jahrg.2 19 20 Heft. 5= 13. März Die Frau und ihr Haus Zeitschrift für kleidung Gesundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Bei I a e 1 t Gleichheit Hausfrauenferien III Die neue Aufgabe muß fein, auf breitester Grundlage zu erreichen, daß den kindergefegneten Hausfrauen zunächst die Möglichkeit einer Haushaltshilfe von Zeit zu Zeit zu schaffen ist. Bei den ungeheuren Geldaufwendun gen, die heutzutage nötig sind, wird nur ein verhältnismäßig fleiner Prozentsatz von Hausfrauen in der Lage fein, ständig Hauspersonal zu direkter Entlastung zu haben. Die Bedienung durch Arbeitsnachweise, die Buyund Waschfrauen vermitteln, ist für die fleinen Berhält. nisse, an die wir hierbet benfen, nicht anwendbar. Hier ist die Frage aufzuwerfen, ob nicht bezirksweise organifierte Frauenvereine einen Hausdienst einrichten fönnten, der für jede einzelne Hausfrau, die dem Vereine angehört, zu vorgemerkter Zeit eine Hilfe bereit hält. Eine Regelmäßigkeit des Bezugs" der Hilfe ist naturgemäß eine Vorbedingung. Eine weitere Vorbedingung ist, daß man sich der Finanzhilfe der Stadt versichert, um hierbei auch denen zu helfen, die nicht einmal den Vereinsbeitrag leisten können. Aber die Aufgabe dieser Haus frauenorganisation wäre da mit nicht erschöpft. Eine weitere und sehr wichtige toare, daß alle Mitglieder der Krankenversicherung 60. Straßenkleid mit gefickter Weste. Das Meid ist aus dunkelblauer Seide, die Weste aus ftart fädiger Rohfeide mit blauer zur Stoffache passender Seide bea frict im Flach- und Stielstich. Der Blusenrand ist mit kleinen Seidenstoffinöpfen befeht. Werschluß des Kleides links an dem Westenrand. Nock und Bluse find unter dem Gürtel zusammen, ecfest und auf ein Gürtelbend genäht. Die Bluſe iſt kimono artig mit angesetzten Armeln gearbeitet. Der obere Rand des gerade geschnittenen Rodes ist in Halten gelegt, in der vor beren Mitte bleibt ein der Weste entsprechender Teil glatt. Das Futterleibchen wird für sich gearbeitet und dem Kleide einge heftet. Normalſchnittmuster in den 4 Größen 90-116 cm Oberweite erhältlich. Preis 1.40 M. Nach Maß gezeichnet 4 M. Erforderlich 4 m Seide 80 cm breit, 50 cm Rohjeide zur Weste 25 cm breit. Stidereimuster 2,50 M. Schnittmuster F. H. 60. zugeführt würden. Also eine Erziehung und ein Zwang zur Benutzung aller sozial politischen Einrichtungen, die bisher auf dem Wege über Reich, Staat und Gemeinde vorhanden waren, ist als nächstfolgende Aufgabe zu betrachten. Außerdem müßte dann zur Errichtung von Ferienstätten geschritten werben; und hier kommen wir zu überschrift und Ausgangspunkt unserer Artikelfolge zurlid: Den Haus. frauen Ferien schaffent Die wichtigste Grage hier. bei ist zweifellos:„ Wer hält Mann und Kinder inzwischen in Ordnung? Hier beginnt eine Funktion des Vereins, nämlich, die Haushaltshilfe für längere Zeit zu stellen. Dabei ist nicht zu verkennen, daß das eine fehr schwierige und schwer zu lösende Aufgabe sein wird. Aber sie wird ja heute schon dann gelöst, wenn die Frau entbindet oder frank wird; die Hauspflegerin ist dazu norhanden. Die ganze Angelegenheit wird immer bann ant schwierigsten sein, wenn die Frau, die in die Ferien foll, felbft schwierig ist und meint, ohne fie und ihr Bor. handensein geht es nur dann, wenn sie einmal tot sein wird. Oder aber denkt sie nicht einmal so weit? Es muß unter allen Umständen möglich gemacht werden, in vorbeugender Weife Frauenfraft zu erhalten, die Frau und Mutter fähiger und 61a 34 61 61 63. Rockträger. Der Rockträger mug an der Figur ausprobiert werden. Kleine Abnäher an der hinteren Mitte des Gürtels und auf Schub terhöhe der Träger er geben die gutanschließen. de Form Der fleine 62 Steg im Rüden wird 12 bis 13 cm über dem Gürtel ange bracht; er spannt die Träger unten in einer Weite von 21, cm, oben von 32 cm. Unterred und Rod werden mit jenfrechten Knopflöchern versehen, die Bluje jedoch an passender Stelle mit wagerechten. Die Doppelknöpfe werden mit Stiel gearbeitet; der äußere Knopf muß zum Kleid passen, für den inneren nimmt man am besten einen flachen Man elfnopf. Gürtel und Träger find 4, cm breit; sie sind aus fräftigem Wäschestoff in doppelter Stofflage zu arbeiten zu beachten Der Rockträger ist nur dann prafrisch und gesundheitlich einwand frei, wenn er die Brust völlig frei läßt und so auf der Schulter fräftiger zu machen zu ihren weitverzweigten Aufgaben, besonders aber zur Kindererziehung. Und nicht zulegt ist es eben die Kindererziehung, die ausgeruhte und erholte Mütter