"<1� imiwwjuqmmmmmmmimmm'M mimMimimmmm Zrauenflimme 7tr.2S.45�ahr� BdlCUJC zum VOtWätfa 1 25.De.-mb-r492Sl IWMM'IIMW Friede auf Erden! Von Clara Vahm-Schmh. Aeha Jahre Aad t* nun, fett wir das erste Weihnacht»- f machen, an welchem End« der Welt er auch ausjubreche« fest nach dem Stiege feierten. Nach einer Ewigtett voll Tod 1 droht. Bolivien und Paraguay haben die fmgerijchen Hand« «ud Verwüstung. Elend und Jammer. S» bereit zum, langen eingestellt, ai, mer große Nachbarstaaten beichlossen, S rieben waren wir alle, so voll von Much gegen den Krieg. nd nun ist so vieles vergchen. Soviel Wille zum Gutlein wurde erschlagen von der Not. die sich höhnend al» Erbin des kriege» ausreckt«: soviel Roheit und Gemeinheit, die aus dem Pestbode« de» Krieges gewachsen waren, triumphierten auch in der Nachkriegszeit. Zehn Jahr« find es her, seit der Weltkrieg beendet, aber Friede ist noch immer»ich» ge- worden. Haß und Mißtrauen werden mühsam nur durch den Verstand ge- züaefi, durch die Ausrechnung de» Vor- teils, der au» der jeweiligen Haltung erwächst. Ein Rechenexempel war auch der Weltkrieg, es ging um die Vor- Machtstellung t« Europa. Aber die Nechvuilg war falsch, alle verloren. Die Vesiegteii. die sich ihre Ntederlaae am ununuvuadesten ewaesteheo mußte», mutzten naturgemäß auch ihre Politik am schärfsten umstellen, am tatkräftig- sten aus die VAkeroerständiaung hin- arbeiten, da sie durch die Frtedensver- träge militärisch machtlos geworden waren. Allmählich erwuchs unter dem E-nfluß der Sozialisten in Deutschland und Oesterreich aus diesem Mästen die Erkenntnis de? Richtigkeit de» einge- schlag enen Weges, aber fest verankert ist auch im deutschen Volte der Wille zum Frieden noch nicht. Daß et» Svßes Gebiet deutschen Vvdens. zehn chre»ach Beendigung des Kriege», »och inlmer von fremden Truppen be- seht ist, gibt der Verbitterung immer »eue Nahrung. Daß da» entwaffnete Detiisthland von Frankreich, trotz aller abgeschlossenen freiwilligen. Friedens- »ertröge,»och immer al» die größte Gefahr für feine Sicherheit detrachtet wird, macht viele ehrliche Frieden»- fämpfer in Deutschland niutlos. Nur die Vergangenheit de» militaristischen Deutschland vor dem Kriege ran» ein solches Mißtrauen rechtfertigen, nie und »immer aber die 5ialtuua des neuen Deutschland t» diesen fehn Nachkriegsjahren. Wenn unsere ehemaligen Gegner die ieberwachung de» Frieden» dem deutschen Volt« allein über- ließen, würden sie seine moralische Verantwortlichkeit ungeheuer stärken und daran helfen, daß die Vertreter der Ge- waltpolittk in ihm vollkommen bedeutungslos würden. Ganz andere Kreise als einst bestimmen heute da» politische Schick- sai Deutschlands. Nicht nur in der Führung, sondern im Grund. Die große Masse der schaffenden Männer. Frauen und Jugendlichen will den Frieden der Welt. Sie wissen, daß der Krieg alle äußere und innere Ltuitur vernichtet, daß nur in friedlicher Eulwicklung ein Aufstieg der Menschheit möglich ist. Darum wollen wir Sozialisten, daß die Völker sich einigen aus Bedingungen, die de« Krieg unnwglich Sonnenwende Die Sonne will»ich weadea Und geben neuen Glanz. Aildunkelbeit will ende». Bald tragt ihr in den lländea Des Frühlings bunten Kranz. Wie Fndkeln sollt ihr ztindeo Und geben neuen Sdieia. Ihr sollt den Holzstoll zünden Und himmelliodi verkünden Von neuer Mensdhen Seia. Der Christas wird ceboröB Aus eurem eignen Schoß. Ihr geht in Natht verloren, Dem Dunkel zugeschvrorea. Seid dir nicht selber groß? Das Schicksal müßt ihr ewingeo Mit eisenbarter Hand, Dana steigt aus eurem Bingen Und dröhnt mit starkem Singen Da» Erden va terl and. tSnntO i-MWtalank die Blackade über beide Kriegführende ju»erhängen. Da» ist der Weg. den auch der Völkerbund beschreiten sollte. Wenn niemand mehr am Kriege rerch werden kann, ist ein großer Antrieb, ihn zu führen, cm» der Weit geschafft. Wenn Deutschland trotz der furchtbaren Hungerblockade den Krieg noch jahrelang fortsetzte, so doch nur» well das Geschmeiß der Krtegsgewinn- irr sich auch noch an unserer bittersten Not' mästete und well die Herrschenden nicht sehen wollten., weiche Verwüstun- gen in de» Massen der Hunger, dt» Entbehrungen jeder Art. anrichteten. Die Blockade ist die furchtbarste Waffe, sie trifft am härtesten die schuldlosen Kinder und in ihnen die Mütter. Darum haben zuerst und vor allem die Frauen und Mütter darauf z» achten, daß kein» Kriegsgefahr heraufbeschworea wird, damit die Hungerwaffe nicht zur