MMMMI!. Sraucnflimmc I Nr. 22 4. 4,. Jahrgang I Vellage zum Vorwärls l Z0. Oktober ,924 MM»M«W>«««»WW«»M«««««WW«WWMM»««MW>«WO«WW>«WWWWW>W»WMWWWWWWWWWWWWW�� Die �aöp unö ihre �Schwestern". Ein viel gefefcnes Berliner Blatt hielt ez kürzlich für nötig, die Frage aufzuroerfen, ob die Fmu glücklicher als der Mann sei, und bezog sich dabei auf die Aeuherung einer Engländerin, irgendeiner smarten jungen Lady, deren Name für uns vollkommen gleichgültig ist. Die Lady in London, die„im Namen vieler Schwestern zu sprechen glaubt"', faßte ihre Ansicht über die Stellung der Frau im allgemeinen u. a. in sotgende Worte: „Ich würbe mir niemals wünschen,«in Mann zu sein. Di« Frauen sind die verzogenen Lieblinge des Unioersums. Wie dumm wäre es, wenn wir Frauen ein Los aufgeben wollten, in dem wir die Umworbenen, die Gefeierten, die Beschützten sind. Wie langweilig ein Dasein, in dem man nicht 00« den bettmtsbern» den Augen der Männerwell verfolgt wird! Wie traurig, wenn wiraufallunser« schönen Toiletten ver» zichten mützten, wenti wir den ganzen Tag dasselbe Aussehen be» hielten So aber können wir uns durch etwas Puder, etwas Schminke stets Abwechs- Cung verschaffen, erscheinen immer in neuen Gestalten und unter neuen Formen. Wir können rette» und Sport treiben, fliegen, rauchen, ftirten, und doch ist ma» stets nach- sichtig gegen uns, weil wir Frauen find." Man kann p schließlich der Lady, die„im Namen vieler Schwestern' spricht, ihr wohliges Behagen und dte Zusnedenhett mit ihrem eigene» Lose nicht ver- denken. Sie repräsentiert«den in reinster Form den Typ des Luxusweibchens, der genau so wie in London, n> Berlin und überall auf der W«K anzutreffen ist und den der ermordet« Walter Rathenau in seinem Buche„Bon kommenden Dingen" sehr richtig als „eine der unerquicklichsten Erscheinungen unserer Zivilisation" bezeich. not hat. Dies« Frauen leben nur, um zu genießen. Sie vergeuden sinnlos, was ihr« Männer oder Väter als Dertreter des Kapitals an der Arbeit anderer verdienen. Ihr ganzes Sein dreht sich nur um die Pflege ihres Körpers und die Befriedigung ihrer verschiedenen Gelüste. Weiter reicht ihr geistiger Horizont nicht. Sie wissen nichts von dem Kampf« ums täglich« Brot, den tausend« und ab'r tausende Frauen für sich und ihr« Kinder führen müssen. Sie ahnen nichts von den sorgonersüllten Tagen und Rächten der Witroen, der Frauen der Erwerbslosen, der«abgebauten Frauenkräst« in Bureau, Wertstatt und Amt. Sie haben t-inen Schinimer von der schweren Doppel- belastung der erwerbstätigen Ehefrau und Mutter, die nach acht- bis neunstündiger beruflicher Arbeitszeit erst ihre eigentliche Arbeit im Haufe antritt. Ki« haben nie etwas gehört von der unerhörten Tragödie der nneheiichen Auiterschaft mit all ihrem wirtschaftlichen und fselischen Etend. Sie haben kein« Vorstellung, wie in Millionen ihrer„Schwestern" der Kampf ums nackt« Leben in jungen Jahren schon seden Funken Lebensfreud« erstickt. Ihrer Meinung nach sind die Frauen eben durchweq„die verzogenen Lieblinge de« Unioersiums", die Gefeierten, die Beschützten. So- weit wäre die naiv« Anschauung der Lady und ihrer Artgenosscn— mit dem nötigen Kommentar— immerhin noch verständlich. WWW WW W WWW | Nichts unzeitig! � Nichts unzeitig! Nichts gewaltsam! UnablLjfig unaufhaltsam. Allgewaltig naht die Zeit. Torenwerk, ihr wilden Knaben, fln dem Baum der Zeit zu rütteln. Leine Last ihm abzustreifen, wenn er erst mit Blüten prangt! Laßt ihn seine Früchte reifen Und den wind die kleste schütteln! Selber bringt er euch die Gaben, Die ihr ungestüm verlangt. kl0alt«rt».Thai»Ils». Was aber nicht mehr verständlich ist, da« ist die Tatsache, daß das Berliner Blatt es wagen kann, sich mit der Ansicht der Lady durch Abdruck ihrer Aeußerung zu identifizieren. Denn der Leser- kreis dies«, Blattes ist nicht etwa die sogenannte„Gesellschaft', sondern, es muß leider gesagt werden, ein noch immer großer Teil der Berliner arbeitenden Bevölkerung. Wie muß den Frauen der kleinen Beamten und Angestellten, der kleinen Gewerbetreibenden und dieses gewissen Teiles der Arbeiterschaft zumute sein, wenn sie ein« derartige Abhandlung über die Stellung„der' Frau lesen? Steigt ihnen nicht die Zornesröde ins