Jahrg.2 19 20 = Heft. 4= 28. Februar Die Frau und ihr Haus Zeitschrift für kleidung Gesundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Beilag e zur G Ieigh'e i t Hausfrauenferien II Die meisten Frauen wehren sich dagegen, ihre Wäsche in Anstalten zu geben. Die Abneigung ist verständlich, weil in den Wäschereien, die zum Erwerb betrieben werden, die Wäsche ungeheuer angegriffen wird. Zweifellos jedoch bedeutet die Wäscherei im Hause für eine Frau, die den Haushaltsbetrieb in Gang halfen und dabei Kinder pflegen und erziehen soll, eine große Belastung. überdies ist die Beschäftigung an sich eine sehr schwere, und ich behaupte, daß eigentlich verhältnismäBig wenig Frauen, besonders folche schwächlicher Konstitution, ohne Schaden zu leiden, diese Arbeit verrichten. Abgesehen davon aber ist das Waschen in jeder kleinen Fa milie so unrationell wie nur denkbar. Es sollte daher der Gedanke der Genossenschaftswäschereien oder aber solcher, die von den Gemeinden zu gründen sind, ins Auge gefaßt werden. Ausbefferungswerkstätten, die daran zu 38. Taftkleid mit Verwendung eines gestickten Bauerntuches. die Wefte mit dem angeschnittenen Gürtel ist aus einem Bauerntuch geschnitten. Die Vorderteile der Bluse sind bei der vorderen Mitte so lang geschnitten, daß sie zur Schleife gebunden werden können. Das Rückenteil der Bluse ist am unteren and in leichte Queralten gelegt. Der eingeſette firmel wird an der Ellenbogennaht etwa 12 cm hoch mit Knöpfen und Schnurösen geschlossen. Um den Ausschnitt feine Klöppelspitze oder eine Tüllfalbel. Die Bahnen des Rodes find ein wenig abgeschrägt, am oberen Rand in Falten gelegt und auf ein Miederband genäht. Der Rod fann auch am oberen Rand in gliedern sind, würden finder draagt und auf eine Untertaille geknöpft werden. reichen Frauen die Möglich. Normalschnittmuster in den 4 Oberweiten 90-116 cm erhält feit geben, abends früher ins lich. Rod Co Pf., Bluse 60 Pf. Nach Maß gezeichnet 4 M. Bett zu fommen. In Eng. Erforderlich 4 m Taft 100 cm breit. Anstatt des Bauerntuches lands Großstädten gibt es kann auch ſtartfädige bunte Seide verwendet werden etwa 60 cm 50 cm breit. Schnittmuster F. H. 38. in jedem Stadtbezirk Wäschereien, ausgerüstet mit allen Erfordernissen moderner Art. Dorthin gehen die Frauen, die ihre Wäsche niemand anders anvertrauen möchten und halten ihren Waschtag. Das ist entschieden eine bessere Einrichtung, als wir sie häusern um die Waschküche und den Trockenboden! Wieviel Feuerung wird verpufft, wieviel mehr Seife berbraucht! Bevor wir nun auf die Frage der Ferien eingehen, müssen wir noch eine Angelegenheit, die eng damiz - verknüpft ist, ins Auge fassen. In vielen größeren und mittleren Städten bestehen Hausfrauenvereine, die alle mehr oder weniger Gemeinschaften von Frauen sind, die Hauptfächlich aus sogenannten guten Bürgerkreisen stammen und im allgemeinen wohl sozial oder im Wohltätigkeitsfinne arbeiten. In zweiter Linie vertreten sie Hausfraueninteressen wirtschaftlicher Art. In letzter Zeit spielt die Frage der Verträge mit den Hausangestellten eine große Rolle. Aber auch der gemeinsame Bezug von Waren, also eine Art Genossenschaftsbetätigung, wurde vielfach geübt. Diese Vereinigungen sind gewiß auch aus Verhältnissen und Zeitströmungen geboren. Jedoch haben sie nur dann Sinn, wenn sie in einem möglichst großen Umfang auch die Frauenfreise organisatorisch erfaffen, denen am ersten geholfen werden muß: Die kinderreichen mit Fleinem Wirtschaftsgeld, die sich nicht ohne weiteres eine Hausangestellte leisten fönnen. Die heute bestehenden Hauspflegevereine, die in Zeiten der Not ihre Pflegerinnen in die Haushaltungen schicken, helfen erst dann, wenn die Not da ist. Diese bei uns haben. Wieviel Verdruß entsteht in den Miet- Vereine sind auch heute noch und so lange nötig, wie die Wohlfahrtspflege in und von den Gemeinden nicht in umfangreichster Weise ausgebaut ist. Von einer weiteren Gestaltung und dem Ausbau der Dinge, auf die unser Artikel zielt, foll im nächsten Aufsatz die Nede fein. Die Modelinie Das Charakteristische der Modelinie ist noch immer der an den Hüften weite und sich nach unten zu berengende Rock. Diese Rockform ergibt fich aus der Form des weiblichen Unterförpers in Ruhestellung. Die kleine Abbil dung zeigt die Umrißlinie des modernen Rockes und zugleich, in Punkten angedeutet, den Umriß der Hüften und Beine. Ist dieser moderne Rock schön, ist er praktisch und erfordert er menig Stoff? Tatsächlich bedeutet der sich unten berengende Nock feine Stoffersparnis: mit der gleichen Meterzahl fann ein Rock hergestellt werden, der die nötige Schrittweite hat. Und hier tommen wir gleich zur Beantwortung der zweiten Frage. Nein, dieser Rockschnitt ist nicht praktisch, denn er ist, wie schon erwähnt, der Körperform in Ruhestellung angepaßt. Wir bewegen uns aber in unserer Kleidung, unsere Beine schreiten aus, und wenn wir sie durch die