Nr. 245. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tauftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- BeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwürts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für Beretns- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis o Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramın Adresse: » Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 20. Oktober 1897. Grillenberger Dienstag, den 19. Ottober. " " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Grillenberger's Leben hier zu erzählen, fehlt uns der Naum. Grillenberger's Leben erzählen Ein schwerer Verluft hat die Sozialdemokratie getroffen; einer unserer tapfersten und heißt die Geschichte der Partei erzählen. Seit seinem 28. Jahre, d. h. seit Anfang der mannhaftesten Vorkämpfer, der seit dreißig Jahren in den vordersten Reihen focht: Karl 70er Jahre, steht er in der Sozialdemokratie, und wächst mit der Sozialdemokratie ftets Grillenberger ist heute- Dienstag- Abend 6 Uhr 35 Minuten, an den Folgen eines fämpfend und stets lernend. Schlaganfalls, der ihn nach einer Rede in der bayerischen Kammer gegen Mittag traf, im Denn dieser Schlossergeselle" mit dem Riefentörper und den Cyklopenarmen hatte einen Krankenhause von München, wohin er sofort gebracht wurde, gestorben. Zum Bewußtsein tam gewaltigen Wissensdurst und einen gar hellen, für alles Wissen offenen" Kopf. Grillenberger er nicht mehr. Er hat also den schönsten Tod gehabt, den Tod auf dem Schlachtfelde ist einer der wenigen deutschen Arbeiter, die fehlerlos in Grammatik und Stil- deutsch der Pflicht, mitten in Bethätigung der höchsten Lebenskraft vom Tod weggemäht. schreiben gelernt haben. Die Erinnerungen aus seinem Handwerksburschen- Leben, die er soeben Was Grillenberger war? Wer kennt ihn nicht, diesen naturwüchsigen, kraftstrotzenden im Wahren Jakob" zu veröffentlichen begann, sind Meisterstücke des Stils. Recken, dessen Siebe so wuchtig auf den Feind niederfausten und niemals ihr Ziel verfehlten? Der immer gerade aufs Biel losging, fich durch nichts ablenken ließ, immer den Kern der Sache erfaßte? Wer kennt ihn nicht? Unter den Rednern unserer Partei: in der Agitation, auf den Parteitagen, im Reichstag, in den Landtagen war keiner eindrucks- und wirkungsvoller. Durch Mutterwitz, Humor, Schlagfertigkeit, leichten Nedefluß und ein prächtiges, mächtiges Organ, war er ohne Frage der beste Volksredner, den die deutsche Sozialdemokratie hervorgebracht hat. Aber auch seine Parlamentsreden gehören zu den besten, welche die Partei aufzu weifen hat. Und dabei war er ein Mann der That flug und kühn. Unter dem Sozialistengesetz hat er hundertmal seine Freiheit, seine Existenz aufs Spiel gesetzt. Der Sinn für Gefahr fehlte bei Grillenberger. Und wenn er, namentlich in neuerer Zeit bei verschiedenen Gelegenheiten sich auf seiten der sogenannt gemäßigteren Elemente in der Partei zu neigen schien, so war er in seinem ganzen Sein eine durch und durch revolutionäre Natur. Und er war ein Drganisator, wie wir einen besseren nicht gehabt haben und nicht haben. Selbst Arbeiter, wurde er in frühester Jugend auf die Nothwendigkeit der gewert schaftlichen Organisation hingewiesen, und auf diesem Gebiet hat er Großes, hat er Unvergängliches geleistet. Gleich allen Kraftnaturen war er mitunter ungerecht, allein, ward er überzeugt, daß er im Unrecht war, so schlug sein Gefühl auch blitschnell um. " Daß in Deutschland der Schwindelhafer des Anarchismus nicht unter den sozialdemokratischen Weizen gesät wardan Versuchen hat's wahrlich, weiß Puttkamer! nicht ge= fehlt, ist wesentlich das Verdienst Grillenberger's, der in politischen Dingen einen wunderbaren Takt hatte, und zu den fleißigsten Begründern jener Partei Zattit zählt, die sich in unseren ununterbrochenen Kämpfen so glänzend bewährt hat. Eine Kampfnatur, hat Grillenberger sein Leben lang gekämpft und ist er im Kampf ge storben. Seine vorletzte Rede galt dem Unfug der jüngsten Prunkmanöver, und seine letzten Worte prach er für die Erweiterung der Volksrechte. Deutschlands als letter 2ille Grillenberger's der Verwirklichung näher geführt Bei den nächsten Wahlen werden seine letzten Worte von den Arbeitermassen werden. Gegen den Militarismus zu Wasser und zu Lande, für die Ausdehnung der Volksrechte! Der Schlachtruf wird Millionen begeistern. Du bist todt, treuer Freund und Vorkämpfer! Wir werden Dich nicht vergessen! Und die Millionen deutscher Arbeiter, die Du zum Klassenbewußtsein und zur politischen Mündigkeit haft heranziehen helfen, sie werden im Andenken an Dich mit verdoppelter Kraft an der Vollendung des Baues arbeiten, dem Dein Leben gewidmet war! Du bist todt, treuer Freund, doch Du lebst in unseren Herzen, und Du lehst in Deinem Werk. In der Ruhmeshalle des internationalen Proletariats glänzt unverlöschlich der Name Karl Grillenberger. 11 Dir Sozialdemokratie im Rothen Haus. Ausführungen über die Aufnahme, welcher dieselben sich in ses der erste Leiter des Gemeindeschulwesens, der es mit der der Stadtverordneten- Versammlung zu erfreuen hatten. Erhaltung der Familie für unvereinbar erklärte, die Schüler Um mit der Kinderarbeit zu beginnen, so müssen wir danach zu fragen, ob sie Frühstück bekommen haben. Es ist fonstatiren, daß vor den Thoren Berlins Zustände existiren, unglaublich, zu welchen Thorheiten die blöde Furcht vor dem Seit einigen Wochen beschäftigt sich die Berliner Stadt- wie es schlimmer nicht in den Gefilden des ostelbischen Schnaps Sozialismus die herrschenden und besitzenden Klassen treibt. verordneten- Bersammlung mit sozialdemokratischen Anträgen, und Krautjunker- Paradieses getrieben werden kann. Die Geben wir den hungernden Schulkindern von Stadt wegen Früh die bestimmt sind, eine vernünftigere und gerechtere soziale Fürsorge, welche der freisinnige Magistrat von Berlin stück, so führen wir den Kommunismus ein." Mit solchen Mitteln Behandlung wichtiger Gebiete der städtischen Verwaltung für die schulpflichtigen Kinder seiner Tagelöhner entfaltet, arbeitet der Herr Geheimrath Bertram und das Berliner Philisters herbeizuführen. Die Herren vom Freisiun- unumschränkte gipfelt in der Bestimmung, daß ausschließlich Kinder über thum freut sich, daß die Pflege des höchsten Gutes, der SchulHerrscher im Rothen Haus drücken und winden 11 Jahre und jüngere ausnahmsweise nur dann, wenn sie in jugend, den Händen eines so weitsichtigen Mannes anvertraut sich unter allerlei Verlegenheits-, oder sagen wir ihrer förperlichen Entwickelung den älteren Altersklassen ist. Anstellung von Schulärzten! Hochgradige Entrüftung am richtiger Verlogenheitsphrasen um die unbequemen Ausgleichwerthig sind, fernerhin der Regel nach nicht beschäftigt Magistratstisch. Herr Bertram, dieses Mal unterstützt von träge herum, versuchen der Diskussion durch wahrhaft werden sollen über die Dauer von fünf Stunden hinaus." feinem medizinischen Kollegen Stadtrath Dr. Straßmann, tindische Manipulationen Hindernisse zu bereiten und werden Es handelt sich um die mit etwa 20 Pf. pro Tag entlohnte Feld- bekämpft auch hier wieder den sozialdemokratischen Antrag, hierin vom Magistratstisch nach Kräften unterstützt. Die sozialarbeit von Kindern, die vormittags 4-5 Stunden in der Schule dessen Annahme nach Meinung dieser Vorkämpfer des demokratischen Anträge verlangen Fürsorge für die städtischen sigen und sich nachmittags noch 5 Stunden im Dienste der Liberalismus zur Aufhebung der Familie führen würde. Arbeiter, welche nach langjähriger Dienstzeit arbeits- und städtischen Verwaltung abracern müssen, um den Eltern ein Untersuchung der Kinder durch Schulärzte sei ungerechtfertigter erwerbsunfähig werden, durch Errichtung einer Pensionskasse. paar Pfennige zu verdienen. Und auf die berechtigte Ent- 3wang, bedeute einen Eingriff in die Rechte der Eltern und Ferner fordern unsere Genossen, daß für sämmtliche direkt oder rüstung unserer Genossen über die Ausbeutung der Arbeits- wie die schönen Redensarten sonst noch lauteten. Daß mit indirekt von der Stadt beschäftigten Arbeiter durch Kranken- traft widerstandsunfähiger Schulkinder, findet die freisinnige solchen Grundsätzen alle Schulhygiene zum Teufel geht, daß und Unfallversicherung Fürsorge getroffen wird. Außerdem soll Majorität der Stadverordneten keine andere Antwort, als daß Schulzwang, Impfzwang, Vorschriften bei Epidemien, ärztein Ortsstatut gemäß§ 120 Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung erlassen sie den Magistratsvertretern zujubelt, die, gleich Herrn liche Untersuchung beim Eintritt in das Militär furz all' werden, durch welches den männlichen Arbeitern unter 18 Jahren Spinola, das Recht der Eltern, ihre Kinder ge- und jede gesellschaftliche Schußeinrichtung preisgegeben werden die Verpflichtung zum Besuch einer Fortbildungsschule auf- werblich auszubeuten, proklamirten. Währlich ein netter Frei- das sehen die vom Beifall der liberalen Stadtväter umtoften Ver erlegt wird. Auf das Gebiet der städtischen Krankenpflege sinn, der den Kindern des Bürgerthums die goldene Jugendzeit treter der heutigen gesundheitsschädlichen Berliner Schuleinrich übergehend beantragen die Arbeitervertreter in der Gemeinde fichert die Kinder der Arbeiter aber faltherzig dem Moloch tungen natürlich nicht ein; es reicht für diese Sorte Sozialpolitiker die Bermehrung der Heimstätten für Brustkrante, sowie die Kapitalismus vorwirft, unbekümmert darum, ob die Kinder hin, daß Sozialdemokraten etwas beantragen, um sofort den Errichtung einer Heilanstalt für Tuberkulose beiderlei Ge- dabei zu grunde gehen- Menschenfleisch ist ja billig. Kampf dagegen aufzunehmen. Daß der Magistrat für seine schlechts. Wie mit den Kindern, so mit den Alten. Der An Haltung in diesen Fragen sich des lebhaftesten Beifalls der Der Gemeindeschule find ebenfalls einige Anträge gewidmet. trag auf Errichtung einer Pensionskasse für die städtischen Kreuz- Zeitung" erfreut, ist zwar hart, aber nur gerecht, denn Es wird beantragt unentgeltliche Verabfolgung der Lehr Arbeiter wurde durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die verkommenste Junkergesellschaft kann nicht reaktionärere mittel, Erhebungen über die Zahl der ohne Frühstück Vergeblich war der Hinweis auf das Ausland und auf andere Ansichten in Fragen der Schulhygiene haben, als sie im Rothen zum Unterricht kommenden Schüler, Anstellung von Städte des Reiches. Vergeblich die Vorführung des Hause zum Besten gegeben wurden. Schulärzten, sowie der Erlaß einer Polizeiverordnung, von Frankfurt a. M. und Stuttgart gegebenen Beispiels. Jn der Stadtverordneten- Versammlung fand sich immerhin durch welche gewerbliche Beschäftigung von Schul- Bergeblich der Nachweis, daß die Reichshauptstadt in etwas mehr Verständniß für die schulhygienischen Aufgaben findern vor Beginn der Echulzeit( Austragen von Milch, bezug auf die soziale Fürsorge für ihre Arbeiter der Gemeindevertretung. Man überwies diesen Antrag einem Backwaaren, Zeitungen) verboten wird. Endlich sollen Beweit weit hinter viel weniger finanzkräftigen Städten zurücksteht Ausschuß zur Vorberathung. Die Berathung der übrigen Anrathungen stattfinden, welche Einrichtungen zu treffen sind, um es nußte alles nichts, im Namen und unter Anrufen seines träge mit Ausnahme des auf bessere Versorgung der die Beseitigung der sogenannten fliegenden Klassen und die Heiligen Sankt Manchester lehnt der Berliner Kommunal- Lungenkranken gerichteten, der ebenfalls an einen Ausschuß vers Herabsetzung der Maximal- Schülerzahl für die einzelnen freifinn jede Sicherstellung alter erwerbsunfähiger Arbeiter ab, wiesen ist steht noch aus, und wir wollen abwarten, wie sich Klaffen( jetzt 70) herbeizuführen, über Einführung des acht um das freie Spiel der Kräfte" nicht zu stören. unsere Freisinnshelden damit abfinden werden. klassigen( jetzt sechsklassigen) Gemeinde Schulsystems, sowie Die unentgeltliche Hergabe der Lehrmittel hat man ebenfalls Biel Gutes ist dabei nach den Verhandlungen der letzten beiden darüber, ob zu gunsten einer besseren Ausbildung geistig zurück- durch Tagesordnung zu erledigen beliebt. Warum? In der Be- Versammlungen gewiß nicht zu erwarten, denn Eigensinn gebliebener Schulkinder Hilfs oder Sonderschulklassen einzufürchtung, daß Mißbrauch damit getrieben wird, und namentlich und Rechthaberei werden zweifellos auch bei den übrigen richten sind. ans der zarten Fürsorge, die wohlhabenden gutfituirten Eltern, Anträgen jeden gesunden Fortschritt, jede dem arbeitenden Nebenher wurden zwei Anfragen von unseren Genossen deren Kinder die Gemeindeschule besuchen, nicht durch kostenlose Bolt zu gute kommende Entwickelung zu verhindern suchen. an den Magistrat gerichtet, welche über Art und Umfang der Hergabe der Lehrmittel zu beleidigen. Die naiven Seelen im Die bisherigen Verhandlungen haben aufs neue gezeigt, daß Kinderarbeit auf den städtischen Rieselgütern, sowie darüber Stadtverordneten- Saal! Ein unentgeltliches Lehrbuch vereint sich bei dem Freisinu weder Verständniß für die sozialen Aufgaben Auskunft verlangen, ob einem Bauunternehmer seitens der nicht mit der Ehre des Bürgers aber der unentgeltliche zu finden, noch der Wille vorhanden ist, die sozialen Noth städtischen Verwaltung aus Aulaß eines Arbeiterausstandes Unterricht, den kann die Freisinnsehre vertragen. Abgelehnt stände in der kommunalen Verwaltung zu beseitigen. Anstatt eine Verlängerung der Baufristen zugestanden ist. wurden auch die beantragten Erhebungen über die Zahl der ohne anregend und vorbildlich zu wirken, durch eine vernünftige, Dies die sozialdemokratischen Anträge; und nun einige Frühstück zum Unterricht kommenden Schüler. Hierbei war dem Arbeiterschutz gewidmete kommunale Fürsorge die städtis " Der Widerspruch der Kreuz- Beitung" gegen die Diäten- daß der gegen ihn erhobene Verdacht der Gewerbesteuer- Rontravention bewilligung ist so laut, daß man auf den Gedanken gerathen unbegründet war, wurde er doch nicht entlassen, sondern eine Tönnte, die Konservativen wären nicht abgeneigt, um ein Linsen- volle Woche im Gefängniß behalten und, wie er vor Gericht bes gericht den Artikel 32 der Reichsverfassung preiszugeben. hauptet, wie ein Sträfling behandelt. Nach der ersten Vernehmung Die Herauffehung der Wahlmündigkeit" wäre beispielsweise nach hat danach der Untersuchungsrichter, wie Dylong ebenfalls vor Ge unferem Dafürhalten nicht entfernt eine ausreichende richt aussagte, zu ihm gefagt:" Da Sie feine Befchäftigung haben, Kompensation für die Aufhebung der Diätenlosigkeit. tönnen Sie hier bleiben"(!). Dylong hat jene Woche unschuldig ab. Lettere bildet ein so bedeutungsvolles Gegengewicht den mit dem figen müssen; er ist nicht bestraft worden. Geeftemünde, 18. Oftober. Der allgemeinen Wahlrecht verknüpften demokratischen Einflüssen gegen Bund der Land. über, daß die Beseitigung derselben gar nicht ernst genug bewirthe" hat für den 18. hannoverschen Wahlkreis den Grafen urtheilt werden tann. Der vom Fürsten Bismarck gegen die Herbert Bismarck als Reichstags- Kandidaten aufgestellt. Diätenbewilligung allzeit bekundete sehr begründete Widerspruch Lübeck, 18. Oktober. Die Bürgerschaft bewilligte heute müßte völlig in Vergessenheit gerathen sein, wenn heute die von uns schon erwähnte Gehaltsvorlage für das hanfeatische von konfervativer Seite leichten Herzens ein Privileg aufgegeben Oberlandesgericht und setzte eine Kommission ein zur Prüfung der wird, dessen Aufrechterhaltung gegenwärtig mehr denn je noth Rentabilität der Lübecker Staatslotterie. thut und das f. 3. als eine der Grundlagen der Meichsverfassung Schwerin, 18. Oftober. Der Landtag beider Medlens und als die Vorbedingung für die Einführung des allgemeinen burg ist zum 11. November d. J. nach Sternberg einberufen gleichen und geheimen Wahlrechts bezeichnet worden ist. Wir worden. Außer den Steuern stehen zur Verhandlung: Der Etat hatten eine derartige Verirrung bei der Kreuz- Zeitung" nicht für der Eisenbahnverwaltung, die Prinzessin steuer möglich gehalten." für bie Herzogin Alexandrine und die Reorga nisation des ritterschaftlichen Seminars " . übt heen. felbstver au schen Betriebe zu Musterwerkstätten zu machen, macht: man die städtischen Werke einzig und allein den tapitalistischen Interessen dienstbar und läßt sich in bezug auf Lohn- und Arbeitsbedingungen vielfach von einsichtigen und humanen Privatunternehmern überflügeln. Während die Stadt als größte Arbeitgeberin es in der Hand hat, bei Vergebung städtischer Arbeiten den Unternehmern auständige Arbeitsbedingungen für die von ihnen beschäftigten Arbeiter aufzuerlegen, herrscht in den städtischen Verwaltungen ein uns rühmlicher Wetteifer, dem ödesten Manchesterthum die Wege zu ebnen, und alle Bemühungen der Sozialdemokraten, hieriu Wandel zu schaffen, werden abgewiesen, nicht etwa weil ihre Forderungen ungerecht oder unerfüllbar sind, nein, weil die freisinnige Gemeindeverwaltung dem kapitalistischen Ausbeutungstrieb des Unternehmerthums keine Schranke ziehen will. Die frische, gesunde Entwicklung des Gemeindeschulwesens wird hinte nangehalten, die Schulhygiene gröblich vernachlässigt, das körperliche und geistige Wachsthum der Gemeindeschüler nicht genügend gefördert, einzig und allein aus dem aller Die ernste Warnermiene der B. N. N." fönne natürlich nur Vernunft ins Gesicht schlagenden Grundsatz, daß die Gemeinde- fomisch wirken. Denn welches die Gefahren sein sollen, die angeb lich aus der Bewilligung der Diäten folgen fönnten verwaltung, auch da, wo es dringend nothwendig ist, nicht in ständlich sind Gefahren für die Reaktion gemeint, wird weder niederbaßlau mit der Amtshauptmannschaft hat endlich durch Der Konflikt der Gemeindevertretung von die Rechte der Familie eingreifen darf. Als ob die heutigen Kreuz- Beitung" noch Berl. N. N." zu sagen vermögen. wirthschaftlichen Verhältnisse nicht gerade die Familie ruiniren Thatsächlich bandelt es sich ja auch bei dem Streit gegen die die Bestätigung des zuletzt vorgeschlagenen Kandidaten, des Kauf und es der Arbeiterklasse sehr oft unmöglich machen, Eltern- Diäten um etwas ganz anderes. Die Diätenfrage wird von ben manns Flechfig jun. zum Gemeinde Aeltesten seinen Abschluß ges pflichten zu erfüllen. Welch ein Hohn ist es, hungernde reaktionären Parteien nur benugt, um ihre Wünsche und funden. Nachdem alle nicht genehmen Männer von der AmtsSchulkinder nicht zu sättigen, die Schuljugend nicht vor Hoffnungen auf Verschlechterung des Reichstags- fommissarische Verwaltung nicht zu lange dauern zu lassen, entReichstags- hauptmannschaft abgelehnt waren, hat man sich, um die theure Krankheiten zu schützen, nur damit der Familie, den 2ahlrechts daran anzutnüpfen!