Gesicht, empört sich denn nicht ihr Innerstes gegen soviel offensichtliche Verhöh» nüng und Verkennunz de« Frauenlebens? Sie, die mit dem schmalen Einkommen des Mannes aufs sorgfältigst« rechnen und haushalten müssen, die sich die Anschaffung eines einzigen Klei- des hundertmal überlegen, die jahrelang ein- und denselben Hur tragen, die für Körperpflege viel- leicht niemals auch nur eine Mark übrig haben, an Sport und Er» holung überhaupt nicht denken können und stets das Wohl der Familie ihrem eigenen voran- stellen, sie werden einfach mit dem Maß dieser dekadenten Ge- nieherinnen, dieser menschlichen Drohnen gemessen?! Müssen nicht all denen, die es bisher noch nicht begriffen hatten, endlich die Augen auf- gehen, daß es die von jener Seit« zu gewissen Zeiten gern propa- gierte„Einigkett aller Frauen' einfach nicht gibt, ebensowenig wie eine Einigkeit zwischen Kapitalist und Arbeiter? Muß nicht allen Frauen an Hand dieses einen Beispiels der Begriff des Klassenempfindens klar werden? Ein deutlicheres Bild kann es eigentlich gar nicht geben, auch der bisher indifferenten Frau die Notwendigkeit des Klassen- kampfes aufzuzeigen: Auf der«inen Seite die Lady urb ihre „Schwestern', denen das Loben traurig und wertlos erscheint, wenn sie„den ganzen Tag dasselbe Aussehen behalten', auf Puder und Schminke, auf glänzende Toiletten und die bewundernden Augen der Männerwelt verzichten müßten, aus der anderen Seit« die aber- taufend arbeitenden, rechnenden, sorgenden Frauen bis hinab zu denjenigen, denen ihr Weibtum kaum etwas anderes als Qual, Leid und DeHinderung bedeutet. Wir Soziaiistinnen wolle» den Frauen die sich dann endlich aus der biiherigen Gleichgültigkeit gelöst haben, den richtigen Weg zeigen: Beseitigung der heutigen Wirtschaftsordnung� die solche Ungerechtigkeiten schafft, Beseitigung der Herrschaft einer einzigen über- mutigen Klasse, Schaffung einer neuen, vernunftgemäßen Gesell- schastsordnung durch den sozialistischen Besreiungskamps! Wir wollen uns nicht den Kopf dorüb« zerbrechen, ob die Frau glücklicher ist als der Mann. Wir wollen uns fragen:„Wie wer- den die Unterdrückten glücklich, all«. Mann und Frau?' Und dazu wollen wir ein jeder nach Kräften helfen, auch wir Frauen, und gerade wir Frauen! Ell! Radtte-Warmuth. .Kl Die Zrau als Heimarbeiterin. Von E. W. N e u m a n n. Um den ArbeHerschutzvorschnst«n zu«ntgehen, die Kost«» d«r Fabrikanlagen zu«rsxaren, und das Risiko der stillen Zeiten auf die Arbeiter abzuwälzen, hat das Unternehmertum die Heimarbeit großgezogen. Mit der Möglichkeit der Arbeitszsrlcgung und der Ausgabe von Teilarbeiten aus dem Betrieb dehnte sich die Heimarbeit weiter aus. Wie wir ja heute ähnliches in der Kon- fektion feststellen können. Tazu kain, daß sich in bezug aus die Löhne bedeutende Ersparnisse machen ließen, denn mit der Ausgabe der Arbeit aus den Betrieben fällt eine ganze Reihe notwendiger Einrichtungen fort, so die Beaussichtigung des Personals, Wasch- und Antleideräume usw. In unserer Zeit der großen Ausbeutung und der niederen Löhn« hat die Heimarbeit einen ungeheuerlichen Aufschwung erlebt. Es sind Versuche gemacht worden, die Zahl der Heimarbeiter und »arbeiteriirnen festzustellen, aber der Versuch ist nicht gelungen. Komrte n'cht gelingen, da jede statistische Erhebung von vornherein scheitern muß an der Unmöglichkeit ihrer Ausführung. Nur soviel lieh sich feststellen, daß die Zahl weit höher ist, als angenommen wurde. Die Zahl der männlichen Heimarbeiter ist nicht allzu groß, um so größer die der weiblichen. Ungeheuer große ist die Zahl der Frauen, die heimarbeitet. Uns berührt dies« Feststellung weiter nicht befremdlich. Wir wissen, daß die meisten Arbeiterfrauen ge- zwungen sind, mitzuarbeiten. Ja. für viele Frauen ist heut« die Heimarbeit Beruf und Brot, denn das gottgewollte Stahlbad hat ja vielen Familien den Ernährer genommen. Entweder, daß sie tot sind, oder daß sie bei einer niedrigen Rente allmählich dem Er- löser Tod entgegenfiechen. Und wo der Mann zu Hause ist, da ist «r entweder arbeitslos, Kurzarbeiter, oder sein Verdienst ist derart gering, daß sich dafür kaum der Lebensunterhalt bestreiten läßt. Was bleibt der Frau weiter übrig, als mitzuarbeiten? Für