Jahrg.2 19 20 = Heft. 6= 27.& 3 Die Frau und ihr haus Zeitschrift für kleidung Gesundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Bet I a# e zur Gleichheit Das Schlafzimmer Hierzu 3 Abbildungen. A Es ist der Raum, dem die moderne Hausfrau die allergrößte Sorgfalt zuwendet. Leider sind wir noch nicht so weit, daß jede Familie in Deutschland gemäß ihrer Kopfzahl die Anzahl Schlafzimmer hat, die aus gesundheitlichen Gründen vorhanden sein müßten. In der Zeit der geradezu kataStrophalen Wohnungsnot würde es manchem Betroffe nen wie Hohn flingen, wenn wir sagen, daß in einem mittelgroßen, luftigen Raum immer nur zwei, höchstens aber drei Personen schlafen bürften. 78 79 will ich, daß es eine wohlhabende däftige" Familie xopoopoo ist, in der das gewürfelte Lol 79a Res 78. Nachthemd für größere Mädchen. Wir wollen aber heute nicht die Schlafzimmerhygiene in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Das können unsere Leser und Leserinnen nachschlagen in Heft 2, 4 und 11 des Jahrgangs 1919 dieser Zeitschrift; besonders empfehlenswert ist in Nr. 2 dieses Jahres der Aufsatz: Die Basse des Nachthemdes ist mit angeschnittenen Ärmeln geWas muß die Hausfrau und arbeitet. Um den Ausschnitt ist eine kleine Borte mit rotem Mutter von der Gesundheits- in der Rüdenmitte. Die Weite der Ärmel ist durch einen Zugpflege in der Haushaltfüh- saum etwa 6 cm über dem unteren Rand eingeschränkt. Der Randsaum ist mit einer Stielstichreihe geschmückt. Normalschnitt, Heute wollen wir das Bett, muster für 6-8, 8-10, 10-12 und 12-14 Jahre erhältlich. Preis 40 Pf. Erforderlich für 8-10 Jahr 2 m Stoff 80 cm also das Möbelstück, seinen breit. Stickereimuster 60 Pf. Schnittmuster F. H. 78. Inhalt, also Decken und Kissen, näher ansehen. Und da fällt mir ein Erlebnis ein, das ich Die Basse ist am Halsausschnitt und unteren Rand mit einer fürzlich hatte, das für mich kleinen Borte verziert, aus rotem D. M. C.- Garn mit Kettenstich und vielleicht auch für andere eingeſtidt( 79a). Die eingesetzten Ärmel find am unteren Nand in eine gewisse Erfenninis being arbeiten. Normalſchnittmuster für 2-4, 4-6 und deutet: Ich besuchte eine 6-8 Jahre erhältlich. Breis 40 Bf. Erforderlich für 4-6 Jahr Bauernfamilie; vorausschicken D. M. C.- Garn mit einfachem Stielstich eingestickt. Verschluß rung wissen? 79. Nachthemd für kleinere Kinder. fleine Bündchen gefaßt. Bündchen 1,60 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 79. Bettzeug, die Handtücher, Zwillich und Warp noch selbst gewebt werden; wo Knecht und Magd alljährlich soundsoviel Leinwand und Wolle als Naturallohn bekommen, daß die städtische Hausfrau ordentlich neidisch werden muß. In der groBen Stube, die dem alten Bauernehepaar als Schlafund Wohnraum dient, stehen neben schönen, jahrzehntealten Bauernstühlen mit Armlehne und hartem Sit die großen, fräftigen, derbgearbeiteten Bettstellen, die sicher mal der Dorftischler machte, und die er mit einem haltbaren, brau nen Ölanstrich versah. Im Obergeschoß aber wohnt der älteste Sohn mit seiner jungen Frau, einer Bauerntochter aus dem benachbarten Dorfe. Voll Stolz zeigt sie die drei Räume, die ihr gehören. Und ich kann nur stumm nicken, möchte aber ausrufen: Wie häßlich, wie furchtbar häßlich; denn eine nach der neuesten Möbelmode hellzitronengelb polierte Schlafzimmereinrichtung macht sich in der niedrigen Bauernstube breit. Die Schränke stoßen an die Decke und auf. dringlich starren die Spiegeltüren und der große Spiegel über dem Waschtisch den Besucher an. Im Geißte richte ich die Schlafftube des jungen Bauern mit seiner jungen Bäuerin anders, aber ihnen angepaßt ein, indem ich mir die alten Bettstellen von unten in ihrer schlichten Form vorstelle, wie sie meinet wegen mit schönem stahlgrauen oder dunkelgrünem An strich versehen sind, wie eine leicht gemalte Kante oder Bettstelle aus Tannenholz mit gedrehten Traille« aus Hartholz am Fusiende. Die Bekrönung des Kopfstückes ist aus einem Brett ausge- schnittcn- Anstrich aus zweierlei Deckfarben. ein vergnügtes buntes Blümchen den richtigen Ton für die Umgebung schafft. Und ich sehe einen brsiten, nicht zu hohen Kleiderschrank im selben Anstrich und die Passen de Waschkommode, der der Spiegel nicht zu fehlen braucht. Was dieses kleine Erlebnis sagen soll? Man soll nie mals etwas vortäuschen wollen I Denn