die Ende März 1897| schweben Verhandlungen einer gemischten Deputatlon, deren Abschluß noch offen standen, vertheilte und demnach durchschnittlich für ein abzuwarten sein wird". Mit diesem Bescheide zeigte sich der OrtsRonto 11,72 M. betrug. verein der Gemeindebeamten in seiner gestrigen Situng nicht einDer Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur verstanden, wählte vielmehr eine Kommission, die eine Beschwerdes Das ist eine Auffassung, der Liebknecht wohl heute nicht mehr Borberathung der Vorlage wegen Abänderung des zwischen der schrift an den Miniſter des Innern entwerfen soll. Gleichzeitig beitritt, denn was 1869 ohne Erfahrungen noch richtig erschien, Straße 1 und der Ringbahn, sowie des zwischen der Schönhauser- wurde befchloffen, die für den Magiftrat bestimmten amtlichen das ist im Laufe der Zeit widerlegt worden. Rann man Allee und der Straße 9 belegenen Theils des Bebauungsplans, Schriftstücke des Vereins fünftig durch den Gerichtsvoll. dies Urtheil heute noch aufrecht erhalten? Nein, man Abtheilung XI, hat unter Vorsitz des Stadtverordneten Hauer sieber zustellen zu lassen. müßte denn behaupten, daß das heutige Deutsche Reich und in Anwesenheit des Stadt Bauraths als Krause weniger absolutistisch regiert wird, wie der Norddeutsche Bund Magistrats- Kommiffarius, einstimmig leber 300 Feststellungstlagen der Gemeindebeamten regiert worden ist. Ver: gegen den hiesigen Magistrat stehen in Aussicht, die der Stadtkasse beschlossen, der Und das läßt sich doch wohl nicht bestreiten: sammlung zu empfehlen, die Zustimmung zur Bebauung des im im ungünstigsten Falle gegen eine Million Mark Gerichtswenn der Absolutismus Erfolge zu verzeichnen, wenn er Einfluß Bebauungsplan der Schönhauser Allee vorgesehenen Plates H. von fosten aufbürden dürften. Mit Rücksicht darauf, daß der Magistrat und Bedeutung hat, so hat er es heute 1897 viel mehr in Deutsch 27 740 Quadratmeter reiner Platzfläche unter der Bedingung zu in einer der letzten Stadtverordneten- Sigungen erklärte, einzelne land, als er es 1869 gehabt hat. Zweifellos ist es richtig, daß das Dreiklassen- Wahlsystem den den ertheilen, daß u. a. die Interessenten dafür einen anderen zwischen Vorlagen einbringen zu wollen bezüglich der Anstellung derjenigen Straßen 11, 12, 14 und 15 belegenen Plat von Gemeindebeamten, bei denen die Sache so liegt, wie im Falle besitzenden Klassen die ausschlaggebende Stellung einräumt, ca. 18 000 Quadratmeter reiner Platzfläche unentgeltlich hergeben Mahlik, das Reichsgericht den Beamtenbegriff aber mit dem antifeudalen Charakter des Dreiklassen- Wahl- und sämmtliche Straßen Nr. 11, 12, 12a, 13, 14 und 15 viel weiter faßt, hat der Ortsverein der Berliner Ge ſyſtems ist es eine eigenthümliche Sache. Der Feudalismus hat auf ihre Kosten anlegen, pflastern 2c., auch dieses Straßenland meindebeamten beschlossen, nunmehr mit Massenfeststellungsja auch seine Wandlungen, und 1869 fonnte man eben noch nicht an unentgeltlich der Stadtgemeinde übergeben. Schließlich gelangte flagen vorzugehen, welchem Schritte sich auch eine Reihe den Industriefeudalismus denken, der es möglich macht, daß Leute noch die Resolution zur Annahme: ,, Die Stadtverordneten. außerhalb des Vereins stehende Kollegen anschließen werden. wie Stumm und Bueck gemeinsame Sache machen mit den Mirbach Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, für In den weitaus meisten Fällen soll die Bewilligung des Armenund Kaniz.( Sehr richtig!) So ändern sich die Dinge und weil den nördlich der verlängerten Chriſtinenstraße gelegenen Theil rechts im Klagewege erftritten werden. Außerdem hat der Zentrals sie sich so ändern, darum ist mit Redensarten nichts gemacht. Es des Weichbildes von Berlin einen Bebauungsplan vorzulegen." verband der Gemeindebeamten des Königreichs Preußen sich bereit beißt überlegen, es heißt erwägen, um den Honig dort zu holen, wo erklärt, den Berliner Kollegen in bestimmten Fällen den Rechts= er vorhanden und zu finden ist Die Stadtverordneten Ed. Mosch, Ulrich, Mertens, Schulz II, chui des Verbandes zu gewähren. Da die Gerichtskosten im Falle Herzfeld, Bruns, Borgmann, Hammerstein, Liebenow, Toltsdorf, Mahlig über 1800. betrugen, einzelne der neuen Feststellungs baben folgenden Antrag in der Stadtverordneten- Versammlung ein- flagen aber vielleicht das Doppelte verschlingen dürften, eröffnet sich gebracht: Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat um dem Stadtfäckel durch das Vorgehen der Gemeindebeamten die Auseine Vorlage, den Umbau der Oranien Brücke betreffend, zu ersicht auf Zahlung ganz enormer Prozeßkosten. suchen. Singer: Der Redner spricht jetzt 13/4 Stunden; ich frage den Parteitag, ob er damit einverstanden ist, daß wir ihm unbeschränkte Redezeit gewähren.( Allgemeine Zustimmung.) ( Fortsetzung im Hauptblatt.) Kommunales. Freie Volksbühne. Lokales. Achtung, Stadtverordneten- Wahlen! Für die zum 1. Januar Jufolge eines Versehens wurde gestern an dieser Stelle bekannt gegeben, daß die am 10., 17. und 24. Oftober 1898 ausscheidenden Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung stattfindenden Aufführungen von Hilger's Trauerspiel„ Die Here" sind vom Magistrat folgende Wahltermine angesetzt worden: 1. Für im Lessing- Theater vor sich gehen. Diese Mittheilung beruht auf die III. Abtheilung: Montag, den 8. November d. J., einem Irrthum. Die genannten Vorstellungen finden nämlich, von vormittags 9 bis nachmittags 7 Uhr; 2. für die II. 2 bie berichtigend mitgetheilt sei, im Friedrich Wilhelm- früher übliche Unterscheidung zwischen Sommer und Winter fünftig städtischen Theater statt. theilung: Dienstag, den 9. November d. J., von vormittags 10 bis nachmittags 5 Uhr; 3. für die I. Abtheilung: Mittwoch, den 10. November d. J., von vormittags 10 bis nachmittags 3 Uhr. Die Wahl bei der Die„ Allgemeine Berliner Omnibus Gesellschaft" wird in diesem Jahre zum ersten Male und voraussichtlich von nun an für immer von der Aufstellung eines besonderen Winter Fahrplanes absehen. Einen Uebergang zu dieser Neuerung bildete schon der letzte Winter Fahrplan, der im vorigen Derbit später als sonst in fraft trat und im Frühjahr zeitig durch den Sommer Fahrplan ersetzt wurde. Dieser Sommer Fahrplan bleibt nun auch für den kommenden Winter bestehen. Daß die wegfallen würde, darauf deutete übrigens schon der Umstand hin, daß der im Frühjahr dieses Jahres eingeführte Fahrplan auf den in den Wagen angebrachten Plakaten garnicht mehr als Proletariat und Klassenbewußtsein. v. Hammerstein von Italien nach Deutschland transportirt wurde, war. Die Direktion soll sich zu ihrer Neuerung weniger deshalb Als der Freiherr Sommer Fahrplan, sondern als Fahrplan für 1897/98 bezeichnet hatte der, Bokal- Anzeiger" eine Art telegraphischen Etappen entschlossen haben, weil sie etwa einem vorhandenen Bedürfniß In den Wahlbezirken der III. Abtheilung ist die Wählerzahl dienst eingerichtet, und die Korrespondenten, des Blattes depeschitten entgegenkommen zu müssen meinte, als deshalb, weil sie den In den Wahlbezirken der III. Abtheilung ist die Wählerzahl in Ermangelung ernſten Stoffes fogar, wie die Kravattennadel des Gewinn aus dem Verkehr der späteren Abendstunden nicht länger eine so große, daß behufs ordnungsmäßiger Ausführung der Wahl eine Theilung der Bezirke in Unterabtheilungen nothwendig ist. großen Ganners aussah. Geht sonst irgendwo in der Welt eine von den Konkurrenz Gesellschaften allein überlassen will. Ebenso soll die Theilung einzelner Wahlbezirke der II. Abtheilung ernſten Blättern für völlig nebenfächlich gehaltene Klatschgeschichte vor. Das intereffirte Publikum wird sich damit gewiß einwegen ihrer räumlichen Ausdehnung erfolgen. so wird der Rummel ebenfalls den Lesern des Zentralorgans für verstanden erklären; die Omnibus Angestellten aber wird auf grund der bestimmungsmäßig im Juli dieses Jahres Gesinnungslosigkeit brühwarm in langen Telegrammen aufgetischt. sind keineswegs davon erbaut, daß sie von nun an Wir erinnern nur berichtigten und öffentlich ausgelegt geweſenen Gemeinde- Wählerlisten, ant den auf unzählige Spalten vertheilten im Winter wie im Sommer eine gleich lange welche dank der geldsackfreundlichen, auf Bildung und Intelligenz Spektakel, den der„ Lokal- Anzeiger" wegen des Aachener Heiraths Arbeitszeit haben sollen. Sie haben in der That allen feinerlei Rücksicht nehmen den Wahlordnung in der I. Abtheilung 1261, schwindels vor kurzem aufführte. Grund, diese, wie gesagt, weniger mit Rücksicht auf das Publikum in der II. Abtheilung 8990, in der III. Abtheilung 298 685, Anders liegt die Sache bei bestimmten politischen Vorgängen. als im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre eingeführte alt= sammen 308 936 Wähler enthält, erfolgen. Die I. Abtheilung be: Sie mögen noch so wichtig sein, paßt es dem„ Lokal- Anzeiger" aber Neuerung mit Mißbehagen aufzunehmen. Für den Winter steht aus denjenigen Wählern, welche mindestens einen Steuerbetrag dem Blatte einfach als nicht existirend betrachtet. So ist das Verum so mehr eine kürzere Arbeitszeit zu gönnen, da in dieser aus geschäftlichen Gründen nicht in den Kram, so werden sie in wäre den Angestellten, namentlich den im Außendienst beschäftigten, von 4851 M. zahlen. Die II. Abtheilung beginnt mit dem halten dieser weitverbreiteten Zeitung besonders