die Mitarbeit der Frau kommen die verschiedensten Beschästigungsarten in Betracht. Sind die Kinder erwachsen oder ist die Familie kinderlos, wird die Frau es vorziehen, außer dem Haufe zu arbeiten. Sie verdient mehr und hat, wie man sich aus- drückt, die„Schweinerei" nicht im Hause. Wo aber noch die Kinder uner wachsen sind und der Pflege und Beaufsichtigung bedürfen, muß die Frau im Haus« bleiben, wenn sie die Kleinen nicht bei Verwandten oder Bekannten unterbringen kann. Was übrigens keine Mutter mit Recht gern« macht. Sie greift, durch die Umstände ans Haus gebunden, zur Heimarbeit. Damit begibt sie sich in die Klauen der unsichtbaren Ausbeuter. Sie bekommt ihr« Arbeits- aufträge ja selten aus erster Hand; sie arbeitet für den Zwischen- meister, wo der die Aufträge herholt, weiß sie nicht einmal. Froh, Arbeit zu haben, müht sie sich bei den niedrigsten Löhnen ab, sitzt Tag und Nacht gebeugt und krumm über der Arbeit, um, ja um den Kiemen ein« Schürz«, ein Kleidchen, ein paar Schuhe oder «in« Hose kaufen zu können. Und wenn es dazu hinreicht, dann ist die Freude groß, zumeist wird das Geld mit aufgezehrt, d-yrn feit langem Hot man sich auf gute Butter auf dem Brote ober«in Häppchen Fleisch zu den Salzkartoffeln gefreut Was der Mann verdient, reicht nicht hin und nicht her, und schließlich will doch jede Mutter, daß es ihren Kindern besser geht, als es ihr selbst er- gangen ist. Die weibliche Heimarbeit ist ein übles Kapitel. Kein« Arbeitskraft wird so fiblecht bezahlt als die der weiblichen Heimarbeiterin. Es gibt Frauen, die vom Hellwerden bis zum Dunkelwerden ununterbrochen— mit Ausnahme der kurzen Pansen fürs Essen— über der Heimarbeit sitzen, und wenn die Woche um ist, noch nicht einmal 5 M. verdient hoben. Und das selbst, wo es sich um geschickte Kräfte handelt. Mir sind Fäll« bekannt, wo die Frauen beim Häkeln von Strickjacken 3 M. die Woche verdienten. Beim Sttunipfbändernähen 4 M., Schürzen- und Blusennähen bei höchster Anstrengung 7 M. die Woche. Geradezu schamlos sind die Hungerlöhne, die in der Blumenindustrie gezahlt werden. Eine Heimarbeiterin in dieser Brauch mit 5 M. Wochn- lohn kann als bestbezahlte Kraft angesehen werden. Vor zwei Vahren wurde übrigens ein Fall bekannt, daß«ine Heimarbeiterin aus der Blumcnbranche bei täglichr Arbeit von 12 Stunden— es handelte sich um eine ältere Frau— die Woch 1,50 Goldmark verdient hat jahraus, jahrein» und dann starb. Der Arzt stellte Tod infolg« schlechter Ernährung fest. Also Hungertod Dann kommen von diesem niedrigen Verdienst die nicht vorher- gesehenen, aber üblichen Abzüge. Es versteht sich, daß die Arbeit nie zur Zufriedenheit des Unternehmers ausfällt. Sonst hätte er ja gor keinen Grund. Abzüge zu machen. Eriweder ist zu los« oder zu fest gehäkelt worden oder die Schür, z« ist liederlich genäht usw. Ein Grund läßt sich immer finden. Und der leichte Grund genügt. den L�hn zu kürzen. Di« trostlosen Zustände auf dem Gebiet« der Heimarbeit sind bekannt. Schon vor dem Kriege waren die Löhne— milde ausye- drückt— schlecht. Heut« sind sie nicht nur schlecht, fondern auch dem schwankenden Wert der Mark unterworfen. Helfen können hier nur energisch« Maßnahmen auf sozialpolitischem Gebiete. Rütteln wir das Gewissen aus, daß es möglichst bald geschieht! �hausmäöchen gesucht'. Ein Hinweis für die Wahlen. Ein Inserat in der Zeitung!„Mädchen gesucht, kleiner Haus- halt, gute Behandlung." Dreißig Prvletnrierfrauen binden sich eine neuwaschene Schürze vor, nehmen das Tuch um, einen Korb an den Arm, die fünfzehn- jährige Tochter zieht ihr bestes Kleid an, vielleicht denkt sie daran, das Abgangszeugnis von der XX.(�emeindeschule mitzunehmen, und so treten Mutter und Tochter den Gang an zur Frau Soundso mit dem kleinen Hauehalt und der guten Behandlung. Es kommen dahin die Tante mit der fünfzehnjährigen Nichte, die Schwester, die Freundin. Sie alle suchen für die Klein« Stellung. Da stehen nun dies« kleinen Fünfzehnjährigen. Kinder sind es. Blasse, untcrernährte Croßstodtkinder, ohne Sonn« großgewordene Mensch.'ein, die gar nicht wissen, was mit ihnen geschieht und die von dem, was sie leisten sollen, kein« Ahnung haben. Meistens führt darum auch die Mutter, Tante oder Schwester die Verhandlungen. Und da wird hoch und heilig versichert, das Kind kann alles. Sie hat doch zu Haus« bei Mutlern kräftig mithelfen müssen!