die junge Frau wird immer eine Bauersfrau sein: und das soll sie ruhig betonen. Sie braucht bei der Sladtfrau keine Anleihen machen. Und was soll die Frau in der Stadt hieraus lernen? Dag es nicht unbedingt nötig ist, eine„echt Eiche-" oder„echt Nußbaum-" oder„echt Kirsch- baum"-Einrichtung ihr Eigen zu nennen. Das können, be sonders aber nach dem schreck lichen Entwertungsprozeß, den wir durchleben, nur wenige. Und weil man das aber doch zu gern haben möchte, kommt man zu den Imitationen. Der Anstrich oder die Politur bei den deutschen Hölzern wird von der Industrie flugs„echt nachgemacht". Davor sollen wir uns auch bei der Schlaf zimmereinrichtung, also beim Bett, hüten. Ich verweise in dem Zusammenhang auf den Aufsatz„Unser Hausrat" von Dipl.-Jng. H. Wirminghaus in Nr. 1l d. Ztschr. Dort wird -das Wesentliche gesagt über Holz, Anstrich, Verzierung und Form. Die heute mit den Abb. 80 a, k und c gezeigten Muster von Betten aber sollen ebenso wie die in Nr. 11 gezeigten Schränke als Anregung dienen. Zu der Beschaffenheit des Bettes allgemein kann man Wohl sagen, daß wir moderne Menschen es breit und lang lieben. Man soll und muß zur Ruhe Platz haben. Daß es kräftig zusammengefügt sein muß, ist auch eine Selbstverständlichkeit, da es ein ganzes Leben lang und besser noch darüber hinaus ausreichen soll. Von der schwer zu transportierenden und deshalb schwer zu reini genden Sprungfedermatratze hat man sich im Laufe der Zeit heraufentwickelt zum beweglichen Stahl- und Spiral boden, dem man die dreiteilige Kissenmatratze auflegt. Leute, die nun gern besonders weich liegen, legen dar über das sogenannte Unterbett aus Federn: das möchten wir nicht empfehlen. Es heizt unnötig und verweichlicht. Besonders aber soll sich die Hausfrau und Mutter davor hüten, den Kindern, ob klein oder groß, weiche Feder betten unter zu legen. Auch die Kopskissen soll man nicht zu groß haben oder gar mehrere(2— 3) unter das teure Haupt zwängen. In besonderen Krankheitsfällen sind Ausnahmen zu gestatten. Dem normalen Menschen sollte über dem Kopfkeil ein Kissen genügen.— Um stritten ist auch die Frage der„Zudecke". In ganz Ost-, Nord- und Mitteldeutschland kennt man beinahe aus nahmslos die große rechteckige Federdecke. In Süddeutsch land dagegen, besonders aber im Rheinland bevorzugt man die Schlafdecke im Leintuch oder Kuvert, darüber das bezogene viereckige Kissen, das sogenannte Plumeau. Schreiberin dieser Zeilen bekennt sich zu der ersten Ein richtung, jedenfalls deshalb, weil sie aus Norddeutschland stammt und von Kindheit an daran gewöhnt ist. Bleibt noch kurz zu besprechen, wie die Bettwäsche be schaffen sein soll. Auch hierbei muß man, wie jetzt bei allen Dingen, die Einschränkung machen, daß man guten Muts und leichten Herzens nichts empfehlen kann, just darum nicht, weil ein Mensch mit sogar reichlichem Einkommen sich nichts s � S<5 SV d. Bettstelle und Stuhl aus Tannenholz. Erstere hat gedrehte Füße. Kopf- und Fußteile in Rahmen und Füllung gearbeitet mit überschobe- nem Profil. Das Fußteil ist durch eine Profilleiste abgedeckt. Ebenso der Kopfteil, der außerdem eine aus einem ausgeschnittenen Brett mit kurzen Profilstücken bestehende Bekrönung zeigt- Das Ornament der Stuhllehne ist aus einem Brett ausgeschnitten. Anstrich mit zweierlei Deckfarbe- uz— S!eues von Wäsche anschassen kann. Hygienisch ist, die Bettwäsche so oft wie möglich zu wechseln. Da ist, namentlich in der Stadt, Weißes Bettzeug das Praktischste, weil man eS in den Kessel stecken und bleichen kann, was bei bunten Bezügen der Farbe und Haltbarkeit wegen nicht getan werden darf. Eine sorgliche Hausfrau wird ihre Kinder des Abends vorm Zu bettgehen zum gründlichen Waschen anhalten: denn das spart ganz gewiß, wenn be sonders Hände und Füße stets einer ordentlichen Reinigung unterzogen werden. Wenn man zwischendurch daS Kopfkissen frisch bezieht und beim„Betten machen" reine Hände und eine saubere Schürze hat, kann man Wäsche schonen. Das Vettenmachen ist eigentlich ein besonders Kapitel. Jedoch beschränken wir uns darauf, zu sagen, daß ordentliches Lüften und Durchschütteln, beim Neubeziehen auch ein sorg fältiges Bürsten und vorsich tiges Klopfen eine Rotwendig- keit ist. Und wer im Sommer die Möglichkeit des.Vetten- sonnens" hat, soll davon Ge brauch machen. Sonnenlicht ist der