An» wendung kommen kann. Weihnachten ist im tiefsten Grunds da» Fest der Kinder. Aber e» ist nicht genug, wenn wir den Kindern Freude bereiten, um uns an ihrem Kinderglück zu freuen. Es ist nicht genug, wenn wtr das Tannenbäumchen schmücken, um in dem Schein feiner Achter voll Friede und Hoffnung zu werden. Gerade die» still-fröhliche Fest soll uns neuen Wille« und neue Kraft geben, an dem Glück unserer Kinder zu arbeiten, ihne» den Weg zu eine»» besseren Mensche«» tum bahne« zu Kelsen, chnen de« Frie« den zu sichern. Unserer Kinderi Nicht mein, nicht dein. Wir alle sind oerant» wortlich für alle, die heranwachse»; wie alle haben zu sorgen, daß alle Kinder versorgt werden. Kerns düifie hungern und frieren, keine kleine Seele dürste weinen in unverstandenem Weh, kein junger Mensch dürfte freudlos schaffe« müssen, nur um de» Lebens Notdurst und Nahrung. Die christliche Kirche hat die fromme Legende von dem Jesus» ktndlein in der Krippe in den Mittelpunkt ihrer Lehre ge» stellt. In Armut und Niedrigkeit soll der Mensch gebore« sein, der die Menschheit durch Liebe erlösen sollte aus aller Fron, und über dem niederen Dach des Stalles stand hell der Stern der Verheißung. Noch heute strahlt der Stern der Hoffimng und Verheißung über jedes Kwvlein» Geburt, und wir alle sollen helfen, daß sein Glanz nicht erlösche« kann in Armut und Not. Daß alle Sehnsucht und Kraft sich sammle in der Gemeinschaft aller Unterdrückten, aller derer, die an der Befreiung des Menschentum» arbeiten. Viele« ist besser geworden auf dem Gebiete der Mütter-, Kinder- und Jugendfürsorge in der deutschen Republik, noch vtet mehr muß besser werden. Es ist ein unerträglicher Ge» dank«, daß junge blühende Menschenkinder schutzlos das «« rfw ct#*n v-rf«S-fiT».�7 V?«s Opftr der Arbelt werden dürfen. Je weniger Nückslcht d!e Profitgier tapttaliftischer Wirtschaft auf Leben und Gesund- beit der Arbeitenden nimmt, um so mehr müss.'n wir den Kampf um Arbeiterschutz und Arbeiterrecht, um die Gel- tung des Menschen, in den Borderarund stellen. Die Liebe zu unseren Kindern, zu den neuen Menschen, soll sich nicht erschöpfen in den weihnachtlichen Gaben, nicht brennen «in paar Stunden und dann unmerklich verlöschen, wie die Kerzen am Baum. Sie soll das Licht sein, das uns leitet unser Leben lang, das unserem Weg Richtung und Ziel gibt, das unseren Glauben an die Zukunft im Sozialismus zur Gewißheit werden läßt. Ja, einmal wird Freude und Friede auf Erden sein und allen Menschen ein Wohlgefallen und bis dahin wollen wir werben sür unsere Arbeit, wollen wir den Weg bereiten sür den Erlöser Sozialismus. Oie Gesundheitsfürsorgerin. In der Bortriegszeit gab c« zahlreich« Frauen«der besseren Stände", die im Rahmen der privaten Wohlfahrt- pslege in dekorativer Form sürsorgerische Arbelt ausübten. Von den Resten dieses Wohliahrtstantentums oder, wie Prosessor T a n d l e r sich einmal ausgedrückt hol, der„K ü h> d I«- H a n d- W a h l s a h r t»> Politik", soll hier nicht die Rede sein, sondern von der ö s f e n t> lrchen Wohisahrtepslege und der Gesundheit«» f 0 r s o r g e. Die Arbeit aus diesen beiden, heutzutage hochbcdeutsamen Ar- beltsgedieten Ist nicht mehr denkbar ohne die Mitwirkung hauptam'licher Kräfte. Soziaipolititcr und Vcrwaltungs- Srzte, WoHlsaHrtepoliiiter. Fürsorgeärzte, Gchulzahnärzte. und vor allem zahlreiche Fürsorgerinnen sind hier unentbehrlich. So haben zahlreiche Frauen während der legten Jahrzehnte den Berus der Fürsorgerin«rgrifsen und in dieser ihrer Arbeit viel Segens- reich« schassen können. Andere Frauen bereiten sich noch auf diesen Berus vor. Viele junge Mädchen interessieren sich, vor die Frage der Berusswahl gestellt, sür diesen neuen Frauenbcrus. Wie sind hier nun die Berussaussichten zu de- vrt«"«n? E« gibt drei Arten von Fürsorgerinnen: Die Ge- fundheitsfürsorgerln die Jugendsürsorgertn und die Wittschast»- sürsorgerin. Das Examen, das nach vorher ausgeübter praktilcher Tätigkeit und nach einem zweijährigen Besuch einer Wohlfahrtsschule ohrulegen ist, hat zwar»inheiilich die staatliche An. erkenn ung al?