Nr. 253. M Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1897 unter r. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen, forte Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Freitag, den 29. Oktober 1897. wird auf die Unterstügung der Sozialdemokratie angewiesen sein, Der Busammenbruch des badilchen man wird uns oft entgegenkommen müssen; das darf und wird aber Nationalliberalismus. unsere Vertreter im badischen Landtage nicht veranlassen, von dem flaren Standpunkt der Vertretung der proletarischen KlassenEin Tag später aber wohl verdienter Strafe war der interessen auch nur um Haaresbreite abzuweichen. So manche 27. Oftober für die badischen Nationalliberalen. Ihre parla- persönliche Mißstimmung herrschte auch unter den Vertretern mentarische Mehrheit im Landtage ist zersprengt, die durch unserer Partei, doch das ist nicht zu tragisch zu nehmen; sie die rückgratlose und volksfeindliche Politik der national- alle find so tampf- und sturmerprobte Verfechter liberalen Parlamentsmehrheit zusammengeführten Oppositions- unserer Grundsäge, daß die gemeinsame parlamentarische parteien haben, was sie sich als gemeinsame Aufgabe gestellt Arbeit sie zusammenführen wird zu einigem, gemeinsamen haben, trefflich erfüllt, sie haben dem badischen Landtage Arbeiten, zu trenem und festem Zusammenhalten. Und so gründlich andere Gestalt gegeben. wird auch hierin der Wahlsieg zur weiteren Kräftigung unserer Partei, zur Vorbereitung neuer Siege führen. Eine Privatdepesche stellt das Wahlergebniß des gestrigen Tages folgendermaßen zusammen: Die National liberalen verloren sieben Size und zwar drei an Sozialdemokraten, drei an die Freifinnigen und Demokraten und einen an das Zentrum; es gelang ihnen nicht, einen einzigen Nicht blos ein Tag schwerster Niederlage für die Nationalliberalen, sondern auch ein Tag herrlichen, glückverheißenden Sieges ist das Datum der Wahlschlacht in Baden. einig in der Freude über die Wahlerfolge unserer Brüder in Das ganze sozialistische Deutschland weiß sich mit uns Baden! Politische Neberlicht. Berlin, 28. Oktober. Sitz ihren Gegnern zu entreißen. Ein Wahlkreis, der bisher von den Konservativen vertreten war, und der von Herrn Stegmüller vertretene Wahlkreis Lörrach fielen ebenso wie eines der brei Karlsruher Mandate an die Freifinnigen und DemoTraten. Die Wahlbetheiligung war außerordentlich stark, bis 92 pt. betheiligten sich an der Stimmabgabe. Die Reichskanzler- Krisis bleibt das immer aktuelle Die für die sozialistischen Kandidaten in den städtischen Thema der deutschen Politik. So wenig über ,, Onkel Chlodwig" Wahlkreisen Mannheim, Karlsruhe, Offenburg, Pforzheim ie zu sagen war, so viel fabelt man hin und her, wann er gehen wird; auch dies weniger aus Jnteresse für ihn, als aus abgegebene Stimmenzahl wuchs von 6600 auf 11 500. Die Interesse für seinen Nachfolger. Kammer wird wahrscheinlich folgendermaßen zusammengesetzt sein: 26 Nationalliberale, 22 Mitglieder des Zentrums, 8 Freisinnige und Demokraten, 5 Sozialdemokraten, je ein Konservativer und Antisemit. Somit ist die nationalliberale Rammermehrheit endlich gebrochen und das Ministerium Eisenlohr gründlich aufs Haupt geschlagen. Schaier. Der Reichskanzler ist wieder in Berlin und einmal muß es sich entscheiden, ob er die versprochene Reform des MilitärStrafprozesses dem Reichstag bringen darf oder ob er das Versprechen nicht einhalten kann und gehen muß. in Wahrheit der Schlüssel Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: als Revolution von oben der Revolution von unten einen Rechtstitel in die Hand. Merkt das Volt nun gar, daß hinter diesem Spielen doch kein wirklicher Entschluß steckt, so ist der Schade an der Autorität der Regierung augenscheinlich. Der einzige energische Einfluß in solcher Lage ist, Wege, die man doch nicht bis zu Ende gehen kann, gar nicht zu betreten, sich völlig von ihnen abzuwenden und die ganze Aufmerksamkeit darauf zu richten, wie mit den vorhandenen Fak toren das nothwendige Ziel, die Vermehrung unserer Seerüstung zu erreichen ist. Das erfte, was jetzt dazu gehört, ist eine durchaus offene und loyale Behandlung der Frage des Militär- Strafprozesses. Jedes Versteck spielen, jedes Sinhalten mit dieser Vorlage lähmt die patriotischen Kräfte, die an der Arbeit sind, dem Volk die Flottenfrage klar zu machen und ganz offenbar damit schon einen recht guten Erfolg gehabt haben." Herr Delbrück sagt manches ganz richtig. Aber er übers lüsternen auf viel mehr ankommt als auf eine Vermehrung fieht vieles, er übersieht vor allem, daß es den Konfliktsunfrer Seerüstung". Da sind vor allem die Östelbier, die ihre wirthschaftlichen Forderungen eher durchzusehen vermeinen, wenn das Wahlrecht ihnen günstiger gestaltet würde. Da sind die Gegner der Arbeiterbewegung, welche von jeder Sozialreform sich schwer betroffen fühlen und deshalb alle Regungen der Massen durch Vernichtung der Vereins- und Versammlungsfreiheit vernichten möchten. Da sind alle die Leute, welche von der fortschreitenden Selbständigkeit des Volkes an der Hand des demokratischen Wahlrechts Gefahren für ihre militaristischen und tapitalistischen Ausbeutungspläne befürchten und sich durch eine Ververminderung oder Vernichtung des allgemeinen gleichen Wahlrechts Sicherung ihrer gegenwärtigen und Eroberung zu fünftiger politischer und wirthschaftlicher Vorrechte zu erwirken hoffen. " Die Kreuz- Zeitung" freilich weiß einen wunderschönen Ebenso aber wie Herr Delbrück die Motive der Staats Ausweg. Sie meint, der Kanzler habe die Vorlage au streichler unvollständig auffaßt, so unterschäßt er andererseits Die sozialdemokratische Fraktion der badischen Abgeordneten- den Bundesrath gebracht, weiter habe er nichts versprochen. auch die Mittel, welche gegen jene verrätherischen Nänkekammer besteht nunmehr aus den Vertretern der größten Stadt Leider" hat Fürst Hohenlohe seiner Zeit nicht vom Bundes- spinner zu gebote stehen. Er weist sehr richtig auf die Gedes Landes, Mannheim: Dreesbach, Geiß und Kramer, sprochen. Daran läßt sich nichts denteln, troßdem die Kunst, Vordergrund das etwaige Verlangen der bundesstaatlichen rath", sondern von den gesetzgebenden Körperschaften" gefährdung der Reichseinheit hin, aber er stellt dabei in den und aus zwei Vertretern der Landeshauptstadt: Adolf Geck und an gegebenen Versprechen zu denteln, bei uns bekanntlich stark Dynastien nach größerer Selbständigkeit. Dieses Verlangen ausgebildet ist. würden aber nicht nur die Dynastien empfinden, sondern Der Sieg ist größer als ihn die Optimisten erwartet, Die Berliner Neuesten Nachr." erzählen, der Kaiser sei vor allem das Volk in den Bundesstaaten, welches zu gleicher die Niederlage der Nationalliberalen schiverer als sie be- nach Liebenberg gereift, wo die Eulenburg's hausen und Stunde jebes Interesse am Reich und jedes Interesse fürchtet haben. Nichts hat ihnen genutzt der Hinweis wo auch Graf Phili, der Wiener Botschafter und Liebling des an seinen Dynastien, wenn diese das Reich und das auf die verhältnißmäßig auständige Haltung ihrer Kaisers, zu Besuch weilt. Es sind gerade drei Jahre ver- Grundvolksrecht im Reiche verrathen, verlieren würde. Fraktion im preußischen Abgeordnetenhause bei der flossen, daß dort Caprivi's Kanzlerschaft gestürzt wurde. Die Leute, welche mit dem Staatsstreich spielen, dürfen lex Rece; der Zug nach links, der infolge der Soll von Liebenberg aus sich auch Hohenlohe's Schicksal er nicht vergessen, daß, ist von ihnen einmal die Verfassung in dunkelen Pläne der Regierungen im Volke immer stärker wird, füllen? Frage gestellt, auch das Volk Deutschlands wissen wird, was kam bei den Wahlen zum Klarsten Ausdrucke. Im ganzen Reiche wird der Etoß ins Herz des badischen Nationalliberalismus der zwar ein politischer Eingänger ist, aber doch recht gute Konflikts Besorguiffe." Herr Professor Delbrück, es zu thun hat! die hellste Freude hervorrufen. Auch wer mit den Mitteln, Kenntnisse von den Vorgängen und Absichten in den einfluß- Das königlich Preußische Statistische Bureau sett Neue Zahlen aus der Gewerbeftatistik von 1895. in die allein diesen Sieg ermöglichten, nicht ganz einverstanden Statistischen Korrespondenz" war, er wird trotzdem das Wahlergebniß als einen bedeutungsreichsten Kreisen besitzt, beschäftigt sich im neuesten Heft der einer Sondernummer seiner vollen politischen Fortschritt, als eine frohe Vorbedeutung für" Preußischen Jahrbücher" mit der Konfliktsstimmung, welche die Veröffentlichungen über die Resultate der 1895er Gewerbevollen politischen Fortschritt, als eine frohe Borbedeutung für die gegenwärtige Politik erfüllt. Er schreibt, nachdem er den zählung fort. Wir wollen uns heute auf die Mittheilung die im nächsten Jahre stattfindenden Wahlen betrachten. Der Erfolg erscheint um so bedeutungsvoller, wenn man in Widerstand gegen die Militär- Strafprozeß- Reform besprochen hat: einiger Hauptzahlen beschränken. In dem Zeitraum Wenn nun trotz alledem, und obgleich der Reichskanzler von 1882 bis 1895 haben betracht zieht, daß vom Großherzog, den Ministern und fich in Preußen die Fürst Hohenlohe den Gesetzentwurf mit Bestimmtheit zu gewerblichen Betriebe von 1 650 806 auf 1743 331, also jum Bürgermeistern bis herunter zu dem letzten Amtsboten und gefagt hat, in der nächsten Umgebung des Raisers wirklich 5,60 pCt. vermehrt; die Zahl der in diesen Betrieben bes Gendarmen fast alle staatlichen und kommunalen Beamten fich Einflüsse geltend machen sollten, die die Reform abzuschneiden für die Wahl der Kandidaten der im„ Musterländle" nationaltrachten, so ist der Verdacht gerechtfertigt, daß nicht schäftigten Personen stieg in demselben Zeitraum von 4 209 535 liberalen Regierungspartei wirkten. Unter diesem Gesichts- blos überliefertes Vorurtheil im Spiel ist, sondern daß man es auf 5 861 707, also um 39,25 pCt. Schon diese Zahlen zeigen punkte erscheint vor allem das Wahlresultat in Karlsruhe als gern sieht, wenn die Situation, statt zu einer flar die Tendenz unserer Volkswirthschaft zur Bildung von besonders bemerkenswerth; hat sich doch der Großherzog, dessen Ausgleichung zu gelangen, sich verschärft. Großbetrieben. Hier ist Kriegervereinsreden gegen die Sozialdemokratie schon öfters der 8 1 Diese Tendenz tritt noch flarer hervor, wenn man die sonst" so räthselhaften Unktarbeit und eigenartiges Aufsehen gemacht haben, mit der nationalliberalen 2er sämmtlichen Gewerbebetriebe" theilt einerseits in Handel und worrenheit in der Regierung. Es find Leute Verkehr", andererseits in Industrie und Gewerbe". In der letzteren Partei identifizirt. an der Arbeit, die ein ehrliches konftitutionelles Regiment nicht Klasse( die bei weitem die wichtigste ist, weil sie zirka vier mehr wollen, sondern ganz direkt auf den Konflitt und auf den dahinter drohenden Staatsstreich mal soviel Menschen beschäftigt, als die Erwerbszweige des binarbeiten. Wir haben ja eine Anzahl Zeitungen, die sich Handels und des Verkehrs) ist in den 13 Jahren die Zahl der nicht scheuen, von Zeit zu Zeit ganz offen auf solche Wege hin Betriebe gesunken von 1222 139 auf 1 172 140, also um zudenten. Aber wenn wirklich in der Regierung selbst oder nahe 4,09 pCt., die beschäftigte Personenzahl ist gestiegen der Regierung Personen sein sollten, die sich in solche von folche von 3 390 293 auf 4557 749, also um 34,44 pCt.! Ideen versenken, so wäre das das Traurigste, was Die fogenannten Alleinbetriebe( die keine Gehilfen bewir 11 11 3 denken tönnten. Die fogenannten Seite Man weiß es hinsichtlich der vorhandenen jetzt seit kurzem aus den Tagebüchern des Generals Betriebe als auch der selbständigen" Gerlach, daß Friedrich Wilhelm IV. sich wirklich selbständigen" Inhaber Eine Reihe dieser durch bis an das Ende feines Lebens in einer geradezu leidenschaft über 12 pt. zurückgegangen. Selbständigkeit" lichen Weise mit dem Wunsch beschäftigt bat, bie die wirthschaftliche Entwickelung aus der Verfassung wieder los zu werden. Nicht sein hinausgeworfenen Personen fand in Handels- Erwerbszweigen ehrlicher Wille, sondern nur die Unmöglich ein Unterkommen, wo die Entwickelung zum theil eine andere Willen teit, feinen durchzusehen, hat die war. Der Rest wurde ins Proletariat hinabgeschleudert.-Berstörung der Verfassung verhindert. Dieser Halb- Wir behalten uns eine tiefer eingehende Würdigung dieses wille, bies Arbeiten an einer Sache, die amtlichen Zahlenmaterials vor, können aber schon heute der boch in sich unmöglich und undurchführbar Meinung Ausdruck geben, daß eine glänzendere Rechtfertigung war, hat seine ganze Regierung mit Unfruchtbarkeit ge- und Bestätigung der Marxistischen Lehren und des sozial schlagen und ihr den Stempel der Unfähigkeit aufgedrückt. Nicht demokratischen Programms nicht geliefert werden konnte, als anders würde der Erfolg sein, wenn man sich heute etwa in einen Kampf gegen das allgemeine gleiche es durch diese königlich preußischen" Zahlen geschieht. Stimmrecht einließe. Für einen prinzipiellen MachtKriechen und kriegen. Taß zwischen beiden Wörtern streit zwischen Regierung und Reichstag fehlt es also durchaus an Stoff(?), und ebenso fehlt es auf der anderen Seite an den Mitteln eine gewisse Verwandtschaft besteht, daß zum Beispiel die zur Durchführung. Was in dem Einheitsstaat Preußen möglich Kriegervereine in der Regel auch Kricchervereine sind, das war, ist keineswegs auch im Reiche möglich.... Man haben wir längst gewußt und schon oft gesagt. Nun aber erzerbreche den auf dem allgemeinen gleichen Stimmrecht ruhenden fahren wir, daß das Kriechen zum modernen Kriegen organisch Reichstag und sofort wird der Partitularismus an allen gehört, und daß ein Krieger in des Wortes wörtlichster Be Ecken und Enden wieder das Haupt erheben. Die Staaten, die sich deutung auch ein Kriecher sein muß. Und daran sind die bereit finden lassen möchten, im Bundesrath für eine Ber weittragenden Echießwaffen schuld, welche die Kriegführung gewaltigung des Reichstages zu ftimmen, würden durch größere vollständig revolutionirt haben. Wie in der letzten Nummer des Selbständigkeit dafür bezahlt zu werden verlangen, und was die Bequemlichkeit des Regierens gewönne, würde das Annäherung der Angreiftruppe an den Feind in nerhalb Militär Wochenblatts" ausgeführt wird, ist eine sichtbare Reich an Festigkeit verlieren. Schon das bloße Spielen mit dem Gedanken eines Staatsstreichs, etwa der einer Entfernung von 800 Metern beinahe Oftroyirung eines andern Wahlgefeßes giebt völlig ausgeschlossen." Das Sturmlaufen Die doppelzüngige Politik der Nationalliberalen, welche die von allen Seiten und früher auch von ihrer Partei ge= forderte Wahlreform durch ihre Unehrlichkeit und ihren Wortbruch hintertrieben haben, ist aufs nachdrücklichste dadurch bestraft, daß selbst das bestehende, von ihnen mit den schlechtesten Mitteln konservirte Wahlrecht ihnen die zerschmetternde Niederlage brachte. Die Nationalliberalen, die jedes gerechte Steuersystem im Landtage zu verhindern verstanden, die stets in egoistischeſter Weise die Geschäfte des Großkapitalismus besorgten, die jeden Fortschritt der sozialen Gesetzgebung befämpften, ja selbst die ehrliche Durchführung des bischen Arbeiterschuß bemängelten, die ohne Rücksicht auf die schwere Echädigung der Arbeiterbevölkerung die Herren, die für hohe Getreidezölle eintraten, nach wie vor sich für die Blut- und Eisenpolitit, für die weitgehendsten Marinepläne, für die Knebelung des klassenbewußten arbeitenden Volkes begeistern, die lieber heute wie morgen die Wiederkehr des Sozialistengesetzes sähen: fie sind aufs Haupt geschlagen, sie sind aus der Stellung der maßgebenden politischen Partei verdrängt, sie haben das bittere Brot" der Opposition zu kosten. Und die mit den Nationalliberalen aufs engste verbundenen Konservativen haben auch Verluste zu verzeichnen. Bei feiner Partei aber ist der Erfolg sowohl an ge= wonnenen Stimmen als an eroberten Mandaten so groß, als bei der Sozialdemokratie. Die Partei, die nun fünf Abgeordnete im Landtage sitzen hat, wird nicht nur stärker und angesehener sein als in den früheren Sessionen, sie wird auch größeren Einfluß und gesteigerte Verantwortung haben. Dem taktischen Geschick unserer Landtagsfraktion wird es wohl gelingen, die gefährlichen Klippen, die ihrer Thätigkeit entgegenstehen, zu umschiffen. Die eigenartige, aus mehreren Parteien bestehende Majorität der neuen Kammier von | um " durch die gehört der Vergangenheit an von den Streitern der famosen er von des Morgens 81, bis nachmittags 41/2 Uhr, also volle acht Süddeutschland immer verhaßter machen. Preußen ist der führende Kavallerie Attacke bei den letzten Kaisermanövern wäre im Stunden, zubringen, und man kann sich wohl denken, was er in Staat Deutschlands, das heißt, er hat die meisten Einwohner, Ernstfall fein einziger mit dem Leben davon ge= dieser Zeit zu hören bekam, von allem anderen zu schweigen..." Soldaten und Stimmen im Bundesrath. Führt aber Preußen auch kommen. Man muß sich sich vor dem Feind möglichst Das Blatt erzählt ferner einen recht peinlichen Vorgang, deffen der auf den Gebieten der Kultur, Zivilisation, steht Preußen in bezug verbergen, an ihn heran kriechen. Dann ist das Ziel um zu zeigen, was ein gebildeter Mensch, dessen ganzes Verschulden humpelt es hier in beinahe mitleiderregender Weise hinters edakteur Zeuge fein mußte, und fährt fort:" Dies wird genügen, auf Freiheit an der Spize der deutschen Staaten? Nein, überall ein kleineres, die Chance des Nichtgetroffenwverdens eine darin besteht, im Gifer des politischen Meinungsstreites vielleicht die drein. Es entwickelt sich immer mehr als ein Land, größere. Also zum Sieg muß fünftig getrochen werden. gezogenen Schranken überschritten oder eine Wendung gebraucht von dem sich jedes 11ur halbwegs zur Freiheitmei Im Frieden galt das bisher schon; jekt gilt's auch im Krieg. zu haben, die eine Mißdentung zuließ, unter Umständen zu ertragen gende Bolt nach Kräften wegschrauben muß. Glauben die Mit der Romantik des Schlachtfeldes und der Ritterlichkeit hat. Und zu der feelischen Marter, die das erzwungene Buſammen Scharfmacher und Konsorten vielleicht, daß wir uns für einen des edlen Kriegshandwerks ists vorbei. sein mit dem Auswurfe der menschlichen Gesellschaft( wir machen Staat begeistern tönnen, in dem die Provozirung des Bürgerkrieges, uns natürlich diese Ausdrucksweise der Stadtsb. 3tg." feineswegs der Verfassungsbruch ganz offen angerathen wird, in dem Vorlagen Einen Frevel und eine Thorheit" nannte am vorigen zu eigen Red. d.„ Borw.") verursachte, gefellte sich noch förper. wie der Entwurf zu dem im Frühjahr projektirten preußischen Montag ein englischer Staatsmann das Bestreben liches ubehagen, hervorgerufen durch den Hunger; denn Vereinsgefeß möglich sind, in dem der Abel und der Soldat des englischen Proßunternehmerthums, die Gewerkschaften er in den gangen acht Stunden seines Aufenthalts in der die erste Violine spielen, in dem der schlichte Zivilschmettern" zu wollen. Der Hauptfortschritt der letzten fünzig Moabiter Belle wurde unserm Redakteur weder Naß noch Trocken rock ein Möbel weiter Klasse ist, in dem jede freie Jahre bestände gerade darin, daß den englischen Arbeitern gereicht. Ein Krug Wasser zum allgemeinen(!) Gebrauch Meinungsäußerung verpönt ist, Preßfünder gefesselt gefesselt wie das Koalitionsrecht gesichert worden sei. Die stand allerdings da, auf die Bitte um Mittagessen( für sein Geld) die Diebe Straßen geschleppt werden, in Arbeiter bedürften des Koalitionsrechts, aber wurde ihm die Antwort zu theil:„ Wir haben hier kein Restau dessen östlichen Provinzen an Afrika erinnernde nere Buſtände wenn sie politisch und ökonomisch nicht rechtlossein sollten. Und das rant." Und das war noch dazu am legten Tage der Strafe; denn herrschen u. s. w.? Wir haben allen Grund, ums vor solchen nachmittags 3 Uhr war der Monat verbüßt. Da die Entlassung Segnungen" zu schützen. Es ist daher unter den jezigen Koalitionsrecht antasten, das heiße eine Ratastrophe über der Zeugen aber erst gegen 61/2 Uhr erfolgte, fo mußte er, der nun- Berhältnissen die Pflicht eines jeden bayerischen England herausbeschwören. Der englische Staatsmann, der mehr aus der Strafbaft entlassene Beuge, noch mit leerem Magen Boltsmannes und Publizisten, daß er den pardies sagte, war Lord Campbell Bannermann, jahre bis zu dieser Zeit auf dem Korridor zubringen. Das ist die Be- titularismus nach Kräften fördert. Je mehr sich lang Kriegsminister unter Gladstone und nachher unter handlung eines zu Gefängniß verurtheilten Redakteurs unter dem dieser entwickelt, um so leichter werden wir uns der JImportirung Lord Rosebery.. heutigen System." preußischer Zustände entziehen. Etwas Schlechteres tauscht man Da auch bürgerliche Redakteure und Schriftsteller unter dem nicht gerne ein. Mag Preußen es einmal versuchen, in bezug auf gegen hentigen Strafvollzug zu leiden haben, so erhebt die bürgerliche Freiheit, Zivilisation und Kultur nicht mehr der allerlegte, sondern - von dem englischen Kollegen wohl Bresse mit uns den Ruf nach Aenderung dieser Bustände. So lange der erste Staat Deutschlands zu sein; mag es auch gewisse Dinge wie nur Sozialdemokraten betroffen wurden, hat man sich wenig darum die Uebernahme" der Hessischen Ludwigsbahn, das Zitiren südgefümmert. deutscher Preßfünder vor preußische Gerichte, das Herumnörgeln an -Eigenartige Wahlagitation. Die Frau des flippen, flaren Rechten wie der bayerische oberste Militär- Gerichtshof tonservativen Reichstags- Kandidaten im Wahl- unterlassen, dann wird der Partikularismus von selbst verschwinden. freise Westprignit, v. Galdern, hat gerade jetzt unmittelbar vor So lange aber in Preußen die Scharfmacherzunft, die Rückwärtser der Reichstagswahl aus Mitteln des Vaterländischen Frauenvereins am Ruder sind, so lange man uns auch die Herrenfauft zeigen möchte, Unterstützungen für die Ueberschwemmten der Elbniederung in Be- brauchen wir den Partikularismus zur Erhaltung unserer an sich ja trägen von 20 m. versandt. Auf den Abschnitten der Poftanweisungen nicht idealen, aber doch besseren Zustände und zur Wahrung unserer ist als Absender J. A. Frau v. Saldern in Perleberg verzeichnet. Rechte." Seltsam, daß der Vaterländische Frauenverein eine solche Vertheilung Die ganze Haltung unseres Blattes beweist, daß wir so wie der nicht durch die Gemeindevorsteher besorgen läßt, auch nicht durch Schreiber vorstehender Ausführungen sehr viel an den Zuständen in die Vorsitzende dieses Frauenvereins, sondern gerade durch Frau Preußen auszusehen haben; wir können aber mit dem Verfasser v. Saldern, die zufällig auch die Gattin des tonnicht übereinstimmen, daß die Zustände in Bayern um so viel besser fervativen Reichstags Kandidaten ist. Vorsitzende find, um eine partikularistische Politit zu rechtfertigen. Die engs des Vereins ist die Fran Landrath v. Jagow, welche ebenso zufällig berzige Handhabung des Vereins- und Versammlungsrechtes, die gerade jetzt vor dem Wahltage behindert sein soll, die Postauweisungen völlige, politische Entrechtung der Frauen, die Nürnberger Polizeiwirthschaft, die Verfolgung der Haberer, die Gefängnißzustände in Laufen, Was die deutschen Herren Kriegsminister wärtige und verflossene denken mögen? Deutsches Reich. Der Zusammentritt der Parlamente. Das Bolt" will von halbamtlicher Seite erfahren haben, daß die Termine für den Zusammentritt des Reichstags und preußischen Landtags regierungsseitig festgesetzt worden sind. Der Reichstag wird zum 7. Dez. d. J. einberufen werden. Der Landtag wird am 11. Januar 1898 zufammentreten. Bisher war gewöhnlich für den Landtag, abgefehen von den beiden Tagungen, die im November begannen, der verfassungsmäßig zulässige äußerste Termin, der 15. Januar, gewählt Der Bundesrath hat in feiner heutigen Sigung dem Ausschußbericht vom 23. Oftober 1897 über Aenderung der Ausführungsbestimmungen zum Zuckersteuergesetz seine Zustimmung ertheilt, ebenso dem Ausschußbericht an der Vorlage, betreffend den Entwurf von Bestimmungen über den Bollzug von abzusenden. Freiheitsstrafen, sowie dem Ausschußbericht über die Vorworden. für die Eisenbahnen Deutschlands. Herr v. Stülpnagel, der Landrath von Bauch- Belzig, der Fall Bech, die Behandlung der Lehrer, die Mängel der Volksschule, hat sein Abschiedsgesuch eingereicht und wird bereits am 1. November das eberhandnehmen des Einflusses der Geistlichkeit, die agrarischen seine Amtsgeschäfte abgeben. Mit dem Verfahren des Herrn Land. Machenschaften im Parlamente, die Fuchsmühler Affaire und so raths gegen den Ortsvorsteher Schulze soll diese Amtsniederlegung vieles Andere lassen es uns hier im Norden unbegreiflich erscheinen, nicht zusammenhängen. Jedenfalls hat der Herr mit diesem Bor. daß man mit einer Erhaltung bayerischer Eigenthümlichkeiten dem gehen seiner Amtslaufbahn ein würdiges Ende bereitet. Volfe zur nügen vermeint. lage, betreffend Aenderungen der§§ 42 und 44 der Verkehrsordnung Ueber den Inhalt des Entwurfs von Bestimmungen über den Bollzug von Freiheitsstrafen ist noch nichts in der Oeffentlichkeit bekannt geworden. Es wäre erwünscht, daß dieser Entwurf, der wohl dem über ein Dutzend Mal ausgesprochenen In Nord und Süd haben wir fest zusammenzustehen nicht zur Verlangen des Reichstags seine Entstehung verdankt, bald verKiel, 27. Oftober.