beste Bakterientöter. Noch wenige Worte seien zur Bettsprcite gesagt. Sie kann sehr einfach oder sehr schön und elegant sein: aber sie ist nur eine Notwendigkeit, wenn der Raum, in dem Betten stehen, noch als Wohnraum dient. Unter allen Umständen darf auch sie nicht dazu dienen, etwas vor zutäuschen und gar schmutzige Betten zu verdecken. Für die aber, die Wert legen auf hübsche Bettwäsche, mit Handarbeit geziert, zeigen wir mit den Abb. 83— 91 einige besonders hübsche Sachen. Kommt Kunst gegangen vor ein HauS, So sagt man ihr, der Wirth sei aus. Kommt Weisheit auch gezogen dafür, So findt sie zugeschlossen die Thür. Kommt Jucht und Ehr derselben Mast, So müssen sie gehen dieselbe Strast. Kommt Lieb und Treu, die war gern ein, So will Memand ihr Thorwart sein. Kommt Wahrheit dann und klopfet an, So muh sie vor der Thüre stahn. Kommt Gerechtigkeit auch vor daS Thor, So findt sie Ketten und Riegel davor. Kommt aber der Pfennig geloffen. So findt er Thür und Thore offen. 15. gahrhunbert. dieses Schmerzenskindes, daS will sagen, einer mehr denn dreißig Pfund schweren, riesigen gehäkelten Bettdecke, nur zuzusehen braucht. Diese Decke bedeckt beide Betten der Schulzeschen Eheleute zugleich und hängt noch an Dil KWö'S ßHüRMSW Plauderei von Anna Moosegaard, Dänemark. Wenn Frau Schulze große Wäsche hat und ich sie im Waschhaus laut stöhnen höre, als hätte sie ihren Magen- ttampfanfall, dann weiß ich Bescheid, dann wird Frau �chulze's Schmerzenskind einer Reinigung unterzogen. kann ich es mir nicht verkneifen, da muß ich mal hinunter, dies Schauspiel mit anzusehen, evtl. ihr meine Hisse anzubieten. Eigentlich ist's ja ein Lustspiel, das �ißt immer nur für denjenigen, der bei der Reinigung so«. Bettstelle aus Tannenholz. Mit Deckfarbe gestrichen und bemalt. Bettspreite mit Volant aus leichtem einfarbigen Stoff, z. B. Nessel. beiden Seiten fast bis zur Erde herunter. Wo Frau Schulze Zeit und Geduld hergenommen hat, dieses Unding herzustellen, ist mir rätselhaft. Nein, doch nicht. Sie hat es mir ja einmal erzählt. Jeder Pfennig Geld, den sie erübrigen konnte, damals, als sie noch als junges Mädchen für 9 Mark Pro Woche, täglich elf Stunden in einer Bettfedernfabrik arbeitete, wurde zurückgelegt, oder auch in weiße Baumwolle umgesetzt. Und nun in jeder freien Minute an dieser Decke gehäkelt, bis mit den Jahren, als des jungen Mädchens Wangen fast ebenso weiß wie die schöne Baumwolle waren, dies Riesending fertig war. Grade zur höchsten Zeit, denn aus der Klara Müller aus der Bettfedernfabrik, sollte am nächsten Sonntag eine Frau Schulze werden. Und die Mutter hatte genug gejammert:„Sieh doch nur ja zu, Klara, daß Du die Decke fertig kriegst". Grad als hinge daS ganze Glück der jungen Ehe von dieser Bettdecke ab. Klara hatte sich stets seufzend gefügt; sie war ja noch so jung und unwissend dazu. Anstatt daß aber die Mutter ihre heranwachsende Tochter nach der langen ungesunden Arbeit in der Bettfedernfabrik jede freie Stunde benähen ließ, um einen Spaziergang im Freien zu machen, damit die Lunge all den Ballast, den sie am Tage in sich auf genommen hatte, wenigstens zum Teil wieder ausatmen konnte, drängte die unvernünftige Frau beständig, daß Klara zusammengekauert über der Häkelarbeit sitzen mußte. Für ein Mädchen schicke sich das eben besser, als in Feld und Wold herumzustreifen. So hatte sich Klara still gefügt und sich ebenso still bei diesem fort währenden Gebeugtsitzen in den Jahren des Wachstums, ein Unterleibsleiden zugezogen, das ihr bei der Geburt ihres ersten Kindes fast das Leben gekostet hätte, und —— ße bei Zeder Schwangerschaft von neuem in Angst er zittern ließ. Nun damals hatte Klara allerdings noch nicht so weit gedacht, namentlich als ihr Friedrich erll des 81 82 »t. Blusenkleid für Mädchen von 10—14 Jahren. Die Bluse ist aus rotem Wollstoff Kragen, Gürtel, Stul pen und Rock sind aus rotem Seidenstoff mit bunten Blüm chenmuster Der Nock ist an ein Futterleibchen oder a» einen Nockträger, stehe Abb. kll, kö des vorhergeheuden Heftes, zu knöpfen. Die kurze Schostbluse ist mit Nückenschlutz zu ar beiten Der Kragen ist nur an der rechten Hälfte des Hals- ausschnitles festzunähen, an der linken Hälfte wird er mit Druckknöpsen befestigt. Normalschnittmuster für IG- ,2 und 12— lü Jahre erhältlich Preis 60 Pf. Erforderlich 1,50 in