Einzelpreis 3.- Mk. Die retbett" erscheint täglich einmal als Morgenausgabe unb Montags als abendausgabe mit ben Unterhaltungsbeilagen Greie Der Bezugspreis Welt" Frauen- Weit" und Der Jugend- Genoffe". beträgt bei freier Buftellung ins Haus für den Monat September 150 ML., im voraus zahlbar bestellingen nebmen fämtliche Boftanstalten entgegen. Sernfbrecher: Sanfa 1970, 1971 und 1972. Amt Moabit 2021. Redaktionsfekretariat: Dönhoff 5593. Berlag und Exped. Berlin NW 40, Kronprinzenufer 27, L Montag, den 25. September 1922 5. Jahrg. Nummer 343 Die wolfgefallene Ronbaretllezeile oder deren Naum fofter 25,- M., einschließlich Inferatensteuer. Aleine Anzeigen: Das jettgedrudte Wort 4- M., jebes weitere Wort 3,- M. einschließlich Inferatensteuer. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen und Stellen- Gesuche 16,-. netto pro Beile, Stellen- Gesuche in Wort- Anzeigen: bas fettgebrudte Mort 3.-M., jedes weitere Wort 2, M. Redaktion: Fernsprecher Dönhoff 4190, 4191 and 4192, Berlin SW, 68, Nitterstr. 75, III, greiheis Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Auf Sozialisten, schließt die Reihen! Die historische Stunde Eigenbericht der Freiheit" Nürnberg, 24. September. Was Augsburg und Gera begonnen, das hat heute Nürnberg vollendet. Mit der einstimmigen Annahme des Aktionsprogramms ist die von Millionen Arbeitern, Angestellten und Beamten in Deutschland und der ganzen Welt so heiß ersehnte Einigung der beiden sozialdemokratischen Parteien endgültig vollendet. Wer das Glück hatte, der Nürnberger Tagung beiwohnen zu können, wird an die kurze, aber eindrucksvolle Tagung sein ganzes Leben zurückdenken. So froh der Augenblick der endlichen Wiedervereinigung der beiden Parteien alle Teilnehmer stimmte, so tief war die innere Ergriffenheit, die die endliche Ueberwindung der Spaltung hervorrief. Alle trennenden Schranken waren gefallen. Aeußerlich dokumentierte sich das durch die Tatsache, daß bisherige Unabhängige und Mehrheitssozialisten nicht getrennt, sondern vereint saßen, innerlich durch die Harmonie, die durch alle Reden hindurchleuchtet. Als der bewundernswert rüstige achtzigjährige Veteran Pfannkuch mit Wilhelm Bock, dem Präfidenten des Einigungskongresses im Jahre 1875, den Altersvorsiz übernahm und an ihn brüderliche Grüße richtete, da erkannte man die Größe der historischen Stunde. War der Gothaer Einigungskongreß dic Voraussetzung für die Niederringung des SozialistenGesezes, jener schwersten Verfolgungsperiode der sozialistischen Bewegung, so ist auch die jetzige Einigung die Voraussetzung und das Mittel, die deutsche Arbeiterklasse zum Siege zu führen. Daß wir uns dabei vor schweren Aufgaben befinden, betonten alle Redner, Dittmann in seiner furzen Begrüßungsrede ebenso wie Herrmann Müller in seiner knappen, präzisen Analyse der jetzigen politischen Situation. Mit dem warmen Bekennntis zum Sozialismus verband er die Versicherung, daß in der vereinigten Bartet die Meinungsfreiheit gewahrt bleiben solle. Crispien feierte zunächst die großen Einiger des Proletariats: Jaurés, Viftor Adler und Bebel, tennzeichnete die Abhängigkeit des Schicksals Deutschlands vom Schicksal der Welt und äußerte die Hoffnung, daß der Einigung des deutschen Proletariats die des internationalen Proletariats bald folgen werde. Den Ansprachen der beiden Redner folgten die Ansprache der Vertreterin der Frauen, der Genossin Juchacz, und des Vertreters der Gewerkschaften, des Genossen Brandes. Seine Rede, ebenso wie die von Wels, die der Abstimmung über Aktionsprogramm, Organisationsgrundlagen sowie der Wahl zur Parteileitung vorausging, war eine Aufforderung und zugleich ein Bekenntnis zum Willen, die aus der Einigung sich ergebenden Kräfte auszunuzen. Die Annahme des Aktionsprogramm 3, die die formelle Einigung herstellte, wurde von dem sich spontan erhebenden Parteitag durch minutenlanges Händeklatschen stürmisch begrüßt. Als Wels sodann bekanntgab, daß Genoffe Karl Kautsky den Vorsitz Der Programmkommission übernehmen solle, brach der Parteitag erneut als Ehrung für den greifen und unermüdlichen Vorkämpfer des Sozialismus und besonders der Einigung in stürmische Huldigungen für ihn aus. Was die Herstellung der Einigung in Deutschland für das internationale Proletariat bedeutet, das jagten die Ansprachen des Genossen Amon( England) und des Genossen Compère- Morel( Frankreich). Symbolisch deuteten sie an, was später auch von Wels in der Schlußansprache treffend hervorgehoben wurde, daß die Welt sich scheidet in Klassen, und nicht in Nationen. Vor dieser Schlußrede von Wels erfolgte die Verlesung des von dem Parteitag an das arbeitende Bolt Deutschlands gerichteten Manifest e 3. Es fand ob seiner zündenden Sprache und glücklichen FormuTierung die begeisterte Aufnahme des Parteitages, dessen Verhandlungen durch den Gesang des Sozialisten- Marsches gegen 12 Uhr beendet wurden. Sizungsbericht Der Parteitag wurde um 9% Uhr eröffnet. Fischer- Nürnberg begrüßte die Delegierten im Namen der beiden Parteiorganisationen Nürnbergs. Dann übernahmen die Alterspräsidenten Wilhelm Pfannkuch und Wilhelm Bock- Gotha den Vorsiz. Wilhelm Pfannkuch: Der Kampf der lebten fünf Jahre war fein angenehmer, aber wir haben dabei in beiden Lagern, getragen von der kulturhistorischen Mission, die wir zu er= füllen haben, nie das zuläffiae Maß des parlamentarischen Anitands verloren. Auf beiden Seiten waren Männer, denen das Herz geblutet hat bei dem Bruderkampf. Es ist der schönste Tag der Erinnerung meines Lebens, daß ich heute hier als Alterspräsident berufen wurde. Unsere heutige Tagung ist getragen von dem Gedanken, daß unsere Organisation die Einheit der sozialdemokratischen Arbeiterschaft beschließen muß, die die alleinige Garantie bietet, daß die Arbeiterklasse ihre geschichtliche Aufgabe erfüllen kann.( Lebhafter Beifall!) Wilhelm Bock: Bald nach Beginn der deutschen Arbeiter= bewegung hat sich die Bewegung gespalten in die der Lasalleaner und die der Eisenacher. Beide Richtungen bekämpften fich mit einer Leidenschaftlichkeit, die durch nichts überboten werden konnte. In diesem Abschnitt der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung finden wir eine Parallele zwischen den Ereignissen, die wir jetzt erleben. Damals hat die preußische Reaktion unter Bismarck und Puttkammer beide Richtungen auf das schärfste bekämpft. Diese Tatsache hat Das Manifest von Nürnberg Ans Anlaß der Wiedervereinigung der beiden Sozialdemokratischen Parteien in Nürnberg richtet die geeinte Partei folgendes Manifest an die Arbeiterschaft: Arbeitendes Volk! Männer und Frauen! Das Werk der Einigung der Sozialdemokratischen Parteien ist vollbracht. In gemeinsamer Tagung haben die Sozialdemokratische und die Unabhängige Sozialdemokratische Partei ihren Zusammenschluß in Nürnberg vollzogen. Durch die Massen ihrer Anhänger geht die tiefe freudige Bewegung: ein Ziel ihrer Sehns sucht ist erreicht. Aber auch die Draußenstehenden horchen auf. Sie fühlen, daß hier eine Tat geschehen ist, die für das Schicksal des Volkes und jedes einzelnen in ihm unabsehbare Bedeutung gewinnen kann. Die sozialdemokratische Bewegung ist eine der gewaltigsten, die die Welt jemals gesehen hat. Wieder vereint, wird sie verstärkte Kräfte entfalten. Von der Industriearbeiterschaft ausgehend, die zuerst die Bedeutung des sozialistischen Gedankens erkannte, hat sie immer weitere Schichten des schaffenden Volfes crgriffen, sie hat große Teile des Landvolkes, der Angestellten, der Beamten unter ihren Fahnen gesammelt. Nur von seitenen, bald wieder wettgemachten Rückschlägen unterbrochen, zeigt die Linie ihrer Entwicklung steten Aufstieg. So stellt sie eine Erscheinung dar, die zur Parteinahme zwingt. Man kann ihr als Freund oder als Feind niemals gleichgültig gegenüberstehen. Weite Kreise der körperlich und geistig Arbeitenden, fast die Hälfte der Bevölkerung, haben durch die Abgabe ihrer Stimme bei den Wahlen gezeigt, daß fie auf die Sozialdemokratie ihre Hoffnung feßen. Aber viele von ihnen hat bisher eine gewisse Schen, eine gewiffe Bequemlichkeit, ein bedanerlicher Mangel an Opfermut davon abgehalten, sich der Bewegung offen anzuschließen. An sie richtet sich jetzt unser Ruf, ganze Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen zu werden und ungefäumt ihren Eintritt in die vereinigte Partei zu vollziehen. Die Partei bedarf aller Kräfte, denn ein ungeheures Werk ist es, das ihrer harrt. Die junge Deutsche Republik kämpft schwer gegen innere und äußere Gegner. Gewaltstöße der monarchistischen Reaktion erschüttern