Beilage zum Vorwärts> mn flr. 23+ 41 ♦ Jahrgang Zü.'-'Wü'M� üiiii.i.�iüagüiiüHmKiii:!!min:;.!liyjlm�:�{;!i:?:�«c��il!Haln!ii«H;'Ha'!mHii-:niiTO'i!n'V5i!i!;aHS!m!!!nirji!!wt!Mi-!»iMiijlnrog.��!i!:m;.Hi� Die fozialöemokratifthe Wählerin. Ein neuer Reichstag wird gewählt. Mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten sind Frauen. Sie werden zu bestimmen haben, wie der neue Reichstag aussieht. Klein ist noch der Kreis der Frauen, die laufend das politische Ge» schehen verfolgen. Rur langsam wächst in den Frauen aus ihren politischen Rechten auch das politische Verantworwngs- gefühl. Wenn wir sehen, daß heute noch weite Kreise der Arbeiterschaft der Politik ihres Landes uninteressiert gegen- überstehen, wenn wir sehen, daß sie ihre politischen Rechte gar nicht wahrnehmen oder auf eine Art, die mit ihren Interessen in direktem Widerspruch steht, dann dürfen wir uns freilich nicht wundern, daß die Frauen, die erst seit wenigen Jahren dos Wahlrecht haben, in vielen Fällen einen falschen Gebrauch davon machen. Eine Arbeiterfrau, die erkannt hat, daß das poli» tische Geschick ihres Landes auch ihr eigenes Leben beeinflußt, die denkend den Krieg durchlebte und die auch später die. politischen Ereignisie verfolgte, wird gar nicht anders können, als sich bei Wahlen für die Sozialdemokratie zu entscheiden. Aber solchen Frauen, die sich bemühen, durch gründliche Kenntnisse zu einem eigenen Urteil zu gelangen, steht die große Masse der Frauen gegenüber, die für gewöhn- lich nichts wisien wollen von Politik und deren politisches Interesse nur gelegentlich einmal, bei Wahlen, ausflammt. Für die denkende, für die s o z i a l i st i s ch e W ä h l e r i n ergeben sich hieraus neue Notwendigkeiten. Sie ist durch- drungen von dem stolzen Gefühl, aus eigener Kraft den rechten Weg zu gehen. Sie kommt in ein harmonisches Berhältnis zu ibrer Umwelt, indem sie sich als ein Teil in dem gewaltigen Befreiungskampf der Arbeiterklasie fühlt. Sie schreitet Schulter an Schulter mit den Vorkämpfern der Unterdrückten den be- geisternden Weg zur Gerechtigkeit und Freiheit. Sie lebt in dem stolzen Gefühl, daß sie nicht abseits steht von dem Weg, der die Menschheit vorwärts führt. Warum geht sie diesen Weg? Warum kann sie chr Herz füllen mit den tiefen Freuden, die ihr aus ihrer Zugehörigkeit zur Partei des Sozialismus er- wachsen? Warum stehen die vielen anderen Frauen dem so fern? Hier muß sich die Sozialistin sagen, daß die Unter- drückung der Arbeiterklasse überhaupt nicht in dem Maße mög- lich wäre, wenn nicht seit Jahrhunderten Kräfte am Werk wären, die darauf hinarbeiten, den Proletariern das Bewußt- fein ihrer Knechtung zu nehmen. Ihre Ausbeutung sollen die Arbeiter für selbstverständlich halten. Hätten die Arbeiter die klare Erkenntnis ihrer Unterdrückung, dann würden sie morgen ihr Joch abschütteln. Es ist das Wesen des Befreiungskampfes der Arbeiter, daß einem immer größeren Teil von Männern und Frauen der Arbeiterklasie dafür die Augen geöffnet werden und daß sie zugleich das Bewußtsein ihrer tatsächlichen Stärke erhalten. So wichtig und schön es für die Sozialistin ist, in gleichem Schritt und Tritt mit chren Gesinnungsgenosien vor- anzuschreiten, so wichtig ist es auch, daß sie unaufhörlich strebt. den Kreis der Kampfgenossen zu erweitern. Wahlzeiten, in denen auch die politisch Lauen für die Be- sprechung politischer Fragen empfänglicher sind, müflen de» halb von jeder Sozialistin zur Aufklärung ausgenutzt werden. Befangenheit oder Mißachtung gegenüber anderen Frauen sind dabei gleich große Hindernisie. Zur Befangenheit liegt für die Soziolistin kein Grund vor. Sie ist es ja, die den rechten Weg erkannt hat und die Ihn voll Stolz ihren Mttschwestem zeigen will. Und jeder Mißachtting gegenüber der stumpferen Frau muß das Gefühl entgegenstehen, daß die Arbeiterschaft so wie sie ist. den Kampf führen muh, und daß ihr durch Kampf und Sieg erst besiere Bedingungen für ihr Leben, auch in geistiger Beziehung, erwachsen