Frauenstimme }?rr.i«47.3o»fawii Beilage zum Vorwärks! s.Zam.ar4sso, Die praktischen Franzosen. Etwas für jede Krau, manche Männer und den Konsum. Ein« in pari» an einem inlernaltonalen JnstUui tätig« ventsche schildert hier, wieviel leichter da» Leben in Frank- reich und warum da« s» ist. Der Bericht hat die Form einer Unterhaltung zwischen einer berufstätigen Frau und einem ihrer Gäste und enthAt Material, da» insbesondere für die Soasumvereinsbewegung von großem Interesse sein wird. Wie kriegen Sie es fertig, troh Ihres mit Btirsarbeit angefüllten lages. trotz der Artikel, die Sie noch außerdem abends schreiben, trotz Ihrer vielen Freunde, denen Sie doch auch Zeit widmen, noch Haushalt zu führen und selbst zu kochen? Wer sagt Ihnen denn, daß ich selbst koche? Do» fragen Sie»ach diesem schönen Abenöessen? Wir haben einen Haufen guter Dinge bekommen, die zum Teil kochend heiß waren. Sie verschwanden des öfteren in der Küche, ein helfender Geist ist nicht zu sehen, also liegt der Schluß nahe, daß Sie nicht nur angerichtet, sondern auch gekocht haben! .stennen Sie eigentlich meine Küche? Jawohl, Ich wundere mich, wie es inüglich sei, in diesem winzigen Raum etwa» fertig zu bringen. Daraufhin haben Sie mir doch versprochen, mich einmal zu Tisch einzuladen, und heute sehe ich, daß man in dieser Enge auf zwei Gasslammen ein samose» Essen zusammenstellen kann. Ich habe nur etwas Reue, daß ich Ihre Einladung angenommen habe, denn daraufhin mußten Sie doch sicherlich heut« früher als gewöhnlich Ihr Büro oerlassen. Hassent- lich hat man Ihnen das nicht übel genominen. Da» war gar nicht nötig. Ich bin wie immer erst um sieben weggegangen. Paris ist zwar eine große Stadt, aber mit Klein- fiadtsttten: die durchgehend« Tischzeit Ist noch nicht eingeführt, wen» auch olle paar Monate ei»mal In den Zeitungen heftig darüber bis- kutiert wird. Aber es bleibt doch alles beim alten, der Fraiizofe lüßt sich im beschaulichen Genuß feines„F r ü h ft ü ck s", wie hier da» Mittagessen heißt, nicht stören. Von zwölf bis zwei find noch immer oll« Banken, alle Büros, viele Geschäfte geschlossen, so daß ich mit Weser unfreiwilligen Paus« nichts Ordentliches anfangen kann. Dafür arbeitet man dann abends bis stoben. Aber erlauben Sie mal: Wir haben doch pünktlich um 6 Uhr mit Esten augefangenl Wenn Sie für den Weg mindestens 20 Minuten rechnen, so hoben Sie in nicht dreiviertel Stunden dies ganze MaN bereitet? Jawohl— und nicht nur dies«, sondern alle meine Mahlzeiten mache ich selbst. Da» fragte ich doch vorhin— und Sie stnd mir da ausgewichen. haben statt zu antworten, erst einmal eine andere Frage gestellt, so daß ich mir schon recht mannlich-dumm vorkam. Run möchte ich aber wirtlich wlsten, ob Sie zaubern oder die Rationalisierung in, Haus- halt soweit getrieben haben, daß dies alles von selbst iäuil. Weder das eine noch da? andere. Sondern die Gründe sind sein einfach: Ich kaufe alles schon in serligem oder haidsertigeni Zustand. Da» verstehe ich„ich! Sie können doch»ich! Kartoffelbrei oder Rosenkohl gekocht kaufen? Doch— und dabei merk« ich. daß Sie, der Si« gerade Paris und sei« Lebe» studieren wollen, durch Uz ewige Wirtshausesten j nie in ei« Lebensmittekgefchöst kommen. Sonst wäre i Ihnen schon fängst ausgefallen, daß fast über«« Schiisteiu mit Suiaten. i gekochten Gemüsen und Fleischspeisen stehen. j Salate gibt es in Deutschlaus auch zu taufe«— aber nur t« sehr teuren Geschäften, meistens mit Mayonnatfe, also für»nserein» unerschwinglich, Das will ich meinen. Hier aber kriegen Sie Sartoffet»! s a l a t. rote Rüben, Kroutsalai. alle» was Sie wollen. In meiner Nähe ist ein Gemüsegeschäft, in dem ich grünen Salat gr» lesen nach dem Gewicht kaufen kann. Sehr oft hote ich mir riitk abgekochte Artischocke, die im Gegensatz zu Deutschtand wegen ihrer Billigkeit und Vekömmltchkeit ein wahre» Bott»- Nahrungsmittel ist, mache in zwei Minuten eine Esstg- und Oel- sauce, während die Artischocke, wenn ich sie ungekocht kaufte, min, bestens 30 Minuten im siedende» Master kochen müßte. Können Sie auf diese Weise alle Gemüse bekommen? Allerdings— wenn auch in verfchledeiicr Güte. So ist mir der Spinat nicht ünmer sei« genug gewiegt, und die Spargel sind