— Aus all diesen Beteuerungen aber klingt das«ine heraus:„Wenn sie nur genommen wird, damit ich ein« Sorg« los bin, damit« i n Esser weniger ist. Und das kleine Mädelchen denkt ebenso und bestärkt Mutters Versicherungen durch heftiges Kopfnicken, inner- lich voller Angst, sich aber immer an den Gedanken klammernd„es wird schon jehen". Zu Hause die große Familie, die kleinen Ein- nahmen, die enge Wohnung, die große Misere. Welch«in Segen, wenn«ins aus dem Haus kommt! Das Kind erst etwas Ordentliches lernen lassen! Bitter? Ironie! Gewiß, es wäre besser, aber viel- leicht hat sie Glück und kommt zu einer Frau, die ihr alles gut bei- bringt. Vielleicht hat sie Glück! Das heißt, bestens gesehen, sie wird in einen Haushalt kommen, dem sich die Hausfrau voll widmet. Die Hausfrau wird sozial empfinden, sie wird zunächst das Mädelchen„herausfüttern", sie wird ihr wenig zumuten, damit sich das Kind erholt und dann wird sie ein Jahr lang Lehrmeisterin sein, wird also kein« Entlastung haben, sondern eine weitere Be- lastung. Utopie! Vielleicht ereignet sich unter hundert Fällen«in derartiger Fall. Wie aber steht es mit den neunundneunzig anderen? Entweder das Mädelchen wird aus Sparsamkeitsgründen angestellt, bekommt allerhand Arbeiten ausgebürdet, die es körperlich kaum be- wälligen kann, hat wenig Essen, darf in der Küche, auf dem Flur oder sonstwo schlecht schlafen und wird früh oerärgert und verbittert. Oder schließlich, der Haushalt wird ihr überlassen und sie verrichtet die Arbeit recht und schlecht, so wie sie es gelernt, oder besser, nicht gelernt hat. Und sie wird stets in ihrem Berufe untüchtig sein, wird jahrelang Unangenehmes hören müssen, weil ihr die Schulung fehlt, die jeder Beruf braucht, auch der der Hausangestellten. Was fordern wir? Es ist zur Zeit des Wahlkampfes gut, sich zu fragen, warum vielen Frauen über ihren Alltagssorgen trotz vieler Bemühungen der Sinn für das Allgemeinwohl, für große Ziele noch nicht aufgegangen ist. Die sorgende Mutter sieht gerne etwas Greifbares vor sich, hört gern« von einer präzisierten Forde- rung, aus der sie herausliest, hier wird etwas für m i ch getan, hier sucht eine Partei mein Schicksal zu erleichtern. Sagt einer sorgenden Mutter: Wir denken auch an dich! Wir werden fordern, daß von Staat und Kommune die Mittel aufg«- bracht werden, mittellosen Kindern eine passend« Schulung für den Hausangestelltenberuf kostenlos zuteil werden zu lassen, ei» Freitisch muß angeschlossen sein. Wir werden die Idee noch weiter ausbauen. Du aber mußt zu uns stehen, mußt uns unterstützen, mußt Interesse an uns und unseren großen Zielen ge- Winnen, mußt wissen, die Partei und ich, wir sind eins. Viele Frauen, die heule der Partei noch fernstehen, die aus Verbitterung— weil vermeintlich doch nichts für sie getan wird, die große Sorgenlast zu vermindern— gar nicht wählen, werden dann aufblicken und wissen, was sie zu tun haben. Ihr« Kinder werden gut vorbereitet in ihren Beruf gehen und sich nicht mehr, wie es heute noch der Fall ist, von ihren„Herrschaften" sagen lassen, was sie zu wählen haben. Hilde Freyer. Sie schwatzen von Bescheidenheit, mich dünkt, das ist ein fleckig Kleid! Der hat nach Rechtem nie getrachtet, der nicht d'« eigne Arbeit achtet. Gottsried Kinkel. Zwei Ireunöinnen. Von M. Todenhagen. Die ficiwillige Helferin des Versicherungsamtes hatte unter ihren Fällen einen, der sie besonders ftai k beschäftigte. Di« Personalien dez Falles paßten auf ein« Schulfreundin. Sie mochte jedoch nicht daran glauben, daß die schicksalsschweren Blätter der Akte wirklich ein Stück aus dem Leben der Freundin erzählten. War ihr doch die Freundin in Erinnerung als das Kind gutsituierter Eltern, die es sich gestatten tonnten, ihr Kind nach den ersten zwei Volksschuljahren in die höhere Töchterschule umzuschulen. Freilich war ihr feit jener Zeit die Freundin aus dem Gesichts- kreis entschwunden. Sie selbst hatte ihren bescheidenen Weg durch die Volksschule in das Leben einer Privatangestellten gemacht und war als solch« bereits mit 24 Jahren