Stoff 100 cm breit zur Bluse, I m gemusterte Seide 80 cm breit Schnittmuster ll. li. 81. L2. Jungmädcheukleid. Das Kleid ist aus hellblau und weih gestreiftem Stoff Die Bluse ist mit angeschiiittenen Ärmeln gearbeitet und am unteren Rand mit dem Nock zusammengenäht. Der Rock ist quer ge nommen, die breite einfarbige Webekante bildet den Nocksaum Die Weste ist aus hellblauem zum Streifen in der Farbe pas- sendem Taft ebenso die Stulpen. Die Weste ist vorn wie im Rücken gleich gearbeitet. Sie wird über den Kopf gestreift und zu beiden Seiten mit Silberknöpfen und Knopflöchern geschlossen. Normalschnitlmuster für die Lberweiten 86, 90 und 93 cm erhältlich Preis 120!vk. Weste allein 40 Pf. Mahschnitt 4 Ni. Weste allein I 50 M. Erforderlich 3 m gestreifter Stoff 80 cm breit, 0,75 m Taft 60< m breit für Oberweite 86 cm. Schnittmuster ll. bi. 82. Abends neben ihr sitzen und ihr das Garn halten durfte, fand sie die sonst so oft verwünschte Häkelarbeit ganz erträglich. Und Friedrich Schulze war nicht we niger einsichtsvoll als Klaras Mutter. Er ließ die blödsinnige Arbeit schmunzelnd zu, die Decke sollte ja mal sein Heim schmücken. Und wenn er des Abends pünktlich zehn Uhr Abschied nahm, durfte Klara ihn ja stets bis an die erste Laterne begleiten: Mutter drückte schon ein Auge zu. wenn dieser kleine Weg meist eine halbe Stunde dauerte. Ja, nun war Klara Frau und Mutter von zwei bleichen Kindern, die anderen vier waren kurz nach der stets qualvollen Geburt gestorben. Die riesige Bettdecke lag noch immer weiß und rein auf den Ehebetten, und die Großmutter kam oft und streichelte liebkosend über die mühselige Häkelarbeit ihrer Tochter. Nur wenn Klara große Wäsche hatte und die Bettdecke war mit dabei, kam Großmutter nicht, da ließ sie sich stets mit ihrer Gicht entschuldigen. So mußten sich eben schon, weil Frau Schulze das Unding doch nicht allein bewältigen konnte, die Nachbarinnen erbarmen. Mitunter sah man aber auch die ganze Familie daran wringen, zerren und drücken. Und ge wöhnlich knackte dann die Leine, wenn die nasse Decke in ihrer ganzen Schwere darübergeworfen wurde. Da fing das Spülen, Wringen und Stöhnen wieder von vorne an. Ich aber freue mich jedesmal diebisch, je länger diese Reinigung dauert, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil dann die Betten, die sonst stets mit dieser Decks bedeckt sind, mal ein wenig auslüden dürfen: ebenso die Schlafstube, die zugleich Wohnstube ist. weil man doch wirtlich nicht in der guten Stube sitzen und die schönen Möbel ruinieren kann. Sowie des Morgens Friedrich zur Arbeit und die Kinder zur Schule ge gangen sind, hat es Frau Schulze eilig, zuerst das Schlaf und Wohnzimmer schnell in Ordnung zu bringen. Frau Schulze näht ja ein wenig für andere Leute, und man weiß ja nie, ob nicht schon früh am Morgen je mand kommt. � Das Fenster wird einen Augenblick geöffnet, im Winter, wenn schon Feuer im Ofen ist, meist gar nicht, damit die Wärme nicht hinausgeht, die noch vom menschlichen Körper warmen Betten werden schnell ge macht und mit der schweren gehäkelten Decke überdeckt. Da liegt sie dann, bis des Abends die Familie wieder hinein kriecht; und all die schlechte Luft, die Aus dünstung des Tages, der Schneiderstaub, der ringsum dicht auf den Möbeln liegt, wird nun von den vier schlafenden Menschen eingeatmet. Und nebenan liegt das prachtvoll kühle Wohnzimmer völlig unbewohnt. Denn es darf nur betreten werden, wenn Besuch kommt. Es kommt aber selten welcher. Außer der Großmutter, die mit zur Familie zählt und dann nur in der Schlaf stube sitzt. Und trifft es dann wirklich mal, namentlich in den langen Winterabenden, daß mal Jemand kommt, dann ist die gute Stube wieder gerade nicht geheizt. Dann wird eben nur mal mit dem Lichte in der guten Stube herum geleuchtet, die schönen Deckchcn und Rips sachen besehen, und dann wird im Schlafzimmer unter gekrochen. Dort ist's ja so schön warm und bequem, viel hübscher als in der kalten, nie geheizten guten Stube. Da wird dann nun gescherzt und gelacht oft bis tief in die Nacht. Die Lampe brennt, und die müden bleichen Kinder, die vergebens zu schlafen ver suchen, liegen lange wach, blinzeln ins Licht und lauschen den Gesprächen der Erwachsenen. Morgens sind sie dann totmüde, noch einen Schein blasser, mit dumpfem, benommenem Kopf sitzen sie