( Gig. Ber.) Köllerei und fein Ende! Erhaltung partikularrechtlicher Eigenthümlichkeiten, sondern zur öffentlicht werde. Eine reichsgesetzliche Regelung des Strafvollzugs Der preußische Landtags Abgeordnete Hansen( Däne) batte zu Sonn freiheitlichen Gestaltung des Deutschen Reichs. Nichts ist bei diesem ift dringend nothwendig, um die den Anforderungen der Kultur und tag nach Rödding eine Versammlung einberufen. Es waren gegen Regiment gefährlicher, als eine Bersplitterung und langfame Ents Humanität ins Gesicht schlagenden, schreienden Mißstände wenigstens 400 Theilnehmer erschienen. An Ueberwachung waren der Amts fremdung der Volkstheile, die in den verschiedenen Theilen des in etwas zu mildern. vorsteher, dessen Schreiber und vier Gendarmen zur Stelle. Nach Reiches gegen die heutige Unordnung zu kämpfen haben. Der Pars Auch der Reich 3.Anzeiger" meldet hente endlich, Gröffnung der Versammlung forderte Hansen die Anwesenden auf, titularismus im Süden ist den Reaktionären im Norden viel was alle Welt schon längst weiß, die Entbindung des Staats: Das Lied:" Strük din fod fremed, fremed med frejdigt Mod" weniger unbequem, als es bei oberflächlicher Betrachtung scheinen ministers Freiherrn Marschall von Bieberstein unter Belaffung des( Strecke Deinen Fuß vorwärts, mit freudigem Muth") zu fingen. tönnte. Titels und Ranges eines Staatsministers von seiner Stellung. als Nach dem Abfingen begann Hansen seinen Vortrag und hatte auch Chronit der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Mitglied des Staatsministeriums und die Ernennung des Staats- ca. 10 Minuten gesprochen, als jedenfalls dem Amtsvorsteher ein Die Strafkammer von Altona hat heute die Prostituirte sekretärs des Auswärtigen Amts von Bülow zum Staatsminister Hansen die Versammlung aufgefordert habe, eine ftrafbare Handlung verurtheilt. Der Antrag des Staatsanwalts lautete auf 18 Monate lichter" Gedanke kam. Derselbe löfte die Versammlung auf, da Kruth wegen Majestätsbeleidigung zu vier Monaten Gefängniß und Mitgliede des Staatsministeriums. Wann wird man aus dem Reichs Anzeiger" die Ernennung Auflösung auf ein Polizeiverbot vom 12. Juli 1865, welches lautet: Broftituirten und in betrunkenem Bustande die beleidigenden Aeuße mit dem Abfingen des Liedes zu begehen. Der Beamte stützte diese Gefängniß. Die Verurtheilte hatte in Gegenwart von vier anderen des Herrn Marschall zum Botschafter in Konstantinopel erfahren? Im Herzogthum Schleswig ist es verboten, dänische Lieder zu fingen, rungen ausgestoßen. Poftreformen. Aus Braunschweig wird tele- wenn diefelben von aufreizendem Inhalt in nationaler Hinsicht graphirt: Der Staatssekretär des Reichspostamts v. Podbielski find." Beschwerde ist eingelegt. " # fagt in einem Schreiben an die hiesige Handelskammer: Ich In ähnlicher Weise hat man sich auch die Dänen in Hadersleben beabsichtige die planmäßige Prüfung aller wichtigen zu Freunden gemacht. Dort hatten sich die dänischen Gemeinde Fragen auf dem Gebiete des Fernsprechwesens, auch mitglieder eine eigene Kirche erbaut, die am letzten Sonntag einderjenigen des Nachtdienstes, vorzunehmen und, wo nothwendig. geweiht werden sollte, wozu sich denn mehrere hundert Personen eine anderweite Regelung eintreten zu lassen. Einzelne Fragen aus dem Rahmen des Ganzen herauszugreifen und vorweg besonders zu behandeln, erscheint nicht rathfam.Vor der Straffammer in Stade hatten sich die beiden Redakteure des„ Boltsblattes" von Harburg, die Genossen Thiel und Kauffmann, zu verantworten. Genosse Thiel wegen Majestätsbeleidigung und wegen Beleidigung des Brückens wärters Hoffärt. Der Staatsanwalt beantragte gegen Thiel zwölf Monate Gefängniß. Das Gericht erkannte, auf Freisprechung. eingefunden hatten. Wenige Minuten vor der zur Feier angesetzten n Sachen Hoffärt wurde der Termin vertagt. Genoffe Kauffmann Beit erschien ein Polizist mit dem Bescheid, daß auf höheren Befehl soll die Harburger Polizeibehörde dadurch beleidigt haben, daß er in die Feier sowohl wie auch die Benutzung der Kirche zu religiöfen einer Notiz schrieb: man fönne von der Polizei nicht verlangen, Wie die Franti. 3tg." erfährt, ist unter den in Aussicht ge- 3wecken verboten sei. Nunmehr planen die Dänen einen Massen. daß sie wiffen solle, daß Arthur Schnißler's Liebelei" ein künstlerisch nommenen postalischen Reformen die Erhöhung des Briefgewichts austritt aus der Landeskirche, um so die Benutzung eines eigenen werthvolles Drama sei." Das Gericht faßte diese Bemerkung als für einfache Briefe auf 20 Gramm bereits fest beschlossene Sache. Saufes erzwingen zu wollen. Die Religion muß dem Bolle er- hämisch gegen die Polizei gerichtet auf und verurtheilte Rauffmann Thielen's Sparsystem. Aus Aachen wird der halten werden. Welche Religion, die chriftliche oder evangelische, u 200 M. Geldstrafe. Gegen dieses Urtheil wird Revision eins Boff. 3tg." gefchrieben: Bei einer Straflammerverhandlung wurde die sind nicht an Sprache und Staat gebunden. Eine preußische, gelegt werden. festgestellt, daß sich bei einem der Stadt benachbarten Bahnübergang, regierungsfromme oder junkerliche Religion giebt es unseres Wissens Desterreich. wo man weder vom Geleise auf die Straße, noch von der nicht. Oder vielleicht doch? Wien, 28. Ottober. Abgeordnetenhaus. Nach einer Straße auf das Geleise sehen kann, teine Schranke, fein Bahnwärter und bei Nacht tein Lichtsignal be: ftigungs- Prozeß gegen den Berleger der„ Volkswacht", Genoffen 35 Minuten unterbrochen. Breslaul, 28. Oftober.( Privat Telegramm.) Der BegünReihe namentlicher Abstimmungen wird die Sigung um 2 Uhr Um 7 Uhr abends wird die Sigung findet, trotz wiederholter Beschwerden des betreffenden Bürger: Olto& chi. tam heute zur abermaligen Verhandlung. Schütz fortgesetzt werden; auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des meisters und des Regierungspräsidenten. Die Bahnverwaltung erfollte sich ber Begünstigung durch Zahlung von Geldstrafen für den Ausgleichprovisoriums. klärt, nach dem Babureglement auf einer Sekundärbahnstrecke 8 Redakteur des Blattes schuldig gemacht haben. Das hiesige Land. folchen Vorsichtsmaßregeln nicht verpflichtet zu sein. Das Gericht gericht sprach ihn frei, weil es das Abkommen zwischen Schüß und die Obstruttion der Minorität hat die gewaltthätige, Einen bedeutenden Sieg im Rampfe gegen sprach den Angeschuldigten, der das Glockensignal einer bem Rebatteur für rechtmäßig erachtete. Die Staatsanwaltschaft vor feinem Bruche der Geschäftsordnung zurückschreckende Mehrheit sprach den Angeschuldigten, der das Glockenfigual einer Lokomotive bei nebeligem Weiter nicht gehört und einen Eisen legte Revision ein und das Reichsgericht wies das Urtheil in die des österreichischen Abgeordnetenhauses gestern mit christlich sozialer bahntransport durch sein Fuhrwert gefährdet hatte, Borinstanz zurück, indem es ein derartiges Abkommen für unver Silfe davongetragen. Ueber den Berlauf der letzten Sigung haben bindlich und gegen die guten Sitten und das Landrecht verstoßend vir gestern unter Depeschen schon kurz berichtet. Es ist nun die annahm. Eine Verurtheilung würde nur dann ausgeschloffen sein, wenn Hauptwaffe der Obstruktion gebrochen. Sie fann die Berathung Schüß sich betreffs der Rechtsverbindlichkeiten des Abkommens geirrt des Ausgleichsprovisoriums mit Ungarn nicht mehr verhindern. haben sollte. Dies nahm die Straffammer an und erkannte und ist das Ausgleichsprovisorium erledigt, dann schickt Badeni wiederum auf Freisprechung. das Parlament nach Haus. Die Liberalen fündigen Anwendung neuer Mittel an. Man vermuthet, daß sie es mit der Abstinenz politit, dem völligen Fernbleiben vom parlamentarischen Schauplaye, versuchen wollen. alendi) tostenlos frei. Die morgige Ronferenz der Landesdiret toren ist eine Konsequenz der Wiesbadener Konferenz vom 8. Juli dieses Jahres. Es soll die Frage behandelt werden, wie eine Gleich mäßigkeit in den Gehältern der Beamten der Provinzialverwaltungen herzustellen ist. $ Reine Gefebe zum Schuße der Handels angestellten. Aus laufmännischen Kreisen wird uns ge schrieben: Die Anfang Ottober durch die Presse gegangenene Mittheilung, daß im Reichsamt des Innern Gefeßentwürfe betr. die Regelung der Arbeitszeit der Handelsangestellten und die Errichtung aufmännischer Schiedsgerichte aus gearbeitet worden seien, scheint irrig gewefen zu sein, wenigstens hat das Reichsamt des Innern auf eine Anfrage einer faufmännischen Bertrauensperson, ob nicht Texte ber Gefeße zur Vorberathung zur Verfügung gestellt würden, erklärt, daß im Reichsamt des Innern derartige Gesetzentwürfe nicht ausgearbeitet worden sind.$ 8 müßte denn die Ausarbeitung in einem anderen Reichsamte erfolgt fein." Es bleibt nicht ausgeschlossen, daß ein Gesezentwurf über die kaufmännischen Schiedsgerichte im Reichs Justizamt ausgearbeitet wird. München, 27. Oktober.( Boff. 3tg.") Ein lehrreiches Beispiel von der Handhabung des Vereinsrechts gab eine heute hier abgehaltene Versammlung des Aldeutschen Berbandes im Löwenbräu- Keller, verbunden mit Mufit und Chorgesang. Es sprach Admiral a. D. Werner über die deutsche Flotte, in Wirklichkeit bochpolitisch, nach eigener Angabe zur Einwirkung auf die Wähler gegen die unpatriotische Haltung des Reichstages". Gleichwohl be handelte die Behörde den Verein und die Versammlung als un politisch. Frauen nahmen an der Versammlung theil und ganze Tische waren mit Difizieren befeßt. Eine Diskussion war selbst verständlich ausgeschlossen, stadium Anlaßlich der Beröffentlichung der Briefe partikularistischer Seite aus München geschrieben: König Ludwigs II. von Bayern wird uns von bayerisch " Schweiz. # Bers, 25. Oftober.( Eig. Ber.) Die Bankokratie hat mit affenartiger Geschwindigkeit die Rampagne gegen die Eifen. bahn. Berstaatlichung eröffnet. Noch an demselben Sons abend, an dem nach Erledigung der Verstaatlichungsvorlage die Bundesversammlung geschloffen wurde, verkündigte sie in der, welschen Presse, daß sich die Finanz- Union Genf, der Bankverein Basel und die Kreditanstalt Zürich zu einem Finanzkonsortium zus fammengethan und der Direktion der Jura Simplonbahn die nöthigen Kapitalien für den Durchstich des Simplon offerirt haben. Die Offerte fest der Gesellschaft als Termin, das Rapital anzunehmen Die veröffentlichten Briefe des Königs Ludwig II., welche oder abzulehnen, das Frühjahr 1898, wobei sich jedoch die Bankiers wahrscheinlich aus dem Nachlasse des kürzlich verstorbenen Legations- und ihre Hintermänner vorbehalten, ihr Anerbieten zurückzuziehen, rathes Trost stammen und vielleicht noch mehrere Nachfolger erhalten wenn in der Volksabstimmung die Eisenbahnverstaatlichung be. dürften, liegen anscheinend verschiedenen Leuten sehr im Magen. fchloffen wird. Und die Direktion der Jura Simplonbahn erklärt, Von unseren theuren Pruntmanövern. Für Besonders interessant sind die Auslassungen von Blättern wie die die Offerte anzunehmen und sie zu gelegener Zeit dem Verwaltungss die Manöver Flurfchäden müssen im Kreise Hanau, dem„ Hanauer" Post", die„ Boffische Zeitung", die Münchener Neuesten Nach rathe und allenfalls auch der Generalversammlung zu unterbreiten; Anzeiger" zufolge, 480 000-490 000 m. vergütet werden. richten". Hier werden nämlich die Briefe als Beweise für die be- da aber in letzterer der Bund mit seinem Attienbesitz die Mehrheit - Behandlung der Schriftsteller im Gefängniß. ginnende Geistesfrankheit des Königs angesehen. Wenn aber die hat, so ist natürlich feine Aussicht auf Aunahme. Aber darum In Anknüpfung an die Petition des Schriftstellerverbandes, von von Ludwig II. ausgesprochenen Ansichten über Preußen wirklich handelt es sich bei den Spekulanten auch garnicht. der wir gestern Mittheilung machten, veröffentlicht die Staatsbürger. Symptome beginnender Verrücktheit sind, so gehören von wollen, ift, bei den Welschen die Stimmung hervor Beitung" einige Erfahrungen ihrer Redakteure in der von der Petition den sechs Millionen Bayern mindestens vier ier ins Jrren zurufen, daß sie viel früher den Simplondurchstich erhalten, behandelten Beziehung. Das Blatt schreibt: haus. Daß gerade Ludwig II. sehr schlecht auf Preußen wenn die Bahnverstaatlichung verworfen und die von den Banfiers Einer unserer Redakteure war zu einer einmonatigen Gefängniß zu sprechen war, ist auch ohne Geisteskrankheit wohl erklärlich. angebotenen 75 Millionen angenommen werden, als wenn sie dem strafe wegen Beleidigung mittels der Presse verurtheilt worden und Siehe Kaifer Friedrich's Tagebuch, wo unter dem 16. November 1870 Gefeße zustimmen, und daß leßteres daher in der Volfsabstimmung verbüßte diese in Plößensee. Während seiner Haft sollte er in dem der damalige preußische Kronprinz erzählt, er habe Bismarck ge- abgelehnt werde. Die Presse verurtheilt das fede Manöver" auf bekannten Tausch- Prozesse als Zeuge vernommen werden und wurde rathen, Süddeutschland mittels Drohungen in das Reich zu das entschiedenste; nur wenige Börsenblätter find entzückt von der zu diesem Behufe zweimal mit dem sogenannten grünen swingen. Weiter wollen wir doch zugeben, daß die preußische Geriebenheit und Abgebrühtheit der Bankleute. Indessen hat das agen" von Plößensee nach dem Moabiter Gerichtsgebäude ge- Geschichte einige sehr wenig vertrauenerweckende Thaten aufweist, Manöver bereits zu einer luftigen Kurstreiberei der Bahuaktien an bracht. Das erste Mal mußte er es über sich ergehen laffen, 3. B. der Ueberfall Schlesiens 1740, der Separatfrieden zu Basel, der Börse geführt und zwar in Genf sowohl wie in Frankfurt a. M., einige Zeit in einer Detentionszelle mit einem Buch thäusler im die Theilungen Polens, der Krieg 1866 mit dem was noch daran wo das große demokratische Organ die Interessen des internationalen Strafanzuge zufammen zuzubringen; das zweite Mal aber erging hängt, die Depeschengeschichte von 1870. Geldsacks vertritt. Und nun hat auch der Referendum s. feldzug m Lausanne, Genf seitens der Aktionäre und im Kanton Bern seitens der bundesfeindlichen Konservativen begonnen. Im Kanton Argau bat gestern das Volt sehr vernünftig abgestimmt. Es hat das Gesetz betreffend obligatorische " es ihm noch schlimmer. Er wurde nämlich in Moabit in eine Belle, Ganz besonders schön jammert die Scharfmacher, Poft" über d. h. einen Raum von 6 Schritt Länge und 4 Schritt Breite, ge- den immer höhere Wellen" schlagenden Partikularismus. Gewiß, bracht, in der sich nicht weniger als acht Sträflinge, darunter Ver- der letztere nimmt sehr zu. Aber wer ist denn schuld daran? Die brecher von niedrigster Art, befanden. In dieser Gesellschaft mußte Scharfmacher find es, die Rückwärtser, welche Preußen in " Was sie Mobiliarversicherung mit 27 675 gegen 5183 Stimmen an genommen und das Wirthschaftsgeset mit 18 640 gegen 14 476 Stimmen verworfen. Letzteres war etwas engherzig gestellt und verletzte vielfache berechtigte Interessen. vielen Hunderten an der Spitze der Züge marschirten und am lautesten| Dochoboren von ber Gebirgsbevölkerung das Vieh geraubt Einspruch dagegen erhoben, daß man nur ihre Söhne und nicht die wird, wodurch ihre Wirthschaft vollständig ruinirt und sie dem jenigen der Reichen zum Kriegsdienst heranzieht. schrecklichsten Elend preisgegeben werden. Die Duchoboren find Anhänger der Tolstoi'schen Lehre über die Berwerflichkeit des Gebrauches die russische Regierung durch ihre zwangsweise Ansiedelung in jener der Waffengewalt und können sich aus diesem Grunde nicht gegen die Angriffe der halbwilden Gebirgsbevölkerung wehren, denen sie Gegend schonungslos ausgesetzt hat. Stworzow hofft nun, werth England. Griechenland. im Finanzministerium zu ihrer ersten Sigung zusammen. Rußland Athen, 27. Oktober. Die Finanzkontroll- Rommission trat heute Amerika. " Wieder Soldatenmikhandlungen. Zürich, 25. Oftober.( Eig. Ver.) Das Projekt der Arbeitslosen Versicherung. Endlich, nachdem fast den unermüdlichkeit ihrer tontinentalen Gesinnungsgenossen aus. Dies Auch die englischen Bimetallisten zeichnet die ganzen Sommer hindurch der Große Stadtrath in Zürich sich nur beweist die folgende der National Zeitung" zugehende Londoner mit der Schaffung von Polizeimaßregeln gegen die Wiederkehr von Buschrift: Krawallen beschäftigte, erhält er Gelegenheit, sich mit einem Stück Nach der kürzlichen Antwort der englischen Regierung an faufafus infolge ihrer Wehrlosigkeit gerathen find, fie von. daß die Bedrängniß, in welche die Duchoboren im Hinter kommunaler Sozialpolitik zu befassen. Der Kleine Stadtrath hat die Delegirten der Vereinigten Staaten und Frankreichs in der ihrer Ueberzeugung über die Verwerflichkeit der Waffengewalt tbeilen den Vorschlag zur Einführung der Arbeitslosen Silberfrage hegte man hier die Erwartung, daß damit diese wird und sie in Zukunft nicht mehr die Erfüllung der Militärpflicht Versicherung gemacht, von der man nicht viel halten mag, Angelegenheit auf längere Zeit abgethan fein würde. Es ist jedoch verweigern werden. Wir halten es auch nicht für unwahrscheinlich, deren Berathung im fommunalen Vertretungstörper aber zweifellos zu unserer Kenntniß gelangt, daß gestern im Bureau der Herren daß die Verfolgungen der Regierung schließlich den Duchoboren die ansprechender ist, als die Berathung von Polizeimaßregeln. Bevor jedoch Matheson u. Co. eine Versammlung von Bantiers und Kaufleuten Zweifel an die Stadt Zürich die Arbeitslosen- Versicherung einrichten kann, muß( Mono- und Bimetallisten) stattgefunden hat, um die Frage weiter gegen ihre Feinde austreiben wird, wir bezweifeln aber, daß, wenn der Zulässigkeit eines nur passiven Widerstandes erst der Kanton Zürich hierfür die gesetzliche Grundlage schaffen. zu erörtern und es ist in dieser Versammlung beschlossen worden, dies geschehen wird, die russische Regierung grund haben wird, sich Der Stadtrath hat daher für ein fantonales Gesez wie für die an den Schatzkanzler ein Schreiben zu richten mit der Anfrage, ob darüber zu freuen. städtische Verordnung Entwürfe ausgearbeitet. Der Gesetzentwurf Judien, falls Frankreich und die Vereinigten Staaten ein gleiches umfaßt nur fünf Paragraphen, welche den Gemeinden das Recht thun, seine Münzen für die freie Silberprägung wieder öffnen würde zur obligatorischen Arbeitslosenversicherung gewähren, die Grundzüge unter Bugrundelegung einer Relation von 22: 1, welches ungefähr für die Verordnung enthalten und den Gemeinden den Anspruch auf einen angemessenen Staatsbeitrag an einem Preise von 1s 4d per Rupie annähernd der jetzige Kours die Arbeitslosens versicherung einräumen. entsprechen und ein etwa von Indien vorgebrachtes war in derselben nicht vertreten, da der russische Delegirte noch Die Verordnung umfaßt 39 Artikel. Sie erklärt alle Lohnarbeiter beiderlei Geschlechts, Argument der Störung des Handels bei Aunahme des Werhält nicht ernannt ist. Der Finanzminifter Streit feste in längerer Rede Geschlechts, welche niffes von 151/2: 1 beseitigen würde. die finanzielle Lage des Landes auseinander. Die Sigung wurde in der Stadt Zürich wohnen und arbeiten, vom vollendeten 16. Altersjahre au und bis zu einem durchschnittlichen Tagesverdienst gleichgiltig, da eine derartige Regelung des Werthverhältnisses der Die Antwort der englischen Regierung auf diese Anfrage ist aufgehoben, ohne daß ein Beschluß gefaßt wurde. von 5 Fr. versicherungspflichtig; die Bauarbeiter unterliegen aber Edelmetalle für das mit Silber übersättigte Frankreich ein Opfer auch dann der Versicherungspflicht, wenn ihr durchschnittlicher von nicht viel weniger als einer Milliarde Franken bedeutet, also im Juli mit drei Kameraden nach Klondyke aufmachte und jetzt New York, 22. Oktober. Ein gewiffer Oskar Ellis, der sich Tagesverdienst mehr als 5 Fr., ihr Jahreslohn jedoch nicht mehr ein Opfer, das felbst das reiche Frankreich nicht bringen kann. Wir zurückgekehrt ist, behauptet, er wiffe, daß fast alle in den Zeitungen als 2000 Fr. beträgt. Ausgeschloffen von der Versicherung sind die glauben wenigflens, daß keine Regierung in Frankreich und faum veröffentlichten Nachrichten über Kloudyte die größten Ueber Wanderarbeiter im Baugewerbe sowie die minderjährigen Arbeiter eine in den Vereinigten Staaten start genug ist, ein solches Opfer treibungen wären. und Arbeiterinnen mit einem durchschnittlichen Tagesverdienst für die Durchführung der bimetallistischen Pläne bei den Steuer- uns vorüberfuhr, befanden sich, wie ich positiv weiß, nicht über " Auf dem Dampfer Cleveland", der bei D011 aveniger als 2 Fr. Die Arbeiter der Baugewerbe zahlern durchzusetzen. bilden eine und alle übrigen Arbeiter 1000 Dollars in Gold. Wie groß war unser Erstaunen, als man eine zweite Gruppe. Mit der Versicherungsanstalt wird auch ein Arbeitsnachweis Dänemark. uns in St. Michaels sagte, das Schiff babe 20 Bentner Gold ge verbunden. Die Verwaltungskommission besteht aus 17 mit fratische Geseganträge. Die sozialdemokratische Partei in acht und zehn Jahre dort geschürft und nicht genug er Kopenhagen, 25. Oftober.( Eig. Ber.) Sosialdemo- bracht. Ich habe Leute im Yukon Diftritt gekannt, die fünf, gliedern, 10 davon wählen die Arbeiter, 6 die Unternehmer Dänemark hat durch ihren Abg. Klausen dem Folkething einen worben hatten, um die Rückreise bestreiten zu können. und 1, den Vorsitzenden, der Stadtrath. Die Kommissionsmitglieder Gesetzentwurf betreffend bie tommunalen 28ablen ein- In St. Michaels fab ich 300 Personen, die nach San Francisco beziehen ein Sigungsgeld von 4 Fr. Den Verwalter wählt auf Vorschlag der Kommission der Stadtrath; seine Jahresbesoldung be- gereicht, der folgenden Jubalt hat: Das Wahlrecht für die Kommunal: zurückwollten. Sie waren entseglich herabgetommen. frägt 3500-5000 Fr. Für die Beiträge ist jede der beiden leitungen hat jeder unbescholtene Mann und jede unbescholtene Frau, der größte Goldbetrag, den ich jemals bei einem gesehen habe und Gruppen in drei Lohnklaffen eingetheilt. Die Versicherten der die Bürgerrecht besigen, 25 Jahre alt und zur Zeit am Dite an der ihn in Klondyke erworben hatte, war 2000 Dollars. Daraus ersten Gruppe zahlen bei einem Tagelohn bis 3 Fr. 10 Cts., bis ässig sind, mit Ausnahme derer, die im letzten Jahre Armen wurden natürlich gleich 12 000 Dollars gemacht. Am 17. September 4 Fr. 15 Cts., bis 5 Fr. 20 Cis.; der zweiten Gruppe( Bau- unterstützung genoffen haben, die nicht zurückbezahlt ist, der Un trafen wir auf der Stückreise in St. Michaels ein. Damals stand arbeiter) 80, 45 und 60 Cis. Die Unternehmer haben für jeden Bermündigerflärten oder in Konkurs Befindlichen. Jeder Wahlberechtigte as Thermometer auf 4 Grad unter Null( Fahrenheit). Die Preise arbeiter) 30, 45 und 60 Cts. Die Unternehmer haben für jeden Bereift auch wählbar. Die Wahlen sind geheime, direkte, finden an einem be- waren entfeßlich hoch. Wir hatten 8 M. für ein Paar Strümpfe sicherten der ersten Gruppe 10 und der zweiten Gruppe 30 Cts. fimmten Tage statt, aber ohne Beschränkung der Wahlstunde für den und 82 M. für ein wollenes Hemd zu zahlen. Unsere Ausrüstung wöchentlich zu den Wochenbeiträgen der Arbeiter zu leisten. Die Stadt trägt die Kosten der Verwaltung und leistet außerdem im einzelnen. Die Wahlzettel werden in gummirten Umschlägen abgegeben. verkauften wir mit 3-400 pet. Gewinn. ersten Jahre einen Beitrag von 70 000 Fr., später je 1/5 der Ber- demokratie fordert bie Werlängerung des Gesetzes vom März 1887 Ein weiterer durch Holm vorgelegter Gefeßvorschlag der Sozial ficherungsausgaben des Vorjahres, immerhin nicht weniger als 30 000 Fr. und nicht mehr als 70'000 Fr. Nach 26 wöchiger Bei- betreffend eine Anleihe zum Umbau von zu eng be= tragsleistung wird der Versicherte unterstützungsberechtigt und zwar und Errichtung von Arbeiterwobnungen. Auch für bauten oder ungesunden Stadttheilen in Kopenhagen für die Dauer von 60 Tagen. Die tägliche Unterstützung beträgt in der 1. Klasse 1,20 Fr., für Arbeitslose, welche Angehörige zu unter Anlage von Bade- Anstalten, Bürger- und Volksschulen durch die halten haben, 1,50 Fr., in der 2. Klaffe 1,40 refp. 1,80 Fr., in der Kommunen, öffentliche Lesefäle 2c., fönnen solche Anleihen bewilligt 3. Klasse 1,50 refp. 2,20 Fr. Nach sechstägiger Arbeitslosigkeit werden. Die Gesammtsumme darf 4 Millionen Kronen nicht über. hat jeder Versicherte Anspruch steigen. auf Unterstüßung, Gleichzeitig wird den Kommunalbehörden für folche ihm nicht eine seinem Berufe und seinen Kräften Fälle ein erweitertes Expropriationsrecht eingeräumt. Wenn angemessene Arbeit zu den nach Ort und Jahre 3 sie keine höhere Berzinsung ihres dafür verwandten Kapitals, als Vereine solche Unternehmungen ins Wert sehen, dürfen geit üblichen Löhnen angewiesen werden tann. 4 pet. beanspruchen. Das 1887 gegebene Gefeß, das ebenfalls aus Die Versicherungsanstalt barf Arbeitslosen nich Antrag der Sozialdemokratie eingeführt, aber vom Landesihing er Stellen anbieten, die durch Streit der Arbeiter heblich verschlechtert wurde, war infolge dieser Verschlechterungen oder durch Aussperrung feitens der Unternehmer von den Kommunen gar nicht benutzt worden. Während der Refrutenausbildung 1896 auf 1897 ließ Gffel frei geworden find. Dagegen werden Streikende nicht unter Endlich wird durch Olsen der schon im Vorjahre eingebrachte engen Verschlag rufen. Wenn die Soldaten eingetreten waren, gewöhnlich wöchentlich dreimal seine Korporalschaft in feinen sehr stützt. Ein etwaiger Einnahme- Ueberschuß der Jahresrechnung wird zur Bildung eines Refervefonds verwendet, bis der letztere die Höhe von Bürgerwehr abermals vorgelegt. Ein gleiches gilt von dem ging, schlug er mit der Klopfpeitfche auf die Gol. auf Aufhebung ber Ropenhagen er fommandirte er:„ Sofort hinaus!" Da dies aber nicht so schnell 300 000 Fr. erreicht hat. Ist diese Höhe erreicht, so können ent- Jensen'schen Antrag auf gefegliche Regelung baten ein, unbekümmert darum, wo die Schläge hingingen. Alle weder die Arbeiterbeiträge reduzirt oder die Unterstügungsbeiträge der Arbeitszeit. erhöht werden. Andernfalls können auch die Beiträge erhöht resp. Soldaten in seinem Zimmer ließ Effel zu seinem Spaß über die Unterstüßung vermindert werden. Zuwiderhandlungen gegen: Kopenhagen, 25. Oftober.