interessant gelegent Jahreszeit ohnedies stärkere Ansprüche an ihre Arbeitskraft S'enterbetrage vo11 4845,20 m. und schließt mit dem Steuerbetrag 869,20 m., und der Silbe Ha., lich des gegenwärtigen Parteitags, den die Sozialdemo- gestellt werden. während Bei schlechtem Wetter, besonders bei plößdie III. Abtheilung mit dem Steuer betrage tratie in Hamburg abhält. Es dürfte wohl kaum eine, wenn lichen Schneefällen oder bei Glatteis, ist voll 869,20 m. gar nicht daran und mit der Silbe He anfängt. Damit der Stadtverordneten- Ver- ihre Leser nicht täglich über die Vorgänge in unserem Partei- die schon kurz genug sind, oft völlig verloren. auch noch so bedeutungslose Zeitung in Deutschland geben, die zu denken, die Fahrzeit einzuhalten. Da gehen dann die Pausen, fammlung die gesetzlich vorgeschriebene Zahl von Hausbesitzern erEin Gutes tönnte halten bleibt, muß in folgenden, durch das 2003 bestimmten Wahl. Parlament auf dem laufenden erhielte. Dies geschieht wahrlich nicht aber diese Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, wie sie jetzt für bezirken Nr. 3, 10, 12, 21, 26, 28, 34, 38 und 40 der III. Abtheilung Faktor im öffentlichen Leben ist, mit dem ein jeder, sei er wer er schließlich doch zur Folge haben. Vielleicht wird nun bald auch aus Liebe zu uns, sondern einfach, weil die Sozialdemokratie ein die Angestellten der Allgemeinen Omnibus- Gesellschaft eingeführt ist, je ein Hausbesitzer gewählt werden. Es ist selbstverständlich, daß wolle, zu rechnen hat. von parteigenössischer Seite rechtzeitig alles geschehen wird, um diese Gesellschaft von der Polizei dazu gedrängt werden, eine einen möglichst günftigen Erfolg bei den Kommunalwahlen zu sichern Unglaubliche fertig und macht eine fast zur Heiterkeit stimmende auch im Interesse des Verkehrs und der Sicherheit auf den Straßen Einzig die weitverbreitetste" Beitung Deutschlands bringt das Bertürzung der Arbeitszeit( beren übergroße Länge ja und somit wenigstens annähernd der Arbeiterschaft zu dem Einfluß Ausnahme von dieser Gepflogenheit. Am Mittwoch stand im Lokal bedenklich ist), dadurch herbeizuführen, daß das Personal im Laufe zu verhelfen, der ihr im Rothen Hause gebührt. Anzeiger" auch teine Beile über den Parteitag, und in der des Tages abgelöst wird, was zum Beispiel Aus dem und vorliegenden Jahresbericht der Armen Donnerstags- Nummer wurden die Verhandlungen an unscheinbarer Neuen Omnibus Gesellschaft bereits geschehen muß. direktion, Abtheilung für die Verwaltung des Arbeitshauses Stelle mit Enapp zwölf Beilen abgethan. Wir konstatiren diese und des städtischen Obdachs, über die Verwaltung des Thatsache nicht, um gegen das Blatt einen Vorwurf zu erheben. Arbeitshauses im Jahre 1. April 1896/97 entnehmen wir folgendes: Ein Zeitungsunternehmen, das rein vom Geschäftsstandpunkte aus Im Arbeitshause zu Rummelsburg hat in dem Verwaltungs- geleitet wird, und das aus diesem Grunde glaubt, der Behandlung jahre vom 1. April 1896/97 ein bedeutender Rückgang der Anstalts- aller jener großen Erscheinungen auf politischem und sozialem bevölkerung stattgefunden. Die männlichen Korrigenden sind von 1480 Gebiete, welche die ganze Kulturwelt durchzittern, ängstlich aus dem am 1. April 1896- auf 1175 am 1. April 1897, die weiblichen Wege gehen zu müssen, ein solches Blatt wird ja merkantilen Spür Rorrigenden von 140 auf 125 gefunken. Gestiegen ist die Bevölkerung finn genug haben, um zu wissen, wie es am besten fährt, und der gleichfalls in der Anstalt befindlichen Hospital- Abtheilung für be- unangemessen wäre es, in seine Geschäftspraktiken hineinreden scholtene Lands oder Ditsarme von 400 auf 423 Personen. Im ganzen Jahre waren durchschnittlich täglich 1731 Personen, d. i. 417 weniger als im vorhergehenden Jahre zu verpflegen. Dieser er Bevölkerung bei dieser Gelegenheit nicht laut genug der ehrenrührige Wohl aber fann gegen einen sehr beträchtlichen Theil der Berliner freuliche Rückgang wird als eine Folge des allgemeinen wirthschaft Vorwurf politischer lichen Aufschwungs bezeichnet, und somit ist das in staatserhaltenden werden. Jedermann, und führte er ein scheinbar noch so welt Pflichtvergessenheit erhoben Kreisen gern kolportirte Märchen, daß die Arbeitshäusler Faul abgeschlossenes Dasein, ist, wir müssen sagen, schon aus Gründen lenzer und Bagabunden seien, die einfach nicht arbeiten wollen, aber der öffentlichen Moral berufen, am politischen Leben Antheil zu mals im Lichte der Thatsachen Lügen gestraft worden. nehmen und, sei es nach dieser oder nach jener Seite hin, feinen Von männlichen Korrigenden wurden eingeliefert in dem Mann zu stellen. Vor allem erwächst aber der Arbeiter Lebensalter bis zu 40 Jahren während des Jahres 1894/95 1001, bevölkerung, als der bedeutendsten im Zeitalter der großen 1895/96 nur 665, 1896/97 blos 486, im Alter zwischen 40 und fozialen Umwälzung, die Aufgabe, felbstthätig in die Gestaltung der 50 Jahren 510 bezw. 404 bezw. 283, und über 50 Jahre alt 292 Greignisse einzugreifen. Und die große Mehrzahl der 200 000 bezw. 302 bezw. 201. Im ganzen wurden 1896/97 970 Männer Abonnenten, mit dem das Blatt für absolute Gesinnungslosigkeit und 144 Frauen zur Korrektionshaft gebracht, von denen vor renommirt, sind Arbeiter. Ja zu einem nicht unbeträchtlichen bestraft waren, überhaupt schon mit Korrektionshaft 791 Männer, Theil sind es Personen, die dumpf so etwas wie Klaffeninstinkt in 63 Frauen, darunter mehr als dreimal 141 M., 15 Fr.; geschärfte sich fühlen und die daher auch als ganz selbstverständlich bei öffent- 5 Uhr bestellt." Saft(§ 361 3-8 des Reichs- Strafgesetzbuchs) hatten erlitten mehr lichen Wahlen für niemand anders als für den Vertreter ihrer Dies ist eine natürliche Folge der Arbeitsüberbürdung, der die als zebumal 364 M., 43 Fr., mehr als zwanzigmal 888 M., 28 Fr., Stafje mit dem Stimmzettel voliten. Die Thats che, et efe in Gefängnissen hatten 686 M., 79 Fr. und in Zuchthäusern 99 M., breiten Schichten der hauptstädtischen Bevölkerung an einem Blatte 9 Fr. gesessen; bereits vor ihrem 18. Lebensjahre waren 58 M., wie dem Lokal- Anzeiger" Gefallen finden, an einem Blatte, welches 47 Fr. mit Freiheitsstrafen belegt gewesen. Aus Berlin waren nur seine Leserschaft mit Klatsch füttert und einen der wichtigsten Vore 75. und 43 Fr. der Eingelieferten gebürtig, von den übrigen gänge in der Gegenwart einfach todtschweigt, diefe Thatsache wiegt waren 803 M., 93 Fr. im Königreich Preußen, 87 M., 7 Fr. in viel schwerer für unsere Partei als z. B. der Umstand, daß die In bezug auf Konzeffions- Ertheilungen an hiesige Lokalanderen Staaten des Deutschen Reiche, 5 M., 1 Fr. im Auslande Landbevölkerung noch nicht in dem Maße, wie wir es wünschen, inhaber geht die Polizei jezt mit großer Strenge vor. Ganz beson= geboren. Der letzte Wohnort, d. i. der Ort, an welchem die Ein- für unsere Ideen empfänglich ist. Das Juduſtrie Proletariat ders sucht sie den Schiebungen" bei Verkäufen, resp. bei Verpach gelieferten zuletzt den Mittelpunkt ihres bürgerlichen Lebens gehabt der großen Städte soll die Kerntruppe bilden im sozialen Betungen von Gastwirthschaften entgegenzutreten. Wenn bisher ein hatten, war: Berlin bei 715 M., 139 Fr., andere Großstädte freiungskampf; als unsichere Kantonisten müssen aber Restaurationslofal verkauft wurde, so pflegte der neue Besitzer auf ( mehr als 100 000 Einwohner) bei 42 M., 3 Fr., die übrigen immer noch beträchtliche Schaaren dieser Truppe gelten, so lange fie grund der alten Konzession auszuschänken, bis die neue Erlaubniß vertheilen sich auf Mittel- und Kleinstädte und Landgemeinden. sich von einem gesinnungslosen Klatschblatte das Gehirn verkleistern ertheilt war. In derartigen Fällen fordert jetzt die Polizei, daß der KonJin Elternhause erzogen waren 866 m., 119 Fr., bei Fremden lassen. zeffionsinhaber, oder der konzeffionirte Vertreter deffelben im Lokal ständig 83 M, 19 Fr., in öffentlichen Anstalten 21 M., 6 Fr. Beide Eltern Unsere Parteigenossen im engeren Sinne, die sich so gerne und anwesend ist. Wird der Verkauf dadurch rückgängig, daß dem neuen waren vor zurückgelegtem 14. Lebensjahre verstorben bei 57 M., mit gutem Grund der Erfolge ihrer Agitations thätigkeit rühmen, Inhaber die Konzession polizeilicherseits nicht ertheilt wird, so be 8 Fr, nur der Vater bei 122 M., 12 Fr., nur die Mutter bei sollten in keiner Stunde ihres politischen Daseins vergessen, daß es trachtet die Behörde auch die alte Konzession als durch den Verkauf 83 M.. 6 Fr. Dem Familienstande nach waren ledig in der eigenen Klasse und in allernächster Umgebung troß allem erloschen und verbietet den Ausschank. In den Neuen Schön699 M., 122 Fr., verheirathet 174 M., 9 Fr., verwittwet noch außerordentlich viel zu bendern giebt, und daß auf die Be- hauferstraße, wo ein derartiger Fall jezt eingetreten, ist das Restau 62 M., 11. Fr. und geschieden 35 M., 2 Fr. Die wohner einer jeden Miethskaferne in Berlin noch die Verse unseres rant unter polizeiliche Kontrolle gestellt, bis dem Vorbefizer, der in Korrigenden waren im wesentlichen nur für die Stadtgemeinde Audorf Anwendung finden sollen: den Vertrag wieder eingetreten, die neu beantragte Konzession wieder und zwar für die hauswirthschaftlichen Bedürfnisse des Arbeitsertheilt wird. hauses selbst und für andere städtische Verwaltungen beschäftigt; der größte