nicht gut genug geschält— aber das ist der Fehler de» mlr a» nächsten gelegenen Gelchäsis Andere haben wieder andere Vor- oder Nachteile. Gekochte Kartoffeln kriege ich überall, so daß ich im Notfall immer schnell Bratkartoffeln machen kann. Im Frühjahr, zur Zeit der neuen Kartoffeln, nehme ich innner..Grottö»� da» heißt wörtlich die Gekratzten. Da» sind die ganz kleinen junge» Kartoffeln, die i» einer Maschine roh geschöit werden und beim Verkauf in Waffer liegen, um nicht auszutrocknen. Die brate ich bann roh, was herrlich schmeckt. Di« meisten Gen, äse sind übrigen» einfach abgekocht, Salz und Fett kann jeder nach Gelchnwck hinzu- fügen. Gut, für das Gemüse, wo das Putze» soviel Zeit nimmt u«G wo es auch oft solang« dauert, bis die Sache» weich stnd. leuchtet mir das ein. Aber die anderen Gerichte? Die gute Fleischbrühe. die wir als ersten Gang hatte»? Wird literweise vertaust, ich muß nur ein Gefäß mitbringen, und sie ist so heiß, daß ich mir beim Tragen fast dt« Finger verbrenn«. Sic mit Ihrer seine« Zunge werden gemerkt hoben, daß es keine Suppexwürselbrübe. sondern«in richtiger „Suppentops" war, in den, Rindfleisch und alle möglichen Gemüse gekocht worden stnd. Und diese herrliche gebacken« Muschel? Do» wecden Sie mir nicht einreden, daß Sie die nicht selb st im Backofen zubereitet haben. Sie war so beiß, daß man sie zuerst gar mcht essen konnte. Allerdings, d>« habe ich selbst gebacken. Aber ich Hab« sie b a ck- fertig getauft, das Ragout in der Mulchei, die Saure hari'ber, mit Brotkrumen bestreut: sogar da» Stückchen Butter, das zu« Bocken nötig ist. lag obenvrank. Ich hötie aber ebenjogul irgend- eine Fischsache nehmen können oder irgendein Ftetschgericht. dos nitt Beilage zusammen in einem appetitlichen Töpfchen verkauft wird. Ich kann Ihnen nicht j.-tzt alle Möglichketten aufzählen, sonst»«- konnne-, Sie mir an« Sckcknß de» Esieus wieder neuen Appetit. Ich wage schon gar nicht nach dem Nachtisch zu fragen. Er ist natürlich aus der gieiche» Quell«. Aber ebensogut w>e Reispudding mit Karamelsoure hätte«h einen anderen Pud- ding oder Aep'el in, SchO-lrock oder sonst etwa?»mu» gemachtes haben können? Hansgen«achtes� Mochi jedes Geichöit sich tagtäglich die Mühe. so viel? Gerichte zu toche«? lind-'omck sich da?? Ob in alten Gelchäft?!, die Saiate Uiid Gemüse von den tieinen Betriebe» leihst zubereitet werde-, ade,«?> st««i« GroHunternehnnr i-i-riorpi. t«inn ich«i,hi b�n'teckea. Die d-ei Geschäft«, van denen ich die Mehrzahl meiner Ger-cht? b,;.>de. stellen«lke» selbst h tr. vnd zwar s?»!> alle sehr verschieden. Das eine, eine Butter-, ttier- und Kasehandlung, ha: nur wenig Auswahl. Das zweit« ist «in richtiger Restaurantbctrieb, bei dcni es jeden Tag zwei ver- schiedene Menüs gibt, von denen man sich aussuchen kann, was «an will: das Fleischgericht des einen, das Gemüse des anderen, «eim man will, blast den Nachtisch, der dieser Frau immer besonders gut gerät. Es ist wie ein Mittagslisch, mit dem Unterschieds daß man nichts dort oerzehren kann, sondern alles mitnehmen ntust. Dadurch fallen die Kosten für Bedienung und sür den Estraum weg. so dost man sehr billig liefern kann. Das dritte Geschäft, eine Gemüsehandlung, hat die gröstte Auswahl. In der Regel stehen dort IS bi» ZSPlatten, ost sogar noch mehr. Diese Frau be- fchästlgt allerdings ein« Köchin, die reichlich zu tun hat. Und ist wirklich mal«Ine stille Zeit, so muh ste Gelees kochen oder saure Ourken sirckegen. die dann das Geschäft auch wieder relativ billig oerkauft. Schließlich gibt»» noch»inen vierten Typ, der leider in meiner Nachbarschaft nicht zu finden ist. Das find die grasten Detikatestgefchäfte, in denen man fast alles fertig bekommt. mm Hummer(der hier kein solcher Luxus ist wie bei uns, aber noch immer teuer genug ist) bt» zu sauren Nieren. In diesen Gefchäslcn kann man auch belegt« Brötchen nach dem Gewicht kaufen, und wenn ich einmal des Abends nach Tisch Gäste habe, bestelle ich mir ein Pfund dieser appetitlichen tieinen Dinger. Da» kostet mich kaum mehr, al» wenn ich alle Zutaten selbst kaufte, fleht hübscher aus und spart mir vor ollen» die Arbeit. Roch einmal: Macht(ich das für die Geschäfte bezahlt? Das will ich meinen! Di» Sachen gehen