-schlossen, einen der Aussichtsbehörde genehmen Mann vorzuschlagen. Eltern, kein sogenanntes Recht entzogen wird. Aber Hunger- Zur Militär Strafprozeß Reform schreiben und das nennt uran Selbstverwaltung! und Krankheit haben dank unserer famosen kapitalistischen die Berl. Pol. Nachr.: München, 19. Oktober. 2andtag. Die Rammer der AbWirthschaftsordnung keine Ehrfurcht vor der Familie. Die" Die Beit wird schon kommen, wo völlig klar wird, daß die geordneten nahm heute einstimmig einen Antrag Stöcker an, Schwierigkeit lediglich in der Forderung Bayerns Eltern können vielfach ihre Ernährungs- und Erziehungs- auf einen besonderen höchsten Gerichtshof liegen, es möchten Erhebungen darüber angestellt werden, ob bie pflicht wegen wirthschaftlicher Nothstände nicht erfüllen, durch welchen die vor allem zu erfirebende Ginheit Der Stechts: Straßen und Wege in dem diesjährigen Manöver. und trotzdem soll die Gesammtheit nicht das Recht haben, handhabung in der Armee durchbrochen würde." gelände ungewöhnlich beschädigt wurden und es einzugreifen und die Verelendung der Kinder aufzuhalten. Diese albernen Versuche, die Hinausschleppung der Reform 31 den betreffenden Gemeinden und Distrikten entsprechende Beis möchten, falls ungewöhnliche Beschädigungen erwiesen würden, So will es der im Rathhause der ersten Kommune Deutsch- beschönigen, verfangen denn doch bei keinem Menschen mehr. träge zur Wiederherstellung der Wege und Straßen lands herrschende Freisinn haben. Die gewerbliche Arbeit Postreformen. Eine parlamentarische Korrespondenz gewährt werden. Im Laufe der Debatte sprechen sich Redner aller schulpflichtiger Kinder ein Schandfleck unserer modernen meldet: Die vom Staatssekretär des Reichspostamtes geplante Reform Parteien für den Antrag aus. Der Kriegsminister Freis Industrie deren Verbot alles, was den geringsten Anspruch des Fernsprechwefens wird vor dem Frühjahr nicht fönnen in Au herr v. Asch und der Minister des Innern bekämpften auf Kultur macht, befürwortet, läßt die freisinnige Stadt- griff genommen werden. Der Staatssekretär von Podbielski batte dagegen den Antrag mit dem Hinweise, daß aus der Annahme verwaltung auf ihren landwirthschaftlichen Betrieben ruhig zu und Norwegen mehrere Beamte entfendet. Einige derselben sind dann auch Entschädigung für die Abnutzung der regelmäßig vom zum Studium der Verhältnisse im Fernsprechverkehr nach Schweden des Antrages weitere Konsequenzen entstehen würden. Man könnte und ergießt über die wirthschaftliche Nothlage der neben ihrer bereits zurückgekehrt und haben Bericht erstattet. Schulthätigkeit zu fünfftündiger Frohnarbeit gezwungenen Kinder Militär benutzten Straßen fordern. Das Naturalleistungs- Gesetz die nicht. Eine Konferenz der Rettoren sämmtlicher preus tenne folche Würde Entschädigungsansprüche noch den äzenden Spott, daß solche Arbeit den Kindern sehr ßischer Universitäten soll während der Weihnachtsferien im Unter- bayerische Regierung darauf dann eingehen, würden im gesund sei und erzieherisch nützlich wirke. Und das nennt sich richtsministerium stattfinden. Der Hauptgegenstand der Besprechung ganzen Neiche dieselben Ansprüche erhoben werden. Außer Freifinn und will eine Volkspartei sein! wird das Disziplinargeseß gegen Privatdozenten sein. dem würde es schwer fein, jetzt noch durch Erhebungen Die Berathung der sozialdemokratischen Anträge in der Stadtverordneten- Bersammlung hat das wahre Antlig des reichs- arbeiter" und des Aufsehen erregenden Artikels über die ländlichen Der Antrag wurde angenommen. Sodann begann die Berathung -Pastor Göhre, der Verfasser von Drei Monate Fabrit festzustellen, welche Wegbeschädigungen von den Truppen herrührten. hauptstädtischen Freisinns fenthüllt und seine von kapitalistischen Arbeiterwohnungen im Dderbruch, ist wegen seiner antiagrarischen der Anträge auf Einführung des direkten Wahlrechts Intereffen geleitete arbeiter- und volksfeindliche Kommunalpolitik Gesinnungen aus dem Verbande des evangelisch- sozialen Kongresses bez w. des Proportionalsystems in Bayern. Heute bewiesen. Die Herren sind wieder einmal auf die Probe gestellt ausgeschieden. Jedenfalls ist dieser nicht ganz freiwillige Austrini tamen in der Angelegenheit nur die verschiedenen Antragsteller zum worden und statt praktischen voltsfreundlichen Handelns haben auf die scharfen Angriffe des Vorsitzenden des Rongresses, Landes, Worte. Fortsetzung dieser Debatte morgen. bielt seine schüßende Hand liber die Junker, die die soziale Berant tlingt es in unserer südwestlichen Ecke des Deutschen Reiches wie ökonomierath Nobbe, gegen Göhre zurückzuführen. gegen Göhre zurückzuführen. Herr Nobbe Aus Baden, 18. Oktober.( Eig. Ver.) Von Zeit zu Zeit er wortung für das von Gübre geschilderte Glend zu tragen haben. von Reminiszenzen aus der Zeit, wo Baden, das spätere liberale Göhre war durch eine Reihe von Jahren Generalsekretär des Kongresses und Redakteur der von demselben herausgegebenen Zeitschrift. Das Ansehen des Kongresses wird durch diese Maßregelung eines ehrlichen und rückhaltlosen Erforschers der Zustände, in denen das Volt zu leben verurtheilt ist, nicht gewinnen. sie nur hohles Gerede, statt Brot nur Steine gehabt. Wird die Arbeiterklasse die Konsequenzen hieraus ziehen und, soweit fie die Macht hat, das Rothe Haus von diesen Elementen fäubern? Wir wollen es hoffen und wünschen, daß der Tag der Abrechnung nicht mehr fern ist.. Politische Weberlicht. theilung die Agrarier nicht allzusehr beunruhigen. " " " " Muster- und Probierländchen noch gerne revoluzzte. Eine Errungens fchaft aus jenen Zeiten ist die Verhandlung der Preßprozesse vor Schwurgerichten. Die Offenburger Staatsanwaltschaft hat ihren Nieders lagen, welche sie sich vor Schwurgerichten im Rampf gegen den„ Bolts. freund" geholt, eine neue hinzuzufügen. Heute, den 18. Oft., wurde Senoffe Geck, Redakteur des Boltsfreund", nach fiebenstündiger, fast lediglich aus Plaidoyers bestehenden Verhandlung, von der Antlage der Beleidigung des Kommandeurs des 170. Infanterie- Regiments freigesprochen. Der Prozeß war insofern interessant und auch über Die rothgelben Grenzpfähle hinaus von Bedeutung, als aus wurde, der besonders in der " 8um Prozeß Stengel wegen Leopold Beleidigung er Berlin, 19. Oktober. flärt der Reichs- Anzeiger", die belgische Diegierung habe den Straf Herr Marschall v. Bieberstein, der frühere Staatsantrag gegen das Hamburger Scho" durch ihren Gefandten stellen sekretär des Aeußern, soll, der Frantf. Btg." zufolge, als Nachfolger laffen, ohne daß eine Anregung hierzu von Seiten der des nach Rom versetzten Freiherrn v. Saurma- Jeltsch zum Bot: deutschen Regierung ergangen ist. schafter in Konstantinopel ernannt worden sein. Da die Türkei Es ist auch nicht behauptet worden, daß die Anregung zur der ursprünglich einfachen Beleidigungstlage ein politischer nicht zu den Staaten gehört, die nach Deutschland landwirthschaft- Stellung des Strafantrages von der deutschen Regierung" aus: Tendenzprozeß erster Güte liche Produkte in erheblichem Maße exportiren, dürfte diese Mitgegangen sei. Die Mittheilung des Reichs Anzeigers" Frage der Militärboykotts eine Menge für die Behörden Material unangenehmes 811 tage förderte. So fchließt feineswegs aus, daß Persönlichkeiten, die der deutschen Re, höchst Ein Gesetzentwurf über die Einführung des gierung nahe stehen und sich beim belgischen Hoie beliebt zu machen wurde unter anderem nachgewiesen, daß i.. Jahre 1889 auf Anerbenrechtes in der Provinz Westfalen soll dem wünschen, den Strafantrag verursacht haben. Die allgemeinen Um grund eines völlig aus der Luft gegriffenen Berichts eines Beamten Abgeordnetenhause in der kommenden Session zugehen. Angeregt stände, unter denen der Prozeß sich abspielte, drängen eine solche der politischen Polizei der Militärboykott über eine Wirthschaft ver worden sein soll dieser Gefeßentwurf durch den Beschluß des west- Vermuthung allerdings auf. Ob aber die Nachricht richtig ist, die hängt wurde, zu deren Boykottirung fein Grund vorlag. Es wurde fälischen Provinziallandtages, der sich dafür vor längerer Zeit ein- das Berliner Tageblatt" aus Brüssel erhält, daß König Leopold nachgewiesen, daß eine Wirthschaft mit dem Boykott belegt war, in stimmig ausgesprochen hat. sich für die Begnadigung des verurtheilten Redakteurs verwerthen deren Räumen die Offiziere an irgend einem patriotischen wolle, erscheint mehr als zweifelhaft.-. Festlage ihr Festessen hatten. Ferner wurde die Thatsache - In der Novelle zur 3ivilprozeßordnung soll der Kreis der Gegenstände eine Erweiterung erfahren, welche zum wurde kürzlich in einigen Beitungen gerüchtweise gesprochen. Der Die Straßburger Garnison infolge einer Nachlässigkeit der dortigen Von der Ausgabe eines neuen Gewehre erhärtet, daß ein über eine Offenburger Wirthschaft verhängter, aber schon im Jahre 1890 aufgehobener Boykott für Leben nothwendig von der Pfändung ausgeschlossen Hamb. Korr." erfährt hierzu, daß zur Zeit allerdings, wie immer, Militärbehörden noch volle 7 Jahre weiterbestand. Eine mehr heitere fein sollen. Gewehrmodelle verschiedener neuer Konstruktionen bei einzelnen Seite hatte der Boykott in Lahr, wo ein Boykott vorübergehend Die erneute Diskussion der Diätenfrage, Truppentheilen erprobt werden und daß diese Erprobungen zum die vom„ Volk" begonnen wurde, hat eine bemerkenswerthe Wittheil ziemlich weit vorgeschritten sind; von einem Abschluß der Grüber eine Wirthschaft verhängt worden war, welche, weil an einer theilung der Kreuz- Zeitung" und einen ganz niedlichen Streit im probungen zu reden, sei aber nicht richtig. Straßenbahn liegend, bisweilen einrothes Fähnchen als Halte tonfervativen Lager gezeitigt. Das Volk" hatte behauptet, die Die fortwährenden Umwälzungen in der Waffentechnik bringen signal aus dem Fenster gehängt hatte. Die Auflage war wegen Konservative Partei fei in ihrer Mehrheit gar nicht gegen Diäten, es mit sich, daß in den Militärwerkstätten fortdauernd Versuche mit eines Artikels im" Bolksfreund" gestellt worden, worin es als ein aber sie habe sich nicht in scharfen Widerspruch zur Regierung feßen neuen Modellen angestellt werden. Mangel an Anstand, für den es teinen parlamentarischen Ausdruck wollen. Demgegenüber, sagt die„ Kreuz- Zeitung", stellen wir fest, gebe, bezeichnet worden war, daß von dem Kommando eines festdaß die Regierung vor gar nicht langer Zeit auf-Zu der Nachricht, daß die Senate des Reichs( ich empfangenen und festlich bewirtheten Regiments( es dem Wege war, den freisinnigen Diätenantrag blatt":" Hierzu können wir auf grund eingezogener Erkundigunge Infanterie- Regiment 170) gerichts vermehrt werden sollen, bemerkt das Leipziger Tage handelt sich um das nach Offenburg in Garnison kommende zu akzeptiren, daß dies aber infolge energischen mittheilen, daß man im Reichsgericht selbst der Frage, ob oder in schaften, welche sich zur unentgeltlichen Bewirthung der Mann. der Boykott über eine der Wirth. Widerspruches von konservativer Seite unter blieben ist." wieweit eine Vergrößerung des obersten' deutschen Gerichtshofes nach ichaften bereit erklärt hatten, der Boykott verhängt wurde. Die Gin recht intereffantes Bekenntniß. Das würde zeigen, wie dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches nöthig ist, bisher Geschworenen traten dieser Ansicht durch ihren Wahrspruch bei und groß die Macht der verhältnißmäßig fleinen fonfervativen Faktion noch nicht näher getreten ist." erkannten trotz der hochpolitischen Rede des Staatsanwalts, der des Reichstages gegenüber der Regierung ist. Die große Mehrheit Der Parteitag der freisinnigen Bolts fogar das Gespenst der Straßenrevolution aus der Versenkung des Reichstages beschließt, die Regierung befindet den Beschluß vartei von Schleswig- Holstein, der am Sonntag in leigen ließ, durch die Verneinung der Schuldfragen der Presse das für richtig, aber die um Manteuffel und Kanit fallen der Re- Husum stattfand, hat beschlossen, die Sonderkandidatur Schmidt Recht der öffentlichen Kritik des Militarismus in Baden zit. gierung in den Arm und schlaff sinkt dieser Arm herab. Havighorst im Wahlkreise Plön- Oldenburg zurückzuziehen, so daß Die Verurtheilung Bueb's in Straßburg Doch auch die Konservativen wollen mit sich reden lassen be also der Pastor a. D. Hoeck aus Hamburg gemeinsamer Kandidal wegen Beamtenbeleidigung und Werächtlichmachung von Staats züglich der Einführung von Diäten. Wenigstens die" Kreuz aller Freifinnigen für die bevorstehende Reichstagswahl in dem geeinrichtungen zu 10 Monaten Gefängniß wird in der elsaßs Beitung" ist nicht sehr abgeneigt, aber sie stellt ihre Bedingungen: nannten Streife sein wird. Als Acquivalent für diese großmüthige fothringischen Bresse nicht kommentirt, weil diefe unter den be" Gleichwohl glauben wir, daß die konservative Partei der That erwartet mun aber der Parteitag, daß die freifinnige Ver: stehenden Gefeßen nicht kommentiren darf. Die nächsten ReichstagsEinführung von Tagegeldern zustimmen würde, wenn dafür einigung die Kandidatur des Hamburger Ober- Landesgerichtsraths Verhandlungen dürsten davon mehr erzählen. Von besonderem auderweitige Kompenfationen gewährt werden möchten. Hagens im Wahlkreise Husum- Tondern für die nächstjährigen Neu: Interesse ist an dem Prozeß auch der Umstand, daß die GerichtsAls solche sind bisher schon folgende ins Auge gefaßt worden: wahlen zu gunsten der Volkspartei zurückziehen wird. Der Mandat behörde zur Ermittelung von Zengen sich zwei Telegramm- Manuskripte Herauffezung der Wahlmündigteit bis nach Voll- neid der Wasserstiefler und der Wadenstrümpfler untereinander wird aushändigen ließ, die ein Mülhauser Korrespondent in der Angelegen endung des dreißigsten Lebensjahres, Einführung des immer luftiger. heit mit voller Namensunterschrift abgegeben hatte. Eine Beschwerde Wahl zwanges, Bestimmung, daß Abgeordnete nur in Breslau, 19. Otlober.( Gig. Bericht.) Wegen Be" gegen die Posidirektion und gegen den Untersuchungsrichter, der die denjenigen Wahlkreis wählbar find, wo sie ihren günstigung" wird sich am 28. b. M. der Verleger der Breslauer Herausgabe der Mannstripte verfügt hatte, blieb ohne Erfolg. Wohnsitz haben, Abschaffung der Stich wahlen und Volkswacht", Genosse Ostar Schü 3, erneut vor der Straffammer Beseitigung der Doppel Kandidaturen. Eine 8t verantworten haben, nachdem das Reichsgericht, welches sich auf oder die andere dieser Kompenfationen, vorzüglich aber die die gegen das freisprechende Urtheil von der Staatsanwalt Heraufsetzung der Wahlmündigkeit, wird gefordert werden müssen, schaft eingelegte Revision mit der Sache zu befassen hatte, die um das durch die Diäteneinführung alterirte Gleichgewicht wieder Angelegenheit an das Breslauer Landgericht zurück verwiesen herzustellen." hat. Es handelt sich bekanntlich darum, daß Genosse Schüß für den Die„ Edlen" von der Kreuz- Zeitung" verstehen sich ganz nett früheren verantwortlichen Redakteur der Volkswacht", Genossen aufs Schachern und Feilschen. Für eine schwere Beeinträchtigung Gerhardt, eine über denselben verhängte Geldstrafe bezahlt hatte. des Wahlrechts wollen sie so gnädig sein, für Diäten zu stimmen. Beuthen O. Schl., 18. Oftober.