Theil der Männer, ungefähr zwei Drittel, war wie in den Vorjahren, auf den Rieselgütern, welche der Stadt ge= hören, in besonderen Baracken, unter Begleitung und Bewachung Der Gesammt= von Aufsehern, in der Feldwirthschaft thätig. zu wollen. Den Feind, den wir am tiefsten hassen, Wenn furz das auch bei der Allgemeinen Gesellschaft über freilich verlangt werden, daß dabei nicht nach dem bei der Neuen oder lang eingeführt werden follte, dann müßte Gesellschaft üblichen Modus verfahren wird. Stunden dürften also nicht auf eine solche Tageszeit gelegt werden, Die paar freien daß sie zur Erholung kaum verwerthet werden können. Sie dürften auch nicht nach dem gleichfalls bei der Neuen Gesellschaft geübten sprungen" wird, d. h. daß das Personal eines eben am End Verfahren theilweise nur dadurch erübrigt werden, daß, über. punkt der Linie angekommenen Wagens unter Verzicht auf übernimmt und mit diesem sofort wieder abfährt. die Ruhepause den am Endpunkte bereits wartenden Wagen hiesige Korrespondenz berichtet: Seitdem die Packetfahrt die AlleinArbeitsüberbürdung in der Packetfahrt Gesellschaft. Eine herrschaft auf dem Gebiete der billigen Briefbeförderung in Berlin behauptet hat, giebt sie wieder vielfach Anlaß zu Klagen über Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit. Bei dem Verlage eines lites rarischen Unternehmens kamen auf 100 Sendungen nicht weniger als Backetfahrt. Ganz unbestimmbar ist natürlich die Zahl der Adressaten, fünf Reklamationen wegen Nichtbestellung einer Nummer durch die Packetfahrt. Ganz unbeſtimmbar ist natürlich die Zahl der Adreſſaten, unterziehen. Auch wurden die Sendungen, welche morgens 9 Uhr welche bei Unregelmäßigkeiten der Mühe einer Beschwerde sich nicht aufgegeben worden waren, im allgemeinen erst am andern Abend um Angestellten der Bäcketfahrt namentlich in den letzten Monaten ausgefekt gewesen find. Es ist hohe Zeit, daß diese Arbeiterkategorie im eigenen wie im allgemeinem Interesse eine Besserung des gegen daran denkt, durch die Macht einer fräftigen Organisation sowohl wärtigen unleiblichen Zustandes herbeizuführen. " Der uns umlagert schwarz und dicht, Die zehn Berliner Unfallstationen wurden im September Das ist der Unverstand der Massen, dieses Jahres in 1778 Fällen gegen 1491 im gleichen Monat des Den nur des Geistes Schwert durchbricht! Vorjahres für erste Hilfe in Anspruch genommen und zwar Vom Kriege zwischen Magistrat und Gemeindebeamten. In den Stationen wurden 1657, außerhalb dieser 121 Personen 1585 Mal bei Unfällen und 193 Mal bei plöglichen Erkrankungen. verdienst betrug im Durchschnitt für alle Arbeiter täglich 58 Pfennig, Herr Oberbürgermeister Zelle hatte, wie berichtet ist, vor einiger behandelt. Es haben ferner im vorigen Monat 75 Wagentransporte, 2 Pfennig mehr als in den früheren Jahren. Die männlichen Zeit den Eingang zweier Petitionen des Ortsvereins der Gemeindeund weiblichen Korrigenden erhalten einen Theil des Arbeits- beamten an den Magistrat und die Stadtverordneten- Versammlung größtentheils nach den öffentlichen Krankenhäusern stattgefunden. Ein Theil dieser unter der Motivirung in Abrede gestellt, daß beide Schriftstücke, Transporte für Berunglüdte und plöglich Erkrankte in bestimmten Bei dieser Gelegenheit sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Prämien soll ihnen für die erste Zeit nach der Entlassung die nöthigften weil als nich ta milich betrachtet, auch nicht zu den Akten ge- Fällen unentgeltlich ausgeführt werden. Mittel zum Lebensunterhalt während der Aufsuchung eines Unter langt feien. Gegen diese Auffassung des Magistratsvertreters über werden 4 M. berechnet, während den Bemittelteren die Bemessung Den Krankenkassen fommens gewähren; ein anderer Theil der gutgeschriebenen Prämie den nichtamtlichen Charakter der Petitionen war seitens der des Preises überlassen bleibt. Die Unfallstation XII. wird Ende fann ihnen während der Haft auf ihren Antrag zum Ankauf von Betenten unterm 18. Auguft d. J. beim Oberpräsidenten Achenbach dieses Monats in Rixdorf, Steinmeßstr. 6, eröffnet. Nahrungsmitteln als Zusatz zur Anstaltsverpflegung, zur Unterstützung Beschwerde erhoben worden. Der hierauf unterm 21. Sep von Angehörigen 2c. freigegeben werden. An solchen Brämien ge- tember erfolgte abweisende Bescheid Tautet dahin, daß Das erste Stationsgebände der elektrischen Hochbahn ist langten 1896/ 97= 38283,12 M. zur Auszahlung, wovon 14501,42 M. nach den glaubwürdigen Berichten des Magistrats die dortigen Bor- an der Ecke Stalizerstraße Wafferthorplah jetzt in Angriff genommen während der Haft verwendet, weitere 3688,98 n. zur Beschaffung stellungen vom 20. Juni v. J. und vom 21. Januar d. I. amt worden; es erhebt sich bereits ungefähr anderthalb Meter über den von Kleidungsstücken und Schuhwerk verausgabt und 20 047,77 m. ich nicht zur Kenntniß des Magistrats und der Stadtverordneten- Erdboden. % bei der Enlassung gezahlt wurden. In der Extrakasse für die Korri- Versammlung gelangt sind. Ueber die Regelung der Anstellungs- Neue Polizeireviere. Es sind zwei neu errichtete Polizei. genden verblieb am Schlusse des Berichtsjahres ein Bestand von verhältnisse der bei der städtischen Behörde beschäftigten Hilfsarbeiter reviere, welche die Nummern 100 und 101 führen und durch ander " weitige Abgrenzung der Polizeireviere 9, 57, 64, 69, 88 und 84 ge: 1 als Miethe einkassit, doch wartete der Hauswirth vergeblich auf die gerichtliche Stadtphysifus für Berlin, Medizinalrath Dr. Long, Schloß bildet worden find, in Wirksamkeit getreten. Das Polizeirevier 100 Ablieferung des Geldes. Als der Polizei der Fall mitgetheilt wurde, fich diesem Gutachten, so wird uns gemeldet, vollinhaltlich an, ift in der Bremerste. 62 und umfaßt den Arminiusplay, Birken- behauptete der zur Rechenschaft gezogene F., daß ihm die Summe worauf der Vertreter des Berliner Magistrats beantragte, daß eine Straße 30-49, Bredowstr. 2-49, Bremerstr. 1-75, Buggenhagen in seiner Wohnung gestohlen worden sei. Die Erklärung des an- nochmalige ärztliche Untersuchung Tuckard's durch Dr. Long erfolgen straße, Emdenerstraße 2-53, Jonasstraße, Quißowstraße geblichen Diebstahls erschien der Behörde jedoch so unwahrscheinlich, möge. Der Gerichtsvorsitzende gab dem insofern statt, als er erNr. 64-107, Siemensstraße 17-23, Unionplay, Wald- daß sie zur Berhaftung des Mannes schritt. flärte, zum 15. b. M. im Verhandlungstermine einen Senatsbeschluß straße 2-28 Ind 31-60, Waldenserstraße, Wiclefstraße Fenerbericht. Mittwoch Abend 7 Uhr wurde die Feuerwehr über diesen Antrag herbeizuführen. zwischen Wilhelmshavener und Waldstraße, Wilhelmshavener nach Wilhelmshavenerftr. 56 gerufen, wo auf einem Neubau die Eine Privatbeleidigungsklage des Verlegers des Deutschen, straße 3-54. Das 101. Polizeirevier befindet sich Exerzier Schaalbecke und Balkenlage in Brand gerathen war, der durch eine General- Anzeigers", Karl Seblaget, gegen den verantwortlichen straße 20, und an ihm gehören die Badstr. 25-32, Buttmannstraße, Schlauchleitung beseitigt wurde. Donnerstag Nachmittag brach Redakteur der Berliner Zeitung", Georg Busch, beschäftigte gestern Christianiaftraße von der Seeftraße bis zur Paute, Egerzierstraße, Köpnickerstr. 62 in dem Maschinenraum der Bronze- und Email- die 147. Abtheilung des Amtsgerichts I. Gropiusstraße, Koloniestraße, Pantsir. 29a und 30, Prinzen- Allee 1 Fabrik von Lane Nachfl. ein Brand aus, der verhängnißvoll hätte Artikel der Berliner Zeitung" vom 7. Januar ds. J. bis 10 und 84-90, Reinickendorferstr. 30-40, Sandstraße, Schul- werden können, wäre nicht die Feuerwehr schnell zur Stelle gewesen. Enüpfend an" den am Tage vorher vor der achten Etrafkammer ftraße 40a- 101, Schwedenstraße, Soldinerstr. 27-76, Stockholmer- Unter dem brennenden Maschinensaal befindet sich ein großer Saal, des Landgerichts I verhandelten Prozeß Schwennhagen Sedlazek straße, Straße 64 Abtheilung la von Straße 60a bis zur Exerzier in dem gerade Hochzeit gefeiert wurde. Der Brandschaden ist be- wegen Beleidigung des Oberhofmeisters der Kaiseria, Freiherrn straße, Thurneysserstraße von 2 bis Ende, Uferstr. 1-8a, Bechliner bentend, aber durch Versicherung gedeckt. von Mirbach wurde der Privattläger in dem Artikel mit Ausdrücken ftraße. Das Polizeirevier 100 ist der VI. und 101 der VIL. Polizeihauptmannschaft zugetheilt. verloren. " stattfindet. An Die Direktion der Projektions- Vorträge über Kunst und Kultur wie armseliger Schächer",„ antisemitischer Schmierfint" und dergl. ( Dr. Köppen und Dr. Sloedtner) altes Urania Theater, Invalidenstr. 