sollen- Die Sozialdemokratie ist nicht nur die Partei dSr Zukunft, die Partei des Sozialismus. Sie hat auch im Tageskampf von heute ihre Ausgabe zu erfüllen als die politische Interessenvertretung der Arbeiterklasie. Bei Gegenwartsfragen wird es der Sozialistin meistens leichter gelingen, die werbende Kraft unserer politischen Arbeit zu«nt« falten. Die Sozialdemokratie wirb im kommenden Reichstag alsWahrerindesFriedens wirken muffen. Sie wird, wenn sie stark aus diesem Wahlkampf hervorgeht, den Acht- stundentag zurückerobern können. Die Zollsorderungcn der Großgrundbesitzer werden an der Mauer einer starken Sozialdemokratie abprallen. Ein Wahlsieg der Sozialdemo- kratie bietet die beste Gewähr für die Lösung derWoh- nungsfrage im Jnteresie der arbeitenden Klaffe. Un» gerechtigkeiten gegen die Frauen, wie sie im Familien- und Eherecht bestehen, und wie sie beim Beamtenabbau vorgekom- men sind, wird nur die Sozialdemokratie aufheben oder in Zukunft verhindern. Die Sozialdemokratie wird im Reichstag erneut die For- derung erheben, daß die Unterbrechung der Schwangerschaft, wenn sie innerhalb der ersten drei Monate und durch einen Arzt erfolgt, nicht bestraft wird. Sie wird für die Besser- stellung der Millionen Frauen und Kinder wirken, die im Deutschland der Nachkriegszeit auf Unter- stützungen angewiesen sind. Die Durchfüh'ung aller Forde- rungen. die sich aus den Interessen der arbeilenden und unter- drückten Schichten ergeben, hängt ab von der Stärke der Sozialdemokratie. Das Wahlresultat, das uns der 7. Dezember bringen wird. können wir Sozialistinnen nicht müßig abwarten. Zuviel hängt davon ob für das Tempo, in dem sich die Ent- wicklung vollziehen wird. In solchen Zeiten muß jede sozio- listische Wählerin auch zur sozialistischen Agitatorin werden. Sie oerdoppeltden Wert ihrerStimme, wenn es ihr gelingt, noch eine weitere Frau zur Abstimmung für die Sozialdemokratie zu bewegen. Wir gehen in diese Wahl hinein mit dem sicheren Gefühl, daß sie uns einen großen Sieg bringen wird. Vielfältige Agitationsmöglichkeiten bieten sich der Frau. Beim Einkcuf, in der Nachbarschaft, beim Abliefem der Heim- arbeit, in der Fabrik, als Angestellte im Laden oder Kontor kann sie auf ihre Klasiengenofsinnen einwirken. Sie wird dann den Erfolgen vom 7. Dezember entgegensehen mit dem stolzen Gefühl erfüllter Pflichten. Sie wird mitgewirkt haben an dem Sieg öer Sozialdemokratie! Genossinnen vor Sie§ront! Wir Frauen können setten sichtbar, in Zahlen gttiibar, sür unsere Verfassung«inireten. Wir können wohl rot« Schleifen oder Slbzeichen unserer Partei in verschiedener Art zur Schau tragen. Wir müssen das auch tun. um unserer« Gesinnung und Stellung nach außen zu kennzeichnen. Wir können aber nich' in einer großen Menge, w!« unsere Genossen im„Reichsbanner Schwarz-Rol-Gold". uns geschlossen sür unser« Republik einsetzen. Jetzt aber, Genossinnen in allen Teilen unseres VaierlandeZ, jetzt heißt es: Vor die Front! Wer von Euch will die Verantwortung auf sich nehmen, we.in unser neuer Reichstag wieder auch nur eine ähnliche Zusammen- jetzung zeigen würde, wi« der Reichstag vom 4. Mai? Hört zu. was Euch davon unsere Genossen und Genossinnen in den Wahlversammlungen zu sagen haben! Nein, wir, die Genossinnen, wollen jetzt vor die Front, um Unserem Volke zu einem arbeitsfähigen Parlamen'e zu verHelsen Nur zu lcrcht sind wir Frauen im Nachteil, wenn es gilt, für die Republik einzutreten. Hier sind wir, wenn wir einig gehen, durch unsere Masse im r Vorteil! Es geht um Friede und Brot, um Leben und Gedeihen, um Arbeitszeit und Arbeitszuwendung, es gilt,«inen erdrückenden Be- weis unserer Geschlossenhcit zu geben. Werdet selbständig, werdet wach, werdet ersindenich, werdet rtnig im Handeln! Genossinnen am 7. Dezember vor die Front! Das Deutsche Reich ist und soll es ble-ben: eine Republik! Die Staatsgewalt in der Republik geht vom Volke aus! An Euch, Genossinnen, liegt es. Eure und Eurer Kinder Heimat Au erhalten!