( Eig. Ber.) Fortsehung der einen Schemel springen und schlug fie mit der Klopfdie Berordnung können mit Polizeibuße bis zu 500 Fr. bestraft tamen wieder die Abgeordneten zum Wort. Bulbrandsen der Befrutenzeit ließ er als Unteroffizier vom Tag die Nelruten zu Budget debatte im Foltething. Nach den Ministern peitsche in die Kniekehle, auf Kopf, Rücken und Gefäß. Zu Anfang Die beigegebene Begründung ist ein gutes fozialpolitisches Akten- greift den Minifter Barden fleth heftig an; derfelbe habe sich in der irgend einem Dienste, z. B. zum Menagebolen, antreten und vor sich stück, welches das Projekt nur als einen Bersuch zur Lösung einer Angelegenheit der Dampfschiff Verbindungen einen Bruch von Treu paradiren; dabei hatte er die klopfpeitsche in der Hand und wichtigen sozialen Frage betrachtet wissen will. E3 kommen und Glauben zu schulden tommen lassen. Der Minister hatte fchlug auf die Leute ein, wobei der letzte Mann immer die nach derselben 20 000 Versicherungspflichtige in betracht, wo- versprochen, mit der Fyen'schen Dampfschiffgesellschaft" nicht ab- meisten Siebe bekam. Wenn Effel die Beitsche nicht zur Hand hatte, nahm Don 14.000 auf die erste und 6000 auf die zweite Gruppe zuschließen und hat es doch gethan, ohne, wie er sich verpflichtet er einen Besenstiel und schlug so lange zu, bis die Soldaten entfallen; von der ersten werden 10 pCt. 1400 und von der hatte, dem Stadtrath von Rudföbing den Vertrag vorber vorzulegen. das Zimmer verlassen hatten. Gin Soldat bekam einmal zehn Hiebe andern 45 pt. 2700, die arbeitslos werden, angenommen. Die Insel Langeland sei durch dieses Borgehen schwer geschädigt mit dem Besenstiel, dabei gab es außerdem noch Stöße in den Bis zur Erledigung der Vorlage dürfte eine geraume Zeit vers worden. Christensen freut sich, daß der Kriegsminister so schön Rücken und auf den Leib. Endlich genügte dem Effel die geben. Zunächst soll der Gefeßentwurf nach der Berathung durch sein Visir geöffnet habe, nur hätte dies vor 13 Jahren gefcheben Klopfpeitfche nicht mehr. Deshalb schaffte er sich einen daumens ben Großen Stadtrath dem Kantonsrath als Jnitiativbegehren eins follen, als die Befestigungen begannen, bann hätte vielleicht selbst dicken Rohrst od an und benutzte diefen zu Mißhandlungen. gereicht werden, worüber in der Folge eine Voltsabstimmung statt die echte dagegen opponirt. Jedenfalls fönne ein Mininerium, Der erste Soldat, der mit diefem Stode Schlage betam, hieß zufinden hat. Erst dann, wenn ein Gesetz vorliegt, kann der Verord- das solche Forderungen vertrete, nicht erwarten, irgend etwas zu Chriftian Diel. Zur Erinnerung baran taufte Effel seinen Stock nungsentwurf berathen werden. stande zu bringen. Der Estrupper Hammerich vertheidigte Christian"! und sagte zu seinen Leuten: Das ist der Christian; sowohl die Militärforderungen, als die Staatsbahnleitung. wenn ihr nicht parirt, so tönnt ihr Bekanntschaft mit ihm Dann erhielt der Paris, 27. Oftober. Die Kolonialgruppe der Rammer trat Wort: Sozialdemokrat Rasmussen das machen!" Bei der Rekrutenausbildung ließ er die Rekruten, Auch er unterzog die Eisenbahnverhältnisse einer wenn fie irgend einen heute unter dem Vorsize Etiennes zusammen und berieth über scharfen Kritik, sprach Fehler gemacht gemacht hatten, über über die überlange Dienstzeit der einen Schemel legen und verfeste ihnen mehrere daß zwischen Deutschland und Frankreich getroffene Abkommen be- Postboten an vielen Blägen, die sich bis auf 18 Stunden ausdehne. Siebe mit dem Rohrstock auf das Gefäß. Effel ging treffend die Abgrenzung von Togo. Die Gruppe sprach sich für die Bust sprach sich sowohl gegen die Militärs, als gegen die Kirchen ogar so weit, daß sich die Leute mit dem Schemel in der Hand Ratifitation des Abkommens aus und ging sodann zur Besprechung bewilligungen aus. Der Sozialdemokrat Klausen antwortete melden mußten, damit er die Gnade babe, sie z 18 der Unterhandlungen über, welche zwischen England und Frankreich dann dem Eisenbahnminister betreffs des Gentofte- Unglücks. Die ich lagen"! Beim Geschüßegerzieren bebiente er sich zu feinen über die Gebiete im Nigerbogen eingeleitet sind. Es wurde bes Angabe des Ministers bestätige ja nur, daß die Arbeitszeit der An- Mißhandlungen des Leders und des Stockschlüffel. fchloffen, Hanotaur aufzufordern, energisch die Rechte Frankreichs gestellten viel zu lang sei. Der Minister müßte sich der unteren trägers, eines etwa ein halben Meter langen daumendicken Stückes auf die Gebiete im Norden von Dahomé, besonders auf die Stationen Beamten annehmen, die in jeder Beziehung sehr schlecht gestellt feien. Sol; beim Gewehrunterricht schlug er die Rekruten mit dem Nitti und Bussa, zu wahren. Dem Kriegsminister dankt er für die schöne Wahlparole: Niesen- isch stock auf die Finger; dem Soldaten Franz Steinmetz, werden. treten. = Frankreich. 10 enn Antrag Montag eine Verhandlung gegen den Unteroffizier Mathias Effel Vor dem Militär- Bezirksgericht in Würzburg fand am von der 2. Kompagnie des 2. Fußartillerie- Regiments in Mez statt, welche abscheuliche Zustände bloßlegt. Die Auflage behauptete 51 Vergehen oder Berbrechen der is baudlung Untergebener, 10 Bergehen des Miß. brauch 3 der Dienstgewalt durch Gefchent. Annahme, Vergehens des Mißbrauchs der Dienstgewalt durch Ab haltung eines Vergehens durch Zerstörung von Diensgegenständen, je eines untergebener von der Beschwerde führung und der Bestimmung bezügl. Belügen eines Vorgesetzten. " Paris, 28. Ottober. Der Minifter des Aeußern Hanotaux bafte Militärbewilligungen oder nicht! Diese tann der Sache der der nachts im Bette schlief, gab er ohne Ver und der großbritannische Botschafter Monson hatten gestern eine Sozialdemokratie nur nügen! Wistoft enthüllte, daß in vielen anlassung zwei Fauststöße auf den Unterleib. Den Besprechung in der sie die allgemeinen Züge und die Anordnung Kasernen trostlose Verhältnisse herrschten, die Räume feien abfolut Soldaten May Steinberger rief er mit dem Namen„ Isaat Silberder Fragen festlegten, welche in der Niger Angelegenheit ungenügend und wahre Brutstätten für Krankheiten. Auch in ftein" zu sich; als dieser auf diesen Namen nicht reagirte, rief er zwischen den englischen und französischen Kommissaren zur Ver- einzelnen Krankenhäusern seien die Verhältnisse ebenso. Lath ibn mit seinem wahren Namen und befahl ihm, sich über den handlung kommen sollen. Die Konferenz wird morgen zusammen. Es pensen unterzog die neuen Eisenbahntagen einer strengen Kritit Schemel au legen, damit er ihn schlagen tönne, SteinDas Ministerium hätte hier seine Versprechungen nicht im entferntesten berger that dies aber nicht und mußte deshalb bei vor. Förderung der Bolfsvermehrung. Im Gegehalten. Lars Dinesen giebt die Erklärung ab, daß auch er gestreckten Armen und den Schemel in den Händen meinderath von Paris stellte der frühere Präsident dieser Köper 3 höheren Militärbewilligungen seine Zustimmung nicht geben etwa fünf Minuten Kniebeuge machen. Gisel liebte es schaft den Antrag, daß allen Familienvätern, die jährlich nicht mehr tönne. Der Ministerpräsident suchte alsdann die Un auch, sich nachts von seinen Zenten, wenn sie im Bette lagen, Ges als 2400 Fr. verdienen, für jedes dritte, vierte und mehrzählige besonnenheit des Kriegsministers wieder gut zu machen. Derfelbe fchichten erzählen zu lassen. Als einmal der Soldat Diehl sagte, er Kind eine einmalige Prämie von 50 Fr. gewährt wird. Die babe nicht das Regierungsprogramm, sondern nur seine persönlichen müßte teine Geschichte, schüttete ihm Effel 1/2 Liter Wasser auf die Stadtväter nahmen den Vorschlag günstig auf und überwiesen ihn Wünsche verkündet! Im übrigen vertheidigte er natürlich auch die Füße, wobei auch das Bett naß wurde. Am Sonntag, 23. Mai der Budgetkommission des Gemeinderathes zur wohlmeinenden Militärforderungen. Minister Bardenflet b fucht sich gegen 1897, ließ er nachmittags seine ganze Rorporalschaft in der Prüfung. die Anklagen Gulbrandsen's zu vertheidigen. Die Langländer seien 6. Garnitur" antreten, schnitt ihnen die Knöpfe vom Italien. felbft schuld, wenn er seine Busage nicht habe halten können. Waffenrock und das Futter auf und befahl ihnen, bis 4 Uhr die Sachen wieder herzustellen, blos deshalb, damit Rußland. die Soldaten nicht ausgeben tonnten. Effel maßte fich auch ein Strafrecht an, indem er einem Soldaten, der seine Schießbedingungen nicht erfüllt hatte, 14 Tage Zimmertour ver Ein Asyl. Aus Nom wird berichtet: In dem foeben unterzeichneten neuen Freundschaftsvertrage zwischen Italien und der Republit San Marino hat sich die leytere bas früher nicht be standene volle Asylrecht für politische Verbrecher refervirt. Spanien. Der Notenwechsel mit den Vereinigten Staaten wird in Madrid sehr geheimnißvoll behandelt. Daher weichen die Darstellungen über den Ton und Inhalt der Antwortsnote sehr von einander ab. Die Einigung der spanischen Konservativen. Der„ R. 3." wird aus Madrid gemeldet: Unter der Einwirkung des Marschalls Martinez Campos hat der Vorstand der orthodoxen konser vativen Partei die Vereinigung der beiden Flügel ber Bartei schlossen, deren politischer Führer Silvela sein soll. Die Partei soll die liberale Regierung, im Hinblick auf die Lösung der kolonialen und internationalen Fragen, energisch unterstüßen. - Die Befestigung feiner Stellung im Stillen Ozean läßt sich Rußland fehr angelegen sein. Aus Petersburg wird heute gemeldet: Der Kreuzer Roffija" ist gestern von Kroustadt abgegangen. Wie hiesige Blätter zu melden wissen, geht seine Fahrt durch das Mittelmeer nach dem stillen Stillen Ozean. ordnete. " Ferner zwang Essel seine Untergebenen zur Verabreichung von Geschenten. Als mehrere Soldaten zu Ostern in Urlaub gingen, sagte er zu diesen: Ihr wißt, was ich will; wie Ihr Euch - Ein Bortämpfer für das offisielle briften anstellt, wenn Ihr wieder hereinkommt, so behandle ich Euch!" thum in Rußland, der Beamte der heiligen Synode"( b. i. Als die Soldaten aus dem Urlaub tamen, rief sie Effel zu sich und Regierung speziell mit der Erforschung und Berichterstattung über ein Blatt Papier Striche und setzte unter diese Ziffern. Die Soldaten des russischen Kultusministeriums), Stworzow, welcher von der verlangte Geld. Da sie nicht freiwillig zahlten, machte er auf die Duchoborenfekte betraut worden war, hat auf dem Missions mußten fich einen Strich wählen und so viel zahlen, als die unterm tongreß in Kafan Vorschläge zur Bekämpfung dieser Sefte gemacht, Strich stehende Zahl in Geld ausmachte. Auf diese Weise erlangte er den Einfluß der Schriften des Grafen Tolstoi auf die Entwickelung die Soldaten Bier sablen. Zum Kanonier Buchert sagte er in welche von einer echt chriftlichen Nächstenliebe zeugen. Indem er Beträge von 50 Pi. bis 5 M. In der Wirthschaft mußten dem Essel dieser Eekte hervorhebt, stellt er der ruffischen Regierung anheim, einer Wirthschaft: Ich gehe jetzt fort; bis ich wiederkomme, muß über Maßregeln nachzufinnen, welche geeignet sind, das Sektenhaupt etwas bezahlt sein, sonst hast Du Deine ganze Dienstzeit - Die sozialistischen Rundgebungen zu gunsten und den Anarchisten Graf Tolftoi" unschädlich zu machen; ferner verragt!" Buchert gab darauf der Wirthin 90 Pf. zu drei Maß der gleichmäßigen Wehrpflicht in Spanien werden macht er den Vorschlag, die Tolstoisten Fürft Chillow und Bodjansky Bier für Effel. Außerdem verlangte Effel Fleisch und sonstige dortselbst in steigendem Maße fortgesetzt. Am Sonntag und Montag aus Rußland auszuweisen, die Hauptagitatoren aus den Duchoboren waaren von den Soldaten. Von Buchert wollte er Fleisch fanden in Balencia und Valladolid derartige Versammlungen und felbft sollen in ein Gefängniß gesteckt werden. Charakteristisch für die haben; als ihm diefer fagte, er habe feines mehr, jagte er ihn öffentliche Umzüge statt, welche die früheren gleichartigen Kundschriftliche Gesinnung des Stworzow ist auch seine Schaben unter beleidigenden Ausdrücken fort. Als der Soldat gebungen an Betheiligung noch weit übertrafen. Besonderes Auf- freude darüber, daß ben in ben entlegenften und Grabowsky als Zimmertour die Zylinder reinigte, zerschlug Essel Gegenden des Kaukasus zwangsweise angesiedelten die Zylinder und Grabowsky mußte diese aus seiner Tasche sehen erregten hierbei die Aufzüge der Mütter", welche zu ödesten " " erfegen. Bon der Beschwerdeführung hielt Essel Dresden, Schulze in Oldenburg und Brüdmann in Kreuznach Rüper von dem Betriebsleiter wieder entlassen war. Da der Ver. die Soldaten dadurch ab, daß er drohte:" Wenn Euch vom Dresdener Gericht auferlegt worden ist. Horn, der in sehr vor band der Küper wie alle Gewerkschaften in seinem Statut ausdie Behandlung nicht recht ist, so könnt Ihr Euch beschweren; gerücktem Alter steht, hatte erst im Februar dieses Jahres das Ge- spricht, daß der Verband die Erlangung befferer Lohn- und Arbeitsdann bekommt Ihr auch wie der Becker 21 Tage fängniß in Zwickau verlassen, wo er gleichfalls wegen Preßvergehen bedingungen bezweckt, und die Staatsanwaltschaft in der Aeußerung strengen Arrest!" Diese Strafe hat nämlich Becker deshalb 8 Monate zubringen mußte. Ein ganzes Menschenalter, schreibt die des organisirten zu dem unorganisirten Küper eine Drohung gauzeichfals erhalten, weil er eine unbegründete Beschwerde" gegen Sächf. Arb.- 3tg.", hat Genosse Horn schon für die Sache der Ar- erblickt, so ist für sie ein Vergehen gegen§ 153 der GewerbeEssel geführt hatte. Als Untersuchung gegen Essel wegen beiter gekämpft, viel Mühsal und Beschwerden hat er erduldet und Ordnung fertig. Leider kam das Gericht nicht zu einer prinzipiellen Annahme von Geschenken geführt wurde, bestimmte er die Soldaten, jezt muß er als alter Mann noch so lange Gefängnißhaft auf sich Entscheidung über diese neue Idee behördlicher Kämpen gegen die dem Kompagnie chef nichts davon zu sagen, daß er nehmen. Hoffen wir, daß die Haft unserem braven Genoffen nicht winzigen Reste des Koalitionsrechts, die die bisherige Gerichtspraxis Geld erhalten habe. allzu viel Schaden an seiner Gesundheit zufügen möge. gelassen, denn aus rein thatsächlichen Gründen erfolgte die Freisprechung des Angeklagten, indem erwiesen wurde, daß der angeblich Unorganisirte schon einen Tag, bevor er in die fragliche Arbeit trat, aus Utilitätsrücksichten Mitglied der Organisation geworden war. Nachdem die Geschworenen von den gestellten 63 Schuldfragen 62 bejahten und insbesondere in keinem Falle„ das Schmerzgefühl" verneinten und der Staatsanwalt dem Gerichtshofe ans Herz gelegt, daß Essel ein Schandfleck der bayerischen Armee sei, der sich seinen Untergebenen gegenüber feig, bübisch und cynisch benommen habe, und drei Jahre Gefängniß sowie Degradation beantragt hatte, wurde Essel dem staatsanwaltschaftlichen Antrage gemäß verurtheilt. Von der ausgesprochenen Strafe kommen 3 Monate Untersuchungshaft in Abrechnung. Der Unteroffizier Essel darf sich nicht beklagen, zu streng verurtheilt worden zu sein. Gewöhnliche Soldaten erhalten oft wegen Geringfügigkeiten derartige und noch strengere Strafen. Partei- Nachrichten. Wegen Beleidigung eines Steigers wurde der Redakteur des " Sächsischen Volksblatts", Genosse Goldstein in 3 widau, vom Schöffengericht zu 50 m. Geldstrafe verurtheilt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Das Streiffomitee der Korbmacher macht bekannt, daß sich das Streitbureau bei Wilke, Andreasstr. 26( Restaurant) befindet. Die Geschäftsstunden sind von 8-12 Uhr vormittags und 3-7 Uhr nachmittags. Auskunft ertheilt Paul Keller dafelbst und Unterstühungen sind an W. Hauschild, Wrangelstr. 129, zu richten. am treten, um " Ausland. Bum Kampf der englischen Maschinenbauer meldet„ Daily Chronicle" vom Mittwoch, daß beide Parteien ihre Beschlüsse zu den Vorschlägen des Handelsamts bereits gefaßt hätten, daß sie es aber ablehnten, sie zu veröffentlichen, bevor sie in die Hände des Herrn Ritchie gelangt find. Gerüchtweise verlautet, daß die Unternehmer die Bedingung gestellt hätten, dritten Personen oder Dieser Prozeß zeigt wieder, daß das gegenwärtige militärische Die Redaktion des Handelsangestellten" wird Parteien zu den Verhandlungen teinen Zutritt zu gestatten. Snfiem es ermöglicht, daß ein Vorgesetzter die ärgsten Unthaten an 1. November von dem Genossen Wilhelm Swienty in Berlin 600 Bfd. Sterl. im Bureau der Arbeiter einliefen, befanden fich Unter den Summen, die gestern in der Höhe von insgesammt den ihm zur Ausbildung übergebenen Soldaten nicht nur ein- und übernommen. zweimal verüben kann, sondern daß er sein böses Treiben I ange 150 Pfd. Sterl. von dem Parlamentsmitgliede Logau, der aus Ein Nachtrag zum Formerstreik. Zeit hindurch fortzusehen vermag. Die Schuld hieran liegt offenbar Gießerei Hilfsarbeiter geht uns folgende Zuschrift zu: Als die regelmäßig wöchentlich zu geben sich verpflichtet, hauptsächlich aus Aus den Kreisen der drücklich erklärt, daß er dies und die weiteren 10 Pfd. Sterl., die er hauptsächlich an den Schwierigkeiten der Beschwerdeführung, wie sie Former der Firma Ludwig Löwe die Arbeit einstellten, weil dem Grunde beisteuere, weil die Unternehmer sich geweigert hätten, der oben erwähnte Fall des Soldaten Becker von neuem zu illustriren ihnen die Anfertigung Borsig schen Gusses zugemuthet wurde, trat scheint und durch welche die Soldaten überhaupt von vornherein für den Vorsteher Herrn Ley de die Frage heran, wie die Hilfs. zu unterhandeln. abgeschreckt werden, ihr Recht zu suchen und lieber alles Un- arbeiter weiter beschäftigt werden können. Anfänglich wurde den in Luzern sei beendet, ist unrichtig. Die Unternehmer lassen eine Luzern. Die Nachricht bürgerlicher Blätter, der Maurerstreif gemach forterdulden. Immerhin ist es erfreulich, daß durch die öffentliche Geder Firma in Martinitenfelde in Arbeit zu Arbeitern in Aussicht gestellt, während des Streiks in dem Neubau schwarze Liste zirkuliren, auf der 250 Streifende verzeichnet sind. wenigstens zur allgemeinen Kenntniß gelangen, damit die Kritik ein Aufnahme zu finden. Jedoch aus dieser Absicht wurde nichts und liberale Luzerner Tageblatt" ist ganz aus dem Häuschen und ver in Würzburg diese Borkommnisse dann nach Beendigung des Streits wieder in der Fabrit Außerdem hat man den Advokat Albisser und Malermeister End als„ Rädelsführer" gleichfalls dem Schriftstück anvertraut. Das fetzen und auf Besserung dieser Zustände dringen kann!- die Arbeiter erhielten am andern Tag ihre Entlassung mit der Ber langt die Verhaftung der Rädelsführer". sicherung, daß sie nach dem Streit wieder angenommen würden. Im langt die Verhaftung der„ Rädelsführer". Vertrauen auf dieses Versprechen hofften deshalb die Arbeiter auf Ju Triest haben sämmtliche Magazinarbeiter und Lafiträger eine Einstellung und mußten nun leider erfahren, daß 5 Former und der Spediteure die Arbeit eingestellt, fie verlangen eine 30 prozentige 5 Hilfsarbeiter mit ihrem Gesuch abgewiesen wurden und an ihrer Lohnerhöhung, eine Kürzung der Arbeitszeit und andere Zugeständnisse. Stelle andere Arbeiter eintraten. Herr Leyde, an sein Versprechen Diese Forderungen wurden von den Speditionsfirmen abgelehnt; erinnert, entgegnete:" Ich hätte Euch alle wieder eingestellt, infolge dessen verharren die Arbeiter im Ausstande, sodaß die Güteraber Ihr seid ja organisirt und habt Unterstützung bekommen." beförderung auf der Eisenbahn sowie zu Schiff größtentheils ein So sind die Arbeiter, die feit Jahren in der Fabrik beschäftigt gestellt werden mußte. waren, nur wegen ihrer Zugehörigkeit zur Organisation gemaßregelt. Um so nachtheiliger aber wirkt für sie diese Maßnahme, weil auf ihrem Entlassungsschein das Datum des Austritts aus dem In Elberfeld beschloß eine Parteiversammlung, von der aktiven Arbeitsverhältniß verzeichnet ist und somit die Erlangung anderer Betheiligung an den Stadtverordneten Wahlen zur Zeit Beschäftigung sehr erschwert wird. Reine andere Fabrit hat in abzusehen, da bei dem jetzigen Wahlmodus an einen selbständigen gleich ungerechtfertigter Weise die Arbeiter zurückgewiesen und geErfolg unserer Partei nicht zu denken ist. Bei der Stadtverordneten- bührt der Firma Löwe der zweifelhafte Ruhm, am wenigften Versammlung soll ein vom Sozialdemokratischen Volksverein bereits rücksichtsvoll ihre Arbeiter behandelt zu haben. im Jahre 1894 eingereichter und damals abgelehnter Antrag aufs neue gestellt werden, worin um folgende Abänderung des Ortsstatuts ersucht wird: 1. An stelle des bisherigen zur Wahlberechtigung erforderlichen Steuersatzes von 6 M. Staats- Einkommensteuer tritt ein Einkommen von 660 bis 900 m., d. h. wer zu einem Einkommen von 660 M. und darüber eingeschätzt ist, ist, abgesehen von den sonstigen Bedingungen, zu den Gemeindewahlen wahlberechtigt. 2. Zur Vollziehung der Wahlen ist die Stadt, soweit dies nach§ 13 der rhein. Städte- Ordnung zulässig ist, in Wahlbezirke einzutheilen, so daß bei den regelmäßigen Ergänzungswahlen für jeden Bezirk und für jede Abtheilung ein Stadtverordneter zu wählen ist. A18 Reichstags- Kandidat für den fächsischen Wahlkreis Kirchberg Auerbach wurde von einer Kreisversammlung in Reichenbach i. V. einstimmig wieder der bisherige Abgeordnete, Genosse Hofmann in Chemniß, aufgestellt. Betheiligung an den Stadtverordnetenwahlen beschlossen die Parteigenossen in Nauen in der Proving Brandenburg. Alls Kandidaten wurden nominirt die Genossen Müllen stätt, Kieper und Berger. Einer stark besuchten Parteiversammlung in Halle a. S., die den Bericht des Parteitagsdelegirten Schade entgegennahm, lag folgende Resolution vor: Die Versammlung erklärt, es wäre zweckmäßiger gewesen, der Hamburger Parteitag hätte das Mittag'sche Amendement abgelehnt oder nur die erste Hälfte desselben dem zweiten Punkte der Bebel'schen Resolution hinzugesetzt, aber im übrigen die Bebel'sche Resolution auch in ihrem dritten bis fünften Punkte angenommen. Nur Punkt 3b, daß in Ermangelung eigener Wahlmänner die sozialdemokratischen Wähler von vornherein für bürgerlich oppofitionelle Wahmänner stimmen dürfen, wäre zu streichen gewesen." Die Lohnbewegung der Kohlengräber von Carvin( Pasde- Calais- Departement) scheint friedlich beigelegt werden zu sollen. Basly, der Bergarbeiter- Abgeordnete von Lens, hat mit Boudenoot, dem Vorsitzenden der Grubengesellschaft, der zugleich Deputirter ist, ein Abkommen getroffen, wonach für die schwierigsten Arbeiten eine Lohnerhöhung zugestanden werden soll. Die Forderungen auf Lohnerhöhung sind durch das Steigen der Koblenpreise veranlaßt worden. Die Leiter der Kohlengräbergewerkschaft haben indeß von Anfang Die Kupferschmiede und Hilfsarbeiter der Firma Lenz, an den Arbeitern vom Streit abgerathen. Spandauerstr. 