nötig hat. Die ganze Angelegenheit, wie sie von uns aufgerollt murde, zeigt die Unzulänglichkeit der Sozialgesetzgebung, die naturgemäß zuerst die Menschen erfaßt, die im Erwerbsleben stehen. Und auch dort ist sie, wie wir alle missen, recht unzulänglich, zumal erschwerend unsere volltommen verschobenen Geldverhältnisse dazu kommen. Eine Neugestaltung ist deshalb sehr notwendig und wohl auch bald zu erwarten. Und bei dieser Neugestaltung muß der Kreis so gezogen werden, daß er die Hausfrauen, die nicht in der Lage find, Hausangestellte zu haben, erfaßt. Die von uns aufgezeigten Notwendig feiten müssen in den Bereich der Geseze gezogen werden. Bis dahin sollten die Hausfrauen zur Selbsthilfe greifen. Wir wären erfreut, wenn aus unserem Leserfreise zu den Problemen Stellung genommen würde. Wenn's lang auch wider Hoffen Dir traurig geht und schlecht, Halt deine Augen offen And bleibe treu dem Recht. Steh fest auf deiner Stelle, Was auch um dich gescheh, Es tommt schon eine Welle, Die nimmt dich in die Höh.( 3. Trojan.) Wie der alte Wallmeister Anlagen machte $ 1 ( 1862) Wenn Sie Ihren Enten auch die schönsten Nester in den Bäumen zurecht machen lassen," sagte der alte Wallmeister Amüller zu dem Ratsherrn, unter dessen Oberleitung er an einem öffentlichen Play Anlagen machen sollte, fie gehen nicht hinein, so lange noch ebene Erde da ist. Natur zieht stärker als sieben Pferde, und wenn die Wege so gelegt werden, wie Sie es wollen, so schön Sie es auch ausgedacht haben, so ist 63 64 legt, daß er ein Aufwärtsschwingen des Armes nicht behindert. ( Siehe den Artikel: Praktisches für die Blusentracht.) 64. Einfache Bluse. Grüner Stoff diente zur Anwendung, schwarz- weißer Stoff am Kragen und Stulpenrand. Die Ränder fönnen auch mit bunter Wolle umstickt werden. Kragen und Stulpen sind aus doppel. tem Stoff zu arbeiten Normalschnittmuster in den 4 Größ' n 90-116 cm Oberweite erhältlich. Preis 80 Pi. Maßschnitt 2 M. Erforderlich 2 m Stoff 100 cm breit. Schnittmuster F.H.64. ( Siehe den Artikel: Praktisches für die Blusentracht.) 65. Blufenrod. Der Nock ist zweiteilig geschnitten, das rechte Teil wird dem linfen Teil aufgeknöpft. Die Machart eignet sich sehr gut für stärkere Stoffe. Das gürtelartig aufgejezte Stoffteil gibt dem Rock einen festen Halt. Erforderlich 2 m Stoff 100 cm breit. Normalschnittmuster in den 4 Größen erhältlich. Preis 80 Bf. Maßschnitt 2 M. Schnittmuster F. H. 65. E 66a 66. Blufenrod mit Futters Leibchen. Das Leibchen ist aus Waschstoff gearbeitet, am Ausschnitts und Armelrand schmale Stickereitante. Vor dem Annähen der Snöpfe ist im Innern des Leibchens eine Blende aufzufsteppen, damit die Knöpfe nicht so leicht ausreißen fönnen. Der Rock ist dreiteilig, am oberen Rand auf der Innen feite mit einem Stoffitreifen be fett. Normalschnittmuster in den 4 Größen erhältlich. Preis 80 Pf. Maßschnitt 2. M. Erforderlich 0,80 m Stoff zum Leibchen 80 cm breit, 2,25 m Stoff 120 cm breit zum Rock. Schnittmuster F. H. 66. 67a der Rasen in drei Wochen zertreten, und da mögen wir Dornsträucher legen, Abweisepfähle segen, Querhölzer ziehen; es wird uns alles nichts helfen. Das Laufen und Rennen der Menschen hat auch seine natürlichen Wege und ist ihnen der Weg über den Rasen in der Richte, so gehen sie nicht dem Sandpfade nach. In Lustgärten kann man allenfalls die Kunst und Liebhaberei spielen lassen, nicht aber, wo ein leb. hafter Verkehr, zum großen Teil in Geschäften stattfindet." „ Na", sagte der Natsherr, verdrießlich, daß er ihm nicht viel darauf sagen konnte; " dann machen Sie es ganz, wie es Ihnen beliebt!" Das tat denn auch der Wallmeister und 67. Blufe zum Jacenkleid 68. zwar so: er ließ den Plaz schön ebnen, als wenn er Die Bluse ist aus feinem Tuch in der Farbe zum Jacenkleid passend ganz Rasen werden sollte zu nehmen. Sie wird am linken und ließ ihn dann sauber Borderteil fchalartig geschnitten harfen, sodaß jeder Fußund mit einer Quaste abgeschlossen. tritt ein deutliches Mal Das Schalende wird durch einen Einschnitt im rechten Vorderteil zurückließ. Darauf übernach außen gezogen. Stulpen und ließ er die Sache vorKragen sind aus Batist oder Rob- läufig ihrem Schicksal. seide zu arbeiten. Hierzu Schnitt Nach ein paar Tagen mufter auf dem chnittmuster. bogen Nr. 1, Fig. 13-17. Nor. bat er den Ratsherren, maischnittmuster in den 4 Größen einmal mit ihm den Blaz erhältlich. Preis 80 Bf. Maß- wieder zu inspizieren. schnitt 2 M. Erforderlich 2 m Siehe da, es hatten sich Stoff 100 cm