reihend weg. Wenn ich erst»ach eins ankomme, finde ich ost kaum etwas vor, da die Frau- zösen ja immer noch pünktlich um zwölf est«». Manchmal sage ich an» Abend vorher, dah man mir etwas aufhebt, aber sehr oft weih tch tn dem Vugenbtt», da Ich das Büro verloste, noch nicht, mos ich an dem Tag esten werde. Ich mache es vom Zufall abhängig und sehe mir erst mal die Schaufenster an. ehe ich»»ich cntschliche. Ader verteuert das nicht Ihre Lebenshaltung ouherordentiich? Das ist natürlich der gröhie Eiuwaud, den mau gegen diese Art der Mahlzeiten erheben kann. Für eine große Familie, die sehr rechnen muh, kommt der Unterschied wohl in Betracht. Für einen alleinstehenden Menschen aber spielt er kaum eine Rolle. Wen» ein Pfund gekochte Schwarzwurzeln mehr tostet als rohe, so muh man ja schließlich auch rechnen, daß von dem Gemüse beim Putzen viel abfällt, dost man Gas für das Kochen verbraucht. In all den Aällen. wo die Frau aus Arbeit gehl, lohnt es sich austerordenktich, denn im Verhältnis zu dem, was sie dann oerdient, ist die Mehr- ausgäbe gering. Viele jleistige Französinnen, die doch auch sehr sparsam find, haben sich jedenfalls für diese Lösung entschlossen. Vlel wichtiger ist ein anderer Einwand, daß durch das z w e i t e K o ch�n cder Wärmen die Speisen, wie die nettesten Forschungen»ach- weisen, etwa« von ihrem Nährwert verlieren. Aber man isti ja trotz dieser neuen medizinischen Erkenntnis ruhig weiter Konserven, det denen durch hie hohen Hitzegrade viel mehr Vitamine zerstört werden. Und was schließlich die Sauberkeit betrifft, so muß man halt hier auch blind vertrauen wie bei jedem Restaurantefscn. wo man nicht in die Küche fleht— was oft recht gut fein mag. Im Grunde leuchtet dos alles ein. Wollen wir nicht, wenn Sie mal wieder dauernd nach Berlin zurückkehren, einen solchen Loden an» Polsdmner Plag ausmachen? Zwifchcn fünf und siebe» würden f»u) doch alle, die von dort in die Vororte fahren, ihr Abendessen »inkaufeu. Dl« organisierte Konsumentcnben>egung mühte sich vor allem einntal der Sache annehmen. Und dabei wären zwei wichlig« soziale Frage» angeschnitten: die Hausangestelltcnsroge, denn dann könnten sich viele Hallsfrauen mit eine? stundenweise kommenden Zugchsrou begnügen, ohne sich überarbeiten zu müssen. Der berufstätigen Frau, ja, auch dem alleinstehenden Mann wäre da» Haushaltsühreu nutzer- ordentlich erleichtert. Ferner könnte man im Wohnungsbau sparen. da man den Raum sür die Küche aus ein Minimum beschränken kann, ohne dcshalb aus ein liebevoll zubereitetes Esten verzichten zu wüsten. Das klingt alles wundervoll. Aber ich kenne unsere deutschen Hausfrauen. Ehe sie diese Revolution mitmachen(denn das ist eine solch« Ae»»derung sür sie», schaffen sie sich lieber weiter trimmt und lahm. Ihre Unersetzlichteit darf nicht angetastet werden. Nein, dos ist es nicht allein. Denn wen, trifft die Hauptschuld. wenn sie sich so abrackern? Doch nur die Männer(? Die Ned.), die meinen, aus ihr individuelles Este» nicht verzichten zu körn»«»». Bis zu einem gewissen Grad könnten ste das auch weiter haben, ade? bestimmte komptizteriere Gerichte, an die sie nun mal gewöhnt sind, mühten wegfallet!... So! Da schweigen auch Sie. llnd leils sreut es mich, teils betrübt es.mich aber auch, dah ich in unserem Gespräch mal wieder das legi« Wort behalte. Xu Tezia, Krankenkasse und Muiierschast. Dritter Jahresbericht des Deutschen Instituts für Frauenkunde. Im Westen Benins, in repräsentativer Gegend, liegt«in großes Gebäude, dos den arbeitenden Frauen m allen Stadtvierteln Berlins gut bekaintt Ist. Bei den Frauen, die ihrer schweren Stunde ent» gegenschcn, ist Vis Entbindungsheim der Krankenkasse, das Cecilien» haus, das unter der Leitung des ausgezeichneten Gynäkologen Prof. Llepmann steht, mit Recht beliebt. Niemand, der einmal einen Einblick in die blitzsaubeeen, freundlichen und mit alle» Er» fordernisten moderner Geburtshilfe und Frauenheilkunde ausgestattet ten Räume getan hat, kann sich dem Eindruck entziehen, dah die Krankenkasse hier für die Frauen der arbeitende» Schichten etwas geschaffen hat, was tn keiner Weise hinter der Hygiene und dem Komfort teurer Privatkliniken zurücksteht. Der dritte Jahresbericht des Deutschen