36, haben die Arbeit eingestellt, weil ihnen von der Firma zugemuthet wurde, von einem bestimmten Restaurateur ihren Bedarf zu beziehen. Einen Arbeiterorden empfiehlt in der Sozialen Praxis" Herr Frib Kalle, ein Fabrikant, der bekannt ist durch seine erfolg. losen Bestrebungen, zwischen Unternehmern und Arbeitern ein patriarchalisches Verhältniß herzustellen. Der Orden soll denjenigen Arbeitern zu theil werden, die 25 bezw. 30 Jahre bei ein und dem selben Unternehmer aushalten. Der Vorschlag bewegt sich ganz in dem Jdeenkreis eitler Geheimräthe und solcher, die es werden wollen. Arbeiter legen solchem Firlefanz keine Bedeutung bei, wissen sie doch, daß sie nach langer Arbeitslast sehr oft aus dem Arbeiterftamm der Fabrit als nicht mehr leistungsfähig ausgemerzt werden. Da ist der Orden ein schlechter Trost. Deutsches Reich. Der Tischlerstreit in Lübeck ist nach einem Beschluß der Bahlstelle des Holzarbeiter Verbandes für beendet erklärt. amt wurden im September 34 Streits mit 4113 Theilnehmern( für Französische Streife im September. Dem französischen Arbeits29 Fälle) gemeldet gegenüber 26 Streits mit 2244 Theilnehmern im gleichen Monat des Vorjahres. Die durchschnittliche Zahl der September- Streits in den letzten vier Jahren beträgt 26. Von den 34 Streits betrafen nur 8 mehr als ein Unternehmen. Der bes deutendste Streit ist derjenige der Schieferbruch Arbeiter von Trélozé( Depart. Maine- et- Loire), begonnen am 28. Seps tember von 1000 Arbeitern um die Forderungen einer Lohnerhöhung und die Entlassung eines Werkführers. Die Schieferbruch- Gesellschaft verhängte darauf am 2. Oftober die Sperre auf allen Werken wegen angeblicher Verlegungen der Arbeitsfreiheit". Dadurch stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 2400. Der Kampf dauert aber bis heute ( 25. Oktober) unverändert fort, nachdem die Gesellschaft jeden Vers mittlungsversuch abgelehnt hat. Dauer der Streits: von den 27 beendeten Streits dauerten vier von 10 bis 19 Tagen, sechs von 5 bis 8 Tagen, zwölf von 2 bis 4 Tagen und fünf 1 Tag oder weniger. Ausgang der 27 beendeten Streifs: 4 Erfolge( unerhebliche Forderungen), 14 Ausgleiche und 9 Mißerfolge. An den Erfolgen waren betheiligt 111 Arbeiter( in 2 Konflikten, die Theilnehmerzahl der übrigen 2 erfolgreichen Streits ist unbekannt), an den Ausgleichen 1494( für 13 Konflikte), an den Mißerfolgen 636( für 8 Konflikte). Unternehmer- Verbände. eben In Rostock befinden sich bei der Firma A. Schraep die Granitschleifer im Ausstand und dürfte sich der Streit auch auf die übrigen Arbeiter ausdehnen. Wie uns mitgetheilt wird, verlangte Diese Resolution wurde gegen eine sehr erhebliche Minderheit der Arbeitgeber, daß die Arbeiter künftig den Schmirgel zum abgelehnt, dagegen folgende angenommen:„ Die Versammlung erschleifen selbst kaufen, und konnte hierüber zwischen beiden Theilen flärt sich mit den Beschlüssen des Hamburger Parteitages einver- feine Einigung erzielt werden. standen; sie betrachtet die Beschlüsse insgesammt als eine gute Vor- Ausländische Agitatoren scheinen für unsere Polizeibehörde arbeit zu den nächsten Reichstagswahlen. Die aus Anlaß des ganz besonders gefährliche Leute zu sein, die sich einer ganz beParteitages von einigen bürgerlichen Blättern fonftruirte Spaltung sonderen Aufmerksamkeit erfreuen. So wurde dem Einberufer einer besteht nur in der Phantasie fapitalistischer Zeitungsschreiber, nicht Gewerkschaftsversammlung in Magdeburg von der Polizeibehörde Auflösung zu stehen. Den äußeren Grund für den Zusammenbruch Der Verband der Salpeter Produzenten scheint vor einer. aber bei dem um seine Befreiung fämpfenden Proletariat." mitgetheilt, das ausländische Agitatoren in der Versammlung nicht der Ronvention bot der Beginn der Erzeugung feitens des neuen Weiter beschloß die Versammlung, den vor länger als einem geduldet werden und wo solche Agitatoren auftreten, fie die öffentliche Salpeterwerfes Salar del Carmen am 15. d. M. Das Syndikat, Jahre über die Brauereien von Freyberg und Bauer Ruhe, Sicherheit und Ordnung gefährden. O jeh! Das sind ja welches dieses Werk betreibt, hatte sich zwar erboten, der Kombiverhängten Bierbontott aufzuheben, da die Brauerei ganz schwere Verbrecher! besitzer den Wunsch der Arbeiterschaft Einrichtung eines Arbeitsnation beizutreten, aber nur unter der Bedingung, daß dies nicht. Aus Schlesien. Die österreichischen Weber Johann Rother auf grund der Vorschrift der Konvention gefchehe, wonach jeder nachweises erfüllt haben. Das Statut ist gemeinsam entworfen und Rarl Kohlmann hatten in Bolkenhain für die dortige Produzent sich einer dreimonatlichen Versuchszeit zu unterwerfen hat, und von den Brauereien unterschriftlich anerkannt worden. Filiale des deutschen Textilarbeiter- Verbandes agitirt. Eine solche innerhalb welcher seine Maximalproduktion festgestellt wird, um Die Abrechnung ergab, daß im vergangenen Geschäftsjahre Agitation wird im heiligen deutschen Reiche immer mißliebig" be- danach die ihm zuzubilligende Produktionsquote auszurechnen. Der gegen die Redakteure des Voltsblattes" an Freiheitsmerkt und deshalb wurden die beiden Genannten ausgewiesen. strafen verhängt wurden: 2 Jahre 2 Monate und 3 Wochen Gewahre Grund der Auflösung aber ist, wie der B. B. 31g." berichtet fängniß, 56 Wochen Haft und 3338 M. Geldstrafe. Diesen Verfolgungen Ju Scharmbeck( Prov. Hannover) steht ein größerer Ausstand wird, daß die Erkenntniß allseitig aufgetaucht ist, der Verband habe gegenüber ist aber zu fonstatiren, daß die Abonnentenzahl ganz be- der Bigarrenarbeiter bevor. Die Arbeiter haben bisher vergeblich seinen Zweck völlig verfehlt gerade wegen jener deutend stieg. versucht, auf gütlichem Wege eine Lohnerhöhung durchzusehen, und Versuchszeit Klausel. Die Art der Feststellung der ProGenosse Schade wurde wieder zum Vertrauensmann gewählt. ist nunmehr in der Fabrit von Gebr. Roelecke der Ausstand duktionsfähigkeit hat nämlich dazu geführt, daß die Werke Aus Effen wird der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Zeitung" ausgebrochen. Die Arbeiter der anderen Firmen wollen gleichfalls während jener Versuchszeit mit verdoppelter Maschinenkraft geschrieben: Es wäre ein Frrthum, zu glauben, daß die Masse der die Arbeit einstellen, wenn ihre Forderungen nicht bis Dienstag bearbeiteten, nur um eine möglichst hohe Quote zugebilligt zu erhalten. Die Folge war, daß von einer wirklichen Einschränkung der ProParteigenoffen die Wahlunterstüßung Krupp's, dem katholisch- willigt werden sollten. buktion gar nicht die Rede war, und daß viele Produzenten sich von anderen Mitgliedern des Verbandes übervortheilt hielten. Die beste Abhilfe der jezigen traurigen Geschäftslage scheint fomit darin 8 liegen, daß die Werke, welche nicht besonders günstig fituirt sind, von Fällen bereits geschehen; die Produktion im September zeigt Betrieb bis auf beffere Zeiten einstellen. Dies ist in einer Reibe einen weiteren Rückgang auf etwas über 80 000 Zonnen, sodaß sie für die letzten 6 Monate nur 660 000 Tonnen umfaßte gegen etwa schnell einberufenen Versammlung entschlossen sich die Streifenden 700 000 Tonnen in der nämlichen Zeit des Vorjahres. zum Nachgeben. Ein Hauptgrund der Nachgiebigkeit war der, daß ziemlich die Hälfte der Ausständigen in der Fabrik gehörigen Arbeiterwohnungen wohnen und allen diesen auf über 8 Tage ge- Depelthen und lekke fündigt war, wie das im Miethstontraft woblweislich vorgesehen Es zeigt sich hier einmal wieder so recht, welchen Werth die von den Unternehmern erbauten Arbeiterwohnungen haben. " demokratischen Stößel gegenüber, für richtig hielte oder daß sie Der Streik in der großen Zutespinnerei in Schiffbek bei auch nur damals, im Jahre 1893, aus sich heraus zu dieser Hamburg ist am Mittwoch Abend beendet. Der ArbeiterAbstimmung gelangt wäre. Es waren Führer, die damals ausschuß hatte sich, wie schon turz telegraphisch gemeldet, am Mitt äußerten: Wir warnen davor, Stözzel zu wählen". Den woch Nachmittag nach dem Komptoir begeben, um mit den vier Führern wird es begreiflicherweise schwer, einzusehen und Direktoren zu unterhandeln. Die Direktion gestand eine Lohn zu jezigen Preisen noch mit Nutzen arbeiten zu können, den einzugestehen, daß sie sich im Widerspruch mit der Mehrzahl der erhöhung von 5 pCt., Bezahlung der gefeierten beiden Tage und Genossen befanden. Wenn man aber vor ganz Deutschland von für die Zukunft Lieferung besseren Arbeitsmaterials zu. Die Arbeiter Essen und seiner 1893er Wahl spricht, so wird es ein Gebot der hatten erst 20, dann 10 pet. Lohnerhöhung gefordert. Erst nach sehr Gerechtigkeit, das Gros der Parteianhänger gegen den Vorwurf zu langer und sehr heftiger Debatte in einer zum Mittwoch Abend schützen, daß ihm der damalige Verstoß zur Last fiele. war. Todtenliste der Partei. In München ist am Mittwoch Todtenliste der Partei. In München ist am Mittwoch der in Arbeiterkreisen Bayerns weit bekannte Schneider Friedrich Fritsch anscheinend infolge einer Vergiftung gestorben. Er er frantte am Montag Nachmittag kurz nach dem Mittagessen, daß in war, wie das felbstgedünftetem Kalbfleisch und in Suppe bestand, die aus einem Gasthause geholt worden war. Frau Fritsch ertranfte gleichfalls, ist aber wieder wohl, während ihr Gatte trog sofortiger ärztlicher Silfeleistung unter großen Schmerzen verschied. Die behördliche Untersuchung ist eingeleitet. Fritsch, der im Alter von 50 Jahren stand, war langjähriger Vorsitzender der Münchener Filiale des Schneiderverbandes und ist seit zirka 15 Jahren ununterbrochen für die Partei thätig gewesen. Ehre seinem Andenken! Die Lohnbewegung der Stettiner Bauarbeiter hat den er freulichen Erfolg zu verzeichnen, daß nunmehr 29 Unternehmer auf 82 Bauten die Forderungen der Arbeiter bewilligt haben. Aus ständig sind nur noch 11 Mann. Nachrichten. " Kiel, 28. Oktober.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei den heutigen Gewerbegerichtswahlen wurden die Kandidaten der sozials demokratischen Arbeiterschaft in allen Bezirken fast einstimmig gewählt. " Die Germaniawerft Rrupp hat heute den Auftrag zum Bau eines Panzerschiffes Ersatz König Wilhelm" erhalten. Einen Strafbefehl in Höhe von 25 M. hat die Magde: Hamburg, 28. Oftober.( W. T. B.) Wie die„ Hamburgische burger Staatsanwaltschaft gegen den Genossen Bernstein Börsenhalle" meldet, sei zwischen der„ Hamburg- Amerika- Linie" und In Mannheim ist im Alter von 75 Jahren der Privatmann verfügt. Angeblich soll Bernstein während des Streits der Harmonika. der„ Grand Trunk Railway" ein Vertrag abgeschloffen, nach dem Gustav Heinsius, ein stiller, aber treuer Anhänger unserer Arbeiter Versammlungen einberufen haben, die er polizeilich nicht die Hamburg Amerika Linie" einen regelmäßigen monatlichen Bartei, nach langem Leiden gestorben. Wie die„ Volksstimme" mit anmeldete. Auf Veranlassung der Amtsanwaltschaft wurde Sonn. Dienst zwischen Hamburg und Portland( Maine) eröffnen wird. theilt, ist er in seiner Jugend in Göttingen von dem damals dort abend Nachmittag beim Harmonika- Arbeiter Zimmer in Diesdorf Für die neue Verbindung feien einige große Dampfer der A- Klasse studirenden jetzigen Minister Miquel, mit dem er in einem Hause gehaussucht. Was gesucht wurde, ist unbekannt. Gefunden und ausersehen. aufammenwohnte, für die kommunistische Idee gewonnen worden mitgenommen wurde nichts. Triest, 28. Oktober.( W. T. B.) Der Dampfer des Dester= Zur Zeit der schlimmsten Reaktion mußte er in Amerika Zuflucht Das Koalitionsrecht der Arbeiter. Wie wir neulich schon reichischen Lloyd" Najade" fuhr gestern Abend bei stürmischem suchen. Burückgekehrt, nahm er emfig theil an den Emanzipations mittheilten, hat die Hamburger Staatsanwaltschaft einen neuen Wetter bei der Insel Brazza auf. Passagiere und Post wurden auss bestrebungen der Arbeiter. Bis zum Tode ist er seinem Jugend Vorstoß gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter unternommen. Sie geschifft. Ein Dampfer ist zur Bergung abgegangen. ideal tren geblieben. Die Arbeiterschaft wird sein Andenken dauernd hatte einen Süper angeflagt aus§ 158 der Gewerbe- Ordnung, Florenz, 28. Ottober.( Boss. 3tg.") Gestern wurde nach in Ehren halten. weil derselbe all einem unorganisirten Küpergesellen, der 10 tägiger Verhandlung der sehr reiche Erzpriester Delcampo zu Polizeiliches, Gerichtliches 2c. in einem Betriebe, in dem bisher nur organisirte Gesellen 61/2 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt, weil er mit Hilfe eines Reichstags- Abgeordneter Georg Horn in Dresden 50 an der Zahl gearbeitet hatten, in Beschäftigung trat, Bauern, der hierfür 10 Jahre erhielt, einen früher bei ihm be. Löbtau hat am 26. Oktober die zehnmonatige Gefängnißstrafe an- gesagt haben sollte, wenn er nicht in den Verband einträte, schäftigten, später entlassenen Feldpächter durch einen Steinschlag getreten, die ihm als Redakteur des Glasarbeiterorgans" Der Fach- so müsse entweder er die Arbeit wieder niederlegen oder sämmtliche auf den Kopf ermordet hatte. Der Erzpriester nahm die Urtheilsgenoffe" wegen Beleidigung der Glashütten- Direktoren Liebig in anderen Küper legten die Arbeit nieder, worauf der unorganisirte verkündigung gleichgiltig entgegen. Berantwortlicher Redakteur: Quauit Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 253. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 29. Oktober 1897, Arbeiter! Handwerker! Parteigenoffen! Am 8. November finden im 3., 8., 10., 12., 14., 19., 21., 25., 26., 28., 32., 34., 38. nnd 40. Kommunal- Wahlbezirk in der dritten Abtheilung die Ergänzungswahlen für die Stadtverordneten- Versammlung statt. Parteigenossen! Es ist nicht nur unsere Aufgabe, die sozialdemokratischen Sitze wieder zu erobern, wir müssen auch neue Mandate dazu gewinnen. Die dritte Abtheilung, die Abtheilung der Arbeiter und der wirthschaftlich Schwachen, gehört der Sozialdemokratie. Mögen die Mandate der ersten und zweiten Abtheilung den Geldsacksinteressen geopfert werden, wir können es bei dem herrschenden Wahlsystem nicht hindern. Aber die Hunderttausende, deren Arbeit erst den Wohlstand und den Neichthum der privilegirten Wähler schafft, haben die Pflicht dafür zu sorgen, daß auch ihre Ansichten im Rothen Hause zur Geltung kommen. Parteigenossen! Heut herrscht im Rathhaus die freisinnige Bourgeoisie, die erbitterte Feindin der sozialdemokratisch organisirten Arbeiterklasse. Sorgt dafür, daß der sozialistische Gedanke mehr noch wie bisher die Verhandlungen des Stadtparlaments durchdringt, indem Ihr alles aufbietet, die Mandate der dritten Abtheilung für die Sozialdemokratie zu erobern. Vorwärts zur Agitation! Vorwärts zum Kampf! Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 2. die Petition des freifinnigen Bezirksvereins der Schönhauser Stadtverordneten Bersammlung" sprechen. Beigt Guer und Prenzlauer Vorstadt um baldige planirung des Helm Jnteresse dadurch, daß Ihr in dieser Versammlung sehr zahlreich holyplates aus den Ueberschüssen des vorigen Etatsjahres, und erscheint. Die Vertrauensperson. Umwandlung dieses Platzes in einen Spiel- und Schmuckplay. Die Versammlung beschließt ohne erhebliche Debatte nach den Ausschußvorschlägen. Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 28. Oftober, um Emstellung einer Summe in den nächstjährigen Etat zwecks nachmittags 5 hr. Zur Verhandlung stehen zunächst einige Berichte des Petitionsausschusses. Das Komitee zur Errichtung eines Dentmals für die Die Freie Volksbühne veranstaltet am Sonntag, den 31. Oktober, für die IV. Abtheilung die legte Borstellung von A. Fitger's Trauerspiel„ Die Here" Die Versammlung nimmt zur Kenntniß, daß der König der unter Mitwirkung des Fri. Serafine Detschy, Frl. Emma Thouret Stadtgemeinde Berlin zur Annahme des von Professor Schauer gestellung beginnt Umstände halber erst um 4 Uhr. und Herrn Deser vom Deutschen Theater als Gast. Die Vorschenkten Gemäldes„ Tullia überfährt den Leichnam ihres Vaters" Da die IV. Abtheilung von nicht gefüllt ist, können diejenigen Mitdie Genehmigung ertheilt hat. der auf 900 000 m. veranschlagten Kosten außer den bereits be- lubrit VII ihrer Mitgliedskarte eine Marke einkleben lassen. MitFür den Neubau der Potsdamer Brücke soll à conto glieder, welche die Vorstellung noch einmal sehen wollen, sich in willigten 300 000 M. angesichts der beschleunigten Ausführung in glieder können nur noch zur IV. Abtheilung aufgenommen werden, diesem Jahre noch eine dritte Rate von 150 000 m. aus der Brücken- da die ersten drei Abtheilungen geschlossen sind. bau- Anleihe zur Verfügung gestellt werden. Märzgefallenen hat schon im Frühjahr um Bewilligung eines Beitrags für diesen Zweck bei der Versammlung petitionirt. Der Ausschuß hat am 15. Juni cr. beschlossen, in die materielle Ver: handlung der Petition nicht einzutreten, weil die Petition auch an den Magistrat gerichtet, von diesem aber ein Bescheid noch nicht ergangen, mithin der Justanzenzug noch nicht erschöpft sei. In der Sitzung vom 24. Juni wurde von den Stadtv. Singer und Genossen Berichterstattung beantragt. Die Petition gelangte an den Ausschuß zurück; dieser hat aber am 19. Oftober einfach seinen früheren BeOhne Diskussion wird demgemäß beschloffen. schluß wiederholt, den heute Stadtv. Reich now als Berichterstatter Als dringliche Vorlage hat der Magiftrat an die Verunter Berufung auf die Geschäftsordnung zu begründen versucht. fammlung den Antrag gelangen laffen, den Ausgabetitel von unter Berufung auf die Geschäftsordnung zu begründen versucht. 100 000 n. im Etat der Gaswerte für Ersatz gewöhnlicher Zur heutigen Verhandlung haben die Stadtverordneten Lade wig und Genossen folgenden dringlichen Antrag eingebracht: Brenner der öffentlichen Straßenbeleuchtung durch Gasglüh= Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, mit icht Brenner" um 52 500 n. zu überschreiten, um außer den ihr in gemischter Deputation über die Errichtung eines Denkmals bereits umgeänderten ca. 4300 Flammen noch weitere 3479 sofort für die am 18. März 1848 Gefallenen zu berathen." in Angriff nehmen zu können. Motivirt wird die Forderung, Da Stadtv. Fä hnd rich der Dringlichkeit widerspricht, indem die Sache doch nicht folche Eile habe," kann dieser Antrag heute nicht zur Erörterung gelangen. Stadtv. Perls: Ich fann diese Gelegenheit nicht vorüber geben lassen, ohne festzustellen, daß die Haltung des Magistrats in dieser Angelegenheit in weiten Kreisen der Bürgerschaft lebhafte Mißstimmung hervorgerufen hat.( Vorsteher Dr. LaugerW Gasersparniß. wie bekannt, mit der durch die Reform erzielten sehr beträchtlichen Der Magistratsantrag gelangt ohne Debatte zur Annahme. Schluß 64 Uhr. Lokales. Die Adreffen der Vertrauenspersonen der sozialdemokratischen 1. Wahlkreis. han 3 unterbricht den Redner mit dem Hinweis darauf, daß jest Partei in Berlin sind: nicht der Dit fei, darüber zu sprechen, weil der Ausschuß lediglich formale Gründe für seine Stellungnahme geltend mache, auf die Sache selbst also frühestens bei der Verhandlung des Antrags Ladewig in der nächsten Sigung eingegangen werden könne.) Redner bricht darauf seine Ausführungen ab. alt all Stadtv. Singer: Das Romitee hat seine Petition zugleich deu Magistrat und gerichtet. uns Weshalb nun wir erst verhandeln sollen, nachdem der Magiftrat sich schlüssig gemacht hat, ist mir unklar. Ein solches Verfahren und eine folche Auslegung der Geschäftsordnung würde das hochwichtige Petitionsrecht der Bürgerschaft schwer beeinträchtigen. Auf diesem Bege tönnte ja der Magiftrat die Versammlung gänzlich lahm legen und jede Aeußerung verhindern, wenn er auf die an ihn gelangte Petition überhaupt nicht antwortet. Eine folche Subordinirung der Versammlung unter den Magistrat wird durch die Bestimmungen der Geschäftsordnung nicht gerechtfertigt. Materiell tönnen wir heute allerdings nicht verhandeln, nachdem wunderbarerweise gegen die Dringlichkeit des Antrages Ladewig Widerspruch erhoben ist. Wir erheben aber Widerspruch gegen die hier beliebte Auslegung der Geschäftsordnung und behalten uns entsprechende Abänderungsanträge vor. Borsteher Langerhans hält die angefochtene Bestimmung der Geschäftsordnung im Namen der Deffentlichkeit und im Namen der Freiheit für höchst zweckmäßig. Sollte wirklich eine Sache vom Magistrat hingezögert werden, so habe die Versammlung das Recht, daran zu erinnern. Uebrigens sei ja aus der Einbringung des An trags Ladewig zu ersehen, wie leicht sich solche Bestimmungen um gehen lassen; in der nächsten Sizung werde dieser Antrag zur fachlichen Verhandlung kommen. Chr. Bohn, Friedrichstr. 19, Hof lints 3 Tr. bei Reibe. Benno Stabernact, Inselstr. 10. 2. Wahlkreis. Werner, Bülowstr. 59. Herm. Grashagen, Belle- Alliancestr. 85. 3. Bahlkreis. St. Friz. Oranienfir. 157, 4 Tr. 4. Wahlkreis. Südosten: Wilh. Erbe, Cuvrystr. 25. Voigt, Naunynstr. 3. Often: Rob. engels, Fruchtstr. 30, Quergeb. 2 Tr. " Frz. Thielte, Pallisadenstr. 52. 5. Wahlkreis. Jakob Reu I, Barnimstr. 42. So b. Richter, Neue Königstr. 90. 6. Wahlfreis. Rosenthaler Borstadt und Gesundbrunnen: E. Selbig, Usedomstr. 9. Schönhauser Vorstadt: Nich. Rose, Anklamerstraße 41. Wedding und Oranienburger Borstadt: Eugen Moabit: H. Gräschte, Bremerstr. 50, Ernst, Ackerstr. 33. " 1 Das Repertoire für November bringt für die I. Abtheilung am 7., II. am 14., III. am 21., IV. am 28. im Friedrich Wilhelmstädischen Theater nachmittags 3 Uhr ein einattiges Bild aus dem Handwerker. leben von Ernst Preczang: Sein Jubiläum", und von Joseph feuilletonistischen Werk bekannt sein dürfte:„ Die FahnenRüderer, der den Lesern des Vorwärts" noch aus einem ei he", eine Komödie in drei Akten. Die Vorstellungen im essing- Theater finden im Januar, März und ev. Mai statt. Dringend bittet der Vorstand, zu den Vorstellungen rechtzeitig es nicht mehr statthaft, die Vorstellung einer anderen Abtheilung zu erscheinen, um unliebsame Störungen zu vermeiden. Desgleichen als der, welcher das betreffende Mitglied angehört, zu besuchen. Billets für das am 27. November stattfindende Winterfest in der Brauerei Friedrichshain sind vom Mittwoch, den 3. November, ab in allen Zahlstellen à 30 Bf. zu haben.