in der sozialen Fürsorge ehren- amtlich tötig. Gleich nach Geschäftsschluß begab sie sich zu der vermutlichen Freundin. Sie war es wirklich, die ihr nun das Schicksal ihres Lebens offenbarte: „Ich bin das erste voreheliche Kind meiner Eltern. Di« Eltern meines Vaters waren vornehme, reich« Leute, die von einer V«r> bindung mit meiner' Mutter nichts wissen wollten Sie drohten mit Enterbung. So blieb mein Vater ledig bis zu ihrem Tode. Dann erst heiratete er mein« Multer. Ich war gerade im sechsten Lebens- jähre." Bis hierher hatte sie in ruhigem Ton berichtet. Dann brach ihre Stimme in plötzlich aufquellendem Schmerz um. Was nun folgte, war eine einzige heftige Anklage gegen die Großeltern. Die Mutter hatte, wie sich das junge Mädchen ausdrückte, die Wiederherstellung ihrer bürgerlichen Ehre mit einer furchtbaren Ansteckung zu bezahlen. Der Vater war inzwischen jener furchtbaren Krankheit verfallen, die nach biblischer Auffassung ihren Ursprung hat in Sünden, die heimgesucht werden an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied. Zwei Geschwister hatte die Mutter noch geboren, beide muhten in einer Jdiotenanstalt untergebracht werden. Dater und Mutter waren vor einiger Zeit kurz hintereinairder in geisttge Umnachtung verfallen. ,.O wie ich meine Großeltern haste und ins Grab hinein ver- fluche. Sie allein sind schuld an all unserem Elend." Mit diesen, leidenschaftlichen Ausruf schloß das junge Mädchen seinen erschüttern. den Bericht. Die freiwillige Helferin brachte nun die alt« Freund- schast wieder in Erinnerung. Sie nahm ihre Schutzbefohlene bei der Hand und sprach ernsthaft auf sie ein: „Du bist zu keinem Haß berechtigt. Dein« Großeltern waren das Produkt ihrer Verhältniste, in denen alles in Sachwerten und Zahlen aufgehen mußte. Wenn sie sehen könnten, daß ihre Rechnung falsch ausgegangen ist, noch einmal könnten sie ihre Fehler kaum wieder- holen." „Eine Rechnung, die ja doch noch alle Tage wieder falsch auf- gemacht wird," erwiderte das junge Mädchen.„Gewiß wird sie das," bestätigte die Helferin und fügte hinzu,„sie wird so lange immer wieder aufgemacht werden, solange unsere wirtschaftlichen und gesell- fchaftlichen Verhältnisse nicht von Grund auf geändert werden. Derne Geschichte ist«in Ausschnitt aus der Wüstenei der kapitalistische» Wirtscherfts- und Gesellschaftsordnung. Mein« Tätigkeit als Sozial- Helferin deckt mir ihre traurigen Ergebniste in mannigfachster Form auf. Siehe dort drüben," fuhr sie, mit der Hand aus dem Fenster zeigend, fort,„steht eine Gruppe arbeitsloser Männer. Wahr schein- lich alle die Ernährer von Familien, mit ihnen darbt also uiig«- fähr die vierfach« Zahl von Menschen— Kinder und Frauen. Nimm einmal an, Dein Vater hätte seine Partnerin in den seinen Eltern erwünschten Kreisen gefunden, dann wärst Du vielleicht heute das Kind eines Mannes, der es in der Hand hätte, ob jene ein bescheidenes Leben führen können, oder ob sie«r, Hunger und Elend verkommen müssen. Ohne daß Du es ahnen würdest, mühte also Dein sorgenloses Haupt der Fluch aller dieser treffen, wenn all« so zu ihrem Schicksal eingestellt wären wie Du zu dem Ddnigeu. Das sind sie aber heut« nicht mehr, und das darf auch niemand fein. Uns allein ist ein Ziel gesteckt, das über uns hinaus ragt. Wir alle dürfen nicht in den Tag hinein leben. Ich würde meine Arbeit, die mich mit allem Leid der menschlichen Gesellschaft zusammenführt, nicht ertragen können, wenn ich zu dem Stückwerk der Hilfstätigkeit für den Augenblick nicht auch für eine bessere Zu- kunst kämpfen würde." „Was haben wir von der Zukunft? Der Hinweis auf die Zu- kiinfi kommt mir immer gerade so vor wie der Hinweis auf das Jenseits der Gläubigen. Ich kann an nichts mehr glauben," klang es mutlos zurück. „Und doch ist es einem Kampf, der heute schon Vergangenheit ist, zu verdanken, wenn wir heute so miteinander sprechen, wenn ich heute zu Dir komm«, um Dir zu helfen. Wir sind fast von dem eigentlichen Grund meines Besuches abgekommen," sagte die Hel- ferin.