ihre Grundlagen. Der Krieg und seine Folge, der Frieden von Verfailles, hat sie zum Schuldknecht der Welt gemacht. Die ungeheure Not der arbeitenden Massen dient der schrankenlosen Bereicherung Weniger und fördert den Aufstieg einer Kapitalsherrschaft, die das öffentliche Leben forrumpiert und sich den Staat zu unterwerfen anschickt. Was will dagegen die Vereinigte Sozialdemokratische Partei? Sie will Schuh und Feftigung der Deutschen Republik. Sie will, daß das deutsche Volk bewußt und freudig bis zur Grenze feiner Leistungsfähigkeit teilnimmt an dem Wiederansbander Welt, daß ihm aber auch das gleiche Recht teil werde wie jedem anderen, und daß ein Ende gemacht werde mit einer Politik böswilliger Ueber= belastung und zerstörender Gewaltmaßregeln. Sie will wirksamen Kampf gegen die schamlose Auswucherung des Volkes. Sie will eine vernünftige wirtschaftliche Ordnung, deren Zeitstern das Gemeinwohl und das Recht jedes arbeitenden Menschen ist, ein menschenwürdiges Tafein zu führen. Darum verteidigt sie den Acht stunden= tag, tämpft fie für den Schutz der Arbeiterschaft, arbeitet sie Hand in Hand mit der modernen Ges werkschafts- und Genossenschaftsbewegung. Darum erstrebt sie letzten Endes eine neue, von kapita= istifer Ausbeutung freie Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die allen ihren Anteil am Genuß aller Kulturgüter gewährleistet. In diesem Sinn führt sie ihren lassenkampf, nicht um eine neue Klassenherrschaft aufzurichten, sondern um jede zu zerstören und damit dem schaffenden Volk seine Freiheit zu geben. In Kampf und Ziel fühlt sie sich einig und solidarisch verbunden mit der sozialistischen Arbeiterbewegung der Welt. Die Einigung in Deutschland ist uns Unterpfand und sichere Verheißung der Einigung in der wiedererstehenden sozialistischen Internationale. Die Vereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands weiß, daß ihr Weg weit und ihr Werk schwer ift. Sie weiß, daß sie zu seiner Vollendung der werktätigen Anteilnahme, der geistigen Mitarbeit und der materiellen Hilfe aller bedarf, die sich von den Vorurteilen der Vergangenheit losgerissen haben und bereit sind, auf neuen Wegen neuen Menschheitszielen entgegenzustreben. Arbeitendes Volt! Männer und Frauen! Alle, die Ihr in geistiger und körperlicher Arbeit Werte schafft, alle, die Ihr leidet unter dem Drud der Not, erkennt, daß Euch nicht geholfen wird, wenn Ihr Euch nicht selbst helft! Selbsthilfe des arbeitenden Voltes aber, das heißt: Eintritt in die Vereinigte Sozialdemokratische Partei, restlose Arbeit mit ihr und in ihr! Der Millionenschar unserer alten Genossen und Freunde aber, die in den bitteren Jahren des Bruders zwistes auf der einen oder auf der anderen Seite tapfer ausgehalten haben, rufen wir an dem Tag, der uns die einige deutsche Sozialdemokratie wiedergegeben hat, zn: In der Einigkeit liegt die Kraft! Haltet dem Ganzen die Trene, wie Ihr sie den einzelnen Teilen gehalten habt! Seid brüderlich im Rat, einig in der Tat, duldet keine Zersplitterung! Werbt und wirkt mit verdoppelter Kraft für unsere gemeinsame große Sache! Es lebe die Vereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands! die Einigung, die im Jahre 1875 vollzogen wurde, beschleus nigt. In beiden Lagern gab es damals Führer, die Bedenken gegen die Einigung hatten; aber die Befürchtungen, die an sie geknüpft wurden, haben sich nicht erfüllt. Die Partei entwickelte sich zu einer mächtigen Größe, an der schließlich das Sozialistengeleb zerbrach. Auch iebt find wir zu der Ansicht gekommen, daß wir der geeinten Reaktion nur die geeinte Kraft des Proletariats genenüberstellen fönnen. Diese Stunde der Einigung wird ein Martstein sein in der Geschichte der Arbeiterbewegung.( Lebhafter Beifall!) Als Vorsitzende wurden nun einstimmig Dittmann und Wels gewählt. Dittmann: Die heutige Einigung hat diefelbe Bedeutung, wie die Einigung auf dem Gothaer Parteita batte. Heute wie damals hat der Druck der Reaktion die Hemm niffe und Hindernisse beseitigt, die der Wiedervereinigung entgegenstanden. Im aemeinsamen Kampf gegen die Reaktion kam der Ruf aus den Maffen der beiden Parteien: Genna des Brnderkampfes! Wir wollen nicht mehr getrennt marschieren und lediglich zum gemeinsamen Kampfe zusammen handeln. Wir wollen dauernd zusammenbleiben.( Lebhafter Beifall und Händeflafichen.) Die Beschlüffe von Auasbura und Gera wollen wir hier in Nürnbera. wo wir zum ersten Male aufammen tagen, bekräftigen. Wir wollen uns zusammenschließen anr Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ( Lebhafter Beifall.) Das Referat Hermann Müllers Hermann Müller( mit lebhaftem Beifall begrüßt): Die Parteitage in Augsburg und Gera haben die Sehnsucht von Millionen deutscher Arbeiter endlich erfüllt: In Deutschland ist die Einigung der auf demokratischem Boden kämpfenden Sozialisten nun da. Mit ihr soll eine neue. fruchtbringende Reit für die deutsche Sozialdemokratie anbrechen. Die sechs Jahre der Trennung und der oft erbitterten gegenseitigen Bekämpfuna aehören der Geschichte an. Darüber, was uns trennt, ist in diefen Jahren genug geredet und geschrieben worden. Ueber die Wirren diefer Reit mögen die kommenden Geschlechter urteilen. Unsere Kraft und unsere Zeit follen von nun an ganz den schweren Aufgaben gewidmet sein, die der Lösnna harren. Die Verbandlungen über das Aktionsprogramm und über die organisatorischen Vereinbarungen haben uns erfreulicherweise gezeigt, daß die Meinungsverschiedenheiten, die in dieser und iener Frage noch awischen den beiden Barteten bestanden, so gering waren, daß es ein Verbrechen an der deutschen Arbeiterflasse gewesen wäre, auch nur noch kurze Zeit die Trennung weiter aufrecht zu erhalten.( Lebhafte Zustimmung!) Noch viel mehr Wert ist aber auf das Maß von Vertrauen zu legen, das vorhanden war, um ein gutes Rusammenarbeiten auch für die Zukunft zu sichern. Aber wir hätten auch dann zur Einigung fommen müssen, wenn die Meinungsverschiedenheiten größer gewesen wären. Denn schließlich ist die aus der Not der Zeit erforderliche Aktion Sie wichtiger als alle Aktionsprogramme.( Sehr richtig!) Seit den Tagen der Spaltuna hat sich in der deutschen Geschichte mehr geändert als sonst oft in Jahrzehnten. Vor sechs Jahren regierte noch in Deutschland der Halbabsolutismus in feiner schroffen Form: Ter militärische. Heute liegt alle Macht beim Volfe. Es liegt am Bolte selbst, wenn es von feiner Macht einen schlechten Gebrauch macht.( Sehr wahr!) So find aber auch unsere Aufgaben gegen früher ins Riesengroße gewachsen. Wir haben die Republik, und wir haben damit die befte Operationsbafis ür den Kampf um den Sozia lismits. Die Republit war das Ziel der Sehnsucht unserer großen Vorfämpfer Bebel und Wilhelm Liebknecht. waren schon Republikaner, ehe fie Sozialisten wurden. Die Republik ist so ziemlich der einzige Gewinn, den das deutsche Bolt aus diesem scheußlichen Weltkrieg mit nach Hause gebracht hat. Die Republik zu erhalten, erfordert die ganze Wachsamkeit des Proletariats. Aus dem Kampf für die Res publik erwuchs die Wiedervereinigung der deutschen Sozialdemokratie. Nach der Ermordung Rathenaus wurde der Geist der Einigung lebendig. Die Mordbuben der Reaktion gehen irre, wenn fie glauben, daß fie die Republik töten können, indem sie eine Anzahl führer der Republikaner to en. Die Republik wird um so sicherer erhalten bleiben, ie einiger die deutschen Arbeiter find.( Lebhafte Zustimmung!) Das deutsche Kaisertum gehört zu den Toten diefes Weltkrieges. Es wird feine Auferstehung erleben. Wir haben und wir halten die Republik; aber sie ist nicht unser Endziel. Unser Endziel ist und bleibt der Sozialismus.( Beifall!) Unser Kampf um den Sozialismus barf auch in der Republik nicht zum Stillstand kommen. Durch den Krieg und die Kriegswirtschaft wurden, objektiv betrachtet, die zum Sozialismus führenden Tendenzen der ökonomischen Entwicklung mächtig gefördert. Die Zahl berer, die eine proletarische Lebenshaltung führen müssen, ist seit 1914 mächtig gewachsen. Wir bekommen jekt starke Energien, die fich bis jekt nuklos verzehrten, für den Kampf nm die Befferstellung der Arbeiterklasse frei. Wir brauchen aber eine Steigerung der Aktivität, wenn wir das deutsche Wolk durch den harten Winter, der uns droht, bringen wollen. Mit ganzer Kraft wollen wir den Kampf gegen die Verelendung der deutschen Arbeiterklasse aufnehmen. Die Verelendung der deutschen Arbeiterflasie würde die sozialistischen Errungenschaften in allen Ländern in Gefahr bringen. Denn wenn die deutschen Arbeiter ihre Wider: standskraft verlören, dann wäre es mit dem Achtstundentag nicht nur bei uns, sondern in der ganzen Welt vorbei.