( Siehe heutiges Juferat.) Der Vorstand: J. A. G. Winkler. ist " Arbeiter- Bildungsschule. Wir machen die Theilnehmer am Unterrichtsfach Rechtstunde" darauf aufmerksam, daß der Unterricht am heutigen Abend ausfällt, da der Herr Rechtsanwalt Heine verhindert ist. Nächste Unterrichtsstunden Freitag, den 5. Nos vember, abends 9 Uhr. Der Vorstand. die Kochschule und Volkscrnährung. In der Nahrung 3. mittel: Ausstellung baben zwei Vereinigungen ihre Erzeugs niffe ausgestellt; es sind der Lette- Verein und der Berliner Hauss frauen- Verein. Man kann nun eben nicht sagen, daß beide Vereine für die Voltsernährung in Frage kommen, denn was wir in der Ausstellung von ihnen zu sehen bekommen, kann die Arbeiter nur infofern intereffiren, als sie erfahren, welche Leckerbissen in der bürgerlichen Küche zubereitet werden. Das Programm der beiden Vereine ist lediglich ein solches für höhere Töchter" und perfette" Röchinnen. Außer der feineren Küche wird ihnen zivar auch sogenannte einfache Küche gelehrt; was aber diese einfache Küche bedeutet, weiß jeder Eingeweihte. In den Kochbüchern und Hausfrauen- Zeitungen findet sie ein jeder und er tommen von 300-400 Mart monatlich gehört. Das Haupt- Augen. tann sich leicht ausrechnen, daß zu dieser einfachen" Küche ein Einmert wird in deutsch- kleinbürgerlicher Weise auf die niedliche Bu bereitung gelegt, während die Errungenschaften der Nahrungsmittelwenig beachtet werden. Man ist noch viel zu sehr auf die kraftlose, Chemie in dieser Art von Vereinen und ihren Organen noch sehr unmoderne„ Gemüthlichkeit" bedacht, die dort, wo es sich um wirth schaftlich wichtige Dinge handelt, doch erst in zweiter Linic tommen darf, wenn sie überhaupt ihren Zweck erfüllen foll. An die proletarischen Frauen und Mädchen Berlins! Ein Theil der Stadtverordneten wird binnen kurzem neu gewählt Vergebens sieht man sich auf der Ausstellung, die für Boltss werden. Jede Arbeiterin und Arbeiterfrau hat das lebhaftefte ernährung" betitelt ist, nach irgend welchen Bestrebungen um, die Interesse daran, was für Leute gewählt werden; handelt es sich für die Arbeiter familie berechnet sind. Wohl ist manches für Stadtv. Sa ch 3 II. Unser Vorsteher wird den Stadtv. Singer doch um vicle wichtige Lebensfragen, über die die Stadtverordneten Massenernährung ausgestellt, aber für die kleine Küche ist so gut wohl nicht überzeugt haben, und doch hat der Ausschuß mit seiner au berathen und zu beschließen haben. Da ist hervorzuheben die Be- wie gar nichts berechnet. Auf diesem Gebiete hätte gerade die AusStellungnahme gauz recht. Der Magiftrat hat die Exekutive und zahlung der städtischen Arbeiter und deren Sicherstellung im Alter; ftellung manches nüßliche popularisiren können. Nur mit zu großer wir können nicht eher uns mit einer Sache beschäftigen, als wir es find Eure Brüder, Eure Männer, die Väter Eurer Deutlichkeit zeigt sich jedoch, daß man keine Mühe aufwendet, wenn wissen, welche Stellung er dazu einnimmt; der Instanzenzug ist noch geliebten Kinder, über deren Lebenslage, die auch die Eurige ist, die nicht ein nennenswerther Profit winkt. So wundert man sich denn nicht erschöpft. Dem Petitionsrecht der Bürgerschaft wird dadurch Stadtverordneten bestimmen. auch nicht weiter groß, nicht den geringsten Ausah von Schulen zu nicht Abbruch gethan. Von dem Standpunkt, auf jeden Fall in Ebenfalls hängt das Gedeihen und die Schulbildung Eurer finden, in denen Arbeiterinnen das lernen fönnten, was sie als eine materielle Berathung einzutreten, kann man nicht dazu kommen, Kinder sehr viel von der Gesinnung der Stadtverordneten ab. Familienmütter in Küchendingen wissen müßten. Reiner wird von die Geschäftsordnung zu ignoriren. Soll es fernerhin noch angängig sein, daß das Geld im Stadt einer jungen Arbeiterin verlangen fönnen, daß sie, die von der fäckel knapp ist, sobald es sich in der Schule um Proletarierkinder Schule gleich in die Fabrik oder in das Geschäft tam, mit handelt, für das Kind des Bourgois aber viel freigebiger gesorgt dem Haushalt Bescheid wisse. Im lieben deutschen Vaterlande, wird? Für jeden Gemeindeschüler werden jährlich nur 59 m. verwendet, dessen Echulen von vielen Seiten so hoch gepriesen werden, ist man während auf einen höheren Schüler" 129 M. fommen! Schulärzte mit praktischen Dingen recht ängstlich und zurückhaltend. werden nicht angestellt, weil die Herren dies einzig aus Furcht vor mehreren Jahrzehnten überläßt man den nordischen und westdem Sozialismus" nicht wollen. Frühstück den hungernden Kindern europäischen Staaten den Vortritt im Schulwesen. So hört man zu verabreichen, geht gleichfalls nicht an, denn einen Nothstand giebt mit Erstaunen, daß im Auslande viele Kochschulen für Arbeiterinnen es nicht; es ist nach dem Stadtverordneten Baumbach ja oft nur mit großem Erfolge thätig sind, in denen nicht nur auf die Schmack. bie Faulheit und Bequemlichkeit der Mütter haftigkeit, sondern auch auf den Nährwerth der Speisen und deren Zu daran schuld, wenn die Kinder ohne Frühstück zur Schule bereitung Gewicht gelegt wird. Vor mehreren Jahren wurde im rheinischtommen. Nun, manche arme Mutter, die diese Worte in den Be- westfälischen Industriegebiet allerdings einmal ein Arbeiterinnens richten las, wird empört gewesen sein über solche Unkenntniß der Kochbuch herausgegeben. Die Rezepte, die in dem unentgeltlich wirklichen Verhältnisse. vertheilten Buche angegeben waren, wiesen jedoch eine derartige Stadtv. Gerstenberg verweist darauf, daß die Versammlung Darum, Ihr Proletarierinnen, ist es Eure unabweisliche Pflicht, Würze von geistlichen Ermahnungen und feudalistisch- rückständigen in diesen Dingen die höhere Instanz ist und das letzte Wort zu Euch für die Stadtverordneten- Wahlen zu intereffiren; zwar habt Rathschlägen auf, daß die Arbeiterschaft die Kochbücher mit Hohn. Sprechen hat. Ihr auch hier fein Recht zu wählen oder gewählt zu werden, aber gelächter ablehnte. Auch war gar zu genau zu merken, daß den Der Gegenstand wird damit verlassen. Ihr könnt Euren Einfluß ausüben auf Eure Männer und Eure Arbeiterinnen vorgerechnet werden sollte, daß ihre Männer viel zu Ueber die Petition der Vereinigung von Zeichenlehrern an den Brüder, damit diese insgesammt zur Wahl gehen und Vertreter viel verdienen und daß sie, wenn sie nach dem Kochbuch kochen höheren Lehranstalten Berlins um Erhöhung ihres pensionsfähigen wählen, die wirklich das Wohl des Volkes fördern werden. würden, sparen könnten oder eigentlich für einen billigeren Gehalts, sowie über mehrere Petitionen wegen Ermäßigung bezw. Um Euch im weiteren die Wichtigkeit der Verhandlungen im Lohn arbeiten müßten. Die frömmelude Buspeise zu dem Rückzahlung von Steuern und Gewährung von Unterstügungen ist Nathhause flar zu machen, wird von der Vertrauensperson der Kochbuch und die durchaus nicht auf die Nahrhaftigkeit berechneten der Ausschuß zur Tagesordnung übergegangen. Dagegen Frauen zum Montag den 1. November eine Boltsversammlung nach Kochrezepte verriethen jedenfalls sofort die Absicht und die Absicht sollen dem Magiftrat zur Berücksichtigung überwiesen werden: Sanssouci, Rottbuser str. 4a, einberufen. Genofie Stadt verstimmte. 1. die Petitionen wegen Asphaltirung der Wichmann- verordneter Paul Singer wird über: Die Schulvers Würden Kochbücher für die Arbeiterküche herausgegeben werden, fraße von der Burggrafenstraße bis zum Kurfürftdendamm, hältnisse und die Kinderausbeutung vor der ohne Hintergedanken und mit möglichst volksthümlich wissenschafts Stadtv. Singer: Ich habe ausdrücklich hervorgehoben, daß ich in die materielle Frage nicht eintrete; der Borredner unterlegt mir also eine Absicht, die ich nicht habe. Der eigentliche Differenzpunkt ist, daß der Ausschuß nicht berechtigt sein darf, jede Besprechung einer Petition zu verhindern, die gleichzeitig auch an den Magistrat gerichtet ist. Es ist und bleibt eine Beeinträchtigung des Petitionsrechtes der Bürgerschaft und unserer Befugnisse, wenn, wie in diesem Falle, ein formeller Vorbehalt zu einer solchen Hinaus zögerung der Angelegenheit die Handhabe bieten muß. Stadtv. Wohlgemuth: Im die Besprechung zu ermöglichen, haben wir unsererseits den Antrag eingebracht, dessen Verhandlung nun durch den Widerspruch des Herrn Fähndrich vereitelt worden ist. a liefert." lichem Inhalte, sie würden sicher ernsthaft genommen werden und feinfach für den Mann erklärt haben, der ihnen die Verfrommungs| Grave'sche Apotheke in der Wilhelmstraße follen die Verkaufs folchen Erfolg haben, wie Arbeiterinnen- Kochschulen, die nur den Verordnung vom Halse schaffen will. Seiner inneren Natur getreu, denun- verhandlungen bereits abgeschlossen sein. Diese Verkäufe intereffiren Zweck haben, den Mädchen und Frauen, die Nahrungsforgen halber zirt die„ Staatsbürger- 3tg." gleich nach Schema F darauf los und ver- besonders dadurch, daß es sich in allen Fällen um Apotheken handelt, nie in der Wirthschaft thätig sein konnten, eine brauchbare An- langt von den ordnungstreuen Vereinen, denen die Flugblatt- Unter deren Konzessionen noch in der ersten Hand find. Alle drei leitung in der Speisenbereitung zu geben. zeichner vorstehen, eine Maßregelung der Sünder. Was wird Apotheken werfen alljährlich ihren derzeitigen Besitzern einen Freilich, das Ausbeuterideal, mit Kochschulen und Kochbüchern man da hinfort noch alles auf grund" der Verfrommungsverordnung bedeutenden Reingewinn ab, und man wird nicht zu hoch die Arbeiter zufrieden zu machen und die soziale Frage zu lösen, erleben müssen! greifen, wenn man den Erlös aus dem Verkauf dieser drei läßt sich nicht erreichen. Wenn man vor Gericht die Wahrheit redet. Von der staatlichen Betriebs Berechtigungen, der Konzessionen, auf Die Fachschrift widmet diesen Invaliditäts- und Altersversicherung. Die vom Berliner Organisation der Möbelpolirer wird uns folgender Fall mitgetheilt: Million Mark annimmt." Magiftrat als der unteren Verwaltungsbehörde im Sinne des In der Möbelfabrit von Wentels Nachfolger, Besselstr. 14, hatte Borgängen folgende bittere Worte: Solange die Regierung es ges Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetzes schon bald nach ein Arbeiter nach Ansicht der Unternehmer nicht genügend geleistet, stattet, daß die von ihr im Namen des Gemeinwesens ertheilten Inkrafttreten des Gesetzes eingerichtete besondere Abtheilung weshalb ihm ein Lobnabzug in Höhe von 9 M. und 50 Pf. gemacht und gegen Konkurrenz geschüßten Betriebsrechte zum Vortheil eines für Invaliditäts. und Altersversicherungs- wurde. Der Arbeiter verklagte die Firma vor dem Gewerbegericht Ginzelnen und zum Nachtheil aller auf diesen ersten Konzessionar Sachen hat im Jahre 1896/97 eine ungewöhnlich starke Vermehrung und berief sich auf das Zeugniß zweier von ihm vorgeladenen folgenden Generationen verkauft werden, so lange kann ihr nicht der ihrer Geschäfte gehabt. Diese zeigte sich besonders bei den Anträgen Kollegen. In der vor wenigen Tagen stattgefundenen Verhandlung Vorwurf erspart werden, daß sie im Apothekergewerbe den wirth auf Gewährung von Invalidenrente, die von 1494 im Vor- machte der amtirende Assessor die beiden Zeugen darauf aufmerksam, fchaftlich Schwachen nicht nur nicht schüßt, sondern ihn im Gegen jahre auf 1774 im Berichtsjahr stiegen. Die Zahl der Jnvaliden- daß sie die lautere Wahrheit vor Gericht zu reden hätten, und sich theil entrechtet und ihn mit gebundenen Händen den Interessen des renten- Anträge hat überhaupt von Jahr zu Jahr bedeutend namentlich aus dem Grunde, weil sie bei der verklagten Firma be von ihr geschaffenen und in seiner Rente geschützten Kapitals auszugenommen sie war in den letzten sechs Jahren 252, 522, schäftigt seien, nicht verleiten lassen dürften, wahrheitswidrig zu deren Den wirthschaftlich Starten gegen den wirthschaftlich Schwachen 880, 1436, 1494, 1774- doch lassen sich, da inzwischen wiederholt Gunsten auszusagen. Solches sei schiere Sünde und werde mit eine Ausdehnung der Versicherungspflicht stattgefunden hat, teine zeitlichen und ewigen Strafen gefühnt. Die beiden Beugen, die auch 8 schüßen ist nach kapitalistischer Anschauung doch überhaupt der ficheren Schlüsse daran knüpfen. Von den im Jahre 1896/97 ohne diese Mahnung nach Recht und Gewissen ihre Pflicht gethan höchste Beruf einer zeitgemäßen Regierung. ( beziv. 1895/96) eingegangenen 1774( 1494) Anträgen wurden hätten, bekundeten darauf, daß die Forderung des Klägers an Von der Direktion der Urania wird uns geschrieben: Die 191( 120) zurückgezogen oder anders erledigt und 1072 gemessen sei, und die verklagte Firma wurde auf dieses Zeugniß hin der Gesellschaft Urania nabestehenden Freunde hatten dieselbe in die ( 900) als begründet, 448( 429) als unbegründet an die verurtheilt. Lage gesetzt, in der gestern stattgehabten Subhastation des Grundzuständigen Versicherungsanstalten weitergegeben, davon 1378( 1201) Merkwürdigerweise erhielten die zwei Arbeiter am selben Tage studs Taubenstraße 48/49 den Betrag von 580 000 M. zu bieten, an die Anstalt Berlin, 112( 102) an Brandenburg, der Rest( ab- noch die Mittheilung, daß für sie ferner feine Arbeit vorhanden sei. wodurch der erste Hypothekengläubiger voll befriedigt war und hiergesehen von der noch unerledigten) an andere Anstalten. Von Die Fahrpreise der elektrischen Stadtbahn sind auf 10 Pf. durch das grundbuchlich bis zum Jahre 1906 eingetragene Pacht 1085( 933) Anträgen, die nach den bisher eingegangenen Meldungen für die untere und 20 Pf. für die obere Klasse bis zur Entfernung recht der Gesellschaft auf das Grundstück unberührt erhalten wurde. bereits entschieden wurden, wurden 823( 739) bewilligt, 262( 194) von 5 Etationen vorgesehen. Darüber hinaus soll es 20 und Dies Grundstück wurde dann den Herren Lachmann und Zauber, abgelehnt. Die Zahl der Anträge auf Gewährung von Alters 30 Pf. toften. Da die durschnittliche Entfernung der Haltestellen welche einen höheren Preis boten, unter der ausdrücklichen Ver rente ist feit einigen Jahren etwa gleich ge- 930 Meter beträgt, so wird man durchschnittlich 3,72 Kilometer weit pflichtung zugeschlagen, den Bachtvertrag der Gesellschaft unverändert blieben; sie war in den letzten 6 Jahren: 948, 585, 532, 640, für je 10 ẞf. fahren, während die Große Berliner Pferdebahn jetzt übernehmen zu müssen. Durch diese Regelung der Besitzverhältnisse 471, 479. Von den im Jahre 1896/97( bezw. 1895/96) eingegangenen ihre Behnpfennig- Strecken im allgemeinen auf 3,5 Kilometer aus des Grundstücks ist die Gesellschaft in der Lage, den Betrieb un 479( 471) Anträgen wurden 34( 35) zurückgezogen oder anders ergedehnt hat. verändert fortzuführen. Iegigt und 325( 331) als begründet, 110( 103) als unbegründet weiter gegeben, davon 407( 405) an die Anstalt Berlin, 21( 23) an Brandenburg u. s. w. Von 328( 349) bereits entschiedenen Anträgen wurden 279( 312) bewilligt, 49( 37) abgelehnt. Bon Streitigkeiten sind 679( 439) eingegangen. Es handelte sich in 415 Fällen um Beitragsmarten, in 264 um Versicherungspflicht; 242 dieser Streitfälle waren durch die von der Anstalt Berlin veranlaßte Kontrolle angeregt worden.( Jm Vorjahr- Bericht fehlen Angaben hierüber.) Auf Antrag der Anstalt Berlin wurden 3( im Vorjahr 5) Arbeitgeber, die fich weigerten, den Kontrollbeamten die verlangten Angaben zu machen, durch Geldstrafen dazu angehalten. Der Armen direktion, die bekanntlich für geleistete Unterstützungen ihre An sprüche bei den Versicherungsanstalten anmeldet, wurde auf ihren Wunsch von der Abgabe der Rentenanträge an die zuständigen Au stalten und von der Bewilligung der Renten Mittheilung gemacht. ( Nach dem letzten Jahresbericht der Anstalt Berlin wurden der Armen direktion im Jahre 1895 13 577 Marf überwiesen.) all Der gesammte Personenverkehr der Nordbahn( Vorort und Fernverkehr) wird, wie tie königl. Eisenbahndirektion bekannt macht, am 1. Februar f. J. von Berlin( Nordbahnhof) und Gesund brunnen( Stadtbahn) nach dem Stettiner Bahnhofe und dem Bahn hose Gesundbrunnen verlegt. Von demselben Tage ab treten in den Fahrpreisen für gewöhnliche und Monatskarten infolge der vom Stettiner Bahnhofe in betracht kommenden größeren Entfernungen zum theil geringe Erhöhungen ein. Tie im Voraus gelösten, ungiltig werdenden Fahrkarten werden bis dahin an den Schaltern gegen Erstattung ihres Preises zurückgenommen. Nähere Auskunft ertheilt das Verkehrsbureau, Schöneberger Ufer 1-4( 3immer 258), sowie die Auskunftsstellen am Anhaltischen und Alexanderplatz Bahnhofe. Die öffentliche Leschalle Neue Schönhauserstraße 13, eine Gründung der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur, hat einen dankenswerthen Schritt vorwärts gethan. Sie wird vom 1. November ab nicht nur abends, sondern auch in den Mittagsstunden von 12 bis 3 1hr geöffnet sein. Zum Verkauf von Blumen und Kränzen während der Sonntagsruhe hat der Regierungspräsident von Potsdam jetzt verfügt, daß diefer Handel in Zukunft am Todtenfest- Sonntag und am Tage Aller Heiligen oder, falls Aller Heiligen auf einen Sonntag fällt, an diefem Sonntag für die Dauer von zehn Stunden, die jedoch außerhalb der für den öffentlichen Gottesdienst bestimmten Beit liegen müssen, gestattet ist. Beim Widerstand gegen einen Schuhmann ist gestern früh um 1 Uhr der Artist Eugen Heinicke verunglückt. H. trieb von einer Kneiperei kommend in der Trunkenheit allerhand Unfug, machte ich u. a. auch am Baugerüft der St. Golgatha- Kirche zu schaffen, fodaß Bretter herunterfielen und belästigte ihm begegnende Personen. Ein Mädchen wandte sich an einen Schuhmann und verlangte die Feststellung des Angetrunkenen. Der Beamte folgte nun diesem und holte ihn in der Invalidenstraße ein. Aufgefordert, zur Wache mitzukommen, weigerte sich Heinicke und verbat sich, daß der Schuh mann ihn anfasse. Als das nun trotzdem geschah, kam der Artist zu Falle und brach sich den linken Unterschenkel. Der Verunglückte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Kneiperei wird ihm ziem lich theuer werden, zumal er gerade ein Engagement als Jongleur antreten wollte. Auch eine Folge der Verfrommungs- Verordnnug. Ganz aus dem Häuschen ist die biedere Staatsbürger- Zeitung" ob eines Flugblattes, das in letzter Stunde von der freisinnigen Partei zur Das Polizeipräsidium hat gegen das vom Magiftrat aufgestellte der Spandauerstraße Reichstagswahl in der Westpriegnitz erlassen worden ist. Nicht der Projekt zur Verbreiterung Inhalt des Aufrufs ist es, der dem Antisemitenblatte besondere zwischen der Probststraße und Eiergaffe unter Beseitigung der Nikolai Kirchgasse Einwendungen nicht erhoben. Bekanntlich haben sich der Schmerzen macht; im Gegentheil, das Blatt erklärt in feinem Stadt gegenüber Unternehmer bereit erklärt, unter Gewährung eines Nachmittag furz nach 2 Uhr in der Lebensmittel- Ausstellung im MeßEine Auffchen erregende Szene spielte sich am Mittwoch Schreck, daß die Judengegner dasselbe und noch mehr bieten entsprechenden Zuschusses seitens der Stadtgemeinde die Verbesserung palast, Alexandrinenstr., ab. Das„ Berl. Tagebl." berichtet barüber: würden. Was das Organ der Antisemiten in Angst bringt, dieses Engpasses im Zentrum der Stadt zur Ausführung zu bringen. Während im Hof des établissements eine Massenspeisung stattfand, das sind die Leute, an die das Flugblatt gerichtet ist. Der nach der Verbreiterung der betreffenden Straßen verbleibende und die allgemeine Aufmerksamkeit auf diesen Vorgang gerichtet war, und mehr noch die Personen, die es unterschrieben Block soll demnächst einheitlich bebaut werden. Für die bisherige ließ im Zimmer 93 des dritten Stockiverts eine Dame, die in Bea haben. Das freifinnige Opus wendet die Gastwirthe der Westpriegnitz und trompetet diesen die Giergasse, welche bis auf 8 Meter erweitert werden soll, ist der gleitung eines jungen Mädchens sich befand, ein ziemlich umfangs reiches Packet mit Chokolade unter ihrem Mantel verschwinden. Die Folgen vor, welche die Verfrommungsverordnung und ähnliche Name Nikolai- Kirchstraße in Aussicht genommen. Regierungspraktiken für die Saalbefizer hervorgerufen haben. Solche Die Vereinigte Eisenbahnbau- und Betriebs- Gesellschaft Verkäuferin bemerkte sofort das Fehlen des Packets auf ihrem Tisch, Töne finden natürlich Anklang und daher hat alles, was in bat jezt, nachdem nunmehr der elektrische Betrieb für Berlin zur da aber von den beiden Damen einige gleichgiltige Fragen an sie Gastwirthstreifen Ruf und Namen hat, das Flugbatt mit Wollust Durchführung kommt, an das fgl. Polizeipräsidium ihren früheren gerichtet wurden, getraute sie sich nicht, diese direkt der Entwendung unterschrieben. Da treten denn plötzlich Männer als Bannerträger Antrag erneuert, welcher neben der Erweiterung des Straßenbahn zu bezichtigen, sondern theilte ihre Wahrnehmung einem benachbarten der freisinnigen Partei hervor, Männer, auf welche die Staats- neges in Berlin zugleich den ganz bedeutenden Lastenverkehr Aussteller mit, der mit der Verkäuferin gemeinsam den beiden Damen bürger- Zeitung" bisher Stein und Bein geschworen hat. Was war ins Auge faßt. Letterer soll namentlich von den Bahnhöfen, den nachging und fofort einen anwesenden Kriminalbeamten veranlaßte, doch Herr Theodor Müller, der ordensgeschmückte, für ein Kerl Wasserlandungsplätzen u. dergl. mit Hilfe der Schienenwege dadurch sich ihnen anzuschließen. Als sie die beiden Damen, die sich in in den Augen des Antisemitenblattes, wie wurden nicht die geregelt werden, daß bezirtsweise Depots, zu denen eventuell zwischen entfernt hatten, erreichten, und diese zur Nennung Namen und Herausgabe des Packets aufgefordert Herren Kudenburg und Feuerstein in Erinnerung an die die Geschäftsniederlassungen der Spediteure verwendet werden ihrer Zeit des Bierboykotts als echte teutsche Männer, die durch Saal- fönnten, errichtet werden, von welchen aus der Verkehr nach und wurden, gab die ältere an, die Gattin eines bekannten antiverweigerungen und andere Kundgebungen patriotischen Helden von den Empfängern und Versendern zur Lagezeit und zwar in semitischen Reichstags Abgeordneten zu sein, und das sie begleitende muthes schon das ihrige thun würden, um die Rotte auszurotten, dieser Beziehung stets durch einen Fuhrunternehmer und zu einer junge Mädchen sei ihre Tochter. Das Packet habe sie mitgenommen, Tag für Tag in dem Organ des Geschäftsantisemitismus über den möglichst ruhigen Verkehrszeit zu bewirken sein würde. Eine Ab- weil sie der Meinung gewesen sei, es sei gestattet, Proben der grünen Klee gelobt! Und alle diese Stüßen des wahren Deutsch schrift dieses Autrages ist der städtischen Verkehrsdeputation zur Ausstellungsgegenstände mitzunehmen. thums hat, mit vielen anderen dank der Verfcommungs- Verordnung, Kenntniß überreicht worden. Größere polizeiliche Streifen fanden in den letzten Tagen in Eugen Richter für sich wegangeln können. In seiner Angst bedenkt Was die leidende Menschheit einigen Kapitalisten ein der Linienstraße statt, woselbst eine Anzahl der dort zahlreich vers das Antisemitenblatt garnicht, daß die armen Unterzeichner, denen bringt. Die Pharm. Wochenschrift" meldet: Drei neue tretenen Lokale zweifelhaften Charakters ausgehoben wurden. In die Politik an sich so gleichgiltig ist, wie das Wohlergehen des Apothekenverkäufe werden aus der Reichshauptstadt gemeldet. einem Lokal in der Nähe des Oranienburger Thores wurden etwa Raisers von China, blos einer geschickten Operation der Freifinnigen Herr v. Brockhusen hat an Apotheker Dr. Krüger, die Steuer'schen 20 Personen vorgefunden und zur Wache fiftirt, unter denen sich auch zum Opfer gefallen sind und sich in ihrer gedankenlosen Unschuld Erben an Apotheker May Kahnemann verkauft, und über die ein langgefuchter Fahrradmarder befand, der ein vermuthlich aus Der neue Profeffor. " " Dagegen stellt der Sozialismus im engeren Sinne ein Problem höchster und erschütternder Art dar, das von Generation zu Generation weiter geschoben, eben dasselbe bleibt, im Kern seiner Ansprüche unwandelbar mit feiner Kompromißpolitit sich abspeisen läßt, die Geschichte des menschlichen Selbstbewußtseins! " " V Nach seiner kurzen Siegeslaufbahn müssen wir den Sozialismus auf der Basis seines Wesens vernichten. Das ergreifende Martyrium seiner Vertreter und die noch furchtbarere Erscheinung des exstatischen Geistes sind zu berücksichtigen. Gerade die Exzesse des leyteren ere Herr Professor Reinhold, bem der Ruf voranging, er folle an zeugen immer den Rückschlag, die tiefe Muthlosigkeit in der breiten der Berliner Universität den Sozialismus endgiltig vernichten, hat nun Die richtige Lösung der Frage hat auszugeben von einer Masse des unterdrückten Volkes, die die ehernen Mauern der Kapitals am Mittwoch feine erste Vorlesung gehalten. Die Studenten hatten die erkenntnißtheoretischen Untersuchung. Es ist eine unwider herrschaft nicht fallen sieht. Die bestehende Gesellschaft muß daraus ihren Muth schöpfen Sache etwas anders erfaßt, sie versprachen sich einen ungeheueren stehliche Neigung unseres Geistes, eine Einheit, einen einheitlichen Spaß, und wo etwas los ist, da rennen sie sich die Beine ab, um Kosmos erhabenster Größe und Schönheit, ein einheitliches Reich für ihre Haltung gegenüber der sozialistischen Revolution. Wir müssen mit dabei zu sein. So war das zweitgrößte Auditorium lange vor der Vernunft anzunehmen. Aber die Wissenschaft hat die erste Pflicht, zu diesem anscheinend frechen, fast zynischen Bes Die schicksalsgeweihten Beginn gefüllt, man mußte ins Auditorium maximum übersiedeln. das Auseinanderliegen der Theile, das Irrationale der Dinge zu kenntniß den Muth erwerben. Einen derartigen Sturm durch alle Flure und ein solches Ge- erkennen. Der hochfahrende Prometheusgeist muß Platz machen der Menschen müssen ihre Position einnehmen, wie sie ihnen angewiesen dränge und Geschreie hat die Universität kaum erlebt. Im Nu Bescheidenheit, ja Demuth vor der Größe des Seins, in dem wir nur ist. Sie müssen sie halten als Leute, die vielleicht im Unrecht jino, sind.( Hier wird der gegenüber solchen, die vielleicht im Recht sind, aber als Leute, die waren alle Plätze besetzt, in den Gängen stand man Kopf an Kopf, ein winziges, wirbelndes Staubkorn Es ist doch in der Welt, wie weit über 1000 mochten anwesend sein, und sehr viele tamen nicht Allzermalmer" Kant und sein Ding an sich" zitirt.) Wir sind nicht anders lönnen und dürfen. mehr in den Saal hinein. zum Irrthum prädestinirt. Die Welt und das Leben bleiben der Erlöser sagt: Ihr werdet alle Beit Arme Der erwartete Hauptspaß ist es nun eigentlich nicht geworden. uns ewig fragmentarisch, das Ganze ist nur für einen Gott gemacht. unter Euch haben! Die eine Seite muß ewig oder 11 ur halbbedeckt sein, weil die Zum lauten Lachen fand sich nicht die geringste Gelegenheit. Die Darum, schon an der Unvollständigkeit unserer Anschauungen, na cft an der alle zerren, It turz ist. Komik aber, die in der ganzen Situation und in der ganzen Art muß der Sozialismus scheitern. Nur die Naivität der Golddecke, und ist endlich flar zu erkennen ehrlich zu befennen, Wem der neue Rinder, nur die blinde Orthodoxie des Maryismus kann verneinen, E3 des Vortrags lag, war um so eindringlicher. Profeffor es nämlich recht machen will, ist nicht recht einzusehen; er das Gegensätzliche lasse sich zu einem schönen, in sich ruhenden, daß der sozialistische Kampf die Natur eines echten Konflikts haut nach beiden Seiten und Einfluß haben wird er auf friedlichen Ganzen formen. Man denke nur an die Thatsachen des zweier an sich berechtigten, aber sich ausschließenden niemanden. Das verhindert schon die Art seines Vortrags. Als Verwandtenmordes und der unausbleiblichen Entzweiung beim ge- Ansprüche hat. Der unbefangene Blick erkennt, daß es teine Nationalökonom fann er schwerlich gelten, eher als verkappter meinschaftlichen Wohnen von Freunden: wie unmöglich ist es da, Löfung und keine Versöhnung giebt.