__ Lotte Möller. Die natürlichen Anlagen öer Zrau. Von Maria Krisch«. Wie vorurteilsvoll die wiffenschastlich« Medizin der Frau bis kn die letzte Zeit hinein gegenüberstand, darüber belehren neuere Arbeiten der Aerztin Mathilde von Kemnitz über die Geschichte der Gehirnersorschung. -■ i Als Bischoff lehrte, daß das Eehirngewicht des Weibes annähernd um 100 Gramm kleiner fei, als dos des Mannes, wurde diese Totfoch« gegen die Frau verwertet, und es hat lange ge- dauert, bis man darauf aufmerksam wurde, daß ein Vergleich nur . in der Weise möglich ist, daß man das Gewicht des Gehirns dem des Körpers gegenüberstellt. Da ergibt sich denn, daß die Frau ungesähr 30 Gramm Gewicht zuviel besitzt. Man Heu dann be- stimmte Teile des Gehirns als Trager der höheren Denktötigkeit angesehen und jedesmal sogleich nochzuweisen oesucht. daß gerade diese Teile bei der Frau schlechter entwickelt seien. Noch den Er- Währungen der neueren Jrrenhicilkunde nimmt man an, dsß die Zellschichten der Großhirnrinde der Sitz des Bewußtseins sind. Hier daben sich weder in der Zellzahi, noch in der Zellart. Zellaröße und Zellanortmung Unterschiede nach den mikroskopischen Unter- '.-suchungen feststellen lassen. Der bezügliche Gewichlsüberschuß fällt cuf das Kleinhirn, über dessen Bedeutung wir noch wenig wissen. Ein« Belastung der Frau gegenüber dem Manne stellt Zweifel- jfos die monatliche Blutung und die Mutterfchast dar. Die Stim-. ..»mmgsschwan hingen während der Vinning sind bei der gefunden Frvu nicht derart, daß sie nicht durch erhöht« Selbstzucht ausge- glichen werden könnten Nach neueren Forschungen findet die Tätigtest der sogenannten innersekretorischen Drüsen«Drüsen, die hhre Ausscheidungen nicht nach außen, sondern in den Körper selbst ergießen) besondere Beachtung. Eine dieser Drüsen, die«.orpus. Znteum Drüse setzt ihr« Tätigkeit während der Schwangerschaft aus. Lhre Wirtungen stehen in, engster Beziehung zur Produktivität (Schafsenskrost). die in dieser Zeit gehenimt zu sein scheint. Zuviele �Schwangerschaften können die Produkiivität der Frau Herobdriicken, vorzeitig« Schwangerschaften, die in die Entwicklungsjahre fallen, und diese sind häufig bei der setzigen Frühehe der Frau, lassen eine Zerstörung der genialen Anlage der Frau befürchten. Die Urteile, die uns über die Mirderwertigkeil der Frau vorliegen, sind in ihrer aroßen Zahl gefühlsmäßige Urteile, die wissen- schafliich keinerlei Wert hoben. Streng wissenschaftlich wird nur gearbeitet durch das Experiment, z. B. Erregungszustände lassen sich nachweisen, Indem die Zahl der Pulsschläge, der Atemzüge festgestellt wird. Dos Experiment kann verhältnismäßig selten angewandt werden. In der wissenschaftlichen Seelenso-rschung wird am meisten gearbeitet mit der Enquetemethode(Nachsragemeihode) in der Weise, daß man eine größere Anzahl von Personen auf das Vorhandensein einer Eigenschaft prüft und dann einen Prozemsatz aufstellt. Fehlerquellen liegen darin, daß die Zahl der untersuchten Personen zu klein war, in der größeren oder geringeren Sachlich- feit und Vorurteilslosigkeit dessen, der die Versuche ausnimmt, in der Einstellung, die der zu Prüfende zu ihm hat, endlich darin, daß die untersuchten Personen nicht unter den gleichen Bedingun- gen leben. Die letzten Arbeiten von Dr. Mathilde und Dr. Matthias Boertinq machen in eindrucksvoller Weife darauf auf- merksam, daß eine genvne Vergleichsiläch« für Mann und Frau Heu!