57, bedacht. Das Urtheil lautete auf 300 M. Geldstrafe. Die Agitations Kommission der Berliner Bureautangestellten theilt uns mit, daß der Vortrag: Benedig und seine Kunſt= Zn sechs Monaten Gefängniß und einem Jahr Chrverlust hatte am 21. März d. J. eine Eingabe an den Vorstand der Anwalts- ichäße"( Herr Prof. Dr. Max Schmid, Aachen), reichhaltig durch farbige ist gestern vor der neunten Straffammer am Landgericht I der Buchtammer zu Berlin gerichtet bezüglich der Regelung bezw. Aufbesserung Glasbilder erläutert, am Sonntag, den 10. Ottober, abends 8 Uhr, halter Otto Winkelmann verurtheilt worden, der überführt wurde, der Arbeitsverhältnisse der Bureauangestellten. Nachdem die Kommission geduldig monatelang auf eine Antwort gewartet hatte, leber Max Klinger hielt Herr Fritz Stahl am Mittwoch den Großschlächtermeister Wiese und dessen Etiefsohn, den Schlächter. gesellen Brückner, bestohlen zu haben. Wiese und sein Stiefsohn entschloß sie sich endlich, eine bescheidene Anfrage an den Borstand Abend in der Urania" in der Invalidenstraße einen äußerst igen gegenwärtig unter dem Verdacht des betrügerischen Bankrotts der Anwaltskammer über den Stand der Angelegenheit zu richten. feffelnden und eingebenden Vortrag. Der auch literarisch und in Untersuchungshaft. Nicht wenig erstaunte fie indeffen, als sie nunmehr die seltsame musikalisch begabte Künstler hat zur bequemsten der Rünfte gegriffen: Gegen den Handel mit Theaterbillets geht die Berliner Kunde erhielt, daß die besagte Eingabe gar nicht an ihren Be- zur Griffeltunst. Trozdem ihm die geschäftlichen Verbindungen zur ftimmungsort gelangt, sondern wahrscheinlich verloren gegangen sei. Gesellschaft fehlten, seien doch die großen Ideen der Zeit sein Polizei jezt mit großer Strenge auf grund einiger Verordnungen Um solchen sonderbaren Zufälligkeiten zu begegnen, hat die Kom- Eigenthum. Im Jünglingsschaffen des Künstlers überwiege von 1880 und 1892 vor, die das Feilbieten von Waaren auf öffent mission die Eingabe nunmehr eingeschrieben" dem Vorstande der das Spielerische, erst nachdem der schwächliche Jüngling lichen Straßen und Plähen betreffen. Die Polizei sieht die Billets Anwaltskammer zugehen lassen." Hoffentlich geht dieselbe nicht wieder durch eine Krankheit in Brüssel zum zähen Mann gereift, als solche Waaren an, die auf diese Weise nicht feilgehalten werden sei er im beften Sinne des Wortes Naturalist geworden und dürfen. Der Billethändler Utter, der schon wiederholt wegen VerDabei habe er gestoßes gegen die in betracht kommenden Verordnungen bestraft suchte sich nun dadurch zu helsen, daß er fich In den städtischen Turnhallen Berlins sind bei den habe ernsthaft die Wirklichkeit studirt. den Straßen oder Plätzen vor den Nebungen der vier Berliner Turngane in der Zeit vom 1. April 1896 lernt, den ihm eigenen, packenden Ausdruck in seine Gestalten wurde, Theatern bis 31. März 1897 37 Unglücksfälle vorgekommen. 18 der Unfälle zu legen, was die Zuschauer namentlich an einem Studienkopf und wohl die Billets aber in Hausfluren, Restau verkaufte und die Auslieferung der betrafen Mitglieder von Männerabtheilungen, ebenso viele Mit auf dem Blatt Märztage" erkennen fonnten, auf dem er den aufhielt, glieder von Jugendabtheilungen; im Turnbetrieb der Frauen Kampf an der Barrikade in der Stlofterstraße im Jahre 1848 schildert. rationseingängen 2c. abtheilungen kam nur ein Unfall, eine Sehnenzerrung am Knöchel Als Klinger sich von der Griffetkunft dem Malerischen zugewendet Billets und die Entgegennahme von Geld auf der Straße unbedingt des linken Fußes vor. Neble Folgen sind nur in 6 Fällen verblieben. habe, hätte ihm die Technik viele Schwierigkeiten bereitet; er habe ablehnte. Er glaubte sich dadurch vor weiteren Strafen zu schützen, In 3 Fällen sind gebrochene oder verrenkte Arme etwas trumm auch mit seinen Bildern immer zu plastisch wirken wollen, ebenso die Polizei und die Gerichte waren aber anderer Meinung. Das geblieben, in 2 Fällen ist Schwäche im Gelenk, in einem Falle theil- wie er an seinen Stulpturen zu viel Malerisches verwendete. Kammergericht hat jetzt feine Revision gegen eines der ihm un Jetzt jedoch habe er die beiden Künste streng getrennt, günstigen landgerichtlichen Urtheile zurückgewiesen und ausgeführt: weise Steifheit des Fingers und Gelenkes Folgeerscheinung gewesen. Die Lichtbilder waren zum theil, trotz der bedeutenden Vergrößerungen Wenn Angeklagter auch die Billets nicht auf der Straße abgab, so Dem Verkehr nach dem Orient soll die Einführung einer nach den Originalen, gut gelungen. Dagegen verfehlten die farbigen babe er sich doch unzweifelhaft dort promenirend aufgehalten, um neuen Route Berlin- Alexandrien dienen. Die Ausdehnung der Wilder vollkommen die Wirkung. Der Künüler, der schon so manche Stäufer zu erwarten. Hierin sei schon ein Feilbieten zu bisher bestehenden Linie Konstanza- Konstantinopel bis nach totoristische Sonderbarkeiten an sich hat, hatte die fleinen Glasplatten lehen. Sein Einwand, Theaterbilleté feien teine 2aaren, sei Alexandrien wird nach der bereits beschloffenen Einführung direkter zwar selbst bemalt, doch verzerrte die ungeheure Vergrößerung im auch nicht durchschlagend. An und für sich seien Billets allerdings Züge Berlin- Konstanza- Alexandrien ermöglichen, Alexandrien von Lichtbilde jeden Farbenrcis, so daß die Aufgabe, Gemälde farbig feine Waaren, wohl aber würden sie es in der Hand des Zwischen Berlin aus in ca. neunzig Stunden zu erreichen. wieder zu geben, noch nicht als gelöst zu betrachten ist. Am nächsten händlers, der darauf ausgehe, sie mit einem Gewinnft zu verkaufen. Sonntag wird Herr Professor M. Schmid einen Vortag über Die Milchprüfungs- Methode des Gerichtschemikers Dr. Venedig und seine Kunstschätze halten. Lohmann. Ein wenig schmeichelhaftes Urtheil über die wich Theater. Im Apollo Theater ift geflern eine ameri untersuchungen des vereidigten Gerichtschemiters Dr. P. Loh Bewohner jenes Stadttheils nachzukommen, werden in der Lehrstätte fanische Operettensängerin, Fräulein Halton, aufgetreten. Die Dame mann hat zu einem gerichtlichen Verfahren, welches S. Dresdenerstraße 118( Luisenstädtische Ober- Realschule) am 11. Dt besitzt wenig von den Künsten, die in Spezialitäten- Theatern allge- vorgestern vor dem Schöffengericht zur Entscheidung gelangte, ber tober cv. wieder eine Reihe hochintereffanter Vorlesungen beginnen. mein für die wirkungsvollsten gehalten werden. Fräulein Halton befannte Göttinger Professor, Geb. Regierungsrath Dr. W. Fleisch. Die erste Vorlesung einer jeden Vortragsreihe ist unentgeltlich brillirt weder in plumpen Ausfällen, noch sucht fie im Geberdenspiel mann gefällt. Es handelte sich um eine Anklage wegen angeb Programme werden kostenlos in der Buchhandlung von Selmar der Zote Nachdruck zu verschaffen. Dafür bietet sie aber mit an- licher Milch verfälschung, welche auf grund einer FestHahne, Prinzenstraße 54, sowie bei dem Vorsitzenden Stadtverordneten genehmer Stimme so viel seine und graziöse Pikanterie im Vortrag stellung des Dr. Lohmann gegen den in der Gleditschstraße wohnhaften Rosenow, Schmidstr. 6, ausgegeben. englischer und französischer Lieber, daß man ihr gern und willig zuhört. Im Schiller Theater wird Sonntag Nachmittag Rosegger's Am Tage des Gerichts", abends„ Bürgerlich und Romantisch", Lustspiel in 4 Akten von Bauernfeld, mit den Damen Pauly, Levermann, Werner und den Herren Patry, Reimann, Schmasow und Laurence in den Hauptrollen, gegeben. In der heutigen Vorstellung kommt der Bisson'sche Schwant„ Madame Bonivard" zur Aufführung. Unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Rosenow hat sich ein besonderes Kuratorium zur Pflege der Volks- Hochschule HumboldtAkademie in der Luisenstadt gebildet. Um einem Wunsche vieler Im Kesselhause des Zentralhotele plagte gestern Abend ein Kesselrohr. Durch den mit großer Kraft ausströmenden Dampf wurden drei in dem Raume anwesende Personen verletzt. Der Heizer Albert Rahn erlitt schwere Brandwunden im Gesicht, an Armen und Beinen. Er wurde nach der Charitee geschafft." Der zweite Heizer Eduard Diener und der zum Besuche dort weilende Artillerist Albert Müller trugen leichtere Berletzungen davon. " Aus den Nachbarorten. Lebensgefährlich verletzt wurde vorgestern Abend beim Abfpringen von einem Pferdebahnwagen der Linie GesundbrunnenKreuzberg" ein etwa vierzigjähriger unbekannter Mann. Derselbe Charlottenburg. Wir richten an alle Genoffen, die gewillt hatte den Borderperron des Wagens auf dem Moltenmarkt bestiegen find, an der am nächsten Sonntag, den 10. Oktober, stattfindenden und wollte ihn in der Nähe der Grünthalerstraße verlassen. Der Flugblattverbreitung für den ganzen Ort theilzunehmen, Fremde wartete jedoch die Haltestelle nicht ab, sondern sprang von bas bringende Ersuchen, in einem der unten benannten Lofale, wo der noch in ziemlich schneller Fahrt begriffenen Tramway ab. Er das hierzu bestimmte Material zur Ausgabe gelangt, um 81/4 Uhr glitt dabei aus, fiel auf das Straßenpflaster und schlug mit dem morgens zu erscheinen. Parteigenossen, es handelt sich um die schnelle Hinterkopf derartig gegen die Wagenwand, daß er besinnungslos und wirkungsvolle Verbreitung, die in spätestens 3/4 Stunden erledigt liegen blieb. Der Verunglückte wurde nach dem Lazarus- Kranken- fein soll. Unsere Mitglieder machen wir auf den§ 5 des Statuts hause gebracht, wo durch die Aerzte eine Gehirnerschütterung und die diesbezügliche Diskussion sowie auf die Beschlüsse der letzten konstatirt wurde. Versammlungen aufmerksam, welchem jetzt endlich nachzukommen ist. 1. Bezirk: Pafche, Potsdamerstr. 44; 2. Bezirf: Leder, Bismarck Straße 74; 3. Bezirk: Weyer, Wallstr. 96; Gimpel, Osnabrückerund Tauroggenerstraßen Ecke; 4. Bezirk: Kant, Pestalozzistr. 65; 5. Bezirk: Dörre, Stummeftr. 19; 6. Bezirk: Röhr, Goethe traße 67 a; 7. Bezirf: Bredlow, Augsburgerstr. 