( Sehr wahr, Beifall!) Wir wollen in friedlicher Arbeit dem deutschen Volf in der ganzen Welt die Achtung verschaffen. die ein wahres Kulturvolt verdient. Ueberzeugt sich die Welt, daß es in unserer Straft liegt, die Reaktion in Deutschland niederzuhalten, so wird sich der Gedanke der Gerechtigkeit auch gegenüber unserem Volf in der Welt durchfeßen. Die Niederhaltung der Reaktion in Deutschland fordert in erster Linte von uns die fortfebung des begonnenen Werkes der Demokratisierung der Verwaltuna und die Imaesteltuna der Rechtflege, fowie die Reinigung des Herres und der Politif von allen leberbleibseln der monarchistischen Reit.( Beifall.) Nur durch unermüdliche Arbeit werden mir die Republik au einem unveierbaren Besitz der breiten Maffen des deutschen Bolkes machen. Die Republik darf für uns feine Notwohnung weisen wir milffen mit allen Mitteln versuchen, fie nach unseren Bedürfnissen und nach unserem Geschmack einsurichten. Durch die Vereinigung werden wir aber auch imstande fein, das große Erziehungswerk zu vollenden, bas unsere Vorkämpfer vor mehr als einem halben Jahrhundert begonnen haben. Wenn wir das Reich des Sosialismus aufrichten wollen, fo brauchen wir nicht nur reife ökonomische Verhältnisse, sondern auch eine reife Arbeiterschaft. Wir werden durch die Vereinigung Tausende aurückgewin nen, die sich wegen der widrigen Rämpfe der letzten Jahre gleichgültig abwandten, und wir werden millionen neu ge winnen. Wir brauchen ein Geschlecht, das von Hingabe an die große Gemeinschaftsfache erfüllt ist.( Lebhafter Beifall.) Als wir im Reichstage die Arbeitsaemeinschaft bildeten, die der erste Schritt zur Einigung darstellte, haben die bürgerlichen Parteien die Arbeitsgemeinschaft der Mitte gebildet. Wir wissen, daß zu diesem Blod die Deutschnationalen stoßen werden, wo es sich um die Klasseninteressen der Befizenden handelt. Die Sammlung der bürgerlichen Parteien wäre für das Proletariat eine große Gefahr, wenn die Sozialisten nicht auch ihrerseits die Reihen schließen würden. Dazu muß im ganzen Reich der Einigungsparteitag in Nürnberg das Signal geben. Wird sich die deutsche Arbeiterklasse ihrer Macht bewußt, so wird der heutige Tag für den demokratis fchen Sozialismus der Begin eines neuen Zeitabschnittes sein. Wir, die wir das Glüd haben, in dieser geschichtlichen Stunde dabei zu sein, wissen, daß wir noch niemals so sehr wie in diefer Stunde die Vollstrecker des Willens der Maffen in Fabrik, Kontor und Werkstätte gewesen find.( Leb hafter Beifall.) Diefen Kontakt mit den Maffen gilt es, über den heutigen Tag hinaus zu erhalten. Gelingt uns das, so wird die Bahn frei werden für neue Sieae. Dann wird von Nürnberg ein Strom der Begeisterung ausgehen, der uns vorwärts bringt an unserem großen Riel, das Recht der Freiheit und Gleichheit zu schaffen im Geiste der Brüderlichfeit und Einigkeit.( Stürmischer, langanhaltender, fortgefetter Beifall.) Referat des Genossen Crispien Arthur Crispien: Die bisher unabhängigen Sozialdemo fraten heiken die Genoffen von der Sozialdemokratischen Partei willkommen und sind mit ihnen zusammen entschlossen, ein starke, innerlich geschlossene Partei au bilden.( Beifall.) In diefer Stunde denken wir an die aroken Führer der internationalen Arbeiterbewegung: Foures, Viktor Adler und August Bebel. deren Lebensaufaabe es aewesen ist. Die Arbeiter aller Länder zusammenauführen auf dem Boden des Sozialismus und die daran gearbeitet haben. eine gewaltige sozialistische Bewegung in der aanzen Welt zu errichten. Aber wenn die fozialistische Beweauna arok geworden ist. To find auch die Aufgaben arok aemorden, die wir Iöfen müffen. Gemaltia find die Midersprüche der aanzen tavitalistischen Welt. Die fapitaliftische Produktionsmeile ist beoründet auf dem Privateigentum und das bedinot Refik aller Arbeitsmittel und Produrfte der Menschheit. und das hat zur nine milde konkurrenz un morchie im mirtichoftlichen. aefeffchafflichen und auch nnlitischen Reben. her der Nanitalismus fchafft auch die Elemente der fortalitismen Gefellichaft. Die Truftbildungen, die auf internationaler Grundlage noroenommen werden, find der Vnfana einer neuen Gesellschaft. die ihre Vollendun finden wird in der internationalen sozialistischen. planmäßia arbeitenden Weltmirtichaft. Wir haben es feit dem Krisa Taa für Taa erfahren müßen, daß das Schicksal Deutschlands abhänaia ift vom Schicksal der aanzen Welt. meil fein Volt ohne inniasten Rusammenhang mit allen Kulturvölkern bestehen bann. Als der Krieg die Weltmirtschaftsbeziehungen zerbrach. da tam in verschärftem Make das Elend über die abaetrennten Völker, und wenn auch danach Friedensverträge über Friednsverträge abge fchloffen wurden, so ist doch überall Krieg in der Welt Awischen Völkern, Rassen und Klaffen, weil der Kapitalismus der Welt den Frieden nicht bringen fann. Friede kann der Welt nur werden durch den Triumph des Sozialismus. Wir Sozialdemokraten wiffen, daß auch der Krieg und die Friedensverträge Ausflüffe der kapitalistischen Gesellschaft überhaupt sind und daß deshalb der Kampf gegen den Kapis talismus geführt werden muk in allen Ländern. Der Klaffenkampf muß international geführt werden, weil damit die Vorbedingungen geschaffen werden für den internatio nalen Sieg des klaffenbewußten Proletariats. Die große proletarische Bewegung der Arbeiter aller Bänder fann lebten Endes allein die tapitalistischen Friedensverträge beseitigen und die Völfer auſammenführen zu wahrer Gleichberechtigung, zu einem wahren Völkerbund und aum wahren Völkerfrieden.( Rebhafter Beifall.) Es ist deshalb Pflicht der Sozialdemokratie. in diefem Sinne auch international zu arbeiten, und lange bevor wir in Deutschland zur Einigung der sozialdemokratischen Parteien gekommen find, mußten wir auch internationale Arbeitsgemeinschaften bilden mit den Proletariern in Frankreich. Belgien, Eng land und in allen Bändern, in denen die Arbeiter in aleicher Weise unter den Folgen des Krieges leiden wie in Deutschland. Wir haben bereits eine internationale Arbeitsgemeins schaft in der Londoner Internationale, der Wiener und der Amsterdamer Internationale. Als wir in Deutschland gezwungen waren, durch gemeinsame Not und gemeinsame Unterdrückuna aemeiniam au fämpfen, da fielen die Schranfen. Die fie voneinander trennten, da feste fich die Eintaung unwiderstehlich durch.( Beifall.) So wird sich die Einiaung des Proletariats auch durchießen, weil wir internationale Arbeitsgemeinschaften haben, und wir wollen heute geloben, daß die neue aroße Partei bestrebt sein wird, mit Energie und Mut daran zu arbeiten, daß auch international die Einianna des Proletariats vollendet wird. Wenn wir feit jeit dem Striege eine Epoche der Spaltungen in in den einzelnen Ländern hatten, fo beginnt mit dem heutigen Parteitage der Vereinigten Partei eine neue Epoche, die Epoche der Wiedervereinigung und des Zusammenschlusses für den Kampf des Proletariats. In dem Augenblick, wo fich Sozialdemokraten vereinigen, wo Kampfgenoffen sich mit vielen Stürmen für den Sozialismus eingefest haben. fich brüderlich die Hände reichen, da tun wir es alle ohne Ausnahme als aufrechte, ebenbürtige Kampfgenossen( Beifall), ba tun wir es in gegenseitiger Achtung und in dem festen Willen, die Meinungsdifferenzen, die unter uns bestehen, brüderlich auszutragen in dem Sinne, daß wir zur Ber ständigung kommen und durch die Verständigung an eins mütigem, gefchloffenen Sandeln gegenüber dem Kapitalismus. In dieser Stunde, da Millionen Männer und Frauen des Proletariats das tostbarste Gut, den Sozialismus, in unfere Hände gelegt haben, denken wir daran, daß die Einigung nur fruchtbar werden kann, daß fie vor Enttäuschungen nur be wahren fann, wenn wir alle entschlossen find. durch die Tat, durch eine Politik der Aktivität, durch unermüdlichen Klaffen tampf die Mallen des Proletariats zum Siege zu führen ( Lebhafter Beifall). So werden wir das neue Hoffen, daß die Millionen beseelt, nicht eritiden. Und dann wird erftehen aus der unüberwindlichen Kraft und Macht der Millionen Menfchen, die mit uns die Erlösung der Menschheit erlehnen, der Triumph des internationalen, revolutionären Sozialismus, der die Menschheit befreit aus aller Knechtschaft.