„Es ist an der Zeit, darauf zurückzukommen. Wenn ich heute hier bin. um Dir behilflich zu sein, die bescheidenen Bezüge aus der Sozialversicherung für Deine Eltern zu erlange», so ist das der Erfolg eines harten Kampfes, den die Arbeiterschaft gegen die ganze bürger» liche Gesellschaft führen mußt«. Deinem Vater, der neben der Ge» sundheit die wirtschaftliche Selbständigkeit einbüßte, stünden Bezüge aus einer Sozialversicherung nach dem Willen seiner eigenen Kreise nicht zu, wenn nicht die Partei der Arbeiterschaft, die Sozialdemokratie, dafür jahrzehntelang ge»- kämpft hätte. Dabei ist alles weit hinter den Wünschen dieser Partei zurückgeblieben, weil, wie ich schon sagte, dl« anderen Parteien dies« kleine Sicherung des Proletariats gegen die Wcchfelfälle des Lebens nicht haben wollten." „So," fuhr sie fort,„nie auf diesem Gebiet, so ist es aber auch auf allen anderen Gebieten, Es bleibt für' uns immer noch viel, sehr viel zu kämpfen. Wer einmal das Schicksal des einzelnen im Zu» sammenhang mit den Zuständen der menschlichen Gesellschaft zu sehen gelernt hat, der kann nicht anders als lämpfe» und helfen. Früher waren wir Frauen an diesem Helfen und Kämpfen nicht in vollem Umfange belriligt. Wir hatten kein Wahlrecht. Seit- deni die Partei der Arbeiterschaft, di« Sozialdemokiatie, uns dos Wahlrecht in der Revolution gegeben hat, ist das anders. Run heißt es aber auch, das Leben von der sozialen Seite aus anpacken. Jede Wahl ist eine Snchprobe dafür, wieweit wir Frauen das gelernt haben. Am 7. De,zember sollen wir wieder einmal«Ine solch« Prob« bestehen. Darum heißt es, jetzt aufzu» paffe nl Schau in Dich und schau um Dich! Di» Frauen werden gerade von den Parteien, die früher die größten Gegner der Frauenrechte waren, jetzt am meisten umworben. Hüte Dich vor falschen Freunden. Rur die Sozialdemokratie meint es ernst mit den Rechten der Arbeiterschaft und der Frauen! Ich hoffe, wir werden jetzt öfter Gelegenhett haben, miteinander zu sprechen. Du kannst Deinen Weg nicht allein gehen, viele andere können das nicht ohne Dich Versprich mir, Deine Verbitterung zu überwinden, packe das Leben von der sozialen Seite an, dann über» winldest Du sie am besten. Laß mich nicht vergeblich bei Dir ange» klopft haben." Di« Helferin ließ eine Nachdenklichgewordene allein; sie hatte nicht vergeblich angeklopft. Ms anderen Ländern Gemeinschaftserziehung in Jinnlond. Aus ökonomischen Gründen hat der Gedanke der gemein- somen Erziehungder Geschlechter(Koedukaiion) in Finn- land viel rascher Boden gewonnen als bei uns. Schon im Jahre 1883 wurde das erste schwedische Lyzeum für Knaben und Mädchen gemeinsam eröffnet. Ein finnisches folgte bald nach. Dann begann auch der Staat seine Schulen nach dem Prinzip der Koedukation umzuftellcn. Es gibt Imnit zwei Arten gemeinsamer Schulen, solche, die nach und nach in höhere Schulen für beide Geschlechter umge- wandelt sind und solche, die von Anfang an diesem Typus angehör- ten. Die letzteren find die beliebtesten. Sie werden von Privat- perfonen,. Aittengelellscha'ten oder Gemeinden unterhalten und ge- nießm Etaaiszuschüsse. Der Unterricht in den zur Universität vor. arbeitenden, gemeinsamen Schulen ist für beide Geschlechter gleich, nur der Turnunterricht wird in den höheren Klassen jedem Geschlecht besonders erteilt. Die Leiter dieser Anstalten müssen akademische Bildung besitzen und können beiden Geschlechtern angehören. Berufsschulen für Frauen in der Schweiz. In der„Schweiz«- rischen Fachschule für Domcn'chneidcrci und Lingerie" in Zürich werden junge Mädchen als Schneikerinnen und Weißnäherinnen ausgebildet, und zwar müssen die erster«,, 3� Jahre, die letzteren 2K Jahre die Anstalt besuchen. Neben dem Fachunterricht wird noch Unterricht im Zeichnen, Deutsch. Rechnen, Buchführung, Fran- zösisch. Wirtschastslehre erteilt Der Unterricht ist für Schweizerin» nen unentgeltlich. In der Züricher Gewerbeschule bestehen Jahres. kurse fiir Photographenlehrlinge, ebenso sür Post-, Telegraphen- und Teltpho'tlehrlinge. Ferner gibt es noch eine Uhnnacherjchul« für Knabe» und Mädchen in Genf. Di« Vorbereitung dazu geschieht durch die Ecole professionelle. Abschassung der Ammen. Dem itnwürdigcn Zustand, daß reiche Frauen sich>ler Aerpslichrung zum Stille» ihres Kindes entziehen, dafür«in« Amme nehmen, die ihr eigenes Kind der künstlichen Er» »ähruitg durch andere Personen überlassen muß, wird