Jahrg.2 19 20 = Heft 8= 1. Ma i Die Frau und ihr Haus Zeitschrift für kleidung Gefundheit Körperpflege und Wohnungsfragen Beil a g Er ist's Frühling läßt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll dasLand. Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen, Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist's! Dich hab' ich vernommen! Stofffunde Mörife. " Ich gehe ins 69. Jahr und trage noch meine Konfirmationstaille", sagte kürzlich eine Frau in einer Beratungsstelle mit einem stolzen Hinweis auf diese Taille, ihre große Sparsamkeit und die seltene Haltbarkeit des. Stoffes. Solch hohen Anspruch an die Haltbare ich heit feit unserer Stoffe zu stellen, 106. Nachmittagskleid aus schwarzem Taft mit find wir längst entwöhnt; aber Atlasstreifen. erste Ausgabe dadurch um ein Geringes vergrößert. Das Empfehlenswerteste für Wäsche ist heute Nessel, die Rohware all der Wäschestoffe, die unter den Namen Hemdentuch, Cretonne, Madapolam, Schirting u. a. in den Handel fommen. Nessel hat also mit der Nesselfaser nichts zu tun, sondern ist ein ungebleichter Stoff aus Baumwolle. Weil ihn die chemischen Mittel, die zum Bleichen notwendig sind, nicht angegriffen haben, ist seine Haltbarkeit bedeutend größer als die der genannten weißen Wäschestoffe, und das schöne weiße Aussehen verleiht ihm die Sonne nach mehrmaliger Rasenbleiche. Nessel ist in gröberen und feineren Sorten zu haben und dementsprechend im Preise sehr ver schieden. Wer durchaus Cretonne oder dergl. kaufen will und gern darf sich beim Einkauf nicht eine dichte, feste Ware hat, , überhaupt nicht darauf zu Gürtel aus Berlstiderei in schwarz und weiß. Kragen- und auf oberflächliches Besehen und Ärmelrüsche aus gefälteltem Mull. Der Gürtel ist mit feiner Leineneinlage gearbeitet. Der Rock besteht aus graden Bahnen, er ist etwa 2-2,30 m tveit zu nehmen und am oberen Rand so einzufalten, daß der Atlasstreifen stets obenauf liegt. Rock und Leibchen sind an den Gürtel anbezw. aufgenäht. Verschluß in der hinteren Mitte. Hier zu das Schnittmuster auf dem Schnittmusterbogen Nr. 2, Fig. 18-22. Normalschnittmuster in den 4 Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Preis 1.40 M. Maßschnitt 4 M. Erforderlich 4 m Stoff 100 cm breit. Schnittmuster sehen, nur dem äußeren Scheine nach zu kaufen, da man selbst feine Stofffenntnisse besaß und die Gewißheit hatte, daß man über kurz oder lang wieder Geld und Gelegenheit haben wür de, Neues zu kaufen," das waren Ansichten, die sich wohl bor dem Kriege breit machen fonnten, die uns der Krieg mit seinen bitteren Lehren aber gründlich ausgetrieben hat. Wer heute beispielsweise Stoff zu einem neuen Wäschestücke fauft und dabei an die hohen Löhne für die Verarbeitung denkt oder an seine teure Zeit, wird den Stoff gern so wählen, daß für möglichst lange Zeit eine Neuanschaffung unnötig wird, wenn sich auch die Befühlen beschränken. Manchen Stoff, der sich in neuem Zustande dicht anfühlt, kennt man nach der Wäsche nicht wieder; so fadenscheinig, sieb leinenartig ist er geworden. Schon beim Verarbeiten flog es wie Mehlstaub aus ihm heraus. Er ist ein Betrüger; denn er will mehr scheinen, als er ist. Die kleinen Zwischenräume zwischen seinen Fäden sind mit Stärkestoffen dicht angefüllt, um ihm ein glattes, dichtes, glänzendes Aussehen zu verleihen, das ihn dem Leinen ähnlich macht. In Wirklichkeit ist. er eine dünne, lose, stumpfe, wenig haltbare Ware. Beim Kauf sollte man deshalb an einer Ecke des Stoffes ein D. F. F. 14. - 58 107 108 109 107, 108 und 109. Kinderkleidung mit verzierender Handarbeit. 107. Das Kittelkleidchen ist aus weißem Leinen, leuch tend fönigsblaues, frischrotes Perlgarn zur Verzierung. Die Bogen am Ausschnitt und Ärmelrand werden tadellos aufgezeichnet, am Schlib etwas größer mit Bindloch an den Treffpunkten zum Einziehen der roten Schnur. Rot auch die Gürtelschnur mit blauen Haltern. Diese sind eingezogene, durchgestopfte Berlgarnfäden. Schnittmuster für 2-4 und 4-6 Jahr erhältlich. Preis 40 Pf. Erforderlich 1,40 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 107. 108. Der Reiz des Kleidchens liegt hauptsächlich in der Farbe. Leuchtend goldgelber Seidenbatist, dunkelviolettes, pfauenblaugrünes Perlgarn Nr. 7. Das Leibchen ist von doppeltem Stoff, der Umschlag der beiden Teile gegeneinandergelegt mit Luftmaschen und festen Maschen behäkelt. Ärmel und Röckchen sind ganz fest, ohne Zwischenräume angehäkelt. Am Leibchen- und Rockrand( nicht an Verbindungsnähten) ist ein blaugrüner Faden durch die Häfelei gezogen, der, am unteren Ärmelrand verstärkt, den Durch aug bildet und in runde Garnbällchen endet. Verschluß des Kleides in der Rückenmitte mittels Glasknöpfen und Knopflöchern. Schnittmuster für 2-4, 4-6 und 6-8 Jahr er hältlich. Preis 40 Pf. Erforderlich 2 m Batist 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 108. 