breit. Schnittmuster wie von selbst Pfade über die geharfte Fläche gelegt, feft getreten und sonst sah man auf dem Geharften höchstens Spuren von Hundepfoten. Wenn Natur und Kunst die Füße ansezen, dann geht es vorwärts", sagte der alte Amüller; das ist ein Sprichwort wie eigens für uns Gärtner gemacht. Diesmal hat die Natur wirkliche Menschenfüße angefeßt; nun hat der Gärtner hinterher seine Kunst zu zeigen." F. H. 67. " Der Ratsherr ließ ihn wiederum gewähren, und bald war die Anlage auch zu seiner vollen Zufriedenheit fertig, eben so hübsch, wie er selbst es sich früher ausgedacht hatte, fast noch hübscher. Das Netz von Pfaden, welches in dem Geharften sich gebildet hatte, änderte der Alte nicht, aber etwas nachhelfen fonnte er, um es für feine Anlagen gut zu verwenden. Er ließ die Wege so breit machen, daß er ohne Störung des Verkehrs doch noch leise Biegungen hinein bringen konnte, um die steifen Linien zu meiden, und durch richtig verteilte Blumenbeete und Bosketts wußte er nach Be dürfnis entweder zu decken und verstecken oder zu heben und zu verschönern, so daß die Anlage vollständig wie schulgerecht erfunden und durch keinen Zwang beengt erschien, und der grüne Rasen blieb immer so schön und eben, wie er nur zu Anfang gewesen war. Jetzt deckt schon seit vielen Jahren den alten Wallmeister selbst ein grüner Rasen; aber an seine Sprichwörter haben wir noch oft denken müssen. Der Ratsherr hatte gewiß den besten Willen, für die Verschönerung der Stadt zu sorgen; aber wenn er seinen Willen durchgesetzt hätte und das war aller Ehren wert, daß er nicht eigensinnig darauf bestand,- gewiß, er hätte viel Verdruß davon gehabt und hätte gewiß gescholten auf das rohe Volk, das nicht so viel Sinn 35 -xx für Schönheit habe, um die Anlagen schonen zu mögen, sondern sie rücksichtslos ruiniere und daraus einen Schandfleck für die Stadt mache, um dessentwillen man sich vor den Fremden schämen müsse. So geht es aber überall, wo auch andere Menschen in Betracht kommen. Wer schaffen will, was Gehorsam findet, muß selbst nachgeben können. Sonst hilft der beste Wille nicht, noch die feinste Weisheit, die man in seinem Kopfe ausgeflügelt hat; was man dann aufbaut, bröckelt einem zu täglichem Verdruß und Ärger unter den Händen zusammen, weil man die Beschaffenheit des Materials nicht gehörig untersucht und in Rechnung gebracht hat.„ Des Menschen Wille ist sein Himmelreich", aber selbst Der König fann nicht allweg regieren wie er will". Das gilt für die Hausfrau in der Küche und in der Kinderstube, für den Schulmeister vor seinen Bänken, für den Gesetzgeber, der das Leben eines Volkes regeln und leiten soll, kurz um, überall, wo Leben ist, welches nicht eingeengt und eingezwängt werden darf, sondern gehegt und gepflegt sein will. Das Leben soll nicht wilde Neiser treiben und darf nicht unter wucherndem Unfraut ersticken; die wahre Kunst weiß schon richtig zu beschneiden und zu gäten und, wenn es darauf ankommt, zu fördern und zu treiben, aber die Natur muß den ersten Stein legen". Karl Straderjan, Oldenburger Gesellschafter 1863. Einer allein tann es nicht! auch nicht hundert! wir müssen alle mit helfen, groß und flein, jeder in seiner Weise! und guter Wille ist schon halber Sieg! Gasar Flaischlen. Etwas vom Striden Wenn man für die Handarbeiten wieder mehr Material erhalten kann, wäre es fehr erwünscht, daß unsere Frauen und Mädchen sich ihnen wieder viel mehr widmeten, als bisher. Es gibt ja so viel Befriedi gung, wenn man durch eigenen Fleiß zum Schmuck der Klei. dung und der Häuslichkeit schafft. Besonders wenn man nicht sflavisch vorgezeichnete Muster nachbildet, sondern auch gelegent lich seinen eigenen Geschmad, feine eigenen Einfälle zur Ausführung bringen fann. wird nun wohl mancher Frau nicht mehr zeitgemäß erscheinen, ?? wenn ich für die langen Abende 68. Jadenfleld. eine Technik empfehlen möchte, Rod und Jacke sind aus die durch die furchtbare Not des dunkelgrünem, fein gerippWeltkrieges eine unerhört starke, tem Wollstoff gearbeitet. Der Rock ist mit eingelegten aber furz dauernde Wiederbe- Falten gearbeitet, die Jade lebung erfahren hat: das Stricken. mit untergesteppten Blen Für diese Arbeit besige ich ein den, so daß beide überein. Handwerkszeug, das an seinem stimmend wirken. Die Jade ist mit heller Seide abge Teile beigetragen hat, mir diese füttert. Hierzu Schnitt Beschäftigung lieb zu machen, muster auf dem Schnitt Da ist zuerst ein zierlicher Nadel- musterbogen Nr. 1, Fig. behälter, bestehend aus