( Beifall). Für die sozialistischen Frauen forach nun Fran Juchacz: Die Frauen erbliden in der Einigung die Stärfuna des Kampfes für die Befreiuna der Frau. Gerade die Einigung wird uns in veritärftem Maße die Möglichkeit geben, daß die Frauen des Proletariats fich fozialistische Erkenntnis erwerben fönnen. Die Einigung wird dazu beitragen, daß wir die Frauen in unsere Reihen bringen, die uns bisher abieits geftanden find. Wir werden überall dort, wo wir den Klaffenkampf führen, gemeinſam die Frauen und Männer Schulen, damit sie nach dem Grundfat: Wiffen ist Macht! die Aufgaben der Seit lösen tönnen. ( Lebbafter Beifall.) Als Gertreter der Gewerkschafte sprach Brandes- Stuttgart: Die Unternehmer führen unter der Parole Steigerung der Produktion" einen beftigen Kampf gegen den Achtstundentaa. Als ob der Achtstunden tag ein Hindernis wäre für die Steigerung der Produk tion. Er ist im Gegenteil nur ein Mittel zur Entfaltung der höchsten Leistungen; allerdings nicht. wenn, wie fest, die Kauffraft des Landes fortwährend finkt! Gerade in diesen Tagen soll durch eine Vervierfachung des Getreides preises die Berelenduna der breiten Maffen vergrößert werden. Die fortichreitende Verteueruna unteraräbt bie Gesundheit und damit die Kraft der breiten Maffen, deren Erbitterung nur zu verständlich ist. Den Kampf gegen die Verelenduna ber Arbeiterklaffe tönnen wir nur führen. wenn wir eine politisch und gewerkschaftlicht aefchloffene Macht darstellen. Die Gewerkschaften haben deshalb bas größte Jutereffe an dieser Einianna. Bedauerlich ist, daß aerade in dieser Zeit die Disziplin in den Gewerkschaften gestört werden soll durch die Einberufung des wilden Be triebsrätekongresses.( Sehr richtig!) Auch die Bewert schaften werden durch die Einiauna gestärft werden, und gemeinsam mit der Partei werden fie den Alaklenkampf führen nicht nur um Befreiuna aus dem Elend, fondern auch. um die Bahn freizumachen für den dauernden Aufa ftieg der Arbeiterklasse.( Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Wel 3: Millionen von Arbeitern nicht nur in Deutschland, Millionen von Arbeitern in der gesamten Kulturwelt werden diesen Augenblick begrüßen als einen der größten in der Geschichte der Arbeiterbewegung. Darauf werden auch die Organisationsbestimmungen gemäß den Beschlüssen der beiden Parteitage einstimmig ana genommen. Dann wurde die Programmkommission und bie Organisationstommiffion einstimmig entsprechend den Bore fchlägen von Gera und Augsburg gewählt. Zu Borsigende der Partei wurden einstimmig Müller, Wels und Crifpien gewählt. Als Vorsitzende der Kontrollfommission wurden gewählt Brühne- Frankfurt a. M. und Wilhelm Bod- Gotha Sodann sprach für die Londoner Internationale Amon: Wir begrüßen im Namen der englischen Arbeiterpartef und der englischen Gewerkschaften mit großer Freude die Einigung. Die englische Arbeiterschaft hat dem Friedens vertrag von Versailles die größte Oppofition entgegenges bracht( Beifall). Auf dem leßten Kongreß der englischen Arbeiterpartei wurde abermals die Zurüdziehung der Trups pen aus dem befekten Gebiet verlangt. Wir verlangen aud die Erleichterung der Lasten, die Deutschland auferlegt find, vor allem der Basten, die im Gegensatz zu den Bestimmungen des Versailler Vertrages stehen. Wenn wir nach dem Beis spiel, das uns heute gegeben wurde, in der Zukunft aufam menarbeiten, wird es uns aelingen, eine bessere Welt aufaut richten.( Stürmischer Beifall). Für die Wiener Internationale Arbeitsgemeinschaft fprach nun Compere Morel: Der Krieg war schrecklich, aber noch schrecklicher war die Berreißung der Arbeiter in der einzelnen Ländern, die er gebracht hat.( Sehr wahr!) Diese Spaltung hat das Spiel des Kapitalismus erleichtert. Franta reich könnte Großes für die Internationale Demokratte tun, wenn in Frankreich nicht ebenfalls die Arbeiterschaft ge< spalten wäre. Die deutsche Sozialdemokratie hat mit ihrer Einigung nicht nur der deutschen Arbeiterschaft einen Dienst erwiesen, sondern sie hat auch Entschlüsse gefaßt, die im Inter effe des gesamten Weltproletariats liegen. Wenn ihr dafür forat, daß die Republik nicht zerstört wird und daß die Demofratie lebt, so habt ihr für die gesamte Welt gearbeitet. Wenn die deutsche Republik und die deutsche Demokratie au Boden geworfen würden, so wäre das eine Katastrophe für die gefamte Kulturwelt. Wir können nur hoffen, daß das, was fich heute in Deutschland vollzieht, bald in der ganzen Welt ges Ichieht.( Lebhafter Beifall!) Dann wird die Demokratie, dann wird der Sozialismus fieaen!( Stürmischer Beifall!) Vorsitzender Wels: Wenn aus den Reden unserer ausländischen Genossen die Sorge herausklang, ob wir die Demo tratie und die Republik in Deutschland erhalten werben tönnen, so kann ich darauf nur sagen, daß die Arbeiter in Deutschland die Republik verteidigen werden, wenn es seix muß mit ihrem Herzblut. Hierauf wurde das Manifeft, das wir an anderer Stelle wiedergeben, zur Kenntnis genommen. Sodann erhielt Vorsitzender Wels das Schlukwort: Der beutiae Taa bedeutet eine aroke Epoche in der Welte aefcrichte Aber wie arok oder wie klein der gegenwärtige Augenblick späteren Geschlechtern erscheinen wird. das wird von uns felbft abbänaen. Es gibt von dieier Stunde an wieder eine einige dentiche Sozialdemokratie. Aber welde Kraft fie aus ihrer Einigkeit schöpfen und wie fte diefe Kraft benuben wird, das ist die Frage an das Schicksal. Die wir uns selbst beantworten müssen.( Bustimmung.) Ernst find die Retten in innen- und außenpolitischer Beziehung. Der Kriea ist unter dem Dittat der Sieaer nicht völlia zum Stillstand gekommen. Er ist nur in das Innere klein afiens zurüdaedränat, und wären nicht die fräftigen Er fahrungen des Weltkrieges lebendia, dann tönnte man faft fürchten, dak der zweite Weltkrieg schon auf dem Wege wäre. Wir fönnen uns aber nicht der Hoffnuna bingeben, daß bie Aunehmende Spannuna zwischen Frankreich und England Deutschland augute kommen könnte.( Sehr richtig!) Barbarisch ist die Vorstelluna, als fönnte fich die Weltgeschichte nur noch fortseßen, daß von den drei Völkern England. Deutschland und Frankreich immer nur zwei über den Dritten herfallen. Wir haben die Ueberzeuauna. bak die Tatsache, daß die Vertreter der Arbeiter aller brei Länder hier im brüderlichen Geifte zusammengewirkt haben, für die Erhaltuna des Weltkrieges beitragen wird. Wir wiffen, daß wir internationalen Soaialdemokraten die Pflicht baben. ein wahres Bölferbund- Barlament zu schaffen.( Beifall.) Auf bayerischem Boden hat sich bie Einigung vollzogen. In den letzten Jahren, wenn es uns schien, als ob es in Bayern gar zu altpreußisch herginge und wenn in Bayern große Gefahren für uns sichtbar wur den, konnten wir uns auf die Nürnberger Arbeiterschaft ver Laffen. Arbeiter Nürnbergs! Ein Tag fann tommen, we das Schicksal der Republik in Euren Händen liegt. Der Tag wird Euch aber auch zeigen, daß eine große Macht nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt au Beid und Freud hinter Euch steht.( Lebhafter Beifall.) Bir rufen denen, die heute noch der Dritten Internationale folgen, zu: Laßt Euch nicht mißbrauchen, tommt zu uns! Echließt unsere Reihen, dann kann nicht Sorge und Not hinein Schwierigkeiten sind dazu da, daß sie überwunden werden -Meinungsverschiedenheiten müfen in brüderlichem Geifte ausgetragen werden. Dann wird unerschütterlich vor uns stehen das Wort: Einigkeit! In diesem Sinne bitte ich Sie, einzustimmen in den Ruf: Es lebe die Vereinigte Sozials demokratische Partei, es lebe die völkerbefreiende internatios nale Sozialdemokratie! Die Delegierten brachen in begeisterte Sochrufe aus und sangen dann das Lied:" Auf, Sozialisten, schlicht die Reihen!" Danach schließt Vorsibender Wela den Barteitaa um 3412 Uhr. Riesendemonstration in Nürnberg Nürnbera. 24. September.