109 und 109 a. Der Knabenkittel ist mit Kreuzstichen berziert. Die Art dieser Verzierung könnte auch gut für jede Decke, jedes Kissen sein, wenn der Stoff zur Verwendung kommt. Er besteht aus einfachem Leinengewebe, hat aber im Quadrat einen erhöht liegenden Faden, der das Ganze durchkariert. Zwischen den Fadenrippen des schieferblauen Leinens liegt ein einfaches Kreuzchen, rot, 3 reihig um den Hals, 1 Reihe um die Ärmel, 1 Reihe um den Gürtel mit Berzierung an der Spike. Oberund Unterstich find am Kreuzungspunkt von einem weißen Stich ge halten. Siehe Abb. 109 a! Das Höschen aus dunklem Stoff ist an ein Futterleibchen geknöpft. Schnittmuster für 2-4 und 4-6 Jahr. Preis 40 Pf. Erforderlich 1,30 m Leinen 80 cm breit, 50 cm Futter 80 cm breit zum Leibchen, 50 cm Stoff 100 cm breit zum Höschen. Schnittmuster F. H. 109. 109a " wenig reiben, um zu sehen, ob er geklandert" ist. So nennt der Volksmund diese Zurichtung des Stoffes. Der Name soll von Kalander herrühren, dem Erfinder der Maschinen, die dem Stoffe die täuschende Appretur verleihen. Um den Stoff auf seine Haltbarkeit, zu prüfen, löse man ferner ein Stück Faden aus der Länge und aus der Breite und reiße es mit kurzem Ruck auseinander. Schon aus dem mehr oder weniger großen Widerstande merkt man die Festigkeit des Fadens heraus; aber auch die Nißstelle sagt uns etwas darüber. Ist sie ungleich faserig, so sind die Fasern gewiß sehr kurz oder mit scharfen Mitteln bearbeitet. Noch besser läßt sich die Länge der Fasern durch Aufdrehen des Fadens erfennen. Manchmal ist es von Wichtigkeit zu wissen, ob ein Gewebe aus Leinen oder Baumwolle besteht. Beide haben ja ihre Vorzüge, sind aber im Preise verschieden, und es ist doch betrübend, wenn man für einen Stoff den Preis des teueren Leinenmaterials bezahlt hat, der dieses teuere Material nur vorfäuscht. Wer sich ein wenig darin übt, kann meist durch Befühlen schon feststellen, ob ein Wäschestoff aus Leinen oder Baumwolle besteht. Das Leinen fühlt sich glatt und kühl an im Vergleich zu Baumwolle, diese warm und rauh im Vergleich zu Leinen. Auch das Auge hilft beim Unterscheiden mit. Der aus den langen Flachsfasern gebildete Faden des Leinengewebes ist meist ungleichmäßig, der aus den feinen, weichen, ziemlich kurzen Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnene Faden dagegen sehr gleichmäßig im Gewebe erkennbar, was sich besonders gut feststellen läßt, wenn man den Stoff gegen das Licht hält. Auch ist der Leinenfaden glänzend, der Baumwoll faden meist stumpf. Falscher, d. h. durch Appretur aufgebrachter Glanz geht beim Reiben, sicher aber beim Waschen einer Stoffprobe verloren. Als andere Prüfungsmittel werden die Öl- und Tintenprobe empfohlen. Bringt man auf die Stoffprobe einen Tropfen Öl und legt sie auf eine schwarze Unterlage, so zeigt sich die geölte Stelle bei Leinen dunkel, gegen das Licht gehalten ist sie hell; Baumwolle bleibt undurchsichtig. Ein aufgespritztes Tintenfleckchen bleibt auf Leinen einige Zeit stehen; in Baumwolle dringt es sofort ein. Unter Halbleinen versteht man Stoffe, deren Fäden in der einen Richtung aus Leinen-, also Flachsfasern, in der anderen aus Baumwollfasern bestehen. Aus den stärkeren Leinenfäden ist dann meist die Kette gebildet worden, d. h. jene Fäden, die in der Richtung der Webefanten verlaufen. Sie werden beim Herstellen eines Gewebes aufgespannt und von den Quer- oder Schußfäden durchzogen. Beim Einkauf von Stoffen sollte man nicht versäumen, die Breite des Stoffes in Berechnung zu ziehen. Manchmal scheint eine Ware preiswerter als eine andere, erweist sich aber nachher auch als schmäler. Zu große Breite ist manchmal unpraktisch und unvorteilhaft, weil fich unzweckmäßige Abfallstücke beim Zuschneiden ergeben. Gewöhnliche Beiten sind 80, 84, 90, 135 cm, für Nessel auch 70, 140 cm. A. M. Berzierende Handarbeit an Kinderkleidung Hierzu Abb. 107--113 Welche Mutter hätte nicht in der heutigen Zeit, da die Preise für Stoffe und Arbeitslöhne ins Ungemessene steigen und sich außerdem ein Mangel an gut arbeitenden Schneiderinnen fühlbar macht, den Wunsch und guten Willen, wenigstens einen Teil der Kinderkleidung selbst herzustellen. Ein wenig Zeit, wenn auch nur stundenweise, wüßte man schön noch aufzutreiben; es fehlt oft nur an dem nötigen Selbstvertrauen. Man mutet sich wohl zu, irgend einen alten Stoff zu einem Spielkleidchen nach erprobtem Schnittmuster zuzuschneiden und schlecht und recht zusammenzunähen; aber an ein besseres Kleidchen wagt man sich nicht, oder man zahlt in Handarbeitsgeschäften hohe Preise für zugeschnittene, halbfertig genähte Kleidchen mit irgend einem aufge zeichneten Kreuz- oder Stielstichmuster. Viel mehr Freude und weniger Kosten würde es bringen, wenn man aus irgend einem Stoffrefte oder einem noch gut erhaltenen Teile eines früheren größeren Kleidungsstückes ein wirklich hübsches Kinderkleidchen gestalten könnte. Wer die sehr einfachen Schnitte, die für Kinderkleider immer die besten sind, nicht aus der Hand schneiden kann, mag dazu eines der überall käuflichen Schnittmuster verwenden. Der Hauptreiz der Kleidchen liegt ja nicht im bekannten Schnitt, sondern in der Zusammenstellung von Stoff und Zutat, in der Wirkung der dem Stoffe und der Form angepaßten, zuweilen verblüffend einfachen Verzierung. Der anspruchsloseste Stoff kann durch einen frischen Woll- oder Perlgarnfaden, durch eine zierliche Häkelkante, durch einen eigenartigen Knopf oder Gürtel seiner Trägerin zu einem besonders hübschen