einem 1-12. Normalschnittmus fter in den 4 Größen erhälts silbernen, oben und unten lich. Rod 80 Bf., Jade geschlossenen, borne offenem 80 Pf. Maßschnitt: Rod Röhrchen, ein Andenken an 2 M., Jade 2 M. Erfor eine sehr geliebte Tante. Ihre derlich 5 m Stoff 120 cm fleißigen Hände ruhen schon breit, 3 m Seide 60 cm breit zum Jadenfutter. lange für immer, aber vor Schnittmuster F. H. 68. meinem Geiste steigen beim Gebmuch ihrer Gabe tMe behagliche Sonntagnachmittage auf, wo die Familie an den dunklen Wintertagen am Kaffeetisch sitzen blieb. Ich denke auch zurück an die Abende, wo die Viel beschäftigte,— sie leitete während mehrerer Jahrzehnte, SV. Vlus« mit einem«ragen von etrickarbett. (Siehe den Aufsatz:„Elwas vom Stricken" Seite 35.> Die Strickspitze bildet jetzt wieder eine gern angewendete Verzierung für Blusen und Kleider. Sie wird teils als Einsatz, teils als Spitze gearbeitet, auch ganze Kragen, kleine oder größere Decken lassen sich gut in Strickarbeit herstellen. Unsere Abbildung zeigt eine Bluse mit einem » besonder» hübschen Kragen. Die Bluse ist mit schmalem Schullersiück gearbeitet, Vorderteile und Rücken sind leicht augckraust. Die Stulpen der eingesetzten Ärmel sind aus doppeltem Stoff. Strickmuster für den Kragen erhältlich. Preis S SV 2�. Aormalschnittmustcr zur Bluse in den 4 Größen erhältlich. Preis 80 Pf. Maßschnitt 2 M. Erfor» derlich 2 ru Stoff IVO cm breit. Schnittmuster?. Ii. SS lange ehe die Frauenbewegung für die Erschließung männlicher Berufe wirksam geworden, die elterliche Seifen fabrik— sich mit den jungen Nichten in das Studium fremder Sprachen vertiefte.— Dann benutze ich statt der früher so beliebten Knaulbecher einen sogenannten Strickhaken. Derselbe besteht aus zwei in entgegengesetzter Richtung liegenden Haken, der obere breite wird in den Gürtel oder das Schürzenband gehängt, der untere schmale hängt im zierlichen Kettchen, um dem Faden die größtmögliche Bewegungsfreiheit zu lassen. Mein Strick haken ist sehr fein gearbeitet, aus der oberen breiten Fläche ist nach der Mode von vor reichlich hundert Jah ren eine Urne ausgeschnitten, deren Fläche die Anfangs buchstaben der Großmutter trägt. An die Großmutter selbst, deren Kindheit in die Zeit der Befreiungskriege fällt, bewahre ick, mir nebelhafte, vielleicht nur auf Er- Zählungen begründete Erinnerungen, um so mehr an das große Reich, in dem sie als Hausfrau schaltete. Da sie nun außer den eigenen und denen des ManneZ noch die Füße von sechs Kindern mit Strümpfen zu versor gen hatte, wird sie manches liebe Mal vom Garten in den Hof und die Küche strickend gewandert sein, beson ders zur Zeit der zwar recht mühsamen, aber sehr hüb schen Mode der lveißen, womöglich zierlich durchbrochenen Strümpfe im Kreuzbänderschuh. Das Stricken war da mals so sehr an der Tagesordnung, daß sogar zu feier lichen Gesellschaften in den besten Kreisen der kleinen Residenz die weißen Strickzeuge mitgenommen wurden, wo die Herren im Zimmer des Hausherrn rauchend, die Damen in der»besten Stube" strickend beieinander saßen, bis der Lohndiener mit der stehenden Redensart: »Wollen die Damen in der Mitte stricken,' zu Tische lud. Zu den Strümpfen brauchten unsere Mütter und Großmütter zwar keine Vorschriften, wohl aber wurden solche eifrig ausgetauscht für die kunstvollsten Bettdecken, für spinnwebfeine Kinderhäubchen, für Spitzen aller Ar ten. Diese Tage, wo das Stricken eine solche Rolle spielte, sind natürlich für immer dahin, ich möchte die Zeit vor Erfindung der Näh- und Strickmaschine auch um keinen Preis zurückwünschen, so viel Behaglichkeit sie einerseits in der Beschränkung bot, so viel schwieriger war auf alle Fälle die Haushaltführung, die wenig Zeit für andere Beschäftigung übrig ließ. Das aber hoffe ich sehr, daß die Hochachtung der Strickarbeit zur Zeit des Krieges soweit in die Zukunft reichen wird, daß sie nie mehr wie in den letzten Jahrzehnten mit einem ge- rmgschätzigen Achselzucken als ganz überwundene alt modische Beschäftigung abgetan wird. Einige unserer tüchtigsten Kunstgewerblerinnen haben sich in letzter Zeit dem berufsmäßigen Kunststricken zugewandt, so wäre es immerhin möglich, daß das Stricken wieder einmal »Mode' würde. Wie dem aber auch sei, wenn ich üben kurz oder lang mein zierliches Handwerkszeug an die nächste Generation weitergebe, so wünsche ich dabei von Herzen, daß das bescheidene Strickzeug noch vielen Nich ten und Großnichten das geben möge, was es mir ge geben hat: Angenehme leichte Beschäftigung