Mr. 240. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Fingetragen in der Post ZeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. 1 Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: But I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quiffung. Donnerstag, den 14. Oktober 1897. eingegangen werden kann, keine ausreichende Unterlage, und es muß vor einem Mißbrauche unserer Zahlen in jenem Sinne aus drücklich gewarnt werden." Nun, es wird ja wenigstens gestattet sein, sich die Zahlen kritisch anzusehen. Daß statistische Zahlen stets mit Berücksichtigung aller Nebenumstände betrachtet werden müssen, ist selbstverständlich. Aber wir glauben beinahe, die Stat. Korr." macht ihre Zahlen absichtlich schlechter, als sie es ver dienen. Es wurden gezählt: 1882 Hauptbetriebe 1.650 806 Nebenbetriebe 304 447 1895 1 743 330 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Den Schlußfolgerungen der„ Statist. Korrespond." kann man unter den gegenwärtigen Verhältnissen gewiß zustimmen. Jm Monat September gingen bei dem Unterzeichneten folgende Sie weist auf die fortschreitende industrielle Entwickelung Parteibeiträge ein: Preußens hin und schreibt: So viel ist aber aus unseren Augsburg, U. 20,-. Altona, H. P. Winklerplatz 9,-. Berlin, Bahlen sicher, daß sich die Leistungsfähigkeit des preußischen Beiträge der Wahlkreise: 1. Kr. 50,-. 2. Kr. 500,-( darunter Gewerbefleißes in raschem Fortgange befinden muß, zumal da C. 2. 6,-). 4. Rr. Often 1000,-( darunter: Dutel Bräfig 1,-, neben der Zunahme des gewerblichen Personals, wie bekannt, Markusftr. 52 2,-, Wolterschte Werkst., Büschingstr. 7 20, eine rasche Vermehrung und Verbesserung der Waschinen und Tischler von Bölling u. Hirsch, Bierprozente 20,-, F., Weidenveg 21 3,-, Ueberschuß Geburtstagsfeier E. B. 3,-, Ueberschuß Werkzeuge einhergeht. Das spricht deutlich dafür, daß wir Bierprozente der Tischlerwerkst. von Richter, Blumenstr. 30 6,15, immer nachdrücklicher darauf bedacht sein müssen, für die sich durch Westfahl 3,-, Statklub Freundschaft bei Weber stets steigernde, Masse der Erzeugnisse unserer gewerblichen 7,50). 5. Kr. 400,-. 6. Kr., Schönhauser Vorstadt 500,-. Zunahme 5,6 pCt. 246 914 Abnahme 18,9 pCt. Thätigkeit ausgedehntere Absatzgebiete zu gewinnen und die Wedding und Oranienburger Vorstadt 1300,-( darunter G. G. 17 zu erhalten. Unter Nebenbetrieben sind hier verstanden solche Betriebe, gewonnenten 20,-, Polarlicht 88,55, Bigarrenprozente von Jule 26,-). RosenEs ist dies um so mehr thaler Vorstadt u. Gesundbr. 500,-( darunter Klub freier Wanderer in denen Personen noch außer ihrer Hauptbeschäftigung thätig der Fall, als der größere Theil der Zunahme des gewerblichen 24.75 und Möbelfabr. Th. Fort, Kretschmar u. Co., III. Saal 12,-). find, in denen also niemand ausschließlich seinen Erwerb Personals und natürlich auch der maschinellen Hilfsmittel auf Berlin div. Beiträge: Sächsischer Genoffe in Moabit 30,- G. G. 5,- findet. Wenn diese Nebenbetriebe abnehmen, die Hauptbetriebe die großen Betriebe entfällt, welche vorwiegend für die MassenGesammelt von einigen Arbeitern der Eisenbahn- Werkstätte I 10,- dagegen sich vermehren, so ist das ein unverkennbares Beichen erzeugung in Frage kommen und für diese einen weiten Markt Dr. L. A. 50,-. Fünf Hutmacher Königstr. 25 5,- Rothe Buch dafür, daß der wirthschaftliche Konkurrenzkampf sich ver- haben müſſen." binder Grünftraße 5,- Vergolder Wrangelstraße 10,- Von den schärft, daß der Geschäftsmann sich dem Ausbau einer Mitgl. des Deutschen Buchdrucker- Verbandes im Vorwärts" 200, einzigen Branche mit aller Energie widmen muß, wenn er bei Schmale Elzevier 6,-. Bon Stuckateuren aus Frankfurt a. M., der zunehmenden Spezialisirung der Produktionszweige bestehen ges. bei Zippel, Bülowstraße 2,75. Gutenberg 100,-. Schmale bleiben will. Elzevier 6,50. A. C. G. T. Brunnenstraße 2,80. 48 Arbeiter U. Dr. = " von Schuster und Bär 11,90. Von Mitgliedern der Betrachtet man die Hauptbetriebe darauf hin, ob sie 10, durch den Inhaber allein oder mit Hilfspersonen betrieben werden, so ergiebt sich folgendes Bild: Alleinbetriebe Gießen, E. K. 5,-. Gotha 50,-. Herne i. W., organisirte 1882 1 015 011 635 795 1895 951 642 Abnahme 6,24 pt. 791 688 Zunahme 24,52 Dies wird in den Ohren derer schlechte Musik sein, die in ihrem eigensüchtigen Interesse stets auf die Verschärfung der deutschen Schutzzölle drängen und es für gleichgiltig erflären, wenn die fremden Märkte der deutschen Industrie verschlossen werden. Politische Uebersicht. 5,05. Stattlub Kreuz- Bauer durch Rau Bernburg 10,-. Breslau, Lempert Kommune Breslau" 6,05. Barmen, von den Genossen 200,-. Bamberg. Jäcklein Rohrbach 10,( dar. für Aug. 5,-). Cottbus, S. 10,-. Crefeld, P. H. Berlin, 12. Oktober. 10,-. Duisburg, Ueberschuß der Maifeier 20,-. Delmenhorst, Betr. mit Gehilfen Die Bestätigung des Urtheils gegen Liebknecht durch Beistener zur Agitation 15,-. Effen a. R. 50,-. Elms Diese Zahlen sprechen gewiß deutlich. Allerdings theilt das Reichsgericht findet in der Presse naturgemäß die der horn, F. A. 50,-. Falkenberg( Oberschl.) 2,- Freising, die" Stat. Korr." mit, daß die Abnahme der ohne Gehilfen Besonderheit des Falles zukommende Beachtung. Die reaktiovon Genoffen 20,-. Greiz und Umgegend, von Genoffen 100,-arbeitenden Betriebe etwas zu groß erscheint, weil die Er näre Presse hüllt sich noch in Echweigen, sie muß es sich wohl Schneider 7,50. Hamburg, Fest-Uebersch. in Fermser v. Sptl. mittelung dieser Alleinbetriebe 1882 weniger genau und die erst gründlich überlegen, wie sie die Verheerungen, die durch, N. g. I." 30. Hamburg, Bau Feuerwache Quickbornftr. 10,- damals ermittelte Bahl derselben etwas zu groß gewesen solche Urtheile in der deutschen Justiz angerichtet werden, beHamburg, 2 Kr. C. Tm. 10,-. Heidelberg, d. d. Vertrauensmann sei. Immerhin aber heißt es, Immerhin aber heißt es, wenn auch etwas ver- schönige n soll. Die Organe der Liberalen und des Zentrums 16,-. Hamburg, Cigarrenfabrik von Böhle u. Muhle 21,90. schämt, in der amtlichen Korrespondenz:" Richtig wird ja sprechen übereinstimmend ihre Bedenken gegen das Urtheil aus, Hamburg, Spahi's Zimmergesellen 30,-. Hamburg, Hamburg, Maurer sein, daß ein Theil der kleineren Betriebe den größeren zum gegen die Ausmuzung des„ Eventualdolus", wie sie das Reichsam Schulbau Martmannstraße 20,-. Hamburg, Getränke- Ueberschuß Opfer gefallen ist." gericht beliebt hat. Sie betonen auch die ungünstigen politischen vom größten Bau Hamburgs 20,-. Hamburg, Geburtstag Springel twicte 2,50. Die Zahl der mit Gehilfen arbeitenden Betriebe ist das Wirkungen gerade für diejenigen, welche sich von einer möglichst Hamburg, H.. 50,-. Hamburg, H. K. 50,-. Hamburg, N. N. 50,- Hamburg, amerikanische Auktion Stein über 24 pCt. Noch weit stärker gewachsen aber ist die Zahl über der Sozialdemokratie versprechen. Wir wollen nur einige Hamburg, N. N. 50,- Hamburg, amerikanische Auftion Stein gegen den Einzelbetrieben gegenüber gewachsen, nämlich um weitgehenden Auslegung des Strafgesetes einen Erfolg gegenstraße 79 15,60. Hastedt b. Bremen 10,-. Hörde, lustige Rothe 3,50. Höchst Usingen, Wahlkr. 150,-. Johanngeorgens der in solchen Betrieben thätigen Personen. Dies lehren die Aeußerungen der bürgerlichen Presse hier wiedergeben. Die stadt, vom Vergnügen der Lederarbeiter 3, Konstanz, folgenden Zahlen: Es waren Personen thätig in Voss. 3tg." sagt: gesammelt von Genoffen auf Schloß Wyden 3,20. Klingenthal, verunglückter Stat-, 50. Lübeck 200,-. Ludwigshafen Alleinbetrieben 1015 011 951 642 Abnahme 6,24 pt. 150,-. Leppersdorf i. Schl. 26,71. München, von Genossen des Gehilfenbetrieben 3 242 931 4 909 947 Zunahme 51,40 pCt. Gärtner- Platz- Viertels 20,- München, Waldläufer 5,- München, Die in den Gehilfenbetrieben thätigen Personen haben Umfturz- Tarocker 5, Marburg, ein Einsamer 10,- Minden fich in 13 Jahren um über die Hälfte vermehrt! Das sind Lübbecke, Wahlkr. d. d. Kreisvertrauensmann 50,- Magdeburg Zahlen von solcher Beweiskraft, daß sich die danebenstehenden 1000,-. Meerane, Abschiedsfeier 4,-. Mühlberg, Sangeebrüder 17,-. Mülfen, St. Niclas 2,- Blauen i. V., von zielbewußten Beschwichtigungsversuche recht fläglich ausnehmen. Frauen, Reisekosten für den nicht geschickten Delegirten 20,-. Nous Dorf 20,-. Stuttgart, G. U. 10, Suhl, Echleusinger Kreis 20,-. Siegen, von G. 6,-. Saarabien, aus dem Königreich Stumm 10, Velbert, gemüthl. runder Tisch bei D. 8,-. Velbert, amerit. Qukt, Waldesluft 8,50. Württemberg 150,-. Waldenburg i. Schl. 100,- Woltmer? hausen, v. d. Genossen 30,-. Wanzlében, Wahlfr. 300, Börbig, d. D. B. 7,10. Hamburg Eimsbüttel, den 8. Oftober 1897. Für den geschäftsführenden Ausschuß: A. Gerisch, Eichenstr. 4. Das Gewerbe in Preußen. 1882 1895 Doch auch nach anderer Richtung hin ist die preußische Gewerbestatistik von großem Jntereffe. Wenn sich die preußische Gesammtbevölkerung von 1875-1895 nur um 24 pCt., die Zahl der gewerblich Thätigen dagegen um 62 pCt. vermehrt hat, so be ftätigt dies die Wahrnehmung, daß die Entwickelung Preußens zu einem Industriestaat große Fortschritte gemacht hat. Die Kehrseite dieser Entwickelung ist, daß außer den obigen 5 861 589 im Gewerbe thätigen Personen bei der gleichen Zählung auch eine Arbeitslosen- Reservcarmee von 144 889 Köpfen in Preußen ermittelt wurde. 7,03 " " Das Urtheil des Reichsgerichts hat gezeigt, daß die heutige Rechtslage nicht aufrecht erhalten werden kann, soll nicht das eintreten, was das ge= fährlichste für jede Monarchie ist, nämlich das Schweigen des Volke 3." Die Berl. 8tg." bemerkt: Das Urtheil des Reichsgerichts ist wieder ein Meister stück juristischer Kunstschlosserei.. Das mag ja eine außerordentlich feine juristische Konstruktion sein, aber es ist eine bedenkliche Erscheinung, wenn sich die Rechtsprechung des höchsten Gerichtshofes in immer schrofferen Gegensat 3 um echt gefühl des Volkes setzt. Ein gesundes Rechtsgefühl muß sich dagegen auslebnen, daß jemals Worte, die, objektiv genommen, feine Majestätsbeleidigung enthalten, eine Bestrafung zur Folge haben können. Das Urtheil des Reichsgerichts läuft im grunde genommen auf eine Einschränkung der Gedankenfreiheit in bezug auf die höchste Person hinaus." " M Die Berliner Bolts Zeitung" wendet sich ebenfalls gegen die weitere Beibehaltung des heutigen MajestätsWenn wir die Frage nach der politischen Wirkung der Verurtheilung Liebknecht's beantworten sollen, so müssen wir sagen: Die Verurtheilung wird den Erfolg haben, in den weitesten Kreisen des deutschen Volkes, auch in solchen, die weder Liebknecht's noch unferen politischen Standpunkt theilen, von neuem die Ueberzeugung wachzurufen beziehungsweise zu bestärken, daß der Majestätsbeleidigungs- Paragraph, so wie er vorliegt, nicht Iänger mehr aufrechterhalten werden kann. Er vertheilt Licht und Schatten auf Fürsten und Staatsbürger allzu ungleichmäßig. Dort, bei den Fürsten die unein= geschränkteste Freiheit, über Angehörige des Volkes sich in den schärfsten Ausdrücken zu er gehen. In welchem Umfange die einzelnen Gewerbegruppen an der gewerblichen Thätigkeit Preußens betheiligt waren, ver- beleidigungsparagraphen: anschaulicht die nachfolgende Uebersicht über das darin erIm Sommer des Jahres 1895 ist gleichzeitig mit der mittelte gewerblich thätige Personal. Es waren Personen beBerufszählung eine Gewerbezählung vorgenommen worden. schäftigt Die Ergebnisse dieser Aufnahme werden soweit sie das in der Gewerbegruppe: Königreich Preußen betreffen jetzt in der jetzt in der Statistischen Kunst und Handelsgärtnerei. Korrespondenz" dargestellt; und wir müssen sagen: Wenn Thierzucht( ohne landwirthschaftl.) jemals amtlich ermittelte Bahlen den vollen Beweis Fischerei für die namentlich von der Sozialdemokratie Bergbau, Hütten, Salinen, Torf verfochtene wirthschaftliche Theorie der Kon- gräberei zentration der Kapitalier und der langsamen Vernichtung der Industrie der Steine und Erden Kleinbetriebe geliefert haben, so diese preußische Gewerbe- Metallverarbeitung statistik. Wir wollen zum Beweise deffen zwei Hauptzahlen Industrie der Maschinen, Instru vorausehen. In den dreizehn Jahren von 1882 bis 1895 Chemische Industrie haben sich die gewerblich thätigen Personen um 37,66 pCt. Juduftrie der Leuchtstoffe, Fette, vermehrt. Die Zahl der Betriebe stieg in derselben Zeit uur Dele, Firnisse um 1,79 pCt.! Textilindustrie. mente, Apparate mittel 27,65 44,87 34,62 57,77 72,15 1892 28 247 21 114 1895 43 478 Bunahme v. H. 53,93 22 598 359.177 216 931 285 112 458 504 814 258 383 814 200 528 38 722 316 369 66 661 24 399 428 543 48856 68 354 258 925 35 C38 441 885 72 250 43,60 8,11 47,88 86 692 322 989 898 105 und Reinigungs 741 142 381 388 35 970 7.672 492 720 6 720 586 353 800 427 596 690 66 198 9 503 771 598 12 593 26,88 27,20 49,16 8,00 80,08 84,04 23,87 56,60 87,40 • 101 898 173 469 4 257 942 127 674 826 017 5 861 589 25,30 87,94 • • · Diese Zahlen sprechen für den, der sie richtig zu lesen Bapierindustrie versteht, sehr deutlich. Sie erzählen ihm von dem Zusammen- Lederindustrie bruch tausender früher selbständiger Existenzen, von der Prole- Industrie der Holz- u. Schnitzfloffe tarifirung hunderttausender unserer Volksgenossen in dieser Industrie der Nahrungs- u. Genußfurzen Spanne Zeit. Die Redaktion der genannten amtlichen Bekleidungs. Publikation fühlt denn auch sehr gut, welches Beweismaterial gewerbe fie mit ihren Zahlen denen in die Hand giebt, die schon seit Baugewerbe langem auf solchen Entwickelungsgang hingewiesen haben. Der Polygraphische Gewerbe begleitende Text zu den veröffentlichten Zahlen ist sozusagen Künstlerische Gewerbe eine Entschuldigung dafür, daß das föniglich preußische Handelsgewerbe Statistische Bureau in der unangenehmen Zwangslage ist, solche den wirthschaftlichen„ Umsturz" dokumentirende Zahlen veröffentlichen zu müssen. Die Redaktion schreibt: Berkehrsgewerbe( ohne Poft, TeleBersicherungsgewerbe Verkehrsgewerbe( ohne Post, TeleDem Verurtheilten selbst wie feiner Partei haben die vier Monate Gefängniß gerade noch gefehlt, um Wasser auf ihre Mühlen zu treiben, wie ja selbst nach dem Eingeständnisse gut fonfervativer Staatsbürger alles, was in den letzten Jahren gegen die Sozialdemokratie unternommen worden ist, ihr, nicht dem Staate, augenfällig von Nugen gewesen ist." Endlich bemerkt die, Germania": werden Das Befremden über das in die Rechtsprechung praktisch eingeführte Prinzip des dolus eventualis und der indirekten Majestätsbeleidigung wird weit über die Grenzen der fozialdemokratischen Partei hinaus getheilt müssen. Dieses Prinzip schafft eine ver= bängnißvolle Rechts unsicherheit und öffnet dem Denunzianten und Delatorenthum, das sich auch bei uns einzubürgern beginnt, Thür und Thor Die Stimmung ist in weiten Kreisen des Volles nicht so günstig, daß die Regierung solche Wirkungen gering achten dürfte. Majestätsprozesse sind selten ein glückliches Mittel gewesen, die Autorität der Staatsgewalt zu befestigen und zu steigern." Wir wollen abwarten, ob die Barteirichtungen, denen die sitirten Blätter angehören, sich zu einent entsprechenden parlamentarischen Vorgehen gegen Paragraphen ermannen werden! den Majestätsbeleidigungsgraphen und Eisenbahnen Beherbergung und Erquicung Die schwächere Zunahme der Betriebe und die stärkere der überhaupt. Personen darf aber nicht ohne eingehendere Prüfung als ein 37,66 Auffällig ist vielleicht, daß eine der stärksten deutschen Beichen dafür angesehen werden, daß die kleineren Betriebe in Industrien, die Textilindustrie, in den 13 Jahren nur eine so gleichem Berhältnisse den größeren plaß gemacht hätten oder in solche übergegangen waren. Zu einem solchen Schluffe bietet die außerordentlich geringe Zunahme aufweist. Es wird dies mit bloße Zahl der Betriebe und Personen ohne ein tieferes Gin der inzwischen eingetretenen schutzöllnerischen Bewegung auf berufung einer internationalen Münzkonferenz wird nun von ver Bimetallistisches Misgeschick. Die Nachricht von der Eindringen in die Vertheilung der Betriebe auf die Größentlassen bei großen ausländischen Absatzgebieten dieser Industrie zu erschiedenen Seiten als durchaus aus der Luft gegriffen bezeichnet. den Gewerbearten, worauf hier mit Rücksicht auf den Raum nicht klären versucht. Die Hoffnungen der Doppelwährungs- Fanatiker und Spekulanten " scheinen dem Nullpunkt nahe. Man muß lange Zeit zurückdenken, wir täglich leben, wird uns nicht ganz bezahlt." Warum welcher dieser erklärt, er Tege wegen des parteiischen Vorgehens des xm einen Zeitpunkt zu finden, in dem die dem Bimetallismus find Sie denn so lange Hilfsbremser Der der warum avanciren Mißbilligungs- Ausschusses sein Mandat nieder. sienenden Agenten und Beitungen so schweigsam gewesen sind, wie Sie nicht zum wirklichen Schaffner, da Sie doch schon lange gleichen Partei angehörende Abg. Schönerer sucht schriftlich einen m den letzten Wochen. Schaffnerdienste thun? Haben Sie sich etwas zu schulden kommen vierwöchentlichen Urlaub nach. Derselbe wird unter Heiterkeit und Die Jufel Kreta tritt jetzt wieder in den Vordergrund lassen? nein," entgegnete er, es giebt Hilfebremser, die Bewegung des Hauses bewilligt. Bei Verlesung der Eingänge wurde der europäischen Politik. Der Friedensabschluß zwischen der stehen schon länger im Dienfte wie ich. Aber wiffen Sie, wenn wir wiederum Obstruttion betrieben dadurch, daß auf Antrag der Schaffner werden, dann muß man uns 85 M. monatlich bezahlen, Abgg. Glöckner und Rohling wegen Verlesung zweter Petitionen gegen Türkei und Griechenland wird kaum mehr größere Schwierig und je länger man einen für 60 W. haben kann, um so lieber ist die Sprachenverordnungen namentliche Abstimmungen vorgenommen reiten finden, dagegen liegt die Beruhigung Kreta's" noch fern es den Herren." Als er unseren forschenden Blick auf feine überaus werden mußten. Nach vier weiteren namentlichen Abstimmungen im Felde. Die Türkei hat während der Zeit des Krieges defekte Uniform bemerkte, fagte er, bei 60 m Gehalt müssen wir geht das Haus zur Tagesordnung über und zwar zur Berathung der wiederholt versucht, ihren Einfluß auf der Insel zu bewahren uns auch die Uniform noch selbst stellen. Das brauchen die von Minister anklagen. bezw. wiederzugewinnen. Am schärfften trat das hervor, als der Post nicht! Wien, 18. Oktober. In der Landtags Ergänzungswahl in der Sultan Dschewad Pascha zum Kommandeur der Jusel-Die, Nationalliberale Correfpondenz" ist Pöpftall, Kreis Krems, wurde Riether( deutsche Wolkepartei) mit ernannt und die Mächte die Landung Dschewad's ohne das erste Organ, das sich mit dem Reichsgerichts Urtheil gegen 1680 Stimmen gewählt. Vergani( chriftlich- sozial) erhielt 1837 weiteres zuließen. Weder Dschewad Pascha noch den europäischen Liebknecht einverstanden erklärt. Sie schließt ihre Betrachtung mit Stimmen. Ungarn. Mächten ist es gelungen, geordnete Zustände auf der folgenden unfern Nationalliberalismus vorzüglich teunzeichnenden Worten: Unseres Erachtens haben die letzten Jahre bewiesen, daß Budapest, 13. Oktober. b geordnetenhaus. Johann Insel zu schaffen. Das war kein Wunder, da das Schicksal von dem Vorrecht der preußischen Verfaffung, wonach jeder Preuße Molnar begründete seinen Antrag betreffend Silfeleistung der Jufelbevölkerung wie ein Spielball zwischen den verfrei seine Meinung äußern darf, ein so weitgehender Gebrauch gefür die durch Nothstand bedrohten Gegenden und schiedenartigen Interessen der Mächte hin und hergeworfen macht werden kann, daß es nicht nöthig ist, diesen sehr nützlichen forderte die Regierung