( Eigener Drahtbericht.) Laufende aus der arbeitenden Bevölkeruna Nürnberas batten dem Einiaunastaa beigewohnt. aber die örtliche Vars teileitung wukte. daß es feinen nefchloffenen Raum gibt, ber alle faffen konnte, die wünschten, diefen Taa miterleben au können. Waren doch nicht nur aus dem benachbarten Fürth und den Orten der Umgebuna. fondern auch aus München. Würzburg. Bambera, Regensburg ulw. Scharen von Parteiaenoffen zum Einiannastaa nach Nürnbera gekommen. Nur der gewaltige freie Raum des Buitvold- Bains founte diefe riefigen Maffen aufammens faffen. Und so on. von 2 Uhr nachmittags angefangen, ein endloser Rua mit Musikfavellen und flatternden Fahnen hinaus zu Nürnberas uener Festwiese. Sier Sprachen Scheidemann und Crifpien und zahlreiche andere deutsche Redner. Abgefandte der franzöfifchen, eng= Iifden, amerikanischen, der belaischen und der bolländifchen Arbeiterbewegung. Dänen prachen und Genoffen aus der tichecoflowakischen Republik. De utiche und Eichechen. Schweden und Unaaru. Ein Mallenchor beendete die aewaltige Runds gebung. Reiner, der es miterlebte, fonnte fi dem Eindruck ents ziehen, daß es etwas wahrhaft Großes war, das fich hier vollzog. Und das wird hinausklingen und weiter wirs len in Deutschland und in der ganzen Welt! Die Landwirte wollen nicht Reine Kartoffeln erhältlich Seitens der landwirtschaftlichen Organisationen erging vor kurzem die Mahnung an die städtische Bevölkerung, mit dem Einkauf der Winterkartoffeln nicht bis zum Oktober zu warten, sondern sich schon jetzt einzudeden, damit sich die Kartoffelversorgung leicht und glatt vollziehe. Mit dieser Mahnung verhält es sich ebenso wie mit andern agrarischen Vorschlägen: sie sind eine bewußte Frreführung. Wie nämlich in einer Zuschrift an die Welt am Montag" nachgewiesen wird und wie zahlreiche andere Fälle bestätigen, sind bei den Bandwirten keine Startoffeln erhältlich. Wohl haben sie bereits große Kartoffelvorräte aufgespeichert, will man aber Kartoffeln kaufen, so begegnet man überall einem Nein. Der Grund hierfür ist unschwer zu finden. Unseren Agrariern find die jeßigen unverschämten Kartoffelpreise noch nicht hoch genug, und sie rechnen tros einer sehr guten Ernte mit einem weiteren Steigen der Preise. Selbst wenn die Rartoffeln eingemietet werden müssen und ein wesentlicher Schwund entsteht, sind die Agrarier gewiß, durch ihre Politik des Zurückhaltens im nächsten Frühjahr derart hohe Preise zu erzielen, daß der Schwund und die verlorenen Binjen mehr denn ausgeglichen werden. Mögen die Städter mittlerweile verreden, wenn nur der Weizen den Agrariern blüht! Der Reichsanwalt legt aus Nach der Ermordung Rathenaus hatte der Webmeister Ulbrich der Firma Otto in Greiffenberg zu den an der Demonstration teilnehmenden Arbeitern gesagt:„ Wegen so einem Aas, da wollt ihr erst feiern? Wenn ich das Aas erwischt hätte, ich hätte ihn selbst erschossen." Wegen diefer Aeußerung wurde gegen Ulbrich auf Grund des Gesetzes zum Schuße der Republik Anzeige erstattet, aber der Ober reichsanwalt bermayer lehnte eine Strafverfolgung Bahnhof erklärte er Journalisten, er hoffe feft, daß die Note an die Türkei der Beginn einer endgültigen Lösung der Orientkrise fein werbe. England rüstet weiter ( EP.) London, 28. September. Nach einer Meldung der Times" aus Tichanat ist das englische Hauptquartier nach Tichanat verlegt worden. Die Stellung wird in aller Eile befestigt. Starfe türkische Ravallerieformationen find in Abrannti angekommen und näbern sich der neutralen Zone. Der türkische Kommandant von Bigha, das auf der Demarka tionslinie liegt, bat um genaue Informationen über die Des markationslinie der neutralen Zone gebeten. Die franzö fischen und italienischen Truppen, die auf die europäische Seite zurückgezogen wurden, stehen auf Gallipoli. Die englischen Verstärkungen treffen in rascher Folge ein. General Maurice meldet der„ Daily Newa" aus Ronstantinopel, daß ihm eine hervorragende national- türkische Persönlichkeit, die soeben aus Angora eingetroffen ist, erklärt habe, daß die Türken die militärischen Operationen nicht einstellen würden, bevor fie Garantien für den Belts Dstthraziens erhalten haben. Angora hätte den Waffenstillstand abgelehnt. um evtl. die Griechen bis nach Thrasien verfolgen zu können. Konstantinopel, 24. September.( Renter). Das Eins bringen der Kemalisten in die neutrale Zone erfolgte bei dem Dorf Erenkeny in Kanonenfchukweite von den britischen Linien. Der Muteffarif von Tschanak forderte die Kentas listen auf, fich anrüdzuziehen. General Harrington ließ ben Bertreter von Angora au sich bitten, dem er nahelegte, daß es ratiam fei, die kemalistischen Truppen zum Rüdaug zu vers anlaffen. ( WTB.) London, 25. September. Wie aus Konstantinopel berichtet wird, soll sich die türkische Kavallerie, die in die neutrale Zone bei Tichanak eingedrungen war, ohne Zwischenfall wieder zurückgezogen haben, Eine Proklamation Kemal Paschas ( EP.) Smyrna, 24, September. Kemal Pascha hat folgende Proklamation an das türkische Volf gerichtet: Edle türki sche Nation, wir sind siegreich, unser Sieg ist einzig und allein Dein Wert. Bisher hat der Feind mehr als hunderttausend Mann an Toten und Gefangenen verloren. Große und eble türkische Nation, Dein fiegreiches Heer grüßt Dich vom Strande des Mittelmeeres! Rußland und die Orientkrise ( EE.) Paris, 25. September. Der Londoner Korres fpondent des„ New York Herald" meldet, die Haltung der Lage im europäischen Often. So werde aus Rußland ges Ruffen erscheine heute als tritiftes Element der meldet, daß Euver Pascha nicht nur den Frieden mit den Sowjets abgefchloffen babe, sondern auch zum Präsidenten der kürzlich gebildeten Republik Zurkestan gemacht worden sei und in dieser Eigenschaft in ständigem Berkehr mit der Sowjetregierung stehe. Die Ruffen machten hente zweifellos eine friegerische Demonstration gegen Rumänien und for dern dabei die Freilaffung gewisser rumänisher Offiziere, die vor einigen Monaten wegen tommmher Propaganda in der rumänischen Armee verhaftet wurden. ( EP.) Paris, 25. Sentember. Wie der Matin" aus guter Quelle wiffen will, habe die Sowjetregierung vor einiger Zeit den Kaufmann Sadeul nach Angora gesandt, um dort tommunistische Propaganda zu betreiben. Er bildete dort sofort eine fommunie Gruppe to verontolte e fommuder Betätigung des Kaufmanns erfuhr, die Regierung ernistische Vorträge. Mustapha Kemal hat, als er von fucht, diese Vorträge zu verbieten und die fommunistische Gruppe aufzulösen. mit der Begründung ab, baß die Worte im Webfaale ge- Belagerungszustand über Griechenland www fallen feien, wo nur Arbeiter und Arbeiterinnen zugegen waren, daß also eine öffentliche Aeußerung nicht vorliege. Das Verfahren habe er deshalb eingestellt.- Diese Entscheidung des Oberreichsanwalts sichert allen reattionären Mordheßern Straffreiheit zu, sofern sie vorsichtig genug find, fich auf einen geladenen Kreis zu beschränken, Neue Teuerungszuschläge für Beamte Am Freitagvormittag fand in der Reichskanzlei unter dem Vorsitz des Vizekanzlers Bauer in Anwesenheit von Bertretern der preußischen Staatsregierung eine Be fprechung mit den Führern der Fraktionen des Reichstags und des preußischen Landtags über die Besoldungserhöhung der Beamten, Angestellten und Arbeiter statt. Bom Reichsfinanzministerium wurde mitgeteilt, daß nach fchwierigen Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen eine Einigung erzielt worden sei. Es sei in Aussicht genommen, den allgemeinen Teuerungszuschlag von 487 auf 677 Prozent und den Kopfzuschlag auf die ersten 10 000 Mart Don 492 auf 777 Prozent au erhöhen. Die Arbeiterlöhne follen entsprechend festgesetzt werden. Die Reichsregierung Habe zugesagt, daß man schon am nächsten Donnerstag in Beratungen über eine grundsätzliche Neuregelung der Gehälter, und zwar besonders des Grundgehalts und bes Ortszuschlags eintreten werde. Der Ueberwachungsausschuß des Reichstages hat den vereinbarten neuen Teuerungszuschlägen feine Zustimmung erteilt. Die Auszahlung der Bezüge soll mit großer Beschleunigung vorgenommen werden, Die Orientkrise Die Kriegsgefahr abgeschwächt ( EP.) Paris, 24. September. Die Sonntagsblätter brüden ihre Gennatuung aus über den Ausgang der Variser Bes fprechungen. Man glaubt, daß der Friebe im Nahen Orient nun nicht mehr gefährdet ist, da die Einigung unter den Alliierten nunmehr zustandenekommen ist. Der Temp3" schreibt, die ganze aivilifierte Welt werde die Meldung von der Ausarbeitung der Note an Remal mit aufrichtiger Freude aufnehmen. Die Note sei ein Erfolg ber franzöfifchen und italienischen Politit. Die diplomatische Einheitsfront in Nahen Often ist somit wieder bergestellt, o fie übrigens ebenso notwendig ist wie im Occident. Bord Guraon it a beglüdwünschen, da er den Irrtum der Downingstreet forrigiert hat. In die Harmonie des Erfolges bringen aber die Erklärungen Blond Georges einen Miston hinein, und man muß erstaunt fein, daß in den Erklärungen der Ton und Inhalt mit der Note in Widerspruch stehen. Derntransigeant" erteilt Kemal Pafcha den Rat, bie. Borschläge ber Altierten anzunehmen. Die Entente armee und die befestigten Stellungen an den Dardanellen feien ein ungleich größeres Hindernis für einen neuen Sieg der Türken, als die demoralisierte und bolschewistisch angebauchte Griechenarmee es geweſen ſet. ( WTB.) Paris, 24. September. Wie„ Savas" meldet, ist Porb Enraon heute nach London aurüdaereikt. Auf dem ( EE.) Athen, 25. September. Das griechische Rabinett beschloß, den Belagerungszustand über das ganze Land