( Hier wird wieder Schopen philosophischer Lyriter allerdings ein sehr schlechter. Er den Löwen des Willens zu lenken mit den sanften Tönen der Hauer zitirt.) Aufgabe der einbringenden Wissenschaft ist es, der Lieft einen zu Hause sorgfältig gedrechfelten Vortrag mit Pathos vor. Flöte". Wir müssen vielmehr der Wahrheit folgend zu einer mehr Ein solcher Wortschwall, solche Fülle von hochtönenden Phrasen und atomistischen Betrachtung der Welt zurückkehren, die wenn sie besitzenden Klasse das flackernde Lebenslicht an Superlativen, folches Aufgebot von gewichtigsten Ausdrücken für auch weniger edel ist, weder schön noch sittlich, sondern nur wahr zu blasen, den Dafeinewillen neu zu erwecken und den Muth, alles und jedes, ein in so hohem Grade mangelndes Gefühl für sein will. Freilich dann leben wir nach dem großen kosmogonischen dem Unheil widerstehen zu lernen, gleichwie im Reich der barbarischen Menschheit die Bedeutung der Worte, eine solche Geschmacklosigkeit ist kaum Sündenfall in einer zerriffenen Welt und uns bleibt, so lange wir der Thiere und vorher dagewesen. in der Zeitlichkeit leben, nur zu seufzen: Unser Herz ist unruhig, bis niemand nach dem Rechte fragt, sondern besinnungs tos auf den Gegner eindringt, ihn zurücktreibt und mit Es ist unmöglich, ibn ernst zu nehmen. Sonst wäre es traurig es ruht in Gott. genug, daß an einer deutschen Universität eine so unverhüllte, An die Wurzel seiner Irrthümer müssen wir bei der Kritik des feiner Vernichtung das eigene Leben rettet, wissend, daß ihm keine Dir gilt es oder mir! Daraus folgt, daß brutale Stellungnahme für den Klassenstandpunkt Sozialismus gehen, d. h. einerseits die materialistische Geschichts- Wahl bleibt. der Besigenden als Ergebniß eindringender auffassung, andererseits die übertriebene Idealisirung der Menschen der Staat oder die bestehende Gesellschaft bas drohende und die Pflicht haben, die natur. Für so gefährlich das lebende Geschlecht die Erscheinung Recht Wissenschaft hingestellt werden kann. mit Gewalt niederzu Wir laffen ein eingehendes Referat in strenger Anlehnung an des Sozialismus aber auch halten mag, es muß doch die Empfindung Empörung, die Gewalt auf die Unbarmherzigkeit de: den Wortlaut folgen: Der gelehrte Herr Professor machte sich seine haben, daß etwas Großes, etwas Außerordentliches vor ihm steht, fchlagen und auf die Arbeit zunächst leicht. Er wandte den bekannten Kunstgriff an, zwei das aus diefer gewitterartig über der Gesellschaft drohenden Wolte sozialistischen Idee mit der Unbarmherzigkeit Bewegungen zu unterscheiden: die soziale Interessenvertretung der die Worte zu tönen scheinen: Bench Deine Schuhe aus, denn hier ist des Staatsgedantens zu antworten!( Die Studenten Arbeiterklasse, den Emranzipationskampf des vierten Standes und heiliges Land! Wer in dem Schmerz, in dem Enthusiasmus seiner murren zum theil, darauf le bhaftes Klatschen, das zuletzt den Sozialismus als tommunistische Produktionsgemeinschaft. Der Anhänger nichts zu sehen vermag, als eine Pöbelbewegung und vom Zischen unterdrückt wird.) Das selbstsichere Bewußtsein der erste Rampf ist nothwendig berechtigt und aussichtsvoll, er ist un rohen Klassenhaß, die Ranaille will in den Salon!- der besitzt Klaffenlage muß zurückfehren, nicht beirrt durch die That oder einen Klaffenfa che, daß das Privateigenthum, daß die Ans widerstehlich wie die sich durchsetzende Natur der Eache.(!) Er entweder eine platte Verständnißlosigkeit Des bornirter Kurzfichtigkeit. eignung der Mehrwerths Arbeit von despotischer Stärke eine vollzieht sich meist ohne Mitwirfung der strengen Wissenschaft, in haß Hier Bischen!) 1111B ungestörtem, unschuldigem, nachtwandlerischem Schaffen, wodurch( Lebhafter Beifall Der Aufruhr, der Straßenputsch Diese Vertheidigung des eigenen Platzes ist wieder ein allein etwas Großes geschehen kann auf dem Gebiete des Instinktiven. wider den Geist streiten. ( Hier wird von dem Nationalökonomen Schopenhauer's Autorität ist mit den einfachen Mitteln der starten Hand zu unterdrücken. rationales Prinzip. Jede Neugestaltung läßt doch nur die Die Massen meinen es nicht anders: Die Er angerufen!) Aber er verläßt nicht den Boden des individualistischen Aber den Geist kann man mit Soldaten nicht faffen.( Lebhafter Roller wechseln. propriirten sollen expropriirt werden! Für einen bloßen Rechtsstaats und des jetzt giltigen allgemeinen Wirthschaftssystems. Beifall.) und oder der Geist historische Kategorie ist. gebracht. Eine aufregende Szene spielte sich in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag im St. Georgen- und Heiligegeist- Hospital ab. Die 75 Jahre alte Wittwe Marie Jäger stürzte sich in einem Anfall von Schwermuth vom Balton ihrer Wohnung auf den Hof hinab und blieb auf der Stelle todt. Ein Betriebsunfall ereignete sich gestern Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr auf dem Anhalter Güterbahnhof. Mehrere Bahnarbeiter waren dort beschäftigt, eine gegen 60 Zentner schwere, für die Chokoladenfabrik von Hildebrandt u. Sohn bestimmte Maschine zu verladen, als sich aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache die Kette des Aufzugskrahns von dem hochschwebenden eisernen Koloß Toslöste und dieser herabſtürzte. Die an dem Krahn Beschäftigten fonnten glücklicherweise noch rechtzeitig bei Seite springen, nur der Arbeiter V. Lehmann erlitt eine schwere Quetschung der rechten Hand, die aber bei der Untersuchung keine Knochenverlegung ergab, so daß Lehmann sich in seine Wohnung begeben konnte. dem einem Diebstahl herrührendes Zweirad bei sich führte. Im ganzen Regierungspräsidenten auf den 10. November von 11 Uhr vor- 1 Besitzerin des lekteren gerieth darüber in begreifliche Aufregung wurden 14 Personen aus verschiedenen Lokalen nach dem Präsidium mittags bis nachmittags 5 Uhr festgefeht. Wer nunmehr von den und ließ den Angeklagten von sich. Dieser erhob sofort seinen Wählern Schönebergs noch der Ansicht ist, daß bei der erst Stock und hieb damit zweimal über den Schädel der Frau. Die maligen Stadtverordnetenwahl den Betheuerungen und Schläge waren so wuchtig, daß sofort das Blut hervorquoll und die Versprechungen einflußreicher Personen Glauben beizumessen ist, daß Verleite zu Boden stürzte. Der Staatsanwalt hielt ein solches man versuchen wolle und auch müsse, durch die Ausdehnung der Vorgehen einer wehrlosen Frau gegenüber für ein besonders rohes Wahlzeit jedem Wähler die Möglichkeit zu geben, fein Wahlrecht und strafwürdiges. Er meinte, daß, wenn ein Rowdy in solcher auszuüben, und damit ein getreues Spiegelbild der Wünsche und Weise sein Müthchen fühlte, man mit Recht darüber empört fein Anschauungen der Bürger Schönebergs fennen zu lernen, befindet würde; daß es aber noch viel empörender sei, wenn ein nicht un damit auf fich Holzwege. Biz Nachmittags um gebildeter Mann einen solchen Eyzeß verübe. Er beantragte deshalb sich befindende Arbeiter seiner Wahlpflicht Genüge leiften; aber die animirte Stimmung des Angeklagten und seine völlige Un 5 Uhr also soll der meist außerhalb Schönebergs auf Arbeit sechs Monate Gefängniß. Der Gerichtshof berücksichtigte er wird vor die Alternative gestellt: Uebst Du Dein Wahlrecht aus bescholtenheit und erkannte nur auf 300 M. Geldstrafe ev. 60 Inge und opferst den Nachmittag, die 4 oder 5 Stunden, die Du so nöthig Gefängniß. Dein einziges Recht, indem Du der Wahl fernbleibst? Das also der vierten Straikammer des Landgerichts I die Handlungsweise, für den Unterhalt Deiner Familie brauchst, oder verzichtest Du auf Als eine kaum glaubliche Rohheit bezeichnete der Borsigende ist der Anfang von den mit so vielem Tamtam angekündigten welche dem Schmied Gustav Jeschte zur Last gelegt wurde. Durch freiheitlichen Regungen der werdenden Stadt Schöneberg! Was die Verhandlung ist folgendes festgestellt worden: Der Angeklagte man bei den Wahlen zur Gemeinde vertretung( Wahlzeit bis 5 ist ein Trunkenbold, aber auch seine Ehefrau war dem Schnaps geübt werden bei Wahlen zur Stadtvertretung. Auch eine angetrunkenem Zustande nach Hause und fand feine Ehefrau in einer resp. 6 Uhr abends) als recht und billig anerkannt hat, darf nicht genuß in übertriebener Weise zugethan. Kam der Angeklagte in Logit! ähnlichen Berfassung, dann erhielt die lettere furchtbare unseres Wahlrechts tann uns nicht abhalten, nunmehr erst recht Begleitung seines Schlafburschen seine in Doch trotz alledem, Genossen Schönebergs! Diese Verkümmerung Prügel. Am Abend des 8. September 1896 betrat Jeschke in mit aller Kraft, mit aller Energie dem uns gesteckten Biele näher gelegene feines Schlafburschen seine in der Wrangelstraße Wohnung. Seine Ehefrau hatte sich in ihrem zu kommen. Mögen Behörden, mögen Parteien oder einzelne Perfonen angetrunkenen Zustande auf dem Fußboden gebettet. Jeschke schnallte auch noch ein so großes Register ihres Einflusses und ihrer Macht seinen ledernen Riemen ab, den er um den Leib trug und hieb damit aufziehen, möge auch der Wahltermin noch so schlecht festgesetzt sein, auf seine Ehefrau ein, so lange er die Kraft dazu besaß. Dann versuchen müssen wir doch, den Sieg an unsere Fahne zu fesseln fetzte er sich auf die Bettkante und hieb mit dem mit einem schweren und den Beweis erbringen, daß, wenn die Arbeiterschaft nur ernst- Etiefel befleideten rechten Fuß unablässig gegen den Kopf der vor lich will, fie auch die Macht besitzt, Männer ihre 3 Vertrauens im ihm Liegenden, bis diese endlich wimmerte:„ Ach Gustav, Du Stadtparlament zu bekommen. Dazu ist aber in erster Linie nöthig, fchlägst mich ja todt!" Der Schlafbursche meinte, daß diese Art daß jeder Genosse, jeder denkende Arbeiter zur Wahl geht, sich dem der Mißhandlung wohl eine Viertelstunde gedauert habe. Wahlkomitee zur Verfügung stellt, sein ganzes Können und Wissen habe nicht gewagt, dazwischen zu treten, weil er fürchtete, einfeßt, um dieses Ziel zu erreichen! Das Wahlkomitee. den Zorn des Rasenden gegen sich zu Tenten. Am folgen Statistisches Amt in Charlottenburg. Die Stadtverord- den Morgen sei der ganze Schädel der Frau mit Wunden neten- Bersammlung zu Charlottenburg bat in ihrer Sigung vom und Beulen bededt gewesen. Sie sei troß dessen aufgestanden und Mittwoch Abend einer Vorlage des Magistrats zugestimmt, wonach babe versucht, ihre häusliche Arbeit zu verrichten. Aber von Tag fogleich ein Statistisches Amt der Stadt Charlottenburg ins Leben zu Tag sei es schlimmer geworden, alles was sie anfaßte, entfiel tritt au stelle des bisherigen provisorischen Bureaus. Das Amt ihren Händen und das Gedächtniß hatte in hohem Grade gelitten. wird von dem Direktorial Assistenten des Berliner städtischen Am 12. September brachte Jeschke seine Frau nach der Charitee. Die statistischen Amts Dr. E. Hirschberg im Nebenamt geleitet, Hier ist sie am 18. September vorigen Jahres verstorben. welcher schon seit einigen Monaten die Leitung des provisorischen Aerzte haben nicht mit Bestimmtheit zu begutachten vers Bureaus übernommen hatte. Es bestehen nunmehr bereits einige mocht, daß die erlittenen Mißhandlungen die Todesursache zwanzig städtische statistische Aemter im Deutschen Reich. gewesen sind und dadurch wurde Jeschte von der Anklage Todtschlages gerettet. Staatsanwalt beantragte gegen ihn wegen schwerer Körperverlegung eine Gefängniß von einem Jabre, der Gerichtshof erkannte auf vier Jahre Gefängniß. Jeschke wurde sofort in Haft genommen. Herr Max Siechen, Inhaber der bekannten Firma Siechen, Biergroßhandlung Behrenstr. 23/24, ist nach schweren Leiden vorgestern im 49. Lebensjahre gestorben.. Er ist der jüngere Bruder Franz Siechens, der sich seit mehreren Jahren vom Geschäft zurückgezogen hat. May Siechen war früher, wie es auch sein Vater einst gewesen, Sänger, mußte aber aus Gesundheitsrücksichten seine Laufbahn als Sänger aufgeben. Arbeiterrisiko. Auf dem Neubau des Künstlerhauses in der Bellevuestraße, in dessen Räumen auch die Presse ein Heim finden wird, ist gestern Vormittag der Arbeiter Joseph Wahlawit von dem Gerüst abgestürzt. Er erlitt innere Verlegungen und wurde mittels des Wagens der Unfallstation I, der auf Requisition binnen wenigen Minuten mit Arzt und Begleitung erschienen war, auf seinen Wunsch in das Elisabeth- Krankenhaus befördert. Ein rücksichtsloser Radfahrer, der Hausdiener Herrmann, hatte vorgestern an der Gollnow- und Landwehrstraßen- Ecke eine etwa fiebzigjährige Frau überfahren und im Gesicht und am Hals verlegt. Die Augenzeugen des Unfalls waren darüber so erbittert, daß sie den Radler von seiner Maschine herunterzogen und an ihm derbe Lynchjustiz übten, bis durch Schußleute seine Persönlichkeit festgestellt wurde. Ehedrama. In ihrer Wohnung in der Skalitzerstraße fuchte fich die Ehefrau des Schneidermeisters Eduard P. durch zwei Revolverschüsse zu tödten. Der eine Schuß ging fehl, der zweite prallte an einer Korsettstange ab. Als der Ehemann der Lebensmüden die Waffe entreißen wollte, entluden sich bei dem Ringen drei Schüsse, die ebenfalls fehl gingen. Fenerbericht. Donnerstag kurz vor 11 Uhr vormittags erfolgte Alarm nach Belforterstraße 3. Jm vierten Stock des Duer gebäudes war hier ein Brand ausgebrochen, der ein allein zurück gelassenes Kind im Alter von vier Monaten in die größte Gefahr brachte. Das bereits bewußtlos gewordene Kind wurde jedoch noch rechtzeitig von den Nachbarn geborgen. Um dieselbe Zeit wurde die Wehr nach Linienstraße 196 gerufen, wo ein mit Sägespähnen gefüllter Schuppen in Brand gerathen war. Das Haus wurde hier erheblich beschädigt. Gegen 5 Uhr nachmittags wurde die Wehr noch nach Markus straße 16 gerufen, wo Lumpen und Kleider in einer Wohnung in Flammen standen. Die Gefahr wurde indeß schnell beseitigt. = . Durch Ueberfahren wurde gestern früh in Treptow der Rutscher eines schwer init 3ement beladenen Wagens getödtet. An der Ecte Parkstraße und Köpenicker Landstraße fiel er durch einen Anprall vom Bock, gerieth unter die Räder und wurde überfahren. Die Verlegungen, die der Kutscher hierbei erlitt, waren so schwere, daß er bald darauf verstarb. Des Ter " Er Es lebe die Anarchie!" Eine etwas dunkle Persönlichkeit macht zur Zeit der vierten Straftammer des Landgerichts I viel zu schaffen. Am Morgen des Das zweite große Krankenhaus, welches jetzt der Kreis 22. Auguft d. J. stand der Schuhmann Veit an der Ecke der Leip Teltow für das Gebiet der westlichen Vororte erbauen will, erziger- und der Wilhelmstraße auf Posten, als ein unbekannter Mann hält seinen Platz unfern des neuen Botanischen Gartens an der auf ihn zutrat und ihn mit den Worten anredete:„ Hören Sie, wissen Potsdamer Provinzialchauffee dicht bei dem Wannseebahnhof Lichters Sie, was der Kaiser ist?" Es folgte nun eine Anzahl Majestätsfelde auf dem Gelände dieses Ortes. beleidigungen und dann schloß der Unbekannte mit der Bemerkung: Von der Höhe des Bangerüftes ist bei einem Neubau in der Ich bin nämlich ein Als der ganz heftiger Anarchist." Eisenacherstraße zu Schöneberg ein in der Fruchtstraße zu Berlin Beamte den Mann verhaftete, ging derselbe willig mit, vorher stieß wohnhafter Bimmerer Anton W. bei dem Aufrichten des Gebältes er aber mit lauter Stimme den Ruf aus: Groffener wüthete Donnerstag Mittag in der chemischen Fabrit für eine Dachkonstruktion abgestürzt. Der hinzugezogene Arzt Auf der Wache betonte der Verhaftete, der sich Bureaugehilfe Eduard von Dr. Scheller u. Comp., Greifswalder str. 141. Die Fabrit Dr. Heyl stellte schwere innere Berlegungen fest und ordnete die Krüger nannte und als seine Heimath einen fleinen Ort in der erzeugt besonders Mirban- Del. Kurz nach 10 Uhr war der Chemiker lleberfübrung in ein Krankenhaus an. Der Verunglückte wurde Altmark angab, daß er bei völlig flarem Verstande und thatsächlich Dr. Alexander mit dem Arbeiter Stephan Pießner an einem mit durch die Polizei mittels Droschte nach dem Elisabeth- Krankenhause Anarchist sei. Als er seine That dann vor Gericht verantworten Chemikalien gefüllten Rührapparat beschäftigt, als eine Explosion geschafft, fonnte aber hier wegen Überfüllung" teine Aufnahme follte, zog er die Behauptung, daß er Anarchist sei, zurück. Jetzt erfolgte und im Nu die leicht brennbaren Rohmaterialien in finden und mußte daher weiter nach der Charitee geschafft werden. hielt es der Gerichtshof aber für angezeigt, über sein Borleben Er Flammen standen. Hierbei wurden beide Personen stark verletzt, fundigungen einzuziehen. Die Ausfünfte wurden im gestrigen er namentlich erhielt Pietzner derartige Brandwunden, daß er sofort neuten Termin verlesen und lauteten übereinstimmend dahin, daß ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Auf die Meldung der Angeklagte sich mit Politik nie befaßt babe. Ein Amtsvorsteher Mittelfeuer rückten die Dampfsprißen der Züge 2, 6, 8 und 14 meint, daß der Angeklagte etwaige Strafthaten nur im Zustande und die Drucksprißenzüge 1, 3, 5, 7 und 13 aus. Das Die Berliner Verfrommungs- Verordnung vor dem Kammer der Trunkenheit begangen haben tönne, denn er habe einen„ bes Polizeipräsidium beorderte sofort etwa 10 berittene und über 20 Fuß gericht. Der Restaurateur Gründel war feinerzeit angeflagt worden, fonderen" Rausch. Ter Angeklagte wollte sein auffälliges Verhalten Schuhleute nach der Brandstelle ab. Leztere wurden auf Wagen vorschreibt, daß am Bußtage, wie am Charfreitage nicht nur öffent feiner Angehörigen in Frrenhäusern verstorben seien. Der Staatsdie Bestimmung der Polizeiverordnung vom 10. Oftober 1896, welche auch jetzt noch nicht erklären fönnen, erwähnte aber, daß mehrere hinausbefördert. Die Löschungsarbeiten wurden dadurch bedeutend erschwert, daß der größte Theil des Wassers aus Weißensee und von liche, sondern auch private Vorstellungen und Tanzbelustigungen anwalt hielt den Angeklagten für einen verkommenen Menschen, der der 1/4 Stunde entfernten Verbindungsbahn herbeigeschafft werden widerstand gegen die Staatsgewalt vor. verboten find, übertreten zu haben. Außerdem warf man Gründel im Gefängniß Unterkunft fuche, er beantragte gegen ihn 9 Monate mußte, weil die auf dem Fabrikgrundstücke befindlichen Hydranten Bum Bußtage des Gefängniß. Der Gerichtshof hatte jedoch Zweifel an der Zu nicht genügend Wasser lieferten. Mit drei Dampf- und zwei Druck: den Saal des Herrn Gründel, Brunnenstraße 118, gemielhet, in der Charitee, um ihn ärztlich untersuchen zu lassen. vergangenen Jahres hatte der Theaterverein" Othello II" rechnungsfähigkeit des Angeklagten und verfügte seine Unterbringung sprigenleitungen wurde das Feuer nach anderthalbstündiger Arbeit Gründel eine Vorstellung dort zu veranstalten. zum Stehen gebracht, doch ist das gesammte Gebäude bis auf die Umfassungsmauern ausgebrannt. Der Aus den Nachbarorten. es 11111 Gerichts- Beifung. hatte. Eine Bestialität sondergleichen fam in der Berhandlung zur an dem Tage verschiedene Begegnungen mit der Polizei. Zunächst Sprache, welche gestern vor der vierten Strafkammer des Lands meldete sich bei ihm ein Kriminalpolizist und wies ihn aus gerichts I stattfand. Der Arbeiter Wilhelm Köppen, der aus der jenes Verbot in der Verordnung vom 10. Oftober 1896 hin. Gründel erklärte das Verbot für ungiltig, soweit private beiden fleinen Töchtern im Alter von 7 und 9 Jahren unzüchtige Untersuchungshaft vorgeführt wurde, war beschuldigt, mit seinen Zu den Schöneberger Stadtverordnetenwahlen. Festlichkeiten betroffen werden. Darauf erschien der Polizeilieutenant Der Termin der Wahlzeit für die dritte Abtheilung ist nunmehr vom des Reviers und forderte die verfammelten" Vereinsmitglieder Handlungen vorgenommen zu haben. Der Angeklagte ist bereits auf, sich zu entfernen. Der Lieutenant entfernte sich dann, wegen desselben gegen seine Kinder verübten Verbrechens mit einem Jahre Gefängniß vorbestraft worden. Kleine, blasse, ver ließ das Lokal aber überwachen. Als ihm gemeldet kümmerte Mädchen waren es, welche an der Hand der vergrämt aus Rollentausch aber ift eine Revolution mit dem unfäg wurde, daß daß im Gründel'schen Lokal doch getanzt doch getanzt werde, sehenden Mutter den Gerichtssaal betraten und schen auf ihren lichen Unglück, das fie zur Folge hat, zu theuer. Die fandte er zwei Schuhleute dahin mit der Anweisung, fich Bater blickten. Der Angeklagte ist ein Trunkenbold, der schlecht für Gesellschaft bleibt dann lieber beim alten. Wir im Saal aufzustellen; die Beamten wurden aber unter Benehmen gefaßt und fest unferen Plaz wieder ein; denn wir wissen rufung auf das Hausrecht zum Fortgehen veranlaßt. Nunmehr die Seinen sorgt und feine brave Frau häufig mißhandelte. Ghenunmehr, daß wir die Welt nicht beffer machen fand sich der Polizeilieutenant mit mehreren Untergebenen ein. Ga frau und Kinder des Angeklagten verweigerten ihr Zeugniß, er wurde tönnen, als Gott fie gemacht hat. fam zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen ihm und Gründel aber durch andere Zeugen überführt und vom Gerichtshose zu einer Tiefe Erkenntniß ist so schwierig und schmerzlich, als sie sich nur Gründel, der verhaftet werden sollte, wehrte sich, da er vollständig 3uchthausstrafe von drei Jahren verurtheilt. aus einem menschlichen Herzen losringen tann. Aber es ist Pflicht, im Recht zu fein glaubte. Zur Vorsicht bei der Leistung eines Offenbarungseides sich zu dieser Wahrheit durchzuringen. Wir müssen zu dem Das Schöffengericht erkannte wegen Widerstandes gegen die mahnte die Verhandlung, welche gestern vor der neunten Straf refignirt muthigen Erkenntniß fommen: Der Mensch in Staatsgewalt auf 30 Mart Geldstrafe. Für die Uebertretung fammer des Landgerichts I stattfand. Der Schriftsetzer Went staub Er wurde eines nicht geboren, die Probleme der Welt zu lösen, wohl aber der Polizeiverordnung von 1896 erachtete das Gericht jedoch nicht unter der Auflage des fahrlässigen Meineides. zu suchen, wo das Problem angeht, und sich in den Grenzen des Herrn Gründel, sondern den Vorstand des Vereins als Miether Tages verhaftet, um den Offenbarungseid zu leisten. Vor dent Begreiflichen zu halten.( Lebhafter andauernder Beis des Lokals für verantwortlich. Die Berufung des Angeklagten Richter geführt, mußte Went aus dem Gedächtnisse ein Verzeichniß fall und Zischen.) wurde vom Landgericht zurückgewiesen, die der Staatsanwaltschaft aller ihm gehörigen Gegenstände aufsehen und darauf schwören, daß Manchem unserer Leser mag bei diesen Ausführungen nicht sehr hatte aber Erfolg; Gründel wurde auch wegen llebertretung der er fein Vermögen richtig angegeben habe. Später stellte sich heraus, tomisch zu Muthe gewesen sein. Und doch, als Person ist ter Polizeiverordnung verurtheilt, und zwar zu 5 Mart Geldstrafe. Nach daß Went mehrere Gegenstände, die noch in seinem Besitz gewefen Mann mit seinen Floskeln, die wir natürlich nicht alle der Verordnung sei auch der Vermiether des Lokals strafbar, da er waren, nicht angegeben hatte. Es gehörten hierzu ein Vogelbaner ein bringen konnten, wirklich tomisch; das Sommer lleberzieher und mehrere jeder als Gehilfe des Veranstalters der Uebertretung anzusehen sei. Im mit zwei Vögeln, muß Der Kleinigkeiten. Angeklagte bestätigen, fich entschuldigte Wir haben ihn gehört auch übrigen genüge es für die Strafbarkeit, daß eine Störung der Feier. andere gehört hat. Vergeßlichkeit, seine Verhaftung sei ihm fo übergarnicht nöthig zu untersuchen, wie weit er es ehrlich meint, wie tagsruhe durch das Fest erfolgen konnte; die Bestrafung wegen mit raschend gekommen, daß man ein besonders gutes Gedächtniß weit er etwa die entgegenkommende Beurtheilung der Arbeiter des Widerstandes, den Gründel geleistet habe, sei gerechtfertigt. bewegung auf der einen Seite nur als Legitimirung dafür anwendet, Ter Angeklagte legte beim Kammergericht Revision ein. Der nicht von ihm erwarten durfte. Der Staatsanwalt wollte diesen um auf der anderen Seite um fo toller darauf loszuschlagen, und so Straffenat gab gestern der Revision insoweit statt, als die Einwand nicht als stichhaltig anerkennen, denn bevor der Angeklagte den Schein wissenschaftlicher Objektivität zu wahren. Wir brauchen lebertretung der Polizeiverordnung vom 10. Dt verhaftet worden sei, habe er die wiederholte schriftliche Aufforde auch feinen Augenblick fritisch auf das nationalökonomisch- philosophisch- tober 1896 in Frage kommt. Die Verordnung habe ebenfalls, wie rung erhalten, fich zur Leistung des Offenbarungseides zu stellen. yrische Sammelfurium einzugehen.. andere ähnliche Verordnungen, ihre gesetzliche Stüße in der Stabinets. Er fei also auf seine Verhaftung vorbereitet gewesen und habe sich Die Geschichte seiner Berufung an die Berliner Universität ist ordre von 1837, die die äußere Heilighaltung der Sonne und genügend für den Eid vorbereiten fönnen. Der Staatsanwalt beantragte nicht ganz klar. Sollte die Regierung ihn wirklich dazu ausersehen Feiertage betrifft, und im§ 166 des Strafgesetzbuches. Nach den gegen den Angeklagten 14 Tage Gefängniß. Der Vertheidiger R.