Institute sür Frauen- kuilde berichtet voni Ausbau des Hauses und wissenschaftlicher Lei- stwng seiner Aerzte. E» sei dabei erwähnt, dah die Zimmer der neugeborenen kleinen Erdenbürger das neu« Fensterglas besitzen, da» die ultravioletten Sonnenstrahlen durchlästt. Mit Wehmut denkt man an den Tausch, der vialen vou den Müttern und Kindeni bevorsteht, wenn sie die verpflegten, ruhigen Räume ver- lassen, um in trostlose proletarische Wohrchöhten zurückzukehren. Die Rönigensterilisatio»». die an dieser Stelle besonders Inter- cssieren dürste. Ist durchweg günstig ausgefallen. Wo die BeHand- tung in der Hand eines erfahrenen, vorsichtigen Arztes liegt, sind keine Verbrennungen oder sonstige Schädigungen zu befürchten. Der graste Nachteil der Röntgensteriiisation liegt darin, dah der Ablauf der«mpsängnisgeschützten Zeit indioiduell außerordemlich verschieden ist; er schwankt zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren. Ein Erkennungszeichen für den Ablauf des Be- strahlungsersolges gibt es einstweilen noch nicht. Der Abschnitt über Gebärnmtterpcnoralionen ist erschütternd. Nicht nur bei Psujcherabtreibuiigen kommen Durchbohrung«» der Gebärmlttter vor, sondern Prasestor Liepmann hat ärztlich durch- geführte Aborte gesehen, bei denen tn einem Falle die ganze Gc- bännutler herausgerissen, im anderen Falle die Gebärmutterwand von vier Fingern des Arztes durchbohrt war. Es sind auch nicht nur junge Anfänger, denen solche mörderischen Kunstsehlcr unter- lausen, soikdern meist alte, erfahrene Aerzte, die zuweilen in der hast und hclmllchkelt und mangelnden Vorbereitung de» EIngrists de» Kopf verlieren. Im Institut für Frauenkunde steht man im Gegensatz zu anderen Frauenärzten auf dem Standpunkt, daß es besser ist. wenn solch ein böser Fall eingeliefert wird, die Gebär- mutier durch Radikalopemtton zu entfernen, als durch Sepsis das Leben der Frau zu gesährdcn.— Von besonderem Wert ist ein Aufsag von Gewerbemedizinalrat Dr. G e r b i s über„Frauenarbeit in der I n d u st r i«". Er bestätigt im allgemeinen das, was auch dxc Denkschrift des Tcxtllarbeitervcrbandes über die schweren Schädigungen des weiblichen Organisniiis während der Schwangerschaft durch die Arbeit am Webstuhl aussagt. Dr. Gerbis fordert sür die arbeitenden Frauen die allgemeine Einsühruug zwcckmähig konstruierter Stühle mit federnden Rück- lehnen, Fuhstütze», Armstützc». Sitze aus Rollen oder Schienen, Holzroste für. bodenkaltc Räume usw. Besonders empsiehlt er die Anstellung von Fabrikpflegcrinnen und Ausgleichsgymnastik wäh- rend der Arbeitsstunden. Er stellt die Mangelhaftigkeit unseres heutigen Mutter- und Frauenschutzes fest und beweist die besondere Empsindlichteit des weiblichen Organismus für bestimmte chemische Gifte an dem Beispiel des Binitrvbenzols, auf welchea die Frauen während ihrer Periode mit Blausärben der Lippe» reagieren. Berechtigt ist sein Hinweis darauf, daß auch die Ar- beiterin sich in ihrer K l e i d u n g der Arbeit anpassen soll: Schlüpfer in staubiger Lust, breite Schuhe mit stachen Absätzen bei körperlicher Arbeil uird solide Strümpfe bei Bodenkälte.— Oos Deutsche In« stitut sür Frauenkunde, das neben der praktischen Heilung auch der wissenschastttche» Forschung dienst, arbeitet eifrig an der Berbreilnng und Verwertung seiner Leistungen und Erkennimsse. Vorträge, Lehrfilme und das mit viel Liebe und Ester ausgebaute Boltsmuseum tragen das dort errungene Wissen tn Fach- und Laieutreise. kurze Röcke verboten! Sennora E cha r ry, ihres Zeichens Stadiinutter von Madrid, hat ihre Kolleginnen und Kollegen kürzlich mit dem Antrag überrascht, man möge den weiblichen Mit- gliedern des Skadtparlaments das Tragen von kurzen Röcken ver- bieten. Die meisten Stadtverordneten stimmten sür die Annahme des rigorosen Antrages, und er kam mit großer Stimmenmehrheit durch. So schützt man sich in der Hauptstadt Spaniens vor den Auswüchsen des Zeilgeistes. Eheähnliche Während noch die Debatten über die Neugestaltung der Eh« und de« Eherechts schweben, ist plötzlich das Problem des„checlhnlichen iBerhöltniKes* in den Vordergrund gerückt worden. Das Zusammen« leben von Mann und Frau-- auch soweit es den gangen Umständen nach als ein dauerndes