« nirgends vorha-rden ist. Unsere heutig« Kultur ist«ü* Männerkultur. Der Mann befindet sich in der Roll« des hen-schen- den Geschlechts, die Frau in der des beherrschten, und da? letzt die Frau überall in den Nachteil. Als das Kernstück der heutigen Geschlechterpsychologie st wcbl die Lehre von der größeren Enrntionalität des Weibes anzut b n. Auch Mathilde von Kemnitz sieht darin noch einen rrescntlicken Geschlechtsunterschied. Sie stellt fest, daß unter 100 Frai-en emotionell sind, unter 100 Männern 45. Ein emotioneller Charakter ist ein solcher, der sich durch Erregungen leicht aus dem Gleich- gewicht briraen läßt(movere— bewegen). Emotionelle Meni�-n sind die gefühlsbetonten gegenüber den kühleren Temperaenenten. Schon Mathilde von Kemnitz weist daraus hin, daß es sich h-er um einen Unterschied handelt, der wesentlich durch du Erzi.hnnq beeinflußt wird. Der Knabe w rd zur Selbstbeherrschung erzegen, das Mädchen nicht. Vaeriings machen darauf aufmerifam. daß d"? Zahlenunterschied gar nicht so groß ist 60: 45. Der emotionelle Charakter ist beim Mann« also auch ziemlich böufig. Beelnstußt wird die Emotwnaiitäl durch das. was die Vaeriings die Serna- koinponcnie" nennen, einen Learisf. den sie in die Pincholcaie ein- geführt haben. Zu verstehen sind darunter die Beeinflnssungen, die das Geschlecht durch das andere erfährt. Mädchen werden durch den Tcdel des Lehrers schwerer g- troffen, sind leichter zum Weinen ge- neigt, als durch den der Lehrerin. Eine B'-rleiterfcheinung der Emotiorolität ist das Miteid �as in stärkster Weis« beeinflußt wird durch die Sexualiiat. Die Frau wird immer besonders mitleidig gegenüber dem Manne sein der Mann gegenüber der Frau, während Heide dem eigenen Geschlecht acaenüb-.'r neutral bleiben und darum kühl' in ihrem Urteil sind. Sehr oft sind sie voreingenommen gegen den Geschlell isgenc-ssen, in dem sie«inen Nebenbuhler sehen. Die Frau ist ebenso ha-f gegenüber der weiblichen Haushiife. wie der Mann gegenüber dem Lehrjungen. In den Statistiken über Kindermißhandsun.>-? erscheint leider die Frau tauf'ge? als der Mann. In der Rechtspflege werden sehr häufig lexuell beeinfluß;« Urteile gefällt. Dem ist erst abzuhelfen, wenn Männer und Frer en in gleicher Zahl das Urteil sprechen. Viel zu wenia beachtet wird die Rolle, die das Spietvua bei der Bldung des Menschen spielt. Im Spiele bereitet er sich für'? Leben vor. Wenn wir dem Mädchen immer Pnnpen in die.stand geben, dem Knaben stets Sotdaien, Waffen, Bahnen, technisch« und naiurwisserrichastliche Bücher, so lenken wir dadurch ih- IrN r- esse in bestiminie Richtungen. Das Kind enfichchdet kich ja meist nicht für em Spielzeug nach eigener Wahl: es wird ihm geg-b.'n. Sonst würde der kleine Knabe sehr oft nach der Pimpe o-eicen. Di« in vielen Nachfragen festgestellte größer« Vorliebe der Knaben für technische und noturwillerischafiliche Fächer kann auf eine« e-er- artigen Beeinslussnng beruhen. Die Versuche über die Begabung der Frau sür die Mathemrn k, die als ausgesprochenstes Denksach angesehen wird, sind derartig widorlprechend. daß mit Sicherheit nichts herauszulesen ist. Zu den seeliichen Hemmungen, die der Frau die freie Ent« Wicklung ihrer Persönlichkeit heute erschweren, rechnet das Minder» wertigkeiisqeflllst, dem sie eriiegen muß. da.sie beobachtet daß überall der Mann der Leistende ist. Dabei wirb übersehen daß der Mann als Ana« höriger des herrschenden Geschlechts die Arbeit lo verleiil hat, daß der Frau der undankbare Teil zufällt, die Arbeit im Hause, am Kinde, an der Femrlie, die wenig Gelegenheit zu auszeichnenden Kulturleistungen gibt. Die Frau wirb deraräa ir ihrem Selbstgefühl geschädigt, daß sie sich ein« schöpferische Tot nicht mehr zutraut und sie darum auch nichts leisten kann Hemmend ist das Leben des Behütefieins. das die Frau der Mittelfchcht b'-- am ersten zur Bildung aussteigt, führt, hemmend die sexuelle Beichrän- kung, unter der die Frau heute lebt. 60 Proz. aller Frauen bl iben bei der Flucht des Moirnes aus der Eh« sexuell ungeweckt. Bei der engen Verbindung des Sexuellen mit dem Ge-stigren kommen sie deshalb nicht zur vollen Ausreisung. Selbstverständlich ist mit der Behauptung, daß dos Bild, das wir uns heut« von der Eigenart der Frau machen, nicht stimmt, nicht gesogt, daß es«ine besondere weibliche Eigenart nicht oibt. Sie ist zweifellos vorhanden, nur augenblicklich schwer flstzustellen. Di« Mutterschaft ist so bestimmend für die Frau, daß si-- irgendwie Im Geistigen zum Ausdruck kommen muß. Es ist möglich, daß d« Frau immer einen wesentlichen