zu verhängen. Ferner wurde beschlossen, die leßten vier Jahrgänge, die unter die Waffen gerufen werden sollen, nach Thrazien zu entfenden. Die Regierung will alle möglichen Anstrengungen machen, um die Remalisten am Betreten Thraziens zu verhindern. Der Kampf der englischen Arbeiter London, 25. September. Die gestrige Demonstration in Trafalgar Square nahm eine Entschließung an, in der die Gewerkschaften aufgefordert werden, im Falle einer Betelligung Englands an einem Krieg gegen die Türfen, einen allgemeinen Ausstand zu erklären. Ein kommunistisches Monako. Der Soz. Wjestnit", das in Berlin erscheinende Sentralorgan der russischen Sozialdemokratie, meldet: Der Moskauer Sowjet hat das soge= nannte Kasino im Park der Eremitage privaten Unternehmern vermietet, die dem Sowjet einen Pachtzins von einigen Billionen Nubeln bezahlen. Es ist das nun eine gewöhnliche Spielbank mit Roulette geworden. In jeder Nacht wird dort bis zur frühen Morgenstunde um milliarden gespielt, wobei grandiose Bacchanalien vor sich gehen. Eine Wache von fünfzig St ptarmisten bewacht ständig das Kafino. Kamenem persönlich hat dem Kasino die Befreiung von dem am 11. August erlassenen Defret er wirkt, das Hasardspiele verbietet, Begründet wird dies damit, daß in feiner anderen Weise das Mosfauer Gemeindebudget in Ordnung gebracht werden könne. 3n der Tat stammten von den Gemeindeeinnahmen im Mai im Gesamtbetrag von 80,5 Milliarden nicht weniger als 70,5 milliarden aus der Spielbank und dem Totalisator.... Ein Kriegsgefangenen- Appell an den Bölferbund. Die Bundesleitung der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsge fangener hat die durch den Völkerbund so eben erfolgte Genehmigung der Kommissionsberichte über bas großartige, östliche Kriegsgefangenen- Hilfswerk Frith jof Nansens zum Anlaß genommen, einen ausführlich begründeten, dringenden Appell an den Völkerbund zu richten, fich für die schnelle Beendigung der von Clemenceau begonnenen leider unter Poincaré vollständig eingestellten Begnadigungsaktion zugunsten der letzten 27 Straf" Gefangenen in Toulon einzusehen. Obert v. Xylander, der dieser Tage zum Vorsitzenden der Münchener Ortsgruppe der Bayerischen Mittelpartei gewählt worden ist, wird sich dieser Würde nicht erfreuen tönnen. Denn die Parteileitung der Bayerischen Mittelpartei( Deutschnationale) erklärte, daß Xylander sich außerhalb der Partei gestellt hat. Justigs und Amtsblätter. In einer Verfügung teilt der preußische Justisminister, wie die PPN. erfahren, den Juftig behörden den Beschluß de3 Randtages mit, amtliche Bekannt machungen solchen Publikationsorganen zu entziehen, beren Bestreben auf Wiederherstellung der Monarchie oder gegen den Bestand der Republik gerichtet ist. Bis zur Schaffung örtlicher amtlicher Bublibationsorgane sollen die Oberlandesgerichtspräsidenten und Generalstaatsanwälte der Angelegen. beit fortgefekt ihre befondere Aufmerfiamfeit zuwenden. Dubois demissioniert. Der bisherige Vertreter Frant reichs in der Reparationsfommission, Dubois, hat Poin caré feine Demiffion eingereicht, die von der Regierung an genommen wurde. Groß- Berlin Stinnefierung der Konsumvereine? Das neue Feldgefchrei der Kommunisten Nachdem in faft allen Gewerbschaften die fommunistischen Bersplitterungsabfichten völlig fehlgeschlagen find, wenden fe jetzt ihre auf Bersplitterung abzielenden Absichten den Son fumvereinen zu. Wenn auch wenig Hoffnung für sie besteht bort ihr Riel au erreichen. so balten wir es doch für not wendig, gleich zu Beginn dieser in höchstem Maße arbeiters schädlichen Tätigkeit diese Versuche als das zu tennzeichnen, was fie tatsächlich find. Un einigkeit und Seriplitte rungum teden Preis in die Arbeiterbewegung hinein zutragen und damit den Abwehrkampf der Arbeiter au schwächen. Wie wenig wählerisch fie dabei in ihren Mittelm find, sieht man aus einem Bericht über eine Versammlung von tommunistischen Genossenschaftsfunktionären, über die die Rote Fahne" aeitern abend berichtet: Die Versammlung Hatte die Aufgabe, die notwendige Vorarbeit für die Störungsabfichten der Kommunisten in der am Dienstag abend stattfindenden Generalversammlung der Konsum genossenschaft Berlins und Umgegend zu verrichten. Auf den Tagesordnnung dieser Generalversammlung steht bekanntlich die Beschlußfassung über die Erhöhung des Geschäftsanteils auf 2000 Mart. Die Kommunisten rechnen nun augenscheinlich damit, daß in der jeßigen Zeit der wirtschaftlichen Not e einer großen Anzahl Arbeitern außerordentlich schwer fallen wird, diese Erhöhung vorzunchmen. Da sie aber au feige find, eine direkte Ablehnung des Antrages der Verwaltung zu fordern, fich aber andererseits der Unzufriedenheit der Mitglieder bedienen wollen, verleumden sie die Verwaltung, indem sie behaupten, daß die Konsumgenossenschaft sich angeb lich Stinnes ausgeliefert habe. Den Beweis dafür sehen sie dadurch erbracht, daß die Konsumgenossenschaften Bankkredite in Anspruch nehmen. Man weiß nicht, ob man sich mehr wundern soll, über die darin zum Ausdruck gebrachte Untenntnis, von geschäftlichen Gepfloaenbeiten oder die Niedertracht einer folchen Behauptuna. Wie bei allen früheren ähnlichen Spaltungsversuchen fehlt auch nicht der Hinweis, daß die Mitgliedermaffen iest allerschleunigst die Bewegung in die eigenen Hände nehmen". Die einzige Entschuldigung für solche Parvien ist die völlige Ahnungslosigkeit und Unkennt. nis der Koniumbewegung, in der mehr als in ieder anderen Organisation die Mitglieder einen diretten Einfluß auf die Verwaltung ausüben. Nach dem Beschluß diefer rattion zur Bersplitteruus des Konsumvereins soll die Erhöhung des Genossenschaftsanteils von einer Reihe von Bedingungen abhängig gemacht werden. Diese Bedingungen, würdig, den Mosfauer 21 Thesen zur Seite gestellt au werden, verlangen vor Bewilligung der Genossenschaftsanteilerhöhung, daß die Stadtverwaltungen dem Konsumverein einen Kredit einräumen, der dreimal so hoch ist, als die eingezahlten Anträge der Mitglieder. Das gleiche wird gefordert von der Bandesregierung.( Die Kommunisten stellen fich wahrscheinlich vor, daß die sich selbst in höchster Kreditnot befindliche Gemeinde durch einen Beschluß der Generalversammlung der Konsum genossenschaft zur Sergabe von Krediten verpflichtet werden fann). Eine weitere Bedingung ist, daß die Genossenschaftsverwaltung fofort eine Sibung der drei Arbeiterparteten( die Moskauer Stipendiaten rechnen sich augenscheinlich immer noch dazu) und der Gewerkschaften einberuft, damit in den Parlamenten entsprechende gemeinsame Anträge eingebracht werden. Es ist nicht zu verwundern, daß sie in Verbindung damit auch die alte fyndikalistische Forderung aufgreifen, und von den Stoniumvereinen die gemeinsame Steuerver weigerung verlangen. Wenn auch feinerlei Gefahr besteht, daß dieser Jrrfinn in der Generalversammlung der Genossenschaft nennenswerten Anklang findet, fo verdient doch dieser Beitraa au dem plan mäßig betriebenen Spaltungsversuchen der Kommunisten festgenagelt zu werden. Allzulange wird dieser Sput ja nicht mehr dauern. Die Vereinigte Sozialdemokratische Partet wird es in Bufunft nicht schwer haben, diese Schädlinge von der Arbeiterschaft fernzuhalten. Niederlage der Reaktion im Lankwitzer Schulstreif Vor der 5. Straffammer des Landgerichtes II fand aut Freitag ein Beleidigungsprozeß des deutschnationalen Ref tors Noth gegen den früheren Gemeindevorsteher von Sankwith Dr. Ostrowski statt, ber den endgültigen Abschluß eines heftigen Schulfampfes gegen die Reaktion bildet. Der Schulgewaltige Noth war wegen seines Verhaltens in den Rapptagen vom Dr. Ostrowski zur Anzeige gebracht worden und nach einem langen Difatplinarverfahren endlich mit einem Verweise in die beffer für ihn passende Atmosphäre nach Potsdam verfest worden. Das Lichterfelder Schöffen gericht hatte den Genoffen Ostrowski wegen Beleidigung des deutschnationalen Herrn verurteilt, trobem das Massen aufgebot von Seugen aus Behrerkreisen die Zustände an den Schule deutlich genug beleuchtet hatte. Vor der Straffammer des Landgerichtes II Holten sich die deutschnationalen Herra fchaften aus Potsdam und Lankwiz nach 15stündiger Berhandlung eine schwere Niederlage, und der„ teutfche" Schulherr mußte schlimme Bloßstellungen erleben. Der Genosse Dr. Ostrowski wurde völlig freigesprochen, und der Rektor Noth dazu noch zu einer Geldstrafe wegen Beleidigung bes Bürgermeister in Finsterwalde. Genossen Ostrowski verurteilt. Dr. Ostrowski ist zurzeit Neue Strompreise Die Werksdeputation hat in ihrer lebten Sigung einer Erhöhung der