78. Der Vorstand des Wahlvereins. Milchhändler N. erhoben worden war. Zu der Sache war Prosessor Fleischmann aufgefordert worden, sein Gutachten abzugeben, und dieses lautete nun wörtlich folgendermaßen: Unwissenschaftlich und unstatthaft ist es, wie dies Herr Lohmann gethan hat, ein bestimmt es folgenschweres Urtheil über die Beschaffenheit von Milch auf grund nur einer Beobachtung, und noch dazu auf grund einer Beobachtung am Serum freiwillig geronnener Milch, auszusprechen. Nur in feltenften Fällen ist man im flande, auf grund einer Weobachtung ficher darüber entscheiden zu fönnen, ob Milch verwässert ist oder nicht. Um ficher zu gehen, ist es im allgemeinen nöthig, auf fünf Anhaltspuntte zurückzugreifen: 1. auf das spezifische Gewicht der Milch. 2. auf ihren Gehalt an Fett, 3. ihren Gehalt an Trockeng fubftanz, 4. ihren Gehalt au fettfreier Trockenfubſtanz, und 5. das spezifische Gewicht der Trnckensubstanz. Was thut aber Herr ohmann? Weil er, und mit recht, die Untersuchung der bes reits geronnenen Milch für unsicher hält, stellt er keine der ane gegebenen fünf Größen fest, sondern beschränkt sich darauf, als Mothbehelf eine Bestimmung des spezifischen Gewichtes des Serums der ge ronnenen Milch auszuführen und behauptet daraufhin ganz bestimmt, die fragliche Milch sei verwässert gewesen! Dafür, daß eine Verwässerung der fraglichen Milch wirklich vorgenommen wurde, ist nach meiner Erfahrung und Ueberzeugung ein sicherer Beweis durch die Feststellung des spezifischen Gewichtes des Serums ( 1,0256) nicht erbracht. Infolge dieses Gutachtens sab sich sogar der Staatsanwalt veranlaßt, troß der Analyse des Gerichtschemifers Lohmann, felbft die Freisprechung des der Milchverfälschung bezichtigter Milchhändlers zu beantragen, welche denn auch erfolgte. Briefkasten der Redaktion. Von einem herrschaftlichen" Wagen überfahren wurde gestern, Donnerstag, Mittag ein Radfahrer in der Friedrichstraße. Ter Radfahrer, ein älterer Herr, fam, das Rad an der Hand, die Schüßenstraße entlang gegangen. In der Friedrichstraße glitt er aus und fiel auf den Rücken. In demselben Augenblick ging ihm ein Rad eines herrschaftlichen Wagens über den rechten Unterschenkel. Der Verlegte mußte, nachdem er sich auf dem Flur des Hauses Die diesjährigen, besonders wichtigen Charlotten Friedrichstr. 48 erholt hatte, sein Nad in eine Droschke packen und burger Stadtverordneten Wahlen find auf die Tage vom fich nach Hause fahren lassen. Der herrschaftliche Wagen fuhr, wie 16. bis 20. Stovember festgesetzt. Die dritte Wählerabtheilung üblich, davon, obwohl der Kutscher sah, was er angerichtet hatte. wählt am Dienstag, den 16., die zweite am Freitag, den 19., je von Dieser Fall sollte der Polizeibehörde Anregung geben, auf 9 bis 7 1hr, die erste am Sonnabend, den 20. von 9 bis 1 Uhr. herrschaftliche Kutschen, die, doch wahrscheinlich auf Beranlassung Vorzunehmen find nicht weniger als 32 2Bahlen, und zwar 18 Erihrer Insassen, geradezu gemeingefährlich wild darauf losjagen, gänzungs-, 2 Erfah- und 12 Neuwahlen. Die Ergänzungs- und Neu- 6 bis 7% Uhr, sondern von 7% bis 9 Ihr abends statt. mit der gebührenden Schärfe zu achten. Das unsinnige Brivi- wahlen gelten vom nächsten Jahre bis 1903, die Ersatzwahlen bis legium, teine Nummern führen zu brauchen, wird von den Ehren- 1899. Die dritte Abtheilung wählt 11 Stadtverordnete, von denen männern vielfach in empörender Weise mißbraucht. 4 Hausbesitzer sein müssen, die zweite Abtheilung 10, darunter Ausgesetzte Kindesleiche. Gestern früh gegen 5%, Uhr wurde 3 Hausbesiger, und die erste 11, darunter 5 Hausbesitzer. vor der Thür des 80. Polizeireviers die Leiche eines ungefähr drei Ein städtisches Krankenhaus in Miethsräumen. Infolge Wochen alten Mädchens aufgefunden, das in weiße Wäsche und der Ueberfüllung des städtischen Krankenhauses in Charlottenburg Bapier eingehüllt war. Wie aus einer beigefügten standesamtlichen sucht der Magiftrat Räume zur Unterbringung von Leichttrauten Bescheinigung hervorging, handelte es sich um die Tochter eines Arbeiters B. Von dem Polizeirevier wurde festgestellt, daß das und Wiedergenesenden auf 2 bis 3 Jahre zu miethen, so lange bis Rind am 6. d. M. eines natürlichen Todes gestorben ist, und daß das neue Krankenhaus auf Westend fertiggestellt sein wird. Von der die Mutter die Leiche ohne Wissen ihres Mannes vor die Thür des geplanten Errichtung von Baracken oder der Umgestaltung der vor Reviers gelegt hat. Frau B. ist geistig nicht normal und bereits bandenen Cholera- Baracken am Fürstenbrunner Weg wurde der dreimal in der Frrenanstalt zu Herzberge untergebracht worden. Roften wegen Abstand genommen. Es ist daher anzunehmen, daß sie die Leiche in einer geistigen Störung dort niedergelegt hat. Ans Köpenick wird uns berichtet: Vor einigen Tagen wurde hier eine Familie, bestehend aus Mann, Frau und einem vielleicht 1 Jahr alten Kinde an die frische Luft gesetzt. Das ist nichts beDer Paletotmarder, der, wie wir unlängst berichteten, sein Umvesen in der königl. Bibliothek trieb, ist, wie wir hören, entdeckt sonders nenes, sondern fommt öiter vor. Hier liegt die Sache aber doch eigenartig. Der betreffende hat stets die Miethe pünktlich worden. Es ist derselbe Industrieritter, der die Theilnehmer am gezahlt. Nun hat er leine Wohnung, wo er hinziehen fann, denn internationalen Schachturnier mehrfach ausgeplündert hat und auch niemand nimmt ihn auf. Er macht sehr viel Radan und ist nicht dort der Kriminalpolizei in die Hände fiel. Er nennt sich Techniker reinlich. Als ich am Abend von der Arbeit kam, lag der Mann Kage und behauptet, früher in Berlin studirt zu haben. Bis jetzt betrunken in der Rinne, und ein Hanfe Kinder bat er sechs Diebstähle von Ueberziehern eingeräumt, die er aus nahmslos verfette. Sie sind, so viel wir wissen, von der Kriminal- Buschauer zugegen. polizei eingelöst worden und können von den glücklichen Besitzern in Empfang genommen werden. war als Um der Sache ein Ende zu machen, holte ich einen Gendarmen und bat diefen, doch der Familie ein Unterkomunen zu verschaffen. Dies war dem Beamten jedoch nicht möglich; auch im Armenhause tönne man sie nicht aufnehmen. Das Aus Nahrungsjorgen hat sich gestern der 50 Jahre alte Kind lag im Wagen und schrie und die Mutter hielt während der Handelsmann Pintus Reiler in feiner Wohnung Linienstr. 67 ge- Nacht Wache. Wenn es wirklich so lag, daß der Familie feine tödtet. Er war früher Besitzer eines der größten Hotels in Bosen Unterkunft gewährt werden konnte, so wäre es Ehrenpflicht der und ist durch Betrüger wirthschaftlich zu grunde gerichtet worden. Stadt gewesen, schleunigst für entsprechende Remedur zu sorgen. Auf Veranlassung feiner mit ihm in Scheidung lebenden Zu erschießen versuchte sich der 20 Jahre alte Paul G. in der Frau wurde der Händler Gustav Sackwig von drei bisher nicht feft- Sedanstraße zu Schöneberg. Schwer verletzt wurde er nach dem gestellten Männern überfallen und mit Stöcken geschlagen. Er Elisabeth- Krankenhause gebracht. Die Eifersucht seiner Braut soll trug sehr stark blutende, anscheinend jedoch ungefährliche Wunden den jungen Mann zu der Verzweiflungsthat getrieben haben. am Kopf und im Gesicht davon. Gerichts- Beifung. Die juristische Sprechstunde findet Sonnabend nicht von M. Kühn 50. 1. Ja. 2. Für das Hufbeschlag: Gewerbe besteht Bes fähigungsnachweis. A. B. Ja. M. B., 1893. Juvaliditätsrente fcheint dem betreffenden zuzustehen. Sprechen Sie doch mit den Papieren in der juristischen Sprechstunde vor.- Springfeld. Nein.. B. 100. 1. Schrift: lichteit genügt. 2. Ja. 3. 5 pet. 4. Etwa 20 M. Ein Abonnent. Sprechen Sie mit dem etwa vorhandenen Miethsvertrag in der juristischen Sprechstunde vor. P. 23. A. 33. Das Gericht ernennt zwecks Auseinandersetzung des Baters mit dem Kinde vor der zweiten Heirath einen Pfleger des Kindes. Sie können in Gemeinschaft mit ihrem Schwiegersohn beantragen, daß Sie - B. B. Wenn das Kind von Ihnen herzum Pfleger ernannt werden. Umschreibung des Namens in der Geburtsurfunde beim Standesbeamten. fiammt, jo auertennen Sie die Baterschaft bei der Heirath und beantragen Ist die Voraussekung irrig, so müssen Sie bis nach dem 1. Januar 1900 ( Jufrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches) warten. Dann ist eine Um schreibung auf Ihren Namen auf Antrag Ihrer Frau und mit Ihrer ZuR. N. 43. Der Adoptionsantrag ist beint Amits: ſtimmung möglich. gericht zu stellen. Erforderlich ist die Zustimmung der Mutter, des Vors Der Justizminister fann die betreffende Dispensation ertheilen. Die Kosten betragen 50 W. mundes und des Vormundschaftsgerichts. 2. 100. Ja. Sie finden ein Beispiel für ein derartiges wechselseitiges 1 Testament im Brieftasten des„ Vorwärts" vont 5. September. Witterungsübersicht vom 7. Oftober 1897. Stationen. Berlin Barometer. tand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windñärke ( B2B41212 Wetter wolkig Temperatur nach Gelius 504127 Swinemünde Hamburg 771 SM . 772 Still wolfenlos • 772 NW 771 NO 769 MO 3 766 NNW 5 764 528 wolfig bedeckt Schnee Schnee woltenlos -1 771 MSM 769 28 772 NND heiter halb bedeckt wolfenlos 12 8 -0 Wiesbaden München Wien. Haparanda Petersburg. Cort Aberdeen. Paris. ( 5° C. 4°. Beim Abbruch der alten Waisenkirche an der Stralauer straße ist Donnerstag Vormittag der 53 Jahre alte Zimmermann Paul Rogge aus der Lachmannstr. 