auf, einen hierauf bezüglichen Gesetzs wurde und eine wirkliche Einigkeit über die Neuordnung der und nothwendigen Freimuth zu diskreditiren, indem man ihn mit Entwurf einzubringen. Der Ackerbauminister Daranyi Dinge auf Kreta zwischen den Mächten niemals bestand. in Zusammenhang bringt." gab der hierauf eine umfassende Darstellung Jetzt sieht die Türkei die Zeit gekommen, um ihre Planamißglückten fozialdemokratischen Aktionen en in Leipzig für die der Regierung. Der Minister stellte fest, daß bereits im Schoße weiter zu verfolgen. Aus Konstantinopel kommt nachfolgende interessante Meldung: Die Nationalfosialen Reichstags- Wablen einen eigenen Kandidaten aufstellen. Allem An aller Ministerien die nöthigen Maßregeln ergriffen wurden, schein nach haben sie hierzu den bekannten Gegner der Wahlrechts- und daß sowohl das Finanzministerium als das Ministerium des Innern weitgehende Verfügungen erlassen haben. Das AckerbauDas den Vertretern der Türkei bei den Mächten über die Aenderung Professor Sohm außersehen. Tretische he Frage übermittelte Rundschreiben ver Pforte legt ben minifterium feße die Wertheilung von Sämereten, welche Bators Wieder der Fall des Schall. Bahr. Plan einer Lösung vor, nämlich die Entwaffnung der Chriften dorf. Der seit dem Mai d. J. suspendiete Pastor Schall- Bahrdorf, sich vorzüglich bewährt habe, in großem Maßstabe fort. Ferner sei im Einvernehmen mit dem Handelsministerium eine Reihe und Mohamedaner durch türkische Truppen, deren An- gegen den bekanntlich seit 1895 ein Disziplinarverfahren schwebte, öffentlicher Bauten in Angriff genommen worden. zahl zu vermehren wäre, unter Mitwirkung der internationalen hatte am 2. Juli d. J. Urlaub auf unbestimmte Zeit erhalten, sein Auch auf sei mit Rücksicht den Nothstand im EinTruppen, fämmtlich unter dem Kommando eines europäischen Pfarrdorf Babrdorf verlassen und feinen Aufenthalt in Kropp ge- verständniß mit dem Handelsminister angeordnet, daß bei Generals in türkischen Diensten; ferner die Ernennung eines genommen, wo er die Neue luth. Kirchen- Beitung" redigirte und eine staatlichen Unternehmungen ausländische Arbeiter nur eigneten Gouverneurs durch den Sultan und schließlich die Unterrichtsanftalt übernahm. Jetzt hat er vom braunschweigischen staatlichen Unternehmungen ausländische Arbeiter nur ministerieller Genehmigung Bildung einer Gendarmerie Truppe." Konsistorium die Aufforderung erhalten, feinen Aufenthalt binnen mit besonderer Der Sultan verlangt Vermehrung seiner Truppenmacht acht Tagen am Eit des Pfarramts in Bahrdorf zu nehmen. Er angestellt würden, und deß die Entlohnung der Arbeiter auf Kreta und das Recht der Ernennung des Gouverneurs. erflärt, daß er unter Protest zunächst gehorchen, aber bis in die in baarem Gelde erfolgen dürfe. Was das Ver hältniß zwischen Arbeitern und Arbeitgebern beMan faun begierig sein, wie die Mächte Mächte diese höchste Justang Beschwerde einlegen werde, weil er nicht glaube, daß treffe, so werde dem Hause ein entsprechender Gefehentwurf zu einem Zumuthungen aufnehmen werden, nachdem sie feierlich der das Konsistorium bei dieser Aufforderung im Rechte ist. Beitpunkte zugehen, daß das Gefeß bereits für die Insel die Loslösung von der türkischen Herrschaft und die - Der Militärbontott und feine Folgen. Das nächste Ernte Anwendung finden könne. Die Revolle Autonomie versprochen haben. Fast hat es den Anschein, fürstliche Landrathsamt in Gera soll sich, einer Mittheilung des gierung, fagte der Minister, leugne den Nothstand nicht, doch dürfe als seien die Mächte geneigt, der Pforte weit entgegen militärbehörde boykottirten Befizern von Tanz- und im Volke den Glauben erwecken, daß man auch ohne Arbeit " Geraischen Tageblatts" zufolge, entschlossen haben, den von der man auch nicht in den Fehler verfallen, denselben zu übertreiben zukommen; auch England will sich nicht weiter mit der Türkei älen auf dem Lande die Erlaubniß zur Ableben tönne. Redner schloß mit der Bitte, den Antrag Molnar's verfeinden, um seine Position in Egypten und Asien nicht zu baltung von Tanz an anderen Sonntagen als bem nicht auf die Tagesordnung zu setzen. Hierauf wurde der Anerschweren. Sicher ist aber, daß eine Herstellung gesunder Ersten jedes Monats zu versagen. Berhältnisse auf Kreta auf solche Weise nicht möglich sein Bruderorgan, die„ Reußische Tribüne", glaubt die Richtigkeit dieser trag Molnar mit allen gegen die Stimmen der Volkspartei ab. gelehnt.wird. Die Leistungen der europäischen Diplomatie sind für: Angabe bestätigen zu können, da ihm aus den Kreisen wahr unübertrefflich. der Gastwirthe dieselbe Mittheilung gemacht worden sei, und Bern, 18. Oftober. Der Ständerath erledigte alle Streitbemerkt bann:" Angenommen, die Wittheilung sei im wefent punkte mit dem Nationalrath über die Eisenbahurücklaufs- Vorlage lichen richtig, so ist sie äußerst fennzeichnend für die herrschende im Sinne der Beschlüsse des letzteren. Wirthschaft und lehrreich für alle, die bisher noch an die heilige Der Nationalrath nahm mit 96 gegen 5 Stimmen bei Der Gefeßentwurf betreffend die Entschädi gung unschuldig Verurtheilter ist, wie die National: landläufiger Annahme bisher nur den Zweck verfolgen, das leber der obligatorischen Unfallversicherung der unfelb= gung unschuldig Verurtheilter ist, wie die„ National: Ordnung von heute geglaubt haben. Der Miitärboykott sollte nach 8 Stimmenthaltungen das Gesetz betreffend die Einführung Zeitung" zu melden weiß, dem Bundesrathe vom Reichs- Justizamt gehen des sozialdemokratischen Giftes auf das Heer zu verhüten, ständigen erwerbsthätigen Personen an. zugegangen. Im ganzen hält sich der neue Entwurf im Rahmen und wurde daber über Wirthschaften verhängt, in denen Sozial* Deutsches Reich. Geraer " Schweiz. der in der vorigen Reichetagssession mit der Strafprozeßreform Demokraten verkehren. Jetzt kommt die Zivilbehörde und macht den- Herr Droz, der Führer der schweizerischen Manchester. Vorlage gemachten Vorschläge; besonders bleibt es dabei, daß nur Militärboykott zu einem Instrument gegen die Wirthe, die gar feine männer, bleibt zum Bedauern vieler feiner Landsleute der Gidim Wiederaufnahmeverfahren wirklich unschuldig Befundene ent- Möglichkeit haben, den Militärboykott abzuschütteln, da es lediglich genoffenschaft erhalten. Der ungarische Ministerpräsident hat in schädigt werden sollen. Dieses Verfahren soll jedoch nicht der Be- vom guten Willen der Militärbehörde abhängt, ihn aufzuheben oder einer Beantwortung einer Interpellation Roſſuth's über die orientaschränkung unterliegen, welche der vorige Entwurf vorjah; die Bürg: fortbestehen zu laffen. Der Wiilitarismus leat hier also einem liſche Frage konstatirt, daß sich die Großmächte mit der Ernennung schaften, welche die Beschränkung des Wiederaufnahmeverfahrens ganzen Stand ein hartes Joch aus rein politischen Rücksichten auf des früheren Bundespräsidenten Droz zum Gouverneur von Kreta nach dem vorigen Entwurf für die Unschuld des vorher Berurtheilten und die Zivilbehörbe fagt nicht: dies darf nicht fein, fondern weil nicht mehr beschäftigen. Nun kann Herr Droz wieder Kapitalisten Leiften sollte, hat nach der neuen Vorlage allein der Gang des es so ist, darum sollt Ihr noch weiter, noch viel schwerer getroffen und Föberaliften der Schweiz um seine Fahne sammeln zu einem Wiederaufnahmeverfahrens zu erbringen. werden. Ob diefes Verfahren zur Sebung des Standesbewußtseins Kreuzzug gegen die Eisenbahn- Verstaatlichung. - Die neue 8ivilprozeß Ordnung wird, wie die der Wirthe wohl beitragen wird? Im Gegentheil, die Einsichtigeren Frankreich. M. Allg. 8tg." mittheilt, dem Bundesrath erst gegen Ende dieses unter ihnen werden daraus erkennen lernen, daß es blos auf die Paris, 11. Oftober.( Eig. Ber.) Borigen Sonntag hielt der Monats zugehen können. Die von verschiedenen Einzelstaaten Bernichtung jeber selbständigen Meinungsäußerung abgesehen ist, Minister des Innern Barthou, am gestrigen Sonntag hielt der geltend gemachten Wünsche sind derart, daß noch eine Umarbeitung die nicht im Fahrwasser der herrschenden Anschauung schwimmt. Ministerpräsident Meline eine große Programmrede". verschiedener Theile sich als nothwendig herausgestellt hat.- Das ist der Militärftaat sans phrase, vor dessen Machtgebot sich Dazwischen kommen mehrere Tischreden der kleineren Götter des - Die Posttonferenz findet also doch statt. Die N. alle anderen Interessen des Zivilvolts beugen müssen." Ministeriums und eine Tischrede Poincaré's, eines der bedeutendsten 2. 3tg." schreibt jetzt:" Gs bestätigt sich, daß eine Anzahl Ober- München, 13. Oktober. Der Finanzausschuß der Ab. Führer der Regierung mehrheit in der Kammer. Im allgemeinen Boftoirektoren, etwa zwölf. zu einer Ende dieser Woche im Reichs- geordnetenkammer begann gestern die Generalberathung des find alle Reden nach dem gleichen Muster zurecht gestutzt: es ist Poftamte stattfindenden Konferenz geladen find, welche über Reilitäretats für 1897/98. Auf eine Anfrage des Bericht daffelbe duftende Selbstlob, dieselbe Verschleierung des tapitalistischformen im Posttarifwesen berathen foll." Ende vorigen erstatters Wagner erwiderte der Kriegsminister Freiherr reaktionären Charakters der Regierung durch demokratische Monats hieß es, diese Konferenz solle am 7. oder 8. Oktober statt von Asch, er töune über den Stand der Militär- Straf Rebensarten, dieselben blöden oder verlogenen Ausfälle finden. Jetzt ftudet sie thatsächlich etwa acht Tage später statt. Um prozeß- Ordnung feinen Auffchluß geben, die Sache gegen den Sozialismus, dasselbe Umlügen ber gemäßigten dieser für die Sache selbst ganz unwesentlichen Ungenauigkeit willen babe den Bundesrath noch nicht verlassen. Auf mehr: Radikalen zu einer fürchterlichen Umsturzpartet, dieselbe unwurde die ganze Nachricht noch vor ganz kurzem feierlich seitige Anregungen wiederholte der Kriegsminister seine Erklärung, vermeidliche Anrufung des Baren als des Schutzpatrons der groß. dementirt! Es war von der ganzen Geschichte an zuständiger Stelle daß er sich zu Aeußerungen über die Frage der Militär- Strafprozeß bürgerlichen Reaktion und des Kabinets Meline. An der neuesten nichts bekannt"! Ordnung nicht befugt halte. Judes gab er schließlich dem Vor Programmrede" ist bemerkenswerth, daß auch Meline die Welchen Aufschwung der gewerbliche Aufsitzenden des Ausschusses Dr. Orterer auf dessen Frage die Ver- Kampagne für die Beschränkung der gefeggebe= sichtsdienst im Reiche in dem verflossenen Jahre gemacht hat, ficherung, daß er mit den übrigen Ministern in ein weiteres rifchen und der Kontrollrechte der Kammer kräftig ergiebt sich aus den Mittheilungen, welche im Reichsamt des Innern Einvernehmen treten werde und daß die Regierung auch mitmacht. Der plump- heuchlerische Reaktionär empfiehlt eine dahinsoeben behufs Vorlage an den Bundesrath und den Reichstag zu heute auf dem Standpunkt stehe, wie er burch gehende Umänderung der Geschäftsordnung als das beste Mittel das rasche Zustandekommen von Reformen! Also fammengestellt worden sind. den Landtags: Abschied vom Jahre 1893 zum Ausfür die Verfassungsreviston mindestens im Sinne der Bes So schreibt mit gut gehenchefter Begeisterung die National Druck gebracht wurde. Hierauf wurde die Generaldiskussion geschränkung der Rechte des reaktionären Genats, sondern einzig die liberale Correspondens". Sie kann in der Hauptfache aber nichts schloffen. weiter anführen, als daß das Beamtenpersonal in Preußen und Aus der bayerischen Abgeordnetenkammer. Mundtodimachung der sozialistischen und demokratischen Oppofition Bayern um je 5, in Sachsen und Baden um je 1 Aufsichtsbeamten Der banernbündlerische Abgeordnete Dr. Raginger hat zum fanu, wie Herr Meline versichert, demokratische Reformen zu ftande vermehrt worden ist. Aber selbst diefer geringe Fortschritt ist, wie Antrag Grillenberger, die Vorlage eines Wabigefeges be bringen helfen... Auf demselben Niveau bewegen sich die souftigen die Nationalliberale Correspondeng" natürlich verschweigt, nur der treffend, felgenden Antrag eingebracht: Die t. Staatsregierung Ausführungen des Regierungshauptes der französischen Bourgeoisie. Sozialdemokratie zu verdanken, die im Reichstag und in der Presse wolle a) noch dem jetzigen Landtage eine Wahlgefey- Vorlage unter Die Sosialisten, die Vertreter des Proletariats, das Ströme von fortgesetzt auf die tiefen Schäden der deutschen Fabrikinspektion breiten, durch welche 1. das direkte Wahlrecht eingeführt, 2. für Blut für die Republit vergoffen, feien keine Republikaner; echte Hinweist. München weitere sechs, für Nürnberg weitere zwei Abgeordnete Republikaner seien dagegen die neubefehrten monarchistischen Grafen Die ärztlichen Ehrengerichte in der von der Re- und zwar in Wahlbesivfen mit nur je einem Abgeordneten bestimmt und Barone, die im Interesse des Geldsacks mit der Bourgeois. gierung vorgeschlagenen Form lehnte auch die große Mehrheit der werden, während in den übrigen Landestheilen die bisherige 28a h1 republit ihren Frieden geschlossen haben. Die schließlich von Meline freis- Eintheilung beibehalten wird; b) dem fünftigen Band aufgezählten fteuerpolitischen und fogialen Reformen verbienen gar Breslauer Aerzte entschieden ab. tag eine Vorlage zu machen mit Feststellung einer gesetzlichen Wable feine Erwähnung, sintemalen diese Reformen feit 20 Jahren die Agrarische Sozialpolitit. Die Magd. 3tg." wies freis- Eintheilung, wonach auf je 40 000 Einwohner ein Abgeordneter Wahlprogramme der Geldfack- Republikaner als Köder zieren, und vor kurzem in einem Artikel darauf hin, daß die Körperlänge unserer trifft, auf der prinzipiellen Grundlage des all. Meline's Rede ist vor allem eine Wahlrede, gerichtet an diejenigen Fabrikbevölkerung und Großstädter im fortgesetzten Mückschritt bes leider noch sehr zahlreichen französischen Wähler, die nicht alle werden. griffen ist, und der Zeitpunkt immer näher heranrückt, daß das gemeinen Stimmrecht 3. Maß der Rekruten viel niedriger gesetzt werden muß, wenn man die beuren, Amt Buchen, wurden der Burgermeister, der Polizeidiener, Departement), einem stockmonarchistischen Wahlkreis, erhielt der Aus Baden, 11. Oftober.( Frantf. 3'g.") In Hetting Ju der Kammer- Nach wahl von Bressuire( Deux- SévresHeeresstärke auf der Höhe erhalten will. Die Degeneration sich schon unferes Fabritarbeiters iache fich fchon baran erkenntlich, ein Gemeinderath und ein Bürger wegen Meineidsverdachts Eisenbahner Barilleau, Kandidat der Arbeiterpartei, daß die mittlere Lebensdauer desselben sinkt, und daß seine Kinder verhaftet. einer größeren Sterblichkeit anheimfallen. An diese schon oft kon ftatirte Erscheinung knüpft nun die„ Corresp. des Bundes der Landwirthe" folgende weise Ermahnung: " Es zeigt, wie gefährlich, ja geradezu unheilvoll ein weiteres Anwachsen der Industries auf Kosten der Landbevölkerung für das gefammte Staatswesen werden muß. Die Regierung muß also schon rein aus Selbsterhaltungstrieb einen Rückgang Der ländlichen Bevölkerung mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Ja es würde sich selbst eine Bevorzugung dieses, wie oben gezeigt, wichtigsten Standes, aut 3 militärischen Gründen recht fertigen lassen, während der Landmann nichts als Gleichberechtigung verlangt." Auftatt also aus dieser Erscheinung die einzig richtige Schlußfolgerung zu ziehen, daß die Industriebevölkerung durch eine gute Arbeiter- Von dem Kartellstatute oder dessen Abänderung, von der AufDie Deputirtentammer ist heute zufammengetreten, fchutz- Gefeßgetung gegen die degenerirenden Wirkungen der modernen lösungs- Anzeige fowie von den Kartellbeschlüssen, die eine Festsetzung um fiber ein für die Arbeiter höchft wichtiges Gesetz zu berathen. Industrie geschützt werden muß, empfiehlt der Bund der Landwirthe, der Preise, der Produktionsmengen, der Einkaufsverhältnisse oder die Ge handelt fich um einen Entwurf, der von der Regierung schon der Verminderung der Landwirthe Ginbalt zu thun. Allerdings, die Buweisung von inländischen Absatzgebieten zum Zwecke haben, ist im Jahre 1889 eingebracht wurde und der den Berufs und Arbeiterschuß Gesetzgebung ist den Herren nie angenehm gewesen, gleichzeitig mit der nach§ 4 zu erstattenden Anzeige eine voll Gewerkvereinen( Syndikaten) Korporationsrechte deshalb auch wohl die höchst unlogische Schlußfolgerung. ftändige, beglaubigte Abschrift zur Hinterlegung in einem beim verleihen will. Während der großen Wahlrechts Krisis bis zum Bur Lage der Eisenbahner. Die Deutsche Reichs- Finanzministerium zu führenden besonderen Kartellregister beizu Jahre 1894 bat er in den Alten der Ministerbureaus geschlummert; Beitung" in Bonn schreibt: feit 1894 wird er in parlamentarischen Kommissionen umberVon Zeit zu Zeit ist es gut, den Staat als Arbeitgeber zu be Das Kartellregister ist öffentlich. Jedermann kann in das geschleppt, in denen er wesentlich verschlechtert wurde. Die Syndikate trachten und ihn an seine sozialen Pflichten zu erinnern. Gestern Kartellregister Einsicht nehmen und von dessen Inhalt beglaubigte follen gebalten sein, die Mitgliederverzeichnisse und die Abrechnungen zu veröffentlichen. Die Unternehmer und die Behörden sollen somit einen redeten wir den Eisenbahn- Schaffner, welcher unserern Zug bediente, Abschriften gegen Erlegung der Kosten erheben. mit dem Namen„ Herr Schaffner" an. Derselbe erwiderte uns, er Jede im Kartellregister hinterlegte Abschrift ist ohne Verzug in genauen Einblick in die Zugehörigkeit zu diefen Kampfesorganisationen fei noch nicht Schaffner. Also Herr Bremser," fagten wir. Auch den vom Finanzminifterium alljährlich im vorhinein zu bestimmenden und den Stand der Finanzen erhalten. Den Vereinen der liberalen Berufe, Aerzte, Advokaten u. s. w., wollte der Regierungsentwurf ebendas nicht," antwortete er, ich bin feit sieben Jahren Gilsbremser, öffentlichen Blättern bekannt zu machen. Die näheren Vorschriften über die Einrichtung des Kartell falls die Rechte der juristischen Perfon zuerkennen; die Kommission muß aber Schaffnerdienste verrichten." Wie viel Einkommen haben hat dem aber nicht zugestimmt. Geschäfte auf eigene Rechnung zu Sie denn monatlich?" 60.!"" Das ist etwas wenig für einen registers werden im Berordnungswege erfolgen. verheiratheten Mann, der dem Staate schon drei Jahre als Golbat Wien, 19. Oftober. Abgeordnetenhaus. Es wurde betreiben, ihren Mitgliedern Gelbftrafen aufzuerlegen, so nach den gedient hat."" Jawohl," meinte er bescheiden, die Gefahr, in der eine Zuschrift des deutsch- nationalen Antisemiten Jro verlesen, in Rommissionsbeschlüssen den Syndikaten untersagt sein. Endlich will 3452 Stimmen. Es ist die erfimalige fozialistische Kandidatur in -Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeife. jenem Wahlkreis. Gewählt wurde auch diesmal ein Monarchist, Der 60jährige Hausirer Georg Secker aus Finthen batte fich vor und zwar mit 12 260 Stimmen, während in den allgemeinen Wahlen dem Landgericht zu Frankfurt a. M. wegen Majeftätsbeleidigung von 1893 der monarchistische Kandidat mit 9875 gegen 9625„ ge= au verantworten. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gemäßigt" republikanische Stimmen slegte. Es ist bezeichnend, daß die fängniß, das Gericht sprach ihn fret, weil er bis zur Bewußtlosigkeit Bourgeois- Republikaner, um die gute Freundschaft mit den Monarchisten betrunken gewesen war. nicht zu stören, diesmal feinen eigenen Kandidaten aufgestellt haben, Defterreich. trotz der nur noch geringen monarchistischen Wehrheit von 1893.-Wien, 12. Oktober.