Teil ihrer Produkiiviiät in ihr intimes Verhältnis zu Mann und Kind ausströmen lassen wird, und daß sie dadurch schließlich in gewisser Hinsicht immer gebunden blei- den wird. Die Geschickte scheint darauf hinzudeuten. Das darf aber nur da? in führen. Hilsskräfte wachzurufen, die thr di se Bürde erleichtern, damit sie nach Möglichkeit zur Entfaltung ihrer schöpfe» rischen Kräfte auf anderem Gebiet gelangen kann Was wäre das Lebcn des Mannes wert, wenn es keine Frauen gäbe. Rohert Burn». Junge Mädchen wünschen nur das eine: einen Mann zu er- halten. Und wenn sie dieses Ziel erreicht haben, wünsben sie— alle, andere zwischen Himmel w-d Erde. Somerset. Gott segne das ganze schöne Geschlecht! Niemand kann es mehr lieben als ich. Trotz allen Schwächen, die ich bei dm Frauen ge- sehen, trotz allen Satiren, die ich über sie gelesen, sind sie mir stets rieb gewesen. Ich bin überzeugt, daß ein Mann, der nicht eine ge- wisse Zuneigung zu dem ganze» C'sckfeckt hegt, das einzelne Weil nicht sv lieben kann, wie er muß.— Sterne. „Du hast nichts onzu;»eyeu? Aber es ist doch schick, nackt zu gehen!- vas Lanü öer Mnüerfreunöe. Die Bewegung der Arbeiterkinderfreunde ist. wie man weiß, von Deutschösterreich cuisgegmzen und schon damals entstanden, als das alte große Oesterreich noch war. Erst vor kurzem ist Genosse Anton Afritsch-Graz gestorben, der Gründer des ersten Arbeiter- kind rsreundevercins. Dafür aber lebt und arbeitet in ungeminder- ter Frisch« unser Max Winter als Obmann des ganzen Kinder- freundebundes in Deutschösterreich und als rührigster Mann in der neu gegründeten Internationale der sozialistischen Erziehungsorgani- satirnen. A'.s ich im September 1321 nach vollen— und was für!— acht Jahren des Fernseins von meiner Heimatstadt Wien Freund Winter in seiner Kintxrfreundtkanzlei besuchen wollte, da mußte ich— nach Schönbrunn, in das berühmte Luftschloß der Habs- burger, las Mario Theresia nach dem Muster von Versailles hatte bauen lassen, in dem Napoleon den Frieden von 1839 diktiert hatte und wohin der alte Franz Joseph täglich um 4 Uhr nachmittags hinausqesahren war, von der Hofburg im offenen Zweispänner, un- ausgesetzt dankend salutierend, wie wir das als Kinder oft genug gesehen hatten. 1921 aber saß.n dem ehemaligen Kaiserschloß bereits di« Jen- träte der Kindcrsreunde, denn die junge Republik Deutschösterreich hstie unter sozialdemokratischer Leitung tüchtig« Arbeit in der Nutz- barmachung unausgenutzter Riesenschlösser sür Gememschaftszwecke cei'rücht Neben der Zmtralkanzlei und dem großen Lager guter Jugendbücher das die Kinde-freunde unterhielten, war da auch eine Pflegefchule des Bundes und«in kleines Internat. Als wir in den Schiohhof hinmiterstiegen. spielten da eine Anzahl Arbeiter- kinder und da sie Max Winters ansichtig wunden, ertönte es gleich vielstimmig und sröhlich: Freunds chaftl Und drei Jahre darauf, im September 1924, führt« mich der W«« in eine Reihe deutschöster reichischer Provinzorte, um den Por- teigenossen dort etwas über die reichsdeutschen Verhältnisse zu er- zählen. Do sah ich nun. wie der Ruf„Frmndfchostl" inzwischen fast überall zum Parteigruß geworden ist. Männer und Frauen riesen sich beim Zusamn-entrcsfm„Freundschaft!" zu. ja sog«? die Der- saimi'lungen wurden mit diesem Wort eröffnet und geschlossen. In vielen Orten Deutschösterreichs bestehen denn auch, selbst außer den nicht seltenen Arbeiterheimen, eigene Kinderheime, Togeserholungsstä tcn mit Spiel- und Turngelegenheiten und allem sonst Nötigen. So z in dem nicderösterreichischen Eisenbahn- knotenpunkt A m st e t t e n. wo die Genossen di« ehemalige Kriegs- und nachherig« amerikanische Ausspeisungsboracke durch frei- willige unentgeltliche Feierabendarbeit zu einem Saalgebäude mit Theotenbühn« ausgebaut haben und«inen Kinder- heimwart, der darin wohnt, besolden— trotz Wirtschaftsdauerkrise, Kurzarbeit und Arbeitslcfigkeit. In Steyrermühl wieder, wo di� große Papierfabrik das Wirtschaftsleben beherrscht, haben