Strompreise auf 25 Mart zugestimmt. Die Tarife gehen augenblicklich im ganzen Reich in allen Städten sprunghaft in die Höhe. In süddeutschen Städten sind sie bereits auf über 40 Mark gestiegen. Generalversammlung der Verlagsgenossenschaft Freiheit" Die Generalversammlung findet am Dienstag, den 26. September, abends 7 Uhr im großen Saal des Ge werkschaftshauses statt. Tagesordnung: Bericht des Auffichtsrates. Stadtverordnetenfraktion Die Fraktionsfibuna findet am Dienstan, abends 7 1hr, im Rathaus. Rimmer 109. ftatt. Die Anweienbeit aller Mit alieder ist dringend notwendig. Arbeiter- Bildungsschule. Wegen Verleguna der Biblis thet tönnen Bücher vorläufig nicht ausgegeben werden. Die noch ausstehenden Bücher müssen bestimmt am Diens tag, oder Donnerstag diefer Woche von 6 bis 8 Uhr abends in der Bibliothet, Breite Straße 8/9. Sof rechts parterre, abgegeben werden. Zu der Aufführung„ Orphens in der Unterwelt" in Großen Schauspielhause, Mittwoch, ben 27. und& reid tag, den 29. find Karten in der Arbeiterbildungsschule& baben. Gewerkschaftliches Hungerlöhne bei der Wirtschaftsgenossenschaft Vom Transportarbeiterverband wird uns geschrieben: Die Wirtschaftsgenossenschaft, die etwa 50 Prozent der gesamten Müllabfuhr bewerkstelligt, zahlt heute noch Wochenlöhne von 1800 Mart für Kutscher, 1687 Mart für Mitfahrer, 1545 Mart für Verladearbeiter, 1470 Mart für Stalleute, 1425 Mark für Hofarbeiter und 1162 Mart für Bürodiener. Das sind die Ministergehälter". vor denen das Organ der Groß- Berliner Hausbefiber und auch ein Teil der bürgerlichen Breffe spricht, um die Oeffentlichkeit irrezuführen.. Um die niedrigen Löhne den Teuerungsverhältniffen an= zupassen, hat der Schlichtungsausschuß durch Schiedsspruch für alle Gruppen für die Zeit vom 1. bis 15. September 1800 Mark und vom 16. bis 30. September 1950 Mart RuIage festgesetzt. In dieser Verhandlung erklärten die Vertreter der Wirtschaftsaenoffenschaft. daß fie feine Bohnerhöhung bewilligen können, da das Unternehmen mit zehn Millionen Mark verschuldet ſei. Als die Vertreter der Arbeiter erklärten. daß die Müllkutscher unmöglich mit den niedrigen Löhnen auskommen können, erklärten die Unternehmer: Na. dann können fie fa streiten!" Die Geschäftsleituna aab zu verstehen. daß fie fich zu einer Lohnaufbefferuna bereitfinden werde, wenn dem Hausbesitz durch die Ausführungsbestimmungen des Magistrats zum Reichsmietenaefes genehmiat würde. die gesamten Müllabfuhrgebühren auf die Mieter abzuwälzen, wie dies auch in den kommunalisierten Müllabfuhrbetrieben der Fall ist. Bei den 50 Prozent auf die Grundmiete, die dem Hausbesitz gestattet sind, für Müllabfuhr auf die Mieter umzulegen, müßte der Hausbefit erhebliche Geldaubuken leisten. Weaen diefes Umstandes hat der Demobilmachungskommissar Verhandlunaen zwischen dem Magistrat, dem Oberpräsidenten und der Wirtschaftsgenossenschaft in die Weae aeleitet. Bis zum Abschluß dieser Verhandlungen, die sich noch sehr lanae hinziehen fönnen. sollen nun die Müllfutscher thre schwere Arbeit für die oben angeführten Hungerlöhne weiterverrichten. Selbst die Rahlung eines Vorschusses hat die Direktion abgelehnt. Das Verhalten der Direktion muß den Anschein erwecken, dak die Müllkutscher mit Gewalt in einen Streit hineingetrieben werden sollen. Man will den Streif anscheinend. um diefen als Drudmittel auf die Behörden zur Erreichung des oben erwähnten Rieles zu benutzen. Feststeht. daß die kleineren Müllabfuhrunternehmer Löhne von 3600 und 3700 Marf zahlen tros niedrigerer Abfuhrgebühren. Dazu kommt. daß die Wirtschaftsaenossenschaft die Abfuhraebühren seit dem 1. August um 250 Prozent gesteiaert hat. die Löhne aber nur um 50 Proz. aufgebessert worden sind. Es ist an der Reit, daß der Maaistrat sich mit den Abfichten der Wirtschaftsgenossenschaft vertraut macht und die entsprechenden Geaenmaßnahmen veranlaßt. Der Ausschuß des ADGB. zur Wirtschaftslage Zu einer besonderen Tagung wird der Ausschuß des ADGB. am 28. September und den folgenden Tagen zusammentreten Neben der Stellungnahme zu den Anträgen zum legten Gewerkschaftskongreß, die dieser dem Ausschuß über= wiesen hat, wird er sich auch noch mit den Fragen zu beschäf= tigen haben, die fich auf den gegenwärtigen Stand des deutschen Wirtschaftsproblems beziehen. In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Tagesordnung werden zu dieser Tagung außer den Vertretern der Gewerkschaftsvorstände noch Vertreter der Agitationskommissionen des ADGB. Hinzugezogen werden. Lohnbewegung der Kesselschmiede Am Sonnabend, dem 28. September, fand eine Gruppenversammluna der Kesselschmiede( Stemmer) statt. Die Versammluna beschäftiate fich mit dem Ergebnis der VerhandTheateru.Bergnügungen Boltsbühne 7 Uhr Heber die Kraft ( I. Teil) Staats- Theater. Theater in dor Königgrätzer Str. 3: Dia wunderlichen Beschichten des apelimeisters Kreisler AETROP Bea enstr. 54 73 Uhr: Internat. Varieté! Circus Busch Tagl. 7, Sigs. a. II DelfterTräume! 15 Sensationen 15 Vorverkauf Wertheim u. Circusk. Tuna. Sie am am 22. S. 907, awlichen dem BBM. und Ber Gruvve der Refelfchmiede stattgefunden hat. ablawezek aab darüber einen furzen Bericht; die Unternehmer lehnen es ab, den Kesselschmieden tros der schweren und schmusiaen Arbeit eine übertarifliche Zulage aut aeben. Es berrichte.in der Versammluna aroße Erreauna über den ablehnenden Standpunkt der Unternehmer. Es wurde in namentlicher Abstimmuna beschloffen, alle Kesselschmied' verlaffen sofort Berlin ,, wenn der am Dienstag zu fällende Schiedsipruch keine aenüaende Erhöhung der Löhne bringt. Lohnforderungen der Schuhmacher Die Arbeiter der Maß- und Reparaturschuhmacher nahmen am 21. September in einer Branchenversammlung, die in den Musikerfeftsälen stattfand, erneut zur Lohnfrage Stellung. Nach einem Bericht Schülers wurde der Beschluß der Groß- Berliner Bezirksversammlungen bestätigt, den 4. September mit dem Verband der selbständigen Schuhmacher des Stadtkreises Berlin vereinbarten Minimaliohn zum 30. September d. J. zu fündigen. Gefordert wird die Erhöhung der Zeitlöhne um je 40 Mark. Ferner die unter der Position 2 bis 6 ausgeführten Stücklöhne, die nach erfolgter Neufestseßung der Zeitlöhne entsprechend umzurechnen sind. In der sehr lebhaften Debatte wurde der VerhandIung& fommiffion der Vorwurf gemacht, die Festlegung der Ferien in den Tarifvertrag unterlassen zu haben. Schüler erklärte demgegenüber, daß die Vertreter der Arbeiter den Abschluß des Tarifvertrages bei den letzten Verhandlungen nicht scheitern lassen wollten. In Zufunft werden die Arbeitgeber um die Ferienfrage nicht herumkommen. Berband der Buchbinder und Bapierverarbeiter. Eltern, die gewillt find, ihre Söhne das Buchbinderhandwerk erlernen zu laffen, werden ersucht, sich vorher auf unserem Büro, Engelufer 24 II, Bimmer 37, zu melden.- Donnerstag, den 28. September, nachm. 5 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses. Engelufer 25, außerordentliche Generalversammlung, zu der das Erscheinen sämtlicher Delegierten unbedingt erforderlich ist. Berliner Gewerkschaftskommission. Am Donnerstag, dem 28. September, abends 6% Uhr, findet im Lofal von Dörina, Naunynstraße 27. eine Sibuna der Ortsvorstände, der Gewerbegerichts-, Kaufmannsgerichts-, Innungsschiedener mtsund Schlichtungsausichuß- Beifiber statt. Vortrag des Herrn Dr. Heinz Botthoff. Parteiveranstaltungen Dienstag, den 26. September Berwaltungsbezirk Friedrichshain. Arbeitsgemeinschaft ber Kinder freunde. 7 Uhr abends Schule Litauer Str. 17, Bersammlung aller Helfer und Helferinnen und Rurfusteilnehm.rt. 13. Berwaltungsbezirk( Tempelhof, Mariendorf, Marienfelbe, Richter rabe). Abonds- Uhr gemeinsame Sigung der Bezirksführer aller bier Abteilungen( Orte) aller Mitglieder ber Agitationstommiffionen und der Bildungsiommiffioner im Rathaus, Mariendorf, Bimmer 26. Der hohen Lichtpreise wegen wicd pünktlites Erscheinen allen Genoffen aur ficht gemacht. 19. Berwaltungsbezirk( Abteilung Rieberschönhausen). Abends s uhr bei Gelle, Tresdomfiraße 57, Funktionärfonferens. 9. Distrikt. Vorstandssizung, abends 7 Uhr, bei Krol, Utrechter Str. 21. Mittwoch, den 27. September 1922 3. Berwaltungsbezirk( Wedding). Außerordentliche Generalversammlung des gesamten Berwaltungsbegirls, abends 7 Uhr, im großen Bharusfaal, Mullerstr. 142. Bericht bcm Bacteitag. Erscheinen aller Genoffinnen und Genoffen der dazugehörigen Diftritte ist Pflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. 