anzusehen war— galt bisher, solange beide Nicht durch jormale Ehe miteinander verbunden waren, vor der Rechtsordnung trotz aller Mildcrungsoersuche und trotz allen söge« nannten Verständnisses schlechthin als u n s i t t l i ch, der Bertehr zwischen beiden als Unzucht. Zwei Ereignisse der letzten Zeit haben diese Ausfassung durchbrochen. Innerhalb des Rahmens der Arbeilslasennnlerstühung ist eine Versügung ergan-zen, wonach ein solches auf Dauer deutendes Zusammenleben, ein..eheähnliches Verhältnis Berücksichtigung zu stnden habe. Sodann hat die Straskammer des Landgerichts Chemnitz in einer außerordentlich bedeutsamen Entscheidung den 33er« lehr zwischen derart zusammenlebenden Personen als nicht unzüchtig »rNärt. Die Bsdeutung dieser Ereignisse darf ntcht unterkchätzt werden. Gab schon die Verfügung der Uitterstützungsd, Hörde Anlaß, die Unsittlichteit eines solchen Verhältnisses nunmehr zu verneinen. nachdem ein« Behörde—«ine stattliche Institution— sie nicht nur zur Kenntnis nahm, sondern sie als rechtlich anzuerkennend« Srfchel« nung behandelte, so hat sich mit der Entscheidung de« Landgerichts Chemnitz auch die Rechtsprechung begonnen, sich diesem Standpunkte anzuschließen. Die Entscheidung der Straskammer ist dem ZZernelpnen nach rechtskräftig geworden, ohne daß die höchste Instanz, angerusen worden wäre und gesprochen hätte. Es besteht daher die Möglichkeit, daß das Reichsgericht In einen» anderen Falle anders entscheidet. Dte Tendenz scheint aber deutlich zu sein, derartige Verhällnlsse als «in« ernst zu nehmende Erscheinung des heutigen soziale« tebens zu werlen und von dein Make! der llnsittlichkelt zu befreien. Hiermit wird aber«in Problem einer Lösung entgege,»geführt, das bisher kaum lösbar schier», obwohl seine Bedeutung Im sozialen Leben in» steten Wachsen ist. Nicht nur Fragen der Lebensausfassung halten Mann und Frau heute oft von der Eingehung einer Ehe zurück— wie das Landgericht Chemnitz mit Recht betont, sind es häusig bittere Hemmüisse der materiellen Bedingungen, die der formalen Ehe« Verhältnisse. schkeßung mit allen Ihren Folgen entgegenstehen. Obwohl man aber dies« Notlvendigkeiten sah und in iveitesten Krersen anerkemnte. waren die so verbuiidenen Männer und Frauen gerade in dieser Bindung vor der Rechtsordnung schutzlos. Schutzlos gegen Dritt« und schutzlos auch gegeneinander. Für das erste sei nur daran er« innert, wie häufig Wirt« und Wirtinnen es sich hoch,«rpresserisch hoch bezahlen ließen, daß sie„die Augen zudrückten" und die„Unzucht" duldeten. Schlimmer ober noch wiegt ine Regellosigkeit der Beziehungen unter den Beteiligten selbst. Nicht so sehr, solange alles gut ging. In der Maienblüte der Flitiertvochen erscheint auch jungen Eheleuten das Gesetz, das Güterstand oder gar Eh«tr«n»nlnc, behandelt, als törichte Theorie. Aber es bringt dl« Zelt manchmal Aenderungen und es kommt dann wohl der Tag. wo der ein« Teil sein Recht verletzt sieht. Dem..formalen" Ehegatten gibt das Gesetz die Richtschnur— mag man auch heute noch so sehr ihr« Bexdesserunxz urünschen. Derjenige aber, der ohne amtlichen Schein-nüt einem Pariner zusammen lebt«, Ist schuh- und regellos einer Störung de» Ausammenlebeu» preisgegeben. mag er auch fein ganzes Leben, sein ideelles und materlelles.«»'s- den anderen»ingestellt haben. Führen«heliche Auselnandersetzimgen auch, wie jeder mit der Materie Bertraute, v»«tß, oft zu harter» Kämpfen, so find doch die Kampfmittel lm wesentlichen durch der» Rahmen des Gesetzes begrenzt. Gerade die Schutzlosigteit nicht- gesetzlicher Bindungen aber oersührt zu Mitteln des Kompses, die oft in das Gebiet des Skandals und der Erpressung hinüber« gehen. Es ist hier nicht der Ort, im einzelnen zu untersuchen,»iwlcher Art dte Rechtsfolgen sein können und»Verden, die sich on die Anerkennung der„«heähnlichei» Verhältnisse" knüpfen, Insbesöndeie, od man dazu gelangen wird, einzelne Gcdicte des Eherecht» entsprechend mit den durch die Natur der Bindung gebotenen Aenderungen an- zuwenden, oder ob man den Rechtsschutz aus anderen Gebieter» nehmen wird— eine Klärung dieser Fragen wird auch erst' im Laus« der Entwicklung möglich sein—, es genügt vorerst die desriedigrnde Tatsache, daß diese wesentliche