( Eig. Ber.) Der Kolporteur- Roloniales. Das deutsch französische Zogo Die Kreuz- Zeitung" rechnet aus, daß durch Einführung der Tage- Dy long aus Königshütte soll dadurch groben Unfug verübt und Abkommen wird jetzt im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Es gelder der Sozialdemokratie ein jährliches Geschenk von Staatseinrichtungen verächtlich gemacht haben, daß er sich gefeffelt handelt sich um die Grenze zwischen dem französischen Dahomey 40 000 m. gemacht werden würde. So was giebt man nicht um und in Gefängnißtracht malen, nach dem Bilde Photographien aus und dem deutschen Togo. Der Vertrag von 1885 regelte die sonst! Nun, die Sozialdemokratie steht, wie genugsam bekannt, der fertigen ließ, und diese verbreitete. Eine ihm zudiftirte Polizeiftrafe Grenze bis zum 9 Grad n. Br., während weiter nördlich der Thätigkeit Diätenfrage recht fühl gegenüber. Sache der Konservativen ift es, von 6 Wochen Haft war von dem Schöffengericht in Rönigshütte beider Mächte freier Spielraum gelassen war. Deutschland fich gegen die Vorwürfe zu schüßen, die immer zahlreicher aus ihren auf 4 Wochen ermäßigt worden; Staatsanwalt und Verklagter wie Frankreich haben daher wiederholt Missionen nach diesen Anhängerkreisen wider sie erhoben werden, daß sie durch Berweige. batten Berufung eingelegt. Am 18. d. M. wurde diese Angelegen Gebieten gesandt, um dort Verträge mit den eingeborenen rung der Diäten Männer aus dem weniger bemittelten Mittelstand heit vor der Beuthener Strafkammer verhandelt. Dylong behauptete, Häuptlingen zu schließen und vom Land Besitz zu an der Kandidatur verhindern und nur reichen Großgrundbesitzern und daß er thatsächlich, obwohl er feinerzeit nur in areifen. Zu Anfang dieses Jahres nahm die Thätigkeit dieser Beamten den Zugang in die konservative Reichstags Fraktion Untersuchungshaft war, doch in Gefängnißkleider Missionen einen solchen Umfang an, daß, um drohenden Ber verstatten. gestedt und bei einigen Transporten gefeffelt widelungen vorzubeugen, die beiden Regierungen sich entschloffen, Nun giebt es aber auch Leute, denen der Raufpreis, den die worden sei. Um Beweise über diese Behauptung zu erheben, die Abgrenzung ihrer Besitzungen in diesem Theil Afrikas zu ver Kreuz- Zeitung" stellt, noch zu niedrig ist. Die Berliner wurde die Verhandlung vertagt. Dylong war seinerzeit verhaftet vollständigen. Neuesten Nachrichten", das Bismard- Kardorff- Blatt" find garnicht worden, als er als Kolporteur Zeitungen in Rattowitz verbreitete. Bei den in Paris vom Mai bis Juli dieses Jahres hierüber ge einverstanden mit den Schacherbedingungen der Kollegin: Obwohl sich sofort nach der Verhaftung hätte herausstellen müssen, pflogenen Verhandlungen stellte sich heraus, daß die eingeborenen " V " -Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der Tagelöhner Karl Kirschner aus Mombach hatte in Mainz auf dem Fischthorplay einem Schumann gegenüber beleidigende Aeußerungen gegen den Großherzog von Hessen ausgestoßen, im Arrefilokal eine Ranne zertrümmert und einen Schutzmann beleidigt. Er wurde von der Strafkammer zu 3 Monaten 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. ers Weber die Verhandlungen des Hamburger Parteikages Häuptlinge wiederholt gleichzeitig Schutzverträge mit deutschen wolle die Unabhängigkeit aller Bürger auf auf dem Wege und französischen Agenten geschlossen und bald ihren Machtbereich der Entwickelung des fleinen Eigenthums sichern." Wie dieser über die Wirklichkeit hinaus angegeben, bald eine in Wahrheit nicht füße Traum verwirklicht werden soll, hat er freilich nicht vorhandene Unabhängigkeit sich beigemessen hatten. Es zeigte sich verrathen. Die konkreten Punkte des radikalen Programms bleiben auch als unmöglich, sich an die Thatsache der erfolgten Besetzung nach wie vor: die Einkommensteuer, die theilweise Verfassungs- wurde gestern in sechs öffentlichen Versammlungen von eines Gebiets zu halten, da die beiderseitigen Miffionen Stationen revision und die Werke der Unterstüßung, der Vorsorge und der den Berliner Delegirten Bericht erstattet. Wir lassen morgen eins oft in nächster Nachbarschaft, oft sogar am felben Orte gegründet Gegenseitigkeit", das heißt, die Alters, Juvaliden und Unfall- gehende Berichte über den Verlauf der Versammlungen folgen, geben hatten. Die Delegirten beider Theile einigten sich daher darüber, versicherung. bei sonst regelmäßig abgeschlossenen Verträgen als entscheidendes Bei der geftrigen Rammernach wah! in Vesoul( Depart. für heute nur das Resultat der Neuwahlen der Vertrauensleute, Merkmal der Giltigkeit die Zeit des Abschlusses anzunehmen. Haute- Saône) gewannen die Radikalen einen opportunistischen Siz der Lokal und der Preßkommissionsmitglieder wieder. E3 find Auf dieser Grundlage und aus geographischen Rücksichten mit einer Mehrheit von über 3000 Stimmen. An der überaus gewählt: wurden französicherseits Deutschland die Gebiete von Gambaga, beftigen Wahlkampagne hatte sich auch der ehemalige radikale Im ersten Kreis: Bertrauensmänner: Bohn und Bafilo, Kuntum und Kiriki und von deutscher Seite Frankreich Semere Minister Lockroy betheiligt. Ju einer Pariser Gemeindenachwahl Aledjo und Sugu zuerkannt. behaupteten die Radikalen ihren alten Siz gegen zwei sozialistische Stabernac; Preßkommission: Timm, Woldt; LokalIm Laufe der Verhandlungen wurde ferner unter Berücksichtigung Kandidaten, den Allemanisten Champy und den Kandidaten der Ar kommission: Rentel, Felgentreff; Revisoren: Sommer, der wirthschaftlichen Interessen und der allgemeinen Entwickelung beiterpartei Bertrand. Die sozialistischen Stimmen sind aber ins. Natebusch, Gustav Seiler der beiderseitigen Schutzgebiete eine weitere Ginigung erzielt, wonad) gefammt um 700 gestiegen ein nicht unerheblicher Erfolg, da es Frankreich seine Rechte auf, Sanfanne Mango aufgab und Togo sich um einen wesentlich Kleinbürgerlichen Wahlbezirk handelt. einen Gebietszuwachs und eine Grenzberichtigung in der Nähe der Paris, 19. Oftober. Die Delegirten der Stadt Paris, welche Küste zugestand, während Deutschland hierfür seine Ansprüche auf der Enthüllung des Vertheidigungs- Denkmals in Châteaudun bei Suguruku und Gurma fallen ließ. Durch die neue natürliche, dem wohnen sollten, blieben der Feier fern, weil der Marineminister verThalweg des Monu folgende Grenzlinie sollen bisher häufig hervor langte, daß sie ihm vorher den Wortlaut ihrer etwaigen Reden getretene Uebelstände dauernd beseitigt werden. unterbreiten sollten. Aus demselben Grunde lehnte Déroulède die Theilnahme an der Feier ab. Desterreich- Ungarn. Wien, 19. Oktober. Abgeordnetenhaus. Bei Beginn der Sitzung wurden drei namentliche Abstimmungen vorgenommen; als die dritte Abstimmung Beschlußunfähig keit des Hauses ergab, wurde die Sigung aufgehoben. Wien, 19. Oktober.(„ Voss. 3tg.") Der vielgenannte Abgeordnete zajer, der letthin in einer hiesigen Versammlung polni scher Arbeiter erschien und durch sein Benehmen und die wenigen Worte, die er sprach, den Eindruck eines Betrunkenen machte und als solcher von den Sozialdemokraten behandelt wurde, wurde von der Stojalowskipartei des Abgeordnetenhauses, der er angehört, ausgeschlossen.- Die Schwierigkeiten des Rabinets adeni mehren sich von Tag zu Tag. Nicht ohne Bedeutung für die Regierung ist auch die Bewegung in der Staatsbeamtenschaft, deren Vereine in Wien, Graz, Salzburg u. f. 1. einen großen Delegirtentag in Wien planen, um der Unzufriedenheit der Beamtenschaft mit der Verzögerung der Gehaltserhöhung durch die politischen Kniffe der Regierung möglichst wirksamen Ausdruck zu geben. Diese Fürsicht ist ganz unrepublikanisch, unter Napoleon III. hat man es mit der Einschränkung der freien Meinungsäußerung auch nicht ärger getrieben. auch nicht ärger getrieben. 8 weiter Wahlkreis: Vertrauensmänner: Hermann Werner und Glaßhagen; Preßkommission: Ewald und Bartsch; Lokalkommission: Wüstenhagen und Lachmann. Dritter Wahlkreis: Vertrauensmann: Friz; Preßtommission: Wartenberg und Schölzel; Lokalkommiſſion:: Hinz und Mahle. Vierter Wahlkreis: Vertrauenspersonen für den Osten: W engels und Thielte, für den Südosten: Vogt und Erbe; Preßkommission: Wilh. Schulz und Paul Hoffmann; Paris, 19. Oftober. Der Munizipalrath hat gestern in der Lokalkommission: für den Südosten: Jäck, Balte und Winzenz Frage der Wertheuerung des Protes den Wunsch ausgedrückt, daß für den Osten: D. Blume und Heinrich Faber; Revisoren: die Eingangszölle auf Getreide auf 4 Fr. herabgesetzt werden und für den Osten: Wegner, Bogasch und 3abel, für den Südderen Ertrag dem Wohle der arbeitenden Klassen zugewendet für den Osten: Wegner, Bogasch und 3abet, für den Südoften: Baberste, Böhm und Gesch e. werden soll. Fünfter Wahlkreis. Vertrauensmänner: Jakob, Organ, betitelt" Aurora", an dessen Spiye Clemenceau steht, er- Reul, Rob. Richter; Lokalkommission: Busse, Späth; Preßkommission: Piepmann, Noth. Paris, 19. Oktober( B. H.) Heute ist hier ein neues radikales schienen. Italien. Sechster Wahlkreis. Bertrauensmänner: Gräschte, Eug. Ernst, Brinkmann, Klose; Preßtommiffion: Starofson, Jacobius; Lokalkommission: Nempfer, Rom, 17. Oktober.( Eig. Ber.) Der Minister Nudini hat an sämmtliche Präfekten und Polizeiämter ein Birkular verschickt, in dem er dieselben auffordert, sich darüber zu äußern, ob sie die Auflösung aller sozialistischer Verbindungen für angebracht halten. Freythaler, Brinkmann und Springborn. Ohne Zweifel ist auch hier der Einfluß des liberalen" 3 anardelli, der jetzt die ganze politische Situation beherrscht, die treibende Kraft gewesen. Noch mehr, als die Klerikalen, gegen die er fürzlich das Minifterium vorschickte, fürchtet er auf der anderen Seite das vordrängende Proletariat. Bulgarien. Partei- Nachrichten. Sofia, 19. Oktober. Die Sobranje wird durch einen Utas verpflichtet sind, sich überall an den preußischen Landtagswahlen zu Budapest, 19. Oktober. Der offiziöse Nemzet" tonftatirt gegenüber den Ausstreuungen, daß Graf Badeni mit dem Minister präsidenten Banffy sich bereits über die Anwendung des Nothverordnungsrechts für das Provisorium und für das Ausgleichsgesetz geeinigt hätte, in den Kreisen der ungarischen Politiker sei niemals die Möglichkeit einer solchen Vereinbarung aufge= taucht. Nach wie vor beharre die ungarische Regierung auf dem des Fürsten zum 27. Oftober einberufen. Standpunkte, daß bezüglich der Schaffung des Provisoriums oder der Ausgleichsgesetze teine andere Kombination in Frage kommen tönne, als jene, welche der Gesezartikel 12 vom Jahre 1867 vorKonstantinopel, 18. Oftober. Die Militärattachés find heute schreibt. Derselbe schreibt die parlamentarische Erledigung des Aus- Abend nach Saloniki abgereist, von wo sie sich zur Grenzabsteckung gleichsgefeßes in beiden Reichshälften vor, erschwert also wesentlich nach Thessalien begeben. das Badeni'sche Vorhaben, ohne Parlament zu regieren. Frankreich. A Türkei. Asien. Vom indischen Kriegsschauplate. Aus Simla wird gemeldet: Die Division des Generals Yeatman Biggs trieb am Montag nach heftigem, den ganzen Tag andauerndem Gefechte eine große Ansammlung von Eingeburenen über Chagrutotal weit lich vom Fort Dulistan in den Samana- Bergen zurück. Die Gordon Hochländer und die Ghurkas erſtürmten das Plateau von Margai, elitten aber einige Verluste. Auf britischer Seite sind ein Offizier und 10 Mann gefallen und 53 Mann verwundet worden. Die Berlufte der Eingeborenen waren schwer. Ferner wird beut aus Simla telegraphirt: Nach einer Meldung aus Beschawur ist eine Aufklärungsabtheilung der bengalischen Ravallerie, welche vom Fort Bara aus auf der Straße gegen mammanne zu vorrückte, in einen Hinterhalt gerathen, wobei ein Eingeborenen Offizier und 14 Sowar Reiter 21 Pferde mußten auf dem Plake gelaffen werden. getödtet wurden; Ueber den Hamburger Parteitag schreibt Genoffe Bebe in der„ Neuen Zeit". Ueber die Beschlüsse zu den Landtagswahleny fagt er: Damit ist also grundsätzlich entschieden, daß die Parteigenossen betheiligen, wo die Verhältnisse eine Betheiligung ermöglichen. Das trifft in erster Linie die großen Städte, allen voran Berlin. Wird diesem Beschluß mit dem an der Partei gewohnten Eifer entsprechend gehandelt, und das ist nicht zu bezweifeln, so werden auch größere Erfolge bei den Wahlmänner- Wahlen nicht ausbleiben. Das ans genommene Amendement verbietet aber alsdann die event. Ausnüßung dieser Erfolge, und da darf man sehr gespannt sein, was die Partei fagt, sobald sie vor dieses Entweder Oder gestellt ist. Möglichers weise stellt sie sich auf dem nächsten Parteitag noch einmal diese Frage, denn es ist nicht ausgeschloffen, daß die Landtagswahlen erst im Herbst 1898 stattfinden werden. Die Hauptsache ist, daß die Betheiligung an den Landtagswahlen beschlossen wurde, damit ist der Rubikon überschritten, alles Weitere ergiebt sich daraus von selbst." Ferner bespricht Bebel ausführlicher die Haltung der Sozialdemokratie zu den Militärforderungen; er tommt hier zu dem Schlusse: Die Vertretung der arbeitenden Klaffe im Reichstag ,,, kann also in Militär- und Marinefragen niemals anders stimmen, als sie bisher gestimmt hat". Paris, 18. Oktober.( Eig. Ber.) Léon Bourgeois, der ehemalige radikale Ministerpräsident, hat endlich sein langes Schweigen gebrochen, das zum Gerücht Veranlassung gab, er werde, wie sein früherer Adjutant, der Finanzminister Doumer, mit dem Kabinet Méline Frieden schließen und den Botschafterposten in London annehmen. In seiner gestrigen Programmrede zu Chalons sur Marne erklärte er dem Kabinet den Krieg freilich in der ihm eigenen rücksichtsvoll sanften Sprache, die in einem seltsamen Kontrast steht zu den rabiaten Ausfällen der Minister gegen die Opposition. Das beste an der Programmrede sind die Angriffe auf die Hochfinanz, diese internationale Macht, die nicht Schwaben und Neuburg, der am Sonntag in Memmingen Der Parteitag für den bayerischen Regierungsbezirk: minder gewaltig ist als die tatholische Kirche und die eine Gefahr bildet nicht nur für Frankreich, sondern für alle euro abgebalten wurde und von 21 Delegirten aus 17 Orten besucht war, päischen Staaten". Der radikale Führer hat entschiedener als beschäftigte sich in der Hauptsache mit den Vorbereitungen für die. bisher die alte Phraseologie von Fortschritt" und" Reaktion" and exit Afrika. nächsten Reichstagswahlen. Als Kandidaten wurden aufgestellt: durch die konkrete Bezeichnung der fämpfenden Parteien nach ihren Prätoria, 18. Oftober. Der Bericht des Unterausschusses des für den Kreis Augsburg: Ad. Müller aus München, für den wirthschaftlichen Interessen ersetzt: Méline stüße sich auf die Kirche Volksraads über den Vericht des Industrie- Ausschusses wurde heute Kreis Jllertissen: H. Mattutat aus Augsburg, für den Kreis und die mit ihr verbündeten" Privilegirten" und verfolge mur den ausgegeben. Derselbe empfiehlt, den Preis für die Kiste Dynamit Immenstadt- Kempten: G. Birk aus München, für den Zweck, die Kammerwahlen zu leiten und in die nächste Kammer um 10 Schilling herabzusetzen, außerdem eine Herabsetzung der Kreis Kaufbeuren: A. Bitt aus Frrsee, für den Kreis Nörd. eine Mehrheit wählen zu lassen, die endgiltig die Intereffen der Eisenbahn Frachtfäße für Bergbau Erfordernisse, welche auf insingen. Donauwörth: G. v. Bollmar. Privilegirten sichern soll." Auch die Rolle der Hochfinanz im gefammt 4 000 000 m. jährlich gefchäßt wird, sowie eine Verringe der Zustimmung der dortigen Genoffen wurde Genosse v. Vollmar lingen war auf dem Parteitag nicht vertreten; vorbehaltlich griechisch- türkischen Krieg und in der Emporschnellung der rung der Zolltariffäße für Lebensmittel und eine Erhöhung der Getreidepreise wurde von Bourgeois nach dem Beispiel jenigen auf Luxusgegenstände; ferner wird die Einberufung einer auch für diesen Kreis als Kandidat aufgestellt. der Sozialisten verurtheilt. Den Unterschied zwischen den Radikalen Südafrikanischen Konferenz über die Frage der eingeborenen Arbeitsund den Sozialisten martirte er diesmal flugerweise nicht durch fräfte als nothwendig bezeichnet. Der Bericht, welcher der Bedie übliche Verwerfung" oder" Verurtheilung der kollektivistischen ätigung des Volksraads bedarf, dürfte Gegenstand lebhafter Rede Lehren", sondern durch die positive Erklärung, feine Partei fämpfe werden. " Biographisches über Karl Grillenberger. " = N Der Kreis Dils Polizeiliches, Gerichtliches ze. Ueber die Revision des Redakteurs des Proletarier? aus dem Gulengebirge", Genossen Feldmann in Langenbielau, gegen seine Berurtheilung zu vier Wochen Gefängniß wegen * Aus den zahlreichen Depeschen aus München und Nürnberg, wir das folgende mit: Grillenberger ist heute um 6 Uhr 35 Minuten nachmittags ges storben. Am Vormittage hatte er noch im Landtage den Wahlrechtsantrag unserer Fraktion in einstündiger ausgezeichneter Rede bei anscheinend vollkommener Gesundheit begründet. Beim Verlassen des Hauses flagte er über leichtes Unwohlsein, beim Mittagessen steigerte sich das Uebelbefinden. Auf dem Wege zum Arzte bekam er den ersten Gehirnschlag. Die Sanitätskolonne brachte ihn ins Krankenhaus. Troz eifrigster Fürsorge verstarb