in müßigen Stunden und ablenkende, wohltätige Beruhigung in Krankheits- und aufregenden Wartezeiten. WWs sül dis NüsMW Hierzu Abb- 61- 66. Wir bringen heute mit den Abb. 61— 66 den Leserinnen, die gerne Rock und Bluse trugen, ein Beispiel, wie man dies auf gesunde Weise kann- Wie wir alle wissen, zum Teil Wohl aus unangenehmer Erfahrung, kriecht die Bluse sehr gern aus dem Rock, besonders wenn man kein festes Korsett anhat. Und von letzterem soll sich doch jede Frau und jedes Mädchen befreien. — Wenn der Miederrock, oder der mit Bördchen verarbeitete Sllxk sitzen soll, muß er ziemlich eng sein, damit er nicht, be sonders bei schlanken Figuren, von den Hüften ratscht. Wir wollen aber unsre Almuug, in diesem Falle die direkte Blut zirkulation. nicht unterbinden und de» Rock so tragen, daß er nicht einschneidet. Dazu ist der Träger. Abb. 61,.ine, vielen gewiß willkommene, und dabei so cinsache Einrichtung. Er hat(beliebig zu vermehrenl Knopflöcher, durch die mall auf Stiel gearbeitete Doppelknöpfe, Abb. 61 n, knäpst- Will man nun eine Bluse im Rock kragen, muß diese au derselben Stelle wie sie auch der sauber verarbeitete Nock hat, Knopflöcher haben. Mau knöpft erst die Bluse an, darüber den Rock. Abb- 64. Der Träger ersetzt also das Leibchen; jederzeit kann man über dem Träger auch eine kurze oder lauge Schoß» Kluse tragen. Wir bringeu aber für die Leserinnen, die dein Leibchenrock den Borzug geben, einen solchen mit der Abb. 66. DaS Leibchen hat wieder den Vorzug, dem ganzen Oberkörper Halt zu geben und. mit Spitze oder Stickerei verziert, die Ilnterziehbluse darzustellen. Diese ist, wenn sie aus leichtem Voile, Batist oder Futterstoff hergestellt ist, leicht zu waschen, so daß man eine auswechselbare Futterbluse hat, die dann ganz be sonders ihrem Zweck nachkommt, wenn sie auch noch Ärmel hat. Zu den Abbildungen der letzten Seite- (IZ Sei was du kannst, aber sei es ganz. Das ist eigentlich eine recht selbstverständliche Forderung, aber erfüllt wird sie leider von sehr wenigen unserer Volks genossen. Glücklicherweise ist aber in den letzten Jahren in Deutschland die Erkenntnis immer stärcker geworden, daß unsere im ganzen so vorzügliche Schule daran einen Teil der Schuld trägt, daß sie daö rein Verstandes- gemäße Lernen teilweise überschäßt hat und daß darüber das Gegengewicht der förperlichen Ausbildung vernachlässigt sei. Schlimmer aber, als diese Einseitigkeit der Schule hat jedenfalls das überhandnehmen der Industrie mit ihrem überwuchern der Maschinenarbeit eingewirkt, die so viele frische, junge Kräfte in mechanische, geistlose Tätigkeit einspannte. Als erschwerendes Moment kam noch dazu, daß mit der seit der Gründung des Reiches so rasch zunehmenden Wohlhabenheit des Volkes, von der jetzt allerdings nichts mehr geblieben ist, eine große Bergnügungssucht und eine Bügellosigkeit, namentlich der jungen Leute immer stärker hervortrat, die durch das Elend des langen Krieges noch verschärft wurde. Die elterliche Autorität wird wenig mehr geachtet. Gänzlich verloren gegangen find die feineren Umgangsformen der früheren Zeit, da ist es kein Wunder, daß gerade unsere Jugend an Sprache und Haltung, an äußerem Benehmen und innerem sittlichen Gefühl manches zu wünschen übrig läßt. Wie ist es nun zu erreichen, wieder jenes feine Gefühl für den inneren und äußeren Anstand, für die Notwendigkeit des Anpassens an unsere Mitmenschen zu gewinnen? Wie können wir den Bildungsdünkel befiegen, den so manche unserer höheren Schüler zur Schau tragen, die doch, schon in jüngeren Jahren schwächlich und furzsichtig, dem praktischen Leben weltfremd und hilflos gegenüberstehen? Da sind nun für unsere erwerbstätige Jugend manche Einrichtungen getroffen, die ihnen ein Gegengewicht gegen die einseitige Maschinenarbeit bieten, wenn auch noch nicht in ausreichendem Maße. Die jungen Leute können turnen, wandern, es wird ihnen die verschiedenste geistige Anregung geboten. Was nun die Leistungen der Schule anbetrifft, so haben fich in den legten Jahren die Stimmen derer vermehrt, die eine Änderung fordern. Der Philosoph Herbart, der bon 1776-1841 lebte, hat als Professor in Göttingen gewirkt und war der erste Schulmann, der neben der rein geistigen, nur aufnehmenden Tätigkeit, die Gartenund Feldarbeit, vor allem aber die eigentliche Handarbeit forderte, so daß man ihn wohl den Entdecker des erziehlichen Unterrichts genannt hat. Nach seinen Lehren haben eine ganze Reihe bekannter Schulmänner Erziehungsanstalten geleitet und die gemachten Erfahrungen haben gezeigt, wie richtig seine Forderungen waren. Wir dürfen natürlich nicht vergessen, daß das jetzt überall eingeführte Turnen in richtiger Weise ausgeübt, als ausgezeichnetes Gegengewicht gegen die sipende Tätig keit des Schülers, feinen Körper frisch und lebendig erhält. Für unsere Knaben muß es aber durch die Ausbildung der Handfertigkeit ergänzt werden. Für die Mädchen ist der Handarbeitsunterricht längst in die Neihe der als wichtig angesehenen Fächer eingerückt und seit einigen Jahren einer durchgreifenden Reform unterzogen worden.