„W ohlsahrtspslegerln" zur �Foige. Die Berus-ouesichten sür die drei Gruppen der Fürsorgerinnen sind jedoch durchaus veischieden zu bewerten. Die Berufsaussichten für die reine Wirtschaftsfürsorgerin sind nicht gut. Etwas besser, aber auch nicht gerade günstig, sind sie bei den Iugendfürsorgerinnen. Gute Auesichten bietet wohl noch aus Jahre hinaus der Beruf der Tesundheltsfürsorgertn. Voraussetzung sür diese Laus- bahn ist sedoch>m allgemeinen die vorher erlangle staatliche An- erkennung al« Krankenpflegerin fKrankcnschwester) bzw. Cäuglingspslcgerin(Säuglingsschwester). Besonders emp- fehlenswcrt Ist es. die Anerkcnnung in der allgemeinen Krankenpflege und inderSäugtlngspflegezu erlangen. Es ist ein Irrtum, zu glauben, daß diese Lausbah» nur sür „höhere Töchter" in Betracht kommt- Sie beginnt mit einer zwei Jahre währenden Tätigkeit als Schwesternschülerin. Diese Aus- bitdung kann in zahlreichen össentlichen. namentlich kommunalen Krankenanstalten erfolgen. Sodann bietet sich Gelegenheit, als Hilssschwester ein Scherflein beisainmenzubringcn und sich später als Wohljahrtspraktikantin und Besucherin der Wohlsahrtsschule weiter fortzubilden. Erfreulicherweise hat auch der H a u p t a u« s ch u ß für Arbeiterwohlfahrt eine sehr segensreiche Einrichtung geschaffen: den Besucherinnen der Wohlsahrtsschule fauch der Haupt- ousschuß für Ardeiterwohlfahrt hat in Berlin eine eigene Wohl- fahrtsfchule errichtet) können recht beachtliche finanzielle Unterstützungen gewährt werden. Die Bezüge der staatlich anerkannten Wohlfahrtspflegerinner, entsprechen im allgemeinen denen einer Lehrerin. Gesundheits- sllrsorgerinnen werden In Stadt und Land während des nächsten Jahrzehnts sicherlich sehr zahlreich„angefordert" werden. Der über- oll mit schnellen Schritten vor sich gehende Ausbau der Säuglings- fürsorge, der Schulqesundheitspslege, der Fürsorge sür Tuberkulöse, Geschlechtskranke, Psychopathen und Alkoholiker sowie manche an- deren Zweige der Gesundheitsfürsorge erheischen eine große Zahl hygienisch vorgebildeter Kräfte. Stadtarzt Dr. Alfred Korach. AürchferNche Drohung. Auf der elektrischen Straßenbahn In Dresden Härte ich neulich, wie ein Herr einem anderen zuries:.Ätzern 6e, wenn Se sich sowas noch emal erlrhm, da gönn Se von mir och emal Aiisdricke ze härn begomm, wie mer se sonst ploß in der Familie kepraucht." Oie Aoiatbeii der Mütter. Zo�ammenkansf der Referenten für die Araueuabend«. Bei einer von Genossin W u r m, M. d. R., geleiteten Berliner Reserentenzusammenkunjt im Preußischen Landtag nahm Genossin Kern die Gelegenheit wahr, sich sür die Beibehaltung der ost angefeindeten, nun seit 2t) Jahren bestehenden grauenabende ein- zusetzen- durch die so manche proletarische Frau zur tatträstigen Klasienkämpserin sich entwickeln tonnte. In Zukunst soll bei diesen besonderen Frauenzusammentünsten, die hauptsächllch der systemati- scheu Einführung in die sozialistische Weltanschauung dienen sollen, nicht nur ein Referat gehalten, sondern die Aussührungen sollen durch Fragen unterbrochen werden. Durch die Heranziehung der Jugend zur aktiven Mitarbeit an de» Frauenabenden wird eine weitere Neuerung angestrebt. Die Diskussion ergab, daß das Frauensekretariat mit der Auswahl der Themen sür Frauen- abende, die in einer Liste zusammengestellt worden sind, den Wünschen sowohl der Referenten als auch denen der Zuhörertnnen gerecht geworden ist. In dem zweite» Referat«Gesetzliches Verbot der Arbeit verheirateter Frauen?" wandte sich Genossin Hanna, M. d. L.. gegen die immer wieder erhobene Forderung, oerheiratele Frauen von der Arbeit In den Betrieben auszuschließen. Vo» den tlX Millionen hauptberuslich erwerbstäiigen Frauen in Deutschland sind etwa 3)4 Millionen verheiratet. Ein Ausschalten dieser VA Millionen Frauen au» der Berussardeit würde das Heer der Arbeitslosen evtl. verringern, die Anzahl der Unter- stützungebedürftlgen wäre aber dieselbe, nur die Empfänger von staatlichen Unlerstützunge» wären in einem anderen Kreise zu suchen. Die Statistik beweist, daß gerade verheiratete Frauen mit zahlreichen Kindern den höchsten Prozentsatz an Lohnempsänge» rinnen stellen, und nicht etwa kinderlose Ehesrauen, die weniger aus MItoendienen angewiesen sind. Allein daran« geht hervor, daß ein Arbeitsoerlust der verheirateten Frau gleichzeilig auch einen schweren Schaden sür ihre Famil'e In den meisten Fällen bedeutet. Würde die Freimachung von Arbeitsplätzen aus Kosten der verheirateten grau durchgeführt, so würde den Mömcern deswegen nicht da» Lebensminimum garantiert, daß sie zur Ernährung eirortf Familie brauchen, mrd der Rückgang der Bevälterungszisser wäre die seldstoerständllch« Folge. Daß man die Heimarbeiterinnen nicht von der Mitarbeit ausschließen will, beweist deutlich, daß mau nur lästige Konkurrenten durch dieses Verbot ausschalten