j Xr.C« 41. Beilage zum Vorwärts i �tZ Mär�SZ« j Büro und Zw vielen FamNen wird zurZett die Verufsfrage für die Ostern au» der Schul« tonnuentxm Söhne und Töchter leichaft besprochen. Dielen jchrtnt nicht» fo wichtig, als das Kind vor schlecht entlohnter Arbeit zu bewahren. In dieser Absicht wird manchem der Beruf, den er sich selbst wünscht, ausgeredet und ein anderer warm gepriesen, den die Eltern für einträglicher halten. Eine solche Beeinflussung ist nicht einmal in wirtschaftlicher Bezichung vorteilhaft, dem, ersten» überblükt man im besten Fall doch nur die augenblicklichen Verdienst» Möglichkeiten, die sich in wenigen Jahren schon vollständig verschoben Hoden können. Zweitens ist zu bedenken' Die Neigung pflegt auf d i e Tätigkeit hinzudeuten, für die man besonder» geeignet ist. Ist aber die Eignung für eine» bestimmten Beruf vorhanden, so hat man in der Regel auch Aussicht, eine gut« Arbeitskraft zu werden, urtd damit auch günstige Erwerbsaussichten. Ist man sich über die echt« Reigung im klaren, so scheitert die Ersüllung des BemfsnMmfches oft daran, daß Mc Ausbildung zu lang und zu leuer ist. Bevor die Eltern von dem Sohn oder der Tochter verlangen, daß sie sich der harten Notwendigkeit beugen, sollten sie unter allen Un> ständeu im städtischen Verussamt feststellen, od nicht vielleicht irgend- welche ErziehungSbe'chilsen, Stipendien, Freistellen oder andere Er- leichterunge« in Betracht kommen. Besonders verhängnisvoll ist die noch vielfach unzeitgemäße De» Handlung der Derufssroge für die Töchter. Biel« betrachten noch heute Ihre Berufstätigkeit als ein Provisorium bis zur Ehe- schlleßung, und meinen darum, bei einem Mädchen komme es nicht so sehr darauf au. welchem Beruf es sich zuwendet, und eine länger« Vorbereilungszeit rentiere sich nicht. Man übersieht dabei, daß nicht nur zwei Millionen Frauen infoige des Krieges der Heiratsaussichten beraubt sind, sondern auch, daß der Erwerbszwang für die Frau heute in unzähligen Fälle» keineswegs mit den. Weg zum Standesamt endet. DahergiltheuteundsüralleabsehbareZeit, daß die Ausbildung der Mädchen genau so Opfer verlangt wiedi« der Knaben, und daß die Aus» blldungskvsten iausweileSicht angelegtes Kapital find. * Der Kontor beruf zieht noch immer viel« Mädchen an— leider auch solche, ine keine Begabung für Rechnen. Deutsch und Sprachen haben, med die darum von vornherein als ungeeignet ausschalten sollten. In Anbetracht der großen Konkurrenz genügt aber ausreichende Begabung allein nicht, wenn nicht«ine wirklich gut« Ausbildung hin- zukmmnt. Schätzungsweise 50 MO bis 60 000 Personen weidlichen Geschlechts werden alljährlich aus den privaten Handelskursen entlassen, dt«, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, minder- ivertig sind, während überall Gelegenheit gegeben ist, öffentliche, von den Stadtgemeinden»der Handelskammern errichtete Handelsschulen zu besuchen. Aber die AusbiKmugszeit dauert nur 3 bis 6 Monate, während die«ffenttiche« Schulen ein- bis zweijährige Kurse haben, und der scheinbare Lorteil dieses Zettgewinns macht viel« gegen die schweren Nachteile der»»eisten privaten Handeiskurse blind. Die Zeit ist viel zu kurz, um eine gut« Ausbildung zu ermöglichen, mich die Lehrkräfte lassen»st zu wünschen übrig. Im Vergleich zu dem Gebotenen stich die Schulgelder vielfach auch außerordcnLich hoch Deutlich spricht eise Statistik, die in Bert in ausgestellt worden ist. Danach entfielen auf 100 in öffentlichen Handelsschulen aus- gebildele Angestellte: Haushalt. Stelleuwechfei i« 210 Fällen: Arbeüälchqsteü 4m Durchschall 2,5 Jahr«; Bezug von Erwerb slosenunterstützung in 4! Fällen. Dagegen auf hundert w privaten Handelsschule««msgebtldel« Angestellte: Stellenwechsel in S84 Fällen; Arbeitslosigkett im Durchschnitt 7,5 Jahre; Bezug von Erwerb slosenunterstußung in 101 Fällen. Die Eltern sollten über dies« Lei« Statistik nachdenke«. v Auch der hauswirtschastlicheBerus wird oft nur mller wirtschaftlichen Gesichtspunkten von den Eltern willkommen ge- heißen. Der Sohn erlernt ein Hand-verk, die Tochter hat glücklicher- weife Lust zu hauswirtschaftlicher BetMgung und wird darum in