er, ohne das Bes wußtsein wieder erlangt zu haben. Die Aerzte fonstatirten vers schiedene Todesursachen: Springen der Blutgefäße, allmäliger Bluterguß ins Gehirn. lande abgehaltenen Rongreffen wohnte er bei. Sein Abenteuer vor Doch heute gedenken wir nicht dessen, was hier und da das dem St. Gallner Parteitage, wo seine träftige Faust mit deutschen gute Einvernehmen störte, heute trauern wir mit seiner Familie, seiner Spigelu Bekanntschaft machte, ist noch in aller Erinnerung. fchwer geprüften Frau, seinem Sohne und seiner Tochter; heute Bei den ersten allgemeinen Wahlen zum Reichstage unter dem trauern mit den Genossen Nürnbergs und Bayerns die Genossen. Am 22. Februar des nächsten Jahres wäre Grillenberger erst Sozialistengesetze( 1881) eroberten wir unter Führung Grillenberger's ganz Deutschlands um den trefflichen Genoffen, der unermüdlich 50 Jahre alt geworden. Er wurde zu Zirndorf bei Nürnberg als Sohn den ersten füddeutschen Wahlkreis, Nürnberg, und ununterbrochen blieb gewirkt hat für die Verbesserung des Looses der Arbeiterklasse. eines Boltsschullehrers geboren. Nachdem er das Schlosserhandwert er in unseren Händen, wobei von Wahl zu Wabl unsere Stimmenzahl erlernt hatte, reisie er 1861-64 als Handwerksbursche durch wuchs und die Gegner jede Hoffnung aufgaben, den Kreis jemals uns Deutschland, Desterreich und die Schweiz. Mit feinem abzunehmen. Im Reichstage war er ein gerne gehörter, origineller, die uns über die lehten Stunden Grillenberger's zugehen, theilen prächtigen Humor hat er seine Handwerksburschen Erlebnisse drastische Ausdrücke nicht fürchtender, aber niemals platter Redner, ein in der Deutschen Metallarbeiter- Zeitung" und später in den bei allen Parteien geachteter Abgeordneter und geschätzt als Sach laufenden Nummern des Wahren Jakob" geschildert. Als tenner ersten Ranges in allen Fragen des Koalitionsrechtes, des Handwerksbursche war er auch in die Schweiz gekommen, Arbeiterschutzes und der Arbeiterversicherung. Er war ein sehr deren demokratische Einrichtungen ihn aufs höchste interessirten. fleißiges, in die Materie tief eindringendes Mitglied der wichtigsten Hier wurde er auch mit den Lehren der Sozialdemokratie bekannt, Kommissionen des Reichstags, so z. B. der Arbeiterschutz- Kommission denen er während seines späteren Lebens seine ganze Kraft widmete. in mehreren Sessionen, der Militärkommission 1886/87 und 1893. Nach Deutschland zurückgekehrt, schloß er sich der Eisenacher Richtung In der letzten Session des Reichstages nahm er mit lebhaftestem an und begann die mühsame Arbeit, in Nürnberg und Fürth für die Interesse und größtem Eifer an den Arbeiten der UnfallversicherungsSozialdemokratie zu wirken. Wie sehr seine Thätigkeit fruchtbar Kommiffion theil. In der Session 1884-1887 batte er sich ein war, beweist die Verbreitung des Sozialismus in ganz Nordbayern. folches Ansehen im Reichstage erworben, daß sein Name in VerEine der sichersten Hochburgen unserer Partei ist heute bindung mit denen Eugen Richter's und Windthorst's als ge Nürnberg und Fürth, Würzburg und so manch' anderer meinsame Bezeichnung für die antibismarckische Majorität des nordbayerischer Wahlkreis wird uns bald als reife Frucht in den Reichstags galt. Schooß fallen. Seine Agitation betrieb er lange Jahre als Arbeiter Ein neues großes Gebiet der Thätigkeit erschloß sich ihm bei in der königlichen Gewehrfabrik zu Nürnberg und nachher in der den letzten Wahlen zum bayerischen Landtage. Nürnberg wählte Gasfabrik zu Forchheim. Als der„ Nürnberg Fürther Sozial damals zum Schrecken des freisinnigen Klüngels nur Sozialdemokrat" gegründet war, mußte er bald( 1875) in die Redaktion ein- demokraten in den Landtag: Grillenberger, Löwenstein, Scherm und treten und bis zu seinem Tode blieb er ununterbrochen Redakteur F. J. Erhardt. dieses ältesten der heute existirenden deutschen Parteiblätter, das Diese vier und Vollmar als Vertreter eines Münchener Wahlfeit Oftober 1878 den Namen„ Fränkische Tagespost" trägt treises errangen sofort eine achtunggebietende Stellung in der Aus Kopenhagen erhalten wir die folgende Depesche: Als Redakteur war er ein selbständiger, nicht der Schablone sich bayerischen Rammer und Grillenberger erfreute sich auch hier bei Die dänische Sozialdemokratie spricht hierdurch ihre lebhafte Theile fügender Journalist, und auch in dieser Lebensstellung hat er sich allen Parteien eines hohen Ansehens. nahme und tiefgefühlten Schmerz bei dem großen Verluste der deutschen eine geachtete Stellung zu erringen verstanden. Scharfe originelle Wir müssen es verschieben, in einzelnen die Thätigkeit dieses Bruderpartei durch den Tod unseres treuen Freundes und Genossen Polemit, träftige Sprache, Frische des Styls, Kampfeslust charak- vielseitigen tüchtigen Mannes au schildern. Eines set heute noch Grillenberger aus. P. Knudsen. terisirten ihn als Redakteur. bemerkt: Grillenberger war seit vielen Jahren schwer frant, Das Jntereffe für seine gewerkschaftliche Organisation, die der nur seine außerordentliche Energie ließ ihn das leisten, Aus Paris geht uns folgende Depesche zu: Metallarbeiter, der er in früheren Jahren große Dienste geleistet was voller Pflichtgefühl bis zum letzten letzten Athemzuge Die Redaktion der Petite Republique" erfährt mit tiefem hatte, erlosch bei ihm nie. ermöglichte. So manches Mißverstehen feiner Aeußerungen, die Schmerze die Nachricht vom Tode des Bürgers Grillenberger. Sie In der schweren Zeit des Sozialistengesetzes, wo er der oft herber flangen, als sie gemeint waren, wäre unterblieben, bittet den Ausdruckt ihrer Lebhaftesten Theilnahme der Familie, den Partei mannigfache große Dienste geleistet hatte, stand er auf hätte man geahnt, wie schwer der so kräftig aussehende Mann unter sozialistischen Fraktionen des deutschen Reichstages und der bayerifchen Abgeordnetenkammer und dem Parteivorstaude zu übermitteln.; dem gefährlichen Posten der Parteileitung. Allen dreien im Aus- törperlichen Beschwerden zu leiden hatte. er In München wie in Nürnberg herrscht über Grillenberger's Tod größte Aufregung in den Arbeiterschichten, aber auch Theil nahue in bürgerlichen und parlamentarischen Kreisen. * In Berlin wurde die Todesnachricht in den Parteiverfammlungen aller Wahlkreise bekannt gegeben; dieselbe hat überall die allergrößte Theilnahme hervorgerufen. Beleidigung des Rönigs der Belgier, wird am 16. November, I unterrichtet sind, wie in der Baumwoll Jndustrie, und namentlich aber eine gerade über den Damm gehende Frau derartig, daß diese vormittags 9 Uhr, vor dem vierten Straffenate des Reichsgerichts in der Baumwollspinnerei Lancashire's. zur Erde stürzte. Hinter dem Radfahrer fuhr der Angeklagte mit verhandelt werden. Unter diesen Umständen ist von einer Erbitterung gegen die feinem Bierwagen in ziemlich schnellem Tempo gleichfalls Das Landgericht in Braunschweig verurtheilte den Unternehmer, wie sie bei einem Theil der kämpfenden Maschinen: um die Ecke, er achtete nicht der am Boden liegenden Parteigenoffen August Günther, früheren Redakteur des bauer zu tage tritt, in Lancashire nicht die Rede. Vertreter der Frau, der schwere Bierwagen ging der Unglücklichen vielmehr über Braunschweiger Volksfreunds", zu 100 m. Geld und zu den Arbeiter diskutiren die Frage in der Presse mehr wie einen Ge- den Hals und führte ihren Tod fast unmittelbar herbei. Der Staatsüblichen Nebenftrafen wegen Beleidigung der dortigen Polizeidirektion. fchäftsstreit als einen Klassenfampf. Allerdings ist dabei nicht zu anwalt machte den Angeklagten für diesen traurigen Ausgang vers Wegen derselben Sache wurden zwei Dedakteure bürgerlicher Blätter vergessen, daß die vornehmlich das Wort dabei führenden Spinner antwortlich, weil er, entgegen der Vorschrift, im Trabe um die Ecke au 30 und 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Die Beleidigung ist m mehr Werfführer als Arbeiter sind und ihre privilegirte Stellung in gefahren sei und auch sonst nicht die gehörige Vorsicht bewiesen habe. dem Bericht über eine Verhandlung der Zivilkammer des Landgerichts der Industrie zum theil auf Kosten anderer Arbeiter innehaben. Der Staatsanwalt beantragte 3 Monate Gefängniß, der Gerichtshof gefunden worden, der vom„ Tageblatt" und der„ Landeszeitung" Indeß wenn es zu einer Lohnreduktion fommt, werden sie so gut erkannte auf einen Monat Gefängniß. gebracht worden war und aus dem der„ Volksfreund" einen Auszug betroffen wie die anderen Arbeiter, und so werden sie ihr gebracht hatte. Student der technischen Hochschule Karl Kornach möglichstes thun, einer solchen auszuweichen. Wegen Beleidigung des Oberbergraths Weißieder wurden die früheren verantwortlichen Redakteure des„ Volksblatts für Anhall". Welter und Münchow m Dessau, zu 10 Tagen beziehentlich 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. In der Fahrrad- und Nähmaschinen- Fabrik von Stower in Stettin dauert der Ausstand fort. In einer Versammlung, die von den Streifenden am Sonnabend abgehalten wurde, wurde von den Vertretern anderer Gewerkschaften den Ausständigen Unterftügung zugefagt. Besonders machen wir darauf aufmerksam, daß der Zuzug fernzuhalten ist. haben soll. Sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Gußstahl Kugelwerte in Schwabach etwa 140 sind in den Ausstand getreten. Die Ursache des Streiks ist auf die schlechte Behandlung, die den Arbeitern zu theil wurde, zurückzuführen. Der Stu Sie haben, bei Unternehmer- Verbände. etwas über 18 000 Mitgliedern, 198 770 Pid. Ster!. Kassenvermögen und welcher gestern vor dem Schöffengericht stand, sollte sich des Befönnen so im Nothfalle eine ziemliche Weile aushalten. Es ist instruges in drei Fällen zum Nachtheile der Stadtbahn schuldig gemacht deß noch nicht entschieden, daß es zum Ausstand kommnt. Bei der haben. Der Angeklagte war geständig, wollte aber aus Unwissenheit Gemüthsverfassung, in der Prinzipale und Arbeiter sich treffen, ist gehandelt haben. Er hatte im Monat August täglich die Stadtbahn eine Einigung auf eine Prozedur, bei der beide Theile zu ihrem Recht von Station Thiergarten bis Jannowißbrücke zu benuzen, war aber tommen, nicht ganz ausgeschloffen. Ein Theil der Arbeiter soll dies nur im Besize einer Abonnementskarte zwischen Bellevue und mal Neigung zeigen, die Lohnreduktion als das fleinere Uebel über Jannowigbrücke. Er hatte also vom Thiergarten bis Bellevue ein sich ergehen zu lassen, sobald die Meister sich verpflichten, bei Ein Zuschlagbillet für 10 Pf zu lösen. Er hat dies geständlich in drei treten befferer Preisverhältnisse entsprechende Steigerung eintreten Fällen gethan, beim Verlaffen der Bahn an der Jannowitzbrüde zu laffen. Jedenfalls ist hier von keinem„ Bertrümmern der Dr. aber nur seine Abonnementskarte vorgezeigt und die Zuschlags= ganisation" die Rede; die Prinzipale sind froh, daß Arbeiter Fahrkarte behalten. Die leytere hat er dann am folgenden Tage verbindungen existiren, mit denen sie verhandeln tönnen. für die Rückfahrt von Bellevue bis Thiergarten benutzt. Der An geschuldigte wollte der Auffassung gewesen sein, daß er zu seiner Das Zuschlagbillet gelte für Handlungsweise berechtigt sei. fünf Stationen und er meine, daß er nicht den Schaden u tragen brauche, wenn er nur eine Theilstrecke der Fahrt zurücklegen fönne. Deshalb habe er dieselbe Karte am folgenden Tage wiederum für eine furze Strecke, den fünften Theil der Strecke zwischen fünf Stationen, benutzt. Der Vorsitzende wies den Angeklagten auf das thörichte seiner Ansicht hin. Er lönne doch unmöglich glauben, daß er, wenn er an einem Tage eine Pferdebahnkarte für 10 Pf. löse und nur einen Theil der zulässigen Strecke abführe, dann den Rest der Fahrt am folgenden Tage für dieselbe Karte zurücklegen könne. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Blaschkauer, führte aus, daß der Angeklagte thatsächlich ein Träumer von unflaren Anfichten sei, der sich im guten Glauben befunden habe. Der Gerichtsof fonnte sich diesen Ausführungen aber nicht anschließen, sondern verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 9 M. Ein Strafmandat von 50 m. hat Genoffe Gustav Glade= Der Verein Hamburger Rheder hat am Sonnabend bewit vom 3 wikaner Stadtrath erhalten, weil er durch Verschlossen, ein gemeinsames Heuer bureau cinzurichten, das theilung von Probenummern des„ Weckruf der Eisenbahner" vor dem die An- und Abmusterungsgeschäfte für die sämmtlichen Hamburger Bahnhof an dort verkehrende Bahnarbeiter groben Unfug verübt Rhedereien mit Ausnahme der Hamburg- Amerika- Linie, die schon lange ein eigenes Bureau hat- besorgen soll. Ueber diesen Beschluß wird uns aus Hamburg geschrieben: Ganz zweifelsohne wird dadurch den gewiffenlofen, die Seeleute auf das schmählichste aus beutenden Heuerbaasen und den mit ihnen Hand in Hand gehenden Schlafbaasen das Handwerk zu einem guten Theil gelegt, da man den Arbeitern jedoch jegliche Mitwirkung in dem Heuerwesen versagt, Das Dresdener Gewerkschaftskartell vereinnahmte nach sind die Wünsche der Seeleute nur zu einem Theil erfüllt. dem gedruckt vorliegenden Bericht im verflossenen Sommerhalbjahr Der Grobblech Verband wird durch außerhalb des Kartells 2079,85 M., die Ausgabe beträgt 1902,55 M. Im Kartell find zur stehende Werte arg geschädigt. Es wurde deshalb auf der am 15. Zeit 14 000 in 50 Gewerkschaften organisirte Arbeiter durch und 16. d. Mts. in Berlin tagenden Generalversammlung beantragt, 69 Delegirte vertreten. Im vorigen Halbjahr waren nur 47 Gewert: Grobbleche, gefchweißte Blechröhren und sonstige aus Blech her schaften vertreten. Die Agitation wurde hauptsächlich energisch unter gestellte geschweißte Steffeltheile, soweit sie von den außenstehenden den Eisenbahnarbeitern betrieben. Werfen hergestellt werden, der Konkurrenz frei zu geben. Mit diesem Antrag scheinen aber die Antragsteller nicht durchgedrungen zu sein, denn es verlautet, daß der Verband in Wettbewerb mit den außerhalb des Verbandes stehenden Werfen treten will, d. h. es werden vom Verband die Preise noch unter dem niedrigsten Angebot normirt werden. Der Streit der Arbeiter in der Bronzewaaren- Fabrik von Raschte u. Co. in Reick dauert fort. Betheiligt sind noch 15 Mann, die übrigen bekamen andere Arbeit. Wegen Beleidigung Arbeitswilliger hat die Lübecker Straf. fammer eine überaus harte Strafe gegen drei Angeklagte verhängt, indem sie auf eine Gefängnißstrafe von zwei, drei und vier Monaten erkannte. Die Angeklagten, drei Tischler, sollen während des Tischlerstreits einige Arbeiter, die sich dem Streit nicht angeschlossen hatten, durch die Worte Ruppsack und Lump beleidigt haben. Er schwerend für die Angeklagten fam weniger die Form der Beleidi: gung als die begleitenden Umstände in betracht. Das Schöffengericht hatte vorher in der gleichen Sache zwei Angeklagte zu je sechs Wochen und den dritten zu einen Monat verurtheilt. Ausland. " Die Eisenbahnbeamten Desterreichs haben befchloffen, ihr Organ„ Das Flugrad" eingehen zu laffen. Der Eisenbahner", das Organ der Eisenbahn arbeiter, wird in Zukunft auch die Interessen der Beamten wahrnehmen. Mit Recht mißt" Der Eisenbahner" diesem Beschluß eine große Bedeutung bei; die Interessen der angestellten unteren Beamten- und diese kommen vorläufig allein in betracht- und die der Arbeiter feien in der Regel doch dieselben. Die Beamten haben mit ihrem Entschluß gezeigt, daß sie begriffen haben, daß der Beamtendünkel sie nicht vorwärts bringt. Boziales. Den achtstündigen Arbeitstag hat, wie das Niederlausitzer Voltsblatt" mittheilt, in Finsterwalde die Hutfabrit von Julius Busse zufolge einer Uebereinkunft mit den Arbeitern eingeführt. Arbeiter Risifo. Aus Königsberg i. Pr. wird gemeldet: In Auz König der Buckerfabrit Tapiau wurden durch siedenden Zuckersaft zwei mit Reparaturen beschäftigte Schlosser, Pawlowsky und Wacker nagel, derart verbrannt, daß sie ihren Verlegungen erlagen. Den Behörden ist Anzeige gemacht. Der Magistrat von Würzburg hat, einer Anregung des Arbeitsamtes entsprechend, beschlossen, daß im Winter städtischerfeits so viel als möglich) Arbeiten vorgenommen und während der Wintermonate in erster Linie verheiratheten Personen durch das Arbeitsamt Arbeiten zugewiesen werden sollen. Die Arbeitskammer in Zürich richtete eine Eingabe an den Stadtrath, worin auf die bevorstehende Arbeitslosig: eit aufmerksam gemacht und Vorschläge zur Beschäftigung der Arbeitslosen gemacht werden. Am geftrigen Tage beschäftigte sich im Prozeß Stern berg der Gerichtshof mit der Prüfung der Bilanzen, welche von der Königlichen Staatsanwaltschaft bemängelt werden. Ins besondere wendet sich diese Bemängelung gegen die bei dem Liquidationsbeginn der Vereinsbank aufgestellte Bilanz. In dieser sei ein Boften enthalten, in welchem die Debitoren und Kredi: toren zusammengezogen und nur die Differenz zwischen beiden Die angegeben sei. Sachverständigen erklärten aber, in erblicken dieser Bilanzirung eine Verschleierung nicht !! tönnen. Der Staatsanwalt hat statt dieser Bilanz eine andere aufgestellt, bezw. nach Grundfäßen, die er angegeben, durch den vers storbenen Bücherrevisor Müller aufstellen laffen. Hierbei sind die jenigen Forderungen, welche schon mehrere Jahre anstanden und als völlig nicht eingeklagt waren, worden. Die vernommenen einfach ausgeschieden Bücherrevisoren konnten nicht zugeben, daß die längere Nichteinklagung die Werthlosigkeit der Forderungen kennzeichne und ohne weiteres dazu berechtige, die letteren ganz abzuftreichen. Ferner waren die Börfenfachverständigen dahin einig, daß die in der staatsanwaltlichen Bilang nicht berücksichtigten Forderungen an den Rheinisch. Hessischen Bergwerkverein 2c. nach den Ergebnissen der Beweiss aufnahme als vollwerthig zu betrachten feien. noch werthlos Eine nicht unwichtige Entscheidung bezüglich der Auslegung der Polizei- Verordnung vom 5. November 1896 fällte gestern die 144. Abtheilung des Amtsgerichts I. Der Handelsmann Gustav Kuglin hatte ein polizeiliches Strafmandat von 2 W. erhalten, weil an seinem Firmenschilde der Borname nicht deutlich sichtbar war.