will, während man umgekehrt schlecht bezahlte unhygienisch« Arbeit den Frauen gern überläßt. Bedauerlicherweise finden diese unkollegialen Be- strebungen immer wieder Unterstützung aus dem Lager der ledigen Ardeilerinnen, die nicht verstehen, daß sie sich«nit dem Ausstellen von solchen Forderungen nur Ins eigene Fleisch schneiden. Eine derartige Maßregelung der arbeitenden Mütter wäre ein vernichten- der Schlag gegen die proletarische Kollegialität und Solidarität. Man wird doch wohl gerade In einem demokra�schen Bolksstaat niemand das Recht aus Arbeit verwehren wollenl Geburtenkontrolle in Enqtand. Unter dein Druck der Zeiwer- häliuisse findet endlich auch in En-ziand, wo die landesüb'ich« Frömmigkeit und Prüdere! bisher jeder bewußten Gestaltung des sexuellen Lebens feindlich gegenüberstand, das Schlagwort Brlh Control sGeburtenregelung) Immer größeren Widerhall. Die Mittet- schichten wenden fich in der Praxis zunehmend diesem Gedanken zu, wenn auch vorläufig unter dem Einfluß der alten Moral die durch- schnittliche Kinderzahl größer Ist als bei uns. Den Arbeitersra"en sucht man von Staatswegen vorläufig immer noch Hindernisse in den Weg zu legen, indem an den öffentlichen Mütterberatung�« stellen die Aerzte keine Auskunft über Berhülungs- mittel erteilen dürfen. Die Arbelierpartei hat bereit« vor drei Jahren durch ein Memorandum eine Aenderung dieses Zustande» versucht Um der gegenwärtigen Rot abzuhelsen, haben sozial empfindende Kreise privat« Kliniken gegründet, in denen Frauen entsprechend beraten werden. Dabei hat man häusig rechtzeitig chronische Frauenleiden entdeckt, dl« sonst den Frauen zu spät bewußt geworden wären. Eine starke Stütze slndet die Brth-Contrvl- Bewegung in der enalischen Wissenschast, die aus Grund eingehender Untersuchungen zur Forderung einer Stabilität der Bevölkerung ge- kommen ist und darlegt, daß England an einer weiteren Bolksoer» mehrung kein Interesse hat. Das ausschlaggebende Moment aber ist im liberalen englischen Empsinden dos entwickelte Gefühl sür die Freiheit des Individuums und das Recht der Frau auf den eigenen Körper. Dieses Prinzip verheißt der Geburtenkonlroll- bewequng sür die nahe Zukunst, trotz der starken entgegenstehenden ethischen Hemmungen,«wen Sieg aus der ganzen Linie. Im Sozialismus allein tri« die Frau, wie jeder Unterdrückte, w den Besitz de» vollen Menfchenrechles. Der Sozialismus fetzt fich die höchste Entwicklung der Kräfte und Fähigkeiten aller öMellschasta- mstglieder, also auch der Frauen, zum Ziel. August Bebel. zsä'ä&ää vgägTM&Isäzg LZnsälle im Hausbait. N�t all« Unsülk sind durch höh«r« G.lvolt b«dlnnl, nicht alle Uusälle entstanden durch die Türk« des Zusalls. An vielen tragen wir sellist. die wr durch das Urteil bctrosscn wurden, die Schuld. Ein tlmn wenig gröttere Achtsamteit, Borsicht oder Uederlegung dätte großes Unhell verwegen lassen. Zu diesen selbstverschuldeten Unfällen gehört ein großer Teil der im Haushalt oortommenden. Viele Unfälle entstehen, durch ausströmende« Leuchtgas. Die Mutter hat spät abends noch etwas aus dem Äaskocher gewärmt. hat. weil sie müde war»ur den fyjhn am Gaskocher gefchi ollen und dadurch die Flamme gum Verlöschen gebrocht, varm hat sie sich zum Schlafen niedergelegt. Sie hat nicht beachtet, das, der von der Wandleitung zum Gasto her siihrend« Schlauch a» ieinen End- stillten niä-t gut beiestigt war. Der Schlauch ist abgeglitten und das ausströmende Gas betäubte die Sä, läser. Hausbewohner de- Merkte» am nächsten Tag de» Viasgeruch und ließen die Wohnung gcwailsam öffnen. Aiioestcllt« Wiederbelebwigsoersuch« Hal en bei der Mutter und den Kindern Ersolg: der Vater war bereite lot: Ein unermeßliches Unglück für die Familie, das sich leicht hätte vermeiden lassen, wenn d'e Mutter den ftahn der Wandle, tu na geschloffen und für gute Befestigung des Berdindnngsschiauches gesorgt hatte. �' chäusig kommt es auch vor, daß der Ha u p t h a h n der Gasleitung geichtollen wird, wenn noch eine Flamm« brenm. Bei Oessnen des Hauptbahne» strönit an dieser Stelle dann Gas au». Oder— wo noch Gasautomaten in Berrieh find— verlöscht die Flamm«, well die für die eingcworiene Äeldmünz« lieserbare Gas- menge verbraucht Ist. Es wird nicht daraus geachtet de» Hahn zu schließen, und bei dein erneuten Einwurf einer Keldmünze bildet dieser nseich geschlossene Hahn eine Unsallquelle Man sollte es sich deshalb zur Regel machen, beim Verlallen eines Zimmers daraus ?u achten, daß sämtliche Gashähne geschlossen sind. Wenn Gasgeruch beobachtet wird, darf weoen der bestehenden Erplosion»- gefghr kein offene« Feuer oder Lickt an-,lezünde» werden. Der Hanothah» der Gasleitung llt zu lä>l>«ßen. Sämtlich« Fenster mülle» geöffnet werden. Dann seh« man sorgsältig zu. daß all« Gashähii« in Ordnung sind. Penn man keinen arobe» Fehler feststellen kann, benachrichtige mau sofort die Gaswerke, die durch eine» Fachmann die Leitung prüfen lallen Et» anderes wichtsges Hlls-mittel im Haushalt, die elektrische Leitung, birgt weniger Unfallgesahren. Auch sie muß ßdoch sorgfältig behandelt werden! Beobachtete Mängel und Beschädigungen sh?