eine Stellung geschickt— die Eltern sind die Sorge um ihre« Lebens- unterhalt los. In wie vielen Fälle» wandelt sich em frisches, junges, arbeitssrohes Geschöpf in kurzer Zeit in ein enttäuschtes, verdräsienes Mädchenl Die Hausfrau, die Lohn bezahlen soll, verlang; mit Recht. daß das Mädchen schon etwas versteht. Die ist das aber zu er- warten, wenn sie nicht zuvor unterwiesen worden ist! Wer in der Lage ist, seine Tochter mkf ein« Hauvhaitungsschule zu schicken, gibt ihr damit einen nicht hoch genug zu schätzenden Anlauf für das Berufsleben. Wer dazu nicht unstmwe ist, verzichte wenig- stens darauf, sofort völlig entlastet zu werden und gebe die Tochter in ein« hauswirtschastliche Lehrstelle, wie sie durch die Berufs- rnid Arbeitsämter vermittelt werben. Man»miß sich durchaus klarmache», daß die Hauswirtschaft, wenn man sie nicht mir für den eigenen künftigen Bedarf erlernen, sondern daraus einen dauernden Er- werdsberuf machen will, als gelernter Beruf beiumdelt sein will. Kurse mtt abschließender Prüfung sorgen in verschiedenen Sindten dafür, daß iiausfranen mit dem Titel«Meisterin der Hauswirtschaft" nachweisbar find, die fähig und willens sind, Lehrlinge, entsprechend dem Handwerk, auszubilden. In manchen Städten beträgt die Lehr- zeit zwei, in anderen drei Jahre. Am Schluß der Vehrzcti folgt ein Examen vor einer Prüfunzslommipicm.„nd das Mädchen hat das Recht, wenn sie es besta irden hat, sich./geprüft« HausgeWfin" zu iwnneu. Was sie während der Ausbildungszeit weniger verdient hat, ist«wn bald ei»geholt. Bor allem aber hoben gelernte Haus« gehiisiunen«ine geachteter« und befviedigrnberr Stellung im Bevni vis das ungelernte„Dienstmädchen", besten oft. so unerfrkultche Arbeits- Verhältnisse schon manches Mädchen abgeschreckt haben, besten Neigung im Grunde der hanswirtschaftllchen Beiiitchung g lt. Denn die Hebung eines Berufs, der bis letzt fachcherwefs als»ingelernter betrachtet und behandelt wurde, zu rnem gelernten, bleibt nicht ohne Wirkring auf die Wertschätzung ihrer Vertreter. Di« Hausfrau, die eine Qsalitaisarl»eitertn tu ihren Haushalt aufnehmen null, wird die berechtigten Forderungen des Mädchens»ach Selbständigkeit mch Freiheit etzer anerkennen, ab- gesehe» davon, daß sie sie ihrer Ausbildung entsprechend bezahlen muß. Oft wird es sich um Housfraue» handeln, die selbst einem Beruf nachgehen müssen und für ihren Haushalt einen tüchtigen, selbständig denkenden Menschen brauche». Man denke aber»eicht, daß jedem Mädchen der hauswirtjchirjtlcch« Beruf entspricht! Auch hierzu gehört Eignung und Neigung. Sie durch liebevolle Beobachtung zu erforschon ist das wichtigst«, das die Ellen» bei der Berufswahl zu tun haben, lind da»»« mögen sie sich»»ertrauensvoll an das zustündige Berufsamt wende«, das ihrun» unentgeltlich und ohne irgendwelche Eigen in teresfe« mtt Rat«md Tat zur Seite stehen wird. Dr. Kiklc Crimhuum-Sitchä. \ Sachlichkeit oder Gefühl. prominente über die moderne Geschlechtersrage.. v« ,.Friiu««gnipooi für soziale Arbeit", Vorsigenöe Dr. Mce Ealomo», veranstaltete in der vergangenen Woche einen Abend mit dem Thema„Was erwartet der Mami von heute von der modernen yrau und unigekehrt". Das lmgeheure Interesse, das unser« Zeit den Geschlechtersragen entgegenbringt, weil sie es bis in die honetten Ujirgerkreise hinein heute ohne Angstkomplexe und hämische Miß- deutungen öffentlich zeigen darf, machte sich auch in den gewiß nicht radikal eingestellten Frauenkreisen um die Akademie für Soziale Frauenarbeit geltend. Ein Eaalwechsel in eine doppelt so große Räumlichkeit wurde im letzten Bugenblick notwendig. Als Sprecherin ftir die moderne Frau warf Lola Landau zunächst die Frage auf, ob es de» modernen Mann nls Typ über» Haupt schon gäbe. Zweifellos ist beim Mann ein« so radikale Umbildung des Geschlechtstypus nicht eingetreten wie bei der Frau, so daß er in der GeschlechtersphSre heute das konservative Element darstellt. Wie der Mann das tiesste Wesen der Frau nicht kennt, so begreift auch die Frau den Mann niemals ganz. Nur soviel läßt sich sagen, daß er ihr nicht mehr Schicksal ist, nicht mehr das romantische Idealbild, der Held, das