untere Rodenge behindern, so ist das im höchsten Grade unpraktisch. Bon irgend einem natürlichen Fall des Stoffes kann bei diesem Zuschnitt auch nicht mehr die Rede sein. Der ganze Rhythmus der Bewegung, der sich sonst den Rockfalten überträgt, geht ber loren und somit ist dieser Rock auch unschön. Wenn diese 26 Es ist das Bestreben dieser Seitschrift, ohne die Modeerscheinungen abzulehnen, fie so zu bearbeiten, daß die deutsche Frau Anhaltspunkte findet, nach denen sie sich 39. Jadeutleid. Zur Anfertigung eignet sich jeder kräftige Stoff. Rückenteil der Jacke und Hinterbahn des Nodes find ebenfalls übereinstimmend in zwei Quetschfalten gelegt. Kragen, Stulpen und Gürtel erhalten Leineneinlage. Kragen, Passe und Stulpen werden mittels Schnurschlingen und Knöpfen geschlossen, Jacke und Taschen erhalten gepaspelte Knopflöcher. Die Quetschfalten fallen an den unteren Rändern bei der Jacke und dem Rock lose aus. Die Jacke kann vollständig oder nur bis zum Gürtel gefüttert werden. Der Rod kann auf ein Miederband genäht oder für Kittelblusen an ein Leibchen geknöpft werden. Normalschnittmuster für die Oberweiten 86, 90-116 cm erhältlich, Rock 60 Pf., Jade 60 Pf. Nach Maß gezeichnet Rod 2 M., Jade 2 M. Erforderlich 4 m Stoff 120 cm breit. Schnittmuster F. H. 39. starre Unbeweglichkeit nicht wäre, möchte ich mir fein Urteil über die Wirkung dieser Rockform auf unser Schönheitsgefühl erlauben, denn in Modedingen kann man felten absolute Schönheitsgesetze aufstellen. Eine letzte Frage wäre noch, ob die jetzige All Modelinie besonders unfein wirft. M. E. muß man heutzutage den Anstand und die Gesinnung der Menschen nach ganz anderen Dingen beurteilen als nach der Länge und Weite der Frauenröcke; aber immerhin, man sage sich, daß übertrieben moderne und auffallende Kleider leicht ein wenig an Schiebertum erinnern. Auch zeigt es immer ein bedenkliches Maß von Unverstand, wenn Frauen folche halsbrecherischen Moden mitmachen. unbedingt richten kann. In der heutigen Nummer möchte ich auf zwei Kleider besonders aufmerksam machen: das Kleid mit Verwendung eines gestickten Bauerntuchs Abb. 38, das uns ein Beispiel dafür gibt, wie wir Stücke unserer Volkskunst beim Ausschmücken unserer Kleider geschickt anbringen können und das Jackenkleid für junge Mädchen, Abb. 45, das uns nichts Neues zeigt, dafür aber die alte klassische Joppenform, die nie unmodern wird. Sie bleibt auch für jugendlich schlanke Erfcheinungen immer fleidsam, ebenso wie der dazu gehörende Rock, bei dem die Falten die Fortsetzung der Jackenfalten bilden. K. S. Winternot Es ist ein Schnee gefallen, und ist es doch nicht Zeit, man wirft mich mit den Ballen, der Weg ist mir verschneit. Mein Haus hat keinen Giebel, es ist mir worden alt, zerbrochen sind die Riegel, mein Stüblein ist mir talt. Ach Lieb, laß dich's erbarmen, daß ich so elend bin, und schließ mich in dein Arme, so fährt der Winter dahin. Bolkslied. Etwas vom Schmud" Hierzu 4 Abbildungen. Du willst dich schmücken? Ich habe nichts dawider. Aber bedenke, daß, wer sich schmückt, die Augen hinzieht auf das Glied, das er schmückt. Das ist manchmal gefährlich! Die Spange im ungepflegten oder töricht frisierten Haar, der Ring am Finger mit Trauerrand, der Ohrschmud im unsauberen oder abstehenden Ohre machen dich nicht schöner. Bedenke überhaupt, daß du den schönsten Schmuck, ohne den jeder andere wirkungslos wird, gewinnst dadurch, daß du sorgsam pflegst all das, was dir Mutter Natur schenkte: die weiße Perlenreihe der Zähne, den Glanz deines Haares, die tadellose Reinheit der Haut, deines Auges Glanz, der deine flare Seele widerspiegelt. Doch mag's fein: Du willst dich schmücken. Bomit? Da suche zuerst nach Schmuck, den die Natur dir schenkt. Kein schönerer Schmuck für ein Kind als ein Kränzlein, eine Ranfe auf dem Köpfchen, und die Heckenrose im dunklen, die Kornblume im blonden Haar der Jungfrau was schmückt schöner! Freilich nur ein paar * Aus dem Gesundbrunnen- Kalender des Dürerbundes 1919. - 27 Stunden. Und du willst dauernden Schmuck: Gold, Edelgestein. Warum foll's gerade Gold, warum sollens am liebsten Diamanten fein? Bumeist wohl nur, weil solcher Schmuck ant teuersten ist und die Trägerin so meint sie über andere emporhebt. Zwar: im Frieden gab's„ Goldschmuck" zu erstaunlich wohlfeilen Preisen, und auch jetzt noch sieht man in den Schaufenstern Ringe, Nadeln, Broschen liegen, die nicht teuer scheinen, nur matten Glanze, vielleicht verbunden mit farbigen Steinen berarbeitet von kunstfertigen Händen nach geschmackvollem Entwurfe eines wifftlichen Meisters, weit feiner als manches Schmuckstück, das Hunderte, wohl Tausende von Mark fostet. Vor allem: Trage feinen Schmuck, der einen Stoff bortäuscht, feinen Schmuck, der mehr scheinen will als er ist. Dann: Trage nie prahlenden, auffäl ligen Schmuck, der nicht im Einklang steht zu deinen Verhältnissen und deinem Wesen. 