Ä sofort durch einen von den Elektrizitätswerken anerkannten Installateur zu beseit'qen. Besonder» ist davor zu warnen/«iek- irisch« Leitungen selbst zu verleg«»! man zleht sich dadurch leicht Verbrennunaen der Haut oder Schädigungen des Reroem'ystems durch elektrische Schläge zu. Ein anderer nicht zu unterschäßender Unsallsaktor ist die Stehleiter. Eine gelockerte Schraub«, ein« gebrochene Svelche— Männel. bl« mit aeringer Mühe zu beseitigen gewesen wären—, die nlcbt sicher genug angelegte oder ausgestellte Leiter: alles häufig genug Ursachen zu mehr oder minder schweren Stürzen. DI« beim Fensterpi'tzen vorkommenden Stürze aus dem Fenster lallen sich wesenlllch verringern, wenn Man zum Pußen der oberen Fensterflügel die Unteren schließt. Eine Ursache zu schweren Stür-en bilden vielfach zur Erde ae- sallene und unbemerkt gebliebene Kartokselschalen und Ge- mllsereste. DesKalb losort nach dem KortoffelschSlen oder Gemüse- puße» die heruntergefallenen Reste ausseoenl Berleßunge» der Hand beim Oessnen von Konserven« b ü ch> e» sind leicht zu vermeiden, wenn man nur einen gut arbeitenden Büchsenöilner verwendet und daraus achtet, daß man mit ihm nie In der Richtung zum Körper schneitet. Die linke Hand. mit der dle Büchs« sestgehalten wird, befindet sich immer hinter dem Werkzeug! In der Räh masch Ine liegen viele Unsallquelle». Beim Ein. fabeln der Rädel stelle man das Getriebe ab oder nehme die Füße vom Tritt, denn der gerinasi« Druck mit dem Fuß hat«>ii Herunter- schnellen der Nadel zur Folge, die dabei leicht in den Finger geht. Lose herabhängendes Haar wild beim Näben leickt ersaßt: man binde es entweder ein oder trage ein Häubchen. Räch Beendigung der Arbeit überdecke man dl« Maschine mit dem Schußkasten und schließe ihn ab; die ossenstehende Maschine ist für Kinder zu ver- führerischl Ein« grobe Fohrlässigkeit llt es. Radeln nach dem Gebrauch nicht sofort an den für sie bestimmten P!aß zu tun. Bei einer schnellen Bewegung sagt man sich die Nadeln in die Hand oder man seht sich gar daraus und erleidet äußerst schmerzhafte Verleßungcn. Versuiie in solchen Fällen nicht, die Radeln au» dem verleßlen Glied« herauszuziehen, suche«inen Arzt auf. der das mit geeigneten Instrumenten beller und zuverlässiger ausführt. Du würdest die Nadel wahrscheinlich abbrechen und dadurch die Sache nur verschlimmern. Aus eine Unsallsursache sei noch hingewiesen, vor der nicht nachdrücklich gemig gewarnt werden kaim: das Anfachen eines glimmenden Feuers durch llebergießen mit Soiritu« oder Petroleum. Man kann dabei noch so vorsichiia sein und es kann noch so ost gut abgegangen sein: durch einen unglücklichen Zusail— sei es ein Wiirdstoß, der über das Dach seqt. I«i es das Oessnen einer Tür. sei es«in« hastige Bewegung im Zimmer— emsteht eißseßliches Unglück! Ganz besonder« Borsicht £ Ja£ � ä-BJö-a � P Sa"« feCL£ Wirf a x, cj:£L �&£££- j herrsche beim Umgang mit der BenzinNasche, hie schon h, her Räch» eines Feuers leicht erplodiert! Es sind dock, meist nur Kleinigkeiten die die Unfall« im Haushalt bedingen. Ein wenig mehr Achtsamkeit, ein wenig mehr Ort»» mmgssinn genügen, um otete dieser Ursachen zu beseitigen. Die andern und die Kameradfchafiöehe. Es ist schon so. wie einer der Redner dieses Abends sagte: Wenn um ein« Sache derartige Kämpfe entbrennen, wie jetzt um den" Begrifs der Kameradschaftsehe, dann steckt niehr dahinter, als nur ein modisches Schlagwort. Es hagelt setzt Kundgedungen, und all« finden sie ihr Publikum. Freilich«in Publikum, das jedesmal anders auasieht. Run hatte also die„Arbeitegemelnschost für Volks» ausarlung" zu einer Kundgebung»ach dem Herrenhaus geladen. Ein merkwürdiges Publikum füllte den Saal! zu sllns Sechsteln Damen, zumeist ältere Semester, die In ehrbarer Würde noch mit