Schablonenideal ist, zu dem die einst so geschätzten„weiblichen Eigenschaften" das Gegenstück bildeten. Doch auch in der Vanalislerung durch die Nähe in Beruf und ölsenttiche» Leben wird die Frau den schöpfmirfien Kräften des Mannes noch zu wenig gerecht. Seme Hauptstärken find die für die Frau oft unbegreifliche Trennung von G e- f ü h l u n d B e r st a n d, die„gute Regulierung", wie die Rednerin es nennt, und die Triebe zu Abenieuer, Kampf und Gewalt, die einer Sublimierung und Hinienkung auf geistige Ziele bedürfen. An einem hübschen Beispiel— dem langen Mann, der an der Seite einer viel kleineren Frau seine gewohnten Siebenmeilenschritte »»acht, weil er doch für die„Gleichberechtigung" ist—, demonstrierte Lola Landau die Mißdeuwng des Kameradschastlichkeitsideals. Wir Frauen wollen nicht die alte Ritterlichkeit, aber menschliche Hilfsbereitschaft für den Schwächeren, also für die Frau ganz besonders in den Perioden der körperlichen Schntzbedürftigteit. Dann wandte sich die Rednmn gegen das Schlagwort von der neuen Sachlichkeit im der Lisbe, das nur Verarmung, Seelentaubheit und Rechtfertigung für einen neuen Zynismus umschreibt. Wir müssen wieder Mut zum Gefühl und seelischen Tiesgang aufbringen. Die uneheliche Hingabe einer Frau darf vom Manne nicht mehr mit dem alten Maßstab als eine Emwertung gemessen werden, die Ehe, d&e einer schleunigen Revolutionierung threr Süßeren Formen bedarf, soll als sittliche Aufgabe von beiden Teilen betrachtet werden. Dann folgte noch ein langer„Wunschzettel" für den moderne» Mann, der alle die Fragen betraf, in denen die Frau von heute ihn zur Unterstützung ausruft, also in der Umgeftolrung des Eherechts, in der Frage der Frauenberufsarbeit, in dem Anspruch aus Eigenleben in der Che, in der Gemeinschaftserziehung. in der geistigen Kamerabschaftlichkeit. in der sozialen Frage, in der «»enschlich anständigen Ausiragung der politischen Gegensätze. Vom Standpunki des Mannes aus sprach der Dichter Frank Thieß. Die sorgfältig«, feine Ziselierarbeit seiner Worte war an kost unedles Material vergeudet, sondern inhaltlich wie formal stand sein Bortrag aus der gleichen Höhe. Er konnte sich dein von seiner Borrednert» Gesagten voll anschließe»», lieber die Wunschgestaltung des Mannes von der modernen Frau kann Objektives nicht aus- gesagt»Verden, aller Wunsch ist papierene Schimäre und ljat das Verdächtig« der Gencralifierung. Schon der Klalseiizugehörtgkeit noch wird jeder Mann sich die ihn» zugehörige Frau anders wüir- scheu, u«eoiel größer werden erst die subjektiven Unterschiede fem! Das ihm gestellte Thema forderte vom Redner fruchtbare Subset- tivltät des Wunsches.— Bei den heutigen Ehefchwiengkeiten sind die Haupturfachcn die gegenseitigen Erwartungen, die nur ein« anmaßende Form des Wünschens sti»d. Früher envartele der Mann in der Ehe Treue, Meinungsgleichheit und— daß die Frau von Hm n ich t s erwartete. Heut« ist die freiwillig sich bindende Frau der Wunsch des Mannes, wobei ber Redner allerdings gleich vorsichtig hinzusügte, daß er nicht das Idealbild der Frau zeichnen wolle, das die Mäni»er gern möchten, sondern das die Männer wollen müssen. Der Mann muß die Frau als freien, selbstverantwartlichen Menschen wollen, der seine Liebe frei ausstrikmn lassen darf, er muß die liebende Frau wollen, denn die Liebe ist Befruchtung der geistigen Schöpferkraft des Mannes. Wenn der Mann glaubt, die Liebe entbehren zu können, um Zeit und Seelenkrast zu sparen und scheinbar die Fran will, die aus alle Hemmungen verzichtet, vergiftet er durch Mißbrauch der Lieb««- söhigkest der Frau sein«igen«« Werk. Es ist dies kein offener Zusammenbruch, sondern«in« unheimlich«, lautlos« Entziehung der besten Kräfte, sein Werk ist tot und sreudlo«,»« entartet zu hektischer Betriebsamkeit. Wenn der Mann der modernen Frau das Recht auf lieblose Hingab« wie eii« Kokarde überreich»« und sie aus dies« Flächenliebe hereinfiel, so ist dieser verrat für dreißig Sitberlinge eine bittere Enttäusch,mg für die Borkämpsertnnen, die ihr« Ernte durch die unselig« Verwechslung der jungen Frauengeneration doch wieder an den Mann hingegeben sehen. Der