in der Tlchecho- llowaksi einäbiide bereitet. Das Abgeoidnetenhaus hat kürzlich einstimmig ein Gesetz angenommen, nach dem di« Mutter eines noch nicht vier Wochen alten Kindes nur als Amme angenommen werden darf, wen» sie daneben regelmäßig ihr eigenes Kind w«iterstisi.t. Zu- widerHandlungen werden inil Gefängnis- oder Geldstrafen bedroht. Schimmel an Holzfässern, haben Holzfässer uttb Holzwannen im feuchten Keller Schimmel angesetzt, so fülle man sie mit Kalk- wosier, dem man aus se«inen Liter ein Gramm Pottasche beisetzt. Nach sechs Tagen werden die Gefäße mit klarem Wasser nachge- waschen und sind von jedem Schimmelansatz wieder frei. Karlossslgulasch. Rlche, geschält« Kartoffeln werden in etwas Fett, in welchem man eine große, feingeschnitten« Zwiebel hellbraun hat anlaufen lassen, unter Zugabe von etwas Wasser und genü'xnd Paprika durch S Minuten gedünstet; dann staubt man di« Kar- tosfeln mit etwas Mehl, fügt ein wenig Kümmel bei und gießt «inen Löffel Essig zu. Das Gulasch wird gut gekocht, bis die Kar- toffeln weich sind. Gefüllke Hörnchen. Zutaten: Vj Pfd. gerieben«, tags vorher gequellte Kartoffeln, Vj Pfd. Mehl, V* Pfd. Zucker, 40 Gramm Butter oder Margarine, 1 Prise Salz. 1 bis 2 Eßlöffel Milch, dazu 1 Backpulver. Zubereitung: Diese Masse wird zu Teig verarbeitet und dieser gerollt, in 8 Zentimeter große Bierecke geschnitten, in «ine Ecke etwas Marmelade gegeben und dann in hörnchsnform zu« sammengsrollt und mit Milch bestrichen. Bei leichtem Feuer backen. Rotkohl einzumachen. Man schneidet den Rotkohl wie zum Sauerkohl fein, übergießt ihn mit kochendem Wasser und läßt ihn zwei Stunden darin stehen, woraus man ihn fast ausdrückt. Der Kohl wird mit Salz durchstreut, wobei man aber nicht zuviel Salz nehmen darf, dann muß er bis zum folgenden Tage stehen bleiben. Dann drückt man ihn fest aus und preßt ihn wie Sauerkraut in einen sauberen Sieintops, der dreiviertel voll sein soll, halb Weinessig, halb Wasser kocht man mit einigen Löffeln Zucker aus und gießt dies kochend über den Kohl. Man beschwert ihn mit Teller und Stein und bindet ihn nach dem Erkalten zu. Der Kohl kocht sich rasch weich, er erhält natürlich beim Kochen keinerlei Säurezusatz mehr. Drohung. Eine Lehrerin empfängt von der Mutter eine» Schülers das folgende erzürnte Schreiben:„Fr ollein! Wenn Sie meinen Jungen noch mal so hauen, denn schicke ich Ihnen aber mal meinen Mann auf den hals und deim sind Si« die längste Zeit Frollein gewesen." Die Prob«. In dem gerichtlichen Protokoll über die Verneh- mung des Schutzmanns Müller in der Strafsache Elise Maicr Ick 87/— 00 fand ich folgendes: „Ich habe am 7. März ein« Milchprob« von der Angeklagten entnommen Dieselbe hati« weniger als 3 Prozent Fettgehalt. Ich Habs deshalb Anzeige erstattet." Aus Befragen:„Die Angeklagte war selbst nicht anwesend; ich entnahm die Probe von der Schwester der Angeklagten." Dag falsche Komma. Welch blühender Unsinn entstehen kann, wenn das Komma an falscher Stell« gesetzt wird, zeigt folgendes Bet- spiel: Der„Grüne" kam herein auf dem Kopfe, den Tschako an den Füßen. W'ckc'.ga mafchen um tH« Hüften, eiaon langen Degen zwischen den Zähnen, eine Zigarette in den Augen,«in heiterer Auedruck. Sein Beruf. Ein Wohlredner wurde fortwährend durch einen Mann unterbrochen, de?„Lügner" rief. Ungefähr bei der zwanzig» sten Wiederholung fixierte der Redner den Zwifchenrufer.„Wenn der Herr, der ims fortgesetzt stört," sagte er,„so freundlich sein würd« uns feinen Namen zu nennen, statt uns fortgesetzt seinen Beruf zuzurufen, so würden wir uns sicher alle freuen, fein« Bekanntschast zu machen. Der neue Reiche. Herr Raffke wird von seiner Frau ins feinst» Hotel zum S-Uhr Tee mitgenommen. Der Kellner reicht den Tee herum und stellt die silberx Dose mit Würfelzucker vor Raffte hin, der will gerade zugresen, da flüstert ihm seine Gattin zu:„Nich mit de Finger, hujo. nimm de Zange!"„Wieso denn?" fragt Raffke, „Bekommt man denn den Zucker hier heiß?" m M Kür unsere Kinder M vas eigensinnige Schwein. Das Schwein, das Schwein, das steckt so recht Voll Trotz und Eigensinn. Wohin man's gerne haben mächt', Da will's durchaus nicht h n. Drum, soll es vorwärts, zieht man fein Am Schwänzlein es zurück; Und daß ein Schwänzlein ist am Schwein, Das ist ein wahres Glück. _ Trojan. Der listige Hahn und der dumme Juchs. Es war einmal ein Hahn, der stand auf einem Misthausen und krähte und schlug mit den Flügeln. Da kam der Fuchs herbei. „Guten Tag," sagte der Fuchs.