-A. haben, dem drohenden Einfluß der Professoren Wagner und Schmoller angeführten Bestimmungen fönnten aber nur für solche Fälle, wo Dr. Mendel, führte aus, daß die Eidesformel nach der früheren Gerichte. entgegenzutreten und den Sozialismus wissenschaftlich zu überwinden, eine Gefährdung der äußeren Heilighaltung der Feiertage auordnung der jetzigen vorzuziehen sei. Damals schvor man mit dem dann würde sie wohl angesichts solcher Leistungen felber etwas bes befürchten fei, entsprechende Vorschriften durch die Polizei Vorbehalt, daß man etwa vergessene Gegenstände nachträglich dein Der Vorderrichtec gehe zu weit, wenn Richter angeben werde. In einem Erkenntnisse des Reichsgerichts troffen dabeistehen. Wie dem auch sein mag, es bleibt charakteristisch, erlassen werden. daß sich solche Anschauungen heute hervorwagen dürfen. Das tollite an er annehme, alle privaten Theatervorstellungen oder Tanz sei auch hervorgehoben, daß das Gedächtniß nicht durch den bloßen der Geschichte ist eigentlich, daß eine Mehrheit der anwesenden luftbarkeiten seien geeignet, die äußere Heilighaltung zu be Willen und durch Anstrengung gezwungen werden könne, zu Studenten ihm demonstrativ lebhaften Beifall spenden konnte. einträchtigen. Von Fall zu Fall müsse untersucht werden, funktioniren. Er halte die Vergeßlichkeit des Angeklagten unter den Sollten sie damit wirklich dokumentiren, daß dieser Professor mit ob eine folche Störung vorliege. Die Angelegenheit sei deshalb zur vorliegenden Umständen für entschuldbar. Der Gerichtshof war mit folchen Anschauungen ihnen sympathisch war? Wir fahen auch, daß thatsächlichen Nachprüfung der Frage, ob die äußere Heilig dem Staatsanwalt der Aufidt, daß doch eine Fahrlässigkeit vorliege, eine große Zahl eifriger" Juristen gemeint hatte, daß es hier baltung des Tages gestört wurde, in die Vorinstanz zurückzuweisen. die indessen mit einer Gefängnißstraße von drei Tagen genügend geeine gute Gelegenheit gäbe, sich 111 ein gutes Licht zu Wegen des Widerstandes gegen die Staatsgewalt sei der Angeflagte fühnt fei. sehen. Um den Namen Reinhold im Anmeldebuch zu haben, hatten zu Recht bestraft worden. Was ist ein Tingeltangel? Das Kammergericht hatte sich fie bereits belegt, ehe sie ihn gehört hatten. Ueberall prangten Ein roher Patron. In der Weinlaune hat der Schneide: gestern mit einem Prozeß zu beschäftigen, bei dem es sich um die ihre Karten auf den Pläßen. mühlenbesitzer Conrad einen Exzeß verübt, der ihn gestern unter Frage drehte, was" Zingeltangel" sei? Herr Lux war Gastwirth Aber schon gestern sahen sehr viele während des größten Theils der Anklage der vorfäßlichen Körperverlegung vor das hiesige und Mitglied einer humoristischen Gesellschaft Ihm wurde dem des Vortrags sehr gelangweilt aus, und als Herr Reinhold um Schöffengericht führte. Er hatte eines Tages einige Beit in einem Berliner Börsen- Kourier" zufolge zur Last gelegt, gegen 8 Uhr eine turze Pause machte, liefen bereits eine ganze Anzahl Weinlokale zugebracht und dasselbe in rosiger Stimmung verlassen. eine der zahllosen Lustbarkeits- Ordnungen verstoßen zu haben, davon. Die meisten werden folgen. Schade, Reinhold hätte als Als er auf die Straße hinaustrat, mußte er an zwei im Hausflur welche vorschreibt, daß die Gastwirthe vor Beginn der Lehrer so gut in die erste Klasse einer höheren Töchterschule gepaßt, stehenden Frauen vorüber, deren eine einen kleinen Hund auf dem Lustbarkeit eine Abgabe zu zahlen haben, es sich auf der Universität werden seine Zuhörer am Ende des Semesters Arme trug. Der Angeklagte bekam nun den Einfall, das um Gesangs und deklamatorische Vorträge( Tingeltangel) handle. wohl im Auditorium minimum genügend Play finden. Thier streicheln zu wollen; er soll dies aber in so wenig Auch zu Anfang dieses Jahres fand im Lokale von Lux eine Sigung zarter Weise gethan haben, daß der Hund lant schrie. Die der humoristischen Gesellschaft statt; um sich recht zu amüsiren, hatte " wenu man noch einen Komiter fommen lassen, der im Kostüm einer Dame Rouplets dezenten Juhalts vortrug. Lug erhielt später einen Strafbescheid, beantragte gerichtliche Entscheidung und wurde auch vom Schöffengericht freigesprochen. Gegen diese Entscheidung erhob die Staatsanwaltschaft Berufung und und beantragte die Ver. urtheilung des Angeklagten. Die Straftammer wies indessen die Berufung ab und machte geltend, nach der betreffen den Steuerordnung sei die vorherige Abgabe nur bei Gefangs und deflamatorischen Vorträgen( Tingeltangel) 31 ent richten, da der Romiter aber nur decente Kouplets vorgetragen habe, so handle es sich hier nicht um Tingeltangel; denn das charakteristische Merkmal der Tingeltangel sei darin zu finden, daß dort Kouplets vorgetragen würden, welche einen sinnlichen Reiz auf die Zuhörer auszuüben geeignet seien. Gegen diese Entscheidung legte die Staats anwaltschaft Revision beim Kammergericht ein und erklärte, der Vorderrichter habe den Begriff Tinteltangel verkannt; nach dem Erlaß des Ministers des Innern vom 13. Januar 1895 sei ein Tingeltangel schon dann vorliegend, wenn Gesangs und deklamatorische Vorträge ohne ein höheres Kunstintereffe stattfinden. Das Rammergericht wies aber die Revision der Staate. anwaltschaft zurück und erachtete die Vorentscheidung nicht für rechts irrthümlich. tast Der neutrale" Arbeitsnachweis, wie er von seiten bürger: durch den Verkauf des Vorwärts" famen 9486,95 M. ein. An licher Reformer befürwortet wird und von einigen Kommunal Resten vom vorigen Jahr wurden 77,13 M. eingenommen, dagegen behörden bereits zur Durchführung gelangt ist, erscheint für die sind im laufenden Geschäftsjahr Quittungen über 185,92 M. nicht Arbeiter wenig erstrebenswerth, namentlich solange, als die Ver: eingelöst worden. Um diese Außenstände würde sich der Ueberschuß die Verwaltungen der Gemeinden in den Händen von mehr oder weniger erhöhen. Die Buchhandlung erzielte einen Netto. Ueberschuß arbeiterfeindlichen Parteien sich befinden und solange der Selbst von 89,20 Mart. Insgesammt wurden für 372,25 Mart Bücher verwaltung der Gemeinden so enge Grenzen gezogen sind wie gegen- verkauft. Auf Antrag der Zeitungstommission wurde Ostermann wärtig noch im Deutschen Reich. Decharge ertheilt. Darauf erstattete Dohrmann den Bericht der Abmachungen mit Unternehmer- Vereinigungen( Tarif- Gemein- Lokalkommission. Nach kurzer Debatte erklärte sich die Versammschaften) sind nicht prinzipiell zu verwerfen. Sie sind anzustreben, lung mit der Sperrung der Viktoriasäle des Musikdirektors Schwarz wenn es dadurch den Arbeitern gelingt, ihre Lohn- und Arbeits einverstanden. Die Neuwwahlen ergaben folgendes Resultat: Hoppe, verhältnisse günstiger und stabiler zu gestalten. Voraussetzung Vertrauensmann; Wurbs, Pohl, Lose, Zeitungstommission; dabei aber ist, daß die beiden kontrahirenden Parteien über an- Dohrmann, Jungandreas, Schmidt, Lokalkommission. nähernd die gleiche Macht verfügen, da andernfalls solche Ber- Nunmehr berichtete Bubeil eingehend über die Verhandlungen des einbarungen in der Regel nicht von langer Dauer sein werden." Parteitags. Zu dem Beschluß, betr. die Betheiligung an den Landtags Neber den Tagesordnungspunkt, Stellungnahme zum wahlen, bemerkt Redner, er müsse bedauern, daß hervorragende Ges allgemeinen Fachkongreß" referirte Wegener- Berlin. noffen jetzt schon in eine Polemit einträten über die Verwirklichung Ein allgemeiner Fachkongreß des Gastwirthsgewerbes ist von einigen des Beschlusses. Es habe bereits den Anschein, als sollten die nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden fraglichen Beschlüsse der höchsten Partei Instanz nicht bindend Gehilfenvereinigungen angeregt worden. Seitdem aber auch die flaffen bleiben. Sollte daran von den Freunden der Wahlbetheiligung bewußten Arbeiter ihre Absicht fundgegeben haben, auf diesem Kongreß gedentelt werden, dann hätten auch die Gegner Recht, ihren ebenfalls zu erscheinen, ist die Sache etwas ins Stocken gerathen. Standpunkt hervorzukehren. An den Beschlüssen gebe es nichts zu rütteln. Nach längerer Berathung der Angelegenheit wird die folgende vom Der Delegirte Eberhard sprach nach den mit lebhaftem Beifall Referenten eingebrachte Resolution zum Beschluß erhoben: aufgenommenen Ausführungen Zubeil's die Erwartung aus, daß die Genossen in Rigdorf wie die des ganzen Kreises dann Mann für Mann auf dem Posten seien, wenn es sich bei den Landtagswahlen darum handele, aus eigener Kraft etwas zu erringen. Wegen Paletotdiebstahls in sechs Fällen, sowie wegen Urkundenfälschung wurde gestern der Technifer Albert Stajet aus Posen von der vierten Strastammer des Landgerichts I zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte hatte die Diebstähle in der töniglichen Bibliothek und im Architektenhause begangen und die Bente auf seine Mitgliedskarte der Berufsgenossenschaft versetzt, nachdem er den Namen Rajet in Kajetan" umgeändert hatte. P " Boziales. " Der Kongreß begrüßt die Idee, einen allgemeinen Fach fongreß stattfinden zu lassen, mit Freuden. Er bedauert jedoch die Art der Einberufung und die in Aussicht genommenen Bulassungsbedingungen; des weiteren hält er die aufgestellte Tages Folgende Resolution wird zur Debatte gestellt:" Die Versammlung ordnung für unzulänglich. Trogdem find die Delegirten der spricht ihr Bedauern darüber aus, daß die Anträge 36, 53 und 54 Meinung, daß der allgemeine Fachkongreß möglichst zu beschicken vom Parteitage abgelehnt wurden. Für die Erringung des Ans Ratibor wird berichtet: Wegen Sittlichkeitsverbrechen ist. Sie beauftragen das Büreau des Kongresses, zur geeigneten Achtstundentages ist und wird zu wenig gethan. Aber gerade hierfür hatte sich der unverheirathete Lehrer Richard Welz aus Ostrog bei Zeit die Agitation dafür in die Hand zu nehmen." energisch einzutreten, find wir verpflichtet, foll die Arbeiter Natibor vor der hiesigen Straffammer zu verantworten. Die AnDie Erledigung dieser Angelegenheit hat sich bis in den Nachschaft bei der fünfjährigen Legislaturperiode nicht ganz und gar er tlage legte ihm fünfzig theilweise schwere Fälle, begangen an Schul- mittag hineingezogen. Bum Tagesordnungspunkt Prozent fchlaffen. Desgleichen müssen die Massen auf den eventuellen tlage legte ihm fünfzig theilweise schwere Fälle, begangen an Schul- arbeit" referirt Kabbe( Dresden). Die Prozent arbeit ist Staatsstreich vorbereitet werden, da nur bei einem aufgeklärten, mädchen, zur Laft. Durch die Beweisaufnahme in Verbindung mit eine namentlich in Sachsen start verbreitete Entlohnungsform der tampfesmuthigen Volle der Staatsstreich wirkungslos bleibt. Die dem Geständniß, zu welchem sich Welz nach Vernehmung von vier Kellner, bei der sie weder festen Tagelohn, noch größere Einnahmen Versammlung fann sich mit dem Beschluß, sich an den Landtagsnicht einverstanden erklären, fie berger beantragte 12 Jahre Zuchthaus, der Gerichtshof erkannte, durch Trinkgelder haben, sondern mit einem Prozentantheil an dem wahlen zu betheiligen, dem Oberschlef. Anz." zufolge, auf acht Jahre Zuchthaus und zehn ist jedoch fast ebenso entwürdigend, von ihnen erzielten Umfaß betheiligt sind. Das System spricht die Hoffnung aus, daß zur Militärfrage in der Fraktion Jahre Ehrverlust. wie die Entlohnung ein Standpunkt Schippel nicht wieder Antlang findet. Mit durch Trinkgelder, weil die Kellner versuchen müssen, die besten dem Verhalten der Delegirten des Kreises erklärt sich die Ber Gäste in ihr Revier zu ziehen und sie zu einer großen sammlung einverstanden." Beche zu veranlassen. Und dabei gewährt es nur schlechten Ver- Der Antragsteller Regerau begründete die Resolution in Die Kommiffion zur Untersuchung der Ursachen der Un- dienst, weil die Wirthe bei Festlichkeiten und dergleichen, die einen längeren Ausführungen. Ein größeres Gewicht als auf das Parlas fälle durch Stein- und Kohlenfall im preußischen Bergbau, größeren Umfah versprechen, sofort den Prozentantheil des Kellners mentiren sei auf die Aufrüttelung der Massen zu legen, und dazu die vom Handelsminister berufen ist, tagt gegenwärtig in Berlin. herabseßen. Der Referent ersucht, die folgende, bereits auf einem bedürfe es einer energischen Agitation für den Achtstundentag. In Minister Brefeld wies, wie wir der Köln. 3tg." entnehmen, in seiner früheren Kongreß beschlossene Resolution auss neue zu sanktioniren. Sachen der Landtagswahl ist Redner Zubeil's Meinung. Er ver Eröffnungsrede darauf hin, daß die Gefahr des Bergbaubetriebes Der Kongreß erklärt, daß die Entlohnung durch Trinkgeld langt, daß sich Auer den Wünschen der Genossen füge und nicht mit einer Verlustziffer von 2,23 auf das Tausend der beschäftigten und durch prozentuale Gewinnbetheiligung als die gemeinsten, die nach seinem Kopfe gehe. Die Betheiligung an den Landtagswahlen Betriebsarbeiter im Jahre 1895 bei weitem die Gefahr des Betheiligten demoralisirenden Bezahlungsformen prinzipiell zu werde nur Zwijtigkeiten zeitigen. Wurbs tritt warm Eisenbahnbetriebes mit 1,64 und noch weit mehr die des Gewerbe- verwerfen und entschieden zu bekämpfen sind. Ferner ist die Auf- für die Betheiligung. an den Landtagswahlen ein, von betriebes mit 0,69 Verlustfällen überstieg. Am meisten gefährdet sei hebung der in Form von Kost und Logis gegebenen Natural der er eine Beseitigung der Junterherrschaft erhofft, wenn der Steinkohlen- Bergbaut. Die Durchschnittsziffer der fünf Jahre verpflegung anzuftreben, da diese die Abhängigkeit des Personals die Partei bei der endgiltigen Entscheidung das fleinere 1891 bis 1895 in Preußen mit 2,493 auf 1000 Arbeiter übertreffe vom Arbeitgeber nur vermehrt. Als einzig richtige Bezahlungs- Uebel" wähle. Botamy( Pole) findet es begreiflich, daß bei bei weitem die Durchschnittsziffern von England( 1,536), Belgien form erkennt der Kongreß nur die feste Bezahlung durch Zeit der jeßigen Behandlung der Polen seitens der preußischen Res ( 1,664) und Frankreich( 1,119). Unter den VerunglückungsJohn an." 9 gierung, die Polen zu den Deutschen kein Vertrauen hätten. ursachen stehe obenan der Steins und Kohlenfall mit 0,921 Auch über diesen Gegenstand findet eine ausgedehnte Dis- Nach dem Schlußworte Zubeil's, der eine besondere Agitation für für 1000 Arbeiter, während für Schlagwetter die Unfalls fussion statt. Die Abstimmungen werden erst morgen vorgenommen den Achtstundentag jetzt nicht für angebracht hält, wurde obige Biffer nur 0,831 betrage. Auch hier träten die Unfall werden. Resolution gegen 7 Stimmen angenommen. Schließlich ziffern von England( 0,645), Belgien( 0,544), Frankreich( 0,400) beschloß man noch einstimmig, für den Verein Vorwärts" fräftig gegenüber den unserigen weit zurück. Unter diesen Umständen zu agitiren und schon jetzt die Agitation für die erfcheine es vor allem geboten, den Ursachen dieser hohen WerluftReichstags- Wahlen zu beginnen. ziffern näher nachzugehen, ihren Zusammenhang mit der Lagerung der Flöze, der Beschaffenheit der Kohle, der Art der Gewinnung, mit den Verhältnissen der Arbeiter und der Kohlen verbrauchenden Industrie, kurz, mit all den besonderen Umständen, die sich für Die andständigen Korbmacher hielten am Mittwoch eine Ver jedes Revier verschieden stellen, sorgfältig aufzudecken und hiernach fammlung ab, in der die Lohnbewegung zur Besprechung stand. Wie Die Maßregeln zu erwägen, die allgemein und für die einzelnen der Referent, Paul Reller, darlegte, ist die Ursache des Streiks Reviere zur wirksamen Verhütung dieser Unfälle in Frage kommen. in den fortwährenden Lohnreduktionen zu suchen. Die ursprünglichen Für die durch schlagende Wetter herbeigeführten Unfälle sei bereits Löhne in der Kugelforbbranche betrugen pro Korb 5 M. und stiegen in den achtziger Jahren eine Kommission niedergesetzt worden, deren bei starter Nachfrage bis 5,50 und 5,75 M. Zwei Geschäfte, die Vorschläge die Grundlage der jetzigen bergbaupolizeilichen Vorschriften Firmen Starte und Robert Schmidtu. Comp. haben die bildeten und die zur Einsetzung der Revisionskommission für die einzelnen Breise mittlerweile bis auf 4 M. herabgesetzt, und fordern nun- Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeben Dienstag nach bem erften Grubenbezirke geführt hätten, deren Thätigkeit noch jetzt nicht abgeschlossen mehr die Arbeiter einen Lohn von 4,50 M. Auf Anregung im Monat bet Buske, Grenadierfir. 83, abends 8½ Uhr. Unentgeltlicher Nath sei und wohl zu einer dauernden Institution werden würde. Die Do st' 3 gaben die Vertrauensleute einen Bericht über den Umfang wird ertheilt; jetzige Kommiffion sei zur Untersuchung der durch Stein und des Ausstandes. Danach befinden sich 106 Korbmacher im Ausstand, abends von 7-9 ühr: A. Daehne, Temminerfir. 66, v. 3 Tr. K. Gutheit Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Versicherung, Kohlenfall herbeigeführten Unfälle niedergesetzt worden, und der von welchen nach Abzug der Abgereiften 93 zu unterstützen sind. Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. Minister habe besonders Gewicht darauf gelegt, aus allen Kreisen Von diesen sind 82 organisirt. Die Versammlung vollzog alsdann G.Sima now sti, Gartenfi. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberberger des Bergbaues, insbesondere auch aus der Zahl tüchtiger Gruben- die Wahl einer Kommission, der folgende Personen angehören: abends ,. Boigt, Wiesenstr. 41-42. E. Warnst, Kolbergerfir. 7, von 6-7 hr firaße 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. M. Tamm, Huffitenfir 6, von 8-9 Uhr arbeiter, die Kommission zusammenzusetzen, um thunlichst alle Er Keller, Bötsch, Ihlow, Grüneberg, Brandt und abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, fahrungen zu verwerthen. Das Streitbureau befindet sich bei Wilke, Andreas Streligerfir. 68. P. Reimann, Bellermannstr. 88. F. Trapp, Schulftr. 50, straße 26. Zum Schluß gelangte eine Resolution zur Annahme, in Im Nord- Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung' der die Streifenden zum strengen Festhalten an ihrer Forderung auf- w. ohs, Schönhauser Allee 62. gefordert wurden. Im Onen: Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader Gr. Frankfurterstr. 84, v. 4 2r. Sm Süd- Often: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: althoff fire, a Im Süden: Für unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügel mater, Grimmstraße 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung. . seller, Digdorf, Panierstr. 58, of part. Im Süd- Weften: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Colmsfir. 44 Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: Krause, Wilsnacker Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Klofierfir. 91, Bet fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit aus Die Kommission setzt zunächst ihren Arbeitsplan auf grund eines vom Minister vorgelegten Programm- Entwurfs fest. Die Vertreter der fünf verschiedenen Grubenvereine verhandeln hierauf gesondert und treten sodann zur gemeinsamen Berathung über das Ergebniß ihrer Thätigkeit zusammen. Vorsitzender der Kommission ist Oberbergrath Freund. Abends findet in Steller's Festsälen zu Ehren der Delegirten ein Kommers nebst Ball statt, der mit dem achten Stiftungsfest des Vereins der Berliner Gastwirthsgehilfen verbunden ist. Rummer. Versammlungen. " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend, Bor. figender P. Gent, Dresdenerfir. 107/108. Alle Buschriften, den Vereinstalender betreffend, find an H. Bendir, Alexandrinenstraße 100, zu richten. Arbeiter- Randherbund Berlins und der Umgegend. Alenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener. firaße so, 2. of Brunnenſtr. 150. Arbeiter- Sängerbund Berfins und Umgegend. Vorftgender Ad. Neumann, Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Naturheilverein 1. Am Freitag, den 29. Oftober, abends 8 1hr, im Saale Friedrich tortum, Mantenffetfir. 50, v. 2 2r. der Arminhallen, Kommant antenstr. 20: Deffentlicher Vortrag über:" 3abus pflege." von 7-8 1hr abends. Briefkasten der Redaktion. Die Schuhmacher hielten am Mittwoch eine öffentliche Ver fammlung ab. Auf der Tagesordnung stand der Streit in der Simon u. Cohn'schen Filzschuhfabrit. Ueber die Ursachen, welche Zur Krankenpflege auf dem Laude. Auf Anregung des zur Arbeitsniederlegung führten, referirte Hildebrandt. Die Ursache Vaterländischen Frauenvereins im Landkreis Königsberg hatte das bilde das Verhalten eines Werkführers der Fabrit, der vor einigen Reichsversicherungsamt kürzlich Musterverträge Wochen eine Arbeiterin ohne Grund entließ und diese nach der Abftraße 19. 9. Stephan, Leffingfir. 34. für ein Zusammenwirken zwischen den die Krankenpflege ausübenden rechnung in roher Weise packte und sie zur Thür hinaus und zur Frauenvereinen und Diakonissenanstalten einerseits und den öffent- Treppe hinunterwarf. Einer der Mitarbeiter, der gegen das Auflichen Krankenversicherungen andererseits ausarbeiten laffen und deren treten des Wertführers Einspruch erhob, wurde vor einigen Tagen gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Benußung den Versicherungsanstalten dringend anempfohlen. Es sind in derselben rücksichtslosen Weise behandelt und entlassen. Der bei daraufhin in einzelnen Kreisen Norddeutschlands sowohl von den länd dem Chef vorstellig werdende Arbeiterausschuß wurde abgewiesen lichen Gemeindevorständen und den Alterversicherungs- Anstalten, wie und demselben bedeutet, daß der Werkführer recht gehandelt habe. auch von mehreren örtlichen Frauenvereinen Schritte unternommen Der Werksührer sei eigens zur Einführung eines strengen worden, um auf diefer Grundlage eine Ausdehnung der ländlichen Regiments bestellt. Auf die Frage, warum der Arbeiter Krankenpflege zu ermöglichen. Das System besteht darin, daß die betr. Frauenvereine in die einzelnen Gemeinden ausgebildete Krankenpflegerinnen senden oder für jeden Amtsbezirk eine Diakonissenstation er: richten, während die Gemeindevorstände sowie die Krankenversicherungen den Vereinen einen Banschalbeitrag zur Unterhaltung der Pflegerinnen zahlen. Außer im Kreise Königsberg ist bisber dieses System im Kreise Siegen durchgeführt worden. Nach einer im Reichs versicherungsamt aufgestellten Berechnung fönnten, falls diese Organisation der Krankenpflege über alle ländlichen Kreise des Deutschen Reiches ausgedehnt würde, darin noch gegen 15 000 Frauen lohnende Berufsthätigkeit finden. Arbeiterrisiko. In der Mombacher Ronservenfabrik wurde burch Explosion eines Roch fasses ein Arbeiter gegen die Decke geschleudert und ihm die Hirnschale zertrümmert. Auf dem Neubau der katholischen Kirche in Heiligenhaus stürzte ein 20jähriger Klempner vom Thurme herab. Er war auf der Stelle todt. entlassen worden sei, erwiderte der betreffende Fabrikant voller Hohn:„ Weil mir seine Nase zu lang, feine Stirn zu hoch und seine Ohren zu groß sind!" Die Arbeiter hätten beim ersten Fall, um allen Anlaß zu einem größeren Kampf zu vermeiden, geschwiegen. Gestern sei ihnen der Geduldsfaden gerissen. Der Kommission sei auf ihre Interventionsversuche gleichfalls die Thür gewiesen worden. 34 Schuhmacher legten die Arbeit nieder und sind nicht eher gewillt weiter zu arbeiten, bis ihnen eine menschenwürdige Behandlung garantirt sei. Sämmtliche Angaben des Referenten werden von den nachfolgenden Rednern bestätigt. Die Androhung des Rings fabrikanten Simon mit einer allgemeinen Aussperrung mache keinen Eindruck auf die Schuhmacher, da erstens fein genügender Anlaß vorliege und gegenwärtig Hochsaison sei. Folgende Resolution gelangt einstimmig zur Annahme: Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Ghiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Sonnabend Abend von 6 bis 8 Uhr statt. wiedergabe dieses Artikels mindestens ein Jahr Gefängniß für den vers M. 2. 57. Unter den Herrschenden Preßverhältnissen würde die antwortlichen Redakteur bedenten. 20. 40. J. O. Dr. R. Wollny, Berlin NW., Werftstraße S. Apparate zur Untersuchung von Milch, Butter, Kakao, Bier u. a. zu F. S. Fragen Sie un bei Karl Scholz, Berlin, Aderstr. 110. nicht befannt. 3. St. in St. Die Engels'schen Artikel des Vorwärts" sind nachher der bei W. u. Co. erschienenen Broschüre kann Europa abrüsten" zu fammengefaßt worden. Andere Beiträge E.'s über dieses Thema sind uns W. J. 146. Wenn der Inhalt Ihres uns unbekannten Miethsvertrages dem nicht entgegensteht: fa. 50. 