40 a. 40 b. 40 und 41. Die mit Abb. 40 und 41 gebrachten Schmuckstücke sind ein Beweis dafür, wie unendlich verschiedenartig und doch zugleich schön auch einfacher Schmuck angefertigt werden kann. Fräulein Johanna Summel, Karlsruhe, Mathystr. 27 bringt handgetriebenen Silberschmud nach eigenen Entwürfen( Abb. 40), von deren Vielseitigkeit wir hier nur eine fleine Probe zeigen können. Die Künstlerin behandelt das Metall in der Art, wie es unser heutiger Aufsatz:" Etwas vom Schmud" näher ausführt: ihre kunstfertigen Hände lassen durch die Verbindung Des Silbers mit den farbigen Steinen Wirkungen entstehen, die mannigfaltiger und viel reizvoller sind als bei manchen es ist weder, Gold", noch, Schmud", was da glizert. Nein, das schmückt nicht, sondern es gibt dem tiefer blickenden der Kunde vom ungeschmack und Prahlsucht der Trägerin. Unsern Lesern und Leserinnen brauchen wir nicht erst zu fagen, daß sie Similischmuck und Jmitationen zu deutsch: daß sie Schein und Lüge wie überall, so auch beim Schmuck berachten sollen. Reichen unsere Einnahmen nicht zu wirklichem Goldschmuck, dann verzichten wir darauf. Und wir brauchen uns darob G Schmuckstücke. 40 0. Schmuckstücken, die Hunderte, ja tausende von Mark kosten. Die Originale von Abb. 41 stammen aus dem Sporthaus Edlöh, Lüdenscheid in Westfalen. Sie tragen als Verzierung uralte germanische Nunenzeichen, die nach fünstlerischen Entwürfen den einzelnen Stüden angepakt sind. Es ist das große Vers dienst Herrn Ecklöhs, daß er durch die Erforschung dieser Zeichen, durch ihre weite Verbreitung in allen Voltstreifen, das Interesse für die Kunst und die Ausdrucsart unserer ältesten Borfahren weckt. Möchte das Interesse, möchte die Freude an der alten Volfsfunst immer weitere Preise erfassen und sie zu eigenem Forschen, zu eigener Betätigung anregen. 41. Schmuckstüde. nicht zu grämen. Muß doch der Wert eines Schmuckstüdes durchaus nicht im fostbaren Material liegen! Kommt es doch oft genug vor, daß Schmuck aus edelsten Stoffen das Auge des mit feinem Geschmack Begabten nicht befriedigt, vielleicht sogar beleidigt. Höher als das Material steht auch hier die den Stoff veredelnde Arbeit des Künstlers. Ein Schmud aus Silber oder noch bescheidenerem Stoffe fann fünstlerisch viel höher stehen als ein anderer aus Platin oder Gold. Nimmt doch Gold mit seiner Farbe und seinem Glanz leicht etwas Broziges an, eine Eigenschaft, die sich mit edlem Geschmad nie verträgt. Da wirkt das Silber mit seinem 水 Drittens: Schmü fe dich nicht zur täglichen Arbeit, als ob du zu einer Festfeier gehen wollteft. Endlich: Bedenke immer, daß die Menge des Schmut fes zumeist im umgefehrten Verhältnis steht zur Schönheit des sich Schmüdenden, daß also viel Schmuck das Eingeständnis von geringer Schönheit ist. Gin schönes Mädchen hat keinen Schmuck nötig. W. Ulbricht. Bilde das Auge, abe die Hand, Fest wird der Wille, Scharf der Berstand! Bon der heutigen Mode Bei einem Empfang des Adels hat der Papst, der sich schon früher über die Ausschreitungen der Frauenmode ausge sprochen hatte, wiederum in scharfer Weise hierzu Stellung genommen. In einer längeren Rede legte er den Adeligen die Verpflichtung auf, in bezug auf Verbreitung von Tugend und Bildung voranzugehen. Ihre Frauen müßten sich zusammen schließen, um der Lasterhaftigkeit unserer Zeit und vor allem ber Unanständigkeit der Mode Einhalt zu gebieten.--Wenn der oberste Kirchenfürst in dieser Weise über die Frauenmode aburteilt, so muß es ziemlich weit damit gekommen sein. Aber nicht die Frauen bevorzugter Kreise werden hier Wandlung schaffen können. Alle deutschen Frauen und Mütter müßten 28 42. Konfirmationskleid. Wollstoff und Seide oder Seide und Samt tönnen für das Kleid verarbeitet werden. Der Labz ist am unteren Rand mit dem angeschnittenen Gürtel zugleich reich bestickt. Die Stiderei tann auch in bunten, dunkel gehaltenen Farben ausgeführt werden. Die Bluse ist jäckchenartig gearbeitet und vom Kragen ab mit schmaler Blende besetzt. Laß-, Rock- und Ärmelrand find ebenfalls mit Blenden abgeschlossen. Der Gürtel wird mit Leinen unterlegt, der Rockrand ist an den Gürtel anzunähen. Verschluß des Kleides lintsseitlich am Rand des Lakes, am Gürtel und Rod. Normalschnittmuster für 82, 86, 90 und 98 cm Oberweite erhältlich. Preis 1.20 M. Erforderlich 3,50 m Stoff 100 cm breit, 1,20 m Seide 50 cm breit. Stickereimuster 2.50 M. Nach Maß gezeichnet 4 M. Schnittmuster F. H. 42. 