( Das Rartellgefes) Die Regierung In einer Nach wahl zum Generalrath von Montauban hat in der heutigen Sigung des Abgeordnetenhauses den schon in erhielt der sozialistische Kandidat 1002 Stimmen, damit zum ersten der vorigen Session vorgelegten und von uns eingehend be- Mal die beiden bürgerlich- republikanischen Kandidaten überflügelnd. fprochenen Entwurf eines Kartellgesches neuerdings unterbreitet. Der Auch ein Beitrag zum Niedergang" des französischen Sozia Entwurf enthält jedoch eine wichtige Neuerung, die Einführung eines lismus. Kartellregisters. Der§5 bestimmt nämlich: Belgien. $ " bringen. Die Kleritalen selbst find in der Frage nicht einig. Ein großer Taubtagswahlen. Mit außerordentlicher Gründlichkeit, if Italien. geregt worden." " " die Kommission den§ 310 des Code pénal( Strafgesetzbuches) auf- 1 Vorgängern zurückbleiben, ist in Erfüllung gegangen Wie gemacht worden, daß die Sachlage nicht in der Preffe fofort genügend recht erhalten wissen, der den„ Eingriff in die Freiheit der Arbeit" vorauszusehen war, tonzentrirte das Hauptintereffe des Parteitages erklärt wurde. Wäre das geschehen, wir sind überzeugt, die ganze mit Strafe bedroht. fich auf die Frage der Betheiligung an den preußischen Angelegenheit wäre überhaupt nicht mehr auf dem Parteitag an Theil ist gegen den Kommissionsentwurf und will den Regierungs- diese Frage erörtert worden. Das Resultat der Debatte entspricht Ueber den Parteitag felbft meint die Voltsstimme":" Alles in entwurf wieder hergestellt wissen, um dadurch auch den Klöstern die in der Hauptsache den von uns gehegten Erwartungen. Die große allem, wir können mit den Verhandlungen dieses Parteitages an der Korporationsrechte zu verschaffen. Der Entwurf der Regierung hat Majorität entschied sich für die Aufhebung des Kölner Parteitags Wassertante zufrieden sein." zweifellos auch nur deshalb ein so liberales Gesicht bekommen, um beschlusses und für die Betheiligung an den preußischen Landtags der todten Hand, nicht aber den Arbeitern zu dienen. Das boch wahlen unter Abweisung von Kompromiffen mit gegnerischen wird in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie der Die Leipziger Boltszeitung" schreibt:„ Vielleicht wichtige Gesetz wird jedenfalls lange erregte Debatten in der Kammer Parteien. hervorrufen. Parteitag an der Waterkant einmal zwar nicht zu den Das Boltsblatt für Harburg" schreibt: Die in der fruchtbarsten, sicher aber zu ben lehrreichsten zählen. Daß auch er letteren Angelegenheit gefällte Entscheidung über die Betheiligung die trügerischen Hoffnungen der Gegner, die in spaßhafter Selbstan der Landtagswahl bat ferner gezeigt, daß man forgfältig bestrebt täuschung von einer drohenden Spaltung fabulisten, enttäuschen war, auch die geringfte Möglichkeit zu„ Stegmüllereien" aus dem würde, verstand sich am Rande; die Partei der arbeitenden Klasse Wege zu räumen, so daß die Untenrufe von der drohenden Berfcheitert nicht an taktischen Meinungsverschiedenheiten. Eine bebentflachung und Versimpelung der Sozialdemokratie nun wohl ver fame Frage der Taktik ist es gewesen, die im Vordergrunde der tummen werden. Wir wollen es bier gleich fagen, daß wir diese Verhandlungen stand, die der Betheiligung an den preußischen Furcht niemals gehegt haben und daß man daher gerne den Rahmen Landtagswahlen. Nun ist am 9. Ottober nach heißem Redestreite der Betheiligung etwas weiter hätte siehen können. Jedoch befcheiden die bekannte Kölner Resolution, die fede Wahlbetheiligung wir mus auch mit dem Erreichten in der festen Zuversicht, daß das unter bem Dreitlaffen Wahlrechte untersagte, aufgehoben, jetzt Berabfäumte vor den nächstfolgenden Landtagswahlen sicherlich die Betheiligung der Sozialdemokratie Preußens an den nächsten nachgeholt wird. Die Hauptsache ist, daß der Kölner Beschluß fiel." Landtagswahlen im Jahre 1898 beschlossen, jedes Bündniß und Die„ Schleswig- Holsteinische Boltszeitung" in Kompromiß mit anderen Parteien aber ausdrücklich verboten worden. Riel führt aus, daß der diesjährige Parteitag an dramatischen Die einzelnen Wahlkreise ferner entscheiden souverän über die Frage Momenten nicht ärmer gewesen sei, als seine letzten Borgänger; der Belheiligung; fie haben hierüber zu bestimmen. bemerkt unser Bruderorgan: gegenüber Schippel's bekannter Aeußerung über die Artillerieforderung Troß der glänzenden Beredtsamkeit Auer's und Beber's entschied Es kann nicht Sache der Sozial sich der Parteitag gegen die Kompromißpolitik, er verwies und bedemokratie sein, dem Militarismus, sei es auch nur in der Theorie, schränkte die Anhänger der Dreiklassenwahl- Betheiligung auf die irgend welche Konzessionen zu machen. Als Gegner des Militarismus eigenen Machtmittel, die eigene Kraft. Was dabei erreicht werden größte Gefahr des Friedens nach außen sowohl wie nach innen! kommende Jahr zeigen." erblicken wir in den stehenden Heeren nicht den Hort, sondern die wird, wie sich die neue Taktik in Preußen bewähren wird, mag das und so lange wir diese stehenden Heere haben, bewilligen " Rom, 13. Oktober. Die Sozialistenhaß wird nun hier mit größerem Eifer betrieben als seit langer Zeit; viele Verhaftungen und noch zahlreichere Haussuchungen wurden vorgenommen. Wir haben schon mitgetheilt, daß es sich hier um einen der offen fundigsten Schurkenstreiche und um eine raffinirte Täuschung des Publikums handelt. Das einzig erfreuliche ist, daß derartige Heldenthaten zu ungunsten ihres verbrecherischen Auftifters aus zuschlagen pflegen. - Herr Rudini scheint nicht viel Glück mit seinem Taschenspiele.Zunststück zu haben, die Erregung der Kaufmannschaft gegen ibn wegen feiner Steuerreform auf die Sozialdemokratie abzulenten. Läßt sich doch die sicherlich uns nicht grüne National- Zeitung" aus Mailand telegraphiren: Nach dem„ Sole" übersteigen die diesmaligen Einschägungen der Einkommensteuer um 145 Millionen diejenigen von 1895; daher der große Unwille, der sich in dem gesammten schwer betroffenen Handelsstand geltend macht und der in heftigen Die„ Germania", die in ausführlichster Weise über die De monstration berichtet, erwähnt mit feiner Silbe, daß die Sozialisten an derselben irgendwie betheiligt waren. Und dem„ Berl. Tageblatt" wird aus Romi unterm 12. d. M. Bildet ble Sozialdemokratie erft einmal eine berartige macht, Antisemitischer Parteitag. Auch der heutige Tag verlief ganz ruhig, nicht der geringfte durchzusetzen vermag, so wird sich auch über die militärische Auspartei ist in Ergänzung des Berichtes in der politischen Uebersicht fie die Einführung des Milizsystems, der Volkswehr Vom Parteitag ber deutsch- sozialen Reform Zwischenfall ereignete sich. Die Regierung macht in ihrem Beiborgan Opinione" rüstung dieser Volkswehr reden lassen, die dann eben keinerlei Gefahr unserer Nummer vom 12. b. M. noch zu melden, daß die Abg. Liebereinzig und allein die Sozialisten und deren Anhang für die gegen den Völkerfrieden mehr darstellt und ebenso wenig als Waffe mann von Sonnenberg und Zimmermann wieder zu blutigen Vorgänge verantwortlich. Die sozialistische gegen den inneren Feind" benutzt werden kann." Worfizenden gewählt wurden. Nachdem dieses Ergebniß Fraktion hat über die gestrigen Tumulte eine Interpellation anwahlen nicht in der von Bebel beantragten Fassung angenommen wurde die Debatte über die Arbeiterfrage fortgesetzt. Dr. LindDaß die Bebel'sche Resolution über die preußischen Landtags: als ein Stolz für die antisemitische Partei begrüßt worden war, gemeldet. Hinsichtlich der mißliebigen Steuererhöhung äußerte sich heute worden ist, hält die Schleswig- Holsteinische Volkszeitung" für„ keinen firöm, der Korreferent zu den Raab'schen Thesen, schließt seine Ausallzu glücklichen Entschluß"." führungen folgendermaßen: gemeidet: Rudini, er könne nichts anderes thun, als den Steueragenten Milde und Mäßigung empfehlen. Der Minister des Inneren erließ heute ein Birkular an die Präfekten, das alle Meetings und Boltsfundgebungen gegen die Steuererhöhung verbietet. Das ist jedenfalls eine sehr einfache, aber wie die Erfahrung seigt, in der Wirkung recht verfehlte Art, ein über Regierungs: maßnahmen erregtes Bolt zu besänftigen. Spanien. daß die " " Groschen! Die Volksft int me" in Magdeburg erklärt, daß mit dem Resultat des Hamburger Parteitags die Parteigen offen allerorts zufrieden sein dürften. Hatte der Parteitag in Hamburg vortheil haft sich bereits dadurch von seinen Vorgängern ausgezeichnet, daß Anträge fleinlicher Art vermieden, die Parteigenoffen der einzelnen Orte sich der größten Zurückhaltung befleißigt batten, so stand dieser Kongreß in bezug auf Arrangement und Verlauf obenan. Wie immer auch die Diskussion über bestimmte Fragen fich gestaltete, ernst und würdevoll ist sie im allgemeinen geführt worden auf der ganzen Linie. Wir pflichten dem Genossen Singer vollkommen bei in der Meinung, daß dieser Parteitag weder Sieger noch Besiegte kannte." bie Zu dem Beschluß über die preußischen Landtagswahlen bemerkt ,, Volksstimme": fchen Delegieten entscheiden zu lassen, entsprach völlig der bisherigen " Daß der Parteitag es ablehnte, diese Frage nur von preußis Tradition der Partei: ben zentralistischen Charakter derfelben in feiner Weise zu verletzen. Wir haben in dieser Beziehung unsere frühere Meinung korrigiren müssen." Das Alter für die Zulassung zur Fabrikarbeit müsse heraufgerückt werden. Nicht aus sentimentalen, sondern von praktischen Gründen müsse die Frauenarbeit eingeschränkt und die Wohnungsfrage geregelt werden. Die Erfüllung dieser Forderungen biete die Gewähr, daß die Arbeiterschaft zurückkehrt zur frendigen Mitarbeit an der Erhaltung des Vaterlandes. Delegirter o Ister Krimmitschau meinte, daß der Kampf zwischen Arbeiter und Arbeitgeber nie aufhören werde. Die Lohn- Die Anarchisten von Barcelona. Aus Barcelona erhöhung werde eine Schraube ohne Ende sein. Industrie, Handel wird geschrieben: Die in der Beste Monjuich eingeferkerten Anarchisten, und Landwirthschaft würden lahm gelegt, weil das Ausland uns deren trauriges Schicksal in der ganzen zivilisirten Welt Mitleid nicht folgen würde. Wir würden nicht an der Spize, sondern am Ende der Zivilisation marschiren. Die Schaffung der Koalitionserregt und zu Entrüftungskundgebungen gegen die grausame spanische Justiz Veranlassung gegeben hat, dürfen, wenn man halbamtlichen pflicht der Arbeiter würde einen Zusammenschluß der Arbeitgeber Blättermeldungen Glauben schenken darf, von der neuen Regierung zur Folge haben. Die Arbeitgeber seien vielfach viel schlechter eine Besserung ihrer schrecklichen Lage erhoffen. Die konservative auerlegen, wäre gleichbedeutend mit ihrem Ruin. gestellt als die Arbeiter, ihnen weitere Opfer der Humanität aufDie dem ArbeitRegierung hatte bekanntlich nach Canovas'schem Muster jede des geber bente schon auferlegten Lasten seien sehr erheblich. Der Grund Anarchismus verdächtige Person ohne viele Umstände eingesperrt, des Zuzugsrechts nach den großen Städten liege in der Genußsucht, burch haarsträubende Folterqualen sogenannte Geſtändnisse erpreßt die Freizügigkeit befördere also die niedrigsten Leidenschaften. Daß und das Opfer dann jahrelang hinter den düsteren Kerfermaueru man die weiblichen Arbeiter vor unfittlichen Angriffen seitens der des alten Kastells schmachten lassen, unbekümmert darum, ob es über. Die Bolts wacht" in Breslau schreibt: Der Parteitag Arbeitgeber schütze, sei verständig. Aber wie leicht können führt war oder nicht. Mit diesem sehr einfachen Syftem der hat seine Aufgaben in einer Weise erledigt, die die frohe juversicht auch hier Mißbräuche eintreten, wie falsche Denunziationen und Anarchistenbekämpfung will Sagafta endgiltig brechen. Im letzten rechtfertigt, daß die Partei, innerlich gefräftigt, den unvermeidlichen Expreffungen. Auch die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit Ministerrath, der unter dem Borsitz der Regentin im föniglichen neuen Rämpfen für die Sache des Voltes siegesbewußt entgegengeht. fei recht schön, aber in der Regel falle Arbeitslosigkeit und ArbeitsBalafte stattfand, betonte der Minister des Innern ganz energisch Die zu tage getretene Divergens der Meinungen in den taftischen scheut zusammen. Die Hauptübelstände auf diesem Gebiete seien die Nothwendigkeit, endlich einmal die Lage von mehr als hungert Fragen wird der Einmüthigkeit des Handelns sicherlich nicht hinder bereits durch die Strankenversicherung beseitigt. Redner schließt Anarchisten" 31 regeln, die auf Verfügung der verflossenen Melich sein." unter Beifall mit der Bitte um Ablehnung der Leitfäße. gierung auf Monjuich fizen, ohne zu wiffen warum. Der Minister Delegirter Aschendorff- Neustettin hält einen Unterschied Aus der Rheinisch eft f. Arbeiter 3tg." sei bas erklärte, daß das im Jahre 1896 geschaffene Gesetz zur Unterdrückung folgende wiedergegeben:„ Unsere Presse macht erfreuliche und stetige des Anarchismus richtig ausgelegt und angewandt werden müsse. Fortschritte sowohl in der äußeren Verbreitung wie in der inneren Die wirklich verdächtigen Personen sollen aus Spanien ausgewiesen Vervollkommnung. An der Kritik, die der beste Sporn zum Weiter werben, es liege jedoch gar kein Grund vor, die anderen", d. h. die ftreben ist, fehlt es nicht. Viel ungünstiger steht es mit der Buch Unverdächtigen, die in der Mehrheit sind, in infinitum gefangen und Broschürenliteratur; minderwerthige, oder gar blos auf den halten. Die Königin- Regentin foll gleichfalls für dieses Verfahren eintreten. Man wird ja bald erfahren, ob der guten Absicht ent- Geldbeutel des Arbeiters spekulirende Schriften werden nach wie Sprechende Thaten folgen und wenigstens die ärgften Schandthaten vor in einer enormien Bahl von Leiter bes fonfervativen Regiments so weit als noch möglich wieder gut fritifirt. gemacht werden. Rußland. " Ueber das angebliche Attentat auf den Saren in Barschaut, schreibt die Wiener Politische Korre spondenz", sie sei von autoritativer Petersburger Seite zu der Er flärung ermächtigt, daß die Nachrichten von der Entdeckung eines heit in Warschau vollständig grundlos find. 9 zwischen Fabrik und Landwirthschaftsbetrieben für nothwendig. Der Fabritbetrieb verbrauche, der Landwirthschaftsbetrieb erhalte die Arbeitskraft. Hiernach müsse auch die Frage der Beschäftigung jugendlicher Arbeiter betrachtet werden. Aus den landwirthschaftlichen Betrieben jugendliche Arbeiter generell fernzuhalten, wäre thöricht. Ausgenommen werden muß der landwirthschaftliche AktienExemplaren gekauft. Der betrieb, ihn zurückzudrängen sei Pflicht des Staates, weil er auf die der Vorwärts Buchhandlung batte diese Thatsache Monopolifirung, auf die brutalfie Ausbeutung hinausläuft. Die von Diejenigen Schriften, die Genosse Fischer als Schund Herrn Staab aufgestellten Forderungen würden den Arbeitausdrücklich bezeichnet verdienen diese Charakteristit geber entrechten. durchaus und so begreiflich es ist, daß der in der Schulbildung zu Abg. Zimmermann: In der Erhaltung des Mittelstandes furz gekommene Arbeiter oft zu werthlofer und geistabstumpfender liege die größte Arbeiterfreundlichkeit. Mit dem Mittelstande gehe Lektüre greift, ebenso angebracht ist die sozialdemokratische Warnung auch der Arbeiterstand zu grunde. Die Annahme der Raab'schen Thefen würde den Ruin des Mittelstandes zur Folge haben. Er Bruch mit den Grundsäzen der Partei bedeuten müsse vor diesem Wege warnen, weil er einen würde.( Beifall.) vor ihnen." hatte, Komplotts gegen den Kaiser von Rußland auläßlich dessen Anwesen schluß über die Betheiligung an den preuß ichen Landtagswahlen. Bruch mit den Grundsäßen der Partei bedeuten Griechenland. Athen, 12. Oktober. Die Türken binderten die Flottile im Golf von Arta auszulaufen unter dem Vorwande, die Präliminarien sähen nur freie Fahrt für Handelsfahrzeuge vor. Afien.. Das Boltsblatt für Salle" erörtert spesiell den Be Es bedauert, daß Punkt 4 und 5 der Bebel'schen Resolution nicht angenommen worden sind, und ist nicht der Meinung, daß diese Punkte erledigt feien durch Annahme des Mittag'schen Amendements: Rompromiffe und Bündnisse mit anderen Parteien dürfen nicht abgefchloffen werden." Abg. Loge: Die Mittelstandspolitik sei die beste Arbeiter. freundlichkeit. der Raab'schen Anträge. Die Koalition der Arbeiter in der BandDelegitter Weule. Goslar beantragt gleichfalls Ablehnung " Wir behaupten" führt unser Bruderorgan aus daß das wirthschaft sei einfach undenkbar, in der Jndustrie aber bedenklich, weil sie den kleinen Arbeitgeber ruiniren müßte. Bom indischen Kriegsschauplay. Die Pro Mittag'sche Amendement entweder die wirksame Wahlbeteiligung Abg. Pastor Jstrant: Dem Antragsteller Raab sei sein flamation des Generals Lockhart an die aufständischen Stämme hat unmöglich machen oder im Wahlkampfe unbeachtet bleiben wird. nicht den erhofften Erfolg gehabt. Die Afridis und Orakzair haben Wahrscheinlich wird der letztere Fall eintreten. Denn gleich nach gutes deutsches Herz mit dem Verftande durchgegangen, beschlossen, weiteren Widerstand zu leiften und haben ihre Streit der Abstimmung würde aus den Reihen der Delegirten die Frage des vierten Standes müffe man befördern, diese Forderung liege und bei den mächte vereinigt. Blutige Zusammenstöße sind also bald zu er laut, wie man sich denn nun bei den Stichwahlen aber im vorhandenen Programm. Landtagswahlen werden für uns nur die Stichwablen in betracht Dr. Bo cf Peine: Sorge man für den deutschen Arbeiter, Auch in Hinterindien zeigen fich jetzt den Engländern bes fommen zu verhalten habe. Singer erklärte darauf, daß dann indem man die Grenze für fremde Arbeiter schließt, damit rücke man drohliche Zeichen. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet: die bei den Reichstags- Stichwahlen geübte Praxis in fraft trete, Nach einent Telegramm aus Mandalay drang in der daß nämlich die sozialdemokratischen Wahlmanner bei Stichwahlen auch der Arbeitslosigkeit auf den Leib. Uebervölkerung und Mangel an Bevölkerung müßte ausgeglichen werden durch Beschränkung der letten Nacht ein Haufe von 25 Birmanen in das Fort von von zwei Uebeln das kleinere wählen werden. Mandalay ein und griff das Haus an, in welchem der kommandirende Was bleibt aber dann von der Bestimmung, daß Kompromisse Freizügigkeit. warten. Offizier wohnt. Der letztere schlug mit anderen Offizieren und einigen Sepoys den Haufen zurück. Die Birmanen verloren 4 Toote und 4 Verwundete; auf Seite der Engländer wurden ein Lieutenant und drei Privatpersonen verwundet." Mandalay ist die neuere Hauptstadt des Birma- Reiches, unfern dem Frawadi am Endpunkt der Bahn von Rangun; die Einwohner sind zum größten Theil Buddhisten. Amerika. Washington, 18. Oftober. In seiner Antwort auf die Note Lord Salisomy's, in welcher letterer die Theilnahme an einer Konferenz über die Robbensrage, an der auch Rußland und Japan theilnehmen würden, ablehnt, spricht Staatssekretär Sherman das Erstaunen der Unionsregierung über diesen Entschluß Englands aus. Denn die Unterhandlungen zwischen dem Botschafter Hay und Salisbury hätten die Theilnahme Englands vorausseßen lassen, da bei derselben ausdrücklich von der Betheiligung Rußlands und Japans an der Konferenz die Rede gewesen sei. Nunmehr schlägt Staatssekretär Sherman vor, daß außer der am 20. d. Mits. zu sammentretenden, von den Bereinigten Staaten, Rußland und Japan beschickten Konferenz noch eine Konferenz von sachverständigen Dele girten Englands, der Bereinigten Staaten und Kanadas veranstaltet werden solle. Perffimmen zum Hamburger Parteifag. Den bürgerlichen Preßftimmen laffen wir beute auszugsweise Meinungsänßerungen unserer Parteipreffe folgen, soweit diese zu den Ergebnissen des Parteitages Stellung genommen hat. Das, Hamburger Echo" schreibt: Unsere Erwartung, der Parteitag werde rücksichtlich seiner Bedeutung nicht hinter seinen und Bündnisse mit anderen Parteien nicht abgeschlossen werden dürfen, übrig? Welchen Zweck, welchen Werth hat sie dann noch? Gar feinen; sie ist binfällig, ja direkt schädlich. Wir halten es für temen Nachtheil, daß Punkt 3b gefallen ist, welcher erlauben wollte, daß unsere Genossen in Ermangelung eigener Wahlmänner von vorne berein für die Wablmänner bürgerlicher Oppofitionsparteien follten stimmen dürfen. Aber die Bestimmungen unter 4 und 5 mußten aufrecht erhalten bleiben, sie bildeten die Klinge zum Messerbeft der Wahlbetheiligung." " A Delegirter Knölle Raffel tritt für den Raab'schen Standa punkt ein, um der Sozialdemokratie mit größerem Gewicht entgegen treten zu können. Eine ausschließliche Betonung der Mittelstandspolitit sei verfehlt. Henn Frankfurt a. M. beantragt die Anerkennung des Sazzes Recht auf Arbeit, das sei nach seiner Meinung der einzige Weg zur Gesundung unserer sozialen Verhältnisse. Delegirter Marr Darmstadt tritt den Ausführungen des Abg. Bimmermann bei und verlangt vor allem Fürsorge für den Mittel ſtand. Der Arbeiter sei heute ungleich besser gestellt, als der Arbeitgeber. Redner warnt vor der Annahme der Naab'schen Ans träge.) Delegirter Kurzhals Suhl: Raab's Kritik des Arbeiter elends schieße über das Ziel. Die Grundlagen für die Arbeiter. fürsorge seien bereits geschaffen. Die Voltsftimme in Frankfurt a. M. schreibt: Bergebens bemühen sich die Breßorgane unserer gesammten Gegner, einen Gegensatz innerhalb unserer Partei zu konstruiren. Selbst die Jensen Kottbus betont den Unterschied zwischen ländlichen Frankfurter Zeitung" macht diesen Versuch, indem sie auf die und industriellen Arbeitern. Im deutschen Arbeiterstande finde man Debatte verweist, die anläßlich der Darlegungen des Genoffen das lebhafte Nationalgefühl nicht, hier höre man nur Schmähungen Schippel über das Verhalten unserer Fraktion im Reichstag ge gegen alles, was einem nationaldenkenden Mann heilig und theues legentlich der Artillerieforderungen entstand. Wohl wurde mit recht ist. Fürsorge gebühre gegenwärtig vor allem dem jugendlichen die von Schippel dabei gewählte Form der Darlegung der Gründe, welche Arbeiter.( Beifall.) die Fraktion zwar selbstverständlich trotzdem zur Ablehnung der Kanonen forderung veranlaßten, aber gleichzeitig bewogen, von eingehenden Er örterungen gerade bei dieser Gelegenheit abzusehen, mißbilligt. Und ebenso wenig fönnen wir die, allerdings in der Form höchst geschickte Recht fertigung Schippel's durch den Genossen Auer gutheißen. In jedem Falle batten diejenigen Delegirten vollkommen recht, welche die Meinung vertraten, daß unsere Partei niemals die Vermehrung der Mordinfirumente ftillschweigend zulaffen darf. In der That fonnte ja ein solcher Vorwurf nicht erhoben werden, da unsere Fraktions genoffen sowohl in der Kommission als im Plenum des Reichstages gegen die Ranonen stimmten. stimmten. Aber mehr war auch in diesem Falle taum möglich, da es fouft schwer gewesen wäre, die in der Kommission gegebenen vertraulichen Mittheilungen bei einer eingehenden Kritik der Vorlage unberührt zu laffen. Unferes Erachtens ist damals nur der Fehler seitens der Fraktion Delegirter Weber- Hamburg tritt für die Ansichten Raab's ein. Rechtsanwalt Jacobs Hamburg erklärt, aus der gestrigen Debatte einen betrübenden Eindruck empfangen zu haben. Die Gerechtigkeit verlange, für den Arbeiter einzutreten. Die soziale Nachlässigkeit habe viel verfäumt, mit Gewaltmaßregeln könne das nicht wieder eingeholt werden. Delegirter Fröhlich Potsdam: Unter einem leistungsfähigen Mittelstande wird sich auch das Loos der Arbeiter verbessern. Durch *) Obgleich die Debatte über die Arbeiterfrage an dieser Stelle unterbrochen wurde, geben wir diese Verhandlungen hier doch im Busammenhange. bie Raab'schen Thesen würde die Ayt an die Wurzel des Mittelftandes gelegt und die Lage des Arbeiterstandes verschlechtert. Delegirter Schack verlangt die Annahme der Raab'schen Thefen, um damit eine feste Säule gegen das System Stumm aufzurichten. Felte Charlottenburg: In großen Städten sei der Arbeiter durchweg besser gestellt als der Arbeitgeber aus dem Mittelstande. Der Arbeitgeber sei aber an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit ans gelangt; die von den Hamburgern verlangte Roalitionspflicht würde fich gegen den Arbeitgeber richten und den Mittelstand aufs schwerste schädigen, ohne dem Arbeiter selbst zu nützen. In demselben Sinne äußerten sich Weule Goslar und Gockert- Breslau. folgende: 9 = Gine Sympathiekundgebung für die deutsch- österreichischen Gezeichnete höhere Forderung englischer Firmen gegenüber den amerikas lution gegen die polnische Agitation wurde beschlossen. sinnungsgenossen der Zimmermann und Liebermann, und eine Refonischen auf diesen Umstand allein zurückzuführen ist, erscheint doch zweifelhaft, denn in Amerika dürfte der Arbeitslohn noch höher mo Punkt 6 des Parteiprogramms, der Anerkennung der Natur die Arbeitszeit zum mindesten nicht fürzer sein. Daß die großen Heilkunde fordert, wurde gestrichen. Mit Rücksicht auf die industriellen Unternehmer auch in England noch immer hübsch, e bevorstehenden Wahlen wurde der Antrag, den Namen Profitchen abwerfen, war fürzlich aus einer Veröffentlichung des der deutsch- sozialen Reformpartei in deutsche Reformpartei ab. Daily Chronicle" zu ersehen. Danach vertheilten die„ Aimstrong zuändern, abgelehnt. Werke" in Elswick in den letzten zwölf Jahren folgende Dividende: 1886 91/4 pet. 1892 91/, pSt. 1887 101/2 1893 10 1894 111/4 1895 11/4 1896 111/4 Endlich wurde beschlossen, den Berlinern im Gesammtvorstande der Partei einen Siz und eine Stimme einzuräumen. Mit der Ueberweisung einiger Anträge an den Gesammtvorstand wurde der Parteitag geschlossen.d berathen." Partei- Nachrichten. " " 1888 11 1889 11 " 1890 111/4 1891 11/2 " 1897 131/3 " Boziales. " " " " Nach einem Schlußwort des Antragstellers Raab wurde an ftelle der zurückgezogenen Anträge folgende Reso Tution Zimmermann, Dr. Lindström und Genossen mit großer Mehrheit angenommen: Aus dem fernen Afrika ging noch nachträglich ein I. Da das Programm der deutsch- sozialen Begrüßungsschreiben zum Hamburger Parteitage ein. Es Reformpartei, bezüglich der Arbeiterfrage, im allge. Transvaal fendet dem" Parteitage die herzlichsten Wünsche. Den Stand der Volksbildung in den verschiedenen Ländern hat folgenden Wortlaut:„ Der Arbeiterverein Pretoria in meinen den berechtigten Wünschen der Arbeiter sowie dem heutigen Stande der wirthschaftlichen Erkenntniß ent- Mögen die versammelten Genossen, vom rechten Geiste beseelt, in mit einander zu vergleichen, ist sehr intereffant, wenn auch die spricht, nimmt der Parteitag Abstand von einer Pro Eintracht recht ersprießliches für die Interessen des Proletariats Resultate solcher Vergleiche nicht immer ganz einwandsfrei sind. grammänderung, bezeichnet jedoch als bei der Auslegung der Programmgrundsäge weiter zu beachtende Richtpunkte Aufmerksamkeit herzlichen Dank und Gruß aus dem Heimathlande! Analphabeten", das heißt derjenigen Personen, die weder lesen Unseren deutschen Genoffen in Süd- Afrika für ihre freundliche Es handelt sich dabei meist um die Feststellung der sogenannten Barteitages ersehen, daß die Interessen des Proletariats wieder ein in den verschiedenen Ländern auf verschiedenen Wegen Sie werden aus den Berichten über den Verlauf des Hamburger noch schreiben können. Zu vergleichen sind die Resultate deshalb 1112 mit Vorbehalt, weil die Ermittelung der Analphabeten tüchtig Stück gefördert worden sind. folgt, theils bei den allgemeinen Volkszählungen, theils bei der Eheschließung, theils bei den Rekentenanshebungen. Vergleich von auf letterem Wege gewonnenen Resultaten ergiebt z. B. folgendes Bild: Es gab unter je 10 000 MilitärDienstpflichtigen Analphabeten in Niederlande. 1282 Belgien Desterreich Italien. Ungaru 1. Reform unserer wirthschaftlichen Verhältnisse im Geiste nationaler Wirthschaftspolitik; 2. Zwangsorganisation der Fabrikindustrie mit gesetzlich geschütter Durchführung der Koalition der Arbeiter; 3. für die Hausindustrie sind geeignete Bestimmungen zum Schuße der Arbeiter und ihrer Hausgenossen zu schaffen; 4. die Verarbeitung giftiger Stoffe ist zu verbieten, sofern für fie Erfagmittel vorhanden sind; 5. Arbeitgeber und ihre Stellvertreter sind ähnlichen Bestimmungen, wie sie im§ 174 des Strafgesetzbuches vorhanden sind, zu unterstellen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Dänemark Schweden Deutschland Schweiz Frankreich 36 40 51 230 1243 • • . 1748 3890 • • • 4204 5080 er Ein Auf sonderbare Weise war, wie wir berichteten, am 3. Oktober in Breslau eine Voltsversammlung der Auflösung verfallen. Der Vorsitzende hatte sein Amt auf einige Minuten dem Stellvertreter übergeben und sich vom Bureautische entfernt, was der überwachende Beamte aus dem Grunde moniren zu dürfen glaubte, weil der Wechsel des Vorsitzes ihm jedesmal gemeldet werden müsse. Als der Vorsitzende dieses II. Den Parteivereinen und Parteimitgliedern wird em- Verlangen zur Sprache brachte und zurückwies, löfte der Beamte, pfohlen, zu berathen, ob die Koalitionspflicht auf alle Arbeiter der sich persönlich" angegriffen fühlte, die Versammlung auf. Die zu bemerken ist jedoch, daß die Anforderungen an den auszudehnen sei, und ferner, ob eine Einschränkung der Frei Beschwerde dagegen ist mun vom Polizeipräsidenten dahin be Bildungsnachweis ganz verschieden sind. In Deutschland z. B. bezügigkeit in dem Sinne, daß zwar das Abzugsrecht erhalten, das antwortet worden, daß die Maßnahme des Polizeikommissarius schränkt man sich auf das Erforderniß, einigermaßen lesen und den Buzugsrecht jedoch geordnet wird, nützlich und möglich erscheint." nicht als berechtigte und mit den gesetzlichen Bestimmungen im Namen schreiben zu können; in der Schweiz dagegen wird Aus dem Referate des Herrn Liebermann von Sonnenberg über Einklang stehend habe erachtet werden können. Es sei dem Beamten der Rekrut einer umfassenden Prüfung in verschiedenen Fächern die bevorstehenden Wahlen heben wir folgende Stellen nach schon mehrere Tage vor Eingang der Beschwerde im Dienstaufsichts unterworfen. Dadurch erscheinen natürlich die Resultate dem von uns benutzten Berichte der Staatsbürger Zeitung" hervor: wege das Erforderliche eröffnet worden. Deutschlands, das in der Tabelle on dritter Stelle rangirt, bei Er erinnerte an den Beschluß des Parteivorstandes vom-In Beziehung auf die gestern gemeldete Auflösung einer weitem zu günstig. Junerhalb des Deutschen Reiches ist Preußen 4. April d. J., der allgemeine Kartellpläne jeder Art für unannehm Vereinsversammlung in Gohlis bei Dresden meint die Sächsische am schlechtesten gestellt; es hatte 1890 unter je 10 000 feiner Rekruten bar erklärt und das Zusammengehen mit anderen Parteien in Arbeiterzeitung", daß der Beamte, der die Schuld trägt, daß der 78 Analphabeten, Württemberg und das Königreich Sachsen hatten cinzelnen Wahlkreisen den betreffenden Gesinnungsgenossen von Fall Gendarm von der Anmeldung der Vereinsversammlungen nicht in unter je 10000 Refruten nur 1 Analphabeten, Baden 2 und Bayern 5. 31 Fall überlassen hat. Das von den„ Hamburger Nachrichten" ver- Kenntniß gesetzt wurde, für den entstandenen Geldschaden Im allgemeinen fann man sagen, daß hinsichtlich der Schulbildung tretene Kartell der Bienen gegen die Drohnen wird sich kurz in die ersatzpflichtig gemacht werden könne. Das Bürgerliche Gesetzbuch die germanischen und czechischen Länder, auch Finland Worte fassen lassen: Kampf gegen die Juden und Judengenossen. für das Königreich Sachsen bestimme in§ 1507:" Bon am höchsten stehen; den zweiten Play nehmen die Franzosen, den Ihrem Programm nach stehe die konservative Pertei der dem Staate oder Gemeinden angestellte Berwaltungs britten die Magyaren, die katholischen Slaven und die Italiener antisemitischen am nächsten, es sei aber zwischen einem Programm beamte haften für den Schaden, welchen sie bei Behandlung ein; dann folgen die Spanier und die Portugiesen, und zuletzt die und seiner Bethätigung ein großer Unterschied. Die konservative der ihnen obliegenden Geschäfte absichtlich oder durch grobe Fahr unter der Herrschaft der griechisch- katholischen Kirche stehenden Bölker Partei habe die Antisemiten im Reichstage auch bei Anträgen im lässigkeit verursachen, ausgenommen, wenn der Geschädigte unter im Often Europas. Stiche gelassen, bei denen sie im Programm gemäß dafür hätte ein- lassen bat, die gefeßlichen Mittel zu gebrauchen, durch welche er die treten müssen. Die nationa! liberale Fraktion sei mit Schadenzufügung hätte abweisen können." Die Verdrängung der Arbeit des Mannes durch die Der praktische Werth als die schärffte Gegnerin anzusehen. Die nationalliberalen Wähler dieser Gesetzes bestimmung" so führt die Sächsische Arbeiter- 3tg." billigere Frauenarbeit ist besonders auffällig in der Textilindustrie zu bemerken. Im Bezirk der Greizer Handelsim Lande seien in der großen Mehrzahl Anhänger des antisemitischen weiter aus allerdings wieder start beeinträchtigt fammer hat im letzten Berichtsjahre die Zahl der jugendlichen Gedankens. Die deutsch- soziale Reformpartei habe der national: dadurch, daß für die Erlangung einer solchen Entschädi liberalen Fraktion den Kampf bis aufs Wesser zu erklären und fei gung ein fostspieliger und umständlicher Zivilprozeß erforderlich beträchtlich flieg; es rührt dies von der ausgedehnten Beschäftigung Arbeiter abgenommen, während die der jugendlichen Arbeiterinnen für ihre Dezimirung im Reichstage zu sorgen. Erst dann werde ist, der nur vor dem Landgericht geführt werden kann. Man bedarf der Mädchen in der Strumpfwirkerei her. Die Greizer Handelsein freundschaftlicheres Verhältniß mit den dazu eines Rechtsanwalts und die Verhältnisse sind bei fammer sieht dadurch den Erfahrungssatz" bestätigt, daß die diesNationalliberalen möglich sein. Mit den Polen uns derart, daß wir uns nicht zutrauen, in fei für die deutsch soziale Reformpartei ein Bufammen Dresden einen Rechtsanwalt zu finden, der fo feilige Textilindustrie durch den nie ruhenden Fortschritt in der gehen nicht möglich, in jedem Falle verdiene der deutsche Kandidat willig für uns die Führung eines solchen Prozesses Erleichterung der menschlichen Hantirungen immer mehr zu einem Gewerbe für das weibliche Geschlecht wird". Den Borzug, soweit er nicht Jude oder Sozialdemotrat ist gegen einen Beamten übernimmt. Ein papierenes Recht In diesem Falle würde Stimmenthaltung oder Unterstützung des haben wir also, nur ist es in der Praxis nicht viel werth." etwa antisemitischen Polen am Platze sein. Frei-- Das Schwurgericht in Wien verurtheilte den anti: sinnige beiderlei Geschlechts und Sozialdemokraten feien femitischen Redakteur Kunsch at wegen Beleidigung des sozial als Juden und Judengenossen gleichmäßig als Feinde zu betrachten. Demokratischen Abgeordneten Schrammel zu 2 Monaten Arreft. Der Bund der Landwirthe sei keine politische Partei, sondern eine Kunschat hatte von Schrammel behauptet, er habe 132 Gulden wirthschaftliche Gruppe. Er müsse die deutsch- soziale Reformpartei veruntreut. als Mitstreiterin betrachten, weil sie dieselben Ziele erfirebe wie jene und ihre Vorkämpferin sei. In lester Zeit habe sich dies Freundschaftsverhältniß allerdings ungünstig geändert. Der Bund gehe immer mehr mit den Konservativen zusammen und scheine zu vergessen, daß im Bunde die Antisemiten ebenso vertreten sind, wie die Konservativen. Der Bund solle sich dessen erinnern, daß er überall da, wo er mit den Konservativen zusammenging, unterlegen sei, im Verein mit den Antisemiten aber gefiegt habe. Die Nationalsozialen seien als Bundesgenossen nicht zu betrachten, weil sie Judenfreunde find, wohl aber die Christlich- Sozialen, die im wesentlichen von demselben Standpunkte ausgegangen feien, wie die Deutschfoziale Reformpartei. Man solle sich nur auf aussichtsvolle kandidaturen beschränken und auf diese die ganzen Kräfte verwenden. Abg. Werner Kaffel: Mit dem preußischen Landrath werde der Bund der Landwirthe sich die schönsten Niederlagen holen. Dr. Giese Berlin will den Kampf gegen die Reichsbank auf das Unwesen der Privatbanken überhaupt ausdehnen. wird Gewerkschaftliches. Berlin nud Umgebung. Die Zulaffung der Frauen zur Mitwirkung bei der Armenpflege hat der Große Rath des Kantons Baselstadt in der Schweiz beschlossen. Derselbe Fortschritt ist im Berliner Stadtverordneten Kollegium bekanntlich von unsern Parteigenossen angeregt worden. Depeschen und lehte Nachrichten. Wien, 13. Oktober.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Fort fehung. Hochenburger begründet die Anflage gegen den An die Gewerkschaften Berlins. Die Gewerkschaften, die Ministerpräsidenten Grafen Badeni wegen des Erlasses vom 2. Juni noch im Besitz der statistischen Fragebogen sind, die ihnen von der 1897 an die Landeschefs betreffend das Verhalten der behördlichen Berliner Gewerkschafts- Kommission zugesandt wurden, werden hier. Organe bei den Versammlungen. Die Deutschen würden den Kampf durch aufgefordert, diese Fragebogen bis zum 18. Oktober an Unter- gegen die Sprachenverordnungen niemals aufgeben. Die Bewegung zeichneten ausgefüllt zurückzusenden. gegen die Sprachenverordnungen sei feine hochverrätherische, sondern eine öfterreichische zuan Schuße der Reichseinheit.( Lebhafter Beifall links.) Die Gesetzwidrigkeit des Erlasses sei zweifellos. Wolf führt aus, durch den Geheimerlaß werde das staatsgrundgefeßlich gewährleistete Mecht aller Völler Desterreichs, nicht nur der Deutschen verlegt. Das Parlament tönne sich nicht gefallen lassen, daß die Säulen des Konstitutionalismus umgerissen wurden. Die Deutschen Böhmens würden sich nicht mundtodt machen lassen.( Beifall lints.) Die Berliner Gewertschaft3 Kommission. J. A.: R. Millarg, Annenstr. 16 I. Die Spandaner Korbmacher legten am Montag in den Werkstellen G. Krieger und Bärwalde einmüthig die Arbeit nieder, da von den Unternehmern Lohnkürzungen( pro Geschoßtarb 4,50 m. statt bisher fünf Mart) vorgenommen werden sollten; etwa 86 Mann waren bei dieser Arbeitsniederlegung betheiligt. Während der Unternehmer Strieger sich bereit finden ließ, ferner 4,80 M. pro Der Ministerpräsident Graf Badeni erklärte, er wolle Geschoßkorb zu zahlen, ließ sich der Werkleiter der Bärwalde'schen fich nur an die sachlichen Umstände halten, welche ihm als eine Werkstatt auf fein annehmbares Angebot ein und behandelte die Gesetzesverletzung vorgeworfen worden seien. Das Ministerium des Dr. Aschendorff( Neustettin) meint, daß nicht alle Vorwürfe Rorbmacherkommission, die mit ihm zu unterhandeln suchte, vielmehr Innern habe thatsächlich eine Verfügung erlassen in betreff des gegen den Bund der Landwirthe zutreffend seien. Bund der Land in höchst ungezicmender Weise. In der am Dienstag stattgehabten Vorgehens der behördlichen Organe bei Versammlungen; dies entwirthe und Deutsch- soziale Reformpartei hätten zu viel Berührungs- Korbmacherversammlung wurde beschlossen, die Arbeit bei Krieger spreche der von dem Minifterium des Junern geübten Praxis, punkte, als daß es da jemals zu einer größeren Entfremdung am Mittwoch Morgen für den Preis von 4,80 wieder aufzunehmen. an. die Unterbehörden Weisungen im Interesse. einer tommen könnte. Von Bärwalde soll die Kommission mit Unterstüßung zweier Dele- geregelten Administration zu erlassen. Der Erlaß enthalte Delegirter Schulz( Magdeburg) hält ein Pattiren mit den girten des Gewerkschaftskartells den gleichen Preis fordern absolut nichts Gesetzwidriges. Der Ministerpräsident verwahrt Konservativen so lange für ausgeschlossen, wie diese der Deutsch- und eventuell die Sperre über diese Werkstatt verhängt werden. Wie sich auf das Entschiedenste dagegen, daß die behördlichen sozialen Reformpartei nicht die politische Gleichberechtigung zuerkennen. uns mitgetheilt wird, soll von den Unternehmern der für diese In- Organe den Rednern in den Versammlungen gewissermaßen Fallen Die gleiche Klage sei gegen den Bund der Landwirthe zu führen. dustrie hauptsächlich in betracht kommenden Orte eine allgemeine zu legen hätten, damit die Redner sich aussprächen, um sodann Man täusche fich nicht über die Hintergedanken der Konservativen. Lohnreduktion geplant sein. gegen sie vorzugehen.