Erscheinung unseres heutigen Lebens nicht mehr schamvoll geleugnet, sondern ernst genommen wird. Dr. Fag«. Oer Hausfreund. Ich sitze In der Wiener Straßenbahn. Hinter mir sitzen zwei Frauen in jüngeren Jahren. Die eine sagt:„Und alsstern(alsdanv), rvas sagst, da kommt sie eU>i am Nachmittag und sagt: Geh. Mizzi, leih mir dein kiaussreund hcit. Ich Hab ihn sooo notwendig. Und Ich In meiner Gutmütigkeit, i leih ihr mein Hausfreund her. Aber ausdrickltch hob i ihr gsogt:„Polde, woaßt. Ich brauch ihn, den Haussremid, aus b'Nöchf. Daß d' mir ihn wiederbringst, verläßlich, heil Abendl" Ich sitze und staune. �Io, was glaabst, es wird Obend, es wird Nacht, i sitz da ohne mein Hausfrcind. Iatzt alstern. was soll i tun? I geh zur Poldi, riachschaun, was mit mein Hausfreund is. Ja. was denkst dkr— net dahoam. Außig slogn ts der Schlampen I R— Ii— a Wut— a Zur,»— aber was huists— nix zu nwchen, i flieg mein Haus« sreind ntt zurück. Am andern Tag—» schick an Bubu zur Poldi. wo mein Hausfreund bleibt?" „Jessas, so an Aerger mit dena Weib»build! Und nacher, was geschah dann?" „Der Bub kommt und lockst und sogt an scheen Gruß von der Poldii der Hausfreund gefiel ihr soo guat, und sie nröckst ihn noch an paar Tag ham. Ja. wos is, hob i mir denkt, i brauch auf d'Bacht mein Haussrrund! die Kinder wollen doch auch wos hodn— i geh selbst zur Poldi." Racher dös Is guat.— Du Host a Geduld!" „3o. mei, wos wulst machen? I geh zur Poldi. Die Poid» werd rot. schaut ml a»t, druckt hcrun». Was ts denn mit meii» Hausfreund — er I«»et dol" .Ja, gibt's denn dös aa? So a Gescherte!" .Nu, t hob. ihr schon an Standpunkt darglegt. Dt Hot Augen gmacht, sog t dir, Augen Hots gemacht! Alstern der Hausfreund war weg. Und was glaabst, wo der Hausfreund woi? Bei der Schlaghofer LInerlI Wos sagst jetzt?" .Da hob t gor nix zum Sagen, das is—" „Ja sreili, i woas schon, was d' sägn willst— an Schlamperei ifl bös, a ganz urtinärc Schlainpcrei— aba da kost nix mschn. Dev Hausfreund war bei der Schlaghofer Linerl. I geh hin zur Linerl — net dahoam. Auf d' Nacht brauch i mein Hausfreund— wcmu dös mein Mann erfährt— jessas, i häit ka ruhige Schtürld mehr In mein Leben. I geh noch amal zur Poldi. Und sog ihr,.du, Potdi, wannst dir net an eigenen Hausfreund leisten kannst, dann geh sein anständig mit mein um. Wer hat dir ertaubt, de» Haus- freund auszuborgen?" "ZFreilt, recht hast, Mizzerl!" ,3 sag zur Poldi, der Hausfreund Is meine und l loaß mir ihn net von dir verderben. Wannst du Ihn so herumschickst in dera Wärt (Welt), nachha mag der scheen ausschaun—" Jetzt halte ich es nicht mehr aus. Ich wende mich an chte beiden Frauen und frage so höflich wie möglich: J3st denn Ihr Freund wirklich eine so gewichtige Persönlichkeit, daß Sie die ganzeStraßen« bahn damit unterhalten müssen?" Die.Mizzi" schaut. Die andere schaut. Der Schaffner grinst. Da fragt die Mizzi:.3Vas für ein Freund alstern?" „Ich meine Ihren Hau- freund, von dem Sie so lcutt und lang.' reden!" Da sangen die beide an zu lachen und wollen gar nicht wieder aufhören. Endlich klärt sich das ganze auf:./zauefreund" ist der Name eines— Patentkochtopfes. Ein kostspieliges Gerstenkorn. Nur«in einziges, wm.üges Köruckxn, ein Gerstenkorn nämlich, das sich out dem Auge der Fitm« dioa R u t h L I g h t e n i n g bildete. Die�»Iii« Schöne wetgerle sich daraufhin, dermaßen entstellt nach dem Standesamt zu gehen. Ihr Bräutigam, der anienkanische Millionär Charles JÄ-illex, brannte hingegen darauf, Ruth am sestgefstzten Tage ,V» ehelichen und lehnte die Verschiebung der Hochzeit wegen dieser Lappalie energisch ab. Die Brautleute stritten sich runde oierundzwanzig Stunden lang. Keiner»vollte nachgeben, und schließlich einigten sie sich aus eine unoarhergesehene Weise: die Partie ging zurück. Die Eitelkeit der Dioa ho! ihr den nicht zu nnfei-t'+öben' en B->«bG van einer Viertelmlllio» Dollar eingebracht. Co viel lzatte sie nämlich am. Tag« de? Cheschiießlnig von ihrem Gatten als Brautgeschenk er« hatten sollen. Sie kann sich nun rühmcir, das kostspieligste Gerstenkorn aus Erden gehabt zu haben... Unwillkommene Regimentstöchter. Zum Kapitel: Besahungskinder. Köln. t. Januor. Oi' es Mans« an geetgnetm BetStigunz�Men oder eine