( Bergl. Nummer 9 dieser Zeitschrift:„ Was bringt der Handarbeitsunterricht unseren deutschen Frauen.") Nun wird ja die Handarbeit der Mädchen in der Hauptsache auf die Verarbeitung von Textilwaren beschränkt bleiben, das heißt, was wir im engeren Sinne unter Stoffen verstehen, alles was gesponnen, gewebt, gewirkt, genäht, gestridt oder gestickt wird. Auch für die Knabenhandarbeit würden diese Stoffe natürlich nicht ausgeschaltet werden, aber in der Hauptsache würde diese in eigentlicher Werkstattarbeit bestehen. Da kämen dann Bapparbeiten, Modellieren, Tischler- und Schmiedearbeiten und ähnliche in Betracht. Allen diesen Arbeiten gemeinsam ist der gleiche erziehliche Einfluß; alle müssen mit äußerster Genauigkeit und Ordnung ausgeführt werden, wenn sie gelingen sollen. Mit einer gewissen Handfertigkeit allein ist noch gar nichts gewonnen, die Schulung des Auges ist ebenso unerläßlich; aber auch 37 der Wille, der zur Anspannung aller Kräfte nötigt, wird gefestigt und geschult. Lernen nun die Kinder selbständig zu arbeiten, dürfen sie möglichst ihrem eigenen Geschmack folgen, fönnen sie ihre Phantasie spielen lassen, so werden sie das gewinnen, was das Leben erst wirk70. Dunkelblaues Kleid mit bunter Wottstideret. Das Kleid ist in Kittelform aus einem gefärbten Soldaten. mantel gearbeitet. Gürtel, Taschenpatten und Armel sind mit Seidenpaspel in rostbrauner Farbe umrandet. Verschluß des Kleides in der Rüdenmitte mittels Seiden. tnöpfen und Knopflöchern. Anliegendes Futterleibchen. Die Stiderei ist in rostbrauner Farbe im Stiel- und Flachstich ausgeführt. Stidereimuster 2.50 M. Normalschnittmuster in den 4 Oberweiten erhältlich. Preis 1.40 M. Maßschnitt 4 M. Erforderlich 3,50 m neuer Stoff 100 cm breit. Schnittmuster F. H. 70. lich lebenswert macht: Arbeitsluft und Arbeitsfreude. Es ist nun schon viel auf diesem Gebiete geleistet worden, die zahlreichen deutschen Vereine für Knabenhandarbeit haben in Werkstätten und Schulen tüchtige Arbeiter herangebildet, an Lehrmitteln und Lehrbüchern fehlt es nicht, ich brauche nur das treffliche Werk zu nennen: Der deutschen Jugend Handwerksbuch.* Mußerdem natürlich eine ganze Reihe von Büchern für Einzelfächer, z. B. Flechtarbeiten von Heinrich Bralle, und eine Fülle von Material in den Blättern für Knabenhandarbeit. Auch im Auslande, z. B. in Amerika, England und Frankreich bestehen sowohl staatliche wie private Schulen für den Handfertigkeitsunterricht; sehr bekannt dürfte der in den nordischen Ländern, namentlich in * Herausgegeben von Prof. Dr. L. Pallat. Verlag B. G. Teub ner, Leipzig u. Berlin. Inhalt: Papparbeiten, Sieben, Bilder Drud- mit Linoleum und Papier, Holzarbeiten: Spiel sachen, Gebrauchsapparate. Anfertigung von Tuockpapier, Holz. brechslerei, Metallarbeiten, Drahtarbeiten, Blecharbeiten, elet trischen Apparaten. 38 Schweden unter dem Namen Sloyd betriebene Unterricht sein, wo sich viele unserer deutschen Lehrer Anregung geholt haben. So notwendig der Handfertigkeitsunterricht für unsere größeren Knaben ist, nicht minder wichtig ist er für die kleineren Kinder, die ihn schon vor der 71 72 E 71. Kindermantel und Müke. Der Mantel ist aus rotem Tuch. Taschen, Kragen und Müße sind aus blaurotschillernder Seide. Verschluß des Mantels in der vorderen Mitte mittels Schnurschlingen und Seidenknöpfen. Das Rodteil des Mantels ist am oberen Rand in fleine Falten gelegt. Normalschnittmuster für 2-4, 4-6 und 6-8 Jahre erhältlich. Preis 60 Pf. Er. forderlich 1,50 m Stoff 120 cm breit; 0,40 m Seide 50 cm breit. Schnittmuster F. H. 71. 