dem„Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisknoten" geschmückt waren Die Leute, deren Sache doch hier verhandelt werden sollte, das Jungvolk beider G'schtechter, war kaum In einem Dutzend von(Exemplarm vertreten. Würdig führte Herr Geheimrat Kahl den Vorsitz. Immerhin war der Ansang nicht dunhaus ermutigend. Frau Dr Heusler-Edenhuizen sprach über die Kanieradschast«» «he vom Standpunkte des Mediziner». Zwar kam auch sie zu dem Schluß,„daß wir in unfern deutschen Verhältnissen die Kamerad» schastsehe nicht brauchten," begrüßt« indes die Tatsache, daß jetzt die Möglichkeit gegeben sei. über diese Dinge ässentlich zu sprechen. Nicht der Jugend wegen sei diese Austlärung vor allem not, die sei zum mindesten über dl« sozusagen technisch,' Seit« der Angclegeicheit mehr als hinreichend ausgekiärr. Aber «» sei notwendig, zu sagen, daß diese Jugend die Ausklärung über diese Ding« fast niemals den berufenen Erziehern verdanke. E» gehör« in ihrer Praris zu den alltäglichen Fällen, daß„Minder» söhlige der besten Familien" die Tatsache de» gewohnheitsmäßigen Sexualverkehrs ganz ungescheut zugäben. Dabei seien diese Mädel, wie schon Lindsay sagt, wirtlich zumeist harmlose und gute Ge» schöpfe, kein« Verworfenen. Die Schuld trügen auch vielsach di« sozialen Berhättnisse. Die weibliche Arbeitstrast sei dem Arbeit» geber fast schutzlos ausgeliefert, dt« körperliche Hingabe sei oft genug sogar Bedingung für das Engagement. Auch dos erzwungene Cölibat der Lehrerin und Beamtin»rage viel dazu bei, daß auch ionst konservativ denkende Menschen zu„Kameradschaftsehen" imd außerehelichem Sexualverkehr getrieben würben. Auch passe ,n unsere überalterten Ehegesetze keine moderne Frau mehr hinei»». Mit dem Moment des Eheschl»ss«s werde sie entrechtet, in der Häuslichkeit fei sie auf die Rolle einer unbezahlten Arbeitstrast herabgedrückt, nicht einmal bei eigener Erwerbsarbeit dürfe sie sich von Ihrem selbstverdienten Geld ein Bankkonto ohne Genehmigung des Mannes einrichten. Man solle auch bedenken, daß M« Einehe nicht naturgemäß, sondern ein Kuiwrprodutt sei. In Dentschtand seien nun antikonzeptionelle Mittel und Methoden genügend bekannt, so daß in Wirtlichkeit die„Kameradschaftsehen" die Regel seien. Kein verantwortungsbewußter Mensch könne heutzutage mehr für unbeschränkte Kindererzeugung eintreten, und Abstinenz in der Che führe unweigerlich zu körperlicher und seelischer Entfremdung der Ehegatten Der Gebrauch und die Kenntnis der antikonzeptionellen Mittel sei für die Frou auch der einzige Schutz gegen die Gefahren der Abtreibung und des 8 218. Auch eine Erleichterung der S ch» l» dungsgesetze tue not. denn es habe kauin eine» Sinn, inner» lich zeistörte Ehen durch gesetzlichen Zwang zusommenzuhaiten. Die» alles lasse sich aber durch entsprechenden Ausbau unserer Gesetz- gcbung erreichen, so haß wir dle Einführung de» neuen Begrtss« der„Kamerodschastsehe" nicht brauchten. Auch dem Fortsall de» Unterhaltsanspruches könne zugestimmt werden, sobald die Fnau sür ihr» Hausarbeit Entlohnung erhielte und auch sonst aus dem Ar» beitsmarkt dem Mann« gleichgestellt sei. Gegen di« bejürchlet« sexuell« Verwilderung der Jugend ober gäbe es nur pädagogisch« Heilmittel. Wahrhaftig, in dieser simgebung war das Reserat der Frau Dr. Heuser-Edenhui-en eine mutige Tat. Der Dank des Herrn Ge» Helmrats an die Rcferentin klang denn auch reichlich verklausulier». Die Vernunft hatte an erster Stelle gesprochen. Dann hatte ein Stuidlenrat das Wort. Sodann sprach ein Theologe. Herr Dr. Karl Bernhard R t t t e r. Natürlich lehnte auch«r die Kameradschaftsehe ab. aber auch di» konventionelle Ehe des satten Spießergtücks. Das G'ück könne man nur durch Einsetzung seiner ganzen Persönlichkeli erringe», nicht durch Engagement des„Eros auf Probe". Aber die schönen Worte waren für die armen, im Mahlstrom unserer sozialen Ver» hältnisse zerriebenen Menschen Steine statt Brot. Und Ich begrifs, warum die Jugend, die hungrige Jugend, in dieser Versammlung fehlte. Man hatte sie schon zu oft mit dieser ungenießbaren Kost bewirtet... Wie Ich Röder ein Ha njt'l und je in Papa fuhren in der Elektnfchen Bitte, e» ist ganz richtty, hier de« Hanfkl jwrft zu nenne«: denn tn der CVftri- fchen ist i>anjet immer die hauptperjo«, sogar für den ganzen Wagen, dafür sorgt sein Plappermiiuichen, da? nicht eine Minute, still steht. htugenbiickttch ist das �auptgefpröchstheina natürlich Wekhnachte». „Vn wenn.Schier' ist, dann raufst du wir einen NodelschUtten, nich? P« zu Weihnachten, denn kaufst d» mir einen Rucksack, nich? iin dem» kaufst du mir Zu Weihnachten«inen Baukasten, nich? A« An tln*.