( Lärm und Widerspruch links.) Der MinisterWie sie das Landtags- Wahlrecht in Sachsen verkümmert haben, so präsident ruft aus: Ich bin nicht gewillt, mich durch Lärm und werden sie auch mit einem Anschlag auf das Reichstags- Wahlrecht Schreien behindern zu lassen. Es ist mein Recht ebenso gut wie das vorgehen. Deshalb müsse die Parole der Deutsch- sozialen Reform eines jeden Abgeordneten und es liegt in meinem Interesse wie ins partei lauten: Erhaltung des Reichstags- Wahlrechts! dem der Abgeordneten, mich aussprechen zu lassen, sonst werde ich auf das Wort für jetzt verzichten, ein Verzicht, der auch bezüglich der beiden anderen Anträge gelten wird.( Lebhafter Beifall, Hände flatschen rechts.) Der Erlaß, fuhr Redner fort, der nicht für die Deffentlichkeit bestimmt war, habe den Spiznamen Geheimerlaß" weil er auf illegalem, inforrektem Wege veröffentlicht sei, zahlreiche Deutungen erfahren habe, welche bis zu einer Minister- Anklage an gewachsen seien. Den schärfsten Tadel verdiene der Beamte, der den Grlaß gegen Pflicht und Anuseid der Oeffentlichkeit verrathen hätte. Redner schloß:„ Die österreichischen Beamten sind pflichtreu und es liegt im Intereffe des Volkes, dessen Vertreter die Abgeordneten find, daß die Beamten pflichttreu bleiben!"( Lebhafter Beifall, Händeklatschen rechts.) Die Verhandlung wurde sodann abgebrochen. Die nächste Sigung findet morgen statt. Deutsches Reich. Ju Stettin find zirka 60 Maurer, die am Schulban beschäftigt waren, in den Ausstand getreten. Die Arbeiter verlangen 45 Bf. follegen. Stundenlohn und die Wiedereinstellung der gemaßregelten Berufs Abg. 3immermann: Eine Erklärung für die Erhaltung des Reichstags- Wahlrechts sei nothwendig, zu einer Zeit, wo die In Mühlhansen i. Th. haben bei der Gewerbegerichts- Wahl Regierung unter der Einflüsterung der Konservativen Fehler über in der Klasse der Unternehmer sämmtliche Kandidaten der Gewerk: Fehler begehe, das Vertrauen untergrabe und politische Leichname, schaften den Sieg davongetragen. Die Lifte des deutsch- nationalen bekommen, wodurch die Phantasie geweckt sei und der Grlaß, wie den Freisimm, lebendig mache. Er legt folgende Resolution vor: Gegenüber den sich mehrenden Bestrebungen der Reaktion auf Beschränkung der bestehenden Volksrechte hält es der Parteitag für Pflicht, den Grundsätzen der Deutsch- sozialen Reformpartei gemäß folgendes zu erklären: " 1. Das allgemeine gleiche, geheime und direkte Reichs. tags- Wahlrecht ist gegen seine offenen und geheimen Feinde aufs nach drücklich ste zu vertreten. Atbeitervereins brachte es glücklich auf 30 Stimmen, während unsere iste zwischen 368-399 Stimmen anfivies. Ausland. Aus Brest wird der„ Kölnischen Zeitung" gemeldet: Die Fischer von Camoret beschlossen den Ausstand. Die Direktoren der Sardinen: Niederlagen erklärten, sie würden ihren Betrieb schließen, wenn der Ausstand sich verlängere. " Triest, 13. Oftober.( B. H.) Wie der" Piccolo" aus Mailand meldet, hat gestern der römische Korrespondent des Mailänder Italia del Popolo", namens Mosconi, einen Erpressungsversuch gegen den Kommodore Perrone versucht. Letzterer, der von der Italia del Popolo" vor einiger Zeit heftig angegriffen worden war, übergab Mosconi 50 000 Lire, ließ denselben aber beim Vers lassen der Villa in Haft nehmen. Budapest, 13. Oktober.( B. H.) Bei einem Neubau in Altofen stürzte eine Feuermauer ein. Eine größere Anzahl Arbeiter wurde verschüttet. Zwei Todte und mehrere Verwundete sind bereits unter den Trümmern hervorgezogen worden. 2. Den Vereinen soll das Recht gegeben werden, mit Im Kampf der englischen Maschinenbauer ist irgend eine einander in Verbindung zu treten, und es sind entgegen. Renderung nicht eingetreten. Die Unternehmer behaupten, an der stehende Bestimmungen in den Vereinsgefeßen der einzelnen Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angekommen zu sein, die englische Bundesstaaten gemäß der Zusage des Reichskanzlers auf Industrie könne wegen der ausländischen Konkurrenz eine weitere zuheben, ohne daß dafür irgend welche Gegenleistungen in Herabfegung der Arbeitszeit nicht vertragen.. G3 giebt eben eine Gestalt anderweiter Beschränkungen des Vereins- und Ver- Grenze," so schreibt man der Köln. 8tg." ans England, wo nicht fammlungsrechts gefordert oder gewährt werden dürfen." mehr der gute Wille, sondern die Existenzfrage entscheidet. Daß Diese Entschließung wurde unter großem Beifall einstimmig diefe Grenze hier zu Lande ungefähr erreicht ist, ersieht man unter angenommen. Ebenso machte der Parteitag folgenden Beschluß des anderem als der heute vorliegenden Machricht, daß die Gesammtvorstandes vom 4. April d. J. einstimmig zu dem feinigen: amerikanische Maryland Steel Company einen Abschluß Die allgemeine politische Lage macht es der Deutsch- sozialen 8000 Tonnen Schienen für die Ostindische Staatsbabu 1 Bfd. Sterl. Reformpartei zur Pflicht, in allen Wahlkreisen, in denen sie per Tonne unter dem niedrigsten englischen Angebot abgeschlossen genügend organifirt ist, mit eigenen Kandidaten vorzugehen. hat. Für Südafrika hat dasselbe Werk 1500 Tonnen, für die InterIrgend welche Kartellvorschläge, unter welchen Namen fie folonial- Bahn in Neuschottland 3000 Tonnen, für Charlestown Konstantinopel, 13. Oftober.( B. H.) Der Kommandeur der auch immer auftreten mögen, find für die Partei un Prinz Edwards- Infel 1000 Tonnen unter gleichen Verhältniffen ab albanesischen Wache im Yildiz Kiost, Arif Effendi, hat Selbstmord annehmbar. Der Parteitag verkennt nicht, daß in einzelnen geschlossen. Auch die Stadtgemeinde Glasgow hat in vergangener durch Erschießen begangen. Wahlkreisen besondere Berhältnisse das Zusammengehen mit Woche ihren Bedarf an eifernen Gasröhren in Amerika( Phila- Marseille, 18. Oktober.( W. 2. B.) Die hier eingetroffenen anderen Parteien geboten erscheinen lassen können. Darüber delphia) 1 Pfd. Sterl. die Tonne unter dem niedrigsten englischen tonkinesischen Blätter berichten, daß das einer Flußschifffahrts- Linie werden aber die Gesinnungsgenoffen der einzelnen Wahlkreise von Angebot gedeckt." gehörige Schiff Raphael" in der Nähe von Nam Dinh infolge Zus Fall zu Fall nach Maßgabe des Organisationsplanes selbständig Ohne Zweifel find hohe Löhne und kurze Arbeitszeiten ge- famimenstoßes mit einem chinesischen Fahrzeug gesunken ist. Etwa zu entscheiden haben, es bedarf dafür keines allgemeinen Kartells." eignet, die Produktionskosten zu erhöhen; ob aber die oben be- 30 Personen seien ertrunken. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u Unterhaltungsblatt " Br. 240. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 14. Oktober 1897. = Die Wahlen. = = = = = = " • " Als maier zu Berlin, Grimmstr. 39, Arbeitervertreter der Nord- ,, Rechter Hand, linker Hand- alles vertauscht! Straße deutschen Holz Berufsgenossenschaft mit 4 138 323 Stimmen; wie wunderlich siehst du doch aus!" Den Dichter dieses und anderer zum Reichs- Versicherungsamt. 9. Bergarbeiter Karl Richard Jacob zu Gersdorf, Bezirk lustigen Studentenlieder, Minister v. Mühler, nannte der freisinnige Zwickau, Arbeitervertreter der Knappschafts- Berufsgenossenschaft, mit Abgeordnete Parisius, in einer dieserhalb tonfiszirt gewesenen BroDas Reichs Versicherungsamt giebt in feiner letzten Nummer 4121 327 Stimmen; 10. Dreher Wilhelm Gotthufen zu schüre„ einen Kultusminister, der seinen Beruf verfehlt hat." Minister der Amtlichen Nachrichten" das Ergebniß der Wahlen zum Reichs- Düsseldorf, Oberstr. 58, Arbeitervertreter der Rheinisch- West- v. Mühler war der Typus eines Kultusministers, der die fulturVersicherungsamt bekannt. Die Wahlperiode währt vom 1. Oft. 1897 fälischen Maschinenbau- und Kleineisenindustrie- Berufsgenossen- feindliche Richtung gegen Volksbildung zu fördern eifrig bestrebt bis 30. September 1901. Zu wählen waren je zwei nichtständige schaft, mit 4 113 582 Stimmen; 11. Gummi Arbeiter war. Eine seiner Glanzleistungen war der im Jahre 1869 Mitglieder der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der gewerblichen Albert Voigt zu Berlin, Wiesenstr. 41/42, Arbeiter- dem Landtag vorgelegte Entwurf, der die in der preußiBerufsgenossenschaften, sowie je 15 Stellvertreter. In der Klasse vertreter der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, mit schen Verfassung geforderte unentgeltlichkeit des Volksschulder Arbeitnehmer trug die Liste des„ Berliner 4 106 913 St.; 12. Schriftseter Paul Otto Riedel zu Leipzig- unterrichts auf die Kinder Uubemittelter einschränken wollte. Gar Arbeitervertreter Vereins" den vollständigen Sellerhausen, Edlichstr. 22, Arbeitervertreter der Buchdrucker- Berufs- wunderlich nimmt es sich aus, daß dieselben Gründe, welche da Sieg davon. Das Resultat stellt sich wie folgt zusammen: genossenschaft mit 3 645 484 Stimmen; 13. Schreiner Friedrich mals für diesen Entwurf von Adelheid's Gatten geltend gemacht 1. Von den 64 wahlberechtigten Berufsgenossenschaftsvorständen Höfner zu München, Türkenstr. 90, Arbeitervertreter der wurden, nach einem Menschenalter von den Freisimmigen gegen die baben 63 und von den 339 wahlberechtigten Ausführungsbehörden Bayerischen Holzindustrie- Berufsgenossenschaft mit 3057 821 St.; unentgeltlichkeit der Schullehrmittel geltend gemacht werden. 243 ihre Stimmzettel rechtzeitig eingesandt. Auf grund der Ein. 14. Schriftseger Gust a v. Günther zu Berlin, Greifswalder Hauptgrund gegen diese von unseren Vertretern im rothen Haus tragungen in den Stimmzetteln sind mit Stimmenmehrheit zu nichtstraße 9, Arbeitervertreter der Buchdrucker- Berufsgenossenschaf mit geltend gemachte gerechte Forderung macht die freisinnige Mehrständigen Mitgliedern gewählt: 2 942 438 Stimmen; 15. Strumpfwirker Friedrich Anton heit des rothen Hauses auch in diesem Jahre den geltend, daß 1. Kommerzienrath und Major a. D. Gustav Kettner zu 3ickmann zit Chemnitz, Que Nr. 6, Arbeitervertreter dann die Wohlhabenderen ihre Kinder nicht mehr in die Berlin, Vorstandsmitglied der Speditions, Speichereis und Kellerei der Sächsischen Textil- Berufsgenossenschaft mit 2927 844 Stimmen; Gemeindeschulen schicken würden. Es ist von Interesse, aus den Ber Berufsgenossenschaft mit 5 687 064 Stimmen; 2. Baumeister Bern= b) als Stellvertreter des zweiten nichtständigen handlungen über den Mühler'schen Entwurf einiges wörtlich in hard Felisch zu Berlin, Vorstandsmitglied der Nordöstlichen Mitgliedes: 1. Klempner Friedrich Pieschel zu Berlin, Erinnerung zu bringen. In dem Entwurf dieses nach Ladenberg Baugewerks Berufsgenossenschaft mit 5 687 064 Stimmen. Der Rest Gartenstr. 55, Arbeitervertreter der Norddeutschen Edel- und Un- kulturfeindlichsten Kultusministers Preußens und das will nicht der Stimmen zersplitterte sich auf 20 weitere Personen. edelmetallindustrie- Berufsgenossenschaft, mit 4 261 616 Stimmen; wenig fagen wurde zur Begründung der Forderung auf Fortfall der Als Stellvertreter der vorgenannten Mitglieder sind mit Stimmen 2. Schloffer Heinrich Schmidt zu Grabow a. D., Langeftr. 57, unentgeltlichkeit des Gemeinde- Schulunterrichts u. a. wörtlich ausgeführt: mehrheit gewählt und zwar: a) als Stellvertreter des Arbeitervertreter der Berufsgenossenschaft der Feinmechanik, mit Die Entrichtung von Schulgeld ist eine von dem Rechtsbewußt= ersten nichtständigen Mitgliedes: 1. Kommerzienrath 4 233 860 Stimmen; 3. Scheermeister Julius Grünert zu fein der Nation getragene Einrichtung. Die Schulgeldzahlung hat ihre Max Frey zu Mülhausen i. E., Vorstandsmitglied der Textil- Gera, Weidaischegaffe 25, Arbeitervertreter der Norddeutschen bestimmtere und tiefere Begründung in der in dem sittlichen Berufsgenossenschaft von Elsaß- Lothringen mit 5 697 963 Stimmen; Textil- Berufsgenossenschaft, mit 4218 694 Stimmen; 4. Tischler Bewußtsein der Nation lebenden Wahrheit, daß es in erster 2. Kommerzienrath Julius Moeller zu Berlin, Vorstands Hermann Brosig zu Breslau, Sonnenstr. 26, Arbeiter Linie nicht die Pflicht des Staates und der Kommunen, sondern die mitglied der Nordöstlichen Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft vertreter der Norddeutschen Holz Berufsgenossenschaft, mit Pflicht der Eltern ist, für die leibliche und geistige Entwicklung ihrer mit 5 697 963 Stimmen; 3. Oberbergrath Hermann Prieße zu 4 199 809 Stimmen; 5. Elfenbeinschniger Paul Starte zu Kinder zu sorgen Für die Schulgeld Erhebung spricht ferner die Saarbrücken, Vorstandsmitglied der Knappschafts- Berufsgenossenschaft Dresden- Striefen, Spenerstraße 13, Arbeitervertreter der Sächsischen Wahrnehmung, daß dieselbe einen heilsamen Einfluß auf die Benutzung mit 5 697 963 Stimmen; 4. Hüttendirektor Morih Ottermann Holz- Berufsgenossenschaft mit 4177 448 Stimmen; 6. Former und Wirksamkeit der öffentlichen Volksschulen zu üben pflegt, welcher zu Dortmund, Vorstandsmitglied der Rheinisch- Westfälischen Karl Reifert zu List bei Hannover, Waldstraße 23, Arbeiter sich in der Regel darin zeigt, daß der Werth der Schulen in den Hütten- und Walzwerks Berufsgenossenschaft mit 5 697 963 vertreter der Nordwestlichen Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft Augen der Eltern und Kinder steigt, daß ihre Benutzung auch Stimmen; 5. Maurermeister Emil Hildebrandt 811 mit 4 164 285 Stimmen; 7. Schriftseter Konrad Wendler zu von den wohlhabenderen Familienvätern nicht unterHalle a. d. Saale, Vorstandsmitglied der Magdeburgischen Stuttgart, Arbeitervertreter der Buchdrucker- Berufsgenossenschaft mit schäßt wird". Die von den Freisinnigen damals scharf be= Baugewerks Berufsgenossenschaft mit 5 697 963 Stimmen; 4 153 535 Stimmen; 8. Bigarrenarbeiter Johann Karl tämpften, heute adoptirten, ultrareaktionären Phrasen beleuchtet 6. Schiffsherr Wilhelm Dümling zu Schönebeck a. d. Elbe, Reb3 zu Weißenfels a. S., Nenestraße 4, Arbeitervertreter der der Kommissionsbericht des Landtags wie folgt:„ Gegenüber Vorstandsmitglied der Elbschifffahrts Berufsgenossenschaft mit Tabak- Berufsgenossenschaft mit 4 123 133 Stimmen; 9. Karten- dem hochklingenden Motive: Die Entrichtung von Schulgeld in 5 697913 Stimmen; 7. Fabritbesitzer Robert Kugel zu Lüden- macher Hermann Meyer Halle a. S., Brunos: Deutschland sei eine von dem Rechtsbewußtsein der Nation getragene scheid, Vorstandsmitglied der Norddeutschen Edel- und Unedelmetall- warte 17, Arbeitervertreter der Papierverarbeitungs- Berufsgenossen Einrichtung" erklärte sich Referent außer stande, darin einen greifindustrie- Berufsgenossenschaft mit 5 697 913 Stimmen; 8. Teig- fchaft, mit 4 120 790 Stimmen; 10. Ofensetzer Karl Julius baren Sinn zu erkennen, indem er noch niemals die Erfahrung gewaarenfabrikant Max Henniger zu Neu- Weißensee bei Berlin, Fräßdorf zu Mickten bei Dresden, Rosenstraße 2, Arbeiter macht, daß jemand die Zahlung des Schulgeldes mit seinem Vorstandsmitglied der Nahrungsmittelindustrie- Berufsgenossenschaft vertreter der Sächsischen Baugewerts Berufsgenossenschaft, mit nationalen Rechtsbewußtsein in Beziehung gebracht habe. mit 5 697 913 Stimmen; 9. Königlicher Amtsrath Franz Oester: 4112 068 Stimmen; 11. Maschinist Karl Wilfenac zu Höh- ferner die in dem sittlichen Bewußtsein der Nation lebende Wahrheit reich zu Siegersleben bei Eisleben, Vorstandsmitglied der Brennerei- fcheid bei Solingen, Lindenhof 50, Arbeitervertreter der Rheinisch- betrifft, daß die Sorge für die Ausbildung der Kinder in erster Berufsgenossenschaft mit 5 697 913 Stimmen; 10. Baumeister Wil- Westfälischen Maschinenbau- und Klein Eisen industrie Berufs- Linie nicht die Pflicht des Staates, sondern der Eltern sei, helm Teichgräber zu Dresden, Vorstandsmitglied der genossenschaft, mit 4060 593 Stimmen; 12. Maurer August so mußte dagegen hervorgehoben werden, daß das AnerEächsischen Baugewerts- Berufsgenossenschaft mit 5 697 913 Stimmen; Daehne zu Berlin, Demminerstraße 36, Arbeitervertreter der Nord- fenntniß der Verpflichtung ihrerseits wohl allein Sache der Eltern, 11. Maurermeister Louis Hochapfelzu Kassel, Borstandsmitglied der östlichen Baugewerts- Berufsgenossenschaft, mit 3248 636 Stimmen; Staat und Kommunen aber, die gegen sie zwingend auftreten, dazu Hessen- Nassauischen Baugewerks- Berufsgenossenschaft mit 5697 913 St.; 13. Tischler Joseph Rubon zu Breslau, Mathiasstr. 110, nur berechtigt seien, insofern sie die allgemeine Ausübung 12. Kommerzienrath Otto Meyenthin zu Brandenburg a. H., Arbeitervertreter der Norddeutschen Holz- Berufsgenossenschaft mit der Schulpflicht im Interesse ihrer eigenen Sicherheit und der ErVorstandsmitglied der Norddeutschen Textil- Berufsgenossenschaft mit 2953 126 Stimmen; 14. Spinner August Scholtta zu Slamen reichung ihrer nothwendigen Zwecke für erforderlich halten. Je 5 697 913 Stimmen; 13. Direktor Ugé zu Kaiserslautern, Vorstands bei Epremberg, Arbeitervertreter der Norddeutschen Textil- Berufs- höher die Kultur sich entwickelt, je bewußter die Staatsidee im Volk mitglied der Süddeutschen Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft genossenschaft mit 2 933 151 Stimmen; 15. Maurer Eugen hervortrete, desto klarer wird auch die Erkenntniß, daß die Voltsmit 5 697 913 Stimmen; 14. Oberbürgermeister Heinrich Simanowsky zu Berlin, Gartenstr. 78, Arbeitervertreter der erziehung eine Sache der Gemeinsamkeit sei."( Anlagen zu den Wagner zu Ulm a. D., Vorstandsmitglied des Amtsversammlungs Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft mit 2836 325 Stimmen. tenographischen Berichten, 1869. S. 1150.) Als dann der Bater Ausschusses der Amtskorporation Ulm mit 5 697 913 Stimmen; Der Rest der Stimmen zersplitterte sich auf 3048 weitere Personen. der berüchtigten Schulregulative, Stiehl, als Abgeordneter 15. Fabritoesiger Kahl Wahlen zu Köln a. Rh., Vorstands- Die land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften haben die Behauptung wiederholte der Werth der Schule steigt in den mitglied der Ziegelei- Berufsgenossenschaft mit 5 687 064 Stimmen; zu nichtständigen Mitgliedern gewählt: Richard v. Donat auf Augen der Eltern und Kinder dadurch, daß ihre Benuzung eine allb) als Stellvertreter des zweiten nicht Chmiellowitz, Kreis Oppeln, und Landrath Graf Beißel v. Gym- gemeinere, auch von den wohlhabenderen Familienvätern nicht unter ständigen Mitgliedes: 1. Maurermeister Hermann nich auf Schloß Frens bei Horrem( Regierungsbezirk Köln). Ferner schäßt werde, falls Schulgeld gezahlt werde", wurde er und seine Frese zu Barmen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Vorstandsmitglied wurden je 10 Stellvertreter bestimmt. Nach den Bestimmungen des Gesinnungsgenossen von den damaligen Freifinnigen gehörig abder Rheinisch- Westfälischen Baugewerts Berufsgenossenschaft mit§ 95 des landwirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gesetzes sind aus gefanzelt. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses sprach sich 5 697 963 Stimmen; 2. Eisenbahn- Bauunternehmer Otto Bandke dem Stande der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben be- Waldeck, wie unser Genosse Borgmann in der letzten Stadtzu Berlin, Neue Winterfeldstr. 15, Vorstandsmitglied der Tiefbau- schäftigten versicherten Personen vom Bundesrath berufen worden verordneten- Versammlung mit Recht wieder hervorhob, energisch für Berufsgenossenschaft, mit 5 697 963 Stimmen; 3. Bijouteriefabrikant zu nichtständigen Mitgliedern: Waldarbeiter August Tieß zu volle unentgeltlichkeit des Schulunterrichts aus. Der Stadtv. Albert Wittum zu Pforzheim in Baden, Vorstandsmitglied der Süd Behlendorf, Arbeiter August Köllner zu Weimar, sowie je zehn Kassel war der Wortführer der liberalen" Mehrheit der Stadt deutschen Edel- u. Unedelmetall- Berufsgenossenschaft, mit 5 697 963 St.; verordneten- Versammlung und führte( natürlich unbewußt) fast wörtlich 4. Bürgermeister a. D. und Direktor Theodor Kelders zu Köln a. Rh., Von dem Vorftande der See- Berufsgenossenschaft sind zu nicht dieselben Gründe gegen die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel ins Treffen, Habsburgerring 26, Vorstandsmitglied der Rheinisch- Westfälischen ftändigen Mitgliedern gewählt: Schiffsrheder Wilhelm Maad die die Regierungsvorlage von 1869 für Fortfall der Forderung der Maschinenbau- und Kleineisenindustrie- Berufsgenossenschaft mit zu Rostock, Dispacheur Peter van Rensen zu Emden, sowie unentgeltlichkeit des Schulunterrichts überhaupt geltend gemacht 5 697 963 Stimmen; 5. Direktor der fgl. Porzellanmanufaktur Dr. je 2 Stellvertreter. Die aus der Mitte der Schiedsgerichts- Beisiger hatte. Kaffel war Jahre lang Vorsitzender des hiesigen WaldeckAlbert Heinecke zu Berlin, Wegelystraße, Vorstandsmitglied vorgenommene Wahl von 2 nichtständigen Beisitzern fiel auf den Vereins. In dem schwarzen Trierer Landkreis Dann ist auf Beder Töpferei- Berufsgenossenschaft mit 5 697 913 Stimmen; 6. Stadt Hafenmeister Fris v. Bülow zu Geestemünde und Ingenieur treiben des ultramontanen Pfarrers Unentgeltlichkeit der Lehrmittel rath Hermann Referstein zu Halle a. S., Vorstandsmitglied Eduard Möller zu Hamburg. Ferner wurden je zwei Stell- feit 1890 eingeführt der Berliner Freisinn stemmt sich mit Eifer der Steinbruchs- Berufsgenossenschaft mit 5 697 913 Stimmen; vertreter ernannt.. gegen solchen Kulturfortschritt. Rechter Hand, linker Hand 7. Fabrikant Albert Stosch zu Lomniz, Regierungsbezirk Posen, alles vertauscht." Minister von Mühler darf zum Schußheiligen Vorstandsmitglied der Glas- Berufsgenossenschaft mit 5 697913 St.; des Berliner Freisinns ernannt werden. Wie wäre es mit einem 8. Kommerzienrath Adolf Schiedmayer zu Stuttgart, Neckarstraße 14/16, Vorstandsmitglied der Berufsgenossenschaft der Mufit verordneten- Versammlung zur Vorberathung der Magiftratsvorlage recht fein. Aushauen von Mühler's auf städtische Kosten? Vielleicht werden Zur Lehrerbesoldungsfrage hat der Ausschuß der Stadt Kassel und Eugen Richter gleich mit ausgehauen? Uns tann's instrumenten- Industrie mit 5 697 913 Stimmen; 9. Direktor Robert Hoffmann zu Berlin, Koltbuferstr. 5, Vorstandsmitglied der Be- behufs Abänderung in der Gehaltsordnung für das Lehrpersonal in rufsgenossenschaft der chemischen Juduſtrie mit 5 697 913 Stimmen; verordneten- Vorstehers Dr. Langerhans die erste Lesung fortgefeßt Bilder. Aus dem Deutschen Reichstag. Serie I. Bebel" wird den Berliner Gemeindeschulen gestern unter Vorsitz des Stadt- Grober Unfng. Unter dem Titel: Skladanowsky's lebende 10. Rechtsanwalt und Stadtrath a. D. Dstar Hugo Sieg und bezüglich der festangestellten Lehrer die Vorschläge des Magistrats ein kleines Büchelchen mit Photographien verkauft, die Bebel im mund Leucher zu Dresden, Vorstandsmitglied der Berufs- angenommen, welche dahin gehen: Zur Anrechnung kommt die ge- Reichstag redend vorstellen sollen. Selbstverständlich hat Bebel zur genossenschaft der Gas- und Wasserwerke mit 5 697 913 Stimmen; fammte Dienstzeit im öffentlichen Schuldienst in Deutschland. Den Herstellung und zum Verkauf dieses Machwerks weder seine Mits 11. Lafting und Schäftefabrikant Wilh. Rattwintel 3 bis zum 31. März 1894 angestellten Lehrern wird die Zeit voller wirkung noch seine Zustimmung gegeben. Ein Blick auf die Photos Wermelskirchen, Vorstandsmitglied der BekleidungsindustrieBerufsgenossenschaft mit mit 5 697 913 Stimmen; 12. Architekt Beschäftigung an hiesigen Privatschulen angerechnet. Die Bestimmung graphien zeigt auch jedem, der Bebel kennt, daß es sich um die und Maurermeister Kaiser zu Hannover, Vorstands über die angestellten akademisch gebildeten Lehrer find in folgender photographische Aufnahme von einer fremden Person handelt, die mitglied der Hannoverschen Baugewerks Berufsgenossenschaft mit Gaffung festgestellt: Den vom 1. April 1897 angestellten akademisch mit Bebel gar keine Aehnlichkeit hat. Es handelt sich also nicht 5 697 913 Stimmen; 13. Direktor B. Hille zu Leipzig, Vorstands. gebildeten Lehrern mit vollem Oberlehrer- Beugniß werden zu dem blog um eine Geschmacklosigkeit, sondern um eine betrügerische mitglied der Straßenbahn- Berufsgenossenschaft mit 5697913 Stimmen; nach§ 10 des Lehrerbesoldungs- Gesetzes zu berechnenden Dienstalter Täuschung des Publikums, das diese Bilder kauft. 14. Bergrath und Hüttenwerks- Direktor Karl Jüngst zu Gleiwig, vier Dienstjahre zugerechnet. Für die bis zum 31. März 1897 Wir ersuchen speziell die Parteipresse um Weiterverbreitung Vorstandsmitglied der Schlesischen Eisen- und Stahl- Berufsgenossen- angestellten akademisch gebildeten Lehrer verbleibt es hinsichtlich der dieser Mittheilung, damit dem gekennzeichneten Unfug und Betrug fchaft mit 5 697 913 Stimmen; 15. Lederfabrikant J. B. Keller Berechnung der Dienstzeit bei den bisherigen Bestimmungen, soweit nach Möglichkeit entgegengetreten wird. au Beurig, Regierungsbezirk Trier, Vorstandsmitglied der Leder- dieselben günstiger sind als die in der gegenwärtigen Gehalts= der Stimmen zersplitterte sich auf 177 weitere Personen. Stellvertreter. Kommunales. das Grundgehalt der einstweilig angestellten Lehrer ist bis zur Bei dem Feste, welches die Firma Siemens u. Halste industrie Berufsgenossenschaft mit 5 687 064 Stimmen. Der Rest ordnung getroffenen Bestimmungen. Die Beschlußfaffung über am Dienstag ihren Arbeitern und Angestellten im Zoologischen II. Von den 3351 wahlberechtigten Arbeitervertretern haben definitiven Festsetzung des Grundgehaltes der angestellten Lehrer Garten gab, haben die Firmenbesitzer in einer Weise, die immerhin 2774 ihre Stimmzettel rechtzeitig eingesandt. Mit Stimmenmehr ausgesetzt worden, weil dasselbe gefeßmäßig sich nach dem letzteren öffentlich erwähnt zu werden verdient, auf die Gefühle der anheit sind zu nichtständigen Mitgliedern gewählt: zu richten hat. Gegen Belaffung der Miethsentschädigung auf wesenden Proletarier bedacht genommen. Der Senior des Hauses, 1. Hutmacher Karl Kämpfe zu Bamberg, Ehrlichsgasse 97, 400. fand sich nichts zu erinnern. Bei den Rektoren, für welche Herr Karl v. Siemens, hielt nach einem Lokalblatte eine Rede, die in ein Hoch auf den deutschen Kaiser ausflang; ein Arbeitervertreter der Bekleidungsindustrie Berufsgenossenschaft mit der Magistrat 2000 M. Grundgehalt beantragt, ist fein bestimmter 4112 829 Stimmen; 2. Schloffer Karl Gutheit zu Berlin, Beschluß gefaßt worden, da die Anträge auf Erhöhung desselben anderes Blatt meldet, daß um 5 Uhr ein Huldigungs- TeleWiesenstr. 29 a, Arbeitervertreter der Nordöstlichen Eisen- und Stahl- und schließlich der Magistratsantrag ebenfalls nicht angenommen Artikeln der bürgerlichen Presse auch die Arbeiter zum theil mit auf 2400, 2290 bezw. 2200 M. Teine Mehrheit gramm an den Kaiser abgesandt wurde. erlangten. Berufsgenossenschaft mit 2916 644 Stimmen. Der Rest der Stimmen wurde. Das freie Brennmaterial im Betrage von 90 M. ist ge- Komplimenten bedacht. In welcher Manier dies geschieht, dafür Neben den Inhabern der Firma werden in den Jubiläums zersplitterte sich auf 453 weitere Personen. Als Stellvertreter der vorgenannten Mitglieder sind mit 800 m. wurde angenommen. Bei den Lehrerinnen erlangte der Stimmenmehrheit gewählt und zwar: a) als Stellvertreter des ersten nichtständigen Mitgliedes: 1. Bigarren wird die Zeit voller Beschäftigung an hiesigen Privatschulen an gestellte Antrag: den bis zum 31. März 1894 angestellten Lehrerinnen sortirer Alwin Winter zu Magdeburg, Große Mühlenstr. 1 a, 1a, Arbeitervertreter der Tabat Berufsgenossenschaft mit 4 264 919 gerechnet, nicht die Majorität. Weitere Beschlüsse wurden bis zur Stimmen; 2. Schreiner Ernst Erbert zu Düsseldorf, Arbeiter, nächsten Sigung vertagt. vertreter der Norddeutschen Holz- Berufsgenossenschaft mit 4 243 662 Stimmen; 3. Eisendreher Georg Seiß zu München, Ganghoferstraße 15, Arbeitervertreter der Süddeutschen Eisen- und Stahlvertreter W Tokales. Berufsgenossenschaft mit 4 224 956 Stimmen; 4. Buschneider Alle Genoffen, welche noch in irgendwelchen Partei- Angelegen Friedrich Tieß zu Halle a. S., Gottesackerstr. 14, Arbeiter heiten abzurechnen haben, werden anläßlich der bevorstehenden ber Norddeutschen Holz Berufsgenossenschaft mit Neuwahlen auf das dringendste ersucht, zur Vermeidung von Un4 205 705 Stimmen; 5. Bimmerpolier Julius Lerch zu Graudenz, annehmlichkeiten ihrer Pflicht sofort nachzukommen. Raferuenstr. 26, Arbeitervertreter der Nordöstlichen Baugewerks Die Vertrauenspersonen. Berufsgenossenschaft mit 4 190 603 Stimmen; 6. Schlosser Ernst Arbeiter Bildungsschule. Wir machen die Parteigenoffinnen Hermann Robert Straube zu Chemnitz, Sonnenftr. 50, und Genossen auf den heute Abend in der Inselstr. 10, 2 Tr., beArbeitervertreter der Sächsisch- Thüringischen Eisen- und Stahl- ginnenden Kursus in Geschichte( Die vorgeschichtliche Zeit und die Berufsgenossenschaft mit 4 177 354 Stimmen; 7. Maurer Adam ersten geschichtlichen Ueberlieferungen, Vortragender: Dr. Gustav Gregor Wirtymann zu Bamberg, Ehrlichsgasse 40, Arbeiter 8epler) aufmerksam und bitten um zahlreiche Betheiligung. Monats vertreter der Bayerischen Baugewerts Berufsgenossenschaft mit beitrag 25 Pf., Unterrichtsgeld( 10 Abende) 1,-. M. 41 55 566 Stimmen; 8. Tischler Friedrich Stügel- l M Der Vorstand. giebt die National- Zeitung" ein drastisches Beiſpiel. Zuerst wird Better im Garten abgehaltene Vergnügen begann bald nach Mittag bie 14 000 Festtheilnehmer verzehrt haben. Das bei dem stürmischen geschildert, welche folossalen Mengen von Eßwaaren und Getränken und endete erst zu später Stunde; ein jeder männliche Theilnehmer " hatte Bons" im Verzehrungswerthe von 2,25 M. erhalten; die Frauen und Mädchen durften für 1,95 m. verzehren. Nachdem das Erstaunen über die 28 000 Taffen Kaffee, die getrunken wurden, sich gelegt hat, charakterisirt die National- 31g." die Arbeiter folgendermaßen: Soweit wir in den vier bis fünf Stunden die Festtheilnehmer, die Arbeiter, beobachtet haben, waren sie allesammt von einer musterhaften Disziplin erfüllt. Die älteren Berliner werden sich noch des Schreckgefühls erinnern, wenn es hieß, die Maschinenbauer kommen durch das Oranienburger Thor in die Stadt", bei irgend einer öffentlichen patriotischen Gelegenheit, bei Königs Ge burtstag oder an einem ähnlichen Fest. Das war dann ein wüste 3 Treiben, daß der friedsame Bürger selbst in den besten Straßen, den Hauptadern des Verkehrs, taum seiner unbelästigten Ruhe sicher Der stete Verkehr mit der räthselhaften Macht, die in dem elektrischen Strom steckt, scheint diejenigen, die mit ihr zu thun war. törperti eine höhere Kultur, eine höhere Kraft, als die rein Schlittschuhe Es würde schwerlich in dem Rahmen eines Jubiläumsartikels unterzubringen fein, wenn das Blatt fachgemäß darlegen wollte, daß die„ räthselhafte Macht", der die Arbeiter in Wirklichkeit ihre höhere Gefittung verdanken, ganz wo anders zu suchen ist, als im elektrischen Strom und daß diese Macht vom Unternehmerthum aus innerster Seele gehaßt und bekämpft wird. Baben, milber, gefitteter zu machen. Sie ahnen oder und am Bunde mit zwölf Defen; ein weißer Mulrock; zwei Paar von Paul Kampffmeyer empfohlen wurde. Unten auf der letzten fürchten(!) Merkur Nr. 25 und Halifax Patent Nr. 9 und Seite war die Firma und auch das Geschäftslotal angegeben, ins die allein ihnen bisher imponirte, und ihr ein leinener Meisekofferbezug mit der Signatur Elberfeld und dessen fehlte Die Angabe, daß bei dieser Firma der Fühlen und Denken gelangt zu Ergebnissen, die ihnen Respekt London. Die Sachen sollen vor dem Monat September d. J. von Prospekt gedruckt sei, auch war der Betrieb der Firma. einflößen vor dem, was allein recht in der Welt hat: vor dem Hausböden in der Nähe der Belle- Alliancestraße gestohlen worden nicht ausdrücklich als eine Druckerei fenntlich gem ht geiftigen Können." fein; wahrscheinlich sind sie bisher noch nicht vermißt worden worden. Die Amtsanwaltschaft machte geltend, diese einfache Eigenthümer wollen sich behufs Refognoszirung der Sachen an den Angabe der Firma genüge nicht zur Erfüllung der Vorschrift im Wochentagen während der Vormittagsstunden auf 3immer 36 im§ 6, daß Name und Wohnort des Druckers auf jeder Druckschrift Polizei- Dienstgebäude einfinden. genannt sein müsse, die für den Buchhandel oder sonst zur Verdes Stellmachers Webner aus der Strelitzerstraße, die sich am Sonn- geflagten frei und die Straftammer bestätigte auf die Berufung des Ihren Verlegungen erlegen ist die 42 Jahre alte Frau breitung bestimmt sei. Das Schöffengericht sprach jedoch die Anabend Abend um 7 Uhr in einem heftigen Anfalle ihres Nerven Staatsanwalts das freisprechende Urtheil. Das Landgericht führte leidens aus einem Fenster ihrer im zweiten Stock gelegenen Wohnung begründend aus, es erübrige fich nachzuprüfen, ob die Druckschrift nicht auf den Hof hinabstürzte und mit gebrochenem Schädel und Ober: etwa zu den im Absatz 2 des§ 6 aufgeführten Druckerzeugnissen gehöre, die schenkel in ein Krankenhaus gebracht wurde. von der oben zitirten Vorschrift im§ 6 Absatz 1 des Preigesetzes Paul Rüschmüller aus der Pappelallee Nr. 21 verunglückt. Beim Tanzen ist am Dienstag der 87 Jahre alte Arbeiter ausgenommen feien, d. h. ob sie nicht den Zwecken des Gewerbes und Verkehrs diente. Allerdings könne dem Schöffengericht darin feierte seinen Geburtstag und kam bei einem Tänzchen, das man des Namens( der Firma) und des Wohnortes des Druckers genüge. nicht beigetreten werden, daß an und für sich die einfache Angabe schließlich in der Wohnung veranstaltete, so unglücklich zu Falle, daß Die Nennung des Druckers habe derart zu erfolgen, daß ohne er sich den linken Unterschenkel brach. Rüschmüller mußte sofort weiteres aus der Druckschrift selbst erhelle, es solle damit der Drucker aus der Festgesellschaft heraus in ein Krankenhaus gebracht werden. bezeichnet fein. Dazu sei aber nicht erforderlich, daß es mit ausdrücklichen auf dem Schinkelplatz ein 70 jähriger Mann, August Piescher aus und Inhalt der Druckschrift entscheidend. Im vorliegenden Falle wären Von einer Droschke überfahren wurde Mittwoch Nachmittag Worten geschehe. Allerdings seien ausschließlich äußere Erscheinung der Swinemünderstr. 67. Der Verunglückte erlitt mehrere Kopf- nur der Drucker und der Verleger verpflichtet gewesen, sich zu verletzungen und mußte, anscheinend auch innerlich verlegt, in ein Krankenhaus gebracht werden. " Fromme Christen untereinander. Aus einer KirchenwählerVersammlung, die fürzlich stattgefunden haben soll, bringt die Berl. 3tg." das folgende erbauliche Bild: Wie der Kampf von ihnen geführt wurde, zeigen die Worte des positiven Gemeindevertreters, Schneidermeister Braun, in einer pofitiven Versammlung: Wenn ein Liberaler zu Ihnen ins Haus tommt mit einem Flug blatt oder Stimmzettel, so schmeißen Sie ihn die Treppe runter, und wenn er sich die Rippen bricht, daß schadt' nichts!" Die ehrenwerthe Versammlung begleitete diese Ausführungen mit lautem Beifall, und auch der anwesende Superintendent Krückeberg fand kein Wort der Abweisung gegen diese Aeußerung eines Ver: " treters der christlichen Nächstenliebe!" Die Verkehrs- Deputation hatte vor längerer Zeit beschlossen, von sich aus, unabhängig von den zur Zeit vorliegenden zahlreichen Straßenbahn Projekten, einen Plan aufzustellen für solche Linien, welche zu einem zweckmäßigen Ausbau des Berliner StraßenbahnNetzes geeignet erscheinen. Dieser Plan ist jetzt fertig gestellt. M Er nennen. Da nun aber die Verlagsbuchhandlung Hans Baafe im Tert als Verleger gekennzeichnet sei, so bleibe betreffs der Firma der Spree zu grunde gegangen. Mehrere Arbeiter sind jetzt beim ziehen, sie sei die Druckfirma; deshalb mußten die Angeklagten frei. Arbeiter Risiko. Zwei Menschenleben sind am Dienstag in A. Seydel u. Komp. nur übrig, aus ihrer Nennung den Schluß zu Auskrauten eines Spreegrabens gegenüber Fürstenbrunn an der gesprochen werden. Gegen dies Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Unterspree beschäftigt. 3wei, namens Garbe und Bert, beide in noch die Revision ein. Die Angeklagten vertrat der Rechtsanwalt Charlottenburg, Krummeftr. 27, bezw. Pestalozzistr. 56 wohnhaft, Wurm. Der Straffenat des Kammergerichts erklärte das befanden sich auf einem Floß. Bon diesem sind sie abgeglitten und landgerichtliche Urtheil für durchaus zutreffend ins Wasser gefallen; sie sind nicht wieder zum Vorschein gekommen. und verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft. Garbe war verheirathet; feinen Tod betrauert die Wittwe mit vier unmündigen Kindern; der andere war unverheirathet. In die gestern unter Vorsitz des Bürgermeisters Kirschner statt gehabte Sigung der städlischen Schuldeputation wurde der neugewählte So, aldeputirte Stubbe eingeführt. Aus Veranlassung der 25jährigen Wiederkehr der Einführung der allgemeinen Lehr bestimmung von 1872 hat die städtische Schuldeputation beschlossen, Glückwunschschreiben an die Herren Staatsminister Dr. Falt und Wirtl. Geh. Ober- Regierungsrath Schneider zu senden.