Wann aber, indem er zu gewinne» schien, verlor, er kann ohne Liebe wohl sein Leben hinbrt»»grn, aber reicht führen. Darum wird auch er heute schon mißtrauisch gegen diese„neue Sachlichkeit". Der Uebergangschp der Entlaufenen wird darum bald verschwinden, die Freiheit wird natürlicher Ausfluß der PersSnlichkeik, und die grau wird Schöpferin einer neuen und freieren Sitte sein. Der Mann war zu dieser Ausgabe unfähig, seine Pole liegen zwischen Hemmungslosigkeit und Askese, zwischen Hauspostillenrnoral und Freudenhaus, und Immer wieder hat die gesund« Frau gegen die vom Manne geschaffene Sitte rebelliert. Heute warte» ihrer diese Kultriraufgabe von höchster Bedeutung. Der Geschlechtshintergrund st heute nicht mehr Sexualität, sondern Menschlichkeit, der Mann muh sich in der Frau eine Kameradin wünschen. Die neutrale Zone, die sich die Frau ohne den Mann schafft, Ist von größter Wichtigkeit, denn bei der dissereirzierte» Frau findet der Mann jene wulrdervolle zweite Zone der Vereinigung und des Aus- te.uiches, die dem tiesstnrcgen Ausdruck der Bibel vom„Erkennen" der Geschlechter erst seinen vollen Sinn gibt. Betrug an der Lugend. Der Aufsatz der Genossin R. E.„Wie sag ich's meiner Mama?", dessen Ausführungen im großen und ganzen zuzustimmen ist, bedarf vielleicht noch einer Ergänzung und Klärung. Die darin vertretenen Ansichten über die sexuelle AujNärung junger Menschen und deren praktisch« Nutzanwendung unter Sechzehn- und Siebzehnjährigen werden gewiß leichter Eingang bei einem großen Teil der Leserinnen finden, wenn die Vorbehalte und Abgrenzungen gegen die hemmungslose Libertlnage unserer Zelt, die auch hokb« Kinder schon ersaßt hat, noch deutlicher herausgearbeitet werden. Ziveisellos liegt dies auch im Sinne der Verfasserin, die Jugendrichter Lindseys schön« Worte von den„echten Inneren Hemmungen" zitiert, mit denen sich der junge Mensih freiwillig gegen die sexiiellen Der- lockungen der Zeit wappnen soll. Iinimrhin können die Wendungen, daß„wir der Jugend von heute ein Anrecht aus Gestaltung Ihres Lebens geben müssen", wozu„auch die ErmSglichung des Ausbaus elnes gesunden Sexuallebens" gehört, In dem Sinn« mißdeutet werden, daß die sexuell« Betätigung ganz junger Menschen zu diesem Befreiungsprogramm gehört. Es war die Tragik des Jungproletariats, insbesondere der jungen Menschen der Jugendbewegung, daß gerade zu einem Zeit- punkt, wo sich organisch neue, seiner« Formen der Geschlechter- gemeinschast herausbildeten, gleich weit«ntsernt von bürgerlicher Philistrosttät wie von der dumpfe» Triebhaitigkeit des Arbeits« sNavcn, die Sturzwelle hemmungslosester Sexualität sie hinab- schwemmte in die graue Flut der allgemeinen Formlosigkeit und Auflösung. Erschütternd ist es, weim Zwanzigjährige bekennen müssen, daß ,chie Liebe"— eine als komisch belächelte, lavendel- duttend« Antiquität— ihnen kein Erlebnis mehr sei: wahllos werben die Portner zu jeder beliebigen Zeit gewechselt. Die Lebcnstechnik der„neuen Sachlichkeit" ist zum Lebensstil gemacht worden. Gewiß ist es besser, daß Verhütungsmittel angewandt werden, statt daß Infektionen oder Schwangerschosten eintreten. Damit, daß äußerer Schaden verhütet wird, ist aber der Zustand jugeirdlicher Sexual- betötiqung noch keineswegs gerechtfertigt oder bejaht. Die Proletarierjirgend hat es unter den auch von Genossin R. E. erwäh,»t«n äußeren Schtvierigkeiten der Wohnenge und der groß- städtischen Reizungen und sexuellen Frühreise darin besonders schwer. Damm machte es auch den tiefsten Eindruck aus die Zuhörerschaft, als Genosse Dr. Karl Kautsky tn seinem Vortrag über„Moderne Eheprobleine" vor der Berliner soüaldemokratischen Frauenwelt mitteilte, daß in der Wiener sozialistischen Jugendbewegung sich junge Menschen beiderlei Geschlechts, angeekelt von der allgemeinen promiskuitären Schlamperei, freiwillig gebunden haben, die Zeit der Reife für Körper und Seele abzuroarten. Solche Beispiele zeigen wieder Möglichkeiten einer neuen, höhere» Gestatt»n>z. H. S. Mrs. pankhurst. CMnntraitg an die englischen Suffraaettes. H9tU btx Fn»u yr«ih«tt. wirtschaftllch« v«r«mtworwng. Wissen und Kraft, In einem Wort, gebt ihr den»ollen Anteil an dem, was der Mann seht allein befitzt.