§ 1 jener Berordnung schreibt nämlich vor, daß entweder die handelsgerichtliche Buchbinder- Ausstand in Bern. Das gesammte Personal der eingetragene Firma oder der ausgeschriebene Vor- und Zuname des Inhabers an dem betreffenden Geschäftslokale deutlich sichtbar, beiden Geschäftsbücher- Fabriken Meher u. Eöhne und Wüller n. Go angebracht fein muß. Der Angeklagte erhob gegen das Straf in Bern ist seit Montag den 11. Oktober in den Ausstand getreten. Zum Schutze der Gigaretten- Arbeiterinnen hat sich, wie mandat Widerspruch. In der gestrigen Verhandlung wurde durch Die Forderungen lauten auf neunstündige Arbeitszeit und Fest aus Madrid gemeldet wird, eine Vereinigung französischer den revidirenden Polizeilieutenant festgestellt, daß des Angeklagten fegung von Minimallöhnen. Es stehen insgesammt 85 Perfpanischer und italienischer Frauen gebildet, die den Erlaß Borname Gustav" auf einem fleinen Borzellanschilde unter fonen aus. von Schutzgesehen für die Gesundheit der bei der Cigaretten- Fabrikation dem eigentlichen Firmenschilde angebracht war, während letzteres nur beschäftigten Frauen anstrebt. Die Vereinigung hat eine Anzahl die Aufschrift G. Ruglin hatte. An dem Fenster befand sich eben. ärztlicher Gutachten darüber gesammelt, in welch hohem Maße die falls nur die Aufschrift G. Kuglin. Trotzdem blieb der Angeklagte Sterblichkeit der Frauen durch die Einathmung der mit Tabakstaub dabei, daß er der Polizeivorschrift genügt hätte, weil diese nur ver geschwängerten Luft der Gigaretten- Fabriken gefährdet wird. Sie lange, daß sich ebenfalls der ausgeschriebene Vorname des Ju wendet sich in einem Aufruf an die Männerwelt, für ihren Bedarf habers an dem Geschäftslokale befinde. Der Amtsanwalt hielt diese an Cigaretten etwas mehr zu bezahlen, da nur durch eine wesent- Ansicht für irrig und beantragte 3 M. Geldstrafe. Die Verordnung liche Abkürzung der Arbeitszeit viele tausende von lungenkranken fei zu dem Zwecke erlassen worden, daß jederzeit der Inhaber des Sigaretten- Arbeiterinnen am Leben erhalten werden könnten. Zum Kampf der englischen Maschinenbaner. Sidney Web 6 vertritt in Daily Chronicle" die Ansicht, daß das Handels. amt auf grund der Conciliation- Afte berechtigt und verpflichtet wäre, die Parteien in offizieller Weise zu Unterhandlungen einzuladen. Die bis jetzt gepflogenen Unterhandlungen waren nur privater Natur gewefen. Bei der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands find bis zum 15. Oftober folgende Beiträge für die streifenden Maschinenbauer eingelaufen: • Verband der Schiffszimmerer. Verband der Lagerhalter Zentralverein der Bildhauer Zentralverein der Bildhauer( Gauverein Berlin) M. 200, 100, " 2000, " " Zentralverband der Brauer " Berband deutsch. Berg: u. Hüttenarbeiter " Verband der Dachdecker. 250, 300, 300, 50, " Verband der Sattler und Tapezirer 200, Verband der Bauarbeiter 100, Buchdruckerei von Schrinner, Berlin 5, " Zentralverein der Former, 1. Rate Verband der Stuckateure 500, 100, 100, 10, 10, 30, 200, 25, Verband der Vergolder Vom 13. Bezirk in Altona Tabackarbeiter, Zahlstelle Goslar Gotha, Gewerkschaftskartell. Neumünster, Gewerkschaftskartell Spandau, Gewerkschaftskartell Summa: M. 4586, Gerichts- Beitung. Der Gastwirth Gründel aus der Brunnenstraße stand gestern vor dem hiesigen Schöffengericht, um sich wegen Beamtenbeleidigung zu verantworten. In einer Julinacht stand feine Ehefrau mit zwei anderen Frauen plaudernd im Hausflur seines Lokals, in dessen Festsälen ein Vergnügen abgehalten wurde. Plöglich kam ell fremder Mensch von der entgegengesetzten Seite der Straße auf auf die Frauen zu, redete etwas voll Butter Geschäfts festgestellt werden könne; vor Erlaß derselben sei es mit unter unmöglich gewesen, des Jnhabers habhaft zu werden. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Amtsanwalts an und erkannte auf 2 Mart Geldstrafe, weil das erwähnte Porzellanschild den Anforderungen nicht genüge. Ein neuer Habererprozek, der sich gegen elf Angeklagte richtete, hat sich dieser Tage vor dem Landgericht München II ab gespielt. Neun Angeklagte wurden zu 31/ 2-1/ 2 Jahren, zwei, die das Bier herangeschafft hatten, zu je 7 Monaten Gefängniß verurtheilt. aefchäft" und ging dann in den Hausflur des Nebenhauses hinein. Depelichen und lehte Nachrichten. Der Angeklagte, welcher von den Frauen gehört hatte, daß sie beLeipzig, 19. Oftober.( W. T. B.) Heute Mittag wurde die lästigt worden seien, ging auf die Straße und traf den Fremden gerade, als er wieder aus dem Hause herauskam. Er forderte Sächsisch- Thüringische Industrie- und Gewerbe ihn auf, ihm seinen Namen zu nennen und zu sagen, was Ausstellung feierlich geschlossen. " Der Senat er eigentlich wolle, und als dies nicht geschah, rief Gründel dem Paris, 19. Oktober.( W. Z. B.) Der Wiederzusammentritt Stellen des Parlaments vollzog sich in vollkommener Ruhe. 11 der Nähe stehenden Schutzmann Schulz zu: Sie doch mal diesen Strolch fest, der hat meine Familienmitglieder vertagte sich nach einer nur der Erledigung von Formalitäten ges Die Kammer berieth über die belästigt!" Der Schuhmann Schulz sagte, daß dies nicht nöthig fei, widmeten Sigung bis Freitag. da er für die Person des Mannes, den er sehr gut kenne, voll- Festsetzung der Tagesordnung und beschloß auf Antrag Melines die ständig einstehe, der Angeklagte wiederholte aber das Wort„ Strolch" Sigungen an Sonnabenden der Berathung von Jnterpellationen zu Zur Baumwollenkrisis schreibt man uns aus London: Der noch einmal. Thatsächlich war nun aber der Fremde ein Gitten widmen. Darauf wurde die Sigung aufgehoben. Fabrikantenbund behauptet jetzt, die nöthige Anzahl Unterschriftenfch it mann, der in Gemeinschaft mit einem Kollegen auf eine London, 19. Ottober. Nach einer Meldung des Reuter'schen zusammen zu haben, um die geplante Lobnermäßigung ins Wer! Prostituirte Jagd machte. Er behauptet, zu den Frauen hinüber Bureaus" aus Abuhamed vom 17. d. Mis. überfiel eine Patrouille feßen zu können. Ursprünglich war die Zahl von 27 Millionen gegangen zu sein, weil die Beamten glaubten, bemerkt zu haben, daß berittener Derwische eine Ortschaft 7 Meilen nördlich von Berber, Spindeln, d. h. 80 pCt. von im ganzen 34 Millionen Spindeln, als das betreffende Mädchen in das Gründel'sche Haus oder in tödtete 11 Einwohner, nahm eine Anzahl Weiber und Kinder gedie Mindestzahl festgesetzt worden, die zu dem gemeinsamen Vor das Nebenhaus getreten fei. Der Beamte bestritt, sich einer Be- fangen und trieb Bich weg. Von Berber aus zur Verfolgung der gehen erfordert sei. Das heißt, die verbündeten Firmen müßten lästigung der Frauen schuldig gemacht zu haben. Der Staatsanwalt Derwische entsandte berittene Truppen stießen mit denselben fünfzehn von den 34 Millionen Spindeln, die in Lancashire registrirt bestritt dem Angeklagten das Recht, in dieser Form seine Damen Meilen östlich von Berber zusammen. Nach heftigem Kampfe ließen find, 80 pet. vertreten. Die 27 Millionen sind aber noch vor einer vermeintlichen Belästigung zu schützen und beantragte die Derwische alle Gefangenen und die Beute im Stich und flohen nicht in den Bund gezogen, vielmehr waren es vorige wegen der vorliegenden Beleidigung 30 M. Geldstrafe eventuell in der Richtung auf den Athara. Woche erst 25 Millionen. Der Bund erklärt aber, das 6 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof sah die Sache milde an Barcelona, 19. Oftober.( M. Z. B) Vergangene Nacht mache nichts. Es habe sich herausgestellt, daß verschiedene Spinne- und erkannte auf nur 3 M. Geldstrafe event. 1 Tag Gefängniß. erfolgte die Freilassung aller jener Personen, welche als Anarchisten reien schon still gesetzt sind, also von der Totalsumme in Abzug gefangen faßen, aber in feinen Prozeß verwickelt sind. gebracht werden müßten, und außerdem liefen jeden Tag neue Auf der Schwelle seiner Droschke hatte der Droschfenkutscher Belgrad, 19. Oktober.( W. T. V.) Der König nahm die Beitrittserklärungen ein. Der Tag der Aktion sei somit gekommen. Engler eines Tages Platz genommen, als er mit seinem Gefährt am Demission des Kabinets an und betraute dasselbe mit der Leitung Sie werden also eine Konferenz mit den Vertretern der Arbeiter ab- Straußberger Platz hielt. Der Schuhmann 4710 tam des Weges der Geschäfte bis zur Neubildung des Kabinets. halten und ihnen den Vorschlag machen, die Produktion einzu- und gab dem Kutscher bekannt, daß es unvorschriftsmäßig sei, der= Kauca, 19. Ottober.( B. H.) As heute Gendarmen versuchten, schränken und eine Lohnermäßigung von fünf Prozent eintreten zu art zu sitzen. Engler bedeutete den Manne des Gesetzes, daß es mehrere Muselmänner zu verhaften, wurden sie von den letzteren laffen. Gehen die Arbeiter nicht darauf ein oder kommt keine andere keine Vorschrift gebe, welche dem Kutscher das Sißen auf der mit Revolverschüssen empfangen. Beiderseits kamen Verwundungen Einigung zu stande, so werden die Fabriken bis auf weiteres ge- Droschtenschwelle verbiete, doch war der Beamte anderer Meinung, vor. Die Gendarmen batten das Feuer erwidert. In der Stadt und das Resultat der Unterredung war, daß der Mann auf der herrscht große Aufregung. schlossen werden. Die Arbeiter haben diese Bewegung unter den Unternehmern Schwelle ein auf 9 M. lautendes Strafmandat erhielt. Engler er Bomban, 19. Oftober.( Reuter's Bureau.) Nach hier eins bisher ohne größere Erregung, wenn auch nicht ohne gespanntes hob Einspruch und wies in der gestrigen Berhandlung vor dem gegangenen Berichten ist in dem Dorfe Jullundur im Diftrift Interesse verfolgt. Erstens ist sie ihnen nichts neues, und dann sind Schöffengericht nach, daß der Kommiffar für das öffentliche Fuhr- Punjab die Beſt ausgebrechen. 23 Todesfälle sind vorgekommen. sie über den trostlosen Stand des Werkes zu gut unterrichtet, um sich wesen noch niemals an der angeblichen Verfehlung Anstoß ge- Man nimmt an, daß die Krankheit durch Pilger, welche aus der zu verheimlichen oder es zu bestreiten, daß in der einen oder anderen nommen hat. Das Gericht folgte den Ausführungen des Droschken heiligen Stadt Hurdwar zurückgekehrt sind, eingeschleppt worden. Weise Opfer werden gebracht werden müssen. Sie wissen, daß viele tutschers und erkannte auf Freisprechung, trotzdem der Amts: Spinnereien mit positivem Verlust betrieben werden und daß auf amvalt gar eine Strafe von 10 M. beantragt hatte. dem ganzen Markt die Differenz zwischen dem Preis der Rohbaum- Wegen fahrlässiger Tödtung wurde gestern der Bierfahrer wolle und dem verfertigten Garn zur Zeit so gering ist, daß das Carl Eduard Braun zur Verantwortung gezogen. An der Ecke der in den Fabriken angelegte Rapital im Durchschnitt noch nicht ein August- und Artilleriestraße ereignete sich anfangs Juli ein sehr bemal zum Bankzing verzinst wird. Es giebt feine zweite Juduſtrie, trübender Unglücksfall. Ein um die Ecke fahrender Radfahrer ließ wo die Arbeiter so genau über alle Einzelheiten des Geschäfts das vorschriftsmäßige Warnungssignal ertönen, erschreckte damit Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Enakin, 19. Oktober.( W. T. V.) Der Kreuzer Kostroma" der russischen Freiwilligen Flotte ist am 14. d. M. auf ein Felsenriff am Elba Djebel im Rothen Meere aufgefahren. Der britische Dampfer" Naderi" ist dorthin zur Hilfeleistung abgegangen. Chicago, 19. Oltober.( W. Z. B.) Ter Vorsitzende der Pullman Schlafwagen- Gesellschaft Georges M. Pullman ist heute plöglich an einem Herzleiden gestorben. Nr. 245. 14. Jahrgang. Tokales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. mittwoch, 20. Oktober 1897. des Vertrages in allen seinen Theilen und in der Fassung nach ihr in Beziehungen stehen. Die Mutter des S. wurde bei solchen dem Gemeindebeschlusse vom 30. Juni dieses Jahres. Auf Versuchen mehr als einmal bedroht. eine theilweise Annahme oder Nahrungsmittel- Untersuchung. Schon in alten Zeiten haben neue Verhandlungen will der Absturz. Auf dem Grundstück Werftstraße 18 wurde gestern gewissenlose Gastwirthe am edelsten der Gewächse eine Taufe voll. Magistrat nicht mehr eingehen. Erfolgt ein ablehnender Bescheid, Morgen der obdachlose Arbeiter Karl Strebelow in einem Lichtschacht so leitet der Magistrat ohne jeden Zeitverlust Verhandlungen mit( liegend mit schweren Verletzungen am Kopf aufgefunden und nach zogen fie verwässerten den Wein. Strenge Strafen wurden darauf anderen Unternehmern wegen der Vergebung derjenigen neuen Linien der Charitee geschafft, wo er bald darauf starb. Er hat anscheinend gesetzt, doch ist nicht bekannt, daß wegen Verfälschung anderer ein, die der Charlottenburger Straßenbahn zugedacht waren. Die aus dem Flurfenster in das gegenüberliegende Schlafzimmer der Genuß oder Nahrungsmittel Strafen angedroht wurden. Jedenfalls Entscheidung muß also bis zum Anfang nächster Woche fallen. Die Gesellen eines Schneidermeisters, wo er häufiger zu nächtigen pflegte, lohnte sich also in früherer Zeit die Beimischung minderwerthiger Straßenbahn pocht auf die vierzigjährige Konzession, die sie für fleigen wollen und ist dabei etwa 4 Meter tief in den Lichtschacht Bestandtheile an Nährstoffen nicht, oder, was wahrscheinlicher ist, ihre Hauptlinie zum Kupfergraben hat, und droht, dort so lange gestürzt. Nachmittags fiel der fünfjährige Sohn des Barbiers man konnte die Verfälschung nicht feststellen. Wissenschaftliche den veralteten Tarif aufrecht zu erhalten, falls nicht das Polizei- Klage aus dem Fenster der im 3. Stock des Hauses Langestr. 107 Apparate standen nicht zur Verfügung und mit der präsidium die Fahrpreise herabsetzt, was diesem nach dem Klein- belegenen Wohnung der Händlerin Stephani, mit deren Sohn er Bunge allein war nur selten zu konstatiren, ob irgend bahngesetz vom fünften Jahre, d. h. von März 1902, an zusteht. auf dem Fensterbrett gespielt hatte, auf den Hof hinab und trug welche Mischungen zum Nachtheile des Käufers vor= Doch läuft der Vertrag mit der Stadt Berlin wegen dieser Linie schwere Verlegungen, darunter einen Bruch des Unterkiefers, davon. genommen waren. Mit der Erfindung der vielen jetzt üblichen nur bis 1911. Ueber deren Verlängerung sind Verhandlungen im Durch einen Zeichenwagen scheu geworden, gingen vors Ersatzmittel und der fortwährenden Vertheuerung mancher NahrungsGange. mittel vermehrten sich aber die Verunreinigungen und Verfälschungen gestern Nachmittag die Pferde eines Rollwagens in der Neander ins ungeheuere; als Gegengewicht wurden aber auch die Apparate Der Polizeipräsident hat über die Handhabung der Straße durch und rasten in vollem Galopp nach der Brückenstraße zur Nahrungsmittel- Untersuchung erfunden. Die bedeutendste Rolle Berliner Banpolizei Ermittelungen angestellt. In der Fachpresse zu. Auf dem Kreuzungspunkt dieser beiden Straßen fiel der Schutzbei der Nahrungsmittel- Untersuchung spielt das Mikroskop. In der war behauptet worden, daß die zur baupolizeilichen Prüfung der mann Wollney dem linken Pferd in die Zügel, wurde eine Strecke Nahrungsmittel Ausstellung findet man z. B. in der vorgelegten Entwürfe erforderliche Zeit im Durchschnitt noch immer mitgeschleift und kam zu Fall, wobei er eine Quetschung des linken Abtheilung des Kriegsministeriums eine Reihe von Mikroskopen zwölf Wochen betrage. Herr von Windheim hat darauf Ver- Unterfchenfels erlitt. Der Kutscher Hartfiel wurde vom Wagen aufgestellt, in denen man alle möglichen Verunreinigungen anlassung genommen, mittels Stichprobe festzustellen, wie viel geschleudert und durch den Sturz am linken Unterschenkel geund Verfälschungen des Mehles beobachten fann. Als Beit gerechnet vom Eingang des Antrages bis zur Ertheilung quetscht. Vor dem Hause Brückenstr. 