sich die Genossen selbst, nur mit Zuhilfenahme einiger Berussmaurer. zu ihrer alten Turnhalle«in prachtvolles Saalgebäude errichtet und in dem Turnsaal übt alla-lendlich ein kriegsbeschlidigter Genosse, der wich die Sekretariatsgeschäste besorgt, mit den Kindern rhythmisches und Geräteturnen in unerschöpflicher Geduld. In Ischl wiederum wurde gerode«in Kinderfreur.deausslug über die Berge noch dem fünf Gehftunden entfernten Aufsee veranstaltet, von wo mit dem elektrischen Zuq zurückgekehrt wurde. Die Kinderfteund« unter- hallen auch zahlreiche Heim- für längeren Ferienau,«.thalt. Begeistert arbeiten die Kinderfreunde überall in dem kleinen Deutschösterreich, entziehen dadurch die Arbeiterkinder der klerikalen Jugendfürsorge und bilden ein kräftiges gesundes Geschlecht heran, ibro Arbeit, ihren Kamvf f-i-H-�en und zum Sieg führen wird. Richard Bernstein. /fabelter�'dsihHfe für ihre?ugenö. Die Sozialdemokratische Port« erstrebt für di« Jugend nicht nur einen ausreichenden Schutz im Arbeitsleben, sondern vor allen Dingen Einrichtungen, durch die dafür gesorgt wird, daß die Jugend sich geistig und körperlich gesund entwickeln lann. Sie fördert die Arbeit der Jugendamter durch ihre Wohifahrtsorganz: den Bezirks» ausfchuß für Arbeiterwohlfahrt und Kinderschutz und die Arbeits» «emeinfchaft der Kinderfreunde(Lindenstr. 3, 2. Hof 2 Tr.). Ihre Helfer(rund 4330) arbeiten völlig unentgeltlich, aber mit ganzer Hingabe bei allen Stellen der Jugendfürsorge mit. Die beiden ge- lärmten Organisationen lasten es sich aber auch angelegen fein, der Jugend aus eigener Kraft Förderung angedeihen zu lasten. So rüsten sie unter anderem alljährlich Wanderungen für solche Schüler aus, denen mit Schluß des Schuljahres der Abschied von der Kind- heit und der Eintritt ins harte Erwerbsleben bevorsteht. Wir lassen hier den Bericht einer Schülerin folgen, die an. einer solchen in den Pfingstferien stattgeh, bten Wanderung durch die Sächsische Schweiz teilnahm: Reisebericht von Hildegard Lange (Schülerin der Oberklasse Wel.liche Schul« Wedding). „Am dritten Pfingstfeiertag früh um Vi 5 Uhr begann die Reise. Mit vollgepackten Rucksäcken begrüßten wir unsere Mitschüler und -schülerinncn. Trotz der Frül)« war hier ein reges Leben. Vom Anhalter Bahnhof fuhren wir ab. In freudiger Erwartung standen wir am Fenster des Zuges. Je weiter wir uns der Großstadt ent- lernten, desto schöner wurden di« Landschaften. Nach östündiger Fahrt stiegen wir in Dresden aus. Da wir in Dresden, infolge der Pfmgftfeiertcge, kein Quartier bekommen tonnten, sahen wir uns nur den Zwinger von außen an und fuhren dann weiter, mit der Eisenbahn noch Rathen. Um Rathen, den Ort unseres ersten Quartiers zu erreichen, mutzten wir uns mit einem Motorboot über die Elbe setzen lassen. In einem Schuigedäude wurde uns«in Klassenzimmer alz Nachtquartier angewiesen. Nachdem wir uns vom Reisestaub gesäubert hatten, bestiegen wir die Bastei, den bekannten Teil der Sächsischen Schweiz. Beim Hinausgehen marschierten wir durch den Uttewold-rgrund und das 5)cringsloch. Schon beim Auf- stieg bot sich unseren überraschten: Augen«in wundervoller Aus- blick. Vom Basteivorsprunq hatten wir«ine schön« Aussicht in das weste Elbtal. Beim Abstieg passierten wir den Amselgrund und die Schwedenlöcher. Müde von all dem ungewohnten Schauen, legten wir uns zeitig zur Ruh«. Am anderen Morgen, beim hellen, nxinmen Sonnenschein, marschierten wir mit heiteren Gesichtern zum Amselgrund. Frischen Mutes bestiegen wir den tz'sockstein. Unsere Kletterparlie herauf war durch die Wolssschlucht. Um aus den riesengroßen Bera zu gelangen, legte man, In einem Spalt, den man später die Wolssschlucht nannte, künstliche Stufen an. Wie es bei allen solchen Treppen ist. macht das Hinuntergehen viel mehr Spaß, als sie zu ersteigen. In Polenztal bezogen wir«in sehr schönes Quartier. Di« Festung Hohnstein konnten wir nickt besichti- yen, weil diese als Gefängnis dient. Der Brand ist«in Berg, der sehr viel