43. Kommunionskleid. Das Kleidchen ist aus dünnem weißen Wollstoff gearbeitet. Das Leibchen ist bestickt. Verschluß des Kleides in der Rückenmitte. Die Weite der ärmel wird etwa 8 cm über dem unteren Rand durch schmale Bündchen zusammengehalten. Der Rod ist am oberen Rand mit schmalem Stöpfchen eingefraust und an das Leibchen angenäht. Die Stickerei wird mit Stiel und Flachstich gearbeitet, wenn man fie mit Seide ausführen will, fie tann auch in der jetzt üblichen Art gearbeitet werden, indem man einen starten Wollfaden den Linien des Musters folgend auf den Stoff legt und die fen mit Stichen aus Seide festhält. Sehr hübsch wirkt das Kleid auch aus farbigem Stoff mit bunter Stiderei. Schnittmuster für 10-12, 12-14 und 14-16 Jahre erhältlich. Preis 60 Pf. Stickereimuster 3 M. Erfor derlich 3 m Stoff 100 cm breit für 12-14 Jahre. Schnittmuster F.H.43. sich in dem Willen einig sein, feine Kleidung zu tragen, die sie selbst entwürdigt. Sie würden dadurch den ersten Schritt tun, um die gesunkene Sittlichkeit und die Achtung vor der Frau wieder aufzurichten. Ruhe und Untätigkeit schwächen unsern Körper, Bewegung und Übung hingegen stärken denselben, Für die Seele wie für den Leib ist die Ruhe verderblich. Plato. Alltagsregeln für unsere Gesundheit Tägliche Bewegung in frischer reiner Luft, mindestens ein bis zwei Stunden, ist unbedingt nötig, um den Körper gesund zu erhalten. 44. Festkleid für 12-10 jährige Mädchen. Zur Jugendfeier geeignet, ebenso als Konfirmations- oder Kommunionsfleid. Das Kleid ist am besten aus duftigen Stoffen zu arbeiten. Schleierstoff, dünner Batist oder Mull. Brusttuch und Ärmel sind mit 5-6 cm breiten Falbeln abgeschlossen, Gürtel und Rodrand sind mit eingefrausten Rüschen befeßt. Für die Rüschen schneidet man einen 13 cm breiten Streifen, den man an jeder Seite 3 cm breit umschlägt und dann mit 2%, cm breiten Köpfchen an beiden Seiten einkräuselt. Verschluß des Kleides in der Rückenmitte. Normalschnittmuster für 12-14 und 14-16 Jahre erhältlich. Preis 60 Pf. Erforderlich 3 m Stoff 100 cm breit für 12-14 Jahre. Schnittmuster F. H. 44. Atme regelmäßig, tief und voll, das tiefe Atmen durchblutet, weitet und träftigt die Lunge. Mit dem Bollatmen kehrt die Fülle des Lebens bei uns ein Staub meide sobiel als möglich, er ist für die Lunge schädlich, da er der Träger von vielen Krankheitskeimen ist. Um Erkältungen vorzubeugen, gewöhne dich daran, alltäglich deinen Körper mit kaltem Wasser abzureiben. Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe. Festes Einschnüren und enge Kleidung sind schädlich. Im Essen und Trinken sei mäßig, der Mensch lebt nicht von dem was er verzehrt, sondern von dem was er verdaut. Fr. Sch. Mädchen, scheut die Nadel nicht; Höret, was das Sprichwort spricht: Selbstgeflidt und selbstgemacht, Ist die beste Kleidertracht. Alter Spruch. Zur Physiologie der Ernährung - 29 Wir hatten früher gelernt, daß der Mensch zur genügenden Ernährung einer bestimmten Menge an Eiweiß und Fett bedürfe. Durch die Kriegserfahrungen ist die Ansicht der Ernährungsphysiologen teilweise ins Wanken geraten. Wir erinnern an die Theorien des dänischen Mediziners Dr. Hindhede( Vergl. Nr. 11/1919 d. 3tschr.). Bei Lichte befehen haben unsere deutschen Hausfrauen von seiten der Wissenschaft bisher noch keine unbedingt maßgebenden Richtlinien für die Ernährungsfrage in der Hauswirtschaft erhalten. Was wissen wir z. B. dabon, wodurch in den verschiedenen Gegenden Deutschlands eine so verschiedenartige Ernährungsweise entstanden ist? Was haben wir davon gelernt, wie die verschiedenen Altersstufen und Beschäftigungsweisen die Nahrungserfordernisse für die einzelnen Menschen verändern? Man fann wohl annehmen, daß die mannigfachen altüberlieferten Sitten in der Ernährung alle einmal ihre guten Gründe gehabt haben. Aber es ist doch sehr fraglich, ob unsere Ernährung sich immer genügend den veränderten Lebensverhältnissen des einzelnen wie der Gesamtheit angepakt hat. Man braucht nur ein Beispiel zu nennen: der Landarbeiter etwa, der in die Großstadt übersiedelt, braucht notwendigerweise eine andere Koft als früher auf dem Lande. Es ist sicher anzunehmen, daß er sich oft viel später von althergebrachten Gewohnheiten trennen wird, als seiner Gesundheit zuträglich ist. Dem physiologischen Institut der Universität Berlin ist vor kurzem ein Institut für Arbeiterphysiologie angeschlossen worden, welches von dem bekannten Physiologen für Ernährung und Kleidung, Prof. Rubner, geleitet wird. Solche Institute so fordert die" Rheinische 3tg. sollten zahlreich gegründet werden, und sie müßten sich in Verbindung setzen mit den Arbeitsausschüssen der Werke, damit die theoretische Arbeit der Laboratorien praktisch nutzbar gemacht werden könne. Eine auf die Steigerung der Arbeitsleistung gerichtete Rationierung der Ernährung so heißt es in dem Aufsatz bedeutet Milliarden. Es darf nicht bei der Theorie bleiben. Durch großzügige Propaganda bei den Lebensmittelämtern, Konsumgenossenschaften und auch bei den Arbeiterfrauen selber muß dafür gesorgt werden, daß an die Stelle der bisher systemlosen Nahrungsmittelbefchaffung die systematische physiologische Ernährung' tritt. Wir möchten diesen Wunsch unterstreichen und hinzufügen, daß die Festlegung der rationellen Ernährung und die Möglichkeit sie praktisch durchzuführen nicht nur für die eigentlichen Arbeiterfreise, sondern für alle Gegenden