�stenrtst, hanjei, roenn der Papa Geld hat, dm«, kauft er d« zu weid nachten rifles. oa» du dir wünZchstl"— EmpvN dreht Pch eine Don»« um, die die dahin dem VcMapper des Kindes mit entzückten» LLcheUl yejaigt war.„Ader das ist doch dmpäiendi vem Kind st» was zu sagen!" Unser Papa ist Bayer, und dt» Hdstichtett ist'gerade de»« dayerifch» Rattonoltugend Wütend hechte er sich zu der wohlmeinenden Dame herum» ,�S«r Aasten Sie gebor Ihren Mundi Wa« ist denn empörend k Da» wir unseren Jungen mm Anfang«n«ich«nschmlnM«? Da» schadt ihm gar fHuJr®, v?rfrryU VVk Die Unterhaltung mchumnit».. auch Aanfel» Geplapper krrnnte tzt« Stimmimg nicht wieder herstellen: und als der Papa nach Aaus tnm. erzählt,« mir da» tieine Eriobniv. Da had« ich«« ei« Begegnung denken rnüffe«. die tch kürzlich hakte. In irgend«inor di»s«r Berfminnlungen, in denen sich eigent- Kch dnmer wieder dlaseiden Menschen zulaminenfindrn, diese Men- sttz«,, die unter dem«l»„Recht" frifierteu Unreckft leiden, da lies ich «q«r der Tür mtt eine« Aerra zujamme«.„Verzeihung..." Ranui Das war ja Fritz Rüder, der drvlK Junge, der in unserer pantmeu. ttappernden Gegend geradezu ein Monstrum von guter Erziehung war, Fritz, der immer so brav dir Sonntages chule besiichen mutzte... Und«u« war der Fritz hier, unter den Ketzern. Sündern und Küllinn.l Schnell streckte ich die Aand aus»„Fritz Röder— wir sottteu un» doch keimrni Wir kom»nt der Gerechte auf die Bank, auf hnr die Spütter sttzonk"— ttnsiiher sah er mich an: aber Nicht lang«. «nd auch er eriniwte sich unserer alten Bekanntschast. Fast zrvauzig Jahr« hatten wir un»«ich! gesehen! Wo» mochte seitdem aus uns. «us allen denen g«wvrd«n fein, die damals mit um auf dem «igrvtzen' und dem„kleinen'" Hof gefplel! hatcenl Bald sahen wir bei einer Tasse Kaste« und tauschten unsere Er- hinerunice» und unsere Erfahrungen au». Und zwischen dem Hin«nd jher der Rede erzählte mir der Fritz auch, wie-er seinen Glauben»erkor. Da»«vor eine Sindergeschlchtr,«md er er- zahlte sie nur, weil ich ihn wieder mit seiner früheren Bravheit und der Sonntagsschule ein weniz aufzog, und noch heute war an seiner Erregung zu merken, wie nahe ihm damals diese» Erlebnis ssiner Kindenuhre gegangen war. '„Wenn du mühtest, wie erbärmlich ich mir damals in aller meiner„Bravheit" vorgekommen Wnl Denn trotz der guten Ant» «orten, die tch in der Sonntagsfchuie immer gab, trotz der guten tWigloHczensurwi; Jch glaubte weder an Gott noch an den Teurrl: aber Ich muht, isa.sromn» säht*', denn sonst hätte Bater mit dem Konkschu meiner Frömmigkeit nachgeholfen. Well ich aber ans Angst wmt dem Kanischu ineinen DuAauben-nicht zu dekennen vxigte, bin dch mir immer vi» der erbärmlichste Lügner und Heuchler vorgekommen. Vnd meine ganze Jugend hat mir dieses Gefühl «kbiitert...." Er rührte nachdenklich in seiner Kaffeetasse.„Und wenn ich Deute zurückdenke, dann weih ich genau, mann der Zweifel, wann das Grübeln und das Wihirauen ongefongen hat... Ich bin noch heute ptgentiich ein elnsamer Me»lsih. ein alter Junggeselle, und ich glaube, duch da« habe ich dieser alten Geschichte zu verdonkon. Hast du Ol gentlich JhniwrT* Und als Ich ihm von Honsels Existenz erzäMte. kramte er aus: ,>Ich«vill mich nicht»innritig auslachen lasten Aber P» tonn dte Gesihichte vieitsichi deinem Inngen nützen. Höre zu: Ich -ging noch nicht zur Schute, ich werde wohl siins oder sechs Jahre alt «gewesen fein, da war mat wieder die Zeit vor Weihnochren. Du «»ißt. ich war der- Etiyige, Mütters Sohn, und Mntters Liebe wollte an mir alle«-g ut mo chem, was des Bote»»»»bertricbene Strenge zu verderben drohte. Heimlich lebten Mutter»iitb ich ein eigenes Leben. Nie war es schöner als r>or Weihnachten! Alle Ge- schichten erzählte mir Mutter immer wieder, vom Ehnsttindleiu in cher Krippe, von den heiligen drei Königen mrd vom Weihnacht»- «mann. Die schönste Bors reiche aber»aar die Geschichte vom Sankt Rikolaus, der mtt seinem Eselein du ich die Strohe» reitet und dein chie guten Kinder ihre Schiibchen hervu-stclle»», mtt einer Mohrrübe •«nd einem Stückchen Zutter Mr da« Eselei»». Zum Dank dafür legte er dan-t»N die Schuhchen ein Stück Schokolade oder Morzlpari und An Stück Pf«sferkuih«n als Boqgefchnmck vom Welh»achtss«st. Auch 'hamols hotte ich brav meine-Schtchchen herausgestellt, mitsamt