-In SchulVon einem daherrasenden Schlächterwagen ist gestern Vorfreifen wurde die Frage aufgeworfen, ob es überhaupt im Interesse mittag in der Gollnowstraße die 32 jährige Arbeiterfrau Lehmann der Schule liege, Prämien noch ferner an die Schüler zu gewähren. gefährlich überfahren worden. Die Räder gingen der Frau über Diese Frage gelangte in der gestrigen Sitzung der Schuldeputation den Leib hinweg, sodaß sie schwere innere Berlegungen erlitt und zur Erörterung. Nach eingehender Debatte hat die Deputation be: nach dem städtischen Krankenhause Friedrichshain gebracht werden fchloffen, die Prämien an den Gemeindeschulen unter Veränderung mußte. Der schuldige Kutscher, der zu entfliehen versuchte, wurde einiger Grundfäße der Bertheilung weiter bestehen zu lassen. Ob von den empörten Passanten festgenommen und nach der zuständigen man nun noch weiter Bücher als Schulprämien vertheilt, in denen Polizeiwache gebracht. die freifinnigen Grundsätze, welche doch im Berliner Kommunalwesen maßgebend sein sollen, zu gunsten des Afterpatriotismus beschimpft und verhöhnt werden? Die Einführung eines elektrischen Signalsystems auf der Stadtbahn soll bevorstehen. Die auf Bahnhof Charlottenburg an gestellten derartigen Versuche mit elektrischer Weichen und Signal ftellung sollen ein günstiges Resultat ergeben haben sowohl in bezug auf Zuverlässigkeit, als auch auf die Betriebssicherheit. Diese wird dadurch noch bedeutend erhöht, daß durch eine Tafel auf dem Zentralbureau dem dort bediensteten Beamten sofort ersichtlich ist, welches Signal er gegeben hat. Hierdurch ist ein Falschgreifen des Beamten ausgeschlossen; hat er jedoch einen Fehler gemacht, so kann er denselben im nächsten Augenblick richtigstellen. " " Der Schriftsteller Karl Schneidt und der Redakteur Hugo Brüning vom Schöneberger Tageblatt" hatten sich heute wegen Beleidigung des Schöneberger Amtsvorstehers Schmock und des Polizei- Juspektors Schulz vor dem Schöffengericht vom Amtsgericht II zu verantworten. Am 30. März 1897 hatte das„ Schöneberger Tageblatt" unterm Strich" und in der Form einer humoristischsatirischen Plauderei eine Kritik gebracht, welche die bisherige Amtsthätigkeit des Amtsvorstehers und des Polizei Juspektors unter Bezugnahme auf die kommenden neuen städtischen Verhältnisse gloffirte. Die genannten beiden Beamten fühlten sich durch den wurde in der Wienerstraße der Arbeiter Wilhelm Neumann mit direkt beleidigend war. Der Gerichtshof hielt es für erforderlich, Unglücksfälle im Straßenverkehr. Am Dienstag Bormittag ganzen Jubalt des Artikels beleidigt, wenn auch die Form nicht einer schweren Verlegung am Kopfe besinnungslos aufgefunden. den Verfasser Schneidt zu 100 M., den Redakteur Brüning In der Brückenstraße brach das Rad eines beladenen zweispännigen 8u 30 M. Geldstrafe zu verurtheilen. Arbeitswagens, und der Wagen stürzte auf die Geleise der Pierde Eine Vergnügungsfahrt, welche der Militäreffektenhändler bahn. Die Feuerwehr lud ihn theilweise ab und befördete ihn hart Emil Meier an einem Junitage nach Saatwinkel unternahm, hat an die Bordschwelle. Der Betrieb der Pferdebahn wurde durch für ihn verhängnißvolle Folgen gehabt. Meier traf in Saalwinkel Umsetzen aufrecht erhalten. Die Betriebsstörung dauerte etwa eine größere Gesellschaft an, der er sich anschloß und die ihn gern dreißig Minuten. In der Auguststraße wurde das Pferd aufnahm, da er sich als ein sehr freigebiger Herr zeigte. Er tanzte emes leeren Möbelwagens scheu und jagte die Straße entlang. Kurz vor besonders viel mit einem 12jährigen, für sein Alter stark entdem Krenzungspunkte der August- und Rosenthalerstraße warf fich wickeltes Mädchen und erwirkte dann bei dessen Eltern, daß der Schutzmann Friese ihm entgegen, wurde aber von dem rechten ihm bei der gemeinsamen Rückfahrt ein Platz im Kremser eingeräumt Scheerbaume getroffen und zur Seite geschleudert, wobei ihm der wurde. Der Angeflagte setzte sich neben das erwähnte Mädchen. Säbel aus der Scheide flog. Er lief nun neben dem Pferde her, Er soll mit diesem wie mit einem noch jüngeren in seiner Nachbarfaßte es schließlich am Bügel und riß es nieder, wobei er mit schaft sitzenden Kinde in dem dunklen Wagen unzüchtige Handlungen dem Pferde zu Boden stürzte. Obwohl das Pferd sofort wieder vorgenommen haben. Gestern fand gegen ihn dieserhalb vor der auffprang und weiterzurennen versuchte, hielt er es fest und 3. Straffammer des Landgerichts I Verhandlung unter Ausschluß der übergab es dem nacheilenden Eigenthümer. Mit einem einspännigen, Oeffentlichkeit statt. Der Gerichtshof gelangte trotz des Leugnens des mit Mineralwasser- Flaschen beladenen Geschäftswagen fuhr gestern Angeklagten zu der Ueberzeugung von seiner Schuld und verurtheille Nachmittag der Kutscher Gustav Pflug im Trabe die Wrangelstraße ihn zu einer Gefängnißstraße von einem Jahre. Die Bemühungen entlang und fab sich dabei umbekümmert um den Verkehr auf der des Vertheidigers, Rechtsanwalt Wronker, den Angeklagten gegen Straße eine Weile um, wobei sein Pferd nach der linken Straßen- eine Raution von 6000 m. vor der sofortigen Verhaftung zu beWas Erfinder verdienen, darüber wird der Deutschen feite hinüberbog. Als der Kutscher dies bemerkte und das Pferd wahren, waren ohne Erfolg, denn der Gerichtshof blieb bei dem Tageszeitung" der folgende Fall berichtet: Ein Berliner Zimmer schnell nach der rechten Seite hinüberzubringen suchte, fam in ent- Beschluffe der fofortigen Inhaftnahme. Em Zimmer- gegengesetter Richtung der Handlungsgehilfe Ostar Pohl auf dem mann hat eine ebenso einfache wie finnreiche Vorrichtung erfunden Zweirade die Straße entlang. Er sprang zwar sofort ab, wurde und damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer seit Jahren aber von dem scharf rechts seitwärts springenden Pferde getreten in zahlreichen Großstädten brennenden" Frage geliefert. Mehr möchten wir über die Art der Erfindung nicht verrathen! Untluger- abschürfungen.- Am Schiffbauerdamm fiel nachmittags der obdach und erlitt eine Verstauchung des rechten Fußes und arge Hautweise wendete er sich noch vor der Batenterlangung an einen febr lofe Schiffer Reinhold Krause in die Spree, wurde jedoch noch bekannten Großindustriellen, um die Verwerthung der Erfindung zu lebend aus dem Wasser gezogen. erreichen, und dieser hatte nichts eiligeres zu thun, als sich die Noch ein neues Theater? Direktor Lautenburg giebt bekanntlich die Direktion des Neuen Theaters auf. Nun hat er einem hiesigen Blatte zufolge seinem Personal mitgetheilt, daß ihm von vielen Seiten die schmeichelhaftesten Anerkennungen seiner bisherigen Thätigkeit und gleichzeitig Offerten zu theil geworden, die den Fortbestand des trefflichen Ensembles in einem anderen- wahrscheinlich neuen Hause sicherten. Die bisherige Thätigkeit des Herrn Lauten burg beschränkte sich zum wesentlichen auf die Einführung französischer Kokottenstücke. " Bläne, Zeichnungen zc. fo lange anzusehen", bis eines schönen Tages die Geiftesarbeit des mittellosen Zimmermanns in die Praxis um= gesetzt werden konnte, was einen sehr erheblichen Nußen gebracht haben muß. Der Erfinder aber hat keinen Pfennig zu sehen befominen. Barum nennt das Blatt den großen Gauner nicht bei Namen? Es genirt sich doch nicht, wenn ein Arbeiter sich irgend eines Vergehens schuldig gemacht hat? -In den Stadtbahnwagen zweiter Klasse wird jetzt sehr eifrig nach Passagieren revidirt, welche fich nur im Befiße einer Fahrkarte dritter Klasse befinden. Auf dem schlesischen Bahnhofe soll in den legten Tagen eine ganze Anzahl solcher Personen ermittelt worden fein. Sie alle werden diese Verfündigung mit fechs Mart Strafe zu fühnen haben. A18 Leiche ist der 60 Jahre alte Tischler August Beh aus der Bärwaldstraße 74 wiedergefunden worden, der, wie wir mittheilten, feit dem 2. d. m. vermißt wurde und zuletzt auf dem Heimwege in der Nähe der Bärwaldbrücke gefehen worden war. Am Dienstag Nachmittag wurde am Plan- nfer die Leiche eines Mannes aus dem Landwehrkanal gelandet, in der Beh's Kinder gestern die ihres Baters erkannten. Das Geld, das der alte Mann bei sich gehabt hatte, wurde vollständig bei der Leiche gefunden, ebenso seine Uhr. 3. ist ohne Zweifel verunglückt. Das indische Dorf wird noch bis Ende dieses Monats im Passage- Panoptikum bleiben. geschritten, daß die Erst- Ausführung am Sonnabend stattfinden kann. " anderowo trägt man ja auch' uen Zopf!" So singt der biedere ,, Ching- Chang- China- Mann wackelt mit dem Kopf: Theehausbesizer in der luftigen Geisha" und so schien auch der des Dolmetschers Taen- Arr- Hee vor dem Schöffengericht des Amts Chinese Wong Tse- Yuen zu denken, der heute unter Assistenz gerichts Berlin II erschien, um sich auf die Auflage des Widerstandes und der Kö perverlegung zu verantworten. Wong- Tse- Quen ist ein Engländerin verheirathet und sein Domizil nach Berlin verlegt noch jugendlicher Sohn des himmlischen Reiches, der sich mit einer hat, ohne daß es ihm bisher gelungen ist, sich die deutsche Sprache so anzueignen, um sich in derselben vertheidigen zu können. der Dolmetscher, der in Deutschland geboren ist, beherrscht die chinesische Sprache nur unvollkommen und die Verständigung mit dem Angeklagten erfolgte daher mit Hilfe der englischen Sprache. Wong Tie- en lebte feit mehreren Monaten in Friedenau und war glücklicher Besitzer einer Monats- Fahrkarte, zu welcher seine Ehefrau die Nebenkarte besaß. Am 23. Mai begleitete er mit seiner Frau einige Bekannte zu einem vom Bahnhofe Friedenau abgehenden Zuge, In der Urania( Abtheilung Invalidenstraße) wird heute, Donnerstag, Bahnsteig zu kommen und dort seinen Bekannten noch einen Aber hatte seine Monatskarte vergessen, es gelang ihm aber, auf den Herr Dr. P. Spies über:„ Die Entstehung des elektrischen Stromes" sprechen. Schiedsgruß zuzuwinfen. Als er wieder aus dem Bahnsteig herausDie Verkehrsverhältnisse auf der Schlesischen Vorort. bahnstrecke geben den Bewohnern der an letzterer liegenden Vororte neuen Theater am Theater. Der italienische Tragöde Bacconi beginnt sein Gastspiel im wollte, hielt ihn der die Bahnsteigkontrolle ausübende Schaffner 25. Ottober. Aschermittwoch", der Fischer Sobotka auf und verlangte von ihm, obwohl er wußte, daß von Monat zu Monat immer mehr Anlaß zu Klagen. Die be- Jarna' iche Schwant, wird auch während dieses Gastspiels nicht abgebrochen, der Angeklagte eine Monatskarte besaß und ihn auch per= ständigen Zurücksetzungen der Vorortzüge gegen die Fernzüge haben, da der italienische Meister nur einen Tag um den andern spielt. Bacconi fönlich fannte, die Einlösung einer Bahnsteigkarte. Er bewie berichtet wird, eine derartige Regelmäßigkeit erreicht, daß man wird in Jbsen's Geipenfter", in Hauptmann's Ginfame Menschen" und hauptet, daß er durch das Reglement dazu verpflichtet überhaupt nicht mehr auf die Abfahrt und Ankunft der Züge zu der in Giacometti's Drama Morte civile" auftreten, das für Salvini gefei. Der besopste Asiate glaubte, daß ihm Unrecht geschähe, er hatte fahrplanmäßigen Zeit rechnen fann. Es soll vorkommen, daß zwei, schrieben und durch ihn in Deutschland eingeführt wurde. Im Ostend: von Europa's übertünchter Höflichkeit erwartet, daß man auf den ja drei Schnellzüge hintereinander durch die Stadtbahnstationen ge- heater sind die Proben zu dem Drama„ Die Geiſterglode" so weit vor dem Beamten nicht unbekannten Besitz einer Monatskarte mehr laffen werden, ehe der fällige Vorortzug abgefertigt wird, so daß im Schiller: Theater ist heute die erste Aufführung von„ Das Rücksicht nehmen müßte und es tam darob zu einem Zwiespalt Letzterer dann Verspätungen bis zu einer Stunde und mehr erleidet. Stärfere", Schauspiel in 3 Aften von Carlot Gottfried Neuling." Im zwischen ihm und dem Beamten, der schließlich in Thällichkeiten Erhängt hat sich der 41 Jahre alte Handelsmann Rudolf Bürgersaale des Rathhauses ist für Sonntag Chamisso Abend" angefegt. überging. Der Beamte, der fast noch einmal so groß ist, wie der Meyer aus der Weberstr. 52. Chinese, versicherte, daß dieser mit dem kategorischen Imperativ Feuerbericht. Dienstag Abend 61/2 Uhr erfolgte Alarm nach And den Nachbarorten. " Durch!" versucht habe, ihn bei sei seite zu schieben und als dies Fehrbelliner str. 47, um in einer Fabrik ein geplaktes Siedenicht ging, fofort mit der Faust und später mit dem Regenschirm rohr zu beseitigen. Um 73/4 Uhr war Alexandrineu str. 22 a mertfam, daß die Generalversammlung des sozialdemo- Tage dienstunfähig gewesen Achtung, Rigdorf! Wir machen die Parteigen offen darauf auf auf ihn eingeschlagen habe. Der Zeuge behauptet, daß er sechs in einer Schleiferei durch Selbstentzündung ein großer Kasten mit fratischen Vereins Vorwärts" bente, Donnerstag, abends 81/2 Uhr, blanes Auge gehabt habe. Der Angeklagte legte dagegen seinerseits sei und acht Tage lang ein Buylappen in Brand gerathen, der jedoch noch rechtzeitig ge in Hoffmann's Festsälen, Bergstraße 151/152, mit derfelben Tages- ein ärztliches Mitest vor, wonach er bei der Affäre mehrere blutige löscht werden konnte. Bu gleicher Zeit fand Planuser 28 ordnung wie sie für Dienstag Abend angesetzt war, stattfindet. Die Wunden erhalten hatte. Er behauptet, daß Sobotka ihn sofort beim ein Zimmerbrand statt, der Gardinen und Möbel zerstörte, Versammlung fonnte Dienstag Abend wegen eines Versehens mit Kragen gepackt und den Kragen von seinem Wams geriffen, sondern auch das Haus nicht unerheblich beschädigte. Mittwoch früh 2 Uhr der polizeilichen Anmeldung nicht abgehalten werden. Genoffe auch mishandelt und zur Erde geworfen habe, während seine Eheerfolgte Alarm nach Joachim str. 12. Hier stand eine größere Adolf Hoffmann hält ein Vortrag über das Thema: Ift Religion frau gleichfalls zur Erde geworfen worden sei. Quantität Brennholz in Flammen. Mittags 12 Uhr wurde die Privatsache? Wir ersuchen die Mitglieder um zahlreiches Erscheinen. Beweisaufnahme fam der Staatsanwalt zu der Ueberzeugung, daß Auf grund der Wehr nach Martgrafenstr. 12 gerufen, wo eine mit HobelDer Vorstand. spänen angefüllte Bretterwand durch die nahe Gasleitung Feuer ge fich der Schaffner Sobotka in der rechmäßigen Ausübung seines Amtes fangen hatte, das auch das Haus beschädigte. Bug 17 hatte faft III. Abtheilung am Sonnabend, den 6. November d. I. in stand, den der Angeklagte geleistet, 14 Tage Gefängniß.- R.- A. Dr. Die Stadtverordneten- Wahlen in Spandau finden für die befunden habe und beantragte mit Rücksicht auf den energischen Widereine Stunde zu arbeiten, bevor die Gefahr beseitigt wurde. Um der Zeit von 10 bis 1 Uhr und 4 bis 8 Uhr statt. Dem einmüthigen Julius Stadthagen hielt dagegen weder in objektiver noch in diefelbe Zeit wurde die Wehr nach Gollnow str. 37 alarmirt, wo Theer fibergekocht war. Gine unbefugte Alarmirung wurde noch Verlangen unserer Genoffen hat sich demnach der Magiftrat nicht fubjektiver Beziehung eine Schulb des Angeklagten für erwiesen. rechtzeitig durch die Polizei verhindert, die Gitschiner ftr. 12 verschließen können und die Wahlzeit wieder, wie bisher, bis 8 Uhr Kemesfalls habe er das Bewußtsein gehabt, daß der Beamte in einen Burschen festnahm, der soeben aus Ulk die Scheibe des öffent- dem Anfang 3 buchstaben der Zunamen der Wähler, und zwar Chinese doch kaum denken können, daß er zum Kaufen einer Bahnabends ausgedehnt. Die Wahlen erfolgen zum ersten Male je nach seinem Rechte war, denn, obwohl er selbst bezopft sei, habe er als wählen: a) die Buchstaben A B C D und E im Restaurant Möwes, steigtarte angehalten werden dürfe, obwohl man ihn als den Befizer Mitterstraße; b) F G und H im Reftaurant Seemann, Fischer einer Monatstarte fannte. Der Gerichtshof erkannte den An. straße 8 bezw. Lindenufer 21; c) I K und Lim Restaurant Sawade, geklagten schuldig, verurtheilte ihn aber zu 40. Geldstrafe, Schönwalderstr. 98-99; d) M N O P Q und R bei Conrad, indem er ihm zu gute hielt, daß der Beamte etwas sehr energisch Schönwalderstr. 2; e) der Buchstabe S im Restaurant Roter, auf Erfüllung des Reglements bestand. Potsdamerstr. 35; f) T U V W X Y und Z im„ Rothen Adler", Botsdamerstr. 6. Bekanntlich find von unseren Parteigen offen die Genoffen Schröer, Müller, Feuerheerdt und Lautant als Kandidaten aufgestellt. lichen Melders zerschlagen hatte. Wegen Unterschlagung ist der Buchhalter Paul M. verhaftet worden, der in der Weinhandlung von Gebrüder Habel, Unter den Linden, angestellt war. Von der Leipziger Kriminalpolizei wurde das hiesige Polizei- Präsidium benachrichtigt, daß sie auf einen etwa 23 Jahre alten Raubmörder fahnde. Derselbe hat ein blaffes, bageres Geficht, fängliche schmächtige Gestalt, einen weichen schwarzen, oben einges drückten Hut. Er trägt vermuthlich dunkles Jaquet, dunkel gestreifte Beinkleider, Stehkragen und rothe, schleifenartige Kravatte. Er hat eine kleine goldene Damenuhr mit Gliederfette geraubt. " Gerichts- Beitung. Vom höheren Raufboldwefen. Wegen Herausforderung zum Bweikampfe mit tödtlichen Waffen bezw. wegen Annahme der Forderung standen gestern der Student der Rechte Hugo Victor und der Student der Thierärztlichen Hochschule May Groste vor der 9. Straftammer des Landgerichts. Die Forderung, die auf ges schliffene Schläger lautete, war das Ergebniß einer nächtlichen Straßenrempelet. Das Duell follte in einem hiesigen, von Studenten besuchten Restaurant stattfinden. Kurz vor Beginn desselben erschien die Polizei, welche durch eine anonyme Anzeige verständigt worden Einem verhafteten Bodendiebe sind folgende Kleidungsftücke zc. abgenommen worden: Ein blaues Doubelcape mit Doppel- Einen nicht unwichtigen Prefprozeß erledigte fürzlich das fragen, im Innern des Kragens mit rothem Garn die Buchstaben Kammergericht. Die Inhaber der Firma A. Seydel u. Romp. waren E. H. gezeichnet; ein graues Damen- Winterjacket mit zwei Ketten- angeklagt worden wegen Bergebens gegen den§6 des Preßgesetzes. war. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagten eine aufhängen; ein chokoladenfarbenes Damen- Winterjacket mit acht Sie hatten seinerzeit einen Prospekt der Verlagsbuchhandlung von Festungsstrafe von je einer Woche, das Erkenntniß lautete auf je braunen Steinnußknöpfen; ein weißer Unterrock mit rother Stickerei Hans Baake gedruckt, worin die Geschichte der modernen Polizei drei Tage Festung. Giner Denunziation, die schwerlich aus beleidigtem Rechts- ftraße, feine Generalversammlung abbielt, referirte Genoffe Dr. trübe Erfahrungen machte und daß bie Genoffen bet folchen geht erfolgt war, hatte es der infolge seiner Suspensation vom 3 a deck über, Gemeinde- Sozialismus." Dem beifällig aufgenommenen Gelegenheiten stets in eine fatale Situation verfekt wurden. Biegeleibesiger Schulze aus Nahmiß zu danken, daß in der Zentral- Markthalle, insbesondere in bezug auf die Sach- Genoffe Peter es unternahm, über die Bedeutung der rothen er sich gestern vor der Brandenburger Straffammer wegen Vergebens verständigkeit bei dem Obst- und Gemüsehandel angeführt und von Schleife und die der Kutte des Geistlichen zu sprechen. Diese Gegenim Amt,§ 346 des Strafgesetzbuches, zu verantworten hatte. Der einem anderen Redner die traurigen, aller Hygiene Hohn sprechenden überstellung führte zur Auflösung der Versammlung, und zwar, wie Angeklagte war befchuldigt, als Beamter jemand rechtswidrig Wohnungsverhältnisse, die sich nach Angabe des Reduers im der betreffende Beamte äußerte, wegen Verächtlichmachung von der gefeßlichen Strafe entzogen zu haben. Es kann dafür auf eine Zentrum der Stadt befinden, beleuchtet wurden. Hierauf erstattete Staatseinrichtungen; er habe, so schloß der Herr," das lange genug Zuchthausstrafe bis zu 5 Jahren ei fannt werden; find mildernde der Borsigende, Genosse Jahns, den Geschäftsbesicht und der mit angehört". Die Versammelten gingen, nachdem auch der VorUmstände vorhanden, tritt Gefängnißfirafe nicht unter einem Kassirer, Genoffe Petermann, den Kassenbericht. Darnach be- fißende dahingehend aufgefordert, ruhig auseinander. Biegelbergers weiteren Streifen bekannt gewordene Bortrag folgte eine kurze Distuſſion, in der verschiedene Mißstände Stliche Rebner äußerten ſich im Sinne des Antrages, wobei gestohlen. = Um die Lhäter in ermitteln, nahm der Förster lesten halben Jahres 79,38 M. Mithin verbleibt ein Bestand von Klubbaugchifengetonment, Deffen fleinen Saal sie beinahe bis In der königlichen Forst bei Nahmiß war Holz trugen die Einnahmen insgesammt 337,75 M., die Ausgaben des Friedrichsohn am 24. Februar 1896 mehrere Haussuchungen vor, 258,37 M. Die Abrechnung wurde seitens der Revisoren als richtig zur Hälfte füllten. Nachdem ein Herr Weisheit, der angeblich zu denen, wie schon öfter, der Angeklagte in feiner Eigenschaft bestätigt und dem Kassirer Decharge ertheilt. Die sodann vor über Die Sozialdemokratie und die preußischen Landtagswahlen" als Beamter hinzugezogen wurde. Gesucht wurde bei zwei bei genommenen Neuwahlen des Vorstandes ergaben folgendes Resultat: 3/4 Stunden lang über alles Mögliche, nur nicht über das AnSchulze beschäftigten, in dessen Hause wohnenden Arbeitern Nickel 1. Vorsitzender Mörschel, 2. Vorsitzender Neyen, 1. Kassirer gekündigte gesprochen hatte, tam Herr Wiesenthal zum Wort, und Thomas. Schulze soll nun der Frau Nidel, als er sie aus Betermann, 2. Raffiver Arndt, 1. Schriftführer Kiel, Det Borrebner au tage geförderte Weisheit in allen ihrer Wohnung herausrief, gefagt haben, fie folle nur er 2. Schriftführer Sommer, Beifizer Seiler. Als Revisoren Punkten bekämpfte. Wiesenthal fündigte an, in Zukunft mehr als klären, das Holz fei von ihm gekauft. Bei Nickel wurde nur klein- wurden die Genossen Lehmann und Reis gewählt. Nachdem bisher in Arbeiterversammlungen für seine Joeen Propaganda gehauenes Holz gefunden, während der Förster bei Thomas ge- auf die am 19. Oftober in den Arminhallen stattfindende Partei- machen zu wollen. freveltes Holz fand, deshalb erhielt nur der lettere ein versammlung für den ersten Wahlkreis hingewiesen und zur regen Strafmandat. Nickel hat nach einiger Zeit erzählt, daß Schulze Agitation für den Wahlverein aufgefordert worden war, wurde noch die am Dienstag im Swinemünder Gesellschaftshause stattfand, erIn einer Versammlung von Schneidern und Näherinnen, ihn vor der Bestrafung bewahrt habe, davon hörte der Mühlen bekannt gegeben, daß am 24. Oktober eine Flugblattverbreitung ftatt: läuterte Timm den Anwesenden die Bestimmungen der Bundesbesitzer Wendler, der am 10. März 1897 die Anzeige erstattete, die findet, wozu die zahlreiche Betheiligung der Parteigenossen durchaus raths Verordnung vom 1. Juli 1897. Er fam zu dem Schluß, daß zur Erhebung der Anklage geführt hat. Schulze bestreitet mit aller erwünscht ist. Entschiedenheit seine Schuld. Die Frau Nickel erilärte gestern mit die Verordnung zwar manche Verbesserungen hinsichtlich der Arbeitsaller Bestimmtheit, daß Schulze ihr gerathen habe, zu sagen, daß das Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten zeit gebracht habe, einen wirklichen Arbeiterschutz biete sie aber nicht, Holz von ihm gekauft sei. Was den Angeklagten dazu veranlaßt Berliner Reichstags Wahlkreis( Onten) hielt am 12. Oftober da fie in mancher Beziehung unzulänglich sei und der Erweiterung haben könnte, wußte sie nicht anzugeben. Ihr Mann hat niemals im Lokale Große Frankfurterstr. 