und für alle Berufsarten in Kraft treten sollte. Falls wir rationell wirtschaften wollen, muß die Einzelfamilie aller Berufsklassen über die sachgemäße Ernährung unterrichtet werden. Das würde nicht nur Ersparungen und Förderung der Gesundheit bedeuten, sondern unsere Hausfrauen würden mit ganz anderer Sicherheit und gesteigertem Verantwortlichkeitsgefühl ihre durchaus nicht leichte hauswirtschaftliche Aufgabe erfüllen. Was glänzt, ist für den Augenblic geboren; Das Echte bleibt der Nachwelt underloren. Der Regenhut Goethe im Fauß. Seute muß er biel mehr Würdigung finden denn in früheren Jahren, als man noch für eine verhältnismäßig geringe Summe 17. Sept. 1919. Förderung der Wissenschaft von der menschlichen Arbeit". Von Dr. phil. et med. 28. Boppelreuter. den schönsten Hut erstehen konnte. Muß man doch für den einfachsten Filzdeckel ein fleines Rapital anlegen. Da heißt es mehr noch wie früher: Schonen! Der deutsche Winter der lezten Jahre( mit Ausnahme des berüchtigten Kohlrübenwinters 1916/17) hat viel von seiner Grimmigkeit eingebüßt. Besonders nach dem Westen des Reiches zu beschert er uns alljährlich eine 45. Jacenkleid. Das Kleid ist aus graublauem, ganz unauffällig gestreiftem Stoff. Hellgraue Tuchweste mit Lizenbesaß in der Farbe des Kleides. Borders und Rückenteile der Jacke find mit Stoffteilen gearbeitet, die quer aus dem Stoff geschnitten und mit Steppstichreihen aus Kunstseide geschmückt sind. Am Rock find die Keile übereinstimmend mit der Jacke eingesetzt, nur sind sie hier bis zum oberen Rand geführt. Die borderen Jackenränder werden auf der Innenseite etwa 20 cm breit mit Stoff bekleidet und dann oben etwa 10 cm breit, nach unten spit verlaufend, umgeschlagen. Der große Kragen ist aus doppeltem Stoff. Die Ärmel erhalten am unteren Rand Leineneinlage. Der obere Rockrand ist auf ein Miederband genäht und mit schmalem Gürtel besetzt. Normalschnittmuster für 86, 90 und 98 cm Oberweite erhältlich. Rock 60 Pf., Jacke 60 Pf. Nach Maß gezeichnet Rock 2 M., Jade 2 M. Erforderlich 3,60 m Stoff 130 cm breit. 4 m Jadenfutter 60 cm breit. Schnittmuster F. H. 45. ausgiebige Regenperiode. Da ist ein weicher und dabei kräf tiger Regenhut ein guter Freund. Für seine allgemeinere Ein führung spricht auch noch der Umstand, daß Regenschirme dem Breis nach wahre Lurusgegenstände geworden sind. Und ein noch besserer Umstand ist, daß eine gefchicte Hand aus Resten den schönsten Hut machen fann. Irgendwo in der Kleiderschrantede liegt ein alter Schirm, der mit seinem Gloriabezug den besten Grundstoff liefert. Beim Schneiden kann man die Löcher und Riffe gut herausfallen lassen. Futterreste, besonders aus Herrenanzügen und Baletots, alte zerschlissene Regenmäntel, bon bertragenen Lodenjoppen, mänteln und umhängen her rührende Lappen eignen sich immer noch, einen wetterdichten Hut erstehen zu lassen. Auch die Kopfränder und Krempen alter dünner Strohhüte lassen sich gut als Grundformen ver wenden. Wir bringen heute mit den Abb. 51-59 Beispiele für unsere Anregung. Dieselben Kopfbedeckungen lassen sich 30 48. Bluse aus Seidenstoff. Die Bluse ist mit angeschnittenen Ärmeln gearbeitet. Hohijaum- Verzierung an den Ärmeln und am Kragen. Verschluß der Bluse am linken Rand des Lazz. In der vor deren Mitte ist der Laß übereinstim mend mit den ärmeln mit gestickten Buntten geschmückt. Anstatt der Punkte können auch Bindlöcher gearbeitet werden, durch die man eine Seidenschnur leitet. Der untere Blu senrand wird in ein Bündchen gefaßt oder mit einem Futterschoß abge schlossen. Schnittmuster hierzu auf dem Schnittmusterbogen Nr. 1, Fig. 46-49. Normal schnittmuster in den 4 Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Preis 60 Pf. Nach Maß gezeichnet 2 M. Erforders lich 4 m Stoff 50 cm breit. Schnittmuster F. H. 46. 47. Bluse mit Kellernähten. Die Bluse ist aus einfarbigem Wollstoff gearbeitet. Zur Ber zierung ist ein Kragen aus Rohseide mit Hohlsaumschmuck und eine schwarze Seidenbandschleife genommen. Verschluß der Bluse in der vorderen Mitte mittels Drucknöpfen, das Rückenteil der Bluse ist fünfteilig, ebenfalls mit Kellernähten zusammenge seht. Die Ärmel sind etwa 15 cm hoch in Falten gesteppt, Druck knopfverschluß an der letzten Falte. Normalschnittmuster in den 4 Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Preis 60 Pf. Nach Maß gezeichnet 2 M. Erforder lich 2 m Stoff 100 cm breit, 1 m Seidenband 40 x 40 cm Seide zum Kragen. Schnittmuster F. H. 47. aus Samt und Plüsch für den Winter, aus Seide und anderem leichten Material für Frühjahr und Herbst Herstellen und schaffen die Möglichkeit, besonders die Kinder mit selbstgefertigten Stopfbedeckungen auszustatten. In den inneren Hutrand hefte man immer einen Streifen Teichtes weißes oder helles Futter ein, das sich schnell ersetzen bezw. waschen lassen kann. Bei wem bleibt Kummer gerne und will am liebsten ruhn? Bei denen, die ihn warten und die ihm gütlich tun. Erkenntnis Friedr. Logan, geft. 1658. Willst du, o Herz! ein gutes Ziel erreichen, Mußt du in eigner Angel schwebend ruhn; Ein Tor versucht zu gehn in fremden Schuhn, Nur mit sich selbst kann sich der Mann vergleichen! Ein Tor, der aus des Nachbars Kinderstreichen Sich Trost nimmt für das eigne schwache Tun, Der immer um sich späht und lauscht und nun, Sich seinen Wert bestimmt nach falschen Zeichen! Tu frei und offen, was du nicht willst lassen, Doch wandle streng auf selbstbeschränkten Wegen And lerne früh nur deine Fehler hassen! And ruhig geh den anderen entgegen; Kannst du dein Jch nur fest zusammenfassen, Wird deine Kraft die fremde Kraft erregen. 