5 zu Rigdorf schwer verunglückt. Der Prozeß des für geisteskrank gehaltenen städtischen Bureau Ein Schuttkasten, der auf ihn fiel, zerquetschte ihm die Brust und Silfsarbeiters Tucard gegen den Magistrat von Berlin wird zerschmetterte ihm den linken Oberschenkel. Arbeitsgenossen brachten demnächst vor dem Kammergericht zur Verhandlung kommen, nachden Berunglückten, der verheirathet ist, mit einem Lück'schen Wagen dem durch Urtheil der Sachverständigen- Kommission vom 4. d. M. Wetter- Prognose für Freitag, den 8. Oktober 1897. in ein Krankenhaus. Beitweise neblig, vielfach heiter bei schwachen füdwestlichen Kläger für geistig gesund erklärt worden ist. Dr. Wolf, der Tudard Die Unterschlagung von etwa 5000 Mark wird dem vor- jahrelang behandelte, begutachtete, daß diefer zwar an einer Darm- Minden und steigender Temperatur, teine oder unerhebliche Niedergeflern verhafteten Portier F. aus dem Hause Elsasserstr. 48/49 zur fiftel und einer Augenkrankheit leide, bisher aber noch nie Symptome fchläge. Last gelegt. Der Portier hatte diese Summe im genannten Hausel des Jrrfinns gezeigt, auch feine Anlage zum Jrrfinn habe. Der tgl.1 Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Ur. 235. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Eine wichtige Entscheidung hat das Reichs- Versicherungs: amt in der Unfallsache des Müllergehilfen Walter gefällt. Die Frau feines Arbeitgebers wollte einer Schneiderin die Mühleneinrichtung zeigen. Sie trat deshalb an Walter mit dem Ersuchen heran, sie, die Schneiderin, und ein kleines Mädchen mit dem Fahrstuhl in die oberen Räume zu befördern. Walter entsprach ihrem Berlangen. Aus irgend einem unaufgeflärten Grunde stürzte dann der Fahr: stuhl in die Tiefe, wobet Walter schwer verlegt wurde. Er bewarb sich darauf um eine Unfallrente, die Müllerei Berufsgenossenschaft wies ihn aber mit der Begründung ab, er sei bei einer betriebsfremden Thätigkeit verunglückt. Das Echiedsgericht erkannte im selben Sinne. Nur im Betriebsintereffe vorgenommene Arbeiten seien gegen Unfälle versichert. Der Kläger habe hier indeffen lediglich im Privatinteresse der Gattin seines Arbeitgebers gehandelt. Auf seinen Refurs sprach jedoch das Reichs Versicherungsamt dem Walter die Rente zu. Da Kläger täglich von den Gefahren des Betriebes umgeben gewesen fei, tönne nicht angenommen werden, er sei aus dem Betriebe aus. getreten, als er zwischendurch dem Verlangen der Frau seines Arbeitgebers stattgab und ihr wie ihrem Gafte die Mühlenein tung zeigte. Versammlungen. " Freitag, 8. Oktober 1897. binnen Jahr die noch ausstehenden Konten einzutreiben. Ebens falls für richtig befunden wurde die Abrechnung Soziale Rechtspflege. Die Spezialisten unter den Matern seien selbständige Die Schleifer, Präger und Prägerinnen hielten am Bönide über die Gelder zur Leipziger Generalversammlung Unternehmer, wandte der Malermeister Kropp gegen die Klage des 26. September abends eine Versammlung ab, in der Genosse und derselbe entlastet. Von einigen Rednern wurde gewünscht, daß Malers S. ein, und verlangte seine Abweisung wegen Unzuständig Millarg einen Vortrag hielt. Als Vertrauensmann für die die alten Marken eingezogen und neue angefertigt werden, um Mißkeit des Gewerbegerichts. Die Rammer III des Gewerbe- Branche wird Rose, Landsbergerstr. 16, gewählt. In einer Reso- helligkeiten, die sich bei den alten, verschiedenartigen Marken begerichts erflärte aber diesen Einwand mit der Begründung für lution spricht sich die Versammlung gegen die Sonderbestrebungen merkbar machten, in Zukunft zu vermeiden. Im weiteren wurde hmfällig, daß die Uebernahme des Ausmalens ganzer Flure 2c. in der Rigdorfer Berufsgenossen aus. angeregt, in allen Werkstätten Vertrauensmänner zu wählen, welche Afford jemanden noch nicht zum selbständigen Gewerbetreibenden Ju einer öffentlichen. Versammlung der Bau, Erd und die Sammlungen vornehmen und für die Organisation wirken. ftempele. gewerblichen Hilfearbeiter, die am Freitag im Englischen Garten". Nachdem zum Anschluß an den Verband und zur regen Agitation Alexanderstr. 27c, tagte, referirte der Genosse Berger aus Stettin für denselben aufgefordert worden war, wurde noch bekannt gegeben, über:„ Die Bauarbeiter Deutschlands und ihre Organisation". Der daß am 13. Oftober eine Versammlung bei Zubeil, Lindenstr. 106, Redner, der eingangs die Gewerkschaftsbewegung im allgemeinen bestattfindet, in der die Agitationstommiffion gewählt werden soll. handelte und dann darauf hinwies, daß besonders die Bauarbeiter In einer Metallarbeiter Versammlung, die am Mittwoch durch verschiedene Umstände oft recht schwer zu organisiren sind, hält in der Kronenbrauerei stattfand, referirte äther über die es für durchaus nothwendig, daß diese Kategorie von Arbeitern mehr Einigungsverhandlungen in Sachen des Formerstreifs. Aus eigener Unterstützung von den gelernten Arbeitern erhalte oder noch besser, Initiative so bemerkte er würden die Streifenden das für die Bauarbeiter und Maurer, deren Arbeitsverhältnisse eng ver- Einigungsamt nicht angerufen haben. Sie hätten aber der Einbunden sind, eine einheitliche Organisation geschaffen wird. ladung des Gewerbegerichts Folge geleistet, um sich der öffentlichen Die Organisation ist ist allerdings in den legten Jahren Meinung gegenüber nicht is unrecht zu sehen. Großes Vertrauen bedeutend gewachsen und zählt gegenwärtig in 78 Bahl hätten sie zu dem Einigungsamt nicht gehabt. Die Einigung ftellen ca. 7000 Mitglieder, doch fehlt es in den kleineren Städten zwischen der Firma Borsig und ihren Formern habe bisher noch nicht oftmals an Personen, die sich zur Leitung der Organisation eignen stattgefunden. Am Mittwoch Nachmittag hätten die Streifenden zum und agitatorisch thätig sein können. In seinen weiteren Ausführungen zweiten Mal eine Unterredung mit dem Direktor Dorn gehabt, schilderte der Redner in eingehender Weise die verschiedenartigen ohne daß ein Resultat erzielt worden sei. Herr Direktor Dorn habe Mißstände, unter welchen die Bauarbeiter zu leiden haben. Die den Arbeitern den Bescheid gegeben, sie sollten am Sonnabend Löhne sind äußerst minimal, die Arbeitszeit durchwegs eine sehr wiederkommen. Jedenfalls würden auch nach erfolgter Einigung lange und demnach die Lebenshaltung dieser Arbeiter eine recht nicht alle Borsig'schen Arbeiter sogleich wieder anfangen können, schlechte. Der Redner fordert schließlich die Versammelten zum denn es feien als Ersatz für die Streifenden Arbeiter von den Anschluß an die Organisation und zur regen Agitation für dieselbe Borsig'schen Werken in Schlesien nach Berlin beordert worden, die auf, um dadurch bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. man aber, weil sie für die hier zu leistende Arbeit nicht wieder zurückschicken werde. Somit Nach einer furzen Diskussion im Sinne des Referats wurde die brauchbar sind, bald tönne bis es immerhin noch eine Woche dauern, Versammlung geschlossen. Borsig'schen Arbeiter auf ihre Pläge zurückkehren. Direktor Dorn am Dienstag vor dem Einigungsamt die Erklärung abgegeben habe, daß er sich noch am Nachmittag desselben Tages mit feinen Arbeitern verständigen wolle, scheine es doch, als wolle er oder sein Chef die Einigung hinausschieben, bis der Termin, an dem die Parteien sich über die Vorschläge des Einigungsamts zu er flären haben, vorüber ist. Die Ausständigen würden indeß die Arbeit nicht eher aufnehmen, als bis die Einigung bei der Firma Borsig vollzogen sei. Wenn auch der Ausgang des Streiks den Wünschen der Betheiligten nicht entspricht, so sei es doch immerhin schon ein gewisser Erfolg, daß die Unternehmer der Einladung des Die Arbeiter müßten aus Gewerbegerichts Folge geleistet haben. dem Verlauf des Streits die Lehre ziehen, daß ihre Organisation noch nicht starf und einheitlich genug sei, um einen Kampf mit den gut organisirten Unternehmern erfolgreich bestehen zu können. her müsse jeder Berufsgenosse in erster Linie für die Stärkung der Nachdem einige Redner in gleichem Organisation Sorge tragen. Sinne gesprochen hatten, endete die Versammlung mit einem Hoch auf die Bewegung der Metallarbeiter. daranf den an " alte Obgleich Da Die Vorstände von Krankenkassen dürften einige Rechts. fragen, die der dritte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts entschieden hat, in hohem Maße interessiren. Es handelt sich zunächst In der Mitgliederversammlung der Bau-, Erd- und ge: um die Frage, ob eine Rasse jemanden unterstützen muß, der zu werblichen Hilfearbeiter, welche am 3. Oktober tagte, wurde unrecht bei ihr angemeldet worden ist und ihr zu unrecht die zunächst die Abrechnung vom 3. Quartal 1897 verlefen. Danach gesetzlichen Beiträge entrichtet hat. Und weiter tauchte die Frage war eine Einnahme mit dem Bestand vom vorigen Quartal von auf, ob in einem solchen Falle die Kasse mit der Unterstützung 190,37 M. zu verzeichnen, der eine Ausgabe von 31,78 m. gegenübereinzutreten hat, der der Unterstützungsbedürftige nach dem steht: 10,50 M. macht das Defizit für Expedition des Arbeiters" Gesez angehören müsse. Der Zimmerer Fischmuth( Organ); bleibt Bestand 148,09 M. Nach Bestätigung der Revisoren war von seinem Arbeitgeber bei der Krankenkasse der Haus- wurde der Kassirer entlastet. Bum 2. Puntt, Verbandsangelegen zimmerergesellen zu Königsberg angemeldet worden und hatte beiten, forderte Güthert die Versammelten auf, ihre Adressen ihr auch fortlaufend Beiträge geleistet. Als er frant wurde, ver wegen Zustellung des Organs richtig anzugeben. Die Adressen der weigerte ihm die Kasse die Unterstützung mit der Begründung, sie sei beiden Spediteure find P. Güthert, Wrangelstr. 