Aussehen verhelfen; es kommt nur darauf an, zu jedem Stoffe die passende Farbe, das richtige Maß, die geeignete Art der Verzierung herauszufinden. Die Kinder unserer Zeit lernen solche Grundbegriffe in den Schulen, sei es an einem Puppenmüßchen, einem Kragen oder einer Bluse; die Erwachsenen, denen die Grundlage leider fehlt, tasten hier noch oft im Dunkeln. Wer auf diesem Gebiete Wissen, Sicherheit und Anregung sucht, findet solche in reichem Maße in dem Buche ,, Verzierungsarbeiten" von Margot Grupe, woraus auch die Vorlagen zu den Zeichnungen 107-113 mit gütiger Erlaubnis der Verfasserin entnommen sind. Fräulein Grupe hat den Handarbeitsunterricht der deutschen Schulen reformatorisch stark beeinflußt. Ihrer eifrigen Werbearbeit für die Ausrottung mechanischer, unorganischer, geschmacwidriger Handarbeiten aus Schule und Haus, für die Wiederbelebung selbständiger, durchgeistigter Arbeit verdanken viele Lehrerinnen und durch diese ungezählte Schülerinnen wieder sicheres Können, Freude und Befriedigung in eigenem, nupbringendem, geschmackvollem Schaffen, und recht groß ist die Gemeinde derer, die aus ihrem Lehrbuche„ Die neue Nadelarbeit" und dem eigenartigen Werke„ Berzierungsarbeiten" Belehrung und Anregung schöpfen. Eigenartig ist das Buch " Verzierungsarbeiten" deshalb; weil es einerseits ein Vorlagenwerk mit außerordentlich hübschen photographischen Abbildungen von Kleidchen, München, Kragen, Wäsche, Decken, Kissen, Beuteln, Gürteln usw. zum Nacharbeiten bietet, während es andererseits durch die belehrenden Kapital über gleichartige Gegenstände, durch die Erläuterungen, die zu jeder Abbildung gegeben sind und einen Einblick in den Gedankengang gewähren, der für diese und jene Art der Ausführung bestimmend war, die tiefer eindringenden Leserinnen an Hand der Beispiele zu selbständigem Gestalten anderer Arbeiten beeinflußt und befähigt. Von der im Buche gemeinten Verzierungsarbeit sagt Margot Grupe im einleitenden Kapitel selbst:" Losgerissen bon ihrem Gegenstand ist die Verzierung oft ein Nichts, ein unscheinbarer Stich, eine bedeutungslose Linie, eine vereinzelte Farbe. Erst im Zusammenhang mit ihrem Gegenstand ist sie etwas geworden, was man beachtet, ja was ihm Reiz und Wert verleiht. Eine Mustersammlung von Berzierungen in Stich- oder Stickereiproben würde nur einen schwachen Begriff aller Verzierungsmöglichkeiten geben, da ihr Wesen nicht in der Stickerei an fich liegt, sondern in der Art, wie ein ganzer Gegenstand durch seine Form, seinen 59 Stoff, seine Bestimmung die Anregung zur Verzierung gegeben hat. Um also den vollen Eindruck einer Verzierungsarbeit zu haben, muß sie als ein Ganzes mit ihrem Gegenstand betrachtet werden". Von den drei Kleidchen erfordert Abb. 109 wohl am wenigsten Arbeit. In ähnlicher Weise lassen sich auch alle Stoffe, die zwar nicht durch erhöht liegende, sondern durch farbige Fäden kariert sind, verzieren, wobei man allerdings die Stickfarbe nicht nur mit der Grundfarbe, sondern auch mit der Karofarbe in Einklang bringen 110 111 112 110-113. Vier leichte Arbeiten. 110. Tasche. 113 Material: Sehr feiner Stramin, schwarze, kobaltblaue, rote Filofloß seide, schwarzes Seidenfutter. Die ganze Fläche ist mit Flachstichreihen bedeckt, die Flachstiche sind über 6 Fäden gestickt. Die Rillen, die dazwischen entstehen, sind mit blauen Stielstichen gedeckt. Die fleinen Vierede auf der Mitte sind mit wenigen Strichen rot gestickt und mit blauen Flachstichen eingerandet. Die Tasche ist etwa 22 x 15 cm groß. 111. Gestickter Kragen. Die Material: Feiner Leinenstoff, schwarzes Stidgarn Nr. 35. Aufzeichnung wird gut vorbereitet, indem die Verlängerung der fünfpunftigen Figuren strahlenförmig auf den Halsausschnitt in gleichen Abständen treffen muß. Schwarz umnähte, gleichmäßige Bogen, die Punkte in schwarzem Plattstich oder Rochstickerei, beide technisch gleich gut zu den Bogen passend. 112. Kragen aus weißem Seidenbatist. Zur Verzierung Berlgarn Nr. 12 und Mignardise. Für den Einsatz werden beide Seiten der Mignardise behäkelt: 3 Öfen gefaßt, 1 Stäbchen, 2 Luftmaschen; wieder 3 Ofen zu 1 Stäbchen, 2 Luftmaschen usf. Die innere Seite der Spizze ebenso, die äußere in 3 Ösen je 1 Kettenmasche, 3 Luftmaschen, 3 Kettenmaschen usf. Siehe Abb. 112 a. Vor dem Ansehen des Häkelbörtchens sind die Kragenränder mit der Hand mit möglichst unsichtbar bleibenden Stichen umzusäumen, das Häkelbörtchen wird mit überwendlichen Stichen angenäht, an den Rundungen des Kragens wird die innere Seite des Häkelbörtchens eingehalten. 112a 113. Häubchen für kleine Mädchen. Material: Kräftig blaues, gleichfädiges Leinen, bronzefarbene Filofloßseide, schwarzes Moulinégarn. Der Rand ist, cm breit bronzefarbig in Flachstich gestickt und mit schwarzem Stielstich eingefaßt. An den Enden ist ein Quadrat von 3 cm in Durchbruch. Dazu find an jeder Seite viermal 6 Fäden ausgezogen, dazwischen dreimal 4 stehen gelassen. Diese werden durchgestopft, immer 2 heben, 2 senten; zurüd die gesenkten heben, bis alle losen Leinenfäden übersponnen sind und dazwischen die kleinen Leinenquadrate als besonders berech nete Wirkung stehen. Die Schnur zum Binden ist aus dem Moulinégarn zu flechten. Schnittmuster für Kragen und Häubchen erhältlich. Preis 40 Pf. Schnittmuster F. H. 113. 