von twtlonrtll'flitter Seit« hmters Dl/r gesetzter Moh nwr, der rheinische gKMwnnewtn« vemMatzt hat, sich auf das schwierige Gelände der Autzenpvlitik zu begeben, mag dahingestellt bleiben. Immerhin muß man dem Kamps, den sie um die A l t m«n t e für die von der Besatzung hinterlasseiren unehelichen Kinder begonnen haben, eine gewisse Ongiieaiität zuerkennen. An so etwas hatte noch nicht einmal dte Entente beim Bersotller Frledensdtttat gedacht, obgleich doch auch die Deutschen nicht ohne Zurücklassung bevölkernngs- polittscht'r Tatsachen aus dem besetzten Feindesland abgezogen find. Aber es überschreitet denn doch die Grenzen der Objektivität, di« man auch gegenüber der unsympathischen Besatzirngsmacht innehalten soll, wenn es in einer Zuschrift an die„91 he! Nische Zeitung" heißt, ..daß die sraazöfljche militärische Oberleitung mit einer unverkennbaren sadistischen Freude die bevölkerungsvrrmehrende Se- tätiguug ihrer Vfsiztere. llnterosstziere und wannschastrn duldete und begünstigte." Dieser Vormrers wird mit dem Hinweis begründet, daß Besatzungs- angehörig« mit Anwartschaft auf uneheliche Vatorgualitäten in andere Garnisonen versetzt worden seien. E» Ist zumindest umvahrscheinitch, daß für ctn solch«, Versohre, i, dessen Tatsächlichkeit ohne wettere? unkerstellt werden kann, die rnilttärtsche Oberleitung bemüht zu werden v raucht«. Da, wird im allgemeinen schon der krumpanieseldwebet mit dem Regiments- oder Vivistons- schrciber befingerl haben. Das hat auch gar nichts mit �.mroertemebarer sadistischer Freude* von Angehörigen einer bestimmten Nation zu tun. Es ist vielmehr Ausdruck der uralten übernationalen Erfahrung, daß der Kommiß dte allerletzte Körperschaft Ist, innerhalb deren die ver- einigten Frauenverbände die berüchtigte doppelt« Moral abschaffen werden. Es ist auch sehr gewagt, in diesem Zusammenhang von der „nngieich reinlicheren M oral der Briten" zu reden. Iebentitilis hat man in Köln, wo man seinerzeit das Lied von der .Lasel Schotoläd' für ne Stunde Promenäd" sang, darüber seine eigene Meinung. Bei der ganzen Angelegenheit handelt es sich einzig und allein um das Problem, vor das sich seit Urzeiten jede Besotzimgsarmee gcstell! sah: Wie werden wir fertig mit dem Geschlechtstrieb unserer Truppe»? Die einsaMte und feste, leider viel zu spät getrossene Lösmrg»KU Abrücken. Ais das nicht geschah, hotte» di« rheinischen Mädchen noch immer die Möglichkeit, von fich aus eine Lösung zu finden, indem sie sich aus Stationalstoiz den Soldaten de» Feindes verweic-erlen. Das hat ein Teil von ihnen, der sich aus allen Gesollsgwstsschichten retrnitert, ebensowenig getan, wi««»»gewiss« Mädcken je in besetzten Gebieten getan hätten. Aom Standpunkt der Böse.ungsmacht Mb es drei Möglichkeiten, über dt« das rnroer- meldbarc Maß von Geschkechtsverkechr vor sich gehen konnte. Enl- weder man verwandte verbetratet« Truppen und quartierte sie mit Familie«du Dies Sysketn ging auf Kosten der Wohnungsnot der SJeiHiffening. Oder ittan stellt« Prostttution in entsprechendem Umsrn-g bereit. Gegen die Vermehrung der Bordelle oder gor ihre Einrichirog i« Orten, die bisher davon verschont nwrem, mußte sich aber ebruchall? dt« deutsche Oefsenlstchkeckt weisen. Oder man nahm ein Anbändeln der Vefntzrmgsangehörigen mit der weih. liche» Bevölkerung trotz cmdersiaulender offizieller Edikt« taksachiltl, in Klms. Allc drei MäzAichkeüen sind von unserem Standchb�k« 0».'? deutiwr unerfreulich. Am ickli,»niste« aber wäre zwetfeito, dt« Aeschrünk-ung auf ein« der Mög'ichteiten gewesen. Alle» in ollem war darum noch«in« Konrbinaiton von den Dreien, wte sie dann auch in der Praxi» ongeuwiidt wurde, da, kleinste Uebel. Di« unerwünschten Folgen der urwenneidbaren Geschlechts- belaügrmz der Befotzungstn.ppen hoben«vir nun in vaterlosen Kindern«wr uns, deren Johl tZ 000 betrogen soll. Solange amtliche Angoöen i-ber Höh« dieser Zahl und Zusammei.fctzung»roch Ratio- nalliät der beteittgken Väter fehlen, sind alle die�ezü�ichen Mitteiiuiige« mit größter Vorsicht aufzunehmen. Äedensalls de- firrden sich diese Kinder in einer Lag«, deren Verschiirnrnennrg zu vermeiden und deren Besten! ng zu oersucherr. unr alle Ursach« hoben. Da« RächtNegende war« di« Uebernohme