bestiegen wird: denn er ist nicht gefahrvoll. Der nächste Tag führte uns die Polenz entlang bis zur Mündung in die Elbe. Letzt sahen wir wieder ein Städtchen, Bad Schandau, in welchem mir unsere Eßwaren für die nächsten Tage kauften. Durch den fröhlichen Gesang, der uns beim Wandern begleitete, kam uns der lange Weg recht kurz vor. Mittelndorf hieß jetzt unser Ort, in dem lvir über noch tetem. Am Vormittag« sichren wir mit der Straßen- bahn zum Lichtenhainer Wasserfall. Auch den bekannten Teil, den Kuhstall, ließen wir nicht so unbeachtet an uns vorüberaehen. Der Wlnterberq hatte uns die sonderbaren Eigenschaften des Berglandes gezeigt. Hier fchrosf« Felswände, dort schöner, grüner Laubwold. Hier und da steht man aus einer Felsspalte eine Kiefer schräg her- auswachfen, die mühsam um ihr Leben kämpft. Jetzt geht es berg- abwärts zum Prebischtor. Den zweiten Tag in Schmilka regnete es, fo daß wft Ruhetag hatten. Die Schrammstcine waren in Sicht. Am nächsten Tage haben wir sie erklettert. Es war«in bißchen gefährlich, aber Spaß macht« uns doch das„Krakzeln". Am folgenden Morgen fuhren wir niit dem Dampfer eine Stunde lang nach der Stadt Königsteln, wo unser Ouartierwlrt ein>chönes Lager auf dem Heuboden für uns bereitet l)atte. Nachdem wir uns gestärkt hatten, zriate uns ein Führer die Festung Königstein. 411 Meter über der Stadt Königstein liegt dies« Festung. Hier hörten wir viele Sogen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Auch altertüm- liche Sachen wurden uns gezeigt. Unser lieber Herr Lehrer ftagle, wer noch klettern oder in der Elbe baden will. Diele entfchlofsen sich zum Baden. Nur ein keiner Teil entschloß sich zum Psasfenstcin. Auch ich begehrte den Berg zu sehen. Der mühsame Aufstieg lohnte sich sehr: denn wir betrachteten den herrlichen Sonnenuntergang. Doch wir weilten zu lange; denn die Diebeshöhle fiel fetzt fort. Beim Abstieg wollten wir noch einmal den. hinter uns liegenden Festen betrachten: wie erfteut sahen wir die runde Mondscheibe, am Fels- block. Er begleitete uns bis nach Haufe, und wir verabschiedeten uns mit einem Liedchm». Schon früh wurden wir geweck': denn heut« war der Abschied von den Bergen. Drei Stunden fuhren wir mit dem Dampfer die Elbe ent'ang nach Dresden. Schade, daß die schönen Tage schon vorbei sind! Aber die Erinnerung bleibt uns ja, an der wir Jahre lang zehren können. Hiermit spreche ich dem Herrn Lehrer, sowie all denen, dl« uns die Reife ermöglichten, meinen herzlichsten Dank aus." So vermag der Zusammenschluß der Erwachsenen, für den ein- ze'nen mit kleinen Opfern verbunden, der Jugend manches zu geben, nos einzelnen Eltern unmöglich ist. Sriefe an Sie Frauenstimme Liebe Frauenstimme! In meiner Tättqkeit als ehrenamtliche Wohlfahrtspflegerin Hab« ich in letzter Zeit hinterelnarcher drei Fäll« erlebt, daß jung« Fronen im Wochenbett gestorben find bzw. dem Kind etwas zr»g«stoßen ist. und zwar letzten Endes mir darum, weit sie zu Haus in der um zulangti-hsn und unsauberen Wohnung entbunden hatten, anstatt ins Entbindungsheim zu gehen. So war denn in allen drei Fallen die ärztliche Hilf« zu spät gekommen. Sie hatten es eigentlich nur aus Gedankenlosigkeit unterlassen, ins Heim zu gehen. Warum sagt man nicht den dreizehn», vierzehnjährigen Mädchen im leisten Schuljahr oder wenigstens kurz vor Schulabgonq«lwas über Entstehung und Geburt des Menschen und klärt sie über die G-fahren bei der Entbindimg für Mutier und Kind aus, damit sie späterhin dl« Sache nicht so leicht nehmen und sich rechtzeitig etwa nötig werdend« arztliche 5)ilf« sichern? Der Gärtner studiert jähre- lang die besten lZebensbeWngungen für die Pflanz« und hegt und behütc-t Samenkorn und das zart«, junge Pflänzchen aufs sorgsamst«. Warum sind wir gerade in ollem, was die Entwiiklung des Menschen betrifft, so gleichgültig und überlassen«e jeder Frau selbst, wie sie ohne besondere Belehrung damit fertig wird und dabei vielleicht sich und da» Kind zugrundeaichtet, wie es die obigen drei