117 feine ordentliche General- bedürfe. Der Verband der Schneider werde eine Erhebung veranvon Schultze Holz gekauft, wohl aber der Arbeiter Thomas, versammlung ab. Reichstags Abgeordneter Kunert hielt einen stalten, um nachzuweifen, daß eine weitere Ausdehnung des Arbeiterbei dem gleichfalls gesucht wurde. Die Beugin erklärte, Schulze sei mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Frage: schutzes in der Konfektionsindustrie nothwendig sei. Das durch die Erin ihre Wohnstube gekommen. Eine andere Zengin fte dagegen aus. Der Kassirer berichtete, daß der Verein im verflossenen Halbjahr, fraktion zur Berwendung im Reichstage überwiesen werden Die Arbeiter Was soll aus der Reform der deutschen Militärjustiz werden?" hebungen gewonnene Material werde der sozialdemokratischen Reichstagsdaß Schulze die Stube nicht betreten habe. Auch sonst zeigen sich strikte Widersprüche zwischen der Aussage der Nickel und der anderen einschl. eines Bestandes von 106,70 M, eine Gesammteinnahme von müßten dahin drängen, daß es mit dem gefeßlichen Arbeiterschutz Zeugin. Frau Nickel behauptet weiter, daß sie dem Förster gesagt 1607,60 m. gehabt hat, welcher eine Gesammtausgabe von 939,77 M. vorwärts gehe. Hierauf führte Frau Reimann einige Fälle an, habe, das Holz sei von Schulze; der Förster habe diesen gefragt und darunter 322 M. für Agitation) gegenübersteht, so daß der Verein wo Inhaber von Arbeitsstuben die genannte Verordnung übertreten eine bejahende Antwort erhalten. Förster Friedrichsohn sagt jedoch aus, augenblicklich über 667,83 M. Kaffenbestand verfügt. Die Mitgliederzahl baben sollen. Dann besprach die Rednerin die Lohnverhältniffe im daß die Anzeige gegen Nickel nur deshalb nicht erfolgt fei, weil bei betrug beim Abschluß 1488, die Zunahme au Mitgliedern ca. 200. Dem Konfektionsgewerbe und führte aus, daß die Löhne jezt im allihm nur gehauenes Holz gefunden wurde, bei dem nicht zu erkennen Kassirer wird Decharge ertheilt. Aus dem Geschäftsbericht des Vorstandes gemeinen niedriger feien, wie vor dem Streit, was nur darauf war, daß es gestohlen fei. Die Frau mag wohl gefagt haben, daß geht hervor, daß derselbe während des Sommer- Halbjahres nicht so zurückzuführen sei, daß die in Frage kommenden Arbeiter und Ardas Holz gekauft sei, daß aber Schulze als Berkäufer genannt sei, fünf Vereins- Versammlungen statt. Geplant ist die Herausgabe stehen. Die Stärkung der Organisation sei die erste Bedingung für intensiv gearbeitet hat. Es fanden sechs Vorstands- Sizungen und beiterinnen größtentheils den gewerkschaftlichen Bestrebungen fernwiffe er nicht, glaube es auch nicht, da er dann wohl diesen ge- eines Flugblattes. Die unentgeltliche Herausgabe des Parteitags eine Aufbefferung der traurigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Die fragt hätte, und sich auch noch darauf besinnen könnte. Von dem Gerücht über Schulze hat er später gehört, demselben aber keine Protokolls habe sich als nothwendig herausgestellt, da leider ein nachfolgende Diskussion bewegte sich in demselben Sinne und gipfelte Bedeutung beigelegt. Der Angeklagte nimmt an, daß Nickel ihm feindlich großer Theil der Mitglieder den Beschlüssen der Parteitage noch in einem Appell zum Anschluß an die Organisation. gesinnt sei, weil er denselben entlassen habe. Wie der Ziegelmeister Gesammtvorstand wird einstimmig wiedergewählt. Zu Revisoren der Staffenbericht gegeben. Der Einnahme von 54,11 M. ftand eine nicht das nothwendige Intereffe entgegenbringt. Der bisherige In der letzten Generalversammlung der Händler wurde Gericke aussagt, hat Nickel, als er sich nach der Entlassung seine Papiere holte, gedroht, er werde Schulze schon etwas anbängen. wählt die Versammlung Schöpfe, Wegner und Blume. Ausgabe von 16,40 M. gegenüber. Als Vorfißende wurden gewählt Gestern betheuert Nickel anfänglich, so wahr die Sonne am Unterſtellen- Zuhabern zu melden. Urban bringt die Mickermann, zu Rassirern Seiler und Beow, zu Revisoren Berschiedenem Frauke, etwaige Wohnungswechsel Müller nud Schulze, zu Schriftführern Gotthelf und Himmel steht", das sei nicht wahr, vor der Vereidigung Partei- Spedition in Erinnerung. Hierauf Schluß der gutbesuchten Reintues, runsch und Frau Wagner, zu Schiedsrichtern ähnliches gesagt habe. Der Mühlenbefizer Wendler, der Verfanwulung. will er sich aber nun nicht mehr erinnern können, ob er Schulze denunzirt hat, giebt zu, daß er demselben feindlich gefinnt fei. Er glaube, daß Schulze seine Bestätigung als Schöffe hintertrieben habe. Schulze hat auch sonst verschiedenes mit dem Zeugen vorgehabt. Der Staatsanwalt plaidirte für schuldig; daß die Belastungszeugen mit Schulze verfeindet feien, tönne tein Grund zur Freisprechung sein. Mildernde Umstände müßten dem Angeklagten zugebilligt werden, schon weil er unbestraft sei. Als Strafe erschienen dem Staatsanwalt 3 Monate Gefängniß ange messen, die Aberkennung der Ehrenrechte, die zulässig fei, dürfte nicht auszusprechen sein, da der Angeflagte nicht aus ehrloser Gesinnung sondern aus Gutherzigkeit gehandelt habe. Dagegen bitte er auf Aberkennung der Befähigung zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes auf ein Jahr. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt JosephsohnPotsdam, suchte den Nachweis für die Unglaubwürdigkeit der Zeugen, besonders der Frau Nickel, zu führen. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten von Strafe und Kosten frei. Bei der Begründung des Urtheils hob der Vorsigende die große Unwahrscheinlichkeit der Aus fage der Frau Nickel hervor. Die Unwahrscheinlichkeit werde durch die ganz negative Aussage des Försters Friedrichssohn verstärkt. Das Zeugniß der Frau sei zur Verurtheilung nicht für ausreichend erachtet. Aus Grandenz wird berichtet: Der frühere verantwortliche Redakteur der„ Gazeta Grudziadzta" von Ruttkowski wurde wegen Beleidigung des Vorstandes des Vereins zur Förderung des Deutschthums zu 300 m. Geloftrafe verurtheilt. Der Verleger wurde freigesprochen, wurde nicht angenommen. " Der Sozialdemokratische Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags Wahlkreis( Süd- Ost) hielt am Dienstag Abend im Vereinshaus Süd- Ost", Waldemarstraße, feine ordentliche General versammlung ab, die äußerst gut besucht war. Eingangs hielt Genosse Millarg einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das Unfallversicherungs- Gefeß, dem eine Diskussion sich nicht aufchloß, jedoch seitens des Referenten eine Anzahl geftellter Fragen bereitwilligst in aufklärendem Sinne beantwortet wurden. Aus dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden über die Thätigkeit des Vorstandes im letzten Halbjahr ging hervor, daß in dieser Zeit eine ordentliche, eine außerordentliche und vier Mitglieder Versammlungen ftattfanden, die fämmtlich eines regen Besuches sich er= freuten, tation = Leow, Luther und hoffmann, zu Bibliothekaren Luther und Trunsch. Berliner Naturheilverein 2. Seute abend 8% Uhr im großen Saale des " Hypnose". Bereins junger Kaufleute, Beuthstraße 20: Bortrag des Herrn St. Gerling über: Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. und Sonnabend von 7 bis 8½ 1hr statt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag N. N., Leipzig. Sie fragen, was wir zu den neuesten polemischen Leistungen der ,. B.- 3." sagen? Wir halten es für fein besonderes Zeichen von Genie und Muth, zu polemisiren, wenn ein Theil unter Angabe der höheren ihn leitenden Gründe die Debatte eingestellt hat. Daß in der Ne daftion der 2. B.- 3." die Meinung des Parteitages über die Polemit unter Parteiblättern nicht beachtet wird, sest uns nicht in Erstaunen. R. M. Ohne Kenntniß der Statuten der Krankenkasse können wir feine bestimmte Antwort geben. Wir empfehlen Ihnen, in der Sprechstunde sich mündlichen Bescheid zu holen. ebenso rege Betheiligung war am veranstalteten Ausflug und den Urania Borstellungen zu verzeichnen Bei dieser Gelegenheit wird bekannt gegeben, daß die Urania seitens des Vorstandes bereits für den 3. Weihnachtsfeiertag gemietbet ist. Die Mitgliederzahl des Vereins ist auf 1550 gefliegen. Verstorben sind vier, ausgeschlossen ebenfalls vier Mitglieder. Den Kassenbericht giebt der Kassirer wie folgt: Alter Bestand 194,50 M., Durch Vermittelung einer deutschen Lehrerzeitung werden Sie aber E. M. 10. Eine französische Lehrerzeitung fennen wir nicht. Einnahme 1400 M., Ausgabe darunter 400 M. für Agi- gewiß eine Adresse erfahren. Am besten wenden Sie sich an ein 616,65 M., somit Bestand 783,90 M. Nach Annoncenbureau, Hasenstein u. Vogler oder Rudolf Mosse. dem die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bekundet, Die verdorbene Rotte von Sak. Hamburg II. wird auf deren Antrag dem Raffirer Decharge ertheilt. Die Alte Patzenhofer Tonne. 1893 standen 82 sozialdemokratische Kandis Vorstandswahl zeitigte folgendes Resultat: Genoffe Carl Scholz 1., baten in Stichivahl. S. 3. M. Nach der Entlassung. Tilsit 24. Nein. 2. A. 52. asche 1., Martin 2. Schriftführer und Balke, Beisitzer. Antwort hängt im übrigen vom Inhalt und Wortlaut des Antrages ab. G. F. 120. 1. Krankenversicherungspflicht liegt nicht vor. Die Zu Revisoren wurden Lohse, Menzel und G. Baier 2. Nur bei dem Revier, in dessen Bezirk man wohnt. 3. Nein. bestimmt. Unter Vereins- Angelegenheiten" beantragt Runge, daß bei Beerdigungen verstorbener Mitglieder die Kranzspende stets von dem Nichtanwesend sein eines Geistlichen abhängig Wetter- Prognose für Donnerstag, den 14. Oftober 1897. zu machen fei. Antragsteller begründet dies in furzen Zügen, indem Theils heiter, theils woltig, mit etwas Regen und ziemlich er darauf hinweist, daß man nach dieser Richtung in letzter Zeit frischen füdwestlichen Winden; Temperatur wenig verändert. an gner 2 Vorsitzender; Schwarz 1., 3immer 2. Kassirer; Nichts. Eine Beleidigung der preußischen Staatsregierung Versammlungen. Jm fozialdemokratischen Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags Wahlkreis, der am Dienstag bei Stabernack, Insel Sechs Partei Versammlungen Dienstag, den 19. Oktober, abends 8 Uhr in folgenden Lokalen: 1. Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. 2. Wahlkreis: Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags= Wahlkreis. Donnerstag, den 14. Oftober, abends 812 Uhr, im Kolberger Salou, Kolbergerstraße 23: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Neuwahl des gesaminten Vorstandes. 5. Wahl von Revisoren. 6. Anträge und Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Der Vorstand. Nur Mitgliedsbuch legitimirt. 247/1 Ehrenerklärung! Hiermit erkläre ich die Frau Neuman, Wrangelſtr. 59, als eine anfändige und ehrenhafte Frau.[ 12206 Pötschick. Cuvryftr. 21. Ich warne hiermit jedermann, meinem Manne auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Frau Gertrud Gröbe, Admiralstr. 29. 12116 Meinen werthen Gästen, Freunden und Bekannten die ergebene Anzeige, daß ich Putlitzstr. 5 ein neues Lokal eröffnet habe; auch ist ein großes Vereinszimmer zu vergeben. Bitte gütigst unt zahlreichen Zuspruch. früher Restaurant zum Nußbaum. Achtung! 12136 Franz Schmücker, Genoffinnen und Genossen! Donnerstag, den 14. Oktober, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirtinnen vom Hamburger Berg. Parteitag. 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensperson und Neuwahl derselben. Um zahlreichen Besuch der Genossinnen ersucht Die Vertrauensperson. 1/9 Brochnow's Salon, Sebastianstraße Nr. 39. Fachverein d. Holz- u. Bretterträger 4. Wahlkreis: Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 17. Oktober, vormittags 10% Uhr, bei Herrn Ewald, Schönleinstr. 6: Urania, Wrangelstraße 9-10. ban- Mitglieder- Versammlung. 5. Wahlkreis: 19d12 Schweizer Garten, Am Königsthor. 6. Wahlkreis: Kösliner Hof, Köslinerstraße. Tages- Ordnung: bou geins Tages Ordnung: Arbeitsmarkt. Achtung! Holzarbeiter! Drechsler! In der Treppengeländer Werkstatt von Pöschel, Mustauerstraße 27, und Voigt, Köpenickerstr. 54, wird der Tarif nicht bezahlt. Sämmtliche Kollegen haben die Arbeit eingestellt Tischler! In der Möbel Fabrit von Schulz & Co., Elisabeth Ufer 55, III, haben sämmtliche Tischler Differenzen wegen die Arbeit niedergelegt. F3nzug fernhalten! BE 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1897. 2. Vereinsangelegenheiten. 293/20 Die Ortsverwaltung. 3. Verschiedenes. reichen Besuch erwartet Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Bablauf Bettvorleger finden dauernde Be Der Vorstand. 84/15 Arbeiter u. Arbeiterinnen schäftigung bei Cohn's Festsäle Beuthstrasse 20. 12156 M. Schmoller, Rosenstr. 18. 1217a Malerlehrling verlangt Niesch, Oranienstr. 120. Kistenmacher auf Hand verlangt Fehse, Sebastianftr. 83. Bericht und Neuwahl der Vertrauenspersonen. Wahl von Mit- Meine eleganten men renovirten Festsäle mit Bühne, bis zwei Holzbildhauer- Gehilfen gliedern zur Lokal- und Prekkommission. Berichterstattung der 1000 Personen fassend, sind noch an einigen Sonnabenden auf bauernde Arbeit fucht sofort Delegirten vom Parteitage. Diskussion. 213/17 Die Vertrauenspersonen. und Sonntagen zu vergeben. Vereinszimmer einige Tage Emil Jost, Adalbertstr. 99. in der Woche zu vergeben 3333€ 3248L* 1219b B. Klug, Bildhauer, Stettin, Kronenhofstraße 17. Blousenhemden suchen im Restergeschäft Sorauerstr. 30, part. Kraft u. Jacobi, Marienburgerstr. 9. Capes, Jackets, Knabenanzüge, 399. Joppen, Stoffreſte fauft man billig Zuschneider auf tragen, Oberhemd, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Berantwortung. Theater. Donnerstag, den 14. Oktober. Opernhaus. Haschisch. Bajazzi. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Hamlet. Anfang 7½ Uhr. = Neues Opert Theater( Kroll). Salvatorello. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Agnes Jordan. Anfang 712 Uhr. Berliner. 72 Uhr. Renaissance. Anfang Goethe. Das vierte Gebot. Anfang 7 llhr. Leffing. Le Demi- Monde. Anfang 712 Uhr. Neues. Aschermittwoch. Vorher: Lieb im Spiel. Anfang 7½ Uhr. Residenz. Die Einberufung. An fang 7 1hr. Schiller. 8 11hr. Das Stärkere. Anfang Unter den Linden. Pariser Leben. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der große Wohlthäter. An: fang 8 Uhr. Thalia. Hotel Tohu- Bohu. Anfang 7½ 11hr. Oftend. Jugendbronnen. 8 Uhr. Anfang Central. Berliner Fahrten. Anfang 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Das Zeichen des Kreuzes. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Das Liebesdrama ciner Sängerin. Anfang 8 Uhr. Spezialitäten. An Reichshallen. fang 8 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. Passage Panoptikum. Indisches Dorf. Urania Taubenstrasse 48-49. Naturkundl. Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab, Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstrasse No. 57/62: Täglich( ausser Sonntags und Mittwochs) abds. 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Näheres die Tagesanschläge! Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Bärenweib die grösste Sehenswürdigkeit des ablaufenden Jahrhunderts ist wieder da!!! Neu! Italienische Kapelle Maestro Liberti, 5 Herren, 2 Damen. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit! Indisches Dorf mit dem bedeutendsten Fussball Künstler der Welt Moung Toon. Ostend- Theater. Volks- Theater Sim Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Die Reezenburg. Bilder aus dem Berliner Voltsleben von 2. Ely. Anfang: Sonntags 6 Uhr, Wochen: tags 7 1hr. Entree: Sonntags 40 Bfg., Wochentags 20 Pfg. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich( außer Privatfestlich feiten): Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Badekurent. Luftfpiel in 1 Aufzuge von Buttlig Ein Wort zu rechter Zeit. Schwant in 1 Aft von Staad. Das gestörte Mittagessen. Posse mit Gefang und Tanz von G. Friedrich. Jeden Sonntag, Dienstag 11. Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. American- Theater. Dresdenerstr. 55. Donnerstag, den 14. Oftober 1897: Neue Welt S. Hasenhaide 108. Inhaber A. Fröhlich. Jeden Sonntag: Spezialitäten: Vorstellung und Ball. Empfehle meine beiden Säle( mit Theaterbühne) zu Winterfestlichteiten jeder Art. Einige Sonn abende sind noch frei. 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Die Bestätigung des Bres lauer Urtheils durch das Reichsgericht giebt den Verhandlungen und der im Nachwort geübten Kritik des Breslauer Urtheils erneute und erhöhte Bedeutung. 234/13 Konzeffionirte Versammlungen unentgeltlich, so- Kur- und Bade- Anstalt Gr. Santureirajte 20 ( Bahnhof Börse). Spezialität: patent. Heißtrockenluft ( Kastenbäder und Inhalatorium) 131/ 2* wie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bairischbier- Wannenbäder, sämmtliche Wasseranwendungen( Kneipp'sche Güsse). Strenge und gr. Speisegeschäft. Reich: Kuren nach ärztlicher Vorschrift bei Gicht, Rheumatismus, Fettleibighaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag feit, Nerven, Unterleibs, Haut- Leiden. mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la Aerztl. Kolossaler Erfolg! Stürm. Beifall! carte von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer Oberleitung Dr. Hirschfeld, Sprechstunden: tägl. 6-8 ab., Sonntag, Berlin wie's näht und trennt. Volksstück m. Gesang in 2 Abth. v. 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