der Erziehungskosten o«! das Reich ernter entsprechende« Herabsetzurrg der Re- paeationelasten. Verhandlungen über dies« Herabsetzung, die jährlich 5 bis V Mtb lnmen Mark ausnrvchen würde, zu führen ist aber Sache her ver- antwortltchen Führung der Relchsaußenpollttk rmd nicht der ver- einigten rheinischen Fmuenvereine. Der Versuch von letzteren, durch Aiimentatlonsprozesse in Frankreich und England Präzedenzentscheidungen zu erwirken und dadurch'die ganze Frage aufzurollen, bietet juristisch wenig Aussicht auf Erfolg. Politisch bedeutet er ein« unberufene Einmischung, die nur geeignet ist, etwaige Verhandlungen zu erschweren. Vor allem aber Ist ec im pädagogischen Interesse der Kinder geradezu verhängnisvoll. Manche von ihnen sind sowieso ständig in Gefahr, daß man st« ihr« außergewöhnlich« Abstammung sichten läßt. Bei anderen wieder, die vielleicht in der Familie der Großeltern oder der inzwischen«r- heiroleien Mutter stillschweigend« oder anerkonnle Kinde srechl« erlangt haben, ist dt« Herkunft mehr oder weniger In Bergesseicheft geraten Ein großer Test der Kinder ist mittle rw eile in den sogenannten Gebrauch der verminst gelangt. Diese werden ein durcherns lebendiges Empfinden dafür haben, wenn im Verlauf de« famosen Frmienottton dl« Frage«ach dem Vater ausgerollt wird, wenn dann in den kleinen Orten dt« amtlichen Feststellungen des Tatbestandes nebst nachfolgendem vorfgektalsche mch familiärer Auseinandersetzung stattfinden. Wie oft werden sich dies« Aus- einanderfetzungen auf ihren armen, kleinen Rücken abspielen? Hoffen wir im Interesse der Kinder, daß nicht wieder einmal Wahrheit werbe, was der Achter wie folgt ausdrückt i Wenn über eine böse Sache mal enollch Gras gewachsen ist, Kommt sicher«in Kamel getoufen, das alles wieder nmtersrißt. Das Seidenstrumpf-Budget der Amerikanerin. Der �Konfektlonär' berichtet von der Rundfrage einer New- Vorker Zeitung an feine Leserinnen über die Anzahl und Lope« der Strümpfe, die tm Jahre gekauft wurden. Die Antworten kenn- zeichnen nicht nur den Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung im Vergleich zu Deutschland, der hohe Verbrauch zeigt auch, welche Rolle die.Zeit" für die Amerikanerin spielt. Sie unterläßt da, gründliche Äopsen der Strümpfe und verbraucht lieber um so mehr. Ein« Kassiererin teilt mit, daß sie durchschnittlich zwei Paar per Woche kauft:„das macht!04 Paar Im Jahr und kosten mich 1.SS Dollar pro Paar, also etwa 200 Dollar per Jahr: ich hott« das nicht für extravagant, dte meisten meiner Freundinnen geben viel mehr für ihren Strunrpsbedars aus". Em« ander« junge Dam«, ein« „Studentin" erklärt«, daß sie 80 Paar Strümpfe Im Jahre tauft, zum Durchschnittspreise von 2 Dollar per Paar. Sie meinte: „Seidene Strümpfe sind heutzutage eine Notwendigkeit: will man nicht ausfallen, s» muß man sie trogen." Kommentar überflüfstgl Ob diese hochgeschraubten Zivllisatioir«»nsprliche wirtlich dazu diene», die Menschheit und die Frau insbesondere glücklicher zu machen? Fünfzig Ooliar jährlich für Kosmetik. Der Verband der amerikanischen Kosmetiter hat die well beglückende Tatsache festgestellt, daß rund zwanzig Millionen Bür- gerinnen der Vereinigten Staaten ständig den Lippenstift be- nutzen. Mt den im Bnkauf eine» einzige« Jahres aus dies« Weif« verplemperten Forbenmoleriol könnte man sämtliche«Illen de» Fttmdorados Hollywood rot anstreichen. Ferner hat derselbe Verband den Durchschntttsverbrauch der Amerikanerinnen an kosme» tischen Mitteln statistisch erfaßt und freudigst registriert daß auf jede» vorbildlich zurechtgemacht«" Frauenantlitz jährlich nicht weniger al» fünfzig Dollar entfallen. Dies« hohe Ziffer(man be° denk«, daß die Frlseurfpesen nicht mit eingerechnet sind) wurde von der stoiksttlchen Abteilung de» Handelswrnlsterlum« zu Washlng- ton beglaubigt. Wozu man die amerikanischen Ehemänner nur von ganzem Herzen begiückwünschen kann. EatschuidiguttgSzettel. Nach«in«, Schutversäumnts bracht« da, Kirch soigend«.Deuk- schrstt" seiner Mutter dem Lehrer! S es« ä i k t e t e n B-i«>. Man hifit dos zuerst für kaleurtsch. e» gelang Ichiießiich die Eni- rätselung:„Benötigte de« Buden." Kürzer»irch klarer schrieb eine ander« Mutter:„Wegen Stieb ein."