3. Reller. Der Schlaf Wir vergessen immer wieder, daß der Schlaf für unser Bentralnervensystem eine wichtige Straftquelle ist. Und bei der unzureichenden Ernährung, wo wir fast alle mehr Kraft gebrauchen, als durch die Ernährung erzeugt wird, müssen wir doppelt achtsam sein, daß wir genügend und richtigen Schlaf finden. Der Schlaf wird in den Vorschlaf, das ist die Zeit vom Einschlafen bis zur größten Schlaftiefe, und in den Nachschlaf eingeteilt. Am erschwerten Einschlafen ist meist ein Fortbestehen der Erregung schuld, sowie eine zu große Empfindlichkeit gegenüber Reizen der Außenwelt. Nach dem Einschlafen kommen als den Schlaf störend in Betracht eine geringe Schlaftiefe, die Art der Träume, äußere Einwirkungen. Die psychischen Vorgänge während des Schlafes sind sehr verschieden, so wird z. B. die besorgte Mutter bon einer leisen Bewegung ihres Kindes aus dem Schlaf auf: geweckt, während sie der viel lautere Straßenlärm nicht aufwedt. Müdigkeit und Ermüdung gehen meist Hand in Hand, aber das Gefühl der Müdigkeit fönnen wir ganz willfürlich auf längere Zeit verscheuchen. Kommt dann infolge der Ermüdung doch der Wille zum Schlaf zur Geltung, so fann man trotzdem oftmals nicht mehr einschlafen, weil wir übermüdet sind. Die Ursachen von Schlaflosigkeit sind sehr verschiede ner Natur und sollten nicht einfach durch Schlafmittel bekämpft werden. Wenn wir die Ursachen unsrer Schlaflosigkeit erkannt haben, die aus überanstrengung, Nervosität, überernährung am späten Abend, aufregende Untera haltung und dergleichen mehr bestehen können, müssen wir auf Abhilfe bedacht sein, indem wir die störende Ürsache zu vermeiden suchen. Die Schlaflosigkeit ist für die Gesundheit eine schlimme Gefahr. Experimente an Hunden haben ergeben, daß gänzlicher Schlafmangel schneller tötet, als gänzlicher Nahrungsmangel. Stellt sich am Abend die Müdigkeit ein, so ist es ein Zeichen, daß die Energie des Körpers verbraucht ist. und nur durch Ruhe tann neue Kraft für den Körper aufgespeichert werden. Da die Verdauung auch im Schlaf ihren Fortgang nimmt, ebenso wie die Atmung und Herztätigkeit, so wird des Nachts ebenfalls, durch die Ruhe, Nahrung für das Nervensystem erzeugt, weil während des Schlafes die Nerven ruben, also keine Kraft verbrauchen. Es wird also die erzeugte Nahrung aufge speichert. Für Erwachsene sind, bei normaler Ernährung, 7 bis 8 Stunden, für Kinder und Jugendliche 9 bis 10 Stunden Schlaf erforderlich, um die nötige Energie für die nächste Tagesleistung aufzufpeichern, bei normaler Ernährung, sagt der Arzt. Jegt aber, wo wir noch 000 48 49 48-50. Blusenröde. 00 50 Für Abb. 48 und 49 ist die gleiche Grundform angewendet. Schmale Borderbahn und breite Hinterbahn. Die Hinterbahn ist der Moderichtung etwas entsprechend bei Abb. 48 mit Tressen oder Seidenblenden zu besetzen, bei Abb. 49 in breite Säume abzunähen. Der obere Rockrand wird eingekrauft auf ein Gurtband genäht. Abb. 48 eignet sich mehr für Wollstoffe und 49 mehr für Seiden- oder Schleierstoffe. Schnittmuster hierzu auf dem Schnittmusters bogen Nr. 1 Fig. 50-51. Abb. 48 ist mit je einer Quetschfalte an den Seiten gearbeitet. Die beiden Falten werden an dem oberen Rand des Rockes über den Gürtel gelegt. Die Hinterbahn ist am oberen Rand ebenfalls eingetraust. Verschluß des Roces vorn links unter der Quetschfalte. Normalschnittmuster in den 4 Größen 90-116 cm Oberweite erhältlich. Preis 60 Pf. Nach Maß gezeichnet 2 M. Erforderlich für 98 cm Oberweite: für Abb. 48 etwa 2,40 m Stoff 100 cm breit, 4,50 m Treffe etwa 4 cm breit. Für Abb. 49 Schleierstoff oder Seide etwa 3 m 100 cm breit. Für Abb. 50 etwa 2,50 m Stoff 100 cm breit. Immer feine normale Rahrungszufuhr für unsern Körper haben und die Vergangenheit ebenso wie die Gegenwart hohe Anforderungen an unsre Körper- und Geisteskräfte stellt, müssen wir durch eine geregelte und gute Nachtruhe dafür Sorge tragen, daß wir den für unsre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit notwen digen Schlaf von 8 Stunden finden. Namentlich für unfre Kinder müssen wir das Gebot eines 9 bis 10 stündigen Schlafes im Jnteresse ihrer Gesundheit gewissenhaft befolgen. Mit etwas Willenskraft ist es auch unschwer durchzuführen, daß der Körper und die Nerven am Abend rechtzeitig zur Ruhe kommen. Bücherschau Fr. Sch. Pflanzen und Jäten in Kinderherzen von Marie Coppius. 