teilnahmslos auf der Schulbank. Ja, wann kommen diese Menschen zur Vernunft, einzusehen, wie närrisch dieses alles ist. Anstatt das beste Zimmer zur Schlafstube einzurichten, die tagsüber gut gelüstet, dem müden Körper und Geist dann wirk lich eine Stätte der Erholung ist, beschränkt man sich auf den einen, meist schlechtesten Raum, und zahlt hohe Miete für das beste Zimmer, das nur für den Besuch da ist. Man schaffe gute, schlichte Möbel an, so daß man Ach darin zu rühren wagt, benüße die Stube zum täglichen Aufenthalt, und lasse das Schlafzimmer einzig zum Schlafen, wie es sein soll, und man wird sehen, daß man dabei am besten verfährt. Der Familiengeist eines Hauses zeigt sich in seiner schönsten Gestalt an den großen Festen. Ein Haus voller Sonne an Weihnachten und Ostern ist das Beste, was man den Kindern mit ins Leben hinausgeben fann. An solchen Tagen geht ein großer Schein im Hause auf. In ihm wärmen sich noch in der Ferne die Söhne, wenn ihnen in der Fremde Gefahren drehen. Da steht man an Weihnachten vor dem brennenden Baum, an Ostern vor den gefärbten Giern und dem Lamm aus Biskuit und an Pfingsten vor den frischen Maien in den Bimmerecken und auf der gedeckten Tafel und weiß nicht, wie einem geschieht. Solcher Glanz aus dem Elternhaus hält an, wenn die Lehren aller Schulmeister längst vergessen sind. Das Heim und das Haus sind so wie auch das fleinste Vogelnest nicht der Eltern in erster Reihe wegen, sondern der Jungen wegen da, und sein Schuh ist der dauernfte. Aus: Anton Fendric: Mehr Sonne, das Büchlein Don der tebe und der Che. Glaube Von Ricarda Huch. Glaube ist aber nicht etwa eine willenlose Hingabe weder an das Vergangene, noch an das Künftige, sondern Kampf mit beiden... Glaube ist Aufschwung über die Gegenwart hinaus in das unsichtbar Künftige, und meil er das Gegenwärtige um des Künftigen willen aufgibt, ist er Opfer. Glaube opfert das Sichtbare um des Unsichtbaren willen, er ist ein Sprung über den Abgrund, ein heldenhaftes Wagen. Sein Lohn ist das Wunder, das Neue, das die Kette der Wirkungen aus bergangenen Ursachen durchbricht und sie durch eine Tat wieder mit dem Ewigen verknüpft. Das Morgenlleid Wir wollen unseren Leserinnen damit, daß wir thnen mit Abb. 83 ein Morgenfleid zeigen, nicht sagen, daß das unter allen Umständen vorhanden sein muß. Aber es gibt eine ganze Anzahl Hausfrauen, vielleicht die Mehrzahl, die des Morgens sehr früh heraus und " angezogen" sein müssen. Der Mann muß seinem Beruf nachgehen, er braucht sein Frühstück, muß vielleicht mit Proviant für den Tag versorgt werden. Die Kinder müssen in die Schule. Da tut ein vorn ganz geknöpftes, leicht anzuziehendes, im Winter warmes Kleid seine guten Dienste. Ist das Haus leer, dann kann mit der eigentlichen Hausarbeit im derben, anliegenden Kleid begonnen werden, dazu wäre das Morgenkleid zu schlampig". Viele Frauen mögen früh die Zeit finden, sich gleich zur Arbeit gerüstet anzuziehen; aber man kann auch, besonders wo fleine Kinder sind, des Nachts einmal schnell aufstehen und in die falte Küche gehen müssen. Wer dann ein solches Morgenkleid hat, freut sich seines Besitzes. " Die gesundheitsgemäße Pflege des Haares Nachdruck verboten. Allein auf der Gesundheit der Kopfhaut beruhen Reichtum und Schönheit des Haares. Das eigentliche sichtbare Haar, der Haarfchaft, ist eine tote Röhre ohne Blutgefäße und ohne Nerven, weshalb beim Abschneiden weder Bluten noch Schmerz eintritt, ebenso wie bei den Fingernägeln. Diesen Haarschaft fann mi in seiner Entwickelung nicht beeinflussen. Zur wirklichen Förderung des Haarwuchses muß man seine Fürsorge den WurBeln zuwenden, samt dem Wurzelbeete: Der Kopfhaut, durch 45 Anregung nährender Blutzufuhr zu Nerven und Drüsen, durch reichliche Umspülung mit Luft und Licht. Selbst bei ausgefal lenen Haaren bleiben die Wurzeln meist noch lange bestehen, so daß eine Neubildung von Haaren aus dem Keime, ein Nach D 83. Morgenkleid. ( Siehe nebenstehenden Auffah.) 83 a Das Kleid ist aus waschbarem Stoff zu arbeiten. Zur Verzierung ist eine Zädchenborte im Hegenstich einzusticen mit Berlgarn in dunklerer oder schwarzer Farbe. Die Zäckchenborte ist um den Taschenansatz herum zu sticken. Die Ärmel find angeschnitten. Kragen und Stulpen sind aus hellem Waschstoff, fie werden in breite Bündchen gefaßt und dem Kleide eingeheftet oder an ein waschbares Unterziehleibchen angenäht. Normalschnittmuster in den 4 Oberweiten 90 bis 116 cm erhältlich. Preis 1.20 M. Maßschnitt 3.50 M. Gr forderlich 4,50 m Stoff 70-80 cm breit. 