60 Die vier Abb. 114, 115, 116 und 117 können gut als Vorlagen zu einer fleinen Ferienaussteuer für unsere berufstätigen jungen Mädchen verwendet werden Für heiße Tage wird das Leinenkleid, für kleinere Festlichkeiten das Blusenkleid Abb. 115, für Tanzkränzchen oder Gartenkonzerte Abb. 116 bevorzugt, während Abb. 117, durch ein paar Waschblusen vervollständigt, das Reises, Wander- und Regenkleid darstellt. 114. Leinenkleid mit Handstickerei. Das Kleid ist aus dunklem Leinen in Kittelform ge schnitten. Es wird in der Rückenmitte mittels Knöpfen und Schnurschlingen geschlossen. Um den Ausschnitt ist ein schmales Börtchen gestickt, Gürtelteile und Armel sind mit einer Handstickerei in braun, grün, schwarz geschmückt. Der Armel ist glatt in das tief ausgeschnittene Armloch eingesezt. Normalschnittmuster in den Oberweiten 82, 86, 90 und 98 cm erhältlich. Preis 1.40 M., Maßschnitt 4 M. Stickereimuster 2.50 M. Erforderlich 4,50 m Schnittmuster 114. 115. Blufenkleid. Die Bluse ist aus Wiener- Werkstättenseide, weiß mit schwarzem Bogen muster und kleinen terrakotta farbenen Blumen mit frischgrünem Muster. Der Rock ist zur Blumenfarbe passend aus terrakottafarbenem Kaschmir mit schivarzem Samtbändchen- Besatz. Er ist am oberen Rand eingefraust, in ein schmales Bändchen gefaßt und auf ein Batistleibchen geknöpft. Die Bluse wird in der Rückenmitte mit Glasfnöpfen und Seidenschlingen geschlossen. Die Ränder der Bluse und der Armel sind mit weißen Seidenstreifen verstürzt sauber gemacht. Normalschnittmuster in den Oberweiten 82, 86, 90 und 98 cm erhältlich. Rock und Leibchen 80 Pf, Bluse 80 f. Maßschnitt Rock und Leibchen 2 M., Bluse 2 M. Erforderlich 1,30 m Stoff 80 cm breit zur Bluse, 1,90 m Stoff 100 cm breit zum Rod. 3,25 m Samt band. Schnittmuster F. H. 115. muß. Die Machart des Kleidchens Nr. 108 eignet sich gut zu jedem einfarbigen, die des Kleidchens Nr. 107 zu jedem einfarbigen und gemusterten Stoff. " Es ist unmöglich, in den wenigen Abbildungen einen Begriff von der Vielseitigkeit des Grupe'schen Buches zu geben. Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen", kann man hier mit Recht sagen. Es sei allen Leserinnen warm empfohlen, besonders auch als Geschenkband für die heranwachsende weibliche Jugend. Der Preis beträgt bei guter Ausstattung 7.50 M. und Teuerungszuschlag. Verlag Albrecht Dürer- Haus, Berlin. Entartungen der Mode Frauen und Pilze. A. M. Die sich pompös und prunkend kleiden, Die sollst du, weil oft giftig, meiden. Bekömmlicher für Herz und Magen Sind jene, die sich einfach tragen. ( Ev. im„ Wahren Jakob".) A Bor mir liegt ein Modeblatt aus diesen Tagen. Ich weiß nicht genau, soll ich diese Abbildungen ernst nehmen, soll ich sie wie eine böse Satire auf die Frau betrachten oder soll ich sie voll Abscheu aus der Hand legen. Aber es ist ein Pariser Modeblatt, und ich sage mir, die deutschen Zeitschriften werden angenehm abstechen von all dem Ungeschmack und den geradezu gemein wirkenden Entblößungen der Frauenkörper. Doch weit gefehlt. Die deutschen Tonangebenden" machen's genau so. Oder will man uns gar einreden, daß das Gebotene die mit sehr viel Pomp und Modevorführungen gezeigte neue deutsche Mode" ist? Das glauben wir nicht; vielmehr sind wir der Meinung, daß Paris " herrscht, und daß unsere alten und neuen Reichen ( letztere mehr), das Publikum sind, das mit Begeisterung die Erzeugnisse internationaler Modeindustrie fonsumiert. Wir haben wiederholt betont, daß wir in Fragen der Kleidung weder kleinlich noch prüde sind. Im Gegenteil, wir wollen, daß recht viele deutsche Frauen lernen, sich schön anzuziehen. Aber wir verneinen es, die Kleider, Hüte und Schuhe, und was sonst noch in den Läden feilgeboten wird, schön zu finden. Gewiß ist ein nicht zu weiter, fußfreier Rock besonders für schlanke Körper, kleidsam. Doch wenn er so fußfrei ist, daß man das Knie seiner Trägerin in Augenschein nehmen muß, dann können wir ihn, oder diese„ fußfreie" Mode, nicht schön finden. Wir begrüßen ferner aus vielen praktischen, gesunden und Schönheitsgründen den freien Hals; aber wenn der Ausschnitt Brust und Rücken freiläßt, oder ihn mit Schleierstoff so verhüllt“, daß man noch mehr sieht, als wie zugedeckt ist, dann müssen wir die Trägerin als einen Menschen bezeichnen, der auf die Lüsternheit des Mannes spekuliert. Ganz gewiß ist es nur eine zahlungsfähige Schicht, die imstande ist, den geradezu wahnsinnig anmutenden Lurus auf allen Gebieten mitzumachen. Aber einiges von den übertriebenen geschmacklosen Dingen überträgt sich auf alles, das auch die moralisch gesunde, tätige deutsche Frau faufen muß. Da soll sie, die der Gemeinschaft gegenüber ihre Pflicht tut, die zu den Bienen und nicht zu den Drohnen gehört, sich mit Mut und Geschmack wappnen. Die arbeitende Frau hat mehr Recht auf Freude und Erholung als die dirnenhafte Frau manches Reichen, die prozenhaft und ohne Grazie den kostbaren Tag berbringt. Sie hat mehr Anspruch auf Lebensfreude als die Frauen und Mädchen aller Schichten, die die Pflicht 61 117b 116. Einfaches Festkleid mit leichter Stickereiverzierung. Feine