2. Aufl. Berlag B. G. Teubner. Leipzig und Berlin 1916. Breis geheftet 1.60 M., geb. in Leinwand 2.20 M. Mit großer Liebe zu Müttern und Kindern hat die Verfasserin das umfassende Material, das ihr als langjähriger Leiterin to KleinHindererziehungsanstalten zur Verfügung steht, in umfassendem 31 Studium verarbeitet. Sie begnügt sich nicht damit, den feinsten Regungen der Kinderfeele nachzuspüren, um z. B. die Ursachen der einzelnen Unarten zu finden, mögen sie förperlichen oder geistigen Ursprungs sein. Sie frägt bei jedem einzelnen nicht nur, warum hat das Kind so gehandelt, sondern auch, habe ich es im Guten gestärkt, oder nur einen Fehler des Kindes geahndet. Man lese einmal den Abschnitt über die Lüge, wie einfach wird da vieles erklärt, worüber sich junge Eltern die schwersten Sorgen machen. Ihnen, wie Kinderpflegerinnen bon Beruf, aber auch jedem, der sich mit psychologischen Studien beschäftigt, wird das Buch Anregung und Unterstützung ge währen. „ Es ist notwendig, die Kinder von der Wiege auf zum ununterbrochenen Gebrauche ihrer Kräfte zu bilden, ihre überlegte und erfinderische Tätigkeit zu beleben und ihnen besonders eine anhaltende Ausharrung, Anstrengung und Gewandtheit in den täglichen Erfordernissen ihres Berufs lebens gleichsam zur zweiten Natur zu machen." Bestalozzi im 80. Lebensjahr. 51 52 53 54 55 56 57 58 59 51-59. Regenhüte. Bei der Anfertigung der Regenhüte hai man darauf zu achten, daß der Hut gut auf den Kopf past, nicht zu weit und nicht zu eng ist. Die Kopfteile bleiben weich, werden aus doppeltem Stoff oder Stoff und regendichtem Futter gemacht. Die Ränder, die breit wie bei Abb. 51 und 55 oder schmal wie bei den anderen Abb. find, erhalten Leinen- oder Hutlinon- Einlage. Die Krempen fönnen mit Leinen- oder fester Futtereinlage gearbeitet werden, oder man näht alte Strohborten nach der Grundform zusammen wie Abb. 51, 55, 57, 58, bei der legten Borte fügt man einen Hutdraht ein und besetzt dann die Borten auf der Außenseite mit dem Hutstoff. Abb. 51 besteht aus glattem Kopfteil, breitem Rand mit gerader Krempe, der Streifen der um den Rand gelegt ist, wird rundum mit starkem Paspelborstoß gearbeitet und rechtsfeitig mit Knöpfen und Seidenschlingen verziert.Abb. 52 besteht aus größerem Kopfteil, schmalem Rand und aufgeschlagener Krempe, die aus doppeltem Stoff mit Leineneinlage zu arbeiten ist. Stoffschleife zum Schmuck Für Abb. 53 ist das Stopfteil fo groß geschnitten, daß es zu beiden Seiten gipfelförmig auf den Rand aufgeknöpft werden kann. Schmale, umgelegte Stofffrempe. Abb. 54 ist mit rundem weiten Kopfteil aus fariertem Stoff und schwarzem Laclederrand gearbeitet. Abb. 55 ist aus schwarzem Hut wachstuch oder Hutglanzleder gearbeitet. Schottisches Seidenband oder ein Streifen schottischer Mantelseide deckt den breiten Rand. Auch für Abb. 56 ist der Rand aus Glanzleder, das Kopfteil in Form einer Zipfelmüße fällt mit Bällchenabschluß über den Rand. Bei Abb. 57 ist die Krempe etwas breiter eingerichtet. Schleifenschmud an der linken Gutseite. Die Schleife und das Band, das den Rand deckt, können sehr gut aus schottischem Band genommen werden, die Farben des Bandes müssen waschecht sein.- Abb. 58 ist am besten aus Wachstuch, Filz oder Loden zu arbeiten mit einem schmalen Lederstreifen und Schnallenschmuck. Für Abb. 59 ist die Krempe vorn schmal und nach hinten ziemlich breit geschnitten und umgeschlagen. Schleifenschmud aus dem Hutstoff. Nor malschnittmuster in den Kopfweiten 52-55-58-61 cm erhält. lich. Preis des Sutes 60 Bf. Um vielfachen Wünschen zu entsprechen, haben wir den Bezug von Schnittmusters Schnittmusterbogen. bogen vorgesehen. Bogen 1 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 3, 4, 5 und 6. Für die kommenden Hefte werden die Bogen rechtzeitig angekündigt. Breis des Schnittmusterbogens 50 Pfg. und 5 Bfg. Porto bei Einsendung des untenstehenden Gutscheins. Der Berlag gibt Normalschnitte oder Schnitte nach Maß gezeichnet zu den am Schluß Gutschein für Schnittmusterversand zuzüglich 50% Leuerungszuschlag. Unſere jeder Beschreibung angeführten Preisen ab Rormalschnitte werden nach mittelgroßen ungeschnürten Normalfiguren gezeichnet. und Schnittmusterbogen Maße der Normalschnitte für Erwachsene Maße der Normalschnitte für Jungmädchenkleider Große in cm Dber weite Gürtel weite Borbere RückenRod Hüftenweite Alter Länge länge Länge Dber Gürtel weite Hüftenweite weite Bordere Rückens Rods Länge länge länge I 90 II 98 III 106 IV 116 88388 70 901 75 103 80 114 86 125 15 cm unter bem Gürtels gemessen 333300 36 36 100 12-14 Jahre 82 38 37 102 39 38 102 14-16 16-18 86 19 " 90 4629 66 70 8888 84 90 14 cm unter dem Gürtels Sm gemessen 34 35 55 35 36 36 36 85 55 65 38 39 102 Den Betrag für die gewünschten Schnitte und 20 Pf. für Porto wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls erfolgt Zusendung mit Nachnahme. Ausführliche Anleitung zum Maßnehmen ist vom Verlag Adresse: G. Braunsche Sofbuchdruderet u. Berlag Karlsruhe i. B., Karlfriedrichstr. 