1,50 m Stoff 80 cm breit zum Unterziehleibchen, 50 × 40 cm Stoff zu Kragen und Stulpen. Schnittmuster F. H. 83. wuchs, noch nach längerer Zeit möglich ist. Natürlich darf der Keim nicht verödet sein durch Haarkrankheit, Siechtum oder Lebensalter. Gesundheitsgemäße Pflege erzielt in der Bereicherung und Verschönerung des Haares recht gute Erfolge. Das billigste und wir samste Mittel ist regelmäßiges Bürsten, Frottieren und Waschen des Haarbodens. Diese zielbewußte Reinigung übt gleichzeitig einen heilsamen Reiz auf die Kopfhaut aus und bermehrt den nährenden Blutzufluß zum Haarteim. Jeden Tag müssen deshalb die Haare gründlich durchgefämmt und durch gebürstet werden, und wöchentlich einmal möge eine Waschung mit lauwarmem Seifenwasser stattfinden. Morgens, vielleicht noch im Bett, frottiere man fräftig längere Zeit mit gespreizten Fingerspizen( nicht traßen) die ganze Kopfhaut, was sehr zuträglich und äußerst wohltuend ist. Dr. Thraenhart, Freiburg i. Br. Für die Küche Da der Grünkohl ein sehr haltbares Wintergemüse ist und fich weit bis ins Frühjahr draußen hält, geben wir hiermit 46 84. Machthemd mit Handftiderei. Ausschnitt- und Armelfalbel sind mit einer einfachen Bunft tiderei über dem Hohljaum rand verziert. Man zeichnet die Punkte mit Bleistift auf den Stoff auf, die unterste Reihe im Durchschnitt 7 mm, die zweite Reihe 5 mm, die britte 2 mm groß. Die Punkte werden in einfachem Flachstich mit weißem D. M. C.- Garn eingeftidt. Durch die Blende am Halsausschnitt ist ein Bugs band zu leiten, an der linken Schulter wird das Band durch Bindlöcher nach außen geführt. Das Hemd wird ohne Verschluß über den Kopf gestreift. Hier. zu das Schnittmuster auf dem Schnittmusterbogen Nr. 1, Fig. 36 37. Normalschnittmuster in den 4 Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Preis 80 Pf. Erforderlich 3,50m Stoff 80 cm breit, 1,50 m Band 2 cm breit. Schnittmuster F. H. 84. einige erprobte Rezepte. Während die größte Anzahl unserer Gemüsepflanzen frostempfindlich ist und nur Rübenarten leichten Frost vertragen, gehört der Grünkohl zu den frostharten Pflan zen. Man verwendet ihn auch in der Regel erst, wenn er ge hörig Frost erhalten hat. Das ist frühestens im Dezember, meistens erst im Januar oder Februar. Dann sind die Haus schlachtungen aber auch gewesen und in den Kochtopf kann zu dem Kohl ein Stüd Rauchfleisch oder Sped fommen. So ver bindet sich in unserer Erinnerung Rohlgeruch mit dem Geruch bon Speck oder Geräuchertem, denn diese Düfte mischten sich in Mutters Küche fast immer. Wer schlachten fonnte, wird es nun ebenso machen, wer aber kein eigen Schwein hatte, muß schon sehen, ein Stück Wurst oder ein Stück Geräuchertes mit in den Topf zu steden. Die Bereitung von Rohl ist vielerlei. Grünkohlsuppe. Der Grünkohl wird gut verlesen, von den Blattrippen abgestreift, mehrere Male gewaschen und mit wenig Waffer 10 Minuten gefocht, sodann auf ein Sieb gegeben und nachdem das Wasser abgetropft ist, fein gewiegt. Man tocht nun nochmals den fein gehadten Rohl mit Wasser auf, dickt die Suppe mit Grieß oder Grüße ein, gibt etwas geriebene Zwiebel und Salz als Würze daran und richtet die Suppe, womöglich mit gerösteten Brotbrocken an. Grünkohl als Gemüse. Der Grünkohl wird von den Blattrippen befreit und mehrere Male gewaschen, ehe er in wenig Wasser gekocht wird. Sodann wiegt man den Stohl fein und dreht ihn dann durch die Hackmaschine oder wiegt ihn mit dem Hackmesser. In etwas Fett dünftet man eine fein geschnittene Zwiebel und gibt den gehackten Kohl dazu. Das Gemüse muß nun noch einige Minuten gut durchkochen und wird dann mit Mehl eingedickt. Man gibt fleine Kartoffeln, die man in der Schale tochte, pellte und in einer Pfanne in etwas heißem Fett und mit ein wenig Zuder braun briet, dazu. Bratlinge von Grünkohl stellt man aus Grünkohlgemüse her, das man mit Mehl oder steif aufgequollener Grüße( oder Flocken), etwas gebadten Zwiebeln und etwas Kräuterwürze anmengt. Man formt flache Klöße aus dem Teig, die man in 85. Herrennachthemd. Die Ausschnittblende und die Armelbündchen sind mit einer fleinen Zäckchenborte im Grä tenstich aus rotem