Rohseide, sandfarbener Seidenbatist oder Schleierstoff eignen sich gut zum Nacharbeiten. Die Stickerei auf den Blenden ist in Spannstichart ausgeführt. Sie kann in Bastellblau oder Goldbraun gearbeitet werden, je nachdem es zur Haut- oder Haarfarbe der Trägerin paßt. Die Ränder der Blenden sind mit einer Stielstichreihe abgeschlossen. Das Kleid wird in Kittelform ohne Verschluß gearbeitet. Den Halsausschnitt macht man mit einem 3 cm breiten, nach der Form geschnittenen Streifen sauber, näht den unteren Rand des Streifens giveimal mit ½ cm breitem Zwischenraum fest und zieht hier eine Seidenschnur ein, die in der vorderen Mitte nach dem Anziehen des Kleides zuzubinden ist. Der Ausschnitt kann dadurch beliebig größer oder kleiner gestaltet werden. Die Blendengarnitur ist vollständig für sich zu arbeiten, der Gürtel wird an der linken Seite geschlossen. Normalschnittmuster in den Oberweiten 82, 86, 90 und 98 cm erhältlich. Preis 1.40 M. Stickereiprobe 1.50 M. Erforderlich 4 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 116. nicht empfinden, an Deutschlands Aufbau mitzuarbeiten. Sie soll sich schmücken, aber nach einem edlen Schönheitsbegriff, der es verschmäht, bei Farbtöpfen und Paradiesvögeln Anleihen zu machen, etwa nach dem Muster, das wir in folgender Notiz lesen: Die bemalten Schönen.* Die Tollheiten der neuesten Pariser Mode mit ihren tiefen Ausschnitten, ihrem überladenen Prunk und grotesken Federschmuck zwingen die Trägerin dieser Dinge, auch ihr Äußeres danach zu gestalten. Die Art und Weise, wie sich eine Pariserin bon heute zurichtet", schildert ein Modebericht der" Times" folgendermaßen:„ Starte Farben auf den Backen, glühende Lippen, dickgepuderte Haut und start betonte Augenbrauen über fünftlich glänzenden Augen sind gang und gäbe. Manche Frauen benutzen Puder, der fast gelb ist und das ganze Ge11 * Diese Notiz lesen wir in der Gewerkschaftlichen Frauenzeitung", Heft 3 d. J. 117a 117. Bureau- und Straßenkleid. Rock, Weste und Jacke sind aus grauem Wollstoff, die Bluse ist aus fleinkarierter Seide, grau- grünweiß. Der Umlegfragen liegt über dem Westenausschnitt, er wird im Ausschnitt der Jacke wie ein fleiner Seidenlab sichtbar. Die Jacke ist etwas anliegend gearbeitet. Normalschnittmuster für die Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Preis des ganzen Anzuges 2 M. Rock, Bluse, Jade allein je 80 Pf., Weste 40 Pf. Maßschnitt des ganzen Anzuges 6 M. Rod, Bluse, Jade allein je 2 M., Weste 1 M. Erforderlich 3 m Seide 50-60 cm breit zur Bluse, 5 m Stoff 120 cm breit für Rock, Jacke und Weste 3 m Futter 60 cm breit zur Jacke. Schnittmuster F. H. 117. ficht in eine schreiende Farbe taucht; das Rot der Backen und Lippen ist Tomatenrot", ein grelles Purpur. Diese Damen Kleben sich die Haare in Rollen an die Backen; sie vergrößern ihre Augen bis zu einer langen mandelförmigen Gestalt, verleihen ihrem Mund seltsame Linien und machen die Augenbrauen höher, als es die Natur getan. Die Hände sind in übertriebener Weise manikürt; die Nägel sind mit Sienna feuerrot gefärbt und glänzen wie Spiegel. Die Finger starren von seltsamen Juwelen; an den Oberarmen flirren schwere Bänder an Stelle der Ärmel. Die Fußknöchel sind von breiten Ringen umschlossen, und lange, spizze Pantoffeln vervollständigen den Eindruck, in dem der Luxus einer orientalischen Haremsfrau sich mit dem Ungeschmack der Lieblingsgattin eines Wildenhäuptlings verbindet." Es ist ein richtiges Wort, man muß, um sich glücklich zu fühlen, stets den Kopf voller Pläne und das Herz voller Liebe haben. G. Hilty. Das unschätzbare Glück der Freiheit besteht nicht darin, daß man alles tut, was man tun mag, und wozu uns die Umstände einladen, sondern daß man das ohne Hindernis und Rückhalt auf dem geraden Wege tun kann, was man für recht und schicklich hält. Goethe. ور 62 118 a. Jade hoch= geschlossen 118 b. Rüdanficht 1 118. Jadenkleid. Schwarz- weiß farierter Stoff und weißes Tuch diente zur Anfertigung. Kragen, Stulpen und Gürtel mit den angeschnittenen Taschenpatten sind mit Leineneinlage gearbeitet. Die Jade fann auch hochgeschlossen getragen werden( siehe 118a). Gürtel und Taschenpatten sind mit Hohlstichen der Jade aufzunähen. Helles Futter bis zum Taillenschluß. Der zweiteilige Rock ist wie die Jacke mit Gürtel und angeschnittenen Taschenpatten gearbeitet. Verschluß vorn links unter der Taschenpatte. Normalschnittmuster für die Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Rock 80 Pf., Jade 80 Bf. Maßschnitt Rock 2 M., Jade 2 M. Erforderlich 5 m karierter Stoff 120 cm breit; 40 cm Tuch 120 m breit; 3 m Futter 60 cm breit. Schnittmuster F. H. 118. Von der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten Als eine Folge der während des Krieges so außerordentlich berbreiteten Geschlechtskrankheiten ist der Deutsche Arztebund für Segualethif gegründet worden. Er will unter Ärzten und Nichtärzten mehr und mehr einer stärkeren ethischen Auffassung des Geschlechtslebens Geltung verschaffen. Er tritt ein für eine Ausschaltung der Prostitution und weist auf die großen Gefahren des freien Verhältnisses hin. Er fordert ferner ein böllig enthaltsames Leben unserer jungen