„Ich habe woh» gehört, daß du gux krähen kannst; aber kannst du auch auf einem Bein stehen und dabei krähen und schlafen, wie dein Bater das tonnte?" sagte Reineke Fuchs. „O ja. das tonn ich alles sehr gut," kräht« der Hahn. Er stellte sich auf ein Bein, aber er schlummerte nur mit emm Auge; und als er dos getan hatte, warf er sich in die Brust und schlug mit den Flügeln, wie wenn er Großes gsieistot hätte. „Das war sehr schön, ja, es war fast ebenso schön, wie wenn der Pfarrer in der Kirche predigt," sagt« der Fuchs.„Aber kannst du mir auch auf einem Bein stehen und krähen und mit beidn Augen flblasen? Des kann du wohl doch nickst." saejte Reineke Fuchs„Ja. ja. dein Vater, das war«in Staotshahn," sagte er. „O ja. dos kann ich auch," jagte der Hahn und stellte sich auf «in Bein imd machte beide Augen zu! Aber hast du nickst gefelstn! fiel der Fuchs über ihn her. packte ihn am Nacken und warf ihn sich auf den Rücken, daß der Hahn noch nicht einmal fertig ge- kräht hotte, als es auch schon dem Walde zuging, so schnell den Fuchs sein« Bein« trugen. Als sie eine alte Tann« mit tief herabhängenden Zweigen er- reicht hatten, wars Reineke den Hahn auf den Rücken, setzte ihm den Fuß auf die Brust und wollte sich eben einen Leckerbissm herausbeißen. „Du bist nickst so aottesfürchtig wie dein Vat- r war" lagt« der Hahn,„der bekreuzte sich und betete immer vor dem Essen." Aber Reineke wollte gottessürckstio"em— ja. warum auck nickstl Cr ließ den Hahn los und wallte i>»e Pfoten über der Brust kreuzen und beten. Aber wipl flog der Hohn auf den Baum hinauf. „Deshalb entgehst du mir doch nicht," sagte Reineke Fuchs im stillen. Er ging fort und kam mit ein paar Hobelspänen zurück: der �hn guckt« und guckte, was denn das lein könnte. Was Host du da?" fragt« er. � das sind Brief«, die ich vom Papst in Rom erhalten habe," sogt« der Fuchs.„Willst du mir nicht Helsen, sie zu lesen, denn ich selbst bin des Lesens unkundig." „Ich würde es fehr gern« tun, aber gerade jetzt wag« ich es nicht, denn dort kommt ein Jäger. Ich sitze hier hinter dem Stamm und ich seh« ihn, ich sehe ihnl" Als der Fuchs den Hahn vom Jäger reden hört«, nahm er Reißaus und lief davon, fo schnell er konnte. Diesmal hatte der Hahn den Fuchs überlistet. (Norddeutsches Boltsmärchen.) Zahlenknnststuck«. Angabe einer heimlich gewählten Multtpli« kationszahl. Die Zahl 37 läßt inan mit einer Zahl des Dreier Einmoleins, also nach Belieben mit 3, 0, 9, 12, 15, 18, 21, 24, 27 muittplizieren und erbittet Angabe des Produkts. Es ist hiernach et» leichtes, sofort die Zahl zu nennen, welche für di« Multiplikation gewählt wurde Erklärung: Wurde die gegebene Bediagung erfüllt, so ist das Ergebnis stets ein Produkt von gleichen Zahlen. Ein« Zahl multipliziert u.an mit drei und bekommt hierdurch die Ziffer, welche der ander« im geheimen fiir die Multiplikation wählte. Beispiele: 37 mal 27 ist 909; Smal 3 ist 27; 37ma4 3 ist III; Imal 3 ist 3. Erraten eines Geburkstages. Man läßt die Datumzahl des Ge- burlstags verdoppeln, hierzu 5 hinzuzähien, die Sunnne mit 50 multiplizieren und di« Monatszahl hinzuzählen. Das Ergebnis dieser Verechnuna läßt man sich nennen, zieht davon 250 ob und kann jetzt das gesuchte Datum angeben. Di« beiden ersten Ziffern von rechts noch links bezeichnen den Monat, die übrigbleibende: Ziffern geben den Tag an. Beispiel: Nehnren wir an, der 25. Dezember sei der ge- dachte Geburtstag. Dann ergibt sich die Rechnung von 23mal 3 ist 50 und 5 ist 55 mal 50 ist 2750 und 12 ist 2762 weiiKsr 250 ist 2512, das bedeutet 25 12 Lösung der Rössel aus letzter Rümmer. Verwandlung: Erich, L'nfs. Feile, Rose, 3mm«, Elba, Dorn» Emma= Eisriede. Silbenrätsel: Ivimpe!. Isar. Lexikon, Heuschrecke, Erna. Leder, TNemel, Brot, Ulrich, Selje, Eich, Huzulen— Wilhelm Boich Max und Moritz. Magische» Luadral. Silbenkreuz. 1-2 Senfe. 3-4 Robe. 5-0 Häuser. 3-2 Rose. 3-1 Roicn. 4-l Besen. 5-l Hauten. 5 4 Haube. 6-4 Serbe.