D. M. C.. Garn berziert. Schulterstüde und Ärmelbündchen sind in doppelter Stofflage zu arbeis fen. Die Schlite an den Geitennähten find durch fleine Reile zu sichern. Normalschnittmuster in 95, 105 und 115 cm Oberweite erhältlich. Preis 80 f. Erforderlich 4 m Stoff 80 cm breit. einer heißen Pfanne mit etwas Fett oder Spec rasch auf bei den Seiten durchbraten läßt. Man kann die Bratlingsmasse auch mit Kartoffeln, die man kocht, und dann kalt reibt, streden. Auflauf oder Pudding von Grünkohl. Fertig zubereiteter, ge kochter und gehadter Grünkohl wird abwechselnd mit gekochten, in Scheiben geschnittenen Kartoffeln oder auch Startoffelbrei, in eine Backform oder Puddingform gebracht. Man kann dazwischen Brot oder Semmelscheiben legen, gibt zu allem Gewürz und läßt Auflauf oder Pudding- Stunden tochen oder backen. Kartoffeln in Milchtunte oder eine Pilztunke und Salzkartoffeln 2. schmeden sehr gut dazu. 88. Schillerfragen zum Ginknöpfen. Die fertig läuflichen Stragen wollen oftmals nicht passen, auch rutschen sie oft aus Jaden oder Sportblusen heraus. Man vervollständige ste deshalb durch eine Lasche mit Knopfloch, die man dem Leib. chen oder dem fragenlosen Hemd im Rücken auffnöpft, an den Vorderteilen schürze man Knopflöcher ein für fleine Knaben, die Leibchenhosen tragen, damit man die Teile festtnöpfen kann. Für größere Knaben, die Hosenträger tragen, nähe man Blen den querüber auf, damit die Hosenträger durchgezogen werden können und somit die Borderteile festhalten. Die Ansak stellen für die Blenden müssen genau am Körper festgestellt werden. Sollten die Vorderteile des Kragens an den Seiten nicht bis zu den Hosenträgern reichen, nähe man Bandösen an. Normalschnittmuster für 6-9, 9-12, 12-15 Jahr erhältlich. Preis 40 Pf. Gr forderlich 0,40 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 86. Praktische Winke 1. 86 1. Die Kappuaht.( Hierzu Abb. 87 1-5.) Beim Selbstanfertigen von Wäsche ist es für Ungeübte ein wenig entmutigend, wenn sie die Maschinennähte nicht so schön und genau herausbekommen, wie sie es an fertiger Wäsche zu sehen gewohnt sind, die meist mit Hilfe von besonderen Appa raten gearbeitet wurde. Für eine Hausfrau lohnt es sich aber beispielsweise nicht, die eine oder andere Kappnaht, 2 die sie bei Neuanfertigung oder beim Flicken anzuwen den hat, mit dem Kapper auszuführen, und doch kann die Kappnaht ebenso schön ausfallen, wenn man sie auf folgende praktische Weise aus führt: Man biegt die linke Seite des einen Stoffteils 3. ( auf sich zu) schmal um und Inifft den Umschlag fest ein. Abb. 1. Den zweiten Stoffteil legt man mit der rechten Seite darauf und schiebt ihn bis zum Sniff unter den Umschlag. Abb. 2. Wenn man ganz sicher arbeiten will, zieht man einen Reihfaden durch die drei Stoffteile. Den 4. Umschlag näht man fnapp fantig fest. Abb. 3. Es ist nicht gefährlich, wenn er hier und da nicht mitgefaßt wird; die Hauptsache ist ja, daß die beiden großen Stoffteile bei dieser ersten Naht fest ver bunden werden. Das Mitnähen des Umschlags erleichtert nur die nun folgende Naht. Nach scharfem Ausstreichen auf der rechten Seite, legt man den Umschlag so auf den Stoffteil, daß die Schnittkante bedeckt ist, und steppt die Kante des Umschlags flach auf. Abb. 4. 87 Dieselbe Einrichtung der Kappnaht eignet sich auch für Handnähen; nur muß man dann die Steppstiche der ersten 47 Naht nicht auf der Schnittkantenseite ausführen. Dahin gehört die linke Seite der Steppstiche, die mit der Schnittkante zugleich verdeckt wird. Bei der zweiten Naht wird der Umschlag nicht aufgesteppt, sondern mit Saumftichen flach angenäht. A. M. Abb. 5. # Bücherschau Sonnenschein Jahrbuch 1920. Verlag Vogel, Hamburg. Herausgegeben vom Reichsdeutschen Blindenverband E. V. D Wer dies Buch lieft, dem ist, als zög an ihm die Sonne borüber, bald Augenblide nur in den geistigen Sprüchen, bald schickt sie uns längere Strahlen in Gedichten und Erzählungen, unterbrochen von den kürzeren Blicken der Sprüche, und zuletzt geht sie unter in der Prosa des irdischen Kalenders mit seinen Monaten, Wochen und Tagen. Immer schenkt sie Licht und Wärme. Und die Seiterfeit eines sonnigen Tages liegt über dem Ganzen. Durch den Aufbau zieht eine Harmonie, die uns verrät, daß der Herausgeber selber einer sein muß, der jenem Reiche des Lichts, dem alles Leben der Grde erglühend zuftrebt, nahe wohnt. Zu dem Jahrbuch haben beigetragen: Otto Ernst, Peter Rosegger, Frizz Deubner, E. Engelhardt, Charlotte Niese u. a. Notiz Alle Zusendungen, die den schriftlichen Teil unserer Zeitschrift, Die Frau und ihr Haus", betreffen, wolle man stets senden an: Frau Elisabeth Röhl, Koin- Klettenberg, Stenzel. bergstr. 