Männer vor der Ehe. Auf Grund eines Gutachtens der medizinischen Fakultät der Universi tät Halle vom Jahre 1917 hat er in einer Denkschrift Lebensregeln für unsere jungen Männer aufgestellt. Zur Gesundung unferes Volfslebens fordert er, daß unsern jungen Männern bom 25. Jahr ab die Heirat ermöglicht werden müsse. Es ist erfreulich, daß gerade die Ärzte, die im Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten in der bordersten Linie stehen, das ethische Moment in den Vordergrund rücken. Dieser Kampf tann nicht allein mit medizinischen Mitteln ausgefochten werden, sondern er muß vor allem in der Erziehung zu sittlicher Auffassung und zu Charakterstärke begründet werden. Hierfür ist Haus und Familie der gegebene Boden. Unsere Mütter werden in ihrer Erziehungsaufgabe also in dem neugegründeten Ärztebund einen außerordentlich wertvollen Bundesgenossen 119. Bluse zum Jacenkleid. Die Bluse tann ebenfalls hochgeschlossen mit Schlips oder offen mit flottem Schleifenschmud getragen werden. Neben der Verschlußleiste sind Hohlsaumreihen eingestickt, der Ärmelaufschlag ist ebenfalls mit Hohlsaum berandet. Normalschnittmuster für die Oberweiten 90-116 cm erhältlich. Preis 80 Pf. Maßschnitt 2 M. Erforderlich 2,30 m Stoff 80 cm breit. Schnittmuster F. H. 119. finden. Dem Vorstand des Bundes gehören eine Reihe der bekanntesten Mediziner an, darunter Prof. Dr. Abderhalden, Halle und Prof. Dr. Fürbringer, Heidelberg. Ein guter Rat Für uns Hausfrauen ist leider noch auf keinem Gebiet ein Aufatmen zu spüren. Im Gegenteil! Die Lebensmittel sind allenthalben teurer und schwieriger zu beschaffen, wie je. Mit ihnen steigen ständig die Arbeitslöhne. Von Stoff- und Lederpreisen kaum zu reden. Und doch müssen wir alle essen und auch gekleidet gehen. Zu den enormen Preisen, die wir kaum zu erschwingen vermögen, steht noch obendrein das Gekaufte in feinem Verhältnis. Es ist Kriegsware, die uns keinerlei Gewähr für Güte oder Haltbarkeit bietet. Es ist schon verschiedentlich borgekommen, daß Decken und Schürzen, die in den Waschkessel gesteckt wurden, spurlos verschwanden. Wenig angenehm ist es mit einem böllig entfärbten Kleide von einem sonnigen Spaziergang Heinzukehren, oder dasselbe nach der ersten Wäsche total in, der Farbe verdorben zu sehen. Ein unbrauchbares Kleidungsstüd war schon in Friedenszeiten für manche ein empfindlicher Verlust. Jezt ist ein solcher für Mittelstandseinfünfte garnicht zu verschmerzen. Es heißt also vorbeugen und bei allen Einkäufen äußerst vorsichtig sein. Aus dem Ausland bezogene Stoffe sind, was die Farbechtheit anbelangt, mit Weißtrauen zu betrachten. Es fehlen die vorzüglich bewährten deutschen Farben seit der Kriegszeit. Kann der Kaufmann, dessen Ware wir zum Einkauf in Betracht ziehen, nicht für die Güte derselben einstehen, so taufe man einige Zentimeter Stoff, sezze die Probe einige Tage lang der grellen Sonne aus und wasche sie dann. Je nachdem wie dieser Versuch ausfällt, bewahrt uns ein kleiner Berlust vor einem weit größeren. Annie Strempel- Rehrmann. Blumen und Früchte im Fensterlasten Schon in dem Aufsak„ Blumenschmuck im Siedlungsgarten" ist darauf hingewiesen worden, daß wir bei der Bepflanzung der Not der Zeit Rechnung tragen und möglichst alles rationell anlegen müssen, aber dennoch nicht ganz auf den Blumenschmuck verzichten wollen. So können wir auch im kleinen bei Balkonund Fensterkästen das Schöne mit dem Nüglichen verbinden. Einige Blumentöpfe am Fenster genügen schon, um unseren bescheidenen Blumenbedarf für unseren Tisch für den Sommer zu decken. Aber auch für die Küche können wir hier manch Nübliches ziehen. An das Küchenfenster gehört ein Blumentopf oder Kasten( leere Bigarrenfiste) mit Petersilie und Schnittlauch, Radieschen und kleine Rettige wachsen hier auch, ebenso die anderen Küchenkräuter, je nach Wahl und Geschmack. Vor allem andern lohnt es sich aber die Tomate in Fenster- und Balkonkasten zu pflanzen. Sie verlangt aber volle Sonne, viel Wasser, wenn möglich auch Dünger. Die Pflege aber ist sehr leicht. Man fät sie am besten im April in einem Blumen topf im warmen Zimmer aus, verpflanzt sie später in einen größeren Topf. Anfang Mai, wenn die heißen Tage beginnen, stellt man sie tagsüber vor das Fenster, erst nach den Eisheiligen, also nach dem 16. Mai, darf man sie nachts draußen laffen. Falls aber das Hinaus und Hereintragen zu viel Mühe macht, kann man die Pflanzen abends mit einem großen Blumentopf, einer Rifte, einer Papps schachtel zudecken, oder auch mit einer leichten Decke; das genügt, um die Pflan zen vor Nachtfrösten zu schützen. Man kann aber auch Mitte Mai Pflanzen beim Gärtner faufen. Nun braucht die Tomate teine weitere Pflege mehr, als daß man sie regelmäßig gießt, und die Seitentriebe ausbricht. Diese bilden sich in den Blattachsen, man muß aber darauf achten, daß man nicht die Blüten, die aber leicht als solche zu erkennen sind, irrtümlicher Weise ausbricht. Läßt man alle Triebe stehen, so be tommt man eine Wildnis bon Trieben, aber wenig Früchte. Nebenstehendes Bild zeigt eine Pflanze, mit einem Haupttrieb, an dem alle Nebentriebe entfernt sind. Wenn sich die Früchte entwickelt haben, stutt man 120. Tomaten im Fenstertasten. die Blätter ein, damit mehr Schnittmusterbogen. 