1 tam das Fuhrwerk durch unbeabsichtigte Verunreinigungen erblicken wir dort Roggenmehl mit des Bauscheines die baupolizeiliche Prüfung und Genehmigung den Busammenstoß mit einer Droschte sowie einem Handwagen zum Mahlmilben und Mutterforn. Aus Berechnung ist dagegen dem thatsächlich erfordert hat. Die zur Reinschrift der Bauscheine nöthige Stehen. Weizenmehl Gips und Knochenmehl zugesetzt. Alle Verunreinigungen Beit wurde hierbei außer acht gelassen. Es wurden gleichmäßig Die Erbschaft der ermordeten Gips- Schultzen" wird vorfind leicht im Mikroskop an der Flockigkeit und der braunen Farbe aus allen Bau Inspektionen eine Anzahl von Baugenehmigungen, aussichtlich zu einem schwierigen Rechtsstreit Veranlassung geben. zu erkennen. Auch verschiedene Trichinen- Präparate sind zu be- umfassend die Zeit vom Januar bis September ds. Is., heraus- Frau Schulze und ihre Tochter hatten sich in ihrem Testament obachten. Ferner sind in dieser Abtheilung Photographien von den gegriffen, im ganzen 119. Von diesen wurden erledigt: 63 Gesuche gegenseitig zu Univerfalerbinnen eingesetzt, die Tochter aber ihre Untersuchungen über das Soldatenbrot zu sehen, sowie große Kasten in einer Zeit von 40 Tagen, 15 in 45 Tagen, 26 in 60 und 15 in Blutsverwandten außer der Mutter noch ausdrücklich ausgeschlossen. mit sämmtlichen Apparaten zur bakteriologischen Untersuchung, ebenso mehr als 60 Tagen. Durchschnittlich haben die 119 Gesuche eine Für den Fall nun, daß Frau Schulze zuerst gestorben wäre, würden Apparate zur Wasseruntersuchung. Proben von Körnern und Hülsen Bearbeitungszeit von je 44 Tagen erfordert. hiernach keine erbberechtigten Verwandten da sein und die Erbschaft früchten aus sämmtlichen Armeekorps- Bezirken, die ihrem Gehalt Zur Angelegenheit der Bäckerei- Verordnung. Im Fach- dem Fiskus zufallen. Dieser hat denn auch den ganzen Nachlaß und Werth nach mit gering, mittel oder gut bezeichnet sind, findet blatt der Bäckergesellen lefen wir:„ Gegenwärtig werden in den vorläufig beschlagnahmt. Die Verwandten der Ermordeten wollen man in mehreren hundert Glasbüchsen. Dr. Jeferich tam es Berliner Bäckereien von den Polizeiorganen Erhebungen angestellt, sich damit jedoch nicht zufrieden geben, sondern ihre Ansprüche auf nicht darauf an, Verfälschungen darzustellen, er wollte nur den Nähr- welche augenscheinlich der Regierung als Material bei einer event. dein Rechtswege geltend machen. Sie gehen davon aus, daß ebenso werth der verschiedenen Nahrungsmittel geben. Au seinen inter- Abänderung der Bäckerei- Verordnung dienen sollen. Unter anderem gut die Tochter zuerst ermordet worden sein kann. Vorläufig läßt essanten Präparaten erkennt man, wie wenig Nahrstoff die Gemüse wird gefragt, wie viel Gefellen und Lehrlinge im Betriebe beschäftigt sich natürlich darüber nichts feststellen; die Möglichkeit ist aber nicht baben, wie dagegen Hülsenfrüchte und Fleisch, vorausgefeßt eine sind und ob die achtstündige Ruhezeit eingehalten wird. Wir ersuchen ausgeschlossen, daß diese Feststellung immer noch erfolgen kann. Der Menge für den gleichen Preis, sich die Waagschale halten, aber die Kollegen, sich bei der Umfrage nicht durch die Gegenwart des einzige, der Auskunft geben kann, ist der Mörder Goenczi, der vom Fisch bedeutend übertroffen werden. Das Nahrungsmittel- Meisters einschüchtern zu lassen, sondern auf alle Fragen genau und möglicherweise doch noch ergriffen wird. Untersuchungsamt der Landwirthschaftskammer hat Dr. Wollny- wahrheitsgemäß zu antworten." sche Apparate zur Untersuchung von Milch, Butter und MarDer Anarchist Koschemann, der im Zuchthause in Sonnengarine ausgestellt. Der Raum des Untersuchungsamtes, in dem burg seine Strafe verbüßt, hat an seinen früheren Wertheidiger Dr. täglich zu verschiedenen Zeiten Vorträge mit Demonstrationen Werthauer einen Brief gerichtet, in welchem er denselben bittet, das gehallen werden, macht den Eindruck eines Laboratoriums. Die Wiederaufnahme- Verfahren zu betreiben. Er sei vollständig unUntersuchung der Milch ist von besonderer Wichtigkeit, da sie ja schuldig. vielfach als Kindernahrung dienen muß. Ihre Güte hängt von Die Lügenbroschüre, welche der Redakteur Finck von der ihrem Fett und Eiweißgehalt ab. Da jedoch nicht in allen Fällen, Stumm'schen Boit" nach den ihm vom Korbmacher Fischer auf wo Milch den vorgeschriebenen Gehalt nicht hat, beabsichtigte Fälschung vorliegt, sondern sehr häufig die Fütterung der Thiere gebundenen Räubergeschichten verfaßt hat, ist am Sonnabend den Arbeitern der Schwarzkopff'schen Maschinenfabrit ganz umsonst mangelhaft ist, ist eine Untersuchung der Milch auf ihre Bestand: überreicht worden. Es muß miserabel um die geistigen Waffen des theile von hoher Bedeutung; fann doch bei richtiger chemischer Fest- arbeiterfeindlichen Arsenals bestellt sein, wenn die Unternehmer in stellung der Mängel durch eine entsprechende Aenderung in der ihrer possirlichen Wuth gegen die ihnen über den Kopf wachsende Fütterung die nöthige Nährkraft der Milch erzielt werden. Die Sozialdemokratie bereits zu so unfauberen Mitteln greifen. Wollny'schen Apparate, mit denen auch Butter und Käse untersucht wird, sind wohl die vollkommensten auf diesem Gebiete und hochinteressant im Betriebe zu sehen. Leider sind eine ganze Reihe von böswilligen Nahrungsmittel Berfälschungen nicht in der Ausstellung vorgeführt. Dahin gehört Burst, die meist mit Mehl gefälscht und mit Fuchsin gefärbt wird; verdorbene Murst kann an süßlichem oder fauerem Geruch erkannt werden. Kaffee, der mit grobem Seefand, Roggen, Eicheln und vielem anderen, Gewürze, die mit Brotrinde, Leinsamenmehl und Thon gemischt werden, kann man wie das Mehl, leicht durch das Mikrostop untersuchen und, wenn man eine einwandfreie Probe daneben hat, mit Erfolg selbst Verfälschungen feststellen. Butter, die mit Kreide und Kartoffelmehl durchsetzt ist, erkennt man an ihrem törnigen Geschmack; dagegen sind Mischungen mit Margarine, die übrigens die Butter im Nährwerth nicht herabfeßen, nur auf chemischem Wege zu ermitteln; ebenso die vielfachen, oft sehr gesund heitsschädlichen Bierverfälschungen. Da aber nur wenige die Beit und Gelegenheit haben dürften, ihre Nahrungsmittel zu untersuchen, so müssen sie sich nach wie vor auf den allerdings oft belügenden Apparat: Bunge und Gaumen beschränken und im übrigen dem Vertäufer vertrauen. Vom Bagger gefallen und ertrunken ist am Montag Morgen der 45 Jahre alte Maschinist Vincenz Terschinski aus der Meichens bergerstr. 115. Terschinski war auf einem Bagger beschäftigt, der seit einiger Beit gegenüber dem Grundstück Stralauer Allee 8 liegt. Er allein ging jeden Abend nach Hause, während die übrige Mann schaft auf dem Bagger übernachtete. Vorgestern Morgen kam er wie immer um 51/2 Uhr, um seinen Dienst anzutreten, und weckte die noch schlafende Mannschaft zur Arbeit. Eine Stunde später vermißte man den Maschinisten. Nichts Gutes ahnend, suchten die Mannschaften sofort das Wasser ab und fanden denn auch bald den Verschwundenen neben dem Bagger als Leiche in der Spree liegen. ihrem Debut im Reichshallen- Theater gedachten, ist jetzt ins Grand Die Budapester Orpheum- Gesellschaft, deren wir bereits bei Hotel Alexanderplatz eingezogen. Gleichzeitig hat sie dem Publikum Bur Frage der Neukonzessionirung der Singspielhallen zwei neue Poffen vorgeführt. Beide Stücke Madame Lemonie" wurde in der letzten Sigung der Vereins der Saalbefizer und Fefche Geister" sind Improvisationen, die auf höhere dras für Berlin und Umgegend mitgetheilt, daß nach einer vom matische Bedeutung natürlich keinen Anspruch machen. Sie zeichnen Borstande beim Polizeipräsidium eingeholten Auskunft diejenigen sich aus durch eine drollige Situationsfomit, die allerdings nur Singspielhallen Inhaber, welche sich nach§ 33 der neuen Gewerbe- wirksam ist, wenn sie von besonders eingeschulten Kräften auswird. Die Künstler Der Orpheum- Gesellschaft find Ordnungsnovelle um eine neue Konzession beworben haben, nach der geübt in allen Eälteln gerecht; sie wissen in gleicher alten Konzession so lange weiter spielen lassen tönnen, bis sie vom nun mannigfachen Boltstypen Desterreichs zu Polizeipräsidium einen Bescheid über ihr Konzessionsgesuch erhalten Gediegenheit die Der jüdische Schnorrer wird mit ebenso glaubs haben. Bis zur Ertheilung des Bescheides dürfte bei den massen- topiren. haster Komit dargestellt, wie der bärbeißige Offizier und der haft eingegangenen Gesuchen noch einige Zeit vergehen. Bruder Böhm in seinen mehr oder minder anheimelnden Eigens arten; ja selbst ein Berliner Hausknecht alten Schlages giebt in uns heimlicher Naturtreue seine Ralauer zum besten. Wohl der bes deutendste Charakterkomiker der Truppe ist Herr Eisenbach, ein Unter fittenpolizeilicher Aufsicht standen nach amtlicher Mel. dung zu Anfang 1896 in Berlin 4995 weibliche Personen. Im Laufe des Jahres tamen hinzu 1128, zusammen 6123. Es gingen ab: wegen Eintritts in ein Dienst- und Arbeitsverhältniß 487, wegen Rünstler, der sich getrost zu den besten seiner Art zählen darf; ihm Verheirathung 84, wegen Fortzugs von Berlin 250, wegen Krantfchließen sich die Herren Bauer, Hastel, Rott und Hornau, sowie beit 17, wegen Berbüßung längerer Freiheitsstrafen 151, verbie Damen Georgette, Hornan, Gressin und Eisenbach zu einem storben 36, zusammen 1025. Mithin blieben Ende 1896 unter Auf- prächtigen Ensemble an. Wer Lust hat, sich an leichter, und trotz sicht 5098. der kleinen in ihr verstreuten Pifanterien harmlofer Komit zu ers Die preußischen Behörden haben neuerdings gestattet, daß freuen, wird bei der Orpheum- Gesellschaft seine Rechnung finden. auch den russischen Auswanderern, die von den soFür die Sonntagsarbeit in Molkereien hat der Bundes- genannten Kontrollstationen an der russischen Grenze( Bajohren, Theaters Unter den Linden ist die Entscheidung gefallen. In der Angelegenheit der weiteren Verpachtung des rath, wie aus einer gestern im Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Be- Eydtkuhnen, Trofiten, Jllowo und Oulotschin) nach Antwerpen oder Danach wird Herr Direktor Richard Schulz( zur Beit noch fanntmachung hervorgeht, eine Anzahl Ausnahmen zugelassen. Die Rotterdam reifen wollen, soweit sie schon von Amerika aus mit Direktor des Zentral- Theaters) resp. das von ihm vertretene FinanzDanach wird Herr Direktor Richard Schultz( zur Zeit noch Bekanntmachung, deren Bestimmungen sofort in traft treten, hat Schiffstarten für diese Häfen versehen sind, Eisenbahn- Fahr- Konsortium vom 1. August 1898 Pächter des Theaters Unter den folgenden Wortlaut: farten über Ruhleben nach den Einschiffungshäfen verab Auf grund des§ 105 d der Gewerbe- Ordnung hat der Bundes: folgt werden, und daß sie in besonderen Abtheilungen, statt in befinden, welches mit dem Beginn der Saison 1898-99 unter der rath beschlossen: 1. In der Tabelle, welche der Bekanntmachung fonderen Wagen befördert werden können. Es findet dann eine Leitung des Direktors Schulz als Metropol- Theater neu vom 5. Februar 1895( Reichs- Gesetzbl. S. 12), betreffend Ausärztliche Kontrolle der Durchwanderer in Hannover oder Oberhausen erstehen wird. Das Theater, alle Räumlichkeiten, also Säle und nahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbetriebe, statt. Die Kosten hierfür sowie alle anderen Unkosten, die den Ge- Salons mit einbegriffen, werden einer durchgreifenden Renovation beigefügt ist, sind in dem Abschnitte&( Nahrungs- und Genuß meinden oder Armenverbänden durch ihre Verpflegung, Unterkunft unterzogen. Der Umbau der Bühne ist zur Bedingung gemacht. mittel) hinter den Bestimmungen zu Biffer 6 folgende Bestimmungen oder Behandlung erwachsen, werden solidarisch vom Norddeutschen Option von seiten der Bächter. Die bekannteren Kräfte des bisherigen Der Vertrag lautet auf fünf Jahre mit dem Rechte fünfjähriger Lloyd und der Hamburg- Amerika- Linie getragen. Ensembles des Zentral Theaters werden ihrem Direktor nach dem neuen Hause folgen. einzufügen: Gattung der Betriebe. 1. 7. a) Molte= Bezeichnung Bedingungen, unter welchen ber nach§ 105d zugelassenen die Arbeiten gestattet Arbeiten. werden. 2. 3. Rektor Schmoller gegen das Fanllenzen. Bei den gestern von ihm vollzogenen Immatrikulationen richtete Professor Schmoller unter anderem folgende Worte an die Studenten:" Sie werden an die Universität nur dann erst mit ungetrübter Freude zurückdenken, wenn Sie Ihre Aufgabe darin erblicken, nicht Kollegien zu schwänzen und zu faulenzen, sondern ernst und tüchtig zu arbeiten. Bei einem unthätigen Genußleben aber würden Sie intellektuell und moralisch = Bei täglich einmaliger Den Arbeitern ist Schaden leiden!" reien mit Aus- Milchlieferung der Betrieb mindestens an jedem Ter and dem Tausch Prozeh her bekannte May Gingold nahme der Bewährend sechs Stunden bis dritten Sonntage die Stärck, der nach Beendigung des Prozesses den Staub von seinen triebe, welche aus 12 Uhr mittags, bei täglich zum Besuche des Gottes: Füßen schüttelte und sich nach Amerika begab, ist, wie von einer schließlich oder zweimaliger Milchlieferung dienstes erforderliche Zeit hiesigen Korrespondenz berichtet wird, wieder ſammt seiner Frau in Berlin eingetroffen. Seine Frau hat sofort in einem Krantenhause Aufnahme gefunden. vorwiegend fette der Betrieb während sechs freizugeben. oder halbfette Stunden bis 12 Uhr mittags Hartkäse her- und während zweier Nachstellen. mittagsstunden. b) Moltes Der Betrieb ohne Be Die Arbeiter dürfen reien, welche schränkung auf die vor- innerhalb der Zeit vom ausschließlich stehend unter a bezeichneten Sonnabend Abend 6 Uhr oder vorwiegend Stunden. Diese Ausnahme bis zum Montage früh fette oder halb findet in der Zeit, wo die 6 Uhr, im ganzen nicht fette Sarttäse Herstellung fetter oder halb- länger als 18 Stunden, herstellen. fetter Harttäse sich auf die beschäftigt werden. fogenannten Rellerarbeiten beschränkt, feine Anwendung; für diese Beit gellen vielmehr die Be ftimmungen unter a. Die Direktion der Projektions- Vorträge über Kunst und Kultur ( Dr. Köppen und Dr. Stoedtner) theilt uns mit, daß heute Abend 8 Uhr im alten Urania Theater, Invalidenstraße, der angekündigte Vortrag: Benedig und seine Kunstschäße" von Prof. Dr. May Schmid Aachen, gesprochen von Herrn Ottfrid v. Hanstein, gehalten wird. Der Vortrag wird durch künstlerisch ausgeführte, farbige Glasbilder, erläutert. Das norddeutsche Tiefland war das Thema des Projektionsvortrages, den Herr Dr. Schwahn dieser Tage in der Urania hielt. Es hatte sich nur ein wenig zahlreiches Publikum eingefunden, was wohl hauptsächlich an den hohen Eintrittspreisen liegt. Die Verwaltung follte sich entschließen, den Eintrittspreis für Projektionss vorträge auf 50 Pf. herabzusetzen; sie und das Publikum würden sich entschieden besser dabei stehen. Der Vortrag selbst trug leider nicht das Gepräge einer populären, Der Nebel, der gestern bis in die Bormittagsstunden hinein gemeinverständlichen Darstellung. Wenn er als ein einheitliches Ganze über Berlin lagerte, bat zu mehreren Unglücksfällen Veranlassung verständlich sein sollte, so wäre es unbedingt nothwendig gewesen, gegeben. Auf der Charlottenburger Chauffee fuhr ein Möbelwagen über die Wirkungsweise der Kräfte, die die Oberfläche der Erde im in den Straßengraben. Der Arbeiter Paul Irmer wurde dabei vom allgemeinen und die des norddeutschen Tieflandes im besonderen ge Bock geschleudert und mit dem Kopf so heftig gegen einen Baum- stalten, am Anfang einige erklärende Worte beizubringen; es hätte sich stumpf geworfen, daß er eine klaffende Kopfwunde davontrug. In dann noch Gelegenheit geboten, kurz auf die verschiedenen Formationen der Chauffeestraße kam ein Radfahrer, als er einer zu spät bemerkten der Erdrinde hinzuweisen. Statt dessen war sofort vom Diluvium Droschte ausweichen wollte, so unglücklich zu Fall, daß er sich außer und Alluvium die Rede, und im Laufe des Vortrages wurden einem schweren Armbruch noch einen Bruch des Schlüsselbeins Gesteinsbildungen aus anderen Formationen, z. B. aus dem Silur, erwähnt, wobei der Vortragende als selbstverständlich voraussetzte, daß jeder Hörer wußte, wovon die Rede war. Sicherlich ist das vielfach nicht der Fall gewesen, da geologische Renntnisse leider noch sehr wenig verbreitet sind. Buzog. Dem mit einigen Vorkenntnissen Ausgerüsteten war der Vortrag allerdings verständlich und zeigte ihm burch eine Reihe guter Projektionsbilder, daß die Oberfläche unseres norddeutschen Tieflandes ihre gegenwärtige Gestaltung im wesentlichen durch die Wirkung einer sich über sie hin erstreckenden Vereisung erhalten hat. Von Schweden und Norwegen aus erstreckten sich kolossale Gletscher über die Ostsee und über unser ganzes Tiefland, in ihrem Strom Auch eine Großstadt- Tragödie. Den Tod eines Kindes hat der Kahnbrand am Alexander- Ufer, von dem wir gestern berichteten, im Gefolge gehabt. Ein Knabe, der auf dem Kahn übernachtete, ist mit Brandwunden in ein Krankenhaus gebracht worden. Gegen Ob es nöthig war, an Sonntagen eine achtzehnstündige Arbeits- ihn lenkte sich der Berdacht, bei der vermutheten Brandstiftung bezeit zuzulassen, mag billig zu bezweifeln fein, wenn an sich auch nicht theiligt zu sein. Bei den Ermittelungen, die deshalb nach seiner verkannt werden soll, daß in den berücksichtigten Betrieben sich eine Persönlichkeit angestellt wurden, erwies sich der Name Seeger als Verkümmerung der Sonntagsruhe noch am ehesten rechtfertigen läßt. falsch. Es hat sich nun herausgestellt, daß er Seeliger heißt, Stief sohn eines Arbeiters aus der Rostockerstraße 44 und erst 11 Jahre Von einer Beendigung des Pferdebahn- Krieges ist immer alt ist. Der Knabe, der sich schon lange Zeit herumtrieb, ist gestern Abend noch keine Rede. Der Magistrat hat jetzt der Charlottenburger Straßen- gestorben. Unterstützt und ausgenutzt wurde das Vagabondiren vielfach Felsblöcke aus ihrer skandinavischen Heimath mit sich führend, bahn- Gesellschaft zur Abgabe einer Erklärung über die endgiltige An- des Jungen durch eine Wittwe B. aus der Birkenstraße, die selbst die man heute in unserer Tiefebene an den verschiedensten Stellen nahme oder Ablehnung des neuen Vertrages über die Einführung des sechs Kinder hat, von denen sich einige im Waisenhause befinden. als fog. Findlinge oder Wanderblöcke zerstreut vorfindet; die im elektrischen Betriebes und des Baues neuer Linien eine letzte Frist Frau B. nahm den Jungen stets bei sich auf, beutete ihn aber dafür Berliner Luftgarten vor dem Museum aufgestellte große Schale ist von zehn Tagen gesetzt, wie jetzt von der Bahngesellschaft an die aus, indem sie ihn nachts mit Wachsbrennern und Streichhölzern 8. 