- Dies« Wort« schrieb die Engländerin Mary W oll fi o»«« «ras« in einem von ihr herausgegebenen vuch„Eine Rechtfertigung de? Frauenrechte". Da» war»ine für die damalige Zeit recht auf« reizende Throne. Sprach doch der berühmte Harare Walpol» von ihr al» einer„Hyäne in Unterröcken-. Seit sie die Forde- rung erhoben hatte. „Gerechtigkeit für die «in« Hälft« de» Gr- fchlecht». damit die andere gedeihe-, find 139 Jahre dahingegangen Die Welt ist eine ander« geworden. Die politische Gleichberech- tlgung der Geschlechter hat sich auch außerhalb Deutschlands durchge. setzi. Allerdings war die deutsch« Revolution hier bahnbrechend. In England wurde sie erst im Jahre 1928 durch da» sogenannte„Flap- per-- Wahlrecht verwirklicht. das allen über 21 Jahre alten Frauen das Stimmrecht gab. l,.Flapper- bedeutet In deutsch„Backfisch-.) Die englische Frauenbewe« gung hat«ine recht bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Die brave Mary W o l l- ponecraft starb als Predigerin in der Wüste. Zu ihrer Zeit gab «» keine Frauenbewegung. Im Jahre 1869 trat ein Bortämpser sür Frauenrechte auf den Plan: John Stewart M I l l, Philosoph und Boltswirtschastler. Auch Mill fand keinen Widerhall. Im Jahre 1912 entstand dann ein« spezifische Frauen- bewegung unter dem Namen„Soziale und Politische Union der Frauen-. Gründerin dtoser Bewegung war die setzt verstorbene Mr». P a n k h u r st. Erzeugte auch diese Organisation weit über Englands Grenzen hinaus grotze» Aufsehen, so blieb st« doch ohne praktischen Erfolg. Das Sonderbarst« aber war. daß im Augenblick, wo das Frauenwahlrecht verwirklicht wurde, von einer Frauen- bewegung gar nichts mehr zu merken war. Die durch die sogenannten„Sufsragettes- ins Leben gerufen« Bewegung ver- schwand bei Beginn des Krieges vollständig. Aus den Fraucn-Führerinnen wurden Rekruten-Anwerbungsagentinnen, allen voran Mr». Pankhurst. Aus der Frauenrechtlerin wurde«ine Krtegspropagandistin. Hatte sie ln 1913 unter anderem auch den Bannsluch gegen James Ramsay Macdonald geschleudert, weil er sich weigerte, die unsiningst« Sussragetteebewegung zu unterstützen, so schleuderte sie setzt den Bannfluch gegen ihn. weil er sich weigerte, sich in den Dienst der Kriegshetzer zu stellen. Mrs. Pankhurst ging schließlich im Austrage der Regierung»ach«meriko. um die Amerikaner„für den Krieg reis zu machend Sie. die ursprünglich dem..Mämxrregiment- den Goraus machen wollte, half jetzt diesem Reginrent, verteidigte Mehr als vier Jahre den Massenmord. Ihre politische Forderung war gewesen:„Für die Frauen dasselbe Wohlrecht wie für Männer,- dadurch wollte ste das alte überlebte reaktionäre englisch« Wahlrecht auf die Frauen ausdehnen, um es zu verewigen. Ihre Forderung wäre hauptsächlich nur den Frauen des Besitzes zugute gekomnnm So stand die Sufsragettes. bewegung Im Keg«»futz zu,;. Arbeiterlu-wegung. Sie verrannte fich mehr und mehr in eine einseitige Antimännerpolitik. Vor ollem stand sie mit den„von nur Männern" gesül)rten politischen Par- teien aus Kriegsfnst. Trotz aller Gegensätze und Widerspruch« machte die Bewegung »I«: von sich reden. Sie führte Krieg gegen Parlament und „Männcrautorität-. Der Polizei gab si« allerlei zu tun. Es ist vorgckoiniueu, daß Frmieu und Mädckxn bei Wahlen In die Wahl- lokale drangen, die Wahlurne vom Tisch rissen, die Siimmzettel durcheinanderwarse» und den Wahlakt illusoiisch macht«». Ju die «II den Strutzenccken angebrachten Briefkästen wurde chemische Ftüsfigkeit gegossen und die Brief« vernichtet. Frauen befestigken sich mit Ketten und Schlössern an die Gitter der Zuhörertribün« de» Parlaments und riefen aus Leibeskräften„Botes for Women" (Wahlrecht für Frauenl). Da die„Gefesselten" nicht aus gewöhn- »tchem Wege durch„Bobdies"(Polizei) an die Lust gesetzt werden tonnten, der Schlosser mit Werkzeug mutzt« herbeigeholt werden, gab es stundenlang« Störungen im Parlament. Auf die großen Kanonen der politischen Parteien hatten sie es besonders abgesehen, besonder» auf solche, die den Sussragettes und ihren Methoden abhold waren. Als der König im Jahre 