Zucker- stückchen»»nd Mohrrübe, draußen auf den Balkon, damit das Eselchen ste fa»'.cht übersehen follü» hotte, ich die große Mohrrübe noch extra LluMMgll wurde. geputzt. Aber trotz allem: Ich mißtraute in meinem Herzen der Ge- chtchte«in wenig. Gewiß. Mutter hatte mir st» erklärt, der Hellige haste eben ein Wundereselchen, da» könne auch durch die Lust trabe«. Aber so schnell? End st» einer Rocht zu allen Ktndem... und wie groß der Sock»»oll Pfefferkuchen und Marzipan wohl sein«außtrf Den schaffte dach da» Ej eichen nicht! Oder ad die Enget ihm trage» halsen...7 Lnd vielleicht tonnte man jch«, et« bißchen v«, Weih» nachten febeu. wem, sie mal est« Wolke offen ließeni vochl Ich war ja schon ein groher Junge, diese Nacht wollte ich ganz sicher nicht einschiasent End krampfhaft versucht« ich sogar, mir mst den Finger» die Augen offen zu hatten. Aber» gelang mir nicht. Ich war ein» geschlafen, eh« ich nntßU. nie. Aber misten in der Rächt,«ach meiner Rechnung rventgsiens. fuhr ein goldener Stanz über mesti Bett. Ich blinzelte, noch hold in» Tram»». Weihnachten— der Ritz 4» der Woltel Fast hätte ich geschrien vor Freud«. Dann aber erkonnte ich» Mutter stand mtt der Lampe vor der Balkontür. Reben ihr aber Pater mtt feinem gewöhnlsthe»» brummigen Gejicht, er hiest«est« Stiesirchen«n der Hand. In eins» steckte er eine kiest« Tafel Schot»- lade, st» da» anbm est» Stückchen Pfefferkuchen.„Mtt Marzipan v«» dirbt er sich bloß den Magen!" knurrte er Mutter ci-', dir noch einige Stücke Marzipan heremjchieben wollt«. Ich kniff Kst Augen zu« sanimen. bis die Eltern wieder heraus waren. Ich hörte sie leise an meinem Bett vorboh cht eichen. Aber als st« heraus eoaren. habe ich bitterlich in Hie Alsfeu geschluchzt. Sockt Bikoke» us war tat. Toi alle Märchen— und auch der Eebe Gott war tot. Ich habe meine Mutter nach dtesrr Rocht nicht mehr gefragt. Damals wußte ich«ichi.«va» mich hinderte, heute weiß ich'»» Ich schämte mich, schämte mich für die Erwvchtrnen, die mich betagen hotten. Uird ai» meine Mutter mich weckte und ttlsttg-rtef:„Steh bloß mal, wa» d«r der Nikolaus gebracht hati", da habe ich sie soft gehaßt, gerade well ich sie so liebte, weck tch ihr immer tn allen Dingen vertrau», meil tch aus ihr Wort gebaut hakte. Weihnachtcn mag ich wohl wieder wie et» ganz normales Kiird von der Pracht »nid den, Glanz des Paume» bezaubert worden sein... aber nieinen Liiidergtauben fand ich Ute wieder. Rtcht den G tauben an Galt, nicht de« Glauben an die Eltern. Und melk octn« Mutter hoch der Mensch war. an dem alle mein Liebe hing, habe tch mich später immer gefürchtet, mich einem Mensihon ganz hinzugeben. Ich habe fett diese». Tage die Err»»ochi'e»,cn immer beluneri. Ich habe sie uns iramec neuen Lügen ertappt, zu Haufe wie tn der Schule. End weil ich schwacher kleiner Kert nicht eigentlich das Zeug zu einem Rebellen i« iiiir halle, habe ich schwer daruitter gelitten, daß ich nicht wagte, offen slir die Wahrheit zu kämpfen, Besonder» als ich ein halb- wüchsiger Junge»aar imh doch noch immer unter Baier» ÄuntSch« stand, habe ich gegen mich selbst gewütet wegen meiner„FelgKett", End bis ich mich endlich dnrckgerungen hatte han Roklomechlkf... R as e E»»o k d. Kiaöergeift. Die Drandstiftrr. Graßer Dachftuhlbraiw, Riesige» Flamv'.eu- meer züngelt gen Himmei. Menschengewimiuel. Kttugting. Ei» Dutzend Löschzüge sagen durch die Straßen. Hans u«ch Grete schauen van Ferne zu.„Die saftixten Feuermünner," schimpft Hans. „Warum faflixt?" fragt Grete...Rv, die find d-nh dmu schutd mit ihre ollen Pechfacketn! Guter Rai billig. Mutter beim Häkeln: �0 weh. setzt sst da» Garn gleich w'eder oll«. Und das neue ist.so ietier." Kleiv-Lieschen: „Mntti, röufeb doch die Häkelei auf, dann hast du sa wieder weiche» und brauchst teins zu kaufrn!" Kleiii.Hä»!scheu ist durch und durch»epublitanisch. uüe sich da» auch gehört. L sder mtt»wnarchistischem Inhalt singt er»licht Neu- lick sagte er. da? Lied„Wenn sch den Wanderer trage" singe eeaii-bt, weil es so häßlich äst,„Aber warum den»», HSnschen, ist doch rvunderschLn?"—„Rein, es ist Monarchist sch Es kommt drtn vor „Ich König(geh«ich») nach Haus«. Hab' kel»« Heimat mehr!" Frau Dullmann.„Mutti, hast Du Puüma»»: geheißen, bevor Du üeirateteft?".Mein, Kmd,»vieso denn?"„Ich dachte, well«« auf so vielen uoa.unseren Hondtiichern ftehtz"-sPullmaim ist der Slam de» ersten Erbauers.der»ach ihm genannten Pullmam»» Wagen, der beguemen aincrltanfschen Elsenvahnschiafwltgen