63 Sonne an die Früchte kann. Da die Tomate ziemlich hoch, unten aber tahl wird, kann man neben die Tomatenpflanze im Kasten oder Topf einige Sa men von Rapuzinerfresse oder Wicken legen, auch hängende Belargonien ( im Volksmund Geranien) Fuchfien und Betu nien pflanzen. Diese drei muß man aber beim Gärtner faufen, Fuchsien und Pelargonien kann man im Steller, Speicher oder sonstwo frostfrei überwintern, im Frühjahr( März) zurückschneiden und in ein warmes Zimmer zum Vortreiben stellen, Betunien aber sind einjährig. hat man die zu überwinternden Pflanzen in einem Kasten, so ist es gut, sie im Herbst in einen Topf zu pflanzen, damit die teuren Fensterfästen im Winter gut austrocknen, sie halten dann noch einmal so lange. Diese oben genannten Blumen vertragen sich gut mit den Tomaten, die kahlen Töpfe werden verdeckt, beschattet und so vor dem Austrocknen ein wenig geschüßt, und man fann auch hin und wieder ein Sträußchen pflücken. Feuerbohnen und Winden eignen sich auch sehr zum Fensterschmud, nur kann man sie nicht mit Tomaten zusammenseßen, weil sie nicht hängend wachsen, sondern hoch gebunden werden wollen. Zum Schluß noch kurz einiges über die Anlage des Kastens. In seinem Boden muß man Löcher bohren, damit das Wasser ablaufen kann; auf das Loch legt man eine Scherbe, damit es nicht verstopft wird. Den ganzen Boden bedeckt man mit Scherben, Sand oder grober Erde, damit sich das Wasser sammeln kann, darüber gibt man, wenn möglich eine Schicht Dünger, darauf erst die mit wenig Kalk vermischte Erde, am besten Compost von Misterde. 121. Tomaten mit Kapuzinerfresse. Ich meint' immer, daß der Hals nicht sollt' eine Niederlage sehn für den Wollenweber oder dein Mutter Umhängetuch... Deine Nägelein! Du hast wohl keine Trauerkleidung, daß die Nägelein sollen weisen, du habest große Trauer? Mensch, in was für Luft lebst du denn? Steck doch deine Nase hinaus in die reine Luft, die besser ist als Stubenduft. Wenn du aber mußt im Zimmer sein, laß ja alle Fensterlein zunageln und verschrauben. Und dann ruf den Doktor aus Webtagen und Krüppelstadt. Die beiden verstehn sich aufs Geldnehmen. Gesundheitsbüchlein des Hans von Fleiß 1659. Urheberinnen: Abb. 106 E. Fricke, Hannover; Abb. 115 B. Sander, Köln; Abb. 116 B. Ertes, Köln; Abb. 117 A. Mundorff, Köln. Um vielfachen Wünschen zu entsprechen, haben wir den Bezug von Schnittmusters bogen vorgesehen. Bogen 1 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 3, 4, 5 und 6. Bogen 2 enthält eine Anzahl Schnittmuster von Heft 8, 10, 11 und 12 und Bogen 3 enthält eine Anzahl Schnittmuster on Heft 9, 11, 13 und 14. Der Berlag gibt Normalschnitte oder Schnitte Gutschein für Schnittmusterversand zuzüglich 50% Teuerungszuschlag. Unsere nach Maß gezeichnet zu den am Schluß jeder Beschreibung angeführten Preisen ab Normalschnitte werden nach mittelgroßen ungeschnürten Normalfiguren gezeichnet. und Schnittmusterbogen Maße der Normalschnitte für Erwachsene Maße der Normalschnitte für Jungmädchenkleider Größe in Obers Gürtel Bordere Rüdens Rods Obers Gürtel Alter Hüftenweite cm weite weite Hilftenweite Länge länge Länge weite weite Borbere Rücken- Rod Länge länge länge • I 90 II 98 III 106 IV 116 882388 70 901 75 103 80 114 86 125 15 cm unter dem Gürtel36 36 100 12-14 Jahre 82 84 .64 34 35 55 grip gemessen 38 37 102 14-16 86 88 66 35 36 65 39 38 102 16-18 90 70 90 " 36 36 85 38 39 102 Adresse: Den Betrag für die gewünschten Schnitte und 20 Pf. für Porta wolle man mit der Bestellung einsenden, andernfalls erfolgt Zusendung mit Nachnahme. Ausführliche Anleitung zum Magnehmen ist vom Verlag G. Braunsche Hofbuchdruckerei n. Verlag Karlsruhe i. B., Karlfriedrichstr. 14. zu beziehen. Wir bitten bei Bestellungen von Nov malschnittmustern die genaue Größe anzugeben. 64 Verlangen Sie den Renner- Katalog vom Modehaus Renner Dresden- U * Anser Modeführer für Damen- und Herrenbekleidung ist kostenlos zu beziehen- Sorgfältige Fernbedienung für Auswärtige- Rostenanschläge u. Auswahlsendungen unverbindlich Versand der Waren von M50.- an poftfrei- Amtausch bereitwilligst- oder Geld zurück! Werkstätten f. neue deutsche Berlin Frauenkleidung Hedwig Ueko Lisbet Maaß -Wilmersdorf, Kaiserallee 24, Gartenh., Q Uhland 5989 Anfertigung auch von Kostümen und Mänteln, Umstandskleidern. Lieferung nach auswärts ohne Anprobe. Frankfurt Hamburg Hamburg Hannover a. M. Frau Lili Beran 127 Rhönstr. part., Gartenh., Römer 7152 D Individuelle Kinder- und Frauenkleidung. Clara Zahn geb. Piehl, gepr. Schneidermeister Rotenbaumchaussae 77 III Individuelle künstlerische Frauenkleidung Unterkleidung Schürzen Schmuck Elsa Koyen, Bismarckstraße 33 Werkstatt für naturgemäße, künstlerische Frauenkleidung Süd 3311 Mathilde Scheidt Körnerstraße 3 Werkstätte für deutsche Frauenkleidung.: Wer heiraten will sollte unbedingt die bereits in 19. Auflage erschienene sozial- physiologische Studie Dr. Bergner ,, Arztliche Belehrungen über die Ehe" lesen. Dieses mit Abbildungen und zwei farbigen, zerlegbaren Modellen des weiblichen Körpers in der Entwicklungsperiode, sowie einem männlichen Modell nebst dazugehörigen Tabellen versehen, enthält Tatsachen über das sexuelle Verhalten von Mann und Weib vor und in der Ehe die für die Gesundheit, das Wohlbefinden und Lebensglück beider Gatten von unschätzbarem Werte sind. Preis mit Modellen 5.