1913 ntzt dem gesamten Hof, den Lords usw. zur Parlamentserössnung fuhr, ereignete sich folgendes: An einer bestimmten Stelle, wo der König mit Gesolge vorbeifuhr, warf stch eine 2Sjährige Studentin unter die Pferde des Königs. wagens und wurde fürchterlich zugerichtet. Zw«i Tage noch dem schrecklichen Borjall starb sie als„Märty- rerin" sür die heilige Sache. Die Sufsra- gettes waren die ersten in England, die in den Gefängnissen zum Mit- tel des Hungerstreiks griffen. Das half zu- nächst: Di« Regierung begnadigte die Hunger- streikende»„Verbreche- rinnen", die da» Ver- sprechen abgegeben litten,„to lteeo tbc pcace"(friedlich zu (ein). Das so gegebene Versprechen wurde nicht gehalten. Also gab es keine Gnadenakte mehr. Da aber di« Sussragettes vorn Hungerstreik nicht abließen, schritt man zu gewaitsainer Ernährung mittels Röhren, die in den Magen geleitet wurden. Mr». Pank hur st und ihre beiden Töchter Christabeil und Sylvia haben während wiederholt erlittener Gesängnisstrafen de» österen den Tod vor Augen gehabt. Mehr tot wie lebendig wurde die Mutter einmal entlassen, um kurze Zeit darauf wegen erneuten Vergehens gegen di« Smatsgewait wieder eingesteckt zu werden. Als das„Flapperwahlrecht" kam. das ja viel revolutionärer ist, a(s da« von den Sufsragettes verlangte„Botes-sor-Women'-Gesetz, gab es keine spezifische Frauenbervegung mehr. Im Parlament* sitzen nur 14 Frarren-Abgeordnete, davon gehören 9 zur Arbeiter- parte!. Die beiden Frauenmlnister: Miß Margaret Bonsield und Miß Susan Lawrence waren kein« Freund« der Sussra- gettes, weil beide dem Sozialisinus treu blieben. Kleine Tatsachen. Berufstätige bevorzugt? Nach einer Statistik der Stadt Berlin sind Im Jahr«>928 rund 80 Proz. der heiralenden Frauen belusstätig gewesen, 37 000 von 46 000. Die Begehrtesten waren die k a n s m ä n n> s ch e n A n» gestellten aus Handels- und Bcrsicherungsbetriebcn: es scheint, daß das Zusammenarbeite» von Männern und Frauen in Büro- und Geschäftsbetrieben die Eheau»sichten sür Stenotypistinnen, Berkäuserinnen, Sekretärinnen rrnd Buchhalterinnen fördert. Erst an zweiter Stelle der Eheschließenden stehen die Arbeiterinnen, obwohl sie zahlenmäßig die weib- ltchen Angestellten als Berusss-Hicht weit überholen. Ihnen folgen die weibliche» Hausange st«lltcn. Wieviel Geld geht durch die Hände der Hausfrauen? lieber die Hälft« des gesamten Volkseinkommens, dos llch im Jahr« 1929 auf 70 Milliarden Mark betoufen hat, wird von Frauen verausgabt! Die ungeheure Sumyre von 40 Milliarden Mark fließt durch die Geldbeutel der sxnissraue» in Deutschland im Verlaus« eines Jahres, um sich in Waren zum Lebensunterhalt der Familie zu verwandeln. W« setzt sich diese Riesensumme zusammen? Nach einem sehr interessanten Referat von Dr. Cora Berliner„Was lagt die Statistik über die Kauskrast der Frau?" werden etwa 20 Mü- l laude» sür Lebensnüttel ausgegeben, etwa 12 Milliarden für Be- Ein Denkmal für die Suffragette, Et au Pankhurst soeben enthüllt. bei einer Demonstration verhaftet. flcibuh't, ffnw-6 Millilzr!« n für ijansrot nnJ> ebensnL- 6 TOi�arbe.-t für wütigen H-msbedan. Diefe 40 Milliarden Mark rechnet man zur Haushaltausgabe der Frau— während dum Mine, Steuern, Berkehrz, und Sulwrbedarfsausgaben fowls Senn5)mittst. sie z. v. Tabak, Zigarre«. uud Zigaretten(die hüdiche Äumn»« von S Mll- tiaiSer. Mark wird pro 3olK in die Luft ivrpafrtl) zum Ausoaben- etat des Manne»»ählt. Welche Macht über den Markt könnt« in den Händen der Frauen lieg««, wenn sie verstände«, sie genosienschastüch oazzjmutzen! Zunahme oder Abnahme der ZranenarbeU durch die Nationalisierung? Ist mit Eiusühning der Rationalisierung die Frauenarbeit ge- wachsen? Hat man nicht genug Be�piete gesehen, wo gelernte Ar- beiter ihren Platz ungelernten jungen Mädchen einräumen mustten? Führt man nicht sogar einen Teil der Arbeitslosigkeit gerade aus eine solche Verdrängung gelernter inännllcher Kräfte durch billige ungelernte Frauen zurück? Zur Beantwortung dieser wichtigen Fragen kegt noch kaum Material vor. Auf einer Fvnkiivnärtnneutonferen; des österreichischen Bunde» der sreten Gewerkschaften gab Johann Ianecek darüber