109, Hof 3 Tr., ftatutarisch und gefeßlich nur für Gesellen solcher Arbeitgeber be- und W. Rouvel, Boeckhstr. 34, und die des Kollegen Adolf stimmt, die in Königsberg ihren Wohnsitz hätten, der Arbeitgeber des Hoffmann, 1. Raffirers, Liegnigerstr. 19. Beier forderte noch Kranken wohne aber nicht in Königsberg. Fischmuth mußte sich zur Entnahme von Streitbons sowie Agitationsmarken auf. Auf Armenverband wenden. Dieser wandte genommen wurden 53 neue Mitglieder. sich nun wegen des Ersatzes der Verpflegungskosten nicht In der Versammlung der Gold- und Silberarbeiter beall die Königsberger Kasse, sondern an die gemeinsame richtete Brück ner über den Verbandstag, der in Pforzheim Krankenversicherung des Landkreises Königsberg", in deren Bezirke abgehalten wurde und über den der Vorwärts" eingehend berichtet Fischmuth's Meister wohnt. Die Kreis- Krankenkasse hielt sich aber hat. Die nächste Versammlung findet am 26 Ottober statt. Hennig auch nicht zur Unterstützung verpflichtet. Sie führte aus, diejenige giebt den Bericht über den Arbeitsnachweis in der Zeit vom 1. Ja Kaffe müffe die Unterstügung zahlen, die das Einschreibegeld und nuar 1897 bis 28. September 1897. Verlangt wurden in dieser Zeit die Beiträge in Empfang genommen haben. Bezirksausschuß und 77 Personen, 68 Stellen fonnten besetzt werden; nach außerhalb Ober- Verivaltungsgericht verurtheilten jedoch auf die wurden 13 Personen gesandt. Klage des Armenverbandes die Kreis- Krankenkasse. Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken beschäftigten Das Ober Verwaltungsgericht betonte in seinem Arbeiter Deutschlands, Filiale Berlin I, bielt am 4. d. M. bei Kommandantenstraße 20: Deffentlicher Vortrag über Scharlach, Mafern. Urtheil, für die Unterstübungspflicht sei maßgebend, welcher Wilke, Andreasstr. 26, feine regelmäßige Mitglieder- Versammlung Kasse der Bedürftige na ch dem Gesez angehören ab, in welcher Genosse Wagner einen mit vielem Beifall aufge= mußte. Das sei hier nicht die Hauszimmerer- Kasse in Königsberg, nommenen Vortrag über den in Zürich abgehaltenen internationalen sondern die Kreis- Krankenkasse gewesen. Ihre gefeßliche Verpflichtung Arbeiterschußkongreß hielt. Hierauf gab der Kassirer die Abrechnung zur Unterstützung des Mannes werde dadurch nicht alterirt, vom 3. Quartal. Die Einnahme betrug mit dem Bestand von daß die Beiträge irrthümlich einer anderen Kasse gezahlt wurden. 330,05. vom vorigen Quartal 667,90 m., die Ausgabe 533 M.; G bis 7, 1hr, sondern von 72 bis 9 Uhr abends statt. Die Unfallrente muß auch für die Zeit gezahlt werden, bleibt Bestand 134,90 M. Auf Antrag der Revisoren wurde dem während welcher der Rentenberechtigte inhaftirt ist. Der Land- Kassirer Decharge ertheilt. Sodann wurde Fr. Koch zum ersten arbeiter Röse, der eine Unfallrente bezog, hatte das Unglück, neun Kassirer, als Revisor H. Glaubig und in die Arbeitsnachweis: Monate im Gefängniß untergebracht zu werden. Die Baugewerts. Kommission No wifi gewählt. Zum Schluß ersuchte der VorBerufsgenossenschaft stellte während dieser Zeit die Rentenzahlung fitzende die Anwesenden, bei Ausflügen nur solche Lokale zu beein. Röſe focht diefen Bescheid durch die Berufung an. Aber auch suchen, deren Inhaber ihre Säle auch zu Arbeiter- Versammlungen das Schiedsgericht war der Meinung, daß ein Sträfling feiner bergeben. Rente bedürfe. Hiergegen legte der Kläger Rcfurs ein. Die In einer öffentlichen Versammlung der Tapezirer, die am Berufsgenossenschaft beantragte seine Abweisung und machte geltend, Mittwoch in den Arminhallen tagte, referirte Genosse Timm über: der Sträfling befomme die Rente ja doch nicht. Die Gefängniß- Gewerkschaftsentwicklung und wirthschaftliche Kämpfe". Eine DisVerwaltung belege sie mit Beschlag, zum Ausgleich der für die Ver- fussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. pflegung des Mannes aufgewandten Koften. Das fönne der Gesetz- Als Vertrauensmann und als Delegirter zur Gewerkschaftskommiffion geber nicht gewollt haben. Das Reich 3 Versicherungsamt wurde Friedmeier gewählt. Nachdem der Kassirer des ehe: verurtheilte aber in seiner letzten Sitzung die Berufsgenossenschaft, maligen Fachvereins die Abrechnung erstattet und demselben Decharge die Rente auch während der fraglichen Zeit zu gewähren. Das Gesetz ertheilt worden war, gelangte nach längerer Diskussion ein Antrag biete feinen Anhalt für das Vorgehen der Berufsgenossenschaft. zur Annahme, nach welchem die Agitationskommission versuchen soll, " Kunstgewerbezeichner. Heute, abends 9 Uhr, im Englischen Hof", Neue Roßstraße 3: Sizung. Verein für Körper und Naturheilkunde. Heute, abends 8% Uhr, Andreasftraße 21: Vortrag des praft. Naturheilkundigen Herrn D. Grundmann über: Ein Blick in das Junnere der Frau." Demonftrtrt an großen Lichtbildern. Nur Franen willkommen. Naturheil- Verein I. Seute, abends 8 Uhr, im Gaafe der Arminhallen", Diphtheritis. Referent: Dr. med. Snips- Hafse. Hierauf Konstitutrung des Krantenpfleger- Kursus. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Sonnabend nicht von E. Albrecht. Anfragen bei Bauermeister, Saarbrüderstr. 6. 5. 2. 32. 1. Jn 5 Jahren verjährt die Strafverfolgung von Bergehen, die im Höchstbetrage mit mehr als 3 Monaten bedroht sind, in 10 Jahren Verbrechen, die im Höchstbetrage mit 10 Jahren Zuchthaus bedroht sind. Gin Diebstahl kann sowohl unter die erste wie unter die zweite Kategorie fallen Sede gegen den Thäter gerichtete Handlung des Richters unterbricht die Verjährung. 2. Ja. Ernst Rölke. Zu fleben ist bei einem JahresArbeitsverdienst bis 350 M. eine 14, von mehr als 350 bis 550 M. eine 20, von 550 bis 850 m. eine 24, von mehr als 850 M. eine 30 Pfennigs 5. 1. Bom Ablauf der 5. Woche ab. 2. Die Staffe. 3. Der Marte. Unfall ist bei der Berufsgenossenschaft anzumelden. Formulare für die AnA. J. 20. Sie können sofort meldung hat die Buchhandlung Vorwärts M. 100. Verjährung tritt 2 Jahre nach Ablauf des Jahres flagen. ein, in dem die Waarenschuld zuletzt anerkannt wurde. P. E. S. Haben Sie die Genehmigung zum Vermiethen im allgemeinen ertheilt, fo läßt sich nichts machen. 21. Sch. 10. Die Klage hätte wegen Länge der verfloffenen Frist kaum Aussicht auf Erfolg. Die Frist zur Anstellung der Bes leidigungsflage( 3 Monate) würde erst vom Tage Ihrer Kenntniß ab laufen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zentralverband der Zimmerer Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Heute, Freitag, abends 81% Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21:[ 300/2 Sitzung der Ortsverwaltung. Oeffentlichel Deutschlands( 3ahlstelle Berlin). Sonntag, den 10. Oftober 1897, vorm. 10%, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Sonntag, den 10. Oftober, vormittags 10% 11hr: Mitglieder Versammlung im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26. Tages: Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom dritten Quartal 1897. 31/13 Brauerei- Arbeiter- Versammlung General- Versammlung. 4. Bereinsangelegenhetten und Berſchiedenes. ( Brauer, Böttcher u. s. w.) Sonntag, den 10. Oktober, nachmittags 1½ Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Alexanderstr. 27c. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Pörsch. 2. Arbeitsnachweis. 3. Neuwahl ber Agitations- Kommission. 4. Verschiedenes. 1165b Der Einberufer. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin u. Umgegend( E. H. No. 118). Sonntag, den 24. Oktober, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c( oberer Saal): Außerordentliche Tages Ordnung ergiebt die beiliegende Karte im Bimmerer". Neue Mitglieder werden aufgenommen. J. A.: Fritz Krüger. Der Vorstand. 18) Maurer! Sonntag, den 10. Oftober 1897, vormittage 10% thr: General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend im Lokal ,, Englischer Garten, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: Achtung! Manrer. Achtung! Sonnabend, den 9. Ottober, abends 8 Uhr: Erstes Stiftungs- Fest des Zentral- Verbandes der Maurer ( Filiale Wilmersdorf) 137/16 in Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstraße 40. Alle Kollegen sind hierzu freundlichst eingeladen. Das Komitee. 1. Abrechnung vom 3. Duartat, vom 15. Stiftungsfeſt und Rebifione: Achtung! Zimmerer! Achtung bericht. 2. Bericht des Vorstandes, des Ausschusses und Bibliothekars. 3. Neuwahl des Gesammtvorstandes, eines Revisors, Ersatzwahl des Aus: General- Derlammlung. schuffes und fämmtlicher Hilfstaffiter. Tages Ordnung: Da in dieser Versammlung für den Verein wichtige Beschlüsse gefaßt 1. Abrechnung des Kassirers vom III. Quartal 1897 fowie Revisions: werden sollen, so ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Das Berichts. 2. Berichterstattung des Bevollmächtigten und Ersatzmannes für Mitgliedsbuch legitimirt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Unfälle und Neuwahl derselben. 3. Wie stellt sich die außerordentliche 130/6 Generalversammlung zu§ 28 Abs. 3 des Statuts Uebergangsbestimmungen Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. 4. Jnnere Kaffenangelegenheiten. 261/11 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ersuche ich die Mitglieder, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: Heinrich Metzke, Eberswalderstr. 