17. Buschriften und Sendungen, die den Bilderteil ant gehen, adressiere man an: Werbestelle für Deutsche Frauen. kultur des unterzeichneten Verlags. R 88 89 90 88-91. Bezüge für Kopfkissen und Plumeaus. 91 Abb. 89 hat dreimal aufgesteppte Börtchen- Verzierung. Abb. 88 ist mit eingesetzten Eden gearbeitet. Abb. 90 ist mit Hohl. faum und eingestickten fleinen Kränzen gearbeitet. Abb. 91 mit Stickerei- Ginfab und Säumchenschmud. Abb. 88 und 91 sind nur als Vorlagen für Kopfkissen zu nehmen, 89 und 90 können auch als Vorlagen für Blumeaus gelten. Die Kopffiffen müssen fertig 80 × 80 cm groß sein, Plumeaus 130x150 cm groß, Bettücher 240x160 cm, große Bettbezüge 180x120 cm. überschlagtücher für wollene Deden richtet man nach der Größe der letzteren. Bettücher werden meist an einem Rand 1 cm, an dem anderen Rand 2%, cm breit gefäumt. Für die breiten Säume an Kopfkissen und an den großen Bettbezigen, die zum Knopflochverschluß eingerichtet werden, rechnet man je einen 3 cm breiten Umschlag. Abb.91a zeigt wie die Säume für den Verschluß vorgerichtet werden. Beim Zusammennähen der Seitenränder legt man dann die beiden Säume genau aufeinander, siehe Abb. 91b. Die Knöpfe näht man auf eine 4 cm breite Leiste. Man richte stets die Knopflöcher für alle Stopflissen in gleicher Entfernung ein, damit man die Untertrittleifte immer verwenden kann. Stidereimuster für Abb. 90 Preis 75 Pf. 91 a Schnittmusterbogen. 91 b Um vielfachen Wünschen zu entsprechen, haben wir den Bezug von Schnittmusters bogen vorgesehen. Bogen 1 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 3, 4, 5 und 6. Für die kommenden Hefte werden die Bogen rechtzeitig angekündigt. Breis des Schnittmusterbogens 50 Pfg. und 5 Pfg. Porto bei Einsendung des untenstehenden Gutscheins. Der Berlag gibt Normalschnitte oder Schnitte Gutschein für Schnittmusterversand guüglich 50% Teuerungszuschlag. Unſere nach Maß gezeichnet zu den am Schluß jeder Beschreibung angeführten Preisen ab Maße der Normalschnitte für Erwachsene Normalschnitte werden nach mittelgroßen ungeschnürten Normalfiguren gezeichnet. und Schnittmusterbogen Maße der Normalschnitte für Jungmädchenkleider Große in cm Ober weite Gürtels weite Bordere Rüdens RockOber Alter Hüftenweite Länge länge Länge weite Gürtels weite Hälftenweite Bordere Rüdens Länge länge Rods länge I 90 II 98 III 106 IV 116 88280 70 901 75 103 114 86 125 dem Giirtels 15 cm unter schluß gemessen 36 36 100 12-14 Jahre 82 38 37 102 39 38 102 14-16 16-18 "? 8830 64 841 86 66 88 90 70 90 14 cm Gürtels unter dem Impl gemessen 34 35 55 35 36 65 36 36 85 38 39 102 Adresse: Den Betrag für die gewünschten Schnitte und 20 Pf. für Porto wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls erfolgt Zusendung mit Nachnahme. Ausführliche Anleitung zum Maßnehmen ist vom Verlag G. Braunsche Hosbuchdruckerei u. Verlag Karlsruhe i. B., Karlfriedrichstr. 14. zu beziehen. Wir bitten bei Bestellungen von Nov malschnittmustern die genaue Größe anzugeben. 48 Verlangen Sie den Renner- Katalog vom Modehaus Renner DresdenUnser Modeführer für Damen- und Herrenbekleidung ist tostenlos zu beziehen- Sorgfältige Fernbedienung für Auswärtige- stoftenan* schläge u. Auswahlsendungen unverbindlich- Versand der Waren von 50.- an poftfrei- Umtausch bereitwilligft- oder Geld zurück! Werkstätten f. neue deutsche Frauenkleidung Hedwig Ucko- Lisbet Maaß -Wilmersdorf, Kaiserallee 24, Gartenh., Uhland 5939 Anfertigung auch von Kostümen und Mänteln, Umstandskleidern. Lieferung nach auswärts ohne Anprobe. Berlin Frankfurt a. Hamburg Hamburg Hannover Frau Lili Boran 127 Rhönstr. part., Gartenh., Römer 7152 D Individuelle Kinder- und Frauenkleidung. Clara Zahn geb. Piehl, gepr. Schneidermeister Rotenbaumchaussee 77 III 2: Individuelle künstlerische Frauenkleidung Schürzen Unterkleidung Ist ein Säugling in Ihrer Familie? 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Druck: Vorwärts- Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co. in Berlin, Lindenstraße 3.