sehr ausichiußrelche» neues Material aus der Metallindustrie. Zwar betonte auch er. daß durch die fortgesetzt« Zerlegung des Arbeitsprozesses in Teilarbeiten Männer überflüssig werde», so daß z. D. in der Elektroindustrie Arbeiten, die sonst von hochqualifizierten Mechanikern ausgeführt wurden, so zerlegt seien, daß an der Stelle des einen Rechamkers heut« 10—20 Frauen stehen! Aber im allgemeine« wirkt sich die Rationali- sierung ebenso stark gegen die Frauenarbeit aus. So waren is der Glühiampenindustrt« unmittelbar nach dem Krieg 4000 Arbellerinnen beschäftigt, heute sind es 1600. Aber ihr« Produktion entspricht einem Stand von 6000! Es genügt also ein Viertel der Arbeiterinnen zur gleichen Pradukfton. Die Mehrzahl der gelernten Arbeiterinnen ist durch die Maschine verdrängt worden. an der heute ein« in einer Halden Stunde angelerni« Hilssarbetterin sitzt. Das Bild wird ganz deutlich durch die Degenüberstellung von Arbeiterinnen und Produktion in einer grohen Fabrik? 192?(1000 Arbeiterinnen).. 2.68 Lampen pro A' Sterin 1923(858.).. 4.59„ 1926( 453.).. 641.-. 1927<239.).. 7.28. 1929(152.).. 11,93„„. Mit anderen Worten? Di« Produktion hat sich veroiersacht— die Zahl der Arbeiterinnen ist aus ein Viertel zusanHmngefchrumpftt vi« Verdienste sind um 6» Proz. gestiegen, die Leistungen aber um 400 Proz.I Bon einer einseitigen Verdrängung der Männer durch die Frauen infolge der Rationalisierung kann also nicht die Red« sein. Abendschichten für verheiratete Frauen. Man hat in einigen Betriebe««in« äußerlich ganz sozial ans- sehende Einrichtung getrosten? die Einrichtung einer verkürzten Ar- beitoschicht für Frauen von 4 Uhr nachnuttag» bis 10 Uhr abends. Aber wie mag der Arbeitstag einer solchen Frau aussehen? Don 6 Uhr inargen» bis 4 Uhr nachmittags wird sie der Haushalt und die Kinder beanspruchen— und der Mann sieht erst am Abend«in« von 1 4— lOslüirdigem Arbeitstag todmüde Frau wieder. Kinder, die verdiene« müsse«. Die Stadt Altenburg in Thüringen, ein« Mittelstadt von 43 000 Einwohnern mst nicht ausgesprochen industriellem Eharakter, hat eine Erhebung über Kinderarbeit vorgenommen. Dabei zeigt« sich, daß im Jahre 1S29 von insgesamt 4698 Kindern der Alten- bur'ger Volksschulen 562 arbeiteten, also fast jedes achte Kind' Davon waren allein 10? Knoden und 92 Mädchen unter 10 Jahnen I Di« Arbeiten bestanden in?luflvarwngcn. Botengängen, Zeitungen austragen, laftdaurtschastticher Mitarbeit, Bälle avfiesen und Kegel aussetzen, Kinder warten. Waren austragen usw. Eine rwmriz« Statistik! Die KriegSkmder. Dos Bezirksbcrufsanit Berlin-Südost hat Ostern 1928 zum Schul- eiillastungstermin an 4768 schulentlassenen festgestellt, daß sich unter ihnen 642 Waisen befanden, davon 204 Vaters-izastswaisea durch den Krieg Am gleichen Tag nahm das Landesberufsamt Schöne- berg dieselb« Zälstung an 462 Otts Hilfsschulen zur Entlassung gekommenen goistlg und körperlich behinderten«chiilern vor: von ihnen waren 140 Waisen. Während als» unter den Kindern der Rormalschulen jedes siebente Kind Waise war, hatte in den Hilfsschulen jedes dritte Kind keinen Baterl Und wie wird es ii> den nächsten Jahren aussehen? Dem? während 1928 noch rund 1200 000 Jugendliche da, 15. Lebensjahr vollendeten. werden«s 1930 m,r noch rund 940 000 und 1932 nur noch«25000 fein? 5. Em Beiriebsrai über Doppelverdiener. Wir erhaktei! sorgend« Zuschrift: Im folgenden möchte ich als Betriebsrat zu der im.Borwärt» angefthulltenen Frage der Frauenarbeit Stellung nehmen. Ich bin in der AES. Treptow deschüftigt. Gerade wir habe« in der jetzigen Krise groß« Entlasjungeu von Frauen und Mädchen vornehmen müssen. Dabei spielte die Frage der Doppelverdiener eine groß« Roll«. Welche Stellung sollten wir als Betriet'soertretuug dazu «rnehtnev? Es ist logisch, daß wir uns daboi, wn unbillige Härten zu umüeiden. tun die wirstchastlichen Grundlagen der zur Eni- lassung Kommenden küunnern!llubten. Nnd da wußten wir, ob wir wollten oder nicht, zu der Maßnahme komme a. verheiratet« Frauen, deren Männer»» Arbeit stehen, also sogenainite D« p p t 1- exiftenzen, zur Entlassung zu bringen. Warum kamen wir zu dieser Maßnahm«? Nicht