2. aus einem solchen Blocke gearbeitet. Nach dem Zurückweichen Deffentlichkeit gebracht wird. Die Stadtverordneten Versammlung auf den Handel schickte. Die Versuche der Mutter und des Stief- der Gletscher entstand ein pflanzliches und thierisches Leben, das wir aus hatte Frist bis zum 30. n. M. zu geben beschlossen. Der Magistrat vaters, den Sohn aus der Umgebung der Frau B. herauszubringen, seinen Ueberresten ziemlich gut zu rekonstruiren im stande sind verlangt eine bindende Erklärung über Annahme oder Ablehnung scheiterten an dem Widerstande dieser und einiger Männer, die zu die betreffenden Bildungen, z. B. das riesige Mammut, ein mächtigs, mit % Dickem Bela verfehenes Nashorn, u. a. deuten auf ein faltes Klima, der ganzen Sachlage garnicht im Zweifel darüber habe sein können, I statten habe und werden nach Annahme dieses Antrages Pönice, wie es jetzt nur im hohen Norden vorkommt. Auch waren die in der Person des Reinert einen Vollziehungsbeamten vor sich zu Frante, Leo Schmidt, Kielmayer, Vesper, Pape Gletscher nicht endgiltig gewichen, sondern es tam noch einmal ein haben. Er verurtheilte deshalb Krach zu 4 Wochen Gefängniß, und Welz in die Kommiffion gewählt mit der Befugniß, daß dies zweiter Strom von Norden; doch erreichte die zweite Bereifung, sprach dagegen Rußner frei. felbe in Gemeinschaft mit der Ortsverwaltung etwa nöthig werdende Die alles organische Leben wieder vernichtete, an Ausdehnung und Mächtigkeit bei weitem nicht die erfte. Als sie zurückwich, an, indem sie sich direkte Wege zum Meere bahnten. dem Zurückweichen der Gletscher geführt haben. " Zum Schluß hätte wohl Mancher gern noch etwas über die Sypothesen gehört, die man gebildet hat, um die gewaltigen klimatischen Aenderungen zu erklären, die zur vollständigen Bereifung und Theater. Das Schiller Theater bereitet für den 10. November ( Schiller's Geburtstag) eine Aufführung von„ Wallenstein's Tod" vor. Reuling's neues Schauspiel Das Stárfere" tommt heute zur Wiederholung. Die Poffe Kyriß- Pyriz" von H. Wilken und D. Justinus, Musik von G. Michaelis, wird Freitag zum ersten Male gegeben. Im Bürgerfaale des Rathhauses findet Sonntag Schubert- Abend" mit neuem Programm statt. Feuerbericht. Dienstag früh 7 Uhr brannte Memeler fraße 4 die Balfenlage unter der Kochmaschine. Nachmittags 13 Uhr war Ritterstr. 98/99 ein Kellerbrand zu löschen, der einen großen Posten Lumpen, sowie eine Partie Taue erfaßte und cinen gewaltigen Rauch erzeugt und das Vordringen der Feuermänner sehr erschwerte. Eine Schlauchleitung beseitigte nach längerer Arbeit die Gefahr. Durch ein unvorsichtiges Hantiren mit Spiritus entstand 72 Uhr abends Oranienburgerst r. 23 ein leiner Brand, bei dem ein Dienstmädchen erhebliche Brandwunden erlitt, fodaß es nach der Unfallstation gebracht werden mußte. Beim Eintreffen der Wehr war das Feuer bereits beseitigt. Jüdische Jutoleranz. Aus der Synagogen- Gemeinde in Leer Ergänzungswahlen selbständig vornehmen kann. Auf Antrag seitens find eine Anzahl Personen ausgetreten, weil sich die Gemeinde vom Friedmeyer wird der provisorisch gewählte Ausschuß, bestehend mahmen die großen Ströme, von denen die Weichsel und Oder früher Orthodoxismus in manchen Verrichtungen frei gemacht hatte. Die aus Leo Schmidt, Franke, Friedmeyer, Franzke Direkt mit der Elbe zusammenflossen, erst ihren gegenwärtigen Lauf selben Leute, die es auf diese Weise mit den streng konservativen und Faber endgiltig bestätigt und erfolgte, nachdem noch ein Dissidenten verdorben hatten, gaben ihnen nun noch einen Fußtritt von di aty gestellter Antrag, dem Raffirer 3 pt. der Einnahme in einer neuen Friedhofsordnung, die sich lediglich und ausdrücklich als Mankogelder zu bewilligen, angenommen war, Schluß der gutgegen die Ausgetretenen richtete. Ihnen und ihren Familien- Mit- besuchten Versammlung. gliedern wird das Betreten des Friedhofs nur noch mit Erlaubniß Der Verband aller im Handels- und Transportgewerbe des Gemeindevorstandes gestattet.§ 2 verbietet ihnen die Vornahme beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins hielt am Dienstag, den 12. d., von Leichenreden und Leichenfeiern auf dem Friedhof. Nach§ 3 feine 3. ordentliche Generalversammlung ab. Vor Eingang in die werden die Ausgetretenen nicht in der Reihenfolge der Mitglieder Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des am 30. Sep der Synagogengemeinde beerdigt, sondern außer der Reihe und auf tember verstorbenen Kollegen Stransfeld in üblicher Weise. Nach dem von der Gemeinde bestimmten Playe. Also die Frömmsten der einigen geschäftlichen Mittheilungen durch den Vorsitzenden Buyer Gläubigen erhielten gleichsam eine Art Verbrecherecke angewiesen. gab der Kassirer Wein den Kassenbericht vom letzten Quartal; nach Natürlich erregte dies Mißfallen. Die Betheiligten flagten beim bemfelben betrug die Einnahme 2490,04 M., die Ausgabe 2028,63 M., Bezirksausschuß mit dem Antrage, die Friedhofsordnung für ungiltig mithin ein Ueberschuß von 461,41 M. Der baare Kassenbestand Rein stellt ſozu erklären. Bezirksausschuß und Oberverwaltungsgericht am Ultimo September betrug 1692,24 M. das Vermögen des Verbandes mit den wiesen aber die Klage als unzulässig ab. Letzteres führte aus: daim fest, daß § 6 des Gesetzes vom 28. Juli 1876 erlaube den aus der Synagogen- außenstehenden Geldern für den Handels Hilfsarbeiter" und dem gemeinde Ausgetretenen das Recht der Milbenutzung ihres Be- Manto von Polit sich auf 2861,70 m. stellen würde. Der Bericht gräbnißplates so lange, als ihnen nicht die Berechtigung zusteht, wurde mit großer Befriedigung aufgenommen und dem Rassirer auf einen anderen Begräbnißplatz zu benutzen. Und nach§ 54 ent- Antrag der Revisoren Decharge ertheilt. Rein_gab sodann noch scheide der Bezirksausschuß auf die Klage der Einzelnen wegen der den Bericht vom Stellennachweis vom dritten Quartal 1897. GS ihnen auf grund des Gesetzes zustehenden Rechte. Durch diese Be- meldeten sich vom 1. Juli bis 30. September 102 Mitglieder, in ftimmung werde eine allgemeine Feststellungsflage nicht zugelaffen. Stellung gingen 94, für fest 68, Aushilfe 26 Kollegen. Die in Da nun Feststellungsklagen nur gegeben seien, wo sie durch Gefeß Stellung Gegangenen waren zusammen 6 Jahre 12 Wochen 3 Tage ausdrücklich zugelassen find, so fönne jegt die Rechtsgiltigkeit der arbeitslos. Die längste Arbeitslosigkeit betrug 20 Wochen, die Friedhofsordnung nicht nachgeprüft werden. Das könne nur ge- fürzeste 11/2 Tage. Stellen wurden gemeldet 217, davon für fest 181, Durch Arbeitgeber wurden gemeldet schehen, wenn sich in einem bestimmten Falle einer der Auss aushilfsweise 36 Stellen. getretenen in seinen Rechten aus dem Geseze vom 28. Juli 1876 ver- 178, durch Kollegen 39. Nicht besetzt wurden 115 Stellen. Von den letzt fühle. befetzten Stellen betrng der höchste Lohn 22 M. die Woche, der niedrigste 15 M., im Durchschnitt 18-19 M. Die tägliche Arbeits, zeit betrug in einem Falle 14 Stunden, die kürzeste in einem Falle 9 Stunden, im Durchschnitt 11-12 Stunden. Pausen: Die längste 2 Stunden, die fürzeste eine halbe Stunde täglich. Sonntagsarbeit in 33 Fällen. Kündigung fand in 7 Fällen nicht statt, sonst 14tägig, in 8 Fällen auch 1 Tag Kündigungsfrist. Aus den Nachbarorten. Auf die Sicherheitszustände in der Umgegend von Berlin wift eine Angelegenheit, über die aus Weißensee berichtet wird, ein bedenkliches Licht. Das Restaurant Schloß Weißenfee ging bekanntlich nach dem Zusammenbruch des Etablissements Sternecker in die Sände des Hauptgläubigers, des früheren Tapetenhändlers Borchardt über. Dieser verpachtete das Lokal vor Jahresfrist an den Gastwirth Der Teltower Kreistag wird sich in seiner nächsten Sigung, am 2. November d. J., 1. a. mit der Errichtung eines zweiten großen Rreiskrantenhauses bei Groß- Lichterfelde und ferner mit der Eingemeindung oder Umgemeindung verschiedener Gebietstheile Charlottenburgs und Wilmersdorfs beschäftigen, einer für die ver wickelten Grenzzustände zwischen den Nachbarorten und Berlin wichtigen Angelegenheit. Gerichts- Beifung. Dersammlungen. zu sein. Arbeiter- Bildungsschule. Infelfir. 10, v. 2 Tr.[ Mittwoch: National. öronomie( Grundbegriffe der Nationalötonomie; Dr. Cour. Schmidt). Donnerstag: Geschichte( Die vorgeschichtliche Bett und die erften gefchichtlichen Ueberlieferungen; Dr. Georg Seppler). Freitag: Gefegestunde. ( beitsvertrag, die sozialpolitische Gesetzgebung, Strafrecht, gewerbliches Kons sefflonswesen, Cherecht, Miethsrecht, Grb- und Vormundschaftsrecht, öffentliches, Recht; Rechtsanwalt Wolfgang Seine). Die Bibliothek ist von 8-9 Uhr geöffnet. Wittgliedsbeitrag monatl. 25 Bf., Kursus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folg. Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralfir. 40a; Reut, Varnimfir. 42; Schiller, Rofenthalerfir. 57; Gleinert, Müllerfir. 7a; Paul Mücke, Manteuffelfie. 128; 5. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle zuschriften find an den Wo sigenden Paul Müde jr., SO. Mans teuffelfir. 128, Weldsendungen an den kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 80, zu senden. Im Verband der Schneider und Schneiderinnen hielt Stief gegen eine Dreimonatsmiethe von 5000 m. und Stellung einer Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt am Montag einen Raution von 3000 m., welche dafür haften sollten, daß Vortrag über die Handwerker- Organisation auf grund des neuen das Haus und Inventar in ordnungsmäßig übernommenem Innungs- Gesetzes. Er empfahl den betheiligten Arbeitern, der neuen Tempelhof. Der Arbeiter Bildungsverein für Bustande nach Schluß des Pachtvertrages wieder übergeben werde. Institution nicht gleichgiltig gegenüber zu stehen, sondern in dens marienbori, Zempelhof und Umgegend hielt am Die am 4. d. M. fällig gewefene Quartalsmiethe vermochte Herjenigen Körperschaften, in denen den Gehilfen eine Vertretung zu Dienstag, den 12. d. M. feine ordentliche Generalversammlung ab. Stief nicht zu zahlen; er begab sich infolge deffen zu Herrn B. und ſieht, ihre Rechte und Interessen nach Möglichkeit zu wahren. Ein Vortrag des Herrn Dr. Joel über:„ Die Geburt der Erde" erhielt drei Wochen Ausstand zur Herbeischaffung des Geldes. An Hierauf beleuchtete Timm die Verhältnisse in der Maaß-, Kostüm wurde mit großem Beifall aufgenommen. Zum Bericht des Vor demselben Tage jedoch soll nun Herr B. mit einem Gastwirth Sch. und Militärbranche. In diesen Arbeitszweigen haben sich standes theilte der Vorsitzende mit, daß die Zahl der Mitglieder auf einen Vertrag geschlossen und das Pachtrecht für Schloß Weißensee so führte der Redner aus Die Verhältnisse seit dem diefem übertragen haben. Herr Stief erklärte sich, nachdem er hier- Jahre 1893 wesentlich verschlechtert. Die von den Arbeitern im 90 geftiegen ist. Abgehalten wurden im letzten Quartal drei Ver fammlungen und vier Leseabende. Der Kassenbericht ergab folgendes von Kenntniß erhalten, zum Abzug bereit, verlangte jedoch von Herrn desundheitlichen Interesse feit Jahren geforderte Einrichtung von Resultat: Einnahme 63,61 M., Ausgabe 28,65 M., Bestand 34.96 M. B. persönlich die vorhergehende Abnahme des Hauses und Rück Werkstätten mache nicht nur keine Fortschritte, sondern es seien In den Vorstand wurden gewählt: M. Müller, Vorsitzender; zahlung der Kaution, aus welcher Herr St. felbft ca. 1200 Wogar bestehende Werkstätten aufgelöst worden, und die Arbeiten. Müller, Kassirer; und H. Lehmann, Schriftführer; zu Kautionsbeträge zu decken hatte, doch wurde ihm dies angeblich verwürden statt dessen an Heimarbeiter vergeben. So habe die Firma Nevisoren Kühne, Wende und Biersack. Außerdem wurden weigert. Am Donnerstag hatte St. mit Borchardt nochmals vergeb. S. Adam in ihrem neuerbauten Hause eine gute Werkstatt einlich Rücksprache genommen. Am Nachmittage deffelben Tages wurde gerichtet, jedoch sei diese nur Klein, so daß der größte Theil der Ar. noch 5 Beitragsammler ernannt. die hintere Thür des Restaurationsgebäudes mittels Nachschlüssels beiten außer dem Hause angefertigt werden müsse. Die Werkstatt von In Steglit fand am Sonntag eine Parteiverfammlung flatt, geöffnet. Etwa 10 bis 12 Personen drangen in das Etablissement 5. Baum, Friedrichstraße, entspreche durchaus den Anforderungen welche sich mit dem Bericht über den Parteitag und Neuwahl des gewaltsam hinein, ergriffen den ihnen entgegentretenden Buffetier der Arbeiter. Das Militärgeschäft von Winter, Jägerstraße, habe Vertrauensmannes befaßte. Der bisherige Vertrauensmann Mohr Jonas und beförderten ihn auf dem kürzesten Wege nach dem Garten jahrelang eine eigene Werkstatt gehabt, dieselbe fei aber jegt auf berichtete über feine Thätigkeit. Die Einnahme betrug 228,92 M., die hinaus. Dann wurde St. und dessen Frau angegriffen; man riß fie gelöst worden, und zwar zum großen Nachtheil der bisherigen Werk. Ausgabe 177,86 m. Die Einnahme des Vertrauensmannes von zu Boden und mißhandelte sie, so daß beide die sichtbaren Spuren stattarbeiter, welche sich an eine ganz andere Arbeitsmethode ge Friedenau betrug 38,65 M., die Ausgabe 39,- M. Auf Antrag des Angriffes noch aufweisen können und ärztliche Hilfe in Anspruch wöhnen müssen, wodurch natürlich ihr Verdienst wesentlich ge der Mevisoren wurde dem Gen. Mohr Entlastung ertheilt. Für nehmen mußten. Der Frau St. wurde ein Schlüffelbund, welches sie schmälert werde. Bei Zochoczeweki, Jerusalemerstraße, sei die den Friedenauer Vertrauensmann konnte Entlastung nicht ertheilt in der Tasche trug, fortgenommen und hierbei ist ihr angeblich noch Wertstatt sehr mangelhaft eingerichtet und die daselbst gezahlten Löhne werden, da die Revisoren nicht anwesend waren; es wurden des ein Portemonnaie mit ca. 300 M. Inhalt abhanden gekommen. So feien ungewöhnlich medrig. Maßjaquets würden von 5 M. an, und halb drei Genossen mit dem Revidiren betraut. Als Vertrauens dann wurde das Ehepaar ebenfalls zum Hause hinaus geworfen. Maßhofen von 2,50 M. an gefertigt, auch habe sich hier ein Zwischen mann wurde für Steglik Mohr wiedergewählt, welcher, da von Als bald darnach die Gendarmerie am Plate erschien, waren die meistersystem herausgebildet, denn die Firma Kern u. Tschirps, der Wahl eines Vertrauensmannes für Friedenau abgesehen wurde, Erzedenten, deren Persönlichkeiten jedoch festgestellt sind, bereits ver welche ihren eigenen Arbeitern so niedrige Löhne nicht zu bieten beide Orte zu verwalten hat. In Lokalkommission für schwunden und der neue Pächter hatte bereits das Restaurant in wage, lasse die billigen Arbeiten bei Bochoczeweti anfertigen. Der beide Orte wurden Fritsch, Haberland, Sille und Besitz genommen. Ministerfrack, den sich Herr v. d. Recke veim Antritt seines Minister Mäther gewählt; zu Revisoren Haberland, Fritsch und postens bei Robrecht bestellte, mußte in der Zeit von 12 Uhr mittags Sudrow ernannt. Alsdann gab Eberhardt: Brizz den Bericht bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr fertig gestellt werden. Die über den Parteitag, welcher Aufgabe sich derselbe zur Zufriedenheit Arbeit wurde einem Schneider übertragen, der sie wieder an einen der Anwesenden entledigte. In der Diskussion wandten sich vers anderen weitergab. Dieser erhielt dann für den besagten Frack den schiedene Redner gegen die Ausführungen Schippel's. Hierauf ungewöhnlich niedrigen Lohn von 19 M., während in anderen Ge- wurde einstimmig beschloffen, die Beschlüsse des Parteitages guts schästen ähnlicher Art für einen glatten Frack 26 M. gezahlt werden. zuheißen und mit der Thätigkeit unserer Delegirten einverstanden Aehnlich ungünstige Verhältnisse wie in der Maß- und Militärs branche herrschen auch in der Kostümbranche. Seitdem die Konfektion auch fertige Kostüme auf den Markt