14. zu beziehen. Wir bitten bei Bestellungen von Nor malschnittmustern die genaue Größe anzugeben. 32 Hinterm Pflug zur Kriegszeit Erlebnisse eines Stadtkindes. Von E. P. Preis M 1.50 Fräulein Großknecht Erlebnisse eines Stadtkindes im Weltkriege ( Neue Folge von ,, Hinterm Pflug zur Kriegszeit") Von E. P. Herausgegeben vom Baterländ. Frauenverein Trier- Stadt u.-Land Preis M. 2.( Mit Schattenrissen) Zwei Urteile: Die Lebenskunst: Nichts ist gesucht, nichts zuviel, alles frisch und einfach gesagt, mit einem glücklichen Humor." Berliner Tageblatt:„ Ein ebenso ansprechendes wie wertvolles Schriftchen. Wir haben dieser jungen Deutschen zu danken." Die fleischlose Küche in der Kriegszeit nebst einfachen Fischgerichten Bearbeitet von Räthe Birke Mit nahezu 730 Kochvorschriften Preis geb. M 3.Ein eigenartiges Kochbuch mit vielen überraschend neuen erprobten Gerichten, ein schätzenswerter Berater der Hausfrau. Taschen- Kalender für Zuschneide- System Berg- Bühl Seit Jahren gelehrt und bewährt in Damenschneiderei- Kursen für Anfängerinnen, Ge werbetreibende und Fachlehrerinnen, in Ge werbeschulen, Frauenarbeits- und Nähschulen, sowie auch beim Selbstunterricht. A. Zuschneide- Schule für die DamenPreis M 2.40 schneiderei Für einfachere Schulverhältnisse, file Anfängerinnen und zum Selbstunterricht. Enthält nur die einfacheren Schnitte( Grundschnitte), Fundament des Systems, Elementarlehrgang des Schnittzeichnens. B. Zuschneide- Lehrbuch für Damenbekleidung. 2. verbesserte und vermehrte Auflage. Für Fortgeschrittenere, für Fachschulen, sowie zum Selbstunterricht. Band I: Grundformen Preis M 4.80 Band II: Ausführungsformen, Jacken kleid u. Mantel Preis M 4.60 Band III: Künstlerische Kleidung in Vorbereitung C. Das Eigen- Unterkleid Preis M 4.80 Die Frau und ihr Kleid. Ein Beitrag zur Preis M 2.Ästhetik in der Mode Maßbuch mit 50 Maßlisten Preis M-.90 Das Baby Abbildungen von Babykleidung, Schnittübersichten, Teilansichten, dazu erklärender Text Bearbeitet und herausgegeben von Kleingartenbau für 1920 Doris Riefewetter u. Hermine Steffaný Herausgegeben von Frit Withum Preis M 3. Allgemein wird an diesem Taschenkalender die ziveckmäßige u. übersichtliche Einteilung gelobt. Besonders für Anfänger ist dieser Kalender eine gute, flar verständliche Anleitung, sich das für den Haushalt benötigte Gemüse zu bauen und den Kleingarten gedeihlich und ertragreich zu bewirtschaften. Wir empfehlen ihn daher bestens." Bund der Landwirte. das ungemein reichhaltige, praktische und billige Büchlein." Evang. Gemeindeboke. 8weite umgearbeitete Auflage Preis kartoniert M 2.50 in weiß Leinen geb. M 3.90 Abformungskleider Eine neue Art, Mädchen- Handarbeiten Ein Geschenkbuch für unsere deutschen Töchter Mit zahlreichen Abbildungen und erläut. Text Von Hermine Steffahny unter Mitarbeiterschaft von Doris Kiesewetter Preis geb. M 2.80 Die neue Nadelarbeit in der Volksschule Auf Grund mehrjähriger Erfahrung bearbeitet von Anna Mundorff Leiterin des Handarbeitsunterrichtes an den Volksschulen der Stadt Köln Mit zahlreichen Abbildungen von Frau Kopp Römhildt Sieben Hefte( 2. bis 8. Schuljahr) Bis jetzt erschien: " Heft I( 2. Schuljahr). Preis M 1.80 Heft II( 3. Schuljahr). • Preis M 1.60 Heft III( 4. Schuljahr). . Preis M 2.Heft IV( 5. Schuljahr). • Preis M 3.20 Die weiteren Hefte folgen rasch Das Werk erweist sich als ein guter Führer im Berufe für jüngere Lehrerinnen. Aber auch erfahrene Lehrerinnen werden aus dieser erfahrungsreichen Sammlung von Winten und Ratschlägen noch manches lernen. Und auch in der Hand der Mutter und Hausfrau werden die Hefte Nutzen bringen, zur Anleitung der Töchter und um auch selbst Anregungen daraus zu schöpfen. nisse Das Kleid der Frau ohne besondere Vorkenntnisse billige Kleider herzustellen Von Marie Thierbach Mit 15 Abbildg. und 1 Schnittmusterzeichnung Zweite Auflage Preis M 2.20 als Ausdruck deutschen- Wesens und deutscher Kultur Vortrag von Emilie Cabenbach Preis 25 Pfg. Auf alle Preise kommt noch ein Teuerungszuschlag * 33098ss Verlag der G. Braunsch en Hof buchdruckerei in Karlsruhe( Baden) Herausgeberinnen: Elifabeth Röhl, Else Wirminghaus, beibe in töln.- Verantwortlich für Sen redaktionellen Teil: E. Röhl, für den Bilderteil: 2. Dübenstarlsruhe i. B., Karifriedrichstr. 14 Anzeigen ind an die G. Braunſche Sofbuchdruckerei und Verlag in Karlsruhe i. B. zu senden und werden nach feststehendem Tarife berechnet. Blas- und Erscheinungsvorschriften ohne Berbindlichkeit. Berlag: G. Braunsche Hosbuchdruckerei und Verlag, Karlsruhe i. B. Erfüllungsort Karlsruhe i. 8. Druck: Vorwärts- Buchbruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co. in Berlin, Lindenstraße 3.