darum, weit wir des Glaubens sind, daß durch dies« R« gelang die Erwerbslosigkeit aus der Welt geschafft werden könnt«, sondern einzig und allein darum,«eil wir der Aussassunz sind, daß in den Zeiten schwerer brise unsere Arbeit daraus gen.chiet sein muß, soweit e» in unseren Kräften steht, jeden, «ine bescheiden« Exittenz zu sichern. Darüber wird«» doch keinen Zweisei geben, daß die wirtschaftliche Kruidlage«iuer verheirateten Frau, deren Man« in Arbeit steht, gesicherter ist. al» die einer ledigen bei fremden Leute» wohnenden Frau oder Witwe usw. Betrachten wir mal das Problem von einer anderen Seile. Wurden wir uns nicht von der oben geschilderten Aussasjung seilen lasien, wurden wir»ahllos. ohne Prüfung der«irtschastlichen Grundlag« die Entlastungen über uns ergehe« tasten, so wurd« die erst« Folg« ein lleberstürwen der Arbeitsgerichte fein. Aber ganz abgesehen davon, man kann der Auffassung sein, daß uns das gar nicht zu kümmern braucht, so würde die größte Gefahr für uns auf lohnpolttifchem Gabiet erwachse«: den« es wird doch jedem klar sein, daß wirtschaftlich Schwache, durch lang« Arbellstap gleit am Ranbe de, EleiSs Stehende viel eher sichzuLohudrückern vom Unternehmer gebrauchen losten würden, als wirtschasttich Stärker«, also in diesem Fälle verheiratet« Foaueu. Aber deinten wir auch noch daran, daß viele Proletariemadit und Fronen, gezwungen durch die Not. ihren Körper verkaufen wüßten. AH« der Prostitution verfalle» würden. Wir giauben, da» sind alles Gründe, die uuseoe Stellungnahme rechtfertigen. Gewiß oerkem*» wir nicht, daß bei Familien, wo beide Ehegatte« arbeiten, die Ent- fassung der Frau gewisse Härten mit sich bringt. Teil, dadurch. daß sie gezwungen sind, ihren Lebensstandard herabzusetzen«der wichtige Auschassunze« unterbleibe« müssen und andere» mehr. Ader sind denn dies« Härten ja furchtbar, al» daß sie nicht Vorübergehend getragen werden tonnen? Die wirtschaftliche Existenz wird dadurch wirtlich untergraben. Man komme uns nicht damit, daß wir dadurch die Gleichberechtigung der Frau beeinträchtige«. Die Gleich- berechtigung der Frau i st d a. zu Himdertlausenden arbeiten sie in den Betrieben, Büros. Schutter an Schutter mit ihren iiSuusichen Kollegen, zu allen Berufen und Aemtern stehen ihnen die Weg« ussen. Das. was oben vertreten wird, ist nicht eine Beeinträchtigung der Gleichberechtigung, sondern eine Maßnahme, geboren aus der Rat der Zeit und getragen von dem Will««, zu versuchen, soweit e, un» möglich ist, sie zu lindern. Kein vernünftiger Mensch wird in Zeiten guter Konjunkhir derartige Maßnahmen propagieren, ober solange wir eben noch im kapitalistischen Staat leben und wir lelbsr noch nicht die Kraft besitzen, die Dinge zu meistern, werden wir nn» mit den Derhältnissen auseinandersetzeu wüsten med dabei wluchen, da. Beste herauszuholen." Kindergeist. Klein-Eva tu der Badewanne, drei Jahr« alt, wird von der Mutter am ganzen Körper elngeseist. Sie hebt ein runde» Beinchen aus dem Waster und bittet:..Mutti, mm hast du mir ein Seifen- «eidchen angezogen, mach mir doch auch noch Seisenslrörnpse." Ein Wellchen später, als das Wasser gurgelnd abfließt, klammert sie sich schonend und ongitK!�ter7»den dem AbfluUvch ent�-egevflej-ehten Rmrd der Badewam«: �>uh. ich Hab sone Angst, ich laus mit ab!" Erwochseneuerziehung. Di« Mutter hält mit dem Brüderchen ln■. r rl?�r!?ite ,e'nfn Augenblick aus he» Stroßenbahnschienen, weit und breet ist keine Bahn zu sehen. Doch Eva ruft strafend vorn stcheren Burgersteig aus:.Mama, wie oft Hab ich dir gesagt, du solh! nncht aus den Schienen stehenblekben. aber du kannst natürlich wieder nicht hören!" 5chlager. Zur Radiotanzmusik stept Eva im Tangoschrttt und singt-begeistert mit:.Schöner Gigolo, armer Gigolo." Plötz- I>ch hält sie nachdenklich!nn« und fragt:„Mama, warum sind das eigentlich zwei Gigolos?" Der..Wehlun-Slofs". Unser« Vierjährige hatte zu Weihnachten eine neue Puppe bekommen, di« natürlich vvn außen und famcit gründlichst nntersuchl wird. Püppchen hat im Bänchle„H v l;- sedern, die aussehen wie Sauerkraut"(Holzwolles und eme Mlitz« ans„Weistun-Stoft"(Mull— Aerbandmull).