72. Kindermantel mit Sutaschbesah. Hellbraunes Tuch diente zur Anfertigung des Mantels, mit dunkelbraunem Sutasch sind die Ränder der Vorderbahn und des kurzen Leibchens besett. Kragen und Stulpen sind aus plissierter Seide in dunkelbrauner zum Sutasch passender Farbe. Verschluß des Mantels am linfen Rand der Vorderbahn. Normalschnittmuster für 2--4, 4-6 und 6-8 Jahre erhältlich. Preis 60 Pf. Erforderlich 1,50 m Stoff 120 cm breit, 75 cm Seide 50 cm breit. Schnittmuster F. H. 72. eigentlichen Schulzeit in den Kindergärten genießen. Ganz unerläßlich ist er aber in den Hilfsschulen für bie Schwachbegabten, wo er oft der einzige Weg ist, auf dem etwas von abstrakten Wissenschaften in die Köpfchen überhaupt Eingang finden kann. Der Handfertigkeitsunterricht gewöhnt die Kinder aber auch an das gemeinsame Arbeiten, er bildet den Geschmack und fördert die Phantasie. Ein ganz kleines Beispiel für die Richtigkeit dieser Behauptung geben die beiden Abbildungen, mit denen wir zur Ausübung der Handfertigkeit in der Familie anregen möchten; von dem schönen Hühnerhof baut der große Bruder vielleicht das Haus, die ältere Schwester die hübschen Bäume, der Kleinere Bruder macht die Leiter und die Zäune, die ganz kleinen verfertigen die Hühnerchen. Dem einen fällt dies ein, was sie noch hinzufügen fönnen und dem andern jenes und zuletzt werden sie alle gleich stolz und glücklich über das vollendete Werk sein, an dem jeder feine besten Kräfte eingesezt hat. Leider hat der Krieg mit allen seinen bösen Folgen viele schöne Anfäße zur Ausbildung unserer Knaben teils vernichtet, teils in weite Ferne zurückgeschoben. Wir dürfen aber nicht ruhen, bis nicht jedem Jungen wenigstens eine ganz furze Ausbildung im Handfertig feitsunterricht zuteil geworden. Es darf nicht mehr vorkommen, daß unsere Männer feinen Nagel richtig einschlagen oder ohne sich zu verlegen, feine Riste öffnen fönnen. Erst wenn Körper und Geist Erziehung zur Selbsttätigkeit genossen haben, wenn neben theoretischem Wissen das praktische Leben zu seinem vollen Recht getommen ist, erst dann wird es uns gelingen unsere Jugend zu harmonischen Menschen heranzubilden. Und da ist es die schöne Aufgabe des Handfertigkeitsunterrichtes, seine Schüler hinzuweisen auf unsere alten deutschen überlieferungen. Er kann sie aufmerksam machen auf die uralten Runenzeichen unserer Vorfahren, die in ihren schönen Formen mit den sinnigen Ausdeutungen zu allen möglichen Verzierungen geeignet sind. Er fann im Spiel die schönen Märchen wieder lebendig werden lassen oder den ewig jungen Kasper nochmals seinen Kampf mit dem Teufel ausfechten lassen. Er fann aber auch seine Schüler hinausführen in die Heimatflur und sie lehren die Natur nachzubilden, sei es zeichnend oder modellierend, so, daß ihre Arbeit wieder andern als Lehrmittel dienen kann. Wenn wir unsere Kinder in diesem Sinne erziehen, werden sie zu in sich gefesteten Menschen heranwachsen, denen die Achtung vor jeder Arbeit eigen ist. Sie werden gerade aus der Arbeit die Lehre ziehen, daß nur der wahrhaft frei ist, der sich selbst zu beherrschen gelernt hat. Sie werden gelernt haben, sich als Deutsche zu fühlen, und dies in ihrer äußeren Erscheinung, wie in ihrem innersten Wesen zu Ehren bringen. Was das beste auf der Welt ist? Gesundes Blut, ge ftählte Sehnen und starte Nerven. ( Auerbach). 73 becess 73-75. Jädchen und Leibchen für Säuglinge. Das Jädchen, Abb. 73, wird aus dünnem Stoff gearbeitet, im Borderteil sind einige Säumchen einzunähen. Die Falbel am Halsausschnitt ist mit einer Blende einzusetzen, durch die Blende ist ein Zugbänds chen zu leiten. Erforderlich 40 cm Stoff 80 cm breit. Das Leibchen 74 bient zum Anknöpfen der Win delhosen. Es wird zu bei den Seiten mit Bändern geschlossen. Abb. 75 ist als überjädchen aus wär mendem Stoff zu arbeiten, es wird rundum mit Auss bogstichen benäht und in der vorderen Mitte mit Bäns dern ausammengehalten. Erforderlich 50 cm Stoff 80 cm breit. Schnittmuster für 73-75 in Größe I für 1½, jährige und in Größe II für-1 Jahr erhältlich. Preis 60 Pf. Hierzu Schnittmuster auf dem Schnittmusterbogen Nr. 1, Fig. 41-42 und 52 bis 54. * Siehe Heft 4, 55.41. M 74 76 76 und 77. Sühnerhof und Zupfpuppen. Die Anregungen zu den Abb. 76 und 77, Hühnerhof und Bupfpuppen, find aus den kleinen Beschäftigungsbüchern für Rind rstube und Kinder garten. Herausgegeben von Lili Dröscher. Heft 3. Clara Zinn, Kinderspiel und Spielzeug. Heft 14. Emma Humser Geschenke von Kinderhand. Verlag B. G. Teubner, LeipzigBerlin. Den hübschen Hühnerhof baut man am beiten auf einer mit Leim bestrichenen und mit Sand bestreuten Papptafel auf. Das Häuschen kann in beliebiger Größe ange fertigt werden, muß aber fehr forgfältig und ganz genau im Verhältnis der Maße des beigegebenen Modells gearbeitet sein. Siehe Abbildung 76 a Zu den Bäumen schnei det man einen freis. 