bringe, feien die Löhne der Kostümarbeiter, die sich bis dahin für unerfeßlich hielten, rapid Der Zwiespalt, der seinerzeit zwischen der Gastwirth 3 gesunken. Es würden jetzt nicht selten Wochenlöhne von 24, ja Innung und den freien Gastwirths- Vereinigungen herrschte, in 21. gezahlt. Die Firma Hermann Gerfon lohne ihre Herren die indirekte Veranlassung zu einer Auflage wegen Widerstandeschneider meistens nach einem Tarif, der wesentlich niedriger sei, Beleidigung 2c. gewesen, welche gestern den Schaufwirth August wie der 1893 vereinbarte. Taß diese Lohnberabsetzung möglich Krach und dessen Hausdiener May Kutner gestern vor die ist, sei aber mehr den betreffenden Schneidern, wie der Firma IV. Straffammer des Landgerichts I führte. Die bestehenden zuzuschreiben, denn das gute Zusammenhalten, welches früher unter Gastwirthsvereine haben schon seit langer Zeit eine Reihe den Gerson'schen Schneidern, namentlich unter den Werkstattvon Wohlfahrtseinrichtungen, wie Fachschulen, Unterstützungsarbeitern bestand, ist in die Brüche gegangen und es komme vor, kassen 2c. eingerichtet. Sie betrachten es als eine arge daß einer den andern unterbiete. In manchen Geschäften würden Belästigung, als sich auf grund der Bestimmungen der Gewerbe die Tagschneider jetzt nach Stunden bezahlt und zwar zu sehr Ordnung hier die Gastwirths Jnnung" bildete und dieser niedrigen Löhnen. Das Versandthaus Germania zahle einen vom Polizeipräsidium das Recht zugesprochen wurde, für die von Stundenlohn von 30 Pfennig und verlange dafür eine bestimmte, ihr einzurichtenden gleichartigen Wohlfahrts Einrichtungen die Ge ziemlich hoch bemessene Arbeitsleistung. Die angeführten Beispiele fammtheit der Gastwirthe in Anspruch zu nehmen. Die Mitglieder feien nur eine Stichprobe der in der Maaß- und Kostümbranche der freien Vereinigungen sträubten sich mit Kräften. gegen herrschenden Verhältnisse. Sie bewiesen aber, daß, wenn die Kollegen diesen Zwang und faßten unter Zustimmung der Gewerbe- dieser Brauchen nicht auf eine stramme Organisation halten, die deputation den Beschluß, den Jahresbeitrag in Höhe von 5 Mark Lohn- und Arbeitsbedingungen dieses Berusszweiges bald ebenso weit auf keinen Fall freiwillig zu bezahlen, sondern in jedem Falle das verunterkommen werden, wie die in der Konfektion. Ein HauptErscheinen des Vollziehungsbeamten abzuwarten. Juzwischen ist das augenmert müsse aber auf die Einrichtung von guten Werkstätten Polizeipräsidium auch bereits zu der Ansicht gekommen, daß es sich gerichtet werden. Habe doch die Reichskommission für Arbeiter hier um einen ungefunden Zustand handelt und mit Schluß statistit festgestellt, daß die Gefahr der Krankheitsübertragung des Jahres wird diese Beitragspflicht der Gastwirthe zu durch Maaßstücke, welche von Heimarbeitern in infigirten Wohnungen den Wohlfahrtseinrichtungen der Junung aufhören. Nun angefertigt werden, weit größer sei, als die Ansteckungsgefahr durch erhielt der Angeklagte Krach eines Tages einen Mahn- unter gleichen Umständen hergestellte Konfektionsartikel. Der Vizezeltel, in welchem er aufgefordert wurde, den fälligen präsident des Reichstages Schmidt, habe in der Reichskommiffion Beitrag für die gedachten Zwecke der Innung zu zahlen. Er ließ zwei Fälle angeführt, wo ärztlich festgestellt wurde, daß durch Maaßben Bettel unbeachtet, weil er sich zur Zahlung nicht für verpflichtet stücke, die von Heimarbeitern angefertigt wurden, Krankheiten, die hielt. Am 26. Juni hielt er Mittagsschlaf, als sein Hausdiener ihm in der Familie des Heimarbeiters herrschten, auf den Kunden meldete, daß jemand da sei, der ihn sprechen wollte. Als er schlaf übertragen worden sind.- Im Hinblick auf diese Verhältnisse beauftrunken ins Lokal kam, stand der städtische Bollziehungsbeamte tragte die Versammlung die Ortsverwaltung des Verbandes, zu Reinert den er als solchen absolut nicht fannte vor ihm und geeigneter Zeit eine lebhafte Agitation für Einrichtung von Betriebsfragte ihn, ob er den Beitrag für die Innung zahlen wolle. Krach wertstätten zu entfalten. Hierauf gab Witte als Bevollmächtigter verneinte dics kurz und begab sich in seine Wohnung zurück. Bald der Ortsverwaltung einen turzen Geschäftsbericht, aus dem hervorging, darauf wurde ihm gemeldet, daß der fremde Mann sich an der Ladenkasse daß die Organisation der in der Maaß- und Militärbranche beschäftigten zu schaffen mache. Er eilte nach vorn und rief dem Reinert zu: Schneider zugenommen, die der Konfektionsarbeiter dagegen ab Was, Sie Spizbube wollen mir an die Ladenkaffe gehen?" und genommen hat. Nunmehr erfolgte die Wahl der Ortsverwaltung, forderte ihn auf, sein Lokal zu verlassen. Reinert legitimirte sich in welcher die bisherigen Mitglieder derselben: Witte, erster Be nun auch noch nicht als Vollziehungsbeamter, sondern behauptete vollmächtigter, Timm, Raffirer, Frl. Klara Jentsch, Schrift: Als er einer zweiten führerin wiedergewählt wurden. Zu Revisoren bestimmte man nur, ein Recht zum Verbleiben zu haben. Aufforderung zum Verlassen des Lokals feine Folge leistete, Stubbe, Rutschmann und Frl. Sachs. riß ihn der Angeklagte Krach mit Gewalt von der Kasse weg und Der Verband der Wäcker hielt am 12. Oktober seine regelspedirte ihn hinaus. Erst dann stellte sich Reinert als städtischer Bollziehungsbeamter vor und lief dann zur Polizei, um die ihm mäßige Mitglieder- Versammlung ab. Die Quartals- Abrechnung gewordene Behandlung zur Anzeige zu bringen und sich darüber zu ergab eine Einnahme von 336,17 M., eine Ausgabe von 242,45 m., beschweren, daß der Hausdiener Kutner ihn daran gehindert habe, zu Bestand 93,72 M. Dem Kassirer wird einstimmig Decharge ertheilt. pfänden. Bald darauf erschien auch Krach auf dem Polizeibureau und Als Bibliothekar wird Rollege Lehmann gewählt. Außerdem Bund der geselligen Arbeitervereine Berlina und der Umgegend. Vorsigender P. Gent, Dresdener Straße Nr. 107/8. Alle Aenderungen den erklärte, daß er den Spitzbuben denunziren wolle, der bei seiner werden 10 M. aus der Kaffe für die Bibliothek bewilligt. beide Der Staatsanwalt hielt Ladentasse gewesen sei. Im Zentral- Verband der Konditoren hielt Sillier einen Bereinstatender betreffend sind zu richten an S. Bendix, Alexandrinenjir. 100. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Wittwoch. Statklub Angeklagte im Sinne der Anklage für schuldig und beantragte gegen Vortrag über die Bedeutung der Organisation für die Arbeiter. Revolution, Grünauerſtr. 8 bei Golz. Gefelliger Verein Hoffnung, Krach 6 Wochen, gegen Ruhner 4 Wochen Gefängniß. NechtsArtisten und Ringsportverein Bereinte raft tagt Mittwochs abends und Sonntags vormittags Plananwalt Leop. Meyer versicherte, daß der Angeklagte Krach die In den Verband ließen sich eine Anzahl aufnehmen. Nachdem jest alle 14 Tage, Lebuferstr. 5 bet Dieseler. Ufer 92 a bet Bepte. Atletenverein Atlas, Brunnenstr. 152 bet Dafe. Beamtenqualität des Reinert nicht gefannt habe, sondern geglaubt fanden noch eine Reihe Verbandsangelegenheiten ihre Erledigung. habe, daß er einen Innungsboten vor sich habe, der sich Uebergriffe Der Verband der Tapezirer hielt am 13. d. M. bei Bubeil efelliger Verein Türkische Pfeife, Danzigerstr. 93 bet W. Hansen. Tambour- Verein Froh Frei, lebungsstunde Mittwoch und Sonnabends, erlaube. Von einer Bestrafung des Mitangeklagten Rußner seine erste tombinirte Mitgliederversammlung ab. Bum 1. Punkt wiefenftr. 27 bei Bolz. Arbeiter- Schachtlub Norden, Seeftr. 25 bei Mandel. Mufitverein naatsch, Kolbergersir. 2 bet Steffens. Pfropfenverein könne auf teinen Fall die Rede fein, da Diefer der Tagesordnung, Wahl einer Agitationsfommission, beantragt nur da3 Eigenthum feines Arbeitgebers pflichtgemäß gerante, daß dieselbe vor Beginn jeder Saison über ihre Thätig- orbit, Elbingerstr. 9 bei Bogel. Rauchtlub Schmote' s Werte, Strautftr. 39 Hegner. Gesangverein Sangestreue, Spreeterrasse an der Jannowig Arbeiter Gesangverein Lerche, Schönhauser- Allce bei G. Gerber. Der Gerichtshof war der Meinung, daß Krach nach feit, sowie über die Gefammitlage im Tapeziergewerbe Bericht zu er- brüde." schützt habe. 17 A Theaters und Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. JobannJacoby, bet grib Gesundbrunnen, abends 8% Uhr, bet Ziegfe, Echwebterftraße 33. Saferland, Bellermannstr. 87. Gleichheit, abends 8% Uhr bei Stramm, Sitterstraße 128. Seine, Mirborf, abends 8% Uhr, Prinz- Handjeryfir. 60, parterre. Ginigteit, abends 8% Uhr bei Zeige, Triftstr. 1.Befettub Morgenroth, abends. 9 Uhr, im Beestaurant Diete, Lothringerftr. 67. Cozialdemokratischer Agitationsflub Often, abends 8% Uhr, bei Jauer, Fruchtir. 52.- Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Arfonaplay 3 bei Wefener. Friedrich Engels Norden alle Mittwoch 9 Uhr bei Meißen, Voltaste. 34. M. Madtfe. - Echo 1, Pantow, Wollantiraße. Treue, Mariannen- Ufer 2 im Lurhof. straße 11 bei Feind. Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsigender Adolf Neumann, Brunneniir. 150. Alle Aenderungen in Vereinstalender sind zu richten an Frieb. Kortum, Manteuff elitr. 50, v. 2 Tr. Mittwody. UebungsLiebesfreiheit 1, funde abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 bet Andreasstr. 26 bei Wilte. Stehmann. Frena I,( Gemischter Gbor), Rosenthalerstr. 57 bet Babiel. sorbeertrans, Weinstraße 28 bet Späth. Liederlust, AdalbertSpandau, in Spandau, Neumeisterfiraße 5 bei ftraße 21 bei Roll. Deutsche Eiche I, Große Frankfurterstrafte 133 bet Gold. Allegro, Wrangelstraße 141 bet Schmidt. Freiheit I, Bülow firaße 65 bei Richter. Steinnelte, Pafewalterstr. 3 bei Ad. Bergemann. Freier Männerchor Nords Waldes luft, Oppelnerstraße 34. Gleichheit I, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow.-eft, Buttligstr. 10 bei Pfarr. Gefangverein der Kupferschmiede, WeinFreiheitsgruß, rohe Stunde, Staligerfir. 7 bet Schönemann. Schneeglöckchen I, Rirdorf, HermannBrunnenstraße 150 bei echulze. und Karlsgartenstraßen- Ecfe bei Köpfe.-off nung III, Brandenburg a. H. Wilhelmsdorferstraße,„ Concordia". Arbeite r- Gesangverein Bris in Bris, Seeger'scher Männerchor, Landsberger Bürgerstraße 4 bei Dorn. Gesang= Einig, Blumenstraße 32 bei Reid). flee 156 bet Göbel. Berein der Buchdrucker u. Schriftgießer Mixdorf u. Briz, Rixdorf, Bergstr. 162 bet Thomas. Frohsinn II, Friedrichsberg. Wartenbergstr. 67 Arion III, Mirdorf, Herrmann- u. Serrfurthstraßen- Ecte bet bet Lange. Maiengruß II, Charlottenburg, Straße 6a, Mr. I, bet Geschuhn. Bartsch. Heimathtlänge, Ripenid, Rofenstr. 101 bei Meyer. Bach t auf, wörtherstr. 15 bet Bulprecht. Vorwärts X, Mauen, Marktstr. 16 bet Schneeglöd chen II, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 So bufch. Treu und Fest, Koppenstr. 17 bei Lohmann. Wald: bei Glafer. ta pelle, Gelbelstraße 30 bei Krüger. Bruderbund, Usedomstr. 22 bet Fidinger. Freie Sänger, Seegermühle bet Eberswalde, Dorfstr. 12, Reft. Jagdschlößchen. Sängerlust, Werder a./B., Kugelweg im Lotal. Ost= und Bestpreußen, leranderstr. 27c, Englischer Garten. Rienzi, Often, Metallarbeiter, Grüner Weg 18 bet Wrangelstraße 91 bet Ludwig. Pipple. Rosalie, Königsbergerstr. 34 bet Plaen. Gerstenähre, GrünKeramit, Charlottenburg, Repplerstraße bet Prestel. 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Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Sof. Mittwoch: Artona, Gfaligerfir. 41 bet Pannewig.- Sumatra Süd- Ost, Siegnigerstr. 18 bei Manegold. Waldesgrün, Forsterftr. 22 bei Kunze. Virginia, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Frei Weg, Schöneberg, Kolonnenstr. 2 bei Kretschmer.- Fidele Raucher. Voechstr. 49 bei Ruppel. Zujuntte. Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Luifenstr. 20 bei Lobse. Morgenroth, Landsberger Allee 44 bei Roland. Frohsinns Seimath, Stromstr. 28. Deutscher Michel, Pantow, Kaiser Friedrichfiraße 15 bei Griffel. Kairo, Pantstr. 32d bet Löhrich. Frisch Gewagt, Poseneritr. 5 bei Rockendorf. Ohlauer, Gräfestr. 18 bei Präfer. Abgus I, Markusitr. 23 bei Gorn.- Die Dampfenden, Reichenbergerstr. 160 Glühlicht, Neu- Weißensee, Apfelblüthe, Panfstr. 3b bei Schmidt. 1 bei Jeratsch. Weiße Nelte, Forsterstr. 17 bei Dierberg. 8ufrieden bett, Rigdorf. Mühlenstr. 5 bei Bacden. Göblerstraße 50 bei Schulz. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 20. Ottober. Opernhaus. Lohengrin. Anfang 7 Uhr. Schauspielhans. König Lear. An: fang 72 Uhr. Deutsches. Mutter Erde. Anfang 72 Uhr. Berliner. Fauft, 2. Theil. Anfang 712 Uhr. Goethe. Tyrannen des Glücks. Anfang 72 Uhr. Leffing. Hans Huckebein. Anfang 71/2 Uhr. Nenes. Aschermittwoch. Vorher: Lieb' im Spiel. Anfang 72 Uhr. Nefidenz. Die Einberufung. An fang 72 Uhr. Schiller. Das Stärkere. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Pariser Leben. Anfang 72 Uhr. Quisen. Kabale und Liebe. Anfang 8 Uhr. Thalia. Hotel Tohu- Bohu. Anfang 71 Uhr. Ostend. Die Geisterglode. Anfang 8 Uhr. Central. Berliner Fahrten. Anfang 72 Uhr. Friedrich $ Wilhelmstädtisches. Das Zeichen des Kreuzes. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Das Liebesdrama einer Sängerin. Anfang 8 Uhr. Neichshallen. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast. Spezialitäten. 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Oktober, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: 1. Die Aufnahme einer Statistik in unserem Gewerbe und der Werth einer solchen. Referent: Sollege Kunze. 2. Der Kampf der englischen Maschinenbauer um den Achtstundentag. streits und Differenzen. Verbandsangelegenheiten. Werkstatt Die Kollegen werden ersucht, darauf hinzuwirken, daß jebe Werkstatt einen Vertraueusmann entsendet. Um pünktliches Erscheinen ersucht 22/44 Die Ortsverwaltung. Donnerstag, den 21. Oktober 1897. abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung sämmtlicher Metallarbeiter! Zur Nachrist, daß unser Kollege Johann Dirre um 17. Oftober verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 3 Uhr, vom Trauerhause, Reiniden: dorferstraße 18b, aus fratt. 207/11 Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vertrauensmann der Steinarbeiter Berlins u. Umg. Danksagung. Mittwoch, 20. Oktober, abends 8 Uhr: Für die herzliche Theilnahme bet Zwei grosse öffentliche Versammlungen 1. im ,, Rösliner Hof", Köslinerstr. 8, 2. im Konzerthaus ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: Holzarbeiter Berlins Der Riefenkampf der englischen Maschinenbauer um den Achtstundentag. im Lokal von Joël, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: Die Arbeitsniederlegung in der Möbelfabrik von Eberhardt. Michael: brücke 1. 300/16 Es ist Pflicht sämmtlicher Kollegen, in dieser Verfammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Freiwillige Sammlungen für die englischen Maschinenarbeiter: Werkstatt Borfußfy u. Hartmann, Oranienstr. 43, 10,-. Werkstatt Fähndrich, Schönhauser Allee 141, 5,25. Möbeltischlerei Schulz 1. Michelis, Kl. Andreasstr. 11, 4,25. Fort, Kretschma u. Co., Barnimstr. 13, 19,40. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Achtung! Vertrauensmänner für den Süden. Die heute fällige Konferenz für den Süden fällt wegen der beiden öffentlichen Versammlungen aus; wir ersuchen die Ver: tranensleute, recht rege für den Besuch dieser Versammlungen Sorge zu tragen. Donnerstag, den 21. Oktober 1897, abends 8½ Uhr, im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Da in diesen Versammlungen wichtige Beschlüsse gefaßt werden sollen, so ist zahlreicher Besuch nothwendig. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. 168/20 Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr: Gr. öffentl. Maurerversammlung im Lofale des Herrn Cohn, Beuthstraße Nr. 21. Tages Ordnung: 1. Situationsbericht. 2. Schlußdiskussion über die Abrechnung. Der Wichtigkeit der Tagesordnung gemäß ist jeder Kollege verpflichtet, diese Versammlung zu besuchen. 296/11 Die Lohukommission. Verein zur Wahrung der Interessen Der Gast- und Schankwirthe General- Versammlung am Freitag, den 22. Oktober 1897, nachmittags 5 Uhr, im Lokal des Kollegen Fischer, Beusselstraße Nr. 9. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht und Bericht der Rechtsschutz- Kommission. 2. Ersatzwahl Möbel der Beerdigung unjeres guten Vaters, des Tischlers August Zeh fagen wir hierdurch allen Betheiligten, jowie der Firma Ernst Wagner und dem Männer- Gesangverein Waldes: grün" unseren innigften Dant. 1321b] Fried. Zeh und Kinder. Danksagung. Hiermit sagen wir allen Freunden, Bekannten und Verwandten, sowie den Kollegen der Firma Maz u. Co., ins besondere dem Gesangverein für die rege Betheiligung bei der Beerdigung unseres lieben Vaters, des Tischlers Julius Pfeil unseren herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beleidigung gegen Frl. Below nehme hiermit zurück. [ 1321b. Gustav Gene. Destillation ( 1320b. mit Verein, Baugegend, billig zu verk. Näheres bei Hetzsch, Produktenhandel, ( 1319b Weidenweg 9. in jedem Stil und jeder Holzart äußerst billig, auch auf Theilzahlung Gr. 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