12. Berwaltungsbezirt( Steglit, Lanfmit, Lichterfelbe). Abends 7% ubr im Gefangfaal der Dherrealfchule. Steglit. Elifenficabe iußerordentliche Diftrittsgeneralberfammlung. Tagesordnung: Bericht bon ben Barteltagen. Jeder Genoffe hat Zutritt und muß wegen der Wichtigkeit der Beschlüsse unbedingt erscheinea Mitgliederber 19. Verwaltungsbezirt( Abteilung Riederschönhausen). fammlung findet nicht in Niederschönhausen statt. Zie Parteigenoffen beteiligen fich an der Bezirksmitgliederversammlung in Banlow. 3. Diftrift, 3. Abteilung. Abends 7% Uhr bei Dams, Schlegelftr. 9, Mitgliederversammlung. Bortrag Die Ausführungsbestimmungen zum Reichsmietengefeg." Die Junttioräre müffen hierzu einladen. 4., 5. und 6. Distrikt. Abends 7 Uhr Mitgliederversammlung, Ar. miniushallen, Bremer Straße 72/73. Tagesordnung: Berichterstattung bom Barteitag. Bezirksführer müssen dazu einlaben, Opernhaus Komödienhaus Verlags- Genossenschaft, Freiheit abends 742 Uhr Karussell Cavalleria rusticana 8: Maria Orska Bajazzi Schauspielhaus abends 7%, Uhr Beriner Theater. 715: Madame Pompadour FritziMassary a. G R, A. Roberts, Wirl, Haskel, Peer Gynt Ander, Behmer, Hold, Holstein Neues Volkstheater Intimes Theater abends 74, Uhr Hauchler Ben'sches Treater 00801-00900 7. AbonnementsVorstellung 8 Tr Der Vater Kammerspiele 8 Uhr Der Schleier der Pierette Pantom. v. Arth. Schnitzler Direktion: Gustav Heppner. Täglich 8 Uhr: Die badende Nymphe. Lauf doch nicht immer nackt herum. Ble Peifsche und Besuch im Bett. Theater des Ostens 73 Uhr: Die Liebesprobe Theater am Nollendorfplatz 73 Uhr Dein Mund Wallner- fheater. Großes Schauspielhaus Täglich 8 Uhr: D. keusche Lebemann 13 Uhr. Orpheus i.d.Unterwelt mit Guido Thielscher Abonnements- Verlegung: Walhaila- Theater 25. Sept, anf 6. Okt 26. Sept, auf 7. Okt. 27. Sept. auf 8. Okt. 28. Sept. auf 13. Okt. Rotter- Bühnen Täglich 7 Uhr Residenz- Theater Lady Windermeres Fächer Taguca s Uhr Trianon- Theater Liss Kleines Theater Totenianz Kasino- Theater. Die Berliner Posse Lämmelmanns bummelfahrt. 7 Uhr. Die Kino- Königin heues Theat. a.Zoo Uar: Dorineu.d. Zufall Komische Uper Tägach 7 Uur: Europa spricht davon theater am Kottbuser Tor Jed. Abend 7 Uhr: u. Sonntag nachm. 30. Elite- Sänger Volkspreise! Fortsetzung der Generalversammlung Dienstag, den 26. September, abends 7 Uhr. im Gewerkschaftshaus ( Groker Saal), Tagesordnung: 1. Bericht des Aufsichtsrats. 2. Verschiedenes. Der Vorstand S. Koppe. Geschichte der USPD. Von Eugen Prager In dauerhaftem Halbleinenband 125.- M. Buchhandlung ,, Freiheit" Berlin SW. 61, Urbanstrasse 7 ankaufsstelle pez.- Beh.nur für Metalla Osten 150ias in Suft ….. Gefäßt. Grün.Weg 80 Bein, Da schw. Fälle zahlt Tagespreise f. n 15 Tag. befeit. m, Kupfer, hierüb. unantaltbare Beilerf. befteh u.tef Messing, Blefident 106 Jacoby. Zink usw. 8-3Jacoby. Geld für jede Wertfache. Söchste Antaufspr. f. Bfandfch., Brillanten, Altmetalle olbgegenft., Sepp, zahl hoye Preise, Bücher uim. Bol Oberbe.gerstr.1, Rei- Griebrichstr. 41, nickendorfer Str. 107. Ede Recht 8. Diftrift. Die für Mittwoch angefekte Diftrittsverfammlung faut qus. Die Varteigeno'fen nehmen an ber Mitgliederversammlung des 3. Berwaltungsbezi.fs, Bharus- Sale. Müllerstraße, am gleichen Tage teil Dortfelbft Bericht vom Barteitag. 9. Drift. Außerordentliche Generalversammlung, abends 7 Uhr, ine großen Bharussaal, Müüerftr. 142. Bericht vom Barteitag. Erscheinen eller Genoffinnen und Genoffen ist Bflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. 18., 19. unb 20, Diftrift( Kreuzberg). Abends 7 Uhr findet in ber Schulaulo, Berlin, Dieffenbachstr. 5, Berichterstattung vom Parteitag statt Es ist Pflicht eines jeben Mitgliedes, zu erscheinen. 20. Diftrift( Arensberg). Die Cenoffen nehmen an ber Bersammlung in der Schulaula, Dieffenbachftr. 51, teil. Bahlreiches Erscheinen notwendig. Lichtenberg- Stabt und Land. Abends 7 Uhr gemeinsame Mitglieder Lages berfammlung in der Aula des Cazilien- Lhseums, Rathausstraße, ordnung: Berichterstattung bom Geraer- Nürnberger Barteitag. Die Funke tionäre müffen diesmal alle Genoffen und Genoffinnen persönlich einladen. Zutritt nur unter Borzeigung des Mitgliedsbuches, Wer mehr als brei Monate restiert, hat teinen Zutritt. Vereinskalender Montag, den 25. September Deutscher Bertmeister- Verband. Bersammlung aller ertmeister und technischen Angestellten der Berliner Briefumschlagbranche nachmittags 5 Uhr im Clubhaus, Ohmstraße. Jugendbewegung Gruppe Cften. Montag: Spielabend in Lichtenberg, Dienstag: Sigung ber Funitionäre bei Schwarz, Bromberger Str. 5, 28 Uhr. Freitag: Bortrag Pie Internationale der Arbeiterjugend", im Heimp Grantfurter Str. 6. 28 Uhr. Sonntag, 1. Oftober, 6 Uhr, im Andreasgymnasium, Roppenstr. 96, fndet die Schulentlaffungsfeier ftatt. Agitationsbezirk Dften. Montag, 25. September, 8 Uhr: Spielabens im Jugendheim, Lichtenberg, Doffeftr. 22. Berliner Bühnenspielplan Bom 24. September bis 2. Oktober Boltsbühne: 25., 27., 30. und 2. Ueber die Kraft, 2. Teil. 26., 28. und 1. Der Berschwender. 29. Maffe Mensch. Opernhaus: 25. Cavalleria rusticana. Barassi. 26. Berfiegelt. Josephs- Legende. 27. Othello. 28. Mona Life. 29. Die Bauberflöte. 30. Boheme. 1. Aiba. 2. Tiefland. Schauspielhaus: 27., 30. und 2. Die Hochzeit Adrian Brouwers. 25. und 29. Beer Gynt. 26. und 1. Napoleon, 28. Maria Stuart. Deutsches Theater: 25. und 29. Der Bater. 26., 28 ,, 30. und 1. Simfon. 27. und 2. Das Glas Baffer. Rammerspiele: Der Schleier der Pierette. Leffing- Theater: 25. Schildpattkamm. 26., 27., 1. Bar Feodor Ivanowitsch. 28., 30. Eer Rirfgarten. 29. Nachtashi. Theater in der Königgräger Straße: 26., 29., 2. Die wunderlichen Geschichten des Rapellmeisters Deutsches Opern & reisler, 27., 28., 30. und 1. Die Jubin von Toledo. haus: 25. Der Freischüß. 26. Bobeme, 27. Der Troubadour. 28. und 1. Die Königin von Saba. 29. Tannhäuser. 30. La Traviata. 2. Hoffmanns Erzählungen. Schiller- Theater: 28. unb 80. Bygmalion. 25., 29. und 2. Großes Die Ehre. 26. und 27. Göz bon Berlichingen. 1. Alt- Heidelberg. Neues Voltstheater: 27., 28., Schauspielhaus: Orpheus in der Unterwelt. SPOTP Komödenhaus: Trianon- Theater: 1. und 2. Der Engländer. Sathros. 25. und 30. Heuchler. 26. und 29. Die Tribüne SonnenDie Laune bes Berliebten. Der zerbrochene Arug. Spektrum. Deutsches Künstler- Theater: Die erfie Nacht. Raruffell. Bertner Theater: Madame Pompadour. Bifft, die Rototte. Residenz- Theater: Ladh Windermeres Fächer. Zentral- Theater: Ein Brachtmädel. Theater in der Kommandantenstraße: Der Frembe. Der Tänger unferer lieben Frau. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Wie feßle id meinen Mann? Komische Oper: Europa spricht babon! Luftspielhaus: Die Schule der Kofotten. Metropol- Theater: ThaliaMuhort- Berlin. Neues Cperetten- Theater: Die tolle Lola. Theater: Bring Don Juan. Theater am Nollendorfplat: Dein Mund... Große Voltsoper im Theater bes Westens: 1. Samson und Dalila. 25. und 28. Der Troubadour. 26. Die Entführung aus dem Gerail. 27. und Kleines Theater: 30. Tristan und folde. 29. und 2. Der Freischüß. Zotentang. Walln: r- Theater: 24. bis 30. Der feusche Lebemann. 1, und Rose 2. Die fleine Sünderin. Walhalla- Theater: Die Kinofönigin. Theater: Die Liebesprobe. Ab 1, Bachstelschen. Rafino- Theater: Lämmel manns Bummelfahrt. Neues Theater am 300: Dorine und der Zufall. Schloßparl- Theater: Kleines Haus: 25., 28. und 29. Ter arme Heinrich. 26., 27., 30. bis 2. Tetentang. Großes Haus: 25. bis 2. Fuhrmann Die Badewanne. BeetGenfchel Folies Caprice: Madame Rolotte. hoven Sonate. O biefe Beine. Theater am& urfürstendamm: 25. bis 29. Die fleine Sünderin. Ab 80. Der Bauwau, Intimes Theater: Die Die babende Beitsche und Lauf boch richt immer nadt herum. Nymphe.. 26. Drei alte Besuch im Best. Schauspielhaus Potsdam: Schachteln. 25, und, 30. Rabale, und Liebe. 27., 29. und 1. Die verlorene Tochter. 28. Minna von Barnhelm. admittagsprettungen: Waitsbühne: 1. Ueber die Straft. 1. Zeil. Kammerspiele: Der Deutsches Theater: 1& abale und Liebe. Raub der Sabinerinnen. Theater in ber Königgräser Straße: 1. Die Deutsajes Opernwunderlichen Geschichten des Aapelmeisters Areisler. haus: 1. Fidelio. 2. Der Greifchik. Schiller- Theater: 1. Die fünf Frant Neues furter. Großes Schauspielhaus: Orpheus in der Unterwelt, Bolts- Theater: 1. Eie erste Geige. Berantwortlich für bie Rebaltion Emil Rauch, Berlin; für ben Infet atenteil und gefchäftliche Mitteilungen: Rarl tobler. Berlin. Drud von Berlags- Genoffenschaft Freiheit". e. G. m. b. S., Berlin, Gehring& Reimers, G. m. b.., Berlin GB, 68, titterstr. 75. 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