- M., Nachnahme 5.40 M. Linser- Versand, Berlin- Pankow 45 Po- Ho Indischer Universal- Schmerzstiller Asthma, Nerven, Rheuma Garantle- Mittel. Prospekt kostenfrei. Po- Ho Sanitätswerke, Hamburg 23. Ist ein Säugling in Ihrer Familie? Dann versäumen Sie nicht, sich sogleich das vortreffl. Büchlein zu bestellen: Kinderpflege und-Ernährung von Friederike Volger. Hübsch gebunden Mk. 1.25, einfach kart. 80 Pf. franko. J. F. Steinkopf Verlag, Stuttgart. Fleischhackmaschinen Größe 10, innen weiß außen rot, per Stück M. 25.Haushaltmühlen p. Stck. M. 13.Zu diesen Fabrikpreisen liefert solange der Vorrat reicht. H. Keßler, Zella- Mehlls I. Madehen die man niche heiraten soll! Warnung und Winke für Männer 17 Abbild- Von RGerling Preis M 1.50 MHartmann Schroeder Berlin N113/ 60 = Veget. Kost= evt. m. Zimmer sucht Student a. April b. Gesinn.- Freunden in Karlsruhe. Angeb. erb. u. Fr. u. H. 3 an den Verlag d. Bl. Bestellschein. Wert und Breis Untersuchungen von Albert, Magnus, Betty, Marg, Marshall u. a. Herausgegeben von Karl Diehl und Paul Mombert Professoren der Nationalökonomie in Freiburg i. B. 2 Bände. Preis 9 Mt. Zu beziehen durch jede Buchs handlung und vom Verlag der 6. Braunschen Hosbuchdruckerei in Karlsruhe. In offenem Briefumschlag für 5 Pfg. als Drucksache zulässig. ( An eine Buchhandlung zu richten oder an den Verlag) Unterzeichnete bestellt aus dem Verlage der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe in Baden Deutsche Frauenkleidung und Frauenkultur Stück vom 1. Januar 1920 an. Preis M 10.- für das Halbjahr Einzelheft mit Schnittmuster- Bogen je nach Umfang M 5.- bis 6.Die Frau und ihr Haus Stück vom 1. Januar 1920 an. Vierteljährlich M 3.Die Landfrau und ihr Kleid Stück vom 1. Januar 1920 an. Vierteljährlich M, 1.50 Stück Deutsche Frauenkleidung. Handbuch, herausgegeben vom Verband für deutsche Frauenkleidung und Frauenkultur Kleiderstreckung. • M 2.50 Mappe M 2.-G M 5M 6.M 1.H. M. Berg, Zuschneideschule für die Damenschneiderei M 2.40 Zuschneidelehrbuch Band I. in Vorbereitung 29 23 Für unsere Kinder. 3. Auflage Einfache Kleider • 99 Das Kleid der arbeitenden Frau 99 99 99 Band II • 99 Band III • 99 39 Das Eigenunterkleid . M 4.80 M 4.60 M 4.80 • . . 33 Die Frau und ihr Kleid. Maßbuch M2.• . • • M 0.90 " 39 Kiesewetter- Steffahny, Das Baby( 2. Aufl.) kart. 9 • M 2.50 in weiß Leinen geb. • M 3.90 99 " Thierbach, Abformungskleider. 2. Auflage Steffahny, Mädchenhandarbeiten, geb. • D M 2.20 M 2.80 = Zuschneide System Berg- Bühl Seit Jahren gelehrt und bewährt in DamenschneidereiKursen für Anfängerinnen, Gewerbetreibende und Fachlehrerinnen, in Gewerbeschulen, Frauenarbeits- und Nähschulen, sowie auch beim Selbstunterricht. A. Zuschneide Schule für die Damenschneiderei Preis M 2.40 Für einfachere Schulverhältnisse, für Anfängerinnen und zum Selbstunterricht. Enthält nur die einfacheren Schnitte( Grundschnitte), Fundament des Systems, Elementarlehrgang des Schnittzeichnens. B. Zuschneide Lehrbuch für Damenbe fleidung. 2. verbesserte und vermehrte Auflage. Für Fortgeschrittenere, für Fachschulen, sowie zum Selbstunterricht. Band 1: Grundformen Band II: Ausführungsformen, Jackenkleid und Mantel Band III: Künstlerische Kleidung in Vorbereitung C. Das Eigen- Unterkleid Die Frau und ihr Kleid Aesthetik in der Mode Mabuch mit Maßlisten Die neue Nadelarbeit in der Volksschule. Von Anna Mundorff. Mit zahlreichen Abbildungen. 7 Hefte( 2. bis 8. Schuljahr). Stück Heft I( 2. Schuljahr) 9 • M 1.80 M 1.60 35 39 II( 3. 29 • · 9 " III( 4. 99 ) · M 2.• 99 39 IV( 5M 3.20 93 93 ร่า 33 99 29 39 Horn, Hausangestellten- Frage. Birke, die fleischlose Küche in der Kriegszeit, geb. Hinterm Pflug zur Kriegszeit. Erlebnisse eines Stadtkindes. Herausgegeben vom Vaterländischen Frauenverein Trier Fräulein Großknecht. Erlebnisse eines Stadtkindes. Herausgegeben vom Vaterländischen Frauenverein Trier Dreßler, Grundlagen der Krankenernährung Taschenkalender für Kleingartenbau 1920. M 3.. M 1.50 M 2.• • . M-.80 " • M 3. · M-35 . Auf die Preise kommt noch der übliche Teuerungszuschlag. ( Betrag ist nachzunehmen folgt auf Postscheck- Konto Nr. 992 Karlsruhe) Preis M 4.80 Preis M 4.60 Preis M 4.80 Ort, Straße. Ein Beitrag zur Preis M 2.und Hausnummer Preis M-.90 Verlag der G. Branuschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe i. B. jur den Bilderteil: 2. Düben arlsruhe i. B., Kartfriedrichstr. 14 Name, Stand Herausgeberinnen: Elisabeth Röhl. Else Wirminghaus, beide in Köln Verantwortlich für den redaktionellen Teil: E. Röht, Köln- Klettenberg, Stenzelbergstr. 17/ Anzeigen Tarife berechnet. find an die G. Braunsche Hosbuchorucenci und Berlag in Karlsruhe i. B. zu senden und werden nach feststehenden Berlag: G. Braunsche Hofbuchdruckerei und Berlag, Karlsruhe i. B. Druck: Borwärts- Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co. in Berlin, Lindenstraße Blak- und Erscheinungsvorschriften ohne Berbindlichkeit. Erfüllungsort Karlsruhe i.. 3.