39 Die Körper der Hühnchen bestehen aus großen und fleinen Eicheln, die kleinen übner aus Bohnen mit Erosentöpfen, mit zugespizten Stäbchen sind sie verbunden, durch kleine Federchen können sie noch verschönt werden. Die Leiter ist aus zwei glei chen, ca. 6 cm langen Kar tonstreifen angefertigt, die Löcher werden in gleichem Abstand mit der Stopfnadel gestochen, in diese tommen als Sprossen zugespiẞte Streichhölzer. Trintnäpfe aus Ton oder Staniolfapfeln, Eier aus ganz fleinen Bohnen ver vollständigen den Hühnerhof, den man mit einiger Phantasie noch sehr vers schönen tann 76. Hühnerhof. runden Kartonboden, sowie einen gleich großen grünen Boden mit fleinem, runden Loch in der Witte. Der Baum besteht aus einem etwa 15-20 cm langen, 5-6 cm breiten Streifen doppelseitig grünen Papiers( Seidenpapier). Man zieht eine Linie etwa 3 cm bom oberen, ½, cm bom unteren Rande. Den oberen Teil schneidet man in gleichmäßig breite Streifen, G.K- R C.MA Die Zupfpuppent, Abb. 77, werden aus den Fäden eines ganz aus. gezogenen Läppchens hers gestellt. Man nimmt die Fäden in der Mitte zu sammen, bindet oben ein Endchen als Kopf ab und nimmt dann auf den Seiten einige Fäden, die umwickelt die Arme ergeben Die in der Mitte hängen gebliebenen Fäden werden als Leib und dann geteilt als die beiden Beine umwidelt. Größere Puppen müssen Haare haben zu diesem Zwed näht man dicke, hell oder dunkelbraune Wollfäden derart auf den Kop der Puppe, daß die Naht den Scheitel bildet, die Wolle fäten zu beiden Seiten als Haar herabfallen, welches dann beliebig in Böpfe geflochten werden kann. Bei verfeinerten 3.m T 20 33 77. Supfpuppen. ( fiehe Abb. 76 b), die man vorsichtig mit der Scheere nach außen fräuselt. Den unteren Teil schneidet man halb fort, im übrigen in Streifen, wie die Abbildung zeigt. Der Streifen wird von rechts nach lints fest aufgewickelt, das Ende festgeklebt, durch den grünen Boden gesteckt, an dessen Rückseite man die um gebogenen Streifen, wie Wurzeln flebt, dann bestreicht man den Kartonboden mit Leim und flebt den Baum recht gerade und genau in der Mitte auf. Zum Zaun nimmt man Korf stopfen, die durch Zahnstocher verbunden sind. Die Fußge stelle der Hühnchen bilden gleichfalls Korfftückchen, aus denen man auch einen Brunnen, Regenester usw. berstellen fann. Schnittmusterbogen. 76b 4 76a Bupfpuppen fann man um die zum Kopf abgebundenen Fäden ein weißes Leinenläppchen schlagen, zum Köpfchen abbinden, in findlicher Weise das Gesicht, Augen, Mund und Nase einzeichnen, tuschen oder auch sticken. Damit größere Puppen stehen können, ist es gut, ihnen einen Unterrod von Steif leinen anzuziehen. Durch den Anzug fann man die mannig faltigsten Arten Büppchen herstellen. Urheberinnen: Abb. 61-63 Emma Langen, Köln; Abb. 69 Frau Mößing, Reinhards; Abb. 71 u. 72 Ruth Deubel, Kölns Deuz; Abb 70 H. Alischer- Möln Um vielfachen Wünschen zu entsprechen, haben wir den Bezug von Schnittmustera bogen vorgesehen. Bogen 1 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 3, 4, 5 und 6. Für die kommenden Hefte werden die Bogen rechtzeitig angekündigt. Preis des Schnittmusterbogens 50 Bfg. und 5 Pfg. Porto bei Einsendung des untenstehenden Gutscheins. Tar Berlag gibt Normalſchnitte oder Schnitte Gutschein für Schnittmusterversand auglich 50% euerungszuschlag. Unsere nach Maß gezeichnet zu den am Schluß jeder Beschreibung angeführten Preisen ab und Schnittmusterbogen Maße der Normalschnitte für Erwachsene Normalschnitte werden nach mittelgroßen ungeschnürten Normalfiguren gezeichnet. Maße der Normalschnitte für Jungmädchenkleider Große in cm Ober weite Gürtels weite Bordere Rüdens Rods Obers Gürtel Alter Hüftenweite Hüftenweite weite weite Bordere Rüdens Rocks Länge länge länge Länge länge länge I 90 II 98 III 106 rv 116 8838 70 90 75 103 80 114 86 125 15 cm unter dem Gürtel 36 36 100 gni gemessen 38 37 102 39 38 102 12-14 Jahre 82 14-16 16-18 8835 86 90 $ 30 64 66 70 " $ 80 841 88 14 cm 90 unter bem Gürtel gmpl gemessen 34 35 55 35 36 36 36 55 65 85 38 39 102 Den Vetrag für die gewünschten Schnitte und 20 Pf. für Porto wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls erfolgt Busendung mit Nachnahme. Ausführliche Anleitung zum Magnehmen ist vom Verlag Adresse: G. Braunsche Selbuchbruceret u. Berlag Karlsrube i. B., Karlfriedrichstr. 14. zu beziehen. Wir bitten bei Bestellungen von Nor malschnittmustern die genaue Größe anzugeben. 40 Kade Jo Ein Begen für werdende Mütter! 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