1. Mein. 2. Ja. 3. Ja.-.. 100. Das ist in den verschiedenen Theilen Deutschlands verschieden, 47 Witterungsübersicht vom 28. Oftober 1897. Die Versammlung erklärt die Behandlung der Arbeiter durch den Werkführer Eggert als eines freien Arbeiters unwürdig, miß billigt ferner das Ablehnen der Fabrikanten Simon und Cohn, mit dem Arbeiterausschuß und der Vertretung der organifirten Arbeiter zu unterhandeln. Sie erblickt in der Entlassung der für die Inter essen der Arbeiter eintretenden Kollegen eine Maßregelung, welche Stationen. der in diesem Frühjahr getroffenen Vereinbarung entgegensteht, und erklärt den Streit für gerechtfertigt, verspricht, den Ausständigen moralisch und finanziell im ausgedehntesten Maße zu helfen." Barometerftand in mm, reduzir! auf d. Meeressp. OG Windrichtung 775 SGD Windstärke ( Stala 1-12) 14322222521 Wetter beiter bedeckt Nebel bedeckt Nebel Nebel Nebel Der drikke Kongrek der Gastwirthsgehilfen Deutschlands fährt in der Tagung vom Mittwoch in der Berathung der Arbeitsnachweisfrage fort. Auch heute findet über diese wichtige Angelegenheit noch eine ausführliche Diskussion statt, nach Rigdorf. Eine gutbesuchte Parteiversammlung fand Swinemünde. dem die Referate bereits am Dienstag gehalten sind. Mit längeren bier am 27. Oktober in Gröbler's Salon statt. Nachdem des Ge- Hamburg Reden betheiligen fich Gery( Altona), Rapphengst( Hamburg) Claus noffent Grillenberger würdig gedacht worden war, erstattete der Ver- Berlin ( Leipzig), Fröhlich( Hamburg), Ströhlinger, Beiste und Pößsch, alle drei tranensmann Sy feinen Jahresbericht. Die Gefammteinnahme be Wiesbaden aus Berlin. Es liegen zu der Frage, wie bereits gestern berichtet, trug 1133,80 M., die Gesammtausgabe 759,20 m., so daß ein Be München verschiedene Anträge und Resolutionen vor. Angenommen werden stand von 374,60. verblieb. Sodann berichtete Ostermann Wien. durch den Kongreß ein Antrag, der bestimmt, daß wenn Filialen über die Verhältnisse der Parteifpedition. Der Betrieb habe sich seit Haparanda. mit Wirthe oder Gehilfenvereinen Abmachungen über den Arbeits- dem vorigen Jahre gehoben. Während 1896 noch eine Mehr- Petersburg nachweis treffen wollen hierzu die Genehmigung des Zentral ausgabe von 62,85 M. zu verzeichnen war, sei in diesem Gort vorstandes einzuholen ist. Ferner ein Antrag, regelmäßige Aufnahme Jahre nach Abzug der Schuld ein Ueberschuß von 32,36 M. Aberdeen. von Statistiken betreffend. Die prinzipielle Stellung des Kongresses vorhanden. Die Gesammteinnahme der Zeitungsspedition bezifferte zur Arbeitsnachweis Frage wird durch Annahme der folgenden von sich vom 1. Oftober 1896 bis zum 1. Oktober 1897 auf 10 467,48 m., Bösch eingebrachten Resolution festgelegt: die Gesammtausgabe auf 10 372,33 M. Vertrieben wurden außer Die Arbeitsvermittelung gehört in die Hände der Arbeiter dem Vorwärts" das Volksblatt", der Wahre Jakob",„ Glüh schaft; dieses Ziel zu erreichen, follte eine der Hauptaufgaben der lichter", Buchdrucker Wacht",„ Märzzeitung" und" Maizeitung". Gewerkschaften sein. Die Abonnenten des Vorwärts" vermehrten sich von 629 auf 803; Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. M " Baris. 773 775 775 MO 774 776 WNW 765 SW 771 NW 766 G 768 . 770 GSD Still halb bedeckt bedeckt halb bedeckt Nebel • . H. Nein. Temperatur nach Gelins ( 50.4". 340400 14280 Wetter- Prognose für Freitag, den 29. Oktober 1897. Trocken und vorwiegend heiter, zeitweise neblig, bei schwachen südlichen Winden, Nachtfrost und langsam steigender Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. r. 253. 14. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus England. London, 24. Oftober 1897.( Eig. Ber.) ( Maffendemonstration für direkte Gemeindearbeiten. Bevorstehende Parlamentswahl in Barnsley.) Schulrathswahlen. Freitag, 29. Oktober 1897. Fehler vermieden, so ist auf das Zustandekommen einer festen pro- B. Adams als Kandidatin der dortigen Arbeiter und Gewerk gressistischen Mehrheit mit starker Arbeiter- Vertretung im nächsten vereine. Grafschaftsrath sicher zu rechnen. Am nächsten Donnerstag findet in Barnsley( Yorkshire) eine Noch vor den Erneuerungswahlen zum Grafschaftsrath, nämlich interessante Nach wahl zum Parlament statt. Neben schon im November dieses Jahres, finden die Erneuerungseinem tonservativen und einem liberalen Kandidaten tritt als Heute Nachmittag fand auf Trafalgar Square eine große, vom wahlen zum Zonbonet, Ghulamt flatt. Der Gegenjas Arbeiter- Sanbibat ber Gozialiſt Bete Curran( ſtändiger Londoner Gewerkschaftsrath veranstaltete Demonstration statt zu zwischen den Konservativen( Moderates") und den Progressiften dreht Organisator der Gasarbeiter Gewerkschaft) auf. Barnsley ist ein gunsten des Prinzips der Ausführung der Gemeindearbeiten sich hier namentlich um die Frage des Religionsunterrichts Bergarbeiter- Diftrift, das Zentrum des Bergarbeiter- Verbandes von in eigener Regie. Gegen 20 000 Arbeiter mit Bannern und und der privaten Elementarschulen. Die ersteren wollen den Religions- Yorkshire und des großen Bergarbeiter- Verbandes von Großbritannien. Musikhören füllten den Plaz, auf dem von 6 Stellen herab unterricht dogmatisch, die letzteren ihn undogmatisch ertheilt haben, Die offiziellen Leiter des Verbandes: Ben Pickard, E. Cowey u. f. w. bekannte Vertreter der Londoner Arbeiterbewegung die Arbeiter die ersteren wollen die privaten Schulen, die hier meist kirchlich treten für den liberalen Kandidaten, einen wohlhabenden Kohlenmitglieder des Grafschaftsraths, darunter auch Burns, Gewerkschafts sind, durch Subventionen aus öffentlichen Mitteln forterhalten, aber händler aus Middlesbrough auf, dagegen haben sich verschiedene vertreter, Mitglieder der sozialdemokratischen Föderation und der ihre öffentliche Kontrolle innerhalb bestimmter Grenzen halten, die Sektionen für Curran erklärt, der ein sehr fähiger Redner ist und Independent Labour Party 2c. sprachen. Der sonst den Meetings Progressisten wollen alle Schulen, die aus öffentlichen Mitteln unter- die Unterstützung der Sozialisten aller Richtungen, ja selbst die als Zentralpunkt dienende Sockel der Nelsonssäule war diesmal flüßt werden, starter öffentlicher Kontrolle unterstellen und erstreben einiger Radikal- Demokraten hat. Man darf unter diesen Umständen anderweitig besetzt. Ein im vorigen Jahr gegründeter Flotten- ferner die allmälige Umwandlung oder Zusammenlegung der auf den Ausgang der Wahl gespannt sein. Bisher war der Wahlverein"( Navy League), der e3 sich zur Aufgabe ge- privaten Elementarschulen in Gemeindeschulen. Außerdem steht auf freis liberal vertreten. .stellt hat, dem englischen Bolte die Begeisterung für ihrem Programm eine Arbeitspolitik, wie sie die Progressisten immer neue Kriegsschiffe einzupaufen, hat zum Jahres im Grafschaftsrath vertreten. Vor drei Jahren erhielten die ProEingelaufene Druckschriften. tag der Schlacht bei Trafalgar( 21. Oktober) die Nelsonsäule mit greffiften bei den Wahlen die Mehrheit der Stimmen, sekten aber Bon der Geſchichte der Deutschen Sozialdemokratie von grans mebring Kränzen und Guirlanden ausgeschmückt, und so war der Sockel der dank allerhand Zersplitterungen, nur eine Minderheit von VerSäule heute für Redner gesperrt. Daß die organisirten Londoner tretern durch. Diesmal herrschen in den Reihen der Gemäßigten Arbeiter für den Flottenverein und seine Bestrebungen wenig Be- große Gegensätze, was natürlich den Progressisten einen besseren Er geisterung haben, ward in verschiedenen Reden kräftig zum Ausdruck folg wie damals verspricht wenn es nicht im Lager der Linken gebracht. Die von den Anwesenden beschlossene Resolution lautet: auch noch ernsthafte Spaltungen giebt. Diese Massenversammlung von Arbeitern der Hauptstadt Bei den Wahlen zum Schulrath herrscht das kumulative erflärt sich zu gunsten direkter Beschäftigung der Arbeiter durch Botum. tu. Lie Wahlbezirke find sehr ausgedehnt und wählen bis zu alle Gemeindeverwaltungen und verpflichtet sich, bei den bevor sieben Vertreter, jeder Wähler hat soviel Stimmen wie der Bezirk stehenden Wahlen zum Grafschaftsrath keinen Kandidaten zu Vertreter wählt, darf sie nach Belieben vertheilen, fie, wenn er will, unterstützen, der nicht für die Forterhaltung eines Betriebsamis alle auf einen Kandidaten zusammenwerfen( fumuliren.) Während eintritt, das unter der direkten Kontrolle des ganzen Grafschafts- die Fabian'schen Sozialisten mit den Progressisten gehen, stellt raths sehen soll." die Sozialdemokratische Förderation in Verbindung mit der InDie Wahlen, auf die die Resolution hinweist, finden Anfang dependent Labour Party in 6 Bezirken eigene Kandidaten auf. Die März nächsten Jahres statt. Bei der Wahl von 1895 war es be in den Mittelpunkt der Agitation gestellte Forderung ist die des fanntlich den Konservativen gelungen, die progressistische Mehrheit unentgeltlichen Unterhalts( ,, free maintenance") der Schulkinder des Grafschaftsraihs zu sprengen, und seitdem ist das Betriebsamt aus Staatsmitteln. Daneben Ausschließung des konfessionellen Unterfyftematisch ausgehungert" und reduzirt worden. Neben anderen richts aus der Volksschule und Herabsehung der Schülerzahl pro Tie„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Breis der Nummer 10 Pf., Gründen war unzweifelhaft die Lässigkeit eines Theils der Arbeiter Lehrer bis auf 30. Mit einem nicht ganz so weitgehenden Proan dem Siege der Konservativen schuld. Werden die damals gemachten gramm kandidirt im Bezirk von Greenwich die Sozialistin Mrs. Kranken- UnterstützungsBund der Schneider. " Unser Mitglied 166/19 Achtung! Achtung! ( Stuttgart, Dies Verlag) sind Heft 21 und 22 erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Rapitel 2: Lassalle's tattische Wendung. 1. Die rheinische Heerschau und der Sturm auf Berlin. 2. Lassalle und Bismarc. 3. Lassalle's Kämpfe mit Justiz und Polizei. 4. Baftiat- Schulze. Kapitel 8: Lassalle's Ende. Kapitel 4: Die Internationale Arbeiterassoziation. von der Wenen Beit"( Stuttgart, J. H. W. Die Berlag) tft foeben das 5. Seft bis 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Karl Grillenberger. Die ökonomischen Grundlagen der Mutterherrschaft. Bon Heinrich Gunow.( Fortschung.)- Die Abnahme der Sterblichkeit in Preußen. Von Dr. J. Rosenfeld. Ein Beitrag zur Geschichte des Bundes der Geächteten". Von Heinrich Schmidt. Notizen: Einige Notizen aus dem Berliner Abgangszeugniß von Karl Marx. Feuilleton: Ter gelbe Domino. Roman von der Gleichheit, Beuschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, von Wiarcel Prèvoft.( Fortsegung.) Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 22 des 7. Jahrgangs sugegangen. Aus dem Jutalt dieser Nummer heben wir herror: Karl Grillenberger t. Liebknecht's Berurtheilung. Der Parteitag zu Hamburg. Der gefeßliche Arbeiterinnenschutz in der Schweiz. Bon D. Zinner- Winterthur. Aus der Bewegung. Feuilleton: Nur ein Mal! Bon Dorothee Göbeler.( Schluß.) Notizentheil von Lily Braun und Klara Bettin: Beschlüffe des sozialdemokratis fchen Parteituges zu Hamburg. Gewertschaftliche Arbeiterinnen- Organisation. Weibliche Fabrifinspettoren. Frauenbewegung. durch die Post bezogen( eingetragen in der Neichspost. Beitungslifte für 1897 unter Nr. 2902) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 65 f.; unter Kreuzband 85 f. Freie Volksbühne. Johannisbeerwein C. Fährmann Genossinnen u. Genossen. v. Abtheilung: Sonntag, den 31. Oktober, letzte Vorstellung Liter weingia 10 Pr. ist am 25. d. M. verstorben. Die Be: erdigung findet am Freitag, den 29. b. M., nachm. um 4 Uhr, auf Montag, den 1. November 1897, abends 8 Uhr, dem Dantesfirchhof Blantestraße in im Lokale„ Sanssouci", Kottbuserstraße 4a: Reinidendorf statt. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank für die Theilnahme am Begräbniß meines Mannes des Metalldrückers Georg Schultze, sowie auch dem Deutschen Volks- Versammlung. Tages: Ordnung: Metallarbeiter: Verband und den 1. Bortrag des Stadtverordneten Genossen Paul Singer über: Kollegen und Kolleginnen der Firma Die Schulfrage und die Kinderausbeutung vor der Berliner StadtverordnetenJ. Hirschhorn. 15236 Bersammlung. 2. Diskussion. Wir fordern alle Frauen auf, zahlreich in dieser Versammlung zu er scheinen. 1/10 Die Vertrauensperson. Die trauernden Hinterbliebenen. Konstituirende Versammlung Deutscher Holzarbeiter- Verband. der Buchbinder and verw. Berufsgenossen zu Berlin am Sonnabend, den 30. Oftober cr., abends 92 Uhr, im Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tagesordnung 1. Statutenberathung. 2. Wahl des Borstandes. 3. Verschiedenes.[ 28/15 Bahlreiches Erscheinen erwartet F. Freudenreich, Wißmannstr. 18, I. Ordentliche General- Versammlung der Ortskrankenkasse ber Hutmacher, Hutfournituren. und Filzwaaren- Verfertiger zu Berlin am Sonntag, den 7. November 1897, vormittags 10 Uhr, im Restaurant des Herrn A. Feind, Weinstr. 11, wozu die Delegirten, deren Wahl pro 1897 lautet, hiermit eingeladen werden. 15246 Tagesordnung: Hente, Freitag, abends 81% Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Sitzung der Ortsverwaltung. Einseher. Versammlung. Sonntag, den 31. Ottober, vormittags 11 Uhr, Alte Jakobftr. 83: Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gewünscht. Tischler- Verein. [ 288/2 IV. Die Hexe im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater. Besonders machen wir aufmerksam. dass diese Vorstellung um 4 Uhr beginnt. Diejenigen Mitglieder, welche die Vorstellung noch einmal sehen wollen, mögen sich in ihrer Zahlstelle eine Marke einlösen und in Rubrik VII einkleben. Am 7. November 3 Uhr I. Abtheilung) Zur Aufführung gelangt im Friedrich Wilhelmstädt. 14. " 31 21. II. III. ท " " " 28. " IV. " " Theater ,, Sein Jubiläum" ein Bild aus dem Handwerkerleben in einem Aufzuge [ von Ernst Preczang und ..Die Fahnenweihe". 10 Eugen Neumann& Co., Obst- und Beerenweinkelterei. Damit ein geehrtes Publikum sich von der Güte und Vorzüglichkeit unserer Fruchtweine überzeugen kann, haben wir einen Ausschank errichtet und zwar Kommandantenstr. 67. Achtung! Hüte!( kein zaben.) Hüte! Weiche Herrenhüte von 1,50 an, Kinderhüte und Mühen zu den billigsten Preisen. Fritz Weith, Nigdorf, Hobrechtstr. 78 part. am Hermannplatz. 12256* Brockhaus', Meyer's Eine Komödie in 5 Akten von Josef Ruederer. Die Mitglieder der ersten Abtheilungen werden dringend gebeten, nur die Vorstellungen ihrer Ab- Lerifon, Brehm's Thierleben, Klassiter, theilungen zu vermeiden. Gleichzeitig machen wir darauf aufWiſſenſchaft beleibt und kauft Antimerksam, dass es die vornehmste Pflicht jedes Theater- quariat Kochstraße 56. besuchers ist, im Interesse des Kunstgenusses aller Anwesenden vor Beginn der Vorstellung zu erscheinen und jede Störung zu vermeiden. Mitglieder werden nur noch zur IV. Abtheilung in allen Zahlstellen aufgenommen. Im Monat Dezember, Januar und März ev. Mai finden die Vorstellungen im Lessing- Theater statt. Sonnabend, den 30. Oktober cr., abends 82 Uhr, Melchiorftr. 15: 299/8 Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Massatsch über: Die heilige Stellung der Frau. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zur Urania.- Damen haben Zutritt. 199/11 Der Vorstand. Achtung, Metalldrücker! Ersuche die Werkstatt- Vertrauensleute, die noch nicht im Besitz von Listen 1. Wahl der Revisoren zur Prüfung oder Marken für die englischen Maschinenbauer sind, diese in Empfang der Rechnungen pro 1897,(§ 47 Abs. I zu nehmen und zwar des Sonnabends abends von 8 Uhr an im Lokal von der Statuten.) 2. Erfahwahl zweier 8 a st row( Alte Linde), Admiralstr. 40 a. Auch die säumigen Kollegen Borstandsmitglieder der Arbeitnehmer. 3. Abänderung des§ 2 Abs. 4 des möchte ich erinnern, daß wir alle Sonnabende in diesem Lokal abrechnen! Statuts( Fortfall der Worte fowie 170/4 Der Vertrauensmann. Handlungsgehilfen und Lehrlinge") und der§§ 11, 18, 26 und 27. 4. Be richt der in der Generalversammlung am 25. April 1897 gewählten Kom mission zur Ausarbeitung der Statuten. b. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vor zeigung der Postkarte gestattet. Der Vorstand. gez. H. Ried, Anhaltstr. 14. Achtung! Achtung! Allen Kollegen und Bekannten zur geft. Nachricht, daß ich meine Restauration Zur Metallarbeiter- Börse" bon Danzigerstr. 93 nach Friedrichs. berg, Mainzerftr. 21( nahe der Frankfurter Allee) verlegt habe. Bahtstelle des Deutschen Metall: arbeiter Verbandes. 33852* Achtungsvoll W. Hansen. 27. November fofort gratis zu vergeben. 33242* Nieft's Festfäle, Weberstr. 17. auch Relfe Rummelsburg- Stralau! Sonntag, den 31. Oktober 1897, nachmittage 1½ hr, bei E. Gursch, Stralan Nr. 5: General- Versammlung des sozialdemokratischen Vereins. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Gesammt: vorstandes, des Bibliothekars und der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Erscheinen aller Mitglieder erwartet 8/11 Der Vorstand. Meinen werthen Parteigenossen und Freunden empfehle mein Oel-, Licht- und Seifen- Geschäft und alle in das Fach einschlagenden Artikel. Insbesondere die Genossen des Süd- Ostens ersuche ich um freundlichen Zuspruch. Wittwe Lina Schultze, Pücklerfrake 12, früher in Königsberg in Preußen. ophastoffe Sonnabend: Rester- Berkauf! Anzug, Paletot, Hosen- Stoffe. in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Läuferstoffe 29522* in allen Qualitäten zu Fabrifpreisen. 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Sonntage im November und Dezember frei. 14456 118063 68 86 412 81 518 25 607 20 24 743 996 119000 165 85 257[ 300] 311 36 478 603 818 945 120096 113 800 450 564 71[ 3000] 86 633 58 813 54 121252 527 86 870 88 122105 248 403[ 1500] 15 67 705 71 89 868 910 38 96 123091 127 61 207[ 1500] 42 82 308 20 43 91 705 44 68 96 98 124057 150 203 61 433 538 636 49 71 701 56 829 33 86 96[ 500] 125099 119 255 61 354[ 1500] 414 19 620 736 893 940 81 126153 66 308 405 12 74 82 539 782 840 73 127123 422 626 [ 1500] 892 909 128022 83 252[ 1500] 339 581 95 728 801 915[ 1500] 93 129031 69 131 43 220 418 71 663 864 130074 359 651 720 54 881 917 181227 667 788 823 53 973 132056 262 415 726 68 853 183111 332 76 405 566 666 734 76 975 86 134075 97 100 77 247 362 421 42 505[ 500] 993 135136 66 85 259 64 77 448 69[ 500] 527 49 51 864 186233 71 444( 500] 532 607 1500] 24 137170 541 688 704 75 801 138147 88 261 63 65 73 339 S6 585 706 860 95[ 300] 904 68 139122 291 96 364 598 799 815[ 3000] 50[ 3000] 140318 71 83 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500] 730 808 924 35 190030 86 201 95 422 584 608 18 728 85 874 97 933 191249 56 824 593[ 3000J 745 924 60 192150 98 252 402 505 907 24 43 93 94 193043 267 630 779 805 41 44 194014 173 210 395 459 505 92 630 92[ 3000] 708 15001 75 82 822 46 936 195149 217 51[ 8000] 60 363 450 564 88 91 741 818 19 196032 187 209 16 19 43 58 561 83[ 500) 197014 69 190 500 78[ 5000] 820 [ 8000] 86.995 198443[ 3000) 91 676 1990338 471 647 57 774 870 928[ 1500] 200106 222 543 845 997 201046 142 91 262 364 86 442 55[ 300] 543 98 702 832 202004 17 252 83[ 800] 621[ 300] 66 702 959[ 600] 70 89[ 1500] 203202 439 511 754 807 30 204192 285 330 576 668 935 41 86 205029 90 185 247 69 88 331 35 977 200090 399 439 44 45 565 640 719 207038 94[ 300] 160 284 841 454 539 57 827 60 972 208083 147 307 48 486 506[ 1500] 38 60 87 637 95 762[ 300] 931 209196 296 454 529 689 749 856[ 500] 980 210049 159 75 82[ 1500] 216 35 41 498 544 672 98 785 856 211422[ 3000] 541 43 757 966 212193[ 800] 218103 21 487 527 74 674 86 949 310 42 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1500] 600 21[ 3000] 765 869 225002 4 34 339 48 5991 Jm Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 ., 2 zu 200 000 Mt., 2 zu 100 000 Mt., 2 au 50 000 r., 1 zu 40 000 mt., 7 zu 30 000 t., 21 zu 15 000 t., 33 zu 10000 M., 65 zu 5000 m., 1027 zu 3000 t., 1088 zu 1500 M., 1231 500 mt. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Die Reezenburg. Bilder aus dem Berliner Voltsleben von L. Ely. Anfang: Sonntags 6 Uhr, Wochen: Feen- Palast * 22 Burgstr. 22. Dir.: Winkler& Fröbel. Nur noch Um bis Sonntag: 8 Uhr: Rich. Winkler u. Wilh. Fröbel in der urfom. Gesangsponse tags 7½ Uhr.- Entree: Sonntags' Ne wilde Sache. 40 Big.. Wochentags 20 Bfg. W. Noack's Theater Brunnen Strasse 16. Heute, Freitag, 29. Oftober: Tochter der Hölle. Lustspiel in 5 Aufzügen von Kneifel. Sonnabend wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Sonntag: Das Mädel ohne Geld. Volksstück mit Gesang. 89472 Personen haben nach Ausweis der Kassenbücher in den bisherigen 50 Aufführungen der Zug- u. Kassenstücke Im Atelier u. Ein Abend im Wintergarten das 1. Original- Budapester Possen- a. OperettenTheater in Kaufmann's Variété Es repräsentirt Erfolg, besucht! dies einen wie ihn trotz der unnachahmlichen Eigenart ihrer völlig individuellen Komik und ihrer notorischen Beliebtheit Donat u. Anton Herrnfeld doch in allen ihren Stücken bisher so gross noch nie gehabt. Alcazar Variété Theater L. Ranges. Dresdenerstraße 52/53( City: Passage) Annenstraße 42/43. 2 Direktion Richard Winkler. Vornehmster Familien Aufenthalt. Neu! Novität! Neu! Der Herzverführer. Große Ausstattungs- Operette in 1 Aft von Leop Ely. Musik von Holländer. Vorher: Tante Mollig. Posie in 1 Aft. Auftreten sämmtl. Kunst- Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Plas 50 Pf. Dazu das erfolgreiche brillante Oktbr.- Riesen- Programm. Miniatur: Fidele Droschkenfahrt Circus Nelly 11. f. 1. u. f. w. lufang 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1 M. 50 Pf. In Vorbereitung: Die Ballet- Ratten. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Erna Koschel. Mr. Brown. Miss Marie Halton. Mr. Rapoli. Dagmar Hansen. Victoria- Brauerei. Büzowstr. 111/112 ( nahe Potsdamer Plaz). Hente, jowie jeden Freitag u. Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.). Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. ( Siehe Blakate.) Nenes Programm! Neun Heinzelmännchen. Maehr's Theater Staffeneröffnung 612 Uhr.] Anfang 72 Uhr. Montag, den 1. November 1897: Wiederauftreten des Gesangshumoristen Robert Steidl und vollständig neues Programm. Reichshallen- Theater. Leipzigerstrasse 77. Das flammende Räthsel? 3 Apollons! Reuter, Natta, Novello etc. etc. Anfang des Konzerts 7, Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Parterre- Saal Sonnabend, den 30. Oktober: Grosser fideler Abend mit humoristischem Konzert, Stangenklettern und Gratis Präsentvertheilung. Oranienstrasse 24. Täglich Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Novitäten- Programm. 1. a.: Deta Waldau, U. a.: Eugen Rosée, der beste Mimiker. bildschöne Kostüm: Soubrette. Neu! Wer ist der Vater? Neu! Burleske mit Gesang und Tanz. Neu! Die zweite Frau. Nou! Volksstück. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Preise wie gewöhnlich. Konzert- Sanssouci haus Rottbuser Straße Nr. 4 a. Dir. H. Pierry. Artistischer Leiter Jos. Aschinger. Stürmisch. Erfolg. Riesiger Beifall. Sportmädel. Neu! Guste auf Posten. Neu! Borzügliche neue Spezialitäten. Anfang des Konzerts: Wochent. 7 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Anfang der Vorstellung: Wochent. 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 50 f. Wochent. Passe- partouts giftig. Diese Vorstellungen finden jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag statt. 6. Ziehung d. 4. Klaffe 197. Kgl. Preuß. Lotterie.| 117081( 8000] 175 884 578 842 118032 73 110 265 842 8iehung vom 28. Oftober 1897, nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Rummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 165 70 438( 300] 534 679[ 500) 781[ 500] 907 19 1018 [ 1500] 19 173 233 93( 3000) 98 365 496 506 81 665 761 15001 885 2160 64 275 456 89 620 804 70 3005 22 232 45 585 630 732 955 4113 36 203 20 335 99 680 91 842 81 967 5015 36 97 140 301 29( 500] 96 463 64 528 742 6284 305 65 481 517( 8000) 661 7239 54 382 470 571 794 984 8021 47( 500] 123 261 79 629 84( 300) 733 53 938[ 3000] 9020 99 278 333 94 504 44 63 798( 800 333 94 504 21 37( 1500) 913 10174 677 93 798[ 800] 859 933 38 11217 534 46 662 77 705 33 894 980 12034 132 64 80 94 241 43 335 91 99 411 14 633 13044 163 268( 8000) 75 356 427 61 527 894[ 3000] 902 14094[ 300] 269[ 1500] 384 528 698 861( 1500) 77 971 15112 208 37 325 61 430 626 16052 55 222 95 361 462 925 63 98 17018 227 69 385 589 943 18031[ 300] 72 99 304 648 86[ 300] 905 46 86 119068 319 21 408 533 962 120015 54 267 309 76 88 408 506 750 98 873 93 927 76 121149 208 48 323 25 513 76 669 768 906 122021 485 91 524 26 809( 15 000) 93 917 23 128871 955 124015 27 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.