Fälle wieder lehren? Hier tut Auftlärnng noch mehr not, als je wo anders. Martha Eick«. Konkurrenz. Di« drei Leipziger Warenhäuser Brühl, Ioske und Ury stehen in scharfem Konkurrenzkamps. Eine wirkungsvolle Re- Name, die dem einen von ihnen geglückt ist, läßt d e Inhaber der beiden anderen nicht schlafen und fördert sie zur Nachahmung her- aus. Brühl kündigt« eines Tages ein vorzügliches und billiges Mundwasser unter dem Namen.Brühlin" an.'Eln'ge Tag« später empfahl Joste sein Mundwasser.Losk'm". Mit Spannung er» warteten die Leipziger den neuesten Schlager Urys, der sich aber dies- mal aus unbekannten Gründen an dem Rennen nicht beteiligte. (Aus.Lachen links'.) Guter Rat. Mever Hot sich verheiratet. Nach e'it paar Tagen trifft er seinen Freund Emil und fragt ihn:.Was sagst du zu meiner Frau?"—.Daß sie schön ist, kann man nicht behaupten," antwortet Emil.—„Stimmt," sagt Meyer,„das ist aber nur äußerlich. Ihr Inneres ist dafür unvn gle.chl ch. Sie hat ein wunderbares Gemüt. —„Na," sagt Emil,„dann laß si>: doch einfach wenden."— „Austreten." In ein Atbwirtshaus kam ein nordtschr Herr, der dort Weißwein trank, weil er ahnungstvs war. Er ging zur Wirtin und sagte:.Lören Sie mal, wo kann man hier austvsten?" Die Wirtin verstand nur Albschwäbilch.„Ha?"„Vastehn Ee deim kein Deutsch? Wo man hi�r austreten kann." Die Wirtin sah ihn verständnislos an.„Ha? Wa moint Se?" Der nordisch« Herr schrie:„Wo ist denn der Wirt?" Den» er konnte doch der Frau i-icht pantomimisch erftären, was er wollte.„Der Ma' ischt ausja am Feldr„Na dann holen S: ihn meri aber'n bißchen dalli. Der Wirt kam mit schwäbischer Eil« nach einer Viertelstunde.„Grüeß Gott, was wellet Se dem>?"„Dante, nur is schon zu spätl"... E» ist bedauerlich, daß sich Nord und Süd so schiecht oerstehen. Die Abendkoileite.„Meine� Liebe." sagte der Direktor zu der ersten Liebhaberin.„Könnten vie nicht im zweiten Akt«ine andere Toilette tragen?"„Aber ich bitte Sie," erwiderte die Schöne ent- rüstet.„Das ist doch mein«legomestes Abendkleid nach der neue' en Mode."„Das ist richtig," erwiderte der Direktor,„aber wenn Ihr Mann zu Ihnen tagt:„Weib, Du verbirgst mir etivas," dann glaubt das kein Mensch" Eine Grabinschrift. Anscheinend-st es nicht immer leicht, eine Grabinschrist so abzufassen, daß sie kein Mißverständnis in dem an- dächtigen Leser hervorruft. So swht aus dem Friedhof in Alt- Krakow, einem Dorf in Pommern, ein Grabkreuz, auf dessen einer Seit« man lesen kann: „Er trank zu stüh den Bittern" und auf der anderen Seit«: „Kelch des Lebens". Es ist, wie man hier sieht, durchaus wesentlich, daß jedes Ding auch«in« Kehrseite hat. Za neuer 0bhuk. Mutter(zu ihrem Jungen): Wo hast Du den gwizen nachmittag gesteckl? Mit welchem Strolch« Host Du Dich wieder herumgetrieben?— Jung«: Mit Bater.(Ideos.) Boshaft. Wie gefällt Ihnen die neu« Naiv« unsere» Stadt« theater»?— Das Alter ist da« einzige � was ich an ihr hochschätz«. Di« richtige Adresie, Wahrsagerin:„Ich sehe au» Ihrer Hand daß Ihnen Unheil droht. Irgend jemand wird Ihren Weg kveuz««. Ich warn« Sie,"— Kund«:.Ich bin Chauffeur. Möchten Sie nicht lieber de» anderen warnen?" Sein Recht. Aukleher:„Wollen Sie wohl en-dtich stille seinl Wa» hoben Sie denn fortwährend vor sich hin zu brummen?—- Gefangener:„Na, zum Brummen bin ich doch hiert' W m 1 §ur unsere Kinöer M W (000)|OOOl /oooV m m Münchhausen als flngler. Ein Amerikaner erzählt« feinen guten Freunden von setzien Abenteuern, die«r im Sommer erlebt hatte. Das Hauptstück war eine ungewöhnliche Fifchgefchicht«, die sich in dem Bodeort abgespielt hatte, wo er wohnte.„Aber," sagte er schTrßlich,„das Merkwürd gste, was Ich am Fischfang erlebt habe, ereignete sich am Tag«, ehe ich nach Haus« fuhr. Ich glaube, ohne Ueber treibung sagen zu können, daß mir damals der größte Fisch entging, den es im Weltmeer gibl" Und damit beschrieb er ausführt ch und dramatisch, w'e er wohl«in paar Stunden l Zeit. Und willst du gar die Mitte strelcher bin ich ein Stück Vergangenheit.