19. Achtung! Achtung! Steindrucker Berlins u. Umgeg. Montag, den 11. Oktober 1897, abends 8½ Uhr: Oeffentl. Derlammlung bei Gründel, Brunnenstr. 188( dicht am Rosenthaler Thor). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Timm über: Gewerkschaftsentwidelung und wirthschaftliche Kämpfe". 2. Diskussion. 3. Wahl eines Branchen- Ver: trauensmannes. 4. Verschiedenes. Tellersammlung findet nicht statt. Sonnabend, den 9. Oktober, in Schnegelsberg's Festsälen, Hasenhaide 20: Stiftungs- Fest. Grosses Konzert und Gesangs- Aufführungen unter Mitwirkung des Sängerkreis der Musikinstrumenten- Arbeiter. Billets à 25 Pf. sind bei allen Vorstandsmitgliedern und im Restaurant Heinrich, Naunynstr. 78, zu haben. 143/9 Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Achtung! R. Buske, Grenadierstr. 33. Sonnabend, den 9. Oktober 1897, in Hoffmann's Festsälen, Bergstrasse 151-152: 8. Stiftungs- Fest des Zentral- Verbandes der Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Rixdorf. 255/5 Konzert, Vorträge und Theater- Vorstellung Fidelio". unter gütiger Mitwirkung des Theater- Vereins Musit von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 8½ Uhr. Billets à 25 Pf. Das Komitee. Malerschule der Filialen Berlins( XV. Semester) Gdullofal: Manteuffelstr. 7, Gemeindeschule. 193.- 195. Beginn des Unterrichts: Sonntag, 17. Oktober, morgens 8 Uhr, Schluß des Semesters: Ende März 1898. Anmeldungen bis 15. Oftober in den Filialen, vom 17. Oktober ab nur Die Schulkommission. J. A.: R. Gramenz, Kottbuser Damm 20. Die Kollegen der Firma Prager& Loida sind hierzu besonders 3 Säle, neu renovirt, Bereinszimmer zu vergeben. Sonnabende und im Schullokal. zu Versammlungen, Festlichkeiten, sowie mehrere eingeladen. 290/3 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer: Schöpfe. Sonntage noch frei. Meldungen rechtzeitig erbeten, 125/15 Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerfci Verantwortung. Urania Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung täglich Alcazare Variété- Theater I. Ranges. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Annenstraße 42/43. Direktion Richard Winkler. Heute: Die Rosen aus dem Süden. Thraker. geöffnet von 10 Uhr von Große Ausstattungspoffe mit Gefang Freitag, den 8. Oktober. Opernhaus. Tristan und folde. 612 Uhr. Neues Opern- Theater. Salvatorello. Anfang 72 Uhr. Goldfische. AnSchauspielhaus. fang 7 Uhr. Deutsches. Mutter Erde. Anfang 71/2 Uhr. ab, Eintritt 50 Pf. und Tanz in 1 Aft von B. Geride. Neu! Vorher: Neu! Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstrasse No. 57/62: Täglich( ausser Sonntags und Wir werden Nonnen! Mittwochs) abds. 8 Uhr: Wissen- Schwant in 1 Aft von Ernst Moser. schaftliche Vorträge. Auftr. eines durchweg neuen glänzenden Näheres die Tagesanschläge! Spezialitäten- Personals. Berliner. Renaissance. Anfang Passage- Panopticum. 71 Uhr. Goethe. Othello. Anfang 71% Uhr. Lessing. Das Tschaperl. Anfang 7 Uhr. Neues. Aschermittwoch. Vorher: Lieb' im Spiel. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Einberufung. Anfang 72 Uhr. Schiller. Madame Bonivard. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Pariser Leben. Anfang 72 Uhr. Luisen. Geschwister Fiebig. Anfang Thalia. Das Krokodil. 8 Uhr. 71/2 Uhr. Oflend. Jugendbronnen. Indisches Dorf mit dem bedeutendsten Fussball Künstler der Welt Moung Toon. Vorst. 12, 5, 7 und 9 Uhr. Anfang Anfang Castan's Central. Berliner Fahrten. Anfang Panopticum. Friedrich Wilhelmstädtisches. # Das Zeichen des Kreuzes. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Das Liebesdrama einer Sängerin. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7/2 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Auf. 72 Uhr. 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Boltsstück mit Gesang in 3 Aften und 1 Vorspiel von H. Wilken, Musit von R. Bial. Sonntag, ben 10. Oftober, nach Anfang des Konzertes 71/2 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Entree 50 Pr. A Jm Parterre- Saal: 2 Kapellen. W. Noack's Theater Brunnen Strasse 16. Täglich( außer Privatfestlichkeiten): Theater- n. SpezialitätenVorstellung. mittags 3 Uhr: Volks- Vorstellung zu halben Preisen unter Regie von Luftspiel in 1 Aufzuge von Buttlig. Julius Türk: Wilhelm Tell. Billets à 60 Pf. in den bekannten Berkaufsstellen. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. E. Weist. Bum 22. Male: Jugendbronnen. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag Boltsvorstellung: Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 30 Pf. Gutscheine haben an den Wochen tagen zu allen Bläßen Giltigkeit. Gebrüder Herrnfeld's I. OriginalBudapester Possen- u. 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Oktober angekündigte Vereins- Vorstellung ,, Das nene System" tommt Umstände halber erst am 17. Oktober, nachm. 22 Uhr, im Thalia- Theater zur Aufführung. 152/7 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Nach§§ 44 und 45 des Kassenstatuts besteht die Generalversammlung aus Bertretern der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber, derart, daß die Wahl derselben in Abtheilungen erfolgt. Es bilden die Mitglieder der ersten und der zweiten Selaffe je eine Abtheilung. Die Kaffenmitglieder haben die Vertreter aus ihrer Mitte zu wählen, während die zu Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte zu Vertretern wählen und in der Wahlversammlung sich durch solche vertreten laffen können. Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist nach Feststellung des Mitgliederstandes folgende: G3 find zu wählen pro 1897/98 58 in der ersten Klasse( männliche Mitglieder über 16 Jahre) 248 Vertreter, zweiten( weibliche von den Arbeitgebern " " " 150" Der Vorstand ladet zur Vornahme der Wahl der Delegirten die Mitglieder der ersten Klasse die Mitglieder der zweiten Klaffe auf auf Sonntag, den 24. Oktober cr., vormittags 10% Uhr, nach dem Louisenstädt. Concerthaus, Sonntag, den 17. Oktober cr., vormittags 10½ Uhr, Cohn's nach Festsälen( kl. Saal), Beuthstr. 20, Alte Jakobstr. 37, ( Wahlakt präz. 11-12 hr)( Wahlakt präz. 11-12 hr) ergebenst ein und ersucht um zahlreiche Betheiligung. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kaffenmitglieder, welche großiährig und in Befih der bürgerlichen Ehrenrechte find. Bur Legitimation dient das Quittungsbuch, und werden die Herren Druckereitasfirer gebeten, dasselbe quittirt den oben aufgeführten Mit gliedern behufs Theilnahme an der Wahl auszuhändigen.. Ohne Quittungsbuch ist die Theilnahme an The der Wahl ausgeschlossen. A Die Arbeitgeber wählen in ungetheilter Wahlversammlung am Mittwoch, den 27. Oktober cr., abends 8 Uhr, im Restaurant Fenerffein( Gartenfaal), Alte Jakobftraße 75, und Begräbnißkasse der Lederzurichter Berlins. Sonntag, den 17. Oktober: Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Rechnungslegung vom 3. Quartal 1897. 2. Wahl der Revisoren. 3. Ge schäftliches. 1106b Der Vorstand. J. A.: Busse. Bekanntmachung. V. Abänderung zum Statut der Orts- Krankenkasse der Nadler und Siebmacher. Laut Beschluß der außerordentlichen General Versammlung vom 6. Juli geändert wie folgt: 1897 wird§ 2 Abf. 1 Biffer 3, uniSchlußworte: sowie der HandlungsJm§ 2 Abs. 1 Ziffer 3 werden die gehilfen und Lehrlinge" gestrichen. Borstehende Abänderung tritt mit dem Tage der Schließung der Orts: Krankentasse für Handlungsgehilfen und Lehrlinge in Kraft. Berlin, den 6. Juli 1897. Der Vorstand. W. Lehmann, L. Hüpenbeder, Vorsitzender. Schriftführer. Borstehende Abänderung wird hier: mit genehmigt. Berlin, ben 17. September 1897. Der Bezirks Ausschuß. J.-Nr. 5410, Kayser. Barne jeben, meiner Frau etwas zu borgen, da ich für nichts auffomme. 1108b Otto Nass, Mittenwalderstraße 46. Ich nehme meine Aussage zurück und erkläre Familie Bierwagen für ehrbar. Frau Kiesewalter. Bahn- Atelier. Künstl. Bähue in tadelloser Ausührung v. 3 M., Blomben v. 2 W. an. Schmerzlos. Zahnzichen mitt. Cocaïn, Cloréthyl, Chloroform und Lachgas unter Leitung eines praft. Arztes. Bei Bestellung v. fünfil. Zähnen Bahn ziehen, Bahnreinigen umsonst; Naten zahlung gestattet, Woche 1 Wt. Cuckel, Laufiger Play 2, und ladet der unterzeichnete Vorstand ebenfalls zu zahlreicher Betheiligung ein. Elfafferstraße 12, Stegligerstraße 71. Berlin, den 4. Ottober 1897. Der Vorstand 1100b der Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Gustav Günther, Vorsitzender. Robert Thiele, Schriftführer. An den Fingern abzuzählen ist der Bortheit, wenn man beim Grossisten fauft! Unsinn ist es, viel Geld für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute und elegante Sachen, zum Beispiel: Knabenfilzhüte v. 1,-M.an Herrenfilzhütte, 1,50 Cylinderhüte 4, " " " 群 "" " Johannisbeerwein 10 Liter Weinglas 10 Pf. Eugen Neumann& Co., Obst- und Beerenweinkelterei. Damit ein geehrtes Publikum sich von der Güte und Vorzüglichkeit unserer Fruchtweine überzeugen kann, haben wir einen Ausschank errichtet und zwar Kommandantenstr. 67. Chapeau claques, Bajaj, Bigarrengeschäft frankheitshalber Haarfilzhlite Plüsch zu Hüte, Turnerhüte enorm Näheres Hochstr. 32b im Laden. billig im Einzelverkauf bei [ 2954* Arnold& Eggert, Riemand te Hut- Eugroslager, Waldemarstr. 44, pt. r. Nur moderne Waare in großer Auswahl. im Komptoir. 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